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Ausgabe 4 | 36. Jahrgang Winter 2017 | 5,– €

HILDEN | L ANGENFELD | MET TMANN | R ATINGEN

DÜSSELDORF

lifestyle

Mein Unterbilk

Unterwegs mit TV-Lady Miriam Lange people

Richard David Precht Philosoph mit Weitblick lifestyle

Jeck erst recht Karneval am Rhein

Netzwerken in Düsseldorf Effizient, kommunikativ, exklusiv

top-magazin-duesseldorf.de Düsseldorf_Titel_4-17.indd 1

27.11.2017 10:36:31


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rubriktitel

editorial

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Liebe Leserinnen und Leser! Irgendwann im Herbst kommt immer dieser Tag, an dem es uns im Supermarkt kalt erwischt – wenn die ersten Zimtsterne und Dominosteine in die Regale geräumt werden. Gerade saĂ&#x; man noch bei Sonnenuntergang an den Kasematten am Rhein und genoss die laue Abendstimmung und plĂśtzlich ertappt man sich dabei, wie man Pläne fĂźr Weihnachten, Silvester, Karneval und den Skiurlaub schmiedet. Damit wächst zugleich aber auch die Vorfreude auf alles, was DĂźsseldorf in dieser Jahreszeit zu bieten hat: Schlittschuhlaufen auf dem Corneliusplatz etwa, oder Spaziergänge im Wildpark in Grafenberg. Auch ein entspannter Bummel Ăźber die KĂś, die jetzt in winterlichem Lichterglanz erstrahlt, ist sehr stimmungsvoll. Machen Sie es sich danach zu Hause so richtig gemĂźtlich! Und nehmen Sie sich endlich mal Zeit, um in aller Ruhe durch das neue Top Magazin zu blättern. Es lohnt sich! Wie immer halten wir eine FĂźlle an aktuellen Themen aus der schĂśnsten Stadt am Rhein fĂźr Sie parat. Der Philosoph und Buchautor Richard David Precht kommt zu Wort, genauso wie Felix Krämer, der neue Leiter im Museum Kunstpalast. Wir bummelten mit TV-Lady Miriam Lange durch Unterbilk und entdeckten entzĂźckende Boutiquen, kleine Geschäfte und hippe CafĂŠs. Selbstverständlich spielt in dieser Ausgabe auch das Thema Karneval eine herausragende Rolle. Wir trafen Prinz Carsten II. und seine Venetia Yvonne in ihrer Hofburg, dem Hotel InterContinental DĂźsseldorf an der KĂś. Närrisch viel SpaĂ&#x; gemacht hat auch der Besuch bei Frau Frohnatur, alias Ute-Maria Kranz. In ihrem Atelier in Grevenbroich verkleidet sie mit viel Fantasie nicht nur prominente Karnevalisten wie OB Thomas Geisel und seine Frau Vera. Jede Kreation der Designerin – vom Kopfputz bis zum kompletten KostĂźm – ist ein Unikat. „Jeck erst recht“ lautet passenderweise das Karnevalsmotto 2018 – viel Freude beim Feiern!

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Foto: Fotostudio Zur Alten Metzgerei / Nicole Teuber

Aber zunächst wßnscht das Team vom Top Magazin Ihnen allen eine besinnliche Advents- und Weihnachtszeit, einen guten Rutsch und vielversprechenden Start ins neue Jahr. Wir bedanken uns bei all unseren Lesern und Kunden fßr ihre Treue und die angenehme Zusammenarbeit.

Andrea HĂśngesberg

Ulrike ter Glane

Verkaufsleitung

Redaktionsleitung

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inhalt

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Top Magazin 4 | 2017

top people 010

Düsseldorfer des Jahres

012

Auftakt „Düsseldorf Festival“

014

Pariser Flair auf der Kö

015

Gesellige Geburtstagsfeier

016

Jubiläum Hotel Tulip Inn

017

Krönungsball der Gesellschaft Reserve

018

Opening Andreas Quartier

020

Charity-Auktion für die Kunst

021

Kunst-Event der Extraklasse

022

Das Stadtgeflüster

024

Der Philosoph, der in der Küche schreibt

027

Nachgefragt: Dr. Daniela Antonin

028

Nachgefragt: Michael Becker

030

Einfach cool!

032

Karneval: Das neue Prinzenpaar

036

PS und Karneval im Blut

038

Haute-Couture für den Karneval

040

VIP-Vorfreude auf 2018

044

people-news

top lifestyle

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044

Golden Girls

050

Fotograf Claudio di Lucia

054

Top Fashion Women

056

Top Fashion Men

058

Kolumne Alex Lapp

060

Unterbilk – unterwegs mit Miriam Lange

065

lifestyle news

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Der freie und kühne Designer Kenzo Takada, der «Pariser» unter den japanischen Designern, entwarf für Roche Bobois eine außergewöhnliche Kollektion von Stoffen und Keramiken. Um das Sofa Mah Jong neu einzukleiden, ließ er sich inspirieren von historischen Kimonos des Nô Theaters, interpretierte Motive und Farben neu und schuf raffinierte und anspruchsvolle Harmonien, die die drei Tageszeiten symbolisieren: Asa (Morgen ), Hiru (Mittag), Yoru (Abend).

Foto Michel Gibert. Foto unverbindlich. Dank an: Stone Sculpture museum of the Fondation Kubach-Wilmsen.

Kenzo Takada bekleidet das Mah Jong

Mah Jong. Modulares Sofa aus einzelnen Elementen, Design Hans Hopfer. Bezogen in Nô Gaku Stoffen, Version Hiru, entworfen von Kenzo Takada.

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inhalt

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92

Top Magazin 4 | 2017

top special 084

Die guten alten Dinge

088

Handwerk online

090

Möbel nach Maß

top business 092

Neues von den Netzwerkern

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Serie: Frauen im Chefsessel

106

Wir lieben und leben Urlaub

110

Business trifft Sport

114

Duft statt Diesel

120

business news

top gesundheit 122

Die Zukunft der Medizin

top freizeit 130

Mein perfekter Wintertag

134

Top-Ziel in der Nähe

130

top genuss 136

Heiß auf Suppe

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genuss news

146

top kultur 146

Regen als sinnliches Erlebnis

149

Mutter Ey lebt

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Mit Leidenschaft und kühlem Kopf

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Düsseldorf Photo

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kultur news

top rubriken

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003

Editorial

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Inhaltsverzeichnis

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Veranstaltungskalender

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Impressum

Winter 2017 · top magazin DÜSSELDORF

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DÜSSELDORF, KÖNIGSALLEE


people

Ein Abend der großen Emotionen Bei der Gala zum „Düsseldorfer des Jahres 2017“ wurden herausragende Leistungen in sechs Kategorien ausgezeichnet.

Simone Bagel-Trah (Henkel) beglückwünscht den Künstler Heinz Mack.

Die „Düsseldorfer des Jahres 2017“ und ihre Laudatoren

Marion Bock (Galderma), Anja Halfmann (Pelzmanufaktur Halfmann), Andrea Höngesberg (Organisatorin des Events/Rheinische Post) und Eva Herrmann (The Fritz Hotel, v.l.)

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Schauspieler Patrick Mölleken mit dem Moderatoren-Duo Claudia Monréal und Christian Zeelen (v.l.)

der Kategorie Wirtschaft schloss Hochschul-Präsidentin Prof. Dr. Brigitte Grass einen Wunsch ein: „So einen Campus aufzubauen, ist ein Mammutprojekt. Jetzt sollte es mit der Digitalisierung weitergehen.“ Sportschau-Moderatorin Okka Gundel, Botschafterin der Alzheimer Forschung Initiative e.V., berührte das Publikum mit ihrer sehr persönlichen Laudatio für Dr. Oliver Bannach: „Sie sind ein Hoffnungsträger!“ Der Biophysiker entwickelte an der Heinrich-Heine-Universität ein Testverfahren, das die Ursache der Alzheimer-Demenz entschlüsseln könnte – deshalb die Auszeichnung für Innovation & Nachhaltigkeit. Christian Ehring, „Kom(m) ödchen“-Kabarettist, Autor und Komponist, erhofft sich von seinem Preis für Kultur mehr Respekt in der Familie.

Fotos: Melanie Zanin (), Andreas Endermann

Ü

ber 400 geladene Gäste erlebten bei der 9. Gala zum „Düsseldorfer des Jahres 2017“ in der Kaltstahlhalle auf dem Areal Böhler spannende Momente: Wer würde den begehrten gläsernen Löwen mit nach Hause nehmen? Die Trophäe spielt im Düsseldorfer Medienleben eine herausragende Rolle. „Das spricht für die besonderen Leistungen vieler Bürger in unserer Stadt“, bekräftigte Claudia Monréal, die mit Christian Zeelen charmant und souverän durch das kurzweilige Programm führte. Einspielfilme stellten die Preisträger der sechs Kategorien vor, prominente Laudatoren würdigten deren Verdienste. „Es gibt 500 Rudervereine in Deutschland, aber nur wenige auf dem Niveau von Germania Düsseldorf 1904“, sagte Martin Sauer, mehrfacher Olympia-Sieger im Deutschland-Achter, über die Auszeichnung im Bereich Sport. Viel zu lachen gab es bei der launigen Laudatio des Kabarettisten Torsten Sträter für seinen geschätzten Kollegen Dieter Nuhr, dessen Engagement für die SOS-Kinderdörfer mit dem Ehrenamt-Preis belohnt wurde. In ihren Dank für die Trophäe in


Fotos: Melanie Zanin (), Andreas Endermann

people

Die Preisträger    Christian Ehring und Dieter Nuhr mit Laudator Torsten Sträter (v.l.)

Sänger Giovanni Costello am Flügel

Jutta Zülow (Zülow AG) und Ingo Zielonkowsky (Jobcenter)

Uni-Rektorin Prof. Anja Steinbeck, Stephan Schneider (Vodafone) und Christiane Oxenfort (Intendantin Düsseldorf Festival, v.l.)

Andreas Schmitz (IHK) mit Anke Merz und Florian Merz-Betz (Herausgeber Rheinische Post Mediengruppe, v.l.) TV-Moderatorin Okka Gundel hielt eine emotionale Laudatio auf Preisträger Dr. Oliver Bannach.

Flughafen-Chef Thomas Schnalke und Michael Grütering (Unternehmerschaft Düsseldorf, v.l.)

Seinen Höhepunkt fand der Abend der großen Emotionen mit der Ehrung des Lebenswerks von Heinz Mack. „Du bringst mit deiner Kunst unsere Welt zum Strahlen“, sagte Laudatorin Simone Bagel-Trah. Das Publikum erhob sich spontan, als der Maler und Bildhauer (mit zweitem Staatsexamen in Philosophie) die Bühne betrat. Wann er das erste Mal mit Licht in Berührung gekommen sei, wollte Moderator Christian Zeelen wissen. „Am 8. März 1931, bei meiner Geburt“, war die schlagfertige Antwort. Und was könne man künftig von ihm erwarten? „Alles, was Ihre Phantasie erlaubt!“ Munter geriet auch die musikalische Untermalung mit der stimmgewaltigen Sängerin Tesirée Priti, dem Pianisten Giovanni Costello und der Band Fresh Music Live. Nach dem offiziellen Teil gab es zu Köstlichkeiten von Caterer Broich lebhafte Gespräche. Beste Stimmung – und schon jetzt große Vorfreude auf die GO „ glanzvolle 10. Jubiläums-Gala 2018.

Musikproduzent Dieter Falk und seine Frau Angelika

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people

Esther Betz, Ehrenherausgeberin der Rheinischen Post, und Schwiegertochter Anke Merz

Stimmungsvoller Auftakt Die Intendanten des Düsseldorf Festivals Christiane Oxenfort und Andreas Dahmen

Premieren-Empfang beim Düsseldorf Festival

W Ekkehard Vinçon (IDR) und Ioana Richter (Steuerberaterin)

Karin-Brigitte Göbel (Stadtsparkasse Düsseldorf) und Stefan Keitel (Deka Bank)

Hans-Georg Lohe (Kulturdezernent) und Anne-José Paulsen (OLG)

as für ein stimmungsvoller Auftakt des Düsseldorf Festivals! Zum traditionellen Empfang im weißen Theaterzelt am Burgplatz begrüßten die Intendanten Christiane Oxenfort und Andreas Dahmen geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Sport, darunter auch eine Vielzahl von Freunden und Förderern des einzigartigen Kultur-Spektakels. Die beiden bedankten sich zu Beginn der Vorführung bei allen Sponsoren, denn ohne deren Unterstützung sei diese traditionsreiche Veranstaltung kaum dauerhaft zu realisieren. Das gemeinnützige Düsseldorf Festival finanziert sich zum größten Teil aus Sponsorengeldern und zunehmend auch durch Spenden von Privatleuten und Mäzenen. Die Stadt trägt mit rund 80.000 Euro nur einen vergleichsweise kleinen Teil zum Gesamt-Etat von 1,3 Millionen Euro bei. Premium-Sponsor Olaf Koch, CEO Metro AG, betonte am Rande der Veranstaltung: „Die Metro ist ein internationales Unternehmen und in 35 Ländern präsent – aber unsere Heimat ist Düsseldorf. Deshalb engagieren wir uns seit vielen Jahren bei sportlichen und kulturellen Veranstaltungen in der Stadt wie etwa dem Metro Marathon Düsseldorf und seit 2005 auch beim Düsseldorf Festival.“ Olaf Koch bekräftigte, dass das Unternehmen das Düsseldorf Festival gerne für weitere drei Jahre unterstütze. Auch Sponsor Ekkehard Vinçon, Vorstands-Mitglied der Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG (IDR), erklärte: „Mir ist die Beteiligung der IDR AG am Düsseldorf Festival wichtig – durch unser Engagement helfen wir, die Vielfalt internationaler künstlerischer Darbietungen in die Düsseldorfer Festivalszene einzubringen und unterstützen so Düsseldorf als Kulturstadt. Es ist für mich persönlich immer wieder ein Erlebnis und großes Vergnügen, das Engagement, die Professionalität und besonders die Kreativität der Akteure zu sehen. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr.“ Unter den Gästen, welche die Deutschland-Premiere der NoGravity Dance Company feierten, waren unter anderem: Bürgermeistern Klaudia Zepuntke, Dr. Vera Geisel, Dorothee Gräfin von Posadowsky (E.ON), Katrin Schindler (Komödie Steinstraße), Flüchtlingsbeauftragte Miriam Koch, Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher, Uwe Schmitz (Frankonia), Ex-Bürgermeiste   n rin Gudrun Hock und Künstler Mischa Kuball.  

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Fotos: Hans-Jürgen Bauer (5), Düsseldorf Festival/Susanne Diesner (1)

Anka Grosser (Museum Folkwang) und Prof. Christoph Meyer (Deutsche Oper am Rhein)


    

       

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people

Monika Gottlieb (Vintage-Couture-Sammlerin) und Designerin Siggi Spiegelburg (v.l.) Ole Friedrich und Frank Schrader (beide Düsseldorf Tourismus) mit seiner Frau Maria Stahl

Dr. Birte Prange (Prange Schuhe) und Nicole Blome-Hardorp (Blome Uhren, v.l.)

Markus Wenni und Kirsten Franken (beide Versace)

Die Schmuck-Designer Georg Spreng und Christine Kube

Sophie Spethmann und Philippe Frères (Barbara Frères Digital)

Mit-Organisatorin Renate VoosFrönicke, Peter Wienen (IG Kö) und Schirmherrin Dr. Vera Geisel (v.l.)

Pariser Flair auf der Kö Champagnerempfang im Steigenberger Parkhotel

Bettina Setareh (Galerie Setareh) und Carsten Fritz (Steigenberger Parkhotel)

Helga und Peter M. Endres (Düsseldorfer Reiter- und Rennverein)

enn etwas zum dritten Mal stattfindet, ist es in Düsseldorf bereits Tradition.“ Mit diesen Worten begrüßte Dr. Vera Geisel in ihrer Funktion als Schirmherrin der „Promenade pour un objet d‘exception“ rund 125 geladene Gäste zum Auftakt beim Champagnerempfang im Steigenberger Parkhotel. Diese Aktion wird bereits seit vielen Jahren mit großem Erfolg in Paris durchgeführt. Da die Königsallee 2014 eine offizielle Partnerschaft mit der Avenue Montaigne eingegangen ist, lag es nahe, das Erfolgskonzept der französischen Kooperationspartner zu übernehmen. Dabei präsentieren rund 40 namhafte Modemarken, darunter Escada, Barbara Frères, Versace, van Laack, Bulgari, Cartier, Talbot Runhof und Jimmy Choo, auf der Luxusmeile exklusive Unikate und Vintage-Objekte der ganz besonderen Art. „Dieses Event ist in Deutschland einzigartig“, betonte Peter Wienen, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Kö, und bedankte sich mit einem Blumenstrauß bei Dr. Vera Geisel und Mit-Organisatorin der Promenade, Renate   n Voos-Frönicke.  

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Fotos: Melanie Zanin

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people

Hans-Henning Hahn, Bruder von Erica Jugler-Hahn, und Robert Lenz (Interface, v.l.)

Marlies Taubenkropp und ExVenetia Gisela Moog (v.l.)

Bruni Bienen (Bienen & Partner), Goldschmiedin Beate Düsterberg und Evelyn Theisen (DJournal, v.l.)

Sie freute sich sehr über die Blumen: Erica Jugler-Hahn mit Burkhard Walter (Koch Immobilien Gruppe)

Sind gut befreundet: Sänger Giovanni Costello und Erica Jugler-Hahn

Gesellige Geburtstagsfeier Erica Jugler-Hahn lud in den Wirtschaftsclub Düsseldorf ein

Gisela und Manfred Droste mit Erica Jugler-Hahn (M.)

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Fotos: Rainer Kaltenbach

Frank J. Schnitzler (Schnitzler Consulting) und Matthias E. Bechtle (Comfort, v.l.)

eselligkeit gehört für Erica Jugler-Hahn zum Lebens-Elixier. So feiert sie seit zwölf Jahren jeden Geburtstag mit vielen Freunden im Wirtschaftsclub Düsseldorf in den Schadow Arkaden. Und das hat seinen guten Grund. Diese Adresse hat für die „Kö-Maklerin“ eine besondere Bedeutung. Hier stand nämlich einst ihr Geburtshaus, in dem ihr Vater Dr. Herbert Hahn auch seine Anwaltskanzlei hatte. Strahlend empfing Erica Jugler-Hahn, top gestylt in einem exotisch gemusterten Kleid, ihre Gäste zum Lunch im stilvollen Ambiente. Serviert wurde als Vorspeise Lachs auf der Haut gebraten mit Kürbispüree, geröstetem Blumenkohl mit Brokkoli an Butterschaum. Danach gab es Kalbsragout an Steinpilzrahm, Servietten-Knödeln und Pilzen. Das Dessert war die Krönung: Lauwarmer Schokoladenkuchen mit flüssigem Kern an Spekulatiuseis und Brombeersauce. Die Gäste waren nicht nur von der hervorragenden Küche des Wirtschaftsclubs begeistert, sondern auch von der musikalischen Darbietung des bekannten Pianisten und Sängers Giovanni Costello, der Erica Jugler-Hahn durch ihren Geburtstag n begleitete.  

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people

Comedian Matze Knop und Gastgeberin Nicola Stratmann

Ex-Fortuna-Coach Norbert Meier und DFB-Vizepräsident Peter Frymuth (v.l.) Michael Degen (Messe Düsseldorf) und Hilmar Guckert (Düsseldorf Congress Sport & Event, v.l.)

Happy Birthday! Große Jubiläumsparty im Hotel Tulip Inn Arena Düsseldorf

W

enn das kein Grund zum Feiern ist! Vor zehn Jahren eröffnete Nicola Stratmann mit einem kleinen Team das Event & Fair Hotel Tulip Inn Arena Düsseldorf. 2010 übernahm sie als Frau der ersten Stunde mit ihrem Geschäftspartner Tillmann Liedtke dann komplett als Geschäftsführende Gesellschafterin die Verantwortung für den Hotelbetrieb und unterzeichnete mit der Stadt Düsseldorf einen 20-jährigen Pachtvertrag.

Paralympics-Siegerin Tanja Gröpper mit Ehemann André Burkhardt

„Ich bin vor allem dankbar und glücklich über den bisherigen Erfolg unseres Hauses“, sagte die Powerfrau. „Heutzutage sind Produkte eher austauschbar, auch wenn wir mit unserem Alleinstellungsmerkmal, dem direkten Blick auf das Grün der Fortuna, unseren Gästen eine einzigartige Location bieten. Denn entscheidend ist der Mensch – unsere Mitarbeiter machen für den Gast den Unterschied und setzen Anker für die Zukunft.”

Peter Schwabe (Stadtsportbund) und Paul Jäger (Fortuna Düsseldorf, v.l.)

Günther Gudert (Düsseldorfer Reiterund Rennverein), Axel Bellinghausen (Co-Trainer Fortuna Düsseldorf), Wolf Werner (Ex-FortunaManager) und Thomas Allofs (ExFortuna-Spieler, v.l.)

Es gratulierten unter anderem: die DEG All-Stars Daniel und Christof Kreutzer, Borussia Düsseldorfs Manager Andreas Preuß sowie DFB-Vizepräsident Peter Frymuth. Auch OB Thomas Geisel, Gregor Berghausen (IHK), Petros Michelidakis (Messe boot) und Manfred Abrahams (Stadtwerke) ließen sich die Gelegenheit zum Feiern nicht entgehen. TV-Schwimm-Experte Christian Keller moderierte die mit musikalischen, kulinarischen und komödiantischen Highlights gespickte Party. Als Special Guest brachte Comedian Matze UTG n Knop mit seinen Parodien die Gäste zum Lachen.  

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Fotos: Melanie Zanin

Dr. Ulf Blecker (Mannschaftsarzt der DEG) und Niki Mondt (DEG, v.l.)

Das Haus ist angedockt ans Messegelände und baulich in die Multifunktions-Arena integriert. Es ist nicht nur als Tagungsund Geschäftshotel etabliert, sondern genießt auch für Events und bei Sportlern aller Disziplinen einen ausgezeichneten Ruf. Highlights in diesem Jahr: Das Tulip Inn war Gastgeber für die Tischtennis-WM und die Tour de France. Als Mannschaftshotel der Fortuna Düsseldorf sind regelmäßig Spitzenspieler, Betreuer und Trainer im Arena-Hotel zu Gast. Kein Wunder also, dass unter den rund 300 Gästen der Geburtstagsparty viele Top-Sportler waren. Für Norbert Meier zum Beispiel, Ex-Fortuna-Coach, war das Hotel wie eine zweite Heimat. „Wolf Werner und ich haben das Tulip Inn als unser Domizil auserkoren“, erinnert er sich gerne an die Zeit, als er 2012 die Fortuna zum Aufstieg in die Erste Bundesliga führte. „Ich fühlte mich hier immer zu Hause.“


people Das inthronisierte Waldkönigspaar Sigurd und Dr. Michaela Muthwill, Jungschützenkönig Dominik Reimann und Regimentsschützenkönigspaar Christopher Tietz und Michelle Wolfram (v.l.)

Mit dem Wald­könig atemlos durch die Nacht

Heidrun Leinenbach (Venetienclub) mit Lebensgefährten Wolfgang Lalakis

159. Stiftungsfest mit Krönungsball der Gesellschaft Reserve

Dagmar und Richard Kampes (Inhaberfamilie „Goldener Ring“)

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rst seit vergangenem Jahr gehört er offiziell zum 1. Zug der Gesellschaft Reserve. Und als es Ende August wieder mit etwa 150 Reserve-Mitgliedern per Bus traditionsgemäß in den Wald ging zum Ausschießen des Waldkönigs, gelang es Sigurd Muthwill, die lose Platte vom Königsvogel abzuschießen. Damit wurde der 65-jährige Privatier und frühere EDV-Experte der neue Waldkönig mit Ehefrau, Ärztin Dr. Michaela Muthwill, als Waldkönigin an seiner Seite. Seit 1920 wird – mit Ausnahme der Jahre von 1940 bis 1945 im Zweiten Weltkrieg – der Waldkönig ausgeschossen und seither beim zum Krönungsball erweiterten Stiftungsfest feierlich inthronisiert. So konnte Sigurd Muthwill das schwere Königssilber nun im Hilton entgegennehmen. Sein Vorgänger, Bauunternehmer Frank Minutillo, prophezeite ihm eine terminintensive Zeit ohne „freies Wochenende“. Denn laut Satzung regiert der Waldkönig auch als Kompanie- und Bataillonskönig und ist während seiner Amtszeit höchster Repräsentant der Gesellschaft Reserve. Zwar hat er kein Stimmrecht, gehört dafür aber zum Vorstand und hat Vorschlagsrecht zu allen Themen innerhalb der Reserve-Sitzungen.

Fotos: Jürgen Markus

In Vertretung von OB Thomas Geisel, der sich auf einer Auslandsreise befand, richtete Reserve-Präsident Wilfried Kiefer nicht nur „beste Grüße“ vom OB an „seine“ Reserve und ihren neuen Waldkönig aus, sondern übergab der frisch gekürten Majestät noch eines der Düsseldorfer Markenzeichen als Geschenk: einen Jan Wellem aus Porzellan. Den etwa 450 Gästen bot sich ein unterhaltsames Programm. Die Band Ten Ahead löste ihr Attribut als am härtesten arbeitende Band, als die sie sich auf der Website bezeichnet, ein durch fleißige Spielfreude. Der konnten sich die Gäste nicht entziehen. Cecilia aus Schweden zeigte waghalsige Akrobatik auf Stühlen, und Sängerin Viktoria räumte zu Mitternacht ab als perfektes Helene-Fischer-Double. Klar, dass es da kein Halten mehr gab und es für einige atemlos durch die Nacht ging. Die Tombola im Wert von 15.000 Euro hatte verlockende Preise – wie ein Abendkleid vom Designer-Duo Talbot Runhof  GR n oder einen Fensterputz-Service für ein Jahr.

Auch auf dem Tanzparkett sicher: Reserve-Präsident Wilfried Kiefer mit Ehefrau Marie-Ann

Beate und Lothar Inden (Schützen-Chef)

Stadtmuseums-Chefin Dr. Susanne Anna mit Ehemann Eckhard Kranz (Freundeskreis Stadtmuseum)

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people

Moderator Wolfram Kons und Künstler HA Schult (v.l.)

Architekt Jurek M. Slapa, InteriorDesignerin Sabine Stecher, Manuela und Uwe Schmitz (Frankonia, v.l.)

Susanne und Rolf Sigmund (L‘Oréal)

Patu Habacht (Café du Sommelier), OB Thomas Geisel, Jesper Boelskifte (Mash, v.l.)

Opening Andreas-Quartier Mehr als 900 geladene Gäste feierten das neue Areal in der Altstadt Larissa Beuleke (Hyatt House Düsseldorf), Horst Strack-Zimmermann and MdB Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann (v.l.) Tanja Flister und Michael Naseband (Naseband‘s)

D

er Andrang war enorm! Mehr als 900 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kunst und Düsseldorfer Gesellschaft drängelten sich zur Eröffnung des Andreas-Quartiers vor dem monumentalen Eingangsportal des alten Justizgebäudes in der Mühlenstraße. „Bis gerade waren noch die Handwerker da“, sagte Uwe Schmitz, Vorstand der Frankonia Eurobau AG, die das exklusive Stadtquartier in der Altstadt zwischen Hofgarten, Grabbeplatz und Rheinuferpromenade am Burgplatz entwickelten. Nach vierjähriger Bauzeit wurden auf 18.000 Quadratmetern exklusive Wohnungen mit Doorman-Service, Hotel-Appartements im Hyatt House Düsseldorf, repräsentativen Büroflächen sowie Gastronomie – Mash, Café du Sommelier, Mutter-Ey-Café, 20grad Restobar – und Handelsflächen geschaffen. „Mitten in Düsseldorf, im Herzen der Altstadt, ist wirklich etwas Großartiges entstanden“, bekräftigte OB Thomas Geisel. Er gratulierte Architekt Jurek M. Slapa zu den grandiosen Entwürfen. „Das Andreas-Quartier passt wunderbar in unsere Stadt, wir werden es genießen. Herzlichen Dank an alle, die daran beteiligt waren.“ Unter den Gästen, die im Anschluss daran in kleinen Gruppen durch das Andreas-Quartier geführt wurden: Messe-Chef Werner M. Dornscheidt, Jonges-Baas Wolfgang Rolshoven mit Sandra Soppe, CDU-Ratsherr Andreas Hartnigk, Moderatorin Petra Albrecht, Ute-Henriette Ohoven (You Stiftung), Kult-Bäcker Josef Hinkel und Frau Nicole, Hille Erwin (Witwe des ehemaligen Bürgermeisters Joachim Erwin), Johannes Werle (Rheinische Post Mediengruppe), Christiane Oxenfort (Intendantin UTG n Düsseldorf Festival), Marietta Franzen (Concept-Store Franzen).  

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Fotos: Melanie Zanin (2), Photo by Florian Ebener/Getty Images for Frankonia Eurobau AG (3). Ast-Jürgens für MASH (2)

Dr. Karl Hans Arnold (Rheinische Post Mediengruppe) und seine Frau Irene


people Dorothee Gräfin von Posadowsky (E.ON) und Guido Boehler (Guido Boehler Communications)

Udo Kittelmann (Nationalgalerie Berlin) und Gil Bronner (Philara, v.l.)

Cheyenne Westphal (Auktionshaus Phillips) und Bettina Böhm (OUTSET Deutschland & Schweiz, v.l.)

Marie Mayer (Galerie Hans Mayer), Anat Bronner (Philara) und Gregory Brenninkmeyer (C&A, v.l.)

In den Räumen der Privatsammlung Philara von Gil Bronner waren die 128 gestifteten Werke der Auktion zu besichtigen.

Charity-Auktion mit Rekorderlös

Dr. Petra Schäpers (Dorotheum) und Sandra Christmann (ArtPartner Relations, v.l.)

Versteigerung in der Sammlung Philara in Flingern

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remiere für eine Kunstförderung der anderen Art: Galeristen und Sammler stifteten 53 Kunstwerke von Tony Cragg über Keith Haring, Thomas Ruff, Tomás Saraceno, Wolfgang Tillmans bis zu Wim Wenders. Bei einer ebenso exklusiven wie stilvoll inszenierten Auktion in der Sammlung Philara kamen sie unter den Hammer. Bettina Böhm, Initiatorin und Geschäftsführerin von Outset, strahlte und war am Ende des Abends mit dem Ergebnis mehr als zufrieden: Immerhin wurden gleich bei der ersten Auktion dieser Art in Deutschland Bilder, Fotografien und Skulpturen für 450.000 Euro versteigert. Ein Rekorderlös in gerade mal 50 Minuten! Mit dem Geld, so Kunsthistorikerin und Netzwerkerin Bettina Böhm, fördert und finanziert Outset – ein Verbund kunstengagierter Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Industrie – in Zeiten knapper Museums-Ankaufsetats zeitgenössische Kunst, Ausstellungen und Künstlerstipendien. Outset – 2003 in London gegründet – versteht sich als Allianz zwischen privaten Kunstförderern und öffentlichen Institutionen und bindet sich anders als die meisten Fördervereine nicht an bestimmte Häuser. Kein Geringerer als der smarte Henry Highley vom Auktionshaus Phillips schwang den Hammer und ermunterte das illustre Publikum zu Bietergefechten. Mit dabei waren Udo Kittelmann, gebürtiger Düsseldorfer und Direktor der Nationalgalerie Berlin, Walter M. Gehlen, der die neue Messe „Art Düsseldorf“ im November veranstaltete, Sabine Langen-Crasemann und Karla Zerressen (Langen Foundation), Sammler Gil und Anat Bronner, Auktionsmanagerin Cheyenne Westphal, die Galeristen Alexander Sies, Nina Höke, Rupert Pfab sowie David Achenbach und Anna Hagemeier, Dorothee Gräfin von Posadowsky (E.ON), Juwelier Alexander Hornemann, Tatjana Kimmel-Fichtner und DH n Katia Baudin, Direktorin Krefelder Kunstmuseen.  

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Winter 2017 · top magazin DÜSSELDORF

Fotos: Sebastian Drüen

Halina von Kempski Rakoszyn, Künstler Michael von Hassel und Julia Heinen (Auktionshaus Phillips)


people Sammlerin Corina Krawinkel, Nicole Blome-Hardorp (Uhren Blome) und Mode-Bloggerin Petra Dieners (v.l.)

Künstlerin mit Weltruf: Karin Kneffel aus Düsseldorf

Designerin Siggi Spiegelburg und Dr. Dorothee Achenbach (Black Label Art Consultancy, v.l.)

Die Sammler Ingrid und Thomas Jochheim vor einer Arbeit von Jonathan Meese

Annabelle Gräfin von Oeynhausen-Sierstorpff sitzt auf der Installation von Klaus Fritze.

Kunst-Event der Extraklasse Die Art Düsseldorf lockte Sammler und Kuratoren aus der ganzen Welt an den Rhein.

Fotos Art Düsseldorf/Sebastian Drüen

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remiere in Düsseldorf! Mit der Art Düsseldorf hat die Landeshauptstadt bewiesen, dass sie nicht nur Mode kann. Die internationale Kunst-Szene versammelte sich am Rhein: insgesamt rund 43.000 Besucher, darunter Sammler und Kuratoren aus der ganzen Welt. Das Konzept der Initiatoren Walter Gehlen und Andreas Lohaus ging voll und ganz auf. Das dürfte auch an dem spektakulären Veranstaltungsort liegen: Die meterhohen lichtdurchfluteten Hallen des ehemaligen Industriegeländes Areal Böhler mit ihrem rostigen Industriecharme sind die ideale Kulisse für die Kunst. Rund 80 etablierte und junge Galerien aus 21 Ländern präsentierten moderne und zeitgenössische Werke (1945-2017). Rund 60 Prozent der ausstellenden Galerien kamen aus der Region und 40 Prozent aus dem internationalen Raum. Darunter David Zwirner (London, New York) und Hans Mayer (Düsseldorf ). Werke sämtlicher Professoren der Düsseldorfer Kunstakademie waren zu sehen. Kunstwerke ab 1000 Euro wechselten den Besitzer. Ein Jörg Immendorff aus der „Café-Deutschland“-Serie wurde für 280.000 Dollar von Century Pictures (New York) verkauft. José Dávilas Arbeit „Homage to the Square“ fand bei König Galerie (Berlin) für 25.000 Euro einen Käufer. Mit 2,5 Millionen Euro das teuerste Werk im Angebot: „The Contrarian“ des chilenischen Surrealisten Roberto Matta. Unter den Künstlern, die die Messe besuchten, waren unter anderem Andreas Gursky, Harald Klingelhöller, Thomas Ruff und Pia Stadtbäumer. Ebenfalls gesichtet wurden Julia Stoschek (Julia Stoschek Collection), Patrick Schwarz-Schütte (Black Horse), Shooting-Star Leon Löwentraut, die Sammler Ingrid und Thomas Jochheim, Sabine Langen-Crasemann (Langen FoundatiHM n on), Corina Krawinkel (Sammlerin) und Nicole Blome-Hardorp (Blome Uhren).

Sabine Langen-Crasemann (LangenFoundation) neben der Skulptur „Wooden Crystal“ von Tony Cragg

Sammlerin Julia Stoschek (Julia Stoschek Collection)

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Stadtgeflüster Ganz schön was los in der schönsten Stadt am Rhein. Und wer wüsste besser als Brigitte Pavetic, People-Expertin der Rheinischen Post, auf welche Highlights sich die Düsseldorfer im Winter freuen können. Hier ihr launiger Überblick!

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ie Winterzeit ist nicht unbedingt eine Phase im Jahr, in der man Cocooning – also Chillen in heimeliger Atmosphäre – betreiben sollte. Zumindest nicht, was den Blick auf den Eventkalender anbetrifft: Sicher lohnenswerte Konzerte stehen an wie zum Beispiel mit Till Brönner, der es als smarter Trompeter zu einem gewissen Star-Status brachte. Nein, um Sängerin Vicky Leandros muss man sich wahrlich keine Sorgen machen. Die 65-Jährige ist gut im Geschäft wie immer, und sie besucht unsere Stadt ebenfalls und präsentiert ihre berühmten Lieder. Die Kelly Family ist gleich zwei Mal präsent: Angelo Kelly kommt vor Weihnachten und legt sein Hauptaugenmerk auf die Musik mit der eigenen Familie. Anfang Februar folgt direkt The Kelly Family. Am 29. und 30. Dezember performen Die Toten Hosen im ISS Dome, doch nur noch wenige Karten sind zu haben. Wer es lieber klassisch mag, der darf sich auf die „5 Tenöre“ freuen. Santiano ist eine deutsche Band, die Musikgenres wie traditionelle Volkslieder, Schlager, Irish Folk und Seemannslieder mischt. Eine Kostprobe gibt sie in der Landeshauptstadt. Auch Peter Maffay lässt sich mal wieder blicken, und seine gewaltige Fan-Gemeinde darf sich freuen. Show-technisch in nichts nachstehen wird diesen Künstlern der Schlager-Superstar Helene Fischer, dessen einmaliger Siegeszug sicher noch lange nicht zu Ende ist. Sie wird im Dezember erneut ihre ZDF-Weihnachtsshow in Halle 6 auf dem Messegelände aufzeichnen. In die faszinierende Welt der Magie mit hochmodernen Einlagen entführen uns die charismatischen Ehrlich Brothers. Wortwörtlich aufs Glatteis führen lassen dürfen sich die Fans in Düsseldorf von der Show Holiday on Ice. Allzu viele Musical-Größen gibt es nicht. Erfreulicherweise lebt mit Anna Montanaro eine von ihnen in unserer Stadt. Auch Uwe Kröger und Pia Douwes zählen zu diesem ausgesuchten Kreis, und sie passieren nach

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langer Zeit mal wieder unsere Hemisphäre. Der Robert-Schumann-Saal wird zur Plattform für prominente Schauspieler: Die „Tatort“-Kommissare Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl lassen es dort im Dezember weihnachten. Joachim Król ist dort mit dem L’Ochestre du soleil im Januar zu erleben. Zudem kommt der berühmte Bergsteiger Reinhold Messner hierher und erzählt von seinem besonderen Leben in den Bergen und in Südtirol. Ein Garant für gute Unterhaltung sind ebenfalls die humorigen Bühnen in der Stadt – dazu zählt auch das Theater an der Kö von René Heinersdorff. Ralf Bauer wird auf der Bühne im Keller der Schadow Arkaden zu erleben sein, ebenso Bill Mockridge und Herbert Herrmann. Sänger Giovanni Costello probte einst im Piano-Geschäft von Heinersdorffs Familie an der Heinrich-Heine-Allee neben dem Opernhaus, unten im Keller waren vielen kleine Proberäume mit Klavieren. Das machte der smarte Italiener so fleißig, dass er heute eine feste Größe im Kulturleben ist. Soeben veröffentlichte er seine neue Platte „Splendido“ mit eindringlichen Melodi „ en zum Abschalten.  

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Foto: Frank Altmann; Illustration: Vivien Kruggel

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Brigitte Pavetic


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Faszination Wassersport Die weltweit größte Wassersportmesse boot Düsseldorf steht vor einem neuen Top-Ergebnis: Mit deutlich mehr als 1800 teilnehmenden Unternehmen wird sie die bisherige Rekordmarke einstellen und auch die Ausstellungsfläche wird sich durch die Belegung der Halle 8a mit der Beach World noch einmal steigern. Insgesamt präsentiert sich die boot vom 20. bis 28. Januar 2018 zu ihrer 49. Auflage in den Hallen 3 bis 7, 7a und 8a sowie 9 bis 17 des Messegeländes am Düsseldorfer Rheinufer. Messechef Werner M. Dornscheidt meint: „Die boot zeigt alles, was das Herz des Mekka der Superyachten: die Messe boot in Düsseldorf Wassersportlers erfreut. Sie ist der internationale Trendsetter der Branche und wird auch 2018 neue attraktive Akzente setzen. Ob Surfer, Taucher oder Wassersporturlauber, Segler oder Motorbootfahrer, ob Schlauchboot oder Luxusyacht, die boot ist die weltweite Nummer-eins-Destination für alle Menschen, die den Sport im, am und auf dem Wasser lieben.“ ▪ www.boot.de

Fotos: Messe Düsseldorf/ctillmann, Paul Esser, Anke Hesse Fotografie und Fotomarketing

Alle Künstler bei der AIDS-Gala verzichten auf ihre Gage.

Festliche Aids-Gala Es ist ein Abend der fantastischen Stimmen, der wunderbaren Musik und der großen Herzen: Die festliche AIDS-Gala im Opernhaus Düsseldorf am 3. März 2018 ist eines der hochkarätigen Klassik-Events der Rhein-Metropole und verbindet auf vorbildliche Weise Musikgenuss mit einem wichtigen sozialen Anliegen. Internationale Gesangsstars und Mitglieder des Ensembles der Deutschen Oper am Rhein stellen gemeinsam mit den Duisburger Philharmonikern sowie dem Klassik-Radio-Moderator Holger Wemhoff ihre Kunst in den Dienst dieser guten Sache und verzichten auf ihre Gage. Die musikalische Leitung hat der Wiener Sascha Goetzel, Chefdirigent des Borusan Istanbul Philharmonic Orchestra. Der Reinerlös der 9. Festlichen Operngala kommt der Deutschen AIDS-Stiftung zugute. www.operamrhein.de „

Motocross-Spektakel Sie bieten packende Indoor-Motocross-Rennen und verblüffen mit waghalsigen Sprüngen: Die Stars der AX World Tour kommen nach Düsseldorf. Beim großen Finale am 10. März 2018 geben sie richtig Gas und präsentieren ihr atemberaubendes Können in der Esprit Arena in Düsseldorf. Insgesamt zwölf Teams und 24 Profifahrer treten aus vierzehn verschiedenen Nationen gegeneinander an. Martin Ammermann, Geschäftsführer Düsseldorf Congress Sport & Event, begrüßt das neue Action-Sport-Event sehr. „Arenacross hat tolle Erfolge in Großbritannien gefeiert, und nun kommt das World-Tour-Finale in die Esprit Arena. Die Zuschauer dürfen sich auf eine spektakuläre Show freuen, die professionellen Sport und hochklassiges Entertainment miteinander verbindet.“ ▪ www.espritarena.de

Spektakuläre Show auf zwei Rädern in der Esprit Arena

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Bestsellerautor Richard David Precht

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Der Philosoph, der in der

Küche schreibt

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Richard David Precht über seine Visionen und sein Wohlgefühl in Düsseldorf

uf einmal war er da, und alle Welt horchte auf. Vor zehn Jahren katapultierte sich Richard David Precht mit seinem philosophischen Exkurs „Wer bin ich, und wenn ja, wie viele?“ in die öffentliche Wahrnehmung. Ein schöner, schlauer Mann mit längerem Haar, unfassbar eloquent und in der Lage, komplizierte Zusammenhänge mit verblüffend klaren Worten zu vermitteln. So, dass jeder sie verstehen kann. Seitdem ist der Philosoph nie mehr aus den Medien verschwunden. In seiner Fernsehsendung „Precht“ diskutiert er alle zwei Monate im ZDF mit anderen klugen Köpfen über brennende Fragen des Lebens. Gerade erschien nach zwei Jahren Pause der zweite Band „Erkenne dich selbst“ seiner dreiteiligen „Geschichte der Philosophie“ (Goldmann) und stürmte sofort an die Spitze der Sachbuch-Bestsellerlisten. Dazwischen veröffentlichte der Autor und gefragte Redner noch Werke wie „Anna, die Schule und der liebe Gott“ zum deutschen Bildungssystem oder „Tiere denken“. In Talkshows übernimmt der 53-Jährige gern die Rolle eines pragmatischen Visionärs. Als Honorar-Professor unterrichtet er Philosophie an der Leuphana Universität Lüneburg und an der Hochschule Hanns Eisler in Berlin. Und auch in Düsseldorf, wo er seit drei Jahren lebt, setzt Richard David Precht Meilensteine. In diesem Herbst füllte er in Windeseile das Schauspielhaus mit seinen Vorträgen zu den wichtigsten Kernthemen unserer Zeit. Vor Weihnachten steht noch ein Termin aus: „Über Geschichten und Pläne – Die Zukunft der Gesellschaft“ (17. Dezember, 11 Uhr, ausverkauft). Nach seinem Podiumsgespräch mit dem Schriftsteller Navid Kermani im Frühjahr habe ihm Wilfried Schulz diese Möglichkeit eröffnet, erzählt Precht. Wegen seines vollen Terminkalenders habe er zuerst gezögert, „aber dann war der Intendant so charmant, dass ich einwilligte.“ Besser, man bereitet sich sorgfältig vor auf ein Interview mit Richard David Precht. Er gibt einem zwar nicht das Gefühl, es eilig zu haben. Aber er antwortet derart pointiert und schnell, dass es von Vorteil ist, bei seinem letzten Satz die nächste Frage gleich parat zu haben. Bloß keinen Leerlauf riskieren! Schlag auf Schlag, so gefällt es ihm. Liegt ihm ein Thema am Herzen, greift er es mit Begeisterung auf. Etwa die fortschreitende Digitalisierung: „Egal, wo und zu wem ich spreche, das treibt alle um“, sagt er. „Ob es Designer, Medienleute, Zuhörer von Banken, Versicherungen und Logistikunternehmen sind, aus der

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In seiner ZDF-Sendung „Precht“ diskutierte der brillante Redner zuletzt mit der türkischstämmigen Anwältin und Frauenrechtlerin Seyran Ateş.

