TRAINEEEINSTIEG

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Wie sind Traineeprogramme aufgebaut?
Was spricht für den Einstieg als Trainee?
Das richtige Programm finden
Worauf muss ich achten?
Wie hoch sind die Einstiegsgehälter?



Was ist ein Traineeprogramm 06
Das richtige Programm wählen 12
Die Bewerbungsunterlagen 20
Das Anschreiben 26
Der Lebenslauf 31
Das Vorstellungsgespräch 38
Online-Assessment 43
Traineeprogramme entdecken 48
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Herzlich willkommen in deinem umfassenden Leitfaden für den erfolgreichen Karriereeinstieg als Trainee – einen der begehrtesten Karrierestarts für Absolventinnen und Absolventen, die eine Karriere im Management oder in spezialisierten Fachabteilungen anstreben. Traineeprogramme sind deine Eintrittskarte in die Welt des „Training on the Job“, ergänzt durch fachspezifische Workshops und Seminare, die deine Skills weiterentwickeln und dir helfen, ein wertvolles Netzwerk für deine Zukunft aufzubauen. Nicht zu vergessen die persönliche Betreuung, die den Trainee-Start besonders wertvoll macht.
In dieser neunten & überarbeiteten Ausgabe des Trainee Karriere Guides freuen wir uns, dir einige der attraktivsten Arbeitgeber und ihre spannenden Traineeprogramme 2026/27 vorzustellen (Seite 48). Sobald du das perfekte Programm für dich entdeckt hast, stehen dir unsere sorgfältig zusammengestellten Tipps für Bewerbungsschreiben (Seite 26), Lebenslauf (Seite 31), Online-Assessments (Seite 43) und Vorstellungsgespräche (Seite 38) zur Seite, um dir deinen Weg zum Traumjob zu ebnen. Möchtest du wissen, was ein Traineeprogramm überhaupt ist (Seite 6) und wie du das richtige Traineeprogramm wählst (Seite 12)? Unsere Trainee FAQs (Seite 4) halten alle Antworten für dich bereit.
Viel Spaß beim Lesen und viel Erfolg wünscht Philipp Ossberger, Herausgeber


Was ist ein Traineeprogramm – und was spricht für den Einstieg als Trainee?
Was spricht für den Einstieg als Trainee? Für wen sind Traineeprogramme gemacht?
Ein Traineeprogramm ist häufig der Startschuss für eine erfolgreiche Karriere. Neben der intensiven, bereichsübergreifenden Ausbildung profitieren die Trainees von dem dichten Netzwerk an Kontakten – nicht nur während der Einarbeitung, sondern noch lange nach Abschluss ihres Programms.
D„as Traineeprogramm ist für mich eine großartige Möglichkeit, sehr schnell den Konzern sowie die Strukturen und Abläufe im Unternehmen kennenzulernen. Die 18 Monate als Trainee dienen als ‚Turbo‘, um ein breites Verständnis der Porsche Holding und ihrer verschiedenen Geschäftsbereiche zu entwickeln“, berichtet Benedikt Stelzhammer, der erfolgreich das „International Trainee Program“ im Bereich Vertrieb & Finanz bei der Porsche Holding Salzburg (PHS) absolviert hat. „Die große Stärke des Programms liegt darin, unterschiedliche Abteilungen, Aufgabenbereiche, Kolleg:innen und Führungskräfte kennenzulernen und in verschiedenen Fachbereichen mitarbeiten zu können.“
Das Traineeprogramm der Porsche Holding wird in den Bereichen Vertrieb & Finanz, IT & Digitalisierung sowie Human Resources angeboten. Dabei absolvieren die Trainees innerhalb von anderthalb Jahren mehrere, teils internationale Stationen. Benedikt Stelzhammer hatte zuvor an der FH Salzburg Design und Produktmanagement studiert und dort einen Bachelor-Abschluss gemacht. Während eines Praktikums im Produktmanagement bei VW PKW war er auf das Traineeprogramm der Porsche Holding aufmerksam geworden.
Orientierung beim Einstieg
Wer sich nach dem Studium für den Direkteinstieg in ein Unternehmen entscheidet, hat sofort klar umrissene Aufgaben in einem bestimmten Verantwortungsbereich und kennt von Beginn an die eigene Position im künftigen Team. Trainees wechseln dagegen während ihres Ein-
arbeitungsprogramms regelmäßig die Abteilungen. Gerade das ist der entscheidende Pluspunkt von Traineeships. Sie sind vor allem für Kandidatinnen und Kandidaten geeignet, die sich besonders für die Zusammenhänge in einem Unternehmen interessieren und oft auch noch nicht unbedingt auf ein bestimmtes Fachgebiet festgelegt sind.
„Ein Traineeprogramm ist besonders dann sinnvoll, wenn Absolvent:innen sich noch orientieren möchten und mehrere Bereiche kennenlernen wollen. Auch wenn eine Position ein breiteres Verständnis für unterschiedliche Unternehmensbereiche erfordert, ist ein strukturierter Programmeinstieg von Vorteil“, betont Carlo Sanfilippo, People & Culture Expert bei der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien und dort auch für das Graduate Programm der Bank verantwortlich. „Der Direkteinstieg eignet sich dagegen eher für Personen, die bereits eine sehr klare fachliche Spezialisierung oder konkrete Zielposition vor Augen haben.“
Verständnis für Zusammenhänge
Ein Traineeprogramm zu organisieren, ist aufwendig und auch kostspielig. Dennoch entscheiden sich viele Unternehmen, Hochschulabsolvent:innen diesen Weg des Berufseinstiegs anzubieten.
„Unser Graduate Programm ermöglicht uns, Hochschulabsolvent:innen strukturiert an unser Unternehmen und die Bankenwelt heranzuführen. Durch verschiedene Stationen lernen sie unterschiedliche Bereiche kennen, bauen früh ein internes Netzwerk auf
und entwickeln ein breites Verständnis für Zusammenhänge im Unternehmen“, erklärt Carlo Sanfilippo.
„Gleichzeitig können wir Talente frühzeitig identifizieren, gezielt fördern und langfristig an die Organisation binden. Auch wenn ein Traineeprogramm mehr Koordination erfordert als ein Direkteinstieg, zahlt sich diese Investition durch gut vernetzte und fundiert ausgebildete Nachwuchskräfte aus.“
Fachabteilung oder Führungslaufbahn
Die wechselnden, mehrmonatigen Stationen, die die Trainees durchlaufen, ermöglichen ihnen einen tiefen Einblick in die Struktur des gesamten Unternehmens. Meist dauern die Einarbeitungsprogramme zwölf bis 18 Monate. So haben die Nachwuchskräfte genügend Zeit, unterschiedliche Bereiche des Unternehmens kennenzulernen, Kontakte in verschiedenen Bereichen, Abteilungen und Niederlassungen zu knüpfen und an zusätzlichen Off-the-JobTrainings teilzunehmen.
Das prozessübergreifende Wissen, das sich die Trainees während ihres Einarbeitungsprogramms aneignen, können sie später auf ihrer Zielposition auch in ihre Abteilung hineintragen. Die Ausbildung über einzelne Bereiche hinweg ist deshalb kein Widerspruch zu einer späteren Laufbahn in einer Fachabteilung. Die früher grundsätzlich sehr breit angelegten Traineeships bereiten nicht mehr zwingend auf eine Führungslaufbahn in der Zentrale vor.
Für Absolvent:innen, die sich bei der Wahl ihres künftigen Fachbereichs bereits sicher sind, gibt es die Möglichkeit eines Traineeprogramms in einer Fachabteilung. Hier werden die
Trainees von Beginn an zielgerichtet auf die künftigen Aufgaben und Herausforderungen in einem bestimmten Bereich vorbereitet, etwa im Einkauf oder Vertrieb.
Überblick über Gesamtorganisation
„Unser Graduate Programm ist nicht rein generalistisch aufgebaut, sondern orientiert sich inhaltlich am Profil der Graduates sowie am Bedarf der jeweiligen Bereiche“, erläutert Carlo Sanfilippo von der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien.
„Der Schwerpunkt der Ausbildung kann entweder auf Themen rund um Kommerzkund:innen liegen – also auf dem Firmenkundengeschäft und den damit verbundenen Bankprozessen – oder auf internen Prozessen und ihrer Weiterentwicklung und Digitalisierung. Je nach Hintergrund der Graduates und Anforderungen des Stammbereichs vertiefen sie somit entweder ihr Know-how im Banking-Umfeld oder arbeiten verstärkt an Fragestellungen der Prozessoptimierung, Digitalisierung und Transformation. Damit kombiniert das Programm
fachliche Vertiefung mit Einblicken in verschiedene Unternehmensbereiche.“
Die Graduates lernen dabei in 15 Monaten unterschiedliche Bereiche kennen und bauen schrittweise fachliche Expertise im Bankumfeld auf. „So entwickeln sie ein klares fachliches Profil und parallel ein gutes Verständnis für die Gesamtorganisation“, so Carlo Sanfilippo weiter.
Benedikt Stelzhammer profitierte beim Start ins Traineeprogramm der Porsche Holding GmbH von seinem vorangegangenen Praktikum. Einige Abläufe sowie Kolleginnen und Kollegen im Unternehmen kannte er bereits. „Auch meine neuen Kolleg:innen auf meiner ersten Station – der SalesAbteilung der Einzelhandelszentrale bei Porsche Inter Auto – haben das Onboarding sehr ausführlich gestaltet. Ich lernte die relevanten Programme und Prozesse kennen und durfte schnell mit viel Verantwortung an eigenen Projekten arbeiten und meine Ideen umsetzen.“


Seine Kenntnisse aus dem Studium in den Bereichen Service Design und Produktmanagement konnte der Trainee direkt praktisch anwenden: „Bei der Neuauflage eines Verkäuferleitfadens konnte ich meine Stärken in der Prozessoptimierung einbringen. In meiner zweiten Station im Produktmanagement für Teile & Zubehör unterstützte ich dann Analysen zum Produktportfolio.“
Auslandsstation als Highlight
Bei manchen Programmen führen eine oder mehrere Stationen die Trainees ins Ausland. Für Benedikt Stelzhammer war dies ein Highlight seines International Trainee Program. „Meine letzte Traineestation war bei der Marke Porsche in Belgrad. Dort konnte ich Auslandserfahrung im Großhandel sammeln und aktiv miterleben, wie ein neu geschaffenes Team entsteht und Abläufe aufgebaut werden. Besonders prägend war die Mitarbeit an Projekten wie der Erstellung einheitlicher Margen- und Bonusmodelle für die Marke Porsche im Balkanraum und die Arbeit rund um die Markteinführung des neuen Cayenne E4“, erinnert sich der heute 30-Jährige.
Auch bei der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien lernen die Trainees während ihrer Jobrotationen unterschiedliche Bereiche des Unternehmens kennen: „Je nach Schwerpunkt stehen entweder Bereiche rund um das Firmenkundengeschäft oder zentrale Prozess-, Digitalisierungsund Transformationseinheiten im Vordergrund. In beiden Fällen verbringen die Teilnehmer:innen Zeit in ihrer Stammabteilung und rotieren zusätzlich durch weitere Einheiten, um sowohl zentrale Funktionen als auch operative Abläufe umfassend zu verstehen“, so Carlo Sanfilippo.
Vertiefende Weiterbildungen
Nicht nur die wechselnden Stationen in verschiedenen Abteilungen, auch begleitende Schulungen zeichnen ein gutes Traineeprogramm aus. Workshops, Fachseminare, SoftSkill-Trainings oder Sprachkurse sind regelmäßig in die Programme integriert. Hier lernen die Trainees, was sie für ihre weitere Karriere im Unternehmen benötigen, sich aber nicht „on the Job“ in den einzelnen Abteilungen aneignen können.
Benedikt Stelzhammer arbeitete während seines Traineeprogramms bei der Porsche Holding in sechs
Weiterbildungen mit externen Trainern vertiefend zu Themen wie Leadership, Kommunikation oder Teamwork. „Gleichzeitig konnten wir durch Guest Speaker aus dem PHSManagement fachliche Expertise zu Bereichen wie Bank, Retail oder Wholesale aufbauen. Darüber hinaus gab es Crossbrand-Trainee-Meetings der VW Group, bei denen wir uns mit Trainees aus dem gesamten Konzern austauschten. Ein besonderes Highlight war das von uns eigenständig organisierte Workshop-Wochenende. Es fand bei der Volkswagen-Tochter CUPRA in Spanien statt und umfasste unter anderem eine exklusive Produktionsbesichtigung.“
Die Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien begleitet ihre Programme ebenfalls mit einem breiten Methodenmix, um die Einarbeitung und Entwicklung der Graduates zu unterstützen. „Dazu zählen Inhouse-Trainings und Workshops, Schulungen mit externen Anbieter:innen und Universitäten, Online-Schulungen, Jobrotationen sowie Events zur Vernetzung und Kamingespräche. Ergänzend gibt es fachliche Schulungen, Trainings zu überfachlichen Kompetenzen und Austauschformate mit verschiedenen Bereichen im Unternehmen“, zählt Carlo Sanfilippo auf.
Ein zentrales Qualitätsmerkmal eines guten Traineeprogramms ist die individuelle Betreuung. Trainees sollten sich jederzeit mit allen Fragen an erfahrene Ansprechpersonen wenden können, zum Beispiel an feste Mentorinnen und Mentoren. Dies ist ein ganz wesentlicher Faktor. Denn die Programme sind ausgesprochen abwechslungsreich, verlangen den Trainees aber auch einiges ab. Zudem wird häufig erst während des Programms über die endgülti-

