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Samstag, 7. Januar 2023 · KW 01 · 47. Jahrgang
HEILIGE DREI KÖNIGE: Zahlreiche Kinder und Jugendliche sammeln im Ried Spenden für Kinder in Indonesien / 30 Kinder in Bürstadt unterwegs / „Segen to go” in Lampertheim
BÜRSTADT – Gold glänzten am Donnerstag die Kronen und Sterne in der Kirche St. Peter in Bürstadt: Zum Aussendungsgottesdienst hatten sich zahlreiche junge Sternsinger versammelt, die als Heilige Drei Könige Kaspar, Melchior und Balthasar in diesen Tagen auch in den Straßen von Bürstadt unterwegs sind, um Gottes Segen für das neue Jahr zu verbreiten und Spenden für benachteiligte Kinder in aller Welt zu sammeln. Den Aussendungsgottesdienst, der durch Pater Biji gestaltet wurde, eröffneten die Sternsinger mit dem Lied „Wir kommen daher aus dem Morgenland”. Pater Biji freute sich über die große Anzahl der Kinder und Jugendlichen, die „eine frohe Botschaft nach Bürstadt bringen. Dies ist die Vorbereitung auf den Weg, auf den ihr euch drei Tage lang macht, das Wort Gottes soll euch fit machen und Kraft schenken.” Die Bedeutung der Sternsingeraktion wurde auch in der Lesung deutlich, welche die Geschichte der Sterndeuter, die sich zu Jesu Geburt auf den langen Weg machten, um diesen Geschenke zu überbringen, wiedergab. Passend hierzu stimmten die Sternsinger das Lied „Stern über Betlehem” an. Pater Biji erläuterte anschließend die Hintergründe der diesjährigen Sternsingeraktion: „Kinder stärken, Kinder schützen – in Indonesien und weltweit“ lautet das Motto der insgesamt 65. Aktion Dreikönigssingen, das Beispielland ist Indonesien. Mit ihrem aktuellen Motto rücken die Sternsinger den Schutz von Kindern vor Gewalt
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Sternsinger wollen Kinder stärken und schützen
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Am Donnerstag machten sich in Bürstadt 30 junge Sternsinger auf den Weg, um drei Tage lang Segen zu bringen und Spenden für Kinder in Indonesien zu sammeln. Foto: Benjamin Kloos
in den Mittelpunkt und machen auf Mädchen und Jungen aufmerksam, die unter physischer, sexualisierter oder psychischer Gewalt leiden. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass jährlich eine Milliarde Kinder und Jugendliche Gewalt ausgesetzt sind – das ist jedes zweite Kind. Die Aktion will aufzeigen, dass Kinder überall auf der Welt ein Recht auf Schutz haben. „Ich komme aus Indien, wir sehen dort die selben Sterne wie alle Kinder auf der gesamten Welt – auch die Kinder in Indonesien”, ergänzte Pater Biji, bevor er die
Kreide und die Sterne segnete. „Ihr nehmt den Segen mit in die Häuser. Das Segenszeichen 20 * C + M + B + 23 erinnert die Menschen, dass sie unter Gottes Schutz stehen und bei ihm Zuflucht finden.” Im Anschluss an den Aussendungsgottesdienst, der mit dem Lied „Seht ihr unseren Stern dort stehen?“ endete, stand mit der Kirche St. Peter auch direkt die erste Adresse an, die gesegnet wurde, bevor sich alle Gruppen auf den Weg in ihre zuvor eingeteilten Gebiete machten, um den Segen dort zu verteilen.
Insgesamt 30 Kinder, begleitet durch einen Betreuer, waren in sieben Gruppen aufgeteilt worden, wobei einige Gruppen bereits seit vielen Jahre mit Begeisterung dabei sind. Die Kommunionkinder machen zum ersten Mal mit, wobei die jüngste Sternsinger erst 6 Jahre, die beiden ältesten 16 Jahre alt sind. Nachdem in den vergangenen zwei Jahren die Aktion in Bürstadt nicht wie üblich durchgeführt werden konnte, versuchen die Sternsinger nun wieder, möglichst viele Menschen zu erreichen, indem sie von Haus zu Haus ziehen.
