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hartliebs

Jetnzlitne-nSehoup!

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meinung

interview I

interview II

menschen

tipp

Thomas Maurer: Ein Käfig voller Bücher

Norbert Zähringer: In der Zähringerstraße

Tilman Rammstedt: Stirb langsam 6

Georg Stadtthaler – Kutschker 44

Unsere Empfehlungen zu Weihnachen

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Last call Ursula Krechel

Landgericht

Das Ende des Buches?

» ... weil wir Ihnen helfen, aus den zigtausenden Büchern, die Jahr für Jahr erscheinen, das richtige auszusuchen « Öffnungszeiten, sei es über unseren Online-Shop mitten in der Nacht. Die Vorteile für Sie liegen auf der Hand: Bequeme Online­ bestellung und trotzdem kein ­anonymer ­Bestellservice. Ob wir Ihnen die Bücher portofrei schicken oder Sie alles bei uns ab­ holen, entscheiden Sie. Wir bestellen Ihnen jedes lieferbare Buch, auch Fachbücher und antiquarische Bücher, viele CDs und Filme. Die meisten Neuerscheinungen haben wir vorrätig und in der Regel ist jedes bestellte Buch innerhalb von zwei Tagen da. Sollte es mal länger dauern, informieren wir Sie selbstverständlich. Aus der Flut der Neuerscheinungen­ diejenigen auszusuchen, die wir Ihnen hier vorstellen möchten, war keine leichte Aufgabe. Bestseller­ listen und Buchpreisnominierungen sollen hier keine Rolle spielen, hier präsentieren wir eine Auswahl der Bücher, die für uns in diesem Jahr die Höhepunkte darstellten. Petra Hartlieb

Ein Käfig voller Bücher Wohnqualität ist, wenn man die Dinge des täglichen Bedarfs fußläufig erwerben kann.

Überhaupt, seit sich Währing in tapferer KamikazeTradition sehenden Auges gegen das Parkpickerl entschieden hat und nun kein Anrainer, der aufgrund einer bizarren Verkettung von Zufällen tatsächlich einen legalen Parkplatz innehat, verrückt genug ist, diesen durch gedankenloses In-Bewegung-Setzen des Autos unwideruflich zu verlieren. Und zu den Dingen des täglichen Bedarfs gehört auch ­eine gediegene Buchhandlung.

Kein Schreibfehler; natürlich gehören auch die ­Bücher selbst zum täglichen Bedarf, aber die ­könnte man sich ja heutzutage auch vom Postler bringen lassen. Hingegen kann das Bedürfnis nach einer Buchhandlung nur durch eine Buchhandlung gestillt werden. Dabei geht es auch nicht nur um Service und Beratung.

Obwohl es immer wieder ein beeindruckendes Schauspiel ist, wenn etwa die Buchhändlerin, nachdem ihr eine ältere Dame erklärt hat, der

­ nkel benötige für die E Deutsch-Leseliste ein Buch, dessen Namen sie leider ­vergessen habe, aber es sei rot und handle von Füchsen, sich umdreht, Hesses „Steppenwolf“ aus dem Regal zieht und auch noch Recht hat. Als Buchhandlungsmensch hat man einfach immer wieder das anlasslose Bedürfnis nach Präsenz vor Ort, so wie ja auch Weinbauern selbst im vegetationsfreien Winter gelegentlich durch ihre Rieden streunen. Man hat das Bedürfnis, ohne Kaufabsicht in blöden Bestsellern, kostspieligen Bildbänden oder exotischen Fachpublikationen zu blättern. Und das Bedürfnis, Bücher empfohlen zu bekommen.

Und zwar nicht, weil irgendwer, der dieses oder ­jenes gekauft hat, auch jenes oder dieses gekauft hat. Sondern aus angenehm altmodischen Traditionsgründen wie: „Superbuch“ oder „Das ist was für Dich!“.

Ein gutes Motiv, regelmäßig so eine Buchhandlung aufzusuchen, lautet also: Weil sie da ist. Ein anderes, ebenso gutes: Damit sie da bleibt.

Alt, aber neu von Oliver Hartlieb

Manchmal bedauere ich die Engländer, weil sie jetzt schon seit 1623 immer denselben Shakespeare lesen müssen oder die Franzosen seit 1857 immer die gleiche Madame Bovary. Uns dagegen ist es vergönnt, immer mal wieder eine neue Übersetzung zu be­ kommen. Man sagt, Übersetzungen altern anders als die Originale, was stimmen mag, aber der zusätzliche Gewinn von neuen Übertragungen ist ja vor allem auch, dass ein altes Werk neue Aufmerksamkeit und damit neue Leser bekommt. Sehr erfolgreich macht das seit einigen Jahren der Hanser Verlag, der in steter ­Regelmäßigkeit wunderbar ausgestattete und editierte Ausgaben klassischer ­Romane herausbringt. Nach viel gelobten Übersetzungen von Stendhal, Melville, Tolstoi, Dickinson, ­Stevenson, und Gontscharow erschien dort im September eine neue Madame Bovary und die ist, glaubt man dem Nachwort, wirklich neu, da keiner Überset­ zung die eigentliche Stärke Flauberts, nämlich dessen einzigartiger Stil, einer Über­setzung dieses Werkes zugrunde lag. Und davon abgesehen, für mich ist es einfach einer der großartigsten Liebes­ romane der Weltliteratur. Lesen – wann, wenn nicht jetzt.

Währinger Straße 122, 1180 Wien

Gustave Flaubert, Madame Bovary, Hanser, 760 S., e 35,90

Beck

Thomas Maurer | Kabarettist & Staatskünstler

Foto: Lukas

Auch wenn das Ende des Buches immer wieder herbeigeredet wird, wissen wir, dass es immer Lese­r­innen und Leser geben wird. Und wenn diese in Währing wohnen, dann werden sie ihre Bücher vielleicht auch bei uns kaufen. Und zwar deswegen, weil wir ihnen helfen, aus den zigtausenden ­Büchern, die Jahr für Jahr erscheinen, das richtige auszusuchen. Weil wir uns überlegen, wie man ein leseschwaches Kind für Bücher begeistert. Weil wir Ideen haben, was man dem Großvater, der schon alles hat, zum 75. Geburtstag schenken kann. Weil wir meistens den richtigen Riecher dafür haben, mit welchem Buch Sie ­Ihren Jahresurlaub verbringen wollen.­ Das können wir aber nur, wenn Sie in unsere Buchhandlung kommen. Sei es persönlich während unserer

„Und als ich wiederkam, da – kam ich nicht wieder“, schrieb Alfred Döblin 1946 nach seiner Rückkehr aus dem Exil. Wie ihm geht es auch dem Juristen Dr. Richard Kornitzer, der nach Jahren in der Fremde in Nachkriegsdeutschland an sein altes ­Leben anknüpfen will. Doch das Vaterland bleibt ihm verschlossen. ­Ursula Krechel erzählt mit großer Tiefenschärfe eine Lebensgeschichte, in der sich die Verheerungen deutscher Geschichte auf schreckliche Weise zeigen. Mit diesem ­Roman, der zu Recht den deutschen Buchpreis in diesem Jahr bekam, hat sie ein großes Panorama deutscher (Nachkriegs-)Geschichte geschaffen. Bewundernswert ist ­ihre historische Detailtreue und ihr Wille, einen Roman von chronikalischer Genauigkeit zu schreiben. Claus-Ulrich Bielefeld

Jung & Jung Verlag, 492 Seiten, e 29,90

Barbara Frischmuth

Woher wir kommen

Für uns das schönste Buch der großen Autorin, die uns seit unserer Schulzeit begleitet. Wie leichtfüßig sie zwischen drei Generationen von Frauen und so unterschiedlichen Schauplätzen wie Bad Aussee und Istanbul hinund herwechselt ist einfach bewundernswert.