Mit derselben Leidenschaft nimmt er die deutsche Schulmisere ins Visier. „Kinder kommen neugierig auf die Welt, alle haben das Bedürfnis, laufen und sprechen zu lernen“, postuliert der Philosoph. „Wir aber haben ein Bildungssystem erschaffen, bei dem Kindern die Neugier ausgetrieben wird. Das darf einfach nicht passieren.“ Er selbst erlebte es im Elternhaus anders und ist froh darum. „Bei uns ging es turbulent und anregungsreich zu“, sagt er. „Uns wurde viel Bildung vermittelt, aber in einem spielerischen, alltäglichen Umgang. Das waren günstige Voraussetzungen für ein Leben, in dem man seine von innen gesteuerte Motivation nicht so schnell verliert. Auch nicht durch die Schule.“ Richard David Precht, in Solingen geboren und aufgewachsen, hatte stark links geprägte Eltern. Der Vater war Industrie-Designer bei Krups, die Mutter engagierte sich sozial. „Ich kann die Wege meiner Eltern gut nachvollziehen“, sagt er. „Der Vietnamkrieg hatte sie beeinflusst und gegen die USA eingenommen, und das völlig zu Recht.“ Die Familie adoptierte zu drei leiblichen noch zwei Kinder aus Vietnam. Über seine Jugend im Dunstkreis der DKP schrieb Richard David Precht das vergnügliche Buch „Lenin kam nur bis Lüdenscheid – Meine kleine deutsche Revolution“ (2005), das 2007 verfilmt wurde. Fast 30 Jahre lebte er in Köln, bis er der Liebe wegen nach Düsseldorf zog. „Das reichte dann aber auch, ich kannte jeden Winkel in der Stadt“, fügt er hinzu und kommt auf die Rivalinnen am Rhein zu sprechen. „Bei der Lebensqualität schneidet Düsseldorf besser ab. In manchen Bereichen steht Köln positiver da“, glaubt er. „In erster Linie beim Karneval. Oder dass die Menschen

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Bedenkt man, wie unermüdlich und vehement Richard David Precht seine Thesen in die Öffentlichkeit trägt, taucht eine Frage auf: Glaubt er, in all den Jahren etwas erreicht zu haben? „Die Antwort darauf fällt mir schwer“, gibt er zu. „Ich habe vielleicht Erfolg, aber möglicherweise keine Wirkung. Es könnte jedoch sein, dass der stete Tropfen den Stein höhlt. Irgendwann kommt die Bruchstelle. Vielleicht sollte ich weniger ungeduldig sein.“ Momentan schreibt Richard David Precht am dritten Teil seiner Philosophie-Geschichte. „Mein Schreibtisch steht in der Küche“, berichtet er. „Und da meine Lebensgefährtin tagsüber nicht da ist, breite ich mich dort am liebsten aus.“ Er hält inne und lacht. „Der Philosoph, der in der Küche arbeitet. Das habe ich bisher   „ noch keinem erzählt.“      

Richard David Precht beim Gespräch mit TopMagazin-Autorin Regina Goldlücke

Fotos: Melanie Zanin (2), ZDF

Holzindustrie oder aus der Fleischwirtschaft: Alle wollen wissen, was die Digitalisierung für ihre Kinder und die Gesellschaft bedeutet.“ Von der Politik seien vorerst keine Lösungen zu erwarten, besonders nicht nach dem themenlosen Wahlkampf 2017, dem zweiten hintereinander. Dabei befänden wir uns in einem immensen gesellschaftlichen Umbruch. „Er ist am ehesten zu vergleichen mit dem gewaltigen Wandel, der sich im 18. und 19. Jahrhundert durch die Industrialisierung vollzog, bei der aus einem Volk von Bauern ein Volk von Fabrikarbeitern wurde“, führt Precht aus und skizziert das Bild einer Gesellschaft, in der es für viele Menschen bald keine Arbeit mehr geben wird. So richtig schlimm sei das aber nicht: „Es ist doch ein uralter Traum der Menschheit, von blöder Arbeit erlöst zu werden. Warum sollte das also nichts Gutes sein? Es passt eben nur nicht zu den etablierten Spielregeln unserer Leistungsgesellschaft, die darauf beruhen, dass jeder eine bezahlte Tätigkeit ausübt. Ich plädiere für das Grundeinkommen. Es entschärft die Folgen der Digitalisierung und bietet Chancen für ein selbstbestimmtes Leben.“

noch eine Spur herzlicher sind. Und das Kölsch schmeckt mir deutlich besser als Altbier.“ Damit seien die Pluspunkte aber auch schon abgehakt, zumal es in der Kölner Kultur einen erschreckenden Niedergang gebe. Vieles spreche heute für Düsseldorf: „Wenn ich mir nur einmal die hiesige Gastronomie angucke oder die Art, wie mit dem Rhein umgegangen wird.“ Er lebt gern in der Stadt, schwärmt aber häufig aus – zu Vorträgen, Vorlesungen und seiner Fernsehsendung. Im November war die türkischstämmige Anwältin und Frauenrechtlerin Seyran Ateş zum Thema „Wozu braucht der Mensch Religion?“ bei ihm zu Gast. „Es gibt die üble Regel, dass einmal im Jahr eine Frau dabei sein muss“, erklärt er. Also hätte er gern mehr davon? „Nein, weniger“, entfährt es ihm. „Wahrscheinlich mache ich mich jetzt wahnsinnig unbeliebt. Aber es müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein für diese Sendung, und dafür haben wir in Deutschland zu wenig Frauen.“ Aber gibt es nicht eine Garde junger intelligenter Wissenschaftlerinnen? „Ja, aber die lassen sich nur sehr schwer einladen. Erstens kommen sie nur, wenn sie sich einer Sache ganz sicher sind. Und zweitens sprechen sie ein absolut unverständliches universitäres Fachchinesisch. Das mag der Zuschauer nicht.“ Precht ist ein Gegner der Frauenquote: „Ich bin der Überzeugung, dass Frauen sich in fast allen Bereichen der Gesellschaft ohnehin durchsetzen, ihr Siegeszug ist unaufhaltsam. Am Ende bleiben nur noch Fußball und Stahlindustrie als männliche Domänen übrig. Ich bin zum Teil feministisch erzogen und stehe sicher nicht im Verdacht, ein Vorurteil zu haben. Aber mit der Quote tut man den Frauen keinen Gefallen. Aus ihrer Perspektive finde ich sie sogar ein bisschen unwürdig.“


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Nach-

gefragt

Dr. Daniela Antonin Direktorin Hetjens – Deutsches Keramikmuseum

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Alter/Reife: ja Sternzeichen: Löwe Erlernter Beruf: promovierte Kunsthistorikerin Ausgeübte Tätigkeit: flexibel agierende Porzellanexpertin als Teamleiterin im Hetjens Deutsches Keramikmuseum Familienstand: glücklich liiert

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Auf welche Leistung sind Sie besonders stolz? Ich kann Menschen mit guter Laune anstecken. Für mich ist es die perfekte Win-Win-Situation, wenn ich ein Lächeln zurückgewinne. Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient? Ich bin neben Schloss Ringenberg aufgewachsen und durfte auf dem benachbarten Gutshof bei der Fütterung der Rennpferde, Shetlandponys, Kühe, Schafe, Ziegen und Hängebauchschweine helfen. Dafür gab es regelmäßig ein großzügiges Taschengeld – ein mir unvergessener Traumjob. Gibt es etwas, das Sie in den nächsten Jahren unbedingt noch machen möchten? Ich möchte mir endlich mehr Zeit für meinen privaten Kulturgenuss einrichten (Reisen, Literatur, Theater, Oper, Museen). Ein Stapel Buchempfehlungen steht seit langem zum Start bereit. Wenigstens staube ich ihn regelmäßig ab. Welches Talent hätten Sie gerne? Ich bin verhältnismäßig schnell und eng getaktet. Die Fähigkeit, mehr Geduld zu zeigen, würde mir bestimmt gut zu Gesicht stehen. Was bringt Sie so richtig in Rage? Respektlosigkeit („Herumgezicke“), Ideologie statt Sachbezogenheit. In welcher Stadt hätten Sie gerne eine Zweitwohnung und warum? Gern in einer mediterranen Stadt wie Nizza mit Strand, Sonne, Kultur, Kulinarik, nahe Italien. Wie halten Sie sich fit? Ich wohne im dritten Stock eines Jugendstilbaus (ohne Lift) und fahre mit dem Rad zur Arbeit. Im Kopf ist der Wille zu mehr, aber von den Zehen her kommt einfach keine Rückmeldung hoch. Welche Eigenschaften schätzen Sie an einer Frau/an einem Mann am meisten? Führungskompetenz in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik schätze ich sehr. Für welche Art von Kunst und Kultur geben Sie gerne Geld aus? Die Ess- und Trinkkultur liegt mir am Herzen und gut im Magen. Beschreiben Sie Düsseldorf mit drei Worten! Düsseldorf ermöglicht eine wunderbare „Leichtigkeit des Seins“.

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Foto: Gregor Guski

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Nach-

gefragt Michael Becker Intendant Tonhalle Düsseldorf

Sternzeichen: Steinbock         Erlernter Beruf: Musiker, Journalist Ausgeübte Tätigkeit: Intendant der Düsseldorfer Symphoniker und der Tonhalle Düsseldorf Familienstand: verheiratet, vier Kinder

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Auf welche Leistung sind Sie besonders stolz? Auf die Leistung, die das Team der Tonhalle und die Düsseldorfer Symphoniker jeden Tag hinlegen. Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient? Schneeschippen in Hannover bei Hertha und Lotti. Gibt es etwas, das Sie in den nächsten Jahren unbedingt noch machen möchten? Ja, aber ich weiß es gerade nicht. Welches Talent hätten Sie gerne? Ruhig sitzen bleiben zu können. Was bringt Sie so richtig in Rage? Blödheit. In welcher Stadt hätten Sie gerne eine Zweitwohnung und warum? Eigentlich in keiner Stadt. Eher in einem schönen Bergdorf oder am Meer. Weil dort alles andere egal ist. Wie halten Sie sich fit? Mit Boxtraining und Laufband. Welche Eigenschaften schätzen Sie an einer Frau/an einem Mann am meisten? Offenheit, Liebenswürdigkeit, Frustrationstoleranz. Für welche Art von Kunst und Kultur geben Sie gerne Geld aus? Für die, die es nötig hat. Beschreiben Sie Düsseldorf mit drei Worten! Nähe – Professionalität – Fröhlichkeit.

Foto: Susanne Diesner

Alter: 51         

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Für mich hat Rihanna eine fantastische Soulstimme. Sie ist eine selbstbewusste, starke und sehr erfolgreiche Frau. Das ist übrigens auch ein Grund dafür, dass ich unsere Modenschauen fast immer mit einem Song von ihr eröffnen lasse.

oghadam, Shahin M nd Gründer u es d r to irec Creative D e u iq n U s Modelabel

Ich bin beruflich sehr viel unterwegs und immer wieder gerne in Hong Kong. Ich mag den Kontrast zwischen der modernen, hektischen Metropole, und auf der anderen Seite die Nähe zur Natur. Mein Highlight ist der Blick von Harbour City auf die Skyline der Stadt, wenn die tägliche Lichtershow beginnt.

Ich bin großer Fußballfan und habe früher aktiv im Verein gespielt. Mein Herz schlägt für Fortuna Düsseldorf. Wenn ich beruflich nicht irgendwo in der Welt unterwegs bin, schaue ich mir fast jedes Heimspiel an!

Mein Lieblingsrestaurant ist das „Hot La Cucina“ in Oberkassel, das nur wenige Minuten von meinem Zuhause entfernt liegt. In dem kleinen, von Patrizia Marinello familiär geführten italienischen Restaurant, esse ich besonders gerne die Penne Dino.

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Fotos: China Tours Hamburg, Fortuna Düsseldorf, Unique, Universal Music, Melanie Zanin

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Prinz Carsten II. & Venetia Yvonne

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„Der Karneval schließt Türen auf “ Wie sich Prinz Carsten II. und Venetia Yvonne auf die heiße Phase der tollen Tage vorbereiten und was sie erreichen wollen, erzählen sie im Interview mit dem Top Magazin.

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ie erste große Hürde auf dem Weg zur Regentschaft war die Prinzenkürung im November. Vor ihr hatten Carsten Gossmann und Yvonne Stegel die meisten Manschetten. Würde der Start gelingen, die Rede gefallen, das närrische Volk jubeln? Aber dann: Alles super gelaufen! Düsseldorf hat seine neuen Majestäten schnell ins Herz geschlossen. Wir trafen das Paar in ihrer Hofburg, dem Hotel InterContinental Düsseldorf an der Kö.

Top Magazin: Bald geht es richtig los mit dem Karneval, wie fühlt Ihr Euch gerade?

Yvonne: Man fiebert ja schon die ganze Zeit dem Moment entgegen, bis man endlich mit der Adjudantur durch die Säle ziehen kann. Wir hatten einen sanften Einstieg, und das war auch gut so. In dieser kurzen Session jagen sich die Termine, da kommen wir kaum mehr zum Durchatmen.

wir das vermeiden können, indem wir offener und selbstbewusster auftreten.

Lasst uns darüber reden, wie es zu Eurer Zwangsheirat kam.

Carsten: Einer positiven Zwangsheirat! Wir sind uns vorher tatsächlich noch nie begegnet. Eigentlich kaum zu glauben, wo wir uns doch beide seit eh und je im Karneval tummeln. Getroffen haben wir uns dann im Haus von CC-Geschäftsführer Carl-Heinz Tüllmann. Davon wussten aber nur wenige Eingeweihte, die lange dichthalten mussten.

Yvonne, Du träumtest doch immer davon, eines Tages Venetia zu werden.

Yvonne: Ja, schon als kleines Mädchen. Dieser Wunsch ging nun in Erfüllung. Mein erstes Kostüm war ein Prinzessinnenkleid, genäht von meiner Oma. Jedes

Jahr gab es ein neues Kostüm, auch ein Indianer war dabei. Später zog ich viele Jahre als Funkenmariechen mit den Büdericher Heinzelmännchen los.

War die Prinzenrolle auch so ein Traum?

Carsten: Eher nicht. Es gab halt die Überlegung, dass unser Karnevalsverein „Die Große 1890“, übrigens der drittälteste von Düsseldorf, gern mal wieder den Prinzen stellen wollte. Wir sind nur 27 Mitglieder, in diesem Personenkreis ist die Auswahl begrenzt. Es muss ja zeitlich und auch finanziell funktionieren. Als ich dann gefragt wurde, konnte ich mich aber schnell mit dem Gedanken anfreunden.

Wie organisiert Ihr beide das mit Eurem Beruf, wenn Ihr über Wochen nur Karneval im Kopf habt?

Carsten: Ich bin in freudiger Erwartung. Seit Mitte April stand fest, dass ich Düsseldorfs neuer Prinz sein werde. Da war dieses Ereignis noch sehr weit weg. Aber die Monate sind nur so verflogen, es gab viel zu organisieren.

Und jetzt? Lampenfieber?

Carsten: Das gehört doch dazu, das weiß ich aus meiner Zeit als Eishockeyspieler bei der DEG. Ohne Lampenfieber wurde das meistens nichts. Yvonne: Je mehr Auftritte wir haben, desto besser werden wir uns daran gewöhnen, im Rampenlicht zu stehen. Wir wurden im Vorfeld dabei unterstützt, unsere Rhetorik und Gestik zu verbessern. Das gibt Sicherheit.

Was hat man Euch denn beigebracht?

Carsten: Wenn man sich auf der Bühne unwohl fühlt, verkrampft man und fällt in sich zusammen. Wir haben gelernt, wie

Carsten Gossmann und Yvonne Stegel im InterContinental Düsseldorf. Ab dem 6. Januar haben die beiden hier ein Zimmer zur Verfügung – als Rückzugsort, wenn sie zwischen Terminen mal eine Pause machen wollen.

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Yvonne: Ich arbeite als Juristin im Neusser Jobcenter und kann mir eine Auszeit nehmen. Carsten: Bei meiner Selbstständigkeit in der Hausverwaltung lässt sich das gut regeln. Mein Vater springt für mich ein.

Sind alle Roben für die Venetia bereits komplett? Du hast keinen Sponsor wie die meisten Vorgängerinnen.

Yvonne: Das hat auch Vorteile. Ich entscheide selber, was ich wann und wo anziehe. Die Kleider habe ich alle selbst gekauft, mit der Hilfe meiner Eltern war das möglich.

Klappt eigentlich das Tanzen, falls es mal gefordert wird? Und was ist mit dem Singen, wie andere Paare es zelebrierten?

Carsten: Beim Tanzen bin ich wahrlich kein Profi, aber einen Walzer würde ich noch hinkriegen. Und singen? Nee. Also, ich kann nur von mir sprechen, ich habe noch nie gehört, wie Yvonne singt.... Yvonne: Das möchtest Du auch nicht! Carsten: Auch wenn das Singen mal in Mode war – wir halten es mehr mit den gesprochenen Worten, werden Anekdötchen und Geschichten erzählen. Da sammelt sich im Laufe der Session sicher vieles an. Wir wollen den Leuten auch mitteilen, was für uns den Karneval ausmacht.

Und worin liegt der Reiz?

Carsten: In der Offenheit. Der Karneval schließt Türen auf, für alle, die ihn mögen. Männlein, Weiblein, egal, woher man kommt – jeder kann mitfeiern. Der Rheinländer ist ohnehin schon offenherzig, das prägt sich im Karneval noch weiter aus.

„Die Leute sollen spüren, wie viel Spaß wir selber am Karneval haben.“

Vor Euch liegt eine Session mit gut 300 Auftritten, bis zu 20 sind es an einem Tag. Ein Knochenjob. Wie haltet Ihr Euch fit und vor allem bei Laune? Yvonne: Ich glaube, man muss sich darauf einlassen, ohne Wenn und Aber. Und wenn dann die Türen zu den Sälen aufgehen, die Musik erklingt und wir sehen, wie die Menschen sich freuen, dann kommt alles wie von allein.

nevalsliedern. Das war traumhaft. Aus 20 geplanten Minuten wurden zwei Stunden. Besonders freue ich mich auf unsere Besuche in den Seniorenheimen und darauf, den älteren Bewohnern ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Sehr emotional wird es sicher, wenn wir in der Kinderkrebsklinik sind.

Carsten: Wir wissen ja lange genug, dass wir Prinz und Venetia sind und was das bedeutet. Die Menschen haben ein Recht darauf, uns in Topform zu erleben. Bestimmt hat unsere erfahrene Adjudantur auch ein paar Tricks parat.

Kommen wir zu den Spenden, die Ihr für wohltätige Zwecke sammelt. Wer wird von Euch bedacht?

Wir sind hier im Hotel InterContinental Düsseldorf, Eurer Hofburg. Wozu wird sie genutzt?

Yvonne: Wir haben uns für drei Organisationen entschieden. Uns liegt die Förderung des Nachwuchses sehr am Herzen, Barbara Oxenfort macht das mit der Aktion „Pänz in de Bütt“ fabelhaft vor. Deshalb geht ein Teil an die CC-Jugend. Wir wollen ja später auch noch gerne Karneval feiern, da muss man früh dafür sorgen, dass die Kinder bei der Stange bleiben. Den zweiten Teil bekommt die Bürgerstiftung, uns gefällt das Motto „Von Düsseldorf für Düsseldorf.“ Carsten: Drittens wollen wir die Arbeit der Polizeiseelsorge würdigen. Die Stiftung finanziert sich allein aus Spenden. Es ist an der Zeit, der Polizei auch mal „Danke“ zu sagen. Die tut so viel an den tollen Tagen und sorgt dafür, dass wir mit den Gästen von außerhalb einen guten und sicheren Karneval haben.

Carsten: Uns steht ab dem 6. Januar ein Zimmer zur Verfügung, wann immer wir einen kleinen Rückzug brauchen. Das schließt Yvonnes Mann und meine Frau ein. Sie und unsere drei Töchter werde ich über Wochen nur selten sehen. Stammquartier des Prinzenpaars ist das Frankenheim in der Wielandstraße.

Wie wollt Ihr den Menschen in Erinnerung bleiben? Carsten: Dass wir authentisch rüberkommen und greifbar sind. Yvonne: Die Leute sollen spüren, wie viel Spaß wir selber am Karneval haben. Wir wünschen uns, dass sie eine gute Zeit haben und die Sorgen des Alltags eine Weile vergessen. Das würden wir gern transportieren und in die Seelen aller tragen.

Yvonne: Auf die ganzen Veranstaltungen. Die Vielfalt der Vereine, die wir dann kennen lernen dürfen. Früher war ich meist nur bei den Sitzungen der größeren Vereine. Jetzt habe ich die Möglichkeit, den ganzen Querschnitt des Düsseldorfer Karnevals zu erleben. Auch die sehr kleinen Gruppen, die sich zusammenschließen, um eine Sitzung auf die Beine zu stellen. Und der Kneipen-Karneval wird bestimmt reizvoll sein. Carsten: Ich bin gespannt auf die Dinge, mit denen man sonst nie in Berührung kommt. Wie neulich auf einem Singabend der Hoppediz-Leibgarde mit den schönen alten Kar-

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Top-MagazinAutorin Regina Goldlücke im Gespräch mit dem Prinzenpaar der Stadt Düsseldorf 2018

Fotos: Melanie Zanin (2), Frankenhauser

Worauf freut Ihr Euch am meisten?


Ausgezeichneter Geschmack! Nach der Wahl zum besten Kräuterlikör der Welt 2002, der Goldmedaille 2003 des international anerkannten „Beverage Tasting Institute“ (BTI) in Amerika und der Bronze-Medaille bei der „Best International Spirit Challenge 2010“ in London in der Kategorie Spezialitäten wurde das Düsseldorfer Original nun erneut zu einem der besten Liköre der Welt prämiert. Eine internationale Jury zeichnete den Killepitsch Premium Kräuterlikör unter mehreren hundert Teilnehmern bei der „WORLD SPIRIT AWARD 2017“ in der Kategorie Kräuterliköre mit der Goldmedaille aus.

DRINK RESPONSIBLY! Likörfabrik Peter Busch GmbH & Co. KG, D-40221 Düsseldorf, www.killepitsch.de

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Dirk Kemmer ist seit 2013 Präsident der Leibgarde des Prinzen Karneval.

PS und Karneval im Blut Als Chef der Leibgarde des Prinzen Karneval kümmert sich Dirk Kemmer auch um den Nachwuchs und die Sponsoren. Dabei hat er stets die Kosten im Blick.

ie Prinzengarde der Stadt Düsseldorf, Leibgarde des Prinzen Karneval, feiert in dieser Session 90. Geburtstag. „Das ist keine närrische Zahl, da gibt es kein großes Fest wie vor zwei Jahren 8 x 11 Jahre. Aber im Orden wie im Heft der Session kommt die ,90‘ vor“, sagt Dirk Kemmer, der in Personalunion Präsident und 1. Vorsitzender der stolzen Garde ist. Ob Prinzenkürung oder Rosenmontagszug und die zahllosen Auftritte in der Session: Imponierend ist der große Aufzug, der inklusive Musikkorps, Fahnenträger und Tanzgarde etwa 120 Personen umfasst. „Wir gehen mit der Zeit, verlieren aber nicht die traditionellen Werte aus den Augen“, erklärt Kemmer die ungebrochene Beliebtheit der Rot-Weißen. Mit Mitgliedern und aktivem Korps, Musik und Tanzgarde, Ehrendegenträgern und Senatoren umfasst die Garde insgesamt knapp 370 Personen. Laut Kemmer kommen 13 neue Mitglieder in dieser Session dazu, acht davon im aktiven Korps im Alter von 18 bis etwa 30 Jahren. Denn viele Youngsters wollen Teil der Garde sein. Von Nachwuchssorgen also keine Spur. „Wir müssen jedes Jahr einen Aufnahmestopp in der Kindergarde verhängen“, sagt Kemmer, „mehr als 40 Kinder sind einfach nicht zu bändigen.“ Die traditionellen Werte seines Vereins – vom adretten Auftreten bis hin zum generationsübergreifenden Gemeinschaftssinn – verkörpert der 52-Jährige auch außerhalb der Narretei perfekt. Seit etwa drei Jahren ist Kfz-Profi Kemmer Geschäftsführer der Kaltenbach-Gruppe, seiner Aussage nach einer der größten Autohandelsgruppen Deutschlands mit den Kernmarken BMW und Mini. „Ich bin zuständig für 22 Betriebe in Nordrhein-Westfalen“, erzählt er. Der Beruf ist ihm Berufung und Hobby: „Ich kann nichts anderes als Auto…“

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Nicht ganz. Auch Karneval kann er gut. Ein versierter Prinz war er in der Session 2009/2010 mit Venetia Janine an seiner Seite – seit dem 11.11.11 seine Ehefrau. Das Präsidenten-Amt erfordert jede Menge jecken Verstand – und Zeit. „Ich bin so gut wie jeden Tag mit der Prinzengarde beschäftigt.“ Nicht zuletzt gilt es, Sponsoren zu suchen und zu betreuen. „Wir finanzieren uns zwar ebenso durch Mitgliedsbeiträge, durch unsere Veranstaltungen und durch Aufzüge. Die Einnahmen daraus sind gerade mal so kostendeckend“, gibt er zu bedenken, „mit allen Ausgaben von Kleiderkammer bis zum Kasino an der Kö ist die Prinzengarde ein mittelständisches Unternehmen.“ Auch der Ball International am 2. Dezember im Hilton sowie die Kostümsitzung unter dem Motto „Wild Wild West“ am 27. Januar sind Kostenfaktoren, die ohne Unterstützung von außen nicht in solchem Rahmen über die Bühne gehen könnten. „Leider hat der Karneval in Düsseldorf bei vielen Unternehmen nicht den Stellenwert wie in Köln“, bedauert Kemmer, „da gibt es einfach einen Mentalitätsunterschied. In Köln muss man im Karneval präsent sein, wenn man in der Stadt etwas bewirken will. Das macht alles gerade rund um das Thema Sponsoring leichter als hier.“ Kemmers liebste Freizeitbeschäftigung passt erst auf den zweiten Blick zum Rot-Weiß- und PS-Boss. „Seit mehr als zwei Jahren habe ich den Bootsführerschein für Binnengewässer und See mit den dazugehörigen Funkzeugnissen.“ Wenn er augenzwinkernd ergänzt: „Ich bin Kapitän und Janine Matrose“, wird schnell klar, dass er – ob zu Lande oder zu Wasser – gut und gern das Steuer in der Hand hält. GR  „ Dirk und Janine Kemmer, Düsseldorfs närrischstes Ehepaar

Fotos: Frankenhauser-Fotografie

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Hat den Schalk im Nacken: Der Hoppeditz, alias Tom Bauer, liest jedes Jahr den Stadtoberen die Leviten – zur Freude der jecken Zuhörer.

HEL AU !

Super Stimmung auf dem Rathausplatz

Start in die fünfte Jahreszeit

F Robert Schäfer (Fortuna) und HansJürgen Tüllmann (CCGeschäftsführer)

ür die Narren in der Rhein-Metropole ist die Zeit ohne Karneval jetzt vorbei: Mit dem Hoppeditz-Erwachen auf dem Marktplatz vor dem Rathaus startete die neue Session. Ab sofort wird wieder geschunkelt, gefeiert und gebützt. Auch im Rathaus, wo OB Thomas Geisel traditionell an diesem Tag Vertreter aus Brauchtum, Sport, Wirtschaft und Kultur empfing. Hier einige Impressionen!

OB Thomas Geisel, der Hoppeditz und CC-Präsident Michael Laumen

Günter Korth (KG Düsseldorfer Radschläger) und Ute Heierz-Krings (Venetienclub)

Hatten närrisch viel Spaß: Dr. Vera Geisel, Bürgermeisterin Klaudia Zepuntke, OB Thomas Geisel, CC-Präsident Michael Laumen und Bürgermeister Friedrich G. Conzen (v.l.).

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Frau Frohnatur, alias Ute-Maria Kranz in ihrem Atelier

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ie näht mit Angelschnur statt mit normalem Faden, sie tackert und klebt, sie bastelt und baut – Schwäne, Flamingos, Eisköniginnen, Teufelskerle und die viel beschworene Narrenfreiheit. Aus Zitronennetzen formt sie Hut-Garnituren, sie modelliert Teufelshörner, recycelt, upcycelt und verwendet Kram und Vintage-Kleider – so wie es ihr gefällt. „Frau Frohnatur“, alias Ute-Maria Kranz, ist Spezialistin für besondere „Haute Couture“ – nämlich für Karnevalisten. Immer öfter spielt ihre handgemachte, fantasiereiche Mode für die Fünfte Jahreszeit eine tragende Rolle  – von Düsseldorf bis Aachen, von Neuss bis Köln, von Mönchengladbach bis Grevenbroich werfen sich Oberbürgermeister und ihre Gattinnen, Vereins-Präsidenten und „normale“ Jecke in närrische Roben aus dem Atelier von Frau Frohnatur. Jedes Teil ist ein Unikat und „nix für Frauen, die unterm Teppich laufen“, sagt die 54-Jährige. Bei ihr wird nichts von der Stange gekauft oder gar online bestellt. Die Kunden machen einen Termin, kommen in die Werkstatt nach Grevenbroich. Es gibt „Seelenfutter“ – Brot und selbstgemachte Bärlauch-Butter, sowie zum Schnabulieren süße Leckerchen – derweil Augenmaß genommen, geschneidert und anprobiert wird – bis alles passt. Der Ortstermin ist für Jedermann verbindlich – auch für Thomas Geisel und seine Frau Vera. „Wir brauchen vier Kostüme für die kommende Session“, sagt der Oberbürgermeister. Mindestens zwei davon zaubert die Selfmade-Kostüm-Entwerferin.

HAUTE-COUTURE FÜR DEN KARNEVAL Jedes Teil von Frau Frohnatur ist ein Unikat. Düsseldorfs OB Thomas Geisel und seine Frau Vera lassen sich jedes Jahr von der kreativen KostümDesignerin närrische Roben nähen. Das Top Magazin war beim Ortstermin dabei.

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Aber welches zieht man bei der Fernsehsendung in Düsseldorf und welches in Köln an? Die Auswahl ist groß. Die Entscheidung schwer: lieber „Lila Liebchen“ oder „Lady Butterfly“, „Lotti Karotti“ oder „Nestflüchtling“? Die beiden sind experimentierfreudig, haben Spaß, in so viele verschiedene Kostüme zu schlüpfen. Mit dem Riesenzylinder auf dem Kopf wächst der OB glatt über sich selbst hinaus. Doch Vera Geisel mit ihrer turmhohen Perücke überragt ihn noch. Zwischendrin erinnern sich die Zwei an die Verkleidungen aus den letzten Jahren. „Weißt du noch, ich als Charlie Chaplin und du als sexy Marlene Dietrich?“, fragt Thomas Geisel. „Das war unser Coming out als Karnevalsjecken“, sagt Gattin Vera. Wer es nicht besser weiß, könnte glatt denken,


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Spaß muss sein auch als „Lady Butterfly“ und als Mann „Lost in Music“.

die Geisels seien gebürtige rheinische Frohnaturen. Sie probieren an, setzen Hüte und Perücken auf. Aber welche Wahl sie letztlich treffen, bleibt geheim – bis zum 12. Januar, dem großen TV-Auftritt. Und für den ist dann neben der Kostümbauerin auch Elke Pflips zuständig. Sie ist die Visagistin mit eigenem Studio in Oberkassel, der die Promis vertrauen, wenn sie vor Kameras glänzen wollen. Sie schminkt auch die männlichen Jecken und verpasst ihnen eine Perücke. „Erst dann entfalten die Kostüme ihre volle Wirkung“, sagt die Düsseldorferin mit den roten Kringellocken. Übrigens der Name „Frau Frohnatur“ ist nicht nur ein Business-Konzept. Er entspricht dem Naturell von Ute-Maria Kranz, die mit Humor und einem Lächeln auf den Lippen durchs Leben geht. Das war schon so, als sie noch als Architektin mehr als zwei Jahrzehnte deutschlandweit Großprojekte wie die Zentrale für den Fernsehsender Sky in München entworfen hat. Was haben denn Beton und Karneval gemeinsam? „Es kommt immer darauf an, was man daraus macht“, bemerkt sie. Jede Kreation vom Kopfputz bis zum kompletten Kostüm ist einmalig. „Bei mir gibt es keine Biene Maja in zehnfacher Ausführung“, betont sie, denn „Fott es Fott!“. Was so viel bedeutet wie, wenn die gesammelten Vintagestoffe und allerlei andere Fundstücke verarbeitet sind, dann müssen neues Material und neue Kostümideen her. Wie kommt eine erfolgreiche Architektin überhaupt auf die Idee, Verkleidungen aller Art zu entwerfen? „Ich bin auf dem Land bei Aachen groß geworden, wo alle Feste ausgelassen und gern kostümiert gefeiert wurden.“ Das entsprechende Angebot in Kaufhäusern und bei Discountern fand sie frustrierend: „Obwohl Tausende von Polyestern für die Kostüme ihr Leben lassen, überstehen die Nähte oft die erste Polonaise nicht.“ Frau Frohnatur, die weder Schneidern noch Nähen gelernt hat, will Alternativen bieten. Bei ihr soll jede Frau auch als „Traumtänzerin“ oder „Zorröschen“ oder „Drachentöterin“ gut aussehen. Mal schau’n, was sie dieses Mal passend zum Sessionsmotto „Jeck erst recht!“ aus den DH „ Geisels macht.  

Fotos: Melanie Zanin

Vera und Thomas Geisel lassen sich von dem närrischen Angebot gern inspirieren.

Jedes Kostüm ist ein Unikat.

Visagistin Elke Pflips hilft Vera Geisel bei der Anprobe und gibt Tipps fürs Make-up.

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Worauf freuen Sie sich im neuen Jahr?

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Nicole Blome-Hardorp

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chon die Jahreszahl gefällt mir“, sagt FDP-Ratsfrau Monika Lehmhaus. „Ich liebe runde Zahlen. Mein Mann und ich werden einige musikalische Hochgenüsse erleben, darunter die Festspiele in Bayreuth. Und dann hoffe ich, dass wir unsere Kinder etwas mehr sehen als zuletzt.“ Seine Töchter im Sinn hat auch Dirk Krüssenberg. Der Präsident des Marketing-Clubs erhofft sich für Carina einen erfolgreichen Abschluss ihres Studiums der Kommunikationswissenschaften in Amsterdam – und einen guten Start in Maastricht für Svenja, die nach dem Bachelor nun ihren Master anstrebt. WDR-Moderatorin Petra Albrecht kann gar nicht benennen, worauf sie sich am meisten freut: „Auf einen Kurzurlaub im Schnee, den Frühling, eine Florida-Reise, den ersten Spargel, das Grillen auf der Terrasse“, zählt sie auf. „Weil ich auch die kleinen Dinge wertschätze, male ich die Zukunft in rosigen Farben.“ So positiv denkt auch Schauspieler Wolfgang Reinbacher. Ihm bleibt keine Zeit, über sein

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Alter zu grübeln. „Ich muss ja fit bleiben für meinen Beruf“, sagt er. Und der hat es mit drei Rollen auf einmal, darunter das Gerichtsdrama „Terror“, in sich. An Silvester steht der 78-Jährige gleich zwei Mal auf der Bühne, erst im Shakespeare-Spektakel „The Queen‘s Men“, zu später Stunde im Zwei-Personen-Stück „Die Tage, die ich mit Gott verbrachte“. Ein Highlight wartet im Herbst auf ihn, da spielt er in der Operette „Die Fledermaus“ den „Frosch“, diesmal in der Rheinoper. So schöne Rollen wie bisher erhofft sich Armin Riahi auch für 2018. Bis Januar spielt er im „Theater an der Kö“ in der Komödie „Ketten der Liebe“. Und dann steigt bald wieder das Rennfieber, denn seine zweite Leidenschaft gilt dem Motorsport. „Das fing mit Kart-Meisterschaften in früher Jugend an“, erzählt er. „Jetzt habe ich einen eigenen Rennwagen, einen ultraleichten Caterham.“ Auf Modedesigner Thomas Rath kommen spannende Projekte zu. „Im Januar geht es direkt los mit der CPD, auf der ich meine Kollektion für Herbst-Winter bei einer Riesenshow präsentieren werde. Gespannt bin ich auf die Endrunde im DeRoman Frieling sign-Wettbewerb in Koope-

Fotograf; Andreas Bretz, Hans-Jürgen Bauer, privat (2)

Wenn 2018 beginnt und die meisten Kalenderblätter noch leer sind, könnte man ja einmal innehalten und sich ein paar Gedanken machen: Was werden die kommenden Wochen und Monate wohl an Schönem bringen, welche Wünsche sollen sich erfüllen? Eine Reihe bekannter Düsseldorfer hat schon jetzt gute Gründe für beste Aussichten.


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von Michael Becker zu tun. „Wir werden zum ersten Mal nach vielen Jahren mit allen vier Kindern Ferien machen, an einem See in Oberitalien“, erzählt der Intendant der Tonhalle. „Ich bin sehr gern im Wasser. Schwimmen mag ich nicht so, lieber spiele ich mit Bällen und Geräten.“ Die Hoffnung, die Dagmar Schulz von 1a-StartUp mit 2018 verknüpft, ist noch hypothetisch: „Ich wünsche mir, einen Investor für die Düsseldorfer Unternehmerinnen zu finden.“ Mit diesem Netzwerk berät und begleitet sie Existenzgründerinnen, „damit sich noch mehr mutige junge Frauen der Angestellten-Tretmühle entziehen und in der Selbständigkeit eine reizvolle Alternative sehen.“ Ähnliche Ziele verbindet Studienberaterin Karin Wilcke mit dem Preis, den die Soroptimistinnen an drei erfolgreiche junge Frauen aus technischen Berufen vergeben, um Mädchen Mut bei der Berufswahl zu machen. „Anlass ist das 60-jährige Bestehen des Düsseldorfer Clubs, das mit Clubschwestern aus aller Welt groß gefeiert wird.“

„Ich will mich nicht länger so überfrachten. Sonst wird das Leben zu anstrengend und rauscht nur noch an einem vorbei.“ Nicole Blome-Hardorp

ration mit der Modehochschule AMD und Aldi Süd, im Mai wird das Sieger-Outfit gekürt.“ Kreative Geschäftigkeit treibt in den Wochen bis Rosenmontag Wagenbauer Jacques Tilly an. „Da habe ich keine freie Minute. In der zweiten Jahreshälfte wird es ruhiger, wenn ich mich an den Schreibtisch zurückziehe und den NRW-Kalender für 2019 illustriere.“

Die Neusser Unternehmerin Jutta Zülow freut sich auf möglichst viele Begegnungen mit den Enkelkindern und das Fest, das sie am 1. Mai auf ihrem Gut Gnadental ausrichtet: Die Burkhard-Zülow-Stiftung unterstützt mit „Tandem“ die sportlichen Aktivitäten geistig behinderter Kinder.

Architekt Walter Brune startet 2018 noch einmal richtig durch, beflügelt von einem neuen Projekt: „Ich baue am Aaper Wald 220 Wohnungen, darunter 20 soziale Einheiten“, berichtet er. „Schon lange wollte ich etwas schaffen, das Auch Roman Frieling hat einen Broaus der Seele kommt, ein positives cken vor der Brust – die Vorbereitung Beispiel fürs Wohnen.“ Was er dabei zum Debütantinnen-Ball am 30. Juni noch genießt: „Auf meiner morgendliim Maritim Hotel. In seiner Tanzschule chen Joggingstrecke habe ich den Fortüben die 14- und 15-Jährigen bereits emsig schritt immer vor Augen.“ Christian Witt Christian Witt ihren ersten Auftritt auf dem gesellschaftlichen fällt mit umgekehrten Vorzeichen auch eine Parkett, so dass die Eltern ihren Nachwuchs beim Baustelle ein: „Ich freue mich auf das Ende der Bauartraditionellen Einzug voller Stolz betrachten kön- beiten am Kö-Bogen“, sagt der Pressechef von Breunnen. Krimi-Autor Horst Eckert fiebert der Taufe sei- inger. „Dann wird man endlich die wunderschöne nes neuen „Babys“ entgegen. Im März erscheint sein Architektur des Ensembles erkennen können.“ Privat Thriller „Der Preis des Todes“, in dem erstmals kein wünscht er sich mehr Zeit: „Wie wichtig sie zur Kommissar, sondern eine Journalistin im Mittel- Besinnung ist, habe ich beim Pilgern auf punkt steht. „Schauplatz ist erneut Düsseldorf, aber dem Jakobsweg begriffen.“ Auch Nicoauch Berlin und Kenia. Und es wird wieder politisch“, le Blome-Hardorp, Geschäftsführerin verrät er. Alex Iwan, Chefin der PR-Agentur „text- von Uhren Blome, nimmt sich vor, schwester“, erfreut sich 2018 an ihrem frisch gegrün- öfter mal abzuschalten, das Handy deten Zweit-Unternehmen für Immobilien-Kommu- unbeachtet zu lassen, Gastlichkeit zu nikation und hebt ein privates Ereignis hervor: ihre pflegen und sich mehr Zeit für ihre Silberhochzeit. Für die Feier gibt es bisher mehrere drei Kinder zu nehmen. „Ich will mich Optionen: „Wandern in Schottland, ein Wochen- nicht länger so überfrachten. Sonst wird ende in Lissabon oder ein großes Familienfest am das Leben zu anstrengend und rauscht nur GO „ Mittelmeer.“ Mit Wasser hat auch der schönste Plan noch an einem vorbei.“ 

Alex Iwan

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Kamen zur Eröffnung an die Kö: Ken Duken, Jannik Schümann, Alicia von Rittberg, Sam Riley und seine Frau Alexandra Maria Lara (v.l.).

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Opening Flagship-Store Welcome to Düsseldorf! Der neue Flagship-Store von Calvin Klein eröffnete auf der Königsallee. Zur grandiosen Opening-Party kamen 300 Gäste, darunter zahlreiche Stars wie Schauspieler Ken Duken, Schauspielerin Alexandra Maria Lara und ihr Mann Sam Riley. Ebenfalls gesichtet: Jungschauspielerin Alicia von Rittberg, die bereits mit Brad Pitt in Hollywood drehte. Auf einer Fläche von 330 Quadratmetern über drei Stockwerke werden Sportbekleidung und Accessoires, Jeans, Underwear und Swimwear für Damen und Herren präsentiert. Auf großen Touchscreens kann das Sortiment begutachtet und auch direkt online gekauft werden. „Wir konzentrieren uns weiterhin auf den Ausbau der globalen Präsenz von Calvin Klein“, sagte Steve Shiffman, Chief Executive Officer von Calvin Klein. „Unser Ziel ist es, ein erstklassiges Shoppingerlebnis in die wichtigen Märkte und Shopping-Destinationen auf der ganzen Welt zu bringen.“ Flagship-Stores im neuen Store-Konzept gibt es bisher nur in Düsseldorf und im Shopping-Center „Raffles City“ in Shanghai. n


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Josef Klüh mit Frau Ahlem Sehili-Klüh

Dinner for Friends Gastgeberin Ute Ohoven mit Tochter Chiara (v.l.)

Fotos: Melanie Zanin, Foto Vogt (2), Andreas Bretz, Calvin Klein Düsseldorf

Giuseppe Saitta mit dem Bundesverdienstkreuz

Bereits zum vierten Mal lud UNESCO-Sonderbotschafterin Ute-Henriette Ohoven zum „Dinner for Friends“ zugunsten der „YOU-Stiftung – Bildung für Kinder in Not“ ein. Unter den 200 Gästen, die im Restaurant Riva im Düsseldorfer Medienhafen in zwangloser Atmosphäre ein Vier-Gänge-Menü genossen, waren zahlreiche prominente Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Medien. Ute und Mario Ohoven sowie Tochter Chiara begrüßten unter anderem Josef Klüh und Ehefrau Ahlem, Sohn Roger Klüh mit Freundin Ivana, Fernsehmoderator Giovanni Zarrella, Schauspielerin Gülcan Kamps, Sänger Heino, Comedian Faisal Kawusi, Sänger Galileo, Jungkünstler Leon Löwentraut, Ex-Air-BerlinChef Joachim Hunold, Bürgermeister Günter Karen-Jungen und Mirja Cordes (Sprecherin Bündnis 90/Die Grünen). Der Reinerlös der Veranstaltung floss in das aktuelle Projekt der YOU Stiftung „Baraka: Vom Slum zum modernen Stadtteil“, Senegal, Dakar. Baraka hat das Ziel, die Menschen von der lebensgefährlichen Flucht abzuhalten, indem vor Ort die Lebensumstände der Menschen nachhaltig verbessert werden. n

Große Ehre Was für eine Auszeichnung! Der Düsseldorfer Gastronom und CDU-Ratsherr erhielt das Bundesverdienstkreuz am Bande. „Giuseppe Saitta leistet in der Kommunalpolitik und durch seinen weiteren ehrenamtlichen Einsatz Außerordentliches für die Menschen in Düsseldorf “, betonte Fraktionsvorsitzender Rüdiger Gutt. Auch Oberbürgermeister Thomas Geisel hob in seiner Rede die Hilfsbereitschaft von Giuseppe

Saitta hervor. Das soziale Engagement des Gastronomen ist beachtlich. Beim von ihm organisierten Saitta-Fest in Oberkassel kamen seit 1992 mehr als 250.000 Euro Spendengelder zusammen, unter anderem für das Katholische Pfarramt St. Antonius, den Förderverein Kinderhospiz Regenbogenland und die Aktion Lichtblicke. Bei der Ehrung im Rathaus waren auch die Töchter Rosa und Giulia, Ehefrau Nina und Mutter Rosa dabei. n

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GIRLS Glamour Das fulminante Finish für jeden Glamour-Look sind Statement-Pieces aus Gold oder Silber. Funkelnde Diamanten sorgen für magische Momente. Hier zeigen vier Düsseldorfer Schmuck-Koryphäen ihre Lieblingsstücke.

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EXQUISIT! Christel Heilmann zieht es wieder an die Kö. Im Concept-Store Breuninger präsentiert die Schmuck-Expertin bis 31. Dezember in einem Pop-up-Store ihre Diamanten-Kollektion und eine Auswahl an Frank-Muller-Uhren. Ihr Herz hängt an dem prachtvollen Collier mit Burma-Rubin aus 18 kt Weißgold. Jedes einzelne Blatt ist mit Navette- und Baguette-Diamanten eingefasst. Dazu passen die Rubin-Ohrringe (großes Foto). Eine Glanzleistung ist auch das Collier mit champagnerfarbenen Brillanten und Milchquarz mit dazu abgestimmten Ohrringen. Opulenter Blickfang: der Ring mit Diamanten, Rauch- und Milchquarz – alles 18 kt Gold (kleines Foto). www.christelheilmann.de

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EDEL: Bärbel Schubart zeigt innovative Goldschmiedekunst – Ring mit Tansanit aus Graugold, 18 kt – gefertigt in dem hauseigenen Meisteratelier im Herzen Düsseldorfs. Der Anspruch: Form und Material in die perfekte Dimension zu bringen. Mit Leidenschaft und Hingabe hergestellt, ist jedes Schmuckstück ein Unikat. goldschmiede-schubart.de

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HOCHKARÄTIG! Johanna Baumgartner, Country Manager Deutschland von Baunat, zeigt die Highlights der Kollektion des belgischen Diamant Juweliers. Rechte Hand: Entourage Ring mit Saphir und Diamanten, diamantenes Tennisarmband. Linke Hand: Memoire Ring mit 7 Diamanten, 3 Karat Solitärring, sowie diamantene Trilogie Ohrringe und diamantener Anhänger, alles aus 18 kt Weißgold. Die Kollektion kann im Düsseldorfer Showroom angesehen oder direkt online bestellt werden. Lieferzeit ca. 10 Tage, 30 Tage Rückgaberecht. Auch Maßanfertigungen möglich. www.baunat.com sowie www.baunatdiamonds.com

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EXKLUSIV: Christine Kube hat eine Leidenschaft für zeitgemäße Preziosen. In ihrem Store auf der Königsallee bietet sie eine reizvolle Palette an Schmuck namhafter Manufakturen und junger Designer. Ihre Favoriten: Ketten mit ausgefallenen Anhängern – von oben nach unten: „Rendezvous“ von Gellner, graue Tahitiperle mit naturfarbenen Diamantbriolettes  2. „petit point“ Kugel, schwarz rhodiniert ausgefasst mit naturbraunen Brillanten 3. „Endlos“ von schmuck-werk mit 56 weißen Brillanten 4. „Pokal“ von Georg Spreng, mit orangefarbenem Citrin. Alles 18 kt Weiß-, Gelb- oder Rotgold www.christinekube.de

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Der Fotograf Claudio Di Lucia in seinem Düsseldorfer Studio.

„Mich interessiert der Blick hinter die Fassade“ 50

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Claudio Di Lucia macht nicht nur Shootings für weltbekannte Mode- und Beautyfirmen, er arbeitet auch an eigenen Projekten. Demnächst bringt der Fotograf einen Porträtband mit Prominenten heraus und dreht seinen ersten Kinofilm. Für die Gestaltung der Schmuck-Strecke in dieser Ausgabe holte er vier prominente Damen vor seine Kamera.

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ur selten trifft der Spruch „nomen est omen“ so punktgenau zu wie bei Claudio Di Lucia. Sein klingender italienischer Nachname bedeutet übersetzt „aus Licht“. Da scheint die Berufswahl fast schon vorgezeichnet. „Nun ja, ich hätte auch Elektriker werden können“, scherzt der Düsseldorfer. Hat er aber nicht gemacht. Stattdessen wurde aus ihm ein international renommierter Fotograf. Einer, der bei großen Werbekampagnen für seine außergewöhnliche Bildsprache und seine kreativen Ideen schon reichlich Preise angehäuft hat. Darunter eine identische Garde „geflügelter Damen“, wie sie beim hochkarätigen „muse“-Wettbewerb in den USA verliehen werden. Eine Auswahl der Trophäen hat er auf Regalen in seinem Studio ständig vor Augen. „Nicht aus Eitelkeit“, stellt er klar. „Wenn ich mal einen Tag habe, an dem es nicht so gut läuft, schaue ich sie mir an und fühle mich sofort wieder motiviert.“ Claudio Di Lucia gestaltet nicht nur aufwendige Mode- und Beautystrecken für Premium-Kunden wie Lancôme, Shiseido, Armani, Chanel, Schwarzkopf oder Henkel. Er arbeitet auch an eigenen Projekten. Zwei Bücher bringt er demnächst heraus: einen Fotoband aus Los Angeles, wo er ein Studio betreibt. Und einen Band mit Porträts von Prominenten. Was reizt ihn an bekannten Gesichtern? „Wir alle haben von diesen Menschen nur eine kleine Matrix im Kopf“, antwortet er. „Ein Abbild, das wir aus Zeitschriften und aus dem Fernsehen kennen. Mich interessiert der Blick hinter die Fassade.“ Sie bröckeln zu lassen, sei nicht schwer. „Meist dient sie nur zum Selbstschutz. Wenn die Prominenten zum Shooting kommen und mich kennenlernen, wenn sie merken, dass ich total auf dem Boden bin und alles mit einem Lächeln angehe – dann sind sie auch bereit, sich zu öffnen und etwas von sich preiszugeben.“ Wohl aber verlangt er ihnen Geduld ab. „Während der Aufnahmen bekommt niemand ein Bild zu sehen. Die Porträtierten sollten vorher über meine Art der Interpretation Bescheid wissen. Danach müssen sie mir vertrauen.“ Jedes Mal genießt er den Moment der Enthüllung: „Ich sehe an der Mimik, wohin die Reise geht. Manchmal führt sie auch ins Reich der Tränen  – weil jemand spürt, dass ich etwas Wahrhaftiges in ihm entdeckt habe.“

Interessanter ist es aber, wenn der Betrachter stutzt und überlegt, was an einem Gesicht anders ist. Eine durchgehende Augenbraue kann als Stilmittel schon reichen. Oder Brauen, die man wegbleicht.“ Gern fotografiert Claudio Di Lucia unter freiem Himmel. Die besten Motive finde er in Paris, sagt er: „Eine Atmosphäre, die es sonst nirgendwo gibt. Du kannst dich in eine beliebige Straße stellen, es wird immer schön. Ob Straßenschild, Häuserkante oder Türklinke, selbst wenn es rotzig ist, ist es rotzig-elegant.“ Los Angeles schätzt er wegen seines besonderen und stets verlässlichen Lichts. Seine Lieblingsstadt New York liefere zwar inspirierende Kulissen, falle aber aus pragmatischen Gründen oft weg: „Hitze und Kälte liegen so dicht beieinander, dass man draußen nur eine kurze Zeit im Jahr komfortabel arbeiten kann.“ Wie hat es einmal angefangen mit seiner Passion? „Ich beherrsche Millionen Sachen nicht“, sagt er und lacht. „Aber mit Licht umgehen, das wurde mir wohl in die DNA gelegt. Ich kann es formen, zurückholen, abprallen lassen. Und Bilder damit malen.“ Unvergessen ist ihm seine kleine 35-MillimeterKamera. „Da war nichts digital. Es gab nur matt oder glänzend. Und du hast gewartet, bis alles entwickelt war.“ Die ständige Verfügbarkeit von Smartphones sei Fluch und Segen zugleich. „Dadurch bekommt die Fotografie eine ungute Beliebigkeit“, glaubt Claudio Di Lucia. Bei seiner Arbeit schiebt er dem Missbrauch Riegel vor: „Am Set gilt ein krasses Verbot, irgendetwas zu fotografieren. In die Realisierung stecken ganz viele Menschen Zeit und Gehirn rein. Wenn dann jemand die Szenerie ablichtet und womöglich auf Facebook in die Welt setzt, klaut er mir mein geistiges Eigentum.“ Sein Erfolg sei schließlich nicht über Nacht gekommen, sondern mit Fleiß und Kreativität errungen worden. „Wer sich einen Namen macht, ist vorher meist durch viele Täler gegangen.“

Foto: Andreas Bretz

„Die Werbung verlangt nach makellosen Gesichtern. Interessanter sind aber die mit einem gewissen Merkmal, bei dem man stutzt“

Anders verläuft die Arbeit mit professionellen Models. Hier geben ein klares Briefing und die Erwartungen des Auftraggebers den Takt vor. Welche Art von Models favorisiert der Fotograf, die makellosen Gesichter oder die mit einem besonderen Merkmal? „Bei der klassischen Werbung für eine Maquillage wählst du in der Regel das Ebenmaß, die Symmetrie.