ge Zielposition entschieden. Umso wichtiger ist der regelmäßige Austausch über die weitere Entwicklung und Perspektiven im Unternehmen.
Die Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien begleitet die Graduates während des Programms sowohl zentral als auch in den jeweiligen Fachabteilungen. „Die zentrale fachliche Betreuung erfolgt durch den Bereich Human Resources. Im eigenen Bereich werden die Graduates von Mentor:innen unterstützt – sowohl für die fachliche Weiterentwicklung als auch für die kulturelle Eingliederung ins Unternehmen“, berichtet Personalexperte Sanfilippo. „Zusätzlich koordiniert die zentrale Betreuung organisatorische Fragen und begleitet den gesamten Entwicklungsprozess. Bei den Rotationen stehen Ansprechpersonen aus den HostAbteilungen zur Verfügung.“
Benedikt Stelzhammer wurde bei der Porsche Holding von den verantwortlichen Ansprechpersonen aus dem People Development betreut. „Dazu gab es Mentor:innen, die selbst ehemalige Trainees waren. Dadurch hatten sie für nahezu jede Fragestellung hilfreiche Einblicke und Lösungen parat, da sie das Programm aus eigener Erfahrung kannten.“
Perspektive für die Karriere
Die Organisation eines Traineeprogramms ist anspruchsvoll und mit
einem hohen Aufwand verbunden –das gilt für beide Seiten. Deshalb sollte von Anfang an klar sein, wie die Perspektiven der Trainees für eine Karriere im Unternehmen nach Abschluss des Traineeships aussehen. Bei einem seriösen Angebot wird der Arbeitgeber das schon zu Beginn des Programms transparent machen. Häufig erhalten die Trainees von vornherein einen unbefristeten Vertrag. Aber auch mit einer befristeten Vereinbarung haben Trainees bei einem qualitativ hochwertigen Programm sehr gute Übernahmechancen. Schließlich liegt es im Interesse der Arbeitgeber, die gut ausgebildeten Nachwuchskräfte im eigenen Unternehmen zu halten.
So wird bei der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien bereits während des Recruiting-Prozesses gemeinsam mit den Bewerber:innen und den Hiring Manager:innen abgestimmt, in welcher Stammabteilung die Graduates tätig sein werden. Anschließend durchlaufen sie mehrere Stationen im Rahmen von Jobrotationen. Ein Teil der Stationen ist strukturell vorgesehen, gleichzeitig besteht Raum für individuelle Gestaltung.
„So können Rotationen teilweise an Interessen der Graduates sowie an organisatorische Möglichkeiten angepasst werden“, sagt Carlo Sanfilippo. „Am Ende des Programms wird final entschieden, ob die Graduates in ihrer Stammabteilung bleiben
oder intern in eine andere Abteilung wechseln. Ziel ist, eine Position zu finden, die sowohl zu den Fähigkeiten der Graduates als auch zu den Bedürfnissen des Unternehmens passt.“
Das Traineeprogramm der Porsche Holding sieht vorab keine fixe Zielposition vor. Die Trainees sollen Erfahrungen in verschiedenen Bereichen sammeln und gegen Ende des Programms eigenständig in den internen Bewerbungsprozess einsteigen. Trainee Stelzhammer konnte so nach Abschluss seines Traineeships eine fixe Position in der Einzelhandelszentrale bei Porsche Inter Auto in Salzburg übernehmen.
Einmalige Chance
Im Laufe des Programmes sollten die Absolvent:innen auf jeden Fall ein gutes Verständnis für das Unternehmen und seine Abläufe entwickeln, ein starkes internes Netzwerk aufbauen und fachliche sowie persönliche Kompetenzen weiterentwickeln, hebt Carlo Sanfilippo hervor. „Idealerweise gehen sie mit einer klaren Perspektive für ihre weitere Karriere und mit dem Gefühl aus dem Programm, aktiv zum Unternehmen beitragen zu können.“
Für Benedikt Stelzhammer bot sein Traineeprogramm eine einmalige Chance, sich innerhalb kurzer Zeit ein breites Netzwerk aufzubauen, wertvolle Einblicke in verschiedene Unternehmensbereiche zu gewinnen und sowohl persönlich als auch fachlich enorm zu wachsen. Sein Fazit: „Die Kombination aus unterschiedlichen Stationen, internationaler Erfahrung, intensiven Weiterbildungen und der Möglichkeit, früh Verantwortung zu übernehmen, macht den Berufseinstieg als Trainee für mich absolut empfehlenswert.“
Text: Heinz Peter Krieger

2024 startete Josef Drexler als Trainee bei BILLA und übernahm rasch Verantwortung für 12 Märkte in der Steiermark. Im Interview berichtet er, wie er durch Herausforderungen und Chancen wertvolle Erfahrungen in der Lebensmittelbranche sammelte.
Warum hast du dich für einen Berufseinstieg als Trainee bei BILLA entschieden?
Die Arbeit im Lebensmittelbereich ist abwechslungsreich, dynamisch und herausfordernd. Das und die enge Zusammenarbeit mit den Marktteams haben mich überzeugt, in dieser Branche Fuß zu fassen. Für Billa habe ich mich aufgrund der offenen und gesprächsbereiten Unternehmenskultur entschieden. Außerdem hat mir der professionelle und klare Einschulungsplan sehr gut gefallen.
Wie verlief dein Einstieg in das Traineeprogramm?
Der erste Tag begann mit einem Willkommenstag im Regionalbüro, wo ich meine Führungskräfte und die HR Business Partnerin traf. Ich lernte meinen Buddy kennen, die ebenfalls Vertriebsmanagerin ist. Gemeinsam verbrachten wir die erste Woche und ich erhielt erste Einblicke in den Job. In der darauffolgenden Woche startete ich in die Marktphase, wo ich herzlich vom gesamten Team aufgenommen wurde und alle Abläufe am Point of Sale sowie meine Grundausbildung erlernte.
Welche begleitenden Maßnahmen gab es während des Programms, um dich bestmöglich auszubilden (z. B. Schulungen, Seminare etc.)?
Jeder Trainee erhält zu Beginn einen individuellen Einschulungsplan, der die erforderlichen Schulungen und Seminare für die Grundausbildung umfasst. Regelmäßige Netzwerktreffen mit Trainees aus anderen Regionen fördern den Austausch und die Vernetzung im Unternehmen. Darüber hinaus werden Seminare zur persönlichen Entwicklung angeboten. Trainees haben zudem die Möglichkeit, Coachings in Anspruch zu nehmen.
Welches Ziel wird mit dem Traineeprogramm verfolgt und wie wird es für dich nach dem Abschluss weitergehen?
Nach dem erfolgreichen Abschluss des Traineeprogramms ist die Übernahme eines Verkaufsgebiets von bis zu 12 BILLA und BILLA Plus Märkten geplant, die erfolgreich geführt werden sollen – so wird es auch für mich weitergehen. Der Fokus liegt auf dem Umgang mit Menschen und der Freude daran, die eigenen Teams motiviert zu führen und somit zum Unternehmenserfolg beizutragen.
Welchen Rat möchtest du zukünftigen Trainees mit auf den Weg geben?
Sei neugierig und nutze die Chance, in einem großen Konzern mit erfahrenen Kolleg:innen Wissen auszutauschen. Die Voraussetzungen sind ideal, um dich weiterzuentwickeln! Gelerntes anzuwenden und die Ergebnisse zu sehen, ist für mich als Trainee und angehender Vertriebsmanager „das Gelbe vom Job“.
Traineeprogramme sind eine optimale Einstiegsmöglichkeit, wenn du Erfahrungen sammeln willst.
Vom mehrmonatigen Kurztraining bis zur zweijährigen Intensivausbildung – nicht alles, was als „Traineeprogramm“ firmiert, hat den Namen auch verdient. Wir nennen zehn Kriterien, mit denen Bewerber:innen die Spreu vom Weizen trennen können.
Trainees haben den ersten Schritt in Richtung einer attraktiven und gut dotierten Einstiegsposition oft bereits gemacht. Traineeprogramme gelten nicht umsonst als Sprungbrett für eine erfolgreiche Fach- oder Führungslaufbahn. Ein Problem gibt es allerdings: Die Bezeichnung „Traineeprogramm“ ist – ähnlich wie das Volontariat in Medienberufen –nicht geschützt. Bewerberinnen und Bewerber stehen aber nicht ganz hilflos da. Denn es gibt Kriterien, mit deren Hilfe sie feststellen können, ob das angebotene Programm das beliebte Etikett „Traineeprogramm“ wirklich verdient.
1. Wie lange dauert das Traineeprogramm?
Traineeprogramme dauern meist zwölf bis 18 Monate. Das ist eine gute Spanne, um unterschiedliche Bereiche des Unternehmens kennenlernen, in verschiedenen Abteilungen Kontakte knüpfen und zusätzliche Off-the-Job-Trainings wahrnehmen zu können.
Ist das Programm kürzer als ein Jahr, ist Vorsicht geboten. Trainees können sich zwar in einigen Monaten in ihre Projekte einarbeiten. Wer sich für ein solches Programm interessiert, sollte aber prüfen, ob es noch einen umfassenden Überblick über das Unternehmen bietet. Ein mehr als 18-mo-




natiges Programm spricht für eine intensive Ausbildung. Es sollte dann aber auch deutlich werden, wo der Mehrwert für die Trainees liegt.
2. Wie viele Stationen durchlaufen die Trainees?
Sinn eines Traineeprogramms ist, nicht nur mit der späteren Zielposition, sondern mit möglichst vielen Bereichen des Unternehmens vertraut zu werden. Alle Facetten einer Firma zu kennen, hilft nicht nur auf einer späteren Führungsposition. Auch wenn auf das Traineeprogramm eine Fachlaufbahn folgt, vereinfacht es die tägliche abteilungsübergreifende Zusammenarbeit, schon Hintergrundwissen über die verschiedenen Abteilungen gewonnen und Kontakte geknüpft zu haben.
Anhand von zehn Kriterien kannst du einschätzen, wie seriös und karrierefördernd ein Traineeprogramm ist.
Dauer
Stationen







Training Netzwerke
Betreuung
Zielposition
Flexibilität
Gehalt
Übernahmechancen
Ausschreibung

Das ist kaum möglich, wenn Trainees während ihres Programms weniger als drei wichtige Bereiche kennenlernen. Das ist dann bedauerlich für beide Seiten: Von dem gegenseitigen Verständnis über Abteilungen hinweg profitiert schließlich auch das Unternehmen.
3. Gibt es zusätzliche Trainingsangebote?
Wer mehrere Abteilungen in einem Unternehmen durchläuft, erlebt ein intensives Training on the Job. Zusätzliche Off-the-Job-Schulungen dürfen in einem hochwertigen Trai-
neeprogramm aber ebenfalls nicht fehlen. In Workshops, Fachseminaren, Soft-Skill-Trainings, Sprachkursen oder E-Learning-Angeboten eignen sich Trainees Themen an, die sie auf ihren Stationen „on the Job“ nicht einfach erlernen können. Fehlen solche Angebote, ist der Arbeitgeber offenbar nicht bereit, in die Ausbildung seiner Trainees wirklich zu investieren.
Positiver Nebeneffekt der Schulungen: Sie bieten eine gute Möglichkeit, Kontakte zu Trainees und Mitarbeiter:innen im eigenen oder in anderen Unternehmen zu knüpfen.
4. Lassen sich Netzwerke bilden?
Auch die Möglichkeit, ein dichtes Netzwerk im Unternehmen zu knüpfen, auf das die Trainees bei einer Weiterbeschäftigung zurückgreifen können, entscheidet über die Qualität eines Traineeprogramms. Intensive Kontakte bekommen die Trainees schon durch ihre Mitarbeit in wechselnden Abteilungen des Unternehmens. Den Netzwerk-Gedanken können die Arbeitgeber aber auch strukturiert unterstützen. Viele Anbieter von Traineeprogrammen ermöglichen ihren Trainees regel-

mäßige Treffen, auf denen sie sich über ihre Erfahrungen im Unternehmen austauschen können. Auch Exkursionen und Online-Foren sind denkbar. Alumni-Netzwerke ehemaliger Trainees tragen ebenfalls dazu bei, noch nach Abschluss des Programms gemeinsam von den früheren Erfahrungen zu profitieren.
5. Wie ist die Betreuung während des Programms?
Den Trainees sollte eine erfahrene Führungskraft als Mentorin oder Mentor zur Seite stehen. In den einzelnen Stationen sollte es

ebenfalls immer eine feste Person geben, die für die Trainees verantwortlich ist und ihnen für ihre Fragen zur Verfügung steht. Eine individuelle und persönliche Betreuung zeigt, dass die Trainees dem Unternehmen wichtig sind. Regelmäßige Feedback-Gespräche fördern die fachliche und persönliche Weiterentwicklung. Ein Wechsel der Station im Unternehmen ist für die jungen Talente schließlich so herausfordernd wie ein „richtiger“ Jobwechsel – mit neuen Aufgaben, Kolleg:innen und einer neuen Organisationsstruktur. Persönliche Ansprechpersonen helfen zudem bei möglichen Problemen, die während eines intensiven Programms auch einmal auftreten können.
Bewährt haben sich außerdem Buddy- oder Patenmodelle. Hier werden Trainees von Kolleg:innen begleitet, die selbst vor nicht allzu langer Zeit ein Traineeprogramm im Unternehmen absolviert haben. Sie können sich besonders gut in die Situation der neuen Trainees hineinversetzen und ihnen mit persönlichen Tipps weiterhelfen.
6. Wann wird über die Zielposition entschieden?
Traineeprogramme sind unterschiedlich konzipiert. Es gibt offenere Varianten, bei denen die spätere Position sich erst mit dem Durchlaufen der verschiedenen Abteilungen herauskristallisiert. Hier hängt die weitere Entwicklung stärker von den Feedback-Gesprächen mit einem Mentor oder einer Mentorin oder den Ansprechpersonen in den einzelnen Abteilungen ab. Häufig können die Trainees über den nächsten Schritt mitentscheiden und ihr Programm so auch mitgestalten. Gerade gut ausgebildete Hochschulabsolvent:innen, die trotz (oder wegen) ihres Wissens und einiger Praktika noch nicht sicher sind, in welche Richtung sie sich entwickeln möchten, können sich auf diese Weise einen guten Überblick über das Unternehmen und die Karrieremöglichkeiten verschaffen.
Andere Traineeprogramme sind von vornherein klar mit einer konkreten Zielposition verknüpft. Dies ist besonders bei enger fokussierten Traineeprogrammen der Fall, etwa für den Vertrieb oder den Einkauf.

