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TIM_01_Klassik am Dom_g_KSB_k1 Kopie.qxp_Layout 1 21.11.19 12:40 Seite 1

!ticket Österreichs Eventmagazin Nr.1

musik show 2019 20 sport theater kabarett

DEZ/JÄN

Ausgabe 236

2,90 €

Damit sind Sie live dabei!

r e t n i Wrchen mä n Ice

Österreichische Post AG / MZ 15Z040254 M, CTS Eventim Austria GmbH, Mariahilferstraße 41–43, 1060 Wien

* * * *

Howltiimdae inyWoien und Sho Innsbruck e c I n O y e n s Di Eiskönigin Die s g n i n e p O Sknie Fischer und mehr Hele ÖSZVukunft nach

drehen den Strom ab

Die scher Marcel Hir

NEUE BAND-ANKÜNDIGUNGEN

toccata Alle Infos auf Seite 6 im Magazin.

KLASSIK AM DOM

2020 feiert Klassik am Dom 10-jähriges Bestehen, freilich wieder mit hochkarätigen Gästen – allen voran David Garrett und Elina Garanca. Welche Gäste sich noch angekündigt haben, verraten wir im Innenteil!


HIGHLIGHTS

präsentiert

09.+   10.01.’20 Salzburg, Salzburgarena 23.02.’20 Wien, Wiener Stadthalle D

DR. ECKART VON HIRSCHHAUSEN

KAYA YANAR

„AUSRASTEN! für Anfänger“

„Endlich!“

„Dream & Fly – die neue Magie Show“

EHRLICH BROTHERS MAX RAABEhester   & Palast Orc

11+12.02.’20 Wien, Globe Wien 05.05.’20 Salzburg, Salzburgarena 23.02.’21 Graz, Stadthalle 24.02.’21 Linz, Tips Arena

SASCHA GRAMMEL „FAST FERTIG“

16.01.’20 Bregenz, Festspielhaus 04.+ 05.03.’20 Wien, Globe Wien

GERNOT KULIS „Herkulis“

„Guten Tag, liebes Glück“ alle F 08.+  09.05.’20 Wien, Wiener Stadth aus 10.05.’20 Linz, Brucknerh

alle D 02.+  03.06.’20 Wien, Wiener Stadth na Are 04.06.’20 Linz, Tips 05.06.’20 Salzburg, Salzburgarena 06.06.’20 Innsbruck, Olympiahalle

MICHAEL MITTERMEIER

09.01.’20 Wien, Globe Wien 16.01.’20 Graz, Orpheum 22.01.’20 Dornbirn, Kulturhaus 23.01.’20 Innsbruck, CONGRESS 25.01.’20 Leonding, Kürnberghalle , Alle Termine auf gernotkulis.at

MARTIN RÜTTER

„#13“

„Freispruch!“

26.– 28.10.’20 Wien, Globe Wien 09.02.’21 Bregenz, Festspielhaus 10.02.’21 Innsbruck, CONGRESS 11.02.’21 Salzburg, Salzburgarena 24.02.’21 Graz, Stadthalle 04.05.’21 Linz, TipsArena

STEFFEN HENSSLER

! „#MANCHE MÖGENS HEISS E!“ LIV ER HENSSL 30.05.’20 Wien, Wiener Stadthalle F 31.05.’20 Linz, Tips Arena

19.03.’20 Graz, Stadthalle 20.03.’20 Linz, Tips Arena 21.03.’20 Wien, Wiener Stadthalle D


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MARTIN RÜTTER Er holt sie runter von der knochenharten Anklagebank: die Ausgestoßenen, die Ausgesetzten und die Ausgebüxten. In seiner neuen Bühnenshow „FREISPRUCH!“ stellt Martin Rütter, der beste Freund des Hundes, klar: Der bellende Vierbeiner ist nie schuld!

22 EDITORIAL

Motorbreath

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ass James Hetfield, seines Zeichens Gitarrist, Sänger und Frontmann von Metallica, der größten HeavyMetal-Band aller Zeiten, ein Autonarr ist, sollte dank zahlreicher Dokumentationen mittlerweile hinlänglich bekannt sein. Bereits 1983 textete er für das Debütalbum „Kill ’em All“ über die Verlockungen des Geschwindigkeitsrausches: „Motorbreath, the sign of living fast; It is going to take your breath away.“ Doch nun musste die Notbremse gezogen werden, Hetfield ließ sich im Herbst, und somit nur wenige Wochen nach Metallicas fulminantem Wien-Auftritt, erstmals seit 2001 wieder in die Entzugsklinik einweisen: Es scheint, als hätte ihn der Alkoholismus abermals eingeholt. Und damit steht er beileibe nicht alleine da: Abgesehen davon, dass in weiten Teilen der Welt Alkohol als Genuss-, und nicht als Suchtmittel wahrgenommen wird – insbesondere zum Klischee des Musikers gehört er beinahe unabdinglich dazu. Zudem, auch wenn es wohl schwer zu glauben ist: Nicht allein in

der gemeinhin als ohnehin lasterhaft verschrienen Welt der Populärmusik, auch in der vornehmlich „ernsten“ – Alkohol, Tabletten und Drogen sind hie wie dort verbreitet, in der Klassik ist es vielleicht weniger cool und chic, man redet weniger darüber, weil sie immer noch von einer Aura des Edlen und Reinen umgeben ist, in der es für Sucht, psychische Probleme und Angstzustände keinen Platz gibt, nicht unähnlich der vermeintlich „heilen Welt“ des Schlagers. Freilich: Es ist kaum ein Zeitgeistproblem, natürlich waren schon immer Mittel im Umlauf, denen neben der berauschenden Wirkung auch die Steigerung der Kreativität oder hilfreiche Effekte gegen Lampenfieber und Versagensängste zugeschrieben werden. So wird etwa Robert Schumann, Komponist aus der Romantik, zitiert: „Wenn ich betrunken bin oder mich erbrochen habe, so war am and’ren Tag die Fantasie schwebender und erhobener.“ Künstler waren natürlich auch nie die Einzigen, die Stimulanzien ausprobiert oder gehäuft angewen-

det haben. Doch zweifellos sind sie mehr als andere in Gefahr, von eskapischen Aufputschmitteln aller Art abhängig zu werden. Bedenkt man, wie knallhart und oft sogar brutal und unnachgiebig es in der Branche zugeht, kann man sich über den dortigen Konsum kaum wundern, der ununterbrochene Leistungsdruck, sich täglich Abertausendenpedantischen, fordernden Kritikern zu stellen, ist immens. Für die Öffentlichkeit ist das Thema „Sucht“ weitestgehend tabu, oder man nimmt gar begeistert Anteil daran, wenn Stars auf den Sockel gehoben werden und schließlich fallen – Glanz und Elend der Idole liegen dicht beieinander. Da zeugt es von wahrer Größe, wenn eine Leitfigur wie Hetfield sich die Blöße gibt, seine Fans und die Firma, die Metallica letztlich (mit zig Angestellten) ist, mit seiner Zerbrechlichkeit zu konfrontieren: Sein Ausfall kostet. Aber es ist gut und wichtig zu erkennen: Sucht ist kein moralisches Versagen. Stefan Baumgartner (Chefredakteur)

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JAN FEB MAR APR MAI JUN JUL AUG SEPT OKT NOV DEZ

IN DIESER AUSGABE [12] Die Toten Hosen In der Ruhe liegt die Kraft [16] Holiday on Ice Ein Streben nach Begeisterung und Perfektion [20] Disney On Ice Ein unvergessliches Eis-Märchen [22] Martin Rütter Es gilt die Unschuldsvermutung [24] Dr. Eckart von Hirschhausen Zeitfragen [40] Ski-Openings Partystimmung von Cro über Ambros bis Fischer [52] Schlager-Newcomer Der Schlager boomt!

Goldkehlchen? Singen wie Freddie Mercury – das schafft eigentlich kaum jemand. Die von Queen unterstützte App FreddieMeter soll aber besonders ambitionierten Fans, die zudem auch keine Angst vorm Scheitern haben, dabei helfen, sich in die Rolle des unerreichbaren Frontmanns hineinzuversetzen: Das Programm checkt die Tonlage, die Klangfarbe und die Melodie und vergibt für die eigenen Interpretationen von „Don’t Stop Me Now“, „Bohemian Rhapsody“, „Somebody To Love“ und „We Are The Champions“ zwischen 0 und 100 Punkte. Entwickelt wurde das Programm von Google Creative Lab – das für Nutzer kostenlose Projekt soll Werbung für den Mercury Phoenix Trust machen. Die Wohltätigkeitsorganisation, die Geld für den Kampf gegen HIV und AIDS sammelt, wurde 1992 von Brian May, Roger Taylor und Jim Beach gegründet.

Ed Sheeran. Ende November erschien auf Netflix der neue Thriller von Martin Scorsese, „The Irishman“ – im Fokus: Die von Robert De Niro verkörperte Titelfigur Frank Sheeran, Auftragsmörder der Bufalino-Familie von der amerikanischen Cosa Nostra, und seine Verstrickung in das Verschwinden des Gewerkschaftsführers Jimmy Joffa. Der Nachname kommt Musikkennern wohlbekannt vor und tatsächlich: Superstar Ed Sheeran ist ein entfernter Verwandter des Mafiosos – sagt zumindest die britische Boulevardzeitung The Sun, die sich auf ein Gespräch mit Schauspieler Stephen Graham, dem Ed Sheeran dies anvertrauen haben will, beruft …

28 Deine Freunde Kluge Texte, flotte Beats und natürlich jede Menge Spaß

LIFESTYLE 30 Glücksspiel Das Motto zum Jahreswechsel: die kleinen und großen Freuden genießen

HEIMAT 32 Lylit Auf dem Grat zwischen kraftvoller Virtuosität und sanfter Verletzlichkeit

LOCATION 36 Messe Klagenfurt Nahe dem Wörthersee begann alles mit einem Verschönerungsverein

KULTOUR 38 Beethovenjahr Der Komponist feiert seinen 250. Geburtstag, mit ihm zahlreiche Bühnen

SPORT 42 ÖSV Ein totaler Neubeginn: Im Jahr eins nach Marcel Hirscher werden die Karten neu gemischt

GCHECKT 46 Musik, Filme, Equipment und Spiele Coldplay, Leonard Cohen, „Star Wars“, und mehr

Fotos: Guido Engels, WMG, Jens Koch; llustration: baes

Lindemann. In Windeseile waren die Termine für die Tour von Lindemann, dem Projekt von Rammstein-Sänger Till Lindemann und Peter Tägtgren (Hypocrisy, Pain), ausverkauft. Kein Wunder: Lindemann ist zwar zumeist künstlerischoriginell, oft sonderbar-gewöhnungsbedürftig, tendenziell aber marktschreierisch. So auch bei seiner eigenen Merchandise-Linie „Doctor Dick“, bei der es neben (nona) Kondomen, T-Shirts und Halsketten im Phallus-Design demnächst auch einen Wodka aus dem Hause Ovin Pion (Frankreich) geben soll. Mehr Infos: doctordick.de

KINDER

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Freude schenken!

SHOW HIGHLIGHTS IN ÖSTERREICH DIE

STORY

The world‘s most spectacular Queen Tribute Show

feat.

Marc Martel „HE SOUNDS JUST LIKE FREDDIE MERCURY“ NEW YORK TIMES

19.01.20 SALZBURGARENA S 23.01.20 BREGENZ FESTSPIELHAUALLE 24.01.20 INNSBRUCK OLYMPIAH 09.04.20 GRAZ STADTHALLE 11.04.20 WIEN WIENER STADTHALLE F 12.04.20 LINZ BRUCKNERHAUS

S 22.01.20 BREGENZ FESTSPIELHAU 23.01.20 INNSBRUCK CONGRESS 24.01.20 SALZBURGARENA 30.01.20 LINZ BRUCKNERHAUSALLE 31.01.20 GRAZ HELMUT-LIST-H LE F 01.02.20 WIEN WIENER STADTHAL

DIE MEGA

26.01.20 SALZBURGARENA 28.01.20 INNSBRUCK OLMYPIAHALLE

RAINHARD

FENDRICH STARKREGEN

PARTY

LIVE 2020

BLÜMCHEN

CAPTAIN JACK • REDNEX

CAUGHT IN THE ACT

LAYZEE FKA. MR. PRESIDENT UVM.

ER - LIVE

RS DER 90 DIE GRÖSSTEN STA

HALLE 21.03.20 INNSBRUCK OLMYPIAUAR TIER 06.06.20 DORNBRIRN MESSEQ

The ABBA - Tribute - Show live on Stage

SS 25.03.20 INNSBRUCK CONGREALLE 27.03.20 GRAZ HELMUT-LIST-H LE F 28.03.20 WIEN WIENER STADTHAL 29.03.20 LINZ BRUCKNERHAUS

15.05.20 INNSBRUCK OLYMPIAHALLE 16.05.20 SALZBURGARENA 19.05.20 LINZ TIPSARENA 20.05.20 GRAZ STADTHALLE D 23.05.20 WIEN WIENER STADTHALLE 08.11.20 DORNBIRN MESSEQUARTIER NEUE OPEN AIR TERMINE:

H 20.07.20 ST.MARGARETHEN STEINBRUC 25.07.20 TULLN DONAUBÜHNE

DAS BEZAUBERNDE FAMILIEN-MUSICAL

SEMMEL CONCERTS AND RCI GLOBAL PRESENT

EUROPE TOUR 2021

ard, mit Gedeon Burkh ort kvo Ha ya Ma & Alfons Haider

04.-08.12.19 WIEN MQ HALLE E 22.05.20 GRAZ STADTHALLE F 23.+24.05.20 WIEN WIENER STADTHALLE ENA GAR BUR SALZ 27.+28.05.20 30.+31.05.20 LINZ BRUCKNERHAUS 01.06.20 BREGENZ FESTSPIELHAUS

ALLE 23.+24.05.20 INNSBRUCK OLYMPIAH D 06.+07.06.20 WIEN WIENER STADTHALLE LE THAL STAD Z GRA 6.20 14.0 13.+ 20.+21.06.20 SALZBURGARENA

14.02.21 WIEN WIENER STADTHALLE D

KARTEN BEI ALLEN OETICKET-VERKAUFSSTELLEN | WWW.OETICKET.COM TICKETS & INFOS: WWW.SHOWFACTORY.AT


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SCHEINWERFERLICHT Tickets für Veranstaltungen zählen zu den begehrtesten Weihnachtspräsenten, verschenkt man doch ähnlich wie bei einer gewissen Nascherei von Ferrero „gleich drei Dinge aufeinmal“: Vorfreude, gemeinsame Erlebnisse und damit verbundene Erinnerungen, von denen man oftmals noch lange zehren wird. Gibt es denn schöneres als diese Momente der Spannung, wenn im Saal das Licht gedimmt wird, kurz bevor die Band die Bühne betritt? Das sind Momente, die sich wie Weihnachten anfühlen, wenn die Lichter des Christbaumes in ihrem Glanz erstrahlen. Ich wünsche Ihnen im Namen der !ticket-Redaktion ein strahlendes Weihnachtsfest und viele emotionale Live-Momente im neuen Jahr 2020!

Mag. Roberta Scheifinger Chefredakteurin und Herausgeberin

Roberta Scheifinger Neuigkeiten aus Nickelsdorf: Neben System Of A Down werden Foo Fighters, Volbeat und Seiler & Speer das Nova Rock (10. bis 13. Juni) headlinen! Außerdem verstärken das bisherige Billing: Deichkind • Bring Me The Horizon • Alter Bridge • Steel Panther • Skillet • Heilung • Airbourne • The Pretty Reckless • Bush • Edmund • Mando Diao • Yungblud • Eluveitie • The Hu • Querbeat • The Dead Daisies • Devin Townsend • Seasick Steve • Beast In Black • The Weight • Boston Manor • Alien Weaponry • Black Inhale • Shvpes • King Nun • Fire From The Gods

• Highlights Dezember/Jänner • Highlights Dezember/Jänner • The Kelly Family Mit ihrem Erfolgsalbum „Over the Hump“ erstmals in voller Länge 19.12., Wiener Stadthalle (D)

The Menzingers am 28. Jänner im WUK

Michael Kiwanuka Der britische Soulsänger mit vielleicht dem Album des Jahres im Gepäck 6.12., Wiener Stadthalle (F) Adel Tawil Mit alten Songs, aber freilich auch dem neuen vom Drittling „Alles lebt“ 31.1., Gasometer Dieter Bohlen Live die größten Hits von Modern Talking, Blue System und DSDS 6.12., Wiener Stadthalle (D)

Melanie Martinez Mit ihrem neuen Album „K-12“ erstmals in Österreich 30.1., Gasometer

Der Herr der Ringe Howard Shores monumentale Filmmusik live zu „Die Rückkehr des Königs“ 7.12., Wiener Stadthalle (D)

MTV Headbangers Ball Mit Kataklysm, Whitechapel, Fleshgod Apocalypse und Dyscarnate 12.12., Arena

Feine Sahne Fischfilet Noch einmal die volle Gönnung bevor sich FSF in Live-Pause verabschieden 7.12., Gasometer

Thees Uhlmann Thees Uhlmann kehrt mit seiner neu formierten Band auf die Bühne zurück 6.12., Gasometer

06| highlights

Fotos: beigestellt (Menzingers), Sebastian Konopix (Ehrlich Brothers), John McMurtrie (Iron Maiden), beigestellt (Foo Fighters), Barracuda Music (Nova Rock)

Tickets auf oeticket.com!


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Ehrlich Brothers Dream & Fly „Dream & Fly“ wird das größte Magie-Spektakel, das jemals für eine Tour produziert wurde. Andreas und Chris Ehrlich werden mit noch nie da gewesenen Illusionen die größten Arenen rocken; nicht nur vor dem beeindruckenden, aufwendig inszenierten Bühnenbild, sondern auch auf einer eigens dafür gebauten Centerstage inmitten der Zuschauer. Auch das ist neu: Die Ehrlich Brothers bringen ihre eigene Liveband mit, um ihre spektakulären Illusionen mit heißen Grooves und mächtig Power zu unterlegen. Jänner und Februar, Salzburg, Innsbruck und Wien

Iron Maiden

Legacy of the Beast Nach ihrer Headliner-Show am Nova Rock 2018 kommen die britischen Heavy-Metal-Giganten Iron Maiden im Zuge ihrer „Legacy of the Beast“-Tour wieder nach Österreich zurück, um im brandneuen Wiener Neustädter Stadion all ihre Hits aus vier Dekaden, von „Run to the Hills“ bis hin zu „The Wicker Man“, zu kredenzen. Im Vorprogramm wird niemand Geringeres als die australischen Vollblutrocker Airbourne für Furore sorgen, eröffnen werden Lord Of The Lost.

16. Juli, Stadion Wiener Neustadt

highlights

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TIM_08_10_Coverstory Klassik am Dom_g_KSB_k1.qxp_Layout 1 18.11.19 12:38 Seite 1

10 Jahre In Linz beginnt’s: 2020 feiert die Konzertreihe Klassik am Dom seinen zehnten Geburtstag – natürlich wieder vor der beeindruckenden Kulisse des Mariendoms. Und einem musikalischen Genuss der Extraklasse: Neben Elina Garanča lässt uns zum Beispiel Teufelsgeiger David Garrett die Engelchen singen hören. TEXT: MANUEL SIMBÜRGER

Happy Birthday! 2020 feiert die Konzertreihe ihr zehntes Jubiläum. „Wir sind natürlich sehr froh und dankbar, dass wir uns in der österreichischen Kultur- und Festivallandschaft etablieren konnten und Klassik am Dom nach unserem Dafürhalten in den vergangenen Jahren zu einer nationalen Kulturmarke gewachsen ist“, zeigt

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Fotos: Klaus Mittermayr, Christoph Köstlin

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er sakrale Bau, in romantisch rotblaues Licht eingehüllt, ein mit Tausenden Personen gefüllter Domplatz, laue Sommerabende und Stimmen, die zum Träumen einladen: Die Konzertreihe Klassik am Dom, die direkt am Linzer Domplatz und somit vor der malerischen Kulisse des Mariendoms stattfindet, mauserte sich in den vergangenen Jahren zum musikalischen Höhepunkt des Sommers – nicht nur für Touristen, Einheimische, Musikliebhaber und Fans von Hochkultur unter klarem Sternenhimmel, sondern auch für die Künstler selbst: „It was an honour to be part of such a special evening – the orchestra under the stars, an elegant crowd, a perfect setting to make live music”, zeigt sich zum Beispiel Katie Melua von ihrem diesjährigen Auftritt begeistert. Kollege Thomas Quasthoff, der 2016 hier gastierte, bringt es auf den Punkt: „Wunderbares Ambiente, wunderbare Stimmung: Das ist Klassik am Dom in Linz!“


Fotos: Klaus Mittermayr, Christoph Köstlin

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sich Simon Ertl, Konzert-Organisator und Veranstalter in Personalunion, stolz. „Wir freuen uns schon sehr auf das Jubiläumsjahr und auf erfolgreiche, hoffentlich, so wie auch in all den vergangenen Jahren, regenfreie Konzerte.“ Bis es mit dem Feiern so weit ist, ist es zuerst jedoch an der Zeit, zu reflektieren, melancholisch zu lächeln – und sich an ganz viel zu erinnern, zum Beispiel an den Beginn des Events 2011, der bereits Opernstar Elina Garanča als Headliner vorzuweisen hatte: „Natürlich war es ein sehr spannendes erstes Jahr mit vielen offenen Fragen. Wie wird die Konzertreihe vom Publikum angenommen? Fühlen sich die Künstler wohl? Wie verhält es sich akustisch am Domplatz? Funktioniert die An- und Abreise des Publikums inmitten der Stadt?“ Musikalisches Who’s who Die Sorgen waren umsonst: In den vergangenen zehn Jahren schaffte es Klas-

sik am Dom, sich in der österreichischen Kulturszene als populärer Veranstaltungsort zu etablieren. „Neben dem Ambiente und der Einzigartigkeit der Location am Linzer Mariendom ist die künstlerische Qualität ausschlaggebend für die Faszination von Klassik am Dom“, fasst Ertl das Erfolgsgeheimnis zusammen. „Ein weiterer Faktor ist sicherlich auch das mittlerweile doch sehr breit gefächerte musikalische Spektrum der Konzerte.“ Versteht sich Klassik am Dom zwar weiterhin als Open-Air-Festival mit klassischem Schwerpunkt, erweiterte es in den in letzten Jahren seine künstlerische Bandbreite und öffnete sein Repertoire auch für Crossover, Jazz und Chanson, um seinem Publikum immer neue und außergewöhnliche Musikerlebnisse zu bieten. Neben oben genannten Künstlern waren beispielsweise auch Stars wie Jonas Kaufmann, José Carreras, Erwin Schrott, Max Raabe, Paolo Conte, Diana Krall, Tom Jones oder Martin Grubinger

bereits zu Gast. Das Konzept kommt an: Seit der Premiere waren knapp 60.000 Besucher Teil dieses unvergesslichen sommerlichen Musik-Hochgenusses, zudem zählte Klassik am Dom zu einen der wenigen Kulturereignisse, die national live im ORF übertragen werden. Weiter geht’s! „Wir sind stetig bemüht, uns in vielen Belangen weiterzuentwickeln und immer auch neue künstlerische Ideen zu kreieren“, zeigt sich Ertl engagiert. Gibt es Wunschkünstler für die Zukunft? „Anna Netrebko und Norah Jones würden toll zu uns passen!“ Jetzt ist man aber erst mal mit dem zehnten Geburtstag beschäftigt. Der wird kräftig gefeiert und zwar „mit einem musikalisch hochwertigen und vor allem sehr abwechslungsreichen Programm!“ Alle Details zu Klassik am Dom 2020 finden Sie auf der nächsten Seite.

