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Preis: CHF 4.50

Das Magazin für die junge Karriere

2| 2011

schweizer studierende haben gewählt UND wurden gewählt

Top Arbeitgeber Student of the Year

careerstep stellt vor s. 3 arbeitgeber Energiewirtschaft & Maschinenbau s. 17 Fokus CSR & Innovation s. 3 4 nachgefragt bei Jacques Herzog s. 48 neue rubrik


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Make the right choice Choose one of our graduate opportunities in Audit, Tax, Consulting and Corporate Finance to start something special. If you’re interested in joining a world-leading professional services firm that will challenge, develop and reward you in equal measure, visit www.careers.deloitte.com to see what your options are. It’s your future. How far will you take it?

Audit. Tax. Consulting. Corporate Finance. © 2011 Deloitte AG. All rights reserved.


intro

Editorial & Inhalt

careerstep stellt vor

Für Sie entdeckt

3

Sechs Unternehmen, die Sie unbedingt kennen sollten! Student of the year

Preisverleihung

5

Vier Studenten, vier Aufgaben – vier Unternehmen, vier Preise. Axpo, Baloise, Deloitte und SBB suchten und fanden.

Liebe Leserinnen und Leser

Titelthema

Nach der Wahl ist vor der Wahl. Die Schweizer Studierenden haben gewählt – ihre Top Arbeitgeber in den Kategorien Wirtschaftswissenschaften, Ingenieurwesen, IT und Naturwissenschaften. Und jetzt müssen die Unternehmen ihre Versprechen einlösen und alles daran setzten um die Gunst der jungen Talente halten zu können. Die Rankings der besten Newcomer und der Top Arbeitgeber der Universum Student Survey 2011 finden Sie auf Seite 10. Ein Praktikum will gut überlegt sein! Gerade dann, wenn dieses nicht verpflichtend zum Studium zu absolvieren ist. Spätestens beim Vorstellungsgespräch trennt sich die Spreu vom Weizen. Welche Praktika Sinn machen und wie viele, Seite 12. Networking der besonderen Art betreiben die Universitäten und Hochschulen immer intensiver. Die Ziele liegen klar auf der Hand, Steigerung des eigenen Bekanntheitgrades und die Weitergabe von Know-how. Vorteile für beide Seiten, für die Studierenden und die Hochschulen? Was bringt eine Alumni-Mitgliedschaft? Seite 15.

Keine Siegerehrung ohne Feier! Die diesjährige Preisverleihung fand im Kongresshaus in Zürich statt. Die Spannung war hoch, wer wohl dieses Jahr das Rennen machte? Die ausführlichen Rankings auf Seite 10.

Online finden Sie weitere Informationen unter careerstep.ch. Jörg Sackmann

Top Arbeitgeber

8

Berufseinstieg

Praktikum richtig wählen

12

Im Ausland, im Inland? Wie viele dürfen es sein? karrieresprung

Alumni

15

Ein Netzwerk mit vielen Vorteilen. Arbeitgeber

Energiewirtschaft

17

Fünf Energieunternehmen stellen sich den Fragen der Studierenden. In dieser Ausgabe: ABB, Alpiq, Axpo, BKW und Schneider Electric.

Maschinenbau

29

Bystronic und Endress+Hauser Flowtec stellen sich den Fragen der Studierenden. fokus

CSR

34

Axpo und Ernst & Young widmen sich intensiv diesem wichtigen Thema.

Innovation

38

Innovationen spiegeln die Zukunft eines Unternehmens wider. Spannende Ausblicke zum Thema zeigen: Alstom, Credit Suisse, Feldschlösschen, Georg Fischer, Rheinmetall, Sensirion, Straumann und Victorinox. nachgefragt

Jacques Herzog

48

Erfolgreicher Schweizer Architekt über seine Studienzeit

1


Ehemaligenvereinigung der Universität Basel

Gemeinsam die Zukunft gestalten …

Impressum

Herausgeber Universum Communications Switzerland AG Mülhauserstrasse 50 4056 Basel Tel. 061 385 55 00, Fax 061 385 55 99 www.universumglobal.com www.careerstep.ch, info@careerstep.ch Redaktion Jörg Sackmann – joerg.sackmann@universumeurope.com Denise Muchenberger – denise.muchenberger@universumeurope.com Anzeigen Nelly Riggenbach Hasler – nelly.riggenbach@universumeurope.com Yves Schneuwly – yves.schneuwly@universumeurope.com

… mit dem Netzwerk der Absolventinnen und Absolventen der Universität Basel! • • • •

Webbasiertes Alumni-Who-is-who E-Mail-Forwarding für bessere Erreichbarkeit Alumniwebsite mit Portal Gesellige Anlässe, Stammtische, Vorträge, Besichtigungen usw. Anmeldung und weitere Informationen: www.alumnibasel.ch Geschäftsstelle AlumniBasel | Steinengraben 5 | 4051 Basel Tel. +41 (0)61 267 08 69 | Fax +41 (0)61 267 08 92 | E-Mail: alumni@unibas.ch

Fotografie Arbeitgeber & Fokus Philipp Jeker – www.philippjeker.com Daniel Spehr – www.spehr.ch Titelbild YariK / photocase.com Art Direction Jan Dusek – jan.dusek@universumeurope.com Druck Birkhäuser+GBC AG, Reinach Distribution Die Distribution erfolgt direkt über die Heimadresse und über die entsprechenden Institute. ISSN 1660-4083 Preis Einzelnummer: CHF 4.50 Absolventen und Young Professionals erhalten das Magazin kostenlos. Bestellung über Herausgeber Erscheinung 4-mal jährlich Die Wiedergabe von Artikeln, Bildern und Inseraten, auch auszugsweise oder in Ausschnitten, ist nur mit Genehmigung der Redaktion erlaubt. Dies gilt auch für die Aufnahme in elektronische Datenbanken und die Vervielfältigungen auf CD-ROM.


careerstep stellt vor

careerstep stellt vor

Tätigkeitsbereiche F The Advisory House ist eine führende Managementberatung für die

Energiewirtschaft Europas. Wir beraten unsere Kunden entlang der gesamten Wertschöpfungskette und unterstützen sie bei zentralen Herausforderungen und anspruchsvollen Transformationsprozessen. Dabei stehen wir für exzellente Projektergebnisse und messbaren Kundennutzen. Mit starkem Unternehmergeist und «Inspiring Energy» gestaltet unser Berater Team die Zukunftsbranche Energiewirtschaft mit. standorte Hauptsitz: Zürich weitere Standorte: Köln, London, München und Wien

Tätigkeitsbereiche F Georg Fischer ist fokussiert auf drei Kerngeschäfte: Die Antwort von GF Piping

Systems auf den weltweit steigenden Bedarf nach sauberem Trinkwasser sind umfassende Angebote für die Wasserversorgung und -aufbereitung. GF Automotive entwickelt leichtere Bauteile, die dazu beitragen können, den CO2-Ausstoss zu reduzieren. Bei GF AgieCharmilles stehen die Energieeffizienz, die Lebensdauer der Maschinen und die Senkung des Verbrauchsmaterials im Mittelpunkt.

anzahl mitarbeitende Schweiz: 30, Europaweit: 80 standorte hauptsitz: Schaffhausen Weltweit: Insgesamt 130 Gesellschaften in den wichtigbranche

abschluss

Management- und Strategieberatung, spezialisiert auf die

sten Märkten Europa, Asien, Amerika anzahl mitarbeitende Weltweit: 13 000 in 2010

Energiewirtschaft

umsatz Weltweit: CHF 3.5 Mrd. in 2010

Universitätsabschluss (Master oder Promotion) in Wirtschafts-

branche

Industrie

abschluss

Elektronik, Fahrzeugtechnik, Giessereitechnik, Informatik, Kunst-

wissenschaften, Naturwissenschaften, Ingenieurwesen, Informatik oder Geistes- und Sozialwissenschaften

stofftechnik, Maschinenbau, Mechanik/Mechatronik, Produktionssprachkenntnisse

Sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse

anforderungen

Unsere Mitarbeiter sind neugierig, engagiert und bereit für Höchst-

technik, Verfahrenstechnik, Werkstoffwissenschaften, Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftswissenschaften

leistungen; das erwarten wir auch von Neueinsteigern. Ein hervor-

sprachkenntnisse

Deutsch und Englisch. Weitere Sprachkenntnisse sind von Vorteil.

anforderungen

Engagement und Motivation ist das, was wir erwarten. Denn das

ragender Universitätsabschluss, «hands on» - Mentalität sowie ein starkes Interesse an Energie-Themen sind unerlässlich. Idealerweise haben Sie neben dem Studium erste praktische Erfahrungen – vor-

können Sie auch von uns erwarten.

zugsweise in einer Unternehmensberatung oder in der Energie-

Sie suchen ein Praktikum? Dann haben Sie bestenfalls Ihre Zwi-

wirtschaft – gesammelt.

schenprüfung bereits abgelegt oder befinden sich in der Schlussphase Ihres Bachelor-Studiums. Um sich für Ihre Abschlussarbeit

ihre perspektiven

The Advisory House bietet Ihnen ein dynamisches Umfeld mit

zu qualifizieren, sind ein erfolgreiches Studium sowie praktische

aussergewöhnlichen Entwicklungschancen und exzellenten Karriere-

Erfahrungen nötig.

möglichkeiten. Als Absolvent steigen Sie bei uns auf Level Analyst ein. Mit jedem weiteren Schritt auf der Karriereleiter steigt Ihre

ihre perspektiven

Für Praktika, Abschlussarbeiten und Ihren Berufseinstieg gibt es

unternehmerische Verantwortung. Neben Ihren Erfahrungen in

hier die richtigen Aufgaben für Sie! Nach einer intensiven Einar-

Beratungsprojekten bauen Sie durch zielgerichtete Trainings Ihre

beitungsphase bearbeiten Sie interessante Projekte selbstständig.

persönlichen Fähigkeiten systematisch aus. Bei ausgezeichneten

Verbunden mit Training On-the-Job legen Sie somit den Grund-

Leistungen fördern wir eine Promotion oder ein MBA Studium.

stein für Ihre Karriere. Durch kontinuierliche Weiterbildungen und Trainings, auch in den eigenen Trainingszentren, erhalten Sie die

kontakt

The Advisory House AG

nötigen Fertigkeiten.

Dreikönigstrasse 55 8002 Zürich

kontakt

Georg Fischer AG

Katja Schulze

Amsler-Laffon-Strasse 9

telefon +41 (0)43 960 10 10

8201 Schaffhausen

e-mail

recruiting@advisoryhouse.com

telefon +41 (0)52 631 38 44

web

www.advisoryhouse.com

e-mail

cristina.marinoni@georgfischer.com

web

www.georgfischer.com

3


careerstep stellt vor

careerstep stellt vor

Tätigkeitsbereiche F Lodestone Management Consultants ist ein globales Beratungsunternehmen,

das internationale Firmen in Strategie- und Prozessoptimierung sowie IT-Transformation berät. Lodestone wurde im Jahr 2005 gegründet und ist heute mit rund 650 Mitarbeitenden in 14 Ländern aktiv. Unser Hauptsitz ist in Zürich. Exzellenz, Teamarbeit und individuelle Weiterentwicklung sind für uns der Schlüssel zum Erfolg. standorte Zürich, München, London, Paris, Brüssel, Prag, Warschau, Bukarest, Lissabon, Atlanta, Sydney, Shanghai, Singapur, Toronto

Tätigkeitsbereiche F Man gehört zu den globalen Marktführern im Bereich alternative Anlagen und

bietet eine umfassende Palette an transparenten, dynamischen und themenorientierten Handelsstrategien des gesamten Liquiditätsspektrums an. Das Unternehmen verwaltet derzeit ein Vermögen von rund USD 69.0 Mrd. Wir verfügen über einen grossen Talentpool, beschäftigen weltweit ca. 1 600 Mitarbeiter und bedienen über ein dicht geknüpftes Netz von Vetriebspartnern einen breitgefächerten Kundenstamm.

anzahl mitarbeitende Schweiz: 144, Weltweit: 650 umsatz 180 Mio. CHF standorte Schweiz, USA, Hongkong, Japan, Singapur, Italien, Australien, Kaimaninseln, branche

Unternehmensberatung

abschluss

Erfolgreich abgeschlossenes Studium der Betriebswirtschafts-

Kanada, Guernsey, Luxemburg, Niederlande, VAE, Uruguay – HAUPTSITZ: London anzahl mitarbeitende Schweiz: 400, Weltweit: 1 600 umsatz Weltweit: USD 1.4 Mrd.

lehre, Wirtschaftsinformatik, Business Administration o. ä.

branche

Finanzdienstleister

sprachkenntnisse

Sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse

abschluss

Informatik (Computer Science), Banking & Finance, Wirtschafts-

anforderungen

Wir suchen Mitarbeitende, die etwas bewegen wollen! Dabei zäh-

wissenschaften, Betriebswissenschaften len für uns vor allem Engagement sowie die Fähigkeit, Aufgaben

sprachkenntnisse

Deutsch & Englisch

anforderungen

Unsere Mitarbeitende sind Persönlichkeiten, die Eigeninitiative zei-

strukturiert anzugehen und unternehmerische Lösungen zu entwickeln. Dies solltest Du schon im Rahmen eines Praktikums u. /o. Auslandsaufenthaltes unter Beweis gestellt haben.

gen, intellektuelle Herausforderungen suchen und Verantwortung

IT-spezifische Vorkenntnisse sind kein Muss, jedoch solltest Du

übernehmen. Wir arbeiten in Teams zusammen, werden aber auch

Interesse an innovativen Lösungen im Bereich IT/SAP und Lern-

an unserer individuellen Leistung gemessen. Unser Unternehmen

bereitschaft mitbringen.

verändert sich ständig – die Flexibilität und Innovationsfähigkeit unserer Mitarbeiter spielt dabei in allen Bereichen eine wichtige Rolle.

ihre perspektiven

Lodestone bietet Dir vom ersten Tag an die Möglichkeit, in internationalen Teams an herausfordernden Projekten mitzuarbeiten

kontakt

In unseren Graduate Trainee Programmen ermöglichen wir den Absolventen einen umfassenden Einblick in das Investment Business.

unterstützen wir Deine Weiterentwicklung durch gezielte Trai-

Laufende Fortbildung und Netzwerkaktivitäten unterstützen die

ningsangebote. Unsere Kunden sind renommierte Unternehmen

Entwicklung ebenso wie die Einbindung in Projekte und operative

verschiedenster Branchen. So kannst Du Dich bei Lodestone zu

Tätigkeiten des Unternehmens vom ersten Tag an. Unsere Entlöh-

einem gefragten Berater für Prozessoptimierung und IT-Transfor-

nung ist wettbewerbsfähig, das Umfeld stimulierend und heraus-

mation entwickeln.

fordernd.

Lodestone Management Consultants

kontakt

Man Investments AG

Obstgartenstrasse 27, 8302 Kloten

Etzelstrasse 27, 8808 Pfäffikon/SZ

Anne Schmid (Recruiting)

Mirjam Pfister

telefon +41 (0)44 434 11 00

telefon +41 (0)55 417 79 50

e-mail

recruitment@lodestonemc.com

e-mail

gradrecruit.ch@maninvestments.com

web

www.lodestonemc.com

web

www.man.com

Mehr: Inside Story auf careerstep.ch

4

ihre perspektiven

und dabei von erfahrenen Kollegen zu lernen. Darüber hinaus


careerstep stellt vor

careerstep stellt vor

Passion for Private Markets

86

Tätigkeitsbereiche

branche

Verteidigungs- und Sicherheitsindustrie

Tätigkeitsbereiche

abschluss

Betriebswirtschaftslehre, Elektrotechnik, Maschinenbauingenieur, Wirtschaftsinformatik

Die Rheinmetall Air Defence AG ist eine international tätige

F Die Rheinmetall Air Defence AG ist eine international tätige UnternehUnternehmensgruppe des Rheinmetall Defence Verbundes. Die

Anforderungen an die Flugabwehr im Nahbereich sind in den ver-

mensgruppe des Rheinmetall Defence Verbundes. Die Anforderungen an die gangenen Jahren erheblich komplexer geworden. Neben quantiAbschluss eines Hoch- oder Fachhochschultativen gibt es auch qualitative Veränderungen der Bedrohung studiums mit ausgezeichneten Fach- und Flugabwehr im Nahbereich sind in den vergangenen Jahren erheblich komplexer aus der Luft. Die Entwicklung geht in Richtung immer kleinerer, Methodenkompetenzen. Selbstverständlich beweglicher und schneller, unbemannter Flugkörper, die sich nur sind auch Teamgeist, Neugierde und Kreativität, geworden. Neben quantitativen gibt es auch qualitative Veränderungen der BedroSozialkompetenz, Innovations- und Kommunimit sehr leistungsfähigen Tiefflugabwehrsystemen wirkungsvoll kationsfähigkeit gefragt. lassen. Zudem gewinnt der Schutz ziviler Einrichhung aus der Luft. Die Entwicklung gehtbekämpfen in Richtung immer kleinerer, beweglicher tungen vor terroristischen Angriffen zunehmend an Bedeutung. ihre perspektiven Direkteinstieg und/oder On-the-Job-Training. Imdie Geschäftsbereich Flugabwehr gehört Rheinmetall Defence zu Tiefund schneller, unbemannter Flugkörper, sich nur mit sehr leistungsfähigen standorte Zürich den weltweit führenden Herstellern von komplexen Waffensystemen für die Flugabwehr. In der Kanonenund Lenkwaffenflugflugabwehrsystemen wirkungsvoll bekämpfen lassen. Zudem gewinnt der Schutz anzahl Schweiz: ca. 900 abwehr ist Rheinmetall Defence Marktführer und einziger umfasmitarbeitende weltweit: ca. 1 800 ziviler Einrichtungen vor terroristischensender Angriffen zunehmend anGeschütze, Bedeutung. Systemanbieter für Feuerleitung, integrierte umsatz 1,814 Mrd. € Lenkwaffenwerfer und Ahead-Munition. Im Geschäftsbereich Flugabwehr gehört Rheinmetall Defence zu den weltweit anschrift/kontakt Rheinmetall Air Defence AG Einstiegsmöglichkeiten Mani Holstein führenden Herstellern von komplexen Waffensystemen für die Flugabwehr. In der Birchstrasse 155 CH-8050 Zürich und/oder On-the-Job-Training. Wir bieten zudem Kanonen- und- Lenkwaffenflugabwehr istDirekteinstieg Rheinmetall Defence Marktführer und jährlich 20 Praktikumsplätze. Rheinmetall Air Defence AG ist ein telefon +41 (0)44 316 22 11 attraktiver Arbeitgeber mitGeschütze, hohem Standard integrierte an Sozialleistuneinziger umfassender Systemanbieter für Feuerleitung, e-mail info@rheinmetall-ad.com gen und internationalen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten. mani.holstein@rheinmetall-ad.com Lenkwaffenwerfer und Ahead-Munition.Menschen, die gerne kommunizieren, evaluieren, entwickeln, web www.rheinmetall-defence.com sprachkenntnisse

Deutsch und Englisch

anforderungen

Tätigkeitsbereiche F Partners Group ist ein globaler Manager von Privatmarktanalgen mit einem

verwalteten Vermögen von über EUR 20 Mrd. in den Bereichen Private Equity, Private Debt, Private Real Estate und Private Infrastructure. Die Firma bietet internationalen institutionellen Investoren ein breit gefächertes Angebot an Investitionsprogrammen und massgeschneiderten Portfolios an, die nach einer direkten Möglichkeit suchen, um in Privatmarktanlagen zu investieren. Partners Group ist an der Schweizer Börse SIX notiert. Alle Partner und Mitarbeiter der Partners Group halten die Mehrheit der Firma.

testen und beraten möchten, sind bei uns am richtigen Platz.

