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Fachmagazin

www.topsoft.ch | Die Business Plattform für die digitale Zukunft | Nr. 17-2

Smart Work Arbeitswelt im digitalen Wandel Wenn neue Organisationsmodelle und digitale Technologien aufeinandertreffen Seiten 4–11

Mobile ERP-Systeme Das Unternehmen in der Jackentasche: Möglichkeiten und Marktübersicht Seiten 12–19

4 neue Praxisbeispiele Seiten 32–39


Fachmesse 29./30. August 2017 Messe Zürich

Holen Sie sich die digitale Zukunft in Ihr Unternehmen 140 Aussteller 350 Lösungen 30 Fachvorträge

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topsoft Fachmagazin 17-2 Editorial

Editorial | Inhaltsverzeichnis Seite 3

Smart Work Arbeitswelt im (digitalen) Wandel

Seite 4

New Work – auf dem Weg zur neuen Arbeitswelt

Seite 6

Arbeits- und Organisationsformen in der digitalisierten Welt

Seite 8

Smart Working im Zeichen der Digitalisierung

Seite 11

Mobile ERP Mobile Unternehmenslösungen – allzeit bereit

Seite 12

Marktübersicht Mobile ERP

Seite 17

Anbieter-Portraits Mobile ERP

Seite 18

User Experience User Experience und Business Software – ein Widerspruch?

Seite 20

User Experience von Business-Anwendungen (Teil 1)

Seite 22

Wettbewerbsvorteile mit ERP- und CRM-Lösungen der Zukunft

Seite 25

Zoll Import-Belege: EDV-Obligatorium ab 1. März 2018 Seite 27

Digitaler Wandel Digitaler Wandel – mit hoffentlich gesellschaftlichen Folgen

Coffee Break Coffee Break… bei Consultinform

Seite 28

Seite 30

Herausforderung Zukunft Ein afrikanisches Sprichwort besagt: «Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet.» Wir alle wissen – oder spüren es wenigstens – dass sich mit der Digitalisierung unser Leben verändert. Arbeit ist nicht mehr gleich Arbeit, und die Gesellschaft von heute nicht diejenige von morgen. Wohin geht unsere Reise? Natürlich können auch wir Ihnen darauf keine verbindliche Antwort geben. Immerhin wollen wir Ihnen aber ein paar Impulse und Ideen auf den Weg mitgeben. Gastautoren wie Tanja Regli, Marc Wagner, Brigitte Ilsanker oder Marc Pfirter beschäftigen sich in dieser Ausgabe intensiv mit dem digitalen Wandel und der neuen Arbeitswelt. Im zweiten Teil gehen wir auf ein Thema ein, das jeden von uns schon heute täglich beschäftigt (unter uns: Es ist eines meiner Lieblingsthemen): User Experience, kurz UX, ist das, was Benutzer manchmal zur Verzweiflung treibt, eher selten jubilieren lässt, aber jeden Tag aufs Neue herausfordert. Als digitales Dessert servieren wir Ihnen wieder vier spannende IT- Fallstudien: Ein Schwimmbadbauer, eine Privatklinik-Gruppe, ein Bildungsbetrieb und ein Infrastrukturunternehmen. Alle haben moderne IT-System im Einsatz. Warum? Weil sie bereits heute für das Morgen vorbereitet haben. Wie sieht das bei Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser, aus?

IT-Konkret Abacus-Software optimiert Klinikverwaltung

Seite 32

Wenn die Standardversion des ERP ganz easy passt

Seite 34

Die Arnold AG ist bestens vernetzt dank digitaler Zeiterfassung

Seite 36

Der Traum vom eigenen Pool mit dem ERP aus der Cloud

Seite 38

Fachmesse Inspiring Digital Business für erfolgreiche Unternehmen

Partner

Seite 40

Neue Berufe in der ICT

Seite 41

Internet-Briefing: Die Zukunft ist immer ein Thema

Seite 42

Christian Bühlmann | Chefredaktor c.buehlmann@topsoft.ch

P.S. Heute ist morgen: Holen Sie sich die Zukunft ins Haus – auf der topsoft Fachmesse 2017. Kostenlose Tickets unter: www.topsoft.ch

Informatiktage 2017: Selber Roboter steuern und Apps programmieren Seite 43

IT-News Anbieternews

Seite 44

Wildcard Die Bildungsreise des modernen Menschen

Seite 45

IT Agenda/Impressum

Seite 46

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Smart Work topsoft Fachmagazin 17-2

Arbeitswelt im (digitalen) Wandel Globalisierung, Markttransparenz und wachsender Konkurrenz- und Kostendruck führen dazu, dass Unternehmen ihre Geschäftsmodelle, Arbeitsprozesse und Kundeninteraktionen kontinuierlich auf den Prüfstand stellen. Agilität und Innovationsfähigkeit werden zu zentralen Erfolgsfaktoren in einer schnelllebigen, digitalen Welt. Bei IT-Verantwortlichen und Führungskräften ist dabei gleichermassen ein Umdenken gefragt. >> Tanja Regli | passion4IT Gmbh

Ob online, offline, im Büro oder von unterwegs: Der neue «Digital Workstyle» hebt die bisherigen Grenzen von Raum und Zeit auf. Mitarbeitende erwarten – geprägt durch die Digitalisierung ihres privaten Alltags – neue, schnellere und einfachere Formen der Interaktion mit dem Unternehmen. Und sie erwarten maximale Flexibilität in der Bewältigung ihrer täglichen Aufgaben. Eine freie Wahl des Arbeitsumfeldes und ein stabiler, orts- und zeitunabhängiger Zugriff auf geschäftliche Anwendungen und Daten gelten dabei als Basisanforderungen des modernen Wissensarbeiters (engl. Knowledge Worker).

Mitarbeiter-Produktivität in Höchstform Tatsächlich belegen diverse Studien, dass Mitarbeitende, die ihren Arbeitsalltag flexibel gestalten können, produktiver und zufriedener sind. Das Wissen um die wertvolle Ressource Mensch und den nach wie vor akuten Fachkräftemangel motiviert denn auch Führungskräfte vieler Unternehmen, diese neue Arbeitskultur zu fördern. Dabei lockt aber längst nicht nur der Gewinn von produktiveren und zufriedeneren Mitarbeitenden. Auch die Auslastung der firmeneigenen Infrastruktur lässt sich dank flexibler Arbeitsplatzmodelle optimieren. Soweit die Theorie.

Spagat zwischen Flexibilität und Standardisierung Was auf den ersten Blick nach einer Win-WinSituation klingt, verkommt aus einer IT-Perspektive schnell zum Schreckensszenario. Die Zeit, in der die Unternehmens-IT als alleiniger Bereitsteller von Informationstechnologie in Erscheinung trat, ist zu Ende. Vor dem Hintergrund möglicher Effizienz- und Innovationspotenziale soll den Mitarbeitenden nicht nur in der Gestaltung ihres Arbeitsumfeldes, sondern auch bei der Auswahl und dem Einsatz von IT-Mitteln mehr Freiheit und Autonomie eingeräumt werden. Das birgt eine Fülle von 4

neuen Herausforderungen in den Bereichen IT-Architektur, Support und Management. Durch die zunehmende Anzahl und Vielfalt der eingesetzten Geräte erhöht sich nicht nur die Komplexität in der Verwaltung massiv. Es ergeben sich auch ganz neue Sicherheitsrisiken beim Schutz von Unternehmensdaten.

Benutzer auf der Überholspur Während das Konsumenten-Ich mit dem Arbeitnehmer-Ich des Benutzers verschmilzt, werden Sicherheits- und Governance-Anliegen nicht länger vollständig erfüllt. Mitarbeitende suchen und finden ihre eigenen Wege, um die persönlichen Produktivitäts-Anforderungen zu erfüllen. Unwissenheit und fehlender Sensibilisierung geschuldet, lassen sie sich dabei auch von Sicherheitsbedenken nicht aufhalten. So gelangen immer öfters Firmendaten auf öffentliche Cloud-Plattformen wie OneDrive, Dropbox & Co., wo sie von einer Vielzahl an Geräten und Apps synchronisiert und genutzt werden.

IT als Selbstzweck war gestern Während Applikationen, Daten und Technologien im digitalisierten Arbeitsalltag zu zentralen Elementen für den Geschäftserfolg werden, übernehmen die Geschäftseinheiten und Mitarbeitenden den «Driver seat» in diesem Transformationsprozess. IT-Organisationen ihrerseits werden in noch stärkerem Mass daran gemessen, wie sie die neue Arbeitswelt unterstützen, Agilität und Innovation zulassen und damit zum entscheidenden Erfolgsfaktor in der digitalen Transformation werden. Damit der stetige Kontext-Wechsel zwischen dem privaten und geschäftlichen digitalen Raum sicher gestaltet werden kann, gilt es, die Produktivitätsanforderungen der Mitarbeitenden mit der Bereitstellung von vergleichbaren, benutzerfreundlichen weil gleichzeitig sicheren Geräten, Applikationen und Services zu erfüllen.

Wenn die Kür zur Pflicht wird Es ist unverzichtbar, dass IT- und Geschäftsbereich-Verantwortliche diesen Weg gemeinsam beschreiten. Themen wie Virtualisierung, Cloud-Dienste und Collaboration sind zentral. Die neue Benutzergeneration soll befähigt werden, neue Technologien für eine effizientere – und wo immer möglich auch schnellere – Bewältigung ihrer Arbeitsprozesse zu nutzen. Die heutigen Benutzer interessiert es dabei in der Regel nicht, wie Applikationen bereitgestellt werden, solange der Zugriff darauf für sie problem- und nahtlos möglich ist. Die Herausforderung für IT-Organisationen besteht darin, Benutzern unabhängig von deren Rolle, Standort oder Arbeitsgerät einen barrierefreien Zugang zu den benötigten Applikationen zu ermöglichen – bei gleichzeitiger Wahrung aller Sicherheitsaspekte. Und das alles mit dem kleinstmöglichen Kostenund Ressourcenaufwand.

Wer A sagt… Bei aller Liebe zum technologischen Fortschritt: Es wäre fatal die digitale Transformation nur mit der Umsetzung von digitalen (IT-) Initiativen gleichzusetzen. Ein zielführender Transformationsprozess bricht zwangsläufig

Die Autorin Mitinhaberin der passion4IT GmbH, einem Beratungsunternehmen für Digitale Strategien und Projekte. Tanja Regli verfügt über langjährige Erfahrung im Schweizer IT-Markt und hat sich in verschiedenen Projekten erfolgreich als Digitalexpertin etabliert.


Smart Work

auch bestehende Strukturen und existierende Denk- und Organisations-Silos innerhalb des Unternehmens auf. Vielerorts wird die Art und Weise der Zusammenarbeit revolutioniert. Die pyramidenartige Aufbauorganisation wandelt sich mehr und mehr zu einem Netzwerk. Fixe Strukturen weichen Projekten. Es gibt keine klaren Kommunikations- und Führungslinien mehr. In Zeiten des «Digital Leadership» sind deshalb auch die Führungskräfte gefordert.

Organisationen im Umbruch Moderne und flexible Arbeitswelten setzen eine offene Unternehmenskultur und neue Managementansätze voraus. Starre Hierarchien und autoritäre Führungsstile gelten in dieser kollaborativen Welt als veraltet. Werte wie Agilität, Eigenverantwortung oder Flexibilität rücken in den Vordergrund. Damit wird auch die Führung auf Distanz immer wichtiger. Teams zu koordinieren und zu steuern, mit denen man sich nicht einfach kurz faceto-face treffen kann, bringt neue Herausforderungen mit sich. Damit die Abstimmung im Team und die Identifikation mit dem Arbeitgeber in Zeiten von mobilen und flexiblen Arbeitsmodellen hoch bleiben, sind Unternehmen und Führungskräfte gefordert. Geeignete Massnahmen müssen implementiert und der damit verbundene Veränderungsprozess eng begleitet werden.

Mitarbeiterkommunikation im digitalen Raum Die «always on» Kultur beschleunigt die Geschwindigkeit der Arbeitswelt und verkürzt zugleich die Zeit, in der Führungskraft und Geführte am selben Ort sind. Die Notwendigkeit von «Zeitzonenmanagement» steigt. Die Mitarbeiterkommunikation wird aber auch zunehmend in den digitalen Raum verlegt. Bei der Führung auf Distanz spielen deshalb auch die IT-Kompetenzen von Führungskräften eine wichtige Rolle. Die Führungskraft muss in der Lage sein, auch über neue Medien wie

«Digital Workstyle»: kurz & bündig Unternehmen tun gut daran, den digitalen Wandel jetzt aufzugreifen und erfolgreich für sich zu nutzen. So beflügelt die zunehmende Digitalisierung nicht nur neue Geschäftsmodelle und eine bessere Kundenbindung. Das Angebot von mobilen Arbeitsformen ermöglicht auch die Positionierung als attraktiver Arbeitgeber und aktiviert gleichzeitig grosses Potenzial für effektivere und produktivere Formen der Arbeitsorganisation sowie der Kommunikation und Zusammenarbeit innerhalb des Unternehmens. Tablets, Smartphones & Co. sind jedoch nur die Spitze des Eisbergs. Was für individuelle und berufliche Produktivität sorgt, ist das Zusammenspiel aus Geräten, Anwendungen, Daten und mit der Cloud verbundenen Diensten. Die grössere Mobilität verlagert die Steuerung der Technologie weg von den IT-Abteilungen und hin zu den Mitarbeitenden – und schafft damit auch neue Sicherheits-, Prozess- und Organisationsfragen. Moderne und flexible Arbeitswelten setzen eine offene Unternehmenskultur und neue Managementansätze voraus. Fixe Aufbaustrukturen und Denksilos weichen flexiblen Projektorganisationen und Netzwerken. Die Autonomie und Eigenverantwortung von Mitarbeitenden wird gefördert. Die zentralen Elemente der modernen Führung sind Coaching, Befähigung und Vernetzung von Mitarbeitenden. Damit dies auch bei der Führung auf Distanz gelingen kann, wird die gesamte Organisation dank moderner Collaboration-Lösungen digital unterlaufen: Alle Mitarbeitenden, Abteilungen und Projekte sind lediglich einen Klick voneinander entfernt.

WhatsApp & Co. oder Chats wie beispielsweise Skype mit ihren Mitarbeitenden zu kommunizieren, diese zu motivieren und zu inspirieren.

Die neue Führungsrolle Die Rolle von Führungskräften wandelt sich: Coaching, Befähigung und Vernetzung von Mitarbeitenden rücken ins Zentrum. Es braucht den Willen, Macht und Kontrolle abzugeben, als Vorbild zu agieren und Eigenverantwortung sowie Autonomie bei den Mitarbeitenden zu fördern. Gleichzeitig entsteht durch die neuen Arbeitsmodelle auch mehr Druck auf die Mitarbeitenden, den die

Führungskräfte durch gesundheitsbewusste Führung abfedern müssen.

Technik als Mittel zum Zweck Moderne Collaboration-Lösungen bieten in der neuen Arbeitswelt eine effiziente Zusammenarbeit jenseits des klassischen Büros. Einzel- oder Gruppenräume ermöglichen ad-hoc Besprechungen von verstreuten Projektmitarbeitern im digitalen Sitzungszimmer. Themenorientierte Chats bieten einen agilen, abteilungsübergreifenden Austausch und sind dabei bedeutend übersichtlicher als konventionelle E-Mail-Ketten. << 5


Smart Work topsoft Fachmagazin 17-2

New Work – auf dem Weg zur neuen Arbeitswelt Im Interview mit der topsoft Redaktion erläutert Innovationsexperte Marc Wagner die Hintergründe und Zusammenhänge von «New Work». Dabei gibt er Einblicke in konkrete Projekte und Tipps für den Weg in die neue Arbeitswelt. >> Die topsoft Redaktion im Gespräch mit Marc Wagner, Detecon International GmbH

legen und entsprechend flexible, agile und individuelle Strukturen anbieten. Gelingt dies, so wird der «Chief Human Resources Officer» letztlich die wichtigste Person im Vorstand.1

Welche Anforderungen stellt «New Work» an das Management und an die Mitarbeitenden eines Unternehmens?

Marc Wagner ist Managing Partner und Innovationsexperte beim Beratungsunternehmen Detecon International GmbH sowie Mitautor des Buchs «New Work: Auf dem Weg zur neuen Arbeitswelt».

topsoft Fachmagazin: In Ihrem Buch «New Work – Auf dem Weg zur neuen Arbeitswelt» gehen Sie von tiefgreifenden Veränderungen in der Personalstrategie und Organisationsentwicklung aus. Worauf begründen Sie Ihre These? Marc Wagner: Die digitale Transformation ist aktuell in aller Munde. Bestehende Geschäftsmodelle und Organisationsstrukturen werden über Nacht von ganz neuen Playern in Frage gestellt oder vom Markt verdrängt. In der Vergangenheit galt vielfach «big is beautiful». Durch Grösse liessen sich Markteintrittsbarrieren aufbauen und Skaleneffekte erzeugen. Diese Paradigmen gelten plötzlich nicht mehr. Im digitalen Zeitalter zählen Anpassungsfähigkeit und Flexibilität. Gleichzeitig nimmt durch die zunehmende Automatisierung von Aktivitäten die Bedeutung des Faktors Mensch zu – digitale Talente werden zum Schlüsselfaktor für nahezu alle Branchen und Unternehmen. In diesem Kontext muss sich der Personalbereich neu erfinden, den Fokus auf die Schaffung optimaler Rahmenbedingungen für diese Talente 6

Die Einführung von New-Work-Instrumenten stellt für Mitarbeitende wie Führungskräfte häufig eine grosse Veränderung dar. Dies gilt insbesondere dann, wenn man von starren Strukturen, Präsenzkultur und einer hierarchischen Beziehung aus startet – was gerade in Konzernen noch häufig vorkommt. Aus unserer Erfahrung fällt es vielen Führungskräften schwer, den Wechsel von einer Kontroll- hin zu einer Ergebniskultur zu vollziehen und Mitarbeitenden die Möglichkeit zu bieten, Arbeitszeit, Arbeitsort und Arbeitsweise frei zu wählen. Gleichzeitig entstehen viele Widerstände und Ängste, wenn es um das Aufgeben des eigenen Arbeitsplatzes geht, d.h. der räumliche Wechsel zu Desk-Sharing und Activity-Based Working. Diese Ängste gilt es ernst zu nehmen und durch geeignete Massnahmen zu begleiten.

Was motiviert Unternehmen, sich mit New Work auseinanderzusetzen? New Work erfährt derzeit einen grossen Hype. Die Motivation ist dabei unterschiedlich. Wir erleben eine ganze Reihe an Unternehmen, die mit New Work erst einmal Effizienzthemen verbinden, vor allem eine effizientere Flächennutzung. Mittlerweile haben viele Unternehmen aber erkannt, dass die Einführung von New-Work-Instrumenten auch einen kulturellen Effekt hat – hin zu demokratischeren, agileren Strukturen. Mitunter sind es auch Erwartungen, die Talente an Unternehmen klar formulieren und die häufig ein grösseres Gewicht haben als z.B. Gehalt oder Firmenwagen. Wirklich erfolgreiche Umsetzungen – so unsere Erfahrung – finden dann statt, wenn die Motivation gleichzeitig in einer Veränderung der Kultur und Steigerung der Produktivität liegt. Denn die Effekte schliessen sich definitiv nicht aus – allerdings treten gerade die positiven ökonomischen Effekte erst mit einem deutlichen Zeitverzug ein. Hier ist ein langer Atem nötig und eine innere Überzeugung, dass New Work der richtige Weg ist.

Lassen sich Nutzen und Potenzial bzw. ein Rückstand messen? Diese Frage schliesst unmittelbar an meine vorherige Aussage an. Dass Kulturveränderungen einen langen Zeitraum – man spricht hier häufig von 5–10 Jahren – erfordern, ist ja mittlerweile weitreichend akzeptiert. Demgegenüber steht die Forderung nach kurzfristig messbaren


Smart Work

Erfolgen, eine – wie schon vorher erwähnt – Mammut- und Motivationsaufgabe. Gerade vor dem Hintergrund, dass wir häufig in unseren New-Work-Projekten mit der Frage konfrontiert wurden: «Was bringt denn das Ganze?», haben wir versucht, die Wirksamkeit der Instrumente in Zusammenhang mit Erfolgskennzahlen wie Umsatz, Mitarbeitermotivation oder Personalfluktuation zu setzen. Das Ergebnis: Es finden sich stark positive – bzw. bei der Fluktuation negative – Zusammenhänge mit der Einführung von New-Work-Instrumenten. Einen direkt finanziellen Effekt erzielt man durch die Einführung von DeskSharing und die daraus resultierenden Flächeneinsparungen – allerdings wird definitiv zu kurz gesprungen, wenn man nur darauf schaut. Ob ein Unternehmen «rückständig in Bezug auf New Work» ist, lässt sich dabei – zumindest näherungsweise - gegen den Einführungsgrad der in unserem Buch dargestellten New-Work-Instrumente messen – wobei hier letztlich die individuelle Unternehmenssituation zählt.

ausgehen und dort auch vorgelebt werden. Ohne einen gewissen «Umsetzungsdruck» zu Beginn wird man kaum einen Grossteil der Mannschaft gewinnen, sich in die neue Richtung zu bewegen. Und Vorleben bedeutet in diesem Fall dann halt auch, dass Statussymbole wie Einzelbüro, Parkplatz und Luxusausstattung dem «Activity Based Working»-Konzept zum Opfer fallen. Nicht immer ein einfacher Weg – dafür aber ein lohnenswerter, wie ich es selbst erfahren durfte.2 << 1 Vgl. dazu der Beitrag von Marc Wagner in der Computerwoche: https://www.computerwoche.de/a/der-chro-laeuft-cdo-und cio-den-rang-ab,3328249 2 Eigene New-Work-Erfahrungen von M. Wagner unter: https://www.youtube.com/watch?v=F7WxAaLJDkY

Welche Erfahrungen haben Sie konkret in Ihren New-Work-Projekten gemacht? Wir haben in unserem Buch diesem Thema ein ganzes Kapitel gewidmet; eine vollständige Darstellung würde den Rahmen dieses Gesprächs sprengen. Lassen Sie mich aber zwei aus meiner Sicht ganz wesentliche Erfolgsfaktoren hervorheben – das harmonische Zusammenspiel der Dimensionen People, Places und Tools sowie eine konsequente Unterstützung durch das Topmanagement. Häufig wird aus unseren Beobachtungen bei der Einführung von New Work bei Konzepten zu kurz gesprungen und nur eine der oben aufgeführten Dimensionen betrachtet. Fragen beschränken sich dann z.B. auf die jeweils isolierte Einführung von Open Space bzw. Raummodulen (also nur Places), der Einführung von Social Collaboration Plattformen (also nur Tools) oder einem neuen Performance-Management bzw. Führungsstrukturen (also nur People). Erst das Zusammenspiel aller Dimensionen unter Beteiligung aller relevanten Stakeholder wie Geschäftsleitung, HR, Immobilien, IT und Sozialpartner führt zu einer nachhaltig erfolgreichen Implementierung von New Work und den entsprechenden langfristigen Effekten.

Buchtipp: New Work – Auf dem Weg zur neuen Arbeitswelt Auf Basis zahlreicher Praxisbeispiele und Studienergebnisse werden Instrumente behandelt, die eine innovative und agile Arbeitsorganisation ermöglichen. Das Buch richtet sich an Manager, Führungskräfte, HR-Verantwortliche und alle, die die Arbeitswelt der Zukunft in ihrem Unternehmen aktiv und nachhaltig gestalten wollen. Die Autoren zeigen Wege auf, um eine moderne Arbeitsorganisation erfolgreich zu etablieren. Unter anderem behandelt das Buch die Fragen: • Wie sieht die optimale Führungs- und Innovations landschaft aus? • Wie erhöhe ich das Commitment meiner Mitarbeitenden? • Welche Arbeitsumgebung fördert eine New-Work-Kultur?

Mit welchen Widerständen ist bei der Umsetzung von New-Work-Konzepten zu rechnen? Wo liegen Stolpersteine? Bei den Widerständen war ich zu Beginn selbst überrascht. In meiner vorangegangenen Tätigkeit war ich vielfach in Restrukturierungen und Effizienzprojekte involviert. Die Widerstände, die dort aus einem möglichen Arbeitsplatz- und Statusverlust resultieren, sind von der Stärke und Hartnäckigkeit durchaus mit denen vergleichbar, mit denen wir in New-Work-Initiativen konfrontiert werden. Dies reicht vom Wegfall von Einzelbüros oder individuellen Arbeitsplätzen – und damit von wichtigen Identifikationspunkten – bis zum vielfach zitierten Wechsel von einer Präsenz- zu einer Vertrauenskultur. Insbesondere für Führungskräfte der mittleren Ebene bedeutet eine zunehmende Flexibilisierung und Demokratisierung von Strukturen eine starke Veränderung der Rolle sowie der Beziehung zu den Mitarbeitenden. Ganz wesentlich ist hierbei, alle Betroffenen – und dies bedeutet Mitarbeiter, Führungskräfte und Sozialpartner – in den Prozess aktiv mit einzubeziehen. Dies allerdings nicht im Sinne eines «Wünsch Dir was», sondern durch Aufzeigen der positiven Effekte und der Möglichkeit, sich in einem sinnvollen Rahmen an der Ausgestaltung von New Work zu beteiligen. Die grundsätzliche Entscheidung, New Work einzuführen, sollte dabei klar von der Geschäftsleitung

New Work: Auf dem Weg zur neuen Arbeitswelt Benedikt Hackl, Marc Wagner, Lars Attmer, Dominik Baumann. 2017. Verlag Springer Gabler, Wiesbaden ISBN 978-3-658-16265-8 (auch als eBook erhältlich) www.springer.com/de/book/9783658162658

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Smart Work topsoft Fachmagazin 17-2

Arbeits- und Organisationsformen in der digitalisierten Welt Digitalisierung ist zu einem entscheidenden Faktor für Wirtschaft und Gesellschaft, Staat und Politik geworden. Die Verwendung digitaler Technologien und Techniken verändert alle Lebensbereiche. Neue Arbeits- und Organisationsformen entstehen. Von digitaler Transformation sind alle betroffen. Die zentrale Frage wird sein, wie sich Unternehmen und Mitarbeitende daran beteiligen. Wenn diese zusammenwirken, um durch die Nutzung moderner Technik die eigene Flexibilität und Unabhängigkeit zu stärken und gleichzeitig die Arbeitsbelastung zu senken, die Freude an der eigenen Arbeit und die Produktivität zu steigern, wird dies für alle zu besseren Ergebnissen führen. >> Marc Pfirter | Mantikor GmbH

Utopien sind rationell verfasste Konzepte einer anderen Welt. Es sind Entwürfe fiktiver Gesellschaftsordnungen, die nicht an zeitgenössische, historisch-kulturelle Rahmenbedingungen gebunden sind. Utopien gelten als Antrieb für soziale Erfindungen in einer wünschenswerten Zukunft. So gesehen nehmen Utopien die Realität voraus. Vor rund fünfzig Jahren galt noch als Utopie, dass Lebensbedingungen und Lebewesen einmal manipulierbar sein würden. Heute sind wir dieser Vorstellung schon sehr nahe, wenn in der Realität Lebewesen – auch der Mensch – automatisiert, nachgebaut und ausgetauscht werden können. Bald einmal können wir uns auf die Verwirklichung der vielleicht letzten Utopien - die Erlösung von Krankheit, Hunger und Tod durch Gentechnik und die Abschaffung der ökonomisch bestimmten Erwerbsarbeit - konzentrieren. Der Rückkehr ins Paradies steht dann nichts mehr im Wege.

