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HIGHLIGHTS 2013 Von Alicia Keys über ie Williams Green Day bis Robb rtjahr! nze Ko das – 2013 ist

Seite 16 – 18

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KHATIA LI BUNIATISHVI tin

Die erfolgreiche Pianis ssover, im Gespräch über Cro der. Chopin und Wunderkin

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Erscheinungsort und Verlagspostamt A-3100 St. Pölten P.b.b. 09Z038316 P

© VBW Moritz Schell

3 € 2,50 • JÄNNER 201


NEWS Habt ihr etwas Zeit? Dann singt sie ein Lied für euch … Nena kommt mal wieder nach Österreich! Am 19. Mai rockt das deutsche Urgestein das oberösterreichische Gmunden und präsentiert nicht nur Songs aus ihrem neuen Album Du bist gut, sondern trällert sicher auch den ein oder anderen NenaEver-Green auf dem Gmundner Stadtplatz. Obwohl sie ob der Anzahl weich gebettet wäre, ruht sich der deutsche Superstar nicht auf ihren Lorbeeren aus und tourt so 2013 samt neuem Album durch die Städte. Vorfreude kann kommen!

SPECIAL GUEST:

FRANK TURNER & SLEEPING SOULS 28. JÄNNER 2013 · GASOMETER WIEN

20. März 2013 . GasoMeter Wien

Noch kein Termin bekannt! Nach der krankheitsbedingten Absage des Amy Macdonald Konzerts, das am 6. Dezember im Wiener Gasometer stattfinden sollte, gibt es noch keine Ersatztermine. Fix ist nur, dass der Termin wiederholt wird und die Karten ihre Gültigkeit behalten. Unter oeticket.com gibt es die aktuellen Informationen. Die britische Singer/Songwriterin entschuldigte sich gleich via Twitter bei ihren Fans, die – was bleibt ihnen auch anderes übrig – verständnisvoll reagierten. Wir wünschen gute Besserung und freuen uns über Ersatz und dann über eine Live-Kostprobe ihres aktuellen Albums Life In A Beautiful Light!

SA. 6. APRIL - POSTHOF LINZ 18. APRIL - GASOMETER WIEN FR. 26. APRIL - ORPHEUM GRAZ

20. OKTOBER 2013 - TIPS ARENA LINZ 27. OKTOBER 2013 - STADTHALLE WIEN

© Universal Music

Tickets sind bei oeticket (www.oeticket.com; Tel: 01/96096) erhältlich. Tickets für Dropkick Murphys, Walk Off The Earth und Russkaja gibt‘s zudem in jeder Bank Austria Filiale (Ermäßigung für Ticketingkunden und MegaCard-Members) bzw. unter 01/24924, für The Bosshoss in allen Raiffeisenbanken bzw. unter www.ticketbox.at (Ermäßigung für Raiffeisen Club-Mitglieder).

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EDITORIAL Willkommen im Konzertjahr 2013!

Die süße Ellie Goulding traf nicht nur die Royals, sondern auch uns!

© Haide Media

© Citronenrot OG

Eigentlich sollte es zu Jahresende ein wenig beschaulicher und ruhiger zugehen – doch heuer ist alles ganz anders: Beinahe stündlich trudelten Ankündigungen für neue (Top-) Acts und Veranstaltungen in der TICKET-Mailbox ein. Deshalb – quasi im Word-Rap – die wichtigsten Themen im ersten Heft des neuen Jahres … Für alle, die in der langen Silvesternacht noch keine Pläne haben, stellte die TICKET-Redaktion einige der spannendsten und interessantesten Happenings zusammen – Ausgehen und Partymachen! Konzerthighlights 2013 – wie bringen die Übersicht, wann und wo Slash, Nelly Furtado, Alicia Keys, Justin Bieber, Anastacia, Bon Jovi, Eric Clapton, Mark Knopfler, Robbie Williams, Rihanna und The Wall (um nur einige zu nennen) in Österreich auftreten. Bereits Ende Jänner, am 25., laden das TICKET-Magazin und Warner Music zur CD-Präsentation der Progressive RockSensation Biffy Clyro ins Wiener „Bach“ ein. Auch wenn bis zum Sommer noch Zeit ist – schon jetzt stehen die Höhepunkte einiger Festivals fest: So haben sich die HeavyGiganten Iron Maiden, Lemmy und seine Motörhead und Stone Sour zum Seerock angesagt. Star-Koch Horst Lichter verrät, wie man Damen und Kinder einkocht; Andreas Gabalier freut sich im TICKET-Interview narrisch über sein „Bambi“; und die junge Ausnahme-Pianistin Khatia Buniatishvili macht Chopin eine Liebeserklärung. Charmant und Wienerisch: Birgit Denk widmet sich derzeit statt dem DialektRock den Wienerliedern. Im Vorfeld ihrer Austro-Konzerte plauderte TICKET auch mit der 80er-Legende Alan Parsons über die Beatles und Käsekrainer, mit Super-Gitarrero Steve Lukather (auch bekannt als Toto-Saitenmann) über die Vorteile eines gesunden Lebensstils.

Birgit Denk erklärte im Gespräch die Philosophie des Auswärtsduschens.

Und den gesunden Lebensstil habe auch ich mir für 2013 ganz fest vorgenommen! Roberta Scheifinger Chefredakteurin

Herausgeberin, Chefredakteurin: Mag. Roberta Scheifinger Stv. Chefredakteur: Stefan Baumgartner Chefin vom Dienst: Petra Albrecht B.A. Anzeigenleitung: Alexander Havlik Anzeigen (Veranstalter): Michelle Kuntara Marketing & Vertrieb: Mag. Karin Steiner Designkonzept und -umsetzung: Stefan Baumgartner Redaktion: Petra Albrecht (pa), Stefan Baumgartner (sb), Paul M. Delavos (pmd), Georg Biron (gb), Didi Rath (dr), Alexander Haide (ah), Hannes Huss (hh), Joachim Schmida (js), Karin Steiner (ks), Markus Treiber (mt), Andy Zahradnik (az) Kolumnen: Georg Biron, Gerold Haubner, Andy Lee Lang, Didi Rath, Jochen Schweizer, Selina Thein, Andy Woerz Lifestyle: Karin Steiner Lektorat: Stefan Baumgartner Fotos: Filmverleiher, Plattenfirmen, Fotoagenturen, Veranstalter oder siehe Copyright. Medieninhaber, Eigentümer: Ticket Express GmbH, Heumühlgasse 11,1040 Wien Grafische Produktion: Henzl Media Werbe GmbH, Austinstraße 43-45, 3100 St. Pölten (Ing. Daniela Bacher, Mag. Michael Heindl) Druck: Niederösterreichisches Pressehaus, Gutenbergstraße 12, 3100 St. Pölten Vertrieb: Medien Für Med Zeitschriftenservice GmbH, PGV Austria Trunk GmbH Abonnements: TICKET. Das Eventmagazin erscheint monatlich. Jahresabo Österreich: € 22,00 Jahresabo Europa: € 35,-. Kündigung jeweils sechs Wochen vor Ablauf der Bezugsfrist nur schriftlich eingeschrieben an die PGV Austria Trunk GmbH (Leserservice) oder per Mail an abo@ticketmagazin.com. Einzelpreis: € 2,50 Abo-Bestellung unter abo@ticketmagazin.com oder telefonisch unter +43 (0)1 863 04 8022 Redaktionsanschrift: TICKET. Das Eventmagazin, Heumühlgasse 11, 1040 Wien, Telefon: 01 / 589 54-450, E-Mail: office@ticketmagazin.com, Homepage: www.ticketmagazin.com.Für unverlangt eingesandte Texte und Fotos übernehmen wir keine Haftung, eine Rücksendung erfolgt nicht, es besteht kein Recht auf Veröffentlichung. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor. Nachträgliche Honorarforderungen für nicht veröffentlichte Fotocredits werden nicht anerkannt. Alle Inhalte vorbehaltlich Satzund Druckfehler. Die Offenlegung lt. Mediengesetz findet man auf www.ticketmagazin.com/impressum

IMPRESSUM

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INHALT Frei nach dem neuen Album Opposites von Biffy Clyro (s. Seite 31) bieten wir Kontrastprogramm: Waren es im Dezember noch Kiss, die von unserem Cover „lachten“, haben wir uns im Jänner für Elle Woods (gespielt von Barbara Obermeier) entschieden, die ihren Leinwand-Erfolg Natürlich Blond jetzt als Musical ins Ronacher nach Wien bringt! Wir haben uns dafür schon mal schick gemacht!

© VBW Moritz Schell

Mehr dazu ab Seite 10!

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Die Single der US-Sängerin beschreibt alles: This Girl Is On Fire. Alicia Keys wird heiß! Noch keine guten Vorsätze für das Jahr 2013? Wie wäre es mit mehr Ausgehen? Hier sind alle Konzerthighlights des nächsten Jahres Green Day come around! Die Godfathers des Punkrock zu Gast in Österreich Lassen wir ihn aus der Seele Österreichs sprechen: Austrofred kommt für drei Termine!

MUSICAL.SHOW Wir haben hinter die Kulissen von Palazzo Wien geblickt und wissen nun, was genau mit den 6.000 Metern Kabel passiert Stefano Bernardin, zurzeit als Hauptdarsteller in Die Zähmung des Widerspenstigen, erzählte uns, ob auch er mal gezähmt werden musste … Fans von Peter Falk aufgepasst: Bei Columbo Dreams darf man den sympathischen Schnüffler wieder im Dienst beobachten …

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KABARETT.COMEDY Nichts bringt Horst Lichter aus einem Restaurant, außer das eine: Unfreundliches Personal! Die Silvesternacht und ihre Bräuche. So feiern die Kollegen des TICKET-Teams!

VOLKSMUSIK.SCHLAGER Ein Ausnahmekünstler über die Person abseits des Rampenlichts: den privaten Udo Jürgens. Der erfolgreichste Star der Geschichte (lt. RTL Chartshow 2012, Anm.) hat im Archiv gegraben und Alt-Neues gefunden: James Last kommt!

LIFESTYLE JÄNNER

Wegen der teils in einzelnen Kulturen und Religionen unterschiedlichen Zeitrechnungen und damit auch Kalendern, ist der Jahresbeginn zu unterschiedlichen Zeitpunkten. In nahezu allen Kulturen gibt es aber diverseste Bräuche. Unser Neujahr beginnt auf den beiden Lifestyle-Seiten …

ROCK.POP

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KLASSIK.BÜHNE Adoro: Ein Quintett stellt sich vor: Beim Casting gefunden, bei den Proben vereint, auf der Bühne eine Bombe! Wir haben für Sie die schönsten, spektakulärsten und außergewöhnlichsten Spielstätten gefunden: hier eine subjektive Auswahl!

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SPORT.FREIZEIT Das Hahnenkammrennen in Kitzbühel geht in die 73. Runde. Ein Rennwochenende der Superlative! Die Nationalelf trifft demnächst auf Schweden und die Färöer. Vorfreude, Hoffnung und Gebete werden ab sofort angenommen …

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G.CHECKT g.hört haben zum Jahreswechsel unsere Mitarbeiter. Hier ein Best-Of 2012 von (fast) allen TICKET-Helferlein … g.lesen Für alle, die nie auf die berüchtigten Festivals in Montreux kommen können/wollen/dürfen: Wir haben Portraits: Live At Montreux g.checkt. g.spielt wurden drei Must-Haves für die Feiertage: Dishonored – Die Maske des Zorns, Resident Evil und Smart As ... g.sehen Das Kino hat endlich wieder einen wahren Helden. Jack Reacher heißt er und wird von Hollywood-Urgestein Tom Cruise g.spielt.

Ab sofort auch mit Diesmal auf Seite 57.

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GEWINNSPIEL 1

Tickets: Alma von Paulus Manker auf Seite 12

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CDs: Smashing Pumpkins auf Seite 87 Rage Against The Machine auf Seite 88

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Kino & Film: Jack Reacher auf Seite 92 The Blind Man auf Seite 94

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Lifestyle & Mehr: Lifestyle auf Seite 82-83

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Gewinnen Sie 2 Ticke ts für die Neujahrsvorstellung von Paulus Mankers Alma ! Gewinnspielfrage: Wo in Wien spielt das Kultstü ck

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ELTON JOHN

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18. JUNI · STADTHALLE WIEN 19. JUNI · SALZBURGARENA Tickets sind bei oeticket (www.oeticket.com; Tel: 01/96096) erhältlich. Tickets für Wien gibt‘s zudem in jeder Bank Austria Filiale (Ermäßigung für Ticketingkunden und MegaCardMembers) bzw. unter 01/24924, für Salzburg in allen Raiffeisenbanken in Stadt und Land Salzburg (Ermäßigung für Clubmitglieder).

BB Promotion GmbH präsentiert eine Produktion von Martin Böhm & Ludwig Coss

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Rocky Horror Sh uge, Mamma Mia! u.v.m. Ro Grease, Moulin

11. - 13.01.13 Halle E im MuseumsQuartier Wien TICKETS:

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VERANSTALTUNGSTIPPS LOCK UP Ab 13.02. wird der Wiener Viper Room zur Necropolis umgebaut!

Infiltrate And Destroy Europe Lock Up, das ist Bob, der Baumeister des Grind – nur, dass bei jenen vier allstar-Herren das, was errichtet wurde, umgehend niedergerissen wird, ein Life Of Devastation. Werkeln jene auf Opiaten, so laborieren im Vorfeld die heimischen Prosperity Denied noch an einer Überdosis Wasabi und ganz viel „Blah Blah!“

DIE LUSTIGE WITWE

Die Seefestspiele Stubenberg 2013

Vom 30.05. bis 30.06. am Stubenbergsee. Garantiert ohne Wetterfrust.

Österreichs größtes Theaterzelt wird ab 30. Mai erneut zum Schauplatz für die Stubenberger Festspiele, die heuer Die lustige Witwe von Franz Lehár interpretieren. Gleich geblieben ist das Ensemble, das auch schon Die Zirkusprinzessin umrahmte, die Inszenierung übernimmt Zoltan Kiss. Eine wettergeschützte Location macht diese Festspiele zu einem Muss für 2013.

IN BETWEEN 2013 Am 15., 26. und 31.01.wird es vielleicht legendär im Theater Akzent.

Özlem Bulut, Alp Bora & Klezmer reloaded ext. Erneut treffen sich einheimische Musiker mit zugereisten Künstlern an drei Abenden im Theater Akzent, um sich gegenseitig inspirieren zu lassen. Vielleicht ergibt sich auch 2013 wieder eine Zusammenarbeit, von der wir schon bald als legendär sprechen. Ernst Molden, Birgit Denk und Erwin Steinhauer sind als Gäste zu erleben.

FRAUEN SIND GÖTTINNEN

Wir können nur noch beten

Gehen Sie zur Predigt: am 10.04. in Innsbruck und am 13.04. in Wien.

Frisch gekampelt und geschnäuzt präsentiert sich der Comedyrüpel Ingo Appelt im nächsten Jahr mit neuem Programm. Unter dem Motto „Liebe deine Nächste“ will er seinen Schäfchen das rätselhafte Wesen „Frau“ näher bringen und so die Männer dieser Welt bekehren, dass der Glaube, das starke Geschlecht zu sein, ein falscher ist.

PAROV STELAR BAND Erleben Sie die Parov Stelar Band am 19.07. auf der Burg Clam!

DIE HOHENHAUS TENNE

Events & VIP Packages rund um die WM Die alpine Ski-WM 2013 wird Anfang Februar ausgetragen und holt den Skizirkus nach Schladming. Die Hohenhaus Tenne bietet wieder beste Aussichten mit den einzigartigen VIP Packages. Feuern Sie die Ski-Stars direkt vom Dach der Tenne an und erleben so ein Erlebnis der besonderen Art. Die Stückzahl der Tickets ist begrenzt! Schnell sichern!

Nach ausverkauftem Konzert wieder bei uns! Insgesamt vier Alben und eine dynamische Live-Show machen so richtig Vorfreude auf den Sommer mit der Parov Stelar Band. Und: eine tolle Location gibt es mit der Burg Clam oben drauf! Apropos Burg Clam: Der Sommer dort wird heiß, denn neben Parov Stelar haben sich Zucchero, Willy Astor, Deep Purple, Hans Söllner, Joe Cocker und The Baseballs (u.a.) angekündigt! Vom 04.-17.02. wird in Schladming geflitzt, gefädelt und gejubelt!

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NATÜRLICH BLOND – DAS © UK TOUR 2011 / 2012 David Harlan

EIN MODERNES MÄRCHEN VOLL HUMOR UND ROMANTIK

Szene aus dem Londoner West End

COVERSTORY

Den Vereinigten Bühnen Wien ist wieder einmal ein wahrer Clou gelungen: sie konnten sich die Rechte für die deutschsprachige Erstaufführung von Legally Blonde – The Musical (ausgezeichnet mit 11 Theaterpreisen) sichern; am 21. Februar 2013 wird sich im Wiener Ronacher der Vorhang für Natürlich Blond – Das Musical heben. Vorlage dafür waren das gleichnamige Buch von Amanda Brown und die daraus entstandene Hollywood-Komödie mit Reese Witherspoon aus 2001. 2007 erlebte das Musical Natürlich Blond seine Weltpremiere am Broadway in New York und eroberte von dort aus u.a. das Londoner West End, Paris und Sydney. Laurence O’Keefe, Nell Benjamin (Musik & Texte) sowie Heather Hach (Buch) schrieben ein Musical voll Wortwitz und Charme mit berührenden Balladen und großen Ensemblenummern. In den Tanznummern finden sich u.a. irischer Stepptanz, eine faszinierende Springschnurchoreographie und CheerleaderEinlagen. Alles in allem ist es schnell, bunt und macht einfach gute Laune! Sei positiv, optimistisch und zeige den Leuten, dass sie falsch von dir gedacht haben! So kann man die Grundaussage des Musicals kurz zusammenfassen. Elle Woods, die Hauptperson, 10

scheint auf den ersten Blick eine typische College-Blondine zu sein: sie interessiert sich für Shopping, Styling, alles was glitzert und hofft darauf, von Warner Huntington III geheiratet zu werden. Doch Warner sieht in seiner Lebensund Karriereplanung eine seriöse Frau an seiner Seite und lässt sie sitzen. Das lässt nun Elle nicht auf sich sitzen und beschließt, Warner zurückzugewinnen. Der Plan dazu ist einfach: Folge ihm als Studentin an die Harvard Law School und zeige ihm was du draufhast. Dazu muss sie allerdings erst die Aufnahmebedingungen erfüllen was sie mit viel Einsatz auch wirklich schafft. Endlich in Harvard angelangt, erkennt sie, dass es nicht so einfach ist wie sie sich das vorgestellt hat. Doch sie bekommt Unterstützung von der Friseurin Paulette Buonufonté und dem schon fast fertigen Studenten Emmet Forrest. Als sie von Professor Callahan als Unterstützung in der Mordanklage um die Fitnessqueen Brooke Wyndham engagiert wird, scheint ihr Ziel erreicht. Doch wieder einmal ist nicht alles so wie es scheint aber mit etwas eigenwilligen Ideen und unerwarteter Unterstützung beweist sie ihr Können und überzeugt mit allem was sie draufhat. Für die deutschsprachige Erstaufführung zeichnet ein internationales Leading Team verantwortlich: BroadwayRegisseur und Choreograph Jerry Mitchell, ausgezeichnet mit zwei Tony Awards, wird die Original-Produktion auch in Wien auf die Bühne bringen. Für ihn ist Natürlich Blond „eine wundervolle Geschichte, die uns an das Sprichwort ‚Bleib dir selber immer treu’ erinnert. Die Musik ist unterhaltsam, die Choreographien sind bunt und mitreißend – letzten Endes hat einfach jeder Spaß ... und es gibt Hunde, was will man mehr?“ Die Kostüme stammen von dem renommierten Designer Gregg Barnes und das einfallsreiche Bühnenbild vom New Yorker


MUSICAL Star-Architekten David Rockwell; die musikalische Begleitung obliegt in gewohnter Weise dem Orchester der Vereinigten Bühnen Wien unter Musikdirektor Koen Schoots.

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1 Nächtigung/Frühstück im 4*-Hotel + Bahnfahrt + Karte Natürlich Blond Kat. rot ab €

Information und Buchung unter Tel. 01 / 8 99 30-80 od. railtours.oebb.at

Der Grund warum Elle überhaupt an die Harvard Law School geht ist die Liebe zu Warner Huntington III der von Hendrik Schall verkörpert wird. Warners neue Freundin Vivienne Kensington wird von Sanne Mieloo gespielt, die Vivienne folgendermaßen charakterisiert: „Sie ist eine zielgerichtete, starke Frau die sehr böse rüberkommt obwohl sie es gar nicht ist, sie denkt halt einfach nur sehr schwarz/weiß“. Und letztendlich entwickelt sich auch der Lebensplan von Warner anders als er dachte. Seit mittlerweile 40 Jahren steht Alexander Goebel auf der Bühne, bei den Vereinigten Bühnen Wien ist er vor allem auf die fiesen Rollen gebucht (sei es in Das Phantom der Oper, Wake up oder Rocky Horror Show). Nun spielt er den

COVERSTORY

Wien

© UK TOUR 2011 / 2012 David Harlan

Barbara Obermeier, aktuell noch als Schwester Mary Robert in Sister Act auf der Bühne, wird als Elle Woods zu sehen sein. Für sie verbinden sich in Natürlich Blond „tolle Choreographien, tolle Musik zu einer Geschichte die einerseits die ZuschauerInnen zum Lachen bringt, andererseits wirklich berührt und ans Herz geht“. An ihrer Seite darf natürlich der Chihuahua Brutus nicht fehlen. Unterstützung erfährt sie auch durch ihre drei Freundinnen Serena (Birgit Wanka), Pilar (Sidonie Smith) und Margot (Anja Haeseli), die immer als Trio auftreten. Ana Milva Gomes, hier in Wien bekannt als die Hauptdarstellerin in Sister Act, spielt die freche, lebenslustige Frisörin Paulette Buonufonté, die Elle immer wieder aufbaut und vor so mancher falschen Entscheidung bewahrt. Auch die herzensgute Paulette besitzt einen Hund: die englische Bulldogge Rufus. Daniel Rakasz ist der gutaussehende Postbote Kyle der Paulette den Kopf verdreht. Jörg Neubauer wird als der erfahrene HarvardStudent Emmet Forrest zu sehen sein. Emmet kommt aus einem benachteiligten Elternhaus und hat sich mit viel Biss dorthin gearbeitet wo er nun ist; diesen Biss versucht er an Elle weiterzugeben, die in ihm anfänglich nur einen guten Freund sieht.

© VBW Nathalie Bauer (2)

Für die 35 DarstellerInnen gab es 1.200 Bewerbungen – alleine für die Rolle von Elle Woods sangen 230 Künstlerinnen vor. Das Besondere an Natürlich Blond ist, dass wirklich jede Rolle ihren großen Moment im Stück hat. Intendant Christian Struppeck ist „besonders stolz, dieses internationale, mit vielen Preisen dekorierte Erfolgsmusical – darunter den Laurence Olivier Award als ‚Bestes neues Musical‘ - nach Produktionen in New York, London und Sydney als deutschsprachige Erstaufführung in Wien präsentieren zu können. Diese Show ist intelligent, witzig und rasant, sie bietet Unterhaltung auf höchstem Niveau. Die Auditions waren sehr intensiv, aber wir sind überzeugt, die beste Cast für Wien gefunden zu haben. Mit Barbara Obermeier als Hauptdarstellerin haben wir uns für eine junge, sehr begabte Künstlerin entschieden, die das österreichische Publikum mit ihrer umwerfenden Stimme und Ausstrahlung verzaubern wird.“

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Lassen Sie sich ab 23. Februar be i Natürlich Blond – Das Musical im Ronacher Wie n vom gr auen Alltag ablenken, fie bern Sie bei der Gericht sv erhandlung um Brooke W yndh am mit und erleben Sie, wie El le Woods ihren Tr äumen folg t.

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verlost Tickets!

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Gewinnen Sie 2 Tickets für die Neujahrsvorstellung von Paulus Mankers Alma! Gewinnspielfrage: Wo in Wien spielt das Kultstück Alma? Senden Sie die richtige Antwort an gewinn@ticketmagazin.com oder per Post an die Redaktion (Details siehe Seite 8).

© VBW Moritz Schell

wichtigtuerischen und manipulativen Professor Callahan. Für das Multitalent Goebel ist „Musical ein fantastisches Medium; wenn alles stimmt, ist es ein gebündelter Laserstrahl der Sinnlichkeit. Denn wenn DarstellerInnen auf allen Gebieten AusnahmekünstlerInnen sind, d.h. als SchauspielerIn, SängerIn, TänzerIn und dann auch noch Charisma haben, sind das vier Strahlen die unerbittlich ins Herz treffen und durch nichts ersetzt werden können.“ Die Wienerin Linda Geider ist die Fitnessqueen Brooke Wyndham, die unter Mordverdacht steht. Linda ist übrigens natürlich blond aber „nachdem ja alle Blondinen-Witze auf die gefärbten Blondinen abzielen nehme ich mich da total raus. Und sind wir nicht alle hin und wieder ein bisschen blond? Das schadet doch überhaupt nicht!“ Sie hat übrigens eine besondere Aufgabe bei ihrer Nummer: Sie muss auf der Bühne Springschnur springen und dabei noch singen. Somit ist die speziell für Natürlich Blond designte Springschnur eine treue Begleiterin und tägliches Fitnesstraining, „denn auf der Bühne soll das Springen dann ganz nebenbei passieren“. (pmd)


HINTER DIESERbSTARKENbFRAU PUTZT EIN STARKER MANN

NEUE SERIE

MELISSA & JOEY

MO–DO 21:40 comedycentral.tv


© Alicia Keys

ALICIA KEYS Die Superstar-Mama Zu ihrem zwanzigsten Geburtstag schenkte sich Alicia Cook aus Hell’s Kitchen, New York, den Start zu einer Fabelkarriere. Songs in A Minor eroberte die Welt im Sturm und machte sie als Alicia Keys zum Superstar. Ein Dutzend Jahre später, beinahe wieder rechtzeitig zum Geburtstag am 25. Jänner, lässt Alicia das neue Album Girl On Fire vom Stapel, und kann schon jetzt auf eine der außergewöhnlichsten Karrieren des Jahrhunderts zurückblicken. Rechnet man ihre verkauften Tonträger zusammen, ergibt das mehr als 35 Millionen Longplayer und noch einmal 30 Millionen Singles – also mehr als zwei Millionen Stück in jedem Karrierejahr, auch wenn gar keine neuen Titel erschienen sind. Das Debüt Songs in A Minor bewies, dass es sich hier um ein Ausnahmetalent handelt. Schließlich zeigte die bildhübsche Diva bereits damals ihr vielfältiges Können: Alicia schreibt die Songs selbst, spielt Klavier und die Keyboards, produziert zum Teil und beherrscht zudem Gitarre und Bass. Die Musikwelt staunte, als sie – gerade einmal 22-jährig – mit fünf Grammys für ihr erstes Album ausgezeichnet wurde. In dieser Art sollte es weitergehen. Nur drei Jahre später musste Alicia daheim wieder Platz schaffen – für vier Grammys für ihr zweites Werk The Diary Of Alicia Keys.

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Tagebücher – das ist eines der Geheimnisse ihres Erfolges. Das verriet sie den amerikanischen npr-News. Denn Frau Keys macht sich ständig Notizen und lässt manchmal alles liegen und stehen, nur um in eines ihrer Bücher zu kritzeln. „Ich habe mehrere kleine Notizbücher, eigentlich schon zu viele“, macht sie sich selbst über ihre Liebe zu handschriftlichen Aufzeichnungen lustig, „eines ist eine Art Tagebuch, in ein anderes kommen Ideen für Songs, in ein weiteres Notizen, die ich mir zu meinem Sohn mache. Es fühlt sich einfach gut an, einen Stift in der Hand zu haben, Papier anzugreifen und das Geräusch zu hören, das Schreiben verursacht.“

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Nachdem Alicia Keys auch mit ihrem MTV-UnpluggedAlbum neue Maßstäbe setzte – es war der erste UnpluggedLongplayer, der sich an der Spitze der US-Charts platzieren konnte – war der jungen Diva die internationale Musikkarriere nicht mehr genug: Sie spielte Gastrollen in einigen TV-Serien und tauchte in Smokin’ Aces auf der Silver Screen auf. Quasi spielerisch, im Vorbeigehen, entstand mit As I Am ein weiterer Millionenseller, der noch einmal drei Grammys ins Hause Keys brachte. Bevor Alicia Album Nummer vier, The Element Of Freedom, einspielte, wurden zufällig die Weichen für ihr weiteres Leben gestellt. Als die Rede davon war, dass Whitney Houston 2009 ins Studio geht, wollte Alicia unbedingt einen Song für das Studioalbum ihrer Superstarkollegin beisteuern. „Ihr“ Song Million Dollar Bill landete an prominenter Stelle, als Opener der letzten Houston-CD. Bedeutender allerdings

war, dass sie den Titel zusammen mit Swizz Beats, „dem besten Rap-Producer aller Zeiten“ (Kanye West) erarbeitete. Nur ein Jahr später war Alicia von ihm schwanger, auf Korsika wurde geheiratet. Heute ist der Junior mit dem außergewöhnlichen Namen Egypt Daoud Ibarr Dean drei Jahre alt und die Diva ist mit sich und der Welt im Reinen. „Ich bin nun verheiratet, habe einen tollen Baby-Boy, ich habe die volle Kontrolle über meine Karriere, über das, was ich als Künstlerin und als Geschäftsfrau auch mache. Ich bin endlich angekommen“, verriet die 31-jährige. Die Rolle als Mutter und Ehefrau alleine reicht dem Superstar natürlich nicht, zudem war es höchst an der Zeit, das fünfte Studioalbum auf den Markt zu bringen. Auch wenn Keys bereits ihr stimmliches Ausnahmekönnen bekannt war, wagt sie sich im Titelsong von Girl On Fire noch ein wenig weiter die Tonleiter hinauf. „Es fühlt sich so gut an, wenn ich bei Girl On Fire sehr hoch singe, denn es klingt, als würde ich mir das Herz aus der Brust schreien. Das bin ich, das zeigt meine ganze Leidenschaft“, ist sie über den Titelsong ihres brandneuen Albums begeistert. „Erst als ich daran dachte, dass ich den Song ja auch live während eines 90 Minuten dauernden Konzerts singen muss, dachte ich: Wow, das ist schon unglaublich hoch.“ Millionen Alben zu verkaufen und Preise einzufahren ist der Superwoman nicht genug – bereits in den frühen Jahren ihrer Karriere stellte sich Alicia Keys immer wieder in den Dienst der unterschiedlichsten Charities. Was mit dem Duett Don’t Give Up mit Bono zum World AIDS Day 2005 begann, setzte sich unter anderen mit Auftritten bei „Live 8“ und bei Gigs für die Opfer von Hurricane Katrina fort. Erst kürzlich sang sie für diejenigen, die den Betroffenen des Hurricanes Sandy als Ersthelfer unter die Arme griffen und nahm an der Kampagne gegen die Unterdrückung von Frauen teil. Klar, dass Frau Keys ein bekennender Fan von US-Präsident Obama ist, für den sie bei seinem ersten Wahlkampf sogar einen Song geschrieben Das Soulwunder hat. Demnächst ist nicht das gilt es am 13. Juni in Weiße Haus ihre Bühne, sondern der Wiener Stadthalle die ganze Welt. Zum ersten Mal (Halle D) zu erleben. geht es mit dem Baby-Boy im Gepäck auf Tournee – ein Highlight des Konzertjahres 2013. (ah)

Girl On Fire ist bei Rca Int. erschienen.


7. FEBRUAR 2013 SZENE WIEN

4. MÄRZ 2013 ARENA WIEN

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ROCK.POP

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2013 – DAS KONZERTJAHR

Nelly Furtado

Ebenso lange treibt auch schon Rockröhre Anastacia auf musikalischen Gefilden ihr Unwesen. Unwesen ist in diesem Fall aber nicht negativ behaftet – hat man doch zuvor selten so eine kraftvolle, rockige Stimme zu hören bekommen. Das Talent wurde ihr quasi in die Wiege gelegt – ihr Vater war Sänger und ihre Mutter Broadway-Schauspielerin. Es erstaunt immer wieder, mit welcher Stimmgewalt das 1,60 Meter große Energiebündel ihren Fans einheizt.

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Anastasia

Die Karriere von Justin Bieber geht steil bergauf! „I haven’t been to Vienna yet. I'm very excited to see my Austrian fans for the first time”, zeigte sich der Superstar im 16

Es sind schon einige Jahrzehnte ins Land gezogen, aber in den 80er und 90er Jahren wurden auch Jon Bon Jovi und seine Mannen hysterisch bejubelt. Yes They Can – Unter dieses Motto stellen die Rock-Heroes aus New Jersey ihre Tour zum 30. (!) Bandjubiläum, die sie natürlich nach Österreich führt. Jetzt darf man sich wieder auf eine gigantische Ladung Rock-Hits freuen! In den 80er Jahren Geborene rockten auf ihrem ersten Skikurs zu Basket Case so richtig ab! Seit nunmehr 25 Jahren gibt es Green Day schon – und sie sind kein bisschen leiser geworden. Wenn so manche böse Stimme auch meinte, dass sie ihre Punkattitüde verloren haben und sich mehr dem Kommerz widmen, beweisen sie nun mit ihrer aktuellen Albumtrilogie ¡UNO!, ¡DOS!, ¡TRÉ! das Gegenteil. Im Gesamten gesehen, ist diese Triologie eigentlich eine Zusammenfassung ihres bisherigen Schaffens und vor allem von ¡UNO! werden auch Fans der ersten Stunde begeistert sein.

© Kevin Westenberg

„Ich finde Wien fabelhaft und möchte unbedingt einmal hier Urlaub machen. Es ist eine der schönsten Städte, in denen ich jemals gewesen bin“, so Nelly Furtado im TICKET Interview. Gelegenheit dazu bietet sich bereits im nächsten Frühjahr, wenn sie uns mit einem Konzert beehrt. Die portugiesisch-kanadische Sängerin begeistert bereits seit zwölf Jahren mit ihren stimmungsvollen Pop-Songs und hat heuer wieder ein neues, feines musikalisches Meisterwerk auf den Markt gebracht.

Justin Bieber Ebenso wie Justin Bieber zählen One Republic zu den Internet-Stars, auch wenn es bei der Band aus Colorado bereits einige Jährchen her ist, als sie sich via MySpace einen Platz auf den großen RockBühnen erspielt haben. Rechtzeitig zum 20. Bandjubiläum dürfen sich Fans über das dritte Studioalbum Native freuen, das den Gusto auf die Konzerte im kommenden Jahr kräftig anheizt.

© Richard Bernardin

Slash

Los geht es im Februar, wenn Gitarren-Legende Slash uns gemeinsam mit Myles Kennedy beehrt. Den Kultstatus hat sich Slash während seiner Zeit bei Guns ’n’ Roses erarbeitet – denn wer kennt ihn nicht, den rockigen Lockenkopf mit schwarzem Hut? Aber auch ohne die Band um Axl Rose macht er auf der Bühne eine hervorragende Figur. Sein Album Apocalyptic Love, das er gemeinsam mit Love Myles Kennedy aufgenommen hat, ist wohl auch als kleines Gustostückerl der diesjährigen Rockgeschichte anzusehen.

TICKET-Interview von seinem bevorstehenden, ersten Austro-Gig begeistert. Über die Bühnenshow wollte der kanadische Überflieger noch nichts verraten, außer, dass es ein Akustik-Set geben wird, mit dem Justin an seine Anfänge als YouTubeStar erinnern möchte.

© Universal Music

2012 ist noch nicht vorbei, da wirft das kommende Jahr bereits seine Superstar-Schatten voraus! Eines sei geraten: Schnell noch Konzertkarten kaufen, denn Tickets für die Top-Shows 2013 werden schon sehr bald Mangelware sein!

Unglaublich, aber wahr – seit mittlerweile 50 Jahren steht Eric Clapton nun schon auf der Bühne. Er gilt als einer der weltbesten Gitarristen und konnte mit Bands wie den Yardbirds und Cream zahlreiche Erfolge feiern. Seine


© Alicia Keys

Die Ärzte Alicia Keys

© George Chin

Anfang der 2000er Jahre kam eine ganze Welle von neuen weiblichen Stimmen auf Musikfans zu. Neben den schon erwähnten, stieg zu dieser Zeit ein weiterer Stern am Pophimmel empor. Alicia Keys eroberte mit ihrem 2001 erschienenem Album Songs In A Minor die Welt im Sturm. Wenn sie zu singen beginnt, ist Gänsehaut vorprogrammiert. Dass sie nicht nur soulige Balladen singen kann, bewies sie im Jahr 2008, als sie gemeinsam mit OneRepublic Musikgenie Jack White den Song Another Way To Die zum gleichnamigen James Bond-Soundtrack beisteuerte. Einige der größten Hits der Musikgeschichte stammen aus seiner Feder, und mit zunehmendem Alter kennt seine Kreativität keine Grenzen. „Je älter ich werde, desto mehr will ich komponieren“, strahlt Knopfler, „Ich will schreiben, aufnehmen und Mark Knopfler live spielen!“ Mit Privateering bringt das Hirn der legendären Dire Straits zwar neue Songs mit zu den Österreich-Gigs, allerdings dürfen Klassiker wie Nothing, Sultans Of Swing, Brothers In Money For Nothing Arms und ähnliche Kaliber bei keiner Knopfler-Tour fehlen. Mit von der Partie ist wieder Guy Fletcher, der schon bei den Straits in die Tasten gegriffen hat.

Bon Jovi

Die beste Band der Welt gibt sich nach den ausverkauften Shows im heurigen Jahr auch 2013 wieder die Ehre. „Das ist absurd, extremst absurd, Green Day dass wir drei mit dem, was wir machen, so viele Leute erreichen und die sich damit identifizieren“, gab sich Rod Gonzales im TICKET-Interview überrascht, welch gigantische Dimensionen Die Ärzte mittlerweile angenommen haben. Mit dem Album Rihanna auch – die Frage in einem Songtitel Ist das noch Punkrock? kann eindeutig mit Ja beantwortet werden – bleiben die drei Kult-Stars auf der Überholspur, denn sowohl der Longplayer (war bei uns und in Deutschland Nummer Eins der Charts) als auch die Tickets für ihre Shows sind heiß begehrt!

