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18. August 2011

CampCar 6

Die Zeitung für Camping und Caravaning

Camping «Bellavista» in Vira Gambarogno

Winzige Idylle am See

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Campingfahrzeuge mit Modell-Jahrgang 2012

Die Liebe zum Detail

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Der Chic C-Line 3,8 Sport von Carthago

Ein kompakter Integrierter

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22 Raumwunder für zwei Personen

Man kann es drehen wie man will: Der starke Franken setzt dem Tourismus arg zu. Der Wechselkurs von derzeit 1.07 Franken (Stand August) ist das Killerargument für Touristen aus der Schweiz und dem Ausland. Die Versuchung für Herrn und Frau Schweizer, es mit den Ferien oder mit dem Kurzurlaub doch mal im benachbarten (günstigen) Ausland zu versuchen, ist halt gross. Indes: Eine eigentliche Landflucht hat bis jetzt noch nicht stattgefunden; 40 Prozent der Kunden sind Schweizer, auf den 29 TCS-Campingplätzen sinds gar mehr als 60 Prozent. Wir können also auf eine treue Stammkundschaft zählen, die bereit ist, für die Qualität in unserem Land etwas mehr zu bezahlen. Sich aber nur auf die Treue zu verlassen, ist gefährlich; diese hält nicht ewig und kennt Schmerzgrenzen. Das erste Halbjahr 2011 auf den Campings war erfreulich und es scheint, dass sich der Aufwärtstrend für die Urlaubsform Camping fortsetzt. Warum das so ist, kann wohl niemand schlüssig und präzis erklären. Dass Naturnähe, Individualität, Ungebundenheit, Unabhängigkeit und Freiheit Attribute sind, die zurzeit boomen, ist wohl unbestritten. Diese Bedürfnisse vermag Camping in idealster Weise zu erfüllen. Aber von nichts kommt nichts: Die steten Verbesserungen auf unseren Campings, die markante Präsenz des TCS an Messen und in den Medien, der nationale TCS-Campingtag am 21. Mai – um nur einige zu nennen – tragen nun Früchte. Camping ist im Gespräch, ist zum Thema geworden. Weiter so. Peter Widmer

27 Malerisches Städtchen an der Loue

Im Städtchen Ornans an der Loue in der Franche-Comté locken zwei sehr unterschiedliche Campingplätze zum Verweilen: La Roche d’Ully und Le Chanet.

Inhalt 6 Detailpflege: Wenige neue Modelle, aber bei den bewährten bestehenden zahlreiche nützliche Verbesserungen. Fazit einer ersten Sichtung des Modell-Jahrgangs 2012.

9 Erste Bilanz: Ein Jahr nach der Einführung der «TCS-Caravan-Gas-Control» zieht der verantwortliche Projektleiter, Jürg Reinhard, eine erste Bilanz.

10 Premium-Fahrzeug: Der Chic C-Line 3,8 Sport des Ravensburger Herstellers Carthago ist ein winterfester Integrierter mit grosser Autarkie.

26 Eltern im Hotel – Kids auf dem Camping: Für jeden Geschmack die passende Unterkunft: Das TCS-Hotel Bellavista und der gleichnamige Camping in Vira Gambarogno.

28 An den Gestaden des Genfersees: Nicht nur für Wasserratten, auch für Wanderer, Biker und Kulturinteressierte steht der TCS-Camping «Le Petit Bois» in Morges.

mw

Camping im Trend: Von nichts kommt nichts

Für zwei junge oder jung gebliebene Camper ist der Averso 410 TS Plus mit Hubbett von Bürstner der ideale Wohnwagen Averso ist das meist verkaufte Bürstner-Modell.

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Impressum Titelbild Mathias Wyssenbach

CampCar Herausgeber: Touring Club Schweiz (TCS), Postfach 820, 1214 Vernier (GE). Redaktion: Felix Maurhofer (fm, Chefredaktor), Peter Widmer (wi). Layout: TCS Visuell. Redaktionsassistenz: Karin Graniello (D), Sylvie Fallot (F). Korrespondenzadresse: Redaktion Touring, Maulbeerstrasse 10, 3001 Bern, Tel. 031 380 50 00, Fax 031 380 50 06. E-Mail: touring@tcs.ch. Verlag/Medienmarketing: Reto Kammermann (Leitung), Gabriela Amgarten. Inserate: Publicitas Publimag, Alfred Blaser (Anzeigenleiter), Seilerstrasse 8, 3001 Bern, Telefon 031 387 21 16, Fax 031 387 21 00. Auflage: Deutsche Ausgabe: 18 000, Totalauflage: 24 000.


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Vor 56 Jahren

zvg

In dieser Ausgabe ein Blick in frühere Camper-Zeiten: Aus der «Revue der Campeure und Kanufahrer des TCS», Juli 1955.

Schlüsselübergabe in Bern-Eymatt, von links: André Ginzery, Beat Herzog (beide Camping TCS), Michael Harr, Bernhard Eggli (beide Stiftung Cerebral), Mirko Gualzata (Architekt TCS).

Camping TCS und Stiftung Cerebral Gemeinsam mit der Stiftung Cerebral hat Camping TCS auf seinem Campingplatz Bern-Eymatt den ersten barrierefreien Bungalow eröffnet.

› Die

Weltgesundheitsorganisation WHO beziffert die Zahl Menschen mit einer Behinderung weltweit auf über eine Milliarde. Allein in der Schweiz leben über 780 000 Menschen mit einer körperlichen, geistigen und/oder psychischen Behinderung. Seit einiger Zeit werden in verschiedenen Lebensbereichen Anstrengungen unternommen, die für diese Menschen bestehenden «Barrieren» abzubauen, so auch im Tourismus.

die Organisation nicht nur finanziellen Support, sondern unterstützt die Verantwortlichen von Camping TCS vor allem auch durch gezielten Wissens-Transfer. «Die Zusammenarbeit mit Camping TCS ermöglicht uns, einen weiteren Lebensbereich für Menschen mit einer Behinderung zu erschliessen», freut sich Michael Harr, Geschäftsleiter der Stiftung Cerebral.

Entwicklung erkannt | Camping TCS hat

Stiftung Cerebral engagiert sich in der ganzen Schweiz, damit cerebral gelähmte Menschen ungehindert ihren Platz in der Gesellschaft finden. So unterstützt die Stiftung über 8700 Familien und ihre cerebral gelähmten Angehörigen insbesondere in Bereichen, in welchen dies die öffentliche Hand nicht im erforderlichen Mass tun kann. Die Stiftung finanziert sich aus Spenden, Legaten und Sponsoring und untersteht der Aufsicht des Eidg. Departements des Innern (EDI). pd/wi

diese Entwicklung erkannt und hat gemeinsam mit der Schweizerischen Stiftung für das cerebral gelähmte Kind (kurz: Stiftung Cerebral) auf dem TCS-Camping Bern-Eymatt den ersten barrierefreien Bungalow eröffnet. «Wir möchten auch Menschen mit einer Behinderung die Möglichkeit bieten, ihre Ferien auf einem unserer schönen Campingplätze zu verbringen», kommentiert André Ginzery, Leiter Camping TCS, das innovative Vorhaben. Das angestrebte Ziel sei, langfristig pro Jahr zwei behindertengerechte Bungalows in der Schweiz zu realisieren. Camping TCS lanciert das Projekt gemeinsam mit der Stiftung Cerebral. Dabei leistet

Stiftung Cerebral | Die 1961 gegründete

CampCar-Info Camping TCS, Vernier, Tel. 022 417 25 20, www.campingtcs.ch; TCS-Camping Bern-Eymatt, Tel. 031 901 10 07, www.campingtcs.ch; Stiftung Cerebral, Bern, Tel. 031 308 15 15, www.cerebral.ch.

Ecke des Praktikers «Überlegen wir uns einmal, wieviele Tage wir unser Zelt zusammengerechnet das Jahr hindurch benützen, so sieht die Rechnung ungefähr wie folgt aus: Die ganzen Sommerferien, dazu etwa zehn Wochenenden, macht 30 + 20 = 50 Tage oder ein bis zwei Monate zusammengerechnet. In den übrigen zehn bis elf Monaten stehen unsere kostspieligen Zeltsachen, Kochgeräte und Zubehör nutzlos herum. Selbst wenn uns dieses Herumliegen finanziell nichts ausmacht, ist es doch der kostbare Wohnraum, der besonders in der modernen Stadtwohnung rar ist. Nun gibt es viele Artikel, die uns sowohl im Haushalt als auch beim Zelten gleich nützliche Dienste leisten. Zwei Beispiele: Einen alten Bettüberzug kann man als Zeltmatratze benützen. Der Trick: Nur mit Heu oder Stroh füllen. Das gibt zwar eine Mehrarbeit von vielleicht 20 bis 30 Minuten (was aber bei einem längeren Zeltaufenthalt keine Rolle spielt), man erhält aber das denkbar gesündeste Zeltbett. Kostenpunkt: Vielleicht 50 Rappen, die wir dem Bauern geben gegen das Versprechen, den Inhalt nach Gebrauch zurückzugeben. Plastic-Beutel dienen im Haushalt das ganze Jahr für die verschiedensten Zwecke. Zum Zelten sind sie patent zum Aufbewahren von Früchten und Nahrungsmitteln, gegen das Austrocknen von Gebäck, als Fliegenschutz usw. Wir können sie sogar als Wassersack verwenden, wenn wir sie in ein Netzli oder in einen besonders angefertigten, gleich grossen Stoffsack stellen.»