Die digitale Eroberung der Welt Automatisierung, Steuerung und Digitalisierung haben die Weltwirtschaft längst erobert. Sie prägen alle Lebensbereiche rund um den Globus. Die historisch und geografisch begründete Trennung zwischen nördlicher und südlicher Hemisphäre ist quasi abgelöst worden durch die Unterteilung in eine digitale und eine nicht digitale Welt. Der Grad der Entwicklung von Staaten und Gesellschaften entscheidet sich nicht länger am Äquator, sondern am “Grad der Digitalisierung“. Schon in naher Zukunft werden nicht mehr Bildungsund Politiksysteme für unser Erleben und Verhalten im Alltag ausschlaggebend sein, sondern die technischen Möglichkeiten, die seit der Entstehung der Digitaltechnik mit kaum vorstellbarer Geschwindigkeit laufend entstehen. Die digitale Transformation verändert 8

Angebot und Nachfrage in der Wirtschaftsund Arbeitswelt sowie die politische Willensbildung und die rechtlichen Rahmenbedingungen. Rund um den Globus entstehen neue politisch und wirtschaftlich begründete Bündnisse und Blöcke. Oder sie werden ergänzt und kontinuierlich ersetzt durch digitale Netzwerke und Telekooperationen. Selbst bei der Sicherung von Grenzen und der Durchsetzung eigener Interessen als Abwehr von Migration oder als Gegenwehr in gewalttätigen Konflikten wird die digitale Macht den Einsatz militärischer Mittel entscheiden.

Überwindung von Raum und Zeit Automatisierung, Steuerung und Digitalisierung sind die Vorläufer von selbstlernenden Organisationen. Das digitale Zeitalter bringt nicht nur neue Arbeits- und Organisationsformen, sondern sprengt auch die Grenzen von Raum und Zeit. Durch die Möglichkeit der räumlichen Verteilung von Wertschöpfungsaktivitäten werden selbst Zeitzonen überwunden. Informations- und kommunikationstechnische Infrastrukturen machen es möglich, weltweit ohne Zeitverzögerung zu geringen

Der Autor Marc Pfirter. Jurist und Ethnologe. Selbständiger Unternehmer, Kurs- und Seminarleiter, führt das Begegnungs- und Bildungszentrum Villa Ferrette in St. Blasien (D) unter anderem mit Kursen und Workshops zu Holakratie und Smart Business.

Kosten und in verbesserter Qualität zu kommunizieren und arbeitsteilige Leistungsprozesse zu koordinieren. Wenn Koordination dereinst zu beliebigen Zeiten und von beliebigen Standorten aus erfolgen kann, werden auch Arbeitsplätze ihre räumliche Bindung verlieren. Können Unternehmen Arbeit in räumlicher und zeitlicher Hinsicht verteilen und verlagern, sind sie in der Lage, ihre Kunden an jedem Ort erreichen und zu jeder Zeit zu bedienen. Dies eröffnet grosse Flexibilitätsund Wachstumspotenziale, deren Nutzung theoretisch unbegrenzt ist. Wachstum kann nur noch durch Handelsschranken und staatliche Regulative eingeschränkt oder durch Marktmacht beherrscht werden. Wenn sich in der Politik heute wieder vermehrt protektionistische Muster erkennen lassen, werden fortgeschrittene Formen der Mensch-Computer-Interaktionen jeden Zaun überwinden. Dieser Prozess wird durch die Digitalisierung beschleunigt.

Neue Formen und Inhalte der Arbeit Verschiedene Effekte kennzeichnen das digitale Zeitalter. Zum ersten Mal in der Geschichte der Arbeit führen lernende Systeme mit künstlicher Intelligenz zu veränderten, umgekehrten Verhältnissen von Maschine und Mensch. Dies hat zur Folge, dass Maschinen den Menschen führen. Die Netzwerke für Menschen werden durch Netzwerke der Dinge abgelöst. Mensch und Maschine können nicht mehr getrennt betrachtet werden. Mitarbeitende funktionieren nicht mehr losgelöst von der Technologie; sie brauchen diese zunehmend für die Bewältigung ihres Alltags, aber auch für die Erhöhung ihrer Wertschöpfungsbeiträge. Digital Natives und die


Smart Work

künftigen Generationen werden auch auf der persönlichen Ebene dem Veränderungs- und Anpassungsdruck begegnen, indem sie Selbstverantwortung übernehmen (müssen) und in erster Linie für sich selbst und nicht mehr für die Firma effektiver sind. Spätestens dann werden Mitarbeitende zu eigenen Unternehmern.

Auswirkungen für Unternehmen Durch die Digitalisierung verändert sich für Unternehmen das Management von digitalen Risiken und von HR-Risiken grundlegend. Ein unzureichendes Verständnis oder die Delegation von Verantwortlichkeiten für das Digitalisierungsmanagement an dafür nicht geeignete Stellen können zu einem HR-Metarisiko werden. Unternehmen sollten deshalb nicht nur ihre Produkte und Beziehungen zu ihren Anspruchsgruppen den Anforderungen eines digitalen Zeitalters anpassen, sondern auch ihre Organisation im Innern. Die Veränderung von Management und Führung, der Aufbauorganisation und der Führungsinstrumente sowie die laufende Optimierung der technischen Steuerungs- und Hilfsmittel gehören zum digitalen Reifungsprozess.

Smart Business als Lebenshaltung Die digitale Reifung stellt eine betriebliche Notwendigkeit dar, um den Anschluss an den digitalen Kontext nicht zu verlieren. Smart Working bringt nicht nur eine Kulturveränderung mit sich, sondern ist eine Lebenshaltung, bei der jeder Einzelne privat und bei der Arbeit mehr Selbstverantwortung zu übernehmen bereit ist. Diese unternehmerischen Fähigkeiten jedes Einzelnen führen dazu, dass individuelle Ziele wie Selbstbestimmung, Mobilität und Unabhängigkeit die Grundbausteine künftiger organisatorischer Gestaltungskonzepte sein werden. Wenn nun ausgerechnet diejenigen Menschen, die am besten geeignet sind, auf Veränderungen zu reagieren, nicht die Kompetenz dazu erhalten, sondern verpflichtet werden, Strategien zu folgen, gehen

die qualifiziertesten Arbeitskräfte den Unternehmen verloren. Mit mehr Verantwortung und weitreichenden Kompetenzen wird jeder Einzelne im Unternehmen zu einer Führungsperson; natürlich mit dem Ziel, maximale Agilität und Flexibilität zu erreichen. Das mag nach Chaos tönen, ist aber in Tat und Wahrheit ein stark organisiertes System, welches die Macht, Entscheidungen zu treffen, nach der Arbeit und den Rollen von Menschen statt nach ihren Titeln verteilt.

Treiber oder Getriebene Genauso wie Bildungs- und Politiksysteme nicht mehr ausschlaggebend für unser Erleben und Verhalten im Alltag sein werden, entscheiden nicht mehr Unternehmensstrukturen und herkömmliche Hierarchien über Marktstellung und Wettbewerbskraft eines Unternehmens, sondern das flexible Zusammenarbeiten von selbstverantwortlichen Leistungserbringern von verschiedenen Standorten aus. Gerade Firmen, die im Digitalgeschäft tätig sind, sollten ein Interesse an Arbeitsleistungen haben, bei denen selbstverantwortliche und unabhängige Leistungsträger die erreichten Ziele in den Vordergrund stellen, die sich um eine effiziente Kommunikation und effektive Meetings statt um Bürokratie und Hindernisse kümmern. Ihnen soll der Schlüssel für die Erneuerung der Unternehmensorganisation und die Verbesserung von Arbeitsleistungen gegeben werden. Ob sie ökonomisch, sozial oder persönlich motiviert sind, spielt letztlich keine Rolle. In allen Fällen wird es das Zusammenspiel der Kräfte sein, mit der Unternehmen ihre Performance steigern und gute Mitarbeiter halten können. Und es werden Menschen sein, die ihr Leben verändern und unabhängig und selbstverantwortlich gestalten möchten. Entscheidend ist, dass Veränderungen eher bewirkt werden, wenn sie durch einen oder mehrere solcher Treiber angestossen werden. Ob das

Rezept dazu dereinst Lehrbüchern zur Holakratie oder Anleitungen für die Einführung von Smart Working entnommen wird, spielt keine Rolle. Die Zukunft des eigenen Unternehmens verdient es, sich mit Smart Working zu befassen und dabei aus der Palette von Empfehlungen wenigstens einige Empfehlungen und Hinweise für den einzelnen Mitarbeiter und Unternehmer zu beachten: ∙∙ Digitalisierungsstrategien gehören zu den Aufgaben der strategischen Führung. ∙∙ In grösseren Firmen ist die Einsetzung eines Chief Digital Officer für die Definition und Umsetzung der Digitalisierungsstrategie und von Digitalisierungsprojekten sinnvoll. ∙∙ Big-Data und die Miniaturisierung klassischer IT-Komponenten sind Marksteine in Geschäftsberichten. ∙∙ Kundeninteraktionen und der Umgang mit Disruptionen bei digitalen Technologien sind wichtige Schulungsinhalte. ∙∙ Menschen und ihr Verhalten werden in automatisierte Geschäftsprozesse integriert. ∙∙ Für Mitarbeitende werden Arbeitseinsätze geschaffen werden, bei denen individuelle Ziele wie Selbstbestimmung, Mobilität und Unabhängigkeit die Grundbausteine organisatorischer Gestaltungskonzepte darstellen. ∙∙ Unternehmensführung und Entlöhnungsmodelle werden ausgerichtet auf das durch Arbeit und Leistung unabhängig von Zeit und Raum entstehende Flexibilitätspotenzial. Und zu guter Letzt sollten Mitarbeiter im Rahmen von neuen Kooperations- und Koordinationsmodellen als Unternehmer in die Verantwortung eingebunden werden, weil gerade sie in der Lage sind, neue Geschäftschancen für das eigene oder eben für andere Unternehmen zu entwickeln. <<

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Sicher unterschreiben – digital managen: Unterschriften-Pads von Wacom Ob im Handel, bei Banken, im öffentlichen Bereich oder anderswo: Die eigenhändige Unterschrift wird bei vielen Prozessen zur Autorisierung benötigt, auch zukünftig. Elektronische Signaturlösungen sorgen für die Einbettung der Unterschrift in das elektronische Dokumentenmanagement – damit Prozesse ohne Medienbruch ablaufen und damit erheblich effizienter werden. Der Marktführer bei Unterschriften-Pads, Wacom, bietet seit nunmehr 10 Jahren seine Produkte an. Weltweit sind Hunderttausende davon im Einsatz. Auslöser für die Produktentwicklung waren vor allem Anforderungen aus dem Finanzbereich. Sie forderten eine Unterschriftenlösung, die eine hohe Qualität bei der Erfassung bieten konnte und eine Hardware, die robust auf häufigen Gebrauch ausgelegt war. Heute werden Unterschriften Pads nicht nur von Finanzinstitutionen in vielen Ländern genutzt. Auch im Handel, der Versicherungsbranche, der Telekommunikation und in Behörden (beispielsweise in Bürgerbüros oder Zulassungsstellen) werden die Pads erfolgreich eingesetzt. Dabei spielt die eingesetzte Technologie eine wichtige Rolle: Wacom arbeitet mit einer patentierten Technologie, der sogenannten EMR-Technologie (elektromagnetische Resonanz). Der Vorteil liegt nicht nur in einer hohen Qualität bei der Erfassung der Unterschrift, sondern auch darin, dass die Oberfläche extrem robust und kratzfest realisiert werden kann und der jeweilige Stift völlig ohne Batterie auskommt – ein wichtiger Faktor vor allem beim Dauereinsatz. Ausserdem wird der Stift so leichter und ergonomischer. Mit der EMR-Technologie lassen sich auch biometrische Daten erfassen. Das bedeutet: Es wird nicht nur ein Bild der Unterschrift erfasst, sondern auch die Druckstärke und die Geschwindigkeit, mit der die Unterschrift geleistet wird. Mit diesem biometrischen Profil ist es möglich, Unterschriften zu erfassen, die dem Unterzeichner und seinem Vertragspartner eine rechtliche Sicherheit gewährleisten. Damit können beispielsweise Tarifverträge in der Telekommunikation abgeschlossen oder Bankgeschäfte abgewickelt werden. Um den Kunden eine breite Auswahl zu bieten, stellt Wacom vier verschiedene Unterschriften Pads und 3 Unterschriften Monitore zur Verfügung, die für alle Einsatzzwecke geeignet sind. Das STU-300B ist das kleinste Produkt. Mit seinem kompakten

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Schwarz-weiss Display ist es ausschliesslich auf die Erfassung von Unterschriften ausgelegt. Die kompakte Bauweise macht es auch für den mobilen Einsatz tauglich. Einen Schritt weiter geht das STU-430/430V, das ein etwas grösseres Display hat und dadurch nicht nur längere Unterschriften erfassen kann, sondern auch Platz für Software-Tasten bietet. Das STU-530 bietet ein 5-Zoll Farb-LC Display und kann daher beispielsweise auch für Branding- und Marketingaktionen genutzt werden, wenn es nicht zum Unterschreiben gebraucht wird. Das Spitzenmodell STU-540 rundet die Serie ab, es ist für virtualisierte Desktop-Umgebungen geeignet und vermittelt ein noch natürlicheres, papierähnliches Schreibgefühl. Die Unterschriften Displays DTU-1031x, DTU-1141 und DTK1651 bieten in den Formaten 10,1 bis 15,6 Zoll zudem die Möglichkeit das zu unterzeichnende Dokument vollständig anzuzeigen, sowie in der Funktion als Windows Monitor Videos darzustellen oder als Informationsterminal zu dienen. Allen Pads und Displays gemeinsam ist ihre Robustheit und das natürliche Schreibgefühl. Nicht zuletzt deswegen nutzen auch zahlreiche Dritthersteller die Technologie von Wacom in ihren PCs und Laptops für den professionellen Einsatz – darunter namhafte Marken wie Samsung, Fujitsu, HP, Lenovo und Panasonic. Mit dem Bamboo Fineline für iPads adressiert Wacom auch mobile Lösungsanforderungen. Weitere Informationen unter www.signature.wacom.eu


topsoft Fachmagazin 17-2

Smart Work

Smart Working im Zeichen der Digitalisierung >> Die topsoft Redatkion im Gespräch mit Brigitte Ilsanker, CEO effimag Information Management AG

Welchen Zusammenhang sehen Sie zwischen Smart Working und Digitalisierung? Brigitte Ilsanker: Je besser die digitale Unterstützung, desto eher kann man smart arbeiten. Erst die Digitalisierung macht Smart Working möglich, denn sie befreit von Ort und Zeit der Tätigkeiten, liefert die notwendigen Informationen und verbindet die Beteiligten über verschiedene Kanäle. Gegenseitiger Austausch oder Prozessfreigaben sollen nicht warten müssen, bis alle Zeit für eine Sitzung haben. Mit zunehmender Digitalisierung erschliessen sich Automatisierungsmöglichkeiten quer durch das Unternehmen über Abteilungen hinweg, aber auch bei Arbeitsabläufen mit Kunden, Interessenten und Lieferanten. Smart Working und Digitalisierung gehen Hand in Hand – das spart Zeit und Geld.

Worin besteht der Anreiz für Unternehmen, sich mit Themen wie Collaboration, Social lntranets oder Prozessautomatisierung zu beschäftigen? Ohne Zusammenarbeit geht gar nichts. Keine Arbeit ist heute so isoliert, dass sie ohne Input anderer machbar wäre. Arbeitsflüsse gehen in jedem Unternehmen durch viele Hände, Informationsflüsse durch viele Hirne. Die meisten Mitarbeitenden wollen gerne smart arbeiten. Junge Leute tummeln sich mit dem Smart Phone in den digitalen Medien. Wenn sie dann im Unternehmen sind, müssen sie auf eine Art und Weise arbeiten, die sie als vorsintflutlich empfinden. Warum stellen wir ihnen die Tools nicht so zur Verfügung, dass sie gerne arbeiten? Social Intranets oder Digital Workplaces sind ideale Lösungen, um Fragen im Team zu klären oder gemeinsam Ideen zu diskutieren.

Ist Smart Working nicht eher ein Thema für grössere Unternehmen? Grosse Unternehmen investieren oft viel Geld in Themen, die gerade aktuell sind. Hohe Ausgaben für IT-Projekten wird auch als Innovationsfreude verkauft. Smarte Unternehmen organisieren die Arbeitsabläufe so, dass sie wirtschaftlicher arbeiten und gleichzeitig zufriedenere Mitarbeiter haben. Da sehe ich kleinere Firmen aufgrund ihrer Agilität sogar im Vorteil. Es braucht keine riesigen Budgets, um den Betrieb smarter zu machen. Manchmal kann die teuerste Software nicht viel mehr als ein paar Komponenten, die als Open Source kostenlos verfügbar sind. Schlussendlich geht es darum zu erkennen, wo Arbeitsflüsse stocken oder Wachstum gebremst wird, unabhängig von der Unternehmensgrösse.

Wie viel IT braucht es, um smart zu arbeiten? Nicht viel IT, sondern die richtige IT braucht es. Im Moment beobachte ich Unternehmen, die damit beschäftigt sind, die vorhandenen Systeme am Laufen zu halten. Oft fehlt die Zeit, sich mit der Zukunft und der bestmöglichen Unterstützung der Arbeitsprozesse zu beschäftigen. Software und Daten sind häufig redundant vorhanden. Dies bringt viel Aufwand für Wartung und Pflege mit sich, ohne

Brigitte Ilsanker ist Expertin für Digital Workplaces, Softwarearchitektin und leitet als CEO die effimag Information Management AG. Als Software-Beratungspartner unterstützt die effimag Unternehmen in folgenden Bereichen: Intranet, Mitarbeiter- und Unternehmensportale, Collaboration und verteilte Teamarbeit, Customer und Lead Management, mobile Apps, Personalprozesse, Qualitätsmanagement, Social Business, Marketingautomatisierung und Software-Evaluation.

dass daraus ein Mehrwert resultiert. Dazu ein Beispiel: Mitarbeitende beklagen sich über die Mailflut, und Systemadministratoren jammern über den damit verbundenen Speicher- und Verwaltungsaufwand. Anstatt nun noch eine Anwendung für das Komprimieren der Mailboxen einzuführen, wäre es nachhaltiger, mittels digitalem Workplace für eine effiziente Informationsverteilung zu sorgen.

Welche Rolle spielt der Faktor Mensch beim Thema Smart bzw. Digital Working? Wenn jemand sein Wissen grundsätzlich nicht gerne mit den Kollegen teilt, wird er es auch im Digital Workplace nicht gerne tun. Jemand, der sich nicht für seine Arbeit interessiert, wird auch mit noch so viel digitaler Unterstützung nicht zum Genie. Herrschen in der Firma Strukturen, welche die Zusammenarbeit nicht fördert, dann bleibt jedes Collaboration Tool reine Makulatur. Stress durch Digitalisierung entsteht nur dann, wenn man die Kontrolle verliert. Erreichbar sein zu müssen, ohne etwas erreichen zu können, ist frustrierend. Wenn ich aber wichtige Informationen schnell bekomme und gleich wieder nutzbringend an andere Empfänger weitergeben kann, gewinne ich Zeit und Handlungsspielraum.

Wo sehen Sie die Erfolgsfaktoren und Stolpersteine auf dem Weg zu Smart Working? Ein häufiger Fehler ist die Annahme, dank eines digitalen Tools auch besser zu arbeiten. Für Smart Working müssen organisatorische Weichen gestellt werden. Eine klassische Silo-Hierarchie ist dabei hinderlich. Es ist leichter, ohne Tools eine smarte Arbeitsorganisation aufzubauen, als mit teurer IT in alten Strukturen voranzukommen. Oft verliert man bei einer rein technischen Betrachtungsweise das eigentliche Ziel aus den Augen. Erfolg hat, wem es gelingt, die betrieblichen Ziele mit den passenden Tools umzusetzen. Dafür braucht es oft einen «Übersetzer», d.h. jemanden, der die IT-Sprache versteht und sich mit der Thematik auskennt. So entsteht eine smarte Brücke zwischen Business und Technologie. Das Gleiche gilt, wenn man sich nur auf die Unternehmensprozesse konzentriert und diese quasi zementiert. Prozesse ändern sich ständig, weil die Welt um uns nicht stehen bleibt. Wer alte Prozesse mit Tools unterstützt, vergoldet den Hammer anstatt den Akkuschrauber zu verwenden. <<

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Mobile ERP topsoft Fachmagazin 17-2

Mobile Unternehmenslösungen – allzeit bereit Vorbei sind die Zeiten, als der Zugriff auf die Unternehmenslösung nur vom Schreibtisch aus möglich war. Internet sei Dank, lassen sich heute Kundenaufträge, Lieferantenbestellungen, Preislisten, Lagerbestände und vieles mehr auch von unterwegs abrufen und verwalten. Allzeit bereit, so die Devise unserer mobilen Arbeitswelt. >> Alain Zanolari | schmid +siegenthaler consulting gmbh

Egal wo, wann und wie – mobile Unternehmenslösungen stehen unabhängig vom Standort, der Tageszeit und dem Endgerät zur Verfügung. Soweit so gut. Aber wie definiert sich eigentlich eine solche Lösung? Welche Kriterien müssen erfüllt sein, damit Business Software als mobil bezeichnet werden kann? Anstelle einer tiefschürfenden Abhandlung mit technischen Haarspaltereien, wollen wir anhand von fiktiven Szenarien einige «mobile» 12

Anregungen für die Praxis liefern. Klar ist: DIE mobile Unternehmenslösung gibt es nicht. Schlussendlich entscheiden die individuellen Bedürfnisse der Anwender. Praktisch in jeder Branche gibt es Anwendungsbereiche, wo sich mobile Unternehmenslösungen lohnen. Gerade im Kontakt mit Kunden oder Partnern kann es ein entscheidender Wettbewerbsvorteil sein, wenn

man umgehend und vor Ort reagieren kann. Der Kunde erwartet grösste Effizienz – immer und überall. Und wenn Sie sich nicht sofort um Ihre Kunden kümmern: Ihre Konkurrenz macht das sehr gerne. Eine Zusammenstellung verschiedener Kriterien und Lösungsanbieter finden Sie auch in der nachfolgenden Marktübersicht.


Mobile ERP

Szenario 1: Verkaufsaussendienst

Szenario 2: Serviceauftrag

Die persönliche Betreuung von Kunden ist gerade im B2B-Umfeld von hoher Bedeutung, denn Kundennähe schafft Wettbewerbsvorteile. Direkt vor Ort können Bedürfnisse abgeklärt werden, allfällige Probleme besprochen und direkt Bestellungen erfasst werden. Für die Mitarbeitenden im Verkaufsaussendienst bilden transparente Informationen die zentrale Grundlage für den Kundenkontakt. Da Aussendienstmitarbeitende in der Regel dezentral arbeiten, ist für sie der mobile Zugriff auf Terminkalender, die Abfrage von vergangenen und laufenden Kundenbestellungen, aktuelle Artikelinformationen, aber auch der Zugriff auf Notizen, Mails und Dokumente wichtig. Begleiten wir doch mal Sybille* etwas durch den Tag.

Service-Dienstleistungen sind für viele Unternehmen ein wertvolles Differenzierungsmerkmal. Nebst eigentlichen Service-Organisationen bieten oft auch Handels- und Produktionsfirmen entsprechende Leistungen an. Die Kundenzufriedenheit hängt dabei stark von der Reaktionsfähigkeit, der Qualität der ausgeführten Arbeiten und den damit verbundenen Kosten ab. Der Einsatz eines geeigneten ERPSystems kann die Wettbewerbsfähigkeit massgebend beeinflussen. Da Servicemitarbeitende in der Regel häufig unterwegs sind, benötigen sie einen mobilen Zugriff auf die zentrale Unternehmenslösung inklusive Produktdokumentationen, Serviceverträge und Manuals. Für eine rasche Leistungsverrechnung muss ein durchgängiger, mobilfähiger Rapportierungsprozess gewährleistet sein. Folgen wir mal Mirco für eine kurze Zeit.

