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issue 5-6/2017

third DIMENSIONS

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magazine Copyprice 8,50 €

Additive Manufacturing  3D Printing Rapid Prototyping Industry 4.0 Robotics Internet of Things

SLA für den Desktop »Formlabs bietet next Generation«


third DIMENSIONS magazine

third DIMENSIONS

magazine

IN FOCUS CONTENT Mit einem Ausstellerplus von rund 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr setzt die formnext 2017 ihren dynamischen Wachstumskurs weiter fort. Die Messe setzt zudem Maßstäbe durch ihre enorme Internationalität, eine außerordentliche Vielzahl an Weltmarktführern und eine sehr hohe Dichte von Innovationen aus verschiedenen Bereichen entlang der gesamten Prozesskette. Für einen zusätzlichen Mehrwert sorgt ein vielseitiges und innovatives Rahmenprogramm. Zudem verbindet die neue Plattform „am4u“ Karrieremöglichkeiten, Netzwerke und persönliche Kontakte rund um die Additive Fertigung. Damit bietet „am4u“ vielfältige Möglichkeiten und ein umfassendes Informationsangebot sowohl für Unternehmen als auch Berufseinsteiger, Fach- und Führungskräfte, die sich für diese spannende Branche interessieren.

EOS GmbH

Implantate aus medizinischem PLA Arburg GmbH

FIT AG setzt auf EOS RepRap GmbH

RepRap bietet DuPont Filamente an Cubibot

Der ultimative Consumer Printer SV Veranstaltungen

Praxis-Seminar Metall-3D-Druck formnext 2017

Zwischen Design und Serienfertigung Hochschule Landshut

Werkstoffe steigern Potenzial toolcraft

Bringt Additive Fertigung voran Voronart

Heavy Metall in Arts Formlabs

Next Generation - SLA für den Desktop Concept Laser third DIMENSIONS magazine Editor in Chief: Joerg Binz Layout/Design: a! mediendesign Editorial Staff: J. Binz, A. Krämer, C. Klausner, M. Hülsmann, R. Müller, U. Osterrieder third DIMENSIONS publishing  Feldkirchner Straße 1d  85599 Parsdorf / Munich  Fon: +49 89 30789007  e-mail: redaktion@thirddimensions.net  www.issuu.com/thirddimensions

Kulturgeschichte wird gedruckt Stratasys

Der Multimaterial-Drucker Schunk GmbH

Mensch-Roboter-Kollaboration

/  co nte nt


third DIMENSIONS magazine FIT AG setzt auf EOS Die FIT AG erweitert ihre Kapazitäten für den industriellen 3D-Druck und investiert in fünf EOS M 400-4 Systeme. Die Maschinen von EOS werden Teil einer Fabrik, die speziell auf den industriellen 3D-Druck in Serie ausgelegt ist. Damit baut die FIT AG ihre weltweite Spitzenposition als Auftragsfertiger im AM-Bereich weiter aus - als Spezialzulieferer von der Herstellung von Prototypen und Sonderserien mit kurzen Lieferzeiten bis hin zu Software- und Hardware-Lösungen, bietet die FIT AG ein breites AM-Lösungsportfolio. Sowohl nationale als auch internationale Unternehmen aus zahlreichen Industrien setzen auf das Unternehmen, um schneller und effizienter optimierte additiv gefertigte Bauteile zu erhalten. Um den stetig steigenden Kundenbedarf nach hochwertigen Produkten ihrerseits zu erfüllen, setzt das Unternehmen auf die 3D-Druck Lösungen von EOS. Die nun erworbenen EOS M 400-4 Systeme sind mit vier Lasern für mehr Produktivität und eine ausgezeichnete Bauteilqualität ausgestattet. Gleichzeitig verfügt das System über einen besonders großen Bauraum mit 400 x 400 x 400 mm.

