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DIE GRATISZEITUNG FÜR DAS RIED

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Samstag, 22. Juli 2023 · KW 29 · 47. Jahrgang

POLITIK: Fraktionen CDU, Bündnis 90/Die Grünen und FDP informierten über Sachstand zu Einsparvorschlägen / Grundsteuererhöhung kein Thema

LAMPERTHEIM – Nicht nur die Kosten für Bürgerinnen und Bürger steigen in vielen Bereichen immer weiter an, auch die finanzielle Situation der Kommunen wird stetig angespannter. Daher hatten die Fraktionen CDU, Bündnis 90/Die Grünen und FDP in der Stadtverordnetenversammlung Lampertheim bereits am 16. Dezember 2022 einen Antrag zum Thema „Einsparungen“ eingebracht. In einem Pressegespräch erläutern die Fraktionsvorsitzenden Alexander Scholl (CDU), Stefan Nickel (Bündnis 90/Die Grünen) und Dr. Gernot Diehlmann (FDP) den aktuellen Sachstand der einzelnen Punkte des Antrags. Wichtig war allen drei Beteiligten klarzustellen, dass es beim Antrag keinesfalls darum gegangen sei, mit dem Rotstift sämtliche Leistungen zu streichen, sondern vielmehr darum, mögliche Einsparpotentiale und Verbesserungen auch im Verwaltungsaufbau aufzuzeigen. „Der Antrag war keine Giftliste, sondern eine Überprüfung des Ist-Zustandes – auch mit dem Zweck, die Verwaltung zu animieren, dass wichtige Themen angegangen werden”, stellte Stefan Nickel klar. „Dabei ist wichtig zu sehen, was sinnvoll ist und was anders gestaltet werden kann, auch bei den kommunalen Pflichtaufgaben. Das Ziel muss sein, die Leistungsfähigkeit der Verwaltung und den politischen Gestaltungsspielraum

Die Fraktionen von CDU, Bündnis 90/Die Grünen und FDP zeigten Einsparpotentiale in Lampertheim auf – und gaben nun einen Überblick über den Sachstand. Archivfoto: Hannelore Nowacki

zu erhalten. Wir werden weiter Potentiale zum Sparen aufzeigen und diese nutzen.” Alexander Scholl hob hervor, dass es den drei Fraktionen wichtig sei, den Sachstand und teilweise auch bereits Ergebnisse zu den einzelnen Punkten zu kommunizieren. „Dabei gab es Maßnahmen, die mit sofortiger Wirkung gegriffen haben, aber auch Maßnahmen, die kritisch zu hinterfragen sind, um den Haushalt dauerhaft zu entlasten. Dabei ist es wichtig, alle Investitionen auf den Prüfstand zu

stellen und zu prüfen, ob diese noch zeitgemäß sind oder anders aufgestellt werden sollten. Kommunen sind dabei wie Privathaushalte: Es wird alles teurer, aber wir müssen mit dem Geld, das zur Verfügung steht, auskommen. Hierzu wollten wir Empfehlungen aussprechen.” Bei den Maßnahmen, die direkt gegriffen haben, sei der geplante „Eventmanager” für das Stadtmarketing zu nennen. Diese Stelle hätte Kosten von 70.000 Euro verursacht, die drei Fraktionen hatten gefordert, die Stelle nicht

zu besetzen. „Hier ist eine interne Lösung in Vorbereitung, von daher ist die Einsparung hier gelungen”, so Alexander Scholl. Bei den Maßnahmen, die kritisch hinterfragt werden sollten, nannte der CDU-Fraktionsvorsitzende die Strategie zum weiteren Umgang und zur Veräußerung städtischer Gebäude und Grundstücke, um kurzfristig Liquidität zu schaffen und mittelfristig Einsparungen bei Betriebskosten sowie beim Instandhaltungs- und Modernisierungsaufwand zu generieren. „Das Immobilienma-

