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TOP 100 J U N I

DIE ATTRAKTIVSTEN ARBEITGEBER DER SCHWEIZ

2 0 1 5

2015

Social Networks – Treffpunkt der Digital Natives

Das Ranking der attraktivsten

TALENT MANAGEMENT DER ZUKUNFT

Arbeitgeber der Schweiz

HUNTER, LEADER, ENTREPRENEUR – was die Schweizer Talente von morgen von ihrer Karriere erwarten

E I N E K O O P E R AT I O N M I T


EDITORIAL

Geschätzte Leserinnen, geschätzte Leser Die Arbeitswelt verändert sich. Revolutionäre Technologien lassen traditionelle Berufe verschwinden, neue entstehen. Durch digitale Kanäle ist es möglich, den Arbeitsplatz nach Hause, in den Zug oder in Caféhäuser zu verlegen. Teams existieren oft nur noch virtuell und sind auf der ganzen Welt verteilt. Für die Millennials sind diese Rahmenbedingungen schon zur Normalität geworden. Entsprechend erwarten sie von ihren künftigen Arbeitgebern flexible Arbeitsmodelle, die ihnen ermöglichen, Privat- und Arbeitsleben ineinander einfliessen zu lassen – ganz nach ihren individuellen

Bedürfnissen. Ob beruflich oder privat, sie wollen entscheiden, wann sie online oder offline sind. Auch suchen sie einen Sinn in ihrer Tätigkeit und wollen ihre Persönlichkeit darin einfliessen lassen. In zehn Jahren werden die Millennials 75 Prozent der Arbeitskräfte ausmachen – höchste Zeit also für die Unternehmen, sich auf die Ansprüche ihrer künftigen Mitarbeitenden einzustellen. Welche Anforderungen Schweizer Studierende an ihre potenziellen Arbeitgeber haben und wie diese darauf eingehen, zeigen die Ergebnisse der aktuellen Universum Student Research ab Seite 4. Welche Unternehmen die Erwartungen der jungen Talente bereits besonders gut erfüllen und entsprechend gut abgeschnitten haben im Ranking der attraktivsten Arbeitgeber der Schweiz, erfahren Sie ab Seite 12. Ab Seite 20 erzählen Mitarbeitende aus unterschiedlichsten Branchen, was ihre Arbeit besonders spannend macht und welche Karrieremöglichkeiten ihnen bei ihrem Arbeitgeber offenstehen.

Inhalt 04

10

Talent Management der Zukunft Was Schweizer Talente von ihren Arbeitgebern erwarten – und was diese ihnen bieten können

Social Media Treffpunkt der Digital Natives

12

Universum Top 100: das Ranking Die Schweizer Studierenden haben gewählt: Das sind die attraktivesten Arbeitgeber der Schweiz.

20

Top-Arbeitgeber im Interview Von adesso bis Zühlke: Mitarbeitende der Top-Unternehmen der Schweiz erzählen, was sie an ihrem Beruf und ihrem Arbeitgeber schätzen.

Die Arbeitswelt hat sich bereits verändert – und wird dies weiterhin in einem rasanten Tempo tun. Wagen Sie mit uns einen ersten Blick ins Talent Management von morgen. In eine Arbeitswelt, in der Stellensuchende und Unternehmen über Social Media kommunizieren, Talente nach ihrem Potenzial bewertet werden statt aufgrund ihres Hochschulabschlusses und in der Mitarbeitende zu Unternehmern werden. Ich wünsche Ihnen viel Spass beim Lesen! Yves Schneuwly, Managing Director Universum Schweiz

Ihr Yves Schneuwly Ich freue mich auf Ihr Feedback: yves.schneuwly@universumglobal.com

impressum

/PUBLISHER BILANZ, Axel Springer Schweiz AG, Förrlibuckstrasse 70, Postfach, 8021 Zürich, www.bilanz.ch,

Telefon 043 444 55 20, in Zusammenarbeit mit Universum Communications Switzerland AG, Mülhauserstrasse 50, 4056 Basel, Tel. 061 385 55 00, Fax 061 385 55 99, www.universumglobal.com /PRODUKTION Axel Springer Corporate Media /VERLAGSGESCHÄFTSFÜHRER Dr. Thomas Garms /CREATIVE DIRECTOR Sebastian Adrian /REDAKTION Ruedi Arnold, Anna Miller /LAYOUT Rudi-Renoir Appoldt, Renato Regli, Tibor Keller /FOTOS Simone Schuldis /LEKTORAT Rita Baschung, /ANZEIGEN Sandra Bruderer, Désirée Michel /DRUCK Swissprinters AG, Zofingen /UNIVERSUM SCHWEIZ GESCHÄFTSFÜHRER Yves Schneuwly, yves.schneuwly@universumglobal.com /UNIVERSUM PROJEKT MANAGEMENT Channa Mizrachi, channa.mizrachi@universumglobal.com /UNIVERSUM ACCOUNT MANAGEMENT Yves Schneuwly, yves.schneuwly@universumglobal.com, Samuel Röllin, samuel.rollin@universumglobal.com, www.universumglobal.com/ch

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TITELSTORY

Talent Management der Zukunft Was Schweizer Talente von ihren Arbeitgebern erwarten – und was diese ihnen bieten können

Jedes Jahr befragt Universum weltweit Stu­ dierende nach ihren Karrierezielen und den Wünschen an potenzielle Arbeitgeber. In der Schweiz hat die Zahl der Teilnehmer dieses Jahr einen neuen Rekord erreicht: Über 12’000 Studierende haben an der grössten Erhebung dieser Art teilgenommen. Die Er­ gebnisse zeigen den Arbeitgebern, was sie für die Talente und damit die Leader von morgen attraktiv macht. Um das Interes­ se der Besten zu wecken, reichen ein inte­ ressanter Job und ein anständiges Gehalt längst nicht mehr. Die Studierenden achten ebenso sehr auf das Ansehen des Unterneh­ mens in der Gesellschaft, auf seinen Mark­ terfolg und auf die Unternehmenskultur. Was sich Studierende von den Arbeitgebern wünschen Entscheidend für die Wahl der ersten Stelle nach dem Studium ist die gute Referenz. Google, ABB oder Novartis gehören zu den Favoriten, weil sie zur Spitze ihrer Bran­ che zählen, international tätig sind und Höchstleistungen honorieren. Wer in die­ sem Umfeld bestehen kann, steigert seine eigene Arbeitsmarktfähigkeit, was für die Studierenden gerade in Zeiten dynamischer Märkte und geringer Jobsicherheit beson­ ders wichtig ist. Nach einer Studie von Uni­ versum, INSEAD und der Head Foundation fürchtet ihre Generation, die «Millennials», nämlich nichts mehr, als in ihrer beruflichen Laufbahn steckenzubleiben. Von ähnlicher Bedeutung wie die Referenz sind ein kreatives, dynamisches Arbeitsum­ feld und eine herausfordernde Arbeit. Inge­ nieure und Informatiker legen darauf be­ sonderen Wert. Auch die Innovationskraft des Unternehmens ist ihnen wichtig. Der Internet-Riese Google bleibt deshalb für die Informatik-Studenten die unangefochtene Nummer eins: Jeder zweite von ihnen will bei Google arbeiten, beim zweitplatzierten

4 | UNIVERSUM TOP 100 | 2015

Technologie-Unternehmen Microsoft jeder dritte. Betriebswirtschaftler hingegen ach­ ten mehr auf die Internationalität und auf die Möglichkeiten, sich zu entwickeln und eine Führungsposition zu übernehmen. Ent­ sprechend verbessert die Fluggesellschaft SWISS ihre Position und rangiert neu auf Platz fünf der attraktivsten Arbeitgeber von Betriebswirtschaftlern. Auch die Natio­ nalbank steigt um ganze neun Ränge auf Platz acht. Veränderungen gibt es zudem

Studie

CAREERIST

Zur Universum Talent Research 2015 hat Universum in weltweit 55 Ländern über 1,2 Millionen Studierende und Young Professionals zu ihren Präferenzen bei potenziellen Arbeitgebern, ihren Karrierevorstellungen und ihren Kommunikationsvorlieben befragt. In der Schweiz nahmen über 12’000 Studierende an der Studie teil, was einem Anteil von 6,3 Prozent der gesamten studentischen Bevölkerung entspricht. Dies macht die Universum-Studie zur grössten Befragung junger Talente – weltweit und in der Schweiz. Die Methode Pro Studienrichtung werden die 100 attraktivsten Arbeitgeber gekürt. Dabei wählen die Studierenden aus einer Liste der relevantesten Arbeitgeber aus der Privatwirtschaft, der öffentlichen Verwaltung und dem Non-Profit-Bereich bis zu fünf aus ihrer Sicht ideale Arbeitgeber aus. Zudem bewerten sie die Attraktivität der Arbeitgeber nach einem von Universum entwickelten Modell mit vierzig Kriterien zum Image des Unternehmens, der Unternehmenskultur, zu Job-Charakteristika und Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Siehe Darstellung Seite 9 (Infografik)

IDEALIST


TITELSTORY

HARMONISER

«Die Arbeit ist Teil des Lebens der Millennials. Sie soll sie persönlich weiterbringen und ihrer Selbstverwirk­lichung dienen.»

ENTERPRENEUR HUNTER

INTERNATIONALIST LEADER 2015 | UNIVERSUM TOP 100 |  5


TITELSTORY

an der Spitze: UBS sichert sich neu Platz zwei nach Google, dem Favoriten auch für Betriebswirtschaftler. Unter den Studie­ renden der Naturwissenschaften bleibt die Pharmabranche weitaus am attraktivsten. Jeder zweite Student will zu Novartis oder Roche. Im Bereich Gesundheitswesen und Medizin ist das Universitätsspital Zürich auf dem Spitzenplatz, gefolgt vom Inselspi­ tal, Universitätsspital, Bern. Work-Life-Balance als langfristiges Karrie­ reziel Welche Arbeitgeber die Studierenden für besonders attraktiv halten, hängt jedoch nicht allein von ihren kurzfristigen Bedürf­ nissen und Wünschen ab, sondern auch von ihrer individuellen, langfristigen Kar­ riereplanung. Die Universum Talent Rese­ arch 2015 gibt auch darüber Aufschluss und zeigt vor allem eines: Das erste Karrie­ reziel, unabhängig von der Studienrichtung, ist die Work-Life-Balance. Daran hat sich in den letzten Jahren nichts geändert. Aurelie Urwyler, verantwortlich für die Einstiegsprogramme der Post, bestätigt diesen Trend. «In den letzten Jahren haben wir festgestellt, dass es für die Absolventen wichtiger geworden ist als früher, ihr Pri­ vatleben mit dem Beruf koordinieren zu können. So sind zum Beispiel Bewerber aus weiter entfernten Regionen nicht mehr un­ bedingt bereit, ihr Umfeld aufzugeben und in Bern zu arbeiten.» Die Millennials – Erwartungen und Realität der Arbeitswelt Work-Life-Balance bedeutet aber nicht, dass die Studierenden weniger arbeiten und mehr freie Zeit geniessen wollen. Dies zeigt die Studie von Universum, von der Business School INSEAD und von der Head Foun­ dation, die weltweit über 16’000 «Millen­ nials» befragt haben – die zwischen 1980 und der Jahrtausendwende Geborenen. Die Trendforscherin Daniela Tenger vom GDI in Rüschlikon (ZH) erklärt, was es mit der Work-Life-Balance auf sich hat: «Gerade für die ‹Millennials› ist es wichtig, Leben und Arbeit nicht als Gegensatz zu sehen. Die Arbeit ist Teil ihres Lebens. Sie soll sie persönlich weiterbringen und ihrer Selbst­ verwirklichung dienen.» Ein typischer Vertreter dieser Generation ist Silvan Krähenbühl. Er studiert Betriebs­ wirtschaftslehre im sechsten Semester, bis im Sommer an der Rotterdam School of Management der Erasmus Universi­ tät, vorher an der Universität St. Gallen (HSG). Zu seiner beruflichen Zukunft sagt er: «Es sollte da, wo ich arbeite, eine Start-up-Mentalität herrschen, und die Firma müsste stark von Innovation ge­ prägt sein. Starre Hierarchien sind nicht mein Ding. Selbstständigkeit ist mir sehr wichtig.» Diese verwirklicht er schon

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Karriereprofile Die Karriereprofile wurden in einer qualitativen Erhebung erarbeitet, die Universum 2014 mit Studierenden aus sieben Ländern durchgeführt hat. Einem Profil werden Menschen zugeordnet, die ähnliche langfristige Karriereziele und Vorlieben für ihre Arbeit und das Arbeitsumfeld haben, sowie vergleichbare Fähigkeiten, Erfahrungen und Persönlichkeitszüge mitbringen.

CAREERIST Zukunftsorientierte Personen, die nach Führungspositionen streben. Sie haben kein Problem, von der Pike auf zu lernen. Karrieristen neigen zu Ehrgeiz, sind aber auch teamorientiert und ziehen Kollegen mit nach oben. BIETET • Flexibilität • Teamfähigkeit • Auslanderfahrung • Führungserfahrung SUCHT • Arbeit mit den Besten • Anerkennung der Leistung • Markterfolg des Unternehmens • Professionelles Training • Rasche Beförderung • später leitende Funktion • Transparente Beförderungswege

Die Karriereprofile der Schweizer Studierenden

Leader

30% 25% 20%

Careerist

Enterpreneur

15% 10% 5% 0%

Hunter

Idealist

Business Engineering IT Humanities

Harmoniser

Internationalist


TITELSTORY

ENTREPRENEUR

HARMONISER

HUNTER

Neugierige und kreative Menschen, die vor allem auf anspruchsvolle und innovative Arbeit Wert legen. Entrepreneurs neigen dazu, lösungsorientiert zu sein. Daher blühen sie auf, wenn sie aktiv an Problemlösungen mitwirken können.

Verantwortliche und loyale Menschen, die gerne für das Wohl des Teams sorgen. Durch ihren Wunsch nach Harmonie eignen sie sich ausgezeichnet für team­ orientiertes Arbeiten. Ihr Antrieb ist Zufriedenheit.

Lösungsorientierte Menschen, die nach neuen Geschäftsmöglichkeiten, beruflichem Aufstieg und einer hohen Vergütung streben. Die Persönlichkeit eines Hunters entwickelt sich ständig weiter. Hunter können sich gut anpassen.

BIETET

BIETET

BIETET

• Führungsfähigkeit • Teamfähigkeit • Start-up-Erfahrung • Liebe zu Herausforderungen

• Flexibilität • Team-Orientierung • Verantwortungsbewusstsein • Praktika

• Teamorientierung • Überzeugendes Auftreten • Praktika • Auslandaufenthalt

SUCHT

SUCHT

SUCHT

• Kreatives Arbeitsumfeld • Innovation • Anspruchsvolle Tätigkeit • Transparente Beförderungswege • Schnell wachsendes Unternehmen • Unternehmerische Denkweise • Dynamik

• Freundliches Arbeitsumfeld • respektvollen Umgang mit Mitarbeitern • Sichere Anstellung • Ausgewogene Work-Life-Balance • Verpflichtung zum Gemeinwohl

• Attraktives Grundgehalt • Hohes Einkommen in der Zukunft • Aufstiegsmöglichkeiten • Aussicht auf leitende Funktion

IDEALIST

INTERNATIONALIST

LEADER

Werteorientierte Personen, die gerne in Organisationen arbeiten, die ihre Angestellten schätzen und respektieren und die auf Nachhaltigkeit achten. Ihre Lösungsvorschläge basieren oft auf kreativer Experimentierfreude.

Offene Menschen, die Gesamtzusammenhänge sehen. Für gewöhnlich wissen sie bereits zu Beginn ihrer Ausbildung, dass sie gerne eine internationale Karriere verfolgen möchten. Sie legen Wert auf soziale Kontakte.

Überlegt handelnde Menschen, die Verantwortung als etwas Erstrebenswertes sehen, weil sie wissen, dass sie ihren Erfolg sowie Misserfolg letztlich selbst in der Hand haben. Leader besitzen die Fähigkeit, über sich selbst zu reflektieren.

BIETET

BIETET

BIETET

• Flexibilität • Führungskompetenz • Praktische Erfahrung • Auslandaufenthalt

• Flexibilität • Überzeugendes Auftreten • Auslanderfahrung • Praktika

• Führungspersönlichkeit • Team-Orientierung • Überzeugendes Auftreten • Führungserfahrung

SUCHT

SUCHT

SUCHT

• Soziale Verantwortung • Ökologische Nachhaltigkeit • respektvollen Umgang mit Mitarbeitern • die sich zu ethischen Standards bekennen • Unternehmen mit ethischen Standards

• Zusammenarbeit mit internationalen Kunden und Kollegen • Internationale Einsätze • Kontakt mit Kunden • Internationale Laufbahn

• Förderung der eigenen Entwicklung • Inspirierendes Management • Hohes Mass an Verantwortung • Aussicht auf Führungsaufgaben • Aussicht auf leitende Funktion

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TITELSTORY

während des Studiums. Zusammen mit drei Mitstudierenden rief er den «Young Entrepreneurs Club» an der HSG ins Le­ ben: ein Netzwerk für Studierende, die an der Gründung eines Start-up-Unterneh­ mens interessiert sind. Damit nicht genug. Mit dem eigenen Start-up «Gymhopper», gegründet mit zwei Studienkollegen, hat Krähenbühl bereits einen ersten Erfolg er­ zielt. In einem Wettbewerb, bei dem Post­ Finance «Alltagsvereinfacher» suchte, lan­ dete das Projekt in der Siegergruppe Krähenbühl ist in manchem ein typischer Vertreter seiner Generation. «Millennials« wollen das Beste aus sich herausholen, den­ ken aber eher in Projekten als in lebenslan­ gen Karrieren. Daniela Tenger spricht von der Projektisierung des Lebens. «‹Millenni­ als› fühlen sich weniger an ihren Arbeitge­ ber gebunden als frühere Generationen. Sie sind flexibler, suchen mehr Unabhängigkeit und wollen möglichst selbstständig sein.» Führung, Herausforderung und sinnvolle Aufgaben Nach der ausgeglichenen Work-Life-Ba­ lance setzen Wirtschaftsstudenten den Wunsch, ein Leader zu sein und Leute zu führen, an die zweite Stelle ihrer langfris­ tigen Karriereziele. Führungsverantwor­ tung zu übernehmen ist zunehmend auch ein Bedürfnis der Ingenieur-Studenten, wie die Universum Talent Research 2015 zeigt. Fast ebenso wichtig ist es für die Studieren­ den aller Fachgebiete, im Job intellektuell herausgefordert zu sein und sich in einem Konkurrenzumfeld bewähren zu können. Dazu kommt der Wunsch, etwas Sinnvolles zu tun, auch wenn er je nach Fachrichtung unterschiedlich ausgeprägt ist. Einige Stu­ dierende engagieren sich schon während ihrer Ausbildung für Charity-Projekte. Zu ihnen gehört Lukas Frischknecht, der an der ETH Zürich Maschinenbau studiert. Er arbeitet in der Hilfsorganisation Swiss Sup­ port Foundation beim Projekt «Accident & Health Insurance» mit. Dank dieser Initia­

tive sind Kinder auf den Philippinen, deren Familien sich das nicht leisten könnten, ge­ gen Krankheit und Unfall versichert. «Bewerberinnen und Bewerber suchen noch mehr als früher eine sinnhafte Aufga­ be», hat Alexander Senn, Head of Recrui­ ting and Employability bei der Swisscom, in vielen Gesprächen mit Studierenden er­ fahren. Anna Polek zum Beispiel, Studentin der Materialwissenschaften an der ETH Zürich, wünscht sich vor allem eine Aufga­ be, «zu der ich stehen und auf die ich mich freuen kann». Die Vorstellungen der drei Studierenden entsprechen in manchem jenen einer gan­ zen Generation, wie die «Millennial»-Stu­

»Millennials fühlen sich weniger an ihren Arbeitgeber gebunden als frühere Generationen. Sie sind flexibler und wollen möglichst selbständig sein.« die zeigt. Sich persönlich entwickeln zu können, ist wichtiger als Statussymbole und viel Geld. Lange Arbeitszeiten nehmen die «Millennials», besonders die Schweizer unter ihnen, mindestens für eine gewisse Zeit in Kauf, wenn das ihren Karrierezie­ len dient. Wichtig ist, dass ihnen die Arbeit Befriedigung bietet, dass sie Verantwor­ tung übernehmen und innovativ tätig sein können. Diese Wünsche müssen Arbeitgeber ken­ nen und respektieren, wenn sie erfolgreich rekrutieren wollen. Eine herausfordernde Aufgabe. Denn «Talente anzuziehen ist kei­ ne Kunst, sondern immer mehr eine Wis­ senschaft», heisst es in der Universum-Stu­ die «Outlook 2020». Die Auswertung von über 2300 Interviews mit CEOs, sowie

