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The Dolder Grand

MAGAZINE N° 2 — Dezember 2014

SPECIAL: BUTLER IM 21. JAHRHUNDERT

Das wäre alles, James MET IN THE LOBBY

Rene Russo ONCE UPON A TIME

Boomende 50erund 60er-Jahre


Der Stein des Lebens und der Liebe «Beim Rubin wechseln lichte und samtene Töne von Rosa bis zu dunklem Purpur: Je leuchtender, je lebhafter das Rot funkelt, desto erlesener und kostbarer ist der Stein des Lebens und der Liebe.» Dr. Eduard J. Gübelin (1913 – 2005)

6.95 ct Rubin aus Burma im Ovalschliff

Luzern Zürich Basel Bern St. Moritz Genève Lugano Kuala Lumpur Hong Kong


EDITORIAL

Liebe Leserinnen, liebe Leser Willkommen im winterlichen Zürich. In der zweiten Ausgabe des Dolder Grand Magazine führt uns der historische Rückblick in die boomenden 50er- und 60er-Jahre des letzten Jahrhunderts, als die Gäste mit dem Flugzeug nach Zürich zu reisen begannen. In der Rubrik «Met in the Lobby» erzählt uns die Schauspielerin Rene Russo, wie sie an ihre Rolle als gierige TV-News-Produzentin im Film «Nightcrawler» herangegangen ist. Wir haben sie anlässlich ihres Besuchs am Zurich Film Festival als äusserst sympathischen Gast kennengelernt und freuen uns, dass sie sich bei uns so wohl gefühlt hat.

Seit Juni dieses Jahres kommen unsere SuitenGäste in den Genuss des Butler-Service. Für uns ein Grund, dem Thema einen Artikel zu widmen – schliesslich hat sich das Bild des steifen Butlers seit den Anfängen doch sehr verändert. Ich gebe zu, dass ich mir ein Leben ohne Smartphone zumindest beruflich gar nicht mehr vorstellen kann. Mobil zu sein und alle Informationen immer dabei zu haben, bewegen mich dazu, möglichst papierlos zu arbeiten und eine digitale Ablage auf dem Smartphone zu führen. Ein Digital Detox Camp, wie es in unserem Lifestyle-Artikel beschrieben ist, habe ich allerdings noch keines besucht. Immerhin habe ich gelernt, das Bearbeiten von Mails während der Ferien zu dosieren. Falls Sie das nicht mehr können, regt der Artikel zum Nachdenken an. Ausserdem erwarten Sie wieder Hotel-News und Hinweise auf Events in und um Zürich. Diesmal öffnen wir den Koffer der russischen LifestyleCelebrity Miroslava Duma, und der indische Journalist und TV-Moderator Vir Sanghvi plaudert aus dem Reise-Nähkästchen. In den «Dolder Moments» lassen wir die gelungene Premiere unseres Gourmetfestivals THE EPICURE – Days of Culinary Masterpieces at the Dolder Grand nochmals Revue passieren. Ich lade Sie herzlich zur Lektüre ein und wünsche Ihnen viel Lesevergnügen.

Mark Jacob Managing Director

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Features

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SPECIAL: BUTLER IM 21. JAHRHUNDERT

MET IN THE LOBBY

Das wäre alles, James

Interview mit Rene Russo

Der Beruf des Butlers hat sich in den letz-

Die Schauspielerin darüber, wozu uns

er sich von seinem steifen Image verab-

Zusammenarbeit mit ihrem Mann und

ten 100 ­Jahren stark gewandelt. Längst hat

Verzweiflung treiben kann, über die

schiedet: Der Butler ist heute vielmehr

über Laserbehandlungen.

kreativer Personal Assistant.

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Lifestyle 30 Stellen Sie sich vor, Sie gehen

offline und es passiert – nichts

Standards 6

Grand News

22 Favourites: Ich packe meinen Koffer und nehme mit …

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Spa News

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From the Guest Book

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Dolder Moments

56 My Experience:

Alles beim Alten und doch

immer besser

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Culture 42

The Concierge recommends

ONCE UPON A TIME

43 Kalender

Zürichs Mangel an Hotelbetten

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What’s going on

Geschichtliche Einblicke in das Dolder Resort: die boomenden 50er- und

Impressum

60er-Jahre

Herausgeber: Dolder Hotel AG, The Dolder Resort, 8032 Zürich Texte: Public Relations The Dolder Resort Erscheinung: Das Dolder Grand Magazine wird zwei Mal jährlich als Online-Magazin publiziert (Juni und November) Design: Source Associates AG, Zürich Fotos: Heinz Unger, Fabian Häfeli, David Biedert, The Dolder Grand, Archiv Dolder Hotel AG, Privatsammlung und andere Cover: Blick über den Dolder Golfclub auf Zürich (Heinz Unger) Copyright: Dolder Hotel AG, Zürich

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GR AND NEWS

VALENTINSTAG

Sinnliche Kulinarik Das Dolder Grand hat sich für die Vorbereitung zum Valentinstag etwas Spezielles ausgedacht. Nach diesem Kochkurs können Sie Ihren Partner mit einem verführerischen Menü überraschen. Natürlich kann der kulinarische Liebeszauber nicht nur am Valentinstag nachgekocht werden … Der Kochkurs findet mit Chef à la Carte Patrick Hetz statt und gibt ausserdem einen spannenden Einblick in die Hauptküche des Dolder Grand. Mittwoch, 11. Februar 2015, von 17.00 bis 22.00 Uhr, für CHF 290.00 pro Person inklusive Kursunterlagen, Apéro und Abendessen.

WUSSTEN SIE …? … dass der Weihnachtsbaum im Dolder Grand mit 5’500 Kugeln geschmückt ist?

WINTERSPORT

Eislauf Welches Luxushotel hat schon eine eigene Eisbahn? Die des Dolder Grand ist ausserdem die grösste offene Anlage Europas: Auf 6’000 Quadratmetern kann hier dem Wintersport auf Eis gefrönt werden. Ein ganz besonderes Ambiente vermittelt der 9 Meter hohe Weihnachtsbaum, um den die Runden gedreht werden. In der Wintersaison sorgen fünf Eisdisco-Abende für Partystimmung. Ein spezielles Highlight ist der Anlass vom 17. Januar 2015 mit Schnee-Erlebniswelt und verschiedenen Schneeskulpturen: Die Firma Sculptura presst den Schnee aus der Eisputzmaschine zu Blöcken zusammen, um anschliessend verschiedene Figuren wie Pinguine, Eisbären oder Fabelwesen daraus zu schnitzen.

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GR AND NEWS

AUDITIVE IDENTITÄT

Neues Musikkonzept

LITERARISCH-MUSIKALISCHES

Lesungen Literatur und Hotels sind von jeher verbunden. Seit Juni 2014 führt das Dolder Grand regelmässig Lesungen durch, meist als Sonntagsmatineen. Eine besondere Form sind die musikalischen Lesungen, sei es in Zusammenarbeit mit der Tonhalle Zürich im grossen Ballroom oder im kleineren Rahmen im Ballroom-Foyer, mit Lesungen aus Literaturklassikern, begleitet am Klavier. Seit drei Jahren bereits ist das Dolder Grand zudem Hotelpartner des Buchfestivals «Zürich liest». Das Programm ist auf www.thedoldergrand.com unter «Events» einsehbar.

BRITISCHE GAUMENFREUDEN

English Afternoon Tea Wer etwas für gemütliche Nachmittage in einer Hotellobby übrighat, ist beim traditionellen English Afternoon Tea im Dolder Grand genau richtig: jeweils samstags und sonntags von 14.00 bis 18.00 Uhr während der Wintermonate. Für die luxuriöse Variante gönnt man sich ein Glas Hauschampagner «Erick De Sousa Tradition Brut». Dazu lodert und knistert das Holzfeuer im Cheminée.

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Wir sehen, wir fühlen, wir schmecken, wir riechen – und jetzt wird im Dolder Grand auch «gehört». Mit Unterstützung einer Agentur hat das Luxushotel seine Markenpersönlichkeit weiterentwickelt und mit der Brand Music Library auf die Sound-Ebene gebracht. Das neue Musikkonzept wird in einer ersten Phase ab Dezember 2014 in den öffentlichen Räumen des Hauses und im Spa eingesetzt. Dabei werden die Gäste die «auditive Identität» eher unbewusst wahrnehmen und vielmehr das Gefühl haben, dass «einfach alles stimmt».


