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Ausgabe 2013

Österreich EUR 8,50.– . Deutschland EUR 9.– . Schweiz CHF 11.–

Architektur Kunst Fashion Genuss

Inspirierendes Salzburg

Menschen Orte Leidenschaften Entdecken Sie die besten Seiten der Festspielstadt!


Editorial

Überraschend anders

„Salzburg liebt die Tradition und lebt in der faszinierenden Leidenschaft für moderne Kunst, trendige Mode, überzeugendes Design und genussvolle Kulinarik. Eine zukunftsweisende Kombination.“ Nicht ohne Stolz sind wir vor einem Jahr mit dem Anspruch gestartet, ein inspirierendes Magazin herauszugeben, das sich selbstbewusst und ohne Scheu zwischen den spannenden Polen der Festspielstadt bewegt. Auf der einen Seite ein historisch gewachsenes städtisches Gesamtkunstwerk, international ausgezeichnet als Weltkulturerbe, vieldiskutiert in seiner Bewahrung. Demgegenüber steht ein Weltruf als Kulturmetropole, der permanente Anspruch, sich inhaltlich zu erneuern und an die Grenzen zu gehen. Mit der Ausgabe 2013 hat sich Top of Salzburg wiederum auf die Suche nach jenen Menschen und Orten gemacht, die uns in diesem Spannungsfeld ganz besonders faszinieren, unsere Sinne für das Außergewöhnliche schärfen, Sichtweisen verändern oder uns ganz einfach auf eine überraschende Art und Weise durch neue Zugänge und Ideen überzeugen. Freuen Sie sich also in dieser Ausgabe auf die besten Genussmenschen und ihre kreativen Entwürfe, auf Salzburger Gastgeber der besonderen Art, Künstler und Kunstvermittler, auf die modischen Highlights der Saison und natürlich wie immer auf ausgewählte Fotostories und Bildstrecken. Wir bleiben jedenfalls bei unserer Überzeugung: Salzburg ist eine zukunftsweisende Kombination!

In diesem Sinne viel Spaß beim Lesen! Ihr Top of Salzburg-Team

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Inhalt

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Editorial

schöner tagen in Salzburg

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Inhalt 10

Wo finde ich was?

Die besten Adressen für Kunst, Kultur und Genuss in Salzburg.

Architektur . Landschaft

Die Kongressstadt punktet mit purer Ästhetik und höchster Professionalität. 45

Lebens(t)räume

Anregende und informative Literatur. 46

Hotelvielfalt

Interpretationen von Gastfreundschaft. 54

salzburgs goldene Acht

Hotels mit exklusiven Serviceleistungen und erlesenem Interieur.

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Ein Bild von einer Stadt Die schönsten Aussichten. 26

Salzburg bei nacht

„Nachtwächter“ greifen nach Laterne, Kuhhorn und Hellebarde. 28

Kunst . Kultur 60

Persönlichkeiten mit Perspektive Museen leben von dem, was Menschen daraus machen.

es grünt so grün

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Ein einzigartiger Ausflug ins barocke Herz der Stadt.

So viel Liebe steckt in Salzburgs Grünanlagen.

Platz gemacht

Der Universitätsplatz in der Abenddämmerung. 32

das stadtbild prägen

Die Verbindung von mittelalterlich-barocken Charakteren und kreativer Moderne.

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Kunstgeschichte mit phänomenalen Ausblicken

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von Kunst und Kennern

Galeristen der zeitgenössischen Kunst. 76

Bevor das Licht angeht

Der Flair von Bühnenräumen.


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Inhalt

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Festspiele, Mittendrin

Fashion meets Art

Let the Sun go down

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Das Taschenopernfestival

Die Modische Mitte

Barbara Unterkofler und Philipp Spängler im Porträt.

Musik macht Drama. 84

Unten herrscht Bewegung Junge Leute mit starken Ideen. 85

Robert Jungk

Die Zukunft hat schon begonnen. 86

Kunst an allen Ecken

Wo Kunst und Kultur in Salzburg die stärksten Stücke spielen. 93

Einfach erlesen

Bücher mit Geheimnissen.

Fashion . Living

Eine Symbiose aus spektakulärem Couture-Appeal und cooler Raffinesse.

Das Modebusiness im Mittelpunkt des Geschehens. 114

Salzburger Modeparadies Stylish. Elegant. Bunt.

Eine ganze Reihe erstklassiger Bars. 147

Das Gepflegte Glas

Die besten Adressen für den persönlichen Genuss. 148

Pure Lebensfreude

Kulinarische Tipps für Glücksgefühle.

Stil mit Persönlichkeit

Abspann

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117 Wohnträume zum Anfassen.

Facettenreicher Mix Design als Devise.

Genuss 128

Jeder teller ein Kunstwerk

Momentum

Festhalten an besonderen Augenblicken: Fünf Momentaufnahmen aus der Mozartstadt Salzburg. 159

Das Schöne entdecken

Alexander Müllenbach präsentiert seine Lieblingsplätze in 24 Stunden.

Salzburgs Spitzengastronome.

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Mode aus salzburg

Beständig Bodenständig

Das Top of Salzburg Magazin präsentiert den kulinarischen Genuss-Guide 2013/2014.

Einzigartig und legendär – wie ihre Macher selbst.

Traditionelle Küche mit regionalen Produkten.

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Die Crème de là Crème unter den Designern und Kleidermachern.

GAumenfreuden in der Mozartstadt

Coverfoto Marcel Gonzalez-Ortiz

Impressum Verleger UCM Verlag, B2C Corporate Publishing GmbH, Salzweg 17, 5081 Salzburg-Anif CR/Kreativdirektion Nicolaus Zott (nicolaus.zott@ucm-verlag.at) Redaktionelle Leitung Jana Jo Kürbiß (jana.kuerbiss@ucm-verlag.at) chefin vom dienst Anja Werger (anja.werger@ucm-verlag.at) Art Director Lisa-Maria Werger (lisa.werger@ucm-verlag.at) Prepress Anouk Schönemann (anouk.schoenemann@ucm-verlag.at) Mitarbeiter dieser Aus­gabe Cay Bubendorfer, Claudia Dabringer, Markus Deisenberger, Jeanette Fuchs, Julia Großschädl, Christina Hörbiger-Strasser, Jana Jo Kürbiß, Marlies Kürbiß, Franziska Lipp, Stefanie Spreitzer, Katharina Wohlfahrt Fotografie Andreas Hechenberger, Bryan Reinhart, Chris Rogl Anzeigenleitung/Verkauf Anja Werger (anja.werger@ucm-verlag.at) Manfred Jungwirth (manfred.jungwirth@ucm-verlag.at) Verlagskoordination/Vertrieb Sigrid Staber (sigrid.staber@ucm-verlag.at) Lektorat Ute Maria Hauber

Streifzug durch die besten Küchen.

Druck hs Druck GmbH/Hohenzell bei Ried im Innkreis

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Der neue Stil im corporate publishing: Konzeption. Redaktion. Design. Fotoproduktion. Anzeigenmarketing. www.ucm-verlag.at

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Die besten Adressen für kunst, Kultur und genuss in Salzburgs Altstadt.

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Altstadthotel Wolf-Dietrich Andreas Hofer Weinstube Area Salzburg ARGEkultur Arte Vida - boutique guesthouse ARTgenossen Arthotel Blaue Gans Berger Feinste Confiserie Boutiquehotel am Dom Braugasthof Krimpelstätter C/O Care of your Home Cafe Restaurant Triangel Café Tomaselli Carpe Diem Finest Fingerfood Diva by Makole Dommuseum Einrichtungshaus Famler Finest Homes Immobilien Galerie Altnöder Galerie Fotohof Galerie Thaddaeus Ropac Galerie Welz Gasthaus Zum Fidelen Affen Gehmacher Home Interiors Hanna Trachten Haus der Natur Hotel & Villa Auersperg Hotel Bristol Hotel und Café Sacher, Restaurant Salzachgrill Hotel Villa Carlton Juwelier Dallinger Kirchtag Künstlerhaus Leica Galerie Liebeskind Berlin M32 Madero Collectors Room mafi MAM Contemporary Art Mia Shoes Misc. Fashion Mozarteum Museum der Moderne Mönchsberg Museum der Moderne Rupertinum new one periscope republic Residenzgalerie Salzburg Restaurant Esszimmer Restaurant Goldener Hirsch Restaurant Refettorio Rieger Fashion Ristorante Nabucco Rockhouse Salzburg Museum Salzburger Landestheater Salzburger Marionettentheater Schauspielhaus Salzburg Schloß Mönchstein Spielzeug Museum Sporer Likör- & Punschmanufaktur Stadtgalerie Salzburg Stillsegler Toihaus Theater Trachten Forstenlechner UBR Galerie Ulrike Reinert


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Symbolfoto

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BMW 6er Gran Coupé: von 230 kW (313 PS) bis 330 kW (450 PS), Kraftstoffverbrauch gesamt von 5,6 l/100 km bis 9,2 l/100 km, CO2-Emission von 148 g/km bis 215 g/km.


Foto

Heimat Österreich © DI Martin Bockelmann

ARCHITEKTUR . LANDSCHAFT

architektur . Landschaft 14 ein bild von einer stadt

42 schöner tagen in Salzburg

Die schönsten Aussichten.

26 Salzburg bei nacht

„Nachtwächter“ greifen nach Laterne, Kuhhorn und Hellebarde.

28 es grünt so grün

45 Lebens(t)räume

Anregende und informative Literatur.

46 Hotelvielfalt

So viel Liebe steckt in Salzburgs Grünanlagen.

Interpretationen von Gastfreundschaft.

54 salzburgs goldene Acht

30 Platz gemacht

Die Kongressstadt punktet mit purer Ästhetik und höchster Professionalität.

Der Universitätsplatz in der Abenddämmerung.

Hotels mit exklusiven Serviceleistungen und erlesenem Interieur.

32 das stadtbild prägen

Die Verbindung von mittelalterlich-barocken Charakteren und kreativer Moderne.

Es gilt, den

Balanceakt zwischen Tradition und Innovation mit Geschick und Feingespür zu meistern. Elfi Kammerhofer, Direktorin Hotel Sacher

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ein bild von einer Stadt Flanieren, gen체sslich schlendern, mit weit offenen Augen. Lassen Sie sich Zeit beim Rundgang durch die engen Gassen, machen Sie Pause in den Parks und auf den weiten Pl채tzen. Entdecken Sie die wunderbare Stadt, deren Orte Geschichte schreiben.


ARCHITEKTUR . LANDSCHAFT Ansichten

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Text Fotos

Cay Bubendorfer Bryan reinhart


Solitär und Mirabell Die griechischen Helden am Eingang zum Mirabellgarten beziehen vor der Moderne Position: Im schlichten Kubus mit sensationellem Blick auf die barocke Gartenanlage veranstaltet die Kunstuniversität Mozarteum kammermusikalische Konzerte. Den Namen „Solitär“ trägt das Bauwerk des Münchener Architekten Robert Rechenauer nicht von ungefähr.


ARCHITEKTUR . LANDSCHAFT Ansichten

Franziskanerkirche Steil und streng dominiert der Turm der Franziskanerkirche die Szene. Seit 150 Jahren darf er wieder seine Spitze in der urspr체nglichen gotischen Form tragen; Erzbischof Max Gandolf von Kuenburg hatte es n채mlich als unziemlich erachtet, dass der Turm der Klosterkirche den Dom 체berragte, und ihm deswegen im Jahr 1670 einen barocken Helm verpassen lassen ...

16 . 17


Residenzbrunnen Seit 350 Jahren thront der Meeresgott Triton an der Spitze des Residenzbrunnens, knapp 15 Meter über den Sterblichen. Aus seinem muschelförmigen Horn stößt er glitzernde Fontänen in die Luft, die vorbei an Athleten, Delphinen und Wasser speienden Meeresrössern in die unteren Becken rauschen. Erzbischof Guidobald von Thun holte Tommaso di Garona nach Salzburg, um dieses barocke Juwel aus 80 Tonnen Untersberger Marmor für den großen Platz an der Längsseite des Domes zu errichten.


ARCHITEKTUR . LANDSCHAFT Ansichten

Getreidegasse Entstanden als zentrale Verbindung durch die prosperierende Bürgerstadt, gehört die Getreidegasse heute zu den wohl berühmtesten Straßen der Welt, unverwechselbar durch die kunstvoll gefertigten Schilder, die seit Anbeginn über Geschäfte und ihre Inhaber informieren. Mittendrin: das Geburtshaus von Wolfgang Amadeus Mozart.

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Festspielbezirk Beliebter Treffpunkt von Festspielgästen ist die „Maskensäule“ vor dem Haus für Mozart. Bildhauer Jakob Adlhart schuf die der Antike nachempfundene Maskengruppe mit den unterschiedlichen Gesichtsausdrücken, als Symbole für die Urformen von Theater – Komödie und Tragödie. In stilisierter Form haben sie auch Eingang in das offizielle Logo der Festspiele gefunden.


ARCHITEKTUR . LANDSCHAFT Ansichten

Museum der Moderne Berg, Bau, Berg. An spektakulärer Stelle an der Steilwand des Mönchsbergs thront das Museum der Moderne über der Stadt, seinerseits überragt vom mächtigen Hausberg der Salzburger, dem Untersberg. Daneben der alte Wasserturm, der mittelalterlich aussieht, aber erst Ende des 19. Jahrhunderts von Bankier Karl Leitner errichtet wurde.

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Alter Markt Unverkennbar sind die grün-weiß gestreiften Sonnenschirme auf der Tomaselli-Terrasse. In Salzburgs ältestem Kaffeehaus trifft man sich nicht nur auf einen „Einspänner“ – den berühmten Espresso mit Schlagobershäubchen im Glas. Hier vertiefen sich Stammgäste in die internationalen Tageszeitungen, hier kursieren die neuesten Nachrichten aus dem Gesellschaftsleben, hier ist man mittendrin.


ARCHITEKTUR . LANDSCHAFT Ansichten

Mirabellgarten Ein Prachtstück hat Erzbischof Wolf Dietrich seiner – gar nicht heimlichen – Geliebten Salome Alt zu Füßen gelegt: 1606 ließ er für die Dame seines Herzens und ein Dutzend gemeinsamer Kinder Schloss Mirabell als Familiendomizil errichten, damals noch außerhalb der Stadtmauern gelegen. Der wunderbare Mirabellgarten erstrahlt seit einigen Jahren wieder in barocker Gartenmanier bepflanzt.

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Winterzauber Ganze Generationen von Erzbischöfen haben an nichts gespart, um Salzburg zur Residenzstadt mit „Italianitá“ zu machen. Ein Dutzend Kirchen, großzügige Residenzbauten, später repräsentative Villen der wohlhabenden Bürgerschaft am rechten Salzachufer verleihen der Altstadt, eingerahmt von den Stadtbergen, ihr unnachahmliches Flair. Tatsache bleibt aber: Salzburg liegt nördlich der Alpen. Die Stadt ist auch in Weiß zauberhaft.


ARCHITEKTUR . LANDSCHAFT Ansichten

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Geheimnisvoll: der Blick auf die Festung Hohensalzburg.

Die Nachtwächter sind von der Dämmerung bis zum Morgengrauen unterwegs.

Salzburgs Dunkle seite Die Zahl der Stadtführungen, die bei Tag in Salzburg stattfinden, ist kaum zu überblicken. Setzt die Dunkelheit ein, greifen die „Nachtwächter“ nach Laterne, Kuhhorn und Hellebarde und beleuchten die andere Seite der Stadt.


ARCHITEKTUR . LANDSCHAFT Feuilleton

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Claudia Dabringer bryAn reinhart

DER Salzburg Guide Service ist ein Zusammenschluss von über hundert Fremdenführern, die in Österreich eine mehrsemestrige fundierte Ausbildung absolviert und sich einer staatlichen Prüfung unterzogen haben. Sie sprechen über zwanzig Sprachen aus aller Welt. www.salzburg-guide.at www.nachtwaechter-salzburg.com www.salzburg.info/fuehrungen

Ab 21 Uhr startet die eineinhalbstündige Stadtführung durch die Mozartstadt.

Die Getreidegasse zur späten Stunde.

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ack. Tack. Tack. Das Metallende der Hellebarde setzt hart und laut auf dem Salzburger Pflaster auf. Sie gehört Horst Erwin Reischenböck, ältestgedienter Fremdenführer der Stadt und leidenschaftlicher „Nachtwächter“. Von Mitte April bis Mitte Oktober sowie an den Adventswochenenden zeigt er Einheimischen und Gästen die dunkle Seite Salzburgs. Um Punkt 21 Uhr greift er mit der rechten Hand nach der über zwei Meter großen Waffe, hebt mit der linken die Laterne und zieht seine Runde.

„A Ruah is!“

Dabei ist ihm bewusst, dass die Arbeit seiner Kollegen in früheren Zeiten kein Zuckerschlecken war. Sie tasteten sich durch dunkle Gassen, ohne Gehsteig und Asphalt. Heute sieht er, wenn ihn eine Gruppe Jugendlicher anruft: „Sind Sie der Henker?“, und gibt Paroli: „A Ruah is!“ Reischenböck bleiben auch die Händel mit den Studenten erspart, die sich im Wirtshaus am Bäckermarkt, dem heutigen Waagplatz, mehr als Wortgefechte mit den Bürgerlichen lieferten. Seine Vorgänger mussten da eingreifen und sich an der Universität den Büttel (Gerichtsdiener) holen, der die Studierenden dann in den Karzer brachte.

Schlüsselgewalt

Von der Dämmerung bis zum Morgengrauen waren die Nachtwächter auf einer Fläche von einem Quadratkilometer unterwegs. Sie achteten auf Ruhe in den Straßen, und sie hatten die Schlüsselgewalt über einzelne Häuser der Stadt. Wenn die Witwe Mozarts, die wieder verheiratete Constanze Nissen, ihr Domizil am Mozartplatz 8 verließ, öffnete der Nachtwächter das wuchtige Holztor und schaute nach dem Rechten. Hinter der historischen Fassade verbirgt sich noch heute ein Stück Stadtmauer, von der aus man früher nur das Plätschern der Salzach und der darauf fahrenden Salztransporte hörte. Der

Blick nach Süden fällt auf den „Salzburger Stier“, die älteste noch in Betrieb befindliche Walzenorgel der Welt auf der Festung Hohensalzburg. Wenn sie „brüllte“, wurden die Stadttore geöffnet oder geschlossen. „Daher kommt der Begriff ‚Torschlusspanik‘“, erklärt Nachtwächter Reischenböck.

„Lost’s, Ihr Herren ...“

In der Pfeifergasse, einem eher unscheinbaren Verbindungsgang zwischen Mozart- und Papagenoplatz wird deutlich, was außerdem zu den Pflichten eines Nachtwächters zählte: An der Fassade eines Hauses baumelt scheinbar vergessen eine Leine. Sie gehörte zu einer mechanischen Glocke, die der Nachtwächter zu läuten hatte, wenn jemand geweckt werden wollte. Und hier hebt Horst Erwin Reischenböck auch zum typischen Gesang an: „Lost’s, Ihr Herren und lasst’s Euch sagen, der Hammer, der hat neune g’schlag’n.“ Nur die Herren? „Die Frauen hatten in der Nacht nichts auf den Straßen zu suchen“, erklärt er.

Feuermelder

Die Nachtwächter hatten auch die Aufgabe, über das Feuer zu wachen. Während große Brände von der Festung aus beobachtet werden konnten, blieben die kleinen Brandherde in den Häusern oft unbemerkt. Fielen sie den Wächtern auf, stießen sie in das Kuhhorn, das sie um den Hals trugen – mit Vorliebe am Kapitelplatz, denn dort gibt es eine direkte Sichtverbindung zur Feuerbastei der Festung. Nur wenige Schritte davon entfernt, auf dem ehemaligen Friedhof und heutigen Residenzplatz, verkündet Nachtwächter Reischenböck: „Hier endet Ihr persönlicher Schutz!“ Er nimmt die Dankesworte der Gruppe in ruhiger Gelassenheit entgegen, dreht sich um und geht in die Dunkelheit. Tack. Tack. Tack.

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1 Kollegienkirche Zwischen den Rückfronten der Getreidegasse und dem alten Universitätsgebäude liegt der Universitätsplatz. Wo früher einmal der stille Frauengarten des Stifts St. Peter lag, stellen seit 1857 die Bauern und Händler aus der Region sechs Mal die Woche schon im Morgengrauen ihre Stände auf. Zumindest am Samstagvormittag ist ein Besuch auf dem Grünmarkt für die StadtSalzburger quasi Pflicht, denn Fleisch, Fisch und Gemüse, Blumen und Brot kaufen sich nirgendwo sonst so schön ein wie hier. Ein Paar „Frische“ oder „Frankfurter, scharf mit Kren“ an einem der Würstlstände gehören absolut zum Programm. Von Sonnenuntergang bis zum nächsten Morgengrauen bezaubert der Platz in schlichter Leere.

Erste Pläne zum Bau einer Universitätskirche fasste bereits Fürsterzbischof Paris Lodron, als er 1623 die BenediktinerUniversität in Salzburg gründete. Der endgültige Bau ließ jedoch noch lange auf sich warten. Erst 70 Jahre später engagierte Erzbischof Johann Ernst von Thun den wohl bedeutendsten Barockbaumeister seiner Zeit, Bernhard Fischer von Erlach, um das Projekt zu realisieren. Und der schuf hier sein Meisterwerk: Mit der prächtigen Schaufassade, der eleganten Kuppel und den beiden abgesetzten Türmen prägt die Kollegienkirche die Silhouette Salzburgs wesentlich mit. Die weitere Geschichte verlief durchaus wechselhaft. Napoleons Truppen verwendeten die Kirche als Heumagazin, die Bayern haben sie überhaupt geschlossen, die Habsburger zum Gymnasium umfunktioniert. „Weihevoll“ wurde die Atmosphäre erst 1922 wieder, mit der Uraufführung von Hugo von Hofmannsthals „Großem Welttheater“. Seit der Neugründung der Salzburger Universität 1964 ist die Kirche tatsächlich wieder Gotteshaus.

3 Almkanal-Brunnen

2 Universität Recht schlicht gibt sich der lang gestreckte Bau der Alten Universität. 1618 ließ Markus Sittikus von Hohenems hier das erste Salzburger Gymnasium errichten; neun Jahre später begann unter der Leitung von Dombaumeister Santino Solari der Ausbau des Gebäudes für die 1623 begründete neue Benediktineruniversität. Arkadengänge schmücken den inneren Hof und verbinden die heutige theologische Fakultät mit der Aula Academica, die wie früher auch heute als Konzert- und Theatersaal genutzt wird.

Die meisten SalzburgBesucher halten den brausenden Brunnen mit Sonnenuhr für ein Werk der Moderne. Tatsächlich ist er ein „Sichtfenster“ in den Almkanal, der vor mehr als tausend Jahren als Frischwasserleitung für die Stadt angelegt wurde. 5.500 Liter kristallklares Wasser fließen pro Sekunde aus der Königseeache durch das verzweigte System; am Brunnen von Architekt Boris Podrecca lassen sich erhitzte Gemüter köstlich kühlen.


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ARCHITEKTUR . LANDSCHAFT Universitätsplatz

Cay Bubendorfer Bryan Reinhart

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4 Mozarts Geburtshaus Über schmucke „Durchhäuser“ sind die Gebäude an der Getreidegasse mit dem Universitätsplatz verbunden. So auch das Haus Getreidegasse 9, berühmt und täglich tausendfach fotografiert als Geburtsort von Wolfgang Amadeus Mozart. Seit mindestens 1706 führte der Kaufmann Josef Martin Hagenauer in dem ursprünglich mittelalterlichen Haus eine Spezereiwarenhandlung, sein Sohn Lorenz ging als Hausherr und väterlicher Freund der Familie Mozart in die Geschichte ein. Heute ist Mozarts Geburtshaus im Besitz der Stiftung Mozarteum und beherbergt ein wunderbares Museum. Das Hinterhaus mit seiner sonnengelben Fassade und barock gefassten Fenstern lässt sich am Universitätsplatz bewundern, mitten im Markttrubel.

5 Ritzerbogen Schon im Mittelalter gab es einen kleinen Durchgang im Ritzerhaus am südlichen Ende des Universitätsplatzes. Er diente den Nonnen von St. Peter als Verbindung zu ihrem Garten außerhalb der damaligen Fürstenstadt. Als die Universität im Jahr 1620 ihren Betrieb aufnahm, wurde die Passage großzügig zum Ritzerbogen in seiner heutigen Form erweitert, um auch Fuhrwerken die Durchfahrt zu ermöglichen. Zur Innenstadt hin befindet sich seit 1492 die Buchhandlung Höllrigl im Ritzerhaus – die älteste ihrer Art in Österreich.

7 Zipfer Bierhaus 6 Frauenspuren Die „Sappho von Salzburg“ wurde Maria Johanna Sedelmaier genannt. 1811 in ärmlichen Verhältnissen geboren, lernte sie aus den Büchern ihrer Brüder Latein und Griechisch, beschäftigte sich mit den Mythen der Antike und begann eigene Dichtung in klassischer Versform zu schreiben. Ihr winziger Tabakladen im Ritzerbogen entwickelte sich zum literarischen Treffpunkt – Franz Grillparzer, Ernst von Feuchtersleben oder Nikolaus Lenau waren gerne dabei.

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Das Zipfer Bierhaus, um 1300 gebaut, zählt zu Salzburgs ganz alten und ehrwürdigen Häusern. Im Lauf der Jahrhunderte war es immer wieder Domizil prominenter Salzburger; zum Beispiel Mozarts Schwester Nannerl, verwitwete Freifrau von Berchtold zu Sonnenberg, lebte dort 30 Jahre lang bis zu ihrem Tode. Mitte des 19. Jahrhunderts erwarb der Cafetier Simon Lobmayr das Haus am Universitätsplatz 19, Heinrich Enders eröffnete als sein Nachfolger ein Kaffeelokal und erhielt auch die Konzession zum Ausschank von Bier, Wein und Schnäpsen. Seit mehr als hundert Jahren wird nun gutbürgerliche Küche im Restaurant serviert.


das stadtbild prägen

Kapitelhäuser und kadawittfeld, Residenz und Max Rieder, Mozart und Matcha/Barczik – wer hier unüberwindbare Barrieren ortet, irrt. Der mittelalterlich-barocke Charakter Salzburgs kommt durch glänzendes Glas, vegetabile Architektur und Industriecharme am Wasser erst richtig zur Geltung.


Text

Claudia Dabringer

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Campus für moderne Pädagogik Storch Ehlers & Partner formen in ihrem Siegerprojekt für die SIG klare drei Stockwerke, die an einen differenziert ausgeformten abgesenkten Grünraum mit Erdkern anschließen. Dadurch soll ein Bildungscampus für moderne Pädagogik für Drei- bis Zehnjährige entstehen. Zusätzlich will das neue Schulgebäude den höchsten Ansprüchen hinsichtlich Energieeffizienz und Nachhaltigkeit genügen. Das „Leuchtturmprojekt“ hat Pilotcharakter für die im Masterplan „Smart City Salzburg“ beschlossenen Ziele und Maßnahmen. (Foto: Stadt Salzburg Immobilien GmbH) www.s-e-p.de

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Vertikale Bäderlandschaft Alle Bäder für Kinder, Familien und Therapie sind im neuen Paracelsus Spa innerhalb nur eines gebäudehohen Raumes übereinander angeordnet. Man habe den Eindruck, „in den Baumwipfeln zu baden“, sagt das Architektenteam Matcha und Barczik, welches den Architekturwettbewerb für sich entscheiden konnte. Das neue Gebäude ist in Zonen gegliedert: zur Auerspergstraße hin Kurhaus, Sauna und Büros, zum Mirabellgarten hin die offene Bäderlandschaft. Deren Becken sind über unterschiedliche Rampen und Brücken frei im Raum miteinander verbunden. (Visualisierung: HMGB Architekten / Bloomimages) www.hmgb.net


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Wasser-Energie als Ausdruck An der Schnittstelle zwischen dicht besiedeltem Wohngebiet und einem Stück Auwald verbindet das Konzept der Architekten Erich Wagner und Max Rieder Renaturierungsmaßnahmen und Kraftwerksbauten, die ganz zum Nutzen der Anwohner instrumentalisert werden. Die spielerische Gestalt löst Massenstarrheit und Barrierewirkung auf. Gestaltungsthema ist die Energie des Wassers und deren Transformation in eine schwerelos erscheinende Dynamik. Zusätzlich entsteht am Glanspitz ein neues Naherholungsgebiet. (Foto: maxRIEDER) www.maxrieder.at


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Hängende Gärten der Priester Die historische Stadtmauer wird zum Leitmotiv des Siegerentwurfs für die Wohnungen der „Heimat Österreich“ im Priesterhausgarten an der Paris-Lodron-Straße. Rücksprünge und Abstände der Gebäude zur historischen Stadtmauer sowie zur Mauer des Lorettoklosters bilden einen halböffentlichen Umgang, der Mauern und Lorettogrotte freistellt und für die Besucher erlebbar macht. Die oberen Geschosse kragen zur Straße hin bis zur Vorderkante der Stadtmauer aus und schließen exakt mit ihr ab. (Foto: Heimat Österreich/DI Martin Bockelmann) www.s-e-p.de

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Transformierter Lehrbauhof Lehrbauhof und Kultur – das passt sehr gut zusammen, seit das Gebäude zur dramaturgischen Spielstätte und Probebühne für Aufführungen der Salzburger Festspiele und des Landestheaters verwandelt wurde. Deshalb haben Soma Architekten eine vegetabile Neudefinition gewagt. Im Bereich der Bauakademie und der Cafeteria verläuft sich die Struktur als Blattwerk der angedeuteten Bäume. Die statische Basis dieser architektonischen Skulptur sind sowohl Baum wie Blattstruktur. (Foto: F. Hafele) www.soma-architecture.com


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Neues Wahrzeichen für Salzburg An die Stelle des bisherigen, 28 Meter hohen Kontrollturms am Salzburg Airport W. A. Mozart tritt ein 53 Meter hoher Tower, gleichzeitig Statement und Bereicherung für die Silhouette Salzburgs. Nach den Entwürfen des Architekturbüros HALLE 1 soll das neue Wahrzeichen am Salzburg Airport W. A. Mozart im Frühling 2014 in Betrieb gehen. Der Neubau wird eine zeitgemäße Flugplatzkontrollstelle sein, ausgestattet mit modernster Flugsicherungstechnik für die Fluglotsen. (Foto: architekturbüro HALLE 1) www.halle1.at

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Spannende Historie auf Schienen Den historischen Bestand authentisch in das neue Gesamtkonzept des Salzburger Hauptbahnhofes zu integrieren und damit öffentlichen Raum zu schaffen sowie Stadtteile zu verbinden – das ist kadawittfeldarchitektur gelungen. Die den Gleisen folgenden, geschwungenen Bahnsteigdächer schmiegen sich mit respektvollem Abstand an die filigrane, historische Bahnsteighalle und bilden eine großzügige, geschlossene Dachfläche über den Gleisen. Bitte einsteigen! (Foto: Taufik Kenan/kadawittfeldarchitektur) www.kadawittfeldarchitektur.de


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Schöner tagen in Salzburg Viel Charme, viel Flair, viel Mozart – so kennt und liebt man Salzburg. Als Top-Destination für Kongresse und Veranstaltungen punktet die Stadt mit purer Ästhetik und höchster Professionalität.


