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!ticket Österreichs Eventmagazin Nr.1

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Damit sind Sie live dabei!

ROGER WATERS

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Der Diktator mit seiner Show der Superlative

kontinent des staunens AFRIKA!AFRIKA!

BLUE MAN GROUP

Eine Botschaft von Zusammengehörigkeit & Aufgeschlossenheit

Das magische Zirkusereignis zeigt die künstlerische Gegenwart genauso wie das traditionsreiche Erbe vom „Kontinent des Staunens“ – von Äthiopien bis zur Elfenbeinküste, von Marokko bis Südafrika.


präsentiert

HIGHLIGHTS

Jetzt auch im Theater Ihres Vertrauens! Alle Termine auf stermann-grissemann.at

ANDREAS VITÁSEK „Sekundenschlaf“

Letzte Runde! Nur wenige Vorstellungen! Alle Termine auf vitasek.at

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STERMANN & GRISSEMANN

 „Liebe“ 28.+ 29.04.’18 Wien, Konzerthaus

„Gags, Gags, Gags!“

GRISSEMANN & GRISSEMANN

MARTINA SCHWARZMANN

„Klappe, Santa!“

„genau Richtig“

„Offroad“ 05.04.’18 Graz, Orpheum 06.04.’18 Klagenfurt, Alpen-Adria Universität

GERNOT KULIS

Silvester „Herkulis“

27.- 31. 12.’17 Wien, Konzerthaus

RICK KAVANIANm

19.01.’18 Graz, Orpheu 20.01.’18 St. Pölten, Bühne im Hof

KLAUS ECKEL „Very Best of Greatest Hits“

31. 12.’17 Wien, Konzerthaus

24.11.’17 Wien, Radiokulturhaus 05.12.’17 Mödling, Stadtgalerie 06.12.’17 Baden, Cinema Paradiso so 07.12.’17 St. Pölten, Cinema Paradi 08.12.’17 Wien, Theater Akzent 13.12.’17 Klagenfurt, Minimundus 14.12.’17 Graz, Casino

SILVESTER 2017 IN WIEN 27.- 31. 12.’17 Wien Konzerthaus


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BLUE MAN GROUP Die einzige Show, die so bunt ist wie das Leben!

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Der Unkulturminister

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m 15. November wurde im Wiener phil ein neues Buch aus dem örtlich ansässigen Milena Verlag präsentiert: „Donald Trump. Literaturwettbewerb“. Natürlich, es ist Fiktion – oder im Neusprech: Fake News. Der amerikanische Präsident hat natürlich niemals zu einem Literaturwettbewerb aufgerufen, erst recht nicht im beschaulichen Austria in Down Under. Es ist der großen Kunst der Herausgeber geschuldet, dass bar jedweden existenten Wettbewerbs dennoch die besten Texte gekürt werden konnten. Ja, die besten Texte worüber eigentlich? Illustre Edelfedern wie Austrofred, Tex Rubinowitz und Christopher Just gehen in ihren Kleinodien der Frage nach, was wäre, wenn sich die Kunst an das Niveau populistischer Politiker – den Trumps, den Straches, den Le Pens dieser Welt – anpassen würde.

Leute, die von Bildung und somit auch von kulturellen Einrichtungen samt ihren Erzeugnissen nicht sonders viel halten – abgesehen von der John Otti Band, Odin Wiesinger und Tanja Playner selbstverständlich. Was lässt sich fernab des fiktiven Hohns für die Amtsperiode von Sebastian Kurz und HeinzChristian Strache, der in Jugendjahren im Burgtheater Thomas Bernhards „Heldenplatz“ ausbuhte, tatsächlich prognostizieren? Nun, einfacher werden es Kulturtreibende – nicht allein ob ihrer tendenziösen Links-Gesinnung – nicht haben: Nicht nur, dass die FPÖ erst kürzlich vom Theater in der Josefstadt eine Rückzahlung seiner Subvention forderte, da man sich gestattete, das Jahresabo mit „Strache macht ein Jahr Bildungskarenz“ zu bewerben; Sowohl ÖVP als auch FPÖ wollen drastisch bei den staatlichen Ausgaben sparen, erfah-

rungsgemäß ist der nicht-kommerzielle Kultursektor als einer der ersten von Kürzungen betroffen. Erstes Anzeichen: Im Oktober hatte die oberösterreichische schwarz-blaue Landesregierung angekündigt, das Budget für Kultur um rund zehn Millionen Euro zu kürzen. Übersehen wird dabei, dass Kultur nicht nur ein kritischer Spiegel ist, an dem sich gerade die Rechtspopulisten seit Jahren stoßen. Kultur ist aber auch soziales Bindemittel („Heimat: Unsere Werte!“) und überdies Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor. Das größte Dilemma, das uns unter der neuen Regierung wohl blühen wird, ist nicht ein aggressiver Militärstaat, sondern in erster Linie eine regressive, kurzsichtige Kürzungspolitik, die vordringlich den „kleinen Mann“ und die Kleinkunst betrifft. Stefan Baumgartner (Chefredakteur)

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JAN FEB MAR APR MAI JUN JUL AUG SEPT OKT NOV DEZ

IN DIESER AUSGABE [14] Blue Man Group Faszinierende Tricks und visuelle Reize [18] Roger Waters Die Retrospektive des Pink-Floyd-Masterminds [22] Holiday on Ice Die schönsten Momente des Lebens [25] Roland Düringer Unser neuer Kanzler [28] Irish Folk Ein paar Bier mit Dropkick Murphys & Flogging Molly [34] Die Seer Der Heimatbegriff [42] Fast & Furious Geschwindigkeitsrausch

Auf nach Hollywood Hier darf man getrost von einer Super(Star)-Group sprechen: Schauspieler und Musiker Johnny Depp („Fluch der Karibik“), Gruselrocker Alice Cooper und Joe Perry von Aerosmith gehen als Hollywood Vampires auf Tour. Begonnen hatte das Ganze bereits 2015, ursprünglich wollte man nur eine kleine, intime, aber dafür mit Stars gespickte Show im Roxy Theater in Los Angeles auf die Bühne bringen. Gespielt werden neben Songs des Debüts von 2015 auch Rock-Klassiker wie „Whole Lotta Love“, „My Generation“ und Stücke von Aerosmith und Alice Cooper. Neben einem brandneuen Österreich-Termin auf Burg Clam (sh. Seite 62) spielen die All-Stars auch in Hamburg, Berlin und München!

Till Lindemann & Joey Kelly Drei Wochen den Yukon in Kanada mit einem Kanu befahren und in der wilden Natur übernachten: Diesen Plan fassten Rammstein-Sänger Till Lindemann und Musiker/Extremsportler Joey Kelly. Ein irrer Trip, zumal es die kanadische Natur dem ungleichen Paar nicht leicht machte. Begleitet wurden Lindemann und Kelly vom Fotografen Thomas Stachelhaus, der seine Fotos nun im Bildband „Yukon – Mein gehasster Freund“ (NG Buchverlag GmbH, 192 Seiten) zusammengesammelt hat.

LIFESTYLE 30 Wellness und Reisen Wer wünscht sich nicht, ab und zu dem grauen Alltag zu entfliehen?

HEIMAT 32 The Weight Entführen aus der Gegenwart zurück in die Sechziger und Siebziger.

LOCATION 37 Messequartier Dornbirn Die Bühne für Messen und die Elite der Rock- und Popstars!

KULTOUR 38 Kultur & Kulinarik Shows, bei denen man auch diniert, erfreuen sich immer größerer Beliebtheit.

LIVE IS LIFE 45 Casper Ein „so perfekter“ Abend mit Casper und Fantoni im Hinterland!

MEDIA

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Wir verlosen zwei Bildbände „Yukon – Mein gehasster Freund“ Mehr Informationen und Teilnahmebedingungen siehe ticketmagazin.com!

46 Kino, Musik und Spiele Mit Björk, Kid Rock, Machine Head, South Park & Star Wars

PLUG&PLAY 48 Equipment Reisen in ganz unterschiedliche Soundwelten sind angesagt!

Fotos: Lindsay Best / Blue Man Productions, LLC., NG Buchverlag GmbH, Ross Halfin, oeticket.com; Illustration: baes

Live spürt man mehr Die im Auftrag von oeticket.com durchgeführte Markenstudie vom September 2017 bestätigt, dass Tickets und Gutscheine für Konzerterlebnisse das beliebteste Geschenk in Österreich sind. „Diese Ergebnisse zeigen einmal mehr, wie emotionalisierend Live-Geschenke sind. Mit einem Ticket oder einem Gutschein für ein Event schenkt man mehr: man schenkt Emotion, Gänsehaut und absolute Vorfreude“, so Mag. Christoph Klingler, Geschäftsführer des Ticketvertriebs. Welche Events Sie absolut nicht verpassen dürfen, das verraten wir Ihnen allmonatlich in der aktuellen !ticket-Ausgabe!

GEWINN SPIEL


SHOWHIGHLIGHTS IN ÖSTERREICH DI E GROSSE

ANDREW LLOYD EVITA WEBBER GALA CATS

STARDUST CIRCUS INTERNATIONAL BV UND SEMMEL CONCERTS ENTERTAINMENT PRÄSENTIEREN

n LIVE erlebe

The ABBA - Tribute - Show live on Stage

IN

SUNSET BOULEVARD

PHANTOM D ER OPER STARLIGHT EXPRESS JESUS CHRIST SUPERSTAR

NEUE SENSATIONEN

M IT GROSSEM ORCHESTER U N D I N TE R NATI O N ALE M E N S E M B LE

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16.03.18 Graz Stadthalle 17.03.18 Linz Tips Arena 18.03.18 Salzburg Salzburgarena 22.03.18 Innsbruck Olympiahalle 25.03.18 Wien Stadthalle D Presentation licensed by Disney Music Publishing and Walt Disney Studios Motion Pictures, Non Theatrical © Disney

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!ticket highlights

SCHEINWERFERLICHT Mag. Roberta Scheifinger Chefredakteurin und Herausgeberin

TIME. Gehen Sie das neue Jahr ruhig an, gönnen Sie sich eine Auszeit und erleben Sie ab 18. Jänner schöne Momente mit der neuen Show von Holiday on Ice in der Wiener Stadthalle. Tauchen Sie ab Februar in die magische Welt von André Hellers „Afrika! Afrika!“ ein und nehmen Sie ein Stück der unbändigen Lebensfreude in Ihren Alltag mit – oder machen Sie einfach mal blau mit der Blue Man Group (24. bis 28. Jänner in Wien und im Anschluss bis 4. Februar in Bregenz). TIME. Roger Waters kommt am 16. Mai im Rahmen seiner US+THEM-Tour mit Songs der Pink Floyd-Alben „The Dark Side Of The Moon“, „The Wall“, „Animals“ und „Wish You Were Here“ in die Wiener Stadthalle. „Every year is getting shorter, never seem to find the time.“ Achtung! Nur mehr wenige Tickets verfügbar! TIME … OUT. Ich wünsche Ihnen im Namen der !ticket-Redaktion eine ruhige Zeit vor Weihnachten, ein schönes Fest und einen guten Start in ein unterhaltsames Jahr 2018!

• Highlights Dezember/Jänner • Highlights Dezember/Jänner • Breakin’ Mozart Wenn die Musik von Wolfgang Amadeus Mozart auf Breakdance trifft Jänner, Wien, Steyr & Linz

Paul Pizzera & Otto Jaus „Unerhört solide“ u. a. in Wien, Graz und Klagenfurt

Xavier Naidoo Teil 2 der akustischen Konzertserie mit „Nicht von dieser Welt“ und mehr! 04. 12., Wiener Stadthalle (D)

Disney in Concert „Magic Moments“ mit herausragenden Stimmen und Symphonien 15./16. 12., Graz & Wien

Nockalm Quintett Es geht um die Liebe mit ihren Unwägbarkeiten, um Freundschaft & Glück Dezember, u. a. Wien, Feldkirchen

Steve Aoki Der Superstar ist legendär für seine einzigartigen, fetten Sets Jänner, Salzburg & Wien

Milky Chance Das „hessische Märchen“ ist mit dem neuem Album „Blossom“ auf Tour 04. 12., Gasometer

Masters of Hardcore u. a. mit Angerfist (live), Mad Dog (live), Miss K8, Anime und vielen mehr 20. Jänner, Marx Halle

Cinderella Eine der schönsten Geschichten aller Zeiten wird poppig-glitzernd lebendig! Jänner, Innsbruck, Graz & Wien

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Foto: troebinger

Yello „Raus aus dem Cyberspace – hinein in die Live-Experience!“ 06. 12., Wiener Stadthalle (D)


23.9.2018 Wiener Stadthalle

9. - 11.2.2018 WIENER STADTHALLE

IN COOPER ATION W ITH SEM M EL CONCERTS

17. MAI 2018 WIENER STADTHALLE D LIVE NATION AUSTRIA GMBH UND BB PROMOTION GMBH PRÄSENTIEREN

24.01. – 28.01.2018 WIENER STADTHALLE F

PERFORMING SONGS FROM THE DARK SIDE OF THE MOON, THE WALL, ANIMALS, WISH YOU WERE HERE, AND MORE

3. MAI 2018 WIENER STADTH ALLE F

16. MAI 2018 WIENER STADTHALLE D

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MICHAEL FLATLEY TRITT NICHT PERSÖNLICH AUF!

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17.4.2018 WIENER STADTHALLE

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WEITERE INFORMATIONEN UNTER: WWW.LIVENATION.AT


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„Afrika! Afrika!“, die Zirkus-Sensation von André Heller geht 2018 in die dritte Runde. Das Live-Spektakel rund um afrikanische Kunst und Kultur hat sich weiterentwickelt, ist sich dabei aber treu geblieben. Überbordende Lebensfreude und Nationalstolz stehen auch diesmal im Mittelpunkt. TEXT: MANUEL SIMBÜRGER

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Fotos: Sajak, Suzy Stoeckl, Dragan Mieusnic

Hier tobt d


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das Leben 1972

war es, als Aktionskünstler André Heller im Rahmen seines Afrika-Urlaubs auf ein Fest auf einem Marktplatz am Rand der Sahara stieß. Zahlreiche Tänzer, Musiker, Gaukler und Akrobaten aus den unterschiedlichsten Regionen Afrikas führten ihre atemberaubenden Kunststücke vor und zeigten sich gegenseitig, was sie sich selbst beigebracht hatten. Heller war begeistert – und die Idee für eine der erfolgreichsten europäischen Showproduktionen der vergangenen Jahrzehnte geboren. Mit Fröhlichkeit zum Erfolg 2005 feierte dann „seine“ Zirkusshow „Afrika! Afrika!“, die sich ganz dem Motto „Kontinent des Staunens“ verschrieben hatte, in Frankfurt am Main umjubelte Weltpremiere. Das Publikum fand Gefallen am Mix von Artistik, Tanz, Musik und Gesang – alles im Zeichen von Extravaganz, vor allem aber im Zeichen authentischer afrikanischer Kunst und Kultur. Mehrere

Tourneen folgten, zuletzt 2013 bis 2014. Insgesamt mehr als vier Millionen Zuschauer konnte die Show der Superlative bisher für sich verbuchen. Ein Erfolg, den Wolfgang Klauke, PR-Sprecher von „Afrika! Afrika!“, auf die überbordende Lebensfreude der Künstler und Künstlerinnen auf der Bühne zurückführt: „Die Show weckt im Zuschauer eine tief verwurzelte Sehnsucht nach Fröhlichkeit und Übermut. Es passiert immer wieder, dass das Publikum von dieser Energie erfasst wird und spätestens beim Finale der Show selbst mittanzt, mitsingt und ganz und gar den Moment genießt.“ Denn im Hier und Jetzt zu leben, das sei von Beginn an der Grundgedanke von „Afrika! Afrika!“ gewesen, wie auch Heller bereits bei der Weltpremiere 2005 betonte: „Der Grundsatz lautet: Nicht aus Angst vor der Zukunft und aus Trauer über die Vergangenheit den gegenwärtigen Augenblick versäumen.“

Die Lebensfreude kehrt zurück 2018 ist „Afrika! Afrika!“ endlich wieder auf den Bühnen Österreichs, Deutschlands und der Schweiz zu sehen. Das Ensemble aus über fünfzig Tänzern, Musikern, Akrobaten und Artisten aus über zehn verschiedenen Ländern wird von Jänner bis Mai mit über einhundert Aufführungen in 28 Städten zu sehen sein. Spektakulär, fantasievoll, traumverloren, intensiv und ein wenig exzentrisch möchte der neue Regisseur Georges Momboye – bisher Chef-Choreograf der Show – das Erbe von Heller weiterführen. „Wie bei jeder guten Varieté-Show ist sich ‚Afrika! Afrika!‘ zwar treu geblieben,

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hat sich gleichzeitig aber auch weiterentwickelt“, macht Klauke neugierig. So wird es „ausgewählte Höhepunkte“ aus den vergangenen zwölf Jahren „Afrika! Afrika!“ geben, wie unter anderem die beliebten Basketball-Artisten, Breakdance-Einlagen, den berüchtigten Gummistiefel-Tanz sowie natürlich die beeindruckenden Menschenpyramiden. Die Showacts werden erneut von einer Live-Band sowie einer LEDWand mit kunstvollen Video-Einspielern begleitet. Überraschungen „Vor allem aber möchte die Show auch in der Neuauflage den zahlreichen Neuentdeckungen aus Afrika sowie der sogenannten Diaspora – also afrikanisch-stämmigen-Künstlern aus anderen Kontinenten – eine Bühne bieten“, betont Klauke. „Georges schafft den Spagat zwischen Gegenwart und Tradition wie kein Zweiter.“ Allzu sehr möchte sich der Experte aber noch nicht in die (Show-)Karten schauen lassen. „Es wird einige Überraschungen geben, die das Publikum so bisher noch nicht gesehen hat.“ Ein paar Neuerungen konnten wir dem PR-Profi aber dann doch entlocken: So darf sich das Publikum beispielsweise auf einen Handstand-Akrobaten freuen, der „mit spannenden Stuhlpyramiden“ arbeitet, beim „Korean Plank“ wiederum steht eine Wippschaukel im artistischen Mittelpunkt. Interessant: Der sehr bedächtige Act „Rigolo“, der mit Stöcken und Stäben