GR AND NEWS

GAULT MILLAU DEUTSCHLAND

Erneut gekürt Chef Fine Dining Heiko Nieder krönt ein ereignisreiches Jahr mit einem erfolgreichen Abschluss: Gault Millau Deutschland hat den kreativen Küchenchef anlässlich der Auszeichnungen 2015 zum «Besten deutschen Koch im Ausland» gekürt. «Wenn man nicht mehr in der Heimat arbeitet, aber trotzdem so eine Wertschätzung und Beachtung erhält, ist das schon eine grosse Ehre», freut sich der 42-jährige Hamburger. Heiko Nieder ist seit der Wiedereröffnung 2008 im Dolder Grand tätig und erkochte für das The Restaurant 18 Gault-MillauPunkte und zwei Michelin-Sterne. Damit führt er das höchstdotierte Restaurant Zürichs. Ereignisreich war sein Jahr, weil er intensiv auf die Premiere des neuen Gourmetfestivals des Dolder Grand im September 2014 hingearbeitet hatte. Die Resonanz auf THE EPICURE – Days of Culinary Masterpieces at the Dolder Grand mit zwölf internationalen Meisterköchen – darunter die 3-Sterne-Köche Benoît Violier, Massimo Bottura und Joachim Wissler – war durchwegs positiv, und Zürich ist um ein Gourmet-Highlight reicher. Man darf sich schon auf die Fortsetzung im September 2015 freuen.

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GR AND NEWS

GAULT MILLAU SCHWEIZ

Erstmals ausgezeichnet Zum ersten Mal ist das Garden Restaurant von Gault Millau Schweiz mit 13 Gault-Millau-Punkten ausgezeichnet worden, ganz zur Freude von Chef à la Carte Patrick Hetz und seinem Team. Auf der Speisekarte des hellen, urbanen Garden Restaurant findet man ein Angebot an leichter europäischer Küche und modern interpretierten Schweizer Gerichten, so zum Beispiel in Gin Tonic gebeizte Jakobsmuscheln mit Gurken-Wasabi-Gelee, eingelegten Shitakepilzen und Bärenkrebsen oder Zürcher «Saucisson» mit getrüffeltem Rahmlauch, gebackenem Maisküchlein, Wurzelgemüse und Randen-Kartoffel-Mousseline oder Lachsfilet in Sesamöl gebraten mit Salbeisauce, Wakame-Algen, Babykarotten und weissem Cannellini-Bohnen-Püree. SILVESTER 2014

Festlicher Glanz zum Jahresende So schön kann der Neujahrswechsel in Zürich sein: Gala-Dinner, Livemusik und Unterhaltung beim neuen Silvesterball des Dolder Grand. Dafür wird der exklusive Ballroom des Hotels zum Schauplatz der glamourösen Premiere. Um 23.55 Uhr trifft man sich traditionell zum Champagner-Countdown in der Steinhalle und geniesst auf der Vorfahrt den Blick auf die Stadt und das Feuerwerk. Danach wird bis spät in die Nacht hinein getanzt. So sollte Silvester gefeiert werden. Tickets gibt es mit Übernachtungspackage oder auch nur für den Abend.

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Das wäre alles, James. BUTLER IM 21. JAHRHUNDERT

Der Beruf des Butlers hat sich in den letzten 100 J­ ahren stark gewandelt. Längst hat er sich von seinem steifen Image verabschiedet: Der Butler ist heute vielmehr kreativer Personal Assistant. 11


SPECIAL

B

London, Wiege des modernen Butlers Und wieder hatten die Briten das richtige Gespür. Das Lanesborough Hotel in London war 1990 das erste Hotel Europas, das für alle seine Gäste einen Butler-Service einführte. Head Butler Robert Watson war für den Aufbau der Butler-Abteilung verantwortlich und entwickelte viele der Systeme und Standards sowie die entsprechende Ausbildung. 1998 gründete Watson sein eigenes Unternehmen, The Guild of Professional English Butlers, und betreut seither Projekte in der ganzen Welt in Hotels, auf Kreuzfahrtschiffen und Luxusyachten. So wurde er 2014 auch vom Dolder Grand angefragt, die Mitarbeitenden der neu gegründeten Butler-Abteilung zu schulen. Für Zürichs City Resort war dies eine von diversen Massnahmen im Zusammenhang mit der Umsetzung des neuen Leitbilds «Persönlichkeit erleben». Intern wurde Matteo Previsdomini mit dem Projekt betraut, er führt die neue Abteilung. Seit Juni 2014 kommen Suiten-, Top-Suiten- und Residence-Gäste des Dolder Grand in den Genuss des «On call»-Butler-Service. Schon vor der Anreise nimmt der Butler mit ihnen Kontakt auf, um ihre individuellen Wünsche abzuklären und alles bestmöglich vorzubereiten.

utler müssen James heissen – so will es das Klischee. Spätestens die Serie «Downton Abbey» hat das Bild des klassischen britischen Butlers wieder in Erinnerung gerufen: Als Majordomus hatte er den höchsten Status der Dienerschaft und übte seinen Beruf mit viel Stolz und Ehrgefühl aus. Diese Funktion, im 18. und 19. Jahrhundert in den alten europäischen und US-amerikanischen Herrschaftshäusern oder in den Kolonien fest etabliert, verschwand nach dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg nach und nach, und Butler waren nur noch äusserst selten im Einsatz. Der Schritt vom Herrschaftshaus zum Hotel Mit dem Beginn des Massentourismus in den 60er-Jahren entstand Bedarf an neuen Hotels. Diese Gebäude zu erstellen, war kein Problem, aber es standen nicht genügend erfahrene und gut ausgebildete Mitarbeiter für alle Häuser zur Verfügung. So hatten Hotelgäste nicht nur eine Ansprechperson, sondern mussten sich je nach Anliegen an verschiedene Mitarbeitende wenden. In den späten 80er-Jahren nahm die Anzahl Millionäre und Milliardäre wieder zu, was den Beruf des Butlers in Privathäusern neu belebte. Auch die boomenden asiatischen Städte leisteten ihren Beitrag dazu. Vom privaten Herrschaftshaus folgte bald der Schritt in die Hotelwelt, der für das erneute Aufblühen des Berufsstands verantwortlich ist. Luxustouristen lassen sich ihren Aufenthalt etwas kosten und haben hohe Ansprüche – dies erklärt den erheblichen Wandel, den die Rolle und das Berufsbild des Butlers erfahren haben: Heute ist er vielmehr Personal Assistant seines Gastes.

WUSSTEN SIE …? … dass das Wort Butler vom Anglo­norman­nischen «buteler» stammt, das vom ­Altfranzösischen «boteillier» (Kellermeister) abgeleitet ist?

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RUBRIK

«Ich bin der Ansicht, dass ein Mann sich erst dann als völlig zufrieden betrachten kann, wenn er alles getan hat, seinem Dienstherrn nützlich zu sein.» Butler James Stevens im Film «Was vom Tage übrig blieb»

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SPECIAL

Neues Verständnis von Dienstleistung «Die Butler-Erfahrung hat mein Verständnis von Dienstleistung neu geprägt», erläutert Matteo Previsdomini. «Ein guter Butler muss antizipieren, was der Gast wünscht, nicht warten, bis der Wunsch ausgesprochen wird.» Auspacken, bügeln, Schuhe putzen, individuelle Essens- und Getränkewünsche erfüllen, Transfers sowie Reservierungen für das Rahmenprogramm organisieren und anderes mehr – das sind die Standarddienstleistungen, die der Suiten-Gast erwarten darf. «Aber damit zeichnen wir uns noch nicht aus», erklärt der Bündner. «Ein Gast hat individuelle Bedürfnisse, nach denen wir uns richten.» Es gehe also vielmehr darum, den Schritt über das hinauszumachen, was die Gäste erwarten – erst dann erziele man den Wow-Effekt. So bestellte ein Gast für seine Rückkehr in die Suite

einen schönen Blumenstrauss für seine Partnerin. Das Butler-Team kreierte für den Abend etwas mehr: Die Suite wurde sorgfältig vorbereitet mit Musik, einem Feuer im Cheminée, Kerzenlicht und einem eingedeckten Tisch auf der Terrasse unter dem Sternenhimmel – und mit dem bestellten Blumenstrauss. «Dem Gast wird eine spezielle Freude bereitet, die er nicht erwartet.» Dadurch bleibe sie ihm in bester Erinnerung, genauso wie «sein» Butler, der sie ihm ermöglicht hat. In diesem Sinn ist von einem Butler viel Kreativität und Fantasie gefragt. Das Berufsbild des Butlers geht mit der Zeit und passt sich dem veränderten Reiseverhalten diverser Länder an. Während Butler traditionellerweise männlich waren, sind heute auch Frauen in diesen Positionen zu finden. Da das Dolder Grand viele Gäste aus den Golfstaaten beherbergt, gehören

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SPECIAL

auch weibliche Butler zum Team. Denn ein Mann dürfe die Suite eines weiblichen Gastes nicht betreten, erläutert Previsdomini.

aufs Neue positiv zu überraschen», so Matteo Previsdomini. Und welches sind die Highlights des Butler-Berufs? «Die Bandbreite der Gäste ist gross. Das sind natürlich nicht immer die Rolling Stones oder die Königin und der König von Schweden … aber auch!», ergänzt er mit einem Schmunzeln. Und meint abschliessend: «Wir sind dazu da, die Gäste glücklich zu machen. Das ist eine dankbare Aufgabe, die einem auch viel zurückgibt.»

