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Pfarrblatt Kötschach-Mauthen

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Amtliche Mitteilung zugestellt durch österr. Post

Ausgabe 01/2026

Pfarrblatt Kötschach Mauthen

Fotocredit | Andreas Lamprecht

NOVENE 2026

ZUR SCHMERZENSMUTTER IN DER PFARRKIRCHE KÖTSCHACH

Vikar Mag. Andreas SCHÄTZLE MGV

Priester im Seelsorgeraum Hochpustertal-Villgraten Kötschach

19. bis 27. März täglich

18:30 Uhr

Rosenkranzgebet und Beichtgelegenheit

19:00 Uhr

Hlg. Messe mit Predigt

Gestaltung: Ingo Ortner

Pfarre | www.kath-kirche-kaernten.at/koetschach Kötschach

Mag. Robert THALER, MSc Gem. Chor Pfarrer von Irschen, Zwickenberg, Oberdrauburg St. Jakob im Lesachtal

Dompropst Msgr. Dr. Engelbert GUGGENBERGER Schola

Konsistorialrat, Bischofsvikar für die Orden der Pfarre Kötschach

Pfarrer Mario POLIMETLA Dorfstimmen

Pfarrer Klagenfurt-Wölfnitz & Ponfeld Oberdrauburg

Pater Mag. Martin BICHLER OFM 3m Musikmittelschule

Franziskanerpater, Seelsorgeraum Lienzer Talboden Kötschach-Mauthen

Dechant Wolfgang HOHENBERGER Gemischter Chor

Pfarrer von Liesing, Kornat und St. Jakob Kirchbach

Pfarrer Mag. Georg GRANIG

Sängerrunde

Stadtpfarrer von Hermagor Irschen

Kan. Msgr. KR Mag. Gerhard Christoph KALIDZ

Stiftspfarrer von Gurk, Domkapitular, Dechant vaVOXn

Konsistorialrat Pater Dr. Gerfried Sitar OSB Kirchenchor

Dechant und Stadtpfarrer von St. Andrä im Lavanttal Kötschach

Aus den Pfarren

„Nach Weihnachten ist vor Ostern“ – unter diesem Motto möchte ich für Vergangenes danken und zugleich den Blick auf das Kommende richten. Beginnen wir mit der Frage: Was erwartet uns bis Ostern?

Auf der Titelseite finden Sie das Programm der Novene, die heuer aufgrund des frühen Ostertermins bereits am Josefi-Tag, also am 19. März beginnt.

Traditionell predigen an den darauffolgenden Abenden neun verschiedene Geistliche aus ganz Kärnten im „Gailtaler Dom“. Ebenso wie die Xaveri-Andachten in Mauthen ist die Novene seit Jahrhunderten gelebte Tradition: eine geistliche Vorbereitung auf Ostern und ein wertvoller spiritueller Impuls für eines der größten Feste im Kirchenjahr. Alle sind dazu recht herzlich eingeladen. Danke jetzt schon allen Mitfeiernden sowie den vielfältigen Chorformationen, die jeweils um 19.00 Uhr die Heiligen Messen musikalisch umrahmen werden. Der MGV Mauthen wird als Auftakt seines 140-Jahr-Jubiläums in der Osterzeit die „Passion“ in der

nelle Bretterkrippe aufgebaut.

Christian Lederer, Organist in Kötschach und Mauthen, hat die Krippe im letzten Pfarrblatt ausführlich beschrieben. Für den Auf- und Abbau danken wir besonders Helmar Krall und Hubert Guggenberger sowie Her-

bert Ackerer, Johannes Seirer, Peter Krall, Christian Zobernig, Adi Prattes und Gregor Obernosterer. Ebenso sei Felix Singer dankend erwähnt, der mit seiner Expertise jederzeit zur Stelle ist.

Mauthner Pfarrkirche St. Markus aufführen.

Nach dreijähriger Pause wurde in der Pfarrkirche Kötschach mit großem Einsatz wieder die traditio-

Auch in den Kirchen von Laas, Kötschach und Mauthen gibt es das ganze Jahr über viel zu tun – nicht nur in der Weihnachtszeit. Allen Engagierten ein aufrichtiges „Vergelt’s Gott“! Ein herzliches Dankeschön gebührt auch dem Prior von Maria Luggau, der zu Jahresbeginn in der Abwesenheit von Dr. Duru an vier Sonntagen die Gottesdienste um 8.30 Uhr in Mauthen und um 10.00 Uhr in Kötschach übernommen hat.

