Page 1

Regionale Effekte der HSG Bericht der Universität St.Gallen für das Jahr 2017 1|


Der START Summit bringt jedes Jahr bis zu 3000 Gründer, Investoren, Studierende und Fachleute nach St.Gallen.

Titelbild: Blick in die Stadt vom 2017 eingeweihten Lehr- & Forschungsgebäude an der Müller-Friedberg-Strasse 6/8.

|2


Inhaltsübersicht

Ergebnisüberblick 4 Fünfte Erhebung

6

Untersuchungsraum 7 Regionalwirtschaftliche Effekte Wirkungsfeld Wertschöpfung Übernachtungen Mitarbeitende Unternehmenslandschaft Angebote der Weiterbildung Gründungsförderung HSG-Spin-offs Angebote der Career & Corporate Services

8 8 8 10 10 11 11 12 14 16

Wissensaustausch 18 Wirkungsfeld 18 Wissensgenerator 18 Öffentliche Vorlesungen 19 Medienpräsenz 20 Social-Media-Präsenz 21 Regionale Netzwerke 22 Ausbildung und Erwerbstätigkeit Wirkungsfeld Studierendenstatistik Herkunft der Studierenden Erwerbstätigkeit von Studierenden Erwerbstätigkeit der Absolventinnen und Absolventen Alumni

23 23 23 24 25 26 26

3|


Ergebnisüberblick

Regionalwirtschaftliche Effekte 2017

2015

Wertschöpfung der HSG für die Regio Appenzell AR – St.Gallen – Bodensee Total

CHF 235,5 Mio.

CHF 237 Mio.

Pro Einwohner

CHF 798

CHF 820

Aufgrund der höheren, regionalen Einwohnerzahl fällt die Wertschöpfung pro Einwohner tiefer aus.

Budget der Universität St.Gallen Gesamtbudget

CHF 239,8 Mio.

CHF 224,9 Mio.

Eigenfinanzierungsgrad

49%

50%

Beitrag Kanton St.Gallen

CHF 49,2 Mio. (21%)

CHF 44,6 Mio. (19,9%)

Knapp die Hälfte ihres Budgets erwirtschaftet die HSG selbst.

Durch die HSG ausgelöste Übernachtungen in Stadt und Region Anzahl Logiernächte

34‘600

25‘800

Anteil an allen Übernachtungen

15%

14%

2017

2015

Vorlesungen

76

80

Hörerinnen und Hörer

4000

4500

Kinder-Uni-Besucher

2200

2100

Wissensaustausch Öffentliche Vorlesungen

Die durchschnittliche Hörerschaft pro Vorlesung lag 2017 bei 52 Hörerinnen und Hörern.

2017 investierte der Kanton 49,2 Mio. Franken in die Universität. Die Wertschöpfung der HSG für die Regio Appenzell AR – St.Gallen – Bodensee betrug knapp das Fünffache.

|4


2017

2015

Anzahl Medienbeiträge national

8952

9862

Davon in regionalen Medien

593

663

4286

2783

Facebook-Fans

51‘633

35‘197

Twitter-Follower

11‘362

7865

YouTube-Videoansichten

2‘138‘394

1‘281‘570

Instagram-Follower

2976

-

2017

2015

Medienpräsenz der HSG

Anzahl Medienbeiträge international

Social-Media-Präsenz der HSG

Aus- und Weiterbildung Studierende der HSG Anzahl

8553

8232

Aus dem Kanton St.Gallen

11%

11%

Aus der Ostschweiz

21%

21%

27‘722

24‘764

Wohnen in der Region

10%

10%

Arbeiten in der Region

14%

10%

HSG Alumni Anzahl

5|


Fünfte Erhebung

Vision 2025 der Universität St.Gallen (HSG) Als führende Wirtschaftsuniversität setzen wir in Forschung und Lehre weltweit Massstäbe, indem wir integratives Denken, verantwortungs­ volles Handeln und unternehmerischen Innovationsgeist in Wirtschaft und Gesellschaft fördern.

