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Erscheinungsort und Verlagspostamt A-3151 St. Georgen am Steinfeld P.b.b. 09Z038316 P

© Universal Music

2013 € 2,50 • DEZEMBER

10re!

Jah

13. – 15. JUNI NICKELSDORF 1 2

ROBBIE WILLIAMS • KOOZA • SCIENCE BUSTERS • CHRISTMAS IN VIENNA 9 1 2 0 0 1 7 820017


präsentiert

HIGHLIGHTS

PAUL PANZER

„Alles auf Anfang“ 13.3. Wien 14.3. Graz 15.3. Linz 16.3. Salzburg

KAYA YANAR

„Around the world“

HAGEN RETHER „Liebe“

10.4. Linz 11.4. Graz 12.& 13.4. Wien

11.4. Wien in Kooperation mit

MARC UWE KLING

13.5. Wien

„Die Känguru-Offenbarung – Teil 2“ in Kooperation mit

STEFFEN HENSSLER

RÜDIGER HOFFMANN

„Aprikosenmarmelade“

SASCHA GRAMMEL „Keine Anhung“

„Hamburg – New York – Tokio – Meine kulinarische Weltreise“ 8.5. Wien

7.4. Salzburg 8.4. Wien

GARDI HUTTER „Die Schneiderin“

BÜLENT CEYLAN „Haardrock“ 18.9. Wien 19.9. Graz 20.9. Linz 21.9. Salzburg

18. & 19.11. Wien 20.11. Linz 21.11. Salzburg 22.11. Graz

7.5. Seelax 8. & 9.5. Innsbruck 10.5. Salzburg 11.5. Velden 13.5. Linz 15.5. Graz 16.5. Wr. Neustadt 17.5. Wien


NEWS Gestern war ich in Zürich auf einem Konzert, morgen bin ich in Hamburg im Musical. Im Zeitalter von Billigflügen ist Reisen nicht nur der Reichen, sondern auch des Müllers Lust. Vorbei die Zeiten, in denen Urlaube im Ausland mit monatelangem Sparen verbunden waren. Hand in Hand damit auch die Möglichkeit, „seine“ Stars im Ausland ebenso spielerisch einfach abzufeiern, wie direkt vor der Haustür. Bereits seit einem halben Jahrzehnt ist es für Kunden des heimischen Ticketvertriebs oeticket.com möglich, die Ostländer konzerttechnisch zu bereisen. Der Vorteil liegt auf der Hand: Ein bekanntes heimisches Unternehmen öffnet das Tor zur Welt, ohne Sprachbarrieren beim Buchungsprozess und mit geringeren Versandspesen als aus dem Ausland. Nach dem Osten wurde nun auch der Norden und der Westen erschlossen – optimal

Wäre dies die neue Ausgabe von TICKET. Das Horrormagazin, so wüssten wir, was Sie letzten Sommer so getrieben haben. Nachdem TICKET jedoch weder gruselig noch gestrig ist, wissen wir, was sie kommenden Sommer unbedingt tun sollten – und darüber hinaus. Zum Beispiel einen Ausflug ins beschauliche Klam, denn am 19. Juni lädt Bryan Adams in der Burgarena zu einer kleinen Zeitreise in den Sommer von ’69. Nix mit 69, dafür mit 66

insbesondere für die Salzburger einerseits, die Tiroler und Vorarlberger andererseits, die selbst beim Sprung über die Grenze spielerisch einfach „zuhause“ einkaufen können. Warum also nicht im Februar ein Kurztrip nach Stuttgart – zuerst ins Mercedes-Benz-Museum, dann zu Thirty Seconds To Mars? Oder an Stelle von Xavier einmal ein „Sohn Mannheims“ sein und am 4. Februar mit Depeche Mode abspacen? Mit Carmina Burana trifft im April in Berlin, Düsseldorf, Essen, Nürnberg und Hamburg Verdi auf Orff – ein Clash der Titanen! Noch vor den Wienern Rasta Thomas’ Romeo & Juliet sehen? Kein Problem im Februar in Zürich! Und dann vergleichen wir im Mai und Juni auch noch die Baseler Version von Mamma Mia! mit der der Vereinigten Bühnen Wien … Die Welt ist unsere Bühne!

Jahren fängt bei Udo Jürgens das Leben an. Dass er somit mit knapp 80 immer noch Mitten im Leben steht, so der Titel für die Dezember-Konzerte in Salzburg, Graz und Wien, ist einfache Mathematik. Ein kleiner Brückenschlag zurück zum „Horrormagazin“: Trent Reznor kommt am 9. Juni mit seinen Nine Inch Nails in die Wiener Stadthalle – mit im Gepäck alles von der „Hassmaschine“ bis zur „Anleitung zum Suizid“. (sb)

verlosen 2 Tickets für die Silvestergala bei Palazzo Wien! Mitmachen geht so:

Nachdem die neue Show Herzensbrecher & Gaumenkitzel heißt: Backen Sie uns doch ein Lebkuchenherz mit einer glasierten Botschaft an TICKET und Palazzo und schicken Sie es uns an gewinn@ticketmagazin.com oder posten Sie es auf www.facebook.com/ticketmagazin! Wenn Sie es uns in die Heumühlgasse vorbeibringen wollen, haben wir natürlich auch nichts dagegen! *Die Gewinnerin oder der Gewinner wird schriftlich von uns verständigt. Einsendeschluss ist der 14. Dezember!

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EDITORIAL

Punkt Weihnachten. Unglaublich, dass Weihnachten schon wieder vor der Tür steht! Sie wollen sich den alljährlichen vorweihnachtlichen Stress in der kolportierten stillsten Zeit des Jahres heuer endlich nicht mehr antun? Dann sind wir Gleichgesinnte. Ich habe mir diesmal vorgenommen, alles anders zu machen und hatte bereits Mitte November zumindest das erste Geschenk in der Tasche. Es handelt sich natürlich um Tickets für … Welche Veranstaltung werde ich an dieser Stelle nicht verraten.

Sollte der Klimawandel im Dezember keine Zeichen setzen, werden Imagine Dragons, The Tallest Man On Earth, Lloyd Cole, Jake Bugg, Babyshambles, Katie Melua, Lordi und Bauchklang neben vielen, vielen anderen so richtig einheizen! Andernfalls liegt der Gedanke nahe, die Open-Air-Saison in den Herbst und Winter zu verlagern. Aber mit den richtigen Schuhen – genau diese haben wir diesmal getestet – sollten auch Schnee, Eis und Kälte kein Problem sein. Apropos: Das Nova Rock feiert seinen 10. Geburtstag! Wir gratulieren herzlichst, freuen uns auf Black Sabbath und warten auf mehr!

Auch Five Finger Death Punch gefällt TICKET! Am 14.3.2014 trifft man sie im Wiener Gasometer!

© TICKET (2)

© Citronenrot OG

Entspannung und Unterhaltung finden Sie während der Adventzeit bei dem einen oder anderen Gospel- oder Weihnachtskonzert oder bei einer der vorweihnachtlichen Vorstellungen von André Hellers Afrika! Afrika! in Salzburg und Wien. Anschließend geht es im neuen Jahr in Bregenz und Graz weiter. Als Geschenke eignen sich auch Tickets für Kooza, die erstmals in Österreich gezeigte Show des Cirque du Soleil, Momix Botanica, für eine der letzten Vorstellungen des Kult-Musicals Elisabeth im Raimund Theater oder die neuen VBW-Produktionen Mamma Mia! und Der Besuch Dame. Udo Jürgens wird uns zwar erst genau in einem der alten Dame Jahr erfreuen, doch auch hier empfiehlt sich ein rascher Ticketkauf! Sollten Sie absolut keine Idee haben, was Sie schenken sollen: Die Wertgutscheine von oeticket.com helfen aus diesem Dilemma!

Jon rockte gemeinsam mit seinen Kollegen von Volbeat gleich drei heimische Städte!

Unsere nächste Ausgabe erscheint am 18. Dezember mit den letzten Neuigkeiten vor dem Fest! Alles Liebe! Roberta Scheifinger Chefredakteurin

Herausgeberin, Chefredakteurin: Mag. Roberta Scheifinger Stv. Chefredakteur: Stefan Baumgartner Stv. Chefredakteurin & Chefin vom Dienst: Petra Albrecht B.A. Anzeigen: Mag. Thomas Keuschnigg Designkonzept und -umsetzung: atgraphix, Stefan Baumgartner Redaktion: Petra Albrecht (pa), Stefan Baumgartner (sb), Paul M. Delavos (pmd), Alexander Haide (ah), Gregor Krenker (gk), Thomas Keuschnigg (tk), Astrid Radner (ar), Joachim Schmida (js), Karin Steiner (ks), Andy Zahradnik (az) Kolumnen: Georg Biron, Paul M. Delavos, FM4 Ombudsmann, Gerold Haubner, Lia Pale, Jochen Schweizer, Andy Woerz Cartoons: Bertram Haid (BAES Cartoons) zur Coverstory, Gerhard Haderer (MOFF.) Lifestyle: Karin Steiner Lektorat: Mag. Roberta Scheifinger Fotos: Filmverleiher, Plattenfirmen, Fotoagenturen, Veranstalter oder siehe Copyright. Medieninhaber, Eigentümer: Ticket Express GmbH, Heumühlgasse 11,1040 Wien Grafische Produktion: Henzl Media GmbH, Ochsenburger Str. 2, 3151 St. Pölten - St. Georgen (Ing. Daniela Bacher, Mag. Michael Heindl) Druck: Niederösterreichisches Pressehaus, Gutenbergstraße 12, 3100 St. Pölten Vertrieb: Medien Für Med Zeitschriftenservice GmbH, PGV Austria Trunk GmbH Abonnements: TICKET. Das Eventmagazin erscheint monatlich. Jahresabo Österreich: € 22,00 Jahresabo Europa: € 44,–. Kündigung jeweils sechs Wochen vor Ablauf der Bezugsfrist nur schriftlich eingeschrieben an die PGV Austria Trunk GmbH (Leserservice) oder per Mail an abo@ticketmagazin.com. Einzelpreis: € 2,50 Abo-Bestellung unter abo@ticketmagazin.com oder telefonisch unter +43 (0)1 863 04 8022 Redaktionsanschrift: TICKET. Das Eventmagazin, Heumühlgasse 11, 1040 Wien, Telefon: 01 / 589 54-450, E-Mail: office@ticketmagazin.com, Homepage: www.ticketmagazin.com. Für unverlangt eingesandte Texte und Fotos übernehmen wir keine Haftung, eine Rücksendung erfolgt nicht, es besteht kein Recht auf Veröffentlichung. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor. Nachträgliche Honorarforderungen für nicht veröffentlichte Fotocredits werden nicht anerkannt. Alle Inhalte vorbehaltlich Satz- und Druckfehler. Die Offenlegung lt. Mediengesetz findet man auf www.ticketmagazin.com/impressum

IMPRESSUM

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EVENTS IM DEZEMBER CIRQUE NOUVEL

19. Dezember, Arena Nova

Arctica ist die neu inszenierte Show des Cirque Nouvel, gekocht wird das fantastische Dreigangmenü wieder von Starkoch Bernie Rieder, der seit kurzem auch das Österreicher im MAK leitet. Auch dieses Jahr dürfen Sie eindrucksvolle Kulissen, rasante Acts und eine Ästhetik und Akrobatik der Spitzenklasse erwarten. Lassen Sie sich entführen in die atemberaubende Schönheit dieses mysteriösen, eisigen Ortes mit seinen Fabelwesen!

BRIT FLOYD

2. Dezember, Gasometer Wien

Pink Floyd sind Geschichte, mit The Wall ist Roger Waters nun auch das letzte Mal getourt. Immerhin schreibt der legendäre Ex-Basser an einem neuen Album. In der Zwischenzeit darf man sich die Frage stellen: Brit Floyd oder The Australian Pink Floyd Show? Beide sind sensationelle Nachahmer der großen Floyd-Werke, zweite kommen mit A Foot In The Door nun nach Wien – daher ist die Wahl eine leichte. Kredenzt wird eine exquisite Auswahl aus dem musikalischen Schaffen der Band, u.a. Echoes in voller Länge

KATIE MELUA Während Stars wie Lady Gaga zurzeit nach den Sternen greifen, spielte die Sängerin aus Georgien 2006 das tiefst gelegene Konzert der Geschichte – nämlich 300 Meter unter der Wasseroberfläche in einem Sockel einer Ölbohrplattform. Der Eintrag im Guinness Buch der Rekorde war ihr somit sicher. Aber auch ihre Stimme darf als „ausgezeichnet“ bezeichnet werden, Erinnerungen an Edith Piaf oder Eartha Kitt werden wach. Irgendwo zwischen Pop, Rock, Folk und Jazz hat die Wahlbritin ihren ganz eigenen Stil gefunden.

12. Dezember, Wiener Stadthalle (D)

IMAGINE DRAGONS (Support: The Moth + The Flame, Dan Croll)

© Danny Clifford

3. Dezember, Wiener Stadthalle (D)

Das Rolling Stone Magazin erklärte ihre Single Radioactive zum größten Rock-Hit des Jahres – man lehnt sich daher nicht allzu weit aus dem Fenster, wenn man Imagine Dragons attestiert, sie seien mittlerweile sogar größer als ihre Heimatstadt, Las Vegas. Immerhin sind ihre Einflüsse auch kein Kleingeld: Von The Cure über die Rolling Stones bis hin zu The Beatles und U2 zogen sie ihre Inspirationen und sind deswegen auch heute das, was sie sind, nämlich „ganz großes Casino“.

BABYSHAMBLES (Support: The Sado-Maso Guitar Club) Es ist eine kleine große Sensation, dass Pete Doherty wieder zurück ist. Lange war es Gerücht, doch der Herr dürfte seine Drogenexzesse zumindest annähernd in den Griff bekommen haben – wie förderlich dahingehend sein enger Kontakt mit „Kevin allein zu Haus“ ist, ist fraglich. Im September erschien aber mit Sequel To The Prequel immerhin einmal das dritte Album der Herren, die zumindest ihrem Bandnamen nach Babies gerne auf der Schlachtbank sehen. Jetzt muss Pete es nur noch halbwegs clean in den Gasometer schaffen. Redaktion: Stefan Baumgartner

10. Dezember, Gasometer Wien 5


ALLE TICKETS ERHALTEN SIE UNTER:

INHALT

Das Nova Rock feiert dieses Jahr seinen 10. Geburtstag. Statt Clowns mit roten Nasen und Luftballoon-Tieren haben die lieben Eltern Black Sabbath als Überraschungsgast geladen. Das wird alles andere als ein Kindergeburtstag!

14 14

18

22 28

31

42 44

48

ROCK.POP Der nächste Festivalsommer kommt bestimmt, wir haben einmal nachgeschaut, wo er denn eigentlich herkommt Robbie Williams geht mit seiner Frau auf Weihnachtsmärkte und anschließend zum Swingen Jan Delay, Sido und Cro: die Hip-HopChronik Adel Tawil hat auch nach seiner Zeit mit Annette Humpe bei Ich+Ich ein Leben, wie seine neuen Lieder beweisen … Dass Marius Müller-Westernhagen ein Alphatier ist, dürfte bereits seit den späten Sechzigern bekannt sein – nun macht er Nägel mit Köpfen

MUSICAL.SHOW Kooza, die Show des Cirque du Soleil, feiert Österreichpremiere – und ist gewohnt atemberaubend-exotisch geraten André Hellers Afrika! Afrika! ist aufgemotzt mit neuer Energie zurück und zeigt Afrika von seiner farbenfrohen Seite

86

Kaum zu glauben: gerade wurde auf den LifestyleSeiten noch der Sommer angekündigt, stehen wir jetzt schon kurz vorm Heiligen Abend. Was diesen Abend noch schöner machen könnte, zeigen wir auf den Seiten 86 und 87.

60

VOLKSMUSIK.SCHLAGER

88

60

Wahre Fans gehen nicht nur auf Konzerte, sondern decken sich auch mit Merchandise ein – welche Schlagerstars das beste Angebot haben, sagen wir euch! Howard Carpendale hat „viel zu lang gewartet“, sich nun aber abgenabelt

88

62

66 66

70

52 52

54 58

6

KABARETT.COMEDY Zu Silvester in Wien lassen auch dieses Jahr hochkarätige Kabarettisten die Korken knallen Die Science Busters klärten über Schneepinkelei und Safran-Vergiftungen auf Thomas Quasthoff taucht mit seinem Kollegen Michael Frowin in die Welt der „keinen Kunst“ ein

LIFESTYLE DEZEMBER

78 78

80

KLASSIK.BÜHNE Die Inszenierung von Verdis Aida lässt kommende Saison den Nil nach St. Margarethen fließen Weihnachtsstimmung fernab von Kitsch erleben Sie bei Christmas in Vienna

SPORT.FREIZEIT TICKET.testet sich diesen Monat mit neuen Winterschuhen aller Preisklassen die Füße warm Die Preußen schießen schnell, schneller Düsen die Piloten der Formel 1 – kommendes Jahr auch wieder in Spielberg

92

93

94

G.CHECKT g.hört haben wir mit Eminems neuer Scheibe wohl das polarisierendste Album des Jahres. Aber auch, dass Lady Gaga die Hüllen fallen ließ, ließ uns aufhorchen – eh klar! g.lesen haben wir, worüber sich Florian Scheuba gern mokkiert was Angelika Kirchschläger bisher so erlebt hat g.spielt hat Jo diesen Monat wie der gute alte Ozzy mit Fledermäusen – aber noch viel mehr g.sehen haben wir diesmal viele Tote – aber auch den neuen Film der Coen-Brüder

Wieder mit dabei: Diesmal auf Seite 53. Das neue HadererJahrbuch ist ab sofort im Handel erhältlich!


ROBBIE WILLIAMS SWINGS BOTH WAYS LIVE MO 28. APRIL 2014

WIEN STADTHALLE TICKETS ERHÄLTLICH UNTER:

TICKETS.ROBBIEWILLIAMS.COM WWW.STADTHALLE.COM WWW.OETICKET.COM WWW.TICKETMASTER.AT OFFIZIELLE ROBBIE WILLIAMS HOSPITALITY PACKAGES SIND EXKLUSIV ERHÄLTLICH AUF MARKBUTLER.CO.UK ODER UNTER

0044 (0)20 7603 6033

NEUES ALBUM ‘SWINGS BOTH WAYS’ JETZT ERHÄLTLICH!

ROBBIEWILLIAMS.COM

TICKETS ERHÄLTLICH AB FR 6. DEZ UM 9.00 UHR A NOVA MUSIC PRESENTATION BY ARRANGEMENT WITH X-ray and ie:music ltd.


GEWINNSPIEL 1

Tickets: Machete (Kinotickets mit T-Shirt) auf Seite 95 Palazzo auf Seite 3

2

CDs: Black Sabbath – 13 (Deluxe Box) auf Seite 12

3

DVDs: Best Of Kabarett auf Seite 96

4

Buch: MOFF (signiertes Jahrbuch) auf Seite 53 Florian Scheuba – Geht's? auf Seite 92

5

Lifestyle & Mehr: AXE Duschradio auf Seite 15 Andreas Gabalier, Hannah und Die Seer (Goodies) auf Seite 61 PEZ („Winter Stars-Spender“) auf Seite 78 – 79 Lifestyle auf Seite 86 – 87 Absolut Vodka: Teilnahme erst ab 18 Jahren (Absolut möglich – Geburtsdatum bitte mit angeben!)

G

Überall wo Sie dieses Zeichen bei uns im Magazin sehen, finden Sie nähere Informationen zu den obenstehenden Preisen. Gewinnen ist bei uns ganz einfach! Senden Sie eine Postkarte oder eine E-Mail mit Betreff „Gewinnspiel“ und dem gewünschten Artikel an TICKET. Das Eventmagazin, Heumühlgasse 11, 1040 Wien oder gewinn@ticketmagazin.com. Einsendeschluss ist der 14.12.2013. Die Verlosung erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges. Die Teilnahme am Gewinnspiel ist nicht an den Erwerb des Magazins gebunden, Mitarbeiter der Ticket Express GmbH sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

APA-Meldung: Das Christkind ist bester Kunde von oeticket.com!

Jedes Jahr gibt es genügend Anlässe, die Lieben und Weniger-So-Lieben zu beschenken. Das Dilemma: Vielen mangelt es an Kreativität und Zeit für die Geschenkesuche. Gerade in der Vorweihnachtszeit kommt es einer ziemlich dummen Idee gleich, wenn man sich in Bücher- oder Elektrofachgeschäfte quält, und selbst bei der Hauptgeschenkequelle Amazon könnte es dieses Jahr zu Engpässen kommen, denn die Gewerkschaft Verdi droht mit Streik zur zugkräftigsten Jahreszeit, sollten die Tarifverträge nicht nachgebessert werden. Daher unser Tipp: Bei oeticket.com weiß man, auch ohne die Kanäle der NSA angezapft zu haben, wohin auch Ihre Liebsten und NichtSo-Liebsten hingehen wollen. Schenken Sie also mit den Wertgutscheinen von oeticket. com einfach, ohne Stress und vor allem pünktlich das Passende – guten Freunden gibt man bekanntlich nicht nur gern Küsschen, sondern auch eben … viel Freude. (sb) 8

Erhältlich ab einem Gutscheinwert von € 10,auf www.oeticket.com, in allen Vorverkaufsstellen oder im Callcenter unter 01 / 96 0 96!


VERANSTALTUNGSTIPPS © Geri Born

URSUS & NADESCHKIN Zugabe

PARADISO

Neues aus dem Odeon Theater Das Serapions Ensemble verzaubert sein Publikum seit 1973 und war zunächst als fahrendes Figurentheater unterwegs. 1977 wurde es sesshaft, wenn auch nicht ruhig. In seiner neuen Produktion geht es wiederum um den Gegensatz zwischen Materiellem und Geist sowie eines der größten Paradiese: die Freiheit der Künste.

© Odeon / Stefan Smidt

Am 6. und 7. Dezember im Stadtsaal Wien.

Sie sind schräg, sie provozieren und langweilig wird es mit ihnen nie. Bereits seit 1987 zieht das Schweizer Komik- und Kaberett-Duo mit ihren Produktionen zwischen Kleintheater und Konzert um die Welt. In Österreich geben die beiden nochmals eine Zugabe: hier gibt es alles Gute aus den bisherigen sieben Shows.

Von 6. Dezember bis 11. Jänner im Wiener Odeon Theater.

KNIFE PARTY

Zwei Pendulums auf neuen Wegen

MUSICAL ROCKS

Bühnenhits mit Rock ’n’ Roll Sound Man nehme die besten Parts aus Tanz der Vampire, Hair und Grease, lässt dazu den Lion King brüllen, Elisabeth sich selbst gehören und Dirty Dancing auftänzeln. Fertig ist der perfekte Musical-Mix. Eine spezielle Geheimzutat sei an dieser Stelle auch genannt: Rock’n Roll-Sound. Genau diese Symbiose aus Rock und Musical liefern den Pepp der Show.

© Thommy Mardo

Am 13. Dezember im Wiener Gasometer.

Seit 2011 mixen Rob Swire und Gareth McGrillen von Pendulum an ihrem neuen, eigenen Soundprojekt. Die Tracks fetzen zwischen Electro, House und hauen mit Dubstep ordentlich ins Tanzgemüt. Neben Remixes der großen aus der House und Dubstep-Szene gibt es auch jede Menge frischgeschnitzte Beats.

Von 2. bis 7. März in ganz Österreich.

TULLNERFELDER ADVENT

LLOYD COLE

„Popheld der 80er“ mit neuem Album Mit seinem Debütalbum Rattlesnakes schaffte der schottische Rocker 1984 den Durchbruch und wurde von der New York Times mit Bob Dylan und Lou Reed verglichen. Knapp 30 Jahre und 20 (!) Alben später geht Mr. Cole mit Standards noch immer mit der Zeit. Man darf sich auf frische E-Gitarren-Klänge, ein lautes Schlagzeug und Synthesizer zwischen Rock, Pop und Indie gefasst machen. Tipp-Redaktion: Astrid Radner

Gospel Goes Tullnerfeld

Die Rounder Girls sorgen bereits seit 20 Jahren für Soul, Blues und Gospel in Österreichs Kirchen. In Grafenwörth performen die Mädels eine Mischung aus Gospels und Weihnachtsliedern. Weihnachten wieder g’spian kann man außerdem mit Willi Dussmann und Peter Meissner, die die A Capella Gruppe Mainstreet wieder aufleben lassen. © Paul Shoul

Am 30. November sowie 1. Dezember im Tullnerfeld.

Am 4. und 5. Dezember im Rockhouse Salzburg und in der ((szene)) Wien.

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BLACK SAB LIVE AM 10. NOVA ROCK! Das Nova Rock – unendliche musikalische Weiten! Jährlich pilgern tausende rockund metalverliebte Erdlinge in den östlichen Teil unserer schönen Heimat, um drei Tage lang guter Musik und ebensolcher Laune zu frönen. Bepackt sind sie mit allerlei Equipment um ihren Wigwam möglichst wohnlich zu gestalten, mit dabei sind auch diverse sinnesverändernde Nektare, die das dreitägige Leben, weit weg von der Realität und vom Alltag, noch fantastischer untermalen.

COVERSTORY

Anniversary

10

Zum mittlerweile 10. Mal geht das fast schon außerirdische Musikspektakel über die Bühne – das Nova Rock rockt einfach, dem ist nichts hinzuzufügen! Auch heuer ist es dem Veranstalter wieder gelungen, einen großartigen Headliner für das Jahr 2014 zu ergattern – mit Black Sabbath wird eine der legendärsten Metalbands auf der Bühne stehen und nicht nur Fledermäusen das Fürchten, sondern dem Publikum auch das Abrocken lehren. Mehr zu diesen Giganten? Bitte einmal umblättern! Legen – wait for it – dary war schon das allererste Nova Rock 2005, mit dabei keine Geringeren als System Of A Down, Audioslave, Die Ärzte uvm. Jeder, der schon einmal Besucher des Nova Rocks war weiß, was dieses Festival bedeutet, was es heißt mit dabei zu sein. Uns haben aber auch Hintergrundinformationen interessiert, die man so genau vielleicht noch gar nicht wusste bzw. sich keine Gedanken darüber gemacht hat. Dementsprechend trafen wir uns mit einem, der seit Anbeginn bei dem Festival mitarbeitet und auch auf diesen Seiten immer (diesmal S. 28) mit der einen und anderen spannenden Anekdote dabei ist: Gerold Haubner.

Background

Unglaublich aber wahr – circa 2.000 Menschen arbeiten jährlich am reibungslosen Ablauf des Festivals, 3.000 km Mobilzaun werden benötigt, 3 km Absperrgitter und vieles mehr: „Man darf nicht vergessen, dass man dort eine Infrastruktur aufbaut, die größer als Villach ist – auf eine ebene Fläche, wo einfach nichts vorher war. Es sind sehr viele Menschen daran beteiligt,

die sich gut auskennen – es greifen Hände und Zahnräder in einander, und alles in allem funktioniert es immer gut! Für viele Mitarbeiter ist es so, dass Nova Rock eine Jahresaufgabe ist. Nach dem Festival ist vor dem Festival.“ Es wird wirklich Unfassbares geleistet – würde man sich den Aufbau des Festivals im Zeitraffer ansehen, erinnere die ganze Schose wahrscheinlich an das Naturspektakel der Entstehung eines Ameisenhügelnests. Der „normale“ Festivalbesucher – 2013 waren es übrigens circa 150.000 – übersieht meist, was ihm eigentlich alles geboten wird. Fernab von der Musik, soll er sich auf einem Festival einfach nur Wohlfühlen und eine rockige Auszeit erleben – dies wird ihm durch die gute und leidenschaftliche Arbeit vieler Menschen ermöglicht, die im Hintergrund arbeiten. „Der Wunsch ist prinzipiell der, dass sich alle Menschen, die sich auf diesem Festival bewegen, wohlfühlen. Das fängt an beim Arbeiter, über die Bands bis natürlich zu den Besuchern. Damit alles so reibungslos funktioniert gibt es auch ein perfektes Verhältnis mit allen Behörden, mit der Bezirkshauptmannschaft Neusiedl, mit der Landeshauptmannschaft, mit der Gemeinde Nickelsdorf, mit Securities, mit Bühnenbauern – man hat mittlerweile ein fast freundschaftliches Verhältnis. Über dem Ganzen thront das Gefühl, dass da eine wirklich schöne Zeit rausschaut! Das Gesamtgefüge ist so perfekt gewachsen in den fast zehn Jahren, alle packen dort an, wo sie sollen und jeder hat einfach das Gefühl, bei einem wunderschönen Ding dabei sein zu können. Das kann man gar nicht beschreiben. Ich glaube, das ist so ähnlich, als wenn Pilger sich am Petersplatz versammeln und bei der Papstwahl weißer Rauch aufsteigt. So ist das,


© Rene Huemer

BATH

Acts

Wenn man diese Worte hört und natürlich auch liest, bekommt man doch gleich Lust, seine sieben – oder eher siebzig – Sachen zu packen und auf das nächste Nova Rock zu fahren. Leider ist dieses noch ein bisschen entfernt, man muss noch den Weihnachtsmann und Osterhasen abwarten. Aber man kann sich die Wartezeit damit versüßen, dass in den nächsten Monaten noch einige zusätzliche Top-Acts angekündigt werden und der eine oder andere ganz aus dem Häuschen sein wird! Die letzten neun Jahre Nova Rock haben uns nämlich gezeigt, dass die Größen der Rockgeschichte auch unser kleines Schnitzelland nicht auslassen! Das Booking des Nova Rocks hat es geschafft Bands wie Metallica, The Smashing Pumpkins, Rage Against The Machine, Korn, Nine Inch Nails, Rammstein und viele mehr auf die Bühne des größten Festivals Österreichs zu bringen. Wir sind auch schon sehr gespannt, wer neben Black Sabbath nächstes Jahr dabei sein wird. Unsere Wunschliste hängt schon auf unserer Pinnwand und wir glauben fest daran, dass Wünsche wahr werden können! (pa)

DO NOT!

Listen, was man auf einem Festival braucht, gibt es mittlerweile genug! Wir sagen euch, was ihr am nächsten Nova Rock, zwischen 13. und 15. Juni 2014, unbedingt zu Hause lassen solltet:

• Schmuck (Aus Gold wird ohnehin Schlammfarben!) • Smartphone (Am besten eine zweite SIM-Karte in ein altes Billighandy stecken und geht schon!) • Hohe Schuhe und Schminke (Ladies, ernsthaft! Das ist ein Festival!) • Wichtige Dokumente (Wer braucht schon seine Geburtsurkunde auf einem Festival?) • Ersatzautoschlüssel (Um einen kümmern reicht!) • Klobesen (Ohne Worte!) • Konservatives Gedankengut (Laaaangweilig!)

COVERSTORY

wenn eine gute Band auf die Bühne geht, und es jedem gut geht. Die Mitarbeiter, die kleinen Rädchen, die auch für den Lauf der Maschine verantwortlich sind, sind happy, wenn alles funktioniert, und weil sie das so wollen. Das Nova Rock steht für ‚3 Tage den Alltagsstress vergessen‘, man kann Party machen, sich mit Freunden gute Bands anschauen. Man kann dort einfach sein, ohne viele Grenzen – natürlich im normalen Rahmen. Es zählt das Camping- und Festivalfeeling.“

• Die Freundin vom besten Freund mit dessen Schwester und Cousine … (Konfliktpotenzial!) 11


Schon vor den Sabbaths gab es Heavy Stuff, zum Beispiel die Jimi Hendrix Experience oder Cream. Aber nichts vor dem selbstbetitelten Debüt war düsterer, elementarer – und auch mit den direkten Nachfolgealben bis zu Sabbath Bloody Sabbath sollten die Birminghamer Bahnbrechendes schreiben, das von Metallica über Guns N‘ Roses, Soundgarden und Queens Of The Stone Age ALLE geprägt hat.

Bornierte Old-Schooler mussten die Semi-ReunionsScheibe 13 zwangsweigerlich verreißen, Bill Ward kann sie verständlicherweise nicht hören; Aber objektiv betrachtet ist 13 ein „rubin“rotes Master Of Reality geworden.

„Ozzy oder Dio?“ – eine einschneidende Glaubensfrage. Dass dabei andere – so auch Ian Gillan von Deep Purple – für Sabbath hinterm Mikro standen, wird nicht ganz zu Unrecht gern vergessen. Tatsächlich ist Dio selig sicherlich der stimmlich gefestigtere, wandelbarere Sänger, jedoch kann es für die wahren Sabbath nur eine Stimmlage geben – Ozzys Höllengeseiere. Findet übrigens auch Slash.

G

Trotz großer Nachwuchs-Konkurrenz im „Vintage Rock“ haben Sabbath immer noch Relevanz, auch wenn sich in der bewegten Karriere mit 19 Alben nicht nur Gold findet. Ungewohnten, wenn auch rauen Charme hat zwar das gern verrissene „Deep Sabbath“-Album Born Again. Man möge sich aber vor Forbidden, Tyr und Headless Cross in Acht nehmen. Aber auch Dio und Ozzy lieferten nicht immer „Ecstasy” …

Schwanzvergleich im Triumvirat Led Zeppelin, Deep Purple und Black Sabbath: Wer hat das weißeste Näschen und selbiges vorn? Kapitalistisch eindeutig der Zeppelin, in Punkto historischer Nachhaltigkeit darf man auch die Frühphase der anderen beiden nicht unterschätzen. Am wenigsten an Aktualität eingebüßt hat jedoch Sabbath dank Master Of Reality – unverzichtbare Inspirationsquelle von Doom bis Stoner!

12

Melvins – Symptom Of The Universe auf der Split w/ Mudhoney

Soundgarden – Into The Void auf der SOMMS Tour-EP

Brutal Truth – Lord Of This World auf der Extreme Conditions (Redux)

Pantera – Electric Funeral auf dem Sampler Nativity In Black II

Vader – Black Sabbath auf der Sothis & Future Of The Past

Slayer – Hand Of Doom auf dem Sampler Nativity In Black II

Type O Negative – Black Sabbath auf dem Sampler Nativity In Black

Primus – N.I.B. gemeinsam mit Ozzy auf Nativity In Black II

Cannibal Corpse – Zero The Hero auf der Hammer Smashed Face EP

Macabre – Behind The Wall Of Sleep auf der Behind The Wall Of Sleep EP

Megadeth – Paranoid u.a. auf der Hidden Treasures EP Metallica – Sabbra Cadabra / A National Acrobat auf der Garage, Inc.

Redaktion Bloody Redaktion: Stefan Baumgartner

COVERSTORY

Eine kleine Auswahl an Coverstücken, die Black Sabbath gekonnt oder gekonnt anders interpretiert zeigen:


Telefonier

soviel

e t t i b r e b a , du willst

www.wienerlinien.at


BIS ZUR HIPPIEBRAUT

DAS LEBEN IST EIN FESTIVAL

Bei der Bezeichnung Musikfestival und deren Entstehung denkt man unweigerlich an Woodstock. Wer aber hätte gedacht, dass der Ursprung ebendieser bis in die Antike zu verfolgen ist? Und was genau war denn der Unterschied zwischen damals und heute?

ROCK.POP

Antike

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Der Begriff des Musikfestivals wird ganz simple dadurch definiert, dass es sich um eine (jährlich) wiederkehrende musikalische Veranstaltung der größeren Art handelt. Blickt man zurück in die Zeit, als Jupiter noch ein böser Lauser, Minerva noch weise war und Vesta noch über dem Herdfeuer wachte, wird schnell klar, dass sie gewusst haben, wie man feiert, die alten Römer! Neben den Gladiatorenspielen, die so grausam waren, dass die Tribute von Panem dagegen wie eine nette Kindererzählung erscheinen, konnte man sich auch im Amphitheater bei einem Stück oder im Circus Maximus bei einem Wagenrennen vergnügen. Musik war bei diesen Veranstaltungen immer ein Begleiter – es wurde beispielsweise auf Hörnern geblasen, sobald ein Sieger aus dem Gladiatorenkampf hervorging. Selbst wenn es nicht nur um Musik per se ging, kann man dennoch sagen, dass schon diese Spiele Festivals, wenn nicht sogar deren Ursprung, waren. Musik spielte im alten Rom in vielen verschieden Bereichen eine Rolle – von Leichenfeiern, über Musikpoesie bis hin zum Heer, sie war einfach allgegenwärtig. Im Gegensatz zu den Römern, scheinen die Gallier nicht besonders musikalisch

gewesen zu sein; man denke hier nur an Troubadix, der es mit seinem Geleier schafft, ein ganzes Dorf auf die Palme zu bringen, aber das ist eine andere Geschichte.

Mittelalter

Nach dem Niedergang des Reiches der Togen und des Weines, kroch das Stiefkind der Epochen empor: das Mittelalter. Über diese Zeit hört man im Allgemeinen nichts Gutes. Die Menschen seien ungebildet gewesen, hätten ihre Notdurft auf der Straße verrichtet und hätten Hexen verbrannt. Wie dem auch sei, das Thema Musikfestival betreffend hatte das Mittalter zumindest so einiges zu bieten, was man ja auch daran sieht, dass es auch im 21. Jahrhundert noch etliche Mittelalter Festivals gibt. Die damaligen unterschieden sich von denen heutzutage sehr stark und waren nicht für die Masse zugänglich. Sie wurden in Form von Hoffesten ausgetragen, deren Ziel ein rein politisches war, nämlich die Macht und Zentrierung des jeweiligen Herrschers, der das Fest ausrichtete, zu stabilisieren und zu sichern. Ihr Ablauf war sehr strikt geregelt, es wurde an alles, das den Hedonisten aufjuchzen lässt, gedacht: Von üppigem Essen über interessante Vorträge bis zu exotischen Aufführungen, da

© FMS Christian Hinterleitner

VOM WAGENRENNEN


blieb kein Wunsch unerfüllt! Einen der größten Teile nahm die Musik ein, denn da hatten die Mittelalterbürger so einiges zu bieten. Besonders bewandert waren sie in der mehrstimmigen Interpretation von Musik, so wurde beispielsweise dem gregorianischen Choral seine Einstimmigkeit entzogen. Auch im Minnesang musste nicht unbedingt ein verliebter junger Mann mit seiner Laute seine Angebetete bezirzen, bei einigen Gattungen waren vor allem mehrstimmige Kompsitionen und Interpretationen immer bedeutungsvoller. Dementsprechend könnte man fast sagen, der mehrstimmige Minnesang auf einem Hoffest damals, ist quasi Black Sabbath auf dem Nova Rock heute, nur ein bisschen anders.