Die „Lange Nacht der Kirchen am Freitag 29. Mai wird heuer als gemeinsame Wanderung gestaltet. Um 18.30 Uhr starten wir beim „Gailtaler Dom“ und pilgern mit Gebet und Gesang nach Mandorf. Die erste Station ist das Mandorfer Wegkreuz der Familie Hohenwarter. Anschließend erwartet uns eine Führung durch die Privatkapelle der Familie Pichler, um uns

Papst Leo XIV und die Frauen 2023 war der heutige Papst als Kardinal Prevost Synodenteilnehmer in Rom. Bei dieser Synode schlug das Thema der Frauenweihe vehement auf der Bühne der Weltkirche auf. Dazu befragt, äußerte er sich so: “Die Weihe von Frauen, also die Klerikalisierung von Frauen, löst nicht unbedingt ein Problem, sondern schafft ein neues. Vielleicht müssen wir ein neues Verständnis von Führung, Macht, Autorität und Dienst entwickeln“.

Klerikalisierung bezeichnet das übermäßige Bestreben der Kirche, Einfluss auf Politik und Gesellschaft auszuüben oder die unberechtigte Bevormundung von Laien innerhalb der Kirche. Papst Franziskus kritisierte diese Haltung, die zu einer Überhöhung des geistlichen Amtes geführt hat, weil sie Frauen und Laien aus Entscheidungsprozessen ausschließt.

Man fragt sich, warum ist die Klerikalisierung von Frauen schlecht, wenn es für Männer gut ist? Ist es vielleicht die Sorge, dass dann weniger Frauen da sind, die die wertvollen aber niedrigen Arbeiten außerhalb der Hierarchie leisten? Oder ist es die Angst vor massivem Macht- und Autoritätsverlust, die die unüberwindlichen Blockaden für Frauen aufrichtet?

Ostern ohne Frauen – das größte kirchliche Fest wäre womöglich ausgefallen. Möglicherweise würde niemand mehr über Jesus reden. Die Osterbotschaft wäre im Grab mitgestorben. Die Frauen hatten den Mut, über den Tod hinaus mitzugehen, haben geglaubt, als sie „den Gärtner“ sahen und haben nicht aufgehört, darüber zu reden, bis dann auch die Apostel aus ihrer Agonie erwacht sind und dann zu den großen Verkündern der Frohbotschaft wurden.

Eure Mirjam

dieses Kleinod, das kaum jemand von innen kennt, näher zu bringen. Nicht nur die schwarze Madonna ist sehenswert! Weiter geht es durch den Weingarten von Werner Holzfeind zur Kapelle der Familie Lassnig, wo wir wieder gemeinsam beten, Lieder hören und den beeindruckenden Blick auf unsere Heimat genießen. Den Abschluss bildet ein gemütliches Beisammensein im „Bergile Garten“. Wir laden herzlich dazu ein.

Nach Mandorf gehen wir auch schon zwei Wochen vorher – in der so genannten „Kreuzwoche“ finden wieder die alljährlichen Bittprozessionen statt: von Kötschach aus nach Mandorf, in den Einsiedelwald und nach Laas, in Mauthen zur Wallfahrtskirche Maria Schnee. Neben den Sonn, Feier und Werktagsmessen gibt es das ganze Jahr über viele Gelegenheiten, den christlichen Glauben zu leben und zu feiern. Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die unsere Gottesdienste regelmäßig musikalisch gestalten: Dem Kirchenchor Kötschach unter der Leitung von Fritz Unterweger, den Organisten Christian Lederer, Vera Lamprecht und Martin Warmuth sowie der Schola in Mauthen und in Kötschach: das sind die Frauen, die das Orgelspiel jeden Sonntag mit Gesang bereichern.