Studie zu regionalen Effekten Für das Jahr 2006 wurde erstmals eine Studie zur regionalen Ver­a n­ kerung der Universität St.Gallen verfasst, die 2010, 2013 und 2015 eine Der vollständige Bericht Aktualisierung erfuhr. Neu liegt der Bericht mit Daten für die Jahre 2016 und 2017 vor. Die durch das Institut für kann unter Systemisches Management und Public Governance (IMPwww.unisg.ch/region HSG) erhobene Untersuchung soll weiterhin periodisch heruntergeladen aktualisiert werden. Die Studie wird nach internationalen werden. Standards durchgeführt und wurde im Rahmen des Business Schools Impact System (BSIS) Prozesses der European Foundation of Management Schools (EFMD) evaluiert. Die Studie untersucht für die Jahre 2016 und 2017 die regionale Verankerung der Universität St.Gallen mit Blick auf regionalwirtschaft­ liche Effekte, den Wissens­aus­tausch, die Aus- und Weiterbildung sowie das kulturelle und soziale Leben der Region St.Gallen. Auch greift sie jeweils ein spezifisches Schwerpunktthema auf. In der fünften Erhebung sind es die Themen «Regionaler Arbeitsmarkt» und «Regionale Unternehmenslandschaft.» In dieser Kurzbroschüre zur Studie werden die Zahlen für 2017 präsentiert.

|6


Untersuchungsraum

Da sich die räumlichen Wirkungen der Universität St.Gallen nicht nur auf die Gebiete innerhalb von Stadt­, Gemeinde­ oder Kantonsgrenzen beschränken, wurden Abgrenzungen gewählt, die sich an den Fun k­ tionsräumen der Ostschweiz orientieren. Im Mittelpunkt der Analyse steht daher die Regio Appenzell AR – St.Gallen – Bodensee. Sie umfasst derzeit 47 Gemeinden aus drei Kantonen mit einer Einwohnerzahl von rund 295‘000 Personen.

Regio Appenzell AR – St.Gallen – Bodensee Ostschweiz (Kantone AI / AR / TG / SG)

Abbildung 1: Räumlicher Perimeter der Untersuchung

7|


Regionalwirtschaftliche Effekte

Wirkungsfelder Universitäten lösen monetäre und nicht-monetäre Effekte für ihre Stand­ ort­region aus. Monetäre Effekte entstehen einerseits durch die wirtschaft­ lichen Aktivitäten der Universitäten selbst und andererseits durch die Ausgaben der Beschäftigten, Studierenden und Teilnehmenden von Weiterbildungs­veranstaltungen, Kongressen oder Tagungen. Darüber hinaus haben Universitäten nicht-monetäre Effekte auf den regionalen Arbeitsmarkt, den Tourismus und auf die Unternehmenslandschaft.

Wertschöpfung Die regionale Wertschöpfung gibt Auskunft über den Wertzuwachs in der Region, der durch die Universität St.Gallen sowie durch Studierende und Teilnehmende von Weiterbildungsveranstaltungen entstanden ist. Bezugsgrösse ist der durch die Akteure in der Region Über 55 Prozent der generierte Gesamtumsatz. Die Universität St.Gallen Ausgaben von HSG und und die Studierenden haben im Jahr 2017 zusammen Studierenden werden in 478 Mio. Franken (2015: 465 Mio. Franken) ausgegeben, der Region getätigt. davon über 55% in der Region. Teilnehmende von Weiter­bildungs­veran­staltungen gaben zusätzlich 11,8 Mio. Franken in der Region aus.

|8


Die Universität leistete einen Beitrag zur Wert­s chöpfung und damit zum regionalen Volksein­k ommen für die Regio Appenzell AR – St.Gallen – Bodensee von 235,5 Mio. Franken (2015: 237 Mio. Franken), dies entspricht 798 Franken pro Ein­woh­n er (2015: 820 Franken). Aufgrund der Wohnorte der Mitarbeitenden, Die Hälfte ihres Budgets die immer öfters ausserhalb der Region liegen, des grösse­ erwirtschaftet die HSG selbst. ren Anteils an Studierendengebühren und der Erhöhung des Staatsbeitrags des Kantons St.Gallen blieb die Wert­ schöpfung auf dem Niveau von 2015. Die Wertschöpfung pro Einwohner fällt aufgrund der höheren Einwohnerzahl tiefer aus. Das Gesamtbudget der Universität St.Gallen beträgt 239,8 Mio. Franken (2015: 224.9 Mio. Franken), ohne Berücksichtigung des Einnahme­nüber­ schusses. Davon stammen 49,2 Mio. Franken (21%) vom Kanton St.Gallen (2015: 44,6 Mio. Franken, 19,9%). Im Vergleich zu anderen Schweizer Universitäten verfügt die Universität St.Gallen über den höchsten Beitrag nicht-öffentlicher Mittel. Der Selbstfinan­zie­rungsgrad beläuft sich auf 49%.