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termine

bis stiert ab Februar „Afrika! Afrika“ ga zwar in Salzburg, Innsbruck, d un , ch rei ter Mai in Ös Bregenz. Graz, Wien und Klagenfurt, Linz,

tiefe Entspannung erzeugt und somit einen Ruhepol in der ansonsten sehr lebendigen Show darstellt, kommt ursprünglich aus Europa, wird von den afrikanischen Künstlern allerdings neu interpretiert. Und was wird es sonst Neues bei „Afrika! Afrika!“ geben? „Eine beeindruckende Elefantenfigur aus der Kreativschmiede von Michael Curry, der bereits für Figuren für Shows von Michael Jackson, Cher oder Cirque du Soleil verantwortlich zeichnete.“ Ob sich die Abwesenheit von Heller auf die Show auswirken wird, wollen wir natürlich dann doch wissen. „Die Interaktion mit dem Publikum wird eine größere Rolle als bisher spielen“, verrät er. „Mit Georges wird die Show eher ein Noch-Mehr an Lebensfreude als ein Weniger.“ Mit Klischees gegen Klischees Im „Königreich der Gaukler und Paradies der Lebensfreude“ (Der Spiegel, 2005) ist aber nicht immer alles kunterbunt

und harmonisch: Seit Beginn an wird „Afrika! Afrika!“ vorgeworfen, Klischees zu bedienen und sogar bewusst für die Unterhaltung der weißen westlichen Gesellschaft einzusetzen. Vorwürfe, die Klauke nicht auf sich sitzen lassen will: „Vielmehr handelt es sich hier um fest verwurzelte Traditionen.“ Das Bemalen mit weißer Farbe beispielsweise oder die farbenprächtigen Kostüme seien „immer schon Teil der afrikanischen Kultur und Lebensweise gewesen. Das wollen wir auf der Bühne widerspiegeln.“ In gewisser Weise möchte man mit diesen Stereotypen sogar den Kampf gegen ganz andere Klischeebilder aufnehmen. Dazu Klauke: „Kritiker fordern bewusst oder unbewusst selbst Klischees ein, wenn sie in der Show das Bild des hoffnungslosen, düsteren Afrikas vermissen. Es geht aber nicht darum, Konflikte wie Armut, Hungersnot, Kriege oder Korruption zu ignorieren, sondern wir wollen mit der Show bewusst zeigen, dass Afrika neben dem Verstörenden auch viel Betörendes zu bieten hat.“ Was aber nicht bedeutet, dass die Show gänzlich frei von politischen oder religiösen Statements sei – im Gegenteil, betont Klauke: „Zwischen den Zeilen waren diese Statements immer vorhanden, zum Beispiel beim Gummistiefel-Tanz. Man muss sie nur erkennen.“ Nachsatz: „‚Afrika! Afrika!‘ regt bei denjenigen, die bereit dafür sind, zum Nachdenken an. Alle anderen können sich genüsslich zurücklehnen und sich unterhalten lassen.“ Sicherlich nicht das schlechteste Rezept, wenn es um die Freude am Leben geht.


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!ticket highlights

Game Of Thrones

Mit The Howling Weather Großartige Songs mit viel Herz, getragen von seiner markante, rauen Stimme – Brian Fallon, der als Frontman der Rockband The Gaslight Anthem bekannt wurde, kommt mit seinem Soloprojekt live nach Wien. Markenzeichen Fallons Projekte sind seine markante, raue Stimme und die Songthemen: Viele Lieder handeln von hoffnungsloser Romantik und der Sehnsucht nach unendlicher Freiheit sowie der Aufbruchsstimmung der 50er- und 60er-Jahre in den USA. Seine Musik ist überwiegend in den Bereichen Folk-Rock, Punk-Rock und Indie-Rock anzusiedeln, oft wird er mit Bruce Springsteen, John Mellencamp oder Tom Petty verglichen.

Brian Fallon

Live Concert Experience Das von Kritikern hochgelobte „Game of Thrones“-Konzerterlebnis kommt zum ersten Mal nach Wien! Der Komponist Ramin Djawadi wird mit Orchester und Chor die weltweit berühmte Musik aller sieben Staffeln aufführen, inklusive maßgeschneidertem Bühnendesign und Visuals. 2. März, Arena

Fotos: Universal Music (Sam Smith), Barracuda Music (Game Of Thrones), Danny Clinch (Brian Fallon), Ester Segarra (Vienna Metal Meeting)

19. Mai, Wiener Stadthalle (D)

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Anastacia The Evolution Die aktuelle CD „Evolution“ der prägnanten Soulstimme markiert eine Rückkehr zu den Ursprüngen: Fesselnde Rocknummern wechseln sich mit einprägsamen PopSongs und bewegenden Balladen ab. „Ich bin so begeistert, wieder nach Europa zurückzukommen und das Publikum an meinen Liedern teilhaben zu lassen“, erklärt Anastacia. 3. Mai, Wiener Stadthalle (F) The Thrill Of It All Auf den ersten Blick macht der junge Soul-Star Sam Smith einen eher unscheinbaren Eindruck, doch sobald er ans Mikro tritt und singt, strömt unbändiges Leben und tiefste Leidenschaft aus jeder einzelnen Pore seines Körpers. Nach zahllosen erfolgreichen Kollaborationen veröffentlichte er mit seiner EP „Nirvana“ 2013 erstmals eigenes Material. 2014 erschien mit „In The Lonely Hour“ sein Debütalbum, das weltweit die Charts stürmte und mit zahlreichen Awards honoriert wurde. 2017 kam dann der Nachfolger „The Thrill Of It All“, und natürlich auch mit „Spectre“ der letzte James-Bond-Film in die Kinos, für den Smith den Titelsong schrieb und sang …

Sam Smith

8. Mai, Wiener Stadthalle (D)

Mit Abbath, Tiamat, Marduk u. a. Bereits das Debüt dieses Jahr sorgte für ein ausverkauftes Haus, nicht minder große Töne verspricht die Neuauflage des Vienna Metal Meeting zu spucken: Das nicht nur härteste, sondern vielleicht auch beste heimische Metal-Festival kredenzt dieses Jahr auf zwei Bühnen neben Abbath (Foto) auch Leckerbissen wie Tiamat und Marduk, die Iron-Maiden-Lunatics Nifelheim, Gama Bomb, Obscura, Entrails, die deutsche Kampfmaschine Desaster, Gutalax, Ragnarok, Dool, Distillator, Demonical und die heimischen Genre-Größen Disharmonic Orchestra, Darkfall und Theotoxin!

Vienna Metal Meeting 12. Mai, Arena

IT’S ONLY WOERZ

The Mentalist Derzeit mache ich eine Ausbildung zum „Profiler“ und lerne dabei unter anderem Gesichter zu „lesen“ und genau zu beobachten. Die kleinen, verräterischen Zeichen in der Mimik, die auf teilweise unbewusste Emotionen des Gegenübers hinweisen. Das ist schon recht spannend und hilfreich. Nun kommt diese Fähigkeit nicht durch pures theoretisches Wissen, nein, das muss man praktisch üben. Und wie so oft, wenn man ganz am Beginn des Erlernens steht, macht man Fehler. In diesem Fall: ich deute gesehene Mimik falsch. Ich rede hier nicht von eindeutig erkennbaren Gesichtsausdrücken, wie minutenlanges Grinsen oder sekundenlanges, ärgerliches Zusammenpressen der Lippen, sondern von Gesichtszuckungen, die im Sechstelbereich einer Sekunde ablaufen. Wie schon gesagt, das muss man üben, üben, üben. Nun sehe ich Menschen also noch recht unverhohlen ins Gesicht und versuche zu erkennen, welche Muskelzuckungen ich erkenne. Dabei ertappe ich mich in letzter Zeit immer wieder dabei, dass ich Musiker genau beobachte, um zu sehen, welche Gefühle sie bei der Ausübung ihrer Kunst haben. Ich glaube, ich habe gelangweilte Schlagzeuger gesehen, überraschte Gitarristen und bei dem einen oder anderen Interview im Fernsehen auch erschrockene oder angeekelte Sängerinnen – was immer auch der Grund für diese emotionale Regung war. Moment! Konnte ich in Ihrem Gesichtsausdruck beim Lesen gerade leichte Verachtung erkennen? Oder war’s Überraschung? Ich übe weiter.

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Einfach mal blau m Seit 30 Jahren fasziniert die Blue Man Group weltweit Menschen aller Generationen. Neben faszinierenden Tricks und visuellen Reizen ist vor allem die Botschaft von Zusammengehörigkeit und Aufgeschlossenheit von zeitloser Relevanz. TEXT: ROBERT FRÖWEIN

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s ist die Spontanität in der Routine, die das Publikum fasziniert. Wenn die drei Blue Men bis zu 30 Marshmallows mit dem Mund fangen oder mittels Farbspucken Kunstwerke auf einer Leinwand erschaffen, wurde das unzählige Male geprobt, überrascht aber doch immer wieder aufs Neue. Was klein als Clownerie und Performance in New York begann, begeistert mittlerweile mehr als 35 Millionen Menschen in gut 20 Ländern – 2010 zuletzt auch im Wiener MuseumsQuartier. Davon konnte 1987 noch keine Rede sein, als Matt Goldman, Phil Stanton und Chris Wink – zwei Trommler und ein Softwareentwickler – sich im New Yorker Central Park zusammenfanden und blau bemalten, um mit einer Improvisationsshow das Jahrzehnt zu feiern. Angespornt vom Zuschauerzuspruch gründeten sie im Jahr darauf die kultige Blue Man Group, die anfangs noch mit rüden Happenings von sich reden machte und erst in den 1990er-Jahren in die familientaugliche Spur fand. Aufführungen in Boston, Chicago und Las Vegas folgten, bis man ab 2004 auch den europäischen Markt eroberte. Unterschiedliche Casts mit etwa 40 Blue Men und gut 60 Musikern sorgen heute weltweit dafür, dass neugierige und stumme Wesen unvoreingenommen und aufgeschlossen auf ihre Umwelt reagieren.

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Alles, nur nicht blauäugig „Die Blue Men drehen komplizierte menschliche Gefühle wie Wut, Angst, Trauer oder Freude ab“, verrät BlueMan-Captain und Darsteller Adam Erdossy im Gespräch, „dafür sind sie unschuldig, pur und in gewisser Weise irrsinnig intelligent.“ Da die Blue Man Group während der knapp eineinhalbstündigen Show nur nonverbal untereinander und mit dem Publikum kommuniziert, kommen Mimik und Gestik eine besondere Bedeutung zu. „Die Blue Men unterhalten sich universell und hauptsächlich durch die Instrumente, die sie auf der Bühne bedienen. Der wichtigste Punkt ist dabei der Blickkontakt, denn die Augen sind die einzigen Teile des Gesichts, die nicht blau überzogen sind und daher besonders klar hervorstechen.“ Mitgründer Stanton glaubt das Geheimnis des globalen Erfolgs zu kennen. „Vielleicht spricht der Blue Man so viele Menschen aller Altersgruppen, Kulturen und Nationalitäten an, weil uns von Anfang an daran gelegen war, mit unserer Show das Bedürfnis des Menschen nach Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit anzusprechen. Wir glauben, dass die fröhliche Ausgelassenheit und die Euphorie, die der Blue Man verbreitet, jeden anspricht.“ Die Farbe Blau war für Stanton schon immer logisch, da sie mysteriös

Blue Man Group Es ist tatsächlich die einzige Show, die so bunt ist wie das Leben. In den ersten drei Reihen bekommen Besucher das auch hautnah mit …

termine Man der der Blue d Das blaue Wun ischen 24. Jänner un rt zw thalle (F) ad Group gastie St r ne ie der W 4. Februar in iel- und Kongresshaus sp und dem Fest Bregenz.


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So bunt wie das Leben Heute ist die Blue Man Group längst ein weltweites Phänomen und der Leitspruch „Die einzige Show so bunt wie das Leben!“ Programm. Neben den teils artis-

Fotos: Lindsay Best, Bluie Man Productions, LLC.

machen

und unverbraucht wirkt, während man alle anderen Farben sehr schnell mit bestimmten Emotionen assoziiert.

tischen Topleistungen der Hauptdarsteller lebt die Show vor allem von den bahnbrechenden Percussion-Elementen. Getrommelt wird auf allem, was nicht nietund nagelfest ist – unter anderem auf Cimbaloms, Air Poles oder galaktischen PVC-Rohren, deren Klang sich durch jede einzelne Bewegung entscheidend verändert. Neben schauspielerischen Fähigkeiten und einer gewissen Extrovertiertheit im introvertierten Bühnenkörper, ist auch ein gutes Rhythmusgefühl von entscheidender Bedeutung. Neben den alternierenden Hauptdarstellern sorgt eine professionelle BackingBand samt eines elektrischen Zither-Spielers für die futuristische Klanglandschaft. Einer der fixen Hintergrunddrummer, Adrian Passarelli, war etwa auch schon Touring-Musiker von Popstar Nelly Furtado. „Die Arbeit mit der Blue Man Group ist aber wesentlich herausfordernder als eine Popshow, weil man immer vorausdenken und sehr oft spontan improvisieren muss.“ Improvisation Improvisation ist auf der Bühne das A&O der Blue Man Group. Vor allem in der allabendlich eingebauten Szene, wo jemand spontan aus dem Publikum geholt und für gute zehn Minuten zu einem essenziellen Teil der Show wird. „Manchmal reagiert diese Person mit außergewöhnlich viel Humor und Improvisationstalent“, erzählt Erdossy, „ein anderes Mal wird es schwieriger, weil plötzlich das Lampenfieber einsetzt, wenn mehrere Tausend Menschen einen beobachten.“ Die Publikumsauswahl obliegt während der Show den Blue Men, was eine gewisse Menschenkenntnis und eine kräftige Dosis Glück voraussetzt. „Die drei müssen sich auf ihrem Weg durch den Saal nur mit Augenkontakt abstimmen und dann muss diese ausgewählte Person auch noch aktiv mitspielen. Das läuft nicht immer perfekt, ist aber stets authentisch.“

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pektlos gegenüber anderen Traditionen und Gegebenheiten zu sein. Als wir dann aber in die lachenden Gesichter der Frauen und Männer sahen, wussten wir, dass wir alles richtig gemacht haben.“

Im Wandel der Zeit Obwohl Konstanten wie eben das Marshmallow-Werfen oder die bunten Wasserwirbel-Trommeln seit Jahrzehnten für Begeisterung sorgen, musste die Show der Blue Man Group über die Jahre adaptiert werden. „Im Zeitalter des Digitalismus kann man nicht starr an Prinzipien festhalten, sondern muss mit der Zeit gehen. Die Umgangsformen der Menschen haben sich ebenso verändert wie die Kommunikationsmöglichkeiten.

Deshalb haben Themenbereiche wie etwa Smartphones und ihre Auswirkungen auf unseren Alltag Einzug in die Show gefunden.“ Zudem kann die Blue Man Group nicht überall dieselbe Show durchziehen. „In Saudi-Arabien eröffnete sich uns eine ganz andere Welt, da mussten wir statt einer Frau einen Mann für den interaktiven Teil auf die Bühne holen. Es geht immer darum, unseren Auftritt nicht allzu stark zu verändern, ohne aber res-

FÜNF FAKTEN, DIE NICHT JEDER WEISS Etwa eine Stunde lang werden die Blue Men mit einem speziell dafür angefertigten Schmierfett bemalt. Es hat die Konsistenz von Nutella und wirkt daher immer feucht. Die Farbe geht nicht so schnell ab wie gewünscht. Die Darsteller finden oft noch Tage nach den Touren Spuren des Schmierfetts unter den Fingernägeln, in der Nase oder sogar in den Augen. Die ersten drei Reihen des Publikums werden in Regenponchos gehüllt, da die Show durch die

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Wassertrommel-Wirbel zu einer feuchten Angelegenheit wird. Die Blue Men nehmen sich nach jeder Show etwa 30 Minuten Zeit für Fotos im Foyer der jeweiligen Veranstaltungshalle. Auf ein Gespräch sollte man aber nicht hoffen. Es dauert täglich etwa drei Stunden, bis die Bühne für die nächste Show wieder vorbereitet ist. Die meiste Zeit geht für das Reinigen der Sauerei am Vorabend drauf.

Einmal selbst „blau machen“? Wer selbst ein Blue Man werden will, der muss sich einer harten Bewerbungsphase stellen. „Es geht um die Bereitschaft zu lernen, Geduld zu haben und sich ständig weiterzuentwickeln. Wenn du etwa gelernter Drummer bist, dann musst du alles vergessen, was du bislang gemacht hast, denn nichts ist wichtiger als unverbraucht und völlig offen an die Sache heranzugehen.“ Der Blue Man ist ein Wesen, das sich möglichst nie zu stark am Irdischen orientieren sollte. „Es sind sehr affektierte, kindliche Kreaturen, wenn man so will“, erklärt Erdossy, „ich sage immer, dass ein Blue Man aus drei verschiedenen Charakteren besteht. Er ist Schamane, Clown und Wissenschaftler.“ Für die Zukunft ist bei der Blue Man Group bereits das nächste Mammutprojekt im Entstehen – eine eigene Show für Autisten. „Autistische Menschen existieren in einer Art von Augmented Reality. Sie leben in einem extremen Bewusstsein für ihre Umgebung und sind hungrig nach Informationen. Außerdem ist blau die Farbe des Autismus und wir haben oft bemerkt, dass die Leute besonders positiv auf unsere Show reagieren.“ Das geplante Projekt soll in der Blue-Man-Group-Urstadt New York beginnen und möglichst schnell auch auf den internationalen Mark expandiert werden. „Die Show wird natürlich leiser und wir gehen viel vorsichtiger mit den Menschen um. Aber wenn du dann siehst, wie sie ihre Neurosen und Alltagszwänge für kurze Zeit vergessen und befreit auflachen können, ist das das schönste Geschenk auf der Welt.“


26. JÄNNER TIPS ARENA LINZ

28. MÄRZ

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02. MÄRZ

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Wir & Roger Das Erwachen der Alphatiere Der Diktator, der Egomane Waters. Daran zerbrach anno dazumal, 1985, Pink Floyd. Hinter den „kreativen Differenzen“ der beiden Alphatiere Waters und David Gilmour, steckte ein jahrelang schwelender Konflikt. Nachdem das erste Hirn der Band, Gitarrist Syd Barrett, der beinahe im Alleingang das Debüt-Album „The Piper at the Gates of Dawn“ erarbeitet hatte, immer mehr unter psychischen Problemen litt, nahm

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Wir verlosen drei CDs von „Is This The Life We Really Want?“, dem aktuellen Album von Roger Waters. Mehr Informationen und Teilnahmebedingungen siehe ticketmagazin.com!