Allen, die in den vergangenen Monaten einen lieben Menschen verloren haben, sprechen die Pfarren Kötschach und Mauthen ihre aufrichtige Anteilnahme aus. Zugleich ist jeder neue Erdenbürger und jeder erfreuliche Anlass in unserer Gemeinde ein Grund zur Freude. Möge uns die Zeit bis Ostern im Glauben stärken und in unserer Gemeinschaft verbinden.

Peter Krall

Sternsinger Pfarre Mauthen

Heuer waren die Sternsinger zum 72. Mal unterwegs, um den Segen für das neue Jahr zu den Menschen zu bringen. Am Sonntag, dem 4., und Montag, dem 5. Jänner waren sie im Dorf und auf den Berghöfen unterwegs. Am Dienstag, dem 6. Jänner sangen sie im Rahmen der Hl. Messe.

Ein großes Dankeschön gilt allen Kindern und Jugendlichen, die Jahr für Jahr mit großer Freude mitma-

chen. Ebenso ein herzliches Danke allen Wohnungs- und Hausbesitzern, die uns mit offenen Türen empfangen und dazu beigetragen haben, dass die Sternsingeraktion auch heuer wieder ein schöner Jahresauftakt für den guten Zweck wurde. Begleitet wurden die Sternsingergruppen von Monika Putz, Regina Brunner und Martina Ranner.

Bild und Text: Ingo Ortner

KIRCHENCHOR KÖTSCHACH NEWS

Die Sängerinnen und Sänger des Kirchenchores sind schon wieder fleißig am Proben, um die kirchlichen Feste musikalisch mitzugestalten. Neben der Novene am 27. März und dem Auferstehungsgottesdienst am Karsamstag zählt als Höhepunkt des Frühlings wohl der Ostersonntag mit der DvořákMesse (Chor mit Orchester, Soli und Orgel), wozu wir alle recht herzlich einladen. Am Samstag, den 20. Juni 2026, sind wir eingeladen, an einem Konzert in Paluzza teilzunehmen, was uns sehr freut, können wir doch die freundschaftlichen Beziehungen zu unserem Nachbarchor, Coro di Timau, wieder auffrischen. Auch das Patroziniumsfest der Pfarre am 15. August

wollen wir natürlich wieder mit einer Orchestermesse gesanglich umrahmen. Wir freuen uns darauf. Doris Warmuth

Der heilige Peregrin Laziosi vor 300 Jahren heiliggesprochen

Jedem Besucher der Pfarrkirche Kötschach sticht der im rechten Seitenschiff an prominenter Stelle an der Triumphbogenwand stehende „Peregrini-Altar“ ins Auge. Er ist ein gefälliges Werk aus der Rokokozeit (1771) und wurde vom Servitenordensbruder Bruno Maria Hochkofler geschaffen. Dieser war gebürtiger Sillianer, leitete in Luggau eine Kunstwerkstätte und starb 1810. In Kötschach schuf er neben dem Peregrinialtar die Kanzel (1767) sowie den Anna-Altar (1771/72) und den Rosenkranzaltar (1768). Außerdem arbeitete er an den Beichtstühlen und an der Sakristei-Einrichtung, die kunstvolle Einlegearbeiten zeigt. Der Peregrinialtar ist wegen seines Standplatzes ein eher schmaler Bau. An der zur Verfügung stehenden Wandfläche hätte ein breiterer Aufbau mit einer Säulenarchitektur keinen Platz gehabt. Auch nach vorne ist der Raum begrenzt wegen der Bänke und der vordersten Säule. Hochkofler fand daher eine recht originelle Lösung. Auf einer kleinen Brüstung erhebt sich ein Glasschrein mit der wahrscheinlich älteren Statue des Heiligen Peregrin Laziosi aus dem Servitenorden. Der Schrein wird von einem geschnitzten Baldachin überdacht, zwei Engel haben einen Vorhang zurückgeschlagen. Die Darstellung des Heiligen nimmt Bezug auf seine Lebensgeschichte – ein Engel verbindet sein krankes Bein, während sich Christus vom Kreuz neigt. Heinz Held schreibt in seinem Kunst-Reiseführer „Kärnten und Steiermark“: „Ein bisschen grotesk mutet heute der Altar an der Triumphbogenwand an. Aber in der Zeit seiner Entstehung liebte man solche deutliche Veranschauli-