Noch vor dem Fotografieren dominierte bei ihm der Film. Claudio Di Lucia interessierte sich zunächst für das bewegte Bild und machte eine Ausbildung als Spielfilmproduzent. Er drehte, schrieb und führte Regie, fast ausschließlich für die Werbung. Jetzt kehrt er zu seinen Wurzeln zurück und entwickelt seinen ersten Kinofilm. Die Handlung basiert auf einer wahren Begebenheit, dem Box-Skandal bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles. Auch die Dialoge für das Drehbuch schreibt er selber. „Wenn ich durch Düsseldorf laufe oder mich auf dem Longboard vorwärts bewege, gehen mir die besten Ideen GO „ durch den Kopf.“  

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Raffaele De Filippo, Inhaber und Geschäftsführer, eröffnete seinen Herrenausstatter Anfang Oktober 2016

Perfektion hat einen Namen –

DE FILIPPO uomo „Mode ist ein Teil meiner Kultur. So wie das italienische Essen ist sie sehr gut und im Grunde auch ganz einfach. Oft reichen drei Zutaten aus; aber die müssen richtig zusammengestellt werden und von bester Qualität sein.“ Raffaele De Filippo

Zu den wichtigsten Arbeitsmitteln gehört das Maßband – und bei DE FILIPPO uomo nimmt der Inhaber persönlich Maß.

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affaele De Filippo, Inhaber und Geschäftsführer des italienischen Herrenausstatters DE FILIPPO uomo, lebt seine Berufung und die heißt Mode. Aber nicht irgendeine Mode, sondern seine eigene Marke, die der italienischstämmige Rheinländer mit Sachverstand, aber vor allem mit „Passione“ kreiert. Mode ist für Raffaele De Filippo „ein Teil meiner Kultur. So wie das italienische Essen ist sie sehr gut und im Grunde auch ganz einfach. Oft reichen drei Zutaten aus; aber die müssen richtig zusammengestellt werden und von bester Qualität sein.“ Dieses Prinzip des „weniger ist mehr“ spiegelt sich auch in den Räumlichkeiten von DE FILIPPO uomo wieder. Auf überschaubarem Raum bietet dieser Herrenausstatter eine so wohldurchdachte Auswahl an Kleidungsstücken und Accessoires, dass der mode-, aber vor allem qualitätsbewusste Mann alles findet, was sein Herz begehrt: eine auserlesene Herrenkollektion, Maßanfertigung, Einstecktücher, Krawatten, Schals, Strickwaren aus feinstem Cashmere, Uhren, Herrendüfte, Taschen, Schuhe


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Fotos: Rainer Albert

und auch Jeans die man auf Wunsch auch exklusiv auf Maß bekommt. Alles atmet Exklusivität, sowohl die individuellen italienischen Manufakturen die Raffaele De Filippo führt wie auch die eigene Kollektion DE FILIPPO uomo. Zugleich sucht man die Namen bekannter Luxusmodemarken vergebens. Nicht, weil Raffaele De Filippo sie nicht schätzen würde, sondern weil er schon immer seine eigene Vision hatte und dieser – nach mehr als 25 Jahren in der Textilbranche – nun endlich Gestalt verliehen hat: In Form einer eigenen Marke, die höchsten Qualitätsansprüchen genügt und die als kleine Kollektion, aber auf Wunsch auch maßgeschneidert, die ganz individuellen Bedürfnisse seiner Kunden berücksichtigt. Also ein Stück Haute Couture, wo man sie vielleicht nicht auf Anhieb vermuten würde – nämlich in der Stadt, in der Rhein und Mosel einander begegnen: in Koblenz. Natürlich hätte er sich mit dieser Geschäftsidee auch problemlos auf der Düsseldorfer Kö ansiedeln können, zumal er in dieser Stadt die Geschicke eines großen und bekannten Modehauses geleitet hat. Aber für Raffaele De Filippo war immer klar, dass sein Weg ihn irgendwann zurück in seine Geburtsstadt führen würde, da der Charme dieser wunderbaren Altstadt, in deren Mitte man DE FILIPPO uomo findet, eben ihresgleichen sucht. In all seinen Erzählungen spürt man die Leidenschaft, die Raffaele De Filippo für sein Tun empfindet. Und man hegt keinen Zweifel daran, dass für ihn eine exzellente Beratung und ein zuvorkommender Service ebenso selbstverständlich sind wie der persönliche Kontakt zu den Herstellern seiner Waren. Dank dieses direkten Kontakts kann Raffaele De Filippo seinen Kunden nicht nur ein besonders attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis anbieten, sondern er kann sich auch persönlich von der Qualität der Waren überzeugen. Ein kurzer Besuch in Neapel, um eine Ledermanufaktur zu besuchen und deren handgefertigte Waren selbst in Augenschein zu nehmen – für Raffaele De Filippo eine Selbstverständlichkeit, denn nur so kann er sicherstellen, dass seine Ansprüche auch wirklich erfüllt werden. Im Falle der neapolitanischen Ledermanufaktur wurden seine Erwartungen mehr als erfüllt und so können nun auch bei DE FILIPPO uomo handgefertigte Ledersakkos und -ja-

Industriecharme trifft auf klassische Elemente – wie eine Kaufmannstheke aus den 50er Jahren. Hier kann man(n) sich nur wohlfühen.

cken in raffinierten Designs und wunderbaren Farben als Konfektionsware, aber auch maßgeschneidert erworben werden.

von Raffaele De Filippo bei einem Besuch in Koblenz. Sie werden begeistert sein. Martina Wallner-Hüsing (Rheinlektorat) „

Natürlich schwingt auch ein bisschen Dolce Vita mit, wenn er von diesen Reisen erzählt, die ihm auch oft Inspiration sind, das Angebot für seine Kunden, die aus ganz Deutschland zu ihm kommen, weiter auszubauen. Kein Wunder also, dass das Interesse an seiner Marke und die Nachfrage – auch seitens der Damenwelt – schon jetzt so groß sind, dass Raffaele De Filippo auf Anfrage auch maßgeschneiderte Damensakkos, -blusen und Hemdblusenkleider anfertigt. Doch trotz dieser hinreißenden Zugeständnisse ist und bleibt DE FILIPPO uomo ein Herrenausstatter, und ob es je ein DE FILIPPO donna geben wird, darüber lässt sich nur spekulieren. Fest steht aber, hätte Raffaele De Filippo geahnt, wie erfolgreich er mit seinem Konzept eines auf höchste Qualität und besten Service setzenden Herrenausstatters sein würde, hätte er mit der Eröffnung seines eigenen Unternehmens nicht bis zum Herbst 2016 gewartet. Rückblickend lässt sich das natürlich immer leichter sagen, doch Raffaele De Filippo ist nicht der Mann, der sich mit Rückblicken aufhält. Sein Blick ist immer auf die Zukunft gerichtet, auf die nächste Kollektion und auf die Wünsche seiner Kunden, die für ihn das Maß aller Dinge sind. Mehr erfahren Sie auf www.defilippouomo.de oder erleben Sie die „Passione“

Görgenstr.3 | 56068 Koblenz | Tel. +49 261.98864350 | www.defilippo-uomo.de | info@defilippo-uomo.de

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It‘s Showtime! Schön schillernd sorgen MetallicEffekte in Gold, Silber oder Bronze für PartyStimmung. Lamé heißt das Material der Stunde, ein schmeichelnder Stoff, der wie Sternenstaub funkelt. Dazu ein raffiniertes Dekolleté und viel Bein – mehr Sex-Appeal geht nicht! www.michaelkors.de

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Glanzleistung! High Heels von JIMMY CHOO für einen stylischen Auftritt mit Wow-Effekt. Schmale Fessel-Riemchen geben zusätzlichen Halt. Ideal für Dancing Queens und solche, die es werden wollen. row.jimmychoo.com

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Exotisch! Bei CACTUS DE CARTIER dreht sich alles um die stachelige Wüstenpflanze. Neben ausgefallenen Ringen in vielen verschiedenen Formen gehört auch die extravagante Tasche aus goldfarbenem Krokodilleder zur Kollektion. Der Verschluss – natürlich – ein Kaktus aus Schmucksteinen. Cartier, Königsallee/Steinstraße 1-3, Düsseldorf Unwiderstehlich! DOLCE & GABBANA präsentiert eine neue, leichtere Variante seines ikonischen Duftes The One. Die saftigen Töne von Pfirsich und Pflaume vermischen sich köstlich mit süßem Jasmin und weißer Lilie. Vetiver und der Akkord des Mooses geben dem Duft einen Hauch von Exotik und Mystik. Lassen Sie Ihre Weiblichkeit sprechen! www.dolcegabbana.de/beauty

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Hinreißend! Das Negligé Macrame Poem Nude aus reiner Seide von der italienischen Traditionsmarke LA PERLA umschmeichelt streichelzart die Haut. Das Bustier aus Satin setzt das Dekolleté gekonnt in Szene, hauchzarte Spitze gewährt sexy Einblicke. Ein atemberaubender Look! www.laperla.com Formvollendet! Wer Gold trägt, setzt Statements – mit Preziosen, die ins Rampenlicht gehören wie die neue Schmucklinie TIFFANY CITY HARDWEAR. Markante Kettenglieder bilden das Herzstück dieser graphischen Kollektion und spiegeln die nüchternen klaren Formen industriell genutzter Metallwaren wider. Das Armband ist wunderbar wandelbar, die Anhänger lassen sich abnehmen. Tiffany & Co., Königsallee 18, Düsseldorf Einzigartiger Klassiker! 1931 lancierte JAEGER-LECOULTRE einen Zeitmesser, der ursprünglich für Polospieler entwickelt worden war und das Zifferblatt auf eine raffinierte Art und Weise gegen Stöße beim Sport schützte – das Mittelstück lässt sich um 180 Grad drehen. Jetzt wird die Uhrenikone im Art-Déco-Stil neu in Szene gesetzt: Bei der Reverso One Duetto Jewelry ist das Rotgold-Armband aus geometrischen Gliedern mit Diamanten besetzt. Da sprühen die Funken! www.jaeger-lecoultre.com Raffiniert! Der Lidschatten Diorshow Fusion Mono verschmilzt beim Auftragen mit dem Finger mit der Haut und zaubert eine dezente Tönung in einzigartigen Spiegelglanznuancen. Benutzt man ein Schwämmchen, erhöht sich die Farbintensität sogar noch. Die leichte Gel-Mousse-Textur hat eine aufpolsternde Wirkung. Perfekt für die schönsten Augenblicke im Leben! www.dior.com

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Klassisch! Der Belisar Pilot Chronograph von UNION GLASHÜTTE verbindet die Qualitäten einer modernen Fliegeruhr mit einer Stoppfunktion und einer Gangreserve von bis zu 60 Stunden. Klar skalierte Stunden- und Minutenindexe sorgen auf dem blauen Hintergrund für maximalen Kontrast. www.union-glashuette.com Jetzt wird es festlich! Ob zum Ball, zur Gala oder beim RedCarpet-Empfang – beim Dresscode „Black Tie“ ist Smoking Pflicht. Bei besonderen Anlässen sind dazu Lacklederschuhe unverzichtbar. Wer es abgefahrener liebt: Bei FLORIS VAN BOMMEL gibt es den Klassiker mit auffälliger gelber Sohle. Mittelstraße 15, Düsseldorf Exklusiv! Manschettenknöpfe sorgen für den kleinen, aber feinen Unterschied. Elegant, schlicht und nicht zu auffällig sollten sie sein. Bestes Beispiel: die Cufflinks von HERMÈS aus Metall mit lackierter Palladiumauflage sind  in vielen verschiedenen Farben zu haben. Königsallee 27, Düsseldorf

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men 3 Fotos: Hersteller (7), © René Staud, STAUD STUDIOS GmbH

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Comeback der Weste! Sie ist im Alltag vielfältig einsetzbar und problemlos kombinierbar. Solo getragen kommt sie eher kernig daher und erinnert an die Workwear der 1920er Jahre. Passend zum Anzug aus feinem Wollstoff mit dezentem Karo wie bei CINQUE wirkt der Look hingegen elegant und seriös. Einfach gut angezogen! über www.mey-edlich.de


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Stilvoll! Wenn schon ein Einstecktuch - dann richtig. Es sollte sich von der Krawattenfarbe unterscheiden und kein zu großes Statement sein. Eine Braun-Blau-Kombination ist nahezu perfekt. Das Einstecktuch von GIERRE mit dezentem Paisley-Muster verleiht jedem Outfit eine besondere Note. www.lodenfrey.com Opulent! Vom italienischen Supersportwagen bis zum Schweizer Chronografen – die ultimative Sammlung der besten, exklusivsten und luxuriösesten Männerspielzeuge. Der Bildband ULTIMATE TOYS FOR MEN by Michael Brunnbauer bietet Einblicke in eine Welt voller Luxus, Genuss und Ästhetik. Für alle erwachsen gewordenen Jungs, die sich das Kind im Mann bewahrt haben. www.teneues.com Ein Unikat! Die Gravuren der Siegel- und Wappenringe der GOLDSCHMIEDE BRENNER sind individuell und stets von Hand gearbeitet. Die Schmuckstücke können in Gelbgold, Weißgold, Platin oder Silber hergestellt werden, klassisch mit blauen Lagenachaten oder Lapis. Graf-Adolf-Straße 12, Düsseldorf Würzig! Explodierende Frische, dank einer Überdosis Ingwer, vereint mit Thymian, trifft auf glühende Sinnlichkeit von Vanille, Myrrhe, Zimt und Moschus: Pure XS von PACO RABANNE, einem französischen Modedesigner, der gerne wagt und experimentiert. Mit diesem Duft hat er sich selbst übertroffen. www.breuninger.com

Fotos: Hersteller (7), © René Staud, STAUD STUDIOS GmbH

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Schöne Aussichten!

Style-Queen und Fashion Bloggerin Alexandra Lapp aus Düsseldorf stellt ihre Lieblings­ Outfits vor. N

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as Jahr geht langsam zu Ende, und wie immer ist die Zeit viel zu schnell verflogen. In meinem Job bin ich natürlich schon längst wieder auf der Suche nach den neuesten Mode-Trends für das Jahr 2018. Durch zahlreiche Reisen und Einladungen zu großen Events konnte ich mir bereits einen guten Überblick verschaffen. Als Influencer beobachte ich ständig, was gerade kommt und geht. Mir sind einige „Must-haves“ ins Auge gefallen, die sich für das kommende Jahr abzeichnen. Ich freue mich sehr über die Rückkehr der farbenfrohen Hippie-Kleider aus weichen, fließenden Stoffen. Sie sind so bequem und unkompliziert zu tragen: einfach überstreifen, und schon ist man gut angezogen. Auch die Wahl der perfekten Accessoires macht es einem leicht. Zu den langen Kleidern passen flache Schuhe oder auch Bikerboots. Zu einer eher eleganteren Variante bevorzuge ich stylische High Heels. Mit einer Jeans- oder Lederjacke wirkt der Look noch etwas lässiger – sie bildet einen spannenden Kontrast zu den verspielten femininen Kleidern. Flower Power zieht sich übrigens mit bunten Farben und Mustern durch die gesamte Modewelt.

sexy aus. Kombiniert man die Blusen mit einem Maxirock oder einer lässigen Jeans, wirken sie besonders hip. Jeans bleiben ein wichtiges Thema. Bei Hosen sowieso, aber auch bei Jacken, Blusen und Kleidern, gern auch als Komplett-Outfit. In der nächsten Saison werden viele Streifen auftauchen – auf Blusen, Kleidern oder Hosen. Auch breite Gürtel gehören zu den modischen Favoriten. Zu meinen Lieblingen gehören Statement-Ohrringe wie Chandeliers oder dicke Kreolen. Accessoires von schlicht bis extravagant werten jeden Look auf. Bei den Farben bleibt uns das kräftige Signalrot erhalten. Die Knallfarbe fällt auf und zeigt Wirkung. Dennoch wird man im Frühling auch wieder viele zarte Pastelltöne sehen. Hier führen Nude und Rosé die Skala an. Dazu verleihen edle Metallic-Nuancen der Palette einen neuen Glanz. All diese modischen Trends greife ich sehr gerne auf. Machen Sie es wie ich: Mixen Sie die neu gekauften Stücke nach Lust und Laune mit ihren Lieblingsteilen aus den letzten Jahren. Die Mischung macht's…!  „

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Instagram - AlexandraLapp_ 135.000 Follower www.alexandralapp.com

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Raffiniert verknotete Blusen und Röcke stehen auf meiner Liste der Top-Trends 2018 ganz weit oben. Sie setzen erfrischende Akzente und sehen sowohl süß als auch


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Schönheit Alles für die

In der Galeria Kaufhof an der Königsallee in Düsseldorf gibt es einen neuen Hotspot: In der umgestalteten Beauty-Welt eröffnete die französische Marke Sephora einen exklusiven Shop.

„Seit November 2016 genießen unsere Kundinnen bereits den besonderen Service des Dream Concept in der Schuhwelt. Diesen Weg der exklusiven Warenpräsentation und des außergewöhnlichen Services setzen wir nun konsequent in der Beauty-Abteilung fort“, erklärt Filial-Geschäftsführer Lars Thiele. Die einzelnen Counter laden in luxuriöser Atmosphäre zum Verweilen, Ausprobieren und Experimentieren ein. Egal, ob Make-up, Gesichtspflege oder Naturkosmetik – die Filiale bietet eine enorme Markenvielfalt in Sachen Beauty. Neben bekannten Topmarken wie Chanel, Lancôme und Estée Lauder präsentieren sich Labels wie Urban Decay und Jo Malone neu. Besonderes Highlight: Die Kollektion Dior Maison der französischen Luxusmarke Dior ist zum Start in ganz Nordrhein-Westfalen ausschließlich in der Düsseldorfer Königsallee Nr. 1 erhältlich. Damit aber nicht genug: Die weltweit bekannte französische Kosmetikkette Sephora ist nun ebenfalls in der Filiale vertreten. Die Beauty-Stores, die es in Europa bisher nur vereinzelt gibt, zählen in den USA zu den meistgehypten Shops überhaupt. Nun hat Sephora seine sechste Boutique in Deutschland in der Galeria Kaufhof Düsseldorf Königsallee eröffnet.

Ein Paradies für Beauty-Fans: die Parfümeriewelt

Die einzelnen Counter laden zum Testen und Experimentieren ein.

Wie auch schon in anderen Städten hatte die Sephora-Shop-Eröffnung für lange Warteschlangen vor dem Eingang gesorgt: Viele junge Leute kennen die Marke aus dem Internet. Entsprechend wenig überrascht waren Lars Thiele und seine Kollegen von dem Andrang. „Wir freuen uns, dass wir zu dieser neuen Beauty-Welt gehören“, sagt die Deutschlandchefin von Sephora, Miriam von Loewenfeld. „Für uns ist das ein besonderes Ereignis, auf das wir sehr stolz sind“, ergänzt Lars Thiele. „Die Marke ist eine Community, und sie begeistert die Kunden. Die Beauty-Fans finden internationale sowie exklusive Marken in der neuen Sephora-Boutique auf rund 130 Quadratmetern. Wir sind sehr stolz darauf, dass wir unseren Kunden Großer Ansturm auf die Trendmarke Sephora, 20 der beliebtesten Sephora-Marken in unserem die es in Düsseldorf nur bei Galeria Kaufhof gibt. Haus anbieten können.“ AKA „

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Fotos: Thomas Lohnes/Getty Images for Galeria Kaufhof GmbH“ (2), Thomas Lohnes/Getty Images for SephoraXKaufhof“

Edle Düfte, Lippenstifte in unzähligen Nuancen, stylische Lidschatten und Nagellacke in allen Farben des Regenbogens – in der neuen Beauty-Welt von Galeria Kaufhof werden Frauenträume wahr. Auf 1400 Quadratmetern Fläche – etwa 700 Quadratmeter mehr als vorher – präsentiert sich die völlig neu gestaltete Parfümerie- und Kosmetikabteilung.

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RTL-Moderatorin Miriam Lange kauft regelmäßig auf dem Rheinischen Bauernmarkt auf dem Friedensplätzchen ein.

Mein Düsseldorf UNTERBILK

RTL-Moderatorin Miriam Lange lebt mit Mann und zwei Kindern mitten in dem Szene-Viertel und ist richtig happy dort, weil die Lebensqualität unschlagbar gut ist. Mit dem Top Magazin bummelt sie durch ihr Quartier und erzählt, was ihr hier so gut gefällt.


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Als mein Mann und ich nach Düsseldorf zogen, haben wir zunächst direkt neben dem Florapark gewohnt. Heute gehe ich gerne bei gutem Wetter mit meinen beiden Kindern auf den Spielplatz. Luis liebt die Rutsche über alles.

Alle sechs Wochen gibt es in der evangelischen Friedenskirche einen Krabbelgottestdienst für Kinder bis zu vier Jahren. Dort bin ich mit Luis schon des Öfteren gewesen und wir haben es beide sehr genossen.

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s ist eigentlich purer Zufall, dass mein Mann Sebastian und ich vor sechs Jahren nach Unterbilk gezogen sind. Er arbeitete zu der Zeit bereits als Key-Accounter bei L‘Oréal in Düsseldorf und ich bei RTL in Köln. Da es verkehrstechnisch einfacher ist, von hier nach Köln zu pendeln als umgekehrt, entschieden wir uns für eine gemeinsame Wohnung im Süden der Stadt. Ich wollte auf keinen Fall quer durch Düsseldorf fahren müssen und suchte etwas Geeignetes in der Nähe der Autobahn. Wir sind dann damals zunächst mit dem Wagen durch Unterbilk gefahren und fanden alles irgendwie ganz süß. Damals war uns gar nicht so bewusst, dass dieses Viertel richtig hip ist – vor allem für junge und jung gebliebene Leute – und kauften eine Wohnung. Sie lag direkt neben dem Florapark – eine grüne Oase mitten in Düsseldorf. Ideal für kleine Auszeiten im manchmal hektischen Alltag. Mit zwei Kindern wurde es uns allerdings zu eng und schließlich wollten wir uns vergrößern, aber in Unterbilk bleiben. Das war gar nicht so einfach, denn bezahlbarer Wohnraum ist hier sehr knapp. Als wir fündig wurden, war das wie ein Sechser im Lotto. Jetzt wohnen wir in einem Haus mit einem kleinen Garten, mit Spielkameraden von Luis direkt um die Ecke, ganz in der Nähe der Lorettostraße. Sie gehört mit ihren stilvoll renovierten Häusern aus der Gründerzeit mittlerweile zu einer der schönsten

Wenn ich mir eine Auszeit vom hektischen Alltag gönnen möchte, buche ich einen Termin im BeautySalon Fleur-de-Lys. Inhaberin Xenia Mischok ist immer gut drauf und nimmt sich viel Zeit für die Maniküre. Wir haben immer viel Spaß dabei.

Dieses Geschäft begeistert mich wirklich. Bei Anziehend in der Wissmannstraße findet man sowohl Neuware als auch Second-Hand-Kleidung. Inhaberin Anna Hilbich dekoriert die Kleidung sehr geschmackvoll und berät kompetent. So macht Einkaufen richtig Spaß.

Einkaufsmeilen in Düsseldorf. Da sind wir jetzt total happy! Im Laufe der Zeit habe ich den Stadtteil so richtig schätzen und lieben gelernt. Ich habe hier immer ein Stück weit das Gefühl von Ferienstimmung. Es gibt eine Vielzahl süßer Boutiquen, die ganz individuelle Mode anbieten, die man sonst nirgendwo findet. Dazu jede Menge Cafés und Szenelokale, wo man immer selbst gebackenen Kuchen essen und im Sommer auch draußen sitzen kann. Und man hat trotzdem alles, was eine Familie braucht in direkter Nachbarschaft: den Supermarkt um die Ecke, Kita und Grundschule in der Nähe. Die Bahnverbindungen sind perfekt, man ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln schnell am Bahnhof, der City oder in der Altstadt. Ich liebe den idyllischen Bauernmarkt mit regionalen Produkten auf dem Friedensplätzchen, dort kaufe ich regelmäßig Obst und Gemüse ein. Die Nähe zum Rhein genieße ich sehr, im Sommer sitze ich gerne mit einem Bierchen auf der Wiese vorm KIT und schaue mir das Treiben auf der Rheinuferpromenade an. Das ist bei schönem Wetter ein Traum, alle sind gut drauf, herrlich! Mein Mann und ich können uns nicht vorstellen, noch mal aus Unterbilk wegzuziehen, hier können wir in Ruhe alt werden. (Aufgezeichnet von Ulrike ter Glane)

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Im Greentrees findet man gesundes, leckeres Essen – Frisches aus Obst und Gemüse, kalt gepresste Säfte, Müsli und Salate. Die Smoothie Bowls – zum Löffeln, nicht zum Trinken – sind eine Offenbarung. Und die belegten Brote – mein Favorit ist der Avocado-Mix – sind der Hit.

Ich habe meinen Traumprinzen zwar schon gefunden, aber diesen süßen Frosch bei Blumen Hecker kann ich einfach nicht ungeküsst wegstellen. Hier gibt es wunderbare Sträuße für jeden Anlass, mit Liebe und Leidenschaft gebunden. Und die Beratung ist top! Immer ausgesprochen freundlich und professionell.

Bei Saba’s lohnt es sich immer vorbeizuschauen, es gibt hippe Kinderklamotten für Jungen und Mädchen, jede Menge Spielzeug, Retrotaschen für den Papa – alles abseits des Mainstreams. Inhaber Saba Shirazi hat ein großes Herz für Kids und ist sehr geduldig. Aber auch für außergewöhnliche Geschenke ist der Laden ein heißer Tipp. Ich finde hier immer was!

Direkt an der Bilker Kirche liegt die kleine Boutique L’Atelier. Hier gibt es von Französischer Feinkost über Vintage Möbel bis zu Mode, Schmuck und Accessoires alles was mein Herz erfreut. Inhaberin Hortense Chauchoy hat als Französin eine große Affinität für ausgefallene feminine Mode – Labels die es nicht überall zu kaufen gibt. Ein Besuch lohnt sich!

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Bei Four Seasons Lifestyle schaue ich immer gerne vorbei. In der Boutique in der Lorettostraße finde ich ausgefallene junge Mode und Accessoires, die ausgesprochen stylisch präsentiert werden. Eine Wohltat fürs Auge. Das Besondere: Auch die ausgestellten Möbel kann man kaufen.

Vor meiner Rückkehr vor die TV-Kamera Ende des Jahres muss ich unbedingt noch ein paar Baby-Kilos loswerden. Daher fahre ich regelmäßig zu Just Fit 12 Premium in den Bilker Arcaden. Der Club bietet eine große Auswahl an verschiedenen Trainings­ möglichkeiten und einen großen WellnessBereich.

Für eine Mami von zwei kleinen Kindern ist der Besuch beim Friseur schon fast wie ein Kurzurlaub. Delia von Oliver‘s Hair kümmert sich aufmerksam um meine Haare und gibt mir immer viele Styling-Tipps, die ich dann zu Hause selbst ausprobiere.

Die Tapasbar Frida am Anfang der Bilker Allee ist in Bilk Kult. Im Sommer findet das Leben auf der Terrasse statt, im Winter sitzt man gemütlich nach dem Einkauf bei einem Latte oder selbstgemachter Limonade zwischen kunterbunter Kunst, Madonnenfiguren und Porzellantellern an der Wand. Perfekt auch zum Frühstücken oder für Kleinigkeiten zwischendurch, hier gibt es rund um die Uhr etwas zu essen.

VITA Miriam Lange wurde am 10. März 1980 in Frankfurt am Main geboren. Nach dem Abitur in Rüsselsheim machte sie ein Volontariat beim Privatsender RTL Hessen und stand später zunächst als Reporterin für die Frühnachrichten vor der Kamera, dann wurde sie Wetter-Moderatorin in den RTL-Nachrichtensendungen. 2009 präsentierte sie das RTL-Sommerspecial „Life – Das Magazin“, außerdem war sie regelmäßig Reporterin beim RTL-Spendenmarathon. 2006 lernte Miriam Lange bei einem Termin in Dortmund den Manager Sebastian Biener kennen, 2012 heiratete das Paar

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ganz romantisch in einer Hütte an der Gletscherstation der Zugspitze. Die beiden haben zwei Kinder. Luis ist drei Jahre alt, Lenn acht Monate. Nach der Babypause fing die News-Lady gerade wieder in Teilzeit bei RTL an zu arbeiten. Im Wechsel mit Kollegin Nazan Eckes moderiert sie die Formate Punkt 12 und Explosiv. Parallel führt sie den Blog „Mama Miriams Momente“, auf dem sie über ihr Leben als Mutter berichtet. Sie arbeitet als Gastdozentin an der FHM Köln und bietet als Coach Moderations- und Präsentations-Seminare, sowie Workshops für Unternehmen an.

Fotos: Andreas Endermann


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Moderner Standard: So soll die neue Lobby aussehen

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Neues Lobby-Konzept Die Umbauarbeiten sind in vollem Gange. Bis zum Frühjahr 2018 werden 239 Zimmer im Hotel Nikko Düsseldorf renoviert. Dabei erhalten die Zimmer nicht bloß einen neuen Anstrich, sondern vom Boden bis zum Bad wird alles erneuert und ausgetauscht. Bei den gesamten Umbauarbeiten steht ein moderner und internationaler Standard klar im Fokus. „Mit der Modernisierung bieten wir unseren Gästen einen vollkommen neuen Komfort“, erklärt General Manager Sandra Epper. Zusätzlich wird die gesamte Lobby des Hotels auf ein neues, ansprechendes Design-Niveau gehoben. Alle Besucher werden dann an einem neu konzipierten, zentral platzierten Tresen-Konzept in Empfang genommen. Der Bereich soll die für Japan typische Willkommenskultur und Gastfreundlichkeit ausstrahlen. Moderne „Communication Tables“ ermöglichen dem Gast konzentriertes Arbeiten und runden das neue Lobby-Konzept ab. n

Fotos: Hotel Nikko, Chanel

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Beratung in stylischem Ambiente

Neu im Sevens: Die nach Hamburg zweite eigens für Kosmetik konzipierte Beauty-Boutique von Chanel in Deutschland öffnete jetzt in Düsseldorf ihre Pforten. Hier zeigt das Luxus-Label in stylischem Ambiente sein vollständiges Sortiment an Make-up, Pflege, Düften und erstmalig auch Sonnenbrillen. Das Interior-Design vereint klare Linien mit High-Tech-Materialien, Hochglanz-Elementen gepaart mit Leder in den ikonischen Farben Beige, Schwarz und Gold. Das Erlebnis steht hier ebenso im Vordergrund wie der maßgeschneiderte Service. Hausinterne Make-up-Artists und Beauty-Advisors präsentieren auf Wunsch die Produktneuheiten und zeigen Techniken. Nach vorheriger Ter Ort auch minvereinbarung werden vor individuelle Beratungen und persönliche Schulungen angeboten. n

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STRAHLENDES SALZBURG Salzburg zählt zu den schönsten und vielseitigsten Städten Europas. Ein Besuch lohnt sich zu jeder Jahreszeit, aber im Winter entfaltet die UNESCO-Weltkulturerbe- und Mozartstadt einen ganz besonderen Zauber.

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Text: Antonia Kasparek, Fotos: Salzburg Tourismus, Antonia Kasparek

ie wäre es mit Kaffee und Kuchen im berühmten Café Tomaselli? Danach Shopping in der Getreidegasse und abends geht es zu einem Konzert ins Festspielhaus? Am nächsten Tag ein Ausflug zum Untersberg oder ins nahegelegene Salzburger Land? Ob Einkaufen, Kultur, Kulinarik oder Freizeitaktivitäten – in Salzburg, der viertgrößten Stadt Österreichs bleiben einfach keine Wünsche offen. Hier ist für jeden etwas dabei – und das zu jeder Jahreszeit. Ein kulturelles Highlight jagt das nächste – gepaart mit faszinierender Historie und atemberaubender Architektur und Natur. Salzburg ist eine der beliebtesten Städtereiseziele. Die Eleganz der barocken Kirchenstadt am Nordrand der Alpen offenbart sich sowohl in deren Architektur als auch in ihrem Kulturangebot. Rund ums Jahr reihen sich hochkarätig besetzte Veranstaltungen aneinander. Unübertroffenes Aushängeschild sind die Salzburger Festspiele als das weltweit bedeutendste Festival für klassische Musik. Im nächsten Jahr feiert zudem ein besonderer Welthit aus Salzburg seinen 200. Geburtstag: Advent und Weihnachten 2018 stehen ganz im Zeichen von „Stille Nacht, Heilige Nacht“. Die Stadt Salzburg kennt man als Geburtsort und Wirkungsstätte von Wolfgang Amadeus Mozart. Sein Geburtshaus zählt zu den meistfotografierten Motiven und den bestbesuchten Museen weltweit. Auch Hollywood hat seine Spuren in der Stadt

Nicht schwitzen. Leben.

hinterlassen – als Drehort des oscarprämierten Films „Sound of Music“. Einer von drei Japanern hat ihn gesehen, für drei Viertel aller Touristen aus den USA ist er einer der wichtigsten Gründe für ihren Salzburgbesuch. „The Sound of Music“ wurde in der Stadt Salzburg und in ihrer unmittelbaren Umgebung gedreht – die Drehorte können besucht werden. Das Musical wird im Salzburger Landestheater und auch im Marionettentheater aufgeführt.

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Rom des Nordens Man liebt die engen Gässchen und die weiten Plätze der von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärten Altstadt, die Salzburger Nockerl und das herrliche Bergpanorama. Die Stadt ist ein harmonisches Zusammenspiel von Landschaft und Architektur, Kunst und Kultur, Tradition und Moderne auf kleinstem Raum. Herrlich klein, schöngeistig und dennoch mondän. Salzburg war bereits zur Römerzeit eine bedeutende Verwaltungsstadt an einer wichtigen Heerstraße und Nord-Süd-Verbindung. Gegründet gegen Ende des 7. Jahrhunderts, wurde die Stadt bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts von unabhängigen, katholischen Fürsterzbischöfen regiert. Reichtum und Wohlstand sind auf den Handel mit dem Salz zurückzuführen, dessen Einkünfte es den Landesherren ermöglichte, eine Stadt zu erbauen, die mit ihrem italienischen Flair als das „Rom des Nordens“ bezeichnet wird. Das „weiße Gold“, das Salz, verlieh » der Stadt ihren Namen.

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Ob Adventszauber oder die berühmten Wasserspiele – Schloss Hellbrunn ist zu jeder Jahreszeit ein Anziehungspunkt für Besucher.

» Im Winter zeigt sich Salzburg in vielen Facetten: Der Dezember steht ganz im Zeichen der Vorweihnachtszeit. Die Christkindlmärkte, die romantische Stimmung und die musikalischen Veranstaltungen verzaubern die Besucher. In den Wochen nach dem Jahreswechsel lässt sich die Mozartstadt so erleben, wie Einheimische sie kennen und lieben: mit Musik, Kultur und Natur. Salzburg ist eben eine Stadt für Genussmenschen. Salzburger Advent In malerischer Kulisse, zu Füßen der Festung Hohensalzburg, lockt der Salzburger Christkindlmarkt am Dom- und Residenzplatz jährlich über eine Million Besucher an. Er ist der größte und älteste Adventsmarkt Salzburgs. Die Wurzeln des ehemaligen „Tandlmarkts“ gehen bis ins 15. Jahrhundert zurück. Zu den Höhepunkten zählt das Salzburger Turmblasen an den Adventssamstagen, wenn die Salzburger Turmbläser auf drei Türmen rund um den Residenzplatz weihnachtliche Lieder spielen. Kleinere Märkte gibt es auch im Sterngarten, am Mirabellplatz, auf der Festung sowie im Stift St. Peter. An vorweihnachtlicher Romantik kaum zu überbieten ist der Adventszauber rund um das Schloss Hellbrunn mit seinem Märchenwald aus über 400 Tannen, geschmückt mit 13.000 roten Kugeln und Lichterketten. Kunsthandwerk, originelle Geschenkideen und kulinarische Spezia-

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Bei einer Wanderung über den Mönchsberg genießt man herrliche Ausblicke über Salzburg.

litäten erwarten die Besucher. Kinder erfreuen sich am Ponyreiten, Streichelzoo und Weihnachtspostamt. Am Wochenende ist Eintritt zu bezahlen, der jedoch in Form von Wertgutscheinen für Speisen oder Getränke wieder rückvergütet wird. Die Wasserspiele Hellbrunn Hellbrunn ist aber zu jeder Jahreszeit ein Anziehungspunkt. Über 400 Jahre alt ist das Lustschloss im Süden von Salzburg. Zwischen 1612 und 1615 ließ Fürsterzbischof Markus Sittikus die weitläufige Anlage nach italienischem Vorbild erbauen. Der Publikumsmagnet sind natürlich die faszinierenden Wasserspiele: Den Besucher erwarten Wasserautomaten, Grotten, Brunnen und andere wasserbetriebene Spielereien, die weltweit einzigartig in Form und Vielfalt sind und – vor allem ein erfrischendes Vergnügen, denn es spritzt aus allen Winkeln, es plätschert, rinnt und manchmal macht es sogar nass – zur Überraschung der Gäste. Schon damals versetzte Markus Sittikus seine Gäste mit den Wasserspielen in Erstaunen – und auch heute noch präsentiert sich Hellbrunn als Ort der Leichtigkeit und der Festlichkeiten. 200 Jahre „Stille Nacht, Heilige Nacht“ Wer zur Weihnachtszeit die Mozartstadt besucht, sollte sich das Salzburger Adventssingen im Großen Festspielhaus nicht entgehen lassen. Obwohl rund 36.000 begeisterte Gäste aus 38 Ländern jährlich die

Kulturveranstaltung besuchen, strahlt sie eine besondere Intimität aus. Im Mittelpunkt des adventlichen Spektakels steht die Weihnachtsgeschichte, die jedes Jahr aus einer anderen Perspektive beleuchtet wird. Wenn am Ende jeder Aufführung die 2000 Besucher sowie über 150 Mitwirkende gemeinsam die Stimme zum „Andachtsjodler“ erheben, geht das unter die Haut. Auf einer geführten Salzburger Weihnachtstour kann man Altstadtflair erleben, sich auf das Weihnachtsfest mit interessanten Geschichten einstimmen und erfährt zudem Hintergründe zum weltbekannten Weihnachtslied „Stille Nacht, Heilige Nacht“. Alles begann nämlich im Salzburger Land: Am 24. Dezember 1818 ertönte in der Kapelle St. Nikolaus in Oberndorf in der Nähe von Salzburg zum ersten Mal die Melodie, die Menschen auf der ganzen Welt mit Weihnachten verbinden – „Stille Nacht, Heilige Nacht“. Musik und Text schufen Franz Xaver Gruber und Joseph Mohr. Ihre Geschichte und die des berühmten Weihnachtsliedes, das bis heute in 300 verschiedene Sprachen und Dialekte übersetzt worden ist, kann man an sieben Stille-Nacht-Orten verfolgen. Die Reise führt dabei einmal quer durch das Salzburger Land nach Salzburg Stadt, Arnsdorf, Oberndorf, Mariapfarr im Lungau, Wagrain, Hintersee und Hallein. Das Stille-Nacht-Autograph, die OriginalHandschrift des Liedes, kann im Salz- »


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Am 24. Dezember 1818 ertönte in der Kapelle St. Nikolaus in Oberndorf zum ersten Mal das Lied „Stille Nacht, Heilige Nacht“.

Der Mirabellgarten war nicht nur Drehort des Films „Sound of Music“ – hier fährt auch im Winter der Flachau Ski Shuttle ab.

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» burg Museum besichtigt werden. Einen virtuellen Einblick in die Museen der StilleNacht-Orte und deren wichtigste Ausstellungsstücke findet man auf der Website www.stillenacht.at/de/museenonline.asp. Das ganze Jahr über weihnachtet es im Salzburger Weihnachtsmuseum am Mozartplatz. Eine europaweit einzigartige, kulturhistorische Sammlung an kostbaren Weihnachtsexponaten aus der Zeit von 1840 bis 1940 steht im Zentrum des ganzjährig geöffneten Museums. Zudem werden Informationen zu traditionellen Gaben, Bräuchen und Dekorationen in der Zeit rund um Weihnachten vermittelt. Feuerwerk und Musik Silvester in Salzburg ist ein ganz besonderes Erlebnis. Die Weltkulturerbe-Stadt bietet die ideale Kulisse für einen unvergesslichen Jahreswechsel. Um Mitternacht verzaubert ein atemberaubendes Feuerwerk auf der Festung Hohensalzburg die Besucher, während die Glocken des Salzburger Doms das neue Jahr begrüßen. Am Neujahrstag geht es musikalisch weiter mit Konzerten im Großen Festspielhaus, im

Die Getreidegasse ist nicht nur zu Weihnachten ein Shoppingparadies. Traditionelle Manufakturen sind dort genauso zu finden wie internationale Labels.

Salzburger Landestheater, auf der Festung Hohensalzburg, im Großen Saal des Mozarteums und im Kongresshaus. Mit der Mozartwoche, vom 26. Januar bis 4. Februar, beginnt dann traditionellerweise in Salzburg das Festspieljahr. Seit 1965 begründen die besten Orchester, Ensembles und Interpreten den beispiellosen Ruf dieses einzigartigen Festivals, bei dem Mozart immer wieder neu erlebbar wird. Das von Maren Hofmeister erstellte Programm rückt 2018 Mozarts „Die Entführung aus dem Serail“ ins Zentrum. Als Bassa Selim steht Peter Lohmeyer auf der Bühne, Salzburg-Kennern bestens bekannt als Tod in Hugo von Hoffmannsthals „Jedermann“. Mit dabei auch der weltbekannte Opernsänger Rolando Villazón. Ab 2019 ist Villazón der neue Intendant und somit künstlerischer Hauptverantwortlicher der Mozartwoche. Winterspaziergang durch Salzburg Die ruhigen Wintertage eignen sich auch hervorragend dazu, die Stadt in Ruhe zu erkunden und dabei Kultur und Natur harmonisch miteinander zu verbinden.

Gültig bis 31.12.2018.

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Von Mozart bis zum „Jedermann“: Salzburg bietet das ganze Jahr ein hochkarätiges Kulturprogramm.

Ein besonderer Tipp ist ein Spaziergang über die Stadtberge – inklusive kulinarischer und kultureller Zwischenstopps. Wandert man etwa von der Festung den Mönchsberg entlang, eröffnen sich herrliche Ausblicke auf die Stadt sowie die umliegende Bergwelt. Beim Museum der Moderne angekommen, lohnt sich der Besuch der Ausstellung „Neues Salzburg“ (bis 25. Februar). Auch der Kapuzinerberg auf der rechten Altstadtseite bietet sich für einen winterlichen Spaziergang an. Das Ende des 16. Jahrhunderts gegründete Kapuzinerkloster erreicht man nach einem kurzen Anstieg. Ein Besuch führt auch am ehemaligen Haus des Schriftstellers Stefan Zweig vorbei. Aufwärmen darf man sich nach dem Aufstieg im gemütlichen Ambiente des Franziskischlössls. Wer ein wenig höher hinaus will, kann den nahe gelegenen Gaisberg oder den Untersberg erklimmen, um einen Blick auf das verschneite Salzburg zu bekommen.

Der Hangar-7 am Salzburger Flughafen bietet interessante Exponate und gehobene Gastronomie.

Salzburg Flachau Ski Shuttle – Sportlicher Kultururlaub Wer während seines Städtetrips oder seiner Kulturreise nach Salzburg auf das Sportliche nicht verzichten mag, bekommt mit dem täglichen und kosten-

losen Salzburg Flachau Ski Shuttle die perfekte Möglichkeit. Vom 23. Dezember bis 18. März 2018 fährt der bequeme Reisebus direkt vom Mirabellgarten in das 70 Kilometer entfernte Skigebiet „snow space Flachau“ und abends wieder retour. Auch unerfahrene Skifahrer kommen auf ihre Kosten, dafür sorgen professionelle Guides, die sich um die Organisation von Skipässen, Langlaufkursen und Pferdeschlittenfahrten kümmern. „snow space Flachau“ ist Teil des weitläufigen Skigebiets „Ski amadé“ und bietet Skivergnügen auf rund 860 Pistenkilometern. Zusätzliche kostenlose Angebote führen täglich in die Skigebiete Dachstein-West und nach Gaißau-Hintersee, einem Eldorado für Langläufer. Bummeln und flanieren Wieder in Salzburg angekommen sollte man sich Kaffee und Kuchen in einem der Salzburger Kaffeehäuser gönnen – zum Beispiel im Café Tomaselli – dem ältesten Kaffeehaus Salzburgs. Seine Geschichte reicht bis in das Jahr 1700 zurück. Gleich gegenüber befindet sich das Café Fürst – die Heimat der Salzburger Mozartkugel im silbernen Papier. Nach langem Experimentieren kreierte Gründer Paul »

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Unbedingt sollte man in Salzburg einen Besuch des Marionettentheaters einplanen.

SalzburgCard Die SalzburgCard erhält man in Hotels, Salzburger Kartenbüros oder in der Touristen­ information. Sie ist bis zu 72 Stunden gültig und ermöglicht Gratis­Eintritt in alle Sehenswürdigkeiten und Museen sowie freie Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und Ermäßigungen bei kulturellen Veranstaltungen und Ausflugszielen. Salzburg hat wunderschöne Brunnen, wie die Pferdeschwemme, die sich mit einer geführten Tour entdecken lassen.