// www.eos.info /

Implantate aus medizinischem PLA Auf der Interplas 2017 vom 26. bis 28. September in Birmingham, präsentierte Arburg das Potenzial des KunststoffFreiformens (AKF) für die Medizintechnik: Aus qualifiziertem handelsüblichen Kunststoffgranulat, wie es auch beim Spritzgießen eingesetzt wird, fertigt das Exponat additiv individuell angepasste Implantate für Gesichts- und Schädelknochen. Ausgangsmaterial ist medizinisches Polylactid (PLA), das vom Körper nach definierter Zeit resorbiert wird. Hinsichtlich Branchen und Einsatzbereichen sind dem Freeformer kaum Grenzen gesetzt. Standardmäßig ist er mit zwei Austragseinheiten bestückt. Somit kann er eine zusätzliche Komponente verarbeiten, um zum Beispiel ein Bauteil in verschiedenen Farben, mit spezieller Haptik oder als HartWeich-Verbindung zu erzeugen. Um komplexe Bauteilgeometrien zu realisieren, lassen sich alternativ Strukturen aus einem wasser- oder laugenlöslichen Stützmaterial aufbauen. Wirtschaftlich ist auch die Möglichkeit der Funktionsintegration durch Kombination von Teilefertigung und Montage in nur einem Arbeitsgang. Komplette Bauteilgruppen können so im bereits montierten Zustand additiv gefertigt werden. Mehr Infos finden Sie unter

// www.arburg.com /

RepRap bietet DuPont Filamente an German RepRap bietet ab sofort die DuPont Hytrel thermoplastische Elastomere und DuPont Zytel Nylon an. Beide Unternehmen arbeiten eng zusammen, um fortschrittliche Prozesstechnologie und neue Materialien auf den Markt zu bringen und neue Fertigungsmöglichkeiten für verschiedene Industriezweige zu schaffen. Mit Hytrel gibt es in zwei verschiedenen Härtegraden. Kunden können so flexible Funktionsteile herstellen, die Elastizität, Wärme und Chemikalienresistenz mit Widerstand, Kraft und Haltbarkeit kombinieren. Die mechanischen Eigenschaften von 3D-Druckteilen in allen Bereichen der Hytrel-Typen sind vergleichbar mit Spritzguss. Mit Zytel 3D1000FL lassen sich starke und harte Funktionsteile herstellen. Neben der überlegenen Festigkeit haben die mit dem Zytel-Produkt bedruckten Teile eine hohe Wärmeformbeständigkeit, einen geringen Verzug, eine geringe Feuchtigkeitsempfindlichkeit und eine hervorragende Oberflächenästhetik. Die Erweiterung dieser leistungsstarken Materialien in den Bereich des 3D-Drucks ermöglicht es den Anwendern, die Vorteile des 3D-Drucks zu erreichen.   // www.germanreprap.com /


/  ho t s t u ff Cubibot – der ultimative Consumer Printer

Im Markt der 3D Drucker für Einsteiger tut sich wieder etwas – mit dem Cubibot kommt ein neuer und laut Hersteller anwenderfreundlicher und kostengünstiger 3D Printer. Der Cubibot wurde 2016 erstmals auf der San Diego Expo präsentiert und startet nun über Kickstarter durch. Wie erfolgreich der Cubibot ist, zeigt die Kampagne – bereits nach wenigen Tagen war das Finanzierungsziel erreicht und gegen Ende konnten beachtliche 600.000 Dollar erreicht werden. Der Cubibot verfügt über ein kompaktes und dynamisches Design. Dabei bietet er die Leistung und Qualität wie vergleichsweise teurere oder professionellere 3D-Drucker. Der Cubibot ist in den Farben weiß und schwarz erhältlich, kann aber durch austauschbare Blenden in Blau oder Rosa dem Geschmack des Besitzers angepasst werden. Damit der Anwender gleich mit dem drucken loslegen kann, gibt eine große Bibliothek von kostenlosen 3D-Objekten und Modellen. Natürlich kann man auch eigene Modelle im Forum teilen. Die Druckgeschwindigkeit des Cubibot beträgt bis zu 80 mm pro Sekunde. Eine Lüftungsanlage mit austauschbaren HEPA-Filtern sowie eine intelligente Statusmeldung informiert über den aktuellen Druckerstatus. Perfekt für Einsteiger: er bietet zusätzlich eine vollautomatische, selbst kalibrierende Bauplattform mit beheizbarem Druckbett. Der Cubibot stellt einen gewaltigen Schritt nach vorn dar: Er bietet dem Consumer-Segment einen preisgünstigen Plug-and-Play 3D-Drucker mit einfacher Bedienung. Er soll im ersten Quartal 2018 für 299 Dollar verfügbar sein. Weitere Informationen finden Sie unter