Sie ist „happy and hippy“ – zumindest meint das Super-Lady Rihanna selbst über ihre neue Single Diamonds, die ein weiteres Kapitel in der Erfolgsgeschichte der Beauty aus Barbados einleitet. Das renommierte US-Magazin Billboard, kürte Rihanna zum Nummer-Eins Pop-Star der Jahre 1992-2012. Erstaunlich, denn die Lady mit dem neuen

Eric Clapton

Termine: • Slash, 10. 02., Gasometer Wien • Nelly Furtado, 08. 03., Gasometer Wien • Justin Bieber, 30. 03., Stadthalle Wien • One Republic, 08. 04., Stadthalle Wien • Anastacia, 20. 04., Stadthalle Wien • Bon Jovi, 17. 05., Krieau Wien • Green Day, 29. 05., Krieau Wien • Eric Clapton, 11. 06., Stadthalle Wien • Alicia Keys, 13. 06., Stadthalle Wien • Elton John, 18.06., Stadthalle Wien 19.06., Salzburgarena • Mark Knopfler, 20. 06., Stadthalle Wien 24. 06., Salzburgarena • Die Ärzte, 29. 06., Krieau Wien • Rihanna, 09. 07., Stadthalle Wien • Robbie Williams, 17. 07., Krieau Wien

ROCK.POP

© Jörg Steinmetz

Diskografie ist ein dicker Wälzer – abgesehen von über 30 Alben solo und mit seinen Bands, war er sage und schreibe auf über 100 Alben als Gastmusiker dabei. Wie man sieht, hat dieser Mann Geschichte geschrieben – Geschichte, die man nun auch in Österreich live erleben kann.

• The Wall, 23. 08., Ernst-Happel-Stadion Wien

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NEIGUNGSGRUPPE SEX, GEWALT & GUTE LAUNE 24.1. + BERNHARD EDER + THE MARBLE MAN + DOS & DUST

CHE SUDAKA 26.1.

ROCK.POP

AWOLNATION 30.1.

THE RAVEONETTES 11.2. Vollständiges Programm: www.rockhouse.at Rockhouse Salzburg Schallmooser Hauptstr.46 +43 662 884914 service@rockhouse.at

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The Wall von Pink Floyd gilt als Meisterwerk der Rock-Geschichte. Dieses einmalige Spektakel kann man nun unter der Leitung des ehemaligen Pink Floyd Masterminds, Roger Waters, auch zum wahrscheinlich letzten Mal live und Open Air erleben. Von Kritikern wird diese Live-Show als „ultimativer Maßstab für alle künftigen Stadionshows“ und „größtes Ereignis der Rock-Historie“ gerühmt. Roger Waters, der als Drehbuchautor dieses mittlerweile 30-jährigen Goldstücks fungierte, versucht The Wall auch etwas moderner zu gestalten und in unsere Zeit zu übertragen. Man darf auf eine riesige Mauer und zahlreiche Special Effects in Kombination mit außergewöhnlicher Rockmusik gespannt sein.

Robbie Williams

Roger Waters

Elton John

Auch Sir Elton John, der uns mit seinem zweistündigen Programm begeistern wird. Die Auftritte des Sängers, der zu den Interpreten mit den meistverkauften Tonträgern weltweit zählt, sind ein unvergessliches Erlebnis, das man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Vor Phil Collins war Peter Gabriel Frontman der Band Genesis. Er verließ die Band allerdings schon 1975 und startete solo so richtig durch. Vor allem in den 80er Jahren war er durch den Riesenerfolg des Songs Sledgehammer und dem dazugehörigen aufwändig gestalteten Videoclip in aller Munde. Seine Tourografie ist bewundernswert: In den letzten 10 Jahren war er jedes Jahr unterwegs, von 2012 auf 2013 wird keine zweijährige Pause eingelegt, was auch seine österreichischen Fans sehr freuen wird. (ah, pa)

© Peter Kramer

THE BETH EDGES, FROM DAWN TO FALL, NEODISCO 19.1.

Die Krone gehört längst ihm – und seit einiger Zeit nicht nur im Pop-Biz, sondern auch im Privatleben. Vom bekreischten TeenieSchwarm zum umjubelten Mega-Entertainer – samt aller dazugehörigen Eskapaden – bis hin zum erwachsenen Superstar. Robbie Williams, Neo-Papa, darf sich mit seinem aktuellen Album Take The Crown die PopKrone zu Recht (erneut) aufsetzen: Die erste Single, Candy, katapultierte sich nicht nur sofort an die Spitze der britischen Charts, sondern sie ist auch jener Song, der sich heuer am schnellsten verkaufte. Ähnlich wird es den begehrten Tickets für die Österreich Show von Robbie „The King“ Williams gehen.

© Juilan Broad

Album Unapologetic wird im Februar gerade einmal 25 Jahre alt!

Peter Gabriel


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EIN TRIP MIT ALAN PARSONS

Mit den Beatles im Studio, bei Pink Floyds Dark Side Of The Moon am Mischpult. Doch mit dem Alan Parsons Project schuf der Brite Meilensteine des Pop. Dann wurde es still um ihn. Doch jetzt ist der bekennende Wien-Fan mit dem legendären Sound zurück …

Die Anfänge deiner Karriere sind ja spektakulär, als du mit den Beatles in Abbey Road aufgenommen hast. Alan Parsons: Ich hatte mit dem Zeitpunkt, an dem ich im Musikgeschäft anfing, großes Glück. Ich war 19, als ich in Abbey Road angefangen habe, die Beatles beendeten gerade die Aufnahmen zum White Album. Später wurde ich von ihnen ins Apple Studio geholt, um an Let It Be mitzuarbeiten.

ROCK.POP

Danach ging es mit ähnlichen Kalibern weiter. Du bist bei Pink Floyds Dark Side Of The Moon am Mischpult gesessen. Alan: Klar, das war für mich ein Riesenschritt und eine ganz besondere Erfahrung! Danach hast du es abgelehnt, weiter mit Pink Floyd zu arbeiten. War das, rückblickend, die richtige Entscheidung? Alan: Absolut, denn sonst wäre ich vielleicht noch immer der Toningenieur von Pink Floyd und hätte niemals meine eigene Karriere vorangetrieben. Sie haben mir damals ein echt gutes Gehalt angeboten. Da ich es ablehnte, habe ich aber durch meine eigene Musik mehr Geld verdient. Es ist schon schade, dass wir nur ein Album gemacht haben, ich hätte gerne weiter für sie als freiberuflicher Toningenieur gearbeitet. Was hat dich dann auf die andere Seite gezogen, vom Tontechniker zum Künstler? 20

Alan: Es war eine natürliche Entwicklung, auch wenn ich als Songwriter keine Erfahrung hatte. Mit Eric (Woolfson, Anm.) fand ich einen Partner, der darin sehr gut war, aber andererseits wieder keine Ahnung vom Produzieren hatte. Wir waren ein gutes Team. Ich kann mich noch erinnern, als ich als Teenager das Album Eve kaufte. Das beste Album des Alan Parsons Project? Alan: Das ist jetzt 35 Jahre her. Wir nahmen es im Süden Frankreichs auf, ich lebte in Monaco, denn der Erfolg der vorigen Alben zwang uns, England zu verlassen. Ich wäre gerne in London geblieben, aber die Steuern waren verrückt! Ich hätte 93% zahlen müssen! Wir arbeiteten im gleichen Studio wie Queen, Kate Bush und auch Pink Floyd. Sie waren, wie wir, Steuerflüchtlinge. Einen der größten Erfolge bescherte dir der InstrumentalTitel Lucifer. War das eine Überraschung? Alan: Es war Nummer Eins in Norwegen, Dänemark, Deutschland. Eve war im deutschsprachigen Raum ein gigantischer Erfolg, größer als überall sonst. Vielleicht liegt das auch an Lucifer. Ich bin auf jeden Fall stolz darauf, mit Instrumentalnummern an der Spitze der Charts gewesen zu sein. Derzeit ist in den USA Sirius sehr populär, das Intro zu Eye In The Sky, das bei zahllosen Sportveranstaltungen


verwendet wird, vor allem beim Basketball. Es war für viele Jahre das Intro von Michael Jordan.

Voll. Viel. Veranstaltungen. Tickets in allen Raiffeisenbanken. Ermäßigung für Club-Mitglieder 1./2.2.2013 Billabong Air & Style, Innsbruck / 14./16.6.2013 Nova Rock, Pannonia Fields II / 12./14.7.2013 Electric Love, Salzburg / 20.10.2013 Boss Hoss, TipsArena Linz / 27.10.2013 Boss Hoss, Wiener Stadthalle u.v.m...

Bei den Arbeiten am Musical Freudiana hast du viel Zeit in Wien verbracht. Was sind deine Erinnerungen? Laufend aktuell unter www.raiffeisenclub.at oder in deiner Club-App Alan: Damals verliebte ich mich in Wien, als wir für das Projekt recherchierten. Besonders liebte ich die Käsekrainer am Naschmarkt, gleich bei dem Theater. Das war das letzte Mal, als ich mit Eric zusammengearbeitet habe. Die Show www.raiffeisenclub.at im Theater an der Wien war sehr erfolgreich, und es ist wahnsinnig schade, dass es zu diesem sehr unerfreulichen Rechtsstreit zwischen Eric und dem Produzenten kam. Das hat auch verhindert, dass Freudiana international aufgeführt RCLUB_MTV2012_Ticket_84x122_abf_4c_RZ_Dezember.indd 1 26.11.2012 werden konnte, obwohl es viel Potential hat. Eric Woolfson starb vor ziemlich genau drei Jahren. Hat dich das verändert? Alan: Klar war ich sehr traurig. Ich war gerade auf Tour in Deutschland, unterbrach sie, um zur Beerdigung nach Glasgow zu fliegen. Ich bin schon lange davor nach Kalifornien gezogen, er blieb in Europa und so hatten wir in den Jahren vor seinem Tod kaum miteinander zu tun und kaum Kontakt. Unsere einzige Verbindung waren die alten Zeiten mit dem Alan Parsons Project. Wie wird denn die Live-Show aussehen? Es ist ja das erste Mal überhaupt, dass du mit dem Alan Parsons Project live in Wien auftrittst. Alan: Wir haben großartige Musiker dabei, tollen Sound und natürlich eine fabelhafte Light-Show. Außerdem arbeite ich derzeit an neuem Material, ich hoffe, dass es im kommenden Jahr wieder ein Album vom Alan Parsons Project geben wird.

VAZ ST. PÖLTEN

KONZERTE | EVENTS | MESSEN | KONGRESSE

FR 01.02. // 20.00

SASO AVSENIK & SEINE OBERKRAINER DO 21.03. // 20.00

ALL YOU NEED IS LOVE! DAS BEATLES MUSICAL DO 26.04. // 20.00

ANDY LEE LANG & BAND Interview: Alexander Haide

THE ELVIS PRESLEY STORY SA 27.04. // 20.00

DIE STEHAUFMANDLN Erstklassige Musik des Alan Parsons Live Project gibt es am 22. März im Wiener Gasometer zu hören.

11:02:44

ROCK.POP

In den erfolgreichsten Tagen ist das Alan Parsons Project niemals live aufgetreten. Bereust du das? Alan: Absolut, denn wir hätten durch Tourneen Dimensionen wie Led Zeppelin oder Pink Floyd erreichen können, aber wir haben uns dagegen entschieden. Unseren Sound hätte man damals nicht auf einer Bühne reproduzieren können, erst in den 90er Jahren waren die Keyboard-Technologie und das Sampling soweit. In den 80ern wäre das unmöglich gewesen. Andererseits hatte ich auch ein Problem, meinen Platz in der Band zu finden. Ich war Produzent und Toningenieur. Bei unseren seltenen Konzerten saß ich am Mischpult, sagte die Titel an und hatte einen Scheinwerfer auf mich gerichtet. Das interessierte das Publikum aber überhaupt nicht, die Fans schauten nur auf die Bühne. Das war der Punkt, an dem ich meine Gitarre wieder hervorkramte, meine Stimme trainierte und so zu einem Teil der Band wurde.

Tickets im VAZ St. Pölten, ticket@nxp.at, www.vaz.at, 02742/71 400, in allen Raiffeisenbanken und oeticket-Geschäftsstellen, 01/96 0 69

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Auch in Ös terreich wird Lena ihr Best es geben! Am 22. Ap ril kann man sich in der Arena Wien davo n über zeugen.

LENA Das Mädchen und der Sternenstaub Lena, das süße Mädchen mit der gewaltigen Stimme und dem etwas seltsamen Englisch – so wurde sie 2009 wahrgenommen, als sie sich in einer deutschen Castingshow bewarb, um am Eurovision Song Contest 2010 in Oslo teilzunehmen. Die Rechnung ging auf – und wie! Die Teilnahme am Songcontest war fixiert, die 18-jährige Hannoveranerin sang sich in die Herzen der Zuschauer und konnte somit den Contest für sich entscheiden. Deutschland war Songcontest – Deutschland war Lena! Ihr keckes Grinsen, ihre schüchterne, liebe Art und ihre scheinbare Bescheidenheit verhalfen ihr zu Ruhm und Sympathie. Dennoch – ganz so lieb, nett und eitel Wonne war dann doch nicht alles. Lena hat Ecken und Kanten, da verschlug

es so manchem Interviewer schon mal die Sprache ob ihrer flapsigen Art und so gar nicht lieblichen Aussagen. Auch dadurch wurde ihr Weg zum Superstar weiter geebnet – wo kein Skandal, da kein Star. Oder umgekehrt. Aber genau das ist es, was man an ihr so schätzt – sie wirkt authentisch, ehrlich und redet Tacheles. Nun ist Lena mit ihrem dritten Album Stardust wieder zurück. Diesmal will sie es etwas gemütlicher angehen, als bei ihrer Lena Live Tour 2011, bei der sie fast nur in den größten Hallen Deutschlands spielte. Es soll auch akustischer werden und sie möchte nun dorthin, wo andere beginnen. Wir wünschen ihr viel Erfolg dabei! (pa)

UNHEILIG

ROCK.POP

„LICHTER DER STADT II – Letzter Halt” Tournee 2013

FR. 8. MÄRZ 2013 ARENA SALZBURG FR. 2. AUGUST 2013 -OPEN AIRREIFNITZ AM WÖRTHERSEE Tickets sind bei oeticket (www.oeticket.com; Tel: 01/96096) erhältlich. Tickets für Salzburg gibt’s zudem in allen Raiffeisenbanken in Salzburg bzw. unter www.ticketbox.at (Ermäßigung für Raiffeisen Club-Mitglieder).

22 TICKET_101212_Unheilig_84x122.indd 1

11.12.2012 16:20:26


Programm

Jänner 2013

Fr. 11.01. // 20:00

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Kabarett

I Stangl: Unter Geiern Sa. 12.01. // 20:00

Folk-Rock

Do. 17.01. // 20:00

Kabarett

Mo. 21.01. // 20:00

LiteraturSalon spezial

The Köter: „Like Birds“ CD-Präsentation Klaus Eckel & Günther Lainer: 99 „Zukunft Europas“

Stephan Schulmeister: Mitten in der großen Krise Mi. 23.01. // 20:00

Musikkabarett

Do. 24.01. // 20:00

Kabarett

Eva Maria Marold: Working Mom Das nächste großar tige Spek ta kel in der Wiener Krie au! Green Day und kein e Pferde gibt es am 29. Mai ebendort.

Josef Hader: Hader spielt Hader Fr. 25.01. // 20:00

Alternative/Folk

Neigungsgruppe Sex, Gewalt & Gute Laune / A Life A Song A Cigarette: Indie-Native # 14 Mo. 28.01. // 20:00 „Zukunft Europas“

LiteraturSalon spezial

Petros Markaris: Zahltag / Finstere Zeiten Mi. 30.01. // 20:00

Kabarett

Do. 31.01. // 20:00

Improtheater

Do. 31.01. // 20:00

Pop/Rock

GREEN DAY

Flüsterzweieck: Wie im Film nur ohne Walter

When they come around

Die Impropheten: Inside out

ROCK.POP

Das komplette Programm gibt‘s auf www.posthof.at

Foto: Holm Wolschendorf / La La La Human Steps

Mit ihrem Album Dookie haben sie 1994 auch in Europa ihren Durchbruch geschafft – die Singleauskopplung Basket Case war von keiner Tanzfläche der etwas härteren Schiene mehr wegzudenken. Das dazugehörige Video wurde von dem Musiksender (Tatsache!) MTV rauf und runter gespielt. Irre einfach! Das Video in der dazugehörigen Anstalt und die drei vermeintlichen Insaßen an Bass, Gitarre und Schlagzeug. 1994 ist nun auch schon 18 geworden. Die Herren von Green Day noch ein bisschen älter. Im Laufe der Jahre, hat sich der Punkrock der grünen Tage dann doch etwas in Pop-Punk verwandelt und sogar ein paar Schnulzen waren dabei. Schade eigentlich, denn das Tanzflächen-Abrocken war bei Boulevard Of Broken Dreams nicht mehr gegeben. Dafür aber das engumschlungene Tanzen, was ja auch Vorteile haben soll, so sagt man. Aber – siehe da – 2012 gab es dann doch eine Überraschung: Green Day brachten innerhalb kürzester Zeit die Albumtrilogie ¡UNO!, ¡DOS!, ¡TRÉ! auf den Markt und sorgten mit diesen Alben für Erstaunen. Eigentlich sind in dieser Trilogie alle musikalischen Phasen der Band vertreten, erstaunt ist man dennoch, da mit ¡UNO! ein Werk geschaffen wurde, das musikalisch viel weiter zurück erinnert, als an 1994. Die Gitarrenriffs erinnern nämlich stark an Kerplunk! – ihr eigentlich erstes relevantes Album – Welcome To Paradise! Wenn wir uns schon auf einer Zeitreise befinden, können wir auch noch später zurück gehen. Damals, als der Petticoat noch zum guten Ausgeh-Stil gehörte, hätte man auch Stray Heart von Green Day gerne gehört. Eben dieses ist auf ¡DOS! zu hören, auf welchem sich noch mehrere gut gelaunte Rock ’n’ Roll Nummern befinden. Die Abrundung erfolgt dann mit ¡TRÉ!, denn bekanntlich: 1+2=3. Wie wahr. Swing, Blues, Punkrock, Pop – alles da. Da darf man nun so richtig gespannt sein, was uns live erwartet. (pa)

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Am 18. Juni in der Stadthalle Wie n und am 19. Juni in der Salzburgarena gastiert der Sir in Ös terreich!

ELTON JOHN Play It Again, Elton

ROCK.POP

Dass Sir Reginalds Songs unglaubliche 44 Jahre nach dem Erscheinen seines Debüt-Albums Goodbye Yellow Brick Road überhaupt nicht aus der Mode kommen, bewies Ellie Goulding, die ihren Durchbruch in den USA der Coverversion von Your Song verdankt. Und bei der letzten Staffel von Das Supertalent schaffte es ein Kandidat mit Elton-John-Stimme und seinen Klassikern sehr weit. Doch wozu sich mit Kopien aufhalten, seien sie auch noch so gut – heuer gibt’s endlich wieder eine volle Dosis des Originals. Bereits im vergangenen Jahr wurde ein neuer Longplayer des 65-jährigen Superstars angekündigt, doch die Veröffentlichung wurde – so hört man – aus „PR-technischen Gründen“ auf Mai verschoben. Vielleicht dauert es auch deshalb länger, weil der stolze Papa ständig auf Achse ist. Bis vor kurzem stand der Caesars Palace in Las Vegas in seinem Lebensmittelpunkt, wo noch bis Ende 2014 die The Million Dollar Piano-Show auf

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dem Programm steht. Der langjährige Millionenvertrag in der Spielerstadt lässt Elton aber eine Menge Freiraum, die er unter anderem dazu nutzt, weltweit aufzutreten. Scheinbar braucht Elton John keine Pause, denn noch während der Wintertournee wurden jede Menge Live-Auftritte angekündigt: Unter anderem stehen Brasilien, Russland, Frankreich, England – und natürlich Österreich auf dem Tourplan 2013. Die internationale Live-Präsenz hat einen guten Grund, denn mit The Diving Board erscheint im Frühjahr das 31. (!) Studioalbum des Maestros, das mit Producer T-Bone Burnett in Los Angeles entstanden ist. Die Texte schrieb wieder sein kongenialer Partner Bernie Taupin, der für die größten Hits von Elton John verantwortlich zeichnete. Auch wenn sich Elton im vergangenen Herbst enthusiastisch über die neuen Stücke geäußert hatte, kamen später Zweifel. Kurz vor der Fertigstellung soll der Perfektionist mit einigen Songs nicht gänzlich zufrieden gewesen sein, steckte sie in die Schublade und schrieb kurzerhand einige neu. Das könnte auch der wahre Grund für die Verzögerung der Veröffentlichung sein. Wer nicht erwarten kann, bis The Diving Board auf den Markt kommt, kann sich das aktuelle Album zum „Peace One Day“ mit dem Titel The Very Best Of Global Truce 2012 zulegen. Elton John steuerte eine neue Live-Version seines Klassikers Tiny Dancer bei, die mit zwei Cellos in der Londoner Wembley Arena live aufgenommen wurde. Auf dem BenefizLongplayer sind unter anderem Pixie Lott und James Morrison zu hören. (ah)


© Alan Clarke

ELLIS STIMMSINTFLUT Mit gerade einmal 26 Jahren und einem Album spielte sich Ellie Goulding in die Herzen von Präsidenten (Obama) und königlichen Familien (William und Kate). Mit dem zweiten Longplayer Halcyon bricht über den Zuhörer eine wahre Sintflut an Stimme herein, angereichert mit Electronic-Elementen, die von Ex-Boyfriend Skrillex inspiriert sein könnten. TICKET traf die schöne Britin zum Plausch.

Halcyon ist ein sehr intensives Album … Ellie: Ich denke, das kommt von meinen Erfahrungen, ich hatte viele traurige Erlebnisse. Schon nach den ersten Songs wusste ich, dass Halcyon ein sehr melancholisches Album werden wird, sehr traurig. Ich wollte nie ein TrennungsAlbum machen, aber das Thema der beendeten Liebe kam immer wieder hervor. Hast du eine melancholische Grundstimmung? Ellie: Schon als elfjähriges Mädchen hat mich die Idee des Entliebens, von Trennungen und Verlust fasziniert, das habe ich in mein Tagebuch geschrieben. Mir macht es einfach Spaß, traurige Lieder zu schreiben. Du könntest nie einen Happy-Song schreiben? Brauchst du eine traurige Stimmung, um kreativ zu sein? Ellie: Ich könnte super glücklich sein und würde trotzdem traurige Texte machen. Das ist meine Persönlichkeit, das ist meine Inspirationsquelle. Aber vielleicht sollte ich wirklich einmal experimentieren und nur fröhliche Lieder schreiben. Deine Stimme steht sehr im Vordergrund. Macht dich das nicht auch sehr verletzlich? Ellie: Wenn ich live spiele, dann ist es mir sehr bewusst, dass meine Stimme an vorderster Front steht und ich muss mich da hineinfallen lassen in die Stimmung, in die Konzentration. Wenn ich darüber nachdenken würde, wäre ich sofort unsicher und könnte niemals Gefühle transportieren.

Neben der intensiven Stimme spielen Elektro-Einflüsse eine große Rolle … Ellie: Im Gegensatz zum ersten, sehr futuristisch klingenden Album, wollte ich, dass dieses Mal meine Stimme alles andere in den Hintergrund drängt. Mich fasziniert immer der neueste Sound, die neueste Technik. Deshalb kümmere ich mich auch sehr um die Produktion. Ich bestimme, wohin sich meine Songs entwickeln. Wie hat es sich angefühlt, ganz oben in den US-Charts zu sein? Ellie: Das war absolut bizarr und ich habe das bis heute noch nicht realisiert und verstanden, wieso das passiert ist. Es hat mir auf jeden Fall viele Türen geöffnet. Im Booklet gibt’s sehr sexy Fotos mit Lederklamotten. Ziehst du dich gerne verführerisch an? Ellie: Ich mag Leder absolut. (grinst verschmitzt) Rock ’n’ Roll! Zwischen den beiden Alben hattest du eine Schreibblockade. Ein beängstigendes Erlebnis? Ellie: Ja, denn man kann den Zustand nicht kontrollieren, er kommt einfach und man kann sich aus dieser Ohnmacht nicht so leicht befreien. Man muss sich dann einfach mit sich selbst anfreunden, mit sich und seinem Körper ins Reine kommen. Seither bin ich sehr dankbar, wenn es mir einfach nur gut geht. Das war eine schwierige Phase. Du bist auch eine begeisterte und trainierte Langstreckenläuferin. Hat Singen und Laufen etwas gemeinsam? Ellie: Überhauptnichts! Das Laufen macht mir körperlichen Spaß, überflutet mich mit Endorphinen. In diesen Momenten bin ich ganz frei von allen Gedanken und Sorgen. Interview: Alexander Haide

ROCK.POP

Präsident Obama, Prince William und seine Kate zählen zu deinen Fans, du bist im Weißen Haus aufgetreten und bei der Hochzeitsparty der Royals. War das eine große Ehre? Ellie Goulding: Es war eine riesige Ehre, als man mich gefragt hat! Das war etwas ganz Spezielles, dass man bei der Hochzeit für das königliche Paar spielen darf. Es ist auch eine Art Bestätigung, dass man etwas erreicht hat. Das war schon sehr cool!

Halcyon ist bei Universal Music eschienen.

Am 25. April erlebt man die zarte und markante Stimme von Ellie Goulding im Wiener WUK live!

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Sonne, Strand und Heavy Metal

METAL(L)DETEKTOR Andi Appel

ROCK.POP

NEULICH IN DER THERME! Ob 2012 ein gutes Metal-Jahr war, soll jeder für sich entscheiden. Ozzy war in der Stadt, leider ohne Tony, dafür mit Slash (kommt am 10.Februar wieder!). Psychotic Waltz und Sanctuary haben wieder keine neuen Alben veröffentlicht, Edguy und Crematory aber auch nicht, Yin und Yang. Jeder Schwede spielt in 7 Okkultund 5 Retro-Bands, manche also in 12 okkulten Retro-Bands. Metalcore ist aus, Bandnamen dürfen wieder mehr oder weniger als 3 Wörter inkludieren, Nightwish haben eine neue Sängerin, in China platzt ein Reis-Sackerl. Der Trend zum metallischen AllInclusive wird forciert, Global Wacken! Metal am Meer, Metal auf dem Schiff, nur leider kein Metal auf der (Donau-)Insel mehr. Dafür bald Metal in der Stratosphäre mit den „Piano-Rockern“ In Legend, Red Bull verleiht ja bekanntlich Flügel. Oder Metal in der Therme! Cannabis Corpse in der WellnessLounge, Van Halen (Jump!) im Tröpferlbad, Dimmu Borgir zur Kinder-Betreuung. Das SuperGolden-Wavebreaker-VIP-Ticket um nur 666 Euro! Im Ernst: Gerade dem „Underground“ verpflichtete Fans und Musiker sollten hier, im sich ständig, mitunter orientierungslos, wandelnden „Business“ ihre Chance sehen. Herrschende Firmen und Mechanismen brechen weg, neue Möglichkeiten tun sich auf. Viele kleine Bands und Veranstalter wachsen mit der Aufgabe (die Metal Fight Night debütierte stark, der All Austrian Metal Night wurde die Location zu klein); engagierte Labels und Mini-Festivals sorgen für Hoffnung. Würdigen Kaltenbach-Nachfolger gibt’s trotzdem noch keinen und auch sonst wäre noch einiges zu tun: Wir freuen uns auf 2013! www.resonance.at 26

Der Balkan wird in unseren Breitengraden gerne mit der Konnotation eines „europäischen Pulverfasses” in Verbindung gebracht, nicht ganz zu Unrecht, jedoch darf dabei nicht auf die Schönheit der Länder vergessen werden – von den Küstenregionen bis tief ins gebirgige Landesinnere, von Slowenien bis Griechenland, von Wein über Weib bis hin zu – Gesang! Das Konzept, Musik mit Ambiente zu verbinden, ist nichts Neues und freilich nicht von einem Genre gepachtet. Ungewohnt mag es jedoch erscheinen, heftige Töne mit landschaftlicher Idylle zu vereinen – eine Idee jedoch, die auf der einen Seite bei Ultimate Cruises (70.000 Tons Of Metal, Barge To Hell) am Wasser, auf der anderen Seite bei Metaldays und Burning Sea direkt am Wasser beinahe ekstatische Zustände evoziert. Das ehemalige Metalcamp, mittlerweile mit Metaldays betitelt, findet nun schon zum 10. Male in der traumhaften Kulisse des slowenischen Tolmins statt, dort, wo die Soča ins kühle Nass lädt, während die julischen Alpen für eine Bühne der etwas anderen Natur sorgen. Dass allerdings die Hülle nicht mehr versprechen darf als der Inhalt, ist den Veranstaltern durchaus bewusst – so finden sich alljährlich jene Bands im Billing, die nicht ohnehin auch vor der eigenen Haustür zum munteren Tanze aufspielen: dieses Jahr allen voran die Schweinepriester von Mayhem, wie auch das britische Düsterquintett My Dying Bride und die finnischen Wolfskinder von Sonata Arctica. Nicht am Fluss und zwischen Gebirgsmassiv, dafür direkt am Strande des kroatischen Zadars findet dieses Jahr das Burning Sea statt, „Metalurlaub“ par excellence. Seit 2005 ist die Stadt stolze Besitzerin einer Meeresorgel, die am Hafen durch die Wellenbewegung Musik erzeugt. Jene lieblichen Töne werden wohl im Juni übertrumpft werden, wenn Overkill zum „Blitzkrieg“ ausrufen, Destruction in bester Haarmann-Manier das Hackebeilchen schwingen – und an der Speerspitze der Phalanx, da thront freilich King Diamond, der die sieben apokalyptischen Reiter über den Strand jagen wird lassen. (sb) Urlaub einmal anders: Zwischen 5. und 8. Juni in Zadar, und zwischen 21. und 27. Juli in Tolmin!

© Marc Hansen

BURNING SEA / METALDAYS


SLASH Endlich live! Lange hat es gedauert – doch im Februar kommt die Guns ’n’ Roses-Legende endlich wieder zu einer Solo-Show nach Wien! Fans hatten ja bereits im vergangenen Herbst die Gelegenheit, ein kurzes Gastspiel von Slash mit Ozzy Osbourne zu erleben. Auch jetzt reist der Gitarrero nicht alleine an: Gemeinsam mit Alter Bridge-Frontman Myles Kennedy und der Band The Conspirators entstand bereits das aktuelle Slash-Album Apocalyptic Love. Mit Kennedy scheint er – nach den unüberbrückbaren Differenzen mit Axl Rose – wieder einen kongenialen Partner gefunden zu haben: „Myles und ich haben uns auf Anhieb verstanden und es hat Klick gemacht. Ich musste keine Kompromisse eingehen, nichts von meinen Ideen opfern. Das war ein sehr befreiendes Gefühl. Um ehrlich zu sein, ich habe mir das fertige Album seit den Aufnahmen nicht einmal angehört, obwohl wir Songs davon

seit einiger Zeit live spielen. Wir haben sieben neue Titel in der Set-List und die funktionieren sehr gut.“ Berühmt wurde Slash mit seiner besonderen Technik, die ihm immer wieder Probleme bereitet. „Ich spiele sehr hart, mir reißen ständig die Saiten. Ich spiele mit viel physischem Einsatz“, erklärt er im TICKET-Interview, und fühlt sich überhaupt nicht wohl, wenn man ihn als einen der besten Gitarristen der Welt bezeichnet. „Vermutlich ist es für andere Menschen einfacher, mich und meine Arbeit zu beurteilen“, gibt sich der Rock-Gigant bescheiden, „sicher ist es schmeichelnd und ich fühle mich dadurch verpflichtet, als Musiker noch besser zu werden. Ich bin überzeugt, ich habe noch lange nicht das Niveau anderer Gitarristen erreicht die ich kenne. Ein Gitarren-Hero zu sein ist manchmal ziemlich unangenehm.“ (ah)

© Warner Music

Den rockigsten Lockenkopf aller Zeiten kann man am 10. Februar im Wiener Gasometer live erleben.

SA. 6. JULI . WIESEN

facebook.com/LovelyDaysFestival

ZZ Top · STATUS QUo ...And mAny more To come!!!

ROCK.POP

www.wiesen-festivals.at

O T TA K R I NG E R A R ENA W I ES EN Tickets gibt‘s bei oeticket (www.oeticket.com; Tel: 01/96096) und in allen Filialen der Bank Austria (Ermäßigung für Ticketing Kunden).

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© Rob Shanahan

STEVE LUKATHER – ROCK AND

ROCK.POP

Sex, Drugs, Alcohol – und dazwischen Rock ’n’ Roll. Steve Lukather, Toto-Saitenmann und einer der besten Gitarristen der Welt, hat sein Tief der vergangenen Jahre überwunden. Das dokumentiert das neue Solo-Album Transition – Veränderung. TICKET erreichte den Rock-Haudegen daheim, in Kalifornien.

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Woher kommt das enorme Arbeitspensum? Bei dir reiht Internet-Seiten noch immer deutlich sehen und hören. Ich spielte sich ein Solo-Album samt Tour an eine Tournee mit Toto, nicht gut, sah scheiße aus und es ist heute echt hart, wenn ich jetzt gibt’s schon wieder ein neues Solo-Album und mich so sehe. Ich denke mir nur: „Wow, fuck, wer ist der Typ?“ Heute geht es mir gut, ich habe einiges an Gewicht verloren Konzerte im Frühjahr. Steve Lukather: Ich habe auch noch G3 gemacht, Konzerte und halte mich fern von Menschen und Substanzen, die mir nicht gut tun. Ich habe zwei kleine Kinder, mit Ringo (Starr, Anm.), es war eines der die mich ungeheuer inspirieren und zwei arbeitsreichsten Jahre meines Lebens und erwachsene Kinder, die mir auch viel Freude ich meine das absolut positiv. Gerade war Wow, fuck, bereiten. Eigentlich habe ich echt Glück. Heute es doch noch Jänner, und schon ist das Jahr wer ist der Typ? schreibe ich über meine Frustrationen, dass wieder vorbei! Ich denke, das kommt daher, die Welt eigentlich im Arsch ist, politisch und dass ich nicht still sitzen kann und ständig wirtschaftlich, über Hass, Geiz und Rassismus, beschäftigt sein muss. Ich bin jetzt wieder voller Energie und Begeisterung für meine Karriere und von dem ich dachte, er gehöre längst der Vergangenheit an. Das das Leben. Ich habe einige wirklich harte Jahre hinter mir, betrachte ich aus meiner Perspektive als älterer Mann, der aus mit vielen Verlusten. Ich habe meine emotionalen Prügel der Love and Peace-, Woodstock- und Beatles-Ära stammt. eingesteckt und nicht alle Veränderungen waren schmerzlos. Sie waren aber nötig. Ich stecke jetzt meine ganze Energie in Auch musikalisch klingst du jetzt breiter und ein wenig nach Toto. War das beabsichtigt? meine Karriere und nicht mehr in Partys und Alkohol. Steve: Wirklich? Es gibt die unterschiedlichsten Meinungen, Das Album hast du Transition genannt. Bist du nach wie vor in denn einige sagen, es hat überhaupt nichts mehr mit Toto zu tun. Ich weiß es nicht, denn wenn ich Songs schreibe, denke ich nicht einer Phase der Veränderung? Steve: Auf jeden Fall, denn mein altes Leben und mein alter darüber nach. Aber klar, ich war immer ein wichtiger Bestandteil Lebensstil sind jetzt Vergangenheit. Ich war so unglücklich mit von Toto, als Sänger, Gitarrist, Songwriter, Producer, ich habe meinem Leben und habe mich in den Jahren 2000 bis 2009 dem Ding meinen Stempel aufgedrückt. Wenn man das jetzt komplett verloren. Ich habe mit Menschen gearbeitet, die ich durch hört, ist das eigentlich nur normal. eigentlich nicht mag, meine Ehe ist zerbrochen, meine Mutter starb, ich fühlte mich nicht wohl und machte selbst alles noch Im Titel Creep Motel schickst du eine Person kräftig zum schlimmer. Meine Haare fielen aus, ich war aufgedunsen vom Teufel. Gab es da eine Vorlage, jemanden, auf den du vielen Saufen. Ich dachte, ich kann meine Traurigkeit mit Parties wirklich stinksauer bist? wegschieben und leider kann man das auf YouTube und anderen Steve: (lacht) Da gibt es eine Menge Leute! Wir leben in


ROLL-SURVIVOR dieser seltsamen Internet-Welt mit Like und Dislike. Wer zum Teufel braucht das? Daher gibt es auch eine Menge „Creeps“. Das ist ein großartiges Wort, denn es ist eine nette Art, „Arschloch“ zu sagen. Ich habe im Text Schimpfwörter eingebaut, denn so spreche ich ja auch. Fuck you, guys! Als ich gerade auf dem Weg war clean zu werden, schlug mir über das Internet so viel Hass entgegen, nur, weil ich mal ein schlechtes Konzert gespielt oder betrunken gejammt habe. Das hat mich sehr verletzt und ich hätte meine Karriere beinahe an den Nagel gehängt. Da meinen manche in Postings, wie scheiße man nicht aussieht oder spielt, verstecken sich hinter Fake-Profilen und dann kriechen sie dir beim nächsten Gig in den Arsch. Aber ich wollte nicht zulassen, dass die „Creeps“ gewinnen. Also ist der Song durchaus autobiographisch, ich werde aber sicher keine Namen nennen.