chungen von Wundern, wie es hier in einer Vitrine dargestellt wird.“ In der Tat ist die Statue außergewöhnlich. Kopf (mit echtem Haar und Bart sowie Glasaugen), Hände und Bein des Heiligen sind nämlich aus Wachs gefertigt wie bei

den Wachsfiguren prominenter Persönlichkeiten in den verschiedenen Wachsfigurenkabinetten (deren Ursprung im 18. Jahrhundert liegt, wo auch die bekannteste Wachskünstlerin, Madame Tussaud, lebte). Wachs war ein wertvolles Material, war zur Herstellung von Kerzen unerlässlich und wurde in Form von Votivgaben aber auch als Rohstoff häufig von Wallfahrern geopfert. Leicht zu bearbeiten, ermöglicht Wachs aufgrund seiner Beschaffenheit eine besonders „echte“ Wirkung der

Darstellung. Der Körper der Statue ist wie eine Art Gliederpuppe mit beweglichen Armen und Beinen mit Werg ausgestopft. P. Chrysologus M. Herrnegger, der sich durch die Renovierung der Kirchen in Kötschach und Laas zwischen 1910 und 1912 große Verdienste erwarb, kleidete den Heiligen Peregrin mit seinem eigenen Habit (Ordenskleid) neu ein. Da dieser nach über 80 Jahren schon ausgeblichen und unansehnlich geworden war, erhielt die Statue 1998 ein neues Kleid – deshalb schenkte auf meine Bitte hin mit Freuden P. Albert M. Guggenberger („Marhofer-Pfarrer“, 1910 –2002) seinen Feiertags-Habit und Rosenkranz, um den Heiligen Peregrin in seiner geliebten Heimatkirche neu einzukleiden.

„Der Heilige Peregrin Laziosi, am 4. Mai 1265 in Forlí /Italien geboren, hatte eine sorgfältige Erziehung genossen und schloss sich in jungen Jahren der Partei der Ghibellinen gegen den Papst an und war dann der Anführer der Forlienser, als es galt, den päpstlichen Legaten – den Heiligen Philipp Benitius aus der Stadt zu vertreiben; bei dieser Gelegenheit gab der junge Graf Laziosi dem Heiligen einen schweren Schlag ins Gesicht. Durch die Geduld des Heiligen erschüttert, bat Peregrin um die Aufnahme in den Servitenorden und erhielt am Christtag des Jahres 1283 das Ordenskleid. Seine außerordentlich strengen Bußübungen brachten ihm ein schweres Fußleiden, das Bein sollte amputiert werden. In der Nacht vor der Operation schleppte sich der Heilige in die Kapelle, um zu beten; im Traume sah er Christus, der sich vom Kreuze löste und seinen Fuß heilte. In der Frühe war die Krank-

Der Schrein des heiligen Peregrin in der Kötschacher Kirche

heit tatsächlich verschwunden und der behandelnde Arzt, der die Operation vornehmen sollte, bestätigte die wunderbare Heilung. Seitdem wird der Heilige Peregrin besonders bei Fußleiden angerufen und gilt auch als Patron gegen den Krebs. Sein Todestag ist der 1. Mai 1345.“ (Peter Thalhammer)

In diesem Zusammenhang ist es interessant, dass bei einer Autopsie des Leichnams in der Serviten-Basilika in Forlí im 20. Jahrhundert tatsächlich ein eingekapselter Knochentumor am Bein festgestellt werden konnte.

Das Gedenken an Peregrin blieb in seiner Heimat Forlí und im Servitenorden immer lebendig. Am 27. Dezember 1726, also vor 300 Jahren, wurde er von Papst Benedikt XIII. heiliggesprochen. Dieses Ereignis wurde selbstverständlich in allen Servitenkirchen, so auch in Kötschach, gebührend gefeiert. Besonders aufwändig waren die Feierlichkeiten in Wien (August 1727), an denen auch die kaiserliche Familie teilnahm. Bis heute ist die Wiener Servitenkirche im 9. Bezirk mit ihrer Peregrinikapelle ein Zentrum der Verehrung des Heiligen in Österreich geblieben.

