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Samstag, 22. Oktober 2022 · KW 42 · 46. Jahrgang

ERICH-KÄSTNER-SCHULE: Schüler planen Schulhofgestaltung – großes Lob von Landschaftsarchitekt Dirk Schelhorn

Schulhof als Erlebnisraum mit Sportangeboten geplant @ BÜRSTADT – Das Motzmonster hat einiges auf sich genommen, viele Zettel sind auf die schwarze Schattenfigur geklebt, mit Botschaften, die von Kindern und Jugendlichen der Erich-Kästner-Schule im Alter von 10 bis 16 Jahren als Ergebnis ihrer Schulhof-Inspektion aufgeschrieben wurden. Alles was ätzend ist. Am Mittwochmorgen begann das große Schulgestaltungsprojekt mit ganztägigen Workshops in fünf Gruppen und einer Präsentation der Modelle und Ideen für die eingeladenen Eltern, Lehrer und Presse am Nachmittag. Unter Anleitung von Landschaftsarchitekt Dirk Schelhorn, des bekannten Profis für kreative Gestaltung von Orten der Bewegung und Begegnung, wurden die „Top-Ideen“ in Diskussionen zusammengetragen und in selbst gebastelten Modellen dreidimensional dargestellt. Mit breiten Wischern und Besen kehrten die eifrigen Planer und Bastler die Überbleibsel ihrer Modellbauaktion auf, dann erst gaben sie ihre Werkstatt für das Publikum frei. Landschaftsarchitekt Schelhorn, der in Bürstadt die alla hopp!-Anlage geplant hatte, weiß nun, was sich die Schüler wünschen, welche Bedürfnisse sie haben. Und er hat sie als hochmotivierte Berater und Planer erlebt und gelobt: „Auf sehr hohem Niveau“ hätten die Schüler nach Ideen gesucht, beraten und nach

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Ein Modell, das den Schulhof in ein Bewegungsparadies umwandelt und das Chillen und die Natur einbezieht. Foto: Hannelore Nowacki

den Grundideen ihre Modelle gebastelt. Auch dass sie mit vereinten Kräften die Planungswerkstatt wieder saubergemacht hatten, war ihm ein öffentliches Lob wert. „Was die Schüler den ganzen Tag über gemacht haben, finde ich großartig“, fasste Schelhorn seine Anerkennung zusammen. Dafür gab es Applaus. Schon im Frühjahr sollen erste Ergebnis sichtbar werden, auch dann werden die Schüler wieder einbezogen, erklärte Schelhorn.

Bewegen, entspannen und Spaß haben sind vorherrschende Themen bei den Ideen und Modellen. Bemerkenswert fand Schelhorn, wie das Logo der Schule in Bewegung umgesetzt wird. Kletterturm, Rutsche, Fußballfeld mit Tribüne und ein Volleyballfeld sind Wünsche der Gruppe 3, ergänzt mit Liegebank, Sitzbänken und einem Grusellabyrinth. Auch die Gruppe 5 setzt auf Bewegung mit Sportplatz, Fußballfeld, Kletterwand und

Rutsche. An Chillen wird gedacht und an einen Platz zur Naturbeobachtung. Ihren Traum von einem kleinen Bauernhof-Zoo mit Katze, Hühnern, Schäfchen, Schwein und Ziege, Tränke und Futterspender haben die Schüler im Modell veranschaulicht. Bei der Versorgung der Tiere könnten die Hausmeister mithelfen, war eine Idee. Schulleiterin Stephanie Dekker war selbst eingetaucht in die Ideenflut der Workshops. Fortsetzung auf Seite 2