PRE SENT ED BY

In einem Song geht es um den „last man standing“. Fühlst du dich manchmal so? Steve: Das ist einer der positiveren Songs, die bereits in einer Zeit entstanden sind, in der ich wieder Hoffnung geschöpft hatte. Es geht darum, dass ich mich nicht unterkriegen lasse, sondern das Leben genieße, den blauen Himmel. Auch wenn mich keiner versteht, ziehe ich mein Ding durch, auch wenn ich der „last man standing“ bin. Schlussendlich muss ich mit mir selbst klar kommen. Tina Lukather war Assistentin bei der Produktion. Das ist deine Tochter? Steve: Ja, das ist meine älteste Tochter, sie war eine große Hilfe und ist, im Gegensatz zu mir, ein Organisationstalent. Sie ist jetzt 27 und ich mag es, wenn meine Kinder in meiner Nähe sind. Wieso hätte ich außerdem jemanden bezahlen sollen, wenn ich das Geld meiner eigenen Tochter geben kann und es so in der Familie bleibt? Mein 25-jähriger Sohn hat auf dem Album mitgespielt und hat viel zu den Titeln beigetragen.

Wie werden die Konzerte im Frühjahr aussehen? Steve: Ich stelle gerade die Set-List zusammen und die ist wirklich lang! Meine arme Band. Ich wollte das bisher nicht, denn sie müssen sehr, sehr viele Songs einstudieren, aber dieses Mal möchte ich nicht jeden Abend die gleichen Songs spielen. Es wird Titel von all meinen Solo-Alben geben, sicher nicht Hits wie Rosanna oder Africa, denn die gehören zu Toto. Live erlebt kann Ich spiele auch einige Cover-Versionen, die man Steve Lukather so noch nie gehört hat. am 6. April im Gr azer Orpheum Interview: Alexander Haide werden.

Transition erscheint am 19. Jänner bei Mascot / Rough Trade.

Tickets sind bei oeticket (www.oeticket.com; Tel: 01/96096) und in jeder Bank Austria (Ermäßigung für Ticketingkunden und MegaCard-Members) bzw. unter 01/24924 erhältlich.

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Wird es definitiv kein neues Toto-Album geben? Oder ist das nur ein Gerücht? Steve: Wir können derzeit ja nichts machen, denn es gibt rechtliche Probleme. Es hat uns jemand geklagt und meint, Toto gehört nur ihm, genauso alles, was wir je gemacht haben und machen werden. Es gibt vielleicht eine Lösung, das ist aber noch unsicher. Zudem haben alle Bandmitglieder ihre eigenen Karrieren und sind sehr beschäftigt. Wir haben die Sommer-Tournee gespielt, weil wir Mike Porcharo (Original-Bassist von Toto, Anm.) helfen wollten, der seinen Kampf mit ALS langsam verliert. Das ist eine grausame, langsame Krankheit, die ich keinem Feind wünsche. Also sind die vier Brüder aus den HighschoolTagen zusammen gekommen, dazu noch Simon Phillips und Nathan East und wir hatten so viel Spaß, dass wir das vielleicht jeden Sommer machen werden.

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SEEROCK 2013 Iron Maiden, Motörhead & Co – wir kommen! EINFACH ZUM NACHSCHENKEN Gerold Haubner

SCHADE, WIEDER KEIN WELTUNTERGANG So, liebe Freunde, nachdem diese Ausgabe ja schon am 19. Dezember erscheint, geht es sich ja quasi noch leicht aus, euch ein Frohes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches Jahr 2013 zu wünschen! Das mit dem Weltuntergang aufgrund des Maya-Kalenders lassen wir beiseite, weil so dermaßen überstrapaziert, andererseits finden angekündigte Wunder selten bis nie statt und wir lassen uns auf keine weiteren Diskussionen ein, ob schon jemals auch nur irgendwer übers Wasser gegangen ist. Rückblickend kann man aber eines sagen: Das Jahr 2012 war musikalisch gesehen ein hervorragendes Jahr. Tolle Festivals wie Nova Rock, FM4 Frequency, Harvest Of Arts, Two Days a Week und wie sie alle heißen mögen, liegen hinter uns und wer seinen Lieben was Gescheites unter den Baum legen mag, hat jetzt schon die Qual der Wahl.

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Eine Bon Jovi Karte zusätzlich zum Friseurgutschein? Zum neuen Königskerzenbeet im Garten auch noch was von Robbie Williams? Zum Ärztekonzert die passende Zahnbehandlung in Ungarn? Ein Kurztrip nach Barbados zur Einstimmung auf die Rihanna Show?

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Möglichkeiten gibt’s genug, da kann man durchaus sämtliche Kreativität ins Treffen führen ohne gleich an einer Rentier-Rallye teilzunehmen. Ich zieh mir über die Feiertage mehrmals die neue Alkbottle CD rein, dann hasst mich fix mal meine Nachbarin. Für immer!

WAHNSINN! Vielmehr gibt es eigentlich zum Line-Up des heurigen Seerock nicht zu sagen. Nun gut – wir wollen doch etwas ausschweifen: Seit 2010 garantiert das Seerock Festival auf dem Festivalgelände rund um den wunderschönen Schwarzlsee bei Graz ein bombastisches Line-Up. Dieses Jahr haben sich die Veranstalter allerdings selbst übertroffen! Neben Stone Sour, die am 30. November mit einem grandiosen, ausverkauften Konzert in Wien glänzten, kommt mit Eisbrecher auch Neue-Deutsche-Härte in heimische Gefilde. Grandios ist, dass sich – wie auch schon am Nova Rock 2011 – Iron Maiden und Motörhead wieder nach Österreich wagen! Aber auch die Thrash-Metaler Slayer, die abgedrehten Ghost und Marrok geben sich die Ehre. Iron Maiden werden mit ihrer Maiden England Show wohl jeden einzelnen SeerockBesucher vom nichtvorhandenen Hocker hauen. Man darf sich auf eine Bühnenshow der Extraklasse freuen – es wird einige ganz besondere Überraschungen geben. Ähnlich legendär – Lemmys Motörhead! The Wörld Is Ours – Vol 2 erschien vor knapp 3 Monaten und nach dem Hören bzw. Sehen – weil ja auch eine DVD dabei – wurde klar: Liebe Motörenköpfe, es ist eure Welt! Und genau von Es kommen auch dieser Weltvorstellung darf sich nun auch noch zehn weitere Band endlich wieder das österreichische Publikum s zu diesem ausgezeich überzeugen. neten Hard & Heav y-Sp ek takel – man darf gespan Abgesehen von diesem großartigen Linent sein! Dieses unglaublich Up bietet das Festivalgelände auch noch e Open Air-Erlebnis sollte einige weitere Zuckerl: Der Campingplatz man am 21. und 22. Juni au wurde erneuert, neben etlichen Shops, f keinen Fall verpassen! Gastronomieständen und Supermärkten kann man sich auch ein ewiges Andenken in Form eines Tattoos verpassen lassen. (pa)


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BIFFY CLYRO CD-RELEASE-PARTY

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Gegensätze? In Großbritannien sind sie längst Kult – eine ausverkaufte Tournee jagt die andere, der Best-Live-Band Award konnte gewonnen werden, ihre Songs haben MillionenKlicks auf YouTube – and the list goes on … In unsere schöne Heimat verschlug es sie zum letzten Mal vor ziemlich genau drei Jahren, 2013 ist allerdings eine größere Europa-Tournee geplant. Ob Österreich hier wohl auch auf der Liste steht? Man darf gespannt sein! Vier Jahre mussten Fans der schottischen Alternative-Rocker auf ein neues Album warten – nun ist es soweit – Opposites erscheint am 25. Jänner! Einen Vorgeschmack darauf, gaben uns die Jungs schon auf ihrer Website mit dem Video zur Singleauskopplung Black Chandelier. Fans der ersten Stunde werden begeistert sein – das ist Biffy Clyro, wie man sie kennt und liebt. Die Veröffentlichung dieses vielversprechenden neuen Albums nahm man zum Anlass, gemeinsam mit Warner im Rahmen der TICKET-Konzertreihe aLiVE! eine CD-Release-Party zu veranstalten. Abgesehen von noch nie gehörten Biffy Clyro Songs, wird der Abend musikalisch auch noch von der austro-schwedischamerikanischen Formation The Pet Goats untermalt. Zusätzlich wird die eine oder andere Überraschung auf Fans und solche, die es noch werden wollen, warten. (pa)

SA. 16. MÄRZ 2013 GASOMETER WIEN

8. APRIL 2013

Nicht verpassen! Am 25. Jänner begibt man sich ins Wiener Bach und erlebt einen rockigen Abend voller Überraschungen. Der Eintritt ist frei! Mehr Infos unter www.facebook.com/ticketmagazin

22. APRIL ARENA WIEN Tickets sind bei oeticket (www.oeticket.com; Tel: 01/96096) erhältlich. Tickets für Sunrise Avenue und OneRepublic gibt‘s zudem und in jeder Bank Austria Filiale (Ermäßigung für Ticketingkunden und MegaCard-Members) bzw. unter 01/24924.

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DIE DENK IM TRÖPF Nach Jahren der eigenen DialektRock-Songs nimmt sich Birgit Denk nun den Klassikern des Wienerliedes der Nachkriegszeit an. Von Der Papa wirds schon richten bis zu Schnucki, ach Schnucki reicht die amüsante Liedersammlung. TICKET traf Birgit zum Backstage-Interview. Wieso widmest du dich mit dem Album und dem Programm Ich wünsch mir zum Geburtstag einen Vorderzahn gerade jetzt dem Thema Wienerlied? Birgit Denk: In den zwölf Jahren Denk haben wir meistens eigene Lieder gespielt, jetzt covern wir die KabarettSachen. Unsere Wurzeln sind nicht Bob Dylan, sondern diese Lieder. Ist das nicht weit weg von deinen eigenen Titeln? Birgit: Eigentlich nicht, denn wir haben alle unsere musikalischen Wurzeln. Der eine beruft sich auf Prince, der andere auf Leonard Bernstein. Meine frühesten Kindheitswurzeln sind von den Eltern her Jethro Tull, die Schmetterlinge, die Rolling Stones. Von den Großeltern her Cissy Kraner, Hugo Wiener, Helmut Qualtinger. Ich habe auch Heinz Conrads gerne gehört. Das war Großküche, Urgroßmutter und Oma kochen für die komplette Großfamilie, ich sitzt’ als Zwutschki mitten drinnen und der Staatsopernsänger Tichy quatscht mit dem Herrn Conrads. Im Song Aber der Nowak lässt mich nicht verkommen verbietet er seiner Frau viele freizügige Aktivitäten. Welche davon würdest du gerne machen? Birgit: Ich kann das ja alles machen wenn ich will. Das ist das Schöne, dass seit den 50er Jahren viel Zeit vergangen ist.

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Vielleicht statt Memphis Marihuana rauchen? Birgit: Das muss ich mir nicht wünschen. (lacht) Ohne hier einer Verhaftung entgegenzulaufen ob deiner bösartig gestellten Interviewfrage …

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Oder nackt tanzen vor Chinesen? Birgit: Auch das ist mir möglich, wenn ich das mag. Die meisten Dinge, die in dem Lied vorkommen, sind realisiert. Als Jugendliche an Urlaubsorten und in manchen Zuständen hab’ ich nicht jeden gefragt, wo er herkommt, vor dem ich nackert getanzt hab’. (lacht


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Ist das Thema von Der Papa wirds schon richten in Zeiten der angeblichen Transparenz und Kontrollausschüssen nicht obsolet? Birgit: Man wird sich das immer überlegen müssen, ob man einen Vorteil nutzt und ob das noch okay ist. Die Grundgeschichte des Liedes ist, dass in den 50er Jahren ein Söhnchen eines hohen Politikers jemanden zusammengeführt hat und das in der Presse vertuscht wurde, weil der Vater die Macht dazu hatte. Ich dachte, das geht heute nimmer. Wenn man sich anschaut, was bei der BBC passiert ist, dass sich ein angesehener Mitarbeiter Jahre lang an Kindern und Jugendlichen vergreift und das gedeckt wird, sind wir davon offensichtlich doch noch nicht so weit weg.

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Bist du öfters „zum Reden in der Eden“ oder „zum Relaxen in Hernals“, wie du singst? Birgit: In der Eden Bar war ich einmal bei einer CD-Präsentation. In Hernals bin ich auch öfters, eigentlich in jedem Bezirk, da ich als Nicht-Wienerin überall durchfahren muss. Sonst gehe ich mit den Freundinnen gerne reden ins Kaffeehaus und relaxe am Neusiedler See. Ist es schade, dass das Tröpferlbad ausstirbt? Birgit: Das kommt wieder. Dieser Wellness-Bereich ist in Wirklichkeit ja nix anderes. Man trifft sich, sauniert ein bissl, plantscht, legt sich mit einem Buch irgendwo hin und wäscht sich auch. Im Tröpferlbad waren ja nicht arme Leut’ auswärts duschen, sondern das war das Normalste der Welt. Das Auswärtsduschen nennt man heute halt Wellness. Olle Menschen san ma zwieder – bist du ein Menschenfreund oder Menschenfeind? Birgit: Ich bin leider oder Gottseidank eine Menschenfreundin und mag Menschen und gehe noch immer davon aus, dass es jeder lieb mit mir meint. Im philosophischen Erleben Sie Sinne bin ich der Meinung, Birgit Denk am der Mensch wird gut 26. Jänner als Ga stgeboren. Küns tler im Rahm en des in between Interview: Alexander Haide Festivals im Thea ter Ak zent.

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herzlichst) Das ist ein emanzipatorisches Lied aus einer Zeit, in der das alles nicht üblich war. Heute können wir Frauen viel von dem machen, weil wir selbstbestimmter geworden sind. Selbstbestimmter, aber leider sind noch immer nicht alle ganz selbstbestimmt!

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ETTA’S CLUB

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Etta’s Club in Memoriam Etta James (von links): Sü-Vaal, Betty S. und Claudia K.

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Die Rhythm’n’Blues-Ikone Etta James hatte eine einzigartige Stimme und kannte die düsteren Seiten des Lebens. Eine österreichische Band begeistert jetzt das Publikum mit Frauenpower-Coverversionen. Vor einem Jahr starb die Rhythm’n’Blues-Sängerin Etta James – ein paar Tage vor ihrem 74. Geburtstag. Eigentlich war’s ein Wunder, dass sie so alt wurde. Denn Etta James hatte harte Zeiten und steinige Wege hinter sich. Ihre Mutter war selbst noch ein Kind, als sie schwanger wurde, den Vater hat Etta nie kennen gelernt. Die Kleine wuchs bei der Oma in Los Angeles auf und musste erkennen, dass das Leben kein Wunschkonzert ist. Sie war fünf, als sie im Kirchenchor zu singen begann. Mit 13 stand sie in San Francisco an Straßenecken und bekam für ihre Lieder ein paar Münzen zugesteckt. Mit 14 hatte sie eine eigene Band und trat in Nachtklubs auf. Dort wurde man schnell auf sie aufmerksam, weil sie – erstens – eine sehr eigenwillige Art zu singen hatte und – zweitens – dazu bereit war, einflussreiche Musiker mitten in der Nacht in ihrem Hotelzimmer zu besuchen, um ihnen was vorzusingen. Auf diese Weise wurde sie vom legendären Bandleader Johnny Otis entdeckt. Wenig später hatte sie einen Plattenvertrag, ein paar Achtungserfolge in der Rhythm’n’Blues-Ecke, aber keine Hits im Mainstream.

Erst als Etta James & The Peaches Ende der 1950er Jahre zu Chess Records wechselten, kam mit dem Song All I Could Do Was Cry auch der Erfolg. Und Hand in Hand damit traten Männer, Alkohol und Heroin in ihr Leben. Sie spritzte sich das Gift in eine Vene in der Stirn. 1969 wurden sie und ihr Ehemann Artis Mills verhaftet. Er wurde zu zehn Jahren verurteilt, sie musste einen Drogenentzug absolvieren, den sie erfolgreich beendete. Das war ein Wendepunkt in ihrer Karriere. Sie konnte nie wieder an ihre Erfolge der 1960er Jahre anschließen. Sie trat in Jazzklubs auf und ging mit den Rolling Stones auf Tournee. Von Musikerkollegen und Historikern wurde sie wegen ihrer Leistungen für die Musik der Schwarzen respektiert, und im Musikfilm Cadillac Records wurde sie zur Leinwandheldin, die vom R&B-Star Beyoncé dargestellt wurde. Auch in Österreich hat Etta James eine Fangemeinde, und die 2011 gegründete Formation Etta’s Club – eine neunköpfige Truppe mit den Wiener Sängerinnen Sü-Vaal, Betty S. und Claudia K. – tourt sehr erfolgreich durchs Land. (gb) Zum 75. Geburtstag von Etta James gibt es am 25. Jänner im Porgy & Bess ein Konzert mit den besten Coverversionen und ein paar Überraschungsgästen.

© ettasclub.info

Tourt erfolgreich durchs Land


WOMCLUB Im Rahmen der TICKET-Eventreihe aLiVE! Im Jänner wird es soulig, im Keller des berühmten Wombat’sHostel in Rudolfheim-Fünfhaus. Verantwortlich dafür sind Agnès Milewski und die Mary Broadcast Band. Erstere besticht durch ihre klare Stimme und einfühlsame Texte, die uns in ein Traumland entführen. Die Singer/ Songwriterin setzte sich schon sehr früh mit dem Thema Musik auseinander – bereits als Kind bekam sie Keyboardund Gitarrenunterricht. Und das jahrelange Üben hat sich ausgezahlt, konnte sie sich die Anerkennung der internationalen Presse zuziehen und eine Platzierung in den deutschen Airplay Charts erreichen.

Am 17. Jänner sollte man auf jeden Fall zum Womclub im Wombat’s Hostel kommen – der Eintrit t ist frei!

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Nicht minder begabt ist die Mary Broadcast Band. Seit 2005 begeistert die Band rund um Mary Lamaro nun schon ihr Publikum bei ihren großartigen LiveAuftritten. Sie spielen jährlich an die 100 Konzerte – von Erschöpfung keine Spur! Deshalb stehen auch sie Anfang des Jahres schon in den Startlöchern und freuen sich auf einen weiteren Auftritt. (pa)

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Das mit den (scheinbar) religiös angehauchten Namen ist so eine Sache. Man muss aufpassen, dass es nicht zu sehr Richtung Sonntagspredigt abdriftet, außer man will es explizit. Da gäbe es zum Beispiel Creed. Das klingt kurz und knackig, über den Inhalt lässt sich naturgemäß streiten. Vielleicht sind englische Namen im Vergleich zu deutschen da auch weniger risikobehaftet und klingen einfach cooler. Umso größer ist daher die Herausforderung es auf Deutsch zu probieren. Kampf den Anglizismen! Im Falle von Selig kommt man dabei nicht nur auf eine rein religiöse Konnotation zu sprechen, es beschreibt auch einen Zustand des Glücks und der Erlösung. Und Musik kann sich als Ventil zur Glücksfindung durchaus als praktikabel erweisen. Die Geschichte von Selig reicht bis ins Jahr 1992 zurück. Bandleader Jan Plewka und Gitarrist Christian Neander lernen sich in einer Hamburger Kneipe kennen und beschließen eine Band zu gründen. Der Klassiker unter Bandgründungsgeschichten. Genremäßig ist man per Eigendefinition im „Hippie Metal“ unterwegs, das erleichtert die Schubladisierung für die Medienfraktion. Allerdings fallen auch Begriffe wie Indie, Deutschrock oder, was Anfang der 90er Jahre schwer in Mode kam, Grunge. Ein Plattendeal bei einem Major Label ließ nicht lange auf sich warten und ehe man den eigenen Namen buchstabieren konnte liefen auch schon Videos auf MTV. Tja, die gute alte Zeit, als man noch ohne YouTube und Konsorten ausgekommen ist. Für die Band ging alles sehr schnell. Dem gleichnamigen Debütalbum folgte 1995 der Nachfolger Hier. Volle Hallen und Festivalauftritte wurden zur Normalität. Doch der Medienrummel forderte auch seinen Tribut. Als man 1997 für die Aufnahmen der nächsten Platte nach New York flog, machten sich kreative Differenzen zwischen Plewka und Neander breit. Nach einem wochenlangen K(r)ampf wurde das Album doch noch auf den Markt gebracht. Während Kritiker eher irritiert waren und mit ihren Bewertungen Blender mehr abstraften als abfeierten, war die mittlerweile große Fanschar weniger skeptisch. Die Spannungen innerhalb der Gruppe waren aber zu viel des guten. Plewka verkroch sich in eine Blockhütte in Schweden und die Band war de facto tot. Bevor die Band ihrem Namen alle Ehre machte um endgültig seliggesprochen zu werden und als Aktenvermerk der Musikgeschichte zu enden, raufte man sich zusammen und startete 2008 neu. Ein Comeback Album wurde mit der Single Schau schau angekündigt und auch live ging es wieder durch die Lande. Ein Auftritt beim Bundesvision Song Contest ließ deutlich verlautbaren, dass man wieder da war. Ergebnis? Ein solider achter Platz und der Hinweis auf ein weiteres Album. Springen wir ins jetzt bzw. die nahe Zukunft. Selig bringt im Februar mit Magma eine neue LP auf den Markt. Das könnte eruptiv werden. Obwohl, dann wäre es Lava. (mt)

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Selig live in Österreich. Besser als jede Papstmesse. Am 13. Mär z in der Wiener Arena!

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© Dominique Hammer

HEIMAT BIST DU GROSSER TÖCHTERSÖHNE:

GIANTREE WE ALL YELL Dieses Album ist purer Pop. Und deswegen, weil dieser Drang nach dem perfekten dreiminütigen Kunstwerk so selten geworden ist, eine willkommene Ausnahmeerscheinung. Giantree haben für jeden Hit, den sie selbst knapp vor dem Einschlag noch eine elegante, unbedingt gewollte, künstlerisch notwendige Kurve kratzen lassen, zwei weitere Hits in petto. Die dann diesen Umweg nicht nehmen. Und mitten ins Herz treffen. Kategorisch. Punktgenau. Und die auf einem anderen Planeten, in einer idealen Welt in jedem Radio, dessen Propaganda-Material Pop, Pop, Pop ist und nichts anderes, rauf und runter laufen müssten, tagaus, tagein. Und erst recht die ganze Nacht hindurch.

Band: · Ada Joachimsthaler – Synthesizers, Keys, BVox · Franziska Kleinschmidt – Bass · Hele Maurer – Vox, Glockenspiel · Konstantin Spork – Drums, Percussion · Roland Maurer – Guitars, BVox

Termine: · 20. Dezember RadioKulturhaus, Wien · 21. Dezember ppc, Graz · 23. Jänner Merkker, Baden (CH) · 24. Jänner Grabenhalle, St. Gallen (CH) · 25. Jänner Musigbistrot, Bern (CH) · 26. April Asta, Rosenheim (D) · 27. April Werk 71, Freilassing (D)

Vor gar nicht allzu langer Zeit, im Jahr 2010, gründeten die Brüder Roland und Hele Maurer gemeinsam mit Ada Joachimsthaler, Franziska Kleinschmidt und Konstantin Spork die Band Giantree. Ob sie damals schon gewusst haben, dass diese Gründung etwas musikalisch Episches hervorbringen wird? Im Frühjahr 2012 erschien ihr Debütalbum We All Yell und begeisterte Freunde ebenso wie Kritiker. Bezeichnungen wie „Popwunder“ werden in einem Atemzug mit ihrem Erstlingswerk genannt. Wie genau ist es aber, ein Popwunder in Österreich zu sein? Warum scheint der Name Giantree nur einem ausgewählten Kreis an Musiker-Connaisseuren und Indie-Fans ein Begriff zu sein? Was läuft denn bitteschön schief in Schnitzelhausen? Konstantin bringt es bei einem Interview mit TICKET auf den Punkt: „Ich glaube, man muss endlich mit diesem Nischendenken aufhören. Es geht nicht darum, dass wir keine gute Musik in diesem Lande hätten, es bekriegen sich einfach verschiedene Radiostationen – das ist schlichtweg falsch. Man sollte gemeinsam an einem Strang ziehen, damit gute Musik auch nach außen getragen wird. Es entsteht allgemein der Eindruck, dass Musik nach einem Schema F abläuft. Jeder versucht mitreden zu können. Weil die Fernsehlandschaft es einem vorgaukelt. Man ist da immer gleich ein Star. So etwas funktioniert nicht so schnell. Es verkennt jeder, was es bedeutet eine Band aufzubauen, was hinter der Musik steckt.“ Für Gitarrist Roland hat Deutschland und Österreich hier ein gemeinsames Problem – ein deutschsprachiges quasi. „Die Otto Normalverbraucher haben wenig mit der

englischen Sprache zu tun. Englischsprachige Acts aus dem eigenen Land werden niemals so geschätzt, wie internationale. Hinter denen stehen dann natürlich auch die MainstreamRadios. Da ist wirklich noch großes Aufholpotenzial gegeben.“ Man wird im Fernsehen von diversen CastingShows überhäuft – wirkliche Stars gingen aus eben solchen in den letzten Jahren allerdings nicht hervor. Was ist denn eigentlich passiert mit den ganzen Musiksendungen, mit denen wir aufgewachsen sind? Wo sind Wurlitzer, Ohne Maulkorb und Die Großen Zehn denn eigentlich geblieben? Für Konstantin haben Casting-Shows mit Musik eigentlich eher weniger zu tun. Er sieht diese einfach pragmatisch als Fernsehformat an. „Es wäre vermessen zu sagen, dass das einfach nur schlecht ist – es schauen ja auch etliche Leute. Man darf nur nicht den Fehler machen zu sagen, dass es etwas mit Musik zu tun hat. Es geht ja dabei nicht darum, langfristig einen Künstler aufzubauen – das wäre dann „Vom Fliesenleger zum Popstar“ quasi. So, als würde ich an „Österreich sucht den Superarzt“ teilnehmen und nach einem halben Jahr eine Herz-OP machen. Das funktioniert auch nicht!“ Schön zu sehen, dass es fernab vom Mainstream etliche Leute gibt, die von Giantree begeistert sind. So kletterten sie beispielsweise auch schon die FM4-Charts empor und brachten einen großartigen Auftritt beim letzten Frequency Festival auf die Bühne. Wir glauben auf jeden Fall an sie und wir hoffen, dass die Bohnenranke bis zum Himmel reichen wird! (pa)

ROCK.POP

In Zeiten wo jeder eine große Chance verdient hat, Länder Superstars und die Stimme schlechthin über gewisse Faktoren suchen, entwickeln sich dann doch fernab von Fernsehformaten kleine musikalische Wunder, die hoffentlich genauso schnell wachsen, wie Jacks Bohnenranke. Zu eben diesen zählt Giantree …

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IT'S ONLY WOERZ Andy Woerz

AUSTROFRED Champion der Republik

ROCK.POP

BLUTSPENDE

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Wir begeben uns nun kurz in die Metaebene. Schon einmal überlegt wie viel Herzblut in all diesen Veranstaltungen, deren Ankündigung wir im vorliegenden Magazin lesen können, steckt? Wie viele Stunden des Ausprobierens, des Überlegens, des Zweifelns, des Irrens, des Erarbeitens, der Fehlschläge, der Proben und letztendlich der Überwindung auf eine Bühne zu gehen, bis man seine Kunst einem Publikum zu Gemüte führt? Ja, zugegeben, manch’ Dargebrachtes erlebt sich, als hätte niemand der Protagonisten jemals auch nur einen Gedanken über das Vorgeführte verschwendet und auch nicht geprobt, aber glauben Sie mir, der Ursprung all dieser Veranstaltungen ist bei allen Bühnenschaffenden der gleiche. Der Mensch möchte sich ausdrücken, sich mitteilen, etwas verändern oder schlicht nur unterhalten. Im Optimalfall gelingt sogar mehreres gleichzeitig. Dann gesellt sich zu dem Herzblut das Adrenalin des Erfolges und das entschädigt für Vieles. Nun gut, manche Herz-Blutgruppen sind, wie auch in der wahren Medizin, nicht kompatibel. Man steht dann mit dem imaginären Fragezeichen im Gesicht in der Konzertlandschaft und fragt sich, was einem der vortragende Künstler sagen will. Das macht nichts. Das kann passieren. Mein verwegener Vorschlag für die kommenden Wochen ist: Ersinnen Sie – vorerst nur für sich – ein, vielleicht zwei Lieder, ein Gedicht, eine kurze Theaterszene. Malen sie ein Bild, basteln sie etwas Besonderes. Stellen Sie sich dar und setzen Sie sich ein unaufschiebbares „Lieferdatum“. Dann laden Sie Freunde ein und präsentieren das Erdachte. Nur Mut. Spenden Sie Herzblut!

Fast möge man meinen, die Zeit der großen Entertainer sei vorbei. Wo sind sie bloß hin, die Harald Juhnkes und Peter Alexanders, die einen durchs Hauptabendprogramm geführt haben, Jung und Alt gleichermaßen angesprochen und unterhalten haben? Es sind schwere Zeiten für all jene, die den Anspruch stellen in die Fußstapfen der Großmeister zu treten. Doch anders als damals reicht es heutzutage eben nicht mehr in Fernsehvarietés den Moderator mit Gesangseinlage zu mimen, oder als Herzensbrecher durch Bewegtbildschinken (im Stile) der 50er und 60er Jahre zu tänzeln. Nein, der moderne Entertainer muss mit der Zeit gehen und seinen Wetteinsatz auf mehrere Pferdchen verteilen.

Fire, Light & Aus trofred XXL. Am 30. Jänner im Wiener Gasometer, am 31. Jänner im Linzer Pos thof und am 1. Februar im Dornbirner Conrad Sohm. Schnauzbar tpflicht!


Einer, der sich anschickt den Beruf Entertainer fit fürs 21. Jahrhundert zu machen ist der Austrofred. Allein schon der Name bringt die Person auf den Punkt – Austro für alles österreichische, Fred als Hommage für all das künstlerische in der Welt. Doch hier enden die Kompetenzen noch lange nicht. Als Mentalcoach und Fitnesstrainer in Personalunion sorgt der Austrofred so ganz nebenbei auch für das geistige und körperliche Wohlbefinden. Dieser Facettenreichtum ist heutzutage einfach notwendig um im harten Kunstgeschäft bestehen zu können. International ist das nicht anders. Die eigene Modelinie, das eigene Parfüm oder die eigene Fernsehshow gehören schon fast zum Standardprogramm. Gut, auf ein Austrofred'sches Parfüm muss man wohl noch ein wenig warten, aber man kann sich die Wartezeit inzwischen bequem in einer Warnweste mit dem Konterfei des Champion vertreiben. Safety first.

Auch in seiner Funktion als Literat beweist er wie kein anderer sein Gespür für die künstlerisch wichtigen Dinge des Lebens. Da wird auch manchmal ganz schön tief in die Trickkiste gegriffen, was aber mitunter notwendig ist um zum Beispiel einen Briefwechsel mit Österreichs Jahrtausendkomponist Wolfgang Amadeus Mozart zu führen. Und ganz ehrlich, wer könnte das besser als der Austrofred. Da treffen einfach zwei Gleichgesinnte aufeinander, zwei Titanen der österreichischen Musikgeschichte. Bei all dieser Variabilität fragt man sich schon wie er das alles unter einen Hut bringt. Wie zuvor bereits erwähnt muss man eben auf vielen Hochzeiten gleichzeitig tanzen um relevant zu bleiben. Im Englischen gibt es einen schönen Ausdruck dafür – to cover your bases. Und auch da bleibt der Austrofred nichts schuldig. Er nahm den Bildungsauftrag der Republik an und lehrte erfolgreich die englische Sprache. Da dürften allerdings einige Politiker gefehlt haben, denn wie sonst lassen sich die eklatanten Mängel erklären. Gell Frau Fekter und Herr Strasser? Kehren wir zum Abschluss zur Musik zurück, dem täglichen Brot eines Rockstars. Der Austropop befindet sich in einem Dornröschenschlaf. Da bedarf es schon eines wahrhaften Champions ihn wach zu küssen und in Szene zu setzen. Lasershow inklusive. Austrofred, übernehmen Sie. (mt)

Open-Air im Schnee

FREITAG 1.3.2013 | 20:00 SCHAIDBERGPARKPLATZ | OBERTAUERN

ROCK.POP

Kaum jemand versteht es die Grazilität seines Namenspatrons (Fred, schau oba!) mit der österreichischen Volksseele so gekonnt zu verknüpfen wie der Austrofred. Der Artikel wurde dabei ganz wissentlich platziert, schließlich unterstreicht er, dass es sich hier um den einzigen österreichischen Rockstar von internationalem Format handelt. Format ist dabei ein gutes Stichwort. Der Champion macht auf Bühnen jeglichen Formats eine gute Figur. Ganz egal ob bei Lesungen im Kaffeehaus, bei Auftritten im Theater oder bei Konzerten in Clubs – der bekennende Noch-in-Schilling-Rechner gibt immer Gas. Vor allem den Dodln, denn die haben es besonders notwendig.

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DIE WELT IST EINE BÜHNE! ROBBIE WILLIAMS © James Kelly

17.07.2013 KRIEAU WIEN

ROGER WATERS – THE WALL LIVE 23.08.2013 ERNST HAPPEL STADION

THE RAVEONETTES ANASTACIA 20.04.2013 WIENER STADTHALLE

BON JOVI 17.05.2013 KRIEAU WIEN

ROCK.POP

DAVID GARRETT 13.05.2013 WIENER STADTHALLE

Es wird observiert … Spätestens seit ihrem Hit Love In A Trashcan ist die dänische Band rund um Sune Rose Wagner und Sharin Foo nicht mehr aus den Gehörgängen wegzudenken. Rhythmischer, alternativer Garagenrock trifft auf Sounds der 60er und 80er – besser kann eine Kombination eigentlich schon fast nicht mehr ausfallen. Dass aus dem hohen Norden immer wieder Größen der Rock-/ Popwelt emporsteigen, weiß nun wirklich jedes Kind. Dänemark hat in dieser Hinsicht zwar sicher nicht so viel zu bieten wie beispielsweise Schweden, aber es scheint so als hätte das Land der Kalkgruben einen Hang zum Schrägen entwickelt – man denke nur an Aqua oder das Safri Duo. Schräg sind The Raveonettes nicht, sondern eher klassisch. Ein Mann, eine Frau, zwei Stimmen und etliche Instrumente – Bandminimalismus quasi. Was bei den White Stripes schon funktioniert hat, geht auch hier gut. Man braucht nämlich nicht unbedingt eine mehrköpfige Band um guten Sound und ein dementsprechendes Auftreten auf der Bühne zu gewährleisten. Somit harmonieren das Multitasking-Talent Sune (Sänger, Songwriter, Gitarrist und eh alles) und die hübsche Sängerin und Bassistin Sharin fabelhaft. Das bewiesen sie auch mit ihrem kürzlich erschienenen sechsten Album Observator, das innerhalb von nur sieben Tagen aufgenommen wurde und vor schlampigen Gitarrensounds kombiniert mit süßen Popmelodien nur so strotzt. Der Spagat zwischen düster-pathetisch-traurig und schwelgerisch-schön wird auch hier geschafft. (pa) God fornøjelse! Am 11. Februar im Rockhouse Salzburg und am 12. Februar in der Arena Wien.

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SILBERMOND

Ost- und Westdeutschland laborieren nach wie vor an einem emotionalen Ungleichgewicht, das jedoch zu keinem Zeitpunkt die Musik betraf. Künstler aus dem Osten hatten vielleicht mehr Hürden zu überwinden, die soziokulturelle Depression galt nicht selten aber auch als Dünger für eine „besondere“ musikalische Note: Berlin, ein Schmelztegel – man denke an die Einstürzenden Neubauten, Die Ärzte, Element Of Crime, Nina Hagen oder auch Rammstein. Silbermond aus dem ostsächsischen Bautzen sind da ein besonderes Phänomen, stiegen sie immerhin aus der Pampa und nicht der Weltstadt hoch hinauf, wenngleich der Himmelsflug erst mit Unterstützung von Sat. 1 passierte. Immerhin: Die Identität war zuvor schon da, erlebte ab da an einen Feinschliff am lebenden Objekt. Das Objekt, das kann sich sehen lassen: Gerade im Rahmen der schweißtreibenden und zumeist ausverkauften Liveexzesse merkt man, wie der Generator pulsiert – das aktuellste Dokument dafür ist freilich die soeben erschienene Himmel auf – Live in Dresden,, ein perfekter Teaser für die anstehenden Konzerte. Dass auf neues Da die Tour eben Studiomaterial gewartet werden „Himmel auf!“ forder t, gibt muss, ist eine schmerzlich-süße es auch ausschließlich Au Vorfreude: „Das nächste Album ftritte unter freiem Himmel: am nimmt langsam Form an und es ist 15. Mai beim Stadthallen Gr az schön die neuen Lieder im Studio Open Air, am 16. Mai am Salzb wachsen zu sehen, aber sind wir urger Domplat z und schließlich am doch mal ehrlich: Diese Energie, die 17. Mai in der Wiener Arena Open auf einem Livekonzert zusammen Air. mit den Menschen entsteht, ist durch nichts zu ersetzen!“ (sb)

VIVA erfüllt Weihnachtswünsche

Zu Weihnachten wartet VIVA mit einer Extra-Ladung Musik und Cartoons auf. Die VIVA-Bescherung beginnt am 24. Dezember um 13:20 Uhr mit der Free-TV Premiere des „MTV Unplugged II: Die Fantastischen Vier“ Director’s Cut. Weiter geht es mit täglichen „Futurama“ und „American Dad“ Specials während der Weihnachtswoche. In MusikSpecials wie „VIVA Sounds - Warten aufs Christkind“ oder „Supercharts - Best X-Mas Songs“ gibt es außerdem von Justin Biebers „All I want for Christmas is you“ bis hin zu Sidos „Weihnachtssong“ das volle Spektrum an Weihnachtshits. Alle Infos zum Weihnachtsprogramm bei VIVA und noch viel mehr unter www.viva.tv 22.12. 9:00 Uhr: „Special Charts - HoHoHo“ 24.12. 9:00 Uhr: „Get The Clip - X-Mas Special“ 11:30 Uhr: „Supercharts - Best X-Mas Songs“ 12:30 Uhr: „VIVA Sounds - Warten aufs Christkind“ 13:30 Uhr: „MTV Unplugged II: Die Fantastischen Vier“ Director‘s Cut 14:50 Uhr: „Futurama“ (bis 17:30 Uhr) 25.12. 12:30 Uhr: „VIVA Sounds - X-Mas Love Songs“ 13:30 Uhr: „VIVA Quiz - X-Mas Special“ 14:50 Uhr: „American Dad“ (bis 17:30 Uhr) 26.12. 12:30 Uhr: „VIVA Sounds - Let it snow“ 13:30 Uhr: „VIVA Quiz - X-Mas Special“ 14:50 Uhr: „Futurama“ (bis 17:30 Uhr)

ROCK.POP

Himmel auf!