Aufbau Verlag, 367 S., e 23,70

Stephan Uhly

Glückskind Eigentlich hat Hans sich aufgegeben. Das Haus verlässt er nur noch, um seine Sozialhilfe abzuholen, und hin und wieder bringt er den Müll runter. Und da, in der Tonne findet er e­ ines Tages ein Kind, ein kleines Baby, und ­ohne groß zu überlegen, nimmt er es mit und kümmert sich darum. Was wie ein kitschiges Sozialmärchen klingt, ist eines der bewegendsten ­Bücher dieses Herbstes. Eine berührende Geschichte, die aufzeigt, wie wichtig es ist, den Mut zur ­Veränderung aufzubringen. Mit klarer Sprache und wunder­baren Charakteren macht e­ inen dieses Buch selbst zum „Glückskind“ ...

Secession Verlag, 256 S., e 20,60

www.hartliebs.at

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Julian Barnes

Unbefugtes Betreten

Bestseller Belletristik

Wer bin ich? MitarbeiterInnen stellen sich und ihre Lieblings­ bücher vor

anna roschger Geboren

Ja!

Kinder

eine Ronja r Räubertochte

Ich mag

Männer mit Gitarre :-) Das / der kommt mir nicht ins Haus:

HorrorGeschichten Urlaubsziel

Griechenland, Neuseeland und nach OÖ zur Family

Helmut Krausser

Nicht ganz schlechte Menschen

Kiepenheuer & Witsch, 304 S., E 20,60

Doris Knecht

Gruber geht

DuMont, 576 S., E 23,70

ro ro ro, 240 S., E 9,30

Vea Kaiser

Blasmusikpop

Kiepenheuer & Witsch, 496 S., E 20,60

Aufgeblättert | Norbert Zähringer

In der Zähringerstraße von Oliver & Petra Hartlieb

Im Berliner Volkspark Friedrichshain gibt es ein Café Schönbrunn. Das ist weder gelb gestrichen, noch gibt es Apfelstrudel und Melange, aber es ist schön gelegen, inmitten eines großen Parks, gleich hinter einem Brunnen mit Steinfiguren aus sämtlichen Märchen. Hier treffen wir einen unserer Lieblingsschriftsteller, Norbert Zähringer, zum Interview. Er kommt mit dem Fahrrad, bestellt sich Käsespätzle, schließlich stammt er aus Stuttgart. Norbert Zähringer ist kein Autor mit großem Gestus, fast scheint es, als wäre es ihm ein ­wenig unangenehm, so im Mittelpunkt zu s­ tehen, er spricht langsam, als müsse er seine Gedanken immer ein bisschen ordnen, bevor er sie uns präsentiert. Seit 2001 sein Romandebüt So erschienen ist, sind wir bekennende Zähringer-Fans. Und dies hat sich schön langsam auch auf unsere MitarbeiterInnen übertragen, gibt es doch wenige deutschsprachige Autoren, die auf solch literarisch hohem Niveau so gut ­unterhalten wie Norbert Zähringer. Was seinen unverwechselbaren Stil ausmacht, ist zugleich auch das Problem für Kritiker oder Buchhändler: Man kann seine Romane nur mangelhaft nacherzählen, denn in jeder Geschichte gibt es unzählige Handlungsfäden, die vordergründig nichts miteinander zu tun haben und dann in einem grandiosen Finale miteinander verbunden werden. Auf die Frage, was denn sein Geheimnis dieser komplexen Konstruktionen sei, lacht er nur und behauptet, das passiere quasi von al-

lein. „Ich denk mir erst die Figuren aus. Und denen passieren dann die Geschichten – das hört sich ein wenig wie Autoren-Voodoo an, ich weiß, aber genau so läuft´s. Recht früh ist die elliptische Form klar, das heißt, wo man wieder rauskommt, aber wie man da hinkommt, entsteht wirklich im Schreiben.“ In seinem vorletzten Roman Einer von vielen bekommt man einen Schreck, wenn man das Buch aufschlägt: In der inneren Umschlagseite befindet sich eine komplexe Zeichnung, wie die rund 80 Personen des Romans miteinander zusammenhängen. Zähringer hat diesen Plan nicht etwa für sich gezeichnet, es ist eher eine Serviceleistung für die Leser. „Viele glauben, das hab ich mir vorher so hingemalt, als Kon­ struktion, aber ich brauch das nicht.“ Und das Unglaubliche ist, dass Zähringer es schafft, diese Geschichte mit den unzähligen Handlungsfäden so zu erzählen, dass man nicht aussteigt, alles fügt sich logisch aneinander und die Skizze ist ein schönes Zusatzfeature, das man eigentlich nicht unbedingt benötigt. Sein neuester Roman Bis zum Ende der Welt kommt mit weniger Personal aus – lediglich um drei Personen kreist die Geschichte und ganz bewusst hat Zähringer diesmal auf die verschachtelte Erzählperspektive verzichtet: „Ich konnte in dem neuen Buch nicht schon wieder so erzählen. Das wird dann wie ein Zwang, dann bist du völlig festgelegt und irgendwann hört man das Knirschen im Getriebe. Diesmal

wollte ich möglichst linear erzählen. Obwohl, manchmal gab es Momente während des Schreibens, in denen es nicht weiterging, und da dachte ich immer, na ja, dann machst du halt noch eine Figur rein, aber das hätte in ­diesem Fall nicht zur Geschichte gepasst.“ Und die ist nicht weniger schön, unterhaltsam und intelligent. Die Geschichte der jungen ­Ukrainerin Anna, die ihre einzige Chance, aus ihrer tristen Familiensituation auszubrechen, in einer Heiratsvermittlung sieht. So gelangt sie an einen älteren Deutschen, Gerhard Laska, der nur noch ein paar Monate zu leben hat und diese nicht allein verbringen will. Er „kauft“ sich eine Frau. Doch keine Angst, hier kommt nicht das Klischee vom reichen, alten Mann und der mittellosen jungen Frau aus Osteuropa. Anna ist selbstbewusst und Laska ein Realist. Und bald verbindet sie ihre gemeinsame Begeisterung für Astronomie. Laska will vor seinem Tod unbedingt noch einen ­Kometen sehen und Anna hilft ihm dabei. Es wäre allerdings kein Zähringer-Roman, wenn da nicht noch ein paar Themen eingearbeitet wären, wie etwa Tschernobyl und Fukushima, die Weltallhündin Leika und Juri Gagarin, ein afrikanischer Bootsflüchtling und der millionste Gastarbeiter in Deutschland. Und was wir an dem Buch am allermeisten lieben: Norbert Zähringer scheut sich nicht vor einem Happy End, wenn auch einem ungewöhnlichen. Schließlich muss nicht alles in der Katastrophe enden, zumindest nicht in der Literatur.

Lieblingsautor/en uli Zeh, T.C.Boyle, J s, Richard Yate kami... Haruki Mura Darauf freu ich mich Tilman Rammstedt auf der BuchWien kennenzulernen

Auf eine einsame Insel nehme ich mit iPod, Bücher, Hängematte und Sandspielzeug

So

Als ich schlief

Im Osten Berlins wird in einem schäbigen Wellblechcontainer die Zweigstelle einer Bank ­eröffnet. Während ihr Leiter aus Mangel an Kundschaft die Füße hochlegt, gräbt sich ein Zwerg zu ihm durch. Ein span­ nender, unterhaltsamer und souverän komponierter Roman,­der uns die Gegenwart zeigt, wie sie ist: so.

Ismael stürzt aus einem Flug­ zeug – und überlebt. Paul Mahlow findet ihn. Davon liest in den USA ein Wissenschaft­ ler. Dessen Enkel, Pauls Mitbe­ wohner, wird in Berlin be­ wusstlos geschlagen und er­ zählt – über allem schwebend – aus dem Koma, wie das alles zusammenhängt. Eine furiose Handlung über vier Konti­ nente und ein halbes Jahr­ hundert.

Rowohlt, 400 S., e 10,30

Rowohlt, 288 S., e 9,20

Bis zum Ende der Welt Eine junge Ukrainerin, die ihre einzige Perspektive in einer Heiratsvermittlung sieht, ein sterbenskranker Deutscher und ein entwurzelter Polizist aus Portugal. Nur Norbert Zähringer schafft es, aus die­ ser Mixtur einen wunderschö­ nen Liebesroman zu zaubern.

