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B ay e r i s c h - s c h wa b e n

Nr. 08 / 2015 I August I Bayerisch-schwaben I Schutzgebühr 3,90 Euro

Fesch samma! Auf geht’s in die Trachtensaison

Küchen der Welt Die echte türkische Küche

Im SanDepot Aichach Florian Lechner: Durch Raum + Zeit

Gartengestaltung Sichtschutzwände + Leuchtobjekte

www.schlossmagazin.com


Riegele BierManufaktur Brauspezialitäten seit 1386

CraftBier Brauer des Jahres Experten küren die handwerklichen BrauSpezialitäten aus dem Hause des Weltmeisters der Biersommeliers Die Brauer des Jahres

er Meininger Crabi 15 20 d ar Aw

Tradition

Charakter

Geschmack

Echte Tradition ist der Zukunft verpflichtet. Entdecken Sie deshalb überraschende Kreationen aus der Riegele BierManufaktur. Erfreuen Sie sich an Brauspezialitäten aus einer der ältesten Braustätten der Welt. Das goldene Ross ist Gütesiegel dieser Jahrhunderte alten Genusstradition. Seit 1386.

Jede Riegele Brauspezialität ist ihr eigener Charakter. Selektiert und empfohlen vom Weltmeister der Biersommeliers, Sebastian Priller-Riegele. Der einzelne Sud ist limitiert und auf dem Etikett dokumentiert. Vom Biersommelier-Weltmeister im Genusspiktogramm beschrieben und mit Unterschrift besiegelt. Inklusive passender Speiseempfehlung.

Von fruchtig bis malzig von schlank bis kräftig bieten die Riegele Brauspezialitäten eine handverlesene Selektion acht ausgefallener Geschmackserlebnisse. Genießen Sie ein Farbenspektrum von sonnengelb über kastanienrot bis zu tiefschwarz und freuen Sie sich über ein Aromenspiel von zitrusfruchtig bis zu Bitterschokolade.

Erhältlich im 6er Karton oder als 4er Selektion mit Glas im Getränkehandel oder online unter www.riegele-biermanufaktur.de Riegele BierManufaktur Frölichstraße 26 86150 Augsburg Tel.: 0821-3209-0 info@riegele-biermanufaktur.de


| Editorial | 3

Fesch samma! Der Countdown läuft! Spätsommer ist bei uns in Bayern Trachtenzeit. Nicht nur der Wies’n wegen. Auch sonst gibt es jetzt viele zünftige Gelegenheiten, Trachten­

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Möbel- & Küchenkompetenz.

mode zu tragen. Der Begriff kann allerdings weit inter­

Wir sagen

pretiert werden. Was ist noch Tracht, was ist schon Kos­ tümierung? Was gilt als modisch und was läuft noch unter traditionell? Hier scheiden sich die Geister. Aber seien wir doch großzügig und lassen wir jedem Tierchen sein Plaisierchen. Wichtig ist, dass man Spaß hat und sich wohlfühlt in seiner Trach­ tenkluft, ob es nun ein klassisches langes Dirndl ist, eine knackige Lederhose mit Karobluse, ein modisches Landhauskleid oder etwas Verrücktes dazwischen. Die Aus­ wahl für Sie und Ihn ist momentan riesig, so dass bestimmt jeder sein Trachtenoutfit finden kann. Wir haben uns ein wenig umgesehen und ein paar Highlights für Sie herausgepickt. Zu einem rundum stimmigen Trachtenlook gehören natürlich auch die Accessoires und die passende Frisur. Ein besonders gutes Händchen für Trachtenhüte

Jahre

Danke! Schauen Sie mal vorbei.

hat die Augsburgerin Doris Limmer, die den Strohhut auf dem Titel designt hat. Das SchlossMagazin hat sie in ihrem Atelier besucht. In Sachen Frisuren hilft Annabell Fiebiger aus Neusäß unseren Leserinnen auf die Sprünge. Die hauptberufliche Foto­ grafin hat nämlich auch eine Friseurlehre absolviert und realisiert die tollsten Flecht­ frisuren. Gerade hat sie ein Buch zum Thema herausgegeben und – vielen Dank – dem SchlossMagazin eine Schritt-für-Schritt Anleitung für den sog. Holländischen Zopf zur Verfügung gestellt. Damit unsere männlichen Leser nicht denken, wir haben sie in dieser Ausgabe verges­ sen, stellen wir ihnen ein paar sehenswerte Entdeckungen aus der Abteilung Motor + Technik vor. Wussten Sie, dass die Universität Augsburg Elektro-Rennwagen entwi­

ckelt? Glauben Sie, dass ein Jaguar ( der mit Rädern! ) über eine Hochseilkonstruktion fahren kann? Lesen Sie mal rein! Staunen Sie über die unglaubliche riesige Mazda Sculpture, die in England die Betrachter verblüfft. Und träumen Sie von den innova­ tiven Rollern, mit denen man im Stadtverkehr jedem Stau Paroli bieten kann.

Schöne Möbel

Wenn die Abende wieder länger werden, aber draußen noch warm sind, dann freuen wir uns über besonders schöne Leuchtobjekte für den Garten, die ihn nach Sonnenuntergang noch gemütlicher machen. Ganz besonders intensive Gemüt­ lichkeit kommt auf, wenn wir uns unbeobachtet fühlen können. Schilfrohrmatten

Funktionale Küchen

als Sichtschutz waren gestern: Jetzt gibt es wunderbare, optisch überzeugende

und haltbare Zaunsysteme, die vor neugierigen Blicken schützen. Wir stellen Ihnen drei Alternativen vor.

Haben Sie Lust bekommen, in der August-Ausgabe des SchlossMagazins zu schmö­ kern? Nur zu! Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen. Ihre

Hannelore Eberhardt-Arntzen,

kauft man in Donauwörth bei...

Chefredakteurin samt team

www.kueche-wohnkultur.de


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i n h a lt s v er z ei c h n i s

Inhalt

Besuchen Sie das SchlossMagazin auch auf der Website www.schlossmagazin.com

T i t e l f o t o Annabell Fiebiger; Hut: Doris Limmer

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60

region aktuell

5  D as Neueste aus

Bayerisch-Schwaben Interessantes in Kürze

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Weitersagen Veranstaltungstermine

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30 G eh’ doch dahin, wo der

50 K eep Coooool…!

Pfeffer wächst! Fugger und Welser Museum Augsburg

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Entspannung für sonnen­­gestresste Haut

Roter Steinway im Kuhstall 2. AMMERSEErenade

52  C ity-Roller

Ideen für umweltfreundliche Mobilität

Durch Raum und Zeit Der Bildhauer Florian Lechner im Gespräch

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Powerbands Widerstandstraining

54 Staunenswert

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58 Blickdichtes

Römerlager Das römische Augsburg in Kisten

Technische Meisterleitungen

Eine App, die fit macht Digital organisierte Fitness

Zaunsysteme mit Know-how

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60 Light-Show im Garten

mozart@augsburg, die Vierte Festival vom 28. August bis 18. September

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62 Wohnwagon – ich bin so frei!

Weichen neu gestellt Der Kulturbahnhof Starnberg

menschen – orte – leidenschaften

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Beleuchtungs-Systeme

Bild des Monats Kuchenduft liegt in der Luft

38 Titelthema:

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O’Zogn is! Aktuelle Trachtenund Landhausmode

Selbstversorgender, mobiler Zweitwohnsitz

64 T ierische Fasern

Serie Stoffkunde, Teil 2

65 Mary Quant

Serie Who is Who der Modewelt, Teil 2

42 Do legst di nieda!

66 Vorschau + Impressum

22 Zwischen Orient und Okzident Die echte türkische Küche + Rezepte

44 A ufputzt is!

promotions

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46 O’Zopft is!

Power auf Dauer Superfood-Küche + Rezepte

28 America’s Sweethearts Amerikanische Kuchenklassiker neu interpretiert

Zünftiges Drumherum zur Tracht Designerhüte von Doris Limmer

Frisuren, Fotos und mehr von Annabell Fiebiger

48  S chön schlicht

Mode Preview Herbst-Winter

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Schlossmagazin Golfpartner Golfplätze in der Region

56 Lignum linearis Sichtschutzsystem


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Region aktuell

Ihr Spezialist für echte Trachten- und Landhausmode

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das neueste aus Bayerisch-Schwaben „Zwischen den Welten“ wandeln mit SEO Galerie Noah, Augsburg Der Turnschuh im drahtigen Zaun-Geflecht, die Jungs im Sprung ins weite Wasser oder Gespräche am Baum in dörflicher Kulisse – alles gerissen und geklebt, fili­ gran übermalt und fein säuberlich gehöht, Handarbeit vom Feinsten hält Einzug in die Augsburger Galerie Noah, die mit SEO liebend gern „Zwischen den Welten“ wandelt. Die in Berlin le­ bende Künstlerin SEO, 197 7 in Gwangju, Korea, geboren, gilt als namhafte Größe der internationalen Kunstwelt. Sie kam 2000 nach Deutschland und studierte an der Universität Berlin in der Klasse von Georg Baselitz. International bekannt wurde sie durch großformatige, bunte Reispapiercollagen, die sie bis heute fer­ tigt. Zudem widmet sie sich seit einigen Jahren installativen Arbeiten und Wands­ kulpturen. Die Ausstellung ist noch bis 6. September zu besichtigen.

Termine e r e t i e W .08., 20. bis 22 . .08 9 2 is 27. b 5 1 0 2

Im b il d SEO. Reise in das Ungewisse. 2015. Acryl, Mischtechnik, Papiercollage auf Leinwand. 150 x 300%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%% cm (Ausschnitt) %%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%% Infor m at ionen www.galerienoah.com

Besser Bauen im Wittelsbacher Land Gestaltungswettbewerb Den Gestaltungswettbewerb „Besser Bauen im Wit­ telsbacher Land“ veranstaltet der Landkreis AichachFriedberg heuer zum dritten Mal. Alle Bauherrinnen und Bauherren sowie die beauftragten Architekten, Planer und Landschaftsplaner, die im Landkreis Aichach-Fried­ berg in den Jahren 2011 bis 2015 gut gestaltete Gebäude und Außenräume fertiggestellt haben, sind aufgerufen, ihre Projekte im Land­ ratsamt Aichach-Friedberg beim Kreisbaumeister zu melden. Ziel des Gestaltungs­ wettbewerbes ist, beispielhaft gestaltete Gebäude und Außenräume auszuzeichnen. Die Auszeichnung ist zugleich öffentliche Anerkennung für das erfolgreiche Zusam­ menwirken von Bauherr und Architekt bzw. Planer und den ausführenden Fachleu­ ten. Bewertet werden die städtebauliche Einbindung, die Gestaltungsqualität von Gebäude und Außenraum und die gute Gestalt bei einer ökologischen und energie­ sparenden Bauweise. Das Preisgericht entscheidet über die Vergabe der Preise und Anerkennungen. Es ist besetzt mit zwei externen Fachpreisrichtern (Architekt und Landschaftsarchitekt), dem Landrat, drei Kreisräten und dem Kreisbaumeister mit Stellvertretern. Bewerben kann man sich formlos mit folgenden Angaben: Anschrift, Name der Eigentümer bzw. Bauherren, Name der Planer, Mitteilungen über das, was angemeldet wird (z. B. Neubau, Umbau, Anbau, Sanierung, Fassadengestaltung, Au­ ßenraum-/bzw. Gartengestaltung, besondere ökologische/energiesparende Maß­ nahmen, Fotos). Bewerbungen können eingereicht werden bis Freitag, den 18. Sep­ tember 2015, beim Landratsamt Aichach-Friedberg, Kreisbaumeister. Informationen www.lra-aic-fdb.de · Foto Landratsamt Aichach-Friedberg

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a k t u ell | das neueste aus bay erisch-schwaben

Rote-Torwall-Unterführung ziert Stadtplan-Optik Auf Anregung des Tiefbauamts der Stadt Augsburg haben Stu­ dierende aus dem sechsten Se­ mester im Bachelorstudiengang Kommunikationsdesign ein Kon­ zept, das mit der Situation vor Ort in Zusammenhang steht, für die Neugestaltung der Rote-Tor­ wall-Unterführung entwickelt und umgesetzt. Das Endergeb­ nis ist eine Verschmelzung von zwei Gruppenentwürfen. Ein Entwurf basiert auf zwei Audiospuren, die vor Ort aufgenom­ men wurden und danach eine grafische Umsetzung fanden: Vogelgezwitscher und Blätterrauschen aus dem angren­ zenden Park sowie die Geräusche vorbeifahrender Straßen­ bahnen. Der zweite Entwurf orientiert sich am Stadtplan von Augs­ burg und wurde nach gestalterischen Gesichtspunkten ent­ sprechend auf das Gesamtkonzept hin stilisiert, ohne aber komplett von der Grundstruktur abzuweichen. Zentrale Mo­ mente bilden QR-Codes, die den Fußgänger zu einer interak­ tiven Nutzung der Unterführung einladen. Die mit einem Smartphone lesbaren Codes sind in die entsprechenden Aus­ schnitte des aufgemalten Stadtplans platziert und verweisen so auf Augsburger Einrichtungen. Bisher sind das Textilmuse­ um, der Augsburger Zoo, der Botanische Garten, die Ballon­ fabrik, die Stadt Augsburg und die Hochschule Augsburg ver­ treten. Weitere Ergänzungen sind denkbar. informationen hs-augsburg.de

IHK Schwaben: Neues Bleiberecht für Flüchtlinge in Ausbildung Die Industrie- und Handelskammer Schwaben begrüßt die Entscheidung des Bundestags über das neue Bleibrecht, wo­ nach junge Asylbewerber und Ausländer ohne Aufenthalts­ status während der Zeit ihrer Ausbildung keine Abschiebung zu befürchten haben. Vor diesem Hintergrund hat die IHK vor rund sechs Monaten ein Pilotprojekt „Integration junger Flüchtlinge in den Ausbildungsmarkt“ gestartet, um vor allem junge unbegleitete Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan, Irak, Somalia, Eritrea, die im zweiten Schuljahr an den Berufsschu­ len Deutsch lernen, den Weg in eine Ausbildung zu eröffnen. Seit Projektstart unterstützen aktuell mehr als 100 Betriebe mit rund 150 Praktika das Projekt. Vermittelt wurden bereits ca. 100 Praktikumsplätze. Realistisches Ziel ist es, mindestens 30 jun­ gen Flüchtlingen bis 1. September eine Ausbildung oder eine ver­ gleichbare Einstiegsqualifizierung zu vermitteln. Informationen www.schwaben.ihk.de

Neues Wasserrad am Schwallech Das neue Schaurad im Augsburger Lechkanal ist ein Denkmal – und ein Symbol für das potentielle UNESCO-Weltkulturerbe. Das Wasserrad wurde als Nachfolger eines 1986 installierten, 2013 aus Sicherheitsgründen abgebauten maroden Panster­ rads konstruiert. In Ergänzung vieler Spenden aus der Bevöl­ kerung und von Augsburger Firmen sowie des Sponsorings am Bau beteiligter Handwerksfirmen wurde das vier Tonnen schwere Eichenholzrad vor allem durch die finanzielle Unterstüt­ zung der Stadtwerke Augsburg ermöglicht. Dieses Wasserrad hat zwar keine technische Funk­ tion, doch dient es als Denkmal der Wasserkraftnutzung an den Augsburger Lechkanälen. Im Bild Es dreht sich wieder: Mit musikalischer Umrahmung der Halder’s (B)Lech Kapelle haben Kulturreferent Thomas Weitzel (v. li.), Stadtwer­ ke-Geschäftsführer Klaus-Peter Dietmayer und Staatssekretär Jo­ hannes Hintersberger den Startschuss für die Inbetriebnahme des Was­ serrades am Schwallech gegeben. Foto swa / Thomas Hosemann bzw. Holz Denzel

Trachtenkorbkurse des Bezirks Schwaben Am Samstag, den 26. September ab 10:00 Uhr zeigt die Korbflech­ terin Theresia Asam aus Baar al­ len Interessierten in einem Kurs, wie man eine praktische Trach­ tenkorb-Tasche selber flechten kann. Bei der Trachtenkulturbe­ ratung des Bezirks Schwaben, bei ihr zu Hause und bei weite­ ren Museen können die Kurse gebucht werden. Theresia Asam hat mehrere Körbe entwickelt, die wunderbar zur Tracht passen. Die Körbe kann man bei ihr kaufen oder man lernt, sie in den von ihr angebotenen Kursen selber zu machen! Endlich gibt es eine Trachten-Korbtasche, die praktisch und handlich ist, die an einem Tag geflochten werden kann und bei deren Anfertigung grundlegende Korbmachertechniken vermit­ telt werden können. Die Tasche hat einen längs-ovalen Boden, die Aufsteller sind gleich mit eingearbeitet. Ein selbst genähter Schultergurt kann nachträglich angebracht werden. Die Maße des Korbes: max. 40 x 15 cm, Höhe 32 cm. Der Kurs bei der Trachtenkulturberatung Bezirk Schwaben im Landauer Haus in Krumbach, Hürbener Str. 15, dauert mindestens 8 Stunden und kostet 90.– €. Weitere Kurse zu anderen Trach­ tenkorbformen finden dieses Jahr am 24. Oktober in Baar bzw. am 7. und 9. November in Krumbach statt. A nmel dung Trachtenkulturberatung · Tel. 08282 - 82 83  89 trachtenkulturberatung@bezirk-schwaben.de T her es i a A s a m Tel. 0178-2355914 · asam@flechtertreffen.de Foto Asam


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Stadtwerke wollen kostenloses WLAN in Bus und Tram bieten Ab Oktober soll der kostenlose Internetzugang zunächst in rund 60 Bussen zur Verfügung stehen, in einem zweiten Schritt, wenn die notwendigen Genehmigungen vorliegen, auch in den Stra­ ßenbahnen. Immer mehr Menschen nutzen Smartphones, mit denen auch über spezielle Programme – so genannte Apps – Dienste und Funktionen genutzt werden können. Wie etwa auch die swa Fahrinfo-App der Stadtwerke, mit der alle Informatio­ nen rund um den Nahverkehr in Augsburg oder Echtzeit-Ab­ fahrtszeiten verfügbar sind und per Handy-Ticket der Fahr­ scheinkauf mit dem Smartphone möglich ist. Mit dem WLAN in Bussen soll in Kooperation mit der Stadt Augsburg der kosten­ lose Internetzugang im öffentlichen Raum ausgeweitet werden. Derzeit ist seitens der Stadt am Königsplatz und am Rathaus­ platz WLAN verfügbar. Künftig soll der Nutzer dann etwa vom Bahnsteig am Kö in einen Bus – und später in eine Straßenbahn – einsteigen und übergangslos im WLAN-Netz bleiben können, je nach Einstellung des Geräts. Dazu arbeiten Stadtwerke und Stadt mit dem gleichen Anbieter zusammen. Der Nutzer muss sich entsprechend nur einmal anmelden und landet beim Einlog­ gen im Internet auf der gleichen Startseite. Je nach Einstellung kann er sein Smartphone mit dem WLAN-Netz verbinden und auch beim Wechsel vom Bus auf den Bahnsteig oder umgekehrt eingeloggt bleiben. Die Verbindung wird nach längstens 24 Stun­ den automatisch getrennt. Sehr wohl begrenzt ist aber der Zu­ griff auf bestimmte Internetseiten aus Gründen des Jugend­ schutzes. Der Zugang ins Internet von Stadtwerken und Stadt ist für Studenten der Universität Augsburg besonders interes­ sant, können sie sich doch auch mobil in ihr Studentennetzwerk einloggen, was bei anderen öffentlichen Hot Spots nicht möglich ist. Start des Angebots ist der Beginn des Wintersemesters im Oktober. Die notwendigen technischen Geräte für WLAN werden derzeit in rund 60 der 93 Busse der Stadtwerke eingebaut, äl­ tere Busmodelle, die nur noch kurz im Einsatz sein werden, wer­ den nicht ausgerüstet. Informationen www.sw-augsburg.de

Spuren des Lebens Sonderausstellung im Museum im Pflegschloss Schrobenhausen Vierzehn Mitglieder des Fotoclubs Schrobenhausen zeigen im Pfleg­ schloss bis 26. September Bilder zum Thema Spuren des Lebens, von Natur über Sport und Porträts bis hin zu Abstraktionen. Ge­ öffnet ist die Ausstellung Mi, Sa und So von 14:00 bis 16:00 Uhr Mus eum im P f l egs cho s s Am Hofgraben 3 · 86529 Schrobenhausen · w w w.schrobenhausen.de Im B il d Wassermann: Heinrich Fischer