Kontaktmöglichkeiten

standorte Zürich anzahl mitarbeitende Schweiz: 900, Weltweit: 1 800 standorte Der Hauptsitz der Gesellschaft ist in Zug und weitere Niederlassungen befinden

Aktuelle Stellen finden Sie unter www.rheinmetall-defence.com. Ihre Bewerbung richten Sie bitte an den zuständigen HR-Verantwortlichen.

umsatz Weltweit: 1,814 Mrd. €

sich in San Francisco, New York, São Paulo, London, Guernsey, Luxemburg, München, Dubai, Singapur, Peking, Seoul, Tokio sowie Sydney.

branche

Verteidigungs- und Sicherheitsindustrie

abschluss

Betriebswirtschaftslehre, Elektrotechnik, Maschinenbauingenieur,

anzahl mitarbeitende Über 500 Mitarbeiter weltweit branche

Finanzbranche

abschluss

Betriebswirtschaftslehre (Schwerpunkt Finance und/oder Banking),

CAREERSTEP.CH

Wirtschaftsinformatik

sprachkenntnisse

Deutsch und Englisch

anforderungen

Abschluss eines Hoch- oder Fachhochschulstudiums mit ausge-

Mathematik, Physik, Rechnergestützte Wissenschaften, Quantitative Finance Master, Jura

zeichneten Fach- und Methodenkompetenzen. Selbstverständlich sprachkenntnisse

Deutsch, Englisch, jede weitere Sprache von Vorteil

anforderungen

Top akademische Leistungsausweise (Bachelor/Master/MBA) in

sind auch Teamgeist, Neugierde und Kreativität, Sozialkompetenz, Innovations- und Kommunikationsfähigkeit gefragt.

den genannten Fachgebieten mit Schwergewicht in Business

ihre perspektiven

Direkteinstieg und/oder On-the-Job-Training.

kontakt

Rheinmetall Air Defence AG

Administration, Accounting, Finance und/oder Mathematik. Interesse an den Mechanismen der internationalen Finanzmärkte, sehr gutes analytisches Denkvermögen, exzellente Kommunika-

Mani Holstein

tionsfähigkeiten, Lernbereitschaft/-fähigkeit und Teamgeist.

Birchstrasse 155 CH-8050 Zürich

ihre perspektiven

Bei der Partners Group stehen qualifizierten Bewerbern/Innen eine Vielzahl von Karrieremöglichkeiten in einem globalen, äusserst

telefon +41 (0)44 316 22 11

dynamischen und kundenorientierten Umfeld offen.

e-mail

kontakt

Partners Group AG

web

info@rheinmetall-ad.com mani.holstein@rheinmetall-ad.com www.rheinmetall-defence.com

Human Resources Zugerstrasse 57 6341 Baar-Zug web

www.partnersgroup.com

Wir freuen uns auf Ihre Online-Bewerbung.

5


The specific Springboardr questions are based on the four drivers of employer attractiveness framework: people and culture, employer reputation, job characteristics, and career opportunities. This framework was developed through our specific research within HR, as well as focus groups and general communication with both employers and students. It was created in close cooperation with Professor Paula Caligiuri at the Rutgers University (US).


news

Die Students of the Year Preisverleihung 2011

Energy Vision Der Energy Vision Student of the Year, Herr Samuel Pfaffen (ETH Zürich) und Herr Marius Schlegel von der Axpo Holding. (vlnr.)

Dieser Preis wird an Studenten vergeben, die auf ihrem Gebiet herausragend sind. Die Gewinner absolvieren spannende (Auslands-) Praktika, können an Fachkonferenzen, Mentoring-Programmen teilnehmen oder Sachpreise gewinnen. Während der Universum Awards im Mai in Zürich, wo die Student of the Year-Awards überreicht werden, konnten die Gewinner Networking für die zukünftige Karriere betreiben. An der diesjährigen Preisverleihung hat Universum zusammen mit Partnerunternehmen vier Preise vergeben. Der Energy Vision Student of the Year ist Samuel Pfaffen, erhielt ein E-Bike; der Baloise Safety Student of the Year ist Reto Ziltener, er wird ein bezahltes Praktikum bei der Baloise absolvieren; der Cross-Thinker Student of the Year ist Remo Giger, er wird für ein Wochenende in Begleitung nach London fliegen; der Innovation Student of the Year ist Péter Fankhauser, er erhält ein SBB General Abo. Herzlichen Glückwunsch! Die Preise wurde von folgenden Unternehmen überreicht:

Safety Student Frau Lena Schwerzmann von der Baloise Group, der Baloise Safety Student of the Year, Herr Reto Ziltener (HSG) und Lydia Welzel von der Baloise Group. (vlnr.)

Cross-Thinker Herr Stephan Schmidli von Deloitte und der Cross-Thinker Student of the Year, Herr Remo Giger (HSG). (vlnr.)

Innovation Student Der Innovation Student of the Year, Péter Fankhauser ETHZ und Frau Tien Lam von der SBB. (vlnr.)

weitere Informationen auf

7 Mehr: Inside Story auf careerstep.ch


titelthema

universum awards 2011 – rückblick

Der Abend der Gewinner Preisverleihung lädt zum Netzwerken ein

Die diesjährigen Universum Awards im Kongresshaus Zürich standen ganz im Zeichen des Aufbruchs. Nach überstandener Finanzkrise blicken die Unternehmen wieder optimistischer in die Zukunft. Und widmen sich mehr denn je brandaktuellen Themen wie «Diversity» oder «Frauen und Karriere».

Wie sich diese beiden Strategien auf den Bereich Employer Branding auswirken, wurde am Seminarnachmittag thematisiert. Michael Holm, Employer Branding Manager bei IBM Dänemark referierte über «How IBM’s Employer Branding Strategy Embraces Diversity – A Best Practice» und berichtete, wie sich das Engagement von IBM im Bereich Diversity ausbezahlt hat. Um das ursprünglich etwas arrogante Image aufzupolieren, habe das IT-Unternehmen den direkten Austausch mit Studierenden gesucht. Mithilfe von Social Media-Plattformen wie Facebook wurden beispielsweise die Werte des Unternehmens vermittelt. «Being able to be who you are» lautet die IBM-Devise. Diese Sichtweise sei für beide Seiten ein Gewinn, so Holm: «Wer so sein kann wie er will ist leistungsstärker!» Deshalb motivierte er die Seminarteilnehmer, unbedingt in spezielle Diversity-Programme zu investieren. Diversity spielt auch beim führenden Kosmetikhersteller L’Oréal eine zentrale Rolle. Marine Guignardeau, Responsable RH/Formation L’Oréal Suisse berichtete in ihrem Vortrag über die unterschiedlichen Ansprüche der L’Oréal-Kundschaft. «Unsere asiatischen Kunden beispielsweise waschen ihre Haare ganz anders als wir Europäer. Und stellen somit andere Anforderungen an ein Shampoo», meinte sie. Um den Kundenbedürfnissen auf der ganzen Welt gerecht zu werden, müsse auch innerhalb des Unternehmens der Diversity-Gedanken gelebt werden. «Nur wenn wir vielfältig sind, können wir unsere Kunden und unseren Markt verstehen.» Axel Keulertz, Research Director DACH legte in seinem Vortrag den Fokus auf das Thema «Was Frauen wollen – Arbeitgeberpräferenzen der Frauen und Männer im Vergleich». Die Ergebnisse der aktuellen Studie hätten beispielsweise gezeigt, dass sich Frauen mehrheitlich als «Harmonizer» und Männer als «Leader» bezeichnen. Bei den Gehaltsvorstellungen würden Frauen mit 69 283 Franken deutlich weniger erwarten als Männer (81 159 Franken). Auch die Definition von Work-LifeBalance unterscheidet sich bei Mann und Frau. Spass am Job zu haben, ausgeglichen und zufrieden zu sein ist dabei für Männer entscheidend. Frauen sind stärker an Freizeit interessiert, und wollen sich neben der Arbeit auch dem Privatleben widmen können. F

8

Leader

Harmonizer

Ein «Leader» geht mit gutem Beispiel voran, ob er will oder nicht. Der «Leader» sucht nach einem Arbeitgeber, der ihm Raum für Weiterentwicklung, Management-Chancen und berufliche Entwicklung bietet.

Wähle einen Beruf den du liebst und du wirst nie mehr einen Tag in deinem Leben arbeiten! Der «Harmonizer» hat ein starkes Bedürfnis nach einer sinnvollen Tätigkeit. Der «Harmonizer» wählt den Karriereweg und Arbeitgeber aus, der ihm einen sicheren Arbeitsplatz mit einer guten Work-Life-Balance bietet.

www.springboardr.com


titelthema

universum awards 2011 – rückblick

Frauenquote – ja oder nein? In der abschliessenden Paneldiskussion wurde die Frage «Krise, Quote oder die ewige Prozentfrage – Ist der Kampf um mehr Frauen in der Chefetage verloren?» thematisiert. Bilanz-Wirtschaftsjournalistin Karin Kofler moderierte die Runde und stellte zu Beginn die Frage, weshalb es in Norwegen, Spanien oder Frankreich bereits eine Frauenquote gebe, es in der Schweiz rund um dieses Thema aber bisher ruhig geblieben sei. «Viele Frauen steigen aus, wenn sie sich mit der Unternehmenskultur nicht mehr identifizieren können und machen sich selbstständig. Deshalb ist es wichtig, dass die Frauen Unterstützung aus der Chefetage erhalten», so die Antwort von Ricarda Harris Business Projektleiterin Expert bei der Zürcher Kantonalbank. Sie spricht sich klar für eine Frauenquote in Unternehmen aus. So auch Franziska Hügli, Inhaberin von HÜGLI CONSULTING. «Ohne Quote passiert nichts. Nur wenn wir uns Ziele setzen, ändert sich etwas», lautet ihre Aussage. Nelly Riggenbach Hasler, Director DACH bei Universum sprach sich ebenfalls für die Quote aus, nur müsse die etwas tiefer angesetzt werden. «Die Frauen fehlen bereits im unteren Kader. Wie sollen sie dann im TopManagement vertreten sein?», so Riggenbach Hasler. Preisverleihung in einem feierlichen Rahmen Um 18:00 Uhr fiel der Startschuss zur offiziellen Preisverleihung. DACH Director Nelly Riggenbach Hasler begrüsste alle Teilnehmer und stellte das Programm des Abends vor. Nach der Vorspeise verliehen die Unternehmensvertreter von Deloitte, Baloise, SBB und Axpo die Preise an die vier Students of the Year. Neben den attraktiven Preisen im Wert von 5000 Franken konnten die jungen Talente an den Universum Awards wertvolle Kontakte zu möglichen Arbeitgebern knüpfen. Bereits zum zweiten Mal machten die Schweizerischen Bundesbahnen SBB mit. Sie wählten den «Innovation Student of the Year». Laut Margot Stupf, Fachspezialistin Personalmarketing habe sich das Engagement im letzen Jahr gelohnt: «Wir konnten die letztjährige Siegerin für unser TraineeProgramm gewinnen» freut sich Stupf. Ausserdem habe die SBB dank dem Student of the Year-Award Einblicke in zahlreiche «spannende»

Bewerbungen und somit CV’s erhalten. Das Kennenlernen der Students of the Year in ungezwungener Atmosphäre ist für Margot Stupf ein weiterer Pluspunkt: «Wir überlegen uns auf jeden Fall, in Zukunft wieder mitzumachen», lautet ihr Fazit. Die SBB hat als Preis für den «Innovation Student of the Year» ein einjähriges Generalabonnement verliehen, das beim Gewinner Péter Fankhauser für strahlende Augen sorgte.  Die anschliessende Vorstellung der diesjährigen Studie übernahm Research Director Axel Keulertz, der mehr über die Key Findings zu berichten wusste. Bevor die Hauptspeise serviert wurde, stellte Joanna Rusin-Rohrig, Marketing Manager DACH bei Universum den Springboardr-Panel vor. Studierende aus der ganzen Schweiz berichteten über ihre Erfahrungen mit dem Online-Tool, welches jungen Talente den idealen Arbeitgeber vorschlägt. Gestärkt durch den Hauptgang, übernahmen Yves Schneuwly und Louis de Montmollin, beide Key Account Manager bei Universum, die Auszeichnung der besten Newcomer. Das sind jene Unternehmen, die dieses Jahr in der Studie zum ersten Mal aufgetaucht sind, – und im Vergleich zu anderen Newcomern (siehe Seite 10) den besten Platz erreicht haben. Favoriten bleiben Favoriten Nun stieg die Spannung, denn die attraktivsten Arbeitgeber in den Bereichen IT, Engineering, Business und Natural Science durften endlich ihre Urkunde in Empfang nehmen. Im Vergleich zum letzten Jahr hat sich auf den Podestplätzen wenig verändert. Nur bei den Ingenieuren haben die Studierenden neue Favoriten. ABB ist weiterhin auf Platz eins, aber Alstom machte drei Plätze gut und verdrängte Siemens vom zweiten Platz. Siemens muss sich dieses Jahr mit der Bronzemedaille zufrieden geben. Im Bereich IT ist Google nach wie vor am beliebtesten, gefolgt von IBM und Microsoft. «Über die Hälfte der Befragten haben Google als idealen Arbeitgeber angegeben», meinte dazu Research Director Axel Keulertz. Und deutete damit an, dass dieser erste Platz wohl für die nächsten Jahre gesichert sei. Im Bereich Business stand erneut Nestlé ganz oben, gefolgt von den Schweizer Grossbanken Credit Suisse und UBS. Nestlé konnte eine weitere Urkunde in Empfang nehmen, F

9


titelthema

top arbeitgeber schweiz – rankings

da es der Nahrungsmittelkonzern im Bereich Natural Science auf den dritten Platz schaffte. Die ersten beiden Plätze machten erneut die Pharmariesen Novartis auf dem ersten und Roche auf dem zweiten Rang untereinander aus. Nach dem Dessert und dem offiziellen Ende der Veranstaltung, konnten sich die Teilnehmer der Universum Awards an der Bar im Foyer bei einem Drink unterhalten und die Eindrücke des Abends Revue passieren lassen. Oder aber, bereits die ersten Prognosen für die nächstjährigen Ergebnisse machen... W

Die besten 10 Newcomer 2011 ist ein spannendes Jahr! Die aufkommende «Facebook»-Generation hat ihre erste Krise erlebt und reagiert dementsprechend sensibel auf jedes wirtschaftliches Ereignis. So ist zwar die Work-Life-Balance für die jungen Schweizer Talente immer noch das wichtigste Karriereziel in der aktuellen Universumstudie hinsichtlich Karrierepräferenzen, nichts desto trotz gewannen die Jobsicherheit und die geografische Lage der bevorzugten Arbeitgeber an beachtlicher Bedeutung. Des Weiteren entscheiden sich die Schweizer Studierenden zunehmend für Unternehmen, die neben innovativen Produkten auch für klar erkennbare Werte stehen. Gerade die besten «Newcomer» in der aktuellen Studie werden mit diesen Attributen in Verbindung gebracht. Und so konnten sich einige der unten genannten Unternehmen bereits in den oberen Rängen positionieren. Für Sensirion im Bereich Engineering, Emmi im Bereich Natural Science und Open Systems im Bereich IT dürfte diese «Höhenluft» sehr viel Freude bereiten. Eine Herausforderung für die Unternehmen wie für die jungen Talente – die nun in die zweite Runde geht. Bystronic Laser AG Emmi Feldschlösschen Grant Thornton Wirtschaftsprüfung AG Helbling Management Consulting Lodestone Management Consultants Man open systems Partners Group Sensirion Quelle: Universum Student Survey 2011

10

Top Arbeitgeber Student Survey 2011

Business Unternehmen

Seit 2010

1 Nestlé

0

2 Credit Suisse s. Seite 40

0

3 UBS

0

4

Google

0

5

L'Oréal

0

6

Swatch Group

I

6

7

PwC

I

2

8

SWISS

K

-1

9

Procter & Gamble

K

-3

10 McKinsey & Company

K

-2

11 The Coca-Cola Company

K

-1

12 Ernst & Young s. Seite 37

I

1

13 The Boston Consulting Group

I

1

14 Novartis

I

1

15 Die Bundesverwaltung

I

6

16 Schweizerische Nationalbank

I

1

17 IKRK

I

6

18 Lindt & Sprüngli

I

2

19 KPMG

0

20 Bank Julius Bär

K

-2

21 Goldman Sachs

K

-5

22 SBB CFF FFS

I

4

23 ABB

I

14

24 Migros

K

-2

25 J. P. Morgan

I

16

26 Unilever

I

5

27 IBM

I

1

28 HSBC Private Bank

K

-4

29 Swisscom

0

30 Microsoft

I

10

31 IKEA

K

-1

32 Roche

K

-5

33 Deutsche Bank

I

2

34 Kraft Foods

I

13

35 Logitech

I

17

36 Deloitte

I

9

37 Johnson & Johnson

K

-4

38 Richemont

I

1

39 Swiss Re

I

12

40 Raiffeisen

K

-15

41 H&M

K

-3

42 Pictet

K

-8

43 Philip Morris International

I

1

44 Heineken

I

9

45 PostFinance

I

3

46 Siemens

I

10

47 Zürcher Kantonalbank

K

-11

48 SRG SSR Idée Suisse

K

-16

49 Morgan Stanley

K

-7

50 Bank of America / Merrill Lynch

0


Natural Sciences

Engineering Unternehmen

Seit 2010

Unternehmen

IT

Seit 2010

Unternehmen

Seit 2010

1 ABB s. Seite 19

0

1 Novartis

0

1 Google

0

2 ALSTOM s. Seite 39

I

3

2 Roche

0

2 IBM

0

3 Siemens

K

-1

3 Nestlé

0

3 Microsoft

0

4

Google

0

4

Die Bundesverwaltung

I

1

4

Logitech

0

5

IBM

K

-2

5

Google

I

1

5

Credit Suisse

I

2

6

SBB CFF FFS

I

3

6

Bayer

I

2

6

UBS

I

3

7

Nestlé

K

-1

7

Merck Serono

I

6

7

Swisscom

K

-2

8

Logitech

K

-1

8

IBM

I

4

8

Oracle

I

4

9

Hilti

I

6

9

Credit Suisse

K

-5

9

SAP

I

8

10 Pilatus Aircraft

I

4

10 IKRK

K

-3

10 SBB CFF FFS

K

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11 Bombardier Transportation