Klassik am Dom Die Kulisse des Linzer Mariendoms ist atemberaubend: Wunderbare Glasfenster zieren den 1924 fertiggestellten Dom, faszinierend ist auch der Sakralraum.

Achtung! Tickets für den ausgefallenen Auftritt von David Garrett aus dem Vorjahr haben 2020 keine Gültigkeit, da es sich um ein neues Programm handelt! Bitte retournieren Sie die Tickets dort, wo sie gekauft wurden und erwerben Sie gerne neue für „Unlimited Live“. Wir bitten um Ihr Verständnis!

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TIM_08_10_Coverstory Klassik am Dom_g_KSB_k1.qxp_Layout 1 18.11.19 12:40 Seite 3

„Sehe mich nicht als Rebell!“ Ein bisserl hat’s gedauert, nun ist er da: David Garrett beehrt 2020 Klassik am Dom und beweist einmal mehr, dass man Tonkunst nicht in Schubladen packen kann. Der Geigenrebell selbst will vor allem nur eines sein: Musiker.

Ihr für 2018 geplantes Konzert bei Klassik am Dom musste aus gesundheitlichen Gründen abgesagt werden. Wie geht es Ihnen inzwischen? Sehr gut, danke schön! Es war für mich letztes Jahr eine sehr schwere Entscheidung, einige Konzerte abzusagen, aber da ging die Gesundheit einfach vor. Ich denke, das kann jeder verstehen, denn die Risiken wären einfach zu groß gewesen. Seit rund einem Jahr bin ich wieder zu 100 Prozent auskuriert und habe auf der Bühne so viel Spaß wie lange nicht mehr. Daher freue ich mich besonders, jetzt auch das Linz-Konzert nachholen zu können. Vor dieser großartigen Kulisse aufzutreten ist ein absolutes Highlight! Sie waren buchstäblich daran beteiligt, dass Klassik (wieder) als cool, modern und hip angesehen wird, haben das Genre, wenn man so will, entstaubt. War das eines Ihrer Ziele, als Sie mit Ihrer Karriere begannen? Nicht zwingend. Für mich war das erste Ziel, immer gute Musik und gute Konzerte zu spielen und natürlich auch meine Generation damit anzusprechen. Allerdings habe ich nicht nach Lösungen gesucht, sondern einfach Sachen für mich entdeckt, die mir Spaß gemacht haben und die wiederum auch dem Publikum gefallen haben. Besonders schön ist es allerdings zu sehen, wie ich damit junge Menschen für die Klassik begeistern und interessieren kann. Ihr Image ist das eines „Geigenrebells“. Würden Sie sich privat eigentlich auch so bezeichnen? Überhaupt nicht, ich bin ein ganz bodenständiger, normaler Typ und sehe mich selbst überhaupt nicht als Rebell. Für mich selbst passt der Begriff daher eigentlich nicht. Welche Musik hören Sie privat? Ziemlich querbeet: von Deep House über Electro bis Jazz oder Pop und Rock, natürlich auch Klassik. Eine gute Mischung aus den verschiedensten Genres – und es kommt natürlich immer auf die Stimmung an, was man gerade macht und wie man sich fühlt. Dafür ist Musik ideal: die Emotion, die man gerade hat, noch zu potenzieren.

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Als Kind übten Sie an der Geige acht Stunden täglich. Wie sieht das heute aus? Kann man bei Ihnen überhaupt noch von „üben“ sprechen? Natürlich! Ich denke, jeder Musiker weiß, dass man die Feinmotorik jeden Tag immer wieder trainieren muss, um sie nicht zu verlieren. Ein Acht-Stunden-Übungstag muss auch einmal drin sein, um etwas Neues zu lernen. Aber grundsätzlich würde ich sagen, ist zwischen zwei und drei Stunden täglich ein optimales Pensum. Was macht als Geigenkünstler mehr Spaß beziehungsweise ist herausfordernder: Klassische Stücke oder Popsongs? Das ist einfach unterschiedlich. Als Interpret sind natürlich die großen Klassikwerke sicherlich immer wieder eine Herausforderung, egal wie oft man sie schon gespielt hat. Allerdings als kreativer Kopf Stücke selber zu schreiben und zu arrangieren, ist vielleicht eine andere Art von Herausforderung: sich nicht nur an dem Instrument und als Interpret zu messen, sondern auch als Komponist, Arrangeur und als Künstler. Sehen Sie sich als klassischen oder als Rock-PopMusiker? In erster Linie möchte ich ein guter Musiker sein, und das funktioniert zum Glück in jedem Genre. Wie körperlich anstrengend ist eigentlich das Geigespielen? Oh, ziemlich anstrengend. Es ist eine sehr einseitige Bewegung und nach zwei Stunden auf der Bühne muss man erst einmal eine Stunde für Entspannungs- und Dehnungsübungen einplanen. Es ist schon ein kleiner Marathon, den man da auf der Bühne hinlegt. Ihre Geige ist eine Stradivari. Kennen Sie ihren genauen Wert? Natürlich hat so ein Instrument einen gewissen Wert, aber als Musiker muss ich sagen: Das, was es für mich unbezahlbar macht, ist dieses Instrument spielen zu dürfen. Darf Ihre Geige überhaupt eine andere Person als Sie angreifen? Ich würde die Geige grundsätzlich niemandem in die Hand geben, der nicht ein erstklassiger Geiger ist oder genau

weiß, wie man ein solches Instrument handhabt, weil sie doch ein sehr persönlicher Teil meines Lebens ist. Ich passe natürlich genau darauf auf, wie man eben auf etwas aufpasst, das einem lieb und teuer ist. Wie würde Ihre persönliche Liebeserklärung an Ihre Geige aussehen? Ich habe die Geige nie als Person empfunden, sie ist immer eher ein Mittel zum Zweck, Musik zu machen. Meine Liebe ist zur Musik, nicht zu dem Instrument per se. Insofern ist das für mich sehr schwierig zu beantworten, denn ich fühle mich als Musiker und nicht als Geiger.

KLASSIK AM DOM 2020 ^

Sie galten als Wunderkind, waren schon in sehr jungem Alter als Geigenspieler höchst erfolgreich. Ist da eine „normale“, unbeschwerte Kindheit überhaupt noch möglich? Ich glaube, man kann meine Kindheit wirklich nicht als normal bezeichnen, aber diese Kindheit hat dazu geführt, dass mein Geigenspiel sehr schnell sehr gut geworden ist. Allerdings würde ich schon sagen, dass sie nicht ganz unbeschwert war. Natürlich habe ich mich extrem auf das Instrument konzentriert und habe täglich intensiv damit gearbeitet, und durch den Privatunterricht hatte ich weniger soziale Kontakte als andere Kinder in meinem Alter. Aber ohne das Fundament, das ich damals aufbauen konnte, wäre ich heute nicht da, wo ich bin.

2. Juli: ELINA GARANCA mit Freunden und dem Symphonieorchester der Volksoper Wien; Die Mezzosopranistin versprüht mit ihrer warmen Stimme freudige Energie, tiefe Sehnsucht und Leidenschaft und zelebriert die mannigfaltigen Klangfarben, die den Sommer herbeisehnen lassen. 4. Juli: The Very Best of JOHN WILLIAMS mit den K & K Philharmonikern und Hans Sigl als Moderator; John Williams komponierte die Musiktitel für „Star Wars“, „Harry Potter“, „Indiana Jones“ und viele mehr. Die abwechselnde und sensible Lichtkonzeption unterstreicht die Performance der Künstler und bringt die Musik zum Strahlen. 5. Juli: KLASSIK AM DOM FOR KIDS: Karneval der Tiere mit Günther Lainer und dem Kammerorchester der Anton Bruckner Privatuniversität Linz; Das bekannteste Werk des französischen Komponisten Camille Saint-Saëns ist eine interaktive Aufführung in 14 Sätzen für Kinder. Als Erzähler fungiert der Kabarettist Günther Lainer, der mit mundartgerechten Texten das Publikum auf diese besondere Klangsafari mitnimmt. 10. Juli: GREGORY PORTER & Band; Porter verfügt über eine der fesselndsten und souligsten Baritonstimmen der Gegenwart. Er schafft es, einem die Emotionen und den Geist jedes erdenklichen Songs zu vermitteln, ohne auf theatralische Tricks zurückgreifen zu müssen. Seine eingängigen Melodien gehen einem sofort ins Ohr und unter die Haut. 11. Juli: JEDERMANN RELOADED SYMPHONIC der Philharmonie Salzburg mit Philipp Hochmair & Die Elektrohand Gottes; Vor genau 100 Jahren wurde „Jedermann“ zum ersten Mal in Salzburg aufgeführt. Bei Klassik am Dom wird nun eine ganz spezielle Orchesterversion präsentiert. 25. Juli: DAVID GARRETT & Band „Unlimited Live 2020“; Endlich ist es so weit: Gemeinsam mit seiner Band wird David Garrett wie kein anderer Rock- und Popmusik mit Klassik zu einer mitreißenden, emotionalen, bildgewaltigen und dennoch intimen Show vereinen.


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TIM_12_13_Die Toten Hosen_g_KSB_k1.qxp_Layout 1 18.11.19 12:41 Seite 1

In der Ruhe lie Mit ihrem neuen Akustik-Album „Alles ohne Strom“ fordern sich Die Toten Hosen noch einmal selbst heraus. Frontmann Campino spricht über das ambitionierte Werk, ein weiteres Studioalbum und den langsamen Beginn von einem eventuellen Ende. TEXT: ROBERT FRÖWEIN

Auf eurem neuen Album „Alles ohne Strom“ habt ihr auch vier neue Songs drauf. Man könnte fast den Eindruck haben, die sind dir auch schnell und problemlos aus dem Ärmel gefallen. Teilweise ja. Manchmal ist es Glück, was mit den Liedern passiert. Gelegentlich fehlt einem die Inspiration und man ist ratlos. Aber in diesem Fall hat es auf den Punkt geklappt. Stehen sie auf „Alles ohne Strom“ in dem Kontext für sich selbst, oder sind sie auch eine Variante für das nächste Studioalbum?

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Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Songs auf dem nächsten Studioalbum sein werden. Sie passen ja auch genau in diesen Rahmen und sind nicht einfach so ins Blaue entstanden. Man kann das ganze Vorhaben als kollektiv begangenen Seitensprung verstehen. Wir erlauben uns auf einem Spielplatz rumzutoben und alle Geräte auszuprobieren. Dann irgendwann kehren wir wieder zurück zu dem, was unser Herz immer ausmachte. So wie ich uns kenne, schätze ich, dass das Pendel von hier aus in die andere Richtung schlagen wird. Ich würde also eher darauf tippen, dass ein nächstes Tote-HosenAlbum ziemlich heftig, laut und hart werden würde. Wer weiß schon, was passiert, aber das ist meine Vermutung. Du nimmst damit zumindest vorweg, dass es auf jeden Fall ein nächstes Studioalbum geben wird. Ein weiteres Album wird es für mich in jedem Fall geben. Dabei sind wir auch eher old-school. Wir kommen aus dem Vinyl-Zeitalter, wo man ein Album und seine Dynamik, die Reihenfolge der Stücke und Dramaturgie noch mit Herz und Seele lebte. Heute scheint es so zu sein, dass die Menschen einfach nur Songs anklicken und nach vier Sekunden entscheiden, ob sie ihnen gefallen oder nicht. Sie nehmen Alben auch gar nicht mehr wirk-

GEWINN SPIEL

Wir verlosen „Alles ohne Strom“ 2× auf CD, 1× auf LP und 2× auf DVD/Blu-ray. Mehr Informationen und Teilnahmebedingungen: www.ticketmagazin.com

lich als Einheit wahr. Ich hingegen schon, und allein aus dieser Romantik und der Verpflichtung unserer Geschichte heraus möchte ich bewusst ein letztes Album aufnehmen. Ich will ins Studio zu unserem Produzenten gehen und sagen: „Heute ist der erste Tag meiner letzten Scheibe. Und jetzt lass uns das Ideen-Regal ausräumen.“ Am Schluss will ich die Bude abfackeln. Diesen Moment hatte ich noch nicht, deshalb spüre ich, dass mindestens

Foto: Enno Kapitza

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or fast exakt 14 Jahren haben die deutschen Punk-Rebellen Die Toten Hosen erstmals darüber nachgedacht, sich akustisch nackt zu präsentieren und im Rahmen der „MTVUnplugged“-Reihe an zwei Abenden im Wiener Burgtheater die Verstärker ausgestöpselt. Heraus kam das 20 Songs starke Album „Nur zu Besuch“, das den Fans neue Facetten und der Band eine neue musikalische Spielwiese eröffnete. Knapp eineinhalb Dekaden später hatten Campino und Co. wieder Lust auf ruhige Momente und ihrer Heimat Düsseldorf mit „Alles ohne Strom“ einen QuasiNachfolger gefertigt, der sie 2020 unter anderem auch nach Wien und Graz führt.


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iegt die Kraft Alles ohne Strom Was 2005 im Burgtheater begann, wird heute viel weiter gedacht: Denn es geht nicht nur um unverstärkte Versionen der eigenen Lieder, sondern vielmehr um das Einbringen neuer Instrumente und bislang noch nicht da gewesener Interpretationen des bekannten Materials.

Foto: Enno Kapitza

noch eine Scheibe kommen wird. Es ist für mich aber auch nicht unvorstellbar, dass es das letzte Album sein könnte. Zurück zu „Alles ohne Strom“: Wann gab es die ersten Überlegungen, erstmals nach 14 Jahren wieder ein AkustikAlbum zu machen? Am heftigsten berührt waren wir von unserem Projekt „Entartete Musik“ und dem Orchester von der Musikhochschule in Düsseldorf. Wir wollten unbedingt mit diesem Programm auf Tour gehen und haben uns vor allem Berlin, Wien und Zürich vorgestellt. Ein Orchester mit 100 Musikern auf Tournee zu schicken war logistisch einfach nicht möglich.

Allein die Hotelkosten hätten alles gesprengt. In Räumlichkeiten für 2.000 bis 3.000 Besucher spielen sich die Kosten nicht ein. Da hätte man für eine Eintrittskarte so viel verlangen müssen, dass die Leute uns den Vogel gezeigt hätten. Den Menschen ist nicht bewusst, dass die Opern alle subventioniert sind. Wenn du so etwas privat finanzierst, bringt dich das in der Größenordnung um. Wir mussten uns von diesem Gedanken also verabschieden. Von da an haben wir an eine abgespeckte Version gedacht, die trotzdem eine totale Bandbreite an Musikfarben anbietet. Die Frage war: Wie viele Leute brauchen wir? Streicher: klar, Piano: klar. Ein guter Bläsersatz, Percussion und als Sahne auf dem Kuchen ein Akkordeonspieler. Entgegen dem Vorurteil über dieses Instrument kann es sich sehr gut in verschiedene Stile einfügen. Die Besetzung war der erste Schritt. Dann ging es um das Programm. Dazu haben wir Themenkreise gebildet, neue Lieder sollen dabei sein, ein paar CoverVersionen, mit denen wir zeigen können, von welcher Musik wir selber Fans sind. Vom eigenen Material wollten wir unbedingt auch alte Perlen aus unserer Musikgeschichte hervorholen und auch aktuelle Sachen im neuen Gewand servieren. Jeder weiß, welche Energien ein Konzert der Toten Hosen freisetzt. Auf und abseits der Bühne. Wie wollt ihr das mit dem Unplugged-Setting hinkriegen, denn das Ziel ist ja auch hier, für Euphorie und Stimmung zu sorgen? Wir planen keinen in sich gekehrten, besinnlichen Abend. Wenn das geschieht,

haben wir versagt. Vom Level an Energie und Spaß sollen diese Gigs die gleiche Punktzahl bekommen wie ein klassisches Konzert der Toten Hosen. Es wird dieselbe Schlacht mit anderen Waffen. Unser Leitbild ist immer die Vorstellung von einer Balkan-Truppe, die man für jede Gelegenheit wie Hochzeit, Beerdigung oder Firmung buchen kann. Am Ende tanzen und lachen alle miteinander und lassen los. So müssen die Abende im kommenden Sommer aussehen. Da wird auch kein Wert auf Bestuhlung gelegt, auch wir als Band werden nicht sitzen. Wir versuchen schon, den optimalen Druck zu erzeugen und haben dabei Bands wie die Pogues, die Specials oder auch Seeed im Hinterkopf. Die kriegen das auch alle ohne E-Gitarren-Krach hin. Wird das Live-Set aus dem Album bestehen oder habt ihr da anderes vor? Nicht nur. Da ist noch sechs Monate hin und wir werden uns aus unserem Gesamtrepertoire bedienen. So fließen Songs aus dem Burgtheater ein, möglicherweise auch Stücke aus dem „Entartete Musik“Projekt, soweit das mit 16 Musikern zu lösen ist. Der Prozess ist nicht abgeschlossen und Songs wie „Wort zum Sonntag“ haben wir zwar im Burgtheater schon gespielt, aber nicht sorgfältig ausgearbeitet. Es ist auch gut möglich, dass wir bis zum Sommer auch Lieder dabei haben werden, die bislang nirgends erschienen sind. n Die Toten Hosen gastieren ohne Strom am 4. Juli in der Wiener Stadthalle D und am 29. August am Messe Graz Freigelände. Das volle Gespräch lesen Sie online auf ticketmagazin.com.

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Dieser Kampf hat keinen Haken. Ohne lange Bindung. Ohne versteckte Kosten.

Stream dich frei.

Š 2018 Metro-Goldwyn-Mayer Pictures Inc. and Warner Bros. Entertainment Inc.


