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!ticket Österreichs Eventmagazin Nr.1

black or white

musik show 2 0 1 8 sport theater kabarett

JUL/AUG

Ausgabe 222

2,90 €

Damit sind Sie live dabei!

takt losigkeiten schlitzohrige Boshaftigkeiten und pointierte Provokation von Lisa Eckhart

Am 29. August wäre der King Of Pop 60 Jahre alt geworden. Seine Musik macht ihn unsterblich.

Österreichische Post AG / MZ 15Z040254 M, CTS Eventim Austria GmbH, Heumühlgasse 11, 1040 Wien

MICHAEL JACKSON

a liad für di ANDREAS GABALIER Wenn unser Volks-Rock’n’Roller nächstes Jahr am 31. August im Wiener Ernst-Happel-Stadion zum 10-Jahre-Jubiläumskonzert aufspielt, gibt es bei den Madln und Buam in Lederhos’n und Dirndl kein Halten mehr!


#WeAreMusical

DAS MUSICAL MIT DEN HITS VON

RAIN HARD FEN DRICH

BUCH Titus Hoffmann Christian Struppeck

Foto VBW © Oliver Gast 2018

REGIE Andreas Gergen

SEI DABEI! JETZT TICKETS FÜR HERBST SICHERN ★

© THE BODYGUARD (UK) LTD. Designed by DEWYNTERS

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RED BULL AIR RACE Das Flugspektakel liefert Geschwindigkeit, Geschicklichkeit und Präzision!

14 EDITORIAL

Ich roque!

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ichard Grenell, der zwar als neuer US-Botschafter in Berlin amtiert, bisher aber nicht sonders durch Kenntnisse über die Geschichte der Rockmusik auffiel, meinte erst kürzlich in einem wenig diplomatischen Interview: „Ich denke, Sebastian Kurz ist ein Rockstar.“ Oliver Pink, Leiter des Ressorts „Innenpolitik“ der Tageszeitung Die Presse, verwies süffisant auf Schweigekanzler Wolfgang Schüssel, der bereits seinerzeit mit „The Sound Of Silence“ sanft rockende Töne anschlug, die nun – augenscheinlich – in einer kurzen Coverversion wiederkehren. Hätten Keith Richards, Neil Young, Bruce Springsteen et al. Wind von dieser unmotivierten Einschätzung bekommen, hätten sie sich vermutlich selbst begraben, um hierauf im Moder zu rotieren. Das Time Magazine hingegen adelte den französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron als einen der weltweit „hundert Einfluss-

reichsten“ – in der Sparte „Leaders“ taucht unter den Europäern sonst nur noch Tabloid-Schwarm Prinz Harry auf. Keine Theresa May, keine Angela Merkel, keiner der „martialischen Männer“ Putin, Orban oder Erdogan. Was unterscheidet Le Conducteur de „En Marche“, den Duke of Sussex und unseren Bundeskanzler von ihrer Kollegschaft? Zumindest europäische Politik schläfert ein, ihre „Stars“ sind zumeist ältere Herren, die so viel Charisma aufbringen wie ein Finanzdirektor in einer kafkaesken Albtraum-Welt. Dass Harry hingegen hip ist, ist zuvörderst seiner bodenständigen, alles andere als royalen Vita geschuldet, freilich aber auch seiner Traumhochzeit mit „einer Bürgerlichen“. Macron strahlt Magie aus, tritt ähnlich Barack Obama zusammen mit Rockstars auf, etwa mit Bono von U2 oder Rihanna (übrigens auch eine der 100 „Icons“). Macron ist, in Zeiten, wo Populismus nach rechts

oder nach links rutscht, ein Populist der Mitte, ein charismatischer Showman – und dabei fernab eines Cäsarismus à la Trump. Aber Sebastian Kurz? Rockmusik ist im eigentlichen Sinne aufrührerisch, aufwiegelnd, zutiefst emotional – allesamt Charakteristika, die wir bei ihm nicht finden. Jedoch darf heute bekanntlich schon alles – sogar der Eurovision Song Contest – rocken: Viel zu viele Worte (etwa „rocken“ und seine Derivate) werden bloß eingesetzt, weil sie gut klingen und vage Emotionen hervorrufen. Diese Worte sind ihres eigentlichen Inhalts beraubt, wie sich Politiker auch gern des Inhalts entledigen um mit Phrasen dem Schein den Vorzug zu geben. Vielleicht können wir uns darauf verständigen, dass der Schuster bei seinem Leisten bleibt und tatsächlich fürderhin ausschließlich die Rockstars rocken. Stefan Baumgartner (Chefredakteur)

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JAN FEB MAR APR MAI JUN JUL AUG SEPT OKT NOV DEZ

IN DIESER AUSGABE [14] Red Bull Air Race Im September kommt das Luftrennen nach einjähriger Pause wieder zurück nach Österreich [17] Lisa Eckhart Vom Verfall des Siezens [18] Michael Jackson Zum 60. Geburtstag huldigen gleich drei Shows der Legende [22] Austrian Bowl Der von Taktik und ruppigen Aktionen definierte Sport erfreut sich hierzulande immer größerer Beliebtheit

Alles über Stars und Events aus Schlager & Volksmusik lesen Sie in der Stadlpost. Jetzt am Kiosk und als Abo!

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21 TipsArena Linz Sie thront über der Stadt auf der Gugl am Linzer Froschberg.

LIFESTYLE 26 Musiksommer Kein Sommer ohne Musik, und das bitte nicht nur in Ton, sondern auch in Bild

HEIMAT 28 Nazar Auf seinem 9. Album beweist er Facettenreichtum und hat wieder eine Menge zu sagen

LIVE IS LIFE Maschek Seit 20 Jahren wirft Maschek einen witzig-kritischen Blick auf die Tagespolitik. In unzähligen Fernsehshows und Bühnenstücken haben sie ihr unvergleichliches Können bewiesen, Politikern und Prominenten neue Worte in den Mund zu legen. Das erste Maschek-Buch bringt nun teilweise unveröffentlichte Bilder von den Anfangszeiten bis heute, Clips, Texte, Anekdoten, einen Rückblick auf zwei Jahrzehnte Politik und Fernsehen sowie eine theoretische Auseinandersetzung mit Satire und dem typischen Maschek-Schmäh: „Wie arbeiten Maschek?“. „Satire darf al“ erscheint am 26. September bei Czernin. Abba Seit Anfang Juni befinden sich Frida, Agnetha, Benny und Björn im RMV Studio Stockholm, um zwei neue Songs – „I Still Have Faith In You“ und „Don’t Shut Me Down“ – aufzunehmen. Die zwei neuen Stücke sind die ersten originalen seit 1982. Das Abba-Comeback ist mit der Ausstrahlung eines BBC-Specials verbunden sowie mit einer Hologramm-Tour („Abbatare“), die 2019 stattfinden soll und hoffentlich auch in Österreich gastiert!

31 Sam Smith Geschichten über persönliche Momente, verpackt in gefühlvolle Songs

KULTOUR 32 Alte Musik Von neapolitanischer Oper über Schubert & Haydn bis hin zum Barock

MEDIA 34 Kino, Musik und Spiele Mit „Mission Impossible“, Bullet For My Valentine, Mike Shinoda

PLUG&PLAY 36 Equipment Ob Sonnenschein oder Sommernacht, Musik gehört einfach dazu …

Fotos: Joerg Mitter / Limex Images, Görel Hanser, Ingo Pertramer, Stadlpost; llustration: baes

Kollegah & Farid Bang Die Rapper, die mit ihrem Album „Jung, brutal gutaussehend 3“ für einen Eklat beim Echo sorgten, sind der Einladung des Internationalen AuschwitzKomitees gefolgt und besuchten am 7. Juni die KZ-Gedenkstätte. An der sogenannten Todeswand am Block 11 legten sie zu Ehren der Ermordeten Blumen nieder. Christoph Heubner, Exekutiv-Vizepäsident des Internationalen Auschwitz Komitees: „Es ist gut, dass die Rapper Kollegah und Farid Bang die Konfrontation und die Begegnung mit der Geschichte von Auschwitz und mit sich selbst gesucht haben.“ Einstweilen ist auch das Verfahren der Staatsanwaltschaft eingestellt worden: Zwar seien die Liedtexte voller vulgärer, menschen- und frauenverachtender Gewalt- und Sexfantasien, heißt es in der Entscheidung, sie werden damit jedoch dem Genre „Gangsta-Rap“ gerecht – es gilt die Kunstfreiheit.

LOCATION


SHOWHIGHLIGHTS IN ÖSTERREICH GE S

n LIVE erlebe

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Storyteller

DAS NEUE PROGRAMM

18. Aug 2. sept INNSBRUCK

FREIGELÄNDE OLYMPIAWORLD

12. Sept 14. Okt WIEN

RATHAUSPLATZ

19. Okt 11. Nov

THE TOUR

GRA Z

MESSE FREIGELÄNDE

16. Nov 9. Dez LINZ

URFAHRANERMARKT

19.10.18 WIEN OT

TAKRINGER BRAUER

DIE SHOW MIT DEN HITS DER GRÖSSTEN BOYGROUPS ALLER ZEITEN!

ENER STADTHALLE

25.10.18 WIEN WI UCK CONGRESS 26.11.18 INNSBR RG CONGRESS 27.11.18 SALZBU

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ADTHALLE 26.10.18 GRAZ ST NER STADTHALLE F WIE EN WI 18 27.10. CONGRESS 29.10.18 VILLACH FESTSPIELHAUS RG 30.10.18 SALZBU

ENA 31.10.18 LINZ TIPSAR STSPIELHAUS FE Z EN EG BR 18 1. 01.1 OLYMPIAHALLE K UC 02.11.18 INNSBR

NEU

DIE E SH O

2018 /2019

Eine einzigartige Reise durch die Disney Filmwelten in einem zauberhaften Live-Konzert. MIT DEM HOLLYWOOD-SOUND-ORCHESTRA

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F ENER STADTHALLE 20.11.18 WIEN WI

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!ticket highlights

SCHEINWERFERLICHT Sommer, Sonne, Festivals & Open Airs! Das Nova Rock wäre geschafft, jetzt freuen wir uns auf die Mega-Shows von Helene Fischer und Ed Sheeran im ErnstHappel-Stadion, auf die kleinen und mehr als feinen Arena Wien Open Airs (Sunsplash, Jessie J, Calexico, IN-TO-IT Festival, Tocotronic & Incubus), auf die mit Spannung erwartete Premiere des Electric Nation Festivals in der Wiener Krieau, die außergewöhnlichen Shows von Kraftwerk & Jack Johnson im Römersteinbruch St. Margarethen, „La Notte Italiana“ auf der Seebühne Mörbisch, das FM4 Frequency und ganz viele mehr! Mag. Roberta Scheifinger Chefredakteurin und Herausgeberin

Lassen Sie die lauen Sommerabende in den angesagtesten SommertheaterLocations ausklingen! Ob bei „Sissy“ in Wilfersdorf, „La Traviata“ in Klosterneuburg, den „3 Musketieren“ im Steinbruch Winzendorf, den Nestroy Spielen Schwechat, „Les Misérables“ auf der Felsenbühne Staatz und den „Neuberger Kulturtagen“ … Hauptsache das Wetter passt! Ich wünsche Ihnen einen unterhaltsamen Sommer! PS: Nicht vergessen! Nach dem Nova Rock ist vor dem Nova Rock – jetzt Early Bird-Tickets sichern!

Tipp!

Machen Sie aus Ihrem Konzertbesuch bei Helene Fischer oder Ed Sheeran auch ein kulinarisches Erlebnis: Starten Sie im Schweizerhaus mit köstlichen Schmankerln und Budweiser Bier in den Nachmittag!

• Highlights Juli/August • Highlights Juli/August • Highlights Juli/August • Joan Baez Mit neuem Album geht die legendäre Künstlerin auf ihre letzte große Tour 25. und 26.7., Wr. Konzerthaus

FM4 Frequency 16. bis 19. August in St. Pölten u. a. mit Imagine Dragons (Foto), Gorillaz, Macklemore, Die Antwoord

Helene Fischer Nach ihren sensationellen StadthallenKonzerten nun auch im Stadion! 11.7., Ernst-Happel-Stadion Ed Sheeran Mit seinem aktuellen Album „÷“ spielt der Troubadour zwei Stadion-Shows! 7. und 8.8., Ernst-Happel-Stadion

Elvis Costello & The Imposters Einer der meistverehrten SingerSongwriter unserer Zeit 9. und 11.7, Graz & Wien

Jack Johnson Gefühlvolle Melodien und herzliche Geschichten, im Vorprogramm: Milow 21./24.7., Klam & St. Margarethen

Sunrise Avenue Mit ihrem Album rückt Samu der Zivilisationskrankheit Herzschmerz zu Leibe 19.7., Burg Clam

The Kelly Family Eine musikalische Reise durch 40 Jahre Bandgeschichte 6. und 7.7., Dornbirn & Salzburg

Zucchero Mit im Gepäck hat der Italo-Barde sein neues Album „Wanted“ 1. & 29.7., St. Pölten & Moosburg

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Fotos: Martin Häussler (Slayer), Universal Music (FM4 Frequency),

Kraftwerk Bei ihren 3D-Konzerten vereinen die Düsseldorfer Musik & Performancekunst 22.7., Steinbruch St. Margarethen


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Shawn Mendes

The Tour Über 10 Millionen Alben und 100 Millionen verkaufte Singles, mehr als 11 Milliarden Song-Streams und 4 Milliarden YouTube-Views kann Shawn Mendes bereits verbuchen. Mit seinem neuen selbstbetitelten dritten Album geht der mehrfach platinprämierte und chartstürmende Singer-Songwriter 2019 auf große Hallentour rund um den Globus, die den 19-jährigen Kanadier natürlich auch in die Wiener Stadthalle führt! 3. April, Wiener Stadthalle (D)

Slayer

Mit Lamb Of God, Anthrax und Obituary Slayer, nach Metallica die größten der Big 4 des Thrash Metals, verabschieden sich mit einer finalen Welttournee von Mord, Totschlag und Kontroversen. Immerhin wird der musikalische Schlachtzug mit dem Alter immerhin stets beschwerlicher, galten sie doch mit ihrer exzessiven Steigerung der Konstanten Lautstärke, Machismo und Theatralität lange Zeit als die bösesten Buben im Genre des Heavy Metal, selbiger ohnehin schon als unartiges Schmuddelkind des Rock ’n’ Roll verschrien. Bis zum Schluss hat man sich seine stilistische Starrköpfigkeit bewahrt, wenngleich auch nur mehr in der halben Originalbesetzung am Werken …

23. November, Wiener Stadthalle (D)

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Die Heimkehr des Im Herbst beben die Böden in Österreichs großen Konzerthallen, wenn sich bei Andreas Gabaliers Musikspektakel endlich wieder Tradition und Partystimmung versöhnend die Hände reichen. Ein neues Album plus eigene Briefmarken-Edition gibt’s bereit jetzt. Wieso wir froh sind, dass der Mountain Man wieder zurück ist. TEXT: MANUEL SIMBÜRGER

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Andreas Gabalier Ohne vollen Körpereinsatz geht’s bei dem urigen Mountain Man nicht: Für seine Fans gibt Gabalier alles!


