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1 | Thömus Magazin | Juli 2018

Juli 2018

MAGAZIN

Thömus 24h-Tour Mont Ventoux

4 Raus aus der Stadt

14 MTB Schweizermeisterschaft

16


Lightrider E1

2 | Thömus Magazin | Juli 2018

Vermutlich das beste E-Mountainbike der Welt.

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3 | Editorial | Juli 2018

ZUSAMMEN SCHWITZEN, ZUSAMMEN LEIDEN, ZUSAMMEN FEIERN! Liebe Velofreundinnen Liebe Velofreunde Was war das für ein Abenteuer. Unsere 24h-Tour von Bern auf den Mont Ventoux. Ein Tross von rund 180 Velofans war dabei. Gemeinsam haben wir diesen Berg in der Provence bezwungen. Wir haben einander geholfen, uns motiviert und gegenseitig zu Höchstleistungen angetrieben. Zusammen konnten wir auf 1912 Meter über Meer auf der Passhöhe anstossen und uns voller Stolz und zurecht zur tollen Leistung gratulieren. Einmal mehr hat das Velo gezeigt, welch einzigartiges Fahrzeug es ist. Wie viel Spass es macht, wie leicht man von A nach B kommt. Velofahren verbindet. Nicht nur auf 520 Kilometer während 24 Stunden am Stück. Velofahren lässt Raum die tolle Umgebung zu geniessen, sie auf sich wirken zu lassen. Velofahren lüftet den Kopf und gibt manch gute Idee während dem Pedalieren preis. Velofahren … Egal ob auf der Kurzstrecke oder bei einer 24h-Tour oder um als Pendler den Morgenstau intelligent zu umgehen oder als Sportler die persönliche Fitness zu erhalten. Das Velo bietet so viele Möglichkeiten, welche das Leben schöner machen. Einverstanden? Die 24h-Tour auf den Mont Ventoux war eine ausserordentliche Challenge. Die nächsten Herausforderungen werden folgen. Z. B. am 12. August 2018 bei der Eiger Bike Challenge in Grindelwald. Wer ist da am Start?

Herzlich

Inhalt 4 24h-Tour Mont Ventoux 14 Raus aus der Stadt 16 RN Racing Team 18 Diverses


4  |  Thömus 24h-Tour Mont Ventoux  |  Juli 2018

DER HEILIGE BERG IST ERKLOMMEN! Für die Kelten galt der Mont Ventoux als heilig. Für die Velofans ist er spätestens seit der erstmaligen Aufnahme ins Programm der Tour de France 1951 Kult! Und seit dem 1. Juli 2018 hat er nun auch einen Platz in den Geschichtsbüchern der Thömus Community gefunden und steht für ein ausserordentliches VeloAbenteuer! 180 Velofans hatten sich für die 24h-Tour von Bern auf den Mont Ventoux resp. nach Bédoin in der französischen Provence angemeldet. So viele waren es die Jahre davor, als es in 24 Stunden ans Mittelmeer nach Savona oder in die französische Hauptstadt Paris ging, nicht. Das spektakuläre Finale mit dem Mont Ventoux am Ende sorgte also für Aufmerksamkeit. Und so begann die Tour für viele schon Monate vorher. Gemeinsam wurde trainiert. Still und heimlich gab es Extraschichten. Beim Bike-Fitting bei Marcel Wyss wurde nicht nur das Velo optimal eingestellt sondern auch gleich wertvolle Tipps zu Material und Vorbereitung abgeholt. Die Thömus Community war also in Bewegung. Im Hintergrund