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FREIHAUS 4 Tini Kainrath, Sigi Finkel, Monika Lang und Melissa Coleman entführen uns mit ihrer Formation in den Prater der 1920er Jahre. Was sich genau zu heute verändert hat, und warum man wieder im Dialekt singt, erzählen Tini Kainrath und Sigi Finkel im TICKET-Interview. Wer hatte die Idee zu eurem Projekt Freihaus 4? Sigi Finkel: Eigentlich hatte ich die Idee dazu. Nach vielen Jahren mit Gruppen, bei denen ein treibender Rhythmus eine große Rolle gespielt hat, wollte ich gerne etwas Leichteres, Luftigeres machen. Tini Kainrath: Der Name stammt von Melissa Coleman, unserer Cellistin, die im Freihaus Viertel wohnte und oft noch dort arbeitet. Welchen besonderen Ort gibt es für euch im Freihaus Viertel? Sigi: Ich kann mich da gar nicht auf einen Ort allein festlegen. Inzwischen ist das Viertel ja zu einer urbanen Lebenswelt geworden mit Geschäften aus aller Herren Länder – so wie es in einer modernen Großstadt sein sollte, lebenslustig und offen für die Welt. Tini: Ich liebe den Naschmarkt und mache mir Sorgen, weil er sich gerade stark verändert. Aus einem multikulturellen Markt wird eine schicke Ausgehmeile ohne besonderes Profil. Wo liegt der Reiz, wieder Dialektlieder aufzunehmen? Tini: Je näher man der gefühlten Sprache des Zuhörers kommt, der Sprache, in der er denkt und träumt, desto

schneller erwischt man dessen Herz. Ich selbst finde es auch für mich logischer Wienerisch zu singen, als z.B. Norddeutsch. Sigi: In einer Welt, in der nicht nur das Englische überbordet, ist Dialekt die Sprache des Herzens, die eigentliche MutterSprache, die alle Menschen verstehen. Hat sich der „echte“ Wiener seit den 20er Jahren verändert? Tini: Es ist immer wieder verblüffend, wie wenig wir uns verändern. Bei den alten Wiener Liedern sind die Themen gleich: Es geht um Korruption, Liebe, Überdruss, Alkoholismus und natürlich um den Tod. Sigi: Beim „echten“ Wiener denke ich an z.B. Hans Moser, den Mundl oder auch Willi Resetarits. Die großen zwischenmenschlichen Themen sind aber die gleichen. Welche Attraktion sollte man im Wiener Prater unbedingt einmal ausprobiert haben? Tini: Ich leide unter Höhenangst und kann bei den spannendsten Attraktionen nicht einmal zusehen. Mein Highlight ist ein guter Kukuruz! Sigi: Als ich das letzte Mal vor 15 Jahren mit einer dieser Höllenmaschinen gefahren bin, war mir danach stundenlang schlecht. Seitdem halte ich es mit einem gemütlichen Spaziergang durch den Prater. Sind schon weitere Projekte geplant und wenn ja, welche? Sigi: Ja, wir sind dabei, das nächste Programm von Freihaus 4 zu erarbeiten. Es wird musikalisch um Filmsongs aus den 30er und 40er Jahren gehen und die Geschichte dreht sich um Aufstieg und Fall einer Frau. Mehr wird noch nicht verraten! Tini: Wenn alles gutgeht, wird das neue Programm eine Zusammenarbeit mit dem Rabenhof. Also gehen wir noch weiter in Richtung Theater.

ROCK.POP

Interview: Petra Albrecht

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Freihaus 4 Im Proda kann man am 26. Jänner in Mürzzuschlag und am 21. Februar im Wiener Casino Baumgarten erleben.


Bitte einsteigen. Zukunft fährt ab.

Wir sehen uns auf Facebook! www.facebook.com/wienerlinien

Allein bis 2017 investieren wir 660 Millionen Euro in neue Fahrzeuge im Sinne von Nachhaltigkeit, noch mehr Zuverlässigkeit und Komfort. www.wienerlinien.at

Die Stadt gehört Dir.


PALAZZO Fools For Love: Ein Blick hinter die Kulissen

MUSICAL.SHOW

In unserer Dezember-Ausgabe entführten wir Sie bereits in die Welt von Fools For Love: Die Hauptakteure der diesjährigen Saison, Amy Gordon und Peter Shub, plauderten munter und frei über das sonderbare Spiel der Liebe, das sich ganz zwanglos durch die intime Atmosphäre des Spiegelpalast schlängelt, sich auch im kulinarischen Genuss des Menüs wiederfindet – und vielleicht bei dem einen oder der anderen auch mit nach Hause genommen wird.

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Bereits zum zehnten Mal öffnet der Spiegelpalast in Wien seine Tore, um in eine Welt der Genüsse mannigfaltiger Naturen zu laden – nach Standorten am Rathaus- und Rotundenplatz nun wiederholt nahe der Messe. Mit einer zeitlosen Eleganz bietet der Palast, der sich dieses Begriffes tatsächlich würdig erweist, ein großartiges Ambiente für kulturell-festliche Anlässe: Das Glitzern unzähliger Lichter von Luster und Kerzen in den geschliffenen Bleiglasspiegeln, die Brokat- und Seidenausstattung und das reichhaltige Jugendstil-Interieur aus edlen Hölzern verbreiten eine einzigartige Atmosphäre und lassen die Besucher in eine längst vergangene Welt eintauchen. Schade eigentlich, dass diese Form des extravaganten Nachtlebens durch das Aufkommen der Diskotheken Mitte des vorigen Jahrhunderts verdrängt wurde – aber immerhin: So gerät ein Abend bei Palazzo nur noch spezieller und exklusiver. Was macht einen Abend bei Palazzo aus? Kurz: Ein Eintauchen in eine Genusswelt – kulinarischer wie showtechnischer Natur. Palazzo, das heißt nicht ein Kredenzen von minimalistischen Gourmetmenüs in steifer Atmosphäre, bevor die Hochkultur auf der Bühne zu einem BurgtheaterHustenreiz anregt, nein, Palazzo versteht sich als Potpourri aus ansprechender Haubenküche und internationalen, ausgezeichneten Künstlern, die zu einem Abend laden, der alle Spielarten des Varieté kongenial vereint – von Akrobatik über Schauspielerei, Jonglage, Kontorsion, Comedy, Gesang bis

hin zur Musik, stets in angenehmer und nicht aufdringlicher Interaktion mit dem Publikum. Kurz: ein Abend voller Leben. Dieses Jahr wird der Showteil freilich getragen durch die eingangs erwähnten Künstler Amy Gordon und Peter


auch – wichtiger Bestandteil der Dramatik. Auch der Meister der Haute Cuisine verriet in der Dezember-Ausgabe des Magazins bereits seine Ansprüche ans Menü, nämlich eine kulinarische Leidenschaft zu kredenzen, die besonders, aber nicht absonderlich ist. Wie auch in den Saisonen davor ist ihm dies mit dem diesjährigen Jubiläumsgourmetmenü erneut zweifelsohne gelungen. Kosten und staunen Sie! Der zehnte Geburtstag von Palazzo ist somit wiederholt eine Summe perfekt inszenierter Details – von der Show über die Kulinarik bis hin zum Ambiente und freilich auch dem tadellosen Service. Alle Faktoren sind abgestimmt aufs Feinste und verschmelzen zu einem rauschenden, verwöhnenden Fest für alle Sinne. (sb)

Wussten Sie …? Vom ersten Spatenstich bis zum Premierenabend vergehen rund 8.400 Arbeitsstunden, in denen unter anderem 50 Container aufgestellt werden, die später auf einer Fläche von 4.000 m² Platz für Garderoben, Maske, Büro, die komplett eingerichtete Großküche, Kühlräume, Toiletten und Lagerräume bieten. Mit weiteren 14 LKW-Ladungen werden der Spiegelpalast und sein Interieur angeliefert. 24 Aufbauhelfer sorgen dafür, dass der 8 m hohe und 30 m tiefe Spiegelpalast aufgebaut, u. a. 6.000 m Stromkabel verlegt, 140 Lüster justiert, über 1.200 Spiegel angebracht und rund 360 Stühle an ihrem Platz stehen werden. Während der Saison sorgen täglich rund 100 Mitarbeiter vor und hinter den Kulissen für einen reibungslosen Ablauf. An jedem Standort werden pro Saison 210 Tonnen Geschirr und Besteck benötigt, 40.000 Tassen Kaffee gekocht und 20.000 Flaschen Mineralwasser getrunken. Zudem stehen jederzeit 60 ausgewählte Weine und über 20 verschiedene Spirituosen zur Auswahl, die mit 40 Tonnen Eis kühl gelagert werden. Pro Standort kommen über 2.000 Gläser, 2.200 Teller, 4.200 Besteckteile und 40 kg Servietten zum Einsatz. Hintereinander aufgelegt erstreckt sich das Besteck auf 58 km und die Tischwäsche auf 45 km – wobei nach Beendigung der Spielzeit ungefähr 2.000 Besteckteile fehlen werden … Abend für Abend muss die Küchenbrigade in der mobilen Küche auf nur 120 m2 das Gourmetmenü zaubern. Die einzelnen Gänge werden dann innerhalb von zehn Minuten serviert. Das bedeutet zum Beispiel, dass alle 1,5 Sekunden eine Vorspeise die Küche verlässt und ein Servicemitarbeiter pro Abend ca. 25 km zurücklegen muss.

MUSICAL.SHOW

Shub – aber auch die weiteren Showeinlagen zwischen den Gängen versprechen atemberaubende Unterhaltung und/oder Klamauk mit Niveau und Ästhetik. Von rasanter Tischakrobatik und temperamentvoller Antipoden-Darbietung aus Spanien, über die ungeheure Kunst der Rola-Bola aus Italien, Kindheitsreminiszenzen mit Hula-Hoop (Ukraine) und Rollerskating (Italien) bis hin zu anmutiger Strapatenkunst (Russland) und leidenschaftlichen Balanceakte (Kanada) bietet Fools For Love auch diese Saison vor allem eins: erstklassige Unterhaltung irgendwo zwischen traumhafter Poesie und turbulenter Rasanz. Durch den Abend führt die deutsch-kanadische Lonely Hearts-Band, die nicht nur den Gesangseinlagen von Amy mit Stücken unterschiedlichster Couleur einen persönlichen, stimmungsvollen Stempel aufsetzen. „Große Küche wird seit eh und je mit dem Zauber von Sinnesfreuden verbunden“, weiß Reinhard Gerer, und demnach ist sein Anspruch an das Menü jedes Jahr Tauchen auch ein hoher. Es gibt kaum ein Stück Sie ein in das von Nestroy, in welchem nicht auf barocke Fest der der Bühne getafelt wird, und auch Sinnesfreuden – no ch bei Thomas Bernhard war das bis 28. Februar in Essen – wie bei so vielen anderen Wien!

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10. FEBRUAR 2013 GASOMETER WIEN

THE BLUES BROTHERS Als die Biene den Blues tanzen lernte LET THEM EAT CAKES 2013

14. MÄRZ 2013 ARENA WIEN

9. JUNI 2013

WIEN

MUSICAL.SHOW

STADTHALLE F

3. JULI · GASOMETER Tickets sind bei oeticket (www.oeticket.com; Tel: 01/96096) und in jeder Bank Austria Filiale (Ermäßigung für Ticketingkunden und MegaCardMembers) bzw. unter 01/24924 erhältlich.

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11.12.2012 16:46:47

Everybody Needs Somebody … und schon schnippt man mit den Fingern. Tja, wer kennt diesen Song, nein eher Klassiker, nicht. Ganz egal ob im Original von Solomon Burke, als Cover von den Rolling Stones oder vom Soundtrack zu einem Stück Filmgeschichte. Sobald man diese Textzeile hört steigt unwiderruflich die Stimmung, der Fuß beginnt im Takt mitzuwippen und irgendwie verspürt man das Verlangen in seinen Lieblingsanzug schlüpfen zu wollen. Und nein, Trainingsanzüge gelten nicht. So oder so ähnlich muss es auch zwei Schauspielkollegen gegangen sein, deren Karrieren durch diesen Titel einen gehörigen Schub erfahren sollten. Und weil gerade die Rolling Stones erwähnt wurden – die namensverwandte Zeitschrift kürte Everybody Needs Somebody To Love zum 429. besten Lied aller Zeiten. Immerhin. Machen wir eine kleine Zeitreise ins Jahr 1976. Dan Aykroyd und John Belushi traten in der mittlerweile schon längst legendären Sendung Saturday Night Live auf und gaben in Bienenkostüme gekleidet ihre Gesangs- bzw. Mundharmonikakünste zum besten. Das Publikum zeigte sich vom Sketch so sehr begeistert, dass sich die beiden Protagonisten dazu hinreißen ließen, aus dem Sketch mehr werden zu lassen. Aykroyd, der seine Begeisterung für den Blues der kanadischen Downchild Blues Band zu verdanken hat, überzeugte seinen Partner davon ein Bandprojekt zu starten. Viele Mitglieder der Saturday Night Live-Besetzung trafen sich nach den Aufzeichnungen für die Show in Aykroyds eigener Bar, wo man auch mal gemeinsam jammte. Es war auch jener Ort, an dem Aykroyd die Idee für jene Geschichte hatte, aus der der Blues Brothers-Film hervorgehen sollte. Doch als Band brauchte man zunächst mal einen Namen. Howard Shore, seines Zeichens vielen inzwischen bekannt als Komponist des Soundtracks der Herr der Ringe-Trilogie, schlug The Blues Brothers vor. Für den passenden Look ließ man sich von einem Plattencover von John Lee Hooker


Dan Aykroyd kam darauf alsbald der Gedanke einer Filmadaption. Er schrieb ein Skript, welches mit über 300 Seiten gut dreimal so lang war wie ein übliches Filmskript – naja, ein wenig Übermut und viel Liebe zum Detail eben, schließlich war es sein erstes. Am 20. Juni 1980 war es soweit und The Blues Brothers schickten sich an, neben den Bühnen auch die Leinwände dieser Welt zu erobern. Nebst der Band traten allerlei illustre musikalische Gäste auf. Von Ray Charles über James Brown bis hin zu Aretha Franklin gaben viele Größen des Musikgeschäfts ein Stelldichein. Prinzessin Leia, auch bekannt unter ihrem bürgerlichen Namen Carrie Fisher, verlieh dem Film gar einen leicht majestätischen Touch. Kleines Detail am Rande – Carrie Fisher war es übrigens auch, die an jenem Saturday Night Live Abend durch die Show führte, an dem die Blues Brothers ihr Debüt gaben. So schließt sich der Kreis. Der Film wurde zu einem Erfolg und beeindruckte neben dem Soundtrack vor allem mit (übertriebenen) Autoverfolgungsjagden. Schließlich galt es auch das Bluesmobile entsprechend in Szene zu setzen. Weitere Veröffentlichungen folgten, doch die Erfolgswelle ebbte ab. Der Tod John Belushis 1982 bedeutete das vorläufige Ende der Blues Brothers. Die Band tourte später in unterschiedlichen Besetzungen weiter um den Globus. Johns Bruder James stieß schließlich zusammen mit John Goodman kurzzeitig dazu, ein Auftritt in der Halbzeitshow des Superbowl wurde dazu genutzt den Film Blues Brothers 2000 zu promoten, der jedoch nie an das Original herankam. Allerdings zeigte dies vor allem eins – der Geist der Blues Brothers lebt. Und wo kann man ihn besser spüren als live auf der Bühne. Als Show neu konzipiert lief The Blues Brothers lange Zeit erfolgreich am Londoner West End. Dabei zeigte sich vor allem eins – die Blues Brothers sind Kult und ihre Musik wird noch lange durch den Äther schwingen. Der Auftrag des Herrn macht’s möglich. (mt)

The Blues Brothers live und in schwarz www.trafikplus.at in Österreich. empfiehlt: Am 26. Dezember im VAZ St. Pölten, am 27. Dezember in der Wiener Stadthalle, am 29. Dezember in der Grazer Messehalle A und am 20. Jänner im Innsbrucker Congress.

SEX SELLS Georg Biron

ÖFFENTLICHE FRAU Früher mussten sich die Paparazzi mit ihren erigierten Fotoapparaten auf die Lauer legen, um die ferkelige Aktion einer monegassischen Blaublut-Schnitte oder das Auszucken einer vollgedröhnten PopPrinzessin im Kasten zu haben. Heute gibt es Twitter, und die Stars bringen selbst Images von sich zur Welt, bei denen die Pupillen knistern. So geschehen unlängst nach einer UnterwäscheModeschau, bei der sich die Sängerin RiRi aka Rihanna im Backstage-Bereich als HalbnacktModell in Szene setzte und, nur mit Strümpfen, Strapsen und High Heels bekleidet, auf einem getwitterten Foto die Vorverkäufe für ihre nächsten Konzerte anheizte – sie kommt übrigens am 8. Juli auch nach Wien. Das 24-jährige Sachertörtchen ist auch mit ihrem neuen Album an der Spitze der US-Charts zu finden und hätte Werbung durch nackte Haut gar nicht nötig, doch sie setzte sich immer schon in Szene: „Je mehr ich ausziehe, umso besser fühle ich mich ... Ich habe mich selbst dazu gepusht, freizügiger zu werden.“ Ihren Lover Chris Brown brachte sie damit offenbar um den Verstand, denn der Musiker ließ aus Wut und Eifersucht seine Fäuste sprechen, was zur Trennung führte. Doch schon bald setzte sich die verprügelte Prinzessin in ein Flugzeug und düste zu ihrem LoveToy nach Berlin – nicht ohne die Welt via Twitter wissen zu lassen: „Bis bald, mein Liebster!“ Schade dass Rihanna Social Media nicht dazu nützt, ihre Fans wissen zu lassen: „Echte Männer schlagen keine Frauen!“

MUSICAL.SHOW

inspirieren – der schwarze Anzug, der schwarze Hut und die schwarze Sonnenbrille sollten fortan zum Markenzeichen der Band werden. 1978 hatte man schließlich den ersten Auftritt als The Blues Brothers. Belushi und Aykroyd schlüpften in die Rollen von Joliet Jake und Elwood Blues und heizten dem Saturday Night Live Publikum ordentlich ein, unter anderem mit der Nummer Soul Man, die später zu einem absoluten Klassiker der Band wurde. Das Original stammt zwar von Isaac Hayes und wurde ursprünglich für Sam & Dave geschrieben, aber wer nimmt das schon so genau. Angetrieben von den überwältigenden Reaktionen trommelte man zügig ein paar Leute herbei um die Band zu komplettieren. Man verbarrikadierte sich im Proberaum und stand schließlich am 9. September 1978 im Vorprogramm von Steve Martin in Los Angeles, knappe fünf Monate nach ihrem ersten Auftritt bei Saturday Night Live. Man nutzte die Gelegenheit auch gleich das Konzert mitzuschneiden und als Debütalbum auf den Markt zu bringen. Dieses ging weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln und verkaufte sich 3,5 Millionen Mal. Im Begleittext zum Album wurde zudem die fiktive Hintergrundgeschichte von Joliet Jack und Elwood Blues weiter ausgeschmückt.

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HEISSE ZEITEN DIE WECHSELJAHRE-REVUE

Trotz oder vielleicht gerade ob des Untertitels sorgt Heiße Zeiten seit der Premiere im Sommer 2010 für Unterhaltung bei Frau sowie Mann (!) und volle Häuser. In einer Abflughalle treffen vier Frauen aufeinander: die 53-jährige ledige, ständig gehetzte Karrierefrau, die naive Hausfrau (52, verheiratet, 3 Kinder), die reich verheiratete Vornehme (57) und die erst 42-jährige Junge mit Kinderwunsch deren biologische Uhr schon hörbar tickt! TICKET hat das Stück im Herbst vorab gesehen und führte ein sehr lustiges Interview mit der Regisseurin Gerburg Jahnke, einst die Hälfte der legendären Missfits.

MUSICAL.SHOW

Bei dem Thema Wechseljahre stellt sich natürlich die Frage nach der Zielgruppe. Gerburg Jahnke: Wenn man zielgruppenorientiert arbeitet – was ich nicht tue – dann sind es natürlich Frauen die kurz davor, drin oder kurz danach sind und ihre umgebenden Angehörigen, Familienmitglieder, Männer, Freunde und Töchter vielleicht. Das Publikum besteht zu ca. 75% aus diesen Frauen. Ich sehe auch junge Frauen herumspringen, wo ich dann denke „was machen die hier? Warum sind die da?“. Ich habe auch schon einmal im Laufe der letzten Zeit welche danach gefragt und habe so Antworten bekommen wie „ja es ist eine Frauenkomödie“. Das empfinde ich dann natürlich als Kompliment. Und außerdem ist das Thema Wechseljahre zwar ein großes aber nicht das einzige Thema an dem Abend.

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Sind die Wechseljahre noch ein Tabuthema? Gerburg: Es ist interessant – weil am Anfang habe ich gedacht , die Thematik ist wirklich sehr angesagt: Wir hatten ja sogar im zweiten Sex and the City-Spielfilm Wechseljahre als Thema, wo ich dachte, „yeah, wir haben es geschafft“. Dann habe ich aber in der Rezeption von Journalisten und vom Publikum gemerkt, dass es immer noch tabuisierter ist als ich persönlich gedacht habe. Ich habe Freundinnen, gestandene Frauen, die ihr Ding durchziehen, aber mit ihrem Freund ihre persönliche Befindlichkeit, diesen Hormonritt, nicht besprechen können. Die das als Störung ihrer „körperlichen Unversehrtheit“ empfinden und die die ganzen Nervereien, die Unberechenbarkeit die man mit sich selber erlebt – ähnlich wie in der Pubertät – diese

Wut- und Melancholieanfälle, also diese ganzen Berg- und Talbahnfahrten, die man einem dann oft auch ansieht, nicht wirklich besprechen können. Da scheint dann eine Tabugrenze erreicht zu sein. Also sollten Frauen doch mit ihrer Familie hingehen? Gerburg: Man muss nicht unbedingt den Kerl mitnehmen weil es ja oft so ist, dass Männer auch Spaßbremsen sind bei so etwas. Empfehlen würde ich erstens den Freundinnen-Verbund, zweitens Mutter, Tochter, Großmutter, Enkeltochter – die ganze familiäre Schiene – und drittens dann mit dem Mann. Ich habe schon von Frauen gehört, dass sie, wenn sie mit ihrem Partner den Abend gesehen haben, über die Humorschiene beim Gespräch über das Stück, plötzlich im Thema waren und über ihre Befindlichkeiten reden konnten. Spielt das Stück nicht sehr stark mit Klischees? Gerburg: Kein einziges Klischee! Es ist wirklich irre, du denkst du redest über ein Klischee und dann gehst du raus und triffst einen Menschen, der dir diese Geschichte noch viel klischeehafter als du dir jemals ausdenken könntest, erzählt. Da holt einen die Wirklichkeit immer wieder komplett ein. Natürlich sind das Kasperle-Figuren, die am Anfang eingeführt werden – das macht die Sache schneller – das ist der Vorteil an der Komödie. Wenn ich z.B. die Figur der Vornehmen ansehe, die in dieser klassischen Sandwich-Situation ist: Also Frauen, die selber gerade Hormonschübe ohne Ende kriegen, (fast) erwachsene Kinder und alte Eltern haben, die zerreiben sich zwischen diesen


beiden Fronten und vergessen dabei sich selbst. Das ist eine Situation, die kommt ganz häufig vor. Diese Generation der Frauen um die fünfzig, die ihre Kinder spät gekriegt haben, die vielleicht auch noch ein pubertierendes Kind haben, wo der Mann dann passionierter Angler wird und dauernd weg ist weil er diese Hormonfronten nicht erträgt. Und gleichzeitig sehen sie sich plötzlich mit den Eltern, bei denen sie nach wie vor Kind sind, und etwaigen Pflegemaßnahmen konfrontiert. Wenn man das Klischee nennen will, dann bin ich vollkommen d’accord. Also ich denke, die Lieder sind plakativer als das Spiel. Der Spieltext ist schon sehr unterschiedlich: es gibt sehr stark kabarettistische Momente, die aber auch sehr ruhig werden können.

ist ja ein Thema: Liebe oder nicht Liebe, sich darauf einlassen oder nicht. Ich finde das sehr schön wenn die Hausfrau am Ende sagt: „Ihr Verlobter kämpft um Sie, mein Fritz kämpft nur mit der Spülmaschine.“ Das ist ein so trauriger Satz. Wenn man da einmal extra hinhört, diesen Satz könnten viele Frauen sagen. Aus dem Grund fand ich das toll, Männer auf der Bühne zu haben. Es ist aber so, dass einige Musiker das abgelehnt haben. Die Jungs spielen teilweise viel mehr mit als ich das anfangs arrangiert habe und ich finde es toll, dass sie die Souveränität als Männer besitzen, sich in diesem Kostüm da blicken zu lassen. Interview: Paul M. Delavos

Stimmt. Für mich war es nicht rein zwei Stunden lang Schenkelklopfer-Humor sondern mich haben auch die tiefgründigen Momente berührt. Gerburg: Von den Klischees zu den tiefgründigen Momenten – jetzt haben Sie sich verraten! Ja, es sind stille Momente dabei, die auch eine sehr wichtige Ebene im Stück sind und im Optimalfall geht das Publikum die ganze Achterbahnfahrt mit. Weil schon die Liedtexte angesprochen wurden: Wie wurden die Songs ausgewählt? Gerburg: Die Lieder sind aus der Zeit als die Frauen, die jetzt die Wechseljahre haben, die Nächte durchgetanzt haben; also wo man auf diesen Hormonzug aufgesprungen ist. Wo die Träume stattgefunden haben. Ich fand es wichtiger solche Lieder zu nehmen als um eines oberflächlichen Modernismus‘ Willen aktuelle Lieder. Warum überspitzt man das mit der Band so, dass man sie als maskuline Stewardessen auftreten lässt? Gerburg: Es ist viel spannender, Männer in Stewardessendressen zu stecken und sie trotzdem androgyn bleiben zu lassen und ganz klar zu sagen: Es sind Männer in Stewardessenkostümen, die Spaß daran haben, weibliche Attribute zu behaupten, die sie aber nicht füllen. Außerdem reden wir in dem Stück ja auch viel über Männer. Der Mann als heterosexueller Partner der Frauen

Erleben Sie bei der Musikkomödie Heiße Zeiten – Die Wechseljahre-Revue von 12. bis 24. Februar im MuseumsQuartier Wien einen humorvollen Zugang zum Thema und zu vielen anderen Problemen, die Frauen um die 50 beschäftigen.

Freitag, 25. 01. Super-G 11:30 Samstag, 26. 01. Abfahrt 11:30 Sonntag, 27. 01. Slalom 10:15/13:30 www.hahnenkamm.com

MUSICAL.SHOW

25. bis 27. Jänner 2013

SUPER-G / ABFAHRT / SLALOM / KLASSISCHE KOMBINATION

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© Martin Hesz

DIE ZÄHMUNG DES WIDERSPENSTIGEN DAS MUSICAL VON PETER HOFBAUER UND VICKI SCHUBERT

MUSICAL.SHOW

Das Weingut Stephanimondo in Italien, der überzeugte Junggeselle Bernardo Stephani und der letzte Wille des kürzlich verstorbenen Vaters sind die Ausgangssituation bei Die Zähmung des Widerspenstigen. Bernardo soll das Weingut nämlich nur erben wenn er heiratet, doch der will sich nicht zähmen lassen, nicht einmal von „seiner“ schönen Katharina. TICKET hat sich mit dem Hauptdarsteller Stefano Bernardin getroffen und sich mit ihm über das Stück, Emanzipation und Theater im Allgemeinen unterhalten.

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Wie stark ist Die Zähmung des Widerspenstigen noch William Shakespeare? Stefano Bernardin: Es ist überhaupt nicht mehr Shakespeare. Wenn man Vicki Schubert kennt, dann weiß man, dass sie selbst aus einer Tragödie Shakespeares eine Komödie machen würde. Sie will auch schon seit Jahren aus Hamlet eine Komödie machen. Christian Deix hat mit Peter Hofbauer viele Lieder eigens komponiert. Wirklich von Shakespeare geblieben ist ein Monolog, der ursprünglich von Katharina gesprochen wurde: Der Schlussmonolog wo sie quasi der Männerwelt erklärt, wie die Frau dem Mann zu dienen hat. Da man das aber eigentlich nicht mehr spielen kann, wird der Monolog mir in den Mund gelegt, indem ich Shakespeare zitiere. Die Dialoge sind von Vicki Schubert und Peter Hofbauer ganz neu geschrieben worden. Aus heutiger Sicht kann man ja Der Widerspenstigen Zähmung eigentlich nicht mehr spielen oder? Stefano: Das Original kann man als solches eigentlich wirklich nicht mehr spielen. Aber vielleicht kommt das ja wieder, wir sind ja in einer Welt wo nach wie vor die Frau sehr stark auch als Sexualobjekt gesehen wird. Wenn man sich die ganzen österreichischen Mediencovers anschaut, sieht man fast nur halbnackte Frauen. Gesellschaftlich geduldete Softpornos für Familienväter (lacht). Ganz streng genommen herrscht in der heutigen Gesellschaft noch

immer ein Patriarchat – vor allem in Österreich und das hat sicher auch mit der Katholischen Kirche etwas zu tun bzw. mit der alten Familienstruktur, in Deutschland ist es, glaube ich zumindest, schon etwas anders und in Skandinavien auch. Aber im Prinzip gehen wir ja davon aus, dass in unserer Gesellschaft, trotz beruflichen und finanziellen Nachteilen, die die Frau noch immer grundlos hat, die Frau emanzipiert ist. Aber wir spielen ja Theater und was wäre eine Komödie, wenn sie politisch korrekt wäre? Also von dem her können wir dieses Thema ruhig bedienen. Wir machen uns ja über alles – also auch über die Männerwelt lustig. Im Stück bin ich ein Charakter, der seine Ruhe haben will, von der Mutter bekocht wird, und sonst von keiner Frau belästigt werden will. In der Rolle bist du also ein Macho? Stefano: Ja aber mehr so ein „Affe“ ... Ich Tarzan, du Jane. Ich hackeln, du kochen, putzen. Sex mit Frau, Sprechen mit Freunden … Uh Uh Uh Das widerspricht stark deinem Privatleben oder? Stefano: Ja das ist natürlich ein völlig anderes! Ich habe drei Kinder von zwei Frauen und kümmere mich die Hälfte der Woche um die Kinder alleine. Also kann man hier absolut nicht von einem Macho sprechen. Das Einzige, was mich vielleicht mit dem Charakter verbindet ist, dass das


Singleleben schon auch seine Vorzüge hat. Ich habe die Hälfte der Woche meine Kinder und wenn ich sie dann nicht habe, genieße ich das dann auch auf eine Art und Weise, da ich dann auch zur Ruhe komme. Aber auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht und es viele glauben: Ich spiele ich mich im Stück definitiv nicht selber!

Wann hat sich das bei dir herauskristallisiert, dass du Schauspieler wirst, war das ein Kindheitstraum? Stefano: Kindheitstrauma höchstens. Als Kind habe ich gerne Rollenspiele gemacht, für mich und mit Freunden – welches Kind spielt das nicht? Aber auf Grund meiner Leistung in der Schule hatte ich nicht so viel Freizeit gehabt, dass ich Bühnenspiel hätte machen können. Theater hat mich als Kind nicht wirklich fasziniert – Musik hat mich eigentlich viel mehr fasziniert. Irgendwie bin ich reingerutscht in das Schauspiel. Bevor ich die Aufnahmeprüfung gemacht habe, besuchte ich einen Workshop bei Juri Krasovsky, einem Spezialisten für die Stanislawski und Tschechow. Da gab es für mich den ersten Funken und dann habe ich einfach die Aufnahmeprüfung versucht. Die hat fünf Tage gedauert und ich bin mir wirklich vorgekommen wie beim Film Fame, der mir als Kind sehr gefallen hat. Gehst du mit deinem ältesten Sohn schon ins Theater? Stefano: Ich gehe mit allen drei Kindern schon ins Theater. Sie schauen sich alle Stücke an, wo ich mitspiele. Da sind sie dann gefangen und gefesselt, auch wenn sie nicht immer alles verstehen und vielleicht auch mal bei falschen Sachen lachen und bei Stellen, wo man lachen sollte, haben sie vielleicht Angst. Also es ist sehr interessant wie Kinder das manchmal sehen. Sie sind sehr konzentriert beim Zuschauen, können sich auch länger konzentrieren als bei einem Film. Außer es ist wirklich ganz schlecht, dann merken sie das sofort und bringen das auch zum Ausdruck. Die merken das, ob wirklich ein Konflikt auf der Bühne stattfindet oder es nur ein Bla bla ist.

6. + 7. März '13

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Interview: Paul M. Delavos

Die Verwandlung des Junggesellen Bernardo Stephani können Sie von 12. Februar bis 2. März und von 2. bis 25. Mai bei Die Zähmung des Widerspenstigen im Wiener Metropol live mitverfolgen.

1190 Wien, Heiligenstädter Straße 31, Tel.: 367 68 69 - office19@bierig.at So-Mi von 10 bis 1 Uhr, Do-Sa von 10 bis 2 Uhr - kein Ruhetag

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Was sind deine weiteren Pläne? Stefano: Neben Die Zähmung des Widerspenstigen, spiele ich im März im Theater Rabenhof in Wolfi Bauer Superstar – die Gala, wo Hubsi Kramar Regie führen wird. Im Jänner werde ich voraussichtlich wieder einen Film drehen. Kommenden Sommer mache ich einmal kein Sommertheater sondern genieße den Urlaub in Österreich mit meinen Kindern. Die wachsen so schnell und es macht großen Spaß ihnen dabei zuzusehen.

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© Ingo Pertramer (2)

COLUMBO DREAMS EINE RASANT-SPANNENDE KOMÖDIE MIT MUSIK

Das Brüderpaar Peter (Konzept & Buch) und Klaus (Musik) Waldeck schrieb mit Columbo Dreams eine witzige Kriminalstory ganz im Stil der Columbo-Folgen. So kennt das Publikum bereits zu Anfang den Mörder und beobachtet dann wie der Wiener Kommissar Alfred Constanza bemüht ist, den Fall zu lösen. Neben dem Komissar, gespielt von Gerald Votava, sind auch Christian Dolezal als Barry, Eva Maria Marold in Doppelbesetzung (Constanzas Mutter / Journalistin) und Manuel Rubey als Verdächtiger zu sehen. TICKET traf die Darsteller zu einem Gespräch, das sich genauso komödienhaft schräg entwickelte wie das Stück.

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Wie würdet ihr Columbo Dreams einordnen? Gerald Votova: Für mich ist das Stück eine neue einzigartige Form mit interessanten stilistischen Elementen wie z.B. den Comicfiguren, in dem aber der Kriminalfall um den Mord an Sexmuseumsbesitzer Edgar DeVries – den ja auch Christian Dolezal spielt – auf Basis der alten Columbo-Folgen gelöst wird. Christian Dolezal: Es beginnt eigentlich wie ein Kammerspiel der 60er-Jahre und entwickelt sich dann immer mehr zu einem modernen Comicstrip; eigentlich ein neues Genre. Wie weit ist für euch Columbo eine Ikone? Gerald: Eine Ikone im religiösen Sinn ist er nicht; im showgeschäftlichen Sinn ist er für mich natürlich eine Ikone, eine sehr gut zementierte Figur, die über Jahrzehnte Familiengenerationen begleitet hat. Eva Maria Marold: Nämlich über Jahrzehnte – das heißt wirklich etwas! Manuel Rubey: Ich habe die ersten Staffeln noch einmal durchgeschaut im Zuge dieser Arbeit und es ist wirklich eine unfassbare Qualität auf verschiedenen Ebenen. Davon kann man sich heute einige Scheibchen wieder abschneiden. Abgesehen davon, dass ich die Ästhetik toll finde. Und was Gerald hier als Alfred Constanza abliefert ist ganz großes Tennis. Außerdem ist es für mich ein Hochgenuss eine Theaterproduktion zu machen wo man erstens alle Menschen mag und auch noch gut findet – das ist mir bis jetzt noch nicht so oft passiert! Worauf bezieht sich der Stücktitel Columbo Dreams? Gerald: Der bezieht sich auf Constanza, der ein großer Columbo52

Fan ist. Allerdings scheitert er in seinen Ermittlungen und kann den Fall erst mit der Unterstützung seines Kollegen Barry, dem Auto-Cop-Fan, lösen. In den Columbo-Folgen kommt ja die Action eher zu kurz aber wir haben Barry und mit Christian einen Spezialisten dafür. Christian: Ich habe da so richtig die Möglichkeit mich auszuleben. Und ich habe auf der Bühne wirklich ein sprechendes Auto – dargestellt vom großartigen Adem Karaduman – wer hat das schon? Gerald: Und natürlich geht es auch darum, dass Constanza unbedingt Kempinsky des Mordes überführen will und dabei alles unternimmt, sich gegen einen reichen, erfolgreichen und daher mächtigen Menschen durchzusetzen. Da kann man schon einige Parallelen zwischen Kempinsky und realen Figuren ziehen. Christian: Es bleibt natürlich dem Publikum überlassen, wie es dann interpretiert. Gerald: Aber der erhobene Zeigefinger ist schon – wenn auch unsichtbar – da. In vielen Berichten zum Stück wurde André Heller in deiner Darstellung des Universalkünstlers Kempinsky erkannt. Ich selbst habe bei deiner Interpretation gar nicht an Heller gedacht als ich das Stück gesehen habe. Manuel: Das ist großartig, weil ich eigentlich auch vorhatte André Heller NICHT zu bedienen. Weil mir eine Heller-Persiflage als ausgelutscht erscheint. Offensichtlich sind die Texte dieser Figur so André-Heller-lastig, dass sich dieser


Eindruck nicht vermeiden lässt. Aber mein Bestreben war es nicht! Und ich finde das super und dir ist das wirklich hoch anzurechnen, dass du dir das Stück vor unserem Gespräch angesehen hast. Das ist heutzutage auch nicht mehr selbstverständlich! Wie schafft ihr die Sprünge zwischen den unterschiedlichen Figuren die ihr darstellt? Eva: Ich habe das Glück, dass das bei mir so verschieden ist, dass das nicht so schwer ist. Die sind so konträr – alleine durch das Kostüm, aber auch durch den Text. Christian: Meine Figuren sind ja so holzschnittartig, vielleicht kann man sogar sagen überzeichnet, dass es schwierig wird irgendetwas zu vermischen – es ist ja keine psychologische Herangehensweise sondern mehr eine Kasperliade. Manuel: Aber ihr macht das wirklich großartig – ihr tut so, als wäre das so einfach. Christian: Und natürlich ist es ein Teil des Gaudiums, dass man in verschiedene Rollen schlüpft aber die Leute immer den Gleichen sehen. Eva: Also mich hat ja nach der Premiere wer gefragt warum sich Vera Stockholm nicht verbeugen gekommen ist. Und wer anderer hat zu mir gesagt, die Mutter singt ganz gut, aber auch Vera Stockholm singt nicht schlecht. Dann ist ja der Plan eigentlich aufgegangen, wenn es das Publikum nicht merkt, dass beide von der gleichen Schauspielerin gespielt werden? Eva: Ja, ich finde das ja auch super. Gerald: Christian hat es da natürlich auch leichter, weil er als deVries ja am Anfang ermordet wird und sich als Toter nicht mehr verbeugen kann. Eva: Wobei in der Oper singen sie ja auch noch eine Arie mit dem Messer im Bauch. Also das geht schon wenn man will. Wie viele Columbo-Folgen hast du angesehen? Gerald: Ich hab aufgehört zu zählen, aber schon einige. Als Jugendlicher habe ich viele gesehen, dann jahrelang nicht und jetzt habe ich mir die DVDs gekauft und vor allem den jungen Peter Falk angesehen. Manuel: Gerald macht das wirklich großartig und ein Besuch im Parallel-Universum Rabenhof um Columbo Dreams anzusehen lohnt sich definitiv!

