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AlumniBasel Jahresbericht 2023: Internationalität

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14 PORTRÄTS UND BEITRÄGE FACHALUMNI ALUMNICOMPUTERSCIENCE

Frank Preiswerk

Foto: © Amazon, Inc.

Erforscht in New York die Zukunft von und mit KI

Frank Preiswerk, Ph.D., studierte Informatik und

Warum haben Sie sich für Basel entschieden? Nach Abschluss meiner Matura war der Studiengang Informatik als Hauptfach an der Universität Basel ge­ rade in Entstehung. Das mathematisch-naturwissen­ schaftlich ausgerichtete Konzept gefiel mir sehr gut sowie nicht zuletzt auch die Möglichkeit, weiterhin in Basel wohnhaft zu bleiben und mit dem Velo zu den Vorlesungen zu fahren. Für mich war es die richtige Entscheidung: Im damaligen Departement Informatik herrschte eine familiäre Stimmung, es kannten sich alle beim Namen und die Professor:innen waren nebst ihrer Forschung sehr involviert in die Lehre und den Aufbau des neuen Departements.

promovierte an der Universität Basel. Seit 2019 arbeitet und forscht er bei Amazon.com, Inc. in Boston und New York in den Bereichen Computer Vision und Machine Learning.

Und warum hat es Sie ins Ausland gezogen? Nach Abschluss meiner Doktorarbeit in Basel spür­ te ich den Drang, meinen Horizont zu erweitern. Der Schweizerische Nationalfonds ermöglichte mir ein dreijähriges Postdoktorat an der Harvard University. Das war eine äusserst spannende und lehrreiche Zeit, während der ich in grosse internationale Forschungs­ projekte involviert war. Dank der Unterstützung des National Institute of Health wurde mir eine Fakul­ tätsstelle angeboten, um meine Forschung an der Schnittstelle zwischen Medizinphysik und maschinel­ lem Lernen in derselben Forschungsgruppe weiter­ zuführen – anstatt in die Schweiz zurückzukehren. Schliesslich verliess ich im Zuge des Booms rund um die künstliche Intelligenz die Akademie und wech­ selte zu Amazon. Hier erhielt ich die Möglichkeit, in Boston und New York eine neue Organisation im Be­ reich der angewandten Forschung und Entwicklung in der Robotik aufzubauen. Zusammenfassend ist es der Reiz neuer Herausforderungen, der mich damals in die USA gebracht hat und mich auch heute noch hier hält. Von welchem Beruf haben Sie als Kind geträumt? Mein Grossvater war ein geschickter Handwerker, der einige Patente für sich anmelden konnte. Die von ihm entwickelten Maschinen haben mich als kleiner Junge inspiriert und so wollte ich ebenfalls «Erfinder» wer­ den. Als ich in den späten 80er-Jahren dann zum ers­ ten Mal in Berührung mit einem Personal Computer kam, wurde mir schnell klar, dass dies für mich das ideale Werkzeug ist, um meine Kreativität auszuleben.

Was ist das Spannende an Ihrer Tätigkeit, was macht Ihnen am meisten Freude? Die Informatik ist ein unglaublich dynamisches Feld, das sich ständig weiterentwickelt. In den letzten zehn Jahren hat insbesondere der Fortschritt in der künstli­ chen Intelligenz das Tempo dieser Entwicklung noch einmal erhöht. Bei dieser Revolution so nah dabei zu sein und sie in bescheidenem Masse sogar selbst mit­ zugestalten, motiviert mich anhaltend und bereitet mir grosse Freude. Was bedeutet für Sie «Internationalität» und inwiefern sehen Sie sie als Bereicherung? Internationalität bedeutet für mich das Zusammen­ treffen von Menschen unterschiedlicher Herkunft – und somit unterschiedlicher Ideen, Sichtweisen, Gewohnheiten und Normen. In den USA ist leicht er­ kennbar, wie dieses Zusammentreffen einen Nährbo­ den für wissenschaftlichen, technologischen und kul­ turellen Fortschritt bildet. Mir persönlich hat dieses Umfeld nicht zuletzt auch eine Gelegenheit geboten, meine eigene Herkunft im globalen Kontext besser zu verstehen. Vermissen Sie Basel und zieht es Sie irgendwann zurück? Ja, ich vermisse Basel oft. Glücklicherweise kann ich regelmässig in die Schweiz reisen, um Familie und Freundeskreis zu sehen. Seit meinem ersten Jahr im Ausland hatte ich immer die Absicht, zurück in die Heimat zu ziehen. Daran hat sich auch bis heute nichts geändert.


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