Rowohlt, 272 S., e 20,60

Einer von vielen Am 1. September 1923 kommen zwei Knaben auf die Welt: ­Edison Frimm in Kalifornien unter einem alten Eichenbüro­ tisch einer Möbelfabrik aus Berlin und in Berlin unter einem Hitlerbild Siegfried Heinze. 400 Seiten später tref­ fen die beiden mit unabseh­ baren Folgen aufeinander. Die­ ser Roman verblüfft mit un­ zähligen Handlungssträngen, die dem Autor nie entgleiten. Rowohlt, 496 S., e 10,30


Zoran Feric

Das Alter kam am 23. Mai gegen 11 Uhr Folio, 538 S., E 24,90

Heinrich Steinfest Marjana Gaponenko

Annalena McAfee

Suhrkamp, 237 S., E 20,60

Diogenes, 480 S., E 23,60

Wer ist Martha?

Zeilenkrieg

Das himmlische Kind Droemer Knaur, 320 S., E 20,60

Anthony McCarten

Ganz normale Helden

Diogenes, 464 S., E 23,60

Wer nicht lesen will, muss hören von Oliver Hartlieb

Lange bevor ich angefangen habe zu ­lesen, habe ich gehört. Die Oma im Ohren­sessel, meine Zwillingsschwester links, ich rechts auf der Armlehne: Heidi, Die kleine Hexe von Preußler. Dann kamen die Schallplatten vom Europa Verlag: ­Winnetou, Der Schut, Durchs wilde Kurdistan ... Als ich sieben war, kauften sich meine ­Eltern eine Stereoanlage und ich bekam die alte Musiktruhe; unten hinter einer Klappe der Schallplattenspieler und oben das Radio, in der Skala AFN, SFB, Rias, Radio Moskau und Luxemburg. Zweimal die Woche gab es ein Hörspiel und ich ­habe fast jedes gehört, obwohl ich danach oft nicht einschlafen konnte. Etwa nach den Krimis von Sjöwall & Wahlöö, die so spannend waren, dass ich mir die Ohren zuhalten musste. Im Dunkeln liegen, das Zimmer nur durch die Leucht­ skala des ­Radios erhellt, und horchen – ich glaube hier liegt der Ursprung meiner Leidenschaft für Hörbücher und Hörspiele.

­ päter als Verlagsvertreter die endlose Zeit S im Auto, die sich mit Hören sinnvoll verbringen ließ, beim Bügeln und heute beim Abheften von Rechnungen und ähnlichen Tätigkeiten. Unsere Tochter hört stundenlang und baut dabei Lego. Und ich höre alles: klassische Lesungen, bei denen der Autor selbst oder eine geübte Stimme vorliest, inszenierte Lesungen mit verschiedenen Stimmen, oft mit Geräuschen und Musik hinterlegt, oder Hörspiele, speziell zum Hören erdacht. Ich finde es wunderbar, sich vorlesen zu lassen, und besonders inszenierte Lesungen machen schwierige Stoffe mitunter verständlicher; denn beim Hören wird manches klarer, was beim Lesen nur schwer zu verstehen ist. So etwa James Joyces Ulysses, wo die Polyphonie dieses so unglaublichen Werkes durch verschiedene Stimmen, Geräusche und Lautstärken, auf den CDs so richtig zur Geltung kommt.

Die liebe Familie Ruth Cerha | Zehntelbrüder

Ein Familienroman, in dem die Familienverhältnisse derart kompliziert sind, dass Sie innerhalb einer halben Minute aussteigen würden, würde man jetzt anfangen sie zu erklären. Erzählt wird alles aus der Perspektive von Mischa, einem 24-jährigen DJ aus Wien, der sein Leben trotz des ­familiären Chaos aus dem er stammt, ­einigermaßen im Griff hat. Heikel wird es erst, als seine Freundin von ihm verlangt, endlich erwachsen zu werden, also ­Zusammenziehen, Kind kriegen, das ­ganze Programm. Gleichzeitig stürzt sein 15-jähriger Halbbruder, Jul, in eine tiefe Lebenskrise, die ein bisschen mehr zu

sein scheint, als das übliche Pubertieren: ­Abhängen mit Skins, Komatrinken, ­Polizei. Mischa übernimmt Verantwortung und schließlich ist er es, der es schafft, dass sich die ganze verrückte Familie trifft und das Einzige, das noch möglich ist, versucht: ehrlich zu sein. In einer wunderschönen Sprache erzählt uns Ruth Cerha, dass Familie viel mehr ist als Vater, Mutter, Kind – ein kompliziertes System von Beziehungen, in dem es nicht ums Gewinnen und Verlieren, nicht um Gut und Böse geht, sondern darum, ­seinen Platz zu finden.

Eichborn, 352 S., e 19,60

Liebes-Tauchgang

James Joyce

Ulysses Gedanken, Monologe, Selbstgespräche, Straßenlärm und Dialog­ fetzen – ein ganzer Tag in Dublin. Der 16. Juni 1906, Bloomsday. Ulysses von James Joyce, wer kennt es nicht, aber die ­wenigsten haben es gelesen. Das Buch gilt als schwierig oder gar unlesbar. Jetzt kann man das Ganze hören und man fühlt sich mittendrin. 21,5 Stunden Hörgenuss vom Feinsten.

Der Hörverlag, 1.290 Min., e 99,99

Erzählerstimmen

Die Bibliothek der Autoren

183 Autorinnen & Autoren, 100 Jahre Erzählung im Originalton Wie klang die Stimme von Thomas Mann, Max Brod oder Alfred Döblin? Originalaufnahmen vom Anfang des Radiozeitalters bis ­heute, von Arthur Schnitzler bis Judith Hermann. Ein einzigartiges Dokument deutscher Literatur und ein Hörerlebnis der besonderen Art. 44 CDs, 3.330 Minuten Laufzeit.

Der Hörverlag, 3.330 Min., e 149,99

Juli Zeh | Nullzeit

Sven ist ausgewandert und lebt als Tauchlehrer in Spanien. Mit seiner Lebensgefährtin Antje, die sich um die Buchhaltung und alle anderen anfallenden Sachen kümmert, hat er sich gut eingerichtet im ewigen Urlauberparadies. Bis er eines ­Tages von einem ungleichen Paar für zwei Wochen als Tauchlehrer und Fremden­ führer exklusiv engagiert wird: Jola, die junge, schöne Schauspielerin, die sich auf eine neue Rolle vorbereiten möchte, und Theo, ein älterer, eher erfolgloser Schriftsteller. Von Anfang an hat Sven ein ungutes Gefühl. Da er aber das Geld unbedingt benötigt, zieht er die Sache durch. Er lernt

das Pärchen immer besser kennen und fühlt sich nach einiger Zeit sehr ange­ zogen von der jungen Jola. Es kommt, wie es kommen muss, eine Dreiecksbe­ ziehung bahnt sich an. Was als harmlose Geschichte beginnt, endet unwiderruflich im totalen Desaster. Wie in all ihren Büchern gelingt es Julie Zeh auch diesmal, aus einer scheinbar ­banalen Situation ein kluges Kammerspiel zu konstruieren, ganz in der Tradition von Patricia Highsmith. Spannend bis zur ­letzten Seite und für Taucher ein absolutes Muss!

Schöffling, 256 S., e 20,60

Liebes-Epidemie

Wolf Haas | Die Verteidigung der Missionarsstellung

Ken Follett

Winter der Welt Der zweite Teil der Trilogie über das 20. Jahrhundert erzählt eine Ge­ schichte von Heldentum und Tragödie, Anpassung und Widerstand, Liebe und Hass. Von Hitlers Griff zur Macht bis zum Zweiten Welt­ krieg. Gelesen von Philipp Schepmann ist dieser Hörbuchschmöker das Richtige für lange Autofahrten oder verregnete Sonntage.

Bastei Lübbe, 869 Min., e 30,30

Lieben Sie verrückte Gedankenexperimente? Oder die Bilder von Escher-Bilder, die völlig unlogisch und gerade deswegen genial sind? Geschichten, die wiederum in Geschichten reingeschrieben sind? Dann lesen Sie Wolf Haas’ neues Buch. Ein amüsanter Roman, bei dem man nicht weiß, was zuerst da war, der Autor oder

seine Romanfigur, die Handlung oder der, der sie erzählt. Wie raffiniert Wolf Haas Geschichten ­konstruieren kann, hat er uns in Wetter für 15 Jahren schon eindrucksvoll bewiesen, in seinem neuen Buch ­beweist er, dass es immer noch ein ­bisschen verrückter geht.