Von den Rolling Stones bis zum König von Schweden Die Einführung des Butler-Service im Dolder Grand ist ein grosser Erfolg. «Für Gäste, die noch nie in den Genuss eines Butler-Service gekommen sind, ist es eine zusätzliche Dienstleistung, die ihnen sehr viel Freude und Annehmlichkeiten bringt. Gäste, für die solche Dienstleistungen nichts Besonderes mehr sind, versuchen wir ganz speziell, immer wieder

Quellen: The Guild of Professional English Butlers, The International Butler Academy, Wikipedia

Fragen an Robert Watson The Guild of Professional English Butlers

Macht es einen Unterschied, ob man als Hotel-Butler in Asien, dem Nahen Osten oder in Europa tätig ist? Gibt es Unterschiede in der Ausbildung? Der Butler-Service ist vor allem ein persönlicher Service, deshalb schulen wir die Butler darin, sich an Kultur, Umwelt und Stil des jeweiligen Hotels anzupassen. Einige Beispiele: – In Bali ziehen Butler die Schuhe aus, bevor sie das Zimmer eines Gastes betreten, wie sie das auch zu Hause tun würden. – In Saudi-Arabien darf kein männlicher Butler einen Raum betreten, in dem sich ein weiblicher Gast alleine aufhält. Der Koran verbietet, dass sich Mann und Frau, die nicht eng miteinander verwandt sind, alleine in einem Raum aufhalten. – In einem Londoner Hotel erwarten Gäste von ihrem Butler, dass er sie an die Romanfigur Jeeves oder an eine Figur aus «Downton Abbey» erinnert und dem Bild des typischen englischen Butlers entspricht. – Und natürlich benötigt ein Gast in einem Resort auf den Seychellen andere Dinge als ein Geschäftsmann in einer europäischen Grossstadt. Der Butler muss den Service der jeweiligen Situation anpassen.

Welche Herausforderungen erwarten Sie für die kommenden Jahre? – Immer mehr Hotels bieten einen Butler-Service an. Das birgt die Gefahr, dass viele Häuser nicht in die Ausbildung ihrer Butler investieren, sondern einfach Hauspersonal mit schickeren Jacken ausstaffieren und als «Butler» bezeichnen. Doch ohne eine entsprechende Ausbildung und Verständnis für ihre Rolle können sie nur zweitklassigen Service bieten und die Erwartungen der Gäste nicht erfüllen. – 100 Millionen chinesische Touristen werden künftig viele Länder in aller Welt besuchen. Wir werden lernen müssen, diesen riesigen Markt richtig zu bedienen, der sich stark von dem unterscheidet, was die meisten von uns gewohnt sind. –O  bwohl wir uns als serviceorientierte Mitarbeiter der modernen Technik nicht verschliessen können, müssen wir doch auch sicherstellen, dass wir unsere grundlegende Rolle nicht aus den Augen verlieren: nämlich als Mensch für einen anderen Menschen da zu sein. Das kann keine Maschine, kein Mikrochip leisten. – Ein  hervorragender Service wird immer ein besonderes Qualitätsmerkmal eines Hotels sein und es von anderen Häusern unterscheiden. Hotels, die sich auf ihren Service konzentrieren und ihn weiterentwickeln, werden immer gefragt sein.

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FAVOURITES

Ich packe meinen Koffer und nehme mit … Prominenten Reisenden in den Koffer geschaut – inspiriert durch ein altes Kinderspiel

Gewöhnlich reise ich mit … Nur mit Handgepäck Meistens habe ich Übergepäck! Anmerkung: Das hängt ganz davon ab, was ich vorhabe. Wenn ich an eine Fashion Show reise oder an mehreren Events teilnehme, habe ich natürlich zu viele Gepäckstücke. Aber bei einem Eintages-Businesstrip reise ich auch nur mit Handgepäck. Ich bevorzuge: Reisetaschen Koffer jeglicher Art Bei Koffern ist mir Qualität wichtig. Vorbereitung: Ich bereite mein Gepäck einige Tage vor der Abreise vor und bin gut für die Reise gerüstet. Ich packe eher in letzter Minute. Anmerkung: Es kommt beides vor. Mein Stil: Ich bin eine unkomplizierte Person und habe nur Freizeitkleidung. Ich muss immer schön gekleidet sein und reise mit eleganter Kleidung/ Geschäftskleidung. Ich reise mit einer Auswahl an Kleidungsstilen.


Meine Jacke: Ich trage klassische Jacken. Nicht ohne meine Lederjacke. Nur eine? Ich nehme mindestens fünf Mäntel mit.

Zur Unterhaltung: Musik von meinem MP3Player/Mobiltelefon Meine Lieblingsreisemusik: Frédéric Chopin

In der Nacht: Ein klassisches Pyjama Unterwäsche/Shorts Nichts

Meine Schuhe: High Heels Etwas Bequemes im Stil von Tod’s Stiefel

Meine Schönheitsartikel passen in … eine Toilettentasche einen Kosmetikkoffer alles hinein. Ich brauche kaum mehr als eine Zahnbürste.

Auf Reisen treibe ich immer Sport. Deshalb nehme ich meine Sportbekleidung mit: Fürs Fitnessstudio Zum Joggen Für andere Aktivitäten

Miroslava Duma

Auf dem Kopf: Kappe Hut Ich mag keine Kopfbedeckungen.

Duschgel und Shampoo: Ich verwende die vom Hotel bereitgestellten Artikel. Ich nehme immer meine eigenen Artikel mit. Ich liebe die Produkte von Frederic Fekkai. Elektronische Geräte: Mobiltelefon Tablet Laptop

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Die russische Trendsetterin begann ihre Karriere als Redakteurin von «Harper’s Bazaar» Russland und gewann rasch an Popularität unter Modebloggern und Fotografen. Miroslava Duma ist stets in der Welt der internationalen Modeszene anzutreffen. Sie ist Journalistin, Jetsetterin, It-Girl, Fashionista und Gründerin der trendigen Lifestyle-News-Website Buro 24/7.


MET IN THE LOBBY

Rene Russo Die Schauspielerin dar端ber, wozu uns Verzweiflung treiben kann, 端ber die Zusammenarbeit mit ihrem Mann und 端ber Laserbehandlungen.

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MET IN THE LOBBY

S

ie sind zum Zurich Film Festival hier. Ist dies Ihr erster Besuch in Zürich? Ja, ich bin zum ersten Mal in Zürich. Ich war schon einmal in Luzern – vor etwa 20 Jahren. Es war wunderschön, und ich dachte schon damals, dass ich eines Tages in die Schweiz zurückkommen müsste. Das ist einer der schönsten Orte, an dem ich je war. Sie sind daran gewöhnt, aber es ist absolut atemberaubend. Zu Ihrem neuen Film «Nightcrawler». Das Publikum kennt Sie als schicke und smarte Frau oder verletzliche Mutter. Jetzt verkörpern Sie eine skrupellose Nachrichtenproduzentin. Was ging Ihnen durch den Kopf, als Sie das Drehbuch gelesen haben? So etwas hatte ich nie zuvor gespielt. Ich habe dann eher über die Verzweiflung meiner Filmfigur als über die Skrupellosigkeit, die in mir kein Echo auslöste, zu ihr gefunden. Die Zeit in meinem Leben, in der ich Grenzen überschritt, um etwas zu erreichen – das geschah immer aus Verzweiflung. Aus Verzweiflung oder Angst tun wir Dinge, die wir normalerweise nicht tun würden. Es hat tatsächlich einige Zeit gedauert, bis ich herausgefunden habe, was mich so weit bringen würde, für mich untypische Dinge zu tun. Da war also Nina, eine Frau meines Alters, 60 Jahre alt, die schon fast am Ende ist, mit immer mehr jungen Frauen und Männern in ihrem Arbeitsumfeld kon-

kurriert und ihre Krankenversicherung verliert. Wohin führt sie das? Das hatte für mich etwas Herzzerreissendes. Mir war klar, dass sie hart ist und niederträchtig und dass die Menschen sie verurteilen würden. Natürlich überschreitet sie mehr als eine Grenze. Es war mir sehr wichtig, dass man einen Grund dafür sieht.