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a k t u ell | das neueste aus bay erisch-schwaben

Buchtipp: Stadtwald Augsburg Der Stadtwald Augsburg ist eines der größten und arten­ reichsten Naturschutzgebiete in Bayern und vereint auf 22 km² vielfältige und teilweise hochbedrohte Lebensräume, Tiere und Pflanzen. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Land­ schaftspflegeverbands Augsburg entstand nun ein praktischer Füh­ rer im Hosentaschenformat, der 100 typische Arten des Stadt­ walds Augsburg vorstellt. L andschaftspflegeverband Stadt Augsburg / Norbert Pantel Sta dt wa l d Augs b urg 100 Tiere, P f lanzen und Pilze 128 Seiten | 120 Abbildungen ISBN 978-3-89639-98 4-7 · Preis 7,80 € Wißner-Verlag · www.wissner.com

„Unorte“ im Stadt­ museum Landsberg Im Stadtmuseum Landsberg ist seit 1. August die neue Sonder­ ausstellung „Unorte“ mit Malerei von Martin Gensbaur und Stella­ gen von Roswitha Tafertshofer zu sehen. Beide Künstler haben einen besonderen Blick für Räume und Orte, bzw. so genannte Unorte – ein aktuelles Thema nicht nur in der Soziologie, sondern auch im Alltagsle­ ben. Denn Orte und Räume verändern sich. Das Verschwinden von Räumen und das Entstehen neuer Transiträume sind Kennzeichen unserer modernen Gesellschaft. Im allgemei­ nen Verständnis ist ein Unort nichts anderes als ein un­ schöner Ort. Die Vorsilbe „Un-“ zeigt bereits, dass der Unort als Gegenbegriff zum Ort gemeint ist, welcher Identität stif­ tet und klar definiert ist. Der Dießener Künstler Martin Gens­ baur malt Tankstellen, Verkehrsinseln, Baucontainer und Einkaufszentren. Gensbaurs Malerei erkennt und würdigt diese scheinbar hässlichen Orte und beraubt sie dadurch gleichzeitig ihres Makels. Eine verbeulte Leitplanke, eine Be­ tonlampe: Ästhetischer kann man sie nicht in Szene setzen. Roswitha Tafertshofer gestaltet Stellagen: Bahnhöfe, Ein­ kaufsläden, Bauernhöfe und Tankstellen. Sie spürt dem Nim­ bus und dem Glanz des Gewesenen nach, der nur entsteht, wenn das Vergangene und der Verfall einbezogen werden. Die Ausstellung „Unorte“ lädt dazu ein, über die Bedeutung von „Raum“ und „Ort“ nachzudenken sowie der Aura nostal­ gischer, vertrauter und entfremdeter Orte nachzuspüren. Neues Stadtmuseum Von Helfenstein-Gasse 426 · 86899 Landsberg a. Lech · Tel. 08191 - 128 - 360 w w w.museum-landsberg.de Öffnungszeiten Di - Fr. 14:00 – 17:00 Uhr, Sa / So und feiertags 11:00 – 17:00 Uhr gemälde von Martin Gensbaur (Ausschnitt)

Heiter bis sportlich radeln TopTen-Touren-Booklet Die Kurzurlaubs- und Ausflugsre­ gion rund um Augsburg und das Legoland bietet eine große Aus­ wahl reizvoller Radtouren für die unterschiedlichsten Anforderun­ gen und Ansprüche. Zehn der schönsten Touren sind im kosten­ freien Booklet „Heiter bis sportlich – Bayerisch-Schwabens Top-Ten-Radtouren“ enthalten. Im Booklet sind alle Touren mit Kurzbeschreibungen und Übersichtskarten, Streckenverlauf und Sehenswürdigkeiten, Radservice- und E-Bike-Stationen dargestellt. Tipps zu weiterführenden Radkarten, Einkehrmög­ lichkeiten, Übernachtungsvorschläge und Kontaktadressen er­ leichtern die Tourenplanung zusätzlich. Recherchiert und auf­ bereitet wurden die Infos von den Radjournalisten Armin Herb und Karin Michaelis. Auf der Bayerisch-Schwaben-Website fin­ den Radurlauber als zusätzlichen Service den Download der GPS-Tracks sowie Roadbooks mit den Tour-Details als PDF zum Ausdrucken. Auch unterwegs kann hier via Smartphone stets auf die wichtigsten Daten zugegriffen werden: www.bayerisch-schwaben.de/top-ten-radtouren Infor m at ionen Tourismusverband Allgäu/Bayerisch-Schwaben w w w.bayerisch-schwaben.de / infomaterial

Museumsnacht und Handwerkertage Bauernhofmuseum Illerbeuren Die Museumsnacht am Samstag, den 8. August, bietet Gelegenheit zu einer nächtlichen Zeitreise. Das mit Fackeln beleuchtete Gelände und die mit Kerzen illuminierten Gebäude laden von 20:00 Uhr bis Mitternacht zum stimmungsvollen Verweilen ein. Zahlreiche Pro­ grammpunkte sorgen für Unter­ haltung. Legendär ist der musika­ lische Stundenschlag der Musikkapelle Illerbeuren-Kronburg am historischen Feuerwehrhaus. Ein kuli­ narisches Highlight ist das Dunkeldinner, welches in völliger Dunkelheit in einer Tenne stattfindet. Am Wochenende des 12. und 13. September zeigen Meister traditioneller Handwerke ihre Kunst. Zahlreiche Akteure beleben das gesamte Museums­ gelände und führen alte Handwerkstechniken vor. Im B il d Aus bester Allgäuer Milch: Herzhafter Bergkäse. – Das Feuerrad ist einer der leuchtenden Höhepunkte der Museumsnacht. Foto s Schwäbisches Bauernhofmuseum Illerbeuren/ Tanja Kutter Infor m at ionen www.bauernhofmuseum.de


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Thomaswechspreis 2015 Architekturmuseum Schwaben Der thomaswechspreis ist als Architekturpreis für Schwaben an­ erkannt und etabliert. Bereits zum achten Mal zeichnet er das Werk, den Bauherrn und seinen Architekten aus. Aus 67 Einrei­ chungen von durchgängig hoher Qualität bestimmte die Jury Preise und Prämierungen. Diese sind im Museum zu sehen. Im idyllischen Garten sind auf wetterfesten Planen alle eingereich­ ten Arbeiten ausgestellt. Das Architekturmuseum Schwaben verwahrt den Nachlass von Thomas Wechs (1893-1970), einem der bedeutendsten Architekten Schwabens und Namensgeber des Preises. Die Ausstellung ist noch bis zum 30. September täg­ lich außer Montag von 14:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Architekturmuseum Schwaben · Thelottstraße 11 · 86150 Augsburg www.thomaswechspreis.de

42. Donauwörther Kulturtage Seit 42 Jahren ist jeweils der Oktober der Kulturtage-Monat und steht somit ganz im Zeichen eines außergewöhnlichen kulturel­ len Programmes, das Musik-, Klassik- und Literaturliebhaber genauso etwas anzubieten hat wie Kabarettfreunden. Das Auf­ taktkonzert bietet jeweils einen Leckerbissen aus der philhar­ monischen Kammermusik. Vom 3. bis 25. Oktober werden insge­ samt 22 Veranstaltungen angeboten. Das Programmheft liegt im Donauwörther Rathaus, in der Städt. Tourist-Information, der Stadtbibliothek und allen bekannten Stellen zur Abholung bereit oder ist im Internet unter www.donauwoerth.de abruf­ bar. Die Eintrittskarten können beim Kulturbüro der Stadt Do­ nauwörth gebucht werden. Kult ur b üro der Sta dt Don au wör t h Rathausgasse 1 · 86609 Donauwörth · Tel. 0906 - 78 91 60 w w w.donauwoer th.de · kultur@donauwoerth.de

Galerie Noah ist nach oben gezogen Die Galerie Noah ist mit zehn Newcomern in das dritte und vierte Stockwerk des historischen Augsburger Glaspalastes gezo­ gen. Erstmals bietet damit die Galerie nicht nur weltweit etablierten Kunst-(Szene-)Stars ein Forum, sondern neuerdings auch noch unbekannteren Künstlern der lokalen, modernen und freien Kunstszene in Augsburg und Umgebung. In Kooperation mit dem Kulturamt Augsburg hatte man zum Wettbewerb aufgerufen unter dem Motto „Es geht nach oben“, an dem knapp 100 Bewerber teil­ nahmen. Unter diesen wählte eine Jury zehn Künstler mit je drei aussagekräftigen Werken. Diese sind nun bis 31. Dezem­ ber im Glaspalast zu besichtigen. Informationen www.galerienoah.com Im Bild Daniela Kammerer „Gassi im Weltall“ Aryl auf Papier

Kunst im Drei Mohren Die Kunstsammlung der Drei Mohren AG verweist auf die über 500-jährige Geschichte des Tradi­ tionshauses und seine Verbun­ denheit zur Fuggerstadt. Nun konnte die von langer Hand geplante Ausschmückung des Flures von der Lobby zur Garage realisiert werden. Der erfah­ rene Kunstrestaurator Axel Wieland stellt hier nun Kunst­ werke aus dem 16. bis 18. Jahrhundert sowie zeitgenössische Kunst im Wechsel aus. In drei neuen Vitrinen werden zusätz­ lich Skulpturen sowie Steinkunst zu sehen sein. Die Kunstge­ genstände können käuflich erworben werden.

Im Bild Axel Wieland und Drei Mohren AG Vorstand Dagmar Waßmann swa: Foto Steigenberger Drei Mohren Informationen www.steigenberger.com/Augsburg/Steigenberger-Drei-Mohren Energie erleben und verstehen Ustersbacher Bier Über 400 Kinder ha­ in Berlin prämiert

ben in diesem Schul­ jahr das Grundschul­ programm „Energie erleben und verstehen“ bei den Stadtwerken Augsburg (swa) absolviert. In den Räumen der swa wurden Schü­ lern von dritten und vierten Klassen die Grundzüge der Stromer­ zeugung vermittelt und das in einer sehr anschaulichen Art und Weise: Vom Pustewindrädchen mit LED über Solarhubschrauber bis hin zu einem mit Dampf betriebenen Modell eines Kraftwerks war viel zum Experimentieren und Anschauen geboten. Im Bild Die Schülerinnen und Schüler der Kerschensteiner Grundschule zusammen mit swa-Geschäftsführer Klaus-Peter Dietmayer, der Leite­ rin der swa- Schulkommunikation Eva Pabst und der Dozentin Angelika Magerl von der Deutschen Umweltaktion. Foto swa / Anton Egetemeir

Zum dritten Mal in Folge hat die Brauerei Ustersbach den Bundes­ ehrenpreis für beste Testergebnisse bei den neutralen Qualitätsprü­ fungen der DLG erhalten. Der neue Bierbotschafter, Christian Schmidt, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, überreichte die Urkunde mit Medaille an das traditionsreiche Unternehmen aus dem Augsburger Land. Im Bild Die Brauerei Ustersbach überzeugte die Jury mit Qualität – und wurde dafür mit dem Bundesehrenpreis belohnt. Brauereichefin Stephanie Schmid freut sich über die besondere Ehrung.


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Kulturspuren-Detektive bei Scherneck

Neu: Rotwild-Trachten in Landsberg

Zwischen Rehling und Scherneck findet sich einer der selten ge­ wordenen Hohlwege in Bayern. Nur wenige Meter davon entfernt wurde nun die letzte Tafel im Rahmen des Projektes „Kultur­ spuren in der Landschaft“ aufge­ stellt. Die Tafel in Rehling vermit­ telt dem aufmerksamen Besucher das Phänomen „Hohlweg“. Was genau sind solche „Kreppen“ und wie sind sie entstan­ den? Mit dem Projekt „Kulturspuren in der Landschaft“ hat die Universität Augsburg, Institut für Geografie, im Auftrag des Landkreises Aichach-Friedberg die historischen Kultur­ landschaftselemente sowie das kulturhistorisch bedeutsame Potenzial der Landschaft im Wittelsbacher Land erfasst und aufbereitet. Eine Landkreiskarte und Faltblätter, mit denen die bedeutendsten Kulturspuren aufgespürt werden können, gibt es im Landratsamt.

Nun gibt es endlich auch in Lands­ berg die Möglichkeit, vor Ort exklu­ sive Trachtenmode zu kaufen. In der Altstadt bieten seit diesem Sommer Gabriele und Lisa Hunger in ihrem rund 60 m² großen Laden Rotwild-Trachten Dirndl, Rö­ cke, Blusen, Jacken und Janker, aber auch Lederhosen und Trach­ ten-Accessoires in breiter Auswahl an. Ein prächtiger Hirsch ziert das Logo. Mutter und Tochter haben sich ausschließlich auf Damenbekleidung konzentriert. Und auf Marken, die nicht jeder hat. So bieten sie z. B. Dirndl der Münchner Designerin Elisabeth Eugeni an oder von Berwin & Wolff, Kaiserjäger oder Alpenfee, frisch geordert in Salzburg auf der Tracht & Country Messe.

Im Bild Mit der Lupe auf der Suche nach den Kulturspuren im Wittelsbacher Land sind (v. l. ) Manuela Riepold, Kreisfachberaterin für Gar tenkultur und Landespflege am Landratsamt, Landrat Dr. Klaus Metzger, Bürger­ meister Alfred Rappel, Wolfgang Grinziger, Leiter des Sachgebiets Naturschutz am Landratsamt und Johannes Mahne-Bieder von der Uni­ versität Augsburg. foto Landratsamt Aichach-Friedberg Informationen www.lra-aic-fdb.de

Herbstmarkt Mediterrano

Informationen www.rotwild-trachten.de Rot wild Tr achten · Vorderer Anger 233 · 86899 Landsberg

Charity-Aktion Empty Bowls Im Rahmen des 25. Fürstenfelder Töpfer- und Kunsthandwerker­ marktes kämpfen die Bürgerstiftung des Landkreises Fürstenfeld­ bruck und der Verein Herzen für eine Neue Welt e.V. mit der Aktion Empty Bowls gegen den Hunger in der Welt. Empty Bowls ist eine durch den Kalkspatz e. V. betreute Initiative von Töpfern, die einen persönlichen Beitrag dazu leisten möchten. Die Idee ist einfach: Töp­ fer des Fürstenfelder Marktes stiften selbst hergestellte Schalen, die mit einer gespendeten Suppe der Fürstenfelder Gastronomie gefüllt werden. Diese Schale mit Suppe und Brot kann gegen einen Betrag von 17.- € erworben werden (Ausgabe täglich von 11:00 – 15:00 Uhr im Waaghäusl). Der gesamte Erlös geht direkt an zwei Organisationen, deren Ziel es ist, die Not des Hungerns zu lindern.

auf Schloss Sandizell bei Schrobenhausen Vom 18. bis zum 20. September lassen sich beim „Herbstmarkt Mediterrano“ zum fünften Mal auf Wasserschloss Sandizell süd­ ländisches Flair und die Welt des Rokoko genießen, bei einem am 19. September bis spät in die Nacht geöffneten Erlebnismarkt mit venezianischer Gondel, beleuchtetem Schloss und vielen originellen Ausstellern. Die Schlossallee verwandelt sich bei Einbruch der Dunkelheit durch den Tanz der Augsburger Gruppe „Augusthana Barock“ und dank des deutsch-italie­ nischen Moderators Mario in eine nostalgische Märchenwelt. Neben original venezianischen Masken im Schlosshof kann man sich bei den Erzählungen von „Villa Volpe“ in der Nähe des Einstiegs zur venezianischen Gondel und mit einem Glas Vino einen Überblick über die Epochen der letzten Jahrhun­ derte verschaffen und so manche historische Maske bewun­ dern und erstehen. Mediterrane Delikatessen verwöhnen den Magen, italienische Theaterstücke im Stil der „Commedia dell‘ Arte“ die Augen und spanische Klänge die Ohren.

CittaSlowFestival in Nördlingen Von 14. bis 16. August feiert Nördlin­ gen auf dem Marktplatz das dritte CittaSlow-Festival. Bei diesem ent­ schleunigten Genießerfest unter dem Dach des „Magic Sky“ kommt jeder auf seine Kosten: 40 Aussteller und ein abwechslungsreiches Bühnenpro­ gramm sorgen umsonst und unter freiem Himmel für beste Un­ terhaltung. Den Auftakt macht am Freitagabend im Anschluss an die Eröffnung durch Oberbürgermeister Hermann Faul ab 19:00 Uhr die Formation Da Capo, nach der die Gruppe Radiant Rush ihren Auftritt hat. Das gedruckte Programm ist ab sofort bei der Tou­ rist-Information Nördlingen erhältlich oder nachzulesen auf www.cittaslow.noerdlingen.de

Im Bild Kaiserin Hexana Informationen www.mediterrano-sandizell.de

Im B il d Der Magic Sky · Foto Stadt Nördlingen

Informationen www.buergerstiftung-lkr-ffb.de · www.herzenhelfen.de

In der Ruhe liegt die Kraft


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Kreissparkasse: Bester Fördermittelberater 2014 Eine der besten Kundenberaterinnen Bayerns für zinsgünstige Förderkredite arbeitet bei der Kreis­ sparkasse Augsburg: Dagmar Tutsch, die als Fi­ nanzberaterin für Freie Berufe und Heilberufe zer­ tifiziert ist, hat die Auszeichnung „Bester Fördermittelberater 2014“ erhalten. Mit dem Preis zeichnen die KfW Banken­ gruppe, die LfA Förderbank Bayern, der Sparkassenverband Bayern und die BayernLB Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der bayerischen Sparkassen aus, die ihren Kunden vergangenes Jahr durch die Einbindung staatlicher Förder­ mittel vielfach besonders günstige Kreditkonditionen bieten konnten. Eine Jury hat Dagmar Tutsch und neun weitere Preisträger aus zahlreichen Vor­ schlägen aus allen Regionen Bayerns ausgewählt. Im B il d Besonders gut beraten: Dagmar Tutsch (Mitte) ist beste Fördermittelberaterin für Unternehmensgründer in Bayern. Es gratuliert u. a. Dr. Wolfgang Zettl (dritter v. r.), stellvertretendes Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Augsburg.