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Blick nach vorn: Modelle 2012 Nach einer ersten Sichtung der neuen Modell-Präsentationen bei den CampingFahrzeugen ist für die Saison 2012 nicht mit bahnbrechenden Neuerungen zu rechnen. Trotzdem sind bemerkenswerte Verbesserungen im Detail auszumachen. Bürstner GmbH, Kehl/Neumühl

Im Modelljahr 2012 bietet Bürstner insgesamt 43 verschiedene Grundrisse in fünf Wohnwagen-Baureihen an. Der Premio ist in der gehobenen Einsteigerklasse positioniert, der Averso besetzt die Mittelklasse ebenso wie der Averso plus. Mit zusammen 27 verschiedenen Modellen haben sie den grössten Variantenreichtum im Programm. Die Baureihe Belcanto ist in der oberen Mittelklasse zu Hause, der Trecento deckt die Nachfrage nach Luxuscaravans ab. Alle Wohnwagen tragen künftig die einheitliche Bürstner-Grafik. Je nach Modell kann der Kunde beim neuen Jahrgang unter bis zu vier Aussenfarben wählen. In der Saison 2012 legt Bürstner besonderen Wert auf den Einsatz von Kaltschaummatratzen, was mehr Schlafkomfort bedeutet. Bei den Wohnmobilen startet Bürstner mit elf Baureihen und insgesamt 51 Grundrissen ins Modelljahr 2012. 18 von ihnen wurden neu entwickelt und basieren auf häufig geäusserten Kundenwünschen an die Innenarchitektur. Weit oben auf dieser Wunschliste stehen etwa ein Kühlschrank mit 160 Liter Fassungsvermögen, das Raumbad und die L-förmige Küche. www.buerstner.com

Ein Raumwunder ist der neue Box Star Runner 540 von Knaus. Neben einer Heckwinkelküche bietet er Schlafgelegenheiten für vier Personen.

ist die markante Schwalben-Seitenwandgrafik in 3D-Optik, die neben allen Teilintegrierten ab sofort auch das Alkovenmodell Sky Traveller sowie die Kastenwagen der Baureihe Box Star zieren. Im Interieur bieten die beiden Fahrzeugreihen Sky TI und Sun TI deutlich mehr Funktionalität und Komfort als in dieser Preisklasse üblich. Im Bereich der Kastenwagen ergänzt Knaus seine Palette für die neue Saison mit dem Box Star Runner 540, der sich vor allem durch sein effizientes Raumkonzept auszeichnet. Bei den Wohnwagen wurde der Klassiker Südwind für das Modelljahr 2012 modernisiert. Die wesentlichen Merkmale des neuen Knaus-Caravans sind: komplett überarbeitete Grundrisse mit neuen Raumkonzepten, offene Blickachsen für ein wohnlicheres Ambiente, funktional, ergonomisch und optisch optimierte Luxus-L-Küche, viel Stauraum mit grösseren Schubladen, eine grosszügige Arbeitsfläche und Apothekerschrank, neu gestalteter Eingangsbereich mit integrierter Garderobe und Vitrine. www.knaus.de

Besonderes Augenmerk haben Designer und Innenarchitekten von Bürstner auf den Premio gelegt. Vier neue Grundrisse umfasst das Programm.

Knaus-Wohnmobile und -Caravans

Im Mittelpunkt der Reisemobilflotte von Knaus für die Saison 2012 stehen die beiden neu entwickelten Sky TI und Sun TI. Vollgepackt mit echten Innovationen treten die beiden Modellreihen bereits rein äusserlich durch ihre automotiven Hybrid-Heckleuchten mit glimmenden Elementen neu auf. Ein weiteres prägendes Merkmal für die neue Wohnmobilgeneration bei Knaus

Wohnwagen von Tabbert

Das Modelljahr 2012 steht bei Tabbert im Zeichen des neu entwickelten Vivaldi und der Grundrisserweiterung bei der PucciniBaureihe. Analog zur Automobilindustrie optimiert die Premium-Marke Tabbert seine Baureihen von oben nach unten: Nachdem im letzten Jahr der Puccini komplett neu entwickelt wurde, stehen für das kommende Modelljahr die Baureihen Vivaldi und da Vinci an. Während der familienfreundliche da Vinci mit neuer Farbgebung an den Heckfendern und Seitenschürzen

dem einheitlichen Markenauftritt angepasst wurde, ist der Vivaldi sowohl innen als auch aussen neu konzipiert worden. Ein neues Möbelkonzept und eine verbesserte Raumaufteilung sind die signifikanten Neuerungen bei dieser Modellreihe. Insgesamt sechs neue Grundrisse beim Puccini komplettieren die Weiterentwicklungen der Tabbert-Familie für die nächste Saison. Extra stark und optimiert im Aufbau, bietet das innovative und von Tabbert entwickelte Dach beim Vivaldi einzigartigen Schutz vor Witterungseinflüssen und unerwünschtem Aussenlärm. 5,8 Zentimeter

Auffälligste Neuerung im Exterieur des neuen Vivaldi von Tabbert ist der Heckleuchtenträger mit rubinroter Blende.

stark und damit rund doppelt so fest wie im herkömmlichen Caravanbau üblich, steckt in der Schale effektive Schall- und Wärmeisolierung. Damit wird der Wärmeverlust im Winter minimiert, das Aufheizen bei starker Sonneneinstrahlung wirksam eingedämmt und der Innenraum bestmöglich vor Aussengeräuschen abgeschirmt. www.tabbert.de

Caravans u. Wohnmobile Weinsberg

Noch kein Jahr alt, aber schon eine feste Grösse am Markt: Nach der erfolgreichen Neupositionierung zum Caravan Salon 2010 in Düsseldorf und positiven Absatzzahlen in den ersten neun Monaten, präsentiert sich die ebenfalls zur Knaus Tabbert GmbH gehörende Marke Weinsberg im Modelljahr 2012 mit einem stimmigen Produktportfolio an marktgerechten Grundrissen für ihre Alkoven-, Teilintegrierten-, Kastenwagen- und Wohnwagen-Modelle. Im wachsenden Segment der Kastenwagen ergänzt Weinsberg sein Angebot mit dem CaraBus 541 MQ. Daneben steht vor allem


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Hobby-Wohnwagenwerk, Fockbek

Mit dem CaraBus 541 MQ ergänzt Weinsberg sein Angebot an Kastenwagen für aktive Globetrotter.

die optische Modellpflege der Fahrzeuge für die kommende Saison im Vordergrund. Warme Holztöne bei Möbel, Fussboden und Seitenwänden sorgen für einen neuen Raum-Look und dunklere Fenster für ein hochwertigeres Aussendesign. www.weinsberg.com

Mit der Baureihe Premium öffnet der Caravan-Weltmarktführer Hobby das Tor zu einer neuen Dimension punkto Design und Technik. Modern und schnörkellos präsentiert sich der Premium als Wohnwagen der Oberklasse. Die Aussenhaut wirkt wie aus einem Guss. Alle Übergänge verlaufen glatt, beinahe nahtlos. Rangiergriffe, Fenster und Leisten sind formschön in die Wände integriert, die getönten Fensterscheiben bündig eingepasst. Die edle Linie des Aussendesigns setzt sich im Inneren des Premium konsequent fort. Die hellen Cappuccino-Töne dominieren im Küchenbereich, während im Wohn- und Schlafabteil der warme Holzton Virginia Tulip raumprägend ist. Hobby geht gleich mit neun Premium-Modellen in die Saison 2012. Die Palette reicht vom kompakten Reisecaravan 440 SFr bis zum grossen Tan-

Nichts mehr zu tun mit dem Erscheinungsbild herkömmlicher Caravans: der Premium von Hobby.

demachser 720 UML. Bei den Wohnmobilen trumpfen die Alkoven und Teilintegrierten der Baureihe Siesta mit neuen Grundrissen auf. Hobby-Kunden haben in der neuen Saison die Wahl zwischen 25 Modellen aus sechs verschiedenen Baureihen. Peter Widmer www.hobby-caravan.de

Wohnwagen von Wilk

Das Warten hat sich gelohnt: Der Eterno, das Aushängeschild der Marke Wilk, fährt im Modelljahr 2012 serienmässig auf ALKO-Vario-Chassis und setzt mit neuer Aussengrafik und hochwertig verarbeitetem Interieur deutliche Akzente in Bezug auf Design, Qualität und Wohnkomfort. Highlights im neu entwickelten Eterno sind der innovative Raumtrenner sowie das flexible Verschiebesystem der Sitzpolster, womit die Sitzgruppe zur ergonomischen Multifunktionslösung wird. Insgesamt geht die Modellreihe mit den drei Grundrissen 490 HDT, 590 UE und 590 UEB ab der kommenden Saison an den Start. Das neue Interieur vereint hochwertige Raumausstattung, soliden Möbelbau und intelligente Lichttechnik. Die Möbelklappen in Bi-Color-Holzoptik prägen das neue Möbelkonzept im Eterno. Ergänzt wird der «Massivholz-Charakter» des Wohnwagens durch Holzprofilleisten an den Schränken sowie ein umlaufendes Deckenschrankprofil. Durch eine Rahmenschiebetür mit gefrostetem Plexiglas wird Schlaf- und Wohnraum getrennt.

Novum beim Wilk Eterno ist der Raumtrenner, der Schlaf- und Wohnraum durch eine Rahmenschiebetür mit gefrostetem Plexiglas trennt.

Bilder mw, zvg

www.wilk.de

Am Suisse Caravan Salon vom 27. bis 31. Oktober 2011 sind die neuen Modelle vertreten.


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Begehrte TCS-Gaskontrollen Seit Frühjahr 2010 führt der TCS die Kontrollen an Flüssiggasverbrauchsanlagen in Campingfahrzeugen durch. Eine erste Bilanz zieht Jürg Reinhard, TCS-Projektleiter.

› Unter

dem Titel «TCS-Caravan-Gas-Control» bietet der TCS Mitgliedern und NichtMitgliedern diese Dienstleistung seit Frühjahr 2010 an. Im Vordergrund stand laut Jürg Reinhard, Koordinator technische Zentren TCS und Projektleiter für die Gaskontrollen, die Sicherheit. «Wir hatten in der Schweiz einige gravierende Unfälle wegen Anlagen, die nicht gewartet wurden», sagt Reinhard. Obschon in unserem Land keine gesetzliche Kontrollpflicht besteht, schreibt das Reglement «Caravan-Control-Service» (CCS) des Fachverbandes des Flüssiggasund Apparatehandels (FVF), welches auch der TCS mitunterzeichnet hat, eine periodische Kontrolle innert fünf Jahren vor.

Grosse Nachfrage | Die Dienstleistung

des TCS die Kontrollen an Gasanlagen durch (siehe Kasten). Werden es mehr sein? Dazu Projektleiter Reinhard: «Es ist geplant, die Dienstleistung flächendeckend wenn möglich in allen 18 technischen Zentren anzubieten. Zurzeit bilden wir kontinuierlich weitere Experten aus. Diese werden vom FVF in mehrtägigen Kursen mit Prüfung auf ihre Aufgabe als Kontrolleure vorbereitet.» Bei den Experten handelt es sich um Mitarbeitende der technischen Zentren TCS, welche eine technische Grundbildung vorweisen können.