wurde die Veranstaltung geplant. Die rekognoszierten Streckenvarianten gegeneinander abgewogen, Verpflegungsstellen fixiert, Hotelzimmer gebucht und die LKW grosse Ladung an Material, von der Banane bis zum Ersatzvelo, organisiert. Erstes Highlight folgte zwei Wochen vor der Tour. Alle Helferinnen und Helfer trafen sich in Oberried zum letzten Info-Abend. Neben den finalen Infos zu Strecke und Ablauf gab Beat Baumgartner allen einen Refresher zum Thema 1. Hilfe. Dieses Update tat gut, gab allen Sicherheit wenngleich alle hofften, das Gelernte nicht anwenden zu müssen. Und es sei vorne weg gesagt: die Tour 2018 kam ohne grosse Stürze durch. Und so tickte der Countdown weiter. Bis der grosse Tag da war. Am 30. Juni 2018 ging es los. Um 6 Uhr begann in Oberried das bunte Treiben. Der Check-In der Teilnehmer wurde vorbereitet und in der Küche hing schon bald der Geruch von feiner Pasta in der Luft. Und dann trafen die ersten Teilnehmer ein.


5  |  Thömus 24h-Tour Mont Ventoux  |  Juli 2018

Respekt vor dem was da komme, wurde von Minute zu Minute grösser. Beim gemeinsamen Pasta-Buffet genoss Gruppe für Gruppe die letzten Momente der Ruhe. Denn die war fünf Minuten vor der geplanten Abfahrt endgültig vorbei. Epische Klänge dröhnten aus den Lautsprechern und die Gruppen reihten sich bei der Startlinie auf. Sich ein letztes Mal Mut zusprechen, ein Abklatschen mit Thömu und los ging das Abenteuer. 520 Kilometer. 24 Stunden. Das war der Plan. Von Oberried ging es in Richtung Westen. Murten, Yverdon – schon wurde französisch gesprochen am Streckenrand. Und so wurde Kurs gesetzt Richtung Genfersee. Die Stadt Genf wurde schön umfahren und kurz nach Chancy überquerten die Velocracks die Grenze nach Frankreich. Dort wartete in Cheneen-semine bei Kilometer 193 der erste grosse Verpflegungsposten. Küchenchef Jöggu wartete mit einem feinen Risotto auf. Und heiss war es! Die Hitze war der grösste Gegenspieler der Teilnehmer in den ersten Stunden. Somit waren alle sehr dankbar, dass Daniela und Evelyne mit Eis und kühlen Umschlägen für Erfrischung sorgten.

Die neun Gruppen wurden zwischen 9 und 15 Uhr auf die Route geschickt. Für das Zeitfenster am Start wurden exakt 90 Minuten eingeplant. Nicht zu viel Zeit um unnötig nervös zu werden, nicht zu wenig Zeit um die letzten Vorbereitungen nicht ordentlich absolvieren zu können. Nach dem Check-In wurde das Gepäck der Teilnehmer verladen. Die grosse Tasche für ins Hotel, die kleine Tasche mit dem Nötigsten für 24 Stunden ins Begleitauto. Dann rief auch schon Thömu Binggeli zum letzten Briefing auf. Die wichtigsten Spielregeln wurden wiederholt und die Freude, gemischt mit einer gesunden Portion

Die Gruppen fuhren südwärts der Nacht entgegen. Chambéry und Grenoble wurden umfahren und gegen Mitternacht trafen die ersten Gruppen in SaintMarcellin ein. Stolze 329 Kilometer hatten alle bis da schon in den Beinen. Nicht wenigen setzte die Sonne während dem Tag recht zu und so war man über die kühlere Nacht nicht unglücklich. Mit einer feinen Gemüsesuppe gestärkt ging es auf den dritten Abschnitt. Zwischen den grossen Posten waren alle Gruppen selbständig in Organisation und Dauer ihrer Pausen. Einige machten alle 60 Minuten einen kurzen Halt, andere zogen bis 90 Minuten durch. Die Guides entwickelten rasch ein gutes Gespür, wann eine Pause nötig ist und wann der Kampfgeist gekitzelt werden musste.


