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166

TORSTRASSE

DAS HAUS DER VORSTELLUNG Ausstellung vom 27. September bis 12. Oktober 2008, t채glich von 12 Uhr bis 22 Uhr


Ist erst das Reich der

Vorstellung

revolutioniert, so h채lt die

Wirklichkeit nicht Stand. Georg Friedrich Wilhelm Hegel (1770 - 1831), deutscher Philosoph


166

TORSTRASSE

Ein vor kurzem noch verlassenes und vergessenes Wohnhaus der WBM in Berlin-Mitte, vom Keller bis zum Dach im Zustand des „Nicht-mehr-noch-nicht“, voller unvorstellbarer Möglichkeiten, sich auszuprobieren – mit diesem Haus ergab sich für uns die Herausforderung, in kurzer Zeit mit Künstlern und Freunden leere Räume in einen „Ort der Vorstellung“ im weitesten Sinne zu verwandeln: Sei es die geistige Vorstellungskraft, sei es unsere Vorstellung von den Interpretationen der Wirklichkeit, sei es das Vorstellen und Kennenlernen von Menschen oder die Vorstellung im Sinne eines Vorhangs, der sich öffnet und uns entführt in ein Erlebnis, das die Grenzen unserer alltäglichen Vorstellungen sprengt. Wir haben zwölf Künstlerinnen und Künstler eingeladen, in der Torstrasse 166 jeweils eine Wohnung zu „beziehen“ und durch ihre künstlerische Intervention herkömmliche Wohneinheiten, wie man sie aus Berliner Altbauten kennt, in „Imaginationsräume“, in „Projektionsflächen“ zu verwandeln. Uns hat interessiert, welche Konzepte Installations- und Performance-Künstler, Duft- und Klangforscher, Wissenschaftler, Architekten, Musiker, Stylisten und Designer entwickeln würden. Die Künstler, die ihre Visionen hier umsetzen, nehmen uns nicht nur mit auf eine Reise durch dieses Haus, sondern vor allem in ihre Vorstellungswelten. Auf diese Weise lassen sie uns teilhaben an ihrer künstlerischen Auseinandersetzung, an ihrer Verschiebung der Wirklichkeit, an einer kreativen Aneignung der Räume. Die beteiligten Künstler präsentieren sehr individuelle Bilder und stellen damit die alltägliche Wahrnehmung in Frage. Sie lösen in uns Assoziationen aus, die neue Vorstellungen anregen und zu eigenen Geschichten werden können. Haus der Vorstellung, Berlin, September 2008 Ralf Schmerberg, Jaana Prüss, Peter Weber


LIEBE ERNEUERER DER

KUNST UND DES STANDARDISIERTEN

WOHNRAUMS Ohne die nötige Vorstellungskraft wäre das Rad nie erfunden worden, der Hammer schon gar nicht. Vielleicht noch schlimmer: Ihr Zuhause würde genauso aussehen wie das Ihres Nachbarn. Nicht auszudenken. Ein Albtraum. Doch oft verkümmert unsere Phantasie im Alltag – irgendwo zwischen Arbeit und dem Beladen einer Waschmaschine. Oder findet ihr jähes Ende schon an der Schwelle des standardisiert Machbaren. War so, ist so, bleibt so. Dabei bedarf es manchmal nur eines Impulses, um diese Vorstellungskraft wiederzubeleben. Für diesen Impuls steht die Marke HORNBACH. Seit über 130 Jahren mit einer umfangreichen Auswahl an Werkzeugen, Baustoffen und Kreativität – mittlerweile in mehr als 120 Bau- und Gartenmärkten in Europa.

Dieser Impuls manifestiert sich in der Berliner Torstraße 166, dem „Haus der Vorstellung“. Zwölf Wohnungen, in denen internationale Künstler zeigen, was jenseits der 08/15 Zimmer-Küche-Bad-Wohnkultur möglich ist – ohne konkrete Vorgabe, aber mit dem Ziel versehen, die Vorstellungskraft möglichst vieler Wohnender anzuregen. HORNBACH freut sich, wenn auch Sie zu einer kurzen Wohnungsbesichtigung vorbeischauen, um sich zu Ihrem nächsten Umbau inspirieren zu lassen. Sie wissen ja, wo Sie alles dafür Notwendige samt Hilfestellung bekommen. In diesem Sinne: Viel Spaß bei der Ausstellung wünsche ich allen Heimwerkern und sonstigen Künstlern. Albrecht Hornbach Foto: Max Merz

Vorstandsvorsitzender HORNBACH HOLDING AG


SISSEL TOLAAS

(e.)TWIN GABRIEL

CHRISTINE REBET PLASTIQUE FANTASTIQUE

HARALD SMYKLA

raumlaborberlin

FRANZ HOEFNER

& HARRY SACHS

mosermeyer CHIHARU SHIOTA

LAURA KIKAUKA

SOUZIEHAAS Foto: Max Merz

MANFRED REUTER


SCHWÄRMER SIND LEUTE,

DIE LUFTSCHLÖSSER ZUR BESICHTIGUNG

FREIGEBEN. Klaus Klages, deutscher Gebrauchsphilosoph und Abreisskalenderverleger


