turi2 edition #14 Social Media

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Network Guide: Instagram

Auf Shopping-Tour im Bilder-Paradies Instagram als idealer Ort für emotionale Kauferlebnisse? Agenturen wie die Social Chain propagieren das

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s sind grundlegend menschliche Bedürfnisse, die da befriedigt werden, glaubt Christian Rüsken, Chef der Social Commerce Alliance: die Suche nach Inspiration, die Lust auf Neues, das Knüpfen von Kontakten, alles verpackt in schöne Bilder. „Instagram holt Produkte aus der engeren ShoppingUmgebung heraus und stellt sie mitten ins echte Leben.“ Zwischen Familienfotos von Bekannten, auf Urlaubsbildern von Stars, ins Wohnzimmer von Influencerinnen. Das macht Lust auf Konsum. Die Social Commerce Alliance ist ein Tochterunternehmen der Social-Media-Agentur Social Chain und begleitet Marken vom ersten Post bis zum Kaufabschluss. Dieser Weg kann komplett auf Instagram stattfinden: Bezahlte Werbung und Kooperationen mit Influencerinnen machen auf Produkte aufmerksam und Lust auf

Fotos: Screenshots

»Instagram holt Produkte aus der engeren ShoppingUmgebung heraus und stellt sie mitten ins echte Leben«

den Kauf. Und bevor man sich umentscheidet, kann man aus der Story, dem IGTV-Clip oder dem Live-Video direkt zum Online-Shop swipen. Und Marken finden bei Instagram nicht nur Käuferinnen, sondern auch Followerinnen. Anders als bezahlte Anzeigen und Kooperationen müssen die Posts von Marken nicht als Werbung gekennzeichnet werden. Was Menschen in einem Markenfeed suchen, ist unterschiedlich, sagt Christian Rüsken: Infos zu neuen Produkten und Rabattcodes, eine Übereinstimmung mit den eigenen Werten oder einfach Unterhaltung. Daher ist es wichtig, die Community im Blick zu haben: „Nur wenn Marken kontinuierlich Inhalte produzieren, die eine Verbindung zu ihrem Publikum herstellen, werden sich Userinnen mit der Marke beschäftigen und verbunden fühlen.“ Junge Brands können die Community an einzelnen Entwicklungsschritten teilhaben lassen und sich so von Anfang an eine Fangemeinde aufbauen. Etablierte Marken können Inspiration zur Nutzung ihrer Produkte geben oder die kreativsten Ideen der Community teilen. „Je besser das Entertainment oder Infotainment, umso weniger wichtig ist es für eine Nutzerin, ob die Marke damit Werbung macht“, sagt Christian Rüsken.

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