6  |  Thömus 24h-Tour Mont Ventoux  |  Juli 2018

Mit den ersten Sonnenstrahlen frühmorgens wurde dem Teilnehmerfeld neue Energie mit auf den Weg gegeben. Und Malaucène kam immer näher. Beim letzten grossen Posten wartete ein feines Frühstück auf alle. Und gegen 8 Uhr war dann auch die erste Gruppe beim letzten Checkpoint angekommen. Der Mont Ventoux war zum Greifen nahe aber versteckte sich noch hinter Bäumen und vorgelagerten Hügeln. Nun wartete noch ein besonderes Highlight auf die Teilnehmer. Für die letzten 21 Kilometer gab es eine Zeitmessung. So wurde nach der Verpflegung die Startnummer montiert und zum Gruppenstart ein letztes Foto gemacht. Ab da waren nun alle auf sich gestellt. Das Fahren in der Gruppe wurde aufgelöst und alle konnten im eigenen Tempo auf den Spuren der Tour de France Helden den Berg hinauf fahren. Und wie sie das taten! Jacques Haesler und Marcel Wyss schafften die Strecke in unter 1.30 Stunden! Und nach 3 Stunden 38 Minuten war auch der letzte Protagonist glücklich auf dem 1912 Meter hohen Mont Ventoux angekommen. Glücksgefühl pur. Die Emotionen drückten dem einen oder anderen ein Freundentränchen ins Gesicht. Nun folgte noch eine rasante Abfahrt nach Bédoin. Dort wurde die ganze Thömus Truppe vom Bürgermeister herzlich empfangen und mit Hamburger, Pommes und Bier konnte endlich etwas anderes als Isostar und Pasta zu sich genommen werden. Was für eine Wohltat! Nach einigen Stunden Finisher-Party in Bédoin ging es mit dem Luxus-Car von Edelline nach Avignon ins Hotel. Der kühle Pool bot willkommene Abkühlung und beim gemeinsamen Abendessen zeigten sich alle noch ganz frisch. Trotzdem waren dann alle froh, dass die nächste Nacht in einem weichen Bett statt im Velosattel verbracht werden konnte. ❖


7  |  Thömus 24h-Tour Mont Ventoux  |  Juli 2018

NACHGEFRAGT BEI DEN TOUR-MACHERN

René Walker, Tour-Koordination

Sonja Urben, Teilnehmeradministration

Marcel Wyss, Streckenchef

Die Teilnehmer haben von der Route geschwärmt. Worauf hast du bei der Planung vor allem Wert gelegt? Es galt mehrere Faktoren zu beachten. Zuerst wollten wir die Strassen mit hohem Autoverkehr vermeiden. Dann wollten wir die Schönheit der Landschaft zeigen. Und natürlich auch so flüssig wie möglich nach Malaucène kommen. Die letzten 21 Kilometer rauf auf den Pass waren dann aber vorgegeben. Du hast die Tour de France bestritten. Hand auf’s Herz – wie leicht fielen dir die 520 Kilometer? Es war ganz bestimmt die längste Tour, die ich jemals am Stück absolviert habe. Das Fahren durch die Nacht und während 24 Stunden im Sattel zu sein ist schon eine grosse Herausforderung.

Du hast alle Anmeldungen für die 24h-Tour verwaltet. Wie viele Abmeldungen waren denn dieses Jahr dabei? Das war spannend! Die Mont Ventoux Tour galt wegen dem grossen Finale ganz am Schluss als die härteste Tour. Wir erwarteten einige Abmeldungen. Doch das Gegenteil traf ein. Von allen drei Touren, hatten wir dieses Jahr am meisten Anmeldungen und nur ganz wenige Annullationen. Und wer absagte, hatte einen verständlichen Grund. Ein Tross mit 180 Personen nach Frankreich bringen, stellt sicher Herausforderungen bei der Hotelsuche usw. oder nicht? Wir arbeiten da zum Glück seit drei Jahren mit Edelline zusammen. Wir haben unsere Wünsche platziert und sie haben dann Vorschläge für uns erarbeitet. Ich finde sie haben das tip top gemacht.