Moderne

Das wirkliche Konzert, oder Festival wie man es heute kennt, mit Venues, Eintritt und all dem Drumherum, entstand erst während des 18. Jahrhunderts, der Zeit des Barocks, der Vorklassik. Dennoch wird dieser Zeitraum, auch wenn sich hier die Geister ob der Jahrhunderte scheiden, hie und da als Moderne bezeichnet. Für das Thema Musikfestival, ist hier auf jeden Fall etwas Neues, etwas Modernes entstanden. Wie so vieles, waren Musikveranstaltungen auch dazu da, um Gott zu huldigen. Dementsprechend wurden etwa Kathedralen zu Konzertsälen umgebaut und das war ein Schritt in eine Richtung der musikalischen Veranstaltung, wie wir sie heute kennen. Zuvor wurde zwar schon in Gaststätten musiziert, dabei all den Annehmlichkeiten des Lebens gefrönt, aber eine dezidiert angekündigte, kostenpflichte Veranstaltung gab es damals noch nicht. Mit dem Bau von Konzerthallen, der Errichtung von akustisch ausgefeilten Spielstätten, wurde auch das Musikpublikum immer größer. Man musste einfach dazu gehören, zu dem Kollektiv, das sich ab und an traf um an einem Festival teilzunehmen. Die Klänge waren zu jener Zeit schon weit von Minnesang entfernt, aber genauso weit von heutigen Musikfestivals. Damals stand alles im Zeichen klassischer Musik, was aber nicht weniger rockt, denn kommt denn nicht sogar der härteste Metal in Wirklichkeit von Johann Sebastian Bach?

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AXE APOLLO und der Mission-ControlWecker – machen fit für den nächsten Flirt:

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Sixties

Und wir machen wieder einen Zeitsprung, einen Zeitsprung in die 1960er-Jahre und die Entstehung der Open-Airs. Das Rad wurde hier nicht neu erfunden, denn an der frischen Luft mit Musik – das kannte man ja schon aus dem alten Rom und vielleicht aus den Innenhöfen so manch mittelalterlichen Herrschers. Dennoch sieht man den Ursprung der FreiluftFestivals in den 60er Jahren, in Amerika – entstanden aus der Jazzszene, später waren auch Blues und Folk gern gehörte Festvialtöne. Die Besucherzahlen waren von Anfang an ziemlich hoch, konnte beispielsweise das Newport Folk

Festival im Jahre 1965 80.000 Besucher zählen! Abseits von jazzigen, bluesigen Sounds, gab es aber noch eine andere junge, frische Szene, die an der Musikrichtung des Pops Gefallen fand. The Beach Boys, The Mamas & The Papas und allen voran natürlich The Beatles – das rockte und poppte in der damaligen Zeit so richtig und musste natürlich auch groß nach außen getragen werden. Was traf sich also besser, als dass alle der oben genannten Bands mit im Organisationsteam des ersten großen Popfestivals saßen? Das Monterey International Pop Festival zählte im Jahr 1967 200.000 Besucher und natürlich waren die Musikergrößen

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des Organisationsteams auch live auf der Bühne zu sehen. Was jetzt kommt, das weiß jedes Kind: Das WoodstockFestival. Viele meinen, aufgrund der sagenumwobenen Jahreszahl, dass es bereits 1968 stattfand. Man muss da aber leider einige enttäuschen, fand es doch erst ein Jahr später statt. Aber genau das war der richtige Zeitpunkt, da alle, aufgeheizt vom vergangenen Jahr, nun ihren Kopf frei (oder auch zu) bekamen und offen für das Musikfestival, das in die Geschichte einging, sein konnten! In Europa feierten Open Airs schon vor der Austragung Woodstocks Einzug – natürlich über England, den (abgesehen von Skandinavien) europäischen Musikmarktführer. Das erste Isle of Wight Festival ging ebendort 1968 über die Bühne.

Heute

Ein klein bisschen später, hat es auch Österreich erwischt, das Festivalfieber – und wir sprechen hier rein von populärer Musik! Dass klassische Musikfestivals Gang und Gäbe waren und sind, kann man sich bei dem Land der Sängerknaben, Philharmoniker und Salzburger Festspiele ganz gut vorstellen. Heute ist ja bekanntlich gestern morgen – deshalb auch heute, obwohl es eigentlich gestern war, als 1978 das erste Austria Rock Festival in Pinkafeld, das von der heimischen Größe Opus (ebenda S.30) mitorganisiert wurde, stattfand. Der Startschuss fiel und seit damals, kann man sich Österreich ohne seine Festivals nicht mehr vorstellen – hier wird unter anderem mit dem Donauinselfest seit 1984 das größte Freiluft-Musikfestival Europas ausgetragen. Jährlich werden es mehr Festivals, das Genre wird bunter, die guten alten bleiben aber dennoch bestehen – nicht umsonst feiert Nova Rock nächstes Jahr sein 10-jähriges Bestehen, was das Frequency wiederum schon längst hinter sich gebracht hat. Heimat bist du großer Festival-Töne! (pa)

FESTIVALS 2014! NICHT VERPASSEN!

• Nova Rock 13. bis 15. Juni Pannonia Fields II, Nickelsdorf

• See Rock Festival 1. bis 2. August Schwarzl Freizeitzentrum, Unterpremstätten

• Lake Festival 23. bis 24. August Schwarzl Freizeitzentrum, Unterpremstätten

• Electric Love Festival 10. bis 13. Juli Salzburgring, Plainfeld

• FM4 Frequency Festival 14. bis 16. August VAZ, St. Pölten

• Picture On Festival 8. bis 9. August Bildein

© TICKET (9)

Festival 3. bis 5. Juli Schwarzl Freizeitzentrum, Unterpremstätten

ROCK.POP

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SWING IST SEIN DING

ROCK.POP

Exakt vor einem Jahr ging seine diesjährige Krieau-Show in den Verkauf, im Juli schließlich krönte sich Robbie Williams vor 65.000 frenetischen Fans auf der Pferderennbahn selbst – da verblasste gar das exzentrische Spektakel zum 60. Thronjubiläum der Queen Mum im Jahr davor. Robbie singt und swingt nicht nur, sondern winkt halt auch viel schöner.

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Dabei zeigte bereits sein letztes Studioalbum Take The Crown Star zu Protokoll gibt: „In England verglich mich ein Journalist den ehemaligen Take-That-Schmacht-Schwarm von zwei mit Elvis, bevor der starb – also habe ich mich geändert.“War die Seiten: Wenngleich keine schale Kost wie das Material der Schokolade auf Tour sein Kokainersatz, schlug sie sich halt auch Jahre zuvor, pendelte es sich irgendwo zwischen Kindskopf- aufs Bäuchlein, die Hüften und das Doppelkinn. Die gesündeste Pop und etwas reiferem Material (Losers), das vielleicht Droge ist halt immer noch die Musik – wenn sie nicht allzu laut stimmungsmäßig zu Swings Both Ways einleitete, ein. Take aufs Trommelfell einprügelt. Und wie jeder weiß, der zum Beispiel The Crown war vor allem aber groß und schon einmal in eine der neuen, köstlichen massiv, auf den Hitfaktor hin getrimmt – Lindt-Kreationen – Strawberry Cheesecake, ähnlich der Entwicklung von U2, da sieht Cookies & Cream, Crunchy Nougat oder Als mein Vater uns man bereits auf CD oder in iTunes die Apple Crumble – gebissen hat: Ein Stück, verließ, ließ er eine Flutlichter des Stadions vor lauter Armedas darauf basiert, kann nur ein Highlight Menge Vinyl zurück. hoch-Atmosphäre kaum. werden. Eines von zahlreichen auf Swings Ich lernte die Platten Both Ways, wie auch in unserer letzten auswendig wie andere Ausgabe bereits nachzulesen war. Egal ob Der Hitfaktor des Swingfaktors Kinder Bücher. mit seinem alten Bandkollegen Gary Barlow, Umso größer die Überraschung mit Lily Allen, Kelly Clarkson, dem großen dem Nachfolger Swings Both Ways, viel Rufus Wainwright, Olly Murs – oder allein: Zeit hat sich der frisch gebackene Papa Swingend zeigt sich der Charmeur nicht nur aber wirklich nicht gelassen. Nach dem fantastischen Swing When You’re Winning von 2001 mit „gentle“, sondern endlich auch wieder mit Ecken und Kanten, unglaublich gelungenen Verbeugungen vor Jerry Jeff Walker nicht nur die Gäste sind handverlesen selektiert, sondern auch (Mr. Bojangles) sowie Bertolt Brecht und Kurt Weil (Mack The die Töne nicht stupide glattgebügelt. Knife) und vielen mehr, zeigt sich Robbie nun zum zweiten Male von seiner beswingten statt beschwipsten Seite. Warum schon Williams-Weihnachten wieder Swing, mag man sich fragen. Nun, zum einen verkaufte Ein noch schöneres (Vor)weihnachtsgeschenk hätte uns wohl sich bereits seine erste Swing-Scheibe erstaunlich gut – sieben nur seine Frau Ayda machen können, denn sie liebt deutsche und Millionen mal –, also ist allein schon der wirtschaftliche Faktor österreichische Weihnachtsmärkte und kauft unendlich viel Deko gegeben. Zum anderen aber stand davor noch für den Briten ein und Kerzen ein, verrät Robbie: „Am Ende sieht unser Haus aus, persönlicher Grund: „Swing war meine erste große Musik-Liebe. als würde der Weihnachtsmann höchstpersönlich drin leben.“ Als mein Vater uns verließ, ließ er eine Menge Vinyl zurück. Ich Wie viele da wohl mit Robbie sagen: „I wanna be like you!“? (sb) lernte die Platten auswendig wie andere Kinder Bücher.“ In beide Richtungen wird am 28. April in der Wiener Stadthalle geswingt. Die Tickets gibt Schokoladenseiten Seitdem hat ihn diese Musik nicht mehr losgelassen, er sei vom es dafür am 6. Dezember um 9 Uhr – nur am, Swing regelrecht berauscht – sogar mehr noch als „damals” von nicht ab! Denn Robbie verkauft sich bekanntlich der Schokolade, wie er zum neuen Stück No One Likes A Fat Pop wie warme Semmeln. Om nom nom!


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DJ BOBO OHNE BERÜHRUNGSÄNGSTE

DJ BoBo – Tänzer, Rapper, Multitalent. Mit dem nun bekannten Wiener Bobo hat er nicht sehr viel zu tun. Als DJ BoBo begann Musik zu machen, hat es den nämlich noch gar nicht gegeben, dafür aber den guten alten Eurodance und fragwürdige Kleidung … Wir begeben uns – wie so oft – auf eine Zeitreise. Zurück in die 90er, als die Jeans noch weit und stonewashed waren und der Eurodance so richtig auflebte. Diejenigen unter uns, die damals noch jung genug waren, um auf diesen Zug aufzuspringen, können sich doch sicherlich noch daran erinnern, als sie passend auf einer Party zu There’s A Party getanzt haben. Ein bisserl schräg war er schon immer, der langzottelige Schweizer DJ, cool war er eigentlich nie, aber dennoch durften seine Songs auf keiner Party fehlen! Nicht zu vergessen auch seine Rap-Einlagen, mit Zeilen wie „sometimes I’m nice sometimes I’m ice“ konnte er so richtig punkten.

ROCK.POP

DJ BoBo ist auf jeden Fall einer, der seit etwas über 20 Jahren auf den Bühnen steht, nie ruht und sein Publikum begeistert. So richtig ruhig wurde es während dieser zwei Dekaden nie um ihn, wurde beispielsweise sein Comeback-Hit Chihuahua im Jahr 2003 zu seiner meistverkauften Single. Eben dieser Hit konnte auch in der Heimat der zierlichen „Hunde“ Erfolge feiern – er landete auf Platz 1 der mexikanischen Charts.

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Mit bürgerlichem Namen heißt er René Baumann – sein Künstlername BoBo geht auf seine Jugend zurück, als er eben diesen als Unterschrift unter seine Graffitis setzte. Die Überlegung, sich umzubenennen kam ihm oft in den Sinn – allerdings erkannte er unter anderem bei Mastermind Prince, dass eine Namensänderung nicht unbedingt Vorteile mit sich bringt. Nun sind schon einige Jahre ins Land gezogen und es wurde tatsächlich etwas ruhig um das Schweizer Multitalent. Dementsprechend ließ

sich Herr Baumann nicht lange bitten, und warf wieder etwas Neues auf den Markt! Wie auch der Name der aktuellen Scheibe Reloaded schon sagt, sind die Songs nicht wirklich neu, sondern eher altbekannte BoBo-Hits. Neu an der ganzen Sache sind seine Mitstreiter: So hört man neben den Baseballs und Mike Candys auch die Achtziger-Ikone Kim Wilde. Für seine aktuelle Tour hat sich DJ BoBo etwas ganz Besonderes einfallen lassen! Es heißt auch hier: Nomen est omen. Das Programm Circus hält, was es verspricht. Artisten, Show, Tanz – kombiniert mit alten und neuen Hits sowie vielleicht sogar ein bisschen Poesie. Man darf gespannt sein, aber eines steht fest: Die Ideen gehen dem mittlerweise 45-jährigen DJ niemals aus! (pa)

rd am „Nachgeladen” wi eter, m so Ga im ril 19. Ap Ticket s Besit zer eines VIPeiner bekommen neben eine signier ten CD auch ung persönliche Begrüß durch DJ BoBo!

Reloaded ist bei Yes Music Deutschland (Warner) erschienen.


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CHRONIK DREIER PIO

Drei deutsche Künstler, die sich „Hip-Hop“ auf die Stirn geschrieben haben, wurden zu Pionieren ebendieser Musikrichtung und ihrer Ausläufer. Jan Delay, Sido und Cro: drei Lebensgeschichten, drei Städte, drei Generationen, drei Stile. Eine Chronik.

25. August 1976 – in Hamburg-Eppendorf wird ein Junge namens Jan Phillip Eißfeldt geboren. Seine zukünftige Profession und Passion werden ihm in die Wiege gelegt – er wächst in der Musikmetropole Hamburg auf und hat noch dazu musikalische Eltern. Bereits als kleiner Junge tanzt er zu Bob Marley, Dexy’s Midnight Runners, den Ramones oder Nina Hagen. Die 80er beginnen und sollten diesen zukünftigen „Jan Delay“ ein ganzes Leben lang begleiten.

ROCK.POP

Super-intelligentes Drogenopfer

Ortswechsel nach Berlin. Paul Hartmut Würdig wird am 30. November 1980 geboren. Die Zeit ist dieselbe, doch es ist eine völlig andere Welt. Er lebt bis zu seinem 8. Lebensjahr mit seiner alleinerziehenden Mutter im Ost-Berliner Bezirk Prenzlauer Berg. Nach der Ausreisegenehmigung verschlägt es die Familie in das Märkische Viertel in West-Berlin – eine Hochhaussiedlung, Plattenbauten, Armut, daraus folgende hohe Kriminalitätsrate, Drogenkonsum. Paul ist mittendrin, doch die Musik sollte ihn vor dem Versauern im Märkischen Viertel bewahren. Außerdem sollte er ein „super-intelligentes Drogenopfer“ werden: Sido. Zurück nach Hamburg: Als Jan 10 Jahre alt ist, erzählt ihm seine Mutter nach einer New-York-Reise von einer neuen Musikrichtung namens „Rap“. Der kleine Junge ist begeistert davon, verschlingt Songs von Run DMC und Public Enemy, sammelt Platten, beschmiert Wände mit Graffitis, bringt schließlich ein Hip-HopFanzine heraus und will letztlich endgültig mitmischen in diesem Geschäft. Nach einiger Überzeugungsarbeit beginnt er mit zwei Kollegen auf Deutsch zu rappen. Absolute Beginner sind geboren.

Cro in Windeln

Währenddessen, ein kleines Ereignis in der Nähe von Stuttgart: Am 31. Jänner 1990 wird ein Junge namens Carlo Waibel 22

geboren. Er sollte im Laufe seines Lebens noch viel erreichen, mit einer Pandamaske sollte er die gesamte deutsche Hip-Hop-Szene aufrütteln. Doch sein Pseudonym Cro war noch nicht geboren. Während Carlo noch in die Windeln macht und sich Sido durch die Schule kämpft, experimentiert Jan Delay mit Sounds, managt andere Gruppen, veröffentlicht EPs und Mixtapes und erfährt seinen Durchbruch mit Absolute Beginner und dem Album Bambule. Der darauf folgende Ausstieg von Mitglied Platin Martin bedeutet eine Schaffenspause der Beginner, Jan Delay arbeitet inzwischen im Untergrund mit unbekannteren Künstlern und unter anderem Namen und bringt 2001 das erste SoloAlbum Searching for the Jan Soul Rebels heraus. Erst zu dieser Zeit beginnt Sido mit der Arbeit an seiner Etablierung in der Szene – mithilfe einer Totenkopf-Maske auf dem Kopf. Er wird nach wenigen Jahren von den drei zukünftigen Gründern des Labels Aggro Berlin entdeckt und erfährt 2004 mit seinem ersten Album Maske großen Erfolg, und viel Kritik. Schließlich ist es deutscher Gangster-Rap, was Sido von sich gibt, mit derben Texten, die teilweise indiziert werden. Völlig unabhängig davon entwickelt sich ein Hype um ihn, der mit haufenweisen Verkäufen und Chartplatzierungen belohnt wird. Er veröffentlicht bis 2008 zwei weitere Longplayer, nimmt seine Maske ab und wird zum Kopf der deutschen Gangster-Rap-Szene.

Die Zukunft des Deutschrap

Jan Delay – noch immer von seiner Vergangenheit beeinflusst – nimmt Funk und Soul in sich auf und sucht sich mit Disko No. 1 eine perfekte Band für sein Projekt zusammen. 2006 kommt Mercedes Dance und schlägt ein wie eine Bombe, 2009 Wir Kinder vom Bahnhof Soul, genauso erfolgreich, und eine Fortführung seines Schaffens. Doch dann lange nichts.


© Mathias Bothor

NIERE

Dolce-Vita-Rapper Cro kommt am 7. Dezember zum Montafon Snowboard Weltcup in Schruns, der „ungekrönte König des Rap“ Sido ist zwischen 28. März und 1. April auf Tour in Wels, Graz, Wien und Bregenz, und Jan Delay macht am 2. Oktober im Wiener Gasometer klar: Er ist noch da!

www.sportfreunde-stiller.de

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ROCK.POP

Diese Zeit nutzte der junge Cro, der schon mit 13 mit dem Aufnehmen von Musik begann, Gitarre und Klavier lernte und im Jahr 2012 mit einem Schlag einen riesigen Hit landete: Easy. Es war ein Song, der völlig selbst geschrieben und produziert wurde, von diesem Jungspund in der Pandamaske. Er selbst nannte seine zukunftsweisende Musikrichtung „Raop“, eine Mischung aus Rap und Pop. Das ging auch an Jan Delay nicht vorbei: Auf Facebook bezeichnete er ihn als „die Zukunft von Deutschrap.“ Cros Album wurde ebenfalls zum Kassenschlager. Dieses Jahr gab es noch eine Neuauflage, mit fünf neuen Songs, doch jetzt konzentriert sich der Pandamasken-Träger auf Live-Gigs und Songwriting. Sido und Jan Delay – die beiden Veteranen – bringen hingegen wieder frischen Wind in die deutsche Szene. Sido ist mit neuem Album 30-11-80 (siehe ebenda S. 90) wieder da, Jan Delay hat einen namenlosen, rockigen Longplayer inklusive Tour angekündigt. Man darf gespannt sein, was diese höchst unterschiedlichen und doch so ähnlichen Pioniere des deutschen Hip-Hops noch vor sich haben und was sie für uns vorbereitet haben. (gk)

Tickets sind unter www.musicticket.at, www.oeticket.com und beim Stadthallen-Ticketing und unter +43 (1) 7999 979 erhältlich.

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DREAM THEATER EPONYMOUS AND PROGRESSIVE

ROCK.POP

Dream Theater, ein Name, der nicht nur Aushängeschild, sondern gewissermaßen auch Gottvater des progressiven Metals ist – so wie Metallica für den Thrash, Iron Maiden für die New Wave Of British Heavy Metal, Black Sabbath für den Metal selbst und Motörhead für den Speed. Progressive? Die logische Fortsetzung von dem, was die große Schnittmenge zwischen Cream, Rush, Van Halen und Deep Purple aufgebaut hat.

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„Messer, Schere, Licht ist für kleine Kinder nicht“: Man immer und immer wieder erlebbar zu machen. Damit einher geht muss als Musiker schon einiges am Kasten haben, um mit natürlich auch der Zwang zur Schubladisierung und Benennung der Kunstfertigkeit der alten Hard-Rock-Heroen, aber auch – auch der Alben. der Finesse des feinen NWoBHM-Zirkels nicht nur mithalten, Was haben ABBA, Aerosmith, Alice In Chains und Anastacia sondern gar auf eine neue Ebene hieven zu können. Polyrhythmik, außer dem Anfangsbuchstaben gemein? Was wollen uns Polymetrik und Überlänge sind kein Kinderspielzeug nicht. Künstler wie Black Sabbath, Bon Jovi und The Beatles in trauter Gemeinsamkeit transportieren, was Cher und Jedoch: Auf bisher elf Langrillen haben Joe Cocker, Deep Purple und The Doors? Und Dream Theater seit Mitte der Achtziger ja, das Alphabet geht noch viel weiter. Ihnen maßgeblich mit beigetragen, auch jüngeren allen gemein ist, dass jeder dieser Künstler Generationen frischen, hochwertigen Wind I am what I am zumindest einmal in seiner Karriere sich zu präsentieren – wie auch die Kollegen I am my own dazu entschloss, eine Veröffentlichung nach von Crimson Glory (Transcendence), Fates special creation. dem Bandnamen zu betiteln – im Englischen Warning (Perfect Symmetry), Queensryche auch mit „eponymous“ bezeichnet. (Operation Mindcrime) und einige andere. R.E.M. befanden sich somit – wie so oft Nun liegt mit Dream Theater das zwölfte – mit ihrer 88er-Single-Serie Eponymous Statement vor – und wie der große Ray Charles schon so pointiert sagte: „Dreams, if they’re any good, gewissermaßen auf einer Metaebene. Sein künstlerisches are always a little bit crazy.“ Nicht nur in der Liebe, auch auf Produkt nach sich selbst zu benennen kann entweder von Eleganz und Überzeugung – oder von verblüffender Banalität, ja der Bühne und im Schlaf ist alles erlaubt. Einfallslosigkeit zeugen. The Rolling Stones, Led Zeppelin, David Bowie, The Doors, Rush, Das kleine Ich bin Ich Somit sind sowohl der Bandname, wie auch der Titel des Black Sabbath, Van Halen, Kraftwerk, Queen, Aerosmith, The Clash, The Stooges und viele andere haben vorgemacht, wie es aktuellen Albums eine Tautologie – und damit ein Manifest. Erst seit einem Euzerl mehr als hundert Jahren ist es der richtig geht – das Debüt spricht: Das sind wir und das ist unsere Menschheit möglich, Musik aufzunehmen, sie für die Nachwelt Musik. Ein bisserle öde wird’s dann schon beim Herrn Jon Bon


Das große Ich bin Ich

Während Mike Portnoy mittlerweile seinen Ausstieg bereuen dürfte (auch wenn The Winery Dogs mit dem selbstbetitelten Debüt, Richie Kotzen und Billy Sheehan ordentlich knallt), darf sich John Petrucci freuen, mit Dream Theater das vielleicht spannendste Album seit Octavarium abgeliefert zu haben – auch wenn es überraschend präzise, auf den Punkt gebracht geriet. War die Erosion im Bandgefüge auf der letzten Platte deutlich zu hören, rang man gewissermaßen an einigen Ecken und Enden um die eigene Identität – Stichwort Selbstzitat und überbordender Soloklimax – so beweist man mit der im September veröffentlichten Langrille Treue – gerade den eigenen Urzeiten gegenüber, als man noch unter dem Banner Majesty firmierte. Dort, wo kürzlich noch verquere Epik dominierte, steht heute das, was auch das große Können von Rush ist: Technisch versiert spielend, den Zuhörer dennoch nicht zu überfordern, zu erdrücken. Petrucci und seine Mannen haben gelernt, Brüche in vernünftig konzentrierten Dosen zu verteilen, die Strukturen fasslicher zu gestalten – und Überlänge weitestgehend zu reduzieren. Gerade die Lead-Sektion klingt im gekonnten, symphonischen Zusammenspiel mit Sänger LaBrie erdiger als zuletzt, dabei aber mit einem Wumms, der von der Rhythmusfraktion mit massig Dampf im Kessel angefeuert wird – in etwa so wie wenn die NWoBHM zügellos losgaloppiert: Man denke an einen gekonnten Mix aus den Frühwerken von Iron Maiden und der mittleren Phase von Nevermore (Dead Heart In A Dead World). Dream Theater wirkt dabei wie ein furioser Score, eine Achterbahnfahrt der Stormtrooper durch die Geschichte des Prog, der weniger (aber natürlich auch) auf Akrobatik und Geschwindigkeit, denn mehr auf intelligente Überraschung setzt und damit jene Maßstäbe, für die Muse und Tool in ihren Spektren laufend verantwortlich zeichnen. Bestes Beispiel hierfür ist The Enemy Inside, das nach dem epischen Beginn mit grollenden Gitarren zum Eintritt in tiefste Gehirnwindungen einlädt – ähnlich, wie Ron Jarzombek (Watchtower – man möge unbedingt Control And Resistance antesten!) mit seinem instrumentalen Sideproject Blotted Science auf insbesondere The Machinations Of Dementia.

present

JOHN MAYALL

www.johnmayall.com

JOHN MAYALL 80TH ANNIVERSARY TOUR

Foto: Cristina Arrigoni

Jovi, der auf gleich drei Fragen seinen Pass vorweisen kann: „Wer bist du, wie heißt deine Band und wie heißt euer Album?“ In Ausnahmefällen darf sich eine Band auch später in der Karriere „zu sich bekennen“ (The Velvet Underground, ABBA, The Cult, The Beach Boys, The Cure) – oftmals Hand in Hand gehend mit einem Stilwechsel (Metallica), gerne finden Fans ohnehin eigene Subtitel: The Black Album bei Metallica, oder die Avocado von Pearl Jam. Aber niemals, niemals sollte man mehrfach mit dem eigenen Spiegelbild liebäugeln! Hier sind bereits Joe Cocker, Peter Gabriel, Duran Duran, Fleetwood Mac, Santana, Diana Ross, Seal und viele andere schuldig im Sinne der Anklage. Genug ist genug. Led Zeppelin haben zumindest durchnummeriert. Dream Theater nun befinden sich mit Dream Theater an einem wichtigen Umbruchpunkt ihrer Karriere – ist es immerhin nach A Dramatic Turn Of Events (oho!) das zweite Album ohne dem kreativen Gründungs-Kopf Mike Portnoy und zeigt – nach dem etwas vorhersehbaren Vorgänger – die Band wieder am richtigen Weg, fokussiert und erneut auf einem kreativen Zenit, und Neuzugang Mike Mangini (ex-Annihilator, ex-Steve Vai) erstmals im Songwriting-Prozess involviert.

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Das progressive Ich bin Ich gibt’s am 25. Jänner im Wiener Gasometer und am 4. Februar im Dvorana Tivoli (Ljubljana) live.

ROCK.POP

Wir haben mit Dream Theater endlich wieder die perfekte Symbiose der beiden Granden Atheist (Piece Of Time) und Cynic (Traced In Air) vorliegen, sphärisch (v.a. dank dominanteren Keys) und vertrakt auf der einen, dabei aber prägnant und präzise auf der anderen Seite. Musik für die, die hinhören und die, die einfach nur hören. Da kann man sich nur auf die Umsetzung auf der Bühne freuen – ohne Vorgruppe, zwei Sets, mit Intermission-Solo. Dream Theater braucht halt auch anno 2013 noch Zeit – und keine Ablenkung. Theater in der REM-Phase. (sb) Tickets sind auf www.musicticket.at und bei oeticket (www.oeticket.com; TEL: 01/96096) erhältlich. Weitere Vorverkaufsstellen gibt‘s unter skalarmusic.at zu finden.

www.skalamusic.at - where the music starts! facebook.com/njbn.at

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DAS ALPHATIER Mit 18 rannte Marius Müller-Westernhagen in Düsseldorf herum und war Sänger in irgendeiner Rock ’n’ Roll-Band, heute ist er in der deutschen Musiklandschaft ein Alphatier. Darum heißt auch sein neues Album so, das auf einer exklusiven Pre-Listening-Tour im April vorgestellt wird. Noch vor Veröffentlichung. Westernhagen – das Alpha und Omega. Marius Müller-Westernhagen, der deutsche John Lennon, trat insbesondere zu seinen Anfängen gern einmal der breiten Masse auf den Schlips, sorgte weniger mit Exzessen, dafür mit provokanten Texten für den entrüsteten Aufschrei der politisch Überkorrekten. Man erinnere sich hier an den Skandal rund um seine Politsatire Harakiri Whoom von 1968, sein flottes Liedchen Gebt Bayern zurück an die Bayern (1972, in Anlehnung an Paul McCarnteys Give Ireland Back To The Irish) oder auch an die späten Siebziger mit den Singles Dicke und Grüß mir die Genossen. Da ist es wenig verwunderlich, wenn Westernhagen am vorläufigen Zenit der Politischen Korrektheit „Hottentottenmusik“ auf seinen Banner schreibt, vielleicht auch als kleine Rache dafür, dass Pippi Langstrumpfs Vater nun kein Negerkönig mehr sein, und auch keins der zehn kleinen Negerlein mehr sterben darf.

ROCK.POP

Aber: Schlips, Schal und Sonnenbrille allein ist’s nicht, das den in Zahlen gemessen größten Deutschen nach Herbert Grönemeyer ausmacht. Ende der Neunziger war Marius Müller-Westernhagen einer der erfolgreichsten deutschen Sänger, der mühelos Stadien füllt. Aber: Der Deutschrocker polarisiert, Hass mich oder lieb mich hat er mal gesungen, Graustufen gibt es bei der Kunstfigur Westernhagen nicht. Vielleicht liegt es daran, dass er sich oft so benahm, als wäre er die Rolling Stones in einer Person, unnahbar wie eine Auster und beinahe mit DylanKomplex gesegnet – der liebenswerte Loser aus Theo gegen den Rest der Welt, den spielte er hervorragend, war er aber tatsächlich wohl nie. Auch hat er stets – anders als viele seiner Kollegen – der Betroffenheitslyrik einen Tritt in den Allerwertesten verpasst, wollte keinen Frieden, sondern lieber „seinen Krieg“, statt sensibler Liebeslyrik spielte er mit überbrodelndem Testosteron

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(„Erektion ist sexy“), gab sich als Spötter vor allem gegen linksalternative Heulerei und als Agent Provocateur. „Authentisch und ehrlich“, könnte man nun meinen – doch woher kam dann plötzlich der Armani-Anzug in den Neunzigern? Tatsächlich findet man, wenn man die Historie des Düsseldorfers Revue passieren lässt, zwei Seelen, ach in seiner Brust, die eine „schlüssige Entwicklung“, ein „authentisches Gehabe“ negieren – und doch vereint er die kritische, Feuilleton lesende Masse ebenso wie jene, die ansonsten das Wochenende schunkelnd, schmusend, am Boden der Dorfdisco kullernd verbringen. Westernhagen ist Prosa, die man „so oder so“ lesen kann – einen Literaturwissenschaftler würde nun vermutlich ein gewaltiger Herzkasper ereilen. Sein Geschick heute ist es tatsächlich, die Stadien-Imposanz von einst auf „kleinere“ Hallen umzulegen und schlussendlich einfach als Initialzündung für Frustverlust des Auditoriums zu wirken. Da wird mitgegröhlt, weil man d’accord geht oder mitgegröhlt, weil man ansonsten eh dauernd kuscht. Einmal ist keinmal. Dass die sich bei all dem Messiastum doch einschleichende Altersmilde (mit 64 wirkt der 68er-Charme etwas konserviert) bei derart viel Armani nicht gänzlich den Wind aus den Segeln nimmt, dafür sorgt Marius mit seiner Pre-Listening-Tour für sein neues Album Alphatier (erscheint im April) vor allem ob des puristischen, intimen Rahmens. Was drin is, is drin: einfaches Druckkochtopf-Procedere! In den Sechzigern war Rock Rebellion, eine Kunstform. Während des Vietnamkriegs hörte man Hendrix und Led Zeppelin, während des Irakkrieges Britney Spears. Wenigstens ist Westernhagen sakrosankt geblieben, wenn auch eben nur als Bühnenidentität. Und schwitzen tut der ältliche Herr immer noch gewaltig. (sb)

Ex klusive PreListening-Session mit Marius am r 16. April im Wiene MuseumsQuartier (Halle E)!


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EINFACH ZUM NACHSCHENKEN Gerold Haubner

ROCK.POP

IM ZEICHEN DER MAUER Jericho ist vielleicht nicht die älteste Stadt der Welt. Mit ihrer Lage am Westufer des Jordan in den Palästinensischen Autonomiegebieten ist sie bei 250 Metern unter dem Meeresspiegel aber mit Sicherheit die tiefstgelegene Stadt der Welt. Musikalisch – biblisch gesehen sollen ja Schofarhörner bzw. Halljahrposaunen daran schuld sein, dass die Stadtmauern wie Sand zerbröselten. Genauso quasi in Luft aufgelöst hat sich das erste von den Casinos Austria betriebene palästinensische Spielcasino ebendort. Schauplatzwechsel. Das chinesische Shenzhen ist eine der am schnellsten wachsenden Städte der Welt, vergleichbar mit Shanghai. In der Stadt mit dem höchsten Pro-Kopf-Einkommen in China (ohne Hongkong und Macao) leben aktuell mehr als 10 Millionen Einwohner. Shenzhen wird durch die Flüsse Sham-Chun und ShaTau-Kok von Hongkong getrennt. Auf Glücksspiel steht in China die Todesstrafe. Ende der Einleitung. Rokko Ramirez ist Österreichs härtester DJ der Welt. Auch ohne Pauken und Trompeten würde er die Mauern von Jericho mühelos einstürzen lassen. Seine Zusammenarbeit mit internationalen Top Acts wie Rob Zombie, Marilyn Manson, Zardonic, Rob Holliday, Virgin Helena und dem Zombie Boy Rick Genest sowie seine spektakulären Auftritte auf diversen Festivals haben ihm eine Einladung für zwei Shows zum Midi Festival in Shenzhen eingebracht, wo er vor mindestens 60.000 Leuten auftreten wird. Wie immer wächst in Österreich sofort der Neid, aber die Chinesische Mauer hält dem mühelos stand und die Vorfreude sowieso. … Fortsetzung folgt. 28

ADEL TAWIL DAS LEBEN NACH ICH+ICH Er ist ein Stehaufmännchen. Von der Kurzzeitkarriere als Boyband-Star zum Absturz in die musikalische Bedeutungslosigkeit bis hin zum Pop-Olymp als Ich+Ich gemeinsam mit Legende Annette Humpe. Mit seinem ersten Solo-Album knüpft Adel nahtlos daran an und legt ein starkes Werk vor, zu dem er auch Sido und natürlich wieder Annette als Gäste ins Studio holte.

Die Solo-Karriere ist kein dramatischer Neubeginn Der Sound ist ähnlich, deine Stimme kann nicht anders klingen, und du machst jetzt auch nicht Punk. Adel Tawil: Thematisch ist es natürlich etwas anderes, es ist etwas Beat-lastiger, aber das Sido-featuring hätte auch zu Ich+Ich gepasst. Es ist also kein kompletter Neuanfang. Inhaltlich ist das Konzept von Ich+Ich, dass eine Frau für einen Mann schreibt, der Mann singt es und wir produzieren zusammen. Das war jetzt anders, ein gewaltiger Schritt, weil es mein erstes, eigenes Album ist. Deshalb bin ich Newcomer und alter Hase zugleich. Fehlt das Korrektiv wie zum Beispiel Annette? Adel: Es ist etwas anderes. Ich liebe es, mit anderen Menschen Musik zu machen, denn wenn alle gleichberechtigt sind, kommt da etwas ganz anderes heraus, jeder packt seine Energie hinein, der Kompromiss ist das Ziel. Hier mache ich das, wozu ich Bock habe. Wenn ich ein Lied geschrieben hätte, das nach einem Punk-Beat schreit, dann hätte ich das gemacht. Der rote Faden des Albums ist meine Stimme. Es sind sehr persönliche Texte. Ist das nicht schwer, sich so tief in die Seele blicken zu lassen? Adel: Das war auch ein großer Schritt. Es war mir von Anfang an klar, nachdem ich entschieden habe, dass ich erzählen will, was mir in der ganzen Zeit passiert ist, wie ich mich gefühlt habe, welche Geschichten es da gab. Da muss ich persönlich sein, da kann man keine halben Sachen machen. Beim Titel Dunkelheit singt meine Frau mit. Es ist etwas ganz anderes, wenn derjenige auch im Studio präsent ist und ich nicht nur über die Zeit singe, in der wir nicht einmal die Kohle hatten, um uns eine Packung Zigaretten zu holen. Wie wichtig ist eine stabile private Beziehung für die Karriere? Adel: Die Karriere stellt natürlich alles auf die Probe, keine Frage, das auf Tour sein, und dass das ganze Leben an der Musik hängt. Wenn ich nach Hause komme, sagt Jasmin schon mal: „Jetzt komm mal wieder runter, hol dir selbst deinen Orangensaft aus dem Kühlschrank oder trag den Müll raus.“ Wenn du auf Tour bist, entwickelst du dich evolutionär jeden Tag einen Schritt zurück. Du wirst immer jünger und nach der Tour kommt ein großes Riesenbaby nach Hause, das am liebsten gewickelt werden möchte und am Daumen lutscht. Und dann, zu Hause, kommt man schlagartig auf den Boden zurück. Sido ist bei dem Song Aschenflug mit dabei. Er und auch Bushido sind ja nicht ganz unumstritten. Hattest du da keine Angst vor negativen Schlagzeilen? Adel: Da gibt’s große Unterschiede zwischen den Rappern. Sido ist für mich einer, der immer schon Humor hatte, auch wenn die ersten Texte kontrovers waren. Er nahm das nie zu ernst, wenn er über Fuffies


im Club oder Drogen sang. Wenn er in die Tiefe geht wie bei Testament oder Mama ist stolz, dann waren das schon große Momente, deshalb feiere ich ihn. Er ist ein toller Typ! Es gibt in Berlin aber Rapper, bei denen es schon heftig und anders zugeht, das sehen wir gerade jetzt. Du bist heuer 35 Jahre alt geworden. War das ein Anlass zum Nachdenken über das Leben, eine Zwischenbilanz zu ziehen? Adel: Mir ist aufgefallen, dass es auf einmal eine Vergangenheit gibt. Wenn ich mich an früher erinnert habe, dachte ich an meine Schulzeit und so. Jetzt denke ich daran, dass ich 1996 meinen ersten Plattenvertrag unterschrieben habe. Alter, das sind 17 Jahre! Mit 35 merkst du, dass du auf eine ganze Strecke in deinem Leben zurückblicken kannst. Fuck, auch wenn ich mich nicht so fühle, ich bin erwachsen!