» Fürst im Jahre 1890 eine Praline namens Mozartkugel. Der jetzige Inhaber der Konditorei, Norbert Fürst, der Urenkel des Erfinders, erzeugt noch heute nach überliefertem Rezept und Herstellungsverfahren die „Original Salzburger Mozartkugel“. Aufgrund der Herstellung ohne Konservierungsstoffe kann das Original nicht in Supermärkten verkauft werden, sondern wird ausschließlich in den vier Salzburger Standorten angeboten. Österreichische Kaffeehaustradition findet der Salzburger Gast auch im Café Sacher Salzburg direkt am Ufer der Salzach. Hier genießen die Gäste neben einer Tasse köstlichen Kaffee auch die beliebten Original Sacher Spezialitäten inmitten des einzigartigen Flairs der Mozartstadt mit herrlichem Ausblick auf die Salzburger Altstadt. Kulinarischer Hochgenuss Auch an Lokalen für jeden Geschmack hat Salzburg eine Menge zu bieten: Von der trendigen Bar hoch über den Dächern Salzburgs, dem romantischen Straßencafé bis hin zum Gourmettempel. Nur wenige Orte in Österreich bieten auf so geringer Fläche eine derartige Auswahl an haubenprämierten Restaurants und international bekannten und ausgezeichneten Köchen. Mit zehn Brauereien, darunter die größte Privatbrauerei Österreichs, gilt Salzburg auch als Bierhauptstadt des Landes. Einen Ausflug wert ist auch der Hangar-7 am Salzburger Flughafen. Nicht nur die wechselnde Ausstellung an Flug- und Fahrzeugen ist spannend, sondern auch die

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Hoteltipp Ein Hideaway inmitten von Salzburg ist das mit viel Liebe zum Detail geführte Boutiquehotel Auersperg. Hier kann der Gast beides – mitten in der Stadt sein und sich wunderbar erholen. Die Zimmer sind nicht nur geschmackvoll, sondern auch komfor­ tabel eingerichtet: mit Büchern, Musik, Tee­ und Kaffee­Bar. Der idyllische Garten ist ein fantastischer Rückzugsort vom Trubel der Stadt, in dem man im Sommer auch das köstliche Bio­Frühstück einnehmen kann. Auf dem Dach befindet sich ein kleiner City Spa mit Sauna, Dampfbad und einer Sonnenterrasse. www.auersperg.at/de/

Infos unter: Tourismus Salzburg, Auerspergstraße 6, 5020 Salzburg Telefon +43 662 88987­0, www.salzburg.info Weitere Informationen: www.salzburgerland.com und www.austria.info/de

Threesixty Bar in einer Glaskuppel unter dem Dach. Der transparente Boden aus Sicherheitsglas gibt einen 360-Grad-Rundumblick sowohl auf das Bergpanorama als auch auf die Exponate frei. Im Restaurant Ikarus kocht jeden Monat ein anderer Spitzenkoch. Im Carpe Diem Lounge-Café im Erdgeschoss kann man übrigens auch frühstücken. Salzburg-Highlights 2018 Die Osterfestspiele vom 24. März bis 2. April 2018 ergänzen seit 1967 den Festspielreigen in Salzburg. Gegründet wurden sie vom Stardirigenten Herbert von Karajan. Zehn Tage dauern die Osterfestspiele, die als das elitärste und exklusivste Festival der Welt gelten und jeweils eine Oper sowie mehrere Konzerte umfassen. 2018 kommt mit Giacomo Puccinis Meisterwerk „Tosca“ eines der populärsten Musiktheaterwerke zur Aufführung. Die Salzburger Festspiele zu Pfingsten, vom 18. bis 21. Mai 2018, widmen sich dem 150. Todestag Gioachino Rossinis. Im Mit-

telpunkt steht seine Oper „L’italiana in Algeri“, in der Intendantin Cecilia Bartoli die Rolle der Isabella singt. Das Festival wurde 1973 von Herbert von Karajan als „Salzburger Pfingstkonzerte“ ins Leben gerufen. Seit 1998 ist es Teil der Salzburger Festspiele. Mit den Salzburger Festspielen (20. Juli bis 31. August 2018) findet jährlich im Sommer das weltweit bedeutendste, größte und renommierteste Festival für klassische Musik und darstellende Kunst in Salzburg statt. Kultureller Höhepunkt ist seit dem Gründungsjahr 1920 Hugo von Hofmannsthals „Jedermann“ auf dem Domplatz. Neben den großen Festivals finden in der Stadt Salzburg jährlich 4000 Kulturveranstaltungen statt. Über 20 Museen haben ihre Pforten für Salzburgbesucher geöffnet. Zahlreiche weitere Veranstalter und Institutionen sorgen dafür, dass die Stadt ein hochkarätiges Kulturprogramm rund n ums Jahr anbietet.


COCO-MAT BETTDECKEN Bequem zu schlafen ist etwas, was wir uns alle wünschen. Unsere Bettdecken sind in einer Reihe von Wärmegraden und Füllungen erhältlich, so dass Sie genau die wählen können, die für Sie am besten ist. Egal ob Sie lieber Daunen, Federn oder Wolle bevorzugen, Sie finden bei uns die Decke, die Sie für einen angenehmen und erholsamen Schlaf brauchen. Außenstoff: 100% Bio-Baumwolle.

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ZIEGLER

Eine Brennerei im Aufbruch Die Edelbrennerei Ziegler, 1865 in Freudenberg am Main gegründet, steht für Destillationskunst auf höchstem Niveau und blickt auf eine mehr als 150 Jahre andauernde Brennereitradition zurück. Jeden Tag aufs Neue widmen sich die Mitarbeiter der Brennerei Ziegler mit Erfahrung und Hingabe der Essenz der Früchte. Gleichzeitig ist der Blick auch immer in die Zukunft gerichtet: Es wird Neues entdeckt und ausprobiert, ohne die Wurzeln zu vergessen.

B

is heute werden die Edeldestillate der Brennerei Ziegler nach dem traditionellen Doppelbrennverfahren von erfahrenen Destillateuren hergestellt. Bei der Produktion der Edeldestillate wird seit jeher echte Handarbeit geleistet – von der Obsternte bis zur Etikettierung der Flaschen. So hat es die Brennerei Ziegler als Manufaktur mit besonderem Qualitätsanspruch geschafft, zu einer der führenden Destillerien Deutschlands aufzusteigen. Heute kennt jeder Feinschmecker den Namen Ziegler und die feinen Brände, Geiste, Liköre, Whiskys sowie die erstklassigen Fruchtessige aus der Manufaktur in Freudenberg am Main. Ein Meilenstein in der Geschichte der Brennerei war in den 1980er Jahren die Einführung des Kult-Edelbrandes „Wildkirsch Nr. 1“. Damit gelang der Manufaktur Ziegler der Einzug in die Sternegastronomie. Mit den fassgelagerten Bränden und den Drei-Liter-Flaschen etablierte sich die Bren-

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nerei Ziegler in den darauffolgenden Jahren fest in der deutschen Genusslandschaft. „Die ‚Wildkirsch Nr. 1‘ ist heutzutage ein Cuvée mehrerer Jahrgänge – aktuell 2012 bis zurück zu 2005. Anlässlich unseres 150. Jubiläums im Jahr 2015 haben wir eine reine 2005er ‚Wildkirsch Nr. 1‘ in einer limitierten Auflage und einer besonderen, roten Flasche kreiert. Dieser Brand ist voller Komplexität und süßlicher Kirschfrucht – unschlagbar in seiner Klasse!“, sagt Geschäftsführer Ralf Henseleit. „Der Grund dafür liegt in der Qualität des Obstes – darauf legen wir seit Jahrzehnten Wert. Ein hoher Zuckergehalt, eine hohe Reife sowie der Top-Zustand des Obstes garantieren, bei richtiger Handhabung, ein Top-Produkt. Wie in der Weinbranche macht auch hier gutes Obst als Grundlage 75 Prozent der Qualität des Brandes aus.“ Und die restlichen 25 Prozent? „Sind Geheimsache“, sagt Ralf Henseleit schmun-

zelnd. Ziegler benutzt Maischetanks mit Rührwerk und arbeitet mit einem speziell entwickelten Kaltgär-Verfahren mit Überdruck. Zudem wird beim Destillieren darauf geachtet, dass nur der sauberste Teil des Mittellaufes als Destillat für die späteren Brände verwendet wird. So werden zum Beispiel bei einem der Top-Seller, „Williamsbirnenbrand“, 14 Kilogramm Birnen benötigt. Die höchste Konzentration der Früchte findet sich allerdings in den seltenen Beerenbränden – hier werden etwa für einen Himbeerbrand 27 Kilogramm Himbeeren für eine 0,35 Liter-Flasche benötigt. Seit Sommer 2017 hat sich das Team um Ralf Henseleit stark verjüngt. Ein Brennmeister, ein Lebensmitteltechniker und ein Edelbrand-Sommelier, alle noch unter 30 Jahre alt und ausgebildete Destillateure, kümmern sich um die Produktion der Brände. Das ganze Team umfasst heute rund 16 Mitarbeiter. Neben der Kompe-


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Ralf Henseleit Ralf Henseleit ist erfolgreicher Sommelier und feiert in diesem Jahr sein 25­jähriges Single­Malt­Jubiläum. Seine erste besuchte Destillerie in Schottland war „Dalwhinnie“ und sein erster gekaufter Single Malt ein „Ardbeg 10“ im Jahre 1992. Er blickt auf 25 Jahre Vertriebserfahrung zurück. 2006 gründete er mit Pascal Dautel die Wein Wolf­Tochter „Deutschwein Classic“ – heute einer der Marktführer in diesem Segment. Seit 2014 ist er Geschäftsführer bei Ziegler.

tenz in Edelobstbränden ist Ziegler auch äußerst versiert in der Produktion von Geisten und Likören. Ebenso zählen ausgewählte Fruchtessige zum umfangreichen Portfolio. Seit 2008 ist Ziegler auch im Bereich des trendigen Single Malt Whisky tätig. Der erste Single Malt Whisky vom Untermain – „Aureum 1865“ – ist eine Hommage an die Geschichte der Brennerei, die ursprünglich 1865 als Bierbrauerei begonnen hat. Wie die Edelobstbrände haben die Aureum-Whiskys eine eigene, geschützte Flasche. „Wenn Sie heute in den Markt schauen, finden Sie eine Vielzahl an Stan-

i

dard-Flaschen, die recht langweilig wirken – zumal diese Flaschenformen sowohl für Whisky, Wodka oder Rum existieren. Wir haben ein hochwertiges Produkt und das verdient eine entsprechende Flasche und Etikettierung. Zudem ist der Wiedererkennungswert für unsere Kunden hiermit sehr hoch“, sagt Ralf Henseleit. Ein weiteres erfolgreiches Produkt der Brennerei ist „G=in³“. Seit März 2015 auf dem Markt, etabliert er sich zu einem Top-Seller der Brennerei. Ralf Henseleit: „Unser Gin ist höchste Handwerkskunst! Das ist für uns wichtig, um sich von der Vielzahl verschiedener Gin-Sorten im

Markt zu differenzieren. Neben dem hohen Wacholder-Anteil fügen wir dem Gin3 handverlesenen Botanicals hinzu. Wir setzen hier, wie in unserem gesamten Betrieb, auf Nachhaltigkeit und Regionalität. Wir sind Manufaktur und Marktführer in punkto Qualität. Der Name unseres Gins wird übrigens einfach ‚Gin Drei‘ ausgesprochen.“ Die Traditionsbrennerei blickt motiviert in die Zukunft und möchte noch viele Kenner und Genießer mit ihren hochwertigen Bränden begeistern. Daher wird es 2018 ein weiteres neues Produkt geben: n den ersten Ziegler Rum.

Gebr. J.&M. Ziegler GmbH | Hauptstraße 26 | 97896 Freudenberg am Main Telefon +49 9375 / 9288-0 | info@brennerei-ziegler.de | www.brennerei-Ziegler.de

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Die Gewinner der Top Uhrenwahl wurden im März 2017 auf der Baselworld ausgezeichnet.

9. Top Uhrenwahl G

ewählt und prämiert: Das Top Magazin suchte die schönsten Uhren des Jahres – und SIE haben entschieden! Fast 9.000 Teilnehmer stimmten bei der Top

Uhrenwahl 2016/2017 ab und krönten die Favoriten in den vier Kategorien Top Beauty, Top Class, Top Select und Top Sport. Die Gewinner wurden traditionsgemäß in

„Wir freuen uns über den großen Erfolg unserer Uhrenwahl“, so Ralf Kern. „Wir konnten rund 60 Prozent mehr Teilnehmer verzeichnen als im Vorjahr. Bei uns stimmen die Leser direkt für ihre Favoriten ab – kein übergeordnetes Gremium entscheidet die Wahl, das kommt bei den Uhrenliebhabern gut an.“ Bereits zum neunten Mal führte das Top Magazin die Uhrenwahl durch. Wir präsentieren Ihnen die drei Gewinner zu jeder Kategorie.

Kategorie Top Beauty Platz 1 Platz 2 Platz 3

Certina DS Podium Chronograph Junghans Max Bill Handaufzug Michel Herbelin Newport

Modisch, kunstvoll, elegant, modern, feminin: In der Kategorie Top Beauty standen ausschließlich Damen-Uhren bis 2.500 Euro zur Wahl. Unter den auffallend schönen Uhren machte die Certina DS Podium Chronograph den ersten Platz.

Adrian Bosshard Chief Executive Officer Certina SA Platz 1

Platz 2

Platz 3

Platz 1 Platz 2

Platz 3

Kategorie Top Class Platz 1 Platz 2 Platz 3

Glashütte Original Senator Chronometer Hublot Big Bang Meca­10 Titanium  SINN 6200 WG Meisterbund I

Etwas Edles gefällig? In der Kategorie Top Class standen Damen- und Herren-Uhren im Wert ab 10.000 Euro zur Wahl. Einzigartige Zeitmesser – außergewöhnlich, luxuriös und kunstvoll sowie limitierte Auflagen und Anlage- oder Sammelobjekte. Favorit war der Glashütte Original Senator Chronometer.

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Thomas Meier Chief Executive Officer Glashütte Original

Foto: jitpitak/Fotolia.com

Gewinner der zurückliegenden

der einzigartigen Atmosphäre der Baselworld, der Weltleitmesse für Uhren und Schmuck, im März 2017 geehrt. Die edlen Urkunden auf Acryl überreichte Ralf Kern, Geschäftsführer und Lizenzgeber Top Magazin Deutschland, wie immer persönlich an die platzierten Gewinner.


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Kategorie Top Select Platz 1 Platz 2 Platz 3

OMEGA Speedmaster Moonwatch Mondphase Master Chronometer Porsche 1919 Datetimer Eternity Brown Alligator Leather Mühle Glashütte Robert Mühle Zeigerdatum

Eine Uhr, die zu jedem Anlass passt: In der Kategorie Top Select konnten die Leser über Damen- und Herren-Uhren von 2.500 bis 10.000 Euro abstimmen, die sich zeitlos, stilvoll, mit besonderen Features und ausdrucksstark präsentieren. Publikumsliebling war die OMEGA Speedmaster Moonwatch.

Platz 1

Jens Rempp Chief Executive Officer The Swatch Group / Omega

Platz 2

Platz 3

Kategorie Top Sport Platz 1 Platz 2 Platz 3

Union Glashütte Belisar Pilot Chronograph RADO HyperChrome Chronograph SEIKO Marinemaster GPS Solar Dual Time Limited Edition SSF001

Funktionell, robust, anspruchsvoll, zuverlässig – und auch noch bestens geeignet für alle Sportarten und Outdoor-Aktivitäten: Das waren die Kriterien in der Kategorie Top Sport für Damen- und Herren-Uhren von 2.500 bis 10.000 Euro. Das Rennen gewann der Union Glashütte Belisar Pilot Chronograph.

Platz 1 Platz 2

Platz 3

Adrian Bosshard Präsident / Geschäftsführer Union Glashütte

Die Abstimmung zur 10. Top Uhrenwahl 2017/2018 ist gestartet Aufgrund des hohen Zuspruchs wurden die Kategorien für die aktuelle Jubiläums-Wahl angepasst und sogar um eine erweitert. „Wir haben die Kategorie Top Budget neu aufgenommen, da es auch im günstigeren Segment sehr interessante Uhren auf dem Markt gibt“, erläutert Ralf

Kern. „Desweiteren prämieren wir in den neu bezeichneten Kategorien Top Classic, Top Luxury, Top Sport und Top Women.“ Uhrenfans können online unter: www.top-magazin.de/uhrenwahl bis zum 31. Januar 2018 abstimmen.

2018 zeichnet das Top Magazin dann zum 10. Mal die Gewinner auf der Baselworld aus, auf der sich rund 1.500 Aussteller mit ihren Neuheiten, aktuellen Trends, den neuesten Kreationen und Innovationen aus der Uhren- und Schmuckbranche präsentieren. AKA n

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10.

Top Uhrenwahl 2017/2018

Top Magazin prämiert die schönsten Uhren des Jahres. Wählen Sie Ihre Favoriten! Preise im Gesamtwert von fast 6.000 Euro warten auf Sie.

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4. Preis: 1 Flasche Single Malt Whisky Aureum 1865 Taylor‘s Vintage Port Cask

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Mitmachen und Gewinnen*: Viel Glück!

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ie Uhr als Symbol von Macht, Schönheit oder nur als Accessoire? Jeder so wie er mag. Ob aus Silber, Gold oder exklusivem Platin, wertvoll mit glitzernden Diamanten, einzigartig als Schmuckstück oder doch lieber eine funktionstüchtige Sportuhr? Was gefällt Ihnen am besten?

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Ganz einfach: QR-Code scannen oder www.top-magazin.de/uhrenwahl

Top Magazin hat eine große Auswahl von besonderen Zeitmessern in fünf verschiedenen Kategorien zusammengestellt: Top Budget, Top Classic, Top Luxury, Top Sport, Top Women. Pro Kategorie dürfen Sie Ihre Lieblingsuhr 2018 wählen. Wir n sind gespannt auf Ihre Antworten.

* Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Einsendeschluss: 31. Januar 2018 Datenschutzgarantie: Die Angaben dienen ausschließlich zur Teilnahme an der „Top-Uhrenwahl 2017/18“ und zur Verlosung der Gewinne.


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Handgemalt: Porzellan Ming-Drache von Meissen

Die guten alten Dinge

top special Manufakturen

Mundgeblasen: Gläser von Riedel

Handrolliert: Seidencarrés von Hermès

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Manufakturen top special

Sich Zeit nehmen für das Besondere! Manufakturen sind mehr als bloße Handwerksbetriebe, sie schaffen mit Liebe zum Produkt Hochwertiges in einzigartiger Qualität.

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andgefertigte Produkte sind aktuell gefragt wie nie. Woher kommt die Sehnsucht nach Authentischem? Die Gründe sind vielschichtig: Die digitale Revolution hat das kreative Potential der menschlichen Hand auf einen Apps bedienenden Zeigefinger reduziert. Die permanente, mediale Vernetzung der Menschen  und  die intelligente  Automatisierung von Maschinen  sowie  industriellen Prozessen  sind  ein Thema, das heute nahezu alle Bereiche und Branchen betrifft. Die Automobilindustrie setzt für die Zukunft auf selbstfahrende Autos, digital gesteuerte Sprachsysteme organisieren unseren Haushalt, und Amazon hat jetzt „Amazon Key“ vorgestellt – ein „intelligentes“ Schlüssel-System, welches Lieferdiensten durch schlüssellosen Zugang ermöglicht, uns die bestellte Ware direkt bis in die Wohnung – bis in den Kühlschrank – zu bringen. In einer Zeit, in der das Handy nach einem Jahr nicht mehr aktuell ist, halten Betreiber von Manufakturen uralte Traditionen am Leben. Die 2010 gegründete Initiative Deutsche Manufakturen schätzt hierzulande ihre Zahl auf etwa 1000, wobei sich nur 300 Firmen selbst als solche bezeichnen. „Heutzutage, wo die industrielle Massenproduktion nahezu alle Lebensbereiche erfasst, steht das Handgemachte aus der Manufaktur für eine neue Exklusivität – für handgefertigte Produkte von außergewöhnlich hoher Wertigkeit und Qualität“, sagt Florian Langenscheidt, Autor und Herausgeber des Buches „Handgemacht“. Und das gilt nicht nur im Luxusbereich, wo Produkte wie Seidencarrés von Hermès, Porzellan von Meissen und Gläser von Riedel seit Jahren zu den Topsellern gehören. Handgemachtes boomt: Do-it-yourself-Plattformen feiern Hochkonjunktur. Sogenannte Fashion-Hacks verraten die besten Tipps zum Nachmachen. Landauf, landab wird in Mini-Brauereien Bier gecraftet und in kleinen Destillerien Hochprozentiges gebrannt. Beim New Heritage Festival, das im Stahlwerk sein Debüt feierte, wurden per Hand gearbeitete Waren aus natürlichen Materialien feilgeboten, die das Zeug haben, ein Leben lang zu halten und zu neuen Erbstücken zu werden. So stellte der Düsseldorfer Moritz Wenz, der sich als Plattform

Für seine asymmetrischen Gefäße aus gedrechseltem Eichenholz erhielt Innenarchitekt Konrad Koppold aus Leverkusen den Staatspreis für Kunsthandwerk in NRW MANU FACTUM 2017.

In der Düsseldorfer Halfmann Pelzmanufaktur ist jedes Teil ein Unikat.

und Schnittstelle traditioneller Manufakturen und modernem Entrepreneurship sieht, besondere Herrenaccessoires, Koch-Utensilien, Schreibgeräte und Papeterie aus. Nesmuk aus Solingen präsentierte seine Kochmesser, deren Fertigung mehr als 60 Arbeitsschritte erfordern – von der Zeichnung bis zum Feuerschweißen und Schmieden, Härten, Anlassen und Wasserschleifen bis zur Montage des Griffs und der Produktion der Messerscheide. Von Anfang bis Ende reine Handarbeit.

Ob Schmuck, Sessel oder Porzellan: In Handarbeit gefertigte, hochwertige Produkte finden immer mehr Käufer. In Nordrhein-Westfalen, dem Land der Hidden Champions und Familienbetriebe, ist eine Reihe solcher Unternehmen zu Hause. Oft fertigen sie über viele Generationen und mit großer Leidenschaft ihre Produkte – vom maßgefertigten Sattel über handgeformte Badepralinen zum Dahinschmelzen. Nicht selten sind es wahre Meisterstücke. „Bezeichnend ist es doch, dass der vor mehr als 50 Jahren ins Leben gerufene Staatspreis für das Kunsthandwerk in NRW den Titel ‚ManuFactum’ trägt, von manus ,Hand’ und facere ,etwas machen’ aus dem Lateinischen“, sagt Uwe Müller-Biebel, Diplom-Designer und Gestaltungsberater der Handwerkskammer Düsseldorf. Das Handwerk heute sei zudem ein wichtiger Motor der Kreativwirtschaft. Wer den Handwerker nur in Arbeitskleidung kennt, der in Handarbeit mit seinem Werkzeug eher alltägliche Aufgaben erledigt, der übersieht, dass jede technische Problemlösung ein hohes Maß an Kreativität erfordert. So wurde 2017 der mit 60.000 Euro dotierte Wettbewerb unter anderem auch an Konrad Koppold aus Leverkusen vergeben: Der Drechsler und Innenarchitekt macht aus Holz asymmetrische Gefäße und Objekte. Und das Besondere ist: Er schafft es, von Hand geschwärztes Eichenholz nass auf zwei Achsen zu drechseln – was, so Uwe Müller-Biebel, eine große Handwerkskunst erfordert. Die junge Alessa Joosten, Schmuckdesign-Studentin aus Düsseldorf, hat mit einer grafisch-skulpturalen Kette aus Holz gewonnen. Das verwendete Material  – Holzfurnier – ist äußerst ungewöhnlich für ein Schmuckstück dieser Art – einer Kette, die letztlich nur aus einem Glied besteht.

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top special Manufakturen

Es gibt wahrscheinlich kaum eine Unternehmensgattung, der in Deutschland ähnlich viel Sympathie entgegenschlägt. Hier ansässige Manufakturen fertigen in aller Regel ausschließlich in Deutschland. Ihre Inhaber verachten Massenproduktion als gesichtslos und setzen stattdessen auf wiedererkennbare, edle und langlebige Produkte. Zu den Ersten, die den Trend in Deutschland erkannten, gehört das Handelsunternehmen Manufactum in Waltrop – stilecht in schicken alten Zechengebäuden untergebracht. Mit dem Slogan „Es gibt sie noch, die guten alten Dinge“ gelang es schon vor mehr als 20 Jahren, erste Kunden für stählerne Bleistiftanspitzer oder Wählscheibentelefone zu begeistern.

len selber her und bleiben unserem Stil treu. Denn manche Dinge werden nicht alt.“ Lea Lou Kersting wollte mit 18 Jahren Modedesign studieren, doch als Dressurreiterin begegnete sie einer Sattlerin. Und so begann sie eine Ausbildung als Reitsportsattlerin. Inzwischen hat sie die Ledermanufaktur Lou Saddlery gegründet. Spezialisiert ist die junge Designerin auf handgefertigte Handtaschen, Gürtel, Hundegeschirre und -halsbänder, aber auch alles an Accessoires, was den Kunden so einfällt. Von der Kindle-Buchhülle, über Schreibmappen, Karten-Etuis und Schlüsselanhänger. Die Ledersorten stammen aus der Eifel oder dem Allgäu, zumeist sind es zertifizierte, pflanzlich gegerbte Bioleder mit weichem Griff.

ManufakturErzeugnisse ragen unverwechselbar aus der Masse heraus.

Die Großeltern legten 1920 den Grundstein für die Goldschmiede Schubart. Heute fertigen Enkel Thomas und seine Frau Bärbel wie schon die Eltern Gert und Elke Schubart Schmuck nach eigenen Vorstellungen. Jedes Kollektionsteil trägt ihre unverkennbare Handschrift. Im Düsseldorfer Atelier werden von Meisterhand Armreifen von ungeahnter Breite geschmiedet. Aus Ringen werden mit den kostbarsten Farbsteinen Unikate. „Wir versuchen mit unserer Form dem Stein zu folgen und den Wünschen der Kundin“, erklärt der Goldschmiedemeister. „Wir gestalten selber, stel-

„Brave Classics“ in Ratingen bauen Fahrräder für Individualisten.

„Mit unseren Rädern gleitet man lautlos und leicht durch die Großstadt“, sagt Peter Lechner, einer der beiden Geschäftsführer der Marke „Brave Classics“ in Ratingen. Die Zweiräder sind ebenso klassisch wie modern, denn sie verbinden den Fortschritt mit der Vergangenheit – die Sehnsucht nach Geschwindigkeit und Mobilität – mit einem Lebensgefühl von heute. Traditionell im Stil der 1930er- bis 1950er-Jahre geht das „andere Stadt-Rad“ eine Verbindung mit der Technik von heute ein - und alles handgemacht. Denn Fahrräder, die Individualisten ansprechen, entstehen nur aus Liebe zum Detail und mit klarem Design. Wenn man einen gemeinsamen Nenner für deutsche Manufakturen sucht, so liegt er nicht in der künstlerischen Komponente der Handarbeit, sondern im technischen Know-how, im methodischen Ansatz und in einer reflektierten, sich in Reformen von Arbeitsgeräten und -prozessen abbildenden Erfahrung. Deutsches Handwerk neigt seit jeher zur seriellen Qualität, zum makellosen Modell, das gründlich analysiert und reproduziert wird. Doch deutsche Manufakturen, die sich heute im rauen Globalisierungswind behaupten können, nehmen auch die Ästhetik ihrer Produkte sehr ernst. Denn erst, wenn technische Perfektion Emotion erzeugt, ergibt sich das typische Manufakturerzeugnis „Made in Germany“. Allen Manufakturen in und um Düsseldorf – ob sie nun Hüte für Ladys, Rucksäcke für Wanderer machen oder Schließsysteme, die im Airbus 380, dem größten Passagierflugzeug der Welt, eingesetzt werden –  ist eines gemeinsam: Sie alle haben ein besonderes Verhältnis zur Zeit, und ihre Produkte ragen unverwechselbar aus der DH „ Masse heraus.  

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Fotos: Meissen, Hermès, Riedel, Melanie Zanin, NRW MANU FACTUM 2017, Brave Classics

Kürschnermesser, Zweckzange und -pistole, Messingkamm und Rollholz: Das sind seit Jahrhunderten die wichtigsten Werkzeuge in der Pelzverarbeitung, ohne die auch in der Manufaktur von Guido Halfmann nichts geht. So wie sein Vater und schon sein Großvater, der vor 85 Jahren das Familienunternehmen gegründet hat, arbeitet der Kürschnermeister in Oberkassel nach traditioneller Handwerkskunst. „Die Schnitte, Formen und Farben mögen mit den Moden wechseln, aber wir gehen ans Werk wie unsere Vorfahren, und jedes Teil ist ein Unikat“, sagt Halfmann. Daran wird sich auch nichts ändern, wenn einst Sohn Robin in vierter Generation die Firma übernimmt.


Darum ist es am Rhein so schön!

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rubriktitel top special |Manufakturen anzeige

Kathrin Menzel hat Handwerk und Onlineshopping in der Region NRW zusammengeführt.

„ Ich finde,  dass Vasen nicht Langstrecke  fliegen sollten “ 88

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Manufakturen top special

Für nachhaltigen Kaffeegenuß zum selber brühen, sorgt diese individuelle Coffee-Station, ebenfalls aus Düsseldorf.

Für den Großstadtdschungel: Das Kissen Amazonas ist ein edler Farbtupfer auf dem Sofa. Handgenäht durch ein Düsseldorfer Designlabel.

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arum werden Produkte eigentlich selten dort verkauft, wo sie hergestellt werden? Was für Lebensmittel heute nämlich schon fast selbstverständlich ist – kurze Wege vom Erzeuger und regionales Miteinander – ist für andere Branchen noch Neuland. Kathrin Menzel hat daher in diesem Jahr einen Online-Shop für Wohnaccessoires mit dem Namen NahGEMACHT.de gegründet – mit handwerklichen Produkten, nur hergestellt in Nordrhein-Westfalen (NRW) – für Kunden in der Region.

Fotos: Melanie Zanin, nahGEMACHT (3)

„Meine Idee war, Handwerk und Onlineshopping in der Region NRW zusammenzuführen“, sagt Kathrin Menzel. „Nach knapp 20 Jahren als Betriebswirtin und Marketing-Verantwortliche mit Ausrichtung auf Quantität, Globalisierung und Finanzmärkte war es einfach Zeit für mich, einmal genau das Gegenteil zu tun. Im Grunde meines Herzens wäre ich wohl gerne Handwerkerin, nur fehlt mir dazu die richtige Ausbildung. Das ,Business-Handwerk’, das ich hingegen sehr gut beherrsche, ist die Vermarktung. So kam die Idee, diese Stärke zu nutzen und die wunderbaren Produkte von Handwerkern, Künstlern und Designern aus der Region im NahGEMACHT-Shop online anzubieten.“ Alle hier vorgestellten Teile tragen zum nachhaltigen Konsum in der Region bei. Während inzwischen die meisten Produkte ähnlicher Art in andere Länder und gar Kontinente verschifft werden, ist der Weg vom Produzenten zum Kunden bei ihrem Unternehmen nie weiter als 250 Kilometer. „Es geht um Nachhaltigkeit durch regionales Miteinander. Ich möchte erreichen, dass mehr Produkte dort gekauft werden, wo sie auch produziert werden“, sagt Kathrin Menzel. „Ich finde, dass Vasen nicht Langstrecke fliegen sollten. Alle von mir angebotenen Produkte stammen daher ausschließlich aus NRW. Ich selbst lebe seit 2001 in Düsseldorf und liebe diese facettenreiche Region.“ Dass NRW viel zu bieten hat, zeigen die bislang vierzehn Hersteller, die NahGEMACHT mit über 140 Erzeugnissen beliefern – vom Design-Topflappen über handgezogene Kerzen, Beton- und Keramiklampen bis zu 3D-Wandmotiven. Speziell aus Düsseldorf finden sich Produkte von Zacamo, Redbeard, Ouver-Coffee und Blumenwiese im Angebot – mit Wohnobjekten wie Vasen, Kissen, Leuchten, Küchenaccessoires und Kaffeefilterstationen. Aktuell gibt es natürlich auch viele Weihnachtsdekorationen im Online-Shop. Auch Fotokünstler Klaus Michael Köhler war begeis-

Betriebswirtin Kathrin Menzel gründete einen Online-Shop mit handwerklichen Produkten aus der Region.

tert von Kathrin Menzels Idee und hat einige seiner regionalen Motive beigesteuert. „Ich bin überzeugt, dass für viele Menschen Nachhaltigkeit, gesellschaftliche Verantwortung, aber auch Individualität immer wichtiger werden. Dem möchte ich mit NahGEMACHT.de ein passendes Angebot für die Dekoration eines gemütlichen Zuhauses bieten“, sagt Kathrin Menzel. Dabei zählen diese Attribute nicht nur für Kunden, sondern auch für die engagierte Arbeit der Designer, Werkstätten und Manufakturen der Region, die mit viel Herz am individuellen Design und der hohen Qualität ihrer Produkte arbeiten. „Deshalb ist für mich bei der Produktauswahl der Produktionsort – und damit die Arbeitsplätze – maßgebend, die hier in NRW liegen müssen“, erklärt die NahGEMACHT-Gründerin. „Natürlich wird dort auch noch tatsächlich Hand angelegt und Rohstoffe und Zulieferquellen stammen aus vertrauenswürdigen und nachhaltigen Quellen.“ Der direkte Kontakt zu den regionalen Herstellern und das faire Miteinander ist Kathrin Menzel daher besonders wichtig und Teil des Konzepts: „Die Chancen und Risiken sollen so verteilt werden, dass alle Beteiligten gemeinsam Freude daran haben und jeder mit seinen Stärken am Erfolg arbeitet. Selbst etwas zu produzieren, war damals der erste zündende Funke für meine Idee, gefolgt von der Erkenntnis, dass dies in meinen Händen bestenfalls zum Hobby reicht. Umgekehrt hat nicht jeder Künstler, Handwerker oder Designer das Talent und die Zeit, die mit Leidenschaft erstellten Produkte dem großen Publikum zu präsentieren. So kann ich auf schöne, individuelle Produkte zählen und kümmere mich im Gegenzug um den Weg zum Kunden.“ Neben dem Online-Shop gibt es auf www.nahgemacht.de auch ein Magazin, in dem Kathrin Menzel über ihre Arbeit berichtet, HerAKA „ steller vorstellt und Deko-Tipps gibt.  

Dekorative Vase aus Nussbaumholz mit Milchflaschen. Jede ein Unikat aus einer Düsseldorfer Holzwerkstatt.


top special Manufakturen

Mit Leidenschaft für hochwertiges Design und edle Materialien entstehen individuelle Wohnwelten.

Das Ankleidezimmer wurde passgenau geplant und eingebaut. Die Schubladen schließen lautlos.

Möbel

nach Maß

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esign-Expertise, gepaart mit meisterlichem Handwerk – die Möbel-Manufaktur Thelen Drifte verbindet Tradition und Moderne auf unverwechselbare Weise. In den vergangenen 20 Jahren ist das Unternehmen – vom Stammhaus in Nettetal-Leuth – auf insgesamt sechs Standorte gewachsen, einer davon im Herzen von Düsseldorf, an der Scheurenstraße 24-26. Hier kann man sich rund um die Themen Küche, Wohnen, Schlafen und Innenausbau inspirieren und beraten lassen. In der hochmodernen Schreinerei in Nettetal-Kaldenkirchen entstehen auf 2000 Quadratmetern Schränke, Regale und Tische nach Maß, entworfen von kreativen Einrichtungsprofis. Auch Küchen hochwertiger Markenhersteller werden durch individuelle Zusatzanfertigungen aus der eigenen Schreinerei zu Unikaten – angepasst an persönliche Ansprüche und räumliche Gegebenheiten. Computergesteuerte Lackierroboter und Hochtrockentechnik ermöglichen tausende individueller

Farbnuancen, und auch im Echtholzfurnierbereich gibt es inzwischen viele unterschiedliche Varianten. „Doch auch der modernste Maschinenpark ersetzt nie das klassische Handwerk“, sagt Werner Thelen, der das Familienunternehmen gemeinsam mit seinem Bruder Manfred und Vater Anton leitet. In den Fabrikationshallen stehen noch immer zehn Hobelbänke, wo mehr als 50 ausgebildete Schreiner die Möbel von Hand vor- oder nacharbeiten. Das Ergebnis spricht für sich: individueller Möbelbau und Qualität auf höchstem Niveau – ob Türen, die bündig mit der Wand abschließen, oder Schubladen, die sanft und leise schließen. „Es sind diese vielen handwerklichen Finessen, die – neben ausgewählten Materialien und erstklassigem Design – aus gewöhnlichen Schränken exklusive Wohnmöbel machen“, ergänzt Sebastian Thelen, Geschäftsführer in Düsseldorf. „Wer diese Qualitäten erkennt, möchte sie nicht „ mehr missen.“  

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Fotos: Anton Thelen GmbH

Individuelles Design mit handwerklichen Finessen


Pelzmanufaktur seit 1932


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Die bekanntesten Netzwerker Düsseldorfs in der Kuppel des Ständehauses: Axel Pollheim und Jörg Philippi-Gerle (v.l.)

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Neues von den

Netzwerkern Nach 18 Jahren zieht sich Axel Pollheim, Organisator von insgesamt 442 Veranstaltungen in der Region wie „Düsseldorf IN“ und „Ständehaus Treff“, aus der Verantwortung zurück. Journalist Jörg Philippi-Gerle tritt in seine Fußstapfen. Das Top Magazin führte ein entspanntes Gespräch mit beiden NetworkingProfis über das Geheimnis des langjährigen Erfolges und ihre Pläne für die Zukunft.

Top Magazin: Herr Pollheim, Sie organisieren seit 18 Jahren mehrere Netzwerkveranstaltungen in der Region wie „Düsseldorf IN“, „reden mit essen“ und „Was gibt‘s Neuss?“. Was wollen Sie mit diesen Events erreichen? Axel Pollheim: Eigentlich fing es ja mit dem „Landhaus Treff“ am 30. November 1999 an. Zwei Monate vorher hatte ich als Pressesprecher bei Ideenkapital begonnen, ein Unternehmen der Ergo-Gruppe, das sich mit Immobilien beschäftigte. Und ich habe überlegt, wie man ein Unternehmen, das mit Steinen handelt, bekannter machen kann. Da war Oskar Lafontaine der ideale Premierengast als Gesprächspartner von Frank Plasberg.

Köln. Vor dem Start von „Düsseldorf IN“ war eigentlich der Ärger, dass im Landhaus die Gäste sich etwas Wichtiges zu erzählen hatten, wenn gerade eine Angela Merkel oder ein Wolfgang Schäuble oben auf der Bühne saßen. Und da hatte ich die Idee: Mach doch mal eine Veranstaltung, wo es kein Programm gibt und keiner eine Rede hält. Die Gäste sind quasi selbst das Programm.

Welche Fähigkeiten sind unerlässlich?

Axel Pollheim: Meine langjährigen Tätigkeiten in verantwortlichen Positionen im Journalismus waren sicherlich nicht die schlechteste Voraussetzung. Man sollte gut moderieren und Personen zusammenführen können. Und – wenn es geht – Visionen haben. Auch wenn mein Ständehaus-Gast Helmut Schmidt einmal sagte: „Wer Visionen hat, der braucht nen Arzt.“ Der Rest ergibt sich von selbst.

Die Einladungen zu den Abenden sind in Düsseldorfs Gesellschaft heiß

begehrt. Wie setzt sich die Gästeliste zusammen?

Axel Pollheim: Ich habe immer darauf geachtet, dass sich Meinungsbildner finden. Eigentlich setzt sich die Gästeliste aus zwei Teilen zusammen: Zum einen bekommen die Partnerfirmen für ihr finanzielles Engagement ein Kartenkontingent, dazu kommen dann die Gäste, die wir persönlich einladen. Und das mischt sich jedes Mal neu.

Was muss man tun, um eingeladen zu werden?

Axel Pollheim: Eigentlich nichts, denn es ist eine reine Einladungsveranstaltung. Oder man wird mit seinem Unternehmen Partner.

Warum gibt es Strafen für Gäste, die sich nicht ordentlich abmelden?

Axel Pollheim: Es gibt keinerlei Strafen. Wir haben für die Gäste, die wir einladen, ohne dass sie einen Cent dafür bezahlen, eigentlich nur zwei Regeln. Wer zusagt und ohne Absage nicht erscheint, erhält keine Einladung mehr. Es sei denn, er ist bereit, 50 Euro für einen guten Zweck zu spenden. Das gilt übrigens auch für diejenigen, die sich nach der Anmeldefrist noch verspätet anmelden wollen.

Sie kennen da kein Pardon, selbst OB Geisel soll schon in die Spenden-Kasse eingezahlt haben.

Axel Pollheim: Nein, wenn Thomas Geisel zusagt, dann kommt er auch – selbst wenn es manchmal 22.30 Uhr wird. Aber es gibt eine lustige Anekdote mit einem anderen

Wie wird man professioneller Netzwerker?

Axel Pollheim: Eigentlich mehr oder weniger durch Zufall. Veranstaltungen habe ich auch schon früher organisiert, so zum Beispiel mehr als 25 Sportpressefeste in

Hochkarätige Gäste beim „Ständehaus Treff“: Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel stellte sich im Mai 2017 den Fragen von Michael Bröcker, Chefredakteur der Rheinischen Post.

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Wie unterscheidet sich „Düsseldorf IN“ vom „Ständehaus Treff“?

Axel Pollheim: Der „Ständehaus Treff “ ist unsere Parade-Veranstaltung mit interessanten Gästen auf dem Podium wie Bundeskanzlerin Angela Merkel, der frühere Bundeskanzler Helmut Schmidt, der künftige österreichische Kanzler Sebastian Kurz, aber auch Wirtschaftsführer wie Mercedes-Chef Dieter Zetsche oder VWCEO Martin Winterkorn oder zuletzt Astronaut Alexander Gerst. Der Ablauf sieht wie folgt aus: Eine Stunde Gespräch mit RP-Chefredakteur Michael Bröcker – früher auch mit Frank Plasberg, Giovanni di Lorenzo oder Gabor Steingart – und das zwischen einem 3-Gänge-Menü. Es kommen hochkarätige Gäste aus ganz NRW. Bei den anderen ‚reinen’ Netzwerk-Veranstaltungen gibt es – wie schon gesagt – kein Programm.

Wie wird man Partner von solchen Veranstaltungen, die alle von der Rheinischen Post Mediengruppe ausgerichtet werden?

Axel Pollheim: Beim „Ständehaus Treff“ gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten. Unsere Hauptpartner engagieren sich immer für ein komplettes Jahr. Sie können eine Person an den Tisch des VIP-Gastes entsenden und dazu erhalten sie einen Tisch für elf Personen. Diejenigen Partner, die einen 9er-Tisch erwerben, können auch „Cherry-Picking“ machen – also sich jeweils erst entscheiden, wenn der Gast auf der Bühne feststeht.

Ende des Jahres übergeben Sie weite Teile Ihrer Aufgaben an Jörg Philippi-Gerle. Mit Wehmut oder mit Freude?

Axel Pollheim: Mit Freude. Das Team hat eine große Kompetenz und wird die Veranstaltungen mit Sicherheit auch unter seiner Verantwortung mit großem Sachverstand weiterführen. Wenn er es wünscht, stehe ich ihm auch in Zukunft gerne mit Rat und Tat zur Seite. Aber er hat den Hut auf! Übrigens: Beim „Ständehaus Treff“ werde ich auch in Zukunft als Einladender fungieren.

Warum ist er genau der Richtige für diese Position?

Axel Pollheim: Er kommt genau wie ich aus dem Journalismus, und wir denken beide in dieselbe Richtung, und schließlich habe ich ihn „ausgesucht“ und ihm diese spannende Aufgabe vor einem Jahr schmackhaft gemacht.

Herr Philippi-Gerle, Sie übernehmen eine große Verantwortung. Was haben Sie sich vorgenommen?

Jörg Philippi-Gerle: Zunächst einmal ist es wichtig, dass wir beim „Ständehaus Treff “ das hohe Niveau halten. Axel Pollheim hat die Messlatte ganz schön hochgelegt! Ich bin aber sehr optimistisch, dass wir es mit dem tollen Team, der Mediengruppe und überdies mit seiner Hilfe hinbekommen, auch in den nächsten Jahren immer wieder neue Highlights zu bieten.

Was zeichnet aus Ihrer Sicht einen guten Netzwerker aus?

Jörg Philippi-Gerle: Man sollte die Menschen schon mögen! Mit offenen Augen und ohne Scheu auf sie zugehen, ist mehr als ratsam. Man sollte Zeit mitbringen und ein offenes Ohr haben und – ganz wichtig – auch eine Prise gute Umgangsformen und Begeisterungsfähigkeit. Sonst bleibt alles nur oberflächliches Blabla.

Ändert sich etwas am Portfolio der Netzwerkveranstaltungen?

Jörg Philippi-Gerle: Wir werden sicherlich die eine oder andere neue Veranstaltung starten. Konkret werden wir im Frühjahr 2018 in Mönchengladbach mit einem Netzwerk-Treff „MG ist IN“ beginnen. Wir wollen auch die Trends dieser faszinierenden Region abbilden und zeigen, was sich tut – etwa im Bereich Ge-

Tom Bender, Geschäfts­füh­rer der Rhei­ni­schen Post, ist unter anderem verantwortlich für die Mar­ke­ting­be­rei­che des Unternehmens:

„Nie war der persönliche Austausch so wertvoll wie im eher unpersönlichen digitalen Zeitalter.“ Wie informieren Sie sich?

Jörg Philippi-Gerle: Lesen, reden, zuhören! Meine Informationen beziehe ich natürlich auch über die Zeitungen, Internet-Portale, Magazine und über die anderen Angebote der Rheinischen Post Mediengruppe sowie über die gesamte Presselandschaft in Düsseldorf und Umgebung. Ganz wichtig sind auch die persönlichen Kontakte, die ich immer und gerne auf unseren Veranstaltungen schließe.

Liegt Ihnen Smalltalk?

Jörg Philippi-Gerle: Ich bin in der glücklichen Lage, meinen Lebensunterhalt durch Netzwerken zu bestreiten. Small­talk ist dafür in aller Regel der Einstieg. Viele wichtige Geschäftskontakte beginnen damit, dass man sich über das Wetter unterhält oder sich gemeinsam über den Tabellenplatz der Fortuna freut. Smalltalk ist außerdem alles andere als small, sondern eine große Aufgabe, wenn man ihn aufmerksam und freundlich betreibt. Bei unseren Netzwerk-Veranstaltungen beobachte ich immer wieder, dass die Smartphones mal Pause haben – das empfinden viele Menschen auch als Luxus.

nuss, Ausgehen, Start-up-Kultur. Wer bei uns war, soll am nächsten Tag etwas zu erzählen haben.

Herr Pollheim, was machen Sie nach der letzten Veranstaltung in diesem Jahr im Dezember?

Axel Pollheim: Ich werde erst einmal einen Gang runterschalten. Es genießen, zum ersten Mal seit 50 Jahren im Berufsleben über meine Zeit frei entscheiden zu können. Meine Golfschläger haben einige Traumplätze in der Welt noch nicht gesehen – und meine Frau und ich werden sicherlich viel reisen.

Gibt es neue Pläne?

Axel Pollheim: Ja natürlich. Nur Ruhestand würde wohl nicht zu mir passen. Die Geschäftsführung der Rheinischen Post möchte mich gerne als Berater an ihrer Seite wissen, und ich habe mir vorgenommen, die Bürgerstiftung und das Regenbogenland aktiv zu unterstützen. Mal schauen, woran ich noch alles Spaß habe. Sicherlich auch am Konzept für die eine oder andere neue Veranstaltung… UTG „  

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Fotos: Melanie Zanin, Andreas Bretz, Michael Lübke

hochrangigen Vertreter der Stadt: Seine Assistentin wollte den Herrn nach der Frist anmelden, 50 Euro wollte sie ihn aber nicht spenden lassen. Daraufhin habe ich ihm eine SMS geschickt und um Rückruf gebeten. Er meldete sich Minuten später aus Japan, ich habe ihm gesagt, dass mir seine Anwesenheit im Kesselhaus wichtig sei und ich für ihn die 50-Euro-Spende übernehmen würde. Darauf meinte er: „Das kommt überhaupt nicht infrage. Ich zahle natürlich selbst. Regel ist Regel.“


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Drei Wochen lang war der schicke hölzerne Pavillon mit der temporären Ausstellung METRO unboxed ein weithin sichtbarer Blickfang am Rheinufer. Auf einer Fläche von 2000 Quadratmetern präsentierte der Handelsriese sein vielfältiges Lebensmittelangebot, eingebettet in den kulturellen Rahmen des „düsseldorf festival!“. Vor allem die ShowcookingEvents mit namhaften Köchen zogen neugierige und interessierte Besucher in Scharen an.