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It’s Showti Spektakulär wie nie: „Holiday on Ice: SHOWTIME“ ist eine Liebeserklärung an das Entertainment auf dem Eis und gleichzeitig ein faszinierendes Meta-Märchen voller Opulenz, Emotionen und Extravaganz. Wir sprachen mit den Hauptdarstellern. TEXT: MANUEL SIMBÜRGER

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sondern mit über fünf Millionen unersättlichen Followern auch InstagramStar, ergänzt in einer Mischung aus Ernsthaftigkeit, Begeisterung und Unschuld: „Holiday on Ice ist etwas ganz Besonderes!“ Hautnahe Emotionen Die beiden sind nach Wien gekommen, um zwar (zumindest vorerst noch) nicht zu bleiben, aber um voller Elan, ungekünsteltem Charme und ja, ganz viel süßem Welpeng’schau von Colin die neue Holiday-on-Ice-Show zu bewerben. Die trägt den Titel „SHOWTIME“, startet am 29. Jänner in der Wiener Stadthalle – und lädt das Publikum ein, gemeinsam mit bis zu 40 der besten Eiskunstläufer und -innen eine magische Reise durch die unvergleichliche Erfolgsgeschichte von Holiday on Ice zu unternehmen. Die Darsteller demonstrieren uns hautnah, was es bedeutet, für die Bühne und für Standing Ovations zu leben. So was wie „A Chorus Line“, nur halt auf Schlittschuhen? „Ja, aber nur ganz anders!“,

lacht Colin. „Wir erleben mit, wie ein Produzent eine tolle, spektakuläre Eiskunstlaufshow auf die Beine stellt, sind also vom ersten Casting bis zur Welttournee dabei“, erklärt er. „Es geht um das unbändige Streben aller Artisten, darunter auch Bungee-Performer und Stunt-Skater, stets die beste Performance zu zeigen. Eine emotionale Achterbahnfahrt mit allen Höhen und Tiefen.“ Christina lächelt. „Natürlich wird es auch eine große Liebesgeschichte geben. Der Produzent verliebt

Fotos: Holiday On Ice Productions

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n jeder Sportart, in jeder Entertainmentsparte gibt es so etwas wie den Heiligen Gral: Den der Selbstverwirklichung, der Bestätigung des eigenen Talents, des Ankommens. Unter Bergsteigern mag es das Bezwingen des Kilimandscharo sein, bei Radrennfahrern die Tour de France, unter Schauspielern die Acceptance Speech bei der OscarVerleihung und unter heimischen Promis der Sieg bei Dancing Stars. So oder so ähnlich muss es sich wahrscheinlich für Eiskunstläufer anfühlen, wenn sie Teil von Holiday on Ice sein dürfen, der erfolgreichsten, weil außergewöhnlichsten Eiskunstlaufshow der Welt (seit der Uraufführung 1943 mehr als 329 Millionen Zuschauer weltweit!). „Es gibt sehr wenige Produktionen, die Niveau, Talent, Entertainment und Magie auf einem so hohen Level vereinen wie Holiday on Ice“, meint zum Beispiel die kanadische Eiskunstläuferin Christina Bokma im Gespräch ehrfürchtig. Und Kollege Colin Grafton, seines Zeichens nicht nur Wunderknabe auf dem Eis,


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time, Baby! sich in ein Eislauf-Starlet.“ Das Pärchen wird, klar, von Colin und Christina gespielt, die privat zwar nur gute Freunde sind, eine knisternde Chemie zwischen ihnen aber nicht abstreiten können. Spektakel zum Runden Ausschlaggebend für diese kreative Meta-Erzählung ist die nun über 7 Jahrzehnte andauernde Erfolgsgeschichte von Holiday on Ice. Kosten, Kräfte und Mühen gescheut wurden nicht: „SHOWTIME“ ist ein Inszenierungs-Spektakel der Extraklasse mit vielen überwältigenden Highlights – Hologramm-

Effekte, ein bespielbarer Globus mit einem Durchmesser von fünf Metern, eine riesige LED-Leinwand sowie eine Dampflok sind nur einige Beispiele. Für die Regie zeichnet Kim Gavin verantwortlich, der bereits Stars wie Pink oder Robbie Williams effektvoll auf der Bühne inszenierte. „Unser Anspruch ist es, eine Inszenierung auf einem Level zu präsentieren, wie sie zuvor nicht für möglich gehalten wurde“, so Gavin. Choreograf ist der Eiskunstlauf-Olympiasieger Robin Cousins; die rund 300 atemberaubenden, handgefertigten Kostüme tragen die Handschrift von Michael

Sharp, der eine farbenprächtige und extravagante Kostümwelt erschuf. Das Highlight sei aber das fulminante Finale, teasert Colin mit glänzenden Augen: „Obwohl ich selbst Teil der Nummer bin, habe ich immer noch eine Gänsehaut, erlebe sie als ,out-of-body experience‘.“ Eis-Familie Holiday-on-Ice-Geschäftsführer Peter O’Keeffe spricht gar von „Wow-Effekten“. Das bedeutet auch für die Darsteller viele Momente, die ihnen buchstäblich den Atem verschlagen. „Die Proben

GEWINN SPIEL

Meta-Märchen Holiday on Ice inszeniert die eigene unvergleichliche Erfolgsgeschichte in einer temporeich-modernen Story und bringt damit die bislang größte Show auf die Eisbühne, die das Entertainment zu bieten hat.

Wir verlosen 2×2 Tickets für Holiday on Ice am 31. Jänner in der Wiener Stadthalle D. Mehr Informationen und Teilnahmebedingungen: www.ticketmagazin.com

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waren besonders intensiv, aber auch aufregend, da Holiday on Ice traditionsreich ist und die Show sehr viel mit Technik arbeitet“, meint Colin. Wenn „SHOWTIME“ Wien die Ehre erweist, befindet sich die Show bereits in ihrer zweiten Laufzeit, 2018 war man bereits in Deutschland und Frankreich unterwegs. „Wir hatten eine tolle Zeit!“, erzählen die beiden. Insgesamt dauerten die Proben acht Wochen lang. Eine Zeit der Familien-Findung: „Das Tolle an Holiday on Ice ist, dass der Cast sich gegenseitig unterstützt“, betont Christina. „Die Atmosphäre ist sehr familiär, das ist nicht selbstverständlich.“ Das EiskunstlaufBusiness nämlich kann ganz schön hart sein, geben beide nickend zu. „Sehr wetteifernd, wenig große Companys.“ Da gab’s doch diesen Oscar-nominierten Film, „I, Tonya“ hieß er …? Christina und Colin lachen. Haben sie beide gesehen und geliebt, klar! „Wir kennen beinahe alle Stuntdoubles, die im Film mitgewirkt haben!“ Pump’n muas! Sowohl Christina als auch Colin üben

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ihren Beruf bereits seit Kindestagen aus, von einer „normalen“ Kindheit kann man da nicht sprechen, geben sie zu. Disziplin stand an der Tagesordnung, genauso wie YouTube-Videos von diversen Holiday-on-Ice-Shows. Nicht nur das Business, sondern auch der Sport an sich verlangt einiges ab. „Neben dem Körper wird auch der Geist stark beansprucht“, erzählt Christina. „,SHOWTIME‘ ist eine Kombination aus Performance und Schauspiel. Das kann ganz schön schlauchen.“ Zudem ist es als Eiskunstläufer natürlich wichtig, ständig seinen Körper fit und in Form zu halten, schon allein weil es manchmal bis zu drei Shows am Tag zu stemmen gibt. „Eine gesunde Balance zwischen Sport und Entspannung ist wichtig“, erklärt Christina. „Wenn wir nicht touren, besuche ich das Gym fünf bis sechs Mal die Woche.“ Für Colin sei eher das Problem, das Gewicht zu halten, schließlich purzeln bei den Shows beständig die Kalorien. „Ich bin also nicht nur gezwungen, Kraftsport zu betreiben, sondern auch, wirklich viel zu essen – ich weiß, ein schreckliches Problem!“, lacht das Teilzeit-Model, der muskulöse Bizeps zuckt dabei, das mit der Muskelmasse scheint also nicht allzu tragisch zu sein. Unpünktliche Franzosen All die harte Arbeit wird aber reichlich entlohnt: Zum Beispiel in Form des begeisterten Publikums, dessen tosender Applaus für die Artisten wohl die beste Seelennahrung ist. „Der Adrenalinrush auf der Bühne ist unglaublich!“, staunt Colin immer noch. „Es dauert nach jeder Aufführung einige Stunden, bis er wieder abebbt.“ Einen nationalen Unterschied im Publikum zu erkennen sei durchaus witzig, lachen die zwei. Im Gegensatz zu den Franzosen beispielsweise seien die Österreicher voll dabei, emotional und überhaupt. „Außerdem beginnt bei euch und in Deutschland die Show auf

die Minute pünktlich, in Frankreich stets mit 20 Minuten Verspätung.“ Egal, wann die Scheinwerfer schlussendlich angehen: „Jeden Abend geben wir mehr als 100 Prozent“, sagt Colin und kommt wieder auf die Herausforderung seines Berufs zu sprechen. „Wir geben dem stets neuen Publikum das Gefühl, das allererste Mal zu performen. Unsere Aufgabe ist es, das Publikum in diese neue Welt zu holen, emotional, aber auch visuell.“ Wieder leuchten zwei Augenpaare in diesem Moment, voller Tatendrang und Vorfreude. Wien-Fans Es ist deutlich: Sowohl Colin als auch Christina können es kaum erwarten, einem Millionenpublikum abermals märchenhaften, aber gleichzeitig doch so realistischen Eskapismus auf Glatteis zu bieten. Die Tour führt sie durch Österreich, Deutschland und Polen. Bis es so weit ist, wird noch fleißig geprobt und vor allem promotet. „Momentan fliegen wir jeden Tag“, lächelt Christina müde, aber glücklich. Das Tolle daran: Immer wieder neue, interessante Städte kennenzulernen, wie Wien zum Beispiel. Obwohl, hier waren die beiden früher bereits. „Die Architektur, all die Museen – eine wunderschöne Stadt“, schwärmt Christina. Als großer Restaurant- und Club-Liebhaber zeigt sich Colin vom Flex und vom Motto am Fluss begeistert. Mädels, nun wisst ihr also, wo ihr euren „SHOWTIME“-Abend ausklingen lassen solltet! Den Märchenprinzen im wahren Leben kennenzulernen – nicht die schlechteste Möglichkeit, um aus einer Zeitreise voller Magie, Fantasie und überbordendem Talent zurückzukehren. n Holiday on Ice gastiert mit „SHOWTIME“ von 29. Jänner bis 9. Februar in der Wiener Stadthalle D, zwischen 14. und 16. Februar in der Olympiahalle Innsbruck.


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Die Prinzessin empfiehlt

Elsa, Anna und Olaf können nicht nur singen, sondern auch Schlittschuh laufen: „Disney on Ice: Die Eiskönigin“ präsentiert wunderschönen Eiskunstlauf gepaart mit einer der herzerwärmendsten Geschichten aus dem Hause Disney. Ein unvergessliches Eis-Märchen für die ganze Familie! TEXT: MANUEL SIMBÜRGER

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aben Sie sich schon einmal gefragt, wie es wäre, wenn Eiskönigin Elsa nicht auf eisblauen Stilettos, sondern auf – mindestens genauso stylishen – Eislaufschuhen durch das malerische Märchenland Arendelle kurven würde? Bevor Sie an dieser Stelle verwundert die Augen aufreißen und der Kopf zu schwirren beginnt: so abwegig ist der Gedanke nicht. Immerhin lebt die Gute nicht nur im ewigen Schnee, Eis und Frost, ist also alltägliche Rutschpartien gewöhnt, sondern macht trotz Minustemperaturen in ihrer Haute-CouturePrinzessinnenrobe auch eine mehr als ansehnliche Figur. Umringt von naivfröhlichen Schneemännern weiß bad ass Elsa: Zwischen kristallklaren Eisskulpturen und auf einem spiegelglatten Boden, der die eigene Schönheit spiegelt, lässt es sich auf dem Eis am besten loslassen …

vergisst, treffen die Helden dabei auf geheimnisvolle Trolle, einen fiesen Riesenschneemann, höchste Berghöhen, unerhörtes Herzklopfen und allem voran auf die größte Liebe, die es auf Erden gibt: die unter Geschwistern. Visueller Genuss „Disney on Ice: Die Eiskönigin“ ist ein einmaliges und unvergessliches Erlebnis für die gesamte Familie. Dafür sorgt nicht nur die herzerwärmende Geschichte ganz im Stil von Disney, sondern auch eine umwerfende Lichtshow und ein Bühnenbild, das es ermöglicht, mittendrin in Arendelle statt nur dabei zu sein: dieses umfasst nämlich den kompletten Raum von der Eisoberfläche bis hoch in die Luft. Die Macher von Feld Entertainment haben hier ganze Arbeit geleistet und nicht nur die Atmosphäre, sondern auch den visuellen Genuss des Films aufs Eisparkett übertragen – bei der „Eiskönigin“ fast

Fotos: COFO / Disney

Eis-Märchen Die absolute Frozen-Wonderland-Fan-

tasie wird nun auf die Spitze getrieben: nämlich mit „Disney on Ice: Die Eiskönigin – Völlig unverfroren“. Erstmals wird die gesamte außergewöhnliche und Maßstäbe setzende Geschichte des erfolgreichsten Animationsfilms aller Zeiten – im Grunde ein Roadmovie vor eisiger Märchenlandschaft mit gehörig Frauenpower, ein bisserl also die Disney-Version von „Thelma & Louise“ – auf dem Eis präsentiert. Wir begleiten einmal mehr Anna bei ihrem waghalsigen Abenteuer, wenn sie mit den lustig-liebenswerten Sidekicks Kristoff, dem charmanten Naturburschen, Rentier Sven und natürlich Olaf, dem wahrscheinlich originellsten Schneemann in der Geschichte des Geschichten-Erzählens, alles daransetzt, nicht nur ihr Königreich, sondern vor allem ihre Schwester Elsa zu retten, die gute Prinzessin mit den bösen Kräften. Ganz im Stil des Films, der auf gekonnte Weise Dramatik und Humor miteinander verbindet und dabei nie auf ganz viel Herz

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in auf dem Eis schon ein Muss, schwärmen Kritiker sowie Fans doch nach wie vor von der hervorragenden, bis dato unerreichten Tricktechnik des Films. Zentral bei der Disney-on-Ice-Version ist jedoch selbstredend der wunderschöne und beeindruckende Eiskunstlauf, der subtil, aber dafür umso pointierter die jeweiligen Charakterzüge der Figuren perfekt einfängt: Während Elsa elegant und geradlinig übers Eis schwebt und dabei an eine Balletttänzerin erinnert, sind Annas Bewegungen eher spielerisch und horizontal angelegt.

Fotos: COFO / Disney

Sing-a-long Aufwendige Kostüme gibt’s natürlich auch sowie jede Menge Gelegenheit, lauthals mitzusingen, denn die preisgekrönten Filmhits wie „Aufpolieren“, „Willst du einen Schneemann bauen?“ (wer jemals kleine Kinder dieses Lied singen gehört hat, hegt seitdem keinen einzigen bösen Gedanken mehr!) und natürlich die Powerballade „Lass jetzt los“ sind sicherlich die Highlights der Produktion. „Unser großes Ziel ist es, diese herzerwärmenden Figuren auf eine Art und Weise zu zeigen, die die Möglichkeit

Herzerwärmend Es ist natürlich offensichtlich, dass „Die Eiskönigin – Völlig unverfroren“ bestens für das Eis geeignet ist. Dank Weltklasse-Eiskunstlauf und innovativer Show-Elemente wird diese Disney-on-Ice-Produktion die Herzen des Publikums berühren. Obwohl auf dem Eis gespielt wird die Geschichte niemanden kaltlassen …

gibt, mitzufiebern und mitzusingen während dieser emotionalen Reise“, so Regisseurin Patty Vincent. Und Produzentin Nicole Feld ergänzt: „Während all der Jahre, in denen Feld Entertainment Disney-on-Ice-Shows produziert hat, haben wir immer auf einen Film wie diesen gewartet.“ Die – zugegeben aufgelegte – Vereinigung von Disneys Version von Andersens „Die Schneekönigin“ und Disneys Interpretation von Holiday on Ice war in den USA bereits ein voller Erfolg, sogar die renommierte New York Times berichtete davon (und war hellauf begeistert).

Herz-Schmelzgefahr Disney on Ice, im Grunde eine Eiskunstlaufshow, in der die Eiskunstläufer beliebte Disney-Figuren charakterisieren und dabei eine (Disney-)Geschichte für Jung und Alt erzählen, debütierte international bereits 1987. Seit 2008 gibt es jedes Jahr eine neue Show, deren Gastgeber – klar – stets Micky Maus ist, manchmal unterstützt von Minnie, Donald und Goofy. Originell: In „Disney on Ice: Die Eiskönigin“ absolvieren auch beliebte Figuren aus „Toy Story“ oder „Der König der Löwen“ herrlich selbstironische Auftritte. Mit „Die Eiskönigin“ ist Disney on Ice ein besonderer Coup gelungen: Die Story ist eine berührende Allegorie über Selbstaufopferung, Trennungsschmerz, unzertrennbare emotionale Bindungen sowie radikale Selbstfindung, mit überraschenden Twists und broadwayesken Musiknummern. Die Prinzessin anstatt des Prinzen rettet das Königreich, einen klassischen Antagonisten gibt es genauso wenig wie eine traditionelle Lovestory. Ein modernes Märchen-Musical also, wie es nur der Mauskonzern zustande bekommt – egal ob auf der Leinwand oder auf dem Eis. Eiskalt wird es einem hier bestimmt nicht, dass das Herz aber eventuell nicht zu schmelzen droht, können wir nicht versprechen. n „Disney on Ice: Die Eiskönigin“ gastiert zwischen 27. und 29. in der Linzer TipsArena. (Eisfreie) Träume werden im wahrsten Wortsinn auch bei „Disney in Concert“ am 18. März in der Wiener Stadthalle D wahr: Neben dem Hollywood Sound Orchestra werden hier zahlreiche Starsolisten die schönsten Disney-Songs auf der Bühne live performen.


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Der Hunde-Anwalt E

s kann schon mal vorkommen, dass es mit dem besten Freund zum Clinch kommt. Weil man einfach nicht dieselbe Sprache spricht. Manchmal. Oder auch immer. Geht der best buddy bellend und auf vier Pfoten durchs Leben, tritt Martin Rütter auf den Plan. Spätestens seit der VOX-Doku „Der Hundeprofi“ ist Rütter der bekannteste, weil beliebteste Hundeprofi im deutschsprachigen Raum. Seine aktuelle Bühnenshow „FREISPRUCH!“ räumt mit dem Mythos des notorischen Problemvierbeiners auf – und bringt es auf den Punkt: Schuld ist nie der Hund! Rütter lotst uns in seiner unvergleichlichen Art zielsicher durch den skurrilen Beziehungsdschungel von Mensch und Hund. Er zückt den Spiegel der wirklichen Wahrheit. Denn der Hundeprofi weiß ganz genau: Der tierisch-menschliche Alltag hat seine eigenen Gesetze. In Ihrem aktuellen Programm „FREISPRUCH!“ treten Sie als Hunde-Anwalt auf … Wir werden uns in einer Gerichtskulisse befinden. Auf der Bühne wird eine riesige Justitia sein und ich werde mit einem Buch voller Anklageschriften auf der Bühne stehen. Da geht es dann zum Beispiel um Dogge Rudi, der in Restaurants immer bettelnd den Kopf auf alle Tische legt. Das ist natürlich unangenehm, vor allem bei fremden Menschen.

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Das Publikum kann sich insgesamt auf eine schöne Mischung aus Information und Unterhaltung freuen. Ich halte den Leuten vor Augen, an welchem Ende der Leine das Problem liegt und fungiere als „Anwalt der Hunde“, natürlich zum Leidwesen der Menschen (schmunzelt). Denn es ist ja klar: Schuld hat nie der Hund! Am Ende darf die Jury, das Publikum, dann entscheiden, ob der angeklagte Hund freigesprochen wird oder nicht. Wobei natürlich relativ klar ist, für wen sie entscheiden. Ist tatsächlich niemals der Hund schuld? Genauso ist es! Das Problem ist immer der Mensch. Ich hatte schon rund 6.500 Hunde im Training – und würde sagen, viel Erfahrung dabei gesammelt. Bisher ist mir kein einziger Vierbeiner begegnet, der es verbockt hat! Wir müssen aufhören zu sagen, der Hund nervt, denn es gibt immer einen Plan, wie man etwas abstellen kann. Menschen sind nur oft zu wenig konsequent und lassen’s einfach laufen, weil sie den Hund herzig finden. Was ist die wichtigste Regel in der Hund-Mensch-Beziehung? Für ein harmonisches Zusammenleben muss man gleich drei Kardinalfehler in der Beziehung zwischen Hund und Mensch vermeiden: Die extreme Ver-

menschlichung, denn diese schürt Erwartungen, die der Hund niemals erfüllen kann. Ein Hund kann nicht denken und handeln wie ein Mensch. Dazu kommt mangelnde Konsequenz. Menschen stellen Regeln auf, gehen dann aber zu lax mit diesen um. Ein Hund benötigt klare Regeln, nur so kann er Vertrauen zu seinem Menschen aufbauen und sich auch in schwierigen Situationen auf ihn verlassen. Ein weiteres Problem ist die mangelnde Beschäftigung: Hunde brauchen körperliche und geistige Auslastung. Ein weiterer Knackpunkt ist, dass der Mensch das Verhalten seines Hundes nicht richtig deutet. Es ist nämlich eine der wichtigsten Regeln, die Sprache des Hundes zu lernen und seine Bedürfnisse erkennen. Das Anspringen bei der Begrüßung wird fast immer als Freude des Hundes empfunden, in den wenigsten Fällen ist es aber freundlich gemeint, sondern viel häufiger als Korrektur am Menschen, der den Hund nicht mit nach draußen genommen hat. Oder das Schwanzwedeln, das die meisten Leute als Freude interpretieren. Dabei kann das Schwanzwedeln sehr unterschiedliche Bedeutungen haben. Wenn zum Beispiel der Körper beim Wedeln ruhig ist, und der Hund hält dabei den Kopf leicht abgesenkt und fixiert sein Gegenüber, zeigt die wedelnde Rute lediglich die Aufregung des Hundes kurz vor einem Angriff.

Foto: Guido Engels

Er holt sie runter von der knochenharten Anklagebank: die Ausgestoßenen, die Ausgesetzten und die Ausgebüxten. In seiner neuen Bühnenshow „FREISPRUCH!“ stellt Martin Rütter, der beste Freund des Hundes, klar: Der bellende Vierbeiner ist nie schuld! TEXT: MANUEL SIMBÜRGER


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Foto: Guido Engels

Wie würden Sie die Psyche eines Hundes beschreiben? Hier sind die Vierbeiner in vielerlei Hinsicht nicht so weit von uns Menschen entfernt. Hunde empfinden genauso wie der Mensch Freude oder Trauer, sie haben Ängste oder zeigen aggressives Verhalten. Dennoch gibt es gravierende Unterschiede: Hunde bewerten zum Beispiel ein Verhalten nicht anhand eines ethisch-moralischen Verhaltenskodexes, wie es der Mensch in aller Regel macht. So sind Hunde zum Beispiel auch nicht nachtragend. Zudem leben Hunde vor allem im Hier und Jetzt, sie planen nicht ihre Zukunft Monate im Voraus und sinnieren nicht ewig über Vergangenes. Natürlich beeinflussen Erlebnisse genauso wie beim Menschen das weitere Leben eines Hundes. Eine Planung des weiteren Lebens aufgrund von Ereignissen wie beim Menschen gibt es jedoch nicht. Und dann ist es noch so, dass Hunde natürlich sehr viel instinktgesteuerter agieren, als der Mensch es tut.