Bürgermeister Scheib: „In Biblis ist nichts einfach“ das Baugebiet in Wattenheim, darüber werde im Bauausschuss im November beraten, teilte Scheib mit, die Vorlage diene zukünftig als Schablone für die anderen Baugebiete. Zum Themenbündel „Familie, Sport, Kinder und Soziales“ waren keine Fragen eingereicht worden. Drei Fragen lagen zu den Themen „Infrastruktur und Umwelt“ vor. Der Lagerplatz der Deutschen Bahn für Baustoffe in der Kirchstraße am Gemeindesee sorge für Lärmbelästigung und Staubentwicklung lautete die Beschwerde eines Anwohners, der wissen wollte, ob nach Ende der Baumaßnahmen der vorherige Zustand wiederhergestellt werde. Bürgermeister Scheib wies darauf hin, dass hier das Regierungspräsidium (RP) mit Auflagen zuständig sei und es ein Beschwerdetelefon der Bahn gebe. Bei einer Beschwerde könne er helfen, doch sei dies die erste Beschwerde. Am Hohen Weg und später in der Pfaffenau gebe es weitere Lagerplätze. Die Verkehrslage am Ende der Nato-Straße am Rhein in Nordheim beschäftigte einen Bürger, der hier immer noch Handlungsbedarf sieht. Bürgermeister Scheib meinte, die Lage hänge von der Disziplin der Menschen ab,

Ein Alleskönner steht am Straßenrand – eine große Blitzersäule, die noch mehr kann als Tempo messen. Foto: Hannelore Nowacki

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BÜRGERVERSAMMLUNG: Bürger fragen – die Gemeinde antwortet

BIBLIS – Ein Zeitfenster von drei Stunden hatte der Vorsitzende der Gemeindevertretung und Sitzungsleiter der Bürgerversammlung Konstantin Großmann (CDU) den Bürgern für Fragen in Aussicht gestellt, doch schon nach knapp siebzig Minuten waren alle gestellten Fragen beantwortet. Wie üblich, hatte es eine Frist zur schriftlichen Einreichung von Fragen gegeben, weitere Fragen konnten vor Ort am Standmikrofon gestellt werden. Der Einladung zur Bürgerversammlung am Mittwoch im Sitzungssaal des Rathauses waren etwa 35 Bürger gefolgt, viele Stühle blieben leer. Die Fragen hatte Großmann thematisch in vier Bereiche gebündelt. Zu „Wohnen und Bauen“ hatte Michael Reis eine Frage zur neuen Hundewiese eingereicht, die er als Fehlplanung sieht, da zu schmal und der Zaun zu niedrig. Besser findet er die Anlagen in Bürstadt und Groß-Rohrheim. Bürgermeister Volker Scheib hingegen hat von vielen Menschen nur positives Feedback erhalten, wie er berichtete. Es handele sich um einen Treffpunkt, nicht um einen Auslauf. Gleichwohl schließt Scheib eine Erweiterung in Modulen bei Bedarf und wenn möglich nicht aus. Bei einer weiteren Frage ging es um

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Parkbuchten seien dort eingezeichnet. Zuständig seien dort das RP, das Wasserschifffahrtsamt, die Wasserschutzpolizei und die Untere Naturschutzbehörde, die den Bereich dicht machen wollten. Anfang Januar gebe es eine Zusammenkunft von interessierten Bürgern in der Nordheimer Mehrzweckhalle. Günter Mössinger, Vorsitzender des Vereins für Heimatgeschichte Nordheim, beschäftigt die Frage, ob die Gemeinde Biblis die zum Abriss vorgesehene marode Heldenbrücke über die Weschnitz an anderer Stelle durch eine Querung ersetzen werde, wie es Einhausen auf eigener Gemarkung bereits am Ortseingang vorhabe. Seine Frage hatte er mit ausführlicher Begründung eingereicht und in der Bürgerversammlung mit einem geschichtlichen Vortrag unterfüttert, den die anwesenden Bürger mit Applaus belohnten und für den sich der Bürgermeister bedankte. Schon die alten Römer und die Sueben siedelten hier. Auf dem geschichtsträchtigen Boden sei ein historischer Rundweg entlang der alten Gemarkungsgrenzen geplant, doch sei er überrascht worden, dass die Brücke wegfallen soll. Fortsetzung auf Seite 2

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