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Wandheizung/-kĂźhlung Technische Informationen


Uponor Wandheizung/-kühlung Ob als Trockenbausystem oder unter Nassputz: die Uponor Systeme zur Wandheizung/-kühlung sorgen für ein ganz­ jährig rundum angenehmes Raumklima. Insbesondere bei der Renovierung bietet eine Wandheizung jede Menge Vorteile. So kann sie beispielsweise in Badezimmern, in denen die zur Verfügung stehende Bodenfläche nicht ausreicht, um eine

bestimmte Heizleistung für den Raum zu liefern, eine gute Kombination mit einer Fußbodenheizung sein. Der Einbau erfolgt in der Wandkonstruktion, je nach System in der Ständerwand, auf Wandprofilen oder beim Nassbau direkt in die Putzschicht.

Nassbau

Trockenbau

Fix

Renovis

Siccus Wall

Siccus SW

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2 l Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen


Inhalt Grundlagen zur Wandheizung/-kühlung............................ 4

Uponor Siccus SW Ständerwandheizung .......................33

Allgemein................................................................................4 Planungshinweise zu Wandaufbauten....................................6 Auslegungshinweise.............................................................. 9

Systembeschreibung.............................................................33 Hauptkomponenten...............................................................34 Planungshinweise............................................................... 35 Auslegungsdaten.................................................................. 37 Montage................................................................................39 Technische Daten.................................................................40

Uponor Fix Nassputzystem............................................... 13 Systembeschreibung............................................................. 13 Hauptkomponenten............................................................... 14 Planungshinweise............................................................... 15 Auslegungsdaten.................................................................. 17 Montage................................................................................22 Technische Daten.................................................................23

Uponor Siccus wall Trockenbausystem ..........................25 Systembeschreibung.............................................................25 Hauptkomponenten...............................................................26 Planungshinweise............................................................... 27 Auslegungsdaten.................................................................. 28 Montage................................................................................ 31 Technische Daten................................................................. 32

Uponor Renovis Trockenbausystem................................ 41 Systembeschreibung............................................................. 41 Hauptkomponenten............................................................... 42 Planungshinweise............................................................... 43 Konstruktion........................................................................ 44 Anbindung Wärmeerzeuger und Anbindeleitungen............ 46 Regelung............................................................................. 46 Planung und Berechnung.................................................... 48 Auslegungsdaten..................................................................49 Montage................................................................................ 51 Technische Daten.................................................................55

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Grundlagen zur Wandheizung/-kühlung Allgemein Die Uponor Wandheizung ist ein Niedertemperatur-Wärmeverteilsystem für die Beheizung von Wohn- und Nichtwohngebäuden. Der Einbau erfolgt in der Wandkonstruktion je nach System unterhalb der Beplankung oder direkt in der Putzschicht. Die Wärmeversorgung kann durch jede Warmwasserheizungsanlage erfolgen.

Uponor Siccus SW darf in nichttragende, raumabschließende Trennwände, gemäß DIN 4102-4 und DIN 18183 bis Feuerwiderstandsklasse F180, eingebaut werden.

Trockenbau Das Uponor Wandheizung Trockenbausystem Siccus wird überall dort eingesetzt, wo ein Trockenausbau mit Wand­ heizung und kurzen Bauzeiten erwünscht wird. Dies kann im Wohn- und Nichtwohnungsbau sein. Auch der typische Dachausbau im Einfamilienhaus ist ein interessanter Anwendungsfall. Auf Grund der Trockenbauweise wird keine Baufeuchtigkeit in den Wandaufbau und das Gebäude eingebracht. Ständerbau Im Nichtwohnungsbau ist der Einsatz von Ständerwänden weit verbreitet. Wird in diesen Gebäuden, aufgrund der gestellten Anforderungen an den Fußboden, der Einsatz einer klassischen Fußbodenheizung nicht gewünscht bzw. möglich, so eignet sich hervorragend das Uponor Ständerwandsystem Siccus SW für die Flächenheizung. Auch als Ergänzung zur Betonkernaktivierung Uponor Contec kann das System eingesetzt werden. Bei der Renovierung, wo ganze Wände neu errichtet werden, bietet sich das System gleichfalls an.

Teilbelegung einer Ständerwand mit Siccus SW.

Das Uponor Siccus SW Ständerwandelement wird in Einfachständerwänden mit CW 75 oder 100 Profilen eingebaut. Bei Doppelständerwänden ist der Einbau auch in CW 50 Profilen möglich. Das Profilabstandsmaß beträgt im Normalfall 625 mm.

Uponor Siccus Wandheizung mit Trockenbauplatten.

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Für das Wandheizung Trockenbau­system Siccus und das Ständerwandsystem Siccus SW werden zur Beplankung im Standardfall Gips­karton- oder Gipsfaserplatten gem. DIN 18181 verwendet. Welche P ­ lattenart zum Einsatz kommt, hängt vom Trockenbauer ab. Die Trockenbauplatten sind im Normalfall 12,5 mm dick. Eine dickere Beplankung ist möglich, reduziert jedoch die Wärme­abgabe.

Max. Vorlauftemperatur • Gipskartonplatten:

≤ 45 °C

• Gipsfaserplatten:

≤ 50 °C

• Temperaturfreigabe von Plattenersteller einholen

Nassbau Sowohl im Neubau als auch in der Sanierung können die Uponor Fix Nassputzsysteme eingesetzt werden. Hierbei lässt sich mit dem Uponor Fix 9,9 Nassputzsystem eine besonders geringe Aufbauhöhe realisieren, was die Baukosten durch die dünnere Putzschicht verringert. Bei den Putzarbeiten sind die Verarbeitungsvorschriften des jeweiligen Herstellers und die anerkannten Regeln der Technik zu beachten. Uponor Nassputzsysteme ermöglichen einen festen, stabilen Verbund von Putz und Wand. Eventuell erforderliche Wärmedämmschichten sind auf der Rückseite der beheizten Wand anzubringen.

Wandkühlung Alle Uponor Wandheizungen können in ihrer Funktion, im Winter zu heizen, auch umgekehrt werden, um im Sommer zu kühlen. Dadurch ergibt sich ein erweiterter Einsatzbereich und die Wandfläche wird doppelt genutzt. Besonders bei großen Glasflächen mit direkter Sonneneinstrahlung können im Sommer erhöhte Raumtemperaturen entstehen, die eine zusätzliche Kühlung notwendig machen. Zudem wird ausreichender sommerlicher Wärmeschutz auch von der EnEV gefordert. Mit einer Kühlleistung von ca. 25 – 50 W/m² wird die Behaglichkeit im Sommer erheblich verbessert und zusätzliche Kühlmaßnamen, beispielsweise im Bürobereich, können kleiner dimensioniert werden. Zur Kälte­erzeugung können alternative Energieträger, wie z.B. Erdreichwärmetauscher oder reversible Wärmepumpen, sowie Kälte­ aggregate eingesetzt werden.

Wichtige Planungshinweise zur Wandkühlung • Vorlauftemperatur über Taupunkttemperatur r­ egeln • Optional Feuchtefühler einplanen

Uponor Fix Nassputzsystem.

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Planungshinweise zu Wandaufbauten Allgemein

Uponor Wandheizung auf Außenwänden

Bei der Planung des Wandaufbaus einer Wandheizung sind die jeweiligen Gesetze, Verordnungen, Richtlinien, VOB und Normen zu beachten.

Wird eine Heizung für die Außenwand eines neu zu errichten­ den Gebäudes geplant, unterliegt dessen baulicher Wärmeschutz den Anforderungen der EnEV 2014. Der zum EnEV-­ Nachweis heranzuziehende U-Wert der Außenwand bestimmt die Bauteilkon­struktion auch dann, wenn eine Heizung integriert wird. Wird die Außenwand im Sinne der EnEV 2014 verändert und liegen Anforderungen an einen verbesserten baulichen Wärmeschutz vor, ist die Montage einer zusätzlichen Wärmedämmung an der raumzugewandten Seite der Außenwand möglich. Hierbei sind die Temperaturund im Besonderen die Feuchteverläufe (Wasserdampfdiffusionsberechnung) im Bauteil zu kontrollieren.

Einbaubedingungen Bauzustand Vor dem Einbau der Wandheizung sollen Fenster- und Außen­ türen eingebaut, Montagen von haustechnischen Installationen sowie der Einbau von Türzargen und der Verputz von Rohrschlitzen abgeschlossen sein. Elektrische Einbauten, wie z.B. Unterputzsteckdosen, sind vor Montage der Wandheizung zu installieren bzw. deren Lage abzustimmen. Der Aufbau der Trockenständerwand muss den jeweiligen Hersteller­ richtlinien entsprechen. Tragender Untergrund Grundsätzlich müssen die Wände je nach System folgenden Anforderungen entsprechen: • Statik und Tragfähigkeit zur Aufnahme der Wandheizung • Winkel- und Ebenheitstoleranzen nach DIN 18202 • Bei Bauwerksfugen, die Gebäudeteile voneinander trennen, ist die Wandheizung zu unterbrechen. • Schnittstellenabstimmung zum Untergrund/Ständerbau und Elektroleitungen/Steckdosen durchführen Schnittstellenkoordination Beim Einsatz einer Wandheizung ist das Gespräch zur Schnittstellenkoordination zwischen Planer/Architekt/Fachfirmen notwendig. Hier erfolgen ein praktischer Informationsaustausch und die e ­ ntsprechenden Entscheidungen zum Bauablauf etc.

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Die technischen Merkblätter „Schnittstellenkoordination bei Flächenheizungs- und Flächenkühlungssystemen in bestehenden Gebäuden“ und „Schnittstellenkoordination bei Flächenheizungs- und Flächenkühlungssystemen in Neubauten“ sind für die Koordination der Gewerke besonders hilfreich und bietet diverse Protokollvorlagen.

Bundesverband Flächenheizungen und Flächenkühlungen e.V., Haus der Ruhrkohle, Gerichtsstraße 115, D-58097 Hagen, www.flaechenheizung.de


Uponor Wandheizung auf Innenwänden Flächenheizungen, die weder in der Außenhülle des Gebäudes noch in Bauteilen zwischen Räumen sehr unterschiedlicher Temperaturen integriert sind, unterliegen hinsichtlich der Wärmedämmung nicht der EnEV 2014. Die DIN EN 1264 enthält jedoch Angaben zur Wahl der Wärmedämmung von Flächenheizungen, um einen möglichst großen Transmissions­ wärmestrom zum genutzten Raum erzielen zu können. Beide Normen sind aus Betrachtungen zur klassischen Fußbodenheizung entstanden und enthalten teilweise noch die begrenzte Zuordnung zu einem „Fußboden-Heizungssystem“. Die angegebenen Mindestwärmeleitwiderstände sind jedoch sinngemäß auch auf Wandheizungen anzuwenden. Wandputz Allgemein Bei Wandheizungen als Nassputz­system sollte der Putz eine gute Wärmeleitfähigkeit aufweisen. Leicht- und Wärmedämmputze sind für Wandheizung nicht geeignet. Für Wandheizungen eignen sich Putze mit den Bindemitteln Gips, Gips/Kalk, Kalk/Zement, Zement, Lehm oder Bindemittel gem. DIN 18550. Darüber hinaus können auch hersteller­ spezifische Heizputze (Putze, die auf das Wandsystem abgestellte Eigenschaften besitzen) verwendet werden. Die Notwendigkeit einer Putzbewehrung hängt von dem verwendeten Putzsystem ab und ist daher mit dem Putzer abzustimmen. Putzbewehrungen sind Einlagen wie z.B. mineralische Fasern, Kunststofffasern, Glasfasergittergewebe, die zur Minderung e ­ iner Rissbildung führen. Putzgrund Vor Beginn der Putzarbeiten ist der Putzgrund vom Auftragnehmer auf seine Eignung zu prüfen. Die Überprüfung erfolgt entsprechend der VOB.

Alle klassisch massiven Wandbaustoffe wie Ziegel, Leichthochloch­ziegel, Naturstein, Kalksandstein, Lehmziegel, vorhandene mineralisch geputzte Wände, aber auch Leichtbaukonstruktionen aus Holzwolle-, Holzweichfaseroder Gipsfaser­platten sind als Unterbau/Untergrund einer Wandheizung geeignet. Der Putzgrund muss • ebenflächig, • tragfähig und fest, • ausreichend formstabil, • nicht wasserabweisend, gleichmäßig saugend, homogen, • rau, trocken, staubfrei, frei von Verunreinigungen, • frei von Ausblühungen, • frostfrei bzw. über +5 °C tem­periert sein. Putzoberfläche Gipsputze können geglättet oder gefilzt werden. Als Oberputze (zweite Putzlage) eignen sich Silikat- und Kunstharzputze, die nach Herstellerangaben verarbeitet werden müssen.