Die Tazzaroma SA in Belliken beliefert Restaurants, Hotels und Firmen mit exklusiven Kaffees aus der eigenen Rösterei. Ihre Aussendienstmitarbeiterin Sibylle Karzer reist in der ganzen Deutschschweiz umher, um die Bestandeskunden zu betreuen und die röstfrischen Bohnen auch neuen Kunden schmackhaft zu machen. Am Morgen greift Sibylle mit ihrem Tablet auf den Terminkalender im ERP-System zu und überprüft, welche Besuche heute anstehen. Bequem kann Sie dabei auch Termine aus dem Outlook mit dem ERP synchronisieren. Die Kundenadressen sind stets aktuell und werden ihr direkt auf dem Tablet angezeigt. Die heutige Route hat sie mit Hilfe der Online-Karten geplant, wo die Ziele der geplanten Termine automatisch angezeigt werden. Selbstverständlich sieht Sibylle jederzeit, ob und was die Kunden bestellt haben. Auch auf die gesamte Korrespondenz, die Notizen des Verkaufsteams und die anderen Aktivitäten in Zusammenhang mit diesem Kunden hat sie dank WLAN oder Mobiltelefon jederzeit Zugriff. Noch bevor sich Sibylle ins Auto setzen kann, klingelt ihr Handy. Ein Kunde verschiebt den Termin kurzfristig von heute auf nächste Woche. Das ist auf dem Tablet schnell erledigt und die Gesprächsnotiz kann sie auch sofort im Kundenprofil im ERP hinterlegen – und die Verkaufsabteilung sieht diese Informationen umgehend. So kann diese bei weiteren Kontakten mit dem Kunden darauf Bezug nehmen. Die Fahrt zum ersten Kunden dauert nicht lange und im Restaurant Löwen in Grünwil wird Sibylle schon erwartet. Kurz vorher hat sie allerdings noch schnell abgecheckt, ob der Wirt des Löwen vielleicht noch offene Posten hat, sie hätte ihn darauf ansprechen können. Aber das Kundenkonto ist ausgeglichen, alles in bester Ordnung. Das Gespräch verläuft sehr positiv, der Wirt ist äusserst zufrieden mit den Produkten von Tazzaroma. Auf seine Frage, ob 50 kg des Tazzaroma Intenso bis übermorgen geliefert werden können, checkt Sibylle kurz auf dem Tablet den Lagerbestand und die Lieferfristen. Sie kann grünes Licht geben und löst gleich die Bestellung für den Kunden aus. Dabei geht die Bestätigung automatisch per E-Mail an den Kunden raus. Auch wünscht der Wirt ein schriftliches Angebot für eine weitere der hervorragenden italienischen Kaffeemaschinen, welche die Tazzaroma im Sortiment hat. Mit wenigen Eingaben hat Sibylle die Offerte im Tablet erstellt und ebenfalls per E-Mail verschickt. Der Wirt will sie sich dann später in aller Ruhe ansehen und mit anderen Offerten vergleichen. So hat Sibylle Karzer stets Zugriff auf alle Kundendaten und kann auch unterwegs die Kunden optimal beraten und bedienen. Und der Kunde braucht nicht zu warten, bis sein Auftrag bearbeitet ist – es geschieht sofort.

Die Firma HeizStar Systems AG in Grünwil verkauft und unterhält Heizsysteme für die ganze Schweiz. Ein besonderes Augenmerk richtet der Inhaber dabei auf einen effizienten und flexiblen Kundendienst, denn gerade bei Heizungen ist ein schnelles Handeln sehr wichtig. Und die Konkurrenz ist gross, HeizStar muss einfach schneller reagieren und effizienter arbeiten als die Mitbewerber. Mirco Isenegger ist Servicetechniker bei HeizStar und hat auch heute wieder einige Aufträge im Kalender. Diesen checkt er auf seinem Tablet, welches direkt mit dem ERP-System der Firma verbunden ist. Alle periodischen Serviceaufträge tauchen dort auf, aber auch die Termine für die Notfallreparaturen werden durch die KundendienstAbteilung dort eingetragen. Die gesamten Kundendaten und -history sind jederzeit aktuell abrufbar und so sieht Mirco, welche Serviceverträge die Kunden jeweils abgeschlossen haben. Auch hat er die Geräteinformationen, die Gerätehistory und auch die Pläne und Manuals jederzeit zur Hand, ohne dass er schwere Ordner in den Keller tragen müsste. Da Mirco ja oft in Räumen ohne WLAN oder Mobilverbindung arbeitet, lädt er die Informationen jeweils für den Tag auf das Tablet und kann so auch offline problemlos auf die Kunden- und Gerätedaten zugreifen. Alle Notizen, die er dort erstellt, werden dann automatisch ins ERP übertragen, wenn das Gerät wieder über Datenempfang verfügt. Heute steht als erster Auftrag die Heizanlage im Altersheim in Seethalen auf dem Plan. Hier ist der regelmässige Jahresservice geplant. Nach dem Abschluss der Arbeiten kann Mirco die geleisteten Arbeiten und den Materialverbrauch direkt auf dem Tablet erfassen. Den Arbeitsrapport lässt er sich gleich auf dem Laptop vom Facility Manager unterschreiben und als PDF ablegen, die Kopie geht per E-Mail direkt an den Kunden. Den Termin für die nächste Wartung macht er auch noch gleich aus und trägt ihn via Tablet im System ein. Der Abwart des Altersheims zückt dafür seine Agenda und sucht nach einem Kugelschreiber. Beim nächsten Kunden, der uns schon bekannten Kaffeerösterei Tazzaroma in Belliken, ist die Heizung defekt und deshalb ist hier vom Kundendienst eine Notfallreparatur im Plan eingetragen worden. Nach der erfolgreichen Reparatur kann er mit dem InfrastrukturVerantwortlichen der Unternehmung gleich noch einen Servicevertrag abschliessen. Dies erledigt er gleich online auf dem Tablet und lässt diesen sofort unterzeichnen. Auch hier geht die Kopie direkt per E-Mail als PDF an den Kunden – total papierlos. Auch für Service-Techniker und die Kunden zeigen sich schnell die vielen Vorteile eines mobilen Zugriffs auf die Unternehmensdaten.

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Mobile ERP topsoft Fachmagazin 17-2

Szenario 3: Projektmanagement Nebst ihrer Desktop-Tätigkeit sind Projektmanager häufig direkt am Ort des Geschehens anzutreffen. Um ihre Aufgaben auch ausserhalb des Unternehmens wahrnehmen zu können, sind sie auf mobil verfügbare Informationen und Funktionen des zentralen ERP-Systems angewiesen. Projektdaten müssen nicht nur abgefragt, sondern bei Bedarf auch erfasst und geändert werden können. In schwierigen Situationen ist ein rasches Reagieren notwendig. Der Zugriff auf projektbegleitende Dokumente ist von zentraler Bedeutung. Das sehen wir, wenn wir Mirjam mal kurz über die Schulter schauen. Als Projektmanagerin muss Mirjam LaSalle die Fäden in der Hand halten. Tätig ist sie beim Gartenbauunternehmen Vieverte AG in Seethalen und sie betreut verschiedene Projekte sowohl bei Gemeinden und Firmen als auch bei Privatpersonen. Natürlich arbeitet Sie zum grossen Teil vom Büro aus, aber als Leiterin muss sie eben auch ab und zu vor Ort nach dem Rechten sehen. Mit der Gemeinde Seethalen hat Vieverte ein grosses Projekt beim Altersheim am Laufen, wo ein Grossteil der Parkanlage neu angelegt wird. Dabei ist es wichtig, dass Mirjam stets den Projektstatus abfragen kann. Einige Arbeiten sind an Subunternehmer vergeben worden. Sie kann die Einhaltung der Termine überwachen und Aufgaben zuteilen. Dafür steht ihr Tablet in ständiger Verbindung mit dem ERP-System von Vieverte. So hat Mirjam stets Zugriff auf alle relevanten Daten in Echtzeit. Wenn es Änderungen gibt, wird das sofort auf allen Geräten abgebildet. Wenn also ein Kunde einen Termin per Telefon

beim Kundendienst verschiebt, sieht das Mirjam umgehend auf ihrem Gerät und kann gegebenenfalls reagieren. Mirjam kann jederzeit Aufgaben neu erfassen oder diese anderen Personen neu zuordnen. Dabei besteht auch die Möglichkeit, bei Bedarf Termine zu ändern oder auch ein neues Teilprojekt zu eröffnen. Dabei behält sie die Ressourcenplanung stets im Auge und verwaltet diese mittels Ihres Geräts, egal ob im Büro oder vor Ort – denn sie hat stets Zugriff auf die aktuellen Daten aus dem zentralen ERP-System. Alle Projektdokumente sind online hinterlegt und sie kann diese jederzeit aufrufen, ohne die Unterlagen in Papierform mitschleppen zu müssen. Natürlich sind auch sämtliche Kontaktdaten stets aktuell und können jederzeit aufgerufen werden. Eine Übersicht über das Projektbudget und die laufenden Kosten hilft Mirjam, das mit dem Kunden vereinbarte Kostendach im Griff zu behalten.

Szenario 4: Management Um ihre Verantwortung gegenüber dem Unternehmen wahrzunehmen, sind Führungskräfte auf den ortsunabhängigen Informationszugriff angewiesen. Any time, in any place and on any device – für keine Anwendergruppe trifft diese Forderung stärker zu als fürs Management. Benötigt werden aktuelle Daten zur Auftragslage, zu Kapazitäten, zur Finanzplanung und vieles mehr. Gleichzeitig müssen Aufgaben und Termine koordiniert und kontrolliert werden

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Mobile ERP

können. Dank mobilen Unternehmenslösungen lassen sich diese Anforderungen unabhängig von Zeit und Ort bewältigen. Das zeigt auch Remigio hier mit einigen Beispielen. Gerade als Manager ist es wichtig, immer und überall auf alle relevanten Daten zugreifen zu können. Schliesslich trägt man ja die volle Verantwortung für die Firma. Deshalb hat auch Remigio Sant’Angelo, Chef der Kaffeerösterei Tazzaroma in Belliken stets sein Laptop dabei – und mit diesem immer Zugriff auf das ERP. So kann er jederzeit die aktuellen Aufträge überprüfen und den Mitarbeitern neue Aufgaben zuweisen. Dabei hat er stets auch Zugriff auf die Termine seiner Angestellten und kann so zu Sitzungen einladen. Auch für die Personalplanung muss er nicht extra ins Büro fahren – das kann er bequem online erledigen.

Zum Schluss noch ein bisschen Technologie Mobile Unternehmenslösungen zeichnen sich durch fortschrittliche Technologien und Betriebsmodelle aus. Nachfolgend eine Auswahl verschiedener Kriterien – die Aufzählung ist natürlich nicht abschliessend. Verliert ein Mitarbeiter sein Handy und besteht Gefahr, dass jemand unbefugt Zugriff auf die Firmendaten im ERP nehmen kann, kann der Zugriff über das verlorene Handy jederzeit gesperrt werden. Dank Webservices lässt sich der Funktionsumfang erweitern. So kann z.B. ein übersichtliches Anmeldeformular für Neukunden programmiert werden, welches dann automatisch die Angaben in das ERP überträgt.

Jederzeit kann Remigio überall Auswertungen abfragen und, nach Bedarf und Möglichkeit, auch ausdrucken – oder diese per E-Mail als PDF verschicken. Aber auch die Finanzen hat er im Griff, so kann er offene Posten oder die aktuellen Umsatzzahlen jederzeit abrufen und dann die nächsten Schritte einleiten.

Von Vorteil ist die Offline-Verfügbarkeit mobiler Systeme, insbesondere dort, wo ohne Datenverbindung gearbeitet werden muss. Solche offlinefähigen Lösungen verfügen in der Regel über eine vorgängig kopierte Version der Unternehmensdaten. Sobald die Verbindung zum zentralen Rechner wieder steht, erfolgt eine Synchronisation der inzwischen veränderten Daten.

Mit diesen Zahlen kann er problemlos eindrucksvolle Präsentationen erstellen, die er Geschäftspartner oder Kunden bei Besprechungen vorführen kann. Das wirkt kompetent und schafft Vertrauen.

Mit einem Tracking-System kann das Unternehmen jederzeit den Standort eines Servicetechnikers eruieren und ihn auch kurzfristig eine neue Aufgabe zuteilen.

Hier zeigt sich, wie gerade auch das Kader von einer mobilen Lösung profitiert, die den Menschen die für die Führungsarbeit nötigen Informationen jederzeit zugänglich macht.

*Alle Namen sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit existierenden Firmen, Produkten oder Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.

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Kontaktperson Raffaelle Grillo

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Als Alpha Solutions AG sind wir mit unseren 80 Mitarbeitern auf die Einführung von ERP & CRM Lösungen aus dem Hause Microsoft spezialisiert. Unser Fokus liegt auf einer optimalen Prozessberatung, der Transformation in die Digitalisierung sowie die Kombination von Technik und modernsten Lösungen. Wie können Sie von Alpha Solutions AG profitieren? ∙∙ Digitalisierung von Prozessen (Automatisierungen, Schnittstellen, EDI) ∙∙ Mobiles Arbeiten (Logistik, Aussendienstmitarbeiter, Verkauf) ∙∙ Integration von Serviceprozessen ∙∙ Prozessoptimierungen und Effizienzsteigerungen ∙∙ Cloud Lösungen & Services

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Kontaktperson Dominic Achermann

ieffects ag Stampfenbachstrasse 63 8006 Zürich T +41 43 205 25 03 www.ieffects.com info@ieffects.com

Wir sind ein Schweizer IT Software Unternehmen mit der Kernkompetenz mobile eCommerce Apps und Frameworks zu entwickeln. Seit 2009 verbinden wir bestehende betriebswirtschaftliche Standardsoftware mit mobilen Endgeräten. Als Entwickler liegt es in unserer Verantwortung, bestehende Technologien zu hinterfragen und IT Lösungen zu verbessern. Kein eCommerce Player kann es sich heute mehr leisten, den mobilen Kanal zu vernachlässigen. Mobile optimierte Webseiten für Online Shops und Shopping-Apps bleiben jedoch meist weit hinter den Kundenerwartungen. Nachweislich führen bei über 50 % der Nutzer lange Ladezeiten zum Kaufabbruch sowie zu einem nachhaltigen Schaden der Marke. Gerne steht Ihnen unser Team aktiv bei der Beratung und Implementierung Ihrer mobilen eCommerce Strategie zur Seite. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

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Produkte / Kernkompetenzen mobile e-commerce apps mobile e-commerce frameworks offlinefähig schnell - einfach - zuverlässig durch einzigartige SynchronisationsTechnologie

Kontaktperson Urs Marti


Mobile ERP

Informing AG Sumpfstrasse 32 6300 Zug T +41 41 618 84 44 www.informing.ch info@informing.ch

Die Informing AG unterstützt und begleitet seit 30 Jahren KMU in verschiedenen Branchen und macht vermeintlich Unmögliches möglich. Mit der Business Software IN:ERP sind Sie in der Lage, schnell und einfach Ihre Geschäftsprozesse abzubilden, einzuführen und den Anforderungen an mobile Unternehmenslösungen gerecht zu werden. Mit den Modulen MobileLogistik SCM und MobileService erhalten Sie die Möglichkeit zur papierlosen Erfassung relevanter Prozessdaten und, abseits von einem PC-Arbeitsplatz, Prozessdaten zu lesen und zu erfassen. Eine mühsame manuelle Nachbearbeitung entfällt und Sie sparen wertvolle Zeit. Mit dem Modul SmartWeb können individuell aufgebaute Webseiten erstellt werden. Dies ermöglicht eine genau auf die Bedürfnisse abgestimmte Oberfläche für mobile Anwendungen zu erhalten, die auf dem Endgerät (PC, Tablet, Smartphone) lediglich einen Browser benötigt. Verkauf, Beratung, Einführung, Weiterentwicklung und Service – alles aus einer Schweizer Hand – IN:ERP – die Business Software aus Zug

myfactory Software Schweiz AG Zürcherstrasse 66 b 9000 St. Gallen T +41 71 274 57 67 www.myfactoryschweiz.ch info@myfactoryschweiz.ch

Opacc Software AG Industriestrasse 13 6010 Kriens T +41 41 349 51 00 www.opacc.ch welcome@opacc.ch

Kontaktperson Paolo Giani / Roland Böckli

Produkte / Kernkompetenzen

Nutzen Sie die Vorteile von Smart Working: myfactory überzeugt als webbasierte Gesamtlösung für anspruchsvolle KMU mit grossen Funktionsumfang und uneingeschränkter Mobilität. Handels-, Produktions- und Dienstleistungsunternehmen profitieren von einer vollständig integrierten Unterstützung sämtlicher Geschäftsprozesse. myfactory vereint ERP, CRM, PPS, MIS, Groupware, CTI und Schweizer Buchhaltung/Lohn in einem einzigen System.

Cloud-ERP aus der Schweiz ERP, PPS, MIS, Lohn CRM, Marketing E-Commerce, Portal, Webshop Fibu/Debi/Kredi/Costing Service/Support Dokumentenverwaltung Mobile Business, Smartphone/Tablet Zeitwirtschaft REST API Software as a Service Beratung, Schulung, Entwicklung

Vergessen Sie komplizierte Installationen und teure Investitionen! Als echtes Cloud-ERP lässt sich myfactory komplett über das Internet nutzen – jederzeit und überall. Nebst dem vollintegrierten Webshop, zahlreichen Zusatzfunktionen und dem kostenlosen Swiss Solutions Erweiterungspaket bietet myfactory direkte Anbindungsmöglichkeiten zu Drittsystemen. Nie war mobiles Arbeiten einfacher! Testen Sie myfactory jetzt völlig unverbindlich und kostenlos.

Kontaktperson David Lauchenauer

Alle Kompetenzen unter einem Dach

Produkte / Kernkompetenzen

Opacc ist ein mittelständischer, inhabergeführter Schweizer Softwarehersteller mit über 100 Mitarbeitenden mit Hauptsitz in Kriens-Luzern. Das Kerngeschäft ist die Entwicklung und der Ausbau der eigenen EnterpriseSoftware sowie deren Implementierung und Betreuung bei den Kunden. Opacc digitalisiert die Geschäftsprozesse der (mobilen) Kunden auf einer einzigen Anwendungsplattform.

OpaccERP OpaccERP MobileSales OpaccERP MobileService OpaccERP MobileWarehouse OpaccERP MobileBDE OpaccEnterpriseCRM OpaccEnterpriseShop OpaccOXAS Eine Plattform für alle Anwendungen Eine Plattform für alle Daten und Funktionen Eine Plattform für stationäres und mobiles Arbeiten

Opacc Extended Enterprise Software Die Enterprise Software basiert auf einer offenen Software-Architektur und aktuellen Technologien. Die Kunden können zwischen klassischen On-premise- und modernen Cloud-Betriebskonzepten wählen. Opacc ist die Software mit der mehrfach bestbewerteten Update-Fähigkeit (Trovarit 2016).

Steps macht mobil – Steps Mobile App! Vernetzung und Mobilität im digitalen Zeitalter

Böndlern 2 5420 Ehrendingen T +41 56 210 45 65 www.stepahead.ch info@stepahead.ch

IN:ERP Basis (SCM/CRM/Logistik) IN:MobileLogistik/MobileCRM IN:Produktion (PPS) IN:Anlagen&Service (MobileService) IN:Finanz IN:BI IN:Projekt IN:Time IN:Archiv und DMS-Integration IN:Integrationen (EAI) IN:SmartWeb IN:Layout/Webshop

myfactory – die smarte Unternehmenslösung aus der Cloud

Mobil nathlos zusammenarbeiten: https://www.opacc.ch/feature-mobile

Step Ahead Schweiz AG

Produkte / Kernkompetenzen

Jederzeit und überall - Heutzutage erwarten Anwender ihre Software auch auf dem Weg zur Arbeit oder beim Kunden über Laptop, Tablet Smartphone & Co. mobil zu nutzen. Vor allem bei Projekt- oder Service-Einsätzen sowie Auswärtsterminen im Verkauf benötigen die Mitarbeiter den direkten Zugang auf das CRM-& ERP-System. Hier unterscheiden wir zwischen On- und Offline-Lösungen. OfflineLösungen sind auch ohne Internetverbindung nutzbar. Die Daten sind auf dem Gerät und werden bei bestehender Internetverbindung synchronisiert. Ob Echtzeit oder nicht, wichtig für die Anwender ist die sofort verfügbare Eingabe- oder Informationsmöglichkeit. Der Umgang mit Daten von der Erfassung über Einsicht bis hin zur Änderung wird so zum Kinderspiel! Und Sie erreichen Ihre Ziele früher und sicherer – auch unterwegs.

Kontaktperson Alex Tiszberger

Produkte / Kernkompetenzen Die umfassende Unternehmenslösung für KMU Steps Business Solution: - CRM & ERP - Dokumentenmanagement - Business Intelligence - Rechnungs- & Finanzwesen - CTI - Hosting - eCommerce / Webshop - Mobile - uvm.!

Kontaktperson Thomas Frei

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User Experience topsoft Fachmagazin 17-2

User Experience und Business Software – ein Widerspruch? Business Software soll auf der einen Seite genügend Funktionen und Flexibilität haben, damit sie die Prozesse im Unternehmen abbilden und unterstützen kann. Auf der anderen Seite soll sie von unterschiedlichen Nutzern rasch und effizient eingesetzt werden können. Wie die Realität zeigt, bleibt letzteres oft auf der Strecke. Kollidieren hier also zwangsläufig unvereinbare Anforderungen? Nein, man muss es nur richtig anpacken. >> Dr. Christopher Müller | Die Ergonomen Usability AG

Aus Sicht der Ergonomie ist Business Software ein spannendes Thema. Hier treffen verschiedene, sich eigentlich widersprechende Grundanforderungen aufeinander. Auf der einen Seite braucht die Software einen vergleichsweise grossen Funktionsumfang, damit sie die verschiedenen Prozesse eines Unternehmens angemessen abbilden und unterstützen kann. Zudem soll sie flexibel sein, damit sie zu unterschiedlich grossen Unternehmen passt und den ständig ändernden Prozessen folgen kann. Auf der anderen Seite soll aber gerade Business Software von sehr unterschiedlichen Anwendertypen möglichst rasch und effizient genutzt werden können. Wohin das in der Realität gelegentlich führt, zeigt sich beispielsweise an den erratischen ERP-Kolossen, die heute den Markt dominieren. Dort siegt oft die Komplexität über die Benutzerfreundlichkeit. Aber auch Anwendungen für die Kundenpflege (CRM), das Projektmanagement, die Finanzwirtschaft oder die Personalpflege (HRM) geraten – etwas überspitzt gesagt – gern derart komplex, dass es tagelange Schulungen braucht sind, um nur schon ein Teilmodul davon zu verstehen. Kommt noch dazu, dass sie Bedienoberflächen haben, deren Anmutung nicht weit über die einer Tabellenkalkulation hinausreicht. Und bis die Nutzer effizient damit arbeiten können, steht oft schon die nächste Version vor der Einführung. Dabei wäre gerade Business Software ein Paradebeispiel dafür, wie man mit einem nutzergerechten Bedienkonzept im Unternehmen viel Zeit, Geld und Nerven sparen könnte. Schliesslich soll der Aufwand, den sie auf Nutzerseite verursacht, nicht einen Teil des angestrebten betrieblichen Nutzens wieder zunichtemachen. 20

Lässt sich der Widerspruch zwischen grossem Funktionsumfang und guter Bedienbarkeit überhaupt auflösen? Ja, durchaus - im Folgenden drei Leitsätze, die dabei helfen.

Erstens: Kenne deine Nutzer Wenn es um Usability geht, gibt es Spezialisten, die beigezogen werden können und sollen. Wer die richtigen findet, profitiert von ihrem Wissen und ihrer Erfahrung. Sie helfen, die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine zu optimieren. Idealerweise fungieren sie in Softwareprojekten als Mittler zwischen Nutzern, Business und Entwicklern. Das Ergebnis ihrer Arbeit hängt aber weitgehend davon ab, wie genau sie das Verhalten und die Bedürfnisse der Nutzer einschätzen können. Dies vorauszusehen ist aber gar nicht immer möglich, weil sich Menschen oft deutlich weniger rational verhalten, als wir es gerne hätten. Diese Irrationalität kann aber schlimmstenfalls ganze Strategien und Geschäftsideen ins Leere laufen lassen. Die Hersteller von Consumer-Produkten haben das mittlerweile erkannt. Bei der Entwicklung von BusinessSoftware scheint diese Einsicht aber noch nicht besonders weit verbreitet zu sein. Doch gerade hier wäre es sinnvoll, zuerst abzuklären, wie Durchschnittsnutzer grundsätzlich «funktionieren». Ihr Verhalten ist zu einem rechten Teil geleitet von Wünschen, Bedürfnissen, Ängsten, Abneigungen und so weiter. Obschon es schwierig klingt: Solche Aspekte sind heute recht zuverlässig messbar. Die Wissenschaft, die sich damit befasst, heisst Verhaltensökonomie (neudeutsch: Behavioral Insights). Sie untersucht die Treiber hinter menschlichem Verhalten mit wissenschaftlichen Methoden und macht die Irrationalität bis zu einem gewissen Grad vorhersehbar.

Hierzu bedient sie sich Experimenten, die das Verhalten von Menschen in einem bestimmten Kontext messen. Im Prinzip handelt es sich dabei um eine spezielle Art von Umfragen bei grossen repräsentativen Gruppen. Ein typisches Beispiel sind randomisierte kontrollierte Studien (Randomized Controlled Trials, RCTs), wie sie oft in der medizinischen Forschung angewandt werden. Das funktioniert etwa so: Um beispielsweise zu testen, wie eine bestimmte Änderung an der Bedienoberfläche auf das Verhalten wirkt, wird sie einer (zufällig ausgewählten) Teilgruppe von Studienteilnehmern vorgesetzt. Die andere Gruppe erhält die unveränderte Version. Nach einer bestimmten Zeit lässt sich die Wirkung der Massnahme anhand des unterschiedlichen Verhaltens der beiden Gruppen messen. Die Verhaltensökonomie kann also den klassischen Usability-Ansatz in einem heiklen Punkt ergänzen: Sie zeigt den Effekt von unterschiedlichen Herangehensweisen auf das Verhalten der Nutzer. Damit lassen sich schon sehr früh in Projekten Handlungsoptionen modellieren und testen. Die Modelle können dabei ähnlich aussehen wie wir sie vom Usability-Prozess her kennen. Im Gegensatz zu ihnen bieten sie aber stabilere Grundlagen, weil sie zusätzlich mit viel Empirie und Evidenz aus dem realen Kontext unterfüttert sind.

