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Tierschutz Magazin

Ausgabe 5 2017/18

FRANK WEBER IM PROMI-INTERVIEW „Gebt dem Tierschutz eine Chance“

SCHMUCK VON GOODYDOO

Wie das Trendlabel Lifestyle und guten Zweck vereint

IM FADENKREUZ DER HUNDEFÄNGER Deine Stimme für europäische Streuner

Spenden -Marathon FÜR TIERE Tierfreunde aus aller Welt sammeln 30.000 Pakete mit Futter, damit kein Tier in Europa zu Weihnachten hungert. Im Magazin erfährst du alles über die größte Spendenaktion, die es je gab und wie auch du dabei sein kannst. Tierschutz-Magazin | November 2017 1


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Tierschutz-Magazin | 2017/18 2 Mehr Informationen unter: www.bosch-tiernahrung.de SpĂźre uns auf: www.facebook.com/bosch.petfood.concept


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Jetzt nichts mehr verpassen! Entdecke jetzt immer die neuesten Themen aus dem Tierschutz und großartige Spendenaktionen. Besuche uns auf:

Hallo Tierfreunde, ich komme aus Andalusien, wo ich auf der Straße eingefangen und in eine Tötungsstation gebracht wurde. Zum Glück wurde ich rechtzeitig gerettet und heute habe ich ein schönes Zuhause in Deutschland. Lest was Tierschutz alles bewirken kann! Mein Leben verdanke ich lieben Tierschützern, die sich unermüdlich für uns Tiere stark machen. Auf Seite 6 lest ihr, wie eine Tierschützerin auf Sizilien ganz alleine für heimatlose Fellnasen kämpft. Wenn ihr wissen wollt, wie Tierfreunde aus aller Welt innerhalb weniger Wochen 30.000 Pakete mit Futter sammeln, blättert schnell zu Seite 12. Worauf es bei gutem Hundefutter wirklich ankommt, erfahrt ihr dann ab Seite 22. Und ab Seite 36 findet ihr die Antwort auf die Frage: Kann ich mir selbst etwas Gutes tun und gleichzeitig Tieren in Not helfen? Viel Spaß beim Lesen! PS: Das Tierschutz-Magazin wird durch Medienpartner finan­ ziert. Es entstehen keine Kosten für den Tierschutz!

Euer Cuco

Fragen oder Anregungen? Hast du Fragen? Liegt dir ein Tierschutz-Thema besonders am Herzen? Schreibe uns einfach eine E-Mail an: presse@tierschutz-shop.de

Tierschutz-Shop startet regelmäßig große Spenden­ aktionen für Tiere in Not. Dabei können Tierfreunde ganz einfach und transparent Futter und Zubehör über die Wunschlisten von über 500 Vereinen spenden. Die Aktionen werden von namhaften deutschen Markenherstellern unterstützt: www.tierschutz-shop.de

Hilf jetzt mit!

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www.tierschutz-shop.de

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TITELTHEMA Spenden-Marathon für Tiere Tierfreunde aus aller Welt sammeln 30.000 Futter-Pakete, damit kein Tier hungert

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TIERSCHUTZ AKTIV 6

VETO gegen Tierleid So unterstützt die Vereinigung Tierschützer in ganz Europa

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Im Fadenkreuz der Hundefänger Deine Stimme für europäische Streuner

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Kastrationspflicht für Katzen Eine Petition, die Leben rettet

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Tierische Freundschaften schließen Auf einem Duisburger Tiergnadenhof kommen Mensch und Tier zusammen

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Spenden-Marathon für Tiere 30.000 Pakete mit Futter?

Foto: Svenja Gruszeczka

Lebenswerk in Gefahr Hat Christels Auffangstation für sizilianische Streuner noch eine Zukunft?

LIFESTYLE Die 8 spannendsten Tierschutz-Filme Diese Dokus und Filme sollte jeder Tierfreund sehen

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Schmuck von goodydoo Wie das Trendlabel Lifestyle und guten Zweck vereint

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5 tierleidfreie Geschenke für Zwei- und Vierbeiner Mit gutem Gewissen den Liebsten eine Freude machen

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Vegane Genuss-Rezepte Raffinierte Leckereien für Zwei- und Vierbeiner

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LEBEN MIT TIER Kleiner Hund, große Schwäche Alles über rassetypische Gelenkbeschwerden und was hilft GoodyDog und GoodyCat Schmeckt wie selbst gekocht und hilft Tieren in Not

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Schmuck von goodydoo Wie das Trendlabel Lifestyle und guten Zweck vereint


Zuhause gesucht Diese Fellnasen suchen eine Familie

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„Darf der das?“ Diskussion über Hunde im Bett

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Foto: Veera Nuri

TIERISCH SPANNEND Frank Weber im Promi-Interview „Gebt dem Tierschutz eine Chance“

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Tofu statt Truthahn? Wissenswertes über vegetarische Ernährung beim Hund

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Tierschutzhund aus dem Ausland? Diese Tipps helfen bei der Adoption

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Mehr als nur ein Kuscheltier Alles über artgerechte Kaninchen-Haltung

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Foto: Foto:Frank Nadja Weber Jahel

AUFGEDECKT

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Frank Weber im Promi-Interview „Gebt dem Tierschutz eine Chance“

Voll im Trend und trotzdem out Noch immer sterben Tiere für ihr Fell

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Stille in Wald und Flur - höchste Zeit aufzuwachen Wie steht es um unsere einheimische Tierwelt?

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Animal Hoarding Wenn Tierliebe zur Sucht wird

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Sicher spenden, aber wie? 5 Dinge, auf die du achten solltest

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Foto: Cherednychenko Ihor

SHORT NEWS

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Tofu statt Truthahn? Wissenswertes über vegetarische Ernährung beim Hund

Neues aus dem Tierschutz Hummeln legen weniger Eier, künstliche Insel für Urang-Utan Alba und mehr

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Schlau in 2 Minuten ... Interessantes und Lustiges aus dem Tierreich

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Begrüßung

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Impressum

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TIERSCHUTZ AKTIV

Lebenswerk in Gefahr Leicht war es für Christel als deutsche Auswanderin auf Sizilien nie. Aus anfänglich einem Hund wurden schnell Dutzende. Sie fand ihre Lebensaufgabe im Tierschutz und errichtete eine kleine Auffangstation für 60 Hunde. Doch jetzt steht sie vor einer schweren Entscheidung ...

Foto: Svenja Gruszeczka

Als Christel 2011 nach Sizilien auswanderte, wollte sie dort einen ruhigen Lebensabend mit ihrer Familie verbringen. Doch ein Straßenhund, den Christel Sicilia nannte, berührte ihr Herz so sehr, dass sie ihn aufnahm. Immer wieder begegnete sie kranken und verletzten Straßenhunden. Christel wollte nicht wegsehen. Sie rettete fast täglich Hunde von der Straße und gründete einen Tierschutzverein.

›› 50-60 Straßenhunde versorgt Christel täglich alleine.

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Foto: Svenja Gruszeczka

Würdest du aufgeben oder kämpfen?

›› Chefredakteurin Svenja Gruszeczka (r.) zu Besuch bei Christel (l.).

Keine Kettenhunde oder kleine Zwinger Ihr Zuhause baute sie zu einer Auffangstation für 50-60 Hunde aus. All ihre Ersparnisse und ihre kleine Rente steckt sie Monat für Monat in die Versorgung der Tiere. Für die 58-Jährige selbst bleibt kaum etwas zum Leben übrig. Vor Kurzem dann der Schock: Christels Familie geht zurück nach Deutschland – und lässt sie und die ehemaligen Straßenhunde zurück. Stell dir vor, du wärst in ihrer Lage. Würdest du aufgeben oder kämpfen? „Ich habe mich dafür entschieden zu kämpfen“, sagt die engagierte Tierschützerin. Und sie ist nicht alleine, denn der kleine deutsche Tierschutzverein Hundehilfe Italien e.V. hilft ihr dabei, die Hunde in ein neues Zuhause zu vermitteln und unterstützt sie so gut er kann. „Tierfreunde halten zusammen“, so die 1. Vorsitzende Helene Gollnisch. „Unsere Hoffnung ist, dass noch mehr Tierfreunde Christel den Rücken stärken, damit sie ihr Lebenswerk auch weiterhin aufrechterhalten und für die vielen Streuner sorgen kann.“ Svenja Gruszeczka


LEBEN MIT TIER

Kleiner Hund, große Schwäche Alles über rassetypische Gelenkbeschwerden und was hilft

Patellaluxation beim Hund Der medizinische Fachbegriff bezeichnet das Verrutschen oder Verrenken der Kniescheibe – eine Form der Verletzung, die vor allem kleine Hunderassen wie Chihuahua, Zwergpudel und Yorkshire Terrier betrifft. Dabei springt die Kniescheibe aus seiner natürlichen Position, weil die Knochenrinne zu flach ist. Ein besonders hohes Risiko besteht für jene Hunde, die während der Wachstumsphase zum Beispiel im Tierheim an der Kette leben mussten. Da diese meist sehr kurz ist, stellen sie sich überdurchschnittlich häufig auf die Hinterbeine. Durch den gleichzeitigen Mangel an Bewegung sind diese Tiere enorm gefährdet, später einmal unter einer Kniescheibenverrenkung zu leiden. Doch auch angeborene anatomische Besonderheiten oder Beinverletzungen durch einen Unfall können Ursachen für Patellaluxation beim Hund sein. Eine Erkrankung zeigt sich im veränderten Gangbild: Der Hund setzt beim Laufen zeitweise ein Hinterbein nicht

Foto: Shutterstock

Ursachen, Symptome, Schweregrad

›› Dein Tierarzt diagnostiziert, ob dein Hund betroffen ist und erkennt den Schweregrad.

mehr ab (dreibeiniger Gang) oder lahmt sogar dauerhaft. Die verschiedenen Symptome deuten zugleich auf den entsprechenden Schweregrad hin. Während die Kniescheibe beim 1. Grad problemlos von alleine wieder zurückspringt, befindet sich die Kniescheibe des Hundes beim 4. Grad fast immer außerhalb der Gleitrinne.

Foto: Shutterstock

Wie kann man helfen?

›› Manchmal ist eine Operation nötig. Danach kann sich dein Vierbeiner wieder unbeschwert bewegen.

Der vorliegende Schweregrad ist ausschlaggebend für die Art der Therapie. Von einer einfachen Behandlung ohne Operation bis hin zu einem operativen Eingriff sind hier verschiedene Formen möglich. In jedem Fall sollte eine Behandlung stattfinden, da die Luxation eine dauerhafte Schädigung des Kniegelenkes bewirken sowie schmerzhafte Arthrose verursachen kann. Dein Tierarzt berät dich gerne detailliert. Hannah Kuck

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VETO VETO gegen Tierleid So unterstützt die Vereinigung Tierschützer in ganz Europa Veto („ich verbiete“) steht sinnbildhaft für Gegenwehr, Widerstand und Protest. VETO ist die Vereinigung europäischer Tierschutzorganisationen und tritt als zentraler Dachverband von Tierschutzvereinen selbstbewusst und engagiert gegen Tierleid in Europa an.

weil die finanziellen Mittel nicht reichen. Ob In- oder Ausland, eine Sache ist immer gleich: Die Tierschützer sind auf sich alleine gestellt und arbeiten oft am absoluten Limit – finanziell, emotional und körperlich. Genau an dieser Stelle springt VETO ein und greift Tierschützern in ganz Europa unter die Arme. Doch nicht nur das: Durch aktive Netzwerkarbeit soll das unterschiedliche Potenzial der verschiedenen Projekte gebündelt werden, um die vielfältigen Leidensgeschichten und Probleme von Tieren in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken.