Was Studierende von Ihrer Karriere erwarten Karriereziele (langfristig) Gute Work-Life-Balance

Business

Engineering

IT

1

1

1

Intellektuelle Herausforderung

3

2

2

Jobsicherheit

6

5

5

Engagement für einen sinnvollen Zweck

8

8

9

Unternehmerisch oder kreativ/innovativ zu sein

5

3

3

Internationale Karriere

4

6

8

Führungsrolle

2

4

4

Selbstständig und unabhängig zu arbeiten

7

9

6

In meinem Fachgebiet ein Experte zu sein

9

7

7

8 | UNIVERSUM TOP 100 | 2015

HR- und Marketingmanagern in 18 Län­ dern lässt erkennen, dass Talente ein strate­ gisches Asset sind, welches Wachstum und Innovation vorantreibt. Das Talent Ma­ nagement der Zukunft müsste deshalb die­ selbe Sorgfalt und Priorität geniessen wie die Produkteentwicklung oder die Finanzen eines Unternehmens. Karriere-Profile - Talent Management der Zukunft? In diesem Sinn arbeiten immer mehr Or­ ganisationen mit Profilen, in die neben der Studienrichtung und den Noten auch Per­ sönlichkeitsmerkmale, Ambitionen oder die Motivation der Kandidaten einfliessen. Nur, wenn das Profil der ausgeschriebenen Stelle und jenes des Kandidaten zusammen­ passen, kann die Anstellung erfolgreich sein. «Die ethische Grundhaltung und die Wertvorstellungen eines Kandidaten sind oft entscheidend dafür, ob er in die neue Umgebung passt», heisst es in der Studie «Outlook 2020». Alexander Senn kann dem nur zustimmen. «Für uns steht immer die Persönlichkeit der Studierenden im Vordergrund. In un­ serer Branche ist es zum Beispiel unerläss­ lich, dass die Bewerberinnen und Bewer­ ber den Wunsch haben, in einem extrem dynamischen Umfeld selber mitzugestalten und sehr rasch Verantwortung zu überneh­ men.» Im Wissen, wie wichtig Profile für die Ar­ beitgeber sind, hat Universum die Ant­ worten der Studierenden ausgewertet und sieben Karriereprofile identifiziert (siehe Seite 6). «Harmonisers» zum Beispiel sind verantwortliche und loyale Menschen. Sie eignen sich besonders gut für Teamarbeit und pflegen einen freundlichen Umgangs­ ton. «Hunters» hingegen streben nach beruflichem Aufstieg und einer hohen Ver­ gütung, sie können besonders gut Proble­ me der Kunden erkennen und lösen. Nicht überraschend, sind «Harmonisers» in den Geistes- und Sozialwissenschaften sowie in der Medizin gut vertreten, «Hunter» unter den Wirtschaftswissenschaftlern. Die Wünsche der Arbeitgeber Unternehmen wünschen sich in ihren Rei­ hen ausdrücklich mehr «Leader» und «Entrepreneurs», wie die Universum-Stu­ die «Outlook 2020» zeigt. Fast 40 Pro­ zent der weltweit befragten CEOs, sowie Marketing- und Personalmanager suchen Entrepreneur-Typen, 31 Prozent vor allem Leader. Genau diese Persönlichkeitsprofi­ le sind aber unter Schweizer Studierenden nicht besonders häufig zu finden. Die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage mag da­ ran liegen, dass die befragten Manager in der Regel deutlich älter sind als die Studie­ renden. Doch «unterschiedliche Wertvor­ stellungen zwischen Generationen werden


TITELSTORY

Was Arbeitgeber für Wirtschaftler, Ingenieure und IT-Leute attraktiv macht EXTRINSISCH

INTRINSISCH

WEICH

ANSEHEN UND IMAGE DES ARBEITGEBERS

MENSCH UND KULTUR

Die Eigenschaften des Arbeitgebers als Unternehmen

Das soziale Umfeld und die Eigenschaften des Arbeitsplatzes

• Attraktive/interessante Produkte und Dienstleistungen 4 5 8 • Ethische Standards • Finanzielle Stärke • Innovation 1 3 • Inspirierendes Management • Markterfolg • Ökologische Nachhaltigkeit • Prestige • Schnell wachsend/unternehmerisch • Soziale Verantwortung des Unternehmens (Corporate Social Responsibility)

• Akzeptanz von Minderheiten • Anerkennung von Leistung (Beförderung durch Leistung) 2 • Ein freundliches Arbeitsumfeld 4 7 • Ein kreatives und dynamisches Arbeitsumfeld 1 • Ermöglicht mir, persönliche Interessen in meinen Zeitplan zu integrieren • Führungskräfte, die meine Entwicklung fördern 10 • Rekrutiert nur die besten Studenten • Respekt für die Mitarbeitenden • Unterstützung der Gleichberechtigung der Geschlechter • Zusammenarbeit mit internationalen Kunden und Kollegen

GEHALT UND AUFSTIEGSMÖGLICHKEITEN

JOBEIGENSCHAFTEN

Die monetäre Vergütung und Zusatzleistungen, aktuell und in der Zukunft • Attraktive Zusatzleistungen • Die Förderung zukünftiger Ausbildung • Die Möglichkeit, Führungsaufgaben zu übernehmen • Ein attraktives Grundgehalt 8 9 9 • Eine gute Referenz für meine zukünftige Karriere 1 • Einen erfolgsabhängigen Bonus • Hohes Einkommen in der Zukunft 9 10 • Rasche Beförderung • Transparente Beförderungswege • Überstundenvergütung/-ausgleich

3 2

6 5

3

7

Die Inhalte und Anforderungen des Jobs, einschliesslich der Weiterbildungsmöglichkeiten • Ein hohes Mass an Verantwortung • Eine anspruchsvolle Tätigkeit 2 6 6 • Eine sichere Anstellung • Flexible Arbeitsbedingungen • Kontakt mit Kunden • Kontrolle über die Anzahl Arbeitsstunden • Möglichkeit zu internationalen Reisen/Umzug 8 • Professionelles Training und Weiterentwicklung • Team-orientiertes Arbeiten • Vielfältige Arbeitsaufgaben 4 7

5

10

HART BUSINESS

ENGINEERING

IT

Prioritäten von 1 - 10

generell überschätzt», ist Inés Constantin Kleven überzeugt. Sie ist Career Advisor und Project Manager beim ETH Career Center und weiss: «Erfolgreich sind Arbeit­ geber, die es schaffen, eine Diversität der Persönlichkeiten in den Teams und Projek­ ten zu vereinen.» Sie achten deshalb auch auf die Aktivitäten der Bewerber neben dem Studium. «Für uns ist es wichtig, dass sie idealerweise be­ reits praktische Erfahrungen gesammelt ha­ ben», bekräftigt Sandra Roth, Leiterin des Kompetenzcenters Personalmarketing bei der SBB. «Dies darf – neben dem Absolvie­ ren eines ‹klassischen› Praktikums in einem

Unternehmen – ruhig auch etwas Ausser­ gewöhnliches sein. Ich denke zum Beispiel an eine Mitarbeiterin, die vier Wochen bei einem Charity-Projekt in Indien engagiert war, oder an einen Absolventen, der jahre­ lang an einem Abend pro Woche eine kran­ ke Person gepflegt hatte.» Diese Erfahrung hat Tim Zurfluh gemacht, als der HSG-Student einen Praktikumsplatz suchte. «Neben den guten Noten werden Engagements ausserhalb des Studium sehr geschätzt». Er selber hat mit seinen zwei Partnern Pascal Schneider und Peter Vogel noch als Student das Start-up-Unternehmen Testudo gegründet, das eine neue Art von

Schienbeinschonern für Fussballer entwi­ ckeln will. Das sind Erfahrungen, die bei den Arbeit­ gebern gut ankommen, weil sie viel über die Persönlichkeit und die Werthaltung ver­ raten. Die SBB zum Beispiel wünscht sich Kandidaten, «die unsere Unternehmens­ werte teilen: ambitioniert, verantwortlich, beweglich, leidenschaftlich und respekt­ voll». Persönlichkeitsmerkmale wie diese werden in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen, wenn immer mehr Fachkräfte fehlen. «Skills» – Fähigkeiten und Fertig­ keiten – lassen sich ohne grossen Aufwand trainieren, nicht aber die Persönlichkeit.

2015 | UNIVERSUM TOP 100 |  9


Social Media – Treffpunkt der Digital Natives Millennials sind die erste Generation, die mit der Technik des digitalen Zeitalters aufgewachsen ist. Die Älteren unter ihnen haben die Verbreitung des World Wide Web in den 90-er Jahren des letzten Jahrhunderts erlebt, danach kam die Revolution so richtig in Schwung: 2003 und 2004 entstanden die sozialen Netzwerke LinkedIn und Facebook, 2007 präsentierte Apple das iPhone. Die Folgen für Studierende, die Informationen über spannende Unternehmen oder einen ersten Job suchen, sind ebenso gewaltig wie für die Arbeitgeber auf der Suche nach Talenten. Die Universum-Studie «Communicating with Talent» gibt Aufschluss darüber, wie sich das Kommunikationsverhalten der Studierenden allein in den letzten fünf Jahren verändert hat. 2011 nutzten lediglich ein Viertel von ihnen die sozialen Netzwerke, um mehr über Arbeitgeber zu erfahren. Zwei Jahre später waren es 37 Prozent, dieses Jahr ist es beinahe die Hälfte. Zudem verdrängen mobile Geräte den PC. 2013 informierten sich noch 28 Prozent der Studierenden auf Smartphones oder Tablets, 2015 sind es bereit 48 Prozent. Bereits 17 Prozent haben Apps heruntergeladen, die ihnen die Suche nach Informationen besonders einfach machen. Die Unternehmen holen auf Die Online-Medien sind für die Studierenden zur ersten Wahl geworden, wenn es um ihre Karriere geht. Wie sich die Arbeitgeber diesem Trend anpassen, zeigt die Studie «Outlook 2020». Universum hat dafür Tausende von Interviews mit Mitgliedern der Geschäftsleitung und mit HR-Verantwortlichen ausgewertet. Das Ergebnis beweist, dass auch sie die Bedeutung der sozialen Netzwerke erkannt haben. Jedes dritte Unternehmen hält Social Media für den wichtigsten Kanal, um sich als Arbeitgeber bekannt zu machen, zwei Drittel wollen dafür in den nächsten Jahren auch mehr finanzielle Mittel bereitstellen. Ein Drittel nutzt Social Media bereits, um Talente zu finden. Schweizer Unternehmen halten mit dieser Entwicklung Schritt, wie ein Blick auf den Auftritt von UBS oder Baloise zeigt. Beide sind mit ihren «Career Services» auf allen wesentlichen Kanälen der Social Media präsent und nutzen die Stärken der einzelnen Anbieter. Auf Youtube sind vor allem Interviews mit Managern und Mitarbeitern zu sehen. LinkedIn vermittelt einen Eindruck von möglichen Karrierewegen und zeigt die weltweit

10 | UNIVERSUM TOP 100 | 2015

offenen Stellen. Facebook setzt auf unterhaltende Elemente mit vielen Fotos. Gemeinsam ist allen Plattformen, dass sie den Talenten Lust machen sollen, bei den Unternehmen ihre Karrierepläne umzusetzen. Anspruchsvolle User Den Ansprüchen der «Digital Natives» zu genügen, ist aber nicht ganz einfach. Sie sind sich gewohnt, dass man auf ihre Posts in den Social Media sehr schnell reagiert. Von den Unternehmen erwarten die Hälfte innert 12 bis 24 Stunden eine Antwort, 13 Prozent sogar innert einer Stunde. Andererseits zögern die Studierenden, über Facebook, LinkedIn und ähnliche Netzwerke direkt zu kommunizieren. Nur 40 Prozent haben sich schon einmal mit Arbeitgebern in den sozialen Netzwerken ausgetauscht, wie die Studie «Communicating with Talent» zeigt. Der wichtigste Grund für diese Zurückhaltung: Die Sudierenden wollen ihre persönlichen Inhalte nicht mit Arbeitgebern teilen. Das gilt vor allem für Facebook, aber auch für Youtube und sogar LinkedIn, das we-

»Rund 50 Prozent der Studierenden nutzen Social Media um mehr über Arbeitgeber zu erfahren.« niger für Unterhaltung als für beruflichen Austausch steht. Viele Studierende, nämlich 27 Prozent, glauben auch nicht, dass sie auf sozialen Netzwerken relevante Inhalte für ihre Karriere finden. Etwa ein Drittel der Befragten hat vorher nicht einmal gewusst, dass man Facebook oder Youtube auch für Karrierezwecke nutzen kann. Best und Worst Practices Die anderen haben genaue Vorstellungen darüber, welche Aktionen der Unternehmen sie schätzen und welche nicht, wie Zitate aus der Studie beweisen. Arbeitgeber sollten in Social Media zum Beispiel Praktikumsplätze ausschreiben, Karrieremöglichkeiten aufzeigen oder angeben, wie ein Bewerbungsprozess abläuft und wo man sich zusätzlich informieren kann. Vor allem aber wollen die User ernst genommen werden.

1User 4 Mrd.

TITELSTORY

… hatte Facebook Anfang 2015.

… des Internetverkehrs läuft im 2015 über mobile Endgeräte.

27

Mrd.

… WhatsApp-Nachrichten werden täglich versendet.

Die Studie Im Februar und März 2015 befragte Universum im Rahmen der Universum Talent Research 2015 Studierende und Young Professionals, welche Kommunikationskanäle sie nutzen, um mehr über Arbeitgeber zu erfahren. Die Ergebnisse zeigen die enorme Bedeutung digitaler Medien. 92 Prozent der Studierenden nutzen digitale Kanäle, 54 Prozent suchen

Kein Verständnis haben sie für Unternehmen, die Posts löschen und auf Fragen nicht antworten, die nicht in einen Dialog treten oder die auf Youtube Werbespots schalten und damit interessante Filme verzögern. Trotz dieser Ärgernisse sind die Social Media neben den Websites der Unternehmen die wichtigste Quelle, um an relevante Informationen zu kommen über offene Stellen, Karrierechancen, die Rekrutierung und über den Markterfolg. Immerhin gehen zwei Drittel der Studierenden täglich mehrmals auf Facebook, die meisten allerdings nur aus privatem Interesse. Ein Drittel nutzt Facebook und Youtube, 13 Prozent LinkedIn, auch, um die Karriere voranzutreiben.


TITELSTORY

Ansprechbar auf Anfragen in Social Media sind Unternehmen nach Meinung der Studierenden …

Sehr gut

11% 24%

Geht so

Gering 7%

Auf Anfragen über Social Media erwarten Wirtschaftsstudenten in der Schweiz eine Antwort nach …

1h

12h

24h

7d

13 %

48 %

35 %

9 %

Studierende suchen in Social Media nach …

News über das Geschäft Information zu Bewerbung

Unter Studierenden verpönt ist …

Studierende begrüssen …

‣‣Anzeigen für Praktikumsstellen

‣‣Posts löschen

‣‣Interessante Zusatzinformationen

‣‣Anfragen nicht beantworten

‣‣Explizit aufgezeigte Karriere­ möglichkeiten

‣‣Anzeigen auf Youtube schalten, die den Beginn des Films verzögern

‣‣Informationen, wie man sich bewerben muss

‣‣Mit PR-Massnahmen nur das Image verbessern zu wollen

‣‣Informationen über das Arbeitsumfeld und die Unternehmenskultur

‣‣Keinen Austausch auf XING zu ermöglichen

‣‣Aufrichtiges Interesse

70%

Offene Stellen Information über Arbeit

DOS &DON‘TS

Wirtschaftsstudenten nutzen Facebook …

59% 56%

+

53%

Langfristige Karrieremöglichkeiten 50%

Nur zum sozialen Austausch

69 %

Einladung zu Events 39%

nur für Karrierezwecke

0 %

für beides

30 %

Diese Netzwerke nutzen die Studierenden am intensivsten … dort Interviews mit Mitarbeitenden. Dafür sind die Webseiten der Arbeitgeber und Social Media besonders geeignet. Fast die Hälfte sucht auf LinkedIn, Facebook und ähnlichen Netzwerken nach Informationen über potenzielle Arbeitgeber und erwartet dank dieser Medien auch einen Dialog mit Unternehmensvertretern.

89 %

Je mehr die Unternehmen auf Interaktion setzen, desto mehr werden die Studierenden vom grossen Vorteil von Social Media gegenüber anderen Kanälen profitieren: Hier können sie mit Professionals chatten, Fragen stellen – sofern die Antwort innert Stunden eintrifft – und damit erfahren, was sie am meisten interessiert, nämlich, wie es ist, im entsprechenden Unternehmen zu arbeiten. Persönlicher Austausch bleibt wichtig Social Media holen an Bedeutung auf, stehen aber in harter Konkurrenz. Im Durchschnitt nutzen Wirtschaftsstudenten heute acht Kanäle für ihre Karriereplanung. Die

72 %

60 % 44 % 23 % 13 %

häufigsten sind die Webseiten der Unternehmer, Stellenausschreibungen im Internet und Social Media. Erst danach folgen Karrieremessen und Präsentationen von Unternehmen an den Hochschulen. Die Eindrücke aus den Online-Medien werden häufig in persönlichen Begegnungen vertieft. Am wichtigsten sind Gesprächspartner, auch Mitstudenten, die beim potenziellen Arbeitgeber tätig sind oder waren. Die Eltern hingegen haben wenig Einfluss, die Professoren noch weniger. Hingegen sind die Karrierezentren an den Universitäten eine grosse Hilfe. Inés Constantin Kleven vom ETH Career Center weiss auch warum. «Wir machen den Studierenden

Mut, nicht nach einem Job zu suchen, sondern sich zu überlegen, womit sie sich in den nächsten Jahren beschäftigen möchten. Dazu gehört neben einer sinnvollen Tätigkeit auch das Umfeld.» Diese Themen fänden in den Lehrplänen der Hochschulen kaum Platz. «Darum ist die Resonanz auf die Angebote der Career Center so positiv. Neben den individuellen Beratungen empfehlen wir den Studierenden, die diversen Möglichkeiten zu nutzen und mit Professionals in Kontakt zu treten, um die persönlichen Ideen und Ziele zu besprechen und zu überprüfen.» Angesichts der Entwicklung von Social Media wird das immer häufiger auch auf diesen Kanälen möglich sein.

