turi2 edition #15 – Menschen, Medien und Marken in Bewegung

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Video-Tipp:

Maša Schmidt im Videofragebogen über Bewegung unter turi2.de/koepfe

103 Nationen. Unsere Berufseinsteiger versuchen wir stark zu machen mit Programmen wie zum Beispiel Charge2Grow. Zum Marketing: SAP bemüht sich seit Jahren, wenn nicht seit Jahrzehnten, vom Buchhalter-Image wegzukommen. Nicht immer mit durchschlagendem Erfolg. Was wollen Sie ändern? Zumindest hat uns das Buchhalter-Image nicht daran gehindert, sehr, sehr erfolgreich zu sein und die wertvollste Marke in Deutschland zu werden. Aber Sie haben natürlich recht, dass SAP teilweise noch nicht so gesehen wird, wie sie es verdient hätte. Wenn wir mal auf andere Unternehmen schauen, dann geben die oft ein sehr starkes Markenversprechen, das aber nicht wirklich umgesetzt wird. Bei SAP ist es genau

Wie kommt’s? Wir lieben unsere Produkte, wir sind fokussiert auf Features und Function, vergessen dabei aber zu erwähnen, dass mehr als 80 Prozent aller Laufschuhe oder Tiernahrung und mehr als 60 Prozent aller Eiskrems über SAPKunden und SAP-Software läuft.

der Uniklinik Heidelberg in kürzester Zeit eine Cloud-App zur Verfügung gestellt, in der für 25 Krankenhäuser die Betten der Covid-Station gemanagt werden. Wir haben in Sachen Impfen mit dem Vaccine Collaboration Hub eine Lösung entwickelt, in der wir von den Herstellern bis hin zur Distribution Impfzentren, Ärzte und Apotheker miteinander verbinden. 18 der 20 größten Hersteller von Impfstoffen laufen auf SAP-Software. Wir unterstützen andere Unternehmen bei deren BetriebsImpfkampagnen. Das sind Themen, die mich stolz machen. Und Stories, die wir erzählen müssen.

Das klingt immer noch abstrakt. Nehmen wir die Rolle, die SAP in der Pandemie gespielt hat: Wir haben die Corona-Warn-App mitentwickelt, wir haben

Werbung zielt ja meist über den Bauch auf den Kopf. Wollen Sie da als B2B-Marke auch hin? Absolut. Auch für uns ist es ganz wichtig, eine emotionale Verbindung zu un-

andersherum: Wir sind stark darin, die Gesellschaft und die Wirtschaft effizienter und besser zu machen, aber wir tun uns schwer, das rüberzubringen. Man könnte sagen: Wir sind sehr, sehr stark im Storydoing – aber müssen noch besser werden im Storytelling.

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seren Kunden zu schaffen. Wir brauchen das WowErlebnis! Deshalb haben wir tolle neue Showcases geschaffen. Ich kann zum Beispiel selbst erleben, wie ich bei der Produktion eines Getränks die Stellschrauben drehen kann und was das bewirkt. Anderes Beispiel: Unsere virtuellen Konferenzen sind in Teilen ausgeklügelte TV-Produktionen wie bei der SAP Now Germany. Wir müssen unsere Produkte, unsere Cases erlebbar machen. Und wir müssen unsere Themen mit denen der Gesellschaft verbinden: Wir diskutieren mit unseren Gästen oder Kunden auch Themen wie Digitale Bildung oder Nachhaltigkeit. Agiert die Marke SAP zunehmend wie ein Medium – also mit mehr Videos, Podcasts, Events? Content ist bei uns schon lange King: Podcasts,