FRANZ HÖFNER & HARRY SACHS

Neue Materialgrammatik „In Berlin-Mitte steht ein Haus leer. Alle Mieter mussten ausziehen. Nun wird die Sanierung kommen und mit ihr die neuen solventen Mieter. Derartige Verdrängungsmuster sind Thema unserer Neubaufiktion“. Die beiden Künstler Hoefner/Sachs nehmen mit typischen Baumarktmaterialien fragmentarisch die zukünftige Sanierung vorweg. Mit ihrer Arbeit „Neubau“ tauchen sie ein in die Kultur der Baumärkte und nehmen in einer der Wohnungen in der Torstraße 166 neue Renovierungen vor. Angesiedelt zwischen Wellnessparadies und Laminathöhle wird der herkömmliche Materialeinsatz verändert und damit ein Denkmal für die ehemaligen Bewohner fabriziert. Die hier eingesetzten neuen Materialien beinhalten zwischen den Zuständen „neu“ oder „kaputt“ eigentlich keine Zwischentöne, sie werden zu einer narrativen Neubaupatina modelliert. Der bekannte Werbeslogan HORNBACHs – „Es gibt immer was zu tun“ – wird von Sachs/Hoefner aktivistisch verhandelt. Die Grammatik von Laminat, Raufaser, Fliesen, Paneelen etc. als Vokabular von Aufwertungsstrategien wird neu formuliert.

Harry Sachs (*1974 in Stuttgart) und Franz Höfner (*1970 in Starnberg) lernten sich an der Bauhaus Universität in Weimar kennen und arbeiten seit 1996 als Künstlerduo.Sie sind ausgewiesene Spezialisten im künstlerischen Bau- und Immobiliengeschäft (u.a. Forum Arcaden, Kunstverein Gera 2008; Light Garden, Riga 2008; Harry Sachs – Skulpturenpark Berlin_Zentrum, seit 2006; Honey Neustadt, Erfurt/ Berlin 2004-05; Douaneville, Hamburg 2004; Harry Sachs - Mehrzweckhalle, Hamburg, 2002; Franz Höfner - Utrechter Hütte, 2002; Fremdenverkehrsamt und Kuchen Immobilien, Berlin 2000). Sie verfügen zudem im Innenausbau über langjährige Erfahrung (u.a. Rückbau Galerie Invaliden1, Berlin 2007; Sanierungsmaßnahmen und Eigenheimzugabe, Galerie Wendt+Friedmann Berlin 2007 u. 2006; Interieur, Galerie Faux Mouvement, Metz 2004,Wohnerlebniswelt, Halle-Neustadt 2003).

Foto: Max Merz


CHIHARU

SHIOTA Unter die Haut und nicht mehr aus dem Kopf 


Die Kraft und Energie der Installationen Chiharu Shiotas faszinieren und beunruhigen den Betrachter zugleich. In ihren Werken scheinen sich Ängste, Alpträume zu verdichten. Ebenso ist es allerdings die Poesie, die ästhetische Anziehungskraft ihrer Arbeiten, die den Betrachter fesseln. In früheren Installationen hat sich Shiota mit schwarzen Wollfäden eingesponnen wie in einen Kokon. Sie hat in Ausstellungen geschlafen, gefangen in diesen Gespinsten, die zwischen einem Bett und den Wänden ein undurchdringbares Dickicht bildeten. Die flirrenden Raumzeichnungen aus schwarzen Linien wirkten bedrohlich und tröstlich zugleich. Sie boten Schutz und schienen doch gefangen zu halten, abzuriegeln. Sie bildeten aber auch labyrinthische Strukturen, die an jedem Punkt neue Entscheidungen verlangten und als Metaphern für eine Technologie gelten können, die unsere Gegenwart prägt: elektronische Netze, neuronale Bahnen, Beziehungsgeflechte, Netzwerke usf. Chiharu Shiotas Objekte und Installation sind sublime Kompositionen, die auf ungewöhnlich intensive Weise zu berühren vermögen. Die Künstlerin bietet uns weit mehr als lediglich erstaunliche Ansichten, originelle Bilder und Skulpturen - also Räume und Objekte, die uns gefallen können oder nicht. Sie will und sie schafft mehr: Ihre Arbeiten - in ihrer Mehrdeutigkeit und Widersprüchlichkeit - irritieren den Betrachter und beschäftigen ihn nachhaltig. Im „Haus der Vorstellung“ ist Shiota mit zwei Installationen vertreten: Die von ihr gestaltete Wohnung erweist sich als Faden-Geflecht, in dem der Besucher sich ebenso eingeschlossen, abgeschnitten wie geborgen, behütet fühlen kann. Für die Fassade hat Chiharu Shiota eine weitere Fadeninstallation komponiert: Zum ersten Mal realisierte Chiharu hier ein Kunst-amBau-Projekt, wobei sie Motive aus ihrer Werkgruppe „Dialogue from DNA“ aufgreift.

Foto: Max Merz

Chiharu Shiota (*1972, Osaka) studierte bei Marina Abramovic und Rebecca Horn und lebt seit 1999 in Berlin. Ihre Arbeit wurden in wichtigen Ausstellungen, Museen und Biennalen weltweit gezeigt, darunter Neue Nationalgalerie Berlin, National Museum of Modern Art Tokio, P.S.1/MoMA New York sowie den Biennalen Kwangyu, Yokohama, Lyon, und Fukuoka. 2008 wurde sie mit dem höchst dotierten Preis der Agency for Cultural Affairs Japan ausgezeichnet. Schon 2002 war sie Stipendiatin der Akademie Solitude und 2004 des Berliner Senats.