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Eine große Tournee gibt es demnächst auch ... Adel: Ja, in Wien sind wir am 22. März in der Stadthalle, da freue ich mich riesig darauf. Ich bin wieder mit meiner Ich+Ich-Crew unterwegs, denn Ich+Ich live war nur ich und meine Band, Annette hat sich ja nicht auf die Bühne getraut. Das machen wir weiter. Wir werden auch Ich+IchSongs spielen und das neue Album.

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SA, 22.02.2014 - GASOMETER WIEN

Interview: Alexander Haide

Tickets sind auf www.musicticket.at und bei öticket (www.öticket.com; TEL: 01/96096) erhältlich. Weitere Vorverkaufsstellen sind unter skalarmusic.at zu finden.

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Lieder ist bei Vertigo Berlin (Universal) erschienen.

Auf geht es am 22. März in die Wiener Stadthalle, wenn Adel Tawil ohne zweites Ich aufspielen wird!

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1070 Wien, Mariahilfer Straße 42-48, Tel.: 522 22 25 - office7@bierig.at So-Mi von 10 bis 1 Uhr, Do-Sa von 10 bis 2 Uhr - kein Ruhetag

1190 Wien, Heiligenstädter Straße 31, Tel.: 367 68 69 - office19@bierig.at So-Mi von 10 bis 1 Uhr, Do-Sa von 10 bis 2 Uhr - kein Ruhetag

ROCK.POP

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OPUS

Wer hätte sich gedacht, dass ein simpler Beat und ein missglückter Live-Mitschnitt einen Welthit bedeuten? Mit Live Is Life gelang der steirischen Rockband ein Song, der weit über die Kernölgrenze hinaus Hit-Status erreichte …

Formation waren auch lauter bekannte Größen der heimischen Szene mit dabei: angefangen bei Günter Timischl bis hin zu Frontman Boris Bukowski. Man feierte einige Plattenerfolge – die LP Eleven erreichte in Österreich Anfang der Achtziger Goldstatus, man spielte vor zigtausenden Zuschauern –, die Zeit verflog und schon war es 1984 und Opus war bereits 11 Jahre alt. Zu diesem Anlass entschied man sich, ein ganz besonderes Geburtstagsfest zu geben: Man feierte bei einem Live-Konzert im burgenländischen Oberwart, das auch gleich mitgeschnitten wurde. Und nicht genug „live“ – ein neuer Song, Live is Life, wurde ebenfalls uraufgeführt. Und das live. Und zwar gleich 2x! Heutzutage wäre bei einem LiveMitschnitt kein Band zu Ende, bestenfalls eine Speicherkarte leer, damals aber war es so. Dementsprechend musste man den neuen Song noch ein zweites Mal performen. Dieser war zwar neu für

Dennoch sind die Mannen von Opus natürlich sehr zufrieden, denn – wie man weiß – ist es für eine österreichische Band nicht besonders einfach, weltweit einen Hit zu landen und von Musik auch leben zu können. Nicht umsonst werden die Bandmitglieder von Opus auch „die Unermüdlichen“ genannt – Jahr für Jahr stehen sie auf Bühnen, lassen sich Neues einfallen – so wie Opus At The Opera – und wirken mit Mitte fünfzig noch immer turnschuhfit! Ihr Erfolgsgeheimnis? Man weiß es nicht so genau. Aber vielleicht liegt es schlichtweg daran, dass sie – zur Freude ihrer Soeben erschien Fans und wie bei so manchem die CD/DVD Opus Keks – einfach nicht aufhören & Friends – Graz können. (pa) Liebenau 1985.

ROCK.POP

Wenn man die Chuzpe hat, seine Band einfach nur „Werk“ zu das Oberwarter Publikum, aber dank der eingängigen Melodie und nennen, dann muss daraus etwas Großartiges entstehen – Lyrics, konnte er beim zweiten Mal gleich mitgesungen werden. alles andere wäre wohl ein Opus oblitum geworden. Dann aber Was folgte ist Geschichte und Gegenwart, was folgte weiß wohl wiederum, würden eben diese Seiten aber nicht mit Opus, der jeder. Ein Opus quasi, ein Welthit! Nun hat eben dieser Welthit auch schon fast seinen 30. Geburtstag Band, befüllt sein. Zu ihren Anfangszeiten spielten Opus vor allem Covers – es war erreicht und dennoch wird er noch immer auf Veranstaltungen, bei Werbespots, als Hymne etc. auf und ab gespielt. ziemlich schwierig, damals in den Siebzigern, wie leider auch Oftmals haben Bands mit einem Welthit die heute noch, als relativ unbekannte Band sein Publikum Problematik, dass sie als One-Hit-Wonder gelten. durch Eigenkompositionen zu überzeugen. So auch bei Opus – ein Segen aber dennoch Gründungsmitglied Ewald Pfleger erinnert sich, Opus spielen mit irgendwie ein Fluch. dass sie bei ihren ersten Auftritten immer Orchester unter Leitung Wenn man sich beispielsweise Flying High, wieder eigene Songs zwischen all die Covers von Christian Kolonovits einen ihrer ersten Hits, oder Whiteland, das „schummelten“, um so auch ihre eigene am 8. Dezember in nach Live Is Life erschien, anhört, erkennt Musik in die Gehörgänge der Zuschauer der Grazer Oper, am man doch, dass diese Band zu viel mehr Text einzuschleusen. 14. im Konzertund Rhythmus geschaffen wurde, als es ihr Ihr Publikum konnte Opus unter anderem haus Wien. Überhit vermuten lässt. als Vorband von Magic erweitern – bei dieser

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LAUTE NACHT OHNE

Das Fest der Liebe geht hierzulande an niemanden spurlos vorüber: Sei es mit dem ersten Orangenpunsch, der vanillekipferlbedingten Anfütterung, dem Schimpfen über die Konsumgier der Industrie oder dem ersten X-Mas-Song. Keine Angst! TICKET zeigt: Für jeden Typ gibt es Konzerte jenseits von Last Christmas und CO.

ROCK.POP

Der Zeitpunkt ist undefinierbar. Meist bewegt er sich um die letzten Novembertage, wenn der Regen in Strömen auf die Straßen prasselt, der Nebel bis ins Schlafzimmer zieht und besinnliche Weihnacht wohl das Letzte ist, woran man zu denken gedenkt. Und plötzlich, ohne Vorwarnung, tönen bereits die höllengleichen Akkorde aus den Lautsprechern, die uns jedes Jahr aufs Neue an das letzte Weihnachten erinnern. Höllengleich? Zumindest finden das – glaubt man einer Umfrage – ein Drittel der österreichischen Autofahrer und küren Last Christmas zum nervigsten Weihnachtssong, seit Stille Nacht in die Riege der österreichischen Kulturklassiker aufgestiegen ist. Nun gilt es, das Radio erst nach dem 26. Dezember wieder aufzudrehen und sich vorbeugend in allen öffentlichen Orten mit Orohpax zu wappnen. Man kann ja nie wissen. Nun ja. Bevor man sich gänzlich zu Hause einsperrt, sollte man das heimische Konzertprogramm etwas näher unter die Lupe nehmen. Da schau her! Selbst für den tiefsten Weihnachtsmuffel gibt es den passenden Beat.

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Für Träumer: Irish Christmas Festival Dudelsack, Harfe und Geige – Irische Volksmusik hat ihren ganz speziellen, mystisch-mittelalterlichen Sound und lässt in andere Welten fliehen. Das haben etwa die Amerikaner Flogging Molly bewiesen und mit ihrem Dudel-Rock Millionen Alben verkauft. Echte irische Landsmänner, die mit kuriosgälischen Weihnachtsbräuchen besser vertraut sein dürften, sind am Irish Christmas Festival

in Wien anzutreffen. Cathie Ryan singt dabei bereits seit den 80ern weniger Drunken Lullabies, sondern engelsgleichen, auf einem weißen Pferd reitenden Irish Folk. Moderneren Fetz hat hingegen die sechsköpfige Gruppe FullSet im Gepäck. Zuhause in Irland sind sie als Newcomer hochgelobt und versuchen nun uns grantiges Alpenvolk in ihren Bann zu ziehen. Außerhalb der Hauptstadt wird der Dudelsack auch gerne ausgepackt: zum Beispiel in Imst, St. Pölten und in der Steyrermühl am 18th Guiness Irish Christmas Festival. Mit den schnellen Rythmen von Dervish könnte auch ein genervter Weihnachtsmuffel in Partylaune kommen. Für Besinnliche: James Cottriall und Keiner Mag Faustmann Den britischen Wahlösterreicher James Cottriall kennt man nicht nur aus den Seitenblicken, sondern vor allem für seine teils weinerlichen, teils endorphinversprühenden Songs à la James Blunt rund um das große Thema Liebe. Das neu gebastelte Album erscheint 2014, beim ChristmasKonzert gibt es schon einmal einen Vorgeschmack. Was das österreichisch-deutsche Duo Keiner Mag Faustmann außer „Wien-Berlin“ sonst noch zu bieten hat? Wir sind gespannt. Für Feucht-Unfröhliche: Fett Wia A Christkindl Um in Weihnachts-Schwung zu kommen, leistet auch das ein oder andere Spirituosen-Stamperl seine Dienste. Das haben auch die HardRocker Alkbottle erkannt und taufen ihr


Weihnachtsprogramm Fett Wia A Chrstkindl. Man darf sich wieder auf hochprozentige Texte rund um Biergenuss, den Rausch, der folgt und ähnliche Gemütszustände zwischen Rock und Metal gefasst machen.

BE IS L

ORPH EUM WIEN

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JINGLE HELL Für düstere Anti-Christkinder: Christmas Metal Meeting Für manche hilft alles nichts: in fremde Welten tauchen, sich in besinnlichen Liebesklängen wiegen, nicht einmal das zehnte Guinness kann Abhilfe leisten, um wenigstens ein Fünkchen „All You Need Is Love“ zu entfachen! Für alle, die die dunkle Seite der stillen Nacht bevorzugen und das Gröhlend-Antiweihnachtliche inhalieren, gibt es am Salzburger Christmas Metal Meeting den passenden Sound. Das Line-Up kann sich sehen lassen: Eisregen, Zombie Inc., Mastic Scum und Debauchery. Eine Metal-Version von Weihnachtsklassikern wäre vielleicht sogar eträglich. Dazu sei folgendes Werk empfohlen: Death Metal Christmas – Hellish Renditions Of Christmas Classics von Hate Eternal bassist J.J. Hrubovcak. (ar)

Death Metal Christmas – Hellish Renditions Of Christmas Classics ist bei J.J. Hrubovcak selbst erschienen.

Wie, Wo, Wann? • 18th Guiness Irish Christmas Festival 3. Dezember, Arena, Imst 10. Dezember, Die Bühne im Hof, St. Pölten 12. Dezember, VA-Zentrum ALFA, Steyrermühl 14. Dezember, Jugend und Kulturhaus Röda, Steyr 18. Dezember, Metropol, Wien 19. Dezember, Cinema Paradiso, Baden 21. Dezember, Cselley Mühle, Oslip

• James Cottriall – The Solo Christmas Show 15. Dezember, Local, Wien • Salzburger X-Mas Metal Meeting 20. Dezember, Rockhouse, Salzburg

facebook.com/orpheumwien www.orpheum.at

ROCK.POP

• Keiner Mag Faustmann & Gäste – Weihnachtskonzert 10. Dezember, Theater Akzent, Wien

• Alkbottle 21. Dezember, Gasometer, Wien – Fett Wie A Christkindl 33


© Clemens Schneider

SLEEP SLEEP Auf den eher verwilderten Pfaden zwischen Pop und Ambient wandert das Wiener Songwriting-Mastermind sleep sleep umher. Was vor vier Jahren noch etwas unausgereift klang und unter dem Namen Pieter Gabriel veröffentlicht wurde, ist heute eine fein-säuberlich gelungene Produktion voller sphärischer Hymnen.

GOSPEL Ja, sleep sleep hat Recht, es ist ein Fantasy-Comic. Die Klangspektren von Gospel führen einen in fremde Welten – in fremde Welten voller guter Popsongs, die einmal düster, einmal erhebend, auf jeden Fall aber immer geheimnisvoll-schön wirken. Obwohl die LP nur acht Songs enthält, ist sie unglaublich umfangreich. Bis alle Sounds halbwegs vom Hörer erfasst werden, vergehen einige Durchläufe, in denen man Gospel lieben lernen kann. Die sphärische Energie erinnert an Soundtüftler wie die dänischen Efterklang oder die US-Amerikaner ON AN ON. Die Platte ist also sicher nichts für Freunde von deftigen Klängen oder einfachen Arrangements. Gospel braucht seine Zeit, um sich zu entfalten – Zeit, die man sich nehmen sollte. sleep sleep: · Pieter Gabriel – Songwriter, Arrangements, Produktion, Gitarre, Piano, Vocals

ROCK.POP

Veröffentlichungen: Als Pieter Gabriel: · 2009 – Voices (Single) · 2009 – City Of Last Things Als sleep sleep: · 2013 – CVRS (Cover EP) · 2013 – Gospel

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www.sleepsleep.org

Man wird aufmerksam, wenn man einen bekannten Namen in den Credits einer (noch) unbekannten Platte liest. Stefan Deisenberger? Den kennt man doch irgendwoher. Richtig, er ist Keyboarder der österreichischen Indie-Rocker Naked Lunch. Ob Deisenberger nun mit diesem neuen Künstler nackt zu Mittag gegessen hat, ist fraglich. Eines ist klar: Er hat Teile des (eigentlich) ersten Albums des Songwriters sleep sleep produziert. „Eigentlich“, weil es schon davor ein Album gab, nämlich als Pieter Gabriel. Nein, nicht der Sledgehammer-Typ, sondern ein Wiener, der Gefühl für das Schreiben von Pop-Nummern der etwas anderen Art zeigt. Sein erstes Album aus dem Jahr 2009 wirkt im Gegensatz zur jetzigen LP weniger ausgereift, Talent für Songstrukturen und Hooklines ist aber eindeutig zu erkennen. Er selbst bezeichnet das Werk als „Zeitdokument meiner musikalischen Anfänge.“ Gospel – unter dem neuen Pseudonym sleep sleep bei Noise Appeal Records erschienen – ist für Gabriel eher Neuanfang als Fortsetzung. „Die beiden Alben haben nichts miteinander zu tun“, erklärt er. „Die Instrumente, die auf City of Last Things noch

omni-präsent waren – Gitarre, Ukulele, Piano – sind auf Gospel fast nirgendwo mehr zu finden. Auf City of Last Things wurden die Songs von der Stimme, auf Gospel werden sie von den Arrangements getragen. City of Last Things war eher Tagebuch, Gospel mehr wie ein Fantasy-Comic“, bringt er es gekonnt auf den Punkt. Pieter Gabriel hatte zwischen 2007 und 2010 bereits einige LiveAuftritte, auch im Zuge seiner Albumveröffentlichung. Wie er die komplexen Arrangements von Gospel auf die Bühne bringen will, hat er außen vor gelassen – es wird wahrscheinlich keine Live-Konzerte für das Album geben: „Ich mag keine Proben, ich hasse es zu touren und es langweilt mich irrsinnig, immer wieder die selben Songs spielen zu müssen.“ Sleep sleep ist ein scheues Reh, ein Tüftler, ein Studiohocker, der nur wenige Konzerte im Ambient/ Experimental-Bereich im kleineren Rahmen gibt. Das Album ist jedenfalls absolut hörenswert und fein produziert von einem „scheuen Reh“ namens sleep sleep mit Hilfe eines „alten Hasen“ namens Stefan Deisenberger. (gk)


Ihr Kinderlein kommet zu diesen wunderbaren Konzerten von österreichischen Künstlern, Preisträgern, Durchstartern und Newcomern: Amadeus-Award-Gewinner dieses Jahres sind die jungen Indie-Rocker Catastrophe & Cure, sie kommen zu einer FM4 Radiosession ins Wiener Radiokulturhaus, sowie nach Innsbruck und Villach. Das stillste Konzert des Jahres geben Clara Luzia und Ernesty International:: Das Casino Baumgarten wird wohl seiner phänomenalen Akustik gerecht und einen Ohrenschmaus in besinnlicher Stimmung bieten. Bereits seit 18 Jahren in der Ö-Musik-Szene etabliert sind die Beatboxer Bauchklang. Nun verabschieden sie sich – zumindest für einige Zeit – mit ihrer Akusmatik Tour und touren im Dezember quer durch Österreich. Alte gehen, Neue kommen – mit einem ordentlichen Hauruck wurden die drei Rock-Junioren Kaiser Franz Josef in ganz Österreich bekannt – das alles dank ihrem Vorankommen ins Finale der Casting-Show Die Große Chance. LiveLooping-Beatbox-Künstler fii hat außerdem einige Gäste eingeladen, um mit ihm einen musikalischen Abend im Wiener U4 zu feiern. Auch Dominik Ofner ist aus eben dieser Castingshow bekannt: 2011 schaffte er es bis ins Halbfinale, er ist unter anderem im Stadtsaal Voitsberg zu sehen. Wunderbar lässig und aufgekratzt sind die vier Herren von Bilderbuch, bis 6 jetzt noch Geheimtipp, seit ihrer EP Feinste Seide und der FM4-Chartstürmer-Single Maschin’ aber ganz vorne dabei!

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Redaktion: Gregor Krenker

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FII & FRIENDS U4, Wien 11. Dezember

Salzburg, Graz, Aflenz, Wien, St. Pölten zwischen 5. und 21. Dezember

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KAISER FRANZ JOSEF Weekender, Innsbruck 6. Dezember

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CATASTROPHE & CURE Wien, Innsbruck, Villach zwischen 1. und 28. Dezember

BAUCHKLANG

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BILDERBUCH

Innsbruck, Lustenau, Linz 13. bis 20. Dezember

DAS STILLSTE KONZERT DES JAHRES

Casino Baumgarten, Wien 5. Dezember

ROCK.POP

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© Bob Carey

TRANS SIBERIAN

ORCHESTRA BOMBASTISCHE ROCK-SYMPHONIEN

Beethovens Fünfte, Verdis Klassiker und Mozarts legendäre Werke im völlig neuen Sound-Gewand mit treibenden E-Gitarren, pulsierendem Bass, kräftigem Schlagzeug. Mehr als acht Millionen verkaufte Alben und zehn Millionen Tickets wurden an den Fan gebracht. Im kommenden Jänner bringt die Band ihre bombastischen Rock-Symphonien zum zweiten Mal nach Wien

ROCK.POP

Das TSO hat in den vergangenen zwanzig Jahren eine Bereust du etwas in den vergangenen zwanzig Jahren? außergewöhnliche Karriere hingelegt. Was denkst du dir beim Paul: Nur, dass wir erst so spät begonnen haben, auch in Europa Thema „20 Jahre Jubiläum“? zu spielen. Das hätten wir schon 1999 machen sollen, bei unserer Paul O’Neill: So far, so good! Derzeit proben wir für die Konzerte ersten, großen Tournee. in Nordamerika, zum Jahreswechsel zerstreut sich die Band in alle Herren Länder und alle feiern daheim. Gerade zum Jubiläum freue Du klingst nach der langen Zeit noch immer enthusiastisch ich mich ganz besonders auf das Konzert in Wien! In den 15 und voller Freude. Woher kommt das? Jahren der Nonstop-Tourneen waren wir nur einmal Paul: Ich hatte so viel Glück! Wir haben zu einer Zeit wirklich nervös, und das was 2011, als wir unser begonnen, als für neue Acts noch Geld im Music-Biz Am 26. Jänner Programm Beethoven’s Last Night nach Wien vorhanden war. Ich schlug das TSO-Projekt vor, pilgert das gebracht haben. Es gibt nichts aufregenderes, erzählte, dass ich Rock-Symphonien machen will transsibirische als eine Rock-Oper über Beethoven und Mozart und mit 24 Leadsängern arbeiten werde, um für Orchester in in jener Stadt aufzuführen, in der beide gelebt jede Note die richtige Stimme zur Verfügung die Wiener haben. zu haben. Ich bekam einen millionenschweren Stadthalle (F). Scheck, trotzdem verkaufte sich das erste Album

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Siehst du Parallelen zwischen den Rock-Stars von heute und den klassischen Komponisten? Paul: Mozart war für mich der erste Rock-Star der Geschichte. Er lebte wie ein Rock-Star und starb jung und verarmt, wie ein Rock-Star. Beethoven war der erste HeavyMetal-Musiker, vor allem, wenn man an die Fünfte denkt, die könnte auch von Black Sabbath oder Led Zeppelin stammen. Er war seiner Zeit weit voraus. Und er wurde taub, ganz so wie viele Rocker heute. (lacht)

nicht gut und wir durften dennoch weitermachen. Heute gibt es das nicht mehr und nach einem Flop würde man jede Band sofort feuern. Wir machten dann Beethoven’s Last Night im Jahr 1999 und der Erfolg der Band explodierte. Ich hatte das Glück, noch in dieser Zeit beginnen zu können. Faszinierend ist, dass bei TSO sowohl ältere Musiker und, im Vergleich, auch sehr junge Menschen spielen. Paul: Das hält die Band frisch! Ich nähere mich dem Alter


Gibt es auch einen Generationenwechsel bei den Fans? Paul: Nein, die alten bleiben und es kommen viele junge hinzu! Bei einer Show traf ich ein Paar, das mir erzählte, dass ihr erstes Date als Teenager in der Junior High School bei einem unserer Konzerte war. Heute, 15 Jahre später, sind sie noch immer im Publikum und bringen jetzt ihre Kids mit. Es ist das Schönste mit unserer Musik etwas zu schaffen, das die Generationen verbindet. Du hast viele der großen Werke der klassischen Musik neu arrangiert. Wie schafft man es, nicht nur die hundertste, altbekannte und langweilige Version von Beethovens Fünfter oder der Toccata zu spielen, sondern etwas völlig Neues daraus zu machen? Paul: Eine großartige Frage, die mir bisher erstaunlicher Weise noch niemand gestellt hat! Ich bin ja in New York City aufgewachsen und habe Mozart, Beethoven, Liszt oder Rimsky-Korsakov immer geliebt. Der durchschnittliche Teenager von heute hört das nicht mehr. Wenn er diese Songs dann bei einer Pop-Rock-Band entedeckt, dann kann er etwas damit anfangen. Die meisten (Orchester, Anm.) spielen die klassischen Stücke exakt nach, sie behandeln sie ganz wie verstaubte Museumsstücke. Heute würden Mozart und Beethoven ja E-Gitarren und Synthesizer verwenden, also weshalb sollen wir diese grandiosen Melodien nicht ins Jetzt bringen? Und wir fügen noch unsere eigene Musik hinzu und erschaffen so eine Brücke ins Heute. Nicht nur im Bandnamen findet sich ein Bezug zu Russland, sondern auch in vielen Song-Titeln. Woher kommt deine Faszination für den Osten? Paul: Mich hat schon immer die Geschichte Russlands fasziniert, es ist so ein wunderbares Land und erinnert mich sehr an Amerika. Nur, dass die Russen in ihrer Geschichte ständig Pech hatten. Wir hatten in Zeiten der Krise Menschen wie Benjamin Franklin, Alexander Hamilton oder Abraham Lincoln. Mir tut Russland leid, denn die hatten bloß ihre Zaren, Lenin und Stalin. Vor der bolschewistischen Revolution gab es eine große Kunstszene, Tolstoi, Dostoyevsky, Tschaikowski und viele, viele andere. Nach 1918 war da nichts mehr, keine Literatur, später gab es kaum Rock-Bands. Im Westen hatte zumindest jeder die Chance, sich auszuprobieren, egal ob als Komponist oder Schriftsteller, egal, ob man damit Erfolg hatte oder nicht. Hinter dem Eisernen Vorhang bekam man als Künstler kaum eine Chance. Das stimmt mich traurig, denn da ging sehr viel Potential für die Menschheit verloren.

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SUNRISE AVENUE 27.02.2014 WIEN

ROCK.POP

von 60 mit rasenden Schritten und dann gibt es Musiker, die sind noch nicht einmal dreißig. Sie bringen eine Menge Enthusiasmus mit und verschwenden keinen Gedanken darauf, dass die Musikindustrie eigentlich am Boden liegt. Faszinierend ist, dass ich einigen Bandmitgliedern beim Erwachsenwerden zusehen kann. Die kamen in die Band als sie gerade einmal zwanzig waren, jetzt sind sie schon über 30. Ich kann den Generationenwechsel hautnah mitverfolgen, und für mich fühlt es sich nicht wie 15 Jahre an, die wir nun auf Tour sind, sondern, als hätten wir erst gestern begonnen.

Interview: Alexander Haide

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IT'S ONLY WOERZ Andy Woerz

ROCK.POP

TAXAMETER RENNT!

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Ab und an leiste ich mir den Luxus und fahre weder mit den Öffis noch mit dem eigenen Auto zu einer Veranstaltung, sondern benutze ein Taxi. Die Erlebnisse mit den Fahrern der Benzin- und Hybriddroschken lassen mich jedoch manchmal an der Menschheit zweifeln. Da gibt es eine Fahrerin, die verkürzt ihre Sicht auf die Straße um knapp einen halben Meter, indem sie das Lenkrad knapp unter dem Kinn verkrampft festhält. Benzinsparend braust sie mit schwindelerregenden 30 km/h auf den innerstädtischen Hauptverkehrsrouten Wiens. Positive Begleiterscheinung: Freie Fahrt, denn der Stau ist HINTER einem. Da gibt es auch den Taxifahrer im dicken Anorak, der bei recht frischen Außentemperaturen die Klimaanlage auf 16 Grad gestellt hat und während der Fahrt das Seitenfenster offen lässt, damit es ein bisschen wärmer wird. Erwähnenswert auch die Fahrerin des Hybridwagens, die laut und ständig schwatzend in ruppigem Fahrstil durch die Gegend kurvt. Ständig mit Vollgas und Vollbremsung. Ihr Argument tat sie ungefragt kund: Das sei wegen der „Energierückgewinnung, die ja besonders hoch sei, wenn sie besonders stark bremse“. Und eine meiner Lieblingsgeschichten aus der schillernden Welt der Kurzzeitmietgefährte: Der per Funk in meine Straße gerufene Fahrer, der die gewünschte Zieladresse ins Navigationssystem eingibt, startet, laut Navi-Angaben viermal „bitte rechts abbiegen“ exekutiert, und mich vor meinem Haus wieder absetzen möchte und 5 Euro verlangt. Er hatte versehentlich die Abfahrtsadresse eingegeben. Zu der Veranstaltung kam ich zu spät. „Die Wöd steht auf kan Fall mehr lang …“

SHANTEL Anarchie, Romantik, Balkan-Beats und die Lust nach Neuem. Mit dem Bucovina-Club und einigen bemerkenswerten SoloAlben wurde Shantel zum Star der Downbeat- und TripHopEthno-Szene. Doch auf kalkulierbaren Erfolg pfeift der Deutsche mit alt-österreichischen Vorfahren, und legt jetzt ein überraschendes, neues Album vor. Gigs gibt’s im Winter!

Du hast ja altösterreichische Wurzeln. Spürst du davon noch etwas? Shantel: (lacht) Nicht wirklich. Mein Herz schlägt links von der Donau. Meine Großeltern aus der Bukovina waren für mich die klassische Habsburger-Generation. Das hat bei denen immer sehr stark mitgeschwungen. Sei es beim Essen, bei der grundsätzlichen Lebensauffassung. Das geht soweit, dass sie immer behauptet haben, sie sprächen reines Hochdeutsch. Mein Großvater sagte mir dann irgendwann einmal, dass es geschissenes Österreichisch ist, das sie in Wirklichkeit sprechen. Also bist du ein typischer Bundesdeutscher? Shantel: Ich würde mich als Kosmopolit bezeichnen, als Weltenbürger. Ich habe in meiner Karriere die erste Einladung damals aus Wien bekommen, um hier zu spielen. Das war 1995, 1996, als ich meine ersten Gehversuche auf der Live-Bühne und als DJ in Österreich gemacht habe. Ich dachte, wenn du es in Wien schaffst Leute zu mobilisieren, dann schaffst du es überall. Was macht für dich den Reiz aus, Ethno-Klänge mit Electronic zu verbinden? Shantel: Ich habe nie einen Unterschied zwischen dem gemacht, was man als Worldmusic oder Ethno bezeichnet. Die meisten musikalischen Crossover-Produkte haben einen starken Roots-Anteil. Die westlich geprägte Roots-Musik, zu der ich auch Soul zähle, hat eine länge Entwicklungszeit in der Pop-Kultur hinter sich, und man würde Reggae, HipHop oder Soul niemals als Ethno bezeichnen. Das ist ein fixer Bestandteil der Pop-Kultur. Am Beginn habe ich mich an den Sounds aus London oder New York orientiert, fragte mich aber bald, was das eigentlich mit mir zu tun hat. Im Zuge meiner Reisen und Shows habe ich dann zufällig die Heimat meiner Familie in Südosteuropa entdeckt. Die Erkenntnis war, dass dort keine kulturelle Identität mehr existiert, weil sie durch den Krieg und den


ON TOUR Deine neue CD Anarchy + Romance ist ein Gute-Laune-Album geworden. D’accord? Shantel: Interessant. Das ist für mich ein bisschen überraschend, denn für meine Verhältnisse ist sie ernster als das, was ich davor gemacht habe. Auf Disko Partizani oder Planet Paprika hab’ ich so gut wie nicht selbst gesungen, und wenn, dann sehr reduziert. Dieses Mal hab‘ ich vieles auch raus gebrüllt. Anarchy + Romance ist ein Album, das ziemlich organisch und direkt aufgenommen wurde. Ich wollte eine Platte machen, die den Sound meiner Band repräsentiert, ein anarchisches Live-Spektakel mit einer Prise Romantik. Die Leute tanzen …

Bucovina-Club hatte ich eine recht gut abgesteckte Spielwiese in der Downtempo- und TripHop-Electronica-Szene und war viel, auch mit Kruder & Dorfmeister, unterwegs. Ich hatte eine etablierte Position, die mich irgendwann einmal angeödet hat, musikalisch und auch in ihrer Haltung. Auch das hätte ich verwalten können, das wäre ein guter ökonomischer Weg gewesen. Aber vielleicht bin ich doch als Musiker mehr ein Chamäleon, was zu einem wichtigen kreativen Überlebensprinzip geworden ist. Ich mag es, Geschichten zu erzählen. Irgendwann ist die Geschichte aber zu Ende, dann muss man eine Pause machen und die Batterien aufladen. Anarchy + Romance ist ein Wagnis und ein Risiko, das ich bewusst eingehe. Vielleicht werden zehn von 100 Fans sagen, dass sie damit nichts anfangen können, aber ich bin sicher, dass für die verlorenen 100 neue Fans hinzukommen.

Anarchie und Romantik passen zusammen? Shantel: Ja, sonst würde ich das als Titel nicht nehmen. Das war eine gute Überschrift, wie ich meine Musik und meinen ... und haben gute Laune? Shantel: Sie vergessen zumindest den Alltag, das muss Stil erklären kann. Balkan-Pop fand ich als Schublade nicht per se in guter Laune münden, das kann auch furchtbar und es bringt es nicht auf den Punkt. Balkaneskes eine starke emotionale Aufwühlung und Erregung Lebensgefühl gibt Justin Adams, der jetzt mit Robert Plant (Led sein. es im Dezember in Zeppelin, Anm.) arbeitet, spielt Gitarre. Wie St. Pölten, Linz, kam das zustande? Aber man wird kaum Tränen überströmt bei Graz, Wien und Shantel: Ich lernte ihn in einem Taxi kennen, deinem Konzert stehen? Dornbirn. Shantel: Das hab’ ich aber schon erlebt! das wir uns auf dem Weg zum Flughafen in Marseille teilten. Damals hat er mit Jah Wobble, Das ganze Album wurde live eingespielt, ohne dem legendären Bassist von Public Enemy gearbeitet. Das war völliger Zufall. Er hat so einen grellen, dreckigen Computer. Machst du es dir bewusst schwer? Shantel: Ja. Für mich stellte sich die Frage, ob ich den Erfolg Garage-Sound, der mir immer sehr gefallen hat. Genauso einen von Disko Partizani nur verwalten möchte. Dieses Mal wollte ich hab’ ich gesucht. Dass er jetzt mit Robert Plant arbeitet zeigt, was radikal etwas verändern. Ich hab’ mir keine Gedanken gemacht, für ein versierter Mann er ist. Für mich ist das eine wahnsinnige ob mich das in ökonomische Schwierigkeiten bringt oder ob mich Ehre! das viel Zeit kostet. Ich habe versucht, die Leidenschaft, die sich über das Live-Spielen entwickelt hat, einzufangen. Die Arbeit im Alles auf dem Album wurde mit einem einzigen, alten Mikro Hansa-Studio war am Beginn schwierig, denn ich war es nicht aufgenommen. Was ist die Geschichte dahinter? gewohnt, so zu arbeiten. Zudem ist es auch ein mystischer Ort, Shantel: Das ist ein RCA 44 Bändchen-Mikrophon, das ich wo unglaublich legendäre Bands und Musiker gearbeitet haben. irgendwann mal in Amerika gekauft habe. Damit hat man früher die Big Band-Aufnahmen gemacht. Es ist ein räumliches Das färbt ab. Mikrophon, es ist mono und dennoch bekommt man ein gutes Gefühl, wie der Raum klingt. Du kannst in das Mikrophon rein Beeinflusst so ein legendäres Studio wirklich die Arbeit? Shantel: Der Geist weht durch die heiligen Hallen, in denen es brüllen wie von der Tarantel gestochen, und es wird immer keine Tages- und Jahreszeiten gibt, es gibt immer das gleiche gutmütig damit umgehen. Du kannst aber auch hineinflüstern Licht und die gleiche Raumtemperatur, du bist in einem Vakuum. und damit sofort einen Moment der Intimität erzeugen. Wer aller Das tut der Kreativität aber sehr gut. Es ist ein Ort, der für einen damit schon aufgenommen hat, möchte ich gar nicht wissen. Musiker sehr befruchtend ist. Interview: Alexander Haide

Du hast von der Veränderung im Stil gesprochen. Ist das deine ideologische Triebfeder? Shantel: Ja, im Prinzip schon. Ich habe keine Berührungsängste, radikale Brüche in meiner Karriere zu vollführen. Mit dem

ROCK.POP

Stalinismus zerstört wurde. Mit dem Projekt Bucovina-Club wollte ich ihr wieder ein musikalisches Gesicht geben. Der Sound setzt sich aus sehr traditionellen und sehr modernen Elementen zusammen. Aber ich habe es in der Kommunikation immer unterlassen, die Floskel Ethno oder Worldmusic zu verwenden.

Anarchy+Romance ist bei Essay (Indigo) erschienen.

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DIE TANZSENSATION

Die neue Show

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mit den Nr.1-Hits von Usher Rihanna Bruno Mars David Guetta Beyoncé Prince

10. - 12.01.14 · Festspielhaus Bregenz 28.01. - 02.02.14 · Halle E im MuseumsQuartier Wien 01. - 06.07.14 · Brucknerhaus Linz 08. - 13.07.14 · Oper Graz

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DER BROADWAY-KLASSIKER

A Tribute to: bJimi Hendrix b bAmy Winehouseb bJanis Joplinb bKurt Cobainb bJim Morrisonb bBrian Jonesb (Rolling Stones)

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25.02. – 02.03.14 Halle E im MuseumsQuartier Wien www.the27club.at

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RED BULL FLYING BACH URBAN DANCE TRIFFT KLASSIK

MUSICAL.SHOW

2010 tat sich die international erfolgreiche Berliner B-Boy-Combo Flying Steps mit dem Opernregisseur Christoph Hagel zusammen, um das Stück Red Bull Flying Bach zu kreieren. Urban Dance trifft hier auf „Das wohltemperierte Klavier“ von Johann Sebastian Bach (1685–1750).

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Vartan Bassil und Kadir „Amigo“ Memis gründeten die Flying Steps bereits 1993 in Berlin und sind damit äußerst erfolgreich. Spezialisiert auf die urbanen Tanzstile B-Boying, Popping und Locking gewannen sie mehrere Weltmeisterschaften. In ihrer Flying Steps Academie, die sie 2007 eröffneten, kann man die verschiedenen Tanzstile B-Boying (Breakdance), Hip Hop/ Streetdance, Popping, House Dance, Dance Hall, Kindertanz sowie Jazz Dance, Lyrical Dance, Ballett, Tap und Salsa erlernen. Hier steht der Dialog der einzelnen Tanzstile im Vordergrund, denn Tanz ist eine Sprache die sich ständig weiterentwickelt und Einflüsse von überall in sich aufnimmt. So sprengten sie mit Red Bull Flying Bach auch die Grenzen zwischen Jugend- und Hochkultur. Die außergewöhnliche Show wurde 2010 mit dem ECHO Klassik Sonderpreis ausgezeichnet. Die Choreographie verantwortet Vartan Bassil, für den mit Red Bull Flying Bach ein Traum wahrgeworden ist.

B-Boying

B-Boying bzw. B-Girling entstand in den 1970er-Jahren als Tanzform der Hip-Hop-Bewegung unter afroamerikanischen Jugendlichen. Als Ursprungsort gilt New York, wobei die Erfindung des Stiles keiner einzelnen Person zuzuschreiben

ist. Geprägt wurde der Stil anfänglich u.a. von James BrownTanzschritten, den damals sehr populären Kung-Fu-Filmen und dem Bodenturnen. Wesentliche Elemente sind Top Rocking (das Tanzen im Stand), Footworks (Moves am Boden), Freezes (das Verharren in möglichst eindrucksvollen, oftmals akrobatischen Posen) und Powermoves (Bewegungen, die Drehungen um jede beliebige Achse mit einschließen – z.B. der Headspin, also das Rotieren auf dem Kopf oder Windmills, eine liegende Drehung auf Schultern und oberem Rücken um die eigene Achse, während die geöffneten Beine den Boden nicht berühren). Der Begriff Breakdance wurde und wird von den Medien für B-Boying aber fälschlicherweise auch für Popping und Locking verwendet.

Popping

Ebenfalls in den 1970er-Jahren entwickelte sich der Tanzstil Popping. Der mechanisch wirkende Bewegungsstil gleicht dem eines Roboters. Durch exakte Isolation und Kontraktion einzelner Körperteile wirken die TänzerInnen schwerelos und wie ferngesteuert. Michael Jackson verwendete in seinen Choreographien immer wieder Figuren des Popping: bekanntestes Beispiel ist der von den Medien als „Moonwalk“ bezeichnete Backslide.