Wichtige Planungshinweise • Bei den erforderlichen Putzarbeiten sind die Verarbeitungsvorschriften des Systemherstellers, die DIN 18550 und die VOB/C DIN 18350 zu beachten. • Vor der Montage der Uponor Wandheizung als Nassputzsystem ist mit dem Auftragnehmer der Putzarbeiten zu klären, ob eine ­etwaige Putzgrundbehandlung (z.B. Grundierung, Aufbringen eines Haftgrundes oder Spritzbewurfs) erforderlich ist. • Die max. Temperaturbelas­tung des Putzes ist aufgrund der verschiedenen Möglichkeiten mit dem Putzhersteller ­abzustimmen. • Die Vorlauftemperatur sollte 50 °C nicht überschreiten.

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Fugentechnik

Funktionsheizen

Bauwerksfugen Im Bereich von Bauwerksfugen ist die Wandheizungsfläche zu unterbrechen. Heizungsrohre dürfen die Bauwerksfugen nicht kreuzen. Bauwerksfugen sind bis zur sichtbaren Oberfläche zu übernehmen und durch geeignete Abdeckung­en (Profile) zu verschließen.

Grundsätzlich ist bei der Wandheizung, analog der Fußbodenheizung, eine Funktionsprüfung durchzu­führen. Wie auch bei unbeheizten Wänden, obliegt es der Wandbelagsfirma die Belegreife im Rahmen ­ihrer Prüfung nach VOB Teil C vor Arbeitsaufnahme zu überprüfen.

Bewegungsfugen/Randfugen Über die Anordnung dieser Fugen ist ein Fugenplan zu erstellen, aus dem Art und Anordnung der Fugen zu entnehmen sind. Der Fugenplan ist vom Bauwerksplaner zu erstellen und als Bestandteil der Leistungs­beschreibung dem ausführenden Gewerk vorzulegen.

Das Funktionsheizen von Wandheizungen, die mit einem zementgebundenen Putz ausgeführt worden sind, darf frühestens 21 Tage nach dem Aufbringen des Putzes begonnen werden. Bei gipsgebundenem Putz sowie bei Lehmputz ist frühestens nach 7 Tagen bzw. nach den Angaben des Herstellers zu beginnen. Kommen Trockenbauplatten zum Einsatz, so kann das Funktionsheizen frühestens nach 1 Tag bzw. nach den Angaben des Herstellers beginnen.

Bei der Festlegung von Fugen­abständen und Feldgrößen sind die Art des Putzes bzw. Trockenbauplatten, der vorgesehene Wand­belag und die Beanspruchung z.B. durch Temperatur zu berücksichtigen.

Der Funktionsheizvorgang dient der Funktionsprüfung der Wandheizung gem. VOB und nicht der Austrocknung der Wandbekleidung (z.B. Putz).

Wandbekleidung/Wandbelag

Ortung der integrierten Heiz­rohre

Vorzugsweise sind Wandbekleidungen mit hohem Raumgewicht bzw. hoher Wärmeleitfähigkeit (z.B. Zementfaserplatte) zu verwenden. Wandbekleidungen aus Holz, Gipskarton-, Gips­ faserplatten, Kunststoff oder anderen Werkstoffen mit geringerer Wärmeleitfähigkeit sind als Wandbekleidung auf einer Wandheizung möglich, jedoch reduzieren sie die Wärme­ abgabe. Die folgenden Wandbe­läge können bei Einhaltung eines Wärmeleitwiderstandes von Rl,W ≤ 0,05 m²K/W und der Freigabe durch den Hersteller auf der Wandheizung verlegt werden: • Tapete • Anstrich • keramische Fliesen • Strukturputz • Naturwerkstein

Falls erforderlich, können die Wandheizungsrohre mittels Wallscanner oder, im Betrieb, mittels Thermofolie geortet werden. Das kann z.B. dann notwendig sein, wenn Gegenstände wie Lampen, Bilder oder Möbel an die heizende Wand- oder Deckenfläche geschraubt oder genagelt werden sollen.

Ein fester Haftgrund auf der Wandbekleidung ist die Voraussetzung für eine langlebige Funktion der Wandbeläge. Die Fliesenkleber müssen für die Flächenheizung und den gewählten Untergrund geeignet sein.

8 l Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen

Ortung von Uponor Renovis Heizrohren mit einer Thermofolie


Auslegungshinweise Berechnungsgrundlage Auslegung Die Berechnung der Uponor Wandheizung erfolgt in Anlehnung an die DIN EN 1264 Teil 2 und der Heizlastberechnung nach DIN EN 12831. Für die Auslegung sind die gesetzlichen Dämmvorschriften gem. EnEV, soweit relevant DIN EN 1264 und die Anordnung von Möbel­stücken zu beachten. Die Uponor Wandheizung wird bei Wohngebäuden für den ungünstigsten, jedoch noch zulässigen Wandbelag ausgelegt. Für die Auslegung empfehlen wir für den Wandbelag einen Wärmeleit­widerstand von R λ,B = 0,02 m²K/W. Temperaturen Raumtemperaturen Flächenheizungen/-kühlungen sind so auszulegen, dass die gewünschten Raumtemperaturen unter Auslegungsbedingungen erreicht werden. Übliche Auslegungs-Raumtemperaturen für den Heizfall sind: • Wohnräume, Büros 20 °C • Badezimmer 24 °C • Flure 15 °C Im Kühlfall ist eine maximale Raumtemperatur von 26 °C anzustreben. Um diese maximale operative Raumtemperatur mit einem Flächenkühlsystem zu erreichen, ist es unter Umständen notwendig, die Kühllasten im Raum durch baukonstruktive Maßnahmen (z.B. Verschattung von großen Glasflächen) zu reduzieren und oder die Raumluft zu ent­feuchten. Oberflächentemperaturen Für den Heizfall sind aus Gründen der Behaglichkeit, aber auch aus bauphysikalischer Sicht, die maximalen Ober­ flächentemperaturen einer Wandheizung auf max. 40 °C zu begrenzen.

Hierbei sind die Angaben der Putz- und ggf. Belaghersteller zu beachten. Die minimale zulässige Oberflächentemperatur im Kühlfall, und damit auch die erreichbare Kühl­leistung, ist abhängig von der Raumluftfeuchte bzw. Taupunkttemperatur der Umgebungsluft.

Betriebstemperaturen Flächenheiz-/-kühlsysteme können mit Temperaturen betrieben werden, die nah an der jeweils gewünschten Raumtemperatur liegen. Dadurch sind diese Systeme optimal mit energieeffizienten Wärme- und Kälteerzeugern, wie z.B. (reversiblen) Wärmepumpen, einsetzbar. Bei der Auslegung der Anlage sollten sich die Vorlauf­ temperaturen in dem Bereich 16 – 50 °C bewegen. Die projektierte maximale Auslegungs-Vorlauftemperatur ist auf die maximale Temperaturbelastbarkeit der Putze, Trockenbauplatten und Wandbeläge abzustimmen.

Bei hohen Temperaturschwankungen sind Dehnungsgeräusche bei der Uponor Siccus SW und Uponor ­Siccus Wandheizung nicht auszuschließen.

Auslegungshinweise zur F ­ lächenkühlung Um maximale Kühlleistungen bei möglichst hohen Auslegungs-­Vorlauftemperaturen zu erreichen, werden Flächenkühlungen üblicherweise mit sehr kleinen Temperaturspreizungen (≤ 5K) ge­plant. Das hat jedoch zur Folge, dass relativ hohe Massenströme durch die Rohrleitungen transportiert werden müssen. Deshalb ist eine detaillierte hydraulische Planung und Auslegung der Anlage für den Kühlfall besonders wichtig. Räume, die nicht gekühlt werden, wie z.B. Bad und Küche, sollten, wenn möglich, an separate Verteiler (Vierleitersystem) angeschlossen werden, die an einen eigenen Regelkreis (nur Heizung) anzubinden sind. Alternativ kann in einem Zweileitersystem die Kühlfunktion für Räume, die nicht gekühlt werden sollen, mittels der intelligenten Uponor Smatrix Einzelraumregelung deaktiviert werden. Um mit einer Heiz-/Kühl­ fläche auch eine möglichst hohe Kühlleistung zu erreichen, sind folgende Parameter vorteilhaft: • geringe Verlegeabstände der Rohre: ► höhere Kühlleistungen bei gleicher Vorlauftemperatur • kurze Heiz-/Kühlkreislängen: ► geringere Druckverluste bei kleiner Spreizung • Putz mit guter Wärmeleitfähigkeit: ► besserer Wärmedurchgang • geringe Putzüberdeckung: ► verbesserte Regelfähigkeit

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Kühlleistungen Die erreichbaren Kühlleistungen sind von mehreren Faktoren abhängig. Neben den konstruktiven Faktoren (wie z.B. Rohr­abstand, Rohrüberdeckung, Wandbelag) wirkt sich auch der Taupunkt der Raumluft auf die Kühlleistung aus. Grundsätzlich sollten Kühlwassertemperaturen von 16 °C nicht unterschritten werden, um die Wahrscheinlichkeit der Taupunkt­ unterschreitung an Anlagenkomponenten zu minimieren. Sollen dennoch tiefere Temperaturen bzw, höhere Kühlleistungen gewünscht werden, ist eine Taupunktüber­wachung und eine diffusionsdichte Dämmung der Anlagenkomponenten zwingend erforderlich. Um Schwitzwasserbildung an Anlagenkomponenten zu vermeiden, ist eine taupunktgeführte Vorlauftemperaturregelung wie z.B. Uponor Smatrix Move PLUS oder Uponor Smatrix Move Pro vorzusehen. In Kombination mit der Smatrix Einzel-

Hinweis: Die gewünschten Kühlleistungen können nur dann erreicht werden, wenn sowohl die mittlere Oberflächentemperatur als auch die Auslegungsvorlauftemperatur oberhalb der Taupunkttemperatur der Umgebungsluft ­liegen.

25 23

Taupunkttemperatur [°C]

Taupunktermittlung (Ablesebeispiel) Raumlufttemperatur 25 °C, rel. Luftfeuchtigkeit 60 %, Taupunkttemperatur 16,8 °C

raumregelung mit raumweiser Taupunktüberwachung und Autoabgleich für auf den Kühlfall abgestimmt Hydraulik ermöglicht die Regelung hohe Kühlleistungen entsprechend der jeweiligen Raumlufttemperatur und -feuchte. Detaillierte Beschreibungen und Anwendungsbeispiele finden Sie in der technischen Dokumentation „Uponor Smatrix“.

27 26 25 24 23 22 21 20

21 19 17 15

Raumlufttemperatur [°C]

13 11 9 7 5

40

50

60

70

Relative Luftfeuchtigkeit [%]

Auslegungsdiagramme für die detaillierte Leistungsberechnung Die Auslegungsdiagramme zu dem jeweiligen Uponor Flächenheiz-/-kühlsystem ermöglichen eine ausführliche manuelle Heizflächen­planung mittels Formblättern und geben zudem einen Überblick der folgenden Einflussgrößen und deren Beziehung zueinander:

3. Verlegeabstand Vz in [cm] 4. Heizmittelübertemperatur Δϑ H = ϑ H – ϑi in [K] 5. Grenzwärmestromdichte (Grenzkurven im Auslegungsdiagramm) 6. Wandflächenübertemperatur Δϑ H – ϑi in [K]

1. Wärmestromdichte der Flächenheizung q in [W/m²] 2. Wärmeleitwiderstand des Wandbelages R λ,B in [m²K/W]

Bei Vorgabe von jeweils drei Einflussgrößen können mit nur einem Diagramm alle anderen ermittelt werden.