I

1

11 BASF

I

6

11 Hewlett-Packard

0

12 RUAG

K

-4

12 UBS

K

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12 Cisco Systems

K

-2

13 Implenia

I

6

13 Syngenta

K

-4

13 Nestlé

0

14 Swatch Group

I

4

14 Migros

I

1

14 Siemens

I

6

15 McKinsey & Company

K

-2

15 Swiss Re

K

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15 Dell

I

1

16 SWISS

I

4

16 SBB CFF FFS

K

-6

16 SWISS

K

-2

17 Alpiq s. Seite 21

I

23

17 Givaudan

I

19

17 Novartis

I

1

18 Swisscom

I

6

18 McKinsey & Company

0

18 ABB

I

3

19 Novartis

K

-9

19 Coop

K

-3

19 McKinsey & Company

0

20 Roche

K

-4

20 Pfizer

I

4

20 Die Bundesverwaltung

I

9

21 Axpo s. Seite 23, 35

I

8

21 Johnson & Johnson

I

2

21 Accenture

I

2

22 Bosch Gruppe Schweiz

K

-5

22 Lonza Group

I

3

22 Ericsson

I

4

23 Stadler Rail

K

-2

23 ABB

K

-2

23 PwC

I

22

24 OC Oerlikon

K

-13

24 Actelion

I

3

24 Migros

I

17

25 Microsoft

K

-2

25 SWISS

I

5

25 Die Post

I

3

26 IKRK

I

13

26 Siemens

I

30

26 IKRK

I

8

27 UBS

K

-5

27 Logitech

I

18

27 The Coca-Cola Company

I

10

28 Schindler

I

9

28 Lindt & Sprüngli

K

-9

28 Roche

K

-3

29 Holcim

K

-3

29 The Boston Consulting Group

I

10

29 PostFinance

K

-14

30 Die Bundesverwaltung

0

30 Raiffeisen

K

-8

30 Kudelski Group

I

2

31 Credit Suisse

K

-6

31 Swisscom

I

18

31 Pilatus Aircraft

I

7

32 Philip Morris International

I

2

32 The Boston Consulting Group

I

3

-6

33 Unilever

I

9

33 Raiffeisen

K

-9

34 Clariant

I

36

34 Johnson & Johnson

I

57

35 Microsoft

I

2

35 Swatch Group

K

-13

36 SRG SSR Idée Suisse

K

-9

37 Philip Morris International

I

14

38 KPMG

I

1

39 Swiss Re

K

-6

32 Sensirion s. Seite 44

neu

33 Phonak

K

34 Johnson & Johnson

I

8

35 The Boston Consulting Group

K

-3

36 Hewlett-Packard

I

2

36 PostFinance

I

33

37 Dell

I

6

37 The Coca-Cola Company

I

6

38 Bühler

I

9

38 Zurich Financial Services

K

-18

39 DuPont

I

6

39 Emmi

40 Leica Geosystems

K

-9

40 ALSTOM

I

21

40 Schweizer Armee

I

14

41 Cisco Systems

K

-8

41 Leica Geosystems

I

24

41 Ernst & Young

K

-11

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neu

42 BKW s. Seite 25

I

21

42 Alpiq

I

62

42 open systems

43 Wärtsilä

I

14

43 Axpo

I

19

43 RUAG

K

44 Migros

0

44 SRG SSR Idée Suisse

K

-13

44 Avaloq

0

45 BASF

K

-17

45 Kraft Foods

K

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45 Cambridge Technology Partners

I

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46 Sulzer AG

K

-12

46 DuPont

I

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46 IKEA

K

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47 IKEA

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-6

47 AXA Winterthur

K

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47 Alpiq

I

29

48 Lindt & Sprüngli

I

7

48 Bombardier Transportation

I

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49 Ericsson

K

-13

49 Phonak

K

-7

50 Swiss Re

I

41

50 Schindler

I

6

48 Sensirion

neu

49 Cambridge Technology Partners

K

-17

50 Cisco Systems

I

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berufseinstieg

Keine Chance ohne Praktikum? Wie viel bringen Praktika für den Berufseinstieg? Diese Frage hat der deutsche Hochschulforscher Andreas Sarcletti in einer Studie behandelt und dazu rund 4 500 Absolventen befragt. Sein Ergebnis: Wer möglichst viele Praktika in seinem Lebenslauf vorweisen kann, hat nicht unbedingt bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Autorin: Denise Muchenberger «Da lohnt es sich auf jeden Fall, im Vorfeld zu recherNach dem Ende seines Studiums an der Uni Bamberg, chieren und sich mit Studienkollegen auszutauschen, hat sich Andreas Sarcletti Gedanken über das Thema die möglicherweise schon ein Praktikum bei jenem seiner Doktorarbeit gemacht. «Ich habe damals an Unternehmen absolviert haben», so der Deutsche. Es einer Absolventenstudie mitgearbeitet und mir übersei wichtig, dass man nicht einfach als billige Arbeitslegt, welches Thema für die Studierenden interessant kraft gilt, Kopierarbeiten übernehmen muss oder zum sein könnte», so Sarcletti. Die Frage «Wie viel bringen Kaffee kochen eingesetzt wird, so Sarcletti. Gut bePraktika tatsächlich für den Berufseinstieg?» zu betreut zu sein, regelmässig ein Feedback zu erhalten, sei handeln, macht Sinn. Schliesslich bieten heute nahezu zudem hilfreich, um sich den eigenen Stärken bewusst alle grossen Unternehmen Praktika an. In gewissen zu werden. Von der Dauer her rät Sarcletti ein PraktiStudienfächer, wie zum Beispiel Recht, sind Praktika kum, «dass sicher mehr als vier Wochen aber nicht länPflicht. Und wer schon einmal zu einem Vorstellungsger als ein halbes Jahr dauert». Der Studierende sollte gespräch eingeladen wurde, weiss, dass die Frage nach unbedingt ein Zeugnis verBerufserfahrung, Praklangen, das beispielsweise tika oder Auslandaufaufführt, welche Arbeiten enthalten früher oder «Praktika machen in erster verrichtet wurden. Zum später auftaucht. DenThema Auslandpraktika hat noch kommt Andreas Linie Sinn, um sich beruflich Andreas Sarcletti ebenfalls Sarcletti, der während eine Meinung: «Natürlich seines Studiums selbst zu orientieren und erste Konist es positiv, wenn jemand ein Praktikum absoltakte zu knüpfen» gewillt ist, eine neue Spraviert hat, zu einem anche oder eine neue Kultur deren Schluss: «PrakDr. Andreas Sarcletti kennenzulernen», sagt er. tika machen in erster Aber wer seine berufliche Linie Sinn, um sich beZukunft sowieso in der ruflich zu orientieren Schweiz sieht, sollte sich direkt bei einem (Wunsch-) und erste Kontakte zu knüpfen», sagt er. Deshalb sollArbeitgeber in der Schweiz bewerben, sagt er. Und te man ein Praktikum tendenziell auch eher gegen somit auch die Chance nutzen, erste berufliche KonEnde des Studiums machen, wenn der Berufseinstieg takte zu knüpfen. Andreas Sarcletti selbst hat mit seiin greifbare Nähe rückt. Wie die Ergebnisse der Stunem Praktikum gute Erfahrungen gemacht. Er hat drei die gezeigt hätten, würde die Anzahl der absolvierten Monate bei einem kleinen Institut in der empirischen Praktika nur geringen Einfluss auf einen besseren Sozialforschung gearbeitet und dabei gemerkt, dass Berufseinstieg haben. «Wer dank eines Praktikums heihn das Auswerten von Daten und folglich die Marktrausfindet, ob er oder sie tatsächlich in diesem Bereich und Sozialforschung interessieren. Heute arbeitet er tätig sein möchte, sollte sich anschliessend besser um am HIS-Institut in Hannover in der Hochschulforeinen Nebenjob in dieser Branche bemühen», so der schung. Wie aber sieht nun sein Fazit zum Thema Hochschulforscher. Dies sei erstens finanziell attraktiPraktikum aus? Dazu Sarcletti: «Praxiserfahrung im ver und zweitens hätte die Studie gezeigt, dass ein NeStudium ist auf jeden Fall nützlich für den Berufseinbenjob eher als «Türöffner» für den Berufseinstieg gilt. stieg nach dem Studium. Andere Faktoren wie das stuWer ein Praktikum nach dem anderen absolviert – und dierte Fach, das Geschlecht, die Abschlussnote oder das bei den unterschiedlichsten Unternehmen, wirkt eine fachnahe Berufsausbildung sind meistens jedoch nicht unbedingt als geradlinig oder zielorientiert. von grösserer Bedeutung für den Berufseinstieg.» W Praktikum sinnvoll nutzen Andreas Sarcletti kann einige Tipps geben, wie man möglichst viel Profit aus einem Praktikum zieht. Am meisten Wert sollte auf die Betreuung gelegt werden:

12

Dr. Andreas Sarcletti hat an der Universität Bamberg Soziologie studiert und anschliessend promoviert. Für seine Studie «Zur Bedeutung von Praktika und studentischen Erwerbstätigkeiten für den Berufseinstieg» hat er die Daten von 4 500 Absolventen bayerischer Universitäten und Fachhochschulen ausgewertet. Heute arbeitet er am HIS (Hochschul-Informations-System) in Hannover. Für die Studie wurden Absolventen (Magister und Universitätsbzw. Fachhochschuldiplom) folgender Studienrichtungen befragt: Sprach- und Kulturwissenschaften:

613

Sozialwissenschaften:

461

Wirtschaftswissenschaften:

1 701

Mathematik und Naturwissenschaften:

773

Ingenieurwissenschaften:

972

Sonstige/Unbekannte Fächer:

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Quelle: Studie «Zur Bedeutung von Praktika und studentischen Erwerbstätigkeiten für den Berufseinstieg», Dr. Andreas Sarcletti, 2009


berufseinstieg

Praktika sind auch für Unternehmen attraktiv. Weshalb? Susanne Klein, National Graduate Recruitment von Deloitte Schweiz nimmt Stellung. Weshalb bietet Ihr Unternehmen Praktika für Studierende an? Ein Praktikum ist immer für beide Seiten ein Gewinn: Die Studierenden können sehr gut ihr Wissen vom Studium anwenden und herausfinden, ob sie tatsächlich langfristig in diesem Bereich tätig werden möchten. Weiterhin können sie Berufserfahrung und Referenzen für den Lebenslauf sammeln. Für uns als Unternehmen sind Praktika ebenfalls sehr attraktiv, denn wir erhalten neuen Input und Lösungsansätze aus der aktuellen Forschung von jungen Talenten, die einen Fall möglicherweise anders angehen als jemand mit über 20 Jahren Berufserfahrung. Wir nutzen Praktika natürlich auch als ein Rekrutierungstool. Wer uns überzeugt, hat sehr gute Chancen auf eine Festanstellung bei Deloitte nach dem Studium. Susanne Klein National Graduate Recruitment – Deloitte Schweiz

Was müssen Bewerber mitbringen, damit ein Praktikum bei Deloitte Sinn macht? Wir achten darauf, dass sich die Bewerber im Vorfeld über die Stelle informiert haben und in etwa wissen, was sie in einem dynamischen internationalen Unternehmen wie Deloitte erwartet. Kreative Ideen in Projekte einbringen, setzt ein gewisses Fachwissen voraus. Wir bevorzugen deshalb Studierende mit einem wirtschaftswissenschaftlichen Hintergrund, die kurz vor dem Bachelor stehen oder den Abschluss bereits in der Tasche haben. Wir sind aber gegenüber vielen Studiengängen offen, wenn uns jemand als Persönlichkeit überzeugt. Sehr gute Kommunikationsfähigkeiten in der jeweiligen Muttersprache und in Englisch werden vorausgesetzt, genau wie eine strukturierte und lösungsorientierte Denkweise. Nur wer teamfähig ist und sich gut integrieren kann, wird sich bei Deloitte entfalten können. Wie läuft ein Praktikum im Normalfall ab? Sind Sie flexibel, wenn jemand das Praktikum verlängern oder den Bereich wechseln möchte? Das bezahlte Praktikum dauert in der Regel zwischen drei und sechs Monaten. und hängt davon ab, in welchem Bereich jemand eingesetzt wird. Zum Beispiel haben Praktikanten in der Wirtschaftsprüfung die Möglichkeit eine komplette Busy Season mitzuerleben und direkt bei den Kunden vor Ort zu agieren. Wir sind diesbezüglich offen und flexibel. Falls sich jemand in

einem Bereich gar nicht wohlfühlt oder seine Stärken woanders sieht, dann können wir versuchen dem Praktikanten einen Bereichswechsel zu ermöglichen. Inwiefern können Studierende von einem Praktikum bei Deloitte profitieren? Wer bei uns ein Praktikum absolviert, kann frühzeitig wertvolle Berufserfahrung sammeln und bereits Kontakte für die berufliche Zukunft knüpfen. Hinzu kommt die Möglichkeit, seine Sprachkenntnisse zu vertiefen und sein Business Englisch zu verbessern. Und nicht zu unterschätzen ist die Option, in einen Beruf «reinzuschnuppern», bevor man sich für eine Festanstellung bewirbt und anschliessend im Job unglücklich wird. Einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und zu erfahren, wie ein internationales Unternehmen organisiert ist, macht ein Praktikum bei Deloitte ebenfalls attraktiv. Versuchen Sie den Kontakt zu halten, wenn ein Student mit aussergewöhnlichen Leistungen auf sich aufmerksam macht? Natürlich möchten wir die besten Praktikanten langfristig für unser Unternehmen gewinnen. Es kommt oft vor, dass jemand einen Festanstellungsvertrag unterschrieben hat, bevor er oder sie an die Uni zurückgekehrt ist, um die Masterarbeit zu schreiben. Wir vom HR versuchen den Kontakt mit ehemaligen Praktikanten zu halten, indem wir sie zu Messen oder Events einladen. Oftmals halten die Studierenden aber auch von sich aus Kontakt zu ihrem Team und anderen Praktikanten – was sich auszahlt: Ein Grossteil unserer Praktikanten lancieren ihre berufliche Karriere bei Deloitte. Bieten Sie auch Auslandspraktika an? Wir sind ein internationales Unternehmen, das in jedem Land seine eigene HR-Organisation und eigene Rekrutierungsprozesse hat. Wer sich also für ein Praktikum beispielsweise in London interssiert, kann sich direkt bei Deloitte UK bewerben. Deloitte Schweiz achtet darauf, in erster Linie Studierende von Schweizer Universitäten zu berücksichtigen. Wir bieten aber die Möglichkeit, innerhalb des Praktikums für eine gewisse Zeit ins Ausland zu gehen – um beispielsweise an einem grossen internationalen Fall mitzuarbeiten oder um ein Training zu besuchen. W

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The specific Springboardr questions are based on the four drivers of employer attractiveness framework: people and culture, employer reputation, job characteristics, and career opportunities. This framework was developed through our specific research within HR, as well as focus groups and general communication with both employers and students. It was created in close cooperation with Professor Paula Caligiuri at the Rutgers University (US).


karrieresprung

Alumni: Ein Gewinn für Hochschule und Absolventen Grosse Universitäten und Hochschulen bemühen sich mit Veranstaltungen und Organisationen um den Erhalt der Beziehungen mit ehemaligen Studierenden. Aber welche Vorteile bringen ein Alumni-Engagement für die weitere Karriere? Autorin: Denise muchenberger Nachdem Anne Forster ihr Studium an der ETH Zürich abgeschlossen hatte, war für Sie klar, dass Sie sich weiterhin für die Hochschule engagieren wird. «Ich möchte damit Studierenden jene Hilfestellungen weitergeben, die ich während meiner Studienzeit erhalten habe», so Forster. Ursprünglich hat die gebürtige Deutsche an der Universität Zürich Wirtschaftswissenschaften studiert. An der ETH bildete sie sich anschliessend in den Bereichen Führung und Kommunikation weiter. Den Abschluss machte Anne Forster 2007, heute arbeitet sie als HR Marketing-Spezialistin für das Schweizer Energieunternehmen Axpo. Sie engagiert sich nebenher als Mentorin in der AlumniVereinigung der ETH. In einer beratenden Funktion unterstützt Forster ETH-Studierende beispielsweise bei der Suche nach ihren Schwerpunkten und StärPeter A. Brunner ken oder begleitet sie beim Einstieg in das BerufsleGeschäftsführer der ETH ben. «Ich finde es immer wieder spannend zu erfahren, Alumni-Vereinigung welche Berufswünsche, Träume und Vorstellungen die jungen Leute haben», so Forster. Ausserdem könne «(...) natürlich können auch Ihre Arbeit bei der Axpo von dem Alumni-Engagement profitieren: Alumni auch finanzielle «Ich erfahre im direkten Austausch, welche Anforderungen Studierende Unterstützung leisten.» an ein Unternehmen stellen oder mit welchen Schwierigkeiten sie konfrontiert sind». Dank solchen Informationen könne sie interne Rekrutierungsprozesse laufend optimieren. Ihre Mitgliedschaft in der Alumni-Vereinigung hat für Anne Forster weitere Vorzüge: «Ich habe mich der Alumni Golf-Group angeschlossen», so die HR-Spezialistin, «damit ich aber an den Golfturnieren teilnehmen kann, muss ich mein Handicap noch etwas verbessern», meint sie schmunzelnd. Die ETH verfügt mittlerweile über ein weltweites Alumni-Netzwerk, welchem über 60 000 Mitglieder angehören. «Die Vereinigung wurde vor über 140 Jahren unter dem Namen ‹Gesellschaft ehemaliger Polytechniker› – kurz GEP gegründet», erklärt Peter A. Brunner, Geschäftsführer der ETH Alumni-Vereinigung. Die damalige Gesellschaft habe einen enormen Status genossen – «wenn sich die GEP zur Generalversammlung getroffen hat, berichtete die NZZ auf der