Überall in Europa ist die Arbeit von Tierschützern von Sorgen und Problemen gekennzeichnet. Oft fehlt es an den nötigen Infrastrukturen, der medizinischen Versorgung kranker Tiere sowie an ausreichend Futter, um die Schützlinge durch den nächsten Winter zu bringen. Gerade im Ausland ist das Verständnis für den Wert eines Tierlebens zudem sehr gering. Massentötungen in sogenannten Tötungsstationen, jahrelange Kettenhaltung oder schwere Misshandlungen stehen leider vielerorts auf der Tagesordnung. Zum Glück hat sich der Tierschutz in Deutschland in den letzten Jahren positiv entwickelt, doch auch bei uns ist die Situation für viele aktive Tierschützer bedrohlich: Knapp die Hälfte aller Tierheime steht vor dem Aus,

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Foto: Shutterstock

Tierschutz braucht Unterstützung


TIERSCHUTZ AKTIV

Für die vielen Tierschutzvereine, die sich europaweit für Tiere stark machen, möchte VETO ein Knotenpunkt für gegenseitigen Austausch sein und eine zentrale Anlaufstelle für Unterstützung bieten. Vor allem Vereine im Ausland sind auf diese Hilfe dringend angewiesen. Tierschutz im Ausland wird leider nur in Ausnahmefällen von offzieller Seite unterstützt. Um gegen diese Missstände vorzugehen, berät VETO Rettungsstationen, Pflegestellen und Tierheime bei ihrer Arbeit. Auch in dringenden Notfällen, wenn plötzlich Hilfe benötigt wird, springt VETO für Tierschutzvereine ein und kann wichtige finanzielle Unterstützung leisten. Ohne diese Hilfestellung von außerhalb müssten viele Vereine im Ausland ihre Arbeit einstellen und die Tiere einem ungewissen Schicksal überlassen. Als Dachverband lässt VETO keinen Tierschutverein in Europa im Stich und spendet Hoffnung.

Gemeinsam die Stimme erheben Tiere können ihre Stimme nicht selber erheben, können keinen Einspruch einlegen gegen Missbrauch, Leid und Tod. Zum Glück gibt es überall in Europa Menschen, die sich mit viel Herzblut gegen das Leid von Tieren

VETO auf einen Blick • ruft Petitionen ins Leben • startet Aufklärungskampagnen rund um verschiedene Tierschutzthemen • bietet finanzielle Hilfe für Tierschutzvereine in Not • sammelt Spenden für Tierschutzprojekte

• hilft da, wo andere aufgeben

Foto: Shutterstock

VETO bedeutet Hoffnung

stark machen. VETO unterstützt diese Menschen auf verschiedene Weise und will gleichzeitig eine breite Öffentlichkeit erreichen. Das zentrale Ziel ist es, möglichst viele Menschen für die Rechte von Tieren zu sensibilisieren. Darum startet VETO Petitionen zu verschiedenen Tierschutzthemen, um Druck auf die Politik aufzubauen und viele Menschen für den Tierschutz zu begeistern. Dazu erarbeitet VETO medienwirksame Aufklärungskampagnen, die ein breites Themenspektrum umfassen: Tiertransporte, Hundetötungen oder die ungerechte Behandlung von Zirkusstieren. Tierleid ist ein fester Bestandteil unserer Gesellschaft und bleibt viel zu oft ungesehen – das möchte VETO ändern. Doch dies geht nicht alleine: VETO hat sich vorgenommen, in der Zukunft ein breites Netzwerk aus verschiedenen Kooperationspartnern aufzubauen, um effektiver helfen zu können. Der Austausch zwischen Verbänden, Tierschutzvereinen, Einzelpersonen und Unternehmen mit der gleichen Philosophie ist dabei ein zentrales Ziel. Nur zusammen kann ausreichend Druck ausgeübt werden, um die Situation von Tieren in Europa zu verbessern. Mehr Informationen findest du auf: www.veto-tierschutz.de & facebook.com/vetotierschutz

Torben Stichling

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Foto: Taro Germany

Foto: Nie mehr allein e.V.

Foto: ENA Hilfe für Tiere

Foto: Nie mehr allein e.V.

Foto: Tierhilfe Fortuna

Foto: Tierhilfe Weyarn

Foto: Tierheim Geldern

Foto: Tierheim Weidefeld Foto: A.S.P.A. friends

Foto: Hundehilfe Italien

Foto: Initiative Hilfe für Labortiere e.V.

TIERSCHUTZ AKTIV

Spenden, die im Jahr 2017 über Tierschutz-Shop mit der Hilfe von

Tierfreunden, Sponsoren

und VETO viele Tierheime in ganz Europa erreichten.


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TITELTHEMA

Spenden-Marathon FÜR

TIERE

30.000 Pakete, damit kein Tier hungert

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Foto: Veera Nuri

Der gigantische Spenden-Marathon für Tiere startet am 16. November 2017 um 18 Uhr auf tierschutz-shop.de. Bis Weihnachten versuchen Tierfreunde aus aller Welt unglaubliche 30.000 Pakete mit Futter online zu packen, damit kein Tier zu Weihnachten hungern muss. Jeder, der online über eine Wunschliste Futter spendet, kann alles auf einem Live-Zähler nachverfolgen und sicher sein, dass alles ankommt. Der Spenden-Marathon wird notariell begleitet. Werde auch du Teil dieser einzigartigen Aktion!


TITELTHEMA

Tierschutz-Shop sammelt beim Spenden-Marathon für Tiere durch Europa 30.000 Pakete, damit kein Tier zu Weihnachten hungert. Mach auch du mit auf www.tierschutz-shop.de!

Marathon ganz ohne Läufer?

Darum ist der Spenden-Marathon so wichtig

Es kommt etwas Großes auf den Tierschutz zu. Etwas Gigantisches, in einer Dimension, die es so noch nie gegeben hat. Etwas, das den Tierschutz in ganz Europa, ja vielleicht sogar auf der ganzen Welt verändern wird: Ein riesiger Spenden-Marathon für Tiere, an dem in nur wenigen Wochen nahezu jeder Tierfreund teilgenommen haben wird. Aber wie soll das gehen?

Die Winterzeit ist für Hunde und Katzen, die auf der Straße oder in einem Tierheim leben, die schlimmste Zeit. Jedes Jahr verhungern in Europa tausende Tiere, weil es nicht genug Futter gibt und ihnen Schnee und Eis die letzte Kraft rauben. In Osteuropa wird es im Winter bis zu minus 20°C. Es liegt meterhoher Schnee. Auch im Süden, zum Beispiel in Italien oder Spanien, kommt es gerade in den Bergregionen zu heftigem Schneefall, der die Tierheime oft wochenlang von der Außenwelt abschottet. Tierheime, wie man sie in Deutschland kennt, gibt es in den meisten Ländern überhaupt nicht. Oft haben sie weder ein Dach noch Wände. Geschweige denn eine Heizung. Die Tiere sind in ihren Gehegen der Kälte und dem Schnee schutzlos ausgeliefert. Decken verschlimmern die Situation oft noch, weil sie sich mit dem Urin und Kot der Tiere vollsaugen oder gefrieren.

Tausende Marathonläufer, die bei Eiseskälte durch Europa laufen und dabei Tiere retten? Schwer vorstellbar. Tierschutz-Shop, Europas größte FutterspendenPlattform, hat dieses Jahr einen gigantischen SpendenMarathon für Tiere geplant – allerdings ganz ohne Marathonläufer. „Den Spenden-Marathon wollen wir gemeinsam mit Tierfreunden aus der ganzen Welt gewinnen, indem wir 30.000 Pakete für Straßenund Tierheimtiere in ganz Europa packen“, erklärt Gründerin Hanna Czenczak. Laufen muss dabei keiner, weil der Spenden-Marathon online auf www.tierschutz-shop.de stattfindet. So hat jeder Tierfreund die Möglichkeit, ganz einfach von Zuhause am Marathon teilzunehmen.

Das Einzige, das wirklich hilft „Nur nahrhaftes Futter hilft den Tieren wirklich, den eisigen Winter zu überleben, denn das wärmt sie von Innen und gibt ihnen Kraft, die Zeit zu überstehen, bis sie ein Zuhause für immer finden“, berichtet Carina Gohmann, 2. Vorsitzende von Tierschutz-Magazin | 2017/18

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TITELTHEMA

Fellnasen-Nothilfe e.V. „Ich habe schon einige Winter miterlebt und hoffe, dass dieses Jahr alle Tiere durch den Spenden-Marathon überleben. Das wäre das schönste Weihnachtsgeschenk für all die armen Streuner.“

16. November im Kalender markieren Am 16. November 2017 um 18 Uhr geht es los. „Der Moment, dem wir nun seit Monaten entgegenfiebern. Der virtuelle Vorhang öffnet sich und der Spenden-Marathon für Tiere beginnt. Jeder kann live dabei sein“, so Czenczak, die sich bereits seit ihrer Kindheit für den Tierschutz einsetzt. Ohne vorab zu viel zu verraten: Der Spenden-Marathon findet zwar online statt, geht aber quer durch Europa. Hanna Czenczak und ihr Team haben sich etwas Außergewöhnliches einfallen lassen: „Wir starten in Deutschland, gehen dann Land für Land durch und sammeln für die Tiere in Griechenland, Bulgarien und Co. ganz viele Futterspenden. Das Finale erreicht der Spenden-Marathon in Rumänien, weil dort die meisten Straßentiere leben.“

So einfach kann jeder mitmachen Um beim Spenden-Marathon mitzumachen, besucht man ganz einfach www.tierschutz-shop.de. Hier findet man schon auf den ersten Blick pro Land eine Wunschliste, die die Tierschutzvereine selbst erstellt haben. In der Wunschliste sieht man, was bereits gespendet wurde und was noch dringend benötigt wird. „Dadurch bekommen wir immer genau das, was wir gerade wirklich brauchen“, erklärt Carina Gohmann.

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Foto: Veera Nuri

Die Produkte, die man spenden möchte, legt man sich wie beim Online-Shopping mit einem Klick in seinen Warenkorb und bezahlt anschließend ganz klassisch in seiner Bankfiliale per Überweisung, via Online-Banking oder Paypal. Man kann bereits ein kleines Paket für 98 Cent packen, aber auch größere Pakete, zum Beispiel eine Monats-Ration Futter für 50 Euro. Hanna Czenczak sagt: „Jeder Spender kann so viel spenden, wie er möchte. Natürlich ist auch was für den kleinen Geldbeutel dabei. So kann sich jeder am Spenden-Marathon beteiligen. Aber klar – je mehr man spendet, desto mehr Tieren kann man helfen.“ Noch während des Marathons werden die Spenden gepackt und auf Sattelschleppern direkt zu den Tierheimen gebracht. Spenderin Helene Häumer sagt: „Ich spende jetzt bereits seit zweieinhalb Jahren bei Tierschutz-Shop im Internet. Das ist kinderleicht, selbst für mich mit 61 Jahren. Und ich kann mir sicher sein, dass das gespendete Futter auch wirklich ankommt. Deswegen empfehle ich die Plattform auch allen weiter. Auf den Spenden-Marathon freue ich mich schon ganz besonders. Da werde


TITELTHEMA

ich ganz sicher nicht nur ein Paket packen.“ Carina Gohmann von Fellnasen-Nothilfe e.V. pflichtet ihr bei: „Egal ob mein Verein dabei ist oder nicht, ich werde auf jeden Fall beim Spenden-Marathon Pakete packen und alle aus meinem Bekanntenkreis bitten mitzumachen. Das ist eine wahnsinnige Chance für den Tierschutz.“

›› So sieht eine Wunschliste bei Tierschutz-Shop aus.