Wie organisiert man so eine tolle Tour? Wir haben ein super Team, welches in allen Bereichen eine starke Leistung gezeigt hat. Ohne das ginge es nicht. Mir selber hilft natürlich die grosse Event- und Radsport-Erfahrung. Seit nun bald 25 Jahren organisiere ich kleinere und grössere Events, mit und ohne Velo. Für die Mont Ventoux Tour konnte ich aus diesem Rucksack reichlich zugreifen. Und wenn du gegen Mitternacht einen Verpflegungsposten anfährst oder einen Blick auf die Notfall-Szenarien wirfst, erinnert mich das stark an meine Zeit als Fourier in der Armee. Auch von da ist für die Tour was hängen geblieben. Du sprichst das Team an. Wie zufrieden bist du mit der Leistung im Staff? Sehr. Natürlich stehen bei der 24h-Tour die Leistungen der Teilnehmer auf dem Velo im Vordergrund. Aber was die Crew geleistet hat, verdient meinen grössten Respekt. Schau zum Beispiel mit welcher Begeisterung sich Sonja um die verschiedensten Wünsche kümmert. Da kann kommen was will, sie behält ihr Lächeln und hat immer eine Antwort parat. Oder wie Daniela, Evelyne und Jöggu bereits im Vorfeld und vor allem während den 24 Stunden für die Verpflegung geschaut haben. Da spürst du die Begeisterung – für’s Velo, für den Sport allgemein und für die Thömus Community. Sind alles einfach tolle Leute. Nur so geht’s!


Herzliche Gratulation den Bezwingern des Mont Ventoux. Hammer Leistung!


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12  |  Thömus 24h-Tour Mont Ventoux  |  Juli 2018

FEEDBACKS UND IMPRESSIONEN «Ein grosses Merci, hat alles bestens geklappt, war ein genialer Trip!»

«Es war genial. Wir waren eine super Truppe und die Betreuung … perfekt!»

«Die Organisation war toll, die Betreuung eingespielt, die Strecke der Hammer. Einmal mehr eine Herausforderung welche es in sich hatte.»

«Danke für das gemeinsame, fantastische Erlebnis.»

«Merci der ganzen Thömus Crew für ein weiteres unvergessliches Veloerlebnis. Freue mich schon auf nächstes Jahr.»

«Ein grosses Dankeschön auch an die Mitstrampler. Wahnsinn, was man als Team erreichen kann.»


1500 m

1000 m

0m

Tullins

Saint-Marcellin

5 km, 4 %

3 km, 4 %

113 132

173 193 207

236

308 330

354

406 428

454 479

Bédoin

21.1 km, 7.5 %

Malaucène

Visan

7 km, 3.9 %

3.9 km, 4 %

Belley

500 m

Seyssel

2000 m

Nyon

49 69

Aubonne

Yverdon

Estavayer

ROUTE UND HÖHENPROFIL

Mont Ventoux

500 522


14 | Made in Bern | Juli 2018

RAUS AUS DER STADT! Keine 15 Velominuten ab Bern Hauptbahnhof bist du in prächtigstem Bikeland. Wir schlagen dir heute vor: Von Wabern / Gurtenbahn nach Kehrsatz / Bahnhof. Rita und Moritz begleiten mich, bist du auch dabei? Das soll eine lohnende Bike-Tour sein? 3,3 km, geradeaus auf der Hauptstrasse? Es gibt eine wesentlich reizvollere «Südroute». Zehnmal länger mit 1300 deftigen Höhenmetern. Du wirst mit Staunen entdecken, welch’ liebliche Landschaft der Aaregletscher bei seinem Vordringen vor rund 11’000 Jahren ins Mittelland an seinen Seitenmoränen modelliert hat. Okay, peak one, der Gurten. Berner Hausberg. Kindereisenbahn mit Ferdinand, zum ersten Mal geküsst am Festival. Bereits steht die erste Gewissensprüfung an: Machst du die ersten 300 Höhenmeter mit der Bahn oder mit dem Bike? Eben, geht doch gar nicht, zudem ist das Gurtendörfli und der Aufstieg zum Ostsignal eine aussichtsreiche Sache. Ob du bei Hans Traffelet im Gurtners auf dem Kulm bereits den ersten Boxenstopp einlegen willst, sei dir überlassen. Lohnt sich halt schon, Bern wie einen Stadtplan vor sich ausgebreitet zu sehen. Achtung, der wilde Ritt ins Gurtentäli sollte über den richtigen Waldweg führen, schau genau hin, sonst verpasst du den Einstieg zum Aufstieg auf den Ulmizer. Schattig kühl unterm Blätterdach lässt sich’s steigen ach … Die Swisscom lässt dich zwar nicht auf die Spitze, aber die Aussichtsplattform des Turms auf dem Ulmizberg zeigt dennoch reizvolle Blicke bis zum Mont Gibloux im Westen, in die Jurakette und ins östliche Mittelland. Abe, ufe. Oberulmiz, Zingghöch. Schon wieder Panorama: volle Alpensicht, hättest du doch in der Schule besser aufgepasst wie alle die Schneeriesen heissen, wenigstens weisst du wie dein Smartphone als Spickzettel weiterhilft … Für die Abfahrt nach Oberscherli empfiehlt es sich, den Sattel abzusenken, die Hohle ist dermassen steil, dass ein etwas tieferer Schwerpunkt nicht schaden kann. Hast du übrigens gewusst, dass die Kommunisten der ersten Stunde hier vor über 100 Jahren Weltgeschichte geschrieben haben? Der Berner Sozialist Robert Grimm führte seine Gleichgesinnten Lenin, Trotzki und Co von der Polizei unbemerkt mit vier Fuhrwerken am 5. September 1915 von Bern nach