Dann ist wichtig, dass während des Programms dennoch ein guter Überblick im Unternehmen über den Einstiegsbereich hinaus gewährleistet wird. Sonst besteht die Gefahr, dass es sich trotz des Etiketts „Traineeprogramm“ lediglich um eine verlängerte und möglicherweise geringer bezahlte Einarbeitungsphase in einem bestimmten Bereich handelt.
7. Wie flexibel ist das Programm?
Manche Programme lassen den Trainees innerhalb eines strukturierten Ablaufplans von Anfang an bestimmte Gestaltungsräume. Sie haben dann etwa die Möglichkeit, eigene Präferenzen bei der Wahl einzelner Stationen oder Unternehmensstandorte im In- und Ausland einzubringen, bis hin zur späteren Zielposition. Aber auch Traineeships, die auf einen bestimmten Zielbereich ausgerichtet sind, sind häufig so flexibel gestaltet, dass ein Wechsel des späteren Einstiegsbereichs noch möglich ist. Die zahlreichen durchlaufenen Abteilungen und die dort geknüpften Kontakte machen es möglich.
In Ausnahmefällen – wenn hoher Bedarf im Unternehmen besteht –wird das Programm sogar vorzeitig abgeschlossen, um eine freiwerdende Position zu übernehmen. Dann sollte aber darauf geachtet werden, dass es sich auch um eine Wunschabteilung der Nachwuchskraft handelt und sie nicht als Notstopfen eingesetzt wird.
8. Wie hoch ist das Gehalt?
Die an Trainees gezahlten Gehälter unterscheiden sich zum Teil enorm. Die Differenzen spiegeln aber vor
allem die Gehaltsunterschiede zwischen den einzelnen Branchen wider. So können Berufseinsteiger:innen insbesondere bei den Schwergewichten aus dem Bankund Versicherungssektor oder der Chemiebranche auf durchschnittliche Jahresgehälter über 50.000 Euro hoffen. In den Bereichen Elektrotechnik, Maschinenbau, Bauindustrie, Konsumgüter & Nahrungsmittel sind 45.000 Euro und mehr drin. In Bereichen wie Bildung & Training müssen sie sich dagegen häufig mit weniger als 30.000 Euro begnügen. Damit bewegen sie sich eher auf dem Niveau der dort üblichen Gehälter für Volontärinnen und Volontäre – und die Frage ist, ob das Traineeprogramm wirklich seinen Namen verdient.
Meist ist das Gehalt für Trainees etwas niedriger als das für Direkteinsteiger:innen. Der Unterschied fällt aber nicht mehr allzu sehr ins Gewicht. Bei der Gehaltsentwicklung während der späteren Karriere dürften die Vorteile eines Traineeprogramms – der bereichsübergreifende Überblick über das Unternehmen und die frühe Vernetzung mit den Führungsebenen – den Abstand locker wettmachen. Klar sollte aber sein, dass das Traineeprogramm nicht wie ein besseres Praktikum vergütet wird und dass die gehaltliche Perspektive stimmt. Gespräche über die weitere Gehaltsentwicklung sollten innerhalb des Jahres nach Erreichen der Zielposition folgen – wie bei allen anderen Mitarbeiter:innen auch.
9. Wie gut sind die Übernahmechancen?
Nicht jedes Unternehmen bietet seinen Trainees von Anfang an einen unbefristeten Vertrag. Die Perspek-
tive für eine spätere Festanstellung sollte aber vorhanden und entsprechende Schritte und Feedback-Gespräche müssen definiert sein.
Häufig steht eine Übernahme von Beginn an fest. Davon profitieren auch die Arbeitgeber, denn Ziel eines Traineeprogramms ist, den Bedarf an hoch qualifizierten Führungskräften aus den eigenen Reihen abzudecken. Zudem sind die Konzeption und Umsetzung eines Traineeprogramms aufwendig und kostspielig. Deshalb liegt es ganz im Interesse des Unternehmens, den frisch qualifizierten Nachwuchs zu halten und nach Abschluss der Einarbeitung nicht etwa zur Konkurrenz ziehen zu lassen.
10. Wie transparent ist die Ausschreibung?
Auch an der Transparenz darüber, was die Trainees im Unternehmen erwartet, lässt sich ein gutes Traineeprogramm erkennen – genauso wie an den Perspektiven, die ihnen geboten werden. Erscheint bei der Ausschreibung etwas fragwürdig oder sind einzelne Punkte unklar, ist der einfachste Weg meist der beste: Potenzielle Bewerber:innen sollten sich direkt an die Ansprechpersonen für das Programm wenden. Bei einem seriösen Traineeprogramm werden diese gerne Auskunft geben und für Klarheit sorgen.
Und sollte doch ein Punkt unklar bleiben, hilft es, nach Erfahrungsberichten zu recherchieren oder sich direkt in Foren und Karriereportalen mit aktuellen oder ehemaligen Mitarbeiter:innen des Unternehmens auszutauschen. Denn ein gutes Netzwerk hilft immer – nicht nur während des Traineeprogramms.
Text: Heinz Peter Krieger

Klar sollte sein, dass das Traineeprogramm nicht wie ein besseres Praktikum vergütet wird und dass die gehaltliche Perspektive stimmt.

Viele Trainees erhalten von vornherein einen unbefristeten Vertrag. So minimiert das Unternehmen die Gefahr, die frisch qualifizierte Nachwuchskraft nach dem Programm gleich an die Konkurrenz zu verlieren.

Eine individuelle und persönliche Betreuung zeigt, dass der Trainee dem Unternehmen wichtig ist.

Erste Schritte auf dem Weg zur Trainee-Stelle: Bewerbungsunterlagen zusammenstellen und gegenseitiges Kennenlernen. Wir zeigen dir, wie deine Unterlagen aussehen sollten – und bereiten dich Schritt für Schritt auf das Vorstellungsgespräch vor, damit du selbstbewusst auftrittst und einen starken ersten Eindruck hinterlässt.

Eine blitzsaubere Bewerbung von A bis Z fängt bei der Auswahl der Unterlagen an.
Das Zusammenstellen deiner Bewerbungsunterlagen ist eine hervorragende Gelegenheit, dich von deiner besten Seite zu zeigen. Zwar mag es auf den ersten Blick wenig unterhaltsam erscheinen, doch mit Sorgfalt und Aufmerksamkeit legst du den Grundstein für eine erfolgreiche Bewerbung. Überlege, welche Zeugnisse deine Fähigkeiten am besten hervorheben, ob ein Deckblatt deine Bewerbung abrundet und in welchem Format du deine Unterlagen idealerweise versendest.
Hier findest du alle wichtigen Infos, um deine Bewerbungsunterlagen perfekt zu gestalten!

In der heutigen Zeit hat sich der Bewerbungsprozess dank Digitalisierung deutlich vereinfacht und beschleunigt. Weg vom Papier und hin zum Digitalen – dies eröffnet dir als Bewerber:in neue, effiziente Wege, um deine Unterlagen zielgerichtet und mit wenigen Klicks an potenzielle Arbeitgeber zu senden.
Identifiziere die Präferenz des Unternehmens in Bezug auf den Bewerbungsweg, um sicherzustellen, dass deine Bewerbung auf dem optimalen Weg ihren Empfänger erreicht. Hier sind die Optionen, die dir zur Verfügung stehen:

Die gute alte Bewerbungsmappe ist in den meisten Unternehmen der Digitalisierung zum Opfer gefallen. Foto: iStock.com/Clerkenwell
1) E-Mail-Bewerbung
2) Bewerbung per Online-Formular 3) Bewerbungsmappe per Post (kaum noch genutzt)
Online-Formulare erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, und das aus gutem Grund. Für Unternehmen bieten sie eine effiziente Möglichkeit, Bewerbungen zu vergleichen und systematisch zu speichern.
Aber auch als Bewerber:in profitierst du von ihren Vorzügen: Die intuitive Führung durch die Bewerbungsschritte erleichtert den Prozess erheblich. Du kannst dich entspannt zurücklehnen, da Struktur und wesentliche Inhalte bereits vorgegeben sind. Das hilft dir, dich auf die Darstellung deiner besten Qualitäten zu konzentrieren.
Es ist eine gute Idee, den Vorlieben von Unternehmen zu entsprechen, indem du Bewerbungen über ihre Online-Formulare einreichst, anstatt sie per Mail zu senden. Das Hochladen weiterer Dokumente, wie deiner Zeugnisse, ist dabei ebenfalls möglich und gestaltet den Prozess für beide Seiten effizient und unkompliziert.
Bewerbungsunterlagen: An wen schicke ich sie?
Im Online-Formular füllst du alle vorgegebenen Felder aus – nachdem du dich im System registriert hast –und klickst schlussendlich auf Absenden. Fertig.
Bei der E-Mail-Bewerbung könnte es dagegen zu Herausforderungen kommen. Zum Beispiel dann, wenn es sich um eine Initiativbewerbung handelt und du die E-Mail-Adresse des jeweiligen Ansprechpartners oder der Ansprechpartnerin nicht kennst.

Deshalb ist es empfehlenswert, vorab den Namen und die E-Mail-Adresse des/der zuständigen Ansprechpartner:in zu recherchieren. Beispielsweise indem du die Karriereseite des Unternehmens besuchst oder durch einen freundlichen Anruf direkt bei der Firma. Diese proaktive Herangehensweise zeigt dein Engagement und Interesse an der Position.
Das bringt gleich mehrere Vorteile:
¤ Du erhältst mit großer Sicherheit die richtigen Kontaktdaten.
¤ Du hinterlässt einen (hoffentlich positiven) Eindruck und bleibst in Erinnerung.
¤ Du minimierst das Risiko, dass deine Bewerbung unterwegs verloren geht.
Dies nämlich kann der Fall sein, wenn du eine Mail an anonyme Postfächer verschickst wie: info@firma.at oder kontakt@firma.at.
Tipp: Hier im Trainee Guide findest du die richtigen Ansprechpartner:innen vieler Unternehmen in ihrem jeweiligen Trainee-Profil.
Achte außerdem auf eine aussagekräftige E-Mail-Betreffzeile, wenn du die Bewerbungsmail auf die Reise schickst. Zum Beispiel so: „Bewerbung als Trainee bei der Firma AG“ . Oder noch genauer: „Bewerbung für das International Management Traineeprogramm bei der Firma AG“ Weniger elegant: „Bewerbung auf Stellenanzeige“ oder „Bewerbung für den Job“. Das ist nicht konkret genug – und klingt merkwürdig unprofessionell.
Nicht vergessen: Der erste Eindruck zählt. Und in diesem Fall wird er er durch die Betreffzeile deiner E-Mail vermittelt.
Bewerbung: Welche Unterlagen müssen hinein?
Die Bewerbung für ein Traineeprogramm unterscheidet sich im Wesentlichen nicht von einer Bewerbung auf jede andere Stelle. Die wichtigsten Unterlagen, die du mitliefern musst, sind:
Anschreiben Lebenslauf (inklusive Bewerbungsfoto) Zeugnisse
Vor allem die Schul- und Hochschulzeugnisse sind wichtig. Lege jeweils nur das Abschlusszeugnis bei.
Ausnahme: Du bewirbst dich bereits während des Studiums und hast den Abschluss noch gar nicht in der Tasche. In diesem Fall nutzt du einfach die Zwischenzeugnisse oder die aktuelle Notenübersicht.
Daneben sind auch Ausbildungs-, Arbeits- und Praktikumszeugnisse relevant – sofern vorhanden. Trainee-Anwärter:innen sind in der Regel zwischen 20 und 30 Jahre alt. Das bedeutet: Sie verfügen noch nicht über langjährige Berufserfahrung. Jedes einzelne Zeugnis, das dem/der Bewerber:in schon zur Verfügung steht, bekommt dadurch ein viel höheres Gewicht. Jede (positive) Referenz ist wichtig.
Eine Station – zum Beispiel ein Praktikum – die du im Anschreiben oder Lebenslauf aufführst, solltest du auch durch ein Zeugnis belegen. Vor allem jüngere Bewerber:innen sollten auf Lückenlosigkeit achten. Ältere dürfen auch gerne mal eine wenig relevante Station weglassen (z.B. das Schülerpraktikum in der 10. Klasse).
Auf der anderen Seite gilt: Ein Praktikum, das deine Vita kaum aufwertet und für das du ein mieses Zeugnis (ab Note 3 abwärts) bekommen hast, darfst du im Einzelfall auch dezent unter den Teppich kehren –sofern dadurch keine größere Lücke im Lebenslauf entsteht.
Im Anschreiben legst du dann deine Motivation dar. Es sollte nicht länger als eine Seite sein. Immer mehr Unternehmen verzichten mittlerweile auf ein Anschreiben. Speziell in nachgefragten Branchen und Berufen wie der IT ist es nicht mehr zwingend notwendig, eines zu verfassen. Informiere dich vorher, ob der Arbeitgeber gerne ein Anschreiben sehen würde oder nicht.
Der Lebenslauf wiederum umfasst maximal zwei Seiten. Für angehende Trainees sollte das locker machbar sein.
Die zunehmende Akzeptanz anonymisierter Bewerbungen bei österreichischen Unternehmen ist ein positiver Schritt hin zur Chancengleichheit. Diese Praxis erlaubt es Bewerber:innen, sich durch ihre Qualifikationen und Fähigkeiten auszuzeichnen, ohne dass ein Bewerbungsfoto erforderlich ist. In den Ausschreibungen für Trainee-Positionen findest du oft spezifische Hinweise, ob ein Foto gewünscht wird.
Bewerbung: Welche Unterlagen können hinein?
Diese Inhalte sind optional – du kannst sie in deine Bewerbungsunterlagen aufnehmen, musst es aber nicht:
Deckblatt
Weiterbildungsnachweise
Referenzen
Empfehlungsschreiben
Führerschein
Ein durchdacht gestaltetes Deckblatt kann deine Bewerbung zusätzlich aufwerten, insbesondere wenn es die Übersichtlichkeit verbessert und die wichtigsten Informationen – wie deine Kontaktdaten, deinen Namen und die angestrebte Position – schnell erfassbar macht. Dies erleichtert Personaler:innen die Zuordnung deiner Bewerbung und steigert deren Wiedererkennungswert.
Einige Personaler:innen sehen Deckblätter als weniger essenziell an, da sie die Bewerbung zunächst überblicken, den Lebenslauf scannen und das Anschreiben überfliegen. Für sie zählt vor allem, wie effektiv und prägnant du deine Qualifikationen präsentierst.
Zertifikate und Weiterbildungsnachweise können eine Bewerbung veredeln. Beispiel: Du bewirbst dich als Trainee in einem IT-Unternehmen. Solltest du nun einen Programmierkurs neben dem Studium besucht haben – oder einen Excel- oder SAPKurs – dann bringt das sicher Pluspunkte.