Darum sollten alle Tierfreunde dabei sein Neben tausenden Tierfreunden aus der ganzen Welt beteiligen sich auch Unternehmen, Medien und Markenhersteller am Spenden-Marathon für Tiere. Sponsoren sind zum Beispiel bosch Tiernahrung, Josera petfood, Happy Dog, animonda petcare und Dr.Clauder‘s. „Selbstverständlich bekommen alle Spender auf Wunsch Spendenquittungen. Jeder kann bei uns alles anhand von Nachweisen, Bildern und Videos transparent nachverfolgen. So kann sich jeder sicher sein, dass die Hilfe auch garantiert ankommt“, so Hanna Czenczak. „Gemeinsam werden wir dafür kämpfen, dass kein Tier zu Weihnachten hungern muss. Wir haben die Chance, 30.000 Futter-Pakete für heimatlose Fellnasen zu packen und den Spenden-Marathon für Tiere zu gewinnen. Das ist so extrem wichtig, weil wir damit tausenden Hunden und Katzen das Leben retten. Und wir können ein Zeichen im Tierschutz setzen und viele Menschen, Medien und Unternehmen auf das Leid der Tiere aufmerksam machen. Wenn wir gewinnen, wird das den kompletten Tierschutz nachhaltig verändern. Also packen wir es an. Gewinnen wir zu Weihnachten den gigantischen Spenden-Marathon für Tiere!“ Svenja Gruszeczka

Foto: Veera Nuri

Hilf auch du! Besuche jetzt www.tierschutz-shop.de, spende ganz einfach online Futter und gewinne gemeinsam mit vielen Tierfreunden den gigantischen Spenden-Marathon für Tiere. www.tierschutz-shop.de Hast du noch Fragen? Rufe einfach bei Tierschutz-Shop an unter: 02151 64 97 166 Oder schreibe uns an: helfen@tierschutz-shop.de

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Foto: shutterstock

TIERISCH SPANNEND

Voll im Trend & trotzdem out Noch immer sterben Tiere für ihr Fell Ein Bommel auf der Mütze oder ein Pelz-Accessoire an der Tasche – ein weit verbreiteter Modetrend, der immer wieder neu entfacht. Doch um welchen Preis? In einem kleinen Örtchen in Deutschland, etwas außerhalb, hinter Bäumen und wild wuchernden Sträuchern, verbirgt sich ein hoher, rostiger Maschendrahtzaun. Das gelbe Warnschild ist kaum zu übersehen. Es signalisiert, dass niemand hier willkommen ist. Hinter dem Zaun reihen sich mehrere lange Wellblech-Hütten aneinander. Laut Tierschützern werden hier tausende Nerze in

bis unter die Decke gestapelten Drahtgitterboxen gehalten, nur um für Pelzmode getötet und gehäutet zu werden. Zum heutigen Tag existieren noch sechs dieser Nerzfarmen in Deutschland.

„Nicht artgerechte Zustände“ Bis zu 50.000 Nerze würden pro Jahr auf diesen Farmen für Pelz gezüchtet, berichten Tierschutz-Aktivisten. Die Käfige seien zu klein und die Tiere könnten ihren natürlichen Bedürfnissen wie Klettern, Schwimmen und Nahrung suchen nicht nachkommen, teilt eine Tierschützerin mit, die anonym bleiben möchte. Die Nerze seien permanentem Stress ausgesetzt und entwickelten teilweise schwere Verhaltensstörungen, wie Selbstverletzung und ständiges im Kreis drehen. In freier Natur sind Nerze Einzelgänger und beanspruchen ein großes Revier für sich. Doch für einen möglichst großen Profit der Pelzfarm-Betreiber verbrächten die Tiere ihr Leben in diesen nicht artgerechten Zuständen, so die Vorwürfe der Pelzgegner.

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Das passiert bei der Pelzernte

›› Flauschiges Fell – ein Modetrend mit Schattenseite.

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Tierschutz-Magazin | 2017/18

Das Leben auf der Farm ende für die Nerze mit einem dramatischen Tod. Damit der Pelz nicht beschädigt wird und an Wert verliert, würden die Tiere durch Kohlenmonoxid vergast oder per Genickbruch oder Elektroschock getötet. Beim Tod durch Elektroschocks werde den Tieren ein Stromstab in den Anus


AUFGEDECKT und ins Maul eingeführt, sodass die Tiere innerlich verbrennen. Ein schmerzfreies Töten sei durch keine der Methoden garantiert gewährleistet, plädieren Tierschützer.

Ein erster Lichtblick

Was kannst du tun? Kaufe und trage keinen Pelz. Vermeide auch Kunstpelz, denn auch wenn das Etikett den Pelz am Accessoire als „Kunstfell“ deklariert: Dahinter verbirgt sich manchmal Echtpelz von Kaninchen, Chinchillas und Nerzen, oder aber Hunden und Katzen. Denn die Pelzproduktion ist oftmals tatsächlich günstiger als die von Kunstfell. Sensibilisiere außerdem dein Umfeld für das Thema und mache Influencer in sozialen Medien auf das Leid durch Pelzmode aufmerksam. Diente das Tierfell in der Steinzeit als schützendes Kleidungsstück vor Wind und Kälte, ist ein Pelzbommel heutzutage wirklich nur noch ein „schickes“ Mode-Accessoire. Gib darum deine Stimme den Pelztieren, die unnötig für diesen Modetrend sterben und unterzeichne auch Petitionen. Hier findest du die Petition für ein Echtpelzverbot in Deutschland: www.gegen-echtpelz.de Sarah Schonert

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Bereits seit 2011 schreibt die TierschutzNutztier­haltungs-Verordnung vor, dass die Gehege der Nerze mindestens drei Quadratmeter groß sein sowie Schwimmbecken und Klettermöglichkeiten bieten müssen. Durch diese hohen Haltungsauflagen wird die Zucht und das Geschäft mit Pelz unrentabel. Einige Nerzfarmbetreiber klagten deshalb gegen die Verordnung, die sie in ihrer Berufsausübung einschränke. Bis zu diesem Zeitpunkt gibt es in Deutschland leider noch kein generelles Pelzfarmverbot. Doch es gibt Grund zur Hoffnung: 2017 wurde die Verordnung in ein höherrangiges Gesetz umgewandelt. Unter Erfüllung der Vorgaben ist die Haltung so zwar immer noch erlaubt, kommt der Betreiber dieser Pflicht jedoch in den nächsten fünf Jahren nicht nach, muss der Betrieb geschlossen werden. Da die Rentabilität so weiter sinkt, ist dies

ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem ausdrücklichen Pelzfarmverbot.

Sarah Schonert

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Foto: shutterstock

Stille in Wald und Flur

Höchste Zeit aufzuwachen! Es war einmal … Der Beginn jeder guten Geschichte, doch nicht in diesem Fall: In Deutschland gibt es mindestens 48.000 Tierarten, doch 2.880 davon sind bereits ausgestorben oder gelten als verschollen. Allein im 20. Jahrhundert sind in Deutschland zum Beispiel 22 Wirbeltierarten ausgestorben. Ein Drittel aller Arten in Deutschland ist zudem bereits vom Aussterben bedroht, berichtet das Bundesamt für Naturschutz. Neben den großen Vertretern wie Luchs, Seeadler und Wolf stehen auch viele Nager, wie der Feldhamster, Vögel wie Kiebitz, Grauspecht und Rebhuhn sowie zahlreiche Fische, Reptilien und Insekten auf der roten Liste der bedrohten Tierarten. Ein Beispiel um die aktuelle Notlage zu verdeutlichen sind die Wildbienen. Auch sie stehen auf der roten Liste und ihr Bestand ist in einigen Gegenden Deutschlands um bis zu 75 Prozent geschrumpft, so das Bundesumweltamt. In weniger als zehn Jahren werden Wildbienen demnach ausgestorben sein, wenn sich nicht schleunigst etwas ändert. So viel zu den Fakten und Zahlen. Doch was sind die Hintergründe, die zu dieser massiven Veränderung in der Tierwelt geführt haben?

Darum ist die Natur im Wandel

Eine Ursache für das Aussterben und die Bedrohung von Tierarten ist die Veränderung ihrer Lebensräume durch die fortschreitende Umweltverschmutzung und den

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Klimawandel. Von der Küste bis an die Alpen beherbergt Deutschland vielfältige Lebensräume: Wälder, Wiesen, Moore, Heiden, Küsten, Felder, Gebirge, Städte, Flüsse und Seen. Verschwindet diese Vielfalt der Lebensräume, verschwinden damit zusammen folglich auf Dauer auch die darin vorhandenen Tiere. Das Bemerkenswerte ist, dass der Schwund von einheimischen Pflanzen und Tieren von uns meist unbemerkt bleibt. „Früher war alles besser“ - wer hat das nicht schon einmal gehört? Das ist kein Zufall. Die heutige Generation erlebt die Natur nur so, wie sie gerade ist und vermisst auch nicht das, was sie nie kennengelernt hat. Wissenschaftler nennen dieses Phänomen „shiftig baselines“. Es ist uns praktisch unmöglich, eine Veränderung in der Natur wahrzunehmen. Das birgt gleichzeitig natürlich die große Gefahr, dass sich niemand verantwortlich fühlt, etwas zu unternehmen. Dabei haben wir im Hier und Jetzt noch die Möglichkeit, Einfluss zu nehmen.

Foto: shutterstock

Wie steht es um unsere heimische Tierwelt?


Wieder mit zerknautschtem Gesicht aufgewacht?

Doch was müsste sich ändern, um die Bedrohung unserer Tierwelt zu minimieren und im besten Fall sogar zu stoppen? Fest steht: Wir alle können dazu beitragen. Naturschutz beginnt mit der Einführung strengerer Gesetze durch die Politik und endet mit dem umweltbewussten Handeln jedes einzelnen Menschen. Der Einsatz für den Naturschutz muss rundum verstärkt werden, denn schon mit dem stillen und heimlichen Schwund der Insekten bahnt sich eine Katastrophe an: Noch viele weitere Tierarten werden in der Zukunft davon betroffen sein.

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Warum jeder helfen sollte

TIERSCHUTZ AKTIV

Was kannst du tun?

Foto: Georgijevic /istockphoto.com

Auch du kannst einen Unterschied machen. Schaffe in deinem Garten oder auf dem Balkon kreative neue Lebensräume für Vögel und Insekten, zum Beispiel mit einem Insektenhotel oder engagiere dich anderweitig für Naturschutzprojekte. Eine Ernährungsumstellung mit weniger Tierprodukten ist nicht nur gesünder, sondern auch köstlich. Wähle Bio-Produkte, die strengeren Naturschutzgesetzen unterliegen. Was den Durst angeht, trinke Leitungswasser und spare dir Plastikflaschen. Sage nein zur Wegwerfgesellschaft, indem du auf Plastiktüten verzichtest, den Müll trennst und Recyclingprodukte wählst. Lebe energiesparend, schalte das Licht und Strom in den Räumen aus, wo du dich nicht befindest, stell beim Zähneputzen das Wasser aus oder fahre mit dem Fahrrad, Bus oder Bahn zur Arbeit. Es gibt so viele Dinge, die du tun kannst. Auch wenn diese Geschichte mit „Es war einmal“ beginnt: Lass sie durch dein Zutun noch gut enden!

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5 Tipps für Umweltschutz im Alltag 1. Strom, Wasser und Licht sparen 2. Essgewohnheiten umstellen, weniger Fleisch essen 3. Nachhaltig einkaufen: bio, lokal und fair 4. Weniger Kunststoffmüll produzieren 5. Fahrrad fahren statt das Auto nehmen Einzelhefte, Abonnements, Top-Prämien, Bücher, DVDs:

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SHORT NEWS

Neues aus dem Tierschutz Waldbrände sorgen in Sommermonaten immer wieder für Verwüstung und zerstören Lebensraum. Aus diesem Grund ist in Spanien ein Pilotprojekt gestartet, das Ziegen und Schafe als Geheimwaffe gegen das Feuer einsetzt. Die Tiere sollen sich in waldbrandgefährdeten Gebieten durch das Unterholz fressen, damit die Flammen im Fall der Fälle weniger

Foto: Shutterstock

Ziegen und Schafe gegen Waldbrände

Nahrung bekommen und sich nicht unkontrollierbar ausbreiten. Gleichzeitig machen sie so den Weg für die Feuerwehr frei. Viel Erfolg den tierischen Helfern!

Künstliche Insel für Alba

Foto: Shutterstock

Alba – so heißt der wohl einzige wildlebende AlbinoUrang-Utan der Welt. Damit das fünfjährige Weibchen ein erfülltes Leben genießen kann, soll sie in Indonesien eine eigene Insel bekommen. In dem künstlich angelegten und durch einen Wassergraben geschützten Areal soll sie mit drei anderen Orang-Utans in ihrem natürlichen Lebensraum leben. Rund um die Uhr bewacht, sind die Tiere hier vor Wilderern und anderen Gefahren geschützt. Bisher lebte Alba bei Bewohnern der Insel Borneo und anschließend in einem Tierheim. Durch ihren Albinismus kann sie schlechter sehen und hören als ihre Artgenossen.

Foto: BOS Deutschland e.V.