Jedem Kunden helfen | Im TCS-Prüf-

zentrum in Emmen wurde ein so genannter «Experten-Springer» eingestellt, der vor al-

lem von kleineren Zentren «gemietet» werden kann, wenn Not am Mann ist. «Jeder Kunde, der ein technisches Zentrum oder mich anruft, kommt zu seiner Gaskontrolle», sagt Jürg Reinhard selbstbewusst. Der Kunde meldet sich beim technischen Zentrum in seiner Nähe, vereinbart einen Termin und rückt mit seinem Wohnwagen oder Reisemobil an. «Bei den Saisonniers, die ihren Wohnwagen nicht mehr bewegen, kommt der Experte auf den Camping und führt Sammelprüfungen durch», sagt Jürg Reinhard. «Da kommt die Initiative oft vom entsprechenden Campingleiter. Wichtig zu wissen ist, dass die Verantwortung zur alle fünf Jahre stattfindenden Kontrolle immer beim Anlagebesitzer liegt.» Peter Widmer

erfreut sich steigender Nachfrage: «Letztes Jahr konnte der TCS 189 Kontrollen durchführen und bis Ende Mai 2011 waren es schon 255», freut sich Jürg Reinhard, «bis Ende dieses Jahres rechne ich mit 500 Kontrollen. Mittelfristig peilen wir 1000 bis 2000 jährliche Prüfungen an.» Reinhard betont, dass bloss kleinere Reparaturen durch die TCS-Experten durchgeführt werden, so zum Beispiel ersetzen eines spröden Schlauches oder eines Druckreglers. Grössere Instandstellungen, beispielsweise am Kochherd oder Kühlschrank, werden dem Fachhandel zugewiesen, «da lassen wir die Finger davon», so Jürg Reinhard weiter. Zurzeit führen sieben technische Zentren

Zurzeit führen die folgenden sieben technischen Zentren des TCS Gaskontrollen durch: Fontaines: Tel. 032 853 36 49 Cossonay: Tel. 021 863 11 11 Biel: Tel. 032 341 41 76 Füllinsdorf: Tel. 061 906 66 66 Oensingen: Tel. 062 396 46 80 Ittigen: Tel. 031 356 34 56 Sion: Tel. 027 923 72 72 Jürg Reinhard, Koordinator techn. Zentren TCS, Emmen: Tel. 041 267 12 45. Der empfohlene Preis für die Gaskontrolle in den technischen Zentren des TCS beträgt 70 Fr. für TCS-Mitglieder und 90 Fr. für Nicht-Mitglieder (inklusive Vignette). wi

Bilder zvg, wi

TCS-Gaskontrollen in 7 technischen Zentren

Es wird empfohlen, die Kontrolle an Gasanlagen alle fünf Jahre durchführen zu lassen. Undichte Ventile oder brüchige Schläuche sind häufig festgestellte Mängel bei den Tests. Jürg Reinhard, Koordinator technische Zentren TCS, ist auch verantwortlich für die TCS-Gaskontrollen.


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Die Vorteile liegen im Verborgenen Carthago geniesst in der Schweiz eine hohe Wertschätzung und hat deshalb das hiesige Händlernetz ausgebaut. Wir stellen den Chic C-Line 3,8 Sport vor.

50 Zentimeter gespart | Der Chic 3,8 Sport ist ein kompakter Integrierter mit zwei Türen. Die rund 50 eingesparten Längenzentimeter kommen dank der Anordnung der hinteren Bettstatt – quer statt längs – zustande, was vor allem bei älteren Leuten selten goutiert wird. Längs angeordnete Einzelbetten bietet der Chic 4,3, ein längs installiertes Doppelbett der 4,2, beide sind 6,8 Meter lang und, weil auf dem gleichen Radstand basierend wie der 3,8 Sport, sind sie beim Auslenken aus Parklücken noch delikater zu manövrieren.Wer sich mit dem Querbett anfreunden kann, fährt mit dem kurzen Integrierten besser und auch günstiger. Durchgängig sind alle neun verfügbaren Chic C-Line mit einer halben, winkelförmigen Dinette ausgestattet. Der Tisch ist axial in zwei Ebenen ajustierbar, die Sitztiefe bequem, auf den gedrehten Sitzen des Fahrerhauses kommt man sich am Tisch allerdings etwas in die Quere. Der kompakte Küchenblock mit Designarmatur und Glasvitrine gibt auch optisch viel her. Alle Auszüge sind rollengelagert, und mit 160 Litern ist der Kühlschrank eher überdimensioniert. Das Schlafzimmer im Heck bietet zeitgemässen Komfort mit offenen Ablagen, Schränken und Beleuchtungen. Meritenhaft ist die straffe Matratze, welche auf einem beheizten Lattenrost liegt. Das Bettenmass hinten lautet 210�147 cm. Das vordere Hubbett (ebenfalls mit Lattenrost) misst 195�160 cm und lässt sich einfach bedienen. Einiges ist Geschmackssache | Statt

dem Trennvorhang hinten wünschten sich individuelle Spätheimkehrer einen stabile-

zirka 600 Kilogramm kann man sie auch wirklich nutzen. Der 2,3-Liter-Fiat-Motor passt; die Option Dreilitermotor kann man ignorieren. Der Durchzug im obersten Gang ist so, dass man auf der Autobahn allermeistens im sechsten bleiben kann. Die Sicht nach vorne ist beim Einparken sehr gut, nach oben an der Ampel ist sie eingeschränkt. Wer jederzeit mit einem Motorhome verreisen und lange autark bleiben will, muss bei der Evaluation die Einsteigermarken ausser Acht lassen und die Angebote der Hersteller in der Mittelklasse fokussieren. Zu einem so genannten Premiumprodukt, wie es Carthago darstellt, ist der Schritt dann nicht mehr gross. So wird ein Carthago zwar nicht billiger, aber für den einen oder anderen günstiger. Allerdings stehen auch für den C-Line noch diverse Versuchungen in der Preisliste. Die Ravensburger verpacken die wesentlichsten davon in attraktive Ausstattungspakete. Jürg Wick

ren Raumteiler. Die Beleuchtungsanlage mit zahllosen Spots ist ebenso Geschmacksache wie das elektronische Check-ControlPanel im Wohnraum. Ältere Menschen, welche noch mit einem Drehscheibentelefon aufgewachsen sind, dürften sich gelegentlich wünschen, einen Enkel an Bord zu haben. Auch nicht jedermanns Sache sind die fummeligen Vorhänge in dem sonst designerisch ansprechend gestalteten Aufbau. Wenig auszusetzen gibt es an der einteiligen Sanitärzelle; der Zutritt erfolgt über eine klapperfreie Schiebetüre. Kleiderhaken muss man aber selber anbringen. Das gilt auch für eine offene Garderobe. Platz dafür gibt es hinter der Dinette. Die Garage ist riesig, zugänglich über eine grosse Klappe rechts und eine kleinere links. Dank der überraschend grossen Zuladung von

Auf einen Blick GRUNDRISS 1113 Winkeldinette sorgt für eine Art Zweizimmereinteilung. Sitze im Fahrerhaus sind einfach zu drehen. Luxuriöse Küche mit wenig Rüstfläche. Querbetteinteilung. VERARBEITUNG 1113 Luxuriöse Machart mit auffälligen Applikationen, perfekt funktionierende Schubladen, dafür sind die Klappen nicht sehr passgenau und die Kanten sind nur teilweise abgerundet.

+ –

AUSSTATTUNG 1113 Ausreichende Wohnausstattung. Automotive Ausstattung unvollständig, dafür diverse Nicht-Selbstverständlichkeiten inklusive.

Kurzbilanz

WOHNEN 1111 Winterfestes Fahrzeug mit grosser Autarkie. Einteilige, aber grosszügige Nasszelle. Fahrerhaussitze einfach zu drehen. Gutes Stauraumangebot. Ausruher und Koch kommen gut aneinander vorbei.

Kompakter Integrierter für vier Personen. Winterfest, grosse Autarkie. Vernünftig motorisiert, ausgewogenes Fahrverhalten, ausreichende Nutzlast. Dinette zu viert nicht optimal nutzbar. Schwer zugänglicher Kleiderkasten. Klappergeräusche beim Fahren. Langer hinterer Überhang. Die Querbetteinteilung ist nicht mehr beliebt.

Bilder Jürg Wick

Die selbsttragende Aufbaukonstruktion mit RTM-Hartschaumisolierung von Carthago steht für eine ausgezeichnete Stabilität und Isolation und verhindert jede Feuchtigkeitsaufnahme. Passgenaue Aufbautüre und Klappen, in hochwertigem Wandsandwich gefertigt, doppelter Boden, Isolierverglasung, vollflächig GFK-beplankter Unterboden machen den Unterschied zu einem «normalen» Wohnmobil aus. Wintercamper oder Reisemobilisten, die unterwegs längere Zeit autark bleiben wollen, legen Wert auf solche Feinheiten.

FAHREN 1113 Leider während der Fahrt nicht geräuschfrei, der Händler muss nachbessern. Sauberes Fahrverhalten. Der grosse hintere Überhang kann Probleme beim Auslenken machen. Gute Fahrleistungen. Akzeptabler Verbrauch. Grosse Aussenspiegel verbauen Sicht seitlich.


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Die Frontscheibe ist weit hinunter gezogen; das gibt eine gute Sicht nach unten, weniger aber nach oben.

Steckbrief Carthago Chic 3,8 Sport Masse und Gewichte: 635�227�286 cm (L�B�H), Radstand 340 cm, Stehhöhe 195 cm, Innenbreite 185 cm, Leergewicht 2900 kg, Gesamtgewicht 3500 kg. Antrieb: Turbodiesel-Motor, direkt eingespritzt, Common Rail, 4 Zyl. 2287 cm3, 95 kW (130 PS) bei 3600/min, 330 Nm bei 2000/min, Vorderradantrieb, 6-Gang-Getriebe, Tankinhalt 90 l. Messwerte: Beschleunigung von null auf 80 km/h in 14,0 sec. Höchstgeschwindigkeit über 140 km/h; Verbrauch 11,2 l/100 km. Ausrüstung Wohnkabine: Check-Control-System, Autom. Ladegerät, Gel-Bord-Batterie 80 Ah; Gasflaschenbox 2�11 kg, 3-Flamm-Kocher, Kühlschrank 160 l, Heizung Truma Combi 6; elektrische Druckwasserpumpe, Frischwassertank 115 l, Abwassertank 115 l im Doppelboden; einteilige Nasszelle mit Dusche, Thetford-Kassettentoilette. Preis: Carthago Chic 3,8 Sport/Fiat Ducato 2.3 Multijet, 4 Schlafstellen 109 540 Fr. Lieferant: GrischaWohmobileAG, 7013 Domat/Ems, 081 633 25 20, www.grischa-wohnmobile.ch. Wenig Rüstfläche, perfekte Schubladenfunktion.

Winkeldinette für vier Personen, aber nicht optimal nutzbar.

Einteilige Nasszelle mit genügend Bewegungsfreiheit.


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Als sechste Marke Im Juli 2011 hat die Knaus Tabbert GmbH, Jandelsbrunn, den Hersteller von Premium-Kastenwagen, Bavaria Camp.de aus dem oberbayerischen Obermeitingen übernommen. Damit wird Bavaria als sechste Marke in den Knaus-Tabbert-Konzern integriert. Neben der CaraBus-Produktreihe der Einsteigermarke Weinsberg und der im mittleren Preissegment positionierten Knaus Box-Star-Familie, adressieren die Kastenwagen von BavariaCamp.de künftig vor allem die Premium-Zielgruppe. Neben den Produkten war vor allem der loyale Kundenkreis des Campingbus-Spezialisten mitentscheidend für das strategische Investment von Knaus Tabbert. Am Standort in Obermeitingen verfügt BavariaCamp.de über eine Produktionskapazität von mehr als 200 Einheiten. Der Standort sowie die Belegschaft bleiben erhalten. CC

Campingbus wird 60 Der Campingbus wird 60 Jahre alt. Westfalia, der Erbauer des Originals, bringt ein Jubiläumsmodell auf den Markt.