Locking

Locking wurde von Don Campbell erfunden und durch zahlreiche Auftritte seiner Gruppe Campbellock Dancers im amerikanischen Fernsehen verbreitet. Die Bewegungen werden sehr dynamisch, groß und oftmals übertrieben ausgeführt. Typische Locking-Bewegungen sind mit Namen aus dem Cartoon-Bereich bezeichnet.

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Das Wohltemperierte Klavier

21.12.13 · Bregenz | 07. - 08.01.14 · Wien www.theharlemgospelsingers.at

PHOTO OF PREVIOUS CAST MEMBER

Das Wohltemperierte Klavier bezeichnet eine Sammlung von Präludien und Fugen von Johann Sebastian Bach. Der 1. Teil wurde 1722 fertiggestellt, der 2.Teil 1740/42. Mit dem Begriff „Clavier“ wurden damals übrigens alle Tasteninstrumente bezeichnet, da aber Bach keine Pedalstimme verzeichnete, scheidet die Orgel dafür aus. Bach wollte die Eignung der wohltemperierten Stimmung, die 1681 von Andreas Werckmeister erfunden worden war, zum Komponieren und Spielen in allen Tonarten demonstrieren. Heutzutage werden Klaviere allerdings gleichstufig temperiert, wobei die Tonartencharakteristik verloren geht. Bei Red Bull Flying Bach spielt Christoph Hagel selbst Klavier, Sabina Chukurova Cembalo. Dazu kommen elektronisch verfremdete Beats von Ketan und Vivan Bhatti. (pmd)

22.04.14 · Graz 23.04.14 · Salzburg

24.04.14 · Linz 25. - 26.04.14 · Wien

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Werden Sie Zeuge, wie bei Red Bull Flying Bach Jugendkultur mit der sogenannten Hochkultur perfekt in Harmonie bestehen kann!

• 07.–08. April: Linz, Brucknerhaus • 12.–13. April: Bregenz, Festspielund Kongresshaus

25.03.14 · Innsbruck 26.03.14 · Linz 10.04.14 · Bregenz

11.04.14 · Graz 12. - 13.04.14 · Wien www.the-bar-at-buena-vista.at

• 05.–06. Mai: Salzburg, Großes Festspielhaus

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MUSICAL.SHOW

• 10.–16. Februar: Wien, Museumsquartier Halle E

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KOOZA

MUSICAL.SHOW

KOOZA kehrt zurück zu den Anfängen des Cirque du Soleil in dem darin die beiden Zirkustraditionen, nämlich die Kunst der Clownerie und die der Akrobatik, verknüpft werden. Entstanden ist wieder eine exotische, farbenfrohe Show mit atemberaubender Akrobatik in einem verrückten Königreich, die das Publikum verzaubert.

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2014 feiert der kanadische Cirque du Soleil (französisch dem Taschendieb und dem unausstehlichen Touristen mit für „Zirkus der Sonne“) sein 30-Jahr-Jubiläum. Begonnen seinem bösen Hund in Kontakt. Angesiedelt zwischen Stärke hat alles, als eine Truppe um die Straßenkünstler Guy und Zerbrechlichkeit, Unruhe und Harmonie, Gelächter Laliberté und Daniel Gauthie eingeladen wurde, eine und Lächeln werden die Themen Angst, Identität, Show anlässlich der 450-Jahr-Feier Kanadas Erkenntnis und Macht erforscht. Dabei werden zu gestalten. Aus dieser kleinen Gruppe die physikalischen Anforderungen an die Tauchen Sie von 8. Mai entstand ein Entertainment-Unternehmen, menschliche Leistungsfähigkeit in all ihrer bis 1. Juni im Grand das weltweit ca. 5.000 Menschen, davon Pracht und Zerbrechlichkeit unterstrichen. Chapiteau in Neu Marx, Wie gewohnt spielt sich alles in einer knapp 1.300 ArtistInnen, beschäftigt. Wien, bei Kooza ein faszinierenden und exotischen visuellen Der Hauptaugenmerk der Shows liegt in eine faszinierende, Welt voller Überraschungen, Nervenkitzel, auf Artistik, live gespielter Musik und magische Welt erfüllt Schaudern sowie Waghalsigkeit ab wobei der Magie des Theaters – auf Tiere wird von einem Akrobatikgänzlich verzichtet. Mittlerweile gibt es natürlich auch die freche Situationskomik Adrenalinschub.* 33 Shows, einige von ihnen werden bereits nicht fehlen darf. Das Publikum taucht seit vielen Jahren gespielt, die bereits mehr dabei ein in die Welt der Phantasie, der Magie als 100 Millionen Zuschauer in über 300 Städten und des verzaubernden Theaters. „KOOZA in mehr als 40 Ländern auf sechs Kontinenten KOOZA handelt von menschlichen Beziehungen in einer dualen Welt von Gut und Böse“, erläutert Regisseur verzaubert und begeistert haben. In KOOZA wird die Geschichte eines melancholischen David Shiner. Der Name „Kooza“ geht auf das Sanskrit-Wort Einzelgängers, dem „Unschuldigen“, erzählt, der seinen „Koza“ zurück, das Box, Kiste oder Schatz bedeutet. Die Idee Platz in der Welt sucht. Auf seiner Suche kommt er mit einer eines „Zirkus in der Box“ war einer der Grundgedanken von Reihe komischer Charaktere wie dem König, dem Trickster, KOOZA. (pmd) * Hotelpackages für den 10., 17., 24., und 31. Mai erhältlich!


© OSA Images (7)

• 9 Tage dauert der Aufbau des Zirkuszeltes mit allen seinen Nebenzelten, 3 Tage der Abbau. Für die Zeltstadt wird eine Grundfläche von 17.000 m² benötigt. • 60 Trailer transportieren das komplette Equipment. • Seit der Premiere im April 2007 haben über 4 Millionen Kooza gesehen. • Der Cast besteht aus 53 KünstlerInnen aus 18 Nationalitäten, insgesamt sind ca. 175 Personen mit auf Tour (Cast, Crew, Familienmitglieder). Zusätzlich werden vor Ort ca. 120 MitarbeiterInnen angestellt. • Die Bühne bei Kooza ist die höchste Bühne, die jemals für eine Cirque du Soleil-Show geschaffen wurde. Die Höhe von knapp 12 m wird für den Schachtelteufel (eine aus einer Schachtel springende Puppe) benötigt.

MUSICAL.SHOW

Facts:

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SEX SELLS Georg Biron

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Der glimmende Bildschirm, der uns das Internet zeigt, ist unser neues Lagerfeuer. Da versammelt sich die Community im digitalen Biedermeier des Social Web. Und wenn sich dann ein 18-jähriges Mädel wie Jess Greenberg zu uns hinhockt, eine akustische Gitarre an die Brüste presst und CoverVersionen alter Rock-Hadern zum Besten gibt, dann würde ich mich mit ihr am liebsten im Feuer wälzen und den Herrgott einen guten Mann sein lassen, weil diese Schmolllippen mir auch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des ÖAMTC vorsingen dürften. Vor zwei Jahren, als sie im Web startete, trug sie schäbige graue Schlabberpullis und war wenig begehrt, doch dann zog sie sich um, zeigte eng sitzende bunte Tank-Girl-Shirts – und schon wurde darüber diskutiert, ob sie darunter einen Push-upBH anhatte oder nicht. An ihrer Stimme oder ihrem musikalischen Vortrag hatte sich nicht viel geändert. Unglaubliche 17 Millionen Mal sind ihre Videos auf YouTube bisher geklickt worden. Was ich immer sage: Sex sells! Mal sehen, ob bei ihr – genau so wie bei Lana Del Rey – eine internationale Marketingstrategie dahintersteckt. Es gab da vor einiger Zeit einmal einen Dichter, der nicht der Dümmste unter der Sonne war und immer wieder einen passenden Kalenderspruch zur Weltlage parat hatte: Der BrechtBert’l äußerte einmal sinngemäß, dass nach den Mühen einer Gebirgsüberwindung die Mühen der Ebene zu bewältigen sind – und nach so einem fulminanten Start hat die hübsche und jetzt in der ganzen digitalen Welt bekannte Jess Greenberg viele ebene Kilometer vor sich.

MOMIX BOTANICA Tanz küsst Fantasie Die neueste Tanz-Show MOMIX BOTANICA des innovativen Choreographen und Regisseurs Moses Pendleton entführt das Publikum in eine verblüffende, prächtige, farbenfrohe Welt die vom Rhythmus des Lebens von Mensch und Pflanzenwelt geprägt sind. 1981 gründete Moses Pendleton, einst Mitinitiator des Pilobolus Dance Theatre, seine eigene Tanzkompanie MOMIX. Seitdem verzaubert die Modern Dance Company MOMIX mit Hilfe von ungewöhnlichen Requisiten, farbenfrohen Kostümen und einzigartigem Humor das Publikum weltweit. Pendleton choreographiert aber nicht nur für sein eigenes Ensemble sondern auch u.a. für das Joffrey Ballet in New York, das Kirov-Ballett in St. Petersburg, die herausragende klassische Balletttänzerin Diana Vishneva oder für Musikvideos von White Lion, Prince oder Shadowfax. Neben ihren Tanzproduktionen hat MOMIX auch zahlreiche Projekte für Kino und TV international realisiert, darunter zum Beispiel Imagine, den der ersten 3-D-Filme für IMAX Kinos. Für die neue Show MOMIX BOTANICA ließ sich Pendleton von seiner Leidenschaft für die Natur inspirieren und schuf seine ganz eigene Liebeserklärung an eben diese. Die zehn TänzerInnen gestalten Formen wie Bäume oder Blumen in den Bühnendekorationen des Figurendesigners Michael Curry (Disneys König der Löwen). Da erblühen Blumen, schweben Quallen im Meer und flattern Vögel durch die Luft. Die Verbindung von professionellem Tanz, farbgewaltigen Kostümen, überraschenden Projektionen erzeugt wortlos zauberhafte Bilder. Die Show folgt der Evolution, der Folge der Jahreszeiten und dem Ablauf eines Tages. Alle Pflanzen, Lebewesen und Dinge werden durch den menschlichen Körper dargestellt. (pmd)

MOMIX Botanica entführt Sie in eine faszinierend andere Welt voller Überraschungen: getanzte Bilder – wortlos schön und zauberhaft! • 11.–12.02. Innsbruck, Dogana • 14.–16.02. Bregenz, Festspielhaus • 19.–24.02 Wien, Stadthalle Halle F

© Max Pucciariello (2)

MUSICAL.SHOW

SECHS SAITEN


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Johnny Zatylny als die Queen-Legende

Es sind die 80er, als Johnny seine musikalische Karriere in Montreal mit der Band Simon Says ins Rollen brachte. Da war er noch einfach Johnny. Einen Freddy Mercury? Den gab es damals noch in Original-Fassung: Da zog er noch lebend die Menschenmassen mit Queen in seinen Sog und schrieb Welthits und Musikgeschichte. Wie uns all die Elvisse, Falcos oder Johnny Cashs auf Kostümparties lehren, floriert nach dem Tod eines Künstlers der Kult um seine Person. Plötzlich hat er etwas Mystisches, Verschwörungstheorien machen den Umlauf und die letzten Reste des Schaffens werden posthum veröffentlicht. Der nächste Schritt ist der Wunsch nach der Auferstehung des totgeglaubten und vielleicht doch lebendigen Musikgottes. Spätestens als Johnny bei der US-Show Your Big Break 1999 als Freddy-Double auf die Bühne tritt, feiert die Welt ein Mercury-Osterfest. Ein Jahr später wird die deutsche Queen-Tribute-Band MerQury auf den Kanadier aufmerksam, Johnny zieht nach Deutschland und tritt weltweit auf. Neben MerQury, die Band, die auch in We Are The Chamions – The Queen Experience zu sehen ist, verbreitet er noch in zahlreichen Queen-Coverbands das Flair des Kult-Gespanns. Und es stimmt: die kräftige Stimme, das lang gezogene Gesicht, der leicht angespannte Ausdruck und die heroische Gestik – es kann nur einen Freddy Mercury geben, eine würdige Hommage ist Johnnys Performance dennoch. Und das steht außer Frage: bei einem Double Wettbewerb würde er immer den ersten Preis absahnen. (ar) Erleben Sie Johnny Zatylny als Freddy Mercury live im Musical We Are The Champions –The Queen Experience! Am 25. Jänner in der Grazer Messehalle A und am 29. April in der Wiener Stadthalle.

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EIN MERCURY AUF ERDEN

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AFRIKA! AFRIKA! DAS ZIRKUSEREIGNIS IST ZURÜCK

MUSICAL.SHOW

Vor ca. 10 Jahren hat der geniale österreichische Multimediakünstler André Heller seine Idee eines afrikanischen Zirkus mit der Show Afrika! Afrika! verwirklicht. Für eine neue Tournee wurde Afrika! Afrika! speziell für Theaterbühnen neu inszeniert und versetzt das Publikum wieder ins Staunen.

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Viele Menschen denken bei Afrika an einen Kontinent der von (Hunger-)Katastrophen, Krankheiten und Bürgerkrieg heimgesucht ist. Doch der Kontinent steht auch für pure Lebensfreude die dort trotz der oftmals widrigen Umstände herrscht. Verbunden damit ist auch das künstlerische Element, das in der afrikanischen Kultur noch immer tief verbunden ist, und manches Mal zu wahren Höhenflügen inspiriert. André Heller selbst lässt sich seit Jahren immer wieder in Afrika inspirieren und lebt einen Großteil des Jahres in Marokko; für ihn ist „Afrika mehr ein Seelenzustand als ein Land“. In der neuen Show sind einige Höhepunkte der damaligen Zeltshow wieder zu sehen, aber ca. 85% der KünstlerInnen sind neu mit dabei. Insgesamt verzaubern 20 Showacts mit 77 KünstlerInnen das Publikum. 140m2 LED-Wände als Bühnenarchitektur, 1.000 Kostüme – davon einige Kreationen des afrikanischen Modelabels Bull Doff

– und die herausragende Live-Band sorgen mit Musik, Bildern sowie Tanz für ein wahrlich rauschhaftes Fest für die Sinne und entführt Sie in eine faszinierend andere, unbekannte Welt. Über ein Jahr dauerte das Casting für die neue Show um wieder außergewöhnliche ArtistInnen präsentieren zu können. Gesucht wurde nämlich nicht nur in Afrika, sondern auch in der sogenannten Diaspora, also in der Karibik und in Südamerika wo die Nachfahren von SklavInnen leben; weiters wurden African Americans engagiert. Dann all diese Menschen zählen mit ihren Wurzeln genauso zur afrikanischen Weltkultur, die in Europa oftmals als kitschige Folklore ohne Bedeutung gesehen wird. Heller gibt nun diesen talentierten KünstlerInnen wieder eine Präsentationsplattform in Europa, Anerkennung und vor allem sichert er ihnen sowie ihren Familien ein Überleben in Afrika. Dabei zeigt er ein Bild von wunderbaren Menschen mit einer klaren, liebevollen Haltung, nämlich, dass man genau die Energie die man aussendet auch zurück erhält. (pmd)


Afrika! Afrika! verzaubert Sie mit exzentrischen, atemberaubenden neuen Attraktionen in vielen österreichischen Städten und schenkt Ihnen ein frohes Herz!

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SILVESTER „The same procedure like every year, James“ verlangt die ältliche Dame Sophie von ihrem Butler in Dinner For One, und auch Urwiener Mundl schießt alljährlich am Jahresende nicht nur den Vogel, sondern auch das Nachbarhaus ab – wills dann aber nicht gewesen sein. Bräuche, um „ordentlich“ ins neue Jahr zu rutschen, gibt’s zuhauf – mit Feuer- und Böllerwerk sollen im animistischen Glauben „böse Geister“ vertrieben werden, knallende Sektkorken sorgen hoffentlich ausschließlich für eine blaue Gemütslage und nicht blaue Augen, wie auch das Bleigießen hoffentlich nicht das neue Jahr gleich mit kleineren Wehwehchen begehen lässt. Der Jahreswechsel ist auch immer Anlass, das vergangene

k Andreas Vitase

Jahr Revue passieren zu lassen – zum Beispiel mit Maschek. und Das war 2013 oder den Herren und Damen Scheitz, Fleischhacker, Lukas, Roubinek und Tartarotti mit ihrem Rückspiegel – oder schlichtweg mit einem Lachen im Gesicht von 2013 ins 2014 zu rutschen. Hierfür bestens geeignet sind zahlreiche Silvester-Programme wie von Christoph Wagner-Trenkwitz (Der Silvester-Schwan), den Science Busters, Mike Supancic (Silvester Auslese) oder den Kernölamazonen mit ihrem Silvester-Special. Alljährlich gibt’s aber insbesondere auch in der Hauptstadt rund um den Jahreswechsel ein munteres Treiben im Wiener Konzerthaus und im Akademietheater, betitelt mit Silvester ’13 in Wien.

neuinszeDinner For One mbesetau niert? Meine Tr r wäre tle Bu zung für den Für das . er lb natürlich ich se gerne h ic e Tigerfell hätt Und i. an ar Michael Niav indm zu e llt Miss Sophie so in. se en ag tr est leicht zu

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Zwischen 27. und 31. im Berio-Saal des Konzerthauses.

© Arnd Oetting

KABARETT.COMEDY

Zwischen 28. und 31. im Mozart-Saal des Konzerthauses.

Bernhard Ludw ig

Am 28., 29. und 31. im Berio-Saal des Konzerthauses.

Ereignis des Jahres? Die Papst-Wahl. Alle haben gebannt auf den Balkon des Petersdoms gestarrt und dann kam das zu Erwartende: Ja, es ist ein Bub. Gernot Kulis


IN WIEN In der Redaktion die Korken knallen ließ: Stefan Baumgartner

ebnis des Mein Live-Erl ahlkampfJahres? Die W g von veranstaltun ein Bordell Stronach. Wie tier! der Demokra

it Interviews m zum rn le st allen Kün r te und Thema "Silves el" lesen Sie Jahreswechs azin.com! ag auf ticketm

Am 31. im Akademietheater.

Advent heißt, dass jeder hektisch ist.

Mein Rezept fü r den Morgen nach zu viel Alkohol? Spaz ieren gehen bis man wieder Durst bekomm t!

Heinz Marecek

Am 27., 29. und 31. im Mozart-Saal des Konzerthauses.

G KABARETT.COMEDY

© Udo Leit ner

Sterrmann ann und Grissem

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SCIENCE BUSTERS Das kollektiv wohl erotischste Kleinkunsttrio ist über die Landesgrenzen hinaus hinlänglich ein Begriff. Soeben wurden sie für ihr Schneckenstreicheln-Buch von bild der wissenschaft ausgezeichnet, befriedigen aber auch abseits von Ehrungen Wissensdurst und Gier nach Amüsement. Dabei sind die Herren Oberhummer, Gruber und Puntigam wohl die einzigen, die ungestraft Präsidenten sprengen und Jesus – erneut – ans Kreuz nageln dürfen.

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Ist kalt duschen tatsächlich gut fürs Immunsystem? Science Busters: Nein, ob man kalt oder warm duscht, hat keine Bedeutung für das Immunsystem, sehr wohl aber für den Kreislauf. Das führt dazu, dass das Herz ein wenig belastet wird. In erster Linie dient Duschen jedoch der Reinigung, und die funktioniert mit warmem Wasser deutlich besser.

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Kleidung am Heizkörper vorwärmen: Kann sie dort Feuer fangen? Science Busters: Wenn Außerirdische mit Flammenwerfern die Kleidung attackieren, dann ist ein Brand sehr wahrscheinlich. Sonst eher nicht. Die maximalen Temperaturen, welche bei modernen Heizkörpern erreicht werden, betragen zwischen 40 und 60 Grad Celsius, während ältere Heizkörper 70 bis 90 Grad erreichen können. Die Zündtemperatur von Baumwolle beträgt aber 450 Grad, für die im Bekleidungssektor verwendeten Viskosefasern 238 Grad Celsius. Andere Kunststofftextilien haben eine noch wesentlich höhere Zündtemperatur. Kann man eigentlich vom Blick in den Schnee erblinden? Science Busters: Wenn man direkt in den Schnee schaut, besteht in der Regel keine Gefahr, denn im Schnee ist es oft sehr dunkel. Das weiß jeder, der schon einmal kopfüber in den Pulverschnee getaucht ist. Die Reflexionen einer Schneefläche hingegen können auch unharmlos sein: Bei zu starker ultravioletter Strahlung kommt es nämlich zu sonnenbrandähnlichen Verbrennungen von Horn- und Bindehaut. Das tritt durch Reflexion der UV-Strahlung im

Schnee, insbesondere in größeren Höhen durch die stärkere Strahlung auf. Schutz bieten hier Gletscherbrillen. Wie kurz muss ein Vorname sein oder wie voll die Blase, damit man seinen Namen in den Schnee pinkeln kann? Science Busters: Für diese Frage sind wir dankbar, damit haben wir gar nicht gerechnet! Es kommt darauf an, wie groß man den Namen schreiben will und in welcher Sprache. Wenn man nur dahintröpfelt, kann man sogar den Donaudampfschifffahrtskapitän morsen, und in Steno geht sich auch Einiges aus. Können erkältete Tiere den Menschen anstecken? Science Busters: Natürlich können Tiere den Menschen anstecken, aber womit? Beulenpest funktioniert in jeder Jahreszeit und ein neuer Vogelgrippevirusmutant namens H6N1 feiert gerade Gleichenfest. Am meisten Menschen haben sich aber mit Tierliebe infiziert, was dann oft anderen Menschen wieder nicht zuträglich ist, etwa denen, die auch gerne jeden Tag eine Dose Essen auf dem Teller hätten, aber leider keine Katze in Österreich sind. Was Erkältungen betrifft, so glauben viele Menschen, dass man sich aufgrund der Kälte ansteckt. Tatsächlich ist die Kälte vollkommen unbedeutend. Problematischer ist, dass man bei Kälte die Heizung einschaltet und das führt dazu, dass es in den Wohnungen feucht/warm ist. Dieses Klima sorgt dafür, dass wir uns anstecken, denn auch Bakterien und Viren haben es gerne warm. Also, immer alle Fenster offen haben, und nicht heizen, dann gibt’s auch


Macht der Duft von Lebkuchen, Spekulatius und Co. „high“? Science Busters: Im Prinzip nicht, aber einige Gewürze können den Kreislauf anregen – wie zum Beispiel Zimt. Sollte man einen zu hohen Blutdruck haben, sollte man damit vorsichtig sein. Hat man Zahnschmerzen, so kann man sich mit Eugenol – das befindet sich in der Gewürznelke – helfen. Aber bitte nicht direkt auf die Gewürznelke draufbeißen, sondern mit dem benachbarten Zahn. Umgekehrt führt der Schmerz dann zur Ausschüttung von Endorphinen. Will man diesen Genuss haben, braucht man nicht unbedingt Schmerzen erleiden, es reicht, wenn man Safran nimmt. Safran war früher ein Opiumersatz – kann man aber auch heute noch dafür verwenden. Das Problem ist die Dosis. Man muss schon sehr viel Safran zu sich nehmen, und wenn man 50 Packungen Safran kauft, dann fällt das erstens auf, zweitens kann man sich vergiften wie mit jeder Droge, aber nur dann, wenn man davor nicht schon ausgiebig erbrechen muss. Was feiern Sie, als rational denkender Mensch, zu Weihnachten, Herr Oberhummer? Science Busters: Meine Familie feiert Weihnachten wie die meisten ÖsterreicherInnen mit Weihnachtsbaum, Liedern und Festtagsessen. Weihnachten ist nämlich das Fest der Familie, Liebe, Freundschaft, Freude, Geschenke und der Wintersonnenwende. Dass da angeblich auch ein Religionsgründer geboren wurde, ist dabei nicht von Bedeutung. Es gibt tatsächlich aber auch etwas in dieser Nacht zu feiern: Sir Isaac Newton wurde geboren. Damit hatten wir Jahre später ein tolles Gesetz der Gravitation, der Mechanik, der Optik, die Erfindung des Spiegelteleskops, der Differentialrechnung und vieles mehr. Kann eigentlich der „Stern von Bethlehem“ als Wegweiser tatsächlich existiert haben? Science Busters: Es gibt drei Erklärungsversuche von Astronomen für den „Stern von Bethlehem“. Es kann einerseits ein Komet gewesen sein. Ein Komet oder Schweifstern ist ein kleiner Himmelskörper von einigen Kilometern Durchmesser, der in den sonnennahen Teilen einen leuchtenden Schweif entwickelt. Andererseits kann es auch eine Planetenkonstellation gewesen sein: Darunter versteht man, wenn zwei Planeten scheinbar am Nachthimmel eng beisammen stehen. Oder es war eine Supernova-Explosion: Am Ende ihres Lebens können Sterne explodieren, und als neuer heller Stern am Himmel sichtbar werden. Keine der obigen drei Hypothesen kann jedoch zufriedenstellend den „Stern von Bethlehem“ beschreiben. Das größte Problem ist jedoch, dass diese Himmelserscheinung nur von den drei Heiligen Königen gesichtet wurde und sonst nirgendwo auf der gesamten Erde erwähnt wurde. Es liegt der Verdacht nahe, dass sie neben Gold, Weihrauch und Myrrhe noch andere Substanzen mitgeführt haben, vielleicht sogar in ihren Blutkreislauf. Zu Weihnachten gibt’s bei manchen Familien Fisch. Stinkt jener wie im Sprichwort tatsächlich vom Kopf her? Science Busters: Ja, da sich die Kiemen am Kopf befinden. Der restliche Fisch ist von einer dünnen Schleimschicht

umgeben. Dadurch wird der restliche Fisch gut geschützt. Bei den Kiemen gibt es aber diese Schicht nicht. Also können bei den Kiemen und im Maul die unangenehmen Keime als erstes Fuß fassen. Das riecht man dann … Nachdem Silvester vor der Türe steht – lieber Herr Puntigam, steckt auf dem Plakat zu Supererde die Rakete tatsächlich „drinnen“? Und Herr Gruber, was würde passieren, würde man selbige anzünden? Science Busters: Mit großer Freude nehmen wir zur Kenntnis, dass nach der Frage nach der Urinierbarkeit des Namens auch der Enddarm zu seinem Recht gelangt. Würde man die Rakete anzünden wollen, hätte man seine liebe Not, denn Holz oder gepresstes Papier brennen gar nicht so leicht. Würde man die Lunte entzünden, bekäme die alte Diskussion, ob man auf Verbrennungswunden Öl geben soll, neues Futter, denn solche würden möglicherweise vorbeischauen. Jedenfalls wäre der Schauwert groß, zumal in Innenräumen. Gibt es bei Weihnachtsgebäck eigentlich lethale Dosen? Science Busters: Ja, bei 3 kg platzt der Magen. Interview: Stefan Baumgartner

Die Science Busters erlebt man bei einer großen XXL-Show am 6. und 7. Dezember in der Wiener Stadthalle, sowie ab Monatsmitte in Linz, Salzburg und Wien mit ihren mannigfaltigen Edutainments!

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HATZIUS

UND

e Michael und sein 5., Echse plaudern am im r 6. und 7. Dezembe ie W ner Linzer Posthof, im d im Theater Ak zent un ic. Salzburger Republ

Die Echse ist das Urgestein der Kulturlandschaft, hat damals mit Aristoteles das Theater begründet. Heute macht sie sich einen Spaß daraus, gemeinsam mit dem Berliner Michael Hatzius über die Probleme der Welt zu parlieren. Das kann unter Umständen ziemlich komisch werden, vor allem, wenn wieder eine Überschwemmung kommt …

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Worin liegt der komische Unterschied zwischen einem Zwiegespräch mit einer Puppe und einem Menschen? Michael Hatzius: Ich trete mit meinen Puppen nicht in ein Zwiegespräch, wohl aber manche Puppen untereinander. Generell liegt ein Unterschied eines Gesprächs zwischen Mensch und Puppe sicherlich in dem Widerspruch, dass der Spieler seine Darstellung derart spalten kann, dass im Kopf des Zuschauers der Eindruck entsteht, hier kommunizieren zwei autonome Lebewesen. Derselbe Zuschauerkopf aber weiß zugleich, dass dem eben nicht so ist. Unlösbare Widersprüche löst das Gehirn gern mit Lachen.

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dann vor, einen Leguan zu bauen, so hieß „Die Echse“ am Anfang auch. Bei den anderen Figuren habe ich andersrum gearbeitet.

Haben Sie in Ihrer Kindheit schon eine Vorliebe für Puppen und Urechsen? Michael: Die meisten Jungs haben irgendwann eine Dinophase. Besonders in den Neunzigern war das so. Ob mich das geprägt hat – keine Ahnung, ist ein schöner Gedanke. In den Kindertagen habe ich Puppenspiel im „Normalmaß“ betrieben, aber als Jugendlicher bin ich in eine Jugendtheatergruppe gegangen, die von Puppenspielern geleitet wurde. Da hat mich die Faszination gepackt. Ach ja, meine Mutter war zu DDRZeiten Redakteurin beim Kinderfernsehen und u.a. auch für Puppenspiele verWenn man diese Flasche antwortlich. Vielleicht liegt ja da doch nach dem Öffnen um eine frühkindliche Schädigung vor, die mir 180 Grad dreht, fließt nicht mehr so bewusst ist ... das ganze Wasser raus.

Wie weit muss man daher, um als Puppenspieler glaubwürdig zu sein, auch im tatsächlichen Leben mehr als nur eine Seele in der Brust haben? Michael: Ich glaube, jeder gute Darsteller – ob Puppenspieler oder Schauspieler – hat die entsprechende Fantasie, sich in mehrere Rollen, Denk- und Ausdrucksmuster einzufühlen und Freude daran, diese zeitlich begrenzt auszuleben. Es ist ja vor allem die Freude an der Spielvereinbarung, die einen vorantreibt und weniger ein psychopathologischer Befund. Mit anderen Worten: Wenn ein Schauspieler einen Vergewaltiger spielt, würde man ihn vermutlich nicht fragen, „wie viel Vergewaltiger“ denn so in ihm privat steckt.

Gibt es für Sie ein Sicherheitsnetz, einen Kunstgriff, der immer funktioniert? Michael: Ja, klar! Eine Gesetzmäßigkeit gibt es. Man öffnet eine Flasche voll mit Wasser, ob still oder mit Sprudel ist erst einmal egal. Wenn man diese Flasche nach dem Öffnen um 180 Grad dreht, fließt das ganze Wasser raus. Klappt fast immer. Ich weiß jetzt aber nicht, ob die Kollegen mir das übel nehmen, wenn ich Geheimnisse so offen ausplaudere.

Warum ausgerechnet Echsen? Michael: Es gab zuallererst eine Grundidee für den Charakter und den Wunsch, dass es ein Tier sein soll. Die Puppenbauer schlugen

Ihre Echse kommentiert die Evolution. In Bewerbungsgesprächen wird gern die Frage gestellt, wo man sich in fünf Jahren sieht. Greifen wir einmal vor auf 50, 500 und 5.000 Jahre!


Michael: In 50 Jahren sitze ich wahrscheinlich mit der Echse auf einer Hollywoodschaukel in meinem Altersruhesitz und sie hilft mir bei den täglichen Arbeiten des Haushalts. In 500 Jahren sitzt sie allein auf dieser Schaukel und versucht voller Wehmut, im Gedenken an mich, irgendwo unsere alten DVDs auf das dann gängige Format zu überspielen. In 5.000 Jahren wird die Echse die zugemüllte Erde verlassen haben und im Untergrund auf dem Planten K/4/$ leben, wo sie die dort herrschende Monarchie bekämpft, die aus einer Art nordkoreanischer Zebramutation besteht, die das Volk mit drakonischen Strafen peinigt, wenn sie keine Autobahnmaut zahlen. Sie sind geborener Berliner. Es heißt, dass in Punkto Humorverständnis Berlin und Wien auf einer ähnlichen Welle schwimmen … Michael: Man merkt die Parallelen in der Gastronomie. Ich wollte bei einem meiner letzten Wienaufenthalte ein Stück Sachertorte essen, hatte ein schönes Café ausgesucht und mich auf den heiligen Moment des ersten Bissens gefreut. Die Torte schmeckte eiskalt und sautrocken. Als ich den Kellner darauf ansprach, antwortete eher ebenso kalt und trocken: „Tja, die war halt zu lange in der Kühlung,“ und ließ mich sitzen. Bei einem Frühstück in Berlin bat ich neulich um etwas mehr Brot, obgleich ich noch einen Rest Brot auf dem Teller hatte. Der Kellner pfiff mich an: „Ditt isste erstma uff und dann sehn wa weiter!“ In beiden Fällen musste ich die gleiche Form von Humor aufbringen. Woher kommt eigentlich das Genre des Puppenspiels? Michael: Puppenspiel ist eine jahrtausend Jahre alte Kunst, die vermutlich aus religiösen Ritualen hervorgegangen ist. Die deutsche Puppenspielszene bildet eine unglaubliche ästhetische Vielfalt ab, die viele Varianten anbietet, wie man anhand eigentlich leblosen Materials das Lebendige beschrieben kann. Intensiv, emotional, poetisch, humorvoll und sinnfällig. Dabei eröffnen sich viele Ebenen, auf welche Weise man Theater erzählen kann, u.a. warum der Mensch zum Objekt greift oder andersrum. Ich glaube, die Puppe kann das Menschliche hervorragend darstellen, der Clou liegt in der Verfremdung, denn die Puppe ist ja per se kein Mensch. Mehr und mehr begreift das auch die größere Theaterszene und Puppen werden in Schauspielproduktion oder der Oper eingesetzt. Stück für Stück werden sie die Macht übernehmen, aber pssst, der Schauspieler hört das nicht gern und bis zur Machtergreifung brauchen wir ihn noch. Wer bekommt am Abend eigentlich den meisten Applaus – Sie oder die Echse? Michael: Quantitativ auf jeden Fall die Echse, denn sie schmeißt ja die Show. Aber ich kann mich über die Qualität des Applauses für mich selbst nicht beschweren, wenn ich am Ende des Abends die Echse offen auf der Bühne ablege. Das genieße ich natürlich. Sie stehen nicht nur auf der Puppenspieler-, sondern auch auf der „seriösen“ (Kinder)theater-Bühne. In wie weit ergänzen sich die Bereiche, wie setzen Sie Ihre Schwerpunkte (z.B. Broterwerb vs Hobby)? Michael: Für mich ist es sehr wichtig, den Kontakt zur Arbeit im Theater zu halten. Ob es meine noch bestehenden Gastengagements am städtischen Theater sind oder meine freien Kinderstücke. Es besteht da nochmal eine ganz andere inhaltliche und theaterästhetische Reibungsfläche. Das Spiel im Ensemble – in Richard III. zum Beispiel sind wir neun Puppenspieler auf der Bühne – hat ganz andere Gesetzmäßigkeiten, die Sprache Shakespeares stellt andere Anforderungen als die meiner Echse. Dieses Jahr habe ich auch endlich mal einen Lehrauftrag an der Hochschule für Schauspielkunst in Berlin angenommen. Diesen Luxus, etwas anderes als Comedy zu produzieren, leiste ich mir mindestens einmal im Jahr. Das ist eine wichtige gegenseitige Bereicherung. Abschließend: Wenn Sie eine Figur der „Muppet Show“ sein könnten – welche wären Sie dann? Michael: Jim Henson.

LIEBE LESERIN! LIEBER LESER! Die Tage werden kürzer, die Rotzglocken länger: Weihnachten steht vor der Tür! Viele werden sagen: „Da soll es auch bleiben!“ Als Repräsentant des öffentlichrechtlichen Rundfunks kann und will ich aber keine einzige Tatsache leugnen. Sehen wir der roten Gefahr unerschrocken ins lachende Kinderauge! Wenden wir uns dem unbequemen Thema „Weihnachtswünsche“ zu. Laut aktuellen Zahlen der Statistik Austria träumen 87 Prozent der Gesamtbevölkerung von grenzenlosem Reichtum, von unerschütterlicher Gesundheit oder von einem ausdauernden Sexualpartner, der im Dunklen leuchtet und einen Joghurtspender in seinem Hinterteil eingebaut hat. Nicht zuletzt deshalb wurde 2013 von der UNESCO das weihnachtlichste aller Gefühle, die „bittere Enttäuschung“, zum Weltkulturerbe erklärt. Meine Gattin Ilse und ich haben noch vor dem Mauerfall gemeinsam entschieden, unsere Wünsche auf erreichbare Ziele zu fokussieren und seither lautet unsere Devise: „Wir träumen unsere Träume und wir leben unser Leben.“ Oder „happiness I cannot feel and love to me is so unreal“, wie es Ozzy, ein Brieffreund meiner Ilse, am Christtag 1970 in jenem Song ausdrückte, den er uns zum Dank für unsere Gastfreundschaft auf den Gabentisch legte. Wie ich höre, ist sein Weihnachts-Orchester Black Sabbath mittlerweile über einen Geheimtipp hinausgewachsen und ziert – wie der Zufall will – sogar die Titelseite der Dezember Ausgabe. Glückwunsch und Servus!

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SEINE ECHSE

TIPP DES MONATS FM4 Ombudsmann

Interview: Stefan Baumgartner

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© André Rival

WORÜBER MAN AUF GAR KEINEN FALL LACHEN DARF Normalerweise gibt Thomas Quasthoff einen weltweit gefeierten Bassbariton. Nun wagt er aber gemeinsam mit dem Kabarettisten Michael Frowin den Schritt auf die Kabarettbühne, unter Klavierbegleitung von Jochen Kilian. Wir unterhielten uns über Homosexuelle und Klavier, über Hitler und Dialekte – und natürlich auch das Witzige an Behinderungen. Lessing vergleicht in seinem Laokoon exemplarisch an der Laokoongruppe und Homers Dichtung den „fruchtbaren Augenblick“ des Künstlers und die daraus resultierende ambivalente Stimmung beim Betrachter. Herr Quasthoff, wodurch unterscheiden sich Musik und Kabarett? Quasthoff: Ihre Frage ist ja schon eine Kabarettnummer! Wunderbar! Passt perfekt zu unserem Programm. Und den zweiten Teil hab ich sogar verstanden. Musik und Kabarett unterscheiden sich – und ich darf an dieser Stelle den zu Recht völlig unbekannten niederdeutschen Kabarettforscher Manfred Flasche-Alke zitieren, der schon im 17. Jahrhundert darauf hinwies, dass sich Musik und Kabarett zumeist durch die Anzahl der darin enthaltenen Töne unterscheidet, vor allem, wenn im Kabarett nicht gesungen wird, was durchaus vorkommen soll.