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es Alpen-Heilands R

Fotos: Universal Music, Carsten Klick

ar gemacht hat er sich, der Bursche, in den letzten Jahren. Zumindest in Österreich. In Deutschland nämlich, da hat Superstar und Österreichs Nationalgut Andreas Gabalier voll aufgedreht. Hat dabei bisschen auf Christl Stürmer gemacht, sich voll und ganz auf den wirtschaftlich überaus wichtigen deutschen Markt konzentriert – und diesen, quasi mit links und ebenso ausgerichtetem Hüftschwung, auch mit Bravour erobert: Echos, Bambi und Deutschen Fernsehpreis regnete es für den Steirerbuam bei unseren Lieblingsnachbarn, zusätzlich wurde er mit ausverkauften Hallen, Charterfolgen und sonstigen nur erdenklichen (medialen) Liebesbekundungen gesegnet. Bis heute legendär ist sein umjubeltes Konzert 2015 in der Münchener Olympiahalle vor 70.000 Zuschauern, bei dem er sage und schreibe 23 Goldund Platin-Awards aus Deutschland und

Österreich überreicht bekam. Gabalier war zudem der erste österreichische Musiker, der sich in die legendäre MTV Unplugged-Geschichte einreihen durfte. Na, wenn das nicht (volks-)rockt! He’s back Aber, liebe Gabalier-Anhänger in heimischen Gefilden, die Durststrecke hat ein Ende und die Erlösung ist nahe: Denn der Alpen-Heiland mit der tiefen Stimme, der perfekt gestylten Haartolle und den an den richtigen Stellen ebenso perfekt sitzenden Lederhosen ist zurück. Kehrt heim. Und zwar im Herbst 2018, wenn er im Rahmen seiner Hallen-Tournee u. a. in Linz, Salzburg und Wien Station macht. Das grande finale gibt’s dann am 31. August 2019, wenn Gabalier im ErnstHappel-Stadion ein Konzertereignis erster Klasse abliefern wird. Denn dann hat er nicht nur eine (sicherlich erfolgreiche) Tour hinter sich gebracht, er feiert auch unglaubliches 10-jähriges Bühnenjubiläum. „Wir werden so viele Hits wie noch nie zuvor spielen, eine Mischung aus alten und neuen Hits“, verspricht Gabalier im !ticket-Interview. „Des wird a Riesengaudi!“ Dabei setzt er sein charmantes Lächeln auf, das gleichzeitig Stolz, Dankbarkeit und ganz viel Selbstvertrauen widerspiegelt. Er wird sicherlich alles tun, um zu beweisen, dass Heimatliebe immer noch die Triebfeder seines kreativen Daseins, nein: seines Daseins auf Erden ist, dass er immer noch durch und durch Österreicher ist, trotz reihenweiser (weiblicher) Ohnmachtsanfälle an vorderster Publikumsfront, und zwar mittlerweile eben weit über Österreichs Grenzen hinaus.

Exportierter Import Dass die Gabalier-Mania in Österreich nach wie vor um sich greift, ja dass dieser Hype sogar neue Höhen erreichen wird, darf an dieser Stelle vorausgesetzt werden. Wir empfangen Gabalier mit offenen Armen zurück im heimischen Schoß, denn das nationale Fremdgehen nehmen wir ihm, auch wieder anders als bei Kollegin Christl Stürmer, nicht übel. Vielmehr sind wir stolz auf ihn, weil er’s im Ausland geschafft hat, ohne sein inneres Inland zu verleugnen: Denn Gabalier verzichtete auch bei seiner Deutschland-Eroberung nicht auf seinen ursteirischen Dialekt, wurde nicht müde zu betonen, woher er kommt, nämlich aus den Bergen, da oben, quasi zwischen Bauernhof und Blumenwiese. Exportierter Import sozusagen. „Auch mir wurde zu Beginn geraten, auf Englisch oder Hochdeutsch zu singen, um im Ausland Erfolg zu haben“, erinnert sich Gabalier. „Owa i hob gmeint: Des wird scho werdn!“ Wieder stolzes Lächeln, wie man es tatsächlich seinerseits auch von Elvis kannte. „I hob mi nie verbiegn lossn!“ Authentischer Volksvertreter Nach all den Erfolgen, nach all den Reisen (regelmäßig verweilt Ur-Österreicher Gabalier im ur-amerikanischen Country-Mekka Nashville, um sich dort musikalisch, seelisch und verkaufsfördernd inspirieren zu lassen), nach all dem Hype, nach all dem überhaupt, ist Andreas Gabalier immer noch der Andi, der er immer war. Wir lieben Gabalier vor allem, weil er stolzer Volksvertreter ist, noch dazu ein solch attraktiver, wie wir ihn seit Falco nicht mehr hatten. Seine Texte sind aufrichtig und

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authentisch, ohne dabei angestaubt oder kitschig zu wirken. Das gefällt den Erwachsenen, die sich wieder jung fühlen dürfen, genauso wie den Jungen, die sich endlich erwachsen und sich der vorangegangenen Generation verbunden fühlen dürfen. Man beachte: Gabalier gelang in etwa zur gleichen Zeit der Durchbruch, als verrückte Hühner wie Lady Gaga oder Katy Perry die Charts beherrschten. Inmitten dieser lauten, knallbunten Popgören-Inszenierungen umgab Gabalier eine ersehnte geerdete und bodenständige Aura, die einem ein Gefühl der Ruhe und Sicherheit vermittelte – in einer Welt, die sich immer und immer schneller dreht. Gabalier repräsentierte von Beginn an den gesellschaftlichen Trend zu alten Werten. Gepaart mit genau der richtigen Dosis Erotik: Mit charmantem Lausbuben-Lächeln spricht er von „feschen Madln“ bei seinen Konzerten, die er „verehrt“, er spricht von Tradition, vom Volk, bezeichnet die Bundeshymne als „ein Stückerl österreichisches Kulturgut“ und präsentiert sich dabei gerne in traditionellem Lederhosen-Look. „Ich bin immer noch derselbe!“, betont er im Interview. Er ist überzeugt: „Erfolg verändert nicht! Du bist aus dem Holz g’schnitzt, aus dem du halt bist. Depperte Leit woan a vorher scho deppat.“ Noch nie war Beständigkeit so verführerisch. Ecken und Kanten Dass Andreas Gabalier aber viel mehr ist als der „Bua aus den Bergen, der das Herzerl am rechten Fleck trägt“, sondern mindestens genauso kluger Medien-Vollprofi, zeigte sich in den Jahren 2014 bis 2016: Damals machte er neben seiner Musik genauso mit handfesten Skandalen von sich reden, die – klar! – das gesamte Land spalteten. Da weigerte er sich vehement, die „Töchter“ lyrisch in die Bundeshymne zu inkludieren, sprach sich offen dafür aus, dass er es gern sieht, wenn Frauen sich auf Haushalt und Kindererziehung konzentrieren, und er be-

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schwerte sich bei der Amadeus-Gala, dass man es in diesem Land mittlerweile echt nicht leicht hat „wenn a Manderl a Weiberl liebt.“ Was für andere Künstler den Karrieretod bedeutet hätte, schadete Gabalier nur begrenzt. Denn: Die, die ihn bis dahin nicht mochten, fühlten sich bestätigt, alle anderen (sprich: Wir verlosen drei limitierte Boxsets „Vergiss seine Zielgruppe) aber mein nicht“ zzgl. Stecktücherl! Mehr Informationen und auch: Weil da endlich jeTeilnahmebedingungen siehe mand ist, der „ihre Sprache“ ticketmagazin.com! spricht, der sich traut, das auszusprechen, was sich „ja eh jeder“ denkt. Kurz: Er trug das (traditionelle) Herz der Österreicher, das bekanntlich für das Motto „Des woa scho immer so, wieso sollt’s jetzt anders sein!“ schlägt, auf der Bestätigung in meinem Fankreis, spiele vor Zunge. Mit seinen Worten macht er sich ausverkauften Hallen.“ Man mag vielleicht zu einem von uns. nicht mit allen Meinungen von Gabalier übereinstimmen, aber der Mut zur komRevoluzzer promisslosen Authentizität, das ist schon Gleichzeitig bekam seine Künstler-Persona eine Bewunderung wert. dringend notwendige Ecken und Kanten: vom treuherzigen Ziegenpeter zum Revo- Die Party zum In-sich-Kehren luzzer, der die ganze Welt mit Sitte und Wir sind aber auch froh, dass der Mountain urigen Gepflogenheiten in ein friedliches Man wieder da ist, weil, seien wir ehrlich Stückchen Heimat verwandeln möchte. und sagen wir es gemeinsam: Ohne Andreas „Toleranz für beide Seiten!“, forderte er Gabalier geht es im Schlager-Gefilde etwas damals. Und auch heute noch, wenn er mit langweilig, gar altbacken zu (sieht man von fester Stimme und Blick im Interview betont: Ausnahmen wie Helene Fischer ab). Be„Es gibt genug Toleranzprediger in Öster- rühmt-berüchtigt ist der von Gabalier erreich, die vor der eigenen Haustür kehren fundene Volks-Rock ’n’ Roll, irgendwo zwimüssten. Kaum vertritt man andere Ein- schen Elvis und DJ Ötzi, zwischen Schunstellungen, wird man bei uns gern mal mit keln und Abgrooven. Vor allem aber sind Füßen getreten, des muass ma afoch sogn!“ Gabaliers Songs mehr als nur Musik: „Volks Aber, bitte: „Ich hab mich daheim immer Rock ’n’ Roll ist ein verbindendes Lebenswohlgefühlt, zwischen den Fans und mir gefühl!“, betont er immer wieder. Endlich: hat ja immer alles gepasst. Nur muss man Musik, die ihre Wurzeln ganz tief in der halt manchen Kritikern auch mal sagen, Heimat vergraben hat und diese auch stolz was Sache ist, und sie mit knallharten Fakten präsentiert, ist nicht mehr peinlich. Weil und Zahlen konfrontieren.“ Was er damit man dank Andi die Liebe zu seinem eigenen meint: Zwei Millionen in Österreich ver- Land wiederentdeckt hat. Dabei schafft es kaufte Tonträger, dreimal Gold und 31- keiner so gut wie Gabalier, sich dem Schlager mal Platin. Aus heutiger Sicht, ergänzt er, zu entfernen, ohne dessen Grundwerte zu muss er die ihm Nicht-Wohlgesonnenen verraten: Auch wenn bei den Konzerten nicht mehr überzeugen, weil: „Ich hab die (Gabalier: „Ein geselliges Beisammensein!“)

GEWINN SPIEL


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des rockigen Volksmusikers ausgelassene Partystimmung herrscht und er in seinen Videos gerne mal auf verruchten Discobühnen oder hemmungslosen Studentenpartys die Sau rauslässt, sind Gabaliers Songs nach wie vor ein seelischer Rückzugsort, ein In-sich-Kehren, ein Nachdenken darüber, was im Leben wirklich wichtig ist (und wenn das nur mal ein Krügerl Bier oder die idyllische Einsamkeit auf der Alm ist). In Gabaliers Welt sind Kerle noch Kerle, die nichts mehr brauchen als ihre Gitarre, eine modische Lederjacke plus -hose, ganz viel Haargel, ein Stückerl Fleisch (heilt bekanntlich Gehirnerschütterungen!) und natürlich ihre ach so tiefe und vibrierende Bass-Stimme. Wenn der Lonesome Cowboy über die Liebe, die Jugend und die Familie trällert, dann, ja dann ist’s um einen geschehen. Es geht die Post ab Diesen schmalen Grat zwischen Idylle und

(abgeschwächter) Verruchtheit verfolgt Gabalier kompromisslos weiter: Das neue Album „Vergiss mein nicht“ rockt und berührt gleichermaßen, ganz so, wie man es vom alpinen Charmebolzen kennt. Er gibt sich diesmal aber noch verspielter als zu „Hulapalu“-Zeiten, sogar ein bisserl experimenteller, ist doch der eine oder andere Rap des Rock ’n’ Rollers auf der Scheibe zu hören. „Wir haben das Album in Berlin, London, Los Angeles und natürlich Nashville aufgenommen – und diese Internationalität hört man den Songs auch an“, so Gabalier. Internationalität? Oh Schreck! Nein, alles gut: „Natürlich ist das Album immer noch ich, immer noch österreichisch“, beruhigt er zugleich. „Abgeschlossen haben wir die Aufnahmen im Wohnzimmer bei mir zu Hause.“ Die limitierte Edition des Albums enthält nicht ein paar zusätzliche Songs, das kann schließlich jeder, sondern acht exklusive Briefmarken mit Gabalier oben drauf. „Ich hab immer schon gern Briefe

geschrieben, auch Liebesbriefe, und die mit einem Markerl weggeschickt“, zeigt sich Gabalier erneut bodenständig und erhebt sogar so etwas Banales wie das Aufgeben eines Briefes zur Kunstform. „Ich freu mich über die Briefmarken! Und die Mama ist sehr stolz!“ Man kann dem Steirerbuam nun also, je nach Gesinnung, eine kleben oder ihn lecken. Was der Andi zu diesem Gedanken sagt, können wir an dieser Stelle nicht wiedergeben, es könnten ja Kinder mitlesen. Aber gelacht und gegrinst hat er, erneut so charmant, wie es nur er kann. Dieser Lauser. nTerminauswahl: Am 25. August feiern wir gemeinsam mit Andreas Gabalier sein großes „Heimspiel“ im Planai-Stadion in Schladming, am 31. August 2019 folgt dann das große Konzert zum 10-jährigen Jubiläum im Wiener Ernst-Happel-Stadion. Auf oeticket.com erhalten Sie nicht nur FanTickets, für das Heimspiel zudem ticketPLUS+ Bus.