Um 1950 konstruierte das damals noch kleine westfälische Unternehmen ein völlig neuartiges Fahrzeug, den Westfalia-Campingbus. Als «Camping-Box» fand es im Jahr 1951 seine ersten Käufer, und 60 Jahre später ist das Konzept so aktuell wie eh und je. Anlässlich dieses Jubiläums bringt Westfalia mit der Edition 60 ein Fahrzeug auf den Markt, «mit dem das Lebensgefühl des UrBusses und die technischen und funktionalen Möglichkeiten des Jahres 2011 zur optimalen Symbiose verbunden sind», so der Hersteller in seiner Pressemitteilung. Der Auftakt erfolgt mit einem exklusiven und

limitierten Sondermodell, dem in wenigen Wochen ein Serienmodell folgen wird. Die Edition 60 verfügt – als erster Camper im Van-Segment – über zwei feste Einzelbetten. Es steht auch die Variante mit einem festen Bett plus 2er-Sitzbank zur Auswahl, die sich in das zweite Bett verwandeln lässt. Das Fahrzeug ist mit einer komfortablen Toilette ausgestattet. Das neue Modell gibts in zwei Ausführungen: Das limitierte Jubiläumsfahrzeug auf Mercedes Viano, das Serienmodell später auf dem kompakteren Vito. wi

CampCar-Info www.westfalia-mobil.de

CampCar-Info www.knaustabbert.de, www.bavariacamp-gmbh.de

Spitzenplätze Truma Gerätetechnik GmbH, der Komfortspezialist für Wohnmobil und Caravan, hat bei der Leserwahl 2011 «Beste Marke» des deutschen Fachmagazins «Promobil» zweimal den ersten und einmal den zweiten Platz belegt, und zwar in den Kategorien Heizung, Rangier- und Klimasysteme. Infos: www.truma.com

TCS-Camping Samedan Liebe zum Detail Für die gefiederten Freunde vom «campierenden schrägen Vogel» – oder wer auch immer die Idee hatte: Originell ist dieses Vogelhäuschen, das sich nahtlos in die Campinglandschaft einfügt, alleweil. Von einem Leser gesichtet auf dem TCS-Camping «Punt Muragl» in Samedan. Geöffnet bis 9. Oktober und ab 25. November bis 31. Dezember 2011. www.campingtcs.ch, camping.samedan@tcs.ch.

Einst und jetzt: Der Ur-Bus von Westfalia kam 1951 auf den Markt. 60 Jahre später: Das bewährte Grundkonzept ist geblieben, auch bei der limitierten Sonder-Edition 2011 auf Mercedes Viano als Basisfahrzeug.

Bildnachweis

Truma beste Marke

Fahrzeugwaage von Frankana

Ambiance Lantern von Campingaz

Nie mehr überladen in die Ferien starten

Gaslampe für die richtige Stimmung

Wer auf Nummer sicher gehen will, überprüft das Fahrzeuggewicht ganz einfach selbst mit der praktischen Fahrzeugwaage aus dem Frankana-Sortiment. Sie ist in zwei Ausführungen erhältlich: als Waage für Wohnwagen mit einer maximalen Belastung von 1000 kg pro Rad und als Modell für Reisemobile mit 1500 kg pro Rad. Die kompakte, nur ein Kilo schwere Waage passt in nahezu jedes Handschuhfach. Neben dem Gesamtgewicht des Fahrzeugs ermittelt das Gerät auch einzelne Radlasten. Infos: www.frankana.de pd

Mit der «Ambiance Lantern» setzt Campingaz auf traditionelles Lampendesign und sorgt damit für ein angenehmes, warmes und weiches gelbliches Licht. Der Gasverbrauch und die Lichtstärke lassen sich nach Wunsch regulieren; kein Geräusch stört die Idylle. Überdies hält eine Ölschale für Duftöle Mücken fern. Die Ventilkartuschen sind dank Easy Clic Plus-Anschluss leicht zu montieren, und mit 80 Watt ist die Lampe äusserst sparsam: Das Licht erlischt erst nach 33 Stunden. Infos: www.campingaz.ch pd


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2011: Zweitbestes Resultat Die Dethleffs-Gruppe ist auf Rekordkurs. Der Umsatz konnte im laufenden Jahr um 20,4% auf 325 Mio. Euro gesteigert werden. Im nächsten Jahr gibts Neuerungen.

Dieses Jahr ist doppeltes Jubiläum in Isny im Allgäu: Vor 80 Jahren hat Firmengründer Arist Dethleffs den ersten Wohnwagen Deutschlands gebaut und im März dieses Jahres verliess das 80 000. Reisemobil die Werkhallen. Im Jubiläumsjahr konnte zudem das zweitbeste Resultat der Firmengeschichte verzeichnet werden. Zwar reduzierte sich die Zahl der produzierten Wohnwagen leicht, der Verkauf der Wohnmobile konnte hingegen um 23,1% gesteigert werden. Dethleffs ist heute bei Wohnmobilen Marktführer in Deutschland und hat damit die Krise auf bravuröse Art gemeistert. Für das kommende Jahr sieht Dethleffs weitere Wachstumschancen und erhöht die Umsatzerwartung auf 340 Millionen Euro. «Wir haben tolle Produkte, die erfolgreich am Markt etabliert sind und sind finanziell absolut solide aufgestellt», freut sich Geschäftsführer Thomas Fritz.

Caravan-Neuheiten | Bei den Caravans

Jubiläums-Wohnmobil | Auch bei den Wohnmobilen tut sich einiges: Viel Reisemobil für wenig Geld bietet die Baureihe Globe S, die auf einem Fiat Ducato mit Zweilitermotor und 115 PS mit Tiefrahmenchassis aufgebaut ist. Insgesamt sieben Grundriss-Varianten sind erhältlich. Die Advantage-Baureihe wurde umfassend modernisiert; als Basisfahrzeug dient für alle Modelle der Fiat Ducato (Euro 5) mit Leiterrahmenchassis anstelle des bisher verwendeten Tiefrahmenchassis. Vorteil: Fahrerhaus und Wohnraum sind auf gleicher Höhe und die Radkästen ragen nicht mehr störend in die Toilettenräume. In der Editions-Klasse wartet Dethleffs gleich mit zwei Besonderheiten auf: In der Magic EditionBaureihe gibt es nun einen Teilintegrierten mit Hubbett, der in drei Grundrissvarianten zu haben ist. Auch bei den Reisemobilen gibts ein Jubiläums-Fahrzeug, das ebenfalls Dethleffs Eighty II heisst. Geschmackvolles Design und zahlreiche funktionelle Ausstattungsdetails zu einem Sonderpreis. Auch dieses Jubiläums-Modell gibt es nur in 80 Exemplaren. Urs-Peter Inderbitzin

Bilder Urs-Peter Inderbitzin

wartet Dethleffs mit einigen News auf: Generell nur noch AL-KO-Fahrgestelle, Einachser künftig bis 1900 kg auflastbar,

FI-Schutzschalter serienmässig, neuer Inbahn-Schlüssel. Zum Modelljahr 2012 wird die Aero Style-Baureihe grundlegend überarbeitet. Die rundlich geschwungene Form wurde beibehalten, sie geht aber in ein gerade verlaufendes – nicht mehr gewölbtes – Dach über. Die Preise in dieser Caravan-Einsteiger-Klasse wurden bei einigen Modellen (bei weniger umfangreicher Serienausstattung) um 2000 Euro gesenkt. In der Tourist-Klasse bietet Dethleffs nun weitere Modelle mit Hubdach bzw. Schlafdach an. Dank der geringen Fahrzeughöhe von nur 242 cm bei geschlossenem Hubdach und einer Breite von lediglich 210 cm ist der Tourist HD ein äusserst idealer Reisecaravan. Ideal: Bei Nichtgebrauch des Schlafdaches kann der Bettenunterboden hochgeklappt werden, was ein besonders grosszügiges Raumgefühl ergibt. Zum 80. Firmengeburtstag kreierte Dethleffs einen Jubiläums-Caravan, den Dethleffs Eighty II – ein attraktiver Reisecaravan mit umfassender Ausstattung und einem Preisvorteil von mehreren Tausend Franken. Eile ist empfohlen: Es gibt nur 80 Stück.

Oben: Einst und heute: In den 50er-Jahren klein und gemächlich – ein Wohnwagengespann, das auch heute noch für Aufsehen sorgt. Unten: Ein Blickfang ist auch die neue, in Pastellfarben erhältliche Tourist-Baureihe mit dem riesigen Bugfenster.


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Und von oben senkt sich das Himmelbett herab Ideale Raumeinteilung, viel Platz und zahlreiche Elemente mit Überraschungseffekt: Der Bürstner Averso 410 TS Plus mit Hubbett ist der ideale Wohnwagen für zwei Personen. sich Bürstner, wenn vom Hubbett die Rede ist. Tatsächlich ist das Bett, das sich vom Dachhimmel des Wohnwagens herabsenken lässt, eine geniale Lösung – für junge und junggebliebene Camper. Eine Art seitliche Rüschen-Vorhänge lassen das Bett als Himmelbett erscheinen. Ältere Semester hingegen werden sich mit dem auf halber Höhe über der Dinette befindlichen Bett, das über eine kleine Leiter in Beschlag genommen wird, weniger anfreunden können. Zudem ist die quer zum Wohnwagen angeordnete Liegefläche mit 194�144 cm recht knapp bemessen. Auch Hängeschränke sind im Vergleich zu andern Caravans eher Mangelware – eine Konzession an das HubbettSystem.