Zweitens: Sorge für eine Kultur, die Innovation schafft Für die Umsetzung von ergonomischen Anforderungen in der Softwareentwicklung gibt es heute bewährte Konzepte. Insbesondere bei agil aufgesetzten Projekten lassen sich Usability und Softwareentwicklung gewinnbringend miteinander verschränken. Was weniger bekannt ist: Unter den


User Experience

Dr. Christopher Müller Inhaber und CEO von Die Ergonomen Usability AG

richtigen Rahmenbedingungen lässt sich dabei auch zusätzliches Innovationspotenzial mobilisieren. Voraussetzung dafür ist, dass die Beteiligten dazu bewegt werden, ihre eigene Komfortzone zu verlassen, sich thematisch und fachlich in neues Terrain vorzuwagen. Dann verlassen die Entwickler ihre „sichere“ technische Ecke und bewegen sich auf die eher schlüpfrig empfundene Welt von Usability-Experten und Interaction Designer zu. Umgekehrt treten letztere aus ihrer kreativen Spielwiese heraus und nähern sich den trockenen technischen Sphären von Programmierern und Datenbankspezialisten. Dadurch entstehen neue Sichtweisen auf dieselbe Aufgabe, frische Ideen und originelle Ansätze. Damit das gelingt, braucht es bestimmte Voraussetzungen – hier die wichtigsten davon: ∙∙ Es muss klar und verbindlich festgeschrieben sein, was im Projekt entstehen soll (ein neues Produkt, ein Service, oder nur eine neue Funktion etc.). Das liefert die Grundlage dafür, dass sich in den Köpfen aller Beteiligten ein gemeinsames Ziel festsetzen kann.

∙∙ Es muss definiert sein, was in Code umgewandelt wird. So entsteht Sicherheit bezüglich des Auftrags und Klarheit bei den Zuständigkeiten. Das steigert die Effizienz und schafft so den nötigen Freiraum, um «fachübergreifend» nach innovativen Lösungen zu suchen. ∙∙ Es braucht eine Kultur, die den Innovationsprozess fördert. In agilen Projekten heisst das: Der erhöhte Bedarf an Kommunikation, Kooperation, gegenseitigem Respekt und Verständnis muss gedeckt sein. ∙∙ Es braucht den richtigen Projektleiter. Er ist in agilen und innovationsgetriebenen Prozessen nicht nur für Organisation, Strukturierung, Controlling zuständig, sondern auch für besagte Atmosphäre, die Kreativität erst ermöglicht. Hierfür braucht er den Blick fürs grosse Ganze, Erfahrung, Empathie und starke Nerven.

ist es unter Umständen sehr aufwendig bis unmöglich nachzubessern. Deshalb empfiehlt es sich, Usability- respektive Benutzertests schon sehr früh im Projektverlauf fix vorzusehen. Agile Methoden bieten hier einen guten Rahmen mit ihren kurzen Sprints. So lässt sich vermeiden, dass Teile oder ganze Projekte in ergonomische Sackgassen rasen. Ein bewährtes und wirksames Mittel gegen allerlei Usability-Katastrophen sind Prototypen, an denen sich die Mensch-MaschineInteraktion testen lässt. Sie helfen etwa Mängel in den Anforderungen aufzudecken. Was aber oft übersehen wird: Sie verbessern auch die Kommunikation innerhalb des Projektteams, also zwischen IT-Fachleuten, Auftraggebern und Nutzern. Dies tun sie, indem sie anhand eines konkreten Beispiels zeigen, wo es Missverständnisse zwischen den Beteiligten gibt. Die sind ja einer der grossen Stolpersteine in Softwareprojekten. Sie sind auch kaum zu vermeiden, weil die Beteiligten in unterschiedlichen Kontexten arbeiten, ihre eigene Sprache sprechen und Prioritäten womöglich auch noch anders setzen. Während die Nutzer einfach Lösungen haben wollen, interessieren sich IT-Fachleute eher für technisch elegante Lösungen. Und den Kollegen aus dem Business fällt es oft schwer, die Dinge nicht nur durch die Firmenbrille zu sehen. Ein Prototyp zeigt allen offensichtlich und neutral, wo Interessen kollidieren, wo etwas vergessen, nicht genügend genau definiert wurde.

Fazit Wer diese Leitsätze bei der Entwicklung einbezieht und ernst nimmt, dürfte am Ende eine Software erhalten, die nicht nur technisch gut und innovativ ist, sondern von den Nutzern auch geschätzt wird. Damit schafft er sich einen Vorteil in einem Markt, der nicht gerade mit ergonomisch herausragenden Produkten übersättigt ist. Dies ist nicht zu unterschätzen in einer Welt, in der für die meisten Nutzer die guten Apps auf dem Smartphone das Mass der Dinge in Sachen Ergonomie sind. <<

Drittens: Prototyp das! Dass man – zumal umfangreiche – Software vor dem Veröffentlichen an Nutzern testet, ist heute keine Frage mehr. Nur, wenn dies erst am Schluss, am quasi fertigen Produkt geschieht, 21


User Experience topsoft Fachmagazin 17-2 (Teil 1)

User Experience von Business-Anwendungen Was im Consumer Bereich heute über den Erfolg oder Misserfolg entscheidet, ist im Bereich der Business Anwendungen eben erst angekommen: Eine gute User Experience für Kunden, Mitarbeiter und Partner. User Experience, kurz UX genannt, wird immer mehr zum entscheidenden Differenzierungsmerkmal und Wettbewerbsvorteil. >> Christoph B. Bochsler | Cando

Was im Consumer Bereich heute über den Erfolg oder Misserfolg entscheidet, ist im Bereich der Business Anwendungen eben erst angekommen: Eine gute User Experience für Kunden, Mitarbeiter und Partner. Mehr denn je sind Unternehmen im Rahmen der Digitalisierung gefordert, optimale Kundenerlebnisse über alle Kontaktpunkte zu liefern, sei es um einen Wettbewerbsvorteil zu schaffen oder einen zu erhalten. Bereits 2020 wird das Kundenerlebnis den Preis oder das Produkt als Key Differentiator überholen. Was im Consumer Bereich heute bereits matchentscheidend ist, zeigt sich nun auch im Business Bereich: Nur wer es schafft, die Bedürfnisse der Kunden, Mitarbeiter und Partner gesamtheitlich abzuholen, effizient in den täglichen Arbeiten zu unterstützen und ein ausserordentliches Benutzererlebnis zu bieten, wird sich in Zukunft von der Masse abheben können.

Der Kunde von heute ist nun wirklich König Der Kunde wählt heute seinen bevorzugten Weg der Kontaktaufnahme zum Unternehmen selber – sei es über digitale oder physische Kanäle. Dabei sind die Kunden bereits an hervorragende Kundenerlebnisse gewöhnt und haben entsprechend hohe Erwartungen. 80% der Käufer sind bereit, mehr zu bezahlen für ein besseres Kundenerlebnis und über 70% des gesamten Kauferlebnisses basiert darauf, wie sich der Kunde fühlt oder behandelt wird.

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Umgekehrt wirkt sich ein schlechtes Kundenerlebnis in den Onlinekanälen gnadenlos aus: 79% der Kunden die sich nicht sofort abgeholt fühlen, setzen ihre Suche auf einer anderen Seite fort. Wobei hierunter «sofort» weniger als 3 Sekunden gemeint sind.

Disruptive Start-Ups zeigen wie es geht – die gesamtheitliche Customer Journey In Branchen wie dem Handel, Hotellerie oder Finanzbereich droht den traditionellen Unternehmen der direkte Kundenkontakt abhanden zu kommen. Neue Anbieter wie Uber, Airbnb oder Zalando differenzieren sich längst nicht nur über den Preis. Einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren von disruptiven Start-Ups liegt gerade in der Perfektionierung der Digitalisierung aller Prozesse und dem entsprechenden Benutzererlebnis für Kunden, Partner und Mitarbeiter. So versteht es Uber beispielsweise sowohl Passagiere, Taxifahrer wie auch die eigenen Mitarbeiter nahtlos miteinander zu verbinden und das gesamte Erlebnis persönlich zu gestalten. Als Kunde werde ich auf der ganzen Journey abgeholt. Bereits bei der Buchung sehe ich den ungefähren Preis, die Strecke und kenne den Namen meines Taxifahrers, dessen Bewertung durch andere Kunden. Diese neue Transparenz schafft Vertrauen und Sicherheit. Kurz vor dem Eintreffen des Taxis erhalte ich dann eine Push-Meldung auf mein Smartphone mit

der ungefähren Ankunftszeit, Auto Typ, Farbe und Nummernschild des Uber Taxis. Somit geht keine Zeit verloren bei der Ankunft und ermöglicht mir, in Ruhe meinen Kaffee fertig zu trinken, statt am Strassenrand zu warten. Dasselbe gilt für das Ende der Fahrt: Die Bezahlung ist bereits erledigt und ich kann direkt bei der Ankunft weiter zu meinem nächsten Ziel, ohne mich um Bargeld oder Kreditkartenzahlungen zu bemühen. Dieses Beispiel zeigt auf, dass ein gutes Benutzererlebnis nicht nur von der Technologie, einer App oder einer schön gestalteten Benutzeroberfläche abhängt, sondern die Bedürfnisse aller Beteiligten umfassend abdeckt - und zum richtigen Zeitpunkt und Kontext vor, während und nach der Fahrt unterstützt.

Die Chancen der herkömmlichen Unternehmen Viele traditionelle Branchen haben die Trends verschlafen. Als Reaktion versucht nun der Schweizer Taxiverband Taxisuisse mit seiner neun App «go!» Uber entgegenzuhalten. Ob dies mehr als drei Jahre nach dem Markteintritt von Uber noch reicht, wird sich zeigen. Dabei gibt es durchaus Chancen, die Stärken der herkömmlichen Unternehmen wie die bestehende Kundenbasis und das Vertrauen in die Marke mit dem Potenzial der Digitalisierung zu vereinen. So ergänzt die Digitalisierung den persönlichen Kontakt der Mitarbeiter mit den Kunden und verbessert damit


User Experience

Uber: Perfekte User Experience über die gesamte Reise sowohl vor, während und nach der Fahrt!

direkt das Kundenerlebnis. Ein Beispiel ist das Beratungsgespräch eines Kundenbetreuers einer Versicherung. Dank der Beratungsapplikation auf dem Tablet kann er seinem Kunden vor Ort die persönliche Situation visuell simulieren und mögliche Lücken grafisch aufzeigen lassen. Dies verbessert die Beratung anhand von Fakten die sofort verfügbar sind und der Kunde muss nicht mehrere Tage auf ein Angebot warten. Ein weiteres Beispiel ist der Handel, bei dem alle Kontaktpunkte sowohl online wie physisch im Laden nahtlos integriert werden. Kundenkarten sind zentral gespeichert, jederzeit in der App verfügbar statt im vollen Portemonnaie und Rabatte gelten für mich als Kunde unabhängig ob ich etwas online oder im Laden gekauft habe. Unter dem Stichwort Omnichannel experimentiert die Branche hier noch und sucht nach relevanten Mehrwerten wie der Online Bestellung mit Pick-up im Laden, der Online Reservation von Möbeln zum Probesitzen vor Ort oder dem physischen Bestellknopf «Dash» der das Bestellen von alltäglichen Verbrauchsprodukten wie Waschmittel oder Tintenpatronen zu Hause zum Kinderspiel macht.

Anwender verlassen eine schwer zu bedienende Anwendung nach maximal drei Versuchen, für 83% aller Benutzer ist eine nahtlose User Experience über alle Plattformen und Geräte wichtig. 50% der Anwendungsfehler können durch eine klar strukturierte Benutzeroberfläche reduziert werden. Um hier mithalten zu können braucht es ein modernes Umfeld, effiziente Prozesse und Applikationen, welche die täglichen Aufgaben optimal unterstützen.

User Experience von Standard Business Anwendungen

Die vorigen Beispiele zeigen, dass die Kunden heute von guten Kundenerlebnissen verwöhnt sind. Sie bestimmen selber wie und wann sie mit einem Unternehmen kommunizieren und wechseln sehr schnell zur Konkurrenz, wenn das Kundenerlebnis nicht stimmt.

Mittlerweile haben auch grosse Anbieter von Business Software wie SAP, Salesforce und Microsoft die Zeichen der Zeit erkannt und überarbeiten ihre Standardprodukte intensiv hinsichtlich der «User Experience» für die Mitarbeiter im Unternehmen selbst. Einer der Pioniere im CRM Bereich ist SugarCRM, mittlerweile unter den Top 5 Anbieter weltweit. Gestartet mit einer Open Source Software hat SugarCRM innerhalb von 10 Jahren ein grosses Eco-System an Partnern und Modulen geschaffen. Basierend auf einer Kundenbasis von über 1 Million Firmenkunden und einer riesigen Entwicklergemeinschaft hat sich die Firma vor einigen Jahren neu positioniert und als eine der ersten das Thema User Experience im CRM Bereich erfolgreich ins Zentrum gestellt. Die augenfälligste Neuerung war dabei die komplette Überarbeitung der Benutzerschnittstelle und die nativen Mobile Apps für iOS und Android.

Doch selbst Mitarbeiter erwarten heute mehr. Einfach zu bedienende Business Anwendungen wirken sich direkt auf die Mitarbeiter Motivation, Effizienz und Fehlerquoten aus: Bei 90% aller Anwender wirkt sich eine einfach zu bedienende Anwendung direkt positiv auf die Arbeitsmotivation aus, 80% aller

Andere Anbieter haben die User Experience Revolution im Business Bereich lange nicht wahrhaben wollen und sind erst spät auf den fahrenden Zug aufgesprungen. Nicht immer freiwillig. Ein Beispiel dazu ist SAP. Laut Insidern drohte einer der wichtigsten Kunden von SAP abzuspringen, falls SAP ihre Business

User Experience für Mitarbeiter

Applikationen nicht grundlegend hinsichtlich der User Experience verbessert. Als Reaktion darauf stellte SAP ein Team von User Experience Analysten, Designer und Berater zusammen und erarbeitete zusammen mit dem Kunden vor Ort eine Vision für zukünftige Business Anwendungen. Die Grundlage von SAP Fiori und UI5 war geboren. Mittlerweile basieren alle neuen SAP Applikationen auf diesem UX Konzept und Framework und als Krönung für das Engagement hat SAP 2015 den renommierten Red Dot Design Award dafür gewonnen. Das Thema User Experience stellt heute für SAP ein Kernthema dar und wird selbst vom CEO aktiv weitergetrieben und kommuniziert. Seit einiger Zeit wird zudem das SAP Frontend Framework UI5 als Open Source Version OpenUI5 kostenlos für Entwickler – auch von SAP fremder Software – zur Verfügung gestellt. SAP erhofft sich so, die Entwickler–Community zu gewinnen, sein Image hinsichtlich User Experience zu verbessern und das SAP Eco System zu verbreitern. Dasselbe gilt für Salesforce, welches noch bis vor zwei Jahren mit einem uralten, mausgrauen Interface daherkam. Mittlerweile setzt Salesforce mit dem Lightning Interface neue UX Standards und versucht gleich wie SAP mit der Open Source Variante neue Entwickler und Kunden zu gewinnen. Microsoft war in den letzten Jahren stark mit der Konsolidierung ihrer ERP und CRM Lösungen beschäftigt welche neu unter dem Namen Microsoft Dynamics 365 primär in der Cloud angeboten werden. Die aktuellen Lösungen die derzeit in der Praxis im Einsatz sind, lassen hinsichtlich der User Experience einige Wünsche offen. Während bei der ERP Lösung Dynamics AX/NAV die alten Benutzeroberflächen und Branchenlösungen überwiegen, kommt Microsoft Dynamics 2016 moderner, luftig und mit viel (zu viel) Weissraum daher. Die Navigation ist teils inkonsequent und die 23


User Experience topsoft Fachmagazin 17-2

herkömmlicher Software manche Anwender auf die Geduldsprobe. Auch im Bereich der Open Source Lösungen gibt es vielversprechende Entwicklungen hinsichtlich der User Experience. SuiteCRM oder SpiceCRM bieten beispielsweise eine flexible Alternative zu den kommerziellen Systemen und basieren auf dem weit verbreiteten SugarCRM Kernsystem, eines der Top 5 CRM Systeme weltweit. Zu den Kunden gehören mittlerweile auch internationale Konzerne wie BP, Olympus oder die Schweizerische Post.

SAP Fiori Applikationen für Desktop, Tablet und Smartphone (Bild: SAP)

Die neue Benutzeroberfläche von Microsoft Dynamics 365 mit Power BI ( Bild: Microsoft)

Bei der Integration der Standard Anwendungen durch Partner stehen auch heute noch die fachlichen Kompetenzen, Business Anforderungen und die Technologie im Fokus. Die User Experience geht oft vergessen oder wird erst zum Thema, wenn die ersten Resultate bei der Zielgruppe durchfallen und das Projekt zu scheitern droht. Daher lohnt es sich, sich bereits vor Projektbeginn Gedanken zur Integration von UX zu machen und sich entsprechende Hilfe zu holen, falls die UX Kompetenz intern nicht vorhanden ist. Nebenbei können so Entwicklungskosten gespart werden. Wie man konkret vorgeht, um die User Experience von Business Anwendungen zu verbessern, auf was man in der Praxis achten sollte und wie UX im Unternehmen und in Projekten erfolgreich integriert wird, lesen Sie im zweiten Teil zu «User Experience für Business Anwendungen», welche in der nächsten Ausgabe des topsoft Fachmagazins erscheint. <<

Über Cando

Open Source Lösungen wie SuiteCRM oder SpiceCRM bieten eine flexible Alternative zu den kommerziellen Systemen (Bild: SpiceCRM)

vielen neuen Fenster und Pop-Ups entsprechen nicht den modernen Webapplikationen von heute. Dies wird sich aber schon bald ändern. Microsoft arbeitet mit Hochdruck an der Konsolidierung und erste Resultate z.B. im Bereich Reporting (Power BI), Service (CRM) sowie die Office 365 Integration mit den nativen Apps für iOS und Android sehen vielversprechend aus. Dazu kommt, dass Microsoft in den letzten Jahren sehr innovativ und offen unterwegs ist, mit Windows 10 und Office 365 dem Thema User Experience neue Beachtung schenkt, auch bei der Hardware mit dem Surface Pro oder Surface Studio punktet und damit sogar Apple den Wind aus den Segeln nimmt. 24

Als Kontrast zu den grossen Anbietern besetzen kleinere, agile Start-Ups nun Nischen oder Kundensegmente. Dabei spielen einfach zu bedienende Applikationen in der Cloud eine immer wichtigere Rolle. Obwohl viele von der Funktionalität nicht mit den herkömmlichen Anbietern mithalten können, sind sie sehr erfolgreich. Beispiele in der Schweiz sind bexio, eine Business Software für Kleinunternehmen und myfactory, eine Lösung für KMU. Beide müssen nicht auf Legacy Systeme Rücksicht nehmen und entwickeln in kurzen Releasezyklen neue Funktionen, welche dank der cloud-basierten Lösung rasch den Kunden zugänglich gemacht werden können. Im Vergleich dazu stellt der jährliche Release-Zyklus

Cando ist eine Schweizer UX Agentur und Pionier im Bereich User Experience für Business-Anwendungen. Als unabhängiger und neutraler Partner unterstützt Cando nationale und internationale Unternehmen, Start-Ups und Anbieter bei der Ideenfindung und Innovationen, entwickelt neuartige Applikationen oder optimiert bestehende Business Anwendungen hinsichtlich der User Experience. Cando stellt zudem einzelne UX-Experten für Projekte zur Verfügung, baut firmeninterne UX-Teams auf und sorgt für die nahtlose Integration von UX in den agilen Entwicklungsprozess. Mehr zu Cando und zum Thema: www.cando-image.com/ux4business


User Experience

Wettbewerbsvorteile mit ERP- und CRM-Lösungen der Zukunft Im Zeitalter der fortschreitenden Digitalisierung, kurzen und agilen Entwicklungszyklen und dem globalen Wettbewerb scheint die entscheidende Frage: Auf welche Technologien sollen Unternehmen rechtzeitig setzen, um Vorteile zu maximieren und Risiken zu minimieren? Während dies zweifellos eine wichtige Frage ist, ist der Mensch als Ausgangspunkt für den künftigen Unternehmenserfolg noch viel entscheidender als die Technologie. >> Dr. Philipp Baumann | Fachhochschule Nordwestschweiz

In einer Welt, in welcher der Wandel die einzige Konstante scheint und Unternehmen immer rascher von technologischen Entwicklungen herausgefordert werden, lohnt es sich umso mehr, über die Frage nachzudenken, was der Kern des eigenen Unternehmens darstellt. Vermutlich der Wille zu einem schöpferischen Akt, der in Form eines Produkts die Bedürfnisse anderer Mitmenschen befriedigt und im Gegenzug Geld verdienen und die eigenen Kompetenzen erweitern lässt. Menschen haben ihr ganzes Leben lang immer wieder neue Ziele, welche in einer gewissen Situation bedeutsam sind und die sie mit einer gewissen Hartnäckigkeit verfolgen. In Bezug auf den unternehmerischen Kontext wird sich beispielsweise der Mitarbeiter einer Kundenhotline für die Zufriedenheit der eigenen Kundschaft einsetzen und die Software-Entwicklerin für einen qualitativ hochwertigen Programmcode. Indem man die Verfolgung dieser Ziele zulässt, schafft man im positiven Fall eine Kultur des Stolzes auf die eigene Arbeit und das Potenzial für Innovationen, um künftige Bedürfnisse der Kundschaft noch besser bedienen zu können.

IT-Nutzung ist oft nur eine Sekundäraufgabe Nun ist es so, dass hochqualifizierte und motivierte Mitarbeitende noch nicht automatisch den Unternehmenserfolg garantieren, indem sie hochqualifiziert und hochmotiviert ihren Zielen nachgehen. Diese Einzelaktionen müssen miteinander synchronisiert und ausgerichtet werden, was Aufgabe der Unternehmensführung ist. Die Unternehmensführung ist ab einer gewissen Grösse rasch auf systematisch erhobene Informationen angewiesen, welche sie in einem ERP und/oder CRM System sammelt. In der Regel ist es aber nicht ein Ziel der Mitarbeitenden, ein ERP oder CRM System mit Informationen zu füttern, sondern

Kundenanfragen zufriedenstellend zu behandeln oder qualitativ hochwertige Software zu entwickeln. Die Nutzung eines ERP-Systems oder anderer Software Tools ist oft nur eine Sekundäraufgabe und wird mehr oder weniger als Ballast empfunden, der von der «eigentlichen» Arbeit abhält. Wenn ein Unternehmen die Nutzung einer neuen Software einführt, muss es deshalb oft kritischen Mitarbeitenden begegnen, gerade weil diese im Sinne des Unternehmenserfolgs wissen wollen, wie die neue Software ihre Zielerreichung beeinflusst.

Usability als Investitionsschutz für Software Im heutigen Marktumfeld verkörpert kaum ein Unternehmen die Usability so sehr wie Apple seit der Lancierung des ersten iPhones. Usability ist aber nicht einfach nur ein Verkaufsargument, um Smartphones und andere Elektronikartikel dem Massenmarkt schmackhaft zu machen. Gemäss ISO 92411 ist die Usability auf Deutsch übersetzt die Gebrauchstauglichkeit, also die Antwort auf die Frage, wie weit ein System einem bestimmten Menschen in einem bestimmten Umfeld

Der Autor Dr. Philipp Baumann studierte Arbeitspsychologie und Medienpsychologie an der Universität Bern und ist eidg. dipl. Informatiker. Forschungstätigkeit an der ETH Zürich und FHNW im Bereich der Ergonomie und Usability. Philipp Baumann leitet das Usability Labor der FHNW in Olten.

erlaubt, ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Ein ERP oder CRM System mit einer guten Usability erlaubt es deshalb Unternehmen, ihre Mitarbeitenden bei der Zielerreichung besser zu unterstützen und sowohl bei der Einführung (weniger Widerstände) als auch bei der Nutzung (schlankere Prozesse) Geld zu sparen. Investitionen in die Usability sind deshalb immer ein Investitionsschutz für die Software als Ganzes. Auf dem Weg zu einer Software mit einer guten oder gar hervorragenden Usability gibt es gemäss ISO 9241 drei Faktoren zu beachten:

• Effektivität • Effizienz • Zufriedenstellung Der erste Punkt der Effektivität beinhaltet die Frage, ob die Software es erlaubt, das Ziel zu erreichen, wozu ein Mensch sie nutzen will. Was zunächst sehr simpel und selbstverständlich klingt, muss in der Realität nicht so selbstverständlich sein. Tests im eigenen Labor haben bei einer Software ergeben, dass Nutzende wegen massiver Usability Probleme einen wichtigen Reporting Prozess nicht abschliessen konnten, obwohl die Software genau diesen Prozess hätte vereinfachen sollen. Falls die Software die Zielerreichung erlaubt, gibt die Effizienz Auskunft, mit wieviel Aufwand dies für die Menschen verbunden ist. Aus oben genannten Überlegungen ist klar, dass Mitarbeitende ihre Ressourcen für ihre Primäraufgabe einsetzen möchten und nicht für die Bedienung der Software. Der Mitarbeiter der Kundenhotline möchte seine Ressourcen in das Gespräch mit dem Kunden investieren und nicht in die Aktualisierung der Daten im CRM, dies erfolgt im Idealfall automatisch und parallel zum Gespräch mit dem Kunden. 25


User Experience topsoft Fachmagazin 17-2

Die Testleitung während eines Usability Tests (Bild: FHNW)

Die Zufriedenheit schliesslich wird massgeblich durch die zwei Faktoren Effektivität und Effizienz beeinflusst. Eine Software, die mit wenigen Klicks die vollständige Erledigung der Arbeitsziele unterstützt, wird automatisch eine höhere Zufriedenheit auslösen als eine Software, bei der sich Mitarbeitende fragen, wie sie überhaupt mit ihrem Arbeitsziel zusammenhängt und warum sie einen so hohen Bearbeitungsaufwand mit sich bringt.