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GEWINN SPIEL K

TEXT: ALEXANDER HAIDE

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he Dark Side of the Moon“, „The Wall“, „Animals“ und „Wish You Were Here“ verschmelzen zu einem mehr als zwei Stunden dauernden, gigantischen Rock-Ereignis: Nach den – ebenfalls gigantomanischen – Tourneen seiner Ex-Band Pink Floyd, den Solo-Shows von Gitarrist David Gilmour (in Österreich vor Schloss Schönbrunn!) und „The Wall live“ von Waters selbst, kulminiert nun alles in einem Mega-Showdown: „Us + Them“, die bombastische und höchst erfolgreiche Tournee von Roger Waters, rückt nicht etwa sein aktuelles Solo-Album „Is This the Life We Really Want?“ aus dem Jahr 2017 in den Fokus, sondern stellt eine Zeitreise zu den erfolgreichsten Stationen jener Jahre in den Mittelpunkt, in denen er die Geschicke von Pink Floyd lenkte.

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Nach „The Wall live“ blickt PinkFloyd-Mastermind Roger Waters mit einer gigantischen Show auf vier der wichtigsten Rock-Alben seiner, aber auch unserer kollektiven Geschichte zurück.


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Roger Waters mehr und mehr das Ruder in die Hand. Er begann bei „A Saucerful of Secrets“ seine Fähigkeiten als Songwriter zu vertiefen, der Platz am Mikro und am Bass war ihm sowieso sicher. Die LPs „Ummagumma“, „Atom Heart Mother“ und „Meddle“ – allesamt Charts-Erfolge – sollten die Menschheit in den Jahren 1969 bis 1971 auf Großes vorbereiten. Es war die Zeit der Konzeptalben, die Grenzen der Songs durften verschwimmen, Titel schon mal ganze LP-Seiten füllen. Radiotauglich ist anders – doch das hat Anfang der Siebzigerjahre niemanden interessiert. Der Trend passte perfekt zu den neu ausgerichteten Pink Floyd. Zudem wurde die kryptische Sprache der Anfangstage deutlicher. Der Zenit des Alphatieres Roger Waters wurde zum unumschränkten Mastermind hinter „The Dark Side of the Moon“, setzte Themen wie Geiz und Vergänglichkeit, Kampf und Wahnsinn inspiriert vom Geisteszustand von Gründungsmitglied Syd Barrett in den Mittelpunkt. Alle Texte stammten aus der Feder von Waters – das sollte bis zur Trennung 1985 auch so bleiben. An den Reglern in den legendären Abbey Road Studios in London saß ein späterer Gigant des Progressive Rock, Alan Parsons. Mit Tonband-Loops und den ersten Synthesizern entstanden Klassiker wie „Money“ und „Time“ – aber auch das spektakuläre „Us and Them“, das der aktuellen Waters-Tournee ihren Titel gibt. „The Dark Side of the Moon“ ist eines der erfolgreichsten Rock-Alben aller Zeiten und behauptete sich unglaubliche 15 Jahre in den Billboard-Charts. Das Cover der LP stammte von Hipgnosis, einer britischen DesignerGruppe, die nicht nur das legendäre Prismen-Cover für Pink Floyd schuf, sondern auch für die optische Erscheinung einiger Platten von Led Zeppelin, AC/DC und später für The Police und Paul McCartney verantwortlich zeichnete.

Fotos: Kate Izor, Sean Evans

Denkmal für Barrett Beim zweiten Album der Waters-Ära, „Wish You Were Here“ stand erneut die tragische Geschichte von Syd Barrett Pate, es geriet

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zu einer Art Kurzfassung des Aufstiegs zum gefeierten Rockstar bis zum psychischen Wrack. Bei den Studioaufnahmen kam es zu einer der letzten Begegnungen der früheren Bandkollegen, die vor allem Waters verstörte: Er erkannte seinen ehemaligen Kumpel kaum noch. Mit „Shine On You Crazy Diamond“ haben Pink Floyd Barrett auf dem legendären Album ein musikalisches Denkmal gesetzt. Das Egoschwein „Animals“ untermauerte Waters’ Hauptrolle bei Pink Floyd: Später nannte es Keyboarder Rick Wright jenen Zeitpunkt, von dem an sich jener als alleiniger Songschreiber der Band aufspielte. Da der Rest der Band durch private Angelegenheiten abgelenkt war, steuerten Gilmour, Wright und Mason nur wenig zu diesem weiteren Konzeptalbum bei. Thematisch nahm sich Waters „Animal Farm“, die dystopische Fabel von George Orwell, als Anker. Das riesige, aufblasbare Schwein, das die Designer von Hipgnosis über der Londoner Battersea Power Station fliegen ließen, ist heute noch eines der bekanntesten optischen Markenzeichen der Band. „Animals“ platzierte sich wie gewohnt ganz oben in den britischen Charts und stieß auch in den US-Hitparaden bis auf Platz drei vor. Die dazugehörige „In the Flesh“-Tournee lieferte die Initialzündung eines der erfolgreichsten und legendärsten Rock-Alben aller Zeiten. Roger Waters war frustriert über die zunehmende Distanz zum Publikum, die die Konzerte in riesigen Hallen mit sich brachten: Die depressive Grundstimmung eines vereinsamenden RockStars manifestierte sich … The Wall „The Wall“ ist Roger Waters: Konzipiert als Rock-Oper, packt er alle Aspekte seines Lebens und seiner Persönlichkeit in das Doppelalbum. Das Trauma des Verlusts des Vaters in der Schlacht um Anzio im Zweiten Weltkrieg und das Aufwachsen

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als Kriegswaise; die Figur der allmächtigen Übermutter; die bedrohlichen Autoritäten von Lehrern und Staat; die Mechanismen der Musikindustrie, die Stars zu gottähnlichen Führerfiguren macht und sie als einsame, psychische Wracks zurücklässt; eine neuerliche Beschäftigung mit dem Schicksal von Ex-Bassist Syd Barrett. Das alles konzentriert Bob Ezrin, genialer CoProducer von „The Wall“, in seinem Skript in der Figur des Rockstars Pink, den später Bob Geldof 1982 im gleichnamigen Film verkörpert. Zum ersten Mal seit Jahren sorgt nicht Hipgnosis für die Visualisierung von „The Wall“, sondern der Cartoon-Zeichner Gerald Scarfe. Er ersinnt die prägnanten Figuren des „Teachers“ und der „Mother“, die unverwechselbaren gekreuzten Hämmer. Es sind seine Designs, die später als Vorlage für den Kinofilm dienen. Unterstützt von der Hit-Single „Another Brick in the Wall (Part 2)“ sprengt die Bühnenproduktion alle Rahmen – so ist die Wiener Stadthalle zu klein. Während des spektakulären Konzerts wird eine riesige Mauer zwischen der Band und dem Publikum errichtet, die beim Grande Finale eingerissen wird. Ein Plot, mit dem sich Roger Waters nach dem Fall der Berliner Mauer für eine Gigant-Show qualifizierte: Zwischen dem Potsdamer Platz und dem Brandenburger Tor erlebten am 21. Juli 1990 knapp eine halbe Million Fans „The Wall – live in Berlin“ mit Stars wie Cyndi Lauper, Van Morrison, Bryan Adams und den Scorpions. Das modifizierte Konzept ist später die Grundlage für „The Wall Live“. Der einsame Wolf „The Final Cut“ – nomen est omen – beendet de facto die Karriere einer der wichtigsten Bands der Musikgeschichte, auch wenn später Pink Floyd ohne Roger Waters auf Tour gehen und Alben veröffentlichen. Als logische Fortsetzung von „The Wall“ gerät „The Final Cut“, das auch ohne HitSingle die Charts stürmte, zum Knackpunkt

zwischen den Leitwölfen Waters und David Gilmour. Der Eklat, der zum Split führte: Waters strich Gilmour aus den Credits, das letzte Band-Album gilt bereits als erstes Solo-Werk des Masterminds. Mit „Two Suns in the Sunset“ liefern Pink Floyd als letzten Song ihrer letzten LP den Soundtrack zu einer post-nuklearen Welt. Nach den mäßig erfolgreichen SoloLongplayern „The Pros and Cons of Hitch Hiking“ (1984) und „K.A.O.S.“ (1987), die die Fans von Pink Floyd ratlos zurückließen, verschwand Roger Waters – mit der Ausnahme „Amused to Death“ (1992) – für den Großteil der Neunzigerjahre von der Bildfläche. Erst 2010 besann sich der Brite auf seinen größten Erfolg: „The Wall live“ beherrschte drei Jahre lang seinen Terminkalender. Bereits damals wurde ganz tief in die Videound Special-Effects-Kiste gegriffen … Ein Weg, den Roger Waters nun mit „Us + Them“ perfektioniert hat. In die Highlights der vier Alben „The Dark Side of the Moon“, „The Wall“, „Animals“ und „Wish You Were Here“ packt der 73-Jährige aktuelle politische Messages. Das Feindbild: Donald Trump. Für ihn lässt Waters das berühmte Floyd-Schwein fliegen. Massig Videozuspielungen (zum Beispiel bekannte Sequenzen wie „Time“) dominieren optisch das Spektakel, sie flimmern auch auf Screens über den Köpfen des Publikums. Es gibt die obligate „Wall“ und – über allen schwebend – eine Laser- und Licht-Projektion des ikonischen Prismas vom „The Dark Side of the Moon“-Cover. Die politische Message von „Us + Them“ soll, so Waters in einem Interview, für die Shows in Europa angepasst werden. Man darf gespannt sein, ob rechtspopulistische Tendenzen dabei nicht die Hauptrolle spielen …

termine t mit seiner Roger Waters gastier e am 16. Mai in der rne Tou „Us + Them“ (D). e Wiener Stadthall


Weltmeister Mentalmagie 2015-2018

Top2 America‘s got Talent 2016

Best selling Magician Show IN Broadway history

einfach zauberhaft tournee 2018

St. Pölten Wr. Neustadt Zürich Bregenz Innsbruck Feldkirch Eisenstadt Grafenegg

31.01. + 01.02. 02.02. 04.02. 05.02. 07.02. 09.02. 11.02. 15.02. + 16.02.

Veranstalter: NXP Veranstaltungsbetriebs GmbH, A-3100 St. Pölten, Kelsengasse 9, www.vaz.at, www.nxp.at, Fotocredit: Sebastian Konopix

Stage Magicians of the Year 2016

Villach 21.02. Klagenfurt 22.02. Wien 23.02. + 24.02. Linz 25.02. Salzburg 02.03. Graz 03.03. + 04.03. Spielberg 06.03.

www.theclairvoyants.com

Tickets im VAZ St. Pölten, www.vaz.at, 02742 / 71400, www.oeticket.com, www.noen.at/ticketshop In allen Raiffeisenbanken in NÖ und Wien mit Ö-Ticket Service. Ermäßigung für Raiffeisen Club-Mitglieder.


TIM_22_23_Holiday On Ice_g_KSB_k1.qxp_Layout 1 12.11.17 15:31 Seite 1

Eiszeit Was sind eure frühesten Erinnerungen an Holiday on Ice? Annette: Ich bin mit 9 Jahren als Eiskunstläuferin für den Münchner EV am Eis gestanden. Wir LäuferInnen bekamen immer Karten für Holiday on Ice – und ich verliebte mich sofort. Katarina Witt stand damals für die Show am Eis und ich wusste, irgendwann würde sich auch mein Traum erfüllen, einmal für Holiday on Ice laufen zu dürfen.

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Yannick:Ich war etwas älter als Annette, als ich die Show erstmals sah, aber auch mich begeisterten damals unsere Eiskunst-Stars Philippe Candeloro und Surya Bonaly sehr. Klar, dass ich dann nach meiner Sportlerkarriere zu Holiday on Ice wechseln wollte! Was brachte euch überhaupt auf das Eis? Yannick: Wir gingen damals mit der Volksschule immer eislaufen, am Eis fühlte ich mich von Anfang an pudelwohl! Insbesondere die Geschwindigkeit hatte es mir damals als kleiner Junge angetan (lacht). Annette: In Landshut gab es ein Restaurant in einer Eishalle, da traf sich mein Vater immer mit Freunden auf ein Bier, während die Mütter shoppen waren. Meine Schwester war die Erste, die währenddessen unten in der Halle aufs Eis gestellt wurde und irrsinnigen Spaß hatte – und ich habe ihr zugeschaut. Mit zweieinhalb Jahren wollte ich dann auch unbedingt aufs Eis – und gar nicht mehr runter (lacht). Ihr kommt beide vom Leistungssport: Wodurch unterscheidet sich das Training dort von dem für Holiday on Ice? Annette: Im Leistungssport musst du intensiver an Perfektion feilen – bei Holiday on Ice ist natürlich auch viel Übung vonnöten, aber die Grundstimmung ist relaxter. Hier bekommen wir keine Punkte, können Fehler leichter ausmerzen. Es beurteilt uns das Publikum, nicht die Richter: Selbst wenn dir ein Fehler unterläuft, klatscht das Publikum – allein, um dich zu motivieren!

Was macht für euch eigentlich das besondere Gefühl aus, wenn ihr am Eis steht? Annette: Für mich ist es ein wundervolles Gefühl, aufs Eis zu steigen und eine Geschichte erzählen zu können – allein mit meinen Bewegungen. Gemeinsam mit der Musik und den Kostümen ist das magisch! Mich macht es glücklich, wenn mich freudestrahlende Gesichter anstarren – und natürlich der Applaus! Yannick: In mir steigt das Selbstvertrauen, ich fühle mich auf dem Eis stärker und glücklicher als normal (lacht). Ihr vollführtet eure Akrobatik in der Vergangenheit nicht nur am Eis, sondern auch auf Inlineskates: Wo ist der Unterschied zwischen Rollen und Kufen? Yannick: Das Gefühl ist ähnlich, aber mit Rollen brauchst du mehr Kraftanstrengung. Wo liegen die unterschiedlichen Herausforderungen für Männer und Frauen? Annette: Die BesucherInnen kommen auch, um schöne Showgirls zu sehen. Demnach müssen wir besonders gut in Form bleiben – wir machen unsere Übungen auch in den Pausen, während die Männer auch gern einmal Playstation spielen (lacht). Yannick: Wir müssen die Frauen aber auch heben und schleudern können, insofern müssen auch wir laufend ordentlich trainieren!

Foto: Holiday on Ice, Morris MacMatzen

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s ist Mitte Mai. Wir sitzen leicht erhöht am Kopf der Eisfläche in der Halle Tony Garnier im französischen Lyon. Draußen gleißt die Sonne, die Stadtbewohner läuten bei sommerlichen Temperaturen ihr Wochenende am malerischen Ufer der Saône ein – während sich Annette Dytrt, Yannick Bonheur und ihre KollegInnen am Eis aufwärmen. Ein Eis zum Schlecken hätten wir jetzt auch gerne, winterlich anheimelndes Showvergnügen wirkt sieben Monate vor Weihnachten noch etwas surreal; Und dennoch können wir die gebannten Augen nicht von den AkrobatInnen lassen, die in halsbrecherischer Geschwindigkeit übers Eis sausen, springen, rotieren – und nur wenige Stunden später vor ausverkauftem Haus und unter frenetischem Beifall scheinbar nebenbei die Geschichte von den schönsten Lebensmomenten erzählen werden. Im Anschluss an die Show dürfen wir dann hinter die Bühne, wo Annette, Yannick und all die anderen ihre glitzernden Kostüme abgelegt und es sich gemütlich gemacht haben.


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„Time“, die neueste Show von Holiday on Ice, nimmt das Publikum mit auf eine Reise durch die schönsten Momente des Lebens. Erzählt wird mit atemberaubender Akrobatik, funkelnden Kostümen und einem Soundtrack von Coldplay bis Bublé. TEXT: STEFAN BAUMGARTNER

Yannick: Nach einer Tour von sechs Monaten braucht es eine Pause – körperlich und geistig. Aber da wir bei Holiday on Ice so viel Spaß haben, ist die Pause weitaus weniger dringlich als in unseren Zeiten als Wettkämpfer (lacht). Annette: Das Tolle hier ist ja auch, dass wir so viele Ortswechsel haben – insofern ist jeder Tag neu und anders, da schleicht sich keine Routine ein. Glücklicherweise bleibt auch immer ein bisschen Zeit für Sightseeing – wenn ich mit Yannick unterwegs bin, trage ich aber besser keine High Heels (lacht).

Ist Einzel- oder Paarlauf einfacher? Annette: Einzellauf. Der Unterschied ist: Wenn ich bei meiner Nummer einen Fehler mache, zum Beispiel einen Schritt zu viel oder zu wenig, kann ich das leicht überspielen. Das geht beim Paarlauf nicht, da greift ein Zahnrad ins andere und du musst dich an jedes Detail erinnern. Yannick: Paarlauf ist dafür harmonisch. Annette: Das stimmt, wenn man zu zweit läuft, unterstützt man sich gegenseitig, das ist schon ein wunderbares Gefühl. Ich glaube auch, dass die Besucher den Paaren lieber zuschauen, weil die mehr aufführen können: Das schaut gleich viel schöner, aber auch gefährlicher aus.