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ARCHITEKTUR . LANDSCHAFT Feuilleton

Das tageslichtdurchflutete Kongresshaus am Mirabellplatz.

Kongressgäste nehmen die

Franziska Lipp Tourismus Salzburg GmbH

Ein atemberaubender Ausblick in die freie Natur macht den Aufenthalt noch angenehmer.

Mozartstadt als äußerst charmant und mit hohem kulturellem Wert wahr.

Dr. Florian Lagler, Leiter Clinical Research Center Salzburg GmbH

K

ongressveranstalter, die einmal in Salzburg waren, kommen immer wieder gerne zurück. Die Gründe dafür sind so vielfältig wie offensichtlich: Man schätzt die Schönheit der Stadt, die Fülle des Angebots, den Charme und das scheinbare Laisser-faire, das auf viel Erfahrung beruht und durch gelebte Professionalität zum Erfolg führt. Zudem gelingt in Salzburg der Brückenschlag zwischen Tradition und Moderne in scheinbar unübertreffbarer Manier: Man tagt in den 400 Jahre alten Prunkräumen der Alten Residenz ebenso stilvoll wie im tageslichtdurchfluteten Kongresshaus am Mirabellplatz. Oder man geleitet im amadeus terminal 2 seine Gäste direkt vom Rollfeld in Europas einzigen Flughafenterminal, der speziell als Eventlocation konzipiert wurde.

Europäische Top-Adresse

Salzburg kann alles – und das auf höchstem Niveau. Das offizielle Kongresshaus der Stadt Salzburg – Salzburg Congress – gehört seit über zehn Jahren zu den europäischen Top-Adressen zur Durchführung von Kongressen und Events. „Die flexible Infrastruktur, die Wandelbarkeit des Hauses sowie ein hervorragend eingespieltes Team tragen zum Erfolg bei“, bestätigt MMag. Bert Brugger, Geschäftsführer der Tourismus Salzburg GmbH und von Salzburg Congress. „Zu Beginn dieses Jahres wurde rund eine halbe Million Euro in die Hand genommen, um die Inhouse-Technik auf den neusten Stand zu bringen, die einzigartig in Österreich ist. Damit wurden schon jetzt die Weichen für Veranstaltungen der nächsten fünf Jahre gestellt.“

Seit vielen Jahren besteht eine enge und gute Zusammenarbeit mit der Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU). „Wer einen internationalen Kongress in Salzburg austrägt, hat den großen Vorteil, dass die Stadt weltweit bekannt und beliebt ist. Kongressgäste nehmen die Mozartstadt als äußerst charmant und mit hohem kulturellem Wert wahr – ein absoluter Zusatzbenefit für Veranstalter“, sagt Dr. Florian Lagler, Leiter der Clinical Research Center Salzburg GmbH der Paracelsus Medizinische Privatuniversität.

Understatement durch Qualität

Salzburg verfügt mit dem Grenzbahnhof und dem zweitgrößten Flughafen Österreichs über eine hervorragende Infrastruktur. In der Kleinstadt von Weltformat trifft barocke Architektur auf moderne Eleganz: 4.000 hochkarätige Kulturveranstaltungen jährlich, eine ausgezeichnete Gastronomie mit Österreichs höchster Dichte an Haubenköchen oder spannende Themenführungen laden dazu ein, Salzburg immer wieder neu zu entdecken und Veranstaltungen mit einem stilvollen Rahmenprogramm zu ergänzen. „Veranstalter erzählen immer wieder, dass die Teilnehmerzahlen in Salzburg besonders hoch sind, viele in Begleitung anreisen oder ihren Aufenthalt verlängern. Das hat ganz klar mit der Schönheit, dem Image und der Sicherheit der Stadt zu tun“, weiß Bert Brugger aus Erfahrung. Mit dem Salzburg Convention Bureau verfügt die Stadt über eine offizielle Kontaktstelle für Kongress- und Meetinganfragen und unterstützt Veranstaltungsplaner mit einem Netzwerk von achtzig Partnerbetrieben bei allen Salzburg-Fragen sowie bei Site-Inspections.

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DIE KUNST IST, GENAU IHREN GESCHMACK ZU TREFFEN: MASSIVE MÖBEL FÜR DRINNEN UND DRAUSSEN. Bei WoodyLiving in Wals wird Individualität groß geschrieben – vom vielfältigen Angebot bis zur gezielten und freundlichen Beratung. Beides schätzen unsere Kunden. Und wir schätzen es, dass die meisten gerne wieder kommen, um genau ihr Möbelstück zu finden. Von extravagant bis exklusiv. Vom Wohn- über das Esszimmer bis zum Garten. Schauen Sie doch auch mal vorbei. Direkt an der Walser Bundesstraße oder unter www.woodyliving.at. A.K.H. MÖBEL Ges.m.b.H., Lagerstraße 4, 5071 Wals, T: 0662-85 11 32, info@woodyliving.at Öffnungszeiten: MO – FR: 9.00 – 18.00, SA: 9.00 – 17.00

Massive Möbel für drinnen und draußen.


Architektur . Landschaft Ausgewählt

LEBENS (T)RÄUME ... nicht nur in Salzburg: Top of Salzburg stellt anregende und informative Bücher rund um das Thema Architektur und Wohnen vor, die zum Lesen einladen.

01‒06

text Alexandra Hawel Foto Verlag Anton Pustet, Müry Salzmann Verlag, Springer Wien

Die Felsenreitschule 01

Jugendstil in Salzburg 02

Liesbeth Waechter-Böhm U. A.

Jana Breuste

Eine Festspielbühne im Wandel. – Als fixer Bestandteil der Salzburger Festspiele wurde die Bühne des Öfteren schon diversen baulichen Änderungen unterzogen. Das Buch dokumentiert die Geschichte des historischen Ortes und besondere Aufführungen.

Das Feinste vom Feinsten der Salzburger Jugendstilarchitektur wird unter anderem an Beispielen im Salzburger Land aufgezeigt und mit ganz frischem Blick betrachtet. Eine Symbiose aus Bautradition und dekorativer Architekturströmung in einem Buch festgehalten.

Liesbeth Waechter-Böhm, Andres Müry, Gerhard Sailer, Heinz Lang Müry Salzmann Verlag, 91 Seiten, EUR 25.00

Müry Salzmann Verlag, 100 Seiten, EUR 25.00 Erscheinungstermin: September 2013

Salzburg 03

Sommerfrische 04

Salzburg 05

Universitätsstadt Salzburg 06

Hans Wolfsbauer-Schönau

Landesverband Oberösterreich

Kurt W. Leininger

Ulrike Aichhorn

Architektur- und Ölgrafiken, die der Mozartstadt gewidmet sind. Dem Betrachter wird ein außergewöhnlicher Blick auf Salzburg präsentiert, unterstrichen von viel künstlerischer Liebe und Sorgfalt. Ein Werk mit Ausstrahlung.

Wunderbare Beispiele neuer Architektur im Salzkammergut. Der Fokus liegt auf Bauen und Landschaft, es werden jedoch auch andere, unterschiedlichste Zugänge zum Thema geboten.

Eine Stadt zwischen Tradition und Moderne – ein treffender Untertitel für ein Buch, das einen kritischen und zugleich liebevollen Blick auf Salzburg eröffnet und mit Infos über die wichtigsten Epochen, Persönlichkeiten und Gebäude aufwartet.

Von der Benediktineruniversität bis zum Unipark Nonntal. Ulrike Aichhorn widmet ihr Buch dem universitären Leben der Mozartstadt. Spannende Fakten rund um die wechselvolle Geschichte der Universitäten, ihren Orten und ihren Persönlichkeiten.

Verlag Anton Pustet, 176 Seiten, EUR 25.00

Müry Salzmann Verlag, 136 Seiten, EUR 35.00

Springer Wien, 208 Seiten, EUR 24.95

Zentralvereinigung d. Architekten Verlag Anton Pustet, 128 Seiten, EUR 20.00

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GroSSe Leute vor ort Jedem das Seine. Ein Credo, das angesichts der Hotelvielfalt, die Salzburg zu bieten hat, wĂśrtlich genommen werden kann. Interpretationen von Gastfreundschaft, die mal mit Tradition punktet, mal mit Andersartigkeit Ăźberrascht.


ArchItektur . Landschaft Große Leute

Petra Gassner

Hausherrin Hotel Schlosswirt zu ANif

text Jeanette Fuchs Foto AndreAs Hechenberger, Chris Rogl

Das Hotel Schlosswirt zu Anif ist ein Haus mit Tradition, dessen Geschichte bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht. Für die Erhaltung seines Charakters sorgt Petra Gassner, die das ehemalige erzbischöfliche Bauerngut mit Feingefühl und Herzlichkeit führt. 2010 wurden die bestehenden Möbel im Biedermeierstil mit neuen Stoffen überzogen und die Bäder der 29 Zimmer modernisiert. Es sind die gelebten Werte und das familiäre Ambiente, die Stammgäste und Festspiel-Prominenz seit eh und je in den Schlosswirt ziehen. Ein Lieblingsplatz vor den Toren Salzburgs ist schnell gefunden – ob in der traditionellen Jagdstube, in der schon Herbert von Karajan speiste, oder im Gastgarten unter Kastanienbäumen. Hotel Schlosswirt zu Anif . Salzachtalbundestraße 7 . 5081 Anif . www.schlosswirt-anif.at

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Bettina und Mark Wiesinger

Inhaber Hotel & Villa Auersperg

Im Hotel Auersperg im Salzburger Andräviertel spielt das Gespür für Details eine unübersehbare Rolle – ob frische Blumen, biologisches Frühstück oder die feine Auswahl an Büchern und CDs: Das Faible für kleine Extras trägt die Handschrift von Inhaberin Bettina Wiesinger und ihrem Mann Mark, der als Architekt die vielen Ideen in die Tat umsetzen darf. Für beide gemeinsam ist das Auersperg eine Herzensangelegenheit. Die ehrliche Absicht, den Gästen Gutes zu tun, ist deutlich spürbar: Die Lobby versprüht Wohnzimmerflair, der idyllische Hotelgarten ist eine Ode an die Ruhe und das Spa überrascht mit liebevoll begrünter Dachterrasse. Es gilt, das Ankommen wörtlich zu nehmen und die Sinne für das Besondere zu schärfen. Hotel & Villa Auersberg . Auerspergstraße 61 . www.auersperg.at


ArchItektur . Landschaft Große Leute

Josef Klingler

Inhaber Boutiquehotel am Dom

Vom Franchisenehmer einer Fastfoodkette zum Boutiquehotelbesitzer: Josef Klinglers spannungsreicher Karriereweg ist von der wegweisenden Entscheidung geprägt, im Jahr 2008 in ein mehr als 800 Jahre altes Altstadthaus in der Goldgasse zu investieren und dieses in nur fünf Monaten zum Hotel umzubauen. Dabei setzt der erfahrene Gastronom auf heimelige Atmosphäre und persönliche Präsenz: Geschäftsleute und Städtereisende werden von ihrem Gastgeber mit Herz und Seele betreut. Bei 15 individuell eingerichteten Zimmern ein gewollt überschaubares Vergnügen. Klasse statt Masse – dieser Philosophie hat man sich im charmanten Boutiquehotel, das der Jedermann-Bühne am Domplatz am nächsten ist, verschrieben. Boutiquehotel am Dom . Goldgasse 17 . www.hotelamdom.at

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Elfi Kammerhofer Hoteldirektorin Hotel Sacher

Tradition, die in Bewegung ist: Elfi Kammerhofer weiß die hohen Ansprüche an das Luxushotel an der Salzach mit langjähriger Erfahrung und Herzblut zu bestreiten. So wird man moderne Hightech-Ausstattung in den individuell eingerichteten Suiten ebenso wenig vermissen wie das typische Sacher-Feeling, das auch im umgestalteten Wintergarten und der neuen Bar stets zugegen ist. Ihren Arbeitsalltag setzt die Sacher-Direktorin mit einem Blick durch ein Kaleidoskop gleich: farbenfroh und fantasievoll zugleich. Findet man sie doch überall dort, wo sie gerade gebraucht wird – bei Gästen und Mitarbeitern. Kommunikation ist Elfi Kammerhofers Erfolgsrezept, um Gastlichkeit auf höchstem Niveau zu leben. Sacher Salzburg . Schwarzstraße 5–7 . www.sacher.com


ArchItektur . Landschaft Große Leute

Markus Gmachl Inhaber Arte Vida

Hinter der Tür des in der Dreifaltigkeitsgasse gelegenen Gästehauses eröffnet sich eine neue Welt: Das Arte Vida versteht sich als urbane Oase, die Freigeister und Kunstschaffende aus aller Welt zu ihrem temporären Zuhause erklären. Der Initiator dahinter: Markus Gmachl, der das Guesthouse 2008 aus der Taufe hob. Die im indischen und marokkanischen Stil eingerichteten Zimmer und Appartements spiegeln die Reisefreudigkeit des Inhabers wider. Ergänzt wird das Beherbergungskonzept durch das Yoga- und Meditationsangebot sowie das auf Spendenbasis betriebene Gartencafé – von beidem fühlen sich auch Einheimische angesprochen. Ein Rückzugsort für alle Lebensanschauungen, die Wohlgefühl vor Kommerz stellen. Arte Vida – boutique guesthouse . Dreifaltigkeitsgasse 9 . www.artevida.at

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„Je tiefer die Stille, desto höher die Inspiration.“

Schloss Leopoldskron & Meierhof pure Inspiration

Wohlfühlen. Nur wenige Gehminuten von Salzburgs Alstadt entfernt, scheint sich eine andere Welt zu offenbaren, wenn sich die Tore zum Schloss langsam öffnen. Tagen, Wohnen und Feiern Sie mit bis zu 150 Personen in einer kraftvollen und zugleich entspannten Atmosphäre. Zum Ausklang eines herrlichen Events stehen Ihnen im Hotelgebäude – dem Meierhof – 55 Gästezimmer und 12 Suiten im Schloss zur Abrundung eines unvergesslichen Aufenthalts zur Verfügung.

TAGEN SIE IM SCHLOSS LEOPOLDSKRON • Tagungsraum mit Technik • Alkoholfreie Seminargetränke • Buffet inkl. alkoholfreier Getränke • 2 Kaffeepausen nach Wahl • Internet und E-Mail-Zugang EUR 55,- pro Person pro Tag

ÜBERNACHTEN SIE IM SCHLOSS LEOPOLDSKRON & MEIERHOF

Schloss Leopoldskron Leopoldskronstraße 56–58 . 5020 Salzburg T +43 (0) 662 83983-0 . F +43 (0) 662 83983-80 . E events@schloss-leopoldskron.com W www.schloss-leopoldskron.com

Meierhofzimmer Standard-Suite Superior-Suite

von EUR 71,- bis EUR 150,von EUR 155,- bis EUR 195,von EUR 230,- bis EUR 350,-

Zimmer inkl. reichhaltigen Frühstücksbuffets im Marmorsaal des Schlosses. Preise verstehen sich pro Zimmer pro Nacht


„Eleganz ist die Kunst, dasselbe anders zu tun.“

Wolf-Dietrich Ihr privat geführtes Stadthotel im Herzen Salzburgs.

Wolf-Dietrich-Straße 7 . 5020 Salzburg . T +43 . 662 . 871275 Gerne für Sie da: office@wolf-dietrich.at . www.wolf-dietrich.at


Salzburgs goldene acht Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Diesem Sprichwort zum Trotz strahlen Salzburgs Hotels mit exklusiven Serviceleistungen und erlesenem Interieur um die Wette – eine Hommage an die kostbarste aller Farben.


ARCHITEKTur . Landschaft Salzburgs goldene acht

text Foto

Jeanette Fuchs hotels

Wolf-Dietrich Altstadthotel

Villa Carlton

Hotel Goldener Hirsch

Im Wolf-Dietrich Altstadthotel steht der Mensch im Mittelpunkt. Deshalb wird großer Wert auf eine familiäre Atmosphäre gelegt – sowie auf Gastfreundschaft, die von Herzen kommt: Die Mitarbeiter nehmen sich Zeit, um den Gästen mehr zu zeigen als Salzburgs bekannte Sehenswürdigkeiten. Um die Herzlichkeit und Gemütlichkeit des Hauses zu vermitteln, sind die Bilder, die die Hotelwände zieren, ganz bewusst in warmen Goldtönen gehalten. Im Wolf-Dietrich Altstadthotel steht die Farbe Gold für Sicherheit und Beständigkeit, aber auch für Romantik, heimeligen Charme und leuchtende Erinnerungen. Warum auch versuchen, seine Affinität zu allem, was glänzt, zu verbergen, wenn man es in einen stimmigen Kontext setzen kann?

Dass besondere Serviceleistungen Gold wert sind, weiß man im charmanten Vier-Sterne-Hotel Villa Carlton: Seit April 2013 werden Gäste der familiär geführten Ceconi-Villa mit dem hauseigenen Golfcar chauffiert. Ökologie, Altstadtsperre und vor allem individueller Gästeservice sind die drei Schlagworte, die den Anstoß für die Anschaffung des wendigen Transportmittels lieferten. Die Idee dazu stammt, wie auch schon die des hoteleigenen Picknick-Angebots, von der einfallsreichen Hotelière Anna Sigl. Beliebt sind auch die Stadtführungen, mit welchen sie den Hotelbesuchern ihre persönlichen Hotspots der Stadt näherbringt. Die Zutaten für das unverwechselbare Flair der Villa Carlton: Originalität und ein Hauch Exzentrik.

Das Hotel Goldener Hirsch – der Name des FünfSterne-Hotels in Salzburgs berühmter Getreidegasse ist Programm. Historische Möbel von höchstem Komfort, kunstvolle Decken und Marmorbäder in den individuell eingerichteten Zimmern und Suiten erinnern an die mehr als sechshundertjährige Hotelgeschichte. „Ein ganz besonderes Schmuckstück, das die Rezeption des Hotels ziert, ist das antike Schlüsselbrett mit seinen goldenen Schlüsselschildern“, weiß man im Hirschen. Auch kulinarisch beweist Chefkoch Gernot Hicka im Gourmet-Restaurant Goldener Hirsch und im traditionellen Restaurant s’Herzl sein goldenes Händchen für österreichische und internationale Küche.

Wolf-Dietrich Altstadthotel . Wolf-Dietrich-Straße 7 . www.salzburg-hotel.at

Hotel Villa Carlton . Markus-Sittikus-Straße 3 . www.villa-carlton.at

Hotel Goldener Hirsch . Getreidegasse 37 . www.goldenerhirsch.com

Goldene Mitarbeiter

Goldener Service

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Goldener Name


Hotel Schloss Mönchstein

Hotel Gmachl Bergheim

Eine Hochzeit wie im Märchen – das Fünf-SterneHotel Schloss Mönchstein, welches als erstes in Salzburg mit dem Prädikat „Superior“ ausgezeichnet wurde, macht es möglich. Seit dem Jahr 2011 finden hier standesamtliche Trauungen direkt im Hotel statt. Nach dem Gästeempfang im 14.000 m2 großen Schlosspark und einer Zeremonie im Gotischen Salon oder im Freien beim Sissi Pavillon kann sich das Brautpaar auf der prächtigen goldenen Hochzeitstafel des Hotels verewigen. Sogar eine Exklusivbuchung des gesamten Anwesens ist möglich. Und fünfzig Jahre später lässt sich im kleinsten Restaurant der Welt, das in der Turmspitze des Schlosses Platz für zwei Personen bietet, dann die Goldene Hochzeit feiern.

Das Hotel Gmachl in Bergheim bei Salzburg verkörpert die perfekte Symbiose aus traditionellem Wohlfühlambiente und modernem Lebensstil. Sympathiepunkte erntet die ruhige Lage im Grünen, nur einen Steinwurf vom pulsierenden Stadtleben entfernt. Als fixer Bestandteil der Hotelphilosophie manifestiert sich der goldene Touch bereits im Hotel-Logo und findet im fein abgestimmten Interieur seine Fortsetzung. Weiterer Anwärter für das Prädikat Gold: Gmachls Vitarium, der 1.700 m2 große Spabereich. Dass nicht alles Gold ist, was glänzt, aber dennoch Exklusivität und Freude verspricht, beweist der feuerrote Porsche, der Gästen für Spritztouren zur Verfügung steht.

Hotel Schloss Mönchstein . Mönchsberg Park 26 . www.monchstein.at

Hotel Gmachl Bergheim . Dorfstraße 35 . 5101 Bergheim . www.gmachl.at

Goldene Hochzeit

Goldenes Design


ARCHITEKTur . Landschaft Salzburgs goldene acht

Schloss Leopoldskron

ARTHOTEL Blaue Gans

Hotel Bristol

Wenn sich die Tore zum Schloss Leopoldskron öffnen, betreten Gäste eine andere Welt: Zwölf prunkvolle Schloss-Suiten, eingebettet in eine ruhespendende Parklandschaft, laden zu einer historischen Zeitreise ein. Nahezu alles ist im Geburtshaus der Salzburger Festspiele original erhalten geblieben – so auch das venezianische Zimmer, welches der ehemalige Besitzer Max Reinhardt ursprünglich als Musikzimmer einrichten ließ. Ein Zimmer voller Gold und Glanz, das als Vorlage für den Ballsaal im Film „The Sound of Music“ diente und in Hollywood aufwändig nachgebaut wurde. Heute wird das venezianische Zimmer als luxuriöser Frühstücksraum genutzt, aber auch für private Feiern oder Seminare.

Wer blauäugig denken mag, zwischen der Farbe Gold und dem in der Getreidegasse beheimateten Arthotel bestünde keine Verbindung, wird eines Besseren belehrt: In der traditionsreichen Herberge, die modernes Design und zeitgenössische Kunst hinter historischen Mauern vereint, versteckt sich ein ganz besonderes Kunstobjekt: die goldglänzende Sounddusche des Grazer Künstlers Constantin Luser im Innenhof. Und das ist längst nicht alles, womit das Hotel im Herzen der Altstadt goldene Lorbeeren erntet: Schließlich ist die Blaue Gans nicht nur Salzburgs ältestes Gasthaus, sondern auch das erste Arthotel in der Mozartstadt – nicht zum Übernachten, sondern um darin zu wohnen.

Ausstattung und Service vom Feinsten erwartet die Gäste während ihres Aufenthalts im Hotel Bristol. Das Aufeinandertreffen von traditionellem Flair und modernem Komfort wird in jedem einzelnen Zimmer individuell umgesetzt. Vor der Eröffnung des Hotels diente das Gebäude lange Zeit als Sitz für verschiedene Adelsgeschlechter und bis heute herrscht eine wahrhaft königliche Atmosphäre. Vergoldete Säulen und Kronleuchter sowie exklusives Mobiliar in Weißgold-Tönen repräsentieren jenen Luxus, für den eine der traditionsreichsten Adressen Salzburgs bekannt ist. Für die konsequente Fortsetzung des noblen Charmes sorgen die gold-schwarzen Fahnen, die vor dem Hotel platziert sind.

Schloss Leopoldskron . Leopoldskronstraße 56 . www.schloss-leopoldskron.com

Arthotel Blaue Gans . Getreidegasse 41–43 . www.hotel-blaue-gans-salzburg.at

Hotel Bristol Salzburg . Makartplatz 4 . www.bristol-salzburg.at

Goldenes Zimmer

Goldene Auszeichnungen

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Goldene Atmosphäre


Döllerer’s Geniesserhotel

Döllerer’s Geniesserrestaurant

Tradition und Moderne sind im familiär geführten Vier-Sterne-Hotel mit 24 stilvollen Zimmern und Suiten im historischen Ambiente harmonisch miteinander verbunden.

Andreas Döllerer, von Gault Millau zum Koch des Jahres 2010 gekürt, erhebt mit seiner vielfach ausgezeichneten Küchenlinie „Cuisine Alpine“ Kochen zur Kunst.

Döllerer’s Wirtshaus Genießen Sie heimatverbundene Schmankerl in behaglich legerer Atmosphäre! Vom Publikumsguide Falstaff ausgezeichnet als „beste gutbürgerliche Küche“ in Österreich.

Döllerer’s MetzGerei + Feine Kost

Döllerer’s enoteca + Bacaro

Die selbstgemachten Wurst-, Schinken- und Feinkostspezialitäten sowie die internationalen Gaumenfreuden sind von außergewöhnlicher Qualität.

Weindegustationen, Alimentari, Accessoires und Bücher. Vor den Toren Gollings findet man ein herausragendes Wein- und Kulinarik-Angebot.

Geniesserhotel Geniesserrestaurant Wirtshaus MetzGerei + Feine Kost Am Marktplatz 56 . 5440 Golling T: +43.6244.4220-0

enoteca + Bacaro Am Brennhoflehen . 5431 Kuchl T: +43.6244.20567


KUNST . KULTUR

KUNST . Kultur 60 Persönlichkeiten mit Perspektive Museen leben von dem, was

Menschen daraus machen.

68 Kunstgeschichte mit phänomenalen Ausblicken Ein einzigartiger Ausflug ins barocke Herz der Stadt. 72 von Kunst und Kennern Galeristen der zeitgenössischen Kunst. 76 Bevor das Licht angeht Der Flair von Bühnenräumen. 80 Festspiele, Mittendrin

Barbara Unterkofler und Philipp Spängler im Porträt.

82 Das Taschenopernfestival Musik macht Drama. 84 Unten herrscht Bewegung

Junge Leute mit starken Ideen.

85 Robert Jungk

Die Zukunft hat schon begonnen.

86 Kunst an allen Ecken

Wo Kunst und Kultur in Salzburg die stärksten Stücke spielen.

93 Einfach erlesen

Bücher mit Geheimnissen.

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GroSSe Leute vor ort Museen leben von dem, was Menschen daraus machen. An der Spitze der Salzburger Sammlungen stehen Persรถnlichkeiten mit Perspektive. Ausblicke garantiert!