CHRISTINE

REBET Reisefreiheit in Gedanken Die Arbeiten der französischen Künstlerin Christine Rebet erscheinen in ihrer kryptischen Zeichensprache traumähnlich. Sie sind voller Symbole, surrealistischer Elemente, Methaphern und unterbewussten Referenzen. Neben autobiografischen Notizen der Künstlerin sind sie gespeist aus der Welt der Märchen, Comics und Popkultur. Ihre Werke suchen den widersprüchlichen Impulsen des Lebens Ausdruck zu geben. Für die Torstraße 166 widmet sich Rebet typischen Kindheitserfahrungen und -erinnerungen der DDR der 70er Jahre. Im Zentrum stehen die Protagonisten Herr Fuchs und Frau Elster, bekannt aus den Geschichten vom Sandmännchen (die übrigens mit mehr als 1300 produzierten Folgen zwischen 1959 und 1991 zur längsten Serie in der Fernsehgeschichte gehört). Ihre Installation in der Torstraße 166 refelektiert die DDR-Vergangenheit, indem sie an die überaus restriktive Beschneidung der Reisefreiheit der Bürgerinnen und Bürger erinnert. Als „künstlerische Repräsentanten“ erwählt sie sich Fuchs und Elster – die bei Rebet in Gestalt lebensgroßer, handgenähter Puppen erscheinen –, deren Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt ist. Sie ist es indessen nicht mehr, sobald die Imagination ins Spiel kommt: Mag der „Bewegungsspielraum“ ihrer Protagonisten begrenzt sein. Ihre Phantasie ist es nicht! Und weil das so ist, schickt die Künstlerin die beiden in einer Berliner Hinterhofwohnung auf virtuelle, phantastische Reisen, die mitzuerleben sie die Besucher einlädt...

Christine Rebet (*1971, Lyon) lebt in New York. Nach ihrem Studium von Malerei, Szenografie und Bühnenbild in Venedig und London arbeitet sie heute als Stage Designerin und Choreografin. Ihre animierten Filme, Installationen und Zeichnungen wurden u.a. beim Kurzfilm Festival New York, der Berlinale, im Shanghai Art Museum sowie in zahlreichen Galerien in Paris, Milano, New York und Berlin präsentiert.

Foto: Max Merz


HARALD SMYKLA Es werde Licht! In der Torstraße 166 nutzt der in London lebende Künstler Harald Smykla eine mittlere Armada von Polylux und Overheadprojektoren für seine interaktive Lichtperformance Reprojection: Zeichnerisch entsteht vor unseren Augen eine neue Welt, in der die räumlichen Gegebenheiten mit den Konturen der Besucher und den grafischen Projektionen verschmilzen. Die räumliche Wirklichkeit wird zu einem graphischen Umkehrbild. Smykla eröffnet durch Formbetonungen, Farbexplosionen, Ornamentierung, Verankerung temporärer Vorkommnisse usw. neue Dimensionen des Raumes. Zeichnung wird Performance, der reale Raum zum Bühnenbild, zur „Imaginationsfläche“, zu einer „Projektion“. Das Publikum ist interaktiver Teil dieses Zeichenprozesses. Die über die Wohnung verteilten Overhead-Projektoren entwickeln zimmerspezifische Bildarchive von Menschen, Objekten, Handlungen und Designvarianten auf den Wänden. Die Besucher haben zudem die Möglichkeit, am Zeichenprozess mitzuwirken. Zusammen mit dem Künstler tasten sie sich an das Sichtbare heran. Mit seiner Lichtperformance beschreitet der Künstler unorthodoxe Wege: Er vermischt in Echtzeit das Objekt mit seiner Projektion, lässt sie nicht nur in direkte Beziehung treten, sondern vereinigt sie. Smyklas Performance spielt mit der Bedeutung von Raum und Zeit, Gegenwart und Abwesenheit. Die simultan sichtbaren Spuren von Vergangenheit und Gegenwart verweben und vernetzen sich unaufhörlich in Raum und Zeit - bis die Abstelltaste der Projektoren den Zauber beendet und nur ein Nachhall der vorherigen Imagination bleibt.

Foto: Max Merz

Harald Smykla (*1961) studierte an der Kunstakademie in Karlsruhe und lebt seit 1988 in London, wo er u.a. mit dem Psychological Art Circus zusammenarbeitete. Seine Lichtinstallationen wurden in zahlreichen Ausstellungen in Großbritannien und Deutschland gezeigt, u.a. im Neuen Kunstraum Karlsruhe, im Hull Art Lab (Yorkshire), Amalienpark Berlin, Brixton Art Gallery in London. Seine jüngsten Projekte führten ihn auf das Performance Festival MAP Live 07, das in Tel Aviv, Dubrovnik und Carlisle (Nordengland) gastierte. Daneben nahm er am artist-in-residence Programm im Exmoor Nationalpark teil.


MANFRED

REUTER Kugelsicher?