In Österreich sagt man gerne: „Wie der Herr, so sein Gscherr.“ Eine äußerliche, optische Ähnlichkeit ist eher selten zu bestaunen. Aber charakterlich oder im Verhalten kann man mitunter eine Annäherung erkennen. Meine erste Hündin Mina beispielsweise wurde mit der Zeit immer klüger. Meine Kinder sagten dann immer: „Sie wird aber auch verfressener!“ (lacht) Sie haben also persönlich Hunde? Mein erster Hund war eben Mina, eine Golden-Retriever-Hündin. Von ihr habe ich gelernt, Ruhe genießen zu können und relaxter zu sein. Sie war keine Revoluzzerin, hat nie geknurrt oder gedrängelt. Aber wenn ich ungeduldig wurde, wurde sie ruhiger und hat einen Gang zurückgeschaltet. Ich wollte sie verändern, musste aber kapieren, das geht nicht. Ich habe durch den Hund Geduld gelernt und begriffen, dass ich auch mal Fünfe gerade sein lassen kann – da sind Hunde perfekte Lehrer. Die sind hartnäckig und sehr geduldig. Meine jetzige Hündin heißt Emma, ist ein

Australian-Shepherd-Mix und mir vor ein paar Jahren daheim in Köln einfach so zugelaufen. Man unterteilt die Menschheit gerne in Hunde-Typen und Katzen-Typen. Wie unterscheiden sich diese Ihrer Erfahrung nach voneinander? Der Hundemensch ist körperlicher, er steht mehr auf dem Boden: Beim Händedruck merke ich schon, ob ich es mit einem Hunde- oder Katzenmensch zu tun habe. Und, ganz klar, ein weiterer Unterschied: Hundemenschen werden geliebt (schmunzelt). n Martin Rütters „FREISPRUCH!“ für alle Vierbeiner gibt es am 19., 20. und 21. März in Graz, Linz und Wien. Das volle Gespräch finden Sie unter ticketmagazin.com!

GEWINN SPIEL Wir verlosen drei DVDs von Martin Rütters „FREISPRUCH!“. Mehr Informationen und Teilnahmebedingungen: www.ticketmagazin.com

Freispruch Martin Rütter lotst uns in seiner unvergleichlichen Art zielsicher durch den skurrilen Beziehungsdschungel von Mensch und Hund.


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Pro anti Anti-Aging Er ist wahrscheinlich der einzige Arzt, von dem man sich gern, freiwillig und immer wieder behandeln lässt: In seinem neuen Live-Programm „ENDLICH!“ fragt sich Dr. Eckart von Hirschhausen, was die Zeit mit uns macht. Und wieso Anti-Aging echt dumm ist. TEXT: MANUEL SIMBÜRGER

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er Arzt der (deutschsprachigen) Nation ordiniert wieder vor Live-Publikum, wie gewohnt interaktiv sowie witzig und hintersinnig zugleich: Nach Glück, Liebe und Wundern widmet sich Dr. Eckart von Hirschhausen dem größten Thema unserer Zeit: der Zeit! Was macht die Zeit mit uns, was machen wir mit unserer Zeit? Warum tickt die berühmte biologische Uhr und wie zieht man sie wieder auf? Alle wollen alt werden – aber keiner will alt sein. Sein neues Programm „Endlich!“ bietet viele unerwartete Aha-Erlebnisse, erstaunliche Fakten, eine Prise Zauberei sowie seelenstreichelnde Klaviermusik. Bisserl Phi-

losophie in Weißkittel gewandet gibt’s obendrein, wenn von Hirschhausen fragt: Wenn das Leben endlich ist, wann fangen wir endlich an zu leben? Wie definieren Sie Zeit und was hat sie mit Ihnen gemacht? Meine Erfahrung sagt mir, dass sich Zeit weder definieren noch festhalten lässt. Die Beschäftigung mit dem Thema für mein Bühnenprogramm hat mir aber etwas klar verdeutlicht: Wir leben länger als jede Generation vor uns und haben trotzdem ständig das Gefühl, wir hätten keine Zeit. Das ist doch eigentlich sehr komisch, warum lacht da keiner drüber?

Dazu ein kleines Gedankenexperiment: Erinnern Sie sich noch an den ersten Kuss? Und den 17.? Unser Gehirn gibt Dingen, wenn sie das erste Mal passieren, mehr Aufmerksamkeit. Ein guter Trick, die Zeit zu verlangsamen, ist also aus der Routine auszubrechen und sich immer wieder neue Dinge anzueignen. Ich selber habe deshalb wieder angefangen, Gitarre zu spielen, so wie ich das schon mal als Jugendlicher gemacht habe. Plötzlich fühle ich mich wieder wie am Lagerfeuer, freue mich aber gleichzeitig, dass ich danach nicht auf einer Luftmatratze schlafen muss. Das ist bestes emotionales AntiAging.

Endlich Zeit Nach Glück, Liebe und Wundern widmet sich der Doktor der Nation dem größten Thema unserer Zeit: der Zeit! Was macht die Zeit mit uns, was machen wir mit unserer Zeit?

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Foto: Tim Milskens

Für die ARD-Dokumentation „Hirschhausen im Hospiz“ haben Sie Menschen im Hospiz besucht … Ich habe an mir ein Umdenken vom Tun zum Lassen wahrgenommen. Im Hospiz ticken die Uhren anders. Es ist ein Ort, der komplett herausgenommen ist aus der ganzen Betriebsamkeit der Hochleistungsmedizin und unserer Welt. Mit meiner Arzt-Denke wollte ich vor dem Betreten jedes Zimmers das Krankheitsbild und die Prognosen kennen. Eine der Schwestern sagte zu mir: „Entspann dich, das ist hier alles nicht mehr so wichtig. Begegne dem Menschen in diesem Zimmer doch einfach so, wie er ist.“ Und das stimmt. Es geht im Hospiz um Begegnung, Würde und um Echtheit. Menschen, die darum wissen, wie kostbar die ihnen verbleibende Zeit ist, haben auf anderes keine Lust mehr. Insofern ist der Moment, in dem es ganz existenziell auf den Tod zugeht, für viele auch befreiend: Sie müssen kein Bild mehr von sich selbst aufrechterhalten. Sie müssen es niemandem mehr recht machen. Ich habe im Hospiz Menschen getroffen,

die sehr gelassen waren und sogar fröhlich – das hat mich sehr bewegt.

habe. Ich bin besser drauf und fühle mich jünger als früher.

In einem Interview meinten Sie kürzlich, Sie möchten einen humorvollen Grabstein. Welche Inschrift soll darauf zu lesen sein? An meinem Satz arbeite ich noch – das ist wirklich nicht einfach angesichts so großartiger Vorlagen wie zum Beispiel: „Typisch, jetzt wo ich Zeit habe, kommt keiner vorbei.“ Oder Johnny Carson, der berühmte Talkmaster, ließ wie vor einer Werbepause schreiben: „Ich bin gleich wieder für Sie da“. Loriot soll verfügt haben: „Gestatten Sie, dass ich liegen bleibe“ … Hoffentlich habe ich noch viel Zeit zum Nachdenken!

Kann Humor tatsächlich heilen? Ja, das kann er, davon bin ich überzeugt und das ist auch das Motto meiner Stiftung HUMOR HILFT HEILEN. Unsere Mission ist es, die heilsame Stimmung im Krankenhaus zu fördern und modernes psychologisches Wissen in die Praxis und die Schulen zu bringen. Lachen hilft gegen Schmerzen. Das kann jeder ausprobieren: Hauen Sie sich mit einem Hammer zweimal auf den eigenen Daumen, einmal alleine und dann noch einmal in Gesellschaft. Sie spüren den Unterschied. Alleine tut es lange weh. Wenn ich mit Anderen lachen kann, lässt der Schmerz nach. Deshalb sollte niemand mit Schmerzen lange alleine sein und etwas zu lachen bekommen. Inzwischen sind Clowns auch sehr erfolgreich in der Altenpflege, gerade wenn sie Musik einbeziehen, erreichen sie auch bei Dementen eine Stimmungsverbesserung. Wer es genauer wissen will, findet auf www.humor-hilft-heilen.de weitere Informationen.

Welcher medizinische Mythos ärgert Sie am meisten? Ich reagiere richtig „anti“ auf AntiAging. Mal ehrlich, das Dümmste, was passieren kann, ist doch, dass Anti-Aging funktioniert. Dein Körper wird jünger, aber dein Geist wird älter. Irgendwann hast du Alzheimer, kommst aber körperlich gerade zurück in die Pubertät. Du kannst wieder – weißt aber nicht warum. Ist das ein Lebenstraum? Wie steht es eigentlich um Ihre eigene Gesundheit? Meine Knie zwacken und ich trage mittlerweile eine Gleitsichtbrille, aber ich will mich trotzdem nicht beschweren. Ich kann immer noch alles wie früher, nur halt nicht mehr am selben Tag (lacht). Für mich war im letzten Jahr besonders wichtig, dass ich das Intervallfasten für mich entdeckt habe. Ich habe nicht nur 10 Kilo verloren, sondern schlafe besser und fühle mich einfach auch grundsätzlich fitter. Ich habe wieder ein besseres Gefühl für meinen Körper entwickelt, zum Beispiel habe ich kaum noch Lust auf Süßkram, den ich früher tonnenweise in mich reingestopft

Was können wir noch tun, um möglichst lange und gesund zu leben? Ganz einfach – lassen Sie alles weg, was das Leben verkürzt. In „Endlich!“ bringe ich es ganz einfach auf den Punkt: 15 Jahre unseres Lebens hängen am Lebensstil. Es gibt keine Tablette, keine Operation und erst recht keine Creme, die uns besser schützen als fünf ganz einfache Dinge des Alltags: nicht rauchen, bewegen, Gemüse, erwachsen werden und Kind bleiben. n Die Sprechstunden von Dr. Hirschhausen finden am 11. und 12. Februar in Wien, am 5. Mai in Salzburg, am 16. November in Bregenz statt, sowie im Februar 2021 in Graz und Linz. Das volle Gespräch finden Sie unter ticketmagazin.com!


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The American Tribal Love/Rock Musical „Hair“ gilt als eines der erfolgreichsten Musicals aller Zeiten, die geniale Inszenierung von Erika Galamb und die legendäre Musik von von Galt MacDermot spiegeln das Lebensgefühl der 68erGeneration wieder, es bringt den Lebensstil der „Blumenkinder“ auf die Bühne: ihre Revolution für die sexuelle Freiheit, ihren Protest gegen den Vietnamkrieg und ihren Kampf gegen gesellschaftliche Dogmen. In „Hair“ geht es vorrangig um den Widerstand gegen einen sinnlosen Krieg, zeitlich fiel der Protest der für Frieden demonstrierenden Menschen mit der afroamerikanischen Bürgerbewegung zusammen, die es nicht länger hinnehmen wollte, zwar als Kanonenfutter für einen ungerechtfertigten Krieg zu dienen, aber in allen anderen – gesellschaftlichen, politischen und sozialen – Belangen diskriminiert zu werden.

Hair

27. bis 30. Dezember, Kufstein Arena, Congress Innsbruck, Helmut List Halle und Stadttheater Steyr

Pippi Langstrumpf

März bis April, in ganz Österreich

The Spirit of Freddie Mercury Die Stimme – Das Gefühl – Die Leidenschaft Unter dem Motto „Die Stimme – Das Gefühl – Die Leidenschaft“ erleben die Zuschauer in der rund 90-minütigen Show die bekannten Hits von Queen. Internationale Top-SängerInnen und ausgezeichnete Tänzer versetzen das Publikum in eine andere Zeit: Es entsteht der Eindruck, Freddie Mercury nochmals leibhaftig im Wembley-Stadion 1986 erleben zu können. Jänner bis März, in ganz Österreich

Manuel Rubey Goldfisch Fassen wir uns kurz. Wissen Sie, wie lange die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne heutzutage ist? Circa 8 Sekunden, weiß Manuel Rubey. Aber eigentlich hält er es für wahrscheinlicher, dass Sie das Lesen dieses Textes auf später verschieben. Der Allround-Künstler leidet nämlich an Prokrastination. Und deshalb geht es auch in seinem Solo-Programm ums Ver- und Aufschieben – und um alles, was man ständig verpasst. Sind Sie noch da? Niederösterreich-Premiere: 25. Jänner, Bühne im Hof

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Fotos: Asa Event (Freddie Mercury) Karl Schöndorfer (Pippi Langstrumpf) Musical & Dance Erika Galamb (Hair) Peter Draxl (Manuel Rubey) ÖFB (ÖFB)

Das Musical Pippi Langstrumpf (Vanessa Zips) wohnt mit ihrem Pferd und dem kleinen Affen Herr Nilsson in der Villa Kunterbunt und macht, was sie will. Sie ist superstark, herrlich unerzogen und lügt ganz wundervoll. Pippi triumphiert über Einbrecher, Lehrerinnen und Polizisten und ist für Tommy und Annika eine wunderbare Freundin. Pippi erlebt viele spannende Abenteuer, egal ob sie sich gegen die Abschiebung in ein Waisenhaus zur Wehr setzt, die Polizei zur Verzweiflung treibt, die bürgerliche Dorfidylle auf den Kopf stellt, ihre Schätze vor gefährlichen Räubern schützt, in der Schule ein Chaos anrichtet oder gegen den stärksten Mann der Welt kämpft – Pippi ist einfach jeder Situation gewachsen!


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Das ÖFB Nationalteam garantiert. Tickets in der Topkategorie sind um 12 Euro erhältlich. Ermäßigte Karten gibt es bereits ab 4 Euro! Keine Lust, alleine ins Stadion zu gehen? Dann nimm doch deine TeamkollegInnen mit in den Viola Park! Es lohnt sich: Denn alle Vereine, die bis zum 24. Dezember zwischen zehn und maximal 30 Tickets bestellen, erhalten einen einmalig rabattierten Preis von 6 Euro pro Ticket und einen signierten Fußball des ÖFB Frauen-Nationalteams. Alle Infos zur Challenge gibt’s ebenfalls unter oefb.at/uwclf2020.

Fotos: Asa Event (Freddie Mercury), Karl Schöndorfer (Pippi Langstrumpf), Musical & Dance Erika Galamb (Hair), Peter Draxl (Manuel Rubey), ÖFB (ÖFB)

Komm zum Champions League Finale in Wien! Es ist so weit! Wien bekommt wieder ein Finale der besten Teams Europas zu sehen. Denn am 24. Mai 2020 um 18 Uhr steigt das Endspiel der UEFA Women’s Champions League 2020 im Viola Park in Wien. Tickets sind ab sofort online unter oefb.at/uwclf2020 erhältlich! 15.000 Plätze bietet der Viola Park bei internationalen Spielen, und sie alle sollen besetzt sein. Nur mit deiner Hilfe sind beim großen Finale des wichtigsten europäischen FrauenfußballWettbewerbs eine denkwürdige Kulisse und beste Stimmung

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Gute Freunde

SCHON GEWUSST? So nervig sie auch sein können: Kinderlieder tragen einen wesentlichen Teil zum Heranwachsen bei. Insbesondere das Singen: Der Österreichische Familienbund bezeichnet es sogar als „Kraftnahrung für Kinderhirne“, vor allem für die ersten Lebensjahre. Anhand von Studien wurde bereits empirisch belegt, dass das Singen die Entwicklung in allen körperlichen, geistigen und sozialen Bereichen fördert. „Dies gilt besonders für die Sprachentwicklung, Sozialverhalten und Aggressionsbewältigung“, weist der Familienbund hin. Kinder müssten wieder viel mehr Gelegenheit zum spielerischen Singen haben, als e heutzutage der Fall sei, so die Empfehlung. In diesem Sinne: singen, singen, singen, so viel und so oft wie möglich, am besten gemeinsam. Das fördert nicht nur den Zusammenhalt, sondern sprichwörtlich auch die kindlichen Gehirnzellen!

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ie werden gerne als die „coolste Kinderband der Welt“ bezeichnet. Und ja, der Coolness-Faktor ist bei ihnen definitiv gegeben: Denn wenn der Beat zu den verspielten Rhymes einsetzt, will der geneigte Zuhörer – egal welchen Alters – am liebsten sofort aufspringen und lautstark in Textzeilen wie „Oma gibt mir Schokolade, yeah!“ mit einstimmen. Hinter der Gute-Laune-Maschine Deine Freunde steht das Trio Florian Sump, ehemals Schlagzeuger der deutschen Popgruppe Echt, Markus Pauli, seines Zeichens Musikproduzent und Live-DJ von Fettes Brot, sowie der versierte KinderTV-Moderator und Autor Lukas Nimscheck. Ein wahres Dreamteam also, das sich vor gut acht Jahren zusammengefunden hat, um den zuckerlfarbenen Kos-

mos der Kindermusik kräftig aufzumischen, denn – und darin werden wohl alle Eltern d’accord gehen – Kinderlieder können mit ihrem Heile-Welt-Getue und der entsprechend stupid-niedlichen Sprache oft ziemlich nervig sein! Wer Musik mit mehr Substanz sucht, die trotzdem kindergerecht aufgebaut ist, könnte mit Deine Freunde vielleicht auf die neue Lieblings-Familienband stoßen. Die drei Hamburger haben sich der musikalischen Kinderunterhaltung mit Authentizität verschrieben, sie vermischen Hip-Hop und Elektronik mit spielerischer Leichtigkeit, die Texte handeln von echten Lebenswelten der 6- bis 10-jährigen Hörer: von langen Ferien, Süßigkeiten, Wut und Streit, von Freundschaften, Hausaufgaben oder einfach Quatschmachen – alles Dinge, die Kinder in ihrem Alltag erfahren. Deine Freunde heben dabei weder mahnend den Zeigefinger, noch ziehen sie diese Dinge ins Lächerliche. Vielmehr versetzt sich das Trio gekonnt in seine jungen Hörer hinein: „Wir erinnern uns einfach an unsere Kindheit“, meint der ausgebildete Pädagoge Florian Sump, der die Band 2011 noch für die Kinder seiner Kindertagesstätte ins Leben rief – mittlerweile mit dem fünften Album „Helikopter“ aber bereits weitaus mehr als nur ein Geheimtipp aus der Mama-BloggerSzene ist … n Deine Freunde gastieren am 21. Februar im Wiener Gasometer.

Fotos:Michi Schunck, Hersteller

Kluge Texte, flotte Beats und natürlich jede Menge Spaß: Deine Freunde verstehen es, gute Laune zu verbreiten – und krempeln kurzerhand die alt-gediegene Welt der Kindermusik um. TEXT: AMINA BEGANOVIC


„Die nächste

Straßenbahn kommt in

5 Minuten.“ #so gut fährt Wien

Die WienMobil App und Alexa arbeiten jetzt zusammen. Damit du keine Zeit verlierst und immer pünktlich bist. 022312T3 WL WienMobil 2019-08 Alexa 200x280 Ticket ET30.10. iWC.indd 1

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Glücksspiel

Das Motto zum Jahreswechsel: die kleinen und großen Freuden des Lebens genießen, denn das Glück ist ein Vogerl.

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Fotos: Ingo Pertramer, Stephan Friesinger/John Harris, NHM Wien/Christina Rittmannsperger, Hersteller

S N E G R Ü J O O VOOD

REDAKTION: ANGELIKA GOLDMANN

MEHR VOODOO BITTE!

odoo Jürgens, Das neue Album von Vo bei Lotterlabel ist , „s klane Glücksspiel“ ist damit im erschienen und Voodoo Österreich. Dezember auf Tour durch juergens.com oeticket.com & voodoo


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EXTRA-ZEIT Die Aluminium-Uhren aus österreichischer Kreativität geboren gibt es in drei Modellen und mit vielen bunten Designs. Die 13. Stunde am Ziffernblatt soll zu mehr Achtsamkeit mit der eigenen Zeit inspirieren. al-time.com

GEWINN SPIEL Wir verlosen ein Stück der Leger von AL-Time. Mehr Informationen und Teilnahmebedingungen: www.ticketmagazin.com

BLAUE STUNDE

BLAU MACHEN

Der kuschelige Mantel Ricarda aus der Winterkollektion von Bogner macht Lust auf kalte Tage. bogner.com

Nichts leichter als das, und zwar mit dem nachtblauen Nagellack von s.he stylezone in trendiger Gel-Optik. meindm.at

SCHMACKHAFT Die Teller aus der Holiday Collection von H&M Home verbreiten nostalgische Gefühle. hm.com

TIPP: FITMACHER

TIPP: MONDSÜCHTIG Das Naturhistorische Museum Wien lädt anlässlich des 50. Jubiläumsjahres der ersten bemannten Mondlandung zu einer Sonderausstellung. nhm-wien.ac.at

Personal Training mit einem Experten bietet zahlreiche Vorteile. Ein(e) Trainer(in) motiviert langfristig und sorgt dafür, dass die Trainingsziele erreicht werden. Durch das fachliche Know-how kann das Trainingsprogramm auf die persönlichen Ziele, Wünsche und Bedürfnisse abgestimmt und gleichzeitig Verletzungen vorgebeugt werden. johnharris.at


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Ehrlichkeit statt Kalkül Lylit lässt sich nicht von Marktvorgaben einengen. „Es widerstrebt mir grundlegend, etwas zu schreiben, nur um eine Masse zu erreichen.“

Neuanfang Ihre Debüt-LP „Inward Outward“ wandert auf dem Grat zwischen kraftvoller Virtuosität und sanfter Verletzlichkeit: Die Sängerin und Komponistin Lylit öffnet damit ein neues Kapitel ihres musikalischen Schaffens – frei von Druck und Kopflastigkeit, dafür mit umso mehr Flow. TEXT: AMINA BEGANOVIC

TERMINE Am 5. Dezember findet im WUK die Release-Party zum Debüt von Lylit, „Inward Outward“ statt.