Fiebern Sie , 18., 19., 25., 16. am 30. Jänner bei d un . 26 Columbo Dreams mit und erleben sie eine einzigartige, spannende Komödie im Rabenhof Theater Wien.

MUSICAL.SHOW

Interview: Paul M. Delavos

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© Thommy Mardo

Von 11. bis 13. Jänner wir d JEDES Musical-Liebh aber-Her z höher schlagen , wenn Musical Rocks im Wiener MusemsQuart ier (Halle E) Statio n macht!

MUSICAL ROCKS Kehrt nach vier Jahren nach Wien zurück! Immer diese Entscheidungen … Lassen Sie sich doch die, über die Stilrichtung Ihres nächsten Musicalbesuchs, abnehmen und begleiten die 20 Darsteller von Musical Rocks auf eine Reise durch die 18 schönsten, aufregendsten, traurigsten, buntesten und lautesten Musicals der letzten Jahrzehnte. Dahinschmachten bei Dirty Dancing, Mitfiebern beim Bandenkrieg von Grease, Lachen mit der alleinerziehenden Mutter Donna in Mamma Mia oder Träumen mit der

Inszenierung von The Lion King. Mit Musical Rocks kehrt vier Jahre nach der Premiere eine Produktion nach Wien zurück, die selbst Musical-Muffel aus den Startlöchern lockt. Abwechslungsreich, frech, bunt und für alle unterhaltsam reißt dieses Feuerwerk an Musical-Hits die Zuseher aus ihren Stühlen und bringt diese spätestens bei We Will Rock You zum Tanzen. (ks)

Wohin soll‘s gehen?

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NADJA MALEH: DER ULTIMATIVE JACKPOT

KABARETT.COMEDY

„Glück liegt nicht darin, dass man tut, was man mag, sondern mag, was man tut“, sagte Sir James Matthew Barrie einst. Dies trifft auch auf die in Wien lebende Tirolerin mit syrischen Wurzeln Nadja Maleh zu, die sich in ihrem dritten Solo Jackpot diesem Thema widmet, welches allein bei Google ungefähr 112 Millionen Suchergebnisse auswirft.

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Anleitungen und Tipps zum Glücklichsein gibt’s wohl schon zur Genüge, oder scheinbar doch nicht? Nadja Maleh: Das Thema ist so riesig, dass es wohl nie genügend Tipps geben kann, noch dazu wenn das Ganze schon auch ein wenig relativ ist. Was für einen der größte Jackpot, sprich das ultimative Glück ist, ist für den anderen ein wahres Unglück. Jede/r ist auf der Suche, ob bewusst oder unbewusst. Ich sage, probieren wir das große Spiel! Es kennt zwar niemand das Ergebnis des Spiels, aber bevor man es nicht probiert, wird man es nie wissen, oder? Das heißt, dass du die Spielregeln des Lebens kennst? Nadja: Nein! Ja! Oh nein! Aber: na und! Ich enthülle sie trotzdem in meinem neuen Solo: 10 Spielregeln für den ganz großen Jackpot im Leben, Glücksgarantie inbegriffen. Das klingt jetzt doch ein bisserl zu einfach. Geht’s wirklich so leicht? Nadja: Keinesfalls. Der Mensch hat zwar einen natürlichen Spieltrieb, möchte aber gleichzeitig sein Schicksal selbst in die Hand nehmen und alles steuern und kontrollieren. Bei derartigen vorprogrammierten Reibungsflächen kann das gar nicht so einfach klappen. Zum Glücklichsein braucht es schon

auch ein wenig Demut und Gelassenheit. Und wer akzeptiert, nicht gegen die Regeln von Wirkung und Ursache anzukämpfen, wird merken, dass sich rasch Erfolg einstellt. Oder auch nicht. Oder was? Ach, wer kennt schon die Wahrheit? Nachdem du ja hoffentlich im neuen Stück auch wieder „viele“ sein wirst, werden wir Gelegenheit haben verschiedene Erfolge aber auch Misserfolge der Glückssuche zu sehen, oder? Nadja: Natürlich gibt es ein Wiedersehen meiner Lieblingsfiguren, die ja schon so etwas wie mein Alter Ego geworden sind. Ich könnte den Abschied meines indischen Spirit Mandala, meiner russischen Domina Olga oder meiner sächsischen Alleinunterhalterin Ramöna gar nicht verkraften, sind sie doch schon so etwas wie meine ständigen Wegbegleiter geworden. Aber es wird auch neue Charaktere geben, so z.B. eine desillusionierte, menschenfeindliche Beziehungsberaterin. Lasst euch einfach überraschen! Wird auch wieder gesungen? Nadja: Klar, die Musik wird mir immer wichtiger, geht sie doch ohne Umwege über den Kopf direkt ins Herz hinein. Erstmalig habe ich für dieses Programm mit Musikern an eigenen


Wie steht’s mit deinem Glück. Kann man sich darauf verlassen, oder sollte man schon auch ein kleines Schäuflein dazu beitragen? Nadja: Die Wissenschaft sagt, dass 50 % genetisch bedingt ist und man für die restlichen 50 % selber verantwortlich ist. Ich versuche dies auch in meinem Job zu leben, denn was Sinn macht, macht auch glücklich. Wenn ich also mein Publikum glücklich machen kann, bin ich es auch selbst - also ein Win-Win-Situation für beide - Herz was willst du mehr? Glück ist für mich aber auch immer ein Zustand. So wichtig natürlich das große Lebensglück ist, sind es auch die kleinen Glücksmomente. Ich empfinde auch meine Wurzeln, meine Familie als großes Glück. Wenn mir auch schon Furchtbares widerfahren ist, so würde ich mich schon als Glückskind bezeichnen. Darüber hinaus ist es auch ein Glück für mich, mit Talent gesegnet zu sein, wenngleich ich schon selbst dafür verantwortlich bin, etwas daraus zu machen. Und materielles Glück? Was würdest du machen, wenn du den Jackpot knackst oder einen 6er im Lotto hast? Nadja: Ein Zitat von Jean Paul lautet: „Besitz macht uns nie so glücklich, wie Verlust uns unglücklich macht!“ Da sind wir schon seltsam, wir Menschen! Schauen eher auf das, was fehlt, als auf das, was schon da ist! In punkto Absicherung wäre ein materieller Jackpot ein gewisses Sicherheitsgefühl keine Angst haben zu müssen, dass das Geld einmal nichts

Gibt es ein Geheimnis für dein künstlerisches Glück? Nadja: Das ist nicht leicht zu verstehen, denn wenn etwas nicht funktioniert, verstehe ich das ja auch nicht immer! Vielleicht liegt es daran, dass ich meinen Job mit Herz mache, denn wenn man etwas von Herzen gern macht und noch dazu versucht die bestmögliche Qualität zu liefern, dann macht man es normalerweise gut. Gott sei Dank verspüre ich nach wie vor Begeisterung bei dem, was ich mache. Vielleicht liegt es auch am Wechselspiel der Über- und Unterforderung, wenn sich dabei die Grenzen immer ein wenig erweitern. Interview: Didi Rath

miere Die Ös terreich-Pre immSt en ch is st des parodi . Jänner im wunder s is t am 24 s 26. April Stadtsaal Wien. Bi noch durch tour t Nadja Maleh ichs und macht den Os ten Ös terre , St. Pölten dabei Halt in Oslip rg! und Klos terneubu © Henrik Spranz

Muss die Musik zur jeweiligen Figur passen? Nadja: Es schadet keinesfalls, wenn beides inhaltlich zusammenpasst. Wahrscheinlich könnte ich jeder meiner Figuren einen verschiedenen Musikstil verpassen, denn auch hier ist die Bandbreite riesig. Gewisse Rhythmen untermauern sogar verschiedene Charaktereigenschaften.

mehr wert sein könnte. (obwohl: in Zeiten wie diesen, wos waß ma!) Am schönsten wäre es wohl, auch Nein sagen zu können, quasi luxuriöse Freiheit erkaufen zu können. Nie wieder einen Job machen zu müssen, den ich nicht ganz 100%ig machen will. Doch mit viel Geld kann man nicht nur sich selbst, sondern auch andere glücklich machen. Ich liebe es Geschenke zu machen, die würden dann vielleicht etwas wertvoller ausfallen. Außerdem könnte ich mit viel Geld auch Mäzen sein, würde gerne junge (oder alte!) Talente fördern.

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Liedern gearbeitet. Somit habe ich vorerst das Baby Musik geboren und ganz oben auf meiner Wunschliste steht ein Geschwisterchen namens Liveband, aber dieser Traum muss noch ein wenig warten. Natürlich dürfen im Kabarett auch bekannte Coverversionen nicht fehlen, die mit meinen eigenen Texten ja wiederum neuen Schwung bekommen.

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WAS DENN SONST? HORST LICHTER KOCHT …

Er ist ein hervorragender Entertainer. Nebenbei. Denn eigentlich kennt man Horst Lichter als dekorierten Star-Koch, der nebst Können in der Küche für Lacher sorgt. TICKET erreichte den sympathischen Deutschen daheim, im Schwarzwald.

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Meine Tochter kennt dich aus dem Fernsehen und, als ich von unserem Interview erzählte, meinte sie: Frag’ ihn, warum er Koch geworden ist? Horst Lichter: Für mich war als Kind schon klar, dass ich Koch werde. Ich liebte es, mit Mama und Papa, meinem Bruder, Oma und Opa am Tisch zu sitzen und zu essen. Das waren immer die schönsten Momente am Tag. Ich mag es mit Menschen zusammenzusitzen, zu erzählen, zu lachen, lecker zu essen und bleibe gerne länger sitzen. Da ich Menschen liebe, dachte ich, das ist die beste Gelegenheit, Menschen zusammen zu bringen.

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Deine dritte Show heißt Jetzt kocht er auch noch!. Was solltest du sonst tun? Horst: Das ist das Schöne, dieser Sarkasmus. Viele meinen durch Lafer, Lichter, Lecker: Sag’ mal, hat der den Beruf denn gelernt? Der macht ja nur Blödsinn, der lacht, der kniet sich da vor seinen Arbeitstisch hin und massiert die Möhre, bevor er sie schält. Ich wollte diesen Bruch machen, dass ich auf der Bühne auch koche. Aber es ist keine reine Koch-Show. Die Menschen, die mich kennen, werden genau das kriegen, was sie möchten. Jede Menge Spaß, leckeres Essen, aber sie werden auch mal nachdenken, vielleicht sogar mal traurig werden, aber mit einem Riesenlacher nach Hause gehen. Ich entführe die Menschen in meine Gaststube, ich möchte, dass sie in meine Welt abtauchen. Wir haben richtig Spaß momentan.

Ist eine Koch-Show vor so großem Publikum nicht schon weit weg vom Kochen? Horst: Ich kann nur von den Abenden sprechen, die wir bisher hatten. Da gab es oft Standing Ovations und das ist das Schönste, was man haben kann. Es den einen oder anderen Abend, an dem ich vor Rührung geweint habe, und trotzdem bin ich lachend von der Bühne gegangen. Der eine oder andere Besucher hat auch Glück, dass ich ihn auf die Bühne hole und er sitzt an einem wunderschön gedeckten Tisch. Er wird dann nicht verarscht oder wegen körperlicher Mängel nach oben geholt, sondern der darf da oben in einem gemütlichen Restaurant sitzen und richtig lecker essen. Was kann man von der Show mit nach Hause nehmen? Horst: Es sind drei Dinge. Die Menschen schreiben so viel Positives, die das nachgekocht haben und das super lecker fanden. Ich hatte noch nie so viel Feedback wie jetzt. Am meisten schreiben mir die Menschen, dass ich ihnen Mut gemacht habe, sie zum Nachdenken angeregt habe und dass sie sehr viel gelacht haben. Das hinzubekommen gelingt nur, weil ich auf der Bühne ganz bei mir selbst bin. Ich bin kein Comedian, ich bin kein Kabarettist, ich bin ein bisschen Koch, aber ich bin ganz viel ich selber. Das macht mir unfassbar viel Freude und ich hätte nie gedacht, dass das ein so großer Erfolg wird.


Was meinst du zur aktuellen Diskussion über die enormen Mengen an Lebensmitteln, die weggeworfen werden? Horst: Das ist wichtig, aber man vergisst bei der Diskussion einen ganz wichtigen Punkt. Wenn darüber diskutiert wird, dass ein Supermarkt alles einen Tag vor dem Ablaufdatum wegwirft, dann regen sich alle darüber auf, denn das kann man alles noch essen. Das ist richtig, aber da ist auch Scheinheiligkeit dabei. Man muss da überlegen. Wenn ich in einen Supermarkt gehe und da würden nur Sachen stehen, die gerade ablaufen, würde ich mich nicht aufmachen und in den Supermarkt nebenan gehen und da die Dinge zu kaufen, die noch eine Woche haltbar sind? Suche ich mir nicht selbst die Dinge aus, die frischer aussehen? Wenn ein Supermarkt etwas verkauft, das drei Tage abgelaufen ist, bekommt er nicht vielleicht eine Klage an den Hals? Man muss beide Seiten abwägen. Was möchte ich als Verbraucher? Ich möchte frische, schöne Bio-Produkte, ich möchte alles Gute haben. Es bleiben aber immer Sachen übrig und man kann sagen: „Die können ja weniger hinlegen.“ Das ist auch richtig. Aber möchte ich derjenige sein, der wegen seines Jobs abends als letzter in den Supermarkt kommt, der Weißbrot haben möchte und es gibt nur noch Schwarzbrot? Würde ich da nicht in den Supermarkt gehen, wo Man sollte mehr ich mein Weißbrot bekomme? von lecker reden Man muss mit der Scheinheiligkeit ein bisschen als von gesund. vorsichtiger sein. Jeder von uns kann etwas dazu tun. Ich wohne mit meinem Schatz alleine, die Kinder sind aus dem Haus, also kaufen wir nur für ein, zwei Tage ein, und nur das, was wir essen können. Wir haben trotzdem noch eine Lagerhaltung zu Hause, das ist Mehl, Zucker, Backwaren, Nudeln, Teigwaren, Reis. Wir haben auch ein, zwei Dosensuppen, wenn wir abends mal Hunger haben. Wir kaufen auch keine Kiste Mandarinen, sondern nur ein paar Mandarinchen. Wir schmeißen dementsprechend weniger weg.

UNTER GEIERN I Stangl, der Großmeister des Humors wird auch nach drei Jahrzehnten nicht müde, das bunte Treiben in diesem Lande satirisch unter die Lupe zu nehmen. In seinem 22. Solo geht es jedoch nicht um den K(r)rampf zwischen Mann und Frau, sondern um Bankster und anderen Ganoven. Um der Krise zu trotzen, macht er es diesen gleich, gründet seine eigene Privatstiftung in Lichtenstein, der ein Treuhänder auf den Bahamas hintansteht, der ihn wiederum über einen Schweizer Finanzkonsulenten an eine Investorengruppe verleast. Alles unter dem Dach der Stangl-Holding mit Sitz in einem Briefkasten in Panama. Ist es nicht schön, wenn man dann wie er sagen kann: „Meine Gewinne sind die Verluste der anderen“? Krisenresistent sind demnach Jobs wie Aktienanalyst, Lobbyist, Spindoctor oder Rüstungsindustrieller. Die tragen zwar nichts zum Wohlstand der Gesellschaft bei, doch von der Krise spüren sie garantiert nichts. Darüber hinaus wird auch ihr Vermögen sicher nie angekratzt, und die politische Umverteilungsdebatte lässt sie kalt. Ergo: Unter Geiern geht’s nur Geiern gut! Wenn man bedenkt, dass man diese Tricks & Tipps lediglich zum Preis einer Eintrittskarte bekommt, sich also Anlage- und Steuerberaterkosten spart, hat man nebst niveauvoller Unterhaltung auch noch ein Schnäppchen gemacht. I Stangl

Was verjagt dich aus einem Lokal? Horst: Ein richtig unfreundlicher Kellner. Wenn der edler und feiner ist als ich und er mir das Gefühl vermittelt, dass ich ihn bei seinem Tagesablauf störe. Was ich nicht mag, sind extrem unangenehme Menschen generell. Wenn ich irgendwo Essen gehe und die versprechen etwas oder vermitteln etwas, was sie nicht machen. Wenn ich in ein feines Lokal gehe, was bei mir selten ist, und die sagen, sie machen ein Maronenschaumsüppchen oder eine Ente auf eine sensationelle und ganz andere Art … und auf einmal krieg’ ich eine Suppe angerührt, wo eine Kastanie da in einer Brühe rumschwimmt. Das ist falsch. Ich vermisse manchmal die ehrliche, echte Küche. Und man kann mich mit Austern verjagen. Wenn du mir einen Teller Austern hinstellst, würde ich sagen: „Tu die wieder ins Wasser, ich hab‘ keine Dschungelprüfung heute.“

11. Jänner, Posthof Linz Zwischen 21. Jänner und 29. April, Kabarett Niedermair Wien

KABARETT.COMEDY

Weshalb kennt der Koch-Boom derzeit keine Grenzen? Horst: Im Fernsehen liegt der Erfolg daran, dass Kochen urplötzlich Unterhaltung wurde, und kein Lehrbereich oder eine Schulung mehr war. Wenn man einen Stoff trocken und korrekt vermittelt, ist er nicht unterhaltsam. Jetzt schalten viele Menschen ein, die sich nicht fürs Kochen interessieren, aber gerne lachen. Dass viele Menschen zu Hause kochen, als Hobby und nicht zum täglichen Gebrauch, aus Spaß, aus Lust am Kochen liegt daran, dass wir vermitteln, dass man während dem Kochen auch viel Freude haben kann und nachher merkt: „Guck’ mal, das hab’ ich gemacht, das war gar nicht so schwer.“

KABARETTSPLITTER Didi Rath

© Ludwig Rusch

Worüber wird denn da nachgedacht? Horst: Über das Leben und über das, worüber sie sich sonst aufregen. Ich glaube, das erdet. Ich gehe nicht hin und suche mir jemanden mit abstehenden Ohren aus dem Publikum aus und verarsche den vor allen, damit sich die anderen kaputt lachen. Der einzige, über den ich mich wirklich ernsthaft lustig mache, bin ich selber. Aber ich rede auch über die Dinge die wichtig sind. Es gibt einen Programmpunkt, der sehr, sehr schön ist. Der kommt relativ am Schluss, da ist es im Saal auf einmal mucksmäuschenstill, wo gar keiner mehr redet und mir alle zuhören. Das ist wunderschön. Aber mehr verrate ich jetzt nicht.

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Wie kocht man garantiert eine Frau ein? Horst: Ach, das ist ganz schwer. Ich glaub’, da sind die Mädels zu unterschiedlich. Wenn die sehen, dass du es mit Liebe und Freude machst, dann hast du schon gewonnen. Trotz aller Emanzipation auf dieser Erde, die auch richtig ist, glaube ich, dass es eine Frau immer noch mag, wenn sie hofiert wird, wenn ein Mann auch ein Gentleman ist.

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Live spürt man mehr.

Wie macht man Kindern Gemüse schmackhaft? Horst: Man sollte mehr von lecker reden als von gesund. In dem Moment wo ich sage: „Schatz, das ist doch so gesund, das ist gut für deine Knochen, für die Muskulatur, für deinen Kopf“. Das wollen Kinder nicht hören. Kinder reagieren schon allergisch, wenn sie das Wort Gemüse hören. Die wollen hören: „Das ist lecker, das ist richtig lecker!“ Dann verpacke es einmal anders. So eine frische Kohlrabi, aufgeschnitten in kleine Stängelchen, die ist unglaublich lecker, das muss man Kindern mal geben. Mach‘ abends mal einen schönen Snack aus rohem Gemüse, wo du das ganz witzig gestaltest, das kriegt man schon mit der Optik hin. Es gibt so eine lustige Maschine zum Spaghettimachen. Da drehst du das einfach durch und es kommen so Kringelchen raus. Was ist die größte Unart beim Kochen? Horst: Das ist momentan eine Mode, dass man immer mehr dazu übergeht, roh zu essen. Es wird immer weniger gegart. Ich kann mich daran erinnern, ich bin jetzt 50, als man Fisch per se durchgebraten hat. Fisch war früher immer gar. Wenn da mal ein Stück glasig war hat man gesagt: „Gott, das kann ich nicht essen, das ist ja noch roh in der Mitte.“ Heute ist es Mode, dass der wunderbar glasig sein muss, dann ist er perfekt. Das geht und schmeckt auch wunderbar, aber nur, wenn du ein ganz frisches Produkt hast und du dazu bereit bist. Ich glaub’ nicht, dass ich meiner Mutter eine Freude mache, wenn ich ihr einen Fisch serviere, der in Ich selbst tu der Mitte glasig ist. Die andere Unart ist, dass man mir nicht leid. mehr und mehr zu Schaum und Gelee verarbeitet. Wenn man hingeht und die molekulare Struktur verändert … die reine Molekularküche wird nie den Durchbruch haben wie man sich das erhofft. Du hattest zwei ernsthafte Erkrankungen, Schlag- und Herzanfälle. Beeinflusst dich das heute noch oder ist das schon ganz weit weg? Horst: Nee, das ist nicht ganz weit weg. Ich bemitleide mich nicht, aber wenn ich meine eigene Geschichte lese, tut mir dieser Mensch leid. Ich selbst tu mir nicht leid. Aber es hat mein Leben extrem beeinflusst. Dieses Leben ist viel zu kurz und zu schade, um mich aufzuregen, mich zu ärgern oder missmutig durch die Gegend zu laufen. Ich mache das anhand eines Vergleichs. Mein Papa ist 57 geworden, demnach hätte ich jetzt noch sieben Sommer. Das ist zu wenig Zeit um mich zu ärgern über ein Parkticket, über jemand der unfreundlich war, und ich möchte keine Energie aufbringen mit dem zu zanken. Früher hast du leidenschaftlich alles Alte gesammelt. Ist das auch heute noch so? Horst: Ich sammle immer noch, aber andere Dinge als früher, eigentlich keine Dinge mehr. Ich habe früher alles gesammelt, Gegenstände, die mir Menschen gegeben haben, wo tolle Geschichten dran hingen. Hauptsächlich alles rund um Auto und Motorrad, dann aber kreuz und quer, über Schreibmaschinen, Klaviere, alles, was irgendwie ging. Heute habe ich mich von vielen Dingen befreit, hab’ sie Menschen geschenkt, die sich wahnsinnig gefreut haben, teilweise hab’ ich verkauft und das Geld gespendet. Heute sammle ich hauptsächlich die Erinnerungen mit Menschen, mit denen ich


eine supergeile Zeit hatte und wenn es nur eine halbe Stunde war. Weiterhin bleibt die Leidenschaft für Auto, Motorrad, für alte Zeitschriften und Bücher. Aber da lese ich wieder, was Menschen gemacht haben. Das Stichwort Motorrad ist gefallen. Welchen Stellenwert hat für dich das Motorradfahren? Horst: Ganz weit oben! Ich liebe Motorräder, das ist eine meiner größten Leidenschaften überhaupt. Es geht gar nicht ohne. Ich hab’ immer ein paar Motorräder da stehen, ich liebe die, ich verehre sie, vergöttere sie seit meiner Jugend. Ich wohne ja jetzt im Südschwarzwald, was Österreich nahe kommt, das ist eine Art „Österreich light“. Wenn ich alleine am Motorrad sitze und meinen Gedanken nachhänge. Das ist so wunderbar. Da muss ich nicht rasen, auch wenn ich schon mal Gas gebe. Aber meistens ist es wie ein gemütliches wandern mit dem Motorrad. Wenn ich den Klang höre, dann mal anhalte und irgendwo einen Kaffee trinke, Kuchen esse, Schnitzel esse, mit anderen Motorradfahrern spreche. Das ist für mich Leben pur, da bin ich so ganz bei mir. Das ist einfach traumhaft schön.

WIEDERSEHEN MIT „SABRINA-STAR“ MELISSA JOAN HART

Melissa & Joey erstmals im deutschsprachigen Fernsehen

Interview: Alexander Haide

Wie sich Joey als männliche Nanny behauptet und wie Mel mit der Ausnahmesituation und dem neuem Job zurechtkommt, zeigt Comedy Central immer montags bis donnerstags um 21.40 Uhr. Comedy Central ist der richtige Sender für alle, die am Feierabend einfach Spaß haben wollen – Lachen garantiert! Der Programm-Mix vereint Qualität, Vielfalt, Spaß und Humor. Egal ob Sitcoms, Cartoons, Sketch- und Live Comedy, Dramedy oder die neusten Comedy Serien, COMEDY CENTRAL bildet alle Facetten des Genres ab. www.comedycentral.tv

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Jetzt kocht er auch noch! am 12. April in Salzburg, am 13. April in Wien, am 14. Ap ril in Linz und am 15. Ap ril in Gr az. Na Mahlzeit!

Nur bei Comedy Central und immer montags bis donnerstags ist die erfolgreiche US-Serie „Melissa & Joey“ mit den Publikumslieblingen MELISSA JOAN HART (SABRINA, THE TEENAGE WITCH) und JOEY LAWRENCE (BLOSSOM) zu sehen. Wider Willen müssen sich Lokalpolitikerin Mel und der gescheiterte Finanzmakler Joey um zwei Teenager kümmern. Mel, als deren Tante und Joey als kurzerhand engagierte männliche Nanny. Das Chaos ist vorprogrammiert.

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31. DEZEMBER – DA WAR DOCH Wie jedes Jahr, neigt sich auch das heurige schon bald dem Ende zu. Und alljährlich die gleiche Frage: Was tun zu Silvester? Wohin? Mitarbeiter unserer Regionalstellen haben kurz ihren ganz persönlichen Silvesterablauf beschrieben. Vielleicht kann man sich hier Inspiration holen? Und außerdem gibt es auch heuer wieder ein Feuerwerk an Veranstaltungen!

Eine Silves terAuslese bietet Mike Supancic im Wiener Orpheum.

Es wird mehr getrunken als gegessen – drum sind Traditionen auch schnell vergessen. Zu Mitternacht ein Küsschen hier, ein Küsschen dort – dann ist Silvester auch schon wieder fort! Bei uns zu Hause ist das so und das macht uns alle richtig froh!

Im Dogana Innsbruck Congress geht es bei Silvester Beats heiß her.

Orsola & Carla Devescovi, oeticket – Region Süd

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Silvester zu zweit heißt es mit Sandra Cervik und Herbert Föttinger, Sandra Pires entführt in ihre Silvesterwelt und Joesi Prokopetz sagt Übrigens! Aber das nur nebenbei … All das im Wiener Theater Akzent!

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Part y, Part y, Part y heißt es im Salzburger republic bei Waldklang mit DJs aus Schweden, Deutschland und heimischen Gefilden.

Zu Mitternacht in das neue Jahr tanzen heißt es am Le Grand Bal in der Wiener Hofburg. Maschek redet wieder drüber – und zwar diesmal im Wiener Gartenbaukino.

Das Stadttheater Wels lädt zu seiner traditionellen Silvester Gala – mit dabei auch das Welser Symphonieorchester.

Ich bin konservativ – sagt Werner Schneyder im Wiener Akademietheater.

Ein klassisches Silvesterkonzert gilt es im Stefaniesaal im congress Graz zu erleben.


ETWAS? Am Vormittag kommen schon die Verwandten, Freunde und Nachbarn, um mit einem guten Backhendl das alte Jahr zuzuscharrn. Im neuen Jahr, da gibt’s nämlich Schwein, denn das Glück soll ja auf unserer Seite sein! Dann geht’s am Nachmittag zur Kirche zu Fuß, um zu danken für das gute Jahr zum Schluss. Und um zu bitten für ein gutes Neues Jahr, oder zumindest damit nix schlechter wird, als es war. Geschlemmt wird dann am Abend weiter, mit Wein und Bier – das macht alle heiter. Im Fernsehen läuft der Andy Borg mit seinem Stadl, das erweckt das Tanzbein in unseren Wadln. Um Mitternacht lassen wir die Korken knallen, und uns innigst küssend in die Arme fallen, den Donauwalzer im Hintergrund, schauen wir wie die Nachbarn sich schießen wund.

Doris Koch, oeticket – Region Süd

Paulus Manker lädt auch zu Silvester in das traditionelle k.k. Telegrafenamt und erzählt erneut die Geschichte der Alma.

Italo-Pop nonstop gibt es mit den Publikumslieblingen aus Ti Amo im Wiener Metropol.

Dann wird’s spannend: Um 20:15 Uhr drehe ich den Superflat Screen auf und schau den Silvesterstadl mit dem halslosen Andy Borg (so fesch …). Um 20:45 Uhr gehe ich mit meinen Kindern schlafen. Um 23:40 Uhr weckt mich der Wecker auf. Ich stoße mit meiner Resi auf das Neue Jahr an, tanze mit ihr den Donauwalzer (mitzählen … 1-2-3, 1-2-3, gebe der kleinen Toni ein Flaschi, gehe in den Wald und hör mir im Nebel (am Nebelstein!) das Feuerwerk vom Moorbad Harbach an und lege mich wieder schlafen, um 2:45 quält mich Sodbrennen vom depperten Silvesterpunsch. Um 06:15 Uhr im neuen Jahr werde ich ganz sanft von meinen zwei Rabauken geweckt (ich hab noch immer Sodbrennen …). That’s Silvester im Wald4tel!!! Walter Baldauf, oeticket – Region Südost

Dirk Stermann erzählt über Österreicher und das im Akademietheater im Herzen von Wien.

Tricky Nicky zaubert auch zu Silves ter – und zwar im Casineum Linz.

Auch kochen kann man am Silvesterabend. Die Nuchefs laden zu ihren Kochkursen in das CusinaKochstudio am Wiener Spittelberg.

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Nach kurzem Schauspiel ist alles vorbei, dann gieß ma noch a bissl Blei. Dann geht’s aber glei mal ab in die Heia, damit wir fit sind für die nächste Feier.

Meine Familie und ich feiern Silvester wie jedes Jahr in unserem Haus im Waldviertel am Nebelstein (1017m hoch!) Wir heizen das Häuschen schön wohlig warm, selbstverständlich mit selbstgesammelten Holz aus dem Wald, trinken vorab einen heißen Punsch essen dazu Maroni aus Italien, gießen Blei mit den Kindern (sehr spannend weil sehr heiß!) Diskutieren über die gegossenen Figuren (meistens gebe ich nach …).

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CAVEWOMAN Zwei Wesen, ein Badezimmer Gabriele Benesch ist Heike, die Zukünftige von Tom, und sie wirft in Cavewoman – der Antwort von Emma Peirson auf Caveman – einen nicht immer wertfreien Blick auf die Spezies Mann und das (Zusammen-)Leben von den unterschiedlichen Wesen Frau und Mann. Heike steht kurz vor ihrer Trauung, die Hochzeitsgäste sind peinlicherweise zu früh erschienen und so fehlt nur mehr Tom: Doch der ist am Vorabend verschwunden nachdem Heike „Hau ab!“ zu ihm gesagt hat. So nützt sie die Zeit um einen Schnellkurs in Sachen Mann-Frau-Beziehung zu geben und da kann es schon auch deftig werden wenn es z.B. heißt: „Wenn Männer so gute Liebhaber wären, wie sie denken, hätten Frauen gar keine Zeit, sich die Haare zu machen!“ Die Bearbeitung und Inszenierung verantwortet der vielseitige Theatermann Erich Furrer; die Produzenten Theater Akzent, Theater Mogul und Theater-Comedy Production sorgen dafür, dass nach der Aufklärungsarbeit in Wien auch Kursstunden in den Bundesländern abgehalten werden. (pmd) Cavewoman bietet Ihnen am 19. Jänner sowie am 14. Februar im Theater Akzent einen Blick auf das Zusammenleben zweier unterschiedlicher Wesen, die sich einen Planeten, eine Stadt, eine Wohnung und – für Heike das Schlimmste – ein Badezimmer teilen müssen.

CAVEMAN

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Stefan Rager ist Tom, der in Caveman seinem Urahn aus der Steinzeit begegnet und von ihm die uralte Weisheit erfährt: Männer sind Jäger und Frauen sind Sammlerinnen! Damit ausgestattet beginnt er, die Welt der Frauen zu erforschen, aber wirft dabei auch den einen oder anderen Blick auf das eigene Geschlecht. Das Original Defending the Caveman von Rob Becker erblickte 1991 das Licht der Welt, seit 1995 wird es ununterbrochen am Broadway gespielt und ist somit das am längsten aufgeführte Solostück in der Geschichte des Broadway. Für Österreich wurde das Stück neu übersetzt und wird von Chris Lohner – die zum ersten Mal Regie führt – in Szene gesetzt. Für sie ist „das Besondere, dass Männer vom Mars sind und Frauen von der Venus. Das ist ja eigentlich die essenzielle Geschichte. Caveman liebt die Frauen aber er versteht nicht ihre Spiele, er versteht nicht ihre Sätze. Da kann man sich natürlich sehr gut vorstellen, zu welchen Missverständnissen es da kommen kann.“ Die Koproduktion vom Salzburger Landestheater, LSK und Theater Mogul wird nach einer Aufführungsserie in Wien auch die Menschen in den Bundesländern aufklären. (pmd) Lernen Sie bei Caveman von 15. bis 20. Jänner im Palais Kabelwerk Wien das andere und das eigene Geschlecht aus neuen Blickwinkeln kennen und so vielleicht auch besser verstehen!

© Wolfgang Linhart

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Du sammeln, ich jagen!


© Gerald von Floris (2)

‚WIR MENSCHEN BRAUCHEN MENSCHEN‘ ODER DER GANZ NORMALE WAHNSINN

DES UDO JÜRGENS Es war seine 24. Konzerttournee und diese trug den Titel seines aktuellen Studioalbums: Der ganz normale Wahnsinn. Demnächst steht der Live-Mitschnitt dieser Konzertserie ins Haus. Udo Jürgens, Österreichs großer Meister im Schreiben populärer Songs mit Tiefgang. Der Ausnahmekünstler, der Mann im weißen Bademantel, im TICKET-Gespräch über Musik, Kunst, Menschen und das junge Jahr 2013.

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Ihr letztes Konzert ist vor einigen Stunden zu Ende gegangen. Wie geht es Ihnen? Udo Jürgens: Es geht mir sehr gut, und gleichzeitig hat mich eine leichte Wehmut erfasst. Natürlich, wie immer nach einem letzten Konzert, denn man schließt Freundschaften mit den – zum Teil neuen – Musikern im Orchester. Auch mit den anderen ist man seit Jahren befreundet, und das Auseinandergehen ist immer ein schmerzlicher Vorgang. Da und dort fließen dann beim Abschied sogar Tränen.

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Die Bühnenlichter gehen aus, die Show ist vorbei. Ist da Ihr erster Gedanke „Gott Sei Dank“ im Sinne von „geschafft“? Udo Jürgens: Gott sei Dank ist es vorbei, das ist es nicht. Man hat das Gefühl, es ist geschafft und es ist hervorragend geschafft. Wir haben eine Serie von triumphalen Konzerten erlebt, das erfüllt einen natürlich mit einer großen Glückseligkeit. Aber dazu kommt auch das Gefühl, dass es einem sehr fehlen wird. Es ist nicht die Eitelkeit, die befriedigt wird auf der Bühne, sondern die Nähe der Menschen und das, was ich von der Bühne aus gegen Ende des Konzertes zu sehen bekomme. Da wird geweint, da wird gelacht … das Besondere war in diesem Fall ein Araber, der vorne an der Rampe stand, mit einem Transparent in arabischen Schriftzeichen, und ich wusste natürlich gar nicht, was das heißt und er hat mir dann zugerufen: „Seit 23 Jahren warte ich auf diesen Augenblick, ich bin aus Jordanien.“ Das ist ein Jordanier, der nach Wien

gekommen ist, weil er dieses Konzert erleben wollte und seit Jahren schon meine Platten gesammelt hat, sich die irgendwo besorgt hat. Solche Szenen vergisst man nie mehr. Stellt sich nach einer solchen Konzertreihe auch so etwas wie eine Leere ein? Udo Jürgens: Die wird ab übermorgen eintreten. Morgen noch nicht, weil ich zunächst anderes zu tun habe, man ist ja auch noch ein Privatmensch. Man hat ein Haus, man wohnt irgendwo, da hat sich inzwischen viel angesammelt und das lenkt einen im Moment ab, aber diese Leere kommt und zwar dann, wenn man den Fehler macht, sich zu sehr zurückzuziehen und zu sagen: „Jetzt erhole ich mich, jetzt stelle ich die Beine hoch und stehe mal ganz spät auf.“ Wie wichtig ist es für Sie, Zeit mit sich alleine zu verbringen? Udo Jürgens: Ich kann gut alleine sein und ich bin auch gern alleine. Ich kann natürlich nicht nur alleine sein – das ist nicht gut für mich, das ist für keinen Menschen gut. Ich habe Freunde, die hassen es, essen zu gehen, wenn weniger als zwanzig Personen am Tisch sitzen. Das mag ich nicht, ich mag es kleiner, ideal sind vier, da kann man sich jedem Menschen widmen. Aber wir alle sind verschieden veranlagt. Wir Menschen brauchen Menschen, das ist ein ganz wichtiger Punkt, der auch in meinen Liedern vorkommt. Dafür brauch ich Dich, das ich am Anfang des Konzertes spiele, soll das in etwa


ausdrücken. Rückzugphasen sind natürlich auch wichtig – ich kann dann meine Gedanken ordnen und planen, wie ich gewisse Dinge anpacke.