Gesamtbudget

CHF 239,8 Mio.

Öffentliche Beiträge

Eigenfinanzierung

49%

Kanton St.Gallen

CHF 49,2 Mio.

Wertschöpfung Region St.Gallen

CHF 235,5 Mio.

Bund

CHF 32,1 Mio.

Wertschöpfung Region pro Einwohner

CHF 798

Andere Kantone

CHF 40,4 Mio.

Abbildung 2: Kennzahlen Regionalwirtschaftliche Bedeutung, Quelle: IMP-HSG

9|


Regionalwirtschaftliche Effekte

Übernachtungen Ein Teil der Teilnehmenden von HSG-Veranstaltungen, Weiterbildungen oder Seminaren übernachtet im Rahmen ihres Aufenthaltes in der Jede 6. Logiernacht in der Region. In der Summe wurden durch die Universität Stadt und der Region wird St.Gallen 34‘600 Logiernächte (2015: 25‘800) in der Stadt und Region getätigt. Dies entspricht 15% (2015: 14%) durch die Universität aller Über­nachtungen in der Stadt und Region ­St.­Gallen ausgelöst. im Jahr 2017.

Mitarbeitende Die HSG zählt mit 3133 Beschäftigten, was 1051,7 Vollzeitstellen ent­ spricht, zu den zehn grössten Arbeitgeberinnen im Kanton (2015: 2824 Be­schäf­t igte, 984,7 Vollzeitstellen). 59% (2015: 64%) der Festangestellten wohnen in der Regio Appenzell AR – St.Gallen – Bodensee.

Ausland 7%

Regio Appenzell AR – St.Gallen – Bodensee 59% Rest Schweiz 34%

Abbildung 3: Wohnort der Festangestellten, Quelle: Universität St.Gallen

| 10


Unternehmenslandschaft Als wirtschaftswissenschaftliche Universität ist der HSG insbesondere ihre Unterstützung der regionalen Unter­neh­mens­land­schaft ein Anliegen. In den vergangenen Jahren wurde eine Vielzahl von Initiativen gestartet, um die Verbindungen und den Trans­fer zwischen Universität und Unternehmen in der Region zu stärken.

Angebote der Weiterbildung Im Rahmen der Weiterbildungsfunktion der Uni­ ver­ sität St.Gallen finden regionale Unter­neh­men und Arbeit­neh­mende entsprechende Gefässe, können Bildungs­pro­g ramme besuchen und sich vernetzen. An den von der Executive School und den Instituten durchgeführten Ausbildungen haben 2017 von 5300 Teilnehmenden rund 670 aus der Regio Appenzell AR – St.Gallen – Bodensee teil­genommen (2015: 4800 Teilnehmende, davon rund 350 aus der Region).

11 |


Regionalwirtschaftliche Effekte

Gründungsförderung Die Universität St.Gallen bringt mit einem vielfältigen Angebot das Thema Entrepreneurship und Unternehmertum an die HSG-Stu­d ie­ renden, Mitarbeitenden und Alumni. Bereits auf Bachelor- und MasterStufe gibt es entsprechende Vorlesungen, die das Bewusstsein wecken und sensibilisieren können. Auch entsprechende Praxisprojekte werden durchgeführt. In Ergänzung bilden die so genannten Research Talks und Seminare eine wertvolle Schnittstelle zwischen Entrepreneurship-Forschenden der HSG, interessierten Studierenden und Doktoranden sowie externen Fachleuten. Diese bieten eine Plattform für den Austausch und Dialog bezüglich aktueller Forschungsthemen.