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tandort und Zeitpunkt der Ausstellung waren mit Bedacht gewählt. „Düsseldorf ist unsere Heimat, von hier aus betreiben wir unseren weltweiten Lebensmittelhandel“, erklärte Olaf Koch, Vorstandsvorsitzender der METRO AG. „Was das bedeutet, wollten wir für unsere Gäste erlebbar und anfassbar machen.“ Über 20 Tage herrschte auf dem Gelände der Reuter-Kaserne ein buntes Treiben. So lange dauerte auch das „düsseldorf festival!“, bei dem die METRO seit 2005 Partner ist. „Für die Präsentation unserer Aktivitäten wollten wir gern an eine bereits bestehende Kooperation anknüpfen“, sagt Kommunikations- und Politikchef Michael Wedell. „Damit zeigten wir auch, wie vielfältig wir uns in Düsseldorf engagieren, und das nicht erst seit heute.“ An der Schau sollten sich die aus aller Herren Länder eingeladenen Gäste, Partner und Kunden erfreuen. Sie wurde aber auch für jene Düsseldorfer konzipiert, die sonst nicht bei der METRO einkaufen. Hier konnten sie sich einen guten Einblick in die Leistungsfähigkeit und das breit gefächerte Angebot des Unternehmens verschaffen. Der angenehme und erwünschte Begleiteffekt: Mit der Ausstellung ergab sich eine willkommene Gelegenheit, die jüngste Umstrukturierung des Konzerns in den Fokus zu rücken. Erst im Juli 2017 war das Unternehmen in zwei neue Gesellschaften aufgesplittet worden. Mit verändertem Logo und aufgefrischtem Außenauftritt firmiert es nun im Großhandels- und Lebensmittelbereich als METRO AG. Attraktiver als mit der „unboxed“-Ausstellung hätte man die Markeneinführung kaum gestalten können. Aktuell ist die Lebensmittel-Sparte rund um den Globus in 35 Ländern aktiv, alle 25 Cash & Carry Länder hatten in Düsseldorf ihre Stände aufgebaut und Köstlichkeiten aus der Heimat mitgebracht. Die 30.000 Besucher erlebten ein inspirierendes Spektrum Küchenchef Karl Romboy tischte Dosen-Ravioli, aus Farben, exotischen Ge- Trüffelpasta und Beef Tatare auf. würzen und verlockenden Düften. Indien stellte einen Kirana-Laden à la „Tante Emma“ vor, wie er in vielen Regionen genutzt wird. Japan hatte Seetang, Rot- und Braunalgen im Gepäck, Serbien lud zum „magischen Frühstück“. Aber nicht nur Abgesandte aus den Führungsriegen der Niederlassungen waren in Düsseldorf vertreten. Man hatte auch Mitarbeiter auf die Reise geschickt, die sonst keine Chance zu solchen Ausflügen haben – als kleines Dankeschön für ihren Einsatz. Auch die Köche kamen aus allen Himmelsrichtungen und gaben ihre kulinarischen Visitenkarten ab. Wie Joao Oliveira aus dem „Bela Vista Hotel“ an der Algarve, der eine schwarze Meeräsche auftischte. Der schmackhafte Fisch ist in der METRO ebenso zu bekommen wie auf Portugals Märkten.

Der Pavillon wurde inzwischen zurückgebaut, über 90 Prozent der Materialien recycelt und der Platz an der Reuterkaserne renaturiert.

So bunt und reizvoll die international besetzten Stände sich auch darstellten: Für die METRO ist Regionalität derzeit eines der wichtigsten Stichworte. Unterstützt wird der Handelsriese dabei von einer ganzen Garde einheimischer Spitzenkönner, mit denen sich die Zusammenarbeit längst bewährt hat. Darunter sind die Sterneköche Tim Raue aus Berlin, Juan Amador aus Wien und Robert Maas aus Bonn, die sich im Pavillon bereitwillig auf die Finger schauen ließen und ihre Küchentricks ausplauderten. Mit Feuereifer zog auch METRO-Kantinenkoch Sven Wussow mit, der aus seinem Alltag am Herd berichtete und sich in einem Vortrag den Geheimnissen der Kräuterkunde widmete. Die Düsseldorfer Gastro-Szene war vertreten durch Florian Conzen (Brasserie Stadthaus), Daniel DalBen (Tafelspitz 1876), Tim Tegtmeier (Pure Pastry) und Karl Romboy, der seit vier Jahren in Derendorf „Karl´s Restaurant“ betreibt. Er kredenzte seine berühmten Dosen-Ravioli, Trüffel-Spaghetti aus dem Parmesanlaib und Beef Tatar. Für diese Spezialität wählte er eine kreative Form des Anrichtens: „Ich entdeckte am

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Genial: Sein Beef Tatare richtete Karl Romboy auf einfachen Paletten an.

Gute Zusammenarbeit: Karl Romboy von „Karl´s Restaurant“ (l.) mit METRO-Kommunikationschef Michael Wedell

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Diese Mischung hat auch zur einzigartigen Atmosphäre im Pavillon beigetragen, die Karl Romboy als lebhaft und dennoch entspannt in Erinnerung hat. Den Austausch mit seinen Kollegen aus dem Inund Ausland hat er als anregend empfunden, denn jahrelang war Karl Romboy selbst auf Wanderschaft, perfektionierte sein Können im Ambassador in Wien, im Behrens am Kai in Düsseldorf, im Casino der Zeche Zollverein in Essen. „Ich durfte viel mitnehmen auf meinem Lebensweg“, sagt er. „Bis ich schließlich in meiner Heimatstadt Düsseldorf in die Selbständigkeit geschubst wurde, zu meinem großen Glück. Meine Wurzeln haben sich seitdem noch verfestigt.“ Damit passe er gut zur METRO, dem ständig gewachsenen Weltunternehmen am Rhein. Er resümiert: „Unsere Branche ist hart, deshalb muss man seinen Job so wie ich sehr lieben. Wenn man dann Partner wie die METRO hat, die mit genauso viel Leidenschaft bei GO „ der Sache sind, erleichtert das eine ganze Menge.“         

top auswahl METRO UNBOXED

SHOW COOKINGS

Bei der Erlebnis-Ausstellung METRO Unboxed standen vom 13. September bis 2. Oktober beinahe täglich Spitzenköche aus Düsseldorf und der ganzen Welt am Herd. Sie verwöhnten die Besucher mit raffinierten Speisen und

 

Snacks und ließen sich einige Küchengeheimnisse entlocken. Die Rezepte von Köchen wie Karl Romboy, Juan Amador oder Tim Raue hat die METRO in einem Kochbuch gesammelt, das zum Nachkochen anregen und begeistern soll. Alle Zutaten, die in den Rezepten verwendet wurden, lassen sich im Sortiment der METRO finden. Die Rheinische Post verlost in ihrer Ausgabe vom 15. Dezember aus der limitierten Auflage 25 „METRO Unboxed Showcooking”-Bücher. Deshalb: Mitmachen & ein „METRO Unboxed Showcooking“ Buch gewinnen.

Fotos: Metro AG (4), Melanie Zanin

Eingang ganz normale Lebensmittelpaletten und habe vor Freude gejohlt“, erzählt er. „Darauf platzierte ich dann das Beef Tatar. Sah super aus.“ Auch er kommt auf die Regionalität zu sprechen und berichtet von seinem Jungbullenfilet, im „Karl´s“ seit Anbeginn ein absoluter Renner auf der Karte. „Mir sind Umwelt, Naturschutz und Nachhaltigkeit sehr wichtig, gleichzeitig muss es für Gastronomen auch wirtschaftlich sein“, betont Karl Romboy. Dies verwirklicht er als Kunde der METRO. Zur Auswahl stehen allein im METRO Markt in Düsseldorf über 600 regionale Produkte von 109 Lieferanten. „An der neuen Ausrichtung der METRO gefällt mir vieles sehr gut, insbesondere aber die Betonung der Regionalität“, bekräftigt der Küchenchef. Als Industriepartner des Unternehmens hilft man sich gegenseitig. Ein Beispiel: „Ich habe bei einem Workshop, der von der METRO Zentrale organisiert wurde, mitgearbeitet, meine Ideen eingebracht und aufgelistet, was der Profikunde braucht und was man positiv verändern könnte. An der METRO schätze ich sehr, dass nicht nach Schema F verfahren wird.“ Natürlich seien in einem derart riesigen Unternehmen die Wege und manche Prozesse bisweilen länger, fügt er hinzu. „Aber wenn ich sehe, was da alles in Gang gesetzt wird, bin ich sehr begeistert. Es wird immer nachgefragt, wie man sich noch verbessern könnte. So haben auch Michael Wedell und ich uns kennengelernt“, so Romboy. „Wir verstehen uns als Partner unserer Kunden, daher ist es wichtig, zu wissen, wie wir sie dabei unterstützen können, erfolgreicher zu werden. Neben Regionalität gehört auch die Digitalisierung zu unseren Kernaufgaben – wir bringen beispielsweise Start-ups mit innovativen Lösungen und Gastronomen zusammen, um den Alltag der Gastronomen leichter

zu machen“, fügt Michael Wedell hinzu. „Deswegen haben wir nicht nur unsere Vielfalt und Regionalität bei METRO unboxed zeigen wollen, sondern haben auch modernste Technologie zum Einsatz gebracht.“

METRO UNBOXED SHOWCOOKINGS

Gesund: Aus Japan wurden Seetang und Algen mit nach Düsseldorf gebracht.


Menschlich vor Ort!


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„In einer positiven Umgebung gibt jeder sein Bestes“ Britta Kutz ist als General Manager des InterContinental Düsseldorf an der Kö die einzige Frau in der Stadt an der Spitze eines 5-Sterne-Hotels. Im Top-Interview erzählt sie, was sie an ihrer Aufgabe fasziniert und warum sie Spaß bei der Arbeit für immens wichtig hält.

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Frauen im Chefsessel


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In Düsseldorf gibt es fünf LuxusHotels mit fünf Sternen. Als General Manager des InterContinental Düsseldorf sind Sie in diesem Kreis die einzige Frau an der Spitze. Wie fühlen Sie sich in der Boy-Group? Super! Die Kollegen von der Kö sind ja von ihrer Persönlichkeit her alle sehr charmant und haben direkt nach meiner Ankunft vor einem Jahr in Düsseldorf mit Pralinen, Blumen und handgeschriebenen Kärtchen mein Herz gewonnen. Als Frau ist man immer so ein bisschen der Paradiesvogel in der Herren-Gruppe, aber meistens hat das doch eher positive Effekte – man fällt mehr auf und die Aufmerksamkeit kann man gut nutzen. Es macht wirklich Spaß so zu arbeiten, und wir unterstützen uns gegenseitig. Wenn wir zum Beispiel unsere Häuser auf internationalen Messen vetreten, werben wir auch immer vereint für den Standort Düsseldorf.

Was hat Sie an der Position in Düsseldorf gereizt?

Auf der einen Seite die Möglichkeit, nach fünf Jahren in Asien, zuletzt in Indonesien, wieder nach Europa zu kommen. Unsere damals siebenjährige Tochter Jana hatte bis dahin noch nie bewusst Jahreszeiten erlebt. Sie kannte zum Beispiel keinen echten Weihnachtsbaum, in Asien sind die meistens aus Plastik. Aber neben den privaten Aspekten gab es natürlich auch berufliche Gründe. Ich war in Asien als General Manager sehr erfolgreich, mein Führungsstil hat dort hervorragend funktioniert, schließlich wollte ich mich dann auch gerne in Europa testen. Ein weiterer Aspekt: Meine vorherigen Hotels mussten sich am Markt noch etablieren. Das sind andere Herausforderungen. Das InterContinental Düsseldorf existiert seit 14 Jahren und ist schon sehr erfolgreich, und trotzdem gibt es immer noch Optimierungspotenzial. Das hat mich sehr gereizt.

Wie würden Sie Ihren Führungsstil beschreiben?

Britta Kutz, Generalmanagerin des InterContinental Düsseldorf an der Kö

Sehr authentisch, ich halte nicht viel von dem Motto „Ein Vorgesetzter sollte immer unberechenbar bleiben!“. Alle Kollegen, die gemeinsam mit mir auf ein Ziel hinarbeiten, sollen verstehen, warum wir das tun und welchen Beitrag sie dazu leisten können. Und sie wissen sehr genau, welche Erwartungshaltung ich habe. Ich führe gerne im Team und bin eine Vorgesetzte, die inspirieren möchte. Spaß bei der Arbeit halte ich für immens wichtig, bei uns wird sehr viel gelacht. In einer positiven Umgebung gibt jeder sein Bestes.

Natürlich können Fehler passieren – aber bitte nur einmal. Und dann muss man daraus lernen!

Angefangen haben Sie als Auszubildende zur Hotelfachfrau im Hyatt Regency in Köln. Wie kam es dazu?

Ich war als Kind mit meinen Eltern im Urlaub in Cannes und dort waren wir Kaffeetrinken im damaligen Carlton – heute ist es ein InterContinental  – an dem legendären Boulevard Croisette. Ich fand das Flair faszinierend und wollte unbedingt wissen, was hinter den Kulissen passiert. In einem Schulpraktikum im Hotel habe ich schließlich Betten bezogen und Gläser poliert  – und fand es immer noch toll. Man hat viel mit Menschen zu tun, das gefällt mir heute noch. Ein weiterer Aspekt war, dass ich später gerne auch mal im Ausland arbeiten wollte. Unter diesem Gesichtspunkt habe ich mich im Hyatt beworben – und ich bin dann auch eingestellt worden.

Ist das immer noch ein typischer Karriereweg?

Als Einstieg würde ich das jedem empfehlen, auch die Kombination aus Studium und Arbeit als dualer Ausbildungsweg ist sinnvoll. Eben alles, was einen Einblick in die Arbeitsabläufe in einem Hotel ermöglicht. Ich profitiere heute noch so oft davon, dass ich weiß, wie es eigentlich geht – sei es in der Küche, bei der Zimmerreinigung oder am Empfang. Später im Management kann man Probleme besser einschätzen und dann auch lösen, wenn es einem gelingt, schnell die Ursache dafür zu finden. Dabei hilft Praxis-Erfahrung ungemein. Dafür muss man sich dann natürlich betriebswirtschaftliche Kenntnisse, die für den Management-Bereich wichtig sind, zusätzlich separat aneignen.

Welches sind die drei wichtigsten Eigenschaften, die für eine Frau in der Hotelbranche in Führungspositionen unabdingbar sind?

Grundsätzlich eigentlich genau dieselben wie für einen Mann auch: Freude am Umgang mit Menschen, das halte ich für eine Grundvoraussetzung. Und Flexibilität in jeder Hinsicht, zeitlich, mental und regional – schließlich wechselt man des Öfteren den Arbeitsplatz und eventuell auch das Land. Ebenso ist die Fähigkeit, andere für seine Ziele zu begeistern, unabdingbar, damit das Team mitzieht. Als Frau muss man vielleicht zusätzlich auch noch sehr gut organisiert sein, wenn man Beruf und Familie unter einen Hut bekommen möchte und trotzdem Karriere machen will.

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tet. Auch international. Davor habe ich höchsten Respekt. Leider hat sie nach der Veranstaltung nicht in Düsseldorf übernachtet.

Idyllisch gelegen am Kö-Graben: das InterContinental Düsseldorf

Ich habe drei Monate nach der Geburt wieder angefangen zu arbeiten. Dabei hatte ich natürlich auch das Glück, dass mein Mann, den ich übrigens im Hotel in Frankfurt kennengelernt habe, wo er in der technischen Abteilung arbeitete, mitgezogen hat. Wir waren uns damals einig, dass er beruflich runterschraubt. Wir kommen mit diesem Arrangement bestens klar, aber das gilt natürlich nicht für jeden.

Wie wichtig ist Networking für die Karriere?

Ohne Networking funktioniert es nicht. Das bezieht sich auf Verbindungen innerhalb der Firma genauso wie auf externe. In Düsseldorf sind gesellschaftliche Kontakte extrem wichtig, was auch gut so ist. Als General Manager eines Hotels an der Kö ist man involviert in die Stadtentwicklung und ins Stadtmarketing, was ich sehr positiv finde. Man muss den Austausch suchen, weil man schließlich mit einem Hotel in dieser präsenten Lage die Stadt mitprägt. Und wenn ich lokal etwas vor Ort bewirken möchte, siehe unser Engagement gemeinsam mit der BürgerStiftung, muss ich mich vernetzen. Egal, ob es auf einer Abendveranstaltung ist oder ob ich gezielt den Kontakt suche und mich aktiv mit einer Person zum Gespräch verabrede – Networking heißt für mich daher vor allem, offen sein für Neues!

Was ist derzeit die größte Herausforderung?

Immer auf dem neuesten technischen Stand zu sein. Die Digitalisierung macht auch vor einem Hotel nicht Halt und wir müssen den modernen Anforderungen der Gäste entsprechen. Wir stellen zum Beispiel gerade um von Pay-TV, welches kaum noch genutzt wird,  auf aktuellere Movie-Channels und Online-Streaming.

Früher brauchte man eine große DVD-Bibliothek, heute ist es für den Gast wichtig, dass er sein iPhone mit dem Fernseher verbinden kann. Das Hotel ist jetzt 14 Jahre alt, da stellt sich die Frage: Wie muss ich die Zimmer gestalten, damit der Gast sich wohl fühlt. Das Thema gehen wir aktuell gerade an. Im nächsten Jahr wollen wir die Zimmer komplett überholen, sie bekommen ein neues frisches Design. Wir müssen permanent mit der Zeit gehen.

Welchen Gast würden Sie gerne mal an der Kö empfangen?

Als Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Ständehaus-Treff hier war, hätte ich sie gerne eine Nacht bei uns im Hotel gehabt. Einfach, um sie mal kennenzulernen. Ich finde es – unabhängig von meiner politischen Orientierung  – bewundernswert, wie sie sich als Frau in einer so männlich geprägten Umgebung wie der Politik jahrelang behaup-

Britta Kutz im Gespräch mit Ulrike ter Glane (Top Magazin, v.l.)

Natürlich, aber man muss sich selbst aktiv darum kümmern. Ich könnte jedes Wochenende im Hotel sein, wenn ich das wollte, es würde mir sogar noch Spaß machen. Wenn ich Zeit habe, verbringe ich diese gerne mit unserer Tochter, lese auch mal in Ruhe ein Buch oder koche. Wir gehen sehr gerne mit unserem Hund, einem Rhodesian Ridgeback, im Grafenberger Wald spazieren. Demnächst ziehen wir nach Wittlaer, dann wird es wohl eher der Rhein.

Wenn Sie selbst im Urlaub in einem anderen Hotel übernachten, worauf legen Sie Wert?

Im Urlaub übernachte ich ehrlich gesagt eher ungern in anderen Hotels, bei Business-Trips hingegen schon. Wenn ich in einem Hotel bin, dann ist das für mich eher Arbeit. Dann rattert es die ganz Zeit im Kopf, ich vergleiche, ich lasse mich inspirieren. Für einen längeren Urlaub mieten wir lieber ein Haus. Da kann ich mich dann richtig erholen. Aber wenn ich im Hotel übernachte, lege ich vor allem Wert auf Sauberkeit. Bett und Badezimmer müssen tipptopp sein, sonst muss nachgebessert werden. Und persönliche Ansprache, sprich guten Service, finde ich immens wichtig.

General Manager eines Hotels wechseln etwa alle fünf Jahre den Wohnort. Sie haben bislang in Hamburg, Frankfurt, Köln, London, Singapur, Hua Hin (Thailand) und Bandung (Indonesien) gelebt. Was bedeutet das Wort Heimat für Sie?

Ich könnte es mir einfach machen und sagen, Heimat ist da, wo das Herz ist. Aber natürlich ist Heimat auch da, wo man groß geworden ist. Wenn ich nach Deutschland komme, habe ich direkt das Gefühl, daheim zu sein. Ob es das Klima ist, die Infrastruktur, der Wald, das Essen, der Karneval – das alles bedeutet für mich Heimat.

In welcher Stadt möchten Sie gerne alt werden?

Ich möchte hauptsächlich glücklich und gesund alt werden! Gerne in Deutschland, was den Ort betrifft, bin ich noch flexibel. Wenn man viel im Ausland ist, weiß man zu schätzen, wie gut es uns hier geht. Ge   „ rade im Alter!  

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Fotos: Melanie Zanin (2), InterContinental Düsseldorf

Sie sind Mutter einer achtjährigen Tochter. Wie haben Sie das geregelt?

Bleibt bei allen Aktivitäten noch Zeit fürs Privatleben?


Wealth Management

Wer sorgt dafür, dass mein Vermögen auch eine Zukunft hat?

Ob erfolgreicher Unternehmer, Visionär oder Macher – das Wealth Management der BW-Bank kümmert sich um Ihr komplexes Vermögen. Wir verbinden die Nähe einer Privatbank mit der Leistungsfähigkeit eines erfahrenen und fexiblen Finanzdienstleisters. All dies bildet das Fundament für ein ausgezeichnetes Wealth Management, das weit über eine reine Vermögensverwaltung hinausgeht.

Sie wollen mehr über die Werte und Leistungen des Wealth Managements der BW-Bank wissen? Kommen Sie auf uns zu. Herr Martin Rosenthal informiert Sie gerne in einem persönlichen Gespräch. 0211 886-36411 oder Martin.Rosenthal@bw-bank.de www.bw-bank-wealth.de


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Das Team der BW-Bank in Düsseldorf: Achim Weyershäuser, Martin Rosenthal (Leiter Wealth Management ), Mau Ching Lum, Klaus-Michael Breuer, Thomas Schumann (v.l.)

Schwäbisch-solides Wealth Management

S

chaffe, schaffe – Häusle baue. Das ist in den Augen von vermögenden Privatkunden eine hervorragende Maxime“, ist Martin Rosenthal überzeugt. Der Leiter des Wealth Managements der Baden-Württembergischen Bank (BW-Bank) in Düsseldorf muss es wissen, denn er erklärt regelmäßig, weshalb eine baden-württembergische Bank wie die BW-Bank seit einigen Jahren nun auch in der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens mit einer Niederlassung im Private Banking vertreten ist. „Schwäbische Tugenden wie Zuverlässigkeit und Fleiß, gepaart mit dem Ruf des schwäbischen Erfinderund Innovationsgeists, geben uns ein gutes Entrée“, zeigt sich Rosenthal erfreut. Und das nicht nur in Düsseldorf. Große Teams kümmern sich ebenso in Stuttgart, Bielefeld, Frankfurt, Mainz, Mannheim und München um die Bedürfnisse dieses anspruchsvollen Klientels. Seit Anfang des Jahres ist die Bank im Premium-Kunden-Segment auch in Hamburg vor Ort. „Die Standorte werden vorsichtig ausgebaut. Das passt auch zur Philosophie dieser

Bank: Nachhaltigkeit ist Teil unserer DNA“, betont Martin Rosenthal. Als Basis für die solide und kontinuierliche Expansion dient der BW-Bank ihre verlässliche Eigentümerstruktur. Denn sie ist Teil der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), die dem Land Baden-Württemberg, den dortigen Sparkassen und der Landeshauptstadt gehört. „Dieser öffentlich-rechtliche Hintergrund und unsere überdurchschnittliche Eigenkapitalquote garantieren Stabilität und Sicherheit fürs Geld“, so Martin Rosenthal. Die ersten Schritte nach Düsseldorf unternahm die Bank schon im Jahr 2006 mit dem Firmenkundengeschäft, das unter dem Namen LBBW Rheinland-Pfalz Bank firmiert. Trotz mancher Krise an den Finanzmärkten wurde der Standort an der Hammer Straße 19 im Düsseldorfer Medienhafen kräftig ausgebaut. Zwischenzeitlich sind über 40 Mitarbeiter hier beschäftigt und seit 2014 ergänzt das Wealth Management das umfängliche Dienstleistungsangebot. „Die BW-Bank ist eine solide mittelständisch aufgestellte Kundenbank“, beschreibt Martin Rosenthal. „Während wir in Stuttgart als Sparkasse auch das breite Privatkundengeschäft abdecken, sind wir außerhalb Baden-Württembergs auf vermögende Privatkunden fokussiert.“ Zudem kann die BW-Bank über die LBBW auf  eine ausgesprochen starke Kapitalmarkt-Expertise zurückgreifen. „Unser hauseigenes Research hat klare Meinungen zu diversen Titeln. Unsere besondere Kompetenz liegt dabei auf der Analyse von kleineren und

mittelgroßen börsennotierten Unternehmen aus der sogenannten D-A-CH-Region, also Deutschland, Österreich und der Schweiz. Diese nutzen wir, um im Rahmen unserer Vermögensverwaltung ein Aktienportfolio genau mit diesem Fokus erfolgreich zu managen.“ Überzeugt rät Martin Rosenthal auch zur Satelliten-Anlagestrategie mit einem Portfolio, das den Namen „Arche“ trägt. „Damit investiert der Anleger in Gold und sonstige Rohstoffe wie in US-Dollar und Zukunftsmärkte wie beispielsweise die Emerging Markets“, erläutert der Wealth Management-Experte. „Solche und weitere Spezialitäten sind unsere Alleinstellungsmerkmale.“ Über die BW-Bank kann man aber nicht nur Geld investieren. Auch auf der Finanzierungsseite ist das Institut aktiv. Einen Schwerpunkt bildet hierbei der Immobiliensektor. Die Düsseldorfer unterstützten kürzlich beispielsweise einen Privatinvestor beim Erwerb eines Fachmarktzentrums. Komplexe Konstellationen erforderten hier flexible Maßnahmen. „Wir finden für viele Fälle eine individuelle Lösung“, schildert Martin Rosenthal die Herangehensweise. Den schwäbischen Innovationsgeist hat die Bank aktuell auch in einem anderen Bereich unter Beweis gestellt. Als „Marktführer bei Schuldscheindarlehen“ hat die LBBW den ersten Schuldschein auf Basis der digitalen Blockchain-Technologie erfolgreich aufgelegt. „Auch das hilft, unseren Namen außerhalb Baden Württembergs noch bekannter zu machen.“ AKÜ „

Foto: BW-Bank

Die BW-Bank wächst und expandiert. Inzwischen ist sie im Wealth Management an neun Standorten in Deutschland vertreten – einer davon in Düsseldorf. Das konzerneigene Research sorgt für Unabhängigkeit. Und neue Produkte wie das erste auf Blockchain-Technologie basierende Schuldscheindarlehen belegen den Innovationsgeist des Instituts.

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Düsseldorfer Diplomaten Mercedes Alonso Frayle, Generalkonsulin des Königreichs Spanien

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„Wer in sieben Ländern lebte, versteht die Menschen besser“ In Düsseldorf haben 44 konsularische Vertretungen ihren Sitz. Wir stellen hier die einzelnen Repräsentanten vor. Mercedes Alonso Frayle, Generalkonsulin des Königreichs Spanien, ist begeistert von dem Lebensstil in Düsseldorf und liebt das kulturelle Angebot der Stadt. Sie geht gern in die Oper und vor allem ins Ballett.

M

it einem gewinnenden Lächeln eilt Mercedes Alonso Frayle zur Begrüßung durch ihr Arbeitszimmer. Der Besuch ist willkommen, das spürt man. Auch ihr südländisches Temperament erschließt sich sofort, sie spricht schnell, lebhaft, mit funkelnden dunklen Augen. Und in sehr gutem Deutsch, obwohl die Spanierin erst im August 2016 nach Düsseldorf zog. Ihre vorherigen beruflichen Stationen waren außer ihrem Heimatland der Senegal, Großbritannien, Panama, Österreich, die Philippinen und zuletzt Brasilien. Wie es für die Karriere einer Diplomatin nicht ungewöhnlich ist. Mercedes Alonso Frayle ist Generalkonsulin des Königreichs Spanien in Düsseldorf. Fünf Standorte gibt es in Deutschland, das hiesige Generalkonsulat ist nach London und Paris das drittgrößte in Europa. Zu einem ihrer Kollegen pflegt sie eine besonders innige Beziehung: Der spanische Generalkonsul in Frankfurt ist ihr Mann. Das Ehepaar hat es mit zwei Töchtern und einem Sohn tatsächlich geschafft, in jedem Land gemeinsam verpflichtet zu werden, und bisher sogar stets in derselben Stadt. „Wir haben vor einem anstehenden Wechsel geschaut, wo gerade zwei passende Plätze frei sind, und uns dafür beworben. Das hat dann auch immer wunschgemäß geklappt“, erzählt sie. „Jetzt sind wir zum ersten Mal getrennt.“ Sie lacht. „Aber die Entfernung zwischen Frankfurt und Düsseldorf ist ja nicht sehr groß. Wir sehen uns jedes Wochenende, mal hier, mal da. Mein Mann kommt sehr gerne an den Rhein. Das gilt auch für meine Kinder, die sich momentan in Rotterdam, Spanien und Frankreich aufhalten.“ Eine wahrhaft kosmopolitische Familie. Auch die Entscheidung für Deutschland traf das Paar wieder gemeinsam. Insbesondere der Posten in Düsseldorf sei in Diplomatenkreisen sehr beliebt, versichert die Generalkonsulin. Sie kannte die Stadt vorher nicht, hatte aber viel Gutes gehört und wurde noch einmal angenehm überrascht: „Als ich ankam, war das Wetter wochenlang schön. Ich wohne in Pempelfort und habe mein Viertel sehr schnell lieb gewonnen. Sobald die Sonne scheint, sitzen die Leute auf der Straße, essen, trinken, unterhalten sich. Das mag ich, da komme ich mir fast vor wie daheim in Spanien.“ Und was fehlt ihr? Sie überlegt. „Im Winter vermisse ich manchmal das Licht. Aber es gibt hier so viel Kultur, das entschädigt mich dafür. Ich gehe gern in die Oper und vor allem ins Ballett. Wie ich weiß, tanzt in Düsseldorf eine der besten Compagnien.“

Belgien, absolvierte ein Praktikum beim Europäischen Parlament in Luxemburg. „Eine spannende Zeit“, erinnert sie sich. „Spanien war gerade der EU beigetreten. Ich erhielt interessante Einblicke in vielerlei Bereiche. Seit damals war mir klar, dass ich die diplomatische Laufbahn anstreben will. Warum, kann ich gar nicht so genau erklären. Diplomaten gab es keine in meiner Familie.“ Wahrscheinlich habe dabei auch ihre ausgeprägte Neigung zu Fremdsprachen eine Rolle gespielt, vermutet sie. Deutsch lernte sie in jungen Jahren bei Kursen in Erlangen und später auf ihrem Posten in Wien. „Seit 17 Jahren konnte ich es leider kaum anwenden. Auch deshalb sollte es nun endlich Deutschland sein – damit ich die Sprache wieder übe.“ Mercedes Alonso Frayle residiert in einer schönen alten Villa in Rheinnähe. In diesem Gebäude kümmern sich 19 Mitarbeiter ausschließlich um die konsularischen Angelegenheiten der rund 48.000 spanischen Staatsangehörigen in Nordrhein-Westfalen. Daneben gibt es ein ausgelagertes Büro für soziale Belange mit vier und ein Handelsbüro mit 21 Beschäftigten. „Wir unterhalten nur zwei Handelsbüros in Deutschland, in Berlin und in Düsseldorf. Daran sieht man, wie groß die Bedeutung von NRW für die wirtschaftlichen Beziehungen unserer Länder ist“, sagt die Generalkonsulin. In der Region sind 400 spanische Firmen mit 80.000 Arbeitsplätzen gelistet. Es gibt keine Konzentration auf eine bestimmte Branche, wie es etwa bei den Italienern in der Gastronomie der Fall ist. „Es ist ein bisschen von allem“, fügt sie hinzu. „Wir Spanier sind überall.“ Das bedingt auch, dass sie das Bundesland regelmäßig bereist, an kulturellen und wirtschaftlichen Veranstaltungen teilnimmt und Messen wie die Anuga besucht.

Foto: Melanie Zanin

Zum spanischen Generalkonsul in Frankfurt pflegt Mercedes Alonso Frayle eine besonders innige Beziehung – er ist ihr Ehemann!

Geboren und aufgewachsen ist Mercedes Alonso Frayle in Bilbao. Sie studierte Jura und Wirtschaft im Baskenland und in

Das Leben im Ausland über viele Jahre hinterließ Spuren und schärfte ihren Blick auf die Welt. Mercedes Alonso Frayle sieht darin einen persönlichen Gewinn: „Man kann die Unterschiedlichkeit der Menschen und Kulturen wahrscheinlich besser akzeptieren und ihre Meinung leichter tolerieren“, sagt sie. Dass es ausgerechnet in ihrer Heimat derzeit politische Spannungen gibt, betrachtet sie mit Sorge. „Jeder Spanier hat über unsere Verfassung abgestimmt, auch die Katalanen. Die meisten haben Ja zu unserem Land gesagt, das darf man nicht einfach übergehen. Ich bin der Ansicht, dass wir zuallererst die Gesetze und das Recht respektieren müssen. Hoffen wir, GO „ dass die Lage sich wieder beruhigt.“  

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Gerald Kassner, alleiniger geschäftsführender Gesellschafter des Reiseveranstalters schauinsland-reisen

„Wir lieben

& Urlaub“

Gerald Kassner wuchs im Tourismus auf. Der Wunsch nach Sonne und Meer ist ihm seit Kindheitstagen bestens vertraut. Heute leitet er in dritter Generation das Familienunternehmen schauinsland-reisen. 2018 wird es 100 Jahre jung.

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leben

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as Faible für Musik verbindet – auch Düsseldorf und schauinsland-reisen. Seit 2016 ist der Duisburger Reiseveranstalter Titelsponsor der Jazz Rally. Das weltweit angesehene Musikfestival, das jährlich rund 300.000 Musikfans an den Rhein zieht, trägt jetzt den Namen „schauinsland-reisen Jazz Rally Düsseldorf “. „Wir haben uns für die Jazz Rally entschieden, weil sie uns mit ihrem Renommee und ihrer Strahlkraft die Möglichkeit bietet, unsere Marktbekanntheit als einer der großen deutschen Reisever-

anstalter weiter zu steigern“, erläutert Gerald Kassner, alleiniger geschäftsführender Gesellschafter des Reiseveranstalters. Schon heute freut er sich auf die Veranstaltungstage im nächsten Jahr. Erstmalig wird 2018 auch das Sommerevent „schauinsland-reisen City Slide“ in Düsseldorf Station machen. 2018 ist ein außergewöhnliches Jahr für das Familienunternehmen. In diesem Jahr wird es 100 Jahre jung. „Das bedeutet für uns etwas ganz Besonderes. Auf dieses Jubiläum haben wir alle hingearbeitet“, sagt Touristikleiter Andreas Rüttgers. „Am 1. Oktober 1918 gründete mein Großvater Erich Kassner die Firma. Damals beförderten wir Artisten und Künstler. 1954 führten wir dann die ersten Busreisen mit Urlaubsgästen durch“, erinnert sich Gerald Kassner. Auch das Ziel der ersten Flugreise weiß er noch ganz genau: „Das war Mallorca.“ In zweiter Generation eröffneten die Kassners 1959 ein Reisebüro in Duisburg-Marxloh. Mittlerweile hat das mittelständische Touristikunternehmen seinen Geschäftssitz im Duisburger Innenhafen. Als es dort für die 380 Mitarbeiter zu eng wurde, entschied sich der Unternehmer für einen Erweiterungsbau


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Fotos: schauinsland-reisen (5), S. Groneberg, Rolf Purpar, Destination Düsseldorf

auf dem Firmengelände. „Der Neubau ist ein Gewinn für schauinsland-reisen. Er gibt uns die Möglichkeit, weiter zu wachsen und Synergien zu gewinnen“, so der Duisburger Unternehmer. Das 6600 Quadratmeter große Gebäude soll Platz für 250 zusätzliche Mitarbeiter bieten. „Es ist uns wichtig, dass sich die Mitarbeiter hier wohlfühlen und gerne zur Arbeit kommen.“ Der Geschäftsführer investiert mit Bedacht in das Wachstum des Familienunternehmens. Sein zentrales Anliegen ist es, heutigen und zukünftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Arbeitsumgebung zu bieten, die Teamarbeit und Innovation fördert. Das 100-jährige Firmenjubiläum wurde offiziell mit dem neuen Sommerprogramm für 2018 eingeläutet. „Alle Kataloge erscheinen in einem einzigartigen Retrolook und heben sich so anlässlich des Jubiläums deutlich ab“, so Gerald Kassner. Neben den Flugreisekatalogen für die Balearen, Griechenland, Türkei, Fernreisen und Familien gibt es fünf weitere Kataloge im Portfolio. Auf nahezu 3000 Katalogseiten werden rund 2.800 Hotelanlagen präsentiert. Auch zahlreiche Überraschungen winken. „Zu unserem 100-jährigen Bestehen möchten wir uns bei allen bedanken, die diesen historischen Moment erst möglich gemacht haben“, sagt Gerald Kassner. „Alle Gäste, die mit uns im Jubiläumsjahr 2018 verreisen, haben die Chance, einen Urlaub auf Lebenszeit zu gewinnen, sozusagen einen ‚Endless Summer’. Außerdem warten über tausend 100-Jahre-Specials in unseren Jubiläumskatalogen auf unsere Gäste.“ Diese „100 Jahre schauinsland-reisen Angebote“ sind mit dem Jubiläums-Signet gekennzeichnet und beinhalten Angebote und attraktive Zusatzleistungen. So gibt es im „The Cove Rotana Resort“ in Ras Al Khaimah (Vereinigte Arabische Emirate) bei Buchung bis zum 31. März 2018 ein kostenfreies Upgrade auf Doppelzimmer-Deluxe und einmalig 35 Prozent auf Speisen und Getränke vor Ort. Im „Rocamar“ auf Madeira erhalten Reisende in der gesamten Sommersaison bei Buchung eines Meerblickzimmers ein kostenfreies Upgrade von Halbpension auf All-Inclusive. Doch es muss nicht immer ein Upgrade sein. Im „Grifid Bolero“ am Goldstrand in Bulgarien dürfen sich Kunden bei Buchung bis zum 31. März 2018 und einem Aufenthalt in den Sommerferien (3. Juni bis 21. August 2018) auf einen Abschlag von 5 Euro pro Vollzahler und Tag im Doppelzimmer-Deluxe freuen. Auch Familien liegen dem inhabergeführ-

Zum Pianospiel von Markus Sasse stellten Gerald Kassner und Boris Neisser 2016 auf der Kö ihre neue Partnerschaft vor (v.l.n.r.).

ten Unternehmen am Herzen. Der erste Mitmachkatalog des Veranstalters für den Sommer 2016 war ein großer Erfolg und hat maßgeblich dazu beigetragen, dass das Maskottchen Katta, ein kleiner Halb­ affe, zum Star bei Groß und Klein wurde. „Die acht kleinen Büchlein rund um Katta sind inzwischen in einer Gesamtauflage von 250.000 erschienen“, so Gerald Kassner. „In Kürze wird in Kooperation mit dem Kindersänger Markus Becker eine CD rund um Kattas Welt erscheinen.“ Das Angebot der Adults-only-Häuser bauen die Duisburger weiter aus. Beliebte und neue Häuser in diesem Segment sind das „Enorme Armonia Beach“ auf Kreta, das „Komandoo Island Resort & Spa“ auf den Malediven und das „Atlantic Mirage“ im

Norden von Teneriffa. „In Kürze werden wir zudem eine Top 100 der schauinsland-reisen Adults-only-Anlagen veröffentlichen.“ schauinsland-reisen steht für „Urlaub in besten Händen“. In Deutschland und Europa gehört es zu den wichtigsten Touristik­ unternehmen. Im deutschen Markt belegt es Platz 6 unter den Flugreiseveranstaltern. Mehr als 60 Destinationen in Nah und Fern hat der Duisburger Reiseveranstalter aktuell im Angebot – Tendenz steigend. Im zurückliegenden Geschäftsjahr steigerte das Familienunternehmen seinen Umsatz um 7,2 Prozent, erwirtschaftete einen Gesamtumsatz von 1,18 Milliarden Euro und hatte 1,43 Millionen Gäste. „Ein klarer Beweis dafür, dass wir Urlaub lieben und leHM „ ben“, betont Gerald Kassner.

Anlässlich des Firmenjubiläums erscheinen alle Reisekataloge des Unternehmens in einem einzigartigen Retrolook.

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Abschied vom Eis: Die Kreutzers gehen, die Effecten-Spiegel AG bleibt.

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trifft

Sport

Starke Partnerschaft: Effecten-Spiegel und DEG

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ine Eishockey-Ära endet: Daniel Kreutzer, DEL-Rekordtorschütze und Teamkapitän, muss sich verletzungsbedingt aus dem Profisport zurückziehen; ein harter Schlag für Mannschaft, Fans und Sponsoren. Am 17. Februar wird sich Kreutzer im Legenden-Stadion an der Brehmstraße verabschieden. Ein letztes Mal im DEG-Trikot aufs Eis: Emotionale Momente sind bei diesem Abschiedsspiel vorprogrammiert. Spieler und Fans verlieren mit dem DEG-Urgestein eine Identifikationsfigur, und auch den Sponsoring-Partner Effecten-Spiegel AG trifft das Karriereende Daniel Kreutzers hart. „Wir haben seit 30 Jahren unseren Sitz an der Tiergartenstraße in unmittelbarer Nähe des Stadions. Da waren wir stets hautnah dabei“, sagt Marlis Weidtmann, Einzelvorstand der Effecten-Spiegel AG. „Seit fast drei Jahrzehnten gehen wir zu den Spielen und fühlen uns dem Club sehr verbunden. Als die DEG 2012 nach dem Ausstieg des damaligen Hauptsponsors, der Metro AG, in finanzielle

Schieflage geraten war, hielten wir es für selbstverständlich, uns zu engagieren.“ Die Effecten-Spiegel AG betreibt Kapitalanlage für eigene Rechnung und gibt ein wöchentlich erscheinendes gleichnamiges Börsenjournal heraus. Börse und Eishockey – eine erst auf den zweiten Blick stimmige Kombination. „Eishockey ist ein sehr dynamischer Sport, wir betreiben ein schnelles Business. Sowohl auf dem Börsenparkett als auch auf der Eisfläche sind schnelle Entscheidungen gefragt, und Adrenalinkicks gibt es im Sport genauso wie bei Börsengeschäften. Für uns eine perfekte Verbindung“, erklärt Marlis Weidtmann. Mit Hilfe der Toten Hosen legte die DEG 2012 „Bekenner“- und „Retter“-Pakete auf. Für 10.000 bzw. 20.000 Euro erhielten Sponsoren unter anderem Business-Seats für alle Heimspiele im ISS Dome. „Wir haben als Bekenner angefangen, ein Jahr später gehörten wir zu den Rettern“, erinnert sich Marlis Weidtmann. In-

Marlis Weidtmann, Daniel und Christof Kreutzer (v.l.) sind sich einig: „Der Helm ist die ideale Werbefläche“.

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zwischen hat die Effecten-Spiegel AG das Sponsoring erheblich ausgeweitet. Ihr Logo ziert nicht nur den Helm der Spieler, auch am Trikotkragen findet sich ein Patch mit der Aufschrift „Effecten Spiegel“. 2013 war das Unternehmen als eines der ersten mit Bandenwerbung im Stadion präsent. Aktuell findet sich das Logo zudem unter der Eisfläche und auf den großen LED-Panels im ISS Dome. Marlis Weidtmann begründet das Sponsoring des achtfachen Deutschen Meisters: „Wir nutzen als Unternehmen die Infrastruktur der Stadt und möchten etwas zurückgeben. Unser Engagement für die DEG ist auch als Bekenntnis zum Standort Düsseldorf zu verstehen. Ich persönlich bedauere, dass nicht mehr von den großen Düsseldorfer Unternehmen, zu denen auch einige DAX-Konzerne gehören, den Sport unterstützen. Sponsoring ist eine exzellente Möglichkeit, als Unternehmen wahrgenommen zu werden.“ Daniel Kreutzer ergänzt: „Beim Eishockey geht es nicht um die ganz großen Summen wie beim Fußball. Es wäre viel mehr möglich. Sponsoren profitieren von vielfältigen Werbemöglichkeiten und dem positiven Image der DEG.“

Mit Daniel Kreutzer verliert das Team seinen Kapitän und eine Identifikationsfigur. Vor allem für die jungen Spieler übernahm er eine Führungsrolle. „Nach Daniels schwerem Unfall war deutlich ein Bruch in der Mannschaft zu spüren. Da erst wurde mir klar, wie groß die Bedeutung des Kapitäns für ein Team ist,“ erklärt Marlis Weidtmann und sieht auch hier eine Parallele zu ihrer Funktion als Einzelvorstand. „Daher ist es wichtig, dass jetzt ohne die Kreutzers schnell neue Identifikationsfiguren und Spiel-Leader gefunden werden. Ein erster Schritt ist für uns die Vertragsverlängerung von Matthias Niederberger.“ Für die Kreutzer-Brüder und alle Fans werden am 17. Februar noch einmal alte Zeiten lebendig. Das Stadion an der Brehmstraße wird voll sein. Alte Stars wie Tore Vikingstad, Uli Hiemer, Peter Lee und Chris Valentine werden auflaufen. Die Teams heißen „Daniels Friends“ und „Allstars“. Und natürlich wird eines der beiden Teams die Helme der Effecten-Spiegel AG tragen. Daniel Kreutzer wird abwechselnd in beiden Mannschaften spielen. „Und selbstverständlich gibt es in den Drittelpausen die berühmte Kreutzer-Wurst von unserem GroßvaUKH „ ter...”, verspricht er.

Im vergangenen Jahr hat die Effecten-Spiegel AG ihr Engagement für die DEG vorzeitig verlängert und weiter ausgebaut. Sie setzte damit ein deutliches Zeichen: Vertrauen in die Mannschaft, die Trainer und die Gesellschafter. Marlis Weidtmann: „Wie jeder Unternehmer muss auch der Club langfristig planen und kalkulieren können. Daher hatten wir uns entschlossen, mit einem Dreijahresvertrag mehr Planungssicherheit zu ermöglichen. Was dann kommen sollte, ahnten wir allerdings nicht. Christof Kreutzer, Cheftrainer der DEG seit der Saison 2014/15 und 2016 als Trainer des Jahres ausgezeichnet, wurde im März entlassen. Das war ein herber und unerwarteter Schlag für uns. Und nun muss auch noch Daniel seine Karriere beenden... Eine DEG ohne die Kreutzer-Brüder ist für uns kaum vorstellbar.“ Auch für Daniel Kreutzer ist die Ablösung seines Bruders schwer zu verdauen: „Christof gehört seit 40 Jahren zum Verein und hat in schwierigen Zeiten Verantwortung übernommen.“ Was aus der DEG ohne die Kreutzer-Brüder wird, bleibt abzuwarten. Marlis Weidtmann kann ihre Enttäuschung nicht verbergen: „Das Sponsoring läuft bis 2019, also noch eine Saison. Wir werden wohl weitermachen, denn auch als Sponsor trägt man eine Verantwortung gegenüber dem Verein, den Spielern und den Fans. Dazu gehört auch, in schweren Zeiten zu seinem Wort zu stehen. Da kann man nicht einfach alles hinwerfen, wenn es mal nicht so läuft, wie man sich das vorgestellt hat. Schließlich erwarten wir das auch von den Gesellschaftern.“

Es bleibt die Vorfreude auf das Abschiedsspiel am 17. Februar 2018: Daniel Kreutzer, Marlis Weidtmann und Christof Kreutzer (v.l.).

Die Effecten-Spiegel AG ist ein Düsseldorfer Unternehmen mit Sitz im Zooviertel. Mit einem gezeichneten Kapital von knapp 10 Mio. Euro und einem Umsatz von über 50 Mio. Euro ist die Gesellschaft eine bekannte Größe im europäischen Aktienmarkt. Die Effecten-Spiegel AG steht auf zwei starken Säulen: das Verlagswesen und die Vermögensverwaltung für eigene Rechnung. Beide Unternehmensbereiche kommen zusammen auf eine Bilanzsumme von 74,6 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote beträgt 96 Prozent, und Bankschulden sind ein Fremdwort. Die Gesellschaft legt das eigene Vermögen sehr erfolgreich am Kapitalmarkt an und gibt jede Woche das Börsenjournal „Effecten-Spiegel“ heraus. Das Magazin erscheint seit 1971 ohne Unterbrechung und ist damit eines der ältesten und traditionsreichsten Publikationen in Deutschland. Der „Effecten-Spiegel“ berichtet kurz, prägnant und übersichtlich über die neuesten Entwicklungen an den internationalen Börsen.