2013 beginnt eben erst. Gibt es Wünsche für dieses Jahr? Udo Jürgens: Ich möchte gesund bleiben. Ich bin gesund, ich habe körperlich mehr Kraft, als die meisten Menschen in meinem Alter – das ist mir bewusst. Ich bin glücklich, dieses tolle Leben mit Musik zu haben. Ich plane jetzt ein neues Album zu schreiben. Ich möchte mich wieder der kompositorischen Arbeit annehmen, das wird mich sehr fordern! Es sollen richtig gute Lieder auf diesem Album sein, die auch die Kompetenz haben in einem Konzert gespielt zu werden. Ich bin mir sicher, dass es mir wieder gelingt, ein gutes Album zu machen. Ich werde ins Studio gehen und eine wunderbare Zeit erleben, wenn ich diese Gedanken zum Klingen bringe. Gemeinsam mit den Musikern im Studio, wird man dann beschließen, dass die aufgenommenen Lieder auf einer Bühne gesungen werden müssen. Dann werde ich wieder Udo Jürgens wurde wieder im Studio meine alten Knochen gesichtet. Auf ein neue zusammenraffen und s Album samt Tour darf die Bühne betreten, man also hoffen! sofern die Gesundheit das zulässt, was ich sehr hoffe.

RADIO WIEN

LIVE IM JÄNNER

„Heimat bist du großer Töne…“ Udo Huber im Gespräch mit Blacky Schwarz. Zu Gast: WILFRIED, ULLI BAER, ANDY BAUM, CHRISTAN BECKER, GANDALF, AUSTRIA2 Live aus dem local und auf Radio Wien zu hören. Sonntag, 6. Jänner, 19.00 bis 20.00 Uhr Heiligenstädter Straße 31, 1190 Wien Eintritt frei! Radio Wien Clubkonzert EVA K. ANDERSON Live aus dem local und auf Radio Wien zu hören. Sonntag, 20. Jänner, 19.00 bis 20.00 Uhr Radiocafé, Argentinierstraße 30a, 1040 Wien Eintritt: € 7.Infos zu den Karten auf wien.orf.at und radiokulturhaus.orf.at

Radio Wien Afterwork Music Lounge MAYA HAKVOORT Dienstag, 29. Jänner, Beginn: 19.30 Uhr Eintritt frei! Steigenberger Hotel Herrenhof Herrengasse 10, 1010 Wien

DAS HÖRT SICH GUT AN.

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Sie sagen „Wir Menschen brauchen Menschen“. Was geben Sie den Menschen in Ihren Konzerten und was geben die Menschen Ihnen? Udo Jürgens: Was ich geben kann, ist der Versuch das zu übermitteln, was ich selbst empfinde. In erster Linie bin ich Komponist und versuche, Emotionen in ein Musikstück hineinzubringen. Es macht mir großen Spaß, Dinge zu kreieren die möglichst viel Emotion beinhalten – das erkennt man auch in meinem Buch Der Mann mit dem Fagott. Meine Lieder haben auch immer eine tröstende Funktion – ich will aber nicht sagen: „Denkt nicht mehr an schlimme Sachen.“ Ich möchte den Menschen Kraft geben und sie motivieren, sich dem Leben zu stellen, wie es ist! Kraft kann man aus den eigenen Gedanken, aus Kreativität, Literatur oder Musik schöpfen. Man sollte sich der Kunst zuwenden, sie ist die wahrste aller Religionen.

Generisches Interview

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ANDREAS GABALIER

BLICKT VOR – UND ZURÜCK 2012 war für ihn das Jahr der Superlative. Erst drei Österreicher vor ihm – Peter Alexander, Udo Jürgens und Falco – wurden wie er mit dem Bambi, dem wichtigsten deutschen Medienpreis geehrt. Von all den anderen großartigen Dingen, die Andreas Gabalier passierten, lassen wir ihn am besten selbst erzählen …

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Herzliche Gratulation zum Bambi! Das Rehlein springt jetzt in der Steiermark herum. Welcher Wald darf sich nun seine neue Heimat nennen? Andreas Gabalier: Es ist wieder dort, wo es hin gehört: Im Wald und in den Bergen (lacht). Es lebt aber eher am Waldrand von Graz, in St. Peter, denn da gibt’s im harten Winter a bissl mehr Nahrung …

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Wie läuft das bei so einer Bambi-Verleihung? Andreas: Wir, (Manager Klaus Bartelmuss und Andreas Gabalier, Anm.) hatten einen Tisch ganz vorne und das ist schon unglaublich, was die da abziehen. Es hat einen Flair von Hollywood! Ich habe schon beim Echo geglaubt, dass sich das nur mehr schwer toppen lässt, aber die BambiVerleihung war noch eine Steigerung. Ganz Düsseldorf war im Bambi-Fieber, die Motorrad-Eskorten haben unsere schwarzen Limousinen begleitet, das Hotel war komplett abgesperrt. Im Vorjahr war der Echo, dann das Konzert in der Wiener Stadthalle – das alles waren Träume, die für mich wahr geworden sind. „Das ist jetzt der Olymp“, habe ich mir gedacht, aber die Bambi-Verleihung hat alles noch übertroffen, auch was die Stars betrifft. Salma Hayek war total cool drauf. Als ich sie um ein gemeinsames

Foto gebeten habe, war es ihr „a great pleasure“. Diese Erinnerungen kann mir niemand mehr nehmen. Es heißt, du wirst dieses Jahr auch Songs in Englisch aufnehmen. Planst du eine US-Karriere? Andreas: Weiß ich nicht, aber wer es nicht probiert, wird auch nicht schlauer. Wir nehmen einfach einmal ein paar Titel auf, aber es ist auch nicht so, dass man dadurch gleich auf die große US-Karriere schließen kann. Ende Jänner werde ich für zehn Tage nach Nashville reisen, zuvor bin ich in Los Angeles bei der L.A. Music Week. Es geht um eine neue Klangfarbe für die nächste CD, eine neue Erfahrung, und es wird mir niemand verübeln, wenn auf der CD auch zwei, drei englische Titel drauf sein werden. Deine große Tour durch Deutschland: Was wird anders als bei den Österreich-Konzerten im Vorjahr sein? Andreas: Drei neue Songs, drei alte werden ausgetauscht. Das Bühnenbild wird verändert – sparen war gestern (lacht)! Die Planung betrifft ja unter anderem auch die Open-Airs in Österreich. Für die, die im Vorjahr schon einmal bei einem Konzert waren, die werden sehen: Es hat sich etwas verändert!


Du outest dich ja bei deinen Bühnen-Moderationen auch immer wieder als Botschafter des deftigen Essens: Stelze statt Tofu-Schnitzel. Wie schaffst du es, figürlich trotzdem nicht aus dem Ruder zu laufen? Andreas: Ja, ich esse für mein Leben gern und dann schauen immer alle, was ich so verdrücke. Neulich in Berlin, da waren bei einer Veranstaltung fünf Menüs zur Auswahl und vier habe ich ausprobiert … Aber andererseits: Es vergeht, wenn ich zuhause bin, kein Tag, an dem ich nicht am Mountainbike meinen Hausberg hinauf schnaufe. Wenn ich unterwegs bin, dann gehe ich nach dem Frühstück immer noch ins Schwimmbad. Zum letzten Jahreswechsel habe ich mir vorgenommen, den Sport nicht mehr zu vernachlässigen und es ist mir gelungen, diesen Vorsatz einzuhalten. Mittlerweile ist der Sport schon eine Sucht geworden, die ich nicht mehr missen möchte. Neulich habe ich über dich gelesen, dass es dich durchaus reizen würde auch einmal eine Rolle in einem Film zu übernehmen. Was käme da für dich infrage: Der junge Liebhaber, der Naturbursch oder gar der Fiesling? Andreas: Die des Actionhelden, der die Welt rettet und ein Mädchen gleich auch noch dazu (lacht)! Aber auch das, was der Peter Alexander früher gemacht hat: lustig, a bissl linkisch, dazu singen – ein so richtig auf alt gemachter Film! „Ein Elvis in Lederhosen, der Bodenständigkeit mit Rock ’n’ Roll mischt und eine unverwechselbare Stimme hat“ – so liest sich die Begründung der Bambi-Jury. Stell dir vor, Elvis würde noch leben … Was würdest du tun? Andreas: Ich würde ihm meine DVD in die Hand drücken und ihn bitten, mit mir ein Duett zu machen. Dann würde ich rufen: Las Vegas, Baby, wir kommen! Interview: Andy Zahradnik

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Ös terreich komm t auch 2013 zum Handku ss: Ab Mai in Wiesen, am Schwar zl See, so wie in den größten St ädten Ös terreichs!

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© Robert Freiberger

LAST MAN STANDING JAMES LAST AUF TOUR UND DER FUND EINES VERSCHOLLENEN SCHATZES Er heißt tatsächlich so: Last, als Hans in Bremen 1929 zur Welt gekommen, 1965 zu James mutiert. Der Hanseate mit dem Bart ist einer der Säulenheiligen der deutschen Unterhaltungsmusik und dominierte in seiner Heimat wie kein anderer die Sixties, Seventies und ist bis heute höchst erfolgreich. Last deutschte die US-amerikanische Easy-Listening Musik ein und brachte seinen Landsleuten auf diese Weise stets ein gutes Gefühl in die Wohnzimmer. James Last und seine Aufnahmen waren in den 60ern gern hergenommenes Beispiel um die Qualität der neu gekauften Stereo-Anlage zu demonstrieren. Bei seiner Plattenfirma Polydor, damals noch in Hamburg zu Hause, war er über viele Jahre für die Hälfte des Umsatzes verantwortlich. So verwundert es nicht, dass James Last unlängst bei der RTL-Chartshow, Die erfolgreichsten Stars der Geschichte (in Deutschland) unangefochten auf Platz 1 lag. Last war in dieser Wertung mit 36 LPs vertreten, die potentiell 37. allerdings, die fehlte. The American Album, wurde bisher nie veröffentlicht (siehe Kasten). Heute bilanziert der Mann, dessen Gesicht wohl lediglich bei der Geburt bartlos war, bei über 80 Millionen verkauften Tonträgern.

James Last: Bei Polydor, heute Universal, haben die aufgeräumt und da ist ihnen dieses Masterband in die Hände gefallen. Das ist nun seit 1969 da im Archiv gelegen und wie wir dann gemeinsam in das Band hineingehört haben, waren wir alle erstaunt wie gut das nach all diesen Jahren noch klingt. Bei Tonbändern die viele Jahre nicht umgespult wurden, macht sich oft der gefürchtete ‚Durchkopier-Effekt‘ bemerkbar und die Aufnahmen werden unbrauchbar. James Last: Das haben wir auch vermutet aber da war nix. Es ist alles so wie wir es damals aufgenommen haben und wir haben auch jetzt nichts verändert. Alles ist original und so ist es nun auf der CD zu hören. Werden wir am 17. April Songs aus dem American Album zu hören bekommen? James Last: Das kann ich jetzt noch nicht sagen, denn wir haben das Programm noch nicht zusammengestellt, aber die Titel auf dieser LP sind doch sehr speziell. Mal sehen, es ist ja noch Zeit bis dahin.

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Interview: Andy Zahradnik

TICKET sprach mit James Last anlässlich seines ÖsterreichBesuchs, einen Tag vor seinem Auftritt beim Musikantenstadl: Am 17. April stehen Sie in Wien auf der Bühne. Das ist doch Ihr 84. Geburtstag? James Last: Es ist für mich ein Tag wie jeder andere auch. Wir machen das Konzert und anschließend gehen wir ins Hotel. 84 ist ja kein runder Geburtstag, also eigentlich nix Besonderes. Aber für Ihre Fans ist es sehr wohl etwas Besonderes … James Last: Das kann schon sein und für Überraschungen muss man gewappnet sein, also auch wenn das Publikum zu singen beginnt … Gratulation zum American Album. Die CD zeigt uns einen musikalisch völlig anderen James Last. Wo kamen die Bänder plötzlich her?

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The American Album Der Verkaufserfolg von James Last in Deutschland motovierte die Plattenfirma Polydor Ende der 60er Jahre, es einmal in den USA zu versuchen. Das Ergebnis: Ein Album, das einen völlig anderen „Mr. Easy Listening“ zeigt. Last covert Titel wie Ballad Of Easy Rider (Byrds) oder Lay Lady Lay (Bob Dylan) und spielt auch eigene Songs. Von der Aufnahme wurden einige, s.g. „White Labels“ (oft mit Aufdruck „Muster ohne Wert“) gepresst. Diese wurden an Polydor in die USA verschickt, verschwanden dort aber im Archiv. Bis die Aufnahmen jetzt wieder auftauchten. Die White Labels allerdings, die sind verschwunden und gelten am Raritäten-Markt als unbezahlbar.

James Last beehrt seine Fans am 17. April in der Wiener Stadthalle (Halle D).


WINTER IN GASTEIN...fasziniert und belebt! Aprés Ski der anderen Art genießt man im Gasteinertal mit den drei Orten Dorfgastein, Bad Hof-gastein und Bad Gastein: Genießer setzen hier direkt von der Piste zum Einkehrschwung in eine der beiden Gasteiner Thermen an.

Termine 2013 06.04. Salzburg 14.09. Tulln 31.12. Klagenfurt

MEHR INFORMATION UNTER:

GASTEIN TOURISMUS TAUERNPLATZ 1 5630 BAD HOFGASTEIN ÖSTERREICH T. +43(0)6432/3393-0 INFO@GASTEIN.COM

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Eine Veranstaltung von ip-media.at

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KLASSIKER ESA-PEKKA SALONEN Out of Nowhere (Universal Music)

Der finnische Komponist Esa-Pekka Salonen komponierte sein Violin Concerto 2009 für die Violinvirtuosin Leila Josefowicz, die laut ihm „keine Grenzen kennt“. Begleitet wird sie bei dieser sehr facettenreichen Komposition und Aufnahme vom Finnish Radio Symphony Orchestra. Mit Nyx aus dem Jahre 2010 lässt Salonen riesige Klangräumen zwischen Dunkel und Hell entstehen – nicht umsonst hat er das Stück der griechischen Göttin der Nacht zugeeignet. Er erschafft laute und leise Traumwelten und entführt die ZuhörerInnen in sein ganz eigenes Reich, indem er ständig neue Höranreize schafft. (pmd)

PATRICIA PETIBON Nouveau Monde

KLASSIK.BÜHNE

(Universal Music)

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Patricia Petibon ist eine der führenden Interpretinnen von BarockArien; nun liegt eine neue Aufnahme mit Kompositionen u.a. von Henry le Bailly, José de Nebra oder JeanPhilippe Rameau vor, die alle im engeren und weiteren Sinn als Thema die damalige Eroberung der Neuen Welt haben. Begleitet wird sie bei ihrer Eroberung der Alten Musik vom La Cetra Vokalensemble und La Cetra Barockorchester Basel unter Andrea Marcon. Petibon interpretiert die Stücke mit der ihr bekannten Spritzigkeit und macht den ZuhörerInnen Lust in neue Welten aufzubrechen – die passende CD für den Jahresanfang! (pmd)

ADORO Live mit Orchester & Band Adoro (ital. für verehren/anbeten), das sind Peter Dasch (Bassbariton), Nico Müller (Bariton), Jandy Christian Ganguly (Bariton), Assaf Kacholi (Tenor) und Laszlo Maleczky (Tenor). Seit 2008 begeistern die fünf jungen Opernsänger mit ihren ins Deutsche übertragenen und mit Orchester arrangierten Popsongs, die ins Gewand großer klassischer Oper gehüllt werden. Stimmgewaltig schlagen sie so eine Brücke zwischen Klassik und Pop! Ausgewählt wurden die fünf ausgebildeten Opernsänger aus 200 Bewerbern; die Idee zu diesem Klassik-Pop-Crossover-Projekt hatte der Musikproduzent Andy Lutschounig von Soda Music. Vor allem der Tenor Laszlo Maleczky ist in Österreich kein Unbekannter, stammt er doch aus einer österreichischen Operndynastie ab und sang u.a. schon an der Volksoper Wien und bei den Bregenzer Festspielen. Mitte November erschien mit Träume ihre mittlerweile fünfte CD, welche so wie ihre Vorgängerinnen sofort die Charts eroberte. Und wieder sind die ZuhörerInnen eingeladen, die ganz persönlichen musikalischen Highlights von Adoro zu genießen, denn manchmal muss man nur ein wenig Geduld haben, bis sich selbst die kühnsten Träume schließlich irgendwann erfüllen. Darauf zu hören sind u.a. der Rosenstolz-Hit Wir sind am Leben, Dir gehört mein Herz von Phil Collins aus dem Disney-Zeichentrickfilm Tarzan, aber auch der 80er-Jahre-Disco-Schlager Forever Young von Alphaville in deutscher Übersetzung als Für immer jung. Auch neuerlich ist deutlich der Anspruch zu merken, etwas noch nie Dagewesenes zu kreieren und mehr als nur einfache Coverversionen zu schaffen. Sie machen die Songs wirklich zu ihren eigenen Stücken und lassen dabei sehr stark ihre Persönlichkeit einfließen. Neben den großen Orchesterarrangements gibt es allerdings erstmals auch intimere Momente mit kleinerer Instrumentierung. Nun geht das gutaussehende charismatische Quintett im Frühjahr 2013 wieder auf große Konzerttournee, begleitet von Orchester und Band. Mit im Gepäck haben Sie natürlich die Lieder ihrer neuen CD aber auch die Hits der PlatinVorgängeralben Liebe meines Lebens, Glück, Für immer und dich und Adoro. (pmd) Lassen Sie sich bei einem romantischen Abend voller Träume von Adoro – Live mit Orchester und Band am 20. März in der Wiener Stadthalle (Halle F) verzaubern.


THEATERPREISE – EINE AUSWAHL

Nestroy – Der Wiener Theaterpreis: wird seit 2000 – initiiert von der Stadt Wien – in mittlerweile zwölf Kategorien verliehen; mit Ausnahme der Kategorie „Beste Aufführung“ die für den deutschsprachigen Raum vergeben wird, werden hier nur österreichische Theater ausgezeichnet.

Kammeroper von Gernot Schedlberger & Kristine Tornquist

Die siamesischen Zwillinge MarieLuise teilen sich zwei Beine und zweieinhalb Arme. Obwohl jede von ihnen eine eigenständige Persönlichkeit ist, fühlen sie sich als Spezialistinnen für das Gemeinsame. So beschließen sie in die gelbe Partei einzutreten, die vor allem im Sozialen stark engagiert ist. Doch bald erfahren Sie, dass Politik nach sehr eigenen Regeln funktioniert und nur eine von ihnen vorne stehen kann. So kommt es zu einer Oppositionsstellung zwischen den beiden, die immer mehr auch in das private Leben übergreift. Letztendlich verlangt Marie die Trennungsoperation, auch wenn es sehr wahrscheinlich ist, dass nur eine von ihnen überleben wird ... Behandelt wird das große – uns alle immer wieder betreffende – Thema Beziehungen und die damit zusammenhängende Rücksicht und Selbstbeschränkungen, die oftmals diametral zur Selbstverwirklichung zu stehen scheinen. Der oberösterreichische Komponist Gernot Schedlberger begann bereits als 4-jähriger mit Violin- und Klavierunterricht. Seine Werke werden im In- und Ausland aufgeführt und er erhielt schon zahlreiche Kompositionsaufträge. Auch arbeitet er viel als (Solo-) Korrepetitor und Pianist sowie als Dirigent zahlreicher Uraufführungen, so auch bei MarieLuise. Kristine Tornquist ist gelernte Goldschmiedin und studierte Metallbildhauerin; seit ihrem Diplom an der Universität für Angewandte Kunst Wien kreist sie frei zwischen Bildender Kunst, Theater, Texten und Denken. Mittlerweile schrieb sie 30 Libretti, welche alle vertont wurden und inszenierte 41 Opern. Sie führt auch bei MarieLuise Regie. Marie wird von Iwona Sakowicz gesungen. Die gebürtige Polin wuchs in Wien auf und studierte ebenda Gesang am Konservatorium. Sie sang bereits im Theater an der Wien in der Uraufführung der Oper Gogol, die Titelpartie in Grande-Duchesse de Gérolstein in der Schweiz sowie den Pagen in Salome im Festspielhaus Baden-Baden. Stellen Sie sich Salina Aleksandrova ist Luise; sie arieLuise gemeinsam mit M fing bereits mit vier Jahren mit sowie 3., am 31. Dezember Klavierunterricht in ihrer Heimat nner im 4., 5., 8. und 9. Jä Sofia an. 2008 begann sie ihr Wien den Palais Kabelwer k Gesangsstudium an der Universität rant wortung großen Themen Ve für Musik und darstellende Kunst Selbstfür den anderen, in Wien. Auch sie ist bereits d verwirklichung un international erfolgreich und war u.a. k. medizinische Ethi mit der Wiener Staatosper mit der Oper

dieser Theaterpreis für Produktionen in Deutschland verliehen.

Berliner Theatertreffen: 1964 fand das erste Theatertreffen statt – jährlich werden die zehn bemerkenswertesten deutschsprachigen Theaterinszenierungen eingeladen und somit ausgezeichnet; zusätzlich werden der Theaterpreis Berlin (besondere Verdienste um deutschsprachiges Theater), der 3sat-Preis (richtungsweisende, künstlerisch-innovative Leistung bei einer zum Theatertreffen eingeladenen Produktion) sowie der Alfred-Kerr-Darstellerpreis an den Nachwuchs vergeben. Tony Award (eigentlich Antoinette Perry Award): der wichtigste US-amerikanische Theater- und Musicalpreis, der seit 1947 vergeben wird; nominiert werden können alle neuen Stücke und Musicals welche im Laufe des Jahres am Broadway gespielt wurden. Drama Desk Award: ein seit 1955 vergebener New Yorker Theaterpreis, der keinen Unterschied zwischen Broadway-, Off-Broadway- und Off-off-BroadwayProduktionen macht. Laurence Olivier Award: die höchste Auszeichnung im britischen Theater wird seit 1976 vergeben und ist mit dem Tony Award vergleichbar; nominiert werden Produktionen, die im Londoner West End zu sehen waren. (pmd)

KLASSIK.BÜHNE

MARIELUISE

Deutscher Theaterpreis DER FAUST: in acht Kategorien wird seit 2006

Anna Bolena auf Japan-Tournee. (pmd) 73


KLASSISCH ANDERS Paul M. Devalos

KHATIA BUNIATISHVILI CHOPIN

KLASSIK.BÜHNE

GANZTAGSSCHULE

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Aktuell wird ja wieder heftig diskutiert, ob nicht doch die verpflichtende Ganztagsschule eingeführt werden soll – eine seit Jahren altbekannte Diskussion, bei der die Wogen immer wieder hoch gehen. Die Vor- und Nachteile der Ganztagsschule kann ich nicht beurteilen, da ich weder Pädagoge noch Vater bin. Aber bei allen Konzepten für eine Ganztagsbetreuung vermisse ich ein Detail: Wenn Kinder bis 16.30 Uhr verpflichtend in der Schule sein müssen – wann haben sie dann Zeit sich kreativ oder sportlich zu betätigen? Und ich spreche hier nicht von Musikoder Zeichenunterricht und der täglichen Bewegungsstunde (die alle wichtig sind und nicht vom Lehrplan genommen werden dürfen), sondern vom Fördern eines Talentes. Ich selbst habe in der Volksschule nebenbei mit Blockflöten- und Ballettunterricht begonnen, dann spielte ich auch noch Klavier und Klarinette. All die Unterrichts- und Übungsstunden sowie Proben und Aufführungen konnte ich neben der Schule immer irgendwie unterbringen – allerdings musste ich nicht jeden Tag bis 16.30 Uhr in der Schule sein. Wenn ich so zurückdenke, wüsste ich wirklich nicht wie sich das alles neben einer Ganztagsschule hätte ausgehen sollen! Daher liebe Verantwortliche in Politik und Schulwesen: Lasst den Kindern Freiräume, in denen sie sich entfalten können und die Möglichkeit, neben der Schule noch ihren Hobbies nachzugehen. Denn auch dort lernen sie Verantwortung, Disziplin und das eine oder andere Talent kann entdeckt werden!

Khatia Buniatishvili, 1987 in Georgien geboren, ist eine aufstrebende, bereits international erfolgreiche Pianistin, die für vier Jahre auch an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien studiert hat. Alleine 2012 spielte sie 130 Konzerte und auch 2013 werden es wieder über 100 werden. Nun hat sie nach einer Franz Liszt-CD eine CD mit Werken von Frédéric Chopin eingespielt. TICKET traf sie anlässlich eines Konzertes mit den Wiener Symphonikern im Musikverein Wien.

Wie denkst du über den Begriff „Wunderkind“? Khatia Buniatishvili: Ich verstehe, was damit gemeint ist, aber ich mag es nicht. Ich denke, dass jedes Kind sehr viel Potential in sich trägt. Wenn man ein Kind gut trainiert, auf einen wichtigen Punkt hin, wird man das Resultat bekommen, das man erwartet. Aber für mich ist das nicht der richtige Weg, weil ein trainiertes Kind für mich nicht gleich ein Wunderkind ist. Ein Künstler ist nicht wie ein Sportler, er soll einen Weg finden, aber er muss nicht besser sein als andere – das ist nicht richtig für mich. Das heißt für dich ist persönliche Interpretation wichtig? Khatia: Ja natürlich! Wenn ein Stück bis jetzt geblieben ist, dann natürlich weil wir die Noten hatten, aber auch weil jeder Interpret eine eigene Interpretation gefunden hat. Dadurch ist das Stück lebendig geblieben. Wenn nur eine einzige ganz konkrete Interpretation existieren würde, so denke ich, dass das Stück nicht überleben würde. Natürlich haben auch Perfektion und Qualität große Bedeutung – dafür arbeiten wir auch sehr viel. Ich habe ziemlich schnell eine Vorstellung was ich ausdrücken will und dann arbeite ich an der Qualität. Ist es für dich spannend am Klavier auch Crossover zu spielen? Gestern hast du die Rhapsodie über ein Thema von Paganini für Klavier und Orchester von Sergej Rachmaninow gespielt – das könnte man ja als komponiertes Crossover bezeichnen. Khatia: Crossover vielleicht nicht so. Es ist keine Musik nur für elitäre Menschen, die Musik sehr gut kennen. Natürlich war er auch ein großer Intellektueller und das merkt man auch in seinen Kompositionen. Crossover mag ich nicht so sehr, weil es für mich nichts Festes ist. Es ist eine Mischung


KLASSIKER von zwei Sachen, die dann aber nicht tiefgehend ist. Ich mag zwar verschiedene Genres und ich kann mir durchaus vorstellen in anderen Genres etwas zu machen – aber dann eben ernsthaft. Für mich existiert Musik und selbst in dem was wir „Klassische Musik“ nennen gibt es viele sehr unterschiedliche Richtungen. Ich denke wir dürfen nicht prätentiös sein. Wir sind nicht Götter in Klassischer Musik, wir sind auch Menschen.

EVA MARIA MAROLD Zu wahr, um schön zu sein (Amalthea)

Welche Musik hörst du privat? Khatia: Sehr viel klassische Musik, so ca. 50%, aber nicht Klaviermusik, sondern sehr viel symphonische Musik, Opern – besonders von den Veristen – aber auch Musik von Sergej Rachmaninow. Ich höre auch viel Jazz, gerne Sting, auch ein paar Lieder von Radiohead, dann mag ich französische Musik wie z.B. Barbara oder Jaques Brel. Ich mag sehr verschiedene Sachen, das kann jeden Tag etwas anderes sein. Ich mag es, neue Musik zu entdecken. Was fasziniert dich an Frédéric Chopin? Khatia: Du hast gefragt, was ich privat höre. Wenn ich über Chopin spreche, versuche ich aufzupassen weil er für mich sehr nah ist. Er ist sehr zart und berührt mich ganz besonders. Chopin war mit 19 schon sehr tiefgründig; er ist ein Beispiel von dieser Schönheit und tiefen Emotionen von einem jungen Menschen. Seine Mazurkas und Walzer sind nicht immer Tanz, sondern oft auch Erinnerung an etwas. Du beschäftigst dich also auch immer mit den Komponisten als Person? Khatia: Wenn ich versuche, einen Komponisten kennen zu lernen, ist für mich eine wichtige Quelle seine Musik – das ist natürlich sehr subjektiv. Aber für mich ist Subjektivität sehr wichtig in der Interpretation. Weil ohne Subjektivität wird es für mich uninteressant. So hast du dann die Stücke für die CD ausgewählt? Khatia: Das sind natürlich Stücke, die ich im Repertoire habe; Stücke, die ich liebe und die mir wichtig sind. Walzer ist für mich etwas, das man von einem anderen Raum, einer anderen Zeit hört. Für mich ist das Leben Chopins traurig und deswegen wollte ich die CD mit einer Mazurka, die nicht unbedingt Tanzmusik ist, beenden. In der Mitte gibt es zwei große Stücke: als Chopin das Konzert für Klavier Nr. 2 in f-Moll komponierte, lebte er in Polen und alle seine Eindrücke sind noch echt. Die Sonate Nr. 2 in b-Moll entstand schon in Paris und ist viel dramatischer, dunkler und sehr surrealistisch. Auch in der Form ist sie schon radikaler gedacht. Ich wollte damit eben auch die Periode von Chopin in Polen und in Frankreich zeigen. Interview: Paul M. Delavos

Khatia Buniatishvili – Chopin ist bei SONY CLASSICAL erschienen.

Lassen Sie sich am 31. Jänner von Khatia Buniatishvili und dem kammerorchesterbasel im Wiener Konzerthaus in die Welt der Klassischen Musik entführen.

Eva Maria Marold erzählt einen Lebensabschnitt aus dem Leben der Protagonistin Eva: Eva ist Schauspielerin, die Männerwelt genießende Singlefrau und – nach einem fünfwöchigen Urlaub bei ihrer Jugendfreundin in Afrika – in Afrika verliebt. Auch wenn man nun denkt, dass Eva gleich Eva Maria Marold ist, so stellt sie gleich zu Beginn fest, dass dieses Buch keine Autobiografie ist. Doch geneigte LeserInnen und MaroldFans entdecken sicher die eine oder andere Parallele. Schonungslos schildert Marold die vermeintliche Glitzer- und Phantasiewelt des Theaters sowie die Erlebnisse mit KollegInnen und RegisseurInnen. Angeregt durch das Wiedersehen mit einer Jugendfreundin urlaubt die Protagonistin fünf Wochen in Afrika und verliebt sich in dieses Land. Auch wenn sie so manche Zeitgeschehnisse nicht nachvollziehen kann und sich doch verwundert fragt, warum z.B. 2004 während der Unruhen an der Elfenbeinküste die Evakuierung der weißen Bewohner durch die Botschaften perfekt organisiert war, bezugsfertige Häuser bereitstanden und die zurückgelassenen Häuser nicht geplündert wurden (das ist übrigens wirklich wahr!). In der zweiten Hälfte des Buches wird es dann auch noch spannend wie ein Krimi! Alles in allem eine unterhaltsame Lektüre mit dem einen oder anderen Körnchen Wahrheit. (pmd)

KLASSIK.BÜHNE

Wie viel probst du ca.? Khatia: Ich versuche vier Stunden jeden Tag zu proben. Manchmal ist es unmöglich weil z.B. heute reise ich und habe am Abend Konzert in Wiesbaden. Wenn ich zu Hause bin, dann ist es einfacher. Dann übe ich vier bis sechs Stunden pro Tag. Aber ich habe auch schon einmal eine ganze Woche nicht geübt.

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SPANNENDE THEATERRÄUME Ein Streifzug durch eine subjektive Auswahl

© C. Hörmandinger

Eishöhle Dachstein

KLASSIK.BÜHNE

© Jo Hermann

Kasematten

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Stift Millstatt

Dom im Berg

Seegrotte Hinterbrühl

Teatro Barocco Stift Altenburg

Wer an Theaterräume denkt, denkt dabei meistens an den klassischen Theaterraum mit einer sogenannten Guckkastenbühne. Diese fand vor allem im 19. Jahrhundert ihre Verbreitung und definierte, sowie dominierte somit den damaligen Theaterbau. Diese Theaterbauten sind oftmals noch erhalten, werden bespielt und die Guckkastenbühne findet auch bei Theaterneubauten noch immer Verwendung. Die Bühne wird durch das Bühnenportal klar vom Zuschauerraum abgetrennt und ist an drei Seiten „geschlossen“, nur die Wand zum Zuschauerraum bleibt offen. Der Zuschauerraum wurde damals oft hufeisenförmig gebaut – eine Tradition die sich bei Neubauten zum Glück aufgehört hat – da man damals auch ins Theater ging um gesehen zu werden. Oftmals war das Geschehen im Zuschauerraum spannender als das auf der Bühne. In den letzten Jahrzehnten eroberte Theater immer öfter neue Spielräume (z.B. Museen, Fabrikhallen, Kaufhäuser etc.), wobei dieses Erobern stark von der freien Szene ausging. Mittlerweile haben auch die meisten etablierten Theaterhäuser alternative Spielstätten. Eine definitiv außergewöhnliche Spielstätte ist die Seegrotte Hinterbrühl, eine alte Bergwerksanlage: 1848 wurde mit dem Abbau von Gips begonnen, 1912 überfluteten 20 Mio. Liter Wasser die tiefste Sohle und es entstand mit 6.200m² der größte unterirdische See Europas. 1932 wurde das ehemalige Bergwerk für Besucher geöffnet. Seit 2012 wird nun der Festsaal tief im Inneren des Berges bespielt: Von 1. Februar

bis 10. März ist die Wiederaufnahme des Musicalklassikers Der Mann von la Mancha zu sehen. Die Historizität des Raumes und die fabelhafte Akustik erzeugen eine faszinierende Stimmung, in der manchmal die Grenzen zwischen Realität und Fiktion zu verschwinden scheinen. Ist doch der Zuschauer selbst im Inneren des Berges – wie in einem Verlies der Spanischen Inquisition des 16. Jahrhunderts – für zwei Stunden „gefangen“. Auch in einem Berg, allerdings höher gelegen, sind die Dachstein Eishöhlen. Das Eis im Berg bildet sich durch Sickerwasser, welches in den Berg eindringt und durch die kalte Luft zu faszinierenden Eisobjekten gefriert. Bereits seit 1912 sind die Eishöhlen in den Sommermonaten im Rahmen von Führungen öffentlich zugänglich, seit einigen Jahren finden im August die Eisklangkonzerte in diesem beeindruckenden Rahmen statt. Kirchen, Klöster und Stifte sind seit Jahrhunderten Orte in denen Musik, Literatur und Theater ihren Platz haben. Im 16. Jahrhundert entstand das Jesuitentheater, eine barocke Theaterform in der sich die Jesuiten weltlicher Unterhaltungskonzepte bedienten, um so die Verkündigung der katholischen Lehre voranzutreiben; deshalb gibt es v.a. in vielen Jesuitenklöstern Theatersäle. Im Stift Altenburg – dem Barockjuwel im Waldviertel – wird von 12. bis 21. Juli durch das Teatro Barocco wie bereits 2012 die eindrucksvolle, von Paul Troger gestaltete, Bibliothek bespielt. Bernd R. Bienert


beschäftigt sich schon seit einigen Jahren mit barocken Theaterformen und hat 2012 die Intendanz des Teatro Barocco übernommen. 2013 werden nun in seiner Regie Pygmalion von Jean-Jacques Rousseau sowie das Singspiel Die Hochzeit auf der Alm von Johann Michael Haydn gezeigt. Das ehemalige Stift Millstatt in Kärnten ist in den Sommermonaten Juli und August Veranstaltungsort für Kerzenlichtkonzerte. Der Kreuzgang, der durch seine magische Schmuckplastik aus dem späten 12. Jahrhundert als ein bedeutendes romanisches Bauwerk gilt, wird mit hunderten Kerzen beleuchtet und bietet so ein mystische Erlebnis für Auge und Ohr. Auf dem Grazer Schlossberg finden sich noch die teilweise erhaltenen Gemäuer der alten Befestigungsanlagen. Bereits in den 1930er Jahren wurde hier eine Bühne mit einem großzügig angelegten Zuschauerraum errichtet. Vor allem in den warmen Sommermonaten bietet die Schlossbergbühne Kasematten ein beeindruckend romantisches Open AirErlebnis, und seit einigen Jahren gibt es eine mobile Dachkonstruktion, um auch bei Schlechtwetter geschützt zu sein. Zum Abschluss noch einmal zurück in den Berg: Der Dom im Berg im Grazer Schlossberg. 1999 wurde die Idee realisiert, einen multifunktionalen Raum aus dem Felsen zu schlagen. Seitdem finden zahlreiche Konzerte, Kongresse, Bälle, Theateraufführungen, Clubbings etc. in dem beeindruckenden Raum mit einer Höhe von 11 m und einer Fläche von 733 m² statt. (pmd)

Die Spielstätten-Übersicht:

Seegrotte Hinterbrühl Der Mann von La Mancha 01.02. – 10.03. Dachstein Eishöhlen Eisklangkonzerte im August 2013 Stift Altenburg Teatro Barocco (Pygmalion & Die Hochzeit auf der Alm) 12. – 21.07. Stift Millstatt Kerzenlichtkonzerte Juli/August 2013 Schlossbergbühne Kasematten Barbara Balldini 27.06. Giuseppe Verdi Gala 26.07. Nabucco von Giuseppe Verdi 04.08. Dom im Berg im Grazer Schlossberg Jazz Redoute 11.01. Filipa Cardoso 21.01. Springfestival 29.05. – 01.06.