Effektivität und Effizienz als Schlüsselfaktoren Bei der Einführung einer neuen Software machen Unternehmen einen Change-Prozess durch, insbesondere in jenen Fällen, wo Kernprozesse des Unternehmens tangiert werden. Oft ist ein Unternehmen bei der Einführung eines neuen ERP Systems vor die Frage gestellt, ob es günstiger ist, die neue ERP Software an die bestehenden Geschäftsprozesse anzupassen oder umgekehrt. Basierend auf den vorangegangenen Überlegungen zum Thema Usability lässt sich argumentieren, dass es bei dieser Frage keine richtige oder falsche Vorgehensweise gibt, solange die Mitarbeitenden die neue Arbeitsweise als noch effektiver und effizienter empfinden. Schiffbruch hingegen erleidet, wer bewährte Prozesse blind an das neue ERP System anpasst und Effektivität und Effizienz reduziert. Damit dies nicht passiert, beginnt der Usability-Prozess immer mit einer Analyse der Nutzerinnen und Nutzern, deren Arbeitszielen und deren Arbeitsumgebung. Wenn die IT heutzutage zu Recht als strategisch wichtiger Enabler des Unternehmenserfolgs betitelt wird, dann hat jenes Unternehmen am meisten Erfolg, wo die die eingeführte Software optimal zu den Mitarbeitenden, deren Arbeitszielen und Arbeitsumfeld passt.

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Optimierte Usability verschafft Wettbewerbsvorteile Prof. Dr. Toni Wäfler von der Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW geht so weit zu postulieren, dass Technologien keinen Konkurrenzvorteil ausmachen, denn andere Firmen können die genau gleichen Technologien einkaufen und einsetzen.2 Den eigentlichen Vorteil verschafft sich ein Unternehmen, indem es Technologien besser, geschickter und zielorientierter nutzt als seine Konkurrenz. Dies trifft besonders zu für Unternehmen der berühmten Hochpreisinsel Schweiz. Wer in der Schweiz eine ERP oder CRM Software herstellt, hat damit alleine noch keinen Wettbewerbsvorteil, denn Software kann in anderen Ländern günstiger programmiert werden. Ebenso wenig verschafft der blosse Erwerb einer ERP oder CRM Software einem Schweizer Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil, denn andere Unternehmen können die gleiche Software kaufen. Der entscheidende Vorteil entsteht vielmehr durch die Optimierung der Usability, um mit maximaler Effektivität und Effizienz des eigenen Technologieeinsatzes die Konkurrenz hinter sich zu lassen.

Der wichtigste Gradmesser ist und bleibt der Mensch Der vorliegende Artikel zum Thema Software Usability soll auf keinen Fall so verstanden werden, dass er die Fortschritte der Technologie zu schmälern versucht. Die Frage, welche Technologie ein Unternehmen einsetzen muss, kann für die künftige Wertschöpfung eines Unternehmens von höchster Bedeutung sein. Die Frage nach dem Technologieeinsatz sollte aber immer erst nach der Frage zu den Arbeitszielen der involvierten Menschen gestellt werden, denn Menschen machen den

Unternehmenserfolg aus, indem sie nachgefragte Produkte erstellen und konsumieren. Bei den aktuellen technologischen Entwicklungen ist zu erwarten, dass die ERP und CRM Systeme der Zukunft noch mehr Informationen liefern können als je zuvor, aber egal wie sie aussehen, müssen sie menschliche Ziele mit möglichst wenig Ressourceneinsatz erfüllen. Unabhängig von der Schnelllebigkeit der Technologie ist die Anpassung der Technologie an den Menschen die wettbewerbsentscheidende Konstante. Software mag bis zu einem gewissen Grad die Zukunft des Menschen definieren, aber noch viel mehr muss der Mensch die Zukunft der Software definieren. Wer diesen Grundsatz an den Anfang des eigenen unternehmerischen Technologieeinsatzes stellt, wird sich den entscheidenden Wettbewerbsvorteil sichern. Quellen 1 https://www.iso.org/standard/52712.html 2 http://www.fhnw.ch/aps/medien-und-oeffentlichkeit/news/technik-an-sich-ist-nochkein-konkurrenzvorteil


Zoll

Import-Belege: EDV-Obligatorium ab 1. März 2018 Die Eidg. Zollverwaltung löst die bisherigen gelben Importbelege ab 1. März 2018 durch die elektronische Veranlagungsverfügung (eVV) Import ab. Alle Unternehmen, welche Waren aus dem Ausland beziehen, sind von dieser Umstellung betroffen. Firmen mit eigenem ZAZ-Konto müssen die Belege neu selbst vom Zollserver abholen. Wer kein ZAZ-Konto hat, erhält die Belege vom Spediteur künftig auf drei verschiedenen Wegen. Rechtzeitiges Handeln ist empfehlenswert. >> Dominique Zihlmann | TransSoft GmbH

Die bisherigen gelben Importbelege (Zollund MwSt-Veranlagungsverfügung und das Bordereau) werden durch die neue elektronische Veranlagungsverfügung «eVV Import» ersetzt. Inhaber eines ZAZ-Kontos (zentralisiertes Abrechnungsverfahren der Zollverwaltung), d.h. Importeure oder Spediteure, müssen die Daten selbst beim Zollserver abholen. Die Daten müssen danach 10 Jahre lang beim Importeur elektronisch archiviert werden. Nur die XML-Datei gilt künftig als Vorsteuernachweis für die MwSt. Die Dokumente können zur Visualisierung und für Buchhaltungszwecke auf Papier ausgedruckt werden.

Was ist das ZAZ-Konto? Beim Import von Waren müssen Zoll und Mehrwertsteuer bezahlt werden. Dies wird im Geschäftsverkehr über das ZAZ-Konto abgewickelt. Bei der Importverzollung gibt der Spediteur sein Konto oder dasjenige des Importeurs an. Zoll und MwSt. werden diesem Konto belastet. Hat der Importeur kein eigenes ZAZ-Konto, läuft der Weg automatisch über den Spediteur. Dieser bezahlt stellvertretend für den Importeur die Abgaben und belastet diesem die Beträge weiter. Dafür verrechnet er dem Importeur eine Vorlageprovision von 2 bis 3% bzw. einen Minimalbetrag bis CHF 25. Die Vorteile eines eigenem ZAZ-Konto sind: ∙∙ Keine Vorlageprovision an den Spediteur ∙∙ 60 Tage Zeit zum Bezahlen der MwSt. ∙∙ Alle Belege kommen vom Zoll direkt zum Importeur

Der Autor Dominique Zihlmann ist Geschäftsführer der TransSoft GmbH. Als Speditions- und Exportleiter hat er langjährige Erfahrung im Bereich Verzollungssoftware. Im Verband «swiss export» doziert er als Seminarleiter zum Thema elektronische Verzollung.

Firmen mit eigenem ZAZ-Konto Diese müssen die eVV Import neu selbst beim Zollserver abholen. Dazu stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung: ∙∙ automatisches Abholen und Archivieren mit einer eigenen e-dec Software ∙∙ manuelles Abholen und Archivieren mit dem Web-GUI des Zoll. Die eigene Software ist eine einfache, sichere und komfortable Lösung. Sie funktioniert vollautomatisch, beinhaltet die gesetzeskonforme Archivierung der eVV und bietet viele Such-, Filter- und Exportfunktionen. Das Abholen mit dem Web-GUI des Zolls ist kostenlos, aber recht aufwändig. Die Archivierung muss organisiert sein. Firmen mit eigenen ZAZ-Konto legen den Umstelltermin von Papier auf eVV im Moment noch selbst fest. Wird nichts unternommen, werden sie am 1. März 2018 vom Zoll zwangsweise umgestellt.

Firmen ohne eigenes ZAZ-Konto Bisher erhielten diese die gelben Importbelege vom Spediteur zugestellt. Während der Übergangsphase bis zum 1. März 2018 erhalten die Importeure von einigen Spediteuren weiterhin die gelben Papierbelege und von anderen die neuen eVV. Die eVV werden dem Importeur auf drei Wegen zur Verfügung gestellt: ∙∙ Der Spediteur sendet dem Importeur die Dateien per E-Mail zu. ∙∙ Der Importeur muss die Dateien selbst auf dem Server des Spediteurs abholen. ∙∙ Der Spediteur sendet dem Importeur die Sendungsnummer des Zolls und einen Code zu. Mit diesen Angaben muss der Importeur die Dateien selbst beim Zollserver abholen. Bei allen drei Wegen muss die gesetzeskonforme Archivierung der eVV sichergestellt sein. Mit den neuen Verfahren entsteht einiges an Aufwand und Unsicherheiten. Als Lösung bietet sich hier ein eigenes ZAZ-Konto an.

So kommen alle Belege vom Zoll direkt zum Importeur und er erspart sich erst noch die Vorlageprovisionen der Spediteure.

Tipp: Rechtzeitig umstellen lohnt sich Zoll, Softwarehersteller oder Treuhänder helfen bei Fragen und der Installation. Viele Kundenfeedbacks bestätigen, dass die elektronische Lösung einfacher, übersichtlicher und wirtschaftlicher ist als das heutige Papierarchiv. Denken Sie daran: Die Neuerung ist unumgänglich. Rechtzeitiges Handeln vereinfacht Ihre Abläufe.

Hinweis zur Umstellung ∙∙ Das Obligatorium tritt am 1. März 2018 in Kraft. Die eVV Import kann bereits seit 2010 elektronisch bezogen werden. Viele Firmen haben bereits umgestellt. ∙∙ Bei der Umstellung kann der Parallelbetrieb gewählt werden. Während 30 Tagen erhält man dann die Belege noch in Papierform und dazu bereits die elektronischen Dateien. ∙∙ Wer mit der Umstellung zuwarten möchte, sollte per 1.1.2018 umstellen. Wählen Sie dann als Umstelltermin 5. –10. Dezember 2017 und Parallelbetrieb. So erhalten Sie bis Anfang Januar noch die gelben Belege und ab dem 10. Dezember zu Kontrollzwecken bereits die elektronische Version. So haben Sie einen sauberen Schnitt: für das ganze Jahr 2017 noch Papierbelege und ab 1.1.2018 die eVV. ∙∙ ZAZ-Kontoinhaber, die beim Zoll noch nicht als Zollkunden registriert sind, müssen sich vorgängig in der Zollkundenverwaltung (ZKV) registrieren. Weitere Infos zur Umstellung Info-Film: unter www.transsoft.ch oder youtube: eVV Import Live-Demo: topsoft Fachmesse, Zürich, 29./30. August 2017, Stand TransSoft/Halle 5 Zoll: www.ezv.admin.ch/Aktuell/Fachmeldungen/11.5.2017

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Digitaler Wandel topsoft Fachmagazin 17-2

Digitaler Wandel – mit hoffentlich gesellschaftlichen Folgen Die Digitalisierung geht durch alle Bereiche und verändert dabei die Art und Weise wie wir leben und arbeiten. Wer diese Chance begreift, wird grosses persönliches Wachstum erfahren. >> Oliver Wegner | evolutionplan AG

Im Jahr 2020 haben mehr Menschen Mobilfunktelefone als Elektrizität oder fliessendes Wasser (Quelle: Cisco 2016). Diese Prognose zeigt sehr schön, dass Digitalisierung nicht mal vor den natürlichen Grundbedürfnissen haltmacht. Verantwortlich dafür ist primär die Innovationskraft der weltweiten ITK-Branche. In Unternehmen treffen in den letzten Jahren Menschen zusammen, die in die Veränderungen des Alltags hineinwachsen müssen und die, die es nicht anders kennengelernt haben – die Generation Y. Dadurch ergibt sich ein neues Spannungsfeld und die Aufgabe, in den Organisationen noch stärker voneinander zu lernen und die individuellen Geschwindigkeiten dabei zu respektieren. Die Digitalisierung verändert vor allem das Kommunikationsverhalten, die Wege der Zusammenarbeit und die persönliche Bildung, die global bisher nur einem geringen Prozentsatz der Bevölkerung vorbehalten war und eine Grundlage für Wohlstand ist.

Ständige Erreichbarkeit – Segen oder Fluch? Dank Digitalisierung besteht die Möglichkeit, immer und (nahezu) überall erreichbar zu sein. Und das führt zu einer oft schizophrenen Erwartungshaltung: Einige Menschen haben nämlich kein Verständnis, warum jemand, wenn sie ihn brauchen, nicht erreichbar ist – beanspruchen aber in anderen Situationen klare Kommunikationspausen für sich selbst. Die Auswirkungen dieser Überkommunikation – dank Digitalisierung – sind dramatisch. Oft kommt man tagsüber aufgrund der permanenten Unterbrechungen nicht dazu, seine Arbeit mit Konzentration und hoher Effizienz zu erledigen. Wenn jemand seine Endgeräte auf stumm oder «nicht erreichbar» einstellt, dann ist die Gefahr sehr hoch, dass ihm unterstellt wird, er sei dem Job nicht gewachsen oder dem Unternehmen gegenüber nicht mehr loyal. Aber seit wann ist Erreichbarkeit (ausser Sie besetzen eine 24x7 Supporthotline o.ä.) ein Kriterium für gute Arbeit? Hier braucht es meines Erachtens in vielen Unternehmen 28

und Organisationen ein anderes Bewusstsein im Umgang mit den neuen Kommunikationsmöglichkeiten, denn hier mündet gewünschte Flexibilität in einem Modus des Antreibens.

Bildung als demokratisches Gut Der grösste Gewinn dieser Zeit ist, dass Wissen so einfach und frei zugänglich istgam wie noch nie. Überprüfen Sie selbst, wie oft Sie täglich nach Informationen bei Google recherchieren und dann bei Wikipedia oder auf interessanten Blogs landen. Zu hochqualifiziertem Wissen von Harvard- und MIT-Professoren sowie TOP-Experten in ihren Fachgebieten gelangen wir heute bereits über udacity.com, TED.com oder edx.org – einfach per Mausklick, ohne hohe Studiengebühren oder Eingangsbeschränkungen. Und das ist «game changing» für alle die erkannt haben, dass Bildung Schlüssel zu persönlichem Wachstum Bildung ist. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, frisches und kompaktes Wissen aufzunehmen, das jetzt am Arbeitsplatz oder für den nächsten Karriereschritt benötigt wird. Entscheidend ist hier das angewandte Wissen, also das, was auch in der Praxis benötigt wird und einer Führungskraft oder einem Arbeitnehmer einen klaren Vorteil verschafft. Der digitale Wandel schafft damit Zugang zu Bildung für jeden, der Eigeninitiative ergreift und stürzt damit endlich das Privileg der «finanziellen» Elite. Für mich ist es allerdings erstaunlich, wie wenige Menschen in der westlichen Welt davon Gebrauch machen. Meine Vermutung ist, dass sie zumeist durch das überholte Schulsystem perfekt zu einer Konsumhaltung über Jahre konditioniert worden sind und sich das bei vielen eben auch im Berufsalltag fortsetzt. Anderenfalls kann ich mir nicht erklären, warum noch so wenige die Chancen der Digitalisierung persönlich ergreifen.

Wissen alleine reicht nicht aus Es gibt wenige Jobs, wo eine direkte Korrelation besteht, zwischen «viel gelerntem Wissen» und dadurch resultierend viel Erfolg und vor allem

Wertschöpfung für ein Unternehmen oder eine Organisation. Entscheidend ist auf Basis des Gelernten, Erfahrungen zu machen und gezielt die eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen zu entwickeln. Eine Schlüsselfertigkeit ist dabei meines Erachtens verschüttgegangen und aktueller denn je: Die eigene Intuition. Jeder hat sie, nur die wenigsten Menschen nutzen sie zur Beurteilung ihrer Welt. Aufgrund der Fülle der Informationen, die tagtäglich privat und auch beruflich auf uns einprasseln, vergessen sich in meiner Beobachtung viele Menschen selbst und funktionieren nur noch. Digitalisierung führt an einigen (entscheidenden) Stellen dazu, dass Informationen nur noch oberflächlich konsumiert und häufig auch als wahrhaftig angesehen werden, weil sie ja auf allen Kanälen publiziert wurden. Und das birgt eine grosse Gefahr. Wir leben in einer (Arbeits-)Welt, in der wir nicht mehr alles überblicken können und, das ist das Gute, auch nicht müssen. Um persönlich nicht in ein krankes Wachstum zu rutschen, geht es darum sich regelmässig abzugrenzen und die eigene Wahrnehmung zu schärfen. Denn krank bedeutet hier, «ich bin im aussen noch

Der Autor Oliver Wegner war fast 15 Jahre lang national und international für Software-Hersteller tätig, darunter in einem Silicon-Valley-Unternehmen und in der Unternehmensberatung. Mit seinem Team verhilft er seit 2010 als CEO von evolutionplan® namhaften Unternehmen verschiedener Branchen zu gesundem Wachstum. Er berät Top-Entscheider der Wirtschaft und ist als Keynote-Speaker sehr gefragt.


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erfolgreich, während mein Inneres schon kräftig dagegen arbeitet». Achte ich darauf, dann verrät mir mein Körper zur richtigen Zeit, ob eine Information oder Situation stimmig ist oder nicht.

Kastendenken vs. agile Führungsmethoden Digitalisierung setzt sehr stark auf die Themen Effektivität und Effizienz. Es geht darum, Prozesse papierlos zu gestalten und vor allem zu automatisieren. Ein Grundproblem wird damit aber nicht gelöst. Die meisten Unternehmen und Organisationen sind heute «starr» organisiert, d.h. es gibt ein Organigramm, dann häufig Stellenbeschreibungen, die exakt das beschreiben, was auf der Position erwartet wird – nicht was ein Stelleninhaber oder Bewerber in Realität kann bzw. mitbringt. In den meisten Fällen führt das dazu, dass Menschen nicht zu 100% auf die Position passen und gleichzeitig bestimmte Fähigkeiten gar nicht nutzen können, d.h. unter ihrem wirklichen Potenzial eingesetzt sind. Wenn also oft die Idee besteht, durch Digitalisierung mehr Transparenz und mehr Automatisierung in Organisationen zu bringen, dann haben die Menschen, die heute diese z.T. einfachen Arbeiten durchführen, ja zukünftig viel Zeit. Wie heisst es da immer so schön von Anbietern, «wenn Sie x und y automatisieren, dann können sich Ihre Mitarbeiter mehr auf das Kerngeschäft konzentrieren». Die zentrale Frage dabei lautet allerdings: brauche ich überhaupt so viele Menschen für mein «Kerngeschäft» bzw. werden die Arbeitnehmer, die vorher reine Routinearbeiten erledigt haben, plötzlich Kreativbolzen, die problemlos auf iterative Arbeitsmethoden springen? Ich persönlich glaube, dass in den meisten Menschen viel mehr Kreativität schlummert als heute zum Vorschein kommt. Für das persönliche Wachstum kann diesen Menschen also nichts Besseres als die Digitalisierung passieren – sofern sie gesellschaftlich dann ihren (neuen) Platz finden.

Autonomes Fahren oder Eigenverantwortung Ein Ziel von Digitalisierung besteht darin, Autopiloten für das tägliche (Arbeits-) Leben zu bauen. Das, was allerdings keine Technik und kein Service ersetzen kann, ist das selbstbestimmte und eigenverantwortliche Handeln. Aus diesem Grunde ist es meines Erachtens unerlässlich, sich die eigene digitale Welt genau anzusehen, um zu überprüfen, wie sie sinnvollerweise aussehen sollte. Unternehmenslenker sollten das für Ihre Organisation tun und intern auch Unterstützung für Ihre Mitarbeiter dazu anbieten. Konkret: wie gehe ich am besten mit all den technischen Unterstützungen und Apps etc. um, insbesondere wenn diese wie Pilze aus dem Boden wachsen.

Enterprise Software mit der mehrfach bestbewerteten UpdateFähigkeit Trovarit-Studie 2016 «ERP in der Praxis»

Gerade die Generation Y, die auch als die «digital natives» bezeichnet werden, faszinieren: Auf der einen Seite haben sie häufig grosse Schwierigkeiten, sich auf eine Sache zu konzentrieren, auf der anderen Seite setzen sie andere Schwerpunkte im Arbeitsleben. Diese Generation ist darauf trainiert worden, die Abwechslung und Stimulanz von aussen zu bekommen. Das führt dazu, dass sie teilweise wie ferngesteuerte Geister unterwegs sind. Interessant ist dabei, dass viele von Ihnen weder das Geld, noch die Karriere oder Macht anstreben, sondern probieren, nicht in die Mühle der Getriebenen in der beschleunigten Arbeitswelt einzusteigen. Und diese Ausrichtung stellt Unternehmen bereits heute vor ganz neue Anforderungen, wenn es um das Recruiting und später um die Bindung von Talenten geht.

Fazit Digitalisierung ist ein Wachstumsmotor, der denen zugutekommt, die die Chance erkennen und mit hoher Verantwortung handeln. Die Grundidee von Digitalisierung kann nicht sein, dass Menschen – und zur damaligen Zeit war es positiv zu bewerten – durch ein Update auf die Version 4.0 erneut in eine Abhängigkeit getrieben werden. Das Ziel sollte vielmehr sein, durch Digitalisierung das tägliche Privat- und Arbeitsleben zu erleichtern, um Freiräume für jeden Menschen zu schaffen. <<

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Coffee Break topsoft Fachmagazin 17-2

Coffee Break… bei Consultinform >> Die topsoft Redaktion im Gespräch mit Marcel Walter (CEO) und Roger Walter (Head of CRM & Office 365 Solutions)

Marcel Walter (l.) und Roger Walter beim topsoft Coffee Break: «Die digitale Transformation bewegt alle Bereiche – Technologie, Wirtschaft und Gesellschaft. Zudem steht ein Generationenwechsel bevor. Wir stellen uns der Herausforderung, beide Welten zu verbinden.»

Die Consultinform kann schon bald auf ihr 30jähriges Bestehen zurückblicken – in IT-Dimensionen eine gefühlte Ewigkeit. Wie war das damals? Was hat sich verändert? Marcel Walter: In unseren Zielmärkten tummeln sich heute deutlich mehr Mitbewerber als früher. Damals war es vielleicht ein halbes Dutzend. Auch bei den Kunden stellen wir Veränderungen fest; insbesondere ist das Fachwissen bei vielen Anwendern gestiegen. Kunden wissen dadurch oft gut Bescheid, wenn es um IT-Projekte geht. Roger Walter: Durch die steigende Anzahl der Mitbewerber ist auch die Vergleichbarkeit und Austauschbarkeit der Systeme gestiegen. Damit hat auch der Preiskampf zugenommen. Anbieter müssen sich heute vermehrt durch Beratung und Fachwissen differenzieren. Für viele Anwender ist der IT-Einsatz inzwischen eine Selbstverständlichkeit bei ihrer täglichen Arbeit.

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zudem auf zwei Hauptbereiche: Projektcontrolling und CRM im Dienstleistungssektor. Als weiterer Erfolgsfaktor sind die Beratungsdienstleistungen zu nennen. Wir sind quasi ein Softwarehaus mit Beratung, verkaufen also nicht nur Lizenzen… Bei der Beratung attestieren uns die Kunden übrigens durchwegs einen hohen Kompetenzgrad in Sachen Markt-, Branchen- und Prozesswissen. Die Software ist schliesslich nur ein Werkzeug, wenn auch ein wertvolles. Deshalb entwickeln wir unsere Lösung laufend weiter. Bei uns bekommen Kunden alles aus einer Hand: Beratung, Software und Support. Roger Walter: Last but not least pflegen wir eine intensive Zusammenarbeit mit unseren Partnern, die unser Angebot optimal ergänzen. Ein Netzwerk mit den richtigen Kooperationspartnern ist meines Erachtens überhaupt der Schlüssel zu einem modernen Geschäftsmodell.

Was ist das Erfolgsrezept der Consultinform, um sich über fast drei Jahrzehnte im umkämpften IT-Markt zu behaupten?

Die Consultinform AG verfügt über Lösungen in den Bereichen Projektservice-Automation, CRM sowie Microsoft Lösungen wie Office 365 oder Dynamics 365 for Sales. Inwiefern besteht ein Zusammenhang zwischen diesen Angeboten?

Marcel Walter: Die Kundennähe ist unsere grosse Stärke. Die persönliche Betreuung zählt. Zudem können wir uns auf langjährige Mitarbeiter verlassen. Kontinuität zeichnet uns aus; inzwischen ist ja mit meinem Sohn Roger auch bereits die zweite Generation aktiv im Unternehmen tätig. Bei unserem Angebot konzentrieren wir uns

Roger Walter: Unser Angebot ist organisch gewachsen. Wir haben dieses stets nach den Bedürfnissen unserer Kunden weiterentwickelt. Zu Beginn waren wir mit Lösungen für die Bereiche Projektcontrolling und Adressverwaltung unterwegs. Da für die Anwender ein umfassendes Wissen über ihre Kunden sehr wichtig ist, war der


Coffee Break

Ausbau unserer Produktpalette mit CRM ein logischer Schritt. Hier haben wir uns für Microsoft Dynamics 365 for Sales entschieden. Mit Office 365 haben wir unser Angebot abgerundet, welches optimal auf die Kundenanforderungen abgestimmt ist. Marcel Walter: Je nach individuellen Projektanforderungen kommt dabei eine unserer eigenen Lösungen zum Einsatz oder diejenigen von Microsoft. Dabei ist uns eine durchgängige, tiefe Integration – etwa zu den Produkten von Abacus, Microsoft, Sage oder SAP – besonders wichtig.