Gesunde Ernährung und Sport sind heute en vogue wie nie: Hat da Holiday on Ice auch eine Vorbildwirkung? Annette: Ich hoffe, wir können gerade unsere jüngeren Besucher zum Sport motivieren: Wir wollen rausgehen und zeigen, dass sportliche Betätigung nicht nur gut für den Körper, sondern auch für den Geist ist. Dabei ist aber auch wichtig festzuhalten: Wir kasteien uns nicht, man muss das Leben auch genießen.

Wie wichtig ist es, dass euch persönlich die Musik von Holiday on Ice gefällt? Yannick: Sehr. Immerhin müssen wir die Musik über Monate hinweg fast jeden Abend hören (lacht). Wenn uns die Musik gefällt, können wir uns allabendlich so richtig fallen lassen. Braucht ihr auch mal „Holiday from Ice“? Annette: Der Körper verlangt manchmal danach, ja. Aber geistig bin ich eigentlich schon fast immer auf dem Eis. Wenn ich einmal für ein, zwei Wochen nicht auf dem Eis war, ist es ein berauschendes Gefühl, dann wieder die Schuhe anzuhaben und übers Eis zu gleiten.

Das volle Gespräch findet man auf ticketmagazin.com.

termine ime“ von Die neue Show „T iert am 18. Jänner in der em pr . Ice on Holiday ft ebenda 10 Tage alle (D) und läu Wiener Stadth

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Die erfolgreichste Musicalgala mit Stars der Musicalszene!

06/04 Lannach, Steinhalle 07/04 Trofaiach , Mehrzweckhalle 13/04 Wr. Neustadt, Arena Nova Beginn jeweils 20.00 Uhr

DIE EISKÖNIGIN - TANZ DER VAMPIRE ROCKY - KÖNIG DER LÖWEN - HINTERM HORIZONT - MAMMA MIA - ELISABETH PHANTOM DER OPER - ALADDIN U.V.M.

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SHOW E U E N E I D

02.02. TROFAIACH, Mehrzweckhalle 03.02. FELDBACH, Im Zentrum

05.02. BRUCK a.d. MUR, Kulturhaus 18.03. GRAZ, Stadthalle Halle A

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11/01 Vöcklabruck, Stadtsaal

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12/01 Lienz, Stadtsaal

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16/01 Fürstenfeld, Stadthalle

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17/01 Bruck/Mur, Stadtsaal

02/01 Klagenfurt, Messe Arena 5

08/02 Voitsberg, Stadtsaal

03/01 Amstetten, Johann Pölz Halle

09/02 Stockerau, Z2000

04/01 Linz, Brucknerhaus

10/02 Liezen, Kulturhaus

05/01 Wiener Neustadt, Stadttheater

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06/01 Eisenstadt, Kultur-und Kongreß Zentrum 12/02 Leibnitz, Kulturzenturm 07/01 Graz, Congresshaus

17/02 Bregenz, Festspielhaus

08/01 Hartberg, Stadtwerke Hartberg Halle

23/03 Wien, Stadthalle F

09/01 Wels, Stadttheater

24/03 Grafenegg, Auditorium

10/01 Steyr, Stadttheater

29/03 Eisenerz, Gewerkschaftshaus

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Riverdance - Michael Jackson - Fluch der Karibik - Star Wars - Lord of The Dance - Dirty Dancing u.v.m.

20.12. EISENERZ, Gewerkschaftshaus 21.12. LANNACH, Steinhalle 02.12. HARTBERG, Stadtwerke H. Halle 06.01. GRAZ, Orpheum 14.03. EISENSTADT, Kultur und Kongress Zentrum 15.03. STOCKERAU, Z 2000 17.03. WEIZ, Kunsthaus 18.03. KNITTELFELD, Kulturhaus

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In allen OE-Ticket Vorverkaufsstellen (Bestell-Hotline 0900-9496096), allen Kartenbüros und in allen örtlichen Vorverkaufsstellen.


TIM_25_Roland Dueringer_g_KSB_k1.qxp_Layout 1 12.11.17 15:32 Seite 1

Der Kanzler Düringers G!lt war eine der Kleinparteien, die nach der Wahl im Oktober Trauer tragen durften: Auch ihnen wurde ein Einzug in den Nationalrat verwehrt. Kanzler wird Roland Düringer jetzt dennoch. TEXT: STEFAN BAUMGARTNER

Foto: Lukas Beck

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an mag zum Ergebnis der diesjährigen Nationalratswahl stehen, wie man will. Eindeutig ist – unter anderem auch ob der überraschend hohen Wahlbeteiligung von 80 Prozent aller WählerInnen beziehungsweise 5 Millionen gültigen Stimmen – der Wunsch der ÖsterreicherInnen nach einer Kurskorrektur. Zumindest einstweilen ausgedient zu haben scheint die beständig-unbeständige einträchtige Zwietracht der einstigen Großparteien der Sozial- und Christdemokraten. Ob ein „Kurzwechsel“ – zudem in die „richtige Richtung“ – mit der umgefärbten Volkspartei und den Freiheitlichen tatsächlich vonstattengeht, wird sich in den kommenden Jahren weisen: Bekanntlich lässt sich aus der Opposition leicht lauter schreien als in der Regierungsverantwortung merklich Taten zu vollbringen. Und eine neue Verpackung birgt nur selten neue Inhalte – das ist eine altbekannte Marketinglüge. Eine tatsächliche Abwahl der Misere wäre hingegen deutlich geworden, wenn nebst der Liste Pilz und den NEOS auch die Vielzahl an Kleinparteien einen Einzug

in den Nationalrat geschafft hätten, Angebot hätte es ja zuhauf gegeben: Allen voran sind natürlich die degradierten GRÜNEN zu nennen (192.638 Stimmen), die in den letzten Monaten jedoch so ziemlich alles falsch gemacht haben, was man nur falsch machen kann: Die persönlichen Befindlichkeiten über die ihrer Wählerschaft zu stellen. Sie lösten wichtige Wertekonflikte nicht auf. Ihr bornierter Zurechtweisungsdiskurs: Als heterosexueller, weißer Mann fühlt man sich da schon einmal auf verlorenem Posten. Und, und, und. Auch die KPÖ – immerhin vielerorts überraschender und eindeutiger Sieger bei wahlkabine.at – hätte sich diesmal wohl mehr als 39.689 Stimmen erhofft. Noch überraschender jedoch – des letztlichen Scheiterns zum Trotz – der Erfolg der Liste Meine Stimme G!lt: 48.233 Stimmen entfielen auf das „Demokratieprojekt“.

Damit kam das einstige Kunstprojekt von Kabarettist und Bundesparteiobmann Roland Düringer knapp unter der 1-Prozent-Hürde zum Liegen, und wird sich wohl über kurz oder lang auflösen: Parteienförderung gibt es keine und Düringer hat bereits seinen Rücktritt angekündigt. Dass er nun doch Kanzler wird, liegt nicht etwa an einer von Bundespräsident Alexander Van der Bellen ausgerufenen Minderheitsregierung, sondern an Düringers kabarettistischen Aufarbeitung: In „Der Kanzler“ feilt die titelgebende Figur als einstige Hoffnungsträgerin ihrer Partei an der letzten Abschiedsrede. Denn: Der Kanzler hat auch hier eine Wahl verloren …

termine ener t aktuell u. a. im Wi Roland Düringer gib m und der Kulisse den eu ph Stadtsaal, dem Or Baden. Congress Casino Kanzler, sowie im er in Ebmb ze De 7. t es am „ICH allein“ spiel temkritische Podiys reichsdorf, seine „S 12. Jänner in Oberam umsdiskussion“ Grafendorf.

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!ticket highlights Most Personal Rebekka Bakken zählt zu den markantesten weiblichen Stimmen Europas. Ihr Stil umfasst mehrere Genres, „nur“ mit Jazz ist es bei ihr nicht getan: Es kann bei Bakken auch ruhig mal soulig, tief eintauchend in einen erdigen Blues oder sogar folkig und Country-nah klingen. Über drei Oktaven reicht die Stimme der Norwegerin, Virtuosität steht bei ihr aber nicht im Mittelpunkt. Vielmehr ist für Bakken ihre Stimmbreite ein Werkzeug, um ihre Geschichten zu vermitteln. Als Singer-Songwriterin spielen ihre Texte eine genauso große Rolle wie ihre Musik. Eine ihrer wirklich großen Stärken ist die Einzigartigkeit, mit der sie Emotionen rüberbringen und auf ihren Konzerten das Publikum jedes Mal aufs Neue in einen magischen Bann versetzen kann.

Andrea Bocelli Cinema World Tour Auch 2018 wird der Tenor die Herzen seiner Zuhörer mit einem genialen Musik-Mix aus Klassik, Musical und Film zum Schmelzen bringen und sein Publikum in die Welt der Leidenschaft und der italienischen Romantik entführen. Unterstützt wird er dabei von einem großen Symphonieorchester, einem fulminanten Chor und internationalen Gaststars. Weihnachtsaktion: 10 % Rabatt bei 2 Tickets, 20 % bei 4 Tickets! 24. März, Wiener Stadthalle (D)

Einfach zauberhaft Die „Einfach zauberhaft!“-Tournee, die wohl größte Zaubertournee, die Österreich je erlebt hat, wird aufgrund ihres unglaublichen Erfolges mit zahlreichen ausverkauften Shows auch 2018 fortgeführt. Das Traumpaar der Zauberkunst entführt Sie dabei in eine fabelhafte Welt voll magischer Illusionen und atemberaubender mentalmagischer Momente. Und das Beste – Sie werden selbst zum Mitspieler! Thommy wird vor Ihren Augen Dinge zum Verschwinden und Schweben bringen, Amélie wird Sie durch Ihre Kunst des Gedankenlesens in Staunen versetzen!

Thommy Ten & Amelie van Tass ab Jänner wieder in Österreich

Beatsteaks

Yours Im Prinzip ist jede einzelne Show dieser Band ein Ereignis. Beatsteaks live, das bedeutet Ekstase, Loslösung, durchdrehen, gemeinsam feiern, kollektive Raserei. Die besondere Live-Energie der Beatsteaks übertrug sich praktisch vom ersten Tag an zuverlässig auf das immer größer werdende Publikum, nach einer mitreißenderen Live-Band muss man in diesen Tagen lange suchen – noch dazu mit einem derart geilen „Best-of-Mixtape“ wie „Yours“ im Gepäck … 6. Juni, Arena Wien Open Air

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Fotos: GEPA Pictures (ÖFB), Paul Gärtner (Beatsteaks), Felix Broede (Rebekka Bakken), Thommy Ten & Amelie van Tass (s/t), SFZ (Andrea Bocelli)

Rebekka Bakken

im März in Graz und Amstetten, im September auf Schloss Esterházy


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ÖFB Nationalteam Vorschau 2018 ÖFB-Teamchef Franco Foda gibt im Herbst 2018 sein Pflichtspieldebüt in der UEFA Nations League, einem neuen Bewerb des europäischen Fußball-Dachverbandes UEFA. In diesem neuen Format, das die bisher üblichen Testspiele ersetzen soll, wird in Dreiergruppen mit Hin- und Rückspiel gespielt. Jede Mannschaft absolviert somit zwischen September und November 2018 vier Länderspiele. Der Gruppensieger qualifiziert sich für die Nations League Endrunde im Juni 2019, bei der über Halbfinale und Finale ein Platz bei der UEFA EURO 2020 vergeben wird. Die Auslosung zur UEFA Nations League findet am 24. Jänner 2018 in Lausanne in der Schweiz statt. Dann wissen alle rot-weiß-roten Fans, auf welche Nationen sie sich bei vier spannenden Länderspielen freuen können. Folgende Verbände sind mit Österreich im Lostopf: Wales, Russland, Slowakei, Schweden, Ukraine, Irland, Bosnien und Herzegowina, Nordirland, Dänemark, Tschechische Republik und Türkei.

Spieltermine im Herbst 2018

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Raue Liebe Die Irish-Folk-Punker Dropkick Murphys und Flogging Molly gehen gemeinsam auf Tour. Das wird für feuchtfröhliche Abende sorgen. TEXT: ROUVEN AHL

Irisches Erbe Aus Boston – einer Hochburg der irischen Einwanderer in den USA – stammend, haben die Dropkick Murphys gekonnt das musikalische Erbe ihrer Vorfahren aufgenommen und mit einem ordentlichen Schuss Punk erweitert.

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ei der Fußball-Europameisterschaft 2012 sorgten die irischen Fans mit ihren Gesangseinlagen für Gänsehautatmosphäre par excellence. Vor allem ihre Darbietung des Volkslieds „The Fields of Athenry“ ver-

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setzte die feinen Härchen auf der Haut in Habachtstellung. Das Lied wurde 1979 von Pete St. John geschrieben, und avancierte zu einem absoluten Klassiker der irischen Volksmusik. Es geht um die große irische Hungersnot zwi-

schen 1846 und 1849, die Grundlage einiger Volkslieder von der grünen Insel ist. Themen wie Wehmut, Familie, Heimat, aber auch Rebellion und melancholische Gefühle werden dabei behandelt. Eben jene Themen


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termine d Flogging Molly un Dropkick Murphys, 31. Jänner am en iel sp tlock Sex Pistols’ Glen Ma alle (D). adth in der Wiener St

also, welche die irische Musik seit jeher ausmachen. In the heydays of Punk Ihren Weg in den Rock ’n’ Roll fand die irische Volksmusik vor allem dank der englischen Band The Pogues. Sänger und Berufsalkoholiker Shane MacGowan rotzte die melancholischen Texte nur so heraus, während die Band die Songs mit der Rohheit des sich gerade in seinen Heydays befindenden Punks spielte. Dazu gesellten sich aber typisch irische Instrumente wie die Flöte, Akkordeon oder Fidel. Auch einige FolkStandards gehörten zum festen Programm. Großer Fan der Band war Joe Strummer. Er ließ die Pogues im Vorprogramm von seiner Band The Clash auftreten und ging sogar selbst mit ihnen als Sänger auf Tour. Punk is dead Punk wurde dann irgendwann für tot erklärt – bis er Mitte der Neunziger ein Revival erlebte. Durch Bands wie die Dropkick Murphys und Flogging Molly erfuhr auch die Kombination aus Punk und Irish Folk eine Wiederauferstehung. Während die Murphys zunächst im Streetpunk zu Hause waren, verstanden sich Flogging Molly aus Los Angeles von Beginn an darauf, einfach sehr schnellen Folk zu spielen. Aber auch die Dropkick Murphys setzten vereinzelt auf den Dudelsack, was dem rauen Soundgewand der Band mitunter einen folkloristischen Anstrich verpasste. Foto: Barraccuda Music

Einhys men ert.

Folklore Auch bei den Dropkick Murphys wuchs sukzessive der Folk-Anteil. Immer mehr

Coverversionen von u. a. „Rocky Road Eine raue Form der Liebe quasi, verto Dublin“ oder „Green Fields of packt nicht nur in Mitgröl-Refrains, France“ fanden den Weg auf die Alben. sondern auch in Liedern, denen eine Auch „The Fields of Athenry“ gehört Art trotzige Melancholie innewohnt. zum festen Live-Inventar der Band aus Sie sind so etwas wie der Freund, der Boston. Den großen internationalen dir in einer Bar noch ein letztes Bier Durchbruch schafften sie übrigens mit ausgibt, wenn dein Geld bereits aufgeeinem Beitrag zum Soundtrack des Os- braucht ist. car-prämierten Films „The Departed“. Der Song „I’m Shipping up to Boston“ Nazis fuck off! avancierte zur meistverkauften Single Das trifft bei vielen anscheinend einen Nerv – die Konzerte beider Bands finder Murphys. In diesem Jahr erschien mit „11 Short den von Tour zu Tour in größeren HalStorys of Pain & Glory“ ihr neuntes len statt. Ein organisches Wachstum Studioalbum, das wie die letzten Alben also. Leider zieht der etwas prollige von Ted Hutt produziert wurde, dem Charme – und die auch mit Patriotisehemaligen Gitarristen und Grün- mus und manchmal etwas simplen Durchhalteparolen durchdungsmitglied von Flogging zogenen Songs – eine Molly. Hutt zeichnete sich Klientel an, die keine auch für die Produktion der beiden Bands auf der beiden Alben aus, ihren Konzerten hadie für seine damalige Band den Weg zu ei- Passend zu „Drunken Lullabies“ haben wir für ben will. Ken Casey, euch ein irisches Gewinnspiel auf Seite 62 Songschreiber und nem höheren Bekanntparat! Mehr Informationen und Bassist der Murphys, heitsgrad ebneten: Teilnahmebedingungen siehe ticketmagazin.com! formulierte es deutlich: „Drunken Lullabies“ und „Nazis are not fucking „Within a Mile of Home“. Mit welcome at a Dropkick Mur„Life is Good“ veröffentlichten die phys-Show!“ Ir(r)en aus L.A. 2017 ihr sechstes Album. Das Gros der Fans sind aber Menschen von der guten Seite, die bei ein paar Raue Liebe So wie bei den Kollegen aus Boston Bier einfach eine gute Zeit haben wollen. drehen sich die Texte von Flogging Und genau jene dürfen sich auf ein Molly vorwiegend um das Scheitern Folkpunk-Paket freuen, das keine Wünund das anschließende Wiederaufste- sche offenlässt: Um das ganze noch weihen. Zudem wird in den Liedern ein ter zu veredeln und auch den Punkfans Gefühl von Gemeinschaft und Zusam- der ersten Stunde etwas zu bieten, gemengehörigkeit vermittelt. Die Bot- hört auch Glen Matlock mit seinem schaft dabei ist zumeist: Allein wirst du Soloprogramm zum Wanderzirkus. es nicht schaffen, dich aus dem Schla- Matlock hat als Bassist und Hauptsongmassel zu ziehen. Aber wir sind deine scheiber der Sex Pistols Punk praktisch Freunde, wir stehen zu dir! Damit schaf- mit erfunden. Womit sich irgendwie fen sie es auch, ihre Fans in Boot zu ein Kreis schließt: Mit den Pistols lehnte holen, da beide Bands glaubwürdig ver- sich Matlock musikalisch gegen die mitteln: „Seht her, wir sind genau wie Krone und das britische Empire auf – ihr. Auch uns ist schon viel Mist pas- wie es auch der Protagonist in „The siert, aber wir sind immer noch da. Fields of Athenry“ tat – und so viele Und wir stehen auch euch zur Seite.“ andere in den irischen Volksliedern.