Titelseite darüber». Erst viele Jahre später – nämlich im 2 000 – wagte die Gesellschaft einen Neustart unter dem heutigen Namen. «Der Alumni-Gedanke hat sich im Laufe der Zeit verändert. Ausserdem wollten wir die etwas verstaubte Gesellschaft neu organisieren», erklärt Brunner weiter. Die Frage nach den Vorteilen, welche eine Alumni-Mitgliedschaft jungen Absolventen bietet, hört er ungern. «In erster Linie geht es darum, die ETH bei der Erhaltung oder gar Verbesserung ihres Rufes zu unterstützen. Und der Hochschule, die einen ausgebildet hat, etwas zurückzugeben» so Brunner. Dieses Bekenntnis könne in unterschiedlichen Formen stattfinden: Botschafter würden dafür sorgen, dass die ETH im Ausland bekannter wird. Andere Mitglieder würden ihr Know-how aus dem Berufsleben an die Hochschule weitergeben, damit die ETH ihre Studiengänge optimieren könne. Oder Mentoren begleiten und unterstützen Studierende bei ihrem Einstieg ins Berufsleben, «und natürlich können Alumni auch finanzielle Unterstützung leisten», so Brunner weiter. Er selbst hat ebenfalls an der ETH studiert und über 20 Jahre in der Industrie gearbeitet. «Ich habe mir in dieser Zeit ein grosses Netzwerk aufgebaut und gelernt, wie die Wirtschaftswelt funktioniert. Dieses Wissen gebe ich nun als Mentor ebenfalls an Studierende weiter». Als Geschäftsführer der Alumni-Vereinigung organisiert er gemeinsam mit seinem Team circa 30 Anlässe pro Jahr. So zum Beispiel einen Kulturbrunch, Networking-Events oder den «Homecoming Day», an welchem sich ehemalige ETH-Studierende aus aller Welt in Zürich treffen. Auch wenn es in einer AlumniVereinigung primär darum geht, seiner Schule für die gute Ausbildung etwas zurückzugeben, profitieren die Mitglieder auch von diversen Spezialangeboten und können sich insbesondere seinem Fachvereinen oder seiner Fachgruppe, dem lokalen Alumniverein oder einem Club anschliessen. «Unsere Studierende werden gegen Ende des Studiums mit einem Schreiben auf die Alumni-Mitgliedschaft angesprochen», so Brunner. Er hofft, dass sich in Zukunft noch zahlreiche Studienabgänger der Vereinigung anschliessen, «und zwar nicht in erster Linie wegen den Vorteilen für ihre weitere Karriere, sondern weil sie etwas für die Hochschule tun möchten.» W

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Jeden Montag: «Bildung & Chancen» im Tages-Anzeiger

Für alle Bachelorund Masterstudierenden: Die Serviceseite rund um die Themen Bildung, Weiterbildung und Karriere. Jeden Montag im Kultur- und Gesellschaftsbund. Für alle, die nie ausgelernt haben. Dranbleiben.


arbeitgeber

energiewirtschaft

Einleitung

Energiewirtschaft schaltet um In dieser Rubrik stellen wir Arbeitgeber aus verwandten Branchen vor. Dabei widmen wir uns in dieser Ausgabe dem Schwerpunkt Energiewirtschaft. Speziell für Absolventen und Studierende werden j­eweils F­ ragen an den Verantwortlichen im HR und an einen Ein­steiger ­gestellt – von Studenten, für Studenten. Dadurch erhält jedes Unternehmen ein sehr persönliches­­­Profil, mit wertvollen Tipps und Anregungen für Einsteiger. Die Fragen stellten Studierende der ETH Zürich und der Universität Basel. Die Firmen über sich:

«ABB ist ein weltweit führender Konzern der Energie- und Automationstechnik. Das Unternehmen ermöglicht seinen Kunden in der Energieversorgung und der Industrie, ihre Leistung zu verbessern und die Umweltbelastung zu reduzieren.» J www.abb.ch

«Alpiq verfügt über einen attraktiven Energiemix aus Spitzen- und Bandenergie mit einem hohen Anteil an umweltfreundlicher Wasser- und Windkraft.» J www.alpiq.ch

«Axpo hat das Ziel, eine sichere Versorgung mit umweltverträglich produziertem Strom zu günstigen Preisen zu gewährleisten. Dafür ist sie entlang der gesamten Wertschöpfungskette tätig: in der Stromproduktion, Stromübertragung, Stromverteilung und im Stromhandel.» J www.axpo.ch

«In sieben eigenen Wasserkraftwerken, im Kernkraftwerk Mühleberg bei Bern sowie in Kern- und Wasserkraftwerken von 18 Partnergesellschaften und mittels Bezugsrechten in Partner-Kernkraftwerken produziert die BKW praktisch CO2-frei Strom.» J www.bkw-fmb.ch

«Energie sicher, zuverlässig, effizient und produktiv zu machen – das ist unsere Mission. Tagtäglich zeigen wir, dass geschäftliche, ökologische und gesellschaftliche Belange miteinander vereinbar sind.» J www.schneider-electric.ch

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L — Melanie Hubacher, Entwicklungsingenieurin Aufladetechnik Tubolader – ABB Turbo Systems R — Anja Kaltenbach, Standortverantwortliche University Marketing – ABB Schweiz


arbeitgeber

energiewirtschaft

ABB A better world begins with you Anja Kaltenbach, Standortverantwortliche University Marketing – ABB Schweiz

Melanie Hubacher, Entwicklungsingenieurin Aufladetechnik Tubolader – ABB Turbo Systems

Welche Gründe sprechen für Sie als Arbeitgeber? Wer bei ABB Schweiz einsteigt, kann eine individuell angepasste Laufbahn verfolgen. Attraktive Arbeitsinhalte, ausgeprägte Teamarbeit, eine auf Selbstverantwortung ausgerichtete, kooperative Personalführung und sehr gute Entwicklungschancen fördern das Engagement und die Motivation unserer Mitarbeitenden.

Gefällt Ihnen die Arbeit bei ABB und würden Sie Ihre Entscheidung so wieder treffen? Ja, die Arbeit bei ABB Turbo Systems gefällt mir sehr gut und ich würde mich sofort wieder so entscheiden.

Wie fordern und fördern Sie Ihre Mitarbeiter? Weiterbildung ist sehr zentral und wichtig. Da ABB in einem äusserst dynamischen Umfeld tätig ist, werden die Mitarbeitenden gefördert und gefordert. Sie sind angehalten, sich ständig weiterzuentwickeln, sei es direkt «on the job» oder durch interne und externe Kurse. Dies erlaubt den Mitarbeitenden, ihre Arbeitsmarktfähigkeit innerhalb und ausserhalb des Unternehmens zu erhalten. Bieten Sie internationale Karriere- oder Weiterbildungsmöglichkeiten an? Ein Aufenthalt im Ausland sehen wir als besonders gewinnbringend und sehr wichtig für das berufliche wie persönliche Weiterkommen. In verschiedenen Funktionen ist es üblich, projektbezogen und im Bereich Service, Montage oder Inbetriebnahme mehrere Wochen oder Monate im Ausland zu sein. Sogenannte Expatriates arbeiten bis zu fünf Jahre im Ausland und übernehmen dort wichtige Funktionen. Welche Unternehmenswerte sind Ihnen besonders wichtig? Wir machen keine Unterschiede zwischen den einzelnen Unternehmenswerten, für uns sind alle gleichbedeutend. Unsere Werte sind: offen, initiativ, engagiert, kundenorientiert, innovativ, erstklassig und lernbereit. Wie wichtig ist Ihnen Corporate Social Responsibility? ABB Schweiz fühlt sich einer nachhaltigen Geschäftsführung verpflichtet. Das heisst für uns, dass wir den langfristigen Geschäftserfolg und damit auch Arbeitsplätze sichern wollen und gleichzeitig zu einer umweltverträglichen, wirtschaftlichen und sozialen Weiterentwicklung der Gesellschaft beitragen möchten. Die Selbstverpflichtung zur nachhaltigen Geschäftsführung hat bei uns eine lange Tradition, der seit Jahren durch viele Aktivitäten mit gesellschaftlicher Relevanz Rechnung getragen wird.

Hauptsitz Baden Standorte Schweiz Zürich, Baden, Baden-Dättwil, Lenzburg, Turgi, Klingnau, Kleindöttingen, Genf, Schaffhausen, Birr

Anzahl Mitarbeitende 6 200 in der Schweiz, 124 000 weltweit

Beschreiben Sie die Kollegialität und das Arbeitsumfeld. Wie erwartet, bin ich die einzige Frau in unserer Abteilung, was für mich aber kein Problem ist. Es macht Spass in einem so jungen Team zu arbeiten. Alle in der Firma sind per du und bei Fragen ist man jederzeit bei Kollegen willkommen. Es gibt sogar ein Team, dass verschiedene Anlässe organisiert, beispielsweise das Fussballturnier. So hat man die Möglichkeit auch mal etwas anderes mit den Arbeitskollegen zu unternehmen und diese in einem unkomplizierten Rahmen besser kennenzulernen. Haben Sie spannende und verantwortungsvolle Aufgaben direkt von Beginn an bekommen und wurden Sie vollwertig akzeptiert? Ich hatte zu Beginn ein speziell auf meine Arbeit zugeschnittenes Einführungsprogramm, bei dem mich meine Arbeitskollegen in die Aufladetechnik einführten und die verschiedenen Programme vorstellten mit denen wir hauptsächlich arbeiten. Somit hatte ich schnell einen Überblick und habe von Anfang an spannende Aufgaben erhalten, bei denen ich das neu Erlernte sogleich anwenden konnte. Die Aufgaben werden mit der Zeit immer spannender und anspruchsvoller. Besonders gefällt mir auch die Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen bei der man immer neue Aspekte sieht und viel dazu lernen kann. Wie ist die Work-Life-Balance? Die Firma bietet sicher die Möglichkeit für eine gute Work-Life-Balance, aber es liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen auf seine eigene WorkLife-Balance zu achten. Man muss sich die Freiheit nehmen, um beispielsweise über Mittag Sport zu machen. Durch die flexiblen Arbeitszeiten kann man das aber selbst gut steuern. Weiter besteht die Möglichkeit, Vorträge zu den Themen «Burnout» und «Stressbewältigung» zu besuchen. Nennen Sie ein paar Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung aus Ihrer Erfahrung. Für den ersten Eindruck sind sicherlich saubere und übersichtliche Bewerbungsunterlagen sehr wichtig. Nebst der Qualifikation spielt auch die Persönlichkeit eine grosse Rolle. Beim Vorstellungsgespräch sollte man einfach sich selbst sein und überzeugt sein, von dem was man möchte.

Kontakt ABB Schweiz University Marketing Brown Boveri Strasse 6 5400 Baden

students@ch.abb.com Tel. 058 585 85 05

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L — G. Schmid-Riedo, Leiterin HR Projekte, Corporate HR R — Roman Hunziker , Associate Project Manager, Business Development


arbeitgeber

energiewirtschaft

Alpiq Mit Energie die eigene Zukunft gestalten Gabriele Schmid-Riedo, Leiterin HR Projekte, Corporate HR

Roman Hunziker, Associate Project Manager, Business Development

Welche Gründe sprechen für Sie als Arbeitgeber? Alpiq bietet eine interessante Tätigkeit mit klar definierten Zielsetzungen und individuellen Weiterbildungsangeboten, ein marktgerechtes Entlohnungssystem mit variablem Anteil und sehr gut ausgebauten Sozialleistungen. Dass wir zudem in Europa zu Hause sind, ist sicher ein weiteres Plus und erhöht unsere Attraktivität.

Gefällt Ihnen die Arbeit bei Alpiq und würden Sie Ihre Entscheidung so wieder treffen? Ich habe eine Position gesucht, welche es mir erlaubt, interdisziplinär und mit einem internationalen Fokus zu arbeiten. Dabei waren mir die projektorientierte Arbeitsweise als auch die Mitarbeit bei strategischen Fragestellungen eines Unternehmens sehr wichtig. Die Stelle im Business Development von Alpiq bietet mir genau diese Möglichkeiten.

Wie fordern und fördern Sie Ihre Mitarbeitenden? Für alle Mitarbeitenden wird im Rahmen des alljährlich stattfindenden Jahresendgesprächs zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitenden geprüft, wo es Entwicklungsmassnahmen braucht. Grundlage dafür ist das Funktionsprofil, welches die für die Funktion notwendigen Fähigkeiten und Kenntnisse umschreibt. Im Rahmen des graduates@alpiq Programmes wird neben der für die spezifische Tätigkeit wichtigen Massnahmen zusätzlich ein sehr spannendes Rahmenprogramm angeboten. Die Graduates werden beispielsweise in die Energiewirtschaft eingeführt und erhalten zudem wichtige Inputs zu Business Knigge, Arbeitstechnik oder Emotionaler Intelligenz. Dieses Rahmenprogramm dauert, über das Jahr verteilt, 26 Tage. Bieten Sie internationale Karriere- oder Weiterbildungsmöglichkeiten an? Im Rahmen des graduates@alpiq Programmes bieten wir 8 Plätze an. Unser Konzern ist in 33 Ländern Europas tätig – bei Bedarf und Eignung bieten wir die Möglichkeit, im Ausland zu arbeiten. Im Konzern werden 54 Sprachen gesprochen, Internationalität ist also überall vorhanden. Welche Unternehmenswerte sind Ihnen besonders wichtig? Als Alpiq-Mitarbeitende sind wir offen, mutig und verlässlich.

Beschreiben Sie die Kollegialität und das Arbeitsumfeld. Da das Business Development bei Alpiq thematisch relativ breit aufgestellt ist, decken die Kolleginnen und Kollegen zahlreiche Fachgebiete ab. Dieser Mix ist für die tägliche Arbeit sehr bereichernd. Die gegenseitige Unterstützung im Team ist jederzeit vorhanden – auch neben der Arbeit. Haben Sie spannende und verantwortungsvolle Aufgaben direkt von Beginn an bekommen und wurden Sie vollwertig akzeptiert? Bereits zu Beginn konnte ich eine Teilprojektleitung übernehmen. Dieses Projekt ermöglichte mir es, gleichzeitig konzeptionell und umsetzungsorientiert zu arbeiten. Die Strukturen und Prozesse des Konzerns lernte ich durch die Mitarbeit in weiteren Projekten rasch kennen. Ich fühlte mich als neuer Mitarbeiter sowohl von den internen als auch externen Mitarbeitern jederzeit akzeptiert. Wie ist die Work-Life-Balance? Durch die Projektarbeit ist die Arbeitsbelastung sehr unterschiedlich. Mir entspricht diese Arbeitsweise, da ich sie aktiv mitgestalten kann. Für den nötigen Ausgleich und die Möglichkeiten zur Reflexion erachte ich mein privates Umfeld mit Familie und Freunden als sehr wichtig. Die Work-LifeBalance stimmt für mich.

Wie wichtig ist Ihnen Corporate Social Responsibility? Alpiq nimmt ihre Verantwortung als europaweit tätiges Energieunternehmen wahr: mit einer umsichtigen Unternehmensführung und mit einer offenen Informationspolitik und in einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit. Effektive und bewährte Management- und Kontrollsysteme unterstützen beim Erzielen eines nachhaltigen Erfolgs und schützen die Interessen aller Anspruchsgruppen. Damit wird eine effiziente Governance gewährleistet, die auf den Prinzipien der Verantwortlichkeit, der Transparenz und der Fairness beruht.

Nennen Sie ein paar Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung aus Ihrer Erfahrung. Während des Recruiting Prozesses empfehle ich die HR Personen jederzeit als Partner zu betrachten. Ihr Ziel ist es, zusammen mit dem Graduate herauszufinden, ob er oder sie zum Unternehmen und der Arbeitsstelle passt. Sollte es mit der Bewerbung dennoch nicht klappen, ist das Einholen eines ausführlichen Feedbacks beim Unternehmen hilfreich.

Standorte Schweiz Olten, Lausanne, Neuenburg, Zürich

kontakt hr.olten@alpiq.com

Umsatz CHF Mio 14 104 Anzahl Mitarbeitende Schweiz: 1 050 (Segment Energie) Weltweit: 11 033

www.alpiq.com/menschen-karriere

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L — Thomas Weber, Risk Manager R — Danijela Cavic, HR Manager


arbeitgeber

energiewirtschaft

Axpo Holding AG Mit Energie in die Zukunft. Danijela Cavic, HR Manager

Thomas Weber, Risk Manager

Welche Gründe sprechen für Sie als Arbeitgeberin? Axpo offeriert eine ungewöhnlich breite Palette an Berufsmöglichkeiten, viel Freiraum für eigene Ideen und ein modernes und dynamisches Arbeitsumfeld mit gesellschaftlicher Verantwortung. Wir unterstützen die Work-Life Balance unserer Mitarbeitenden unter anderem durch ein flexibles Arbeitszeitmodell.

Gefällt Ihnen die Arbeit bei Axpo und würden Sie Ihre Entscheidung so wieder treffen? Als Einsteiger erhalte ich im zentralen Risikomanagement einen guten Überblick über unsere Geschäftsfelder und auch über die wichtigsten allgemeinen Entwicklungen. Das Spektrum der Fragestellungen, die es zu beantworten gilt, ist sehr breit – das macht meine Arbeit abwechslungsreich. Der Energiebranche als Ganzes steht eine spannende Zeit bevor, mit vielen Diskussionen, die mich auch privat interessieren. Insgesamt würde ich also meine Entscheidung wieder so treffen.

Wie fordern und fördern Sie Ihre Mitarbeitenden? Wir bieten Einsteigern spannende und herausfordernde Aufgaben inner-halb eines Funktionsfeldes wie z. B. Projektierung und Umsetzung von technischen Grossprojekten. Die Möglichkeit einer frühen Verantwortungsübernahme fordert junge Absolventen, wobei wir durch eine sorgfältige Einarbeitung in die Funktion und die Unterstützung  durch gezielte Aus- und Weiterbildung für die entsprechende Förderung sorgen. Bieten Sie Weiterbildungsmöglicheiten an? Wir bieten interne Aus- und Weiterbildungmöglichkeiten in Methodenund Sozialkompetenz durch externe Fachexperten von renommierten Instituten an, sowie fachspezifische Weiterbildung im Rahmen der Axpo Energy Academy und des Axpo Colleges. Des Weiteren unterstützen wir unsere Mitarbeitenden mit externen Aus- und Weiterbildungen bezogen auf ihren persönlichen Stelleninhalt und kommen ihnen beim zeitlichen und finanziellen Aufwand entgegen. Wie wichtig ist Ihnen Corporate Social Responsibility? Für die Zukunft sind uns folgende drei Unternehmeswerte besonders wichtig: Zuverlässigkeit, Nachhaltigkeit und Innovation. Axpo ist ein schweizerisches Energieunternehmen, das für Sicherhit, Qualität und Langfristigkeit steht. Um diesen Werten gerecht zu werden, ist Axpo lokal verankert und international abgestützt. Deshalb bestimmen der Einklang von ökologischen, sozialen und ökonomischen Zielsetzungen unser Tun. Für uns ist es selbstverständlich, dass wir mit Mensch und Umwelt respektvoll umgehen. Langfristige Profitabilität sichert uns Handlungsfreiheit und Wettbewerbsfähigkeit. Wie kann ein Energieunternehmen innovativ sein? Wir suchen laufend Lösungen für die Energiebedürfnisse unserer Kunden, darauf ist unser Denken und Handeln ausgerichtet. Und dafür entwickeln und realisieren wir Produkte und Dienstleistungen.