KUNST . Kultur Große Leute

Gabriele Ramsauer Mozart-Museen

text Foto

Cay Bubendorfer Andreas hechenberger, Chris Rogl

GENIE UND KULT. „Mozart – der Mensch und seine Musik“ ist das unerschöpfliche Thema in den beiden Museen der Stiftung Mozarteum Salzburg. Kunsthistorikerin Gabriele Ramsauer (* 1961) leitet seit 1998 die beiden Häuser. Bis vor Kurzem galt es die Ausstellungsräume in Mozarts Geburtshaus neu zu gestalten, dann standen hoch komplizierte Untersuchungen zur Authentizität zweier Mozart-Porträts an. Leute aus aller Welt interessiert brennend, wie Mozart wirklich ausgesehen hat. Gabriele Ramsauer und ihr Team gehen daher laufend auf Spurensuche, versuchen den Einfluss der Epochen freizulegen und schließlich mit Pfiff und Witz vom Menschen Mozart zu erzählen, der hinter dem Genie steckt. Mozarts Geburtshaus . Getreidegasse 9 . www.mozarteum.at . Mozart-Wohnhaus . Makartplatz 8 . www.mozarteum.at

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Martin Hochleitner Salzburg Museum

VOLLES PROGRAMM. Die kunsthistorische Sammlung und der projektorientierte Umgang damit – davon hat sich Martin Hochleitner (* 1970) nach Salzburg locken lassen. Seit 2012 steht er an der Spitze des Salzburg Museums, das abgesehen vom Haupthaus in der Neuen Residenz noch fünf weitere Bereiche umfasst. Ein großer Dampfer also, für den Hochleitner einen klaren Kurs vorgibt. Die Besucherzahlen müssen natürlich stimmen, meint er, substanziell sei aber auch ein langfristiges Ziel, nämlich die Sammlung zu einem attraktiven, leicht zugänglichen Wissenspool für alle auszubauen. Aktuell werden daher sämtliche Objekte digital erfasst und kommentiert, mittelfristig steht die Datenbank dann online zur Verfügung. Salzburg Museum . Mozartplatz 1 . www.salzburgmuseum.at


KUNST . Kultur Große Leute

Toni Stooss

Museum der Moderne

WECHSELSPIELE. Mit dem neuen Museum am Mönchsberg und dem alten Rupertinum bespielt das MdM zwei völlig unterschiedliche Häuser. Eine organisatorische Herausforderung, die Direktor Toni Stooss (* 1946) jedoch als Chance nutzt: Fotografische Perspektiven im Rupertinum vertiefen und kommentieren Ausstellungen zur klassischen oder gegenwärtigen Moderne am Berg. Für breite Anziehungskraft in der „Musikstadt Salzburg“ sorgen die Sonderausstellungen zur Festspielzeit, mit Einblicken in die Beziehung zwischen Musik und bildender Kunst. Ebenso spielen Workshops und Veranstaltungen eine zentrale Rolle im MdM – deshalb entsteht nun ein eigenes Zentrum für Kunstvermittlung im alten Wasserturm am Mönchsberg. Museum der Moderne . Mönchsberg 32 und Wiener Philharmoniker Gasse 9 . www.museumdermoderne.at

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Peter Keller Dommuseum

KLEIN, ABER KOSTBAR. Rund 250 Goldschmiedearbeiten und über 2.000 barocke Textilien gehören zur Sammlung des Dommuseums. Für Direktor Peter Keller (* 1964) ergibt sich daraus seit mehr als zehn Jahren eine konstante Herausforderung – nämlich rund um die eigenen Objekte spannende Themen zu kreieren, die nicht nur Touristenmassen, sondern auch die Salzburger immer wieder ins Museum locken. Derzeit spürt er sogenannte handelnde Bildwerke zwischen Bayern und Oberitalien auf; hier waren nämlich diese „halboffiziell christlichen“, beweglichen Skulpturen besonders beliebt. Über die Kunst- und Kirchenhistorie hinter diesem Phänomen berichtet eine kommende Sonderausstellung. Dommuseum zu Salzburg . Domplatz 1 a . www.kirchen.net/dommuseum


KUNST . Kultur Große Leute

Gabriele Groschner Residenzgalerie

NEUES SEHEN. Die Residenzgalerie sei ein Kunstmuseum, betont Gabriele Groschner (* 1961), frisch gebackene Direktorin des Hauses. Nach dem Umbau macht sie mit der Ausstellung „Neues Sehen“ zum 90-jährigen Bestehen der Residenzgalerie ihre Ziele klar: Die vorwiegend barocken Meisterwerke der Sammlung treten in Bezug zu Klassikern der Moderne und machen dabei sichtbar, dass es hier um die gleichen künstlerischen Fragestellungen geht: Wie lässt sich Raum auf der flachen Leinwand darstellen? Und wo steckt die Diskrepanz zwischen Illusion und scheinbarer Wirklichkeit? Den Bogen zum Heute schlagen auch begleitende Kollaborationsprojekte, um die Bilder aus der Perspektive von Dichtern oder Tänzern neu zu erleben. Residenzgalerie . Residenzplatz 1 . www.residenzgalerie.at

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Hemma Schmutz Salzburger Kunstverein

BALANCE. Hemma Schmutz (* 1966), Direktorin im Kunstverein, hat ein klares Ziel vor Augen: höchste Qualität und Offenheit im ganzen Künstlerhaus. Das betrifft einerseits die Arbeit in den 21 Ateliers – wo heute kreative Kräfte der bildenden Kunst und Architektur, der zeitgenössischen Musik und Medien-Kunst gebündelt sind. Genauso aber die Ausstellungen. Emerging Artists finden und fördern, so lässt sich das Programm zusammenfassen, das Hemma Schmutz seit 2005 im großen Saal, im Kabinett und in den Ringgalerien präsentiert – Werke von noch nicht etablierten, aber vielversprechenden Künstlerinnen und Künstlern. Salzburger Kunstverein . Hellbrunner Straße 3 . www.salzburger-kunstverein.at


Raumgestaltung Eberharter extravagant & einzigartig

Restaurant Weiherwirt. Das Konzept – Restaurant Weiherwirt – im wunderschönen Stadtteil Leopoldskron war von Anfang an klar: Das tolle Ambiente des angrenzenden historischen Schlosses und der Naturkulisse des Leopoldskroner Weihers sollte in eleganten und gleichzeitig modernen Materialien widergespiegelt und umgesetzt werden. Trendfarben wie Aquablau und Kupfer waren die Hauptkomponenten des Konzepts, welche sich in Designerleuchten, geflochtenen Bodenbelägen, italienischem Möbeldesign sowie Textilien wiederfinden. Durch das Gesamtkonzept und entsprechende Umsetzung der handwerklichen Arbeiten aus einer Hand entstand ein stimmiges Ambiente.

Raumgestaltung Eberharter Ignaz-Harrer-Straße 44 c . 5020 Salzburg . T +43 (0) 662 431354 W www.eberharter.co.at

Edith Eberharter. Gesamte Innenarchitektur mit Planung und Konzeptionierung, sowie auch Umsetzung, werden selbstverständlich nicht nur in der Gastronomie angeboten. Zu unseren namhaften Kunden gehören auch Lifestyle-Friseure und Boutiquen, Kosmetikstudios und Beautyfarmen, feine kleine Hotels, diverse Büros in den Chefetagen, bis hin zu unseren Privatkunden, die mit edlem, neuem Design ihre Privatsphäre genießen.


Himmel und Erde Die erzbischÜflichen Regenten Salzburgs haben ihre Fßrstenresidenz rund um den Dom sinnig geplant. Ab Mai 2014 sollen die Museen im Domquartier von den alten architektonischen Verbindungen profitieren und rundherum durchgängig werden.


KUNST . Kultur Domquartier Salzburg

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Cay Bubendorfer Verlag St. Peter/Reinhard Weidl

Ein einzigartiger Ausflug ins barocke Herz der Stadt, auf dem sich eine international hochrangige Werkschau und phänomenale Ausblicke auf die Altstadt aufs Schönste verbinden.

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ausend Jahre lang war das Erzbistum Salzburg unabhängig von den umgebenden Mächten; Edelstein- und Metallvorkommen, vor allen aber das Salz bildeten ab dem 8. Jahrhundert die Basis für eine eigenständige kulturelle und politische Blüte unter Herrschaft der mächtigen Fürsterzbischöfe. Das reiche Erbe der Romanik, der Gotik und vor allem des Barock zeugt noch heute von diesem Glanz. Der Gebäudeverbund aus Residenz und Dom war der Mittelpunkt des Landes und sichtbarer Ausdruck der Macht der kirchlichen Fürsten, von Beginn an eng verbunden mit dem mittelalterlichen Benediktinerkloster St. Peter. Für den letzten Schliff und ein wahres Feuerwerk barocker Prachtentfaltung sorgte Mitte des 17. Jahrhunderts Guidobald Graf von Thun. Während seiner Regierungszeit ließ er die Dombögen errichten, den Residenzund den Domplatz gestalten und eine Gemäldegalerie für die Erzabtei St. Peter bauen – heute als „Lange Galerie“ bekannt. Der renommierte Museumsplaner Dieter Bogner hat im Auftrag des Landes ein zukunftsorientiertes Konzept für die traditionsreichen Ausstellungshäuser rund um den Dom entwickelt: Nach zweihundert Jahren werden die baulichen Verbindungen wieder geöffnet, der Dom und die weltliche Residenz wie ehedem verbunden – Himmel und Erde in einer Hand. Mit einer einzigen Eintrittskarte für das „Domquartier“ wird man künftig die bekannten, aber auch neu erschlossene künstlerische und architektonische Highlights in einem spannenden Rundgang erleben. Die Residenz im Herzen der alten Stadt war über Jahrhunderte Sitz der Fürsterzbischöfe und diente ihnen als repräsentativer Stadtpalast. Heute laden 15 prachtvolle Prunkräume zum Staunen ein – venezianische Spiegel, Kristallluster aus böhmischem Glas, vergoldete Stuckdecken, wertvolle Uhren und Gemälde vermitteln einen Eindruck vom Leben der Kirchenfürsten; nach wie vor finden hier die bedeutendsten Empfänge des Landes Salzburg und rauschende Feste statt. In 15 weiteren Sälen präsentiert die Residenzgalerie ihre herausragende Sammlung von flämischen und niederländischen Gemälden, darunter Meisterwerke von Rembrandt und Rubens, sowie barocke Malerei aus Italien, Frankreich und Österreich. Vom weltlichen Wohnsitz führt der Rundgang über die Terrasse der nördlichen Bögen mit eindrucksvollem Ausblick auf den Residenzplatz weiter in die Bischofskirche – den Dom. Im frisch renovierten nördlichen Domoratorium

mit den prunkvollen Stuckdecken werden zukünftig Sonderausstellungen der Partner im Domquartier präsentiert; u. a. die einmalige graphische Sammlung Rossacher des Barockmuseums. Weiter geht es über die Orgelempore an der Westseite des Domes, den der italienische Star-Architekt seiner Zeit, Santino Solari, im Auftrag von Erzbischof Markus Sittikus plante. 101 Meter ist dieser erste frühbarocke Kirchenbau nördlich der Alpen lang, die Kuppel wölbt sich in fast 80 Metern Höhe über dem Zentralraum. Mitten in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges fand 1628 die feierliche Domweihe statt – die achttägigen Feierlichkeiten sind in die Historie eingegangen als das größte und prächtigste Fest, das jemals in Salzburg gefeiert wurde. Im Südoratorium befinden sich das Dommuseum, in dem Kunstschätze aus 1.300 Jahren präsentiert werden, und die zugehörige Kunst- und Wunderkammer. Hier versammeln sich Objekte aus der Natur und Werke der Kunst: ausgestopfte Tiere und Fossilien, wissenschaftliche Geräte und Schleifarbeiten aus Bergkristall etwa. Die Zeitgenossen unterschieden zwischen „künstlichen“, von Menschen gemachten Objekten, und den natürlichen Dingen als Werke Gottes; in ihrer Gesamtheit sollten sie den Kosmos verbildlichen. Über die 70 Meter messende „Lange Galerie“ – ehemals als Gemäldegalerie der Erzbischöfe eingerichtet, nun Schauplatz für barocke Gemälde – führt der Kunstrundgang in den so genannten Wallistrakt: Hier präsentiert das Stift St. Peter ab Frühjahr 2014 die schönsten Stücke aus seiner herausragenden Kunstsammlung mit insgesamt geschätzten 40.000 Exponaten. Vorbei am berühmten gotischen Chor der Franziskanerkirche endet der Kunstrundgang schließlich wieder in der Residenz, im prunkvollen Carabinieri-Saal. Ein einzigartiger Ausflug ins barocke Herz der Stadt also, auf dem sich eine international hochrangige Werkschau durch die Kunstgeschichte mit phänomenalen Ausblicken auf Altstadt und Stadtberge aufs Schönste verbinden.

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Domquartier . www.salzburg.gv.at/kulturelle-sonderprojekte.domquartier Residenzgalerie . Residenzplatz 1 . www.residenzgalerie.at Residenz zu Salzburg . Residenzplatz 1 . www.salzburg-burgen.at/de/residenz Dommuseum zu Salzburg . Domplatz 1 a . www.kirchen.net/dommuseum Salzburg Museum . Neue Residenz . Mozartplatz 1 . www.salzburgmuseum.at Museum St. Peter . St. Peter-Bezirk 1 . www.stift-stpeter.at


Museen in Salzburg Historische Gemälde, österreichische Geschichte und moderne Skulpturen. Salzburg ist eine abwechslungsreiche Kulturlandschaft, in der sich ein Besuch lohnt.

Mozart-Bilder – Bilder Mozarts 23.01. bis 31.10.2013 im Mozart-Wohnhaus, Salzburg

Mozart-Wohnhaus.

Die Stiftung Mozarteum Salzburg besitzt die größte Sammlung originaler Mozart-Porträts. Für die Ausstellung „Mozart-Bilder – Bilder Mozarts“ ist diese mit zahlreichen Leihgaben ergänzt und zu einer einzigartigen Schau der Mozartbildnisse zusammengefügt worden. Die rund 80 Exponate zeigen erstmals einen Überblick über die wesentlichen historischen Bildnisse des Komponisten. Eigene Themenkomplexe widmen sich der Idealisierung des Mozart-Bildes im 19. Jahrhundert oder der Verwendung von Mozart-Bildnissen in der heutigen Zeit. Vor allem aber geht die Ausstellung der Frage nach Fälschung und Authentizität nach. Zu sehen sind sowohl Porträts zur Zeit Mozarts, wie auch Bildtypen, die sich später daraus entwickelt haben.

Öffnungszeiten: täglich 09.00 bis 17.30 Uhr, Juli, August: 9.00 bis 20.00 Uhr Letzter Einlass: 30 Minuten vor Schließung Mozart-Wohnhaus Makartplatz 8 . 5020 Salzburg . T +43 (0) 662 87422740 . F +43 (0) 662 872924 E mozartmuseum@mozarteum.at . W www.mozarteum.at

Gottfried Salzmann, A Passionate World, 2010 Mischtechnik, Foto, Collage/Holz © Privatsammlung USA

Salzburg Museum. Gottfried Salzmann ist mit einer Auswahl von knapp 100 Arbeiten zu Gast im Salzburg Museum. Unter dem Titel „Atmosphären“ liefert der 1943 in Saalfelden geborene Künstler Einblicke in seine jüngste Schaffensphase, in der er sein bisheriges, knapp fünf Jahrzehnte umspannendes Œuvre in technischer und formaler Hinsicht konsequent weiterentwickeln konnte.
 
Die Landschafts- und Städteaquarelle, für die Salzmann bekannt ist, sind zwar reichhaltig vertreten, doch entspricht es Salzmanns anhaltender Schaffensdynamik, dass der Schwerpunkt bei dieser Ausstellung auf seinen jüngsten Werken liegt. Der Künstler hat sich damit vom kleinformatigen Aquarell emanzipiert. Thematisch beschäftigt sich Salzmann seit langem fast ausschließlich mit den „Megacities“, vor allem New York. Seine bevorzugten Techniken sind derzeit Collage und Fotografie, diese treten in unterschiedlichen Kombinationen in Verbindung.

Öffnungszeiten: Di bis So 09.00 bis 17.00 Uhr . Jeden Do um 18.00 Uhr öffentliche Führung durch einen der Ausstellungsbereiche in der Neuen Residenz oder im Panorama Museum. Salzburg Museum . Neue Residenz . Mozartplatz 1 . 5010 Salzburg T +43 (0) 662 620808.700 . F +43 (0) 662 620808.720 W www.salzburgmuseum.at, www.facebook.com/Salzburg.Museum


Agnieszka Polska, The Kiss, 2012, C-Print, 50 x 70 cm, . courtesy the artist, ZAK | BRANICKA

Marc Quinn, Landslide in the South Tyrol (Detail), 2009, Hand painted oil on canvas, Galerie Thaddaeus Ropac Paris • Salzburg, © Marc Quinn, Foto: Ulrich Ghezzi

Salzburger Kunstverein. Der Salzburger Kunstverein begreift sich als zentrale Vermittlungsinstanz für internationale zeitgenössische Kunst. Er ist ein Ort der Präsentation aktueller Tendenzen zeitgenössischer internationaler Kunst, der Begegnung mit KünstlerInnen sowie der lebendigen Auseinandersetzung mit Kunst, Kunsttheorie und Kulturpolitik. Im Sommer zeigt der Salzburger Kunstverein von 18. Juli bis 15. September Arbeiten der jungen polnischen Künstlerin Agnieszka Polska. Polskas Animationen basieren auf der Idee, Archivmaterialien, wie z. B. alten Fotos, Leben einzuhauchen. Sie verwendet Zeitungen aus der Vorkriegszeit, Bücher und Schwarz-Weiß-Fotografien aus den 1960er- und 70er-Jahren als ihr Quellenmaterial. Aus dieser Welt der Reproduktion fertigt sie Ausschnitte an und montiert sie zu kleinen Animationsfilmen.

Museum der Moderne Salzburg. Mit den Klischees und der Vielzahl an Bedeutungsebenen von Blumen und Pilzen als Symbolträger in der zeitgenössischen Kunst beschäftigt sich die Ausstellung Flowers & Mushrooms ab 27. Juli im MdM MÖNCHSBERG. Anhand einer Auswahl von Werken aus den Bereichen Fotografie, Malerei und Plastik/Installation werden Kategorien wie Bedrohung, Vanitas, Erotik, Lebenszyklus und Politik ebenso beleuchtet wie Überschwang und Kitsch – mit Werken u. a. von Nobuyoshi Araki, Peter Fischli/David Weiss, Sylvie Fleury, David LaChapelle, Robert Mapplethorpe, Nam June Paik, Marc Quinn, Pipilotti Rist und Andy Warhol. Im MdM RUPERTINUM werden die neuesten Arbeiten von Matthias Herrmann präsentiert – dem Preisträger des Otto-Breicha-Preises für Fotokunst 2013 – und parallel dazu die Ausstellung „Schaufenster IV. Magie des Objekts“, die sich mit dem ältesten Thema der Kunstgeschichte – dem Stillleben – mit Werken aus der eigenen Fotosammlung auseinandersetzt.

Öffnungszeiten: Di bis So 12.00 bis 19.00 Uhr Künstlerhaus . Hellbrunner Straße 3 . 5020 Salzburg . T +43 (0) 662 842294-0 E office@salzburger-kunstverein.at . W www.salzburger-kunstverein.at

Öffnungszeiten: Di bis So 10.00 bis 18.00 Uhr, Mi 10.00 bis 20.00 Uhr Während der Festspiele auch montags geöffnet! Mi 18.30 Uhr kostenlose Führungen MdM MÖNCHSBERG . Mönchsberg 32 . 5020 Salzburg . T +43 (0) 662 842220.403 MdM RUPERTINUM . Wiener-Philharmoniker-Gasse 9 . 5020 Salzburg T +43 (0) 662 842220.451 . E info@mdmsalzburg.at W www.museumdermoderne.at, www.facebook.com/MuseumderModerneSalzburg


Von Kunst und Kennern

ZOOM ON

Nikolaus Ruzicska

Thaddaeus Ropac

Die Leica Galerie Salzburg hat sich seit 2008 als Plattform für Fotografie im urbanen Salzburg etabliert. Schwerpunkt des Ausstellungsprogramms bilden künstlerische und dokumentarische Arbeiten von jungen und renommierten internationalen Fotografen.

Der zeitgenössischen Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts hat sich Rudolf Budja mit seinen „Artmosphere“-Galerien an vier internationalen Standorten verschrieben. In Salzburg zeigt er Künstler aus den USA, Asien und Europa mit Hauptaugenmerk auf Pop-Art, sowie auf Fotografie.

MEHR LICHT. Ein frei stehendes, ehemals landwirtschaftlich genutztes Gebäude mit Garten in der Faistauergasse. Innen: ein hoher weißer Raum, darin Lichtkunst, Fotografie oder experimentelle Malerei. Seit 2004 setzt Nikolaus Ruzicska in seiner Galerie auf Konzentration. In seinem Beruf begreift sich der in Wien geborene Galerist als langfristiger Begleiter und intensiver Betreuer von einzelnen Künstlern, der im kontinuierlichen Austausch mit privaten und öffentlichen Sammlungen steht. Dass er einen Schwerpunkt seiner Tätigkeit auch in der Zusammenarbeit mit aufstrebenden Künstlern sieht, die ihre Qualitäten in intensiver Zusammenarbeit mit dem Galeristen entwickeln können, verwundert daher nicht. Henrik Eiben, Ruth Root, Vincent Szarek und Clemens Wolf gehören zu den Emerging Artists, denen Nikolaus Ruzicska in den vergangenen neun Jahren eigene Ausstellungen gewidmet hat, im Wechsel mit etablierten Zeitgenossen wie etwa Ross Bleckner, Axel Huette, Brigitte Kowanz, Francois Morellet und Maurizio Nannuccl.

FORMAT VON WELT. Thaddaeus Ropac hat die Moderne nach Salzburg gebracht. Das war zu Beginn kein leichtes Unterfangen in einer Stadt, die in erster Linie auf ihre historischen Kunstschätze stolz ist. Und für einen jungen Mann, der sich auf Anraten von Joseph Beuys gerade dazu entschlossen hatte, doch lieber nicht Künstler zu werden. Heute zählt der gebürtige Kärntner zu den erfolgreichsten Galeristen der Welt. Sein Stammhaus liegt nach wie vor in Salzburg, in der Villa Kast am Mirabellplatz. Im Zentrum von Paris betreibt er eine Galerie auf 800 Quadratmetern und für großformatige Skulpturen ist vor drei Jahren eine Kunsthalle in der Salzburger Vorstadt entstanden. Darüber hinaus präsentiert er seine knapp 60 Künstler auch in der 2012 neu eröffneten Galerie für monumentale Werke in Paris Pantin und auf den renommierten Kunstmessen. International und renommiert sind nicht nur die Maler und Bildhauer, deren Werke bei Thaddaeus Ropac gehandelt werden, sondern auch die Kunden.

www.artmosphere.at

Galerie Nikolaus Ruzicska . Faistauergasse 12 . www.ruzicska.com

Galerie Thaddaeus Ropac . Mirabellplatz 2 . www.ropac.net

Leica Galerie

www.leica-galerie-salzburg.at

POP ART

Galerie Rudolf Budja

Galerie Ruzicska

Galerie Thaddaeus Ropac


KUNST . KULTUR Große Leute

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Cay bubendorfer GALERIen

Ulrike Reinert

Mario Mauroner

Elisabeth & Nikolaus Topic-Matutin

KUNST KONKRET. Politik, soziale Entwicklungen, die aktuelle Wirklichkeit der Welt. Das sind die spannenden Themen, die Ulrike Reinert seit dem Jahr 2000 in den Mittelpunkt des Galeriebetriebs stellt. Dazu lädt sie zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler vorwiegend aus Österreich und dem deutschsprachigen Raum in ihre UBR Galerie ein; auch wenn die meisten von ihnen noch relativ jung sind, haben sie ihre Qualitäten schon mehrfach international unter Beweis gestellt. Und sie decken in ihren Produktionsmitteln ein extrem breites Spektrum ab: Die künstlerischen Kommentare zur aktuellen Lage der Welt kommen als kreative Malerei oder Zeichnung an die Wand, gehen als Video on Screen oder breiten sich installativ im Galerieraum aus. Besonders bereichernd für die Besucher und Kunden ist, dass Ulrike Reinert stets langfristige Beziehungen zu ihren Künstlern pflegt. Wer regelmäßig vorbeischaut, kann deren Weiterentwicklungen also laufend mitverfolgen.

PERFEKTE PARTNER. Angefangen hat Mario Mauroner 1972, im Doppel mit Ehefrau Waltraud, damals unter dem Namen „Galerie Academia“ in der Salzburger Residenz. 1983 kam ein Skulpturengarten dazu und seit 2004 verfügt MAM auch über 700 m2 Ausstellungsfläche in der Wiener Weihburggasse. Seit mehr als 40 Jahren ist Mauroner auf den wichtigen Kunstmessen präsent und hat ein weltumspannendes Netzwerk aus Künstlern, Sammlern und Museen aufgebaut. Besonders stark sind dabei die Verbindungen nach Spanien: Lange bevor Antoni Tapies berühmt wurde, hat Mauroner ihn nach Salzburg geholt, später folgten Plensa, Pijuan und Chillida. Auch die Österreicher Lois Renner, Jochen Höller und Alfred Haberpointner hat er unter seine Fittiche genommen. Den Beruf des Galeristen nimmt Mario Mauroner nämlich im klassischen Sinne ernst: Nachdem er sich vom Entwicklungspotenzial eines Künstlers überzeugt hat, übernimmt er auch Verantwortung und begleitet ihn als verlässlicher Partner über viele Jahre.

TREFFPUNKT KUNST. Im Hauptberuf ist Nikolaus Topic-Matutin Rechtsanwalt. Seine Liebe zur Kunst verwirklicht er gemeinsam mit Ehefrau Elisabeth seit 1989 als Galerist und Betreiber der Neuhauser Kunstmühle. Aus der alten Staudingermühle am Alterbach im Salzburger Stadtteil Gnigl haben die beiden einen unvergleichlichen Ort für Ausstellungen und die Begegnung mit Kunst und Künstlern gemacht. Der Clou: In der Mühle ist auch eine grafische Druckwerkstatt untergebracht, in der Künstlerbücher und Buchobjekte entstehen – die natürlich auch in der Galerie präsentiert werden. Generalthema des Ausstellungsprogramms ist die figurative Kunst der Gegenwart; damit bietet sich ein weites Feld von Skulptur über Malerei bis zur Grafik. Vor allem soll die Kunstmühle auch Raum für Erlebnisse bieten. Nicht zuletzt deshalb ist hier auch der Club „Alterbach Art & Music“ entstanden, in dem man sich mit Gleichgesinnten zu Künstlergesprächen trifft und Konzerte oder Lesungen rund um die Ausstellungen genießt.

UBR Galerie . Auerspergstraße 51 . www.ubr-galerie.com

Mario Mauroner Contemporary . Residenz . www.galerie-mam.com

Neuhauser Kunstmühle . Mühlstraße 4 . www.neuhauser-kunstmuehle.at

UBR Galerie

MAM Contemporary Art

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Neuhauser Kunstmühle


periscope Team

Ferdinand Altnöder

Rainer Iglar & Team

AUSBLICK AKTUELL. Der Begriff Galerie wäre eindeutig zu eng für das, was die Initiative periscope bietet. Die Salzburger Künstlerin Elisabeth Schmirl und ihre Kollegen betreiben einen „Off-Space“Raum für junge bildende Kunst. Entstanden ist die Non-Profit-Organisation aus einer Gruppe junger Salzburger Künstler, die gemeinsame künstlerische Aktionen in vorübergehend freien Räumlichkeiten umsetzte. Seit 2006 ist das Netzwerk gewachsen und der eigene project:space an der Sterneckstraße hat sich als Ort für zeitgenössische Projekte etabliert, in dem junge Kunstschaffende ihre thematischen Positionen entwickeln und zeigen können. Im laufenden Jahr widmet sich periscope dem Thema Raumverwandlung. Ergänzend zur Ausstellungsreihe, in der Raum und seine Veränderungen von internationalen jungen Künstlern in verschiedenen Medien untersucht werden, werden offene Do-it-yourself-Werkstätten eingerichtet, die ebenfalls um das Thema der Verwandlung kreisen.

FOKUSSIERT. Die Galerie Altnöder, im Herzen der Salzburger Altstadt gelegen, widmet sich ausschließlich der österreichischen Moderne. Innerhalb dieses – ohnedies sehr reichhaltigen – Feldes lassen Ferdinand und Heidi Altnöder ihr engagiertes Galeriekonzept offen für unterschiedliche Strömungen und Künstler, die sich seit den 1950erJahren einen Namen gemacht haben. Die beiden gelten weit über Salzburg hinaus in mehrfacher Hinsicht als Experten: Wer sich zum Beispiel für Alfred Kubin interessiert, kommt an Altnöder nicht vorbei. Die Galerie hat sich vor mehr als 20 Jahren auf den phantastischen Zeichner spezialisiert und nennt sogar acht seiner hoch begehrten Skizzenbücher ihr Eigen. Einen zweiten Schwerpunkt setzt man mit den Künstlern aus Gugging, dem sicherlich ungewöhnlichsten Zentrum für Art Brut. Immer wieder lässt Altnöder auch mit Entdeckungen aus der jungen Szene aufhorchen, zuletzt präsentierte die Galerie mit Christian Eisenberger den „Oberwildling“ aus Österreich.

BLENDE AUF. Als Galeristen im herkömmlichen Sinne verstehen sich die Leute vom Fotohof nicht: 1981 haben sich Salzburger Fotokünstler und Interessierte zum Verein Fotohof zusammengetan. Erklärtes Ziel des bis heute kollektiv agierenden Teams rund um Vorstand Rainer Iglar: der Fotografie als Kunstform und zugleich in ihrer kulturhistorischen Bedeutung für das gesellschaftliche Gedächtnis eine starke Plattform zu bieten. Reichlich Raum dafür bietet die Galerie seit dem Vorjahr am neuen Standort Inge-Morath-Platz in Lehen. Im Ausstellungsprogramm finden sich internationale Positionen und österreichische Zeitgenossen, die hauseigene Fachbibliothek ist öffentlich und bietet mehr als 10.000 Titel. In Führungen und Gesprächsrunden – oder ganz intensiv in den begehrten Foto-Workshops – lernen die Besucher kennen, was sich sozusagen hinter der Kamera abspielt, wenn künstlerische Fotografie entsteht. Im eigenen Verlag erscheinen Fotokunst-Bücher und Editionsmappen mit signierten Originalabzügen.

periscope . Sterneckstraße 10 . www.periscope.at

Galerie Altnöder . Sigmund-Haffner-Gasse 3 . www.galerie-altnoeder.com

Fotohof . Inge-Morath-Platz 3 . www.fotohof.at

periscope

Galerie Altnöder

Fotohof


KUNST . KULTUR Große Leute

Anton Gugg

Veronika Hitzl

KUNSTSINN

LOKALGRÖSSE. Durchblick, feinste und flexible Ausstellungstechnik – seit Frühjahr 2012 präsentiert Anton Gugg aktuelle Kunst aus Salzburg in der neu gebauten Stadtgalerie. An den Umzug vom barocken Ausstellungspavillon im Mirabellgarten ins Stadtwerk Lehen erinnert sich Anton Gugg mit gemischten Gefühlen. Mittlerweile ist er aber von den Qualitäten im lichten „White Cube“ mit sieben Metern Raumhöhe restlos überzeugt. Besonders groß ist seine Freude darüber, dass er nun auch Spielraum für großformatige Installationen und Objekte hat. Und den nutzt er im Auftrag der Stadt Salzburg sichtlich lustvoll als repräsentatives Podium für die zeitgenössische Kunst. Jährlich plant er hier gemeinsam mit einem Gremium unter Leitung der Kulturabteilung sechs Ausstellungen; die Gesprächsreihe „Kunst-Stoff“, regelmäßige Galerienspaziergänge gemeinsam mit den benachbarten Galerien Fotohof und eboran sowie offene Veranstaltungen entwickeln sich zu neuen Publikumsmagneten.