nagement ist aktiv dabei, diese muss aber mit Maß und Ziel funktionieren. Denn es ist wichtig, den Wohnraum zu erhalten und mit den Bewohnern zu kommunizieren, damit keine Ängste entstehen.” Im Beriech der Anpassung und Umsetzung der neuen Richtlinie zur Wohnungsbauförderung sei es darüber hinaus wichtig, Rahmenbedingungen zu schaffen, so dass Fördergelder generiert werden können. Bei der Anpassung der städtischen Zuschüsse für die Schülerbetreuung habe man sich darauf verständigt, diese im kommenden Jahr schrittweise zu reduzieren. Ein Punkt, der gezeigt habe, dass nicht überall Einsparungen sinnvoll sind, seien die Verwaltungsaußenstellen in den Stadtteilen. Die Prüfung habe ergeben, dass sich keine Verbesserung ergibt, wenn man diese schließt. Im Bereich der Kinderbetreuung sei Lampertheim beim Deckungsziel sehr gut aufgestellt. Daher sehen es die drei Fraktionen als sinnvoll an, die Entscheidung für eine Investition von fünf Millionen Euro in den Kita-Neubau Oberlache mit Blick auf die Zahlen im Bedarfsplan noch einmal zu überprüfen. „Nach aktuellem Stand ist es im Bereich der U3 derzeit keinen zusätzlichen Bedarf, den wir abdecken müssten. Und im Bereich Ü3 sind die Kinderzahlen ab 2025 rückläufig.

POLITIK: Frank Meister kandidiert für LiGR – Leben in Groß-Rohrheim bei Bürgermeisterwahl am 8. Oktober

Insekten sind unverzichtbar

„Möchte die Menschen mitnehmen und Transparenz zeigen”

aus, es geht auch kleiner. Gezählt wird eine Stunde lang.

Praktische Zählhilfe online Auf elf Arten soll besonders geachtet werden: Blaue Holzbiene, Blaugrüne Mosaikjungfer, Grünes Heupferd, Kleiner Fuchs, Schwalbenschwanz, SiebenpunktMarienkäfer und Streifenwanze. Zusätzlich stehen auch die Hummeln im Mittelpunkt. Wie viele Stein-, Erd- und Ackerhummeln kann man entdecken? Auf www.insektensommer.de steht eine praktische Zählhilfe zum Download bereit, welche die genannten Arten im Bild vorstellt. Das beste Wetter für die Insektenbeobachtung ist sonnig, warm und relativ windstill. Die Daten werden in Zusammenarbeit mit der öffentlichen Beobachtungsplattform Naturgucker.de erfasst, vom NABU ausgewertet und zeitnah veröffentlicht. zg

Eine Hummel auf einer Gewöhnlichen Kratzdistel.

Foto: NABU/Helge May

GROSS-ROHRHEIM – Am 8. Oktober wird in Groß-Rohrheim ein neuer Bürgermeister gewählt – gesucht wird der Nachfolger von Rainer Bersch. Der TIP stellt die Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters vor – den Anfang macht in der heutigen Ausgabe der Kandidat von LiGR – Leben in Groß-Rohrheim, Frank Meister. Seit zehn Jahren lebt der 45-jährige Frank Meister gemeinsam mit seiner Frau und seinen zwei Dackeln in Groß-Rohrheim, kennt die Gemeinde aber bereits seit seiner Jugend. Kinder hat der sympathische Kandidat, der seit beinahe 30 Jahren bei der BASF tätig ist, keine, „aber wir haben drei Patenkinder”, wie er dem TIP im Gespräch mitteilte. Politisch sei er schon immer interessiert gewesen, vor vier Jahren sei er bei der Gründung der LiGR direkt eingetreten. Nachdem die neugegründete Liste bei der Kommunalwahl auf Anhieb knapp 20 Prozent erzielte, wurde er durch die LiGR als Beigeordneter in den Gemeindevorstand entsandt. „Dadurch habe ich gute Einblicke in die Ortspolitik und die Verwaltungsarbeit”, betont Frank Meister. Diese Erfahrung wird durch die 100 Sitzungen, im Jahr auf der Tagesordnung stehen, stetig erweitert. „Seit drei Jahren ist die Kommunalpolitik für mich mehr als ein Hobby, es ist eher eine Berufung und es macht mir viel Spaß”, so der passionierte Fotograf, Wanderer, Radfahrer und Camper. „Ich bin unbefangen in das Amt gegangen und gehe gerne auf Menschen zu, wichtig