Hauptsitz Baden Standorte Schweiz Baden, Zürich, Rathausen, Dietikon

Umsatz 6 269 Mio CHF im GJ2009/10 Anzahl Mitarbeitende Schweiz: 4 386 (Vollzeitstellen) Einstiegsstellen pro Jahr 15

Beschreiben Sie die Kollegialität und das Arbeitsumfeld. Das Arbeitsumfeld ist sehr angenehm. Besonders gefällt mir, dass gute Argumente geschätzt werden, egal von wem sie kommen. Das gilt in der Kaffeepause wie im Meeting. Haben Sie spannende und verantwortungsvolle Aufgaben direkt von Beginn an bekommen und wurden Sie vollwertig akzeptiert? Die Aufgaben in unserer Abteilung sind vielfältig. Mein Chef hat es gut verstanden, mir schnell Teilverantwortung für die zu meinen Fähigkeiten passenden Projekte zu geben. Dadurch fühlte ich mich von Anfang an gut eingebunden. Nun sammle ich Erfahrung, um meinen Verantwortungsbereich auszubauen. Wie ist die Work-Life-Balance? Es gibt durchaus Phasen, in denen recht viel zu tun ist. Diese sind aber begrenzt und meist im Vorfeld absehbar. Zum Ausgleich hat man im Jahresarbeitszeitmodell der Axpo die Möglichkeit, allfällige Überzeit flexibel abzubauen. Davon mache ich vor allem in ruhigeren Sommerwochen gerne Gebrauch. Nennen Sie ein paar Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung aus Ihrer Erfahrung. Das Anschreiben sollten immer individuell auf die Stelle und das Unternehmen zugeschnitten formuliert sein. Vor allem bei den ersten Bewerbungen lohnt es sich, viel Zeit zu investieren. Es gilt, Anknüpfungspunkte zwischen bisherigen Tätigkeiten und der ausgeschriebenen Stelle aufzuzeigen, auch wenn das als Berufseinsteiger manchmal schwierig ist. Anschliessend sollte man sich auf jeden Fall Feedback von Kollegen oder Freunden geben lassen. Bei Unklarheiten zu der Stellenausschreibung oder wenn man nach der Bewerbung lange nichts hört, sollte man nicht zu schüchtern sein telefonisch nachzufragen. Auf ein  Bewerbungsgespräch kann man sich vorbereiten, indem man sich Gedanken zu den bekannten Standardfragen macht und sich gut über das Unternehmen informiert. Mir hat es sehr geholfen mit den Studienkollegen zu sprechen, die sich auch gerade bewerben oder ein Bewerbungsgespräch hatten. Kontakt Danijela Cavic HR Manager Parkstr. 23 5401 Baden

Tel. 056 200 33 08 www.axpo.ch

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L — Sabine Wanger, Junior Energy Trader

R — Adrian Röthlisberger, Verantwortlicher University Relations


arbeitgeber

energiewirtschaft

BKW FMB Die Zukunft aktiv gestalten Adrian Röthlisberger, Verantwortlicher University Relations

Sabine Wanger, Junior Energy Trader

Welche Gründe sprechen für Sie als Arbeitgeber? Die Energiebranche befindet sich in einer dynamischen Phase. In jedem Bereich der BKW wird konkret an der Stromzukunft gebaut. Die Arbeit bei uns bietet somit viele spannende Herausforderungen verbunden mit hohem Gestaltungspotenzial.

Gefällt Ihnen die Arbeit bei BKW und würden Sie Ihre Entscheidung so wieder treffen? Zweimal ja. Durch Praktika während des Studiums wusste ich: Der Handel ist etwas, das ich machen will. Ich merkte schnell, dass der Energiemarkt in vielerlei Hinsicht sogar spannender als der Aktien- oder Devisenmarkt ist.

Wie fordern und fördern Sie Ihre Mitarbeitenden? Wir möchten unsere Mitarbeitenden so befähigen, dass Sie die Herausforderungen des Jobs meistern können. Dazu gehören fachübergreifende Einführungsprogramme, ein breites internes Weiterbildungsangebot und individuelle Entwicklungsziele. Bieten Sie internationale Karriere- oder Weiterbildungsmöglichkeiten an? Die BKW ist vorwiegend in der Schweiz tätig. Die internationalen Aktivitäten – beispielsweise im Energiehandel oder der Windkraft – werden von Bern aus koordiniert. Karrieremöglichkeiten in den BKW Offices in Berlin, Paris und Mailand ergeben sich deshalb für Hochschulabsolventen selten. Welche Unternehmenswerte sind Ihnen besonders wichtig? Die BKW strebt nach den Werten Zukunft, Kundennähe und Partnerschaft. Als Beispiel: Nach Fukushima ist die Diskussion um die Energiezukunft der Schweiz aktueller den je. Wir arbeiten aktiv an dieser Zukunft mit. Wir versorgen über eine Million Kunden mit Energie – da wird Kundennähe zur Kernkompetenz. Und schliesslich gibt es kaum ein Projekt in der Energiebranche, das nicht in Kooperation mit verschiedenen Partnern durchgeführt wird. Wie wichtig ist Ihnen Corporate Social Responsibility? Damit BKW-Projekte wie beispielsweise ein Kraftwerksausbau überhaupt gelingen können, müssen viele Stakeholder mit einbezogen werden. Umweltverbände, Gemeinden, Bürger und Behörden haben grosses Gewicht. Bei einer solchen Ausgangslage gehört CSR nicht nur zum Unternehmensziel, sondern wird Teil des Kern- und Projektgeschäfts.

Hauptsitz Bern Standorte Schweiz Bern, Mühleberg, Berlin (D), Mailand (I)

Umsatz 3,187 Mrd. CHF Anzahl Mitarbeitende 2 862 (BKW-Gruppe) Einstiegsstellen pro Jahr ~30 Direkteinstieg & BKW Career Start, ca. 10 Praktikumsstellen

Haben Sie spannende Aufgaben direkt von Beginn an bekommen und wurden Sie vollwertig akzeptiert? Von Anfang an hatte ich als vollwertiges Teammitglied meinen Teil zu leisten. Neben dem Spotgeschäft Deutschland – Frankreich – Schweiz liegt mein Fokus auf den italienischen Energiemarkt. Gleich zu Beginn meines Direkteinstiegs konnte ich einen Monat in Italien verbringen. Durch Sprachkurse habe ich mein Italienisch aufgefrischt und durch die Mitarbeit in der BKW Italia konnte ich wertvolle Kontakte knüpfen. Kurz danach habe ich die Verantwortung für die Grenzbewirtschaftung Italien – Schweiz übernommen. Ich entscheide darüber, wann wir Strom von/ nach Italien importieren oder exportieren. Beschreiben Sie die Kollegialität und das Arbeitsumfeld. Es herrscht eine positive, schnelle Atmosphäre. Das gefällt mir. Die Arbeit in meinem Grossraumbüro ist v.a. morgens, wenn die Handelstätigkeit am stärksten ist, oft recht energisch. Für die Projektarbeit ziehe ich mich darum manchmal etwas zurück. Wie ist die Work-Life-Balance? Ich pendle täglich von Luzern nach Bern. Zum Arbeitsweg kommt, dass man als Energy Trader morgens früh für die Handelstätigkeiten bereit sein muss. Zum Glück herrscht in der BKW völlige Zeitautonomie. So kann ich mir an sonnigen Nachmittagen auch mal etwas Freizeit gönnen. Nennen Sie ein paar Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung aus Ihrer Erfahrung Ich wusste bei meiner Bewerbung genau worauf ich mich einlasse. Das konnte ich in den Gesprächen glaubhaft rüberbringen und habe dadurch meine Interviewpartner überzeugt.

Kontakt BKW FMB Energie AG Student Relations Human Recources Management Viktoriaplatz 2 3000 Bern 25

Telefon: +41 (0)31 330 58 68 www.bkw-fmb.ch/karriere

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L — Lea Zwimpfer Nauer, Leiterin HR Shared Services

R — Alex Stoop, Sales Manager Buildings


arbeitgeber

energiewirtschaft

Schneider Electric Perspektiven für Menschen mit Energie Lea Zwimpfer Nauer, Leiterin HR Shared Services

Alex Stoop, Sales Manager Buildings

Welche Gründe sprechen für Sie als Arbeitgeber? Als führende Gesamtlösungsanbieterin im Energiemanagement und Spezialistin für Energieeffizienz ist Schneider Electric sehr gut positioniert, verfügt über eine enorme Innovationskraft und überzeugende Produkte. Als globaler Konzern in einem attraktiven, zukunftsweisenden Bereich bietet Schneider Electric zudem interessante Karrieremöglichkeiten für die Nachwuchselite. Allgemein ist Schneider Electric in punkto Weiterbildung sehr grosszügig und zeichnet sich als familienfreundliche Arbeitgeberin aus. Unsere Mitarbeitenden geniessen eine hohe Eigenverantwortung und damit grossen Gestaltungsspielraum.

Gefällt Ihnen die Arbeit bei Schneider Electric und würden Sie Ihre Entscheidung so wieder treffen? Ja, es gefällt mir sehr gut. Ich würde mich wieder so entscheiden! Schneider Electric zeichnet eine unglaubliche Dynamik aus, die überall spürbar ist. Die Mitarbeitenden sind sehr motiviert und wollen etwas verändern. Als moderner internationaler Konzern bietet Schneider Electric zudem sehr interessante Entwicklungsmöglichkeiten.

Wie fordern und fördern Sie Ihre Mitarbeitenden? Wir überprüfen jährlich die Kompetenzen und den Trainingsbedarf von Mitarbeitenden und suchen gemeinsam individuelle Lösungen – von Produktschulungen und Sprachkursen über technische Weiterbildungen und Trainings für Führungskräfte bis hin zu interkulturellen Trainings z. B. zu effizienter Zusammenarbeit zwischen Entwicklern in der Schweiz und in Indien. Bieten Sie internationale Karriere- oder Weiterbildungsmöglichkeiten an? Ja, z. B. unser internationales Programm «Marco Polo» für hervorragende Hochschulabsolventen: Nach einer Einführung von drei bis sechs Monaten wechseln die jungen Talente in eine Schneider-Unternehmung ins Ausland, wo sie sich während zwei Jahren «on the job» weiterbilden und bewähren müssen. Dabei können sie wertvolle Auslandserfahrung sammeln. Welche Unternehmenswerte sind Ihnen besonders wichtig? Neben den vier Schneider-Werten «passionate, open, straight forward und effective» sind es für mich persönlich vor allem Kundenorientierung, Engagement und Verantwortungsbewusstsein. Wie wichtig ist Ihnen Corporate Social Responsibility? Sehr wichtig. Auf Konzernebene unterstützt die Schneider-ElectricStiftung verschiedene Projekte im Bereich Energiemanagement. In der Schweiz engagieren wir uns u. a. stark in der Nachwuchsförderung und bilden sehr viele Lernende aus. Und wir leben, wofür wir stehen: Unsere Standorte sind so energieeffizient wie möglich gestaltet.

Hauptsitz Rueil Malmaison (Paris) Standorte Schweiz Ittigen, Horgen, Wettingen, Oberentfelden, Rorschach, Le Mont-sur-Lausanne, Préverenges

Umsatz 500 Mio. CHF Anzahl Mitarbeitende Schweiz: 1 000 Weltweit: 110 000

Beschreiben Sie die Kollegialität und das Arbeitsumfeld. Auf Kollegialität wird bei Schneider Electric grossen Wert gelegt. Die Menschen sind hilfsbereit, kommunizieren offen und pflegen den direkten Kontakt – auch über die Hierarchiestufen hinweg bis zur Geschäftsleitung. Das Umfeld ist gut durchmischt und viel ausgewogener, als ich es von früheren Arbeitgebern kenne. Haben Sie spannende und verantwortungsvolle Aufgaben direkt von Beginn an bekommen und wurden Sie vollwertig akzeptiert? Ja, beim Einstieg wurde ich gleich mit interessanten und anspruchsvollen Aufgaben betraut. Zudem wurde ich gut aufgenommen, schnell integriert und auch von Anfang an voll akzeptiert. Bei Schneider Electric arbeiten sehr viele Macher, die ihr Know-how gerne weitergeben. Wenn sie sehen, dass man will, erhält man von überall Unterstützung. Wie ist die Work-Life-Balance? Für mich super. Mein Vorgesetzter legt sehr viel Wert auf eine gute Work-Life-Balance – davon profitiere ich als Mitarbeiter. Natürlich gibt es Phasen mit viel Arbeit, aber dafür kann ich auch mal ohne schlechtes Gewissen früher gehen oder kompensieren. Zudem ist Home Office möglich. Meine Frau ist sehr zufrieden und sagt, ich sei viel ruhiger geworden. Dies fällt auch meinen Kollegen auf. Nennen Sie ein paar Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung aus Ihrer Erfahrung. Das persönliche Auftreten ist das Wichtigste: Der Wille zur Praxis und die Bereitschaft, Neues zu lernen, müssen spürbar sein. Daneben spielt die persönliche, ausserschulische Erfahrung eine grosse Rolle. Durch ein Engagement in der Politik beispielsweise differenziert man sich als Person. Und: Man sollte natürlich sein und auch die eigenen Schwächen kennen.

Kontakt jobs@ch.schneider-electric.com

www.schneider-electric.ch

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Deine Meinung ist gefragt!

Wir würden gerne wissen was Du von Careerstep hältst. Besuche uns unter www.careerstep.ch Wir legen grossen Wert auf Deine Meinung zu Careerstep – dem Magazin und der Website. Daher führen wir eine Leser-/User-Umfrage darüber durch, wie wir uns verbessern und Deine Ideen am besten realisieren können. Verschafft Eurer Stimme Gehör und schreibt uns Euren Input unter www.careerstep.ch. Euer Feedback ist uns wichtig! Als Teilnehmer der Umfrage nimmst Du an der Verlosung eines nagelneuen, dünneren, leichteren und schnelleren iPad 2 teil. Damit fühlt sich Surfen im Web, E-Mails checken, Filme schauen und eBooks lesen derart natürlich an, dass man die verblüffende Technologie dahinter beinahe vergisst.


arbeitgeber

maschinenbau

Einleitung

Maschinenbau kompakt In dieser Rubrik stellen wir Arbeitgeber aus verwandten Branchen vor. Dabei widmen wir uns in dieser Ausgabe dem Schwerpunkt Maschinenbau. Speziell für Absolventen und Studierende werden j­eweils F­ ragen an den Verantwortlichen im HR und an einen Ein­steiger ­gestellt – von Studenten, für Studenten. Dadurch erhält jedes Unternehmen ein sehr persönliches­­­Profil, mit wertvollen Tipps und Anregungen für Einsteiger. Die Fragen stellten Studierende der ETH Zürich.

Die Firmen über sich:

«Bystronic unterstützt den Erfolg seiner Kunden mit anwendungsgerechten Systemen und Dienstleistungen für Laser- und Wasserstrahlschneiden sowie Biegen. Im Zentrum des Leistungsangebots stehen die Prozesskette Schneiden – Biegen sowie die Automation des gesamten Material- und Datenflusses.» J www.bystronic.ch

«Kunden sehen in Endress+Hauser den internationalen Anbieter automatisierungstechnischer Lösungen mit einer großen Vielfalt prozesstauglicher Messgeräte. Wir bieten überragende Leistung überall in der Welt. Dabei fördern wir unsere Mitarbeiter und die Gesellschaft, schonen die Umwelt und sind wirtschaftlich erfolgreich..» J www.flowtec.endress.com

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L — Erika Märchy, Human Resources Manager R — Stefan Richard, Konstruktionsingenieur


arbeitgeber

maschinenbau

Bystronic Hightech für Leute mit Ideen Erika Märchy, Human Resources Manager

Stefan Richard, Konstruktionsingenieur

Welche Gründe sprechen für Sie als Arbeitgeber im Bereich Maschinenbau? Bystronic ist ein Hightechunternehmen und einer der führenden Hersteller von Blechbearbeitungssystemen. Wir legen Wert auf innovative und kreative Köpfe, die die Ansprüche des Marktes bereits in einer frühen Phase erkennen. Bystronic Entwicklungs- und Produktionsstandorte befinden sich am Hauptsitz in Niederönz/Bern sowie in Gotha/ Deutschland und in Tianjin/China. Dort werden die Kernkomponenten produziert und dort erfolgt auch die Endmontage der Maschinensysteme. Rund jeder zehnte Bystronic Mitarbeitende ist in der Entwicklung tätig. So können wir sicherstellen, dass sämtliche Schlüsseltechnologien von uns beherrscht – und kontinuierlich verbessert werden. Wir möchten die Märkte unserer Branche langfristig prägen. Deshalb bieten wir unseren Mitarbeitenden neben einem internationalen Arbeitsumfeld auch interessante und verantwortungsvolle Aufgaben und flache Hierarchien an.

Gefällt Ihnen die Arbeit bei der Bystronic Laser AG und würden Sie Ihre Entscheidung so wieder treffen? Die Arbeiten sind abwechslungsreich und interessant. Man bekommt Einblicke in neue Bereiche und gewinnt dadurch an Erfahrung. Zugleich kann Gelerntes gezielt angewendet werden. Der grösste Teil meiner Arbeit besteht darin, neue Produkte zu erarbeiten. Das entspricht ganz meinen Erwartungen und so bereue ich meine Entscheidung überhaupt nicht.

Wie ist das Verhältnis Männer zu Frauen, wie sprechen Sie Frauen an? 87 Prozent unserer Belegschaft sind Männer, der Frauenanteil liegt aktuell bei 13  Prozent. Wir begrüssen aber jede weitere Frau in unserem Unternehmen und versuchen sie beispielsweise mit Teilzeitarbeitsmodellen zu unterstützen. Welche Weiterbildungsmöglichkeiten bieten Sie an? Wir legen Wert auf die Entwicklung unserer Mitarbeitenden und ermöglichen sowohl interne als auch externe Weiterbildungen. Diese werden individuell vereinbart und auf die Bedürfnisse jedes Einzelnen/jeder Einzelnen abgestimmt. Wie wichtig ist Ihnen der Bereich Innovation in Bezug auf Produkte und Dienstleistungen? Enorm wichtig. Innovative Ideen sind entscheidend für die Zukunft des Unternehmens.

Beschreiben Sie die Kollegialität und das Arbeitsumfeld. Alle Kolleginnen und Kollegen sind freundlich und hilfsbereit. Das hat vor allem die Einarbeitung erleichtert. Die Leute in meinem Team sind zudem etwa gleichem Alters. Deshalb herrscht insgesamt ein sehr angenehmes Arbeitsklima. Haben Sie spannende und verantwortungsvolle Aufgaben direkt von Beginn an bekommen und wurden Sie vollwertig akzeptiert? Zu Beginn waren es kleinere Arbeiten. Diese sollten den Einstieg in mehrheitlich neue Gebiete erleichtern. Aber schon nach kurzer Zeit wurde ich in umfangreichere Projekte mit einbezogen und konnte meine Ideen und Ansichten einbringen. Wie ist die Work-Life-Balance? Wegen den gleitenden Arbeitszeiten lässt sich der Tagesablauf individueller gestalten, als wenn man fixe Arbeitszeiten einhalten muss. Der kurze Arbeitsweg ist zusätzlich ein Plus für die Work-Life-Balance. Nennen Sie ein paar Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung aus Ihrer Erfahrung. Sicherlich sollte man sich frühzeitig umschauen. Ich hatte den Vorteil, dass ich meine Diplomarbeit in Zusammenarbeit mit Bystronic gemacht habe und so der erste Kontakt zustande kam. Dafür eignen sich auch Veranstaltungen wie zum Beispiel der Career Day, der von der BFH organisiert wird.