GEGENSTRÖMUNG. Ungewöhnliche, jedenfalls aber urbane Orte ziehen Veronika Hitzl schon immer an. Die neuen Räume der Galerie in einem Business-Gebäude mit Gastronomie eröffnen mit ihrer durchgehenden Fensterfront direkten Durchblick auf die Stadt. Die Umgebung macht sich also immer als reizvoller Gegen- oder Mitspieler bemerkbar, wenn die Galerieleiterin Zeitgenössisches mit ganz klarem Fokus präsentiert: Seit 1984 ist sie konsequent auf der Suche nach Künstlern und Künstlerinnen, die sich mit dem immer schnelleren Wandel von gesellschaftlichen und sozialen Gegebenheiten beschäftigen und die Abgründe der Zeit ausleuchten. Das können junge, noch völlig unbekannte Künstler sein, genauso gut aber arrivierte Künstler, die mit ihren Arbeiten pointiert gegen den Mainstream schwimmen. Ganz zu Beginn bespielte Veronika Hitzl die Räume einer Zahnarztpraxis, später wanderte die Galerie in ein aufgelassenes Reifenlager und eine ehemalige Polizeiwache.

Die Galerie Welz im Palais Kuenburg ist die traditionsreichste private Galerie im Zentrum von Salzburg. Seit rund hundert Jahren widmet man sich hier dem Werk der klassischen Moderne sowie österreichischer Künstler bis zur Gegenwart. Eine Kunstbuchhandlung und ein eigener Verlag ergänzen das Programm.

Stadtgalerie . Inge-Morath-Platz 31 . www.stadt-salzburg.at

eborangalerie . Ignaz-Harrer-Straße 38 . www.eboran.at

Stadtgalerie

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Galerie Welz

www.galerie-welz.at


Bevor das Licht angeht E

ine Bühne ohne Spieler, erleuchtet nur von ein paar Glühbirnen im Hintergrund. Vielleicht liegt Werkzeug herum, technische Apparaturen und zusammengewürfelte Dekorationsteile, deren Bestimmung noch im Dunkeln bleibt. Oder totale Leere, sauber glänzender Boden. Bevor das Licht angeht, offenbart sich, dass Bühnen von ihren Benutzern wirklich alles fordern werden, sobald der Saal mit Publikum gefüllt ist. Was viele Bühnenräume in Salzburg noch ein Stück spannender und herausfordernder macht, ist ihre Historie. Da spielt die Geschichte bis ins Heute mit. Und stellt an die Protagonisten oben im Schweinwerferlicht, die Bühnengestalter und Techniker und allen voran die Regie mitunter ganz andere Herausforderungen, als ein durchgestylter neuer Veranstaltungssaal. Das fängt bei der schrägen Akustik von Ziegelgewölben an und hört bei extrem querformatigen Spielflächen noch lange nicht auf. Vielleicht sind es aber gerade diese nonkonformistischen Bedingungen, die Salzburgs Bühnen so begehrt machen. Wo sonst spielt man große Oper in einem ehemaligen Steinbruch, der später zum Übungsplatz für die Kavallerie umfunktioniert wurde? Oder Rockmusik in einem alten Braukeller, Mozart und Moderne im exquisit klassizistischen Rahmen? Lassen Sie sich einfach verführen ...


kunst . kultur Bevor das Licht angeht

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Cay Bubendorfer Chris Rogl

Mozarteum, Großer Saal Ohne Zweifel der schönste Salzburger Konzertraum ist der „Große Saal“ im Gebäude der Stiftung Mozarteum. Architekt Richard Berndl plante das Haus im Stil des Münchner Späthistorismus, eröffnet wurde es vor genau 99 Jahren. Zum einmaligen Ambiente im Großen Saal kommt eine ebensolche Akustik für Konzerte von Solisten, Kammerensembles und große Orchesterbesetzungen. Prunkstück an vorderster Front: Die 2010 neu errichtete Propter-Homines-Orgel. Mozarteum, Großer Saal . Schwarzstraße 26 . www.mozarteum.at

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PernerInsel Hallein So richtig lange ist es noch nicht her, dass in der großen alten Industriehalle auf der Pernerinsel Salz verarbeitet wurde. Nachdem der Betrieb Ende der 1980er-Jahre eingestellt wurde, machte die Szene Salzburg mit Unterstützung der Stadt Hallein eine phänomenale Spielstätte aus der denkmalgeschützten alten Saline. Seit rund 20 Jahren sind hier auch die Festspiele regelmäßig zu Gast: Halleins Bürgermeister Dr. Christian Stöckl und Schauspielchef Sven-Eric Bechtolf am Schauplatz der diesjährigen Inszenierung von „Lumpazivagabundus“. Pernerinsel Hallein . Mauttorpromenade 7 . 5400 Hallein www.hallein.gv.at

Salzburger Landestheater Bis Fürsterzbischof Colloredo sein Hoftheater bauen ließ, stand am Makartplatz das Ballhaus der Stadt. An selber Stelle plante Ende des 19. Jahrhunderts das erfolgreiche Wiener Architektenduo Fellner & Helmer das neobarocke heutige Theaterhaus mit den drei Ebenen Parkett, Logenrang und Balkon als hochmoderne Spielstätte für Oper, Theater und Ballett. Pro Spielzeit sind hier rund 25 Neuproduktionen zu sehen. Salzburger Landestheater . Schwarzstraße 22 . www.salzburger-landestheater.at


kunst . kultur Bevor das Licht angeht

Rockhouse Salzburg Draußen an der Fassade findet sich noch die alte Steintafel mit der Aufschrift „Gablerbrau-Keller“. Drinnen, unter alten Ziegelgewölben im Saal und in der Bar, sind seit Oktober 1993 „andere Töne“ zu hören. Rund 300 Konzerte gehen pro Jahr über die beiden Bühnen im Rockhouse, das Spektrum reicht von Rock’n’Roll über Pop und Blues bis Indie. Hier erobern nicht nur Stars von Welt, sondern auch die Local Heroes ihr Publikum. Rockhouse Salzburg . Schallmooser Hauptstraße 46 . www.rockhouse.at

Felsenreitschule Dort, wo ursprünglich Steine für den Dombau aus der Felswand des Mönchsbergs gebrochen wurden, hat Barockbaumeister Fischer von Erlach eine Sommerreitschule für die erzbischöfliche Kavallerie gestaltet. 96 in den Fels gehauene Arkaden boten Platz für Besucher; seit 1926 bilden sie vor einer 40 Meter breiten Bühne die spektakuläre Kulisse für Konzerte, Theater- und Opernaufführungen der Salzburger Festspiele. Felsenreitschule . Hofstallgasse 1 . www.salzburgerfestspiele.at

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Festspiele, mittendrin Sie wollen junge Leute und hohe Kunst zusammenbringen. Ganz unverkrampft und höchst persönlich. Barbara Unterkofler und Philipp Spängler scharen seit fünf Jahren die Next Generation der Salzburger Festspielfreunde um sich.

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enn Barbara Unterkofler, im Hauptberuf Juristin und Kommunikationsexpertin, und Philipp Spängler, Junior im traditionsreichen Bankhaus Spängler, von ihren Plänen für den Festspielsommer erzählen, tun sie das mit funkelnden Augen: „Schon im November haben wir

Barbara Unterkofler & Philipp Spängler Porträt

Die „Festspielfreunde“ fördern das Festival schon mehr als ein halbes Jahrhundert lang, seit vielen Jahren sogar als dessen größter Sponsor. Damit das auch in Zukunft so bleibt, engagiert sich jetzt die Next Generation in einem eigenen Freundeskreis. Seit der Gründung von NXG im Sommer 2009 haben sich mehr als 300 junge Förderer mit einem Jahresbeitrag von 500 Euro in den Club eingeschrieben. Die Gelder gehen zur Gänze ins Produktionsbudget der Festspiele, die Mitglieder können im Gegenzug das spezielle NXG-Kartenkontingent nutzen, treffen Festspielkünstler bei Cocktails und Festen, erleben sie in Proben und Gesprächen.

unser Programm für zwei lange Wochenenden während des Festspielsommers ausgetüftelt. Ein Großteil unsere Mitglieder kommt ja von außerhalb – aus Wien, Hamburg, Stuttgart oder Italien –, deshalb konzentrieren wir unsere Angebote jeweils auf vier bis fünf Tage. Die sind dann allerdings prall gefüllt!“ Dabei sollen die Gäste möglichst viel von der künstlerischen Bandbreite der Festspiele kennen lernen, aber auch Musik und Theater auf den unterschiedlichen Bühnen erleben. Im August sieht das etwa so aus: Cornelius Obonya als neuer „Jedermann“ in der mit Spannung erwarteten Inszenierung des britisch-amerikanischen Regieduos Julian Crouch und Brian Mertes – auf dem Domplatz, der Ur-Bühne der Salzburger Festspiele vor der barocken Kulisse der Bischofsstadt also. Am Tag danach Nicholas Ofzcarek in der alten Saline auf der Perner-Insel in Hallein. Drei Festspielsommer hindurch starb er bravourös und bejubelt den Tod des reichen Mannes im „Jedermann“, heuer ist der Burgschauspieler erstmals als liederlicher Schuster Knieriem in Nestroys Zauberposse „Lumpazivagabundus“ zu erleben. Große Oper ist für den dritten Abend geplant: Zum 200. Geburtstag von Giuseppe Verdi hat Intendant Pereira den „Don Carlo“, Verdis hoch ambitionierte Umsetzung der dichterischen Vorlage von Friedrich Schiller, auf den Spielplan gesetzt. Regie-Altmeister Peter Stein inszeniert die umfangreiche originale Fassung im Großen Festspielhaus mit Startenor Jonas Kaufmann in der Titelrolle, am Pult der Wiener Philharmoniker steht der gebürtige Brite mit italienischen Wurzeln, Sir Antonio Pappano. Nochmals Verdi, jedoch von einer ganz anderen Seite, dann zum Ausklang des Freunde-Wochenendes: Maestro Riccardo Muti bringt die grandios-monumentale Messa da Requiem zum Klingen, die Giuseppe Verdi unter dem Eindruck des Todes von Giacchino Rossini zu komponieren begonnen hatte. Ein facettenreiches Programm also – das von mindestens ebenso vielfältigen und exklusiven Rahmenveranstaltungen begleitet wird. „Unser Anliegen ist es ja, kunstinteressierte Menschen unserer Generation unmittelbar mit den Künstlern zusammen und ins Gespräch zu bringen“, betont Barbara Unterkofler. Deswegen trifft man sich vor den Aufführungen zu Einführungsvorträgen mit


Kunst . Kultur Feuilleton

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Cay Bubendorfer Weltbild Fotoagentur

Und so wie zu Zeiten von Max Reinhardt, der Künstlerkollegen und Gäste zu legendären Festen in sein Schloss Leopoldskron eingeladen hat, wird auch bei den jungen Freunden gefeiert.

Fachleuten und Künstlern, die an den Schnittstellen zwischen Werk und Publikum vermitteln können. „Wenn jemand wie der erblindete Komponist Rolf Basten über die Musik spricht, die wir dann gemeinsam hören, bekommen auch unbedarfte Ohren im Konzert ganz unerhörte Dinge mit“, weiß Philipp Spängler aus eigener Erfahrung. Veritable Einblicke hinter die Kulissen der Festspiele bieten sie außerdem mit Guided Tours durch die Festspielhäuser und lockeren Gesprächsrunden mit Intendant Alexander Pereira, Präsidentin Helga Rabl-Stadler und dem Schauspielchef der Festspiele, Sven-Eric Bechtolf. Und so wie zu Zeiten von Max Reinhardt, der Künstlerkollegen und Gäste zu legendären Festen in sein Schloss Leopoldskron eingeladen hat, wird auch bei den jungen Freunden gefeiert. „Unser wachsendes Netzwerk steht und fällt mit den Menschen“, ist sich das Vorstandsduo einig. Mit ein Grund für die beiden, jeweils auch zur privaten NXG-Party bei sich zu Hause einzuladen. Spätestens wenn die geladenen Festspielkünstler spontan ihre Lieblingslieder anstimmen, irgendjemand in die Tasten greift, ein befreundeter DJ an die Plattendecks geht und alle gemeinsam „abshaken“, ist das Eis gebrochen. Noch stärker als bisher wollen Unterkofler und Spängler mit den „Young Singers“ zusammenarbeiten. Diese jungen Sängerinnen und Sänger werden bei internationalen Auditions ausgewählt und bekommen im Rahmen des hochkarätigen Förderprojekts die Möglichkeit, mit den Festspielkünstlern zusammenzuarbeiten – das bedeutet Unterricht in Meisterklassen, musikalische und szenische Erarbeitung von Repertoire, die Gestaltung und Aufführung der beiden Opernproduktionen für Kinder und ihr Debüt vor Festspielpublikum bei einem Konzert im Residenzhof. „Das sind die Stars von morgen, sie wollen etwas und sie sind unsere Generation. Was liegt also näher?“ Die Basis für freundschaftliche Beziehungen wird deshalb heuer gleich zum Auftakt der Festspiele gelegt: Zum ersten Auftritt der Young Singers zur Festspieleröffnung am 20. Juli richtet die Next Generation ein Fest für den hochbegabten Nachwuchs und die Freunde aus. www.festspielfreunde-nxg.at

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Musik macht Drama Die Welt braucht neue Oper. Wieso? Sie ist eine wunderbare Form, vielleicht sogar die einzige, um die Gegenwart durch Kunst mit allen Sinnen erfahrbar zu machen. Jüngstes Beispiel: das Taschenopernfestival.

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eizend sehen die beiden blonden jungen Damen aus, wie sie anmutig synchron ihre Arme zur Unschuldsgeste heben. Gleichzeitig breitet sich dasselbe frech-wissende Lächeln über den beiden Gesichtern aus, warm umspielt vom Licht, das den leeren, weißen Bühnenraum füllt. Jetzt sprechen sie; nein, eine spricht. Die andere lässt die Worte zu Tönen werden und plötzlich schwebt Gesang über dem Text. Das Orchester fällt mit instrumentalen Kommentaren ein. Oper – in diesem Fall ein Werk der jungen Komponistin Brigitta Muntendorf, uraufgeführt im September 2011 beim Taschenopernfestival in der ARGEkultur Salzburg. Oper also – eine musikalische Königsdisziplin, die seit ihren Anfängen vor gut 500 Jahren immer raffinierter, aufwendiger und zum prächtigen Gesamtkunstwerk geworden ist. Und auf den Bühnen von heute hauptsächlich aus dem „Bestand“ der Vergangenheit schöpft: Verdi, Puccini, Mozart und Wagner führen seit Jahren die Liste der meistgespielten Opernkomponisten an. Das hat wohl einerseits mit dem großen Aufwand und den hohen Kosten einer Uraufführung zu tun – nur wenige große Festivals können sich überhaupt

Kompositionsaufträge und Produktionen in diesem Fach leisten –, aber auch mit den gesellschaftlichen Umbrüchen seit 1914. Praktische und theoretische Vertreter der Musikwelt begannen nämlich infrage zu stellen, ob die Oper für die Gegenwart noch Bedeutung habe und ihre Form für aktuelle künstlerische Aussagen geeignet wäre. Auf jeden Fall, meinten vor knapp zehn Jahren die Begründer von Klang21. Um ihre Vorstellungen von Oper von und für Zeitgenossen zu verwirklichen, veranstaltete die Gruppe junger Komponisten, Musiker und Dramatiker das erste Taschenopernfestival Salzburg. Im Sommer 2005 ließen sie mit der Uraufführung von sechs Opernminiaturen für jeweils zwei Sänger-Darsteller und Kammerensemble aufhorchen, beeindruckten sowohl das Publikum als auch die Kulturpresse. Gemeinsam mit jungen Autoren aus Frankreich, Italien und dem deutschsprachigen Raum hatten die Komponisten ihre Musiktheaterstücke zum Thema „Begegnung“ entwickelt und dazu erfahrene Regisseure in die künstlerischen Teams geholt. Die „Taschenopern“ haben sich seither als biennales Festival mit jeweils fünf


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Cay Bubendorfer Klang21

Was passiert an der Schnittstelle von Sprache und Gesang, was lässt sich in der Kunstform Oper ausdrücken, das sonst unsagbar bliebe?

bis sieben Uraufführungen im Salzburger Kulturgeschehen etabliert. Gelungen ist das auch dank der ARGEkultur als engagiertem Koproduktionspartner und Spielort ab 2009. Dabei ist das Netzwerk der mitwirkenden Künstler ebenso kontinuierlich gewachsen wie die Ansprüche an die eigene künstlerische Arbeit. Den Prinzipien der ersten Stunde ist man aber verpflichtet geblieben: „Das Taschenopernfestival fungiert als Labor, in dem wir Zusammenarbeit ermöglichen. Wir bringen Komponisten, Regisseure, Sänger, Schauspieler, Leute aus der bildenden und Medienkunst zusammen, renommierte Künstler treffen hier auf junge Begabungen“, sagt der für seine bildstarken, spannungsvollen Inszenierungen gerühmte Regisseur Thierry Bruehl, künstlerischer Leiter von Klang21. „Wir stellen uns und den eingeladenen Künstlern dabei zentrale Fragen: Wie viel Realität braucht und verträgt Musiktheater der Gegenwart? Was passiert an der Schnittstelle von Sprache und Gesang, was lässt sich in der Kunstform Oper ausdrücken, das sonst unsagbar bliebe?“ Die Antworten finden ganz unterschiedliche Form; denn auch wenn für die Festivalstücke ein gemeinsames Thema und der strukturelle Rahmen vorgegeben sind, unterscheiden sich die Werke ausdrücklich, so Thierry Bruehl: „Wir laden bewusst junge Komponistinnen und Komponisten ein, die aus verschiedenen Richtungen kommen. Für diesen Herbst hat sich zum Beispiel die innovative DJane-Legende Cio d’Or dazu verlocken lassen, erstmals im Opernfach zu arbeiten. Für eine ganz andere Richtung steht Filippo Perocco aus Treviso bei Venedig, der sich intensiv auch mit barocker Musik beschäftigt hat. Natalia Gaviola kommt aus Argentinien; sie lässt in ihrem Stück ein Akkordeon mitspielen. Und mit Brigitta Muntendorf – eine der erfolgreichsten jungen Komponistinnen in Westeuropa – habe ich schon vor zwei Jahren zusammengearbeitet; dabei haben wir uns mit einem Abschnitt aus dem Ulysses von James Joyce beschäftigt. Ihr kompositorischer Ansatz war, diesen Text für zwei Schauspieler und die Musiker zu rhythmisieren, und darüber Gesangslinien für eine Sängerin und einen Sänger zu legen – ein Doppelspiel aus Sprache und Tönen also.“ Die hinreißend synchronisierten Damen sind uns oben schon begegnet ...

selbst langjähriger Leiter des renommierten Eclat-Festivals für neue Musik in Stuttgart – bilden ein weiteres künstlerisches Team. Jahn wird dabei seine tiefe Skepsis gegenüber gesungener Sprache aufgeben und erstmals Musiktheater im engeren Sinne inszenieren. Was das Taschenopernfestival so besonders, spannend und reizvoll für das Publikum macht, ist die Tatsache, dass ausdrücklich verschiedene künstlerische Positionen zum selben thematischen Ausgangspunkt zusammentreffen. Und weil die kurzen Musiktheaterstücke unmittelbar hintereinander an einem Abend gezeigt werden, wird jede Aufführung zur Reise durch die zeitgenössische Oper in all ihren Facetten. Insgesamt 22 neue Opern waren im Rahmen des Taschenopernfestivals Salzburg bereits zu erleben. Zwischen 20. September und 10. Oktober 2013 werden die nächsten fünf Uraufführungen gezeigt. Dabei steht die ARGEkultur wieder als großartiger Koproduktionspartner an der Seite von Klang21; ebenso ist das formidable oenm, das österreichische Ensemble für neue Musik mit Sitz in Salzburg, zum dritten Mal als bewährter Festivalpartner dabei. www.klang21.com

Für das Festival 2013 arbeiten Muntendorf und Bruehl wieder gemeinsam an einer Taschenoper, in der zwölf Kinderstimmen eine Rolle spielen werden; man darf gespannt sein, wie sie das Thema „Endlich Opfer“ in Töne und Szene fassen werden. Natalia Gaviola und Hans-Peter Jahn – Musiker, Autor und 82 . 83


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Cay Bubendorfer

Unten herrscht Bewegung Sie bespielen alte Eiskeller, leere Geschäfte oder ziehen ins Netz und den Äther hinaus. Junge Leute mit starken Ideen lassen den kulturellen Untergrund der Mozartstadt immer wieder vibrieren.

„Unter dem eigenen Label „Freakadelle“ sind gerade die ersten Platten produziert worden – auf Vinyl, wohlgemerkt.“

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m Schatten von Mozart und Festspielen hatte es die Subkultur in Salzburg über lange Jahre nicht leicht. Als zartes, aber zähes Pflänzchen forderte sie im Sog der 68er-Bewegung erstmals lautstark auch eigenen Nährboden ein: Die Alternative Szene – Verfechter von Rockmusik, Jazz, zeitgenössischer Performance- und Filmkunst – ging auf die Straße, demonstrierte mit spektakulären Aktionen inmitten des Festspieltrubels und machte sich gemeinsam für das Projekt Arge Rainberg als autonomes Kulturzentrum stark. Dann floss zwar noch einiges Wasser die Salzach hinab, aber nach hartnäckigen Verhandlungen stellten die verantwortlichen Stadtpolitiker einen aufgelassenen Lehrbauhof zur Verfügung: 1987 konnte das „Kulturgelände Nonntal“ als Homebase der alternativen Szene in Betrieb gehen – bis heute als ARGEkultur das größte autonom verwaltete Kulturhaus in Westösterreich. Während sich die Alternative der 1980er als selbstverständlicher Teil des reichen Salzburger Kulturlebens etabliert hat, wachsen die jungen Triebe der Subkultur munter weiter. Besonderes Kennzeichen der neuen Künstlergeneration: Sie setzt auf Unabhängigkeit und Netzwerke. An talentierten jungen Leuten, die konsequent an den Feinheiten ihrer elektronischen Musik feilen, fehlt es in Salzburg nicht. Die entsprechende Veranstaltungsszene ist jedoch (sagen wir es mal vorsichtig) sehr überschaubar; DJs finden sich meist als „Begleiterscheinung“ im gastronomischen Umfeld platziert. Zwölf von ihnen haben sich deshalb zum Musikverein „Freaksound“ zusammengetan, um ihre musikalischen Ideen frei von kommerziellen Vorgaben auszuspielen. Das Klubhaus in einem ehemaligen Eiskeller in Schallmoos wird seither jeden Samstag zur freien künstlerischen Spielwiese für die Salzburger Residents. Unter dem eigenen Label „Freakadelle“ sind gerade die ersten Platten produziert worden – auf Vinyl, wohlgemerkt. Dass Netzwerke als Basis für kritische Positionen funktionieren, beweisen auch die Künstlerkollektive „gold extra“ und „ohne titel“. „gold extra“ initiiert Projekte in den Zwischenräumen von bildender Kunst, Performance, Musik und Hybrid Media; ihr Credo bei der Suche nach innovativen künstlerischen

Ausdrucksformen und Kommentaren zur Gegenwart: Die Idee schafft das Format. Als subversive Antwort auf die gängigen Computerspiele hat die Gruppe ihr Spiel „Frontiers“ entwickelt und programmiert: Als Spieler ist man nicht schwer bewaffneter Superkämpfer, sondern nimmt die Rolle von Flüchtlingen oder Grenzpolizisten ein – und erlebt dabei die Bastionen am Rand der „Festung Europa“ hautnah. Für das aktuelle Projekt „Local Crisis Machine“ haben die Künstler einen Spielautomaten zur Interventionsstelle für Geld und Krise umfunktioniert. „ohne titel“ arbeitet eine Gruppe von freien Theaterleuten seit einigen Jahren zusammen. Ihre ironischen Performances finden immer dort statt, wo auch das Leben spielt: Das „Postamt Mitzi“ quartierte sich für einige Wochen in einer aufgelassenen Filiale ein und versorgte das Publikum mit persönlichen Services rund um die Kunst des Briefeschreibens. Demnächst wird ein klassischer Würstelstand im Andräviertel zur inszenierten Gerüchtebörse umfunktioniert, ... Gerüchte, die durchaus – natürlich spielerische – kriminalistische Konsequenzen haben können. Ganz echt war allerdings die Beschlagnahmung des Senders, den das Piratenradio Bongo 500 Anfang der 1990er auf einem der Stadtberge installiert hatte, und zwar mit dem Ziel, freies Radio zu legalisieren. Nach dem Fall des Rundfunkmonopols konnte dann die Radiofabrik als erstes CommunityRadio on air gehen: Hier gestalten interessierte Salzburger unter mittlerweile professionellen Bedingungen ihre eigenen Sendungen und bringen zur Sprache, was im öffentlichen Rundfunk unter den Tisch fällt. Zu den Sendungsmachern gehören auch viele Leute aus der jungen Kulturszene, wie etwa die Jungs vom „Freaksound“. Jüngster Spin-off der Radiofabrik ist FS1 – Salzburgs freier Fernsehsender, für den bereits mehr als hundert Sendungsmacher aus der Stadt aktiv sind. www.klubhaus.at www.goldextra.at www.ohnetitel.at www.radiofabrik.at


Kunst . Kultur Feuilleton

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Cay Bubendorfer Salzburg Museum

robert jungk

„D

ie Zukunft hat schon begonnen“ schrieb Jungk als Titel über sein erstes Buch. Das war 1952; der unbeirrbare Denker und Publizist lebte mit seiner Frau Ruth Suschitzky in Los Angeles, Sohn Stephan Peter wurde geboren. 34 Jahre später sollte der Zukunftsforscher für seine konsequente Suche nach Modellen für die Gestaltung einer besseren Welt mit dem alternativen Nobelpreis, dem Right Livelihood Award, ausgezeichnet werden. Damals hatte der viel gereiste Weltenbürger seinen Wohnsitz schon nach Salzburg verlegt. Im „Haus Corso“ an der Imbergstraße hatte er die Bibliothek für Zukunftsfragen eröffnet – als offenen Ort der Auseinandersetzung und Forschung. Als noch immer gültiges Modell erfand er die „Zukunftswerkstatt“ – ein moderiertes Verfahren, in dem nicht nur die scheinbar vorgegebene, sondern alle vorstellbaren Zukünfte zu Tage kommen. Denn, so lautete sein Credo: „Zukunft, das sind wir alle“ – und seine Vision war die Verwirklichung einer humanen Zukunft. Von Salzburg aus – nämlich den „Grünen“ im Bundesland – ging auch die Bitte an Robert Jungk, 1991/92 für das Amt des Österreichischen Bundespräsidenten zu kandidieren. Jungk nahm das Angebot an, nicht weil er hoffte, die Mehrheit der Stimmen zu erreichen, sondern um den besorgten und kritischen Stimmen Gehör zu verschaffen. Noch heute herrscht auf dem Dachboden der Zukunftsbibliothek, wo Robert Jungk täglich gearbeitet hat, sein kreatives Chaos. Er nannte es sein „Bergwerk“. Dort

entdeckten ehemalige Mitarbeiter im vergangenen Jahr das Manuskript zum „Sonnenbuch“, das zu seinem 100. Geburtstag am 11. Mai 2013 posthum erschienen ist. Auch sonst wird in der Robert Jungk Bibliothek für Zukunftsfragen weiter heftig gearbeitet: Gemäß dem Leitmotiv des Gründers, „aus Betroffenen Beteiligte zu machen“, finden jeden Monat Zukunftsgespräche statt, reisen Forscher aus allen Teilen der Welt an, um die größte Bibliothek auf ihrem Gebiet zu nutzen. Zum 100. Geburtstag von Robert Jungk stehen sein Werk und seine Vision im Brennpunkt von zahlreichen Veranstaltungen in Salzburg.

Human Footprint. Menschliches Handeln im Satellitenbild

Unglaublich, was aus der Ferne auf einmal zu entdecken ist: 49 riesige Satellitenbilder in der Sonderausstellung im Haus der Natur zeigen die Spuren von menschlichen Eingriffen auf der Erde. Zu sehen bis September 2013, www.hausdernatur.at

Strahlen aus der Asche. Robert Jungk und die Friedensbewegung

1960 haben Dagobert Lindlau und Robert Jungk in Gedenken an die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki den Film „Strahlen aus der Asche“ gedreht. Am 6. August wird die beeindruckende Dokumentation in der Jungk-Bibliothek gezeigt, anschließend gibt es ein Gespräch über die Friedensbewegung und das Engagement für eine atomwaffenfreie Welt. www.robertjungk100.org

Zeit, an die Zukunft zu denken

Einmal pro Monat trifft die „Montagsrunde“ in der Robert Jungk Bibliothek zusammen, um über die Gestaltungsmöglichkeiten der Zukunft zu diskutieren. Forscher aus unterschiedlichen Fächern geben neue Impulse für verschiedene Lebensbereiche, die Gäste sind zum lebendigen Austausch eingeladen. Am 14. Oktober geht es mit Stefan Wally um zukünftige Salzburger Lebenswelten. www.montagsrunden.at

Robert Jungk Porträt

Er hat sich Zeit seines Lebens für den Frieden, eine intakte Umwelt und eine menschliche Technik eingesetzt. Am 11. Mai 2013 wäre Robert Jungk, Weltenbürger und Wahlsalzburger, hundert Jahre alt geworden.

Das Sonnenbuch

Posthum, an Robert Jungks 100. Geburtstag, ist sein „Sonnenbuch“ im Verlag Otto Müller erschienen. Walter Spielmann, langjähriger Weggefährte Robert Jungks und Mitbegründer der Jungk-Bibliothek in Salzburg, hat zuvor unbekannte Arbeiten aus dem Nachlass rekonstruiert, in denen es um die Bedeutung der Sonne als Instrument einer zukunftsfähigen, nachhaltigen Welt geht. www.omvs.at

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Bühnenformat 01 Salzburger Landestheater

Die Spielzeit des Landestheaters in diesem Jahr steht ganz im Zeichen des 120-jährigen Jubiläums. Deshalb präsentiert es seinem Publikum wieder viele Arten der Schauspielkunst. Neben modernen und zeitgenössischen Produktionen bietet das ehemalige „Fürsterzbischöfliche Hoftheater“ auch klassische Stücke an. Doch nicht nur Theaterproduktionen stehen auf dem Spielplan, auch Oper, Schauspiel, Ballett und die Jugendsparte stehen auf dem Programm.