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TIM_12_13_Highlights OEFB Woerz_g_KSB_k1.qxp_Layout 1 18.06.18 15:53 Seite 1

!ticket highlights Ostar-Richi neues Maskottchen der Fußball Nationalteams Über 240 Einsendungen haben den ÖFB von Anfang März bis Ende April erreicht, eine Jury hat die drei besten Vorschläge ausgewählt. Mehr als 24.000 Votings wurden im Anschluss online auf oefb.at abgegeben. Am 30. Mai hat der ÖFB das neue Maskottchen der Nationalteams präsentiert: Der Gewinner ist Ostar-Richi. Der Adler als Wappentier schon seit vielen Jahrhunderten, als König der Lüfte bekannt, hat immer alles im Blick und unterstützt ab sofort unsere ÖFBNationalteams bei den bevorstehenden Aufgaben. Ostar-Richi ist übrigens der „alte“ Name Österreichs, aber immer noch zeitgemäß und ab sofort jedem Fußballfan ein Begriff. Ostar-Richi – das neue Maskottchen der Nationalteams. Ab Herbst wird das neue Maskottchen der Nationalteams auch tatkräftig im Stadion mitmischen.

Fotos: Jimmy Fontaine (James Blunt), pinupdreams.com (Dita von Teese), Barracuda Music (Nick Mason)

Nähere Informationen zum Maskottchen unter https://www.oefb.at/Der-OeFB/Fans/Maskottchen

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Dita von Teese IT’S ONLY WOERZ The Art of the Teese Die US-amerikanische Tänzerin und Schauspielerin Dita von Teese ist nicht nur der ultimative fleischgewordene Männertraum – sie ist der größte Star des sogenannten „New Burlesque“, einer kunstvollen und glamourösen Variante des erotischen Tanzes, der aber nicht dem Zweck der erotischen Animation dient. Vielmehr entsteht aus einem unerschöpflichen Repertoire anmutiger, aber niemals zu anzüglicher Bewegungen in einer perfekten Abstimmung mit Musik, Licht, Kostümen und Bühnen-Requisiten eine individuelle Form von stilvoller, aber ebenso anregender Performance, bei der der Körper des Darstellenden nicht zum Objekt wird, sondern zu einem Kommunikationsmedium von gewaltiger Ausdruckskraft. 20. November, Wiener Stadthalle (F)

James Blunt The Afterlove Gerade erst war er Gast bei der Hochzeit des Jahres, der Vermählung von Prinz Harry und „seiner“ Megan, nun kehrt James Blunt gute drei Jahre nach seinem Sensations-Album „Moon Landing“ mit „The Afterlove“ auf die Bühne des Pop zurück und wird u. a. auch in der Kärntner Landeshauptstadt Klagenfurt spielen. Als Special Guest erleben wir Milow! 8. August, Schleppe Alm

Nick Mason Saucerful of Secrets Dieses Konzert wird eine einzigartige Möglichkeit um das frühe Schaffen Pink Floyds live zu erleben. Es werden unter anderem Songs der Alben „The Piper At The Gates of Dawn“ und „A Saucerful Of Secrets“ performt, neben Mason am Schlagzeug spielen Gary Kemp, Guy Pratt (Schwiegersohn des verstorbenen Floyd-Keyboarders Rick Wright!), Lee Harris und Dom Beken. 19. September, Wiener Stadthalle (F)

Summa is! Sommer, Sonne und Musik. Härrrlich! So soll es sein. So lieben es auch die meisten. (Das behaupte ich jetzt einfach einmal pauschal.) Für mich klappt zwar auch Winter, Schnee und Stille, aber da habe ich in den kommenden Monaten in unseren Breiten ohnehin eher schlechte Karten. Also, raus aus den überhitzen Hütten und beherzt hinein ins bevorstehende Konzert- und Festivalgetümmel. Unter freiem Himmel oder unter den Dächern der üblichen großen und kleinen Unterhaltungsetablissements. Sagt, wie habt ihr es mit dem Konzertbesuch der großen Stars eurer Jugend? Jene Menschen, die vor zwei, drei, vielleicht sogar vier Jahrzehnten eure Idole waren? Die ihr verliebt angeschmachtet habt oder einfach „nur“ musikalisch erdenfern wunderbar fandet? Einige sind ja immer noch auf Tour. Als Headliner und Stars in den großen Arenen, manchmal aber auch in Bierzelten, da der Marktwert über die Jahre – aus welchen Gründen auch immer – verblasst ist. Sind Bands, in denen nach Dekaden nur mehr ein oder zwei Originalmitglieder spielen noch dieselben? Meinereins ist da ein wenig zwiegespalten. Die Antwort wäre ein entschlossenes und herzhaftes „Pfff … jein.“ Die Lösung: Ich entscheide das, nachdem ich mir ein Alt-Star-Konzert angesehen habe und studiere aufmerksam Konzertangebote meiner aktuellen Lieblinge, damit ich in einigen Jahren gegebenenfalls den Höhepunkt deren Schaffens nicht versäumt habe. Habt’s eine schöne Zeit, alle miteinander!

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Only the Sky Geschwindigkeit, Aerodynamik, Geschicklichkeit, Präzision – das Red Bull Air Race hat sich in den letzten Jahren vom Insidertipp zum Flugspektakel für die Massen gemausert. Im September kommt das Luftrennen nach einjähriger Pause wieder zurück nach Österreich. TEXT: ROBERT FRÖWEIN

N

icht allzu oft kommt es vor, dass ein vergleichbar bescheidenes Örtchen wie Wiener Neustadt in einem Atemzug mit schillernden Metropolen wie Abu Dhabi, Cannes oder dem amerikanischen Rennsport-Mekka Indianapolis genannt wird. Vor acht Jahren etwa hätte man fast ein pompöses Konzert der australischen Hard-Rock-Legenden AC/DC veranstaltet, aber schlussendlich gewann doch Wels den Kampf gegen Bodenbrütervögel und Umweltorganisationen. Diesen September aber rückt der Militärflugplatz in Wiener Neustadt ins globale Rampenlicht, denn erstmals wird dort an zwei Tagen das Red Bull Air Race seine Zelte aufschlagen und für atemlose motorisierte Luftakrobatik sorgen. Doch nicht nur für Wiener Neustadt, sondern für Gesamtösterreich ist der Austragungsort ein Gewinn – schließlich fand der Bewerb von 2014 bis 2016 schon drei Mal am Red Bull Ring im steirischen Spielberg statt, auf eine Fortsetzung konnte man sich aber nicht einigen. Formel 1 der Fliegerei Für Erich Wolf, den General Manager der Red Bull Air Race GmbH, ist die In-

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stallierung von Wiener Neustadt im Rennkalender eine Winwin-Situation für alle Beteiligten, schließlich befinde sich die Strecke in Niederösterreich an einem luftfahrtgeschichtlichen Ort. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner rechnet gar mit bis zu 50.000 Besuchern an beiden Event-Tagen, Bürgermeister Klaus Schneeberger sprach von der „Formel 1 der Fliegerei“. Sechs Monate sollen die Verhandlungen mit den Verantwortlichen veranschlagt haben. Durch das positive Ergebnis dürfen sich Fans innerhalb und außerhalb der österreichischen Landesgrenzen nun aber über 14 Piloten aus der ganzen Welt freuen, die mit haarsträubenden Tricks und fulminanter Geschwindigkeit eines der derzeit populärsten Motorsportspektakel ins Land zurückbringen. Das Red Bull Air Race findet seit 2003 statt und bekam zwei Jahre später WMStatus. Die Piloten navigieren ihre Flugzeuge mit einer Geschwindigkeit von bis zu 370 Stundenkilometern nur wenige Meter über dem Boden durch einen Parcours, der aus 25 Meter hohen aufgeblasenen Pylonen besteht. Die verwendeten einmotorigen Propellermaschinen

leisten etwa 350 PS und erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 400 km/h. Im Gegensatz zu ähnlichen Konkurrenzveranstaltungen, die man etwa aus den USA kennt, geht es beim Red Bull Air Race weniger um Geschwindigkeit, sondern stärker um fliegerische Geschicklichkeit und Präzision. Seit der offiziellen Aufnahme in den Wettbewerbsmodus vor 13 Jahren erfreut sich das Spektakel immer größerer Beliebtheit – daran konnte auch eine dreijährige Pause zwischen 2011 und 2013 nichts ändern, in der die Verantwortlichen die technologische Entwicklung vorantrieben und Sicherheitsstandards erhöhten. Österreichs Überflieger Einen enormen Anteil an der heimischen Popularität der Serie hat nicht nur Red


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y is the Limit

Foto: Joerg Mitter / Limex Images

Nervenkitzel Ein Rennwochenende voller Spannung und Entertainment! Bereits beim Qualifying kämpfen die Piloten um eine gute Position am Finaltag, an dem nochmals ein Tick mehr an höchster Konzentration und Nervenkitzel in der Luft liegt.

Bull, sondern auch Erfolgsflieger Hannes Arch. Der Steirer war sieben Saisonen lang im absoluten Spitzenfeld des Sports, feierte elf Einzelsiege, war bis auf sein Debütjahr stets unter den Top-3 der Endrangliste und konnte sich 2008 sogar den Gesamtsieg vor dem Briten Paul Bonhomme sichern, der auch nach seinem Karriereende 2015 noch immer der erfolgreichste Pilot der Serie ist. Nur ein Heimsieg in Spielberg blieb Arch verwehrt, der im September 2016 bei einem Hubschrauberabsturz im Großglocknergebiet tödlich verunglückte. Die Faszination der Veranstaltung fasste er für Red Bull folgendermaßen zusammen: „Jeder träumt doch davon, mal abzuheben und durch einen Raum zu schweben. Ein bisschen so ein Gefühl ist das.“

Anflüge von Kritik wusste Arch zeit seines Lebens im Keim zu ersticken, schließlich sind Red Bull und alle Verantwortlichen seit jeher darauf bedacht, dass Thema Sicherheit am Prominentesten hervorstechen zu lassen. „Air Race fliegen, Basejumpen, das ist alles gefährlich. Aber wenn ich 200 km/h auf der Autobahn fahre, ist es auch gefährlich. Vor einem gewissen Risiko kann man nicht davonlaufen. Durch Respekt lernt man aber, mit dem Risiko umzugehen.“ Auch wenn das Wiener-Neustadt-Debüt in wenigen Monaten ohne einen österreichischen Piloten über die Bühne gehen wird, ist ein einzigartiges Schauspiel im würdigen Ambiente garantiert. Wiederholung übrigens nicht ausgeschlossen, auch wenn der Vertrag vorerst nur für 2018 unterzeichnet wurde.

n Das Red Bull Air Race findet am 15. (Qualifying) und 16. September (Race Day) in Wiener Neustadt statt. Ihr Ticket gilt auch für das ShuttleService vom Hauptbahnhof zum Veranstaltungsgelände.

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!ticket glosse

Taktlosigkeiten. Eine Glosse von Lisa Eckhart

Souveräne Bühnenpräsenz und präziser Sprachwitz, schlitzohrige Boshaftigkeit, böse Reime und pointierte Provokation sind die Mittel und Markenzeichen von Lisa Eckhart, steirische Poetry Slammerin und Kabarettistin. Bei ihr werden Glaube, Liebe, Politik und andere Taschenspielerstreiche liebevoll seziert, bis sich die Tragödie zur Komödie steigert. Ihr aktuelles Programm „Die Vorteile des Lasters“ spielt es aktuell in ganz Österreich, darunter im Wiener Stadtsaal, Linzer Posthof und Orpheum Graz. www.lisaeckhart.com

Vom Verfall des Siezens oder: Warum Sie mir bitte eher ins Schienbein treten mögen, denn mich ungefragt zu duzen.