// www.cubibot.com / R


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Praxis-Seminar Metall-3D-Druck

Dr. Christian Seidel Abteilungsleiter Komponenten und Prozesse Fraunhofer IG CV Auch in diesem Jahr bietet die SV Veranstaltungen das Praxis-Seminar für Führungskräfte an. Am 26. Oktober 2017 endet die Veranstaltungsreihe in Stuttgart. Dort können sich am Thema Interessierte auf den neusten Stand der additiven Technologie bringen. Die angebotenen Seminare sollen Sie als Führungskraft befähigen, den häufig als Hype bezeichneten Themenkomplex der Additiven Fertigung einer objektiven Bewertung zu unterziehen. Mit dem neu erworbenen Wissen können Sie dann den Einsatz dieser Technologie für Ihr Unternehmen fundiert prüfen und planen. Durch die zahlreichen Praxisberichte, die jeden Inhaltsblock dominieren, bekommen Sie zudem ein Gespür für Best Practices vermittelt. Durch die Vermittlung zielgruppenorientierter Fachinformationen sind Sie nach dem Seminar auf dem aktuellen Stand der Technik und zudem in der Lage, eine erste Einschätzung zu Potenzialen der Additiven Fertigung in Ihrem Unternehmen zu treffen und neue Technologien systematisch einzuordnen. Das Seminar ist somit auch die ideale Wissensbasis für Betriebs- und Bereichsleitung, Technologieentwicklung, Innovationsmanagement sowie Planung und Konstruktion. Die Seminare werden von fachkundigen Referenten geleitet: Herr Dr. Seidel verantwortet bei der Fraunhofer-

Gregor Jell Geschäftsführer JELL GmbH & Co. KG

Einrichtung für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik IGCV die Abteilung für „Komponenten und Prozesse“, die aus den Gruppen „Additive Fertigung“ und „Qualität und Technische Sauberkeit“ besteht. Darüber hinaus vertritt er die Gesamtaktivitäten des Fraunhofer IGCV im Bereich Additive Fertigung. Der zweite Referent, Gregor Jell, ist seit über 8 Jahren als einer der ersten Dienstleister im 3D-Druck-Segment tätig. Durch langjährige Erfahrungen im Metall- und Kunststoffbereich als Konstrukteur sowie durch umfassende Kenntnisse in der Entwicklung von Baugruppen, zählt er zu den Spezialisten im Bereich 3D-Druck, Spritzguss und Entwicklung. Herr Jell ist Mitglied im VDI FA105 und ist an einigen Forschungsprojekten im Bereich SLM beteiligt.

// www.sv-veranstaltungen.de /


/  e ve nt

formnext 2017: Hohe Wachstumsdynamik Mit einem Ausstellerplus von rund 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr setzt die formnext powered by tct 2017 ihren dynamischen Wachstumskurs weiter fort. Die formnext, die vom 14. – 17.11. 2017 in Frankfurt am Main zum dritten Mal stattfindet, setzt zudem Maßstäbe durch ihre enorme Internationalität, eine außerordentliche Vielzahl an Weltmarktführern und eine sehr hohe Dichte von Innovationen aus verschiedenen Bereichen entlang der gesamten Prozesskette. Für einen zusätzlichen Mehrwert sorgt ein vielseitiges und innovatives Rahmenprogramm. Die Weltelite der Additiven Fertigung wird auch 2017 wieder auf der formnext präsent sein mit 3D Systems, Additive Industries, Arburg, BigRep, Concept Laser, Dassault, Envisiontec, EOS, Formlabs, FIT, HP, Keyence, Materialise, O.R. Laser, Prodways, Renishaw, Ricoh, Sisma, SLM Solutions, Stratasys, Trumpf, Voxeljet, XJet und neu Desktop Metal. Dabei wird die „AM-Familie“ von GE erstmals unter einem Dach zu sehen sein. Daneben zeigen zahlreiche hochinnovative junge AM-Unternehmen aus der ganzen Welt ihre spannenden Entwicklungen. Besucher können auf der formnext zahlreiche Welt- und Europapremieren sowie technologietreibende Produktentwicklungen life erleben. Businessnetzwerke rund um die Additive Fertigung Die Plattform „am4u“ auf der formnext verbindet Karrieremöglichkeiten, Netzwerke und persönliche Kontakte rund um die Additive Fertigung. Damit bietet „am4u“ vielfältige Möglichkeiten und ein umfassendes Informationsangebot sowohl für Unternehmen als auch Berufseinsteiger, Fach- und Führungskräfte, die sich für diese spannende Branche interessieren. Neben einer Karriereplattform mit Karrieretag am 16.11.2017 bietet die „am4u Area“ Halle