Dialekt hat besondere Farben, besondere Eigenarten, die sich zur Charakterisierung bestens eignen. Quasthoff: Frowin spielt im Programm eine hessische Tante, die ihrem Mann hinterherreist, weil der in Körperwelten als Ausstellungsstück mitmacht. Da passt der Dialekt perfekt zur Figur. Frowin: Und Thomas spielt einen Rettungssanitäter, der überlegt, durch welche Reihenfolge der zu rettenden Menschen das Abendland am besten gerettet werden kann. Da lag das Bayrische nahe. Quasthoff: Und zwei Wiener kommen auch im Programm vor – das dürfen wir schon verraten!

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Gerne wird allerorts, auch im Kabarett, „Political Correctness” gefordert. Dennoch stehen Sie u.a. auch als Hitler auf der Bühne. Wie weit darf der Spaß gehen? Frowin: Wenn Kabarett politisch korrekt wäre, wäre es kein Kabarett. Im Pressetext zu Keine Kunst heißt es, Sie seien der erste Sänger, der sich im Kabarett versucht. Wohl aber gibt Satire muss zubeißen, ungerecht sein – sie darf und muss vergröbern, um Herz und Hirn in neue Bahnen es Musikkabarettisten wie Hagen Rether und Bodo Wartke, die stets auf Klavierbegleitung bauen. zu lenken. Ich spiele in meinem Soloprogramm eine Nummer über politisch korrekte Witze. Da Wieso gerade das Klavier? Keine Kunst gibt es am soll bewiesen werden, worüber man auf gar Quasthoff: Das Klavier ersetzt ein ganzes 4. Februar im Linzer keinen Fall lachen darf. Als Beweis erzähle ich Orchester. Posthof und zwischen natürlich immer den entsprechenden Witz. Es ist Frowin: Besonders, wenn Jochen Kilian es spielt. 31. März und 2. April im toll zu beobachten, wer da wo aussteigt. Manche Quasthoff: Oh, das wird ihn freuen! Wiener Stadtsaal. schon bei Witzen über Frauen, bei anderen ist bei Körperbehinderten Schluss. Sehen Sie abgesehen vom tatsächlich Gesagten in Quasthoff: Bei Körperbehinderten ist die Nummer der deutschen Sprache, etwa in Dialekten, per se hoffentlich noch nicht zu Ende? schon eine Komik? Frowin: Du sagst es. Frowin: Ein Dialekt erdet oft eine Quasthoff: Sehr gut. Es ist ohnehin so, dass Schwule Figur, macht sie alltäglicher und die besten Schwulenwitze kennen und Behinderte die bodenständig. Jeder schwärzesten Behindertenwitze.

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Das komplette Interview lesen Sie auf www.ticketmagazin.com

Herr Quasthoff, Sie haben David Garretts Bemühungen, Rock mit Klassik zu verbinden, scharf kritisiert. Haben Sie Ängste, dass Ihnen nun vorgeworfen wird, dass Sie, als „Klassiker” nun versuchen, lustig zu sein? Frowin: Thomas ist lustig. Und nicht erst seit gestern. Im Übrigen ist es auch zum Verzweifeln, dass man sich immer dafür rechtfertigen muss, wenn man mehr als ein Talent hat. Quasthoff: Herr Frowin spielt nun auf seine Blockflötenkünste an … Interview: Stefan Baumgartner


SONNTAGS 22:10 UND AUF

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Fans, und zwar richtige Fans, deklarieren sich mit Leidenschaft. Fußball-Aficionados machen es stilbildend vor. Egal ob Sport, Musik, Schauspielerei – ja sogar bei den jüngst medial geführten Politikerdiskussionen gab es Aufmärsche der Fans der einzelnen Parteien in Geschwaderstärke: alle adjustiert und psychisch aufmunitioniert wie bei einem Justin-Bieber-Konzert. Keine Szene, kein Genre bleibt davon unberührt.

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Fans sind die Motoren von Karrieren, Fanartikel deren äußeres Erkennungszeichen. Daran hat sich seit Jahrhunderten nichts geändert. Die Locken des Walzerkönigs Johann Strauß waren bei den weiblichen Fans dermaßen begehrt, dass zahlreiche Neufundländer-Hunde ihre Haare lassen mussten und diese als Fanartikel weltweit verschickt wurden. Gut, geschoren werden die Moonboots von Hansi Hinterseer nicht, dafür hat der Kitzbüheler Superstar zahlreiche andere Artikel im Angebot, welche die Herzen der Fans höher schlagen lassen. Darunter auch die Hansi-Handy-Socke, damit dem Telefon im Winter nicht kalt wird und das Fan-Package Viva Hansi, das perfekte „Wink“Set: Gummihände, Leuchtstäbe und Büschel, Modell Cheerleader. Also: Weihnachten darf kommen und für jeden Fan findet sich mit Sicherheit das passende Geschenk. Vorweg: CDs, Schals, Shirts, Poster, Schlüsselanhänger und Kalender finden sich in so gut wie allen Fan-Shops der Schlagerstars. Besonders beliebt sind auch Tassen, also Teeund-Kaffee-Häferl, damit der Tag schon entsprechend angenehm mit dem Idol am heimischen Küchentisch beginnt. Aber der Kreativität sind wohl keine Grenzen gesetzt und daher haben wir hier nun die etwas anderen Angebote gesucht und auch gefunden. Volks-Rock’n’Roller Andreas Gabalier offeriert neben dem Sweet Little Stoff-Rehlein und seinem karierten Schneuztüchel vom Opa auch sein Tattoo. Er selbst trägt es, allerdings gestochen

und daher nicht wieder ablösbar, am Unterschenkel. Um günstige 3,50 Euro kann es sich der Fan überall dort hinkleben, wo er will. Voraussetzung ist ein freies Hautstück der Fläche 4 x 3 Zentimeter. Für Weihnachten empfiehlt sich des Weiteren die Geschenkbox mit Uhr von Jaques Lemans, Tuch, CD und Reh. Wer das Reh nicht mag – es gibt auch eine Kuh im Angebot. Semino Rossi gibt’s süß, als Tafel Schokolade. Dazu eine Duftkerze, und da Liebe ja durch den Magen geht, die passende Kochschürze gibt’s auch noch dazu. X-Mas-Steaks aus argentinischem Rindfleisch sollten damit besonders gut gelingen. Über einsame Stunden hilft das Puzzle Symphonie des Lebens. Jedes Fan-Teil trägt das Konterfei des Künstlers. Wer zufällig seine Wohnung neu einrichten möchte und bei einer Möbelhauskette mehr als 5.900 Euro auszugeben gedenkt, der bekommt zu Couch und Doppelbett auch die Kreuzfahrt crucero del amor oben drauf. Gemeinsam mit Semino Rossi im Oktober 2014 eine Woche durch das Mittelmeer fahren ist wohl die beste Gelegenheit die Zeit zu nutzen, während die Handwerker daheim die neuen Möbel aufbauen.

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Im Fanshop von Helene Fischer wird explizit darauf verwiesen, dass die Künstlerin jeden Artikel persönlich geprüft und mit ihrem Team ausgewählt hat, und bei Andrea Berg ist wohl das derzeit größte Stofftier der Schlagerbranche zu erwerben. Die Schildkröte Sushi, das Maskottchen zur Atlantis Tour 2014, die sich schon durch ihre Konsistenz nicht eignet, auf Reis mit Soja-Sauce serviert zu werden, aber mit 55 Zentimetern

Alle Schlager-Highlights gibt es natürlich auch im TICKET-Shop unter http://www.ticketmagazin.com/tickets!

© Andy Zahradnik

WAHRE FANS


auch durch ihre Galapagos-Größe schon sehr viele hungrige Mäuler stopfen könnte! Neben einem Modell des Tour-Trucks empfiehlt sich für männliche Fans der Button „Tausend und eine Nacht“ – Andrea, nur bekleidet mit weißem Bettzeug, für 99 Cent. Etwas zum Drüberziehen bietet hingegen Michael Wendler an: Für Frauen das Top „Unbesiegt“, sowie Slips. Für Herren gibt’s Boxer-Shorts. Das Buch Die Faust des Schlagers erzählt die Wendler-Geschichte und im direkten TeddybärenVergleich findet sich im Wendler-Fanshop der wohl am grantigsten dreinschauende aller Schlager-Teddys. Grrr! Bei den Seern gibt es zu den Notenalben ihrer Lieder auch einen Wasserball sowie das Wilde Wasser im Flakon. Empfehlenswert das 3er-Set: Enthält das Elixier (Duftdesign von Astrid), das Parfum Seerisch, ein Herrenduft aus dem Ausseerland und für das Duftdesign Wilds Wasser ist Sassy Holzinger verantwortlich. In den Schatten werden jedoch so gut wie alle Fanshops vom Spatzenladen gestellt. Den gibt’s nicht nur im Internet, sondern der lässt sich auch richtig besuchen. Im Südtiroler Kastelruth haben die Spatzen einen Laden hingestellt, der seinesgleichen sucht. Und der hat Teile im Angebot, wo die Gefahr für den Fan, dem Konsumrausch zu verfallen, in der Tat keine kleine ist. In Holz geschnitzte Spatzen, Wein, Latschen-Likör, Teppiche, Spardosen mit Sound, Kräutertee, Flachmänner, Papiertaschentücher und noch vieles mehr. Kopfweh lässt sich mit in der Spatzen-Pillendose aufbewahrten Tabletten bekämpfen und Buttons gibt’s sowieso mit dem Konterfei von jedem Musiker. Sollte der Strom ausfallen: Den Weg durchs riesige Angebot findet man dann mit Spatzen-Taschenlampe. Klar, der größte Laden bleibt aber immer das Internet, wiewohl es wahrscheinlich immer noch am schönsten ist, gemeinsam mit Gleichgesinnten nach dem Konzert den Stand mit den Fanartikeln zu stürmen. Da gibt’s dann meist auch gleich ein Autogramm auf das eben erstandene Shirt, ein Foto, ein bisschen Small Talk. Die Stars sind da zum Angreifen nahe. (az)

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Diese Highlights aus 2013 dürfen in keiner Sammlung fehlen:

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© Michael de Boer

HOWARD CARPENDALE IST AUF MUSIKALISCHER EXPEDITION

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Im Leben von vielen Künstlern kommt irgendwann der Moment, wo sich eine Form des Abnabelns ergibt. Man will sein eigenes Ding machen, selbständig für sein eigenes Tun die Entscheidungen fällen und danach auch die möglichen Konsequenzen tragen. Bei Howard Carpendale fiel 2012 der Schalter.

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Der Song heißt Kann mir noch immer in die Augen sehen …, nicht mehr Seines. Zum Begriff „Schlager“ hatte er seit Jahren die rote Lampe über der Tür leuchtet. Achtung Aufnahme. Die schon Distanz gepflogen und bewunderte immer schon die Musik reißt plötzlich ab. „Hey Norbert, was machst du?“ tönt Amerikaner, die es schaffen, Glaubwürdigkeit und Hitcharakter es aus dem Aufnahmeraum. Norbert war durch die Scheibe, unter einen Hut zu bringen – etwas, was er beim deutschen welche den Sänger vom Tonmeister trennt, nicht mehr zu sehen. Schlager stets vermisste. „Hello Again, beispielsweise, ist ein „Ich bin vom Stuhl gefallen“, tönt es zurück – nachzusehen auf klassischer Popsong, wo der Text die Musik einfach fließend Howies Facebook-Seite. Und ja, das kann schon passieren, unterstützt“, meint er und grenzt damit einen seiner größten denn CD-Aufnahmen sind kein Kindergeburtstag. Vor allem Hits argumentativ zum Schlager ab. „Ihr werdet manche der neuen Lieder wahrscheinlich zwei, dreimal hören müssen, dann, wenn es sich um die Produktion des neuen Albums eines Superstars handelt, der für sich selbst völlig aber dann werden sie euch gefallen“, so Carpendale über sein neues Album. neue Maßstäbe gesetzt hat: Howard Carpendale. Im November erschien das neue Album. Der Im März und April Am 8. März beginnt dann die Tour. Da programmatische Titel: Viel zu lang gewartet. ist Howie auch vier werden die neuen Songs in entsprechend mal in Österreich, für satten Live-Arrangements zu hören sein, „Man wartet viel zu oft, um wichtige Salzburg und Wien sind und da beginnt dann die Expedition auf Entscheidungen für sich zu treffen. Das auch Dinnerpackes Wanderschaft zu gehen. „Auf Tour zu braucht Zeit und vor allem den richtigen erhältlich! gehen ist meine Berufung. Auf der Bühne zu Moment“, sagt er, und im September 2012 fällte stehen und jeden Abend aufs Erneute einen er die Entscheidung, ab sofort nur mehr seinen Weg zu finden, die totale Aufmerksamkeit zu eigenen Weg zu gehen. Von seinem langjährigen Manger trennte er sich, für die Titel zum neuen Album erlangen ist mein Ziel. Das Publikum über zwei stellte er sein Team komplett neu auf. Experimentierte. In einem Stunden voll Spannung, Melancholie und Spaß zu führen ist Hotel in Berlin richtete er ein Songwriter-Camp ein und 15 meine Herausforderung. Genauso wie ein Sportsmann es Musiker, darunter viele junge, kamen, arbeiteten gemeinsam liebt!“, erzählt Howard Carpendale. 2014 geht die Karriere an neuen Titeln. Carpendale stellte seine Ideen, Gefühle und des Mannes aus Südafrika in ihr 45. Jahr. 2003 erklärte er Gedanken zur Verfügung, die Kreativen machten daraus das seinen Rücktritt vom Showgeschäft, spielte eine fulminante neue Album. „Es ist eine musikalische Expedition“, sagt Howard Abschiedstournee. Vier Jahre später das Comeback. Neues dazu, und die Idee ist, mit den neuen Liedern viel mehr in die Album und im Jahr darauf erneut eine Tour. Die Fans blieben künstlerische Tiefe gehen. Das Seichte war schon seit Jahren Howie dabei stets treu. (az)


WEIHNACHTSZAUBER

Zum achten Mal bereits findet dieses Jahr Zauber der Weihnacht statt. Ab Mitte Dezember läuft die Show, die sich mittlerweile zum absoluten Publikumsmagnet entwickelt hat, quer durchs Land. Der letzte Termin ist der 21. Dezember, da stehen die Künstler in der Wiener Stadthalle auf der Bühne. Das Erfolgsgeheimnis hat mehrere Gründe: Da wären die Künstler, die allesamt zu Lieblingen der Szene zählen. Da ist auch das stets liebevoll und aufwändig gestaltete Bühnenbild, ein Weihnachtsdorf samt Kirche, Tannenwald und kleiner Eisenbahn geben den optischen Rahmen. Dann natürlich die Musik. Der Mix aus Hits aus dem Repertoire der Stars und ebenso schönen wie besinnlichen Weihnachtsliedern ergibt einen schönen Bogen. Ein wesentlicher Faktor jedoch ist, dass in den neun Showtagen das Christkind tatsächlich schon so gut wie vor der Tür steht. Es weihnachtet in der dritten AdventWoche viel mehr als Ende November. Dann ist es tatsächlich der Zauber der Weihnacht! (az) Dieses Jahr findet der Zauber ab 13. Dezember in acht österreichischen Städten statt, und zwar mit: Das Nockalm Quintett: Die erfolgreichste Schlagerband des Landes ist in ihren weißen Anzügen und mit Hits wie Schwarzer Sand Stammgast und alljährliches Highlight! Sigrid & Marina: Ihre Ausstrahlung, die stimmliche Brillanz und das Repertoire von Golden Oldies bis hin zu volkstümlichen Schlagern haben die Schwestern zu Szenelieblingen gemacht. Zellberg Buam: Die Brüder machen seit Mitte der 80er Musik. Mit Geige, Harmonika, Gitarre, Bass im Trio zünftig aufgespielt sind sie Garanten für gute Stimmung! Monika Martin: Ob in Kirchen oder auf großen Showbühnen, die Künstlerin aus Graz beherrscht die Grenzgänge zwischen Schlager und deutsch gesungenem Chanson perfekt! Oesch’s die Dritten: Aus dem Berner Oberland stammt die Familie, die nun bereits in der dritten Generation Musik macht. Ihre Jodelkünste suchen ihresgleichen! Sašo Avsenik und seine Oberkrainer: Sašo ist der Enkel des berühmten Slavko Avsenik und er setzt die musikalische Tradition der Familie sorgsam weiter fort!

RADIO WIEN

LIVE IM DEZEMBER

Radio Wien Clubkonzert ANDY LEE LANG Live im Radiocafe und auf Radio Wien zu hören Sonntag, 8. Dezember 19.00 bis 20.00 Uhr Eintritt € 8.Radiocafe, Argentinierstraße 30a, 1040 Wien

Radio Wien Literatursalon ROLAND DÜRINGER Sonntag, 15. Dezember Beginn: 11.00 Uhr Eintritt frei! Stadtsaal, Mariahilfer Straße 81, 1060 Wien

RADIO WIEN. DAS HÖRT SICH GUT AN.

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Die ersten Schachteln mit Lebkuchen haben sich bereits im Oktober in den Supermärkten zu stapeln begonnen und irgendwie kriegt man das Gefühl nicht los, Weihnachten wandert immer mehr nach vorne, in den Herbst. Kleiner Trost: Dem Osterhasen geht’s nicht viel anders, auch er muss immer früher im Jahr durch die Läden hoppeln. Es kann furchtbar nerven, bereits im November mit Weihnachts-Getue betüdelt zu werden. Mal ehrlich: Weihnachtsgefühle stellen sich meist erst im vorgerückten Advent ein und je mehr Kerzen am Kranz leuchten umso eher ist Mensch auf das Fest eingestimmt.

Markus Wolfahrt: Der Chef der ehemaligen Klostertaler beweist seit langem, dass er neben seinen Songs auch eine Gabe für sympathische Moderation hat. 63 w_Ins_RW_Programm dez_54x250 .indd 1

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SILVIO SAMONI

DIE STIMME AUS DEM SÜDEN Die spannendsten Geschichten schreibt das Leben, auch die von Karrieren. Silvio Samoni hat immer schon gesungen, „seit er denn denken kann“. „Die Sopranstimme der Mutter und der Bariton des Vaters haben mich von Geburt an begleitet und das prägt einen Menschen“, erzählt der Mann aus dem Süden. Silvio Samoni ist Kärntner, lebt in Velden am Wörthersee und dort singen ja bekanntlich alle und jedes Dorf, ja fast jede Straße hat ihren Chor. Trotzdem: Singen ist nicht gleich singen und so kam es, dass Silvio zu einem runden Geburtstag von der Familie und den Freunden statt einer großen Party eine Aufnahme im professionellen Tonstudio geschenkt bekam: „Das war mein Traum, das wollte ich schon immer machen!“ So sang der in der Mitte des Lebens stehende Mann vor fünf Jahren zu bekannten Playbacks, ließ einige CDs pressen und die Dinge nahmen ihren Lauf. Die Demo-Aufnahmen zogen ihre Kreise, landeten beim Villacher Fasching und da wurde Samoni vom Fleck weg engagiert. Er parodierte im Fernsehen unter anderem Demis Roussos und andere, aber was dabei vor allem ohrenscheinlich wurde und die Zuhörer staunen ließ, ist vor allem diese Stimme, die ihren ganz eigenen Charakter hat. Da steht dieser groß gewachsene Mann in den besten Jahren auf einer Bühne, singt – und plötzlich ist Ruhe im Saal und hören alle zu … Es ist das „Samoni-Aha-Erlebnis“.

VOLKSMUSIK.SCHLAGER

Ein Produzent meldete sich, die erste richtige CD entstand und das Radio wurde auf ihn aufmerksam. „Airplaycharts – ich hatte gar keine Ahnung, was das ist und plötzlich stand ich da in der Wertung zwischen all den Stars … Das sind schon diese Momente, die mich glücklich machen!“, sagt Samoni. Als Neuling durch Zufall in die Schlagerszene geraten, landete er 2012 mit seinem zweiten Album bereits in den Austria Top 40 und die Buchungsanfragen der Veranstalter häuften sich. Seither ist er neben seinem Job als Geschäftsmann im KfzBusiness auch im Musikgeschäft sehr rege. Er überlässt nichts dem Zufall, plant selbst seine Veranstaltungen, kümmert sich um Bühnendesign ebenso wie um die Fans und Plakate, lässt Flyer drucken. Gemeinsam mit seiner Ehefrau, die „wie ein Felsen hinter mir steht“, wie er gerne immer wieder dazu sagt, entwickelt er seine optische Erscheinung – also Styling, Frisur und alles was damit zusammenhängt, ebenso wie um all die anderen Dinge, die notwendig sind, um weiter zu kommen. Da wären beispielsweise die Schlagerreisen mit den Fans, die nach Kroatien führen. Oder auch die Veldener Schlagerweihnacht, die er seit zwei Jahren organisiert und die bereits Anfang Oktober ausverkauft war. Und überhaupt gibt es viel zu tun. Aber was ist das Geheimnis des späten Erfolges? Es ist in erster Linie die Stimme. Selbst Profis geben heute neidlos zu, dass „wenn du beim Silvio den Stromstecker rausziehst, es 64

trotzdem immer klingt wie auf CD“. Und wohin geht die Karriere, Herr Samoni? „Ich weiß es nicht, was ich aber weiß ist, dass man täglich dafür arbeiten muss und ich kurble wirklich viel, damit ich Menschen mit meiner Musik überzeuge“, sagt er. Limit? „Nur der Himmel ist das Limit aber viel wichtiger ist: Ich lebe meinen Traum!“

ldener 30. November – Ve t na Schlagerweih ch ler rta lle Zi 7. Dezember – t ch na Schlagerweih 11.-13. Dezember ihnacht – Klingende Bergwe be 22. Dezem r – Volkstümliche bs Starweihnacht Yb

Über Silvio: Zwei CDs hat Silvio Samoni bisher veröffentlicht: Wahre Liebe ist so zart wie eine Rose (2010) und Tanzende Herzen (2012). Am 9. November erschien das Album Silvio Samoni präsentiert die Veldener Schlagerweihnacht. Im TV war er zuletzt im Sommer beim Wenn die Musi spielt Open Air zu sehen. Privat führt Samoni ein Geschäft für Kfz-Zubehör in Villach, ist verheiratet und hat Kinder.


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AIDA – LIEBE BIS

Nach dem Erfolg im letzten Jahr inszeniert der bekannte Filmregisseur Robert Dornhelm auch heuer wieder bei den Opernfestspielen St. Margarethen: Auf dem Spielplan steht die monumentale Oper Aida von Giuseppe Verdi.

KLASSIK.BÜHNE

Giuseppe Verdi (1813–1901) schuf seine Oper Aida nach der Idee des in Kairo lebenden Ägyptologen Auguste Mariette; das Libretto verfasste Antonio Ghislanzoni. Die Entstehungsgeschichte, dass die Oper als Auftragswerk für die Eröffnung des Suezkanals am 17. November 1869 komponiert wurde, ist eine weit verbreitete Legende. Obwohl Aida schon 1870 fertiggestellt war, fand die Uraufführung erst am Weihnachtstag 1871 in Kairo statt. Verdi erhielt mit 150.000 Goldfranken das damals höchste Honorar für einen Opernkomponisten.

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Bis dass der Tod uns scheidet Wie viele tragische Opern handelt auch Aida von Macht, Liebe und Eifersucht. Der junge Feldherr Radames liebt heimlich die äthiopische Sklavin Aida, die in Wahrheit die Tochter des Äthiopierfürsten Amonasro ist. Allerdings hat auch Amneris, die Tochter des ägyptischen Königs, ein Auge auf Radames geworfen. Das ägyptische Heer zieht gegen die Armee der Äthiopier in die Schlacht und siegt. Amneris entlockt durch eine List Aida das Geheimnis über die Liebe zwischen ihr und Radames. Die Ägypter siegen über die Äthiopier und Amonasro wird gefangen genommen. Er kann seine Tochter Aida überreden, Radames die Information über einen unbewachten Fluchtweg zu entlocken. Als Radames seinen Vaterlandsverrat erkennt, stellt er sich dem Priestergericht. Er wird zum Tod durch lebendiges Einmauern verurteilt. Als sich der Stein über der Grabkammer geschlossen hat, entdeckt Radames Aida, die sich hineingeschlichen hat, um mit ihm gemeinsam in den Tod zu gehen.

Ein Kammerspektakel Für die Inszenierung im Römersteinbruch St. Margarethen konnte wieder ein internationales Ensemble mit einer hohen Italien-Lastigkeit gefunden werden. Gerade bei Verdis Aida ist es notwendig, dass die SängerInnen sowohl sehr lyrisch aber auch zu großer Dramatik fähig sind und für den Regisseur Robert Dornhelm sind auch Schauspielkunst sowie Optik sehr wichtig. Verdi lag auch sehr die Musikalität der SängerInnen am Herzen. Über 200 BewerberInnen wurden international gecastet. Die Rolle der Aida spielt Monica Zanettin, eine junge venezianische Sängerin, die bereits am Teatro Filarmonico in Verona die Aida gesungen hat. Ihr zur Seite steht der deutsch-brasilianische Tenor Martin Mühle, aktuell in Mannheim engagiert, als der Feldherr Radames; Annunziata Vestri singt Amneris. Für Robert Dornhelm ist Aida „einerseits ein riesiges Spektakel mit hunderten Menschen, aber auch ein Kammerspiel von den paar Hauptfiguren“. Er wird wieder mit Videoprojektionen arbeiten, „die das Publikum näher an das Geschehen bringen, dabei aber nicht nur ein Abbild sein sollen, sondern auch Poesie erzeugen“. Daneben wird es auch ein pyrotechnisches Spektakel unter anderem mit 60 ferngesteuerten Gasfackeln werden. „Die Projektionen geben die Möglichkeit, die Menschenmengen größer erscheinen zu lassen. Aber gerade der berühmte Triumphmarsch muss spektakulär werden“, so Dornhelm. Gemeinsam mit dem Bühnenbildner Manfred Waba ist er aktuell auf der Suche


IN DEN TOD

KLASSIKER

TROJANI, SCHENK Christmas Crossover the World (TaKo Records)

nach den passenden Möglichkeiten um seine Visionen umzusetzen und vor allem die Projektionsflächen elegant in das Bühnenbild einzubauen. Dazu wird es u.a. LED-Wände und schwenkbare Videobeamer geben. Herzstück des Bühnenbildes ist eine 18 Meter hohe Sphinx deren beweglicher Kinnbart die Grabkammer freigeben wird. Auf vier hintereinander stehenden Ebenen werden das Tal der Könige und die unterschiedlichen Handlungsorte geschaffen. Für Waba ist es „in gewisser Weise eine Fantasy-Bühne, da man ja von vielen Dingen – vor allem bei den Farbgebungen – nicht weiß, wie sie damals wirklich waren. Das monumentale Bühnenbild mit Obelisken und Götterfiguren, die auch am Rand des Steinbruches stehen werden, wird in Pastelltönen gehalten sein, um mit dem Sandstein zu harmonieren und auch, um eine gute Projektionsfläche zu bieten“. Eine Herausforderung im Römersteinbruch St. Margarethen war für die MusikerInnen und SängerInnen immer die fehlende Sichtverbindung zwischen Bühne und Orchester. Das Orchester sitzt in einem geschlossen Raum, die DarstellerInnen sehen den Dirigenten nur über eine Videoleinwand. Deshalb wird nun eine (halb-)durchsichtige Box links von der Bühne für das Orchester und den Chor gebaut werden. Die Finanzierung für den Bau übernimmt die Stiftung Esterházy, Eigentümerin des Römersteinbruches St. Margarethen und seit vielen Jahren auch Sponsor der Opernfestspiele. (pmd)

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TRIO VAN BEETHOVEN Beethoven Klaviertrios Vol. 1 (Gramola)

Das TrioVanBeethoven, bestehend aus Clemens Zeilinger, Klavier, Verena Stourzh, Violine und Erich Oskar Huetter, Violoncello, widmet sich auf dieser Einspielung den frühen Kompositionen Ludwig van Beethovens. Sie machen damit eher selten gespielte Werke dem Publikum zugänglich und alleine dafür haben sie Lob verdient. Für die kommenden zwei Jahre ist ein großes Beethoven-Projekt geplant und wenn man Vol. 1 anhört, so freut man sich jetzt schon auf die Fortsetzungen. Denn das sehr differenzierte Zusammenspiel der drei macht einem definitiv Lust auf mehr Unbekanntes von Beethoven. (pmd)

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von Unternehmen Sie bei st gu Au . 17 s 9. Juli bi nbruch Aida im Römer stei Zeitreise ne ei en th St. Margare n und werden in das alte Ägypte ebe, Sie Zeuge einer Li Tod m de r vo st die selb kt. ec hr sc ck rü nicht zu

Tamara Trojani, faszinierende Opernsängerin und eine der letzten Diven – im positiven Sinn –, widmet sich weihnachtlichen Melodien; begleitet wird sie dabei vom Orchester Slovak Sinfonietta unter Konstantin Schenk und dem Kinderchor Volksoper Wien. Große Arrangements (u.a. von Christian Kolonovits und Béla Fischer) bringen ihr Timbre perfekt zur Geltung. Es ist wahrlich eine musikalische Weltreise geworden und alleine wegen Stille Nacht, Heilige Nacht in Englisch, Französisch, Russisch, Chinesisch, Italienisch, Tschechisch, Japanisch, Ungarisch, Slowakisch und Spanisch muss dieses CD unter jedem Weihnachtsbaum liegen. (pmd)

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© Studio Pastis

WINTERFEST Winterfest – Das Festival für zeitgenössische Circuskunst findet mittlerweile das 12. Jahr in Salzburg statt und hat sich zum größten Festival für zeitgenössischen Circus im deutschsprachigen Raum entwickelt. Die Bandbreite davon reicht genreübergreifend von Schauspiel über Musik, Tanz, Akrobatik, Puppentheater bis zu bildender Kunst.

Zeitgenössischer Circus lässt Sie in eine Welt von Akrobatik, Poesie und Humor eintauchen – ist dabei einmalig, liebevoll und ehrlich; dabei werden Sie nur Menschen und – im Gegensatz zum traditionellen Zirkus – keine Tiere sehen. Die heurigen Produktionen sind wieder in ihrer eigenen Art genreübergreifend und jeder erzählt ihre eigene kleine Geschichte.

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In Sequence 8 von The 7 Fingers treffen acht außergewöhnliche ArtistInnen mit ihren individuellen Persönlichkeiten aufeinander und zeigen neben ihren circensischen Darbietungen auch eine menschliche Per formance mit Herz und Verstand, die einen Einblick in das menschliche Gefühlsleben zeigt.

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von einer dreiköpfigen Band die eine Mischung aus Varieté-Klängen und Balkan-Brass spielt, das Publikum immer wieder zum Staunen. Heuer kehrt – nach drei Jahren – auch wieder das große Spiegelzelt in den Salzburger Volksgarten zurück. Um 1900 waren die Spiegelzelte Mittelund Höhepunkt eines jeden Jahrmarktes. Treffpunkt für die unterschiedlichsten Personen, die sich alle in der verspiegelten Welt verlieren konnten. In Salzburg lebt nun diese Tradition wieder auf und in dem einzigartigen Ambiente trifft das Pariser Varieté auf das Wiener Kaffeehaus. Hier finden wieder Tango- und Swingabende, Konzerte von jungen Bands aber auch von (inter-)nationalen Größen statt; dazu kommen KünstlerInnenGespräche, Lesungen sowie kabarettistische Abende.

Ein einzigartiges Solostück zeigt der David Dimitri in L’homme cirque. Dabei schlüpft er in unterschiedlichste Rollen, ist einmal menschliche Kanonenkugel, dann Musiker und manches Mal auch der Zirkusdirektor und sein Assistent zugleich.

Ein besonderes Erlebnis bietet der in Damaskus geborene syrische Schriftsteller Rafi k Schami mit Ein poetischer Spaziergang durch Damaskus am Vormittag des 8. Dezembers – eine Benefiz-Veranstaltung zugunsten syrischer Flüchtlingskinder. (pmd)

In einem doppelstöckigen Zelt begibt sich bei Obludarium der Forman Brothers das Publikum auf eine groteske Zeitreise. Die Söhne von Milos Forman zeigen ein lebensgroßes Figurentheater; zwölf DarstellerInnen bringen, unterstützt

Von 27. November bis 6. Jänner entführt Sie Winterfest – Das Festival für zeitgenössische Circuskunst mit seiner Zeltstadt im Volksgarten Salzburg in eine außergewöhnliche Welt.


LAUT UND LIA Lia Pale

CORNELIUS OBONYA Schauspieler & Sänger

Cornelius Obonya, wer ist das eigentlich? Den TheatergeherInnen, vor allem in Wien, schon seit langem ein Begriff, seit letztem Sommer vielen ÖsterreicherInnen nach dem medialen Hype um seine Rolle als Jedermann im gleichnamigen Stück bei den Salzburger Festspielen. Jedermann – Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes ist seit der ersten Aufführung bei den Salzburger Festspielen jährlich zu sehen und nicht mehr aus dem Spielplan wegzudenken. Dabei geht es, neben dem Stück, auch immer um die große Frage wer die Rolle des Jedermann und wer die Buhlschaft geben wird. Wenn Neubesetzungen anstehen, wird hier Wochen davor schon wild spekuliert und dann wird es manchmal doch jemand ganz anderer. Im Sommer 2013 spielte Cornelius Obonya die Rolle des Jedermann und wird auch 2014 wieder zu sehen sein. Seitdem hat auch – zu einem Teil zu seinem Leidweisen – die Regenbogenpresse an ihm Gefallen gefunden und Interview-Fragen drehen sich oftmals nicht mehr nur um schauspielerische Belange. Vielleicht war auch das einer der Gründe, warum er einem Buch zu seinem bisherigen Leben aber viel mehr zu seinen Gedanken über Theater, über einzelne Arbeiten zugestimmt hat. Aufgezeichnet wurde Kommen Sie bitte weiter vor von Haide Tenner. Ihr ist es gelungen, den Sprachduktus Obonyas gut wiederzugeben, sodass man beim Lesen das Gefühl bekommt, seine Stimme zu hören. Natürlich werden dabei auch private Momente sowie berufliche Entscheidungen geschildert. Mittlerweile ist Obonya ja, nach langjährigem Engagement als Burgtheaterschauspieler, selbstständig. Und dass Obonya Spross der legendären Hörbiger-Dynastie ist, wird natürlich auch nicht verheimlicht. Spannend auch die Auflistung aller Theater- und Filmrollen, Mitwirkungen bei Radiosendungen sowie Hörspielen. Da hat sich schon ein beachtliches Oeuvre angesammelt. Aktuell ist Obonya in C(r)ash,, dem neuen Stück von Rupert Henning in der Regie seiner Frau Carolin Pienkos im stadtTheater Walfischgasse zu sehen. Infos zu den Mit Andrea Eckert und Bela Coreny tritt er in et s Terminen und Tick dem Hermann-Leopoldi-Abend Schön ist so ein f au e Si erhalten Ringelspiel als Sänger auf. Im Burgtheater spielt w.oeticket.com! ww er in Ferdinand Raimunds Der Alpenkönig und der Menschfeind die Hauptrolle, nämlich den Herr von Rappelkopf. (pmd)

John Lennon, Nat King Cole, Bing Crosby, Judy Garland, Mariah Carey, Bruce Springsteen, und Wham! haben alle auch Weihnachtslieder interpretiert oder komponiert. Ja, es ist soweit, Weihnachten naht und die ganze Welt beginnt, die großen Christmas-Songs unserer Geschichte zu hören, zu singen oder auf Blockflöten zu spielen. Ich finde, Blockflöten gehören zu Weihnachten wie der weiße Bart zu Santa Claus. Da wir (und mit wir meine ich Mathias Rüegg und mich) uns entschlossen haben, einen Weihnachtssong zu schreiben – und zwar über einen kleinen Schneemann, in den ich mich verliebe – begann ich den Kosmos der Christmas-Songs zu durchwühlen und stellte mir dabei die Frage, was braucht denn ein Song unbedingt, um sich in einen Weihnachtssong zu verwandeln? Whistles natürlich! Und genau so beginnt unser Weihnachtslied Little Snowman. Wobei die Flöten in den Weihnachtschorälen im vierten Jahrhundert in Rom, als sie erfunden wurden, wohl kaum vorhanden waren. Nun muss ich natürlich auch noch den Organisten Franz Xaver Gruber und Pfarrer Joseph Mohr erwähnen, deren Weihnachtslied Stille Nacht, heilige Nacht am Heiligabend 1818 in Oberndorf erstmals aufgeführt wurde und von dort aus die ganze Welt erobert hat. Ob dabei Flöten im Einsatz waren, ist mir leider nicht bekannt. Zurück zu unserem Little Snowman: er ist ab dem 29.11. für Groß, Klein und Sehrklein überall und zu jeder Zeit, sprich in jedem I-Tunes Store erhältlich! Unser Little Snowman und ich wünschen Euch ein frohes Fest!

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MEET OUR LITTLE SNOWMAN

P.S.: Unsere Winterreise führt uns auch nach Wien! Kommet oh kommet doch all! 69


© Patrick Walter / DG

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Natürlich ist es schön, zu Weihnachten in Kontakt zu sein.

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Anna Prohaska

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CHRISTMAS IN VIENNA

DAS GALAKONZERT IM ADVENT Seit über 20 Jahren ist das festliche Galakonzert Christmas in Vienna für viele ein Fixpunkt im vorweihnachtlichen Konzertreigen. Heuer singen die junge Koloratursopranistin Anna Prohaska, Angelika Kirchschlager, Mezzo, der Weltklassetenor Joel Prieto und der lyrische Bariton Luca Pisaroni. Begleitet werden sie von der Wiener Singakademie, den Wiener Sängerknaben, Tepeu aus Puerto Rico und dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien.

Wie war das, als die Einladung zu Christmas in Vienna kam? AP: Ich habe einen Familienbezug zur Familie Scheibmaier; meine Eltern haben mit Karl Scheibmaier studiert. AK: Der Anruf kommt eigentlich schon seit vielen Jahren und es ist sich bis jetzt einfach nie ausgegangen. Aber jetzt klappt es endlich. AP: Man will es ja auch gut machen und nicht zwischen zwei andere Auftritte quetschen. AK: Es ist ja auch mehr Aufwand weil es mit Fernsehen ist. Grundsätzlich ist es spannend für das Fernsehen zu arbeiten, die ganzen Abläufe zu sehen. Wie ist das mit selbst sehen und selbst hören? AP: Manchmal ärgere ich mich dann, dass ich mir bei einem Styling nicht mehr Mühe gegeben habe. Das ist etwas, was man auch lernen muss – gerade als Frau in dem Beruf. Wie man sich stylt, was zu einem passt. AK: Genau. Am liebsten würde ich mich gar nicht stylen und immer im gleichen schwarzen Kleid auftreten. Man stimmt sich auch immer mit den KollegInnen ab. Was bedeutet Weihnachten? Wie wichtig ist es für euch? AK: Weihnachten feiern wir seit vielen Jahren zu dritt: also mein Sohn, der Vater meines Sohnes und ich. Es ist für uns ein wirklicher Feiertag. Wir machen alles gemeinsam, es ist sehr friedlich, wir packen stundenlang die Geschenke aus. Ich nehme auch zu Weihnachten keine Engagements an. Da will ich mit meiner Familie sein. Auch zu Silvester nicht. Mir persönlich ist Silvester fast wichtiger, als Abschied vom Alten Jahr und Aufbruch ins Neue.

