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Regionale Effekte der HSG Bericht der Universität St.Gallen für das Jahr 2015 1|


Prof. Dr. Antoinette Weibel in ihrer Kinder-Uni-Vorlesung.

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Inhaltsübersicht

Ergebnisüberblick 4 Vierte Erhebung

6

Untersuchungsraum 7 Regionalwirtschaftliche Effekte Wirkungsfeld Wertschöpfung Übernachtungen Mitarbeitende Unternehmenslandschaft Gründungen Angebote der Career & Corporate Services Angebote der Weiterbildung

8 8 8 10 10 11 11 12 12

Wissensaustausch 13 Wirkungsfeld 13 Wissensgenerator 13 Berufliches Engagement 14 Regionale Netzwerke 15 Öffentliche Vorlesungen 16 Medienpräsenz 17 Ausbildung und Erwerbstätigkeit Wirkungsfeld Studierendenstatistik Herkunft der Studierenden Erwerbstätigkeit von Studierenden Erwerbstätigkeit der Absolventinnen und Absolventen Alumni

18 18 18 19 20 21 21

Wohnen der Studierenden Region als Wohnort Attraktivität der Region Image der Region Pendelzeiten

22 22 23 24 26

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Ergebnisüberblick

Regionalwirtschaftliche Effekte 2015

2013

Wertschöpfung der HSG für die Region Appenzell AR – St.Gallen – Bodensee Total

CHF 237 Mio.

CHF 207 Mio.

Pro Einwohner

CHF 820

CHF 901

Aufgrund der höheren, regionalen Einwohnerzahl fällt die Wertschöpfung pro Einwohner tiefer aus.

Budget der Universität St.Gallen Gesamtbudget

CHF 225 Mio.

CHF 212 Mio.

Eigenfinanzierungsgrad

50%

48%

Beitrag Kanton St.Gallen

CHF 44,6 Mio. (19,9%)

CHF 50,9 Mio. (24,0%)

Knapp die Hälfte ihres Budgets erwirtschaftet die HSG selbst.

Durch die HSG ausgelöste Übernachtungen in Stadt und Region Anzahl Logiernächte

25‘800

33‘500

Anteil an allen Übernachtungen

14%

18%

2015

2013

Wissensaustausch Berufliches Engagement der Professorenschaft Mandate in Unternehmen

284

254

Davon in der Region St.Gallen

117 (41%)

105 (41%)

Vorlesungen

80

76

Hörerinnen und Hörer

4500

4000

Kinder-Uni-Besucher

2100

2000

Öffentliche Vorlesungen

Die durchschnittliche Hörerschaft pro Vorlesung lag 2015 bei 56 Hörerinnen und Hörern.

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2015

2013

Anzahl Medienbeiträge national

9862

10‘679

Davon in regionalen Medien

663

861

2783

782

CHF 48,9 Mio.

CHF 25,2 Mio.

CHF 33,2 Mio.

CHF 23,5 Mio.

2015

2013

8232

7666

Aus dem Kanton St.Gallen

11%

11%

Aus der Ostschweiz

21%

22%

Medienpräsenz der HSG

Anzahl Medienbeiträge international Errechneter Werbewert nationaler Medien Errechneter Werbewert internationaler Medien

Aus- und Weiterbildung Studierende der HSG Anzahl

HSG Alumni Anzahl

24‘764

21‘819

Wohnen in der Region

10%

10%

Arbeiten in der Region

10%

10%

2015 investierte der Kanton 44,6 Mio. Franken in die Universität. Die Wertschöpfung der HSG für die Region Appenzell AR – St.Gallen – Bodensee betrug das Fünffache.

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Vierte Erhebung

Vision 2025 der Universität St.Gallen (HSG) Als führende Wirtschaftsuniversität setzen wir in Forschung und Lehre weltweit Massstäbe, indem wir integratives Denken, verantwortungs­ volles Handeln und unternehmerischen Innovationsgeist in Wirtschaft und Gesellschaft fördern.