«Nightcrawler», Anm. d. Red.) ja gehört: Ihr Fernsehsender steht zuunterst auf der Liste und Ihr Stern ist bald erloschen. Es ist wie eine Geschäftsverhandlung. Da geht viel in Nina vor. Sie willigt ein, weil sie ihn braucht, und sie blickt solange nicht zurück, bis er das Versprochene nicht liefert. Und dann platzt sie ihm gegenüber vor Wut – aber er sieht das alles anders.

Aus Verzweiflung oder Angst tun wir Dinge, die wir normalerweise nicht tun würden.

Denken Sie, dass wir dieses Verhalten bei Männern eher in Ordnung finden, während es uns bei Frauen überrascht? Ich habe das Gefühl, dass Männer es generell nicht mögen, wenn Frauen weniger sensibel sind und weniger ihrer Idee von Weiblichkeit entsprechen. Manche Männer kommen nicht besonders gut damit zurecht, wenn Frauen – ohne das jetzt zu drastisch formulieren zu wollen – die Dinge unter Kontrolle haben. Wenn Frauen auch nur im Geringsten fordernd auftreten (so wie es ein Mann tun würde, und da wäre es in Ordnung), kann das schon zu viel sein. Ich weiss nicht, ob es nicht vielleicht sogar in ihrer DNA liegt. Und ich meine das nicht als Beleidigung. Es ist ein schmaler Grat, Frauen können Miststücke sein und Männer A… – seien wir doch ehrlich! Vielleicht fühlen sie sich von solchen Frauen irgendwie bedroht. Aber es ist auffällig, wie viele Männer mir sagen, ich sei in diesem Film ein ziemliches Miststück.

Und es ist interessant: Manche Menschen sehen den anderen Blickwinkel und andere nicht. Männer nehmen diese Verletzlichkeit weniger wahr als Frauen. Ich frage mich, ob das daran liegt, dass Frauen es in mancherlei Hinsicht schwerer haben. Die Szene im Restaurant ist interessant … Ein Journalist sagte zu mir, ich hätte da zu schnell aufgegeben. Doch er war jung, und ein Mann – das ist eine andere Generation. Ich sah mir die Rolle an: Ich spiele eine praktisch handelnde Geschäftsfrau und Sie haben ihn (Jake Gyllenhaal als

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Werden wir Sie in Zukunft häufiger in Rollen wie dieser sehen? Wenn ich etwas einmal gespielt habe, möchte ich das Gleiche nicht noch einmal spielen. Ich würde liebend gerne Comedy machen, mehr Comedy. Doch man findet nur selten gute Rollen.

Vorfeld über den Film und die Rolle gesprochen.

Sie sind seit 22 Jahren verheiratet. Wie war die Zusammenarbeit mit Ihrem Mann? Das war wirklich grossartig. Danny (ihr Ehemann und Regisseur von «Nightcrawler”, Dan Gilroy, Anm. d. Red.) war so unkompliziert, dass es keinerlei Spannungen gab. Wir haben im

Ihr Mann ist auch Drehbuchautor. Haben Sie ihm Änderungen vorgeschlagen? Nicht bei diesem Film. Meine erste Reaktion war, dass die Rolle noch ein bisschen überarbeitet werden müsste, doch dann wurde mir klar, dass ich sie zunächst einfach nicht spüren konnte.

Haben Sie Regeln für die Zusammenarbeit aufgestellt? Nein, das haben wir nicht. Danny hat mich in Bezug auf die Rolle in keinster Weise eingeschränkt.

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Aber manchmal gibt er mir seine Drehbücher, während er daran arbeitet, und dann gebe ich ihm Ratschläge aus der Perspektive einer Schauspielerin. Das kann durchaus hilfreich sein für einen Drehbuchautor. Interessieren Sie sich für die Nachrichten? Ich sehe mir keine Lokalnachrichten an. Davon träume ich schlecht. Ich bin ein Nachrichten-Junkie, interessiere mich aber eher für die grossen Themen. In den USA gibt es NBC, einen ziemlich liberalen Sender, und dann gibt es Fox News, der


RUBRIK

Männer mÜgen es generell nicht, wenn Frauen weniger ihrer Idee von Weiblichkeit entsprechen.

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MET IN THE LOBBY

nicht sehr ausgewogen berichtet. Was ich wirklich geniesse: Mit einer Schüssel Joghurt oder Flakes ins Bett zu gehen und Nachrichten zu schauen. Reisen Sie privat, ausserhalb der Filmtouren? Nein, ich verreise privat nicht. Wenn man eine Tochter im Teenager-Alter hat und versucht, sie zwischen 15- und 20-jährig durchzubringen, mit College und allem, dann ist das ist viel Arbeit. Anstatt zu verreisen, besuchen wir meine Schwiegereltern an der Ostküste. Wir haben schon ewig nicht mehr richtig Urlaub gemacht. Die Landschaft hier hat mir deutlich gemacht, dass wir ein bisschen häufiger verreisen sollten. Und wie erholen Sie sich? Ich treibe Sport. Nicht sehr lange jeweils, ich halte es nur 20 Minuten auf dem Fahrrad aus, dann langweilt es mich. Und danach eine schöne, warme Dusche. Ich war schon im Fitnessraum hier im Hotel und habe mich aufs Fahrrad gesetzt. Vielleicht mache ich das auch noch einmal.

ich mich einfach vernünftig, aber nicht ideal. Ich treibe ein wenig Sport, und was ich liebe, sind Laserbehandlungen. Sie stimulieren das Collagen in der Haut und machen einen echten Unterschied. Schönheits-OPs möchte ich selbst nicht machen lassen, aber ich finde sie völlig in Ordnung. Wenn eine Frau sich operieren lassen möchte, um sich besser zu fühlen, dann soll sie das tun. Welche Behandlungen mögen Sie noch?

Ich liebe Gesichtsbehandlungen und Massagen. Ich habe eine Führung durch das Spa hier bekommen. Was für eine schöne Anlage! Der Meditationsbereich hat mir besonders gut gefallen. Geniessen Sie Ihren Aufenthalt im Dolder Grand? Das Zimmer ist einfach wundervoll. Und der Blick aus dem Fenster ist wirklich einer der schönsten, den ich je hatte. Das Hotel ist schlicht spektakulär. Was könnte man sich Besseres wünschen?

Rene Russo Die US-amerikanische Schauspielerin Rene Russo spielte in den Filmen «Die Thomas Crown Affaire», «Brennpunkt L.A. – Die Profis sind zurück» (Lethal Weapon 3), «Outbreak – Lautlose Killer», «Schnappt Shorty», «Kopfgeld» und den «Thor»-Filmen unter anderem an der Seite von Mel Gibson, Clint Eastwood, John Travolta oder Pierce Brosnan. Aktuell spielt sie im Thriller «Nightcrawler» eine News-gierige TV-Produzentin, die an blutigen Verbrechen interessiert ist. Privat ist Rene Russo seit 1992 mit dem Drehbuchautor Dan Gilroy verheiratet und hat eine Tochter.

© Ascot Elite

Aber Sie sehen blendend aus, wie halten Sie sich in Form? Wissen Sie, die Leute fragen mich nach meinen Schönheitsgeheimnissen. Es gibt ein paar. Eines davon ist, dass Rauchen schlecht für die Haut ist und auch zu viel Sonne der Haut schadet. Das sind die offensichtlichen Dinge, die einen buchstäblich über Nacht altern lassen. Ausserdem ernähre

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LIFESTYLE

Stellen Sie sich vor, Sie g ­ ehen ­offline und es ­passiert – nichts. Dank der neusten Technologie verpassen wir nichts mehr. Und gleichzeitig verpassen wir sehr viel, denn sie nimmt unsere ganze Zeit in Anspruch. So sehr, dass bereits Programme zur digitalen Entwöhnung angeboten werden.