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den USA, ein Song wurde dort sogar zur iTunes-Single der Woche. Doch der Traum platze. Big Boss Massenburg ging pleite, seine Artists blieben danach in Knebelverträgen stecken. Ein juristischer Kampf begann, drei Jahre lang durfte Lylit keine eigene Musik veröffentlichen. 2019 dann der große „Befreiungsschlag“, wie sie es selbst nennt: Ihre EP „Aurora“ durfte im Frühling endlich das Licht der Welt erblicken. Lylit erfindet sich damit neu, mehr Beats und elektronische Elemente tragen ihre starke Soul-Stimme, die Texte sind geprägt von Mut, Selbstbestimmung und Feminismus. Aber das war erst der Anfang. Mit ihrem Album „Inward Outward“, das am 29. November veröffentlicht wird, geht Lylit nun einen Schritt weiter und legt ein sehr persönliches Werk vor, das die große Vielseitigkeit ihres Songwritings zeigt.

„Inward Outward“ – was sind die Dinge, die du auf dieser Platte von innen nach außen trägst? Ich habe das Album in der Toskana geschrieben, zwei Wochen in einem kleinen Steinhaus – ohne Handyempfang, ohne Internet, dafür mit Ausblick aufs Meer. Dort hat plötzlich etwas anderes zu arbeiten begonnen, ein neuer Stil hat sich entwickelt. Ich konnte dort ganz ohne Druck schreiben. Songs müssen aus dem Innersten kommen, so organisch, wie es nur geht. Das ist mein Zugang zu Kreativität. Wenn etwas zu verkopft ist, wird es bei mir nicht gut. Es war ein Prozess und ein Neuanfang zugleich. Wie zieht sich dieser „neue Stil“ durch das Album? Es ist alles ruhiger geworden, sehr weich und sehr deep. Elektronisches und

Foto: Peter Grillmair

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ie Vollblutmusikern Eva Klampfer alias Lylit hat einen bemerkenswerten Weg hinter sich – aber auch einen sehr steinigen. Es begann alles bereits vor fast einem Jahrzehnt, als Kedar Massenburg, CEO des prestigeträchtigen US-Labels Motown, auf die Ausnahmestimme der Innviertlerin aufmerksam wurde und sie unter Vertrag nahm. Für Lylit folgte der Umzug nach New York, zwei EPs entstanden in


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Akustisches sind wie auch schon bei „Aurora“ gemischt, aber weniger laut. Bei der EP hatte ich noch das Gefühl, ich muss diesen „Befreiungsschlag“ hinausrufen, jetzt ist alles ein bissl sanfter geworden. Gibt es neue Seiten von dir, die du auf „Inward Outward“ erstmals zeigst? Die Virtuosität war mir stets wichtig – eigentlich. Doch diesmal war mir das egal. Wir haben bei diesem Album viele Takes genommen, die sich emotional richtig angefühlt haben, und nicht weil die Performance perfekt war. Ich wollte die Perfektion hintanstellen, es ist so noch ehrlicher geworden. Ehrlichkeit ist mir sehr wichtig, nicht diese PseudoAuthentizität, die von vielen Popsternchen gerne medial breitgetreten wird. Wenn die Musik, die ich schreibe, mich nicht selbst berührt, kann sie auch niemand anderen berühren Auf „Aurora“ hast du deine Stimme für den Feminismus erhoben. Welche Messages warten auf diesem Album? Es sind sehr persönliches Texte, daher ist es nicht so Message-geladen. Feminismus ist sowieso immer in mir drinnen. Die Songs sind diesmal mehr aus dem Leben gegriffen, ohne große Botschaften. Ich stehe aber nach wie vor als Frau hinter diesem Thema, es ist und bleibt mir unheimlich wichtig.

Foto: Peter Grillmair

„I can go further – just try me“ singst du etwa in der Single „Try Try“. Klingt aber doch wieder recht kämpferisch. Als Frau wird man nach wie vor gerne „underestimated“, leider. Selbst wenn man in leitender Funktion tätig ist, gibt es immer wieder Stimmen, die dich nicht wirklich ernst nehmen. Das war der Impuls für den Song. In einem Interview mit der WOMAN hast du erzählt, dass du einmal von einem TV-Format wieder ausgeladen

wurdest, weil deine „Optik“ nicht für die Sendung gepasst hätte. Erlebst du es als Künstlerin oft, dass auf das Aussehen mehr Wert gelegt wird als auf dein Können? Als Sängerin oder Schauspielerin ist das oft so – Schauspielerinnen sind noch extremer damit konfrontiert, glaube ich. Aber zähl mir einmal Frauen auf, die über 50 und noch groß im Popgeschäft tätig sind … Oder Frauen, die eben nicht der „typischen“ Schönheitsnorm entsprechen. Natürlich kommen dann gerne Adele oder Beth Ditto als Beispiele – aber das ist fast schon das andere Extrem. Die „normale“ Frau ist im Business so gut wie nicht vertreten – der „normale“ Mann aber durchaus. Es wird einfach Zeit, dass nicht immer nur diese „Normschönheiten“ in den Medien Platz kriegen. Das ist aber noch ein weiter Weg. Du bist eine sehr wandelbare Künstlerin – gibt es ein Musikgenre, das dich besonders geprägt hat? Begonnen hat alles mit dem Gospel, das war meine First Love in der Musik. Ich weiß auch nicht wieso, bei uns zu Hause hat niemand Gospel gehört. Es war wie geschehen um mich, als 12-Jährige habe ich nur Gospel-CDs im Plattenladen gekauft, auch Blues und Jazz. Da ist mein Ursprung, an dieser Musik hängt mein Herz, Hip-Hop und Soul sind da aber nicht weit weg. Nebenbei hast du auch das neue Album für WURST geschrieben. Ob für dich selbst oder für andere – was ist für dich das Schönste am Songwriting? Ich zehre am meisten davon, wenn ich in einen Zustand komme, wo es einfach fließt … Ich bin ein sehr reflektierender und kopflastiger Mensch, doch so ein Moment hat eben nichts mit dem Kopf zu tun. Dieser Flow-Zustand kommt leider nicht immer, aber wenn er mal da ist, ist er das Beste überhaupt.


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AMY WALD

Echte Lovestorys Im Fokus ihrer Songs stehen echte Erlebnisse eines jungen Menschen Nach zwei Straßenmusiktouren mit über 50 Konzerten begibt sich die junge österreichische Sängerin Amy Wald mit ihrer brandneuen Debüt-EP im Gepäck erstmals in die Clubs, auch in die ihrer Heimatstädte Salzburg (7. Februar, Rockhouse) und Wien (28. Februar, B72). Dabei bleibt sie nicht alleine, tritt sie doch zum ersten Mal seit über zwei Jahren mit Band auf und glänzt mit authentischen Texten und einer dank reduzierter Instrumentierung knisternden Atmosphäre.

Drum ’n’ Bass trifft Klassik Die Drum-’n’-Bass-Pioniere Camo & Krooked entwickeln gemeinsam mit Komponist Christian Kolonovits eine Musikshow der Extraklasse. Was passiert, wenn kompromisslose Drum-’n’-Bass-Sounds und symphonische Musik aufeinandertreffen? Genau diese Frage stellen sich Camo & Krooked seit einiger Zeit und suchen jetzt gemeinsam mit dem österreichischen Musikgenie Christian Kolonovits, der u. a. für österreichische Musikgrößen wie Wolfgang Ambros, Georg Danzer oder Rainhard Fendrich komponiert, nach einer Antwort. Das Ergebnis werden sie gemeinsam mit dem Max Steiner Orchester (auch so ein großer Österreicher!) bei Red Bull Symphonic am 1. Februar im Wiener Konzerthaus präsentieren!

PIZZERA & JAUS

Live auf Burg Clam Gemeinsam mit Gert Steinbäcker, Wolfgang Ambros & Band, Lemo und Skolka

Wer nicht fühlen will, muss hören. Bei einer „Langen Nacht des Kabaretts“Tour lernten sich Paul Pizzera und Otto Jaus kennen. Man versprach sich, gemein-

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sam etwas auf die Beine zu stellen und auf die Bühne zu bringen. Nun füllt das Musikkabarett-Duo bereits seit 2017 die Hallen, darunter auch die Wiener und Grazer Stadthallen bis auf den letzten Platz (!). Auch ihr Debüt-Album „unerhört solide“ wurde mehrfach veredelt, und das sollte sich mit dem im Sommer erschienenen Nachfolger „wer nicht fühlen will, muss hören“ fortsetzen. Präsentiert wird das Werk nicht nur auf Headliner-Tour durch ganz Österreich, sondern auch mit zahlreichen Granden der heimischen Musik am 11. Juli auf Burg Clam!

THE DOORS EXPERIENCE

Tribut an The Doors Eine mehr als authentische Zeitreise in die Sechziger und Siebziger The Doors Experience sind Österreichs unumstrittenes Aushängeschild in Sachen Tribute-Bands und werden international als beste Doors-Tribute-Band aller Zeiten gehandelt. Die größten Hits wie „Light My Fire“, „Alabama Song“, „Riders On The Storm“, „The End“ werden wohl auch am 22. Februar im VZ Komma und am 4. April in der ((szene)) authentisch wie damals gespielt werden!

Fotos: Groteskh (Groteskh), Conny DeBeauclair (Goldfisch), Tihana Resch (The Doors Experience), Moritz Schell (Pizzera & Jaus), Elias Hartmann (Amy Wald), Philipp Carl Riedl (Camo & Krooked), Hersteller

RED BULL SYMPHONIC


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MONKEY BUSINESS

50 Jahre Austropop

Hören Sie mal rein!

von Walter Gröbchen

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um Jahresende hin ein Ausblick auf 2020: Es ist das Jahr, in dem man mit gutem Recht ein kleines Jubiläum feiern kann, so man mag. Ein halbes Jahrhundert Austropop! Denn: anno 1970 erschienen die ersten Tonträger, die so etwas wie eine genuin österreichische Interpretation internationaler Popkultur-Vorlagen enthielten. Wo zuvor noch Schlagersänger/innen, Elvis-Klone, die Vienna Beatles und mehr oder minder gelungene Nachstellungen von Rock-, Beat- und FolkGrößen aus Übersee fröhliche Urständ’ feierten, stand plötzlich lokales Idiom hoch im Kurs. Marianne Mendts beschwingte TV-Kennmelodie „Wia a Glock’n“ kam etwa zeitgleich auf den Markt wie die ersten Singles der legendären Worried Men Skiffle Group, die sogar heute noch aufreizend anarchistisch und leicht verstörend wirken. Kein Wunder (oder, ja, doch eines!): die ORF-Literaturredaktion jener Zeit hatte die Idee, Texte der Wiener Avantgarde-Literatur vertonen zu lassen. Das Ergebnis schlug ein wie

HELLFEIER

Jubiläumsausgabe

MUNDPROPAGANDA

eine Bombe. Freilich war in jenen Tagen noch keine Rede von „Austropop“, hier irrt sogar Wikipedia. Man nannte das Phänomen schlicht „Dialektwelle“. Spätestens mit dem „Hofa“ von Wolfgang Ambros aber, den ersten Erfolgen von Georg Danzer, Peter Cornelius, Wilfried & Co. besann man sich eines plakativen Marketing-Überbegriffs, der ein Jahrzehnt später und nach zunehmender Verwässerung der Ursprungsidee zum klebrigen Unwort wurde. Natürlich wurzeln die Vorläufer des Austropop schon früher und tiefer als anno 1970. Und man kann durchaus darüber streiten, ob Wanda, Voodoo Jürgens, Der Nino aus Wien und andere seine legitimen Nachfahren sind. Worauf wir uns jedenfalls freuen dürfen: jede Menge Radiostunden, TV-Dokumentationen und Schallplatten-Reissues, die das Thema abhandeln. Hoffentlich mit gebührendem Witz.

DIE GOLDFISCH’

Falco Tribute

Die Klagenfurter Hellfeier zelebriert ihren 10. Geburtstag hart & herzlich

Am 20. und 21. Feber lassen die Goldfisch’ den Falken hochleben

Neben dem deutschen Black-ThrashUrgestein Desaster, das schon seit 1988 dreckig-räudig vor sich hinrotzt, werden auch drei Lokalmatadore für einen lauten Abend am 27. Dezember im Volxhaus sorgen, nämlich Altar Of I, Fallen Utopia und Groteskh (Foto). Insbesondere Letztgenannte seien wärmstens empfohlen, haben sie mit „Code: End“ und „No Kvlt“ doch zwei Black-Metal-Scheiben von internationalem Fortmat vorgelegt …

Rund um Falcos Geburts- und Todestag geigen die Goldfisch’ alljährlich an zwei Abenden im Wiener U4 auf. Die wohl bekannteste All-Star-Band des Landes, bestehend aus Mitgliedern der originalen Falco-Band und einer handverlesenen Auswahl der besten heimischen Interpreten, verbeugt sich mit einer emotionalen Tribute-Show vor diesem Ausnahmekünstler, der bis heute nichts an Brillanz und Relevanz eingebüßt hat.

Die folgenden Veröffentlichungen sollten in keinem gut sortierten Plattenschrank fehlen. Oder? (ab)

Parasol Caravan – Nemesis Die Linzer Stoner-Rocker legen herrlichprogressive Sound vor, die Gitarrenriffs treiben von Minute eins an. Heavy Fuzz!

LIVE

Man Of Isle – Planting Hearts Träumerischer Indie zwischen Verletzlichkeit & Euphorie. Vielschichtiges Debüt von David Edlinger und Stefan Deisenberger.

LIVE Dives – Teenage Years Are Over Die Wiener schreiben Garagenpop mit selbstbestimmten Texten, ohne gespielte Coolness – dafür mit hohem Ohrwurmfaktor.

LIVE Alma – Cherubim Zeitgenössische Volksmusik, die die „Stille“ zum Klingen bringt – genau die passende Musik für die Vorweihnachtszeit.

Ro Bergman – New Horizon (EP) Der Salzburger Singer-Songwriter macht abwechslungsreichen Pop mit der richtigen Prise Pathos. Gefällt auch Marcel Hirscher!


TIM_36_37_Location Messe Klagenfurt_g_KSB_k1.qxp_Layout 1 18.11.19 12:57 Seite 1

Mehr als nur Messe

PROGRAMM & ANREISE Früh startet die Saison im neuen Jahr: Bereits am 2. Jänner wird bei „Die Nacht der Musicals“ ein Querschnitt aus der Welt des Musiktheaters, gefolgt vom „Phantom der Oper“ (14. Jänner), „The Spirit of Freddie Mercury“ (16. Jänner) und „Die Schöne und das Biest“ (14. März). Lustig hingegen wird es bei Gernot Kulis (7. März) und Viktor Gernot (26. März), bereits ausverkauft sind die beiden Gastspiele von Pizzera & Jaus am 5. und 6. Februar. Einen magischen Abend hingegen verspricht Christoph Kulmer am 30. Jänner, wenn er mit seiner „Magic Entertainment“-Tour in Klagenfurt gastiert. Die Klagenfurter Messe am Messeplatz 1 liegt in Gehweite vom Hauptbahnhof, ist aber auch via Autobahn (A2, A10) gut erreichbar.

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icht alles, was sich Messe nennt, steht ausschließlich für Ausstellungen zur Verfügung. So auch die in Klagenfurt, die es bereits seit 1838 gibt: Die Mehrzahl der mehr als 200 Veranstaltungen pro Jahr sind „artfremd“ – Seminare, Kongresse, Kabarett-Vorstellungen und (Rock-) Konzerte. Bis dorthin war es jedoch ein

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langer Weg. Am Beginn stand der „Verschönerungsverein Klagenfurt und Umgebung“, einmal jährlich organisierte man ein Herbstfest – knapp hundert Jahre lang. Erst 1931 verlängerte man den Erntedank mit einer Waren-Musterschau, die Geburtsstunde der Messe Klagenfurt. Die Nähe zu den Nachbarländern Slowenien, Italien und Kroatien machten die Kärntner Hauptstadt zu einer prädestinierten Messe-Location. Unweit der Autobahnen A2 und A10 und nahe am Flughafen gelegen – und trotzdem mitten in der Landeshauptstadt –, punktet das Areal mit einem beinahe unbegrenzten Angebot an Parkplätzen. Kontinuierliche Investments in den Ausbau und die Infrastruktur des Geländes, in den vergangenen zehn Jahren stolze 22 Millionen

Euro, sorgten für anhaltenden Erfolg: Seit 1990 verdoppelte sich die Besucherzahl auf mehr als 280.000 Personen pro Jahr. Vorzeigeobjekte des 100.000 Quadratmeter großen Geländes sind die beiden großen Hallen: Multifunktional kommt die „Kärnten Halle“ daher, die größer als ein Fußballfeld ist und mit 25 Metern Höhe so manches Hochhaus übertrifft. Sie bietet sich für besonders große Produktionen für bis zu 5.000 Besucher an. Sogar Masters of Dirt, TV-Sendungen wie die „Krone der Volksmusik“ und Konzerte von Andreas Gabalier bis Deep Purple fanden dort ausreichend Platz. Die benachbarte „Messehalle 02“ wird bei Großveranstaltungen als BackstageBereich genutzt, steht aber auch für Firmenfeste zur Verfügung. Das Gustostückerl ist die „WörtherseeHalle“. Akustisch optimierte Wände und eine ausgefeilte Deckenkonstruktion sorgen für besonders guten Sound. Das wussten in der Vergangenheit unter anderem STS, Christina Stürmer oder Seiler & Speer und bis zu 5.000 Fans zu schätzen. In der bestuhlten Variante finden immerhin noch 2.600 Personen Platz. Die kleinere „Messearena“ mit ihrem Fassungsvermögen von mehr als 1.200 Gästen ist häufig Schauplatz von Kabaretts von Michael Mittermeier bis zu Gernot Kulis. Damit ist die Messe Klagenfurt der ideale Veranstaltungsort im Süden Österreichs.

Fotos: tinefoto.com Martin Steinthaler (Messe Klagenfurt), Sven Gross-Selbeck (Flex), Gert Steinthaler (Stadion Klagenfurt)

Bryan Adams und Deep Purple fühlten sich soeben auf dem riesigen Areal in Kärntens Hauptstadt genauso wohl wie Zehntausende Messebesucher. Typisch österreichisch begann die Erfolgsgeschichte mit einem „Verschönerungsverein“. TEXT: ALEXANDER HAIDE


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SALZBURGARENA

FLEX

2003 eröffnet, gehört die Salzburgarena zu den größten und modernsten heimischen Multifunktionshallen. Der ovale Holzkuppelbau vermittelt dem Zuschauer eine außergewöhnliche Stimmung, keine Säule verstellt die Sicht. Diese USPs bleiben freilich nicht nur dem Besucher, sondern auch den Protagonisten der Veranstaltungen nicht verborgen – darunter die Ehrlich Brothers im Jänner, Mario Barth und Andrea Berg im Februar, Dr. Eckart von Hirschhausen und Rainhard Fendrich im Mai und 2021 Fantasy, Michael Mittermeier, Otto Waalkes und Semino Rossi!

WÖRTHERSEE STADION

Das Wörthersee Stadion ist die Heimspielstätte des in der zweiten Liga aktiven SK Austria Klagenfurt, vom 8. September bis 27. Oktober 2019 wurde hier das „For Forest“-Kunstprojekt präsentiert. 2020 verspricht bereits einiges an lautstarker Unterhaltung, haben sich fürs Freigelände doch Sido, Wanda, David Garrett und Capital Bra & Samra angekündigt, im Stadion Rammstein und Andrea Bocelli.

Silvester 1989 wurde das Flex in einem besetzten Meidlinger Haus eröffnet, übersiedelte 1995 aber in einen U-Bahn-Schacht am Donaukanal bei der U4 Schottenring. Es zählt seit Jahren konstant zu den besten Clubs Europas und ist nicht selten ausverkauft. Kein Wunder aber auch beim diversen wie guten Programm, darunter Northlane (15. Dezember), Anti-Flag (18. Jänner), Schmutzki (14. Februar), Crossfaith (21. Februar), Algiers (22. Februar), unser persönliches Highlight Poppy (26. März), Itchy (18. April), The Flatliners (8. Mai) und JP Cooper (19. Mai).


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Beethovenjahr

Ludwig van Beethoven Um seine Person ranken sich zahlreiche Legenden – aber sein Werk ist zweifellos von großer Bedeutung für die Musikwelt.

HAPPY BIRTHDAY! „Beethoven feiert Geburtstag“ – so heißt nicht nur eine Familienvorstellung am 1. April im Festspielhaus St. Pölten, in der Kinder vom Tonkünstler-Orchester an das symphonische Meisterwerk der „Pastorale“ herangeführt werden. Das Festspielhaus nimmt sich diesen Satz an mehreren Abenden zum Motto und trägt mit Konzertabenden zum Beethovenjahr bei – allem voran mit den Tonkünstlern: Sie lassen am 6. April die Besucherinnen und Besucher in den Genuss der „Pastorale“ kommen und setzen den Meisterkomponisten mit Deutsch und Franck am 9. März sowie mit Schumann am 18. Mai in Szene. Zudem kommen Gäste zum Feiern ins Festspielhaus und bringen eigene Interpretationen mit: zum Beispiel das Trio Alba, das am 2. April Beethoven mit Schubert und Brahms bietet.