Hoffmann und Campe, 238 S., e 20,50

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Georg Haderer

Bestseller Krimis

Engel und Dämonen

Lars Kepler

Flammenkinder Bastei Lübbe, 624 S., E 20,60

Håkan Nesser

Sebastian Fitzek Michael Tsokos

btb, 480 S., E 20,60

Droemer Knaur, 400 S., E 20,60

Am Abend des Mordes

Haymon, 392 S., E 19,90

Lilian Faschinger

Koytek & Stein

Pagat ultimo

Die Unzer­ trennlichen

Zuerst denkt man: Ein braver, österreichischer Krimi wie viele. Aber dann: viel mehr! Sehr spannend, tolle Beschreibung der Schauplätze in Wien und im Waldviertel, gut entwickelter Krimiplot. Ein neues Autorenduo mit Zukunft.

Leykam, 448 S., e 22,00

Daniel Woodrell

Der Tod von Sweet Mister Shug wächst im Süden Missouris auf. Seine Mutter ist Alkoholikerin, sein Vater gewalt­ tätig. Eine Kindheit geprägt von Angst, Hilflosigkeit und Enttäuschung – die Liebe als treibende Kraft tritt hier nur in ihren abgründigsten Formen auf. Der Tod von Sweet Mister ist ein Buch, das zwischen sprachlicher Ästhetik und menschlichen Abgründen rapide hin- und herschwingt, ergreifend und verstörend zugleich.

Liebeskind, 192 S., e 17,40

Patrick McGuinness

Die Abschaffung des Zufalls

Ein englischer Student begibt sich kurz vor dem Sturz des Diktators Ceauşescu ins kommunistische ­Rumänien, um an der Universität in Bukarest eine Stelle anzutreten, für die er sich nie beworben hat. Geschrieben wie ein guter, böser englischer Krimi – politisch unkorrekt, angereichert mit Blut, Schweiß und Tränen. Dafür lässt man gerne ein Wochenende die Glotze aus!

Parallelwelt

Radek Knapp | Reise nach Kalino Einige Jahre ist es nun her, dass Radek Knapp seinen inzwischen berühmten Roman Herrn ­Kukas Empfehlungen veröffentlicht hat, und nun ist es so weit. Mit seinem neuen Buch Reise nach Kalino meldet er sich zurück auf der literarischen Bühne. Endlich treffen wir ihn als Autor wieder und nicht nur als Nachbarn und Äpfelverkäufer am Kutschkermarkt. Mit seiner neuen Hauptfigur, dem Privatdetektiv Julius Werkazy, ist ihm ein skurril-sympathischer Held gelungen, den er allerdings nicht in ein österreichisch-­ polnisches Abenteuer schickt, sondern in die ­sagenumwobene Stadt Kalino. Dort werden die Menschen nicht älter, sind immer glücklich, ­haben keinen Stress und sterben auch nicht. Doch dann gibt es einen Mord und gerade Werkazy wird beauftragt, den Fall zu lösen. ­Niemand hat Kalino bisher betreten, es ist eine unheimliche Parallelwelt, die ein wenig an ­George Orwell und Aldous Huxley erinnert. Für echte Science-Fiction-Leser sind die technischen Spielereien zu wenig ausgereift, wer aber Lust hat auf eine witzige und durchaus bissige Gesellschaftssatire, wird mit R ­ adek Knapps Reise nach Kalino auf seine Kosten kommen. Neoliberalismus, Jugendwahn, Überwachungsstaat, Handysucht – all das nimmt Knapp aufs Korn, ohne ­jedoch moralisierend zu werden. Witzige Mischung zwischen hardboiled Detektiv­ roman und Science Fiction mit sympathischer Hauptfigur.

Taxi Driver

Wie muss das Gefühl sein, wenn man plötzlich, von einem auf den anderen Tag, aus seinem ­gewohnten und geregelten Leben herausgerissen und in die Todeszelle gesteckt wird? So ergeht es dem Taxifahrer Jeff Sutton, der eine Frau vom Flughafen in ein Villenviertel fährt. Da die Frau nicht genügend Geld bei sich hat, bittet sie ihn, kurz mit ins Haus zu kommen. Durch einen dummen Zufall hinterlässt er einen Fingerabdruck, am nächsten Tag steht die Polizei vor der Tür und Jeff wird verhaftet. Die Tochter der Frau wurde entführt und für die Polizei ist der Taxifahrer der perfekte Täter. Und irgendwann weiß Jeff nicht mehr genau, ob er nicht doch mit der Geschichte etwas zu tun hat ... Die aufwühlend beklemmende Geschichte eines Justizirrtums, die an Kafkas Prozess erinnert und auf einem wahren Fall beruht.

Deuticke, 256 S., e 18,40

Piper, 256 S., e 20,60

Mark Allen Smith

Wenn man an eine bestimmte Information rankommen will, egal wie schwer diese zu ­beschaffen ist, dann geht man zu ihm: zu Geiger, dem ­Spezialisten. Er entlockt seinen „Klienten“ jegliche Art von Informationen anhand von verschiedenen Foltermethoden, allerdings hat er einen strikten Verhaltenskodex, von dem er niemals abweicht. Als ihm eines Tages doch ein Kind zur Informationsbeschaffung vorgesetzt wird, weigert er sich, und sein Leben gerät aus den Fugen. Er flüchtet mit dem Kind, und die Jagd auf sein Leben beginnt. Ein spannungsgeladener, temporeicher Thriller, der nichts für schwache Nerven ist.

Bastei Lübbe, 352 S., e 15,50

Graphic Novels

empfohlen von Barbara Kadletz Wer einmal in Frankreich gelebt hat, kann es sich nicht vorstellen: eine Buchhandlung o ­ hne GraphicNovel-Abteilung. Aber hierzulande gehören AutorInnencomics leider immer noch nicht zu einem anerkannten Bestandteil der Literatur. Um dem Abhilfe zu schaffen, habe ich im Laden eine kleine, handverlesene Comicecke eingerichtet, in der man auch folgende Schätze finden kann: Mein Liebling ist derzeit das stille Meisterwerk Rosalie Blum von Camille Jourdy. Eine ausgeklügelte und zeichnerisch charmant umgesetzte Geschichte über den Alltag mehrerer EinzelgängerInnen in einer Kleinstadt. FreundInnen des skurrilen österreichischen Humors erfreuen sich dagegen an der Wiederauflage von Nicolas Mahlers Rennfahrergeschichte Lone Racer. Ein kriminalistisches Rätsel gibt uns Marc-Antoine Mathieu in seinem neuesten Werk 3 Sekunden auf. Wir folgen darin einer atemlosen Handlung, in der die scharfsinnigsten BeobachterInnen einem Komplott auf die Spur kommen werden. Und allen Comic-Strip-Fans sei noch der letzte Teil der fünfbändigen Mumins-Gesamtausgabe von Tove Jansson ans Herz gelegt, die der Reprodukt Verlag diesen Herbst vorgelegt hat.

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Nach dem Tod des ­Alt-Hippies in einer südsteirischen Gemeinde, reist seine Tochter Sissi zur Trauerfeier aus Wien an. Dort trifft sie einen alten Freund wieder. Stefan war mit ihrer besten Freundin Regina verheiratet, die bei einem Badeunfall in Italien ums Leben kam. Nun verbringen die beiden viel Zeit miteinander, doch bald hat Sissi das Gefühl, dass Stefan ihr etwas verheimlicht, und beginnt in der Vergangenheit zu wühlen. Bitterböser Witz und ­unerwartete Wendungen machen diese Geschichte zu einem Lesevergnügen!

Zsolnay, 320 S., e 20,50

Iain Levison | Hoffnung ist Gift

Zsolnay, 448 S., e 22,60

Der Spezialist

Abgeschnitten

Patrick Tschan

Polarrot

Jack Breiter ist ein Großmaul, Hochstapler und Heiratsschwindler und dennoch einer der liebenswertesten Helden der Literatur. Er wird Handelsvertreter für Farben und verkauft den Nazis hektoliterweise rote Farbe für ihre Fahnen – bis er sich in die Frau seines Chefs verliebt. Eines der originellsten Bücher dieses Herbstes!