Wie hoch ist die Entlohnung in etwa? Wir zahlen ein marktübliches Gehalt unter Berücksichtigung der Berufserfahrung und der Ausbildung.

Hauptsitz Niederönz Standorte Schweiz Niederönz

Umsatz 410 Mio. CHF Anzahl Mitarbeitende Schweiz: 490 Weltweit: 1390

Kontakt Bystronic Laser AG Erika Märchy Human Resources Manager Industriestrasse 21 3362 Niederönz

Telefon +41 62 956 36 45 erika.maerchy@bystronic.com www.bystronic.com www.bystronic.ch career.bystronic.ch

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L — Simone Studer, Personalverantwortliche Marketing+Technik R — Dominic Bürgi, Area Sales Manager

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arbeitgeber

maschinenbau

Endress+Hauser Flowtec AG Soziale Verantwortung, internationales Umfeld, innovative Ideen Simone Studer, Personalverantwortliche Marketing+Technik

Dominic Bürgi, Area Sales Manager

Welche Gründe sprechen für Sie als Arbeitgeber im Bereich Maschinenbau? Die Endress+Hauser Flowtec AG ist ein innovatives, international tätiges Familienunternehmen, das viel Wert auf eine gute Firmenkultur und das Füreinander legt. Wir sind in der Automatisierungstechnik am Markt sehr erfolgreich und bieten gute Berufsperspektiven. Wir nehmen unsere soziale Verantwortung sehr ernst und legen viel Wert auf die Entwicklung unserer Mitarbeitenden.

Gefällt Ihnen die Arbeit bei der Endress+Hauser Flowtec AG? Ja sehr! Meine Arbeit besteht darin, eine Art Schnittstelle zwischen Produktion und Vertrieb zu bilden. Diese Aufgabe empfinde ich als spannend und abwechslungsreich, was sich darin zeigt, dass kein Arbeitstag dem anderen gleicht. Das Koordinieren aller Interessengruppen stellt eine tolle Aufgabe dar – sowohl innerhalb der täglichen Arbeit als auch für längerfristige, strategische Überlegungen. Den Entscheid, diese Stelle bei Flowtec anzutreten, würde ich so jederzeit wieder fällen.

Wieviele Männer und wieviele Frauen arbeiten in Ihrer Firma? Und wie rekrutieren Sie Frauen? Mit 75 Prozent ist der Anteil von Männern rund dreimal höher als der Anteil weiblicher Mitarbeitenden. Wir sind sehr daran interessiert, Frauen bei uns einzustellen und freuen uns, wenn wir vakante Stellen mit Frauen besetzen können. Den Zugang zu Ingenieurinnen und technisch ausgebildeten Frauen finden wir am besten durch ansprechende Inserate, die unsere Firmenkultur bestmöglichst wiedergeben. Zudem pflegen wir intensive Kontakte zu dem «Verband Schweizer Ingenieurinnen».

Wie ist Ihr Arbeitsumfeld? Ich arbeite in einem internationalen Team mit Leuten aus unterschiedlichen Kulturen. Wir ergänzen uns optimal, d. h. wir kommunizieren intensiv miteinander und stimmen so unsere Aktivitäten aufeinander ab. Transparenz zwischen unseren Tätigkeiten hat somit eine hohe Priorität. Durch diese intensive Zusammenarbeit hat sich eine tolle Kollegialität entwickelt. Mein derzeitiges Arbeitsumfeld ist sehr angenehm.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten bieten Sie an? Die Endress+Hauser Flowtec AG bietet gute Weiterbildungsmöglichkeiten an. Unser Schweizer Hauptsitz mit über 800 Mitarbeitenden bietet zahlreiche Möglichkeiten, sich zu verwirklichen. Durch den Besuch von internen oder externen Kursen bleibt man fit im Job und kann sich auch in andere Funktionen «hineinentwickeln». Es gibt immer wieder Möglichkeiten, den Job innerhalb der Firma zu wechseln und sich dadurch beruflich zu entfalten. Dazu bietet das Unternehmen Weiterbildungen zur Führungskraft, zum Fachspezialisten oder zum Projektleiter an. Die Förderung der individuellen Entwicklung ist einer der grossen Vorteile bei Endress+Hauser Flowtec. Welche Rolle spielt bei Ihnen der Bereich «Innovation» in Bezug auf Produkte und Dienstleistungen? Als Technologie- und Innovationsführer setzt Endress+Hauser auf ein dauerhaftes Innovationsmanagement mit dem Ziel, dem Kunden optimale Produkte und Dienstleistungen bereitzustellen. Die Innovationskraft der Endress+Hauser Gruppe ist hoch – dies zeigt sich jedes Jahr durch die Zahl eingereichter Patentanmeldungen. Diejenigen Patente, die den grössten Erfolg versprechen, werden von einem internen Fachgremium prämiert. Wie hoch ist die Entlöhnung? Die Entlöhnung ist markt- und branchengerecht, weil wir jährlich einen Gehaltsabgleich mit anderen Industrieunternehmen vornehmen.

Hauptsitz Reinach, Baselland

Anzahl Mitarbeitende Schweiz: ca. 800 Weltweit: ca. 1250

Wurden Ihnen von Anfang an Verantwortung übertragen? Wurden Sie als Mensch akzeptiert? Meine Einführung geschah sukzessive, Hand in Hand mit dem Aufbau von Markt- und Produktwissen. Bis zu einem gewissen Grad erfolgte meine Einarbeitung auch in Eigenregie. Bestimmte Aufgaben wurden mir nach und nach übertragen. Es ist aber schon so, das man von Beginn an seine persönliche Verantwortung wahrnehmen und auch zeigen muss. Meiner Erfahrung nach werden neue Mitarbeitende in der Flowtec offen empfangen. Die Akzeptanz im Team kann man sehr stark selbst beeinflussen. Wie steht es mit der Work-Life-Balance? Die flexiblen Arbeitszeiten sowie die Möglichkeit eines Gleitzeitkontos sind eine gute Grundlage für eine ausgewogene Work-Life-Balance. Natürlich kann es vorkommen, dass man an gewissen Tagen länger arbeiten muss. Meine Freizeit, die ich sehr gerne mit Freunden, mit der Familie oder mit Sport verbringe, kann ich durch die flexible Arbeitszeit mehr oder weniger selbst steuern. Und an ruhigeren Tagen gehe ich früher nach Hause. Wichtig ist, Eigenverantwortung wahrzunehmen und der eigenen Linie treu zu bleiben. Was braucht es aus Ihrer Sicht für eine erfolgreiche Bewerbung? Ich bin überzeugt, dass eine ehrliche Präsentation der eigenen Person am sympathischsten wirkt. Dazu sollte man sich selbst und seine Eigenschaften sehr gut kennen und diese auch so formulieren können, dass die Selbstdarstellung nicht zu überspitzt tönt.

Kontakt Endress+Hauser Flowtec AG Simone Studer Kaegenstrasse 7 4153 Reinach

flowtec.endress.com

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fokus

corporate social responsibility

CSR — Einleitung Beeinflusst gesellschaftliches Engagement von Unternehmen die Wahl des zukünftigen Arbeitgebers? Autor: jonas J. hofmann Der Universum Student Survey zeigt einmal mehr, welch grossen Stellenwert Corporate Social Responsibility (CSR) als Kriterium für die Wahl des Arbeitgebers einnimmt. Hochschulabsolventen erwarten von den rekrutierenden Unternehmen, dass auf Nachhaltigkeit und soziale Absicherung besonderer Wert gelegt wird. Im Vergleich zum Vorjahr und nach Bewältigung der Finanzkrise belegt das CSR wieder einen höheren Rang und nach den Geschehnissen von Fukushima wird besonders die ökologische Nachhaltigkeit auch in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen. Dass CSR nicht mehr nur zum guten Ton gehört, sondern fester Bestandteil der Unternehmenskultur ist, bestätigen unsere Interviewpartner von Axpo und Ernst & Young. Vom Image des Unternehmens erwartet der Young Professional von heute neben der Qualität und Attraktivität der Produkte und Dienstleistungen vor allem ein hohes Mass an Nachhaltigkeit und sozialer Verantwortung. Wie Sarina Bühlmann, Wirtschaftsstudentin aus Basel, zum Ausdruck bringt, wird sie es bevorzugen «für ein Unternehmen oder eine Institution zu arbeiten, die nachhaltig wirtschaften». «Dafür würde ich auch kleinere Gehaltseinbussen in Kauf nehmen, ich möchte stolz sein können auf die Zukunftsträchtigkeit der angebotenen Dienstleistungen und auf eine aktive Mitgestaltung des gemeinschaftlichen Zusammenlebens der Firma für die ich arbeite». Je grösser die Wahlmöglichkeiten hochqualifizierter Nachwuchskräfte, desto wichtiger werden Faktoren wie die CSR. Im Wettbewerb um junge Talente, haben hohen ethischen Grundsätzen folgende Unternehmen einen klaren Vorteil. Dies bestätigt auch die Studie «Der MehrWert von CSR» (Selter, Koch, Fetchenhauer 2009). Historisch gesehen handelt es sich bei dem Begriff der CSR um nichts Neues. Für dieses Leitbild des verantwortlichen wirtschaftlichen Handelns steht seit dem 12. Jahrhundert der Begriff des «ehrbaren Kaufmannes». Auch das Institut für Management der Humboldt-Universität zu Berlin hat den Begriff wieder ausgegraben und das gleichnamige Portal www.der-ehrbare-kaufmann.de aufgeschaltet, welches aktuelle und qualitativ hochwertige Informationen zum Thema CSR bereitstellt. Das Bekenntnis zur Nachhaltigkeit und die Selbstverpflichtung, über die rechtlichen Vorschriften hinaus Visionen zu terminieren, sind heute in den meisten Grossunternehmen verankert – so etwa die Vision 2030 der Axpo. Eigens dafür geschaffene Ressorts, wie der Sustainability Advisory bei Ernst & Young oder das Nachhaltigkeitsmanagement bei Axpo sind strategisch mit der Einhaltung solcher Ziele betraut. Seit einigen Jahren werden auch entsprechende Studiengänge im Bereich Nachhaltigkeitsmanagement (Sustainability Management) angeboten

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Universum Student Survey 2011 — High level of CSR in

Business

Engineering

1

IKRK

86 %

1

IKRK

80 %

2

Die Bundesverwaltung

79 %

2

Migros

80 %

3

Migros

79 %

3

Die Bundesverwaltung

74 %

4 5

Raiffeisen Coop

72 % 72 %

4 5

SBB CFF FFS Swisscom

54 % 54 %

6

Die Post

64 %

6

Roche

50 %

7

SNB

58 %

7

Nestlé

48 %

8

Bayer

57 %

8

Google

47 %

9

Allianz

56 %

9

Novartis

47 %

10 SBB CFF FFS

53 %

10 Bühler

43 %

11 Tetra Pak

53 %

11 Credit Suisse

42 %

12 SRG SSR Idée Suisse

52 %

12 BKW

42 %

13 Zürcher Kantonalbank

52 %

13 Microsoft

42 %

14 Die Mobiliar

50 %

14 Bosch Gruppe Schweiz

41 %

15 Nestlé

50 %

15 Johnson & Johnson

39 %

16 Roche

48 %

16 Axpo s. Seite 35

39 %

17 IKEA

47 %

17 IKEA

39 %

18 Novartis

46 %

18 Swatch Group

38 %

19 Schindler

45 %

19 SWISS

37 %

20 Victorinox

44 %

20 McKinsey & Company

35 %

und auf CSR spezialisierte Berater engagiert – dies beweist, dass CSR in vielen Unternehmen bereits strategisch-operativ verankert ist. Wofür steht das Unternehmen? Für Reto Kuenzi, angehender Doktorand der Physik, ist das die erste Frage die er sich stellen wird wenn es ihn in die freie Wirtschaft und nicht in die Forschung verschlagen sollte. Dabei spiele für ihn «Nachhaltigkeit auf drei Ebenen eine Rolle – wirtschaftlich, da ich an einem langfristigen Engagement interessiert wäre, sozial, da ich mich als Mensch wohlfühlen möchte und der Gesellschaft etwas zurückgeben will und ökologisch, was ich angesichts der Katastrophen der jüngsten Zeit als selbstverständlich erachte». W


fokus

corporate social responsibility

Axpo zeigt Verantwortung und fördert junge Talente mit Visionen Das Schweizer Energieunternehmen Axpo übernimmt gesellschaftliche Verantwortung, indem es sich in den Bereichen Nachwuchs, Bildung und Soziales engagiert. Mit welchen Projekten, erklärt Marius Schlegel, Leiter Nachhaltigkeitsmanagement bei der Axpo.

Was verstehen Sie unter dem Begriff Social Responsibility? Unter Social Responsibility als Teil der Nachhaltigkeitspolitik versteht Axpo die aktive und freiwillige Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung durch Massnahmen zur Förderung des Gemeinwohls. Mit welchen Projekten engagiert sich Axpo in diesem Bereich? Axpo engagiert sich innerhalb ihrer gesellschaftlichen Verantwortung aktiv in den Bereichen Nachwuchs, Bildung und Soziales. Beispielsweise mit dem Engagement im Rahmen des Axpo Kids & Family Day beim Plusport-Tag in Magglingen, mit einem Energieweg in der Kindercity Volketswil oder mit der Ausstellung Stromcity im Verkehrshaus Luzern. Axpo unterstützt auch Forschungsprofessuren an Schweizer Hochschulen und konkrete Forschungsprojekte, zum Beispiel im Bereich Klimaforschung. Zudem verleiht Axpo jährlich den Student of the Year Award – 2011 zum Thema Energie Vision 2030. Welche konkret Überlegungen stehen hinter dem Student of the Year Award? Seit 2009 verleiht Axpo jährlich einen Award an herausragende Studenten in einem energiewirtschaftlichen Themenfeld. Mit dem diesjährigen Thema Energie Vision 2030 möchte Axpo

Studenten ansprechen, welche sich engagiert mit den Zusammenhängen in der Energiewirtschaft auseinandersetzen und Vorstellungen und Visionen für die Energieversorgung in der Zukunft entwickeln. Die Studenten von heute mit den Lösungen für morgen? Axpo sucht mit dem Award weniger nach konkreten Lösungen als nach Ideen und Anregungen. Fundiert, kreativ, mutig. Wer sich gedanklich in die Energieversorgung einer zukünftigen Generation versetzen und seine Vision attraktiv ausformulieren kann, der ist auch ein interessanter möglicher Mitarbeiter für Axpo. Die Stromversorgung für morgen und übermorgen sicherzustellen ist eine grosse Herausforderung. Was schätzen Sie besonders an Ihrer Arbeit? Es gilt eine Vielfalt von Themen und Aufgaben im Rahmen der Nachhaltigkeitspolitik zu bearbeiten. Die Projektteams sind interdisziplinär zusammengestellt. Diese Zusammenarbeit mit Personen aus unterschiedlichen Abteilungen und mit heterogenem Background erfordert Flexibilität und macht den Alltag abwechslungsreich und spannend.

vorname /name Marius Schlegel alter 35 funktion Leiter Nachhaltigkeitsmanagement ausbildung /titel Geograph kontakt Axpo Holding AG Parkstrasse 23 CH-5401 Baden T +41 56 200 31 24 M +41 79 536 42 56 F +41 56 200 31 75 marius.schlegel@axpo.ch www.axpo.ch

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Day one

is where you rise to the challenge

Day one. It’s when you stand up to be counted. It’s what you’ve worked for, prepared for, waited for. Where you can start using your skills and initiative to make a difference. From the day you join us, we’re committed to helping you achieve your potential. So, whether your career lies in assurance, tax, transaction, advisory or core business services, shouldn’t your day one be at Ernst & Young?

Take charge of your career. Now. www.ey.com/ch/careers

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fokus

corporate social responsibility

Ernst & Young Den Wandel in der Welt aktiv gestalten Nachhaltigkeit ist die Verantwortung für morgen, sagt Roger Amhof, Head Sustainability Advisory GSA (Germany, Switzerland, Austria) bei Ernst & Young. Deshalb setzt sich E&Y konkrete Nachhaltigkeitsziele und versucht, mit strategischen Projekten den CR-Gedanken in die Unternehmensprozesse mit einzubinden.

Was verstehen Sie unter dem Begriff «Corporate Responsibility»? Der Begriff Corporate Responsibility bzw. Nachhaltigkeit steht für den Beitrag (der Wirtschaft) zu einer nachhaltigen Entwicklung. CR verlangt verantwortliches unternehmerisches Handeln, das neben den ökonomischen, auch ökologische und soziale Aspekte berücksichtigt. Smarte Corporate Responsibility-Massnahmen unterstützen vier zentrale Werttreiber eines Unternehmens: Reputation und Brand, Umsatz und Marktanteil, Asset und Capital Management sowie die operativen Margen. Mit welchen Projekten engagiert sich Ernst & Young in diesem Bereich? Wir diskutieren aktiv die Entwicklungen im Markt, treffen strategische Entscheidungen und setzten uns konkrete Nachhaltigkeitsziele. In allen Bereichen der Nachhaltigkeit haben wir laufende Projekte, die an Zielgrössen gebunden sind. So versuchen wir beispielweise unseren eigenen ökologischen Footprint über verschiedenste Massnahmen zu reduzieren. Unser weltweites Engagement konzentriert sich im Besonderen auf die Schwerpunktbereiche Entrepreneurship, Education & Environment. Wir tragen aber auch dazu bei, dass unsere Kunden die Nachhaltigkeit im Tagesgeschäft leben. Wir unterstützen unsere Kunden dabei, die wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen zu

identifizieren, konkrete Aktionspläne zu definieren und die Einbettung der Nachhaltigkeit in die Unternehmensprozesse umzusetzen. Mit welchen Herausforderungen sehen Sie sich in der Wirtschaftsprüfungsbranche speziell konfrontiert? Allgemein braucht es den engen Dialog mit dem Kunden, um dessen Ansprüche zu erfassen und die Erwartungen abzustimmen. Dies betrifft beispielsweise den Prüfungsumfang, der sich auf den Nachhaltigkeitsbericht im Ganzen oder auf ausgewählte Inhalte sowie auf qualitative und quantitative Nachhaltigkeitsleistungen beziehen kann.

vorname /name Roger Amhof alter 45 funktion Partner, Head Sustainability Advisory – Germany, Switzerland, Austria ausbildung /titel lic. rer. pol. kontakt roger.amhof@ch.ey.com

Wie wichtig ist Ihnen persönlich das Engagement im Bereich CR? Nachhaltigkeit ist die Verantwortung für morgen. Hier stehe ich wie alle persönlich in der Pflicht, wobei ohne Verzicht nichts geht. Zugebeben: Es ist nicht immer einfach, der Nachhaltigkeit in der Hektik des Geschäftslebens Rechnung zu tragen. Ich versuche aber wann immer möglich, den Raum zur Reflektion zu finden und die Nachhaltigkeit zu leben. Dabei geht es um die wenigen grossen, vor allem aber die zahlreichen kleinen Massnahmen, die zur Nachhaltigkeit beitragen.