Grosszügige Dinette | Geradezu herrschaftliche Ausmasse in diesem knapp sechs Meter langen Wohnwagen (inklusive Deichsel) weist die Essecke auf. Der Zugang zu den beiden jeweils zwei Personen Platz bietenden, übers Eck gehenden Polsterbänken wird dadurch vereinfacht, dass der Tisch seitwärts grosszügig hin- und hergeschoben werden kann. Unterhalb des Hubbettes sorgen acht Spotlampen für eine grosszügige Beleuchtung des Wohnbereichs. Hübsch gemacht ist auch das Sideboard am tiefer gezogenen Fenster im Bereich der Dinette. Das ideale Möbelstück verfügt nicht nur über eine elegante Bar, sondern auch über eine Vorrichtung, in welcher der Fernseher (optional) verstaut und bei Bedarf hochgezogen werden kann. Der Clou an der ganzen Sache: Der hochgezogene Fernseher lässt sich um 180 Grad drehen. Und dank des tiefer gezogenen Fensters können die Nachrichten oder der Fussballmatch auch unter dem Vorzelt oder im Grünen geschaut werden. Riesige Nasszelle | Geradezu Fürstliche

Ausmasse für einen Wohnwagen dieser Klasse hat auch die Nasszelle, die serienmässig mit einer Dusche versehen ist. Geduscht wird zwischen zwei Faltwänden, die auf der einen Seite die Banktoilette und auf der andern Seite das Waschbecken – jeweils samt Badeschrank und Abstellflächen – vor

doch ist der Stauraum begrenzt, nicht zuletzt auch deshalb, weil oberhalb des Küchenfensters im Frontbereich keine Hängeschränke vorhanden sind, obschon hierfür eigentlich genug Platz vorhanden wäre. Ansonsten fehlt es in der Küche an nichts: Dreiflammen-Kochherd, eingelassener Spültrog, Besteckschublade und ausziehbare Schubladen. Der grosse Kühlschrank mit 104 Litern Inhalt, davon 10,5 Liter Kühlfach, bildet die Basis eines Schrankes mit Vitrine und einer grossen Abstellfläche. Leider wirkt dieses Möbelstück wie ein Fremdkörper: Es ist schlecht in den Caravan integriert. Immerhin wartet die beleuchtete Vitrine mit idealen Gestellen auf, die sowohl Gläser als auch Flaschen vor Glasbruch schützen. Bescheiden kommt die Eingangstür zum Wohnwagen daher; sie ist weder teilbar noch verfügt sie über einen Abfallkübel (nur gegen Aufpreis erhältlich) oder ein Ablagefach. Ein grosser Kleiderschrank zwischen Bad und Dinette/Hubbett rundet das alles in allem erfreuliche Bild des Averso ab. Urs-Peter Inderbitzin

Wasserspritzern schützen. Die in der Höhe verstellbare Duschbrause und ein serienmässig eingebauter 40-Liter-Wassertank lassen sich sehen. Wer allerdings warm duschen will, muss für die Warmwasserversorgung (Truma-Therme) einen Aufpreis von knapp 500 Franken aufwenden. Für frische Luft in der Nasszelle sorgt ein grosszügiges Dachfenster. Die Ablageflächen im Bad sind für zwei Personen ebenfalls ausreichend.

Küche an ungewohntem Platz | Die Küche im Frontbereich des Caravans verfügt über eine recht grosse Arbeitsfläche,

Auf einen Blick EINRICHTUNG 1111 Idealer Grundriss. Das Hubbett ist leicht zu bedienen und schafft viel Platz. Gemütliche Ambiance. Aussenhülle in insgesamt vier Dekors erhältlich: Standard (Hammerschlag weiss), silver, mintgrün mit Blätterdekor sowie neu als «Jungle Edition» mit schwarzem Pflanzendekor.

Kurzbilanz Kompakter Caravan und ein geniales Raumwunder. Dank Hubbett entfällt der lästige Bettenumbau. Optisch ein Leckerbissen in vier verschiedenen Aussendessins und zwei verschiedenen Möbeldekors erhältlich. Preislich sehr interessant. Für zwei junggebliebene Camper eine ideale Lösung. Die Averso-Modelle sind die meistverkauften Caravans mit Hubbett.

+ –

Das gesenkte Hubbett ist nur über eine kleine Leiter erreichbar. Die Liegefläche ist mit 194�144 cm eher knapp bemessen. Wer zur Nachtzeit mal «muss», muss unter Umständen über den Partner hinweg klettern, um zur Leiter zu gelangen. Ein Umbau der Dinette zu einer weiteren Liegefläche ist in diesem Modell nicht möglich.

FERTIGUNG 1113 Der Kühlschrank und die Vitrine wirken lieblos in den Caravan hineingestellt. Mehr Stauraum in der Küche (sprich Hängeschränke) wäre wünschenswert. An der Verarbeitung gibt es nichts zu beanstanden. Saubere Verlegung der Kabel und Leitungen.

Bilder Urs-Peter Inderbitzin

› «Das Original vom Erfinder», so brüstet

AUSSTATTUNG 1111 Das Hubbett mit Kaltschaummatratze und eine Art Plastiklättlicouch lässt sich inklusive Bettzeug unters Dach heben. Wohnliche Dinette und idealer Platz für den Fernseher. Viele witzige Details wie etwa der verschiebbare Tisch. Ein Badezimmer, welches diesen Namen auch verdient.


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Auch Golden Retriver «Ginger» kann seine unbändige Freude am Bürstner Averso 410 TS Plus nicht verbergen.

Steckbrief Bürstner Averso 410 TS Plus Masse und Gewichte: 597�230�275 cm (L�B�H). Aussenlänge (ohne Deichsel) 460 cm, Innenlänge/Nutzlänge 400 cm, Stehhöhe 275/ 195 cm. Bettenmass 194�144 cm. Leergewicht 1100 kg, zulässiges Gesamtgewicht 1360 kg , Auflastung auf 1500 kg (+ 637 Fr.). Ausstattung aussen: AL-KO Sicherheitsfahrwerk, Anti-Schlinger-Kupplung, Deichselabdeckung, Grossraum-Gaskasten für zwei Gasflaschen und Ersatzradhalterung, Seitenwand Hammerschlagblech, Alu-Felgen (Aufpreis), Niederquerschnittreifen, grosse Serviceklappe, Vorzeltleuchte. Ausstattung innen: 3-Flammen-Kocher und Spülbecken in Edelstahl – beides mit Glasabdeckung, Truma S 3002-Gasheizung, Truma-Warmluftanlage 12 V, Doppelfenster getönt und ausstellbar mit Kombirollos, Fliegenschutztür (+ 504 Fr.), Mini-Heki-Dachhaube, Kühlschrank 104 l, Duschwanne, Spül-WC Thetford, Warmwasserversorgung Truma Therme (+ 493 Fr.), Besteckschublade, Zündautomatik für Gasheizung, zentraler Lichtschalter. Preis: 22 493 Fr. (inkl. Alu-Felgen, Auflastung, Warmasserversorg., Fliegenschutz-Eingangstür). Fahrzeug: Beltrame Caravan GmbH, 8500 Frauenfeld, 052 721 22 20, www.caravan-beltrame.ch. Grosszügig präsentiert sich die Nasszelle.

Einfacher Zugang zur herrschaftlich bemessenen Dinette.

Grosse Arbeitsfläche und ausziehbare Schubladen kennzeichnen die Küche.


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CampCar 6 | 18. August 2011

Clubmitteilungen Aargau 17.–18. September: Treffen CCA & CCW. Wir treffen uns auf dem Campingplatz Seeland in Sempach zu einem gemütlichen Wochenende. Das erwartet Sie: Apéro, Nachtessen, Kaffee und Kuchen am Samstag (jeder nimmt etwas fürs Dessertbuffet mit) Spiele, Brunch. Die Kosten für das ganze Wochenende betragen: Einheit mit einer Person 75 Fr., Einheit mit zwei Personen 105 Fr., Zusatzperson 35 Fr. Die eigenen Kinder bis 16 Jahre sind gratis. Die Anreise ist ab Freitag, 16. September, möglich (ohne Mehrkosten). Genaue Details zum Programm folgen nach der Anmeldung. Anmeldungen bitte an den Präsidenten des Camping Club Aargau: Markus Steiner, Tel. 062 776 00 86, E-Mail: markus.steiner@bluewin.ch oder www.cca-aargau.ch. Bitte Anzahl Personen Erwachsene/Kinder bis 16 Jahre angeben. Anmeldeschluss ist der 30. August. Bitte bezahlen Sie den Betrag auf folgendes Konto ein: PCKonto 50-70576-0 des TCS Camping Club Aargau, 5727 Oberkulm. Achtung: Ihre Anmeldung ist erst nach Zahlungseingang gültig. 1.–16. Oktober: Herbst-/Ferientreff. Der diesjährige Herbst-/Ferientreff findet vom Samstag, 1. Oktober, bis Sonntag, 16. Oktober, auf dem Campingplatz «Le Palme», Nähe Lazise am Gardasee, statt. Die Clubaktivitäten sind für das mittlere Wochenende vorgesehen. Detaillierte Informationen (Programm, Daten) werden den Teilnehmern ca. mitte September zugeschickt. Bei der Anmeldung bitte die Aufenthaltsdauer und die Teilnehmerzahl (Erwachsene, Kind, Hund) bekannt geben. Weitere Informationen und Anmeldung, bis spätestens 31. August, an Markus Steiner, Bäbenmattweg 9, 5727 Oberkulm, Tel. 062 776 00 86. E-Mail: markus.steiner@bluewin.ch oder www.cca-aargau.ch.

10.–11. September: Herbstrallye. Das diesjährige Herbstrallye führt uns auf den Kaiserstuhl-Camping in D-79241 Ihringen. Die Küche bleibt zu Hause. Apéro, Nachtessen und Frühstück am Sonntag Morgen werden durch den Klub organisiert. Das genaue Programm wird auf dem Platz bekannt gegeben. Anmeldeschluss für diesen Anlass ist der 30. August. 23. Oktober: Herbstausflug. Wir besuchen gemeinsam das Museum für Musikautomaten in Seewen/SO. Anschliessend machen wir eine Wanderung zum Verpflegungspunkt. Nach gemütlichem Zusammensein organisieren wir einen Shuttle-Service zum Ausgangspunkt. Anmeldeschluss für diesen Anlass ist der 11. Oktober. Anmeldungen: Für beide Anlässe benötigen wir Ihre Anmeldung. Aktiv-Mitglieder erhalten wie gewohnt eine persönliche Einladung oder den Newsletter. Alle übrigen Interessenten melden sich bitte auf unserem Sekretariat. Weitere Infos unter www.tcscampingbasel.ch. Öffnungszeiten Sekretariat: Unser Sekretariat ist jeweils donnerstags zwischen 18.00 und 20.00 Uhr geöffnet. Zu diesen Zeiten stehen wir Ihnen für sämtliche Auskünfte zur Verfügung. Tel. 061 712 02 40, Fax 061 599 34 18, Hauptstrasse 76, 4153 Reinach, EMail: buero@tcscampingbasel.ch, www.tcscampingbasel.ch. Präsident: François Golay-Vranic, Mattweg 159, 4144 Arlesheim, Tel. P 061 701 84 24, Natel 079 644 72 27, E-Mail: fgolay@intergga.ch

