turi2 edition #11 Fußball (in schweren Zeiten)

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Starke Blase für die Telekom Die Corona-Pause im Sport trifft den Magenta-Konzern doppelt: als Sponsor und als Streaming-Anbieter. Gut, dass die Marke noch ein Ass im Ärmel hat Von Anne-Nikolin Hagemann (Text)

Foto: imago images

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s gibt Menschen, die ziehen sich zu Heimspielen des FC Bayern einen weißen Regenponcho und eine passende Fleecemütze an. Genauer gesagt: Pro Spiel sind es genau 58. Sie sitzen in Block 125 der Allianz-Arena, etwa 20 Meter vom Spielfeld entfernt, den Stars ganz nah. Sie sind Auszubildende oder Angestellte der Deutschen Telekom. Und sie brauchen eine starke Blase – denn sie sollten ihre Plätze während des Spiels möglichst nicht verlassen. Gemeinsam bilden sie ein weithin sichtbares, weißes T im Zuschauerblock. Die menschgewordene Marketing-Kampagne gehört zum Bild der Allianz-Arena seit ihrer Eröffnung 2005. Interessiert zur Kenntnis genommen von Zuschauern und Fernsehpublikum, von kommerzkritischen Fans als „Telekom-Ultras“ verhöhnt. Die Deutsche Telekom ist seit 2002 Hauptsponsor des Fußball-Rekordmeisters, wirbt auf Trikots, Banden und eben im Fanblock und zahlte dafür zuletzt nach Schätzungen der Datenplattform Sponsors rund 45 Millionen Euro pro Jahr. „Allein die Medienpräsenz und die damit verbundenen Effekte sind ein Vielfaches dessen wert, was wir für die Partnerschaft einsetzen“, sagt Henning Stiegenroth, Leiter Content und Sponsoring bei Telekom Deutschland. Zusätzlich ist die Telekom auch offizieller Partner des DFB und der Herren-Nationalmannschaft.

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