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fokus

innovation

Innovation — Einleitung Der Nutzen steht im Vordergrund.

Autor: jonas J. hofmann Aus dem Lateinischen «innovo» = erneuern abgeleitet, steht Innovation in der Wirtschaft heute für die Umsetzung von Erfindungen und Ideen in wegweisende Produkte oder Dienstleistungen. Die Entwicklung des mp3-Formats beispielsweise, die am Fraunhofer Institut erfolgte, wurde erst durch die Bereitstellung von Downloadplattformen und entsprechender Abspielgeräte zur Innovation. Davon profitierten letztlich bekanntlich ganz andere Unternehmen. Den Gesamtprozess einer möglichen Innovation «inhouse» zu vollziehen, ist das erklärte Ziel einer wachsenden Anzahl von Unternehmen. Gänzlich neue Berufsfelder wie das des Innovationsmanagers entstehen, auf die Koordination von Innovationsprozessen ausgerichtete Studiengänge werden zunehmend angeboten. Dieser «Closed Innovation» steht die «Open Innovation» gegenüber, die externe Kompetenzen integriert. Voraussetzung für den professionellen Ablauf solcher Prozesse ist ein hohes Mass an Interdisziplinarität. Zwischen Wissenschaftlern, Betriebswirtschaftlern und Marketingstrategen gilt es Kommunikationshürden abzubauen. Der Ansatz, abteilungsübergreifend zu arbeiten, wird zur Devise. In die Zukunft blickend, werden Wissenschaftler und Ingenieure ohne Wirtschaftskenntnisse und Ökonomen ohne spezifische Kenntnisse in fachfremden Gebieten zur Rarität. Der Generalist wird gefragter denn je, das Netzwerk noch bedeutender. «Open Innovation» steht für die Bildung von Allianzen zwischen Forschung und Wirtschaft, zwischen Unternehmen, sprengt das noch stark verbreitete Schubladendenken und setzt so auf den Einbezug möglichst vieler Individuen und Institutionen in den Prozess. Die Entwicklung derartiger Wertschöpfungsmodelle via Kooperation erfordert mittelfristig auch Umstrukturierungen innerhalb eines Unternehmens. Somit bedingt das Innovationsstreben auf Produkt-Dienstleistungsebene rückwirkend eine innovative Aufgabenverteilung und die Umgestaltung von Tätigkeitsfeldern oder gar Geschäftsmodellen. Wie dieses Networking, ob abteilungsübergreifend auf interner oder unternehmensübergreifend auf externer Ebene am besten gehandhabt wird, ist eine der Fragen mit denen sich das Innovations- und Kooperationsmanagement befasst. Letzteres steuert die Kooperation zwischen dem diffusen Prozess der Forschungsarbeit und dem zielgerichteten Entwicklungsprozess, also der technologischen und ökonomischen Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse. Innovation ist dann gefragt, wenn technischer oder sozialer Wandel stattfindet – es gilt, Produkte und Dienstleistungen am Puls der Zeit so anzupassen, dass sie der neuen Erwartungshaltung gerecht werden. Der

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Universum Student Survey 2011 — Innovative products and services in

Business

Engineering

1

Logitech

90 %

1

Google

83 %

2

Google

85 %

2

Logitech

79 %

3

Bayer

78 %

3

Sensirion s. Seite 44

72 %

4 5

Hilti Siemens

77 % 77 %

4 5

Roche Stadler Rail

70 % 70 %

6

Novartis

77 %

6

Johnson & Johnson

70 %

7

ABB

75 %

7

Phonak

70 %

8

Roche

75 %

8

Dell

69 %

9

Dell

74 %

9

IKEA

68 %

10 Bombardier Transportation 72 %

10 ABB

66 %

11 IKEA

72 %

11 Leica Geosystems

66 %

12 Microsoft

71 %

12 Oracle

65 %

13 IBM

70 %

13 Alstom s. Seite 35

65 %

14 Swatch Group

70 %

14 Hilti

64 %

15 Procter & Gamble

68 %

15 Siemens

63 %

16 Swisscom

64 %

16 IBM

63 %

17 Tetra Pak

63 %

17 Novartis

63 %

18 Johnson & Johnson

63 %

18 OC Oerlikon

62 %

19 Unilever

62 %

19 Bosch Gruppe Schweiz

62 %

20 Nestlé

61 %

20 Cisco Systems

61 %

Wandel wirft neue Fragen auf, Innovationen sind Antworten darauf. Durchdringt die Idee zur Erneuerung oder die Invention den Markt, hat Innovation stattgefunden. Der Nutzen für den Kunden und der Mehrwert für den Markt sind ausschlaggebend. Schlagen wir an dieser Stelle den Bogen zum Netzwerkgedanken der Open Innovation, scheint eine Öffnung dem potentiellen Markt gegenüber ebenso wichtig zu werden wie die Öffnung der Abteilungen und Fachgebiete untereinander. So nutzen innovative Firmen wie beispielsweise Innosabi den Open Innovation Process, um innovationshungrige Unternehmen wie dm mit der technischen Innovation von Facebook zu verknüpfen. Die Idee zu einem neuen Duschgel z. B. , wird hier von den Inhaltsstoffen über die Optik und Haptik bis hin zum Namen diskutiert und das Produkt dann entsprechend lanciert. W


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Alstom setzt auf innovative Ideen und Nachhaltigkeit Mit strategischen Projekten identifiziert und entwickelt das Energie-, Stromübertragungsund Transportinfrastrukturunternehmen Alstom zukunftsgerichtete Technologien. Dass dabei innovative Ideen gefragt sind, ist für Tony Kaiser, Senior Consultant bei Alstom selbstverständlich.

Was macht Alstom zu einem innovativen und attraktiven Arbeitgeber? Alstom macht aktuell eine spannende Transformation durch: Von einem Lieferanten klassischer Kraftwerke hin zu einem Lieferanten mit einem breiten Portfolio erneuerbarer Technologien, wie beispielsweise Windenergie oder Geothermie. Ausserdem investiert Alstom stark in Forschung und Entwicklung, Tätigkeiten, die besonders als Einstiegstätigkeit für Ingenieure geeignet sind. Später ergeben sich Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung im Marketing, im Verkauf, in der Strategie oder der Fertigung. Weshalb sind innovative Ideen gerade in Ihrer Branche besonders wichtig? Die Stromversorgung verlangt nach neuen, nachhaltigen Technologien. Die CO2- Emissionen müssen drastisch gesenkt werden. Deshalb entwickelt Alstom jetzt eine 6 MW OffshoreTurbine. Alstom-Brightsource entwickelt und verkauft Kraftwerke zur solarthermischen Stromerzeugung. Ausserdem entwickelt Alstom zur Zeit eine Turbine für ein Gezeitenkraftwerk. Welche Projekte stehen in naher Zukunft an? Neben den Entwicklungen im Bereich Windkraft, Solarthermie und Gezeitenkraftwerke, fliessen heute mehrere Millionen Franken in die

Entwicklung der CO2-Abscheidung bei fossilen Kraftwerken. So soll vermieden werden, dass bei Kohle- und Gaskraftwerken oder auch bei Zement- und Stahlwerken CO2-Emissionen in die Atmosphäre geraten. Das abgeschiedene CO2 kann somit komprimiert, in Pipelines transportiert und dann unterirdisch gelagert werden. Diese Technik wird in 5-10 Jahren kommerziell sein. Wie identifiziert und entwickelt Alstom zukunftsgerichtete Technologien? Unsere strategischen Projekte «Tech2030» und «Vision2030» stellen sicher, dass wir langfristig planen. Mit «Tech2030» identifizieren wir langfristige Technologietrends in der Stromerzeugung. In «Vision2030» führen wir die langfristigen Technologietrends mit generellen globalen Trends wie der Klimaänderung zusammen. In diesen Projekten spielen unsere guten Beziehungen zu den Hochschulen in der Schweiz, in Europa und mehr und mehr auch in Asien eine wichtige Rolle.

einen Einfluss aufs berufliche Fortkommen. Für mich war und ist es ein Anliegen, das langfristige Denken im Bereich Technologie zu fördern.

vorname /name Tony Kaiser alter 60 funktion Senior Consultant, Consenec AG, Baden-Dättwil; in dieser Funktion immer noch für Alstom Power im Bereich der F&E Strategie und Universitätsbeziehungen tätig; (mit TeilzeitBeratungsauftrag). Bis Mai 2010, Alstom Power, zuständig für langfristige F&E-Strategie, «Future Technologies» und Universitätsbeziehungen. ausbildung /titel Dr. phil. II, dipl. Chem. kontakt tony.kaiser@power.alstom.com

Was raten Sie jungen Talenten für Ihre Karriere? Für eine Karriere ist es das Beste, im aktuellen Job zu zeigen, was man kann. Die «Planung» einer Karriere ist nur beschränkt möglich; unplanbare Ereignisse wie Änderungen im Management oder in der Organisation haben auch

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Credit Suisse Vielfalt schafft Innovation Credit Suisse ist nicht nur für Wirtschaftswissenschaftler ein attraktiver Arbeitgeber. Im IT-Bereich treffen junge Talente auf spannende Herausforderungen und innovative Technologien, sagen Claudia Bretscher, Projektleiterin und Ingo Hofmann, Software Engineer bei Credit Suisse.

Claudia Bretscher, was macht Credit Suisse zu einem innovativen Arbeitgeber im Bereich der IT? IT ist ein zentraler Erfolgsfaktor für die Credit Suisse und entsprechend vielfältig und attraktiv sind die Möglichkeiten, welche sich in der IT bieten. Wir sind zum Beispiel eine der wenigen Banken, die ihre Kernbankenlösungen noch selber entwickeln. Im Zentrum stehen innovative Lösungen für unsere Kunden, sei dies für die über 50'000 Mitarbeitenden der Bank oder für die internationale Kundschaft. In Ihrem Bereich sind innovative Ideen gefragt: Welche Eigenschaften müssen Mitarbeitende ausserdem mitbringen, um in diesem Bereich erfolgreich zu sein? Eine meiner Hauptaufgaben als Projektleiterin ist die Sicherstellung einer zielgruppengerechten und zeitnahen Kommunikation. Die Zusammenarbeit mit den verschiedensten Persönlichkeiten gehört ebenso zur täglichen Arbeit wie das Motivieren des Projektteams zu Höchstleistungen. Dafür braucht es ein gutes Durchsetzungsvermögen und Selbstvertrauen. Zentral sind auch gute Englischkenntnisse, da wir in der Credit Suisse oft in internationalen Teams arbeiten. Eine optimale Vorbereitung auf diese Herausforderungen bot mir das Career Start Program – der begleitete Direkteinstieg. Während des Programms konnte

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ich ein breites Netzwerk in der Credit Suisse aufbauen und mir das nötige Fachwissen aneignen. Ingo Hofmann, Sie arbeiten als Software Engineer bei Credit Suisse. Welche spannenden Projekte stehen in Zukunft an? Im Bereich der Softwareentwicklung wird derzeit die Weiterentwicklung von BankingAnwendungen für Smartphones vorangetrieben. Auf diesem Gebiet zählen wir in unserer Branche zu den Vorreitern. Darüber hinaus führen wir für viele Anwendungen neue WebBenutzeroberflächen ein, die auf den aktuellen Internetstandards basieren. Für Entwickler eine ideale Möglichkeit, Kenntnisse in modernen TopTechnologien zu erlernen und anzuwenden. Weshalb ist es aus Ihrer Sicht besonders attraktiv, im IT-Bereich einer Grossbank tätig zu sein? An die IT werden hohe Anforderungen gestellt und daraus ergeben sich täglich neue Herausforderungen für uns IT-Spezialisten. Wir haben mehr als 6 000 Software-Applikationen – es gibt also unzählige Schnittstellen und Abhängigkeiten und praktisch keine Stand-Alone-Lösung. Dazu kommt das internationale und dynamische Umfeld. Telefonkonferenzen mit Indien, Singapur und New York am selben Tag sind keine Seltenheit.

vorname /name Claudia Bretscher alter 29 funktion Projektleiterin FCC ausbildung /titel Master of Science (Wirtschaftsinformatik) kontakt claudia.s.bretscher@credit-suisse.com

vorname /name Ingo Hofmann alter 25 funktion Software Engineer ausbildung /titel Bachelor of Science (Wirtschaftsinformatik) kontakt ingo.hofmann@credit-suisse.com CREDIT SUISSE AG www.credit-suisse.com


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Feldschlösschen Die Kreativität «anzapfen» Bei Feldschlösschen werden Innovation und Tradition gross geschrieben. Wie diese beiden Werte vereinbar sind und wie sich junge Talente mit innovativen Ideen bei Feldschlösschen entwickeln können, darüber berichtet Patrik Füeg, Leiter Personal bei Feldschlösschen.

Wie hat sich Ihre über 130-jährige Brauerei im Bereich Innovation in den letzten Jahren weiterentwickelt? Innovative Ideen haben bei Feldschlösschen eine lange Tradition. Wie schon der Gründer der Brauerei Feldschlösschen, Theophil Roniger, vor 135 Jahren sagte: «Stehen bleiben ist Rückschritt.» In den letzten Jahren haben wir zahlreiche neue Getränke auf den Markt gebracht, wie etwa die erfolgreichen Produkte der Linie Eve von Cardinal oder das neue Feldschlösschen Premium. Aber nicht nur im Getränkesegment ist Feldschlösschen innovativ, für unsere Kunden haben wir auch neue technische Systeme für Ausschankanlagen oder unseren Online-Shop laufend weiterentwickelt. Welche Entwicklungsmöglichkeiten bieten Sie jungen Talenten, die innovative Ideen mitbringen? Es ist mir persönlich sehr wichtig, dass wir im Unternehmen ein Klima kreieren, in dem gute Ideen eingebracht, geschätzt und weiterverfolgt werden. Wir arbeiten im ganzen Unternehmen an einem Umfeld, in dem auch einmal etwas Neues ausprobiert werden darf; dazu gehören auch Rückschläge. Wir nehmen Rückschläge in Kauf, denn ohne Rückschläge gibt es keine Innovationen. Bei Feldschlösschen dürfen und sollen Mitarbeitende aus allen Bereichen

Ideen für Innovationen einbringen. Inwiefern bieten Sie ihren Mitarbeitenden ein innovatives Arbeitsumfeld? Wir bieten eine transparente Unternehmenskultur, in der gute Ideen gefragt sind und Talente gefördert und auch gefordert werden. Mit Angeboten wie z. B. Home Office, flexiblen Arbeitszeitmodellen oder auch den vielfältigen Angeboten in Aus- und Weiterbildung versuchen wir unseren Mitarbeitenden ein ideales Arbeitsumfeld zu bieten. Die tägliche Erfahrung zeigt, dass es eine Stärke unseres Unternehmens ist, dass wir die Kreativität und den Erfindungsgeist aller Mitarbeitenden «anzapfen» können. Deshalb setze ich mich persönlich dafür ein, dass wir bei Feldschlösschen stets ein offenes Ohr für neue Ideen haben.

Bei Feldschlösschen gehört es daher auch zur Tradition, dass wir laufend neue Innovationen lancieren.

vorname /name Patrik Füeg alter 53 funktion Leiter Personal ausbildung /titel Handelsdiplom kontakt info@feldschloesschen.com

Ihr Unternehmen setzt sowohl auf Innovation als auch auf Tradition. Wie vereinbaren Sie diese beiden Werte? Feldschlösschen beweist, dass Innovation und Tradition eben gerade kein Widerspruch sind, sondern eine Stimulation. Die 135-jährige Geschichte unseres Unternehmens ist das Fundament auf dem wir neue Ideen entwickeln. Feldschlösschen war schon immer erfolgreich mit neuen, innovativen Ideen. So hatte unser Unternehmen zum Beispiel das erste alkoholfreie Bier auf den Schweizer Markt gebracht.

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Georg Fischer Technologie auf höchstem Niveau In globalen Märkten ist eine schnelle Reaktionszeit zwingend, sagt Helmut Elben, Head Konzernplanung/IT bei Georg Fischer. Sein Unternehmen ist deshalb an jungen Talenten interessiert, die sich rasch weiterentwickeln und ihre innovativen Ideen in einen der führenden Schweizer Industriekonzerne einbringen wollen.

Was macht Georg Fischer zu einem innovativen Arbeitgeber? GF als über 208-jähriges Unternehmen ist immer am Puls der Zeit geblieben. Als Schweizer Unternehmen sind wir im Bereich Innovation doppelt gefordert. Georg Fischer ist in allen drei Unternehmensgruppen bzw. in den wesentlichen Geschäftsbereichen markt - und technologieführend, was unsere Leidenschaft für innovative Produkte zeigt. Wie wichtig sind innovative Ideen in Ihrer Branche – und wie setzen Sie neue Trends? Innovation spielt eine zentrale Rolle in der Konzern-Strategie von GF. Die Forschung & Entwicklung ist in allen drei Unternehmensbereichen organisatorisch hoch angesiedelt und wird weltweit koordiniert. Regional spezifische Produkte werden aber in den jeweiligen Märkten wie beispielsweise Asien entwickelt, um den lokalen Standards gerecht zu werden. Aufgrund der vergleichsweise langen Lebenszyklen unserer Industrieprodukte, sind die Innovationsschritte auf Produktebene eher kontinuierlich. Darüber hinaus gibt es viele Innovationsschritte im Bereich Prozessverbesserung, um die Wettbewerbsfähigkeit stetig zu verbessern. Welche Werte und Qualifikationen

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müssen junge Talente mitbringen, um bei Georg Fischer gefördert und gefordert zu werden? Junge Talente sollten sich mit unseren Kernwerten identifizieren können. Dazu gehören beispielsweise ein respektvoller Umgang mit anderen Menschen, aber auch hinter dem zu stehen, was man sagt. Sie sollten weiter bereit sein, sich stetig weiterzuentwickeln und das Gelernte eher pragmatisch anzuwenden. Team- und Kontaktfähigkeit ist uns ebenfalls wichtig. Und nicht zuletzt überzeugen uns eine hohe Einsatzbereitschaft, Mobilität, Offenheit gegenüber Neuem und anderen Kulturen, eine positive Grundhaltung und eine gewisse Frustrationsresistenz. Welche Ziele setzen Sie sich persönlich für Ihre weitere Karriere? Ich bin hierbei vermutlich kein gutes Beispiel für junge Leute. Für mich ist der Weg das Ziel und weniger die Karriere im klassischen Sinn. Als Leiter Konzernplanung sind für mich eine gewisse Vielfalt an Themen, der Einfluss auf strategische und operative Entscheidungen, aber auch ein gutes und konstruktives Arbeitsklima entscheidend. Hinzu kommt der Aufbau und die Pflege von guten Kontakten auf internationaler Ebene. Diese spannende Arbeit zeigt mir, dass ich vor über acht Jahren mit dem Wechsel zu GF genau die richtige Entscheidung getroffen habe.

vorname /name Helmut Elben alter 50 funktion Head Konzernplanung / IT ausbildung /titel Dr. rer. nat. (Physiker) kontakt Amsler-Laffon-Strasse 9 8201 Schaffhausen


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Rheinmetall Air Defence AG Von innovativen Technologien fasziniert Beim weltweit anerkannten Luftverteidigungsspezialisten Rheinmetall Air Defence AG (vormals Oerlikon Contraves AG) treffen junge Talente auf erfahrene Fachspezialisten. Genau die richtige Mischung, um gemeinsam innovative Produkte zu entwickeln, sagt Dr. Ezio Alfieri, Systemingenieur bei Rheinmetall Air Defence AG.