Wer Besuch der Sternsinger wollte, konnte sich vorab hierzu anmelden. Beim Hausbesuch werden Lieder gesungen, ein Segensspruch aufgesagt und der Segen 20 * C + M + B + 23 – Christus Mansionem Benedicat – Christus segne dieses Haus – mit Kreide angeschrieben oder durch einen Aufkleber an der Haustür angebracht. Falls jemand angemeldet, aber nicht zu Hause sein sollte, werden die Sternsinger selbstverständlich einen Segensbrief in den Briefkasten werfen. Fortsetzung auf Seite 2
Beilagenhinweis
FILMINSEL BIBLIS: Preisgekröntes Kabarett mit Lizzy Aumeier am 22. März
„Jetzt erst recht!“ BIBLIS – „Wir haben es also überlebt! Sie ja auch, sonst könnten Sie das jetzt nicht lesen, oder wären nicht hier! Ich kann Ihnen sagen, wie froh ich darüber bin! Unsere Kultur in CoronaStarre – zum Glück kein KoronarInfarkt, auch wenn es sich fast so anfühlt! Nun heißt es aufstehen die Ärmel hochkrempeln, die Corona – nein, die Krone richten, den Kopf heben und weiterlachen!!! Nicht nur ich fühle mich nach dieser Zeit, wie nach einem Sportunfall, bei dem ich einen Medizinball verschluckt habe! Soll ich nun zu den Weightwatchers oder zu den Anonymen Alkoholikern? Auch wenn nicht wirklich das Gefühl aufkam, aber die Zeit und das Leben ging und geht unaufhaltsam weiter! Die Themen wechseln... Trump ist weg, Corona geht uns auf den Wecker... Natürlich geht es (nicht nur) um mich! Ein erneutes Feuerwerk an Themen, die in letzter Zeit sicher auch Euch bewegten, durchsetzt mit einem, nie dagewesenen Crossover an musikalischen Highlights begleitet von Svetlana Klimova an Violine und Klavier! Lasst Euch überraschen – Ich freue mich auf Euch! Eure Lizzy” Das preisgekrönte Kabarett mit Lizzy Aumeier ist am Mittwoch, 22. März, um 20 Uhr in der Filminsel zu erleben. Tickets gibt es im Vorverkauf bei Hollerbach und Lesezeit in Biblis sowie im
Ticketshop der Filminsel. Auch ansonsten hat die Filminsel im Jahr 2023 viel zu bieten: So heißt es beispielsweise am Mittwoch, 15. Februar, um 20 Uhr „Jetzt mal Butter bei die Fische!“. Ole Lehmann wird an diesem Tag #Tacheles sprechen – und zwar über die wirklich wichtigen Themen im Leben: Warum fliegen Mücken erst in der Dämmerung los? Warum ist „Bares für Rares“ besser als Sex? Und warum ist Zumba der Ententanz der neuen Generation? Und auch das beliebte Kinoprogramm wird selbstverständlich fortgesetzt. So zeigt die Filminsel Biblis beispielsweise am Donnerstag, 12. Januar, um 20 Uhr den Film „Triangle of Sadness”: Das junge Männer-Model Carl (Harris Dickinson) und die erfolgreiche Influencerin Yaya (Charlbi Dean Kriek), in deren Beziehung es ein wenig kriselt, sind es gewohnt, ihr Luxus-Leben auf Instagram zu vermarkten. Als sie auf eine Kreuzfahrt für Superreiche eingeladen werden, können sie Erholung und Arbeit perfekt miteinander verbinden – sich mit einem Champagner-Glas auf dem Sonnendeck zu räkeln, ist schließlich absolut social-media-tauglich. Hinter den Kulissen geht es jedoch weit weniger paradiesisch zu. Während sich der dauerbetrunkene, marxistische Kapitän (Woody Harrelson) in seiner Kabine einschließt,
Lizzy Aumeier gastiert im März in der Filminsel Biblis. Foto: Andreas Riedel
versucht die Crew unter Leitung ihrer perfektionistischen Chefin Paula (Vicki Berlin), den verwöhnten Gästen jeden noch so absurden Wunsch zu erfüllen. Als das obligatorische Kapitänsdinner, zu dem sich der Captain dann doch noch breitschlagen lässt,
ausgerechnet während eines Sturms stattfindet, laufen die Dinge jedoch völlig aus dem Ruder. Am Freitag, 13. Januar, und Samstag, 14. Januar, jeweils um 20 Uhr und am Sonntag, 15. Januar, um 19 Uhr, läuft jeweils
der Film „Zeiten des Umbruchs” mit Anne Hathaway, Jeremy Strong und Banks Repeta: Mitte der 1980er-Jahre lebt der kleine Paul (Banks Repeta) als Mitglied einer wohlhabenden jüdischen Familie in New York. Seine Mutter Esther (Anne Hathaway) hat immer viel zu tun und sein Vater Irving (Jeremy Strong) bemüht sich zwar, ein guter Vater zu sein, ist dabei aber oft sehr streng. Zu streng für den sensiblen Jungen, der sich in seiner Familie neben seinem frechen Bruder Ted (Ryan Sell) oft alleingelassen fühlt. Sein Großvater Aaron (Anthony Hopkins) scheint den Jungen als einziger zu verstehen und ist ihm eine große Stütze. Als das neue Schuljahr beginnt, lernt Paul den Schwarzen Jonathan (Jaylin Webb) kennen. Er ist etwas älter, weil er sitzengeblieben ist und lebt bei seiner kranken Großmutter unter ärmlichen Verhältnissen. Paul freundet sich mit ihm an und stellt fest, dass es sein neuer Freund schafft, trotz seiner schwierigen Lebensverhältnisse an Werte wie Ehrlichkeit und Loyalität festzuhalten. Im Laufe ihrer Freundschaft stellt Paul jedoch fest, dass nicht jeder im Leben die gleichen Chancen bekommt... Semi-autobiografischer Film über die Jugend von Regisseur James Gray, der von seiner Kindheit in den 1980erJahren im New Yorker Stadtteil Queens erzählt. Fortsetzung auf Seite 2
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