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80


80

∆ϑ H

60

H

i= –ϑ

K 80

10 K 8K

40

60

40

6K 20

∆ϑC = ϑi

– ϑC = 4

0

Wärmeleitwiderstand Rλ,B in [m2 K/W]

15

0,05

Heizen

0,10

Vz cm 8 10 14

qH W/m2 58,6 55,5 49,7

0,15

K

Vz 14 Vz 10 Vz 8

Kühlen

qC W/m2 46,8 44,4 39,8

0

∆ϑN K 10 10 10

Vz 14 Vz 10 Vz 8 Vz cm 8 10 14

20

Spezifische Kälteleistung qC [W/m²]

Spezifische Wärmeleistung qH [W/m2]

Ablesebeispiel: Heiz- und Kühlleistungen für das Nassputzsystem Uponor Fix 9,9

∆ϑN K 8 8 8

0 0,05 0,10 0,15

1) 2)

Temperaturdifferenz zwischen Heizmedium und Raum Temperaturdifferenz zwischen Kühlmedium und Raum

Ablesebeispiel Heizen Ermittlung der Auslegungsvorlauftemperatur ϑ V, Ausl. Vorgabe: qH = 62 W/m² ϑi = 20 °C Rλ,B = 0,1 m² K/W Gewählt: Verlegeabstand = Vz 10 Auslegungsspreizung: ϑR- ϑV= 5 K

Abgelesen: ∆ϑH = 17,7 K Berechnung: ϑV, Ausl. = ϑi + ∆ϑH + (ϑv- ϑR)/2 ϑV, Ausl. = 20 + 17,7 + 5/2 ϑV, Ausl. = 40,2 °C

Ablesebeispiel Kühlen Ermittlung der Auslegungsvorlauftemperatur ϑ V, Ausl. Vorgabe: qC = 40 W/m² ϑi = 26 °C Rλ,B = 0,05 m² K/W Gewählt: Verlegeabstand = Vz 10 Auslegungsspreizung: ϑR- ϑV= 2 K

Abgelesen: ∆ϑC = 9,2 K Berechnung: ϑV, Ausl. = ϑi + ∆ϑC + (ϑv- ϑR)/2 ϑV, Ausl. = 26 - 9,2 - 2/2 ϑV, Ausl. = 15,8 °C

Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen l 11


Hydraulische Anbindung an das Leitungsnetz und Regelung Je nach dem jeweiligen Anlagen- und Regelungskonzept gibt es unterschiedliche Möglichkeiten die Uponor Wandheizung in die Anlage zu integrieren. Dabei können die Anschlussleitungen der einzelnen Heiz-/Kühlflächen entweder direkt oder aber über eine Sammelzuleitung an den Uponor Verteiler angeschlossen werden. Eine weitere Variante ist der Anschluss der Heiz-/Kühlkreise im Tichelmann-Prinzip. Einzelanschluss an einen Verteiler Bei der Verteileranbindung werden die Systemrohre der einzelnen Heiz-/Kühlkreise mittels 3/4“ Eurokonusverschraubung direkt an den Verteiler angeschlossen. Diese Anschluss­ variante ist dann sinnvoll, wenn die Raumtemperatur mehrerer kleiner Zonen bzw. Räume dezentral geregelt werden soll, was mit den Thermoantrieben am Verteiler und der Uponor Smatrix Einzelraumregelung problemlos möglich ist. Die Verteiler sollten so platziert werden, dass die Anbindeleitungen der einzelnen Heiz-/Kühlkreise möglichst kurz sind.

Zonen-Regulierventile in den Zuleitungen erfolgen. Werden die einzelnen Tichelmann-Ringe wiederum an den Uponor Verteiler angeschlossen, so kann zur komfortablen Regelung der Zonen- bzw. Raumtemperatur die Uponor Einzelraumregelung eingesetzt werden. Wenn die Tichelmann-Ringleitung unterhalb der Decke oder oberhalb des Rohfußbodens in der Wand verlegt werden soll, können die dafür benötigten Aussparungen häufig bereits in der Rohbauphase berücksichtigt werden, was den Montageaufwand und die Montagezeit der Uponor Wandheizung erheblich reduzieren kann.

Anschluss der Systemrohre PE-Xa 9,9 an eine PE-Xa Zuleitung im Tichelmann-System mittels Q&E Verbindungstechnik

Einzelanschluss der Heiz-/Kühlkreise an den Uponor Verteiler.

Anschluss an einen Tichelmann-Ring Das Uponor Fix 9,9 Nassputzsystem beinhaltet Fittings und Rohre, mit denen sich mittels Uponor Q&E Verbindungstechnik schnell und einfach Tichelmann-Zuleitungen für die einzelnen Heiz-/Kühlkreise herstellen lassen. Das ist dann sinnvoll, wenn große Zonen bzw. Räume mit annähernd gleich langen Heiz-/Kühlkreisen ausgestattet sind. Die Raumtemperaturregelung und der hydraulische Abgleich kann dabei über

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Regelung Heizen/Kühlen Gesetzliche Vorgaben (z.B. EnEV) und der Wunsch nach energie- und kostensparendem Betrieb einer Heiz-/Kühl-­ Anlage – mit gleichzeitig maximaler Behaglichkeit für den Nutzer – erfordern eine raumweise Regelung der Raum­ temperatur. Außerdem ist die zum Heizen erforderliche Vorlauftemperatur außentemperaturabhängig zu regeln. Detaillierte Informationen zu den Uponor Smatrix Regelungssystemen für die Vorlauftemperatur- und Raumtemperatur­ regelung mit praxisnahen Anwendungsbeispielen finden Sie in der technischen Dokumentation „Uponor Smatrix“.


Uponor Fix Nassputzystem Systembeschreibung

Wenn es darum geht, Räume behaglich und kostengünstig über Flächen zu temperieren, ist das Uponor Fix Nassputz­ system ein echtes Multitalent. Je nach gewählter Rohrdimension kann es zum Heizen und Kühlen an der Wand oder – bei überwiegend Kühlbedarf – auch als Deckensystem eingebaut und betrieben werden. Uponor Fix Nassputzsystem ist mit PE-Xa Rohren der Dimension 14 mm und 9,9 mm sowie mit MLCP RED ­Verbundrohren der Dimension 14 mm erhältlich. Somit kann das passende System einfach für die gewünschte Wand- bzw. Deckenkonstruktion und Putzschichtdicke ausgewählt werden. Bei der Verlegung auf der Wand werden zunächst die Wandschienen im Abstand von ca. 60 cm auf dem ausreichend ebenen und tragfähigen Untergrund befestigt. Anschließend wird das Uponor Heizrohr im berechneten Abstand in die Schienen eingedrückt und fachgerecht e ­ ingeputzt.

Uponor Fix Nassputzystem • Unterschiedliche Rohrmaterialien und -dimensionen mit den passenden Befestigungsschienen für die Wand- und Deckeninstallation wählbar • Dünnere Putzschicht erforderlich als bei vergleichbaren Systemen mit dickeren Systemrohren • Schnell regelbar durch die geringe Putzmasse • Auch mit Lehmputz einsetzbar • Langzeitbewährte Systemrohre und Verbindungstechniken • Niedrige Systemtemperaturen, dadurch auch mit regenerativen Energien zu betreiben

Dieser Wandaufbau ermöglicht einen festen, stabilen ­Verbund von Putz und Wand. Alternativ kann Uponor Fix auch auf geeignete Wanddämmsysteme verlegt werden. Uponor Fix ist sowohl auf Außen- wie auch Innenwänden verlegbar. Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen l 13


Hauptkomponenten Uponor Fix 14 Uponor Fix Klemmschiene 14 • Kunststoffschiene mit Abstandsraster 50 mm • Zur Wandbefestigung der Uponor Comfort Pipe PLUS und MLCP RED Rohre • Abmessungen (L x B x H) 2500 x 38 x 17 mm Uponor Comfort Pipe PLUS • Besonders flexibles und hoch belastbares PE-Xa Rohr mit 5 Schichten • Sauerstoffdicht gem. DIN 4726 • Dimensionen 14 x 2 mm Uponor MLCP RED • Formstabiles und einfach verlegbares Verbundrohr • Sauerstoffdicht gem. DIN 4726 • Dimensionen 14 x 1,6 mm

Uponor Verbindungstechnik • Je nach Rohrtyp wahlweise Schraub-, Press- oder Q&E Verbinder einsetzbar

14 l Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen

Hauptkomponenten Uponor Fix 9,9 Uponor Fix Klemmschiene 9,9 • Kunststoffschiene mit Abstandsraster 20 mm • Zur Wand- oder Deckenbefestigung der Uponor Comfort Pipe 9,9 x 1,1 mm Rohre • Abmessungen (L x B x H) 2500 x 24 x 13 mm Uponor Fix Umlenkbogen 9,9 • 90° Umlenkbogen aus Kunststoff mit Befestigungslaschen • Zur Wand- oder Deckenbefestigung der Uponor Comfort Pipe 9,9 x 1,1 mm Rohre Uponor Minitec Comfort Pipe 9,9 x 1,1 mm / Uponor Comfort Pipe 20 x 2 mm Anbindeleitungen • Fexibles und robustes PE-Xa Rohr • Sauerstoffdicht gemäß DIN 4726

Uponor Q&E Verbindungstechnik • Uponor Q&E Verbindungstechnik • Werkzeuge und Fittings zur Verbindung der Uponor Comfort Pipe Rohre • Innovative Verbindungstechnik ohne O-Ringe (Rohrwerkstoff = Dichtwerkstoff)


Planungshinweise Allgemein

Konstruktionsbeispiele Uponor Fix 14

Für Wandheizungen, die direkt auf das Mauerwerk aufgebracht werden, empfiehlt sich das Uponor Fix Nassputzsystem als einfache und montagefreundliche Systemvariante. Dieser Wandaufbau ermöglicht einen festen, stabilen Verbund von Putz und Wand. Da hier die ganze Wand als Speichermasse dient, ist bei der Heizleistung von einer reduzierten Reak­ tionszeit auszugehen. Für Außenwände ist die ausreichende ­Dämmung gemäß der EnEV zu über­prüfen. Bei Bedarf sind Wand­dämmungen zur Erfüllung der Dämmanforderungen an der rückseitigen Außenwandseite aus­zuführen.

Außenwand mit Uponor Fix 14 Nassputzsystem

1

4 3 5

2

6

Wandaufbau Das Uponor Fix Wandheizung Nassputzsystem kann sowohl auf Außen- wie auch Innenwänden verlegt werden. Bei der Planung ist darauf zu achten, dass der jeweilige Untergrund ausreichend tragfähig ist. Uponor Nassputzsystem auf der Außenwand Für Außenwände ist die ausreichende ­Dämmung gemäß der EnEV zu über­prüfen. Bei Bedarf sind Wand­dämmungen zur Erfüllung der Dämmanforderungen möglichst an der rückseitigen Außenwandseite aus­zuführen. In jedem Fall – aber insbesondere bei Einplanung einer Zusatzdämmung auf der Wandinnenseite – ist es empfehlenswert, bei der Planung eine Wasserdampfdiffusionsberechnung durchzuführen, um die Lage des Taupunktes im Wandaufbau zu ermitteln. Uponor Nassputzsystem auf der Innenwand Bei Innenwänden ohne rückseitige Wärmedämmung ist eine Heizleis­tungszuordnung an nur einen Raum nicht möglich. Darum sind derartige ungedämmte beheizte Innenwandaufbauten insbesondere für Innenräume gleicher Nutzung bzw. Nutzer geeignet. In bestimmten Fällen ist auch bei beheizten Innenbauteilen eine Wärmedämmung empfehlenswert bzw. vorgeschrieben, um ungewollte Wärmeströme von Raum zu Raum zu reduzieren. In diesem Fall kann die Zusatzdämmung i.d.R. auf der Wandrückseite aufgebracht werden.

17

≥ 15

1 Wandputz 2 Uponor Fix Klemmschiene 14 3 Uponor Comfort Pipe PLUS 14 x 2 / MLCP RED 14 x 1,6 4 Mauerwerk 5 Wärmedämmung gemäß Vorgabe 6 Außenfassade (hier: Klinker)

Innenwand mit Uponor Fix 14 Nassputzsystem

1

4 5 6

2 3

17

≥ 15

1 Wandputz 2 Uponor Fix Klemmschiene 14 3 Uponor Comfort Pipe PLUS 14 x 2 / MLCP RED 14 x 1,6 4 Mauerwerk 5 Rückseitige Wärmedämmung (falls erforderlich) 6 Wandputz

Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen l 15


Konstruktionsbeispiele Uponor Fix 9,9 Außenwand mit Uponor Fix 9,9 Nassputzsystem (hier: energetische Sanierung mit Knauf TecTem ®)

Innenwand mit Uponor Fix 9,9 Nassputzsystem

1 6 7

5

3

5

1

4

4

2

6

2 3

13

13

≥ 10

≥ 10

1 Wandputz 1 Wandputz

2 Uponor Fix Klemmschiene 9,9

2 Uponor Fix Klemmschiene 9,9

3 Uponor Minitec Comfort Pipe 9,9 x 1,1 mm

3 Uponor Minitec Comfort Pipe 9,9 x 1,1 mm 4 Knauf TecTem® Wärmedämmsystem

4 Mauerwerk

5 Mauerwerk

6 Wandputz

5 Rückseitige Wärmedämmung (falls erforderlich)

6 Wärmedämmung (falls vorhanden) 7 Außenfassade (hier: Putz)

Hinweis: Je nach verwendetem Putz können seitens Putz­ hersteller eine Grundierung, eine Armierung oder das Auftragen des Putzes in mehreren Lagen vorgegeben werden. Hierzu ist der jeweilige Putzhersteller zu befragen. Diese Maßnahmen dienen ausschließlich der ­Sicherung des Putzes und nicht zur Sicherung des Uponor Fix Nassputzsystems.