FORSCHUNG CfE SENSIBILISIERUNG

REALISIERUNG

KOMMERZIALISIERUNG

• Bewusstseinsbildung

• Eventreihe Gründergarage, Veranstaltungen, Workshops

• GründerIn des Jahres

(Lehre, Veranstaltungen)

• Vermittlung unternehmerischen Denkens in der Lehre • Research Talks und Seminare

(Konkrete Unterstützungsangebote)

• Unterstützung bei Ideenfindung bspw. durch Raum für kreativen Austausch (MakerSpace) • Coaching und Beratung (St.Galler Startup-Navigator) • Räume im Gründer-Container, Infrastruktur • Förderprogramm HSGEntrepreneurial Talents

Abbildung 4: Eigene Darstellung IMP-HSG 2018

| 12

(Beiträge zur Sichtbarkeit)

• HSG-Label «Spin-off der Universität St.Gallen»


Die Einrichtung Startup@HSG widmet sich im Besonderen dem Thema Unternehmensgründungen. 2017 fanden rund 400 Gründungsberatungen statt (2015: rund 410 Beratungen). Rund 90% der Beratungen wurden mit Studierenden aller Studienstufen durchgeführt, die restli­ chen 10% verteilten sich auf Alumni und HSG-Mitarbeitende. Mit dem MakerSpace erhalten Studierende die Möglichkeit, ihre Ideen in einer modernen und mobilen Einrichtung zu teilen und weiterzuent­ wickeln. Studierende, welche einen dauerhaften Platz für ihr Start-up suchen, können sich ein Büro im Gründercontainer mieten. Zudem wur­ den 2017 im Rahmen des «Entrepreneurial Talents»-Programms zwölf HSG-Studierende, welche mit ihren Ideen überzeugt haben, als Talente ausgewählt und zusätzlich gefördert. Zusammen mit der Fachhochschule St.Gallen, der EMPA und der Stadt St.Gallen engagiert sich die Universität St.Gallen zudem in der Initiative Startfeld. Dieses übergeordnete Projekt – organisiert in einer Stiftung und in einem Verein – widmet sich der Förderung von Innovationen und Jungunternehmen in der Ostschweiz und im internationalen Bodenseeraum.

13 |


Regionalwirtschaftliche Effekte

HSG-Spin-offs Seit 2017 wird das offizielle Label «Spin­off Universität St.Gallen» ver­ geben. Als Vorgabe wurde definiert, dass es sich um ein erfolgreiches Unternehmen handeln muss, das seit mindestens zwölf Monaten aktiv ist und von dem mindestens einer der GründerInnen an der Universität St.Gallen studiert, forscht oder arbeitet. Aktuell tragen 122 Start­ups das Label «Spin­off Universität St.Gallen». Etwa ein Viertel ist im Kanton St.Gallen, einige wenige an anderen Standorten in der Ostschweiz ansässig. Mehr als die Hälfte der Spin­ offs ist in der restlichen Schweiz verteilt, mehrheitlich in Zürich. 27 haben ihren Standort im Ausland. Fast die Hälfte der Start­ups ist im Bereich von Software & Services aktiv, aber auch Food, Beverage & Tobacco, weitere Konsumgüter, der Gesundheitsbereich oder anderes sind vertreten.

22 Unternehmen in der Stadt St.Gallen,

57 weitere Unternehmen in der restlichen Schweiz

11 weitere Unternehmen in den Kantonen St.Gallen,Thurgau, Schaffhausen & Graubünden

27 Unternehmen im Ausland Abbildung 5: Standorte der Spin-offs der Universität St.Gallen, Quelle: Universität St.Gallen, Startup@HSG, Umfrage Juni 2018

| 14


Ungeachtet in welcher Branche die Spin-offs aktiv sind, setzen viele von ih nen auf den Einsatz neuer Tech nologien und auf digitale Entwicklungen. In diesem Zusammenhang werden insbesondere die folgenden Technologien oft genutzt: Machine Learning, Artificial Intelligence oder Big Data. Dank ihres Erfolgs können die HSG-Spin-offs bereits beachtliche Umsätze generieren. Rund ein Viertel der Spin-offs verzeichnet Umsätze von mehr als zwei Mio. Franken pro Jahr.