GEWINN SPIEL

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!ticket lifestyle

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TIM_32_33_Heimat The Weight_g_KSB_k1.qxp_Layout 1 12.11.17 15:36 Seite 1

!ticket heimat

Tindertroubles The Weight entführen mit ihrem Sound zurück in die rollenden 60er- und 70er-Jahre – und zeigen, dass handgemachter Classic Rock auch in der Gegenwart mehr als gut funktioniert. TEXT: AMINA BEGANOVIC

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Troublemakers The Weight bringen frischen Wind in die Rocklandschaft Österreichs.

termine Wer Lust auf ein wenig Heavy Rock aus Österreich hat, sollte sich The Weight live zu Gemüte führen, etwa am 29. Dezember in der Kulturwerkstatt Kammgarn in Hard. Ebenfalls mit neuem Album auf der Bühne stehen Tagtraeumer am 5. Dezember in der Ottakringer Brauerei, Voodoo Jürgens spielt tags drauf im Gasometer auf – und gibt gemeinsam mit Stefanie Sargnagel am13. und 14. Dezember „Ja, Eh! – Beisl, Bier und Bachmannpreis“ im Wiener Rabenhoftheater. Gewohnt „fett“ wird es mit Alkbottle im Dezember in Klagenfurt, Graz, Wörgl, Amstetten und natürlich in Wien. Einen „Magic Christmas“ wiederum erlebt man mit Papermoon am 14. Dezember im Theater am Spittelberg. Onk Lou macht mit seiner The Better Life Inc. am 19. Dezember im Wiener WUK und am 21. Dezember im Rockhouse Salzburg halt, die Steaming Satellites rocken am 29. Dezember das Stereo Klagenfurt, Turbobier am 15. Dezember den Musikclub in Timelkam, am 16. Dezember den KIKAS in Aigen und am 30. Dezember das Warehouse St. Pölten. Am 25. Jänner freuen wir uns auf Ash My Love im Salzburger Rockhouse – gemeinsam mit den formidablen The Sado Maso Guitar Club.

Fotos: Jasmin Elmi, Hersteller

ein Synthesizer-Geschnörkel, keine elektronischen Beats, sondern erdiger Rock, wie er im Buche steht – nicht mehr, aber auch nicht weniger gibt es bei The Weight, die aktuell auf dem besten Wege sind, den kleinen aber feinen Rock-Berggipfel Österreichs zu erklimmen. Besonders viel Aufsehen erregten sie mit ihrem umwerfend skurrilen und unterhaltsamen Video zur Single „Trouble“, dem ersten Vorboten ihres Debütalbums „The Weight“: Das Quartett macht darin einen kunterbunten Streifzug durch die Rockgeschichte und setzt Ikonen wie Led Zeppelin, The Who, Deep Purple oder Pink Floyd ein Denkmal – mit einem sympathischen Schuss Selbst-


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MUNDPROPAGANDA

Fotos: Jasmin Elmi, Hersteller

ironie. Wobei es ihnen nicht darum ging, Vergleiche mit ihrer Musik zu provozieren. „Natürlich wird mit Verweis auf unseren Sound und unser Auftreten immer wieder die Retrokeule geschwungen. Das stört uns zwar nicht, aber stets dieselben Fragen gestellt zu bekommen und möglicherweise auf diese reduziert zu werden, ist auch nicht so spannend. Wir sind mit ‚Trouble‘ diesbezüglich in die Offensive gegangen. Das Video ist sicherlich beides: Eine tiefe Verbeugung vor unseren musikalischen Helden sowie ein Augenzwinkern in Richtung Kritiker“, erklärt Frontmann Tobias Jussel. Lustig anzuschauen ist das Ganze allemal – und auch die Band selbst hatte genug Lacher beim Dreh. „Das Kostümieren hat großen Spaß gemacht! Meist mussten wir zwar ganz schön improvisieren, um dem Original möglichst nahe zu kommen. Aber umso geiler war es dann, wenn wir in den Spiegel blickten und wussten: ja verdammt, das klappt!“ Das Quartett punktet jedoch nicht nur mit Humor, sondern lässt in erster Linie mit ihrem vollen Rocksound aufhorchen, getragen von Jussels markanter Stimme, die durchaus aus einer früheren Ära stammen könnte. From the West to the East Aber eigentlich kommen Michael Boebel, Patrick Moosbrugger, Andreas Vetter und Tobias Jussel, aus dem schönen Vorarlberg und Burgenland der Jetztzeit. Wie sich die vier von Westen nach Osten gefunden haben? „Über Tinder! … Nein – die seriöse Antwort: Die Vorarlberger Abteilung kennt sich schon länger. Auf Michi sind wir über einen Arbeitskollegen von Andi aufmerksam geworden. Michi hat dann zuerst gedacht, er würde von Rumänen kontaktiert werden – aber es war dann doch nur Lustenauer Dialekt und die sprachlichen und kulturellen Barrieren wurden eine nach der anderen überwunden.“ Nachdem die ersten Verständigungsschwierigkeiten also beseitigt

waren, zog es die vier im Herbst 2014 gen Bundeshauptstadt. In einem Wiener Kellerloch folgen stundenlange Jamsessions, aus denen Schritt für Schritt die ersten gemeinsamen Songs entstanden. Ihre EP „Keep Turning“ wurde 2015 zu einem kleinen Überraschungserfolg, der auch in Deutschland viel positive Resonanz hervorrief. Das Debütalbum folgte schließlich im November 2017 – und ist gespickt mit einem Sammelsurium an kräftigen Songs, die es sich zum Ziel setzen, „den verblassten Glanz und die verflossene Gloria des Rock ’n’ Roll neu erstrahlen zu lassen.“ Das kann man nun als ein wenig hochtrabend empfinden oder nicht, hört man sich aber in den Sound von The Weight hinein, wird schnell klar, dass es hier nicht nur um schönes Wunschdenken geht: Die Jungs können spielen, können singen, und bringen nicht zuletzt eine fetzige Show auf die Bühne – so, wie es sich im anständigen Rock gehört. Eine Sparte, in der sie auch gerne bleiben möchten, ohne viel auf musikalische Hypes aus anderen Richtungen zu geben. „Grundsätzlich sind wir offen für alles, nur nicht dafür, einem Zeitgeist hinterherzulaufen. Es wäre natürlich einfach, sich dem momentanen Geschmack zu beugen, nur leider entsteht dabei nichts Bleibendes – wer sich nach dem Wind dreht, setzt selbst keine Trends und ist damit immer den entscheidenden Schritt zu spät.“ Und dass ihr „Heavy Rhythm & Roll“ mitsamt seinen Showelementen auf der Bühne gut ankommt, haben The Weight etwa bei ihrem Album-Release im ORF Radiokulturhaus im November bewiesen. „Wir klingen nicht nur super, sondern schauen auch noch blendend aus! Jetzt im Ernst: Die visuelle Komponente ist uns live extrem wichtig. Die Menschen kommen nicht nur, um die Musik zu hören, sondern auch, um eine Band zu sehen. Ein gelungenes Konzert ist wie ein gut inszeniertes Theaterstück – packend vom ersten bis zum letzten Bild.“

Hören Sie mal rein! Die folgenden Veröffentlichungen sollten in keinem gut sortierten Plattenschrank fehlen. Oder? (ab)

Mynth – Parallels Das Salzburger Zwillingspaar macht feinen Elektropop, der mit einem Hauch Trip-Hop zum Tanzen einlädt.

LIVE Squalloscope – Exoskeletons For Children Vielschichtiger Sound made by Anna Kohlweis, geheimnisvoll und perfekt für den Winter.

Ebow – Komplexität Sozialkritischen Hip-Hop bis hin zu Club-Bangern gibt es auf dem zweiten Album der Wahlwiener Rapperin.

LIVE Love God Chaos – Die Unmöglichkeit des Nichtscheiterns Melodischer Indie-Rock aus Graz mit gehaltvollen Texten auf Deutsch. Hörenswert!

LIVE PÆNDA – Waves (Single) Raffinierter EDM-Pop, der ein Filmsoundtrack sein könnte. Das Debütalbum „Evolution I“ kommt Anfang 2018.

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TIM_34_35_Die Seer_g_KSB_k1.qxp_Layout 1 12.11.17 15:36 Seite 1

Hoamat is … ... wo ma den Bauch net einzieh’n muass: Die Seer-Chef Fred Jaklitsch über den Heimatbegriff mit vielen Facetten im Wandel der Zeit.

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or vielen Jahren, als Fred Jaklitsch sich mit seinen ersten Seer-Liedern auf die Wanderschaft begab, war noch lange nicht klar, ob man dem Mann nicht Rückwärtsgewandtheit unterstellen würde, schrieb und sang er doch über die „Heimat“: Ein Begriff, der gerne ins falsche Eck gestellt wurde – damals, als es in der Popmusik unschick war, das Wort auch nur anzutasten. Heute ist das anders. Die Zeit brachte den Wandel und mit „Des olls is Hoamat“, widmet der Ober-Seer dem Begriff nun das neue Album. Es gilt nachzufragen beim Fred: Was alles ist Heimat?

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Und das am besten dort, worüber die Seer singen: Im Salzkammergut. Still ruht der Ödensee. Herbstzeit ist Schirmzeit. Aus tiefhängenden Wolken fällt sanfter Regen. Jaklitsch und !ticket treffen sich zu einem Spaziergang rund um den See: „Seerisch g’wandert und seerisch g’red“, wie der Fred sagt. Wenn ich mich hier so umsehe, stehen wir doch inmitten in eurem jüngsten Album, das den Titel „Des olls is Homat“ trägt? Heimat verbinde ich in erster Linie mit „Vertrautheit“, mit Begriffen wie dem

Geruch von Heu, Speck oder von frischem Brot, so wie sie im Titellied vorkommen. Diese Assoziationen kamen bei mir sehr willkürlich und aus dem Bauch heraus. Hollersaft ist auch so ein Fall: Ein Schluck und es tauchen sofort Bilder aus der Kindheit in mir auf. Das ist es, worum es mir beim Thema „Hoamat“ geht, dieses Gefühl des Verwurzeltseins. Erlebt nicht zurzeit der Begriff „Heimat“ eine Omnipräsenz – gerade im Marketing? Klar, das gibt’s. Das hängt damit zusam-

Heimat Für Die Seer ist ihre Heimat rund um den Grundlsee Inspiration und Erholung zugleich.

Foto: Simone Attisani

TEXT: ANDY ZAHRADNIK


TIM_34_35_Die Seer_g_KSB_k1.qxp_Layout 1 12.11.17 15:37 Seite 2

men, dass beim Begriff „Heimat“ das Positive überwiegt. Für die Seer und unsere Musik ist Heimat seit mehr als 20 Jahren ganz klar definiert. Unser Hoamatg’fühl hat viele Facetten: Von Heimweh, vom Fortfahren und wieder Heimkommen, von der Landflucht bis zu Erinnerungen an die Kindheit. Heimweh sehnt sich nach Erfüllung. (Fred hält kurz inne) Schau, dieser Platz hier: Es regnet, aber diese Ruhe, Gelassenheit, die Luft zum Atmen, das ist es, was zählt und ich persönlich sehr liebe. War das bei dir schon von klein auf so? Als junger Mann mit 18 Jahren hast du alles andere im Kopf als deine Heimat. Da heißt es vielmehr der Welt einen Haxen ausreißen … Heimat hatte da-

termine

empfiehlt

Seern noch bis kurz vor „Stad“ ist es bei den Innsbruck, Salzburg und in a. u. , ten ach Weihn Seer dann wieder: die ren keh Wien. 2018 tarena B in Graz, iluf Fre Am 25. Mai in die l, Air im Stadtpark Spitta am 1. Juni aufs Open in ste tung Kuf am 2. Juni auf die Fes lich in ihre und im Juli dann schließ ndlsee. „Hoamat“, an den Gru

mals eher was mit Enge zu tun. Aber die weite Welt habe ich ja mit unserer Band Joy kennenlernen dürfen. Wir drei Lackeln aus dem Ausseerland und ihr „Touch by Touch“ kamen nach Russland, nach Asien und noch weiter! Nach Joy war das Heimkommen dann ein schönes Gefühl von Wieder-daheim-Sein. Ein Ort, wo man den Bauch nicht einzieh’n muss (lacht). Fred erzählt, wie er den Weg rund um den Ödensee kennen- und lieben gelernt hat. Die zwei Kilometer Streckenlänge sind der perfekte Platz, um dem Körper etwas Gutes zu tun. Auf seinen JoggingRunden hat er hier einige Kilos liegen gelassen. Bauch einziehen, das hat der gertenschlanke Mann nun nicht mehr notwendig. Auch holt er sich bei seinen Spaziergängen Inspiration und Kraft für anstehende Tourneen. Die Stille am See ist das Stichwort: Jetzt startet bald die STAD-Tour 2017. Vor einigen Jahren haben wir damit begonnen. Es war einfach ein Versuch, ob man uns auch so hören will, denn im Namen STAD steckt schon alles drin: Die stille Zeit auch entsprechend musikalisch zu begleiten. Zwei Stunden Konzert, vorwiegend akustisch und in intimerem Rahmen. Ich denke, dass es einfach wichtig ist, sensibel mit den Empfindungen der Zuhörer umzugehen. Texte verhallen nicht wirkungslos in den Köpfen der Menschen. Hat man diese einmal erreicht, dann hat das auch viel mit Verantwortung zu tun. Ganz besonders während der emotional doch einzigartigen Adventzeit. Aus dem Versuch ist mehr geworden, was mich sehr freut. Vom Ödensee nach Grundlsee ist es mit dem Auto nur ein paar Minuten. In Grundlsee findet kommendes Jahr wieder das Open Air statt. Die Zlaim (oder wie

sie hier genannt wird, die Zloam) – eine Skiwiese oberhalb des Sees – wird zur atemberaubenden Naturkulisse: Dort und unterhalb, auf dem Campingplatz, herrscht Woodstock-Atmosphäre. Frieden, Liebe, Eintracht. 2018 spielen die Seer am Freitag, den 27. und am Samstag, den 28. Juli jeweils ein komplett anderes Konzert: Freitags gibt es „Seer & Freunde“ – der Duette-Abend mit Wolfgang Ambros, Klaus Eberhartinger, Hans Krankl und anderen Stargästen aus der legendären TV-Sendung. Am Samstag ist das Thema „Nur das Beste“, das heißt ausschließlich die großen Hits der Seer und eine Reise durch die Vergangenheit der Band und ihrer MusikerInnen. Und: Kein Abend ohne Feuerwerk! Das Open Air in Grundlsee: Dahoam auf der Zloam … … ist alles, was man sich als Musiker und Songschreiber nur wünschen kann. Es ist unser Heimspiel mit großer persönlicher Bedeutung und vielen Emotionen. Wie ich vor mehr als zwei Jahrzehnten begonnen habe, die Musik meiner Heimat mit anderen Elementen zu versehen, Musikkassetten kopiert und versucht habe, die in den Gasthäusern zu verkaufen, da war noch keine Rede davon, dass einmal über 20.000 Menschen da auf diesen Berg wandern werden und uns hören wollen. Da wurden wir eher eigenartig beäugt mit dem, was wir da so machen. Doch wie alles andere auch, so brauchte auch das Seerische seine Zeit und für 2018 heißt es „d’Seer san net aloan auf der Zloam“. Überraschen lassen! Einmal mit dem Seer-Fred rund um den See gewandert. Bald wird auch hier alles ganz stad werden. Aber jetzt, da locken am Ende des Weges die erleuchteten Fenster der Kohlröserlhütte mit Frittatensuppe, dann Kaffee und Torte … Auch das ist Hoamat!

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31.01.2018, Linz Haltestellen: NÖ, OÖ, SZG, STMK, W

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08.05.2018, Graz Haltestellen: W, KTN, STMK, BGLD, NÖ

11.07.2018, Wien Haltestellen: BGLD, KTN, NÖ, OÖ, STMK, SZG

27.07 & 28.07.2018, Grundlsee Haltestellen: BGLD, KTN, NÖ, OÖ, STMK, SZG, T, VLBG, W

04.02.2018, Wien Haltestellen: BGLD, KTN, NÖ, OÖ, STMK, SZG

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TIM_37_Location Messe Dornbirn_g_KSB_k1.qxp_Layout 1 12.11.17 15:38 Seite 1

Die Messe rockt Das Messequartier Dornbirn ist nicht nur Bühne für die wichtigsten Messen der Region, sondern auch für die Elite der Rock- und Popstars. TEXT: ALEXANDER HAIDE

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ena, Simply Red, Zucchero und Andreas Gabalier – längst vorbei sind die Zeiten, als man mit dem Wort „Messe“ leere Riesenhallen und Business assoziiert hat. Die Messe Dornbirn hat ihr Portfolio als lebendiges, pulsierendes Veranstaltungszentrum erweitert und etabliert – dort schlägt unbestritten auch das Rock-Herz im Westen Österreichs. Das unterstreichen seit diesem Sommer vier brandneue Messehallen mit insgesamt 10.000 Quadratmetern, ausgestattet mit modernster Halleninfrastruktur. Mit ihrer einzigartigen Deckenkonstruktion aus Holzarchitektur sind sie auch ökologisch und in puncto Design am Puls der Zeit. Eine der neu errichteten Hallen braucht keinen Vergleich zu nationalen und internationalen Top-Venues scheuen: Bis zu 9.000 Fans finden zum Abrocken und Headbangen jetzt nun genügend Platz. Modernste Technik und die ideale Verkehrsanbindung im Dreiländereck Deutschland-Österreich-Schweiz punktet vor allem bei Veranstaltern, über das groß-

Ausgezeichnet Ende Juni wurde zum zwölften Mal der Vorarlberger Holzbaupreis verliehen. In der Kategorie Öffentlicher Bau ging der Preis an die neuen Messehallen 9 bis 12. Doch die Messe ist mehr als „nur“ ein Eyecatcher!

zügige Parkplatzangebot für bis zu 3.000 (!) Autos freuen sich die Konzertbesucher. Mit den Öffis ist die Messe Dornbirn ebenfalls perfekt erreichbar, bei den großen Publikumsmessen wie der „Schau!“ und der „Herbstmesse“ gilt die Eintrittskarte übrigens als Fahrschein für Bus und Bahn.

termine (auswahl)

Foto: Messe Dornbirn

16. April: Hansi Hinterseer 28. April: Ehrlich Brothers 30. Mai: Mario Barth 06. & 07. Oktober: Comic Con Bodensee 06. Dezember: Andreas Gabalier

info Telefon: 05572/305 Web: messedornbirn.at Messeplatz 1, 6854 Dornbirn

Messen, Konzerte, Sport und Tanz Begonnen hat alles im Jahr 1949, als die erste Messe im Dornbirner Stadtgebiet stattfand – damals war freilich von Konzerten und Großevents noch nicht die Rede. Erst 1975 nahm man das heutige Gelände, das verkehrsgünstig direkt an der Rheintalautobahn liegt, in Beschlag.