Die Kopie deines Führerscheins schickst du nur mit, wenn er ausdrücklich verlangt wird. Für ein Traineeprogramm ist ein Führerschein sicher keine Einstellungsvoraussetzung.
Aber vergiss nicht: Wenn du deinem Arbeitgeber in spe praktische Vorteile anbieten kannst, ist das grundsätzlich positiv. Ein Führerschein kann dazu beitragen, dass du morgens nicht auf Bus und Bahn angewiesen und meist pünktlich im Büro bist. Oder dass du zu Kundenterminen oder Zweigstellen selbst anreisen kannst. Praktischer Vorteil!
Bewerbungsunterlagen: Welche Dateiformate sollten sie haben?
Das richtige Format macht den Unterschied: Anhänge im PDF-Format sind aufgrund ihrer weiten Verbreitung und Kompatibilität die beste Wahl für deine Bewerbungsunterlagen. Word-Dokumente lassen sich mittlerweile ganz einfach als PDF speichern. Andere Dateiformate solltest du nur dann verwenden, wenn sie ausdrücklich in der Ausschreibung oder im Online-Formular gefordert werden.
Wer eine Bewerbung per E-Mail verschickt, sollte möglichst einen einzigen Anhang mitschicken – und den am besten als PDF. Die Vorteile einer PDF-Datei:
¤ Sie lässt sich – im Gegensatz zu Word-Dokumenten nicht durch einen Außenstehenden verändern und manipulieren.
¤ Sie ist mit jedem Betriebssystem kompatibel und kann von dem/der Empfänger:in garantiert geöffnet werden.
¤ Sie ermöglicht es, alle Unterlagen zu einem Dokument zu-

sammenzufügen, schafft so Überblick und erleichtert dem Arbeitgeber die Archivierung.
Gehe am besten so vor:
1. Erstelle Anschreiben und Lebenslauf mit einem Textverarbeitungsprogramm wie Word und konvertiere sie ins PDF-Format.
2. Fasse Anschreiben, Lebenslauf und alle weiteren Unterlagen in einem einzigen PDF zusammen. Das geht mit freien Programmen wie etwa dem PDF Creator.
3. Komprimiere und verkleinere die PDF-Datei.
Es ist gut möglich, dass dein PDF-Dokument durch die Fülle an Unterlagen eine beträchtliche
Dateigröße erreicht. Mehr als fünf Megabyte sollten es aber nicht sein – und werden oft auch nicht akzeptiert.
Und selbst wenn: Wer einen PDFKlumpen von acht, zehn oder zwölf Megabyte verschickt, signalisiert dadurch, dass seine digitalen Kompetenzen stark verbesserungswürdig sind. Das gibt anno 2026 einen unnötigen Minuspunkt.
Noch ein Tipp: Gib dem PDF einen sinnvollen Namen. Zum Beispiel: Max_Gruber_Bewerbungsunterlagen_Trainee_FirmaXY.
Der Hinweis auf das Unternehmen gibt dem Personaler oder der Personalerin dezent zu verstehen, dass die Unterlagen individuell für ihn oder sie zusammengestellt wurden – und keine Massenware sind.

Bewerbungsunterlagen: Das sind die größten No-Gos
Falsche Namen
Ganz schlecht: Wenn du den Namen des Ansprechpartners/der Ansprechpartnerin oder gar den Firmennamen falsch schreibst.
Keine Unterschrift
Setze deine Unterschrift unter Anschreiben und Lebenslauf. Das geht heute auch digital.
Emojis und Emoticons
Bitte baue keine in die Bewerbungsunterlagen ein — unseriös. In E-Mails darfst du gerne einen Smiley dalassen, wenn du willst. :-)
Überflüssige Anlagen
Das Praktikum mit 14 auf dem Ponyhof? Erwähne es nur, wenn es deine Persönlichkeit nachweislich hat reifen lassen.
Fehlende Zeugnisse
Schul- und Hochschulzeugnisse sind das Fundament einer aussagekräftigen Bewerbung. Stelle sicher, dass du sie deiner Bewerbung anhängst. um dich besser zu präsentieren.
Fehlende Individualität
Bezugnahme auf das Unternehmen im Anschreiben, korrekte Ansprechpartner:innen und Kompetenzen im Lebenslauf, die für die Firma wichtig sind – keine Bewerbung sollte so sein wie die vorherige. Oft reichen schon kleine textliche Anpassungen aus, um eine ganz neue Bewerbung zu kreieren.
Große Anhänge
Als Richtwert kannst du dir fünf Megabyte merken. Noch besser ist eine Dateigröße von drei bis vier Megabyte.
Bewerbungsfoto
Es ist erfreulich zu sehen, dass immer mehr Unternehmen Bewerbungen ohne Foto bevorzugen, ein Fortschritt in Richtung Chancengleichheit. In Stellenausschreibungen wird oft angegeben, ob ein Foto erwünscht ist oder nicht. Entscheidest du dich für eine Bewerbung mit Foto, achte darauf, dass es professionell von einem Fotografen angefertigt wurde, um den besten Eindruck zu hinterlassen.
Mit dem Anschreiben haben viele Bewerber:innen ihre liebe Mühe.
Das Zusammenfassen deiner Erfahrungen, Kompetenzen und Kenntnisse auf einer einzigen Seite kann eine Herausforderung sein. Besonders wenn du zusätzlich auf das Unternehmen eingehen, einen klaren roten Faden verfolgen, auf die Rechtschreibung achten und Fehler vermeiden möchtest. Aber keine Panik: Aus der Mammutaufgabe wird eine sehr lösbare – wenn du systematisch vorgehst. Das solltest du als Bewerber:in beim Anschreiben beachten …
in Traineeprogramm richtet sich an die Führungskräfte von morgen. Wichtig ist also, dass du dem Arbeitgeber Entwicklungspotenzial aufzeigst.
Für angehende Trainees ist das Anschreiben daher ein Bewerbungsbaustein, der noch immer extrem wichtig ist – wichtiger als für erfahrene Fachkräfte. Denn Letztere überzeugen vorrangig durch ihren Lebenslauf, ein Anschreiben wird von ihnen oft gar nicht mehr verlangt. Mit einem strahlenden Lebenslauf wiederum können Absolventinnen und Absolventen – angesichts ihres jungen Alters und fehlender Erfahrung – nur bedingt punkten.
Anschreiben: So ist es aufgebaut
Das Anschreiben sollte grob so aufgebaut sein:
Anrede
Einleitung
Hauptteil
Schlussteil
Grußformel
Anrede
Eruiere den/die konkrete/n Ansprechpartner:in und sprich sie oder ihn namentlich an. Die Ansprechpartner:in findest du oft direkt im Jobinserat oder nach einer kurzen Recherche.
„Sehr geehrte Frau Gruber“, „Sehr geehrter Herr Mayerhofer“. Nur im Notfall auf die allgemeingültige Anrede „Sehr geehrte Damen und Herren“ ausweichen.
Ein Titel wertet auf. „Sehr geehrte Frau Dr. Gruber“, „Sehr geehrter Herr
Mag. Mayerhofer“. Das schmeichelt dem Empfänger oder der Empfängerin – und ist in einer Bewerbung völlig legitim.
Ganz wichtig: Den Namen gegenchecken und am Ende hundertprozentig korrekt schreiben. Wer Frau Häckl als Frau Häckel anredet, leistet sich einen ärgerlichen Fauxpas.
Einleitung
Der erste Satz kann zweierlei bewirken. Er kann den/die Leser:in fesseln oder ihn zu Tode langweilen.
Es ist ein Balanceakt, das Interesse der Personaler:innen zu wecken und ihnen gleichzeitig einen inhaltlichen Mehrwert aufzuzeigen. Zum einen will kein/e Personaler:in Romane lesen oder Rätsel lösen, zum anderen auch nicht mit Standardfloskeln bombardiert werden.
Beispiel für einen gelungenen Einstieg:

„Während meiner MasterArbeit wurde mir klar, dass ich später im Handel arbeiten möchte. Ich schrieb meine Arbeit darüber, wie die Hintergrundmusik im Einzelhandel Kund:innen zu Impulskäufen animiert. Die Kombination aus Verkaufstalent und Zahlenverständnis, Emotionen und Sachlichkeit, die im Handel gefragt ist, liegt mir. Ich bin daher überzeugt, dass Ihr Traineeprogramm genau der richtige Einstieg für mich ist …“
Das weckt Interesse und deutet Entwicklungsmöglichkeiten an.
Gewagter ist es, mit einer Kritik einzusteigen:

„Schon während meines Studiums habe ich mich gefragt, warum die Finanzbranche der Digitalisierung hinterherläuft. Ich würde gerne mithelfen, das zu ändern …“
Ein Einstieg, der provoziert und durchaus den Zorn der HR-Abteilung wecken könnte, aber gleichzeitig außergewöhnlich und spannend ist. Denn bedenke auch: Der Einstieg umfasst nur zwei oder drei Sätze, in jedem Fall nicht mehr als vier Zeilen. Du hast also nur wenig Platz (und Zeit), um die Aufmerksamkeit des/ der Leser:in zu gewinnen.
Hauptteil
Im Hauptteil haben Bewerber:innen einen oder zwei Absätze Raum. Hier darfst du – oder musst sogar – Eigenwerbung betreiben:
¤ Warum bist du der/die ideale Kandidat:in für die Stelle?
¤ Was bringst du dem Unternehmen?
¤ Warum sollte es ausgerechnet dich einstellen?
Wichtig: Rattere auf keinen Fall die Stationen aus deinem Lebenslauf herunter. Das Anschreiben ist kein Lebenslauf in Fließtext-Form. Es soll vielmehr Höhepunkte herausarbeiten, wichtige Aspekte unterstreichen. Picke dir also nur einzelne Aspekte heraus, die du für wichtig hältst. Im Anschreiben geht es nicht um Vollständigkeit, sondern um Akzentuierung.
Das können Hard Skills oder Soft Skills sein, am besten eine Mischung aus beidem. Beispiel: Du beherrschst eine Programmierspra-

che, die der Arbeitgeber einsetzt, und hast als Praktikant:in schon in agilen Teams gearbeitet. Das zeigt IT-Verständnis, Teamfähigkeit, Engagement. Konkrete Vorteile für den Job!
Deine Fähigkeiten sollten Relevanz für das jeweilige Unternehmen und die entsprechende Stelle haben. Noch besser ist, wenn du konkrete Erfolge vorweisen kannst. Beispiel: Du hast für mehrere Semester in der studentischen Unternehmensberatung gearbeitet und ihr in dieser Zeit ein halbes Dutzend Neukunden beschert. Das dann gerne im Hauptteil erwähnen. Es zeigt, dass du Qualitäten als Vertriebler:in hast, Kund:innen überzeugen und gewinnen kannst.
Wenn man Fähigkeiten wie Teamfähigkeit, Einsatzbereitschaft oder
Ehrgeiz aufnimmt, empfiehlt es sich, konkrete Beispiele und Erfahrungen zu teilen, die diese Qualitäten veranschaulichen, und sich so von anderen Bewerber:innen abzuheben.
Der Schlussteil ähnelt formell der Einleitung. Halte ihn ganz kurz, schreibe nicht mehr als einige Zeilen und Sätze. Inhaltlich bedankst du dich höflich für das Interesse und nennst dein frühestes Einstiegsdatum. Und vielleicht baust du noch einen sogenannten Callto-Action ein: „Ich freue mich, von Ihnen zu hören“, „Über eine Möglichkeit, Sie persönlich kennenzulernen, freue ich mich sehr.“ Der Spagat, den du zum Schluss hinlegst, geht so: Nicht zu forsch und fordernd auftreten, aber auch nicht wie ein:e Bittsteller:in.