2015 | UNIVERSUM TOP 100 |  11


RANKING

Business Veränderung Rang  zu 2014 1 Google 2 UBS

Rang 1 Business: Google

S. 48

51 Philip Morris International

3

1

52 Chopard

+

5 3

1

53 Hyatt

+

=

0

54 Coop

+ 14

5 SWISS Int. Airlines AG

S. 46

+

5

55 Pictet & CIE

– 13

6 PwC Schweiz

S. 40

1

56 InterContinental Hotels Group

+

6

neu

57 PostFinance

+

9

8 Schweizerische Nationalbank

+

9

58 Roland Berger

3

9 McKinsey & Company

1

59 Die Schweizerische Post

+

2

S. 32

+

1

60 Siemens

6

11 LVMH

4

61 Zurich Insurance Group

1

12 L'Oréal Group

3

62 Deutsche Bank

– 10

S. 34

13 The Boston Consulting Group

1

63 SRG SSR

4

14 Goldman Sachs

+

4

64 AXA Winterthur

+

6

15 Swatch Group

9

65 Emmi

+ 11 – 15

16 Novartis

+

3

66 Accenture

17 Lindt & Sprüngli

+

8

67 Johnson & Johnson

18 Richemont (Luxury Industry)

3

68 Manor AG

19 Microsoft

+ 10

69 Victorinox

– 28 S. 39

+

1

4

7

70 Lombard Odier & Cie

7

+

9

71 Logitech

+

4

22 Swiss Tourism

=

0

72 Fossil

23 J.P. Morgan

3

73 Tamedia

=

0

20 Procter & Gamble (P&G) 21 Swisscom

24 SBB CFF FFS

S. 47

S. 45

+ 15 neu

74 Die Mobiliar

1

75 Strategy&

– 11

25 Coca-Cola Schweiz

– 11

26 World Economic Forum

5

76 Allianz Suisse

5

27 Migros

1

77 IATA (Int. Air Transport Ass.)

3

78 Hilti

– 11

28 Bundesverwaltung

S. 29

– 12

29 KPMG

6

79 Swiss Life

=

0

30 Four Seasons

+

2

80 HP

2

31 IKRK

4

81 Feldschlösschen Getränke

1

32 Bank Julius Bär

+

2

82 Schindler

=

0

33 Roche

+

2

83 Bayer

3

34 Unilever

6

84 British American Tobacco

1

35 Kuoni

+

3

85 Partners Group

+ 14

36 Raiffeisen

+

9

86 Accor

9

37 IBM

6

87 BNP Paribas

+

4

38 Daniel Swarovski Corp. AG S. 30

+

6

88 Mondel?z International

– 16

39 Swiss Re

+

2

89 Bosch Gruppe Schweiz

8

3

90 Holcim

+

4

8

91 Givaudan

2

+

8

92 Cisco Systems

+ 12

40 Deloitte

S. 31

41 Glencore International AG

S. 34

42 Zürcher Kantonalbank

12 | UNIVERSUM TOP 100 | 2015

0

3 Nestlé

10 EY (Ernst & Young)

Rang 6 Business: PwC

= +

4 Credit Suisse

7 Rolex

Rang 2 Business: UBS

Veränderung zu 2014 Rang 

43 ABB

7

93 VZ Vermögenszentrum

+ 18

44 HSBC Private Bank

+

9

94 BDO

+

9

45 IKEA

+

1

95 Kühne + Nagel

neu

46 Bain & Company

3

96 Helbling Business Advisors

47 Mandarin Oriental Hotel Group

=

0

48 H&M

+ 10

49 Heineken

9

50 Morgan Stanley

1

+ 13

97 Thomson Reuters

7

98 Caterpillar

+

9

99 Banque Cantonale Vaudoise

2

100 Bühler

– 16


RANKING

Engineering Veränderung Rang  zu 2014

Veränderung Rang  zu 2014 1

1 ABB

=

0

51 Richemont (Luxury Industry)

2 Google

=

0

52 Lindt & Sprüngli

+ 24

3 Siemens

+

2

53 3M

neu

4 CERN

=

0

54 Accenture

+

6

5 SBB CFF FFS

S. 45

6 Alstom 7 RUAG

S. 42

8 IBM 9 Pilatus Aircraft

2

55 Geberit

+ 16

=

0

56 Rheinmetall Air Defence

+

2

57 PwC Schweiz

+

3

58 Trumpf

3

59 BKW

+

10 McKinsey & Company

S. 40

+ 21 =

S. 25

0

– 23

+ 11

60 SR Technics

– 19 + 19

3

61 Dell

12 The Boston Consulting Group (BCG) neu

62 Deloitte

8

13 Nestlé

6

63 noser engineering

+

9 9

11 Bombardier

S. 31

14 Novartis

4

64 ThyssenKrupp Presta

15 Swatch Group

+

1

65 Gruner

– 18

16 Logitech

+ 19

66 Roland Berger

+ 23

17 Implenia

67 Procter & Gamble (P&G)

+

2

6

69 Swiss Re

4

70 CSEM

6

+ 13

71 IATA (Int. Air Transport Ass.)

+

2

22 Microsoft

+

2

72 Unilever

4

23 Johnson & Johnson

+

6

73 Raiffeisen

+ 31

24 Hilti

6

74 Schneider Electric

+

25 Bosch Gruppe Schweiz

+

1

75 Coop

+ 17

26 Stadler Rail

9

76 Meyer Burger

+

27 Medtronic

+ 13

77 Oracle

+ 35

28 Credit Suisse

+ 14

78 Bayer

– 11

29 Emch+Berger

+ 22

79 Philip Morris International

+ 17

30 Losinger Marazzi

+

80 DuPont

– 14

2

S. 46

+ 10

68 GF (Georg Fischer)

5

20 Bundesverwaltung

S. 29

+

2

21 UBS

S. 48

18 SWISS Int. Airlines AG 19 Roche

9

S. 34

7

– 12

81 Sonova (Phonak)

4

1

82 World Economic Forum

+

2

1

83 Helbling Technik

34 Sensirion

+

4

84 Ericsson

35 Migros

+ 28

85 Suva

+ 26

36 Alpiq

– 11

86 BOBST

37 IKEA

=

87 Givaudan

– 26

S. 23

33 Zühlke Engineering AG

S. 50

0

S. 34

neu

5

– 11

88 Cisco Systems

– 42

89 EMS Chemie

+

40 Sulzer

90 Lonza Group

+

5

41 Schindler

– 11

91 AXA Winterthur

4 9

39 Swisscom

S. 47

7

8

+ 14

92 Syngenta

+

43 IKRK

– 20

93 u-Blox

2

44 Bühler

– 24

94 Pfizer

+

5 5

42 EY (Ernst & Young)

S. 34

45 BASF

1

95 KPMG

46 OC Oerlikon

+ 24

96 Altran

+ 14

47 Hamilton

+ 39

97 SAP

+ 11

48 HP

+

9

98 SRG SSR

+

49 Caterpillar

4

99 PostFinance

+ 10

50 Romande Energie

1

100 Endress+Hauser AG

S. 33

Rang 5 Engineering: SBB

– 30

+ 13

38 Swissgrid

Rang 4 Engineering: CERN

1

31 Axpo 32 Holcim

Rang 1 Engineering: ABB

8

4

– 26

2015 | UNIVERSUM TOP 100 |  13


RANKING

Humanities Veränderung Rang  zu 2014 1 IKRK 2 Bundesverwaltung

Rang 1 Humanities: IKRK

S. 29

51 Victorinox

1

52 EY (Ernst & Young)

– S. 34

2

– 20

+

1

53 Helsana

+

1

54 AXA Winterthur

+ 22

4

=

0

55 Die Mobiliar

+ 13

6 SWISS Int. Airlines AG

S. 46

+

1

56 Zürcher Kantonalbank

+

7

7 SBB CFF FFS

S. 45

1

57 Siemens

9

neu

58 Unilever

– 29

1

59 Touring Club Suisse (TCS)

+ 11

5 SRG SSR

neu

60 Emmi

11 World Economic Forum

2

61 ABB

– 25

10 Rolex

5

12 Kuoni

+

3

62 British American Tobacco

+ 10

13 L'Oréal Group

2

63 Logitech

+

14 Lindt & Sprüngli

2

64 Deutsche Bank

+ 36

15 Schweizerische Nationalbank

+

8

65 Orange

+ 27

16 Migros

6

66 Hyatt

+

17 IKEA

+

8

67 Helbling Business Advisors

+ 42

6

9

18 Daniel Swarovski Corp. AG S. 30

+

3

68 Bank Julius Bär

19 UBS

5

69 Johnson & Johnson

– 27

S. 48

7

20 Swatch Group

3

70 Goldman Sachs

+

21 Novartis

2

71 HSBC Private Bank

+ 16

8

– -7

22 Microsoft

2

72 Bayer

23 H&M

+

4

73 Glencore International AG S. 36

– 11

2

74 Alpiq

+ 47

7

75 J.P. Morgan

– 11

24 Die Schweizerische Post

S. 32

25 Swisscom

S. 47

26 LVMH

– 13

76 KPMG

27 Coca-Cola Schweiz

– 11

77 Deloitte

4

+

9

78 HP

+

4

29 Roche

+

2

79 Feldschlösschen Getränke

+

1

30 Chopard

2

80 JTI (JT International)

+ 28

28 Manor AG

S. 39

– 20 S. 31

31 Heineken

+ 12

81 Zurich Insurance Group

32 IATA (Int. Air Transport Ass.)

+

82 Kühne + Nagel

33 Fossil

+ 11

83 Pictet & CIE

34 The Boston Consulting Group

+

7

84 Allianz Suisse

– 32

35 Coop

5

85 Accenture

– 26

2

36 McKinsey & Company

+

3

86 Roland Berger

37 Mandarin Oriental Hotel Group

+

8

87 Infosys Lodestone

38 Four Seasons

3

88 Bain & Company

– 10 neu

– 23

– 28 neu

– 21

39 Philip Morris International

+ 35

89 Hilti

– 12

40 Swiss Life

+ 26

90 Holcim

+

41 Procter & Gamble (P&G)

+ 13

91 VZ Vermögenszentrum

+ 23

42 Credit Suisse

– 18

92 Lidl

+ 10

43 Swiss Re

– 10

93 Mondel?z International

44 PostFinance

+

6

94 Adecco Group

– 48

+

6

95 Schindler

46 IBM

8

96 Axpo

47 Richemont (Luxury Industry)

– 21

45 PwC Schweiz

14 | UNIVERSUM TOP 100 | 2015

1

3 Google

9 Nestlé

Rang 6 Humanities: SWISS

+

4 Swiss Tourism

8 Tamedia

Rang 2 Humanities: Bundesverwaltung

Veränderung zu 2014 Rang 

S. 40

7

– 14 S. 23

97 Strategy&

48 InterContinental Hotels Group

1

98 BNP Paribas

49 Raiffeisen

+

4

99 Banque Cantonale Vaudoise

50 Thomson Reuters

– 10

100 Partners Group

7

=

0

+ 20 neu

+ 13 + 23


RANKING

IT Veränderung Rang  zu 2014

Health/ Medicine

Veränderung Rang  zu 2014 +

1

1 Google

=

0

1 UniversitätsSpital Zürich

2 Microsoft

+

1

2 INSELSPITAL, Universitätsspital Bern

1

3 IBM

1

3 Hirslanden Kliniken

=

0

9

S. 49

+

1

4 Centre Hospitalier Universitaire Vaudois

+

5 CERN

1

5 Universitätsspital Basel

1

6 Oracle

+

2

6 Les Hôpitaux Universitaires de Genève

+

6 2

4 Swisscom

S. 47

1

7 Kinderspital Zürich

8 Logitech

+

2

8 IKRK

2

9 Cisco Systems

=

0

9 Luzerner Kantonsspital

+

2

7 UBS

S. 48

10 Credit Suisse 11 SBB CFF FFS

S. 45

+

5

10 Novartis

4

11 Stadtspital Triemli

2

neu

12 Nestlé

+

2

12 Roche

2

13 HP

+

9

13 Kantonsspital Winterthur

6

14 SWISS Int. Airlines AG

S. 46

+ 15

14 Hôpital du Valais / Spital Wallis

+ 16

15 Bundesverwaltung

S. 29

15 Kantonsspital Aarau

+

2

2

16 Zühlke Engineering AG S. 50

+ 16

16 Universitäts-Kinderspital beider Basel

1

17 SAP

5

17 Kantonsspital St. Gallen

3

18 Migros

+ 13

18 HFR – Freiburger Spital

+

9

19 Accenture 20 Deloitte

S. 31

21 PwC Schweiz

S. 40

8

19 Kantonsspital Graubünden

+

3

+

8

20 Psychiatrische Universitätsklinik Zürich

4

1

21 Kantonsspital Baselland

+ 14

22 Novartis

+ 13

22 KJPD

+

23 Siemens

23 Bayer

3

24 Open Systems

+ 22

24 Suva

neu

25 McKinsey & Company

7

25 Kantonsspital Baden

+

9

26 Swatch Group

2

26 Swiss Tropical and Public Health Instit.

– 17

4

6

27 Dell

27 Nestlé

– 12

28 Johnson & Johnson

+

3

29 Die Schweizerische Post S. 32

+

29 CERN

4

30 RUAG

S. 42

+ 10

30 Universitäre Psychiatrische Dienste Bern

+

6

31 EY (Ernst & Young)

S. 34

8

31 Hôpital Neuchâtelois HNE

+

2

32 Solothurner Spitäler AG (so H)

6

+ 42

33 Zuger Kantonsspital

4

34 Ostschweizer Kinderspital

– 16

4

32 KPMG

+ 17

33 AdNovum 34 ELCA Informatik

8

35 PostFinance

– 16

35 Hôpital Riviera Chablais

36 Raiffeisen

+ 30

36 Pfizer

37 Bombardier

+

5

37 Bundesverwaltung

38 Roche

4

38 Hôpital du Jura

+ 14

39 World Economic Forum

2

39 Universitäre Psych. Kliniken Basel

+

40 Spitalzentrum Biel

– 17

40 Avaloq

S. 22

+ 18

S. 29

neu

+

3

Rang 2 Health/Medicine: Inselspital

– 16 7

41 Namics

8

41 Luzerner Psychiatrie

42 Swiss Re

6

42 Psychiatrische Dienste Aargau AG

43 Swiss Life

+ 37

43 Gesundheitszentrum Fricktal

44 AXA Winterthur

+ 32

44 Vifor Pharma

– 16

45 IKRK

– 20

45 Genolier Swiss Medical Network

1

46 IKEA

+ 21

46 Integrierte Psychiatrie Winterthur IPW

9 9

S. 41

Rang 1 Health/Medicine: Universitätsspital Zürich

2

28 ABB

1

Rang 2 IT: Microsoft

+

4

+

1

+ 11

47 noser engineering

+ 37

47 Straumann

+

48 Coop

+ 24

48 Medtronic

8

49 The Boston Cons. Group

– 28

49 Ita Wegman Klinik

+

4

50 Richemont

+ 18

50 Kantonsspital Nidwalden

2

2015 | UNIVERSUM TOP 100 |  15


RANKING

Law Veränderung Rang  zu 2014 =

0

1 Novartis

=

0

=

0

2 Roche

=

0

3 Nestlé

=

0

3 CERN

+

1

4 Lenz & Staehelin

=

0

4 Google

+

1

S. 29

5 UBS

S. 48

=

0

5 Nestlé

6 EY (Ernst & Young)

S. 34

+

1

6 Bundesverwaltung

7 Credit Suisse

+

3

7 Bayer

8 Homburger

=

0

8 UBS

3

9 Swiss Re

9 SWISS Int. Airlines AG

S. 46

2

S. 29

=

0

=

0

S. 48

+

2

+

8

+

1

10 IKRK

+

6

11 Schweizerische Nationalbank

+

1

11 Credit Suisse

+

1

12 Novartis

3

12 Migros

+ 14

10 PwC Schweiz

S. 40

13 Bär & Karrer

+

6

13 IBM

14 Lindt & Sprüngli

+

6

14 SBB CFF FFS

15 Pestalozzi Rechtsanwälte

+

3

15 Syngenta

– S. 45

7

1

16 Johnson & Johnson

2

3

17 McKinsey & Company

+

3

18 Baker & McKenzie

5

18 Coop

+ 13

19 Schellenberg Wittmer

3

19 Pfizer

20 Roche

+

3

20 The Boston Consulting Group

7

21 Lindt & Sprüngli

+

8

22 Microsoft

8

1

neu

24 BASF

5

25 World Economic Forum

+

9

26 Vifor Pharma

2

27 ABB

9

28 Zurich Insurance Group

+

2

29 Emmi

+

9

30 SWISS Int. Airlines AG

S. 46

+ 13

31 Givaudan

3

32 Lonza Group

9

33 Siemens

6

34 Actelion

– 12

35 Sensirion

+ 12

36 AXA Winterthur

+ 12

37 Deloitte 38 PwC Schweiz

S. 31

+ 15

S. 40

+ 11

39 Alstom

+ 12

40 EMS Chemie

+ 34

41 Swiss Life

6

42 Swisscom

S. 47

3

43 EY (Ernst & Young)

S. 34

+

1

44 Unilever 45 RUAG 46 Romande Energie

16 | UNIVERSUM TOP 100 | 2015

1

+

S. 45

23 Biogen Idec

Rang 2 Natural Sciences: Roche

4

+

17 L'Oréal Group

16 SBB CFF FFS

Rang 1 Natural Sciences: Novartis

Veränderung zu 2014 Rang 

2 IKRK

1 Bundesverwaltung

Rang 3 Law: Nestlé

Natural Sciences

– 19 S. 42

+

8

+ 18

47 Swatch Group

– 15

48 Raiffeisen

– 15

49 Swissgrid

+

50 DSM

+ 10

8


RANKING

Spezial-Rankings Die Spezial-Rankings basieren auf dem wissenschaftlich fundierten Modell der vierzig Treiber der Arbeitgeberattraktivität (siehe Darstellung Seite 9). Die vierzig Kriterien gruppieren sich in vier Kategorien: Ansehen und Image des Arbeitgebers, Jobeigenschaften, Mensch und Kultur, Gehalt und Aufstiegsmöglichkeiten. Die Kriterien «ein kreatives und dynamisches Arbeitsumfeld», «eine gute Referenz für meine zukünftige Karriere» und «eine anspruchsvolle Tätigkeit» haben sich in der Universum Talent Research 2015 als besonders wichtig herausgestellt. Die folgenden Unternehmen wurden in diesen Bereichen als besonders attraktiv wahrgenommen:

Rang 2 Business: Tamedia

Eine gute Referenz für meine zukünftige Karriere:

BUSINESS

ENGINEERING

1

Johnson & Johnson

1

Roche

2

McKinsey & Company

2

Axpo

3

World Economic Forum

3

Google

4

EY

4

Johnson & Johnson

5

Bain & Company

5

Nestlé

Rang 4 Engineering: Sensirion

Ein kreatives und dynamisches Arbeitsumfeld:

BUSINESS

ENGINEERING

1

Google

1

Zühlke Engineering AG

2

Tamedia

2

Hilti

3

H&M

3

Google

4

IKEA

4

Sensirion

5

L’Oréal Group

5

Logitech

Rang 4 Business: IKEA

Eine anspruchsvolle Tätigkeit:

BUSINESS

ENGINEERING

1

McKinsey & Company

1

CERN

2

Bain & Company

2

Emch+Berger

3

Goldman Sachs

3

Swissgrid

4

The Boston Consulting Group

4

Zühlke Engineering AG

5

L’Oréal Group

5

BASF

2015 | UNIVERSUM TOP 100 |  17


Ein Blick hinter die Kulissen von … Von Energieunternehmen bis Versicherungen über Technologie-Konzerne und Beratungen: Der Schweizer Arbeitsmarkt bietet viele spannende Karrieremöglichkeiten für junge Talente. Auf den folgenden Seiten erzählen Mitarbeitende aus den unterschiedlichsten Branchen wie ihr Arbeitsalltag aussieht, warum sie sich für ihren Arbeitgeber entschieden haben und welche Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten er bietet.

Avaloq

Als technologieorientierter Dienstleister für die Finanzindustrie arbeitet Avaloq an der Schnittstelle zwischen Banking und IT und sucht Talente mit starken analytischen Fähigkeiten.

S.

adesso

ALDI SUISSE

Das Software-Unternehmen denkt sich aktiv ins Geschäft ihrer Kunden ein und sucht dazu insbesondere auch weibliche Fachkräfte.

Das Unternehmen wirft seine Mitarbeitenden gern ins kalte Wasser – und hält auch für Leute ohne Berufserfahrung alle Karrierewege offen.

S.

S.

20

Baloise Group Das Schweizer

Axpo

Versicherungsunternehmen betreut seine Kunden über den Schadenfall hinaus und begegnet seinen Mitarbeitenden mit Wertschätzung.

Das Energieunternehmen verbindet Innovationskraft mit Expertise und fördert Vielfalt und Weiterentwicklung.

22

BKW

S.

23

British American Tobacco Switzerland Der Tabakkonzern ist

Der Energie-Konzern fördert Ideen seiner Mitarbeitenden an der Basis. Damit das Unternehmen in Zukunft neue Wege gehen kann.

S.

Das Staatsekretariat für Migration arbeitet im Spannungsfeld zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft – eine tägliche Herausforderung.

S.

29

Die Schweizerische Post Das Schweizer Traditionsunternehmen sucht im Zuge der Digitalisierung nach Informatikerinnen und Informatikern mit kommunikativen Fähigkeiten.

S. 18 | UNIVERSUM TOP 100 | 2015

in über 200 Ländern präsent – und hilft seinen Mitarbeitenden, inmitten der Globalisierung die lokalen Märkte zu verstehen.

25

Bundesverwaltung

32

21

S.

Das Familienunternehmen legt trotz seiner Grösse viel Wert auf Unternehmergeist – und fasziniert seine Mitarbeitenden mit Traditionsbewusstsein und Raum für neue Ideen.

S.

27

Bühler

Deloitte

S.

24

Der Schweizer Technologiekonzern setzt als Familienunternehmen auf Flexibilität, guten Umgang und ein neues Trainee-Programm mit Zukunft.

26

Daniel Swarovski Corporation AG

S.

30

Deloitte unterstützt seine Mitarbeitenden bei individuellen Projekten und bietet die zeitliche Flexibilität zur persönlichen Weiterentwicklung.

S.

31

EY

Endress+Hauser AG Das Familienunternehmen stellt die Persönlichkeit über Abschlussnoten – und strebt organische statt revolutionäre Entwicklung an.

S.

33

Das Beratungsunternehmen hilft seinen Kunden, die richtigen Fragen zu stellen. Und das Verteilen von Aufgaben nicht den Managern zu überlassen.

S.

34


Glencore International AG Helbling Technik

GF (Georg Fischer) Der Erfolg des Schweizer Industriekonzerns GF basiert auf dem Team Spirit und Innovationsgeist seiner 14‘100 Mitarbeitenden an den über 120 Standorten weltweit.

Das Rohstoff-Unternehmen setzt auf individuelle Förderung und Top-Leistungen.

S.

35

S.

Das TechnologieUnternehmen sucht Technik-Besessene mit Sozialkompetenz und fährt bei der Formel 1 in fast allen Rennställen mit.

Die grösste Warenhausgruppe der Schweiz setzt von Beginn weg auf Führungsaufgaben – und lässt seine Mitarbeitenden daran wachsen.

38

S.

