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DIE GRATISZEITUNG FÜR DAS RIED

SÜDHESSEN Samstag, 26. November 2022 · KW 47 · 46. Jahrgang

Schützenstraße 50 • 68623 Lampertheim • Tel. 06206 - 94500 • Fax 06206 - 945010 • www.tip-suedhessen.de • info@tip-suedhessen.de

FINANZEN IM ALTER: Beim geselligen Info-Café für Senioren gab es Tipps und Rat

Wenn das Leben immer teurer wird BÜRSTADT – Auch wenn über Finanzen und weniger schöne Aussichten gesprochen wird, kann es gemütlich sein. Genauso hatte es sich Christina Adler-Schäfer, die Psychosoziale Fachkraft auf dem Land für das Ried, kurz PauLa, auch gedacht und so entwickelte sich das innovative Format am Dienstagnachmittag. Zum Info-Café im Saal des Pfarrheims St. Peter in der Wolfstraße bei freiem Eintritt kamen an die vierzig Seniorinnen und Senioren, wobei die Männer deutlich unterrepräsentiert waren. Die Tische waren schön eingedeckt, denn außer Information stand das gesellige Beisammensein bei Kaffee und Kuchen auf dem Programm, gesponsert von der Sparkasse Rheinhessen. Für das Info-Café hatte die Initiatorin mehrere Fachreferenten gewinnen können. Auch an Christel Kroll vom Seniorenbeirat Bürstadt, Oliver Haberer und Stefanie Reis vom Quartiersbüro konnten sich die Teilnehmer wenden. Stefanie Reis begrüßte die Senioren und informierte über den Ablauf. Den

Christina Adler-Schäfer, die Psychosoziale Fachkraft auf dem Land und auch für Bürstadt zuständig, hatte die Idee zum innovativen Format des Info-Cafés. Foto: Hannelore Nowacki

hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitwirkenden dankte sie. Christina Adler-Schäfer hatte bei ihren Hausbesuchen und Gesprächen erfahren, wie sehr das Thema Finanzen und Teuerung die Senioren beschäftigt. Seit 1. Mai

ist sie auch in Bürstadt tätig, mit Sprechstunden im Rathaus mittwochs von 9 bis 11 Uhr, Telefon 06206/710510. Melanie Schilling, seit vielen Jahren bei der AWO Bergstraße mit Sitz in Bürstadt in der Prävention in Sachen Finanzen

aktiv, stellte Vorschläge wie die Erstellung eines eigenen Haushaltsplans mit Budgetplanung und Vorschläge zu Einsparmöglichkeiten vor, die für jeden Betroffenen anders aussehen können. Das Beispiel einer fiktiven Rentnerin mit einer Rente von 1.600 Euro stieß auf Widerspruch, eine Teilnehmerin wies darauf hin, dass wohl kaum eine Rentnerin im Raum eine solche hohe Rente habe. Allerdings konnte Schilling sogar an diesem Beispiel deutlich machen, dass die Ausgaben die Einnahmen übertreffen. Wenn alles sparen nicht ausreicht, um die Finanzlücke zu füllen, kann man sich beraten lassen. Schilling wies den kostenfreien Stromspar-Check der Caritas für Bezieher von Wohngeld oder geringer Einkommen hin, bei dem die erste Beratung direkt in der Wohnung vor Ort stattfindet, beim zweiten Mal gibt es ein kostenloses Starterpaket und einen Zuschuss für einen energieeffizienten Kühlschrank, wenn das eigene Modell älter als zehn Jahre ist. Fortsetzung auf Seite 2

HEIMAT-, KULTUR- UND MUSEUMSVEREIN: Lampertheimer Kalender 2023 zeigt mit Häusern aus der Ernst-LudwigStraße Erinnerungen an den letzten hessischen Landesfürsten

Eine besondere Reise in die Lampertheimer Vergangenheit LAMPERTHEIM – Jedes Jahr freuen sich die Liebhaber des Lampertheimer Kalenders auf das neue Werk – immer wieder überlegt sich der Heimat-, Kultur- und Museumsverein etwas ganz Besonderes, wählt in Person von Ludwig Franz die Bilder mit Bedacht aus und lässt mit den Fotos von Gebäuden, Gaststätten und allerlei anderen Motiven regelmäßig die Geschichte Lampertheims aufleben. Mit dem Zeitdokument zeigt der Verein gerne auch auf, wie sich mit der Zeit alles verändert hat. Die 28. Auflage des Lampertheimer Kalenders erinnert mit Häusern aus der Ernst-Ludwig-Straße an den letzten hessischen Landesfürsten. In der Straße zwischen Hotel

Bürgermeister Gottfried Störmer, die Vorsitzende des Heimat-, Kultur- und Museumsvereins Margit Karb und Ludwig Franz vom „Freundeskreis Alt-Lampertheim” (v.r.) präsentieren den neuen Lampertheimer Kalender 2023, der diesmal Motive aus der Ernst-Ludwig-Straße zeigt. Foto: Benjamin Kloos

„Kaiserhof” und dem Bahnhof – deshalb auch der ursprüngliche Name Bahnhofstraße – standen bis 1887 auf der rechten Seite nur acht Häuser. Mit Bildern aus verschiedenen Jahrzehnten von Anfang bis Mitte des 20. Jahrhundert können Interessierte in Erinnerungen schwelgen und anhand der Bilder gedanklich in die Zeit der vergangenen Jahrzehnte reisen – so beispielsweise ins Eckhaus zur Steinstraße, in dem sich bis 1921 das Geschäft „Schuhwaren Gaus“ befand oder zur ehemaligen Zigarrenfabrik Haas & Derst. Auch die Abendstimmung in der ErnstLudwig-Straße ist mit einem Bild aus den 1950er-Jahren eingefangen, Fortsetzung auf Seite 2

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