Braumüller, 348 S., e 21,90

Hinrich von Haaren

Brandhagen

Brandhagen, norddeutsche Kleinstadt, Ende der 1960er. Eine Kindheit zwischen Traditionen, Dorftratsch und dem Wunsch nach Freiheit. Klingt zugegebenermaßen nicht nach einem schlafraubend spannenden Roman. Ist es auch nicht. Ganz im Gegenteil: Brandhagen lebt stattdessen von dem großen sprachlichen Vermögen des Autors, der Authentizität, die von Haaren seinen Figuren verleiht, und der Dreidimensionalität seiner Dorfgesellschaft. Es entsteht ein tiefer, persönlicher Bezug zu Situation und Sichtweise des Protagonisten.

Luftschacht, 293 S., e 23,00


Mark Twain

Camille Jourdy

Eric Kandel

Jared Diamond

Reprodukt, 364 S., E 29,90

Siedler, 704 S., E 41,20

S. Fischer, 586 S. E 25,70

Rosalie Blum

Aufbau Verlag, 1.129 S., E 51,30

Das Zeitalter der Erkenntnis

Vermächtnis

Foto: Juliane Henrich

Unsere Bestseller

Meine geheime Autobiographie

Tilman Rammstedt Die Abenteuer meines ehemaligen Bankberaters

Stirb langsam 6

Plädoyer für die EU

Robert Menasse | Der europäische Landbote

von Petra Hartlieb

Tilman Rammstedt brachte mich in eine seltsame Situation. Vor dem vereinbarten Interviewtermin waren weder der Verlag noch der Autor geneigt, mir auch nur eine Zeile des Buches zu schicken, das im Oktober erscheinen sollte. Der Verleger leitete mir ein Mail an seinen Autor weiter. „Lieber Tilman, können wir der drängelnden Petra Hartlieb etwas zu lesen geben?“ Antwort Herr Rammstedt: „Gib mir noch 24 Stunden!“ Zu lesen hab ich nichts bekommen, getroffen haben wir uns trotzdem, in einem schönen Café im Prenzlauer Berg, und Tilman Rammstedt sah aus, als hätte er mehrere Nächte nicht geschlafen. Und nachdem ich völlig unvorbereitet war, war er gezwungen, sein Buch zu erzählen. „Schwierig“, meinte er, „in meinem Buch gibt es drei Protagonisten: einen Bankberater, Bruce Willis und Tilman Rammstedt.“ Bankberater, na gut. Tilman Rammstedt, na ja. Aber Bruce Willis? „Irgendwann dachte ich, ich möchte mal einen Film mit Bruce Willis machen, anstatt ein Buch zu schreiben. Nicht, weil ich die Filme so mag – einfach, weil die Figur so viel klärt. Man sieht Bruce Willis

und weiß, in welche Richtung der Film läuft. Das funktioniert leider in der Literatur nicht, doch dann dachte ich, warum eigentlich nicht? Ich könnte doch einen Typen einbauen, über den man gar nichts schreiben muss, weil alle ein Bild dazu haben. Und das versucht der fiktive Tilman Rammstedt in diesem Roman. Er braucht Bruce Willis für eine Actionszene, aber der lässt sich nicht einbauen. Nicht nur, weil er nicht auf die Mails antwortet, die Tilman Rammstedt ihm schreibt, sondern auch, weil Tilman Rammstedt einfach nicht der richtige Autor für Actionszenen mit Bruce Willis ist. Also Bruce Willis will in dem Buch nicht mitspielen und Tilman Rammstedt will eigentlich auch nicht mitspielen, weil er eigentlich nur der Autor sein will, und die beiden erleben dann die Abenteuer, die eigentlich der Bankberater erleben sollte.“ Ich geb zu, das klingt verwirrend. Eine Woche nach dem Treffen hatte ich dann endlich das fertige Buch in Händen und glauben Sie mir: Es ist klug und witzig und sehr originell. Und hebt den „E-MailRoman“ auf eine neue Stufe.

DuMont, 190 S., e 19,60

Ursprünglich hätte es eine Recherchereise für einen Roman nach Brüssel werden sollen. Robert Menasse wollte ein Buch über einen EU-Beamten schreiben und im Eurokratenmilieu Brüssels recherchieren. Was er nicht geahnt hat: keines seiner Vorurteile über die Brüsseler Beamtenschaft wurde bestätigt – und statt eines Romans hat er nun eine Streitschrift über die EU geschrieben, angelehnt an Georg Büchners

Der hessische Landbote. Der europäische Landbote hat viel mit Büchners Landboten gemein: soll er doch aufklären und in Menasses Fall mit den von den Medien täglich gefütterten Klischeebildern und nationalen Vorurteilen über die EU aufräumen. Menasse hat ein kluges und topaktuelles Plädoyer für die EU und ihre BürgerInnen geschrieben.

Zsolnay, 112 S., e 12,90

Rückbesinnung zur Besonnenheit

Konrad Paul Liessmann | Lob der Grenze Ja, auch in Konrad Paul Liessmanns neuem Buch geht es um die Krise, aber er ­wäre nicht Liessmann, wenn er das ­Thema nicht über die philosophische ­Maschekseite anpacken würde. In dreizehn Kapiteln über Themen, wie beispielsweise Europa, das Alter, Stadt und Profession ist die Grenze der rote Faden, der sich durch seinen Essayband zieht.

Die Grenze, die hier gelobt wird, ist allerdings keine ausgrenzende, sondern im ­Gegenteil eine, die es uns erst ermöglicht, Dinge zu erkennen und die Mitmenschen zu respektieren. Und eine Grenze fordert Liessmann auch für die Finanzwelt, denn das Buch ist vor allem ein Plädoyer für die Ausgewogenheit und eine Rückbesinnung Zsolnay, 208 S., e 19,50 zur Besonnenheit.

Geschlechtermärchen Cordelia Fine | Die Geschlechterlüge

Liebeswahn

Bettina Balàka | Kassiopeia Und wieder einmal eine Geschichte in der Geschichte, ein Roman im Roman. Die ­österreichische Autorin Bettina Balàka widmet sich dem Thema Liebeswahn, ­weniger schön auch Stalking genannt. ­Dabei beginnt alles so harmlos: Judit ­Kalman hat – eigentlich nur wegen eines Satzes im Klappentext – ein Buch gekauft, „Am Ende steht die Gewissheit, dass jeder sein Glück findet, der mit offenen Augen durchs Leben geht.“ Diese Lebensweisheit ist wohl direkt auf sie zugeschnitten,

meint sie und so lernt sie den Autor kennen, folgt ihm nach einer kurzen Nacht nach Venedig, wo er als Stipendiat lebt. Und da beginnt ein raffiniertes Spiel, von dem man bald nicht mehr weiß, wer die Regeln bestimmt. Wunderbarer, atmo­s­phärisch dichter Roman, in dem Literatur und Leben immer wieder ineinander ­übergehen.

Ein Buch für alle Männer, die sich wundern, dass sie doch zuhören können, und alle Frauen, die es wider kolportiertes ­besseres Wissen doch täglich schaffen, ihr Auto einzuparken. Das ist ein Buch für alle Menschen, die an den allgegenwärtigen populären Geschlechtermärchen zweifeln. Denn Cordelia Fine zeigt auf, wie angeblich wissenschaftliche Tatsachen in Medien und populärwissenschaftlichen Ratgebern über Mann und Frau durch

f­ehlerhafte Untersuchungen und oberflächlich gedeutete Forschung verbreitet und als unauflösliche Geschlechterstereotype dargestellt werden. Eine erhellende Lektüre, witzig und klug geschrieben.

Klett-Cotta, 476 S., e 22,60

n! e n o s Per en hat? i e w r z geschrieb ü f f r do chbüchern s r e t l ko Wa lings

ad thalers Lieb B f o irerh Georg Stadt e t S m eines von i e d nen enchef, der e h c Wo ißt der Küch wort: ak t: n Kont i / e e A nt Nam ie e: Wie he S n e g Fra inn einzulösen bei Hartliebs Bücher, Währinger Straße 122, 1180 Wien, Teilnahmeschluss: 30.12.2012 Gew Haymon Verlag, 344 S., e 22,90


Bestseller Sachbücher

Brehms Thierleben

Manfred Spitzer

Digitale Demenz

Bibliographisches Institut, 160 S., E 30,90

Droemer Knaur, 368 S., E 20,60

Verena Moritz Hannes Leidinger

Oberst Redl

Residenz, 336 S., E 24,90

Ewald & Mario Plachutta

Der goldene Plachutta

Brandstätter, 704S., Alle 1500 Rezepte, E 39,90

Mitspielen & Gewinnen !