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Fotos: Die Effecten-Spiegel AG

Das Journal für den Aktionär


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Bleibende Eindrücke hinterlassen Perfekte Technik rückt jede Veranstaltung ins rechte Licht

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b Weltkindertag, Mallorca-Night, Fashion-Show auf der Messe Igedo, Düsseldorf IN – Ärzte im Gespräch oder die Wahl des Düsseldorfer des Jahres – die passende Technik rückt jede Veranstaltung ins rechte Licht. „Der Erfolg eines Events, ob Firmentagung, Konferenz, Messepräsenz oder Privatparty, hängt zwar von vielen Kriterien ab, aber die richtige technische und professionelle Ausstattung und Umsetzung ist die wichtigste Grundvoraussetzung dafür“, sagt Oliver Becker, IHK-Meister für Veranstaltungstechnik. „Wenn das Werkzeug und dessen Einsatz stimmen, sind die Erfolgsaussichten hoch.“ 2001 hat Oliver Becker die Firma Becker Veranstaltungstechnik (BEVT) gegründet, die mittlerweile rund um die Uhr und deutschlandweit über 800 Veranstaltungen pro Jahr technisch betreut.  „Wir sind ein Full-Service-Dienstleister“, sagt der Inhaber.   „Auf Wunsch kümmern wir uns um alles – von der individuellen Konzeption über Licht und Ton, Medien- und Tagungstechnik bis zum Bühnenaufbau und der Betreuung vor Ort. Mit  unseren mehr als 20 Jahren Erfahrung in der Veranstaltungsbranche, modernster Technik, viel Kreativität und einem breiten Branchennetzwerk sind wir der ideale Partner für jede Veranstaltung – sei es Event, Party, Roadshow, Tagung, Konferenz, Messeauftritt, Präsentation oder Konzert.“

Fotos: BET

Oliver Becker ist IHK-Meister für Veranstaltungstechnik.

Seit 2014 hat Becker Veranstaltungstechnik ein eigenes Firmengebäude an der Schillerstraße 89 in Grevenbroich bezogen. Auf über 1000 Quadratmeter Lagerfläche bietet der Betrieb ein breites Spektrum an modernster Veranstaltungstechnik. „Der Kunde sollte sich vorab von uns individuell beraten lassen“, sagt Oliver Becker. „Vom Full-Service-Konzept bis zum Materialverleih machen wir alles möglich. Zu unserem Portfolio gehört auch modernste Medientechnik für eine Produktpräsentation, Tagung, Road-Show, Kick-Off-Event oder den Messe-Auftritt.“ Becker Veranstaltungstechnik GmbH beschäftigt zwölf feste und zehn freiberufliche Mitarbeiter. „Zudem sind wir einer der wenigen Ausbildungsbetriebe zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik“, sagt IHK-Meister Oliver Becker. „Alle Mitarbeiter tragen mit ihrer Begeisterung entscheidend zum Erfolg bei. Durch Leidenschaft, Elan und Engagement beflügeln und inspirieren wir auch andere, denn eine gelungene Veranstaltung und begeisterte Gäste sind unser Ziel.“ Am 1. Januar 2018 eröffnet Oliver Becker eine Dependance in Düsseldorf. AKA „ www.bevt.de  

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Duft statt

Sie ist zurück in Düsseldorf: Tina Müller

Diesel

Sie gilt als Spezialistin, die Marken aufpoliert und beherzt entscheidet. Tina Müller, die neue Vorstandsvorsitzende von Douglas, freut sich auf die neue Herausforderung. ie ist schnell, unkonventionell und diszipliniert, ehrgeizig, und sie ist bekannt für ihre ungewöhnlichen Ideen. Die geniale Kampagne „Umparken im Kopf“, die es schaffte, das Image der Marke Opel zu drehen, geht auch auf ihr Konto. Nun denkt Tina Müller selbst neu und drückt als Vorstandsvorsitzende von Douglas – in Deutschland Nummer eins unter den Parfümerieketten – kräftig aufs Gas. Duft statt Diesel, Lippenstift statt Einparkhilfe. „Es war die Aufgabe, die mich gereizt hat“, sagt die neue Chefin in der obersten Etage der Konzernzentrale in Flingern. Denn Douglas soll nach der Übernahme durch CVC Capital Partners strategisch neu ausgerichtet werden, um vor allem die Digitalisierung voranzutreiben. Aus der selbstbewussten „Shampoo-Prinzessin“ der deutschen Wirtschaft – wie Tina Müller genannt wurde – wird nun die Königin. Sie gilt als Spezialistin, die Marken aufpoliert und beherzt entscheidet. Alles kann schöner werden - auch die Wartezeit in der Bahn – jedenfalls, wenn es nach Müllers ehrgeizigen Plänen geht. Eine Kooperation mit der Deutschen Bahn soll die Marke vorantreiben. „Weil viele Frauen mit dem Zug von Hamburg nach Berlin oder von Frankfurt nach Düsseldorf unterwegs sind, haben wir bei der Deutschen Bahn angefragt, ob es nicht möglich ist, auch einen Beauty-Waggon einzurichten, wo man während der Fahrt eine Maniküre bucht oder ein neues Make-up bekommt“, sagte die 49-Jährige im Interview

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mit der Rheinischen Post. Denkbar wäre für Müller auch eine Kooperation mit Lufthansa, um in Wartelounges mehr Zeit für Beauty zu gewähren. Bei männlichen Kunden sieht die Managerin deutliches Wachstumspotenzial: „Aus meiner Sicht gehören Schönheit und mentale Stärke eng zusammen. Das ist der Hebel, an dem wir in der Kommunikation ansetzen. Frauen schätzen gepflegte Männer sehr.“ Vor ihrem Abstecher in die Autobranche hatte die mehrfach ausgezeichnete Marketing-Expertin das weltweite Haargeschäft und das internationale Gesichts- und Mundpflegegeschäft des Konsumgüter-Herstellers Henkel verantwortet. Mit Themen wie „Herausforderung“, „Integrität“ oder „Führungsstil“ kennt sich Tina Müller also bestens aus. Was sind denn ihre Tipps für erfolgreiches Agieren im Job? „Man sollte sich im Unternehmen klar und offen positionieren, auf Ernährung und Bewegung achten und ,echte’ Pausen machen – also einfach mal nichts tun.“ Der neue Job verspricht eines garantiert  – wenig Freizeit. Wie sieht es mit der Work-Life-Balance aus? Die ist für die Top-Managerin mit den dunklen Locken und den rot geschminkten Lippen kein Thema, sie trennt nicht zwischen Arbeit und Leben. Vielmehr sagt sie: „Work ist auch life.“ Mit Tina Müller, die bei Opel Großes erreicht hat, bekommt Douglas, der Anbie-

Foto: Philippe Ramakers

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ter für Beauty- und Kosmetikprodukte mit mehr als 20.000 Mitarbeitern und rund 2400 Parfümerien in 19 europäischen Ländern, nicht nur eine Kennerin der Beauty-Branche und Expertin im Hinblick auf die strategische Weiterentwicklung und Digitalisierung von bekannten Marken, sondern eine Macherin. So hatte sie sich damals, als ihr Wechsel zu Opel vor vier Jahren für Furore sorgte, zuvor inkognito von Händlern derart ausgiebig beraten lassen, bis diese genervt fragten, was sie eigentlich wolle. Weil jetzt der Handel absolutes Neuland für die Managerin ist, war sie bereits vor ihrem Antritt als Vorsitzende der Geschäftsführung in einer Douglas-Parfümerie als Verkäuferin im Einsatz. Damit ging endlich auch ein Traum in Erfüllung. Denn wie die in Bad Neuenahr geborene Managerin einmal erzählt hat, wollte sie schon immer verkaufen. Als Kind hatte sie einen Kaufladen mit Registrierkasse, und wenn ihr Vater abends heim kam, musste er bei ihr einkaufen, bevor es Abendessen gab.

Tina Müller ist froh, zurück am Rhein zu sein. Hier kennt sie Land und Leute und in Düsseldorf leben langjährige Freunde der Managerin.

Sie hat zwar nicht wirklich damit gerechnet, erneut in Düsseldorf zu landen, aber sie ist froh, zurück am Rhein zu sein. Hier kennt sie Land und Leute, hier leben langjährige Freunde. Kaum im Job, nutzte sie gleich das von den Unternehmerinnen Natalie Heydarian, Sabine Lindner und Petra Schlieter-Gropp initiierte Netzwerk-Treffen „WomanLike“ für einen ersten öffentlichen Auftritt. „Es ist herrlich, wieder im Rheinland zu sein“, schwärmte sie.

Tina Müller ist nahbar, direkt und authentisch, kann aber ziemlich anstrengend sein. Sie gilt als impulsiv, temperamentvoll und mag keine kleinsten gemeinsamen Nenner. Die rheinische Mentalität, diese Mischung aus Sensibilität und Stärke, gehört zu ihrer DNA. Vorbehalte steckt sie mit dem ihr eigenen Selbstbewusstsein weg – und mit zunehmender Gelassenheit. Nicht jeder müsse einverstanden sein mit dem was sie tut. Sie hat die Erfahrung gemacht: „Anerkennung und Respekt verdient man sich durch gute Ergebnisse und baut so auch Vorurteile ab.“ Was macht Frau Müller, wenn sie nicht arbeitet? „Ich spiele gerne Tennis und freue mich auf mein erstes Match in Düsseldorf.“ Außerdem ist sie ein großer Fan von Beautybehandlungen, vor allem von  Körpermassagen. „Dabei kann ich wunderbar entspannen und in DH „ kurzer Zeit meinen Akku wieder aufladen.“  

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Von

Angesicht zu

Angesicht Wichtig ist der Kontakt zum Menschen­— so lautet das Credo von Rainer Mellis, Vorstandssprecher der Volksbank Düsseldorf Neuss eG.

Rainer Mellis vor der Pegeluhr, die nicht nur die Zeit, sondern auch den Wasser­ stand des Rheins anzeigt. „Gott sei Dank ist unsere Region zukunftssicher und lebenswert“, sagt der Chef der Volksbank Düsseldorf Neuss.

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ie sich rasant verändernde Zeit inspirierte Rainer Mellis beim diesjährigen Interview mit Top Maga­ zin zum Blick auf die Uhr. Ob die Uhreninstallati­ on „Zeitfeld“ von Klaus Rinke im Volksgarten, die „Schuldenuhr“ am Rathaus oder seine Armband­ uhr „Senator Sixties“ aus der Uhrenmanufaktur Glashütte – der Vorstandssprecher der Volksbank Düsseldorf Neuss eG sieht die Chronographen als Symbol für die Zeichen der Zeit zugunsten einer rechtzeitigen Zukunftsplanung. Und warnt dabei vor übermäßiger Digitalisierung: „Damit machen sich die Menschen die Zeit kaputt und laufen Gefahr, unfähig zur direkten zwischenmenschlichen Kommunikation zu werden.“ Deshalb ist auch – oder gerade – im Bankwesen der Kontakt von Mensch zu Mensch, von Angesicht zu Angesicht, seine unersetz­ liche Grundüberzeugung.

Top Magazin: Wie tickt Düsseldorf und wie die Volksbank Düsseldorf Neuss?

Rainer Mellis: Düsseldorf ist eine sehr weltoffene Stadt mit ver­ schiedenartigen Menschen und Meinungen. Das prägt auch unsere Volksbank. Man kann nicht immer einer Mei­nung sein, aber verbindend ist, dass wir in einer Stadt, in einer Region le­ ben und arbeiten, die für Deutschland vorbildlich ist. Das be­ deutet, hier werden Geschäfte gemacht, wir haben Wachstum, wir brauchen nicht zu jammern – manchmal noch nicht mal über das Wetter. Das alles wird auch in Zukunft für uns und die Menschen hier eine wirkliche, prosperierende Perspektive sein.

Welche Themen bewegen denn die Menschen und damit auch Ihre Kunden?

Vor allem Sicherheit in allen Finanzbereichen: Wie finanzie­ re ich mein Leben? Kann ich mir das von meinem Gehalt leis­ ten? Brauche ich für Anschaffungen einen Kredit? Wie sieht es mit meiner Altersvorsorge aus? Gerade Letzteres wird gern von Verbraucherschutzverbänden und Medien schlecht gere­ det. Für die Kunden ist das aber von existenziellem Interesse, wie wir immer wieder be­merken. Denn, für das Alter will sich keiner nur auf staatliche Fürsor­ge verlassen. Die Menschen wollen vorsorgen und ihren Le­bensstandard halten. Sie wis­ sen, dass sie dafür Geld einsetzen müssen. Dazu beraten wir ordentlich, transparent und glaubwürdig. Auch in diesem Jahr sind wir dafür wieder vielfältig ausgezeichnet wor­den. Wir bie­ ten bedarfsgerechte Beratung mit einem marktgerechten Preis für jeden einzelnen Kunden. Seit 1881 sind wir persönlich für unsere Kun­den da, und diese wissen, dass es bei uns nicht ums „schnelle Geschäft“ geht.

Was würden Sie zu einem Kreditnehmer sagen, der sich trotz hoher Kreditschulden als schuldenfrei bezeichnet – wie die Stadt das seit mehr als zehn Jahren mit der „Schul­denuhr“ am Rathaus tut? Schön, dass Sie das ansprechen. Vieles, was wir in der Vergan­ genheit gewohnt waren, gibt es heute so nicht mehr. Die Schul­ denfreiheit der Stadt resultiert aus dem Verkauf eines Aktien­ pakets durch die Stadt. Die Möglichkeiten daraus wurden nur zum Teil sinnvoll genutzt. Heute ist der Stand der Schul­denuhr meiner Meinung nach zumindest mal zu überdenken: Ob die­ se Schuldenuhr wirklich noch richtig tickt? Bei Kreditverga­ ben durch unser Haus ist jedenfalls ein nachvollziehbarer Bu­ sinessplan mitentscheidend. Den kann man dann auch nicht einfach so über den Haufen werfen.

Wie ist das bald zu Ende gehende Jahr bisher gelaufen?

Sehr erfreulich. Momentan liegen wir auf Vorjahresniveau. Die Vorzeichen in unserer tollen Wirtschaftsregion stehen auf „Doppel-Grün“. Wir nutzen das, was wir mit unseren Mitar­ beitern über Jahre aufgebaut haben: die gute Verbindung zu unseren Kunden, den Zuzug von vielen Neukunden, das Auf­ greifen von Themen, die die Menschen bewegen. Wir betrei­ ben klassisches Bankgeschäft und halten an unseren Filialen fest. Das, glaube ich, ist das Wichtige: Die Menschen wollen und brau­chen Beratung. Und die findet man definitiv nicht im Internet.

Strafen Sie damit der Bain-Studie von Mitte 2017 Lügen, die deutsche Banken im internationalen Vergleich als Schlusslicht sieht?

Die Bain-Studie ist eine von vielen. Unternehmensberater wol­ len verständlicherweise ihre Beratungs­leistung verkaufen. Dazu werden auch gern Problemstellungen neu ge­schaffen. Manch­ mal werden eben gern geschmückte Pfingstochsen durchs Dorf getrieben. Aber, ein guter Viehhändler kann den Ochsen vom Stier unterscheiden.

Was sagen Sie zur Abweisung der AfD-Klage im Oktober gegen weitere EZB-Anleihen?

Das ist vor allem erstmal die Klage von Privatpersonen. Die politische Stimmung in Deutschland und Europa kann dieses Thema gar nicht zulassen. Die EZB hat zum Schutz der über­ schuldeten Süd-Staaten einen synthetischen, vom normalen Wirtschaften entkoppelten Markt geschaffen, aber ihr Ziel kom­ plett verfehlt. Diese Politik der EZB trifft in Deutschland beson­ ders die Sparer, und mit der europäischen Einlagensicherung soll dieses noch weiter gehen. Ich sage: Tote Pferde kann man nicht reiten und man muss diese unendliche und finanziell un­ vorstellbare Entwicklung stoppen und realistische Wirtschafts­ politik herbeiführen.

Gibt es denn noch heutzutage den genossenschaftlichen Qualitätsbegriff wie zu Gründerzeiten der Raiffeisenbanken?

Unser Grundcredo ist die genossenschaftliche Idee, was der ein­ zelne nicht alleine vermag, vermögen viele gemeinsam. Das ist klar auch eine Aussage für uns als Gesellschaft, nicht nur für uns als Volksbank. Heute erleben wir allerdings die Tendenz zum Individualismus, gerade bei jungen Leuten. Das sieht man bei den so genannten „sozialen Medien“. Ech­ te soziale Netz­ werke können nur zwischen Men­ schen entstehen – und zwar von An­ gesicht zu Angesicht.

Optimale Handwerkskunst mit transparentem Uhrwerk, wie Rainer Mellis an seiner Armbanduhr demonstriert.

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Nur so bekommt man ein unmit­telbares Feedback, das zwar nicht immer schön, aber ehrlich ist! So handhaben wir das auch in unserem Bankgeschäft.

Deshalb ist die Gebühr fürs Online-Banking günstiger als die konservative analoge Betreuung am Schalter…

Ja, weil bei Letzterem immer ein Mensch dahinter steht. Das Menschliche wird von unseren Kunden bewusst gewählt. Da­für sind sie auch bereit, einen Preis zu zahlen. Der Unterschied zwischen Online und Beratung ist bei uns gar nicht so groß. Wir sind, meine ich, in der Region mit der preiswerteste Anbieter. Im Online-Depot-Bereich sind wir die günstigste Filialbank in Deutschland, obwohl wir nur in Düsseldorf/Neuss unterwegs sind. Das ist ein Fakt. Das Gespräch von Mensch zu Mensch kann aber durch Online-Geschäfte nicht ersetzt werden. Da würden wir unsere Kunden nicht mehr mitnehmen.

Welche Service-Angebote gibt es denn noch – außer Investitionsbe­ratung, die ja ein Umsatzfaktor für die Bank ist? Einfaches Beispiel: Die Abschaffung des Bargelds ist ja ein gro­ ßes Thema. Viele Banken nehmen gar kein Münzbargeld mehr an. Wir akzeptieren bis zu einem bestimmten Umfang Mün­zen kostenlos. Wenn es eine Größenordnung erreicht, die den Privatbereich übersteigt, geben wir unsere Kosten weiter. Die Kunden sind dankbar für diesen Service, der ja nicht mehr überall selbst­verständlich ist. Wir sind der Auffassung, Cash ist immer noch King. Alles andere ist der Bevölkerung zu kontrollierbar.

Führt sich die Daseinsberechtigung der Bank nicht ad ab­ surdum, wenn sie für Verwaltung von Geld, mit dem sie ja arbeitet, auch noch Geld nimmt?

Wie hoch ist der Sicherheitsfaktor Ihrer Gebäude und Geldautomaten?

Wir können im Fall der Fälle sofort die Sicherheitsbehörden ein­schalten und in wenigen Minuten vor Ort haben. Bei unseren Geldautomaten haben wir höchste Sicherheitsstandards, so dass bisher nichts passiert ist. Unsere hohen Inves­titionen für Absicherungsmaßnahmen bleiben den Profi-Verbre­chern ja nicht verborgen. Sie wissen, sie würden ein Hochrisiko eingehen und kommen deswegen – toi, toi, toi – nicht zu uns. Das zeigt auch in diesem Bereich: Qualität kostet Geld.

Worauf freuen Sie sich 2018 – privat wie beruflich?

Wir planen gerade die Herausforderungen für unsere Ziele 2018. Mein Impuls für meine Arbeit ist es, die Volksbank mit seinen Kunden wachsen zu lassen und die Region dadurch mitgestal­ ten zu können. Privat freue ich mich, dass unsere Tochter ihr Medizinstudium erfolgreich beendet und einen guten Ar­ beitsvertrag in einer renommierten Klinik bekommen hat. Im Februar fliegen meine Frau und ich erneut nach Kuba. Was uns die Menschen dort während des Hurrikans Irma im September rübergebracht haben, möch­ten wir ein wenig zurückgeben. Gerade die Naturkatastrophe hat gezeigt, wie wenig digitale Medien im Notfall nützen und wie sehr das soziale Netzwerk, nämGR „ lich direkt von Mensch zu Mensch, nötig ist.

 

Wir sind verpflichtet, jeden Tag überschüssige (Spar-)Gelder bei der Zentralbank zu hinterlegen. Dafür müssen wir Gebühren zahlen; ein tolles Geschäftsmodell der EZB! Diese Gebühr geben wir nicht an unsere Sparer weiter, dieses würde niemand verstehen. Allerdings aber an Großanleger, da wir kostendeckend arbeiten müssen, um unter anderem unsere Filialen in der Fläche erhalten zu können. Das Bankgeschäft als Vertrauensgeschäft von Mensch zu Mensch und zum Unternehmen zu festigen, ist unser Daseins-Weg in die Zukunft. Andere laufen den hippen Digital-Lemmingen hinterher und wundern sich irgendwann, dass sie keine Kunden und kein Geschäft mehr haben.

Unser Ziel, bis Ende August 75 Prozent der Teilnehmer ins Ar­ beits- oder Ausbildungsverhältnis zu bringen, haben wir leider nicht ganz erreicht. Die Flüchtlinge haben sich zumindest schon mal in der Sprache top-integriert. Ende Oktober sind wir von der IHK für den Einsatz in der Initiative ausgezeichnet worden. Wir haben „Kompass D“ in diesem Jahr sogar im Bundeskanzleramt vorstellen und mit mehreren Ministern und Staatssekretären dis­kutieren dürfen. Schade, dass nicht mehr Unternehmen in der Republik diese Initiative mitbetreiben. Denn 95 Prozent der Flüchtlin­ge sind Deutschland gegenüber sehr positiv eingestellt und wol­len sich in die Gesellschaft einbringen.

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Tickt die Schuldenuhr am Rathaus noch richtig?

Fotos: Frankenhauser-Fotografie

Wie sieht’s aus mit der Neusser Flüchtlingsinitiative „Kompass D“?


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Wolf Doldinger und Prof. Dr. Ulrich Lehner sorgten für Stimmung.

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Wenn die Jonges feiern, …

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… dann aber richtig. Die Verleihung der Großen Goldenen Jan-Wellem-Medaille gehört jedes Jahr zu den Sternstunden der Düsseldorfer Jonges. Es ist die höchste Auszeichnung des Vereins und bedeutet automatisch auch die Ehrenmitgliedschaft. Dieses Jahr fiel die Wahl auf den früheren Henkel-Chef Prof. Dr. Ulrich Lehner. Er sei „immer ein Weltbürger in Düsseldorf gewesen und gleichzeitig ein Düsseldorfer Botschafter in der Welt“, betonte Laudator Werner Wenning, einst Vorstandschef der Bayer AG. Nach der Ehrung kam Partystimmung auf. Zusammen mit Saxophonist Wolf Doldinger stand der Geehrte auf der Bühne. Jazz gehört zu Lehners Leidenschaften, er selbst spielt Bass und hat mit der Band „Doldinger & Best Friends“ manchen Neujahrsempfang der IHK Düsseldorf begleitet. Die Jonges feierten ihn mit Standing Ovations. n

Eva-Maria Blank

Wurden ausgezeichnet: Patric Faßbender und Marcus Stahl (v.l.)

Eine Frau an der Spitze

Preis für Kreativität

Der Wirtschaftsverband „Die jungen Unternehmer“ hat die Betriebswirtin Eva-Maria Blank, stellvertretende Geschäftsführerin des Familienunternehmens „Blank Asset Management KG“, zur Landesvorsitzenden in Nordrhein-Westfalen gewählt. In ihrer neuen Funktion möchte sie sich insbesondere um die Themen bessere Bildung mit dem Fokus auf die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) und n moderne Infrastruktur kümmern. 

„Als Düsseldorfer in Düsseldorf diesen tollen Preis zu gewinnen, bedeutet uns wirklich viel“, sagte Patric Faßbender zur Auszeichnung mit dem begehrten „Creative Marketing Award Düsseldorf“ des Marketing-Clubs Düsseldorf. Gemeinsam mit seinem Partner Marcus Stahl brachte er vor gut einem Jahr die Audio-Revolution „Toniebox“ auf den Markt, ein Hörwürfel für Kinder, der bisher bereits über 100.000 Mal verkauft wurde. „Im Mittelpunkt steht eine weiche bunte Stoff-

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Box, die es in sich hat“, so die Laudatorin Christa Sieverding von 3M in Neuss. „Sie ist einfach zu bedienen und macht die Auswahl von Geschichten zu einem spielerischen Vergnügen für Kinder ab drei Jahren.“ Ein System, das die Jury überzeugte. Die Preisverleihung fand im Rahmen der „Night of Creativity“ im Congress Center Düsseldorf statt. Die Tonies setzten sich gegen Giganten wie Vodafone oder Trivago durch, die ebenfalls unter den Nominierten waren. n


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Individuelle Beratung für Firmenkunden Ralf Stewing, Serviceleiter am Seestern  

Doppelten Grund zur Freude gibt es im Autohaus Moll in Düsseldorf. Im Juli übernahm ein echtes „Moll-Gewächs“ den Posten des Serviceleiters am Seestern. „Ich arbeite seit 1979 im Unternehmen“, sagt Ralf Stewing. „Zunächst machte ich eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker, danach eine Weiterbildung zum Techniker und Werkstattleiter.“ Als Serviceleiter betreute der 53-Jährige bei Moll bereits die Marken Volkswagen, Audi und Skoda. „Jetzt kümmere ich mich um Jaguar und Land Rover“, sagt der Auto-Experte. Für diese beiden britischen Traditionsmarken erhielt das Autohaus am Seestern im November die offizielle Ernennung zum Jaguar Land Rover Fleet & Business Center. Guido Grewe, Key Account Manager Fleet & Business von Jaguar Land Rover Deutschland, übergab das Zertifikat höchstpersönlich. „Das expandierende Geschäft mit Firmen- und Flottenkunden ist eine Säule des anhaltenden Wachstums der Marken Jaguar und Land Rover in Deutschland“, so Jo Jüntgen. Das Autohaus Moll im Großraum Düsseldorf ist nun Teil des nationalen Netzwerkes spezialisierter Fleet Business Center, deren Ausbau HM n bundesweit vorangetrieben wird.

Offizielle Zertifikatsübergabe im Autohaus Moll: Karl Jaschik, Sissi CramerBiermann (beide Moll), Jo Jüntgen (Verkaufsleiter JLR), Guido Grewe (Key Account Manager Fleet & Business JLR Deutschland) und Martin Hausmann (Moll, v.l.)

Fotos: Andreas Bretz, Anne Großmann Fotografie, Thorsten Schmidtkord, Flughafen Düsseldorf, Moll (2)

Airport City wächst weiter

Parkähnlich gestaltet: Der Businesspark in der Nähe des Flughafens

Das Businesspark-Konzept in unmittelbarer Flughafennähe hat sich bewährt. In der Düsseldorfer Airport City herrscht Tag für Tag geschäftiges Treiben. Renommierte Unternehmen wie Siemens, Porsche, die Gea-Group, das Maritim-Hotel und der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) sind hier angesiedelt. „Firmenstandorte in Flughafennähe sind gefragter denn je“, sagt Anja Dauser, Geschäftsführerin der Flughafen Düsseldorf Immobilien GmbH (FDI). „Insbesondere für international agierende Unternehmen bieten sich an Deutschlands drittgrößtem Flughafen ideale Anbindungen in die ganze Welt. Der moderne Businesspark schafft beste Voraussetzungen für ein erfolgreiches Arbeiten. Das haben die bereits hier ansässigen Unternehmen erkannt.“ Nun geht die Entwicklung des Standorts in die nächste Phase. Auf einer Fläche von über fünf Hektar soll mit der Airport City II der hochwertige Immobilienstandort fortgeführt werden. „Das neue Areal bietet Businesstreibenden die gleichen Vorzüge. Es eignet sich hervorragend für Bürogebäude mit hochwertiger Architektur und ist ebenso für einen zusätzlichen Hotelstandort äußerst attraktiv.“ Zudem beinhaltet das Konzept der neu entstehenden Airport City II die Fortführung von Grünflächenanlagen. „Neben der optimalen Anbindung an das Terminal, das Autobahnnetz und den öffentlichen Verkehrsmitteln sorgt insbesondere auch die parkähnliche Gestaltung des Businessparks für eine hohe n Aufenthaltsqualität“, so Anja Dauser.  

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gesundheit

Die

Zukunft der Medizin

Auf der Medica 2017 spielten digitale Vernetzung und künstliche Intelligenz eine wichtige Rolle.

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ie hohe internationale Strahlkraft ist und bleibt die Trumpfkarte der Medica und Compamed. Hier kommen Top-Entscheider aus der ganzen Welt zusammen und bekommen eine Angebotsvielfalt geboten, die weltweit unübertroffen ist“, bilanziert Joachim Schäfer, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf, den Verlauf der weltgrößten Medizinmesse sowie der international führenden Fachmesse für den Zulieferermarkt der Medizintechnik-Industrie. Im Laufe der vier Veranstaltungstage wurden Neuheiten von mehr als 5000 Ausstellern aus 66 Nationen präsentiert. Auffallend war, dass die Digitalisierung alle Bereiche der Versorgung erfasst hat und Schlagworte wie „Vernetzung“, „Big Data“ oder „Künstliche Intelligenz“ sowohl die fachliche Diskussion als auch bereits konkret die Produktentwicklung prägen. Das Thema „Künstliche Intelligenz“ (KI) bewegt die Gesundheitsbranche. „Künstliche Intelligenz verändert die Medizin nachhaltig. Sie wird die Diagnostik optimieren und beschleunigen sowie mithelfen, Therapien zu personalisieren“, so Prof. Dr. Jochen A. Werner, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Essen im Rahmen der Medica 2017. Was anfangs wie Science Fiction anmutete, erreicht derzeit die Schwelle zu konkreten, plausiblen Anwendungen. Kurz vor dem Markteinsatz steht das automatisierte Aufspüren möglicher Tumore mittels digital generierter Bilddaten aus CT- oder MRT-Systemen. Ebenfalls auf dem Vormarsch sind medizinische Anwendungen auf Basis von Virtual Reality (VR) oder Augmented Reality (AR). Zu den Produkthighlights der Medica zählt beispielsweise das AR-Operationssystem „3D-Arile“. Ein System, das die exakte Position eines Lymphknotens mittels AR über eine Datenbrille virtuell einblendet. Es dient Ärzten als Navigationshilfe bei der Lymphknotenentfernung bei Krebspatienten. „Augmented Reality unterstützt den Arzt mithilfe von visuellen Markierungen während der Operation. Dabei wird die Position des Lymphknotens über eine AR-Brille virtuell eingeblendet“, erklärt Dr. Stefan Wesarg vom Fraunhofer IGD in Darmstadt. Um den direkt mit dem Tumor verbundenen Lymphknoten sichtbar zu machen, spritzen die Ärzte dem Patienten vorab einen Infrarot-Farbstoff, der sich im Wächterlymphknoten anreichert. Seine Position wird dem Arzt in Echtzeit ortsgenau in die Datenbrille eingeblendet. Weitere Neuheiten: Ein Physiotherapiegerät, auf dem der Patient liegt und über eine VR-Brille einen Flug durch ein Gebirge

Die COMPAMED 2017 bietet ein umfassendes Spektrum an Teilprodukten, Ausrüstungen und Technologien für medizinische Geräte. Besonders im Trend liegt die Miniaturisierung von Bauteilen.

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gesundheit

Die Gang­ analyseBox wird für die ParkinsonDiagnostik verwendet.

Mithilfe der Datenbrille schaut der operierende Arzt direkt durch die Brille auf die zu operierende Stelle.

Fotos: Messe Düsseldorf /ctillmann (2), Fraunhofer IGD

simuliert mit entsprechend therapeutisch relevanten Körperbewegungen. Interessant ist auch das Ultraschallsystem, einzig bestehend aus der Kombination von Schallkopf, Smartphone und passender App. Dank einer innovativen Schallkopf-Entwicklung ist „Ultraschall to go“ selbst in der als anspruchsvoll geltenden kardiologischen Fachdisziplin eine Option. Immer mehr Gesundheitsanwendungen gibt es für Smartphones, Tablet-PC oder „Wearables“ im dafür medizinisch relevanten Kontext. Kein Wunder, immerhin nutzen schon heute 45 Prozent der deutschen Smartphone-Besitzer Health-Apps, weitere 45 Prozent können sich vorstellen, diese zu nutzen. Sogenannte Wearables gibt es im Bereich Diabetes, kardiologischer Erkrankungen und bei der optimalen Wundversorgung mittels intelligenter Pflaster. Hierzu präsentierte das kalifornische Start-up Trac-Patch sein gleichnamiges Produkt. Ein Pflaster, das den Heilungsprozess mittels Temperaturmessung überwacht. Unregelmäßigkeiten bei der Heilung erfahren Patient oder Arzt dann über eine App. Mit dem „Air Smart Spirometer“, der mit einem Smartphone verbunden ist, kann der Nutzer seine Lungenkapazität selbst messen. „Ein solcher Spirometer-Test dauert weniger als dreißig Sekunden und ermöglicht

die Messung der Lungenfunktion zu Hause“, so Max Ladow, Produktmanager bei NuvoAir. Die Anwendung „Kaia“ hilft, Rückenschmerzen mit einem individuell zugeschnittenen Trainingsplan zu Hause selbst zu behandeln. Sie soll den Nutzer bei seinen Übungen unterstützen und mögliche Fehler bei der Ausführung vermeiden helfen. Das funktioniert bereits per Computer und soll in Kürze auch für die App möglich sein. Für bestimmte Epilepsietypen lassen sich Anfälle künftig voraussagen. Dazu misst ein Handschuh mit Sensoren Signale und leitet diese an einen externen Netzspeicher weiter. Bei „Izzy“ handelt es sich um eine Gefährtin für junge Frauen, die mehr über reproduktive Gesundheit erfahren wollen. „Wir entwickeln einen weiblichen Chatbot, basierend auf dem Facebook-Messenger. Sie heißt Izzy“, so Dr. Hajnalka Hejja, Medical Doctor, Founder & CEO Smart Health UG aka MediLad. Dafür muss keine App oder Software installiert werden. Es findet quasi ein Gespräch zwischen Userin und dem weiblichen Chatbot (via Facebook Messenger) statt. Darüber hinaus gibt es passgenaue Wearables für bestimmte Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson, Asthma, Herz-KreislauferkrankunHM „ gen und Diabetes.  

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Gute Gesundheit für die Region Düsseldorf Im Februar 2014 gegründet, hat sich der Verein MED+ Forum Gesundheitswirtschaft Düsseldorf mit seinen rund 200 Mitgliedern inzwischen zu einem etablierten Netzwerk entwickelt – mit dem Ziel, den Gesundheitsstandort Düsseldorf bekannter zu machen und auszubauen.

Starker Einsatz für das Gesundheits-Netzwerk in Düsseldorf: Prof. Dr. Stephan Martin und Gesundheitsdezernent Prof. Dr. Andreas Meyer-Falcke (v.l.)

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er Verein MED+ Forum Gesundheitswirtschaft Düsseldorf  hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Gesundheitswirtschaft in der Region  Düsseldorf  zu stärken. Denn diese umfasst weit mehr als Krankenhäuser, Arztpraxen  und  Apotheken. „Häufig wird der Begriff Gesundheit mit Ärzten assoziiert, doch das stimmt nicht, denn die Gesundheit zu erhalten oder wiederzuerlangen erfordert einen ganzheitlichen Ansatz“, sagt Prof. Dr. Stephan Martin, Direktor des Westdeutschen Diabetes- und Gesundheitszentrums des Verbundes der Katholischen Kliniken Düsseldorf und amtierender Vorstandsvorsitzender von MED+.  Beispielsweise umfassen klassische Krankheiten, so Martin, heutzutage nur einen kleinen Teil im Themenspektrum Gesundheit. In den vergangenen Jahren haben viele Krankheiten zugenommen, die mit Veränderungen unseres Lebensstils zusammenhängen, etwa Depressionen, Diabetes oder Bluthochdruck. Deshalb müsse stets mit Experten aus unterschiedlichen Gebieten zusammengearbeitet werden. So sähen Ärzte beispielsweise ohne Sanitätshäuser, Ernährungsberater, Krankentransportdienste, Optiker, orthopädische Schuhmacher oder Hörgeräteakustiker „ziemlich alt aus“, erläutert der Mediziner weiter. Darüber hinaus gehören Softwareentwickler und Telekommunikationsunternehmen für die Telemedizin ebenso zur Düsseldorfer Gesundheitswirtschaft wie beispielsweise Hotels für Patienten aus dem Ausland. Die Stadt verfügt über viele angesehene Krankenhäuser sowie eine Universitätsklinik mit hervorragendem Ruf. Deshalb, so der Düsseldorfer Gesundheitsdezernent Prof. Dr. Andreas Meyer-Falcke, übrigens selbstverständlich Mitglied bei MED+ und designierter Vorstandsvorsitzender, sei er ganz sicher, dass es keine Krankheit gebe, die in Düsseldorf nicht auf hohem Niveau behandelt werden könne. Hinzu kommen die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, darüber hinaus eine Vielzahl von Personal Trainern oder Ernährungsberatern – und nicht zuletzt eine sehr hohe Dichte von Fünfsterne-Hotels. Damit, so Meyer-Falcke, biete Düsseldorf einen Mehrwert gegenüber anderen Städten. Dafür wirbt Düsseldorf Tourismus (DT) in Zielmärkten wie Moskau oder Dubai und dies solle – auch mithilfe des MED+ Netzwerks – weiter ausgebaut werden. MED+ bringt die unterschiedlichsten Ansprechpartner zusammen Das Netzwerk MED+, so Martin, trage dazu bei, für Düsseldorf schlagkräftige Gesundheitsteams

zu schaffen. So bietet es seinen Mitgliedern viele Gelegenheiten, bei den unterschiedlichen Veranstaltungen Ansprechpartner kennenzulernen, die neue Ideen einbringen. Dieser Meinung ist auch Meyer-Falcke. „Und darüber hinaus profitieren Unternehmen, die sich im Forum beteiligen, auch von gemeinsamen Werbeauftritten“, sagt er. Zudem wolle man den Blick dafür schärfen, dass Düsseldorf als Gesundheitsstadt mit seinem Netzwerk spannend für Unternehmen sei, die eine Neuansiedlung suchen. Bei den Netzwerk-Treffen, so Meyer-Falcke, sei es ganz unkompliziert, mit möglichen Partnern in Kontakt zu kommen. Den Fachkräftemangel bekämpfen Davon ist auch Dr. Sabine Brehme überzeugt. Die Fachapothekerin für Klinische Pharmazie und Gesundheitsberatung gehört zu den Gründungsmitgliedern des Vereins und möchte zusammen mit den Netzwerkpartnern Düsseldorf als Standort für exzellente  gesundheitliche  Versorgung voranbringen. „Ich halte es für wichtig, sich regional zu vernetzen. Nur gemeinsam können wir beispielsweise Strategien gegen den Fachkräftemangel entwickeln.“ Denn Fachkräfte unterschiedlicher Qualifikationen werden gerade in der Gesundheitsbranche dringend benötigt. Um junge Menschen zu motivieren, sich für einen Beruf in der Gesundheitswirtschaft zu entscheiden, gibt es noch viel zu tun. Deshalb ist es für MED+ ein wichtiges Anliegen, die hohe Leistungsfähigkeit der Branche herauszustellen und weiterzuentwickeln.

MED+ für alle GesundheitsUnternehmen – eine ideale Plattform für den Erfahrungsaustausch

Denn schließlich ist die Gesundheit das wichtigste Gut. Insbesondere die älter werdende Gesellschaft sowie die vorhersehbare dramatische Zunahme lebensstilbedingter Krankheiten führen zu großen Herausforderungen. Nur durch gemeinsame Aufklärungskampagnen zu Themen wie Diabetes, Herzinfarkt oder Schlaganfall kann es gelingen, diese Aufgaben zu meistern. „Vieles können wir selbst dazu beitragen, gesund zu bleiben, noch gesünder oder wieder gesund zu werden. Manchmal aber benötigen wir Hilfe“, sagt Meyer-Falcke. Und dann sei es gut zu wissen, wer in unserem Gesundheitssystem wie und wo helfen kann. Deshalb finden Hilfesuchende und Interessierte bei MED+ die Gesundheitsprofis der Region unter einem Dach versammelt. „Denn auch für die Profis gilt: wer sich untereinander vernetzt, ist klar im Vorteil. Er schafft ‚Mehr-Wert’ für sich selbst und damit ‚Mehr-Gesundheit’ für alle“, sagt Meyer-Falcke.

Werden Sie Mitglied bei MED+ Informationen unter: Forum Gesundheitswirtschaft Düsseldorf e.V.

E-Mail: geschaeftsstelle@forumgesundheitswirtschaft.com

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www.forum-gesundheitswirtschaft.com

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Lächelnd zum Erfolg Die wichtigste Geste erfolgreicher Kommunikation – das Lächeln – ist nicht möglich, ohne dabei die Zähne zu zeigen. Schön, wenn der Gesprächspartner dies erwidert – aber fatal, wenn die freundliche Geste Unbehagen auslöst.

Psychologen fanden heraus, dass die ersten zehn Sekunden bei einer Begegnung zweier Menschen über Sympathie oder Antipathie, über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Kurz gesagt: Ob jemand bei einer anderen Person Gehör findet, ob dieser ihn sehen oder riechen mag und ob er seine Anwesenheit als angenehm empfindet, ist zum großen Teil eine Frage des Auftretens und der Erscheinung. Wer mit Menschen zu tun hat, wer handelt und verhandelt, legt daher automatisch auch Wert auf sein Aussehen: Kleidung, Körperpflege, Frisur – an all das wird gedacht, die Zähne aber häufig ignoriert.

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eist sind es Dinge, die Menschen aus Gewohnheit nicht mehr bemerken oder auffällig finden: Verfärbungen, Flecken, unansehnliche Füllungen, auffällige Risse im Schmelz oder Beschädigungen. All diese Dinge müssen nicht sein. In der ästhetischen Zahnheilkunde gibt es eine Fülle von modernen Materialien und Methoden, um ein Gesicht wieder zum Strahlen zu bringen. Das beginnt bei einer professionellen Zahnreinigung, eventuell beim dental bleaching, dem schonenden Aufhellen von dunkel gewordenen Zähnen. Es reicht von Rekonstruktionen mit Komposit, einem neuartigen Kunststoff der Nanotechnologie, über Inlays und Kronen aus Keramik, bis hin zu Restaurationen durch sogenannte Veneers-Keramikverblendschalen, mit denen auch unansehnliche Frontzähne wieder wie neu wirken. Möglich ist auch das Beseitigen des sogenannten „Zahnfleischlächelns”. So wirken die Zähne optisch größer und das Lächeln sympathischer. Das Lächeln als Investition Interessanterweise gibt es gegen die ästhetische Zahnheilkunde jedoch immer noch Vorbehalte. Nicht selten wird befürchtet, als übermäßig eitel angesehen zu werden, wenn die Zähne aufgehellt werden oder das Zahnbild mit Veneers optimiert wird. Dabei sind

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es gerade Männer und Frauen in Führungspositionen, denen die ganze Welt auf den Mund schaut und sie keineswegs nur nach dem beurteilt, was sie sagen. Ein weiterer Einwand betrifft die Kosten. Die gleichen Summen werden jedoch ohne Weiteres aufgebracht, wenn es um andere Ausgaben für ein gutes Lebensgefühl geht: Der Maßanzug ist stets eine Investition, ebenso die ausgewählten Kleider, die eleganten Schuhe, alle Stylings, Accessoires und Spezialbehandlungen bis hin zur Haarverlängerung. Auch die neuesten Handys und schnittigen Autos verschönern den Alltag. Für ein gutes Körpergefühl, für Wellness, für Gaumenfreude in einem exquisiten Restaurant, aber auch für ein klangvolles Konzert wird gerne Geld ausgegeben. Aber die Zähne, der frische Atem, die Sprache, das gewinnende Lächeln? Zumeist werden sie nur wenig beachtet und ihre Wichtigkeit verkannt. Anders wird die Sichtweise häufig erst dann, wenn es eine direkte Ansprache gibt, die meist jedoch von Außenstehenden aus Höflichkeit vermieden wird. Die passende Optik zur Persönlichkeit Oft genug sind es auch falsche Vorstellungen von dem, was ästhetische Zahnheilkunde bewirken kann, die Menschen von einer Verbesserung ihres Lächelns abhalten. Auch hindert häufig Befangenheit am Zahnarztbesuch. Die Befürchtungen sind unnötig, wenn man einen erfahrenen und einfühlsamen Spezialisten aufsucht. Es geht in der ästhetischen Zahnheilkunde gerade darum, die individuellen Bedürfnisse einer Person zu erkennen, zu achten und den unverwechselbaren Charakter ihres Lächelns zu erhalten, beziehungsweise ihn besser sichtbar zu machen. Ziel ist es, das Lächeln wieder zu einem Sinnbild für Vitalität, Schönheit, Kraft und Lebensfreude zu machen. Ein starker Biss imponiert, und gesunde, weiße Zähne sowie frischer Atem sind Zeichen für einen gesunden Körper. Der erste Eindruck zählt, er sollte überzeugend sein. Der Autor, Bertram Eicher MSc ist Zahnarzt und Master of Dental Sciences in Düsseldorf. „

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Der Chirurg in Düsseldorfs City am Kö-Bogen

„Ich lebe mit

großer

Begeisterung

in Düsseldorf “ Wie Dr. med. Karl Schuhmann den Reiz des Neubeginns für sich entdeckt.

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gesundheit

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„Jeder Mensch hat das Recht, seinen Körper zu optimieren, wenn er sich damit besser fühlt“

is vor wenigen Monaten kam Dr. med. Karl Schuhmann ausschließlich zum Arbeiten an die Kö. „Düsseldorf blieb für mich eine fast fremde Stadt“, sagt er. War er hier, konzentrierte er sich ganz auf die Betreuung seiner Patienten in der Privatpraxis „Kö Medicals“ für Plastische und Ästhetische Chirurgie, so dass die Zeit für private Exkursionen äußerst spärlich bemessen war. Zumal die Düsseldorfer Einsätze mit seinem zweiten herausfordernden Tätigkeitsfeld in Einklang gebracht werden mussten: Karl Schuhmann ist Chefarzt der Klinik für Plastische/Ästhetische Chirurgie und Handchirurgie an den Augusta Kliniken in Bochum Hattingen.