Bern 23.–25. September: Herbsttreffen. Auf dem TCS Campingplatz Seeland in Sempach, in der unmittelbaren Nähe vom Naturschutzgebiet, direkt am Ostufer des Sempachersees gelegen, finden Sie in dieser Region viele Freizeitangebote und Erholung. Neben Naturschönheiten, Wanderwegen und Velorouten gibt es eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten zu bestaunen: Schlachtkapelle, Vogelwarte, Teddybärenmuseum, usw. Kosten pro Einheit 110 Fr. (2 Nächte für 2 Personen), Ausflug, Nacht- und Morgenessen. Mehrpreise: pro Kind 30 Fr.; pro Zusatzperson 50 Fr.; pro Hund

6 Fr. Anmeldungen an Peter Zimmermann, Tel. 079 451 16 06, ab 19.00 Uhr, E-Mail: mecanico@gmx.ch bis 29. August (Platzzahl beschränkt). Die Teilnahmegebühren bitte bis am 3. September auf unser Veranstaltungskonto, PC 30-453847-5 (Vermerk Herbsttreffen), überweisen. 14. Oktober: Bowlingabend. Das Bowlingcenter 1001 in Rubigen musste den Konkurs anmelden und ist seit dem 29. Mai geschlossen. Für dieses Jahr konnte keine Ersatzbahn für über 30 Teilnehmer gefunden werden. Aus diesem Grund findet der Bowlingabend nicht statt. Präsident: Ernst Grossenbacher, Pfisternstrasse 10, 3414 Oberburg, Tel. 034 422 34 83, Natel 079 560 25 68, E-Mail: ernstgbacher@vtxmail.ch

Biel-Seeland 27.–28. August: Waldeggfest auf dem Campingplatz in Burgdorf. Samstag, 10.00 Uhr: Eintreffen Gäste und Installation Zelte, Wohnwagen usw., anschliessend Wurstbräteln an der Emme, wie in alten Zeiten, Salatbuffet. Nachmittagsprogramm gemäss separater Information. Sonntag, 10.00 Uhr: Traditioneller Sonntagsbrunch à discrétion, anschliessend Spaziergang der Emme entlang. Ausklang und Heimreise. Es besteht die Möglichkeit, auch nur an einem Tag teilzunehmen. Anmeldung bis 25. August an: urs.eigensatz@bluemail.ch, Tel. 079 454 41 90. 2.–12. September: Seniorenrallye. Das Seniorenrallye findet auf dem TCS-Camping Gwatt bei Thun statt. Anmeldungen sind erforderlich bis am 25. August an Erich Calame, Tel. 032 652 57 39. Die Anmeldung muss das genaue Anreisedatum enthalten. Das Rallye steht auch den anderen Clubmitgliedern offen. Präsident: Urs Henzi, Fluhweg 7a, 2542 Pieterlen, Tel. 032 652 81 00, Natel 076 441 70 89, E-Mail: urs_henzi@hotmail.com

Freiburg 3.–4. September: Jahresausflug der Sektion. Weekend im TCS-Camping «Les Iles» in Sitten. Auskunft und Anmeldung bis 26.8.2011: Tel. 079 401 76 16.

zvg

Präsident: Markus Steiner, Bäbenmattweg 9, 5727 Oberkulm, Tel. 062 776 00 86, Natel 079 690 04 55, E-Mail: markus.steiner@ bluewin.ch, www.cca-aargau.ch

Beider Basel

Der Herbst-/Ferientreff vom 1. bis 16. Oktober führt den TCS-Campingclub Aargau auf den Campingplatz «Le Palme» an den Gardasee.


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25. September: Besuch der Baustelle der PoyaBrücke. Auskunft und Anmeldung bis 20.9.2011: Tel. 026 664 03 03. Wir haben jetzt eine Internetseite. Besuchen Sie uns unter: www.tcs.ch/travel/de/home/ camping/clubs/freiburg.html.

Präsident: Beat Zimmermann, Chrüzmatt 8, 4612 Wangen, Tel. 062 212 25 17, Natel 076 303 83 90, E-Mail: beat.zimmermann@jasibezi.ch

Präsident: Gérald Caboussat, ch. des Roches 12, 1470 Estavayer-le-Lac, Tel. 026 664 03 03, E-Mail: caboussat@bluewin.ch, www.tcs.ch/travel/ fr/home/camping/clubs/freiburg.html

16.–18. September: Abcampen auf dem Bauernhof. Das Treffen führt uns dieses Jahr nochmals auf den Campingplatz «Täschliberg» in 9315 Winden Nr.2.41 im TCS-Campingführer, www.manserferien.ch. Der Platz liegt an der Strasse zwischen Wittenbach und Neukirch-Egnach. Einigen dürfte der Platz noch in guter Erinnerung sein vom letzten Mal. Der Vorstand und die Bauernfamilie Manser hoffen viele Teilnehmer begrüssen zu können und da der Weg sehr kurz ist, vielleicht auch einige, die noch nie an einem Treffen waren. Wir werden bestrebt sein, euch einen schönen und unterhaltsamen Aufenthalt zu bieten. Unter anderem ist ein Besuch der Mosterei Möhl vorgesehen. Ein gemeinsames Nachtessen wird ebenfalls organisiert. Es bleibt aber auch genügend Freiraum für eigene Aktivitäten. Das detaillierte Programm wird auf dem Platz angeschlagen. Wer Lust hat, darf auch früher anfahren oder länger bleiben. Der Preis wurde auf 60 Fr. pro Einheit mit 2 Erwachsenen, 45 Fr. mit 1 Erwachsenen festgesetzt. Kinder und Jugendliche in Ausbildung sind im Preis inbegriffen, zusätzliche Personen über 16 Jahre kosten 20 Fr. In der Gebühr eingeschlossen: Platzgebühr für 2 Nächte mit Strom. Der Beitrag wird auf dem Platz eingezogen. Für die Besichtigung müssen wir wissen, wer daran teilnehmen will, bitte bei der Anmeldung erwähnen. Anmeldungen möglichst schriftlich, bis spätestens 4. September, an: Yvonne Nadig; Fürschtweg 16, 8880 Walenstadt, E-Mail: ynadig@gmx.ch senden, oder Tel. ab 19.00 Uhr: 081 735 10 55. Anmeldung mit Angabe von Anlass, Name, Vorname, PLZ-Wohnort, Anzahl Erwachsene, Kinder unter 16 Jahren, Jugendliche über 16 Jahre.

Graubünden 29. September bis 3. Oktober: Herbst-Rallye. Auf dem Camping Sonnenberg, Nuziders/Vorarlberg. Kosten 170 Fr. pro Einheit. Anmeldung bis 31. August an Cla Gisep, Tel. 081 651 27 75 / 078 707 27 75, E-Mail: cla@daddys-page.ch. 25. November: Jahresschlussfeier. Um 18.00 Uhr im Forum im Ried, 7302 Landquart. Anmeldung bis 19. November an Fredi Burkhalter, Tel. 081 322 17 40 / 079 221 33 62, E-Mail: igis.burki@bluewin.ch. Wichtig: Kostenanteile sind mit der Anmeldung zu bezahlen an Raiffeisenbank Calanda, Zizers: Postkonto 70-165-7; Konto Nr. 1048 / 6527281, Vermerk, um welches Rallye es sich handelt, nicht vergessen. Präsident: Fredi Burkhalter, Luxgasse 8a, 7206 Igis/GR, Tel. 081 322 1740, Natel 079 221 33 62, E-Mail: igis.burki@bluewin.ch

Schaffhausen 19. August: Grillabend Opfertshofen (SH) «Schweizer Familie». 18.00 Uhr, Anmeldung bis 15. August an Willi Meier, Tel. 052 649 45 49. Ersatzdatum: 26. August, 18.00 Uhr. 6. September: Höck. 19.30 Uhr im Restaurant Schützenhaus, Schaffhausen. 23.–25. September: Herbsttreffen 2011. Camping in Tengen auch für Familien mit Kindern geeignet. Anmeldung: bis 18. September an Fridolin Veyhl Tel. 052 659 65 57. 4. Oktober: Höck. Um 19.30 Uhr im Restaurant Schützenhaus, Schaffhausen. Präsident: Hanspeter Weder, Weinsteig 176, 8200 Schaffhausen, Tel. 052 625 37 11, www.tcs-ccsh.ch

Solothurn 30. September bis 3. Oktober: Herbsttreffen im Bodenseeraum. Camping- und Ferienpark Orsingen, D-78539 Orsingen. Anmeldung an Beat Zimmermann bis spätestens 17. September, Internet: www.campingorsingen.de. 5. November: «Marroni ganz heiss» in Derendingen. Ab 15.00 Uhr, im Blockhaus an der Emme, Derendingen. Mit anschliessendem Grillen. 7. Juli, 4. August, 6. Oktober, 3. November, 1. Dezember: Clubhöcks. Restaurant «Lido», TCS-Campingplatz «Lido», Solothurn. Fahrkurs mit Anhänger (Wohnwagen) in Planung gemäss Ausschreibung in der Zeitung der TCS-Kantonalsektion Solothurn oder auf www.tcs-ccso.ch.

St.Gallen/Appenzell

Präsidentin: Yvonne Nadig-Boos, Fürschtweg 16, 8880 Walenstadt, Tel. 081 735 10 55, Natel 076 588 97 82, E-Mail: ynadig@gmx.ch

Thurgau 9.–11. September: Voranzeige Auscampen. Anmeldung bitte schriftlich bis 27. August. Präsident: Michael Schmid, Hauptstr. 46 a, 8546 Islikon, Tel. 052 366 55 47, G. 079 287 01 86, E-Mail: michael.r.schmid@bluewin.ch, www.tcs-cctg.ch

Waldstätte 16.–18. September: Treffen CCA & CCW. Wir treffen uns auf dem Campingplatz Seeland in Sempach zu einem gemütlichen Wochenende. Das erwartet Sie: Apéro, Nachtessen, Kaffee und Kuchen am Samstag (jeder nimmt etwas fürs Dessertbuffet mit) Spiele, Brunch. Die Kosten für das ganze Wochenende betragen: Einheit mit einer Person 75 Fr., Einheit mit zwei Personen 105 Fr., Zusatzperson 35 Fr. Die eigenen Kinder bis 16 Jahre sind gratis. Die Anreise ist ab Freitag, 16. September, möglich (ohne Mehrkosten). Genaue Details zum Programm folgen nach der Anmeldung. Anmeldungen bitte an den Präsidenten des Camping Club Aargau: Markus Steiner, Tel. 062 776 00 86, E-Mail: markus.steiner@bluewin.ch oder www.cca-aargau.ch. Bitte Anzahl Personen Erwachsene/Kinder bis 16 Jahre angeben. Anmeldeschluss ist der 30. August 2011 Bitte bezahlen Sie den Betrag auf folgendes Konto ein: PC-Konto 50-70576-0 des TCS Camping Club Aargau, 5727 Oberkulm. Achtung: Ihre Anmeldung ist erst nach Zahlungseingang gültig.