Studie zu regionalen Effekten Für das Jahr 2006 wurde erstmals eine Studie zur regionalen Ver­a n­ kerung der Universität St.Gallen verfasst, 2010 und 2013 wurde diese Der vollständige Bericht aktualisiert. Neu liegt der Bericht mit Daten für das Jahr 2015 vor. Die durch das Institut für Systemisches kann unter Management und Public Governance (IMP-HSG) erhobene www.unisg.ch/region Untersuchung soll weiterhin periodisch aktualisiert heruntergeladen werden. Die Studie wird nach internationalen Standards werden. durchgeführt und wurde im Rahmen des Business Schools Impact System (BSIS) Prozesses der European Foundation of Management Schools (EFMD) evaluiert. Die Studie untersucht für das Jahr 2015 die regionale Verankerung der Universität St.Gallen mit Blick auf regionalwirtschaftliche Effekte, den Wissens­aus­t ausch, die Aus- und Weiterbildung sowie das kulturelle und soziale Leben der Region St.Gallen. Auch greift sie jeweils ein spe­ zifisches Schwerpunktthema auf. In der vierten Erhebung ist es das Thema «Wie wohnen die HSG-Studierenden?».

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Untersuchungsraum

Da sich die räumlichen Wirkungen der Universität St.Gallen nicht nur auf die Gebiete innerhalb von Stadt-, Gemeinde- oder Kantonsgrenzen beschränken, wurden Abgrenzungen gewählt, die sich an den Fun­k­ tionsräumen der Ostschweiz orientieren. Im Mittelpunkt der Analyse steht daher die Region Appenzell AR – St.Gallen – Bodensee. Sie umfasst derzeit 47 Gemeinden aus drei Kantonen mit einer Einwohnerzahl von rund 289‘000 Personen.

Region Appenzell AR – St.Gallen – Bodensee Kantone AI / AR / TG / SG

Abbildung 1: Räumlicher Perimeter der Untersuchung

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Regionalwirtschaftliche Effekte

Wirkungsfeld Regionalwirtschaftliche Effekte von Universitäten auf ihre Stand­ort­ regionen entstehen einerseits durch die wirtschaftlichen Aktivitäten der Universitäten selber und andererseits durch die Ausgaben der Beschäftigten, Studierenden und Teilnehmenden von Weiterbildungs­ veranstaltungen, Kongressen oder Tagungen. Darüber hinaus haben Universitäten Effekte auf den regionalen Arbeitsmarkt, den Tourismus sowie auf die Unternehmenslandschaft.

Wertschöpfung Die regionale Wertschöpfung gibt Auskunft über den Wertzuwachs in der Region, der durch die Universität St.Gallen sowie durch Studierende und Teilnehmende von Weiterbildungsveranstaltungen entstanden ist. Bezugsgrösse ist der durch die Akteure in der Region Rund 60 Prozent der generierte Gesamtumsatz. Die Universität St.Gallen Ausgaben von HSG und und die Studierenden haben im Jahr 2015 zusammen Studierenden werden in 465 Mio. Franken (2013: über 420 Mio. Franken) ausge­ der Region getätigt. geben, davon rund 60% in der Region. Teilnehmende von Weiter­bildungs­veran­staltungen gaben zusätzlich 12 Mio. Franken in der Region aus.

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Die Universität leistete einen Beitrag zur Wert­s chöpfung und damit zum regionalen Volksein­kommen für die Region Appenzell AR – St.Gallen – Bodensee von 237 Mio. Franken (2013: 207 Mio. Franken), dies entspricht 820 Franken pro Ein­woh­ner (2013: 901 Franken). Aufgrund der höheren Einwohnerzahl in der Region fällt Die Hälfte ihres Budgets erwirtschaftet die HSG die Wertschöpfung pro Einwohner tiefer aus.

selbst.

Das Gesamtbudget der Universität St.Gallen beträgt 225 Mio. Franken (2013: 212 Mio. Franken). Davon stammen 44,6 Mio. Franken (19,9%) vom Kanton St.Gallen (2013: 50,9 Mio. Franken (24%)). Im Vergleich zu anderen Schweizer Universitäten verfügt die Universität St.Gallen über den höchsten Beitrag nicht-öffentlicher Mittel. Der Selbstfinan­zie­rungsgrad beläuft sich auf 50%.

Gesamtbudget

CHF 225 Mio.

Öffentliche Beiträge

Eigenfinanzierung

50%

Kanton St.Gallen

CHF 44,6 Mio.