17%

8%

9%

14%

15%

11%

26%

> 5 Mio

2-5 Mio

1-2 Mio

0,5-1 Mio.

200‘000500‘000

100‘000200‘000

<100‘000

Abbildung 6: Umsätze der Spin-offs der Universität St.Gallen, Quelle: Universität St.Gallen, Startup@HSG, Umfrage Juni 2018

Angesichts der Tatsache, dass sich etwa ein Viertel der Spin-offs in der Region angesiedelt hat, kann man davon ausgehen, dass die Spin-offs der Universität St.Gallen eine durchaus wichtige Rolle für die regionale Wirtschaft spielen. Mit ihrer Ausrichtung auf neue Technologien und ihrer tendenziell positiven Entwicklung sind sie geeignet, innovative Impulse für die Innovationskraft in der Region auszulösen.

15 |


Regionalwirtschaftliche Effekte

Angebote der Career & Corporate Services Die Career & Corporate Services (CSC-HSG) sind sowohl zentrale Anlaufstelle für Unternehmen, die an der Universität St.Gallen Arbeits­ kräfte rekrutieren möchten, als auch Schnittstelle von Studium und Arbeits­markt für Studierende und Absolventen. Für Unternehmen bieten die Career & Corporate Services die Möglichkeit, eine Präsenz an der Universität ­St.­Gallen zu schaffen. Dies sowohl digital auf der Karriereplattform hsgcareer wie auch analog auf dem Campus mit Rekrutierungsveranstaltungen.

40

30

20

| 16

Treuhand

Luxusgüter

Sport / Kultur

Versicherungen

Abbildung 7: Branchenzugehörigkeit der beim CSC registrierten regionalen Unternehmen, Quelle: Universität St.Gallen, Career & Corporate Services (CSC-HSG)

Dienstleistung allgemein

Personalwesen

Rechtsberatung

Detail- / Grosshandel / Vertriebe

Finanzdienstleistungen

Lebensmittel / Gastronomie

Soziales / NGO / NPO

Tourismus / Reisen / Freizeit

Banken

Handel / Einkauf / Logistik

Andere

Medizin / Gesundheit

Beratung

Marketing / Kommunikation

Bildung / Forschung

IT / Telekommunikation / Medien

Verwaltung / Verbände / Behörden

0

Industrie / Immobilien / Versorger

10


Die Unternehmen nutzten die Plattform der Career & Corporate Services intensiv: Allein im Jahr 2017 wurden über 2350 Stellen ausgeschrieben (2015: rund 2500), unter anderem von 80 Unternehmen aus 211 regionale der Region. Auf der Plattform haben sich bisher 211 regiona­ Unternehmen sind le Unternehmen registriert. Somit kommen rund 16% aller beim CSC registriert. registrierten Unternehmen aus der Region. Im Vergleich zu den registrierten Unternehmen insgesamt zeigen die Unternehmen aus der Region ein etwas anderes Bild: Ihre Branchen­ zugehörigkeit ist deutlich diverser. Dies belegt einmal mehr, dass die Kompetenzen der HSG-Studierenden weit über den vormals der HSG zugeordneten Bereich der Banken und der Beratung hinaus geschätzt wer­ den. Der grösste Anteil an regionalen Unternehmen, welche die CSCPlattform nutzen, kommt aus der Industrie. In Ergänzung zur Online-Plattform bieten die CSC den Unternehmen verschiedene Möglichkeiten, mit den Studierenden direkt in Kontakt zu treten. Eine wichtige Rolle spielen dabei die verschiedenen Rekrutierungsveranstaltungen: Die HSG Talents Conference im Frühling mit der grössten Job-Messe im Bereich Wirtschaft und die branchenspezifischen Veran­ staltungen im Herbst. Bei den HSG Talents nahmen stets um die 100 nati­ onale wie internationale Unternehmen teil. Der Anteil regionaler Unternehmen liegt meist bei 10%. Die Career & Corporate Services wenden sich auch an Institutionen des regionalen Arbeitsmarktes und an Unternehmensverbände. So unterhalten die CSC eine Kooperation mit den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren des Kantons St.Gallen. Neben Beratungen stellensuchender Akademiker in Seminaren werden rund 60 Einzelberatungen und Coachings pro Jahr für das RAV durchgeführt. Zudem sind die CSC mit der Industrie- und Handelskammer in Kontakt und Austausch.