Foto: Moritz Schell

J

etzt komm schon!“, stöhnt der Mann beharrlich. „Nein!“, erwidere ich erneut. Er packt mich forsch am Oberarm und zieht mich dicht an sich heran. „Du willst es doch auch!“, insistiert er mit Nachdruck. „Lassen Sie das!“ „Nur einmal, bitte!“ Verängstigt, resigniert und machtlos gebe ich schlussendlich nach. Scham und Ekel ringen in mir wie eingeölte Weiber in einem Kinderplantschbecken. Es fällt mir schwer, darüber zu schreiben, doch bereits unzählige Male wurde ich von fremden Menschen mittleren Alters dazu gezwungen, sie zu duzen. Mit größter Geilheit betteln sie, ich – die präsumtive Jugend – möge sie auf diesem Wege vom Verdacht der Volljährigkeit reinwaschen. Duzt man sie dann nach langem Buhlen, ziert ihr Gesicht stets dieses postejakulative Grinsen, als hätten sie den Boandlkramer wieder um ein Jahr betrogen. Ich wünsche nicht geduzt zu werden. Ich zähle fünfundzwanzig Lenze! Im Mittelalter hätte ich bereits viermal geworfen, wäre dreimal verwitwet und genösse seit zwei Jahren meine Pension und Pestilenz. Die seither

explodierte Lebenserwartung ist doch um Himmels Willen kein Grund, dass sich heut’ viele Mitte dreißig in hippiesker Nonchalance wie Vorschüler kleiden, wie Teenager sprechen und sich der karrieristischen Wirrnis eines Erstsemesters rühmen. Natürlich darf man solche Menschen nun in keinem Falle siezen, weil dies ihrer kosmopolitischen, geschlechtsund alterslosen Ursuppenideologie widerspräche. Wer jedoch das Siezen verpönt, beraubt sich nicht nur dessen Galanterie, sondern zerstört mit einem Schlag auch jegliche Intimität des Duzens. Niemals verurteilte ich promiskuitive Puderei, doch wer das DuWort, dieses sprachliche Hymen, umgehend jedem Dahergelaufenen darbietet, ist schlichtweg ein Flitscherl und zur Erotik kaum imstande. Denn wenn ein „Flirt“ – und Gott verzeih mir dies’ unsägliche Wort – barrierefrei mit Duzen anhebt, besitzt auch alles Folgende die Fallhöhe eines wackligen Melkschemels. Wir leben in einer Zeit, die es übergriffig wähnt, das Dekolleté einer Frau zu komplementieren – schließlich schnallen sich die Maiden den

Busen nur deshalb zu einer Halskrause hoch, um ihre Augen zu betonen –, es sich jedoch zugleich zum Ziel macht, in blindem Egalitarismus die basalsten Umgangsformen zu zertrümmern. Wir verloren bereits die despektierliche dritte Person („Er setze die Schellenkappe auf und tanze in dem Kot des Esels!“) sowie die unangefochtene Anmut des Ihrzens. Darum seien Sie so gut, wenn Sie schon verbale Trennwände lieben, vergessen Sie kurz das Binnen-I und pflegen Sie dafür das Siezen.

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Happy Birthday, K empfiehlt

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Zum 60. Geburtstag von Michael Jackson blicken wir zurück – und nach vorne: Gleich drei Shows huldigen der Legende des King of Pop. TEXT: MANUEL SIMBÜRGER

er 25. Juni 2009: Es war die Nacht, in der der König starb. Das Volk weinte, wollte nicht wahrhaben, dass ihr Messias nicht mehr die Welt heilte, die er zeit seines Lebens so viel bunter wahrnahm als nur in Schwarz und Weiß. Der die menschliche Natur verstand wie kein Zweiter, ihr zugleich aber so fremd war wie kein anderer. Royale Kollegen wie Madonna und Paul McCartney zeigten sich in öffentlichen Mitleidsbekundigungen starr vor Schreck und Trauer, sogar Politiker wie Nelson Mandela oder Hugo Chavez drückten ihr Beileid aus. Alle wussten: Die Popmusik war gestorben, zumindest bis zu ihrer gaga-haften Wiederauferstehung. Diesen August wäre Michael Jackson, King und Chamäleon des Pop, 60 Jahre alt geworden. Der Verlust schmerzt immer noch, auch wenn er dank unzähliger Hits einen Unsterblichkeits-Status erlangt hat, wie es nur sehr wenigen Künstlern vergönnt ist. Jackson prägte gemeinsam mit Madonna und Prince die 80er und in der Folge unser Verständnis davon, was Pop kann und wie Pop soll, wie niemand sonst. Disco, Soul, R&B, HipHop und natürlich Pop: In all diesen populären Musikrichtungen gab Jackson den Ton an, war stilprägend, immer schon und ist es auch heute noch.

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Vom Prinz zum König Nach Erfolgen mit seiner BrüderBand Jackson 5 wusste der kleine Prinz Michael, dass er zum Königsstatus geboren war – immerhin wurde ihm das vom despotisch strengen Vater seit jeher mit dem Ledergürtel eingebläut. Schon sein Debütalbum „Off the Wall“ mit seinem auch heute noch frisch klingenden glitzernden DiscoSound brach Rekorde, vom Gedanken besessen, auch die „weiße Bevölkerung“ von seiner royal-kreativen Aura und seinem Ausnahmetalent zu überzeugen, folgte drei Jahre später „Thriller“ – und Jacko wurde endgültig zur trendsetzenden Ikone, zur unantastbaren Legende. Moonwalk mit Vocalsex Bis heute ist „Thriller“ das erfolgreichste Album der Musikgeschichte. Die Scheibe gilt, trotz ebenso bahnbrechender Nachfolgealben wie „Bad“ oder „Dangerous“, als absoluter Höhepunkt in Jacksons kreativem Schaffen, es ist eine orgiastische Hit-anHit-Aneinanderreihung. „Thriller“ definierte aber auch und nicht zuletzt die musikalische Ästhetik der Ära: Das Jahrzehnt der Musikvideos wurde überhaupt erst durch Jacksons Mini-Gruselfilm „Thriller“ ermöglicht. Seine Exzentrik wurde bald darauf zum Markenzeichen des Künstlers

Beat It! Zum 60. Geburtstag von Pop-Idol Michael Jackson feiert das brandneue Musical „Beat It!“ am 29. August Weltpremiere im Theater am Potsdamer Platz in Berlin und geht ab November erstmals auf große Tournee durch Deutschland und Österreich.


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King of Pop! und zur Tradition im dankbaren Popbiz: Sein Tanzstil, ein komplexer, faszinierender Cocktail aus Moonwalk und GenitalienBetätschelung, und seine 3,5 OktavenStimmakrobatik (eine Mischung, die sich jeglicher Beschreibung entzieht) wurden zahllos imitiert, aber nie erreicht. Auf seinen Welttourneen inszenierte Jacko sich und seine Musik mit bis dato nie dagewesenem Aufwand und verblüffendem Stilgefühl und Erneuerungswillen.

Foto: Andreas Friese

Hybrid-Fabelwesen Zur Faszination Michael Jacksons trägt maßgeblich auch die life-imitates-art-imitates-life-Personifizierung des Bizarren, des Abstrakten, des Anderen bei. Seinen Körper erhob Jackson zur Kunstform genauso wie zum „Spielplatz der Manipulation“ (FM4): Scheinbar in sich gegensätzliche Konstrukte wie Gender, Ethnie, gar Fortpflanzung inszenierte Jacko zu einem „Sowohl-als-Auch“. Er war ein androgynes Fabelwesen, ein moderner Peter Pan, eine Hybridgestalt, die Licht und Schatten gleichzeitig in sich vereinte. Was ging in Jacksons zerbrochener Seele, hinter der bleichen Maske, die sich Gesicht nannte, tatsächlich vor? Es scheint bis heute Lebensaufgabe des Königsvolkes zu sein, diesem Mysterium auf den Grund zu gehen. Man will Jackson verstehen, das Rätsel entschlüsseln, das er uns (und sich selbst) aufgab. Nur die größten aller Künstler können selbst zum Rätsel werden, das Rätsel zum Mythos. Tribut-Show und Musical Ein Mythos, der weiterlebt: Legenden sterben schließlich nicht. Auferstehen wird

Jackson zumindest ziemlich sicher im Rahmen der „Michael Jackson Tribute Show“, bei der Künstler aus ganz Europa die größten Hits von Michael und den Jackson 5 in einer zweistündigen LiveShow und mit beeindruckenden Tanzchoreografien, unverwechselbaren Kostümen und atemberaubenden (Licht-)Effekten und Videosequenzen gebührend zelebrieren. Bei „Thriller Live“, der Show vom Londoner West End, wird das Ausnahmetalent und das „Originalgefühl seiner Auftritte“ live auf die Bühne gezaubert. Wer lieber in Erinnerungen schwelgt, die in Geschichten verpackt sind, dem sei das Musical „Beat It!“ empfohlen: Es erzählt die bewegende Geschichte Jacksons, angefangen bei der Kindheit, die keine war, bis zur unvergleichlichen Weltkarriere. Inklusive aller großen Hits und spektakulärer Showeffekte! Für die glaubhafte und altersgetreue Darstellung Michaels setzten die Macher gleich auf mehrere der weltweit besten Jacko-Darsteller. „The King of Pop“ is truly alive!

n Bei „Thriller Live“ erleben wir Ende Februar in Bregenz und Wien die gesamte Magie des King of Pop in einer Show, die „Michael Jackson Tribute Show“ gastiert im August und September in Zeltweg, St. Pölten und Wien, das Musical „Beat It!“ gastiert zwischen Oktober und März in Bregenz, Wien, Linz, Salzburg, Graz und Innsbruck. Für letztgenannte Veranstaltung sind ticketPLUS+ Bus verfügbar, für die Tribute Show ticketPLUS+ Dinner und Hotel. Für alle Veranstaltungen erhalten Sie bei oeticket.com FanTickets.

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TIM_21_Location TipsArena_g_KSB_k1.qxp_Layout 1 18.06.18 16:05 Seite 1

Linzer Guglhupf Fast ist man versucht zu sagen, sie thront über der Stadt: die TipsArena auf der Gugl am Linzer Froschberg. Für die Nicht-LinzerInnen tun sich nun wahrscheinlich mehrere Fragezeichen auf … Doch wir haben die Antworten für Sie! TEXT: PAUL M. DELAVOS

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lso einmal zur Erklärung der Ortsnamen, damit Sie dann auch hinfinden: der Froschberg ist ein Linzer Stadtteil und die Gugl (der Name leitet sich von „Kogl“, kleine Erhebung, ab) ist eine Ortsbezeichnung in ebendiesem Stadtteil. Gebürtige und zugereiste LinzerInnen sprechen oft von „der Gugl“ wenn sie Veranstaltungen sowohl in der TipsArena als auch im danebenliegenden Stadion meinen. Im Oktober 1970 wurde vom Linzer Gemeinderat die Errichtung einer Sporthalle am Stadionvorplatz beschlossen, zwei Jahre später begann

termine 22. Oktober: Jason Derulo 24. Oktober: Michael Mittermeier „Lucky Punch“ 31. Oktober: Boybands Forever 30. November: Andreas Gabalier 11. Dezember: Martin Rütter „Freispruch!“ 30. und 31. Dezember: Silvestershow 7. bis 10. März: Blue Man Group 11. März: Beat It! 20. März: Erste Allgemeine Verunsicherung „1000 Jahre EAV“ 30. März: Ralf Schmitz „Schmitzeljagd“ 4. Mai: Dieter Nuhr „Nuhr hier, hur heute“ 10. bis 12. Mai: Afrika! Afrika! 25. Mai: Ehrlich Brothers „Faszination“ 2. November: Seeed

Foto: LIVA

info Telefon: 0732/6573110 Web: livesport.at 4020 Linz, Ziegeleistraße 76

TipsArena Seit 2003 ist die Linzer Arena auf der Gugl integraler Bestandteil der oberösterreichischen Veranstaltungsszene, die von internationalen Top-Künstlern aus Pop und Rock bis hin zu Shows, Musicals und Kabaretts laufend gute Unterhaltung bietet.

der Bau, im Herbst 1974 wurde die Sporthalle Linz ihrer Bestimmung übergeben. 2000 erfolgte dann der Baubeginn der TipsArena am Standort der alten Sporthalle: Die TipsArena – benannt nach dem Sponsor, einer oberösterreichischen Gratis-Wochenzeitung – wurde vom Architekten Gerhart Hinterwirth geplant und im März 2003 nach dreijähriger Bauzeit offiziell eröffnet. Sie ist eine Sport- und Multifunktionshalle, in der bis zu 7.200 BesucherInnen Platz finden. Auf einer Fläche von 4.000 m² verfügt sie auch über eine 200-Meter-Laufbahn. Laut dem Betreiber LIVA Sport punktet die Halle mit „einer Bühnenflexibilität, die

ihresgleichen sucht. Praktisch alle Sportarten – von Leichtathletik über Hallenfußball bis zu Boxen, Motocross Jump- und Stuntshows – finden in der attraktiven Halle ihren Platz. Frequentiert wird die Arena auch von extravaganten Firmenevents, eindrucksvollen Musicals und spektakulären Shows bis hin zu großen Fernsehproduktionen.“ Da die Parkplätze beschränkt sind, empfiehlt es sich, öffentlich anzureisen: Mit den Buslinien 17, 19, 46 und 45a (direkt vom Hauptbahnhof) oder der Linie 27 gelangen Sie zur TipsArena bei der Haltestelle „Botanischer Garten“.