Wertschöpfung Region St.Gallen

CHF 237 Mio.

Bund

CHF 31,0 Mio.

Wertschöpfung Region pro Einwohner

CHF 820

Andere Kantone

CHF 37,1 Mio.

Abbildung 2: Kennzahlen Regionalwirtschaftliche Bedeutung, Quelle: IMP-HSG

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Regionalwirtschaftliche Effekte

Übernachtungen Ein Teil der Teilnehmenden von HSG-Veranstaltungen, Weiterbildungen oder Seminaren übernachtet im Rahmen ihres Aufenthaltes in der Region. In der Summe wurden durch die Universität St.Gallen 25‘800 Logiernächte (2013: 33‘500) in der Stadt und Region getätigt. Dies entspricht 14% (2013: 18%) aller Über­nachtungen in der Stadt und Region ­St.­Gallen im Jahr 2015. Da die Anzahl der mehrtägigen Veranstaltungen im Vergleich zu 2013 abgenommen hat, ist auch die Anzahl der Logiernächte zurückgegangen.

Mitarbeitende Die HSG zählt mit 2824 Beschäftigten, was 984,7 Vollzeitstellen entspricht, zu den zehn grössten Arbeitgeberinnen im Kanton Fast zwei Drittel der (2013: 2740 Be­schäf­t igte, 927 Vollzeitstellen). 64% (2013: Festangestellten wohnen 62%) der Festangestellten wohnen in der Region in der Region. Appenzell AR – St.Gallen – Bodensee.

Ausland 6 %

Region Appenzell AR – St.Gallen – Bodensee 64 % Rest Schweiz 30 %

Abbildung 3: Wohnort der Festangestellten, Quelle: Universität St.Gallen

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Unternehmenslandschaft Als wirtschaftswissenschaftlicher Universität ist der HSG insbesondere ihre Unterstützung der regionalen Unter­neh­mens­land­schaft ein Anliegen. In den vergangenen Jahren wurde eine Vielzahl von Initiativen gestartet, um die Verbindungen und den Trans­fer zwischen Universität und Unternehmen in der Region zu stärken.

Gründungen An der Universität St.Gallen widmet sich im Besonderen die Einrichtung start-up@HSG dem Thema Unternehmensgründungen. 2015 fanden rund 410 Gründungsberatungen statt (2013: rund 300 Beratungen). Rund 90% der Beratungen wurden mit Studierenden aller Studienstufen durchgeführt, die restlichen 10% verteilten sich auf Alumni und HSGMitarbeitende. Zusammen mit der Fachhochschule St.Gallen, der EMPA sowie der Stadt St.Gallen engagiert sich die Universität St.Gallen zudem in der Initiative Startfeld. Dieses übergeordnete Projekt – organisiert in einer Stiftung und in einem Verein – widmet sich der Förderung von Innovationen und Jungunternehmen in der Ostschweiz und im internationalen Bodenseeraum.

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Regionalwirtschaftliche Effekte

Angebote der Career & Corporate Services Die Career & Corporate Services (CSC-HSG) sind sowohl zentrale Anlaufstelle für Unternehmen, die an der Universität St.Gallen Arbeitskräfte rekrutieren möchten, als auch Schnittstelle von Studium und Arbeitsmarkt für Studierende und Absolventen. Für 125 Unternehmen aus der Unternehmen bieten die Career & Corporate Services die Region schreiben Stellen Möglichkeit, eine Präsenz an der Universität ­St.­Gallen zu für HSG-Studierende aus. schaffen. Die Unternehmen nutzen das Angebot der CSC intensiv: Allein im Jahr 2015 wurden über die Online­plattform hsgcareer.ch rund 2500 Stellen ausgeschrieben (2013: rund 1600 Stellen), unter anderem von 125 Unternehmen aus der Region.

Angebote der Weiterbildung Auch im Rahmen der Weiterbildungsfunktion der Uni­ver­sität St.Gallen finden regionale Unter­neh­men und Arbeit­neh­mende entsprechende Gefässe, können Bildungs­pro­gramme besuchen und sich vernetzen. An den von der Executive School sowie den Instituten durchgeführten Ausbildungen haben 2015 von 4800 Teilnehmenden ins­gesamt rund 350 aus der Region Appenzell – St.Gallen – Bodensee teil­genommen (2013: 4600 Teilnehmende, davon rund 300 aus der Region).