S.

39

RUAG

PDAG

41

S.

Swiss International Air Lines (SWISS) Die Fluggesellschaft fördert den Austausch über alle Divisionen und Hierarchiestufen und setzt auf faktenbasierte Entscheidungen.

S.

46

UniversitätsSpital Zürich Beim UniversitätsSpital Zürich wird von den Besten gelernt – in Forschung, Lehre und Klinik.

49

S.

Das Beratungsunternehmen möchte in Zukunft einen Frauenanteil von 25 Prozent bei neuen Partnern – und weiss, dass es dabei nicht nur um Zahlen und gleiche Bezahlung geht.

S.

40

S.

45

Die SBB Finanzen schaffen täglich Mehrwert und Transparenz für das grösste Reiseund Transportunternehmen der Schweiz.

42 UBS

Swisscom Das Telekommunikations­ unternehmen setzt auf flexible Arbeitsformen für jede Lebensphase.

Die Schweizer Grossbank sieht Diversität als einen wesentlichen Treiber für Innovation.

S.

Zühlke

37

SBB Beim internationalen Technologiekonzern sind zivile Anwendungen der aktuelle Wachstumsmarkt – unter dem wachsamen Auge des Schweizer Staates.

Bei den Psychiatrischen Diensten Aargau AG wird Ausbildung gross geschrieben.

S.

PwC Schweiz

Manor AG

Kistler

S.

36

Das Schweizer Unternehmen sucht herausragende Ingenieure für vielfältige Entwicklungs- und Beratungsaufgaben – und bietet im Gegenzug spannende Projekte und TechCamps in den Bergen.

47

S.

48

Das Technologie-Unternehmen investiert in Weiterbildung nach Mass – und fördert die Zusammenarbeit der Mitarbeitenden in eigenverantwortlichen Fokus-Gruppen.

S.

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IT

adesso Schweiz AG Das Software-Unternehmen denkt sich aktiv ins Geschäft ihrer Kunden ein und sucht dazu insbesondere auch weibliche Fachkräfte.

Herr Süess, Sie sprechen von einer Revolution in der IT-Branche. Was meinen Sie damit? Süess: Die IT verändert sich gerade stark. Weil sich die Welt verändert: Die Kunden sind mobil geworden, arbeiten in sich ständig verändernden Strukturen. Darauf müssen wir reagieren. Wie reagiert die Software-Branche in der Schweiz darauf? Wir werden agiler, entwickeln unsere Produkte direkt im Markt weiter, statt lange auf dem Trockenen zu üben. Das hat Vorteile: So können wir unsere Software dem Kunden und seinen Bedürfnissen entspre-

chend anpassen. Die Software und das Unternehmen wachsen immer stärker zusammen, was unsere Rolle neu formt. Wir sind kein reiner Dienstleister mehr, der im Keller sitzt. Wir gestalten neue Entwicklungen aktiv mit.

»Die Informatik-Branche wird sozialer.«

Hansjörg Süess, Executive MBA in General Management, ist CEO der adesso Schweiz AG.

ten können, seine Bedürfnisse verstehen, ihn in seiner Branche abholen können.

Das verändert sicher auch die Anforderungen, die Sie an junge Talente stellen. Ja, sie müssen weiterdenken. Die Zeiten, in denen das Codieren von Software im Zentrum stand, sind definitiv vorbei. Die IT wird sozialer: Wir suchen nach Software-Entwicklern, die in Kontakt zum Kunden tre-

Suchen Sie auch Frauen? Die IT-Branche ist noch immer eine Männerdomäne. Wir suchen schon lange nach talentierten weiblichen Arbeitskräften im IT-Bereich, wurden aber bisher kaum fündig. Was sicherlich auch am Image der Branche liegt. Doch dieses Image ist überholt, der Beruf heute ein ganz anderer.

facts

/ANZAHL ANGESTELLTE In der Schweiz 80, 1'400 an weiteren 12 Standorten in Deutschland, Österreich und Türkei /PERSONALBEDARF Software-Entwickler und IT-Consultants /WEGE IN DAS UNTERNEHMEN Direkteinstieg in die Fachabteilungen /BEWERBUNG AN miryam.escher@adesso.ch

>>> Mehr Informationen zu den attraktivsten Arbeitgebern der Schweiz sowie offene Stellen, interessante Artikel und20Tipps & Tricks | UNIVERSUM TOPrund 100 | um 2015Beruf und Karriere gibt’s auf

careerstep.ch


BUSINESS

facts

/ANZAHL ANGESTELLTE >2'500 /PERSONALBEDARF 20-30 Absolventen, jede Studienrichtung ist denkbar /WEGE IN DAS UNTERNEHMEN Direkteinstieg als Regionalverkaufsleiter oder Management-Praktikum /BEWERBUNG UNTER jobs.aldi.ch

ALDI SUISSE Das Unternehmen wirft seine Mitarbeitenden gern ins kalte Wasser – und hält auch für Leute ohne Berufserfahrung alle Karrierewege offen. Frau Nipp, wieso haben Sie sich die Position als Regionalverkaufsleiterin ausgesucht? Nipp: Weil ich gerne unter Leuten bin und mit einem Team arbeite. Ich habe schon immer leidenschaftlich gerne geführt, das

»Ich habe meinen Traumjob gefunden.« war schon in den Gruppenarbeiten an der Universität so. ALDI SUISSE hat mir sofort die Möglichkeit gegeben, eine Führungskarriere einzuschlagen. Ich habe nun die

sung war. Es mag wie eine Floskel klingen, aber dieser Job bei ALDI SUISSE ist mein Traumjob. Ich habe in den letzten zwei Jahren persönlich und beruflich sehr viel gelernt. Ich bin an meinen Aufgaben gewachsen. Klingt pathetisch, ist aber so.

Verantwortung über fünf Filialen in meinem Gebiet, führe die Filialleiter und sorge für einen reibungslosen Ablauf an den Verkaufsstandorten. Dabei kann ich mit meiner Arbeit etwas bewirken: Wenn ich in einer Filiale etwas Neues umsetze, sehe ich die Resultate sofort. Ich kann meinen Tagesablauf ausserdem selbst gestalten und einteilen, was mir sehr viel bedeutet. Der Berufsalltag ist extrem abwechslungsreich, die Aufgaben vielfältig. Sie sind direkt nach Ihrem Abschluss an der Universität bei ALDI SUISSE eingestiegen. Ein Fehler? Nein, im Gegenteil. Das war wirklich eine sehr gute Entscheidung. ALDI SUISSE bietet die Chance des Direkteinstiegs, was für mich nach dem Studium die perfekte Lö-

War das immer einfach? Nein, es war sehr herausfordernd. Ich merkte schnell, dass man sofort mit anpacken muss. Ich hatte beispielsweise bereits in meiner ersten Woche ein Telefoninterview mit einer Bewerberin. Ich wurde ins kalte Wasser geworfen, wusste damit aber auch gleich, woran ich bin. Ich konnte von Beginn weg Verantwortung tragen. Das hat mich ideal auf meine Führungsposition vorbereitet. Was hat Sie sonst noch überrascht? Als Regionalverkaufsleiter ist man die meiste Zeit draussen, direkt bei den Kunden. Ich habe eine Filialzeit absolviert, die mir ermöglicht hat, alle Abläufe von Grund auf zu lernen. Ich habe Paletten abgepackt, sass an der Kasse, habe die Lebensmittel kontrolliert. Ich habe an der Basis gelernt. Eine unbezahlbare Erfahrung. Welche Erkenntnisse haben Sie aus dieser Zeit gezogen? Ich weiss nun, mit welchen Herausforderungen meine Mitarbeitenden täglich umgehen müssen. Deshalb kann ich viel besser eingreifen und die Abläufe optimieren. Man kann seine Mitarbeitenden nur führen, wenn man weiss, wo sie die Führung auch tatsächlich brauchen. Ich laufe nicht einfach mit meinem Anzug durch die Regale und schwinge meinen Zeigefinger.

Alexandra Nipp, Master in Marketing, Dienstleistungsund Kommunikationsmanagement und Regionalverkaufsleiterin bei ALDI SUISSE.

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NATURAL SCIENCES IT

Als technologieorientierter Dienstleister für die Finanzindustrie arbeitet Avaloq an der Schnittstelle zwischen Banking und IT und sucht Talente mit starken analytischen Fähigkeiten.

Avaloq

Dominique Im Obersteg, MSc ETH in Informatik, ist Business Consultant bei Avaloq.

Herr Im Obersteg, Sie bewegen sich bei Avaloq zwischen Banking und IT. Was reizt Sie an dieser Kombination? Im Obersteg: Beide Bereiche durchdringen mittlerweile sämtliche Bereiche unseres Lebens, woraus sich eine Vielzahl von sehr spannenden Herausforderungen ergibt, die hohe Anforderungen an Qualität und Effizienz stellen und ein enormes Potenzial bergen. Sie kommen ursprünglich aus der Informatik? Ja, ich habe Informatik studiert, die Dynamik, Komplexität und Vielseitigkeit des Finanzsektors haben mich aber schon immer interessiert. Die Anforderungen sind ähnlich. Aber die Rollen der beiden Bereiche haben sich komplett verändert. Was meinen Sie damit? Banking ist heute sehr weit von dem entfernt, was es mal war. Die Bankprozesse

facts

sind heute in der IT abgebildet. Der globalisierte Markt ist derart komplex, die Informationen so zahlreich - ohne IT wären diese Prozesse gar nicht mehr zu bewältigen. Ich würde sogar sagen: Banking würde

»Banking gäbe es ohne Informatik gar nicht mehr.«

ohne Informatik gar nicht mehr existieren. Die IT ist die Grundlage des Bankings geworden. Innovative Banken mit leistungsfähigen digitalen Angeboten haben häufig einen Wettbewerbsvorsprung. Welche Auswirkungen hat das auf Ihr Unternehmen? IT und Bankprozesse rücken näher zusammen. Avaloq entwickelt einerseits Software für Finanzinstitute, verwendet aber die Software auch selbst und bietet Banken Services an, die mit der Software durchgeführt werden. Ausserdem fliessen aufgrund der guten Zusammenarbeit innerhalb der

Avaloq Community die Erkenntnisse aus dem Kundenkontakt direkt in unsere Produktentwicklung ein. Ein Lernkreislauf. Ja. Damit stellen wir die Qualität sicher, und natürlich auch, dass wir der Konkurrenz einen Schritt voraus sind. Wir sind am Puls der Entwicklung. Was müssen junge Talente mitbringen, um bei Ihnen erfolgreich einzusteigen? Sie sollten sich in einem sich rasch entwickelnden und dynamischen Umfeld wohl fühlen. Man benötigt eine schnelle Auffassungsgabe, eine hohe Affinität zu Banking und IT und starke analytische Fähigkeiten. Ist man im Consulting tätig, so sind zusätzlich kommunikative Fähigkeiten, Flexibilität und eine hohe Belastbarkeit erforderlich, wobei man sowohl hohe Selbständigkeit als auch Teamplayer-Eigenschaften mitbringen sollte. Und beides studiert haben: Banking und IT? Nein. Aber eines von beidem sicher. Die Person muss in einem der beiden Bereiche zuhause sein. Und grosses Interesse am anderen Bereich haben. Den Rest lernen Sie bei uns.

/ANZAHL ANGESTELLTE 1'800 weltweit /PERSONALBEDARF Business Consultants, Software Engineers, Business Analysten /WEGE IN DAS UNTERNEHMEN Über Praktika (mind. 6 Monate) oder Direkteinstieg /BEWERBUNG AN www.careers.avaloq.com

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NATURAL ENGINEERING SCIENCES

facts

/ANZAHL ANGESTELLTE 4'435 /PERSONALBEDARF Absolventen der Ingenieurwissenschaften, Betriebswirtschaft, Naturwissenschaften sowie Informatik /WEGE IN DAS UNTERNEHMEN Praktika, Diplomarbeiten, Trainee-Programm, Direkteinstieg /BEWERBUNG AN www.axpo.com/jobs

Axpo Das Energieunternehmen verbindet Innovationskraft mit Expertise und fördert Vielfalt und Weiterentwicklung. Sarah Hellmüller, Doktorat in Physik, ist Leiterin Technik & Trasse bei Axpo.

sowie externe Kurse zu besuchen, was Frau Hellmüller, Sie sind bereits als junge ich sehr geschätzt habe. Die Freiheit zur Frau in einer Führungsposition. Wie fachlichen wie auch persönlichen Weiterhaben Sie sich diese Position erarbeitet? Hellmüller: Mein Physik-Studium an der entwicklung erachte ich als nicht selbstETH Zürich und das Doktorat haben verständlich. mir das fachliche Rückgrat gegeben. Bei der Übernahme der Teamleitungsfunkti- Warum haben Sie sich als Physikerin geraon kam mir sicherlich zu Gute, dass ich de für Axpo als Arbeitgeber eine engagierte Persönlichkeit bin, welche entschieden? auch in schwierigen Situationen den Über- Der aktuelle Wandel in der Energiebranche blick behält. Nicht zuletzt hat Axpo mich macht das Unternehmen extrem interesin meiner Weiterentwicklung gefördert: sant. Axpo ist an der Front dabei. Als grosIm Anschluss an meine Forschungstätig- ses Energieunternehmen in der Schweiz ist Axpo entlang keit an der ETH der gesamten Werthabe ich vor knapp zwei Jahren hier im schöpfungskette täUnternehmen als tig: Von Produktion »Ein offenes, ehrliches Projektingenieurin über Verteilung und und menschliches angefangen. Dank Vertrieb bis hin zum der tollen UnterHandel. Arbeitet Arbeitsklima.« man hier, hat man stützung des Teams die Chance einen und der VorgesetzEinblick in alle Beten konnte ich mir rasch den nötigen Überblick über die reiche zu erhalten. Eine spannende Sache! Branche verschaffen. Im vergangenen Denn auf uns kommen viele neue AufgaJahr hatte ich die Möglichkeit, Weiter- ben zu: So schauen wir gespannt auf die bildungen und Seminare des breiten Aus- Politik und den Weg, der in Energiefragen und Weiterbildungsangebots der Axpo eingeschlagen wird. Wir müssen Lösungen

finden, neuen Anforderungen gerecht zu werden. Wie gehen Sie damit in Ihrem Tätigkeitsbereich um? Der Bereich Netze beispielweise sorgt für eine effiziente, sichere und zuverlässige Stromverteilung, welche auch den zukünftigen Anforderungen durch die Integration der erneuerbaren Energien gerecht wird. Innovative Lösungen sind gefragt. Dies bietet mir die perfekte Gelegenheit meine Stärken als Physikerin einzusetzen und mit meinem Team Energielösungen für morgen zu erarbeiten. Welche Talente braucht Axpo für diese Veränderungen? Da die Berufsvielfalt bei Axpo gross ist, brauchen wir motivierte und engagierte Mitarbeitende aus den unterschiedlichsten Disziplinen: Neben den klassischen Ingenieur- und Projektleiterstellen in der Produktion und in der Verteilung suchen wir auch Energy-Traders, Analysten und Modellentwickler oder Informatiker. Vielfalt ist bei uns nicht nur Theorie, sondern die Grundlage für Innovation.

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NATURAL SCIENCES BUSINESS

Baloise Group Das Schweizer Versicherungsunternehmen betreut seine Kunden über den Schadenfall hinaus und begegnet seinen Mitarbeitenden mit Wertschätzung.

Herr Marty, was sollte ein neuer Mitarbeiter mitbringen, um bei der Baloise Group erfolgreich zu sein? Marty: Sozialkompetenz und Spass an der gemeinsamen Arbeit sind sehr entscheidend – auch wenn man das bei einer Versicherung vielleicht nicht als Erstes denkt. Zusätzlich muss der Wille da sein, die Baloise jeden Tag ein Stück besser zu machen. Wofür im Speziellen? Wir sind als Versicherung dafür zuständig, dass der Kunde sich sicher fühlt. Das müssen wir als Mitarbeitende vermitteln: Wir machen die Kunden sicherer. Die Zeiten sind vorbei, in denen die Basler dem Kunden bei einem Einbruch das Schadenformular zusendete und am Schluss lediglich die finanziellen Folgen des Einbruchs übernahm. Heute begleiten wir unsere Kunden während der gesamten unsicheren Phase. Wie zeigt sich diese ganzheitliche Betreuung des Kunden konkret? Wenn ein Einbruch gemeldet wird, geben wir dem Kunden bereits bei Schadenanmeldung Sicherheitstipps. Wir begleichen nicht nur den Sachschaden, sondern übernehmen auch die Kosten für den immateriellen Schaden, z.B. die psychologische Betreuung nach dem Einbruch. Wir beteiligen uns auch an den Kosten für die

facts

In­ stallation von Sicherheitseinrichtungen wie Alarmanlagen. Bei der Baloise leben wir Sicherheit vor. Wie leben Sie diese Sicherheit intern im Unternehmen? Wenn beispielsweise ein Mitarbeitender über längere Zeit wegen Krankheit ausfällt, betreut ihn unser betriebliches Case Management-Team. Die Experten sprechen mit ihm über seine Wünsche, Herausforderun-

»Ich würde mich immer wieder für die Baloise als Arbeitgeberin entscheiden.« gen und Ängste. Der Mitarbeitende wird während der Genesung und in seiner beruflichen Reintegration begleitet. Es ist wichtig, den Menschen Mut zu machen. Genau gleich treten wir an unseren Kunden heran. Es braucht viel Empathie und Verständnis, den anderen bei Unsicherheit zu begleiten. Was schätzen Sie darüber hinaus an Ihrer Arbeitgeberin besonders? Die Baloise ist gross und sehr vielfältig. Die Kultur und Identität sind aber über die Jahre

Philipp Marty ist Leiter Produktmanagement Sach/Haftplicht Privatkunden bei der Baloise Group in der Schweiz.

familiär geblieben. Ich werde als Mensch ernst genommen. Als Mitarbeiter kann ich mich einbringen und werde aktiv gefördert. Das Unternehmen ist aber gleichzeitig auch leistungsorientiert und verlangt Einsatz. Ich fühle mich mitverantwortlich für den Unternehmenserfolg. Viele Gründe also, weshalb ich mich immer wieder für die Baloise Group als Arbeitgeberin entscheiden würde.

/ANZAHL ANGESTELLTE Schweiz: 3'700, Europa: 7'600 /PERSONALBEDARF Wirtschaftswissenschaften, Mathematik, Physik, Informatik, Rechtswissenschaften /WEGE IN DAS UNTERNEHMEN Praktika, Werkstudentenstellen, Traineeship und Direkteinstieg /BEWERBUNG AN www.baloise.ch/karriere

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NATURAL ENGINEERING SCIENCES

facts

/ANZAHL ANGESTELLTE 3'500 /PERSONALBEDARF Ingenieure (Elektrotechnik, Bauwesen, Maschinenbau), Informatiker, Wirtschafts- und Naturwissenschaftler (Mathematik, Statistik, Physik) /WEGE IN DAS UNTERNEHMEN Über Praktika (6-12 Monate), das Trainee Programm «BKW Career Start» oder einen Direkteinstieg in den vielfältigen Bereichen der BKW /BEWERBUNG AN www.bkw.ch/karriere

BKW Der Energie-Konzern fördert Ideen seiner Mitarbeitenden an der Basis. Damit das Unternehmen in Zukunft neue Wege gehen kann. Herr Sturani, der Energiesektor wandelt sich derzeit rasant. Spüren Sie das auch bei der BKW? Ja, natürlich. Die Energiebranche ist stark im Wandel, an den verschiedensten Fronten. Es reicht heute nicht mehr, einfach eine Stromrechnung zu schicken. Wir werden immer stärker zu einem Dienstleistungsunternehmen. Die Digitalisierung, die neue Orientierung am Kunden, massgeschneiderte Produkte: Das alles führt dazu, dass wir uns ein Stück weit neu erfinden müssen.