Zimmerwald. Sie gaben sich als Ornithologen aus, seltsame Vögel waren sie allemal. Lenin präsentierte in der Pension Beau-Séjour den verdutzten Glaubensbrüdern zum ersten Mal sein kommunistisches Manifest. Ein 70-jähriger Spuk nahm seinen Anfang in Zimmerwald. Falls du auch stromlos am Berg bist, entscheide selber, ob du die Klick-Pedale nach Gassershuus ein- oder ausrasten willst. Aber raste dann nicht aus, wenn du auf dem megasteilen Grasweg mit festgeschraubten Füssen in die Wiese kippst. Der Abschnitt über Baumannshaus-Oberblacken ist dann meist gut geteert. Merk’ dir die Sternwarte im Uecht, sie öffnet das Fenster in den Nachthimmel immer wieder auch dem Publikum, wie übrigens die Sternwarte Zimmerwald auch. Jene ist eben frisch ausgebaut, sie nimmt vor allem den zunehmenden Weltraumschrott ins Visier und katalogisiert diesen peinlich genau. Nein, dein Bike gehört nicht dazu, es liegt ja auf Erden, und wenn, Thömus macht jeden Tag tolle neue Hightech-Bikes. Solltest du das Gefühl haben, ein bisschen zusätzlicher Schub aus dem Akku wäre ganz gut, dann steig’ um auf den Lightrider E1. Dann kannst du in dieser Tour easy noch einen Abstecher in den Schwarzwasser- oder Sensegraben anhängen. Grand Canyon-Feeling par Excellence! Aber Achtung: wenns donnert, rasch aus dem Graben, da sind schon viele Dramen passiert, wenn die braune Lawine den Wasserstand unvermittelt vervielfacht hat. Das Dach der Tour ist heute die Bütschelegg, der Triangulationspunkt des Schweizerischen Koordinatennetzes zeigt exakt 1000 Meter über Meer. Ein Höhepunkt ist auch die Ausflugsbeiz. Gut bürgerliche Küche garantiert der Wirt Seevaratnam Thekalolibawam oder kurz Kanet. Seit zehn Jahren treibt der umtriebige und äusserst gastfreundliche Tamile die Umsätze in die Höhe. Natürlich hat er auch ein paar Gerichte aus seiner ursprünglichen Heimat auf der Karte. Zur heutigen Tour passt aber das Cordon Bleu eventuell doch besser … Bist du zuoberst, geht’s logischerweise mal runter, wie der Name verrät, steigt es erst von Nieder- nach Obermuhlern, – zum Glück zum letzten Mal – wieder an. Der letzte Abschnitt oberhalb Zimmerwald ist eine einzige Augenweide, Kühe klar, hat es auch, wenn denn nicht gerade das legendäre Tractor Pulling stattfindet. Für diesen Event rollen am ersten Juliwochenende überschwere Traktoren aus halb Europa auf

In Zimmerwald und Niedermuhlern schaut die Universität Bern ins Weltall. Besucher sind immer wieder erwünscht.