W

issen Sie noch, wer an der Bushaltestelle mit Ihnen auf den Bus gewartet hat? Wer im Zug gegenüber sass? Haben Sie sich in der Workshop-Pause mit Kollegen unterhalten? (Ach so, Sie wissen gar nicht, ob andere Kollegen im Workshop waren …) Bekommen Sie Schweissausbrüche, wenn Sie Ihr Handy zu Hause vergessen haben? Dann ist es vielleicht Zeit für eine digitale Entgiftung oder ein Digital Detox, wie es in der angelsächsischen Welt heisst.

Technologie beherrscht uns Smartphones und Tablets haben uns zweifellos faszinierende technologische Möglichkeiten eröffnet. Und trotzdem – die neuen Technologien beherrschen uns und unser Leben zunehmend. So sieht es auch Sylvia Sepielli, die Spa-Konzepterin aus Arizona. «Was für ein Anblick, eine Familie am Tisch sitzen zu sehen und jedes Mitglied ist für sich in seine digitalen Aktivitäten vertieft», lamentiert sie. Da ist einerseits die Angst, etwas zu verpassen, wenn man nicht online

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Programmieren Sie Benachrichtigungen, damit Sie wissen, wie viel Zeit Sie für eine Tätigkeit aufgewendet haben.

ist. Andererseits verpassen wir sehr viel, gerade weil alle online sind. Wir nehmen uns keine Zeit mehr, die Umgebung wahrzunehmen, Bilder oder die Natur zu betrachten oder sie auch nur auf uns wirken zu lassen.


LIFESTYLE

«Ich sehe hier auch einige Herausforderungen für den Spa-Bereich», erklärt Sylvia Sepielli. Das Verbotsschild mit dem durchgestrichenen Handy verliere immer mehr seine Wirkung – wie oft sieht man Gäste im Spa mit ihren Geräten herumhantieren! «Es muss doch möglich sein, sich ein bis zwei Stunden vom Smartphone zu trennen», fordert sie. «Am besten, man lässt es gleich im Hotelzimmer.» Es sei jedoch wie mit allen Süchtigen: Man kann nur denjenigen helfen, die sich helfen lassen wollen. Zudem sei den meisten Menschen gar nicht bewusst, wie «abhängig» sie sind. Der Körper leidet mit «Wir können noch gar nicht abschätzen, welche körperlichen Auswirkungen es hat, wenn wir uns ständig elektromagnetischen Feldern aussetzen», erläutert die Spa-Expertin weiter. Sie empfiehlt, so oft wie möglich mit Wasser in Verbindung zu kommen, ganz nach Art hawaiianischer oder indigener Rituale,

Sie erhalten detaillierte Berichte, wie Ihr digitaler Tag ausgesehen hat.

gemäss denen elektrische Umfelder gemieden werden und man sich zur Reinigung im Ozean baden soll. Weiter setzt Sylvia Sepielli auf Algenbehandlungen. Algen stehen schon seit einiger Zeit auf vielen Detox-Programmen, denn sie enthalten zahlreiche Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine in konzentrierter Form und wirken ausgleichend. Rückkehr in die analoge Welt Reiseveranstalter haben den Markt entdeckt und bieten Digital Detox Camps an, die sozusagen eine Rückkehr in die analoge Welt propagieren. Hier wird den Feriengästen wieder beigebracht – oder vielmehr wieder bewusst gemacht –, wie man durch den Wald spaziert, die Sterne anschaut und sich mit anderen Leuten am Tisch unterhält. Elektronische Geräte werden erst gar nicht mitgebracht. Aber vielleicht ist es wie bei einem Alkoholentzug: Würde man nachkontrollieren, kämen wohl unter der Matratze versteckte Smartphones ans Licht. Das mag jetzt vielleicht etwas zynisch klingen, aber müssen wir wirklich in ein Entzugscamp, um von elektronischen Geräten und Social Media loszukommen respektive einen vernünftigen Umgang damit zu erlernen?

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Blockieren Sie störende Websites für eine gewisse Zeit, damit Sie sich auf Ihre Arbeit konzentrieren können.

Digitale Hilfeleistung für die digitale Entwöhnung Es ist doch wie bei den Diäten: Immer wird gepredigt, eine einwöchige Crash-Diät bringe nichts, sondern es brauche eine langfristige Ernährungsumstellung. In diesem Sinn kann ein Digital Detox Camp nur temporär für Entwöhnung sorgen. Ziel muss es sein, die digitale Entwöhnung in den Alltag einzubauen. Eine Hilfeleistung bietet hier RescueTime.com. Der Name bringt es auf den Punkt: Zeit gewinnen und weniger davon verschwenden. RescueTime hilft, die täglichen Gewohnheiten im Zusammenhang mit digitalen Medien zu verstehen, so dass man konzentrierter und damit produktiver ist. Die Software zeigt einem, wie viel Zeit man täglich auf Websites, mit Apps oder E-Mails verbringt, und viel Zeit beanspruchende Anwendungen können geblockt werden. Die deutsche Antwort auf RescueTime.com heisst Offtime und wird seit Juli 2014 von einem


Startup-Unternehmen angeboten. Auch hier können störende Benachrichtigungen, Anrufe und SMS für individuell wählbare Zeiträume blockiert werden und der Zugriff auf Anwendungen, die man als Versuchung empfindet, lässt sich einschränken. Die Programme setzen am richtigen Punkt an: auf der Bewusstseinsebene. Und auch wenn es paradox ist, dass es zur digitalen Entwöhnung für gewisse Menschen offenbar eine weitere App braucht – Hauptsache, sie führen sich vor Augen, wie wichtig und nötig es ist, ab und zu offline zu gehen.

Tipps zur digitalen Entwöhnung – Checken Sie Ihre Mails während der Ferien nicht. – Setzen Sie eine Abwesenheitsmeldung auf, z.B.: «Entschuldigen Sie, ich bin gerade offline und melde mich morgen bei Ihnen.» – Oder Sie reagieren so: «Ich werde gerne während der regulären Arbeitszeit antworten.» – Posten Sie in den Ferien nicht jede Mahlzeit, die Sie einnehmen, auf Facebook oder Instagram. – Gönnen Sie sich klare digitale Auszeiten und entscheiden Sie bewusst, wann Sie online sind. – Machen Sie Spaziergänge ohne Smartphone. – Und lassen Sie es einfach nicht zu, dass ein kleines Gerät Sie beherrscht.

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S PA N E W S Die Beauty-Tipps, wie Sie gepflegt und fit durch den Winter kommen. Die neuen Produkte und Dienstleistungen aus dem Dolder Grand Spa.

Luftig leichte Anti-Aging-Pflege Im Januar 2015 erweitert La Prairie die Cellular Swiss Ice Crystal Collection um die Cellular Swiss Ice Crystal Eye Cream zur Bekämpfung erster Anzeichen von Hautalterung in der Augenpartie und die Cellular Swiss Ice Crystal Emulsion, eine luftig leichte Feuchtigkeitspflege für den täglichen Gebrauch. Mithilfe des Swiss Ice Crystal Complex, des Wirkstoffs, dem die Kollektion ihren Namen verdankt, sowie mit neuen Inhaltsstoffen, die speziell auf die neuen Produkte abgestimmt sind, wird der Haut die Stärke verliehen, um erste Alterungserscheinungen zu bekämpfen. Cellular Swiss Ice Crystal Eye Cream: durchschnittlicher Marktpreis CHF 266.00 (20 ml) Cellular Swiss Ice Crystal Emulsion: durchschnittlicher Marktpreis CHF 364.00 (50 ml) Beide Produkte im Handel ab Januar 2015

Erneuerungs­erlebnis für den Körper Seit Oktober 2014 können Gäste im Dolder Grand Spa im überarbeiteten Spa Menu Behandlungen nach ihrem persönlichen Gemüts- und Gefühlszustand auswählen. Die Basis dazu bildet das Konzept der Dolder Grand Life Balance. Eine neue Behandlung der Dolder Collection ist die LPG® Shape Perfection by Kerstin Florian. Die LPG®-Lipomassage™ verfeinert und strafft die Haut, das danach aufgetragene, exklusive Intensive Slimming Serum von Kerstin Florian wirkt stimulierend auf die Fettspaltung. Angenehm kühlende Kompressen und zum Abschluss die Massage mit der wirkungsvoll nährenden Multi-Vitamin Firming Crème runden dieses Erneuerungserlebnis für den Körper ab. Die Behandlung dauert 90 Minuten und kostet CHF 330.00.