Hummeln legen weniger Eier Der Einsatz bestimmter Pflanzenschutzmittel hat dramatische Auswirkungen auf das Überleben einer Hummel-Population. In einem Laborexperiment fanden Forscher heraus, dass mit Pestiziden belastete Hummelköniginnen deutlich weniger Eier legen. Langfristig kann dies sogar das Aussterben der dicken Brummer bedeuten. Bei weiterem Einsatz des Mittels läge das errechnete Aussterberisiko bei fast 30 Prozent. Erschreckend! Kathrin Ferkau

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SHORT NEWS

TOP Latte Macchiato schlürfen und dabei Kätzchen streicheln? In sogenannten Katzen-Cafés wird der Traum aller Samtpfoten-Fans wahr. Der Trend, der sich in Japan entwickelte, ist mittlerweile auch in Deutschland angekommen. Warum auch nicht? Katzen sind schließlich das beliebteste Haustier weltweit. Außerdem soll die Beschäftigung mit Katzen eine heilsame Wirkung haben: Sie soll den Blutdruck senken und die Stimmung verbessern. Auch den Katzen geht es gut. Gesetzliche Vorgaben sorgen dafür, dass sie ausreichend Rückzugsmöglichkeiten haben. Tolle Idee!

Hunde würden nippers lesen!

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nippers

Gut gemeint, aber fatal: Enten mit Brotkrumen zu füttern ist für Kinder eine große Freude. Jedoch werden dabei oft die negativen Folgen für Tier und Umwelt vergessen. Vor allem junge Enten können an Mangelernährung sterben, da das Brot kein artgerechtes Futter ist und ihnen keinen Nährwert bietet. Außerdem verschimmelt liegen gebliebenes Futter und verschmutzt die Gewässer. Nahrung finden die Enten in ihrer Umgebung zur Genüge. Wer trotzdem füttern möchte, wählt eine gesunde Alternative wie Salat oder Haferflocken.

Foto: Shutterstock

Foto: Shutterstock

FLOP

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AUFGEDECKT

Sicher spenden, aber wie? Kennst du das? Während du durchs Internet surfst, begegnet dir plötzlich ein Spendenaufruf. Es geht um Leben und Tod. Du hast ein mulmiges Gefühl: Das abgemagerte Tier auf dem Bild tut dir leid, aber wie kannst du sicher sein, dass deine Hilfe ankommt? Schließlich wird gerade zur Weihnachtszeit vor dubiosen Spendensammlern gewarnt. Aus Angst gar nicht mehr zu spenden ist der falsche Weg. Denn es gibt so viele Tiere, die wirklich dringend Hilfe brauchen.

Foto: Veera Nuri

5 Dinge, auf die du achten solltest, wenn du im Internet spendest

Mit diesen 5 Tipps bist du auf der sicheren Seite: 1. Handelt es sich um einen privaten Spendenaufruf oder ist er von einem Verein? Um auf Nummer sicher zu gehen, spende nur an einen Verein. 2. Handelt es sich um einen offiziell eingetragenen Verein? Das siehst du daran, ob hinter seinem Vereinsnamen ein e.V. (eingetragener Verein) steht. 3. Ist der Verein gemeinnützig? Das erkennst du daran, ob er dir eine Spendenquittung ausstellen kann. Nur wenn der Verein gemeinnützig ist, kannst du dir sicher sein, dass er deine Spende auch für wohltätige Zwecke einsetzt.

Lieber auf Nummer sichergehen: Jedes Mal alles zu prüfen ist dir zu aufwendig oder du bist dir trotzdem noch unsicher? Dann spende etwas über eine offizielle Spendenplattform. Europas größte Futter-Spendenplattform ist Tierschutz-Shop. Auf www.tierschutz-shop.de spendest du kein Geld, son-

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4. Wie sind die Bewertungen? Auch als Verein kann man es nicht allen recht machen, aber du kannst zum Beispiel anhand seiner Facebook-Bewertungen einen fundierten Eindruck gewinnen. 5. Kannst du nachvollziehen, wofür deine Spende verwendet wird? Schaue auf der Webseite nach Nachweisen, die zeigen, was mit den bisherigen Spenden gemacht wurde. Svenja Gruszeczka

dern Futter über Wunschlisten von Tierschutzvereinen. Tierschutz-Shop arbeitet mit über 500 geprüften Tierschutzvereinen zusammen, die in ganz Europa aktiv sind. Alle Vereine sind offiziell eingetragen und gemeinnützig. Und das Beste: Du kannst anhand von Nachweisen, Bildern und Videos transparent nachvollziehen, dass deine Hilfe garantiert ankommt.


LIFESTYLE

Die 8 spannendsten Tierschutz-Filme Diese Dokus und Filme sollte jeder Tierfreund sehen Im Namen der Tiere (2015)

Kedi - von Katzen und Menschen (2016)

Before the Flood (2017)

Tyke Elephant Outlaw (2015) Eine bewegende Dokumentation über die persönliche Leidensgeschichte des Elefanten Tyke

Der Dokumentarfilm zeigt sehr eindringlich, inwiefern der Mensch das Tier zu seinem Nutzen missbraucht. Leonardo DiCaprio reist um die Welt, um zu zeigen, wie weit der Klimawandel bereits vorangeschritten ist.

Food, Inc. (2008)

Der erste Kinofilm aus Samtpfoten-Perspektive

Earthlings (2005)

Ein Film über die Frage „Was essen wir wirklich?“

Die Dokumentation informiert über die schlimmen Zustände in der Nutztierhaltung.

Die Bucht (2009)

Blackfish (2013)

Oscar-gekrönter Dokumentarfilm über die Grausamkeit der jährlichen Delfinmassaker in Japan

Ein Film über Meerestiere in Gefangenschaft, in Anlehnung an den tragischen Vorfall in „Seaworld“, als ein Wal drei Menschen tötete. Kathrin Ferkau

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Natürlich gut

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Tierschutz bedeutet für Frank Weber Verantwortung gegenüber Haustieren und Nutztieren. Deswegen füttert er vegetarisch. Kaum vorstellbar, dass Deutschlands bekanntester Tierschützer als Kind panische Angst vor Hunden hatte. Gleichzeitig hat er sich aber immer ein Haustier gewünscht. So bekam er mit zwölf seinen ersten Hund und die Liebe zu Tieren wuchs.Während seines Studiums schrieb er Artikel für zahlreiche Tierzeitschriften und unterstützte ehrenamtlich Tierheime. Anschließend arbeitete er bei Gut Aiderbichl. Inzwischen ist der 50-Jährige seit 2004 Leiter vom Franziskustierheim in Hamburg und setzt sich auch als zweiter Vorsitzender vom BMT (Bund gegen Missbrauch der Tiere) im In- und Ausland für Vierbeiner ein. Nebenbei ist er regelmäßig bei Hundkatzemaus auf Vox zu sehen. Im Interview verrät Frank Weber seinen absoluten Hundefutter-Geheimtipp und spricht ganz offen über seine Zukunftswünsche.

Was für Tiere hast du? Ich habe ein Pferd aus der Pferdeklappe, zwei Weißstirnamazonen, einen Hahn und sieben Aquarien – meine absolute Leidenschaft! Und eine bunt gemischte Hunde-Truppe: Yorki-Mix Luise und Rehpinscher Zoey wurden im Tierheim abgegeben, ursprünglich kommen sie aus Polen. Papillon-Mischling Sophie

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kommt aus Fuerteventura und Bulldogge Ottmar vom spanischen Festland. Otti litt bulldog-typisch lange unter seinen Allergien.

Er litt? Hast du einen Allergie-Geheimtipp? Ja, bei uns war das Futter der Schlüssel. Ich habe ewig nach einem passenden Futter gesucht und sehr viel ausprobiert. Bis mir das vegetarische Futter von Green Petfood empfohlen wurde. Das füttere ich seitdem. Zwischendurch gebe ich auch mal etwas Fleisch dazu, aber grundsätzlich füttere ich vegetarisch. Damit habe ich ein gutes Gewissen. Für mich passt es nicht zusammen, auf der einen Seite Tiere zu schützen und auf der anderen Seite aber Fleisch aus Massentierhaltung zu füttern. Meine Hunde vertragen VeggieDog sehr gut. Und Ottmar hat endlich keine Allergie-Symptome mehr. Wenn sich meine Hunde damit nicht wohl fühlen würden, würde ich es nicht füttern. Ich habe ja einen Blick dafür. Meine Hunde finden VeggieDog von Green Petfood super und ich auch!

Warum betreibst du Tierschutz im In- und Ausland? Ein Tier ist ein Tier. Tierschutz darf nicht an Grenzen

Foto: Frank Weber

„Gebt dem Tierschutz eine Chance“


TIERISCH SPANNEND aufhören. Ich war schon in vielen Ländern und habe unfassbares Elend gesehen. Dass wir hier genug Probleme haben und deswegen nur deutschen Tieren helfen sollten, sehe ich nicht so. Da, wo wir können, sollten wir helfen. Das ist für mich ein Akt der Menschlichkeit!

Wo hilfst du überall und wie genau? Ich helfe zum Beispiel Tierheimen und Tierschützern in Ungarn, Rumänien und Spanien. Wenn wir Platz im Tierheim haben, können wir Hunde aus dem Ausland aufnehmen. Die sind oft sehr lieb und für Anfänger geeignet. So haben die schwer vermittelbaren deutschen Hunde auch bessere Chancen, weil durch die Vielfalt an Hunden einfach mehr Menschen ins Tierheim kommen. Die Tiere aus dem Ausland nehmen den deutschen Tieren nichts weg. Aber man sollte nicht nur Tiere aus dem Ausland nach Deutschland holen, sondern auch vor Ort helfen, etwas aufbauen, die Menschen aufklären und mit gutem Beispiel vorangehen. Es dauert zwar lange, aber nach und nach ändert sich was.

Dein Rat an Menschen, die ein Tierheim besuchen wollen? Gebt dem Tierschutz eine Chance. Seid nicht böse, wenn euer Interesse an einem Tier manchmal nicht direkt so angenommen wird, wie ihr es euch wünscht. Ja, manchmal stellen wir fiese Fragen oder haben mal einen schlechten Tag. Meine Bitte: Geht einfach mal ins Tierheim und schaut euch um, ohne schon vorher zu selektieren, welches Tier ihr möchtet. Ein Tierheim ist kein düsterer, schrecklicher Ort. Kommt rein und lasst erstmal alles auf euch wirken. Nutzt die Möglichkeit euch wirklich in ein Tier zu verlieben!

Welche Projekte stehen als nächstes bei dir an? Mit dem BMT wollen wir im Tierheim Bergheim ein neues Katzenhaus bauen und in meinem Tierheim steht die Verschönerung des Hundehauses an. Da brauchen wir dringend Unterstützung. Ich habe mir außerdem vorgenommen, noch mehr daran zu arbeiten, anderen Menschen näher zu bringen, dass Tiere keine Ware sind. Wir haben eine Verantwortung gegenüber unseren Haustieren und unseren Nutztieren. Die Tiere geben uns so viel.

„Ohne Tiere würde die Menschheit nicht existieren.“ Was bedeutet Tierschutz für dich? Tierschutz ist für mich eine Herzensangelegenheit und zeugt von Empathie, denn es wird deutlich, wie wir mit Mitgeschöpfen umgehen. Tierschutz bedeutet für mich Achtung und Respekt vor dem Leben.

Was wünschst du dir für die Zukunft? Im Hinblick auf die Straßenhund-Problematik, die in Europa ein großes Problem ist, wünsche ich mir eine Möglichkeit der chemischen Kastration, wie z. B. eine Schluckimpfung oder etwas in der Art – ein Wirkstoff, der den Hunden nicht schadet. Damit könnte man das Elend der Streuner, die sich unkontrolliert vermehren, endlich schnell eindämmen. Einen ähnlichen Wirkstoff gibt es schon zur Ferkelkastration. Ich wünsche mir außerdem, dass die Produktion und Herstellung von künstlichem Fleisch vorangeht und wir schon bald kein Fleisch mehr von Tieren beziehen müssen. Das würde mir persönlich sehr viel bedeuten und wäre ein riesiger Schritt für die Tiere, die Menschheit und die Umwelt. Wir haben nur diesen einen Planeten. Lasst uns alle mehr Verantwortung übernehmen, damit sich der Planet zum Positiven entwickelt!