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KLASSIK FOR

MAMI, SIND BUBEN STÄRKER ALS MÄDCHEN?

Das ist eine sehr knifflige Frage. Es gibt Mädchen, die Pferde stemmen und Buben, die mit Gänsen fliegen. Für beides braucht man viel Mut und einen eisernen Willen. Die Stärke, die du meinst, kann also in jedem von uns stecken, egal ob Bub oder Mädchen!

PIPPI LANGSTRUMPF Stemmen auch Sie Pferde und ta nzen Sie mit Af fen: zwis chen 15. und 30. Juni in Papagenos Opernwelt im Röm er steinbruch St. Margare then.

Das kunterbunte Haus in Papagenos Opernwelt

Abenteuer, von dem Kinder mit neun Jahren (und drum herum) nur so träumen! Und ein paar dieser Abenteuer erlebt Pippi im kommenden Sommer, wenn sie mit ihren Freunden unter der Musik von Georg Riedl nun im Römersteinbruch St. Margarethen ihr kunterbuntes Haus aufschlägt und zeigt, dass ein bisschen verwegen und anders sein manchmal gar nicht so schlecht ist. Aber keine Sorge: Sie als Eltern brauchen keine Angst haben, dass ihre Kinder anschließend gleich auf die Sex Pistols abfahren … (sb) © Ricardo Herrgott

Sie heißt im vollen Namen in der deutschen Übersetzung der schwedischen Kinderbuchserie Astrid Lindgrens Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpf, wobei ihr Vater in Zeiten der Politischen Korrektheit natürlich kein Negerkönig mehr sein darf. Aber Pippi selbst, die ist immer noch frech, ein bisschen unerzogen und „spitzbübisch“ wie eh und je. Außerdem hat sie ein eigenes Pferd (namens Kleiner Onkel) und ein Äffchen (den Herrn Nilsson), lebt allein in einem kunterbunten Haus und ist sehr mutig und mindestens genauso stark! Mit ihren Freunden Tommy und Annika erlebt sie so manch x Eine Produktion des

Winter 2013

präsentiert:

19. + 20. Jän.'13 Sa., 14.30 & 17.30 Uhr + So., 14.30 Uhr

original mit den its in H Disney- prache rS deutsche

Foto: © Bernhard Fritsch

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Wiedera

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24. Mai 2013 Concerto Classico

25. Mai 2013 20.00 Uhr Open - Air

Open - Air

Credit: Manfred Baumann

Copyright: Niko Wytoshinsky

Copyright: Romina Carrisi

Al Bano WCVWiener Concert-Verein Carrisi &

Schloss &&

Fridau

St.Pölten-OberGrafendorf

www.kulturverein-schloss-fridau.at

28. Juni Open Air

2013 20.00 Uhr

Schloss Fridau St.Pölten-OberGrafendorf www.kulturverein-schloss-fridau.at

9.– 12. Mai 2013

2.Afrika

Ouvertüre

MATTHIAS REIM Schloss Fridau St.Pölten OberGrafendorf

Angélique Kidjo

Konzerte Workshops Kunsthandwerk Believers Ausstellung im Schloss

Hotwater- South Africa Ghettoman & the

Schloss Fridau St.Pölten-OberGrafendorf

www.kulturverein-schloss-fridau.at

www.kulturverein-schloss-fridau.at


73. HAHNENKAMMRENNEN Das ist das Kultrennen 2013 ERLEBT Jochen Schweizer

SPORT.FREIZEIT

ERLEBNISREICHES NEUES JAHR! 2013 wird alles anders – Zigaretten gehören der Vergangenheit an, die überflüssigen Pfunde werden wegtrainiert und viel Bewegung in Kombination mit gesunder Ernährung stehen ganz oben auf der Prioritäten-Liste! Das sind wohl die häufigsten Vorsätze, die für das neue Jahr gefasst, aber auch schnell wieder vergessen werden. Dabei könnte es so einfach sein. Mein persönlicher Vorsatz lautet: „Im neuen Jahr möchte ich meinen Horizont erweitern, Neues erleben und bislang Unbekanntes entdecken!“ Das Schöne daran ist, dass man davon nie genug bekommen kann! Außerdem macht dieser Vorsatz auch noch richtig Spaß! Außergewöhnliche Erlebnisse jenseits der AlltagsRoutine sind der Schlüssel zum Erfolg. Das kann für die einen ein spontanes WellnessWochenende in den Bergen sein, ein Sushi-Kurs mit Freunden oder ein Dinner in the Dark. Für den anderen bringt ein FallschirmTandemsprung oder eine RaftingTour neue Energie. Ob zu zweit, mit Freunden oder ganz für sich alleine – außergewöhnliche Erlebnisse begeistern nachhaltig, bleiben in Erinnerung und sorgen für Schwung. Mit Abenteuerlust ins neue Jahr zu starten bringt nicht nur Vorfreude, sondern garantiert auch Lebensfreude und eine positive Einstellung gibt Kraft, um alle möglichen Herausforderungen zu bewältigen. Es kann also losgehen!

Den Streckenrekord auf der Streif hält seit 1997 die österreichische Skilegende Fritz Strobl mit einer Zeit von 01:51,58. Dieses Rennen ist ein Bewerb voller Tradition, und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass es seit 1931 jährlich vom Kitzbüheler Ski Club ausgetragen wird, der in der Skiszene für so manchen Triumphator sorgt. Für 2013 darf man gespannt sein, wer als Sieger aus dem Wochenende geht, denn traditionell gesehen ist der Kombinationssieger (Abfahrt und Slalom) der wahre Sieger dieses Wochenendes. Nicht-traditionell gesehen ist aber wohl jeder einer, der diese „bärigen“ Strecken bewältigen kann. Seien Sie dabei, wenn 10.000 Meter Zuschauerzäune, 2.000 Meter Gleitzäune, 1.300 Meter A-Netze und vieles mehr von mehr als 1.400 Helfern aufgebaut werden, um Ihnen ein unvergessliches Rennwochenende zu bereiten. (ks)

Programm von 22. bis 27. Jänner: • Dienstag, 22. Jänner: 11:30 Uhr Abfahrtstraining auf der Streif • Mittwoch, 23. Jänner: 10:00 Uhr Hahnenkamm Juniors 1. Lauf (Riesenslalom) am Ganslernhang 13:15 Uhr Hahnenkamm Juniors 2. Lauf (Slalom) am Ganslernhang • Donnerstag, 24. Jänner: 11:30 Uhr Abfahrtstraining auf der Streif

www.jochen-schweizer.at 80

Traditionell seit 1967 findet das Hahnenkammrennen eine Woche nach dem ebenso kultverdächtigen Lauberhornrennen in Wengen (CH) statt. Neben der Abfahrt, die auf der berühmten Streif ausgetragen wird, wo schon Skigrößen wie Didier Cuche, Hermann Maier, Franz Klammer und Toni Sailer auf dem Siegerträppchen standen, wird dort auch der Super-G ausgetragen. Der Slalom findet auf dem Ganslernhang statt, der in der Vergangenheit schon für so manchen Einfädler gesorgt hat.

• Freitag, 25. Jänner: 11:30 Uhr Hahnenkamm Super-G auf der Streif 18:30 Uhr Siegerehrung Super-G & Startnummernverlosung ABFAHRT

• Samstag, 26. Jänner: 11:30 Uhr Hahnenkamm Abfahrt auf der Streif 18:30 Uhr Siegerehrung Abfahrt & Startnummernverlosung SLALOM • Sonntag, 27. Jänner: 10:15 Uhr Hahnenkamm Slalom 1. Lauf am Ganslernhang 13:30 Uhr Hahnenkamm Slalom 2. Lauf am Ganslernhang anschl. Siegerehrung Slalom & Kombination


ÖSTERREICH TRIFFT AUF FÄRÖER UND SCHWEDEN Es heißt wieder Daumen halten!

SONDERZÜGE ZUR SKI WM GRAZ µ SCHLADMING

Das Fußballjahr 2013 wird ein spannendes – das garantieren auch die WM-Qualifikationsspiele gegen die Färöer und Schweden. Färöer – die „gleichberechtigte Nation“ innerhalb des Königreichs Dänemark, ist mehr für ihre Fischer und weniger für ihre Fußballspieler bekannt. Dennoch konnte der Inselstaat mit nicht ganz 50.000 Einwohnern im Jahre 1990 einen sensationellen 1:0-Sieg gegen Österreich verbuchen. Das letzte Duell zwischen den beiden Ländern endete allerdings mit einem 3:1 Erfolg für das rot-weißrote Nationalteam. Genau ein solches, oder noch besseres Ergebnis soll es dann auch am 22. März geben, wenn es zu einer erneuten Begegnung kommt. Die Schweden sind wiederum die Nummer 23 der FußballWeltrangliste, was sie unter anderem auch ihrem Stürmer Zlatan Ibrahimovic zu verdanken haben. Österreich befindet sich derzeit auf Rang 68, aber dennoch konnte die ÖFB-Elf auch gegen Schweden schon Siege verbuchen – so etwa in der Qualifikation zur WM 1998. Unterschätzen sollte man die Elf aus dem hohen Norden auf keinen Fall – das haben sie zuletzt auch beim 4:4, nach 0:4-Rückstand, gegen Deutschland bewiesen. Dementsprechend können sich Fans hier auf ein Spiel der Extraklasse freuen und gespannt sein, ob David Alaba und seinen Teamkollegen dabei ein ähnlicher Erfolg wie 1997 gelingt. (pa) Am 22. März geht es gegen die Färöer und am 7. Juni darf man auf Schweden gespannt sein. Beides im Wiener Ernst-Happel-Stadion. Karten für die beiden Duelle im Rahmen der Vorrunde der Fifa Fußball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™ sind exklusiv als Zweier-Abo erhältlich und ein perfektes Geschenk für alle Fußball-Fans! Schnell zugreifen! Einzeltickets für das Spiel gegen Schweden gibt es – wenn noch verfügbar – frühestens im März zu erwerben. Das Happel-Stadion wird an beiden Spieltagen jeweils rund 47.500 Zuschauer fassen. Mehr Infos unter www.oefb.at/tickets

25,–

Graz Hbf ......................................................... 06:03 Gratwein-Gratkorn ......................................... 06:13 Frohnleiten ..................................................... 06:25 Leoben Hbf .................................................... 06:54 St. Michael ..................................................... 07:05 Schladming .................................................... 09:05

RÜCKFAHRT Schladming Bahnhof ..................................... 16:54 ausgen 11.Feb. um .......................................... 21:09

LINZ µ SCHLADMING

25,–

Linz Hbf ......................................................... 05:56 Traun .............................................................. 06:04 Rohr-Bad Hall ................................................ 06:20 Wartberg a. d. Krems ................................... 06:30 Kirchberg a. d. Krems .................................. 06:38 Windischgarsten ............................................. 07:14 Schladming .................................................... 08:49

RÜCKFAHRT Schladming Bahnhof ........................................ 17:11 ausgen 11.Feb. um ........................................... 21:35

SALZBURG µ SCHLADMING 15,– Salzburg Hbf ................................................... 07:15 Salzburg Süd .................................................. 07:25 Hallein ............................................................. 07:32 Kuchl ............................................................... 07:38 Golling-Abtenau ............................................. 07:42 Schladming .................................................... 08:58

RÜCKFAHRT Schladming Bahnhof ...................................... 17:02 ausgen 11.Feb. um ............................................ 21:14

4.-17. Febr uar

2013

SPORT.FREIZEIT

VS.

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Let it snow! Kalte Ohren waren gestern. Mit den Mützen von Eisbär gehören kalte Ohren beim Punsch, am Lift oder vor der Hütte definitiv der Vergangenheit an. Entwickelt fürs Extremste und designt fürs Schönste! www.eisbaer.info

Frostige Welten … Drei große Iglus verwandeln das Kitzsteinhorn vom 5. Jänner bis Ende April in eine glitzernd schöne Eiswelt. Egal ob an der Bar, in der Lounge oder im Kino – dieses Erlebnis werden Sie nicht so schnell vergessen! www.kitzsteinhorn.at

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Trendfarbe! Nicht mehr übersehen wird man garantiert mit den neuen Jacken von Blue Tomato. Denn, wer nicht nur mit den Mooves glänzen will, kann das jetzt mit dem richtigen Outfit! www.blue-tomato.com

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THE LUMINEERS Ganz Manhattan grölt Ho Hey mit. Ganz Manhattan? Nein, eigentlich schon die ganze Welt. Was die Indie-Folk-Rock-Senkrechtstarter mit The Saw gemeinsam haben und weshalb Wesley Schultz Angst vor Freddy Krueger hatte, erzählt er im TICKET-Telefonat.

Du bist Horrorfilm-Fan? Wesley: Nein, ganz im Gegenteil! (lacht) Ich habe mir The Saw erst vor kurzem angeschaut. Ich war ein sehr ängstlichster Boy, ich habe einmal Nightmare On Elm Street gesehen und dann Jahre lang keinen Horrorfilm mehr angerührt. Ich konnte Nächte lang nicht schlafen, musste das Licht brennen lassen und sah überall den Schatten von Freddy Krueger! Der Bandname Lumineers klingt ein wenig nach Lichtbringer, aber das Wort existiert gar nicht. Wesley: (lacht) Das ist ein frei erfundenes Wort, ich glaube, das stammt ursprünglich aus einer Werbung für Zahnpasta. Wir mochten den Klang des Wortes, auch wenn es keine Bedeutung hat.

G.CHECKT … g.hört

Es gab Beschwerden im Internet, dass euer Hit Ho Hey viel zu kurz wäre. Hättet ihr den Song nicht verlängern können? Wesley: Yeah, aber der Song dauert exakt so lange wie er dauern soll. Für die Fans wäre eine längere Version vielleicht toll, aber du darfst nicht vergessen, dass ich ihn auch sehr oft spielen muss. Da ist mir ein kurzer Titel lieber. (lacht) Für mich ist es überhaupt ein Wunder, dass wir Erfolg haben. Ich hätte nie gedacht, dass einer unserer Titel in den Charts landet.

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Im Titel Classy Girls meint ihr, dass anständige Mädchen nicht wild in der Öffentlichkeit knutschen sollen. Was stört dich daran? Wesley: Das ist ein Text von Jeremiah, unserem Drummer, mit dem ich gemeinsam die Songs schreibe. Ich persönlich habe gar nichts dagegen, im Gegenteil. Aber das ist eine sehr berechtigte Frage. Ich mag öffentliches Knutschen durchaus, und ich war immer derjenige, der auf der Suche nach einem Girl zum Küssen war. Ist das Songschreiben eine Art Therapie für dich? Du hast ja begonnen, als dein Bruder an einer Überdosis gestorben ist. Wesley: Es ist wie das meiste im Leben therapeutisch. Alles, was dich stimuliert oder bewegt, was du tust machst du aus einem bestimmten Anlass. Egal, ob man einen Scheck ausstellt oder eben einen Song schreibt. Wenn ich einen guten Song geschrieben habe, fühle ich mich wie ein neuer

Mensch. Es ist eine Therapie, ein Reinigungsprozess. Auch wenn ich live spiele … manchmal ist es anstrengend und schmerzhaft, dann wieder ein tolles Erlebnis. Das Album klingt so gar nicht nach Mainstream, sondern eher ruhiger und zum Teil experimentell. Ist das eure Antwort auf die schnelle, laute Welt? Wesley: Wir wollten auf keinen Fall etwas neu erfinden oder bewusst in die eine oder andere Richtung gehen. Wir machen Musik, die wir uns selbst auch anhören würden, die uns Für mich ist es überinteressiert. Viele haupt ein Wunder, Bands verwenden dass wir Erfolg haben. heute zu wenig Zeit, um eine tolle Melodie zu finden oder gute Texte zu schreiben, da liegt der Schwerpunkt auf dem Mix. Wir folgen unserem inneren Kompass. In einer gewissen Weise erschaffen wir uns so eine eigene Welt. Manchmal klingt The Lumineers ein wenig nach Bob Dylan. Wesley: Danke für das Kompliment. Ich mag Dylan sehr und wir spielen bei unseren Konzerten auch immer wieder Coverversionen. Wie sehen die Pläne für das nächste Jahr aus? Wesley: Konzerte, Konzerte, Konzerte. Und wenn wir dazu kommen, sollten wir Songs für das zweite Album schreiben. Interview: Alexander Haide

The Lumineers ist bei Universal Music erschienen.

© LindseyByrnes

Das Video zu Ho Hey bringt es mittlerweile auf mehr als 12 Millionen Views bei YouTube. Eine beängstigende Masse? Wesley Schultz: Das ist schmeichelhaft und ich bin froh, dass ich keinen Rotz in meiner Nase hatte oder einen Pickel, es gibt zu viele Close-Ups. Das würden dann zu viele Menschen sehen. Das Video entstand übrigens in einem alten, verlassenen Spital in L.A., in dem The Saw gedreht wurde. In einer gewissen Art gab es beim Dreh seltsame Vibes, auch wenn das Endergebnis eher lustiger aussieht.


SCHERASADE.AT

Keine Gewalt gegen Kinder!

Die Anzahl an Fällen von Kindesmisshandlungen in Österreich liegt mittlerweile bei über 1.200; jeden einzelnen Tag des Jahres! Unsere Kinder werden täglich psychisch, körperlich oder sexuell auf´s Grauslichste misshandelt. Härteste Gewalt ist für diese kleinen, unschuldigen Menschen an der Tagesordnung. Und unsere Gesellschaft schaut einfach weg, verschliesst die Augen vor der hoch brutalen Situation unserer Kleinsten.

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Jeder Euro unterstützt unser wichtiges Projekt und spendet Kindern Kindheit: Spendenkonto | Kontonummer: 52944 017 166 | Bankleitzahl: 12000 | Bank Austria


BEST OF 2012 DES ROBERTA SCHEIFINGER Chefredakteurin

KARIN STEINER Marketing / Vertrieb

TEAMS STEFAN BAUMGARTNER Stv. Chefredakteur

PETRA ALBRECHT Chefin vom Dienst

SOPHIE HUNGER

THE WALLFLOWERS

DOWN

STONE SOUR

Down IV Pt. 1

House Of Gold

The Danger

Glad All Over

– The Purple EP

And Bones

of Light

The Danger of Light zählt für mich nicht nur durch seine Vielseitigkeit über stilistische Grenzen hinweg zu den musikalischen Meisterleistungen des vergangenen Jahres. Mit ihren Texten erzählt Sophie Hunger imaginäre Geschichten und rechnet mit dem Lauf der Welt ab. Kritsch, schön, klar, zerbrechlich, stark, einzigartig. Nach ihrem umjubelten Auftritt im Wiener Konzerthaus kommt sie am 10. März nach Salzburg und am 13. März nach Linz.

Part 1

Sieben Jahre lang war es ruhig um die kalifornischen Mauerblümchen. Im September diesen Jahres ließen sie dann mit Glad All Over auf unspektakuläre Weise aufhorchen. Aber unspektakulär ist nicht gleich negativ und so wurde dieses Album gerade in den trüben Tagen zu meinem musikalischen Begleiter: melodischer Rock ohne große Booms und Bams. Wer auch mal Lust dazu hat: The Wallflowers liefern hier elf Mal unaufgeregten Rock zum Seele baumeln lassen.

Fünf Jahre nach Over The Under legte das AllstarKollektiv rund um Phil Anselmo endlich Nachschlag vor: das erste Viertel eines „stilistisch breit gefächerten, großen Projektes“. Purple kehrt dabei zu den grobschlächtigen Anfängen zurück – zu Black Sabbath, Saint Vitus, Witchfinder General – und präsentierte sich damit als obligatorischer Soundtrack für obskur verdrehte, morbide Geister. Down, das ist Southern Sludge par excellence!

ALEXANDER HAVLIK

MICHELLE KUNTARA

MICHAEL HEINDL

Anzeigenleitung

Anzeigenverkauf

Grafiker Henzl Media

KATATONIA

Nachdem ich von dem 2010 erschienenen Audio Secrecy nicht sehr überzeugt war, hat mich der erste Teil des neuen Stone Sour-Konzeptalbums House Of Gold And Bones angenehm überrascht. Corey Taylor und seine Jungs beweisen einmal mehr, dass hart und sanft nicht im Widerspruch stehen müssen. Schnelle metallastige Beats in Kombination mit Streichern verpassen dem Werk die richtige Würze. Man darf auf Part 2 gespannt sein … DOMINIK GRABOWSKI Produktionsmanagement NÖ Pressehaus

THE OFFSPRING

PAROV STELAR

COMA

DEAD END

Days go by

KINGS

The Princess

(Czerwony

bez tytułu

G.CHECKT … g.hört lifestyle

Album)

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Das 2012 veröffentlichte Album von The Offspring bietet eine Auswahl an gewohnt schnell gespielten Songs, die bezeichnend für den Punk-Rock sind. Abwechslung wird dem Hörer vor allem durch CrossoverRhythmen geboten und auch die eine oder andere ruhigere Nummer findet ihren Platz. Insgesamt empfehlenswert für all jene, die The Offspring kennen und mögen, sowie für alle, die dem Punkrock gepaart mit Experimentierfreudigkeit nicht abgeneigt sind.

Drei Jahre nach dem einschlagenden Night Is The New Day sind die schwedischen Dark-Metal Könige der Traurigkeit nun endlich mit ihrem neunten Album Dead End Kings zurück! Das neue Werk ist ein weiterer Schritt in das Unbekannte – melancholische Melodie der geschundenen Seelen kombiniert mit gigantischen Gänsehautmomenten durch Jonas Renkse’s einzigartige Stimme. Einfach Augen schließen und in die Weite des Nachthimmels eintauchen!

Gäbe es ein „Gütesiegel für Electro-Swing aus kontrolliert biologisch, österreichischem Anbau mit Weltmusik-Attitüde“ so hätte Parov Stelar diese Auszeichnung bereits mehrfach erhalten. Auch mit dem aktuellen Doppelalbum beweist der Linzer Marcus Füreder eine gekonnte Gratwanderung zwischen cineastischen, jazzlastigen Tracks mit einer gesunden Portion Melancholie und treibenden Beats. Trotz dieser Vielseitigkeit bleibt das Album ein homogenes Stück erlesener Musik …

Auch wenn dieses Album eigentlich schon 2011 erschienen ist, ist es für mich eindeutig auch noch immer das Highlight 2012! Die 1998 gegründete polnische Band Coma, bietet alles was das Rockerherz begehrt: Harter, rhythmischer Sound und düstere Melodien werden kraftvoll interpretiert – und das Ganze auch noch in polnischer Sprache, die uns auf einmal nicht mehr so fremd erscheint. Ein heißer Tipp, für alle Freunde aus der härteren Ecke!


G

CRYSTAL CASTLES

MUMFORD & SONS

III

The Road To Red Rocks

(Polydor)

(Universal Music)

(Virgin Records EMI)

Dass der Red Rocks Park optimal ist, um live aufzutreten, bewiesen schon Künstler wie Bruce Springsteen, Depeche Mode und allen voran die Beatles. Dass man daraus auch eine großartige Live-DVD machen kann, haben Incubus gezeigt – Mumford & Sons tun Ihnen nun gleich. Die erst 2007 gegründete Folk-Band brachte soeben ihr DVD-Debüt auf den Markt – und das kann sich sehen lassen! Der Erfolg gibt ihnen recht – haben sie doch in den Billboard Hot 100 den Rekord der Beatles gebrochen, indem sie mit sechs Songs in diesen vertreten waren. Die DVD selbst darf auf keinen Fall im Regal eines Musikfreundes fehlen. Eindrucksvolle LiveMitschnitte, aufgepeppt durch kurze Interviews und eine Art Tourtagebuch bilden dieses Meistermerk. Mumford & Sons schaffen es durch ihre melancholischen, harmonischen Melodien wirklich jedermanns/jederfraus Herz zu erobern – man wird von dieser Band in den nächsten Jahren wohl noch einiges zu hören bekommen – und das ist auch gut so! (pa)

Obwohl heuer bereits mit Oceania ein neues Album der Kürbisse auf den Markt kam, ließ man es sich nicht nehmen, ein altes, erfolgreiches Album als Remaster sozusagen wieder zu beleben. So geschehen mit dem 1995 erschienenen Mellon Collie And The Infinite Sadness. Allerdings sei hier dazu gesagt, dass dies nicht einfach ein neu gemastertes Werk ist, sondern es scheinbar mit viel Mühe und Aufwand neu gestaltet wurde. Die Smashing Pumpkins – und vor allen Frontman Billy Corgan himself – polarisierten schon immer und spalteten die Geister. Entweder man liebt sie, oder man hasst sie. Gehen wir mal von Liebe aus, dann ist diese Platte wohl eine der besten, die Anfang der 1990er im Umfeld von R.E.M., Pearl Jam, U2 und Konsorten erschien. Dieses Meisterwerk neu auf den Markt zu bringen, war so gesehen sicher kein Fehler! Die Aufnahme wirkt noch satter, es kommen noch mehr Kleinigkeiten zum Vorschein, die man 1995 vielleicht noch überhört hat. (pa)

Ein Album mit dem Namen Parklive brachte die Band rund um Frontman Damon Albarn bereits 1994 auf den Markt. Damals konnte mit besagtem dritten Album ein Riesenerfolg verzeichnet werden und vor allem Girls And Boys etablierte sich als Ohrwurm der Sonderklasse. Nun sind doch ein paar Jährchen ins Land gezogen: Es gab Nebenprojekte, Trennungen, Abgänge, Wiederkehr und seit 2008 ist Blur nun wieder vereint. Von einem neuen Album dennoch keine Spur. Aber – siehe da – soeben erschien das Doppel-Album Parklive – da war doch was? Das neue Parklive ist ein LiveAlbum, aufgenommen in einer der mittlerweile berüchtigtsten Konzertlocations Londons – dem Hyde Park. Wie bei jedem Live-Album, ist es auch hier gelungen, die komplette Stimmung des Auftrittes an den Hörer weiterzugeben. Einige Stellen mögen etwas dumpf klingen, dennoch kommt – was vor allem auch an Damon Albarns unverkennbarem Gesang liegt – das gewohnte Blur-Feeling so richtig beim Endnutzer an. (pa)

25 Jahre begleiten uns die Smashing Pumpkins musikalisch nun schon – wir hoffen auf mindestens 25 weitere!

War dies Blurs letzter Streich? Es wird so gemunkelt – aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Live am 25. Februar in der Wiener Arena!

Internet-Hype war gestern! Live-Hype ist heute!

Noch Karten für das ausverkaufte Konzert im März im Gasometer ergattert? Gratulation!

Mellon Collie And The Infinite Sadness

BLUR Parklive (Abbey Road Live EMI)

G.CHECKT … g.hört

Dunkelheit, dichtes Schneetreiben. Weihnachts-Lichterketten erzeugen gedämpftes Licht. Dazwischen ertönen irritierende Schreie. Ja, es ist Alice Glass, die auf der ersten Singleauskoppelung fragil und wütend zugleich, „Gottes Fratze“ (Wrath Of God) stimmlich beschwört. Die Frontfrau des allseits gehypten englischen Elektro-Punk Duos Crystal Castles weiß, wie man ein aufkeimendes schnulziges Fest möglichst morbid und elektronisch konterkarieren kann. Auf dem dritten Album der Briten, kurz III genannt, lässt Produzent Ethan Kath die Beats zielstrebig und noch einen Tick eindringlicher als in den Selbstfindungsjahren zuvor purzeln (Sad Eyes, Telepath). Dunkle Glockentöne, fiepsendes Gemurmel und satte Bässe lassen Fans durchwegs jubeln: Das perfekte Winteralbum für Electrofans, die ihre letzte „Beach-House“Platte bereits vor Jahren gehört und wieder verdrängt haben. Aufwühlend und schlichtweg großartig. (hh)

SMASHING PUMPKINS

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RAGE AGAINST THE MACHINE 20 Jahre sind nun schon ins Land gezogen, seit Rage Against The Machine ihr bombastisches, gleichnamiges Album veröffentlichten. Mit XX bringen sie nun eben diese Songs erneut auf den Markt – das Ganze fett geremastered und in vier verschiedenen Editions. „Some of those that want forces, are the same that burn crosses“ – wie wahr. Daran hat sich auch nach so langer Zeit noch nichts geändert. Wenn man nun XX in den Händen hält, scheint es so, als wäre das Album jetzt erschienen und die Songs dafür gerade eben geschrieben worden. Aggressive Lyrics und funkige Gitarren vermischen sich zu einem Feuerwerk an Hits. Da bleibt kein Fuß still, da schreit selbst das blonde Pupperl im V-Pulli mit. Sollte die Party einmal nicht so in die Gänge kommen – einfach Killing In The Name Of auflegen und alles wird gut. Da hört man dann bestimmt kein Smith’sches Hang The DJ und wenn man gleich die neue aufgenommene Version nimmt, muss auch der Master nicht mehr bis ans Limit gefahren werden. Natürlich wäre es feiner, ein wirklich neues Album von Rage Against The Machine ergattern zu können – allerdings sollte man hier nicht zurückschrecken, und glauben es handelt sich um ein simples Best Of-Werk. Es befinden sich einige quasi unveröffentlichte Demos darauf und auch das Booklet inklusive Art Work kann sich sehen lassen. Richtig eingefleischte Fans haben vielleicht schon das gesamte Material zu Hause – dennoch lohnt es sich,

G

auch diese Version zu besitzen. Natürlich vor allem die DeluxeVersion, in der das Album auch noch auf Vinyl dabei ist. Aber Achtung: Explicit Lyrics. (pa) Eine der außergewöhnlichsten Bands der letzten 30 Jahre! Rage Against The Machine sollte wirklich in keinem CD-Regal fehlen!

G.CHECKT … g.hört

DIE FANTASTISCHEN VIER

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Zwölf Jahre ist es mittlerweile her, dass Die Fantastischen Vier ihr erstes MTV Unplugged in der Balver Höhle aufnahmen. Zwölf Jahre, und kaum eine Veränderung – natürlich nur auf die Optik der drei Herren gemünzt. Musikalisch hat sich da schon ein bisschen was getan: Die Sounds wirken klarer, die Herren noch sicherer – sowohl stimmlich, als auch durch ihre Bühnenperformance – und die Atmosphäre scheint noch ein bisschen entspannter zu sein, als vor besagter langer Zeit. Ein Abklatsch des ersten Teils ist MTV Unplugged II auf keinen Fall – es kommt zu keinen Wiederholungen, entschieden sich die vier dafür, nur Songs zu performen, die nach 2000 erschienen sind. Auch wenn einige ihrer größten Hits bereits vor Y2K erschienen sind, tut das der Set List und ihrer Einheit keinen Abbruch. Fein für das Ohr – es sind sehr viele funkige Elemente eingebaut worden, die dem Konzert den gewissen Pep verleihen. Vor allem bei Geboren wippt das Bein und der Kopf mit, wenn Saxophon, Querflöte und Geigen auf einen gewaltigen Bass treffen. Kleines Detail am Rande – auch ein Österreichbezug kann hergestellt werden: Die Wiener Filmproduktion Just 24/7 Entertainment GmbH zeichnete für Produktion, Regie und Schnitt der DVD verantwortlich. Dies ist bereits die fünfte DVD der Fantastischen Vier, an der sie mitarbeiteten.

XX

Sony Music

MTV Unplugged II Columbia SevenOne

Hut ab! Denn gerade der Schnitt begeistert – entschied man sich wohlweislich dafür, nicht schnell von einer Szene in die nächste zu hüpfen und konnte somit die einmalige Umgebung und Stimmung noch besser einfangen.(pa) Das CD/DVD-Set ist für jeden Fan ein Muss! Live kann man die Fantas am 1. Februar, im Rahmen des Air & Style in Innsbruck erleben.


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1 MAMMOTH MAMMOTH – Volume III Hell’s Likely Lemmy grölt „Let’s rock!”, das Mammut erwidert aus einer Staubwolke Down-Unders heraus ein grimmiges „Let’s roll!“ und verlautet, „more awesome than God’s tits“ zu sein. Angesichts des Covermotivs nachvollziehbar, gehen doch jene Halbkugeln durchaus homogen Hand in Hand mit dem erdigen Stoner Rock, der tatsächlich mehr Eier hat, als ein Ornithologe in seinem Schaukästchen. (sb) Für Freunde von: Motörhead, Black Sabbath, Kyuss

5 ASAF AVIDAN – Different Pulses Viele Künstler sind noch auf der Suche nach ihm. Etwas, das sie zu etwas Besonderem macht. Asaf Avidan hat es schon gefunden: seine Stimme. Vergleichbar mit einer Mischung aus Janis Joplin, Robert Plant und Jeff Buckley vergisst man diesen israelischen Singer Songwriter sicher nicht mehr. Getrennt von seiner langjährigen Band Asaf Avidan & The Mojos macht er nun allein weiter mit Folk-Rock. Gut so! (ks) Für Freunde von: Asaf Avidan & the Mojos

2 SOLID TUBE – The Running Time Wäre der Hund nicht gewesen, dann wären sie fast auf Platz 1 der Großen Chance gelandet, Esprit bewies das Trio dennoch und tut selbiges auch auf ihrem Zweitling. Eine „Wahnsinnsstimme“ wird Sängerin Mandana attestiert, aber auch der Blues aus der Feder von Mike Pobisch ist alles andere als von schlechten Eltern. Da sitzt jeder Ton! Davon kann man sich am 13. Februar in der Szene Wien selbst überzeugen. (sb) Für Freunde von: Meena Cryle

6 BRUNO MARS – Unorthodox Jukebox Ein Mann, unzählige Hits. Die Interpretation seines Marry You eines heiratswilligen Mannes, der den Antrag an seine Liebste auf YouTube teilte, holte auch noch die letzten Mars-Kritiker aus der Reserve (sehenswert!). Bruno Mars zählt zu den größten unserer Zeit und beweist auch auf dem lang erwarteten Unorthodox Jukebox, dass wir von seiner Musik nicht genug kriegen können. Ein Album zum Genießen! (ks) Für Freunde von: James Morrison

3 WILFRIED – Tralalala 62 Jahre gibt’s Wilfried schon und 15 Jahre sind´s schon her, dass ein neues Album in den OnlinePortalen steht. Tralalala befriedigt definitiv wieder alle Fans der ungeschminkten Gesellschaftskritik. Neu und besonders an der Scheibe ist allerdings, dass man auch die weiche Schale hinter dem selbstironischen, rauen Wilfried kennenlernt. Tralalala vereint unendliche Traurigkeit mit ebenso undendlicher Glückseligkeit nach Harlekin-Manier. (ks) Für Freunde von: Hubert von Goisern, Ostbahn Kurti

7 RAUHNACHT – Es dauert nerma lång Die gleichnamige Single aus dem neu erschienen Album ist bezeichnend für den Rest. Alpenklänge gepaart mit Chorstimmen, die gemeinsam viel Energie und Kraft versprühen. Und so meint Bandleader Franz Thalhammer auch, dass hier „live die Post abgehen wird“. Der musikalische Bogen hin zu lateinamerikanischen Rhythmen wird von den Altausseern perfekt vollzogen und so darf man sich auf die Live-Termine, die von Wien bis in die Heimat stattfinden sollen, freuen. (ks) Für Freunde von: Hubert von Goisern

4 LOUIE AUSTEN – What A Comeback! Kennen Sie Alois Luef? Nein? Dann wird es Zeit einen der größten österreichischen MusikExporte näher zu beleuchten: Louie Austen. Seines Zeichens Akkordeonspieler & Jazzsänger, schlug sich der 1946 geborene Wiener jahrelang als Barsänger durch. What A Comeback ist nun sein sechstes Album und bringt mit Songs wie Tweedy Tweedy und Shake Your Bones alle Dancer an gleichnamigen Floor! (ks) Für Freunde von: Variety Lab, Dublex Inc.