Das klingt nach grosser Veränderung. Welche Chancen bieten sich damit den Mitarbeitenden? Wir beschäftigen über 3'500 Mitarbeitende aus den verschiedensten Bereichen. Damit Wie sieht diese Zukunft aus? Wir werden in den kommenden zehn Jah- sind ganz neue Kombinationen und Mögren über eine Milliarde Franken in unsere lichkeiten der Zusammenarbeit gegeben. Dienstleistungen investieren. Wir werden Wir möchten Vielfalt und Kreativität förkünftig im Sinne einer Totalunterneh- dern. Hat ein Mitarbeiter eine Idee, tun wir merin agieren. Mit Planungsdienstleis- alles daran, diese umzusetzen, vorausgesetzt, sie hat Marktpotentungen, FacilityManagement, Anlazial. Wir investieren über 10 Millionen gebau-Leasing. Na»Wir suchen Talente Franken pro Jahr in türlich bleiben die und Innoklassischen Kompofür Berufe, die es noch gar Forschung nenten der Gebäuvation. Wir koopenicht gibt.« detechnik, wie zum rieren mit verschieBeispiel Heizungsdenen Hochschulen oder Lüftungsanlaund Forschungsinsgen, erhalten. Für tituten, investieren in den Ausbau unserer Dienstleistungen Startups, sind sehr aktiv in der Forschung. brauchen wir innovative, zukunftsgerich- Bis 2024 wollen wir die führende Enertete Persönlichkeiten aus den Bereichen gie- und Infrastrukturdienstleisterin der Marketing, Kommunikation, IT - und Ta- Schweiz werden. lente für Berufe, von denen wir noch gar nicht wissen, dass es sie gibt. Sind Sie eine Kaderschmiede der Zukunft geworden? Ja und Nein. Gleichzeitig braucht es natürlich auch weiterhin die klassischen Ingenieure, die Spezialisten im Energiesektor. Das wird die grosse Herausforderung sein: Das Zusammenspiel der verschiedenen Kompetenzen, Ausrichtungen und Charaktere. Deshalb ist es auch so spannend, bei uns zu arbeiten. Weil wir die unterschiedlichsten Leute unter einem Dach vereinen – vom Informatiker bis hin zum Netzelektriker ist alles dabei. Jeder kann an der Zukunft mitarbeiten. Das fördern wir bewusst. Diese Vielfalt ist der Kern des Unternehmens. Und eine Chance für uns alle.

Dafür suchen wir Talente, die neue Kompetenzen ins Unternehmen einbringen und die Energiezukunft bei uns mitgestalten.

Renato Sturani, dipl. Maschineningenieur, Leiter Geschäftsbereich Erneuerbar & Effizienz, ist Mitglied der BKW Konzernleitung.

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BUSINESS

British American Tobacco Switzerland Der Tabakkonzern ist in über 200 Ländern präsent – und hilft seinen Mitarbeitenden, inmitten der Globalisierung die lokalen Märkte zu verstehen.

Marc Hoppler, Executive Master of Corporate Finance, ist Head of Finance bei BAT. Robert Goossens, Masters in Business Management and International Relations, ist Head of Brand Marketing Switzerland bei BAT International.

Herr Goossens, Sie waren für BAT in den Benelux-Staaten tätig. Welche Erkenntnisse haben Sie aus Ihrem Aufenthalt im Ausland gezogen? Goossens: Im Ausland habe ich erst gemerkt, wie wichtig die lokalen Kulturen für unseren globalisierten Markt noch sind. Ich habe die Menschen vor Ort kennengelernt, die Art, wie sie denken und handeln. Ich wollte dabei nicht nur zuhören, ich wollte die Bedürfnisse der Menschen wirklich verstehen. Was sie antreibt, was sie sich wünschen. Und warum. Nur so gelingt gutes Marketing. Herr Hoppler, welche Möglichkeiten bietet BAT seinen Mitarbeitenden auf internationaler Ebene? Hoppler: Die Möglichkeiten sind fast unbeschränkt. Wir sind weltweit in über 200 Ländern präsent, beschäftigen 57‘000 Mitarbeitende. Mit diesem Stellennetz halten nicht viele andere Firmen mit. Natürlich profitieren wir auch von unserem globalen Stellenportal, um den idealen Job für unsere Mitarbeitenden zu finden. Unsere Talente können sich weltweit frei entfalten und den Standort wechseln - sofern das den Plänen des Mitarbeitenden und des Unternehmens entspricht.

viele Möglichkeiten gegeben, mich weiterSind Sie am Schweizer Firmensitz in Zug denn international? zuentwickeln. Ich habe das Handwerk von Sogar sehr. British American Tobacco der Pike auf gelernt. Und ich weiss heute, International mit Sitz in Zug ist wohl wann es sich lohnt, weiter für seine Ideen zu kämpfen und der internationalste wann nicht. BAT hat Zweig von British mich also auch perAmerican Tobacco »Ich weiss jetzt, wann es sönlich reifen lassen. weltweit. Lausanne kümmert sich um Das erst macht einen sich lohnt, zu kämpfen – das Schweiz-GeMenschen zu einem und wann nicht.« guten Manager. schäft, wir uns um das weltweite Travel Und wenn jemand Retail Geschäft. Entsprechend oft sind unsere Teams unterwegs. nicht gleich Manager bei BAT wird? WelWir vereinen in Zug 35 Nationen unter che Vorteile geniesst er als Einsteiger einem Dach – und das bei knapp 100 Mit- trotzdem? Er wird Teil eines international agierenden arbeitenden. Unternehmens, mit Mitarbeitenden verschiedenster Nationalitäten und kultureller Herr Goossens, Ihre Karriere bei BAT Hintergründe, von denen er lernen und probegann mit einem Management Trainee Programm. Können Sie es aus heutiger fitieren kann. Bei uns wird niemals jemand Sicht empfehlen? Kaffee kochen müssen! Jeder kann seine Goossens: Absolut. Die zwei Jahre als Ma- Arbeit - mit der nötigen Unterstützung - so nagement Trainee haben mir unendlich erledigen, wie er es für richtig hält.

facts

/ANZAHL ANGESTELLTE 57‘000 weltweit /PERSONALBEDARF Absolventen Business Administration, Recht, Wirtschaft, Internationale Beziehungen, Finance, Marketing, Human Resources, Hospitality Management, Supply Chain Management /WEGE IN DAS UNTERNEHMEN Management Trainee Programm (18 Monate), Internship oder Direkteinstieg /BEWERBUNG AN www.bat.com/careers

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ENGINEERING

facts

/ANZAHL ANGESTELLTE Schweiz: ca. 2‘400 Weltweit: ca. 10‘600 /PERSONALBEDARF Absolventen und Professionals der Elektrotechnik und Informationstechnologie, Informatik, Lebensmittelwissenschaften, Management und Betriebswirtschaft, Chemieingenieurwissenschaften, Maschinenbau und Verfahrenstechnik /WEGE IN DAS UNTERNEHMEN Internationale Praktikas (mind. 4 Monate), internationales Trainee Programm (3 Jahre) oder Direkteinstieg/BEWERBUNG AN sabrina.de-vries@buhlergroup.com

Bühler Der Schweizer Technologiekonzern setzt als Familienunternehmen auf Flexibilität, guten Umgang und ein neues Trainee-Programm mit Zukunft. Frau De Vries, warum haben Sie sich für Bühler als Arbeitgeber entschieden? Ich habe bereits während des Bewerbungsgesprächs gemerkt: Dieses Unternehmen strahlt ein gutes Klima aus. Die Leute achten einander, sie sind freundlich, konstruktiv. Menschlich eben. Das ist mir persönlich sehr wichtig. Und als Familienunternehmen funktioniert die Firma Bühler anders als eine börsenkotierte. Es ist alles viel persönlicher. Schaut der Patron einem da nicht ständig auf die Finger? Nein, im Gegenteil. Als ich meine neue Funktion vor einem halben Jahr übernommen habe, wurde mir von Anfang an sehr viel Vertrauen und Freiraum geschenkt. Dieses Versprechen haben meine Chefs bis heute gehalten. Ich darf meine Ideen ein-

»Bei uns ist alles viel persönlicher.« bringen, bin selbst dafür verantwortlich, wie ich was gestalte. Dieses Vertrauen in meine Fähigkeiten finde ich sehr bereichernd. Unter Ihrer Führung entsteht nun ein neues Trainee Programm? Ja, wir sind derzeit in der Pilotphase. Wir haben mithilfe eines Assessment Centers

Sabrina de Vries, Master in Human Resources Management, ist Head of Corporate HR Marketing & Employer Branding.

fünf junge Talente rekrutiert, die wir nun im Unternehmen individuell ausbilden werden. Die Ausbildung dauert insgesamt drei Jahre. Die Talente dürfen in dieser Zeit bereits grosse Projekte leiten und an der Seite von Konzernleitungsmitgliedern arbeiten. Diese Chance hat nicht jeder. Und natürlich hören wir bei unseren ersten Talenten ganz genau hin, welches Feedback sie uns geben. Sie haben die Gelegenheit, das Trainee Programm von Bühler massgeblich mitzugestalten. Wie wichtig ist Bühler das Feedback der Mitarbeiter grundsätzlich? Sehr wichtig. Wir haben 2009 zum Beispiel eine Innovation Challenge ins Leben gerufen, bei der Mitarbeitende ihre Ideen einbringen können. Die Leute an der Basis sehen und bewerten gewisse Dinge

und Fragestellungen ganz anders als Strategen. Für das Unternehmen ist das natürlich grossartig. Und die Mitarbeitenden fühlen sich wertgeschätzt. Worauf sind Sie bei Bühler stolz? Dass ich in einem Unternehmen arbeite, das sinnvolle Produkte herstellt. Wir produzieren beispielsweise Maschinen für die Herstellung von Mehl, Reis und Nudeln. Wir leisten damit einen Beitrag zur Ernährung der Weltbevölkerung. Im Non-Food-Bereich entwickeln wir beispielsweise Ionen-Batterien für Elektroautos, was wiederum der Umwelt zugute kommt. Und, so ganz nebenbei: Unsere Chefs haben keine eigenen Büros. Sie arbeiten mit ihren Mitarbeitenden zusammen im Grossraumbüro. Das sagt doch eigentlich schon alles.

2015 | UNIVERSUM TOP 100 |  27


Ergänzen Sie uns.

Multiplizieren Sie Ihre MĂśglichkeiten.

Die Schweiz, unser Unternehmen.

www.stelle.admin.ch

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LAW

facts

/ANZAHL ANGESTELLTE 37‘600 /PERSONALBEDARF Mitarbeitende aus den unterschiedlichsten Branchen und Berufen für Stellen im In- und Ausland /WEGE IN DAS UNTERNEHMEN Direkteinstieg sowie jährlich rund 500-600 Praktikumsplätze für alle Studienrichtungen /BEWERBUNG online auf unserem Stellenportal www.stelle.admin.ch

Bundesverwaltung Das Staatsekretariat für Migration arbeitet im Spannungsfeld zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft – eine tägliche Herausforderung.

Frau Hoffmann, warum arbeiten Sie gerne beim Staatsekretariat für Migration (SEM)? Sylvie Hoffmann: Ich bewege mich täglich im Spannungsfeld zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Ich muss konstant neue Lösungen und Wege finden, damit die verschiedenen Akteure mit teils doch sehr unterschiedlichen Ansichten und Bedürfnissen zusammen funktionieren. Die Themen und Aufgaben, an denen ich arbeiten darf, sind also nicht nur für mich persönlich spannend, sondern sie sind auch von gesellschaftlicher Relevanz.

»Wir sind fast täglich in den Zeitungen.« Das Thema Migration bewegt die Gesellschaft stark. Ja, die Gesellschaft ist sehr besorgt und hat natürlich gewisse Erwartungen an uns. Unser Staatssekretariat ist darum fast täglich in den Zeitungen. Umgekehrt bedeutet das aber, dass wir am Puls des Landes sind. Wir arbeiten dafür, dass die Schweiz weiterkommt. Das ist ein extrem spannendes Feld. Wie international sind die Aufgaben bei der Bundesverwaltung? Beim SEM sind sie sehr international, weil wir ja die Internationalität per se bearbeiten.

Sylvie Hoffmann, MA Internationale Beziehungen, ist Stv. Sektionschefin Drittstaaten und Multilaterales bei der Bundesverwaltung.

Wir beschäftigen uns täglich mit globalen Themen, mit der weltweiten Zusammenarbeit oder mit den Herkunfts- und Transitstaaten von Migrantinnen und Migranten. Wir gestalten die multilateralen Beziehungen mit, tauschen uns mit den Fachleuten aus anderen Ländern aus oder erstellen Analysen von Krisengebieten. - stets mit dem Ziel, in der Schweiz Positives zu bewirken. Der Bund als Arbeitgeber ist bekannt für seine Sozialleistungen. Das SEM bietet uns Arbeitnehmenden sehr gute Rahmenbedingungen und fördert uns individuell. So kann zum Beispiel jeder Elternteil nach Geburt des Kindes sein Pensum um 20 Prozent reduzieren, auch in Führungspositionen. Auch zahlt der Bund Zulagen für die externe Kinderbetreuung oder gibt die Möglichkeit, Überstunden nach Möglichkeit sukzessive abzubauen.

Sie laufen also jeden Abend um Fünf aus dem Büro und bestätigen damit das gängige Klischee? Nein, natürlich mache ich auch mal Überstunden, oder ich arbeite abends von zuhause aus weiter, wenn meine Tochter schläft. Aber wenn ich mal an einem Freitag früher gehe, dann schaut keiner blöd. Nach meiner Erfahrung ist allen Mitarbeitenden beim SEM bewusst, dass wir vom Steuerzahler finanziert werden, und eine gesellschaftliche Vorbildfunktion haben. Es ist meiner Meinung nach aber auch richtig, dass fortschrittliche Arbeitgeber dem Personal vertraut, sie fördert und unterstützt.

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NATURAL SCIENCES BUSINESS

Das Familienunternehmen legt trotz seiner Grösse viel Wert auf Unternehmergeist – und fasziniert seine Mitarbeitenden mit Traditionsbewusstsein und Raum für neue Ideen.

Daniel Swarovski Corporation AG mein Kunde. Nach einer Reihe erfolgreicher gemeinsamer Projekte bekam ich das Angebot, beim Unternehmen die digitale Markenpräsenz zu entwickeln und dafür in die Schweiz zu ziehen. Ich habe keine Sekunde gezögert. Yelena Aschberger, BA in Communication, ist Director Global PR der Swarovski Group. Alessandro Vergano, Master Business Administration, ist Senior Vice President Branding Communication & Media der Swarovski Group.

Vergano: Nach fast 10 Jahren bei P&G wollte ich meinen Horizont erweitern. Per Zufall kam ich in Kontakt mit Swarovski, die einen neuen Leiter für ihre Branding-

»Deine Karriere gehört dir.« Herr Vergano, warum haben Sie sich für den Arbeitgeber Swarovski entschieden? Vergano: Swarovski ist eine der stärksten Marken, für die ich jemals tätig sein durfte: Eine Pionierin auf ihrem Gebiet, über 120 Jahre alt. Sie steht für Eleganz, Licht und Kristall - diese Attribute sind Teil der DNA des Unternehmens. Renommierte Künstler aus der Mode- und Musikbranche arbeiten mit uns zusammen. Das eröffnet unendliche Möglichkeiten. Wie kamen Sie mit Swarovski in Kontakt? Aschberger: Ich habe in New York bei einer Werbeagentur gearbeitet, Swarovski war

facts

und Kommunikationsabteilung suchte. Ich war so fasziniert von der Kultur des Unternehmens und den Menschen, dass ich meine Pläne, zu einer Consulting-Firma zu wechseln, über Bord warf und zu Swarovski ging. Ich habe mich richtig entschieden. Wie sieht ein typischer Tag bei Ihnen aus, Herr Vergano. Vergano: Jeder Tag ist anders. Ich verbringe viel Zeit in Meetings, bin oft unterwegs, weil unser Team auf die Standorte Zürich und Paris verteilt ist. Reisen ist bei uns essentiell, um mit den Märkten und unseren

Kunden in Verbindung zu bleiben. Mir wurde hier noch nie langweilig. Frau Aschberger, wie würden Sie die Unternehmenskultur von Swarovski beschreiben? Aschberger: Wir sind ein grosses, global ausgerichtetes Unternehmen, sind aber noch immer in Familienhand. Daher bleibt viel Raum für einen unternehmerischen Geist. Wir suchen Menschen, die leidenschaftlich und neugierig sind und neue Ideen ins Unternehmen einbringen. Welche Karrieremöglichkeiten bieten sich jungen Talenten bei Swarovski? Vergano: Bei uns gilt das Motto: Deine Karriere gehört dir und ist so einzigartig wie du. Junge Talente haben bei uns viele Möglichkeiten, sich zu entwickeln. Und unsere Swarovski-Akademie hilft ihnen, im Unternehmen zu wachsen und auch mal die Funktion zu wechseln. Aschberger: In meinen vier Jahren bei Swarovski konnte ich mich enorm weiterentwickeln. Ich stieg als Social Media-Verantwortliche ein, wurde dann zur Direktorin der Kommunikationsabteilung befördert und bin nun verantwortlich für PR, Events und digitale Kommunikation.

/ANZAHL ANGESTELLTE Rund 25'000 weltweit, 500 in Männedorf /PERSONALBEDARF Diverse Einstiegsmöglichkeiten in Marketing and Communications und Finance & Administration, auch Praktika /WEGE IN DAS UNTERNEHMEN Praktika im Bereich Marketing and Communications/BEWERBUNG AN www.swarovskigroup.com/S/careers

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BUSINESS NATURAL SCIENCES

facts

/ANZAHL ANGESTELLTE 1300 in der Schweiz, 210'000 weltweit /PERSONALBEDARF interessante Stellen für Absolventen und Berufserfahrene mit wirtschaftswissenschaftlichem, juristischem oder technischem Studienhintergrund /WEGE IN DAS UNTERNEHMEN Praktikumsmöglichkeiten oder Festeinstiege /BEWERBUNG AN www.deloitte.com/careers

Deloitte Deloitte unterstützt seine Mitarbeitenden bei individuellen Projekten und bietet die zeitliche Flexibilität zur persönlichen Weiterentwicklung.

Agnes Ellis, Diplom Betriebswirtschaft, ist Manager in Strategy & Operations – Financial Services Operations bei Deloitte.

Frau Ellis, Deloitte ist ein internationales Unternehmen. Wie zeigt sich das im Arbeitsumfeld? In erster Linie an den vielen Nationalitäten, die hier im Haus arbeiten. So ist Englisch die Unternehmenssprache bei uns in der Schweiz. Auch unsere Kunden sind international, ebenso einige der Experten, die wir je nach Fall hinzuziehen. Das ist eine spannende Mischung, die es mir ermöglicht, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. Sie selbst haben auch einen internationalen Hintergrund. Ich bin in verschiedenen Ländern aufgewachsen, weshalb mir die internationale Ausrichtung des Unternehmens sehr entgegenkommt. Würde ich in einem Unternehmen arbeiten, welches kein diverses Arbeitsumfeld hat, würde mir etwas fehlen.

Gilt das auch bei der Familienplanung? Deloitte ist auch hier sehr flexibel, was ich aufgrund meiner Schwangerschaft gerade selbst erlebe. Zurzeit weiss ich noch nicht, wie lange ich nach der Geburt meines Kindes pausieren möchte und muss mich diesbezüglich auch noch nicht festlegen. Wann immer möglich überlässt Deloitte den werdenden Müttern die Entscheidung, wie lange ihr Mutterschaftsurlaub sein soll. Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass ich mich flexibel entscheiden kann je nach meinen Bedürfnissen.

Sie engagieren sich sozial, haben in Afrika ein Hilfsprojekt gestartet. Wie hat Deloitte Ihnen dabei geholfen? Dieses Projekt habe ich vor vier Jahren ins Leben gerufen und es ist mir sehr wich- Deloitte hat viele Programme ins Leben tig, daran weiterzuarbeiten. Deloitte hat gerufen, in welchen sich Mitarbeitendies erkannt und mir dabei geholfen, das de engagieren können. Warum ist das Projekt realisieren zu können. Ich konnte wichtig? fünf Monate unbezahlten Urlaub nehmen, Deloitte wächst stark und die Arbeit ist die Bewilligung dafür erhielt ich inner- anspruchsvoll. Daher ist es umso wichhalb von zehn Tatiger, auch die persönliche Weigen. Wenn ich nach Afrika muss, kann terentwicklung der »Ich konnte für ich vier bis sechs Mitarbeitenden zu mein Afrikaprojekt Wochen Urlaub am fördern. Die ProStück nehmen, was gramme sind eine eine fünfmonatige ich sehr schätze. DeMöglichkeit, ein Auszeit nehmen.« neues Umfeld und loitte versucht, auf neue Perspektiven die individuellen Bezu entdecken. Und dürfnisse seiner Mitarbeitenden einzugehen, was auch von den sie stärken natürlich auch das Netzwerk Vorgesetzten entsprechend umgesetzt wird. innerhalb des Unternehmens.

2015 | UNIVERSUM TOP 100 |  31


BUSINESS

facts

/ANZAHL ANGESTELLTE Rund 62' 000 in 14 Ländern /PERSONALBEDARF Rund 1'600 pro Jahr; zudem über 800 Lehrstellen jährlich /WEGE IN DAS UNTERNEHMEN Konzernweites Trainee-Programm (12 Trainees pro Jahr) und IT Trainee-Programm, verschiedene Praktikaund Direkteinstiegsmöglichkeiten /BEWERBUNG AN jobs.post.ch

Die Schweizerische Post Das Schweizer Traditionsunternehmen sucht im Zuge der Digitalisierung nach Informatikerinnen und Informatikern mit kommunikativen Fähigkeiten. Herr Zeller, mit welchen Herausforderungen ist die Schweizerische Post derzeit konfrontiert? Zeller: Natürlich macht die Digitalisierung auch vor uns nicht Halt. Die physische Präsenz des Unternehmens verändert sich, bestimmte Produkte oder Dienstleistungen verlagern sich zunehmend in den digitalen Bereich. Das verändert auch Berufsbilder und Arbeitsabläufe. Früher wurden Briefe von Hand sortiert, heute sind das meist vollautomatische Prozesse.