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Wissensaustausch

Wirkungsfeld Der Wissensaustausch erfolgt auf verschiedenen Ebenen. Die Angebote der HSG richten sich nicht nur an Studierende und regionale Unternehmen, ­sondern auch an die Ö­ffentlich­keit. Dar­über hinaus engagieren sich Universitätsangehörige in regionalen Unternehmen. Die Vermittlung von Wissen erfolgt auch durch Medienberichte. Beratungs- und Transferstellen

Projektkurse und Abschlussarbeiten Berufliches Engagement

Region

Universität

Forschungsprojekte und Beratungsmandate

Ehrenamtliches Engagement Weiterbildungsveranstaltungen Abbildung 4: Wissensaustausch zwischen der Universität St.Gallen und der Region

Wissensgenerator Innerhalb eines regionalen Innovationssystems spielen öffentliche For­ schungs­einrichtungen, wie die Universität St.Gallen, eine zentrale Rolle. Die HSG ist einerseits ein Wis­sens­generator innerhalb Über 37‘000 Artikel zu des regionalen Innova­tionssystems, andererseits ist sie Forschungsergebnissen auch der regionale Hub in der internatio­ n alen der HSG sind unter For­schungs­­landschaft. Die Forschungs­plattform Alexalexandria.unisg.ch andria ermöglicht den freien Zugang zu Forschungs­zugänglich. er­geb­nissen der HSG. 2015 umfasste sie über 37‘000 Pub­ li­kationen (2013: 32‘000) und verzeichnete über 7,9 Mio. Seitenaufrufe (4,6 Mio.). Gleichwohl sind es vorwiegend überregionale und internationale Unternehmen, die den Wissensaustausch aktiv nutzen. Der Aus­tausch von Wissen wird einerseits über Tagungen, Kongresse und Semi­nare in der Region ermöglicht, andererseits durch das ehrenamtliche und berufliche Engagement der Universitäts­an­ge­hö­ri­gen.

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Wissensaustausch

Berufliches Engagement Betrachtet man die Dozierenden der Universität, so sind diese bei rund 260 Unternehmen und Stiftungen (2013: 230 Unternehmen), die im Schweizer Handelsregister aufgeführt werden, in leitenden Dozierende der HSG Funktionen aktiv (vorwiegend Mitgliedschaft in bringen ihr Fachwissen in Verwaltungsräten).

rund 260 Unternehmen und Stiftungen ein.

Die Dozierenden engagieren sich vor allem in wirtschaft­ lich tätigen Unternehmen. Von den 284 Man­da­ten (2013: 254) sind 117 (41%) in Unternehmen und Stiftungen (2013: 105, 41%), die sich in der Region Appenzell AR – St.Gallen – Bodensee befinden. Die Dozierenden engagieren sich auch in einigen der wichtigsten regionalen Organisationen wie der Genossenschaft Migros Ostschweiz, der Helvetia, den OLMA Messen, der Raiffeisen oder der St.Galler Kantonalbank.

Schweiz 59 %

Wirtschaft 72 %

Wissenschaft 10 %

Region 41 % Gesellschaft 18 %

Abbildung 5: Unternehmerisches Engagement der Dozierenden, Quelle: IMP-HSG

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Regionale Netzwerke Die Universität St.Gallen engagiert sich in mehreren lokalen und regionalen Netzwerken und ist Mitglied in den entsprechenden Organisationen.

Abbildung 6: Engagement der Universität St.Gallen in lokalen und regionalen Netzwerken

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Wissensaustausch

Öffentliche Vorlesungen Die Universität St.Gallen bietet seit ihrer Gründung im Jahr 1898 jährlich Öffentliche Vorlesungen an. 2015 begrüsste sie rund 4500 Höre­ ­r in­nen und Hörer in 80 Vorlesungen (2013: 4000 Höre­­rinnen und Hörer in 76 Vorlesungen). Da es sich bei den Vorlesungen in der 4500 Hörerinnen Regel um 90-minütige Abend­veranstaltungen handelt, und Hörer besuchten richtet sich dieses Angebot vorwiegend an ein lokales bis 2015 mindestens regionales Publi­k um. Die Kinder-Uni wurde von rund eine der 80 Öffentlichen 2100 Teilnehmenden aus der Region besucht (2013: 2000 Vorlesungen. Teilnehmende).