In allen österreichischen Servitenklöstern wurde der Hl. Peregrin verehrt, und von dort aus wurde der neue Heilige auch in der näheren und weiteren Umgebung bekannt – in einer Zeit, da ärztliche Hilfe schwer oder gar nicht zu erlangen war und die einfachen Menschen fast ausschließlich auf die Fortbewegung zu Fuß angewiesen waren, hatte ein Schutzpatron für Fuß- und Beinleiden natürlich besondere Aktualität.

v.a. aus dem 18. Jhdt. verzeichnet sind, finden sich auch mehrere Berichte, die die Hilfe des Heiligen Peregrin bezeugen, so z.B. der folgende aus dem Jahr 1754:

„Ich Simon J. Veter aus der pfarr Olling (Olang) in Buster-Thall habe eine ganzes jahr einen so schweren offnen schaden am rechten fues bekhumen, das mir khein mensch mehr helfen khunte, obgleich ver-

(Originalschreibweise)

Das Datum dieses Berichtes zeigt, dass der heutige Peregrinialtar aus dem Jahr 1771 schon einen Vorgänger hatte und die Statue wahrscheinlich älter ist.

In der Sakristei der Pfarrkirche Mauthen hat sich ein Votivbild aus dem 18. Jahrhundert erhalten, das den Heiligen Peregrin zeigt.

In unserer Zeit rückte der Heilige Peregrin als Schutzpatron bei Krebs- und Gefäßerkrankungen verstärkt ins Bewusstsein der Gläubigen, die um seine Fürsprache und Hilfe bitten.

Der Gedenktag des Heiligen Peregrin ist der 4. Mai. In der Wiener Peregrinikapelle findet daher um diese Zeit eine Peregrin-Festwoche statt, und auf dem Vorplatz der Kirche und in der angrenzenden Servitengasse gibt es den beliebten traditionellen „PeregriniMarkt“.

In der Heimatstadt Peregrins, Forlí in der EmiliaRomagna nahe Imola, wird der Heilige als Stadtpatron verehrt. Seine prächtige Grabkapelle mit dem gläsernen Reliquienschrein in der Basilika Santa Maria dei Servi ist vor allem in den Tagen um den 1. Mai, seinem Todestag, Jahr für Jahr Ziel zahlreicher Pilger, Zentrum großer Festlichkeiten, und die Umgebung der Kirche ist Schauplatz eines großen Volksfestes.

Im handgeschriebenen Kötschacher „Mirakelbüchlein“ (heute im Diözesanarchiv in Klagenfurt), in dem etwa 120 Gebetserhörungen

schidene mitl angewendet worden: Indessen hab ich gehöret, es were zu Mra. Khetschach eine Bildnus des h. Peregrini, als welcher ein Special Patron sein sole wider ofene Schöden, sonderlich in dem fues: derohalben machte ich alsobalt ein gelübdt, dahin zu wahlfahrten, beichten, Comunicieren und ein h. möß lesen zu lassen: auf dieses besserte sich stündlich der schaden und innerhalb 5 tagen bin ich gänzlich geheilet worden: hab auch selbst die wahlfarth zu fues verrichten khönen: 7 aprilis 1754.“

In Kötschach ist es um den Heiligen Peregrin heute eher ruhig geworden, doch die an seinem Altar aufgelegten Lebensbeschreibungen und Gebetsbildchen werden gerne mitgenommen, zeugen von Interesse für den Heiligen und tragen dazu bei, sein Gedenken lebendig zu halten.

Christian Lederer

Literatur:

Peter Thalhammer: „Die Pfarr- und Wallfahrtskirche Kötschach“, 1976

Heinz Held: „Du Mont-Kunstreiseführer Kärnten und Steiermark“, 1981

„Festschrift zur 600 Jahr-Feier der Marienkirche in Kötschach“, 1999

Anselm M. Wimmer: „Von der Revolution in das Kloster“, 1930

Augustin M. Pötscher: „Peregrin Laziosi – Krebspatron und Fürsprecher bei Gott“, 2001

Kapelle und Grab des heilligen Peregrin in Forlí

Vom Plöcken zum Kuss der Kreuze nach Zuglio

Die Elisabethkirche am Plöcken war ursprünglich eine Filialkirche von San Pietro in Zuglio und wurde sehr wahrscheinlich von Italien aus errichtet. Die Geschichte der Kirche ist nur spärlich dokumentiert. Wahrscheinlich geht sie auf den Eremiten Volchemaro zurück, der sich 1257 am Kreuzberg niederließ. 1327 wird die Kirche erstmals urkundlich erwähnt, später eindeutig der Diözese von San Pietro in Zuglio zugeordnet. Ab dem 17. Jahrhundert gehörte sie zur Pfarre Mauthen.