Christian Zeller, Master of Executive Management, ist Leiter Informationstechnologie bei der Schweizerischen Post.

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es kommunikative und analytische Fähigkeiten. Wir als Post sind die Schnittstelle zwischen Kundinnen und Kunden und den Unternehmen, die ihre Produkte anbieten. Bestellt wird im Internet, geliefert wird physisch nach Hause, dies nach wie vor vom Paketboten des Vertrauens.

Womit argumentieren Sie als Arbeitgeber für sich? Mit unserer langjährigen Erfahrung in vier verschiedenen Märkten: öffentlicher Personenverkehr, Logistik, Retailfinanzmarkt und Kommunikation. Diese vier Bereiche Von der IT erfunden. Das stimmt. Und ich kann ehrlicherweise generieren zusammen mit der Digitalifür mich sagen: Die Post ist ein Paradies sierung enorme Möglichkeiten für junfür Informatikege Talente. Dazu kommt das grosse rinnen und InforVertrauen, das die matiker. Wir haben »Die Post ist ein Post als Unternehfür IT-Leute fast unendliche Mögmen geniesst. Das Paradies stärkt unsere Marlichkeiten. Es geht für IT-Leute.« nicht nur darum, ke, erhöht unsere kleine ApplikatioMöglichkeiten in den Märkten. Was nen zu entwickeln. Es geht uns um grössere Zusammenhänge: wiederum neue Jobs und Karrierewege erWir müssen Lösungen für E-Commerce möglicht. entwickeln, für Unternehmen, die über uns ihre Produkte vertreiben wollen. Die Die Digitalisierung stellt auch neue Steuerung der logistischen Abläufe ist an- Anforderungen an die sichere Datenüberspruchsvoll. Sie werden immer mehr durch mittlung. informatikgestützte Lösungen ergänzt. Ja. Das Versenden von sensiblen Informationen steht und fällt mit dem Vertrauen in die Firma, die sie sendet. Auch im ZahWelche Anforderungen stellen Sie an Informatikerinnen oder Informatiker, die lungsverkehr. Das ist unser Vorteil: Wir habei Ihnen arbeiten wollen? ben schon immer sensible Informationen Sie müssen nicht nur gut programmieren verschickt – früher in Briefform, heute zukönnen oder wissen, wie man Daten sor- sätzlich auch digital. Seit der Snowden-Aftiert. Vielmehr braucht es Leute mit der färe haben die Leute gewisse Ängste. Da Fähigkeit, sich in die Prozesse unserer Kun- kommt es ihnen entgegen, mit einem Unden hineinzudenken. Gefragt ist, innovati- ternehmen zusammenzuarbeiten, das in ve Lösungen für unsere Kunden zu bauen der Schweiz sowohl physisch wie auch dioder bereits Vorhandenes in eine neue Lö- gital verwurzelt ist. sung integrieren zu können. Dazu braucht


ENGINEERING

Das Familienunternehmen stellt die Persönlichkeit über Abschlussnoten – und strebt organische statt revolutionäre Entwicklung an.

Endress+Hauser AG Herr Kienzler, Endress+Hauser ist ein international tätiges Familienunternehmen. Welche Vorteile hat diese Form? Kienzler: Wir haben keine abstrakte Population von Shareholdern. Ich kenne die Eigentümer, für die ich täglich arbeite, persönlich. Das motiviert mich und macht mich zu einem Teil des Unternehmens. Wir sind wie eine grosse Familie. Das schätzen unsere Mitarbeitenden rund um den Globus. Dazu bieten wir alle Möglichkeiten eines weltweit tätigen Unternehmens wie ein multikulturelles Arbeitsumfeld oder die Gelegenheit, international Erfahrung zu sammeln. Welche Werte leben Sie in Ihrem Unternehmen? Wir legen viel Wert auf Verantwortung, für sich selbst und für das Unternehmen. Im Gegenzug dafür bieten wir grosse Freiheit, um Dinge zu bewegen und zu gestalten. Wichtig ist uns ein guter, wertschätzender Umgang miteinander. Wir bewerten die Menschen nicht nach ihrer Funktion, son-

»Bei uns bestimmt der Mensch das Tempo.« dern nach ihrem Tun. Natürlich müssen die Leute bei uns auch Biss haben, sich für ihre Ziele einsetzen. Und sich trauen, die Dinge beim Namen zu nennen.

Roland Kienzler ist Corporate Director Human Resources der Endress+Hauser AG.

Und Revolution? Ist sie auch ein Firmenwert? Unser Credo lautet: Evolution statt Revolution. Das macht uns verlässlich, als Arbeitgeber und auch als Partner für unsere Kunden. Und es unterscheidet uns massgeblich von anderen Anbietern in unserer Branche. Innovation und Erfolg, auch wirtschaftlicher Erfolg, stellen sich ein, weil es den Mitarbeitenden gut geht und sie sich entfalten können. Wenn Sie mit unseren Leuten reden, merken Sie schnell, wie stolz sie auf das Unternehmen sind. Welche Talente Sind bei Ihnen derzeit besonders gefragt? Wir suchen nach wie vor viele hervorragende Ingenieure. 40 Prozent unserer Leute

sind Akademiker. Das Diplom oder die Abschlussnote sind bei uns aber weniger wichtig als die Persönlichkeit. Wir entscheiden uns immer für die Kandidaten, die vom Charakter her am besten zu uns passen. Wie fördern Sie diese Talente? Unser internes Masterclass-Programm umfasst weltweit über 1000 Angebote. Dazu gehört auch ein spezielles, modular aufgebautes Personalentwicklungsprogramm. Wir besetzen Führungspositionen am liebsten mit Leuten aus den eigenen Reihen. Weil das Unternehmen wächst und wir ambitionierte Ziele haben, bieten sich unseren Mitarbeitenden hier viele Entwicklungsmöglichkeiten.

facts

/ANZAHL ANGESTELLTE weltweit >12'000; Schweiz >1'500 /PERSONALBEDARF Ingenieure mit Schwerpunkt Maschinenbau, Elektrotechnik, Informatik, Produktion sowie Wirtschaftsingenieure und Fachspezialisten aller Art /WEGE IN DAS UNTERNEHMEN Praktikumsplätze, Anstellungen für Bachelor- und Masterthesen, Direkteinstieg /BEWERBUNG AN www.endress.com/karriere

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NATURAL SCIENCES BUSINESS

Sven Liedtke, BA in Businesss Administration, ist Leiter Digital Transformation & CyberSecurity Schweiz bei EY. Nalan Ayyildiz, Dipl. HR Experte, ist Employer Branding & Recruiting Coordinator Switzerland bei EY.

en mit ihm, wohin die Reise gehen kann, was die Digitalisierung für ihn bedeutet und wie er sein Geschäft danach ausrichten kann. Die klassischen Strategiethemen kommen zum Zug. Und danach helfen wir ihm dabei, diese Fragen in Lösungen, also die Realität zu übersetzen.

EY Das Beratungsunternehmen hilft seinen Kunden, die richtigen Fragen zu stellen. Und das Verteilen von Aufgaben nicht den Managern zu überlassen. Herr Liedke, wie unterstützten Sie als Berater von EY die Unternehmen bei der Digitalisierung? Man muss zuerst verstehen, dass die Digitalisierung nicht einfach eine Frage der Technik ist, sondern eine neue Art und Weise, zu arbeiten. Sie betrifft sämtliche Geschäftsmodelle. Das heisst, dass ein Unternehmen in Zukunft von Grund auf anders aufgestellt sein wird als das heute der Fall ist. Nehmen Sie die Musikindustrie: Musik wird heute komplett anders konsumiert als vor 20 Jahren. Gibt es eine Regel, die für alle gilt? Vielleicht diese: Nicht mehr das Unternehmen mit seinem Produkt steht im Fokus, sondern der Kunde mit seinen Bedürfnissen.

facts

Frau Ayyildiz, wie wirken sich diese veränderten Rahmenbedingungen auf zukünftige Führungspersonen bei EY aus? Führung heisst je länger je mehr, die Beteiligten zu orchestrieren, ihre Fähigkeiten ideal aufeinander abzustimmen, so, dass die Teams als ein grosses Ganzes funktionieren. Das Verteilen von Aufgaben rückt in den Hintergrund - auch, weil die jungen Talente von heute sehr viel mehr Spezialwissen mitbringen und noch fokussierter ausgebildet sind. Sie wollen Resultate sehen, einen Mehrwert generieren. Funktionale Strukturen verschwinden, Mitarbeitende übernehmen immer stärker temporäre Führungsrollen.

Sind gewisse Branchen weiter als andere Ja, da gibt es grosse Unterschiede. In der Musikbranche ist der Wandel schon sehr Auch bei Ernst & Young? weit fortgeschritten, die Pharmabranche Was für unsere Kunden gilt, gilt auch für wiederum entdeckt die Digitalisierung erst uns: Früher waren die Talente bei EY Geals Thema. Bisher standen Forschung und neralisten, heute brauchen unsere Berater Entwicklung im auch Spezialwissen. Vordergrund, jetzt Wir haben mittlersind es der Patient weile ganze Teams, »Management-Kompetenz und seine Bedürfdie sich zum Beinisse. spiel nur um das alleine reicht heute Thema IT-Security nicht mehr aus.« kümmern. Junge Wo kommen Sie als Talente brauchen Berater ins Spiel? Fachwissen und ein Überall dort, wo es darum geht, genau diese Fragen mit dem breites Verständnis für Zukunftsthemen. Kunden zu besprechen. Oftmals kennt der Management-Kompetenz alleine reicht Kunde diese Fragen gar nicht. Wir schau- heute nicht mehr aus.

/ANZAHL ANGESTELLTE Schweiz: 2'240, weltweit: 190'000/PERSONALBEDARF Absolventen der Betriebswirtschaft, Mathematik, Volkswirtschaft, Rechtswissenschaften sowie (Wirtschafts)Informatik /WEGE IN DAS UNTERNEHMEN Über Praktika (mind. 4 Monate) oder Direkteinstieg /BEWERBUNG ÜBER www.ey.com/ch/careers

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NATURAL ENGINEERING SCIENCES

facts

/ANZAHL ANGESTELLTE 14'100 weltweit, davon rund 2'500 in der Schweiz /PERSONALBEDARF Ingenieure (m/w), u.a. in Maschinenbau, Werkstoffwissenschaften, Elektrotechnik; und Betriebswirte (m/w) /WEGE IN DAS UNTERNEHMEN Direkteinstieg, Abschlussarbeiten, Praktika /BEWERBUNG AN personal@georgfischer.com oder www.georgfischer.com/karriere

GF (Georg Fischer) Der Erfolg des Schweizer Industriekonzerns GF basiert auf dem Team Spirit und Innovationsgeist seiner 14'100 Mitarbeitenden an den über 120 Standorten weltweit.

Was erwartet Berufseinsteiger bei GF? Ziswiler: Alle unsere Divisionen sind in zukunftsträchtigen Segmenten tätig: GF Piping Systems im Wassertransport, GF Automotive in der Mobilität und GF Machining Solutions beispielsweise in der Luft- und Raumfahrt. Durch diese breite Aufstellung haben Graduates bei uns vielfältige berufliche Perspektiven und die Chance, innovative Entwicklungen in unterschiedlichen Bereichen voranzutreiben. Lienhardt: Bereits vom ersten Tag an werden Berufseinsteiger in internationale Projekte miteinbezogen und übernehmen schnell eigene Verantwortung. Diese Hands-on-Mentalität sowie der internationale Know-howTransfer zwischen Fachabteilungen und Mitarbeitenden weltweit tragen bei uns massgeblich zur Entwicklung von Innovationen bei. Welchen Stellenwert hat das Thema Nachhaltigkeit bei GF? Ziswiler: Bei GF hört der Nachhaltigkeits-Anspruch nicht an den Werkstoren auf. Unser Ziel ist es, die gesamte Wertschöpfungskette nachhaltig zu gestalten und mit unseren Produkten auch einen Beitrag zur Nachhaltigkeit unserer Kunden zu leisten. GF Piping Systems entwickelt innovative Lösungen für den sicheren Transport von Wasser und Gasen. Leichtbaugussteile von GF

Peter Ziswiler, Diplom Betriebswirtschaft, Head Corporate Human Resources der Georg Fischer AG. Thomas Lienhardt, Diplom Psychologie, Head Talent Management & Learning der Georg Fischer AG.

Automotive unterstützen die Automobilindustrie bei der Reduzierung von CO2-Emissionen. Hochpräzisions-Fräsmaschinen von GF Machining Solutions werden unter anderem in der Luftfahrt für die Herstellung von effizienten und leichten Strömungsteilen in Triebwerken und Turbinen eingesetzt.

»GF bietet vielfältige Perspektiven für flexible und engagierte Teamplayer.« Lienhardt: Der Schlüssel zur Entwicklung von erfolgreichen und nachhaltigen Innovationen ist der Team Spirit, der bei uns in allen drei Divisionen gelebt wird. Um den Innova-

tionsgeist bei GF auch zukünftig zu sichern, sind engagierte und flexible Teamplayer gefragt, die bereits heute die Entwicklung innovativer Lösungen für morgen vorantreiben. Wie will GF solche Talente für sich gewinnen? Ziswiler: Wir arbeiten eng mit verschiedenen internationalen Hochschulen und Universitäten, wie der ETH Zürich, zusammen. Praxisprojekte und Abschlussarbeiten bieten eine optimale Möglichkeit, schnell herauszufinden, ob eine längerfristige Zusammenarbeit von beidseitigem Interesse ist. Lienhardt: Wichtig ist, dass das Talent Management bei GF nicht mit dem Gewinnen der Talente aufhört. Mit umfassenden und individuellen Förderprogrammen begleiten wir Graduates bei ihrer fachlichen und persönlichen Entwicklung. Letztes Jahr fanden beispielsweise 33 000 Trainingstage für unsere Mitarbeitenden weltweit statt.

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BUSINESS

Das Rohstoff-Unternehmen setzt auf individuelle Förderung und Top-Leistungen.

Glencore International AG

Gerda Schwindt, MAS in Human Resource Management, ist Head Group HR der Glencore International AG.

Frau Schwindt, warum sollte man unbedingt bei Glencore arbeiten? Schwindt: Weil das Unternehmen jungen Talenten alle Möglichkeiten bietet, sich zu entwickeln. Während wir keine durchstrukturierten Trainee Programme offerieren, geben wir doch alle Unterstützung, die für einen Einstieg und die spätere Karriere nötig ist. Wie arbeitet sich ein junges Talent stattdessen ein? In unseren Business Departments beginnt ein junges Talent immer gleich: Im Bereich Backoffice. Wir setzen die Leute dort ein,

damit sämtliche Business-Prozesse von ten Unternehmen im Rohstoff-Markt, Grund auf verstanden werden. Wir handeln haben ein einzigartiges Businessmodell. bei Glencore mit Von der Förderung physischen Produkder Rohstoffe bis hin zur Produktion ten wie zum Beispiel und Vermarktung Kohle, Kupfer, Zink, »Wer Einsatz zeigt, machen wir alles Ferro-Legierungen, dem stehen selbst, das unterNickel, Aluminium, Eisenerz etc., das ist scheidet uns von alle Türen offen.« eine sehr spezifische der Konkurrenz. Sache, die sich vom Wer hier arbeitet, Paper Trade klar kann sich weltweit unterscheidet. Diese Einführung bildet die entwickeln. Vorausgesetzt, man ist flexiideale Basis für die Weiterentwicklung im bel und gewillt, sich zu bewegen. Unternehmen. Profitieren die jungen Talente auch von Das Unternehmen hat eine andere DNA. der Strahlkraft des Namens Glencore? Genau. Und diese muss man sich ein Stück Wir haben den Ruf, die Besten der Branche weit einverleiben, um damit zurecht zu zu sein. Das hilft natürlich. Internationalikommen. Wir verlangen viel von den Mit- tät ist bei uns gelebte Realität. Wir begleiten arbeitenden: Flexibilität, Fleiss, eine grosse und schauen von Beginn weg, für welche Portion Durchhaltewillen. Sie haben aber Position und welchen Bereich im Unternehunternehmerische Freiheiten, durch die sie men respektive im jeweiligen Departement ihre Arbeit mitgestalten können, je nach sich die Person eignet. Dabei verzichten wir Potenzial und Charakter. Für Leute, die nur auf standardisierte Karrierewege zugunsten nach bekannten Strukturen arbeiten, ist das von individueller Förderung. nichts. Wenn jemand sich bei uns aber bewährt, wird er gefördert und kann sehr weit kommen. Auch geographisch? Natürlich, das gehört zu Glencore integral dazu. Wir sind weltweit eines der gröss-

facts

/ANZAHL ANGESTELLTE 181‘000 weltweit; rund 820 am Hauptsitz in Baar /PERSONALBEDARF Nachwuchskräfte mit/ohne Hochschulabschluss je nach Bedarf /WEGE IN DAS UNTERNEHMEN Universitätsabgänger via Praktika oder Direkteinstieg /BEWERBUNG AN www.glencore.com/careers

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ENGINEERING

facts

/ANZAHL ANGESTELLTE 350 Mitarbeiter, davon rund 300 in der Schweiz /PERSONALBEDARF Kreative, motivierte Ingenieure aus den Bereichen Informatik, Elektrotechnik, Maschinenbau, Mathematik und Physik /WEGE IN DAS UNTERNEHMEN Einstieg in einem Projektteam, Weiterbildung zum Fachspezialisten, Projektleiter oder zur Führungskraft /BEWERBUNG AN www.helbling.ch/htk/jobs

Helbling Technik Das Schweizer Unternehmen sucht herausragende Ingenieure für vielfältige Entwicklungs- und Beratungsaufgaben – und bietet im Gegenzug spannende Projekte und TechCamps in den Bergen.

Wo stehen Sie als Unternehmen? An der Seite des Kunden: Wir helfen bestehenden Firmen, neue Produkte zu schaffen, und neuen Firmen mit innovativen Produkten neue Märkte zu erschließen. Wir wollen den Unternehmen helfen, mit den neuen Möglichkeiten umzugehen und das Beste daraus zu machen. Welche Talente suchen Sie für diese Aufgabe? Wir suchen hervorragende Ingenieure, natürlich auch Frauen, obwohl diese leider noch in der Minderheit sind. Die Leute müssen Höchstleistungen bringen können, fachlich top sein, und auch gut im Team funktionieren können.

Tom Russi, Dr. sc. techn. / dipl. Ing. ETH, ist Mitglied der Geschäftsleitung der Helbling Technik und Partner der Helbling Gruppe.

Herr Russi, mit welchen Fragestellungen wird sich Helbling in den nächsten Jahren vermehrt befassen? Russi: Wie viele andere Branchen auch, beschäftigt uns derzeit die Digitalisierung sehr. Dieser Wandel in Industrie und Wirtschaft ist herausfordernd, birgt aber auch viele Chancen für neue Produkte und Dienstleistungen. Die Kunden und die Produkte sind schneller miteinander in Verbindung, eine andere Wertschöpfungskette entsteht, Arbeitsplätze fallen weg, neue entstehen.

Finden Sie diese Talente denn in der Schweiz? Der Denk- und Werkplatz Schweiz verfügt glücklicherweise über ein ausgezeichnetes duales Bildungssystem. Wir sind den neuen Herausforderungen als Land gewachsen. Wir müssen diesem System aber Sorge tragen und in unseren Nachwuchs investieren. Nicht nur bildungstechnisch. Es braucht heute genauso viel Fachwissen wie Sozialkompetenz. Junge Talente sollten ihre Kreativität entfalten können, um gute Ideen zu verwirklichen.

Arbeitsschritt. Daneben planen wir gezielte Freiräume für Weiterbildung. So führen wir beispielsweise mit unseren Software-Ingenieuren jedes Jahr ein Tech-

»Unser Schweizer Bildungssystem funktioniert hervorragend.« Camp durch, fahren in die Berge und experimentieren mehrere Tage in Teams mit neuen Technologien. Kreativität entsteht häufig im Team, benötigt aber auch Freiheit und Selbstverantwortung des Einzelnen. Wie fördern Sie diese? Mit dem Einsatz in den verschiedensten Feldern, in denen wir tätig sind. Ein junges Talent wird bei uns nicht zum engstirnigen Spezialisten in einem Fachgebiet ausgebildet, sondern bewegt sich in immer neuen Bereichen und kann sich mit neuen Technologien auseinandersetzen. Diese Vielfalt ist nur möglich, weil wir als unabhängiger Engineering-Partner, verschiedenste Fachdisziplinen unter einem Dach vereinen.