BSA (m2) =

Ht (cm) x Wt (kg) 3600

In seiner Installation für das Haus der Vorstellung trägt Manfred Reuter seinen persönlichen Besitz auf engstem Raum zusammen. In Analogie zur „Zeitkapsel“, die 1970 anlässlich der Weltausstellung in Osaka mit mehr als 2000 Gegenständen des japanischen Alltagslebens als „Informationsquelle“ für nachkommende Generationen vergraben worden ist, kreiert Reuter derart eine „private Zeitkapsel“, über deren Inhalt der Künstler im kleineren Raum fotographisch Auskunft gibt. Die zusammengetragenen Gegenstände sollen zusammen mit Reuters Körpergewicht ein Gesamtgewicht von genau 288 Kilogramm erreichen, was dem Körpergewicht des ehemaligen Sumo-Ozeki Konishiki (einem der schwersten Ringer des kommerziellen Sumosports) entspricht, der in Reuters Installation durch die von ihm folgerichtig „Konishiki“ genannte rote Kugel symbolisiert wird. Reuter beschäftigt sich seit geraumer Zeit mit dem Geschehen im Sumosport einerseits, mit den Diskussionen zum Thema Anorexie / Magersucht andererseits. „Den Besitz an Dingen stelle ich mir als Erweiterung und Entsprechung des eigenen Körpers vor“, stellte Reuter in seinem Projektkonzept fest. Er fragt sich, wie sehr diese - entweder natürliche (Körperfett) oder künstliche (materieller Besitz) - Erweiterung ausgedehnt werden müsse, damit ein Gefühl von Sicherheit des eigenen Körpers und im eigenen Körper sich einstellt.

Manfred Reuter (*1966, Cottbus) verfolgt in seiner künstlerischen Arbeit konzeptuelle Langzeitprojekte, in denen Leben und Werk sich überlagern und die von seiner jeweiligen Lebenssituation inspiriert sind. Nach Tätigkeiten als Maurer, Briefträger, Anstreicher und Nachtportier absolvierte er 1997 die HdK mit einem Meisterschülerpreis. Er lebt und arbeitet in Berlin.

Foto: Max Merz


WER DEN

HIMMEL IM WASSER SIEHT,

SIEHT DIE

FISCHE AUF DEN BÄUMEN. Chinesisches Sprichwort


Salon „van Wohn“, Ralf Schmerberg


SOUZIEHAAS

Genießen und lernen Souziehaas begreift absolute Freiheit – als Freiheit von normativen Vorgaben, festen Zeitabläufen, starren Organisationsprinzipien usw. - als unerlässliche Voraussetzung von Kreativität. Nach ihrem Verständnis ist jeder Mensch ein Künstler, hat jeder Mensch kreative Potentiale, die lediglich aktiviert, freigesetzt werden müssen. Ihre Wohnung in der Torstraße 166 verwandelt sie mit ihrem Team in einen „Eskalationsraum“, in den sie Kinder einlädt, um mit ihnen schöpferische Prozesse in Gang zu setzen. Dabei ist es der Künstlerin wichtig, dass sie den Kindern lediglich Möglichkeiten, Richtungen der kreativen Aneignung der Räume aufzeigt, ihnen Angebote macht, die sie annehmen oder ablehnen, im Prozess verändern und neu bestimmen können. Sie versteht sich als „Geburtshelferin“ der Kreativität der Kinder, nicht als ihre „Verwalterin“ oder gar „Aufseherin“. Sie will nicht „kontrollieren“ oder „anleiten“, sondern allenfalls anregen. Die Wohnung soll eine „Insel der Kreativität“ sein, auf der sich die gestalterischen Impulse der Kinder frei entfalten, austoben können, wobei alles in den kreativen Prozess und die aus ihm hervorgehenden collagierten Installationen – phantastische, surreale skulpturale Fabelwesen – eingehen kann und soll. Die „Kinderinsel“ soll lediglich die kreativen Potentiale aktivieren, die nach Meinung der Künstlerin ohnedies in allen Kindern angelegt sind, aber vielfach unbeachtet bleiben, mehr oder weniger zurückgedrängt werden: „Mal nicht auf den Tisch!“ „Schmier nicht rum!“ „Wie siehst du denn aus?!“ Im herkömmlichen schulischen Lehren und Lernen, aber auch in familiären und sonstigen Alltagssituationen sieht Souziehaas eben solche Verhinderungsmechanismen am Werk. Im Unterschied dazu wollen sie und ihr Team solche die Kreativität der Kinder abschnürenden starren Verhaltensregeln, festen Abläufe und starren Strukturen aufbrechen: Die Kinder sollen Vorstellungen, Einfälle entwickeln, sie ungehindert umsetzen können – und so auf der „Kinderinsel“ für die Stunden ihres Aufenthalts buchstäblich in der eigenen Vorstellungswelt leben.

Foto: Max Merz

Souziehaas (*1950, Regensburg) lebt seit 1999 in Berlin. Ihre Ausbildung als Dekorateurin führte sie schnell auf eigene kreative Wege. 1994 nahm sie an den ersten Modetagen in Kroatien nach dem Jugoslawienkrieg teil, wo sie mit ihrem damaligen Label Trashy Couture Deutschland vertrat. Heute arbeitet sie interdisziplinär als freischaffende Künstlerin und Stylistin in Berlin.