17 |


Wissensaustausch

Wirkungsfeld Der Wissensaustausch erfolgt auf verschiedenen Ebenen. Die Angebote der HSG richten sich nicht nur an Studierende und regionale Unternehmen, s­ ondern auch an die Ö­ffentlich­keit. Dar­über hinaus engagieren sich Universitätsangehörige in regionalen Unternehmen. Die Vermittlung von Wissen erfolgt auch durch öffentlich zugängliche Publikationen. Beratungs- und Transferstellen

Projektkurse und Abschlussarbeiten Berufliches Engagement

Region

Universität

Forschungsprojekte und Beratungsmandate

Ehrenamtliches Engagement Weiterbildungsveranstaltungen Abbildung 8: Wissensaustausch zwischen der Universität St.Gallen und der Region

Wissensgenerator Innerhalb eines regionalen Innovationssystems spielen öffentliche For­ schungs­einrichtungen wie die Universität St.Gallen eine zentrale Rolle. Die HSG ist einerseits ein Wis­sens­generator innerhalb Rund 43‘000 Artikel zu des regionalen Innova­tionssystems, andererseits ist sie Forschungsergebnissen auch ein regionaler Hub in der internatio­n alen For­­­ der HSG sind unter schungs­­l andschaft. Die Forschungs­plattform Alexalexandria.unisg.ch andria ermöglicht den freien Zugang zu Forschungs­zugänglich. er­geb­n issen der HSG. 2017 umfasste sie rund 43‘000 Pub­li­kationen (2015: über 37‘000), wovon rund 30% direkt auf der Plattform eingesehen werden konnten. Gleichwohl sind es vorwiegend überregiona­ le und internationale Unternehmen, die den Wissensaustausch nutzen. Der persönliche Aus­tausch von Wissen wird einerseits über Tagungen, Kongresse und Semi­nare in der Region ermöglicht, andererseits durch das ehrenamtliche und berufliche Engagement der Universitäts­an­ge­hö­ri­gen.

| 18


Öffentliche Vorlesungen Die Universität St.Gallen bietet seit ihrer Gründung im Jahr 1898 jährlich Öffentliche Vorlesungen an. 2017 begrüsste sie über 4000 Höre­ ­r in­nen und Hörer in 76 Vorlesungen (2015: rund 4500 Höre­­rinnen und Hörer in 80 Vorlesungen). Da es sich bei den Vorlesungen 4000 Hörerinnen in der Regel um 90-minütige Abend­v eranstaltungen und Hörer besuchten han­delt, richtet sich dieses Angebot vorwiegend an ein 2017 mindestens lokales bis regionales Publi­k um. Die Kinder-Uni wurde eine der 76 Öffentlichen von 2200 Teilnehmenden aus der Region besucht (2015: Vorlesungen. 2100 Teilnehmende).

Volles Audimax an der Kinder-Uni 2017.

19 |


Wissensaustausch

Medienpräsenz Das Image einer Region wird auch durch die Medienberichterstattung von und über ihre Organisationen beeinflusst. Insgesamt erschienen im Jahr 2017 über 8900 Beiträge in regionalen und nationalen sowie fast 4300 in internationalen Medien (2015: über 9800 Beiträge, über 2700 in internationalen Medien), in Pro Tag ist die Universität – und damit denen die Universität ­St.­Gallen erwähnt wurde.

auch St.Gallen – 36 Mal in den Medien vertreten, davon 11 Mal in inter­ nationalen Medien.