16 l Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen


Auslegungsdaten Uponor Fix Auslegungsdiagramme Wand Auslegungsdiagramm Heizen für Uponor Fix 14 Nassputzsystem m  it Uponor Comfort Pipe PLUS 14 x 2 mm. (Kalk-Gips-Putz sü = 10 mm mit λü = 0,7 W/mK)

160

Grenzkurve

K 30

K 35

40

K

180

1)

25

K

120

K

15

K

100

80

∆ϑ H

H

i= –ϑ

80

10 K

60

8K

40

K – ϑC = 5 ∆ϑC = ϑi

20

0

Wärmeleitwiderstand Rλ,B in [m2 K/W]

20

Comfort Pipe PLUS 14 x 2 mm

Vz

0,05

20

Vz

15

0 Vz 1

Vz

15

0 Vz 1

60

40

20

Spezifische Kälteleistung qC in [W/m2]

Spezifische Wärmeleistung qH [W/m2]

140

0

Heizen

0,10 0,15

Vz

Kühlen

20

0 0,05 0,10 0,15

1)

Grenzkurve gilt für ϑi 20 °C und ϑ F, max 40 °C

Hinweis: Bei Kühlung ist die Vorlauftemperatur über der Taupunkttemperatur zu regeln, ein Feuchtefühler ist einzuplanen.

Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen l 17


Auslegungsdiagramm Heizen für Uponor Fix 14 Nassputzsystem m  it Uponor MLCP RED Rohr 14 x 1,6 mm. (Kalk-Gips-Putz sü = 10 mm mit λü = 0,7 W/mK)

160

Grenzkurve

K 30

K 35

40

K

180

1)

25

K

7F 277-W MLCP RED 14 x 1,6 mm

20

120

100

80

∆ϑ H

–ϑ H

i

5K

=1

80

10 K

60

8K

40

K – ϑC = 5 ∆ϑC = ϑi

20

0

Wärmeleitwiderstand Rλ,B in [m2 K/W]

K

0

2 Vz

0,05

Vz

15

0,10

Vz cm 10 15 20

0,15

Vz

20

Vz

15

Kühlen

40

20

0

0 Vz 1

Heizen

60

Spezifische Kälteleistung qC in [W/m2]

Spezifische Wärmeleistung qH [W/m2]

140

qH W/m2 54,5 47,4 41,4

∆ϑH,N K 10 10 10 0

0 Vz 1 Vz cm 10 15 20

qC W/m2 43,6 37,9 33,1

∆ϑC,N K 8 8 8

0,05 0,10 0,15

1)

Grenzkurve gilt für ϑi 20 °C und ϑ F, max 40 °C

Hinweis: Bei Kühlung ist die Vorlauftemperatur über der Taupunkttemperatur zu regeln, ein Feuchtefühler ist einzuplanen.

18 l Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen


Auslegungsdiagramm für Uponor Fix 9,9 Nassputzsystem m  it Uponor Comfort Pipe 9,9 x 1,1 mm. (Kalk-Gips-Putz sü = 10 mm mit λü = 0,7 W/mK) K 35

40

K

160

30

K 25

K

7F 347-D/W 0K

120

Minitec Comfort Pipe 9,9 x 1,1 mm

2

100

80

1)

∆ϑ H

–ϑ H

60

i

5K

=1

80

10 K 8K

40

60

40

6K 2) – ϑC = 4 K ∆ϑC = ϑi

20

Wärmeleitwiderstand Rλ,B in [m2 K/W]

0 0,05

Heizen

0,10

Vz cm 8 10 14

0,15

Kühlen

Vz 14 Vz 10 Vz 8

qH W/m2 58,6 55,5 49,7

qC W/m2 46,8 44,4 39,8

0

∆ϑH,N K 10 10 10

Vz 14 Vz 10 Vz 8 Vz cm 8 10 14

20

Spezifische Kälteleistung qC in [W/m2]

Spezifische Wärmeleistung qH [W/m2]

140

∆ϑC,N K 8 8 8

0 0,05 0,10 0,15

1)

Grenzkurve gilt für ϑi 20 °C und ϑ F, max 40 °C

Hinweis: Bei Kühlung ist die Vorlauftemperatur über der Taupunkttemperatur zu regeln, ein Feuchtefühler ist einzuplanen.

Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen l 19


Druckverlustdiagramme Druckgefälle in den Uponor Comfort Pipe Rohren in Abhängigkeit vom Massenstrom

1000 800 600 500 400 300

2 0x

mm

2

s

m/

s

m/ s

1

0,

/s

5m

20

s s

0,2

30

m/

9,

40

s m/

mm

m/

1 9x

0,3

,1

50

0,4

60

m/

0,6 0,5

80

0,7

100

0,1

. Massenstrom m in [kg/h]

200

m/ s

Medium: Wasser

10 0,1 0,01

0,2 0,02

0,3 0,03

0,5 0,05

1 0,1

2 0,2

3 0,3

4 5 6 7 8 9 0,4 0,5

Druckgefälle R

Druckgefälle in den Uponor Comfort Pipe PLUS Rohren in Abhängigkeit vom Massenstrom.

[mbar/m] [kPa/m]

400 30 0

6 0, /s m

/s m

30

/s m

/s m

15 0,

40

/s m

/s m

2 0,

50

5 0,

1

60

mm 3 0,

2 4x

80

4 0,

10 0

1

0,

20

/s

m

Massenstrom ṁ in [kg/h]

20 0

10 0,1 0,01

0,2 0,02

0,3 0,03

0,5 0,05

1 0,1

2 0,2

3 0,3

Druckgefälle R

20 l Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen

4 5 6 7 8 9 0,4 0,5

[mbar/m] [kPa/m]


Druckgefälle in den Uponor MLCP RED Rohren in Abhängigkeit vom Massenstrom.

400 30 0

/s m

/s m

/s m

20

6 0,

/s m

30

/s m

/s m

15 0,

40

5 0,

2 0,

/s m

60 50

mm 3 0,

14

80

,6 x1

4 0,

10 0

1 0,

Massenstrom ṁ in [kg/h]

20 0

10 0,1 0,01

0,2 0,02

0,3 0,03

0,5 0,05

1 0,1

2 0,2

3 0,3

Druckgefälle R

4 5 6 7 8 9 0,4 0,5

[mbar/m] [kPa/m]

Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen l 21


Montage Bei der Verlegung werden zunächst die Klemmschienen im Abstand von ca. 50 – 60 cm auf dem ausreichend ebenen und tragfähigen Untergrund befestigt. Die Klemmschienen lassen sich einfach mit einer feinblättrigen Säge kürzen, so dass für die senkrechte Befestigung der Zuleitungen Rest­stücke verwendet werden können. Anschließend wird das Uponor Heizrohr im berechneten

Abstand in die Schienen eingedrückt und fachgerecht eingeputzt. Bei den Putzarbeiten sind die Verarbeitungsvorschriften des Herstellers und die anerkannten Regeln der Technik zu beachten.

Zunächst werden die Uponor Fix Klemmschienen auf dem tragenden Wanduntergrund in dem vorgegebenen Abstand befestigt. Kurze Schienenstücke können dabei auch zur Befestigung der Zuleitungen verwendet werden.

Anschließend werden die Systemrohre möglichst drallfrei in die Uponor Fix Klemmschienen eingedrückt. Bei Bedarf können abstehende Rohrschlaufen im Umlenkungsbereich zusätzlich mit Schienenstücken fixiert werden.

Die kompakte Uponor Minitec Anschlussbox-UP wird in den Wandaufbau integriert und bietet die direkte Anschlussmöglichkeit für bis zu drei Uponor Fix 9,9 Heizkreise mittels Uponor Q&E Anschlusstechnik.

Gleichlange Uponor Fix 9,9 Heizkreise können mittels Uponor Q&E Anschlusstechnik nach dem Tichelmann-Prinzip hydraulisch zusammengefasst werden. Als Zuleitungen kommen dabei Uponor Comfort Pipe Rohre der Dimension 20 x 2 mm zum Einsatz.

22 l Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen

Bitte beachten Sie zusätzlich unsere ausführlichen Montageanleitungen.


Technische Daten

Herstellung Zertifikat

gem. EN ISO 15875 DIN CERTCO 3V279

Anwendungbereich

Klasse 4 / 6 bar EN ISO 15875 90 °C (EN ISO 15875) 100 °C (EN ISO 15875) 6 bar bei 70 °C Uponor Klemmring-Verschraubung Uponor Q&E-Technik 0,039 kg/m 0,044 l/m gem. ISO 17455 ; DIN 4726 0,934 g/cm³ Klasse B2 und Klasse E DIN 4102 / EN 13501-1 8 x D ; frei gebogen 5 x D ; geführter Bogen (50 mm) 0,0005 > 0 °C

Uponor Comfort Pipe 20 x 2,0 mm 60 ; 240 ; 303 ; 480 ; 600 m PE-Xa Naturfarbe mit einem blauen Längsstreifen Uponor Comfort Pipe 20 x 2,0 EN ISO 15875 C PE-Xa Class 4/6 bar, Oxygen diffusion tight/DIN 4726 KOMO DIN CERTCO 3V350 KOMO K12039 & K66303 ATG 13/2957 (Land code,Material code pipe, Material code evoh, Machine,Year, Month,Date) Made in (country) gem. EN ISO 15875 ATG 13/2957 ; DIN CERTCO 3V350 KOMO K66303 + K12039 Klasse 4 / 6 bar EN ISO 15875 90 °C (EN ISO 15875) 100 °C (EN ISO 15875) 6 bar bei 70 °C Uponor Klemmring-Verschraubung Uponor Q&E-Technik 0,107 kg/m 0,201 l/m gem. ISO 17455 ; DIN 4726 0,934 g/cm³ Klasse B2 und Klasse E DIN 4102 / EN 13501-1 8 x D ; frei gebogen 5 x D ; geführter Bogen (100 mm) 0,0005 > 0 °C

Lichtundurchlässiger Karton (Restbund im Karton lagern) Uponor Frostschutzmittel GNF Stoffklasse 3 gem. DIN 1988 Teil 4

Lichtundurchlässiger Karton (Restbund im Karton lagern) Uponor Frostschutzmittel GNF Stoffklasse 3 gem. DIN 1988 Teil 4

Rohrdimension Rohrlänge Werkstoff Farbe Rohr-Kennzeichnung

Max. Betriebstemperatur Störfalltemperatur Max. Betriebsdruck Rohrverbindungen Gewicht Wasserinhalt Sauerstoffdichtheit Dichte Baustoffklasse Min. Biegeradius Rohrrauhigkeit Optimale Montagetemperatur UV-Schutz Freigegebener Wasserzusatz

Uponor Minitec Comfort Pipe 9,9 x 1,1 mm 60 ; 120 ; 240 ; 480 m PE-Xa Naturfarbe mit einem blauen Längsstreifen Uponor Minitec Comfort Pipe 9,9 x 1,1 EN ISO 15875 PE-Xa Class 4/8 bar Oxygen diffusion tight/DIN 4726 3V279 (Land code,Material code pipe,Material code evoh,Machine,Year,Month,Date) Made in (country)

Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen l 23


Uponor Comfort Pipe PLUS 14 x 2 mm Rohrbezeichnung Uponor Comfort Pipe PLUS Rohrdimension 14 x 2,0 mm Rohrlänge 240 ; 640 m Werkstoff PE-Xa, Fünfschichtrohr Farbe Weiß mit zwei blauen Längsstreifen Rohr-Kennzeichnung Uponor Comfort Pipe PLUS 14x2,0 EN ISO 15875 C PE-Xa Class 5/6 bar, Oxygen diffusion tight/DIN 4726 3V372 KOMO K79614 AENOR 0744 (Land code,Material code pipe,Material code evoh,Machine,Year,Month,Date) Made in (country) Herstellung gem. EN ISO 15875 Zertifikat 3V372 Anwendungbereich Klasse 4 + 5 / 6 bar (EN ISO 15875) Max. Betriebstemperatur 90 °C (EN ISO 15875) Kurzzeitige Betriebstemperatur 100 °C (EN ISO 15875) Max. Betriebsdruck 10,2 bar bei 70 °C (Sicherheitsfaktor ≥ 1,5) Rohrverbindungen Uponor Klemmring-Verschraubung, Uponor Q&E-Technik Gewicht 0,079 kg/m Wasserinhalt 0,079 l/m Sauerstoffdichtheit gem. ISO 17455 ; DIN 4726 Dichte 0,934 g/cm³ Baustoffklasse Klasse B2 und Klasse E, DIN 4102 / EN 13501 Min. Biegeradius 8 x D ; frei gebogen, 5 x D ; geführter Bogen (70 mm) Rohrrauhigkeit 0,0005 mm Optimale Montagetemperatur > 0 °C UV-Schutz Lichtundurchlässiger Karton (Restbund im Karton lagern) Freigegebener Wasserzusatz Uponor Frostschutzmittel GNF Stoffklasse 3 gem. DIN 1988 Teil 4