Foto: iStock.com/portishead1
Anschreiben:
Das gehört hinein:
Datum, Ort
Er wird in der E-Mail oft vergessen: der höfliche Gruß zum Abschluss. Als Bewerber:in ist es ratsam, einen Ton zu wählen, der respektvoll, aber nicht zu steif wirkt. Deshalb ist eine Formulierung wie „Hochachtungsvoll“ eher ungeeignet. Stattdessen sollte eine Balance zwischen Formalität und einer gewissen Leichtigkeit gefunden werden.
Tipp: Verabschiede dich „Mit freundlichen Grüßen“ oder auch „Mit freundlichem Gruß“. Damit sind Bewerber:innen auf der sicheren Seite. Ebenfalls denkbar: „Es grüßt Sie herzlich“ oder „Mit besten Grüßen“.
Eine gute Idee ist es, auch in die Grußformel eine individuelle Note einzubauen. Das geht, indem man auf den Standort des Empfängers oder der Empfängerin verweist. „Mit besten Grüßen nach Wien“, „Mit freundli-
Adresse des/der Empfänger:in
Adresse des/der Absender:in
Betreff (z.B. „Bewerbung als Trainee“, „Bewerbung für das Traineeprogramm“)
Anrede (z.B. „Sehr geehrter Herr Gruber“)
Einstieg (mit Einleitungssatz)
Hauptteil (inklusive Eigenwerbung, Bezug zum Unternehmen)
Schlussteil (evtl. mit möglichem Eintrittsdatum/Kündigungsfristen)
Grußformel (z.B. „Mit freundlichen Grüßen“)
Unterschrift
Anlagen (Lebenslauf, Zeugnisse, Zusatzqualifikationen)
Das gehört nicht hinein:
chen Grüßen nach Linz“, „Mit freundlichem Gruß in die Steiermark.“
Benutze aber bitte keine Abkürzungen wie LG oder MfG. Damit erweckst du den Eindruck, keine Lust oder Zeit mehr für einen vollständigen Gruß gehabt zu haben.
Das sogenannte AIDA-Modell liefert eine gute Orientierungshilfe für das Bewerbungsanschreiben: Erst Aufmerksamkeit erzeugen, dann Interesse wecken, Verlangen auslösen und eine Handlung initiieren. Es ist ein Verkäuferprinzip und als Bewerber:in steckt man in genau dieser Rolle.
A: Attention. Aufmerksamkeit erzeugen.
I: Interest. Interesse wecken.
D: Desire. Wunsch wecken, mehr über dich zu erfahren.
A: Action. Den/die Empfänger:in dazu bringen, dich zum Vorstellungsgespräch einzuladen.
Standardfloskeln („Mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige gelesen“)
Selbstverständlichkeiten (Teamfähigkeit, Einsatzbereitschaft, Ehrgeiz, …)
Konjunktiv („Ich könnte mir vorstellen“, „ich würde mich freuen“)
Gehaltsvorstellungen (nur, wenn verlangt!)
Informations-Overkill (nicht jede einzelne Station aus dem Lebenslauf ist interessant)
Es ist wichtig zu beachten, dass dein Anschreiben eine klare Struktur haben sollte, bestehend aus einer Einleitung, einem Hauptteil und einem Schluss. Vermeide einen wirren Text, der es dem/der Leser:in schwer macht, die enthaltenen Informationen zu erfassen. Ein unübersichtliches Anschreiben könnte fälschlicherweise den Eindruck erwecken, dass du eine chaotische Arbeitsweise hast
Anschreiben: Das ist wichtig
¤ Rechtschreibung /Grammatik
Faustregel Nummer eins: Achte auf korrekte Rechtschreibung. Wer Fehler an Fehler reiht, kegelt sich selbst aus dem Rennen. Am besten nochmal redigieren lassen – von Freund, Freundin, Vater, Mutter, Nachbar:in oder Kommiliton:in.
Fehlerfreies Deutsch ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit – auch nicht unter Uni-Absolvent:innen. Mit einer fehlerlosen Bewerbung lässt man einen Teil der Konkurrenz also schon mal hinter sich.
¤ Umfang
Das Anschreiben umfasst nicht mehr als eine Seite. Dies gilt insbesondere für Trainee-Bewerbungen. TraineeBewerber:innen sind meist in ihren Zwanzigern und haben damit noch keinen üppigen Lebenslauf.
HR-Manager:innen stehen oft unter erheblichem Zeitdruck und haben selten die Möglichkeit, sich ausführlich mit jeder Bewerbung zu beschäftigen. Daher ist es für Bewerber:innen besonders wichtig, die wesentlichen Punkte ihrer Qualifikation und Motivation klar und prägnant zu präsentieren.
Darauf achten:
Highlights setzen
Fehlerfrei schreiben
Korrekte/n Ansprechpartner:in nennen
Unterschrift nicht vergessen
Daten aktualisieren
Einheitliche Schriftart wählen
Lesefreundliche Schriftgröße wählen (11 oder 12)
Sauber formatieren
(Rand, Abstände, Absätze)
Auf eine Seite beschränken
Sorge dafür, dass Anschreiben und Lebenslauf in der gleichen Schriftart und -größe gestaltet sind. Unterschiedliche Schriftarten, wie Times New Roman für das Anschreiben und Arial für den Lebenslauf, können als Zeichen mangelnder Aufmerksamkeit und Sorgfalt gewertet werden.
Beim Verfassen deines Anschreibens gilt: Halte dich kurz und prägnant. Vermeide komplexe Sätze und setze auf klare, kraftvolle Aussagen. Aktive Formulierungen wirken dynamischer als passive. Der Gebrauch des Konjunktivs sollte ebenso vermieden werden wie das wiederholte Starten von Sätzen mit „Ich“.
Lange Aufzählungen im Fließtext können die Lesbarkeit mindern. Ob du gelegentlich Fachbegriffe oder Anglizismen verwendest, um deine Branchenkenntnisse hervorzuheben, bleibt dir überlassen und kann deiner Bewerbung eine individuelle Note verleihen.
¤ Individualität
Der/die Empfänger:in sollte wissen, dass nur er oder sie und sonst niemand dieses Anschreiben zu Gesicht bekommt. Keine Massenware produzieren!
Darum gehst du im Anschreiben auf die Anforderungen und Bedürfnisse dieses speziellen Arbeitgebers ein. Beispiel: Ein US-Unternehmen will in Österreich Fuß fassen. Wie kannst du der Firma dabei helfen? Wenn du beispielsweise schon ein Semester oder Praktikum in den USA absolviert hast, sollte das zwingend ins Anschreiben. Nenne auch ruhig den Namen des Unternehmens (aber nicht mehr als einmal) und flechte die eine oder andere aktuelle Info über die Firma ein.
Ein beliebter Fehler ist es, alte Daten zu „vergessen“. Wer etwa versäumt, in der Datumszeile 2020 durch 2024 zu ersetzen, zeigt, dass er eine alte Bewerbung auf Wiedervorlage gelegt hat.
Text: Sebastian Wolking
Nicht wenige basteln unentwegt an ihrem Lebenslauf. Ein Praktikum hier, ein Auslandsaufenthalt dort.
Das ist auch sinnvoll, denn der Lebenslauf ist oft das Element einer Bewerbung, das Arbeitgeber am meisten interessiert. Eine beeindruckende Vita kann die Chancen auf eine Stelle deutlich erhöhen. Doch was tun bei einer Lücke im Lebenslauf oder einer Kündigung in der Vergangenheit? Es gibt Möglichkeiten, den Lebenslauf vorteilhaft zu gestalten, ohne dabei die Wahrheit zu verbiegen oder Unwahrheiten zu erzählen …
Lebensläufe
sollen das Interesse des/der Recruiter:in wecken und einem einheitlichen Aufbau folgen.
kompakt
übersichtlich
einheitlich
antichronologisch

Der Lebenslauf steht im Mittelpunkt jeder Bewerbung, unabhängig davon, ob du dich als Trainee bewirbst oder für eine Führungsposition interessierst. Er zieht die Aufmerksamkeit der Personaler:innen auf sich, die meist zuerst die verschiedenen Stationen und Erfahrungen im Lebenslauf überfliegen, noch bevor sie sich dem Anschreiben zuwenden.
Der Lebenslauf sollte daher …
kompakt
übersichtlich
einheitlich
antichronologisch
aufgebaut sein. Üblich ist der tabellarische Lebenslauf. Er beinhaltet keine Fließtexte, sondern Stichworte. Je prägnanter, desto besser. Dabei hat sich die amerikanische (= antichronologische) Variante durchgesetzt. Du beginnst also mit deiner jüngsten (bzw. aktuellen) Station und arbeitest dich immer weiter in die Vergangenheit vor.
Übrigens: Immer mehr Unternehmen greifen im Recruiting-Prozess auf spezielle Software zurück. Algorithmen übernehmen so zum Teil die Vorauswahl. Sie orientieren sich dabei an den Informationen, die sie im Lebenslauf finden und analysieren können. Für Bewerber:innen bedeutet das: Wichtige Keywords einbauen, um nicht vorzeitig aussortiert zu werden. Das können je nach Stelle Fremdsprachenkenntnisse, Auslandsaufenthalte oder EDV-Kenntnisse sein. Bewerber:innen lesen die Stellenanzeige aufmerksam und richten Anschreiben sowie Lebenslauf danach aus.
Lebenslauf: Das gehört hinein
Diese Angaben gehören bei der Bewerbung in den Lebenslauf:
Persönliche Daten: Name, Geburtsdatum, Geburtsort, Staatsbürgerschaft
Bewerbungsfoto: Gehört in den Lebenslauf, optional auch auf das Deckblatt, nicht aber ins Anschreiben
Schulbildung: Besuchte Schulen mit Ort, Datum, Abschluss
Hochschulbildung: Absolvierte Studiengänge, besuchte Universitäten, Ort, Datum, Thema der Abschlussarbeit
Ausbildung: Art der Ausbildung, Betrieb, Ort, Datum
Beruflicher Werdegang: Arbeitgeber, Ort, Datum, Position, Art der Tätigkeiten
Zusätzliche Qualifikationen/ Weiterbildung: z.B. Workshops, Seminare, Programmiersprachen, Office-Kenntnisse, Zertifikate (etwa Zertifizierung als Scrum Master)
Fremdsprachen
Interessen und Hobbys
Ort, Datum
Unterschrift
Trainee-Anwärter:innen heben sich vor allem durch ihre akademische Ausbildung hervor. Eine Abschlussarbeit mit Bezug zur angestrebten Branche kann dabei besonders überzeugend wirken. Nicht weniger wichtig sind berufliche Erfahrungen. Ob es sich um Studentenjobs, Ferienarbeit oder eine Position als Werkstudent:in handelt – jede Erfahrung zählt und sollte hervorgehoben werden, um deine Eignung und dein Engagement für die Branche zu unterstreichen.
Nimm stichwortartig in den Lebenslauf auf: Name des Unternehmens, Positionsbezeichnung und Art der Tätigkeit. Beispiel: Du hast während des Studiums in einem Café gejobbt. Ein ganz normaler Studentenjob, den jeder prinzipiell einzuordnen weiß. Benenne trotzdem die grundlegende Art deiner Tätigkeiten. Zum Beispiel „Kundenberatung“, „Verkauf“, „Kundenservice“.
Vorteile: Es wertet die Tätigkeit auf. Außerdem kannst du Keywords unterbringen, die unter Umständen von der Unternehmenssoftware favorisiert werden. Für Trainees besonders relevant: alle Stationen, bei denen sie Führungskompetenzen nachweisen konnten.
Die Auswahl deiner Interessen und Hobbys sollte wohlüberlegt sein, um deine Bewerbung zu stärken. Bewirbst du dich beispielsweise als Trainee in einem Verlag, können Hobbys wie Lesen und Schreiben deine Leidenschaft für das Fachgebiet unterstreichen. Strebst du eine TraineeStelle in einem IT-Unternehmen an, kann das private Interesse an Computern und Technologie zeigen, dass deine Begeisterung über das Berufliche hinausgeht und du dich auch in deiner Freizeit gerne mit relevanten Themen auseinandersetzt.
Anderes Beispiel: Du bewirbst dich als Trainee bei einem Sportvermarkter. Die Info, dass du seit dem sechsten Lebensjahr Mitglied im Linzer ASK bist, darfst du gerne einstreuen. Immerhin belegt sie, dass du von klein auf eine hohe Sportaffinität hast. Bei anderen Arbeitgebern –ohne sportlichen Bezug – wäre dieser Hinweis fehl am Platz.
Und ein genereller Tipp: Es ist nicht nötig, sich durch außergewöhnliche Hobbys als besonders interessante Persönlichkeit darzustellen, indem du beispielsweise Extremsportarten wie Extreme-Snowboarding oder
Acro-Paragliding hervorhebst. Solche Aktivitäten könnten Arbeitgeber als Risiko ansehen, vor allem in Bezug auf mögliche Verletzungen und daraus resultierende Arbeitsausfälle. Andererseits kann die Erfahrung als Fallschirmtrainer:in durchaus positiv wirken, da sie Führungsverantwortung signalisiert, die besonders für Trainee-Positionen von Bedeutung ist. Es ist also ratsam, deine Interessen und Hobbys situationsgerecht und bedacht zu wählen.
Lebenslauf: Das gehört nicht hinein
Was du im Lebenslauf lieber weglässt:
Eltern: Dass deine Mutter Lehrerin ist und dein Vater LKWFahrer – irrelevant.
Gehaltsvorstellungen: Die kommen ausschließlich ins Anschreiben – sofern verlangt.
Religiöse und politische Ansichten: Zum Beispiel die Mitgliedschaft in einer Partei. Es sei denn, du bewirbst dich bei einem Arbeitgeber, bei dem

dieser Punkt von Bedeutung ist: bei einer Partei selbst, in der Gewerkschaft etc.
Arbeitslosigkeit: Sollte sich die Episode gar nicht überdecken lassen, dann schreibe wenigstens „arbeitsuchend“. Das klingt aktiver.
Kündigungen: Dass dir gekündigt wurde, muss niemand wissen.
Lebenslauf: Das ist wichtig
¤ Vollständigkeit herstellen
Zu jeder beruflichen Station, die du in den Lebenslauf aufnimmst, sind