Die vorgeschlagene Route über den Längenberg führt weitgehend über Wege, wenige Wiesenpfade und kurze Abschnitte mit Strassenbelag.

Auf den Seitenmoränen des Aaregletschers gibt es auch immer wieder wunderbare Rollerabschnitte, einfach geniessen!

Bilder und Text von Peter Marthaler


15 | Made in Bern | Juli 2018

den Längenberg. Dieses «maschinelle Armdrücken» lockt mittlerweile tausende Freaks an, eine Stimmung zwischen Woodstock und BEA, mit Diesel- und Bratwurstschwaden, Helene Fischer, atemlos im Wettgesang mit enthusiastischen Live-Kommentatoren. Muesch es gseh ha … Vom schönsten Schulhaus Wald über Englisberg –  Kühlewil bis Kehrsatz geht’s genüsslich bergab. Zeit genug um zu überlegen, wie du nun noch die 3,3 Kilometer von Kehrsatz wieder zurück nach Wabern überwinden willst … mit dem Velo, der Postautolinie 340 oder der S3. Und das alles einen Steinwurf weg von der Stadt Bern? Eben, sagte ichs doch! ❖

Der freie Publizist Peter Marthaler lebt seit über 30 Jahren auf dem Längenberg. Er geniesst das Bikeparadies keine zehn Kilometer von der Stadt Bern weg.

RENNVELO NEU DEFINIERT

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Thömus AG  |  Oberriedgässli 6, 3145 Niederscherli, Tel. 031 848 22 00 Thömus Shop Bern  |  Effingerstrasse 1, 3011 Bern, Tel. 031 992 11 44 thoemus.ch  |  facebook.com / thoemus

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16 | RN Racing Team | Juli 2018

ZWEI SCHWEIZERMEISTERTITEL FÜR THÖMUS Was für eine Schweizermeisterschaft für das Thömus / RN Racing Team. Mathias Flückiger holt sich den Titel bei den Elite Männer während Alessandra Keller bei den U23 Frauen triumphiert. Kathrin Stirnemann als Vierte und Lukas Flückiger als Sechster vervollständigen das hervorragende Teamresultat. Der Berner Mountainbiker Mathias Flückiger startete wie gewünscht ins Rennen um den SchweizermeisterTitel und gehörte jederzeit der Spitzengruppe an. Eine Gruppe, welche sich während dem Rennen immer wieder veränderte. Während Weltmeister Nino Schurter bereits in der zweiten Runde wegen einem technischen Defekt zurückfiel, konnten sich Altmeister Florian Vogel und Mathias Flückiger ganz vorne festsetzen. Und drei Runden vor Schluss sprengten sie die Spitzengruppe endgültig und führen als Duo dem Titelkampf entgegen. Da keiner der beiden eine entscheidende Attacke herausfahren konnte, kam es erst nach 1,5 Stunden Renndauer zum dramatischen Zielsprint. Und hier behielt Mathias Flückiger die Oberhand. Hauchdünn sicherte sich der Mountainbiker aus dem bernischen Leimiswil den ersten Elite Schweizermeister-Titel seiner Karriere. «Es war sehr hart heute. Der steile Aufstieg, der Wind. Ich bin sehr glücklich, dass es nun mal geklappt hat!» freute sich Flückiger im Ziel und liess sich von seinen Fans feiern.