(3.0, Stand H50 - 51) eine internationale Kooperationsbörse sowie das vom VDMA organisierte Forum „AM - MehrWert für die Industrie“ am 14.11.2017.

// www.formnext.de /


third DIMENSIONS magazine Werkstoffe steigern Potenzial des 3D-Drucks Die Additiven Fertigungsverfahren und die dabei eingesetzten Werkstoffe bieten so vielfältige Anwendungsmöglichkeiten wie nie zuvor, die Bandbreite der auf Bauteil- oder Produktanforderung optimiert eingesetzten Materialien wächst ständig. Das 4. Praxisforum 3D-Druck am 14. November 2017 mit dem Titel „Werkstoffe und deren Anwendungsfelder in der Additiven Fertigung“ will einen Überblick bieten und das Potenzial des 3D-Drucks zeigen. Das Programm der Veranstaltung bietet Vorträge von Experten aus Industrie und Wissenschaft, die die Bandbreite der eingesetzten Werkstoffe in Kombination mit den entsprechenden Drucktechnologien sowie neueste Entwicklungen und den Einsatz in der Praxis – von der Produktion kleiner Stückzahlen bis zur Serienfertigung bei BMW – zeigen werden. Von Kunststofffilamenten und Metallen über Composites bis hin zu Silikonen und Food-Printing reicht das Themenspektrum. Wertvolle Einblicke und die Gelegenheit zum Kontakt bietet auch die begleitende Fachausstellung. Das Landshuter Praxisforum 3D-Druck hat sich zum Ziel gesetzt, über neueste Trends und Entwicklungen in dem für die Innovationskraft der Unternehmen so wichtigen Themenfeld der 3D-Drucktechnologien zu informieren. Es bietet eine themen- und branchenübergreifende Plattform, in dem Experten aus Industrie und Wissenschaft ihre Erfahrungen und aktuelle Erkenntnisse aus dem Bereich der Additiven Fertigung präsentieren. Weitere Informationen und Anmeldung zur Veranstaltung als Teilnehmer oder Fachaussteller unter

// www.haw-landshut.de/3d-druck /

Frankfurt, Germany, 14 – 17 November 2017 formnext.com

Simply limitless. Engineers think like children. There are no limits, only possibilities. Join us and be inspired at formnext powered by TCT, the international exhibition and conference for Additive Manufacturing and the next generation of intelligent industrial production.

Where ideas take shape.

@ formnext_expo # formnext


/  event • n e ws Toolcraft bringt Additive Fertigung voran Die Entwicklung des 3D-Drucks schreitet immer schneller voran. Während im Bereich des Kunststoffs bereits Drucker für Haushalte erhältlich sind, liegt die Fertigung im Bereich Metall in den Händen innovativer Industrieunternehmen. Hierbei ist der Schritt vom Rapid Prototyping zum Rapid Manufacturing vollzogen. Nicht nur die Herstellung von Knochenimplantaten aus Titan, auch das gestiegene Interesse seitens der Politik zeugen von der Serienreife des Fertigungsverfahrens. Zur weiteren Verbesserung der additiven Fertigung investiert Toolcraft in neue Laserschmelzanlagen der Firma Trumpf. Mittels Metall-Laserschmelzen lassen sich komplexe und effiziente Leichtbaustrukturen sowie innenliegende Strukturen herstellen. Das macht das Fertigungsverfahren vor allem interessant für die Luft- und Raumfahrt, den Energiesektor, die Medizintechnik sowie den Motorsportbereich. Die Technologie ermöglicht es, ganze Prozesse von Grund auf neu zu gestalten. Die Vorteile gegenüber konventionellen Herstellverfahren sind vielfältig. Als Pionier in der additiven Technologie mit mehr als 15 Jahren Erfahrung stellt Trumpf zuverlässige Maschinen für die industrielle Serienproduktion her. Das Unternehmen bietet beide relevanten Lasertechnologien für die additive Fertigung: Laser Metal Fusion (pulverbettbasiertes Laserschmelzen) und Laser Metal Deposition (generatives Laserauftragschweißen). Für die Industrialisierung des Verfahrens stellt das Unternehmen zudem Komplettlösungen aus Digitalisierung, Maschinen und Services zur Verfügung.