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Medienpräsenz Das Image einer Region wird auch durch die Medienberichterstattung von und über ihre Organisationen beeinflusst. Insgesamt erschienen im Jahr 2015 über 9800 Beiträge in regionalen und nationalen sowie über 2700 in internationalen Medien (2013: mehr als 10‘000 Pro Tag ist die Beiträge, über 780 in internationalen Medien), in Universität – und damit denen die Universität ­St.­Gallen erwähnt wurde. Mit auch St.Gallen – 34 Mal Hilfe der Anzeigen­äqui­va­lenz­werte lässt sich die in den Medien vertreten, Medienpräsenz der Universität St.Gallen quantifizie­ davon 7 Mal in inter­ ren. Die erschienenen Beiträge entsprechen einem nationalen Medien. errechneten Werbewert von rund CHF 48,9 Mio. in nationalen Medien, in internationalen Medien noch­ mals CHF 33,2 Mio. 2015

2013

Artikel In der Region St.Gallen

663

861

Ausserhalb der Region (national)

9199

9818

In internationalen Medien

2783

782

Anzeigenäquivalenzwert (AEV) In der Region St.Gallen Ausserhalb der Region (national) In internationalen Medien

3‘212‘100

1‘263‘500

45‘664‘800 33‘180‘000

23‘979‘600 23‘550‘000

Abbildung 7: Medienpräsenz der Universität St.Gallen, Quellen: ARGUS der Presse AG, Gorkana, Genios, APA

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Ausbildung und Erwerbstätigkeit

Wirkungsfeld Die Existenz einer Universität als Aus- und Weiterbildungseinrichtung hat Auswirkungen auf die Region als Bildungsstandort. Das Vorhanden­ sein einer Universität kann sowohl die Wahl der Ausbildung als auch eines Ausbildungsortes beeinflussen. Auch in Bezug auf die Berufswahl und den Arbeitsort von Studierenden und Absolventen kann eine Universität dazu beitragen, dass Hochqualifizierte in der Region ver­ bleiben und nicht abwandern.

Studierendenstatistik

Jeder dritte Wirtschaftsstudent in der Schweiz ist an der HSG eingeschrieben.

Im Herbstsemester 2015 waren 8232 Studierende immatrikuliert (2013: 7666 Studierende). Damit ist die Universität St.Gallen im Vergleich zu 2013 um 7,4% gewachsen. In den Wirtschaftswissenschaften erreicht die HSG mit 37% aller Studierenden in der Grund­aus­ bildung und 56% aller Doktorierenden dieser Fachrichtung in der Schweiz einen dominanten Marktanteil.

8232

8020

7666

7325

8000

7126

10’000

Master Bachelor Assessment

6000

4000

2000

0

2011

2012

2013

2014

2015

Abbildung 8: Entwicklung der Studierendenzahlen, Quelle: Universität St.Gallen

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Doktorat


Herkunft der Studierenden 894 Studierende (10,9%) aller Stufen stammen aus dem Kanton St.Gallen (2013: 876 Studierende, 11,4%). Vor Studienbeginn hatten 1721 Studieren­ de (20,9%) ihren Wohnsitz in der Ostschweiz (2013: 1681 Studierende, 21,9%). Gesamtergebnis

0%

20 %

40 %

Kanton St.Gallen

Rest Schweiz

Rest Ostschweiz

Ausland

60 %

80 %

100 %

Abbildung 9: Zusammensetzung der Studierenden nach Herkunft*, Quelle: Universität St.Gallen * Der Ausländeranteil an der HSG ist gesetzlich auf maximal 25 % festgelegt. Die Ausländerquote wird nach Massgabe einer Formel berechnet, die vom Universitätsrat festgelegt wurde. Dies führt zu Abweichungen zu den Zahlen des Bundesamts für Statistik, das ausschliesslich nach Köpfen rechnet und damit einen höheren Wert ausweist.