Gewinnen Sie ein

Anthony Bourdain

Ein bisschen blutig

Neue Geständnisse eines Küchenchefs. Eines der Lieblingsbücher von Georg Stadtthaler, Küchenchef des Kutschker 44. Viele Geheimnisse rund ums Kochen und wenn man es liest, ist man doch sehr beruhigt, dass Georg mitten im Restaurant, vor den Augen der Gäste werkt. Ein Muss für alle Hobbyköche.

Heyne, 400 S., e 9,30

Sylvia Nasar

Markt und Moral

Abendessen für zwei Personen mit Wein­ begleitung !

Gewinnfrage

Wie heißt die Lieblingsnachspeise der Hartliebs im Kutschker 44?

Antworten an

office@hartliebs.at Betreff: Kutschker 44 Teilnahmeschluss: 30.12.2012

Im Grätzel | Kutschker 44

Die renommierte Wirtschaftswissenschaftlerin erzählt von mutigen Männern und Frauen der Wirtschaftsgeschichte, die ­behaupteten, Hunger und Armut seien kein unabänderliches Schicksal. Zentrale Fragen, die seit 200 Jahren große Denker umtreiben – aktueller denn je.

Bertelsmann, 656 S., e 30,90

Gruber, Oberhummer, Puntigam

Gedankenlesen durch Schnecken­ streicheln Irgendwer bezeichnete sie einmal als die „schärfste Science-Boygroup der Milchstraße, die inzwischen legendären Science Busters. In ihrem neuen, wunderschön gestalteten Buch erzählen sie für alle verständlich, was wir von Tieren über Physik lernen können. Wissenschaft für alle!

Hanser, 296 S., e 20,50

Joachim Riedl

Jüdisches Wien Gerade eben erschienen, gehört dieses Buch bereits jetzt zu den Klassikern. Eine spannende Zeit­ reise in ein vergangenes Wien, ­eine sorgfältig aufgearbeitete ­Geschichte jüdischen Lebens in unserer Stadt. Zahlreiche Fotos von hoher Qualität.

Brandstätter, 160 S., e 35,00

Richard Sennett

Zusammen­ arbeit Was hält den Menschen in einer Gesellschaft trotz aller Unterschiede von Herkunft, Weltanschauung und sozialem Status zur Zusammenarbeit an? Ein wohltuendes Buch, geschrieben von einem Utopisten, der in einer Zeit ökonomischer Unsicherheit trotz allem daran glaubt, dass der Mensch als soziales Tier zu ­Kooperation fähig ist.

Hanser Berlin, 414S., e 25,60

Tischler oder Koch! Fünf Fragen ans Kutschker 44 Georg, warum bist du Koch geworden?

Ich hatte nach der Schule Lust, Tischler oder Koch zu lernen. Dann hab ich eine Lehrstelle im Steirereck angeboten bekommen und da haben meine Eltern gesagt: Du wirst Koch. Ein weiter Weg vom Lehrling eines Haubenrestaurants zum eigenen Lokalbesitzer. Wie kam es dazu?

Als Lehrling wollte ich unbedingt ganz rasch so sein wie mein Vorgesetzter, der Demi-Chef de Partie. Nicht nur Hilfsarbeiten machen und Kisten schleppen. Irgendwann hatte ich das erreicht, doch da gab’s über mir wieder einen, der mir sagte, was ich zu tun hatte, den Chef de Partie. Schließlich wurde ich Sous-Chef, also zweiter Küchenchef und sogar Chef de Partie, und immer noch hatte ich den Küchenchef über mir. Letzte Konsequenz: Ich muss Küchenchef werden. Und nachdem ich in circa dreizehn Betrieben gekocht hatte, war klar: Ich muss mich selbstständig machen. Wie holst du dir die Inspiration?

Kochbücher anschauen, Essen gehen, mit Leuten reden, offen sein. Über den Markt schlendern, schauen, was es gibt.

Welche Art von Kochbüchern verwendest du?

Für mich gibt es zwei Kategorien Kochbücher: Nachschlagewerke, zum Beispiel die ganze Teubner-Reihe, also wirkliche Grundkochbücher. Und dann liebe ich Kochbücher mit schönen Fotos. Daraus hol ich mir Ideen und kombiniere das dann individuell. Manchmal mach ich aus fünf Rezepten eines. Wie probierst du die Gerichte dann aus?

Eigentlich gar nicht. Das ist alles im Kopf, ich koch nichts zur Probe. Es geht um die richtige Kombination von Geschmackskomponenten, das ist Erfahrung. Ich denk´s mir aus, und das funktioniert. Das Kutschker 44 gibt es in Währing fast genauso lang wie unsere Buchhandlung. Kein Wunder, dass sich zwischen Georg und Birgit Stadtthaler und uns eine nachbarschaftliche Freundschaft entwickelt hat. Die beiden kaufen ihre Bücher bei uns, wir gehen manchmal zu ihnen essen, öfter mal auf ein oder zwei Gläser Wein an die Bar, ganz selten schaffen wir es ohne „Zweimal Schokolade“. Kutschker 44 | 1180 Wien | Kutschkergasse 44 www.kutschker44.at

Nightschool

empfohlen von Emma Hartlieb Die „Juniorchefin“ liest sich quer durch die Jugendbuchabteilung und berät uns tatkräftig bei der Auswahl. Eines ihrer Lieblingsbücher war in diesem Jahr Night School. „Echt spannend, gut geschrieben – aber bitte nicht für unter 13-jährige“, empfiehlt Emma Hartlieb. Die 15-jährige Ally wird nach einer Graffiti-Aktion auf ein strenges Internat ­geschickt. Es ist ein unheimlicher und mysteriöser Ort und als beim Schul­ ball eine Mitschülerin ermordet wird, gerät Ally unter Verdacht. „Zuerst glaubt man, das ist einfach wieder nur ein Fantasy-­ Roman, aber dann gibt es für alles eine logische Erklä­ rung. Das macht die Geschichte sehr, sehr span­ nend und auch ein wenig unheimlich.“ Emma wartet jedenfalls schon auf die Folgebände und irgendwann wird sie ja auch 13. www.nightschool.de, Oetinger, 464 S., e 17,95

judith ruckstätter

Wie ich zum Kochen kam ... Jeder von uns erinnert sich an dieses Gefühl, wenn man von Zuhause ausgezogen ist: man kann tun und lassen was man will. Doch irgendwann holt einen der Alltag ein, wenn es ums ­Thema Kochen geht. Früher bekam man selbstverständlich einen Teller mit E­ssen vor die Nase gesetzt, auch ums Einkaufen musste man sich keine Gedanken machen. Aber dann steht man vor etwas Großem, und da stand auch ich eines Tages. Und ich wollte es gut machen, habe mich für gesunde, ausgewogene Ernährung und Nachhaltigkeit entschieden. Es ging sogar so weit, dass ich letztes Jahr eine kleine Bio­ parzelle in der Nähe der Alten Donau pachtete, damit ich auch wusste, was der Unterschied zwischen Gemüse und Unkraut ist. Ich liebe es, mit frischen und regionalen Produkten zu kochen. Deshalb habe ich mich um das „Stiefkind“ Kochbuch bei Hartliebs gekümmert. Es macht mir enormen Spaß, das „Zepter“ über all diese tollen Rezepte in der Hand zu halten und sie auszuprobieren. Und nun lass ich Sie an meiner Freude teilhaben und stelle einmal pro Woche ein ausprobiertes Rezept auf Hartliebs daily ins Internet. Na, Lust bekommen? Dann schauen Sie gleich rein und ran an den Herd!