Seither hat sich das Unternehmen zum Big Player gemausert, mehr als 200.000 Menschen besuchen pro Jahr die unterschiedlichsten Veranstaltungen. Doch nicht nur zu Konzerten kommen junge Menschen in Massen zum Hotspot am Bodensee, sondern auch zur größten Lehrlingsmesse des Landes: Die „i-Ausbildungsmesse“ fand im November erstmals in den neuen Hallen statt. Oft wird das Gelände der Messe Dornbirn als Sportund Trainingszentrum genutzt. Im „Haus der Messe“ kommen zudem Tanz-Freunde auf ihre Kosten, denn der bis zu 2.000 Besucher fassende Saal ist die perfekte Kulisse für jeden Ball.

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!ticket kultour

Kultur & Kulinarik In den letzten Jahren erfreuen sich Shows, bei denen man gleichzeitig auch diniert, immer größerer Beliebtheit. Von purer Unterhaltung bis zur Aufklärung eines Verbrechens ist da alles dabei. TEXT: PAUL M. DELAVOS

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um dritten Mal verwandelt sich bis 21. Jänner die Tabakfabrik Linz mit unzähligen geschliffenen Bleiglasspiegeln wieder in den teatro-Spiegelpalast. In der nostalgisch anmutenden Atmosphäre, den festlich gedeckten Tischen und umgeben von in Brokat sowie Seide gekleideten Wänden genießen Sie einige unbeschwerte, unterhaltsame Stunden. Gastgeber Alfons Schuhbeck hat ein Viergang-Menü kreiert, das einmal mehr durch seine Bodenständigkeit und den Fokus auf allerbeste Produkte aus der Region besticht. Das diesjährige Motto des Abends ist „Sweet Dreams“: Rund 20 preisgekrönte ArtistInnen und KünstlerInnen entführen mit ihren Darbietungen aus den Bereichen Zauberei, Comedy und Artistik

dinner & crime

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Palazzo Hier ist nicht nur die Show ein Augenschmaus, auch die erlesenen Köstlichkeiten am Teller zeugen von einer meisterhaften Kochkunst!

das Publikum in eine Welt voller Magie, Glamour sowie unwiderstehlicher Versuchungen. Herrschaftlich „Kings & Queens“ lautet der Titel der neuen Ensembleshow im Toni Mörwald PALAZZO in Wien, die bis 11. März besucht werden kann. Dabei werden die ZuschauerInnen in eine Welt von stolzen

Edelfrauen, liebenswerten Helden sowie drolligen Narren entführt. Zum fünften Mal hat der niederösterreichische Haubenkoch Toni Mörwald ein genussvolles Menü kreiert. Im Eckart Witzigman PALAZZO in Graz erwartet die Gäste bis 4. März eine Show voller Kontraste und unterschiedlicher Charaktere, voller Spannungen und Gegensätze unter dem Motto „Unikate“.

Fotos: Palazzo, Dinnertheater Schönbrunn, Callwey

Im Rahmen von Dinner & Crime im Congress Casino Baden geht das Publikum auf Verbrecherjagd: Während eines stilvollen Abends mit gutem Essen – die Menüs werden immer extra für den jeweiligen Abend vom Küchenchef zusammengestellt – geschieht plötzlich das eine oder andere Verbrechen. Da wird gelogen, betrogen und auch gemordet. Durch den intensiven Kontakt zwischen SchauspielerInnen und Gästen werden Sie auch zum Teil der Geschichte. Dabei steht es Ihnen allerdings frei, wie intensiv Sie sich als Detektiv (oder nur als Beobachter) in die Handlung verwickeln lassen. Bei aller Aufregung und Krimispannung kommt natürlich auch die Comedy nicht zu kurz. Aktuell gibt es sieben unterschiedliche Kriminalfälle, die alle gelöst werden wollen – natürlich nicht an einem einzigen Abend.


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DER GEDECKTE TISCH

DINNERTHEATER SCHÖNBRUNN

Björn Kroner verrät in seinem Buch, wie Sie für Gäste und Feste traumhaft dekorieren.

Fotos: Palazzo, Dinnertheater Schönbrunn, Callwey

Für das Dinner zu Hause ist mit dem Buch „Tischkultur“ (Callwey) des freischaffenden Starfloristen Björn Kroner nun der perfekte Ratgeber erschienen. In ästhetisch wunderbaren Fotos werden 20 gedeckte Tafeln präsentiert, die Inspiration für den gedeckten Tisch zu Hause sind. Dazu gibt es unzählige Tipps & Tricks, Dekorationsideen, aber auch eine umfassende Kerzen, Glas- und Besteckkunde sowie einen Knigge für die perfekten Tischmanieren. Ein Buch, das einlädt, sofort das nächste Abendessen zu planen, aber durch das ansprechende Layout und die vielen Fotos ebenso einlädt, einfach zu schwelgen und träumen.

Ein ganz besonderes Erlebnis ist ein Besuch im Dinnertheater Schönbrunn, das im Schönbrunner Stöckl beheimatet ist. Dieses wird nämlich von der Sopranistin Tamara Trojani und dem Dirigenten Konstantin Schenk geführt. Beide sind nicht nur leidenschaftliche Künstler, sondern auch leidenschaftliche Esser sowie Trinker und seit einigen Jahren auch leidenschaftliche Wirtsleutʼ. Das künstlerische Programm ist durchaus vielfältig und immer ein Erlebnis. Im Dezember steht es unter dem Motto „Russische Weihnacht“ – natürlich mit einem rein russischen Menü. Zu Silvester dreht sich mit Flirtexpertin Nici Neiss alles um die Liebe und im neuen Jahr werden Sie dann bei „Kaiser & Schmarren – Fit 4 Austria!“

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„Die Leute kaufen keine CDs mehr“, lautet der Tenor vieler – eher pessimistisch gestimmter – Kollegen in der Branche. „Und wenn, dann nur billige Ramschware.“ Alleine die Statistik spricht aber dagegen: Noch immer werden über 60 Prozent der Musik auf Tonträgern erstanden (Vinyl ist ungebremst stark im Kommen!), den Rest des Marktes teilen sich Downloads und Streaming. Die Pappenheimer, die meinen, sie müssten sich ihre Lieblingssongs gratis aus dem Netz ziehen und so die Künstler um ihren Lohn bringen (er ist tendenziell noch karger als der eines Kolumnisten), lassen wir mal außen vor. Eine liebevoll verpackte Compact Disc oder gar eine opulente Schallplatte haben schon ihre Meriten. Ungebrochen. Oder wollen Sie beim nächsten Konzert eine selbstgebrannte CD signieren lassen? Oder zu Weihnachten eine Handvoll MP3-Files in Geschenkpapier wickeln? Eben. Apropos Weihnachten: da hätte ich einen Tipp. Die alljährliche „Licht ins Dunkel“-CD mit einem sehr feinen Querschnitt durch die österreichische Musikszene – von Falco bis Voodoo Jürgens, von Bilderbuch bis Pizzera & Jaus. Am Cover grüsst Nina Proll, am 11. Dezember treten einige der Genannten auch im ORF-Radiokulturhaus auf, um die CD live zu präsentieren. Sie sind herzlich eingeladen! Der Tipp ist einer unter Freunden: Lassen Sie bei der nächsten Kultur-Einkaufstour den Ramsch einfach liegen. Und bringen Sie die „Licht ins Dunkel“-Compilation mit nach Hause. Walter Gröbchen

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Peter Kraus

im März in Wiener Neustadt, Gmunden, Waidhofen und Wien Live Anne-Marie, eine 27-jährige Sängerin und Songwriterin aus dem britischen Essex, hat zwar noch kein Album veröffentlicht, nennt aber bereits sagenhafte 24 Platin- und 10 Gold-Schallplatten für überragende SingleVerkäufe ihr eigen. Diese enorme Vielzahl an Auszeichnungen erreichte sie zum Teil über eigene Songs, wie etwa die europaweit erfolgreichen Singles „Alarm“ und „Ciao Adios“, mehr aber noch als Gast-Vokalistin in Kooperation mit anderen Acts. So ist sie etwa auch die verführerische Stimme hinter dem 2016er-Hit „Rockabye“ von Clean Bandit, der auch in Österreich die Charts dominierte. Nun wartet die Welt höchst gespannt auf ihr Debütalbum.

Anne-Marie 17. April, Arena

Europa- und Weltmeisterschaft Im Frühjahr 2018 schaut die ganze Welt – oder zumindest 25 von insgesamt 42 im Weltverband vertretenen Nationen aus allen fünf Kontinenten – auf das Mostviertel, wenn die Eisstock Weltmeisterschaft 2018 im Mannschaftsspiel und dem Ziel- und Weitenwettbewerb über die Bühne gehen wird. Während sich in der ersten Woche die Jugend (U16/U19) bei der EM und die Junioren (U23) bei der WM matchen, geht es in der zweiten Woche für die Damen und Herren um die Titel im Einzel-, Mannschafts- und Weitenbewerb.

Icestock 2018

im Februar und März in Amstetten und Winklarn

Fotos: Doris Schwarz-König (Eisstock WM), beigestellt (Anne-Marie), Ren van der Voorden (Peter Kraus)

MONKEY BUSINESS

Schön war die Zeit! „Das Beste kommt zum Schluss“ sprach Peter Kraus und verkündete 2014 seinen Abschied von großen Tourneen. Nach einer verdienten Auszeit gibt es nun ein „Comeback-Light“: „Ich habe mich entschlossen ein Programm zusammenzustellen, das nicht nur meine eigenen Hits, sondern auch meine Lieblingssongs aus den wilden 50er- und 60er-Jahren beinhaltet. Aus 150 Titeln habe ich die besten ausgesucht und werde sie im Oktober 2017 für eine neue CD aufnehmen.“ Dabei setzt Peter Kraus bewusst auf Retro und Schlichheit.


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Im Rausch der G R

auchschwaden legen sich über die Anlage. Ein Gemisch aus abgeriebenem Reifengummi und Benzin zieht durch die Nase, während der modifizierte 1970er Dodge Charger mit krachendem Lärm für einen Trommelfellbelastungstest sorgt. Willkommen auf dem spannendsten Spielplatz für junggebliebene Erwachsene, Adrenalin-Junkies und AutoFreaks. Dieser befand sich im Spätsommer für insgesamt 16 Wochen auf einer abgeschotteten Militärbasis in den ostenglischen Midlands und fungierte als „Fast Camp“ für insgesamt elf Stuntfahrer. Sie werden neben ihren Vehikeln den zentralen Mittelpunkt der ambitioniertesten Arena-Show aller Zeiten bilden – „Fast & Furious Live“. Bis zu zehn Stunden täglich, sechs bis sieben Tage die Woche, trainieren die Vollprofis unermüdlich, damit jeder Drift für die anstehende Welttournee millimetergenau sitzt, verrät Fahrer und Teamkoordinator Chris Burns im Gespräch. „Man muss physisch und mental total fit sein, immer extrem fokussiert, denn sonst passieren Fehler und dein Auto ist Schrott.“

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Ein Cirque du Soleil mit Benzin Mehr als 2.000 Bewerber durchliefen ein fünfmonatiges Aufnahmeverfahren, nur die besten wurden für das Monsterprojekt ausgewählt. Perfektionismus und absolute Hingabe sind Grundvoraussetzung für das Spektakel, das fünf Jahre Vorlaufzeit hatte und insgesamt 25 Millionen britische Pfund verschlang. Kreativdirektor Rowland French, der geistige Vater von „Fast & Furious Live“, weiß um die Opulenz des Projekts. „Wir versprechen den Besuchern nichts weniger als ein neues Level für Live-Arena-Shows. ,Fast & Furious‘ soll für dieses Segment so legendär und bahnbrechend werden wie der Cirque du Soleil für die Zirkuslandschaft und der iPod für die Musik.“ French ist der „Mann hinter allem“ und war auch federführend dafür, dass die Show an die achtteilige, enorm erfolgreiche Filmreihe angepasst wurde. „Fast & Furious Live“ soll die welterste Arena-Veranstaltung mit theatralischen Elementen sein. 3D extrem Auf einer großen Leinwand sieht man

Actionsequenzen, die direkt auf die Livestunts in der Halle übergehen. Das bedeutet als Beispiel: Wenn auf dem Leinwand-Screen ein großer Eisbrecher Richtung Halleninneres fährt, soll ein echter aus dem Arenaboden auftauchen, um den herum die Stuntfahrer mit Autos, Schneemobilen oder einem Truck für extravagante Action sorgen. „Fast & Furious Live“ soll somit auch ein Vorreiter für die Zukunft der Showelemente werden, denn nirgendwo sonst wurden menschliche und digitale Herausforderungen derart stringent verknüpft. Schlüsselszenen der Originalfilme dienen als Grundlage für das individuelle Storyboard. Die beiden Hauptdarsteller Elysia Wren als Sophia Diaz und Mark Ebulué als DSS Agent Dawson tragen die Grundgeschichte, um die herum ein Feuerwerk an Stunts aufgeführt wird. Auch das Publikum kommt nicht zu kurz – die insgesamt 18 Originalfilmsequenzen, die French für die Show verspricht, werden von den Anwesenden interaktiv mitgestaltet. „Jeder Besucher wird ein Item haben, mit dem er gewisse Abläufe mitbestimmen kann.

Fotos: Fast & Furious Live

Die rasante Actionfilmreihe „Fast & Furious“ gehört zu den erfolgreichsten Franchise-Produkten Hollywoods. Nun kommt sie als 25 Millionen Pfund schwere Arena-Show nach Wien und über die ganze Welt. Wir waren bei den Intensivproben in England live dabei. TEXT: ROBERT FRÖWEIN


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Geschwindigkeit Alle Zuseher werden in die Show eingebaut.“ Das Ziel ist klar – die extrem beliebte und auch über den tragischen Tod von Hauptdarsteller Paul Walker hinaus erfolgreiche Filmreihe soll ein 360-GradErlebnis für den Fan werden. Man kommt seinen Helden und den Autos nah wie nie zuvor und wird in nur wenigen Schritten zu einem proaktiven Teil des rasanten Speed-Kosmos. Muskelkraft & Pferdestärke Lust auf mehr macht nicht zuletzt Filmhauptdarsteller und Superstar Vin Diesel, der auf der Leinwand nicht nur in diversen Kult-Szenen zu sehen sein wird, sondern exklusiv für „Fast & Furious Live“ auch ganz neue Aufnahmen abdrehte. Die Fans werden Action aus erster Hand zu sehen bekommen und die enge Zusammenarbeit zwischen den Show-Machern und den Verant-

wortlichen der Filme verdeutlichen, dass es sich hier keineswegs bloß um eine ambitionierte Tribute-Show handelt. Kern- und Herzstück der Produktion sind natürlich die Autos selbst. Fans der Reihe können sich mühelos mit religiöser Begeisterung über die einzelnen Vehikel unterhalten, kennen technische Daten bis ins letzte Detail. Vom Dodge Challenger über den legendären Ice Charger, dem Lamborghini Murcielago oder Toyota Supra bis hin zum Schneemobil oder dem aus dem sechsten Filmteil bekannten Flip Car bleiben keine Wünsche offen. Manche der Fahrzeuge

sind Originale aus den Filmen, andere wiederum originalgetreue Nachbauten. Die Liebe zum Detail kennt dabei keine Grenzen. So wurde etwa das Orange des Lamborghinis und des Toyota Supra dreimal nachlackiert, um die perfekte Farbmischung für die Kombination aus Leinwand und Realität zu erzielen. Stuntchef Burns ist der perfektionistische Gedanke wichtig. „Die Fans des Fast-&-Furious-Franchise sind absolute Experten, da muss von unserer Seite her alles stimmen. Das Kreativteam und ich haben alles Menschenmögliche getan, um das Show-Erlebnis so realistisch wie möglich zu gestalten.“ Der Erfolg ist vorprogrammiert Die Macher der Show rechnen mit einzigartigen Erfolgen. Die Weltpremiere findet Mitte Jänner in London statt, von 9. bis 11. Februar kommt das Spektakel in die Wiener Stadthalle.

Fotos: Fast & Furious Live

Fast & Furious Kreativdirektor Rowland French und die Stars der Shows: Geballte PS-Power, die von den besten Stuntmen der Welt gelenkt wird.

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enen en Stunts und Sz „Die spektakulärst ena-Produktion“ erlebt Ar als r ste der Blockbu r in der und 11. Februa man zwischen 9. (D). alle Wiener Stadth

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DIE FÜNF BELIEBTESTEN AUTOS BEI „FAST & FURIOUS LIVE“ 1970 Dodge Charger: Vin Diesel erfreut sich schon im ersten Film seiner 900 PS. Obwohl er den Charger scheinbar zerstört, taucht er in Teil 4 und 5 noch einmal auf, um Diesel aus einem Gefängnistransport zu holen.