Bieten Sie denn die Umgebung für die Entfaltung von Kreativität? Ja, darauf legen wir viel Wert. In unseren Entwicklungsprojekten ist die kreative Lösungsfindung immer ein wesentlicher

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ENGINEERING

Kistler

Das Technologie-Unternehmen sucht Technik-Besessene mit Sozialkompetenz und fährt bei der Formel 1 in fast allen Rennställen mit. Rolf Sonderegger ist CEO bei Kistler

Herr Sonderegger, welche Talente suchen Sie für Kistler? Rolf Sonderegger: Menschen mit einer Begabung und einer Leidenschaft für Technik, aus den Bereichen Forschung und Entwicklung, hauptsächlich Ingenieure. Die nur Technik im Kopf haben? Nein, im Gegenteil. Auch unsere Branche wird vermehrt interdisziplinär, wir bewegen uns immer stärker mit dem Kunden, statt nur für ihn zu arbeiten. Wir sind nicht mehr nur Produktlieferant, sondern immer mehr Entwicklungspartner. Hierfür brauchen wir Talente, die Projektleiter-Fähigkeiten haben, Teams leiten können, motivieren. Die sozialen Kompetenzen sind genauso wichtig wie die technischen. Sie beschäftigen sich bei Kistler mit globalen Mega-Trends. Nennen Sie mir ein Beispiel? Wir versuchen bei Kistler, Antworten auf globale Fragestellungen zu geben. Bezogen auf die Automobilbranche beispielsweise heisst das: saubere Motoren, weniger Abgas, Sicherheit und Komfort. Die Mobilität verändert sich derzeit rasant. Und wir reagieren darauf. Die Automobilbranche ist immerhin Kunde von 70 Prozent unserer Produkte.

facts

Gewisse Marken hatten mit Rückrufen zu kämpfen. Ja, und wir schauen, dass die Qualität verbessert wird. Wir helfen dem Kunden, seine Produktionsprozesse zu verbessern, die industrielle Produktion fehlerfreier zu machen. Damit die Autos auf der Strasse bleiben.

»Wir beliefern alle Automarken der Welt.«

Ein Riesengeschäft. Wen beliefern Sie denn konkret mit Ihren Produkten? Wir beliefern praktisch sämtliche Automobil-Hersteller auf der ganzen Welt, ausser vielleicht einige nordkoreanische Hersteller. Aber diese sind vernachlässigbar. Wir fahren in der Formel-1 mit und überwachen den Zylinderdruck der Rennmotoren. Diese Signale verarbeiten wir danach, um die Leistung zu optimieren.

Nach welchen Talenten suchen Sie in diesem dynamischen Umfeld? Wir sind an der Spitze der Technologie. Deshalb brauchen wir auch entsprechend gute Leute. Es reicht nicht, sich einfach auszukennen. Wir wollen Leidenschaft sehen. Leute, die sich für die Technik begeistern, innovativ sind, das Unternehmen voranbringen wollen. Und was kriegen diese Leute im Gegenzug von Ihnen? Eine klare strategische Ausrichtung auf Erfolg und Wachstum, ein internationales Umfeld, Aufstiegsmöglichkeiten. Bei uns kennen sich die Leute, wir sind kein anonymer Grosskonzern. Und wir sind in den letzten Jahren stark gewachsen, und werden es weiterhin tun. Der beste Moment, um einzusteigen. Denn wenn es unseren Kunden gut geht, geht es uns als Unternehmen gut. Und dann geht es auch unseren Mitarbeitern gut. So lautet unser Motto auch: «Get better, with Kistler».

/ANZAHL ANGESTELLTE 550 in der Schweiz, 1‘350 weltweit /PERSONALBEDARF Absolventen der Bereiche Maschinenbau, Elektrotechnik, Betriebswirtschaft sowie Informatik und Ingenieurfachrichtungen /WEGE IN DAS UNTERNEHMEN Über Praktika (mind. 3 Monate) oder Direkteinstieg für Hochschulabsolventen /BEWERBUNG AN www.kistler.com/jobs oder jobs@kistler.com

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BUSINESS

facts

/ANZAHL ANGESTELLTE 10‘400 /PERSONALBEDARF Hochschulabsolventen mit Master-Abschluss, v.a. im Bereich Wirtschaftswissenschaften /WEGE IN DAS UNTERNEHMEN Academic-Talent-Program, oder Direkteinstieg als Professional /BEWERBUNG AN Bewerbungen für das Academic Talent Program an daniel.vogel@manor.ch

Die grösste Warenhausgruppe der Schweiz setzt von Beginn weg auf Führungsaufgaben – und lässt seine Mitarbeitenden daran wachsen.

Manor AG Herr Beck, was bietet der Arbeitgeber Manor, was andere nicht bieten? Beck: Wir sind eine Mischung aus Familienunternehmen und einem grossen Namen im Warenhausmarkt, was für junge Talente viele interessante Möglichkeiten bedeutet. Wir kennen kaum Hierarchien, unsere familiäre Struktur hält uns an der Basis zusammen. Die Leute haben viele Möglichkeiten, rasch Verantwortung zu übernehmen. Die eigenen Leistungen schlagen sich sofort in Resultate um. Flückiger: Genau das schätzte ich als Trainee bei Manor: Dass ich schon in den ersten Monaten Führungsaufgaben und kommerzielle Verantwortung übernehmen konnte. Das hat mich auf meine heutigen Aufgaben als stellvertretender Direktor eines Warenhauses ideal vorbereitet. Das Trainee Programm hat einen grossen Beitrag dazu geleistet, dass ich heute routiniert mit Herausforderungen umgehen kann. Und das nur wenige Jahre nach dem Einstieg ins Unternehmen. Ich hatte alle Möglichkeiten, mich zu entwickeln. Auslanderfahrung wird heute von vielen Absolventen angestrebt. Ist die Tatsache, dass man mit Manor nicht ins Ausland kann, kein Nachteil? Flückiger: Die Auslanderfahrung fehlt mir nicht, weil ich hier in der Schweiz immer die Möglichkeit hatte, mich weiterzuentwickeln. Ich wollte nach meinem Studium direkt in die Praxis, etwas bewegen, schnell Verantwortung übernehmen. Diese Chance

Alexander Beck, dipl. Personalleiter und Master of Advanced Studies in Human Resources & Leadership, Head of HR & Talent. Benjamin Flückiger, Master of Science in Business and Economics mit Major in Marketing und strategischer Unternehmensführung, angehender Warenhausdirektor.

Und Manor ist eine bekannte Marke. Beck: Wir profitieren natürlich davon, dass die Kunden uns kennen und der Marke vertrauen. Manor als Marke ist vertrauenswürdig, vermittelt ein gewisses Lebensgefühl. Von diesem Image profitieren letztlich auch die Mitarbeitenden als »Verantwortung Botschafter stark.

haben sie mir bei Manor sofort gegeben und mich laufend gefördert. Darüber hinaus wollte ich in einem Unternehmen mit Hand und Fuss einsteigen, wo physische Produkte eine zentrale Rolle spielen und man spürt, wofür man arbeitet.

Beck: Unsere Warenhäuser und die Angebote haben ei- übernehmen, etwas bewegen: Flückiger: Manor nen internationalen Das kann man hier sofort.« ist enorm vielfältig Touch. Wir müssen und als Marktmit der Zeit gehen und global und inführer im Warenternational arbeiten. Unsere Einkäufer haussektor für mich klar die erste Adresse beispielsweise entsenden wir in die gan- in der Schweiz, wenn man im Detailhandel ze Welt, um die besten Produkte zu fin- Karriere machen will. Die Branche ist stark den. Das schätzen unsere Leute sehr. Wir in Bewegung, was bedeutet, dass man sich sind also sehr international. Aber eben ständig neu anpassen muss, der Job ist dyauch sehr schweizerisch. Eine gute Mi- namisch und anspruchsvoll. Das ist eine grosse Chance. schung.

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BUSINESS

PwC Schweiz Das Beratungsunternehmen möchte in Zukunft einen Frauenanteil von 25 Prozent bei neuen Partnern – und weiss, dass es dabei nicht nur um Zahlen und gleiche Bezahlung geht. Frau Burgener, wenn Sie die Unternehmenskultur bei PwC Schweiz beschreiben müssten: Was würden Sie sagen? Dass PwC Schweiz unwahrscheinlich viele Möglichkeiten bietet, respektvoll ist, höchst teamfähig, kundenfokussiert und männlich. Noch immer männlich? Ganz klar. Obwohl sich das in den vergangenen Jahren bereits massiv verändert hat. Wir fördern die Gleichheit der Geschlechter aktiv und systematisch, zum Beispiel, indem wir seit fünf Jahren die gleichwertige Bezahlung von gleichwertigen Positionen kontrollieren. Im Moment sind noch knapp zehn Prozent der circa 180 Partner weiblich. Das Ziel ist: 25 Prozent der jährlich neu gewählten Partner sollen Frauen sein. Sind Sie zuversichtlich, dass das klappt? Ja, und ich stehe voll hinter dieser Entscheidung. Frauenförderung ist ein wichtiger Faktor für den Erfolg eines Unternehmens. Die meisten meiner Kollegen sehen das genau so wie ich. Natürlich kann man jederzeit auf Plakaten damit werben, dass man Diversität fördert. Das Thema liegt im Trend. Aber wenn es intern nicht gelebt wird, und die Menschen nicht dahinter stehen, wird die Gleichstellung noch lange keine Realität sein. Es geht um einen Wandel in den Köpfen der Leute. Wir müssen neue Wege gehen.

facts

Joanne Burgener, Partner, Assurance und Diversity Leader Switzerland bei PwC Schweiz.

Auch bei der Teilzeitarbeit? Sie selbst Worauf sprechen Sie an? arbeiten 80 Prozent auf drei Tage verteilt. Die Grundsatzfrage in der Diversity-DebatDas ist eher ungewöhnlich. te ist eine sehr tiefgreifende: Nämlich, wie Ja, aber das liegt auch wieder daran, dass ich meine Mitarbeitenden dazu befähige, es in den Köpfen der Leute anscheinend mit Vielfalt umzugehen. Jeder von uns hat gewisse Regeln gibt, die man einhält, ohne ein Leben ausserhalb dieser Firma, und eine darüber nachzudenken, ob man sie auch Persönlichkeit. Früher war klar: Wenn du ändern könnte. Ich an deinen Arbeitshabe diesen Vorschlag platz kommst, dann der Aufteilung aufgelässt du den Rest deiner Person zuhaubracht, mein Chef hat »Die Frage ist doch: eingewilligt, und so se, es zählt nur deine fahren wir gut. MeiFunktion. Davon will Wie gehen wir mit man wegkommen. ne Erfahrung zeigt: Vielfalt um?« Es soll möglich sein, Wenn beide Parteien am Arbeitsplatz seine wollen, klappen eiganze Individualität gentlich die meisten leben zu können. Das Formen. Diese «das war doch schon immer so»-Haltung, die setzt voraus, dass wir bei PwC Schweiz eine sollte man aufbrechen. Nicht nur bei den Kultur leben, die diese Unterschiede wahrThemen Teilzeit und Frauenförderung. nimmt und sie schätzt. Und eben auch alle Auch bei der Frage der kulturellen Vielfalt. Facetten toleriert.

/ANZAHL ANGESTELLTE 2‘600 in der Schweiz, 195‘000 Mitarbeiter weltweit /PERSONALBEDARF ca. 250 Hochschulabsolventen und 70 Praktikanten pro Jahr /WEGE IN DAS UNTERNEHMEN Praktika und Direkteinstieg für Hochschulabsolventen und Berufserfahrene in der Wirtschaftsprüfung, Steuer-, Rechts- und Wirtschaftsberatung /BEWERBUNG AN www.pwc.ch/careers

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HEALTH/MEDICINE

facts

/ANZAHL ANGESTELLTE Rund 1‘000 /PERSONALBEDARF in rund 50 Berufsgruppen, insbesondere Ärzte, Psychologen und Pflegefachpersonen /WEGE IN DAS UNTERNEHMEN Direkteinstieg und Praktika während des Medizinstudiums /BEWERBUNG AN www.pdag.ch/menschen-und-karriere/offene-stellen

Psychiatrische Dienste Aargau AG Bei den Psychiatrischen Diensten Aargau AG wird Ausbildung gross geschrieben. Weshalb sollen junge Ärzte die PDAG als Arbeitgeber wählen? Urs Hepp: Die PDAG sind eine der grössten Weiterbildungsinstitutionen in der Schweiz. Assistenzärzte können bei uns sowohl Weiterbildungen in Erwachsenenpsychiatrie als auch in Kinder- und Jugendpsychiatrie absolvieren. Als Versorgungsklinik für einen ganzen Kanton ermöglichen wir Studierenden und Assistenzärzten sowohl in der Breite der Angebote als auch in der Tiefe der Spezialisierung wie kaum eine andere Institution ideale Weiterbildungsmöglichkeiten.

Gabriele Schmid-Riedo, dipl. Leiterin HR, ist Leiterin Human Resources und Mitglied der Geschäftsleitung der PDAG. Prof. Dr. med. Urs Hepp, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ist Chefarzt und Mitglied der Geschäftsleitung der PDAG.

Gabriele Schmid-Riedo: Wir bieten den Mitarbeitenden eine breite und umfassende Tätigkeit und interdisziplinäre Teamstrukturen. Die PDAG haben spannende Projekte

»Aus- und Weiterbildung haben bei uns oberste Priorität.« wie zum Beispiel das Hometreatment, das in einer Pilotphase ist. Wenn man zudem Interesse an einer ganzheitlichen Behandlung und Pflege hat, dann ist man bei uns richtig. Wie bilden Sie Ärzte aus? Hepp: Gerade in der wichtigen Zeit vom Assistenzarzt zum Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie haben die PDAG einen grossen Pluspunkt, da sie verschiedene SIWF-anerkannte Weiterbildungsstätten umfassen. Den Assistenzärzten werden

verschiedene stationäre und ambulante Rotationsmöglichkeiten angeboten. Diese umspannen Allgemeinpsychiatrie, Altersund Neuropsychiatrie, Forensische Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Konsiliar- und Liaisonpsychiatrie sowie Allgemeine Innere Medizin. Als anerkanntes Lehrspital der Universität Zürich investieren die PDAG bewusst in die Nachwuchsförderung. Schmid-Riedo: Die PDAG gewähren den Assistenzärzten und Psychologen in der Psychotherapie-Weiterbildung neben finanziellen Beiträgen auch bezahlte Weiterbildungstage. Studierende, die einen ersten Einblick in die PDAG haben möchten, können bei uns ein Praktikum machen, bei dem sie erst noch einen ansprechenden Praktikumslohn erhalten.

Wo sehen Sie die Herausforderungen in Ihrer Branche? Hepp: Der Fachkräftemangel im gesamten Gesundheitswesen ist eine grosse Herausforderung. Mit der fundierten Aus-, Weiter- und Fortbildung von Assistenzärzten, aber auch von Psychologen sowohl in der Kinder- und Jugendpsychiatrie wie in der Erwachsenenpsychiatrie wollen wir attraktiv bleiben. Schmid-Riedo: Mit marktgerechter Entlöhnung, zeitgemässen Arbeitsbedingungen wie beispielsweise 25 Tagen Ferien, einer Kindertagesstätte, einem Personalrestaurant oder der Möglichkeit, Teilzeit zu arbeiten, positionieren wir uns als eine attraktive Psychiatrie an zentraler Lage zwischen Zürich, Bern und Basel. Mit den verschiedenen Neubauprojekten stärken wir diese Stellung markant.

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NATURAL SCIENCES ENGINEERING

RUAG Beim internationalen Technologiekonzern sind zivile Anwendungen der aktuelle Wachstumsmarkt – unter dem wachsamen Auge des Schweizer Staates. Frau Baldegger, die RUAG agiert im Spannungsfeld zwischen Politik und Wirtschaft. Wie geht das Unternehmen damit um? Baldegger: Die Schweizer Regierung ist unser Eigentümer, wir haben aber auch den klaren Auftrag, konkurrenzfähig zu bleiben und profitabel zu wachsen. Das ist eine tägliche Herausforderung, weil die Interessen oft divergieren. Wir möchten neue Märkte erobern und international tätig sein. Dabei halten wir uns auch im Ausland strikt an das Schweizer Exportgesetz. Die Schweiz ist kein Land des Angriffs, sie ist eines der Verteidigung. Die RUAG hat als Technologiepartnerin der Schweizer Armee einen relevanten Auftrag, indem sie ihre Einsatzfähigkeit sicherstellt. Somit leistet die RUAG einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit des Landes. Das gibt meiner Arbeit einen übergeordneten Sinn. Der Rüstungssektor ist jedoch kein einfacher. Wir arbeiten in einer heiklen Branche. Wir haben eine Verpflichtung gegenüber den Schweizer Bürgern, weil wir dem Bund gehören, und damit indirekt dem Steuerzah-

Rita Baldegger, Lic. Phil. I, ist Chief Communication Officer bei der RUAG.

ler. Unsere Richtlinien sind streng. Die Integrität der RUAG ist sehr wichtig. Wir haben einen guten Ruf, den es zu verteidigen gilt.

Jahren stark beschäftigen. Wir brauchen neue Talente, neue Fähigkeiten. Aber auch weiterhin bewährtes Wissen. Die Schweizer Armee ist nach wie vor unser grösster KunWie stellen Sie das sicher? de, aber auch sie ist im Wandel, verkleinert Wir stellen hohe Qualitätsansprüche an sich. Um die Kompetenzen im Wehrtechunsere Produkte. Unser Erfolg steht und nikbereich aufrecht zu erhalten und auszufällt mit der Präbauen, nutzen wir die Chancen, die zision und Verdas Zivilgeschäft lässlichkeit. Die »Die Innovationen und das Ausland Schweiz ist sicher, bieten. Wir unterstabil und fortfürs Militär kommen schrittlich. Diese halten beispielsaus dem Zivilen.« Eigenschaften weise Privatflugstrahlt auch die zeuge, stellen RUAG aus. Wenn Strukturbauteile eine Trägerrakete für Airbus her mit einer RUAG Nutzlastverkleidung erst oder bieten Cyber Security, Sicherheit im mal im All fliegt, kann man nichts mehr Netz, für private Unternehmen an. reparieren. Deshalb ist es zentral, dass die Qualität stimmt. Weil es keine Optionen Ist der Einsatz für die Armee bald Verganfür Korrekturen gibt. genheit? Nein, wir kennen unsere Wurzeln, und wir sind stolz darauf. Doch wir möchten uns Im Weltall? Wird die Rüstungsindustrie weiterentwickeln. Früher waren viele Innovon Weltalltechnologie abgelöst? Wir sind je länger desto mehr im zivilen vationen vom Militär initiiert, heute ist es Markt tätig. Der Wechsel hin zum Techno- umgekehrt. Wir müssen das Zivile verstelogiekonzern wird uns in den kommenden hen, um militärisch gut agieren zu können.

facts

/ANZAHL ANGESTELLTE 8‘100/PERSONALBEDARF Offene Stellen unter www.ruag.com/de/konzern/karriere/offene-stellen /WEGE IN DAS UNTERNEHMEN Praktika für Studierende und Direkteinstieg für Absolventen an den Standorten Schweiz, Österreich, Deutschland und Schweden /BEWERBUNG AN jobs@ruag.com

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Mit uns kĂśnnen Sie Ihre Zukunft planen. Die RUAG verfĂźgt zu Land, in der Luft und im Weltraum Ăźber herausragende Technologiekompetenzen. Falls auch Sie Herausragendes bewegen und keine Kompromisse bei der Kunden- und Serviceorientierung eingehen wollen, sollten wir uns kennenlernen. Motivierten Hochschulabsolventen bieten wir ein faszinierendes Arbeitsumfeld mit spannenden Aufgabenstellungen.

Starten Sie Ihre Karriere unter www.ruag.com/jobs


BUSINESS

SBB Die SBB Finanzen schaffen täglich Mehrwert und Transparenz für das grösste Reise- und Transportunternehmen der Schweiz. Georg Radon CFO und Mitglied der Konzernleitung bei der SBB AG.

Sie sind CFO der grössten Reise- und Transportfirma der Schweiz. Wie kommen Sie täglich zur Arbeit? Radon: Ich zähle zu den rund 1,2 Millionen Reisenden, die alltäglich mit der SBB unterwegs sind und verbringe insgesamt rund dreieinhalb Stunden im Zug. Diese Reisezeit schätze ich – so kann ich in Ruhe meine aktuellen Dossiers durcharbeiten. Die SBB baut ihr Angebot stetig aus, das kostet. Was sagen Sie als Finanzchef dazu? Stimmt, unsere Kundinnen und Kunden erwarten möglichst kurze Umsteigezeiten, Echtzeitinformation zu Anschlüssen sowie ein umfangreiches Shoppingangebot in den Bahnhöfen. Deshalb entwickeln wir unsere Dienstleistungen ständig weiter und investieren dort, wo der Kundennutzen am grössten ist. Besonders in Sicherheit, neues Rollmaterial und Infrastrukturen investieren wir grosse Summen. Wir Finanzverantwortliche arbeiten intensiv an Investitionsvorhaben mit, um bestmögliche Lösungen zu evaluieren und umzusetzen – natürlich

stehen im Fokus der Investitionen immer Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. Somit tragen wir die Mitverantwortung für die betriebswirtschaftliche Führung des Unternehmens.