Mittelalterliche Markttage zu Aichach 11. – 13. September Alle drei Jahre finden in Aichach die Mittelalterlichen Markttage statt, und die gesamte Stadt taucht in das mittelalterliche Leben von damals ein. 2015 feiert die Stadt Aichach das „Wittelsbacher Jahr“, deshalb stehen die Mittelalterlichen Markttage vom 11. bis 13. Septem­ ber ganz unter dem Motto „Aichach und die Wittelsbacher“, das bei der Eröffnung und der Beendigung großes Thema sein wird sowie bei den öffentlichen Gerichtsverhand­ lungen der Altbayerischen Theaterfreunde. Drei Tage lang herrscht in Aichachs Innen­ stadt reges Markttreiben mit allerlei mittelalterlichen Waren, Speis und Trank. Im Handwerkerhof zeigen zahlreiche Handwerker ihr Können. Auf insgesamt sechs Büh­ nen unterhalten Spielleyd, Gaukler und Tänzer die Besucher. Höhepunkte sind Die Spielleut` von der Trollfaust, die Hexe Roxana oder die Kaltenberger Moriskentänzer. Spannung für die ganze Familie verspricht das Ritterturnier. Erleben Sie die mutigen Herzog Tassilo Ritter zu Pferd! Es findet auch ein spektakuläres Nacht-Ritterturnier mit Feuershow statt. Infor m at ionen www.markttage-aichach.de

Grünauer Rittertage

4. – 6. September Mit allen Sinnen können Anfang September große und kleine Besucher das Jagd- und Renaissance Schloss Grünau bei Neuburg in Verbindung mit einer historischen Zeitreise erleben. Durch die Zeiten be­ gleiten Albrecht Markgraf von Brandenburg und sein Gegenspieler Wernherr zu Prien mit spannenden, wissenswerten Episoden. Edle Frauen halten mit ih­ rem Gefolge Hof beim täglichen Umzug, in mittelalterlichen Lagern lassen sich Handwerker wie Bogenbauer oder Gewandschneider über die Schultern schauen und für die Kleinen gibt es an allen Tagen neben der Kinderfeldschlacht und der Specksteinschnitzerey viel zu erleben. Abgerundet wird das Bild mit über  20 La­ gerlebengruppen, die bei Fackelschein bis 24:00 Uhr dem illuminierten Schloss ei­ nen einzigartigen Zauber verleihen werden. Im B il d Am Sonntag tritt die in der Mittelalterszene bekannte Rockband „Fatzwerk“ auf. Infor m at ionen www.gruenauer-rittertage.de


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t er m i n e | veranstaltungstipps

Weitersagen: Veranstaltungstipps # Ausstellung

Augsburg 8. August, 19:30 Uhr

Horizont & friends

Sommerkonzert im Botanischen Garten (bei schönem Wetter) www.augsburg.de/ veranstaltungen

9. August, 11:00 Uhr

Hot Club Nostalgia

23. Internationaler Augsburger Jazzsommer mit Susanne Ortner u. Uli Hoffmeier Zeughaus www.augsburger-jazzsommer.de

# Theater & Kabarett

13. August, 20:00 Uhr

Peter Horton

Romantisches Konzert mit dem „Gitarren-Paganini“ Botanischer Garten www.eventim.de

14. August, ab 9:00 Uhr

Skulpturenschau

mit dem Holzbildhauer Olli Marschall im Botanischen Garten www.augsburg.de/ veranstaltungen

# Musik & Tanz

15. + 16. August, ab 10:00 Uhr

Bead-Days

Internationale Perlenmesse Kongress am Park www.kongress-augsburg.de

16. August, 11:00 Uhr

Dixieland-Jazz Confederation

23. Internationaler Augsburger Jazzsommer Zeughaus www.augsburger-jazzsommer.de

14. August, 20:00 Uhr Romantiknacht im Rosengarten mit Rockballaden und Evergreeens Botanischer Garten www.augsburg.de/ veranstaltungen

sUsanne ortner

11. August, 19:30 Uhr

Maik Mondial

voice 4u

18. August, 19:30 Uhr

Ship And Anchor

Indie-Folk aus Augsburg Kulturhaus abraxas www.abraxas.augsburg.de

28. August – 13. September

12. August, 20:00 Uhr

Großer Exerzierplatz www.augsburg.de

23. Internationaler Augsburger Jazzsommer Jazzkonzert mit Klavier, Gitarre, Kontrabass und Schlagzeug im Botanischen Garten www.augsburger-jazzsommer.de

Herbstplärrer

28. August – 18. September

mozart@augsburg

dixieland-jazz confederation

15. August, 20:30 Uhr

Theatersport-Derby Augsburg-München

Improvisations-Wettbewerb im Rahmen des 7. Theaterfestivals im Martini-Park www.sensemble.de

15. August, 20:00 Uhr

ABBA-Night

peter horton

The Tribute Concert Freilichtbühne Augsburg www.eventim.de

Frauenwerk

Nachtkonsum

Balkan Beat im Kulturhaus abraxas www.abraxas.augsburg.de

Lagrene Faraò Gomez White

3. September, 18:00 Uhr

5. September, ab 17:00 Uhr

14. August, 20:30 Uhr Ununterbrochene Kette von neuen, improvisierten Geschichten – zwei Stunden ohne Pause mit verschiedenen Akteuren, im Rahmen des 7. Theaterfestivals im Martini-Park www.sensemble.de

bayrischer jedermann

Kunststunde: Die Schwestern Auffenwerth als Hausmalerinnen Kunsthistorische Betrachtung im Maximilianmuseum www.maximilianmuseumaugsburg.de

Voice 4U

Impro-Marathon

# Sonstiges

Klassische Musik www.mozartaugsburg.com

1. September, 19:30 Uhr

Rainer Gruber & the stealing horse

Konzert im Kulturhaus abraxas www.abraxas.augsburg.de

2. – 6. September

Americana

Internationale Messe für Reitsport und Westernkultur Messe Augsburg www.americana.eu

Nachtflohmarkt im Kongress am Park www.kongress-augsburg.de

6. September, ab 10:00 Uhr

Mineralientag 2015

Mineralien Schau-Ausstellung mit Verkauf und Tausch Kongress am Park www.kongress-augsburg.de

6. September, 15:00 Uhr

Sommerliche Drehorgelweisen

Musik im Rosenpavillon mit Günther Ohrnberger Botanischer Garten www.augsburg.de/ veranstaltungen

8. September, 19:30 Uhr

Cadkatz

Rockabilly Konzert im Kulturhaus abraxas www.abraxas.augsburg.de

Schwabmünchen 28. + 29. August

Singoldsand Festival

Musik für alle Altersstufen auf drei Bühnen direkt am Ufer der Singold, Eisplatz Jahnstraße www.singoldsand-festival.de


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singoldsand festival Schwabmünchen

Donauwörth

töpfermarkt fürstenfeld

k artoffelfest

15. + 16. August

Horizon Hobby Airmeet

markt tage aichach

Modellflugveranstaltung der Motorflugsportgruppe Donau­ wörth-Genderkingen Flugplatz Genderkingen www.donauwoerth.de

Aichach

15. + 16. August, ab 10:00 Uhr

25. Fürstenfelder Töpfer- und Kunsthandwerkermarkt

11. – 13. September

Mittelalterliche Markttage

Historisches Fest in der Innenstadt www.markttage-aichach.de

Schrobenhausen 4. September, 20:00 Uhr

Akademiekonzert

Eröffnungskonzert der Dozenten im Rahmen der Tage der Barockmusik, Aula der RegensWerner- Berufsschule www.schrobenhausen.de

Gersthofen 7. – 9. August, 21:00 Uhr

Der Bayerische Jedermann

Freiluftaufführung auf dem Rathausplatz www.stadthalle-gersthofen.de

Waaghäuslwiese, Kirchvorplatz, Biergarten www.fuerstenfeld.de

horizon hobby airmeet

6. September

Einkaufssonntag

in der Innenstadt, veranstaltet von der CID www.donauwoerth.de

Fürstenfeldbruck 9. – 25. August

Fürstenfelder Kinosommer

bei jedem Wetter www.ffb-kinosommer.de

fatzwerk

Nördlingen 9. August

Rieser Teddybärentag

Bayerisches Eisenbahnmuseum www.noerdlingen.de

14. – 16. August

3. CittaSlowFestival

Stadtfest in der Innenstadt www.cittaslow.noerdlingen.de

30. August, ab 11:00 Uhr

Kartoffelfest

Vorführungen, Wettbewerbe und Speisen rund um die Kartoffel im Rieser Bauernmuseum Maihingen www.bezirk-schwaben.de

Neuburg 4. – 6. September

Rittertage

auf Schloss Grünau Mittelalterfest www.gruenauer-rittertage.de

Alle Angaben ohne Gewähr Änderungen vorbehalten Foto s Kartoffelfest: Anne Söllner, Stadt Aichach, Pressefotos


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r egion | Interview Florian Lechner

Durch Raum und Zeit Der Bildhauer Florian Lechner im Gespräch T e x t Carmen Achter Foto s Florian Lechner

Der große Raum liegt in der Dunkelheit. Der Besucher betritt ihn nur zögerlich, fast ehr­ fürchtig. Erst nach einigen Minuten gewöhnt sich das Auge an die Lichtverhältnisse. Aus dem Dunkeln entfalten sich Hindernisse, monumentale geometrische Formen ragen schräg in den Raum. Man wähnt sich in einer futuristischen Berglandschaft oder einem Bühnen­ raum. Wer vorab Bilder von Florian Lechners „Raumskizze“ gesehen hat, erwartet gradlinige, kühle Plastiken. Beim Durchschreiten erweist sich die Installation, die der Bildhauer eigens für das Aichacher SanDepot geschaffen hat, jedoch als erstaunlich sinnliche Erfahrung. Ge­ nau darauf zielt der junge Münchner Künstler mit seiner gekonnten Choreografie ab.

Schlossmagazin: „Raumskizzen“ nennst Du diese Art von Ar-

stimmter Ausstellungsraum seit „schlecht“. Ist das so? Mit

beiten, bei denen du Räume durch den Einbau großer geometri-

meiner Kunst möchte ich den Raumeigenschaften auf den

scher Elemente veränderst – immer auf Zeit und jedes Mal anders.

Grund gehen. Es ist wie bei einem Forschungsvorhaben.

Der Begriff „Skizze“ verweist ja auf etwas Unfertiges, Moment-

Schlossmagazin: Wie kommen solche temporären Projekte zu-

haftes, das sich auch in Deinen Installationen widerspiegelt. Was

stande?

verstehst Du darunter?

FL: Am Anfang steht immer eine Einladung. So war es auch beim

Florian Lechner: Der Begriff „Raumskizze“ begleitet mich

aktuellen Projekt für das ehemalige Sanitäts-Depot in Aichach.

schon lange – schon seit meiner Ausbildung zum Steinmetz und

Jakob Steinberger, der Vorsitzende des hiesigen Kunstvereins,

der Meister- und Gestalterschule. Die Skizze ist eine Annähe­

hat mich vor zwei Jahren auf einer meiner Ausstellungen ange­

rung, ursprünglich eine Zeichnung, die versucht, das Wesent­

sprochen. Hier kam der Aspekt hinzu, dass das Gebäude selbst

liche einer Sache wiederzugeben. Als Bildhauer zeichne ich in

nur temporär für Ausstellungen genutzt wird – das passte.

gewisser Weise auch – nur eben dreidimensional, im Raum.

Schlossmagazin: Arbeitest du immer für Galerien oder Aus-

Schlossmagazin: Es fühlt sich tatsächlich an, als bewege man

stellungsräume?

sich durch einen riesigen dreidimensionalen Plan – eine eigenar-

FL: In der Regel sind es Räume, die mit Kunst in Verbindung ste­

tige Erfahrung. Der Raum ist viel spürbarer, scheint aber gleich-

hen. Eines meiner letzten Projekte war ein Bühnenbild, für die

zeitig zu verschwinden. Worum geht es Dir dabei?

Inszenierung des Minotaurus der Commedia Futura in Hannover.

FL: Mir geht es genau darum, einen solchen Wahrnehmungs­

Schlossmagazin: Wie gehst Du bei solchen Projekten vor?

prozess anzustoßen. Grundsätzlich verfügt jeder Raum über

FL: Bei meinen Raumskizzen kann ich sehr frei und experimen­

bestimmte Qualitäten. Ein Beispiel: Manchmal heißt es, ein be­

tell arbeiten. Ich gehe immer von der konkreten Situation vor


| r egion | 15

gen vor Ort gearbeitet – Einrichtungsgegenständen zum Bei­ spiel. Ich habe sie neu angeordnet und weiß gestrichen. Aller­ dings dominierte hier fast immer der rechte Winkel. Dazu kamen ganz praktische Probleme, etwa der Transport. Außer­ dem ist bei mir nach einiger Zeit der Wunsch entstanden, grö­ ßer zu arbeiten, radikaler. So bin ich irgendwann zum Styropor gekommen. Das Material besteht zu 98 Prozent aus Luft, er­ möglicht dabei aber monumentale Aufbauten. Eine echte Luftnummer! Da sind wir bei der Inszenierung … Auf der ande­ ren Seite ist Styropor ein relativ neutrales Material, es ist nicht mit Bedeutung aufgeladen und bleibt im Hintergrund. Ich finde Styropor richtig gut. Schlossmagazin: Radikal sind deine „Raumskizzen“ auch in anderer Hinsicht: Nach Ausstellungsende verschwinden sie. Übrig bleibt nur die fotografische Dokumentation. Was treibt Dich hier an? FL: (lacht) Tja, alles ist vergänglich. Ich komme ja aus der klas­ sischen Bildhauerei. Bei den Steinmetzen gab es diesen Slo­ gan: „Was wir schaffen, bleibt.“ Das stimmt natürlich nicht,

Vita

Florian Lechner, geboren 1981 in Burghausen, ist gelernter Steinmetz und absolvierte die Meister- und Gestalter­ schule in Freiburg i. Breisgau. 2012 schloss er sein Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste München als Meisterschüler von Prof. Pitz mit Diplom ab. Seine Werke wurden bereits in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeig t. Florian Lechner lebt und arbeitet in München. Eine Übersicht über sein Schaffen findet sich auf www.florianlechner.eu.

weder in der Kunst, noch in der Gesellschaft generell. Diesem scheinbar Bleibenden setze ich den Moment der Erfahrung entgegen – die künstlerischen Erfahrungen, die ich bei der Ar­ beit mache, und die Erfahrung, die der Besucher durch die ver­ änderte Raumwahrnehmung macht. Schlossmagazin: Hast du Vorbilder oder Förderer, die für deine künstlerische Entwicklung eine besondere Rolle gespielt haben? FL: (überlegt kurz) Hier muss ich wohl meinen Vater nennen. Das Aufwachsen im elterlichen Steinmetzbetrieb, die Selbst­ ständigkeit, die Kreativität – das alles hat mich sehr geprägt. Auch die Zeit an der Akademie war wichtig, die Möglichkeit,

Ort aus – sie gibt mir die Richtung vor. Dann strukturiere ich

dort ganz frei zu arbeiten. Konkrete Vorbilder gibt es nicht.

den Raum neu, durch das Einfügen von Elementen, durch Licht

Eher sind es einzelne Aspekte in den Werken anderer Künstler,

und Schatten, und schaffe eine Inszenierung, um die spezi­

die mich interessieren und auf die ich Bezug nehme.

fischen räumlichen Qualitäten erfahrbar zu machen. Beim Mi­

Schlossmagazin: Auf Deinen Einladungen steht die schöne

notaurus habe ich eng im Team mit den Choreografen zusam­

Formulierung, dass Du Deine Installation nach dem Arbeitspro-

mengearbeitet, das ist eine ganz andere Art der Arbeit. Wir

zess dem Publikum übergibst. Das heißt ja, dass Du den Besu-

haben die Grenzen zwischen Bühnenraum, Zuschauerraum und

cher sehr ernst nimmst.

Spielstätten-Gebäude aufgelöst. Auch das war inhaltlich ex­

FL: Der Besucher ist ein aktiver Teil der Installation – ich setze

trem spannend und wird sicher nicht das letzte Projekt dieser

einen Impuls, aber seine Wahrnehmung wird erst in Kraft ge­

Art bleiben. Beide Arbeitsformen sind von einem gewissen Ri­

setzt, indem er sich durch die Installation bewegt. Dabei ist er

siko begleitet: Es passiert viel Unvorhergesehenes, der Aus­

relativ frei in der Nutzung – auch wenn ich natürlich eine mög­

gang ist immer offen.

lichst präzise Choreographie schaffe, den Besucher lenke, etwas

Schlossmagazin: Deine starken Inszenierungen schaffst du

mitteilen will. Wenn jemand den Impuls nicht annimmt und fragt:

mit ganz einfachen Mitteln. Was in den „Raumskizzen“ so mas-

‚Was ist denn das?‘, dann ist das aber auch in Ordnung.

siv und monumental wirkt, ist schlicht Styropor. Zum Teil lesen

Schlossmagazin: Vielen Dank für das anregende Gespräch!

sich Deine Materiallisten wie Einkaufszettel für den Baumarkt: Polymerkleber, Farbe, Kabel, ein Beamer … Wie bist zu diesen

Die aktuelle Ausstellung in Aichach (SanDepot, Donauwörther

Materialien gekommen?

Straße 3) läuft noch bis 23. August. Geöffnet ist sie samstags

FL: Das hat mehrere Gründe. Anfangs habe ich viel mit den Din­

und sonntags von 14:00 bis 18:00 Uhr sowie auf Anfrage.

#


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r egion | Die Römer in Augsburg

Römerlager Das römische Augsburg in Kisten Foto S staedte-fotos.de, Römisches Museum Augsburg

Aus Sicherheitsgründen musste das ehe­ malige Römische Museum in der Domi­ nikanerkirche in Augsburg im Dezember 2012 geschlossen werden. Der Fußboden war zu schwach. Deswegen traf man den Entschluss, in der Toskanischen Säulen­ halle eine Übergangsausstellung einzu­ richten, „für fünf Jahre plus x“, bis ein neues Römermuseum realisiert ist, wie Kulturreferent Thomas Weitzel bei der Eröffnung prophezeite.

F

ür Augsburg, einst eine bedeutende römische Provinz­

lung Augsburgs zu einer Handelsstadt. Gegenstände des rö­

hauptstadt mit zahlreichen archäologischen Fundstel­

mischen Alltags spielen ebenso eine Rolle wie das Ende des

len, wäre es ein großer Verlust gewesen, die Exponate

Einzelnen im Totenkult. Der Besucher erfährt außerdem, wa­

für viele Jahre ungesehen in den Depots verschwinden zu las­

rum Hölzer für den Wissenschaftler manchmal genauso wert­

sen. Die Toskanische Säulenhalle im Zeughaus ist seit kurzem

voll sind wie Goldmünzen und was es Neues gibt vom bekannten

nun Interims-Unterkunft sogar für mehr als die wichtigsten

Augsburger Pferdekopf. Dieser war ein prominenter Untersu­

Objekte der bisherigen Dauerausstellung, Denn

chungsgegenstand in einem internationalen

das Ausmaß neuer antiker Funde ist immer noch

Forschungsprojekt. Das Fragment einer Sphinx,

enorm. Zehn Paletten voller Ausgrabungsfunde

ursprünglich der Unheil abwehrende Teil eines

fallen laut Oberbürgermeister Kurt Gribl jedes

Grabmals, ist ein weiteres imponierendes Stück

Jahr in Augsburg an. Der geschäftsführende Lei­

in der Sammlung von Steindenkmälern. Und auch

ter der römischen Sammlung, Manfred Hahn,

der jüngst entdeckte, ungewöhnliche Grabstein

zeigt aus diesem Grund jetzt noch nie präsen­

für die Kinder Burilla und Burinianus aus der

tierte bzw. frisch ausgegrabene Exponate aus

Franziskanergasse wird der Öffentlichkeit zu­

Augsburg. Die jeweils aktuellsten Funde werden in der Säulen­

gänglich gemacht. Abgerundet wird die Ausstellung durch eine

halle in einer eigenen Ecke präsentiert, die immer wieder neu

Sammlung wertvoller Gemmen und Objekte aus privaten

bestückt wird. Überhaupt ist das provisorische Museum ganz

Stiftungen.

und gar nicht als Notunterkunft gestaltet – im Gegenteil. Die

Dass die Idee einschlug, wurde schon unter Beweis gestellt:

Transportkisten und Paletten vermitteln den Eindruck, als

Der Faszination Römer erlagen bereits am Eröffnungswo­

würde man sich an einer Ausgrabungsstätte befinden und

chenende Ende Juni mehrere hundert Gäste. Auch viele Schu­

nicht in einem Museum – ein gewolltes erlebnisorientiertes

len haben darauf gewartet, dass die Stadt ihre römische

Konzept von Christian Thöner. Das soll beim Besucher die

Vergangenheit wieder greif- und erlebbar macht.

Phantasie anregen und den Entdeckergeist wecken. Zu sehen sind u. a. die Funde des römischen Militärlagers AugsburgOberhausen sowie Funde, die Zeugnis geben von der Entwick­

Römis ches Mus eum im Zeugh aus Augs b urg Zeugplatz 4 · Geöffnet Di bis So, 10:00 bis 17:00 Uhr Infor m at ionen www.kunstsammlungen-museen-augsburg.de

#


AUGSBURGER

OLDTIMER 27. RALLYE SEP. 2015 8.00 UHR

Anmeldung & Infos unter fuggerstadt-classic.de


18 |

kunst + kult ur | mozart@augsburg

S

eit 2012 konnte man in Augsburg bereits zahlreiche renommierte Künstlerinnen und Künstler begrüßen, darunter Klaus Maria Brandauer, Hannelore Elsner, das Artemis Quartet und viele andere. Diese Reihe wird nun nahtlos fortgesetzt.