Mitsubishi Eclipse: Das markante Grün des japanischen Autos prägte sich schnell ins Fan-Gedächtnis. Die futuristische Bemalung und die Unterbodenbeleuchtung trugen das Ihre zur Popularität des Autos bei.

Ice Charger: Wenn Feuerflammen aus dem Heck schießen und der Dodge sich behände auf dem Eis bewegt, weiß man nicht mehr ganz genau, ob man sich nun in einem „Batman“Film befindet. Der Ice Charger aus Film 8 wurde schnell zu einem Fan-Favoriten.

Flip Car: Optisch ähnelte das eigens angefertigte Gefährt eher einem Produkt der „Mad Max“-Filmreihe. Der V8-Motor und das automatische Dreiganggetriebe besorgen dem Formel-1-ähnlichen Vehikel den nötigen Schub.

Lamborghini Murcielago: Mit dem V12-Motor kommt das exotische Auto unter 4 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Bei „Fast & Furious Live“ wird er von 38.000 LED-Leuchten ummantelt sein.

Die reinen Zahlen sprechen für sich: Pro Jahr werden die 41 verwendeten Autos mehr als 6.000 Reifen verbrauchen. Rund 40 Städte will man pro Jahr bespielen, das Konzept sieht eine vollständige Auslastung bis inklusive 2022 vor – dann kehrt man, nachdem der

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ganze Globus bespielt wurde, wieder nach Europa zurück. Gerade für Stuntfahrer, die normalerweise für einzelne Jobs engagiert werden, bringt eine mehrjährige Partnerschaft ungewohnte Sicherheit. Rowland French ist aber auch hier überzeugt: „Wir haben die Besten

der Besten ausgesiebt und niemand verpflichtet sich umsonst so lange für ein derartiges Großprojekt. Das Vertrauen der Fahrer ist da, dass sie ein Teil von etwas Legendärem, nie Dagewesenem sind.“ Ein Teil eines großen Spielplatzes mit grenzenlosen Dimensionen.


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!ticket live is life www.mutausbrueche.at

Es war so perfekt! Ein „so perfekter“ Abend mit Casper im Hinterland! Dankeschön Casper, Fatoni und alle die da waren – grad’ ist einfach alles ganz schön okay!

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er wunderschöne Abend hat mit einem kühlen Bier und einer noch cooleren Vorband begonnen: Der deutsche Rapper Fatoni wusste genau, wie man das Publikum für eine gute Show motiviert und so waren alle schon mehr als bereit, für den eigentlichen Star des Abends: Casper. Casper sprang pünktlich zur Prime Time auf die Bühne und das Fest war er-

Fotos: Antonia T. Schulz

Das neue Album „Lang lebe der Tod“ von Casper kann ich wirklich sehr empfehlen, auch wenn ich noch nicht wirklich herausgefunden habe, ob es einen positiven oder eher traurigen Beigeschmack hat. Was sagt ihr dazu?

Tipp!

öffnet. Ich war der glücklichste Mensch, als er nicht nur die Lieder seines neuen Albums spielte, sondern auch die alten Scheiben wie „Michael X“, „So perfekt“ und „Das Grizzly Lied“ auspackte. Der Abend war wieder einmal eine Achterbahn der Gefühle: Von total schräg, ziemlich melancholisch, bis hin zu einfach lustig war alles dabei – und es war glaub’ ich niemand im Publikum, der den Abend so schnell vergessen wird. Für mich persönlich war die Show auch

Antonia T. Schulz, Studentin der Publizistik- und Kommunikationswissenschaften, Bloggerin (www.mutausbrueche.at) und nicht zuletzt oeticket.com-Kundin, besucht für !ticket jeden Monat ein Konzert und berichtet darüber. Dieses Mal war sie am 15. November in der Wiener Stadthalle bei Casper.

irgendwie ein ganz besonderes Highlight, da mich Casper mit all seinen Songs schon durch jede Phase meines Lebens begleitet hat und ich denke, da geht es nicht nur mir so. Der Auftritt selber war eigentlich ganz simpel – ohne große Bühnenshow und Special Effects –, aber ich glaube, genau das ist es, was das Konzert so besonders gemacht hat. Manchmal reicht es doch einfach, wenn ein Mann mit einer besonderen Stimme auf der Bühne steht, seine besten Lieder singt, die richtigen Leute um dich herum stehen und du mal alle deine Gedanken und Sorgen vergessen kannst. Alleine, dass die Menschen rund um mich herum nicht einmal ihr Handy gezückt haben, um mitzufilmen, sagt finde ich schon einiges aus. So konnte man Songs wie „Im Ascheregen“, „Auf und davon“ und „Meine Kündigung“ noch mehr genießen! Danke Casper, wir kommen sehr gerne wieder, auf weitere zwei Stunden „glücklich-sein“!

Kunden, die zu Casper gingen, kauften auch Tickets für Marteria am 8. Dezember im Gasometer, für Imagine Dragons am 15. April in der Wiener Stadthalle, Kraftklub im Februar in Graz oder Wien, sowie für das FM4 Frequency zwischen 16. und 18. August im Green Park St. Pölten . Tickets für alle Veranstaltungen finden Sie auf oeticket.com!

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MUNDPROPAGANDA Hören Sie mal rein! Die folgenden Veröffentlichungen sollten in keinem gut sortierten Plattenschrank fehlen. Oder? (sb)

LIVE Feine Sahne Fischfilet – Sturm & Dreck Sie mögen in Punkto Musik, Text & Inhalt klischeehaft begrenzt sein, sind genau deswegen aber auch Punk par excellence.

Asaf Avidan – The Study On Falling Ähnlich wie Cohen und andere Rauhkehlen heult der Israele in extrovertierten Klageliedern über seine Liebe zum Seelenschmerz.

Spielwiese South Park, Wolfenstein II und Assassin's Creed Origins: Sie sorgen im heurigen Weihnachtsgeschäft bei geneigten Gamern für ein Funkeln in den Augen. TEXT: JOACHIM SCHMIDA

South Park: Die rektakuläre Zerreißprobe Ubisoft für Xbox One, PS4 und PC Schräg, schräger, South Park: Die Macher, Trey Parker und Matt Stone, sowie Ubisoft San Francisco nehmen uns erneut mit auf eine Reise ins bizarrskurrile South Park-Universum. „Die rektakuläre Zerreißprobe“ nennt sich der irrwitzige Trip, der zwar nicht ganz an den Vorgänger „Der Stab der Wahrheit“ herankommt, aber Fans der Serie wieder festlich bedient. Geboten wird eine überlange spielbare Episode mit reichlich Fäkalhumor, bitterböser Komik sowie aktueller Gesellschaftskritik.

Wolfenstein II: The New Colossus MachineGames für Xbox One, PS4 und PC

Kat Frankie – Bad Behaviour Kaum ein Album, das die Bezeichnung „Schlafzimmerdisco“ so sehr verdient, wie dieses: ein Kamasutra der Indie-Klänge.

Philip K. Dicks „The Man in the High Castle“ lässt in Bethesdas grandiosem Wolfstein-Sequel grüßen. Erzählerisch spielt der Shooter ohnehin in einer eigenen Liga. Das erschütternde Spektakel rund um Widerstandskämpfer B.J. Blazkowicz kann zudem mit nahezu genialem Gameplay und einer furios mitreißenden Inszenierung punkten. Kurzum: Ganz großes Kino, was uns die schwedischen Entwickler von MachineGames mit „The New Colossus“ auftischen. Nur noch ein Hinweis: Wolfenstein ist und bleibt nichts für schwache Nerven!

Phil Vetter – Backyard Variations Vetters siebentes Album klingt wie ein eigenbrötlerisches „Poppourri“ aus introspektiven Impressionen eines Berlin-Streifzugs.

Assassin’s Creed Origins Ubisoft für Xbox One, PS4, PS4 Pro und PC

Nic Cester – Sugar Rush Songs, die unaufgeregt zu Kraftorten strawanzen und irgendwo zwischen Soul, Blues & halluzinogener Psychedelic stieben.

Des Assassinen neue Kleider: Nach einer Frischzellenkur kehrt die Kultfranchise fulminant zurück! Verbessert hat Ubisoft nicht nur das Kampfsystem, auch in Punkto Open World und Abwechslung wurde gehörig optimiert. Schauplatz der MeuchelReihe ist das alte Ägypten. „Die Handlung findet im Jahr 49 v. Chr. statt, einer Welt mit einer 3.000 Jahre alten Geschichte. Ägypten ist auf dem Höhepunkt seiner Herrlichkeit…“ – die Assassin's Creed-Reihe ebenso!

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Fotos: Hersteller

LIVE


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!ticket media TAYLOR SWIFT

Reputation Die Genese eines modernen Pop-Sternchens verläuft zumeist wie am Reißbrett entworfen rasant von kindlichen Unschulden über verruchte Laszivität hin zur Mündigkeit, wobei die Populärmusik freilich Extremsport ist: Die Pre-Quieszenz setzt bereits zur Lebensmitte ein, prominentestes Beispiel hierfür ist neben der vom Mutterglück geläuterten Christina Aguilera auch Miley Cyrus, die es vermochte, sich im Eilzugstempo vom Landei zum Luder und

BJÖRK

zurück zu wandeln. Ähnlich marktschreierisch war Swifts Image zwar nie, doch während sie 2009 mit ihrem Europa-Debüt „Fearless“ noch als die vermeintliche Country-Mieze von nebenan annonciert wurde, die im Gegensatz zu ihrer damalig prominenten Kollegschaft ihre schnuckelige Fassade nicht schamlos prostituierte, wandelte sie sich spätestens 2014 mit „1989“ zu einem kontemporären Superstar, der nun drei Jahre später zwar weiterhin nicht die Kleider, doch sinister alle Niedlichkeit abgestriffen hat. Swift hat den juvenilen Lebemensch nie expressiv raushängen lassen, diese Stufe übersprungen: Doch setzt sie mit „Reputation“ auf hochgezüchtete Pop-Manöver und ein flagrant vom Marketing entworfenes Narrativ, auf Pop-Modernismen, futuristischen Dubstep, EDM (schrecklich: „So It Goes“ und „Gorgeous“) und R’n’B-Hip-Hop, die allesamt wirken, als wäre der vermeintlich rurale Homunkulus leider nur ein Laborexperiment gewesen: zu glatt, zu perfekt, zu steril wirkt Swift – wie ein täuschend echter Automat. (sb)

2/5

CALEXICO

MACHINE HEAD

LIVE Catharsis Wurde „The Blackening“ noch in Anlehnung an Metallica das „schwarze Album“ der Oaklander Neo-Thrasher gerühmt, so schickt man sich mit „Catharsis“ leider an, auch die Fehler des Thrash-Metal-Archetypus zu wiederholen: Ähnlich wie schon das Dublett „Load“ und „ReLoad“, aber auch „Hardwired“ versammeln sich auf dem überlangen „Catharsis“ zu viele Filler, als dass Killer wie „Volatile“ erblühen könnten. Die größte Krux dabei: Jedwede Melodie tönt flügellahm. (sb)

KID ROCK

LIVE Utopia Björk gilt gemeinhin als speziell, so wie sie kindlich anheimelnd durch ihre esoterische Fantasiewelt gleißt: Die Isländerin wirkt (wie zahlreiche ihrer Landsleute) im Flirren durch ihre intersellare, futuristische Atmosphäre befremdlich, kaum greifbar. Diese Beklemmnis liegt – wie zuletzt auf ihrem Höllentrip „Vulnicura“ – durchaus auch der ästhetischen Stoßrichtung von Produzent Arca zugrunde, der den reduzierten Irrlichtcharakter Björks umso nebulös-sperriger erscheinen lässt. Empyreisch! (sb)

The Thread That Keeps Us Mit ihrem neunten, überaus bittersüßen Album liefern Calexico ihre persönliche Antwort auf den vorherrschenden Zeitgeist, auf eine Welt, in der es an allen Ecken und Enden kracht: Während von einem Zeitalter der Turbulenzen erzählt wird, lullen hier locker-flockig wirkendene, dort aber auch wehmütig-verträumte Melodien ein, karessieren mit beschwingten Latino-Intermezzi geschundene Seelenwunden und lassen an ein Licht am Ende des Tunnels hoffen. (sb)

Sweet Southern Sugar Weder im Westen, noch im Süden nichts Neues: Kid Rock war, ist und wird auf immer der bierselig-sentimentale, mackerhafte Angeber sein, ein Redneck-Proll wie er im Buche steht. Leider hat er sich über die Jahre hinweg weichgewaschen, ist sukzessive zu einer asseligen Bon-Jovi-Kopie verkommen. Zugegeben, „Sweet Southern Sugar“ macht mehr Spaß als alles seit „Devil Without A Cause“, aber die langweiligen Country-Singalongs vermiesen zu viel. (sb)

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!ticket plug&play

Plug&Play-Tipps Reisen in ganz unterschiedliche Soundwelten sind angesagt. Meilensteine werden mit Limited Editions gefeiert. Mächtige neue Instrumente laden zum intuitiven Experimentieren ein. Effekte wollen bis ans Limit ausgereizt werden. Mit den Produktneuheiten, die wir hier vorstellen, sind kreative Höhenflüge garantiert. TEXT: AMANDA PENISTON-BIRD Zoom ARQ AR-48

Jimi Hendrix ließ seine handbemalte Strat zum Abschluss des Monterey Pop Festivals 1967 in Flammen aufgehen. Obwohl das Originalinstrument nicht mehr existiert, ist diese Gitarre durch Ton- und Filmaufnahmen unsterblich. Jede neue Gitarristen-Generation seit 1967 ist mit ihr vertraut. Zur Feier des 50. Jubiläums dieser musikalischen Sternstunde hat Fender die Jimi Hendrix Monterey Stratocaster als Limited Edition neu erschaffen. Die Features sind authentisch. Der Ahornhals hat ein 60er-JahreC-Profil, drei Single-Coil-Stratocaster-Pickups nehmen den Ton ab und das synchronisierte Tremolo kommt mit sechs Saitenreitern im Vintage-Stil. Eine Monterey-Grafik ziert die Limited Edition, die Custom-Halsplatte ist graviert und die Signatur von Jimi Hendrix ist auf der Rückseite der Kopfplatte zu finden. www.fender.com

Fotos: Hersteller

Das neue All-in-one-Instrument für Musikproduktion und Live-Einsätze vereint DrumComputer, Sequenzer, programmierbaren Synth mit drei Sub-Oszillatoren, Looper, Clip-Launcher, MIDI-Controller und Performance-Instrument in einer Einheit. 406 integrierte Sounds lassen sich über den Ring-Controller triggern. Der Musiker kann Beats, Basslines, Synth-Sounds und Melodien aufnehmen und variieren, Patterns zu Songs zusammenfügen, chromatische Tonfolgen spielen oder aus voreingestellten Skalen in beliebigen Tonarten auswählen. Editierbare Master-Effekte wie Hall, Filter und Delay veredeln den Sound. Die Einheit kann WAV-Dateien importieren und AudioDateien aufnehmen. An Anschlüssen stehen zwei 6,35-mm-Line-Ausgänge, ein 3,5-mmKopfhörer-Ausgang mit eigener Lautstärkeregelung, ein MIDI-Ausgang, ein USB-Port zur Computer-Anbindung und ein SD-Karten-Slot bereit. Eine Ableton-Live-9-LiteSoftware-Lizenz gehört zum Lieferumfang, das BTA-1-Bluetooth-Modul ist separat erhältlich. www.sound-service.eu

Fender Jimi Hendrix Monterey Stratocaster

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Yamaha Genos

C7-Konzertflügel und die ganz neuen Revo-Drums. Dynamisches Sampling und Triggering liefert „menschliche“ RhythmParts. Die Soundqualität und die verwendeten Stereo-Techniken entsprechen den besten Software-Archiven. Live-Spielen, Komponieren, Aufnehmen – die Workstation ist für alle erdenklichen Anwendungen voll ausgerüstet. Genos bietet

eine Vielzahl an Genres mit 1.710 Instrumenten, 550 Style-Begleitungen und 216 Arpeggios und diese Sound-Bibliothek ist endlos erweiterbar. Die intuitive Benutzeroberfläche inspiriert Songwriter beim Komponieren und unterstützt Entertainer im Live-Einsatz. Anspielen empfohlen! www.yamaha.at

Fotos: Hersteller

„Mächtig“ beschreibt das neue digitale Workstation-Keyboard „Genos“ mit einem Wort. Das neue YamahaFlaggschiff wartet mit erstklassigen Sounds, DSP-Effekten und Studio-Integration auf. Die Emulationen von akustischen Instrumenten setzen neue Standards. Zu den Highlights unter den Voicings gehören die Yamaha-CFX- und

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!ticket plug&play

Takamine EF508C und P1DCSM Der japanische Hersteller von feinen Akustikgitarren lockt mit zwei limitierten Auflagen. Mit der Westerngitarre EF508C feiert die beliebte Sante-Fe-Serie des japanischen Herstellers ein Revival und zum Einstieg in die Takamine-Pro-Serie lädt ein Dreadnought-Sondermodell, die P1DCSM ein. Die EF508C-Westerngitarre hat einen NEX-Korpus, eine massive Zederndecke und einen massiven Sapele-Boden. Der bewährte CT4BII-Preamp verstärkt den typischen Takamine-Sound. Eine Besonderheit dieses Modells ist die edle Schallloch-Verzierung mit indianischem Muster, sie unterstreicht den Charakter der Gitarre und macht sie zu einem Sammlerstück. Das P1DCSM-Sondermodell kommt in einer seidenmatten dunkelbraunen Melasse-Lackierung. Wie beim Serienmodell hat der Hersteller auch hier eine Decke aus massiver Fichte mit Boden und Zargen aus Sapele kombiniert. Die Gitarre ist mit einem CT4BII-Preamp und dem begehrten Palathetic-Tonabnehmer bestückt. Der Tonabnehmer ist eine patentierte Takamine-Erfindung, sie ist für ausgezeichneten Sound bei hohen Lautstärken auf der Bühne bekannt. www.takamineguitars.de