ist für mich, sich auf Augenhöhe zu begegnen.” Zu seiner Motivation, für das Amt des Bürgermeisters zu kandidieren, stellt Frank Meister klar, dass „ich das Gefühl habe, ich kann das anpacken und das Ruder in die Hand nehmen. Dabei will ich eine ähnliche Leidenschaft entwickeln wie sie Rainer Bersch an den Tag gelegt hat, gerade mit Blick auf spannende Themen wie die unausgeglichene Haushaltslage und die Unterbringung von Geflüchteten.” Frank Meister mag die Feste und Traditionen in GroßRohrheim genauso wie die Vereine und die Menschen vor Ort – daher ist es ihm auch wichtig, „die Menschen ernst zu nehmen und mit ihnen zu kommunizieren und Verständnis für Entwicklungen und Entscheidungen zu erzeugen.” Daher ist sein Bestreben, transparent alle bei Projekten wie etwa

Steht für transparente Politik mit Leidenschaft: Frank Meister, Kandidat der LiGR für die Bürgermeisterwahl in Groß-Rohrheim. Foto: Benjamin Kloos

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NABU: Aufruf zur zweiten Insektenzählung vom 4. bis 13. August / Eine Stunde Zähldauer

HESSEN – Insekten sind unverzichtbar – für uns Menschen und die gesamte Natur. Studien zeigen, dass ihre Zahl in Deutschland deutlich zurückgeht. Daher startet der NABU vom 4. bis 13. August den zweiten Teil der diesjährigen Insektenzählung. Naturfans sind bundesweit aufgerufen, die Vielfalt der Insekten in ihrer Umgebung zu zählen und unter www.insektensommer.de online zu melden. Dort finden sich auch zahlreiche Hinweise zum genauen Vorgehen und zahlreiche Hintergrundinformationen. Ein Online-Insektentrainer rundet das Paket ab. Jeder kann helfen, Daten zur Vielfalt und Häufigkeit der Insekten zu sammeln, große Artenkenntnis ist nicht notwendig. Zählen kann man fast überall: Garten, Balkon, Park, Wiese, Wald, Feld oder Gewässer. Das Beobachtungsgebiet soll nicht größer sein als zehn Meter in jede Richtung vom eigenen Standpunkt

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Erfolgreich Potentiale zum Sparen aufgezeigt

dem Winterrasen mitzunehmen. „Informationen bekommen, aber diese auch weitergeben”, lautet hierbei seine Devise. Und: „Ich möchte die Ideen der Bürgerinnen und Bürger ernst nehmen und wenn möglich umsetzen.“ Dies habe sich bereits bei der Hundewiese bewährt: Hier kam die Idee von einem Anwohner, wurde ernst genommen, intensiv bearbeitet und umgesetzt. „Mein Ziel ist es daher, in den Dialog zu kommen. Was möchten die Menschen in Groß-Rohrheim, was bewegt sie? Und was benötigen die Vereine? Ob Jugendliche, Senioren oder Menschen mit Behinderung – alle sind wichtig, da alle einen anderen Blickwinkel haben und neue Ideen für GroßRohrheim einbringen können. Denn eine Kommune ist eine Gemeinschaft, in der jeder seinen Teil beitragen kann und soll”, betont Frank Meister. Politisch ist sein Hauptziel, den Haushalt aus dem negativen Bereich herauszuholen. Gerade im Bereich der Finanzen sieht er hier beispielsweise Möglichkeiten, innerhalb der Verwaltung einiges zu optimieren. Und auch in der interkommunalen Zusammenarbeit mit benachbarten Gemeinden sieht er die Zukunft, so wie dies beispielsweise im Bereich des Standesamtes durchgeführt wird. „Wichtig ist, mit Leidenschaft für Groß-Rohrheim und die Bürgerinnen und Bürger zu agieren”, wirbt Frank Meister um Stimmen für die Bürgermeisterwahl am 8. Oktober – und um das Vertrauen der Menschen. Benjamin Kloos

Beilagenhinweis

Weinsheimer Straße 59b 67547 Worms | Tel. 06241 44900 www.glas-thomas.de


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