PLASTIQUE

FANTASTIQUE Luft-Angriff Die Berliner Künstlergruppe Plastique Fantastique kreieren in ihrer Wohnung und im Innenhof der Torstraße 166 Kunst(stoff)blasen. Dieser Vorgang wird von Klängen von sound and experience design begleitet. Die irritierenden und irisierenden Objekte sind begehbar, pulsieren im Rhythmus der Luftströme, scheinen zu leben, zu wachsen, heben und senken sich. Die Blasen entwickeln ein Eigenleben, das die Besucher einer Vielzahl ungewohnter optischer, akustischer und haptischer Reize aussetzt. Die durch die Installation entstehenden, pneumatischen (Extra-)Räume wirken als Emotionskatalysatoren: Sie setzen die Besucher neuartigen Raumerfahrungen und -empfindungen aus, indem sie statische Strukturen auflösen, sie dynamisieren und durch Überlagerungen und Verschiebungen verfremden. Eine ursprüngliche Form ist nicht mehr erkennbar, weil das Wesen dieser Räume in ihrer Beweglichkeit, in der Abschaffung fester Konturen besteht. Die Form, die Farbe und die Lichtdurchlässigkeit der Objekthülle variieren unablässig, sind beständigen Mutationen ausgesetzt, die die Besucher sequenzartig von einem temporären Raum in den nächsten tragen und in eine Art Wachtraum versetzen. Der Titel der Installation – „Space Invaders“ – spielt auf ein Shoot-them-up-Spiel der ersten Generation an.

1999 gründeten der Architekt Marco Canevacci und der Bildhauer Markus Wüste das Künstlerduo Plastique Fantastique. Mit ein paar Freunden hatte Canevacci nach seinem Studium eine Fläche von 2000 m² in Ostberlin gemietet, mit maroden Gebäuden und ohne Infrastruktur. Um das Heizproblem im Winter zu lösen, wurden beheizte Zonen eabgeteilt: Plastikblasen gefüllt mit warmer Luft. Die übrige Fläche blieb kalt und wurde als Bar und Tanzfläche genutzt, umrahmt von Projektionen auf Wände und Plastikkugeln. Ihre pneumatischen Räume aus Plastik beleben Strassen und Gebäude in Berlin, Barcelona, München, Zürich, Turin, Mailand etc. Für Space Invaders arbeiten sie mit dem italienische Klangdesigner Lorenzo Brusci zusammen, das Netzwerk sound and experience design ins Leben gerufen hat, das sich mit der Idee, Konzeption und dem Re-Design von menschlichem Lebensraum durch Interaktion mit der Umwelt auseinandersetzt.

Foto: Max Merz


SISSEL TOLAAS Das Leben ist das beste Parfüm

Die Arbeiten der Geruchskünstlerin Sissel Toolas gehen von der Beobachtung aus, dass „wir verlernt haben, unsere Nase zu benutzen. Dabei ist sie unser erstes Sinnesorgan, das zum Einsatz kommt, wenn wir unsere Mutter riechen. Leider lehnt der westliche Intellektualismus das Riechen als gefühlsbetont und wenig zivilisiert ab. Heute wissen wir nicht einmal mehr, wie es nach Nichts riecht; wir wissen ja kaum, wie wir selbst riechen.“ (Sissel Toolas) Ihr Zugang zum Bereich des Olfaktorischen ist dabei ein ebenso naturwissenschaftlicher wie philosophisch-künstlerischer, ohne sich dabei auf wissenschaftliche Disziplinen, akademische Schulen oder künstlerische Genres festlegen lassen zu wollen: Sie analysiert einerseits die molekulare Struktur von Gerüchen, stellt sie synthetisch her, fragt nach ihrer kommunikativen Bedeutung und ihrer daraus resultierenden Relevanz für das soziale Leben. Sie sucht geradezu eine Semiotik, eine „Sprache der Gerüche“ zu entwickeln. Andererseits beschäftigt sie sich mit der im engeren Sinne ästhetischen Dimension des Geruchssinns: Wann beginnen Gerüche unangenehm zu werden? Was ist „Gestank“? Was ist das „Maß“ für „Wohlgerüche? Sowohl in ihren wissenschaftlichen wie in ihren künstlerischen Arbeiten ist es Tolaas vor allem darum zu tun, die Dominanz der visuellen Reize in der modernen Lebenswelt zu hinterfragen, zu problematisieren. Die von ihr gestaltete Wohnung in der Torstraße 166 sucht der Vernachlässigung der olfaktorischen Dimension des Lebens abzuhelfen, indem sie die primäre Bedeutung des Geruchssinns für die Konstitution unserer Wirklichkeitswahrnehmung erfahrbar macht. Die Künstlerin bemerkte zu ihrem Projekt: „Diese Wohnung existiert nicht nur im materiellen Sinne, sondern genauso in den Erinnerungen, in Geschichten und Bezeichnungen. Die Identität dieser speziellen Räumlichkeit kann man nicht wirklich mit wissenschaftlich Hilfsmitteln begreifbar machen. Über die geografischen und architektonischen Gegebenheiten hinaus existiert die Wohnung nämlich auch in ihren unsichtbaren Aspekten, in ihrer Atmosphäre, in der Erfahrung und den Ritualen ihrer ehemaligen Bewohner und Besucher, in ihren Gerüchen, ihren Spuren usf. Ich gehe also von den offensichtlichen zu den verborgenen Aspekten einer gegebenen Situation über.“

Sissel Tolaas (*1959, Norwegen) spricht neun Sprachen und studierte Mathematik, Chemie, Linguistik und Kunst in Oslo, Moskau, Leningrad, Oxford und Princeton. Sie hat mehr als 7800 Gerüche aus aller Welt archiviert. Die in Berlin lebende Duftforscherin stellte unter anderem im MoMA New York, im Pekinger Nationalmuseum und auf der Biennale von Sao Paulo, Kwangju, Havanna und Berlin aus.