Die Medienarbeit wurde zudem digitaler: 2017 gaben HSG-Dozierende 32 Live-Interviews unter anderem auf CNN, Al Jazeera, Bloomberg oder Deutsche Welle. Dies wurde durch eine Satelliten verbundene Kamera auf dem Campus ermöglicht, die live mit Nachrichtensendern rund um den Globus verbunden ist. 2017

2015

Artikel In der Region St.Gallen

593

663

Ausserhalb der Region (national)

8359

9199

In internationalen Medien

4286

2783

Abbildung 9: Medienpräsenz der Universität St.Gallen, Quellen: ARGUS der Presse AG, Gorkana, Genios, APA.

| 20


Social-Media-Präsenz Auch die Präsenz auf Social-Media-Kanälen trägt zur Wahrnehmung der HSG und ihrer Aktivitäten bei. So zählte die HSG bis Ende 2017 über 51’000 Facebook-Fans und über 11’000 Twitter-Follower sowie mehr als zwei Millionen Aufrufe ihrer Videos auf YouTube. Der 2016 ins Leben gerufene Instagram-Account erfreut sich zunehmender Beliebtheit, was unter anderem die fast 3000 Abonnenten Ende 2017 zeigen. Die Universität ist zudem auf LinkedIn, Pinterest und Flickr aktiv. 2017

2015

Social-Media-Kanäle Facebook-Fans Twitter-Follower YouTube-Videoansichten Instagram-Follower

51’633

35’197

11’362 2'138’394 2976

7865 1'281’570 -

Abbildung 10: Social-Media-Präsenz der Universität St.Gallen, Quellen: Facebook, Twitter, YouTube, Instagram.

21 |


Wissensaustausch

Regionale Netzwerke Die Universität St.Gallen engagiert sich in mehreren lokalen und regionalen Netzwerken und ist Mitglied in den entsprechenden Orga­ nisationen. • • • • • • • • • • • • • • •

benevol St.Gallen DenkRaumBodensee IHK – Industrie­ und Handelskammer St.Gallen­Appenzell Internationale Bodensee­Hochschule (IBH) IT St.Gallen rockt! Kantonaler Gewerbeverband St.Gallen (KGV) Quartierverein Nordost­Heiligkreuz Quartierverein Rotmonten REGIO Appenzell AR − St.Gallen − Bodensee Rosenberg Quartierverein Startfeld - Innovationsnetzwerk in der Region St.GallenBodensee St.GallenBodenseeArea St.Gallen­Bodensee Tourismus Textilland Ostschweiz Wirtschaft Region St.Gallen WISG

Abbildung 11: Engagement der Universität St.Gallen in lokalen und regionalen Netzwerken

| 22


Ausbildung und Erwerbstätigkeit

Wirkungsfeld Die Existenz einer Universität als Aus- und Weiterbildungseinrichtung hat Auswirkungen auf die Region als Bildungsstandort. Das Vorhanden­ sein einer Universität kann sowohl die Wahl der Ausbildung als auch eines Ausbildungsortes beeinflussen. Auch in Bezug auf die Berufswahl und den Arbeitsort von Studierenden und Absolventen trägt eine Universität dazu bei, dass Hochqualifizierte in der Region verbleiben und nicht abwandern.

Studierendenstatistik Im Herbstsemester 2017 waren 8553 Studierende immatrikuliert (2015: 8232 Studierende). Damit ist die Universität St.Gallen im Vergleich zu 2015 um 3,9% gewachsen. In den Wirtschaftswissen­ Jeder dritte schaften erreicht die HSG mit 39% aller Studierenden Wirtschaftsstudent in in der Grund­aus­b ildung und 59% aller Dokto­r ie­ der Schweiz ist an der renden dieser Fachrichtung in der Schweiz einen HSG eingeschrieben. dominanten Marktanteil. 8553

8337

8232

8020

8000

7666

10’000

Doktorat Master Bachelor Assessment

6000

4000

2000

0

2013

2014

2015

2016

2017

Abbildung 12: Entwicklung der Studierendenzahlen, Quelle: Universität St.Gallen

23 |


Ausbildung und Erwerbstätigkeit

Herkunft der Studierenden 955 Studierende (11,2%) aller Stufen stammen aus dem Kanton St.Gallen (2015: 894 Studierende, 10,9%). Vor Studienbeginn hatten 1807 Studie­ rende (21,1%) ihren Wohnsitz in der Ostschweiz (2015: 1721 Studierende, 20,9%). Gesamtergebnis