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3 in 1 für Männer Männer mögen es bei der Pflege eher praktisch. Die Moisture Balm von Kerstin Florian ist eine feuchtigkeitsspendene Maske für Augen, Lippen und Gesicht. Geeignet für normale, trockene und reifere Männerhaut. Moisture Balm von Kerstin Florian CHF 63.00 im Dolder Grand Spa Shop

Ballet Workout Attitude, Grand-plié, Assemblé … Das Ballett-Fieber hat auch in den Group-Fitnesskursen des Dolder Grand Einzug gehalten. Abgeleitet vom klassischen Ballett wird durch spezifische Bewegungsabläufe eine ganzheitliche Stärkung und Dehnung des Körpers erzielt. Insbesondere Bauch, Beine, Arme und Po werden wirksam geformt und gedehnt. Hotelgästen, Spa Members und Day Spa Gästen steht das Programm der Group-Fitnesskurse offen.

Foam Roller Dieses praktische Utensil dient für Massage, Core-Training und Therapie. Es ist leicht mitzunehmen und damit auch für Reisen geeignet. Die Übungen mit dem Foam Roller lösen Verspannungen und muskuläre Probleme nach intensivem Training oder dienen dem Aufwärmen der Muskulatur vor der Belastung. Personal Trainer bauen die Übungen meist ins Programm mit ein. Erhältlich im Dolder Grand Spa Shop für CHF 78.00

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Frühjahrskollektion Das britische Label Melissa Odabash steht für glamouröses, exotisches und sinnliches Design. Grieder bietet die Frühjahrskollektion 2015 im Dolder Grand Spa Shop an. Der Long Caftan ist aus 100 Prozent Seide, die sich auf der Haut wunderbar anfühlt. Passend dazu gibt es den Badeanzug. Long Caftan in zwei Varianten, CHF 650.00 respektive CHF 570.00, Badeanzug CHF 330.00


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Der Einrichtungsstil des Dolder Grand Hotels in den 60er-Jahren

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ONCE UPON A TIME

Zürichs Mangel an Hotelbetten Geschichtliche Einblicke in das Dolder Resort: die boomenden 50er- und 60er-Jahre.

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en Zweiten Weltkrieg überstand das Dolder Grand Hotel relativ gut – trotz der Distanz zum Bahnhof und des damals herrschenden Benzinmangels. 1949 feierte es sein 50-jähriges Bestehen und war bis dahin bereits zum Allgemeingut der Zürcherinnen und Zürcher geworden. Das Jubiläum läutete auch die boomenden 50er- und 60er-Jahre ein, die eine starke Zunahme des Fremdenverkehrs bringen sollten. Mit dem Ausbau der Eisenbahn ging bis Mitte der

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50er-Jahre eine erste grosse Expansion des Tourismus einher, war die Bahn doch das Hauptverkehrsmittel für Reisende. Aber auch die Zahl der Autos explodierte, und der Ruf nach Autobahnen folgte auf dem Fuss. Ende der Vierziger nahm der Flughafen Zürich-Kloten seinen Betrieb auf und wurde im Folgenden kontinuierlich ausgebaut, was für das Dolder Grand Hotel von grosser Bedeutung war, kam doch schon Ende der 50er-Jahre ein grosser Teil der Hotelgäste mit dem Flugzeug in Zürich an.


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Steigende Zahl der Logiernächte Kaum waren die Kriegshandlungen zu Ende, begann die Zahl der Gäste insbesondere aus dem europäischen Ausland im Dolder Grand Hotel zu steigen – Luxusklasse wurde wieder stärker nachgefragt. Das Hotel florierte, wenn auch vor allem in den Sommermonaten. Thomas Mann zählte 1950 zu den Gästen. Dank guter Umsatzzahlen investierte man vermehrt in Umbauten, Renovationen und in Mobiliar. 1959 wurden auch die letzten Zimmer respektive Appartements mit einem eigenen Bad ausgestattet. In diesen Jahren war das Dolder Grand Hotel wiederholt Schauplatz international wichtiger politischer Begegnungen und Konferenzen: In der «Rotonde», dem berühmten Hauptrestaurant, wurde 1956 die Swiss-South

African Association (SSAA) gegründet. 1959 fanden im Dolder die Gespräche zwischen den Ministerpräsidenten Griechenlands und der Türkei zur Zypernfrage statt. Und 1961 trafen sich hier der österreichische Botschafter Dr. Kurt Waldheim und sein italienischer Amtskollege Umberto Grazzi, um eine Lösung für den Südtirolkonflikt zu finden. Während die Gäste aus der Unterhaltungs- und Filmindustrie lange vor allem aus Europa kamen, logierten in den 60er-Jahren immer mehr Prominente aus dem amerikanischen Showbusiness im Zürcher Luxushotel. Sir Henry Dass das Dolder Grand Hotel sich des internationalen Rufs als eines der vornehmsten und modernsten Hotels erfreute und

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zum Inbegriff des gesellschaftlichen Lebens in Zürich wurde, verdankt es G. Henry Kraehenbuehl, der seit 1925 als Direktor im Amt war. Ihm wurden hohe berufliche Qualifikationen und unternehmerische Fähigkeiten zugesprochen. Zudem hatte er im In- und Ausland – besonders in den Vereinigten Staaten – einen grossen Freundes- und Bekanntenkreis und war sehr gut vernetzt. In diesen Kreisen wurde er von allen «Sir Henry» genannt. Im Grand Hotel war er ein feudaler Gastgeber und der perfekte Gentleman internationalen Zuschnitts. Noch 1952 liess er die neue Bar im Grand Hotel mit Tanzfläche im Stil Louis XV. einweihen. Es wurde eine erstklassige Tonübertragungs- und Verstärkeranlage eingebaut, an die


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1 Das Dolder Grand Hotel mit dem neuen Anbau aus den 60er-Jahren 2 Hochzeiten, Bankette, Feiern: Das Grand Hotel wurde zum Treffpunkt der Z端rcher Gesellschaft.

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das Orchester, der Telefonrundspruch und ein Langspielplattenapparat angeschlossen waren. 1954 folgte im gleichen Stil ein weiterer Veranstaltungsraum, der Spiegelsaal, um der starken Nachfrage nach Räumlichkeiten für Privatanlässe und Hochzeiten gerecht zu werden. Ein Eintritt mit Diner für die Silvesterfeier kostete damals übrigens 26 Schweizer Franken. Als G. Henry Kraehenbuehl Anfang 1957 unerwartet starb, war der Schock gross – mit seinem Tod nach über

30-jähriger Tätigkeit ging eine wichtige Ära des Dolder Grand Hotel zu Ende. Moderner Anbau Anfang der Sechziger herrschte in Zürich ein regelrechter Mangel an Hotelbetten. Der starke Fremdenverkehr in den Sommermonaten konnte von der Hotellerie gar nicht vollständig abgedeckt werden. 1963 nahm das Dolder Grand Hotel seinen modernen Anbau in Angriff. Da der Arbeitsmarkt sehr ausgetrocknet war –

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Arbeitskräfte waren in jenen Jahren generell schwer zu finden –, verzögerten sich die Bauarbeiten. Ab Juni 1964 konnte der Erweiterungsbau laufend etagenweise in Betrieb genommen werden. Die Bettenzahl wurde durch die Vergrösserung um 50 Prozent erhöht, so dass das Dolder Grand Hotel jetzt über 200 Zimmer mit 300 Gästebetten verfügte. Zu Beginn wurde der Erweiterungsbau nur während der Sommermonate geöffnet; er war allerdings so eingerichtet, dass er


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auch jederzeit im Winter betriebsbereit gemacht werden konnte. Über Jahre beherbergte der Anbau einen prominenten Gast, der jeweils gleich eine ganze Etage für sich und seine Entourage bezog: den Schah von Persien. Ende der 60er-Jahre war in der Hotelbranche eine deutliche Umgruppierung festzustellen: Erstklasshotels beherbergten immer häufiger Geschäftsleute, die nur kurze Zeit vor Ort blieben. Auch im Dolder Grand Hotel, wo die Gäste früher durchschnittlich

gut vier Tage gebucht hatten, setzte nun ein Trend zum Kurzaufenthalt ein. Der Hauptanteil der Dolder Gäste, 25 Prozent, kam damals aus den Vereinigten Staaten. Häufig wurden die Hotelräumlichkeiten auch für gesellschaftliche oder geschäftliche Veranstaltungen und Zwecke benutzt. So war das Dolder Grand Hotel Ort für rauschende Bälle und Hochzeiten sowie Treffpunkt der Zürcher Gesellschaft.