Im Rahmen der Wallfahrt „Kuss der Kreuze“ („Bacio delle Croci“) war auch die Elisabethkirche verpflichtet, alljährlich eine Gruppe von Wallfahrern nach Zuglio zu schicken. Weil sie am weitesten von der Mutterkirche entfernt lag, wurden ihre Wallfahrer immer als erste aufgerufen. Mitte des 19. Jahrhunderts geriet die Wallfahrt in Vergessenheit bzw. wurde sogar auf Geheiß des Kai-

sers verboten.

Im Jahr 2000 nahmen einige Mauthner, geleitet vom Bäcker-

ehepaar Fritz und Monika Klaus, testweise an der Wallfahrt Mauthen–Zuglio erneut teil. Die offizielle Teilnahme erfolgte im Jahr 2001. Kreuzträger war damals Markus Lagger.

Der Plöckenpass, auch Kreuzbergpass genannt, war seit jeher ein gefährlicher Übergang, den mehrere Kreuze symbolisch schützten und

den Wanderern Gottes Beistand zusprachen. Die Kirche war Wallfahrtsziel, vermutlich mit Hospizfunktion, und der hl. Elisabeth von Thüringen geweiht. Im 18. Jahrhundert war sie bereits baufällig, verfiel zunehmend und wurde 1915 von österreichischen Soldaten zerstört. Erhalten blieb ihre Erinnerung in der Wallfahrt „Bacio delle Croci“.

Wallfahrt 2026 “Bacio delle Croci” Christi Himmelfahrt, Sonntag, 17. Mai 2026

Wer mehr wissen will: www.bergsteigerdorf-mauthen.at/elisabethkirche

Ingo Ortner

Die Inschrift auf dem Triumphbogen der Mauthner Kirche

Die Pfarrkirche in Mauthen ist in ihrem Ursprung eine kleine, nach Osten ausgerichtete romanische Chorturmkirche, deren Langhaus in der Gotik modernisiert wurde und die im 18. Jahrhundert einen großen Umbau erfahren hat. In diesen Zusammenhang fällt sicherlich der Durchbruch eines Fensters an der Südseite, der die damals nicht zu sehenden spätgotischen Fresken an der Außenwand zum Teil zerstört hat. Von größerer Bedeutung ist die Erweiterung mit einem Neubau des Chores im Westen, die Errichtung der Sakristei und der Xaveri-Kapelle.

Alle einschlägigen kunsthistorischen Beschreibungen nennenohne Quellen anzugeben - für die-

se große Baumaßnahme das Jahr 1742.

Ein gemaltes Zeugnis in der Kirche liefert allerdings eine andere Information: Es ist die Inschrift auf dem Triumphbogen.

Die durch Farbe hervorgehobenen Großbuchstaben, die auch römische Zahlzeichen sind, ergeben, wenn man sie addiert, die Jahreszahl 1752:

zV grosserer ehr gottes 5 VnD heILIgen eVangeLIsten 613 MarCI Ist Vnser gegenWärtI- 1118 ges gotts haVs erWeItert 16 1752

Was zudem für eine Datierung des Umbaues in den 1750er -Jahren spricht, ist ein Dokument von 1755, gerichtet an den Magistrat von Mauthen: Der Baumeister Philipp Oberwinkler, damals auch Marktrichter, bezieht sich auf eine Kirchenbau-Rechnung von 1752 und bittet um Begleichung eines von ihm vorgestreckten Betrages, den er dann allerdings der Pfarrkirche für hl. Messen für sich und seine Frau stiften wolle.

„Vergelt`s Gott“!

Ab sofort steht in den Kirchen Kötschach und Mauthen eine wunderschöne Holzschatulle zur Bestellung und Bezahlung von Messintentionen, die den ganzen Tag über zugänglich ist.