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Ohne von der Masse bemerkt zu werden, spielt Österreich im American Football vorne an der Weltspitze mit. Der von Taktik und ruppigen Aktionen definierte Sport erfreut sich hierzulande immer größerer Beliebtheit und lockt vermehrt Fans in die Stadien. Zwei der größten heimischen Talente entführten uns in die vielseitige Welt des schweinsledernen Eierlaberls. TEXT: ROBERT FRÖWEIN

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Fotos: Andreas Bischof, Herbert Kratky

Kampf ums Laberl


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Fotos: Andreas Bischof, Herbert Kratky

Football ist ein Kontaktsport Wie keiner Sportart außer Rugby wird dem American Football – nicht ganz zu Unrecht – des Öfteren Brutalität vorgeworfen. Als angehender Sportmediziner weiß Sandro Platzgummer (Runningback bei den Swarco Raiders Tirol) jedoch: „Es macht vielleicht den Anschein, aber der gefährlichste Sport ist Football sicher nicht..“

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und 20.000 Fans pilgerten im Juli 2011 ins Wiener ErnstHappel-Stadion, als im Finale der Football-WM die USA Kanada mit 50:7 besiegte und sich bei mediterranen Temperaturen im Herzen Europas einen weiteren Weltmeistertitel sicherte. Imposanter als der Titel der Amerikaner

und der siebente Endrang der Österreicher war aber der Hype, der sich in den acht Tagen zwischen Wien, Graz und Innsbruck wie ein Schleier über das Land legte. American Football, besonders in den drei genannten Städten ohnehin schon stetig aufstrebend, kam durch dieses Turnier endgültig in der öffentlichen Allgemeinheit an. Die Strukturen im Land wurden stetig professioneller und der Weltsport, der mit der jährlich im Februar ausgetragenen Superbowl in den USA das größte Sportereignis des Planeten aufweist, zog immer mehr junge Spieler in seinen Bann. Rivalen auf Zeit Heute ist der Sport längst ein Fixpunkt in Österreich, das heimische Team spielt in der Weltelite mit. Die österreichische Nationalmannschaft befindet sich aktuell auf Platz sechs der Weltrangliste und ist damit direkt hinter Deutschland das erfolgreichste Team Europas. Bei der Heim-EM 2014 zog das Team erstmals ins Finale ein und musste sich nur knapp dem übermächtigen Rivalen Deutschland geschlagen geben. Bei der Ende Juli startenden EM im finnischen Vantaa rechnet sich das heimische Team neben den beiden Top-Favoriten Deutschland und Frankreich wieder Großes aus. Im Mittelpunkt stehen dabei zwei der derzeit größten Aushängeschilder des heimischen Sports. Der 21-jährige Tiroler Sandro Platzgummer, Runningback bei den Swarco Raiders Tirol und der 20-jährige Vienna-Vikings-Receiver Bernhard Seikovits gehören zu den Topspielern des gesamten Kontinents und legen ihre Rivalität für das patriotische Highlight für eine gute Woche aufs Eis. „Was am Feld passiert, das bleibt auch dort“, kann Seikovits sehr gut zwischen Freund und Feind unterscheiden, „während der Saison ist der andere natürlich ein Gegner, aber wenn man jemanden

abseits des Platzes persönlich kennenlernt, nimmt man ihm auch den einen oder anderen Rempler nicht mehr übel.“ So gegensätzlich wie die beiden Bundesländer Wien und Tirol sind auch ihre Football-Vereinsaushängeschilder, doch auf dem Weg zur „Austrian Bowl“, dem heimischen Meistertitel, führt schon seit Jahren kein Weg an den beiden Topteams vorbei. Seit 2011 schafften es nur die Grazer Giants einmal in das Finale (2016), ansonsten machen sich die beiden Liga-Platzhirsche den Titel stets gegenseitig aus und enteilten auch in der aktuellen Saison der Konkurrenz im rasanten Tandemschritt. Doch nicht nur daheim, auch in Europa gehören die zwei Teams zu den führenden Kräften. Die Vienna Vikings sind mit fünf Gesamtsiegen sogar immer noch Rekordsieger der Eurobowl, der Champions League des Footballs, und auch die Raiders konnten bei fünf Teilnahmen schon drei Titel feiern. Schwalben verboten „Man kann diesen Sport mit nichts anderem vergleichen“, analysiert Seikovits und legt durchaus provokant nach, „ich will zum Beispiel keinen Fußballer beleidigen, aber eine Schwalbe wird bei uns eher nicht gerne gesehen. Im Football gibt es zwar kein Geld, aber es steckt mehr Biss dahinter. Mehr als bei jeder anderen Sportart funktioniert hier alles nach dem Prinzip ,man ist nur so stark wie sein schwächstes Glied‘“. Das Geld ist (noch) ein leidiges Thema, schließlich basiert Football in Österreich trotz der internationalen Top-Erfolge auf reiner Amateurbasis. „Unsere Liga hat ein irrsinniges hohes Niveau, aber leben kann davon niemand“, erklärt Platzgummer den Status quo, „es ist vergleichbar mit den unteren Ligen im Fußball. Man müsste als Spieler zumindest nach Deutschland, noch besser aber in

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Ein vielseitiger Sport Nicht nur Technik, Kraft und Koordination sind für einen erfolgreichen Spieler essenziell, vor allem die Taktik entscheidet über Sieg oder Niederlage. „Für Menschen, die mit dem Sport nicht so firm sind, sieht alles wie eine Wrestlerei aus, aber welche Überlegungen und Spielzüge dahinterstecken, das ist wirklich speziell“, erklärt Platzgummer.

die USA wechseln, nur dort wartet keiner auf einen Österreicher.“ Während Jakob Pöltl in der NBA (Basketball) für Furore sorgt und Thomas Vanek, Michael Grabner und Co. schon lange zu Stammkräften der NHL (Eishockey) gehören, muss man noch auf einen Football-Profi aus dem Alpenstaat warten. Platzgummer hat diesen Traum schon im jungen Alter abgehakt. „Spieler wie Christoph Henle oder Bernhard Raimann von den Vikings besuchen ein College und könnten den Sprung schaffen, aber das ist wirklich schwierig. Man muss auch Glück haben und warten, dass sich jemand anders verletzt, um reinzukommen. Außerdem ist mir das Risiko mit den Dauerschäden, die der Sport einbringen kann, zu hoch. Seit ich 18 bin, spiele ich lieber hobbymäßig und konzentriere mich darauf, Sportarzt zu werden. Als NFL-Spieler mit 30 in Pension zu gehen und nie mehr zu arbeiten ist auch nicht sonderlich erstrebenswert.“ Körperbetont Wie keiner Sportart außer Rugby wird dem American Football – nicht ganz zu

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Unrecht – des Öfteren Brutalität vorgeworfen. „Das ist schon richtig“, weicht Seikovits gar nicht erst aus, „es gibt im Sport sicher gesündere Dinge, als immer wieder gegen andere Menschen zu laufen. Es obliegt aber jedem selbst, ob er das machen will oder nicht, und solange ich nicht irgendwann im Rollstuhl lande, werde ich meine Entscheidung für diesen Sport nicht bereuen.“ Als angehender Sportmediziner hat Platzgummer schon einen detaillierteren Einblick gewonnen. „Es macht vielleicht den Anschein, aber der gefährlichste Sport ist Football sicher nicht. Man muss außerhalb der Saison das Kraft- und Stabilitätstraining ernst nehmen und viel Kraft in Rumpf und Beinen aufbauen. Schwere Verletzungen sind immer möglich und vor allem in den USA gibt es viele Profis, die an Folgeschäden leiden, doch in Österreich ist man etwa durch strenge Helm-gegenHelm-Strafen gut geschützt. Am Ende kann man ohnehin von jeder Verletzung sehr viel lernen.“ Football ist so vielseitig wie wenige andere Sportarten. Nicht nur Technik, Kraft und Koordination sind für einen erfolgreichen Spieler essenziell, vor allem die

Taktik entscheidet über Sieg oder Niederlage. „Für Menschen, die mit dem Sport nicht so firm sind, sieht alles wie eine Wrestlerei aus, aber welche Überlegungen und Spielzüge dahinterstecken, das ist wirklich speziell. Zuschauer brauchen oft Jahre, um den Sport ganzheitlich zu verstehen, und ich gebe zu, dass ich selbst einiges an Zeit dafür gebraucht habe. Hinter jeder Aktion steckt ein Riesensystem“, erklärt Platzgummer. Wer am 21. Juli in der St. Pöltner NV Arena die kompletteste Taktik aus dem Boden stampft, der wird in diesem Jahr die Austrian Bowl für sich gewinnen können – bevor es zur großen EM nach Finnland geht. Für Platzgummer und Seikovits bedeutet das vor allem, in kürzester Zeit zwischen Freund- und Feindmodus zu changieren. Getrennt in den Farben, vereint in der Sache. n Am 21. Juli findet in der St. Pöltener NV Arena der Austrian Bowl XXXIV (Kickoff 19 Uhr) und der Silver Bowl XXI (Kickoff 15 Uhr) statt. Bereits ab 12 Uhr ist die Pregame Area mit Streetfood, Merchandising und interaktiver Football Experience geöffnet. Auf oeticket.com sind FanTickets verfügbar.


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MUSIKSO Die Sommerfestivals locken – und immer mit dabei: die wichtigsten Technic Tools! REDAKTION: ANGELIKA GOLDMANN

LIEBLINGSBAND Warum nicht ein Festival im Ausland besuchen und zur Lieblingsband reisen, anstatt auf ein Konzert in Österreich zu warten? Unser Vorschlag: Auf zum zum Way Out West in Schweden! Fever Ray, Patti Smith und Arctic Monkeys sind Headliner. Tickets gibts über eventim.se oder wayoutwest.se!

ROTES WUNDER Die Special Edition des iPhone 8 kommt in glänzend rotem Outfit daher. Allerdings zählen die inneren Werte wie die 4K Video Funktion und zwei 12-Megapixel-Kameras. Ein Teil des Erlöses geht an den Global Fund gegen HIV und AIDS. apple.com

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GEHÖRSCHUTZ statt -STURZ Eine britische Studie bestätigt: der Besuch von Festivals verlängert das Leben! Ungeschützter Hörgenuss kann allerdings das Hörvermögen dauerhaft schädigen. Die Party Plug earplugs wurden eigens für begeisterte Konzertbesucher entwickelt. Die Ohrstöpsel passen sich dem Ohr an, sind transparent und somit kaum zu sehen. Ein akustischer Filter garantiert die Qualität des Musikerlebens. Gibt es bei: alpinehearingprotection.com


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SOMMER !ticket lifestyle

I SEE BLUE

FARBENSPIEL

Fotos: WOW / EliasAssarGustafsson, Hersteller

Weil es manchmal schön ist, ein echtes Foto in der Hand zu halten. Und man nicht sofort weiß, was auf dem Foto zu sehen sein wird: Sofortbildkamera von Fuji, Instax Mini 9 in Ice Blue. fujifilm.eu

Farbfilter für die Sofortbildkamera: Damit wird der Sommer noch fröhlicher und die Fotos kunterbunt. Für Fuji Instax Mini-8 und Mini-9. Gesehen bei: urbanoutfitters.com

BINAURAL für iOS Das Ambeo Headset von Sennheiser ist der erste mobile Kopfhörer, der Audioaufnahmen mit zwei Mikrofonen ermöglicht. Für einen brillanten, dreidimensionalen Sound! sennheiser.com

KLANGKÖRPER Wie eine kleine grüne Erbse und schon ein Lautsprecher! Und was für einer! Zuhören war selten so ästhetisch. Speaker von: bang-olufsen.com

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!ticket heimat

Nicht belanglos Österreichs erfolgreichster Rapper legt sein mittlerweile 9. Album vor. Auf „Mosaik“ beweist Nazar Facettenreichtum und hat wieder jede Menge zu sagen – was in der aktuellen Szene vielleicht nicht mehr so selbstverständlich ist. TEXT: AMINA BEGANOVIC termine

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uch nach zehn Jahren im Business gehen Nazar die Ideen nicht aus – im Gegenteil, könnte man meinen, wenn man seine neue Platte „Mosaik“ durchhört. Dem Albumnamen getreu ist es ein buntes Werk geworden: schwere, in die Tiefe gehende Songs treffen hier auf mindestens ebenso viele tanzbare Beats. Hinfallen, wieder aufstehen, der tägliche Kampf mit dem Leben und mit sich selbst sind zwar immer noch Themen, die der Rapper mit iranischen Wurzeln in seiner Musik verarbeitet, jedoch spürt man eine größere Leichtigkeit. Wodurch unterscheidet sich „Mosaik“

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zu den Vorgängern? Gerade „Camouflage“ war ein sehr düsteres und dunkles Album, „Mosaik“ hingegen hat deutlich mehr Farbe. Es ist etwas zum Tanzen dabei, zum Traurigsein und etwas für Hardcore-Hip-Hop-Hörer … Wie gefällt Richard Lugner „sein“ Song? Ich glaub, er hat sich gefreut, sonst hätte er wohl nicht im Video mitgemacht. Es ist ja auch nichts Schlechtes, einen Song gewidmet zu bekommen. Im Vergleich zu „Richard Lugner“ ist „Intro 1984“ deutlich ernster geworden, du gibst in dem Song viel von dir preis.

Warum ist dir das wichtig? Weil ich aus einer Zeit komme, in der Hip-Hop sehr persönlich war und die Menschen direkt angesprochen hat. Das geht für mich in der aktuellen Szene leider etwas verloren. Es wird alles immer leerer, es geht nur noch ums Partymachen, Markennamen, Drogen: Je belangloser und tanzbarer, desto besser. Deswegen war es mir wichtig, bei dem Album Songs zu machen, die Inhalte haben. Rap erlebt im deutschsprachigen Raum aktuell einen enormen Aufschwung, insbesondere der Cloud Rap à la Yung Hurn und Co. – wie kommt das?

Fotos: Universal Music Hersteller

Inhalt statt Schnelligkeit Nazar legt bei seiner Musik Wert auf die Message, die sie vermittelt.