Wie hat sich die Technologiebranche in den letzten Jahren weiterentwickelt? Unsere Branche wird immer dynamischer – die Systeme werden noch schneller, noch besser und noch zuverlässiger. Ausserdem gewinnen die Themen Umweltschutz, Energieeffizienz und Personensicherheit in der Technologiebranche mehr und mehr an Gewicht. Speziell entwickelte Sensorsysteme beispielsweise stellen den Schutz des Menschen ins Zentrum und können dank schnellen Reaktionszeiten Unfälle vermeiden. Wie und wo entwickeln Sie Ideen für innovative Produkte? Oftmals kommen die Ideen von unseren Kunden, die gewisse Bedürfnisse äussern. Wir versuchen dann gemeinsam im Team, eine Lösung zu finden. Meist sind bei der Entwicklung von innovativen Produkten verschiedene Fachbereiche involviert, die alle ihr Möglichstes tun, um eine neue Idee voranzutreiben und sie schliesslich zu realisieren. Welche Projekte der nahen Zukunft sind besonders spannend? Wir entwickeln aktuell mobile Sensoreneinheiten, die auch während der Fahrt auf holperigen Strassen und im Gelände ein Ziel mit höchster Präzision verfolgen können. Da die Funktionalität und die Leistungsfähigkeit der

Sensorik durch die in allen Achsen bewegliche Trägereinheit stark tangiert wird, kommt mit diesem System eine grosse Herausforderung auf uns zu. Bei einem Technologieunternehmen sind innovative Ideen gefragt. Was braucht es weiter, um bei Rheinmetall Air Defence AG erfolgreich zu sein? Wir entwickeln sehr komplexe Produkte. Eine lange und gründliche Einarbeitungsphase stellt sicher, dass neue Mitarbeitende das geforderte Fachwissen erlangen. Deshalb sollten junge Talente, die neben einem soliden Fachwissen und der immer geforderten Sozialkompetenz, sicher auch ein gewisses Mass an Geduld und Durchhaltevermögen mitbringen. Bei Rheinmetall Air Defence AG arbeiten Spezialisten, die bereits seit vielen Jahren in der Technologiebranche tätig sind. Wer mutig ist, Selbstvertrauen hat und seine innovativen Ideen einbringt, kann aber auch die erfahrenen «alten Hasen» überzeugen – und sie begeistern. Das weiss ich aus eigener Erfahrung (lacht).

ausbauen bzw. vertiefen gehören zu meinen kurzfristigen Zielen. In ein paar Jahren kann ich mir ausserdem vorstellen, ein Team zu leiten.

vorname /name Ezio Alfieri alter 32 funktion Systemingenieur ausbildung /titel Dipl. Masch. - Ing. ETH, Dr. sc. ETH kontakt ezio.alfieri@rheinmetall-ad.com

Welche Ziele setzen Sie sich persönlich für Ihre weitere Karriere? Derzeit bin ich für die Ansteuerung der Antriebe zuständig. Längerfristig möchte ich für die Entwicklung eines Gesamtsystems verantwortlich sein. Meine Fachkenntnisse weiter

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Sensirion Innovation als Firmenkultur In einem technischen Umfeld mit kompetenter Konkurrenz immer Neuheiten zu präsentieren, ist laut Claudia Küttel, Projektleiterin R&D Gasflow Sensors bei Sensirion entscheidend. Die Flexibilität der Firma trägt einen grossen Teil dazu bei.

Welche Rolle nahm bei der Entwicklung von Sensirion der Bereich Innovation ein? Innovation hat bei Sensirion schon immer eine grosse Rolle gespielt. Bei der Gründung wurde ein Produkt entwickelt, das es in dieser Form noch nicht gab. Seither sind viele verschiedene neue Produkte und Prozesse entstanden, zumal auch rund 20% des Umsatzes in Forschung & Entwicklung fliessen. Die Neuentwicklung von Produkten bietet unseren Kunden die Möglichkeit, eigene Innovationen voranzutreiben. Deshalb ist Innovation für Sensirion doppelt wichtig. Auch die Siliziumtechnologie, auf der unsere Produkte basieren, ist ein starker Innovationstreiber. Wie und wann entwickeln Sie innovative Ideen? Auf der einen Seite gibt es die firmenintern getriebenen Innovationen, die entweder durch Input vom Verkauf oder durch uns Ingenieure entstehen. Wir Ingenieure sehen die Möglichkeiten, welche durch Fortschritt in Technologien entstehen. Die Wünsche und Anforderungen unserer Kunden fliessen auch in die Entwicklung der Sensoren mit ein. Neue Ideen entstehen in strukturierten Abläufen oder auch spontan, ab und zu sogar in der Freizeit. Was macht Sensirion zu einem innovativen Arbeitgeber?

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Die CEOs von Sensirion haben das Unternehmen gegründet und sind daher nicht nur technisch versiert und interessiert, sondern immer auch offen für innovative Vorschläge. Gespräche über alle Hierarchiestufen hinweg vereinfachen den Prozess der schnellen Entwicklung. Auf Langfristigkeit wird aber auch viel Wert gelegt, nicht jede Entwicklung kann inner-halb von einem Jahr abgeschlossen werden. Im Unternehmen arbeiten viele qualifizierte Mitarbeiter und es herrscht eine sehr kollegiale und kreative Atmosphäre. Da die Produktion bei uns inhouse stattfindet, können wir direkter agieren und die Produkt- und Prozessentwicklung optimieren. Dass Innovation aber auch immer Platz benötigt, zeigt sich an der Tatsache, dass wir aktuell in ein zusätzliches Gebäude expandieren. Welche Ziele setzen Sie sich für die Zukunft? Technologie ist ein sehr spannendes Arbeitsfeld. Ich freue mich auf die Neuigkeiten, die uns noch erwarten, die wir uns momentan aber gar nicht vorstellen können. An dieser Entwicklung teilzuhaben und sie voranzutreiben, motiviert mich. Immer am Ball bleiben ist in unserer Branche sehr wichtig – deshalb möchte ich mich laufend weiterbilden. Aber auch offen sein für Ideen, selbst wenn sich diese im ersten Moment verrückt oder gar unmöglich anhören.

vorname /name Claudia Küttel alter 27 funktion Projektleiterin R&D Gasflow Sensors ausbildung /titel Dr. Sc. ETH kontakt claudia.kuettel@sensirion.com SENSIRION – the sensor company Laubisruetistrasse 50 CH-8712 Staefa www.sensirion.com


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Straumann – Produktinnovationen: «Letztlich muss man auch ein bisschen Fantasie haben!» Emilia Gustafsson ist Produktentwicklerin bei Straumann. «Innovationen entstehen nicht bloss durch strukturierte Prozesse, sondern manchmal auch zwischen Tür und Angel», meint sie. Emilia Gustafsson über ihre Arbeit beim führenden Schweizer Medizintechnik-Unternehmen für Dentallösungen.

Wie innovativ können Sie in Ihrer täglichen Arbeit sein? Als Entwicklerin begleite ich ein Produkt von der Idee bis zur Markteinführung. So kann ich nicht nur am Design, sondern auch an Testverfahren sowie Prozessen mitwirken und meine Ideen «ausprobieren». Ich arbeite eng mit meinen Kolleginnen und Kollegen aus der Konstruktion und der Zahntechnik zusammen und tausche mich mit ihnen ständig über Ideen und Möglichkeiten aus. Alle Fachstellen – einschliesslich der Produktion – engagieren sich im Entwicklungsprozess und fördern so, dass eine neuartige Idee gemeinsam weiterverfolgt oder verfeinert wird. Dieses Aufeinandertreffen von kreativen Leuten mit unterschiedlichem Hintergrund macht meine Arbeit spannend und herausfordernd zugleich. Wie und wo entwickeln Sie Ideen für innovative Produkte? Dank des guten und offenen Austauschs über Fachstellen hinaus entstehen neue Ideen, oft auch im Brainstorming. Im Kontakt mit unseren Kunden – bereits während der Entwicklungsphase – erfahren wir direkt, welche Ansprüche sie an unsere Produkte stellen. Inputs für Ideen hole ich mir aber auch an Kongressen und Fachmessen; aber letztlich muss man auch ein bisschen Fantasie haben.

Inwiefern erleben Sie Ihr Arbeitsumfeld als Innovationsfreundlich? Das Open Space Office-Konzept bei Straumann ist Teil der Firmenkultur und fördert die Kommunikation zwischen den Mitarbeitenden. Komme ich einmal nicht weiter, hilft oft jemand aus dem angrenzenden Bereich. Man nimmt sich Zeit für den anderen, um innovative Ideen voranzutreiben. Ausserdem befinden sich alle wichtigen Fachstellen, die bei der Produktentwicklung beteiligt sind, unter einem Dach. Welche Fähigkeiten müssen junge Talente mitbringen, um bei Straumann erfolgreich zu sein? Eine abgeschlossene Ausbildung im entsprechenden Fachgebiet. Daneben sind soziale Kompetenzen, kommunikative Fähigkeiten, Teamgeist und die Fähigkeit gefragt, mehrere Tätigkeiten gleichzeitig verfolgen zu können.

machen und wird vom Unternehmen mit interner sowie externer Weiterbildung unterstützt und gefördert.

vorname /name Emilia Gustafsson alter 27 funktion Product Developer ausbildung /titel Master of Science in Materials Engineering kontakt www.straumann.com/jobs

Welche Karrieremöglichkeiten sehen Sie bei Straumann? Ich könnte mich auf meinem Gebiet spezialisieren und Senior Developer werden, mich in Richtung Product Management entwickeln oder in ein paar Jahren eine Funktion als Projektleiterin übernehmen. Mir stehen hier viele Türen offen. Wer seine Ziele engagiert verfolgt, kann bei Straumann seinen Weg

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YOUR COMPANION FOR LIFE Victorinox AG, Schmiedgasse 57, CH-6438 Ibach-Schwyz, Switzerland, T +41 41 818 12 11, F +41 41 818 15 11, info@victorinox.ch SWISS ARMY KNIVES CUTLERY TIMEPIECES TRAVEL GEAR FASHION FRAGRANCES I WWW.VICTORINOX.COM


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Victorinox Lust auf innovative Herausforderungen Andrea Huder arbeitet beim Schweizer Messerhersteller Victorinox als Head of «Electronic Division» und entwickelt innovative Produkte für die Elektronikindustrie. Dass sich das Unternehmen damit in einen komplett neuen Markt wagt, zeigt ihm, wie innovativ sein Arbeitgeber ist.

Was macht Victorinox zu einem innovativen Arbeitgeber? Durch eine auf das Minimum reduzierte Aufbauorganisation, werden Entscheide sofort und ohne komplizierte Entscheidungswege gefällt. Die Geschäftsleitung ist sehr offen für neue Ideen und lässt mir grossen Spielund Freiraum in der Umsetzung der Ideen. Natürlich werden im Gegenzug eine hohe Eigenverantwortung und präzises Arbeiten erwartet. Diese Aspekte machen meine Funktion spannend und Victorinox zu einem attraktiven Arbeitgeber, der jeder Innovation offen gegenüber steht. Zudem steht das Unternehmen in der Elektronikbranche auf einer noch grünen Wiese. Deshalb bietet diese Funktion für mich endlos viele Möglichkeiten, um kreativ zu sein.

fähig sind, ja sogar den Massstab setzen.

Wie und wann entwickeln Sie innovative Ideen? Unsere Innovation in der Elektronik Division ist hauptsächlich vom Markt getrieben. Victorinox setzt mit Absicht auf einen Schweizer Entwicklungspartner, welcher in den USA seinen Produktionsstandort hat. Zusammen mit diesem Partner besprechen wir die identifizierten Trends und Märkte, wägen das Potential ab und ziehen den Produktionsstandort Ibach als wichtigen Parameter heran. Durch diesen Technologiepartner stellen wir sicher, dass unsere innovativen Produkte stets konkurrenz-

Welche Ziele setzen Sie sich persönlich für Ihre weitere Karriere? Neue Vertriebskanäle zu erschliessen. Unsere bestehenden Vertriebskanäle sind es sich nicht gewohnt, mit elektronischen Produkten und allen damit verbundenen Eigenschaften zu operieren. Weiter setze ich mir zum Ziel, Victorinox als Brand im Speichermarkt zu positionieren um als führender Hersteller von Sicherheitslösungen im Datentransport wahrgenommen zu werden. Sicherlich muss Victorinox die Augen offen halten, um auf die grosse Fülle an Konkurrenz reagieren zu können. Daher wägen wir

Welche Projekte stehen in naher Zukunft an? Wir werden den Markt weiterhin gut beobachten, um Trends möglichst früh zu identifizieren. Wir folgen aber bewusst nicht jedem Trend, denn zukünftige Produkte müssen auch in unsere Firmenphilosophie passen. Zur Zeit arbeiten wir mit Hochdruck an einem SSD (Solid State Drive) Produkt, welches als HarddiskErsatz dient. Auch in diesem Markt differenzieren wir uns mit einer Innovation, nämlich einem frei beschreibbaren Display, welches die Information ohne Batterie anzeigen wird. Ebenso arbeiten wir an weiteren Flash-Speicher Produkten, welche über die neue USB3 Schnittstelle verwendet werden.

nebst den Speicherprodukten eine zusätzliche Produktlinie ab.

vorname /name Andrea Huder funktion Head of Electronic Division ausbildung /titel El. Ing FH, Wirtschaftsing. FH Kontakt Schmiedgasse 57 6438 Ibach Telefon: +41 41 818 12 11 Fax: +41 41 818 15 11 www.victorinox.com Tel. direkt: +41 41 818 17 51 andrea.huder@victorinox.ch

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Nachgefragt … bei Jacques Herzog, Schweizer Architekt Jacques Herzog wollte ursprünglich in der Forschung arbeiten und hat deshalb ein Chemie- und Biologiestudium begonnen. Nach nur einem Semester hat er aber gemerkt, dass es etwas gibt was ihn mehr fasziniert: Die Architektur. Heute gehört er zusammen mit seinem Partner Pierre de Meuron zu den erfolgreichsten Architekten der Welt. AUTORIN: denise muchenberger

Waren Sie ein disziplinierter Student oder haben Sie nach dem Laisser-faire Prinzip gelebt? Ich war sehr diszipliniert. Ich habe mein Studium so organisiert, dass ich nie unter Druck geriet. Selbst vor Prüfungen bin ich relativ relaxt geblieben, da ich den Stoff laufend nachbearbeitet habe. Kommt hinzu, dass ich die Materie sehr interessant fand und schon während den Vorlesungen konzentriert zugehört habe. Welche Erinnerungen verbinden Sie mit Ihrer Studienzeit? Es war ein wahnsinniger Bruch nach der Schulzeit. Ich musste mir auf ein Mal bewusst werden, in welchem Gebiet ich ein Leben lang tätig sein möchte. Die Architektur hat mich gereizt, weil sie mir ein breites Spektrum an Möglichkeiten geboten hat. Architektur ist nicht nur ein Ausdruck von Kunst und Kreativität, sondern auch an zahlreiche technische Elemente gebunden. So konnte ich mich also in unterschiedlichen Gebieten ausleben. In meiner Zeit als Student bin ich oft umher geschwommen und liess mich treiben. Heute fühle ich mich auf jeden Fall besser als damals – auch, weil ich mit meiner Arbeit Erfolg hatte und sicher geerdeter bin als zu meiner Studienzeit. Was hat Sie neben der Architektur noch interessiert? Gab es eine weitere Option? Ich wollte in der Forschung arbeiten und habe deshalb ein Biologieund Chemiestudium angefangen. Ich hatte aber Mühe, dem Stoff zu folgen. Deshalb habe ich das Studium nach dem ersten Semester wieder abgebrochen und mich für die Architektur entschieden. Ich schnupperte in den Bereich der Naturwissenschaften rein und merkte schnell, dass dies nicht meine Welt ist. Das Erforschen eines neuen Gebiets und seiner Umgebung, und das Entwickeln von Ideen kann ich nun in meinem Beruf als Architekt ebenfalls ausleben. Was raten Sie jungen Architekten für Ihre Karriere? Ich gebe ungern Tipps ab, die für die Allgemeinheit gelten. Ein gut gemeinter Rat macht dann Sinn, wenn man eine Person kennt. Schlussendlich ist es aber immer wichtig, dass jemand seine eigenen Erfahrungen macht. Schlechte Erfahrungen können natürlich auch

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© Adriano A. Biondo

schmerzen, bringen einen Menschen aber immer weiter. Wer sich beispielsweise in einer bestimmten Studienrichtung nicht zurechtfindet, soll dies als eine lehrreiche Erfahrung ansehen – und anschliessend den Mut haben, in einen anderen Bereich zu wechseln. Schliesslich übt man den Beruf meistens sein Leben lang aus. Was machen Sie für Ihre Work-Life-Balance? Das Wort «Work-Life-Balance» finde ich furchtbar (lacht). Ich gestalte meinen Alltag bewusst so, dass ich alle möglichen Aktivitäten – seien dies private oder berufliche – mit Freude ausübe und gleichwertig gewichte. Ich nehme mir gerne Zeit für alles was mir wichtig ist. Und da ich meinen Beruf als Architekt sowieso sehr spannend finde, habe ich gar nicht das Bedürfnis, einen Ausgleich zu meiner Arbeit zu schaffen. Karriere und Familie – ist das Ihrer Meinung nach vereinbar? Das ist von einer guten Partnerschaft abhängig. Gegenseitige Unterstützung ist wichtig, aber auch den richtigen Zeitpunkt für's Kinderkriegen zu finden. Als 20- oder 30-Jähriger hätte ich mich auf jeden Fall noch nicht bereit gefühlt, eine Familie zu gründen. O


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