Salzburger Landestheater . Schwarzstraße 22 . www.salzburger-landestheater.at


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Brigitte Haid

KUNST . Kultur Ausgewählt

Kunst an allen Ecken

Theater Angesagt 02 Schauspielhaus Salzburg

Die größte freie Bühne Österreichs spannt in ihrem Angebot den Bogen von der Antike über die Klassik bis zur Gegenwart. Einen speziellen Fokus bilden Ur- und Erstaufführungen, Schreibaufträge und Stückentwicklungen.

Schauspielhaus Salzburg . Erzabt-Klotz-Str. 22 www.schauspielhaus-salzburg.at

Grenzenlos 03 Toihaus Theater

Das Toihaus Theater mit fixem Ensemble und eigenem Stil bringt ausschließlich Eigenproduktionen der Kompanie auf die Bühne, in denen sich Theater, Tanz, Musik, Wort und Bild verbinden. Vielfach ausgezeichnet sind die Stücke für Kinder und Kleinstkinder.

Toihaus . Franz-Josef-Straße 4 . www.toihaus.at

Spritzig 04 kleines theater Lassen Sie sich überraschen. Klar: Mozart spielt in Salzburg die erste Geige, aber im Sog des Genius Loci vibriert die ganze Stadt. Unser Guide zeigt, wo Kunst und Kultur in Salzburg die stärksten Stücke spielen.

Das kleine theater ist das Haus der freien Theatermacher in Salzburg. Auf dem Spielplan stehen Schauspiel, Performance, Kabarett sowie Kinder- und Jugendtheater, ein Schwerpunkt liegt auf Komödie und österreichischem Kabarett.

kleines theater . Schallmooser Hauptstraße 50 www.kleinestheater.at

Weltklasse 05 Salzburger Marionettentheater

Seit 100 Jahren verzaubert das „große Theater mit kleinen Darstellern“ Besucher aller Altersklassen mit fantastischen Opern und Theateraufführungen. Die Kompanie ist immer wieder Gast der Festspiele und tourt weltweit.

01‒05

Salzburger Marionettentheater . Schwarzstraße 24 www.marionetten.at

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06‒13 Museen und galerien

AM Puls 09 ARGEkultur

Die ARGEkultur führt als größtes unabhängiges Kulturzentrum Salzburgs zeitgenössische Kunst und Kultur zusammen. Als Veranstalterin und Produzentin präsentiert sie innovative Projekte in den Sparten DJ Culture, Performance, Kabarett, Musik und Medienkunst.

Mehr über Museen und Galerien ab Seite 60.

ARGEkultur . Ulrike-Gschwandtner-Straße 5 www.argekultur.at

SKULPTURENPARK 06

Einzigartig 10

WALK OF MODERN ART

Stiftung Mozarteum Salzburg

Zehn Jahre lang hat die Salzburg Foundation jährlich international renommierte Künstler eingeladen, Skulpturen für öffentliche Orte in der Mozartstadt zu schaffen. Beim „Walk of Modern Art“ lassen sich mittlerweile zwölf Werke zwischen Festung und Mönchsberg erwandern – auf Wunsch auch mit Guide.

Im prachtvollen klassischen Konzertsaal an der Schwarzstraße sind nicht nur die Konzerte der Mozartwoche und des Dialoge-Festivals zu erleben. Die Camerata Salzburg und das Mozarteumorchester Salzburg sind hier mit je einem Konzertzyklus zu Gast, die Stiftung selbst veranstaltet eine hochkarätige Kammermusikreihe und Konzerte an der PropterHomines-Orgel.

www.salzburgfoundation.at

Musik und Mehr

Stiftung Mozarteum Salzburg . Schwarzstraße 26 www.mozarteum.at

Hotspot 07

kultur vor ort 11

Jazzit

OVAL

Seit mittlerweile elf Jahren hat die Jazzszene in Salzburg eine fixe Adresse: Im Jazzit:Musik:Club trifft die prosperierende lokale Szene auf Acts von Weltformat. Das Konzertangebot lässt Kennerherzen höherschlagen, der Nachwuchs sorgt mit Esprit für neue Formate und Klänge.

Europaweit einzigartig präsentiert sich das OVAL – die Bühne im Europark. Der Kulturraum im preisgekrönten Shoppingcenter von Stararchitekt Massimiliano Fuksas spielt als Programmkino und als Podium für Kabarett und Theater, Jazzer und Liedermacher alle Stückln.

Jazzit . Elisabethstraße 11 . www.jazzit.at

OVAL . Europastraße 1 . www.oval.at

Kunstschmiede 08

starke töne 12

freiraum 13

Universität Mozarteum

Rockhouse Salzburg

republic

Mit dem „Solitär“ verfügt die weltbekannte Kunstuniversität Mozarteum seit der Generalsanierung über einen formidablen Kammermusiksaal. Ein eigener Konzertzyklus, kammermusikalische Festivals und renommierte Ensembles aus Salzburg und dem Rest der Welt sorgen hier für Musikgenuss.

Rund 300 Konzerte mit „anderen Tönen“ finden jedes Jahr im Saal auf der großen Rockhouse-Bühne und in der Rockhouse-Bar statt. Musikalisch geht es von Rock über Jazz, Pop, Folk und Blues bis hin zu Metal, Crossover, Underground, Elektronik und experimenteller Musik.

Ziegelwände, sichtbare Technik, Raum für zeitgenössische Kultur in allen Spielarten und bis zu 700 Besucher bietet das republic am Neumayr-Platz. „state of the arts“ trägt das urbane Veranstaltungs- und Produktionshaus, das auch Homebase der Sommerszene ist, nicht von ungefähr im Untertitel.

Universität Mozarteum . Mirabellplatz 1 www.uni-mozarteum.at

Rockhouse Salzburg . Schallmooser Hauptstraße 46 www.rockhouse.at

republic . Anton Neumayr Platz 2 . www.republic.at


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KUNST . Kultur Ausgew채hlt

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Kirchner


das ganze jahr ein fest

Sommer

Weihnachtsmarkt am Mirabellplatz 20

Zusätzlich zum ganzjährigen symphonischen Konzertprogramm veranstaltet die Salzburger Kulturvereinigung jeden Herbst ihre Kulturtage mit erstklassigen Aufführungen und internationalen Interpreten.

www.kulturvereinigung.com

Schon über zwanzig Jahre gibt es den charmanten kleinen Weihnachtsmarkt am Mirabellplatz. Die ausgefallenen Waren sind sein Markenzeichen. Alle, die es gern ein wenig gemütlicher und besinnlich haben, sind hier an der richtigen Adresse.

Salzburger JazzHerbst 18

Hellbrunner Adventzauber 21

23.10. bis 03.11.2013

21.11. bis 24.12.2013

Das letzte Mal findet der Salzburger JazzHerbst 2013 in Salzburg statt. Große Interpreten wie Paolo Conte, Buena Vista Social Club ® feat. Omara Portuondo & Eliades Ochoa, Michael Feinstein und viele mehr erzeugen eine überwältigende Jazzatmosphäre im großen Festspielhaus. Seit 1966 hat sich der Salzburger JazzHerbst zu einem großen und international renommierten Festival entwickelt.

Ob Krippenausstellung, Streichelzoo oder Chorgesang, der Hellbrunner Adventzauber hat viel zu bieten. Bekannt für die romantische Stimmung vor der Kulisse des Hellbrunner Schlosses, zieht er Besucher in seinen Bann und hinterlässt einen bleibenden Eindruck.

16.10. bis 27.10.2013

Sommerszene 03.07. bis 13.07.2013

Die zeitgenössische Tanz- und Performancewelt steht bei diesem Festival im Mittelpunkt. Das heurige Motto: „You are here“ lässt wieder auf ein fesselndes Programm hoffen. Künstlerisches Risiko und neue Präsentationsformen zeichnen die internationale renommierte Sommerszene aus. Angela Glechner, die künstlerische Leiterin, präsentierte die diesjährige Sommerszene als „ein Mischprogramm“.

www.szene-salzburg.net

Salzburger Festspiele 15

Mit ihrem einzigartigen Flair begeistern die Salzburger Festspiele jedes Jahr internationales Publikum. In vielen historischen Spielstädten bieten sie vor allem eine breite Palette für Opern-, Schauspiel- und Konzert-Liebhaber. Die Salzburger Festspiele zählen nicht nur zu den bedeutendsten Musikfestivals der Welt, sie tragen auch erheblich zum Ruhm Salzburgs als Kultur- und Touristenstadt bei.

www.salzburgfestival.at

HERBST Jazz and the City 16

Bei freiem Eintritt wird die Salzburger Altstadt zur Bühne: Auf den Plätzen und in Lokalen sind in rund hundert Konzerten Größen der internationalen Jazzwelt genauso zu erleben wie junge Musiker aus der prosperierenden lokalen Szene. Hier können Sie die klingende Salzburger Altstadt einmal ganz anders erleben.

www.salzburgjazz.com

www.weihnachtsmarkt-salzburg.at

www.hellbrunneradventzauber.at

www.salzburgerjazzherbst.at

Salzburger Christkindlmarkt 22 21.11. bis 26.12.2013

WINTER

Salzburger Adventsingen19 29.11. bis 15.12.2013

09.10. bis 13.10. 2013

14‒23

21.11. bis 24.12.2013

14

19.07. bis 01.09.2013

Strahlender Höhepunkt im Salzburger Kulturjahr sind zweifellos die Sommerfestspiele mit internationaler Starbesetzung. Doch auch im Rest des Jahres spielt sich auf den Bühnen der Mozartstadt AuSSergewöhnliches ab.

Salzburger Kulturtage 17

Auf der weltberühmten Bühne im großen Festspielhaus findet das Adventsingen alljährlich seit 1960 statt. Seither ist es die beliebteste Veranstaltung im Salzburger Advent. Im Mittelpunkt stehen überlieferte Volkslieder und -weisen, vorgetragen von großartigen Sängern und Musikanten, die für besinnliche und traditionelle Weihnachtsstimmung sorgen.

www.salzburgeradventsingen.at

Die einzigartige Atmosphäre, traditionelle Hütten und der eigenes entworfene „Sternenhimmel“ als Beleuchtung geben dem Salzburger Christkindlmarkt sein unverwechselbares Erscheinungsbild und ziehen jährlich knapp eine Million Besucher aus der ganze Welt an.

www.christkindlmarkt.co.at

Salzburger Festungsadvent 23 29.11. bis 22.12.2013

Zu dem Adventmarkt auf der Burg Hohensalzburg führen von der Altstadt die Herrnhuter Sterne direkt in den Burghof. Unter den uralten Linden bietet der Adventmarkt eine feine Auswahl an Traditionellem, Kulinarischem und kleinen Geschenkideen.

www.salzburg-burgen.at


KUNST . Kultur Ausgewählt

24‒35 Arte Vida Weihnachtsmarkt 24

FÜR KLEINE LEUTE FrüHjahr

WELTREISE 30

MITGEMACHT 33

Im Zoo Salzburg bei Hellbrunn tummeln sich rund 1.200 Tiere aus aller Welt in naturnahen Anlagen: Da fliegen die Gänsegeier frei herum, Puma, Luchs und Löwe streifen durch ihre Reviere, die Breitmaulnashörner baden in ihrem geliebten Matsch und die Kattas – afrikanische Halbaffen mit Ringelschwanz – machen Mätzchen.

Auch Kunst kann man üben, ist das Motto der ARTgenossen im Künstlerhaus. In ihren Workshops kommen Kinder und junge Leute der zeitgenössischen Kunst ganz ohne Hemmungen nahe. Hinschauen und einfach ausprobieren macht großen Spaß!

Zoo Salzburg

1. bis 4. Advent, Freitag bis Sonntag

Osterfestspiele Salzburg27 In der Dreifaltigkeitsgasse präsentiert sich jedes Wochenende ein ganz besonderes Adventerlebnis: Der Arte Vida Weihnachtsmarkt entführt in andere Länder. Mit Beats und Klängen, Glühwein und Chai und einer marokkanischen Lounge fühlen sich Besucher wie Aladin und Jasmin. Den fliegenden Teppich gibt es auch.

www.artevida.at

Pneu 25

12.04. bis 21.04.2014

Seit ihrer Gründung durch Maestro Herbert von Karajan zählen die Osterfestspiele zu den renommiertesten und exklusivsten KlassikFestivals der Welt. Neben Richard Strauss’ Oper „Arabella“ stehen 2014 in den Konzerten Werke von Strauss, Mozart und Wolfgang Rihm auf dem Programm. Unter der Leitung von Christian Thielemann und Christoph Eschenbach wird auch das „Konzert für Salzburg“ wieder fortgesetzt.

Zoo Salzburg . Anifer Landstraße 1 . 5081 Anif www.salzburg-zoo.at

Anfassen erlaubt 31 Spielzeug museum

www.osterfestspiele-salzburg.at

Artgenossen

ARTgenossen . Hellbrunner Straße 3 www.artgenossen.cc

Wanderbühne 34 Friedburger Puppenbühne

14.01. bis 18.01.2014

aspekte Festival 28 Pneu – performing new europe festival ist das jüngste Festival Salzburgs und präsentiert europäische Künstler in ungewöhnlichen, zeitgenössischen Bühnenformaten. Eine Herausforderung zu neuen Wahrnehmungen in den Sparten Tanz, Performance und Theater bis zum Medium Film.

www.szene-salzburg.net

14.05. bis 18.05.2014

Im Zwei-Jahres-Rhythmus widmet sich das Festival der internationalen Begegnung und der Präsentation von Musik. In den Räumlichkeiten des Mozarteums werden neueste Musik, Musik des klassischen 20. Jahrhunderts, grenzüberschreitende Musik sowie außereuropäische klassische Musik präsentiert.

Nostalgie für die Großen und neue Abenteuer für die Minis verschmelzen im Spielzeug Museum. Auf Augenhöhe tummeln sich kostbare Püppchen und Spiele aus vergangenen Zeiten mit Lego-Astronauten, Carrera-Piloten und Fidis – das sind die kuscheligen Maskottchen des Museums. Auch nicht ohne: die Speed-Rutsche zwischen den Stockwerken!

Spielzeug Museum . Bürgerspitalgasse 2 www.spielzeugmuseum.at

www.aspekte-salzburg.at

Mozartwoche 23.01. bis 02.02.2014

Zum traditionsreichsten Mozart-Festival der Welt versammeln sich jährlich rund um den Geburtstag des Genius Loci die besten internationalen Mozart-Interpreten. Seit 2013 ist Marc Minkowski für die künstlerische Leitung verantwortlich.

www.mozarteum.at

Pfingstfestspiele

Wanderbühne . Schubertweg . 95211 Friedburg/ Lengau . www.kasperl.at

ENTDECKER 32

Plitsch, platsch 35

Staunen kennt kein Alter: Das ist die Devise im „Haus der Natur“, dem Universalmuseum der Naturwissenschaften. Hier lassen sich Schlangen und Krokodile beobachten, da herrscht Hochspannung wenn Haie gefüttert werden. Im Science Center warten rund 80 Experimentierstationen, Naturkundeausstellungen bilden den dritten Schwerpunkt.

Ein wahrhaft einzigartiges Erlebnis und ein Kulturjuwel, wie es in dieser Form nirgendwo zu finden ist. Markus Sittikus, der Erbauer von Hellbrunn, war zwar ein ehrwürdiger Erzbischof, für seine berühmten Wasserspiele ließ er sich trotzdem allerhand Schabernack einfallen. Auch heute noch ein spritziges Sommervergnügen für die ganze Familie.

Haus der Natur

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Immer unterwegs ist die Friedburger Puppenbühne. Mit ihrem mobilen Fahrwerk sind Gabriele und Thomas Ofenböck im Land Salzburg unterwegs, regelmäßige Stopps gibt’s im OVAL im Europark und im Das Kino. Leuchtende Kinderaugen sind garantiert, wenn sich der Vorhang für die neuesten Abenteuer des Kasperl hebt.

Schlosspark Hellbrunn

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05.06. bis 09.06.2014

Untrennbar mit dem Sommerfestival verbunden sind die Pfingstfestspiele in Salzburg. 2012 hat Cecilia Bartoli die künstlerische Leitung von Riccardo Muti übernommen, ihr zweites Programm bietet wieder eine Oper und erlesene Konzerte.

www.salzburgfestival.at

90 . 91

Haus der Natur . Museumsplatz 5 www.hausdernatur.at

Schlosspark Hellbrunn . Fürstenweg 37 www.hellbrunn.at


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ÜBERFLIEGER 36 HANGAR-7

Im spektakulären Hangar-7 von Dietrich Mateschitz sind nicht nur historische Flugzeuge zu bewundern. Stetig wechselnde Kunstausstellungen setzen die Werke internationaler Maler, Bildhauer und Fotografen vor dem Hintergrund ästhetischer Technik in Szene.

Red Bull Hangar-7 . Wilhelm-Spazier-Straße 7 a . www.hangar-7.com

Ulrich Grill / Red Bull Contentpool

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Kunst . Kultur Ausgewählte Literatur

Salzburg, einfach erlesen

Cay Bubendorfer Verlage

AUSSERGEWÖHNLICH 01

AUFREGER 02

Es gibt sie noch, die kleinen, feinen und ausgefallenen Läden in Salzburg. Autorin Ernestine Stadler und Fotograf Frank Taubenheim haben sich umgesehen und erzählen die Geschichten von Menschen, die mit Beharrlichkeit und Phantasie der globalisierten Konkurrenz trotzen.

Kommissar Merana tritt ins Rampenlicht. Ein Grübler, der sich festbeißt und nicht mehr loslässt – auch gegen alle Widerstände! Seine Bühne: die Festspielstadt Salzburg. Manfred Baumann entführt seine Leser hinter die Kulissen des Festivals, wo manchmal nicht nur Theaterblut fließt ...

Leute und ihre Läden

Bücher sind oft die besten Begleiter durch eine Schöne Stadt, die nicht all ihre Geheimnisse auf den ersten Blick freigibt.

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Alles, außer gewöhnlich: Über Leute und ihre Läden in Salzburg. Von Ernestine Stadler & Frank Taubenheim, Residenzverlag

Salzburg-Krimi

Jedermanntod Von Manfred Baumann, Verlag Gmeiner

SCHULE DES SEHENS 03

BAROCKE LUST 04

SCHÖNER MYTHOS 05 Rom des Nordens

Salzburg entdecken

Der neu aufgelegte Bestseller von Clemens M. Hutter schärft den Blick für die Geheimnisse der Stadt, ganz im Sinne des Dichters Hermann Bahrs, der meinte: „Das ist nämlich ein Irrtum, wenn ihr meint, Salzburg zu kennen. Es ist die geheimnisvollste Stadt auf deutscher Erde.“

Ein Spaziergang durch die Küchen, Gourmetpaläste und Festsäle des barocken Salzburg: Fundiert und stets mit einem Augenzwinkern verköstigen die Autoren ihre Leser mit Rezepten und Anekdoten aus einer Epoche, in der Sinnesrausch und Todesliebe ganz nah beieinander liegen.

Die Stadt Salzburg fasziniert seit jeher mit ihrer landschaftlichen Lage und architektonischen Schönheit. Prälat Johannes Neuhardt, profilierter Kenner der Kunstgeschichte, und Wolfgang Straub gehen dem SalzburgMythos kritisch nach – und legen dabei so manches Kleinod wieder frei.

Wissen Sie, welches Unikat sich hinter der Bezeichnung „Paris Lodron Zwinger“ verbirgt? Und wer Salzburg von Kopf bis Fuß auf Tracht einstellte? Mit Stefan Spath und Fotografin Pia Odorizzi geht es auf 111 spannende Exkursionen, die Salzburg in etwas anderem Licht erscheinen lassen.

Stadtwandern in Salzburg: Epochen, Raritäten, Landschaft Von Clemens M. Hutter, Verlag Anton Pustet

Kochkunst und Esskultur im barocken Salzburg Von Christoph Brandhuber und Beatrix Koll, Verlag Müry Salzmann

Salzburg Von Johannes Neuhardt & Wolfgang Straub, Verlag Brandstätter

111 Orte in Salzburg, die man gesehen haben muss Von Stefan Spath & Pia Claudia Odorizzi von Rallo, Verlag Emons

Stadtwandern

Kochkunst & Esskultur

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Fashion . Living

Fashion . Living 96 Mode aus salzburg

Einzigartig und legendär – wie ihre Macher selbst.

100 Kreativ & Extravagant

Die Crème de là Crème unter den Designern und Kleidermachern.

102 Fashion meets Art

Eine Symbiose aus spektakulärem Couture-Appeal und cooler Raffinesse.

112 Die Modische Mitte

Das Modebusiness im Mittelpunkt des Geschehens.

114 Salzburger Modeparadies Stylish. Elegant. Bunt. 117 Stil mit Persönlichkeit Wohnträume zum Anfassen. 122 Facettenreicher Mix Design als Devise.

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AREA


GroSSe Leute vor ort Salzburg ist ein Eldorado für Modebegeisterte. Fashion, Schuhe, Design und Accessoires – einzigartig und legendär – wie ihre Macher selbst.


Fashion . Living Große Leute

Doris Völker

Inhaberin Rieger Fashion

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Jana KürbiSS Chris Rogl

Auf der Suche nach Extravagantem. Rieger Fashion in der Altstadt wartet mit mehr als Extravaganz auf. Der etwas andere Laufsteg auf 97 m²: Ausgeflippte und individuelle Kreationen von berühmten Designern und Labels reihen sich hier direkt aneinander. Die Inhaber Doris und Dietmar Völker präsentieren Trends aus aller Welt, von London bis Australien. Auch persönliche Beratung darf nicht fehlen – auf Wunsch auch direkt im Hotel oder zu Hause. Der individuelle Stil und die innovativen Kreationen locken nicht nur Salzburger regelmäßig ins Geschäft. Auch im Europark trifft man den Trendstore an und wird in dem bunten und ansprechenden Sortiment fündig. Rieger Fashion . Münzgasse 2 und Europastraße 1 . www.riegerfashion.com

96 . 97


Karl Reyer

Inhaber Sport & Mode Reyer

Einzigartige Lifestylewelt. Sport & Mode Reyer zählt zu Salzburgs führenden Fashion-Adressen auf über 1.500 m2. Immer am Puls der Zeit, sind Karl und Alexandra Reyer auf den internationalen Modemessen auf der Suche nach angesagten Designerlabels, wohl gehüteten Geheimtipps sowie exklusiven Golf- und Skilabels. Das Paar hat dem Halleiner Traditionshaus mit seiner Übernahme 2005 frischen Wind eingehaucht. Seitdem ist neben hochwertiger Sportbekleidung und -artikeln Urban Streetwear von jungen Insider-Labels vertreten. Sein Gespür für zukunftsweisende Trends stellte Karl Reyer mit dem Launch seines Online-Shops 2009 unter Beweis: reyerlooks.com – Österreichs erster High-Fashion-Online-Shop. Karl REYER Sport und Mode Handels GmbH . Weissgerberweg 2–6 . 5400 Hallein . www.reyer.cc


Fashion . Living Große Leute

Ilona Aringer

Marianne Köhler Inhaberin Diva by Makole

Geschäftsführung New One by schullin

Das etwas andere Schuhgeschäft mit flair. Mia Shoes in Salzburg ist seit dem Jahr 1999 die erste Adresse in der Mozartstadt für schuhbegeisterte Damen und Herren. Feine spanische und portugiesische Labels präsentiert das charmante Geschäft ebenso wie die Topmarken der Saisonen. Auf 120 m² Fläche wird den Kunden sowohl in der Innenstadt als auch im Europark eine breit gefächerte Auswahl an Schuhen, Taschen und ausgewählten Lederjacken geboten. Geschäftsführerin Ilona Aringer legt besonders großen Wert darauf, den Zeitgeist der Modemetropolen aufzufangen und durch wöchentliche Neulieferungen die neuesten Fashiontrends aus aller Welt nach Salzburg zu bringen.

„Fashion fades, only style remains the same.“ (Coco Chanel) Der Anspruch, die Damen stilgerecht einzukleiden, ist die Grundlage des Erfolges, den das Geschäft für sich verzeichnen darf. Seit 2008 wird im 370 m2 großen Fashion-Tempel in der Salzburger Innenstadt extravagante High Fashion – Mode auf höchstem Niveau – für die anspruchsvolle Frau von heute präsentiert. In stilvollem Ambiente erwarten Besucher beste Stücke von Designern wie Prada, Gucci, Missoni, Dolce & Gabbana, Talbot Runhof oder Klassiker wie Herno und Fabiana Filippi sowie angesagte Labels wie Diane von Furstenberg, Isabel Marant und Mary Katrantzou. Lässige Jeans von JBrand und Mother runden das Programm ab.

Erschwingliche Trendlinie auf Erfolgskurs. Mit New One by Schullin hat Nina Schullin etwas geschaffen, worauf Fashionistas in Salzburg schon lange gewartet haben. Kein klassisches Juweliergeschäft, sondern ein kreatives Pendant dazu. Alle Preisklassen sind vertreten und es gibt die Möglichkeit, sehr schöne Stücke zu einem verhältnismäßig günstigen Preis zu erwerben. Der Schmuck wird zeitgemäß und unbeschwert interpretiert und immer an aktuelle Trends angepasst. Seit 2010 gibt es die feinen Stücke auch online. In der erlesenen Auswahl finden sich auch Teile von Marjana von Berlepsch, Miguel Ases und Marie Laure Chamorel. Glamouröse Ringe, Ohrringe aus feinsten Perlen und bunte Armbänder bilden nur einen kleinen Teil des großartigen Sortiments.

Mia Shoes . Getreidegasse 2 und Europastraße 1 . www.miashoes.at

DIVA by makole . Sigmund-Haffner-Gasse 5 . www.divabymakole.at

New One by Schullin . Churfürststraße 4 . www.newone-shop.com

Geschäftsführung Mia Shoes

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Katrin Salcher


Kreativ & extravagant Mailand, New York, Paris – die Modemetropolen und Städte der Haute Couture. Doch auch in Salzburg finden sich Nachwuchsdesigner der Extraklasse. Wir trafen Lukas Gschwandtner, der seit seinem zwölften Lebensjahr Taschen entwirft.


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Fashion . Living Porträt

„M

ein Leben wird von einer großen Passion für Mode begleitet. Für mich ist Mode etwas Besonderes, womit man seine Gefühle und sich selbst ausdrücken kann“, so Lukas Gschwandtner. Der 17-jährige Jungdesigner aus Salzburg ist mit der Leidenschaft für Mode groß geworden. „Meine Mutter ist eine Ästhetikerin und eine Perfektionistin, Sie weiß, was ihr gefällt, und hat eine Gabe, es in Inneneinrichtung oder Dekor auszuleben.“ Seine erste Tasche nähte Lukas Gschwandtner zu Hause in Salzburg mit nur zwölf Jahren. „Ich war schon immer fasziniert von Taschen. Für mich sind sie ein Symbol der Ästhetik, wodurch eine Person ein ganz anderes Auftreten bekommt.“ Durch die Liebe zum Reisen sammelt er viele Eindrücke von verschiedensten Kulturen, wodurch sich der Jungdesigner Impulse für seine neuen Kreationen holt.

Übung macht den Meister Seine erste Tasche fertigte Lukas aus alten Dekorstoffmustern. Später begann er, die Taschen hochwertiger aus Leder und recycelten Pelzen zu fertigen. „Ich verspürte immer mehr Liebe zu dem Handwerk und saß stundenlang an meinem Arbeitsplatz“. Dieser Fleiß lohnt sich: Die Taschen beeindrucken so sehr, dass sogar schon das Traditionshaus Dantendorfer in Salzburg seine Stücke verkauft hat. Aus dem Hobby wurde Passion. Die Gründung des eigenen Labels

JAna Kürbiss Chris Rogl

„LG Designs“ vor zwei Jahren mit seinem Bruder Sebastian Gschwandtner machte den Traum von Lukas endlich wahr. „Ich habe das Glück, dass meine Familie mich in allem unglaublich unterstützt.“ – So konnte der Jungdesigner durch exklusive Verkaufevents seine Winterkollektion sowie erst kürzlich die aktuelle Frühling/Sommer-Kollektion mit großem Erfolg präsentieren.

Keine Tasche gleicht der anderen Das Design der Unikate ist außergewöhnlich und doch immer schlicht und puristisch. Das Interesse ist mittlerweile nicht nur in Österreich groß, sondern hat auch schon internationale Anerkennung erlangt. Im März dieses Jahres hatte er sogar die Möglichkeit, sich auf internationalem Niveau zu präsentieren: Bei den Vienna Awards for Fashion & Lifestyle war er in der Kategorie „Accessory Designer“ als jüngster Teilnehmer nominiert. Dabei hat sich Lukas, der derzeit die Modeschule im Schloss Hetzendorf besucht, nicht beworben; das sechsköpfige Fachkomitee war von seinem Können und der Kreativität so fasziniert, dass sie ihn kurzerhand nominierten. Und doch bleibt Lukas bei so viel Erfolg völlig auf dem Teppich: „Es ist meine Leidenschaft, Menschen mit meinen Kreationen zu begeistern und glücklich zu machen.“ lukas.gschwandtner@gmx.at . www.lgdesigns.at

Salzburg hat noch mehr zu bieten Das Top of Salzburg Magazin präsentiert die Crème de là Crème unter den Designern und Kleidermachern. Sven JungClaus

Jungclaus Gewandmanufaktur Die Kleidung der Festspielstars auch für Nicht-Künstler. Der ehemalige Gewandmeister der Salzburger Festspiele fertigt im eigenen Atelier feine Kleidung nach Maß für Damen und Herren. Vier Jahre lang war er erster Herrengewandmeister der Salzburger Festspiele und verwirklichte ausgefallene Ideen und Entwürfe der Kostümbildner. Nach einer Vielzahl an gesammelten Erfahrungen aus Deutschland, Venedig, Buenos Aires und England lässt sich das Multitalent 2013 in Salzburg nieder. Kunstvoll gearbeitete Anzüge, Röcke, Kleider und Mäntel entstehen hier mit viel Liebe zum Detail und Perfektion. Die Einzelanfertigungen sind absolute Liebhaberstücke, die dem Träger ein ganz besonderes Gefühl vermitteln.