AP: Weihnachten hat für mich schon eine wichtige Bedeutung, auch in meiner Familie. Gerade für meine Mutter, weil sie das dann schon besonders gestaltet. Wir haben am 25. englische Weihnachten weil meine Mutter ja Engländerin ist und am 24. österreichische Weihnachten. Da hat man zwei Gründe zu feiern. Wir hören auch unsere ganze Lieblingsmusik, nicht nur Weihnachtslieder. Wenn mein Bruder dann auch noch dabei ist, wir sind ja alle ausgebildete SängerInnen, dann singen wir da auch mit. Dann klingeln schon mal die Nachbarn und fragen ob es ein bisschen leiser geht. Habt ihr ein liebstes Weihnachtslied? AK: Also ich habe schon eines, das habe ich bereits mit meiner Mutter gesungen. Wir haben zu Hause viel gesungen – nicht professionell so wie bei Anna. Das ist „Es wird scho glei dumpa“. Ich habe jetzt auch begonnen, mit meinen Freunden einen Abend zu machen, wo wir Weihnachtslieder singen. AP: Für mich ist es ein englisches Lied aus der Renaissance-Zeit: Lully, lullay, Thou little tiny Child: das ist so traurig und so schön. Es hat viele Strophen, u.a. geht es auch um Herodes. AK: Die typischen Weihnachtslieder sind auch wunderschön. Das Original von „Es ist ein Ros entsprungen“ mag ich auch sehr. Lieber schenken oder beschenkt werden? AP: Schenken. Ich kann auch mit Weihnachtspost wenig anfangen. AK: Die verstehe ich auch nicht. AP: Auch diese Massen-eMails. Da telefoniere ich doch lieber! AK: Wenn man nur zu Weihnachten schreibt und sonst nie, passt das doch auch nicht. AP: Natürlich ist es schön, zu Weihnachten in Kontakt zu sein. AK: Was ich noch zum Schenken sagen wollte: Vor vielen Jahren bin ich sehr spät dran gewesen. Da bin ich dann am Tag vor Weihnachten um fünf am Nachmittag durch die Kärntnerstraße gelaufen. Es hat geregnet, war kalt und finster. Ich bin stehen geblieben und habe festgestellt, dass ich in viele wahnsinnig gestresste Gesichter geschaut habe. Also bin ich auf die Post gegangen, zu den ganzen Erlagscheinen und hab für jede und jeden gespendet; so haben alle dann von mir den Erlagscheinabriss bekommen. Das hat so eingeschlagen, alle so berührt, dass das im nächsten Jahr alle gemacht haben.

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Wie wurde das Programm zusammengestellt und hat man als Mitwirkende Einfluss darauf? Anna Prohaska: Ja, ich hab ein paar Ideen gemailt. Angelika Kirchschlager: Ja, ich habe schon überlegt, was ich zu dem Anlass gerne singen würde. Vor allem: was singe ich gerne! Ich versuche nur mehr das zu singen, was ich gerne singe. AP: Ich habe z.B. das „Et incarnatus est“ aus der c-moll-Messe von Wolfgang Amadeus Mozart ausgewählt, weil ich das im Sommer gerade erst in Salzburg gesungen habe. Ich finde das gut, wenn man ein Stück dann drauf hat, das öfters zu machen, es zu pflegen.

Interview: Paul M. Delavos

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EINSTIMMUNG AUF

WEIHNACHTEN

Der Advent – allgemein als die stillste Zeit im Jahr bezeichnet – ist gar nicht so still, wie man denkt. Denn viele KünstlerInnen haben extra Weihnachtsprogramme einstudiert, um Sie auf Weihnachten einzustimmen. Ein, sicherlich subjektiver, Überblick, welche Veranstaltung Sie im Advent nicht verpassen sollten!

Russische Weihnachtstradition lassen schon seit über 30 Jahren die Bolschoi Don Kosaken, ein russisches Ensemble, das ausschließlich aus Opernsolisten besteht, erklingen. Kosakischer Gesang bewegt sich zwischen hohen Falsettstimmen und tiefen Bässen. Ihr Repertoire sind einerseits sakrale Gesänge aber auch russische und ukrainische Volkslieder. Zu erleben sind die Kosaken zwischen 4. und 23. Dezember u.a. im Wiener Konzerthaus, im Veldener Casineum und in der Grazer Heilandskirche.

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Bereits seit 1924 besteht der Ural Kosaken Chor, in dem u.a. Ivan Rebroff seine Karriere startete. Am Programm in der Wiener Karlskirche (19. Dezember) stehen viele bekannte Lieder wie Stenka Rasin, die Wolgaballade und natürlich Kalinka, Stille Nacht, heilige Nacht auch in russischer Version.

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Aus den Südstaaten der USA kommt die Musik und kommen die besten Stimmen bei The Christmas Gospel. Die Wurzeln der Gospels und Spirituals reichen zurück bis ins 18. Jahrhundert. Die Musik vereinigt sich hier mit Gefühl und Temperament zu einem einzigartigen Erlebnis und lässt Sie von Anfang Dezember bis kurz vor Weihnachten u.a. in der Wiener Karlskirche, im Congress Casino Baden und in der Klagenfurter Domkirche St. Peter und Paul eine heitere Besinnlichkeit erfahren und beschwingt nach Hause gehen. Broadway-Star Pastor Alvin Freeland kommt mit seinem sechsköpfigen Harlem Reach Ensemble wieder nach Wien. Harlem Christmas Gospel bietet Ihnen ab Mitte Dezember in der Wiener Minoritenkirche fröhliche, lebensbejahende

und mitreißende Rhythmen aus der großen Tradition der afroamerikanischen Musik. The Original USA Gospel Singers & Band wollen durch die emotionale spirituelle Kraft der einzelnen Songs die Menschen zueinander bringen. Wichtiger Bestandteil jedes Konzertes ist die aktive Teilnahme der ZuhörerInnen. Hand in Hand erleben Sie ab 18. Dezember u.a. im Salzburger republic, im Congress Innsbruck, im Linzer Brucknerhaus und im Stefaniensaal Graz die Kraft der Gospelmusik. Stella Jones & The American Christmas Gospel sind seit Jahren ein Fix- und Höhepunkt im vorweihnachtlichen Wiener Konzertreigen. Sie präsentieren ab 13. Dezember in der Votivkirche die bekanntesten Soul-Songs in ihrer inspirierenden & mitreißenden Show. Eine Videowall lässt Sie hautnah dabei sein. Panflöten-Weihnacht ist der Titel des weihnachtlichen Programms von Daniela dé Santos. Die bekannte Panflötistin mit ihrer Kristallpanflöte CELESTINA spielt u.a. The First Noel oder Es ist ein Ros entsprungen und lässt Sie so ab Monatsanfang u.a. in der Wiener Jubiläumskirche und der Leobener Pfarrkirche ihrem bezaubernden Bühnenbild das Besondere an Weihnachten erleben. Heilwig Pfanzelter entführt Sie sowohl im Wiener Theater Akzent, wie auch in


KLASSISCH ANDERS Paul M. Delavos

der Remise Bludenz Anfang Dezember bei Noch immer leuchten die Sterne mit beeindruckenden Weihnachtsgeschichten und weihnachtlichen Chansons in eine phantasievolle Welt voller Romantik und Humor. Begleitet wird sie dabei von einem wunderbaren Harfe-Bass-Klavier-Ensemble. Irmgard Knef tauscht bei Prost Weihnacht! in der Monatsmitte im Wiener Stadtsaal das Glühweinhäferl gegen ein Seidl. Als alternative Weihnachtsfrau präsentiert sie einen frech-fröhlichen Kabarettabend mit jazzigen Christmassongs, komischen sowie unerhörten Weihnachtsliedern und liefert so coole Krippenansichten. Heilbutt & Rosen liefert u.a. im Wiener Orpheum, Stadtsaal, Kulisse und Metropol bei Weihnachten aus der Dusche völlig neue Texte zu altbekannten Melodien, musikalische Blödelei und Plauderei vom Feinsten: Ein überraschender, musikalischer Egotrip in der schönsten Zeit des Jahres, der Sie sicherlich in Weihnachtsstimmung bringen wird. Quadro Nuevo spielt bei Weihnacht altbekannte Lieder wie Es ist ein Ros entsprungen oder Maria durch ein Dornwald ging in ungewohnter Besetzung. Da kommen Saxophone, Klarinetten, Psalter, Mandoline, Kontrabass, Percussion, Akkordeon, Vibrandoneon, Xylophon, Harfe und Salterio zum Einsatz. Unbekannte aber doch vertraute Interpretationen stimmen Sie am 23. rechtzeitig im Wiener Stadtsaal auf Weihnachten ein. Bei X-Mas is Here erleben Sie Viktor Gernot & HisBestFriends mit einem ausgelassenen, beschwingten, aber auch sinnlichbesinnlichen Konzertprogramm, dessen Weihnachtslieder sich aus dem Great American Songbook rekrutieren: ein mittlerweile zum Kult gewordenes österreichischamerikanisches Entertainerkonzert u.a. im Multiversum Schwechat, im Stadttheater Wiener Neustadt, im Wiener Ronacher und Grazer Orpheum. (pmd)

Ein Grund, warum ich Theater und Konzerte – also Livekunst – dem Film vorziehe ist eben die Tatsache, dass es live ist. Es passiert unmittelbar vor mir als Zuschauer bzw. Zuhörer. Da baut sich dann zwischen Bühne und Zuschauerraum oftmals auch eine ganz besondere Spannung und Stimmung auf, die ich so im Kinosaal noch nie erlebt habe. Viele KünstlerInnen sprechen ja auch von der Energie, die sie aus dem Publikum während ihres Auftrittes ziehen. Theater hat für mich auch immer etwas Magisches an sich: Obwohl es jetzt an diesem Ort stattfindet, entführt es mich doch in eine andere Welt und dazu muss ich nicht verreisen. Oftmals wird mit kleinen Bühnen- oder Schauspieltricks große Wirkung erzielt. Manchmal versetzt einen auch eine sehr pompöse Inszenierung in atemloses Staunen. Einen wichtigen Anteil daran haben die KünstlerInnen selbst. Und natürlich weiß ich, dass diese auch nur Menschen sind. Aber viele sehen sich noch immer als außergewöhnliche Menschen und der Meinung schließe ich mich gerne an. Denn um KünstlerIn zu werden, benötigt man viele besondere Talente und Begabungen. Dass dann natürlich auf der Bühne das eine oder andere Missgeschick passieren kann oder man gar auf einen Auftritt vergessen hat, ist klar und auch verständlich. Aber muss ich das dann wirklich in immer mehr Autobiographien immer jüngerer KünstlerInnen nachlesen? Wird da nicht das Theater entzaubert, wenn man schwarz auf weiß liest, dass an jenem Tag im falschen Kostüm aufgetreten wurde, an einem anderen man auf den letzten Auftritt vergaß und dass der Rotwein im Glas nur Traubensaft ist? Theater ist etwas Besonderes, entführt das Publikum mit seiner Magie in eine andere Welt und das soll meiner Meinung nach nicht durch ein zu viel an Information entzaubert werden.

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MAGIE

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© Marty Sohl

VITTORIO GRIGÒLO

2010 erlebte der italienische Tenor Vittorio Grigòlo seinen internationalen Durchbruch an der Seite Anna Netrebkos am Royal Opera House in London. Seine neue CD Ave Maria ist sehr persönliche Zusammenstellung religiöser Lieder. TICKET sprach mit ihm über Religion, Musik und das Leben im Hier und Jetzt.

KLASSIK.BÜHNE

Bist du ein religiöser Mensch? Vittorio Grigòlo: Ja, ich bin religiös und gehe auch in die Kirche.

Also hast du die CD nicht nur wegen der Musik sondern auch wegen deines Glaubens aufgenommen? Vittorio Grigòlo singt Vittorio: Ja, es geht mir nicht nur um die an der Seite von Angela Musik sondern ich glaube daran, dass es Gheorghiu am 4., 7. und noch etwas Spirituelles gibt in unserem 11. Dezember den Rodolfo Leben. Eine Verbindung zwischen dem in La Bohème an der Himmel und unserem Herz. Es gibt immer Wiener Staatsoper. zwei Seiten: Gut und Böse, Licht und Dunkelheit. Wir müssen immer den Weg dazwischen finden und da hilft uns auch der Glaube. Sind für dich diese zwei Seiten auch der Grund, warum du neben der Oper auch Pop singst? Vittorio: Musik ist für mich ein Weg zu kommunizieren.

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Ich bin jung und möchte in vielen musikalischen Sprachen arbeiten. Viele Menschen können sich mit Pop leichter identifizieren. Ich singe aber Pop nicht in einem opernhaften Stil; natürlich mit meiner trainierten Stimme, aber es ist Pop und nicht Oper. Ave Maria ist ein sehr persönliches Album von dir geworden. Vittorio: Ja, ich war in die Vorbereitung sehr involviert mit meinem Wissen und mit meinem Glauben. Ich habe auch einige Arrangements geschrieben. Es ging mir auch darum, dass ich manche Lieder aus dem Vatikan hinaus in die Welt bringen wollte, denn einige sind noch nie aufgenommen worden. Es ist wichtig, diese Musik mit den Menschen zu teilen, damit sie nicht „stirbt“. Mir ging es bei diesem Projekt nicht um die Frage, ob sich die CD verkauft, sondern ich wollte diese wunderschöne Musik teilen. Natürlich sind auch einige sehr bekannte


AVE MARIA Melodien wie z.B. das „Ave Maria“ von Franz Schubert dabei. Es war keine einfache Arbeit, z.B. habe ich in den Vatikan-Archiven nach Noten gesucht, aber letzten Endes ist etwas Wunderbares entstanden. Ich wollte etwas Besonderes schaffen, das Teil meines Lebens ist. Es ist sehr viel von mir hier enthalten, ich habe selber ja im Knabenchor der Sixtinischen Kapelle gesungen und nun begleitet mich dieser Chor auf der CD. Letztendlich hat sich ein Traum von mir realisiert. Im Dezember singst du wieder La Bohème an der Wiener Staatsoper. Vittorio: Ja. Die Rolle des Rodolfo ist eine sehr wichtige Rolle und ich freue mich schon darauf. La Bohème ist wirklich ein Meisterwerk von Giacomo Puccini. Und ich hoffe, dass in Wien Schnee liegt wenn ich singen werde, weil das einfach perfekt wäre für diese Oper und für mich als Einstimmung. Hast du eine Lieblingsrolle? Vittorio: Meine Lieblingsrolle ist immer die Rolle, dich ich gerade singe. Ich denke nie an die Zukunft, weil dann würde ich mich nicht auf die Gegenwart konzentrieren. Ich denke, man sollte immer im Hier und Jetzt sein und den Moment genießen. Wenn ich jetzt bei unserem Gespräch schon an das nächste Interview denken würde, so wäre ich gedanklich dort und nicht bei dir. Ich bin natürlich schon für viele Jahre hinaus verplant aber ich möchte trotzdem im Moment leben und mich auch noch überraschen lassen können. Denn dann ist das Leben interessant für mich. Und wir haben nur dieses Leben und das müssen wir genießen, das Gestern ist Vergangenheit und das Morgen ist Zukunft, aber die Gegenwart ist das Spannende. Vieles läuft mittlerweile viel zu schnell ab. Wir wollen viel zu viel auf einmal und denken auch oft, dass das Gras beim Nachbarn viel grüner ist, als bei uns. Interview: Paul M. Delavos

Ave Maria ist bei SONY CLASSICAL erschienen.

PÄPSTLICHER CHOR DER SIXTINISCHEN KAPELLE

Der Knabenchor der Sixtinischen Kapelle (I Pueri Cantores della Cappella Sistina), der Vittorio Grigòlo auf seiner CD Ave Maria begleitet, ist ein Teil der Cappella Musicale Pontificia Sistina. Der Chor singt bei allen päpstlichen Liturgiefeiern im Petersdom beziehungsweise der Sixtinischen Kapelle. 24 Männer (Tenor und Bass) sowie 35 Knaben (Sopran und Alt) singen im Chor. Neben ihrer fünfjährigen Tätigkeit im Chor besuchen die Knaben eine Privatschule, die Schola Puerorum della Cappella Sistina. Hier erhalten Sie neben der Schulbildung auch eine umfangreiche musikalische Ausbildung. Gegründet wurde der Chor als schola cantorum von Papst Gregor I. (590–604), und ist somit der älteste religiöse Chor. In der Renaissance sangen u. a. die Komponisten Giovanni Pierluigi da Palestrina, Josquin Desprès und Jacob Arcadelt im päpstlichen Chor. Vor allem im Barock wurden viele Knaben vor Beginn der Pubertät kastriert, um ihnen eine Laufbahn als Opern- oder Kirchenchorsänger zu ermöglichen. Berühmte Kastraten waren u.a. Baldassare Ferri (1610–1680), Caffarelli (1710–1783), Senesino (um 1680–1759) sowie Farinelli (1705–1782), der alle anderen überstrahlte.

Vittorio Grigòlo … wurde am 19. Februar 1977 in Arezzo geboren. Aufgewachsen in Rom, erhielt er seine musikalische Ausbildung im Chor der Sixtinischen Kapelle. Mit 13 wurde er von Luciano Pavarotti entdeckt und gefördert. 2003 gab er sein Debüt an der Mailänder Scala. Mittlerweile ist er Stammgast in den großen Opernhäusern und arbeitet mit namhaften Dirigenten wie Riccardo Muti, Plácido Domingo oder Lorin Maazel zusammen. Seine Partnerinnen waren u.a. Edita Gruberova, Renée Fleming und Angela Gheorghiu. Aktuell gilt er bereits als der Jahrhundert-Tenor. Neben seinen Opernrollen singt er auch Lieder, Oratorien und Popmusik. Auf seiner neuen CD Ave Maria finden sich musikalische Juwelen wie Domenico Bartoluccis „Ave Maria“ und Gaetano Capoccis „Salve Regina“ aber auch das bekannte „Panis Angelicus“ von César Franck und Giulio Caccinis „Ave Maria“. Begleitet wird er vom Knabenchor der Sixtinischen Kapelle und dem Orchestra Roma Sinfonietta unter Fabio Cerroni.

Papst Pius X. setzte in seinem Motu Proprio Tra le sollecitudini (ein apostolisches Schreiben über die Kirchenmusik) vom 22. November 1903 fest, dass nur mehr unkastrierte Knaben in Kirchenchören singen dürfen. 1922 starb Alessandro Moreschi, der letzte Kastrat der päpstlichen Kapelle. Neben den Verpflichtungen im Vatikan geht der Chor, bzw. Teilgruppen, auch international auf Tournee wobei sowohl geistliche als auch weltliche Werke gesungen werden.

KLASSIK.BÜHNE

Papst Pius IV. hörte 1562 zum ersten Mal einen Kastraten und engagierte ab diesem Zeitpunkt Kastrati.

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BÜHNE FÜR

KINDER

MAMI, WAS IST DEIN LIEBLINGSMÄRCHEN?

Niemand kocht so gut wie der verhexte Schumachersohn Jakob in Zwerg Nase! Königliche Pasteten, würzigkräftige Süppchen – da läuft einem immer wieder aufs Neue das Wasser im Mund zusammen.

MÄRCHEN

Das Gebäude des Stadttheaters Wiener Neustadt ist eine ehemalige Klosterkirche des Karmelitinnenklosters und wurde 1794 eröffnet. Wo einst Buße getan wurde, darf man sich heute an einem breiten Angebot mannigfaltiger Künste erfreuen, so auch die Kleinen.

KLASSIK.BÜHNE

Im Dezember werden mit Rumpelstilzchen (14. und 15., jeweils 14 Uhr) und Schneeweißchen und Rosenrot (24. um 14 Uhr) für Kinder ab drei Jahren gleich zwei der größten Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm geboten. Die Geschichte vom Dilemma einer Müllerstochter, die ihr erstes Kind einem kleinen Männchen, das ihr helfen soll, Stroh zu Gold zu spinnen, verspricht, und die der beiden Schwestern, die sich mit einem Bären anfreunden, der eigentlich ein Königssohn ist, sind in aller Munde und aus unserer Kulturgeschichte nicht mehr wegzudenken.

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Die etwas größeren Kleinen dürfen sich schon auf den 15. Februar freuen, wenn das Schauspielhaus Salzburg mit dem Satanarchäolügenialkohöllischen Wunschpunsch ein Stück von Michael Ende auf die Bühne des Stadttheaters bringt. Michael Ende ist auch wie die Gebrüder Grimm aus unserer Literaturgeschichte nicht mehr wegzudenken – seine Romane Momo und Die unendliche Geschichte rühmen sich auch heute noch ungetrübter Bekanntheit, wie auch sein Kinderbuch Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer. Der Wunschpunsch nun ist ein Kinderbuch von 1989, in dem sich der böse Zauberer Beelzebub Irrwitzer bei Seiner Höllischen Exzellenz vertraglich dazu verpflichtet, jedes Jahr eine bestimmte Zahl an bösen Taten zu vollbringen. Doch dieses Jahr gelingt es ihm nicht, sein Soll zu vollbringen, weil der Kater Maurizio di Mauro ihm auf der Schliche ist … Das Leobener Stadttheater, gelegen in der zweitgrößten Stadt des grünen Herzens, ist das älteste durchgehend bespielte Theater Österreichs: Seit 1790 werden die zwei Häuser in der Homanngasse 5 als Theater genutzt und laden in den kommenden Wochen auch die jungen Gäste ein, märchenhafte Erzählungen auf der Bühne zu erleben.

Die Junge Bühne Leoben bringt – inszeniert von Susanne Zöllinger und Viktoria Steiner – mit der Schneekönigin (am 7. und 20. Dezember), Till Eulenspiegel (am 14. und 28. Februar, sowie am 1. März) und Der Wolf und die 7 Geißlein (am 16., 17. und 24. Mai) gleich drei zwar unterschiedliche, nichts desto trotz große Märchengeschichten auf die Bühne. Im Kunstmärchen von Hans Christian Andersen geht es um einen teuflischen Spiegel, dessen Splitter den Menschen herzlos und grummelig werden lassen, so auch den kleinen Kay, dem ein Splitter ins Herz fährt, und einer ins Auge! Nun wird er von der schönen Eiskönigin entführt, doch Kays Freundin Gerda will ihn nicht so leicht aufgeben … Den Schalksnarren und Titelhelden eines mittelniederdeutschen Volksbuches, Till Eulenspiegel, kennt man. Er ist ein richtiger Schelm, ein rechter Spaßmacher – der sehr, sehr viel Freude daran hat, immer und überall seinen Mitmenschen Streiche zu spielen. Dabei meint er es aber gar nicht bös, er will ja nur, dass wir alle lachen … Wenig zum Lachen haben jedoch die sieben Geißlein, die allein zu Hause sind und vom listigen Wolf hinterrücks überfallen werden. Nur eines, das jüngste, kann sich verstecken und schließlich der Mutter erzählen, was sich zugetragen hat. Dass die Mutter ihre Kinder nicht kampflos aufgibt, versteht sich von selbst! Außerdem erleben wir im Leobener Stadttheater auch noch das Kindermusical Die kleine Meerjungfrau am 31. Jänner und am 4. April schließlich die Geschichte vom Kleinen Häuptling Winnetou. Das Gewinnspiel mit Goodies und Kinogutscheinen zu Disneys DIE EISKÖNIGIN finden Sie online auf www.ticketmagazin.com!

G

fröstelt Ab 28. November wand, in Le r de f es auch au E EISwenn Disneys DI er t vom KÖNIGIN, inspiri en Die Andersen-Märch in die Schneekönigin, Kinos kommt.

Kinderklassik-Redaktion: Stefan Baumgartner

Es war einmal und ist noch immer


Tickets +43 1 96096 www.ofs.at

Regie Robert Dornhelm

giuseppe verdi

9 juli – 17 august 14


DURCH DEN WINTER STIEFELN!

ICKET ESTET

Die kältere Jahreszeit hat bereits angefangen, der Duft von Zimt und Glühwein beherrscht das Land! Einen kühlen Kopf muss man das ganze Jahr über bewahren, damit aber die Füße nicht kalt werden, haben wir für euch funktionelle und auch optisch reizvolle Winterboots getestet! So ist man für das große Schneetreiben bestens gerüstet. Mehr nach dem ersten Schnee auf www.ticketmagazin.com

Sorel Tofino

Der Spagat zwischen winterlichem Funktionsboot und stylishem City-Boot wurde von Sorel mit diesem Modell ausgezeichnet gemeistert! Der Plüschrand am oberen Rand des entzückenden pinken Boots, lässt auf eine Verspieltheit schließen, die ich in der grauen Jahreszeit besonders schätze. Fernab davon punktet er aber auch mit Funktionalität: Wasserfestigkeit, Profilsohle, Kälteschutz – alles mit dabei! Dementsprechend ist er sowohl für einen winterlichen Stadtspaziergang als Am besten taucht s auch eine kleine Schneewanderung im verschneiten man mit den Boot r be m Wald geeignet. am 14. Deze bei den Cineas tic Wärmegefühl: Gondolas in Bequemlichkeit: Lech auf! Verarbeitung:

McKinley Sarek

Dass dieser Winterstiefel auch im tiefsten Winter warme Füße verspricht überrascht wenig, ziert doch die Silhouette des nordamerikanischen Mount McKinley – auch bekannt als der kälteste Berg überhaupt – die Seiten des Schuhs. Und tatsächlich spielt dieses Modell vor allem abseits der Zivilisation seine Stärken aus. Wirkt er in der Innenstadt noch ein wenig brachial, lassen sich im Gelände die Vorzüge der robusten, rutschfesten Sohle und des komfortablen und warmen Innenschuhs genießen. Wen es auch im Winter des Öfteren in die Natur verschlägt, dem sei dieser Schuh empfohlen! Wir wünschen viel Spaß im Tiefschnee! Wärmegefühl: Bequemlichkeit: Verarbeitung:

TICKET.TESTET

Ideal für The Chris tmas Gospel in Ös terreichs Kirchen.

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Für eisige – Verans taltungen r Ai en Op r te in vom W bis zum Hahnenkammrennen in Kitzbühel!

Crocs All Cast Leather Duck Boot Der All Cast Leather Duck Boot von Crocs ist wohl der leichteste Winterschuh den ich je getragen habe. Optisch ist dieser Schuh sicher nicht jedermanns Sache, da er im Zehenbereich sehr breit geschnitten ist. Enge Röhrenjeans sind also nicht die ideale Hosenwahl zu diesem Schuh. Aber wer geht schon mit Röhrenjeans auf Entenjagd? Wärmegefühl: Bequemlichkeit: Verarbeitung:

Dieser Boot von Crocs fällt definitiv auf! Rein äußerlich schon einmal durch die schrille Farbe (im Falle unseres Testmodells), innerlich, wenn man ihn dann angezogen hat, aber auch durch einen ungemein luftigen und angenehmen Tragekomfort. Ein leichter und wollig warmer Begleiter durch die Punschsaison. Wärmegefühl: Bequemlichkeit: Verarbeitung:

Mit diesem schrillen Boot fällt man beim Wicked in Winter Wonderland Gr az sicher auf!


Perfekt für die mit Weihnacht sgala in er se Hansi Hinter l. ro Ti Seefeld in

Tamaris Cortis

Seitdem ich den Stiefel Cortis von Tamaris im Büro trage, rufen mich meine Kollegen liebevoll „Hansi“. Wohl wahr – Herr Hinterseer hätte eine helle Freude mit dem Hingucker. Auch ich habe mich in den kuschelig-warmen Boot verliebt, zu Skinny-Jeans passen sie genauso wie zu Strumpfhose & Rock. Besonderes Plus außerdem: die süßen Mini-Taschen. Ganz schön praktisch. Wärmegefühl: Bequemlichkeit: Verarbeitung:

Rauf auf den Berg, zum Bergfestival in Saalbach Hinterglemm!

Adidas – Snowtrail

Es sind zwar keine kultigen Jogging-High, aber der Snowtrail gehört definitiv zum Besten, was ich in den letzten Jahren als winterliches Fußwerk erwählte! Zum Anzug sollte man dann vielleicht doch eine andere Wahl treffen, aber von Punschstandbesuchen bis hin zum Schneeschaufeln im Blizzard wird man mit diesem kälteresistenten Schuh bestens bedient (und schaut dabei auch noch sportlich aus).

Der Boot von Adidas ist in der Qualität wie üblich sehr gut. Das Gore Tex verhindert schwitzende Füße auch wenn man den Schuh längere Zeit indoor trägt und hält die Füße outdoor gleichzeitig trocken und windgeschützt. Besonders positiv für mich war, dass meine Knöchel durch den hohen Schnitt nicht in Mitleidenschaft gezogen wurden und somit auch ohne Weiteres den ganzen Tag getragen werden kann

Wärmegefühl: Bequemlichkeit: Verarbeitung:

Wärmegefühl: Bequemlichkeit: Verarbeitung:

Mit diesen Schuhen wär man als Fan beim Silves terlauf top plat ziert!

Ideal für den Herren Weltcup Nachtslalom in Schladming.

Ein wirklich eleganter Stiefel mit angenehmem Wärmeeffekt! Für lange Schlamm- & Schneeschlachten ist er zwar nicht so geeignet, dafür ist man aber auf jeden Fall immer schick dabei! Außerdem ist der Stiefel wandlungsfähig: Entweder man trägt ihn bis hoch zu den Knien, oder stülpt ihn um, sodass man das flauschige Fellimitat sehen kann.

Wärmegefühl: Bequemlichkeit: Verarbeitung:

Wärmegefühl: Bequemlichkeit: Verarbeitung:

Perfekt für die Winterreise im Akademietheater geeignet!

TICKET.TESTET

Jello – Back to the boots

Der Boot aus der Kollektion „Back to the boots“ ist genau so, wie ich mir einen Winterboot vorstelle. Griffige Sohle, warmes Innenfutter und das richtige Gewicht um zu wissen, dass man einen Winterschuh trägt. Zu Beginn ist der Schuh etwas steif, nach ein paarmal eintragen wird er aber superweich und angenehm.

Passend zum Winter verlost TICKET einige dieser entzückenden X-Mas-Spender von PEZ! 79 Getestet wurde von: Andreas Fröstl, Astrid Radner, Barbara Ginzinger, Karin Steiner, Petra Albrecht, Silvia Feilmayr, Stefan Baumgartner, Thomas Keuschnigg


FORMEL 1 RASENDE ÄNDERUNGEN

SPORT.FREIZEIT

Zu gewissen Zeiten im Jahr – nämlich zwischen März und November – heißt es Sonntagnachmittag den gelsenähnlich klingenden Motoren lauschen, autoähnlichen Flitzern beim Runden drehen zusehen und diskutieren, ob nun doch die italienische Firma mit dem Pferd, oder die österreichische Firma mit dem Stier die besseren Konstrukteure haben. Das ist die Formel 1 – da sieht man dann einen Grand Prix.

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Seit Jahrzehnten begeistert die Königsklasse des rundendrehenden Rennsports ihre Zuseher – es wird nie leise um die Formel 1 und ihre Weltmeisterschaft. Und dies zieht sich durch so einige Freizeitbereiche durch. Soeben läuft Rush im Kino, ein Film, der die Rivalität zwischen James Hunt und Niki Lauda beleuchtet und natürlich auch über Laudas tragischen Unfall erzählt. Obwohl der Schauplatz in den Siebzigern ist, pilgert Jung und Alt ins Kino – jeder in unserem schönen Land weiß wohl über Laudas Unfall Bescheid. Nicht zuletzt deshalb, weil ebendieser nicht nur im Luftraum, sondern auch in der Formel 1 noch eine große Nummer ist! Er wird gerne als Experte und Kommentator von Medien eingesetzt – vielleicht auch deshalb, weil er sich kein Blatt vor den Mund nimmt, was im Formel-1-Zirkus der Eitelkeiten nicht oft gesehen wird. Außerdem ist er seit 2012 Aufsichtsratsvorsitzender des Team Mercedes. Dass es bei der Formel 1 nicht nur durch das Talent der einzelnen Fahrer, sondern vor allem um das Team geht und teilweise bei der Konstruktion des jeweiligen Wagens schon Siege in spe eingefahren werden können, bewies in der Saison 2009 das Konstrukteurteam von Brawn, die es schafften, ein solch außergewöhnliches Fahrzeug zu bauen, das alle anderen

Wägen hinter sich ließ – Brawn-Fahrer Jenson Button gewann die Formel 1 WM 2009, Brawn landete als Team bei der Konstrukteurwertung ebenfalls auf Nummer 1. Brawn wurde in weiterer Folge an Mercedes verkauft und konnte an seine Erfolge nie wieder anschließen. Dies ist allerdings nicht auf Marke oder Fahrer zurückzuführen – das Reglement der Formel 1 ändert sich ständig! Wer kann sich denn nicht noch daran erinnern, dass in den Boxengassen noch getankt werden durfte? Dies wiederum führte zur einen oder anderen brenzligen Situation, so der Tankschlauch noch nicht entfernt war, der Fahrer des Wagens es aber anscheinend nicht erwarten konnte in die nächste Runde zu starten und Lollipos ignorierte. Aber das sind eigentlich noch die geringsten Änderungen! In den letzten Jahren, konnten die Konstrukteure von Red Bull Racing am ehesten mit den Neuerungen und Entwicklungen mithalten und somit konnte sich Fahrer Sebastian Vettel bereits zum vierten Mal den WM-Titel krallen. Vettel selbst ist ein begnadeter Fahrer, aber dennoch werden Stimmen laut, dass Fernando Alonso oder auch Lewis Hamilton eigentlich mehr Talent, allerdings das falsche Auto hätten. Längst schon nicht mehr geht es bei den Formel-1- Boliden nur


Eine starke Änderung gibt es ebenfalls bei den Motoren – fuhr man seit 2006 noch mit 2,4 Liter V-8-Motoren, werden ab 2014 1,8 Liter V6-Turbo-Motoren vorgeschrieben. Im Kartenquartett wäre die 2014er-Variante wohl abgestunken, es werden auch schon Stimmen laut, dass die Formel 1 durch die schwächere Motorisierung nicht mehr so spritzig sei. Hier ist ein großes ABER angebracht: Durch die Umstellung des KERS-Systems – ab 2014 wird dieses übrigens in ERS-K umbenannt – das durch ein zusätzliches System, ERS-H, ergänzt wird, kann die Wärme von Motor und Turbolader wieder zur Energiegewinnung genutzt werden und die Batterie lädt ebenfalls auf. Durch dieses neue System kann mehr Leistung aus dem V-6-Turbo geholt werden, weswegen sich die Leistung an sich zu einem V-8 nicht wesentlich unterscheidet. Das Argument, ein V-6-Motor sei auch billiger in der Anschaffung, wurde auf jeden Fall zu Nichte gemacht, da die Entwicklung dieser neuen Systeme und des Motors für das jeweilige Team extrem kostspielig ist. Die Konstrukteure haben im nächsten halben Jahr kein leichtes Leben: Es ist ein Umdenken gefragt, es müssen neue Motoren, Regler und sonstiges entwickelt werden, der jeweilige Fahrer muss mit dem Auto zu Recht kommen. Man darf gespannt sein, welches der Teams die beste Mischung aus Konstrukteur und Fahrer für das Jahr 2014 auf den Markt bringt. Im März geht es dann wieder los mit rmmmm, rmmmm! (pa) FORMEL 1 GRAND PRIX AM 22. JUNI 2014, RED BULL RING SPIELBERG. TICKETS SIND AB SOFORT UNTER OETICKET.COM ERHÄLTLICH!

Top-Teams:

Red Bull Racing Erstes Rennen: 06.03.2005 beim GP Australien / Melbourne WM-Titel: 3 Grandprix-Starts: 164 Grandprix-Siege: 46 Scuderia Ferrari Erstes Rennen: 21.05.1950 beim GP Monaco / Monte Carlo WM-Titel: 16 Grandprix-Starts: 868 Grandprix-Siege: 220

Sebastian Vettel (seit 2009)

Mark Webber (2007-2013) Fernando Alonso (seit 2010)

Mercedes AMG Petronas F1 Team Erstes Rennen: 04.07.1954 Nico Rosberg (seit 2010) beim GP Frankreich / Reims Grandprix-Starts: 88 Grandprix-Siege: 13 Lotus F1 Team Erstes Rennen: 18.05.1958 beim GP Monaco / Monte Carlo WM-Titel: 7 Grandprix-Starts: 565 Grandprix-Siege: 76

Kimi Räikkönen (2012-2013)

Vodafone McLaren Mercedes Erstes Rennen: 22.05.1966 beim GP Monaco / Monte Carlo WM-Titel: 8 Grandprix-Starts: 741 Grandprix-Siege: 182

Jenson Button (seit 2010)

Felipe Massa (2006-2013)

Lewis Hamilton (seit 2013)

Romain Grosjean (seit 2012)

© Nic Redhead

Sergio Perez (seit 2013)

Die Geschenkidee für Weihnachten: der oeticket.com-Gutschein!

personelle Änderungen: Mark Webber (Nachfolger: Daniel Ricciardo) Felipe Massa (wechselt zu Williams. Nachfolger: Kimi Räikkönen) Kimi Räikkönen (Nachfolger: ev. Nico Hülkenberg) Sergio Pérez (wechselt evt. zu Sauber, Nachfolger Kevin Magnussen)

Stand: KW 47

SPORT.FREIZEIT

um Treibstoffverbrauch und Zuverlässigkeit der Motoren – in den letzten Jahren spielt vor allem die Aerodynamik eine große Rolle! Es werden hier die ausgeklügeltsten Spoiler, Diffusoren und Heckflügel bis ins allerkleinste Detail entwickelt, um den Wagen noch eine klitzekleine Zeiteinheit schneller zu machen. 2014 wird nun – wie so oft im Motorsport – alles neu! Die soeben angesprochene Rolle der Aerodynamik wird stark reduziert werden. Für Red Bull Racing, die hier die Nase vorn hatten, natürlich ein herber Schlag.

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© Herbert Kratky

AMERICAN FOOTBALL

NICHTS FÜR MILCHMÄDCHEN

SPORT.FREIZEIT

Nicht nur der Superbowl, sondern auch die Football-Europameisterschaft lockt die halbe Nation vor die Bildschirme. Denn der amerikanische Nationalsport erfreut sich auch hierzulande einer immer größeren Fan- und Spielergemeinde. Wann ein Footballer einen BH tragen muss und was hinter dem Sport wirklich steckt, erzählt uns ein Spieler einer Wiener Football-Mannschaft.