Namensgeber Mozart steht natürlich im Mittelpunkt. Mit einer ihm gewidmeten

festlichen Gala am 28. August eröffnen die Camerata Salzburg unter der Leitung von Alexander Shelley, Sopranistin Mojca Erdmann und Sebastian Knauer am Kla­ vier das Festival. Von Anfang an dabei, kommt am 30. August auch Violinist Daniel Hope mit Vivaldis Vier Jahreszeiten sowie Max Richters Vivaldi Recomposed nach Augsburg zurück. Das Cuarteto Casals und das Orchestre de Chambre de Paris unter der Leitung von Sir Roger Norrington führen Werke von Mozart, Beethoven und der Bach-Familie auf. In Anlehnung an Mozart, der häufig klassische mit populären Werken kombinierte, verbinden am 13. bzw. 15. September The King’s Singers bzw. Igudesman & Joo Comedy und Klassik auf einzigartige Weise. s eb a st i a n k n auer ist der Gründer und künstlerische Leiter des mozart@augsburg Festivals. Foto: Steven Haberland

Zum zweiten Mal präsentiert mozart@augsburg das Format Rising Stars. Diese Plattform, inspiriert von Leopold Mozarts pädagogischer Vision, gibt jungen Künstlern die Möglichkeit, im Rahmen eines internationalen Festivals aufzutreten.

Der Gründer und künstlerische Leiter des mozart@augsburg Festivals Sebastian Knauer präsentiert im vierten Jahr neue Programmhighlights und Besonderheiten: Künstler, Ensembles und Orchester, die zum ersten Mal beim Festival zu Gast sind, einen verlängerten Zeitrahmen, zusätzliche Spielstätten innerhalb der Mozartstadt Augsburg und einzigartige Programme.

mozart@augsburg, die Vierte 28. August bis 18. September Neu: Mozart im Cinemaxx Mit dem Programm „American Dream“ wird die gefragte deutsche Schauspielerin Katja Riemann als Rezitatorin in einer Gershwin-Hommage gemeinsam mit Pianist Sebastian Knauer im Saal 1 des CinemaxX Augsburg auf der Bühne stehen: eine fas­ zinierende Begegnung mit dem genialen Pianisten und Komponisten George Gershwin, populär durch seine Broadway-Erfolge und seine vom Jazz inspi­ rier ten Werke für den Konzer tsaal. Seine Schwester Frances – verkörper t durch Katja Riemann – erinner t an das beweg te, kurze Leben des großen Musikers. k atja r iem a nn

Dazu erklingen Gershwin‘s berühmteste Klavier werke wie die Preludes, das Songbook und die Soloversion der Rhapsody in Blue. „Es ist eine einzigar tige Kombination aus Wor t, Musik und Bild, die dafür sorg t, dass das Schaffen und die Leidenschaft von Georg Gershwin zu neuem Leben er weckt werden. Ich freue mich sehr, die wunderbare Katja Riemann  für dieses ganz besondere Pro­ jekt gewonnen zu haben“, freut sich Sebastian Knauer. „Eine besondere Ehre, dass sie zwei Tage vor dem bundesweiten Filmstar t von ‚Fack ju Göhte 2‘, der For tsetzung einem der erfolgreichsten deutschen Kinofilme aller Zeiten, noch bei uns live und hautnah zu erleben sein wird!“

c a mer ata s a l zb urg Foto: Hechenberger

T ick e t s für diesen einzigarten Abend gibt es direkt im CinemaxX Augsburg: www.cinemaxx.de P rogr a mm und Infor m at ionen www.mozartaugsburg.com

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| kulturbahnhof starnberg | kunst + kult ur | 19

Weichen neu gestellt Der Kulturbahnhof Starnberg

l aur i a ne fol lonier Pianistin

Der vor rund 160 Jahren erbaute Bahnhof hatte einstmals vielbeachtete Besucher: Im eigens erbauten, holzgetäfelten Wartesaal verbrachten die königlichen Herrschaften um König Ludwig II die Zeit bis zur Abfahrt. Das historische Schmuckkästchen dämmerte leider lange ungenutzt vor sich hin. Doch heute hat es sich zum Kultur­bahnhof gemausert.

I

m Jahre 185 4 wurde die Eisenbahnstrecke München –

mehr genutzt und erst in jüngster Zeit als kultureller Ort wie­

Starnberg feierlich eröffnet. Mit der Eisenbahn sollte die

dererweckt. Heute ist die Stadt Starnberg Eigentümer des

Anreise aus der Landeshauptstadt an den See und in die

unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes. Zwischenzeitlich

„Sommerfrische“ für Bürger und Könighaus bequemer und öko­

wird im Erdgeschoss sowohl der „Wartesaal für allerhöchste

nomischer werden. Das 1856 errichtete Bahnhofsgebäude in

Herrschaften“ als auch die ehemalige Schalterhalle (einst

Starnberg bildete damals die Endhaltestelle. Da auch die kö­

Wartesaal der I.  Klasse) mit ausgewählten kulturellen

nigliche Familie den Bahnhof nutzte, musste er als „Aufent­ „Schmankerln“ bespielt. halt hoher und allerhöchster Herrschaften“ repräsentativ ge­

Ab 18. September startet das Programm in die Herbst-Winter

staltet werden. Neben den verschiedenen Wartesälen für die

Saison. Den Anfang macht „Verfremdung“ aus der Ausstel­

I., II. und III. Klasse gab es deshalb in Starnberg einen beson­

lungsreihe „nah – fern“. Ende November spielt die Schweizer

deren holzgetäfelten Wartesaal, zwei separate Kabinette für

Pianistin Lauriane Follonier gemeinsam mit dem Sänger Pe­

den König und die Königin sowie ein eigenes königliches Vor­

ter Schön Franz Schuberts „Winterreise“ am Hammerflügel.

zimmer.

Weitere interessante Veranstaltungen und die Vorverkaufs­

Diese Ära endete nach dem Ersten Weltkrieg. Der Bahnhof mit

stellen sind im Internet und im Programm-Flyer „Kunst & Kul­

dem „Wartesaal für allerhöchste Herrschaften“ stand nun der

tur im historischen Bahnhof Starnberg am See“ zu finden. #

ganzen Bevölkerung zur Verfügung. Es zog ein Bahnhofsres­ taurant ein, das sich jahrzehntelang größter Beliebtheit er­ freute. Dann wurde es ruhiger, der königliche Saal wurde nicht

Kult ur b a hnhof Sta r nb erg Bahnhofplatz 5 · 82319 Starnberg Infor m at ionen www.starnberg.de


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b il d des mon at s

Kuchenduft liegt in der Luft Titel eines Backbuches von Betty Bossi Spiralbindung 路 320 Seiten 路 ISBN 978-3-03815-074-9


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Du riechst so gut

Du riechst so gut

Du riechst so gut Ich geh Dir hinterher Du riechst so gut Ich finde Dich So gut Ich steig Dir nach Du riechst so gut Gleich hab Ich Dich Refrain eines Songtextes von Rammstein Foto Sony Userforum


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genus s | Türkische Küche

Zwischen Orient und Okzident Die echte türkische Küche spielt mit Farben, Aromen und frischen Zutaten.

Ein kulinarischer Streifzug durch Istanbul hält weit mehr Schätze bereit als Döner Kebap und Börek und besticht durch große Vielfalt und frische Zutaten. Lassen Sie sich entführen in eine exotische Welt voller Geschmack.

D

ie echte türkische Küche ist hierzulande weitgehend

folgt festgelegten Ritualen. Nach einem Gläschen Raki, dem

unbekannt und wird gemeinhin auf Döner Kebap, Bö­

typischen Anisschnaps, werden kalte Vorspeisen, die „meze“

rek und Baklava reduziert. Damit tut man den tür­

und im Anschluss warme Zwischengerichte serviert. Das kön­

kischen Köchen unrecht, pflegen sie doch eine überaus leben­

nen gemischte Salate sein, fruchtige Gemüse-Salsa, fetter

dige Koch-Kultur. Fertig- oder Halbfertigprodukte finden

Joghurt mit Gurken oder kräftiges Püree aus dicken Sauboh­

kaum Verwendung, sondern alles wird frisch zubereitet. Die

nen. Alles wird bunt auf die Tafel gestellt und jeder kann sich

türkische Hausfrau die Türkei ist auch heute noch eine

nach Lust und Laune bedienen. Darauf folgt das Hauptgericht

patriarchalisch geprägte Gesellschaft – steht nicht selten

mit Fleisch oder Fisch. Ein türkisches Abendessen nimmt Zeit in

stundenlang in der Küche, um ein reiches Abendbrot für die

Anspruch, doch diese Zeit ist wertvoll. Nach einem langen Tag

Familie zu zaubern.

kommt endlich die ganze Familie an einem großen Tisch zusam­ men, um den Tag zu feiern und ausgelassen zu plaudern.

Alle an einem Tisch

Das gemeinsame Abendessen ist der er­ klärte Höhepunkt des Tages. Tagsüber nehmen Istanbuler aufgrund der Hitze

wenig Nahrung zu sich. Morgens begnügen sich die meisten

Schmelztiegel der Kulturen

Um sich durch die türkischen Kochtöpfe zu probieren, ist Istanbul geradezu prädesti­ niert. Die geschichtsträchtige Kultur­

mit einer Scheibe Weißbrot, dazu Schafskäse, Oliven und Ho­

hauptstadt der Türkei ist ein Schmelztiegel der verschiedenen

nig sowie Tee und halten sich auch beim Mittagessen zurück.

Regionen und Kulturen. Die Menschen kommen seit jeher aus

Das abendliche Festmahl beginnt nicht vor 20:00 Uhr und

den entlegensten Provinzen in die verheißungsvolle Stadt, die


| genus s | 23

Übrigens: Die Türkei ist Weltmeister im Export von Haselnüssen.

Der Geschmack des Orients

Schnell

verderb­

liche Lebensmittel sind aufgrund des

heißen Klimas kaum zu finden. So ist etwa die Auswahl an Milchprodukten deutlich geringer als in nordischen Ländern. Un­ verzichtbar sind jedoch die verschiedenen Sorten von weißem Käse in Salzlake aus Schafs-, Kuh- und Ziegenmilch sowie der typische Joghurt mit 10 Prozent Fettge­ halt, der zu vielen warmen Mahlzeiten gereicht wird. Beliebtes Erfrischungsge­ tränk ist Ayran, das aus Joghurt, Wasser und Salz besteht und im Handumdrehen selbst zubereitet ist. Um sich Appetit zu holen, lohnt sich der Gang über einen der vielen Istanbuler Märkte: Flanieren Sie durch enge histo­ rische Gassen vorbei an aufgetürmtem Obst, Bergen von Tomaten und Körben voller Bulgur. Händler reichen den Pas­ T e x t Stefanie Grindinger Foto Nata Vkusidey / fotolia.com

santen kleine frittierte Fischchen, kan­ dierte Früchte und handgroße, süße Fei­ gen zum Probieren – ein Hochgenuss, der seinesgleichen sucht.

Buch-Tipp The taste of Istanbul.

Die echte türkische K üche

Beim Überqueren der Galatabrücke fällt der Blick schon auf die schwankenden Boote. Je nä­ her sie rücken, desto intensiver wird der köst­ liche Duft nach frisch gegrilltem Fisch. Istanbul ist eine Stadt der Gegensätze, doch in Sachen Essen sind sich alle einig: einfach großartig. Fri­ sche Fischbrötchen am Bosporus, einen Okra­ eintopf in einer kleinen Lokanta oder liebevoll zubereitete Mantı in einem kleinen Restaurant. In diesem Buch sind die 80 besten Rezepte der Türkei vereint, von typischem Street-Food bis hin zu traditionellen Eintöpfen und Süßigkeiten. Preis 19,95 € Edition Fackelträger · ISBN 978-3-7 7 16-4573-1

ehemals Byzanz oder Konstantinopel

Großer Beliebtheit erfreut sich frischer Fisch, gefangen am Bosporus, im Schwarzen

hieß. Jede Volksgruppe – egal ob Noma­

Meer oder in der Ägäis. Schwertfisch am Spieß, gegrillter Blaubarsch oder mit Käse

den, Turkvölker, Perser, Araber oder Ar­

überbackener Krabbentopf sind besondere Delikatessen, die man sich nicht entgehen

menier – hat ihre traditionellen Rezepte

lassen sollte. In Sachen Fleisch stehen Rind, Lamm und Huhn häufig auf dem Speise­

mitgebracht. Die türkische Küche hat

plan; auf Schweinefleisch wird aus religiösen Gründen verzichtet. Kebap wird in der

also viele Gesichter!

Türkei gerne gegessen, jedoch nicht in der Form, wie wir es kennen. Das gegrillte Fleisch, was Kebap übersetzt bedeutet, ist in der Türkei ein vollwertiges Hauptge­

In vielerlei Hinsicht ähnelt sie den ande­

richt, das mit Reis und Salat serviert wird. Die Fast-Food-Variante mit Pitabrot und

ren mediterranen Länderküchen, schon

Soße wird allenfalls in Touristen-Zentren verkauft.

alleine wegen der klimatischen Bedin­

Eine Herausforderung und kein Fall für Kalorienbewusste sind die türkischen Des­

gungen. Die fruchtbaren Regionen des

serts. Kuchen, Kleingebäck und Pasteten werden mit jeder Menge Zucker zubereitet

Landes versorgen Istanbul mit allerlei

und oftmals mit Sirup übergossen. So bleiben sie schön saftig und lange haltbar. Die

frischem Obst und Gemüse. So gedeihen

Einheimischen lieben aber auch frisches Obst als Nachspeise, geschält und geschnit­

am Mittelmeer Zitrusfrüchte, Bananen,

ten serviert. Gelungener Abschluss jeden Festmahls ist ein starker Mokka. Der tür­

Tomaten und sogar Erdnüsse und Baum­

kische Kaffee wird in den charakteristischen Kupfer- oder Messing-Kannen mit

wolle, während die fruchtbaren Böden

langem Stiel gekocht. Sobald sich das Kaffeepulver komplett am Boden abgesetzt

der Schwarzmeerregion für den Anbau

hat, wird der Kaffee stilecht aus kleinen, niedrigen Tassen genossen. Dieses besonde­

von Tee, Mais und Tabak genutzt werden.

re Aroma zaubert endgültig den Geschmack des Orients in den Mund.

#


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genus s | T ürkische R ezepte

Kabak Mücveri Zucchinip uffer a l s Vor s p eis e Zutaten für 4 Portionen 3 mittelgroße Zucchini + 1 große Zwiebel + 3 Knoblauchze­ hen + 3 EL Öl + 3 Eier + 3 EL Mehl + 200 g beyaz peynir (weißer Käse in Salzlake) + je 1 Handvoll Blätter von glatter Petersilie, Dill und Minze + 1 TL pul biber (Paprikapulver) + Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

+ 250 g süzme

yoğurt (türkischer Joghurt mit 10 % Fettanteil) + 1 Schuss Mineralwasser + Saft von 1 Zitrone + Salz und frisch gemah­ lener schwarzer Pfeffer

+ Öl zum Ausbacken + Salz und

frisch gemahlener schwarzer Pfeffer Zubereitung #  Die Zucchini putzen und grob raspeln, mit Salz bestreuen und etwas ziehen lassen. Anschließend mit den Händen portionsweise kräftig ausdrücken, eventuell noch in ein sau­ beres Geschirrtuch geben und das letzte Wasser herauspressen. #  Zwiebel und Knoblauch fein hacken. In einer Pfanne das Öl erhitzen, Zucchini, Zwiebel und Knoblauch darin andünsten, vom Herd nehmen und abkühlen lassen. #  In einer Schüssel die Eier mit dem Mehl verquirlen, dann die Zucchinimischung unterheben. Den Käse zerbröseln, dazuge­ ben und alles gut vermengen. Die Kräuter waschen, trocken schütteln und fein hacken. Ebenfalls unter die Zucchinimasse mengen. Mit pul biber, Salz und Pfeffer abschmecken. #  Zum Ausbacken reichlich Öl in einer Pfanne erhitzen, etwas Zucchinimasse hineingeben, mit einem Löffelrücken etwas flach drücken. Von beiden Seiten goldgelb frittieren und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Mit dem restlichen Teig ebenso verfahren. In der Zwischenzeit den Joghurt mit etwas Mineralwasser aufschlagen, mit Zitronensaft, Salz und Pfef­ fer abschmecken. Zu den Puffern reichen.

Köfte Baharatı KöfGe t e-w ür zmis chung Zutaten für 1 Portion 2 TL Kreuzkümmelsamen + 1 TL pul biber (Paprikapulver) + 1 TL rosenscharfes Paprikapulver + 1 TL gemahlener schwarzer Pfeffer + 2 TL gerebelter Oregano + 1 TL gerebelte Minze Zubereitung #  Die Kreuzkümmelsamen in einer Pfanne trocken (ohne Fett) rösten, bis sie duften, anschließend in einem Mörser zerstoßen. Mit den übrigen Gewürzen und Kräutern vermischen und in einem Schraubglas kühl und trocken aufbewahren.


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Adana Kebap K eb a b aus A da n a a l s H aup tger ich t Zutaten für 4 Portionen 500 g Rinderhackfleisch (oder Rind und Lamm gemischt) + 2 TL köfte-Gewürz­ mischung (s. separates Rezept) + 2 TL pul biber (Paprikapulver) + 1 Eiweiß + Salz

+ 1 EL Öl + süzme yoğurt zum Servieren (türkischer Joghurt mit 10 %

Fettanteil) + 2 lange Grillspieße (möglichst aus Metall und in Schwertform) Zubereitung #  Den Backofengrill vorheizen oder – wer mag – den Holzkohlegrill anfeuern. #  Fleisch, Gewürzmischung und pul biber in einer Schüssel kräftig verkneten. Das Eiweiß zugeben, kräftig salzen und weiterkneten, bis eine pastenartige Konsistenz erreicht ist. #  Die Kebab-Spieße mit Öl einreiben. Die Fleischmasse halbieren und je eine dicke Rolle daraus formen. Die Spieße der Länge nach mittig in die Rollen ste­ cken, das Fleisch fest andrücken und dabei gleichmäßig verteilen. Die Kebabs 3 bis 4 Minuten grillen, so dass sie gerade durch sind. Heiß mit Joghurt servieren.

Zerde S a fr a n-R eis-P udding a l s Des s ert Zutaten für 4 Portionen 6 – 8 Safranfäden + 75 g weißer Reis (mittel­ große Körner) + 30 g Maisstärke + 275 g Zucker + 1 EL Rosenwasser + 50 g Rosinen + 40 g ge­ hackte Pistazien Zubereitung #  Den Safran in eine Tasse geben, mit 60 ml heißem Wasser übergießen und 1 bis 2 Stunden stehen lassen. #  Den Reis gründlich waschen und abtropfen lassen, dann mit 1,5 l Wasser in einem Topf zum Sieden bringen. Den Topf zudecken, die Hitze reduzieren und 20 Minuten köcheln, bis der Reis weich ist. #  Die Maisstärke in einer kleinen Schüssel mit 80 ml kaltem Wasser glatt rühren. Den Zucker und die Safranmischung in den Reis rühren, die Maisstär­ kemischung dazugeben und 3 bis 4 Minuten verrühren, bis der Pudding kocht und eindickt. Vom Herd nehmen, das Rosenwasser einrühren und leicht ab­ kühlen lassen. #  Auf sechs Gläser mit je 300 ml Volumen verteilen, mit Rosinen und Pistazien bestreuen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Mit Frischhaltefolie ab­ decken und in den Kühlschrank stellen. Den gekühlten zerde mit einem Klecks kaymak servieren. Hält sich im Kühlschrank bis zu 4 Tage.

r e zep tFoto S Jaek / Fackelträger Verlag


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genus s | Superfoods

S

uperfoods nennt man Lebensmittel mit einem beson­ ders hohen und konzentrierten Anteil an wertvollen In­ haltsstoffen. Auch hierzulande finden sich viele solcher

Lebensmittel, beispielsweise Grünkohl, Weizengras, Vollkorn

oder die Goji Beere, besser bei uns bekannt als Wolfsbeere oder „Gemeiner Bocksdorn“. Ja richtig, die berühmte Goji Bee­ re wurde nicht nur in der Chinesischen Medizin geschätzt; auch unsere Vorfahren in unseren Breitengraden wussten um die Wunderwirkung. Superfoods sind für jede Ernährungsweise geeignet und un­ terstützen die Gesundheitsvorsorge und das allgemeine Wohlbefinden. Zudem können sie beim vernünftigen Abneh­ men helfen, Stress entgegenwirken, den Alterungsprozess aufhalten, Energie geben, Erkältungen vertreiben, entgiften und das Gehirn powern. Und sie schmecken superlecker, wenn sie gekonnt einfach und köstlich zubereitet werden. 