Wir danken bei dieser Gelegenheit Anton Oberguggenberger für die beiden Holzkunstwerke und „Holz-Thurner“ für das Zirbenholz!

Werfen Sie ein Kuvert mit Ihren Wünschen und dem Geld in diese Box, und geben sie bitte unbedingt an, für WEN die „Heilige Messe“ oder das „ewige Licht“ ist und für WANN. Weiters nennen Sie uns bitte Ihren werten Namen und eine Telefonnummer für Rückfragen.

Eine Sonn- und Feiertagsmesse kostet 12 EUR. Werktagsmessen, sowie „Maria Schnee“ und Samstag-Abendmessen kosten 9 EUR. Für das „Ewige Licht“ bitten wir um 6 EUR.

Selbstverständlich besteht auch weiterhin die Möglichkeit, zu den regulären Pfarrbürozeiten die Messintentionen zu bestellen.

Pfarrkanzlei

Öffnungszeiten:

Patrozinium 2026

Wie jedes Jahr feiert die Pfarrkirche Kötschach zu Maria Himmelfahrt das Kirchweihfest, „Patrozinium“ genannt. Nach einjähriger Pause soll es heuer nach der Festmesse im „Gailtaler Dom“, bewährt mitgestaltet vom „Kirchenchor Kötschach“ mit instrumentaler Begleitung, wieder ein Pfarrfest im Garten des Servitenklosters geben. Die Obergailtaler Trachtenkapelle wird dieses Fest für die ganze Familie mit moderaten Preisen für Getränke und Essen musikalisch mitgestalten. Wie bereits im Vorjahr kolportiert, helfen zwar immer alle gerne mit, aber leichter wird`s auch nicht. So wurde für 2026 die Idee geboren, eine Kooperation mit dem MGV Kötschach einzugehen, der

Kötschach: Freitags 09:30 Uhr - 11:30 Uhr

am Mittwoch, 12. August zu einem kleinen, aber feinen, modern anmutenden Kärntnerliedpotpourri

von und mit „Buzgi“ in den idyllischen Garten des Servitenklosters einladen möchte!

Das Patrozinium findet am Samstag, den 15. August statt. Jetzt schon sind alle Generationen – es gibt auch wieder eine eigenes Kinderprogramm – dazu herzlich eingeladen!

Peter Krall

Mauthen: Erster Freitag im Monat 08:00 Uhr - 09:00 Uhr

Telefonische Erreichbarkeit: +43 4715 244 oder +43 676 8772 8397

Dr. Sergius Duru: +43 688 6482 9300

Fax: +43 4715 244-34

Email: koetschach@kath-pfarre-kaernten.at

Bankverbindungen:

Weitergehende Informationen, aktuelle Gottesdienstordnungen und das Pfarrblatt zum Herunterladen finden Sie auf der Homepage unserer Pfarrgemeinde: https://www.kath-kirche-kaernten.at/koetschach

Kötschach: IBAN: AT29 4073 0302 3355 0000, BIC: OVLIAT21XXX

Laas: IBAN: AT02 4073 0302 3355 0001, BIC: OVLIAT21XXX

Mauthen: IBAN: AT75 3936 4000 0010 3630, BIC: RZKTAT2K364

Impressum

Herausgeber: Pfarre Kötschach-Mauthen, 9640 Kötschach 27

Email: koetschach@kath-pfarre-kaernten.at Web: www.kath-kirche-kaernten.at/koetschach

Fotos: privat, sofern nicht anders angegeben

Redaktion: Dr. Sergius Duru, Renate Katschnig, Peter Krall, Andreas Lamprecht, Sissy Sonnleitner

Gestaltung: Andreas Lamprecht

Druck: Oberdruck, Lienz

Bankverbindung: siehe oben

Termine

Sofern nicht anders angekündigt, finden in den Pfarren die Messfeiern zu folgenden Zeiten statt:

Dienstags, mittwochs und freitags

Donnerstags

Samstags

Sonntags

18:00 Uhr Hl. Messe in Kötschach, ab Novene um 19:00 Uhr

10:00 Uhr Hl. Messe im LKH Laas

09:00 Uhr 18:00 Uhr

08:30 Uhr 10:00 Uhr

Hl. Messe in Mauthen, ab 2. Mai in Maria Schnee

Hl. Messe in Kötschach, ab Novene um 19:00 Uhr Am zweiten und letzten Samstag im Monat um 17:00 Uhr in Laas

Hl. Messe in Mauthen Hl. Messe in Kötschach

Am Herz-Jesu Freitag, das ist immer der erste Freitag im Monat, kommt der Herr Pfarrer gerne zu Ihnen nach Hause, um Ihnen die Kommunion zu bringen oder die Krankensalbung zu spenden. Bitte um rechtzeitige Anmeldung über die Pfarrkanzlei!

März

Datum Uhrzeit

Kirche Bemerkung

06., 13., 20., 27. Freitag 15:00 Uhr Kötschach Kreuzwegandacht 14. und 28. Samstag 17:00 Uhr Laas Am 28. Palmweihe

19. Do - 27. Fr 19:00 Uhr Kötschach Neuntägige Novene z. Schmerzensmutter 29. Sonntag Palmsonntag 08:30 Uhr 10:00 Uhr Mauthen Kötschach Messe mit Palmweihe

April

Datum

Uhrzeit

Kirche Bemerkung

02. Donnerstag Gründonnerstag 10:00 Uhr 17:00 Uhr 19:00 Uhr Laas Mauthen Kötschach Gründonnerstagsliturgie

03. Freitag Karfreitag 15:00 Uhr 19:00 Uhr Laas und Kötschach Kötschach Kreuzwegandacht Karfreitagsliturgie

04. Samstag Karsamstag 07:00 Uhr 09:00 Uhr 14:00 Uhr 15:15 Uhr 16:15 Uhr 20:00 Uhr

Mauthen Kötschach Laas Kötschach Mauthen Kötschach

Feuersegnung Feuersegnung Speisensegnung Speisensegnung Speisensegnung Osternachtsliturgie

05. Sonntag Ostersonntag 08:30 Uhr 10:00 Uhr Mauthen Kötschach musikalische Gestaltung: Kirchenchor

06. Montag Ostermontag 10:00 Uhr Laas

11. und 25. Samstag 18:00 Uhr Laas

Mai

Datum

Uhrzeit

Kirche Bemerkung

09. und 30. Samstag 18:00 Uhr Laas

11. Montag Bitttag 19:00 Uhr 19:00 Uhr

12. Dienstag Bitttag

13. Mittwoch Bitttag

19:00 Uhr 19:00 Uhr

19:00 Uhr 19:00 Uhr

Maria Schnee Mandorf

Maria Schnee Einsiedelwaldkirche

Maria Schnee Laas

14. Donnerstag Christi Himmelfahrt 08:30 Uhr 10:00 Uhr Mauthen Kötschach

18:30 Prozession v.d. Kirche Mauthen 18:30 Prozession v.d. Kirche Kötschach

18:30 Prozession v.d. Kirche Mauthen 18:30 Prozession v.d. Kirche Kötschach

18:30 Prozession v.d. Kirche Mauthen 18:15 Prozession v.d. Kirche Kötschach

16. Samstag Kreuzsamstag 09:00 Uhr Kötschach Wallfahrermesse

29. Freitag 19:00 Uhr Kötschach Lange Nacht der Kirchen

Es kann zu kurzfristigen Terminänderungen kommen. Beachten Sie daher bitte auch die Gottesdienstordnung! ehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser!

SWir hoffen, dass Ihnen das Pfarrblatt, mit dem wir Sie mehrmals pro Jahr über die Ereignisse rund um die Pfarren Kötschach und Mauthen informieren, gefällt. Sollten Sie wichtige Informationen vermissen oder Vorschläge für weitere interessante Artikel haben, dann wenden Sie sich bitte telefonisch oder per Email an das Pfarrbüro.

Da durch das größere Format leider auch die Druck- und Zustellkosten gestiegen sind, würden wir Sie um einen Beitrag an das Kötschacher Pfarr-Konto ersuchen. Ein herzliches „Vergelt‘s Gott“ schon im Voraus! Das Redaktionsteam des Pfarrblattes Kötschach-Mauthen

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