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ünktlich zum 249. Geburtstag wird das Beethovenjahr 2020 bereits am 16. Dezember diesen Jahres eingeläutet: Im ganzen Land wird der Komponist mit verschiedensten Aufführungen, Konzerten und ambitionierten Projekten geehrt. Besonders Beethovens Wahlheimat Wien ist dabei am Zug und hat das Koordinationsbüro WienBeethoven2020 geschaffen. Das Motto: „Beethoven für alle, nicht nur für wenige!“ „Fidelio“ & Waltz Das Theater an der Wien, an dem Beethoven viele Jahre tätig war und an dem viele seiner bedeutenden Kompositionen uraufgeführt wurden, gedenkt seines „Spiritus Rector“ besonders. Mit einem vielfältigen und kreativen

Programm wird das Beethovenjahr gefeiert: Neben Konzerten und einem wissenschaftlichen Projekt in Kooperation mit der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien steht auch Beethovens einzige Oper „Fidelio“ auf dem Spielplan. Im März wird die Neuproduktion der Fassung von 1806 mit hochkarätigem Team auf die Bühne gebracht: Der Regisseur und Oscarprämierte Schauspieler Christoph Waltz führt Regie; Manfred Honeck, der 2018 vom International Classical Music Awards als „Artist of the Year“ ausgezeichnet wurde, übernimmt die musikalische Leitung der Wiener Symphoniker und des Arnold Schoenberg Chor. „Egmont“ & „Genia“ Zudem hat man zwei Projekte in Auftrag gegeben, um Aspekte des Schaffens des großen Beethoven aus einer zeitgenössischen Perspektive hörbar zu machen: Die Oper „Egmont“ von Christian Jost und Christoph Klimke feiert im Februar im Theater an der Wien Uraufführung. Anknüpfungspunkte sind Themen wie Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit, die auch Beethoven in „Fidelio“ herausstrich. Im März folgt dann „Genia“ von Tscho Theissing und Kristine Tornquist über die historische Figur Beethoven sowie mit ihm verbundene Klischees. Auch hier sollen Themen wie Kunst und Zukunft, die Beethoven ein Leben lang beschäftigt haben, im Mittelpunkt stehen.

Fotos: Andrea Schramek (Liszt Festival), C.H. Beck Verlag (Jan Caeyers), Charlotte Schwarz (Mystery Dinner), Wien Museum (Beethoven)

Zum 250. Geburtstag des großen Beethoven feiert die ganze Musikwelt: Wir machen mit und widmen dem Meisterkomponisten eine KulTour-Doppelseite. TEXT: MICHAELA KURCSICS


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RÄTSELHAFT

RUHMREICH

Beim Mystery Dinner im Casineum Baden trifft man auf „Die Verfolger des Ludwig van Beethoven“.

Das Liszt Festival Raiding widmet sich der Seelenverwandtschaft zwischen Liszt und Beethoven.

Gäste des Mystery Dinners werden bei Gabriele Hasmanns Stück zu Zeugen des mörderischen Geheimnisses Beethovens: Im Jahr 1812 taucht ein geheimnisvoller Unbekannter auf und bedroht den Komponisten. Beethoven, der ohnehin gesundheitliche und finanzielle Probleme hat, flieht von Wien nach Mödling und Baden. Es kommt zu einem Katz-und-Maus-Spiel, das mit einem Verbrechen endet. Zwischen den Akten können die Gäste ein 3-Gänge-Menü genießen und sind anschließend eingeladen, das Rätsel zu lösen.

REVOLUTIONÄR

Franz Liszt war ein großer Verehrer Beethovens, was das Liszt Festival Raiding nun im Beethovenjahr aufgreift: Die Gemeinsamkeiten der beiden Komponisten, Pianisten und Visionäre werden untersucht, indem einige der bekanntesten Kompositionen Beethovens in Beziehung zu Liszts Werk gesetzt werden. Einer der Höhepunkte ist dabei der Abend mit Julia Stemberger, Norbert Ernst und Andrea Linsbauer am 13. Juni: Unter dem Motto „Oh lieb, solang du lieben kannst …“ werden Lieder und Texte von erfüllter und unerfüllter Liebe aus dem Leben von Beethoven und Liszt geboten.

Beethoven begreift in sich die ganze, runde, komplexe Menschennatur. Niemals hat ein Musiker von der Harmonie der Sphären, dem Zusammenklang der Gottesnatur mehr gewusst und mehr erlebt. (W. Furtwängler)

Mit Blicken hinter die Fassade des „einsamen Revolutionärs“ lernen Sie Beethoven neu kennen. Der Dirigent und Musikwissenschaftler Jan Caeyers malt in der Biografie ein umfassendes Bild zum Aufstieg Beethovens. Dabei erinnert das Netzwerken des Komponisten durchaus an die heutige Zeit, wie auch beim Stil des Buches eine moderne Sprache verwendet wird. „Beethoven. Der einsame Revolutionär“ (erschienen bei C. H. Beck) bietet eine angenehme Mischung aus Werkuntersuchungen, biografischen Fakten und Legenden, wie das Rätsel um die „unsterbliche Geliebte“. Dadurch entsteht ein kurzweiliger Lesegenuss für jedermann, unabhängig vom Vorwissen.

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WINTER, der neu Winterzeit ist Partyzeit. Auch heuer finden quer durchs Land wieder unzählige Ski-Openings und Winterfestivals statt. Klangunterstützte Après-Ski-Feiern als touristische Goldgruben. TEXT: ROBERT FRÖWEIN

SHOWS IM SCHNEE 30. November: Skiopening Obertauern mit CRO 3K K-onnection Opening in Kaprun mit Wolfgang Ambros und Granada Stanton Ski Open St. Anton am Arlberg mit Sarah Connor und Nicos Santos 6. Dezember: Ski Opening Schladming/Planai mit u. a. Timmy Trumpet, Dimitri Vegas und Like Mike Bergfestival Saalbach-Hinterglemm mit u. a. Parov Stelar, Fettes Brot, Eskimo Callboy 7. Dezember: Winterstart auf der Schmitten mit Rainhard Fendrich & Aura Dione 14. Dezember: Nassfeld Mountain mit Nena Sound & Snow Gastein mit u. a. Bonez MC und Raf Camora 20. März: Nassfeld Mountain Alpenparty u. a. mit Melissa Naschenweng und Die Draufgänger 4. April: Sound & Snow Gastein mit Helene Fischer und Melissa Naschenweng 11. Dezember 2020: Sound & Snow Gastein mit Die Ärzte

ab. Doch warum eigentlich nur im Sommer feiern? Wieso nicht die Vorzüge des Landes nützen und den Partyspaß auch in die kalte Jahreszeit verlagern? Das haben sich findige Veranstalter schon vor Jahren gedacht und anfangs wohl selbst nicht damit gerechnet, auf welche Goldgrube sie dabei stoßen würden. Win-win-Situation Die sogenannten Ski-Openings gehören mittlerweile längst zum Land wie politische Irrlichter und Goldbraunpaniertes am sonntäglichen Mittagstisch. Wenn gegen Mitte Oktober in den bergigen Gebieten Österreichs die ersten Skilifte öffnen, dann startet nicht nur ein Kräftemessen der Sportler, sondern auch der Feierwütigen und Partytiger. Und warum auch nicht? Wir Österreicher waren schon immer gut darin, Einsatz und Entertainment zu einem großen Ganzen zu verbinden. Ski-Opening bedeutet eben längst nicht mehr nur galant die Piste runterzuwedeln, sondern auch Standhaftigkeit vor einer großen Bühne zu beweisen. Im Endeffekt sind diese Events eine Win-win-win-Situation für alle Parteien. Die Zuseher werden perfekt unterhalten und kriegen schon seit Jahren internationale Megastars aufgetischt, Veranstalter und Region freuen sich über stattliche Umsätze und eine nicht zu unterschätzende touristische Wertschöpfung. Und die Künstler – vor allem aus dem internationalen Raum – sehen ihre Auftritte vor Tausenden Leuten mit Fellhauben und dicken Winterjacken als exotische

Ausflucht aus ihrem künstlerischen Alltag. Dabei funktioniert das Après-Ski-Feeling längst nicht mehr nur mit Schlager, auch wenn dieser weiterhin den Hauptteil des beliebten Freiluftvergnügens ausmacht. Der wohl größte Star, der in dieser Saison eine einheimische Winterbühne betritt, hat mit einem Opening per se gar nichts am Hut. Im Rahmen des „Sound & Snow Gastein“ gastiert niemand Geringerer als Helene Fischer im mondänen Wintersportort – allerdings erst am 4. April, wo die Saison langsam aber sicher am Ausklingen ist. Für die 17-fache ECHO-Gewinnerin ist das Stelldichein in Salzburg übrigens der exklusiv einzige Österreich-Auftritt 2020, was nicht zuletzt auch die Bedeutung solcher Winterevents nachhaltig unterstreicht. Im Vorprogramm gastiert zudem die kärntnerische Senkrechtstarterin Melissa Naschenweng, die von so manchem Schlager-Liebhaber gar als mögliche Genre-Thronfolgerin gehandelt wird. Querbeetes Programm Das eigentliche Ski-Opening in Gastein wird freilich schon früher gefeiert und wartet mit wesentlich härteren Klängen auf. Am 14. Dezember entern die Chartstürmer RAF Camora & Bonez MC beim Sound & Snow die Bühne. Das ist insofern beeindruckend, als die beiden Erfolgsgaranten künftig getrennte Wege gehen werden. Raphael Ragucci alias RAF Camora will sein enorm erfolgreiches Künstler-Alter-

Foto: Anelia Janeva, Hersteller

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ie Sonne drückt erbarmungslos auf das Genick. Selbst der Lichtschutzfaktor 50 ist zu wenig, Schattenplätze gibt es in der burgenländischen Steppe keine. Gerne würde man sich jetzt einen großen Becher Wasser holen, aber es ist Festival und wir sind immer noch in Österreich. Bier muss her. Es enthält schließlich auch Elektrolyte und wird den Körper selbst unter mitteleuropäischen Serengeti-Bedingungen wieder auf Vordermann bringen. Das Festivalvergnügen ist – natürlich nicht nur bei uns – ein ambivalentes, das ist kein Geheimnis. Einerseits freut man sich auf den mehrtägigen Ausbruch aus der Realität und wird dazu noch von hervorragenden Künstlern unterhalten, andererseits zapft diese besonders hedonistische Art von Eskapismus ordentlich Energie


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ue Sommer

Ego ja sogar zu Grabe tragen, was den Auftritt in Gastein zusätzlich speziell macht. In Obertauern setzt man heuer am 30. November auf den Mann mit der Panda-Maske: Der Stuttgarter Cro folgt damit Größen wie Wanda, Andreas Bourani oder Culcha Candela, die ebenfalls schon für heiße Stimmung im kalten Ambiente gesorgt haben. In Zell am See gibt sich am 7. Dezember Rainhard Fendrich samt allen Hits und neuem Album die Ehre. Selbstverständlich wird bei der anschließenden Afterparty

auch dort noch einmal gewaltig weitergefeiert. Eines der größten und bekanntesten Pionier-Openings ist freilich jenes auf der Planai in Schladming. Tausende Skisport- und Musikbegeisterte pilgern auch heuer wieder in die Schladming-Dachstein-Region, um sich von den Turntable-Künsten der größten DJs in Trance spielen zu lassen. Zum diesjährigen

Line-up gehören das Brüderpaar Dimitri Vegas & Like Mike, Lost Frequencies oder Darius & Finlay. Mehr als 140.000 Besucher konnten bislang bei den Schladminger Ski-Openings begrüßt werden, was die Region zur klaren Nummer eins macht. Zudem erweist sich Veranstalter Klaus Leutgeb wieder einmal als Bühnenvisionär. Dieses Mal wird die Bühne eine überdimensionale Gondel in den Maßen 60 × 40 Meter darstellen. Unterstützt wird die größte Gondel der Welt von unzähligen Laser-, Licht und Pyroeffekten, die den Schladminger Nachthimmel zur Feuersbrunst gedeihen lassen sollen. Für Leutgeb ist das dortige SkiOpening das A&O der Saison. „Schladming ist für uns eine Herzensangelegenheit. Es gibt keinen Ort, an dem wir uns wohler fühlen.“ Neue Selbstverständlichkeit Das gilt im Endeffekt auch für die vielen Fans und Partywütigen – und zwar an den unterschiedlichsten Stellen im Wintersportmekka Österreich. Ski-Openings und Freiluftauftritte bei Minusgraden haben sich längst als Selbstverständlichkeit etabliert und rücken nicht nur die Kunst selbst, sondern auch die Schönheit des Landes ins rechte Bild. Zwischen Schlager, EDM, Pop und Rock findet sich mittlerweile fast alles auf der bunten Themenpalette wieder. Und so lassen sich auch die bitterkalten Tage bis zu den nächsten Sommer-Open-Airs bestmöglich verkürzen.

GEWINN SPIEL

Wir verlosen drei Deluxe-Versionen von Robbie Williams’ „The Christmas Robbie Williams veröffentlichte am 22. November Present“ und 2 DVDs, 2 Fan-Editionen mit „The Christmas Present“ sein erstes Weihachtsund 1 CD von Helene Fischers „Die album, auf dem unter anderem ein Song mit Helene Stadion-Tour“. Mehr Informationen Fischer zu hören sein wird! Gelingt ihr damit der und Teilnahmebedingungen: Schritt in den internationalen www.ticketmagazin.com Markt? Neben dem deutschen Superstar sitzen übrigens auch inter nationale Koryphäen mit auf Robbies Weihnachtsschlitten: Rod Stewart („Fairytales“), Bryan Adams („Christmas (Baby Please Come Home)“), Jamie Cullum („Merry Xmas Everybody“) und Tyson Fury („Bad Sharon“) sind als Gäste gelistet.


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WM-Titel und dazu noch die zwei Goldenen bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang 2018 in Riesentorlauf und Kombination – jene beiden Medaillen, die Hirscher zur Krönung des „Größten aller Zeiten“ lange fehlten.

Hermann Maier war Ähnliches zu vernehmen und der Schwede Ingemar Stenmark hält mit 86 Weltcupsiegen (den letzten feierte er vor exakt 30 Jahren) noch immer den ewigen Rekord, doch die beeindruckende Dominanz des Annabergers wird noch viele Jahre nachhallen. Acht Mal in Serie sicherte er sich den Gesamtweltcup, dazu je sechs kleine Kugeln für Slalom und Riesentorlauf. 67 Weltcupsiege, 138 Podestplätze, sieben

scher überraschte mit der Fortsetzung seiner Karriere – und räumte letzte Saison noch einmal alles ab. Dass er trotz beruflicher wie auch privater Vollendung fast aller Sehnsüchte noch einmal die Bretter anschnallte, ist seinem unbändigen Ehrgeiz und der ehrlichen Liebe zum Sport zu verdanken. Den StenmarkWeltcupsiege-Rekord will Hirscher nicht mehr übertreffen, dafür bräuchte er noch zwei bis drei herausragende Saisonen

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Richtig getimtes Ende Nach Olympia-Erfolgen, Hochzeit und Vaterschaft im letzten Jahr hätte sich jeder den Rücktritt des Salzburgers erwartet, doch Hir-

und das ist dem Kultstar wohl selbst zu unsicher geworden. Zumal Hirscher, wie in allen Bereichen seines Jobs, auch diese Entscheidung genau abwägte und nicht das Schicksal anderer Sportkollegen teilen möchte, die das perfekte Ende zu lange rausgezögert haben – siehe etwa Skispringer Georg Schlierenzauer, der seit Jahren der Konkurrenz und seiner eigenen Form nachfliegt.

Foto: GEPA Pictures / Reb Bull Content Pool

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m 27. Oktober begann im österreichischen Skisport eine neue Zeitrechnung. Beim traditionellen Saisonauftakt im tirolerischen Sölden fehlte nämlich zum ersten Mal seit elf Jahren einer, der diesen Sport nicht nur in der Heimat, sondern auch global so prägte, wie kein Zweiter vor ihm: Marcel Hirscher. Einen Seriensieger und Dominator wie ihn wird es wahrscheinlich niemals wieder geben, ist die vorherrschende Meinung, die unisono durch den Weltcup geht. Klar, auch bei einstigen Granden wie Alberto Tomba oder


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Ein totaler Neubeginn. Im Jahr eins nach Marcel Hirscher werden die Karten im alpinen Ski-Weltcup neu gemischt. In Österreich braucht man sich aber auch nach dem Abgang des „Brettl-Heilands“ keine Sorgen machen. TEXT: ROBERT FRÖWEIN

„Deine Grenzen lernst du nur kennen, wenn du bereit bist, sie zu überschreiten!“ Marce Champ l Hirscher D ionship e s in Sc r „Brettl-He il hladm ing be and“ am 17 im Üb erquer . Februar 20 en der 1 Ziellin 3 bei den FIS ie. Alpine

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Nachdem vor allem im Herrenzirkus seit Jahren alles in der Hand von Hirscher lag, machen sich Ski-Fans und Experten gleichermaßen Sorgen um die Zukunft des ÖSV. Kann man eine derartige Lichtgestalt zumindest im Kollektiv ersetzen? Wird Österreich nun erstmals seit der Saison 1987/88 nicht mehr den Nationencup gewinnen (übrigens die längste Erfolgsserie in der Geschichte dieses Sports)? Fällt das gesamte Team nun in ein Loch, aus dem man nicht mehr so schnell herauskommt? Diverse Ex-Rennläufer sehen die Lage zumindest bei Weitem nicht so problematisch wie der Durchschnittsbürger. Schließlich ergibt sich nun die Chance für junge Läufer, aus einem schier unüberwindbaren Schatten herauszutreten und selbst zu einem Teil der Geschichte zu werden. „Es ist vielleicht ganz gut, dass das Rampenlicht nicht nur auf einen fällt“, sagte etwa Ex-Weltcupsieger Stephan Eberharter der Tageszeitung Krone. Für Legende Karl Schranz wird der Schock ob Hirschers Rücktritt nur ein kurzer sein: „Wird die Begeisterung der österrei-

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chischen Ski-Fans ohne Marcel nachlassen? Nein, sicher nicht! Diese Begeisterung ist durch nichts zu brechen, durch keinen Rücktritt. Das hat sich in der Vergangenheit schon einige Male gezeigt.“ In den Startlöchern Der Status quo im österreichischen Lager ist zudem bei Weitem nicht so apokalyptisch, wie es so mancher Untergangsdeuter vorschnell prophezeit. Gerade im Slalom sind die Alternativen mannigfaltig und durchaus Erfolg versprechend. Zu einem Sieg hat es letzte Saison noch nicht gereicht, doch Marco Schwarz, Manuel Feller oder Michael Matt haben mehrmals am obersten Podestplatz gekratzt. Mit Christian Hirschbühl hat man noch eine weitere Waffe in der Hinterhand. Von einem Hirscher-Ersatz kann derzeit noch nicht die Rede sein, doch mit dem Quartett wird man diese Saison und darüber hinaus noch viel Freude haben und wohl auch einige Erfolge feiern können – auch wenn in den technischen Bewerben Slalom und Riesentorlauf mit Clément Noël, Daniel Yule, Ramon Zenhäusern und natürlich Alexis Pinturault und Henrik Kristoffersen, den härtesten

ÖSV-SAISON 2019/2020 13. bis 15. Dezember: BMW IBU Weltcup Biathlon Hochfilzen 21. und 22. Dezember: FIS Weltcup Nordische Kombination Ramsau 28. und 29. Dezember: AUDI FIS Ski Weltcup Damen Lienz 3. und 4. Jänner: 68. Vierschanzentournee Innsbruck 5. und 6. Jänner: 68. Vierschanzentournee Bischofshofen 11. und 12. Jänner: AUDI FIS Ski Weltcup Damen Zauchensee 14. Jänner: AUDI FIS Ski Weltcup Flachau 28. Jänner: AUDI FIS Ski Weltcup Herren Schladming 31. Jänner bis 2. Februar: FIS Weltcup Nordische Kombination Seefeld 8. und 9. Februar: FIS Welctup Skispringen Damen Hinzenbach 14. bis 16. Februar: FIS Skiflug Weltcup Kulm 29. Februar und 1. März: AUDI FIS Ski Weltcup Hinterstoder

Hirscher-Herausforderern, wohl die internationalen Kapazunder zu den TopFavoriten gerechnet werden müssen. Die Vorzüge seiner potenziellen Nachfolger lassen sich schon einige Jahre beobachten, die meiste Zeit machen ihnen noch Nervosität und fehlende Nervenstärke einen Strich durch die Rechnung. Etwa dem Tiroler Manuel Feller, der mit psychischer Stärke wohl schon einige Siege auf seinem Konto hätte. Eine Mentalitätsmaschine wie Hirscher oder auch Hermann Maier sie waren, lässt sich aber eben nicht einfach aus dem Nichts herausschnitzen. Doch die pure Abwesenheit von Hirscher nimmt dem gesamten ÖSV-Team auch eine Menge Druck – optimistisch gesehen. Schwarz und Co. können wesentlich befreiter fahren und müssen sich nicht mehr mit den schier unmenschlichen Leistungen des ganz Großen messen. Es ist die große Möglichkeit für all jene, die sich im Fokus der Medien und der Öffentlichkeit wohlfühlen und diesen Druck jetzt verstärkt bekommen werden. Wichtig wird sein, sich nicht in die Spirale der übertriebenen Erwartungshaltungen ziehen zu lassen und konsequent an den eigenen Stärken und Schwächen weiterzuarbeiten. Die Luft an der Spitze wird dünner und genau darin liegt eine große Möglichkeit für neue Erfolge. Keine Sorgen Hirschers Rücktritt geht in seiner Wirkung aber weit über die technischen Disziplinen hinaus, die er so mühelos dominierte. Auch auf die Speedbewerbe Abfahrt und Super G wird man künftig wieder ein genaueres Auge werfen, da die dortigen Fahrer nicht mehr von den Serienerfolgen des Salzburgers ins Abseits gestellt werden. Mit Vincent Kriechmayr, Matthias Mayer, Max Franz oder Otmar Striedinger ist man aber auch dort gut aufgestellt und wird immer wieder um Siege mitfahren können. Wirklich finster

sieht es derzeit nur im Riesentorlauf aus, wo Manuel Feller scheinbar alleine auf weiter Flur steht. Doch die nächste Generation rückt in Riesenschritten nach und auch ohne ein Wunderkind à la Hirscher wächst einmal mehr Großes heran. Die neue Aufbruchstimmung soll Athleten wie Stefan Brennsteiner, Roland Leitinger oder Zukunftstalent Patrick Feurstein den nötigen Aufwind geben, um sich sukzessive an die Spitzenplätze heranzuarbeiten. Herren-Cheftrainer Andreas Puelacher bleibt optimistisch: „Wenn wir vom Verletzungspech verschont bleiben, sind wir weiter die Nummer eins. Auch ohne Marcel.“ Überhaupt braucht man sich um die nachkommenden Talente keine Sorgen machen, schließlich hat das ÖSV-Team in seiner langen Geschichte schon den einen oder anderen harten Aderlass mit Erfolg überstanden. Einen weiteren Hirscher darf man sich natürlich nicht erwarten, aber derartige Dominatoren tauchen ohnehin nur alle heiligen Zeiten auf der Bildfläche auf. ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel, Triumphe und Rückschläge gleichermaßen gewohnt, will sich vom Hirscher-Rücktritt auch nicht aus der Erfolgsbahn werfen lassen. Das Erreichen der großen Kristallkugel für den Gesamtweltcup hält er für „schwierig, aber nicht unmöglich“. Hirschers Vater Ferdinand wurde ebenso weiter im ÖSV eingegliedert wie sein einstiger Trainer Mike Pircher. Der soll dafür Sorge tragen, dass die größten Talente aus dem Europacup schnell in der Weltspitze Fuß fassen. Die größte Hoffnung im umgegliederten Trainerteam ist freilich, die zu erwartenden ausbleibenden Hirscher-Erfolge bestmöglich abfedern zu können. Angst braucht man sich um das ÖSV-Herrenteam heuer keine machen, nur die Erwartungshaltung sollte nach der Ära des Ski-Heilands wieder auf ein Normalmaß heruntergeschraubt werden.