Power auf Dauer

„Superfood Küche“ – das Beste aus der Natur Foto baibaz / fotolia.com

Goji / Bocksdorn

Die Beere hat einen außergewöhnlich ausgewogenen Gehalt an Makronähr­

stoffen (Proteine, Kohlenhydrate, Fett und sogar lösliche Bal­ laststoffe). Sie verfügt über achtzehn Aminosäuren (inkl. der acht essentiellen Aminosäuren), die 10 % der Zusammenset­ zung der Frucht ausmachen. Hinzu kommen ihre Mikronähr­ stoffe, ihre Vitamine und Spurenelemente; kurz ein Wunder der Natur.

Quinoa

Die UNO erklärte das Jahr 2013 zum „Jahr der  Quinoa“. Diese alte Getreidepflanze

ist ebenfalls ein Superfood und soll aufgrund der vielen gesun­ den Nährstoffe und ihres einfachen Anbaus helfen, den Hunger auf der Welt zu bekämpfen.  

Weizengraspulver + Grünkohl

Weizengras enthält mehr als 70 ver­ schiedene Vitamine und Mineralien. Und Grünkohl hat pro Kalorie mehr Eisen als

Rindfleisch und mehr Calcium als Milch. Kohl stärkt Nerven, Knochen und ist gut für die körperlichen Abwehrstoffe. Er darf nur nicht verkocht werden. Darum: einfach einmal Grünkohl im Smoothie trinken, ein genussvolles Erlebnis besonders für Grünkohlmuffel. Quel l e humannews

#

Wer Superfoods hört, denkt häufig an exotische Pülverchen aus Wurzeln oder Beeren von fernen Landen oder gar Nah­ rungsmittelergänzung. Superfoods kommen auch nicht aus dem Labor oder von hochgezüchteten Pflanzen. Ganz im Gegenteil: Es handelt sich um altbewährte Naturprodukte.


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Klosterstüble

Umwerfend:

Karotten-Yacón-Suppe mit Gojibeeren Da Karotten und Yacón zu den „süßen“ Wurzeln gehören, sind sie natürliche Geschmacksge­ fährten in dieser umwerfenden, abenteuer­ lichen Suppe. Das i-Tüpfelchen bringen die Goji­ beeren, die am Ende dazu kommen. Sie werden zur Vorbereitung in frischem Karottensaft ein­ geweicht und explodieren dann tatsächlich mit süßem Geschmack beim Kauen. Zu den vielen Vorzügen dieser Suppe zählen die Stärkung des Sehvermögens dank des hohen Gehalts an Ca­ rotin in Karotten und Gojibeeren und die Förde­ rung einer guten Verdauung dank Yacón.

Oberschönenfeld

Wir auf uns e u fre nser vierung e Ihre Rter Telefon0: un 8 – 3 7 3. . . . . . . 0 8 2.3. . . . . . . . . ........ gszeiten: n Ö f f n un s t a g b i s e i D ag ab Sonnt Uhr 10

Zutaten (für 4 – 6 Portionen)  1,5 Tassen frischer Karottensaft + 2 Esslöffel Gojibeeren, getrocknet + 2 Esslöffel Kokosöl + 1 Tasse süße gelbe Zwiebel, ge­ hackt + 1 Rote Jalapeñoschote, ohne Kerne, fein gehackt + 450 g Karotten, in Scheiben geschnitten + 1 Tasse (gehäuft) getrocknete Yacónstreifen (alterna­ tiv können auch getrocknete Apfelringe verwendet werden) + 3 Tassen Gemü­ sebrühe mit wenig Salz + 1 Tasse Wasser + 0,5 Tasse Kokosmilch light + Meer­ salz und grob gemahlener Pfeffer zum Abschmecken + Essbare Blüten und Kräuter zum Garnieren (optional) Zubereitung  In einer kleinen Schüssel oder einem Glas Karottensaft und Gojibeeren verrüh­ ren. Für 30 Minuten einweichen lassen, bis die Beeren dick und weich sind.  Während die Beeren einweichen bereiten Sie die Suppe vor. Erhitzen Sie das Kokosöl in einem großen Topf bei mittlerer Hitze. Zwiebeln zugeben und 3-4 Minuten glasig braten. Roten Jalapeño zugeben, umrühren und eine weitere Mi­ nute dünsten lassen. Fügen Sie Karotten, Yacón, Gemüsebrühe und Wasser zu und bringen Sie alles zum Kochen. Hitze auf ein Simmern reduzieren, zudecken und 30 Minuten köcheln lassen, bis die Karotten weich sind. Die Mischung in ei­ nen Mixer umfüllen, Kokosmilch dazu gießen und zu einem dickem Püree verar­ beiten. Den Karottensaft mit den Gojibeeren durch ein Sieb gießen, die Beeren für einen Moment beiseite stellen und Karottensaft in die Suppe geben. Mixen bis alles sämig ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Servieren die Suppe in Schüsseln schöpfen. Mit ein paar Gojibeeren garnie­ ren und optional mit Blüten und Kräutern (wie Ringelblumenblütenblätter und Estragonblätter) und mit einem Hauch schwarzem Pfeffer bestreuen.

Biergarten und Sonnenterrasse Zisterzienserinnen Abtei Oberschönenfeld Oberschönenfeld 1 86459 Gessertshausen www.klosterstueble-oberschoenenfeld.de

Buchtipps

Glück im Glas:

Sanddorn-Karotte Smoothie In Russland verwendet man Sanddornbee­ ren oft in cremigen Drinks, gebraut aus fri­ schen Beeren, Karottensaft und Butter­ milch – eine Kombination, die vielleicht etwas fragwürdig erscheint, aber erstaun­ lich süchtig macht. Dieses Rezept transfor­ miert das extravagante Gebräu zu einem höchst erfrischenden Superfood-Smoothie ... mit außerordentlichem und deutlich opti­ miertem Genuss-Faktor. Zutaten (für zwei Portionen à 475 ml) ⅓ Tasse rohe Cashewkerne + ¼ Tasse Medjool-Datteln, ohne Kerne ( 3 – 4 große Früchte) + 1 ½ Tassen frischer Karotten­ saft + ¼ Tasse Sanddornsaft + 2 Tassen Kokoseis + 1 Tasse Crushed-Eis + Süßen nach Bedarf Zubereitung  Mixen Sie die Cashewkerne, die Datteln, den Karotten- und den Sanddornsaft gut durch, bis die Masse cremig ist. Geben Sie die zwei Eis-Sorten dazu und mixen alles noch einmal zu einer frostigen Masse. Obwohl die Mischung schon von Haus aus süß ist, sollten Sie sie abschmecken und eventuell noch nachsüßen. S up er food-e x t r a 3 EL Chiasamen geben dem Smoothie zusätzliche Bal­ laststoffe – so macht er länger satt. rezepte + fotos Aus dem Buch „Superfood-Küche“ von Julie Morris

Julie Morris

Julie Morris

Superfood Küche

Das Buch der Superfood Smoothies

Hardcover, 256 Seiten Preis 24,99 € ISBN 978-3-86826-129-5 Königsfurt Urania Verlag

Hardcover, 208 Seiten Preis 19,99 € ISBN 978-3-86826-130-1 Königsfurt Urania Verlag

Küchenchefin, Ernährungsberaterin und Bestseller-Autorin Julie Morris aus Los Angeles vermittelt in ihren Büchern „SuperfoodKüche" und „Superfood-Smoothies“ alles Wissenswerte und Su­ perfood-Rezepte für jeden Anlass. Sie ist eine Pionierin auf dem Superfood Gebiet und eine Meisterin der Superfood Küche, die ihr Wissen auch in Koch-Shows weitergibt. Mehr Infos auf www.superfood-smoothies.de


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genus s | America’s Sweethearts

America’s Sweethearts Amerikanische Kuchenklassiker neu interpretiert Foto badmanproduction / fotolia.com


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Die amerikanische Küche lässt für Naschkatzen nahezu keine Wünsche offen: Cremige Cheesecakes, saftige Brow­ nies und krosse Waffeln mit „Schnellback-Garantie“ sind nur einige Beispiele von „America‘s Sweethearts“, die sich durchaus „schmecken lassen“ können.

We love it: Amerikanischer Brownie aus nur zwei Zutaten

Say cheese: American Cheesecake ohne Backen Nicht nur in den USA versüßt dieser cremig süße Kuchentraum Naschkatzen den Nachmit­ tag; auch hierzulande verdrängt er immer häufiger den klassischen Käsekuchen vom Dessertteller. Während für den klassischen Käsekuchen meistens Quark verwendet wird, besteht der American Cheesecake aus Frisch­ käse. Das verleiht ihm seinen unnachahm­ lichen cremigen Geschmack. Wir verraten, wie man den Gaumenschmaus auch ohne Backofen zubereiten kann. Zutaten für eine Springform � 16 cm 70 g Vollkorn-Butterkekse 30 g Butter + 1 EL Rohrzucker + 250 g Doppelrahm-Frischkäse + 50 g Crème fraîche + 100 g weiße Schokolade + 2 EL Puderzucker + 100 g Erdbeeren + 1 Blatt Gelatine + Mark einer Vanilleschote + Abrieb und Saft einer Zitrone

Die saftigen Schokoschnitten sind bei Groß und Klein gleicherma­ ßen beliebt. Dabei gehen sie der Legende nach auf einen Bäcker zurück, der mit seinen Gedanken scheinbar nicht ganz bei der Sa­ che war, denn er vergaß, seinem Kuchen Backpulver zuzufügen. Obwohl er bemerkte, dass dieser im Ofen nicht richtig aufging, hatte er keine Wahl und musste das misslungen geglaubte Backwerk seinen Gästen reichen. Die waren allerdings von dem Ergebnis be­ geistert. Seit dem 19. Jahrhundert gilt der saftige Schokoladenkuchen als typisches amerikanisches Dessert. Und für den schnellen Süßhunger zwischendurch lassen sich Brownies mit nur zwei Zutaten herstellen! Zutaten 350 g Nuss-Nougat-Creme + 4 Eier (Größe L) Zubereitung:

#  Eine viereckige Back- oder Auflaufform (ca. 20 × 30 cm) mit Backpapier auslegen. Die Eier auf­ schlagen und in einer Schüssel ca. 8 Minuten lang schaumig rühren. Die Nuss-Nougat-Creme im Wasserbad schmelzen und dabei umrühren. Löffelweise unter die Eier mischen und den Teig in die Form füllen und bei 175 °C ca. 25 bis 30 Minuten backen.

Kein altes Eisen: Amerikanische Waffeln

Zubereitung

#  Zuerst die Vollkorn-Butterkekse in einen

Gefrierbeutel geben und mit einem Nudelholz zerkleinern. Die Butter schmelzen und mit den zerbröselten Butterkeksen und 1 EL Rohrzu­ cker vermischen. Die Mischung auf dem Boden der Springform verteilen und in den Kühl­ schrank stellen.

Auf dem Frühstückstisch darf in den USA vor allem eines nicht fehlen: das Waffeleisen! Und dieses gehört keinesfalls zum alten Eisen, auch wenn Belege für seine Verwendung bereits im 9. Jahr­ hundert existieren. Während die Amerikaner ihre süßen Waffeln ganz klassisch mit Buttermilch und Natron zubereiten und dazu Ahornsirup reichen, präsentieren wir eine andere Rezeptidee.

#  Nun den Frischkäse mit der Crème fraîche

in einer Schüssel mit dem Schneebesen ver­ rühren. Das Mark der Vanilleschote auskratzen und zu der Masse dazugeben. Die Zitrone heiß waschen, die Schale abreiben und ebenfalls hinzufügen. Das Ganze gut verrühren. Schoko­ lade über dem heißen Wasserbad schmelzen, leicht abkühlen lassen und zu der Masse hinzu­ fügen. Zuletzt den Puderzucker in die Schüssel geben und alles gut miteinander verrühren. Die Käsemasse nun auf dem Keksboden gleich­ mäßig verteilen und glatt streichen.

#  Für den Saucenspiegel die Gelatine in kal­ tem Wasser einweichen. Anschließend die Erd­ beeren pürieren und durch ein Sieb streichen. Saft einer halben Zitrone und 1 EL Puderzucker hinzufügen und alles gut miteinander verrühren. Die Gelatine in der Mikrowelle auflösen und zur Sauce geben. Anschließend auf dem Kuchen ver­ teilen. Kuchen mindestens 2 bis 3 Stunden, am besten aber über Nacht kalt stellen.

Zutaten für 4 Waffeln Saft einer halben Orange + 2 EL Margarine + 1 EL Honig + ½ Päckchen Vanillezucker + 1 Ei + 3 EL Vollkornmehl + 3 EL gemahlene Haselnüsse + 1 Msp. Backpulver + ½ EL Öl zum Ausbacken + Puderzucker zum Bestäuben Zubereitung

#  Die Margarine mit dem Honig und dem Vanillezucker in eine Schüssel geben und mit dem Mi­ xer cremig rühren. Das Ei trennen und das Eigelb vorsichtig unter die Margarine-Honig-Mi­ schung rühren.

#  Anschließend die trockenen Zutaten (Mehl, Haselnüsse und Backpulver) vermischen und zur Masse dazugeben. Vorsichtig unterrühren. Nach und nach dabei den Orangensaft dazugeben, so dass ein zähflüssiger Teig entsteht.

#  Das Eiweiß steifschlagen und den Eischnee mit einem Schneebesen vorsichtig unter den Teig

heben. Nun das Waffeleisen vorheizen und mit Öl bestreichen. 2 EL des Teigs in das Eisen geben, Deckel schließen und ca. 4 Minuten lang ausbacken. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäu­ ben. Nach Wunsch noch Honig auf die Waffeln geben. Guten Appetit! Quel l e livingpress R e zep t e www.kuechengoetter.de · www.thekitchn.com foto s Village Inn, rezeptesuchen


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r egion | Fugger und Welser Museum

Geh’ doch dahin, wo der Pfeffer wächst! Knapp ein Jahr Fugger und Welser Museum Augsburg Seit seiner Eröffnung im Jahr 2014 haben bereits über 20.000 Menschen das Erlebnis­ museum im Äußeren Pfaffengässchen 23 besucht. Ein voller Erfolg, der zu neuen Plänen motiviert: Demnächst werden unter den Arkaden ganz besondere Kaffee-Spezialitäten serviert. Außerdem gibt es nächtliche Führungen und noch viele andere neue Angebote.

S

o spannend kann Geschichte sein: Das Fugger und

Geschichte erlebbar machen und gleichzeitig Bezüge zur Ge­

Welser Erlebnismuseum erzählt von der Bedeutung

genwart herstellen – dieser Anspruch ist schon im Leitgedan­

Augsburgs im 16. Jahrhundert und ihren berühmten

ken des Fugger und Welser Erlebnismuseums verankert: „Nur

Handelshäusern auf ganz besondere Weise. Es lässt den Be­

wer die Lektion der Geschichte verstanden hat, kann die

sucher hautnah miterleben, mit welch kaufmännischem Ge­

Zukunft begreifen.“ Auf den von innen beleuchteten Stelen

schick die damaligen Strategen agierten: weniger durch aus­

werden den historischen Geschehnissen deshalb heutige

gestellte Exponate als durch spannendes „Storytelling“,

Strukturen gegenübergestellt. Die Wissensvermittlung ist

unterstützt von modernster Technik. Als Hauptakteure tre­

kurzweilig und spannend. Mit zahlreichen interaktiven Sta­

ten Jakob Fugger der Reiche und Bartholomäus V. Welser auf.

tionen werden 500 Jahre alte Erfolgsstrukturen reflektiert

Sie sind es, die dem Betrachter Einblick in ihre Gedankenwelt

und die Besucher zum Mitmachen angeregt. Anfassen ist hier

und ihre strategischen Überlegungen geben.

erwünscht! Regelrecht eintauchen in die Geschichte der Frü­

Ein technisch aktualisierbares RFID-System hilft dabei, aktu­

hen Neuzeit kann man in den multimedialen Installationen

elle Ereignisse im Kontext der Geschichte zu spiegeln. Denn

wie etwa dem Bergwerk, der magischen Galerie „Augsburger


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Geschlechtertanz“ oder in der „Goldenen Schreibstube“: Hier werden die historischen Akteure scheinbar lebendig und der Besucher steuert die Informationen selbst.

European Design Award

So viel Innovation zieht natürlich auch internationale Aufmerksamkeit auf sich. So wurde das Ausstellungsdesign des Fugger und Welser Erlebnismuseums am 23. Mai in der Mimar Sinan Universität in Istanbul mit dem European Design Award in Bronze ausgezeichnet. Ilja Sallacz, Geschäftsleiter von LI­ QUID | Agentur für Gestaltung, nahm die Auszeichnung ent­ gegen. Die Jury des European Design Awards, bestehend aus internationalen Designkritikern und Redaktionen von euro­ päischen Design Magazinen, inspizierte und beurteilte heuer über 1.900 Einreichungen aus 35 Ländern.

Café marsch!

Bei herrlicher Aussicht in das große Areal des Stephansgartens kann man

seit dem 25. Juli unter den Renaissance Arkaden des Fugger und Welser Erlebnismuseums historisch anmutenden Kaffee genießen, der dank exotischer Gewürze eine ganz besondere Note hat. Die Tanzgruppe „Augsburger Patrizier – Tanz und Geschichte“ der IG „Historisches Augsburg e. V.“ bietet bis Ende September/Anfang Oktober jeweils samstags und sonn­ tags zwischen 12:00 und 17:00 Uhr in ihren Gewändern der Bürgerlichen besondere Spezialitäten an: Diese reichen von „Kaffee Indio“, über „Kaffee der Patrizier“ bis zu Kaf­ feezubereitungen, die Namen Augsburger Bevölkerungsgruppen tragen wie „Domstäd­ ter“ oder „Kaufherren“. Zutaten sind Karda­ mom und Zimt, Kakao oder Schokolade, Man­ delsirup; alles edle Ingredienzen, die durch die Kaufmannsfamilien im 16. Jahrhundert auch nach Augsburg kamen und zu enormen Preisen angeboten wurden.

Nachts im Museum

Unter diesem Motto werden Darsteller in

Patriziergewändern durch die Räume wan­ deln und den Besuchern aus ihrem Leben erzählen. Neu sind dabei sog. „Tableaus

Stolz präsentieren Il ja S a l l ac z (rechts) und Tourismusdirektor Göt z B eck (links) die Auszeichnung des European Design Award für das Aus­ stellungsdesign des Fugger und Welser Erlebnismuseums.

Auszüge aus dem analogen Gästebuch Die Da r st el lung der H a ndel sa b l äuf e hat mir sehr gut gefallen. So etwas wie in Jakob Fuggers Büro hatte ich noch nie gesehen. (A.H.) Hu t a b ! Vor diesem Konzept! …das schreibt Ihnen jemand, der in NRW Me­ dienproduktionen für Museumspäda­ gogen erstellt! (09.10.14) Ungl aub l ich was hier geschaffen wurde! Danke für diese tolle Reise zwi­ schen damals & heute! RG

vivants“, also lebende Bilder, bei denen die Schauspieler minutenlang in Starre verfallen, um sich dann

Museumsmagazin

Optisch aufwändig und hochwertig gestaltet

präsentiert sich das neue, 70-seitige Maga­ zin „Fugger und Welser, Museum, Historie, Marketing“, das in interessanten, von His­ torikern verfassten Beiträgen die Verbin­ dung von Vergangenheit und Gegenwart herstellt und ihre Schlüsse daraus zieht. Es ist für 9.90 € erhältlich. An der reichen Handelsstadt Augsburg kam im frühen 16. Jahrhunder t keiner vorbei. Dafür sorg ten die Fugger und die Welser mit ihrer Finanzkraft und ihren immensen Handelsimperien. Noch heute

dürfte Jakob Fugger der Reiche (1 459 – 15 25) zu den be­

wieder zu bewegen. Die Anzahl der Gruppen-Führungen,

kanntesten Augsburgern zählen. Mit der Fuggerei hat er sich

die tagsüber stattfinden, wurde er weiter t und spezifi­

selbst ein Denkmal gesetzt und auch das Fugger und Welser

zier t, z. B. für Schulklassen. „Geh’ doch dahin, wo der Pfef­

Erlebnismuseum sorgt dafür, dass seine Maximen bis heute

fer wächst“ heißt übrigens eines der Führungsprogramme

nichts von ihrer wegweisenden Wirkung eingebüßt haben. #

für Schüler. Jeden zweiten Sonntag im Monat gibt es um 11:00 Uhr eine Führung für Besucher, die nicht in einer Gruppe unter wegs sind.