Die Lösung Project Account wird von Ihnen entwickelt. Woran arbeiten die Consultinform-Entwickler aktuell gerade? Marcel Walter: Wir sind mit zwei Teams ununterbrochen an der Weiterentwicklung unseres Produkts. Team 1 beschäftigt sich mit der aktuellen Version und entwickelt diese weiter. Derzeit sind wir an der Entwicklung einer App, diese dient dann primär für die Zeit-, Leistungs- und Spesenerfassung mit mobilen Geräten. Team 2 ist dabei, die neue Produktgeneration zu entwickeln. Dabei stehen das Thema Usability und modernste, webbasierte Architektur im Vordergrund.

Sie sind als Microsoft-Partner einer von vielen. Welche speziellen Vorteile bieten Sie Ihren Kunden und wie differenzieren Sie sich von Ihren Mitbewerbern? Roger Walter: Das Partnernetzwerk von Microsoft ist gross. Viele zielen auf das klassische Lizenzgeschäft ab, ohne den Kunden gesamtheitlich zu beraten. Wir analysieren die konkreten Probleme des Kunden, beraten und unterstützen ihn bei der Lösungsfindung. Auch dann, wenn vielleicht etwas mal nicht wunschgemäss läuft. Wir verfügen über sehr viel Produkt-/Prozesswissen und sehen uns als sehr kundenorientiertes Unternehmen, welches für den Kunden gesamtheitliche Lösungen schafft. Aus diesem Grund ist für uns laufende Weiterbildung ein zentrales Thema. Nur so können wir die Kunden kompetent beraten. Marcel Walter: Beratung ist enorm wichtig. Sie hilft dem Kunden, sich im Dschungel der Möglichkeiten zurechtzufinden, und bietet uns die Möglichkeit, langfristige Kundenbeziehungen aufzubauen, welche auf Vertrauen beruhen.

Wir haben auch bereits deutsche Kunden und wollen mittelfristig nach Deutschland expandieren. «Software as a Service» anzubieten ist das Ziel, entweder mit eigener Filiale oder mit einem Kooperationspartner. Roger Walter: Die Beratung und das Coaching bezüglich der digitalen Transformation wollen wir verstärkter ausbauen. Auch wollen wir damit die Beständigkeit der nächsten Generation sicherstellen. Deshalb soll auch die Integration unserer eigenen Lösungen im MicrosoftUmfeld oder auch in anderen Systemen weiter ausgebaut werden.

Eine letzte, eher persönliche Frage: Welche der aktuellen Entwicklungen – technologisch, wirtschaftlich oder gesellschaftlich – finden Sie derzeit am spannendsten? Roger Walter: Die digitale Transformation tangiert alle diese Bereiche. Die technologischen und wirtschaftlichen Entwicklungen sind hoch interessant und entwickeln sich rasant weiter, für mich zeigen sich jedoch die grössten Herausforderung in der gesellschaftlichen Entwicklungen. Wie gehen die verschiedenen Generationen mit der Thematik um? Die Differenzierung ist gross, und der Generationenwechsel steht bevor. Es werden komplett neue Anforderungen an den Arbeitsmarkt und an Arbeitgeber gestellt. Die neue Generation will flexibel arbeiten; man will mitgestalten und etwas bewegen anstatt nur Befehle zu empfangen und auszuführen. Teilweise werden auch Hierarchien in Frage gestellt. Das alles sorgt für gewisse Reibungspunkte zwischen den Generationen. Marcel Walter: Die neuen Technologien hat ja mein Sohn Roger schon in unsere Firma hineingebracht, diese Impulse tun der Unternehmung gut. Man lebt ja in seiner Welt über Jahrzehnte und kriegt dabei einen Tunnelblick. Mit seinem Studium und vielen neuen Ideen bringt Roger neue Impulse auf Stufe Geschäftsleitung ein. Roger Walter: Die Teppichetage muss jetzt schon gewillt sein, den Schritt in die Digitalisierung zu wagen. Ihr bleibt keine Zeit eine nächste Generation Führungskräfte abzuwarten. Findige Köpfe werden mit neuen Geschäftsmodellen die zögerlichen Firmen sonst einfach überholen. Man muss als Unternehmer handeln. Und zwar jetzt. <<

Auf Ihrer Website steht unter Beratung «Digitale Transformation verstehen und umsetzen». Was kann man sich als Kunde darunter vorstellen? Roger Walter: Digitale Transformation ist ein topaktuelles Thema, welches jedoch viel Interpretationsspielraum bietet. Die Grundvoraussetzung für einen Unternehmer ist die «Digitale Transformation» in ihren Kernbereichen zu verstehen. Wir beraten und coachen Unternehmen um mit ihnen zusammen den Grundstein für Geschäftsmodelle der nächsten Generation zu legen. Solche Digitalisierungs-Vorhaben sind aus unserer Sicht unumgänglich und müssen zwingend vom Management vorangetrieben und vorgelebt werden.

Wie sieht die Zukunft des Familienunternehmens Consultinform aus? Gibt es Expansionspläne? Marcel Walter: Kontinuität steht absolut im Vordergrund. Wir haben langjährige Kunden, die uns teilweise schon seit 15 bis 20 Jahren die Treue halten. Diese Kundenbindung aufrecht zu erhalten, ist unser Kapital.

Firma:

Consultinform AG

Adresse: Badenerstrasse 567 8048 Zürich Telefon +41 44 406 82 00 info@consultinform.ch www.consultinform.ch Gründung:

1990

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IT-Konkret topsoft Fachmagazin 17-2

Abacus-Software optimiert Klinikverwaltung Fortschrittliche Medizinalunternehmen sind ständig bestrebt, ihre administrativen Abläufe zu optimieren. Bei der Schweizer Privatklinikgruppe Swiss Medical Network ortete man in den Bereichen Human Resources und Lohnverarbeitung Verbesserungspotenzial. Mehr Selbständigkeit für die Abteilungsleiter und Mitarbeitenden in den HR-Prozessen war das Ziel. Erreicht wurde es mit der Einführung der Plattform MyAbacus und der Unterstützung durch BDO als Abacus Vertriebs- und Implementierungspartner. >> Christian Bühlmann | schmid + siegenthaler consulting gmbh

Swiss Medical Network ist eine der beiden führenden Schweizer Privatklinikgruppen mit Kliniken in der Westschweiz, der Deutschschweiz und im Tessin. Hier bekommen Patientinnen und Patienten aus der Schweiz und aus dem Ausland erstklassige Spitalbehandlung, Betreuung und Pflege. Die Gruppe zeichnet sich aus durch die Qualität ihrer Dienstleistungen, ihre herausragende Infrastruktur in der Medizin und der Hotellerie sowie einem angenehmen Umfeld. Swiss Medical Network verwaltet zurzeit 16 private Einrichtungen in der Schweiz, in denen 1782 Ärzte und Ärztinnen respektive rund 3000 Mitarbeitende tätig sind. Ein erstes Brustzentrum, das aus einer in der Westschweiz zertifizierten Gruppe von Privatkliniken entstand, eine spezialisierte Schmerzklinik in Basel, ein führendes Fachwissen und modernste Ausrüstung in der Onkologie sowie anerkannte Geburtskliniken tragen die medizinischen Kompetenzen der Swiss Medical Network Kliniken weit über die Grenzen hinaus.

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jedes Optimierungspotenzial in den Verwaltungsprozessen konsequent zu nutzen. So wurde beispielsweise die HR-Verwaltung der meisten Westschweizer Swiss Medical Network Kliniken in Echandens VD in der Nähe von Lausanne zentralisiert.

Ziele Swiss Medical Network setzt mehrere Module der Abacus Business Software ein, welche 2016 bei allen Westschweizer Kliniken und Einheiten der Gruppe integriert wurde. Die Einrichtungen in der Deutschschweiz und im Tessin

folgten im Januar 2017. Die Anwendungen von Abacus erlauben es Swiss Medical Network unter anderem, die Verwaltung im Bereich Human Resources und der Lohnverarbeitung zu verbessern. Die komplexen Strukturen der landesweit verteilten Klinikgruppe stellen hohe Anforderungen in diesen Bereichen. Hinzukommen die teilweise unregelmässigen Arbeitszeiten von Mitarbeitenden sowie Veränderungen bei deren persönlichen Daten wie Adresse, Zivilstand usw. «Ziel war es, den Abteilungsleitern die selbständige und tägliche HR-Verwaltung in ihren Kliniken anzubieten. Zudem sollte den Mitarbeitenden eine erhöhte

Erfahren Sie... ... wie sich administrative Prozesse im Bereich Lohn/HR digitalisieren lassen. ... welche Vorteile ein HR-Selfservice-Portal sowohl einem Unternehmen als auch den Mitarbeitenden bietet.

Ausgangslage

Das Projekt

Allein über 2500 Geburten verzeichnen die Swiss Medical Network Kliniken jährlich. Eine Rundumbetreuung der werdenden Mütter und eine 24-Stunden-Bereitschaft des Klinikpersonals sind dabei eine Selbstverständlichkeit. Nicht nur in den Geburtsabteilungen, sondern in allen medizinischen Bereichen sind damit auch ungeplante Einsätze und unregelmässige Arbeitszeiten verbunden. Rund 3000 gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus verschiedensten Berufsgruppen wie Pflege, Technik, Hotellerie und Verwaltung kümmern sich engagiert um die Patienten. Administrative Tätigkeiten sind dabei unumgänglich. Aufgrund der Grösse der Klinikgruppe summieren sich Verwaltungsarbeiten zu einem beträchtlichen Aufwand. Swiss Medical Network ist daher bestrebt,

Anwender: Swiss Medical Network, 1272 Genolier www.swissmedical.net Mitarbeiter:

2948

User:

MyAbacus (2450), Lohnsoftware/HR (300), Archivierung/AbaScan (26), Business Process Engine (20), AbaReport (26), AbaAudit (1), AbaNotify (1)

Branche:

Gesundheitswesen

Thema:

Lohn, Human Resources

Anbieter:

BDO AG, www.bdo.ch

Lösung:

ABACUS Business Software


Dank MyAbacus lässt sich jederzeit auf das persönliche HRDossier oder die eigene Lohnabrechnung zugreifen. Dadurch sinkt der administrative Aufwand und die Mitarbeitenden können sich vermehrt auf ihre Arbeit konzentrieren.

Eigenständigkeit bei der Führung ihres Personaldossiers ermöglich werden», erklärt Diane Cotting, Leiterin HR Westschweiz von Swiss Medical Network und zuständig für die Implementierung der Abacus-Projekte.

Lösungskonzept Swiss Medical Network hat dazu in Zusammenarbeit mit dem Abacus Vertriebs- und Implementierungspartner BDO die bestehenden HR-Prozesse in der Abacus-Software analysiert und ein Konzept für die Einführung des neuen Portals «MyAbacus» ausgearbeitet. Auch bei der Umsetzung standen die BDO Spezialisten mit Rat und Tat zur Verfügung. Heute verfügen alle Mitarbeitenden über einen persönlichen Web-Zugang zu MyAbacus und können dort gewünschte Anpassungen ihrer Angaben jederzeit selbst vornehmen. Dazu gehören: Adressänderungen, Zivilstands- und Namensänderungen, Geburtsanmeldungen, Anträge für Kinder- oder Ausbildungszulagen, Anpassungen von Bank-/Postkonti, Angaben zum Partner und dessen Beschäftigung, Einbürgerung oder Änderung der Aufenthaltsbewilligung, Meldungen von Langzeiterkrankungen oder Unfällen. Eine weitere bedeutende, durch die Einführung der Abacus-Software gewonnene Verbesserung ist der Versand der Lohnabrechnungen. MyAbacus ermöglicht es den 2450 Mitarbeitenden der Gruppe direkt auf ihre persönlichen Abrechnungen zuzugreifen. Dank dem SuisseID-System, das nach dem Modell der E-Banking-Verbindungen arbeitet, ist jede Abfrage vor fremdem Zugriff abgesichert. Die

elektronische Übermittlung der Lohnabrechnungen verringert den Papierverbrauch, den administrativen Aufwand und dementsprechend auch die Kosten. «Die Vorteile dieses Systems sind zahlreich», bestätigt Cotting und fügt als Beispiel hinzu: «Nur schon für den Postversand der Lohnabrechnungen an die 350 Angestellten der Klinik im waadtländischen Genolier verbrachte der HR-Mitarbeiter bisher mehrere Stunden mit dem Kuvertieren. Heute wird dieser Arbeitsgang mit wenigen Klicks erledigt.» Sylvie Wüthrich, Vize-Direktorin und Leiterin bei BDO der Abacus-Produktlinie für die Westschweiz, ergänzt: «Alle sind heute auf der Suche nach Zeit. Sie ist unsere kostbarste Ressource und wir haben sie komplett ausgeschöpft. So versuchen Unternehmen ihre Prozesse stets zu optimieren. Abacus hat dies verstanden und schlägt Lösungen vor, welche die administrativen Aufgaben enorm vereinfachen. Dank deren Automatisierung ist es möglich, sich auf die Kernaufgaben seines Berufes zu konzentrieren.»

Fazit Swiss Medical Network ist es dank der Einführung von MyAbacus gelungen, Zeit zu gewinnen, um diese an anderen Orten – zum Beispiel bei der Pflege und Betreuung von Patienten – sinnvoller einzusetzen. Die Mitarbeitenden müssen dadurch nicht mehr an die HR-Abteilung gelangen, um eine Adressänderung oder eine neue Bankkontonummer zu melden. Die Reduktion des Verwaltungsaufwandes bedeutet gleichzeitig aber auch eine Kostenersparnis. Nebst diesen Vorteilen sieht Diane Cotting aber noch weitere Pluspunkte:

«Die Mitarbeitenden haben an Selbständigkeit und wir an Effizienz gewonnen, daneben konnten wir unsere internen Abläufe verbessern. Die Benutzung des Portals wird auch seitens der Mitarbeitenden positiv bewertet. Ein Teil unseres Personals hat unregelmässige Arbeitszeiten und auch Nachteinsätze. Jederzeit auf sein Dossier oder seine Lohnabrechnung zugreifen zu können, erleichtert die Organisation eines jeden. Die Vereinfachung der administrativen Aufgaben ist übrigens nur einer der vielen positiven Aspekte dieses Systems. Die Prozessautomatisierung hat den Mitarbeitenden insbesondere erlaubt, ihre Aktivitäten zu rationalisieren und sich vermehrt auf ihre Arbeit zu konzentrieren.» <<

Anwender-Tipp «Moderne Business Software befähigt die Mitarbeitenden, ihre Arbeit selbständiger und effizienter zu erledigen. Jedes Unternehmen sollte sich Gedanken machen, wie sich dieses Potenzial erschliessen und nutzen lässt.» Diane Cotting, Leiterin Human Resources, Swiss Medical Network

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IT-Konkret topsoft Fachmagazin 17-2

Wenn die Standardversion des ERP ganz easy passt Digitale Wissensvermittlung in Form von E-Learning wird immer beliebter. Ein Boom, der sich auch im anhaltenden Wachstum der easylearn schweiz ag zeigt. Doch dem Erfolg des führenden Schweizer Unternehmens integrierter Bildungslösungen stand ausgerechnet ein digitales Problem im Weg: das komplizierte Zusammenspiel von drei unterschiedlichen ERP-Teilsystemen. Mit Opacc fand man eine neue Gesamtlösung mit überzeugendem Funktionsumfang und ausgezeichnetem Preis-Leistungsverhältnis. Dabei liessen sich die hohen Ansprüche der Anwender ganz «easy» mit der Standardversion abdecken. >> Christian Bühlmann | schmid + siegenthaler consulting gmbh

Die easylearn schweiz ag in Obfelden bei Zürich ist bekannt für ihre Anwendungen in den Bereichen E-Learning-, Know-how- und Bildungsmanagement-Software. Das Schweizer Unternehmen beschäftigt rund 30 Mitarbeitende in der Softwareentwicklung, in der Kundenberatung sowie bei der Umsetzung und Realisation von Ausbildungskampagnen.

Mehr als 500'000 Anwender bilden sich mit Easylearn weiter. Das Unternehmen bietet ein umfassendes Dienstleistungsangebot an, von der Erstellung einzelner E-Learning-Kurse bis zur Realisierung von betrieblichen Gesamtlösungen. Kunden sind über 500 mittlere bis grössere Betriebe und Organisationen, die für ihre betriebliche Weiterbildung die Vorteile

Erfahren Sie... ... wie flexibel die Standardversion eines ERP-Systems die individuellen Kundenanforderungen erfüllt. ... weshalb Schulung und Wissenstransfer wesentliche Erfolgsfaktoren bei der Softwareeinführung sind.

Das Projekt

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von e-Learning nutzen. Branchenschwerpunkte bilden dabei das Gesundheitswesen, öffentliche Dienste, Blaulichtorganisationen sowie grössere Dienstleistungs- und Industriebetriebe. Das Motto dabei: easylearn - einfach einleuchtend und einleuchtend einfach.

Ausgangslage Bei easylearn waren seit längerem drei verschiedene ERP-Teil-Systeme im Einsatz. Das führte zwangsläufig zu ineffizienten Abläufen, inkonsistenten Daten, Friktionen, Medienbrüchen – und dementsprechend zu mehr Aufwand. Für die Unternehmensleitung war klar, dass die bestehenden Anwendungen die Weiterentwicklung des Unternehmens erschwerten und durch ein einheitliches ERPSystem ersetzt werden mussten. Dazu wurde ein ambitiöser Zeitplan entwickelt: Nach dem Entscheid für eine neue Gesamtlösung sollte die Umstellung in wenigen Monaten erfolgen. Damit sollte die Grundlage geschaffen werden, dass sich das Unternehmen künftig erfolgreich und flexibel weiterentwickeln konnte. Gesucht wurde ein modernes ERP-System, welches alle relevanten Standardfunktionen zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis bietet.

Anwender:

easylearn schweiz ag, 8912 Obfelden, www.easylearn.ch

Mitarbeiter:

30

User:

20

Branche:

Bildung

Thema:

ERP

Ziele

Anbieter:

Opacc Software AG, 6010 Kriens, www.opacc.ch

Lösung:

OpaccERP

Auf der Suche nach einer passenden Unternehmenslösung verfolgte die easylearn schweiz ag zwei Hauptziele. Einerseits sollte die neue Business Software die künftige Firmenentwicklung flexibel unterstützen, andererseits wollte man damit konkrete Verbesserungen in den aktuellen Geschäftsprozessen erreichen. So sollten etwa die Medienbrüche zwischen den abzulösenden Applikationen eliminiert und die Arbeiten dadurch effizienter


Anwender-Tipp «Es lohnt sich, den Projektfokus klar zu definieren und pragmatisch die dafür am besten geeignete Lösung zu suchen. Dabei spielen der Einbezug der Mitarbeitenden, der Wissenstransfer und die Schulung eine zentrale Rolle.» Ernst Erni, CEO, easylearn schweiz ag Die 30 Mitarbeitenden der easylearn schweiz agsorgen mit OpaccERP «ganz easy» für zufriedene Kunden.

und kostengünstiger werden. Zudem musste sichergestellt sein, dass alle Abläufe lückenlos im neuen System abgebildet werden konnten. Damit dazu keine zusätzlichen Softwareanpassungen nötig waren, zeigte sich die easylearn bereit, ihre bestehenden Arbeitsabläufe bis zu einem gewissen Grad anzupassen. Wichtig war, dass man mit einer einheitlichen Datenbasis für alle Unternehmensbereiche die Qualität der Kundenbeziehungen verbessern konnte, die Transparenz von Informationen erhöhen und verlässliche Kennzahlen gewinnen konnte.

Vorgehen Als Grundlage für die Evaluation der neuen Unternehmenslösung diente der Vergleich möglicher Produkte mit dem Funktionsumfang der bestehenden Anwendungen. Gemeinsam mit dem vorhandenen Know-how der Benutzer und deren Überlegungen zu den künftigen Systemanforderungen wurde so ein massgeschneidertes Anforderungsprofil konzipiert. Mit Opacc fand man schon nach kurzer Zeit den passenden Lösungsanbieter, welcher insbesondere die speziellen Kriterien des E-Learning-Business standardmässig erfüllen konnte. Die Implementierung funktionierte gut und schnell: Vom Projektstart bis zum Praxistest vergingen nur etwas mehr als 10 Wochen. Entscheidend war dabei, dass die bestehenden Daten reibungslos übernommen werden konnten – Daten aus dem Management-Informationssystem und dem Kundeninventar, aber auch Verkaufsdaten und Kontaktplanungen mussten übertragen werden. Hoch bewertet wurde bei der Implementierung vor allem der Wissenstransfer: Alle Mitarbeiter waren vorgängig an Standard-Kursen in der OpaccAccademy geschult worden. Nach

der Installation wurden dann 1,5 Tage E-Learning zu spezifischen Themen durchgeführt, so dass sämtliche User am Tag des Produktivstartes das neue System beherrschten.

Lösungskonzept Zum Einsatz kommen bei der easylearn schweiz ag die Standardmodule von Opacc ERP in den Bereichen Adressen, Artikelverwaltung, Verkauf, Einkauf, Service, Management Information System (MIS) und Dokumentenmanagement (DMAS). Da OpaccERP bereits über alle benötigten Funktionen verfügt, konnte auf individuelle Anpassungen verzichtet werden. Mit dem Funktionsumfang des Lösungsstandards werden alle Bedürfnisse der Anwender in den Bereichen CRM, Verkaufsabwicklung, Leistungsmanagement, Projektnachkalkulation und Dokumentenverwaltung abgedeckt. Für Ernst Erni, CEO Easylearn AG, ist dabei der konkrete Nutzen für das Unternehmen essentiell: «Wir haben bei der Einführung Wert daraufgelegt, dass die Lösung auf unsere Art von Business passt und einen Beitrag zum Unternehmenserfolg leistet.» Die Vorteile von OpaccERP zeigen sich in verschiedenen Bereichen. Die gemeinsame Daten- und Informationsbasis von Opacc erleichtert die Zusammenarbeit über alle Abteilungen hinweg. Der Aufwand für Abklärungen ist deutlich minimiert worden. Gleichzeitig ist die Arbeitsqualität gestiegen – dank des Wegfalls von Fehlerquellen wie Schnittstellen und redundanten Daten. Für die Kommunikation mit den Kunden können die Mitarbeitenden der easylearn schweiz ag auf transparente, aktuelle Informationen zugreifen. Dazu gehören natürlich auch verknüpfte Dokumente. Marketing und Verkauf werden durch integrierte Kampagnen unterstützt und

haben so ein effektives Werkzeug für ihre Vertriebstätigkeiten zur Hand. Vom Erstkontakt über die Leadbearbeitung bis zur Offerte und Auftragsabwicklung ist eine perfekte Durchgängigkeit gewährleistet. Die dabei anfallenden Daten werden zu aktuellen Kennzahlen verdichtet und stehen dem Management jederzeit zur Verfügung. Dadurch sei, so Ernst Erni, ein Gesamtsystem entstanden, welches eine «hindernisfreie Gestaltung der Unternehmensführung» fördere und gleichzeitig sämtliche Mitarbeitenden bei ihrer täglichen Arbeit optimal unterstütze.

Fazit Allein schon die Ablösung von drei Teillösungen durch eine einzige Gesamtlösung war ein grosser Erfolg für die easylearn schweiz ag. Mit der Einführung von OpaccERP als moderne, zukunftsgerichtete ERP-Software hat das Unternehmen an Agilität und Effizienz gewonnen. Dies zeigt sich insbesondere in bei der Pflege von Kundenbeziehungen sowie in den Bereichen Marketing und Vertrieb. Ermöglicht wird dies durch die einheitliche Daten- und Informationsbasis von OpaccERP und dessen breiten Funktionsumfang. Alle Unternehmensprozesse werden so unterstützt, wie man es sich bei der easylearn schweiz ag vorgestellt hat. Auch wenn das gesamte Vorhaben aufgrund der zeitlichen und inhaltlichen Vorgaben sehr ambitioniert war, konnte man dank des professionellen Projektmanagements seitens Opacc und der hohen Motivation der Anwender die Ziele wunschgemäss erreichen. Ernst Erni zieht eine durchwegs positive Bilanz: «Heute verfügen wir dank OpaccERP über eine ERP-Gesamtlösung, die uns nicht einschränkt, sondern den Weg frei macht für eine erfolgreiche Zukunft.» << 35


IT-Konkret topsoft Fachmagazin 17-2

Egal, wo sich die Spezialisten der Arnold AG befinden, dank AbaCliK können sie ihre Arbeitszeiten und -leistungen jederzeit direkt ins zentrale ERP-System einspeisen.

Die Arnold AG ist bestens vernetzt dank digitaler Zeiterfassung Die Netzspezialisten der Arnold AG sind gefragte Experten, wenn es um Energie, Telecom und Verkehrsinfrastrukturen sowie Wasser geht. Mit ihrem Know-how tragen sie dazu bei, dass Unternehmen und Privathaushalte in der ganzen Schweiz jederzeit auf eine leistungsfähige, zuverlässige Netzinfrastruktur zählen können. Vor Ort beim Kunden zu sein, gehört zum Alltag der Mitarbeitenden. Mit AbaCliK begleitet sie eine moderne IT-Lösung, mit welcher sie Arbeitszeiten schnell und gesetzeskonform erfassen können. Bestens vernetzt, das gilt bei der Arnold AG auch in Sachen Business Software. >> Christian Bühlmann | schmid + siegenthaler consulting gmbh

Mit rund 1000 Mitarbeitenden und vier Tochterfirmen zählt die Arnold AG zu den grössten Netzdienstleistern der Schweiz. Klar fokussiert auf Dienstleistungen für die verschiedenen Netzinfrastrukturen in den Bereichen Energie, Telecom, Verkehr und Wasser baut und unterhält das Unternehmen die Lebensadern der modernen Zivilisation. Die 1947 durch Franz Arnold gegründete Firma hatte seine Haupttätigkeit beim Kabel- und Freileitungsbau im Strombereich. Im Laufe der 70jährigen Firmengeschichte wurden die Tätigkeitsfelder stetig ausgebaut. Heute umfasst das Angebot der Arnold AG, welche seit 2001 Teil des BKW Energie-Konzerns ist, Gesamtdienstleistungen 36

rund um Energie, Telecom, Verkehr und Wasser. Schweizweit werden Kunden in den Bereichen Energie- und Stromnetze, Wasserversorgung und -entsorgung, öffentlicher Verkehr, Strassen- und Schienenbau betreut.