// www.toolcraft.de /

Heavy Metall in Arts The meaning of Selective Metal Printing rises very quickly – not only in industries like automotive and aerospace. Also for medical and the range of arts. Coming from a small village in the north of Russia, the artist Nikolay Vorobyov shows, that inspiration and innovation can come from unlikely places. He is working a long time as digital sculptor, and produced only some digital arts. So, he started his first experiences in 3D Modeling with zbrush and 3D Printing. The result: detailed, soulful depictions of wild animals like lions, tigers, bears and other more. In his childhood, he was always surrounded by animals, both domestic and wild in the nearby forest. Later in his work, his interests in animal sculptures grew – supported by custom orders. “I tried a few jobs, from architecture to 3D game character design and animation, and finally digital sculpture. It was at a time when 3D printing become more accessible” Nikolay comments. In his work with clients, the priority shifted to sculpture for 3D printing instead of real-time models, and he liked it, not be depended on polycount, textures, or game engines. Now he has a little studio. Modern technologies like 3D printing gave him new possibilities. “When I became aware of the existence of Shapeways, I wanted to try to make something in metal or plastic. I had not thought too long what it could be – so naturally animals are my first experiment, in jewelry and wall-mounted heads” Nikolay says.


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Next Generation SLA fUEr den Desktop

Formlabs ist bekannt für leistungsstarke und benutzerfreundliche 3D-Drucksysteme. Das Unternehmen wurde 2011 von einem Ingenieurteam am MIT Media Lab und dem Center for Bits and Atoms gegründet. Mit Hauptsitz in Boston und Büros in Deutschland, Japan und China setzt Formlabs weltweit Maßstäbe für den professionellen 3D-Druck in unterschiedlichen Branchen, darunter Schmuckdesign, Zahnmedizin, Gesundheitsversorgung, Forschung und Bildung. Zu den Produkten von Formlabs gehört der SLA 3D-Drucker Form 2 und demnächst der

SLS 3D-Drucker Fuse 1. „Mit dem Form 2, dem ersten SLA Desktop 3D-Drucker, haben wir 2012 die industrielle Technologie der Stereolithografie für eine große Bandbreite von Branchen geöffnet.“ Benutzerfreundlichkeit steht im Fokus „Den gleichen Ansatz verfolgen wir ab sofort mit dem Fuse 1 und dem 3D-Druckverfahren SLS: Professioneller 3D-Druck bei niedrigen Investitionskosten, hoher Benutzerfreundlichkeit und geometrisch komplexer Teilepro-


/  n e ws

duktion ohne Stützstrukturen”, so Max Lobovsky, Gründer und CEO von Formlabs. Zahlreiche Unternehmen, darunter globale Marken wie Google oder der Sportschuhhersteller New Balance, gehören zu den Betatestern der neuen Systeme. Der Fuse 1 wird ab 9.999 Euro erhältlich sein und ist damit etwa 20 Mal preiswerter als die kostengünstigsten SLS 3D-Drucker auf dem derzeitigen Markt. Reservierungen sind ab sofort möglich. Die voraussichtliche Auslieferung der Systeme erfolgt Mitte 2018. Eine komplette Systemeinheit bestehend aus Fuse 1, einem

Modul zur Wiederaufbereitung von Material, einer Nachbearbeitungsstation sowie einem zusätzlichen Baukolben und Verbrauchsmaterial soll laut Hersteller ab 19.999 Euro erhältlich sein. Zur Verfügung stehen Nylon 12 und Nylon 11, für den 3D-Druck von besonders widerstandsfähigen, funktionalen Prototypen und Endprodukten.