Uponor Verbundrohr MLCP RED 14 x 1,6 mm Als Ringmaterial zur Verwendung als Flächenheizungsrohr, Verbindung mit Klemmringverschraubung bzw. Pressverbinder. Werkstoff Mehrschichtverbundrohr (PE-RT - Haftvermittler - sicherheitsüberlappt längsverschweißtes Aluminium - Haftvermittler - PE-RT), SKZ-überwacht, sauerstoffdicht nach DIN 4726. Max. Betriebstemperatur 60 °C Max. Betriebsdruck 4 bar DIN CERTCO-Register-Nr. 3V286 PE-RT/AL/PE-RT

24 l Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen


Uponor Siccus wall Trockenbausystem Systembeschreibung

Überall dort, wo es auf niedrige Konstruktionshöhen, ein geringes Flächengewicht und den Einbau in Trockenbauweise ankommt ist Uponor Siccus ideal. Uponor Siccus wall ist da in seinem Element, wo ein Trockenausbau mit Wandheizung und kurzen Bauzeiten erwünscht ist. Denn es wird keine Baufeuchtigkeit in den Wandaufbau eingebracht. Uponor Siccus wall besteht aus einer Verlegeplatte, Wärme­ leitlamellen aus Aluminium und den bewährten Uponor Comfort Pipe PLUS PE-Xa Rohren oder wahlweise auch mit den formstabilen Uponor Verbundrohren. Das Siccus wall System lässt sich durch die kompatiblen Systemkomponenten optimal mit der Siccus Fußboden­heizung kombinieren. So lassen sich auch in ­kleinen R ­ äumen mit relativ hohem Wärmebedarf wie in Bädern, große Heiz- oder alternativ auch Kühlflächen r­ ealisieren. Die Uponor Siccus Verlegeplatte trägt zudem durch ihren Wärmeleitwiderstand von 0,622 m²K/W zur Wärmedämmung der Wandfläche bei.

Uponor Siccus wall • Schneller Baufortschritt durch Trockenbau • Wärmeleitlamellen sorgen für eine gleichmäßige Wärmeabgabe • Durch geringes Systemgewicht auf praktisch jeder Wand anwendbar • Weniger Wärmeverluste durch integrierte Dämmschicht • Kurze Aufheizzeiten und schnelle Regelung • Wahlweise mit Uponor Comfort Pipe PLUS PE-Xa Rohren oder Verbundrohren einsetzbar

Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen l 25


Hauptkomponenten Uponor Siccus wall Verlegeplatte • 25 mm dicke Verlegeplatte aus EPS mit Rohrführungskanälen zur Aufnahme der Uponor Siccus wall Wärmeleitlamellen • Verlegefläche 1,25 m² • Integrierte Wärmedämmung • Verlegeabstände 15/22,5/30 cm Uponor Siccus wall Wärmeleitlamelle • Stabile Aluminium-Lamellen mit Omega-Nut für den optimalen Wärmeübergang zum Systemrohr • 2-fach Vorstanzung für einfaches werkzeugloses Kürzen • Lamellengröße 120 x 1180 mm

26 l Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen

Uponor Comfort Pipe PLUS • Besonders flexibles und hoch belastbares PE-Xa Rohr mit 5 Schichten • Sauerstoffdicht gem. DIN 4726

• Dimensionen 14 x 2 mm Uponor MLCP RED • Formstabiles und einfach verlegbares Verbundrohr • Sauerstoffdicht gem. DIN 4726

• Dimensionen 14 x 1,6 mm

Uponor Verbindungstechnik • Je nach Rohrtyp wahlweise Schraub-, Press- oder Q&E Verbinder einsetzbar


Planungshinweise Wandaufbau Uponor Siccus wall kann sowohl auf Außen- wie auch Innenwänden verlegt werden. Bei der Planung ist darauf zu achten, dass die maximal für die Trockenbauplatten zulässigen Tem­ peraturen nicht überschritten werden. Zudem muss der jeweilige Untergrund ausreichend tragfähig sein. Uponor Siccus wall auf der Außenwand Die Siccus wall Verlegeplatten besitzen einen Wärmeleit­ widerstand von 0,622 m²K/W. Falls keine zusätzliche Wärmedämmung auf der Innenwand erforderlich ist, bietet sich als Unterkonstruktion für die Trockenbauplatte eine 50 x 30 mm

Holzlattung an. Je nach berechnetem Feuchteverlauf in der Wand (Taupunkt) kann eine Dampfsperre unterhalb der Trockenbauplatte erforderlich sein. Uponor Siccus wall auf der Innenwand Die Siccus wall Verlegeplatten besitzen einen Wärmeleit­ widerstand von 0,622 m²K/W. Als Unterkonstruktion für die Trockenbauplatte bietet sich eine 50 x 30 mm Holzlattung an. Falls eine zusätzliche Wärmedämmung erforderlich ist, kann diese i.d.R. auf der Rückseite der Wand angebracht werden.

Konstruktionsbeispiele Uponor Siccus wall Außenwand mit Uponor Siccus wall Trockenbausystem

Innenwand mit Uponor Siccus wall Trockenbausystem ≥5

≥5

25

25

1

1 2

2

7

3

4

5

8

7

3

6

5

4

6

12,5

12,5 30

30 1 Trockenbauplatte

1 Trockenbauplatte

2 ggf. Dampfsperre

2 Uponor Siccus wall Verlegeplatte mit Wärmeleitlamellen

3 Uponor Siccus wall Verlegeplatte mit Wärmeleitlamellen

3 Uponor Comfort Pipe PLUS 14 x 2 / MLCP RED 14 x 1,6

4 Uponor Comfort Pipe PLUS 14 x 2 / MLCP RED 14 x 1,6

4 Holzlattenkon­struktion 50 x 30 mm*

5 Zusatzdämmung (optional)

5 Zusatzdämmung (optional)

6 Holzlattenkon­struktion 50 x 30 mm*

6 Mauerwerk

7 Mauerwerk

7 Wandputz

8 Außenputz

* Bei Wegfall der Zusatzdämmung (5) sollte eine 25 mm Holzlattung verwendet werden, um ein festen Anliegen von Siccus wall an der Trockenbauplatte zu gewährleisten.

Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen l 27


Auslegungsdaten Uponor Siccus wall Auslegungsdiagramme Auslegungsdiagramm für Uponor Siccus wall Trockenbausystem m  it Comfort Pipe PLUS 14 x 2 mm. (Trockenbauplatten: sü = 12,5 mm mit λü = 0,24 W/mK)

160

K 30

K 35

40

K

180

Grenzkurve Vz 151)

25

K

7F 276-W

20

120

K

100

80

∆ϑ H

–ϑ H

i

5K

=1

80

10 K

60

8K

40

K – ϑC = 5 ∆ϑC = ϑi

20

0

Wärmeleitwiderstand Rλ,B in [m2 K/W]

Comfort Pipe PLUS 14 x 2 mm

Vz

0,05

Vz cm 15

0,15

Vz

20

qH ∆ϑH,N W/m2 K 43,8 10 0

15

Kühlen

40

0

15

Heizen

0,10

60

Spezifische Kälteleistung qC in [W/m2]

Spezifische Wärmeleistung qH [W/m2]

140

0,05 Vz cm 15

qC ∆ϑC,N W/m2 K 35,0 8

0,10 0,15

1)

Grenzkurve gilt für ϑi 20 °C und ϑ F, max 40 °C

Hinweis: Bei Kühlung ist die Vorlauftemperatur über der Taupunkttemperatur zu regeln, ein Feuchtefühler ist einzuplanen.

28 l Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen


Auslegungsdiagramm für Uponor Siccus wall Trockenbausystem m  it MLCP RED Rohr 14 x 1,6 mm. (Trockenbauplatten: sü = 12,5 mm mit λü = 0,7 W/mK)

160

K 30

K 35

40

K

180

Grenzkurve Vz 151)

25

K

20

120

K

100

80

∆ϑ H

=

ϑH

–ϑ

i

5K

=1

80

10 K

60

8K

40

K – ϑC = 5 ∆ϑC = ϑi

20

0

Wärmeleitwiderstand Rλ,B in [m2 K/W]

MLCP RED 14 x 1,6 mm

Vz

0,05

15

60

40

20

Spezifische Kälteleistung qC in [W/m2]

Spezifische Wärmeleistung qH [W/m2]

140

0

Heizen

0,10 0,15

Vz

Kühlen

15

0 0,05 0,10 0,15

1)

Grenzkurve gilt für ϑi 20 °C und ϑ F, max 40 °C

Hinweis: Bei Kühlung ist die Vorlauftemperatur über der Taupunkttemperatur zu regeln, ein Feuchtefühler ist einzuplanen.

Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen l 29


Druckverlustdiagramme 400

Druckgefälle im Uponor Comfort Pipe PLUS 14 x 2 mm Rohr in Abhängigkeit vom Massenstrom. .

30 0

6 0, /s m

/s m

30

/s m

/s m

15 0,

40

5 0, /s m

2 0,

50

/s m

1

60

mm 3 0,

2 4x

80

4 0,

10 0

1

0,

20

/s

m

Massenstrom ṁ in [kg/h]

20 0

10 0,1 0,01

0,2 0,02

0,3 0,03

0,5 0,05

1 0,1

2 0,2

3 0,3

4 5 6 7 8 9 0,4 0,5

Druckgefälle R

[mbar/m] [kPa/m]

400

Druckgefälle in den Uponor MLCP RED Rohren in Abhängigkeit vom Massenstrom. .

30 0

6 0, /s m

/s m

/s m

30

/s m

/s m

15 0,

40

5 0,

2 0,

/s m

60 50

mm 3 0,

14

80

,6 x1

4 0,

10 0

1

0,

20

/s

m

Massenstrom ṁ in [kg/h]

20 0

10 0,1 0,01

0,2 0,02

0,3 0,03

0,5 0,05

1 0,1

2 0,2

3 0,3

Druckgefälle R

30 l Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen

4 5 6 7 8 9 0,4 0,5

[mbar/m] [kPa/m]


Montage Die nachfolgende Kurzanleitung gibt die Montage der Uponor Siccus Wandheizung nur auszugsweise wieder.

Bitte beachten Sie zusätzlich unsere ausführlichen Montageanleitungen.

Uponor Siccus wall – Übersicht der Montageschritte 1

2

45 0

11 2

30

45 0

4

1

5

0

50

45 0

c 1 b 1

45 0

a

45 0 10 Holzlattenkonstruktion erstellen 3

Verlegeplatten zuschneiden 4

≈9

cm

1a

Verlegeplatten mittels Ansetzgips oder geeignetem Kleber fixieren 5

Rohr verlegen

Wärmeleitlamellen eindrücken 6

Beplankung montieren und Anbindeleitungen anschließen

Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen l 31


Technische Daten Uponor Siccus Element Werkstoff (Verlegeplatte, Wärmeleitlamelle) Max. Nutzlast [G] Wärmeleitwiderstand Verlegeplatte Verlegeabstände Minimale Aufbauhöhe 50 mm Systemart Lastverteilschicht

EPS, Aluminium 7,5 kN/m² 0,622 m²K/W Vz 15, Vz 22,5, Vz 30 50 mm Trockensystem Trocken- oder Nassestrich

Uponor Comfort Pipe PLUS 14 x 2 mm Rohrbezeichnung Uponor Comfort Pipe PLUS Rohrdimension 14 x 2,0 mm Rohrlänge 240 ; 640 m Werkstoff PE-Xa, Fünfschichtrohr Farbe Weiß mit zwei blauen Längsstreifen Rohr-Kennzeichnung Uponor Comfort Pipe PLUS 14x2,0 EN ISO 15875 C PE-Xa Class 5/6 bar, Oxygen diffusion tight/DIN 4726 3V372 KOMO K79614 AENOR 0744 (Land code,Material code pipe,Material code evoh,Machine,Year,Month,Date) Made in (country) Herstellung gem. EN ISO 15875 Zertifikat 3V372 Anwendungbereich Klasse 4 + 5 / 6 bar (EN ISO 15875) Max. Betriebstemperatur 90 °C (EN ISO 15875) Kurzzeitige Betriebstemperatur 100 °C (EN ISO 15875) Max. Betriebsdruck 10,2 bar bei 70 °C (Sicherheitsfaktor ≥ 1,5) Rohrverbindungen Uponor Klemmring-Verschraubung, Uponor Q&E-Technik Gewicht 0,079 kg/m Wasserinhalt 0,079 l/m Sauerstoffdichtheit gem. ISO 17455 ; DIN 4726 Dichte 0,934 g/cm³ Baustoffklasse Klasse B2 und Klasse E, DIN 4102 / EN 13501 Min. Biegeradius 8 x D ; frei gebogen, 5 x D ; geführter Bogen (70 mm) Rohrrauhigkeit 0,0005 mm Optimale Montagetemperatur > 0 °C UV-Schutz Lichtundurchlässiger Karton (Restbund im Karton lagern) Freigegebener Wasserzusatz Uponor Frostschutzmittel GNF Stoffklasse 3 gem. DIN 1988 Teil 4