Nimm dir für Erstellung und Aktualisierung deines Lebenslaufs ausreichend Zeit – er ist das Herzstück deiner Bewerbung!
folgende Angaben von Interesse: Anfangs- und Enddatum, Arbeitgeber, Position, Ort, Art der Tätigkeit.
Die Stationen beschränkst du zeitlich auf die Monatsangaben, also so:
02/2021 – 04/2022 Praktikum bei der ABC AG in Wien
Und liste die einzelnen Stationen nicht nur auf, sondern versehe sie auch mit den Tätigkeiten, die du dort ausgeübt hast. Das aber nur in kurzen Stichworten. Und nur diejenigen, die für die angestrebte Stelle relevant sind. Beispiel:
01/2021 – 12/2021: Tätigkeit als Kontakter:in bei der ABC AG in
Wien, Tätigkeiten: Dokumentation, Kundenbetreuung, Akquise.
¤ Namen ausschreiben
Der Lebenslauf ist eine Übersicht in Listenform und mit Stichpunkten. Das heißt aber nicht, dass du ihn nur mit bruchstückhaften Informationen füllst. Das beginnt beim Namen des Unternehmens: Als früheren Arbeitgeber also nicht UNIMAG, sondern UNIMAG GmbH schreiben. Das schafft Klarheit und ist professioneller.
¤ Lücken füllen
Berufseinsteiger:innen haben einen Vorteil: Ihr Lebenslauf lässt sich



meist lückenlos zusammensetzen. Schule, Uni, dazwischen Praktika, das war’s. Bei älteren Bewerber:innen gleicht der Lebenslauf einem Puzzle. Hier fehlt ein Stück, dort ein anderes. Wegen Arbeitslosigkeit, längerer Krankheit oder Pflege der Eltern zum Beispiel – oder etwas viel Banalerem.
Grundsätzlich solltest du darauf achten, Lücken im Lebenslauf zu schließen oder notfalls zu kaschieren. Beispiel: Du warst nach der Schule sechs Monate in Australien. Privat, zum Backpacken und Ausspannen. Dann ruhig diese Station unter dem Punkt Auslandserfahrung abspeichern und kurz darlegen, was sie dir gebracht hat. Verbessertes Englisch, Persönlichkeitsentwicklung, interkulturelle Kompetenzen.
Bei anderen Lücken kannst du auf Ausschmückungen komplett verzichten. Beispiel: Du hast nach dem Schulabschluss mehrere Monate gar nichts gemacht, weil du in der Zeit auf die Zusage der Uni gewartet hast. Die kam dann schlussendlich auch. Problem gelöst, nähere Erklärung überflüssig.
Eine Lücke entsteht wohlgemerkt erst, wenn du drei Monate hintereinander ohne jedwede Tätigkeit bist. Alles andere ist nicht erklärungsbedürftig.
¤ Ballast abwerfen
Straffe deinen Lebenslauf – und befreie ihn von allen irrelevanten Informationen und Stationen. Zum Beispiel vom einwöchigen Schülerpraktikum in der 8. Klasse. Nicht jedes Hobby ist interessant, nicht jede Fähigkeit Gold wert. Bringe nur die Infos, die für das Traineeprogramm eine Rolle spielen – so präzise und übersichtlich wie möglich.
¤ Einheitlichkeit schaffen
Ein verspieltes Layout ist für Bewerber:innen kein Erfolgsrezept. Auch hier gilt wieder: lieber übersichtlich als schön. Die Schrift sollte gut lesbar sein, also mindestens Größe 11 haben. Wähle eine klare Schriftart (z.B. Helvetica). Und das Design von vorne bis hinten durchhalten und nicht mittendrin Schriftart, Größe oder Zeilenabstände wechseln.
¤ Ehrlichkeit bewahren
Manche Bewerber:innen stellen ihre Fähigkeiten in Bewerbungen besser dar, als sie tatsächlich sind. HR-Manager:innen sind sich dieses Umstands durchaus bewusst, wie regelmäßige Umfragen zeigen. Zwischen einer kleinen Beschönigung und ernsthaftem Betrug liegt jedoch ein großer Unterschied. Eine leichte Aufbesserung der Sprachkenntnisse mag noch als harmlose Übertreibung durchgehen, doch das Fälschen von Zeugnissen oder Noten fällt eindeutig unter Betrug und kann rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, ganz zu schweigen von den moralischen Aspekten.
Selbst bei kleineren Übertreibungen ist Vorsicht geboten. Früher oder später könnte zutage treten, dass du beispielsweise nicht in der Lage bist, Kund:innen in Spanien zu betreuen – möglicherweise offenbart sich dies sogar während des Vorstellungsgesprächs, sollte das Gespräch unerwartet ins Spanische wechseln.
Lebenslauf: Diese Rolle spielt das Foto
Obwohl es mittlerweile eine wachsende Anzahl an Unternehmen gibt, die Wert auf anonymisierte Bewerbungen legen und somit kein Foto fordern, spielt das Bewerbungsfoto bei vielen anderen Arbeitgebern noch immer eine wichtige Rolle. Es unterstützt dabei, einen ersten persönlichen Eindruck zu gewinnen, und kann sowohl fachliche als auch persönliche Eigenschaften vermitteln.
Ein sympathisches und kompetentes Auftreten auf dem Foto kann die Chancen auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch signifikant erhöhen, selbst wenn es nicht immer der objektiven Realität entsprechen sollte. Dies ist teilweise auf unbewusste Wahrnehmungsprozesse und Vorurteile zurückzuführen.
Deshalb: Wenn ein Foto Teil der Bewerbung sein soll, achte darauf, dass es von hoher Qualität ist und professionell wirkt. Es wird üblicherweise rechts oben im Lebenslauf platziert und sollte etwas größer als ein Passfoto sein.
Gleichzeitig solltest du dich vorab informieren, ob das Unternehmen, bei dem du dich bewirbst, eine Bewerbung mit oder ohne Foto bevorzugt, um den Anforderungen und der Unternehmenskultur entsprechend zu handeln.
Die besten Tipps für das Bewerbungsfoto:
¤ Fotograf:in
Investiere lieber ein paar Euro mehr und gehe zum Profi. Keine Selfies, keine schlecht gemachten Selbstporträts. Fotograf:innen wissen, wie sie dich in Szene setzen und das Bild ausleuchten müssen. Nur Könner:innen sollten das Bewerbungsfoto selbst schießen und bearbeiten.
¤ Aktualität
Älter als ein oder zwei Jahre sollte ein Bewerbungsfoto nicht sein. Für Trainee-Bewerber:innen liegt die Toleranzgrenze eher noch darunter. Denn: Sie befinden sich in einem jungen Alter, in dem sich das Aussehen vergleichsweise schnell ändert. Deckt sich die Optik auf dem
Foto: iStock.com/Aramyan


Foto nicht mit deiner Erscheinung im Vorstellungsgespräch, wirft das ein schlechtes Licht auf dich. War dir etwa das Unternehmen ein neues Foto nicht wert? Ist der Rest der Bewerbung vielleicht auch veraltet?
¤ Kleidung
Trage etwas Angemessenes, in dem du dich zugleich wohlfühlst. Tipp: Ziehe etwas an, das sich mit dem Dresscode des Unternehmens deckt. Den kennst du nicht? Dann suche einfach nach Mitarbeiter:innen bei

Xing und LinkedIn und schaue dir deren Profilfotos etwas genauer an.
¤ Ausstrahlung
Nicht verkrampfen, nicht stocksteif dastehen. Eine leichte Körperdrehung symbolisiert Dynamik. Kreuze die Arme am besten einfach vor dem Oberkörper. Nicht grinsen, aber auch nicht mürrisch gucken. Leicht lächeln, so natürlich wie möglich.
Text: Sebastian Wolking
Obwohl es mittlerweile eine wachsende Anzahl an Unternehmen gibt, die Wert auf anonymisierte Bewerbungen legen und somit kein Foto fordern, spielt das Bewerbungsfoto bei vielen anderen Arbeitgebern noch immer eine wichtige Rolle.Wenn du ein Foto inkludierst, achte darauf, dass es von hoher Qualität ist und professionell wirkt.
Diese Fehler im Lebenslauf vermeiden:
Zu viel Text
Layout aus dem Internet kopiert
Fehlende Übersichtlichkeit
Uneinheitliche Formatierung (Schriftart, -größe etc.)
Altes oder unprofessionelles Bewerbungsfoto
Zu viele oder zu große Lücken
Unterschrift vergessen
Das Vorstellungsgespräch ist eine aufregende Gelegenheit, sich von seiner besten Seite zu zeigen.
Es kann eine positive und bereichernde Erfahrung sein. Zwar kann der Gedanke daran zunächst etwas Nervosität hervorrufen, doch ist es auch eine Chance, seine Fähigkeiten und Leidenschaften zu präsentieren. Durch sorgfältige Vorbereitung können sich Bewerber:innen selbstbewusst und gelassen präsentieren. Jedes Vorstellungsgespräch ist auch ein Dialog, bei dem nicht nur die Qualifikationen, sondern auch die Persönlichkeit und Begeisterung für die Position zum Ausdruck gebracht werden.

Jetzt beginnt der spannende Abschnitt der Bewerbung: In einer persönlichen Begegnung hast du die Chance, mit einer oder mehreren Personen ins Gespräch zu kommen. Diese Phase ist eine großartige Gelegenheit, deine Qualifikationen und Persönlichkeit zu präsentieren, und zu zeigen, warum du die perfekte Besetzung für das Traineeprogramm bist. Obwohl jedes Vorstellungsgespräch seine eigenen Nuancen hat, folgen sie in der Regel einem ähnlichen Ablauf:
1. Begrüßung („Hallo und herzlich willkommen“)
2. Smalltalk
(„Schönes Wetter heute …“)
Foto: iStock.com/eclipse_images

Was im Vorstellungsgespräch, neben Pünktlichkeit, noch wichtig ist, zeigen wir dir auf den folgenden Seiten.
3. Kennenlernen („Wer sind Sie und was können Sie?“)
4. Präsentation („Das sind wir und das erwarten wir von Ihnen.“)
5. Rückfragen („Haben Sie noch Fragen?“)
6. Abschluss („Schön, dass Sie da waren.“)
7. Verabschiedung („Auf Wiedersehen. Wir melden uns.“)
Vorstellungsgespräch:
Darum geht es
Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch! Deine Einladung zum Vorstellungsgespräch ist ein deutliches Zeichen für deinen Erfolg und dafür, dass du bereits einen bedeutenden Schritt nach vorne gemacht hast. Das Unternehmen hat Interesse an dir!
Jetzt hast du die aufregende Chance zu zeigen, dass du und die angebotene Position perfekt zueinander passen. Dabei geht es im Wesentlichen um diese drei Aspekte:
¤ Kompetenz
Bringst du die Fähigkeiten mit, die das Unternehmen benötigt? Hier sind vor allem die harten Skills von Interesse: Ausbildung, Wissen, Vorerfahrung, einzelne Kompetenzen wie Sprachen oder IT-Kenntnisse.
¤ Persönlichkeit
Bist du charakterlich für eine Trainee-Stelle geeignet? Dabei kommt es eher auf die berühmten Soft Skills an: Kommunikations- und Teamfähigkeit, Führungspotenzial, interkulturelle Kompetenzen.
¤ Cultural Fit
Bist du die perfekte Ergänzung für das Unternehmen und die Branche?
Deine fachliche Kompetenz steht außer Frage, doch ebenso wichtig ist es, dass deine Persönlichkeit und Werte mit dem Unternehmen harmonieren. Das intuitive Gefühl des Recruiters oder der Recruiterin spielt dabei eine wichtige Rolle, genau wie die gegenseitige Sympathie. Eine positive und authentische Ausstrahlung kann deine Chancen erheblich verbessern und ist oft der Schlüssel zum Erfolg.
Vorstellungsgespräch:
Das ist wichtig
¤ Kleidung
In den verschiedenen Berufsfeldern variieren die Kleidungsstile von klassisch bis hin zu kreativ. Diese Tendenz, so allgemein sie auch klingen mag, reflektiert die unterschiedlichen Standards innerhalb der Branchen. Als Trainee-Kandidat:in bist du mit einer Auswahl an formeller Kleidung, die sich auf bis zu drei Farben beschränkt, immer gut beraten.
Geheimtipp: Wer mit einem auffälligen Accessoire aus dem Rahmen fällt, signalisiert Stärke. Das konnten US-Wissenschaftler:innen bereits nachweisen. Beispiele sind bunte Socken oder ein extravaganter Schal. So bleiben Bewerber:innen außerdem in Erinnerung. Riesenvorteil!
¤ Pünktlichkeit
Pünktlichkeit zeigt dem Unternehmen und dem/der Recruiter:in, dass du zuverlässig und respektvoll bist und die Traineeposition willst. Wer auf Nummer sicher gehen will, stellt sich zwei Wecker und fährt den Weg vorher schon einmal ab.
¤ Eindruck
Jeder weiß um die Bedeutung des ersten Eindrucks. Im Vorstellungs-

gespräch muss es zwar nicht Liebe, aber wenigstens Sympathie auf den ersten Blick sein. Was hilft, sie herzustellen: ein kräftiger Händedruck (aber nicht die Hand des Gegenübers auspressen!), Blickkontakt halten, freundlich lächeln. Ist gar nicht so schwer. Gerne vorher einüben.
Auf den Fingernägeln kauen, mit den Händen spielen, die Augen rollen, breitbeinig dasitzen oder gar
Mit guter Vorbereitung
kann man sich selbst die Nervosität nehmen.