Foto: Frank Weber

Svenja Gruszeczka

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TIERISCH SPANNEND

Tofu statt Truthahn? Wissenswertes über vegetarische Ernährung beim Hund

Das Erbe des Wolfes Ein vegetarischer Hund – das klingt erstmal absurd, ist er doch ein direkter Nachkomme des Wolfes, der schon seit Jahrhunderten auf der Suche nach Beute durch die Wälder streift. Rein ernährungswissenschaftlich ist der moderne Hund jedoch gar kein Fleischfresser mehr, sondern hat sich im Laufe der Zeit zu einem sogenannten Allesfresser entwickelt. Dies liegt vor allem daran, dass Hunde meist nur die Abfälle ihrer menschlichen Herren zu fressen bekamen, die oft sehr wenig Fleisch enthielten. Auf diese Weise veränderte sich die Verdauung der heutigen Hunde. Erst in jüngerer Vergangenheit und mit einem allgemeinen Anstieg des Fleischkonsums bei uns Menschen, stieg auch der Fleischanteil in der Hundeernährung wieder an. Rein prinzipiell ist vegetarische Ernährung für Hunde also gar kein Problem und sollte nicht voreilig als unnatürlich oder ungesund abgestempelt werden. Im Gegenteil: Zahlreiche Studien haben bewiesen, dass Hunde mit Haut- oder Fellproblemen, einem empfindlichen Verdauungstrakt oder verschiedenen Allergien von der Umstellung auf vegetarische Kost deutlich profitieren und seltener an Infektionskrankheiten oder Krebs erkranken.

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Foto: Shutterstock

Fleischfreie Ernährung ist gerade voll im Trend und das zu Recht: Sie schont den Planeten, ist gut für die Gesundheit und reduziert Tierleid. Doch wie gesund ist Vegetarismus für deinen geliebten Vierbeiner? Umstellung auf vegetarische Kost Aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse sollte vegetarische Ernährung für Hunde als ernsthafte und gesundheitsfördernde Alternative in der Ernährung in Betracht gezogen werden. Ein Tierarzt sollte vor der Umstellung dennoch in jedem Fall aufgesucht werden. Kann der Arzt Komplikationen ausschließen, steht der fleischlosen Ernährung nichts mehr im Weg. Zur Auswahl steht neben Selbstgekochtem auch Trockenfutter, wie Veggie Dog der Marke Green Petfood. Doch Vorsicht: Man sollte seine Fellnase langsam an die fleischlose Kost gewöhnen und den Fleischanteil zunächst schrittweise reduzieren. Das schont den Verdauungstrakt des Vierbeiners. In der nächsten Zeit sollte man seinen Hund außerdem ganz genau beobachten: Wirkt er müde oder schlapp? Frisst er seinen Napf ganz leer? Denn das Wohl des Hundes steht stets an erster Stelle. Falls man den Verdacht hat, dem Hund schmeckt das neue Futter nicht oder sich gesundheitliche Auswirkungen zeigen, sollte man seinen vierbeinigen Freund also in keinem Fall zu einer vegetarischen Ernährung zwingen – ganz unabhängig von allen Vorteilen für Gewissen, Umwelt und Körper. Torben Stichling


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LEBEN MIT TIER

Zuhause gesucht

Foto: Tierschutzhunde Russland e.V.

Frol Geboren in einem russischen Tierheim, verletzte sich Frol als Welpe an den Hinterbeinen und kann sie seitdem nicht anwinkeln. Doch mit seinem Rolli kann der aktive Rüde seine Bewegungsfreude wieder voll ausleben. Seit Mitte September befindet sich Frol auf einer deutschen Pflegestelle und freut sich schon auf deinen Besuch! Kontakt: info@tierschutzhunde-russland.de

Francis

Foto: Sonnenhunde e.V.

Foto: Katzenhilfe Katzenherzen e.V.

Foto: Taro Germany e.V.

Der knapp 2-jährige Pointer sprüht vor Lebensfreude und entdeckt auf seiner Pflegestelle in Deutschland gerade neugierig die Welt. Francis mag alle anderen Hunde und ist sehr gut sozialisiert. Am liebsten spielt und tobt er und kuschelt danach ausgiebig auf dem Sofa. Sein Jagdtrieb ist noch spielerisch. Da er sehr anhänglich ist und immer alles richtig machen will, ist die richtige Basis fürs Training vorhanden. Möchtest du das liebenswerte Energiebündel kennenlernen? Kontakt: tarogermany@yahoo.de

Osito & Lusi Auf ihrer spanischen Pflegestelle sind die beiden Katzenkinder zu einem unzertrennlichen Duo zusammengewachsen. Die blinde Lusi orientiert sich an Osito und er wiederum passt gut auf sie auf. Mit ihm tollt sie trotz ihrer Behinderung unbeschwert herum. Hast du bei dir noch ein Plätzchen frei für das einzigartige Katzen-Paar? Kontakt: susanne.dippold@katzenherzen.de

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Harvey Der 8-jährige Rüde stammt von Mallorca und lebt zurzeit in Deutschland auf einer Pflegestelle. Gerne tobt er mit seinen Artgenossen oder spielt Ball. Harvey ist brav – weiß jedoch auch genau, was er will. Du hast Spaß an einem Hund auf Augenhöhe? Mit einer konsequenten, aber liebevollen Hand werden Harvey und du Freunde fürs Leben. Kontakt: maartenfl@yahoo.de


Foto: Katzenhilfe Gelderland e.V.

Sotiria

Fisch & Spinat

Insekt & Kamille

Foto: Fellnasen-Nothilfe e.V.

Die ca. 1-jährige Sotiria lebt auf einer deutschen Pflegestelle und wird dort liebevoll „Plaudertasche“ genannt, denn sie schnurrt und kommuniziert viel. Sotiria wurde als junge Katze schwer verletzt auf dem Feld aufgefunden. Doch die Kämpferin hat sich erholt und genießt ihr neu gewonnenes Leben nun in vollen Zügen. Zu ihrem Glück fehlt ihr jetzt nur noch ein ruhiges Zuhause für immer. Kontakt: info@katzenhilfe-gelderland.de

Der Kauknochen mit den leckeren Löchern!

Hirsch & Hagebutte

Schwarz und groß – das ist Kamil. Magst du vielleicht genau das an ihm? Seit über zwei Jahren wartet der freundliche Rüde nun schon in einem rumänischen Tierheim – doch keine einzige Anfrage. Kamil ist ca. drei bis vier Jahre alt und sehr menschenbezogen. Der liebevolle Kerl mit den bernsteinfarbenen Augen soll nun endlich seine Chance bekommen. Kontakt: carina@fellnasen-nothilfe.de

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Kamil

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Foto: Shutterstock

MEHR ALS NUR EIN KUSCHELTIER Alles über artgerechte Kaninchen-Haltung Natascha Junker von Burg Nagezahn e.V. Viele merken nach ihrem Spontankauf erst, wie viel Arbeit das Tier macht und wie viel Zeit und Geld es kostet. Gerade nach Feiertagen werden vermehrt Kaninchen im Tierheim abgegeben. „Die Anschaffung sollte gut überlegt sein und eine gründliche Recherche ist unerlässlich, denn die Tiere können über zehn Jahre alt werden“, so die Tierschützerin.

Die kleine Stubsnase wackelt niedlich auf und ab und das flauschige Fell lädt einfach nur zum Kuscheln ein. Bei diesem Anblick werden Kinderaugen groß und der einzige Wunsch – ob zu Weihnachten oder Ostern – ist ein eigenes Kaninchen. „Leider werden viel zu oft Kleintiere verschenkt oder überhastet angeschafft, obwohl es in der Haltung so viel zu beachten gilt“, erzählt

Kaninchen sind sensible Fluchttiere, die viel Platz und Auslauf brauchen. „Ein handelsüblicher Käfig schränkt das Kaninchen in seinem Bewegungsdrang ein und entspricht auf keinen Fall den Ansprüchen des Tieres. Bei Platzmangel kann das Tier Verhaltensstörungen aufweisen und aggressiv werden.“ Artgerecht ist ein großes Gehege, gerne im Garten, das ein- und ausbruchsicher ist oder bei ausreichend Platz in der Wohnung. Natürlich darf artgerechte Einrichtung zur Beschäftigung und zum Schutz nicht fehlen. Dafür empfiehlt sich eine isolierte Hütte, Tunnelelemente, eine Buddelkiste mit Sand oder Erde sowie eine erhöhte Ebene zum Ruhen und als Ausguck. Da Kaninchen Gruppentiere sind, brauchen sie mindestens einen tierischen Partner. Möchte man Kaninchen vergesellschaften, bedarf es durchaus etwas Geduld. Bei der Ernährung ist es wichtig, rohfaserreiches Futter wie Gras, Heu, Gemüse und Obst täglich frisch anzubieten. Wenn all das gegeben ist, wird das Kaninchen lange Zeit glücklich Haken schlagen.

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Kaninchen sind besonders bei Kindern ein beliebtes Haustier. Doch um den flauschigen Nagern ein artgerechtes Zuhause zu bieten, gilt es einiges zu beachten.

Sarah Schonert

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Im Fadenkreuz der Hundefänger Nicht weit von uns entfernt, vor allem in Süd- und Osteuropa, steht das legale Töten von Straßenhunden auf der Tagesordnung. Sie müssen sterben, weil sie zu viele sind. Nun kämpfen Tierschützer für ein Verbot und lebensrettende Alternativen. Nach Tagen der Rastlosigkeit saugst du die Ruhe mit jedem Atemzug ein. Viel zu lange hast du nicht geschlafen. Doch zu entspannen fällt schwer. Denn dein Magen ist leer und knurrt laut. Deine trockene Kehle lechzt nach einem kleinen Schluck Wasser. Noch viel schlimmer jedoch ist die ständige Angst im Nacken, das Gefühl, verfolgt zu werden. „Werden sie mich heute kriegen?“, fragst du dich, während dein Körper kapituliert und du vor Erschöpfung endlich in einen unruhigen Schlaf verfällst. Plötzlich ein Rascheln. Du schreckst hoch. Was war das? Nur ein weiterer

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Leidensgenosse auf der Suche nach einem sicheren Plätzchen? Oder sind sie es, gekommen, um dich zu holen? Die Panik steigt in dir hoch. Die Geräusche werden lauter und kommen immer näher. Du kannst an nichts anderes denken als an die Frage: „Komme ich heute noch einmal mit dem Leben davon?“

Als Streuner in Europa Für unzählige Straßenhunde in Europa sind dies die Bedingungen, unter denen sie leben müssen. Sie haben nichts falsch gemacht, sind weder krank noch gefährlich – sie sind einfach nur zu viele und das ist ihr Todesurteil. Viele europäische Länder, besonders solche im Süden und im Osten, haben ein massives Problem mit einer extrem hohen Anzahl von heimatlosen Tieren. Allein in der rumänischen Hauptstadt Bukarest sollen geschätzt 60.000 Straßenhunde leben. In der Türkei in Istanbul sollen es Schätzungen zufolge sogar 150.000 Vierbeiner sein, die herrenlos auf den Straßen leben. Und für das gesamte Land Ungarn wird die Anzahl der Streuner auf unglaubliche 1,5 Millionen geschätzt. Um die Straßenhund-Problematik in den Griff zu bekommen, wären langfristige Lösungsansätze im Rahmen nachhaltiger Tierschutzarbeit nötig. Doch anstatt sich zum Beispiel um flächendeckende Kastrationen zu kümmern und diese finanziell zu unterstützen,


TIERSCHUTZ AKTIV entscheiden sich viele Länder und Kommunen für den vermeintlich leichteren Weg: massenhafte Hundetötungen in den sogenannten Tötungsstationen.

Tötungsstation – kein Weg zurück Tötungsstationen gibt es beispielsweise in Rumänien, Spanien, der Türkei, Ungarn, Portugal und Serbien. Eine der größten Tötungsstationen in Europa ist das für 20.000 Hunde ausgelegte Todeslager in Istanbul. Aber auch in Irland, Frankreich und Belgien gibt es Tötungsstationen, in denen täglich unschuldige Vierbeiner – meist nicht mehr gewollte Familienhunde oder Langzeit-Tierheiminsassen – umgebracht werden. Was aber genau ist eine Tötungsstation? In der Regel handelt es sich dabei um eine staatliche Einrichtung, in der herrenlose Hunde nach Ablauf einer gewissen Frist (meist zwischen 14 und 21 Tagen) getötet werden. Die Frist soll vermeiden, dass entlaufene Tiere unter den Vierbeinern sind, die eigentlich einen Besitzer haben. Es gibt lediglich eine einzige Chance, eine Tötungsstation wieder lebend zu verlassen: Jemand, der Besitzer oder ein Tierschützer, holt das Tier ab.