Ausgangslage Als Netzdienstleister ist die Arnold AG in der ganzen Schweiz ein gefragter Partner für den Bau und Unterhalt von Netzdienstleistungen. Dank ihres Könnens und Fachwissens leisten die Arnold-Spezialisten einen wesentlichen Beitrag, dass in der Schweiz zu Hause und am Arbeitsplatz elektrische Geräte funktionieren,

sauberes Wasser zur Verfügung steht, Abwasser entsorgt wird, der Internetzugang gewährleistet ist und der Verkehr auf Schienen und Strassen rollt. Die meisten Mitarbeitenden sind dazu täglich unterwegs zu Kunden, Infrastrukturanlagen oder zu Baustellen. Arbeitszeiten, Leistungen und zusätzliche Daten wie Reisekosten oder Spesen müssen laufend erfasst und abgerechnet werden können. Die herkömmliche Verwendung von Rapportformulare war für die Arnold AG stets mit grossen Nachteilen verbunden: Das Ausfüllen und Verschicken der Formulare für die Mitarbeitenden war umständlich. Die entsprechenden Angaben mussten von der Administration


mühsam im bestehenden Abacus-System erfasst und bei unleserlichen oder unvollständigen Einträgen bei der jeweiligen Person nachgefragt werden.

Ziele Der Handlungsbedarf war offensichtlich: Einerseits sollten Effizienz und Genauigkeit bei der Erfassung von Arbeitszeiten und -leistungen verbessert werden, andererseits musste die Zeiterfassung auch den geänderten Gesetzesvorschriften entsprechen. Dazu wurde eine Lösung gesucht, welche sich auf der Basis der bestehenden Organisationsstrukturen der Arnold AG umsetzen und gleichzeitig in die vorhandene Abacus Business Software integrieren liess. Dabei sollte Abacus weiterhin das führende System bleiben. Basierend auf diesen Vorgaben wurden klare Ziele formuliert, welche Samuel Hasler, verantwortlicher Projektleiter der Arnold AG, wie folgt zusammenfasst: «Wir wollten die manuelle Stundenerfassung durch eine effiziente, digitale Lösung ersetzen. Diese sollte es ermöglichen, Arbeitsleistungen mit effektiven Zeiten und entsprechender Projektzuordnung zu erfassen. Der damit verbundene Aufwand musste für alle Mitarbeitenden möglichst gering sein.»

Vorgehen Die Suche nach einer passenden Lösung begann mit der Analyse der Geschäftsprozesse und der benötigten Anforderungskriterien. Unterstützt wurde die Arnold AG dabei durch Spezialisten des Beratungsunternehmens Delta Office AG. Basierend auf dem Bedürfniskatalog wurde eine Marktanalyse durchgeführt, um eine Auswahl möglicher Anbieter zu erhalten. Anhand von deren Lösungspräsentationen und dem Vergleich mit dem Anforderungskatalog entschied sich die Arnold AG für die Zeiterfassung mittels Abacus bzw. für die mobile Anwendung AbaCliK. Die von Abacus entwickelte Applikation erfüllte die Kriterien optimal, insbesondere die Integration in die bestehende Business Software. Den konkreten Nachweis der Praxistauglichkeit holte man sich in einem Vorprojekt, bei dem zusammen mit der Abacus-Partnerin Delta Office AG ein Testsystem implementiert und während zwei Monaten auf Herz und Nieren geprüft wurde. Nach erfolgreichem Abschluss wurde das Produktivsystem eingerichtet, welches von einer ausgewählten Geschäftseinheit unter realen Bedingungen getestet wurde. Nachdem auch diese Pilotphase zur Zufriedenheit aller Beteiligten verlief, erteilten die IT-Verantwortlichen grünes Licht für das zweimonatige Rollout von AbaCliK im gesamten Unternehmen inklusive Schulung aller Benutzer.

Lösungskonzept Das sorgfältige Vorgehen bei der Evaluation und Einführung der neuen Zeiterfassungssoftware

Anwender-Tipp «Bei der Einführung von Teilapplikationen, wie zum Beispiel bei einem Zeiterfassungssystem, muss die Kompatibilität zu bestehenden Lösungen und Geräten hinsichtlich Schnittstellen und Versionen sorgfältig geprüft werden.» Samuel Hasler, Projektleiter, Arnold AG hat sich gelohnt. Die Mitarbeitenden in den Büros können ihre Arbeitszeit heute direkt im Abacus-System erfassen. Für die Monteure und die Mitarbeitenden ohne PC-Zugang steht mit AbaCliK die mobile Version zur Verfügung. Die Arbeitszeiten werden direkt auf das entsprechende Projekt rapportiert und können umgehend für die Leistungsverrechnung genutzt werden. Alle Daten gelangen so ohne Medienbruch direkt ins zentrale ERP-System, wo sie anschliessend weiterverarbeitet oder ausgewertet werden können. Wer mobil unterwegs ist, hat die Wahl, ob AbaCliK auf einem firmeneigenen Smartphone – in diesem Fall das äusserst robuste Samsung XCover 3 – oder auf dem eigenen Handy zum Einsatz kommen soll. AbaCliK steht sowohl auf iOS- als auch auf Android-Geräten zur Verfügung. «Wir haben besonders darauf geachtet, dass die Integration in die Business Software von Abacus reibungslos funktioniert», erklärt Samuel Halser und ergänzt: «Dabei ist der Entscheid bewusst auf eine noch relativ junge Applikation aus dem Haus Abacus gefallen. Einerseits konnten wir so eine sehr zukunftsorientierte

Anwendung bei uns einführen, andererseits haben wir volles Vertrauen in den Softwarehersteller, dass allfällige Kinderkrankheiten noch beseitigt werden.» Zudem steht mit der Delta Office AG ein erfahrener, kompetenter ITPartner zur Seite. Noch ist das Potenzial von AbaCliK nicht vollumfänglich ausgeschöpft. Sobald die neue Lösung etabliert ist, sollen laut Samuel Hasler noch weitere Anwendungsmöglichkeiten wie etwa Employee-SelfService geprüft werden.

Fazit Derzeit konzentriert man sich bei der Arnold AG vorerst auf die digitale Zeiterfassung. Dank der Umstellung auf AbaCliK gehört das Abtippen von Rapporten der Vergangenheit an. Die doppelte Erfassung von Daten wurde erfolgreich eliminiert; alle Angaben werden direkt ins System eingegeben. Dabei werden auch die gesetzlichen Vorschriften wie z.B. Von-BisZeiten eingehalten, welche notabene nicht nur Pflicht sind, sondern intern gleichzeitig auch die Transparenz erhöhen. Ein Vorteil, den Samuel Hasler besonders hervorhebt: «Die Daten sind dank der mobilen, einheitlichen und zentralen Erfassung sofort im System verfügbar. Dadurch können wir einerseits die Leistungen unserer Mitarbeitenden schneller verrechnen, andererseits aber auch aussagekräftigere und aktuellere Auswertungen erstellen.» Bei der Arnold AG legt man seit jeher Wert auf zuverlässige Verbindungen aller Art – dazu gehört seit Kurzem auch das Zeiterfassungssystem AbaCliK. Es fügt sich nicht nur nahtlos in das Gesamtsystem von Abacus ein, sondern bietet aufgrund der mobilen, webfähigen Technologie eine ideale Grundlage für moderne, kunden- und leistungsorientierte Unternehmen. <<

Erfahren Sie... ... welche Vorteile eine digitalisierte Zeiterfassung bietet. ... weshalb eine Anwendung mobil und lokal zur Verfügung stehen sollte.

Das Projekt Anwender: Arnold AG, 3380 Wangen a.A., www.arnold.ch Mitarbeiter:

1000

User:

550

Branche:

Dienstleistungen im Netzbau

Thema:

Zeiterfassung

Anbieter:

Delta Office AG, 8604 Volketswil, www.deltaoffice.ch

Lösung:

AbaCliK, www.AbaCliK.ch

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IT-Konkret topsoft Fachmagazin 17-2

Der Traum vom eigenen Pool mit dem ERP aus der Cloud Unbeschwertes Badevergnügen, jeden Tag ein bisschen Ferienstimmung, dazu etwas für die Fitness tun – das eigene Schwimmbad ist für viele ein Traum. Die Pool-Profis der Rüegg Udo AG lassen diese Träume in Erfüllung gehen. Von der Planung über die Realisierung bis zum Service kümmert sich das Ostschweizer Unternehmen um alle Kundenwünsche. Unterstützt wird es dabei durch das Cloud-ERP myfactory. >> Christian Bühlmann | schmid + siegenthaler consulting gmbh

Der Traum vom eigenen Schwimmbad ist sehr individuell. Manche sehnen sich nach einem mediterranen Ambiente, andere nach abstrakten, geraden Formen. Im Trend ist – und das wünschen sich alle – eine nach draussen hin erweiterte Wohn- und Erlebnislandschaft. Die Rüegg Udo AG kennt die verschiedenen Wünsche und Ansprüche, die an einen Garten-Pool gerichtet werden und aufgrund der langjährigen Erfahrung im Umgang mit Wasser auch sämtliche Produkte und deren Einsatzmöglichkeiten. Das Unternehmen mit seinen 12 Mitarbeitenden bietet im Bereich Schwimmbäder und Zubehör ein umfassendes Programm sowie eine professionelle Beratung und

Betreuung von der Planung bis zur Ausführung. Seit 1985 realisieren die Pool-Bauer aus Gommiswald SG hochwertige Anlagen und übernehmen gleichzeitig auch die darauf abgestimmten Unterhalts- und Servicearbeiten.

Ausgangslage Der Gewinn des europäischen Golden-WaveInnovationspreises 2017 für ihre eigene Produktlinie LUXSA ist ein weiterer Meilenstein in der Erfolgsgeschichte der Rüegg Udo AG. Im Laufe der letzten 30 Jahre wurde das Angebot ständig erweitert. 1995 wurde das heutige Firmengebäude mit Showroom bezogen. Parallel

zum steigenden Geschäftsvolumen stieg auch der administrative Aufwand. Für gewisse Bereiche wie Buchhaltung oder Adressverwaltung standen zwar IT-Tools zur Verfügung, eine durchgängige Unternehmenslösung war jedoch nicht im Einsatz. Dies änderte sich 2016. Aufgrund der steigenden Nachfrage und des damit verbundenen Wachstums entschloss sich die Rüegg Udo AG, ihre Geschäftsprozesse künftig mit einem integrierten ERP-System zu unterstützen. Die vorhandene Organisationsstruktur und die perfekt eingespielten Arbeitsabläufe sollten dabei unverändert beibehalten werden können.

Ziele Erfahren Sie... ... wie ein ERP-System dazu beitragen kann, die Kundenzufriedenheit zu erhöhen. ... weshalb dank der Cloud mehr Zeit für das Kerngeschäft zur Verfügung steht.

Das Projekt Anwender: Rüegg Udo AG 8737 Gommiswald www.ruegg-schwimmbaeder.ch Mitarbeiter:

12

User:

10

Branche:

Garten-Schwimmbäder

Thema:

ERP

Anbieter: myfactory Software Schweiz AG 9000 St. Gallen www.myfactoryschweiz.ch Lösung:

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myfactory

Als Schritt in die digitale Zukunft bezeichnet Christoph Baumeler, Mitglied der Geschäftsleitung bei Rüegg Udo AG, den Entscheid für eine integrierte Gesamtlösung. Das neue System sollte massgebend dazu beitragen, den Kunden auch in Zukunft einen hochstehenden Service zu bieten und gleichzeitig Projekte effizient und zuverlässig abzuwickeln. Nebst der Vereinfachung von administrativen Tätigkeiten und Verbesserungen bei der Aufgabenplanung und Leistungserfassung, sollte auch die Verwaltung von Anlagen und Service-Abonnements erleichtert werden. Ein zunehmend wichtiger Vertriebskanal für Zubehör, Pflegeund Reinigungsmittel stellt der Webshop dar. Auch dieser Bereich sollte zwingend mit dem ERP verknüpft sein, um Produktdaten und Aufträge zentral in einem System bearbeiten zu können. In diesem Zusammenhang müssen auch die Kundeninformationen transparent und jederzeit aktuell zur Verfügung stehen.

Vorgehen Mit einem profunden Wissen um die eigenen Prozesse, Anforderungen und Möglichkeiten begab sich die Rüegg Udo AG auf die Suche


Ausgezeichnet: Der Innovationspreis «Golden Wave» geht 2017 an die Schwimmbad-Profis der Rüegg Udo AG. Im Hintergrund sorgt das innovative Cloud-ERP myfactory für ausgezeichnete Unternehmensprozesse.

nach einer geeigneten Gesamtlösung. Dabei konnte Christoph Baumeler auch von seinen Erfahrungen bei früheren ERP-Projekten profitieren. Von vorneherein war klar, dass die neue Software etwas «Modernes, Spannendes» sein sollte; auf keinen Fall jedoch ein Server irgendwo, dessen Wartung mit viel Aufwand verbunden ist. Gerade in der Hochsaison – diese dauert in der Regel von Frühling bis Herbst – fehlt den Pool-Profis schlichtweg die Zeit, sich noch um etwas Anderes als um Schwimmbäder zu kümmern. Als man bei der Suche auf das Cloud-ERP myfactory stiess, wurde man neugierig. «Das Kosten-NutzenVerhältnis überzeugte uns von Beginn weg. Ausserdem gefiel uns die Transparenz und Offenheit, mit der sich das myfactory-Team präsentierte», erinnert sich Christoph Baumeler. myfactory überzeugte in allen Belangen, so dass der Entscheid rasch feststand. Nach einer Vorbereitungsdauer von nur 6 Monaten wurde das neue ERP anfangs 2017 erfolgreich in Betrieb genommen. Dies nicht zuletzt auch durch die professionelle Unterstützung durch myfactory Schweiz. Der Schulungsaufwand war aus Kundensicht gering. Das Meiste habe man sich entweder im Grundkurs angeeignet oder sich selber beigebracht; zudem sei auch das myfactory-Team für spezielle Fragen jederzeit zur Verfügung gestanden, sagt Christoph Baumeler.

Lösungskonzept Zum Kerngeschäft der Rüegg Udo AG gehört der Bau neuer Schwimmbäder und der Unterhalt bzw. die Sanierung von bestehenden Anlagen. Damit verbunden sind verschiedene Dienstleistungen, welche teilweise über Service-Abonnements abgewickelt werden. Im Webshop und im Ladengeschäft können die Kunden auch direkt einkaufen. Das

ERP-System myfactory unterstützt alle Bereiche inklusive Finanz- und Lohnbuchhaltung sowie Kreditoren und Debitoren. Die Realisierung eines neuen Pools wird von Planungsbeginn bis zum ersten Sprung ins kühle Nass über die Projektverwaltung abgewickelt. Damit verbunden sind eine detaillierte Terminplanung, die Zuordnung von Materialbestellungen und Rechnungseingängen sowie Ressourcenplanung der Schwimmbadtechniker. Die Einsätze der Mitarbeitenden werden am PC geplant und lassen sich jederzeit auf der Plantafel von myfactory anzeigen. Die jeweiligen Aufgaben und Aufträge können die Techniker nicht nur mobil auf ihren Tablet-PCs abrufen, sondern gleichzeitig auch die Leistungen erfassen und von den Kunden visieren lassen. Dank der

Anwender-Tipp «Wichtig bei der Einführung eines ERP ist es, das Unternehmen und die Prozesse abzubilden. Man muss den Sprung ins Wasser wagen und darf sich nicht in Details verlieren. Optimieren kann man später immer noch.» Christoph Baumeler, Mitglied der Geschäftsleitung, Rüegg Udo AG

Einführung von myfactory stehen den Technikern vor Ort sämtliche Produktinformationen inklusive Bildern zur Verfügung. Dank einer klaren Artikelstruktur lassen sich so die geeigneten Hilfs- und Pflegemittel rasch und einfach finden. Aber auch die jeweiligen Informationen der Pool-Anlagen inklusive der verknüpften Dokumente können in myfactory jederzeit abgerufen werden. Selbst bei einem Wechsel des Hausbesitzers kann die Rüegg Udo AG so eine fachgerechte Wartung sicherstellen, ohne die Daten neu erfassen zu müssen. Natürlich bedarf auch ein GartenSchwimmbad einer sorgfältigen Pflege. Verschiedene Service-Abonnements, abgestimmt auf die Kundenbedürfnisse, garantieren auf Jahre hinaus ungetrübten Badespass. Die vereinbarten Dienstleistungen werden in myfactory überwacht, so dass diese rechtzeitig und zuverlässig erbracht werden können.

Fazit Bei der Einführung des ERP ist den Schwimmbad-Spezialisten der Rüegg Udo AG der Sprung ins kalte Wasser erspart geblieben. Quasi von null auf hundert verfügt man heute über ein leistungsfähiges System, das keine Wünsche offenlässt. Die mobilen Einsatzmöglichkeiten und das cloudbasierte Betriebsmodell werden besonders geschätzt. «Dadurch können wir uns hochgradig auf unsere Leistungen konzentrieren, was schlussendlich unseren Kunden zugutekommt», erklärt Christoph Baumeler und ergänzt: «Vom ersten Kontakt über die gesamte Projektdauer bis zur jetzigen Betreuung habe alles gestimmt.» Kein Wunder, ist die Zufriedenheit mit myfactory spürbar gross. Noch sind die Möglichkeiten des ERP-Systems nicht ausgeschöpft, doch der digitale Pool füllt sich bei der Rüegg Udo AG zunehmend. << 39


Fachmesse topsoft Fachmagazin 17-2

topsoft Fachmesse 2017: Inspiring Digital Business für erfolgreiche Unternehmen Digitales Business – verstehen, erkennen, nutzen! Die topsoft 2017 präsentiert als wichtigste Schweizer IT-Fachmesse Systeme, Technologien und Know-how für zukunftsorientierte Unternehmen. Seien Sie dabei, wenn am 29./30. August 2017 die Messe Zürich zum einzigartigen Hotspot für das digitale Business der Schweiz wird. Über 140 Aussteller, mehr als 350 Lösungen, hochstehende Expertenreferate, 9 verschiedene Themenparks und Sonderbereiche machen einen Besuch der topsoft 2017 zum Muss – und Ihr Unternehmen fit für Inspiring Digital Business! Von Smart Working über Industrie 4.0 bis zu mobile Business Apps – auf der topsoft 2017 erleben Messebesucher nicht nur brandaktuelle IT-Themen, sondern finden auch die passenden Lösungen dazu. Die einzigartige Fachausstellung mit über 140 Anbietern wird umrahmt von erlebnisorientierten Sonderbereichen und Themenparks sowie einem hochwertigen Referatsprogramm. Ausgerichtet auf die digitalen Herausforderungen von KMU vermittelt die topsoft 2017 konkret anwendbares Wissen und zeigt moderne Anwendungen entlang der der gesamten Wertschöpfungskette im Unternehmen. Von der Technologie bis zur Anwendung, von der Branchenlösung bis zum Gesamtpaket finden Besucher alles unter einem Dach. Neutrale IT- und Organisationsberater helfen kostenlos bei der Suche nach der passenden Lösung und geben Tipps für erfolgreiche IT-Projekte.

Von der Messe zur Plattform für digitales Business Die topsoft hat sich konsequent von der einstigen Ausstellung zur ganzjährigen Plattform für digitales Business gewandelt. Jährlicher Höhepunkt ist die zweitägige Fachmesse in Zürich, wo sich Besucher direkt mit Herstellern, Experten und anderen Anwendern austauschen können. Möglich macht dies ein einzigartiges Rahmenprogramm, bei welchem der konkreten Besuchernutzen im Vordergrund steht. Zu den diesjährigen Highlights gehören Sonderbereiche wie «Smart Working Space», «Industrie 4.0 Live», die «Paperless World» sowie der «Business-Intelligence-Park», aber auch das Referate-Forum mit Anwendungsschwerpunkten wie Produktion, Service, IT im Handel oder Arbeiten 4.0. Mehrere Themenparks setzen den Fokus auf Inhalte wie 40

Startups, Cloud, CRM, BI, ECM/DMS und Software-Entwicklung. Welcher Bereich für die Besucher auch immer im Vordergrund steht, nur auf der topsoft 2017 lässt sich das gesamte Spektrum des digitalen Business als vernetzte Plattform erleben.

zum Thema Produktion/Industrie 4.0. Erfahren Sie, wie die verschiedenen Systeme, Konzepte, Methoden und Technologien optimal zusammenwirken, damit Digitalisierung und Automatisierung nicht nur leere Versprechen sind.

Referate-Forum

BI Park

Das topsoft Referate-Forum setzt mit jeweils halbtägigen Fokusthemen markante Akzente, die auf keinem Messebesuch fehlen dürfen. Moderiert von ausgewiesenen Experten schliesst jeder Themenzyklus mit einer Podiumsdiskussion der jeweiligen Referenten.

Unter der Ägide des führenden Analystenhaus BARC (Business Application Research Center) bringt der «BI Park» den Besuchern Themen wie Business Intelligence, Datenmanagement und Big Data näher. Gleichzeitig wird aktuelles Wissen rund um BI-Organisation, Data Governance, Advanced Planning, Advanced und Predictive Analytics, Self-Service Data Preparation und Data Discovery vermittelt.

IT im Handel Der Handel ist im festen Griff der Digitalisierung. Erfahren Sie mehr über die neusten Trends und Entwicklungen rund um die Digitalisierung des Handels. Wie kann man seine Interaktionen mit den Kunden und Lieferanten verbessern? Wo ändert sich die Kollaboration ganz grundsätzlich? Entdecken Sie die individuellen Vorteile für sich und Ihr Unternehmen. Service-Management Noch nie war es so einfach, mit Service gutes Geld zu verdienen. Doch wie lassen sich die Einsätze der Aussendienstmitarbeiter optimal planen? Wie kann der Mitarbeiter mobil alle nötigen Informationen abrufen? Was braucht es für Predictive Maintenance? Und wie wird der Servicetechniker zum besten Verkäufer? Smart Working Anhand konkreter Beispiele wird gezeigt, wie sich der Wandel in der Arbeitswelt im Unternehmen nutzen und gestalten lässt. Dabei geht es sowohl um den Einsatz technologischer Hilfsmittel als auch um konzeptionelle Organisationsvorschläge. Produktion/Industrie 4.0 Profitieren Sie von spannenden Berichten, Meinungen und Anschauungsbeispielen

CRM Park Ebenfalls in Kooperation mit BARC erschliesst der CRM Park mit attraktiven Fachreferaten und kompetenten Lösungsanbietern zentrale Themen, welche auf keiner Business-Agenda fehlen dürfen: Von der Customer Experience über analytisches CRM und der Unterstützung von Marketing und Vertrieb bis zu empathischem CRM werden neue Impulse für das ganze Unternehmen vermittelt.

Cloud Park Messebesucher finden im «Cloud Park» Lösungen zum Anfassen und Ausprobieren. Der Cloud Park ist für Projektverantwortliche die erste Anlaufstelle auf der Suche nach Services, Systemen, Partnern und aktuellen Angeboten. Als klar fokussierte Plattform für Wissens- und Erfahrungsaustausch stellt der Themenpark die Verbindung zwischen Anbietern und Anwendern her. Im Vordergrund stehen mobile Unternehmenslösungen, Software as a Service, Hosting und Data Center, aber auch Herausforderungen wie Datensicherheit,


Partner

Neue Berufe in der ICT Der Schutz vor Cyberattacken auf Firmen- und Verwaltungsnetze ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für Unternehmen und die Öffentlichen Ämter. Geeignetes Fahrpersonal für dies Aufgaben im Bereich ICT Security zu finden ist schwierig. Der Verband ICT-Berufsbildung Schweiz hat dies erkannt und zusammen mit dem Informatiksteuerungsorgan des Bundes (ISB) vor zwei Jahren das Projekt eines Eidgenössischen Diploms ICT Security Expert initiiert. Beteiligt an der Entwicklung des neuen Berufsbildes waren namhafte Vertreter der Wirtschaft, darunter die Schweizerische Post, Microsoft Schweiz, Swisscom oder die UBS.

Developer Park Individualsoftware, Outsourcing, Near- bzw. Offshoring, aktuelle Tools und Methoden – der Developer Park ist für Software-Entwickler nicht nur ein Fundus spannender Themen und aktueller Produkte, sondern auch die perfekte Gelegenheit, kompetente Anbieter und engagierte Lösungsspezialisten zu treffen.

Start-up Park Coole Ideen wahr werden lassen, endlich sein eigener Boss sein, die Zukunft in die eigenen Hände nehmen – Start-ups sind der eigentliche Motor unserer Wirtschaft. Darum wird ihnen auch auf der topsoft ein besonderer Platz eingeräumt. Diverse Jungunternehmen begeistern hier das Publikum und bringen frischen Wind in die Business Szene.

Smart-Working Space Impulse für die Arbeitswelt von morgen: Das konventionelle Büro war gestern – Smart Working ist die Zukunft. Erfahren Sie auf der topsoft, was die Arbeitswelt schon bald bewegen wird: Neue IT-Anwendungen, moderne Bürokonzepte, unkonventionelle Organisations- und Arbeitsmodelle... Der Smart-Working Space bietet Platz für Ungewohntes und Neugedachtes.

Mit dem neu geschaffenen eidgenössischen Diplom wurde nun ein neuer, hochpositionierter Abschluss entwickelt. Im Sommer 2018 finden nun die ersten Prüfungen statt. Doch auch für den Nachwuchs ist gesorgt: Mit Start 2018 beginnt die neue dreijährige Ausbildung ICT-Fachmann/ICTFachfrau mit Eidg. Fähigkeitszeugnis (EFZ). Diese ersetzt die bisherige zweijährige Ausbildung «Informatikpraktiker/-in EBA», die 2017 zum letzten Mal angeboten wird. ICT-Fachleute unterstützen Unternehmen, Verwaltungen, Bildungsinstitutionen und alle weiteren Organisationen dabei, die Chancen der Digitalisierung optimal und effektiv zu nutzen. Sie betreuen interne Kundinnen und Kunden in ICT-Belangen, installieren Hard- und Software, nehmen Gerätekonfigurationen vor, instruieren Anwenderinnen und Anwender und leisten ICT-Support. Ausserdem unterstützen sie Benutzerinnen und Benutzer im Umgang mit ICT-Mitteln und sind auch in der Wartung von ICT-Benutzerendgeräten tätig. Als Kenner der firmenspezifischen Hardware-Konfigurationen und der Betriebsapplikationen handeln sie bei Installationen und im Supportfall rasch, in hoher Qualität und kosteneffizient.