Foto: iStock.com/Prostock-Studio
gähnen – das sind Dinge, die du während des Vorstellungsgesprächs lieber nicht tun solltest. Aber: Du musst auch nicht wie eine Wachsfigur auf deinem Stuhl kleben. Du bist ein Mensch aus Fleisch und Blut. Und wenn es sein muss, dann fuchtelst du halt auch mal mit den Armen herum oder kratzt dich am Hinterkopf. Konzentriere dich auf deine Grundhaltung und darauf, die ganz großen Fettnäpfchen zu umgehen.
Vorstellungsgespräch: So bereitest du dich vor
¤ Informationen sammeln
Zuerst die Basics: Was macht das Unternehmen eigentlich genau? Wo hat es Standorte? Wie viele Mitarbeiter:innen? Welche Geschichte? Diese Informationen sammelt man bequem auf der Firmenhomepage. Dann gibt es die tagesaktuellen Nachrichten. Dafür bietet sich ein Suchauftrag bei Google News an – und auch ein Blick in die SocialMedia-Kanäle des Unternehmens. Ist der Aktienkurs gerade abgestürzt
oder in die Höhe geschossen? Soll ein Werk geschlossen oder eines neu gebaut werden? Gibt es Produkte, die neu auf dem Markt sind? Wer hier den Ahnungslosen mimt, sammelt fleißig Minuspunkte. (Elementares) Hintergrundwissen ist Pflicht.
Der/die Personaler:in hat sich also deine Bewerbung angeschaut und dich zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Versetze dich in ihre Lage. Wenn du sie wärst, was würdest du dich fragen? Was würde dich stutzig machen? Was würdest du genauer wissen wollen? Schaue dir deine eigene Bewerbung vor dem Gespräch noch einmal ganz genau an. Das hilft schon, eine ungefähre Vorstellung vom Verlauf des Gesprächs zu bekommen.
Ein Vorstellungsgespräch startet oft im Plauderton. Dies dient nicht nur dazu, eine angenehme Atmosphäre zu schaffen, sondern bietet auch die Chance, von Beginn an einen positiven Eindruck zu hinterlassen. Es zeigt, wie sich der/die Bewerber:in verhält und was sie oder er so sagt. Smalltalk liegt aber nicht jedem. Gut möglich, dass du auf dem falschen Fuß erwischt wirst und keinen Ton herausbekommst. Einen Blackout hat schließlich jeder mal. Wer sich zur Hochrisikogruppe zählt, darf ruhig ein paar Sätze vorbereiten.
Starte doch einfach ungefragt mit einem Satz wie: „Ich muss gestehen, ich war gestern Abend schon ziemlich nervös. Ich bin beim Filmeabend gar nicht auf dem Sofa eingeschlafen wie sonst immer.“ Das wirkt sympathisch und humorvoll. Punkt für dich!
Wer hochgradig nervös ist, darf sogar schon vorher ansetzen – bei der Begrüßung. „Grüß Gott, Frau Huber. Schön, Sie kennenzulernen.“ Kurz und knackig zu Hause zwei-, dreimal aufsagen – damit wäre auch das Risiko gebannt, dass du zu Beginn nur zähflüssige Wortfetzen herausstammelst.
Gute und geübte Smalltalker können sich all das freilich sparen. Aber Achtung: Offenheit gilt gemeinhin zwar als positiver Charakterzug. Aber Dampfplauder:innen nimmt man oft auch als wenig vertrauenswürdig, unzuverlässig und undiszipliniert wahr. Halte dich mit privaten Details im Vorstellungsgespräch lieber zurück.
¤ Antworten vorbereiten
Die Frage nach den eigenen Schwächen gehört zu den Klassikern im Vorstellungsgespräch und bietet eine wunderbare Gelegenheit, Selbstreflexion und Entwicklungsbereitschaft zu zeigen. Bereite auf solche Standardfragen (siehe Seite 58) eine durchdachte Antwort vor und übe sie vor dem Spiegel, um natürlich und überzeugend zu wirken – ohne sie
auswendig zu lernen wie ein:e Neuntklässler:in.
Außerdem wichtig: deine wichtigsten Stationen und Erfolge. Was hast du vorzuweisen und wie hast du es gemacht? Überlege dir vorab kurze Anekdoten und Episoden, die du zum Besten geben könntest. Spontaneität ist eine Kunst, mit der nur die wenigsten gesegnet sind. Warum solltest du dich darauf verlassen, wenn du auch üben kannst?
Klar ist aber auch: Nicht jede Frage lässt sich vorab entschärfen. Brainteaser oder Provokationen, mit denen der/die Personaler:in dich kitzeln und aus der Reserve locken will, ahnt man nur schwer voraus. Ein Stück weit musst du dich dann doch auf deine Improvisatonskünste verlassen. Aber auch darauf kannst du dich ja mental schon einstellen.
¤ Rückfragen überlegen
Im Vorstellungsgespräch zählt jede Frage – und jede Antwort. Keine Rückfragen zu stellen, könnte als mangelndes Interesse interpretiert werden, während durchdachte und relevante Fragen deine Kompetenz

und dein Engagement unterstreichen. Nutze also die Chance, mit intelligenten Fragen zu glänzen und deiner Bewerbung für die Stelle zusätzlichen Nachdruck zu verleihen.
Aber welche Fragen sollte man stellen? Ganz bestimmt nicht diese:
„Was stellt Ihr Unternehmen eigentlich genau her?“, „Haben Sie auch einen Standort in New York?“, „Kann ich in den ersten Monaten schon Urlaub nehmen?“, „Ist es verboten, während der Arbeit auf Facebook zu surfen?“
Bessere Rückfragen wären beispielsweise:
„Was erwarten Sie genau von mir als Trainee?“
„Wie definieren Sie Erfolg für diese Position?“
„Warum arbeiten SIE für dieses Unternehmen?“
„Haben Sie diese Trainee-Stelle neu geschaffen?“
„Wer ist mein:e direkte:r Vorgesetzte:r?“
„Welche Stationen werde ich als Trainee durchlaufen?“
„Welche Herausforderungen kommen in den ersten 90 Tagen auf mich zu?“
„Wie werden Talente bei Ihnen gefördert?“
„Wie ist der weitere Ablauf?“
„Wie viele Trainees haben Sie bislang übernommen?“
Übrigens: Du musst gar nicht warten, bis der/die Personaler:in dich zu Rückfragen auffordert. Wirf ruhig schon vorher Fragen ein.
Vorstellungsgespräch: Diese Fragen stellt man Bewerber:innen
Es gibt die Standardfragen wie:
Was haben Sie bisher gemacht?
Was sind Ihre Stärken?
Was sind Ihre Schwächen?
Die größten No-Gos:
Handy anlassen
Keine Rückfragen stellen
Text aufsagen
Auf die Uhr schauen
Arroganz ausstrahlen
Blickkontakt vermeiden
Schlaffen Händedruck anbieten
Unpünktlich sein
Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wie würden Ihre Freund:innen Sie beschreiben?
Einige dieser Fragen werden definitiv aus der Schublade geholt. Vorteil: Du kannst dich gut auf sie vorbereiten, schon zu Hause eine grobe Antwort schnitzen.
Vermutlich wirst du auch mit unerwarteten Fragen konfrontiert. Die Vielfalt und Kreativität der HR-Mitarbeiter:innen sorgen dafür, dass Interviews lebendig und dynamisch sind. Einige Interviewer:innen möchten dich vielleicht etwas herausfordern oder zum Nachdenken anregen. Sieh dies als eine Chance, dich von deiner anpassungsfähigen und nachdenklichen Seite zu zeigen, und bereite dich mental auf solche Momente vor.
Beispiele:
Was hat Ihnen an Ihrem/Ihrer bisherigen Chef:in nicht gefallen?
Wie müsste Ihr:e Lieblingskolleg:in sein?
Welche Eigenschaften stören Sie an Kolleg:innen?
Welchen Wert geben Sie sich auf einer Skala von 1 bis 10 für Konfliktfähigkeit?
Wie wollen Sie versuchen, in Zukunft konfliktfähiger zu werden? (Anschlussfrage)
Wann sind Sie zum letzten Mal richtig wütend geworden?
Welche Eigenschaft würden Sie gerne an sich ändern?
Was war Ihre bisher größte berufliche Niederlage?
Hier fällt die Beantwortung schon schwerer. Grundregeln, die du bei jeder Frage beherzigen solltest: Niemals über ehemalige Chef:innen oder Kolleg:innen lästern. Immer versuchen, den Fokus in die Zukunft zu richten – also aufzeigen, wie du dich verbessern willst. Eigenmarketing betreiben, aber dabei nicht zu perfektionistisch sein.
Beispiel: Als deine größte Schwäche nennst du bitte nicht Ungeduld. Nenne eine echte Schwäche und keine vermeintliche Stärke, sonst machst du dich unglaubwürdig.
Jeder Mensch hat Schwächen. Du musst ja nicht gerade sagen, dass du unehrlich, faul oder hinterhältig bist. Möglicherweise outest du dich als mittelmäßiger Netzwerker – mit dem Hinweis, dass du dir fest vorgenommen hast, daran in Zukunft zu arbeiten.
Text: Sebastian Wolking
Immer mehr Unternehmen setzen auf Online-Assessments im Bewerbungsprozess.
Diese bieten dir die Chance, von zu Hause aus deine Fähigkeiten, insbesondere im logischen Denken, unter Beweis zu stellen. Das Ziel ist, die Stärken der Bewerber:innen frühzeitig zu erkennen und ein Match mit den Anforderungen der Stelle zu finden. Was im Online-Assessment gefragt wird und wie du dich optimal darauf vorbereiten kannst, erfährst du hier. Mit einigen Tipps wird die Online-Prüfung für dich zu einer gut machbaren Herausforderung. Bereite dich mental darauf vor und nutze diese Gelegenheit zu glänzen.

Das Online-Assessment dient einem klaren Ziel: Es unterstützt das HRTeam effizient bei dem Auswahlprozess der Bewerber:innen, was eine erhebliche Zeitersparnis bedeutet. Zwar nutzen nicht alle Unternehmen diese Methode, doch ihre Beliebtheit und Verbreitung nehmen zu.
Typischerweise findet das OnlineAssessment statt, nachdem die Bewerbungsunterlagen übermittelt wurden, aber bevor es zum Vorstellungsgespräch kommt. Basierend auf den Unterlagen, wie zum Beispiel dem Lebenslauf, trifft das Unternehmen eine erste Auswahl der
Kandidat:innen, die zum OnlineAssessment eingeladen werden. Diejenigen, die auch diese Hürde überwinden, erhalten die Chance auf ein persönliches Vorstellungsgespräch.
Somit ist das Online-Assessment eine wichtige, jedoch nur eine von mehreren Stufen im Bewerbungsprozess auf dem Weg zur angestrebten Position. Sinn und Zweck des Online-Assessments ist es, die grundsätzliche Eignung der Bewerber:innen zu prüfen. Dabei sind vor allem diese Aspekte wichtig:
Motivation
Persönlichkeit
Arbeitsweise Teamfähigkeit Wissen Kompetenz Intelligenz
Neben derartigen Eignungstests bieten viele Unternehmen auch sogenannte Self-Assessments an. Die Bewerber:innen sollen dadurch herausfinden, ob ihnen der Job Spaß machen könnte. Sie durchlaufen am Bildschirm mehrere Stationen, werden mit reellen Arbeitssituationen konfrontiert und sollen Aufgaben lösen – ganz ohne Bewertung oder Punktvergabe.
Wer sich mit dem Berufsprofil gar nicht identifizieren mag, kann darauf verzichten, den Bewerbungsprozess fortzusetzen – auch das also ein indirektes Mittel zur Vorauswahl.
Online-Assessment: Wie läuft es ab?
Beim Online-Assessment handelt es sich um ein webbasiertes Verfahren, das der/die Bewerber:in zu Hause vor dem Rechner durchläuft. Zunächst erhält er oder sie vom Unternehmen eine E-Mail mit den Zugangsdaten. Damit loggt der/die Kandidat:in sich im System ein und beantwortet nacheinander verschiedene Fragen und löst Testaufgaben.
Oft gibt es ein Zeitlimit, manchmal auch nicht. Aber unterbrechen können Teilnehmer:innen das Assessment in der Regel nicht. Tipp: Viele Unternehmen bieten Beispielaufgaben an. So können Kandidat:innenvorab üben, ohne den ganzen Prozess in Gang zu setzen.
Das Online-Assessment ist ein entscheidender Schritt im Auswahlprozess. Wer hier überzeugt, bleibt im Rennen um die Position. Online-
Assessments sind standardisiert und bieten somit gleiche Bedingungen für alle Bewerber:innen. Das sorgt nicht nur für Fairness, sondern gewährleistet auch die Vergleichbarkeit der Ergebnisse.
Das Online-Assessment allein bestimmt nicht über den Ausgang deiner Bewerbung. Es ist vielmehr eine wertvolle Hilfestellung für das Unternehmen, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können. Die Mitarbeiter:innen in der Personalabteilung nutzen die Ergebnisse als einen von mehreren Faktoren, um ein umfassendes Bild der Bewerber:innen zu erhalten. Du kannst davon ausgehen, dass die Ergebnisse des Assessments sorgfältig in die Gesamtbeurteilung einfließen und einen wichtigen Beitrag leisten.
Online-Assessment: Das wird abgefragt
Jedes Online-Assessment hat seinen eigenen Charakter, geprägt durch die spezifischen Anforderungen und Ziele des jeweiligen Unternehmens. Die Schwerpunkte des Assessments können je nach Branche, Unternehmensgröße, Produktpalette und sogar dem Entwickler der Software variieren.
Diese Vielfalt ermöglicht eine maßgeschneiderte Bewertung, die genau auf die Bedürfnisse des Unternehmens und die spezifischen Eigenschaften der Stelle zugeschnitten ist.
Diese Aspekte werden in Online-Assessments häufig getestet:
Allgemein- und Fachwissen
Logisches und analytisches Denken
Sprachverständnis
Mathematik und Zahlenverständnis
Interessen
Führungseigenschaften
Situationssimulation
Präferenzen des Arbeitsumfelds
Hier einige Beispiele. Achtung: Es handelt sich um fiktive Beispielaufgaben. Dass dir diese genauso im Online-Assessment begegnen, ist nahezu ausgeschlossen.
Mathematik und Zahlenverständnis
Relativ beliebt sind Prozentrechnungen. Beispiel: „Sie erhalten eine Gehaltserhöhung von 2,5 Prozent. Ihr Gehalt betrug bislang 2.500 Euro. Wie hoch ist Ihr Gehalt nach der Gehaltserhöhung?“ Das solltest du im Kopf können. Andererseits ist es nicht verboten, einen Taschenrechner parat zu haben. Richtige Antwort: 2.562,50 Euro.
Weniger hilfreich ist der Taschenrechner allerdings bei Zahlenreihen. Eine solche Zahlenreihe könnte lauten: 3-6-9-12-x. „Bitte vervollständigen Sie die Reihe.“ In diesem Fall kinderleicht, jedes Mal wird die Ursprungszahl mit drei addiert. An die Stelle des x kommt also die Zahl 15. Es geht aber auch eine Spur komplexer. Zum Bei-
spiel: 15-45-40-120-115-x. Die erste Zahl mit drei multiplizieren, danach fünf subtrahieren und wieder von vorne. Das x beträgt somit 345.
Noch eine Mathe-Aufgabe: „Wie viele Stunden und Minuten sind 21.600 Sekunden?“ Hier ist die Herleitung wichtig. Eine Stunde besteht aus 60 Minuten, jede Minute aus 60 Sekunden. Somit hat jede Stunde 3.600 Sekunden. Wenn du nun 21.600 durch 3.600 dividierst, kommst du auf genau sechs Stunden.
Sprachverständnis
Ein gutes Sprachgefühl erleichtert dir die Kommunikation im Arbeitsalltag. Ganz praktisch beim E-Mailen, Telefonieren, Zoomen oder Whatsappen. Und wer sich selbst in den Bewerbungsunterlagen gute Kommunikationsfähigkeiten bescheinigt, sollte sie auch nachweisen können.
Beispielaufgabe: Welches Wort hat eine ähnliche Bedeutung wie ‚kolossal‘? Antwortmöglichkeiten: verblüffend – ehrfurchtsvoll – fantastisch – gewaltig – einzigartig. Gar nicht so leicht. Richtige Antwort: gewaltig. Auch vermeintlich einfache Rechtschreibübungen können vorkom-