Das Buch der Jüdischen Küche Die Vielfalt dieses Buches ist faszinierend. Es ist nicht nur ein erstklassiges Kochbuch mit 800 Rezepten der jüdischen Küche aus der ganzen Welt, sondern auch eine atemberaubende Enzyklopädie jüdischen Lebens. Fünfzehn Jahre hat Claudia ­Rode an diesem Werk gearbeitet und es hat sich gelohnt. Jedes Kapitel wird mit der Kulturgeschichte des jeweiligen Teils jüdischen Lebens eingeführt, so dass man mit Vorfreude kaum den Hauptteil, nämlich die Rezepte, die uns von Samarkand bis nach New York bringen, erwarten kann. Man findet neben den vor allem aus ­Amerika bekannten Bagels, ebenso Hühnerkroketten auf burmesische Art oder klassisch vertrauten Apfel­ kuchen. Ein sehr gelungenes, ­sinnliches Kochbuch und mein ­absoluter Hit für das Jahr 2012.

Mandelbaum, 576 S., Halbleinen, e 54,00


Bianka Minte-König

Bestseller Kinderbücher

Die Kurzhosen­ gang und das Totem von Okkerville Was wie ein Abenteuerroman ­beginnt, wird eine völlig verrückte Geschichte mit Werwölfen, Vampiren und Mumien. Die Kurzhosengang ist wieder da. Die vier coolsten Jungs aus Kanada stehen vor ihrer größten Herausforderung. Nichts für schwache Nerven und ein Muss für alle, die schräge ­Bücher lieben. Ab 10 Jahren. cbj, 512 S., e 16,50 (Emma, 11 Jahre) Thomas Mendl

Im Land der Stundendiebe Die Geschwister Anna und Ben landen nach einem harmlosen Stromausfall in einer komplett ­anderen Zeit. Bei dem Versuch, ­herauszufinden wo sie sind und wie sie wieder nach Hause kommen, ­geraten sie in unglaubliche Abenteuer und schließen dabei neue Freundschaften. Eine spannende Geschichte voller Zeit­reisen und verborgener Welten. Für dieses ­packende und vielschichtige Buch ist man nie zu alt ... Ab 10 Jahren. (Ronja, 11 Jahre)

Oetinger, 413 S., e 17,50

Jay Asher

Wir beide, irgendwann 1996 bekommt Emma ihren ersten PC und ­entdeckt ihr eigenes ­Facebook-Profil: 15 Jahre in der Zukunft, arbeitslos und unglücklich verheiratet. Ihr bester Freund hingegen, bisher ein Loser, hat einen Traumjob, das schönste Mädchen der Schule und ein Haus am See. Also schmiedet Emma ­einen Plan, um ihre Zukunft zu verändern, aber das ist gar nicht so leicht, denn nicht alle Entscheidungen der Gegenwart haben die gewünschte Wirkung. Originell und witzig, ganz im Sinne von „Was wäre, wenn...“. Ab 12 Jahren.

cbt, 400 S., e 18,50

Tanya Stewner

Liliane Susewind – Ein kleines Reh allein im Schnee Liliane Susewind kann mit Tieren sprechen und arbeitet als Dolmetscherin im Zoo. Dort erlebt sie spannende Abenteuer und konnte schon viele Tiere aus misslichen Lagen befreien. Nun fährt Liliane in den Skiurlaub auf eine Berghütte und findet ein verwaistes Rehkitz. Und natürlich setzt sie alles daran, zu helfen. Wunderschöne Bücher für alle Tierfreunde! Fischer, 224 S., e 12,40 Ab 7 Jahren.

Sam und Emily

Ueberreuter, 128 S., E 9,95

Arena, 428 S., E 18,50

Das ElfenBestimmungsbuch

Stuart Horten mixtvision, 295 S., E 14,30

Wer bin ich? MitarbeiterInnen stellen sich und ihre Lieblings­ bücher vor

Ursula Poznanski | Die Verratenen Die Wienerin Ursula Poznanski hat sich in kurzer Zeit zu einer echten Größe im Jugendbuchsegment entwickelt und ­wurde für ihre Bücher mit unzähligen Preisen bedacht. Zu Recht, denn die Romane sind spannend und voller überraschender Wendungen, man kann gar nicht zu lesen aufhören, bevor man die Auflösung weiß. Ihre jugendlichen Protagonisten beschreibt sie lebendig und authentisch. Die Romane unterhalten aber nicht nur, sie setzen sich auch mit wichtigen Themen auseinander, stellen Fragen und regen zum Nachdenken an: in Erebos geht es um ein Computerspiel, das allzu viel Raum in der Realität einnimmt. In Saeculum fährt eine Gruppe von Jugendliche fünf Tage in die Wildnis, abgeschottet von der Zivilisation, ohne Handy, Laptop oder anderen Luxus, um wie im Mittelalter zu leben. Als mysteriöse Vorfälle geschehen und die Gruppe nicht mehr zurückkann, entwickelt sich eine Gruppendynamik voller Misstrauen,

Lissa Evans

Jacoby & Stuart, 64 S., E 36,00

Spannung pur

eva-maria motz Geboren

unterschiedlicher Eigeninteressen, aber auch Freundschaft und Zusammenhalt. Die Verratenen ist Poznanskis brandneues Buch und der erste Teil einer dystopischen Trilogie rund um das Mädchen Ria, das privilegiert in einem zukünftigen System lebt – ein sorgenfreies Leben, abgeschottet von der tristen, kalten Außenwelt. Bis sich alles plötzlich um 180 Grad dreht und Ria zusammen mit fünf anderen Studenten zur Verfolgten wird. Ihnen wird eine Verschwörung vorgeworfen. Und die große Frage lautet: Wer ist der Verräter – und warum? Ab 14 Jahren.

Loewe, 464 S., e 19,50

Ängstliche Drachen Christine Nöstlinger Guter Drache & böser Drache

Familie

die beste

Ich mag

Humor und ja, rosa und Glitzer Das / der kommt mir nicht ins Haus

eit

Verbissenh

Urlaubsziel

Auenland

(Heimat der Hobbits in Mittelerde)

Terry Pratchett, Astrid Lindgren, Gebrüder Grimm Lieblingsbuch

Der kleine Vampir

Residenz, 40S., e 14,90

Der kleine Drache Kokosnuss Der kleine Drache Kokosnuss feiert dieses Jahr bereits seinen zehnten Geburtstag. Der deutsche Autor Ingo Siegner, der die zahlreichen Bücher auch selbst illustriert, hat den fröhlichen roten Drachen mit der türkisen Mütze und seine Freunde schon jede Menge spannende Abenteuer erleben lassen, sei es in der Schule, bei den Piraten, bei den Indianern, im Dschungel oder sogar im Weltraum! Es gibt keine Herausforderung, die sie nicht meistern, ihr neues Abenteuer führt sie in die Steinzeit.

im vorigen Jahrtausend

Lieblingsautor/en

Florian hat einen guten und einen bösen Drachen, die drei sind das perfekte Team. Doch die Drachen wollen nicht mit in den Urlaub, sie fürchten sich nämlich vor dem Meer! Möglicherweise sind Drachenschwimmflügel die Lösung? Das neue ­Bilderbuch von Christine Nöstlinger übers Sichwas-Trauen und Was-Neues-Aus­probieren ist wieder einmal großartig und genial illustriert von Jens Rassmus. Ab 5 Jahren.

Gewinnspiel

Zoran Drvenka

Ein Engel kommt selten allein

Holly Goldberg Sloan

Benjamin Lacombe Sebastien Perez

Die Bücher sind dank der großen Schrift und der bunten Illustrationen nicht nur toll zum Vorlesen, sondern auch ideal für LeseanfängerInnen. Die witzigen und warmherzigen Geschichten machen einfach Spaß. Wer Lust hat, zusammen mit Kokosnuss Weihnachtskekse zu backen: neu erschienen ist jetzt auch ein Backset mit Ausstechformen. Und wer unsere Frage richtig beantwortet, kann mit ein bisschen Glück den großen Plüschdrachen gewinnen!

Gewinnfrage: Welches Tier ist Matilda?