Meris Polymoon Super-Modulated Multiple Tap Delay

25 Jahre Zildjian A Custom Serie Zildjian feiert das 25. Jubiläum der A-Custom-Serie mit einer Limited Edition. Vom 23“ A-Custom-25th-Anniversary-Ride-Becken werden 1.000 Stück produziert. Sie sind von 1 bis 1.000 nummeriert und jedes einzelne dieser Becken wird von CEO Craig Zildjian persönlich signiert. Die Zildjian-A-Custom-Serie gehört zu den beliebtesten Beckenserien weltweit. Der charakteristische Klang der Rides, Crashes, Hi-Hats und Effektbecken ist zeitlos modern, nicht zu hell und nicht zu dunkel. Die präzise, schnelle Ansprache und das saubere Attack veredeln unzählige Aufnahmen über viele Musikgenres, von Rock über Metal bis hin zu Fusion. Das auffällige, brillante Finish der Becken ist ein Blickfang auf vielen Fotos und Videos. www.zildjian.com

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Das neue Meris Supermoon Super-Modulated Multiple Tap Delay ist von den kaskadierenden Rack-Delays inspiriert, die den Sound von Gitarristen wie Alan Holdsworth und Frank Zappa auf vielen Aufnahmen veredeln. Design und Komponenten sind auf kompromisslose High-EndStudioqualität beim Aufnehmen und auf der Bühne ausgelegt. Zur Ausstattung gehören 24-Bit-A/D- und D/AWandler, 32-Bit-Fließkomma-DSP und ein digital gesteuerter, analoger Signalpfad für einen lebendigen Wet-DryMix sowie 1.200 ms Verzögerungszeit, Tap-TempoFunktion, sechs Custom-LFO-Wellenformen und bis zu 16 Presets über MIDI. Ein mit dem Tempo synchronisierbarer Stereo Barberpole-Phaser und ein dynamischer StereoFlanger laden zum Experimentieren ein. Expression-Control aller Effektparameter ist auch simultan möglich. Der Edeleffekt ist seit Anfang November lieferbar. www.meris.us/product/polymoon-pedal/


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Neue Raw-Vintage-Pickups

DigiTech DOD Rubberneck Das analoge Delay-Pedal ist nach einer speziellen Funktion benannt. Der Rubberneck-Effekt ermöglicht PitchShifting in Echtzeit, von einem Time-Setting zu einem anderen. Pures analoges Delay steht zusammen mit TapTempo für Custom-Einstellungen bereit. Modulation, Gain und Tone werden über Regler eingestellt. Delay lässt sich mit dem Time-Regler von 30 ms bis 1.000 ms einstellen, mit dem Tap-Tempo-Fußschalter ist 1.500-msDelay möglich. Der Effekt liefet die volle Bandbreite von Slapback-Delays über abgehobene Pitch-Sweeps bis hin zu Time-Stretches. www.digitech.com

Der südkalifornische Hersteller „Raw Vintage“ ist für hochwertige Gitarren-Komponenten und feine Gitarren-Pickups in Vintage-Bauweise bekannt. Die Tonabnehmer werden nach historisch korrekten Spezifikationen und Komponenten von Hand gewickelt und gefertigt, sie sind einzeln und in Sets verfügbar. Der Single-Coil-Tonabnehmer RV-50 kommt den Originalen aus den 1950er-Jahren sehr nahe. Der RV-60 lässt den Sound der 1960er-Jahre aufleben. Dank Extra-Wicklungen liefert dieser Tonabnehmer einen hohen Output mit leicht zurückgenommenen Höhen und durchsetzungsstarken Mitten. Der Pickup eignet sich sowohl für Oldschool-„Straight-to-Amp“-Setups als auch für moderne Multi-Effekt-High-Gain-Sounds. Der RV-PAF ist ein Vintage-Humbucker mit extra-breitem tonalen Spektrum, kristallklaren Höhen und kräftigem LowEnd. Jede gespielte Note ist klar zu hören. Verschiedene Varianten stehen zur Auswahl. Auf YouTube sind Demos zu den Pickups online. www.rawvintage.com

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Star Wars

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Im neuen Star-Wars-Teil „Die letzten Jedi“ erwacht ab 14. Dezember die Macht wieder einmal. Rekordergebnisse dürften gewiss sein. TEXT: ANDREAS UNGERBÖCK

Die Macht Im achten Teil der Saga werden uralte Mysterien der Macht entschlüsselt und erschütternde Enthüllungen aus der Vergangenheit kommen ans Tageslicht.

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verändert: Er ist alles andere als optimistisch, was die Zukunft der Jedi betrifft – siehe Titel. Die Pilger Der weltweiten „Star-Wars“-Gemeinde kann es letztlich egal sein, worüber im Vorfeld spekuliert wird. Die pilgert sowieso in die Kinos – die „Veteranen“, die schon die Siebziger- und Achtziger-Jahre-Filme miterlebt haben, ebenso wie jene, die erst mit der neuen Trilogie eingestiegen sind und die ersten sechs Teile der Saga, wenn überhaupt, auf DVD/Bluray nachgeholt haben. Die Community sorgte jedenfalls dafür, dass der siebente Teil mit satten zwei Milliarden Dollar globalem Einspielergebnis zum dritterfolgreichsten Film aller Zeiten wurde, und ähnliche Box-Office-Zahlen wird man sich auch diesmal erwarten dürfen, zumal es sich bei den „Letzten Jedi“ um den endgültig letzten Auftritt von Carrie Fisher (als Prinzesin Leia bekanntlich eine der beliebtesten Protagonistinnen des „Star-Wars“-Universums) handelt. Die

Schauspielerin starb im Dezember 2016 nach einem schweren Herzinfarkt. Doch dafür wird es, wie immer, einige Neuzugänge geben, unter anderem sind Benicio Del Toro und Laura Dern neu dabei. Pause für J.J. Abrams Regie führt diesmal nicht der allseits gefeierte Wunderwuzzi J.J. Abrams, der mit einigen anderen Großprojekten, bei denen er als Produzent tätig ist, ohnehin gut ausgelastet ist. Dazu zählen unter anderem das Tom-Cruise-Vehikel „Mission: Impossible 6“, das Krieg-Sci-FiSpektakel „Overlord“ und ein weiterer Film aus der beliebten „Cloverfield“-Reihe. Nicht zu vergessen, dass er sicher alle Hände voll zu tun hat, sich auf Episode 9 von „Star Wars“ vorzubereiten, die er dann wieder selbst inszeniert und die 2019 in die Kinos kommen wird. Dafür durfte sich diesmal der 44-jährige Rian Johnson an Drehbuch und Regie versuchen. Für einen Mann mit einer doch recht schmalen Filmografie ist das jedenfalls eine recht steile Karriere.

Foto: Lucasfilm Ltd.

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ralte Mysterien der Macht werden entschlüsselt und erschütternde Enthüllungen aus der Vergangenheit kommen ans Tageslicht“. Wer hätte das gedacht! Alles klar soweit? Diese dürre Inhaltsangabe ist so ziemlich alles, was die Walt Disney Studios, seit ihrem VierMillarden-Dollar-Deal mit George Lucas bekanntlich die Besitzer der „StarWars“-Franchise, zum neuen und nunmehr achten Abenteuer der überaus beliebten Saga bekanntgegeben haben. Alles andere muss man sich aus dem Trailer und aus den zahlreichen Vermutungen, Andeutungen und Prognosen aus dem Internet zusammenreimen. „Star Wars 8“, so heißt es, soll dort anknüpfen, wo der siebente Teil „Das Erwachen der Macht“ aufhörte – kein Zeitsprung also diesmal. Von den ganz alten Helden ist Mark Hamill erneut mit dabei, der mittlerweile 66-jährige Schauspieler gibt wieder seine Paraderolle als Luke Skywalker. Doch der alte Haudegen hat sich


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MIT HUMOR INS NEUE JAHR!

OTTO SCHENK

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18.12. Die Mönche des

& THE SPIRIT

14.2.

SEER

Die neue Show!

ANDY LEE LANG 20.12.

DIE

20.00

Die Schlagerparty zur Weihnachtszeit

F

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Fotos: Haide Media/Hannes Ehn

tipp3 Walk of Stars: Blues trifft Schlager

Mit Beth Hart verewigte sich eine der prägnantesten Stimmen des Blues mit aktuellem Album „Fire on the Floor“ im Gepäck bei ihrem November-Konzert in der Wiener Stadthalle. Damit folgte sie ihrem Mentor, dem Super-Gitarrero Joe Bonamassa, mit dem Hart zwei Erfolgsalben eingespielt hat: Bonamassa hatte bereits vor Jahren bleibende Spuren hinterlassen. Zu den obligaten Handabdrücken samt Autogramm verschönerte die Blues-Größe ihre „tipp3 Walk of Stars“-Platte mit einer Zeichnung. Nur wenige Tage nach Beth Hart gab sich Schlager-Legende Roland Kaiser am „tipp3 Walk of Stars“ ein Stelldichein und hinterließ ebenfalls bleibende Spuren. Der 65jährige Star stellte in Wien sein neues Album vor, auf dem er selbst seine größten Hits wie „Santa Maria“ coverte. Während es Roland Kaiser erst im Dezember 2018 live in Wien zu sehen gibt, können Fans bereits in wenigen Wochen seine Abdrücke im „tipp3 Walk of Stars“-Museum im Wiener Prater bestaunen!

Das „tipp3 Walk of Stars“-Museum im Wiener Prater ist täglich zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet. www.facebook.com/WalkOfStars


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Belästigungen Die Chefredakteure und die freien Mitarbeiterinnen. Die Filmproduzenten und die Schauspielerinnen. Die EU-Parlamentarier und die Bürodamen. Sexuelle Belästigungen sorgen für Aufregung. Vom Kirchenwirt und der Serviererin ist nicht die Rede. Auch nicht vom Vorarbeiter und der Fließbandprinzessin. Genauso wenig wie vom Filialleiter und der Regaleinschlichterin. Was ist eigentlich Sexismus? Ich habe beim Checken der Threads den Eindruck gewonnen, dass die meisten Beiträger und Beiträgerinnen in den Diskussionsforen im Sozialen Netz

SEX SELLS Georg Biron

gar nicht wissen, wovon sie eigentlich reden. Und als sich dann auch noch ein für die freche Goschn bekanntes Vorstadtweib zu Wort meldete, wurde nur noch gegeifert. Alle sind sehr erregt Denn die Blondine bekannte, nicht von vornherein das typisch weibliche Opfer sein zu wollen und sich von der halbsteifen Annäherung eines Mannes zunächst einmal geschmeichelt zu fühlen. Und es ist ja auch im historischen Zusammenhang nicht zu leugnen, dass das sexuelle

Interesse der Heteros füreinander dafür verantwortlich ist, dass die Menschheit noch nicht ausgestorben ist. Denn als die Frauen noch Schwänze hatten, war das Liebeswerben meist nix anderes als eine Vergewaltigung mit Befruchtung. Heute aber leben wir in der Ära des formschönen Reagenzglases und der künstlichen Besamung und müssen daher nicht mehr das Tier in uns von der Leine lassen. Dafür haben wir Facebook & Co. Dort können wir die Sau rauslassen. Und virtuelle Scheiterhaufen errichten …

Gewinnspiele in dieser Ausgabe finden Sie auf den Seiten 4, 18–20, 28–29 und 30–31 sowie in unserer Beilage, mehr Informationen & Teilnahmebedingungen auf ticketmagazin.com.

GEWINN SPIEL Der „Ire“ unter den Whiskys passt perfekt zu Dropkick Murphys und Flogging Molly (siehe Seiten 28/29): Gewinnt 5 x je eine Original-Flasche mit je 6 Gläsern und Stirrer – die Basis für den perfekten irischen Genuss. Mehr Informationen und Teilnahmebedingungen siehe ticketmagazin.com!

Sie können über das Gewinnspielformular auf ticketmagazin.com („!ticket Gewinnspiele Dezember/Jänner 2017/18“) oder per E-Mail (gewinn@ticketmagazin.com) mitspielen. Einsendeschluss ist der 15. Jänner 2018.

Das nächste !ticket erscheint am 31. Jänner 2018.

LASTNEWS

Mittlerweile sind die ersten Ankündigungen für das Nova Rock eingetrudelt: Nebst zahlreichen anderen werden u.a. Die Toten Hosen, Avenged Sevenfold, Volbeat und Iron Maiden für vier Tage Ausnahmezustand sorgen. Auf der Nova Jazz + Blues Night schlagen u.a. Parov Stelar und Gregory Porter ruhigere Töne an, während federführend Status Quo am Lovely Days und Clam Rock zur Zeitreise einladen. Apropos Clam: Am 28. Juni spielt Nick Cave, am 30. Juni Hollywood Vampires mit Aerosmith’s Joe Perry, Alice Cooper & Johnny Depp und am 27. Juli James Blunt!

Herausgeberin, Chefredakteurin: Mag. Roberta Scheifinger Chefredakteur & Chef vom Dienst: Stefan Baumgartner Anzeigen: Mag. Thomas Keuschnigg, Mag. Roberta Scheifinger, Christian Schmid Anzeigenproduktion & Verrechnung: Susanne Franzl Redaktion/Kolumnisten: Rouven Ahl (ra), Stefan Baumgartner (sb), Amina Beganovic (ab), Georg Biron, Josefina Danzinger, Paul M. Delavos B.A. (pmd), Robert Fröwein (rf), Walter Gröbchen, Alexander Haide (ah), Amanda PenistonBird (apb), Mag. Joachim Schmida (js), Antonia T. Schulz (as), Mag. Manuel Simbürger (ms), Andreas Ungerböck (au), Andy Woerz

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Cartoons: Bertram Haid (BAES Cartoons) Lektorat: Gunther Natter Fotos: Filmverleiher, Plattenfirmen, Fotoagenturen, Veranstalter, siehe Copyright Cover: SHOW FACTORY Entertainment GmbH Medieninhaber, Eigentümer, Redaktionsanschrift: CTS Eventim Austria GmbH, !ticket Eventmagazin, Heumühlgasse 11, 1040 Wien Designkonzept, grafische Produktion: QMM Quality Multi Media GmbH, Mariahilfer Straße 88a/II/2a, 1070 Wien Artdirektion: Mag. Gottfried Halmschlager Grafik Lifestyle: Julia Wiesmayer Druck: NP Druck Gesellschaft m.b.H, Gutenbergstraße 12, 3100 St. Pölten

Abonnements: !ticket Österreichs Eventmagazin Nr. 1 erscheint 10 x jährlich. Jahresabo Österreich: € 22,00, Jahresabo Europa: € 44,00. Kündigung jeweils acht Wochen vor Ablauf der Bezugsfrist nur schriftlich eingeschrieben an !ticket Eventmagazin, Heumühlgasse 11, 1040 Wien oder per E-Mail an abo@ticketmagazin.com. Einzelpreis: € 2,90 Sie finden uns online auf Facebook und Twitter, sowie unter www.ticketmagazin.com.

Für unverlangt eingesandte Texte und Fotos übernehmen wir keine Haftung, eine Rücksendung erfolgt nicht, es besteht kein Recht auf Veröffentlichung. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor. Nachträgliche Honorarforderungen für nicht veröffentlichte Fotocredits werden nicht anerkannt. Alle Inhalte vorbehaltlich Satz- und Druckfehler. Die Offenlegung lt. Mediengesetz finden Sie auf www.ticketmagazin.com/impressum

Überall, wo Sie dieses Symbol in unserem Magazin sehen, sind Fantickets verfügbar! Mehr Informationen finden Sie auf www.oeticket.com/fanticket!

Fotos: beigestellt, Jameson

impressum


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präsentiert

HIGHLIGHTS KAYA YANAR

MARTIN RÜTTER

„AUSRASTEN! für Anfänger“

„Freispruch!“ 07.03.’18 Salzburg, Salzburgarena 08.03.’18 Wien, Stadthalle D 11.12.’18 Linz, Tips Arena 12.12.’18 Graz, Stadthalle 13.12.’18 Villach, Stadthalle

runde) 12.-15.03.’18 Wien, MQ, Halle E (Sparring 23.+24.04.’18 Ybbs, Ybbsiade 23.10.’18 Salzburg, Salzburgarena 24.10.’18 Linz, Tips Arena 25.10.’18 Graz, Stadthalle

SASCHA GRAMMEL

08.03.’18 Graz, Helmut-List-Halle le 09.-11.03.’18 Globe Wien/Marx Hal 23.04.’18 Klagenfurt, Messe Arena 24.04.’18 Linz, Tips Arena 25.04.’18 Salzburg, Salzburgarena 28.04.’18 Ybbs, Ybbsiade

LUKE MOCKRIDGE

„Ich find’s lustig!“

„Lucky Man“

MAX  &RPalAastAOrcBhesE ter „Der perfekte Moment... ...wird heut verpennt“ 11.06.’18 Innsbruck, Olympiahalle 12.06.’18 Salzburg, Salzburgarena 13.06.’18 St.Pölten, VAZ 14.06.’18 Wien, Stadthalle D

EHRLICH BROTHERS „Faszination – die neue Magie Show“

22.04.’18 Wien, Stadthalle D 26.04.’18 Salzburg, Salzburgarena

13.03.’18 Salzburg, Salzburgarena 14.03.’18 Graz, Stadthalle 15.03.’18 Linz, Brucknerhaus 16.+ 17.03.’18 Wien, Stadthalle F 17.05.’18 Graz, Stadthalle 18.05.’18 Wien, Stadthalle D 19.05.’18 Linz, Tips Arena 20.05.’18 Salzburg, Salzburgarena

„LASSMALACHE“

BÜLENT CEYLAN

01.02.’18 Wien, Stadthalle D 02.02.’18 Graz, Stadthalle 03.02.’18 Linz, Tips Arena

STEFFEN HENSSLER „Henssler tischt auf“

01.05.’18 Salzburg, Salzburgarena 02.05.’18 Wien, Stadhalle F

!ticket Dezember Jänner 2017 2018  

Afrika! Afrika! * Blue Man Group * Roger Waters * Holiday on Ice * Dropkick Murphys * Palazzo * Fast % Furious * Casper * Star Wars * Taylor...

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