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Mittwoch, 7. Dezember 2022 · KW 49 · 46. Jahrgang
BILDUNG: Millionen-Investitionen für Neubau und Sanierung von 18 Schulen im Kreis Bergstraße
Landrat Engelhardt stellte Wirtschaftsplan 2023 und Bauvorhaben für Schulen vor HEPPENHEIM – Der Wirtschaftsplan 2023 und eine Übersicht über die wichtigsten Projekte aus dem Investitions- und Sanierungsprogramm für die Jahre 2023 bis 2026 waren Thema des Pressetermins, zu dem Landrat Christian Engelhardt mit den Führungskräften des Eigenbetriebs Schule und Gebäudewirtschaft des Kreises Bergstraße eingeladen hatte. Dabei geht es um 18 Schulen im Kreis, das geplante MINT-Zentrum in Bensheim, das 2024 fertiggestellt sein soll, sowie um die Erweiterung und Sanierung eines Wohngebäudes im kommenden Jahr. Der Wirtschaftsplan für das kommende Jahr ist viele Millionen Euro schwer und muss noch vom Kreis beschlossen werden. Für den Zeitraum 2022 bis 2026 werden im Sanierungsprogramm insgesamt 40 Millionen Euro veranschlagt, das sind jährlich 8 Millionen Euro. Im Investitionsprogramm bis 2026 sind über 315 Millionen Euro vorgesehen, für notwendige Ausgaben in den Folgejahren sind weitere 124 Millionen Euro eingeplant. Bisher hat der Kreis Bergstraße innerhalb von 20 Jahren, von 2000 bis 2021, etwa 551 Millionen Euro für Sanierungen und Investitionen an Schulen ausgegeben. „Der Entwicklung unserer Schulen räumen wir einen enormen Stellenwert ein“, erklärte Engelhardt, „Gebäude sind mehr
für 2022 gegenüber 63,4 Millionen Euro für 2023 ausgewiesen sind. Beispielsweise sind bei den Energiekosten 7,5 Millionen Euro (2022: 5,1 Millionen Euro), bei der Schulsozialarbeit mit schulärztlichem Dienst und Querschnittsämtern 14,1 Millionen Euro (2022: 12,9 Millionen Euro) verzeichnet. Im Weiteren ging Engelhardt auf die Schulprojekte im Einzelnen ein.
Schulen im Ried – Bau und Sanierung
Das Zahlenwerk des Wirtschaftsplans 2023 und die Baumaßnahmen bei 18 Schulen des Kreises Bergstraße und zwei weiteren Liegenschaften waren Thema des Pressetermins mit Landrat Christian Engelhardt (von links), Johannes Kühn (Technischer Betriebsleiter des Eigenbetriebs), Alexander Löffelholz (Abteilung Grundsatz und Kreisentwicklung), Stefan Lienert (Stabsstelle Controlling des Eigenbetriebs) und Simon Menden (Kaufmännischer Leiter des Eigenbetriebs). Foto: Hannelore Nowacki
als Zweckgebäude, wir betrachten Gebäude mit einem besonderen pädagogischen Blick“. In der Planungsphase würden daher pädagogische Fachleute einbezogen. Mit 1.500 Euro pro Schüler und Jahr für Bau und Modernisierung der Schulen befinde sich der Kreis Bergstraße in Hessen in der Spitzengruppe. Im guten Schulangebot sieht Engelhardt einen wichtigen Standortfaktor, um als Kreis für Familien attraktiv zu sein, denn die könnten sich ihren Wohnort aussuchen. Im regionalen Wettbe-
werb seien dies Rahmenbedingungen, die der Kreis Bergstraße beeinflussen könne. Bei der Umsetzung der Projekte nannte Engelhardt die Preisanstiege beim Bau und Verzögerungen bei Terminvergaben durch den Fachkräftemangel als Unwägbarkeiten. Als „ein sehr ambitioniertes Bauprogramm“ bezeichnete Engelhardt die Vorhaben, finanziert über die Umlagen der Kreiskommunen. Gestiegen sind auch die Kosten für den Materialaufwand, die im Wirtschaftsplan mit 60,5 Millionen
So sieht das Programm für die Schulen im Ried aus: Planmäßig gehen die Arbeiten bei der Schule in den Weschnitzauen in Biblis am Standort Freiherr-vom-SteinStraße mit dem Ersatzneubau voran. Aktuell werden die Rohbauarbeiten ausgeführt, Fertigstellung 2025. Bei der Schillerschule in Bürstadt haben die Tiefbauarbeiten begonnen, die Betonarbeiten beginnen im Dezember. Das Hauptgebäude wird für sechs Züge ausgebaut, der östliche Er-satzneubau befindet sich in fortgeschrittener Planungsphase. Die Sanierung der Mehrzweckhalle in Bobstadt in Kooperation mit der Stadt Bürstadt verzögert sich, weil Bewilligungsbescheide für Fördermittel noch nicht vorliegen.