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1.–9. Oktober: Herbsttreffen/Ferienwoche. Auf dem Camping in Orsingen am Bodensee. Anmeldeschluss ist der 23. September. Anmeldung an Beat Bachmann. Tel. 041 980 00 32, be-ba@bluewin.ch oder unter www.cc-waldstaette.ch. 4. November: Filmabend. Film- und Diaabend im Clubhaus FC Alpnach, um 20.00 Uhr. Organisation: Sepp Setz. Es ist keine Anmeldung nötig. Präsident: Beat Bachmann, Längmattweg 2, 6218 Ettiswil, Tel. 041 980 00 32, Natel 079 302 17 99, E-Mail: be-ba@bluewin.ch.

Wallis 1. Oktober: Ausflug mit dem Auto. 19. November: Winterausflug. http://www.campingclubvs.ch Präsident: Plaschy Beat, Chemin de la forêt de l'évêque 15, 1991 Salins, Tel. 027 207 21 60, Natel 079 570 51 75, planetch@bluewin.ch, www.campingclubvs.ch

Zürich Team Veranstaltungen: Unsere Veranstaltungen werden künftig von einem Team organisiert und betreut. E-Mail: veranstaltungen@tcs-ccz.ch, Tel. Veranstaltungen: 079 333 13 88. 24.–25. September: Herbst-Rallye mit Slow-Up am Zürichsee. Ort: Badi Stampf, Jona/Rapperswil. Hier haben Sie Gelegenheit, dieses Wochenende zu Campen, mit Apéro, Nacht- und Morgenessen. Kosten/Einheit 60 Fr., Hunde 5 Fr. Am Sonntag besteht die Möglichkeit, am sportlich gemütlichen Slow-Up Zürichsee (www-slowup.ch) gratis teilzunehmen. Anmeldeschluss: 10. September. Der Organisator, Christian Müller, freut sich auf Ihre Teilnahme. Anmeldungen an: veranstaltungen@tcs-ccz.ch. Gruppe Senioren des tcs camping club Zürich 24. August: Gruppenausflug. 26.–31. August: Ferienwoche auf dem Camping Bondo im Bergell. Org. Marco Picenoni (Anmeldung erforderlich) Achtung: Änderung Datum beachten! Obmann: Marco Picenoni, Tel. 044 431 59 31, senioren@tcs-ccz.ch. Gruppe Unterland des tcs camping club Zürich 3.–4. September. Herbst Rallye Equisheim, Elsass Anmeldungen an: Obmann Hans Messmer, Tel. 044 860 05 38, unterland@tcs-ccz. Präsident: Hans-Ulrich Etter, Kleinzelglistr. 6, 8952 Schlieren, Natel 079 438 34 44, E-Mail: hans-ulrich.etter@tcs-ccz.ch

F.I.C.C. International 25. Juli bis 5. August 2012: Weltrallye in Montmagny in Quebec/Kanada. Kalender konsultieren und Reise vorsehen! Kanada ist immer eine Reise wert. Die Vorstellung des Programms und der wichtigen Infos erfolgt im nächsten CampCar. Frühzeitiges Planen ist wichtig, da man ja sicherlich noch zusätzliche Abenteuer erleben will! TCS-Delegierter bei der F.I.C.C.: Dr. Eric Adam, Drosselstrasse 59, 4059 Basel, Tel. 061 361 76 61, E-Mail: eadam@dplanet.ch


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Oben Eltern – unten Kinder Die Kombination Hotel/Camping ist eher selten. Sie ist Realität im TCS-Hotel Bellavista und dem dazu gehörenden gleichnamigen Campingplatz am Ufer des Lago Maggiore.

› Seit 2006 ist der kleine 22-plätzige Cam-

ping Bellavista im Besitz der Heberga AG, einer Tochtergesellschaft der TCS-Gruppe. Damit gehört der Camping zum gleichnamigen Hotel Bellavista in Vira Gambarogno, welches durch das Ehepaar Jeannette und Giovanni Gazzola seit Jahren erfolgreich und umsichtig geführt wird. Als Campingleiterin hat Direktor Gazzola die Österreicherin Andrea Frei eingesetzt, die schon seit 22 Jahren in Vira lebt.

Gelungene Kombination | Das Drei-

stern-Hotel, welches gemäss Giovanni Gazzola durchschnittlich zu 75 bis 80% ausgelastet ist, liegt hoch über dem Dorf Vira Gambarogno mit einer sensationellen Aussicht auf den Lago Maggiore. Selbst wenn man im Pool plantscht, ist der Blick auf See und Berge ungetrübt. Wie vertragen sich Campingplatz und Hotelbetrieb? «Ich sehe hier sinnvolle Synergien», sagt Giovanni Gazzola. Es komme nicht selten vor, dass zum Beispiel die Grosseltern im Hotel residieren, und unten auf dem Campingplatz am Ufer des Lago Maggiore wohnen ihre Kinder und Enkel im Zelt oder Wohnwagen, ergänzt Campingleiterin Andrea Frei. «Oder es wird im Hotel ein Tisch für zehn Personen zum Nachtessen reserviert, und bei genauem Betrachten stellt sich heraus, dass es sich um Hotelund Campinggäste handelt, die zu Besuch

angereist sind», weiss Direktor Gazzola zu berichten. Beliebt sei bei den Hotel- und Campinggästen auch der regelmässige kulinarische und musikalische Tessiner Abend im Hotel: «Bei uns sind alle willkommen, Berührungsängste kennen wir nicht!»

Verschiedene Investitionen | In den letzten fünf Jahren wurde der Parkplatz vor dem Camping vergrössert, so dass heute zehn bis zwölf Personenwagen Platz finden. Auch die Damentoiletten und die Duschen haben ein «Facelifting» erfahren, die Wiese erstrahlt in frischem Grün. «Den jährlichen Gewinn des Platzes reinvestieren

wir stets in kleinere Renovationen und Verbesserungen», sagt Gazzola. Die Preise für die Stellplätze reichen – je nach Saison und Grösse von Zelt, Caravan oder Wohnmobil – von 11 bis 35 Franken pro Tag. Dazu kommt eine Gebühr pro erwachsene Person von 9 bis 11 Franken; Kinder bis fünf Jahre campieren gratis, 6- bis 13-Jährige kommen in den Genuss eines Rabatts von 50%. Aber auch «oben» im Hotel winken verschiedene vorteilhafte Arrangements, so zum Beispiel die so genannten Mini-FerienAngebote: Zwei Nächte inkl. Halbpension für 306 Franken pro Person im Zweibettzimmer mit Terrasse. Peter Widmer

Hotel Bellavista: Das Hotel Bellavista liegt inmitten südlicher Vegetation an einem sonnigen Hang mit atemberaubender Sicht auf den Lago Maggiore. Geöffnet bis 6. November 2011. Leitung: Jeannette und Giovanni Gazzola. Adresse: Hotel Bellavista, 6574 Vira Gambarogno, Tel. 091 795 11 15, Fax 091 795 25 18, E-Mail: info@hotelbellavista.ch, www.hotelbellavista.ch. Camping Bellavista: Kleiner, idyllischer Camping direkt am Ufer des Lago Maggiore; 2 Saison- und 20 Touristenplätze. Geöffnet bis 16. Oktober 2011. Leitung: Andrea Frei. Adresse: Camping Bellavista, 6574 Vira Gambarogno, Tel. 091 795 14 77, E-Mail: info@campingbellavista.ch, www.campingbellavista.ch. wi

Bilder mw, wi

In Kürze

Idylle mal zwei: Oben der Campingplatz Bellavista, unten links das Hotel Bellavista. Der Hoteldirektor und die Campingleiterin: Giovanni Gazzola und Andrea Frei.


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Bilder wi, zvg

18. August 2011 | CampCar 6

Grosses Bild: Das Städtchen Ornans, Heimat des Malers Gustave Courbet, liegt direkt an der Loue. Oben: Die Zelt-Lodges auf dem Camping La Roche d’Ully sind vollständig eingerichet. Unten: Das neue Freibad auf dem Camping Le Chanet liegt inmitten duftender Wiesen.

Nahe der Schweizer Grenze Zwei sehr unterschiedliche, aber sich ergänzende Campingplätze im französischen Jura, in der «Franche-Comté»: La Roche d’Ully und Le Chanet in Ornans.

› Eine Reise durch die Franche-Comté, nur

wenige Kilometer von der Schweizer Grenze entfernt, gibt Gelegenheit, Landstriche mit sehr eigenen Merkmalen zu entdecken. Die kontrastreiche Region ist oft geheimnisvoll, immer kultiviert, liebt die Freiheit und pflegt Öffnung als Tradition. Verwaltungstechnisch besteht die FrancheComté aus vier Departements: Doubs, Haute-Saône, Jura und Territoire de Belfort. Mit ihren 16 200 km2 ist die Franche-Comté eine der kleinsten Regionen Frankreichs. Franche-Comté bedeutet sattes Grün, so

weit das Auge reicht, berühmte Weine wie Vin Jaune, Morcheln, edle Fische, köstlicher Honig, duftende Würste und, und, und. Namen tauchen auf wie Besançon (Hauptstadt der Region), Belfort, Dole, die Kapelle Notre-Dame-du-Haut in Ronchamp, die Saline Royale in Arc-et-Senans, Salins-les-Bains, das Loue-Tal, Ornans, Arbois.

Campieren in Ornans | Nicht weniger als 124 Campingplätze findet der Camper im Verzeichnis «Franche Comté – Campings

La Roche d’Ully und Le Chanet, Ornans (F) Adresse La Roche d’Ully: Allée de la Tour de Peilz, F-25290 Ornans, Tel. 0033 (0) 381 57 17 79, www.camping-larochedully.com Adresse Le Chanet: 9, chemin du Chanet, F-25290 Ornans, Tel. 0033 (0) 381 62 23 44, contact@lechanet.com, www.lechanet.com Leitung: Für beide Plätze Etienne PASCAL Öffnungszeit: Beide Plätze bis 16.10.2011 In Kürze: La Roche d’Ully: 106 Stellplätze, Chalets, Zeltbungalows, 2 Schwimmbäder, Sauna, Hammam, Jacuzzi. Le Chanet: 95 Stellplätze, Mobilhomes, Chalets, Gästezimmer. Touristische Infos: Office de Tourisme du Pays d’Ornans-Loue-Lison, Ornans, www.valleedelaloue.com. wi

2011/2012»; die Qual der Wahl! Zwei davon haben wir besucht: La Roche d’Ully und Le Chanet im malerischen Städtchen Ornans, mitten im Tal der Loue. Die beiden Plätze, welche vom dynamischen Etienne Pascal geleitet werden, könnten unterschiedlicher nicht sein. «Ein Vorteil», sagt Pascal, «jeder Gast findet den Platz seiner Bedürfnisse und seines Geschmacks.» Etwas plakativ: Der erst wenige Jahre existierende La Roche d’Ully steht für «Glamping» (Glamour und Camping) und auf dem etwas älteren Le Chanet finden die «Urcamper» und Familien ihre Ferienoase. Der Roche d’Ully ist ein regelrechtes Freiluft-Hotel, ausgerüstet mit an Afrika erinnernden so genannten Lodges und mit Cottages. Der Aquapark «Nautiloue» lässt mit Aquagym, Sauna, Hammam, Jacuzzi und Rutschbahnen keine Wünsche offen. In «Ully’s kfé» kann gediegen gespeist werden. Der ***-Platz Le Chanet punktet dagegen mit grossen Miet-Mobilhomes, möblierten, gemütlichen Chalets, mit einem neuen Freibad, mit dem Kids-Club «Mumphrey», der Snackbar «Oniric» und mit einem bewaldeten Park. Peter Widmer


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CampCar 6 | 18. August 2011

Strandferien auf dem Camping in Morges

Der TCS-Campingplatz in Morges liegt zwischen Hafen, Sportanlagen und dem Strand von Morges und bietet Traumbedingungen f端r Campingliebhaber.