// www.formlabs.com/de /


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Kulturgeschichte wird gedruckt Für die Archäologie eröffnet die generative Herstellung von originalgetreuen Repliken durch den 3D-Druck neue Perspektiven: Ein metallischer Fund kann zu wissenschaftlichen Zwecken verfügbar bleiben. Gleichzeitig kann seine Kopie in Ausstellungen den Besuchern als Artefakt zugänglich gemacht werden. Kulturgeschichte der Menschheit in 3D drucken? Es geht. Fertigungsmethoden des 3D-Drucks gehen zunehmend neue Wege. Das ungeschriebene Motto der 3D-Experten scheint es zu sein, ständig die Grenzen der Technologie ausloten zu wollen. Selbst in der Archäologie eröffnet der 3D-Druck völlig neue Möglichkeiten der Dokumentation und Kopie von Artefakten. Jüngstes Beispiel ist eine Replik der Figur eines bronzenen Reiters aus einem frühkeltischen Fürstengrab in der Nähe von Unlingen in Baden-Württemberg. Der Übergang von formgebundenen Verfahren auf eine generative Fertigung eröffnet in der Archäologie neue Perspektiven zur wissenschaftlichen Auswertung und zur multiplen Ausstellung von Objekten. Bis vor wenigen Jahren konnten Fundobjekte ausschließlich durch direktes Abformen nachgebildet werden. Dieses Verfahren birgt jedoch immer die Gefahr, die Originale zu beschädigen. Durch die generative 3D-Technik ist es heute möglich, Kopien berührungsfrei anzufertigen.

hofmann innovation group

Als spezialisierte Methode zur Digitalisierung von Objekten wurde beim „Unlinger Reiter“ aus der Hallstattzeit die Röntgen-Computertomografie (CT) angewendet. Der Reiter aus Bronze wurde dreidimensional geröntgt und mit der Software „VG Studio Max 3.0“ von Volume Graphics ausgewertet. Die dadurch gewonnenen STL-Daten ermöglichen es, das heutige industrielle Verfahren des 3D-Drucks auf die Archäologie zu übertragen und es dort anzuwenden. Auf einer seiner M2 Cusing fertigte Concept Laser dann eine originalgetreue Kopie des frühzeitlichen Reiters - ein fast 2800 Jahre altes Objekt wurde aus Pulver gedruckt.

// www.concept-laser.de / Nicole Ebinger-Rist Chefrestauratorin vom Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg


/  tec hn o l o g y

Der MultimaterialDrucker

Stratasys bietet ab sofort neue Materialien für den VollfarbMultimaterial-3D-Drucker J750 an und stellt so zusätzliche Funktionalität und Vielseitigkeit für Rapid Prototypingsowie Tooling-Anwendungen den Benutzern zur Verfügung: Das gummiartige PolyJet-Material Agilus30 und das technisch-basierte Digital ABS Plus.

„Agilus30“ eignet sich perfekt für zahlreiche Prototyping-Anforderungen wie eine erweiterte Designvalidierung und Funktionstests. Mit Agilus30 hergestellte Modelle halten wiederholtem Biegen und Umformen stand. Die Materialeigenschaften sorgen dafür, dass die Optik und Haptik sowie die Funktion von Dichtungen, Griffen, Zugvorrichtungen, Henkeln, umspritzten sowie anderen flexiblen bzw. gummiartigen Bauteilen äußerst genau nachgebildet werden. Agilus30 bietet eine bessere Oberflächentextur und damit eine realistischere gummiartige Haptik und eignet sich besonders für Funktionstests. Agilus30 ist ein beständiges und flexibles PolyJet-Photopolymer-Material (Shore A 30) mit erhöhter Reißfestigkeit. „Wir verwenden das gummiartige Agilus30-Material auf unserem 3DDrucker J750 von Stratasys zur Simulation des Einbaus und der Leistungsfähigkeit von gummiartigen Bauteilen in unseren Hochleistungs-Fahrzeugen und technischen Geräten“, erläutert Neil Oately, Head of Design and Development bei McLaren Racing. „Dank der extrem hohen Reißfestigkeit von Agilus30 können wir nun sehr flexible Gelenkverbindungen innerhalb von festen Halterungen integrieren. Das war bislang nicht möglich.“ Das zweite Material, Digital ABS Plus, ermöglicht die Erstellung stabiler Funktionsprototypen, Fertigungswerkzeuge, Formwerkzeuge (einschließlich Spritzgussformen),