8 MRS. GREENBIRD – Mrs Greenbird (ab 21.12.) „Das Goldkehlchen und der Mann mit dem Hut“ wurden mit ihrer selbst komponierten Single Shooting Stars & Fairy Tales berühmt. Das Album Mrs Greenbird ist bereits mit drei Liedern (It Will Never Rain Roses, Blitzkrieg Bop und Falling Slowly) in den Charts vertreten. Traumhafter Folk-Pop und Country gemischt mit der unverwechselbar süßen Stimme von Sarah zieht sich durch das Album. (ks) Für Freunde von: Dixie Chicks

G.CHECKT … g.hört

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ERLESEN Lilo Stalzer

G.CHECKT … g.lesen

WÜNSCHE UND PLÄNE Als Otto und Mina einander trafen, ging das 19. Jahrhundert seinem Ende zu. Sie zogen in eine kleine Wohnung im 16. Bezirk, zu klein für die ehrgeizigen Wünsche meines Großvaters. Er war angehender Drechslermeister und war sicher, mit seinem Beruf eine große Familie ernähren zu können. Der erste Sohn überlebte die Kriegsschwangerschaft meiner Großmutter nicht, aber dann kamen Schlag auf Schlag 2 Töchter zu Welt, die nicht in der kleinen, 35 Quadratmeter großen, Wohnung aufwachsen sollten. Eines Tages wurde der Plan zu einem Haus gezeichnet. 60 Quadratmeter plus Garten schienen vorerst genug für die junge Familie. Gesund bleiben hieß nun die Devise meiner Großeltern, schließlich gab es schon Nachwuchs und das dritte Kind kündigte sich an. Einen Winter auf Mallorca (von George Sand im Marix Verlag) den sich heute viele Ehepaare gönnen, konnten sich meine Großeltern nicht leisten. Dafür gab es einen großen Garten, in dem das ganze Jahr über Obst und Gemüse angepflanzt und gelagert wurde, bis es benötigt wurde. Für meine Großeltern wurden viele Wünsche Wirklichkeit, der Plan meines Großvaters, seine Kinder in einem Haus mit Garten aufzuziehen wurde Realität. Wenn ich mir heute etwas für das Jahr 2013 vornehme, dann kommt es einem Wunsch meiner Großmutter sehr nahe: Gesund ernähren und leben, Sport betreiben, dass es der Familie gut geht und man sich selbst auch etwas leisten kann. Sei es ein (Winter-) Urlaub, ein Buch, ein neuer Pullover oder ein Konzertbesuch.

www.buchhandlungbeimaugarten.at 90

BILL CALLAHAN

BRIEFE AN EMMA BOWLCUT Milena Verlag Briefe an Emma Bowlcut des 45-jährigen Sängers und Komponisten Bill Callahan ist ein Fundstück, das man langsam erobern muss. Riding For The Feeling, eine tolle Nummer aus seiner letzten CD Apocalypse, frei assoziierte Texte, Liebeslieder, Poesie. In Briefform geschrieben, ist jedes ‚Kapitel‘ die Kurzversion eines Songs. Sie leuchten, sind verrückt oder verworren. Jeder Brief eine Kurzgeschichte mit Musik und der Stimme von Callahan. Perfekt übersetzt von Carl Weissner, Evelyn Steinthaler und Vanessa Wieser ist das Buch ein Weihnachtsgeschenk von Mann an Frau oder auch von Frau an Mann. (ls)

VARIOUS

PORTRAITS, LIVE AN MONTREUX Edel earBooks Eines der bekanntesten Musikfestivals in Europa, das Montreux Jazzfestival, wurde vor 45 Jahren ins Leben gerufen. Wer Anfang Juli 2013 keine Zeit hat Urlaub zu nehmen, kann das einzigartige Montreux Feeling bereits jetzt genießen. Soeben ist ein herrlich sinnliches Buch mit einzigartigen Bildern von Künstlern, die in Montreux aufgetreten sind, erschienen. 104 exklusive Portraits machen diesen Bildband zu einem besonderen Erlebnis für die Augen und versetzen die Betrachter in einen stroboskopischen Farbenrausch. Das Buch hat nicht nur ein einzigartiges Design (gezeigt werden z.B. auch die Plakate mit denen das Festival seit den Anfängen beworben wurde), sondern ermöglicht auch ein Seh- und Hörerlebnis auf höchstem Niveau. Auf zwei DVDs sind mehr als 40 Live Mitschnitte von Künstlern wie Deep Purple, Santana, UB40, Rory Gallagher und anderen erlebbar. (ls)


JOS

SPIEL WIESE

Hier der zweite Teil einiger Must-Have-Games 2012, die uns spielreiche Weihnachtsfeiertage bescheren und auch im neuen Jahr nie langweilig werden!

Dishonored: Die Maske des Zorns

Wer damit Freude hat: Verkleidungskünstler & Versteckenspieler Was zu erwarten ist: Ein irres, in dieser Form noch nie dagewesenes Szenario, in dem wir den ehemaligen Leibwächter Corvo Attano aus der Egoperspektive bei Attentatsmissionen begleiten, um eine Verschwörung gegen die kaiserliche Familie aufzudecken. Hier treffen Pickelhauben auf Walölenergiequellen, gefräßige Ratten auf ganz schräge Vögel, Retro auf Future. Resümee: Sicherlich nicht jedermanns Geschmack, umso mehr verdient es das Stealth-Actionspiel aus dem Hause Bethesda (Skyrim!) aufgrund der vielfältigen Lösungsmöglichkeiten beachtet zu werden. Denn fernab jeglichem hirnlosen Geballere führen hinter der Maske des Zorns die unterschiedlichsten Wege ans Ziel. Publisher: Bethesda Softworks Plattform: Xbox 360, PlayStation 3, Windows PC

Resident Evil 6

Wer damit Freude hat: Biotechniker & Zombielogen Was zu erwarten ist: Eine temporeiche Mischung aus Action und Survival-Horror, bei der die Story-Stränge geschickt miteinander verbunden werden. Im Kampf gegen die globale bioterroristische Bedrohung in Form des C-Virus schlüpfen wir in die Rollen von altbekannten Charakteren wie Leon S. Kennedy und Chris Redfield sowie einigen neuen Helden. Dabei führt uns das Zombie-Mutanten-Gemetzel an optisch eindrucksvoll in Szene gesetzte Schauplätze in Nordamerika, Osteuropa und China. Resümee: Resi 6 hat zwar nicht mehr die Suspense vergangener Tage, macht dafür aktuell aber auch umso mehr Spaß. Publisher: Capcom Plattform: Xbox 360, PlayStation 3

Wer damit Freude hat: Gehirnjogger & Besserwisser Was zu erwarten ist: Gehirntraining für unterwegs. Ganz in der Tradition von Dr. Kawashima gilt es, knifflige Mathe-, Gedächtnis-, Logik- und Worträtseln zu meistern. Resümee: Ein kleiner Geheimtipp! Smart As … ist grafisch nett und dem Spielprinzip adäquat umgesetzt, setzt die Steuerungsmöglichkeiten der PlayStation Vita gut ein und ist obendrein mit Social Media Kanälen wie Facebook und Twitter verlinkt. Man will ja schließlich sein Wissen auch anderen kundtun. Publisher: Sony Computer Entertainment Plattform: PlayStation Vita Über den fantastischen Familienhit Wonderbook: Das Buch der Zaubersprüche und die Shooter-Perle Far Cry 3 wird nächstes Monat hier ausführlich zu lesen sein. Und was bringt das Spielejahr 2013? The Last of Us, GTA 5, ein neues Tomb Raider und viele andere Top-Titel.

G.CHECKT … g.spielt

Smart As …

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© Paramount Pictures, C Karen Ballard (2)

JACK REACHER Tom Cruise macht uns den Actionhelden.

G.CHECKT … g.sehen

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Gegen diesen Burschen ist der gute James Bond ein alter, müder Sack. Jack Reacher, erfunden vom britischen Ex-Fernsehdirektor und Thriller-Autor Lee www.ray-magazin.at Child (eigentlich: Jim Grant) ist ein 1,96 Meter großer Schrank von einem Mann, ein überdurchschnittlich guter Kämpfer mit allen Waffen, die ihm zur Verfügung stehen (und auch, wenn ihm gar keine Waffen zur Verfügung stehen), überdurchschnittlich intelligent, überdurchschnittlich technisch versiert, überdurchschnittlich gut aussehend und – versteht sich – ein überdurchschnittlich guter Liebhaber von überdurchschnittlich schönen Frauen, die ihm im Laufe seiner literarischen Abenteuer – bis dato 16 an der Zahl – über den Weg laufen, ihn mit dem Auto mitnehmen (er besitzt keinen Führerschein) oder ihm sonst irgendwie zu- und verfallen. Er ist, trotz seiner 52 Jahre (seine Biografie ist in den Büchern genau dokumentiert), topfit und macht praktisch keine Fehler, er ist unbestechlich, loyal und hat einen untrüglichen Gerechtigkeitssinn. Ein bisschen scheint er aus der Zeit gefallen zu sein, denn solche Helden gibt es eigentlich gar nicht mehr im 21. Jahrhundert. Dass Hollywood nicht schon längst auf ihn aufmerksam wurde, ist ziemlich überraschend. Doch nun, ab 4. Jänner, ist es soweit, und Jack Reacher entert auch bei uns die Kinos, wo er, so steht zu vermuten, noch öfters vorbeischauen wird. Der Erfolg ist quasi vorprogrammiert – auch wenn, zum Leidwesen der Jack-Reacher-Fangemeinde in aller Welt, der nicht nur wegen seiner leitenden Funktion bei Scientology und wegen seines Umgangs mit seinen Ehefrauen eher unterdurchschnittlich beliebte Hollywood-Star Tom Cruise die Rolle ergattert hat. Tatsächlich fällt es schwer, sich den 1,70 Meter kleinen Tom als großen Jack vorzustellen, andererseits machte Cruise als Ethan Hunt in der Mission-Impossible-Serie durchaus gute Action-

Figur. Auch Autor Child konnte sich in Interviews (was sollte er auch anderes sagen?) Tom Cruise sehr wohl als Jack Reacher vorstellen. Wie auch immer: Der Fall, der Reacher in seinem ersten Kinoabenteuer beschäftigt, ist der aus dem Buch One Shot (2005), einem extrem spannenden Katz-und-Maus-Spiel zwischen Reacher und seinem Ex-Armeekollegen James Barr, der mit sechs Schüssen fünf Menschen auf einem belebten Platz mitten in einer US-Großstadt getötet haben soll. Seine einzige Verteidigung gegenüber der Polizei ist: „Get Jack Reacher for me.” Gesagt, getan, und schon kann es losgehen. Reacher klemmt sich hinter den Fall, wenn auch aus anderen Gründen, als Barr lieb ist. Die Beweislage scheint so glasklar, dass nicht einmal Reacher etwas finden können sollte – aber … • Regie: Bleibt zu hoffen, dass das/die pher McQuarrie to Abenteuer des großen Kerls ris Ch Cruise, auf der Leinwand so span• Darsteller: Tom mund sa nend, lakonisch und mitRobert Duvall, Ro , rz reißend erzählt sind wie in Pike, Werner He og ins Lee Childs Romanen. Das Richard Jenk Spannung aktuelle Kino könnte einen en • G re: Action / Typen wie Jack Reacher gut • Start: 4. Jänner gebrauchen.

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SILVER LININGS Kinotipp Kinotipp

„Wenn’s läuft, dann läuft’s“, heißt ein bekanntes Sprichwort. In Pats Fall läuft’s erst recht nicht, wenn’s nicht läuft. Denn der Chaot wohnt wieder bei seinen Eltern, nachdem er acht Monate auf gerichtliche Anweisung in einer psychiatrischen Anstalt verbracht hat. Job weg, Frau weg, Wohnung weg. Wie das aber oft bei Hollywood-Komödien der Fall ist, ergibt sich aus der vorerst rein platonisch wirkenden Freundschaft zu Tiffany (seiner neuen Tanzpartnerin) doch mehr … Ob der eher klassischen Geschichte, besticht diese • Regie: Komödie durch die großartige Besetzung von Namen David O. Russell wie Jennifer Lawrence (Die Tribute von Panem), • Genre: Komödie Bradley Cooper (Hangover) und „alten“ Hasen wie er • Start: Ab 4. Jänn Robert de Niro, Chris Tucker und Julia Stiles. Zu im Kino Recht gewann Silver Linings den Publikumspreis beim Filmfestival in Toronto, wo er auch Weltpremiere hatte. (ks)

DER AUFSTEIGER

Life Of Pi: Schiffbruch mit Tiger

Ab 26. Dezember im Cineplexx Filmmärchen in berauschender Optik nach Yann Martells Bestseller um Ab xx.xx.2012 im Cineplexx einen jungen indischen SchiffbrüDie Showtruppe der chigen,verrückteste der zusammen mit einem WeltMonate ist wieder da!auf dem Meer Tiger lang überlebt. Miss Piggy, Gonzo, Kermit der Frosch und die anderen Muppets versuchen gemeinsam mit ihren größten Fans ihr altes Theater zu retten.

HLIGHTS IGwww.cineplexx.at NTH unter VEInfos EAlle Weihnachtsgeschenkboxen Unbeschreiblich gute Unterhaltung schenken mit den Cineplexx Weihnachtsgeschenkboxen.

TS

EVENTHIGHLIGH Men‘s Night Weihnachtstipps

10. Mai 2012 | 20:30 Am 24.12. wird ein Weihnachts„Lockout“ programm geboten:

Nur € 6,50

· Ralph Reicht’sCoke inkl. 1 Flasche · Der&Hobbit– Zero M&M‘sEine unerwartete Reise · Sammy’s Abenteuer 2

Ladies Night

Oper im Kino

17. Mai 2012 | 20:15 19.01.2013 | ab 19:00

Dem Regisseur Pierre Schoeller ist es hier gelungen, sozial- und gesellschaftskritisch hinter die Kulissen von Machtaufstieg und verbittertem Ehrgeiz eines Ministers zu blicken. Mit bissigem Humor zeigt Schoeller, was Machthaber auf dem Weg nach oben alles ein- oder besser verstecken müssen. Ausgezeichnet für das beste Buch und den besten Film (Cannes 2011) zeigt Schoeller glasklar und wahrhaftig die Praxis der französischen Politik – ungeschminkt und bissig! Der Verkehrsminister, gespielt von Olivier Gourmet, hat • Regie: mit einer Katastrophe nach der anderen zu kämpfen Pierre Schoeller und spürt am eigenen Leib wie schnell das Leben zu • Genre: Drama Ende sein kann, als er einen Verkehrsunfall erlebt. Imer • Start: Ab 4. Jänn mer verbitterter kämpft er für die Interessen der Parim Kino tei, oder sind es doch seine eigenen? (ks)

inkl. Maltesers aus derMartini, MET New York. & Woman Magazin Nur in ausgewählten Cineplexx Kinos.

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Ab dich 15. Februar 2013Events ...informiere über unsere ...reserviere Karten

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John McClane in seinem 5. Abenteuer. Näherewww.cineplexx.at Informationen unter www.cineplexx.at

G.CHECKT … g.sehen

„Lachsfischen „Maria Stuarda“ im Jemen“ Nur € 6,50 Live-Übertragung

SPÜR’ DAS KINO!

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THE BLIND MAN Eine zerstückelte Frauenleiche wird gefunden. Dem erfahrenen, aber durch den Unfalltod seiner Frau vergrämten Kommissar Lassalle (Jacques Gamblin) ist schnell klar, dass sie einen präzisen Vollprofi suchen. Als weitere Morde passieren, die augenscheinlich in keiner Verbindung stehen, gibt es einen gemeinsamen Angelpunkt: den blinden Klavierstimmer Marvik (Lambert Wilson). Doch kann ein Blinder allein das alles bewerkstelligen? Lassalle sinkt immer weiter in einen Sumpf aus Militärpolitik und Verbrechen und bezahlt das fast selbst mit dem Leben …

© Universum Film GmbH

Regisseur Xavier Palud blickt nebst klassischer guter Polizeiarbeit hinter der Kulissen des internationalen Waffenhandels und dessen Folgen. Lassen Sie sich von dem Genre Thriller nicht abschrecken, denn es erwartet Sie ein gut gemachter, packender Krimi mit interessantem Ende. (ks)

Schöner Tatort auf Französisch.

G.CHECKT … g.sehen

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© Walt Disney Home Entertainment

Mit einer großartigen Susan Sarandon.

© Paramount Home Entertainment

Ab 10. Januar im Handel!

Mit dabei: Bester animierter Kurzfilm 2011, 2010 und 2008!

JEFF, DER NOCH ZU HAUSE LEBT

PIXARS KOMPLETTE KURZFILM COLLECTION 2 – DVD

Der arbeitslose Jeff (Jason Segel) lebt/vegetiert seit jeher im Keller seiner Mutter. Sie und der Rest der Familie, bestehend aus seinem Bruder Pat (Ed Helms) und dessen Frau, versuchen Jeff zu besinnen, dass er sein Leben selbst in die Hand nimmt. Jeff ist aber davon überzeugt, dass alles im Leben einen Sinn hat, nichts ohne Grund passiert und es sich schon fügen wird. Als die beiden Brüder eines Tages Pats Frau mit einem anderen Mann beobachten, scheint auch Pats eigentlich geregeltes Leben aus den Fugen und beide begeben sich auf die Suche nach dem Wichtigsten: Liebe ohne Kompromisse. (ks)

Wer kennt das nicht? Man sieht sich einen der Pixar Animationsfilme an und kaum ist dieser vorbei hat man Lust auf mehr, auf mehr Neues und auf mehr Lustiges. Damit das Warten auf das nächste große Abenteuer von Nemo, Shrek und seinen Freunden nicht mehr allzulange warten lässt, hat Pixar jetzt zum zweiten Mal die Kurzfilm-Kollektion herausgebracht! Zwölf Kurzfilme (drei davon preisgekrönt), die allesamt fantastische Geschichten von fantasievollen Helden erzählen und uns, wie gewohnt, auf schmunzelnde Art zum Träumen anregen. Schön! (ks)


PRESENTS

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Peter Gabriel

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Back to Front

So LIVE - performed by the original 1987 line-up

3.10.2013 WIEN - STADTHALLE Offical VIP hospitality packages available from www.petergabriel.com

Limited Edition Box Set: Newly-remastered So CD So DNA CD (Audio evolution of So) Studio quality 24 bit digital download Live in Athens 1987 double CD + DVD Classic Album: So DVD 180grm So 12” LP 12” AA vinyl collectible 60 page case-bound book

25th Anniversary Editions out now

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DAS WAR Bei dem von oeticket.com ins Leben gerufenen Golden Circle, einer Podiumsdiskussion zum Thema Nachhaltigkeit in der Event-Branche, konnte man sich über fehlendes Interesse in der Szene nicht beklagen … q

Beim ersten aLiVE!, der Eventreihe von TICKET, holten wir die jungen Grazer Madman’s County mit auf die Bühne! q

9 Location für diesen Golden Circle war das Naturhistorische Museum in Wien!

t Beim Dreh unseres TV-Spots zeigte sich der Kabarettist Klaus Eckel unterstützend fadisiert.

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9 Gemeetet & gegreetet wurden Thada Suanduanchai, der den Polizisten Eddie spielt und natürlich Dionne Wudu, die noch bis 31. Dezember in der Rolle von Deloris Van Cartier zu sehen ist.


2012! ww w.con ny.at

9 Die anwesenden Auch mit dabei Gäste forderten das waren MLE[e], die für Podium mit meist Gänsehaut sorgten! durchdachten Fragen. q

Auch mit dabei waren MLE[e], die für Gänsehaut sorgten! q

© Rolf Bock

Bei einem Meet & Greet mit Snow Patrol dürfen jede Menge Autogramme nicht fehlen. Das anschließende Konzert in der Arena rundete den tollen Abend ab! q

Alle Fotorechte bei Conny de Beauclair. (ausgenommen wenn anders angeführt)

t … Am Podium nahmen Platz: Andreas Egger (Geschäftsführer oeticket.com), Harry Jenner (Geschäftsführer musicNET.at), Ruth Riel (Projektleiterin greenPatrol), Claudia Kinzl (Geschäftsführerin der Jugendumweltplattform JUMP) und Georg Tappeiner (Österreichisches Ökologie Institut). Durch den Abend führte Birgit Denk.

t Bei der Präsentation des neuen Layouts von TICKET gaben die Jungs von Gnackwatschn ordentlich Gas! Toller Abend und toller Projektabschluss!

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oeticket Center Libro, Mariahilferstraße 75 (1. Stock), 1060 Wien • oeticket Center Museumsquartier, Museumsplatz 1, 1070 Wien • Classic Art Konzertveranstaltungs Ges.m.b.H, Riemergasse 1-3/Mezzanin, 1010 Wien • Elite Tours, Operngasse 4, 1010 Wien • Franz Jirsa GmbH, Tegethoffstr. 7, 1010 Wien • NÖ Landesreisebüro GesmbH, Am Hof 5, 1010 Wien • SunCompany Gerhard Becher, Schwedenplatz 5, 1010 Wien • Österreichischer Gewerkschaftsbund, Johann-Böhm-Platz 1, 1020 Wien • Club für Kultur und Wirtschaft, Rasumofskygasse 10, 1030 Wien • Kartenbüro Cello, Lerchenfelderstraße 12, 1080 Wien • Red Zac Mega Mörth - Gasometer, Gasometer B 40; Guglgasse 12, 1110 Wien • Ottakringer Shop Wien, Ottakringerstrasse 95, 1160 Wien • Vienna International, Dresdner Strasse 87, 1200 Wien • Red Zac Mega Mörth 1230, Breitenfurterstr. 308, 1230 Wien.

Elektro Mörth GesmbH, Herzog Albrecht Str. 1-3, 2130 Mistelbach • Filmhof Veranstaltung, Asparn Nr.: 2, 2151 Aspern/Zaya • Haas Elektro GmbH, Brünner Bundesstraße 160, 2201 Seyring • Elektro Mörth GesmbH, Umfahrungsstr. Nord 1, 2230 Gänserndorf • Marchfeldschlösser OET Outlet Strasse Nr.1, 2294 Schloßhof, Theaterforum Schwechat, Ehrenbrunngasse 24, 2320 Schwechat • Tourismusinformation Mödling, Kaiserin Elisabeth Str. 2, 2340 Mödling • FC Trenkwalder Admira, Johann Steinböck Strasse 5b, 2344 Maria Enzersdorf • Pernegger Michael, Ebreichsdorferstrasse 17b, 2522 Oberwaltersdorf • Reisebüro Krumay GmbH, Hernsteinerstrasse 59, 2560 Berndorf • Foto Wieland, Hauptplatz 3, 2620 Neunkirchen • Gemeindeamt Payerbach, Ortsplatz 7, 2650 Payerbach • Arena Nova, Rudolf Diesel Strasse 30, 2700 Wiener Neustadt • Kultur Marketing Eve, Hauptplatz 3, 2700 Wiener Neustadt • Stadtbusbüro Wiener Neustadt, Hauptplatz 3-5, 2700 Wiener Neustadt • Stadttheater Wiener Neustadt, Herzog Leopold-Str. 17, 2700 Wiener Neustadt • WNSKS Wr. Neustädter Stadtwerke und Kommunal Service GmbH, Neunkirchnerstraße 61-63, 2700 Wiener Neustadt • WNSKS Wr. Neustädter Stadtwerke und Kommunal Service GmbH, Bahnhofsplatz 1, 2700 Wiener Neustadt • Restaurant Jautschnig, Steinfeldstraße 10, 2732 Höflein • NXP Veranstaltungsbetriebs GmbH, Kelsengasse 9, 3100 St. Pölten • Ticketnet Austria GmbH, Kirchenstraße 13, 3243 St. Leonhard am Forst • CCA Bar - Leutgeb Gastro GmbH, Waidhofnerstrasse 1, 3300 Amstetten • Ma Gastro, Mozartstrasse 5, 3300 Amstetten • Magistrat der Stadt Waidhofen, Schlossweg 2, 3340 Waidhofen • Herbsttage, Hauptstraße 17, 3372 Blindenmarkt • Kultur Melk, Jakob- Prandtauer- Strasse 11, 3390 Melk • Zwölfer Reisen GmbH, Wiener Strasse 21, 3390 Melk • Hoanzl & Schindlecker DL- OEG, Wienerstr. 16, 3430 Tulln • Ursin Haus, Kamptalstraße 3, 3550 Langenlois • Musiktotal.at, Raxendorf 10, 3654 Raxendorf• Schneider Reisen, Landstraße 12, 3741 Pulkau • Reisebüro Pipal, Kirchengasse 27, 2460 Bruck/Leitha.

Bad Ischl Event, Bahnhofstraße 6, 4020 Bad Ischl • Kartenbüro Pirngruber VVK, Landstraße 34, 4020 Linz • Linzer Kartenbüro, Herrenstraße 4, 4020 Linz • PASSAGE LINZ GmbH und Co KG, Landstrasse 17-25, 4020, Linz • WEILER Shows GmbH, Kopernikusstrasse 5, 4020 Linz • OÖNachrichten Geschäftsstelle Linz, Promenade 23, 4020 Linz • Needful Things, Fadingerstrasse 11, 4020 Linz • Vivo Mitarbeiter Service GmbH, Stahlstrasse 33, 4031 Linz • Konzertdirektion Schröder GmbH, Am Steinbruch 20, 4040 Linz-Puchenau • Peter Haselmayr, Obere Donaulände 67, 4040 Linz/Puchenau • Kurverband, Bad Leonfelden, Ringstrasse 77, 4190 Bad Leonfelden • Bücherstube Fessl, Tragweinerstrasse 1, 4230 Pregarten • Baumgartner Silvia, Markt 25, 4280 Königswiesen • P & K Reise Service GmbH, Westbahnstrasse 26, 4300 St. Valentin • BFBS Reisebüro Wiesinger GmbH & Co KG, Schacherbergstraße 30, 4311 Schwertberg • Magistrat der Stadt Steyr, Stadtplatz 27, 4400 Steyr • Steyr – Touristik, Michaelerplatz 10, 4400 Steyr • OÖNachrichten Geschäftsstelle Steyr, Leopold Werndl-Straße 3, 4400 Steyr • Tabak Trafik Mitter Lukas, Punzerstrasse 37a, 4400 Steyr • Tourismusverband Steyr, Stadtplatz 27, 4402 Steyr • P & K Reiseservice Asten, Geranienstrasse 6 /Im Fachmarktzentrum, 4481 Asten • Gemeinde Ennsdorf, Amtshausstraße 5, 4482 Ennsdorf • Steiner Helmut, Badstraße 3, 4592 Leonstein • Sabtours Touristik GmbH, Kaiser Josef Platz 5, 4600 Wels • Schlager – Reisen, Bahnhofstrasse 10, 4600 Wels • Sabtours Touristik GmbH, Salzburger Strasse 223 - SCW, 4600 Wels • Wels Marketing & Touristik GmbH, Stadtplatz 44, 4600 Wels • OÖNachrichten Geschäftsstelle Wels, Stadtplatz 41, 4600 Wels • Oberbank AG Laakirchen, Gmundner Straße 10, 4663 Laakirchen • Oberbank AG Attnang-Puchheim, Dr. Karl-Renner-Platz 2, 4800 Attnang-Puchheim • Oberbank AG Ebensee, Hauptstraße 9, 4802 Ebensee • Zuk Concert, Hermine Schleicherweg 23, 4802 Ebensee • Ferienregion Traunsee, Toscanapark 1, 4810 Gmunden • Oberbank AG Gmunden 1, Esplanade 24, 4810 Gmunden • Oberbank AG Gmunden 2, Rathausplatz 7, 4810 Gmunden • Stadtgemeinde Gmunden, Rathausplatz 1, 4810 Gmunden • Oberbank AG Bad Ischl, Kaiser-Franz-Josef-Straße 4, 4820 Bad Ischl • Salzkammergut Touristik, Götzstrasse 12, 4820 Bad Ischl • Salzkammerguttouristik, Götzstraße 12, 4820 Bad Ischl • Tourismusverband Bad Ischl, Bahnhofstraße 6, 4820 Bad Ischl • Tourismusverband Inneres Salzkammergut, Kirchengasse 17, 4822 Bad Goisern • Tourismusverband Ferienregion Attersee, Nussdorfer Strasse 15, 4864 Attersee • Gratzmühle Betriebs GesmbH, Eberschwang 32, 4906 Eberschwang • OÖNachrichten Geschäftstelle Ried, Kirchengasse 15, 4910 Ried im Innkreis.

SBG

oeticket Center Salzburg im republic, Anton Neumayr Platz 2, 5020 Salzburg • Kartenbüro Arena, Alpenstrasse 119, 5020 Salzburg • Kartenbüro Neubaur, Europastrasse 1, 5020 Salzburg • Struger-Lachmayer KG, Linzergasse 58, 5020 Salzburg • Polzer Travel & Ticketcenter, Residenzplatz 3, 5020 Salzburg • Salzburg Ticket Service GesmbH, Mozartplatz 5, 5020 Salzburg • Die Bachschmiede, Jakob Lechner Weg 2-4, 5071 Wals • Fischwenger GesmbH & CoKG, Irrsdorferstraße 44, 5204 Straßwalchen • Tourismusverband St.Gilgen, Mondsee Bundesstraße 1a, 5340 St.Gilgen • Tourismusverband Strobl, Dorfplatz 17, 5350 Strobl • Kurdirektion St.Wolfgang, Au 140, 5360 St.Wolfgang • Jakobisaal Betriebsges.m.b.H., Dorf 96, 5412 St. Jakob am Thurn • Reiseburo BEGHER, Markt 48, 5440 Golling • Reisebüro ReiseZeit, Markt 19, 5440 Golling • ChilliReisen, Markt 15, 5620, Schwarzach • Europasportregion Marketing GmbH, Bruckner Bundesstrasse 1a, 5700 Zell am See • Congress & Stadtmarketing Saalfelden GmbH, Stadtplatz 2, 5760 Saalfelden • Tabak Trafikplus Ledl Rainer Josef, Schulstrasse 2, 5071 Wals • Ticket-Scharf, Hansererweg 10, 83471 (D) • Passau Ticket Service, Dr. Emil Brichta Str. 7/Haus A, 94036 Passau (D).

T

oeticket Center Innsbruck - Olympiastraße 10, 6020 Innsbruck • Christophorus Reisen Ibk., Museumsstrasse 28, 6020 Innsbruck • FC Wacker Fanshop, Maria-Theresien-Straße 49a, Eingang Welse, 6020 Innsbruck • Innsbruck Ticket Service, Burggraben 3, 6020 Innsbruck • Innsbrucker Verkehrsbetriebe u. Stubaitalbahn GmbH, Stainerstrasse 2, 6020 Innsbruck • Tiroler Tageszeitung, Anichstrasse 8, 6020 Innsbruck • Testa Rossa Caffe Tivoli, Stadionstr. 1, 6020 Innsbruck • TOBIS TRAVEL SOLUTIONS, Leipziger Platz 1, 6020 Innsbruck • Schaffer Berta & Co.Kg, Technikerstrasse 44, 6020 Innsbruck • X-Double, Leopoldstr. 32, 6020 Innsbruck • Innsbruck Information/Bahnhof, Südtiroler Platz, 6021 Innsbruck • Tickets & Tours, Thaurer Strasse 22, 6060 Hall in Tirol • Tourismusverband Region Hall - Wattens, Wallpachgasse 5, 6060 Hall in Tirol • Cafe Forum, Rathausplatz 4, 6063 Rum • Christophorus Reisen Wattens, Bahnhofstrasse 21, 6112 Wattens • Christophorus Reisen , Schwaz, Innsbruckerstrasse 9, 6130 Schwaz • Christophorus Reisen Brixlegg, Niederfeldweg 9e-f, 6230 Brixlegg • Christophorus Reisen Mayrhofen, Karghaus 371, 6290 Mayrhofen • Christophorus Reisen Bus, Eckartau 2, 6290 Mayrhofen • Christophorus Reisen Wörgl, Salzburgerstr. 32, 6300 Wörgl • Christophorus Reisen Kufstein, Feldgasse 1, 6330 Kufstein • Ferienland Kufstein, Unterer Stadtplatz 8, 6330 Kufstein • TVB Kufstein, Unterer Stadtplatz 8, 6330 Kufstein • Reisebüro Verkehrsbüro Kirchberg, Dorfplatz 4, 6365 Kirchberg in Tirol • Christophorus Reisen St. Johann, Neubauweg 2, 6380 St. Johann i. T. • Musikschule Telfs, Obermarkt 43, 6410 Telfs • Rundschau Imst, Postgasse 9, 6460 Imst • Rundschau Landeck, Bruggfeldstrasse 5, 6500 Landeck • Autoreisen Köck GmbH, Mühlerstr. 12, 6600 Reutte • Reisestudio Schrettl, Untermarkt 18, 6600 Reutte • Alpenland KG Emil Manfreda & Co., Amlacher Straße 2, 9900 Lienz • Bela Music Landeck, Malserstr. 49a, 6500 Landeck.

VBG

Musikladen jehle & mullner oeg, Johannitergasse 4, 6800 Feldkirch • Stadtmarketing und Tourismus Feldkirch GmbH, Schlossergasse 8, 6800 Feldkirch • Musikladen Concerts, Gewerbepark/Alemannenstrasse 49, 2.Stock, 6830 Rankweil • Vorarlberger Volkstheater GmbH, Bahnhofstraße 2, 6840 Götzis • ATT Service, Paul-Grüningerweg 5, 6845 Hohenems • Dornbirn Tourismus, Rathausplatz 1, 6850 Dornbirn • Bregenz Tourismus & Stadtmarketing, Rathausstrasse 35a, 6900 Bregenz.

BGLD

Esterházy Privatstiftung, Esterházyplatz 5, 7000 Eisenstadt • Haydn Festspiele, Schloss Esterházy, 7000 Eisenstadt • KSB - Kultur-Service Burgenland GmbH, Glorietteallee 1, 7000 Eisenstadt • Kulturzentrum Eisenstadt VVK, Schubertplatz 6, 7000 Eisenstadt • Norbert Lattner, Hauptstr. 39, 7000 Eisenstadt • Seefestspiele Mörbisch, Josef Haydngasse 40/1, 7000 Eisenstadt • Baldauf & Glander OG, Hauptstraße 17, 7024 Hirm • Österreich Ticket Süd Ost Ges.m.b.H., Eisenstädter Str. 3A, 7062 St.Margarethen • Seebühne Mörbisch, Neusiedlersee 7072 • Neusiedler See Tourismus GmbH, Obere Hauptstraße 24, 7100 Neusiedl am See • Drescher Line GmbH, Mörbischer Strasse 1-3, 7170 Rust • Kulturzentrum Mattersburg VVK, Wulkalände 2, 7210 Matterburg • FOX Tours Oberwart, Wiener Strasse 27, 7400 Oberwart • UBC Oberwart Gunners Informstraße 2 / Sporthalle, 7400 Oberwart • Kulturzentrum Oberschützen VVK, Hauptplatz 8, 7432 Oberschützen • Baumann Gebhard, Untere Hauptstrasse 31, 7512 Kohfidisch • Burgverein Güssing, Hauptplatz 7, 7540 Güssing • Güssinger Kultursomer GmbH, Europaplatz1, 7540 Güssing • Kulturzentrum Güssing VVK Schulstraße 6, 7540 Güssing.

STMK

oeticket Center Stadthalle Graz, Messeplatz 2, 8010 Graz • Die eintrittsKARTE, Sonnenstrasse 8, 8010 Graz • Graz Tourismus und Stadtmarketing GmbH, Herrengasse 16, 8010 Graz • Theaterservice Graz GmbH, Kaiser-Josef-Platz 10, 8010 Graz • Zentralkartenbüro Graz, Herrengasse 7, 8010 Graz • Tourismusverband Frohnleiten Hauptplatz 2, 8130 Frohnleiten • Stadtgemeinde Weiz, Hauptplatz 7, 8160 Weiz • Stadtgemeinde Weiz-Stadtmarketing KEG,Rathausgasse 3, 8160 Weiz • Stadtmarketingbüro/Tourismubüro, Hauptplatz 18, 8160 Weiz • YES Nahversorger, Josef Rath, Großpesendorf 41, 8211 Großpesendorf • Weiss & Partner GmbH, Dr. Adalbert Heinrich Str. 5, 8280 Fürstenfeld • Tourismusverband Fürstenfeld, Hauptstraße 2a, 8280 Fürstenfeld • Florian Lugitsch KG, Gniebing 52 a, 8330 Feldbach • Fanshop Leibnitz, Derhant Thallerstr. 39/1. Stock, 8430 Leibnitz • Kultur in Leibnitz, Kaspar-Harb-Gasse 4, 8430 Leibnitz • Naturparkzentrum Grottenhof, Grazerstraße 118, 8430 Kaindorf/Sulm • TUI Reisecenter Bruck/Mur, Koloman-Wallisch Platz 25, 8601 Bruck • Musikhaus Eberhard, Wienerstraße 13, 8605 Kapfenberg • TUI Reisecenter Kindberg, Hauptstraße 55,8650 Kindberg • Zentralkartenbüro Leoben, Hauptplatz 12, 8700 Leoben • MSM CityInfo, Hauptplatz 15 a, 8720 Knittelfeld • Stadtgemeinde Spielberg, Marktpassage 1 B 6, 8724 Spielberg • M-Raststätte Betriebs Ges.m.b.H,Hauptstrasse 242, 8740 Zeltweg.

KTN

ALLE TICKETS HIER!

ACR Aktiv Club Reisen GmbH, Bahnhofstrasse 9, 9020 Klagenfurt • Johannes Heyn GmbH & Co KG, Kramergasse 2-4, 9020 Klagenfurt • KELAG-Kärntner Elektrizitäts AG, Arnulfplatz 2, 9020 Klagenfurt • Informationsbüro Klopein, Klopeiner Straße 12, 9192 St. Kanzian • Foto Horst, Hauptstraße 216, 9210 Pörtschach • Hofstätter Reisen, 10. Oktoberstrasse 11, 9330 Althofen • Tourismusbüro Friesach, Fürstenhofplatz 1, 9360 Friesach • Holiday Inn, Europaplatz 2, 9500 Villach • Tourismusinformation Villach-Stadt, Bahnhofstraße 3, 9500 Villach • Villacher Kartenbüro, Freihausgasse 3, 9500 Villach • Bacher Touristik GmbH, Millstätterstraße 45, 9545 Radenthein • Feldkirchner Reisebüro, Villacher Strasse 2, 9560 Feldkirchen • Verkehrsamt Faak/See, Dietrichsteinerstraße 2, 9583 Faak/See • Tourismusbüro Spittal, Burgplatz 1, 9800 Spittal/Drau.

www.trafikplus.at

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Musical für Kinder ab 6 Jahren

Tickets +43 2680 42 0 42 +43 1 96 0 96 www.ofs.at

pippi langstrumpf Astrid Lindgren | Musik Georg Riedel

15 juni – 30 juni 13


Highlights 2013

präsentiert

MAX &RPAALAASTBOERCHESTER “ „Für Frauen ist das kein Problem 14.3. & 15.3. Wien, Stadthalle F 16.3. Graz, Helmut List Halle

STEFFEN HENSSLER

„Meerjungfrauen kocht man nicht – Liebe geht durch den Magen“

11.3. Salzburg, Congress 12.3. Leonding, Kürnberghalle 13.3. Wien, Stadthalle F

OLIVER POCHER

„Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit“

23.3. Bregenz, Festspielhaus 9.4. Salzburg, Republic 10.4. Villach, Congress 11.4. Wien, Stadthalle F 12.4. Graz, Orpheum

„Wilde Kreatürken“

13.6. Salzburg Arena 13 14.6. Linz, TipsArena 15.6. Wien, Stadthalle D 16.6. Graz, Stadthalle

KAYA YANAR

MARTIN RÜTTER

„Der tut nix“

26.5. Schwechat, Multiversum 12.12. Villach, Stadthalle 13.12. Salzburg, Arena 14.12. Wien, Stadthalle D 15.12. Graz, Stadthalle ter r: Semina 25.5. Wien, Austria Cen

BÜLENT CEYLAN

Neues Programm ab Herbst 2013! in Wien, Linz, Graz ...

26. 4. Wien, Stadthalle F

SWEET SOUL MUSIC REVUE

TICKET. Das Eventmagazin. - Jänner  

Mit dabei die Highlights aus 2013!

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