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LINDEMANN F&M Die Unterschiede zu Lindemanns Heimathafen Rammstein sind marginaler als am (mauen) Debüt „Skills In Pills“, die Note von Tägtgren: gemäßigt. Während ennet auf „Rammstein“ der Tanzmetall weitgehend erschlafft, besticht „F&M“ mit ersehnter Dynamik, Potenz & Esprit („Ach so gern“). (sb)

Dream In Motion Die signifikante Stimme hinter Crowbar versucht sich auf Solopfaden – nicht akustisch, wie landläufig üblich, sondern elektrisch wie seine Stammband auch. Auch wenn sich Windstein einer Abgrenzung bemüht: Etwas anderes als eine sans gêne Interpretation der NOLALegende sollte man nicht erwarten. (sb)

THE WHO

Leonard Cohen – Thanks For The Dance Bereits zu Lebzeiten klang Cohen oft wie aus der Krypta, mehr noch im posthumen Kontext: Seine brüchige Stimme scheuert an raren Klangtupfern am Piano, akustischen Gitarrenakkorden und gestopften Bläsern. (sb)

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MAX RAABE

Stone Sour – Hello, You Bastards Live-Veröffentlichungen ist stets ein schaler Beigeschmack anheim: Dringlich brauchen tut man diese, bis auf wenige Ausnahmen, kaum. Nachdem hier aber die Aufmache passt: Kann man sich schon ins Regal stellen. (sb)

Everyday Life Offenbar ist es irgendwann in jeder Karriere so weit, da strebt selbst der sich sonst der Breitenwirkung anbiedernde Künstler an, ein wahrlich kunstfertiges Produkt zu veröffentlichen, populäre Bedürfnisse und Zwänge geflissentlich zu ignorieren. So auch Coldplay, die bis dato vornehmlich für Konfettiregen im quietschbunten Abenteuerland frenetisch beklatsche Bekanntheit erlangt ha-

ben, wenngleich sie ihre besten Pop-Songs freilich schrieben, als sie noch Alternative waren: Ihre Dynamik nährt sich zuvörderst aus lediglich an der Oberfläche des PopKosmos kratzenden Spannungsbögen, die mit maximal fatigiertem, himmelhohl-jauchzenden Gesang – das resting bitchface der Glottis – in flauem Austausch stehen. Das einzige „Wagnis“ bis dato, die tief-traurigen „Ghost Stories“, ging eher in die Hose – so ist es verständlich, dass sie mit ihrem neuen Doppelalbum tiefstapeln und es nicht betouren: Denn beide Seiten – auch die zweite, weniger exzentrische – sind fernab von Stadionqualitäten, und leider läuft auch das Kunstlied ins Leere: Erregende Ansätze wie die Streicher auf „Sunrise“, das verträumte Piano zu „Trouble in Town“, der empathische „BrokEn“-Gospel, die „Daddy“-Liebelei oder das honigsüße „Cry Cry Cry“ werden nicht zu Ende gedacht; Das sind in sich zerrissene Gedankenexperimente, ein liebloser Bausatz aus Musikfragmenten. (sb)

KIRK WINDSTEIN

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COLDPLAY

LIVE Pluralone – To Be One With You Man möge mich steinigen, aber: Seit Mitte der Neunziger sucht man die einstige Brillanz der Chili Peppers vergeblich, findet man sie eher auf ihren Solo-Streifzügen von etwa Frusciante, oder hier: Klinghoffer. (sb)

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MTV Unplugged Nicht immerdar haben MTV Unplugged ein glückliches Händchen bewiesen; Hier aber sehr wohl, und das auch noch trefflich: Gemeinsam mit teils obskuren (Mr. Lordi), teils illustren (Namika, Samy Deluxe, Grönemeyer u. a.) Gästen brilliert Max Raabe bei seiner Zeitreise in die Frühzeit des 20. Jahrhunderts. (sb)

Who Nach unzähligen Best-Ofs, ausverkauften Tourneen und 13 Jahre nach dem Nachzügler „Endless Wire“ haben sich die MODs abermals ins Studio gewagt und liefern gewohnte Kost: Knackige Akkorde zur gut gereiften Stimme Daltreys. Indes, Wertigkeit zum Trotz verblasst man neben den Klassikern. (sb)

Fotos: Hersteller

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Lichtspiele

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Alle (zwei) Jahre wieder kommt nicht nur das Christkind, sondern kurz davor auch ein neues „Star-Wars“-Abenteuer. Das freut nicht nur die Fans, auch die Kinoindustrie. TEXT: ANDREAS UNGERBÖCK

Star Wars: Der Aufstieg des Skywalkers Die legendäre Star Wars Saga findet nach unglaublichen 42 Jahren ihr episches Ende. Natürlich ein bombastisches, aber kein endgültiges.

Fotos: The Walt Disney Comp GmbH, Universal Pictures International Austria GmbH

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ie Industrie, das ist in diesem Fall die Walt Disney Company, die nach dem Kauf des ganzen milliardenschweren Unternehmens von George Lucas im Jahr 2012 bekanntlich große Anstrengungen unternommen hat, die schon etwas angestaubte Franchise wieder auf Vordermann zu bringen. Ob das mit der sogenannten Sequel-Trilogie („Das Erwachen der Macht“, 2015 und „Die letzten Jedi“, 2017, plus dem nun folgenden „Der Aufstieg Skywalkers“) gelungen ist beziehungsweise gelingen wird, darüber lässt sich, wie über alle religiösen Fragen, herrlich streiten. Denn die Auseinandersetzung um den filmischen Sternenkrieg ist schon längst ein „Glaubenskrieg“ geworden, der gottlob von den verschiedenen Fraktionen, die sich vor allem durch ihr Lebensalter unterscheiden, hauptsächlich im Internet ausgetragen wird. Die Veteraninnen und Veteranen, die noch mit dem Lucas-Evangelium (äh, der OriginalLucas-Trilogie, 1977-1983) aufgewachsen

sind, sind natürlich traditionalistisch eingestellt, viele von ihnen taten sich schon mit des Meisters eigener Prequel-Trilogie, die er zwischen 1999 und 2005 ziemlich flott herausbrachte, schwer. Den Verkauf an Disney galt vielen als Verrat, aber wer kann schon einem „Star-Wars“-Film widerstehen? Und so wurden auch die Teile 7 und 8 kommerzielle Mega-Erfolge, die vor allem die jüngere Generation durchaus begeisterte. Teil 9 also, „Der Aufstieg Skywalkers“, der – nach dem Zwischenspiel mit Rian Johnson – nun wieder von Wunderwuzzi J.J. Abrams geschrieben und inszeniert wurde, macht Hoffnung und hat natürlich großen sentimentalen Wert. Denn angeblich/sicher kommt die Ur-Saga damit zum endgültigen Abschluss, und es gibt den posthumen letzten Auftritt von Generalin Leia (Carrie Fisher, verstorben im Dezember 2016), der aus Archivmaterial zusammengeschnitten wird. Auch sonst ist alles wieder dabei, was Rang und Namen hat, allen voran

Mark Hamill, das letzte Urgestein aus den Originalfilmen und erklärter Fan-Liebling, dazu Adam Driver als Oberschurke Kylo Ren, Oscar Isaac, Daisy Ridley, John Boyega, Domhnall Gleeson, Joonas Suotamo als R2-D2, Lupita N’yongo und mehr. Noch einmal, so sagt uns die gewohnt kryptische Inhaltsvorschau, stellen sich die tapferen Widerstands-Kämpfer gegen die Erste Ordnung, die Hoffnungen ruhen nun auf Rey (Ridley), der letzten Jedi. Ob der Kampf zu gewinnen ist – bald werden wir es wissen. Was wir sicher wissen ist, dass dies nicht das Ende sein wird: An einer neuen Trilogie (2022 bis 2026) wird schon gebastelt. Von Spin-offs und Serien gar nicht zu reden.

AUSSERDEM IM KINO Die fantastische Reise des Dr. Dolittle Superstar Robert Downey Jr. kehrt am 30. Jänner als Dr. Dolittle, der mit Tieren sprechen kann auf die große Leinwand zurück: Gemeinsam mit einer bunt zusammengewürfelten Truppe exotischer Tiere hat er sich nach dem Tod seiner Frau aus der viktorianischen Welt Englands zurückgezogen. Doch als die junge Queen Victoria erkrankt, wird seine Hilfe dringend benötigt ... Cats Der Film, der am 25. Dezember in die Kinos kommt, erzählt in einer spektakulären, atemberaubenden neuen Fassung die Gedichte von T. S. Eliot frisch nach, natürlich mit Andrew Lloyd Webbers unvergleichlicher Musik und Tanzstilen von klassischem Ballett und zeitgenössischen Tanz, über Hip-Hop und Jazz Dance bis hin zu Streetdance und Stepptanz. Das ist „Cats“ für eine neue Generation!

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Plug & Play Mit der R5 legt die britische Edel-Marke Ruark eine Audio-Kompaktanlage vor, die nahezu alle Stücke spielt: CD, Radio, Bluetooth und Streaming-Dienste hat das auch multiroom-taugliche System bereits serienmäßig an Board. TEXT: MARTIN SCHRAPFENEDER

Connection Heaven Neben den bereits erwähnten StreamingDiensten kann die R5 einiges mehr: Für Direct Streaming in hoher Qualität von kom-

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patiblen Smartphones und Tablets gibt’s HD Bluetooth mit aptX, außerdem steht neben Radio-Empfang via FM, DAB und DAB+ auch Internetradio zur Verfügung. Darüber hinaus lässt sich die R5 auch als Soundsystem für TV-Geräte oder Spielekonsolen nutzen. Der integrierte CD-Player spielt nicht nur herkömmliche CDs, sondern unterstützt auch beliebte Formate wie WAV, MP3 und AAC. Sind die Musikdaten hingegen auf einem USB-Stick oder einer externen Festplatte gespeichert, lässt sich der Datenträger via USB-Port anschließen. Wer dann immer noch nicht genug hat, kann auch die an der Geräterückseite befindlichen Cinch-Eingänge für weitere Audio-Geräte nutzen. Im Test habe ich etwa meinen Plattenspieler angeschlossen, funktionierte tadellos. Kraftvoller Sound Der Klang darf ruhigen Gewissens als überzeugend räumlich bezeichnet werden. Das hat die R5 ihrem 3D-Soundprocessing zu verdanken, das optional deaktiviert werden kann. Möchte man aber nicht – im 3DModus ist die Bühne wirklich breit und füllt selbst größere Räume. Für klare Hoch- und Mitteltöne sind zwei 75mm-Neodym-Treiber zuständig, der aktive 125mm-Subwoofer sorgt für den nötigen Druck im Bassbereich. Und das tut er gut: Sonor und tief rundet er das beeindruckende Klangspektrum ab, auch weit über meinen persönlichen Geschmack hinaus – selbst Bass-Liebhaber dürften also nicht zu kurz kommen. Die Lautstärke spielt in der oberen Party-Klasse

mit, wenn der Sound im hohen Lautstärkebereich dann auch leicht an Präzision verliert und die sonst sauber abgebildeten Tonbereiche etwas schwammiger werden. Nicht ganz so toll ist auch die Abbildung von hohen Frequenzen, die für mich etwas zu metallisch daherkommen. Insgesamt wirkt der Sound aber rund und voll, was nicht zuletzt der satten Verstärkerleistung von 90 Watt zu verdanken ist. Der R5 ist mit den Ruark-Modellen M Rx, R2 Mk3 und R7 Mk3 zu einem schlagkräftigen MultiroomSystem ausbaubar. Welchen Verwendungszweck man auch hat – mit der R5 von Ruark kann man kaum etwas falsch machen. Neben qualitativ hochwertigem Streaming gibt es alle Radio-Optionen und sogar einen formatfesten CD-Player. Für weitere Vielfalt sorgen USB, Line-In und -Out (Cinch) sowie ein optischer Anschluss, mit denen TV, Konsole oder auch ein Plattenspieler verbunden werden können. Die Soundqualität ist überzeugend, kann aber vermutlich auch mit preisgünstigeren Alternativen erreicht werden. Neben den etwas zu klein ausgefallenen Display und minimalen Schwächen im Hochtonbereicht ist aber am Klang nichts auszusetzen, die Lautstärke ist selbst für kleinere Hauspartys völlig ausreichend. Bewertung:

€ 1.199,– (UVP) www.ruarkaudio.com

Fotos: Hersteller

E

s ist doch so: Von Dingen, die wir besonders lieben, erwarten wir auch, dass sie dem Auge schmeicheln. Besonders jene, für die wir ein hübsches Sümmchen bezahlen, sollen auch optisch etwas hermachen. Diesen Anspruch erfüllt die neue R5-Kompaktanlage auf Anhieb. Zur Auswahl stehen zwei gleichermaßen edle Ausführungen in Holz oder Metall. Beiden wohnt ein gewisser Retro-Charme inne, der das knapp zehn Kilo schwere und mehr als einen halben Meter breite Gerät gut in geschmackvolles Raumambiente integrieren lässt. Die Integration in die Infrastruktur meines Wohnzimmers gestaltete sich indes überaus kurz: Ohne auch nur einen Blick ins Handbuch zu werfen war es mir möglich, innerhalb von zwei bis drei Minuten meinen Spotify-Account zu aktivieren und eine meiner Playlists abzuspielen. Dazu schloss ich die R5 lediglich an den Strom an, verband sie via Lan-Kabel mit meinem Router und wählte im Source-Menü den gewünschten Streaming-Dienst. Neben Spotify Connect stehen dort auch Amazon Music, Deezer und Tidal zur Auswahl. Zusammenfassend kann man, was die Quellenvielfalt betrifft, sagen, dass alles, was nicht ohnehin schon serienmäßig an Board ist, zumindest über das breite Spektrum an Anschlussmöglichkeiten verbunden werden kann.


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FEATURES • High Fidelity Music System • FM/DAB/DAB+/Internet-Radio, Streaming Dienste, CD-Laufwerk • aptX Bluetooth, USB, optisch, LineIn & -Out (Cinch), Kopfhörer (3,5Klinke) • MP3, WAV, WMA, AAC, FLAC • 142 x 520 x 300 mm, 9.5 kg

PRO & CONTRA + Solider, kraftvoller Sound + Intuitive Bedienung + Viele Anschlüsse, multiroom-tauglich - Hochtonschwächen - kleines Display

Zwei edle Ausführungen Wahlweise gibt es die R5 in warmem NussholzFinish (siehe oben) oder in einer etwas kühler wirkenden Metall-Variation. Beiden gleich ist das geschmackvolle graue Textil, das – unter Aussparung des ingerierten CD-Players – die Gerätefront bekleidet.

Mehr Testberichte gibt es im aktuellen e-media! gcheckt: technik

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Spielwiese Da ist sie wieder: Die Weihnachtszeit! Wir haben uns durch einige der angesagtesten Spiele gewühlt, die sich wahrscheinlich auch hervorragend unterm Christbaum machen. TEXT: JOACHIM SCHMIDA

Star Wars: Jedi Fallen Order

Need For Speed: Heat Der Oldtimer unter den Rennspielen bringt wieder wilde, adrenalingeladene Rasereien. Schauplatz ist Palm City, eine pulsierende Großstadt, die darauf wartet, erkundet zu werden. Tagsüber ist man ganz legal mit seinen Boliden unterwegs, bei Einbruch der Dunkelheit jedoch schwinden die Grenzen des Gesetzes und in Palm City herrschen illegale Straßenrennen. Die altehrwürdige Arcade-Rennserie feiert fulminant ihr 25-jähriges Jubiläum.

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Death Stranding Hideo Kojimas ambitioniertes und außergewöhnliches Meisterwerk lässt sich nur schwer schubladisieren. Das – auf ein Open-WorldUniversum ausgelegte – Abenteuer schickt uns auf eine Reise zwischen Leben und Tod, die mit höchst mysteriösen wie zum Teil zudem verstörenden Ereignissen gepflastert ist. Keine Geringeren als Norman Reedus, Mads Mikkelsen, Léa Seydoux oder auch Conan O'Brien sind als Gastdarsteller mit von der Partie.

Assassin’s Creed: The Rebel Collection Gleich zwei AC-Klassiker, „Black Flag“ und „Rogue“, lassen SwitchBesitzer nun auch unterwegs meucheln – dank der Veröffentlichung der sogenannten „Rebel Collection“ auf Nintendos Handheld. Vom karibischen Piraten-Szenario während des 18. Jahrhunderts bis zum würdigen Abschluss der Amerika-Trilogie inklusive aller EinzelspielerDLCs – hier ist alles dabei, was das AssassinenHerz begehrt.

Fotos: Hersteller

Passend zum großen Saga-Finale im Kino gibt es auch einen neuen Third-Person-Action-Adventure Star WarsTitel von Respawn Entertainment. „Werde ein Jedi“, lautet das Credo des Games und erzählt uns dabei eine neue Geschichte aus der „Star Wars“-Galaxis. Das Singleplayer-Spektakel zeigt eindrucksvoll, wie das Weltraum-Epos auf die helle Seite der Macht zurückgeführt wird.


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Die angegebenen Preise gelten pro Person (Erwachsener) und inkludieren eine Servicegebühr von max. € 2,00 pro Ticket. ticketPLUS+ Bus beinhalten pro Person ein Veranstaltungsticket und die Busfahrt von der gewählten Haltestelle zum Veranstaltungsort und wieder retour. Reiseveranstalter: Eventbus GmbH (Nr. 1998/0174)


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Der Schlager Der Schlager boomt, das ist nichts Neues. Doch hinter den großen Superstars der Gegenwart warten schon die Top-Seller der Zukunft. Wir bringen Ihnen die größten Talente des Genres etwas näher.