Uponor Verbundrohr MLCP RED 14 x 1,6 mm Als Ringmaterial zur Verwendung als Flächenheizungsrohr, Verbindung mit Klemmringverschraubung bzw. Pressverbinder. Werkstoff Mehrschichtverbundrohr (PE-RT - Haftvermittler - sicherheitsüberlappt längsverschweißtes Aluminium - Haftvermittler - PE-RT), SKZ-überwacht, sauerstoffdicht nach DIN 4726. Max. Betriebstemperatur 60 °C Max. Betriebsdruck 4 bar DIN CERTCO-Register-Nr. 3V286 PE-RT/AL/PE-RT

32 l Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen


Uponor Siccus SW Ständerwandheizung Systembeschreibung

In Ständerwänden kommt Uponor Siccus SW zum Einsatz. Mit Uponor Siccus SW Ständerwandelementen können Leichtbauwände, wie Raumteiler oder nachträglich aufgestellte Zwischenwände, einfach und mit geringem Aufwand zur Raumheizung und/oder -kühlung genutzt werden. So lassen sich z.B. auch in der energetischen Sanierung zusätzliche Wandheiz-/-kühlflächen schaffen – für einen noch effizienteren Einsatz von regenerativen Wärmeerzeugern. Die vormontierten Elemente mit den bereits integrierten Systemrohren sind auf die üblichen Profilabstände in Ständer­wänden (625 mm, nach DIN 18181) abgestimmt und lassen sich daher leicht in die Ständerwände integrieren. Anschließend werden die Wände mit konventionellen Trockenbauplatten beplankt. Aufgrund des geringen Element­ gewichts von rund 2,4 kg/Stück ist die Ein-Mann-Montage möglich.

Uponor Siccus SW • Auch nachträglich errichtete Ständerwände werden durch Siccus SW zu effizienten Heiz-/Kühlflächen • Leichte, vorgefertigte Elemente mit integrierten Uponor Comfort Pipe PLUS Rohren und handlichen Abmessungen für die Ein-Mann-Montage • Normgerechte Ständerabstandsmaße von 625 mm gem. DIN 18181 • Kurze Aufheizzeiten und schnelle Regelung • Sowohl im Neubau als auch in der Renovierung zum Heizen/Kühlen einsetzbar

Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen l 33


Hauptkomponenten Uponor Siccus SW Ständerwandelement • Einbaufertiges Heiz-/Kühlelement für den Einbau unterhalb der Wandbeplankung • Stabiles Aluminium-Trägerelement mit werkseitig montierten PE-Xa Systemrohren 14 x 2 mm, sauerstoffdicht nach DIN 4726 • Passende Abmessungen für den Einbau in Standard-Ständerwände mit 625 mm Profilabstand • Rückseitige Klebestreifen zur Vorfixierung der Elemente an den Profilen • Abmessungen 1150 x 615 x 16 mm Uponor Teck Schutzrohr • Schwarzes HDPE Wellrohr 25/20 • Schützt die Siccus SW Systemrohre beim Durchgang durch metallische Ständerwandprofile vor Beschädigungen

34 l Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen

Uponor Comfort Pipe PLUS • Besonders flexibles und hoch belastbares PE-Xa Rohr mit 5 Schichten • Sauerstoffdicht gem. DIN 4726 • Dimensionen 14 x 2 mm Uponor Verbindungstechnik • Wahlweise Schraub-, Press- oder Q&E Verbinder einsetzbar


Planungshinweise Wandaufbau Uponor Innenwand­heizung mit Uponor Siccus SW Standard-Ständerwände werden aufgrund der Feuerwiderstandsklasse vielfach mit Mineralfaserdämmung WLG 040 und einer Dicke ≥ 40 mm ausgestattet und erfüllen damit automatisch die Dämmanforderung für eine Innenwand mit dahinter ­liegendem beheiztem Raum.

Für die Montage des Uponor S ­ tänderwandsystems Siccus SW müssen die CW-Profile gereinigt und im Abstandsmaß montiert sein. Steckdosen sollten nicht im Bereich der Ständerwandelemente und Anbindeleitungen platziert werden.

Konstruktionsbeispiele Uponor Siccus SW Innenwand mit Uponor Siccus SW in Einfachständerwand CW 75 mit Dämmung (horizontaler Schnitt)

Uponor Siccus SW in Einfachständerwand (Ansicht von oben) 625

75

1

4

1 2

5

6

Uponor Siccus SW in Doppelständerwand (Ansicht von oben)

3

625

12,5

12,5 ≥ 30

1 Trockenbauplatte 2 Uponor Siccus SW Element 3 Uponor PE-Xa Rohr 14 x 2 4 Ständerwandprofil 5 Luftraum 6 Dämmung

Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen l 35


Heizkreisgröße Die Heizkreisgröße bei Wandheizun­gen ist durch den sich aus der Wärmestromdichte bzw. dem Massenstrom und der Rohrlänge (inkl. Anbindungsleitung) ergebenden Gesamtdruckverlust begrenzt. Aus den Auslegungsdiagrammen ist die benötigte spezifische Wärmeleistung qH zu ermitteln.

Uponor Siccus SW in Reihenschaltung

Maximale Anzahl Uponor Siccus SW Ständerwandelemente bei Reihenschaltung* Spezifische Wärmeleistung qH [W/m²]

Heizfläche A [m²]

maximale Elementanzahl

60 80 100

17 14 12

24 20 17

* inkl. 2 x 20 m Anbindungsleitung und max. Druckverlust von 350 mbar mit 10 K Spreizung

36 l Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen


Auslegungsdaten Uponor Siccus SW Auslegungsdiagramm Auslegungsdiagramm für Uponor Siccus wall Trockenbausystem m  it Comfort Pipe PLUS 14 x 2 mm. (Trockenbauplatten: sü = 12,5 mm mit λü = 0,24 W/mK)

160

K 30

K 35

40

K

180

Grenzkurve Vz 151)

25

K

7F 275-W

120

K

15

K

100

80

∆ϑ H

H

i= –ϑ

80

10 K

60

8K

40

K – ϑC = 5 ∆ϑC = ϑi

20

0

Wärmeleitwiderstand Rλ,B in [m2 K/W]

20

Comfort Pipe PLUS 14 x 2 mm

Heizen

0,10 0,15

Vz cm 15

20

qH ∆ϑH,N W/m2 K 45,4 10 0

5 Vz 1

Kühlen

40

0

5 Vz 1

0,05

60

Spezifische Kälteleistung qC in [W/m2]

Spezifische Wärmeleistung qH [W/m2]

140

0,05 Vz cm 15

qC ∆ϑC,N W/m2 K 36,3 8

0,10 0,15

1)

Grenzkurve gilt für ϑi 20 °C und ϑ F, max 40 °C

Hinweis: Bei Kühlung ist die Vorlauftemperatur über der Taupunkttemperatur zu regeln, ein Feuchtefühler ist einzuplanen.

Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen l 37


Druckverlustdiagramme 400

Druckgefälle im Uponor Comfort Pipe PLUS 14 x 2 mm Rohr in Abhängigkeit vom Massenstrom. .

30 0

6 0, /s m

/s m

30

/s m

/s m

15 0,

40

/s m

/s m

2 0,

50

5 0,

1

60

mm 3 0,

2 4x

80

4 0,

10 0

1

0,

20

/s

m

Massenstrom ṁ in [kg/h]

20 0

10 0,1 0,01

0,2 0,02

0,3 0,03

0,5 0,05

1 0,1

2 0,2

3 0,3

Druckgefälle R

38 l Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen

4 5 6 7 8 9 0,4 0,5

[mbar/m] [kPa/m]


Montage Die nachfolgende Kurzanleitung gibt die Montage der Uponor Siccus SW Ständerwandelemente nur auszugsweise wieder.

Bitte beachten Sie zusätzlich unsere ausführlichen Montageanleitungen.

Uponor Siccus SW – Übersicht der Montageschritte 1

2

CW-Profil abwischen

Schutzfolie von rückseitigen Klebestreifen entfernen

3

4

2. 2.

1.

Vor dem Aufkleben des Siccus SW Elementes Anbindeleitung durch Schutzrohr im CW-Profil einführen

Anbindeleitungen der Elemente mittels Uponor Press-Technik miteinander verbinden

> 200

5

Nach der Dichtheitsprüfung Beplankung befestigen

Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen l 39


Technische Daten Uponor Siccus SW Element Anwendung Komponenten Einbaulage Rohrdimension Integrierte Anbindelänge Elementabmessungen (LxBxH) Aktive Wärmeübertragungsfläche Fixierung auf Ständerwandprofil

Einbau in Metall- oder Holzständerwände Aluminium Trägerelement, PE-Xa Rohre Senkrecht oder waagerecht 14 x 2 mm 500 mm 1150 x 615 x 16 mm 0,71 m² rückseitige Spezialklebestreifen

Uponor Comfort Pipe PLUS 14 x 2 mm Rohrbezeichnung Uponor Comfort Pipe PLUS Rohrdimension 14 x 2,0 mm Rohrlänge 240 ; 640 m Werkstoff PE-Xa, Fünfschichtrohr Farbe Weiß mit zwei blauen Längsstreifen Rohr-Kennzeichnung Uponor Comfort Pipe PLUS 14x2,0 EN ISO 15875 C PE-Xa Class 5/6 bar, Oxygen diffusion tight/DIN 4726 3V372 KOMO K79614 AENOR 0744 (Land code,Material code pipe,Material code evoh,Machine,Year,Month,Date) Made in (country) Herstellung gem. EN ISO 15875 Zertifikat 3V372 Anwendungbereich Klasse 4 + 5 / 6 bar (EN ISO 15875) Max. Betriebstemperatur 90 °C (EN ISO 15875) Kurzzeitige Betriebstemperatur 100 °C (EN ISO 15875) Max. Betriebsdruck 10,2 bar bei 70 °C (Sicherheitsfaktor ≥ 1,5) Rohrverbindungen Uponor Klemmring-Verschraubung, Uponor Q&E-Technik Gewicht 0,079 kg/m Wasserinhalt 0,079 l/m Sauerstoffdichtheit gem. ISO 17455 ; DIN 4726 Dichte 0,934 g/cm³ Baustoffklasse Klasse B2 und Klasse E, DIN 4102 / EN 13501 Min. Biegeradius 8 x D ; frei gebogen, 5 x D ; geführter Bogen (70 mm) Rohrrauhigkeit 0,0005 mm Optimale Montagetemperatur > 0 °C UV-Schutz Lichtundurchlässiger Karton (Restbund im Karton lagern) Freigegebener Wasserzusatz Uponor Frostschutzmittel GNF Stoffklasse 3 gem. DIN 1988 Teil 4

40 l Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen


Uponor Renovis Trockenbausystem Systembeschreibung

Speziell in der Renovierung ist der nachträgliche Einbau eines Flächenheiz-/-kühlsystems in Nassbauweise oft nur schwer oder gar nicht zu realisieren. Hier kommt Uponor Renovis zum Einsatz. Uponor Renovis ist durch seine Trockenbauweise und den modularen Aufbau hervorragend für die energetische (Teil-) Sanierung und Aufwertung von Bestandsgebäuden geeignet. Dabei erfüllt Uponor Renovis gleich zwei Anforderungen: zum einen sorgt es als Heiz-/Kühlfläche ganzjährig für behagliche Raumtemperauren, zum anderen ist die Ober­ fläche der Panels direkt als Untergrund für den neuen Wandbelag nutzbar. Da Uponor Renovis mit sehr niedrigen Betriebstemperaturen von nur ca. 35 °C auskommt, ist es das perfekte Heizsystem in Kombination mit Brennwertkesseln und alternativen Wärmeerzeugern wie Wärme­pumpen und solarer Heizungsunterstützung.