Sein Bruder Lukas Flückiger beendete die nationalen Titelkämpfe auf dem sechsten Platz. Alessandra Keller (Ennetbürgen / NW) und Sina Frei (Uetikon am See / ZH) lieferten sich im Rennen der U23 Frauen ein hartes Duell. Vom Startschuss an konnten sich die beiden stärksten U23 Fahrerinnen des Landes vom Rest des Feldes absetzen. Obwohl Alessandra Keller regelmässig im Aufstieg angriff, gelang es ihr nicht, sich entscheidend von Sina Frei abzusetzen. So gingen die beiden gemeinsam auf die sechste und letzte Runde. Und wieder versuchte es Keller im engen Aufstieg. Und dieses Mal konnte sie ein paar Meter zwischen sich und Frei legen. Die letzten Kraftreserven mobilisierend, pushte sich die junge Innerschweizerin dem Ziel entgegen. Und es sollte reichen. Keller durfte sich von den zahlreichen Zuschauern als neue Schweizermeisterin der Kategorie U23 feiern lassen. Für Keller ist es der erste Titel in der Kategorie U23. 2013 wurde sie in der Lenzerheide Schweizermeisterin bei den Juniorinnen. «Ich bin natürlich megahappy mit dem heutigen Tag. Das Rennen war aber brutal hart!» freute sich die neue Schweizermeisterin im Ziel. Mit dem undankbaren vierten Platz musste sich die Aargauerin Kathrin Stirnemann (Gränichen) zufrieden geben. Ab der dritten Runde fuhr sie hinter dem Spitzentrio ein einsames Rennen. ❖


17 | Bike Academy | Juni 2018

NACHGEFRAGT BEIM CHAMPION

Rangliste Elite Männer 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10.

Mathias Flückiger Florian Vogel Andri Frischknecht Nino Schurter Lars Forster Lukas Flückiger Nicola Rohrbach Thomas Litscher Fabian Giger Florian Chenaux

Leimiswil Jona Feldbach Chur Neuhaus Wynigen Edlibach Rheineck Rieden Fribourg

1:36.15 + 0.00 + 0.16 + 0.17 + 0.45 + 1.02 + 1.29 + 1.46 + 3.144 + 3.12

Rangliste Elite Frauen 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9.

Jolanda Neff, Ramona Forchini Linda Indergand Kathrin Stirnemann Andrea Waldis Marine Groccia Chrystelle Baumann Eliane Müggler Janina Wüst

Thal Wattwil Silenen Gränichen Morschach Bassecourt Montalchez Thal Lupfig

1:27.53 + 2.37 + 3.19 + 6.24 + 8.25 + 9.46 + 12.24 + 1 Runde + 2 Runden

Rangliste U23 Frauen 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10.

Alessandra Keller Sina Frei Nicole Koller Pauline Roy Léna Mettraux Ramona Kupferschmied Aline Seitz Lara Krähemann Charline Fragnière Sarina Marti

Ennetbürgen Uetikon Schmerikon La Chaux-de-Fonds Echallens Spiez Buchs Egg Vuadens Mägenwil

1:16.06 + 0.06 + 3.15 + 7.34 + 8.41 + 9.07 + 9.39 + 10.11 + 11.48 + 16.03

Welchen Stellenwert hat der Schweizer-Meister-Titel für dich? Mathias Flückiger: Zuerst ist er für mich eine Bestätigung, dass es auch bei schwierigen Bedingungen klappen kann, wenn ich meinen Job gut mache. Den Titel stufe ich hoch sein, sicher ist es mein grösster Sieg in dieser Saison. Die frühere WM-Bronzemedaille und der U23-Weltmeistertitel haben wohl noch den etwas grösseren Stellenwert. Direkt vergleichen lassen sich diese Erfolge jedoch nicht. Diesmal hast du Nino Schurter geschlagen und den Seriensieger nach sechs Meistertiteln in Folge entthront. Ich war schon im Vorjahr nahe dran. Leider war ich damals kurz aus dem Pedal gerutscht und Zweiter geworden. Diesmal hatte Nino mit dem Kettenriss Pech. Natürlich hatte er bei diesem Zwischenfall etwas Zeit verloren. Florian Vogel und ich haben vorne aber etwas taktiert, was ihm erlaubte, näher zu kommen. Doch letztlich spricht niemand mehr vom Wie und Warum, nur der Titel zählt. Wie geht es jetzt weiter? Von Andermatt bin ich direkt ins Engadin gereist. Jetzt bleibe ich in der Höhe. Die Weltcuprennen im Juli in Val di Sole und Andorra bereite ich nun hier vor. Im September steht dann mit der Heim-WM in Lenzerheide der Höhepunkt an. Was gilt es bis dahin noch zu verbessern? Vor allem bei den kurzen, knackigen Aufstiegen von rund einer Minute Dauer muss ich noch an der Spritzigkeit arbeiten. Längere Aufstiege sind bei mir eigentlich nie ein Problem, denn meine Form ist grundsätzlich meistens gut. Das Wichtigste ist aber, dass ich einen klaren und kühlen Kopf bewahre. Das gelang mir in der Vergangenheit nicht immer. Ich darf mir selber nicht zu viel Druck machen, mich nicht stressen. Ich nehme mir deshalb vor, dass ich an der WM befreit fahren will. Wenn mir das gelingt, und das Glück mitspielt, kann es gut kommen. ❖ Interview: Peter Berger / Berner Zeitung