Industrie 4.0 Live Das Thema Industrie 4.0 ist und bleibt eine Herausforderung für viele Unternehmen. Die Digitalisierung und Automatisierung von Arbeitsprozessen sind Türöffner für die Zukunft, aber oft auch Stolpersteine in der Gegenwart. Wie sieht Industrie 4.0 wirklich aus? Was ist die Wirkung auf jeden von uns? Worauf kommt es bei der Umsetzung von Industrie 4.0-Konzepten an? Im Live-Bereich finden Sie konkrete Antworten.

Perfekte Messe-Partner – topsoft und SuisseEMEX Business und IT sind heute untrennbar verknüpft. Besonders Marketing, Verkauf, Service und Management sind stark auf digitale Unterstützung angewiesen. Gemeinsam mit der Partnermesse SuisseEMEX verbindet die topsoft Themen wie CRM, Smart Data, Online Marketing und E-Commerce mit dem gesamten Spektrum moderner Business IT-Anwendungen. Insgesamt sorgen rund 500 Aussteller und mehr als 15'000 Besucher für kreative Impulse auf dem Weg zum digitale Business von morgen.

www.topsoft.ch

Kampagne #NeueLehre2018 Schaffen Sie Ausbildungsplätze für ICT-Fachfrauen und ICTFachmänner? Dann können Sie das via Twitter mit dem Hashtag #NeueLehre2018 kommunizieren. Oder Sie schreiben eine Mail an info@ict-berufsbildung.ch. ICT-Berufsbildung Schweiz publiziert die Unternehmen auf der Verbandswebseite. ICT-Berufsbildung Schweiz Aarbergergasse 30 3011 Bern Telefon +41 58 360 55 50 www.ict-berufsbildung.ch

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Partner topsoft Fachmagazin 17-2

Internet-Briefing: Die Zukunft ist immer ein Thema (ein Erlebnisbericht, teilweise…) Gegründet von der Internet-Legende Reto Hartinger, hat sich das «Internet-Briefing» längst als Geheimtipp, pardon, als Verein für Themen rund um die digitale Zukunft etabliert. Egal ob als Mitglied oder als Zuhörer, wer an einem IB-Event teilnimmt ist begeistert vom kongenialen Spirit dieser Community. Aus Prinzip sind alle per Du – das erleichtert das Kennenlernen und den Gedankenaustausch.

Reto Hartinger in seinem Element: Das Internet-Briefing ist Akademie, Forum, Marktplatz, Kontaktbörse – und garantiert einzigartig in seiner Art.

Wir schreiben den 2. Mai 2017. Die Konferenz «Neue Arbeits- und Organisationsformen» wird ohne lange Umschweife von Reto Hartinger, seines Zeichen Internet-Pionier und heute Gastgeber, eröffnet. Unkonventionell,

aber äusserst effektiv. Rund 50 Teilnehmende haben sich im Crowne Plaza in Zürich angemeldet. Das Interesse an der Zukunft, an brandaktuellen Themen, verbindet alle. Nicht die Show steht im Vordergrund, sondern

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Import-Belege EDV-Obligatorium ab 1. März 2018 Import-Belege (eVV) müssen künftig beim Zoll abgeholt werden. Wir haben die Lösung für Sie - kostengünstig und zeitsparend. Mehr darüber auf www.transsoft.ch TransSoft GmbH, Römerstrasse 27, 4415 Lausen Tel 061 923 88 11, info@transsoft.ch

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Wissenserweiterung und Netzwerken. Diese Kombination macht den Erfolg der Briefings aus, welche – in Form von Workshops, Konferenzen und Vorträgen – auch mal zu Themen jenseits des «Internet» stattfinden. Die Digitalisierung liefert ja schliesslich Gesprächsstoff ohne Ende. Auch heute: Nach dem Referat von Marc Pfirter über den Flexibilisierungsdruck lernender Organisationen und den Einblicken von Nadia Fischer in das selbstorganisierte Arbeiten bei der Liip AG folgen zwischendurch Diskussionsrunden und weitere Vorträge, wie derjenige von Peter Stevens zum Thema «How to do more often what matters» oder «Selbstbewusst – Selbständig» von Christoph Meier. Dazwischen findet man beim Mittagessen etwas Zeit für gute Tischgespräche. Danach folgen weitere Referenten, spannende Themen bis – es ist schon Abend – eine letzte Diskussionsrunde die Konferenz abschliesst. Fazit des Tages: Volles Programm, nie langweilig. Typisch Internet-Briefing, eben.


Partner

16. / 17. Juni 2017: offene Türen bei IT-Firmen, Hochschulen, Spitälern, Banken und vielen mehr.

Informatiktage 2017: Selber Roboter steuern und Apps programmieren Computer, Animationsfilme, Patientenarmbänder – Die Informatik ist im Alltag allgegenwärtig. Zahlreiche Technologien entstehen in der Region Zürich. Wo und wie erfahren Interessierte an Rundgängen, Parcours, Workshops, Spielen und Referaten bei mehr als 50 Firmen und Organisationen. Wie funktioniert ein Operationsroboter? An den Informatiktagen können es Besucher im Universitätsspital an einem Gummibärchen ausprobieren. Bei IBM entdecken Gross und Klein das Innenleben eines Laptops. Und bei der ETH experimentieren Kinder und Erwachsene mit kreativen Spielzeug-Apps.

Tipps rund um die Digitalisierung im Alltag und die Sicherheit im Internet. An Vorträgen und Podien diskutieren Experten Chancen und Gefahren der Digitalisierung: Wie sich die Zusammenarbeit in Teams verändert etwa, oder wo Berufe verschwinden und neue entstehen.

Das sind drei von rund 300 Veranstaltungen, die im Rahmen der Informatiktage Zürich bei Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Organisationen in und um Zürich stattfinden. Die Besucher erfahren, wo die Informatik lebt und wie an neuen Technologien gearbeitet wird. Gastgeber sind IT-Grössen wie Microsoft, SIX und UBS, etablierte KMU sowie Startups. Sie bieten Workshops, Spiele, Rundgänge, Vorführungen und Referate für alle Altersgruppen.

Für Schulklassen beginnen die Informatiktage bereits am 14. Juni. Am Mittwoch und Donnerstag führen Gastgeberfirmen und -Organisationen sie durch ihre Räumlichkeiten und lassen sie ganz praktisch in die InformatikWelt eintauchen. Accenture etwa zeigt Schülerinnen und Schüler, wie sich eine Mikrowelle via Computer fernsteuern lässt.

Was: Werkschau der Informatik in und um Zürich. Technologien und Berufsbilder entdecken, Informatik im Alltag erleben.

Nationale Berufsmeisterschaften ICTskills

Wer: Mehr als 70 Partnerfirmen und -Organisationen: IT-Anbieter, Grossbanken, Spitäler, Detailhändler, Forschung/ Hochschulen

Zuhören und selber machen Das Programm ist vielfältig. Firmen und Organisationen laden zum Zuhören und Mitmachen ein. Für Kinder finden diverse Programmierkurse statt. Andernorts tauchen sie spielend in die Welt der Informatik ein und entdecken die Technologien der Zukunft. Erwachsene erfahren in Referaten mehr über Künstliche Intelligenz, Selbstfahrende Autos, digitales Geld, Virtual Reality und Arbeitsmodelle der Zukunft. Oder sie erhalten praktische

Zum ersten Mal im Rahmen der Informatiktage finden auch die nationalen Berufsmeisterschaften ICTskills statt. An dieser messen sich Jugendliche in den vier Disziplinen Applikationsentwicklung, Systemtechnik, Mediamatik und Webdesign. Eine gute Gelegenheit, um mehr über diese Berufe zu erfahren.

Informatiktage 2017 auf einen Blick

Wann: 16. und 17. Juni 2017 Wo: Bei den Unternehmen selbst, in Zürich und Umgebung

Für wen: Für Laien und Profis, Neugierige jeden Alters

Mehr Informationen www.informatiktage.ch #ITTage17 twitter.com/ezueri facebook.com/informatiktage 43


IT-News topsoft Fachmagazin 17-2

Abacus-Direktanbindung an Raiffeisen-Bank Ab sofort bietet AbaNinja, die Cloud Business Software von Abacus, die Möglichkeit, Kundenzahlungen und Rechnungen mit Raiffeisen-Bankkonten automatisch abzugleichen. Dabei werden bei der Integration von AbaNinja mit Raiffeisen e-Banking höchste Sicherheitsstandards berücksichtigt. Mit der für Kleinunternehmer konzipierten kostenlosen Cloud-Software lassen sich Offerten, Rechnungen und Mahnungen mit wenigen Klicks erstellen, gratis versenden und elektronisch archivieren. Die Abacus-Anbindung und -Partnerschaft mit Raiffeisen eröffnet Schweizer KMU Möglichkeiten, kommende Chancen der Digitalisierung zu erkennen sowie kostenlos und einfach umzusetzen, kommentiert Claudio Hintermann, CEO von Abacus Research. www.abacus.ch

Informatec beteiligt 4 langjährige Mitarbeiter Die in Muttenz domizilierte BI-Spezialistin Informatec GmbH beteiligt vier langjährige Mitarbeiter mit 35% am Unternehmen und komplettiert damit ihr Führungsteam. Dank der 2015 lancierten Fokusstrategie auf Business Intelligence wuchs die Informatec in den vergangenen Jahren zweistellig. Diese Transaktion hilft ihr, die erfolgreiche Strategieumsetzung weiter zu beschleunigen und ihren Wachstumskurs fortzusetzen. Durch die Aufnahme von vier langjährigen Mitarbeitern in den Gesellschafterkreis des Unternehmens verstärkt die Informatec die unternehmerische Führung und verbessert die Grundlagen für das geplante Wachstum des Unternehmens. „Unsere neuen Partner haben sich als führende Mitarbeiter über viele Jahre bei der Informatec bewährt und massgeblich zur heute geschärften Marktposition beigetragen“ erklärt Rino Mentil. www.informatec.com

Myfactory gewinnt gleich drei IT-Innovationspreise Bei der diesjährigen Verleihung der IT-Innovationspreise auf der CeBIT wurde myfactory International GmbH gleich drei Mal ausgezeichnet. In den Kategorien ERP, Cloud-Computing und E-Commerce zählt myfactory jeweils zu den besten Lösungen. Bewertet wurden dabei der Innovationsgehalt, der nachweisbare Nutzen und die Eignung für mittelständische Unternehmen. Diese sind, so die unabhängige Jury, bei myfactory in besonderem Masse gegeben. Anwender von myfactory profitieren natürlich von allen Vorteilen, welche Cloud-Computing bietet. Die Gesamtlösung unterstützt somit auch dezentrales Arbeiten auf mobilen Geräten und genügt höchsten Sicherheitsstandards. Die Ehrung zeigt, dass myfactory in den Augen der Jury zu den innovativsten Lösungen im deutschsprachigen Raum gehört. www.myfactory.ch

Godesys übernimmt Collinor Prozesseffizienz, Zukunftsorientierung, Datentransparenz, Skalierbarkeit und flexible Einsatzmöglichkeiten: Das alles zeichnet sowohl die Projektmanagement-Lösungen von Collinor als auch die Geschäftssoftware von godesys aus. Nun bündeln die Collinor Software GmbH aus Köln und die Mainzer ERP-Spezialisten Erfahrungen und Produktangebot, um Kunden noch besser auf die wachsenden Herausforderungen der Digitalisierung vorzubereiten. godesys ist eine Mehrheitsbeteiligung an der Collinor GmbH eingegangen und übernimmt auch die Anteile des High-Tech Gründerfonds (HTGF), der das Startup in seinen Anfängen finanziert hatte. Anwender profitieren durch den Zusammenschluss von flexibler und funktionsstarker Projekt- und Portfoliomanagementunterstützung gepaart mit unternehmensspezifischen ERP-, BI-, CRM- und SCM-Systemen nebst Portalen aus einer Hand. www.godesys.ch

Unit4 mit erster selbststeuernden ERP-Anwendung Wanda, die digitale Assistentin von Unit4, ermöglicht jetzt eine völlig neue ERP-Anwendererfahrung. Der Launch von Wanda ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Bereitstellung selbststeuernder Unternehmenssoftware.

SwissSign führt SwissID ein

Um einen natürlichen Umgang mit Wanda zu gewährleisten, hat Unit4 seine digitale Assistentin in die bevorzugten Schnittstellen der Benutzer integriert; der Zugriff kann über Skype, Slack und Facebook erfolgen. Wanda ermöglicht einen einfachen Zugang zu den Daten, die im unternehmenseigenen ERP-System ‚Business World‘ enthalten sind und fügt ein gewisses Mass an Intelligenz und Kontext hinzu. So kann sie Aktionen vorschlagen und den Anwendern helfen, ihre Aufgaben schnell zu erledigen. Wanda ist für alle Kunden als Cloud-Service out-of-the-Box verfügbar; eine Benutzerschulung ist nicht erforderlich.

SwissID heisst die schweizweite einheitliche digitale Identität, die von der SwissSign AG – dem Joint Venture von Post und SBB – per sofort interessierten Unternehmen und Behörden angeboten wird. Das Abwickeln von Online-Geschäften wird mit SwissID in Zukunft nicht nur einfacher, sondern auch sicherer. SBB und Post decken mit SwissID ein grosses Bedürfnis in einem Wachstumsmarkt ab und leisten so einen wichtigen Beitrag zur Digitalisierung der Schweiz. Die Hoheit über die persönlichen Daten bleibt jederzeit bei den Anwenderinnen und Anwendern. Die neue Lösung wird mittelfristig die SuisseID ablösen.

www.unit4.com

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www.swisssign.ch


Wildcard

Lebenslanges Lernen – Die Bildungsreise des modernen Menschen Hervorragend ausgebildete Mitarbeitende sind auf dem Arbeitsmarkt stets gefragt. Arbeitgeber haben heute aber oft grosse Schwierigkeiten, kompetente Fachkräfte zu finden. So bleiben viele Stellen vakant, bloss weil die passenden Bewerber fehlen. Vor allem im IT-Bereich ist der Mangel gross. Aktuelle Veränderungen verlangen stets nach neuen Fachkompetenzen, denn ein Diplom von gestern ist heute im Prinzip schon wieder kalter Kaffee. Stete Weiterbildung ist für den modernen Menschen somit einfach unumgänglich. >> Pascal Rüegger | CVCube

Das IT-Arbeitsumfeld ist unglaublich dynamisch, sich wandelnde Arbeitsmethoden und neue Technologien verändern den Aufgabenbereich laufend. Dies stellt Arbeitgeber und Arbeitnehmer vor Herausforderungen, denn Fachspezialisten mit aktuellem Wissen und neuen Kompetenzen sind gefragt. Besonders die Digitalisierung und die Umstellung auf Industrie 4.0 verlangen vermehrt technisches Know-how und spezifisches Fachwissen in diesen Bereichen.

Umschulung statt Neurekrutierung Doch genau dort liegt das Problem: Viele Firmen hinken den Veränderungen hinterher und können die Chance, welche die Digitalisierung bietet, nicht optimal ausschöpfen. Dies liegt nicht nur an einer fehlenden Bereitschaft der Unternehmen, sich grundsätzlich damit auseinander zu setzen. Oft fehlen auch schlichtweg die Mittel, vor allem im personellen Bereich. Der Fachkräftemangel zeigt sich hauptsächlich in den Bereichen Informatik und Technik. Diese Berufszweige sind durch die Digitalisierung besonders gefordert. Die Nachfrage nach Spezialisten ist hier gross, doch der Nachwuchs kommt zu langsam nach. In diesem Zusammenhang ist es deshalb nicht nur wichtig, Erstausbildungen zu fördern, sondern der bestehenden Belegschaft auch spezifische Weiterbildungen zu ermöglichen. Mitarbeitende sollten ermutigt werden, sich zu Fachkräften weiterzubilden, um die freien Stellen zu besetzen. Die wahre Herausforderung verschiebt sich so von der Rekrutierung neuer Arbeitskräfte (reines Sourcing) auf das Eruieren einer passenden Schulung. Dies spart Zeit, fördert firmeninterne Strukturen und wirkt sich auch positiv auf die Marke und das Image des Unternehmens aus.

Gezielte Weiterbildung Wie findet der Unternehmer nun die passende Weiterbildung für seine Mitarbeitenden?

Eine zeitgemässe Möglichkeit ist die digitale Serviceplattform CVCube, die automatisiert individuelle Weiterbildungslösungen anbietet. Innovative Technologien und technische Assets wie Machine Learning erlauben es, zu jedem Kundenprofil die passenden Weiterbildungsangebote zu generieren. Die Vorschläge werden dabei nicht allein auf die Abschlüsse ausgerichtet, sondern auf die fehlenden Kompetenzen, die durch die Weiterbildung erworben werden sollen. Datenbasiert wird dem Suchenden so ein persönlicher Weiterbildungspfad aufgezeigt, denn die Bildungsreise des modernen Menschen hat verschiedene Stationen. Die Lernfähigkeit und Lernwilligkeit des Mitarbeiters ist dabei natürlich essentiell, doch neue Formen und Möglichkeiten des Lernens unterstützen dabei den Menschen. Denn effizientes Lernen muss wirklich nicht langweilig sein. Wir sind überzeugt, dass die klassischen Weiterbildungs- und Studiengänge vermehrt innovativen Weiterbildungsmöglichkeiten weichen müssen. Angebote mit Mixed Reality und Künstlicher Intelligenz (AI) werden neue Wege öffnen. Das Aneignen eines individuellen Kompetenzenprofils ist dabei sinnvoller als

Der Autor Pascal Rüegger ist Co-Founder von CVCube, leitet als CEO die Operations und ist fürs Marketing zuständig. Er hat fundierte Erfahrung im Digital Business und gründete bereits im 2010 seine erste Firma im Online Marketing. Danach war er als CMO beim Start-Up Movu tätig.

Weiterbildungen, die nur auf eine bestimmte Stelle oder Position zugeschnitten sind. Weiterbildungsinstitute werden diesen veränderten Bedürfnissen folgen müssen und ihre Angebote dementsprechend anpassen. Eine Umstrukturierung der Weiterbildungslandschaft ist unumgänglich, Versuche in diese Richtung sind bereits auf dem Markt.

Orientierungshilfe tut not Um im Job stets auf dem neusten Stand zu sein und den Anschluss nicht zu verpassen, ist Weiterbildung wichtiger denn je. Wer sich spezialisiert oder eine Umschulung absolviert, wird für sein Unternehmen unverzichtbar und steigert damit auch die eigene Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt. Kompetente Fachkräfte haben Zukunft, insbesondere dann, wenn sie Bereitschaft zeigen, sich lebenslang weiterzubilden. Das Angebot an möglichen Weiterbildungen in der Schweiz ist gross, das Potenzial des Marktes ist bekannt und wird rege genutzt. Es kann sich daher schwierig gestalten, als Weiterbildungsinteressierte die richtige Entscheidung zu treffen. Die Auswahl an Möglichkeiten ist kaum überschaubar und überfordert viele Suchende. In dieser Situation möchte CVCube Abhilfe schaffen. Durch Erfahrung und fundierte Marktkenntnisse ist es uns möglich, für jeden Suchenden die passende Weiterbildung zu finden, dies angepasst auf die individuellen Bedürfnisse und Wünsche. Eine Anfrage kann direkt und einfach online ausgelöst werden und wird von uns innerhalb kurzer Zeit bearbeitet. Wir bieten jedem Interessierten drei passende Angebote an und übernehmen auch direkt die Buchung. Die Vision von CVCube ist es, für Transparenz im Weiterbildungsdschungel zu sorgen und für jeden die auf ihn zugeschnittene Weiterbildung zu finden. << 45


IT-Agenda | Leserservice topsoft Fachmagazin 17-2

Veranstaltungen | Kurse | Seminare

Impressum

16./17. Juni 2017 Informatiktage 2017 Workshops für Schulklassen an verschiedenen Standorten eZürich | www.informatiktage.ch

Herausgeber schmid + siegenthaler consulting gmbh Willistattstrasse 23 6206 Neuenkirch info@topsoft.ch

21. Juni 2017 DevDay Zürich | Digicomp Academy Zürich Digicomp Academy Zürich | 9–17 Uhr Digicomp Academy AG | www.digicomp.ch 4. Juli 2017 Social Media Update Konferenz Crowne Plaza Zürich | 8:30–17:30 Uhr Internet Briefing | www.internet-briefing.ch 29./30. August 2017 topsoft Fachmesse | SuisseEMEX Messe Zürich | Di 9–19 Uhr, Mi 9–17 Uhr www.topsoft.ch | www.suisse-emex.ch 12.–15. September 2017 Ineltec 2017 Messe Basel | Di-Do 9–18 Uhr, Fr 9–16 Uhr MCH Messe Schweiz (Basel) AG | www.ineltec.ch 13.–17. September 2017 Digital Festival Zürich Digital Festival AG | www.digitalfestival.ch 25. Oktober 2017 Referat «Digitale Transformation und Security – ein Spannungsfeld» Digicomp Academy Zürich | 8 –10 Uhr Digicomp Academy AG | www.digicomp.ch 27. Oktober 2017 Computerworld Industrie 4.0-Konferenz Sihlcity Zürich | 9 –16 Uhr Computerworld & topsoft | www.i4konferenz.ch

Erscheinungsweise 4-mal jährlich Redaktion Christian Bühlmann c.buehlmann@topsoft.ch Alain Zanolari a.zanolari@topsoft.ch Dr. Marcel Siegenthaler m.siegenthaler@topsoft.ch Layout und Gestaltung Andrea Krauer schmid + siegenthaler consulting gmbh a.krauer@topsoft.ch Anzeigenmarketing Cyrill Schmid schmid + siegenthaler consulting gmbh c.schmid@topsoft.ch Bilder und Fotos Shutterstock, Inc., Team SSC, SuisseEMEX

Druck Stämpfli AG Wölflistrasse 1 3001 Bern

31. Oktober 2017 CNO Panel 17 Stade de Suisse, Bern | 13:30–22 Uhr Dr. Pascal Sieber & Partners AG | www.cno-panel.ch Senden Sie Ihre Veranstaltungshinweise an: redaktion@topsoft.ch

Nächste Ausgabe: topsoft Fachmagazin 17-3 | 15. August 2017 Fokusthema: IT für Dienstleister und Projektmanagement topsoft Fachmesse Marktübersicht: Software für Dienstleister und Projekte Praxisdossier: Dokumentenmanagement und Archivierung

Leserservice topsoft Fachmagazin abonnieren: www.topsoft.ch/fachmagazin | T +41 41 467 34 20 topsoft aktuell-Newsletter abonnieren: blog.topsoft.ch IT-Konkret Fallstudien lesen: www.it-konkret.ch Marktübersicht Business Software: www.topsoft.ch/softwarefinden

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Alle Rechte vorbehalten. Der Nachdruck von Artikeln ist nur mit Zustimmung der Redaktion und genauer Quellenangabe gestattet. Die mit Verfassernamen oder Initialen gezeichneten Veröffentlichungen geben die Auffassung der Autoren und nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Alle Urheberrechte für die in den IT-Konkret Fallstudien beschriebenen Problemlösungen liegen beim Lösungsanbieter. Der Schutz von allfälligen Urheberrechten Dritter liegt ebenfalls beim Lösungsanbieter.


2. Computerworld-Konferenz Industrie 4.0

Das digital inspirierte Unternehmen Freitag, 27. Oktober 2017

Folium/Papiersaal, Sihlcity

Industrie 4.0 – das digital inspirierte Unternehmen Bei der Diskussion um Industrie 4.0 geht oft vergessen, dass sich die digitale Transformation nicht nur auf Produktionsthemen beschränkt. Betroffen sind sämtliche Unternehmensbereiche. Neue Gesellschafts- und Arbeitsformen verdrängen klassische Unternehmensstrukturen. Mit der Einführung von Industrie-4.0-optimierten Prozessen und Technologien erhöht sich der Wettbewerbsdruck im internationalen Umfeld weiter. Dabei stellt sich die Frage: Wie können Schweizer Unternehmen das Potenzial von Industrie 4.0 für ihre individuellen Bedürfnisse und Anforderungen nutzen?

9 bis 16 Uhr

Save the date:

Earlybird Tickets zum Spezialpreis auf i4konferenz.ch

Organisation:

Die Computerworld-Industrie-4.0-Konferenz steht ganz im Zeichen praxisbezogener Anwendungen und zukunftsgerichteter Trends.

Anmeldung und weitere Informationen: www.i4konferenz.ch


«KUNDENNÄHE IST UNSER VERSPRECHEN. PROFFIX UNSERE SOFTWARE.»

ORGANISIEREN AUCH SIE IHRE ADMINISTRATION MIT PROFFIX Unsere Vertriebspartner in Ihrer Nähe zeigen Ihnen gerne, warum tausende von typischen KMU auf die erfolgreiche Schweizer Geschäftssoftware vertrauen. www.proffix.net

Allix GmbH, Othmarsingen www.allix.ch

Imhof Consulting AG, Cham www.Imhof.ch

PAW GmbH, Basel www.pawgmbh.ch

SMC Computer AG, Wallisellen www.smc-computer.ch

Typotex AG, Sonnental www.typotex.ch

WATO-SOFT AG, Lengnau www.wato-soft.ch

topsoft Fachmagazin 17-2  

Smart Work: Arbeitswelt im digitalen Wandel Mobile ERP-Systeme Usabilty IT-Konkret: Fallstudien

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