Grausames Vorgehen, kaltes Geschäft

Wir gegen Hundetötungen! Um dem Ganzen endlich ein Ende zu setzen, hat VETO Vereinigung europäischer Tierschutzorganisationen eine Petition ins Leben gerufen. Gemeinsam mit vielen Tierfreunden kämpft VETO mit der Petition für das Verbot der brutalen Massenmorde an Straßenhunden, um Streunern in Europa eine Zukunft zu geben. Alle gesammelten Unterschriften reicht VETO beim Europäischen Parlament ein. Erreichen wir alle gemeinsam 150.000 Stimmen? Unterzeichne jetzt hier: www.veto-tierschutz.de/hundetoetungen Hannah Kuck

Foto: Unsplash

Bei ihrer Jagd auf Straßenhunde kennen die von den Städten beauftragten Hundefänger kein Erbarmen – viel zu lukrativ ist das Geschäft mit den heimatlosen Vierbeinern. Die Streuner werden verfolgt und gejagt, eingefangen und eingesperrt. Für jedes gefangene Tier erhalten die Hundefänger eine Kopfgeldprämie. Umso mehr Hunde sie fangen, umso höher ist ihr Verdienst.

In Rumänien beispielsweise werden aus lauter Geldgier deshalb sogar Haustiere ihren Besitzern entrissen. Die Vorgehensweisen bei der Hundetötung auf den Tötungsstationen sind verschieden. Doch alle sind sie unvorstellbar grausam: Die Hunde werden vergiftet, erschlagen, erschossen, vergast, erdrosselt oder mit Nervengift langsam und schmerzhaft eingeschläfert. Während sie auf ihren Tod warten, werden sie oftmals noch absichtlich gequält und misshandelt. Wenn sie Glück haben, werden sie in Ruhe gelassen und müssen nur hungern, bis ihre Frist abgelaufen und ihr Todestag gekommen ist. Das Erschreckende: In fast allen Ländern ist sogar ein Tierschutzgesetz vorhanden. Jedoch wird es häufig schlichtweg nicht beachtet, umgangen und seine Umsetzung nicht kontrolliert.

›› Die Petition gegen Hundetötungen rettet heimatlosen Streunern das Leben und verhindert zukünftiges Leid. Tierschutz-Magazin | 2017/18

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LIFESTYLE

Schmuck von goodydoo Wie das Trendlabel Lifestyle und guten Zweck vereint

Mit seinem neuartigen Konzept hat die junge Schmuckmarke die Herzen von Tierfreunden im Sturm erobert: Kauft man eines der Armbänder hilft man gleichzeitig Tieren in Not. Erfahre hier alles über die Herkunft der Materialien, die Kollektionen und wie goodydoo in ganz Europa die Näpfe von Tierheimtieren füllt.

Foto: Neta Arubas

Gestartet ist das Label mit einem Sortiment besonders wertvoller Perlenarmbänder. Jede einzelne von ihnen ist aus Natursteinen hergestellt, in einem Dorf inmitten einer indonesischen Insel. Tierfreunde reihen hier in liebevoller Handarbeit Perle an Perle, sodass jedes Armband in einer ganz individuellen Musterung und Schattierung erscheint. Dadurch ist jedes Stück ein echtes Unikat und erzählt seine eigene Geschichte. Wie das Modell „Colours of India“, das mit seinen aufregend gemaserten Achat-Perlen in eine exotische Welt entführt und seine Trägerin mit positivem Karma erfüllt. Wer auf der Suche nach noch mehr Farbkraft ist, sollte sich das „Happy-GoLucky“-Armband genauer ansehen. Es besteht aus kleinen bunten Glasperlen verschiedener Größe. Das verleiht dem Modell einen lebendigen Charme und das leuchtende Farbspektrum vermittelt ein Gefühl von Energie und Glückseligkeit.

›› Armband „Colours of India“, 29 Euro

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Foto: Neta Arubas

Einzigartige Perlen mit Geschichte

›› Das Set “Immer-an-deiner-Seite“ füllt 8 Näpfe.

Trend unter Tierfreunden Mit niedlichem Pfötchen- und Herz-Anhänger aus Sterling Silber gibt es das Armband auch im ZweierSet: Unter dem Namen „Immer-an-deiner-Seite“ steht es für die tiefe Verbundenheit zwischen Mensch und Tier und ist Teil der beliebten „I Love Animals Kollektion“. Diese hat sich gleich zu Beginn zu einem echten Trend unter Tierfreunden entwickelt. Unter dem Hashtag #helpingisbeautiful findet man eine Vielzahl begeisterter Beiträge über die verschiedensten Armbänder. „Ich liebe mein goodydoo Armband! Wenn ich es trage, habe ich ein gutes Gefühl, denn ich weiß, dass ich Tieren in Not geholfen habe“, findet zum Beispiel Bloggerin Marie. Woher kommt es, dass das kleine Schmucklabel so schnell so großen Anklang findet?


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Jeder Einkauf füllt Näpfe

Foto: Neta Arubas

goodydoo Armbänder unterscheiden sich von allen anderen Armbändern, denn mit jedem Einkauf hinterlässt man seinen sozialen Fußabdruck in der Welt. Durch jedes Armband werden durchschnittlich drei Näpfe von Fellnasen in Not gefüllt. Jedes Mal, wenn 10.000 Näpfe erreicht wurden, bekommt ein Tierheim Futter von goodydoo. Durch einen automatischen Napfzähler auf der Webseite lässt sich der aktuelle Napfstand stets transparent nachvollziehen. Die ersten 10.000 Näpfe, das sind rund 3.000 Kilogramm Futter, gingen bereits nach zwei Monaten an Save Romanian Strays – ROLDA Germany e.V., ein Verein, der sich für Straßenhunde in Rumänien einsetzt. Als zweites ist der Tierschutzverein FOS Thassos an der Reihe.

›› Armband „Summer Vibes“ mit Pfötchen Charm, 29 Euro

Werde Teil der goodydoo-Bewegung Bestellen kann man die fair produzierten und tierversuchsfreien Accessoires ganz exklusiv im Online Shop unter www.goodydoo.de. Die speziellen Schmuckstücke aus hochwertigem Naturstein gibt es dort bereits ab neun Euro. Zusätzlich kann man den Armbändern dank der hübschen Silber-Charms eine ganz individuelle Note verleihen. Die Versandkosten betragen europaweit zwei Euro, ab 30 Euro ist der Versand kostenlos. Viele der goodydoo-Armbänder sind zu zweit im Vorteilspack erhältlich und an Jahreszeiten und verschiedene Themen, wie Freiheit und Tierliebe, angelehnt. So bietet goodydoo für jeden Geschmack das Passende und ist außerdem eine wunderbare Geschenkidee. Du bist neugierig geworden? Finde jetzt dein neues Lieblingsarmband und entdecke, wie wunderschön sich helfen mit goodydoo anfühlt! Kathrin Ferkau

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ANIMAL HOARDING Foto: Shutterstock

Wenn Tierliebe zur Sucht wird

Wenn hunderte Tiere unter schlechten Umständen gehalten werden, dann ist die vermeintliche Tierliebe zur Sucht geworden. Die Ein-Zimmer-Wohnung ist kaum zu betreten. Zur Linken stapeln sich verdreckte Tierkäfige. Der bestialische Geruch von Urin und einst lebenden Überresten verbreitet sich im ganzen Raum. Zwischen diesem Chaos fristen 50 Katzen, zwei Hunde und unzählige Kleintiere ihr trauriges Dasein, dabei meint es der Halter doch nur gut mit seinen Lieblingen.

Ungewolltes Tierleid Das krankhafte Ansammeln von Tieren ist keine Tierliebe, sondern vielmehr ein zwanghaftes Verhalten. Wie Messis materielle Dinge horten und teilweise zwischen Müllbergen leben, sammeln scheinbare Tierfreunde Hunde oder Katzen, aber auch Nage- und Wildtiere. Hinter dem Begriff „Animal Hoarding“ (aus dem Englischen für „Tierhortung“) steckt oft eine tiefgreifende Persönlichkeitsstörung. Die Sammler sehen sich dabei selbst als großer Tierfreund oder gar Tierschützer und die Einsicht, dass den Tieren so mehr geschadet als geholfen wird, bleibt meist aus. Auch wenn einige der Horter den Tieren nur helfen möchten, ist die Haltung einer Vielzahl von Tieren problematisch.

sogar verhaltensgestört. Bis jemand auf die Missstände aufmerksam wird, ist das Ausmaß der Katastrophe meist schon riesengroß und der letzte Ausweg ist die Beschlagnahmung der Tiere. Viele Tierschutzvereine berichten von mindestens einem Animal-Hoarding-Fall jährlich. Erst im letzten Jahr hat der kleine Verein Tierschutz für Willich 37 Katzen, darunter viele Kitten, aufgenommen. „Die Tiere waren krank, völlig abgemagert und unkastriert. Die Versorgung aller Schützlinge war ein unbeschreiblicher Kraftakt und treibt einen gemeinnützigen Verein schnell an die finanziellen Grenzen“, so Manuela Mihalic, 2. Vorsitzende des Vereins.

So verhältst du dich richtig In Deutschland werden jährlich etwa 500 Fälle von Animal Hoarding gemeldet – Tendenz steigend. Wenn du in deiner Nachbarschaft oder deinem Umfeld Anzeichen für Vernachlässigung oder Hortung von Tieren feststellst, wende dich an das Veterinäramt oder die Polizei. Es ist wichtig, die Tiere von diesem Schicksal zu befreien und auch den Menschen Hilfe zu bieten. Doch das geht nur, wenn das Umfeld nicht wegguckt. Sarah Schonert

Schnell verlieren die Hoarder den Überblick und die Tiere vermehren sich unkontrolliert. Nicht selten kommt der Nachwuchs aufgrund der Inzucht mit Missbildungen zur Welt. Es mangelt an ausreichender Hygiene und die Tiere sind unterernährt, verwahrlost oder

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Foto: Shutterstock

Gefährlicher Kontrollverlust


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Foto: Miriam Krückels

GoodyDog und GoodyCat Schmeckt wie selbst gekocht und hilft Tieren in Not Am liebsten würdest du jeden Tag für deinen Vierbeiner kochen oder ihn mit Rohfleisch barfen? Mit der brandneuen Marke GoodyDog und GoodyCat kannst du dein Tier gesund ernähren und gleichzeitig Tierheimtieren helfen. Haustiere gehören zur Familie Schon lange sind die Zeiten vorbei, in denen Hunde draußen an der Kette gehalten wurden, um den Hof zu bewachen. Und Katzen einfach so umher streunten. Inzwischen sind unsere felligen Vierbeiner ein fester Bestandteil der Familie. Und mal ehrlich: Wer hat sein Haustier noch nie mit „Oh, da ist ja mein Baby“ begrüßt? Unsere Hunde und Katzen sind Familienmitglieder und werden manchmal so geliebt wie eigene Kinder. Da ist es nur naheliegend, dass man als liebevolle Hundemama nur das Beste für sein Haustier möchte. Doch neben Beruf, Familie, Freundeskreis und Hobbys

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jeden Tag noch zusätzlich für den Vierbeiner eine extra Mahlzeit kochen? Oder ihn mit Rohfleisch barfen und täglich ausrechnen, ob auch die exakt richtige Menge an Nährstoffen enthalten ist? Dazu fehlt einfach meist die Zeit. Wer solche Sorgen kennt und wen schon öfter deswegen das schlechte Gewissen geplagt hat, der sollte jetzt ganz genau aufpassen.