»Wir bieten eine grosse Vielfalt an interessanten Projekten und anspruchsvollen Aufgaben.«

die Finanzfunktion der SBB eine entsprechende Mitverantwortung und ein breites Aufgabenspektrum. Die SBB transportiert täglich 1,2 Millionen Reisende und 210‘000 Tonnen Güter, betreibt ein Schienennetz von rund 3‘175 Kilometern und ist mit 3‘500 Gebäuden einer der grössten Immobilienbesitzer. Unser Einkaufsvolumen beträgt 5 Milliarden Franken. Mit so unterschiedlichen Geschäftsfeldern und -modellen bieten wir eine grosse Vielfalt an interessanten Projekten und anspruchsvollen Aufgaben sowie individuelle Entwicklungsmöglichkeiten in einem sehr spannenden, dynamischen Umfeld.

Was unterscheidet SBB Finanzen von den Finanzbereichen anderer grosser Unternehmen? Als Rückgrat des öffentlichen Verkehrs erbringt die SBB einen grossen gesellschaftlichen Beitrag. Mit rund 8,5 Milliarden Franken Umsatz sind wir der grösste Mobilitätsdienstleister der Schweiz. So hat auch

Welche Fähigkeiten sollte man mitbringen, um bei SBB Finanzen zu arbeiten? Wie gesagt, weil wir als Arbeitgeberin sehr viele spannende Themen zu bieten haben, lässt sich dies nicht pauschal beantworten. Grundsätzlich suchen wir «Self-starter» mit Teamgeist, die bereit sind, unsere strategischen Entwicklungsthemen mit voranzutreiben, und sich gerne in einem heterogenen und komplexen Umfeld bewegen.

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/ANZAHL ANGESTELLTE Rund 33‘000 Mitarbeitende, Rund 700 Mitarbeitende im Finanzbereich /PERSONALBEDARF In Ingenieurs-, Finanz-, Informatik-, Handwerks- und Bahnberufen sowie im Bereich Wirtschafts-, Rechts- und Naturwissenschaften /WEGE IN DAS UNTERNEHMEN Direkteinstieg, Traineeprogramm, Studien­abschlussarbeiten, Hochschulpraktikum /OFFENE STELLEN UNTER www.sbb.ch/jobs und www.sbb.ch/jobs.finance

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BUSINESS

Swiss International Air Lines (SWISS) Die Fluggesellschaft fördert den Austausch über alle Divisionen und Hierarchiestufen und setzt auf faktenbasierte Entscheidungen. Erfolgsfak­ toren sind Diversität und Denkvielfalt.

mit dem CEO –, solange er faktenbasiert argumentiert. Und obschon ich von der Persönlichkeit her sehr direkt bin, hat mich nie jemand zurückgehalten. Das schätze ich sehr, das ist in meinen Augen purer Luxus! Lalin Sabuncuoglu-Janssen, MA in International Relations and Political Science, ist Vice President Ground Services bei SWISS.

Frau Sabuncuoglu-Janssen, Sie sind bei SWISS in einer Führungsposition, Mutter einer kleinen Tochter und haben einen internationalen Hintergrund. Inwiefern hat SWISS Sie in Ihrem Rollenverständnis gestärkt? Sabuncuoglu-Janssen: SWISS fördert den Austausch über alle Divisionen und Hierarchiestufen und setzt auf faktenbasierte Entscheidungen. Wir profitieren von unserer grossen Diversität bezüglich Kulturen, Geschlechtern oder Alter sowie von unserer Denkvielfalt. Bei uns darf jeder mit jedem anderen Mitarbeitenden diskutieren – auch

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SWISS ist ein sehr internationales Unternehmen. Wie wirkt sich das im Geschäftsalltag aus? Ich finde es immer wieder faszinierend zu sehen, wie Kolleginnen und Kollegen aus aller Welt den einzigartigen SWISS Spirit leben. Das macht mich stolz. Es zeugt von einer sehr starken und einzigartigen Unternehmenskultur. Gleichzeitig erlebt man die kulturellen Unterschiede im täglichen Miteinander, was meine Arbeit und den Austausch mit meinen sehr bereizur Debatte, Kollegen chert.

Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht, gleichzeitig Führungsperson und Mutter zu sein? Ich kann Mütter nur darin bestärken, ihren Beruf weiter zu verfolgen. Wichtig ist, dass man dabei flexibel ist und dem Un»Es stand nie ternehmen proaktiv Lösungsvorschläge dass ich eine Frau bin.« unterbreitet. ErfreuWas mögen Sie an SWISS besonders? licherweise wurden Ich finde es faszialle meine Vorschläge angenommen. Dadurch kann ich meine nierend, dass es in zwölf Jahren Tätigkeit Arbeit so organisieren, dass sie mit meinem bei SWISS nie eine Rolle spielte, woher ich Privatleben im Einklang ist. stamme oder welches Geschlecht ich habe. Es stand nie zur Debatte, dass ich eine Frau bin. Das Unternehmen schätzt mich als Mensch. Wir haben flache Hierarchien Sie haben sich als Frau in einer Führungsund sind nicht politisch. SWISS hat mich person also verstanden und gefördert immerzu unterstützt und angehört, mich gefühlt. Absolut! Bei SWISS können Frauen sehr wertgeschätzt und mich gefördert. Ich kann gut Kaderpositionen bekleiden. Schön wäre es ruhig sagen: Ich bin sehr stolz, hier zu es, wenn der Staat die Rahmenbedingungen arbeiten! verbessern würde, damit Beruf und Familie noch besser vereinbar sind.

/ANZAHL ANGESTELLTE 8‘245 /PERSONALBEDARF Für spannende Jobs am Boden und in der Luft /WEGE IN DAS UNTERNEHMEN Direkteinstieg und verschiedenen Trainee-Programme für unsere Führungskräfte von morgen /BEWERBUNG AN swiss.com/careers

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BUSINESS

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/ANZAHL ANGESTELLTE Schweiz: 17‘000, weltweit: 19‘000 /PERSONALBEDARF Absolventen der Informatik und Betriebswirtschaft /WEGE IN DAS UNTERNEHMEN Praktika (mind. 3 Monate), Direkteinstieg oder Trainee /BEWERBUNG AN Swisscom.ch/jobs

Swisscom Das Telekommunikations­ unternehmen setzt auf flexible Arbeitsformen für jede Lebensphase.

Frau Folini, die Erwartungen an einen Arbeitsplatz sind stark im Wandel. Wie geht Swisscom als Anbieterin von mobilen Kommunikations- und Arbeitslösungen damit um? Folini: Home Office, Teilzeitarbeit und mobiles Arbeiten sind natürlich zentrale Themen bei uns. Obwohl diese Tendenzen nicht neu sind. Wir leben flexible Arbeitsgestaltung schon eine ganze Weile, das gehört zu unserer Unternehmenskultur und ist nicht zuletzt durch unsere eigenen Produkte und Services bedingt. Fördern wir unsere Produkte, fördern wir am Ende auch eine Mobilisierung und Flexibilisierung des Arbeitsplatzes. Eine flexible Arbeitszeitgestaltung kommt jungen Talenten sicher entgegen. Natürlich, dieses Kriterium ist fast ein Muss. Wenn wir gute Leute ins Unternehmen holen wollen, müssen wir fortschrittlich und zukunftsgerichtet denken. Wir bieten Teilzeitstellen, mobiles Arbeiten und Home Office deshalb aktiv an, von Beginn weg – nicht als Notlösung, wenn‘s nicht anders geht. Ist Teilzeitarbeit bei Ihnen auch in Führungspositionen möglich? Ja. Natürlich hängt das aber wie bei allen Mitarbeitenden vom Jobprofil, den Strukturen der Abteilung und den Aufgaben des Einzelnen ab. Auch muss der direkte Vorgesetzte grünes Licht geben. Ansonsten steht einer flexiblen Gestaltung der Arbeitszeit nichts im Wege.

Elena Folini, Dr. oec. publ., lic. phil., ist Head Human Resources Swisscom SME & Head Diversity bei Swisscom.

Die mobilen und flexiblen Arbeitsformen beitenden als verantwortungsvolle Arbeitbringen viele Freiheiten, aber auch viel Eigeberin ein wichtiges Anliegen. genverantwortung mit sich. Welche Erfahrungen machen Sie mit diesen Modellen? Wie profitiert Swisscom davon? Sehr gute. Dadurch, dass wir unseren Mit- Wir können verschiedenste Lebensmoarbeitenden mehr Freiheit und Eigenverant- delle bei uns integrieren. Das Unternehwortung geben, und zwar aktiv, fühlen sie men profitiert von dieser Mischung, weil sich selbstbestimmter. Das ist das Beste, was das kreativere Lösungen hervorbringt. einem Arbeitgeber Bei uns geht es passieren kann. Die nicht um eine EntLeute sind hoch moscheidung zwischen Beruf und Privatletiviert, haben mehr »Wir können die Spass an der Arbeit, ben, zwischen Elweil sie sich ernst verschiedensten Lebens- ternsein und Kargenommen fühlen. riere: Wir möchten modelle integrieren.« Und sie haben mehr allen Menschen erSpielraum, verschiemöglichen, ihr Ledene Lebensbereiche ben und ihren Beruf unter einen Hut zu so zu gestalten, wie bringen. Einen klaren Orientierungsrahmen es ihnen am ehesten entspricht. Je nach gibt ausserdem ein Leitfaden zum mobilen Lebensphase, Alter und Persönlichkeit Arbeiten, denn selbstverständlich ist uns sind die Bedürfnisse doch ganz andere. eine ausgewogene Life Balance der Mitar- Das soll bei uns Platz haben.

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BUSINESS

UBS Die Schweizer Grossbank sieht Diversität als einen wesentlichen Treiber für Innovation. Paul Raphael, MSc Management, MIT’s Sloan School of Management, ist Head Wealth Management Global Emerging Markets. Simone Thompson, Bachelor of Law, Birmingham University Law School, UK, ist Chief of Staff Wealth Management.

Was unterscheidet UBS von anderen Arbeit- Und wie vereinen Sie Privat- und Berufsgebern in der Branche? leben? Paul Raphael: Die Menschen, die bei UBS Ich profitiere von flexiblen Arbeitszeiten arbeiten, sind einer unserer zentralen Er- und kann von jedem Ort der Welt aus arfolgsfaktoren: Unsere rund 60‘000 Mit- beiten - auch von zu Hause. Das gibt mir die arbeiterinnen und Mitarbeiter gehören Freiheit, meine Familie in meine Arbeit zu integrieren, und mei147 Nationen an, es werden bei uns mehr ne Arbeit in die Famials 130 Sprachen gelie. Ich möchte diese »Bleiben Sie sich zwei Bereiche nicht sprochen. Das macht selbst treu.« voneinander trennen, uns einzigartig. Wir sondern sie verbinsind davon überzeugt, dass diese Vielfalt an den. Meine Familie ist unterschiedlichen Mitarbeitenden uns inno- meine grösste Motivation, gute Leistungen vativer macht und unsere Leistung verbessert. zu erbringen. Simone Thompson: Die bei UBS gelebte Vielfalt trägt zu einem tieferen Verständnis unserer Kunden bei und befähigt uns zu einer gezielteren Entscheidungsfindung. Auch ermöglicht dies uns, die besten Talente aus der ganzen Welt zu gewinnen. Herr Raphael, wie erleben Sie persönlich diese Vielfalt im Unternehmen? Ich habe im Laufe meiner Karriere in zahlreichen Ländern gearbeitet. Durch die Auslandserfahrung bin ich flexibler geworden und habe gelernt, mich an schnell ändernde Umstände anzupassen. Auch fällt es mir leichter, mich in andere einzufühlen – seien dies Kunden oder Mitarbeitenden.

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Frau Thompson, Sie haben in einer von Männern dominierten Branche erfolgreich Ihre Karriere aufbauen können. Was ist Ihr Erfolgsrezept? Im Rahmen meiner beruflichen Laufbahn haben drei Faktoren massgeblich dazu bei-

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getragen, schwierige Situationen erfolgreich zu meistern: Die Leidenschaft für meine Arbeit, die Fähigkeit, auch nach Niederlagen immer wieder aufzustehen und von Neuem positiv auf Herausforderungen zuzugehen, und der Glaube an die eigene Durchsetzungskraft, ungeachtet möglicher Widerstände. Was geben Sie jungen Talenten, die ins Banking Business einsteigen wollen, mit auf den Weg? Bleiben Sie sich selbst treu, auch wenn dies nicht immer einfach sein mag. Haben Sie den Mut, sich aus Ihrer Komfortzone herauszuwagen. Seien Sie kreativ, verlassen Sie gewohnte und vertraute Pfade. Erlauben Sie es sich, auch einmal zu scheitern, denn dies ist einer der effizientesten Wege, sich zu verbessern. Und zuletzt: Suchen Sie sich einen Mentor, der Ihnen den Rücken stärkt – und seien Sie gewillt, dasselbe für andere zu tun.

/ANZAHL ANGESTELLTE rund 60‘000 /WEGE IN DAS UNTERNEHMEN Internship, Graduate Training Program, Direkteinstieg /BEWERBUNG AN www.ubs.com/careers


HEALTH/MEDICINE

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/ANZAHL ANGESTELLTE 7‘382 Mitarbeitende, davon 1‘182 Ärzte/Naturwissenschaftler /PERSONALBEDARF Jährlich 1‘000–1‘200 neue Mitarbeitende, insbesondere Pflegende /WEGE IN DAS UNTERNEHMEN Je nach Berufsgruppe verschiedene Möglichkeiten zum Einstieg /BEWERBUNG AN www.usz.ch/jobs

UniversitätsSpital Zürich Von den Besten lernen und Wissen anwenden – in Forschung, Lehre und Klinik.

Frau Ziegler, das UniversitätsSpital Zürich (USZ) wurde zum beliebtesten Arbeitgeber im Gesundheitsbereich gewählt. Was macht es so attraktiv? Ziegler: Das USZ ist eines der grössten Spitäler der Schweiz, täglich werden bei uns medizinische Spitzenleistungen erbracht. Die Komplexität der Fälle, das universitäre Umfeld und die hervorragende Vernetzung ziehen hochmotivierte und ausserordentlich

»Innovative Arbeitsmodelle sind für uns selbstverständlich.«

begabte Personen an. Wir bieten unseren Mitarbeitenden attraktive Laufbahnmodelle und Nachwuchsförderungsprogramme. Die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ist uns ein grosses Anliegen; innovative Arbeitszeitmodelle sind für uns so selbstverständlich wie die spitaleigene Kindertagesstätte.

Einer Ihrer Claims lautet «Lernen von den Besten». Wie zeigt sich das im Alltag? Bei uns treffen Forschung, Lehre und Klinik aufeinander. In allen drei Bereichen wollen wir zu den Besten gehören, indem wir die Besten ihres Fachs bei uns im Haus haben und von ihnen lernen. So können unsere Mitarbeitenden sich neues Wissen aneignen und es in die Praxis umsetzen. Das ist für ihre individuelle fachliche Entwicklung enorm wichtig und bereichernd. Kurz: Das USZ ist Faszination pur. Die Aufgaben in einem Krankenhaus sind vielfältig. Welche Möglichkeiten ergeben sich daraus für junge Talente? Das USZ zeichnen neben der Vielfalt seine hochspezialisierte Medizin und seine Nähe zur Forschung aus. Dadurch können wir unseren Patienten innovative Therapien anbieten, dies erlaubt aber auch, Forschung und klinische Tätigkeit zu verbinden und die Medizin von morgen mitzugestalten. Oft wird übersehen, dass ein Spital auch ausserhalb des medizinischen Bereichs attraktive Stellen bietet. Am USZ sind über 120 Berufe vertreten, z.B. Bau-Ingenieure und Finanzspezialisten im Klinikmanagement.

Rita Ziegler, lic. oec. HSG, Vorsitzende der Spitaldirektion des UniversitätsSpitals Zürich

Welche Ausbildungsmöglichkeiten bieten Sie? Und welche Möglichkeiten gibt es für Mitarbeitende, die in der Forschung arbeiten möchten? Ärztinnen und Ärzte lernen das USZ schon im Medizinstudium kennen. Viele kommen dann für ihre fachärztliche Ausbildung oder ihre weitere Spezialisierung zurück. Bei uns durchlaufen auch Pflegefachpersonen ihre Ausbildung, die bis in die Pflegeforschung führen kann. Und wir bilden in den medizinisch-technisch-therapeutischen Berufen und einigen Lehrberufen aus. Forscherinnen und Forscher profitieren von unserer Zusammenarbeit mit der Universität und der ETH Zürich und von unseren nationalen und internationalen Forschungsnetzwerken.

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IT NATURAL SCIENCES

Zühlke Engineering AG Das Technologie-Unternehmen investiert in Weiterbildung nach Mass – und fördert die Zusammenarbeit der Mitarbeitenden in eigenverantwortlichen Fokus-Gruppen. stehen. Erst dann folgt die Phase der Ideenfindung und danach die Umsetzung in ein konkretes Produkt.

Claudia Reuter, Dr. rer. nat., ist Lead Consultant, Teamleiterin der Zühlke Engineering AG.

Frau Reuter, bei Zühlke steht Innovation im Fokus. Was bedeutet Innovation für Sie? Reuter: Wenn Ideen so umgesetzt werden, dass sie dem Kunden einen echten Mehrwert bieten – das ist für mich Innovation. Eine Idee allein mag spannend, neu oder unkonventionell sein. Bleibt sie aber Theorie oder bringt sie niemanden weiter, ist sie nicht innovativ. Unsere Aufgabe ist, gemeinsam mit dem Kunden Ideen zu entwickeln, die ihn weiterbringen. Dabei helfen uns unsere Erfahrung und unsere interdisziplinären Teams. Hört Ihre Dienstleistung mit der Ideenfindung auf? Nein. Wir begleiten den Kunden über die Ideenfindung hinaus. In einem ersten Schritt gilt es, die Bedürfnisse des Kunden zu ver-

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Können Sie mir Beispiele nennen, bei denen Innovationen von Zühlke im Alltag greifen? Wir entwickeln zum Beispiel neue Fahrkartensysteme für den öffentlichen Verkehr, Bauteile für die sichere Haarentfernung, Geräte zur Spurensicherung oder Bohrer

»Wir legen viel Wert auf Freiräume.« für die Zahnmedizin, die leichter und kostengünstiger sind als herkömmliche Produkte auf dem Markt. Wie fördert Zühlke konkret die Innovationskraft der Mitarbeitenden? Unsere Mitarbeitenden sind der Schlüssel zu unserem Erfolg, deshalb fördern wir sie gezielt. Wir legen viel Wert auf Freiräume. Jeder Mitarbeiter hat zum Beispiel ein Budget für seine Aus- und Weiterbildung, über das er nahezu frei verfügen kann. Damit kann er Kurse besuchen, Bücher kaufen oder sich mit gleichgesinnten Experten zum Austausch treffen. Zudem führen wir Events für unsere Mitarbeitenden durch

und haben spezielle Fokus-Gruppen, welche die Mitarbeitenden frei gründen. Einzige Bedingung ist, dass die Aktivitäten mit den Unternehmenszielen in Einklang stehen. Eine Gruppe setzt sich beispielsweise intensiv mit dem Thema Big Data auseinander. Es findet eine zunehmende Digitalisierung der Gesellschaft statt. Wie wirkt sich das auf Zühlke aus? Wir sind auf Software- und Produktentwicklung spezialisiert – damit befinden wir uns mitten im digitalen Wandel. Als Partner unserer Kunden begleiten wir sie und zeigen ihnen auf, welche Lösungen und Möglichkeiten der Digitalisierung ihnen Nutzen bringen. Für uns ist entscheidend, dass die Technologie Mehrwert generiert und zum Geschäftserfolg unserer Kunden beiträgt. Das ist unser Antrieb und unsere Leidenschaft zugleich.

/ANZAHL ANGESTELLTE 700 /PERSONALBEDARF Hochqualifizierte und top motivierte Softwareingenieure, Entwicklungsingenieure, Business Analysten, Strategie Berater /WEGE IN DAS UNTERNEHMEN Für Hochschulabsolventen über Praktika, Semester-/Diplomarbeiten, Direktbewerbungen /BEWERBUNG AN jobs@zuehlke.com

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Universum top100 de 2015  

Universum Top 100 – Das Ranking der attraktivsten Arbeitgeber der Schweiz, Ergebnisse der Universum Student Research 2015 und viele spannend...

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