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STRASSENZUSTAND: SPD beklagt Zustand der Lampertheimer Straßen
Kritik an der Stadtverwaltung zum Umgang mit dem Straßenproblem LAMPERTHEIM – Ein ganz normaler Tag, ein Donnerstagnachmittag um 15 Uhr in der Rosenaustraße – Autos in beiden Richtungen sind fast pausenlos unterwegs. Hier geht es laut Hinweisschildern nach Neuschloß und Hüttenfeld, nach der Kurve kommt die Klärwerkstraße, Kläranlage und Wertstoffhof sind nicht mehr weit. Zwischen Wasserlachen und Warnbaken zu beiden Seiten hat nur ein Fahrzeug Platz, die jeweilige Durchfahrt regelt sich praktischerweise
spontan. Viel los wie auf einer Hauptverkehrsstraße, doch als solche wird sie bei der Stadtverwaltung nicht geführt und hat deshalb keine Priorität bei der Ausbesserung der gefährlich ausgefransten Bankette, Vertiefungen und Schlaglöcher. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Jens Klingler sieht hier dringenden Reparaturbedarf, doch die Verwaltung kümmere sich nicht darum, stelle nur Warnbaken auf, und das über viele Monate.
Beim Ortstermin mit der Presse waren auch der Stadtverordnete Peter Horstfeld (SPD) und Magistratsmitglied Hans Schlatter (SPD) zugegen, die sich der Kritik an der Verwaltung anschlossen und wie Klingler den schlechten Zustand vieler Straßen in Lampertheim und deren schleppende Reparatur beklagten. Riesige Wasserlachen und Pfützen säumen die schmale Rosenaustraße, bei Regen entwickelt sich hier an der Kurve ein See, eindrucksvolle Bilder zeigte Peter
Wasserlachen und Warnbaken engen die Fahrbahn ein, bei Gegenverkehr nur im Wechsel möglich. Foto: Hannelore Nowacki
Horstfeld, die er vor Wochen mit seinem Handy an dieser Stelle fotografiert hatte. Erfahrungen und Beobachtungen der SPD-Lokalpolitiker der letzten Monate mit Blick auf die Aufstellung von Warnbaken in der Römerstraße und in der Wormser Straße, der Beseitigung von Löchern in der Alten Viernheimer Straße mit der Folge von „Hubbeln“ auf dem Radweg und der schlechten Straße zum Parkplatz an der Heide ließen sie zur Feststellung kommen: „Man erkennt das Problem, aber man unternimmt nichts“. Das sei kein sachgerechter Umgang der Verwaltung mit dem Problem. Anfragen der SPD hätten nichts genützt und Schlatter ergänzte, auch im Magistrat gebe es keine Resonanz, wenn er das Problem anspreche, man nehme es nur zur Kenntnis. Andererseits würden sich die Bürger über die Straßenmängel immer wieder an die SPD wegen Abhilfe wenden, die aber nicht erfolgen könne eben wegen des Verhaltens der Verwaltung. Was könnte die Dinge ins Lot bringen? Klingler wies darauf hin, dass die Verwaltung sich nicht rühre, aber Kosten für die Kontrolle der Warnbaken anfallen und auch ein Vertrag mit einer Firma zur Beseitigung von Straßenschäden bestehe. Fortsetzung auf Seite 2
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