E

s gibt Andrea Berg und Helene Fischer. Übermorgen kommt dann vielleicht ein junges Mädel, das heißt Patrizia Gurke und jodelt“, witzelte Schlager-Altstar Roberto Blanco im Zuge der Wiener Wiesn jüngst in der Kronen Zeitung. Was der 82-Jährige mit etwas Unmut und viel Sarkasmus kundtat, entspricht grob gesehen aber der Wahrheit. Der Schlager hat spätestens seit den kometenhaften Aufstiegen von Fischer und Andreas Gabalier die Jungen für sich gewonnen und ist zu einem kommerziell erfolgreichen Wirtschaftszweig mutiert, der sich längst über alle Generationsbarrieren hinweggesetzt hat. Der Begriff „Schlager“ ist schon lange im Wandel begriffen. Pop und Rock paaren sich mit althergebrachten Zutaten, neben Radio Steiermark laufen die Songs auch auf Ö3 und wer sich von der flotten Musik Melissa Naschenwengs überzeugen lässt, der besucht auch ein Coldplay- oder AC/DCKonzert. Doch die alten Platzhirsche müssen sich warm anziehen, denn selbst eine Melissa oder Vanessa Mai gehören längst nicht mehr zu den Newcomern. Wir stellen Ihnen hier ein paar der wichtigsten Schlagerkünstler der näheren Zukunft vor. Andrea Seidl: Aus Seewalchen am Attersee kommend, erobert Seidl den Schlagerhimmel gerade im Rekordtempo. Sanft, emotional und einfühlsam ist ihre Single „Du bist für mi“, mit der sie seit einigen

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Wochen für Furore sorgt. Das Positivdenken und Mutmachen kennt sie noch gut aus ihrer Zeit als diplomierte Betriebs- und Berufsenergetikerin. Mit ihrer Musik will sie Herzen öffnen und die positiven Gefühle in den Menschen hervorkehren. Da rollt noch Großes auf uns zu. Alf: Lederjacke, Wuschelhaare, IndieRock-Vergangenheit. Auf den ersten Blick würde man Alf falsch einordnen, doch der Wiener, der bereits für einen Amadeus nominiert war, interpretiert den Schlager eben so, wie ihn viele Fans heute hören: modern und zeitgemäß. Auf seinem Debüt „Rabauken“ vermischte er den traditionellen Schlager der 70er- und 80er-Jahre mit Rock- und Pop-Referenzen und einer beträchtlichen Menge an Lokalkolorit. Er trat gleichermaßen in der Münchner Olympiahalle und bei Florian Silbereisen auf und verkörpert wie kein Zweiter das neue Gesicht des Genres. Roberto Silver: Kaum jemandem wird in Deutschland derzeit eine größere Schlagerkarriere attestiert als dem jungen Hessen Roberto Silver. Der Deutsch-Mexikaner überzeugt auf seinem Debütalbum mit einer Mischung aus lateinamerikanischen Rhythmen und traditionelleren Schlagertexten Alt und Jung. Er komponiert seine Songs in einer kleinen Penthouse-Wohnung auf Mallorca und hat mit „Völlig crazy“ eine Single veröffentlicht, die sich vor den Großen der Szene keinesfalls verstecken braucht.

Marina Marx: Stärker in den Rock geht die Ulmerin Marina Marx mit ihrer durchaus provokanten Single „One Night Stand“. Nicht erst seit den großen Erfolgen von Ben Zucker weiß man, dass sich auch Lederjacken und Dirndl gut vermischen lassen. Den Traum, Schlager mit ihrer rauen Stimme zu kombinieren, trug sie schon seit ihrer Kindheit in sich, nun startet die 28-Jährige breitenwirksam durch. Durch „The Voice Of Germany“ wurde sie einem breiteren Publikum bekannt, nun will sie bald auf den großen Bühnen stehen. Anni Perka: Mit 30 ist die Hamburgerin zwar nicht mehr die Allerjüngste, doch nach Jahren als Helene-Fischer-Double hat sie sich nun endgültig als eigenes Talent in den Vordergrund gearbeitet. Die ausgebildete Musicalsängerin, die schon in ihrer frühen Kindheit dem Singen verfiel, startet nun erst so richtig durch und forciert ihre eigene Karriere mit maximalem Einsatz. Jenny van Bree: Die Hamburgerin stand in den letzten Jahren eher durch ihre Beziehung zum Schlager-Granden Nino de Angelo im Rampenlicht. Nach der Trennung treibt sie jetzt ihre eigene Karriere mit größtmöglichem Einsatz voran. Mit ihrem von Dieter Bohlen produzierten zweiten Album „Lebenslänglich“ räumt sie gerade den Schlagermarkt auf. Privat lebt sie aufgrund einer neuen Beziehung übrigens halb in Hamburg und halb in Graz.

Foto: AFMGroup

TEXT: ROBERT FRÖWEIN


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r von morgen Marie Wegener Ihr zweites Album „Countdown“ ist Ende September erschienen. Mit selbigem im Gepäck durfte sie niemand Geringeren als Andreas Gabalier bei seiner Stadion-Tour begleiten.

Marie Wegener: 2018 gewann sie „DSDS“, heuer tourte sie mit Andreas Gabalier. Mit gerade einmal 18 und einem frisch abgeschlossenen Abitur stürmt das Jungtalent die Herzen der Fans im Rekordtempo. „Countdown“ ist bereits ihr zweites Album und zeigt sie in allen Facetten gereift und erweitert. Nebenbei bleibt übrigens auch noch Zeit für Musical-Rollen – hier wächst eine ganz Große heran! Fabian Schmid: Schon als Kind tingelte der eifrige Schwabe mit seinem Vater durch die Tanzlokale und verteilte im Publikum Rosen, während er Heintje coverte. Längst schreibt er eigene Songs und begeistert seit wenigen Wochen mit der

Debüt-Single „Die Liebe bleibt“, die einen verheißungsvollen Beginn für eine große Karriere darstellt. Schmid will „Geschichten, die mein Leben schreibt“ weitergeben und erspielt sich durch seine Authentizität eine immer größer werdende Fan-Schar. Lena Laval: Mit „Alles und immer“ veröffentlichte die 28-jährige Stuttgarterin unlängst ihr heiß ersehntes Debütalbum. Um ihren Traum von einer Musikkarriere zu verfolgen, kündigte Laval sogar einen sicheren Job bei der Bank, um mithilfe von Sponsoren ihr eigenes Label zu gründen. Dank ihres unermüdlichen Einsatzes und eines kompakten Teams aus Textern und Produzenten, ist der Weg zum Erfolg geebnet. Dem eisernen Willen der Powerfrau sind keine Grenzen gesetzt.

Mehr Schlager & Volksmusik? Die Stadlpost ist die Nummer eins bei Fans von Schlager & Volksmusik. Das beliebte Magazin bringt alle 6 Wochen Neuigkeiten und Hintergrundberichte über die Stars der deutschsprachigen Unterhaltungswelt. Exklusive Storys und Inhalte wie Charts, TV-Programm, Event-Tipps und Extras wie Rätsel oder Gewinnspiele machen die Stadlpost zum wichtigsten Begleiter für Fans von Schlager & Volksmusik. Die Stadlpost ist u. a. in Deutschland, Österreich und der Schweiz an Kiosken und im Zeitschriftenhandel erhältlich. Das Jahresabo gibt es schon ab sensationell günstigen € 24,90 inkl. Versand! Abo-Angebote mit Prämien wie zum Beispiel top-aktuellen CDs zur Auswahl finden Sie unter stadlpost.at/abo.

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n Jenny van Bree spielt 2020 beim Honky Tonk Festival in Villach, Weiz, Saalfelden und Oberndorf. Marie Wegener spielt (natürlich die Bella) in „Die Schöne und das Biest“ im Jänner in Linz, Innsbruck, Graz und Wien.

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Steigenteschgasse 94b, 1220 Wien www.orpheum.at Beginn jeweils 20:00 Uhr

3.01. Clemens Maria Schreiner ĹŠ"1_‰-uÂŒ-†=);bz 4.01. bh;"†r-m1b1ĹŠ -lbŃ´b;m|u;@;m

19.01. Lukas Rese Resetarits - WURSCHT 19.01. Omar Sarsam ĹŠ;uÂŒ-Ń´-ul

5.01. Lisa Eckhart ĹŠ b;(ou|;bŃ´;7;v-v|;uv

20.01. m7u;-v ;um;uĹŠNOCH BildungsFerner

7 01. 7.0 1 Das war 2019!ũ Ѵ;bv1__-1h;uķ$-u|-uoমķĺĺĺ

21.01. 23.01. maschek ĹŠ -v‰-uĆ‘Ć?Ć?Ć–

9.01. ;bŃ´0†‚Ĺ&#x;!ov;m - Wer will mich ... noch?

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24.01. u;7bbuh-Ń´Ĺ&#x;;rbor= - Nimm2 - Best of 25.01. Peter & Tekal ĹŠ)-vv1_Ѵ†1hv|7†ĺĺĺľĴ

10.01. omা;|om - Elvis Night 11.01. 12.01. Alfred Dorfer - „und ...“

26.01. Nina Hartmann - Laut 27.01. Josef Hader - Haderr spielt Hader

14.01. Robert Palfrader - Allein Premiere

15.01. Peter & Tekal ĹŠ)-vv1_Ѵ†1hv|7†ĺĺĺľĴ 16.01. $_ol-v"াrvb|v ĹŠ"াm-|ÂŒ;u ;Ń´bh-|;vv;m 17.01. 18.01. Barbara Balldini ĹŠ]Äź_ŕĽ˜ub] &! $

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16.02. Klaus Eckel - Ich werde das GefĂźhl nicht los

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4.02. Isabella Woldrich ĹŠ†0bŃ´ŕ˘œÂ†lv|o†uĆ‘Ć?Ć‘Ć?

19.02. Gernot Kulis Ŋ;uh†Ѵbv

5.02. 6.02. ‹7b-u;mm;u-vr;u - KrÜtenwanderung

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7.02. Lukas R Rese esetarits - WURSCHT

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23.02. Danny & Gerry ĹŠ†u-umbˆ-Ń´-u|‹

14:00 Uhr

9.02. Sonja Pikart - Metamorphose

23.02. Barbara Balldini ĹŠ]Äź_ŕĽ˜ub] &! $

11.02. 12.02. Andreas VitĂĄsek - Austrophobia

24.02. Science Busters - Warum landen Asteroiiden 25.02. Comedy Hirten - Ń´Ń´;vr;u=;h|

13.02. ;umŕĽ˜Ń´-l-ÂŒom;m - Best of 14.02. Wirr 4 ĹŠ -v;v|;ˆom†v|ub-Ć’

27.02. 28.02. Roland DĂźringer - Africa Twinis

15.02. Mojo Blues Band Ŋl†[u-]7;vѴ†;v

29.02. Hot Pants Road Club - Move it up!

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17.03. Gery y Seidl - HOCHTIEF

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18.03. Viktorr Gernot - Nicht wahr?

Š Ingo Pertramer, Ursula Feuersinger

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4.03. Josef Hader - Hader spielt Hader

19.03. Alex KristanĹŠ;0_-[

5.03. Walterr Kammerhofer ĹŠZbm;

20.03. $_ol-v"াrvb|v ĹŠ"াm-|ÂŒ;u ;Ń´bh-|;vv;m

6.03. Jimmy Schagerr & Band - „Powidl“

21.03. LEGENDS of ROCKĹŠ !" +

7.03. The Real Holy Boys - Toni und Peter L(m)ACHEN MUSIK

22.03. !†7‹=-mmĹ&#x;"†lr[u†rr; - „Geboren im Sumpf“

8.03. Ć‘Ć?Äşm|Äşhhou7;om ;vŕŚžÂˆ-Ń´ĹŠ$†u0ombh-ņѴ†lĹ&#x;-†]--u7

23.03. Manuel Rubey ĹŠoŃ´7Cv1_

9.03. Ch. L.-Budschedl ĹŠ_ubvাm-bvĹ?vĹ‘|-Ń´Ń´;vĹ–†m7vrub1_|7-uৠ0;uÄť 10.03. 11.03. Andreas VitĂĄsek - Austrophobia 12.03. ;bŃ´0†‚Ĺ&#x;!ov;m - Wer will mich ... noch? 13.03. Paddy´s Return ĹŠ"|Äş-|ub1hÂŹvb]_|Ć‘Ć?Ć‘Ć? 14.03. Omar Sarsam ĹŠ;uÂŒ-Ń´-ul 15.03. m7u;-v ;um;u- Chill amal, Fessor! 16.03. Robert Palfraderr - Allein

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24.03. Gernot Haas - Vip Vip Hurrraa!!! 25.03. -uh†v-†r|l-mm - Was Sie nie Ăźberr Lehrer wissen wollten 26.03. Reinhold Bilgeri ĹŠĆ•Ć?Ĺ‹-m7vাѴѴuo1hbm]Ĺ‹|o†uĆ‘Ć?Ć‘Ć? 27.03. _ubv|or_ ub|ÂŒĹŠ -vfৠm]v|;;vb1_| 28.03. The Legendary y Daltons ĹŠ b;!o1hÂŹmÂŹ!oŃ´Ń´-u|‹ĹŠ†0bŃ´ŕ˘œÂ†l 29.03. ;umŕĽ˜Ń´-l-ÂŒom;mĹŠ)-v)ŕ˘œu;);mm 30.03. Gery y Seidl - HOCHTIEF 31.03. Alfred Dorfer - „und ...“


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Live spürt man mehr! Amon Amarth Berserker Tour Vikingeralarm im Gasometer: Am 14. November gastierten die Berserker Amon Amarth mit Arch Enemy und Hypocrisy im Vorprogramm im ausverkauften Gasometer und hoben mit ordentlich Feuer die herbstlichen Temperaturen in Simmering ein Eizerl an. Ivana Kovacova hat die Fotos!

Seeed Bäm! Bäm! Tour Am 1. November gab es ordentlich „Bäm! Bäm!“ in der ausverkauften Wiener Stadthalle: Bei Seeed und ihrem Mix aus Reggae, Hip-Hop und Dancehall konnte wirklich niemand stillstehen – nicht einmal Fotografin Eva Ruiz …

Volbeat

Heilung Europe Fall 2019 Tour Am 3. November spielten Heilung im ausverkauften Globe: Die Sphären zwischen alten Pagan Ritualen und musikalischer Performance gingen auch für Fotograf Björn Franck nahtlos ineinander über. Nächster Termin: Nova Rock ‘20!

Mehr Konzertfotos gibt es auf www.ticketmagazin.com!

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Fotos: Stefan Kuback, Eva Ruiz, Björn Franck, Ivana Kovacova

Rewind, Replay, Rebound Tour Am 17. November gastierten in der Wiener Stadthalle die Vollblutrocker Volbeat mit ihrem neuen Album „Rewind, Replay, Rebound“ im Gepäck, aber auch Danko Jones und insbesondere den sensationellen Baroness im Vorprogramm. Pascal Riesinger hat die Fotos, am Nova Rock ‘20 sehen wir sie wieder!


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POST SCRIPTUM

übrigens! 2020 schickt sich an, das Jahr der gigantischen Großkonzerte zu werden: Die Wiener Stadthalle werden wohl nicht nur Die Ärzte (17. und 18. November), sondern auch Tenacious D (13. Februar) ausverkaufen. Erstgenannte kommen aber einen Monat später, am 11. Dezember, auch auf das Sound & Snow Gastein. Ozzy Osbourne wird sein ausgefallenes Konzert am 16. November in der Wiener Stadthalle nachholen. In die Wiener Stadthalle kommt am 30. Mai auch One-Direction-Superstar Harry Styles mit seinem famosen neuen Album im Gepäck. Allerdings sind 2020 Augen und Ohren nicht auf Wien allein gerichtet: Am 16. Juli gastieren Iron Maiden im Rahmen ihrer „Legacy of the Beast“-Tour im Stadion in Wiener Neustadt,

Andreas Gabalier (Foto) lädt zu seinem gigantischen Fan-Festival auf die Messe München und Lionel Richie kehrt am 16. Juli, die Hollywood Vampires rund um Alice Cooper am 27. August auf der Burg Clam ein.

GEWINNSPIELE

Das METAStadt Open Air geht in die zweite Runde: Nach der erfolgreichen Premiere in diesem Sommer präsentiert die Konzertreihe 2020 The Kooks (14. Juli) Sido (15. Juli) Alt-J (18. Juli) Sarah Connor (19. Juli) unter freiem Himmel.

finden Sie in dieser Ausgabe auf den Seiten 12–13, 16–18, 22–23, 30–31 und 40–41. Sie können über das Gewinnspielformular auf www.ticketmagazin.com („!ticket Gewinnspiele Dezember/Jänner 2019/20“) mitspielen. Hier finden Sie auch Informationen und Teilnahmebedinungen zu unseren Gewinnspielen und Datenschutz. Einsendeschluss ist der 15. Jänner 2020.

IMPRESSUM

Foto: beigestellt vom Veranstalter

Fotos: Stefan Kuback, Eva Ruiz, Björn Franck, Ivana Kovacova

Das nächste !ticket erscheint am 29. Jänner 2020. Herausgeberin, Chefredakteurin: Mag. Roberta Scheifinger Chefredakteur & Chef vom Dienst: Stefan Baumgartner Anzeigen: Catharina Brand, Suzana Milic, Mag. Roberta Scheifinger Anzeigenproduktion & Verrechnung: Susanne Franzl Redaktion: Stefan Baumgartner, Amina Beganovic, Michaela Kurcsics BA BA MA, Robert Fröwein, Angelika Goldmann, Walter Gröbchen, Mag. Joachim Schmida, Martin Schrapfeneder, Mag. Manuel Simbürger, Andreas Ungerböck Cartoon: Bertram Haid (BAES Cartoons) Lektorat: Gunther Natter Fotos: siehe Copyright Cover: Christoph Köstlin Medieninhaber, Eigentümer, Redaktionsanschrift: CTS Eventim Austria GmbH, !ticket Eventmagazin, Mariahilfer Straße 41–43, 1060 Wien Designkonzept, grafische Produktion: QMM Quality Multi Media GmbH, Mariahilfer Straße 88a/II/2a, 1070 Wien Artdirektion: Mag. Gottfried Halmschlager Druck: Walstead NP Druck GmbH,

Gutenbergstraße 12, 3100 St. Pölten Abonnements: !ticket Österreichs Eventmagazin Nr. 1 erscheint 10 x jährlich. Jahresabo Österreich: € 22,00, Jahresabo Europa: € 44,00. Kündigung jeweils acht Wochen vor Ablauf der Bezugsfrist nur schriftlich eingeschrieben oder per E-Mail an abo@ticketmagazin.com. Einzelpreis: € 2,90 Für unverlangt eingesandte Texte und Fotos übernehmen wir keine Haftung, eine Rücksendung erfolgt nicht, es besteht kein Recht auf Veröffentlichung. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor. Nachträgliche Honorarforderungen für nicht veröffentlichte Fotocredits werden nicht anerkannt. Alle Inhalte vorbehaltlich Satz- und Druckfehler. Die Offenlegung lt. Mediengesetz finden Sie auf www.ticketmagazin.com/impressum Sie finden uns online auf Facebook und Twitter, sowie unter www.ticketmagazin.com. Tickets für über

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fremd-Sprache Eine Glosse von Alfred Dorfer

Der Wiener Alfred Dorfer zählt zu den wichtigsten Satirikern und Autoren im deutschen Sprachraum, den er als seine Bühne begreift. Nach ersten Erfolgen mit der Gruppe Schlabarett erlangte er neben Josef Hader als Hauptdarsteller im Film „Indien“ überregionale Bekanntheit. Dorfer ist großer Fan des Fußballklubs FK Austria Wien und dissertierte 2011 an der Universität Wien mit „Satire in restriktiven Systemen Europas im 20. Jahrhundert“. Aktuelle Live-Termine findet Ihr unter dorfer.at!

S

eitdem das Lektorat eingespart wurde, ist der Medienkonsum um einiges amüsanter geworden. „Wir müssen Bewegung in die Bewegung bringen“, meint der SPÖGeschäftsführer, der als Wahlkampfleiter immerhin das schlechteste Ergebnis aller Zeiten einfahren konnte. Das hat uns amüsiert. Ebenso wie die Aussage eines Landespolitikers, der unlängst „endlich wieder eine Olympiade für Österreich“ forderte. Nun ist eine Olympiade nicht Olympia, sondern der zeitliche Weg dorthin. Und der Weg ist halt nicht das Ziel. So wie eine Limonade keine Limone ist, sondern der Weg von der Limone weg. OK, nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich. Aber eine Olympiade könnten wir jederzeit haben, die wäre sogar extrem billig. Wir müssten nämlich nichts tun, als uns vier Jahre lang auf Olympia zu freuen. Auch die sogenannten Qualitätsmedien unterhalten uns immer wieder durch sprachliche Schmankerln. Der Standard glänzte einst mit der Überschrift „Trockenheit war in teuerstes Naturphänomen“. Solch Poesie ist schön und rätselhaft zugleich. Und in der Presse war von „gefählichen“

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Zuständen zu lesen. Wie lehrt uns doch die neue Rechtschreibung, dass recht schreiben zu können sich ziemlich vom Rechtschreiben unterscheiden kann. Im Kurier stand, dass das Auffinden des Fehlers im Kleingedruckten „allerdings auch schwer“ sei. Also vom Gewicht her vermutlich, was allerdings schwierig festzustellen ist. Gleichzeitig wurde in diesen Medien über die mangelhaften Deutschkenntnisse dieses Maturajahrgangs berichtet. Oder: „Faule Trauben erschweren Weinlese“ schrieb orf.at. Der Internetauftritt des Rundfunks ist ja das Zentralorgan für politische und sprachliche Korrektheit. Der Laie wusste bislang allerdings nicht, dass es selbst unter den Weintrauben solche und solche gibt. Die fleißige Traube hilft dem Weinbauern offenbar bei der Lese, während andere nur faul herumhängen. Nicht einmal unser Geld ist sicher. In Australien kursierte eine 50-Dollar-Note mit einem Rechtschreibfehler. Auf dem Geldschein ist eine Rede der australischen Frauenrechtlerin Edith Cowan abgedruckt, allerdings fehlt im Wort „responsibility“ das

dritte „i“. Auch der Spiegel, der jüngst die Responsibility in Sachen Wahrheitsgehalt seiner Geschichten etwas vernachlässigte, wenn auch mit drei „i“, mokierte sich darüber. Die Medien sind ja eigentlich bedauernswert, täglich müssen sie die Seiten füllen mit vermeintlichen Neuigkeiten. Klingt unentspannt und liest sich auch so. Aber umso mehr ist es gefählich, wenn man sich des Schwergrads von Sprache nicht bewusst ist und selbstgefällig sein tut. Denn es gibt der Leserschaft gegenüber auch sprachlich eine gewisse Responsibilty. Oda, wie meihnen sie?

Foto: Peter Rigaud

Faule Trauben können ein großes Problem sein, besonders wenn an der Sprache in den Medien etwas faul ist.


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