Jungclaus Gewandmanufaktur Wolf-Dietrich-Straße 6 a www.gewandmanufaktur.at

Christian A. J. Wenger Andreas Enzenhofer

Georg Weissacher

Schneiderfliege

Kleidermacher

„Auf meinen vielen Reisen, quer durch alle Länder der Welt, versuche ich die Leichtigkeit zu finden und verschiedenste Materialien in neue Blickwinkel zu setzen“, so Christian Anton J. Wenger über seinen eigenen Look. Bereits im Alter von 23 entwarf der Jungdesigner seine erste Kollektion. Auch bekannt unter dem Namen „Schneiderfliege“ schneidert er heute in der Glockengasse in Salzburg kostbare Unikate. Exklusive Materialien wie Brokat, Reinseide und Leder werden durch seine fantasiereichen Ideen zu einzigartigen Kunstwerken. Christian Anton J. Wenger arbeitete bereits für renommierte Firmen wie Gössl, Luis Trenker, Admont und Meindl. Neben Mode entwirft das Multitalent auch Logos, Schuhlöffel und Speisekarten.

Die Modeschule im Schloss Hetzendorf absolvierte der Salzburger Andreas Enzenhofer in nur drei Jahren. Dort konnte er der Kombination seiner Vorliebe für das Modellmachen und Nähen nachgehen. Nach einem einjährigen Aufenthalt in Paris bei Pierre Cardin präsentierte er 1986 seine erste eigene Kollektion unter dem Label Andreas Enzenhofer – Kleidermacher. Für seine ModePhilosophie stellt er seine Verbundenheit zur Stadt und Geschichte Salzburgs in den Vordergrund. Im Maßatelier entstehen Couturemodelle für Frauen, Männer und Kinder – Abend- und Cocktailkleider, Brautkleider, Hosenanzüge, Kleider und in dieser Saison der neue „Damensmoking und Damenfrack“ für die Festspiele.

Georg Weissacher aus Salzburg besuchte die Modeschule in Hallein. Schon während seiner Ausbildung unternahm er die ersten Schritte in Sachen Mode als Beruf. Nach seinem Abschluss bewarb er sich um einen Praktikumsplatz bei Vivienne Westwood – mit Erfolg. Die feste Anstellung folgte bald. Momentan lebt und arbeitet der kreative Kopf in London und ist für die Herrenkollektion von Designerin Vivienne Westwood zuständig. Die Modeschule in Hallein bietet die Schwerpunkte Modedesign und Grafik sowie Modemarketing und Visual Merchandising. Die Ausbildung befähigt die Absolventen zur Ausübung gehobener Tätigkeiten in der Textilund Modebranche sowie Marketingabteilungen privater und öffentlicher Unternehmen.

Kleidermacher Christian Anton J. Wenger Glockengasse 4 c . www.schneiderfliege.at

Andreas Enzenhofer – Kleidermacher Bayernstraße 20 . www.enzenhofer.com

Modeschule Hallein . Dr.-Franz-Ferchl-Straße 7 5400 Hallein . www.modeschule-hallein.at

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Vivienne Westwood


Produktion Jana KürbiSS, Marlies Kürbiss Fotos Andreas Hechenberger Styling Marlies Kürbiss

Fashion meets Art Einmal zerbrechlich zart, mal dandyhaft streng – das Top of Salzburg Magazin bietet eine Symbiose aus spektakulärem Couture-Appeal und cooler Raffinesse.


Fashion . Living Fashion meets Art

Kleid Prada DIVA by Makole Ring New One

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Weste und Top Gustav Hose Seductive beides von Misc.Fashion Pumps Buffalo London Mia Shoes Armb채nder New One


Fashion . Living Fashion meets Art

Blazerjacke Giorgio Brato Kleid Ella Luna beides Ennsmann Pumps Buffalo London Mia Shoes OhrRinge und Armband beides New One

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Kleid Gucci DIVA by Makole Pumps Buffalo London Mia Shoes Ring New One


Fashion . Living Fashion meets Art

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Blazer Liis Japan Bluse und Hose Forte Forte Kette Citrine by the Stones alles von Reyer Boots Gaimo Espadrilles Mia Shoes RingE New One


Fashion . Living Fashion meets Art

BlusenKleid Helen Steele Hose Notify Schuhe Cinzia Araia alles von Rieger Fashion OhrRingE New One

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Fashion . Living Fashion meets Art

Mantel Etro Kleid CĂŠline BaLLerinas Tory Burch alles von Dantendorfer Ring New One

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JEanette Fuchs

Die modische Mitte Salzburg zieht nicht nur Künstler und Kreative in seinen Bann. Auch für das Modebusiness ist die Stadt Mittelpunkt des Geschehens.

S

alzburg, ohne Zweifel ein Ort heimatverbundener Tradition. Dem Brauchtum und seiner Tracht begegnet man hier schon fast mit selbstgefälliger Selbstverständlichkeit. Wagt man einen Blick hinter die Kulissen, zeigt sich auch ein von Innovation und kontinuierlichem Wandel geprägtes Bild: Salzburg ist Österreichs modischer Dreh- und Angelpunkt und das in derart komprimierter Übersichtlichkeit, wie man sie wohl nirgendwo sonst in Europa findet. Dass sich die Crème de la Crème des österreichischen Modehandels hier Saison für Saison die Klinke in die Hand gibt, bleibt allerdings von Touristen und Einheimischen meist unbemerkt. Seit jeher zieht Salzburg Künstler, Ästheten und Kreative in seinen Bann. Mit zentraler Lage und guter Infrastruktur gesegnet, erscheint es nur logisch, dass man sich auch im Modebusiness für die Stadt begeistert. Oder ist es doch die Tracht, die der Mode den Weg geebnet hat? „Die Trachtenmode hat sich im Laufe der Jahrhunderte verändert, indem sie immer wieder neue modische Elemente aufgegriffen und integriert hat“, weiß Wilfried Antlinger, Messeleiter der Tracht & Country. Die Messe ist für Aussteller und Fachbesucher aus dem In- und Ausland ein in Europa einzigartiger Treffpunkt rund um die alpine Lifestylemode.

in eine Geschäftsimmobilie, braucht es großes Vertrauen in einen Standort“, betont er. Dieses Vertrauen haben auch andere Modeunternehmer intuitiv in die Mozartstadt gesetzt: „Wer in Salzburg nicht zumindest einen Schauraum betreibt, erscheint nicht auf der Bildfläche“, weiß Christian Obojes, der seine Agentur „room with a view“ auf drei Etagen im Salzburger Andräviertel betreibt. Zwölf Jahre lebt der gebürtige Innsbrucker bereits hier und schwärmt von der Lebensqualität und der guten Erreichbarkeit.

Stadt der Showrooms

Authentisches Flair

Wo die Tracht zu Hause ist, fühlen sich auch Sportswear- und Denimlabels wohl. Darauf lässt alleine die Dichte der in Salzburg beheimateten Modeagenturen schließen. In den Präsentationsräumen werden die zuvor auf den internationalen Messen und Modeschauen präsentierten Kollektionen von Händlern aus ganz Österreich geordert – „geschrieben“, wie es im Fachjargon heißt. Ihr Geschäft als Mittler zwischen Modemarke und Händler beherrschen die Modeagenturen perfekt. Für Konsumenten bleiben die Agenturtüren verschlossen – schließlich sieht man hier schon im Frühjahr, was im Herbst in den Läden sein wird. Einer der Player der Modeagenturszene hat seine Zelte bereits 1989 in Österreichs modischer Mitte aufgeschlagen: Markus Holas ist zwar in Graz verwurzelt, seine Agentur operiert dennoch von Salzburg aus. „Investiert man

Gebündelte Kompetenz

Das eng gesponnene Modenetz in Salzburg bringe Synergien statt Konkurrenzdenken. Eine Ansicht, mit der Agenturchef Markus Holas den Servicegedanken im Sinne seiner Kunden in den Vordergrund stellt. Auch BrandboxxGeschäftsführer Markus Oberhamberger lobt Salzburgs Vorzüge, die es selbst anspruchsvollen Modeleuten an nichts fehlen lassen: „Salzburg bietet einen Flughafen und viele gute Hotels. Viele unserer Aussteller und Fachhändler, die Geschäft mit Vergnügen verbinden möchten, nützen das reichhaltige Kultur- und Freizeitangebot.“ Mit mehr als 430 Modemarken bestimmt der Fashion-Hotspot in Stadtrandlage einen großen Teil des Modegeschehens.

So auch das Salzburger Gusswerk, dessen historische Backsteinbauten ein reizvolles Ambiente bieten. Hier hat die Agentur Stirner erst kürzlich eines der Gebäude bezogen, um auf 600 Quadratmetern Denim- und Streetwearkollektionen für den Modehandel zu präsentieren. In allerbester Nachbarschaft: Labels wie Luis Trenker, Desigual, Peak Performance oder auch die Premium-Skimarke Kästle. „Mehr als 80 Prozent unserer österreichischen Handelspartner kommen aus den westlichen Bundesländern. Insofern rücken wir ins Zentrum unseres Geschäftes“, zeigt sich Kästle-Geschäftsführer Siegfried Rumpfhuber zufrieden. Dass die Stadt an der Salzach als heimliches Fashionmekka auch in zwanzig Jahren eine überzeugende Rolle spielen wird, davon sind Markus Holas und seine Mitstreiter überzeugt. Wenn auch weiterhin hinter verschlossenen Türen.


Tracht & Tradition 01 Trachten Forstenlechner

Seit über 60 Jahren wird am Mozartplatz Geschichte geschrieben. In einem der schönsten Bürgerhäuser eröffnete 1953 Roman Forstenlechner Trachten Forstenlechner im Herzen der Altstadt. Trachtenliebhaber finden hier traditionelle Mode, die ihr Design und ihre Qualität der Zeit angepasst hat. Sonderwünsche für die optimale Passform werden in der eigenen Änderungsschneiderei erfüllt. Liane und Reinhard Forstenlechner zeigen die neue Interpretation der Tracht, ohne deren Herkunft aufzugeben.

Trachten Forstenlechner . Mozartplatz 4 www.salzburg-trachtenmode.at


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Fashion . Living Ausgewählt

Jana KürbiSS Hersteller

Stylish. Elegant. bunt. Die Mozartstadt hat in Sachen Mode so einiges zu bieten und verzaubert Fashion-Liebhaber MIT IHRER VIELSEITIGKEIT.

01‒07

www.tonygigov.com

Salzburger Modeparadies Skandinavisch 02

Brautdirndl 03

Misc.Fashion

Hanna Trachten

Ein im Jahr 1960 erbautes, denkmalgeschütztes Haus verschmilzt mit geradlinigem zeitlosem Design von skandinavischen Produzenten. In den alten Mauern mit Korbbogen-Gewölbe werden am Mozartplatz so Klarheit und Schlichtheit unterstrichen und vereinen weltweit erfolgreiche Modelabels wie Gustav, No Man’s Land, Filippa K und Kudibal.

„Der Trend zeigt, dass auch beim Brautkleid auf Heimatverbundenheit gesetzt wird“, so die Designerin und Geschäftsführerin von Hanna Trachten, Constanze Kurz. „Eine Braut, die wahre Werte sucht, verzichtet auf Stangenware aus Asien und setzt auf echte Werte – bei der Liebe und beim Brautkleid!“ Die Dirndl werden aus edlen Stoffen im hauseigenen Atelier nach Maß handgefertigt.

Misc.Fashion . Mozartplatz 5 www.misc-fashion.at

Hanna Trachten . Linzergasse 41 / Goldgasse 6 www.hanna-trachten.at

High Fashion 04

Lederliebe 05

Home Sweet Home 06

Schirm mit Stil 07

ennsmann

Liebeskind Berlin

Heimatwerk

Kirchtag

In einem gotischen Gebäude aus dem 14. Jahrhundert in der Getreidegasse befindet sich dieser lässige Trendstore. Beliebte Freizeit-Labels wie Burberry, Current Elliott, Dondup, Drykorn, Duvetica, Giorgio Brato, Iro, Michael Kors – um nur einige zu nennen – sind hier vertreten. Auf 190 m² wird die besonders jeanslastige Ware toll mit einer Mischung aus Wiener Kaffeehaus und American Way of Life präsentiert. Eine Reihe an Accessoires rundet das Sortiment ab.

Liebeskind Berlin steht für unkonventionelles, junges Design aus dem Herzen Berlins. Taschen, Schuhe, Gürtel und Accessoires aus feinem, naturbelassenem Leder in lässigen Looks fungieren als Basis des begehrten Fashion-Labels. Das unverwechselbare Design der Marke spiegelt sich in allen Stücken wider und sorgt für das perfekte Liebeskind-Glücksgefühl! Nicht nur Damen finden hier ihre Lieblingsstücke – auch Herren genießen den gebotenen Stylefaktor.

Das Heimatwerk ist das weit bekannte Spiegelbild der Salzburger Lebensart. Qualitätsvoll, erfrischend und natürlich präsentiert sich das breit gefächerte Angebot. Heimisches Kunsthandwerk, regionale kulinarische Genüsse, geschmackvolles Wohndesign, eine unwahrscheinliche Vielfalt an Stoffen, bunte Dirndlkleider und edle Trachten nach Maß oder konfektioniert – im Heimatwerk vereint sich Tradition mit visionärer Gestaltung auf schönste Art und Weise.

Seit über 110 Jahren fertigt die hauseigene Werkstatt Schirme für Damen und Herren. Durch Dampf gebogene Stöcke werden mit einem Gestänge versehen, um schließlich mit einem von Hand zugeschnittenen und vernähten Tuch bespannt werden zu können. Seit mehr als einem Jahrhundert wird die Machart von Regenschirmen und Sonnenschirmen perfektioniert. Auch Reisegepäck und Lederwaren sind hier exklusiv und von einer umfassenden Auswahl.

Ennsmann . Getreidegasse 31 und 21 www.ennsmann-fashion.at

Liebeskind . Linzer Gasse 7 www.liebeskind-berlin.com

Heimatwerk . Neue Residenz am Residenzplatz www.salzburgerheimatwerk.at

Kirchtag . Getreidegasse 22 www.kirchtag.com

114 . 115


Tapezierer & Dekorateur GroSSschädl Alt und modern – eine ideale Kombination auch beim Wohnen.

Es hat sich viel geändert in all den Jahren, von den Anfängen einer kleinen Werkstätte bis hin zum heutigen, modernen Schauraum mit angeschlossener Werkstätte, in der Riedenburg, von wo man zu Fuß in nur einigen Minuten ins Herz der Altstadt gelangt. Seit 2003 führt Andreas Großschädl in zweiter Generation den Meisterbetrieb. Jedoch ist die liebevolle Handarbeit in der Werkstätte, wo der Tapezierer- und Dekorateurmeister Andreas Großschädl und sein Team oft „alten Schätzen“ mit einer neuen Tapezierung zu frischem Gewand verhelfen, gleichgeblieben. So „traditionell und vielleicht angestaubt“ Omas Ohrensessel auch sein mag, hier in der Werkstatt wird wieder etwas Besonderes aus ihm: ein Schmuckstück für viele weitere Jahre. „Wenn ich mit Kunden über neue Aufträge spreche, dann höre ich zuerst einmal zu. Welche Vorstellungen sie haben, welcher Stil, welche Farben, welches Material gewünscht wird. Im gemeinsamen Gespräch finden wir dann die ideale Lösung. Vor allem Teppiche sind das neue Trendaccessoire des Wohnbereichs. Mit ihnen lassen sich Möbel in Szene setzen, sie schaffen

Inseln, können Räume ordnen oder farblich akzentuieren“, sagt Großschädl. Beim Besuch im Schauraum mit der Vielfalt an Teppichen, Vorhängen, Stoffen und Tapeten finden die Kunden sofort viele Inspirationen, für den neuen Wohntraum, der dann vor Ort wahr wird. Dazu gehören unter anderem erlesene Stoffe aus dem Hause JAB Anstoetz. Großschädl und sein Team bieten Rundumlösungen wie: Planung- und Gestaltung, Bezugsarbeiten von Stil- und Polstermöbeln, Maler- und Tapezierarbeiten, Sonnenschutz, Verlegung von Teppich- und Parkettböden, Vorhänge und Raffrollos. Durch diese Komplettlösungen wird dem Kunden viel Zeit und Aufwand erspart.

Der Tapezierer & Dekorateur. Andreas Großschädl Eduard-Baumgartner-Straße 4 . 5020 Salzburg M +43 (0) 664 3511818 . T +43 (0) 662 835064 . F +43 (0) 662 835064-20 E info@dertapezierer.at . W www.dertapezierer.at


Fashion . Living Große Leute

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Stefanie Spreitzer Finest Homes Immobilien

Stil mit Persönlichkeit

Elisabeth Rauscher

Finest Homes & Team Rauscher Immobilien

„Immobilien sind meine PASSION.“ Seit mehr als 15 Jahren zählt Elisabeth Rauscher, Geschäftsführerin von Team Rauscher Immobilien und Finest Homes Immobilien, zu den Leadern am Salzburger Immobilienmarkt. Um Wohnträume wahr werden zu lassen, greift die Unternehmerin auf ihr Know-how und langjährige Erfahrung zurück und vermittelt ihre anhaltende Begeisterung für die Schönheit der Festspielstadt. „Salzburg ist mit seiner hohen Lebensqualität ein idealer Lebensmittelpunkt. Ich schätze den unvergleichlichen Charme der Altstadt, gepaart mit den vielfältigen Freizeitmöglichkeiten.“ FINEST HOMES Immobilien GmbH . Residenzplatz 2 . www.finest-homes.com TEAM RAUSCHER Immobilien GmbH . Petersbrunnstraße 15 . www.team-rauscher.at

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Cornelia Müller-Thies

Rudolf Eberharter

Inhaberin C/O – Care of your Home

Inhaber Eberharter Raumgestaltung

Cornelia Müller-Thies war wohl die Erste, die das Salzburger Nonntal zum Interieur-Hotspot erklärte. Ihrer Linie blieb sie seit der Eröffnung ihres Ladens vor rund zwei Jahren treu: Die reiche Auswahl an Stoffen, Teppichen, Möbeln und Lampen soll viele Stilbedürfnisse stillen. „Was zählt, ist eine lebendige, persönliche Note“, so die Inhaberin. Der Mix aus Qualität, Individualität und Understatement trifft auf leistbare Preise. Auch Wohnaccessoires folgen diesem Konzept – ob Tischwäsche von Leitner Leinen oder VintageObjekte aus Belgien. Neben etablierten Marken präsentiert Cornelia Müller-Thies auch Ausgefallenes: Ein Pouf im Patchwork-Look ist im Shop ebenso zu finden wie edle Plaids aus Estland.

Rudolf Eberharter, der sein Unternehmen für Innenraumgestaltung seit mehr als 27 Jahren gemeinsam mit seiner Frau Edith führt, definiert Stil als eine Mischung aus eleganter Moderne, Qualität und Lebensgefühl. Hat man sich im Unternehmen der ganzheitlichen Raumgestaltung verschrieben, ist auch innerhalb der Familie Teamarbeit gefragt, um die Schritte vom Designkonzept bis zur Fertigstellung aus verschiedenen Blickwinkeln abwickeln zu können. Inspirationen, die das Unternehmerpaar aus Paris oder Mailand nach Salzburg bringt, werden um das internationale Know-how von Sohn Marcel ergänzt, der sein Interior-Design-Studium kürzlich in London absolviert hat.

C/O Care of your Home . Nonntaler Hauptstr. 10 . www.co-home.at

Raumgestaltung Eberharter . Ignaz-Harrer-Str. 44 c . www.eberharter.co.at


Fashion . Living Große Leute

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Jeanette Fuchs Geschäfte

Josef Famler

Heidi & Helmut Gehmacher

Alejandro Madero

Verantwortungsvolles Planen als perfekte Umsetzung einer Idee. So beschreibt Josef Famler seine Arbeit, die sich am individuellen Stil jedes Kunden orientiert. 1910 als Tischlerbetrieb gegründet, will sich das im Familienunternehmen Famler gepflegte Handwerk als kunstvolle Verbindung von Stil, Komfort und Funktion verstanden wissen. In der eigenen Werkstätte entstehen Produkte, deren Anspruch es ist, Wohnräume zu schaffen, die gleich mehrere Funktionen erfüllen – seien es Inseln der Kommunikation, des schöpferischen Tuns oder des Wohlbefindens. Um Wohnatmosphäre zu schaffen, stellt Famler die Harmonie aus Form, Material, Farbe und Licht stets in den Mittelpunkt.

Es ist Salzburgs erste Adresse, wenn es darum geht, sich von vielfältigen Einrichtungskompositionen inspirieren zu lassen: Gehmacher Home Interiors wird in dritter Generation von Heidi und Helmut Gehmacher geführt. Passiert man die Schaufenster des Geschäfts am Alten Markt, fällt es schwer, der stilvollen Einladung zu widerstehen, sein Zuhause in neue Atmosphären zu tauchen. Mit ein Grund: Das von Heidi Gehmacher liebevoll ausgewählte Sortiment, das dem Traditionshaus seinen unverwechselbaren Charakter verleiht. Und da Geschmäcker ja bekanntlich verschieden sind, reicht die Bandbreite von Industriebis Landhausstil, von schlichter Klassik bis hin zu moderner Eleganz.

„Ich freue mich, wenn Menschen neugierig sind“, sagt Alejandro Madero und meint damit jene Kunden, die in sein 2012 eröffnetes Geschäft kommen. Nicht, um die dort ausgestellten Designobjekte nur zu kaufen, sondern vielmehr um in Dinge von Wert und Bestand zu investieren. Den Anstoß gab Maderos Bedürfnis, Traditionen weiterleben zu lassen. So finden neben Kommoden, Stühlen und Stehlampen mehrerer Epochen, auch Glaswaren von Lobmeyr und Porzellan von Herend im Salzburger Nonntal ein gemeinsames Dach. Auch der Mix unterschiedlicher Stile zählt zu Maderos Leidenschaften. Hochwertige Originale passen schließlich immer zusammen, so das Credo des passionierten Kunstsammlers.

Famler Einrichtungen . Haydnstraße 16 . www.famler.at

Gehmacher Home Interiors . Alter Markt 2 . www.gehmacher.at

Madero . Nonntaler Hauptstraße 10/1 . www.madero.at

Inhaber Famler Einrichtungen

Inhaber Gehmacher Home Interiors

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Inhaber Madero Collectors Room


IHR

ZUGANG ZUR WELT DER

SALZBURGER

LUXUSIMMOBILIEN

Exklusive Altstadt-Wohnungen Stylische Penthouse-Wohnungen Romantische Bauernhäuser Seedomizile im Salzkammergut Repräsentative Häuser und Villen Wertbeständige Anlegerobjekte

Architektenvilla am See Innovative Designvilla im malerischen Seengebiet

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Kaufpreis € 1.550.000.-

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Kaufpreis € 790.000.-


Besuchen Sie uns unter: www.finest-homes.com oder rufen Sie einfach an: +43 (0) 662 84 11 94 Finest Homes Immobilien GmbH Residenzplatz 2 5020 Salzburg, Austria

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Repräsentatives Anwesen im Süden von Salzburg

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Grundfläche 2.757 m²

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Kaufpreis € 2.170.000.-

Penthouse Festungsberg Exklusives Stadtdomizil fußläufig in die Altstadt

Wohnfläche 103 m²

Zimmer / Bäder 3/1

HWB 43

Kaufpreis € 1.365.000.-


Lebensräume mit Charakter 01 AREA

Create Identity – mehr als nur ein Slogan. Mit Herz und Professionalität plant und realisiert das AREA-Team individuelle Lebens- und Erlebnisräume, die die Identität eines jeden Kunden zum Ausdruck bringen. Ganz gleich, ob dieser darin zu wohnen oder zu arbeiten beabsichtigt.

AREA . Bayerhamerstraße 5 www.area.at

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Fashion . Living Ausgewählt

Jeanette Fuchs Hersteller

Design als Devise

Innovation 02

Anders als andere 03

EINRICHTUNGSHAUS SCHEICHER

INTERIOR + SOLUTIONS

Was zeichnet die Einrichtungslösungen aus dem Hause Scheicher aus? Fachkenntnis und hoher Qualitätsanspruch, gepaart mit innovativem Denken und Handeln. Eine Philosophie, die das breite Angebot an klassischem und zeitgenössischem Design widerspiegelt.

Designermöbel sind für alle da. Ein Leitgedanke, den man bei Interior + Solutions mittels Pop-Up-Konzept bereits zum zweiten Mal kreativ umsetzt: Der temporäre Store in der Neutorstraße ist ein Mix aus Showroom, Ausstellungsort für junge Künstler und neuen Ideen im Bereich Kultur.

Einrichtungshaus Scheicher . Neutorstraße 18 www.scheicher.net

Interior + Solutions . Neutorstraße 14 www.interiorsolutions.at

Sehr persönlich 04

Der Seele Gutes tun 05

Liebeserklärung 06

Walk On Art 07

RAUMAUSSTATTER ZIRNGIBL

LIGNE ROSET

WIL INTERIOR

MAFI

Von der Beratung vor Ort über die Konzeption oder Restauration der Inneneinrichtung bis hin zu Lieferung und Montage – im Meisterbetrieb Zirngibl steht die persönliche Betreuung der Kunden und die Umsetzung individueller Wünsche im Mittelpunkt.

Am Standort Salzburg präsentiert Frau Cornelia Ludwig Ligne Roset seit mittlerweile 20 Jahren. Ligne Roset steht für pures Design aus der ganzen Welt. Das aktuelle Highlight: Der berühmte Design-Klassiker „Togo“, entworfen von Michel Ducaroy, feiert sein 40. Jubiläum.

Wahrhaftig, persönlich und authentisch: Raumkonzepte von Wil stellen den Menschen in den Mittelpunkt. Wo Wohnen und Leben ganzheitlich betrachtet werden, setzen außergewöhnliche Möbel und Accessoires Lebensräume in einen neuen Kontext.

Kein Parkett gleicht dem anderen: Der Mafi Schauraum zeigt mehr als hundert Muster der edlen Naturholzböden. Neben individuellen Produkten nach Kundenwunsch setzt man im Familienunternehmen auf persönliche Beratung und Handarbeit.

Raumaustatter Zirngibl . Neutorstraße 24 www.zirngibl.at

Ligne Roset . Neutorstraße 19 www.ligne-roset-salzburg.at

Wil Interior . Makartplatz 4 www.wil-interior.com

mafi . Imbergstraße 9 www.mafi.com

Dass es sich in Salzburg ebenso gut einrichten wie leben lässt, beweist ein facettenreicher Mix aus Interieurläden, Raumausstattern und Design-Showrooms.

122 . 123


Sauciere: Sterling-Silber, London 1902

Suppenterrine: Silber, Deutschland ca. 1890

Ihr Spezialist für Silber Antiquitäten im Glasergewölbe Goldgasse 16 . 5020 Salzburg . T +43.662.841314-0 . M +43.676.3919991 E katharina.baumgartner@sbg.at . W www.glasergewoelbe.at

6 Dessertschalen: Silver-Overlay, USA ca. 1900


Wasserkrug: Sterling-Silber, USA, TIFFANY 1911

Bridgedose: Sterling-Silber, London 1906

Pfefferm端hle: Holz/Sterling-Silber, Birmingham 1931


„Unsere Formel: Refettorio = Qualität/Preis x Frische + Herz“

Refettorio Der Reichtum einer „CUCINA POVERA“

„REFETTORIO“ ist ein neuer kulinarischer Ansatz: Einfachheit und Authentizität. Gemäß der Tradition und der Gastfreundschaft der mediterranen Küche bieten wir hohe Qualität für jeden Geldbeutel. Die hochwertigen Rohstoffe, meist biologisch oder biodynamisch angebaut, sind, soweit möglich, aus der Region und werden im Einklang mit den Jahreszeiten verwendet. SÄMTLICHE Erzeuger und Zulieferer sind in unserer Karte namentlich angeführt. Dazu: Ein warmherziger Empfang und der Klang der Ruhe, in einer Welt, die immer lauter wird, sind unsere wichtigsten Grundsätze. „Weniger ist mehr“: Unser Ziel ist es, zum Ursprung und zur Natürlichkeit der Speisen zurückzukehren. Die Menüs wechseln täglich: Es soll alles frisch und hausgemacht wie Zuhause sein. Was heiSSt denn: „ARME Küche“? Wir sind der Überzeugung, dass es wie bereits in den Refektorien der Antike wunderbare und gesunde Rohstoffe gibt, die gar nicht teuer sind. Diese zu finden, ist unsere Kunst. Zunächst unsere vorwiegend vegetarischen

Grundzutaten wie Getreide, Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte aus großteils biologisch und biodynamischem Anbau und bevorzugt als Rohkost und Vollwertkost verarbeitet. Aber auch fangfrische Fische, Wild der Saison, Rohmilchkäse sowie naturbelassene Weine. Diese Grundsätze entsprechen der kompromisslosen Suche nach der Einfachheit, der Rückkehr zum Ursprung, der Gegenwärtigkeit und Preis und Qualität untergeordnet.

Refettorio Linzer Gasse 43 . 5020 Salzburg . T +43 (0) 662 265318 E salzburg@refettoriosimplicitas.com . W www.refettoriosimplicitas.com


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genuss

GEnuss 128 Jeder teller ein Kunstwerk

144 Let the Sun go down

136 Beständig Bodenständig

147 Das Gepflegte Glas

138 Echte Österreicher

148 Pure Lebensfreude

Salzburgs Spitzengastronome.

Traditionelle Küche mit regionalen Produkten.

Streifzug durch die besten Küchen.

Eine ganze Reihe erstklassiger Bars.