Bauteile mit Schnappverbindungen zur Verwendung bei hohen oder niedrigen Temperaturen, elektrischer Bauteile, Produktgehäuse und zahlreicher weiterer Anwendungen. Das Material simuliert einen Bereich an beständigen Produktionskunststoffen wie Standard-ABS mit verbesserter Widerstandsfähigkeit und einer Izod-Kerbschlagzähigkeit von 90 bis 115 J/m. „Seit der Einführung des Vollfarb-Multimaterial-3D-Druckers J750 im vergangenen Jahr haben wir kontinuierlich den Funktionsumfang für unsere Kunden erweitert“, erläutert Zehavit Reisin, Vice President for the Rapid Prototyping Solutions Business Unit bei Stratasys. „Durch die neuen Materialien steigt die Vielseitigkeit des Systems. Designer und Techniker können die Realisierbarkeit ihrer Entwürfe lange vor der Produktion viel genauer testen.“ Mehr Informationen finden Sie unter

// www.stratasys.com /


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/  ro b o t i c s

Mensch-RoboterKollaboration

SCHUNK baut seinen Vorsprung bei Greifern für den kollaborierenden Betrieb weiter aus: Mit dem SCHUNK Co-act Greifer EGP-C präsentiert der Hersteller für Greifsysteme und Spanntechnik auf der Motek 2017 erstmals einen sicheren Industriegreifer, der von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung DGUV für den kollaborierenden Betrieb zertifiziert und zugelassen ist. Das Zertifikat vereinfacht die Sicherheitsbetrachtung bei kollaborierenden Anwendungen und verkürzt den Zeitaufwand. Der kompakte, mit einer Kollisionsschutzhülle ummantelte 2-Finger-Parallelgreifer deckt ein breites Einsatzspektrum ab – von der Kleinteilemontage in der Elektronik- und Konsumgüterindustrie bis zu Montageanwendungen im Automotive-Sektor. Bei SCHUNK wird der Co-act EGP-C bereits prototypisch an einem MRK-Arbeitsplatz in der Greifermontage eingesetzt. Der Co-act EGP-C wird als komplett vormontierte Einheit mit jeweils passender Schnittstelle für die Cobots von KUKA, Fanuc oder Universal Robots geliefert. Schnittstellen für Roboter anderer Hersteller sind auf Anfrage möglich. Darüber hinaus sind Programmierbausteine für alle gängigen Cobots vorgesehen, die den Aufwand

der Inbetriebnahme weiter reduzieren werden. Die komplette Regelungs- und Leistungselektronik ist im Inneren des Greifers verbaut, so dass dieser keinerlei Platz im Schaltschrank beansprucht. Bürstenlose und damit wartungsfreie Servomotoren sowie eine leistungsfähige Kreuzrollenführung gewährleisten einen hohen Wirkungsgrad und machen ihn zu einem dynamischen und leistungsfähigen Experten fürs anspruchsvolle Handling kleiner und mittlerer Teile. Weitere Informationen finden Sie unter

// www.schunk.com /


third

DIMENSIONS

magazine

3D-Printing Additive Manufacturing

Medical

Conferences Automotive Product design

Where ideas take place… third dimensions magazine

Aerospace Technologies Dental Materials

Prototyping

Get a deeper View inside the Market! The „third dimensions magazine“ reports independently and globally about companies, products, technologies and services around 3D-Printing and Additive Manufacturing.

More Information? www.thirddimensions.net


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1.500 qm große Hightech-Prototypen-Werkstatt •• Professionelle Maschinenkurse und Workshops •• Zugang zur Munich Maker Community •• Veranstaltungskoordination (z.B. Firmenevents) ••

Lichtenbergstraße 6 | 85748 Garching info@maker-space.de | www.maker-space.de Telefon: 089 189 469-270

Profile for third DIMENSIONS magazine

third dimensions magazine 05-06/17  

Im „third DIMENSIONS magazine“ berichten wir unabhängig und global über Unternehmen, Produkte, Technologien, Einsatz- als auch Dienstleistun...

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