Nicht nur bei der WM, auch auf den heimischen Bühnen ist im Sommer einiges los: Das Kriegergut Open Air lädt mit den Sofa Surfers am 6. 7. und Attwenger am 7. 7. nach Perg. Wanda zelebrieren den Sommer am 7. 7. in der Freiluftarena Graz, am 8. 7. im Messegelände Salzburg, und am 14. 7. in der Donaulände Linz. Der Nino aus Wien ist am 31. 7. ganz „wach“ im Theater am Spittelberg, GIN SØNIC machen mit The Howling Muffs am 3. 8. halt im Rockhouse Salzburg. Fans feiern mit Christina Stürmer am 25. 8. in Neumarkt an der Ybbs, weiter geht es mit dem „Klassenausflug“ mit Kurt Ostbahn am 26. 8. auf der Donaubühne Tulln. „Für immer a Wiener“ bleibt Rainhard Fendrich schließlich am 31. 8. auf der Festung Kufstein.


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MUNDPROPAGANDA Ich wurde unlängst von meinem kleinen Bruder dazu belehrt. Er meint, dass seiner Generation alles immer egaler wird, dass die jungen Leute keine inhaltsvolle Musik hören wollen, nicht mit schweren Themen belastet werden möchten. Stattdessen soll alles lustig sein – je dümmer etwas ist, desto lieber wird es konsumiert. Cloud Rap ist in meinen Augen nicht Hip-Hop, denn Hip-Hop hat immer noch eine Message, während es beim Cloud Rap darum geht, wer witziger ist oder welche bearbeitete Stimme sphärischer klingt. Es ist cool, dass es das Genre gibt, aber warum es derzeit so extrem erfolgreich ist, kann ich selbst nicht nachvollziehen. „Jeder ist jetzt Rapper mit einem Mic und einem Macbook …“ sagst du in „Gossip“. Was stört dich daran? Ich finde es grundsätzlich gut, wenn Jugendliche Musik machen, anstatt auf der Straße abzuhängen und Drogen zu nehmen. Dadurch wird nur leider das Genre ruiniert: Jeder Typ, der einen Laptop und ein Mikro hat, zwei Sätze da hineinsagt und das Video hochlädt wird gleichgesetzt mit Rappern, die bereits vieles erreicht haben und Wert auf inhaltlich coole Texte legen. Da wird es dann problematisch.

Fotos: Universal Music, Hersteller

Inwiefern schlüpfst du in deinen Songs in eine Rolle, und wie viel bist du selbst – trennst du das? Natürlich, und das sollten auch all jene tun, die sich kritisch zu Hip-Hop äußern. Es geht dabei immer noch um eine Kunstform, in der man nicht alles als wahrheitsgemäß erachten kann. Man überzeichnet und übertreibt Dinge im Rap, um Bilder zu erzeugen. In deinem Text zu „LIMIT“ geht es aber doch ziemlich zu, da werden „Pistolen in den Mund gesteckt, ein paar Stiche verpasst“ . Glaubst du nicht, dass manche ihre eigenen Grenzen übertreten könnten, wenn sie solche Texte hören?

Nach zehn Jahren im Musikgeschäft habe ich nicht nur den Glauben daran, sondern weiß auch, dass es noch nie einer meiner Fans aufgrund eines Textes jemandem Gewalt angetan hat. Man darf die Hörer nicht unterschätzen, sollte sie nicht als naiv abtun. Es ist meiner Meinung nach ein großer Fehler, dass man ab einem gewissen Alter vergisst, dass man selbst einmal jung war und sich darüber geärgert hat, von den Älteren für dumm verkauft zu werden. Wenn Arnold Schwarzenegger zur Klimakonferenz nach Österreich kommt, diskutiert man auch nicht darüber, warum er in „Terminator“ einem Typen den Kopf weggeschossen hat. Aber bei Rappern macht man das halt gerne. In „Claude Monet“ sagst du „Wir glauben an Gott, aber suchen die dunkle Seite“ – wer ist dieses lyrische Wir? Prediger etwa, die Menschen dafür verurteilen, weil sie eine andere Religion haben – gleichzeitig aber Dinge tun, die mit ihren vermeintlichen Werten gar nicht konform sind. Ich hab vor Jahren in Deutschland in der Hip-Hop-Szene eine Diskussion losgetreten, als ich gesagt habe, dass muslimische Rapper ein bisschen aufpassen müssen, was sie tun. Es ist meiner Meinung nach nicht vereinbar, am Freitag die Jugendlichen auf Facebook dazu aufzurufen, in die Moschee zu gehen, am Samstag aber ein Video zu veröffentlichen, in dem man über Drogen und Prostitution rappt. Es ist nun mal sehr heikel, da Religion immer dazu verwendet werden kann, Menschen zu lenken. An solche Leute richtet sich diese Textzeile. Ab wann gibt es dich dann live mit dem neuen Album zu hören? Aktuell mal nicht, ich hab auch einige Festivalanfragen abgesagt, weil jetzt die Fußball-WM ist – und ich bin ein noch größerer Fußballfan als Musikliebhaber! Danach werden wir schauen, ob wir im Herbst oder Winter auf Tour gehen.

Hören Sie mal rein! Die folgenden Veröffentlichungen sollten in keinem gut sortierten Plattenschrank fehlen. Oder? (ab, sb)

LIVE Granada – Ge Bitte Gängige, lyrische Texte sind die Stärke von Thomas Petritsch und seiner Truppe. Auch ihr 2. Album geht ins Ohr!

LIVE The Boys You Know – Two Lines That Never Touch Weniger dröhnende Gitarren, dafür Klavier, Trompete, Chor: der Soundtrack für den Sommer!

Love Good Fail – We Met At Night Tanzbare Melancholie: Das Debütalbum des Wiener Trios besticht mit gefühlvollen Texten und ambivalentem Sound.

LIVE Vague – Land Verträumt und leichtfüßig bewegen sich Vague zwischen weichen Klangteppichen und Post-Rock-Anleihen.

Kielkropf – Ignorance Is Bliss Das Labeldebüt der burgenländischen Symbiose aus Crowbar und Pro-Pain: Klingt so fett wie „Deine Mutter“-Witze.

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TIM_30_Highlights Groebchen_g_KSB_k1.qxp_Layout 1 18.06.18 16:11 Seite 1

Konstantin Wecker

Popmusik, die nicht nur mediokrer Formatradio-Mainstream sein will, polarisiert. Provoziert. Und verkauft sich dennoch – oder gerade deswegen – exorbitant gut. Vor allem bei der engeren Zielgruppe: so ziemlich allen im Alter zwischen 10 und 25 Jahren, die Musik als Identitäts-Anker, EskapismusSoundtrack und Absage an die Eltern-Generation feiern. Insofern kommt der Erfolg von Yung Hurn aus Donaustadt doch nicht überraschend. Dennoch haben seine ChartsSpitzenpositionen mit dem Album-Debüt manche Experten in Staunen versetzt. Vor allem solche, die noch nie zuvor vom Phänomen „Cloud Rap“ gehört haben: Es handelt sich um eine Ausdrucksform offensiver Wurschtigkeit, voller Drogenmetaphern und Autotune-Gesangszeilen. In diesem Genre waren es hierzulande vor allem Money Boy und Crack Ignaz, die sich einen Namen machten, bevor der schmächtige Scheiß-mirNix die virtuelle Bühne betrat. Die üblichen Spielregeln der Pop-Branche scheinen für Yung Hurn nicht zu gelten: keine große Plattenfirma, lässige Medien-Verweigerung. Der Durchlauferhitzer heißt YouTube, die Stereoanlage ist das Smartphone. Dem neuen lokalen Pop-Messias werden sogar kommerzielle Werbeauftritte verziehen. „Alle hassen uns, aber sie schau’n“ heisst Hurns aktueller AntiSchlager. Trefflich, trefflich.

Walter Gröbchen

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1. Dezember, Wiener Konzerthaus Ich vs. Wir Mit ihrem fünften Studioalbum „Ich vs. Wir“ spielten Kettcar gerade die größte Tour ihrer über 15-jährigen Bandgeschichte. Nachdem weit über 40.000 Besucher zur großen Frühjahrstour der Hamburger kamen, kündigt die Band nun weitere exklusive Club-Shows sowie Festivalauftritte an. Mit dabei haben sie auch ihre neue Single „Benzin und Kartoffelchips“, einer dieser Storytelling-Songs, wie ihn nur Marcus Wiebusch schreiben kann.

Kettcar

15. und 18. August, Salzburg & Dornbirn, 17. November, Wien Mit Moonbootica, Klangkarussell und Samy Deluxe „Techno Dampfer“, das sind wirklich legendäre Bootspartys und stehen für Sommer, Sonne, Freunde und die beste Musik. Die besten Vibes kommen von Moonbootica (Wien: 13. Juni, Krems: 14. Juni, Linz: 15. Juni), Klangkarussell (Wien: 23. Juli, Krems: 24. Juli, Linz: 25. Juli, Bregenz: 3. August) und Samy Deluxe (Wien: 3. August).

Technodampfer

im Sommer in Wien, Linz, Krems und Bregenz

Fotos: Everlasting Entertainment (Technodampfer), Show Connection (Konstantin Wecker), Andreas Hornoff (Kettcar)

MONKEY BUSINESS

Poesie und Widerstand 70 Jahre Konstantin Wecker, das s teht auch für ein uferloses Werk: Für den Musiker und Autor, der neben 25 Alben unter anderem 28 Musicals, 52 Film- und Fernsehmusiken und 12 Bühnenmusiken bereits über 31 Bücher und 12 Hörbücher veröffentlicht hat, ist sein runder Geburtstag kein Grund innezuhalten. Eher, um Bilanz zu ziehen, einfach so, mal zwischendrin. Weiterzumachen. Stellung zu beziehen. Für sich. Seine Freunde. Sein Publikum. Und für eine Welt ohne Grenzen.


TIM_31_Rueckblick Sam Smith_g_KSB_k1.qxp_Layout 1 18.06.18 16:12 Seite 1

!ticket live is life www.mutausbrueche.com

Stay with Sam Smith Ich weiß, ich hab schon oft erwähnt, dass dieses und jenes das „schönste“ Konzert war. Aber Leute, ich sag’s euch – das macht den anderen ziemlich starke Konkurrenz!

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er Abend fing schon mal mit dem unglaublich guten Lewis Capaldi an. Ich trau mich wetten, dass bereits hier alle die ersten Tränen in den Augen hatten – also die perfekte Einstimmung auf den eigentlichen Star des Abends! Mein erstes kleines Highlight kam dann, als zur Umbaupause am Bildschirm bei der Bühne die ganze Zeit kleine Sprüche eingeblendet wurden:

Fotos: Antonia T. Schulz

Kennt ihr schon die Remixes von Sam Smith mit Disclosure? Wenn nicht, hört sie euch unbedingt an und wenn schon, schaltet sie auch gleich nochmals ein! Ich denke da an „Omen“ und „Latch“ – soo gut!

Tipp!

„Let’s turn off our phones tonight and rely on the stars. We’ve been so lost lately, we forget who we are.“ Das Bühnenbild war generell der absolute Hammer und als Sam Smith dann mit dem Song „Burning“ die Bühne betrat, war der Abend schon perfekt. Sam spielte den ganzen Abend eine Mischung aus neuen und alten Songs, also so, wie es sein muss! Besonders gelobt werden müssen auch die Backgroundsänger und die Band: Die

Antonia T. Schulz, Studentin der Publizistik- und Kommunikationswissenschaften, Bloggerin (www.mutausbrueche.at) und nicht zuletzt oeticket.com-Kundin, besucht für !ticket jeden Monat ein Konzert und berichtet darüber. Dieses Mal war sie am 8. Mai in der Wiener Stadthalle bei Sam Smith.

Backgroundsänger waren drei Frauen und ein Mann und schwangen mit Sam Smith so richtig die Hüften, konnten aber genauso auf die gefühlvolle Ebene wechseln! Der junge Weltstar sprach zwischendurch über sehr persönliche Momente und Erlebnisse in seinem Leben und unterlegte seine Worte mit den gefühlvollsten Songs der Welt. „Scars“, „Stay with me“ und „Pray“ waren die Hits des Abends und ganz ehrlich, mir kann keiner erzählen, dass er/sie nicht wenigstens ein paar Tränen in den Augen hatte. Ich hab’ zwar schon oft erwähnt dass dieses und jenes das schönste Konzert war aber ich habe noch nie gesagt, dass der Sänger/die Sängerin die beste Stimme hatte. Doch dieses Mal kann ich das zu 100 % unterschreiben. Sam sang einfach jedes Lied live und seine Stimme war noch viel besser als auf den Alben. Danke, Sam, das war verdammt schön!

Kunden, die zu Sam Smith gingen, kauften auch Tickets für das Jessie J am 13. Juli in der Arena Wien, für Ed Sheeran im August im Ernst-Happel-Stadion, für Shawn Mendes am 3. April in der Wiener Stadthalle (D) und Justin Timberlake am 18. August, ebenfalls in der Stadthalle. Tickets für alle Veranstaltungen finden Sie auf oeticket.com!

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!ticket kultour

Alte Musik D

ie „Innsbrucker Festwochen der Alten Musik“ finden heuer von 17. Juli bis 27. August unter dem Motto „Bewegte Welten“ statt. Einerseits bezieht sich das auf die Programmierung, so reist man durch die Operngeschichte, indem eine frühe venezianische Oper, die in voller Blüte stehende neapolitanische Oper und deren großes Finale in der Romantik gezeigt werden, aber auch das Festival an sich bewegt sich durch und um Innsbruck. Jürgen Flimm inszeniert „Didone abbandonata“ von Saverio Mercadante. Zu hören ist auch die Serenata „La Semele o sia La richiesta fatale“ („Semele oder Der verhängnisvolle Wunsch“) von Johann Adolf Hasse. Diese wurde 1726 in

creatio „Wir schaffen, also sind wir!“, heißt es im diesjährigen Programmheft zum 37. Kammermusikfest Lockenhaus, das von 5. bis 14. Juli stattfindet. Das Programm ist wie gewohnt sehr eklektizistisch an KünstlerInnen, Werken und KomponistInnen. Dabei spannt sich der Bogen u. a. von Mozart, Schubert und Haydn über Helmut Lachenmann bis zum australischen Komponisten Jakub Jankowski. Zu den heuer auftretenden KünstlerInnen zählen u. a. das österreichische Duo BartolomeyBittmann, der sizilianische Cellist Giovanni Sollima sowie Alfred Brendel und Eberhard Feltz. Das Besondere an diesem Festival ist, dass es in dem kleinen mittelburgenländischen Ort Lockenhaus zu einer einzigartigen Nähe des Publikums mit den KünstlerInnen lädt. Dadurch sind die Werke musikalisch ganz anders erlebbar als in großen Konzertsälen.