Die besten Adressen für den persönlichen Genuss.

Kulinarische Tipps für Glücksgefühle.

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BErger Confiserie


GroSSe Leute vor ort Bei ihnen gerät jeder Teller zum Kunstwerk. Salzburgs Spitzengastronomen kreieren Gerichte, die so beeindruckend und einzigartig sind wie ihre SchÜpfer selbst.


genuss Große Leute

Jörg Wörther Der Patron

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markus Deisenberger Andreas hechenberger

Auf Jörg Wörthers neuer Visitenkarte steht nicht etwa „Chefkoch“ oder „Chef de Cuisine“, sondern schlicht und ergreifend „Patron“. Ganz einfach, weil er keine 25 mehr ist, sagt er. Kochen werde er zwar immer, weil es sein Hobby sei. „Aber es muss auch funktionieren, wenn ich einmal nicht da bin.“ Wörther, der immer schon für Geradlinigkeit stand, macht im Ceconi’s den Bock zum Gärtner: Die besten Produkte, klar zubereitet und ohne Schnörkel und Schäumchen, werden dort an vier Tagen die Woche rund um die Uhr, d. h. auch über Mittag, gereicht. „Eine leichte, regionale Küche“, so der Meister, „die sich bis nach Triest erstreckt.“ Das inkludiert selbstredend frischen Fisch wie etwa Branzini aus der Kvarner Bucht. Ceconi’s . Fürstenallee 5 . www.ceconis.at

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Jürgen Vigne Der Familiäre

Ein Haus mit Seele sei sein Restaurant, sagt Jürgen Vigne. Und das Familiäre spüre auch der Gast sofort, ist der gebürtige Wachauer, der bei Lisl Wagner-Bacher lernte, überzeugt. Auf den Tellern schlägt sich darüber hinaus die Nähe zu den Salzburger Seen wohltuend nieder: Seeforelle, Zander, Reinanke und Hecht in vielen Variationen finden sich da, wobei 80 % der täglich frisch gelieferten Fische aus dem Wallersee kommen. Die Fülle an Salzburger Kleinsterzeugern erweise sich als Glücksfall, so Vigne. Denn eine gute österreichische Küche, um deren behutsame Weiterentwicklung es ihm sichtlich geht, fange nicht, wie vielfach behauptet, beim Produkt an, sondern schon bei der Beziehung zum Erzeuger bzw. Lieferanten. Pfefferschiff . Söllheim 3 . 5300 Hallwang bei Salzburg . www.pfefferschiff.at


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Andreas Döllerer Der Alpine

95 % der bei Döllerer verkochten Produkte kommen aus Salzburg und dem Rest der Alpen. Nur wenige Ausnahmen gibt es da. Man setzt fast schon radikal auf Regionalität und – ob Kaspressknödel oder Salzburger Bierfleisch – auf traditionelle Rezepte: „Wir pflegen diese Traditionen, weil wir sie für extrem wertvoll halten und es schade finden würden, würde es sie irgendwann nicht mehr geben“, so Döllerer. Dass es zwei Orte sind, an denen man diese Linie umsetzt – das Wirtshaus und das Restaurant – ist eine glückliche Fügung: Während man im einen klassisch bleibt, wagt man sich im anderen an so manche Neuinterpretation. Mit 2.500 Positionen verfügt man außerdem über das umfangreichste Weinangebot Salzburgs. Döllerer’s Genusswelten Genießerhotel – Genießerrestaurant Wirtshaus – Metzgerei + Feine Kost . Am Marktplatz 56 . 5440 Golling . www.doellerer.at

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Roland Trettl Der Futurist

Schon an seiner Berufskleidung, einer nach eigenen Design-Vorgaben geschnittenen Kochjacke, die er gern zu Jeans trägt, sieht man, dass bei Roland Trettl Kochen und Mode Ausdrucksformen ein und derselben Leidenschaft sind. „Ich könnte nichts tragen, was wie ein Sack aussieht“, sagt er. Beim gebürtigen Südtiroler wird Kochen tatsächlich zum Lifestyle-Gesamtkunstwerk, das gleichermaßen begeistert wie polarisiert. Das Konzept, jeden Monat einen internationalen Starkoch einzufliegen und dessen Signature-Gerichte in Perfektion und mit Originalzutaten nachzukochen, wird heuer zehn Jahre alt. Zeit für eine nostalgische Rückschau bleibt dennoch nicht. „Dazu bin ich mit dem Kopf schon viel zu weit in der Zukunft.“ Red Bull Hangar-7 . Wilhelm-Spazier-Straße 7 a . www.hangar-7.com


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Gerhard Pongratz Der Bodenständige

Dass in einem ehemaligen Eisenbahnerlokal in Bahnhofsnähe österreichische Küche auf höchstem Niveau zelebriert wird, würde man so vielleicht nicht vermuten. Doch der „Auerhahn“ hat sich vom Geheimtipp längst zum Fixstern Salzburger Küche gemausert. Ob bayrischer Spargel oder Morcheln aus der SaalachAu: Gerhard Pongratz kocht fast durchwegs mit frischen saisonalen Produkten. Von Klassikern à la Wiener Schnitzel und Zwiebelrostbraten bis hin zu gewagteren Kombinationen wie etwa Jakobsmuscheln mit Grammeln. Das Geheimnis seiner besonders luftigen Topfenknödel aber, durch die der Löffel förmlich hindurchfällt, gibt er nicht preis. Nur so viel sei verraten: Auf den Topfen kommt es an. Und auf den Koch. Gasthof Auerhahn . Bahnhofstraße 15 . www.auerhahn-salzburg.at

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Markus Mayr Der Schwerelose

Wenn im ehrwürdigen Mönchstein neuerdings wieder mehr am Tisch tranchiert und filetiert wird, liegt das daran, dass sein neuer Koch Markus Mayr die Nähe zu den Gästen sucht. So bekommt man nicht nur Einblick in die hohe Kunst des Kochens, auch der Show-Effekt ist beträchtlich. Aber hat man dafür im stressigen Küchenalltag überhaupt Zeit? „Die nehm’ ich mir einfach“, so Mayr, der vom Langham Hilton über das Hospiz bis hin zum Buberlgut schon beinahe überall kochte, wo man Wert auf Klasse legt. Der 34-Jährige steht für österreichische Küche mit mediterranem Einfluss. Und die interpretiert er sehr leicht: Sogar die sonst oft mollige Hummer-Bisque gerät bei ihm trotz cremiger Konsistenz beinahe schwerelos. Hotel Schloss Mönchstein . Mönchsberg Park 2 . www.monchstein.at


Pier 17 DIE FRISCHE KÜCHE Tauchen Sie ein in das südliche Flair unseres Restaurants und lassen Sie sich durch die stets frisch zubereiteten Speisen verwöhnen. Unser Küchenund Juniorchef Stephan Liebing hat sich mit dem PIER 17 einen Traum erfüllt: unsere Gäste mit allen erdenklichen Köstlichkeiten zu verwöhnen. Als roter Faden steht das Grundprinzip, alle Speisen selbst frisch zuzubereiten und die Speisen mit ihrem eigenen Geschmack anzubieten, ohne Verwendung von Geschmacksverstärkern wie z. B. Glutamat. Unser Küchenchef verwendet dazu nur hochwertige Produkte und Zutaten, frisches Gemüse, selbst zubereitete Soßen und so weit wie möglich inländische Produkte. Starten Sie einen unvergesslichen Besuch in unserem Restaurant mit dem täglich selbst gebackenen Dinkelbrot, welches wir Ihnen mit einem variierenden „Gruß aus der Küche“ servieren. Für jeden Gast bereiten wir gerne individuelle Gerichte, soweit dies zeitlich möglich ist, zu. Für jeden Geschmack finden Sie bei uns eine reichliche Speisenauswahl, wie Salate, frische Fische (keine tiefgefrorenen Fische), Rinderfilet oder gebratener Lammrücken,

hausgemachte Pasta und zur Abrundung ein wunderbares Dessert. Zu unseren Speisen servieren wir Ihnen exzellente Weine aus Österreich, Italien und Spanien. Ein frisch gezapftes Bier oder ein Weißbier sowie zahlreiche alkoholfreie Getränke runden das Getränkeangebot ab. Zum Abschluss eines gelungenen Abends können Sie aus unserem Cocktailangebot von rund 70 verschiedenen internationalen Cocktails wählen und genießen. Während der Gastgartensaison können Sie auf einer der schönsten Terrassen in Salzburg verweilen und die lauen Sommerabende genießen.

Öffnungszeiten: Mo bis Fr ab 17.00 Uhr, Sa ab 18.00. Ruhetage: Sonn- und Feiertag. Inhaber: Roland und Stephan Liebing Pier 17 Alpenstraße 48 a . 5020 Salzburg T +43 (0) 662 632124 . E pier17@gmx.at . W www.pier17.at


Beständig bodenständig Tobias Brandstätter

Chef de Cuisine Gasthof Brandstätter

In rustikal-charmantem Ambiente traditionelle Küche mit regionalen Produkten genießen. Hier eine kleine Auswahl der besten Traditionalisten Salzburgs.

Hinter der bescheidenen Bezeichnung „Gasthof“ findet sich ein vom Guide Michelin und von Gault Millau ausgezeichnetes Restaurant, das kulinarische Köstlichkeiten ersten Ranges offeriert. Die Küchenphilosophie von Tobias Brandstätter, der seit mehr als zwanzig Jahren in der Küche steht, ist dabei so einfach wie eindrucksvoll: Die besten Produkte, möglichst einfach und auf das Wesentliche reduziert zubereitet. Kein überflüssiger Schnickschnack also, sondern eine Geradlinigkeit, die der Qualität der Erzeugnisse und ihrer unverfälschten Präsentation geschuldet ist. Tipp: Karamellisierter Topfenschmarrn auf selbst gemachtem Marillenröster. Hotel Gasthof Brandstätter . Münchner Bundesstraße 69 www.hotel-brandstaetter.com


genuss Große Leute

Robert Maurer

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Markus Deisenberger Andreas Hechenberger, Restaurants

Geschäftsführer Fideler Affe

Wirt im Gasthof Weiserhof

Roland Essl

Hannes Bachmann

Robert Maurer ist die Seele des Fidelen Affen, einer Salzburger Institution in Sachen Wirtshauskultur. Der gebürtige Waldviertler hält die monatlich wechselnde Karte eher klein und österreichisch-regional. Neben Allzeit-Klassikern wie Kalbswiener und Zwiebelrostbraten finden sich darauf auch saisonale Köstlichkeiten wie z. B. Limettenrisotto mit Saibling aus dem Wallersee. Außerdem legt Maurer viel Wert auf Bierkultur und gute Stimmung. „Wir sind ein Kommunikationslokal“, sagt er. Deshalb wird auch das „Zusammensetzen“ praktiziert, was die urige Atmosphäre des Lokals gleich noch einmal gemütlicher macht. Tipp: Waldviertler Geräuchertes mit frischem Kren.

Viele werden Roland Essl vom Kochen im Freilichtmuseum kennen, wo er sich der Zubereitung historischer Gerichte annimmt. Mit großem Erfolg: Die TV-Serie erfreut sich großer Beliebtheit. Wichtiger für Essl aber ist, dass ihm seither alte Menschen alte Bücher bringen, in denen er nach noch älteren Rezepten stöbern kann. Denn ob Saumeisen oder Blut- oder Leberwürste: Alles wird bei ihm selbst gemacht und nach alten Originalrezepten zubereitet. „Kochen ist für mich wie malen“, sagt er. Und nichts sei spannender, als neue Farben zu bekommen. Nur eines ist vielleicht noch spannender: Sie zu essen nämlich, diese bunten Bilder längst vergessener Gerichte. Tipp: Stinkerknödel aus Graukas.

Seit 1548 bekommt man im Braugasthof Krimpelstätter Salzburger Hausmannskost, kombiniert mit herzlicher Gastlichkeit. Und seit 1981 schwingen dort die „Bachmann-Buam“ das Zepter: Ernst, Erich, Hannes und Walter. Während sich die anderen drei um Küche & Controlling kümmern, ist Hannes Bachmann der Mann für die Gäste. Und die fühlen sich wohl, denn auf den Tisch kommen in der Müllner Wirtshaus-Institution ausschließlich heimische Produkte wie Tauernlamm und Pinzgauer Beef, frisches Wild und Salate von Walser Bauern. Dazu wird das „um die Ecke“ gebraute Augustinerbier ausgeschenkt. Tipp: Mit Pinzgauer Alpkäse gefüllte Spinatknödel.

Zum fidelen Affen . Priesterhausgasse 8 . www.fideleraffe.at

Gasthof Weiserhof . Weiserhofstraße 4 . www.weiserhof.at

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Gasthof Krimpelstätter

Augustiner Braugasthof Krimpelstätter . Müllner Hauptstraße 31 www.krimpelstaetter.at


Echte Österreicher Ein üppiger Schweinsbraten, ein riesiges Schnitzel? Was macht sie eigentlich aus, die österreichische Küche? Wo fängt sie an, wo hört sie auf? Top of Salzburg begab sich auf Streifzug durch die besten Küchen der Stadt, um ihre spezifisch österreichische Note aufzuspüren.

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ine Suche nach österreichischer Küche im Restaurant Sacher zu beginnen, ist nicht die schlechteste aller Ideen. Immerhin gehen in der Salzburger Dependance des Altwiener Traditionshauses jährlich mehr als 10.000 Wiener Schnitzel über die Küchentheke. Und Küchenchef Manfred Stüfler, gebürtiger Kärntner, hat bereits 200.000 Tafelspitze zugeschnitten, seit er im Sacher kocht. Dennoch verweist er, auf das spezifisch Österreichische seiner Küche angesprochen, sofort auf die Bedeutung der ehemaligen Kronländer und auf die Regionalität der verkochten Produkte. Interessant, hätte man doch eher erwartet, dass man den Klischees entsprechend zuerst von Zwiebelrost- und Schweinsbraten zu hören bekommt. Nicht so bei Stüfler. Natürlich legt er Wert auf ein nach allen Regeln der Kunst einzeln in der Pfanne souffliertes Schnitzel vom Kalbsrücken. Das Österreichische aber gehe über diese engen Begrifflichkeiten hinaus. Als Kärntner etwa verwende er das „Grandeln“ (auch Krendeln genannt; eine traditionelle Technik, um den Teigrand der Original Kärntner Nudeln wellenförmig zu verschließen) auch für Trüffel-Nudeln. Das heißt, er praktiziert eine regionale, bodenständige Technik auf hohem Niveau. Und damit liefert er einen interessanten Einstieg, wenn es darum geht, dem spezifisch Österreichischen in den Küchen Salzburgs auf die Spur zu kommen.

Die neue Bodenständigkeit

Längst nämlich legt man auch in wirklichen Top-Restaurants Wert auf eine gewisse Bodenständigkeit. Das beste Beispiel dafür liefert Roland Trettl, Executive Chef des Ikarus im Hangar-7. Dass sich jemand, der mit der Einfuhr japanischer Seeigelzungen oder tasmanischen Lachses befasst ist, als Traditionalisten bezeichnet, würde man fürs Erste nicht vermuten. In der Südtiroler Heimat gehe er in die einfachsten Gasthäuser, erzählt er. Und zu Hause schmore er gerne einmal ein Schulterscherzl. Derlei werde heute viel zu selten gepflegt. Selbst wenn man wie er eher für die Evolution als für das Konservative steht, dürfe man nie vergessen, woher man kommt. Respekt vor Basis und

Tradition, die nun einmal mit den ganz alten Klassikern wie Tafelspitz und Wiener Schnitzel zu tun haben, sei unumgänglich, wolle man als Koch Erfolg haben, so Trettl. „Die Wurzeln müssen stark sein, nur so kann der Baum nach oben wachsen.“ Schützenhilfe bekommt er bei seiner Sicht der Dinge von Jürgen Vigne, dem Eigentümer und Chefkoch des Pfefferschiffs in Hallwang bei Salzburg, der es sich geradezu zur Aufgabe gemacht hat, eine andere Herangehensweise zu den Klassikern der österreichischen Küche zu suchen.

Alte Küche, neu interpretiert

Beim Zwiebelrostbraten etwa, sagt der gebürtige Kremser, der bei Lisl Wagner-Bacher in Mautern lernte, habe jeder dieses Bild des gedünsteten Bratens vor Augen. Was aber, wenn man das Gericht in seine einzelnen Komponenten zerlegt und die Zusammensetzungen neu ordnet? So wird beim Zwiebelrostbraten à la Pfefferschiff das Dry Aged Beiried nur zart rosa gebraten. Die Röstzwiebeln kommen als Pulver. Und statt der obligaten Bratkartoffeln gibt es einen fein pürierten Schaum. Ein anderes Signature-Gericht des Hauses kombiniert die urösterreichische Blutwurst mit einem knusprig gebratenen Langustino und Mango-Chutney. Die Gäste seien von diesen Kontrasten begeistert, erzählt Vigne. Gerade dieses unerwartet heimische Element ist es auch, das den Jakobsmuscheln auf der Karte des Gasthofs Auerhahn das gewisse Etwas verleiht. Chefkoch Gerhard Pongratz kombiniert die oft einmal langweilig schmeckenden Meerestiere mit Grammeln: Die fein gehackten und ausgelassenen Geschmacksträger werden mit Kräutern und Butter darübergeträufelt, was den eher geschmacksneutralen Tieren zart nussige Röstaromen verleiht. Dem ersten Eindruck nach würde man nicht vermuten, dass sie von den oft als ordinär gescholtenen Grammeln stammen. Auch Pongratz ist ständig auf der Suche nach Wegen, wie sich die österreichische Küche mit Exotischem kombinieren und dadurch aufpeppen lässt und umgekehrt. Der Experimentierfreudigkeit sind freilich auch Grenzen gesetzt. „Wenn man einen Kalbsrücken in Würfel schneidet und dann rosa brät, hat das mit einem


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markus Deisenberger

genuss Feuilleton

Eine Fritteuse kenn’ ich nur vom Hörensagen! Gerhard Pongratz , Chefkoch Gasthof Auerhahn

Wiener Schnitzel nichts mehr zu tun“, ist Markus Mayr, neuer Küchenchef des Restaurants Schloss Mönchstein, überzeugt. Ein Schnitzel solle man so lassen, wie es ist. Denn genauso wollen es die Gäste auch, „im besten, originalen Sinne“. Originell werde es im Mönchstein erst durch Zitronenmarmelade und Ketchup, die man – beide hausgemacht – dazu reicht.

Regionale Produkte

Ob Zander aus dem Wallersee oder das Tauernlamm: Ein Merkmal der österreichischen Küche ist es auch – darin waren sich alle befragten Köche einig – überwiegend auf regionale Produkte zu setzen. Einer, der der brandaktuellen, durch die Medien befeuerten Diskussion kritisch gegenübersteht, ist Jörg Wörther, Schöpfer so manches erfolgreichen Gastro-Konzepts dieses Landes und neuerdings auch wieder selber Chef (oder „Patron“, wie er es nennt) im neu eröffneten Ceconi’s. Die regionale Küche werde zu oft als SchmankerlKüche missverstanden, so der Gasteiner. Bei der eigentlichen Regionalität aber gehe es um etwas anderes: um das frische Produkt nämlich. Und auch den Wandel, so Wörther, müsse man begreifen: „Heute gibt es Bauern im Walserfeld, die Artischocken anbauen. Plötzlich also ist die Artischocke ein regionales Produkt. Regionalität ist einem starken Wandel unterworfen. Und auch die Kultur des Saatguts verändert sich.“

Innere Werte

men. Umso wichtiger ist es, dass wir diese Gerichte anbieten, damit sie nicht verloren gehen. Wenn er ein Ziegenkitz zubereitet, werden demnach nicht nur T-Bone-Steaks, Butterschnitzerl und geschmorte Schultern, sondern auch Leber und im Ganzen gebratene Nieren auf die Karte gesetzt. So wie es früher einmal üblich war, wird das ganze Produkt verarbeitet. Für eine Niere aber, deren frische Zubereitung ihre Zeit in Anspruch nehme, müsse auch der Gast Zeit mitbringen, erzählt Döllerer. „Das muss ich dem Gast kommunizieren. Entweder er wartet so lange, oder er nimmt vorher ein, zwei Zwischengänge.“ Nicht nur fürs Kochen, auch fürs Essen sollte man sich also Zeit nehmen. Alles komplett zu verwerten, ist auch Roland Essls oberstes Prinzip. Der Wirt des Weiserhofs hat sich darauf spezialisiert, nach alten Rezepten zu kochen. Selbst gemachte Blut- und Leberwürste und Saumeisen werden so zubereitet, wie es schon vor Generationen gepflegt wurde. Und das sei grundsätzlich einfach: „Ein Tischfleischwolf, eine Wurstpresse mit einer Handkurbel und Mischwandl – und los geht’s.“ Gerade das Einfache aber ist oft mit viel Arbeit verbunden. Ein Referenz-Beuschl etwa gibt es auch im Triangel. In seiner sanften Pfeffrigkeit und mit der zarten Thymian-Note im Nachgeschmack ist es der ideale Begleiter zu einem frisch gezapften Bier. Und für seine 8,90 Euro ist das Gericht äußerst preiswert kalkuliert. Rechnen kann sich das – gemessen am Aufwand – wohl nicht. Aber die Liebe zur bodenständigen österreichischen Küche gebietet es.

Was sich auch verändert hat, ist der Zugang zu einem Herzstück der österreichischen Küche: den Innereien. Die seien heute, so Gerhard Pongratz, weit weggerückt vom Alte-Leute-Essen. „Auch die junge Generation beginnt sich langsam dafür zu interessieren“, weiß er. Ein Interesse, das sich nur unzureichend in den Karten heimischer Gasthäuser widerspiegelt. Der Grund dafür liegt auf der Hand: „Wenn du dich hinstellst und ein Beuschel kochst, bist du fünf, sechs Stunden damit beschäftigt“, erzählt Sterne-Koch Andreas Döllerer. „Leider finden immer weniger Leute die Zeit, sich diese fünf Stunden zu neh138 . 139

Hotel Sacher . Schwarzstraße 5–7 . www.sacher.com Restaurant Ikarus im Red Bull Hangar-7 . Wilhelm-Spazier-Straße 7 a . www.hangar-7.com Restaurant Pfefferschiff . Söllheim 3 . 5300 Hallwang bei Salzburg . www.pfefferschiff.at Gasthof Auerhahn . Bahnhofstraße 15 . www.auerhahn-salzburg.at Schloss Mönchstein . Mönchsberg Park 26 . www.monchstein.at Ceconi’s Restaurant . Fürstenallee 5 . www.ceconis.at Döllerer’s Genießerrestaurant . Am Marktplatz 56 . 5440 Golling . www.doellerer.at Gasthof Weiserhof . Weiserhofstraße 4 . www.weiserhof.at Cafe Restaurant Triangel . Wiener-Philharmoniker-Gasse 7 . www.triangel-salzburg.co.at


„Es ist Zeit, sich auf die wahren Werte zu besinnen.“


Alte Brände stehen für elegante Aromatik mit anhaltender Länge.

edelbrände aus dem salzburger land In der alten Salinenstadt Hallein liegt die älteste Brennerei des Landes, der Guglhof. In den urigen Gemäuern wird der Familienbetrieb seit dem Jahr 1641 geführt.

Jahrgangsbrände Reserve. Wissen und Hingabe tragen Früchte. Die Zeit bringt das Große zum Vorschein. Aus dem Besten wird das Edle. Unsere ausgezeichneten Jahrgangsbrände aus sorgfältigst selektierten Früchten eines Jahres reihen sich geschmack- und genussvoll aneinander. Jeder für sich schonend destilliert und sorgsam gelagert. Diese Harmonisierung zu Unikaten hat nur ein Ziel: den absoluten Hochgenuss! Guglhof-Jahrgangsbrände zeigen Charakter und sind Individualisten. Sie sind mal lebendig und fruchtig, mal mit toller Nase oder konzentriert am Gaumen. Bisweilen kommen sie zart mandelig, frisch und fruchtig daher, dann wieder duftig und elegant. Herrlich ausbalanciert der eine. Dezent, klar und kühl der andere. Dicht und harmonisch, wild und würzig können sie sein, finessenreich, warm und tief! Diese wahren Werte fördern wertvolle Wahrheiten. Das Wissen von Generationen geht hier Hand in Hand. Überlieferung und Gefühl bringen Qualität zum Vorschein. Junge Brände und reifere Destillate kommen aus wert-

voller Geschichte. Es ist für uns schön zu wissen, dass gelebte Tradition, Natürlichkeit, Qualität und die Liebe am Tun solch besondere Ergebnisse erzielen. Altes Fasslager. Die alten Brände brauchen ihre Zeit und unsere Muse. Dann sind sie so herrlich einzigartig wie auch selten. Die langjährige Lagerung in hochwertigen Eichenfässern gibt ihnen den vollen Charakter und die ausgesprochen starke Besonderheit. Sie überraschen rund und fruchtig, kernig markant oder mit schöner Harmonie. In jedem Fall mit ihren eigenen Aromawelten.

Brennerei Guglhof | Anton Vogl . Henry-W.-Davis-Straße 13 . 5400 Hallein T +43 (0) 6245 80621 . F +43 (0) 6245 84626 . E office@guglhof.at . W www.guglhof.at Öffnungszeiten: Mo bis Fr 8.00 bis 12.00 und 13.30 bis 18.00, Sa 8.00 bis 12.00

Die Vielfalt der Jahrgangsbrände mit kräftigem Körper und schöner Frucht.


„Ein Veranstaltungszentrum mit höchster Eigenständigkeit“


Kavernen 1595 Das historische Eventjuwel im Berg. Aus ehemaligen Bier- und Weindepots in der Gstättengasse 27–29 ist heute ein Veranstaltungszentrum der besonderen Art geworden.

Für jeden Anlass den passenden Rahmen. Das historische Kellergewölbe wurde, wie der Name schon sagt, im Jahr 1595 erbaut und umfasst drei attraktive Veranstaltungsräume. Besonders in den letzten zwei Jahren hat sich das 400 Jahre alte, modernisierte Veranstaltungszentrum durch geschichtsträchtiges Ambiente und modernste Technik auch einen Namen im Kunst- und Kulturbereich gemacht. Die zentrale Lage, die direkte Anbindung an die Altstadtgaragen und das unvergleichliche Ambiente machen die Kavernen 1595 zur einzigartigen Location in Salzburg. Die Kavernen 1595 bieten mit drei Veranstaltungsräumen, einem eigenen Verbindungsgang und benötigter Catering-Infrastruktur den passenden Rahmen für jeden Anlass. GroSSe Kaverne In der Großen Kaverne ist für bis zu 260 Personen Platz. Somit ist sie von der Firmenfeier bis hin zu Produkt- & Autopräsentationen die perfekte Location. Leuchtanschlüsse an der Traverse und anspruchsvolle Sound-Anlagen machen jedes Event unvergesslich. Kleine Kaverne Direkt neben der Großen Kaverne befindet sich eine kleinere Kaverne. Ob für Empfang oder Buffet in Kombination mit der Großen Kaverne oder als eigenständiger Veranstaltungsraum – ein schöner Rahmen für Events der besonderen Klasse. Kellergewölbe Ein historisches Juwel im Kellergeschoss, das die Geschichte der Kavernen erahnen lässt und einen besonderen Reiz für einzigartige Momente ausstrahlt. Was wir Ihnen bieten – Ein Veranstaltungszentrum inmitten der Salzburger Altstadt – in einer der ältesten Gassen Salzburgs – in der Nähe der Getreidegasse und des Festspielbezirkes

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mit einer direkten Anbindung zu den Altstadtgaragen (eigener 60 m langer Zugangsstollen) unmittelbare Anbindung zu den Mönchsbergliften mit einem atemberaubenden Blick über das historische Salzburg

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Ein Veranstaltungszentrum im Berg entstanden aus alten Bier- und Weinkavernen im Erdgeschoss zwei barrierefreie Kavernen unterschiedlicher Größe (285 bzw. 174 qm) historisches Kellergewölbe, gebaut 1595 unter Erzherzog Wolf Dietrich (127 qm) Zugänge über Altstadtgarage bzw. Mönchsberglift und zwei Eingangsbereiche in der Gstättengasse 27 und 29 2 Foyers

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Ein Veranstaltungszentrum mit passender Infrastruktur umfangreiche Veranstaltungstechnik (Ton, Licht, Leinwand, Beamer etc.) Möblierung: Tische, Stehtische, Stühle, Bühne, Rednerpult, Garderobe Catering-Infrastruktur Parkticketentwerter zum verbilligten Parken in der Altstadtgarage

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Ein Veranstaltungszentrum mit hoher Servicequalität kompetente Partner im Catering-Bereich Technik- und Veranstaltungsbetreuung individueller Service „für alle Fälle“

Kavernen 1595 . Gstättengasse 27–29 . 5020 Salzburg T +43 (0) 570 70 100 541 . E kavernen@wuestenrot.at . W www.kavernen.at


Let The Sun go Down Für seine Größe verfügt Salzburg über eine ganze Reihe erstklassiger Bars, in denen sich Cocktails & andere Drinks genießen lassen – zum Teil mit großartiger Aussicht auf die Altstadt.

steinterrasse | club . bar . lounge Über den Dächern Salzburgs lassen sich hier nicht nur ein paar der besten Drinks der Stadt, sondern auch die schlichtweg atemberaubende Aussicht auf das Weltkulturerbe genießen. Regelmäßig stattfindende Partys und Events mit DJs und Livemusik. Steinterrasse . Giselakai 3–5 a . www.steinterrasse.at


genuss Let the sun go down

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markus Deisenberger Bryan reinhart

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1 L9 | die Bar im Gablerbräu Als Fixpunkt im Salzburger Nachtleben hat sich die neue Bar „L9“ im Keller des Gablerbräu erwiesen. Ein Fleck uralter Boden ist im sonst trendigen Ambiente erhalten geblieben und wurde mit Glas überdeckt. DJs, Karaoke und Livemusik. L9 . Linzergasse 9 . www.sternbraeu.at

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2 Hangar-7 Outdoor Lounge | Cocktails . Smart Food Der Hangar-7 beherbergt gleich zwei Bars: In der Mayday Bar werden neben exquisiten Cocktails Smart-Food-Menüs serviert. Die (vorübergehend geschlossene) nur über einen Steg erreichbare Threesixty Bar schwebt direkt unter der Hangardecke hoch über den Flugzeugen. Darüber hinaus lädt eine neue Outdoor-Lounge zum Verweilen ein. Hangar-7 Outdoor Lounge . Wilhelm-Spazier-Straße 7 a . www.hangar-7.com

3 Monkeys | cafe . bar Direkt an der Salzach gelegen und mit einem wunderschönen Blick auf die Altstadt und die Festung Hohensalzburg ist dieser Ort mit seinem Lounge- und Barbereich nicht nur für Kaffeegenießer, sondern auch für Partygänger aller Altersklassen ein idealer Treffpunkt. Monkeys . Imbergstraße 2 a . www.monkeys-salzburg.at

4 M32 | Agnes Bar Der nackte Beton des M32-Gebäudes sucht nach Inspiration und findet sie in der Vielfalt der internationalen Cocktails von Manhattan bis Mai Tai, die hier stilvoll kredenzt werden. Dazu kann man seinen Blick über die Dächer von Salzburg schweifen lassen. M32 . Mönchsberg 32 . www.m32.at

republic | cafe . restaurant . bar . club Mit seinen zahllosen Konzerten, Tanz-Events und DJ-Acts eignet sich dieser Platz hervorragend als Ausgangsbasis für eine ausgedehnte Tour durch die Stadt. Ob Frühstück (bis 18 Uhr) oder Chill-out: Die urbane Bar hat 365 Tage im Jahr geöffnet. republic . Anton-Neumayr-Platz 2 . www.republic-cafe.at

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Bar Goldener Hirsch Die bevorzugte Bar vor und nach Konzerten während der Festspielzeit. In einem der am geschmackvollsten eingerichteten Bauernstilräume der Welt kann man sehen, gesehen werden und entspannen. Das bekannteste Getränk ist der Cocktail „Susanne“. Bar Goldener Hirsch . Herbert-von-Karajan-Platz 7 . www.goldenerhirsch.com

Jazzit | Musik . Club Jazz-Club mit gemütlicher Bar und dem entsprechenden Underground-Charme. Jazzit . Elisabethstraße 11 . www.jazzit.at

Pier 17 | Bar . Restaurant Cocktail-Bar auf internationalem Standard. Longdrinks, Champagner-Cocktails u. v. m. Pier 17 . Alpenstraße 48 . www.pier17.at

Blaue Gans Bar wie gemacht für das urbane Abtauchen im Herzen der Altstadt. Arthotel Blaue Gans . Getreidegasse 41–43 . www.hotel-blaue-gans-salzburg.at

Fridrich | Bar . Restaurant Österreichischer Wein steht hier im Mittelpunkt. Darüber hinaus gibt es exzellente Cocktails. Fridrich . Steingasse 15

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Die hohe Kunst und Leidenschaft des traditionellen Brennens

HERZOG by SPORER Als erste Adresse Salzburgs bietet Sporer exklusiv die gesamte Vielfalt des INTERNATIONAL HÖCHST PRÄMIERTEN MEISTERDESTILLATEURS Siegfried Herzog. Mit Top-Beratung für Genussmenschen.