Foto: Max Merz


Man darf die

Phantasie nicht durch die

Wirklichkeit korrumpieren lassen. Peter Cerwenka (*1942), Professor f端r Verkehrswissenschaft


raumlaborberlin Im Labyrinth der Musterwohnungen Das Künstler- und Architektenkollektiv raumlaborberlin verschachtelt in der Torstrasse 166 zwei architektonische Idealtypen des Wohnens: In einer Gründerzeitwohnung wird 1:1 eine Plattenwohnung vom Typ P2 errichtet, eine Wohnung, wie sie in den Wohnblöcken von Halle-Neustadt zu finden ist. Die historisierende Wohnvorstellung aus der Kaiserzeit – die, schaut man nach Kreuzberg oder Prenzlauer Berg, ihr Revival noch nicht beendet hat – trifft auf die DDR-Großwohnsiedlungen aus den 1970er Jahren. Unter den hohen stuckverzierten Decken wird das Modell der Plattenwohnung aus den Türen der Abrisshäuser von Halle-Neustadt gebaut. Der Grundriss des Plattenbaus überlagert so den Grundriss des Gründerzeitbaus. Aus den Überschneidungen entstehen verwinkelte, labyrinthische Räume, die die Raumwahrnehmung verwirren und anregen. Das standardisierte Interieur (etwa die Schrankwand „Leipzig 4“) setzt die P2-Musterwohnung in Szene. Wer die ganze Spannbreite der bisherigen raumlabor-Projekte kennt – ein temporärer Berg im Palast der Republik, ein aufblasbares Zelt unter einer Autobahnzufahrt („Küchenmonument“), eine zaunlose Replik des G8-Tagungsortes Heiligendamm am Rostocker Hafenbecken, eine groß angelegte, öffentliche Opernaufführung in einem stillgelegten U-Bahnschacht –, weiß, dass sich bei der Verschachtelung zweier Wohnformen kein effekthascherischer Aktionismus austobt, sondern vielmehr der Versuch unternommen werden soll, architektonische Gestaltungsformen im Zusammenhang ihrer sozialen Bezüge zu sehen. Mit ihrem Projekt in der Torstraße 166 zeigt das Architekten- und Künstlerkollektiv um Matthias Rick und Markus Bader eindrucksvoll, wie es ausgesehen hätte, wären städtebauliche Vorstellungen der Vergangenheit realisiert worden: Der Aufbau einer P2-Musterwohnung an dieser Stelle darf als exemplarisch für die in der DDR geplante Überformung und Erneuerung des Torstrassenkiezes mit einer Plattenbaustadt als Fortführung des „Platzes der Vereinten Nationen“ gelten.

Foto: Max Merz

raumlaborberlin wurde 1999 als interdisziplinäre Interessensgemeinschaft von Architekten und Künstlern gegründet, die projektbezogene Arbeitsgemeinschaften bildet, welche gemeinsame Ziele und Inhalte in der Architektur verfolgen. Zum Kernteam gehören Markus Bader, Benjamin Foerster-Baldenius, Andrea Hofmann, Jan Liesegang, Matthias Rick, die immer wieder neu ausloten, „was Architektur jenseits der Aneinanderreihung von Kisten zum Arbeiten, Wohnen und Schlafen noch sein kann“ (Niklas Maack). Mit dem Küchenmonument reüssierten sie auf der Biennale Venedig 2006 und sorgten mit dem Gasthof Bergkristall im Palast der Republik für Furore. Neben ihren temporären Architekturen entwickelten sie Projekte für Kunstraum München, Kunstverein Heidelberg, dem ZKM und Kampnagel Hamburg und sind aktuell beteiligt an der Architektur Biennale in Venedig.


LAURA

KIKAUKA Sperrmüll? Kitsch? Trash? Was für die einen hässlicher Müll ist, ist für Laura Kikauka inspirierendes Material. Die kanadische Künstlerin, deren Sammelleidenschaft Ausgangspunkt ihrer Arbeiten ist, bedient sich aus dem Pop-Art-Environment der Flohmärkte. Ihr Sammeln und Basteln beschränkt sich jedoch nicht auf das bloße Anhäufen von Kitsch, sondern ist auch Kommentar auf aktuelle gesellschaftliche Phänomene und soziale Situationen. Als Reflektion der permanenten Veränderung Berlins seit dem Mauerfall entwickelt sie für das Haus der Vorstellung eine Wohnsituation unter dem Titel ‚Halfway House - Perpetual Eviction’ (wörtlich: „Halbwegs-Haus“). Der Titel “Halfway House“ lässt sich übrigens als Wortspiel verstehen: er bedeutet im Englischen so viel wie „therapeutisch betreutes Wohnheim“... Das „Chaos“ hat bei Kikauka sozusagen „Methode“: Das Sammelsurium von Alltagsgegenständen schafft und inszeniert eine Art „Treffpunkt“, der Kikaukas Intention entspricht, ihre Installationsräume in „kollektive Wohnzimmer“ zu verwandeln. In diesem Sinne wird auch ihre Wohnung in der Torstraße 166 sich präsentieren, in der sie zu Ping-Pong, Kaffee und Bier einlädt und in der die Verwandlung eines „Kuriositätenkabinetts“ in ein von den Besuchern genutztes „Spielzeugparadies“ erwünscht und beabsichtigt ist.