Infor m at ionen www.fugger-und-welser-museum.de foto s Tanzgruppe: Siegfried Kerpf; Gebäude: Rudolf Morbitzer; Preisverleihung: Regio Augsburg


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r egion | ammerseerenade

b oot s h aus des Augsburger Seglerclubs in Utting: außergewöhnliche Location für den großen Gala-Abend

2. AMMERSEErenade

Roter Steinway im Kuhstall Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr bringt auch die 2. AMMERSEErenade im Spätsommer in sage und schreibe 33 Veranstaltungen herausragende Kammermusik an außergewöhnliche Spielorte rund um den Ammersee. t e x t Konstantin Fritz

V

om 30. August bis 5. September 2015 umspannt das 2.

Steinway-Flügel im umfunktionierten Kuhstall. Bildhauer

Klassikfestival AMMERSEErenade den Ammersee

aus der Gegend stellen gleichzeitig hier ihre Werke aus. Am

südwestlich von München wieder mit feinster Musik

ersten Festivaltag ( 30. August ) gibt es einen einmaligen

und Kunst an herrlichen Spielorten: Vom Kloster bis zum

Auftakt: Dann stehen ausnahmsweise die Türen zu den pri­

Bootshaus, vom umgebauten Heustadel bis zur jahrhunder­

vaten Kapellen der Bauernhöfe und Landgüter rund um den

tealten Parkanlage finden sieben Konzerte mit Weltklasse-

See offen; mit nur 20 bis 100 Plätzen sind die Kleinode geis­

Musikern statt, die sonst in New York, Paris, Wien oder Tai­

tigen und künstlerischen Schaffens die kleinsten Konzertor­

pei zu hören sind. Junge Talente aus der Region und ganz

te der AMMERSEErenade. In zauberhafter Atmosphäre ist

Deutschland, die Stars von morgen, begeistern das Publi­

hier Musik zu erleben, deren Spannbreite von Stuben- über

kum während der täglichen Happy Classic Hours am knallroten

Blasmusik bis hin zu Unplugged-Konzerten reicht.


| r egion | 33

k a p el l e gu t romen t h a l · Foto Brititte Bermeier

ch a r l es-a n toine duf lot Foto Renaud Cambuzat

w il f r ied hil l er

gu t achs el s ch wa ng, ehemaliger Braunviehstall

ja no s k a-b rüder

Festivalinitiatoren und -organisatoren sind die Mitglieder

ist nicht nur landschaftlich und kulturhistorisch eine der at­

des eigens gegründeten Vereins „Kultur am Ammersee e. V.“

traktivsten und interessantesten Gegenden Deutschlands.

mit ihrem künstlerischen Berater, Komponist und Carl-Orff-

Sondern seit 2014 auch Heimat für ein sehr spannendes Klas­

Gefährten Wilfried Hiller.

sikfestival. So eröffnet die international gefragte Sopranis­ tin (und weltweit eine der vielseitigsten deutschsprachigen

Herrliche Landschaft, Salonkonzerte, Weltstars, intime At­

Sängerinnen) Juliane Banse das Festival in der Klosterkirche

mosphäre, ein Höhepunkt nach dem anderen – es ist nicht

von St. Ottilien mit einer Uraufführung von Wilfried Hiller ge­

einfach, die AMMERSEErenade mit wenigen Worten gebüh­

meinsam mit dem jungen, aufstrebenden Cellisten Charles-

rend zu beschreiben. Klar ist, dass im Spätsommer ein ganz

Antoine Duflot sowie der „Academy of Taiwan Strings“, einem

besonderer Zauber über der Ammerseeregion liegt. Denn sie

preisgekrönten Ensemble von 16 Streicherinnen und Streichern →


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r egion | ammerseerenade

aus Taiwan. Es ist erstmals in Bayern zu hören und das gleich zwei Abende lang: Am zweiten Festivalabend interpretiert es gemeinsam mit dem jungen Percussionisten und ARD-Preis­ träger Alexej Gerassimez Sibelius, Haydn und Mieczyslaw Karlowicz in Herrsching – ein Ausnahmekonzert! Starglanz am Ost- und Westufer: Die legendäre Sopranistin Anja Silja spricht im Herrschinger Kurparkschlösschen zu ih­ rem 75. Geburtstag über ihr Leben und Bayreuth. Später dann bespielt das weltbekannte Szymanowski-Quartett, sonst in der New Yorker Carnegie Hall zu hören und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, virtuos eine Gasthofscheune in He­ chenwang bei Schondorf am Ammersee. Im Florian-Stadl des Kloster Andechs spannt am 2. September das renommierte Wiener Janoska-Ensemble mit seiner Improvisationskunst ei­ s z y m a now s k i-qua r t e t t

nen Bogen von populären klassischen Werken über Eigenkom­ positionen hin zu Arrangements aus Genres wie Gypsy, Tango und Pop-Musik: ein mitreißendes Konzert von „Classic Imperi­ al Sounds aus Wien“. Es wird vom Radio-Medienpartner BR Klassik aufgezeichnet. Am Gala-Abend im Bootshaus des Augsburger Segler-Clubs in Utting am Ammersee spielt zunächst der junge russische Pia­ nist Denis Kozhukhin Haydn und Prokofjew. Kozhukhin wird mentoriert von Valery Gergiev und ist seit einigen Jahren auf den großen Bühnen der Welt zu Hause. Im Anschluss begeis­ tert die britische Sopranistin Louise Alder, Ensemblemitglied der Frankfurter Oper, mit feinsten Liedinterpretationen ihre Zuhörer – am Klavier spielt der wohl gefragteste und bekann­ teste Liedbegleiter unserer Zeit, Helmut Deutsch.

louis e a l der

Carl Orff wäre heuer 120 Jahre alt geworden. Mehr als Grund genug, den Weltkomponisten und Dießener Bürger mit einer Hommage zu ehren: Die „Singphoniker“ vermischen seine Werke kongenial mit den Klassikern der Comedian Harmo­ nists. Am Abschlussabend lädt das Festival im ehemaligen Braunviehstall von Gut Achselschwang zum Quartett „Passo Avanti“. Hier ist kammermusikalisches Zusammenspiel in bes­ ter Streichquartett-Tradition ebenso möglich wie das feurige Swingen einer Gypsyjazz-Combo. Zudem gibt der junge, mehrfach preisgekrönte Pianist Amadeus Wiesensee Werke von Beethoven und Liszt zum Besten. Bei den „Happy Classic Hours“ auf Gut Achselschwang sind an jedem Festivaltag vor den Hauptkonzerten junge Musiktalente zu erleben, die die Werke von zehn Skulpteurinnen und Bildhauern aus der Am­ denis kozhuk in · FOTO Felix Broede

merseeregion musikalisch in Szene setzen. Infor m at ion www.ammerseerenade.de foto s AMMERSEErenade, soweit nicht anders angegeben

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| r egion | 35

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12 Golfclub Beuerberg e. V. 825 47 Beuerberg · www.gc-beuerberg.de

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14 Golfclub Eschenried e. V. 85232 Eschenried · www.gceschenried.de

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33 Golfclub Hellengerst e. V.

34 Golfclub Hammerschmiede e. V.

35 Golfclub Bad Wörishofen 87668 Bad Wörishofen www.golfclub-bad-woerishofen.de

36 Golfclub Schloss Klingenburg e. V. 89343 Jettingen-Scheppach www.golf-klingenburg.de

FOTO: BURAK ÇAKMAK – FOTOLIA.COM / comtex

6 Golfclub Starnberg e. V.


36 |

s p or t + s pa s s | Power-Gymnastik

Powerbands Foto s Let’s Bands

Widerstands-Training

Sonne tanken und gleichzeitig effektiv den Körper trainieren? Mit kleinen bunten Bändern, die in jede Tasche passen, ist das kein Problem. Let’s Bands heißen die verschieden starken Powerbands, mit denen unterschiedliche Übungen auch im Freien absolviert werden können.

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ixpack, Bauch, Beine, Po? Muskelaufbau, Stretching

wird es. Das wiederum sorgt für eine ideale Beanspruchung

oder einfach nur Warm-up? Die Einsatzmöglichkeiten

der Muskulatur. Auf der Website finden sich zahlreiche Videos

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und Anleitungen, wie die Powerbands eingesetzt werden kön­

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nen und welche Körperpartien sie trainieren. Hier kann auch

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tungsgrad angebracht ist.

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| s p or t + s pa s s | 37

Eine App, die fit macht

Digital organisierte Fitness von Freeletics Foto freeletics

Den inneren Schweinehund überwinden und mit Gleich­ gesinnten Schweiß, Tränen aber auch sportliche Erfolge teilen kann man jetzt über sein Smartphone. Möglich macht das seit Mitte 2013 das Münchner Unternehmen Freeletics, das bis heute rund sechs Millionen Mitglieder motivieren konnte.

F

reeletics hat die Vision, jeden Menschen auf der Welt dabei zu unterstützen, physisch wie auch mental, sein volles Potential zu entfalten und damit zur stärksten Version seiner selbst zu werden. Geboten wird vor allem Motiva­

tion und ein Online-Fitness-Programm, das in der Grundversion kostenlos erhält­ lich ist und als individualisierte Version 80.– € im Jahr kostet. Die Übungen sind im Prinzip nicht neu, tragen aber hippere Namen. Aus Liegestützen werden Push-ups

und aus Kniebeugen Squats. Entscheidend ist in allen Fällen, dass man sich bis zum Anschlag verausgabt. Was logischerweise bedeutet, dass das Programm nur für gesunde und sportliche Menschen geeignet ist und nicht für ältere, kranke oder ganz und gar unsportliche. Trainiert wird grundsätzlich ohne Geräte, das Pro­ gramm kann theoretisch also an jedem Ort durchgezogen werden. Die Software enthält über 700 verschiedene Übungskombinationen. Das Herzstück von Freeletics bildet die Community. Damit der „freie Athlet“, wie Freeletics seine Kunden nennt, auch durchhält, wird nach einem Punktesystem trainiert. Durch die Vernetzung mit Facebook wird das Training quasi öffentlich und Erfolge werden ebenso wie im schlechtesten Fall Misserfolge von digitalen Kommentaren begleitet. Vorher-Nach­ her-Fotos kursieren im Netz, man stachelt sich gegenseitig an. Und man kann sich über Facebook zum gemeinsamen Sporttreiben verabreden. Infor m at ionen www.freeletics.com

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38 |

s p eci a l t r ach t en | Aktuelle Mode

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zen. Und den Männern wird in Sachen Trachten­ look mehr Modemut zugetraut. Schaut‘s eich einfach mal bei uns um!

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| s p e zi a l | 39

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s p eCi a l t r ach t en | aktuelle mode

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s p eci a l t r ach t en | Annabell Fiebiger

„O’Zopft is!“ Frisuren, Fotos und mehr von Annabell Fiebiger Allrounderin im wahrsten Sinn des Wortes ist die Fotografin, Visagistin, Hairstylistin und seit neuestem auch Buchautorin Annabell Fiebiger aus Neusäß. Bei Shootings in ihrem Studio oder an anderen Locations kann sie viele Leistungen aus einer Hand anbie­ ten. Für die Leserinnen des SchlossMagazins zeigt sie in einer Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie sich eine trendige Trachtenfrisur flechten lässt.

V

ielseitigkeit steht ganz oben auf der Liste der Eigenschaften, mit denen sich Annabell Fiebiger selbst charakterisiert. Sie sucht ganz bewusst Abwechs­ lung, Spaß und Ganzheitlichkeit bei der Arbeit. So lautet ihr Credo: „Man

muss mit der Zeit gehen, um dabei zu bleiben, aber die Herausforderung macht das

Leben spannend.“ Die gebürtige Rheinland-Pfälzerin startete ihren Berufsweg zu­ nächst mit einer Schneiderlehre im Hinblick auf ihr ursprüngliches Ziel, Modede­ signerin zu werden. Nebenher machte sie eine Friseurlehre und besuchte später eine Visagistenschule in München. Hier kam sie in Kontakt mit professionellen Fo­ tografen, was ihr Interesse für die Fotografie weckte. Nach einem entsprechenden Fernstudium sollte diese bald in ihrem beruflichen Fokus stehen. Menschen aus un­ terschiedlichen Perspektiven zu zeigen, persönliche Züge herauszuarbeiten und Interessantes sichtbar zu machen sind Annabell Fiebigers Leitgedanken. Oft seien es Kleinigkeiten, die ein Bild zu dem machen, was es ist. Gerade bei Hochzeits-

Buch-Tipp

Shootings kommt diese Einstellung zum Tragen und speziell der Umstand, dass sie

Zauberhafte Flechtfrisuren

sich auch um Hairstyling und Make-up der Braut kümmern kann, ist von großem

A nnabell F iebiger

Vorteil. Ein weiterer Interessenschwerpunkt in der Fotografie ist die Architektur. Annabell Fiebiger liebt es, den „Spirit“ alter Gebäude im Bild einzufangen. Doch ein ganz anderes Projekt liegt ihr derzeit besonders am Herzen: Im August erscheint ihr erstes Buch „Zauberhafte Flechtfrisuren“, das Schritt für Schritt in Wort und Bild demonstriert, wie sich ausgefallene Looks flechten lassen, die natürlich beson­ ders gut zur Trachtenmode passen. Für das SchlossMagazin zeigt sie exklusiv, wie der sog. Holländische Zopf geflochten wird. Weitere Bücher sind übrigens in Pla­ nung, z. B. ein Band über Lockenfrisuren. (hea) A nn a b el l F ieb iger Wilhelm März Str. 1 86356 Neusäß Tel. 0170-2474699 w w w.annabellf iebiger.de

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Kein alter Zopf – Flechten ist Trend! Das Buch Zauberhaf te Flechtfrisuren Von schnell gemacht bis extravagant zeigt 18 Flechtmodelle – Bauernzöpfe, Haarkränze, Chignons usw. – mit zahl­ reichen Step-Bildern und leicht ver­ ständlichen Texten. Mit Extra-Kapitel zu den Grundtechniken des Flechtens, Haartypen, Locken u.v.m. 96 Seiten Preis 7,99 € · ISBN 978-3869415789 Komet Verlag www.komet-verlag.de


| s p eCi a l t r ach t en | 45

Holländischer Zopf Für den Holländischen Zopf benötigt man über­ schulterlange Haare.

Schritt 1

Die Haare gut durchkäm­ men und bis zum Nacken einen Mittelscheitel ziehen.

Schritt 2

Vorne auf dem Oberkopf auf einer Seite parallel zum Scheitel eine dicke Strähne in drei gleich große Partien teilen.

Schritt 3

Zuerst die linke Strähne unter die mittlere legen und dann die rechte.

Schritt 4

Mit einem Finger eine weitere Strähne auf der linken Seite abteilen und zur rechten, bereits geflochtenen hinzufügen. Darauf achten, dass alle Strähnen unterhalb ab­g elegt werden. Strähnen von der rechten Seite auf die gleiche Weise einflechten.

Schritt 5

Auf diese Art vom Mittelscheitel ausgehend weiterflechten und am Schluss in einen normalen Zopf übergehen. Die Enden mit einem Gummi abbinden.

Workshop zum Buch

Fotografie, Make-up, Hairstyling Samstag, 3 1. Ok tober 20 15 9:30 bis 16:00 Uhr Teilnahmegebühr 89.– € maximal 6 Teilnehmer Anmeldung unter info@annabellf iebiger.de

Schritt 5

Den Vorgang auf der anderen Kopfhälfte wiederholen.

Schritt 6

Beide Zöpfe im Nacken kreuzen und mit Haar­ klammern an den Seiten befestigen; die Enden unter dem Flechtwerk verschwinden lassen.

Extra-Tipp:

Bei stufigen Haarschnitten stehen die Haarspit­ zen immer etwas vom Flechtzopf ab. Sie können den trendigen „Undone“-Look betonen, indem Sie mit einem Stielkamm weitere Spitzen aus dem Zopf ziehen. Falls Sie eine akkurate Flechtfrisur vorziehen, die Spitzen mit dem Stielkamm wieder in den Zopf zurückschieben und die Frisur mit Haarspray fixieren.


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s p eci a l t r ach t en | Doris Limmer

„Aufputzt is!“ Designerhüte von Doris Limmer Foto s Annabell Fiebiger (Hüte), Stefan Heinrich


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Sie ist eine waschechte Augsburgerin und hat ein sicheres Gespür für Typenerkennung, wie man ihr zu Recht nachsagt. Die Modistenmeisterin Doris Limmer registriert auf den ersten Blick, welches Hutmodell der Kundin steht – und wenn grade kein passendes im Fundus zu finden ist, dann fertigt sie eben eines an, ganz nach den individuellen Wünschen, aber mit der nötigen Portion Know-how und Stilgefühl.

D

ie Hutwerkstatt von Doris Limmer im

das gewisse Etwas verleiht. So etwas lässt sich

Stadtteil Lechhausen ist voll gespickt

nicht in ein Zeitraster fassen.

mit Damenhüten aller Art, vom reprä­

Gelernt hat Doris Limmer im renommierten

sentativen „Wagenrad“ für exklusive Anlässe

„Haus der Hüte“ in Augsburg und wurde Modistin

über

Kopf­

aus Freude am Handwerklichen. Als dieses Ge­

schmuck bis hin zu kleinen „Fascinators“, also

schäft Ende der 1990er Jahre aus Altersgründen

fantasievollen

extravaganten

Arrangements aus Stoff, Spitze, Federn oder

doris limmer

anderen leichten Materialien, die mit Haarna­

geschlossen wurde, stand Doris Limmer vor der Wahl, Augsburg zu verlassen oder sich selbst­

deln, einem Kamm oder einem Haarreif unsichtbar auf dem

ständig zu machen. Sie entschied sich für Letzteres und hat es

Kopf befestigt werden und über dem Haar zu schweben

nicht bereut. Jeden Tag kann sie nun ihre Kreativität, die

scheinen. Aber auch „praktische“ Kopfbedeckungen für die

Freude am Umgang mit dem Material ausleben. Überregionale

kalte Jahreszeit haben ihren Platz. Und sogar Kopfputz nach

Anerkennung für Ihre Arbeit hat sie übrigens auch schon er­

historischem Vorbild kann man von Doris Limmer bekommen.

halten. 2014 war sie unter den Bewerbern für den Danner-

Die meisten Hutmodelle sind Unikate. Gerne fertigt Doris

Preis der Danner-Stiftung im Landeswettbewerb zur Förde­

Limmer die Hüte individuell auf die Kundinnen abgestimmt

rung des Kunsthandwerks in Bayern, der im dreijährigen

und nach Maß – meist sind es Stammkundinnen oder auch

Turnus ausgeschrieben wird. Ihre Kreationen wurden ausge­

hutbegeisterte Damen, die durch Mundpropaganda ange­

stellt und sind im Katalog Danner-Preis 2014 zu finden.

lockt werden. Da gilt es ein bestimmtes Outfit mit einem Hut

Wer „seinen“ neuen Hut von Doris Limmer erwerben möchte,

perfekt zu krönen, aus einem Erbstück ein topaktuelles Teil

sollte einen Termin in ihrer Wertstatt vereinbaren. Mit etwas

zu machen oder einem einstmals heiß geliebten, aber nun

Glück kann man aber auch einmal Ihre Hüte in dem einen oder

hoffnungslos unmodischen oder unpassenden Kleidungs­

anderen, eigentlich leerstehenden Ladengeschäft in Augsburg

stück ein neues Leben als Kopfputz zu verleihen. „Upcycling“

probetragen, das sie bei passender Gelegenheit für eine kurze

nennt Doris Limmer ihre Idee, wenn sie aus einem ehema­

Zeit anmietet, z. B. in der Adventszeit. Die Trachtenhüte auf die­

ligen Mieder eine Kappe designt, einen alten Persianerman­

ser Seite stammen natürlich auch aus der Limmer’schen Werk­

tel in schicke Hüte verwandelt oder einen verfilzen Pulli als

statt – grade recht zum Start in die Wies‘n Saison. (hea)

kunstvolle Mütze adelt. So wurde z. B. aus einer früheren Lieblingsbluse einer Kundin ein Turban, dem man sein ur­ sprüngliches Leben auf den ersten Blick nicht ansieht. Ange­ regt von einer Ausstellung im tim Museum in Augsburg über Strümpfe hatte sie den Einfall, aus Strumpfhosen flexible Headpieces zu machen. Wer sich selbst an einem Fascinator versuchen möchte, dem bietet Doris Limmer kleine Bastelpa­ ckungen an. Aus Filzblüten, Federn, Perlen und ähnlichem lässt sich zum Beispiel nach Anleitung passend zu einem Dirndl ein dekoratives Schmuckteil basteln, das mit einem Kämmchen ins Haar gesteckt werden kann. Auf die Frage, wie lange so ein Hut durchschnittlich bis zur Fertigstellung braucht, kann Doris Limmer nur schmunzeln: Da jedes Teil ein einzigartiges Stück ist, kann es auch mal sehr, sehr lange dauern, bis das Accessoire gefunden ist, das dem Kopfputz