Mein Name: E-Mail / Telefon:

Einfach den Gewinnbon ausfüllen und in der Buchhandlung abgeben oder per Post oder E-Mail (Kontaktdaten siehe Rückseite) schicken. Teilnahmeschluss: 30.12.2012

Alle Bücher portofrei online bestellen auf www.hartliebs.at

von Angela SommerBodenburg

überrascht hat mich wie viele Bücher man in so einer kleinen Buchhandlung unterbringen kann darauf freue ich mich

Weihnachten


hartliebs

empfehlen Bücher zu Weihnachten

Für lange Winterabende Ann Patchett

Ruth Cerha

Bloomsbury, 384 S. e 20,50

Eichborn, 352 S. e 19,60

Fluss der Wunder

Petra Hartlieb

Péter Nádas

Parallelgeschichten

Oliver Hartlieb

Rowohlt, 1.728 S. e 41,10

Peter Haigermoser

Tauschen Sie diesen Abschnitt gegen eine GratisEintrittskarte

22. – 25.11.2012 Messe Wien Einzulösen bei Hartliebs Bücher

Knaus, 288 S. e 20,60

Zsolnay, 416 S. e 25,60

mit zahlreichen Illustrationen Knaus, 312 S. e 23,70

Sarah Bakewell

Ludwig Wittgenstein

Wie soll ich leben? oder Das Leben Montaignes Beck, 416 S. e 25,70

Ein biographisches Album mit 516 Abbildungen Beck, 463 S. e 41,10

Zoë

Hanser, 256 S. e 14,30

Zoran Drvenkar; Victor Caspak; Yves Lanois

Die Kurzhosengang und das Totem von Okkerville

Liebeskind, 128 S. 43 Karte(n) e 30,70

Beltz, 112 S. e 10,30

Sibylle Berg

Vielen Dank für das Leben

Hanser, 400 S. e 22,60

Iain Levison

Lily Brett

Zsolnay, 256 S. e 18,40

Suhrkamp, 302 S. e 20,60

Hoffnung ist Gift

Grrrimm

Cordelia Fine

Craig Thompson

Klett-Cotta, 476 S. e 22,60

Reprodukt , 672 S. e 40,10

Die Geschlechterlüge

The Rolling Stones: 50

Lola Bensky

Seltsame Karten

Habibi

Nick Hayes

Mit über 1000 Abbildungen Die Ballade von Seemann und Albatros Prestel, 352 S.

Julie Otsuka

Wovon wir träumten

e 41,10

Mare, 352 S. e 28,80

Das ist Mythologie!

Frédéric Bau

Schokolade – Die Kochschule

Mare, 160 S. 18,50

Mehr als 1000 farbige Abbildungen Dorling Kindersley, 144 S. e 15,40

Michael Frayn

Hinrich von Haaren

Stephen Greenblatt

Lew Tolstoi

Hanser, 288 S. e 18,40

Luftschacht, 293 S. e 23,00

mit Abbildungen Siedler, 352 S. e 25,70

Hanser, 2.288 S. Leinen e 59,70

Kiepenheuer & Witsch, 160 S. e 20,60

Brandhagen

Eowyn Ivey

Juli Zeh

Kindler, 464 S. e 20,60

Schöffling, 256 S. e 20,60

Das Schneemädchen

Nullzeit

David Mitchell

Charles Dickens

Rowohlt, 720 S. e 20,60

Herausgegeben und über­ setzt von Melanie Walz Hanser, 32 S. e 35,90

Die tausend Herbste des Jacob de Zoet

Große Erwartungen

Die Wende

Christian München, 416 S. e 51,40

Krieg und Frieden

Mein Kinder Künstler Freundebuch

John Green; David Levithan

Will & Will cbt, 384 S. e 15,50

www.hartliebs.at

Diogenes, Leinen, 848 S. e 27,70 Michail Bulgakow

Der Meister und Margarita

The Rum Diary

Heyne, 288 S. e 9,30

Katherine Mansfield

Rosabels Tagtraum Manesse, 368 S. e 20,50

Zoran Drvenkar

Jack Kerouac

cbj, 432 S. e 17,50

Rowohlt, 576 S. e 25,70

Der letzte Engel

On the Road

Ursula Poznanski

John R. Tolkien

Loewe, 496 S. e 15,40

Illustriert von Alan Lee Klett-Cotta, 398 S. e 23,60

Saeculum

David Benedictus; Kenneth Grahame; A. A. Milne.; Shel Silverstein

Der Hobbit

Virginia Woolf

Orlando

Harry Rowohlt für Kinder

Insel, 304 S. e 22,60

Kein & Aber e 29,90

Stefan Kreutzberger; Va­ lentin Thurn

Brüder Grimm

H. Rajcak; D. Laverdunt

Fjodor M. Dostojewskij

Kiepenheuer & Witsch, 368 S. e 9,30

Reclam, 952 S. e 20,50

Jacoby & Stuart, 80 S. e 19,50

e 25,70

Yves Grevet

Rohinton Mistry

Die Essensvernichter

Egon Friedell

Kulturgeschichte Kassette

Diogenes, Leinen , 2.800 S. e 49,40

Kinder- und Hausmärchen

Vittorio M. Lampugnani

Die Stadt im 20. Jahrhundert

640 farb. Abb. Wagenbach, 912 S. e 131,00

Unglaubliche Geschichten Der Spieler von ausgestorbenen Tieren Fischer, 240 S.

MÉTO Das Haus dtv, 224 S. e 15,40

Das letzte Wort Währinger Straße 122 A-1180 Wien Fon: +43 1 - 942 75 89 office@hartliebs.at

Garp und wie er die Welt sah

Hunter S. Thompson

Fischer, 320 S. e 22,70

Momentum

John Irving

cbj, 512 S., e 16,50

Hanser Berlin, 464 S. e 25,60

Kanada

wiederentdeckt

Kiepenheuer & Witsch, 608 S. e 30,90

Mare, 368 S. e 20,50

Willkommen auf Skios

Judith Ruckstätter

Aller Tage Abend

Zamonien

Clay Carmichael

Labor Ateliergemeinschaft

Karen Duve

Hanna Moritsch

Jenny Erpenbeck

Walter Moers Anja Dollinger

Frank Jacobs

Rowohlt Berlin, 160 S. e 18,50

Eva-Maria Motz

Der Hase mit den Bernsteinaugen

Kinder- & Jugendbuch

Roger Willemsen

Die Chefin verzichtet

Bernadette Soroko

Edmund de Waal

Zehntelbrüder

Besonders schönes Buch

Richard Ford

Max Goldt

Barbara Kadletz

Biographien & Sachbücher

Frances Greenslade

Der Duft des Regens

Anna Roschger

Literarischer Tipp

von Hanna Moritsch

Die Entscheidung, eine Buchhandelslehre zu beginnen, fiel für mich eigentlich schon während des Maturajahres. Die Vorstellung, gleich nach der Schule zu studieren, fand ich abschreckend – ich wollte endlich einmal etwas Praktisches machen. Zwölf Jahre in der Schule müssten als Vorbereitung aufs Leben doch für den Anfang reichen. Buchhändlerin ist vielleicht nicht die Nummer eins der Berufe, die ich mir in meinen hochtrabendsten Phantasien ­erträumte. Da der Markt momentan mit jungen Ich-wär-so-gerne-Schauspielerinnen, -Sängerinnen und -Künstle-

rinnen allerdings geringfügig überlaufen ist, muss eben die Nummer vier her­ halten. Mir wurde im Vorhinein von dieser Wahl mehrfach abgeraten: „Das ist doch ein aussterbender Beruf“. Natürlich ist die Situation der Buchbranche heute voller Veränderungen und auch nicht ganz einfach. Dass aber Buchhandlungen wie unsere einfach verschwinden könnten, ist für mich unvorstellbar. Zu viele Leute lieben die Stimmung bei uns, stöbern in den Riesenstapeln und lassen sich von unseren Geschichten verführen.

Alle in dieser Zeitung angegebenen Preise verstehen sich inklusive aller Steuern. Angebot freibleibend, Satz- und Druckfehler vorbehalten. Fotos: www.helmutwimmer.net Lektorat: Kirsten Gleinig Art Direktion: www.ateliertiefner.at

Das Gleichgewicht der Welt Fischer, 864 S. e 10,30

Hartliebs 12/2012  

Hartliebs Weihnachtszeitung 2012 Empfehlungen und Besprechungen aktueller Bücher