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Man müsse schon ein verrückter Vogel sein, um Football muss taktisch aufpassen und den Quarterback verteidigen.“ zu spielen, meint Bernhard. Seit einem Jahr wirft er sich Ah der Quarterback! In welchem High School Film wird kein bereits für eine österreichische Football-Mannschaft der Tamtam um ihn gemacht. Kein Wunder! Er bekommt den Ball zweiten Liga drei Mal die Woche in die Cornetto-Figur nach Anpfiff zuerst, managed die Taktiken des Spiels und hat zaubernde Ausrüstung. Wie viele Tassen im Schrank seiner alles im Überblick. Er hat drei Möglichkeiten: selbst mit dem Teamkollegen fehlen, sieht man etwa direkt vor einem Spiel. Ball Richtung Endzone zu laufen und einen Touchdown zu Da gibt es unterschiedlichste Vorbereitungsmethoden: Die liefern, den Ball an die Ballträger (Running Backs) oder die einen schließen Wetten ab – der Verlierer muss mit rosa Pässe fangenden Spieler (Receiver) übergeben. Außerdem Tanga und BH über das Spielfeld laufen –, die kann er die Spielstrategie während des Gefechts anderen hören lautstark Musik – Steve Aoki, ändern. Dada Life oder System Of A Down wären besonders empfehlenswert – manche Österreichisches Team vorne dabei Das Football-Feeling schreien sich auch einfach nur an. Wichtig Dieses Jahr wird außerdem die 13. hautnah erleben: Von ist in dieser Phase vor allem eines: in EM-Endrunde, nach der WM 2011, wieder 30. Mai bis 7. Juni in der eine aggressive Stimmung zu kommen. in Österreich ausgerichtet werden. Die UPC-Arena in Graz, der Schauplätze: Die UPC-Arena in Graz, die NV Arena in St. Pölten NV Arena in St. Pölten und das ErnstBrutal, aber mit Hirn und im Ernst-HappelDenn beim American Football geht es Happl-Stadion in Wien. Österreich hat in Stadion in Wien. richtig zur Sache. „Blaue Flecken, vor Footballkreisen außerdem einen besseren allem auf den Oberarmen sind ganz normal“, Ruf, als im anderen, namensverwandten meint Bernhard achselzuckend. Er ist spielt im Fußsport. „Innerhalb Europas hat Österreich im Offense als O-Liner, blockt die Gegner (Defense) Defense) Football eine gute Stellung“, meint auch Bernhard. beim Versuch den eiähnlichen Lederball in die Endzone Österreichische Football Teams, allen voran die Vienna zu bringen, zu blocken oder schiebt sie auf die Seite. Vikings und die Raiders Tirol, sahnten in den letzten Jahren Nicht zurückzucken, einfach den Gegner rammen, gegen im Eurobowl ab. An die US-Spieler kommt man in Europa seine Instinkte arbeiten und den Kopf ausschalten. Das jedoch nicht heran. „Das liegt vor allem daran, dass die sei eines der schwierigsten Dinge für den Offens. Nicht Spieler in Europa keine hauptberufliche Footballer sind und ein eher langweiliger Job? Natürlich schüttelt Bernhard deshalb auch nicht bezahlt werden. Trotzdem sind die Spiele vehement den Kopf „Das ist schon enorm wichtig, man wahnsinnig spannend“, sagt der Kenner.


Für einen ungeübten Zuseher geht dabei zunächst alles schnell – 10 Sekunden Spiel, 20 Sekunden Unterbrechung, das 4 mal 12 Minuten: „Oft ist man am Anfang überfordert. Am besten einfach dem Ball folgen“, rät Bernhard. So einfach ist es jedoch auch wieder nicht. Einer der größten Football-Mythen sei es, dass man zum Spielen ausschließlich Muskelmasse benötigt. Bernhard klärt auf: „Vor allem geht es um Intelligenz. Und Taktik“. Zumindest für O-Liner kann aber auch das nötige Körpergewicht zum Blocken nicht schaden. Spieler können da schon einmal 150 Kilo haben. Der Tipp eines typischen Football-Mahls nach amerikanischer Tradition deshalb: „Ein richtig fetter Burger“. What else? (ar) DEFENSE: die Mannschaft ohne Ballbesitz

OFFENSE: die Mannschaft im Ballbesitz

2

1 1

3

Line of scrimmage 5

4

2

7

6

3

1

7 Defensive Secondary

5

Offensives Backfield

4

6 5

4

2 3

Aufbau des Spielfeldes: Angreifendes Team:

Verteidigendes Team:

• 1: Running Back • 2: Wide Receiver • 3: Tackle • 4: Guard • 5: Quarterback • 6: Tackle • 7: Tight End

• 1: Free Safety • 2: Strong Safety • 3: Cornerback • 4: Outside Linebacker • 5: End • 6: Tackle • 7: Middle Linebacker

Die Football-Basics: Ziel des Spiels: ist es, den Ball in die gegnerische Endzone zu bringen. Dafür hat das Team 4 Versuche, um 10 Yards zu schaffen. Gelingt das nicht, bekommt der Gegner den Ball. Gelangt der Ball in die Endzone, wird das Touchdown genannt. Dieser bringt die meisten Punkte. Das Team mit der höchsten Punktezahl gewinnt.

Die Mannschaften: Bestehen aus 2 Teams zu je 11 Spielern: Es gibt das Offense-Team. Sie sind die Angreifer und im Ballbesitz sowie das Defense-Team:Sie sind die Verteidiger und versuchen zu verhindern, dass die Offense den Ball in die Endzone bringt und wollen selbst in Ballbesitz kommen. Eine Mannschaft hat beides: Offenes und Defense, nur eines nimmt am Spiel teil. Das Feld: ist 100 Yards lang, 53,3 Yards breit und hat zwei je 10 Yards lange Endzonen mit Y- oder H-förmigen Toren. Das Spiel: dauert netto 4 mal 12 Minuten. Nach dem 1. und 3. Viertel gibt es einen Seitenwechsel, nach der Halbzeitpause einen erneuten Ankick.

ERLEBT Jochen Schweizer

ZEIT FÜR ETWAS BESONDERES Lebkuchen, Zimtsterne und Spekulatius – schon seit Monaten sind sie nicht mehr aus den Supermarktregalen wegzudenken. Obwohl wir jeden Tag förmlich mit der Nase darauf gestoßen werden, dass es bald wieder soweit ist, vergeht die Adventszeit wie im Flug und auf einmal steht Weihnachten vor der Tür. Wenige Tage vor der Bescherung beginnt dann der Stress, weil noch keine passenden Geschenke für Familie und Freunde gefunden sind. In der Not greift man dann allzu gerne mal in die altbewährte Geschenkekiste und besorgt bunte Krawatten oder das immer gleiche Parfum für die Liebsten. Aber Schenken macht doch gleich viel mehr Spaß, wenn man merkt, dass der Beschenkte sich wirklich freut. Das kann man mit einfallslosen Last-MinuteGeschenken nicht erreichen. Vielmehr ist Kreativität gefragt! Wem das Talent zum Backen fehlt und wer weder Basteln noch Stricken kann, der sollte sich etwas Neues, etwas Besonderes einfallen lassen. Zum Beispiel ein außergewöhnliches Erlebnis! Am besten etwas, was man gemeinsam machen kann. Oder was dem Beschenkten einen lang gehegten Traum erfüllt: Champagnerfrühstück auf einem Gletscher, Helikopter fliegen oder Dinner in the Dark. Mein persönlicher Geschenktipp dieses Jahr: eine Spritztour mit dem Traumauto. Das lässt nicht nur Männer-, sondern auch Frauenherzen höher schlagen. Das sind Geschenke, die in Erinnerung bleiben. Ein ganzes Leben. Und nicht vergessen: Bald ist schon wieder Weihnachten!

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Football-Mythen

www.jochen-schweizer.at 83


ALLES MUSS RAUS

SPORT.FREIZEIT

Wir kennen es von Actionfilmen à la Mission Impossible oder aus virtuellen Gaming-Welten: ein Raum, eine tickende Bombe – nichts wie raus hier! Bei Exit The Room in Wien kann man sich nun in realitas von Raum zu Raum rätseln. Wie man sich das vorstellen kann? Das wollte TICKET genauer wissen.

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Schon die Wegbeschreibung ist skurril: „Gehe ins Haus, laufe circa Und was macht der Koffer da? Wir tüfteln, denken uns die wirrsten 10 Meter. Hier musst du gleich die Treppen runter gehen. Unten Theorien aus und lachen darüber, scheitern, schieben alles auf links ist die Anlage.“ Kaum vorstellbar, dass sich hinter dieser „das Rätsel muss einen Fehler haben“ – und beginnen von Neuem. schweren Bunkertür im wüsten Hinterhof am Hernalsergürtel ein Und DA! Der Koffer geht auf. „Twenty minutes remaining“, erinnert Paradies für Rätselspaßige verbergen soll. Eine Klingel gibt es uns eine Astronautenstimme. Jetzt bekommen wir richtig Stress und lösen die ersten Joker ein. nicht. Klopf, klopf. KLOPF! Nicht lange, nur laut muss man gegen die Tür hämmern, da reißt schon ein amüsant-verwirrter Typ das Tor auf und sagt mit „Two minutes remaining“ 2-5 Freunde östlichem, das R-rollenden Akzent: „Ach, hallo! Das bereits vertraute Spiel: Sudoku lösen, schnappen und am Ihr seid da! Kommt herein.“ Drinnen ist alles Zahlenkombinationen errechnen – „five Wiener Hernalser Grütel ähnlich sporadisch: ein hoher Bunkerraum, minutes remaining“ – lieber doch noch zwei 20 die Gehirnzellen auf drei Sessel und die Wände sind vollbeschmiert Joker einsetzen. Bei der letzten Aufgabe – die Probe stellen! mit den Jubelsprüchen unserer – offensichtlich „two minutes remaining“ – müssen wir Nur noch bis erfolgreichen – Vorspieler. So viel sei schon nochmal durch alle Zimmer huschen und uns 5. Jänner. einmal verraten: Zu denen werden wir nicht mithilfe eines gefinkelten Codes befreien. Nach gehören. dreimaligem nervös auf die Tasten des digitalen Schlosses hämmern ist die Zeit vorbei. Tja. So frei von Special Effects und wüst das Ambiente auch ist: Joker? „Die brauchen wir doch nicht!“ Die Regeln sind einfach: Von Raum zu Raum muss man sich in 60 Die Rätsel sind gefinkelter und verrückter als gedacht. Feta Minuten vorarbeiten. Alles kann ein Hinweis sein: Zahlen, Farben, tröstet uns nicht gerade: „Von zehn schaffen es meistens neun“, Gegenstände – „Das Wichtigste ist: Nur mit dem Kopf zu arbeiten, fügt aber hinzu: „Ihr habt euch der schwierigsten Aufgabe nicht mit Gewalt“, sagt Feta, unser Guide. Wir bekommen ein gestellt.“ (ar) Funkgerät in die Hand gedrückt. Damit gilt es, die fünf Joker einzulösen, sollte man nicht weiterkommen. „Die brauchen wir ja doch nicht“, sagen wir fast im Chor. Denkste! Was man nicht tun sollte:

„Das Rätsel hat einen Fehler“

Die Tür zum Raum „Madness“ geht zu. Wir verplempern circa 15 Minuten damit, das Zahlenschloss nach allen Künsten des Addierens und Multiplizierens zu knacken. Endlich finden wir den entscheidenden Hinweis, es geht in den nächsten Raum. Wie eine wildgewordene Herde strömen wir aus, drehen alles um, was wir finden: Gemälde, Koffer, Stühle, Dekoratives. Erste Verzweiflung macht sich breit. Was soll das jetzt mit dem Periodensystem?

• Beim Eingang nach der Klingel suchen. • Mit dem Thema „Madness“ und nicht „Mind Boggling“ oder „The Bomb“ beginnen. • Joker nicht verwenden. • Zuviel Zeit am Hometrainer verschwenden – manches ist wirklich nur Dekoration • Verrückte Ideen verwerfen. Sie sind meistens richtig.


IMMER WAS LOS IM OSTEN! Ku Ku K!

Das Kleinkunstfestival von 19. März bis 16. Mai in Wiener Neustadt 19.03. Andreas Vitasek 21.03. Steinhauer & seine Lieben 26.03. Joesi Prokopetz

Bildein hat einen Vogel. Auch 2014. Samstag, 1. Feber // Comedy

KuKuK Komedy Klub #1

27.03. Thomas Maurer

Samstag, 15. März // Musik

02.04. Thomas Stipsitz & Manuel Rubey

Samstag, 3. Mai // Festival

03.04. Ingo Appelt

Irish-Night X. G’schertn Ball Freitag, 6. Juni // Comedy

09.04. Lisa Fitz

KuKuK Komedy Klub #2

10.04. Viktor Gernot

Freitage im Juli // Film

23.04. Bernhard Ludwig 24.04. Lukas Resetarits 25.04. Gernot Kulis 07.05. Die Brennesseln 08.05. Christoph Fälbl & Reinhard Nowak 14.05. Klaus Eckel 15.05. Alexander Goebel & Band 16.05. Gardi Hutter www.kabarettfruehling.com

Mondscheinkino 18. Juli bis 25. Juli // Seminar

picture on music camp 8. und 9. August // Festival

picture on festival Oktober // Musik

Ost Café: Balkan-Musik-Abend Samstag, 6. September // Comedy

KuKuK Komedy Klub #3 Freitag, 7. November // Comedy

KuKuK Komedy Klub #4

www.kukuk.at facebook.com/kukuk.bildein

ALLE TICKETS FÜR DIE VERANSTALTUNGEN IN IHRER REGION ERHALTEN SIE AUCH IN IHRER REGION: MEHR INFORMATIONEN ZU DEN VORVERKAUFSSTELLEN SIEHE SEITE 98!


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MER Darf es ein Gläschen sein?

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Aber aus diesen schicken Flaschen immer gerne. Egal ob im Kreise der Familie oder beim Fest mit den Freunden, auf die Liebsten anzustoßen ist immer ein Prösterchen wert. Was gibt es da zu Weihnachten Besseres, als diese edle Flasche von Absolut Vodka. www.absolut.com

Edler Chic! Wer das Christkind nicht verpassen will, oder noch eine stylische Geschenksidee sucht, sollte sich die klassischen und trendigen Weihnachtsmodelle von Swatch zu Gemüte ziehen. Zeitlos schön. www.shop.swatch.at

Da leuchtet nicht nur Rudolphs Nase! Skiny bringt auch heuer wieder alle Männeraugen unterm Christbaum zum Funkeln, denn für die Liebste gibt es Spitze in Reinkultur. Zum (Neu-)Verlieben! www.skiny.com

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Teilnahme erst ab 18 Jahren möglich – Geburtsdatum bitte mit angeben!

LIFESTYLE

Rauchpause.

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Entspannung in den stressigen vorweihnachtlichen Tagen kann man immer gut gebrauchen. Eine kleine Auszeit kann man sich mit diesem rauchigen Kerl nehmen, während er angenehmen Duft im ganzen Raum verbreitet. Hübsch ist er ja ohnehin. www.leonardo.de

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Glitzer Wonderland! Mit der Kollektion von Pandora kann man mit den Schneeflocken um die Wette funkeln. Die Weihnachtsedition lässt Frau erstrahlen und sorgt für friedvolle Momente. Herz, was willst du mehr? www.pandora.net

RY Geschenk 2.0. Technikgeschenke stehen auch heuer wieder hoch im Kurs. Wem Tablet oder Smartphone aber zu hochpreisig sind, könnte es mit edlen Verpackungen der selbigen versuchen? Wie zum Beispiel mit diesen Hüllen aus echtem Hirschleder von Mariazellerland? Sehr lässig. www.fromaustria.com

Weihnachtsurlaub, bitte! Auf über 150 Seiten finden sich im neuen Mondial Reisekatalog „Winter in Österreich“ mehr als 200 Unterkünfte in rund 100 Wintersportorten in den Alpen: Vom Urlaub im familienfreundlichen Gästehaus bis zum luxuriösen Wintersporthotel bietet Mondial für jedes Budget und Reisebedürfnis das Richtige. Gratis Katalog bei www.mondial-reisen.com

MAS Nicht nur die Liebe … … geht durch den Magen. Auch mit Weihnachten funktioniert das ganz gut. Wir haben es getestet, Lindt steht nicht nur zu Ostern für verboten gute Schokoladenkünste. Selbstverständlich mit der roten Schleife! www.lindt.at


ALOE BLACC

DER SOUL-RAPPER HINTER AVICII Einen eigenen Song hörte er selbst zum ersten Mal im Campus-Radio auf der Highschool, jetzt kann Aloe Blacc in jedem Land jede Frequenz aufdrehen und wird auf seine Hits stoßen. Nach Ohrwürmern wie I Need A Dollar oder Love Is Killing Me schallt derzeit der Avicii-Welthit Wake Me Up aus aller Welten Boxen. Beim Plausch mit TICKET merken wir schnell: an Selbstbewusstsein mangelt es ihm nicht.

Auf deinem neuen Album Lift Your Spirit findet sich wieder viel Sozialkritisches. Sind deine Texte oder eine einprägsame Melodie wichtiger? Aloe Blacc: Eine einprägsame Melodie ist der erste Schritt, aber meine Texte sind wichtiger, weil ich Menschen etwas als eine bewusste Idee mitgeben möchte. Aber ohne eine gute Melodie werden sie diese nicht mitnehmen. Es gibt viele Melodien, die Menschen dazu bringen, Dinge zu singen, von denen man nicht will, dass sie deine Kinder sagen. Ich möchte Songs machen, die ihnen etwas anderes geben.

G.CHECKT … g.hört lifestyle

Deine Frau ist auch Rapperin. Unterhält ihr euch dann zu Hause in Freestyle-Rap? Aloe Blacc: Das ist etwas, was wir noch nicht ausprobiert haben. (lacht) Aber gute Idee, das werden wir machen.

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Wie bist du dazu gekommen, mit Avicii Musik zu machen? Aloe Blacc: Avicii ist auf mich zugekommen. Er hat einen Soul-Künstler gesucht, der auf seinem neuen Album singen sollte. Zunächst fragte er Mike Shinoda von Linkin Park, der sagte: „Du solltest Aloe Blacc darauf haben.“ Daraufhin hat mich Avicii ins Studio eingeladen, wir haben ein paar Songs aufgenommen. Ein paar Wochen später rief er an und sagte: „Ich bin gerade im Studio mit Mike Einziger von Incubus, ich möchte gerne, dass du einen Song schreibst und singst.“ Ich kann mir vorstellen, dass es musikalisch ein paar konfliktreiche Situationen gab … Aloe Blacc: Nein. Wirklich! Avicii vertraute mir, die besten Lyrics zu schreiben und die beste Melodie zu singen, er vetraute Mike, am besten Gitarre zu spielen und wir vertrauten Avicii den besten Dance-Mix daraus zu machen. Wir ließen jeden machen, was er am besten kann.

Wo schreibst du normalerweise deine Songs? Aloe Blacc: Überall. Ich habe Wake Me Up im Flugzeug von Genf nach L.A. geschrieben. Ich summe dann auch die Melodien, was manchmal seltsam ist. Dann gehe ich auf die Toilette, um mich zu verstecken. Dann glauben die Leute manchmal, dass ich jemanden anrufe. Aber nein, ich mache den nächsten großen Welthit. Wie feierst du Weihnachten? Aloe Blacc: Weihnachten feiere ich an zwei Orten. Entweder in Sydney oder in Süd Kalifornien. Ich hatte schon lange keinen Schnee mehr zu Weihnachten. Ich war auch in der Weihnachtszeit schon in Europa und habe wunderschöne Weihnachtsmärkte gesehen. Das ist eine Tradition, die wir in den USA nicht haben. Ich liebe das hier. Wieviele Songs hast du, die du nicht oder noch nicht veröffentlichen möchtest? Aloe Blacc: Circa 200. Manche sind einfach nicht gut und waren nur für mich, um das Song-Schreiben zu üben. Andere sind sehr gut, aber noch nicht so weit, um veröffentlicht zu werden. Wer bestimmt, ob ein Song gut ist? Aloe Blacc: Nur ich. Ich spiele vielen meine Lieder vor, aber erst, wenn ich beschlossen habe, dass sie gut sind. Und wenn jemand sagt: „Nein, dieser Song ist nicht so toll“? Aloe Blacc: Dann liegt er eben falsch (lacht). Interview: Astrid Radner

Lift Your Spirit ist bei Vertigo Berlin (Universal) erschienen.


Was war das für ein Aufschrei damals, Mitte der Neunziger, als sich ein schmaler, weißer Rapper zu der anderen bösen Rapper-Posse gesellte? Mittlerweile wird The real Slim Shady aber allerorts ernst genommen, so ernst es in seinem musikalischen Genre möglich ist. Mit The Marshall Mathers LP 2 ist nun das achte Studioalbum des multinominalen Künstlers und Produzenten erschienen und: „Guess who’s back?“ Mit dabei sind natürlich wieder einige Gastmusiker und Produzenten. Eminem hat sichtlich einen Hang zu Frauenstimmen, die zwar alle gut, aber dennoch sehr ähnlich anmuten – man hört Rihanna einfach überall. So auch beim Opener Bad Guy, dem allerdings Sarah Jeffe ihre Stimme leiht. Der Fan der Eminem-Anfangszeiten fühlt sich bei diesem Song wohl, erinnern einige Passagen doch an seine Werke aus dem Millennium-Jahr, und das natürlich gewollt, ist vorliegende Platte ja ein Nachfolger zu The Marshall Mathers. Dennoch unterscheidet sich LP 2 eklatant vom ersten Werk – die Wut, der Biss was ist passiert? Natürlich hört man weiterhin Flüche wie Bitch, und es wurde schlussendlich ein ganzer Song mit Asshole betitelt, dennoch erscheinen etliche Titel, wie zum Beispiel Legacy, etwas zu schummrig. Deshalb gilt es, sich an die Kracher zu halten, hier ganz vorne dabei das erwähnte Bad Guy oder auch die erste Singleauskopplung Berzerk. Eine positive Überraschung gibt es dann auch mit dem vielseitigen So Far …: Reggae, Blues, Pop, Rap – all das verpackt in einen Song und sogar auch noch ein witziger Text, danke Marshall! Wenn wir schon bei witzig sind: Die Cover-Version von Love Me, top! Beat-

BILLY JOE + NORAH Wenn eine jazzig- neuerdings quirlige Soul-Prinzessin Country singt, ist das nachvollziehbar. Wenn jedoch der Sänger einer PunkRock-Band auf harmonische Melodien und nach Western klingende Rythmen macht, darf zumindest eine Augenbraue in die Höhe gezogen werden. Vor allem weil Billy Joe Armstrong zwar in Songs wie American Idiot oder 21 Guns die passenden Vocals findet, jedoch nicht gerade für seine stimmlichen Gewalten bekannt ist. Umso mehr drängt sich auch die zweite Augenbraue in Richtung Haaransatz, wenn man erfährt, dass es die Idee des Green DaySängers war, ein Coveralbum der Everly-Brothers aufzunehmen. Mit Norah Jones als Duett-Partnerin hat er die Wahl gut getroffen. Gemeinsam hauchen die beiden 12 Songs aus dem 1958 erschienenen Debut-Album der Gebrüder Everly ins Mikrofon. Mit Songs Our Daddy Tought Us landeten Don und Phil in den 50ern nicht die großen Hits, wie mit den Singles Wake Up, Little Susie oder All I Have To Do Is Dream. Gerade die Unbekanntheit der Songs macht uns jedoch neugierig darauf, was der Punker-Rocker und die JazzDiva daraus fabriziert haben. Der erste Song Roving Gambler erinnert ein wenig an die CountryVersuche von Joaquin Phoenix und Reese Whiterspoon in Walk The Line. Billy brummt zwar weniger, hält sich dezent-monoton, Norah umschmiegt Billys Töne auch in den weiteren Songs mit ihrer gefühlsbetonten Stimme und macht sie zu einem Ganzen. Trotzdem: die musikalische Wandlung von Billly ist erstaunlich.

The Marshall Mathers LP 2 Universal Music

mäßig, und das ist bei Eminem eigentlich einer der wichtigeren Faktoren, kann So Much Better punkten, sonst sucht man leider oft erfolglos nach den einst so harten Rhythmen. Ein schlechtes Album also? Not! Aber man merkt, dass die Schwerpunkte einfach etwas anders gelegt wurden, mehr Elektronik, weniger Beat, mehr Gesang, weniger Hass. Eines steht auf jeden Fall fest: Eminems Rhymes sind noch immer ein Hammer und glänzen durch Einfallsreichtum und Wortgewandtheit. (pa) Eminem gibt uns auch noch einen guten Tipp seiner Mutter mit: If you had a brain, you’d be dangerous … jo, eh!

Foreverly Reprise Records (Warner)

Dennoch verfällt man beim Hören der Songs in einen tranceähnlichen Zustand, der nach einer Zeit nach Ausreißern lechzt. Ein winziges Feuer entflammt durch Barbara Allen, in der 21 GunsStimmung aufkommt und in I’m Here To Get My Baby Out Of Jail. Norah singt den Song solo und langsamer als im Original, mit stimmlicher Kraft und gleichzeitiger Ruhe. (ar) Punk-Rocker meets 50er-Jahre Country featuring Jazz-Pop-Prinzessin – schon eine seltsame Kombination. Trotzdem eine interessante Neubelebung der Everly Brothers. Norah sei Dank.

G.CHECKT … g.hört

EMINEM

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G.CHECKT … g.hört

Im Mär z und April live in Ös terr eich! (siehe auch Seite 22 – 23)

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LADY GAGA

SIDO

CELINE DION

Artpop

30 –11– 1980

Loved Me Back To Life

(Universal Music)

(Urban/Universal)

(Smi Col / Sony Music)

In den letzten Jahren war Sido eher in der High-Society-, weniger in der Musik-Rubrik der Medien präsent. Denn musikalisch hat man von dem Skandalrapper schon länger weniger gehört. Dementsprechend groß sind jetzt auch die Erwartungen an sein fünftes Album. 301180 ist keine Neuerfindung, eher eine erneute Selbstfindung. Sido setzt auf sein altbewährtes Prinzip: ein Grundbeat, der sofort in die Gehörgänge dringt und auch dort bleibt, darüber eine gefinkelt getextete Geschichte. Letztere zeigt uns, was wir schon aus den Singles wie Ein Teil von mir – weniger aus jenen in Arschfick-SongManier – wissen: Auch ein Bad Boy kann Gefühle zeigen. Der emotionale Sido kommt etwa in der Gänsehaut treibende Ballade Einer dieser Steine ans Tageslicht, jedoch vor allem dank Mark Forsters Stimme. Prominente Verstärkung gibt es außerdem etwa von Genetikk, Marius Müller oder Helge-Schneider. Aber keine Angst! Auch Sidos SkandalSeite mit seinen schnellen Fetz-Beats und provokativen Zeilen kommt nicht zu kurz. (ar)

Nicht vielen ist eine derartige Wucht in den Lungen zuteil (gewesen) wie Mariah Carey, Whitney Houston oder eben Celine Dion. Alle dieser SoulDiven haben das schlechte Image, nur über das eine zu singen und mit Schnulz direkt aus dem Herz in ihre Umgebung zu versprühen. Frau Dion ist diesen Ruf nicht mehr los geworden, seitdem Leo alias Jack auf der Leinwand in den Tiefen des arktischen Meeres versank. Hört, hört! Das könnte sich jetzt ändern. Denn mit ihren neuen Songs probiert sich Celine an verschiedenen Rollen, von der lässigen R’n’BGöre bis zur verruchten PopBraut. Dafür holt sie sich prominente Namen: mit Ne-Yo singt sie Incredible, Sia – normalerweise zuckt sie den Stift für Rihanna – schreibt für Celine ihre Single Love Me Back To Life. Auch ein Duett mit Stevie Wonder himself hat die Kanadierin zu bieten: In Overjoyed zeigt sie ihr ganzes Stimmspektrum, während ihre Stimme in anderen Balladen wie Didn’t Know Love ihren Gänsehaut-Effekt verloren hat, sogar kratzig und angestrengt scheint. (ar)

Mit dieser Live-CD gratulieren Apocalyptica Richard Wagner zu seinem 200. Geburtstag. Wagner ist alles andere als leichte Kost, aber wem würde man es eher zutrauen, als den Metal-Klassikern aus dem hohen Norden, seine Werke in das Hier und Jetzt zu setzen und neu zu interpretieren? Wagners Werke wurden aber nicht nur einfach neu interpretiert, sondern teilweise auch in eigene Werke umgewandelt. Apocalyptica haben mit ihrer Art der Musik immer schon polarisiert, es ist ja auch wahrlich schwierig, Klassikfans für Metal zu begeistern. Umgekehrt ist es vielleicht sogar noch einfacher, da einem relativ häufig der eine oder andere klassikbegeisterte Metaller über den Weg läuft. Meistens kommen aber Fans beider Genres bei Apocalyptica auf ihre Kosten – so beispielsweise auf dem großartigen Path In Live, das rockt, das ist tanzbar. Dennoch wäre man bei dem vorliegen Werk besser mit einer DVD bedient, da – wie bei vielen Live-CDs – die Optik einfach zu der musikalischen Geschichte fehlt. (pa)

Hut ab! Die Soul-Diva geht mit der Zeit.

Wagner meets Apocalyptica – eine interessante Kombination, mit Bild dazu wäre es fantastisch!

Nun ist also die Mutter der Monster zur Skulptur erstarrt, in edler Einfalt und stiller Größe sitzt sie pornorös vor einem Antikunstwerk aus dem Hause Jeff Koons, jenem effekthaschenden, aufgeblasenen Selbstbeweihräucherer. Immerhin gibt’s im Hintergrund Geschnetzeltes à la Botticelli. Nun ist es freilich nicht so, dass Lady Gaga die erste mit diskutablen Kaufanreizen wäre, jedoch wenn Mademoiselle selbst in Applause singt „Once a second I’m a Koons, then suddenly the Koons is me“, dann verkauft sie sich selbst für massig Gold als Mist. Zu Unrecht, denn Artpop ist zwar Pop Art, jedoch nicht von der schleimigen, dümmlichen Variante. Denn mit ihrem Drittling gelang Gaga der Gegenentwurf zu Lulu, nämlich ein Spaziergang durch eine Galerie, die ein Neo-Stilleben einer pompösen Soap-Opera ausstellt. Dabei kann sie unglaublich zart, beinahe liebreizend wie auf Dope singen, ordentlich pumpen wie in Swine oder auch in der schlichtweg grandiosen Eröffnung Aura. Minimalismus sucht man auf Artpop jedenfalls vergeblich, ebenso Zurückhaltung. (sb) Noch spannender als Artpop wird die für Anfang 2014 angekündigte Kollaboration mit Jazzer Tony Bennett sein: Cheek To Cheek.

Er provoziert und heult erneut. Aber auf authentische Weise.

APOCALYPTICA Wagner Reloaded – live in Leipzig (BMG Rights)


Live im Dezember in Kärn ten & Steiermar k!

Am 18. Febr uar )) in der ((s zene Wien.

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Am 6. Dezember Weekender Club, Innsbr uck.

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1 DIE KRUPPS – The Machinists Of Joy Waren es einst die „Maschinerien der Freude“, sind nun Maschinisten am Werk und tauchen – siehe Cover – in ein Reed’sches Drone-Inferno ein. Am Fließband werden jene Knüppel aus Kruppstahl geschmiedet, mit denen anschließend die Meute zum Marsch getrieben wird, auf dass sie bricht. Eine Stahlwerksinfonie ist’s dennoch nicht, dafür ist die Agitation zu vorhersehbar geraten. (sb) Für Freunde von: Kraftwerk, TSOM, Rammstein

5 THE WHO THE WHAT THE YEAH – Strom Endlich wieder etwas Neues von der Band mit dem schönsten Namen Wiens! Gewohnt knarziger, sympathischer Indie-Sound, der nach Garage klingt, aber das so, wie sich Garagenbands wünschen zu klingen. Wie gewohnt sind die Texte frei Schnauze und paaren sich mit ausgeklügeltem Sound – Schlagzeug top, Keys spannend, Gitarre und Bass sowieso! Lieblingsstück: Helsinki. (pa) Für Freunde von: Olli Schulz, The Strokes

2 LEO KYSELA – Soul Singer Kysela verehrt den großen Eric Burdon, Janis Joplin und U2, gehört dabei aber selbst zu jenen, die Knie- und Beifall verdient haben. Der Steirer mag das BluesRad nicht neu erfinden, braucht er aber auch nicht – denn wer mit derartigem Fingerfeingefühl und Stimme gesegnet ist, hat ausgesorgt. Das beweist er auf seiner Retrospektive mit Eigenkompositionen und Huldigungen an u.a. Lennon, Reed, Dylan gekonnt. (sb) Für Freunde von: Bob Dylan

6 BOYZONE – BZ20 Neben Take That waren sie wohl eine der anspruchsvolleren Boybands der Neunziger, und sie beweisen auch heute noch, dass sie viel mehr drauf haben, als einfache Beats und Discogehoppel. Boyzone bringt mit dem neuen Album ein solides Popwerk auf den Markt – nicht zu kompliziert, deshalb kann man auch gut mitsingen! Ein nettes Ding und eignet sich auch bestens für Mama oder Tantchen als Weihnachtsgeschenk. (pa) Für Freunde von: Gary Barlow, Wet Wet Wet

3 EXIST – Sunlight Auf der Death DTA-Tour tritt er in große Fußstapfen: Max Phelps. Während Masvidal, DiGiorgio und Reinert auch außerhalb der Progressiv-Ikonen Death hoch zu Ross sitzen, wurde er als Newbie als Ersatz für den 2001 verstorbenen Chuck Schuldiner erwählt. Zu recht, widmet man sich Exist, seiner Hauptband: Nach der EP In Mirrors gibt es nun mit Sunlight kolossalen Nachschlag, einen mit Schoko überzogenen Regenbogen – viel Progressive, viel Fusion, viel Jazz. (sb) Für Freunde von: Death, Cynic, Atheist

7 ICONA POP – This Is … Icona Pop Die ganze Welt tanzt sich seit 2012 in den Clubs zu dem schwedischen Duo, die sich nichts kümmern und es trotzdem lieben, den Speck von den Hüften. Zu Beginn des Albums reihen sich I Love It -geklonte Songs aneinander mit einem Hauptthema: Party On! Genau dann, wenn das zu anstrengend wird, gibt es jedoch mit Then We Kiss Indie- und mit Just Another Night Balladen-Klänge gegen den Ohren-Kater. (ar) Für Freunde von: Katie Perry, Ke$ha

4 CALEXICO – Spiritoso Das mittlerweile neunte Konzertalbum des Sextetts aus Arizona besteht aus Mitschnitten zweier Abende ihrer letzten Tournee in Europa. Joey Burns und seine Gefolgschaft wurden dabei vom ORF Radio-Symphonierochester Wien und dem Deutschen Filmorchester Babelsberg unterstützt. Heraus kam ein orchestrales Meisterwerk, welches den Hörer bekannte Klassiker der Band in neuem, wunderbaren Licht erstrahlen lässt. (tk) Für Freunde von: Breaking Bad, Ennio Morricone

8 KAISER FRANZ JOSEF – How Much Is A Mile Wären die drei österreichischen Jungs nicht um 1900 noch 90 Jahre mit den Mücken geflogen, hätte sie ihr Namenspatron, wahrscheinlich um eine Privataudienz gebeten. Die vier Songs ihrer EP als Vorbote für das Album Reign Begins reißen nicht nur Rock ’n’ Roll-Liebhaber mit, Sänger Shams Stimme ist unverkennbar und schnell wird klar: Die Burschen haben internationales Potential. (ar) Für Freunde von: AC/DC, Guns N’ Roses

G.CHECKT … g.hört

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FLORIAN SCHEUBA

GEHT’S? KLARTEXT IM GETÜMPEL Amalthea Verlag Nein, es ist dies nicht das neue, unverzichtbare Nachschlagewerk zu den 25 besten Föhnfrisuren, sondern, wie der Untertitel verspricht, eine „Klartextansage“ desjenigen – ohne beleidigen zu wollen – Politikkommentators, der sich mit voller Absicht in bernhardscher Tragikomik suhlt: Florian Scheuba. Selbst Armin Wolf – durchaus auch mit einer herrlich trockenen Prise Humor gesegnet – outet sich als Fanboy, wenn er Scheuba den Status als wichtigsten politischen Satiriker des Landes verleiht. Zweifelsohne hieße es, Eulen nach Athen zu tragen und Grasser die Unschuldsvermutung zu erklären, wenn man ihn der Masse vorstellen wollte – ihn, den Mitbegründer der Hektiker, ihn, den neben Thomas Maurer einzigen der zwei „echten Österreicher“, ihn, den Cordoba-Kommentator, ihn, den großen Staatskünstler. Scheuba ist bekannt, ein Adabei, ohne ein Adabei zu sein – vielmehr ein schelmisches Mäuschen, das sich nicht nur in den Ritzen des Parlaments versteckt, sondern sich auch gelungener digitalisiert als die NSA und in die Telefon- und Internetleitungen der politischen und wirtschaftlichen „Kapazunder“ des Landes kriecht und jedes Hoppala fein säuberlich aufzeichnet, analysiert und kommentiert. Freilich ist zu sagen, wenn der Herr Scheuba Tacheles spricht, dann gilt für all seine Opferlämmchen zwar nicht der Siegel „frei erfunden“ oder „Name ist nur der Redaktion bekannt“, jedoch die Unschuldsvermutung

G Klug verwechselt die Darabos-Latte mit einer Limbo-Stange, unter der es sich irgendwie durchzuquetschen gilt.