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1 Glückwunschkarte zu den Festtagen 1955 vom Direktionsehepaar Kraehenbuehl sowie Kader 2 Die «neue» Bar mit Tonübertragungsund Verstärkeranlage war auf dem neusten technischen Stand.


WHAT’S GOING ON

Tipps für Ausflüge und Kulturelles THE CONCIERGE RECOMMENDS KULTUR

Filmpodium

© Filmpodium Zürich

Michael Zürcher ist seit November 2008 im Dolder Grand als Concierge tätig. Seine Spezialgebiete sind Restaurants und Kulturthemen.

Sie mögen keinen Wintersport? Mein Tipp, um bei Nebel, Nieselregen oder Schneefall an kalten Wintertagen in eine andere Welt abzutauchen: das Filmpodium an der Nüschelerstrasse 11 in Zürich. Das ehemalige «Studio4» aus dem Jahr 1948/49 wurde von Roman Clemens gestaltet und zählt zu den wichtigsten Schweizer Baudenkmälern der Nachkriegsmoderne. Seit 1993 steht es unter Denkmalschutz. Das Filmpodium ergänzt das kommerzielle Kinoangebot in der Stadt. Im Mittelpunkt stehen Zyklen zu ausgewählten Regisseuren, Schauspielern, Ländern, Themenkreisen und Genres – alles, was nicht Mainstream ist. In Zürich werden übrigens die meisten Filme in Originalfassung mit deutschen und französischen Untertiteln gezeigt.

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K ALENDER DEZE M BE R Musikalische Lesung im Dolder Grand Loriots «Kleiner Opernführer» mit Musik der diversen Komponisten

7. Dezember 2014

Kaiser Ball Traditioneller Tanzball im Kongresshaus Zürich

13. Dezember 2014

Salto Natale Der Circus der anderen Art in Zürich-Kloten

bis 4. Januar 2015

JA N UAR Mercedes-Benz CSI Internationales Springreitturnier im Hallenstation Zürich

23.– 25. Januar 2015

FEB R UAR Art on Ice Eisgala mit Weltstars im Hallenstadion Zürich

5. – 8. Februar 2015

Shrek - Das Musical Theater 11

18. Februar – 1. März 2015

Queen & Adam Lambert Konzert im Hallenstadion Zürich

19. Februar 2015

Monet, Gauguin, van Gogh … Inspiration Japan Ausstellung Kunsthaus Zürich

20. Februar – 10. Mai 2015

MÄR Z Usher Konzert im Hallenstadion Zürich

6. März 2015

Giardina Messe für Garten und Lifestyle

11. –15. März 2015

«Eros am Abgrund». Arthur Schnitzler und die Musik seiner Zeit Musikalische Lesung im Dolder Grand in Zusammenarbeit mit der Tonhalle Zürich

22. März 2015

Lionel Richie Konzert im Hallenstadion Zürich

23. März 2015

Paul Simon & Sting Konzert im Hallenstadion Zürich

27. März 2015

APR IL Sechseläuten Zürcher Frühlingsfest mit Umzügen und Verbrennen des «Böögg»

13. April 2015

Zürich Marathon Das einzigartige Lauferlebnis durch Zürich

19. April 2015

MAI Circus Knie Schweizer Nationalzirkus auf dem Sechseläutenplatz

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8. Mai – 7. Juni 2015


WHAT’S GOING ON

KLASSIK

LUCERNE FESTIVAL zu Ostern Startschuss für die Festspielsaison 2015: Neun Tage lang sorgt LUCERNE FESTIVAL zu Ostern für musikalische Sternstunden und setzt dabei einen Schwerpunkt auf die sakrale Musik. John Eliot Gardiner, der Monteverdi Choir und die English Baroque Soloists führen Johann Sebastian Bachs monumentale h-Moll-­Messe auf, und auch Teodor Currentzis und sein Ensemble Musica Aeterna haben für ihr Debut bei LUCERNE FESTIVAL Werke von Bach ausgewählt, die sie mit Musik des Franzosen Jean-Philippe Rameau kombinieren. Das Symphonieorchester und der Chor des Bayerischen Rundfunks beginnen die österliche Residenz unter ihrem Chefdirigenten Mariss Jansons mit Dvo áks Stabat Mater und widmen sich zum Abschluss des Festivals zusammen mit Radu Lupu Beethovens Erstem Klavierkonzert und Bruckners Sechster Sinfonie. 21. bis 29. März 2015 www.lucernefestival.ch

KLASSIK

Alphornklänge in der Tonhalle Die Zürcher Tonhalle wartet mit einem Highlight unter der Leitung von Maestro Kent Nagano auf. Ein Werk für vier Alphörner und Orchester ist an sich schon eine Sensation. Georg Friedrich Haas komponierte es 2013 als gemeinsames Auftragswerk höchst angesehener Institutionen, des Bayerischen Rundfunks, Wien Modern, des Los Angeles Philharmonic und der Tonhalle-Gesellschaft Zürich. Und dieses Concerto grosso des Meisters der verwischten Klänge wird garantiert eine Offenbarung werden. 22. und 23. April 2015 www.tonhalle-orchester.ch

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WHAT’S GOING ON

KULTUR

Art on Ice

KUNST

Monet, Gauguin, van Gogh … Inspiration Japan

Das einmalige, farbenfrohe Zusammenspiel zwischen den besten Eiskunstläufern der Welt und internationalen Musikstars live auf der Bühne. Die auftretenden Stars 2015 haben bei Olympischen Spielen, Welt- oder Europameisterschaften Gold gewonnen: die Russen Tatiana Volosozhar und Maxim Trankov, die kanadischen Eistänzer Tessa Virtue und Scott Moir, Carolina Kostner, Sarah Meier und Florent Amodio und last but not least der zweifache Weltmeister aus der Schweiz, Stéphane Lambiel. Musikalischer Gaststar ist Nelly Furtado. Zürich: 5. bis 8. Februar 2015 im Hallenstadion Lausanne: 10. und 11. Februar 2015 Davos: 13. und 14. Februar 2015

Nahezu alle grossen Künstler haben sich von japanischen Bildmotiven und Stilmitteln inspirieren lassen. Künstler wie Monet, Gauguin und van Gogh, Bonnard oder Degas stellten importierte Kunst und Gebrauchsgegenstände in ihren eigenen Werken dar und übernahmen japanische Bildsujets. Erstmals seit mehr als 25 Jahren wird nun dem unter dem Begriff «Japonismus» bekannten Phänomen eine umfassende Ausstellung mit über 300 hochkarätigen Exponaten gewidmet. Kunsthaus Zürich: 20. Februar bis 10. Mai 2015

www.artonice.com

www.kunsthaus.ch

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WHAT’S GOING ON

SPORT

SPORT

White Turf

Ski World Cup Wengen Die Lauberhorn-Abfahrt bei Wengen im Berner Oberland gehört neben dem Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel/Österreich zu den anspruchsvollsten im alpinen Skirennsport. Mit rund 4,5 Kilometern Länge ist sie die längste Abfahrt im Weltcupzirkus. Mit bis zu 160 Stundenkilometern schaffen die Profis Fahrzeiten um 2:30 Minuten. Der grösste alljährlich wiederkehrende Wintersportanlass findet vor der schönen Bergkulisse von Eiger, Mönch und Jungfrau statt. Mit über 80 Jahren Tradition gehört Wengen zu den Highlights im alpinen Skirennsport. 16. bis 18. Januar 2015

Nur im Engadin laufen Vollblutrennpferde ohne Reiter auf dem Rücken und nur mit Skifahrern im Schlepptau regelmässig um die Wette: das exklusivste, internationale Skikjöring-Rennen. Jedes Jahr lockt die beeindruckende Kulisse des White Turf 30’000 Menschen nach St. Moritz und ist ein einzigartiger Treffpunkt für die High Society und für Besitzer, Trainer und Jockeys aus aller Welt. Galopp- und Trabrennen sowie der Publikumsmagnet Skikjöring wechseln sich an den Rennsonntagen ab. 8., 15. und 22. Februar 2015 www.whiteturf.ch

www.lauberhorn.ch

AUSFLÜGE

Winterregion Der Wintertourismus in der Schweiz feiert diese Saison sein 150-jähriges Bestehen. Der Grundstein wurde in St. Moritz gelegt. Auch von Zürich aus sind Tagesausflüge in 60 bis 90 Minuten Fahrzeit in die Winterskigebiete oder zum Winterwandern sehr gut möglich: EngelbergTitlis, Hoch-Ybrig, Flumserberg, Andermatt und viele mehr.