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Ausbildung und Erwerbstätigkeit

Erwerbstätigkeit von Studierenden Von den Studierenden der Universität St.Gallen gehen auf BachelorStufe rund 81% und auf Master-Stufe über 84% während ihres Studiums einer Erwerbstätigkeit nach (2013: 75% bzw. 85%). Der Umfang der Erwerbstätigkeit ist dabei sehr unterschiedlich. Jeder Über 80 Prozent dritte Bachelor- und jeder zweite Master-Student geht aller HSG-Studierenden einer Erwerbstätigkeit von mehr als 30% nach. Gerade arbeitet neben auf Master-Stufe gewinnt die Erwerbstätigkeit wäh­ dem Studium. rend des Studiums an Umfang und Bedeutung. Für den regionalen Arbeits­markt bedeutet dies, dass hier bereits gut qualifizierte Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Ein Teil der Studierenden arbeitet nur in der vorlesungsfreien Zeit, dann findet die Erwerbstätigkeit häufig am Heimatort statt. Der weitaus über­ wiegende Teil geht jedoch auch während der Vorlesungszeit einer Erwerbstätigkeit nach, dann befindet sich der Arbeitgeber meistens in der Nähe des Wohnorts der Studierenden.

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Erwerbstätigkeit der Absolventinnen und Absolventen Nach Abschluss des Studiums steht ein Teil der Absolventen dem regio­ nalen Arbeitsmarkt zur Verfügung. Jedoch verlassen Absolventen in den ersten fünf Jahren nach Abschluss mehrheitlich die Region. Von den bereits im Kanton St.Gallen wohnhaften Studierenden verlässt knapp die Hälfte den Kanton. Allerdings blieben auch 4% von den neu nach St.Gallen gezo­ genen Schwei­zer Studierenden und 8% von den zugezogenen ausländi­ schen Studierenden (2013: 4% bzw. 9%).

Alumni 2015 wohnten weiterhin um die 10% der HSG-Alumni in der Region Appenzell AR – St.Gallen – Bodensee und 10% arbeiteten in der Region. Die Universität leistet somit einen Beitrag zur Ver­r in­ge­r ung des so genannten Brain-Drain, eines Know-how-Verlusts von gut Ausgebildeten durch einen Wohnortswechsel, der ohne die HSG wohl noch höher ausfallen würde.

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Wohnen der Studierenden

Region als Wohnort Die meisten Studierenden, die während der Vorlesungszeit in der Region wohnen, sind bereits mit Beginn ihres Studiums in die Nähe der Universität gezügelt. So wohnen 86% der Studierenden aller Stufen in der Region Appenzell AR – St.Gallen – Bodensee, davon 90% in der Stadt St.Gallen. Die Wochenenden der Studierenden, welche in der Region wohnen, werden ganz unterschiedlich gestaltet. 42% bleibt Fast jeder zweite an den Wochenenden meist in der Region, 46% fah­ Student bleibt an den ren zur Familie und 12% sind überwiegend unter­ Wochenenden in der wegs, auch ausserhalb der Region Appenzell AR Region. – St.Gallen – Bodensee. Ob die Studierenden in der Region bleiben, hängt stark von der Wohnform sowie von der Stufe ab. Im Gesamtdurchschnitt fährt jeder zweite Student, der in einer Wohngemeinschaft wohnt, am Wochenende zur Familie. Auf Doktoranden-Stufe nur jeder fünfte Doktorand.

Meist in St.Gallen 42 %

Region 86 %

Ausland 2 %

Rest Schweiz 12 %

Heimfahrer 46 %

Unterwegs 12 %

Abbildung 10: Wohnort der Studierenden während der Vorlesungszeiten, Quelle: Studierendenbefragung 2015, IMP-HSG

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Abbildung 11: Anteile der Wochenendheimfahrer, Quelle: Studierendenbefragung 2015, IMP-HSG


Attraktivität der Region Die Attraktivität der Region Appenzell AR − St.Gallen – Bodensee wird für das studentische Leben überwiegend positiv eingeschätzt. Alle befragten Bereiche bewerten die Studierenden als tendenziell attraktiv. Auf einer Skala von 1 (unattraktiv) bis 5 (attraktiv) würde die Region von allen Studierenden sowohl von denen, die vor Ort Sicherheit, Altstadt, wohnen, als auch von jenen, die ausserhalb wohnen, Landschaft und Umwelt im Schnitt die Note 3,4 bekommen. Zwischen den sind attraktiv für die befragten Bereichen finden sich nur graduelle HSG-Studierenden. Unterschiede. Die Sicherheit, die Altstadt und auch die Landschaft und Umwelt stufen die Studierenden als besonders attraktiv ein. Als weniger attraktiv bewerten sie die (neben-)beruflichen Möglichkeiten, die Bedingungen zur Mobilität mit dem Auto und dem Fahrrad sowie das Nachtleben.