– spätestens seit dem Jahre 2000 weiß man, dass (auch) die österreichische Politik eine „Politik der akustischen Missverständnisse ist“, wir haben eine „Hump-und-DumpNation“. Scheubas erste Kolumnensammlung Geht’s? müsste wohl in ein erstaunt-erschrecktes Geht’s noch?! umbenannt werden, denn es ist ein großes Falottentheater, das Scheuba von der Realität aufs Papier zaubert. Keine Lumpen, wie der FPÖler Schnell damals im November 2000 sagte, denn die sind doch irgendwie „nett und liab“, sondern bodenständige, ehrliche, vollreife Falotten. Eigentlich müsste man als Leser auf jeder dieser knapp 200 Seiten herzhaft lachen, wenn nicht Namen wie Josef Bucher, Norbert Darabos, Maria Fekter, Wolfgang Fellner, der schöne Grasser und viele andere nicht aus der Luft, sondern aus der unehrlichen Existenz gegriffen wären. Scheuba klärt übrigens auch mit Alfred Dorfer im Mai im Rabenhof bei Ballverlust schonungslos ehrlich auf. (sb)

ANGELIKA KIRCHSCHLÄGER

ICH ERFINDE MICH JEDEN TAG NEU

G.CHECKT … g.lesen

Amalthea Verlag

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Sehr unprätentiös schildert Angelika Kirchschlager in Ich erfinde mich jeden Tag neu. Meine Lebenswege ihre Kindheit, den Entschluss Sängerin zu werden und die Erlebnisse während ihrer Karriere. Aufgezeichnet wurden ihre Erzählungen von Achim Schneyder. Beginnt man zu lesen, so wird man schnell durch die lebendige Sprache in einen wahren Sog hineingezogen und möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Klar weiß man das „Ende“: Angelika Kirchschlager ist eine (inter-)national erfolgreiche Mezzosopranistin, die sich aber auch nicht zu schade ist, mit einem Liederabend – nur begleitet von einem Pianisten – durch Österreich zu tingeln und so die Musik auch jenen näher zu bringen, die es nicht in die großen Konzerthäuser schaffen. Sie lässt die LeserInnen daran teilhaben, wie sie zu dem geworden ist, was sie nun ist. Da wird auch so mancher Fehlschlag oder manch schlechte Entscheidung nicht ausgelassen aber auch die vielen positiven Erlebnisse

Ich habe mich damals, im Moment des ersten großen Triumphes, nebenbei bemerkt, nicht als Star gefühlt. Ich habe mich überhaupt noch nie als Star gefühlt.

geschildert. Und gerade das macht Kirchschlager so absolut liebenswert. Das Buch wurde keine chronologische Aufzählung von Fakten sondern es sind mehr kleine Lebenskapitel mit immer wieder Einschüben und zeitlichen Sprüngen die dann gemeinsam ein großes Ganzes ergeben. Aber gerade das macht dieses Buch so absolut lesenswert und zum perfekten Weihnachtsgeschenk für Opern- und MusikliebhaberInnen. (pmd)


JOS

SPIEL WIESE

RUMMELPLATZ DER EMOTIONEN

BEYOND: TWO SOULS

Plat tform: PS 3 Publisher: SCEE

Kaum ein Spiel der vergangenen Zeit hat die Meinungen so sehr gespalten wie Beyond: Two Souls. Den einen mangelt es an Interaktion, andere hingegen feiern es als Meilenstein. In der Tat: Das von David Cage kreierte und mit den HollywoodGrößen Ellen Page und Willem Dafoe besetzte Drama überzeugt trotz kleinerer Schwächen vor allem auf drei Ebenen: Inhaltlich – denn, mit dem Ansprechen von Themen wie Tod, Trauer und Verlust in der zugegebenermaßen etwas klischeebeladenen Geschichte hebt sich der Titel storytechnisch wohltuend von unzähligen anderen Testosteron-Helden-Spektakeln ab. Visuell gehört der PS3-Thriller in punkto Gesichtsanimationen zum Beeindruckendsten, was es derzeit zu sehen gibt. Und drittens ist die Andersartigkeit zu loben: Fernab jeglicher Einheitsware versuchte Quantic Dream erneut, etwas Einzigartiges zu erschaffen, beziehungsweise die mit Heavy Rain eingeschlagene Richtung des interaktiven Films voranzutreiben. Insofern hat Beyond: Two Souls neben The Last Of Us, GTA V und Rayman Legends einen Platz in meinen persönlichen Top-Spielen des Jahres sicher.

kein Grund zur Nostalgie, denn wenn wir uns das starke Launch-Line-up zu Gemüte führen, kommt sogleich wieder Freude auf – so ist beispielsweise der Pracht-Shooter Killzone Shadow Fall für die PS4, der Edel-Racer Forza Motorsport 5 für die Xbox One oder die famose BasketballSimulation NBA 2K14 für beide neuen Konsolen eben erschienen.

BATMAN & ASSASSIN Plat tform: PS 3, PS 4, Xbox 360, Xbox One, Wii U & PC Publisher: Ubisoft

Plat tform: PS 3, PC, Wii U & Xbox 360 r Publisher: Warne e iv ct ra te Bros. In Entertainment

Beides sind sie erfolgreiche Franchises, beide dem Genre Third-Person Action-Adventure zuzuordnen und beide Titel erfreuen erneut durch eine tadellose handwerkliche Umsetzung. Soviel zu den Gemeinsamkeiten. Haben wir es bei Batman: Arkham Origins mit einem gewohnt düsteren – diesmal in weihnachtlichem Gewand verpackten – Setting von Gotham City zu tun, führt uns Assassin’s Creed IV: Black Flag nunmehr in die Karibik samt traumhafter Bilder von türkisfarbenem Meer und tropischer Palmeninsel. Aber auch was die Weiterentwicklung der Spielkonzepte angeht unterscheiden sich die Games grundlegend. Denn setzten die neuen Entwickler von Batman auf Altbewährtes, leitet Ubisoft ihren Assassin’s Creed-Dampfer in neues Gewässer – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn Black Flag ist ein Piratenspiel, in dem sich die Seeschlachten und -fahrten mit den Landmissionen die Waage halten. Soll eine Wertung ausgesprochen werden, haben beide Titel wieder etwas gemein: Batman erhält 4 von 5 Sternspritzer, Assassin’s Creed 4 von 5 Rumfässer!

G.CHECKT … g.spielt

Weihnachten ist die Zeit der großen Emotionen. Gelegentlich gelingt es auch Videospielen, uns in ein Wechselbad der Gefühle zu stürzen. Im Falle von Beyond: Two Souls ist dies sogar Programm. Ein wenig emotional darf der geneigte Gamer außerdem in Anbetracht der vor kurzem erschienenen Next-Gen-Konsolen werden, denn damit ist bekanntlich auch das Ende der Ära von PS3 und XBox 360 eingeleitet. Aber

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INSIDE LLEWYN DAVIS Die Coen Brothers wie immer als Meister des Erzählens.

G.CHECKT … g.sehen

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Im Mai 2013 fügten Joel und Grossman (siehe Zitat oben), den Llewyn in Chicago aufsucht. Ethan Coen ihrer beeindruckenden Inside Llewyn Davis ist eines jener wunderbaren CharakterportSammlung an Auszeichnungen räts, wie es die Coens immer wieder scheinbar mühelos aus dem eine weitere hinzu: Beim Festival Ärmel schütteln. Mit wenigen „Pinselstrichen“ entwerfen sie ein in Cannes wurde Inside Llewyn Da- Leben am unteren Ende der sozialen Leiter, in einer Zeit, in der www.ray-magazin.at vis mit dem Großen Preis der Jury von Love, Peace und gesellschaftlichem Aufbruch noch nichts zu prämiert – und das völlig zu Recht. merken ist. Schöne Musik (darunter auch Lieder Dave Van Ronks) Der Film, der im großen Kosmos des Coen-Œuvres eher unter begleitet den Film, ebenso illustre Gäste in kleineren Rollen: Allen den ernsteren einzuordnen ist (wenngleich er durchaus nicht voran zu nennen ist Coen-Spezi John Goodman als exzentrischer ohne Komik ist), folgt einem recht erfolglosen Singer/ Song- alter Mann, der Llewyn („Lew N.? What does the N stand for?“) writer im New York des Jahres 1961. Was man nicht unbedingt einmal in seiner Limousine mitnimmt. Das erinnert an die ganz wissen muss, um den Film zu genießen, was aber durchaus großen Momente, die Goodman als durchgeknallter Walter Sobinteressant ist: Die Coens beschäftigten sich mit der Autobio- chak in The Big Lebowski hatte. Dazu Justin Timberlake, herrlich grafie des Musikers Dave Van Ronk, „The Mayor of MacDougal zurückgenommen als Jeans braver Ehemann Jim, und F. Murray Street“, die ein Licht auf die zart knospende Folk-Szene der Zeit Abraham als Bud Grossman – das ist eine erlesene Riege, die ein meisterhaft geschriebenes und inszenierwirft. Llewyn (hervorragend gespielt tes Drehbuch zum Leben erweckt. von Oscar Isaac, der bisher ausschließlich in Nebenrollen zu sehen war) war I don’t see a lot Mitglied eines Duos, doch sein Partner of money flowing. hat Selbstmord begangen, und seither schlägt er sich mehr schlecht als recht alleine durch. Seine gelegentlichen Auftritte in jenem Club, in dem weniger später – neben anderen – ein blasser, aber höchst charismatischer Junge namens Bob Dylan für Furore sorgen sollte, bringen ihm wenig ein – außer • Regie: Ärger wegen seiner bösen Bemerkungen anderen Sängern geen, Ethan Coen Co el Jo genüber. Er „wohnt“ bei den wenigen wohlmeinenden Freunr Isaac, • Darsteller: Osca den, die er hat. Weniger wohlgesonnen ist die schöne Jean in Ju Carey Mulligan, st (Carey Mulligan), die ihm vorwirft, sie geschwängert zu haben. man, od Timberlake, John Go Jean ist Mitglied eines aufstrebenden Trios, das den realen Pem ha F. Murray Abra ter, Paul & Mary nachempfunden ist. Der Geldmangel zwingt • Genre: Drama Llewyn, alle Arten von musikalischen Jobs anzunehmen, aber ber • Start: 6. Dezem sein Traum ist es, als Solo-Sänger durchzustarten, eine Vision, die leider kaum jemand teilt, auch nicht der Musik-Manager Bud


© 2013 Twentieth Century Fox

FILMTIP P

• Regie: Ridley Scott • Genre: Thriller • Start: 28. November

THE COUNSELOR The Counselor betreibt sowohl vor, wie auch hinter der Kamera massives Namedropping und schraubt somit die Erwartungen mächtig hoch. Es ist dies nach Prometheus die zweite Kollaboration des eigentlich brillanten Ridley Scott und Michael Fassbender, in deren Umfeld sich mit Pitt, Diaz und Cruz auch nicht gerade Nebendarsteller finden – ganz zu schweigen von Javier Bardem (Skyfall), der hier die noch überzeugendste Leistung liefert. Jedoch: Dem Endresultat mangelt es an Spannungsbogen, erst im letzten Viertel wird das Können gezeigt; Da wird nicht endlos geplappert, verwirrende Strukturen lieblos aneinander geschraubt, sondern beinahe allen, die sich von der Gier verblendet in die aufregende Welt des Drogengeschäftes gestürzt haben, wird gezeigt, dass jene lukrative Welt leider auch eine erbarmungslose, tödliche ist. Ein Groß des Films ist jedoch erschreckend plump geraten, präsentiert sich als patschert-hatschertes Werkl, ungeschickt konstruiert. (sb)

DER HOBBIT: SMAUGS EINÖDE

ab 12. Dezember 2013

Die ersten Gefahren überstanden, sind Hobbit Bilbo Beutlin, Zauberer Gandalf und die 13-köpfige Zwergengruppe nicht mehr weit von der ehemaligen Heimat der Zwerge, dem Berg Erebor entfernt.

EV EN TH I G H LI G H TS L ADIES NIGHT

5. Dezember, 20:15 Uhr

© Universumfilm

G

„DER LIEFERHELD“ Nur € 6,70 für das Kinoticket inkl. Martini Royale Rosato und M&M’s

• Regie: Robert Rodriguez • Genre: Action • Start: 19. Dezember

MACHETE KILLS

FILMBRUNCH

8. Dezember, ab 11:00 Uhr W W W.C I N E P L E X X . AT

Köstliches Brunch-Buffet (all you can eat) und Kinofilm nach Wahl. Einmal im Monat in ausgewählten Cineplexx Kinos.

MEN’S NIGHT

Rodriguez hat also wieder die Messer gewetzt und lässt selbige von Kult-Fratze Danny Trejo in Teil zwo der auf einer Trilogie ausgerichteten Erzählung um den „mexikanischen Judge Dredd“ wieder erbarmungslos durch Mark und Bein fahren. Beim Bodycount von 666 habe ich aufgehört, zu zählen – allerdings waren wir gerade erst bei Filmminute 15 angekommen. Auch Machete Kills bietet alles, was man von B-Movie-Exploitation erwartet: Viel Sex, Gewalt und dreist-dämliche Sprücheklopferei. Aber selbst Machete geht mit der Zeit: Er hat nun im Kampf gegen die Ungerechtigkeit eine dreischneidige Machete, smst nun zwar, twittert aber nicht. Um ihn herum spielen nicht nur „Onkel Charlie“, sondern auch Pop-ikone Lady Gaga, überaus gekonnt. Für Teil drei darf man sich übrigens ein im wahrsten Wortsinn spaciges Gewaltspektakel erwarten – mit Justin Bieber als Roboter „Bleep“ in einer Nebenrolle (subject to change). „End of message.“ (sb)

„MACHETE KILLS“ Nur € 6,70 für das Kinoticket inkl. Coke Zero und M&M’s

G.CHECKT … g.sehen

19. Dezember, 20:30 Uhr

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BEST OF KABARETT #117-126 Zuwachs in der Familie – es ist dies immer ein Fest, sofern geplant und nicht im Unterschichten-Fernsehen denjenigen passiert, die eigentlich selbst noch Kind sind. Im Falle der 2008 von Kurier, Hoanzl und ORF realisierten DVD-Edition Best Of Kabarett ist – und das sollte mittlerweile hinlänglich bekannt sein – nicht von einem spontanen Schnellschuss zu sprechen. Die Reihe gehört neben zahlreichen anderen über Hoanzl vertriebenen Editionen wie die des Burgtheaters und der Josefstadt, des Kabaretts Simpl oder auch des Österreichischen Films bereits nach kurzer Lebensdauer zu einem unverzichtbaren Bestandteil der heimischen Kulturlandschaft – wenngleich auch bei allem Preis-Leistungsverhältnis gerade bei den Theater- und Kabarett-Veröffentlichungen niemals das tatsächliche Erlebnis ersetzt werden kann. Aber dennoch ist auch die Kabarett-Reihe ein Kompendium, das nicht nur die Glanzpunkte der deutschsprachigen Kleinkunst längst vergangener Zeiten – man erinnere sich an den großen Maxi Böhm, Ossi Kolmann und Karl Valentin – vom Anno dunnemals in heimischen Wohnzimmern Jesu gleich wieder auferstehen lässt, sondern auch Künstler des letzten Jahrzehntes, der letzten wenigen Jahre, immer und immer wieder zurück auf die Bühne „dahoam” klatschen lässt.

G

Einmal loben, einmal in die Goschen hauen.

So leisten auch die zehn neuen Veröffentlichungen nicht nur archivarische Dienste, sondern decken von grantigen G’schichten bis hin zur Querdenkerei, von (not)geilen Peinlichkeiten bis hin zum österreichischen Anti-Realismus erneut ein faszinierend breites Spektrum zwischen alt und neu ab – und gerade in jener Terz mit Namen wie Dorfer, Gunkl, Prokopetz, Resetarits, Schenk, Böhm und anderen gelang erneut ein GourmetGaumenschmaus par excellence! (sb)

G.CHECKT … g.sehen

JOE BONAMASSA – TOUR DE FORCE

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Mit Tour de Force begab sich Joe Bonamassa sich auf einen viertägigen Konzertmarathon durch London, daraus entstanden sind vier Konzertmitschnitte, die unterschiedlicher gar nicht sein könnten und dennoch durch den Interpreten selbst zu einer Einheit werden. Vier Tage, vier Venues, vier verschiedene Setlits und Bands – ein aufwendiges Projekt! Herr Bonamassa beweist auf den vier vorliegenden DVDs, dass man alles schaffen kann, wenn man mit Leidenschaft und Empathie bei der Sache ist. Jeder der vier Konzertabende hat sein eigenes Motto – so startet die erste DVD mit einem Auftritt im The Borderline, ein kleiner Londoner Club, in dem Bonamassa Songs aus seinen Anfangszeiten zum Besten gibt. Begleitet wird er nur von Schlagzeug und Bass, er steht auf einer kleinen Bühne vor nur 200 Menschen und schafft so eine eindrucksvolle Atmosphäre. Hervorzuheben ist hier vor allem das eingängige Don’t Burn Down That Bridge, das er zum letzten Mal 2001 darbot. Die nächste Station auf seiner Konzertreise ist das Sheperd’s Bush Empire – ein anderes Venue und auch eine komplett andere Band, mit dabei sind diesmal Bläser und ein Keyboarder. Der ganze Abend ist der wahren Leidenschaft Bonamassas gewidmet – dem Blues, und das auf höchstem Niveau. Mit dabei auch ein paar Coverversionen, von denen vor allem die Interpretation von Stop! überzeugt. Am dritten Abend im Hammersmith Apollo wird so richtig gerockt! Auch Bonamassa selbst nennt diesen Abend The Rock

It’s always a rocker’s time here!

Night und beweist so, dass er fernab vom Blues-Sound auch in härteren, flotteren Gefilden eine gute Figur macht – das bewies er schon mit Black Country Communion. Das viertägige Konzertwunderwerk findet in der fantastischen Royal Albert Hall einen würdigen Abschluss. Die Themen der Vorabende wurden zusammengefasst und ergaben so einen Abend, der alles, das Joe Bonamassa in seinem musikalischen Talon zu bieten hat, wiederspiegelt. Mit dabei auch diesmal The Ballad Of John Henry – das funktioniert, das rockt, das begeistert! Für Fans des Meisters sicherlich nicht uninteressant: Zusätzlich gibt es bei jeder DVD auch noch eine Bonus-Disc, die ein Making Of und so einiges mehr zu bieten hat. (pa)


IMMER WAS LOS IM WESTEN! Diese Veranstaltungsreihe beinhaltet:

KABARETT & CASINO

Sektempfang & Getränke ab 18:30 Uhr Begrüßungsjetons im Wert von € 10,Kabarett um 20:00 Uhr

im „CASINEUM“ - Casino Linz

Eintritt im Rahmen der Besuchs- und Spielordnung von Casinos Austria (Volljährigkeit & Lichtbildausweis). Wir bitten Herren ein Sakko zu tragen!

DIE QUERDENKER – EIN „UNGLAUBLICHER“ SILVESTERABEND „Echte Tricks und falsche Wunder“

3 FÜR 1 NACHT „Zauber sog i“ mit Philipp Ganglberger, Ludwig Müller und Martin Kosch

ANGELIKA NIEDETZKY „Marathon“

Dienstag, 31. Dezember 2013

Donnerstag, 13. März 2014

Freitag, 25. April 2014

KENDLINGERS

DA S

Ballett I T 19 9 6 ·

113850

Dirigent: M. G. Kendlinger · www.dacapo.at ✆ 01/96 0 96

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So, 2. 2. | 18:00 | Congress Innsbruck

M I T 9 0 0. 0 0

mit dem K &K

US C H A UE R

K&K Philharmoniker · K&K Ballett

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0Z

Konzert-Gala

O RI G I N

Johann

Starnight mit

NIK P. P & BAND 26. März 2014

GROSSARL

2. April 2014

Sonnenskilauf und tolle Partystimmung erwartet die Teilnehmer/-innen der Lady-Skiwoche und des Sixty-plusSonnenskilauf. Gratis 6-Tages-Skipass für alle Damen bei Buchung des Wochenpaketes. – Also gratis Skifahren und ein Top-Rahmenprogramm im geheizten Partyzelt. Weitere Informationen unter: www.grossarltal.info, Tel.: +43 (0) 6414 / 281

ALLE TICKETS FÜR DIE VERANSTALTUNGEN IN IHRER REGION ERHALTEN SIE AUCH IN IHRER REGION: MEHR INFORMATIONEN ZU DEN VORVERKAUFSSTELLEN SIEHE SEITE 98!


W

oeticket Center Libro, Mariahilferstraße 75 (1. Stock), 1060 Wien • oeticket Center Museumsquartier, Museumsplatz 1, 1070 Wien • Classic Art Konzertveranstaltungs Ges.m.b.H, Riemergasse 1-3/Mezzanin, 1010 Wien • Elite Tours, Operngasse 4, 1010 Wien • Franz Jirsa GmbH, Tegethoffstr. 7, 1010 Wien • NÖ Landesreisebüro GesmbH, Am Hof 5, 1010 Wien • Österreichischer Gewerkschaftsbund, Johann-Böhm-Platz 1, 1020 Wien • Club für Kultur und Wirtschaft, Rasumofskygasse 10, 1030 Wien • Kartenbüro Cello, Lerchenfelderstraße 12, 1080 Wien • Planet Outlet, Guglgasse 8, B 31, 1110 Simmering, Wien • Red Zac Mega Mörth - Gasometer, Gasometer B 40; Guglgasse 12, 1110 Wien • Ottakringer Shop Wien, Ottakringerstraße 95, 1160 Wien • group one entertainment GmbH, Mooslackengasse 17, 1190 Wien • Vienna International, Dresdner Straße 87, 1200 Wien • Red Zac Mega Mörth 1230, Breitenfurterstr. 308, 1230 Wien.

Elektro Mörth GesmbH, Herzog Albrecht Str. 1-3, 2130 Mistelbach • Filmhof Veranstaltung, Asparn Nr.: 2, 2151 Aspern/Zaya • Elektro Mörth GesmbH, Umfahrungsstr. Nord 1, 2230 Gänserndorf • Marchfeldschlösser OET Outlet Straße Nr.1, 2294 Schloßhof • Theaterforum Schwechat, Ehrenbrunngasse 24, 2320 Schwechat • Tourismusinformation Mödling, Kaiserin Elisabeth Straße 2, 2340 Mödling • FC Trenkwalder Admira, Johann Steinböck Straße 5b, 2344 Maria Enzersdorf • Pernegger Michael, Ebreichsdorferstraße 17b, 2522 Oberwaltersdorf • Reisebüro Krumay GmbH, Hernsteinerstraße 59, 2560 Berndorf • Foto Wieland, Hauptplatz 3, 2620 Neunkirchen • Gemeindeamt Payerbach, Ortsplatz 7, 2650 Payerbach • Arena Nova, Rudolf Diesel Straße 30, 2700 Wiener Neustadt • Kultur Marketing Eve, Hauptplatz 3, 2700 Wiener Neustadt • Stadtbusbüro Wiener Neustadt, Hauptplatz 3-5, 2700 Wiener Neustadt • Stadttheater Wiener Neustadt, Herzog Leopold-Straße 17, 2700 Wiener Neustadt • WNSKS Wr. Neustädter Stadtwerke und Kommunal Service GmbH, Neunkirchnerstraße 61-63, 2700 Wiener Neustadt • WNSKS Wr. Neustädter Stadtwerke und Kommunal Service GmbH, Bahnhofsplatz 1, 2700 Wiener Neustadt • Restaurant Jautschnig, Steinfeldstraße 10, 2732 Höflein • NXP Veranstaltungsbetriebs-GmbH, Kelsengasse 9, 3100 St. Pölten • Ticketnet Austria GmbH, Kirchenstraße 13, 3243 St. Leonhard am Forst • CCA Bar – Leutgeb Gastro GmbH, Waidhofnerstraße 1, 3300 Amstetten • Ma Gastro, Mozartstraße 5, 3300 Amstetten • Magistrat der Stadt Waidhofen, Schlossweg 2, 3340 Waidhofen • Herbsttage, Hauptstraße 17, 3372 Blindenmarkt • Kultur Melk, Jakob-Prandtauer-Straße 11, 3390 Melk • Zwölfer Reisen GmbH, Wiener Straße 21, 3390 Melk • Hoanzl & Schindlecker DL-OEG, Wienerstraße 16, 3430 Tulln • Ursin Haus, Kamptalstraße 3, 3550 Langenlois • Musiktotal.at Ticketshop, Raxendorf 10, 3654 Raxendorf • Schneider Reisen, Landstraße 12, 3741 Pulkau • Reisebüro Pipal, Kirchengasse 27, 2460 Bruck/Leitha.

Bad Ischl Event, Bahnhofstraße 6, 4020 Bad Ischl • Kartenbüro Pirngruber VVK, Landstraße 34, 4020 Linz • Linzer Kartenbüro, Herrenstraße 4, 4020 Linz • PASSAGE LINZ GmbH und Co KG, Landstraße 17-25, 4020, Linz • WEILER Shows GmbH, Kopernikusstraße 5, 4020 Linz • OÖ Nachrichten Geschäftsstelle Linz, Promenade 23, 4020 Linz • Needful Things, Fadingerstraße 11, 4020 Linz • Vivo Mitarbeiter Service GmbH, Stahlstraße 33, 4031 Linz • Konzertdirektion Schröder GmbH, Am Steinbruch 20, 4040 Linz-Puchenau • Peter Haselmayr, Obere Donaulände 67, 4040 Linz/Puchenau • World of Travel Reisebüro, Stadtplatz 37, 4070 Eferding • Kurverband, Bad Leonfelden, Ringstraße 77, 4190 Bad Leonfelden • Bücherstube Fessl,Tragweinerstraße 1, 4230 Pregarten • Baumgartner Silvia, Markt 25, 4280 Königswiesen • P & K Reise Service GmbH,Westbahnstraße 26, 4300 St. Valentin • BFBS Reisebüro Wiesinger GmbH & Co KG, Schacherbergstraße 30, 4311 Schwertberg • Magistrat der Stadt Steyr, Stadtplatz 27, 4400 Steyr • Steyr-Touristik, Michaelerplatz 10, 4400 Steyr • OÖ Nachrichten Geschäftsstelle Steyr, Leopold Werndl-Straße 3, 4400 Steyr • P & K Reiseservice Asten, Geranienstraße 6 /Im Fachmarktzentrum, 4481 Asten • Gemeinde Ennsdorf, Amtshausstraße 5, 4482 Ennsdorf • Steiner Helmut, Badstraße 3, 4592 Leonstein • Sabtours Touristik GmbH, Kaiser Josef Platz 5, 4600 Wels • Schlager-Reisen, Bahnhofstraße 10, 4600 Wels • Sabtours Touristik GmbH, Salzburger Straße 223 – SCW, 4600 Wels • Wels Marketing & Touristik GmbH, Stadtplatz 44, 4600 Wels • OÖ Nachrichten Geschäftsstelle Wels, Stadtplatz 41, 4600 Wels • Zuk Concert, Hermine Schleicherweg 23, 4802 Ebensee • Ferienregion Traunsee, Toscanapark 1, 4810 Gmunden • Stadtgemeinde Gmunden, Rathausplatz 1, 4810 Gmunden • Salzkammergut Touristik, Götzstraße 12, 4820 Bad Ischl • Tourismusverband Bad Ischl, Bahnhofstraße 6, 4820 Bad Ischl • Tourismusverband Inneres Salzkammergut, Kirchengasse 17, 4822 Bad Goisern • Tourismusverband Ferienregion Attersee, Nussdorfer Straße 15, 4864 Attersee • Gratzmühle Betriebs GesmbH, Eberschwang 32, 4906 Eberschwang • OÖ Nachrichten Geschäftstelle Ried, Kirchengasse 15, 4910 Ried im Innkreis.

SBG

oeticket Center Salzburg im republic, Anton Neumayr Platz 2, 5020 Salzburg • Kartenbüro Arena, Alpenstraße 119, 5020 Salzburg • Kartenbüro Neubaur, Europastraße 1, 5020 Salzburg • Struger-Lachmayer KG, Linzergasse 58, 5020 Salzburg • Polzer Travel & Ticketcenter, Residenzplatz 3, 5020 Salzburg • Salzburg Ticket Service GesmbH, Mozartplatz 5, 5020 Salzburg • Fischwenger GesmbH & CoKG, Irrsdorferstraße 44, 5204 Straßwalchen • Tourismusverband St. Gilgen, Mondsee Bundesstraße 1a, 5340 St. Gilgen • Tourismusverband Strobl, Dorfplatz 17, 5350 Strobl • Kurdirektion St. Wolfgang, Au 140, 5360 St. Wolfgang • Jakobisaal Betriebsges.m.b.H., Dorf 96, 5412 St. Jakob am Thurn • Reiseburo BEGHER, Markt 48, 5440 Golling • Reisebüro ReiseZeit, Markt 19, 5440 Golling • ChilliReisen, Markt 15, 5620 Schwarzach • Europasportregion Marketing GmbH, Bruckner Bundesstraße 1a, 5700 Zell am See • Congress & Stadtmarketing Saalfelden GmbH, Stadtplatz 2, 5760 Saalfelden • Ticket-Scharf, Hansererweg 10, 83471 Berchtesgaden (D) • Wochenblatt Verlagsgruppe GmbH & Co KG (Passauer Woche), Spitalhofstraße 94, 94032 Passau (D).

T

oeticket Center Innsbruck – Olympiastraße 10, 6020 Innsbruck • Christophorus Reisen Innsbruck, Museumsstraße 28, 6020 Innsbruck • FC Wacker Fanshop, Maria-Theresien-Straße 49a, Eingang Welse, 6020 Innsbruck • Innsbruck Ticket Service, Burggraben 3, 6020 Innsbruck • Innsbrucker Verkehrsbetriebe u. Stubaitalbahn GmbH, Stainerstraße 2, 6020 Innsbruck • Tiroler Tageszeitung, Anichstraße 8, 6020 Innsbruck • Testa Rossa Caffe Tivoli, Stadionstraße 1, 6020 Innsbruck • TOBIS TRAVEL SOLUTIONS, Leipziger Platz 1, 6020 Innsbruck • Schaffer Berta & Co.Kg, Technikerstraße 44, 6020 Innsbruck • X-Double, Leopoldstraße 32, 6020 Innsbruck • Innsbruck Information/Bahnhof, Südtiroler Platz, 6021 Innsbruck • Tickets & Tours, Thaurer Straße 22, 6060 Hall in Tirol • Tourismusverband Region Hall – Wattens, Wallpachgasse 5, 6060 Hall in Tirol • Christophorus Reisen Wattens, Bahnhofstraße 21, 6112 Wattens • Christophorus Reisen Schwaz, Innsbruckerstraße 9, 6130 Schwaz • Christophorus Reisen Brixlegg, Niederfeldweg 9e-f, 6230 Brixlegg • Christophorus Reisen Mayrhofen, Karghaus 371, 6290 Mayrhofen • Christophorus Reisen Bus, Eckartau 2, 6290 Mayrhofen • Christophorus Reisen Wörgl, Salzburgerstraße 32, 6300 Wörgl • Christophorus Reisen Kufstein, Feldgasse 1, 6330 Kufstein • Ferienland Kufstein, Unterer Stadtplatz 8, 6330 Kufstein • TVB Kufstein, Unterer Stadtplatz 8, 6330 Kufstein • Reisebüro Verkehrsbüro Kirchberg, Dorfplatz 4, 6365 Kirchberg in Tirol • Christophorus Reisen St. Johann, Neubauweg 2, 6380 St. Johann i. T. • Musikschule Telfs, Obermarkt 43, 6410 Telfs • Rathaussaal Telfs, Eduard-Wallnöfer-Platz 5, 6410 Telfs • Rundschau Imst, Postgasse 9, 6460 Imst • Rundschau Landeck, Bruggfeldstraße 5, 6500 Landeck • Autoreisen Köck GmbH, Mühlerstraße 12, 6600 Reutte • Reisestudio Schrettl, Untermarkt 18, 6600 Reutte • Alpenland KG Emil Manfreda & Co., Amlacher Straße 2, 9900 Lienz • Bela Music Landeck, Malserstraße 49a, 6500 Landeck.

VBG

Musikladen jehle & mullner oeg, Johannitergasse 4, 6800 Feldkirch • Stadtmarketing und Tourismus Feldkirch GmbH, Schlossergasse 8, 6800 Feldkirch • Musikladen Concerts, Gewerbepark/Alemannenstraße 49, 2. Stock, 6830 Rankweil • Vorarlberger Volkstheater GmbH, Bahnhofstraße 2, 6840 Götzis • ATT Service, Paul-Grüningerweg 5, 6845 Hohenems • Dornbirn Tourismus, Rathausplatz 1, 6850 Dornbirn • Herburger Reisen, Schwefel 37, 6850 Dornbirn • Bregenz Tourismus & Stadtmarketing, Rathausstraße 35a, 6900 Bregenz.

BGLD

oeticket Center (Festspielbüro St. Margarethen) Eisenstädter Straße 3A, 7062 St. Margarethen • Esterházy Privatstiftung, Esterházyplatz 5, 7000 Eisenstadt • Haydn Festspiele, Schloss Esterházy, 7000 Eisenstadt • KSB – Kultur-Service Burgenland GmbH, Franz Schuber Platz 6, 7000 Eisenstadt • Kulturzentrum Eisenstadt VVK, Schubertplatz 6, 7000 Eisenstadt • Norbert Lattner, Hauptstraße 39, 7000 Eisenstadt • Seefestspiele Mörbisch, Josef Haydngasse 40/1, 7000 Eisenstadt • Baldauf & Glander OG, Hauptstraße 17, 7024 Hirm • Seebühne Mörbisch, Neusiedlersee 7072 • Neusiedler See Tourismus GmbH, Obere Hauptstraße 24, 7100 Neusiedl am See • Vila Vita Pannonia, Storchengasse 1, 7152 Pamhagen • Drescher Line GmbH, Mörbischer Straße 1-3, 7170 Rust • Kulturzentrum Mattersburg VVK, Wulkalände 2, 7210 Matterburg • FOX Tours Oberwart, Wiener Straße 27, 7400 Oberwart • UBC Oberwart Gunners, Informstraße 2 / Sporthalle, 7400 Oberwart • Kulturzentrum Oberschützen VVK, Hauptplatz 8, 7432 Oberschützen • Baumann Gebhard, Untere Hauptstraße 31, 7512 Kohfidisch • Burgverein Güssing, Hauptplatz 7, 7540 Güssing • Güssinger Kultursomer GmbH, Europaplatz1, 7540 Güssing • Kulturzentrum Güssing VVK Schulstraße 6, 7540 Güssing.

STMK

oeticket Center Stadthalle Graz, Messeplatz 2, 8010 Graz • Springer Reisen, Radetzkystraße 5, 8010 Graz • Die eintrittsKARTE, Sonnenstraße 8, 8010 Graz • Graz Tourismus und Stadtmarketing GmbH, Herrengasse 16, 8010 Graz • Theaterservice Graz GmbH, Kaiser-Josef-Platz 10, 8010 Graz • Zentralkartenbüro Graz, Herrengasse 7, 8010 Graz • Grazer Spielstätten, Orpheumgasse 8, 8020 Graz • Tourismusverband Frohnleiten Hauptplatz 2, 8130 Frohnleiten • Stadtgemeinde Weiz, Hauptplatz 7, 8160 Weiz • Stadtgemeinde Weiz-Stadtmarketing KEG, Rathausgasse 3, 8160 Weiz • Stadtmarketingbüro/Tourismubüro, Hauptplatz 18, 8160 Weiz • YES Nahversorger, Josef Rath, Großpesendorf 41, 8211 Großpesendorf • Weiss & Partner GmbH, Dr. Adalbert Heinrich Straße 5, 8280 Fürstenfeld • Tourismusverband Fürstenfeld, Hauptstraße 2a, 8280 Fürstenfeld • Florian Lugitsch KG, Gniebing 52a, 8330 Feldbach • Weiss Autobusunternehmung GmbH, Baldau 36, 8413 St. Georgen an der Stiefing • Fanshop Leibnitz, Derhant Thallerstraße 39/1. Stock, 8430 Leibnitz • Naturparkzentrum Grottenhof, Grazerstraße 118, 8430 Kaindorf/Sulm • LeibnitzKULT, Kaspar-Harb-Gasse 4, 8430 • Leibnitz TUI Reisecenter Bruck/Mur, Koloman-Wallisch-Platz 25, 8601 Bruck • Musikhaus Eberhard, Wienerstraße 13, 8605 Kapfenberg • TUI Reisecenter Kindberg, Hauptstraße 55, 8650 Kindberg • Zentralkartenbüro Leoben, Hauptplatz 12, 8700 Leoben • MSM CityInfo, Hauptplatz 15 a, 8720 Knittelfeld • Stadtgemeinde Spielberg, Marktpassage 1 B 6, 8724 Spielberg • M-Raststätte Betriebs Ges.m.b.H, Hauptstraße 242, 8740 Zeltweg • Stadtmarketing Judenburg GmbH, Burggasse 3/1. Stock, 8750 Judenburg.

KTN

ALLE TICKETS HIER!

ACR Aktiv Club Reisen GmbH, Bahnhofstraße 9, 9020 Klagenfurt • Johannes Heyn GmbH & Co KG, Kramergasse 2-4, 9020 Klagenfurt • KELAG-Kärntner Elektrizitäts AG, Arnulfplatz 2, 9020 Klagenfurt • Informationsbüro Klopein, Klopeiner Straße 12, 9192 St. Kanzian • Foto Horst, Hauptstraße 216, 9210 Pörtschach • Hofstätter Reisen, 10. Oktoberstraße 11, 9330 Althofen • Tourismusbüro Friesach, Fürstenhofplatz 1, 9360 Friesach • Tourismusinformation Villach-Stadt, Bahnhofstraße 3, 9500 Villach • Villacher Kartenbüro, Freihausgasse 3, 9500 Villach • Bacher Touristik GmbH, Millstätterstraße 45, 9545 Radenthein • Feldkirchner Reisebüro, Villacher Straße 2, 9560 Feldkirchen • Tourismusinformation Faak am See, Dietrichsteinerstraße 2, 9583 Faak/See • Tourismusbüro Spittal, Burgplatz 1, 9800 Spittal/Drau.

www.trafikplus.at

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Mehr! entertainment und Moses Pendleton präsentieren

MOMIX B O TA N I C A Tanz küssT fanTasie

gie!“ a M e t z n a t „Ge Times New York

ersTMals in ÖsTerreich! 11. – 12.02.2014 I Innsbruck, Dogana (Congress Saal) 14. – 16.02.2014 I Bregenz, Festspielhaus 19. – 25.02.2014 I Wien, Stadthalle F

TickeTs und infos:

www.momix-show.at


präsentiert

MARTIN RÜTTER „Der tut nix !“

12.12. Villach 13.12. Salzburg 14.12. Wien 15.12. Graz 30.04. Wr. Neustadt 01.05. Linz 02.05. Innsbruck

HIGHLIGHTS MICHAEL MITTERMEIER „Blackout“

08.–10.04. Wien 12.05. Graz 13.05. Salzburg

MAX RAABE

& Palast Orchester

„Für Frauen ist das . kein Problem“ 10.04. Graz 11.04. Wien 12.+ 13.04. Linz

In Kooperation mit

KONZERTHAUS MOZART-SAAL

28.– 31.12. KONZERTHAUS BERIO-SAAL

27.–31.12. KONZERTHAUS MOZART-SAAL

27.||29. 27. 29.||31.12. präsentiert:

PROGRAMM, KARTEN & INFOS: silvesterinwien.at und oeticket.com 01/96096

KONZERTHAUS BERIO-SAAL

28.||29. 28. 29.||31.12. AKADEMIETHEATER

31.12.


Ticket. Das Eventmagazin. Dezember 2013