Laura Kikauka, 1963 als Tochter litauischer Immigranten in Hamilton/Canada geboren, hat sich als studierte Künstlerin früh von der Malerei abgewandt und sich seither mit neuen Technologien, Performances, Computerkunst und Video auseinandergesetzt. Seit 1992 lebt sie zwischen Ontario und Berlin auf ihren Funny Farmen. Für Furore sorgte jüngst ihre Arbeit ‚For the love of Gaud – Damien Worst’ in der sie sich auf das derzeit teuerste Kunstwerk der Welt, einen mit Diamanten besetzten Totenschädel von Damien Hirst bezieht, den sie als Plastikvariante mit Billigmaterialien nachahmt. Darüberhinaus nimmt sie seit 1992 an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen teil. Mit der Ausstellung „Quobo – Kunst in Berlin“ ist sie seit 2000 auf Tournee u.a. in Tokio, Lima, Singapur, Hanoi und Serbien, darüber hinaus wurden ihre Arbeiten u.a. im Kunstmuseum Wolfsburg, Kunstverein Ulm, Kampnagel Hamburg und der Ars Electronica Linz.

Foto: Stephan Vens


(e.)

TWIN

GABRIEL Hinter den Spiegeln (e.) Twin Gabriel sind Else Gabriel und Ulf Wrede. In Performances, die für Foto/Video und Installation inszeniert werden, arbeiten sie seit Jahren an Familien- und Kinderbildern. Für das Haus der Vorstellung widmen sie sich den Idealen von Geometrie, Proportion und Fiktion, kurz: den melancholisch gefärbten Vorstellungen der Erwachsenen vom Kind, wie sie Generationen übergreifend phantastisch und zeitlos in den Erzählungen Lewis Carrolls „Alice im Wunderland“ und „Alice hinter den Spiegeln“ aufscheinen. In ihrer Wohnung in der Torstraße 166 entstehen Nachbauten zweier Gebäudedetails (Christ Church, Oxford, und Lambeth Palace, London), in der sie zwei Kinderfotografien des Autors Lewis Carroll so exakt wie möglich nachstellen und in Film- und Fotoperformances beleben. Die Idee, diese beiden Figuren wieder lebendig werden zu lassen, beschäftigt das Duo schon seit mehreren Jahren. Seitdem arbeiten sie an Recherchen und an der plastischen Umsetzung. Die Mädchen werden in den historischen Kostümen für Foto- und Videoaufnahmen posieren und aus den Fotos heraus quasi lebendig werden. Es geht den Künstlern darum, eine Atmosphäre aus Fiktion, Berechnung und Voyeurismus zu erzeugen, ein Gefühl von Reinheit und Eleganz nicht ohne Abgründe. „Das Private, Intime einer »gutbürgerlichen« Wohnung liefert einen idealen Spielplatz für diese Inszenierung.“ (Else Gabriel) Eine Erstausgabe der Geschichte von „Alice im Wunderland“ aus dem Jahr 1865 wurde 1998 mit einem Auktionswert von 1.500.000 US-Dollar zum teuersten Kinderbuch aller Zeiten.

Foto: Max Merz

Seit 1988 arbeitet das Künstlerduo Else Gabriel und Ulf Wrede zusammen. In ihren neueren Arbeiten und Projekten untersuchen sie Rollenklischees in ihren unterschiedlichen politischen, philosophischen oder kunstgeschichtlichen Dimensionen. Alltägliches familiäres Leben, Geschlechterrollen, biologische Prozesse oder Fragen der Wahrnehmung und der visuellen Kommunikation im Zeitalter der Medien werden zum Thema ihrer künstlerischen Arbeit. Else Gabriel ist derzeit Professorin an der Kunsthochschule in Saarbrücken und wirkte zuvor an den Kunsthochschulen Hamburg, Kassel, Kiel und Braunschweig. (e.) twin gabriel erhielt Stipendien des P.S. 1 New York, vom DAAD sowie der Senatsverwaltung für Kulturelle Angelegenheiten (Berlin) und des Künstlerhauses Worpswede. Ihre Arbeiten wurden u.a. im NBK Berlin, Neue National Galerie Berlin, Kunstverein Kassel und Künstlerhaus Bethanien gezeigt. Ausstellungsbeteiligungen führten sie u.a. nach Peking, Chicago, Tokyo, Argentinien und Australien.


mosermeyer

Relaxen mit Ruhestörung – ein Soundtrack Alltagsgeräusche, Musik im Radio und ausgeklügelte Klangkulissen im Kino – gibt es für das Ohr heute noch irgend etwas Ungewöhnliches? Davon sind mosermeyer überzeugt. Rudolf Moser interessiert sich vor allem für die Materialität von Klängen, wobei ihm potentiell alles zu Klangkörpern werden kann, etwa Fundsachen vom Schrottplatz oder von der Straße: Autoreifen, Marmorplatten u.ä. werden zu Percussions-, Seiten- oder Blasinstrumenten. Christian Meyer hingegen beschreibt seine Arbeitsweise als Experimentieren mit Klängen, die vermischt und verfremdet werden. Die einzelnen Klänge werden von ihm zu Klangteppichen verwoben. Die Künstler gehen meist intuitiv vor, arbeiten mit musikalischen Skizzen, bauen das gesamte Spektrum ihrer Instrumente auf – alte wie neu gebaute – und beginnen zu improvisieren. Die Ergebnisse solcher Improvisationen zeichnen sie auf und verarbeiten sie in ihren Projekten. In der Torstraße 166 kreieren sie einen komplett abgedunkelten Hörraum, der uns mitnimmt auf eine Reise durch Klangwelten, in denen sich vertraute mit ungewöhnlichen, irritierenden Geräuschen mischen. Mittels Surround-Technik erzeugen sie eine Klangarchitektur, die unser Raumempfinden verändert.