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Revolution und Räson Dem Barock widmet sich auch die kommende Saison im Theater an der Wien: Den Auftakt macht am 15. September eine Neuproduktion der Oper „Alcina“ von Georg Friedrich Händel mit Marlis Petersen in der Titelrolle der mächtigen Zauberin Alcina. Einen Monat später ist dann ab 13. Oktober Gioachino Rossinis Meisterwerk „Guillaume Tell“ zu sehen. Rossini rückte hier weniger den Menschen als Individuum, sondern als Gruppe in den Mittelpunkt. Er komponierte überwältigende Chorszenen, die von den Mitgliedern des Arnold Schönberg Chors gesungen werMarlis Petersen singt die Titelpartie in „Alcina“. Die Oper von G. F. Händel eröffnet den thematischen „Zauberkreis“ im Theater an den. Giuseppe Verdi der Wien, inszeniert von Tatjana Gürbaca und musikalisch geleitet nahm ebenso ein Drama von Conductor in residence Stefan Gottfried. Friedrich Schillers als VorNeapel uraufgeführt, angeblich unter Be- lage, um seinen „Don Carlos“ zu komteiligung des berühmten Kastraten Fa- ponieren. Das Junge Ensemble des Thearinelli. Die Welt des Streicherklangs steht ter an der Wien ist ab dem 28. November im Mittelpunkt der Konzerte auf Schloss in diesem Drama um menschliche Ambras sowie in der Kaiserlichen Hof- Schicksale in einer außergewöhnlichen burg aber auch der sakralen Musik wird Orchestrierung für französisches Salonorchester in der Kammeroper zu erleben. wieder genügend Raum gegeben.

Fotos: Deutsche Grammophon, Peter Andreas Hassiepen, Lukas Beck

Dieses Mal entführt Sie KulTour in die Welt der Alten Musik sowie der Barockoper und somit nach Innsbruck und Wien, aber auch nach Lockenhaus … TEXT: PAUL M. DELAVOS


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STARKE FRAUENROLLEN „Ardente Flamme“ lädt ein, gemeinsam mit starken Frauen in die dramatische Welt der französischen Oper zu tauchen.

Die junge französische Mezzosopranistin Gaëlle Arquez widmet sich auf „Ardente Flamme“ einem Jahrhundert französischer Gesangskunst. Dabei legt sie ihr Augenmerk auf Frauen, die sich zwischen ihrer Pflicht und der Liebe verzehren. Sie nimmt die ZuhörerInnen mit auf eine emotionale Reise u. a. zu Glucks „Iphigénie en Aulide“ und „Armide“, Bizets „Carmen“, aber auch Massenets „Cléopâtre“ und „Werther“. Begleitet wird sie dabei vom National Orchestra of Bordeaux unter Paul Daniel. Die perfekte CD, um an einem regnerischen Sommertag in die dramatische, teils unbekannte Welt der französischen Oper einzutauchen.

EIN FEST FÜR MICHAEL KÖHLMEIER Wer im Sommer für die Kultur auf Reisen geht, dem sei auch ein Ausflug zu den Salzkammergut Festwochen Gmunden, die von 12. Juli bis 19. August stattfinden, empfohlen. Dabei ist der Literaturschwerpunkt von 3. bis 5. August dem Vorarlberger Schriftsteller Michael Köhlmeier gewidmet. Michael Köhlmeier wird zum ersten Mal aus seinem noch unveröffentlichten Roman „Schwester und Bruder Lenobel“ lesen. Ein Höhepunkt ist sicherlich, wenn Köhlmeier mit dem niederländischen Blues-Gitarristen, Sänger und Songschreiber Hans Theessink dem Heldenmythos von Billy the Kid, den Banditen Jesse James, Wyatt Earp und anderen Westernhelden musikalisch und literarisch nachspüren wird.

Die Salzkammergut Festwochen Gmunden finden zwischen 12. Juni und 19. August statt.

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MUNDPROPAGANDA Hören Sie mal rein! Die folgenden Veröffentlichungen sollten in keinem gut sortierten Plattenschrank fehlen. Oder? (sb)

Panic! At The Disco – Pray For The Wicked Brendon Urie ist zwar mittlerweile im Alleingang unterwegs, das jedoch auf einem weiteren Höhenflug!

Spielwiese Es ist wieder WM-Zeit: Vor den heimischen Bildschirmen oder beim Public Viewing wird geflucht und gejubelt. Ballverliebte Gamer, die aktiver ins Geschehen eingreifen möchten, werden mit dem World-CupUpdate von FIFA 18 reichlich beschenkt. . TEXT: JOACHIM SCHMIDA FIFA 2018 (Update) Electronic Arts für PS 4, Xbox One, PC, Nintendo Switch Ein Großteil der Fachmedien zeigte sich von der 18er-Ausgabe des Fußballsimulationsklassikers begeistert. Nun gibt es für alle FIFA-18-Besitzer ein kostenloses WM-Update: Entgegen den üblichen Gepflogenheiten veröffentlichte EA keinen eigenständigen Titel, sondern als Gratis-Download – das bedeutet: WM-Stimmung pur, gepaart mit der gewohnt hohen spielerischen Qualität der FIFA-Reihe. So kann man zum Beispiel mit den 32 qualifizierten Ländern ein authentisches Turnier spielen, Spieler, Trikots und StadionAtmosphäre stehen dabei natürlich ganz im Zeichen der Fußball-WM in Russland. Bei PC-Spielern sorgten gröbere Bugs zum Release für Unmut. Außerdem MINUS gab es harsche Kritik hinsichtlich der Probleme in Sachen „Ultimate Team“. FAZIT Unglaublich atmosphärisch, umfangreich und vor allem umsonst – das ist der FIFA-WM-Patch. Wir sind schon gespannt auf den nächsten Teil, denn, um es mit einer Fußball-Floskel zu sagen: „Das nächste Spiel ist immer das Schwerste!“

PLUS

We Are Muffy – The Charcoal Pool Mit ihrem akustischen Folk und anzestralen oder ungewöhnlichen Instrumenten geleiten die Briten in poetisch verklärte Vorzeiten.

Dee Snider – For The Love Of Metal Snider klingt, auch dank illustrer Gäste, auf seinem 2. Solo nicht nur zeitgenössischer, sondern auch härter als bei Twisted Sister.

LIVE Gorillaz – The Now Now Mit stark reduzierter Gästeschar gerät die heiß ersehnte Langrille der Affen nicht nur buchstäblich heiß, sondern vor allem lässig.

Immortal – Northern Chaos Gods Abbath verlustig, gelingt den Bergziegen dennoch einer ihrer frostigsten und unerbittlichsten Streifzüge durch Blashyrkh.

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Iron Maiden: Legacy of the Beast Das Gratis-Mobile-Game hat zum Tournee-Start einige Neuerungen parat: z. B. wurde in Anlehnung an die echte

Bühne eine neue PvP-Arena integriert. Crash Bandicoot N. Sane Trilogy Der anthropomorphe Beuteldachs hüpft nun auch auf anderen Plattformen.

Wolfenstein 2: The New Colossus Dank Nintendo Switch ist unser kultiger Lieblings-Shooter des letzten Jahres jetzt mobil zu erleben.

Fotos: Hersteller

HEISSE NEUERSCHEINUNGEN


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!ticket media MIKE SHINODA

LIVE Post Traumatic Einen ähnlich einschneidenden Verlust hatte die Musikwelt zuletzt 1994 zu verkraften, als sich Kurt Cobain aus dem Leben schoss: 2017 nahm sich Chester Bennington, Sänger von Linkin Park, das Leben. Wie Menschen mit Verlusten umgehen, ist naturgemäß individuell – Künstlern dient bekanntlich zumeist ihre Kunst als Ventil. So auch für Benningtons Bandkollegen Mike Shinoda, der nach der gleichnamigen EP nun ein volles Album veröffentlicht, auf

NIGHT FLIGHT ORCHESTRA

LIVE Sometimes The World Ain’t … Die Schweden bleiben sich nach den Höhenflügen der letzten Jahre auf ihrem Viertling stiltreu – alles andere wäre auch grob fahrlässig – und fischen fürderhin in der Ursuppe aus AOR und frühem Hardrock, kokettieren mit Vintage-Pop und neuerdings auch Funk. Das Ergebnis sind mitreißende, knackige, vor allem aber wohlgemut-nonchalante Schmankerl, die einen Hauch von Nostalgie versprühen und somit das breite Hörerspektrum abdecken, denen Ghost einen Tick zu unheimlich sind. (sb)

dem er sich mit der Deprivation beschäftigt: Das Resultat ist glattproduzierter PopRap, bei dem ähnlich wie bei Fort Minor seine Hip-Hop-Wurzeln zutage treten – nur mit mehr Mut zur Elektronik. Seinen Schmerz über den Verlust gießt Shinoda in Midtempo-Beats und melancholische Hooks, über den Lyrics liegt der Trauerflor, der süßlich lockt, kollektiv in zerwühltes Gemüt zu tauchen: Wenn der Opener „Place To Start“ mit Sprachbox-Aufnahmen endet und man Freunde hört, die sich nach Shinodas Befinden erkundigen, dann kann man „Post Traumatic“ entweder einen sehr persönlichen Charakter – oder unverblümte Tränendrüse attestieren. Naturgemäß bietet das Album Trost lediglich im überbordenden Pathos, der bis hin zur völligen Überschreitung der Kitschgrenze („Ghosts“, „Hold It Together“) ausufert, zahlreiche Gesangseinlagen, die an Bennington erinnern, inklusive. Das Fragmenthafte des Albums ist zwar verständlich, doch als kontextbefreites Tondokument geht die Chose trotz diverser Gäste nicht auf. (sb)

2.5/5

DORIAN SORRIAUX

KAMASI WASHINGTON

Heaven And Earth Seit er vor drei Jahren mit dem überragenden „The Epic“ auf der Bildfläche erschien, genießt Washington eine Art Jazz-Monopol, sowohl in anspruchsvollen Gefilden als auch in der Fahrstuhlmusik. Auch mit „Heaven And Earth“ schafft er es wieder über das Einzugsgebiet von Feuilleton und Musikschulen hinaus, nicht nur weil er in „Street Fighter Mas“ sogar Arcade-Games und Jazz gekonnt vereint. Auch die übrigen Stücke klingen trickreich und ambitioniert, dabei nicht zu radikal. (sb)

BULLET F. M. VALENTINE

LIVE Hungry Ghost Sorriaux ist das Ingenium hinter den Blues Pills – einer der gehypten RetroBands der letzten Jahre –, stand bisher aber vornehmlich im Schatten des Centerfolds Elin Larsson. Mit seiner ersten Solo-EP sollte sich dies nun ändern, taucht der Franzose doch in akustische Gefilde ab, die nicht selten an Neil Youngs Blüte erinnern – wenngleich Sorriaux einen Tick weniger näselt: Hier ist im Gegensatz zum Material der Pills kein sexuell konnotierter Aufputz nötig, um vollends zu überzeugen. (sb)

LIVE Gravity Obwohl der Vorgänger „Venom“ als passable Entschuldigung geriet, müssen sich die Waliser immer noch für „Temper Temper“ apologetisieren – und auch für „Gravity“ wird man sich die Frage gefallen lassen müssen, ob das noch als Metal durchgeht. Zwar werden die Synths und Electronics als additive Ebene eingefügt und harmonieren analog zu Linkin Park symbiotisch mit dem leider stellenweise arg generischen (Metal)core-Korsett, doch driftet die Härte nicht selten ins Poppige ab. (sb)

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!ticket plug&play

Plug&Play-Tipps „Summertime, when the livin’ is easy …“: Ob Sonnenschein oder Sommernacht, Musik gehört dazu. Selbst gespielt macht sie noch viel mehr Spaß als aus der Konserve – und das erst recht mit einem feinen neuen Instrument. TEXT: AMANDA PENISTON-BIRD

Authentisch und in Stereo. Die roten Stage-Pianos haben sich in unzähligen Liveeinsätzen auf der Bühne bewährt, nun steht die vierte Generation am Start. Das Keyboard beeindruckt durch das PianoSpielgefühl und den authentischen Klang. Die Klaviatur arbeitet mit Dreifachsensorik und simuliert die Bewegung der Hämmer in einem Flügel durch Virtual Hammer Action Technology. Die Polyphonie wurde auf 120 Stimmen erweitert. Dazu kommen neue Features wie nahtloses Umschalten von Programmen, spezielle Piano-Filter sowie Split-PunktCrossfades. Die spezielle Sample-Synth-Sektion kommt mit Bedienelementen für Attack, Decay/Release und einer dynamischen Steuerung. Alle Effekte sind nun in Stereo ausgelegt. Die nahtlosen Übergänge sind aus dem Stage 3 bekannt. Ein numerischer Tastenblock vereinfacht die Programmauswahl und das OLED-Display sorgt für eine bessere Übersicht. Speicherplatz ist mit 1 GB für die Nord Piano Library und 512 MB für die Nord Sample Library 3.0. reichlich vorhanden. nordkeyboards.com