Foto: Melanie Zanin

Seit dem Sommer haben sich die Wege in die beiden Kliniken verschoben. Jetzt fährt er nicht länger von seinem bisherigen Wohnort, dem idyllischen Hattingen, zur Arbeit, sondern startet in Oberkassel. „Ich lebe mit großer Begeisterung in Düsseldorf“, erzählt der Mediziner. Er wurde auch sofort von Freunden in die Mitte genommen. Ein Anfang, der ihn noch immer beflügelt. „Ich war schon bei den Düsseldorfer Jonges, bei Düsseldorf-IN und beim Oktoberfest in Niederkassel“, zählt er vergnügt auf. Am Rhein gefällt es ihm besonders gut. „Deshalb freue ich mich auch aufs Frühjahr, wenn ich das Ufer mit dem Fahrrad erkunden und meinen Radius erweitern kann. Das habe ich früher an der Ruhr auch immer genossen.“ Seine Wunschliste hat der Neuankömmling noch lange nicht abgehakt. Vor allem das vielfältige kulturelle Leben der Stadt will er nach und nach erkunden. Auf dem gesellschaftlichen Parkett ergibt es sich, dass der Chirurg hin und wieder von Patientinnen und Patienten gesichtet wird. Halten die sich zurück, weil sie ungern zugeben, von ihm verschönert worden zu sein? „Ach wo“, antwortet er und lacht, „da spüre ich keinerlei Hemmungen. Außerdem sind es nicht nur Schönheits-Korrekturen, die ich durchführe. Eine ganze Reihe von Behandlungen ist rein medizinisch begründet, darunter die Handchirurgie.“ Und wie es bei Ärzten üblich sei, werde auch er bei jeder Gelegenheit um seinen fachlichen Rat gebeten. „Manche meiner Kollegen schätzen das nicht“, weiß er. „Mich stört es weniger, weil ich meinen Beruf sehr liebe.“ Diese Liebe ist es auch, die ihn im Januar für zwei Wochen nach Bangalore führt. Wie jedes

Jahr wird Dr. Schuhmann in Indien ehrenamtlich operieren. Er wird Narben korrigieren, Fehlbildungen beseitigen, Verbrennungsopfern ihr Gesicht und damit ihre Würde zurückgeben. Eine sinnvolle Arbeit, die ihn tief befriedigt. Aber zumindest vordergründig auch ein extremer Kontrast zu den Aktivitäten in seiner Privatpraxis „Kö Medicals“. Da stimmt er zwar grundsätzlich zu, meldet aber auch Widerspruch an: „Jeder Mensch muss ernst genommen werden, der sein äußeres Erscheinungsbild optimieren und die Möglichkeiten, die es dafür gibt, in Anspruch nehmen will.“ Der überwiegend weibliche Wunsch nach weniger Falten, Brustkorrekturen oder Körperformungen sei so berechtigt wie der männliche nach einer Haartransplantation – wenn das Ergebnis zu mehr Wohlbefinden und Selbstbewusstsein führe. Allein in Düsseldorf haben sich zahlreiche Plastische Chirurgen niedergelassen. Das Spektrum der Anwendungen ähnelt sich stark. Aber so manch einer kann sich eben doch auf eine Innovation berufen, die effektiv und bislang nur wenig verbreitet ist. Bei Dr. Schuhmann ist es das BTL Exilis Elite System. Es lässt sich auf dreierlei Weise einsetzen: zur Faltenreduktion, zur Hautstraffung (auch bei Cellulite) und zur Körperformung. Eine sanfte Waffe gegen Problemzonen, die ohne das schwere Geschütz eines chirurgischen Eingriffs auskommt und dennoch sichtbare Ergebnisse zeigt. Um diese zu optimieren, sollte man sich zusätzlich gesund ernähren. „Und im Idealfall auch etwas Sport treiben“, fügt Dr. Schuhmann hinzu. In jungen Jahren hatte kaum etwas anderes Platz in seinem Leben. „Zeitweise war ich in drei Vereinen gleichzeitig, beim Fußball, Tennis und Judo. Die Schule spielte damals eine untergeordnete Rolle. Irgendwann musste ich mich für eine Sportart entscheiden, das war dann Judo. Als Leistungssportler habe ich sieben Mal in der Woche trainiert und war 40 Wochenenden im Jahr bei Wettkämpfen im Einsatz.“ Später habe ihm das Studium und erst recht der Beruf immer weniger Zeit dafür gelassen, bedauert er. Dabei fällt ihm ein, dass es ihm Spaß machen würde, seinen Lieblingssport aufzufrischen: „Jetzt, wo ich in Düsseldorf wohne, könnte ich mir einen Judo-Verein suchen und es wieder GO „ einmal probieren.“  

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freizeit

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enn morgens die Sonne scheint und die Eiskristalle auf dem Gras und in den Bäumen wie Diamenten funkeln lässt, beginnt mein perfekter Wintertag“, sagt Katrin Schindler. Dann stört sich die Chefin der „Komödie“ auch kein bisschen an der Kälte, und sie startet mit viel Schwung zum Joggen im Hofgarten. In diese Jahreszeit passt auch das muntere Stück, das auf ihrer Boulevard-Bühne im Januar und Februar gespielt wird: „Drei Männer im Schnee“. Britta Germann hat als Verkaufs- und Marketing-Chefin im „Breidenbacher Hof“ einen anstrengenden Job mit ausgedehnten Arbeitzeiten und häufigen Reisen. Deshalb genießt sie an ihren freien Tagen zunächst das lange Ausschlafen. Nach einem gemütlichen Frühstück geht sie am Moschenhof mit ihrem Hund spazieren oder reitet aus. Am Abend trifft sie sich mit Freunden zu einem gemütlichen Essen. Für Nina Ensmann ist behagliche Wärme ein zentrales Wort. Auch sie ist als Schauspielerin und Model oft unterwegs und schätzt deshalb ihre ungestörte Häuslichkeit. „Dann liege ich mit dicken Socken und Wärmflasche unter einer kuscheligen Wolldecke“, berichtet sie. „Dabei trinke ich

Tee, nasche Kekse, atme den wohltuenden Duft einer Kerze ein und gönne mir zur Entspannung einen Film im Fernsehen.“ Es fällt auf, wie oft der perfekte Wintertag mit der Sehnsucht nach Schnee verknüpft wird. Christiane Oxenfort gerät dabei geradezu ins Schwärmen: „Die Sonne scheint, es liegt hoher Schnee, die Gipfel bilden eine grandiose Kulisse, die Pisten sind noch unberührt“, zählt die Musikerin und Intendantin des „Düsseldorf Festivals“ auf. „Und ich bin als Erste oben auf dem Berg, genieße zunächst die Stille, danach die einsame Abfahrt und ein leckeres Frühstück. Besser kann ein Skitag nicht beginnen. Umso schöner, wenn er abends im Kreise von Familie und Freunden ausklingt – um das Leben zu feiern.“ Die Vision von René Heinersdorff spielt in der Zukunft: „Wenn alle weniger Auto fahren und weniger Fleisch essen und auch noch der Kohleausstieg kommt  – dann wird der Traum von schneebedeckten Rheinwiesen wieder wahrscheinlicher“, glaubt der Chef des „Theaters an der Kö“. Ganz ohne Schnee und Frischluft zelebriert Christian Zeelen den Winter. Für seine Leidenschaft muss er das Zimmer überhaupt nicht verlassen. Er rettete sie aus seiner Kindheit ins Erwachsenenleben: Der Chef-Moderator bei „center tv“ vergnügt sich am liebsten mit seiner

Meinperfekter

Wintertag Beim Widerstreit der Jahreszeiten schneidet der Winter meist nicht gut ab. Jeder freut sich über das frische Grün des Frühlings, die Wärme des Sommers, die Milde des goldenen Herbstes. Dagegen erscheint uns der Winter grau und kalt. Es sei denn, man dreht den Spieß um und kitzelt seine schönsten Seiten heraus. Wir haben uns bei bekannten Düsseldorfern umgehört, was sie gerade jetzt so genießen - oder wovon sie in diesen Monaten träumen.

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freizeit

Attraktion am Rheinufer: Vom Riesenrad aus glitzert das abendliche Düsseldorf am schönsten

Auf den Weihnachtsmärkten trifft man sich gern in froher Runde zum Glühwein.

Modelleisenbahn. Diese Passion erbte er von seinem Vater, der ihm die erste Anlage baute, als er zwölf Jahre alt war. „Über lange Zeit schlummerten die alten Loks und Gleise gut verpackt und unbeachtet im Keller“, sagt er. „Durch einen Freund wurde ich vor etwa acht Jahren darauf aufmerksam gemacht und neu infiziert.“ Seitdem bastelt er eifrig an seiner Anlage „Zeelygenstadt“. Die Gleise sind verlegt, der Computer wird jetzt eingerichtet. Fertig ist das Werk aber noch lange nicht. Christian Zeelen hat gerade ein neues Hobby entdeckt, den Landschaftsbau. „Aber alles entspringt dabei meiner Phantasie und wird nicht nach Original-Vorbildern gefertigt.“

„Glitzernder Schnee, eine grandiose Bergkulisse und unberührte Pisten“

Das Höchste an einem freien Tag ist für Angie Herzog, dass sie ohne Christiane Oxenfort Wecker aufwachen und ihre Zeit nach Herzenslust verbringen kann. „Vom Frühstück mit Feuchtigkeitsampullen im Gesicht geht es nahtlos zu einer ausgiebigen Hunderunde mit Labrador Anton in die Natur“, erzählt die TV-Moderatorin „Ganz egal, ob es regnet, stürmt oder schneit. Idealerweise folgt darauf der rare Luxus eines Mittagsschläfchens. Wir fahren aber auch gern zur DEG-Winterwelt-Eisbahn oder treffen uns bei Kuchen und Waffeln mit Freunden.“ Beim Gedanken an das „logistische Meisterwerk“, das sie am folgenden Arbeitstag zu stemmen hat, schlummert Angie Herzog selig ein.

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freizeit

Diese neue Attraktion scheint tatsächlich ein Renner zu sein. Denn Krimi-Autorin Stefanie Koch (alias Mia Winter, wie passend!) malt ein sehr ähnliches Bild. „Perfekt ist, wenn ich mich bei wirklich kaltem Wetter kurz vor Sonnenuntergang mit Freunden auf der zauberhaften Eisbahn treffe, entspannt ein paar Runden ziehe und irgendwann einen dampfenden und nach Gewürzen duftenden Glühwein in meinen klammen Händen halte.“ Doch damit ist der Tag noch nicht zu Ende. Er geht auf dem Sofa weiter, bei einem Buch oder dem Blick ins Kaminfeuer. „Dieses Innehalten gehört für mich auch zur dunklen Jahreszeit“, sagt Stefanie Koch. „Sich klar zu machen, wie gut es uns geht, dass wir in Frieden leben können, genug zu essen und eine medizinische Versorgung

haben. Die Macht der Gewohnheit lässt uns oft vergessen, wie unglaublich groß dieses Geschenk ist. Ich glaube, der Winter ist auch zum Erinnern da.“

„Die dunkle Jahreszeit ist auch zum Erinnern und Innehalten da“ 

Stefanie Koch

Da würde ihr Lou Strenger sofort zustimmen. Deren schönstes Wintererlebnis liegt einige Jahre zurück. Der Schauspielerin, derzeit mit großen Rollen auf der Bühne des Central, zuletzt als Polly in der „Dreigroschenoper“, geht dabei ihre Zeit in einem englischen Internat durch den Kopf. „Nach Weihnachten waren wir fünf Tage lang eingeschneit“, erzählt sie. „Kein Shuttlebus konnte sich einen Weg über Land bahnen. Wir hatten schulfrei und schafften es nur so weit, wie wir durch die meterhohe Schneedecke stapfen konnten.“ Langeweile kam dennoch nicht auf, es gab nach dem Ausschlafen ja so viele Vergnügungen: Schneeballschlachten, Musizieren am Kaminfeuer, Mince Pie verputzen, nächtliche Plünderungen des Süßigkeiten-Automaten. „Und Sternschnuppen, die wir vom Dach aus beobachten konnten“, fügt Lou Strenger hinzu. „Es war eine wunderbar anarchische und gleichzeitig besinnliche Zeit. Sie wird für mich wohl ewig die Definition eines perfekten Wintertags darstellen.“         GO „  

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kürt die neue

Miss 50plus

Schönste Frau über 50 ist Manuela Thoma-Adofo aus Bayern. Sie gewann nicht nur den begehrten Titel der „Miss 50plus 2018“, sondern auch ein Fotoshooting und einen Jahresvorrat der Kollagen-Trinkampullen aus der Apotheke.

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chauspielerin Tina Ruland, Politiker Wolfgang Bosbach und die amtierende Miss Germany sind nur einige der zahlreichen prominenten Jury-Mitglieder. 20 charismatische Frauen haben es in das Finale der Wahl zur „Miss 50plus“, bei dem unter anderem Sänger Giovanni Zarella das Publikum begeisterte. Das Schönheitsgeheimnis der Gewinnerin? „Bisher vor allem die Gene“, antwortete die sympathische 50-Jährige, die sich ab jetzt nicht mehr nur darauf verlassen möchte. „Seitdem ich weiß, was ELASTEN alles kann, ist das die perfekte Ergänzung für meine Haut.“ Der spezielle [HC]-Kollagen-Komplex® in den Kollagen-Trinkampullen schafft, was Cremes und Seren nicht leisten können: Die Kollagen-Peptide stimulieren die Hautzellen (Fibroblasten), wieder mehr körpereigenes Kollagen und Hyaluron zu produzieren. So wird das Hautbild von innen verfeinert und am ganzen Körper gestrafft, Falten gehen deutlich zurück. Produkteigene Studien zeigen, dass erste Effekte schon nach vier Wochen spürbar sind, noch deutlicher sind die positiven Ergebnisse nach mindestens drei Monaten.

Fotos: Düsseldorf Tourismus GmbH/U-Otte (2))

Auch Maren Jackwerth zieht es jetzt zum Eislaufen an die Kö, am liebsten noch verbunden mit Sonnenschein und klirrender Kälte. Wenn die Rechtsanwältin und Gründerin des Rheinischen Stifterforums ihre Runden um den Schalenbrunnen dreht und dabei das Jauchzen der Kinder hört, geht ihr das Herz auf. „Kommt dann die Dunkelheit, wärmt ein Glühwein an den Ständen. Ganz wunderbar ist dabei der Blick auf die erleuchtete Königsallee.“


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freizeit

SERIE

Top - Ziel in der Nähe

Kloster Kamp W

ir haben ihnen jenen einsamen Ort übergeben, der allgemein Camp genannt wird.“ So steht es in der Stiftungsurkunde von 1123. Kloster Kamp war damals das erste Zisterzienserkloster in Deutschland und im Spätmittelalter sogar das bedeutendste des ganzen Ordens. Im Garten südlich der Klosterkirche befand sich ein Weinberg, und um 1700 ließ Abt Edmund von Richterich die Grundstrukturen für den berühmten Terrassengarten anlegen. Eine glanzvolle Zeit, aber dann war es lange still um das Kloster. Erst mit Unterstützung der Stadt Kamp-Lintfort, der katholischen Kirchengemeinde Sankt Josef und dem Bistum Münster wurde das heutige Geistliche und Kulturelle Zentrum Kloster Die Kamp e.V. geeinfache gründet. Verglasung der Fenster erhellt das Innere der Kirche.

Die spannende und wechselvolle Geschichte des Klosters lernt man am besten bei einer der Führungen kennen. Sie liefern Informationen über die Abteikirche mit ihrer Orgel aus dem frühen 18. Jahrhundert, die Klosteranlagen, den Terrassengarten mit Sonnenuhr, den Kräutergarten und die Schatzkammer (Museum Kloster Kamp) im Agathastift. Wer möchte, kann einen Blick

auf ein Stück der Schädeldecke der heiligen Agatha von Catania werfen. Sie ist die wertvollste Reliquie in der Klosterkirche. Den Kamper Terrassengarten in seiner heutigen Form schätzen Besucher aus nah und fern. Dieses Kleinod ist über eine Allee mit dem Alten Garten der Abtei verbunden. Doch Kloster Kamp hat noch viel mehr zu bieten. Sonntags um 17 Uhr finden in der Abteikirche regelmäßig Abendgebete statt. Segensandachten zu wechselnden Themen, zum Beispiel für Tiere und ihre Halter, gibt es immer am 13. eines Monats um 18.30 Uhr. Zur Adventsandacht „Advent Celebration“ mit Jazz von MoveDove (Köln) lädt Kloster Kamp zum 20. Dezember um 18.30 Uhr ein. Das nächste Trauerseminar (ein Kursus bestehend aus acht Treffen) beginnt voraussichtlich Anfang Februar 2018. Aktuelle Ausstellungen: „Menschen(s)kinder. Porträts und Begebenheiten“ des Zeichners Andreas Noßmann in der Schatzkammer sowie „Weltsicht. Verantwortung und Schönheit“ von Baerbel Claus im Gewölbekeller. Bei den „Genießer-Abenden“ werden Kunst und Kultur vortrefflich miteinander verbunden. Am 12. Januar 2018 gibt es eine Karl-MayLesung mit Elspes Winnetou-Darsteller Jean-Marc Birkholz. Am 2. Februar 2018 folgt „Die Magie der siebten Saite“ (Französische Barockmusik mit dem „Duo in Re“) und selten zu hörende Kleinode der Romantik werden am 27. April 2018 unter dem Motto „Cellicatessen. Romantische Kostbarkeiten für Cello und Flügel“ geboten. Gut zu wissen: Öffnungszeiten Abteikirche täglich von 9 bis 17 Uhr; Museum dienstags bis samstags von 14 bis 17 Uhr, sonn- und feiertags von 11 bis 17 Uhr, Terrassengarten täglich von 8 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit. Jeden ersten Sonntag im Monat findet eine öffentliche Klosterführung statt, ab Eingang der Abteikirche um 11.30 Uhr. Die Anschrift: Geistliches und Kulturelles Zentrum Kloster Kamp, Abteiplatz 13, 47475 Kamp-Lintfort, Telefon 02842-927540, www.kloster-kamp.eu

Der Garten des Klosters ist ein Kleinod.

Foto: Frank Reinert/toneteam

Es muss nicht immer die Ferne sein, es gibt ganz in der Nähe viel Interessantes zu entdecken. Unser heutiges Ausflugsziel ist Kamp-Lintfort, weniger als eine Autostunde von Düsseldorf entfernt.


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genuss

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genuss

Heiß auf Suppe Jetzt etwas Warmes! Im Winter bekommt man richtig Appetit auf Leckeres zum Löffeln!

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uppen wärmen die Seele, sind wahre Vitaminbomben, gesünder als Fastfood und trotzdem schnell serviert – kaum eine andere Speise ist so wahnsinnig variantenreich und liegt gerade in der kalten Jahreszeit in deutschen Städten voll im Trend. Und das gilt sowohl für deftige Suppen und Eintöpfe mit Linsen oder Kartoffeln als auch leichte Versionen mit exotischem Touch. In Düsseldorf stehen die Leute Schlange, um in den Genuss der köstlichen Sattmacher der Düsseldorfer Gulaschkanone zu kommen – sowohl auf dem Carlsplatz als auch an der Ulmenstraße. Die „Äzesupp vom Dausers Jupp“ ist stadtbekannt. „Unser Schwerpunkt liegt auf der Rheinischen Küche“, so Christian Dauser. „Erbsen-, Gulasch- und Linsensuppe zählen zu unseren Standardsuppen. Sie sind ausnahmslos täglich auf unserer Speisekarte zu finden.“ Eine wichtige Rolle bei der Gestaltung des Speiseplans spielt auch die Saison der Gemüse. „Spargelsuppe gibt‘s bei uns nur während der Spargelzeit und Kürbis nur in der Kürbissaison.“ Die Zutaten für die Suppen, die alle im Betrieb an der Ulmenstraße frisch zubereitet werden, stammen nämlich überwiegend von Bauern aus der Region. Wer möchte, kann die Suppen von Christian Dauser und seinem Team auch zu Hause oder im Büro löffeln. „Zum Mitnehmen bekommen Sie Ihr Gericht von uns eingeschweißt“, verrät der Suppen-Experte. „Für private Veranstaltungen bieten wir circa 40 verschiedene Varianten von Suppen und Eintöpfen auf Vorbestellung zur Abholung an.“ „Henkelmann Deluxe“ auf der Reisholzer Werftstraße gibt es seit 2010. Das Konzept von Anja Diegelmann und Heike Seidel kommt gut an. Tag für Tag servieren sie vier bis fünf verschiedene Suppen und zwei vegetarische Varianten. Die Zutaten kommen täglich frisch aus den umliegenden Geschäften und werden von Anja und Heike mit viel Liebe zu immer wieder neuen Suppen-Köstlichkeiten verarbeitet. „Deftige Suppen wie Chili con Carne, Gulaschsuppe und Portugiesische Kartoffelsuppe kommen bei unseren männlichen Kunden sehr gut an“, verraten die beiden Frauen. „Im Winter greifen sie gern zu Grünkohl- und Steckrüben-Eintopf sowie Linsensuppe.“ Aber auch die Liebhaber von exotischen Suppen kommen auf ihre Kosten. Karotten-Kokos-Ingwer-Suppe, Thailändische Zitronengras-Suppe und Provenzalische Kar-

toffelsuppe mit Ziegenkäse – wem läuft da nicht das Wasser im Munde zusammen? „Wir bieten unseren Kundinnen und Kunden Abwechslung auf dem Suppenteller“, sagen Anja Diegelmann und Heike Seidel. Das gelingt dem Duo perfekt. Auch individuelle Wünsche erfüllen sie gern. „Bei Unverträglichkeiten nehmen wir Reismilch für eine cremige Erbsensuppe. So wird sie zur veganen Köstlichkeit.“ Wer eine Suppenparty feiern möchte, ohne selbst zu kochen: In den Räumlichkeiten von „Henkelmann Deluxe“ ist das kein Problem. Die „sattgrün“-Restaurants setzen von Anfang an auf Suppen, Salate und Sandwiches. „Heute liegt unser Fokus immer noch auf Suppen und warmen Gerichten, und zwar an unseren Standorten in Düsseldorf (Flingern, Graf-Adolf-Platz, Medienhafen) und im nahegelegenen Essen“, sagt Inhaber Peter Zodrow. „Unsere Kunden wollen mittags was Warmes.“ Bei „sattgrün“ gibt es täglich drei Suppen, und jedes Vierteljahr wird gewechselt. „Nur unsere Süßkartoffel-Kokos-Suppe, mit Thai-Currypaste abgerundet, haben wir immer im Angebot. Sie ist einfach so begehrt.“ Als Winter-Highlights gibt‘s bei „sattgrün“ eine Sauerkraut-Suppe (mit Weißkohl, Sauerkraut, eingelegten Gurken, Sojahack und veganem Schmand) und eine indische Linsensuppe (mit Garam Masala und Chili). „Wärmende Suppen, die gehaltvoll und sättigend sind und viel Energie liefern, passen prima zur kalten Jahreszeit“, so Peter Zodrow. Die Gäste bedienen sich selbst am Suppentopf und können sich ihre Lieblingssuppe zusätzlich mit Croûtons, Sonnenblumenkernen oder frischen Kräutern anreichern. Im „sattgrün“ kommen Convenience-Produkte nicht auf den Teller. Alle Speisen und Getränke sind ve­ gan und daher cholesterin- und lactosefrei sowie frei von gentechnisch veränderten Lebensmitteln. „Unser Angebot richtet sich nicht speziell an Veganer“, erklärt Peter Zodrow, „sondern an alle, denen Frische, Qualität und Geschmack wichtig sind.“ Zu den Klassikern im Suppengeschäft zählt mittlerweile die Löffelbar an der Tußmannstraße 3. Sie ist seit vielen Jahren auf Erfolgskurs und schlichtweg die Anlaufstelle für Suppenfans – auch wenn sie mittlerweile nicht nur Suppen und Eintöpfe anbietet. Unbedingt probieren: die Safran-Fischsuppe mit Gamba, Fisch, Karotten, Lauch, jungem Spinat, Kirschtomaten, Sahne sowie hausgemachter Aioli und Röstbrot. Ebenfalls köstlich:

top-tipps für himmlischen genuss Düsseldorfer Gulaschkanone Josef Dauser GmbH, Carlsplatz Düsseldorf und Ulmenstraße 118, Telefon 0211 486164, www.dauser-online.de

Soup & Co, Adersstraße 2, Telefon 0211 15927427, www.soup-and-co.de

Löffelbar, Tussmannstraße 3, Telefon 0211 4403278, www.loeffelbar.de

sattgrün, Hoffeldstraße 18, Telefon 0211 68874080, GrafAdolf-Platz 6, Telefon 0211 8763390, Brückenstraße 12, Telefon 0211 15923290, www.sattgruen.com

Naniwa, Oststraße 55, Telefon 0211 161799, www.naniwa.de

Henkelmann Deluxe, Reisholzer Werftstraße 31, Telefon 0211 16350885, www.henkelmann-deluxe.de

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genuss

die Käse-Lauch-Cremesuppe mit Rinderhackfleisch, Kartoffeln, Sahne, Milch und Zwiebeln. „Einer unserer Renner. Getoppt wird sie lediglich von Chili con Carne (mit fünferlei Bohnen, Rinderhackfleisch, Paprika, Tomaten, Zwiebeln, Mais und Nachos), der Lieblingssuppe unserer Gäste. Sie steht bei uns seit 16 Jahren auf der Speisekarte“, lächelt Inhaber Olaf Busch.

Fans der japanischen Suppen zieht es ins Naniwa an der Oststraße 55. Hier im japanischen Viertel von Düsseldorf trifft man sich, um Miso (Nudelsuppe aus Sojabohnenpaste), Tokusei Shoyu (Nudelsuppe auf Sojasoßenbasis mit gebratenem Schweinebauch und Gemüse) oder Chashu Curry (Nudelsuppe aus Currypaste mit Gemüse) zu genießen. HM „

Kartoffelsuppe mit Lachs und Meerrettich

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600 g Kartoffeln, 2 Schalotten, 2 Knoblauchzehen, 1 EL Butter, 1 l Gemüsebrühe, 1 cm Meerrettichwurzel, 100 g geräucherter Lachs (in dünnen Scheiben), 1 Kästchen Kresse, ¼ Bio-Zitrone, 100 g Crème fraîche, Salz Zubereitung: Die Kartoffeln schälen, waschen und in kleine Würfel schneiden. Die Schalotten und den Knoblauch schälen und fein hacken. Die Butter im Topf zerlassen, die Schalotten und den Knoblauch darin andünsten. Die Kartoffeln dazugeben und kurz mitdünsten. Die Brühe angießen und zum Kochen bringen. Die Suppe zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 15 Minuten köcheln, bis die Kartoffeln weich sind. Inzwischen das Meerrettichstück schälen und fein reiben. Den geräucherten Lachs in feine Streifen schneiden. Die Kresse vom Beet schneiden. Das Zitronenviertel heiß waschen, abtrocknen und die Schale fein abreiben. Die Suppe mit dem Pürierstab im Topf pürieren. Die Crème fraîche unterrühren und die Suppe mit der Zitronenschale und etwas Salz abschmecken. Zum Schluss den geriebenen Meerrettich unterrühren. Die Suppe auf Teller verteilen und mit Lachs und Kresse garniert servieren.

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Grünkohl-Kokos-Suppe mit Erdnuss-Kokos-Sprinkle 2 rote Zwiebeln, 1 Knoblauchzehe, 2–3 cm frischer Ingwer, 2 EL Erdnussöl, 800 ml vegane Gemüsebrühe, 400 ml Kokosmilch, 150 g rote Linsen, 50 g getrocknete Aprikosen, 250 g Grünkohl, 30 g Erdnusskerne, 2 EL Kokosraspel, ½ TL Koriandersamen, Zitronensaft, Salz, Cayennepfeffer Zubereitung: Zwiebeln und Knoblauch abziehen, den Ingwer schälen. Ingwer und Knoblauch fein würfeln, die Zwiebeln in Streifen schneiden und alles zusammen im heißen Öl in einem Topf glasig anschwitzen. Mit der Brühe und der Kokosmilch ablöschen. Die Linsen hinzufügen und aufkochen lassen. Die Aprikosen fein hacken. Den Kohl waschen, putzen, die harten Stiele entfernen und die Blätter fein hacken. Mit den Aprikosen zur Suppe geben und unter gelegentlichem Rühren etwa 15 Minuten bei geringer Temperatur köcheln lassen. Die Erdnüsse mit Kokosraspel und Koriander in einer heißen Pfanne ohne Fett rösten. Im Blitzhacker grob zerkleinern. Von der Suppe etwa zwei Schöpfkellen abnehmen, fein pürieren und zur Bindung wieder unter die übrige Suppe rühren. Nach Bedarf Brühe hinzufügen und noch ein wenig einkochen lassen. Mit Zitronensaft, Salz und Cayennepfeffer abschmecken. In Schüsseln füllen und mit Erdnuss-Kokos-Sprinkle bestreut servieren.

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Tom Yang Gung 2 Stängel Zitronengras, 1 Stück Ingwer (ca. 2 cm), ½ Bund Koriandergrün, 400 g rohe geschälte Garnelen, 2 Frühlingszwiebeln, 2 Tomaten, 1 l Gemüsebrühe (ersatzweise Fischfond), 2 TL brauner Zucker, 1 TL rote Thai-Currypaste, 1 EL Limettensaft, 1 EL Fischsauce, 2 EL Kokosmilch, Salz Zubereitung: Das Zitronengras waschen und in ca. 4 cm lange Stücke schneiden. Mit dem Messergriff leicht anquetschen. Den Ingwer schälen und zuerst in dünne Scheiben, dann in feine Streifen schneiden. Das Koriandergrün waschen, trockenschütteln und fein hacken. Die Garnelen waschen, trockentupfen und längs halbieren. Die Frühlingszwiebeln putzen, waschen und mit dem Grün in feine Ringe schneiden. Die Tomaten waschen oder überbrühen und häuten, dann ohne die Stielansätze in kleine Würfel schneiden. Die Brühe im Suppentopf mit Zitronengras, Zwiebelringen und Ingwer erhitzen. Mit dem Zucker, der Thai-Currypaste, dem Limettensaft und der Fischsauce abschmecken. Die Tomatenwürfel dazugeben und warm werden lassen. Die Garnelenstücke dazugeben und bei kleiner Hitze in ca. 1 Minute garziehen lassen. Die Kokosmilch unterrühren. Die Suppe mit etwas Salz und Limettensaft abschmecken, auf Schüsseln verteilen und mit dem Koriandergrün bestreut servieren.


JUST OPENED MODERN AMERICAN STEAK HOUSE

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DÜSSELDORF • HAMBURG • LONDON • COPENHAGEN

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20012 MASSH COPENHAGEN “BE EST BURGER IN N TOWN”

20013 MASH LONDON “B BES ST RESTAURANT” THE E LON NDON LIFESTYLE AWARDS

20014 MASSH COPENHAGEN “22ND MOST TED RESTAURANT VISIT IN DENMARK”

20015 MASH LONDON “WIN NE SP PECTA TATOR EST AWA WARD BE F EXCELLE LENCE” OF

MASH

DÜSSELDORF

A N DR E AS Q UARTT IER · M Ü H L ENSS TR A S S E 3 4 · D ÜS S E LD ORF P HO N E: + 4 9 211 2 4 092 13 9 • M AIL : DU E SSS E LD O RF @ M ASHH S T E AKK . D E • W W W.M A S H STT EAK.DD E


genuss

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Indische Linsensuppe 1 Stück Ingwer (ca. 1 cm), 1 Knoblauchzehe, 1 Frühlingszwiebel, 1 rote Chilischote, 1 EL Öl, 200 g geschälte rote Linsen, 1 TL gemahlene Kurkuma, 1 TK gemahlener Koriander, 250 g Spinat, ½ Bund Koriandergrün, 1 EL Zitronensaft, Salz Zubereitung:

Wirsingeintopf mit Wurst

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1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, 1 EL Sonnenblumenöl, 500 ml Fleischbrühe, 500 g festkochende Kartoffeln, 500 g Wirsing, Salz, frisch gemahlener Pfeffer, gemahlener Kümmelsamen, 200 g Kassler, 200 g Wurst (z.B. Cabanossi), 1 Handvoll frische Petersilie, 200 g Sauerrahm Zubereitung: Zwiebel und Knoblauchzehe abziehen, beides fein würfeln. Zusammen in einem heißen Topf im Öl glasig anschwitzen. Mit der Brühe ablöschen und aufkochen lassen. Die Kartoffeln schälen, waschen und würfeln. Den Wirsing waschen, putzen und in Streifen schneiden. Zusammen mit den Kartoffeln in den Topf geben, mit Salz, Pfeffer und Kümmelsamen würzen und etwa 15 Minuten bei geringer Temperatur gar köcheln lassen. Nach Bedarf Brühe nachgießen. Währenddessen das Kassler würfeln und die Wurst in Scheiben schneiden. Die Petersilie abbrausen, trockenschütteln, die Blätter abzupfen und hacken. Zusammen mit Wurst und Kassler zum Eintopf geben und einige Minuten heiß werden lassen. Von der Herdplatte nehmen, den Rahm unterrühren und abschmecken. Den Eintopf auf tiefe Teller verteilen und servieren.

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Rote-BeteCremesuppe 600 g Rote Bete, 150 g Kartoffeln, 1 l Gemüsebrühe, 1 Bio-Limette, 2 Stängel Minze, 1 rote Chilischote, 150 g Joghurt, Salz, ½ TL Honig, 1 EL Zitronensaft, 1 TL gemahlener Koriander, Pfeffer Zubereitung: Rote Bete und Kartoffel schälen und klein würfeln. Mit der Brühe zum Kochen bringen und zugedeckt bei mittlerer Hitze in ca. 30 Minuten weich kochen. Inzwischen Limette heiß waschen, abtrocknen und die Schale abreiben. Minze waschen, trockenschütteln und fein schneiden. Chilischote waschen, vom Stiel befreien und fein hacken. Joghurt mit Limettenschale, Minze und Chili verrühren und mit Salz und Honig abschmecken. Die Suppe fein pürieren und mit Zitronensaft, Koriander, Salz und Pfeffer abschmecken. Auf Teller verteilen, mit einem Klecks Limettenjoghurt garnieren und servieren. Übrigen Joghurt dazu reichen.

top auswahl „Suppen. Echtes Seelenfutter“ von Cornelia Schinharl bietet Suppenrezepte von klassisch bis hip. Mit kleinen Kniffen lässt sich der Tausendsassa Suppe immer wieder anders zubereiten. Gräfe und Unzer Verlag

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„Koch dich glücklich: Suppen“ liefert über 60 köstliche Rezepte für Suppen mit Genussgarantie. Von leicht bis herzhaft, von cremig bis klar. Christian Verlag

Fotos: Copyright © 2016: Christian Verlag GmbH, München/Wolfgang Schardt/Martina Urban; Gräfe und Unzer/Fotograf: Wolfgang Schardt; iStock. com / Foxys_forest_manufacture

Den Ingwer und den Knoblauch schälen und sehr fein hacken. Die Frühlingszwiebel putzen, waschen und mit dem Grün in dünne Ringe schneiden. Die Chilischote waschen, vom Stiel befreien und sehr fein hacken. Das Öl im Suppentopf erhitzen. Ingwer, Knoblauch, Frühlingszwiebeln und Chili darin andünsten. Linsen und gemahlene Gewürze dazugeben und unterrühren. 800 ml Wasser angießen und zum Kochen bringen. Die Linsen zugedeckt bei kleiner Hitze in ca. 15 Minuten weich kochen. Inzwischen den Spinat verlesen, waschen, abtropfen lassen und grob hacken. Das Koriandergrün waschen, trockenschütteln und fein hacken. Den Spinat unter die Linsen rühren und in 1–2 Minuten zusammenfallen lassen. Die Suppe mit dem Zitronensaft und Salz abschmecken und mit dem Koriandergrün bestreut servieren.


genuss

Konzentriert bei der Arbeit: Gino Leone

„ Mit Qualitätsprodukten und Liebe zur

Kochkunst möchte ich Momente des Genusses am Gaumen meiner Gäste hinterlassen. “

Bella Italia in Düsseldorf – ein Erlebnis für alle Sinne

Genuss in entspannter Atmosphäre Ein Stück Italien in Düsseldorf: La Cucina da Gino Leone ino Leone, 1971 im italienischen Avellino in der Region Kampanien geboren, erhielt im Koch- und Hotelinstitut seiner italienischen Heimatstadt schon früh sein Diplom und festigte bereits in jungen Jahren seine Passion für die kulinarische Welt im Galassia Parkhotel in Avellino. Seine Philosophie basiert auf der regionalen Küchenkunst und der Verwendung ausschließlich einheimischer Produkte. Gino Leone verfeinerte in intensiven Weiterbildungskursen seine Küchenkunde in Rom und erweiterte seine Konditoreikenntnisse in der berühmten, im Jahre 1905 gegründeten Konditorei und Pâtisserie Augustus in Neapel. Schritte, die ihn schließlich nach Deutschland und direkt nach Düsseldorf führten, wo er erfolgreiche Stationen als Küchenchef im Rosati und im Bocconcino absolvierte. Zwischenzeitlich auch im bekannten Restaurant Obbligo di Scarpetta in Rom. Auf der Suche nach neuen professionellen Herausforderungen wagte er im Joint Venture von fast zehn Jahren im Restaurant Casa Mattoni erfolgreich den Schritt in die Selbstständigkeit. Im August 2012 eröffnete er sein zweites eigenes Restaurant Casa Leone in Meerbusch, in welchem er seinem Anspruch nach bester Qualitätsverarbeitung, mit Verwendung ausschließlich einheimischer Produkte und dem Standard italienischer Gastfreundschaft, ge-

recht werden konnte. Nach vier erfolgreichen Jahren im Linksrheinischen, in dem Gino, Lebensgefährtin Fani und sein Team viele Stammkunden gewinnen konnten, zog es ihn zurück an seine alte Wirkungsstätte Düsseldorf-Golzheim, wo er sein neues italienisches Restaurant „La Cucina da Gino Leone“ auf der Kaiserswerther Straße eröffnete. In modernem Ambiente, gemütlicher Atmosphäre und bei authentischer Gastfreundschaft erlebt man ein Stück Italien. Die Gäste zeigen sich begeistert. Rainer Mellis, Vorstandssprecher der Volksbank Düsseldorf Neuss: „Ausgezeichnete italienische Restaurants gibt es einige in Düsseldorf. Gino Leone schafft durch seine Kochkunst aber immer wieder, besonders optische und kulinarische Raffinessen auf den Tisch zu zaubern – de luxe!“ Sein Gast, Bauunternehmer Artan Berisha, ergänzt: „Gino steht nicht auf Chichi und Glamour, er ist ein zielstrebiger Arbeiter, dessen größte Freude es ist, wenn der Kunde zufrieden ist.“ Und einen Tipp hat letzterer auch noch parat: „Die Seezunge ist für mich einfach perfekt. Vorher eine kleine Portion Spaghetti mit Trüffeln und dazu ein Glas Lugana. Che è il puro divertimento!“ (Übersetzt heißt es „Das ist Genuss pur!”). Lassen Sie sich von Gino und seinem Team mit köstlichen italienischen Speisen verzaubern. Buon Appetito! „ Weitere Infos: http://lacucina-dagino.de/

Fotos : La Cucina

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SEHEN UND GESEHEN WERDEN

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Geschäftsführer Vincenzo Di Piazza und Giuseppe Sabatino (v.l.)


„Tino‘s Bar“ - die Szene-Location auf der Königsallee überrascht immer wieder aufs Neue.

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ahrzehnte galt die exklusive Piano-Bar „Bei Tino“ als Wohnzimmer der Schönen und Reichen in Düsseldorf. Schauspieler, Showgrößen und Politiker zählten zu den Stammgästen. „Wir sind glücklich, dass wir innerhalb so kurzer Zeit an diesen Erfolg anknüpfen konnten“, lächelt Giuseppe Sabatino. Er gehört zu der über die Stadtgrenzen hinaus bekannten italienischen Gastro-Familie, die vor 14 Monaten „Tino‘s Bar“ auf der Königsallee 59, direkt neben dem Hotel Interconti, eröffnete. „Diese Bar ist Das Restaurant ist bekannt für hervorragendes Essen. mir im Laufe der zurückliegenden Monate total ans Herz gewachsen“, schwärmt er. „Man kann es sich hier tagsüber und abends gutgehen lassen, feiern und völlig entspannen. Bei Champagner, Cocktails und Longdrinks, gutem Essen und Live-Musik. Das ist genau mein Ding.“ Dieses Lebensgefühl kommt bei Düsseldorfs Trendsettern bestens an. Mittags treffen sie sich auf einen French Toast oder ein Gourmet Sandwich in der Bar – eine der Top-Locations an der Königsallee. Zu den Snacks genießen sie ein Glas Wein oder Bier. Anschließend gönnen sie sich einen Espresso. „Dolce far niente“ nennen Italiener diese süße Art des Nichtstuns.

Foto: Melanie Zanin

Am Abend serviert die exklusive Küche hochwertige italienische Speisen im schicken Ambiente. Vom Rindercarpaccio mit Rucola und Parmesan über Taglierini mit schwarzem Sommertrüffel, Wolfsbarschfilet auf Livornese-Art mit Spinat und Gemüse bis hin zu Vanille-Panacotta auf Maracuja-Spiegel mit wilden Früchten. „Wir möchten unsere Gäste kulinarisch mit einem Hauch Italien verwöhnen“, so Gastgeber Giuseppe Sabatino. Später am Abend verwandelt sich „Tino‘s Bar“ in einen Hotspot für Menschen, die gerne ausgehen, Spaß haben und einen Drink an der Bar zu sich nehmen. „Wir haben eine internationale Vielzahl an hochprozentigen Getränken“, sagt Geschäftsführer Vincenzo Di Piazza. „Unsere Auswahl ist erstklassig.“ Zu den Signature Cocktails des Hauses gehört „At Tino‘s“, ein Mix aus Safari-Likör,

Killepitsch, Chili Vodka, Zitronensaft, Läuterzucker, Maracujasaft und Trüffelöl. Bei „Bella Vita“ kommen Limoncello, Grapefruitsaft, Maraschino-Likör und Prosecco zum Einsatz. Freitags und samstags gibt´s dazu ab 21 Uhr Jazz – natürlich live. Und einmal im Monat ertönt freitags heiße Ibiza-Musik. „Wie im ‚Blue Marlin’ an der schönen Bucht Cala Jondal, wo sich die Reichen, Schönen und Berühmten treffen und angesagte DJs auflegen“, so Vincenzo Di Piazza. „Dann darf bis morgens gefeiert und getanzt werden.“

„Tino‘s Bar“ ist ein Juwel in der Düsseldorfer Bar-Szene. Mit dem hervorragenden Essen im Restaurant und dem Chill-out-Bereich bietet sie den optimalen Rahmen für gesellige Stunden, und das bei erstklassiger Qualität und bestem Service. Wer möchte, kann die ganze Bar für eine geschlossene Gesellschaft buchen. „Wir kümmern uns um den kompletten Champagner zum Aperitif Service. Vom Essen über die Getränke bis hin zur Musik“, betont Vincenzo Di Piazza. Entspannter lässt sich der Geburtstag, die Hochzeit oder das Firmenjubiläum kaum verbringen. Zum Jahreswechsel dürfen sich alle auf eine große Silvesterparty freuen. Mit Sektempfang, Fünf-Gänge-Menü, Pianomusik, Champagner um Mitternacht und Tanz. „Open End inklusive.“ An Ideen mangelt es dem Team um Giuseppe Sabatino und Vincenzo Di Piazza nicht. „Für unsere Gäste lassen wir uns immer wieder neue Überraschungen einfallen. Gleich im März nächsten Jahres starten wir mit dem Umbau der Außenterrasse auf der Kö „ nigsallee.“ Mal sehen, was danach kommt.  

Tino's Bar, Königsallee 59 | 40215 Düsseldorf | Telefon 0211 53808138 | www.tinos-bar.de

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Hüttenrestaurant an der Eisbahn Echt cool, die „DEG-Winterwelt“! Die neue Eisbahn auf dem Düsseldorfer Corneliusplatz gilt als das Winter-Highlight der Landeshauptstadt. Hütten-Feeling pur gibt´s am Nordende der Eisbahn, im Restaurant „Füchschen-Alm“– komplett aus Holz konstruiert, im traditionellen Stil einer Almhütte. Im einladend-rustikalen Ambiente stehen den Gästen über 160 Sitzplätze zur Verfügung, weitere 90 Sitz- sowie 60 Stehplätze auf der Terrasse. Betreiberin des Restaurants ist Veronika Schillings. Die erfahrene Gastronomin führt in Düsseldorf das „mayersdaily“ (Rethelstraße) und das „Bernstein & Inbar“ (Lorettostraße). Die Getränke kommen aus der Hausbrauerei „Füchschen“. Die „DEG Winterwelt“ ist bis zum 28. Januar 2018 geöffnet. n

Sterne-Regen für Düsseldorf Für Spitzenköche ist es der wichtigste Termin des Jahres: die Veröffentlichung des „Guide Michelin“. Quer durch die Republik wird sie stets mit Spannung erwartet. Die Sterne des ältesten und renommiertesten Gastronomie- und Hotelführers der Welt sind heiß begehrt. Die „Bibel der Feinschmecker“ wurde in diesem Jahr in Potsdam vorgestellt. Erstmals gibt es nun 300 Sterne-Restaurants in Deutschland. Das sind acht mehr als bisher. Darunter allein vier neue Zwei-Sterne-Lokale und 29 weitere Küchenchefs, die zum ersten Mal mit einem Stern ausgezeichnet wurden. Die ohnehin anspruchsvolle Düsseldorfer Feinschmecker-Szene darf sich freuen. Die Landeshauptstadt zählt zu den Gewinnerstädten unter den kulinarischen Hotspots. Gleich drei Restaurants wurden hier erstmals mit einem Stern bedacht. Eines davon ist das Restaurant „Fritz‘s Frau Franzi“ im Hotel „The Fritz“ an der Adersstraße 8. Hier steht Benjamin Kriegel am Herd. Er ist ein Meister seines Fachs. Gelernt hat er bei Drei-Sterne-Koch Christian Jürgens am Tegernsee. Im ehemaligen Düsseldorfer „Victorian“ war er Sous-Chef. Die Tester überzeugte der 28-Jährige mit seiner „Weltküche mit experimentellem Touch“. Der Anspruch des gebürtigen Sauerländers: „Es wird immer mindestens ein Gericht dabei sein, dass Sie so noch nie gesehen haben.“

Benjamin Kriegel, Yoshizumi Nagaya und Anthony Sarpong bei der Gala des „Guide Michelin Deutschland“ in Potsdam

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Glücklich über die Auszeichnung ist auch Yoshizumi Nagaya. Der Japaner erkochte sich mit seinem Restaurant „Nagaya“ an der

Fotos: Stefan Chmielewski, DEG-Winterwelt, Breidenbacher Hof

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Oscar Bruch (Betreiber der „DEG Winterwelt“), Veronika Schillings (Betreiberin Restaurant „FüchschenAlm“) und Frank Driewer (Braumeister „Füchschen“, v.l.)


Fotos: Stefan Chmielewski, DEG-Winterwelt, Breidenbacher Hof

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Exklusive ShowkĂźche Der Breidenbacher Hof, a Capella Hotel, ist um eine Attraktion reicher: Im Oktober wurde dort eine exklusive ShowkĂźche erĂśffnet. Der spektakuläre Event­ raum befindet sich im ersten Stock des FĂźnf-Sterne-Hauses, mit Blick auf die Heinrich-Heine-Allee und die Altstadt. â&#x20AC;&#x17E;Mit der ShowkĂźche erwartet unsere Gäste ein weiteres Highlight im Breidenbacher Hof â&#x20AC;&#x153;, so General Manager Cyrus Heydarian. â&#x20AC;&#x17E;Sie kreieren exquisite Gerichte mit und bekommen Einblick hinter die Kulissen einer gehobenen KĂźche.â&#x20AC;&#x153; Ausgestattet ist die exklusive ShowkĂźche mit Highend-Geräten wie einem 800 Kilo schweren Molteni-Herd, einem Wandgrill zum Braten, einem Teppanyaki-Grill und einem Weinregal, in dem edelste Rebensäfte zu finden sind. Ein weiterer Hingucker ist der elegante groĂ&#x;e Esche-Holztisch, an dem bis zu 16 Gäste Platz finden. Die 60 Quadratmeter groĂ&#x;e KĂźche kann als Eventlocation fĂźr bis zu 25 Personen gebucht werden. â&#x20AC;&#x17E;Wir werden themenbezogene Kochkurse, wie beispielsweise â&#x20AC;&#x161;So isst DĂźsseldorf â&#x20AC;&#x2122; oder der Jahreszeit angepasste MenĂźs anbietenâ&#x20AC;&#x153;, sagt KĂźchenchef Philipp Ferber. â&#x20AC;&#x17E;Aber auch ein Chef â&#x20AC;&#x2DC;s Table und KĂźchenpartys gehĂśren zu un   n serem Programm.â&#x20AC;&#x153;

Neuer spektakulärer Event-Raum im Breidenbacher Hof â&#x20AC;&#x17E;FĂźr Philippe, Danke fĂźr das Essenâ&#x20AC;&#x153;, steht da mit Mick Jaggers Unterschrift. Mit einem schwarzen Edding verewigte sich der Rockstar bei einem Besuch in DĂźsseldorf auf der Lackfront eines Schrankes in der neuen ShowkĂźche.

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KlosterstraĂ&#x;e, in dem er FernĂśstliches mit Anklängen der europäischen KĂźche vereint, bereits im Jahr 2010 einen Stern. Damit wurde das â&#x20AC;&#x17E;Nagayaâ&#x20AC;&#x153; ein Unikum unter den japanischen Restaurants in Deutschland. Vor einem Jahr erĂśffnete der Sternekoch ein weiteres Restaurant: das â&#x20AC;&#x17E;Yoshi by Nagayaâ&#x20AC;&#x153; an der KreuzstraĂ&#x;e. Hier steht die traditionelle japanische KĂźche im Vordergrund. Japanische Klassiker wie Sushi und Sashimi bereitet der Perfektionist erstklassig zu. Nagaya spielt gekonnt mit Aromen, serviert groĂ&#x;e und innovative Kunst. All das zusammen brachte einen Stern fĂźrs â&#x20AC;&#x17E;Yoshi by Nagayaâ&#x20AC;&#x153;. Das dritte im Bunde der neuen Ein-Sterne-Restaurants ist das â&#x20AC;&#x17E;Anthonyâ&#x20AC;&#x2DC;sâ&#x20AC;&#x153; in Meerbusch. Der in Ghana geborene Anthony Sarpong

setzt auf Top-Qualität, Kreativität und Innovation. Das KĂźchen-Geheimnis des 35-Jährigen: ein gekonnter Mix aus arabischer, afrikanischer und internationaler, speziell franzĂśsischer KĂźche. â&#x20AC;&#x17E;Mein Team und ich freuen uns riesig Ăźber den Sternâ&#x20AC;&#x153;, so Anthony Sarpong â&#x20AC;&#x201C; obwohl er es eigentlich nie auf einen Stern angelegt hat. Viel wichtiger ist ihm, dass seine Gäste sich bei ihm wohlfĂźhlen. Einziges Zwei-Sterne-Restaurant am DĂźsseldorfer Gourmethimmel bleibt â&#x20AC;&#x17E;Im Schiffchenâ&#x20AC;&#x153; in DĂźsseldorf-Kaiserswerth. Jean-Claude Bourgueil, der Chef des Sterne-Restaurants, und seine Mitarbeiter freuen sich Ăźber die erneute HM n Auszeichnung.   

 

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kultur

Regen als sinnliches Erlebnis In seinem Studio stellte der Düsseldorfer Fotograf Boris Zorn schon 256 Menschen für eine Porträtserie unter einen warmen Schauer.