Uponor Renovis Trockenbausystem • Anschlussfertige Gipskartonplatte 15 mm mit inte­ griertem Rohrregister aus Uponor PE-Xa Rohr • Hohe Heizleistungen • Heizfläche und neue Wand-/Deckenoberfläche in Einem • Montage auf handelsüblichen CD-Profilen 60/27, wahlweise mit bauseitiger Dämmschicht • Einfache Zusammenschaltung von Einzelmodulen • Robuste Uponor PE-Xa Rohrleitungen in den Modulen und als Versorgungsleitungen mit Q&E Verbindungstechnik

Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen l 41


Hauptkomponenten Uponor Renovis Panel • 15 mm faserverstärkte Gipskartonplatte Knauf Diamant • Integriertes Rohrregister aus Uponor PE-Xa Rohren 9,9 x 1,1 mm • Montage auf Standard-Metallprofile CD 60/27 • Abmessungen 800/1200/2000 x 625 mm

Uponor Minitec Comfort Pipe 9,9 x 1,1 mm / Uponor Comfort Pipe 20 x 2 mm Anbindeleitungen • Fexibles und robustes PE-Xa Rohr • Sauerstoffdicht gemäß DIN 4726

Uponor Renovis Panel Diamant • 15 mm faserverstärkte Gipskartonplatte Knauf Diamant • Ausgleichspanel für thermisch nicht aktivierte Wand- oder Deckenbereiche • Montage auf Standard-Metallprofile CD 60/27 • Abmessungen 2000 x 625 mm

Uponor Q&E Verbindungstechnik • Uponor Q&E Verbindungstechnik • Werkzeuge und Fittings zur Verbindung der Uponor Comfort Pipe Rohre • Innovative Verbindungstechnik ohne O-Ringe (Rohrwerkstoff = Dichtwerkstoff)

42 l Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen


Planungshinweise Allgemein

Uponor Renovis als Problemlöser bei der Renovierung

Bei Planung von beheizten (gekühlten) Gebäudeteilen sind die entsprechenden Vorschriften und Normen zu beachten. Die Arbeiten der im Bauprozess beteiligten Gewerke sind entsprechend zu koordinieren: • Planung: Energieberater/Architekt und Planer

Bei der Renovierung von Bestandsgebäuden treten oft nicht vor­hersehbare Probleme auf. Viele typische Herausforde­ rungen, die bei der Renovierung auftreten können, wurden bei der Entwicklung von Uponor Renovis jedoch bereits berücksichtigt: • Uponor Renovis kann auf fast ­allen vorhandenen Untergründen montiert werden, auch wenn diese sich in schlechtem Zustand befinden (z.B. unvollständig verputzte Wand) • Komplett- oder Teilrenovierung möglich • Wenn gewünscht, kann die Renovierung auch etappenweise durchgeführt werden • Unterschiedliche Vorlauftemperaturen im alten und im renovierten Bereich des Gebäudes können durch Einsatz von Uponor Pumpengruppen geregelt werden • Erforderliche Wand/Deckendämmungen können in der Kon­struktion untergebracht werden • Uponor Renovis zeichnet sich durch kurze Montagezeiten aus • Unterbringung von Elektro- oder Trinkwasser-Installationen im Konstruktionshohlraum möglich • Alternatives Heizsystem zu einer Fußbodenheizung. Dadurch können bestehende bzw. wertvolle Bodenbeläge unangetastet bleiben

• Ausführende Gewerke: Heizungsbauer und Trockenbauer Planerische Aspekte Zur Abschätzung des Potentials und des Aufwandes einer energetischen Renovierung ist eine ganzheitliche Betrachtung des zu renovierenden Gebäudes aus physikalischer und energetischer Sicht erforderlich. Dabei sollten insbesondere der • technische Zustand des Gebäudes unter Beachtung der physikalischen Aspekte (Fenster, Dämmung in Außenwänden, Dach oder der erdreichgrenzenden Gebäudeteilen, Innendämmungen zu anderen Räumen) • Zustand der Elektro- und Trinkwasserinstallationen • Zustand der Heizungs-Verteil­leitungen • Zustand der existierenden Energieversorger hinsichtlich Effizienz und jährlichen Betriebskosten ermittelt werden. Ebenfalls ist der vom Hauseigentümer gewünschte Umfang und Art der Renovierung zu erfragen: • Welche Räume oder Gebäudeteile werden renoviert • Welche Komfortanforderungen werden gewünscht • Freie Raumgestaltung, bodentiefe Fenster, … • Niedertemperaturheizung als Voraussetzung für eine energetische Renovierung und Kosteneinsparung In Anbetracht der steigenden Energiekosten ist die Wahl eines n ­ achhaltigen Heizungssystems sehr wichtig. Uponor Renovis benötigt im Heizungsbetrieb nur geringe Temperaturen (ca. 35°C). Deshalb bietet sich als Wärmeerzeuger besonders eine Wärmepumpe an, da sie in diesem Temperaturbereich eine sehr hohe Effizienz hat. Da Wände oft nur teilweise als Heiz-/Kühlflächen genutzt werden können, sind passend zu den Uponor Renovis Panels, handelsübliche Trockenbauplatten (z.B. Knauf DIAMANT) in 15 mm Dicke als „Blindflächen“ einzusetzen.

Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen l 43


Konstruktion Unterkonstruktion

Uponor Renovis auf der Außenwand

Als Unterkonstruktion für die Uponor Renovis Panels kommen üblicherweise Standard Metallprofile, z.B. CD 60/27, zum Einsatz. H ­ iermit ist eine Mindestgesamtaufbauhöhe von < 50 mm realisierbar. Ebenso können Trägerkonstruktionen aus Holzlatten verwendet werden. Die Höhe der Unter­ konstruktion richtet sich nach den baulichen Vorgaben wie z.B. Art und Dicke der ggf. erforderlichen Dämmung oder Einbauten im Hohlraum und in den Elementen. Wichtig ist, dass die tragende Wand sowie die Unter­kons­truktion eine ausreichende Tragfähigkeit für die Uponor Renovis Panels aufweisen.

Bei der Auswahl einer geeigneten Wandheizung für die Außenwand ist aus bauphysikalischer Sicht der Aufbau der Wand und die Anordnung der Dämmung im Wandaufbau von entscheidender Bedeutung.

< 50 mm

Falls sich die Dämmung auf der Außenseite der Außenwand befindet, kann Uponor Renovis i.d.R. problemlos eingesetzt werden. Allerdings sollte sicherhaltshalber vorab der Taupunkt im Wandauf­bau berechnet werden. Wenn die Dämmung z.B. aus G ­ ründen des Denkmalschutzes nicht auf der Wandaußenseite angebracht werden darf, sollte auf der Innenseite mit einer diffusionsoffenen Dämmung (z.B. Knauf TecTem®) gedämmt werden. Alternativ bietet sich in dem Fall auch das Nassputzsystem Uponor Fix 9,9 in Kombination mit einem diffusionsoffenen Putz oder die Nutzung von Innenwänden oder Decken als Heiz-/ Kühlflächen an. Außengedämmte Außenwand mit Uponor Renovis (Konstruktionsbeispiel) ≥ 50 15

Beispiel: Unterkonstruktion aus CD Profilen 60/27 (Knauf) 4

2

Hinweis: 5

Bewegungsfugen sind im Abstand von ≤ 15 m einzuplanen. Bauwerksfugen müssen übernommen werden.

3

1

1 Uponor Renovis Panel mit Uponor PE-Xa Rohr 9,9 x 1,1 mm 2 CD Profil (hier: 60/27) 3 Mauerwerk 4 Außendämmung gem. EnEV 5 Außenputz

44 l Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen


Uponor Renovis auf der ­Innenwand

Verspachteln der Wandoberflächen

Die Nutzung von Innenwänden als Heiz-/Kühlflächen ist auch aus bauphysikalischer Sicht problemlos möglich. Hier kann Uponor Renovis auf Unterkonstruktion i.d.R. ohne zusätzliche Dämmung eingesetzt werden. Dabei sind die Anfor­derungen der DIN EN 1264 zu berücksichtigen.

Nachdem Uponor Renovis montiert (Kreuzfugen vermeiden), gefüllt und einer Dichtheitsprüfung unterzogen worden ist, können die Elementfugen verspachtelt werden. Die Uponor Renovis Panels bieten dabei durch beidseitige Profilierung an den Längsseiten besondere Vorteile. Die glatt verspachtelten Oberflächen können anschließend gestrichen, verputzt oder tapeziert werden.

Uponor Renovis auf gedämmter Innenwand (Konstruktionsbeispiel) ≥ 50 15

1 4

5

2

3

Verspachtelung der Uponor Renovis Panelfugen mit Spachtelmasse Knauf UNIFLOTT und Knauf Fugendeckstreifen KURT

1 Uponor Renovis Panel mit Uponor PE-Xa Rohr 9,9 x 1,1 mm 2 CD Profil (hier: 60/27) 3 Wärmedämmung gem. DIN EN 1264 4 Mauerwerk 5 Putz

Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen l 45


Anbindung an Wärmeerzeuger und Anbindeleitungen Die Anbindung der Uponor Renovis Panels an den Wärme­ erzeuger erfolgt üblicherweise mit Uponor Comfort Pipe Rohren der Dimension 20 x 2 mm im Tichelmann-Prinzip unter Verwendung der Uponor Q&E Verbindungstechnik und/oder über einen Uponor Heizkreisverteiler. Alternativ kann auch ein 20 x 2 mm Unipipe Plus Metallverbundrohr mit T-Stücken 20-9,9-20 verwendet werden. Bei der Renovierung besteht gelegentlich die Möglichkeit, vorhandene Heizungsnetze für die Anbindung von Uponor Renovis zu nutzen. Voraussetzung dafür ist, dass die Altleitungen funktionsfähig und innen ausreichend sauber sind und die Vorlauftemperatur nicht über 50°C liegt.

Wand montiert werden. Die dafür erforderliche Montagehöhe ist bei der Auswahl der Elementlängen zu berücksichtigen.

Anbindung einer Uponor Renovis Wandheizung Abhängig davon, ob eine Uponor Renovis Wandheizung vom Boden oder aus der Decke angeschlossen wird, kann das Tichelmann-System aus Comfort Pipe oder Unipipe PLUS Rohren 20 x 2 mm entweder ober- oder unterhalb der Renovis Elemente mittels Uponor Fix Klemmschienen auf die

Maximale Anzahl Renovis Panels je Tichelmann-System Je Kreis sollten nicht mehr als 3 Renovis Panels in Reihe hintereinander geschaltet werden. Einzelanbindungen der Elemente sollten auf Grund der geringen Druckverluste in den Panels ebenfalls vermieden werden. In der nachfolgenden Tabelle sind exemplarisch die gängigsten Renovis Anschluss­kombinationen aufgelistet, die an ein Uponor Comfort Pipe 20 x 2 mm im Tichelmann-System angeschlossen werden können.

Beispiel: Anschluss der Uponor Renovis Panels in der Wand von unten, Einzelraumregelung über Regulierventil mit thermischem Stellantrieb und Smatrix Raumfühler.

Renovis Auslegungsbeispiele im Tichelmann-System mit Comfort Pipe 20 x 2 mm Renovis mit:

Verlegefläche (max. Heizkreisgröße)

Kleinstpumpengruppe Fluvia T Push 12 (ϑV/R = 50/40 ºC) Heizkreisverteiler Vario PLUS (ϑV/R = 50/40 ºC) Heizkreisverteiler Vario PLUS (ϑV/R = 50/45 ºC)

1 HK als Tichelmann­anschluss 20 mit 4 x 3 Panels (15 m²)

Wärmeleis• tung Q [kW] 1,8

1 HK als Tichelmann­anschluss 20 mit 8 x 3 Panels (30 m²)

3,6

1 HK als Tichelmann­anschluss 20 mit 8 x 2 Panels (20 m²)

2,4

Regelung Uponor Regelungskomponenten für die Vorlauftemperatur­ regelung und Einzelraumregelung ermöglichen den energieeffizienten und kosten­sparenden Betrieb von Uponor ­Flächenheiz-/-kühlsystemen bei maximaler Behaglichkeit für den Nutzer. Je nach Umfang und Art der Renovierung (Totalrenovierung, Teilrenovierung oder schrittweise Reno-

46 l Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen

vierung) können unterschiedliche Regelungskonzepte sinnvoll sein. Detaillierte Informationen zu den Uponor Smatrix Regelungssystemen für die Vorlauftemperatur- und Raumtemperaturregelung mit praxisnahen Anwendungs­ beispielen finden Sie in der technischen Dokumentation „Uponor Smatrix“.