Der Campingplatz-eigene Laden verf端gt 端ber ein reiches Sortiment.

Eine Alternative zum Zelt: Bungalows zum Mieten.


18. August 2011 | CampCar 6

Der TCS-Campingplatz «Le Petit Bois» in Morges am Genfersee bietet alles, was das Herz von Badefreunden und Sonnenanbetern begehrt. Mit seiner zentralen Lage ist er zudem idealer Ausgangspunkt, um die zahlreichen Attraktionen der Genferseeregion zu erkunden.

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› An der Rezeption hat man bereits das Ge-

fühl von Geräumigkeit und Offenheit. Während Wohnmobile und Wohnwagen auf einer ausgedehnten Rasenfläche auf der Südseite angesiedelt sind, steht für Zelte parallel zu den Zeltbungalows eine angenehm schattige Fläche auf der Westseite des Geländes zur Verfügung. Am Ende des Campingareals gibt es ein Restaurant mit schöner Terrasse und einem Spielplatz, der Kinderherzen höher schlagen lässt. Wer einen Blick über die Hecke wirft, erspäht direkt den grossen Hafen mit seinen unzähligen Booten. Um den See in seiner ganzen Schönheit zu bestaunen, braucht man sich nur zum südlichen Ende des Campingplatzes zu begeben, um die imposante Aussicht auf Mont-Blanc und Walliser Alpen zu geniessen. Hier ist der Genfersee am breitesten. An der Uferpromenade wird geangelt und flaniert. Die Szenerie ist zweifellos wie geschaffen für einen belebenden Aufenthalt in einer einzigartigen Ferienatmosphäre.

Doppelfunktion | Stammgäste haben an

Bilder Mathias Wyssenbach, jop

der Rezeption ein neues Gesicht entdeckt: John Rizzo führt den Campingplatz seit Beginn dieses Jahres. Aber der Mann ist kein Unbekannter, führte er doch acht Jahre lang den TCS-Camping in Delsberg, und dies gleich in zwei Funktionen: als Campingleiter und als Gastwirt. «In dieser Doppelfunktion hatte ich kaum eine freie Minute. Nun schätze ich den neuen Lebensrhythmus und die Mahlzeiten mit der Familie, obwohl der Andrang hier grösser ist als in Delsberg.» Am Nationalen TCS-Campingtag am 21. Mai 2011 nutzten rund hundert Personen die Gelegenheit für eine Gratisübernachtung und genossen eine Kostprobe des Lebens unter freiem Himmel. «Der Camping war fast voll», erzählt John Rizzo. Für Durchreisende ist Morges ein attraktives Etappenziel auf dem Weg nach Italien. Viele Deutsche und Holländer bleiben hier für eine Nacht und reisen tags darauf weiter in den Süden – oder bleiben länger, wenn das Wetter stimmt. Wer könnte schon an einem schönen, heissen Sommertag der Verlockung eines Bads im See widerstehen?

Kinder kommen nicht zu kurz: Für sie gibts einen schönen Spielplatz und den bereits legendären Minizug, welcher die Kids übers Areal fährt.

Stress vermeiden | Aus eigener Erfah-

rung weiss John Rizzo sehr genau, was zu Unzufriedenheit und schlechter Stimmung bei den Gästen führen kann. So sollten nach der offiziellen Schliesszeit keine Fahrzeuge Fortsetzung auf Seite 31


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mehr hereingelassen werden, weil dies die Ruhe der Camper stört. Zudem führt eine einzige Ausnahme zu einer ganzen Lawine von ähnlichen Anfragen. «Den Einen entgegen zu kommen bedeutet die Anderen zu verärgern», betont John Rizzo. «Kommt hinzu, dass die späten Ankömmlinge sowieso nicht nach Hause geschickt werden. Wenn sie unglücklicherweise nach 22 Uhr ankommen, steht ihnen ein voll eingerichteter Platz – mit Wasser und Strom – ausserhalb des Campinggeländes zur Verfügung.» Weiteres No-Go: Festfreudige Campinggäste direkt neben Leuten, die um 22.30 Uhr schlafen wollen. John Rizzo versucht sie nach Möglichkeit in einiger Entfernung voneinander zu platzieren. Und wenn Gruppen von Jugendlichen an der Rezeption eintreffen, kommt es vor, dass er sie auf das Gelände ausserhalb des Campingplatzes verweist, wo sie sich austoben können, ohne jemanden zu stören. «Man muss die Kunden spüren», erklärt John Rizzo. «Manchmal frage ich sie geradeheraus, ob sie Partys feiern wollen. Das mag etwas direkt klingen, aber wenn sich andere Leute gestört fühlen, kann das zu grossen Problemen führen. Unser Gelände ausserhalb des Campingplatzes ist ideal für Nachtschwärmer.» Eine kluge Vorkehrung, denn Rizzo hat in der Hochsaison genügend sonstige Alltagsproblemchen zu lösen. «Ich habe lange Tage. Um Stress zu vermeiden, achte ich auf guten Schlaf und eine gesunde Lebensweise.» Stets besorgt um die Ungestörtheit seiner Gäste, empfiehlt er, den 1. August in der Stadt zu feiern, statt auf dem Campingplatz Knallkörper abzufeuern.

Vielseitiges Programm | Während der

ganzen Saison bietet der TCS-Camping «Le Petit Bois» ein vielseitiges Unterhaltungsprogramm, das von Zirkus und Tanz über Karaoke bis zu Aktivitäten für Kinder reicht. Zusätzlich gibts dieses Jahr eine Attraktion der besonderen Art: ein OpenairKino, wo Spektakel und Emotionen unter dem Sternenhimmel garantiert sind. Ein Angebot, das zum sich abzeichnenden Trend hin zu mehr Komfort im Campingleben passt. Wohnmobile werden immer zahlreicher, und Fernsehen und Internet gehören mittlerweile zur Standardausstattung – wie zu Hause. Um diesen Bedürfnissen gerecht zu werden, müssen die Campingplätze ihre Infrastruktur ausbauen.

Touristische Attraktionen | Aber es

wäre schade, nur vor einem Bildschirm zu sitzen. Denn die Gegend bietet zahlreiche Naturschönheiten und Attraktionen, angefangen beim blumengeschmückten Städtchen Morges mit den vielen historischen

Vom TCS-Campingplatz sind es nur ein paar Schritte zum Ufer des Genfersees.

Stätten. Mittwochs und samstags werden auf dem Markt in der Grande Rue köstliche Produkte aus der Gegend angeboten, und Schwimmer werden erfreut feststellen, dass für Campinggäste der Eintritt ins Schwimmbad im Sportzentrum gratis ist. Und nicht zuletzt befinden wir uns hier in einem grossen Weinanbaugebiet, das einige der besten Tropfen des Kantons Waadt hervorbringt. Sie auf der lauschigen Terrasse eines Restaurants zu degustieren, ist ein besonderer Genuss. Noch mehr Lokalkolorit erlebt man auf einer Fahrt mit einem der Belle-Epoque-Schiffe der Compagnie Générale de Navigation. Von der Schiffsbrücke aus geniesst der Gast eine prächtige Aussicht auf die Rebberge der Lavaux, die zum Unesco-Weltkulturerbe gehört.

Sommerliche Ausflüge | Sehr zu emp-

fehlen ist es, auf Schusters Rappen von Morges über den Uferweg nach Lausanne zu trippeln – ein entspannender Spazier-

gang, um sich auf die Olympische Hauptstadt und ihre unzähligen Attraktionen einzustimmen. Nebst dem Olympischen Museum bietet die Stadt ein reiches Angebot an sportlichen und kulturellen Aktivitäten unter freiem Himmel sowie zahlreiche Museen. Die Kathedrale ist eines der wichtigsten Monumente der gotischen Kunst. Nach aufwändigen Restaurationsarbeiten gibt es am Eingangsportal eindrückliche Bildhauerkunst zu bewundern. Weiter östlich gelangt man zu den schmucken Städten Vevey und Montreux mit ihren blühenden Seepromenaden, die an lauen Sommerabenden zum Verweilen einladen. Von Montreux aus führt eine Zahnradbahn auf die Rochersde-Naye auf 2000 Metern Höhe. Zwischen Morges und Genf liegt das Weinanbaugebiet La Côte und seine typischen Winzerdörfer. Für Familien bietet Signal de Bougy einen Abenteuerpark, einen Golfplatz und mehrere Spielplätze mit einzigartigen Einrichtungen. Jacques-Olivier Pidoux

TCS-Camping «Le Petit Bois», Morges Adresse: TCS-Camping «Le Petit Bois», Promenade du Petit Bois 15, 1110 Morges, Tel. 021 801 12 70, E-Mail: camping.morges@tcs.ch, Internet: www.campingtcs.ch Leitung: John Rizzo Geöffnet: bis 23. Oktober 2011 Anfahrt: Autobahn A1 (Zürich-Bern-Genf) bis Ausfahrt Morges-Ouest. Dann 500 Meter Richtung Morges und beim ersten Kreisel geradeaus Richtung See fahren, dann rechts der Beschilderung zum TCS-Campingplatz folgen. In Kürze: Flaches Gelände, sehr sonnig, Sportanlagen und Strand; voll ausgestattete Zelte zu vermieten; Gratis-Eintritt ins Schwimmbad; Waschmaschinen, Lebensmittelladen, Camping-Minizug, Küche für Camper; Pingpong, Pétanque. Touristisches Angebot: Genf, Morges, Lausanne, Winzerdörfer La Côte, Wanderungen im Jura, französisches Genfersee-Ufer. jop


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CampCar 06 / 2011 deutsch  

Die Zeitung für Camping und Caravaning / 18. August 2011

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