Christian Meyer (*1968, Brüssel) arbeitet als Komponist und Musiker für Tanz-Theater, Film und Werbung, Performances, Konzerte und Klanginstallationen. Der Instrumentenbauer und Klangforscher Rudolf Moser arbeitete u.a. mit „Einstürzende Neubauten“, „Die Haut“ sowie den Ensembles „Steel Chello“ und „MoserMeyerDöring“. Das Wirkungsfeld des Berliner Duos mosermeyer erstreckt sich über Konzerte, Performances, Soundinstallationen und Kompositionen für Film, Werbung und Tanztheater.


PHANTASIEN SIND

TRÄUME IM WACHZUSTAND. Franz Schmidberger (*1942) deutscher Publizist


166

TORSTRASSE DAS HAUS DER VORSTELLUNG www.torstrasse166.de

Initiator: HORNBACH Baumarkt AG, Bornheim bei Landau

HORNBACH ist ein Familienunternehmen mit über 130-jähriger Tradition: 1877 als kleiner Handwerksbetrieb gegründet, gehört HORNBACH heute mit rund 13.000 Mitarbeitern zu den sechs größten Baumarkt-Filialketten in Europa. Mit über 120 Märkten in 9 Ländern hat es sich HORNBACH zur Aufgabe gemacht, leidenschaftliche Heimwerker bei ihren Projekten europaweit zu unterstützen. Mit der „Torstraße 166 – Das Haus der Vorstellung“ hat HORNBACH ein Projekt ins Leben gerufen, das die Vorstellungskraft der Menschen anregen soll. So zeigen in 12 Wohnungen internationale Künstler, was jenseits der standardisierten 3-Zimmer-Küche-Bad-Wohnkultur möglich ist. HORNBACH wünscht eine anregende Wohnungsbesichtigung und hofft, Sie nehmen ein paar Zentner Inspirationen mit nach Hause. www.hornbach.de

Foto: Max Merz

Idee: HEIMAT, Berlin Creative Team: Danny Baarz, Maria Botsch, Matthias von Bechtolsheim, Sammy Bohneberg, Susanne Dueber, Kai Gerken, Mark Hassan, Guido Heffels, Florian Hoffmann, Jenny Kapteyn, Yves Krämer, Jenny Schumacher, Matthias Storath, Carola Storto www.heimat-berlin.com

Künstlerische Leitung: Ralf Schmerberg, Jaana Prüss, Peter Weber

Realisierung: Triggerhappyproductions GmbH, Berlin Executive Producer: Stephan Vens Producer: Miliane Nani Meimeth Assistant Producer: Nicolas Blankenhorn Accountant: Uta Abt www.thp.biz

Zeitung: Herausgeber: Triggerhappyproductions GmbH Editor in Chief: Ralf Schmerberg Creative Director: Lena Mahr Art Director: Kai Gerken Text: Jaana Prüss, Ulf Plessentin, Göran-Adrian Bellin Foto: Max Merz, Stephan Vens, Ralf Schmerberg Bildbearbeitung: PX1 Druck: Axel Springer Druckhaus, Spandau

Mitarbeit: Christian Schmid, Ulf Plessentin, Göran-Adrian Bellin, Sasha Horsley, Julia Schaaf Projektleitung: Art Department Bauleitung: Thorsten Aue, Dirk Behrend PR: Bureau-N, Silke Neumann Hausverwaltung: WBM

Wir danken: HORNBACH Baumarkt AG; Bauteam: Aris, Basti, Clemens, Deryl, Fuku, Ha, Katja, Klaus, Matthias, Peter, Serge, Tascha, Zeco; Akrobaten Industriekletterer, Oliver Berger, Reinhard Böse, Cookies, Försterei Wuhlheide, Steffi Goldmann, Christoph Hegemann, Leander Hörmann, Antonia Joseph, Carsten Reith, Alessandro Rustighi, Stefanie Kommnoch, Uli Kubiak, Mad Eye, Katharina Matuschek, Angela Mewis, Gordan Monahan, Steffi Pianka; raumlaborteam: Andrew, Christoph, Heike, Kira, Maik, Manfred, Manuel, Maria, Rosario, Ulrike; Safe Communications, Silvio Scheller, Hugo Schneider, Fabian Schubert, Frank Schumann, silent running, St. Oberholz, Peter Tirschmann, Gordon W, Michael Zoyke sowie allen Helfern und Freunden.


hornbach.de

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18.09.2008 12:02:55 Uhr


Dort, wo die

Vorstellungskraft fehlt, kann es keine

Leidenschaft und als Konsequenz keine

Liebe geben. William Godwin, (1756 – 1836), englischer Sozialphilosoph

Torstraße 166 – Das Haus der Vorstellung. Ein Projekt initiiert von


Hornbach – Haus der Vorstellungen