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Wohnen der Studierenden

Image der Region In der Summe stufen die Studierenden das generelle Image der Region Appenzell AR − St.Gallen – Bodensee als recht gut ein. Die Region gilt als politisch und wirtschaftlich stabil sowie als sicher. Gleichzeitig wird die Region jedoch auch als tendenziell eher provinziell, konservativ und verschlossen wahrgenommen. Interessanterweise stufen die Studierenden in der Befragung das Image gleich ein wie die Mitarbeitenden in einer Umfrage von 2011. Die HSGMitarbeitenden hatten damals ebenso ein tendenzi­ Studierende und ell provinzielles, konservatives und verschlossenes Mitarbeitende stufen Bild der Region. Allerdings hoben sie andere das Image der Region Bereiche als besonders positiv hervor: Die Region gleich ein. gilt für die Mitarbeitenden als politisch stabil und verzeichnet eine hohe Lebensqualität sowie ein sympathisches Image.

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unsympathisch

sympathisch

unfreundlich

freundlich

teuer

günstig

verschlossen

weltoffen

unsicher

sicher

träge

dynamisch

hektisch

ruhig

laut

leise

einseitig

vielfältig

intolerant

tolerant

provinziell

urban

konservativ

innovativ

langweilig

interessant

nicht kulturell

kulturell

politisch instabil

politisch stabil

wirtschaftlich instabil

wirtschaftlich stabil

niedrige Lebensqualität

hohe Lebensqualität 1

2

3

4

5

Studierende Mitarbeitende Abbildung 12: Bewertung der Attraktivität der Region, Quelle: Studierendenbefragung 2016; Mitarbeitendenbefragung 2011

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Wohnen der Studierenden

Pendelzeiten Werden die Studierenden, die nicht in der Region wohnen, betrachet, pendelt jeder fünfte Student an allen fünf Wochentagen nach St.Gallen. Im Schnitt über alle Stufen pendeln diese Studierenden rund 3,3 Tage pro Woche an die Universität. Die Pendelzeiten aller HSG-Studierenden variieren stark. Dennoch ist die Pendelzeit an die HSG im Schnitt kürzer als jene aller Studierenden in der Schweiz. Dies dürfte auf den hohen Anteil an Studierenden zurückzuführen sein, die vor Ort wohnen. 100 %

mehr als 60 Minuten 31 bis 60 Minuten

80 %

16 bis 30 Minuten bis 15 Minuten

60 % 40 % 20 % 0%

Schweiz gesamt

HSG

Abbildung 13: Pendelzeiten der Studierenden, Quelle: BFS

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Studierende in der Bibliothek.

Impressum Herausgeberin: Universität St.Gallen (HSG) Redaktion: Stephanie Brändli, Marius Hasenböhler-Backes Gestaltung: Susan Bauer Quelle: Regionalisierungsbericht der Universität St.Gallen 2015 des Instituts für Systemisches Management und Public Governance (IMP-HSG) Fotos: Hannes Thalmann Druck: Niedermann Druck AG Auflage: 3500 Copyright: Universität St.Gallen (HSG) 2017 Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde in der Regel die männliche Schreibweise verwendet. Die Angaben beziehen sich immer auf beide Geschlechter. Aus Platzgründen taucht auch der Begriff Region auf. Dieser bezieht sich jeweils auf die Region Appenzell AR – St.Gallen – Bodensee.

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Universität St.Gallen (HSG) Dufourstrasse 50 CH-9000 St.Gallen

Mai 2017

Telefon +41 71 224 22 25 kommunikation@unisg.ch www.unisg.ch www.facebook.com/HSGUniStGallen | 28 ASSESSMENT CRITERIA GUIDE

Regionale Effekte der HSG  

Bericht zur regionalen Verankerung der Universität St.Gallen (HSG) für das Jahr 2015.

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