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b e au t y + W el l nes s | Mode Preview

t r i x i s chob er kurz – kastig – kess: Hosenrock mit kurzärmeligem Sweathirt

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Schön schlicht

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Pure Eleganz und neues Volumen

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m a del eine gemütliche Sweat­ hose, kombiniert mit Kurzblazer und Ledershirt


| b e au t y + w el l nes s | 49

U

naufgeregte Mode aus hochwertigen Materialien mit voluminösen Schnitten ist angesagt. Die Säu­ me rutschen nach unten, der praktische und

schicke Hosenrock setzt seinen Siegeszug vom Sommer fort. Bei den Farben dominieren über weite Strecken

Schattierungen aus der Camel-Palette oder schmeicheln­ de Winterpastells. Aber auch kräftige Farbkontraste zu Schwarz sind en Vogue. Leder spielt in diesem Herbst und Winter wieder eine tragende Rolle, nicht nur bei Taschen. Schuhe gehen gerne auf flachen Sohlen, die auch etwas gröber sein dürfen.

v er s ace Strickpullover zur Schlaghose mit hohem Bund

Modes k i z ze Pantone

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Dorot hee S chum acher Kastenjacke zum schwingenden Rock

nob is Wintermantel aus zweierlei Stoffqualitäten mit Pelz

min x Hosenrock mit Ledershirt

a n ja gock el Asiatisch angehauchte Steppjacke

Dorot hee S chum acher Nichts geht heuer ohne Leder

M a del eine Hose mit Animalprint und schmale Jacke mit Pelzkragen

M a del eine Stiefelette mit Felleinsatz an der Ferse

M a del eine Lederhandschuhe mit Fell an der Oberseite

M a del eine Chelsea-Boot mit grober Sohle

M a del eine Chelsea mit Absatz und Schlangenprägung


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b e au t y + W el l nes s | Sonnenstrapazierte Haut

Das Sonnenvitamin Calciol – besser bekannt als Vitamin D – ist wichtig für unsere Gesundheit. Doch nach wie vor stellt übertriebene UV-Strahlung einen Stressfak­ tor für die Haut dar und lässt sie schneller altern. Damit unser größtes Organ gut geschützt durch die Sommermonate kommt, darf neben allgemeinem Sonnen­ schutz auch die Hautpflege „danach“ nicht vernachlässigt werden. Foto Carsten Bachmeyer / fotolia.com

Keep coooool … ! Entspannung für sonnenstrapazierte Haut

Die Sonne und das „UV-ABC“ Im Gegensatz zu den langwelligen Infrarotstrahlen, die für

kömmlichen Bodylotions enthalten sie häufig Inhaltsstoffe,

den Wärmeeffekt verantwortlich sind, sind die kurzwelligen

die ideal auf die Bedürfnisse der Haut nach dem Sonnenbad

UV-Strahlen schädlich für die Haut: So dringen UV-A-Strahlen

abgestimmt sind wie z. B. Aloe Vera, Hamamelis, Glycerin

tief in die Hautschichten ein, bewirken eine kurzzeitige Bräu­

oder auch Panthenol. Beim Eincremen zieht die Feuchtigkeit

nung und führen zu vorzeitiger Hautalterung, indem sie das

in die ausgetrocknete Haut ein und sorgt beim Verdunsten

Kollagen schädigen. Infolgedessen verliert die Haut an Elas­

für einen angenehmen kühlenden Effekt. Die Haut wird hy­

tizität. Zwar erzeugt UV-A-Licht selten Sonnenbrand, es

dratisiert und geschützt. Dabei reichen die Texturen vom

kann jedoch allergische Reaktionen hervorrufen und erhöht

Spray über Fluid und Gel sowie vom Balsam über Lotion und

das Hautkrebsrisiko. UV-B-Licht bewirkt hingegen eine lang­

Creme. Oft haben einzelne Präparate Zusatzeffekte, wie das

samere und auch anhaltende Bräunung, hat aber einen

schnelle Abklingen von Rötungen oder einen mattierenden

starken erythemen (hautrötenden) Effekt. Anders als bei UV-

Effekt bei fettiger Haut. In einigen Produkten ist sogar

A- und UV-B-Strahlen ist die Eindringtiefe von UV-C-Strah­

Selbstbräuner enthalten, um die Urlaubsbräune zu vertiefen

lung nur sehr gering. Das Sonnenbrand-Risiko richtet sich

und zu erhalten.

jedoch nicht nur nach dem UV-Index, der angibt, wie gefähr­ lich die Sonneneinstrahlung am Tag ist, sondern auch nach

Bei Sonnenbrand kühlen, beruhigen, reparieren

dem jeweiligen Hauttyp.

Für einen attraktiven Teint legen sich viele Menschen in die pralle Sonne, weil sie glauben, so die maximale Wirkung zu

Nach der Sonne After-Sun-Produkte

erreichen. Doch damit ist ein Sonnenbrand geradezu vorpro­

Jede Form von UV-Exposition stellt einen Stressfaktor für die

grammiert. Ist es einmal passiert, sind folgende drei Regeln

Haut dar, denn die Sonne entzieht ihr Feuchtigkeit. Durch

unbedingt zu beachten: Kühlen, beruhigen, reparieren – denn

Wasserkontakt verstärkt sich der Effekt sogar, denn das er­

bei einem Sonnenbrand handelt es sich im Grunde um eine

frischende Bad im kühlen Nass entfettet die Haut zusätzlich.

Entzündung der Haut. Sonnenbrand wird in der Regel nach ca.

After Sun-Produkte bieten schnelle Soforthilfe für sonnen­

drei bis zu 24 Stunden in Form einer Rötung der betroffenen

strapazierte Haut. Zuerst befreit ein mildes Duschgel den

Hautstelle sichtbar, die durch geweitete Blutgefäße hervor­

Körper von Schweiß, Resten von Sonnenschutzmitteln, Chlor-

gerufen wird. Da der Körper nun mit allen Mitteln versucht,

oder Salzwasser und Sand. Après Sun-Lotionen und -cremes

die betroffenen Hautzellen zu reparieren, wird die gerötete

sind meist Öl-in-Wasser-Emulsionen, die einen höheren

Stelle besser mit Nährstoffen und Zellen des Immunsystems

Feuchtigkeits- als Fettanteil besitzen. Im Gegensatz zu her­

versorgt. Oft treten zudem Schwellungen und Schmerzen


| b e au t y + w el l nes s | 51

auf. Im schlimmsten Fall kann es zu einer Verbrennung 3.

fährliche Unterkühlung des Körpers und Hautschädigung dro­

Grades kommen, die weitgehende Zerstörungen der Haut mit

hen kann. Auch nützt Kühlung nur, wenn sie unmittelbar nach

sich bringt und im Krankenhaus behandelt werden muss.

der Verbrennung der Haut stattfindet. Um der Haut Zeit zur

Nach etwa 24 bis 36 Stunden erreicht Sonnenbrand seinen

Beruhigung zu geben, sollte man mit Sonnenbrand auf jeden

Höhepunkt, 48 bis 72 Stunden später klingt er langsam ab,

Fall ein weiteres Sonnenbad meiden und die betroffenen Kör­

nach ein bis zwei Wochen ist er meist verschwunden. Hat sich

perstellen bedeckt halten. Zur Ankurbelung der Selbsthei­

die Haut nicht abgelöst, bleibt eine Bräunung zurück. Gen­

lungskräfte der Haut kann sie mit einer entzündungshem­

schäden, die Hautkrebs verursachen können, entstehen je­

menden und antibakteriellen kolloidalen Silbercreme, einer

doch schon bevor sich die Haut sichtbar rötet. Zur Kühlung

Salbe mit Hydrocortison aus der Apotheke oder einem Aloe

von Sonnenbrand am besten mit sauberem, evtl. abge­

Vera Gel behandelt werden. Dieses lindert außerdem Schmerz

kochtem und erkaltetem Leitungswasser getränkte Baum­

und Juckreiz. Bei Fieber oder Schüttelfrost unbedingt sofort

wolltücher für zehn bis zwanzig Minuten auf die betroffenen

den Arzt aufsuchen.

Stellen legen. Keine Eiswürfel verwenden, da sonst eine ge­

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52 |

motor + t echnik | Cit y-Roller

City-Roller Ideen für umweltfreundliche Mobilität

Elektrischer Kick für die City e-micro one Scooter Mit einem eleganten Schwung cruist lautlos ein Elektro-Scooter um die Ecke und bahnt sich den Weg durch den Citydschungel. Clever, kompakt und umweltfreund­ lich: der Micro e-micro one aus der Schweiz. Elektrische angetriebene Roller gelten als unhandlich und schwer. Micro, der weltweit führende Hersteller für kleine und kompakte Scooter, beweist das Gegenteil. Der Motor ist ins Hinterrad und die Lithi­ um-Ionen-Akkus sind ins Trittbrett integriert. Damit sieht das 7,5-kg-Leichtge­ wicht e-micro one wie ein gewöhnlicher Scooter aus und lässt sich auch zusam­ mengeklappt mitnehmen. Der leistungsstarke Motor setzt erst dann ein, wenn eine bestimmte Geschwindigkeit erreicht ist. Mit jedem Tritt startet der Motor und unterstützt die Muskelkraft mit einem elektrischen Antrieb. Der Fahrer kann die Modi Eco, Standard und Sport individuell einstellen. Neben dem Tempo – bis 25 km/h – wird damit auch die Stärke der elektrischen Unterstützung gewählt. Bei Rampen und leichten Steigungen unterstützt der Slope-Support den Fahrer. Unab­ hängig vom gewählten Modus steht mehr elektrische Leistung zur Verfügung. Möglich sind damit in Abhängigkeit von Fahrweise, Streckenprofil und Körpergewicht 10 bis 15 km Reichweite. An einem 220-V-Anschluss sind die Batterien des Elektro-Scooters nach 60 Minuten wieder vollständig aufgeladen. Wer sich den e-micro one gönnen möchte sollte sich beeilen: Die Auflage ist zunächst auf 100 Stück limitiert. Infor m at ionen www.microscooter-shop.de Foto s Hersteller

Tota l uns ich t b a r : Der Motor ist ins Hinterrad integriert.


| motor + t echnik | 53

Alu-Roller mit Transportmodul „Kombi“-Konzept gewinnt Designpreis

Stat t K inderwagen: der Kombi zum Schieben

Zwei junge Designer sind dabei, mit ihrem neuen modularen City-Roller „Kombi“ den Markt zu erobern. Mit dem Roller, der mit einem Transportmodul ergänzt werden kann, gewannen sie im Frühjahr den vom kanadischen Hersteller Alcoa ausge­ schriebenen Wettbewerb „Aluminum as a driver of mobility“. Dieser Contest lädt Industriedesigner ein, innovative Pro­ dukte aus Aluminium zu entwickeln, die die persönliche Mobi­ lität erhöhen. Der mit 15.000.- Dollar dotierte Preis ging an Charles Godbout und Luc Plante, die den umweltfreundlichen Alu-Roller entwickelten. „Kombi“ bietet verschiedene Nut­ zungsmöglichkeiten: Dank seines modularen Aufbaus kann er als Fortbewegungs- oder auch als Transportmittel genutzt werden. So kann mit wenigen Handgriffen an Stelle des Vor­ derrads z. B. ein zweirädriges Transportmodul, wahlweise mit oder ohne Dach angebracht werden, mit dem sich Ein­ käufe oder auch Kleinkinder sicher transportieren lassen. Das Transportmodul kann auch ohne das Roller-Modul eingesetzt oder als Anhänger fürs Fahrrad verwendet werden. Die Kons­ truktion aus Aluminium macht den Roller ultra-leicht, sicher und einfach im Handling. Damit sind alle Voraussetzungen gegeben, dass der innovative Roller bald in Serie gehen kann. Infor m at ionen www.alcoa.com Foto s Alcoa

Rol l er p ur : antreten und los geht’s


54 |

motor + t echnik | staunenswertes

Staunenswert Technische Meisterleistungen

The Mazda Sculpture Das Kunstwerk des britischen Designers Gerry Judah, das den zentralen Punkt des Goodwood Festival of Speed 2015 in Sussex (England) bildet, zelebriert das einzigartige Motor­ sport-Erbe der Mazda Motor Corporation mit einer kraft­ vollen Vereinigung skulpturaler Innovation und konstruktiver Präzision. Zwei Mazda Rennwagen sprinten in 40 Meter Höhe gen Himmel auf spektakulär gestalteten Schienen aus Stahl. 720 Stahlträger verschiedener Länge mit einem Gesamtge­ wicht von 120 Tonnen sind so ineinander gruppiert, dass sich der entstehende Turm wie eine Spirale hoch über die Köpfe der Betrachter windet und den Rennwagen als surreale Sprungschanze dient. Foto David Barbour


| motor + t echnik | 55

Jaguar riskiert Hochseil-Stunt Im März dieses Jahres enthüllte Jaguar den neuen XF bei einer dramatischen Hoch­ seil-Fahrt im Herzen der Londoner City zum weltweit ersten Mal. Stuntman Jim Dow­ dall, der schon in Bond- und Indiana Jones-Filmen für Schauspieler bei gefährlichen Szenen als Double agierte, steuerte den Jaguar in luftiger Höhe über das Wasser der im East End gelegenen Docklands. Mit der spektakulären Überwasser-Passage wollte das Unternehmen die gewichtsoptimierte Aluminium Konstruktion der Business­ class-Limousine auf besondere Weise demonstrieren.

Rollout für neuen Elektrorennwagen Das Formula Student Electric Rasing Team der Hochschule Augsburg präsentierte im Mai seinen vierten Elektro-Renn­ wagen in Folge der Öffentlichkeit, den UASA1504 Cedur, be­ nannt nach einer Figur aus der Augsburger Puppenkiste. Mit ihm wird das Team an mindestens zwei Events teilnehmen. Aufbauend auf den Erfahrungen aus den Vorjahren hat sich der Verein Starkstrom Augsburg e. V. bemüht, das neue Elek­ tro-Fahrzeug auf noch höherem technischem Level zu kons­ truieren, mit 40 Änderungen und/oder Neuentwicklungen. So konnte man u. a. den Akku-Container aus Aluminium güns­

komplett neues Antriebskonzept mit leichteren Motoren

L eist ungs dat en Leistung Max . Drehmoment Von 0 – 100 km / h Höchst geschwindigkeit Gewicht

führte zu einer Gewichtsersparnis von über 20 Kilo.

Foto Starkstrom e.V.

tiger und einfacher fer tigen, während gleichzeitig die Fahrsicherheit signifikant gesteigert werden konnte. Auch das aerodynamische Konzept wurde weiter optimiert. Ein

80 kW, 600 Nm unter 3 Sekunden 130 km/h 255 kg


56 |

g a r t en | l ignum l ine a r is Hol z v er k l eidungen

promotion

lignum linearis Holzverkleidungen

Einfach geniales Schnellmontage-System Eine innovative Idee, zwei Freunde und ein Patent: Das junge Unternehmen lignum linearis aus dem Wittelsbacher Land hat ein langlebiges, sicheres und optisch ansprechendes Sichtschutz- und Verkleidungssystem aus Stahlstehern mit Holzeinlagen entwickelt, das auf genial einfache Weise innerhalb kurzer Zeit von jedermann auch ohne großen Aufwand aufgebaut werden kann.

M

arkus Grabmann aus Unterwittelsbach bei Aichach

das System dank der eingebauten starken Feder automatisch

ist Do-it-Yourself-Man durch und durch: Gelernter

nach. Das zum Patent angemeldete System garantiert, dass

Elektriker, aber auch ein geschickter Heimwerker,

komplett auf Schrauben und Bohrlöcher im Holz verzichtet

der gerne tüftelt und von seinem Vater eine professionell aus­

werden kann, was vor allem der Haltbarkeit des Holzes zu Gute

gestattete Schlosserwerkstatt übernommen hat. Hier setzt er

kommt: Die Auflagefläche des Holzes auf den Trägern ist nur 3

nun sehr erfolgreich im Nebenberuf eine Idee seines langjäh­

mm breit. Staunässe oder gar Faulstellen haben so keine Chan­

rigen Freundes Franz Gail um, der ein Maschinenbau-Unter­

ce – konstruktiver Holzschutz für eine besonders haltbare und

nehmen betreibt und seine zum Patent angemeldete Entwick­

nachhaltige Zaunkonstruktion.

lung nicht selbst weiterverfolgen möchte. Die Grundidee zum

lignum linearis Zaun- und Sichtschutzelemente können ganz in­

inzwischen verfeinerten System kam Franz Gail beim Bau sei­

dividuell gestaltet und mit anderen, auch systemfremden Ele­

nes neuen Firmengebäudes, als sein Architekt hölzerne Schie­

menten wie Gabionen kombiniert werden. Länge, Breite und

beläden für die Fenster vorsah. Die herkömmlichen Angebote

Höhe richten sich nach den Wünschen des Kunden. Auch an abfal­

wollten seine Vorstellungen nicht erfüllen und so setzte er

lendem Gelände lässt sich das System problemlos einsetzen. Mit­

sich mit seinem Freund zusammen, um ein besonders haltbares

hilfe von CAD-Software werden die Bauteile nach Kundenmaß

und einfach zu realisierendes Stecksystem zu entwickeln. Ent­

designt und geplant. Die Stahlkonstruktion wird auf ein 100stel

standen sind hieraus mittlerweile vier Systemvarianten, die

Millimeter genau lasergefertigt und gekantet. Das Einspannsys­

sich nicht nur für Fassadenverkleidungen und Schiebefenster­

tem ist aus Edelstahl, feuerverzinktem Stahl, pulverbeschichtet

läden eignen, sondern insbesondere auch für Sichtschutz- und

oder aus blankem Stahl zur Weiterverarbeitung zu haben. Die

Gartenzäune sowie Rankgitter. Diese vier Varianten können

Holzlatten sind, je nach Systemvariante, in unterschiedlichen

problemlos miteinander kombiniert werden.

Breiten aus Lärche oder Fichte erhältlich. Für Rankgitter werden

Clou der Entwicklung ist das Einspannsystem mit einer zentra­

¾  Zoll Edelstahlrohre oder verzinkte Rohre angeboten. Nach

len Riegelschiene aus Stahl, das an Wänden, Zaunpfosten aller

dem gleichen Prinzip bietet lignum linearis inzwischen auch Kom­

Art oder auch frei stehend im Boden oder auf bestehenden

poster im Baukastenprinzip zum Versand an. (hea)

festen Untergründen verankert werden kann. Die Querlatten werden lediglich in die vorgesehenen Halterungen eingelegt eingelegt (ohne aufwändiges Messen von Abstand und Gerad­ linigkeit) und dann alle gleichzeitig verspannt. Mit einem ein­ zigen Handgriff können alle Holzteile auch wieder „frei gege­ ben“ werden, so dass man sie zum Reinigen, Anstreichen oder Austauschen entnehmen kann. Bei Holzschwund spannt sich

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g a r t en | sichtschutzwände

Zaunsysteme mit Know-how

Blickdichtes Foto s Anbieter / Hersteller

G a r t en B ronder – Heck e a m l auf enden Me t er®: Hier wurden Efeuelemente mit Edel­ stahlgabionen P eg a s us® zu einer optisch abwechslungsreichen, blickdichten Wand kombiniert.