Superfoods für deinen Vierbeiner Das komplette Sortiment besteht aus Nassfutter, Trockenfutter (Softbrocken) und Snacks für Hunde und Katzen. Der Hersteller garantiert außerdem, dass in dem Alleinfuttermittel alle wichtigen Inhaltsstoffe für den Hund oder die Katze vorhanden sind. Auf der Zutatenliste jeder Dose und jeden Beutels sieht man transparent, was genau verarbeitet ist. Das Nassfutter für Hund und Katze ist mit einem neuen vitaminschonenden Verfahren zubereitet. Neben saftigem Fleisch befinden sich auch Obst, Gemüse und gesunde Superfoods auf der Zutatenliste. Der Inhalt der Nassfutterdosen kann nach dem Öffnen ganz einfach in den Napf gegeben werden, da das Futter nicht wie herkömmliches Nassfutter zusammengepresst ist. Dieses Nassfutter riecht und sieht aus wie ein selbst gekochtes Ragout mit Gemüsestücken und wahlweise schmackhafter Soße oder nährstoffreicher Brühe. Verfeinert werden die Sorten mit Superfoods wie Süßkar-


Foto: Miriam Krückels

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toffel, Kürbis oder Kokosöl. Da läuft so manch einem Frauchen selbst schon das Wasser im Munde zusammen. Da alle Zutaten in Lebensmittelqualität verarbeitet sind, könnte man sogar probieren, was für ein Schlemmermenü man seinem Tier serviert. Das Trockenfutter wird ebenfalls in einem schonenden Kochgarverfahren hergestellt, sodass viele wichtige Nährstoffe erhalten bleiben. Die Softbrocken sind weicher als normales Trockenfutter und haben einen extrem hohen Fleischanteil, der mit frischem Gemüse, Früchten und Superfoods kombiniert garantiert für den optimalen Ernährungsmix sorgt. Das gesunde, naturbelassene Futter und die Snacks sind zudem garantiert tierversuchsfrei.

Charity-Aspekt: Futter für Tierheimtiere Die neue Marke mit dem zuckersüßen Design setzt sich außerdem für den Tierschutz ein. Das soziale Engagement von GoodyDog und GoodyCat ist ein großer Pluspunkt, denn vom Verkauf eines jeden Produktes wird ein Teil an Tierheimhunde bzw. Tierheimkatzen gespendet. Wohin die tierische Unterstützung geht, erfährt man stets aktuell auf der Webseite im Internet. Es werden in regelmäßigen Abständen Tierheime auf der Facebookseite vorgestellt und ausgewählt, in denen GoodyDog und GoodyCat die Näpfe der Tierheimtiere füllt.

Pro verkaufter Dose Nassfutter für Hunde, werden beispielsweise auch gleichzeitig drei Tierheimhunde satt. Nassfutter, Softbrocken und Snacks sind zu handelsüblichen Preisen erhältlich. Bedenkt man die aufwendige Herstellung und die sehr hochwertigen Zutaten, ist ein Preis von unter zwei Euro für eine Dose Nassfutter mehr als fair. Erst recht, wenn man nicht nur seinem eigenen Haustier etwas Gutes tut, sondern auch gleichzeitig Tierheimtieren hilft – und das mit jeder Mahlzeit, die man verfüttert.

Probierpaket zum Kennenlernen Ab Dezember 2017 gibt es das GoodyDog und GoodyCat Nassfutter sowie die Snacks bereits bei ausgewählten Fachhändlern sowie im Online-Shop auf www.goodydog.de und www.goodycat.de. Ab März 2018 folgen auch die besonders saftigen Softbrocken. Schon jetzt gilt das Futter mit dem niedlichen Hund und der Comic-Katze mit Superheldenumhang als die Neuheit. Denn es ist perfekt für alle, die es aus Zeitmangel nicht schaffen für das eigene Haustier zu kochen oder es zu barfen. Zum Kennenlernen können sich alle neugierigen Hunde- und Katzen-Mamas online ein Probierpaket bestellen mit exklusiven Vorteilen. Unsere Redaktionshunde- und katzen durften schon mal vorab probieren und waren sichtlich begeistert! Miriam Krückels

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LIFESTYLE

5 tierleidfreie Geschenke für Zwei- und Vierbeiner Armbänder von goodydoo

Weil helfen so wunderschön ist, punktet der Schmuck des einzigartigen Trendlabels nicht nur mit einer hübschen Optik, sondern hilft gleichzeitig Tieren in Not. (www.goodydoo.de)

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SHORT NEWS

Schlau in 2 Minuten ... Haie bekommen keinen Krebs, sie sind immun dagegen.

Katzen leben schon seit 7.000 Jahren mit Menschen zusammen.

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Ein Flamingo kann nur essen, wenn er seinen Kopf nach unten hält.

Die Fledermaus ist das einzige Säugetier, das fliegen kann.

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Kühe können auch im Stehen schlafen, aber träumen können sie nur im Liegen.

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Der Schweiß von Flusspferden ist pink.

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Wenn man den Schwanz eines Kängurus vom Boden hochhält, kann es nicht hüpfen, weil ihm die Balance fehlt.

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Zwei Hunde waren unter den Überlebenden des Untergangs der Titanic.

Ameisen haben keine Lunge. Tierschutz-Magazin | 2017/18

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TIERSCHUTZ AKTIV

Kastrationspflicht für Katzen Petition, die Leben rettet

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Straßenkatzen – kaum einer nimmt sie wahr und doch ist ihr großes Leid traurige Wahrheit. Rund 2 Millionen kämpfen in Deutschland mit lebensbedrohlichem Hunger und leidvollen Krankheiten. Dabei gibt es eine langfristige Lösung für das Elend! Aus dichtem Gebüsch ist ein leises Rascheln und ein kaum wahrnehmbares Fiepen zu hören. Der Lärm der vielbefahrenen Straße übertönt das Geräusch, das aus dem verwachsenen Geäst kommt. Durch ein kleines Loch zwischen den Blättern wird der Ursprung der Geräusche sichtbar. Zwei winzige Babykatzen, höchstens ein paar Tage alt, liegen zitternd in ihrem Versteck. Auch nach längerem Warten kehrt die Kitten-Mama nicht zurück. Niemand vermag sich auszumalen, was ihr zugestoßen ist. Diese beiden Kitten hatten Glück gefunden zu werden. Doch um langfristig an der elendigen Situation der Straßenkatzen etwas zu ändern und unkontrollierte Vermehrung zu stoppen, hilft nur eine flächendeckende Kastrationspflicht in ganz Deutschland.

Die Realität auf der Straße Die Geschichte der beiden Kitten zeigt, wie die Realität für Straßenkatzen wirklich ist. Denn sie sind nicht die Einzigen. In Hinterhöfen, Industriegebieten oder Gartenanlagen treiben sich unzählige herrenlose Katzen umher. Sie haben kein Zuhause und kämpfen Tag für Tag einen erbitterten Kampf ums Überleben. Der Grund für die Vielzahl sind unkastrierte Freigänger, ausgesetzte Tiere und ehemalige Hauskatzen, von denen die Streuner abstammen. Die Population heimatloser

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Katzen wächst stetig und Generation für Generation wird das Elend weitergetragen. Man stelle sich vor: Unkastrierte Katzen können mehrmals im Jahr Junge bekommen. In nur sieben Jahren können dadurch bis zu 370.000 Nachkommen entstehen. All diese Kitten ereilt dasselbe Schicksal: Hunger, Krankheit, Schutzlosigkeit und ständige Angst vor den Gefahren auf der Straße. Viele Katzenkinder verlieren ihre Mutter. Wenn sie Glück haben, werden sie von Tierschützern gefunden. Wie die beiden Kitten, die dank der Katzenhilfe Hoyerswerda aufgepäppelt werden konnten. Doch auch die Tierheime und Pflegestellen sind überfüllt, sodass nicht alle Tiere versorgt werden können.

Herausforderung für Katzenvereine „Gerade zur Sommerzeit werden massenhaft Katzen ausgesetzt. Besonders schlimm ist es, wenn immer wieder tragende Katzen und Babys irgendwo regelrecht entsorgt werden. Im Winter haben die Kitten dann kaum eine Chance und erfrieren“, erzählt Christina Koch, Tierheimleiterin der Katzenhilfe Hoyerswerda. Katzenvereine wie dieser kämpfen mit allen Mitteln, um allen Katzen zu helfen. Das Erschreckende daran ist, dass die Hilfe von Seiten der Stadtverwaltung ausbleibt. „Niemand fühlt sich für die herrenlosen Katzen verantwortlich oder möchte die Kosten tragen.


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Selbst für Fundtiere, die wir aufnehmen, gibt es keine Unterstützung für die Versorgung und Unterbringung“, so Koch. Derzeit betreut die Katzenhilfe über 200 Tiere. Die ehrenamtlichen Tierschützer opfern jede freie Minute und das wenige Personal arbeitet im Zweischicht-Betrieb. „Meine persönliche Hochachtung gilt dem Personal, denn ich sehe jeden Tag, was diese Frauen und unser Mann leisten. Ohne Murren wird das kräftezehrende Pensum absolviert. Es gibt eigentlich sehr viele Arbeitslose, die gerne bei uns arbeiten würden. Jedoch ist das Jobcenter nicht bereit hier weiterzuhelfen und weiteres Personal müsste durch Spendengelder finanziert werden“, berichtet Koch.

Leben retten durch Kastrationspflicht Mit all diesen Herausforderungen und Problemen sind vor allem Katzenvereine, aber auch Tierheime im Allgemeinen konfrontiert. Da liegt es auf der Hand, wie unverzichtbar flächendeckende Kastrationen sind. Das Leid breitet sich unkontrolliert aus und unkastrierte Freigänger-Katzen tragen immer weiter dazu bei. Durch eine Kastrationspflicht kann sich die Situation langfristig für die Katzen, aber auch für die Tierheime ändern. Halter müssen mehr Verantwortung für ihre Tiere übernehmen, das heißt Freigänger-Katzen dürften unkastriert nicht mehr aus dem Haus. Nur so

können verwaiste Kitten, verhungerte Straßenkatzen und eine Überpopulation langfristig reduziert werden. Über 500 Gemeinden haben bereits eine solche Kastrationspflicht eingeführt – ein erster Schritt. Jedoch ist eine deutschlandweite Kastrationspflicht unverzichtbar, sodass die Entscheidung nicht mehr auf Seiten der Stadt getroffen wird. Sarah Schonert

Damit das Leid der Straßenkatzen endet, hat VETO Vereinigung europäischer Tierschutzorganisationen die Petition Kastrationspflicht für Katzen in Deutschland gestartet. Mithilfe tausender Tierfreunde kann die Petition eine flächendeckende Kastrationspflicht erwirken und somit Millionen Katzen-Nachkommen furchtbares Leid ersparen. Schaffen wir es gemeinsam 150.000 Stimmen zu sammeln? Alle Unterschriften reicht VETO beim Deutschen Bundestag ein. Unterschreibe jetzt, weil deine Stimme Leben rettet! Unterzeichne auf: www.veto-tierschutz.de/kastrationspflicht

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Mit einem Freund an der Seite ist kein Weg zu lang


Foto: Tiergnadenhof und Jugendfarm Duisburg e.V.

Tierische Freundschaften schließen Auf einem Hof in Duisburg treffen zurückgelassene Tiere auf engagierte Jugendliche. Wie das einzigartige Projekt funktioniert, liest du hier.

Foto: Tiergnadenhof und Jugendfarm Duisburg e.V.

Fiene, Troya und Trinkel-Ton: drei Esel, die es in ihrem Leben nicht leicht hatten. Zusammengefercht in einem engen Stall mussten die drei ihr Leben fristen. Auslauf gab es für sie nicht. Eine ältere Frau mit Messie-Syndrom sammelte die Tiere und überließ sie ihrem Schicksal. Teilweise krank und mit Parasiten befallen, wurden sie nur notdürftig versorgt. Zum Glück hat das Schicksal für das Dreiergespann eine positive Wendung genommen. Seitdem leben sie auf dem Tiergnadenhof in Duisburg, direkt am Rhein.

Traurige Geschichten mit Happy End Zusammen mit Fiene, Troya und Trinkel-Ton verbringen hier insgesamt 300 Tiere ihren Lebensabend. Darunter Ponys, Schafe, Ziegen, Kaninchen und noch mehr. Die meisten von ihnen waren früher Labortiere, kommen aus schlechter Haltung oder waren ihren ehemaligen Besitzern lästig geworden. „Jedes einzelne hat seine eigene traurige Geschichte zu erzählen“, sagt Vereinsgründerin Renate Zolopa, die sich bereits seit 14 Jahren mit ihrem Mann Hans liebevoll um die Pflege der körperlichen und seelischen Wunden kümmert. Unterstützt werden sie dabei von vielen fleißigen Helfern der angeschlossenen „Jugendfarm“.