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Kala Sommer, Sonne, Ukulele. Das kleine Instrument ist der perfekte Urlaubsbegleiter. Das Kala „Learn to Play Ukulele Color Chord“-Starterkit ist für Ukulele-Einsteiger ideal. Die mattschwarze Sopran-Ukulele besteht aus wasser- und feuchtigkeitsresistentem ABS-Komposit-Material und wird mit Aquila Super Nylgut Saiten ausgeliefert. Das Instrument kommt mit Color-Chords am Griffbrett, das unkomplizierte Lernsystem ist motivierend und Erfolgserlebnisse sind garantiert. Zum Kit gehören auch die Kala-App inklusive Stimmfunktion, Online-Lessons mit Emily Arrow, ein Quick-Start-Booklet und eine Nylon-Tragetasche. www.kalabrand.com

Fotos: Hersteller

Nord Piano 4


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FGN J-Standard Mighty Power Bass Spielgefühl aus Japan. Aus der legendären, 1960 gegründeten FujigenGitarrenfabrik in Japan kommt eine Neuinterpretation eines klassischen Bautyps mit durchsetzungsfähigen, vielseitigen Soundqualitäten. FGN-typische Features wie das bekannte CFS Circular Fretting System sind integriert. Ergonomische Verbesserungen vermitteln ein sehr angenehmes Spielgefühl. Die Gitarrenbauer haben bewährte Holzkombinationen für den Mighty Power Bass gewählt. Zur Auswahl stehen ein Erlenkorpus mit geschraubtem Ahornhals und Palisandergriffbrett oder ein Eschenkorpus mit Hals und Griffbrett aus Ahorn. Zwei Paare Seymour Duncan SPB-3 SingleCoils im P-Style sind für den charakterstarken, rockigen Grundton verantwortlich. Der zusätzliche Pickup sowie zwei Volume- und ein Tone-Regler sorgen für tonale Flexibilität. Der J-Standard Mighty Jazz Bass mit Erlenkorpus ist derzeit in den Finishes Antique White und Schwarz zu haben, das Modell mit Eschenkorpus in 2-Tone Sunburst. Der Bass wird samt Gigbag ausgeliefert. fgnguitars.de

Fotos: Hersteller

CORT KX500MS 7-Saiter Multiscale E-Gitarre Das Flagschiff für die Metalwelt. Die neu überarbeitete KX-Serie präsentiert mit der KX500MS ein neues Flaggschiffmodell für die Metalwelt. Die Besonderheit dieser 7-saitigen E-Gitarre ist die Fächer-Bundierung in Verbindung mit den aktiven EMG707 HH Pickups und einer Brücke mit einzelnen Elementen. Durch die MultiscaleMensur wird die Länge jeder einzelnen Saite optimiert, sie kann dadurch besser und sauberer schwingen. Auch die Intonation – selbst bei Droptunings – profitiert von der individuellen Saitenlänge. Der 7-Saiter sieht edel aus, die KX500 hat eine exotische PappelWurzelholz-Decke auf einem Korpus aus Sumpfesche und einen 5-teiligen Ahorn-Amarant-Hals mit Makassar-Ebenholz-Griffbrett. Die Finishes Star Dust Black und Star Dust Green bringen die edle Decke zur Geltung. cortguitars.com

Istanbul Mehmet Mehr als nur Jazz. Jedes Becken des türkischen Herstellers wird in traditioneller Weise hergestellt, dennoch sind diese Instrumente erschwinglich. Gute Sets sind zu musikerfreundlichen Preisen zu bekommen. Klassische Modelle sind im breit gefächerten Programm ebenso zu finden wie moderne Varianten. Istanbul-Mehmet-Becken sind nicht nur in der Jazzwelt zu Hause. Der dynamische, harmonische Sound bereichert viele weitere Genres, von Pop und Rock bis hin zu Funk und Punk. Unter der großen Auswahl an neuen Becken für die Serien Hamer, X-Ray, X-Ray Silence (aus b20-Bronze), Kirkor Kucukyan, Sahra und Suspended sind Allrounder ebenso zu finden wie ausgefallene Instrumente für individuelle Setups. Antesten empfohlen, denn einzelne Becken des Herstellers sind immer wieder für Überraschungen gut. istanbulmehmet.com

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MI: Fallout

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Tom Cruise jagt im neuen „Mission Impossible“-Teil wieder SchurkInnen – kein Wunder, schließlich heißt er ja Ethan Hunt. Der Erfolg wird ihm auch diesmal recht geben. TEXT: ANDREAS UNGERBÖCK

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Beschäftigter als James Bond Cruise selbst betraute 2011 AnimationsGuru Brad Bird (eine schräge Wahl) und 2015 seinen Spezi Christopher McQuarrie mit den weiteren Folgen. Vor allem „Rogue Nation“, das fünfte Abenteuer der Serie, erwies sich als flotter, gut geschriebener und packend inszenierter Agen-

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Kein James Bond Trotz einiger Parallelen ist Ethan Hunt kein James Bond: Für ausschweifende Romancen ist er viel zu gehetzt.

tenthriller der alten Schule, wenn auch – wie meistens bei Meister Cruise – als eher prüde. Den Charme, den ein James Bond auf die Damenwelt ausübt, hat sein Filmheld Ethan Hunt nicht ganz, aber er ist ohnehin viel zu sehr damit beschäftigt, die Welt zu retten. Vor allem die spektakulären Action-Sequenzen in der und um die Wiener Staatsoper, im Verlaufe derer der österreichische Film-Bundeskanzler gar sein Leben aushauchte, sorgten für gehörig Aufsehen und für weltweite unbezahlbare Tourismus-Werbung. Die schöne Schwedin Rebecca Ferguson stand Cruise ebenso zur Seite wie sein Team aus Jeremy Renner, Simon Pegg und Ving Rhames, der schon 1996 beim ersten Teil dabei war. Als erfreulichen Neuzugang verpflichtete man den wunderbaren Alec Baldwin.

Fallout Nun also „Teil 6“, der da heißt „Fallout“ (Kinostart: 2. August). Jeremy Renner ist wegen eines Terminproblems mit seinem „Avengers“-Engagement nicht dabei, Ferguson und Baldwin schon, und auch den Bösewicht aus „Rogue Nation“, den großartigen Sean Harris, hat man wieder an Bord. Dazu kehrt Michelle Monaghan als Ethan Hunts Frau zurück, und, wenn man den Gerüchten glauben darf, erfahren wir mehr über Hunts persönlichen Hintergrund. Das kann stimmen, muss aber nicht, denn die übliche Geheimniskrämerei um den Inhalt macht auch vor „Fallout“ nicht halt. Nach Wien verschlägt es Ethan Hunt diesmal leider nicht, dafür nach Paris, ins Vereinigte Königreich, nach Indien, Neuseeland, in die Emirate und nach Norwegen. Auch schön.

Foto: Constantin Film

elbst Menschen, die Tom Cruise nicht so richtig zugetan sind und vor allem mit seiner völligen Hinwendung zum Actionfilm nicht so richtig glücklich sind, müssen dem mittlerweile 56-jährigen Schauspieler und Produzenten zugestehen, dass ihm mit der „Mission Impossible“-Reihe, die nun auch schon 22 Jahre auf dem Buckel hat, ein Coup gelungen ist. Im Unterschied zu vielen anderen Franchises, die von Sequel zu Sequel schwächer werden (man denke an die unsäglichen „Transformers“) hat „MI“ eher Fahrt aufgenommen, nachdem der Auftakt mit Teil 1 und 2 – trotz prominenter Regisseure wie Brian De Palma und John Woo –, vergleichsweise holprig war und vor allem die Kritiker zunächst mit dem Kino-Aufguss der von 1966 bis 1973 produzierten TV-Serie wenig anfangen konnten. Mit „Mission: Impossible III“ (2006), in jener fernen Zeit also, als die Sequels noch durchnummeriert wurden und keine pseudo-originellen Titel verpasst bekamen, und unter der Regie von Wunderwuzzi J.J. Abrams ging es dann aufwärts.


RADIO WIEN LIVE JUNI / JULI / AUGUST 2018 RADIO WIEN AFTERWORK MUSIC LOUNGE CHRISTIANA UIKIZA UND BAND

Dienstag, 26. Juni 2018 Einlass: 19.00 Uhr Eintritt frei! summerstage Roßauer Lände – direkt am Donaukanal, 1090 Wien

RADIO WIEN AFTERWORK MUSIC LOUNGE MISSISS UND BAND | LATIN ABEND

Dienstag, 31. Juli 2018 Einlass: 19.00 Uhr Eintritt frei! Marina Restaurant | Handelskai 343, 1020 Wien

U2 Donaumarina, (donauseitig aussteigen) die Station befindet sich 240m vom Marina Restaurant.

RADIO WIEN AFTERWORK MUSIC LOUNGE VABENE | NOTTE ITALIANA Dienstag, 29. August 2018 Einlass: 19.00 Uhr Eintritt frei! Marina Restaurant | Handelskai 343, 1020 Wien

U2 Donaumarina, (donauseitig aussteigen) die Station befindet sich 240m vom Marina Restaurant.

O RADIO RADIO RADIO WIEN. DAS HÖRT SICH GUT AN. 89.9 | 95.3 RADIO RADIO R

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AM TIVOLI Alle Spieltermine & Infos unter: www.fc-wacker-innsbruck.at und www.oeticket.com


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Summertime Wenn die Urlaubszeit kommt, geigt die Hormon-Bigband auf. Dann werde selbst ich zu einem, der sich nachts das silberne Mondlicht ins Fell massiert und die Leine durchbeißt, um seine Begierden frei zu lassen. Im Urlaub kann alles passieren, und ich wünsche euch für den Sex nur das Beste. Als Stimmungsaufheller empfehle ich die weisen Worte einiger Unterhaltungsprofis: So verriet etwa Superstar Jack Nicholson der Variety: „Ich habe so viele seltsame Erfahrungen mit Frauen gemacht. So gesehen ist es wirklich ein Wunder, dass

SEX SELLS Georg Biron

ich nicht schwul geworden bin.“ Konstantin Wecker verriet dem Penthouse: „Es gab eine Zeit, da hab’ ich jeden Tag eine Frau aufreißen müssen. Sonst war ich unglücklich.“ Profis wissen Bescheid Der ehemalige Boxweltmeister Mike Tyson legte im TV eine Sex-Beichte ab: „Ich hatte im Urlaub mal in einer einzigen Nacht 24 Mädchen. Das war geil. Jedes Mal habe ich einen Orgasmus gehabt. Aber man wird kalt durch so was. Manchmal sagt meine Freundin:

‚Ich liebe dich!‘ – und es berührt mich nicht. ‚Danke, ebenfalls!‘, sage ich dann.“ Und Woody Allen sagte im NY Radio: „Liebe zwischen zwei Leuten ist nur dann wundervoll, wenn man zwischen die richtigen zwei Leute gerät …“ Der meiner Meinung nach beste Sager zum Thema stammt aber von TV-Ikone Harald Schmidt: „Ab 35 geht die Häufigkeit beim Sex zurück. Ich habe, seit ich 35 bin, nur mehr zweimal pro Tag Sex. Aber die Qualität hat sich verbessert: Ich bin dabei immer seltener alleine.“ Wer gewinnt den heurigen 88.6 Bandcontest? Aus mehreren Hundert Teilnehmern haben sich fünf Finalisten durchgesetzt, die sich der 88.6 Fachjury (u. a. Lemo, Roman Gregory, Thomas Rabitsch & Simon Lewis) und dem Publikum am 1. September live in der Ottakringer Brauerei beweisen müssen. Entscheidet mit und findet euren „So rockt das Leben“-Song 2018! Danach wird bei der 88.6 Delta-Party der Sieger gefeiert und bis in die frühen Morgenstunden mit den 88.6-DJs und einem eigenen Addicted to Rock Floor die gesamte Ottakringer Brauerei gerockt. Details: radio886.at

Gewinnspiele in dieser Ausgabe finden Sie auf den Seiten 08–11, 14–15 und 46. Mehr Informationen & Teilnahmebedingungen finden Sie auf ticketmagazin.com. Sie können über das Gewinnspielformular auf ticketmagazin.com („!ticket Gewinnspiele Juli/August 2018“) oder per E-Mail (gewinn@ticketmagazin.com) mitspielen. Einsendeschluss ist der 15. August 2018.

Das nächste !ticket erscheint am 29. August 2018.

LASTNEWS

Wir verlosen 100 Tickets für das Bandcontest-Finale!

Der International Champions Cup bringt 18 der weltbesten Klubs in einem SommerTurnier zusammen. 27 Spiele finden auf 3 Kontinenten statt. Das Match Bayern München gegen Paris Saint-Germain findet am 21. Juli im Wörthersee Stadion in Klagenfurt statt. Ebenfalls vormerken: Kreator, Dimmu Borgir, Hatebreed & Bloodbath am 12., Cypress Hill am 18. Dezember und Snow Patrol am 9. Februar im Gasometer, sowie Mike Shinoda am 7. September in der Open Air Arena.

impressum

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Herausgeberin, Chefredakteurin: Mag. Roberta Scheifinger Chefredakteur & Chef vom Dienst: Stefan Baumgartner Anzeigen: Mag. Thomas Keuschnigg, Suzana Milic, Mag. Roberta Scheifinger Anzeigenproduktion & Verrechnung: Susanne Franzl Redaktion/Kolumnisten: Stefan Baumgartner (sb), Amina Beganovic (ab), Georg Biron, Paul M. Delavos B.A. (pmd), Robert Fröwein (rf), Angelika Goldmann, Walter Gröbchen, Amanda Peniston-Bird (apb), Mag. Joachim Schmida (js), Antonia T. Schulz (as), Mag. Manuel Simbürger (ms), Andreas Ungerböck (au), Andy Woerz Cartoon: Bertram Haid (BAES Cartoons) Lektorat: Gunther Natter


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