Wer möchte schon, dass der Nachbar weiß, was auf dem Teller liegt, wenn man auf der Terrasse zu Abend isst. Oder in welchem Outfit man ein Sonnenbad genießt. Wenn der Garten an eine öffentliche Straße grenzt, sind neugierige Blicke erst recht störend. Sichtschutzwand heißt in solchen Fällen das Zauberwort. Es gibt jetzt innovative Systeme, die mehr bieten als der übliche Standard-Sichtschutz, den man im Baumarkt bekommt. Sie sind individueller, haltbarer, ideenreicher und schlichtweg dekorativer. Hecke am laufenden Meter® Sofort Sichtschutz und gleichzeitig eine grüne Atmosphäre – das bietet zum Bei­ spiel die Hecke am laufenden Meter®. Sie lässt sich zu jeder Jahreszeit pflanzen. Nach nur einer Vegetationsperiode ist die Hecke weitestgehend blickdicht. Und sie lässt sich wunderbar mit anderen Sichtschutzelementen kombinieren, was ihre Einsatzmöglichkeiten vervielfacht. Da ihr Unterhalt wenig Aufwand verursacht, eignet sie sich auch für den gewerblichen Bereich. Die Breite der Heckenelemente beträgt jeweils 1,20 m; in der Höhe sind die Efeuelemente in 1,00 m, 1,80 m und 2,20 m erhältlich. Zwischenhöhen und -breiten lassen sich durch Einkürzen der Elemente bzw. mit Aufsatzgittern verwirklichen. Die Hecke gibt es wahlweise aus Hainbuche, Rot-Buche oder Liguster. Eine immergrüne Sichtschutz-Lösung bietet das Hecken­ element aus Efeu. Extrem robust, schmal wachsend und sonnenverträglich zeigt sich hier die Sorte Wörner. Vorgezogen am verzinkten Gitter haben die Elemente einen festen Rahmen. Zur weiteren Stabilisierung werden z. B. Eisen- oder Stein­ pfosten zwischen jedes Element gesetzt. Diese sollten in einem Betonfundament verankert sein. Infor m at ionen www.garten-bronder.de

L ignum l ine a r is Innovatives Zaun- und Sichtschutzsystem aus Metall und Holz ( siehe auch S. 56)


| s ich t s chu t z wä nde | 59

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c a mb o Zaungeflecht-Elemente mit vielen Kombinationsmöglichkeiten

Flechtzäune aus Naturmaterial Engmaschige Zaun-Geflechte aus Naturmaterial haben eine lange Tradition, die z. B. das Zaunsystem Cambo der Marke Weidenprofi in moderner und optisch ansprechender Form wieder aufleben lässt. Das modulare Zaunsystem kombiniert stabile Edelstahlpfos­ ten und -halter mit verschiedenen Elementen aus horizontalen oder vertikalen Natur­ geflechten und anderen Materialien zu einem individuellen Sichtschutz. Für vielseitige und abwechslungsreiche Gestaltungsmöglichkeiten stehen verschiedene Module in un­ terschiedlichen Größen zur Verfügung: Flechtzäune aus Naturmaterial in Weide oder Robinie sowie Elemente aus Klarglas, satiniertem oder grau beschichtetem Glas. So lässt sich der der Sichtschutz an jede Gartenarchitektur, jeden Gartenstil und Ge­ schmack anpassen. Die Module können zudem jederzeit ausgewechselt werden, so dass der Sichtschutz eine andere Optik erhält und dauerhaft ist. Alternativ zu den Edelstahl­ pfosten sind auch Pfosten aus Robinienholz erhältlich, die ebenfalls sehr haltbar sind

Die „Hecke am laufenden Meter“® Sofort immergrüner Sichtschutz z.B. Efeu Heckenelement Höhe 180 cm x Breite 120 cm

und eine noch „grünere“ Optik schaffen. Das Zaunsystem kann im Internet selbst konfi­ guriert und bestellt werden. Infor m at ionen www.naturgeflechte24.de oder www.weidenprofi.de

Von der schnellen Truppe Aus horizontalen Holzlatten in Lärche oder Fichte, die nicht angebohr t und ver­ schraubt, sondern nur in speziell konstruier te Stahlstützen eingehäng t werden, lässt sich im Schnellmontagesystem ein blickdichter oder wahlweise leicht offener Sicht­ schutz bauen. Der Vor teil: Zum Reinigen, Streichen oder Austauschen lassen sich ein­ zelne Leisten einfach herausnehmen. Aufgrund der speziellen Bauweise lässt sich das System auch in abfallendem Gelände installieren. Infor m at ionen www.lignum-linearis.de

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60 |

g a r t en | Dekorative Beleuchtung

Light-Show im Garten Foto s Anbieter / Hersteller

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Am Abend lassen sich die schönsten Plätze im Garten mit einer stilvollen Gartenbeleuchtung hervorheben. Lichtinseln sorgen für eine gemütliche Stimmung. Neben offenem Feuer und klassisch elektrisch betrie­ benen Lichtquellen rücken immer mehr LED Lampen oder Solarleuchten in den Mittelpunkt, da sie auf­ grund ihrer besonderen Eigenschaften ganz neue gestalterische Möglichkeiten bieten. Wa s s er f est e LED-T eel ich t er für romantische Abende am Brunnen


| g a r t en | 61

Fackeln und Feuerschalen Im Handel gibt es eine große Auswahl an hochwertigen Gar­ tenfackeln in exklusiven Designs. Fackeln aus Edelstahl in Kombination mit dunklem Holz liegen derzeit im Trend. Die Fackelbehälter werden mit Lampenöl befüllt und am Docht entzündet. Einsatzbereit sind sie jedoch nur bei Windstille oder leichtem Wind. Feuerschalen finden ihren Platz auf dem Boden und werden auf passende Gestelle bzw. spezielle Füße gestellt, was ihnen Standfestigkeit verleiht. Die Schalen wer­ den mit Holzscheiten gefüllt und bieten so Lagerfeueratmos­ phäre. Kleinere Schalen werden auch teilweise mit Bioethanol betrieben.

Beleuchtete PflanzgefäSSe Diese Objekte sind multifunktional: Leuchtobjekt, Blumen­ topf und Sitzgelegenheit in einem. Ausgerüstet sind sie mit schlicht-weißer Engergiesparbeleuchtung oder farbiger LED-

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Beleuchtung, teilweise mit  fernbedienbaren Farbprogrammen. Mit diesen außergewöhnlichen Pflanzkübeln lassen sich tolle Akzente setzen.

Gartenbeleuchtung durch Solarleuchten Wer sich komplizierte Umbauarbeiten durch das Verlegen von Stromkabeln etc. ersparen möchte, der greift am besten zu Solarleuchten. Zum einen sind sie vergleichsweise billig im Preis und zum anderen benötigen sie keinerlei Strom, wo­ durch weitere Kosten gespart werden. Denn Solarleuchten speichern durch einen integrierten Akku die durch die Sonnen­ einstrahlung erzeugte Energie und geben diese wieder ab, so­ bald es dunkel wird. Die Solarleuchten erstrahlen. Solarleuch­ ten genügen allerdings nicht der Verkehrssicherungspflicht. Deshalb sind sie nicht zur Beleuchtung von Wegen geeignet. Solarleuchten haben das Problem, dass ihre Energie zumeist nicht ausreicht, um die gesamte Nacht zu leuchten. Solarleuch­ F euer s ch a l e von Keilbach

ten sind also eher als Deko-Elemente anzusehen.

Gartenbeleuchtung mit LED Leuchten LED Leuchten sind eine weitere Möglichkeit, eine Gartenbe­ leuchtung zu realisieren. Sie benötigen wenig Strom und sind zudem äußerst langlebig. Zwar sind sie in der Anschaffung etwas teurer als andere Leuchtmittel, doch können sie auf­ grund ihrer Form auch in den Boden eingelassen werden. So­ mit eignen sich die so genannten Bodeneinbaustrahler beson­ ders gut zur Wegbeleuchtung. Für Romantik pur sorgen „Candle-Lights", elektrische Kerzen, die individuell platziert werden können. Oder der Gartenteich wird mit schwim­ menden Kugelleuchten illuminiert. Die Freude wird auch nicht durch hohe Energiekosten getrübt. LED-Lampen sind äußerst energieeffizient, halten bis zu 100.000 Stunden.

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l eb en + des ign | Der Wohnwagon

L eb en in der N at ur , unabhängig, günstig und nachhaltig. Mit dem Wohnwagon haben zwei Österreicher eine Vision realisiert.

Wohnwagon – ich bin so frei ! Fünfundzwanzig Quadratmeter natürlicher Wohnraum, in dem es an nichts fehlt und der sich selbst mit Strom versorgt – das ist der Wohnwagon aus Österreich, Foto s wohnwagon.at der locker ein Ferienhaus ersetzt und außerdem noch mobil ist.

D

er sechs Meter lange Wohnwa­

Investoren, die auf dem Weg des Crowd­

gon ist als Zweitwohnsitz, als

funding die Serienproduktion möglich

mobile Alternative zum Micro-

machten. Intakte Kreisläufe sind der

House, Gartenhaus, Seehaus oder zur

Schlüssel zum funktionierenden Wohn­

Berghütte konzipiert. Mit eigener Pho­

wagon, der im Einklang mit einem um­

tovoltaikanlage, Bio-Toilette und Was­

weltbewussten Lebensstil steht. Der

seraufbereitungsanlage ermöglicht der

Wohnwagon verursacht nahezu keine

Wagen unabhängiges Wohnen und bie­

Betriebskosten. Das System ist völlig

tet einen geschlossenen Wohnkreislauf. Individuelle Varianten sind möglich. Die Macher des Wohnwagons sind Theres

Da s T e a m Wohn wagon : Theres Steininger und Christian Frantal. Die beiden arbeiten be­ reits an Weiterentwicklungen.

autark und kommt ohne externe Wärme, Strom, Wasser und Kanalisation aus. Die Solaranlage verfügt über einen Energie­

Steininger und Christian Frantal. Die Vision des Unternehmer-

speicher, liefert also auch Strom bei Nacht und an weniger

Paares war, selbstbestimmtes Wohnen in Zukunft greifbar zu

starken Sonnentagen. Zudem sind der Wasserkreislauf und

machen. „Wenn die Qualität stimmt und wir uns wohl fühlen,

das Reinigungssystem bis auf den letzten Punkt ausgeklü­

benötigen wir viel weniger Raum zum Leben als gedacht“, war

gelt. Über das Flachdach wird Regenwasser aufgefangen und

die Erkenntnis der beiden Jungunternehmer. Also entwi­

gefiltert. Anschließend gelangt das Wasser in einen im Bo­

ckelten sie 2013 den Prototyp des Wohnwagons, der unabhän­

den befindlichen Tank, der für die Speisung der Dusche, der

gigen mobilen Lebensraum im Einklang mit der Natur schafft.

Wasserhähne und des isolierten Warmwassertanks zustän­

Selbstredend, dass bei der Fertigung stets regionale und na­

dig ist. Im Warmwassertank wird das Wasser über die Sonne

türliche Rohstoffe wie Lärche, Fichte und Schafwolle zum Ein­

und mittels der Solarpanele erhitzt. Bleibt die Sonne länger

satz kommen. Die Idee schlug ein und überzeugte über 200

aus, wird eine elektrische Heizwendel im Wassertank aktiv


| l eb en + des ign | 63

und heizt das Wasser auf. Energie gibt es dann beispiels­ weise aus dem Batteriespeicher. Der Warmwassertank befindet sich unter dem Bad und ist nach oben hin weni­ ger dick isoliert, was wiederum hat den Vorteil hat, dass der Tank gleichzeitig auch als Fußbodenheizung fungiert. Eine Pumpe hält den Kreislauf stets intakt. Das benutzte und zunächst unbrauchbare Wasser wird umgehend auf das Dach befördert und über die Grünkläranlage wieder gereinigt. Die Reinigung übernehmen die besonders gut geeigneten Sumpfpflanzen. Unabhängig von diesem Sys­ tem arbeitet die Bio-Toilette. Aus den flüssigen Ausschei­ dungen produziert das stille Örtchen Dünger und aus dem Kot wird Schwarzerde. Der Wohnwagon bietet aufgrund des ausgeklügelten Sys­ tems genügend Energie, um zwei Laptops, einen Bild­ Besuchen Sie unseren Ausstellungsraum in 86836 Klosterlechfeld Am Wäldle 12 jeweils Di., Mi. und Fr. von 14.00 bis 18.00 Uhr Tel. 08232 / 77 426 Fax 08232 / 77 436 www.koch-ueberdachungen.de

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l eb en + des ign | st offkunde · teil 2

Tierische Naturfasern Stoffkunde Teil 2

foto s wikipedia

Tierische Fasern stammen von Tieren in Form einer Behaarung bzw. eines Fells. Es gibt nur eine kleine Ausnahme: Die Seidenfaser wird aus dem Kokon verpuppter Seidenrau­ pen gewonnen. Genutzt werden diese Fasern traditionell für Bekleidung und Heimtexti­ lien, das grobe Rosshaar z. B. zur Füllung von Matratzen oder als Isoliermaterial. Wolle

Wolle ist eine Naturfaser, die

Himalaya und dem Pamir stammt und von denen

vom Fell des Schafes (Ovis aries)

es rund 20 Arten gibt. Kaschmirziegen werden ge­

gewonnen wird. Als „Reine Schurwolle“ darf nur

schoren, ansonsten wird die lange, feine Unter­

solche Wolle bezeichnet werden, die vom le­

wolle ausgerupft oder ausgekämmt. Jährlich kön­

benden, gesunden Schaf durch Schur gewon­

nen zwischen 150 und 200 Gramm Wolle je Tier

nen wird. In Längsrichtung gesehen ist Wolle

gewonnen werden. Die Wolle der Kaschmirziegen

aus zwei verschiedenen Arten von Spindelzel­

ist deutlich feiner als die dünnste Schafwolle und

len aufgebaut, die einander umwinden. Diese

gehört zu den feinsten Tierhaaren überhaupt.

zwei Zellarten können unterschiedliche Mengen Feuchtigkeit aufnehmen und dehnen sich ungleich stark aus. Das bewirkt die

Seide

Seide (lat. Seta) ist die einzige in der Natur vor­

natürliche Kräuselung der Wollfaser. Der Lufteinschluss im

kommende textile Endlosfaser und von allen Tex­

Garn aus gekräuselten Wollfasern sorgt, wie im Wollvlies am

tilien unserer Haut am ähnlichsten. Ursprünglich stammt sie

Körper des Schafes, für eine sehr gute Wärmeisolation. An der

vermutlich aus Ostasien. Seide entsteht durch die Seidenraupe,

Außenschicht der Wollfaser befindet sich eine Struktur aus

die sich hauptsächlich von den Blättern des Maulbeerbaumes

dachziegelartig angeordneten Schuppen. Diese Schuppen sind

(Maulbeerseide) ernährt. Seidenraupen müssen sich als erstes

mit einer Wachsschicht umhüllt, die auf natürliche Weise das

verpuppen, denn nur so können sie die Seide in ihren speziellen

Wasser abweisende Verhalten der Wolle bewirkt. Unter dieser

Düsen im Maul produzieren. Dabei entstehen große Schlaufen,

Wachsschicht ist die Wolle jedoch hygroskopisch und kann viel

die sich mit bis zu 300.000 Windungen um den Kokon legen.

Feuchtigkeit aufnehmen, fühlt sich allerdings wegen der

Wenn dieser Vorgang abgeschlossen ist, werden sie mit Hilfe

Wachsschicht auch bei relativ hohem Feuchtigkeitsgehalt tro­

von heißem Wasser oder Wasserdampf vor dem Schlüpfen getö­

cken an. Diese Eigenschaften führen zu der guten Klima regu­

tet, um zu verhindern, dass die Kokons vorher zerreißen. Danach

lierenden Wirkung der Wolle.

werden in der Regel ca. drei bis acht Kokons (Filamente) zusam­ men entweder abgewickelt oder gehaspelt (sog. Haspelseide).

Ziegenhaar

Ziegenhaar zählt zu den ältesten natürlichen

Durch den dadurch entstandenen Seidenschleim kleben die Ko­

Spinnstoffen der Welt, dem Haargarn. Grund­

kons zusammen und bilden einen Seidenfaden (Grège), der sich

sätzlich unterscheidet man zwischen den Schur- und Gerber­

jetzt zu einer glatten Textiloberfläche verarbeiten lässt. Bei der

haaren von gewöhnlichen Ziegen, die als grobes Tierhaar be­

Wildseide (Tussahseide) verpuppen sich die Raupen zwar auch,

zeichnet werden und den feineren Haaren der Angoraziege

werden aber nicht getötet, sondern können schlüpfen. Durch

(Mohair) und der Kaschmirziege (Kaschmir). Die groben Ziegen­

diesen Vorgang erzielt man aber keinen Endlosfaden; der Faden

haare sind glatt, lang, hart und haben einen harschigen Griff.

der Wildseide muss erst wieder zusammengesponnen werden.

Teppichböden daraus sind extrem strapazierfähig. Die feinhaa­

Dadurch entstehen unregelmäßige Verdickungen. Seide ist ein

rige Angoraziege zählt zu den Wollziegenrassen und hat rein­

höchst angenehmer Begleiter – sowohl an sehr heißen als auch

weißes, langes, seidiges und lockig herabhängendes, aber nicht

kalten Tagen. Durch seine Leichtigkeit und den besonders ange­

gekräuseltes Haar. Es wird als Mohair für die Herstellung von

nehmen Tragkomfort wirkt der Stoff im Sommer erfrischend

Teppichen, Decken und Stoffen verwendet. Ebenfalls zu den

kühl und im Herbst herzlich warm.

Wollziegen zählt die Kaschmirziege, die ursprünglich aus dem

Quel l e fashionpress, Baunetzwissen

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| l eb en + des ign | 65

Das Who is Who der Modewelt

Mary Quant „Eine Frau ist so jung wie ihre Knie.“ foto s Corbis Images, nationaal-archief

D

eboren wurde die britische Mo­

neues, zeitgemäßes Image zu verpas­

dedesignerin Mary Quant am 11.

sen, verwendete die Britin erstmals

Februar 1934 in Kent, England,

neue Materialien wie PVC für flache

als Tochter zweier Lehrer. Gewillt in die

Schuhe/Stiefel und Regenmäntel – und

Fußstapfen ihrer Eltern zu treten, be­

schuf damit den Wet-Look. Als erste

legte sie zunächst am Goldsmith's Col­

Designerin kreierte sie außerdem Kni­

lege of Art den Studiengang zum

ckerbocker-Hosen für Mädchen und

Kunstlehrer. Gleichzeitig begann sie

hängte ihnen Schultertaschen um.

nebenbei Schnittmuster zu entwerfen.

Um den Look immer wieder neu zu er­

1955 eröffnete die junge Mary Quant

finden, entwarf sie knallige Accessoires

schließlich gemeinsam mit ihrem spä­

wie etwa Nylon-Strumpfhosen in ver­

teren Ehemann ihren ersten Modeladen

schiedenen Farben. Zudem kreierte sie

Bazaar in der King‘s Road im Londoner

eine Kosmetiklinie, die von bunten Lid­

Stadtteil Chelsea.

schatten, hellen Lippenstiften und lan­

Mit ihrem Minirock löste sie in den 1960er

gen falschen Wimpern alles beinhaltete,

Jahren eine gesellschaftliche Revolution

was für ein kindlich-jugendliches Er­

aus. Bereits 1959 hatte sie diesen nebst

scheinungsbild erforderlich war. Ihr

extrem kurzen und kindlichen Kleidern

Idealtyp war nicht etwa die weibliche

entworfen. 1963 lichtete die britische Vo­

Frau, sondern ein mageres, dürres

gue erstmals ihre Hängekleider ab. Von

Mädchen.

da an war Mary Quant erfolgreich in der

Bekannt für ihren legendären Minirock

Welt der Mode integriert.

und die bunten verspielten Nylon-

London wurde für Mary Quant der Inbe­

Strumpfhosen Anfang der 60er Jahre

griff für ihre kindlichen Minikleider, die

entwarf die Designerin eine hippe und

ganz im Zeichen der Androgynität und

preisgünstige junge Mode. Im Jahre

Jugendlichkeit standen. Das Model Lesley

2000 zog sich Mary Quant komplett aus

Hornby – besser bekannt als Twiggy –

dem Modegeschäft zurück und ihr Label

wurde zur Stil-Ikone und machte den

Mary Quant Ltd. wurde von japanischen

Look Ende der 60er Jahre zu Quants

Eignern übernommen.

Markenzeichen. Um ihrer Mode ein

Quel l e fashionpress.de

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Vor s ch au & imp r es s um

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Freuen Sie sich auf eine neue Ausgabe des SchlossMagazins. Im Fokus steht im September die neue Mode.

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SM 08 August 2015 Schwaben