In der Freizeit Tiere und Natur erleben Kinder und Jugendliche haben auf der Jugendfarm die einmalige Gelegenheit, in ihrer Freizeit Tiere zu pflegen und zu versorgen – unabhängig von ihren sozialen, kulturellen, religiösen und gesundheitlichen Hintergründen. „Wir helfen bei der Entwicklung zu selbstbewussten, eigenständigen und verantwortungsbewussten Menschen. Unser Angebot fördert soziale Kompetenzen, Toleranz, Verantwortungsgefühl und vieles mehr“, freut sich Renate. „So profitieren Mensch und Tier von unserem Projekt.“

Helfer sind willkommen

›› Fiene, Troya & Trinkel-Ton in ihrer neuen Heimat.

Tiergnadenhof und Jugendfarm Duisburg e.V. finanziert sich über Mitlgliedsbeiträge, Spenden und Tierpatenschaften. Um alle Tiere täglich versorgen zu können, sind ehrenamtliche Helfer notwendig und stets willkommen. Kathrin Ferkau Tierschutz-Magazin | 2017/18

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Tierschutzhund aus dem Ausland? Diese Tipps helfen bei der Adoption Für die Adoption eines Tierschutzhundes aus dem Ausland gibt es viele gute Gründe. Auch Svenja und Hannah haben jeweils einem Hund aus einem ausländischen Tierheim ein neues Zuhause gegeben. Im Interview sprechen die beiden über ihre Erfahrungen. Was spricht dafür, einen Hund aus dem Ausland zu adoptieren? In deutschen Tierheimen warten ja auch viele Tiere auf ein Zuhause? Svenja: Grundsätzlich finde ich es wichtig, dass man überhaupt ein Tier aus dem Tierschutz adoptiert. Ob aus Deutschland oder dem Ausland ist eigentlich egal, da alle Tiere Hilfe brauchen. Aber natürlich ist die Situation für die heimatlosen Vierbeiner in Süd- und Osteuropa um einiges dramatischer, denn teilweise gibt es kaum Futter und keinen sicheren Unterschlupf. Schlussendlich finde ich am wichtigsten, dass der Hund zu einem selbst und den eigenen Lebensumständen passt,

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denn nur dann kann man dem Tier auch gerecht werden.

Und wie hast du den richtigen Hund für dich gefunden? Svenja: Zuerst habe ich die Vereinsseiten von deutschen Tierheimen in meiner Umgebung durchforstet. Da ich leider nicht fündig wurde, habe ich anschließend die Facebook-Seiten und Homepages von Vereinen angeschaut, die auch im Ausland aktiv sind. Dabei ist besonders wichtig, dass der Tierschutzverein gemeinnützig und seriös ist. Und natürlich auch den Tierschutz vor Ort fördert. Nur Tiere nach Deutschland zu holen, ändert die Situation im Ausland langfristig nicht. Meine Hündin Lilly habe ich bei der FellnasenNothilfe entdeckt. Sie saß lange Zeit im rumänischen Tierheim Rosiori de Vede und das obwohl sie erst wenige Monate alt war. Da sie mittlerweile auf eine Pflegestelle in Deutschland geholt wurde, wusste ich sofort, dass ich sie kennenlernen möchte.

Nicht immer sind die Hunde bereits auf einer deutschen Pflegestelle. Siehst du es als Nachteil, dass du deinen Hund Cuco vorher nicht kennenlernen konntest? Hannah: Nein, gar nicht. Für mich gab es sogar eine kleine Überraschung, als Cuco vor vier Jahren aus

Foto: Nadja Jahel

Foto: Svenja Gruszeczka

LEBEN MIT TIER


Spanien bei mir ankam. Ich hatte ihn ja nur auf den Fotos von der Webseite gesehen und da ist gar nicht aufgefallen, dass er einen leichten Überbiss hat. Aber sein schiefes Zähnchen hat ihn nur noch sympathischer gemacht. Der Moment, als ich ihn am Transporter entgegengenommen habe, war so schön und dadurch, dass er direkt vom Tierheim zu mir kam, war die Bindung gleich viel stärker für mich. Bei anspruchsvolleren Hunden ist es aber bestimmt ratsam, sich vorher persönlich vom Tier ein Bild zu machen. Dann finde ich es von großem Vorteil, wenn der Hund schon auf einer deutschen Pflegestelle lebt und beide Seiten sich erstmal in Ruhe „beschnuppern“ können.

Foto: Sarah Schonert

TIERISCH SPANNEND

›› Hannah adoptierte Cuco aus Andalusien, Spanien.

schützten Ort aus den Boxen gelassen werden können. Und dann hatte ich den Kleinen auch schon im Arm. Übrigens bringt man am besten ein Geschirr und eine Leine mit, sofern der Verein das bei der Übergabe nicht stellt.

Foto: Nadja Jahel

Ein Hund aus dem Ausland eignet sich auch für Anfänger ohne Erfahrung?

›› Lilly stammt aus Rumänien und lebt jetzt bei Svenja.

Um was muss man sich alles kümmern und wie kommt der Hund nach Deutschland? Hannah: Da Cuco mein erster Hund ist, habe ich mich im Vorfeld gründlich informiert. Nachdem ich Cuco im Internet entdeckt hatte, kontaktierte ich den Verein. Bei einem Telefonat mit einer Tierschützerin klärte ich ab, ob Cuco zu mir passen würde. Kurze Zeit später besuchte mich eine Dame des Vereins. Seriöse Tierschutzvereine führen eine Vorkontrolle durch, um sicherzugehen, dass es dem Tier auch gut gehen wird. Es lief alles glatt und ich unterzeichnete den Schutzvertrag. Für Cuco habe ich eine Schutzgebühr von 300 € gezahlt. Diese dient dazu, unüberlegte Anschaffungen zu verhindern, aber auch im Vorfeld angefallene Kosten, wie Impfungen oder Kastrationen zu decken. Der Verein informierte mich vorher, wann Cuco mit dem Transporter in Deutschland ankommen würde. Die Übergabe fand in einer Reithalle statt, damit die Hunde an einem ge-

Hannah: Auf jeden Fall. Natürlich eignet sich nicht jeder Hund, aber es warten so viele unterschiedliche Vierbeiner auf ein Zuhause, dass für Jeden etwas dabei ist: Ob quirliger Welpe, eigensinniger Senior oder verträglicher Familienhund. Und die meisten Hunde aus dem Ausland sind sehr sozial, da sie das Leben im Rudel ja schon kennen.

Auslandshunde werden oft als Problemhunde abgestempelt, da sie in der Vergangenheit meist Schlimmes erlebt haben. Wie sind deine Erfahrungen? Svenja: Es ist normal, dass sich der Hund erstmal an die neue Umgebung gewöhnen muss. Viele Tiere aus dem Ausland erschrecken sich bei bestimmten Geräuschen oder kennen nicht mal ein Sofa. Doch der Großteil der Hunde hat gar kein Problem, sich schnell einzuleben. Ich finde jeder Hund aus dem Ausland hat seine eigene Geschichte und das macht ihn einzigartig und noch liebenswerter. Die Hunde sind so dankbar, dass man ihnen das Leben gerettet hat. Auch wenn ängstlichere Hunde länger brauchen das zu zeigen, mit Geduld und Verständnis wird es auch dann klappen. Sarah Schonert

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LEBEN MIT TIER

... darüber scheiden sich selbst unter Hundeliebhabern die Geister. Erfahre hier, was dafür und was dagegen spricht.

+ Besser und tiefer schlafen Eine US-Studie bestätigt, was viele Tierbesitzer schon lange ahnten: Hund und Co. im Bett fördern einen guten Schlaf. Grund dafür ist, dass die tierischen Familienmitglieder ihren Menschen ein Gefühl von Sicherheit, Wärme und Geborgenheit verleihen. Durch die Anwesenheit ihrer Haustiere schlafen Herrchen und Frauchen besser und tiefer und auch das Einschlafen gelingt leichter. Jeder fünfte Deutsche nimmt übrigens sein Haustier mit ins Bett – vielleicht kommen jetzt noch ein paar dazu?

Mangelnde Sauberkeit Für viele Menschen hingegen (und sogar Hundefreunde) sind Vierbeiner im Bett ein absolutes No-Go. Ihr Hauptargument zielt dabei häufig auf die mangelnde Hygiene. Parasiten wie Zecken und Flöhe, Dreck vom

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Hannah Kuck

Foto: Shutterstock

Hund im Bett?

Spaziergang sowie mitunter große Mengen von Tierhaaren belasten die Sauberkeit im gesamten Schlafzimmer. Das kann sogar ernsthaft die Gesundheit gefährden. Außerdem betonen Gegner die Auswirkungen auf die Mensch-Hund-Beziehung. Denn bei einem dominanten Tier kann der geteilte Schlafplatz im schlimmsten Fall zu Rangproblemen führen und den Beschützerinstinkt fördern. Die Frage, ob der eigene Hund mit im Bett schlafen darf, muss jeder für sich beantworten. Wie auch immer du entscheidest, mögen du und dein Vierbeiner stets eine gute Nacht mit tierisch schönen Träumen haben!


LIFESTYLE

Foto: Neta Arubas

Vegane Genuss-Rezepte Raffaello-Pralinen Zutaten 200 g Kokosraspeln / 1 Dose Kokosmilch (wir brauchen 200 g festen Anteil) / 2-3 EL Agavendicksaft / 20-25 ganze Mandeln (am besten geschält) / 40 g Kokosöl / 5 EL Puderzucker

Zubereitung

Möhren-Hundekekse Zutaten 75 g Möhre / 150 g Vollkornmehl / 75 g Maisgries / 30 ml Olivenöl / 30 ml Mineralwasser / 1 EL Agavendicksaft

Zubereitung

Zuerst die Kokosmilch abgießen und den festen Anteil in einer Schüssel auffangen. Kokosöl hinzufügen und die Masse über einem Wasserbad kurz heiß werden lassen, bis sie flüssig wird. Währendessen Puderzucker und Kokosraspeln vermengen und anschließend mit der flüssigen Kokosmasse und dem Agavendicksaft zu einem homogenen Teig verrühren. Diese Masse zwei Stunden kaltstellen. Nun musst du nur noch Kugeln mit einer Mandel in der Mitte formen und diese in Kokosraspeln wälzen. Vegane Raffaello - ohne Schokolade und ohne Tierleid! Torben Stichling

Foto: Neta Arubas

Ein simples und günstiges Rezept für vegane Hundekekse, die dein Vierbeiner lieben wird! Zunächst die Möhre schälen und fein raspeln. Anschließend alle Zutaten zu einer relativ festen Masse vermengen und den Backofen auf 160 Grad vorheizen. Falls der Teig zu trocken sein sollte, einfach etwas Öl hinzugeben. Mit einem Nudelholz kannst du den Teig nun 1-2 cm dick ausrollen. Benutze ein Glas oder süße Ausstechformen, um die Kekse in eine schöne Form zu bringen. Lass deiner Kreativität freien Lauf ! Verteile die Kekse nun auf einem Backblech mit Backpapier und backe die Kekse für 30 Minuten. Lass die Kekse unbedingt abkühlen, bevor du sie deiner Fellnase zum Naschen gibst. Guten Appetit!

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Ja, ich spende Futter

Chefredaktion: Svenja Gruszeczka, Hannah Kuck (stv. Ch.-Red.) Redaktion: Sarah Schonert, Kathrin Ferkau, Miriam Krückels, Torben Stichling Gestaltung: Denisa Poteca, Neta Arubas

Cover-Foto: Veera Nuri Vertrieb: Marco Wibben vertrieb@tierschutz-shop.de Druck: Druckhaus DOC GmbH

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Tierschutz-Magazin Ausgabe 5 2017/18  
Tierschutz-Magazin Ausgabe 5 2017/18  

Spannende Tierschutz-Themen erwarten dich in der 5. Ausgabe des Tierschutz-Magazins. Erfahre, wie eine Tierschützerin auf Sizilien ganz alle...

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