18 | Diverses | Juli 2018

ENGADIN BIKE GIRO Im schönen Engadin setzten sich unsere Thömus Fahrer beim Bike Giro gut in Szene. Beat Schaffner klassierte sich auf dem ausgezeichneten sechsten Platz in der Hobbykategorie. Und unsere Elite-Cracks Andreas Moser und Stefan Vögeli warteten mit den Rängen 23 und 27 auf. Infos: engadin-bike-giro.ch

GIGATHLON 18 Ein sonnengeküsster, von perfekten äusseren Bedingungen und der prachtvollen Landschaft geprägter Gigathlon Switzerland fand vom 29. Juni – 1. Juli in Graubünden statt. Mit dabei auch viele Thömus Sportler wie zum Beispiel Ariella Käslin welche in der Kategorie Couples mit Oliver Friedrich startete. Wir gratulieren allen Finishern zu ihrer bärenstarken Leistung und freuen uns über all die wunderbaren Momente, die ihr zusammen mit den Team-Kollegen auf der Strecke, in den lauschigen Wechselzonen und im Ziel in Arosa und Davos erleben durften.

EVENTS On Tour. Für und mit unseren Kunden. Thömus Veloshop organisiert Jahr für Jahr über 150 Events. Vom legendären Rampenverkauf in Oberried mit über 10’000 Gästen bis zur feinen E-Bike Ausfahrt mit anschliessendem GrillPlausch in Oberried. Die Möglichkeiten sind so vielfältig wie die Customaizingvarianten der Thömus Bikes. Im Zentrum stehen der Mensch und das Erlebnis. Und damit diese grosse Zahl an Veranstaltungen zur Freude der Teilnehmer umgesetzt werden kann, stehen bei Thömus über 300 Helfer / innen im Einsatz. Sie unterstützen mit ihrem unermüdlichen und stets aufgestellten Engagement die Kernmannschaft in Oberried, Bern und Thörishaus. Wer selber aktiv zum guten Gelingen von Veranstaltungen beitragen und dabei einen Blick hinter die Kulisse von Thömus werfen möchte, darf sich gerne auf helfer@thoemus.ch oder 031 848 22 15 melden. Verkaufshelfer für «Hallo Velo, 5.8.», «Emmental Bike Challenge, 11.8.» und «Eiger Bike Challenge, 11. – 12.8.» aktuell gesucht.

Adrian

Unsere Crew

Geburtsdatum: 10. Januar 1986 Beruf: Verkaufsadmin bei Thömus Welche «Feierabendrunde» kannst du empfehlen? Ulmizberg und Gurten. Was gefällt dir an Thömus besonders gut? Die abwechslungsreiche Tätigkeit, die hochwertigen Produkte und die Kameradschaft im Team. Welches ist dein Lieblingsvelo? Der Lightrider E1, wegen dem Motor.


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thoemus-bike-academy.ch Thömus Veloshop, Oberriedgässli 6, 3145 Niederscherli  |  info@thoemus.ch  |  thoemus.ch  |  Tel. 031 848 22 00


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Thömus Community Magazin Juli 2018  

Grosser Rückblick auf die Thömus 24h-Tour auf den Mont Ventoux. Thömus VR Peter Marthaler zeigt seinen Lieblingstrail rund um Zimmerwald. Al...

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