Hommage an eine legendäre Diva: Texterin Torina in einer extra geschneiderten Marlene-DietrichHose. Die OriginalGaslaterne wurde in drei Teilen ins Studio gewuchtet.

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Nina liebt stundenlange Telefonate mit ihren Freundinnen. So wollte sie sich zeigen.

r war 13 Jahre alt, als sein Onkel ihm eine Kamera schenkte. „Auf der Stelle verwandelte ich mein Kinderzimmer in ein Fotolabor“, erzählt Boris Zorn. „Ab da stellte sich nie mehr die Frage, was ich einmal werden wollte.“ Zielbewusst verfolgte er seinen Weg. Er absolvierte ein Praktikum bei einem Düsseldorfer Fotografen, blieb viel länger als geplant, konnte bei spannenden Produktionen assistieren und aus seinem Talent eine Profession entwickeln. „Meine Spezialität war es damals, auf analoge Weise Fotos zu machen, von denen man heute sagen würde, da war bestimmt Photoshop im Spiel“, sagt er. Schon bald fiel der junge Mann aus Geldern, der in Düsseldorf hängen blieb, in der Werbefotografie durch seine originellen Ideen und seine besondere Technik der Mehrfachbelichtung auf. Beim digitalen Umschwung, der die gesamte Branche revolutionierte, mischte er von Anfang an begeistert mit. Gleichzeitig vollzog er bei seinen Motiven eine Kehrtwende. Menschen erschienen ihm auf einmal viel spannender als Gegenstände. Mit zunehmender Leidenschaft porträtierte Boris Zorn Künstler und Wirtschaftsbosse. Dabei stellte er fest: „Meine Stärke liegt im konzeptionellen Denken. Ich sehe, was bei einem Charakter wesentlich ist. Diesen Blick kann man schär-

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kultur

Ob Wirtschaftsboss mit Herz oder Tanz auf dem Vulkan: Die Verfremdung durch den Regen, so der Fotograf, hole in einer Atmosphäre des Vertrauens das Echte aus einem Menschen heraus.

fen.“ Er hält wenig davon, seinen „Objekten“ bestimmte Gesten zu verordnen: „Wenn sie sich bei mir gut aufgehoben und sicher fühlen, kommt das ganz von allein.“ Und irgendwann tauchte dann der Einfall mit dem Regen auf, ausgelöst durch den Auftrag eines Chemiekonzerns zu einer neuen Dachabdichtung. „Ich verfügte über eine Blitztechnik, die Tropfen naturgetreu einfängt, und entwickelte schnell ein Konzept, was ich daraus machen könnte“, berichtet er. „Das war der Kick zu einer langen Serie.“ Mit Vehemenz setzte er seine Vision um, fotografierte in zwei, drei Monaten etwa 60 „Regenbilder“. Heute sind es weniger, er kommt auf maximal 15 Shoots pro Jahr.

Zur Person Boris Zorn ist in Geldern aufgewachsen und wohnt seit seinem ersten Praktikum in einem Fotostudio in Düsseldorf. Er übernimmt meist Auftragsarbeiten für die Wirtschaft und porträtiert Persönlichkeiten. Über seine Serie „Regenbilder“ wurde in renommierten Fotomagazinen berichtet. Parallel entsteht die Reihe „Zwillingsbilder“.

Die ungewöhnliche Situation erleichtere es den Porträtierten, aus sich herauszugehen. „Die meisten Menschen wollen die Kontrolle behalten, wenn sie fotografiert werden und wirken dadurch künstlich. Der Regen macht sie innerhalb von Sekunden echt“, sagt Boris Zorn. „Wenn das Wasser über ihr Haar, ihr Gesicht und an ihrem Körper herunterläuft und ihre Kleidung dabei schwer wird, fühlt sich das unwahrscheinlich sinnlich an.“ Anfangs fand der Fotograf seine zumeist weiblichen Modelle über eine Agentur im Internet. Später entschloss er sich, den privaten Bekanntenkreis durchzuforsten und nach „Leuten mit einer interessanten Geschichte“ zu suchen. Bevor die Motive entstehen, wird erstmal in der Küche geredet. Dabei ergeben sich die Ideen auf fast spielerische Weise. 256 Menschen ließen sich bisher in seinem Studio berieseln. Öffentlich gezeigt hat Boris Zorn seine spektakuläre Regen-Serie bisher nie. Allzu viel Ehrgeiz scheint er nicht zu investieren, eine Galerie oder einen passenden Ort zu finden. „Irgendwann wird es sich ergeben“, glaubt er. Bei ihm entsteht schon wieder etwas Neues: In der Serie „Zwillingsbilder“ zeigt er zwei konträre Seiten eines GO „ Menschen.                                                                                      

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Fotos: Boris Zorn

Den Regen macht er selbst. Wie das geht, zeigt Boris Zorn in seinem Wohn-Atelier in Flingern. Am Boden des Studios befindet sich ein niedriges Becken, ausgekleidet mit Teichfolie. Im Badezimmer füllt er warmes Wasser in die Wanne und legt eine Pumpe dazu, die er per Fernbedienung steuert. Ein Gartenschlauch leitet das Wasser in einen löchrigen Behälter über dem Becken: „Und dann regnet‘s halt.“ So einfach, wie es sich anhört, ist diese Arbeit aber nicht, es gehört eine Menge an Technik und Ausrüstung dazu. Die Blitzanlage friert die Tropfen des künstlichen Regens ein. „Sonst würde man nur Schlieren sehen.“ Zorn verwendet ein riesiges bewegliches Stativ, eine Lichtwanne und einen 80 Kilo schweren Generator.


kultur

Die Bronzeskulptur wurde von Bildhauer Bert Gerresheim auf Initiative des Heimatvereins Düsseldorfer Jonges gestaltet.

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tto Dix bezeichnete sie als „meistgemalte Frau Deutschlands“. Künstler wie Max Ernst oder Otto Pankok waren unter ihren Schützlingen: Johanna Ey – oder besser gesagt „Mutter Ey“ ist 70 Jahre nach ihrem Tod in die Düsseldorfer Altstadt zurückgekehrt. Auf dem neu getauften „Mutter-Ey-Platz“ an der Neubrück-/Ecke Mühlenstraße steht seit Ende September nun auch ein Denkmal der Namensgeberin – eine zweieinhalb Meter hohe Bronzestatue, die der Künstler Bert Gerresheim geschaffen hat. Zu verdanken ist die Skulptur der Initiative der Düsseldorfer Jonges und Investor Uwe Schmitz, Inhaber von Frankonia Eurobau, dem Bauträger des Andreasquartiers. Das Projekt wäre nämlich bereits vor vier Jahren fast an den institutionellen Kunstschützern gescheitert: Die Kulturvertreter der Stadt sahen sich außerstande, das Projekt zu fördern. Doch die Jonges verfolgten das Vorhaben hartnäckig und fanden durch die Frankonia Eurobau einen nichtöffentlichen Platz im Andreas-Quartier, der aber für die Öffentlichkeit begehbar ist. „Der Stadtrat hat nur genehmigt, dass wir den Platz ,Mutter-Ey-Platz‘ nennen dürfen“, sagt Baas Wolfgang Rolshoven. Investor Uwe Schmitz übernahm nicht nur das Finanzielle, sondern richtete an dem Platz auch noch ein Mutter-Ey-Café ein, in dem junge Künstler kostenlos ihre Werke präsentieren können.

Nicht nur Otto Dix, Max Ernst oder Otto Pankok vergaßen nie ihre Wohltäterin – auch für den 82-jährigen Bert Gerresheim ist die Skulptur ein persönliches Dankeschön an Johanna Ey. Denn sie selbst empfahl ihm einst als Zwölfjährigem ein Kunststudium an der Düsseldorfer Kunstakademie. Eine Bronzestatue als Denkmal ihrer Person hätte sie wohl nicht für möglich gehalten, AKA „ aber – so Bert Gerresheim – es hätte ihr gefallen.

Foto: Melanie Zanin

„Das ist ganz im Sinne von Mutter Ey“, meinte Wolfgang Rolshoven voller Freude. Sie war schließlich eine bedeutende Förderin der modernen Malerei in Düsseldorf. Johanna Ey wurde am 4. März 1864 in Wickrath geboren und kam als 19-Jährige nach Düsseldorf. Nachdem ihre Ehe mit dem Braumeister Robert Ey geschieden wurde, eröffnete sie 1907 an der Ratinger Straße 45 eine Backwarenhandlung. 1910 folgte eine Kaffeestube, die sich schnell zum Treffpunkt von Schauspielern, Journalisten, Musikern und Malern entwickelte. „Mutter Ey” nannten ihre intellektuellen Schützlinge sie liebevoll, denn sie half den oft mittellosen Kreativen und gab ihnen Kredit. Künstler konnten bei ihr auch mit Bildern bezahlen, sodass mit der Zeit in der Kaffeestube ein kleines Museum entstand. Um diese zu verkaufen, eröffnete Johanna Ey noch während des Ersten Weltkrieges eine Galerie an der heutigen Heinrich-Heine-Allee, wo sie zunächst Bilder der Düsseldorfer Malerschule ausstellte. Nach dem Krieg wurde die Galerie unter dem Namen „Junge Kunst – Frau Ey“ zum Mittelpunkt der Künstlergruppe „Das Junge Rheinland“. Sie gab Porträts von sich in Auftrag und wurde so als meistgemalte Frau Deutschlands berühmt.

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kühlem Kopf

Der neue Direktor Dr. Felix Krämer hat viele Pläne mit dem „Museum Kunstpalast“ und dessen einzigartiger Sammlung. Vor allem soll das Haus am Ehrenhof ein Ort sein, an dem neugierige Menschen sich an Kunst bereichern können.


freizeit

D Foto: Hans-Jürgen Bauer

urch bodentiefe Fenster flutet von allen Seiten Licht in das Arbeitszimmer von Dr. Felix Krämer. Eigentlich schön, findet er. Wäre da nicht eine kleine Einschränkung: „Man kann aus den umliegenden Gebäuden zu mir hereinschauen. Ein wenig fühle ich mich wie auf einer Bühne, das bringt das Amt wohl mit sich. An diesen Gedanken muss ich mich erst gewöhnen.“ Um den Raum persönlicher zu gestalten, quartierte der neue Leiter im „Museum Kunstpalast“ die vorgefundenen konventionellen Sitzmöbel aus. Um den großen Tisch gruppieren sich jetzt ganz unterschiedliche Designer-Stühle, die er im Depot entdeckte. Darauf nahmen zunächst der Reihe nach seine gut 60 Mitarbeiter Platz. „Ich hatte mir vorher überlegt, was ich mir selber von einem neuen Chef wünschen würde“, sagt er. „Wie sollte er sich im Idealfall präsentieren?“ Am besten geeignet erschien ihm das persönliche Gespräch. Ein Kraftakt, natürlich. „Aber jeder, der hier arbeitet, hat seine Geschichte. Und meist gibt es einen Grund, warum er da ist. Für ein Museum entscheidet man sich.“ Steilvorlage, Herr Dr. Krämer! Also dann: Was hat ihn nach neun erfolgreichen Jahren als Kurator im Frankfurter Städelmuseum nach Düsseldorf gelockt? „Ich war Kurator mit großer Leidenschaft, lange Zeit konnte ich mir keine schönere Aufgabe vorstellen“, antwortet er. „Doch dann merkte ich, dass die He­ rausforderungen geringer wurden. Ich aber mag Herausforderungen, ich mag es, Dinge zu bewegen.“ Selbst bei der Planung der Matisse-Bonnard-Ausstellung, mit der er den Frankfurtern ein grandioses Abschiedsgeschenk machte, sei er nicht sonderlich nervös gewesen. Ein Signal, dass der anstehende Wechsel richtig war. Seit Oktober ist er nun im Amt und nach Susanne Gaensheimer (Kunstsammlung NRW) der zweite hochgeachtete Kunstexperte, der binnen weniger Monate vom Main an den Rhein zog – mit Ehefrau, einem Sohn und zwei Töchtern. Düsseldorf ist ihm seit früher Jugend vertraut und mit positiven Erinnerungen verknüpft. Von hier stammt sein Vater, der renommierte Fotograf Volker Krämer. Hübsche Randnotiz: Bekannt wurde

„Das Museum darf nicht nur Kunstpalast heißen, es muss auch einer werden“

er durch den „Stern“, doch zuvor war er der erste festangestellte Fotograf der „Rheinischen Post“. Der Museumsleiter hebt Düsseldorfs starke Künstlerschaft hervor, bemängelt aber auch: „Die Stadt macht in punkto Kunst zu wenig aus sich.“ Das will er ändern. Zunächst seien allerdings dringende Erneuerungen im Haus nötig, damit das Museum seine Potenz voll ausschöpfen könne. Dazu gehören die Belebung der aus Statikgründen brachliegenden Belvedere-Fläche zwischen den Gebäuden, die lange verschleppte Digitalisierung und die Aufwertung der Gastronomie. Gemäß der 100-Tage-Regel nach Antritt werde er im Januar seine Pläne vorstellen, kündigt Krämer an. Allein das zwinge ihn dazu, ein gewisses Tempo vorzulegen. „Da bin ich schon auch ehrgeizig.“ Seine Zielsetzung: „Das Programm wird hoffentlich eine internationale Strahlkraft haben, aber auch den Ort bedenken. Regional ist nicht gleich provinziell. Es gibt wenige Städte, die wie Düsseldorf auf ihre eigene Geschichte und Sammlung gucken und trotzdem eine internationale Perspektive haben können.“ Ausstellungen bloß einkaufen und übernehmen - nein. Selber machen und Impulse setzen - ja. Man könne im „Museum Kunstpalast“ viele Schätze aus dem Dunkel der Depots heben, davon ist er überzeugt. Auch Bilder des „Jungen Rheinlands“ sollen demnächst wieder gewürdigt werden. Mit der Kunstakademie wird bereits das spannende Projekt „Das Rembrandt-Experiment“ vorbereitet. Und schon jetzt freut er sich auf ein Highlight im Herbst 2018, wenn Werke von Walter Ophey (1882-1930) ans Licht geholt werden. „Ein Maler und Grafiker, der lange nicht mehr beachtet wurde. Unser Bestand weist 3000 Arbeiten von ihm auf, ein großartiges Werk.“ Bilder und Fotos umgaben ihn seit eh und je, damit wuchs er in Hamburg auf. Schon als Teenager fuhr Felix Krämer zu Ausstellungen von Beuys, Richter und Baselitz. „Das war mein Einstieg in die Kunst.“ Seine Berufswünsche schwankten lange: „Ich wollte Autodesigner werden, Architekt, Journalist, Jurist. Oder eben Fotograf, wie mein Vater. Doch dann wandte ich mich der Kunstgeschichte zu.“ Geblieben ist die Affinität zur Fotokunst: „Eine Fotografie erfordert manchmal sogar einen genaueren Blick als ein Gemälde, weil es einen durch den vermeintlich authentischeren Charakter auf eine falsche Fährte führen kann.“ Gegen die Einteilung der Kunst in allzu enge Schubladen wehrt er sich. „Ich tue mich schwer mit Grenzziehungen, sie sind etwas Anachronistisches.“ Solange der Betrachter sein Vergnügen daran habe, sei sogar gegen ein bisschen Kitsch nichts einzuwenden. „Geschmack ist etwas Emotionales, es ist nicht meine Aufgabe, jemandem zu erklären, dass ein Werk minderwertig ist“, sagt Felix Krämer. „Wir sind als Museum dazu da, Angebote für neugierige Menschen zu machen, kommen aber natürlich nicht daran vorbei, Entscheidungen zu treffen. Ich bevorzuge dabei eine Mischung aus Leidenschaft und kühlem Kopf.“ GO „  

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kultur

Kult-Musical

Das Ensemble von „Grease“

auf Jubiläumstour „Grease“ mit neuem Traumpaar im “Capitol”

chmalzlocken, Petticoat und Cadillac – da schmilzt bei der Liebesgeschichte zwischen dem coolen Danny und der schüchternen Sandy so manches Herz dahin. Der Kultfilm „Grease“, der John Travolta und Olivia Newton-John als Hollywood-Traumpaar einst unsterblich machte, feiert 2018 sein 40-jähriges Jubiläum. Grund genug, das Kultmusical auf Jubiläumstour zu schicken. Ab Ende März 2018 ist die Bühnenfassung im Düsseldorfer Capitol Theater zu sehen, das übrigens 1996 mit der weltbekannten High-School-Romanze offiziell eröffnet wurde. Drei Jahre begeisterte damals die Lovestory die Metropole am Rhein und ist seitdem bei jedem Gastspiel ein Publikumsmagnet.

mich“, erinnert sich Alexander Jahnke, „das hatte ich ja nie zuvor gemacht! Deshalb habe ich in Hannover zur Vorbereitung auf die Proben Unterricht bei einem Coach genommen. Der hat mich richtig fit gemacht, denn ich musste ja von Anfang an mit Profi-Tänzern mithalten können.“ Den Musical-Hit als Film hatte Alexander Jahnke nie zuvor gesehen. „Ich konnte am

dem neuen Grease-Traumpaar ein wenig anzumerken. Weil aber Hits wie „Summer Nights“, „Sandy“, „Hopelessly devoted to you“ und eben „You’re the One that I want“ jeden Fuß mitwippen lassen, ist „Grease“ auch in der neuen Fassung ein Erfolgsgarant. Christian Stadlhofer hatte es leicht, die Geschichte erneut auf die Bühne zu bringen. Nur an wenigen Stellen schraubte er an der Handlung. Er rückte die LiebesgeIn der Hauptrolle als Sandy schichte zwischen Sandy und DanVeronika Riedl, den Danny spielt ny ein wenig in den Hintergrund. Alexander Jahnke. So bekommt das Ensemble etwas mehr Bedeutung.

So lieben ihn seine Fans: Alexander Jahnke als Finalist bei DSDS.

Regisseur Christian Stadlhofer ging ein Wagnis ein, als er die Hauptrollen zu besetzen hatte und entschied sich für Neulinge. Danny-Darsteller Alexander Jahnke war 2017 Finalist bei „Deutschland sucht den Superstar“ und kam eher durch Zufall an die Rolle. „Der Produzent hat mich bei DSDS gesehen und mich zu einer Audition eingeladen, wo ich auch vortanzen und schauspielern sollte“, erzählt der Popsänger. Sandy alias Veronika Riedl machte erst im Sommer ihren Abschluss am Wiener Konservatorium. „Tanzen und Schauspielern war zunächst einmal eine riesige Herausforderung für

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Anfang auch nicht viel damit anfangen, Musical war nie ein Thema für mich“, sagt er heute. „Und inzwischen macht es mir einen unheimlichen Spaß, dem Ganzen auch einen eigenen Touch zu geben. Das ist schon cool.“ Auch für Veronika Riedl war die Premiere eine Herausforderung. „Wir haben lange in Duisburg und Bremen geprobt – die Hamburger Bühne aber konnten wir erst einige Stunden vor der Vorstellung zum ersten Mal betreten“, erzählt sie. Die Nervosität war

Aber „Grease“-Fans würden es ohnehin kaum verzeihen, wenn jemand die Story maßgeblich verändern würde. „Grease“ bleibt „Grease“: Im Musical geht es um eine Liebesromanze im High-School-Milieu. Erzählt wird die romantische Geschichte von Sandy & Danny, die sich im Sommerurlaub ineinander verlieben und an ihrer High School unerwartet wieder aufeinandertreffen. Doch der Frauenschwarm und Anführer der coolsten Clique der Schule lässt die schüchterne, neue Mitschülerin abblitzen – alles andere als beste Voraussetzungen für die große Liebe. Natürlich gibt es ein furioses Finale, in dem die beiden LOD „ endlich zueinander finden. Im Capitol Theater Düsseldorf zu sehen vom 20. März - bis 1. April 2018   Tickets und Infos unter www.grease.de

Fotos: Marcel Kohnen, Ruprecht Stempel, DSDS by Stefan Gregorowius

S


Die Stadt

im Zeichen der Fotografie W

Das neue zehntägige „Düsseldorf Photo“ ist bisher in der Art einmalig in Deutschland und soll das größte Festival in NordrheinWestfalen werden. Mit dabei sind die großen MuseumsHäuser, die Akademie Beteiligt sind beispielsweise das K21 und die – Kunstsammlung Nordrhein-WestHochschule. falen. Dort steht der in Beirut lebende enn Alain Bieber, Leiter des NRW-Forums, das erste Düsseldorf Photo-Festival unter seiner Ägide eröffnet, dann steht die Stadt zehn Tage lang im Zeichen der Fotografie. Rund 30 Museen, Kulturinstitutionen, Hochschulen, Galerien und Projekträume präsentieren Werke von mehr als 100 Fotografen und Fotografinnen. Vom 16. bis 25. Februar sind bei dem größten Fotofestival in Nordrhein-Westfalen Künstler wie Thomas Ruff, Barbara Kasten, Herlinde Koelbl, Kris Scholz, Louise Dahl-Wolfe, Charles Paul Wilp, Akram Zaatari, Hartmut Neumann und die Kunstakademie-Klasse von Christopher Williams mit von der Partie. Die herausragende Rolle der Fotokunst in der Stadt soll auf der Plattform der wichtigsten Akteure unter Beweis gestellt werden.

Künstler, Filmemacher und Kurator Akram Zaatari im Mittelpunkt einer Schau aus Video-Installationen, Filmen und fotografischen Objekten – alles vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Verwerfungen im Nahen Osten. Das NRW Forum rückt die Arbeiten von Louise Dahl-Wolfe (1895–1989) in den Blickpunkt. Sie gilt als eine der wichtigsten Modefotografinnen der ersten Hälfte des 20. Jahr-

hunderts. Die Retrospektive beleuchtet, wie Dahl-Wolfe daran mitgewirkt hat, das Bild einer modernen, unabhängigen Nachkriegsfrau zu prägen. Raum als Bühne einer sich wandelnden Realität ist das zentrale Motiv von Barbara Kastens Fotografien und Film-Installationen, die in der Sammlung Philara zu sehen sind. Die Arbeiten der US-Künstlerin entstehen während einer „interdisziplinären Performance“ zwischen Fotografie, Skulptur, Architektur und Malerei. Kasten baut für ihre abstrakten „Bilder“ raumgreifende Installationen vor der Fotokamera aus „Requisiten“ der Architektur wie Glas, Spiegel oder Metallkonstruktionen. Diese Bühnenarrangements werden mit farbigem Licht reinszeniert. Das städtische Filmmuseum beteiligt sich mit einem Filmprogramm zur Fotografie. Unter den Teilnehmern sind auch private Kunsträume wie Kai 10 und Weltkunstzimmer. Mit dabei sind unter anderem auch die Mahn- und Gedenkstätte, Schloss Benrath, die Kunstakademie und die Hochschule. Für die Galerie Van Horn wird der Sammler und Fotograf Wilhelm Schürmann eine Ausstellung kuratieren, Galerien wie Hans Mayer, Konrad Fischer, Peter Tedden und Ninasagt bereiten ebenfalls besondere Schauen vor.

Historisch und aktuell spielt die Fotokunst eine herausragende Rolle. Dies spiegelt das vielseitige Programm des Festivals mit seiner großen Bandbreite an Akteuren und einem reichen inhaltlichen Programm wider: Zusätzlich zu Museums- und Galerieausstellungen öffnen Privatsammlungen und Künstlerateliers ihre Türen und kuratierte Satellitenprojekte und Aktionen im öffentlichen Raum werden gezeigt. Außerdem finden Symposien, eine Fotobuchmesse, ein Filmprogramm und Portfolio Reviews statt. Der Start des Festivals ist am Freitag, 16. Februar, wenn alle Ausstellungen, Galerien und Sonderprojekte zur Vernissage einladen. Am Samstag, 17. Februar, haben zur „Langen Nacht der Fotografie“ alle Teilnehmer bis 2 Uhr nachts geöffnet und präsentieren ein umfangreiches Sonderprogramm mit Führungen, Performances, Konzerten und Party. Nach langen Diskussionen um die Organisation findet an dem Wochenende zum siebten Mal auch das von der Galeristin Clara-Maria Sels verantwortete „Photo Weekend“ statt, an dem sich rund 20 Galerien beteiligen wollen. Ein vollständiges Programm aller Teilnehmer soll ab Mitte Dezember unter www.duesseldorfphotoweekDH „ end.de stehen.

Foto: NRW - Forum Düsseldorf: Louise Dahl - Wolfe: A St yle of Her Own / Bild: Louise Dahl Wolfe: Twins At The Beach, 1955; Louise-Dahl-Wolfe_Museum-of-Modern-Art-Looking-at-Matisse_ca.-1940.jpg

Das NRW-Forum zeigt bis 20. Mai eine Ausstellung zur Modefotografin Louise Dahl-Wolfe.

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kultur

Von Mexiko bis Alaska: Sonja Endlweber (r.) bewältigte 10.000 Kilometer auf dem Pferderücken.

kultur

S „Nathan (to go)“ mit Jan Maak in der Titelrolle und Cennet Rüya Voß als seine Tochter Recha

Globetrotter, Weltumsegler, Forscher und Fotografen berichten in spektakulären Filmen von ihren Erlebnissen in zumeist exotischen Ländern: Mit dieser Idee hat sich „Grenzgang“ eine Fangemeinde erworben. Im kalten Januar und Februar gibt es im Savoy Theater Herzerwärmendes zu sehen, auf der Leinwand und im Kopfkino. Den Anfang machen am 14. Januar die Reportagen „Patagonien und Feuerland – Das schönste Ende der Welt“ (14 Uhr) und „Die Anden - Von Venezuela nach Kap Hoorn“ über das urwüchsige Rückgrat des südamerikanischen Subkontinents (18 Uhr). „Der lange Ritt – Mit 1 PS durch Nordamerika“ beleuchtet die Erlebnisse von Sonja Endlweber, die in sieben Jahren 10.000 Kilometer auf dem Pferderücken bewältigte, von Mexikos Grenze durch die Rocky Mountains bis nach Alaska (4. Februar, 17.30 Uhr). Was es bedeutet, sich auf zwei Rädern davonzumachen, berichten Anita Burgholzer und Andreas Hübl in „Rückenwind – Mit dem Rad um die Welt“ (18. Februar, 14 Uhr), eine Reise über 36.500 Kilometer, die sie in zwei Jahren durch 35 Länder führte. Mehr Abenteuer im Sattel gibt es danach um 19 Uhr bei der Reportage „Zwei nach Shanghai – Mit dem Rad nach China“. Info: GO n www.grenzgang.de, www.savoy-theater.de                                          

Mit dem Theater auf Tuchfühlung Den Schauspielern ganz nah sein, Werke der Weltliteratur in ungewöhnlichem Rahmen genießen und dabei neue Einsichten gewinnen – mit diesem Konzept wurde in der vorigen Spielzeit das Projekt „Faust (to go)“ aus der Taufe gehoben. Jetzt schickt das Schauspielhaus „Nathan (to go)“ auf eine spannende Reise durch Düsseldorf. Regie führt erneut Robert Lehniger. Es gibt drei Premieren an verschiedenen Orten, ganz im Sinne von Lessing und seinem flammenden Appell zur Toleranz zwischen den Religionen. „Nathan (to go)“ ist mit seiner berühmten Ringparabel zuerst am 13. und 14. Januar in der Bunkerkirche der Koptischen Christengemeinde in

Heerdt zu erleben (Übertitel in Arabisch). Danach am 16. Januar im Leo-Baeck-Saal der Jüdischen Gemeinde in Golzheim (Eintritt nur mit Personalausweis) und am 23. Januar im Eventcenter Benrath als Kooperation mit dem Islamischen Kulturzentrum Düsseldorf und dem Kreis der Düsseldorfer Muslime (Übertitel in Arabisch). Bis Juli 2018 soll die Produktion in der Stadt unterwegs sein und in geeigneten Räumen vor bis zu 100 Zuschauern aufgeführt werden. Wer „Nathan (to go)“ zu sich einladen oder sich über die künftigen Spielstätten informieren möchte: Tel. 0211-8523112 und kbb@duesseldorferGO n schauspielhaus.de

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Fotos: ThomasRabsch, Capiton/Endlweber

NWE

Faszinierende Abenteuer rund um die Welt


kultur

Was... Wann...

Kulturtipps & mehr

Tonhalle

Wo

in Düsseldorf

Foto: Aries 2016

Foto: Anne-Sophie Mutter/Oliver Eltinger

DEZEMBER 2017 - MÄRZ 2018

Die Nacht der Musicals

Carmen Herrera

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&

kultur

Musik

Was:

Die Nacht der Musicals

Wann:

Di. 20. Februar | 20 Uhr

Wo:

Mitsubishi Electric Halle | Siegburger Straße 15

Infos:

Fon 0211 8997733 | www.mitsubishi-electric-halle.de

Co

Wenn es nach Karneval wieder edel, aber nicht weniger schillernd sein darf, bietet sich dieses musikalische Highlight an. Stars der Originalproduktionen verzaubern mit Titeln der erfolgreichsten Musicals. Eine gekonnte Mischung aus Klassikern wie Cats und jüngeren Werken wie Falco.

Tanz der Vampire

Capitol

Tonhalle

Was:

Anne-Sophie Mutter mit L‘Orchestra dell‘ Accademia Nazionale di Santa Cecilia

Wann:

Mo. 22. Januar | 20 Uhr

Wo: Infos:

Was:

The Nutcracker Reloaded

Wann:

Di. 16. bis So. 21. Januar | 20 Uhr, Samstag und Sonntag 15 Uhr

Tonhalle | Ehrenhof 1

Wo:

Capitol | Erkrather Straße 30

Fon 0211 8996123 | www.tonhalle.de

Infos:

Fon 0211 7344150 | www.mehr.de

Die berühmteste Geigerin der Welt trifft auf ein Orchester, das als eines unter den Top Ten der Welt gehandelt wird. Mit der musikalischen Dichtung „Ein Heldenleben“ von Richard Strauss und dem einzigen vollendeten Violinkonzert Beethovens sollte ein unvergesslicher Konzertabend garantiert sein.

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Tschaikowsky meets Streetdance: Star-Choreograf Fredrik Rydman präsentiert einen Ballett-Klassiker neu, indem er ihn mit modernem Tanz wie Hip-Hop und Breakdance kombiniert. In Szene gesetzt mit spektakulären visuellen Effekten.


kultur

Tonhalle

Was:

Die Nacht der 5 Tenöre: 15 Jahre Jubiläumstournee

Wann:

Mi. 3. Januar | 20 Uhr

Wo:

Tonhalle | Ehrenhof 1

Infos:

Fon 0211 8996123 | www.tonhalle.de

Fotos: Wolfgang Khler, Christian Schmidt, Monika Höfler, Daniel Ohlsson, RG Veranstaltungen, Robert Eickelpoth, Kai Heimberg

Die 5 Tenöre gehören schon seit 15 Jahren zu den Höhepunkten eines jeden Konzertkalenders. Gefeiert wird das Jubiläum mit Arien-Klassikern aus den berühmtesten Opern der Welt: Aida, Nabucco, Carmen und noch mehr. Ausgepackt werden die musikalischen Geschenke von Sopranistin Andrea Hörkens, die durch die Gala führt.

Stahlwerk

Was:

Antilopen Gang: Fest der Liebe – AUA Tour

Wann:

Sa. 23. Dezember | 19 Uhr

Wo:

Stahlwerk | Ronsdorfer Straße 134

Infos:

Fon 0211 78178700 | www.stahlwerk.de Die Düsseldorfer (und ein bisschen Aachener) HipHop-Band schaffte es mit ihrem zweiten Album „Anarchie und Alltag“ auf Anhieb auf Platz 1. Wer politische Haltung mag, verpackt in deutschen Rap, ist bei der AUA-Tour der Jungs genau richtig.

Peter Maffay

Tonhalle

Was:

Peter Maffay - MTV UNPLUGGED Tour 2018

Wann:

Mo. 26. Februar | 20 Uhr

Wo:

ISS Dome | Theodorstraße 281

Infos:

Fon 0211 8927700 | www.issdome.de Peter Maffay hat eine beachtliche Entwicklung hinter sich: Von Schlager über Rock und Pop bis zu Musicals war alles dabei. Hier darf man gespannt sein auf Titel wie „Eiszeit“, „Tiefer“ und „Sonne in der Nacht“, reduziert auf das Wesentliche. Wer sich unplugged traut, hat was drauf.

Was:

Boybands Forever

Wann:

Fr. 9. März | 20 Uhr

Wo:

Tonhalle | Ehrenhof 1

Infos:

Fon 0211 8996123 | www.tonhalle.de Ein Throwback in die eigene Jugend gefällig? Was würde sich dazu besser eignen als ein Abend mit den damaligen Boybands wie Take That, New Kids on the Block und Backstreet Boys. Für Idee, Buch und Regie zeichnet Comedian Thomas Hermanns verantwortlich, der diese Musical-Show „…zum Grimmepreis peitschen will…“.

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kultur

Was:

Der Silberprinz

Wann:

Do. 11. bis So. 21. Januar | 19.30 Uhr, Sonntag 18.30 Uhr

Wo:

Gemeindesaal Kreuzkirche | Collenbachstraße 1

Infos:

Fon 0211 462746 | info@theater-der-klaenge.de

Der Silberprinz

&

Theater

„Silberprinz“ ist der Spitzname des früh ergrauten Bauhaus-Begründers Walter Gropius. Dessen bewegende Zeit als Leiter der wohl einflussreichsten Bildungsstätte des 20. Jahrhunderts im Bereich Architektur, Kunst und Design wird in diesem Stück durchleuchtet. Stilecht findet die Premiere im denkmalgeschützten Bau des sogenannten neuen Bauens aus dem Jahr 1929 statt.

Co

Tom Gerhardt

Lazarus

Was: Wann:

Lazarus — Musical von David Bowie und Enda Walsh Sa. 3. Februar bis Do. 12. April | 19 Uhr, sonn- und feiertags 18 bzw. 15 Uhr

Wo:

Schauspielhaus | Gustaf-Gründgens-Platz 1

Infos:

Fon 0211 85230 | Tickets 0211 369911 | www.duesseldorfer-schauspielhaus.de In London feiert das Musical des 2016 verstorbenen Kult-Musikers schon lange große Erfolge, jetzt holt es Intendant Wilfried Schulz nach Düsseldorf. Es sind genau diese musikalischen Vermächtnisse, die große Künstler unsterblich machen: „Absolute Beginners“, „Heroes“ oder „This Is Not America“ vereint in einem Werk. Deutschsprachige Erstaufführung.

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Was:

Ketten der Liebe

Wann:

bis So. 7. Januar | 20 Uhr

Wo:

Theater an der Kö | Schadowstraße 11 (in den Schadow-Arkaden)

Infos:

Fon 0211 322333 | www. theateranderkoe.de Dass Tom Gerhardt das komische Fach beherrscht, ist längst bewiesen. Ob er es auch als Theater-Autor kann, wird sich zeigen: In seinem Debüt-Stück – in dem er selbst auch mitspielt – kämpft der gefeierte Schmuse-Rockstar Andy Roth vor einem wichtigen Konzert mit seiner nörgelnden Agentin, schlechtem Catering und entlarvenden Journalisten. Die Lösung scheint sein stalkender Groupie zu sein. Wie gesagt: scheint.


kultur

Was:

Max Goldt liest „Nein zum Masermontag“

Wann:

Mi. 20. Dezember | Sa. 20 Uhr

Wo:

ZAKK | Fichtenstraße 40

Infos:

Fon 0211 9730010 | www.zakk.de

Hiermit abonniere ich das Top Magazin Düsseldorf für die Mindestdauer von 1 Jahr zum Jahresbezugspreis von 20 €. (4 Ausgaben pro Jahr inkl. MwSt. u. Versandkosten in Deutschland)

Kolumnist des Satire-Magazins Titanic, Comic-Texter, Schriftsteller und Musiker sind Goldts Berufsbezeichnungen. Außerdem ist er mehrfach prämierter Autor. Mit „Nein zum Masermontag“ dekliniert er äußerst amüsant die Einführung eines „richtig schön gesellschaftslähmenden und wirtschaftsschädigenden Doppel- bis Dreifachfeiertages“ durch. Goldrichtig für Liebhaber sezierender Beobachtung.

Max Goldt

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Fotos: Sebastian Drueen, Steffi Henn, Christiane Reichert, Oliver Eltinger, Axel Martens | Illustration: Katharina Gschwendtner

ISS Dome

Was:

Ehrlich Brothers Magie-Show: FASZINATION

Wann:

Fr. 5. Januar | 19 Uhr

Wo:

ISS Dome | Theodorstraße 281

Infos:

Fon 0211 8927700 | www.issdome.de

PLZ/Ort

Datum/Unterschrift

Jetzt mal ehrlich: Wer echte Lastwagen verschwinden lässt und live mit einer Wunschmaschine Zuschauerwünsche erfüllt, sprengt die bisherigen Grenzen von Magie. Willkommen zur aktuellen Tour „Faszination“. Willkommen zu Magie 2.0.

Einzugsermächtigung: Hiermit ermächtige ich die RheinischBergische Zeitungsvertrieb GmbH & Co. KG, die Bezugsgebühr im Voraus von meinem Konto abzubuchen: Kontoinhaber: IBAN: BIC: Unterschrift: Bitte tragen Sie Ihre Telefon-Nr. und/oder aktuelle E-Mail Adresse für evtl. Rückfragen zur Zustellung ein: Telefon: E-Mail: (Pflichtfeld für den digitalen Rechnungsversand) Wird das Abonnement nicht 14 Tage nach Erhalt des letzten Magazins gekündigt, verlängert es sich auf unbestimmte Zeit und kann wiederum jederzeit schriftlich gekündigt werden. Eine kurze Nachricht an Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH, Leserservice Top Magazin Düsseldorf, Zülpicher Str. 10, 40196 Düsseldorf oder per E-Mail an düsseldorf@top-magazin.de ist ausreichend. Zu viel gezahltes Guthaben für noch nicht versendete Magazine wird zurückerstattet.

Was:

Mach‘s noch einmal, Mona Lisa

Wann:

Sa. 20. und So. 21. Januar | Sa. 20, So. 15 Uhr

Wo:

Theater an der Luegallee | Luegallee 4, Ecke Burggrafenstraße

Infos:

Fon 0211 26103971 oder 572222 (Abendkasse) | www.theaterluegallee.de Der amerikanische Präsident auf Staatsbesuch in Paris – heutzutage schon komisch genug. In dieser Komödie verschwindet am Vortag aber auch noch das berühmteste Lächeln der Welt: das Gemälde der Mona Lisa. Kein Problem! Wozu gibt es gute Kopisten? Aber so einfach wird es dann doch nicht. Eher turbulent, und zwar zwischen Wortwitz und Slapstick.

Theater an der Luegallee

Vorteilsangebote will ich in Zukunft nicht verpassen. Ich willige ein, dass mir die Rheinische Post Mediengruppe auch zukünftig interessante Angebote für die Bereiche RP Reise, Premium Card, RP Gewinnspiel, RP Shop, Abo und Anzeigen per Post, Telefon, E-Mail oder SMS unterbreitet, und meine oben genannten Daten gespeichert und ausschließlich vom Verlag genutzt werden, ggf. auch nach Ablauf meines Abo-Vertrages. Datum/Unterschrift Vertrauens-Erklärung: Wir versichern Ihnen, dass Ihre Daten nur für die Auftragsbearbeitung und soweit von Ihnen gewünscht für unsere Eigenwerbung genutzt werden. Eine Weitergabe an andere Unternehmen außerhalb der Rheinischen Post Mediengruppe erfolgt nicht. Widerspruchsrecht: Sie können der Nutzung Ihrer Daten jederzeit schriftlich widersprechen. Der Widerspruch ist zu richten an: Rheinische Post, Vertrieb, 40196 Düsseldorf oder per E-Mail an leserservice@rheinische-post.de. Der Verlag ist berechtigt, die Bestellung ohne Angaben von Gründen abzulehnen. Absenden an: Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH Leserservice Top Magazin Düsseldorf Zülpicher Straße 10, 40196 Düsseldorf Telefon:Winter 0211-569731-34, Telefax: 0211-569731-58 2017 · top magazin DÜSSELDORF E-Mail: duesseldorf@top-magazin.de

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kultur

&

Kunst Was:

Axel Hütte: Night and Day

Wann:

bis So, 14. Januar

Wo:

Museum Kunstpalast | Ehrenhof 4-5

Infos:

Fon 0211 5662100 | www.smkp.de

Co

Museum Kunstpalast

Der Vertreter der Düsseldorfer Fotoschule gilt als Koryphäe zeitgenössischer Landschaftsfotografie. In dieser Ausstellung werden teils unveröffentlichte Tag- und Nachtbilder aus über zwei Dekaden und obendrein zwei seiner äußert seltenen Videoarbeiten präsentiert.

Carmen Herrera

K20

Was:

Maria Hassabi: STAGING – Solo #2

Wann:

Sa. 9. Dezember bis So. 21. Januar

Wo:

Kunstsammlung K20 | Grabbeplatz 5

Infos:

Fon 0211 8381204 | www.kunstsammlung.de Für das K20 entwickelte die zypriotische Künstlerin eine neue Fassung ihrer auf der Documenta 14 gezeigten Live-Installation. Mit ihrer Kunst lotet sie die spannungsvolle Beziehung des Körpers zum Bild aus. Damit betritt die Kunstsammlung neues Terrain, denn Hassabis Performances lösen Gattungsgrenzen auf und treten so in einen spannenden Austausch mit den ständigen Werken der Sammlung.

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Winter 2017 · top magazin DÜSSELDORF

Was:

Carmen Herrera – Lines of Sight

Wann:

bis So. 8. April

Wo:

Kunstsammlung K20 | Grabbeplatz 5

Infos:

Fon 0211 8381204 | www.kunstsammlung.de Die kubanisch-amerikanische Künstlerin Carmen Herrera zählt zu den Pionierinnen der Farbfeldmalerei und der geometrischen Abstraktion in Amerika. Die umfassende Ausstellung zeigt rund 70 Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Grafik und Skulptur von 1947 bis 2017. Die Ausstellung Lines of Sight ist vom Whitney Museum of American Art in New York organisiert worden und wird nun in wesentlich erweiterter Form in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen gezeigt.


kultur

Fotos: Axel Hütte Danum Valley, Fred Dott, Janosch Boerckel, Faces to Faces, Saturday 1978

NRW-Forum

K21

Was:

Akram Zaatari – Against Photography.

Wann:

bis So, 25. Februar

Wo:

Kunstsammlung K21

Infos:

Ständehausstraße 1 | www.kunstsammlung.de Das Werk des international hoch angesehenen Mitbegründers der Arab Image Foundation besteht vor allem aus fotografischen Objekten, Videoinstallationen und Filmen. Diese erste deutsche Museumsausstellung setzt Zaataris Arbeiten in den Kontext der Arab Image Foundation, in dessen Mittelpunkt die Fotografie steht.

Was:

GUTE AUSSICHTEN 2017/2018

Wann:

bis So, 4. Februar

Wo:

NRW-Forum | Ehrenhof 2

Infos:

Fon 0211 8926690 | www.nrw-forum.de „gute aussichten – junge deutsche fotografie“ ist ein Wettbewerb, der die Kunst junger Fotografen auszeichnet und als wichtigster Nachwuchspreis gehandelt wird. Die Ausstellung „Gute Aussichten 2017/2018“ ist die dazugehörige Ausstellung der preisgekrönten Arbeiten. In diesem Jahr findet sie ihren Auftakt erneut im NRW-Forum. Leitgedanke: „Mit Bildern über Bilder sprechen“.

Winter 2017 · top magazin DÜSSELDORF

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Top Magazin Düsseldorf erscheint bei: Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH Zülpicher Straße 10, 40196 Düsseldorf Geschäftsführer: Dr. Karl Hans Arnold, Patrick Ludwig, Hans Peter Bork, Johannes Werle, Tom Bender duesseldorf@top-magazin.de | www.top-magazin-duesseldorf.de Anzeigen- und Objektleitung: Bereichsleitung Content Marketing: Daniel Spiegel (verantwortlich) Verkaufsleitung: Andrea Höngesberg, E-Mail: a.hoengesberg@top-magazin.deT. (02 11) 5 05-20933 Redaktionsleitung: Ulrike ter Glane (UTG),T. (02 11) 5 05-20936 E-Mail: u.terglane@top-magazin.de Produktmanagement: Mirna BraliĆ E-Mail: mirna.bralic@rheinische-post.de Visuelles Konzept: Claudia Sander, E-Mail: claudia.sander@rheinische-post.de Verlagsrepräsentanz: Sven Schwanenberg, E-Mail: s.schwanenberg@top-magazin.de Autoren: Regina Goldlücke (GO), Dagmar Haas-Pilwat (DH), Antonia Kasparek (AKA), Ulrike Keller-Hümbs (UKH), Anja Kühner (AKÜ), Holger Lodahl (LOD), Hannelore Mattern (HM), Suzana Novinscak (SN) Lektorat: Roswitha Oschmann Fotos: Hans-Jürgen Bauer, Andreas Bretz, Andreas Endermann, Anne Orthen, Melanie Zanin Vertrieb: Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH, Vertrieb Ian Breidenbach Zülpicher Straße 10, 40196 Düsseldorf magazinbestellungen@rheinische-post.de Layout/Grafik: Pre-Press-Services GmbH, Düsseldorf Druck: Stünings Medien GmbH, Dießemer Bruch 167, 47805 Krefeld, www.stuenings.de Die veröffentlichten Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Nachdruck, Vervielfältigung oder Übersetzung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Verlags. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht in jedem Fall die Meinung der Redaktion wieder. Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos u. a. übernehmen wir keine Gewähr. Bei Nichtlieferung ohne Verschulden des Verlags (wie Streik, Störung des Arbeitsfriedens, höhere Gewalt) können keine Ersatzansprüche geltend gemacht werden. Alle Rechte vorbehalten. Gerichtsstand ist Düsseldorf.“ Top Magazin Düsseldorf erscheint viermal im Jahr mit einer Auflage von 15.000 Exemplaren. Nächste Ausgabe: März 2018 ISSN 0938-2070 Top10 verantwortlich für die Seiten 67-82: kern&friends gmbh Wenzelgasse 28, 53111 Bonn T. (02 28) 96 96-230 F. (02 28) 96 96-242 info@top-magazin.de www.top-magazin.de Geschäftsführung (V.i.S.d.P)/Anzeigenleitung: Ralf Kern Anzeigenrepräsentanz: Jürgen Blunck, Karin Endress, Andrea Höngesberg, Fedra Sayegh, Eleonore Schmidt, Sven Schwanenberg, Thomas Straßburg, Pierre Wolter Redaktion: Antonia Kasparek, info@kasparekmedien.de Layout/Grafik: Niels Tappe, www.kundn-werbung.de Druck: Silber Druck oHG, www.silberdruck.de Top10 Anzeigen-/PR´s erscheinen mit einer Auflage von 158.000 Exemplaren in den regionalen Top Magazinen der Standorte: Berlin, Dortmund, Dresden, Düsseldorf, Ruhr (Essen), Frankfurt, Hamburg, Köln, München, Stuttgart. Top Magazin ist ein eingetragenes Warenzeichen und erscheint in Lizenz der/verantwortlich für den Titel: Top of the Tops & Top Magazin International GmbH & Co. Verlags und Lizenz KG Wenzelgasse 28, 53111 Bonn T. (02 28) 96 96-230 F. (02 28) 96 96-242 info@top-magazin.de www.top-magazin.de Geschäftsführung (V.i.S.d.P): Ralf Kern Officemanager: Andreas Herrmann a.herrmann@top-magazin.de Projektleitung: Andrea Volksheimer a.volksheimer@top-magazin.de Titel/Grafik: Stephan Förster s.foerster@top-magazin.de Webdesign: Top Magazin online UG (haftungsbeschränkt) Titelbild: Bildportal www.fotolia.com / Bildnummer 64637190 In Lizenz erscheint Top Magazin mit der Winterausgabe 4-2017 in 38 Städten und Gebieten mit einer Gesamtauflage von 439.000 Exemplaren. Aachen, Augsburg, Berlin, Bielefeld, Bodensee, Bonn, Brandenburg/Potsdam, Dortmund, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt, Halle (Saale), Hamburg, Karlsruhe, Koblenz, Köln, Leipzig, Luxembourg, Mainz, München, Münster, Neuss, Niederrhein, Nürnberg, Regensburg, Rhein-Neckar, Reutlingen/Tübingen, Ruhr (Essen), Saarland, Sauerland, Siegen/Wittgenstein, Südwestsachsen, Stuttgart, Thüringen, Trier, Ulm/Neu-Ulm, Würzburg, Wuppertal. Es gilt die Anzeigenpreisliste vom 01.01.2017 - Stand 1/ 2017

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Das nächste Top Magazin erscheint am 19. März 2018

Fotos: Anni Carlsson, Stadt Düsseldorf/Melanie Zanin, David Young, Messe Düsseldorf/ctillmann

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