Jedes OnlineAssessment ist anders. Welche Schwerpunkte es setzt, entscheidet das jeweilige Unternehmen. Die Inhalte können von der Branche, Größe oder den Produkten des Unternehmens abhängen – und auch von der Firma, die die Software produziert hat.

men. Beispiel: „Welche ist die korrekte Schreibweise?“ Ein bisschen besser – Ein Bisschen besser – Ein bißchen besser – Ein bischen besser. Korrekte Antwort: Ein bisschen besser.
Fremdsprachenkenntnisse
Speziell in Führungspositionen sind sie ein Must-have. Im OnlineAssessment können Fremdsprachenkenntnisse ebenfalls abgefragt werden. Am einfachsten geht das, indem der Arbeitgeber das Assessment komplett in englischer Sprache durchführt.
Logisches Denkvermögen
Logik und Analytik könnte man als Querschnittsfach umschreiben. Es vereint Sprache, Zahlen, Wissen, Reaktionsschnelligkeit.
Beispielaufgabe: „Läufer A ist langsamer als Läufer C. Läufer D ist langsamer als Läufer B, aber schneller als Läufer C. Welcher Läufer ist am schnellsten?“ Spaßvögel würden vermutlich antworten: Usain Bolt. In diesem Fall aber lautet die Lösung: Läufer B ist am schnellsten.
Oder: „Welche zwei Wörter lassen sich einem gemeinsamen Oberbegriff zuordnen?“ Auswahlmöglichkeiten: Büro – Computer – Schreibtisch –Papier – Telefon – Sekretärin. Richtige Antwort: Computer und Telefon. Es sind beides technische Geräte.
Auch Matrizentests sind populär, mit denen deine kognitiven Fähigkeiten getestet werden. Dabei handelt es sich um Aufgaben, für die es keine einheitlichen Lösungsmuster gibt. Auch Allgemeinwissen, Sprachgefühl oder Zahlenverständnis helfen dir nicht weiter. Du musst beispielsweise in Figuren- und Symbolenreihen Muster und Regeln erkennen und diese richtig anwenden.
Folgt man so mancher Expertenstimme, dann nimmt das Allgemeinwissen in der Gesellschaft kontinuierlich ab. Ein Grund: Es ist dank Smartphones immer und überall abrufbar – und somit gar nicht mehr notwendig. Im Bewerbungsverfahren spielt es durchaus noch eine Rolle, mitunter auch im OnlineAssessment.
Fragen zum Allgemeinwissen könnten sein:
Wo steht das Kolosseum?
Wie heißt die Hauptstadt von Norwegen?
Wer schrieb das Theaterstück Hamlet?
Wie viele Nachbarländer hat Österreich?
Seit wann gilt der Euro als alleiniges Zahlungsmittel in Österreich?
Tipp: Auf Quiz-Apps auf dem Smartphone können Bewerber:innen trainieren und ihr Wissen auffrischen.
Business Case
Auch branchenspezifisches Fachwissen wird im Online-Assessment gerne abgefragt. In diese Rubrik gehört auch der Business Case. Dabei müssen Bewerber:innen eine Aufgabenstellung lösen, die sich an den Herausforderungen des Unternehmens orientiert. Der Business Case ist übrigens auch im physischen Assessment Center populär.
Denkbar auch, dass aktuelle Entwicklungen im Business Case Berücksichtigung finden. Beispiel: „Inwiefern wirken sich Sanktionen gegen Russland negativ auf das Geschäft unseres Unternehmens aus?“
Self-Assessment
Die Self-Assessments dienen vorrangig dem Bewerber oder der Bewerberin selbst – und indirekt auch dem Unternehmen. In Videos stellen sich echte Mitarbeiter:innen vor, unternehmen mit dem Kandidaten oder der Kandidatin einen virtuellen Rundgang durchs Büro und stellen ihm oder ihr den künftigen Arbeitsplatz in spe vor.
Die Aufgaben im Test dienen nicht nur dazu, deine Motivation zu bewerten, sondern auch dazu, dich von der Attraktivität der Stelle zu überzeugen. Solltest du feststellen, dass der Arbeitsplatz nicht deinen Vorstellungen entspricht, ist es ebenso vorteilhaft für dich und das Unternehmen, wenn du dich gegen eine weitere Bewerbung entscheidest. So sparen beide Seiten Zeit und Ressourcen – eine Win-win-Situation.
Online-Assessment: 4 Tipps
¤ Wohlfühlatmosphäre
Das Online-Assessment bietet dir den Komfort, es in deiner vertrauten Umgebung zu Hause absolvieren zu können. Trotzdem sind Konzentration und Fokus gefragt.
Um optimale Bedingungen zu schaffen, empfiehlt es sich, Störquellen wie Fernseher, Radio und Handy zu minimieren, eine ruhige Atmosphäre zu gewährleisten und eine ergonomische Sitzhaltung einzunehmen – vermeide es, mit dem Laptop auf der Couch zu sitzen. Wähle einen Zeitpunkt, an dem du ungestört bist, fernab von der Unruhe eines
Cafés. Achte auch auf eine angenehme Raumtemperatur. Kurz gesagt: Schaffe dir eine Umgebung, die deine Konzentration fördert und dir ermöglicht, dein Bestes zu geben.
¤ Technik
Das Smartphone ist heute ein Alleskönner. Das Online-Assessment sollte man aber nach Möglichkeit doch vor einem größeren Monitor durchlaufen. Auf einem Laptop oder Desktop-PC sieht man schlichtweg besser. Dadurch ist auch die Gefahr geringer, sich aus Versehen zu verklicken.
Sehr hilfreich: eine stabile Internetverbindung, die nicht ständig abstürzt oder stockt. Wackeliges WLAN im Café könnte zu Problemen führen.
¤ Hilfsmittel
Ein Blatt Papier und Stifte neben den Rechner auf den Schreibtisch legen. So kannst du dir schnell Notizen machen, oder zum Beispiel einen Dreisatz rechnen. Das hilft. Ein Taschenrechner kann ebenfalls nützlich sein. Vielleicht sogar ein Tuch, mit dem man zwischendurch die Hände abtrocknet – gerade für Nervenbündel gar keine schlechte Idee.
Hilfsmittel verleihen Sicherheit. Und wer sicher ist, bleibt ruhig, konzentriert, lässt sich nicht hetzen. Vorteile!
Bei Online-Assessments variieren die Bedingungen: Einige setzen ein Zeitlimit, andere verzichten ganz darauf. Während manche Beispielaufgaben zur Vorbereitung anbieten, tun dies andere nicht. Unabhängig davon ist es für Bewerber:innen immer ratsam, sich durch gezieltes Training im Vorfeld bestmöglich vorzubereiten.
Im Internet gibt es eine ganze Reihe an Online-Assessments und Eignungstests, die du probeweise absolvieren kannst. Dazu zählen auch IQ-Tests. So versetzt du dich in eine Prüfungssituation und bist auch mental besser vorbereitet.
Online-Assessment: Und dann?
Nach Abschluss des Online-Assessments beginnt die Wartezeit. Keine Sorge, jedes Unternehmen hat seinen eigenen Ablauf. Gedulde dich und freue dich auf eine mögliche Einladung zum Vorstellungsgespräch. Falls du längere Zeit nichts hörst, zögere nicht, höflich per EMail oder Anruf nachzuhaken.
Text: Sebastian Wolking
Online-Assessment Checkliste:
Gut vorbereiten
Nicht währenddessen das Browserfenster schließen
Nicht zu schnell antworten
Angenehme Sitzhaltung einnehmen
Ruhig und konzentriert bleiben
Rahmenbedingungen schaffen
Laptop oder PC nutzen
Stabile Internetverbindung sicherstellen

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Vertriebsmanager:in
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Als Junior Trainee Zentrale durchläufst du mehrere Phasen, in denen du intensive Einblicke in die verschiedenen Bereiche unserer Zentrale erhältst. Dabei arbeitest du aktiv an unterschiedlichen Projekten mit, bekommst tiefe Einblicke in die Funktionen der Abteilungen und übernimmst schnell selbst Verantwortung. Zusätzlich hast du optional die Möglichkeit, für zwei bis
vier Wochen den Verkaufs- oder Einkaufsbereich kennenzulernen. So entwickelst du ein breites Skillset und bist ideal auf eine Einstiegsposition bei P&C vorbereitet.
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Mehr Infos online: zentrale.trainees.at
Kontakt- & Stammdaten
Sarah Ehrfurt karriere.peek-cloppenburg.at job@peek-cloppenburg.at Mechelgasse 1 1030 Wien
Standorte Österreich: Zentrale in Wien
Traineeprogramm-Facts
Gesuchte Studienrichtungen: Abgeschlossenes wirtschaftswissenschaftliches (oder vergleichbares) Studium
Dauer: 12-15 Monate (optional: zusätzlich 2-4 Wochen Verkauf und Einkauf)
Beginn: 1. Oktober (jährlich)
Bewerbung bis: laufend
Einstiegsgehalt: ab € 42.000,-
Wir bieten
Flexible Arbeitszeiten
25% Shoppingrabatt
Fitness & Well-Being: Von Gesundheitstagen bis hin zu Firmenläufen und Sportangeboten
Mentoring: Individuelle & intensive Betreuung durch einen persönlichen Mentor sowie persönlichen Ansprechpartner aus dem Personalbereich
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Gesuchte Studienrichtungen: BWL, Wirtschaftswissenschaften, Finanzwirtschaft, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsrecht, Personalmanagement
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Mentor:in fachlich und persönlich. Das Programm bietet zwei Schwerpunkte, abhängig vom Profil der Graduates und dem Bedarf der Bereiche.
Beim Fokus Kommerzkundengeschäft lernen Graduates die Beratung von KMU und Firmenkund:innen kennen – mit Themen wie Finanzierung (inkl. Immobilienfinanzierung), Risiko- und Bonitätsthemen sowie Zahlungsverkehr. Ziel ist ein praxisnaher Einstieg ins Banking, der ein solides Verständnis für zentrale Bankprozesse aufbaut und Entwicklungsmöglichkeiten in der Kundenbetreuung eröffnet. Der Fokus interne Prozesse und Digitalisierung richtet sich an
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Bewerbung: Laufend
Einstiegsgehalt: € 49.300,-
Traineestellen / Jahr: 40
Wir bieten
Beste Aus- und Weiterbildung
Flexibilität hinsichtlich Arbeitszeit und -ort
Attraktive Leistungsprämien
Finanzielle Unterstützung beim Mittagessen
Events für Mitarbeiter:innen
Die österreichischen Wirtschaftsprüfer:innen betreuen ihre Klient:innen und lotsen sie durch das dichte Labyrinth an Gesetzen und Förderungen. Sie sorgen für Transparenz, Vertrauen und Stabilität in der Wirtschaft – und leisten damit einen entscheidenden Beitrag zu erfolgreichem Unternehmertum, einem starken Kapitalmarkt und einem nachhaltigen, zukunftsfitten Wirtschaftssystem in Österreich.


Heute reicht es nicht mehr, nur einen guten Job zu machen. Junge Menschen engagieren sich dort, wo sie Sinn sehen und Zukunft mitgestalten. Genau hier bietet die Wirtschaftsprüfung große Chancen: Neue Aufgabenfelder entstehen –von Nachhaltigkeitsberichten bis zu datengetriebenen Prüfmethoden. Ein Umfeld für innovationsfreudige Personen, die Verantwortung übernehmen und aktiv zu Transparenz, Nachhaltigkeit und Fairness beitragen. Work-Life-Balance, persönliche Erfüllung und gesellschaftliche Relevanz sind zentrale Faktoren. Der Beruf als Wirtschaftsprüfer:in bietet vielfältige Möglichkeiten.
Wirtschaftsprüfer:innen sind viel mehr als Abschlussprüfer:innen!
Sie prüfen nicht nur die finanzielle Berichterstattung von Unter-
nehmen, sondern zunehmend auch nichtfinanzielle Informationen – etwa zu Umwelt-, Sozialund Governance-Themen (ESG). Die Rolle entwickelt sich stetig weiter – mit neuen, zukunftsrelevanten Aufgabenstellungen.
Als Expert:innen in der Prüfung der Unternehmensberichterstattung, der Analyse von Geschäftsprozessen und der strategischen Weiterentwicklung von Unternehmen leisten Wirtschaftsprüfer:innen einen wichtigen Beitrag für Wirtschaft und Gesellschaft.
Mit dem Nachhaltigkeitsberichtsgesetz (NaBeG) nochmals erweiterte Aufgabengebiete
Künftig prüfen sie auch Nachhaltigkeitsberichte und stellen sicher, dass Unternehmen ihre ESG-Angaben transparent, nachvollziehbar und regelkonform veröffent-
lichen. Das eröffnet spannende neue Tätigkeitsfelder an der Schnittstelle von Wirtschaft, Nachhaltigkeit und Regulierung.
Attraktive und zukunftsfitte Aufgabengebiete
Abwechslung, Klient:innenkontakt und Teamarbeit zählen zu den zentralen Vorteilen des Berufs. Gleichzeitig sind Kreativität, analytisches Denken, Flexibilität und Projektmanagement gefragt.
Wer diese Entwicklungen mitgestaltet, arbeitet an der Zukunft der Branche – und profitiert von exzellenten Karriereperspektiven.
Neben der Abschlussprüfung erbringen Wirtschaftsprüfer:innen zahlreiche weitere Dienstleistungen, etwa in den Bereichen Valuation, Due Diligence oder Forensic Accounting.
Die Bandbreite macht den Beruf besonders attraktiv: Strategisches Denken, Verantwortung und Zukunftsthemen treffen hier aufeinander – mit vielfältigen Spezialisierungsmöglichkeiten.
Neugierig geworden?
Jetzt mehr auf
www.ksw.or.at/ wirtschaftsprueferin