Am Beginn der erfolgreichen Familiengeschichte des Traditionsunternehmens Sporer stand Franz Sporer. Als Firmengründer vertrieb er vor bereits 110 Jahren Schnäpse, Rum und edle Liköre aus eigener Erzeugung. Mit Weitblick und durch ständige Erweiterung und Neu-Erfindung des Sortimentes schafften es die Folgegenerationen, sich als Top-Adresse Salzburgs zu etablieren. Seit nun 10 Jahren ist auch die exklusive Zusammenarbeit mit der Ausnahmebrennerei von Siegfried Herzog beständig. In Fachkreisen wird dieser längst als passionierter Tüftler geahndet, der durch seinen Perfektionismus schon unzählige Auszeichnungen entgegennehmen durfte. Konkurrenzloses Qualitätsbewusstsein sei das Geheimrezept für die hochprozentigen Destillate, die nur aus hochwertigsten Produkten hergestellt und sorgfältig per Hand verarbeitet werden. Seit dem Relaunch stellt Siegfried Herzog die international prämierten Brände in einer der modernsten Anlagen Europas her. Auf dem über 400 Jahre alten Erbhof kreiert der authentische, traditionsbewusste und naturverbundene Tüftler seine Spezialitäten.

Exzellenten Bränden und limitierten Sondereditionen hat sich auch Sporer verschrieben. In der bereits vierten Generation vertreibt Michael Sporer mit Stolz und Fachwissen die Qualitätsprodukte Herzogs und schafft es so, Tradition familienübergfreifend zu vereinen und zu perfektionieren.

SPORER Likör-& Punschmanufatur Getreidegasse 39 . 5020 Salzburg T +43 (0) 662 845431 . W www.sporer.at Siegfried HERZOG Destillate Breitenbergham 5 . 5760 Saalfelden T +43 (0) 6582 75707 . W www.herzogdestillate.at


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markus Deisenberger

GEnuss Feuilleton

Das gepflegte Glas Wein ist Genuss und Leidenschaft pur. Wein lädt ein und stiftet Freundschaft. Wein ist eine Philosophie aus Tradition und Bodenständigkeit, aus moderner Weinkultur und eleganter Inszenierung. Wir präsentieren die besten Adressen für Ihren persönlichen Genuss.

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ach 15 Jahren Bank und 20 Jahren Künstlermanagement hat Lindy Leitner schon so einiges gesehen im Leben. Genug, um all das hinter sich zu lassen und den Kajetanerplatz als Ort für eine gemütliche kleine Weinbar zu erwählen. Keine schlechte Entscheidung, ist der neuerdings autofreie und von allerlei interessanten Geschäften umrahmte Platz am Anfang der Kaigasse doch der geradezu ideale Platz, einen stressigen Arbeitstag mit einem gepflegten Glas Wein ausklingen zu lassen. Die untergehende Sonne, sanfte italienische Musik und ein Glas Riesling oder Rosé vom Weingut Schüller in Pillersdorf, Leitners Hausmarke, und man fühlt sich so richtig angekommen. Dass man bei dieser gemütlichen Stimmung und der begrenzten Fläche des Lokals zusammenrückt und miteinander ins Gespräch kommt, versteht sich von selbst. „Hier kennt jeder jeden, spätestens beim Gehen“, weiß Lindy. Unweit vom Kajetanerplatz liegt, wenn es um die möglichst entspannte Erforschung südländischer Weine geht, ein anderes Kronjuwel: Divinotinto heißt es und wird von Mateo Ordonez, einem gebürtigen Málagueño, geführt. In seiner Tapas-Bar zelebriert er seit Jahren andalusische Gastlichkeit. Zu den hervorragenden spanischen Weinen werden kleine Häppchen wie etwa Chorizo, Serrano-Schinken oder wohlschmeckende Oliven gereicht. Dass der Wein leistbar ist, liegt an Ordonez’ Philosophie: „Ich will kein Lokal, in dem ein Sechzehntel sechs Euro kostet. Das Preis-Leistungs-Verhältnis muss stimmen.“ Sein breit gefächertes Publikum, von Anwalt bis Student, weiß das zu schätzen. Alles scheint hier erlaubt – außer über Politik zu reden. „Prohibido hablar de Politica“ steht auf einem Schild über der Schank zu lesen, was freilich nicht so eng gesehen wird. Dennoch muss, da sich Ordonez auch nicht viel aus Fußball macht, die Frage erlaubt sein, worüber hier denn dann Abend für Abend weinbegleitend geredet wird. „Liebe zum Beispiel. Oder Philosophie“, gibt der spanische Weinphilosoph schlagfertig zur Antwort. Und zwar so lange, bis sich „sedatio et tranquilitas“, Gelassenheit und Ruhe also, einstellen. So will es der Chef des Hauses, und das ist bei Gott kein schlechtes Rezept, um die Hektik des Alltags mit einem vollmundigen Rioja hinter sich zu lassen. Wir wechseln in die linke Altstadthälfte. Dort hat in der Imbergstraße eine

kleine Weinbar aufgesperrt, deren Name „Flavour“ schon andeutet, dass sich hier alles um die Pflege der Geschmacksnerven dreht. Ziel sei es gewesen, ein kleines Lokal zu schaffen, in dem man sich in legerer Atmosphäre treffen kann, um Wein zu trinken und eine Kleinigkeit zu essen“, erzählt Geschäftsführerin Barbara Maierhofer. Täglich gibt es vier Vor- und vier Hauptspeisen. „Eine Mischung aus leichter mediterraner und bodenständiger österreichischer Küche“, so Maierhofer, was sich als klares Understatement erweist, finden sich auf der aktuellen Karte doch so wunderbare Gerichte wie Gebratener Maibockrücken mit Marchfelder Spargel und Sauce Hollandaise oder ein herrlicher Oktopussalat mit frischen Kräutern. Beim Wein will man sich nicht festlegen. „Da geht es uns vor allem darum, nicht einseitig zu sein. Es gibt ja so viele Regionen, aus denen hervorragender Wein kommt.“ Dementsprechend umfangreich und spannend ist die Karte. Vom leichten spritzigen Veltliner von Werner Pichler bis zum schweren Cuvée findet sich da alles, was das Weintrinkerherz begehrt. In der näheren Umgebung des Flavour stößt der Weinliebhaber gleich auf mehrere Lokale, in denen sich das atmosphärische Hoch des Flavour aufrechterhalten lässt: Das Köchelverzeichnis in der Steingasse etwa. Ein neues, besonders heimeliges Lokal, das sich dem Wein verschrieben hat, und in dem man sich auf Anhieb wohlfühlt. Oder das Fridrich in der Steingasse. In der kleinen, in einem ehemaligen Knopfgeschäft untergebrachten Bar steht österreichischer Wein im Mittelpunkt. Ob Nigl, Triebaumer oder Aumann: Ein paar der besten Weinbauern des Landes beliefern das Fridrich. Und wer „Yolanda“ ruft, meint nicht etwa die Kellnerin, sondern den allseits beliebten Wodka Grapefruit – der zu vorgerückter Stunde der goldrichtige Drink ist, um einem runden Abend im Zeichen des Weines ein letztes Ausrufezeichen zu verleihen.

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Lindys Aperitif & Weinbar . Kajetanerplatz 3 Divinotinto . Chiemseegasse 5 . www.divinotinto.com Flavour Weinbar Restaurant . Imbergstraße 21 . www.flavour.co.at Köchelverzeichnis . Steingasse 27 Fridrich . Steingasse 15 . www.gastlokal-fridrich.at


Stätte der Verführung 01 BERGER Feinste Confiserie

Hubert Berger ist Chocolatier aus Leidenschaft. Während seine ersten Kreationen Anfang der 1990erJahre noch in seiner Garage das Licht der Welt erblickten, beschäftigt er heute 87 Mitarbeiter, die mit bedingungsloser Hingabe Pralinen, Trüffel und Konfekt herstellen – allesamt Kreationen, die weit über Salzburgs Grenzen hinaus für Furore sorgen.

Berger Feinste Confiserie . Kaigasse 39 www.confiserie-berger.at


text Markus Deisenberger Foto Berger Confiserie, Constantin Fischer, Clemens Kois, Bryan Reinhart, Restaurants, Verlage

Genuss Ausgewählt

Pure Lebensfreude Gutes Essen erzeugt Glücksgefühle. 12 kulinarische Tipps, wie Sie ihrem kulinarischen Dasein einen GenussSchub verleihen können.

01‒05

Top-Restaurant 02

Kaffeehauskultur 03

Fischspezialitäten 04

groSSstadt-Flair 05

M32

Café Tomaselli

WALTER GRÜLL

FINGERLOS

Gemeinsam mit Küchenchef Toni Fritzenwallner kreiert Sepp Schellhorn hier entspannte Cuisine der Extraklasse, die von täglich frisch gesammelten Kräutern des Mönchsbergs über Artischocken, Pilze und heimische Fische bis hin zu Innereien eine große Palette an Kreationen eröffnet. Dazu genießt man vom Mönchsberg einen atemberaubenden Ausblick auf die Altstadt.

Das mitten in der Salzburger Altstadt gelegene Café wird seit über 150 Jahren von den Familien Aigner und Tomaselli geführt. Die einzigartige Lage und das verführerische Angebot an süßen Speisen und Kaffeespezialitäten machen den Charme dieses Hauses aus. Der Klassiker ist und bleibt die Melange (Mocca mit heißer Milch und einem Häubchen aus Schlagobers).

Seit dem Jahr 1993 ist der exquisite Fischhändler in Grödig zu Hause. Bekannt ist er nicht nur für frischen Fisch, Schalentiere, Fischsalate und -pasteten, sondern auch für seinen Kaviar (Grüll ist Österreichs einziger Kaviar-Produzent). In einem hauseigenen Bistro werden neuerdings auch tolle Fischgerichte und passende Weine dazu kredenzt.

Neben den liebevoll aus Schokolade, Marzipan, Creme und feinen Teigen hergestellten Mehlspeisen, Petit Fours & Co gibt es auch saisonbedingte Produkte wie etwa Maronioder Limettentorten. Alle Produkte werden auch in speziellen Ausführungen für Milcheiweiß-, Mehl-, oder Nussallergiker angeboten. Ganz nebenbei ist man die FrühstücksLocation Nr. 1 in Salzburg.

M32 . Mönchsberg 32 www.m32.at

Café Tomaselli . Alter Markt 9 www.tomaselli.at

Grüll Fischspezialitäten . Neue-Heimat-Straße 13 5082 Grödig . www.grüll.at

Fingerlos . Franz-Josef-Straße 9 www.cafe-fingerlos.at

148 . 149


Volksküche 06 Refettorio

Kein Ristorante, keine Pizzeria und auch kein Bistro will das Refettorio sein, sondern eine „Volksküche“. Tatsächlich ist die dargebotene Küche ähnlich ausgewählt und hochwertig wie das Ambiente des wunderschön renovierten alten Gewölbes in der Salzburger Altstadt. Weniger ist mehr – hier trifft der Spruch tatsächlich zu.

Refettorio . Linzer Gasse 43 www.refettoriosimplicitas.com


Genuss Ausgewählt

traditionell 07

weltoffen und Bio 08

Haubengenuss 09

Gutbürgerlich 10

Das kulinarische Erbe der Alpen

TRIANGEL

ESSZIMMER

ANDREAS HOFER WEINSTUBE

In zehn Kapiteln erzählen Dominik Flammer und Sylvan Müller von der Vielseitigkeit der Ernährung im Alpenraum, von den Einflüssen der wandernden Hirten, dem globalisierten Handel der Neuzeit und vom Wandel in der Ernährungskultur. Ergänzt wird das Buch durch ein Verzeichnis der alpinen Delikatessraritäten und ein Register mit allen Produzenten und Bezugsadressen.

Weltoffen, regional und ökologisch, so das Motto von Triangel-Chef Franz Gensbichler. Beim Einkauf setzt das Restaurant daher auf Regionalität und Qualität, richtet den Fokus auf Klein- und Mittelbetriebe und bevorzugt biologische und fair gehandelte Produkte. Der Service fängt bei selbst gemachten Limonaden an und hört beim „Gulasch-Latzerl“ auf.

Chefkoch Andreas Kaiblinger kocht hinter der Scheibe, und das gerne. Die Speisekarte bietet alle fünf Wochen vier Menüs zur Wahl und ein tägliches Mittagsmenü zwischen österreichischer und internationaler Küche. Das Ambiente mit knisterndem Kamin, bequemen Sesseln und orangen Wänden lädt außerdem wirklich zum längeren Verweilen ein.

Früher ein Zunfthaus für Steinmetze, ist die Weinstube mit ihren holzvertäfelten Wänden und gemütlichen Nischen einer der wohl urigsten Plätze Salzburgs und deshalb seit über 100 Jahren bei Jung und Alt gleichermaßen beliebt. Wer einen gemütlichen Abend in einer alten Weinstube verbringen will, ist hier an der richtigen Adresse.

Triangel . Wiener Philharmonikergasse 7 www.triangel-salzburg.co.at

Esszimmer . Müllner Hauptstraße 33 www.esszimmer.com

Andreas Hofer Weinstube . Steingasse 65 www.dieweinstube.at

Rezepte mit Pfiff 11

Cucina Italiana 12

DER WÖRTHER

Nabucco

„Der Wörther“ ist Jörg Wörthers zweites Kochbuch, das er in Zusammenarbeit mit dem Fotografen Peter Angerer verfasste. 63 neue Kochkreationen, die sich aus 100 Basisrezepten zusammensetzen, versammelt es: von Kaninchenrücken in der Perigordtrüffel-Suppe bis hin zum Ziegenkitz mit Zwiebelconfit.

„Der Kunde ist König und hat sich ein paar Stunden Dolce Vita verdient“, so das Motto des kleinen, traditionellen Ristorante, das durchaus zu gefallen weiß. Chefkoch Marco verwöhnt mit landestypischen Speisen und Fischspezialiäten. Auch die gut ausgesuchte Weinkarte weiß zu überzeugen.

AT Verlag . 368 Seiten . EUR 80.20

06‒12

Np Buchverlag . 173 Seiten . EUR 35.00

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Nabucco . Neutorstraße 28 www.cucina-nabucco.at


Abspann Momentum

text Foto

Cay Bubendorfer Andreas Hechenberger, Chris Rogl

Donnerstag, 8.45 Uhr, Café Bazar Noch ist es ruhig im Lieblingskaffeehaus der wahren Salzburger. Und die Gäste, die hier den ersten Espresso zur raschen Lektüre der großen Tageszeitungen nehmen, schätzen das. Johannes Honsig-Erlenburg ist einer dieser frühen Genießer, die ihren Arbeitstag im Bazar beginnen lassen. Der dauert dann ohnehin lang genug für den Präsidenten der Stiftung Mozarteum Salzburg und begeisterten Organisten mit hauptberuflichen Verpflichtungen als Wirtschaftsjurist in der Sozietät Honsig & Küenburg.

152 . 153


Dienstag, 16 Uhr, Residenzplatz Ohne sein Violoncello im schmucken roten Kasten sieht man Peter Sigl selten. Und wie so viele Salzburger ist der Mitbegründer und künstlerische Leiter des österreichischen Ensembles für neue Musik „oenm“ am liebsten per Fahrrad unterwegs. Gerade geht’s vom „oenm“-Atelier im Künstlerhaus durch die linke Altstadt zur nächsten Probe.


Abspann Momentum

Freitag, 17 Uhr, Alm-Welle Philipp fährt ab auf die Welle. Denn das Meer ist weit und die Alm mitten in der Stadt. Seit drei Jahren trifft sich die höchst aktive Salzburger Surfer-Community an dieser kunstvoll brechenden Welle am 800 Jahre alten Almkanal. An heißen Sommertagen kann die Warteschlange am Einstieg schon einmal länger werden, während sich am Uferweg flanierendes Publikum sammelt. Doch wer als Surfer auf sich hält, dem sind Wetter und Wassertemperatur egal. Wozu wurde Neopren erfunden?

154 . 155


Samstag, 14.30 Uhr, Wasserspiele Hellbrunn Ein paar Vorsichtige haben Schirm und Regenmantel mitgebracht. Kein Wunder, denn Fürsterzbischof Markus Sittikus, der Erbauer von Schloss Hellbrunn mit seinen einmaligen Wasserspielen, hatte es schon vor vierhundert Jahren auf spritzige Überraschungen für seine Gäste angelegt. Michael führt während der Saison täglich mindestens sieben Gruppen durch den Wassergarten mit den bezaubernden Grotten und überraschenden Fontänen. Und hat jedes Mal selbst das größte Vergnügen dabei.


Abspann Momentum

156 . 157


Montag, 10.30 Uhr, Schlosserei Wieber Weit entfernt von der pragmatischen Einrichtung zeitgemäßer Technik befindet sich die Traditionsschlosserei Wieber, hinter dem unscheinbaren Eisentor der Getreidegasse Nummer 28. Marmorpflaster im gläsern überdachten Innenhof, altehrwürdige Gewölbe. Seit 1415 wird hier das Schlosserhandwerk ausgeübt, ein Erbe, dem Junior Christian genauso meisterhaft gerecht wird wie sein Vater Josef Wieber.


Abspann 24 Stunden in Salzburg

text Foto

Jeanette Fuchs SÈbastiEn Grèbille

24 Stunden in salzburg Wer die Lieblingsplätze eines Komponisten an den Treffpunkten des Sehens und Gesehenwerdens vermuten würde, wird überrascht sein: Alexander Müllenbach entdeckt das Schöne auch an unprätentiösen Orten.

9

.00 Uhr, Frühstück vor schnörkelloser Kulisse

10.00 Uhr, den Gesetzmäßigkeiten der Musik folgen

Wer meint zu wissen, wo ein von Kunst und Musik angetriebener Mensch frühstückt, wird eines Besseren belehrt: Der Mozarteum-Professor liebt den Industriecharme von Tankstellen, „weil sich dort die Normalität des Lebens spiegelt“. In der BP-Tankstelle in der Nonntaler Hauptstraße bestellt er ein Kürbisweckerl mit Käse, ein Croissant und eine Tasse Kaffee.

Das Neue Mozarteum am Mirabellplatz betritt Alexander Müllenbach stets mit Freude. Hier unterrichtet er jeden Montag, Dienstag und Mittwoch Komposition, Tonsatz und Improvisation. „Ich spucke lieber Töne als Worte“, meint der Professor, auch wenn er viele Sprachen spricht, um den Studenten aus aller Welt die Musik näher zu bringen.

13.00 Uhr, mit Gleichgesinnten philosophieren Nach dem Unterricht findet man den Musiker im L’Espresso in der Dreifaltigkeitgasse. Und das nicht nur wegen der Pastagerichte: „Man sucht entweder eine ruhige Ecke oder aber das Gespräch mit Leuten, die dasselbe tun wie man selbst.“

14.30 Uhr, eine Zeitreise in die Renaissance Oft mit dem Fahrrad unterwegs, zieht es Alexander Müllenbach entlang der Salzach nach Hellbrunn, „um das Renaissance-Gefühl einzuatmen“. Mit aufmerksamem Blick genießt der Künstler hier das harmonische Wechselspiel aus Kultur und Natur, wie beispielsweise die Hecken und Teichanlagen, die den Gesetzen von Ornamentik und Geometrie folgen.

16.00 Uhr, ein Loblied an die himmlische Ruhe

Alexander Müllenbach Porträt

Der Nachmittag steht im Zeichen des Göttlichen, wenn auch nicht wörtlich genommen. Der selbsternannte Agnostiker spaziert gerne durch die Gassen rund um Franziskanerkirche, Stiftskirche und Dom und genießt hier die Ruhe inmitten streng angeordneter Schönheit. Auch der Kauf eines Klosterbrots in der Stiftsbäckerei ist nicht ausgeschlossen.

17.30 Uhr, die Liebe zum Wasser Natürlich war es die Musik, die den Pianisten vor 35 Jahren nach Salzburg brachte. Und die Selbstverständlichkeit, mit der diese hier gelebt wird. Schätzt er die rückwärtsgewandte und konservative Seite der Stadt, die ihn mit Ruhe umgibt, sind es auch die architektonischen Schätze und die Natur, die dem gebürtigen Luxemburger gefallen. Während er in seinen Musikstücken der Liebe zum Meer Ausdruck verleiht, fühlt sich der vielgereiste Juror internationaler Musikwettbewerbe auch den Bergen und Seen seiner Wahlheimat verbunden.

Das Fahrrad gegen das Auto getauscht, geht’s zum Fuschlsee. Nach einer Bootsfahrt gibt der musikbegeisterte Genießer am Seeufer seinem Faible für italienische Lebensfreude nach: mit Pasta und einem Glas Weißwein im Edenbergers. Man könnte meinen, Alexander Müllenbachs Tag findet hier seinen Ausklang. Doch wird man ihn noch zu später Stunde an seinem Schreibtisch finden, wo er seine Sicht der Welt in wohlklingende Töne verpackt. 158 . 159


Top of Salzburg als App

INHALT

INHALt

pform. AMG. Jetzt mit Allradantrieb 4MATIC.

NEFZ) 9,5–10,5 l/100 km, CO2-Emission 222–246 g/km. com

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IN HALT

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Editorial

schöner tagen in Salzburg

Festspiele, Mittendrin

Fashion meets Art

Let the Sun go down

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Lebens(t)räume

Das Taschenopernfestival

Die Modische Mitte

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Hotelvielfalt

Unten herrscht Bewegung

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salzburgs goldene Acht

Robert Jungk

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Inhalt 10

Wo finde ich was?

Die besten Adressen für Kunst, Kultur und Genuss in Salzburg.

Architektur . Landschaft

Anregende und informative Literatur.

Interpretationen von Gastfreundschaft.

Hotels mit exklusiven Serviceleistungen und erlesenem Interieur.

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Ein Bild von einer Stadt Die schönsten Aussichten. 26

Salzburg bei nacht

„Nachtwächter“ greifen nach Laterne, Kuhhorn und Hellebarde. 28

es grünt so grün

So viel Liebe steckt in Salzburgs Grünanlagen. 30

Platz gemacht

Der Universitätsplatz in der Abenddämmerung. 32

das stadtbild prägen

Die Verbindung von mittelalterlich-barocken Charakteren und kreativer Moderne.

er Graz Schippingerstraße 8, 8051 Graz er Salzburg Innsbrucker Bundesstraße 111, 5020 Salzburg

Die Kongressstadt punktet mit purer Ästhetik und höchster Professionalität.

04 . 05

Kunst . Kultur 60

Persönlichkeiten mit Perspektive Museen leben von dem, was Menschen daraus machen. 68

Barbara Unterkofler und Philipp Spängler im Porträt.

Musik macht Drama.

Junge Leute mit starken Ideen.

Die Zukunft hat schon begonnen. 86

Kunst an allen Ecken

Wo Kunst und Kultur in Salzburg die stärksten Stücke spielen. 93

Einfach erlesen

Bücher mit Geheimnissen.

Fashion . Living

Eine Symbiose aus spektakulärem Couture-Appeal und cooler Raffinesse.

Das Modebusiness im Mittelpunkt des Geschehens. 114

Salzburger Modeparadies Stylish. Elegant. Bunt.

Eine ganze Reihe erstklassiger Bars. 147

Das Gepflegte Glas

Die besten Adressen für den persönlichen Genuss. 148

Pure Lebensfreude

Kulinarische Tipps für Glücksgefühle.

Stil mit Persönlichkeit

Abspann

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117 Wohnträume zum Anfassen.

Facettenreicher Mix

Momentum

Genuss

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Design als Devise.

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Jeder teller ein Kunstwerk

Festhalten an besonderen Augenblicken: Fünf Momentaufnahmen aus der Mozartstadt Salzburg.

Das Schöne entdecken

Alexander Müllenbach präsentiert seine Lieblingsplätze in 24 Stunden.

Salzburgs Spitzengastronome.

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Mode aus salzburg

Beständig Bodenständig

Das Top of Salzburg Magazin präsentiert den kulinarischen Genuss-Guide 2013/2014.

Galeristen der zeitgenössischen Kunst.

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Die Crème de là Crème unter den Designern und Kleidermachern.

Kunstgeschichte mit phänomenalen Ausblicken Ein einzigartiger Ausflug ins barocke Herz der Stadt. 72

von Kunst und Kennern

Bevor das Licht angeht

Der Flair von Bühnenräumen.

Einzigartig und legendär – wie ihre Macher selbst.

Kreativ & Extravagant

GAumenfreuden in der Mozartstadt

Traditionelle Küche mit regionalen Produkten.

Coverfoto Marcel Gonzalez-Ortiz

Impressum Verleger UCM Verlag, B2C Corporate Publishing GmbH, Salzweg 17, 5081 Salzburg-Anif CR/Kreativdirektion Nicolaus Zott (nicolaus.zott@ucm-verlag.at) Redaktionelle Leitung Jana Jo Kürbiß (jana.kuerbiss@ucm-verlag.at) chefin vom dienst Anja Werger (anja.werger@ucm-verlag.at) Art Director Lisa-Maria Werger (lisa.werger@ucm-verlag.at) Prepress Anouk Schönemann (anouk.schoenemann@ucm-verlag.at) Mitarbeiter dieser Ausgabe Cay Bubendorfer, Claudia Dabringer, Markus Deisenberger, Jeanette Fuchs, Julia Großschädl, Christina Höerbiger-Strasser, Jana Jo Kürbiß, Marlies Kürbiß, Franziska Lipp, Stefanie Spreitzer, Katharina Wohlfahrt Fotografie Andreas Hechenberger, Bryan Reinhart, Chris Rogl Anzeigenleitung/Verkauf Anja Werger (anja.werger@ucm-verlag.at) Manfred Jungwirth (manfred.jungwirth@ucm-verlag.at) Verlagskoordination/Vertrieb Sigrid Staber (sigrid.staber@ucm-verlag.at)

Echte Österreicher

Lektorat Ute Maria Hauber

Streifzug durch die besten Küchen.

Druck hs Druck GmbH/Hohenzell bei Ried im Innkreis

06 . 07

22.04.13 13:20

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GAumenfreuden in der Mozartstadt

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Tourismus Salzburg GmbH . Auerspergstraße 6 . 5020 Salzburg T +43 (0) 662 88987-0 . F +43 (0) 662 88987-32 E tourist@salzburg.info . W www.salzburg.info

Essen und Trinken in Salzburg Das Top of Salzburg Magazin präsentiert den kulinarischen Genuss-Guide 2013/2014


Lederwaren – Schirme – Reisegepäck 5020 Salzburg, Getreidegasse 22 5400 Hallein, Kornsteinplatz 1 www.kirchtag.com


TOP of SALZBURG Ausgabe 2013