Schrittweise Renovierung (Beispiel): Anschluss über Tichelmann-Zuleitungen an vorhandenes Heizungsnetz, dezentrale Vorlauftemperaturregelung und Funk-Einzelraumregelung mit Uponor Pumpengruppe PUSH 12 WL-X 1 Renovis Panels 2 Tichelmann-Zuleitungen aus Comfort Pipe Rohren mit

Uponor Q&E Verbindungstechnik

3 Fluvia Pumpengruppe PUSH 12 4 Funk-Raumfühler

4

5 Funk-Empfangsmodul/Netzteil 230 V 6 Thermoantrieb 230 V 7 Wärmeerzeuger

1 6 230 V

5

PUSH-12

3 2

7

Komplettrenovierung (Beispiel): Anbindung an Tichelmann-Zuleitungen, Funk Einzelraumregelung mit Uponor Smatrix Wave 1 Renovis Panels 2 Tichelmann-Zuleitungen aus Comfort Pipe Rohren mit

Q&E Verbindungstechnik

3 Regulierventile mit Thermoantrieb Pro 230 V

4

4 Smatrix Wave Raumfühler Dig T-166 5 Uponor Smatrix Wave Funk-Schaltmodul M-161

T-166

6 Wärmeerzeuger mit Vorlauftemperaturregelung,

z.B. Sole-Wasser Wärmepumpe

1

5 3 2

M-161

230 V

6

Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen l 47


Planung und Berechnung Einflussfaktoren auf die Heiz-/Kühlleistung Oberflächentemperatur Die Oberflächentemperatur einer Flächenheizung hat unmittelbaren Einfluss auf die Wärmeleistung. Bei vorgegebener Heizlast kann die Oberflächentemperatur durch Vergrößerung der Heizfläche reduziert werden. Für eine maximale Behaglichkeit und abhängig von den eingesetzten Baustoffen dürfen die Oberflächentemperaturen folgende Maximalwerte nicht überschreiten.

Maximale ­Oberflächentemperaturen: Wand: 40 °C Bei hohen Temperaturschwankungen sind Dehnungsgeräusche nicht a ­ uszuschließen.

Mindestwärmeleitwiderstände R λ der Dämmschichten gemäß DIN EN 1264: R λ = 0,75 m²K/W gegen benachbarten oder darüber befindlichen beheizten Raum R λ = 1,25 m²K/W gegen unbeheizten oder in Abständen beheizten benachbarten, darüber befindlichen oder an Erdreich grenzenden Raum.

Grobkalkulation Auf Basis der erforderlichen Heizleistung lassen sich anhand einer Grobkalkulation schnell und einfach die für die Renovierung benötigten Systemkomponenten überschlägig ermitteln. Spezifische Wärmeleistung (ca.) einer Uponor Renovis Wandheizung

Betriebstemperaturen Die durchschnittlichen Betriebstemperaturen der Uponor Spezifische Wärmeleistung q Vorlauftemperatur ϑV [°C] [W/m²] Renovis Flächenheizung/-kühlung liegen im Winter (Heizfall) 45 40 zwischen 30 – 40 °C und im Sommer (Kühlfall) zwischen Leistung Wandheizung qw 90 70 16 – 19 °C. Aus diesem Grund lassen sich Flächenheizungen/­ -kühlungen besonders energieeffizient mit Wärmepumpen Beispiel: Überschlägige Materialermittlung für eine kombinieren, auch im Altbau. Renovis Wandheizung (1 Raum) Anordnung der Zuleitungen Die Uponor Anschluss­leitungen für die Uponor Renovis Panels werden üblicherweise unsichtbar im Hohlraum der Trockenkonstruktion verlegt. Da die ­Leitungen i.d.R. nicht wärme­gedämmt werden, kommt die Wärmeabgabe der Rohre ebenfalls dem zu beheizenden Raum zugute. Wärmedämmung Bei Flächenheizungen, die weder in der Außenhülle des Gebäudes noch in Bauteilen zwischen Räumen sehr unterschiedlicher Tempera­turen integriert sind, ist bezüglich erforderlicher Wärmedämmung die DIN EN 1264 zu beachten. Die Norm enthält Angaben zur Wahl der Wärmedämmung von Flächenheizungen. Die Norm ist aus Betrachtungen zur klassischen Fußboden­heizung entstanden und enthält teilweise noch die begrenzte Z ­ uordnung zu einem „Fußboden – Heizungssystem“. Die angegebenen Mindest­ wärmeleit­widerstände sind jedoch sinngemäß auch auf Wandheizungen anzuwenden.

48 l Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen

Vorgabe: Raumgröße A Raum-Wärmebedarf QR Raumtemperatur ϑi Vorlauftemperatur ϑV Maße Renovis Panel Ergebnis: spez. Wärmeleistung qw (aus Tabelle) erforderl. Heizfläche AH Anzahl Renovis Panels

= 25 m² = 1500 W = 20 °C = 47 °C (∆ϑ = 10 K) = 0,625 x 2 m

= 108 W/m² = 1500/108 = 14 m² = 14/(0,625 x 2) = 11,2 Stück

Materialliste: 1 x Paket (15 m²) Uponor Renovis Panels à 2 m 1 x Paket Uponor Renovis Zubehörkomponenten für 4-6 Heizkreise 1 x Uponor Fluvia Kleinstpumpengruppe PUSH 12 AC-X 1 x Uponor Smatrix Raumfühler 230 V


Auslegungsdaten Uponor Renovis Auslegungsdiagramme Wand Auslegungsdiagramm Heizen/Kühlen Uponor Renovis Wand (sü = 4 mm mit λü = 0,3 W/mK)) 180

30

K

160 Grenzkurve Heizung

1)

25

K

20

K

120

100

80

∆ϑ H

–ϑ H

i

5K

=1

80

10 K

60

60

8K 40

6K ϑC = 4 K ∆ϑC = ϑi –

20

20

0

0

Wärmeleitwiderstand Rλ,B in [m2 K/W]

40

Spezifische Kälteleistung qC in [W/m2]

Spezifische Wärmeleistung qH [W/m2]

140

0,05

Heizen

0,10 0,15

0

Kühlen

0,05 0,10 0,15

1)

Grenzkurve gilt für ϑi = 20 °C und ϑ F, max = 40 °C

Hinweis: Die Grenzkurven dürfen nicht überschritten werden. Maximale Temperaturbelastung des Uponor Renovis Panels liegt bei Vorlauftemperatur ϑV = 50 °C. Bei Kühlung ist die Vorlauftemperatur über der Taupunkttemperatur zu regeln, ein Feuchtefühler ist einzuplanen.

Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen l 49


Druckverlustdiagramme Druckgefälle in den Uponor Comfort Pipe Rohren in Abhängigkeit vom Massenstrom

1000 800 600 500 400 300

2 0x

mm

2

s

m/

s

m/ s

1

0,

/s

5m

20

s s

0,2

30

m/

9,

40

s m/

mm

m/

1 9x

0,3

,1

50

0,4

60

m/

0,6 0,5

80

0,7

100

0,1

. Massenstrom m in [kg/h]

200

m/ s

Medium: Wasser

10 0,1 0,01

0,2 0,02

0,3 0,03

0,5 0,05

1 0,1

2 0,2

Druckgefälle R

50 l Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen

3 0,3

4 5 6 7 8 9 0,4 0,5

[mbar/m] [kPa/m]


Montage Die nachfolgende Kurzanleitung gibt die Montage des Uponor Renovis Trockenbausystems nur auszugsweise wieder.

Bitte beachten Sie zusätzlich unsere ausführlichen Montageanleitungen.

Montageschritte Montage der Unterkonstruktion und der Uponor Renovis Panels (Beispiel: Metallprofil)

M O N TA G E A N L E I T U N G MOUNTING INSTRUCTIONS

D

GB

mi

1

n.1

2

0m

400

400

400

400

m

≤ 900 mm

3

4

Wärmedämmung EN 1264

a mi

n.1

0m

m

a

a

a Wand

≤ 200 mm

Decke

≤ 170 mm

Knauf XTN 33 mm

Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen l 51


Verbindung und Gruppierung der Panels

max. 130°C r

Maximaler Druckverlust

Tichelmann-Prinzip

2m

1,98 m

Max. 3 Panels pro Kreis

Max. 8 Kreise à 3 Panels oder max. 8 Kreise à 2 Panels

52 l Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen


Hydraulischer Anschluss

Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen l 53


Montage auf einer Ständerwand Ausgleichsplatten: Knauf Diamant 15 mm Dia

m

5m

t1

n ma

Trennwände/ Vorsatzschalen gemäß DIN EN 18183

400

400

400

400

400

Die Produkt- und Verarbeitungshinweise von Knauf sind zu beachten!

a

XTN/HPG

a

a

a

≥ 100 mm

54 l Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen

Wand

≤ 200 mm

Decke

≤ 170 mm


Technische Daten Uponor Renovis Panel Anwendung Komponenten Gewicht Gewicht, Panel mit Wasser Rohrlänge/m² Rohrlänge/Panel (2000 x 625) Rohrlänge/Panel (1200 x 625) Rohrlänge/Panel (800 x 625) Wasserinhalt/Panel (2000 x 625) Wasserinhalt/Panel (1200 x 625) Wasserinhalt/Panel (800 x 625) Max. Betriebstemperatur Max. Betriebsdruck Baustoffklasse Gesamtdicke Plattenmaterial Wärmeleitfähigkeit (Platte) Einsatzbereich

Lieferabmessungen

Optimale Montagetemperatur freigegebener Wasserzusatz

Integrierte Rohre Material Außendurchmesser Innendurchmesser Rohrabstand

Wand, Decke Gipskartonplatte, PE-Xa-Rohre 12,1 kg/m² 12,7 kg/m² 12,3 m/m² 16,1 m/Panel 10,1 m/Panel 7,1 m/Panel 0,71 kg/Panel 0,43 kg/Panel 0,3 kg/Panel 50 °C 6 bar B2 15 mm Faserverstärkte Gipskartonplatte 0,3 W/mK gemäßigte Feuchträume, ≤ 70 % dauerhafte rel. Luftfeuchte (z.B. häusliche Bäder) 2000 x 625 x 15 / 1200 x 625 x 15 / 800 x 625 x 15 (mm x mm x mm) > 0 °C Uponor Frostschutzmittel GNF Stoffklasse 3 gem. DIN 1988 Teil 4

PE-Xa, (EvalPex) 9,9 x 1,1 mm 7,7 mm 50 mm

Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen l 55


Herstellung Zertifikat

gem. EN ISO 15875 DIN CERTCO 3V279

Anwendungbereich

Klasse 4 / 6 bar EN ISO 15875 90 °C (EN ISO 15875) 100 °C (EN ISO 15875) 6 bar bei 70 °C Uponor Klemmring-Verschraubung Uponor Q&E-Technik 0,039 kg/m 0,044 l/m gem. ISO 17455 ; DIN 4726 0,934 g/cm³ Klasse B2 und Klasse E DIN 4102 / EN 13501-1 8 x D ; frei gebogen 5 x D ; geführter Bogen (50 mm) 0,0005 > 0 °C

Uponor Comfort Pipe 20 x 2,0 mm 60 ; 240 ; 303 ; 480 ; 600 m PE-Xa Naturfarbe mit einem blauen Längsstreifen Uponor Comfort Pipe 20 x 2,0 EN ISO 15875 C PE-Xa Class 4/6 bar, Oxygen diffusion tight/DIN 4726 KOMO DIN CERTCO 3V350 KOMO K12039 & K66303 ATG 13/2957 (Land code,Material code pipe, Material code evoh, Machine,Year, Month,Date) Made in (country) gem. EN ISO 15875 ATG 13/2957 ; DIN CERTCO 3V350 KOMO K66303 + K12039 Klasse 4 / 6 bar EN ISO 15875 90 °C (EN ISO 15875) 100 °C (EN ISO 15875) 6 bar bei 70 °C Uponor Klemmring-Verschraubung Uponor Q&E-Technik 0,107 kg/m 0,201 l/m gem. ISO 17455 ; DIN 4726 0,934 g/cm³ Klasse B2 und Klasse E DIN 4102 / EN 13501-1 8 x D ; frei gebogen 5 x D ; geführter Bogen (100 mm) 0,0005 > 0 °C

Lichtundurchlässiger Karton (Restbund im Karton lagern) Uponor Frostschutzmittel GNF Stoffklasse 3 gem. DIN 1988 Teil 4

Lichtundurchlässiger Karton (Restbund im Karton lagern) Uponor Frostschutzmittel GNF Stoffklasse 3 gem. DIN 1988 Teil 4

Rohrdimension Rohrlänge Werkstoff Farbe Rohr-Kennzeichnung

Max. Betriebstemperatur Störfalltemperatur Max. Betriebsdruck Rohrverbindungen Gewicht Wasserinhalt Sauerstoffdichtheit Dichte Baustoffklasse Min. Biegeradius Rohrrauhigkeit Optimale Montagetemperatur UV-Schutz Freigegebener Wasserzusatz

Uponor Minitec Comfort Pipe 9,9 x 1,1 mm 60 ; 120 ; 240 ; 480 m PE-Xa Naturfarbe mit einem blauen Längsstreifen Uponor Minitec Comfort Pipe 9,9 x 1,1 EN ISO 15875 PE-Xa Class 4/8 bar Oxygen diffusion tight/DIN 4726 3V279 (Land code,Material code pipe,Material code evoh,Machine,Year,Month,Date) Made in (country)

56 l Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen


Notizen

Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen l 57


Notizen

58 l Uponor Wandheizung/-kühlung – Technische Informationen


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