0%

20 %

40 %

Kanton St.Gallen

Rest Schweiz

Rest Ostschweiz

Ausland

60 %

80 %

100 %

Abbildung 13: Zusammensetzung der Studierenden nach Herkunft*, Quelle: Universität St.Gallen * Der Ausländeranteil an der HSG ist gesetzlich auf maximal 25 % festgelegt. Die Ausländerquote wird nach Massgabe einer Formel berechnet, die vom Universitätsrat festgelegt wurde. Dies führt zu Abweichungen gegenüber den Zahlen des Bundesamts für Statistik, das ausschliesslich nach Köpfen rechnet und damit einen höheren Wert ausweist.

| 24


Erwerbstätigkeit von Studierenden Von den Studierenden der Universität St.Gallen gehen auf BachelorStufe rund 75% während ihres Studiums einer Erwerbstätigkeit nach (2015: 81%). Auf der Master-Stufe hat die Erwerbstätigkeit an Umfang und Bedeutung gewonnen und ist während des Studiums mittlerweile Standard: Alle Befragten der Absolventenbefragung Arbeiten neben 2017 gaben an, während des Studiums zu arbeiten. dem Studium gehört Der Umfang der Erwerbs-tätigkeit ist dabei sehr für Master-Studierende unterschiedlich. Jeder zehnte Bachelor- und jeder drit­ zum Standard. te Master-Student geht einer Erwerbstätigkeit von mehr als 40% nach. Ein Teil der Studierenden arbeitet nur in der vorlesungsfreien Zeit, wobei dann die Erwerbstätigkeit häufig am Heimatort stattfindet. Der weitaus überwiegende Teil geht jedoch während der Vorlesungszeit einer Erwerbstätigkeit nach: der Arbeitgeber befindet sich dabei meis­ tens in der Nähe des Wohnorts der Studierenden. Somit leisten die Studierenden einen wichtigen Beitrag zum regionalen Arbeitsmarkt.

25 |


Ausbildung und Erwerbstätigkeit

Erwerbstätigkeit der Absolventinnen und Absolventen Nach Abschluss des Studiums steht ein Teil der Absolventen dem regio­ nalen Arbeitsmarkt zur Verfügung. Jedoch verlassen viele in den ersten fünf Jahren nach Abschluss die Region. Von den bereits im Kanton St.Gallen wohnhaften Studierenden verlässt knapp die Hälfte den Kanton. Allerdings blieben auch 5% von den neu nach St.Gallen gezogenen Schwei­zer Studierenden und 6% von den zugezogenen ausländischen Studierenden (2015: 5% bzw. 8%). Die Universität leistet somit einen Beitrag zur Ver­r in­ge­r ung des so genannten Brain-Drain, eines Knowhow-Verlusts von gut Ausgebildeten durch einen Wohnortswechsel, der ohne die HSG wohl noch höher ausfallen würde.

Alumni 2017 wohnten weiterhin um die 10% der rund 27’000 HSG-Alumni in der Regio Appenzell AR – St.Gallen – Bodensee und 14% arbeiteten in der Region.

| 26


Studierende auf dem Campus.

Impressum Herausgeberin: Universität St.Gallen (HSG) Redaktion: Kommunikation Gestaltung: Susan Bauer Quelle: Regionalisierungsbericht der Universität St.Gallen 2017 des Instituts für Systemisches Management und Public Governance (IMP-HSG) Fotos: Hannes Thalmann Druck: Typotron AG Auflage: 8500 Copyright: Universität St.Gallen (HSG) 2019 Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde in der Regel die männliche Schreibweise verwendet. Die Angaben beziehen sich immer auf beide Geschlechter. Aus Platzgründen taucht auch der Begriff Region auf. Dieser bezieht sich jeweils auf die Regio Appenzell AR – St.Gallen – Bodensee.

27 |


Telefon +41 71 224 22 25 kommunikation@unisg.ch www.unisg.ch www.facebook.com/HSGUniStGallen | 28

April 2019

Universität St.Gallen (HSG) Dufourstrasse 50 CH-9000 St.Gallen

Profile for Universität St.Gallen

Regionale Effekte der HSG  

Bericht zur regionalen Verankerung der Universität St.Gallen (HSG) für das Jahr 2017.

Regionale Effekte der HSG  

Bericht zur regionalen Verankerung der Universität St.Gallen (HSG) für das Jahr 2017.