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WHAT’S GOING ON

KLASSIK

Opernhaus Zürich Das Zürcher Opernhaus zählt zu den besten Häusern weltweit. 2014 wurde es bei den International Opera Awards als Opera Company of the Year ausgezeichnet. In den 250 Vorstellungen pro Spielzeit sind internationale Stars auf der Bühne zu erleben. Zu den Premieren in der Saison 2014/2015 gehören «Lohengrin», «Die Gänsemagd», «Robin Hood», «The turn of the screw» und «Anna Karenina». www.opernhaus.ch

WEIHNACHTEN IN ZÜRICH

SPORT

Christkindlimarkt und Singing Christmas Tree

Snow Polo World Cup St. Moritz

In Zimtduft gehüllt und feierlich geschmückt ist Zürich einfach zauberhaft zur Weihnachtszeit. Besonderes Glanzstück des Christkindlimarkts in der Halle des Hauptbahnhofs ist der 15 Meter hohe, mit Swarovski-Kristallen geschmückte Weihnachtsbaum. Einzigartig ist auch der «Singing Christmas Tree» nahe der Bahnhofstrasse: Auf einem haushohen Gerüst mit Tannenbaumverkleidung bieten verschiedene Kinderchöre abends das Beste aus ihrem Weihnachtsrepertoire. 20. November bis 24. Dezember 2014

Was vor über 30 Jahren in St. Moritz seinen Anfang nahm, schuf einen weltweiten Trend. Schneepolo wird inzwischen an Orten wie im amerikanischen Aspen über Cortina in Italien bis zum chinesischen Tianjin gespielt. Das Original in St. Moritz ist bis heute das international prestigeträchtigste und höchstdotierte Winter-Poloturnier auf Schnee. Die Lage auf 1’800 m ü.M. und das mondäne St. Moritz machen das Turnier weltweit einzigartig. 29. Januar bis 1. Februar 2015 www.snowpolo-stmoritz.com

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FROM THE GUEST BOOK

Nigel Kennedy


FROM THE GUEST BOOK

David Garrett


FROM THE GUEST BOOK

Peter Lindbergh


FROM THE GUEST BOOK

Veronica Ferres


FROM THE GUEST BOOK

Kylie Minogue


FROM THE GUEST BOOK

Lenny Kravitz


DOLDER MOMENTS 18 – 21. SEPTEMBER 2014

THE EPICURE Aussergewöhnliche Gaumenerlebnisse an vier Tagen: Die Namensliste der Gastköche des neuen Gourmetfestivals THE EPICURE des Dolder Grand las sich wie das Who’s who von Europas Spitzengastronomie. Zu Heiko Nieder gesellten sich Johannes King, Tim Raue, Arnaud Bignon, Esben Holmboe Bang, Hans Neuner, Dieter Koschina, Jean Sulpice, Gianluca Fusto, Rolf Fliegauf sowie die 3-Sterne-Meister Benoît Violier, Massimo Bottura und Joachim Wissler. Um es wie in der Oper auszudrücken: Bravissimo!

G ruppenfoto der Meister und Organisatoren: Unter den Kollegen herrschte eine hervorragende Stimmung. M it Präzision: Joachim Wissler bestritt einen Abend im The Restaurant und war Teil vom grossen Finale.

E in Abend bei Heiko Nieder mit dem Maestro: Massimo Bottura (rechts) begeisterte die Gäste mit seinen avantgardistischen Kochtechniken. Gespanntes Warten vor der Premiere: Benoît Violier bei Heiko Nieder in der Küche

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DOLDER MOMENTS M anaging Director Mark Jacob begrüsst Königin Silvia von Schweden in der Steinhalle (links). Z u Resident Manager Markus Granelli gesellte sich auch König Carl XVI. Gustaf von Schweden dazu. Der königliche Besuch fand im Oktober 2014 anlässlich des 68th Baden-Powell Fellowship Event Switzerland der World Scout Foundation statt.

Volkswagen stellte im Dolder Grand im September 2014 mit prominenter Unterstützung den neuen Plug-in-Hybrid Golf GTE vor. Die deutschen Schauspieler Anna Maria Mühe, Max von Thun und Markus Kavka starteten zusammen mit Boris Blank vom legendären Duo Yello an der Seite von Journalisten zu einer Rundfahrt um den Zürichsee.

C hairman Karl Spoerri posiert am Hoteleingang mit US-Produzent Michael Shamberg. Im September 2014 fand der ZURICH SUMMIT statt, ein Treffpunkt für Unternehmer, Führungskräfte und Kreative der Film-, Entertainment- und Media-Branche.

Herrliche neue Location: Zur Einweihung der Gallery Lounges und der neuen Terrazza Suite (390 Quadratmeter!) lud das Dolder Grand Kunden, Stammgäste, Spa Members und Freunde des Hauses im Juli 2014 zur Open House Summer Party ein.

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MY EXPERIENCE

Alles beim Alten und doch immer besser von Vir Sanghvi

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s ist Zeit für ein Geständnis. In jungen Jahren habe ich die Schweiz weniger als realen Ort wahrgenommen denn als ein Land der Fantasie. Und was für ein Land das war: Für ein Kind mit überaktiver Vorstellungskraft glich es einem Märchenreich. Alles war makellos sauber, perfekt, organisiert. Es gab schneebedeckte Gipfel und Seen über Seen. (Tatsächlich ist eine meiner frühesten Erinnerungen die, wie ich die Fontäne im Genfersee intensiv anstarrte). Manchmal beobachtete ich von den Hügeln bei Vevey,

wie sich der Vollmond im See spiegelte; das schimmernde, silberne Schauspiel vervollkommnete das Bild fast unwirklicher Schönheit, das sich in meinem Kopf geformt hatte. Und dann waren da all die anderen Dinge – wie beispielsweise Schokolade: Man kann sie auf der ganzen Welt kaufen, aber in meiner Kindheit war ein Aufenthalt in der Schweiz ohne den Besuch einer Chocolaterie schlicht undenkbar. (Ebenso unverzichtbar war übrigens für meine Eltern der Gang zum Uhrmacher. Auch Uhren sind heute noch ein globales Geschäft – in den 60er-Jahren waren sie jedoch auch eines der Highlights jeder

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Vir Sanghvi ist ein bekannter indischer Print- und Fernsehjournalist, Kolumnist, Autor und Talkshow-Moderator. Seine Arbeit für Printmedien und Fernsehen wurde vielfach ausgezeichnet. 1993 wurde er auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos zu einem Global Leader of Tomorrow gekürt.


Reise in die Schweiz.) Wie alle Kinder suchte ich in meinem Märchenland nach Schlössern und Burgen. Ich fand sie in den Grand Hotels, an Orten wie dem alten Dolder Grand Hotel und anderen Hotels in den Bergen. Das Beste daran war, dass in diesen Schlössern auch Bürgerliche wie wir wohnen konnten und jedes Kind wie ein Prinz behandelt wurde.

Heute sehe ich, wie die moderne Schweiz und das Märchenland meiner Träume miteinander verschmolzen sind. Mit zunehmendem Alter holte mich die Realität ein. Ich arrangierte mich mit der Schweiz als realem Ort. Doch nichts minderte meine Zuneigung zu den Wundern meiner Kindheit. Ich erinnere mich an weite Fahrten in den Doppelstockzügen (die mich bis heute faszinieren), an meine Verwunderung darüber, wie besessen die Schweizer von der Zeit waren (immerhin war die Schweiz das Land der Uhren!) und an meine Verblüffung ob der Unruhe der Eisenbahngesellschaft, wenn ein Zug mit geringer Verspätung von einer oder zwei Minuten eintraf.

Heute, in der Mitte meines Lebens, sehe ich, wie die moderne Schweiz und das Märchenland meiner Träume miteinander verschmolzen sind. Da sind immer noch die Uhren, die Schokolade und die Pünktlichkeit. Doch ausserdem gibt es hervorragende Restaurants, in die ich als Kind nie mitgenommen wurde. (Ich ass damals jeden Tag dasselbe: Zürcher Geschnetzeltes mit Rösti!) Und die Schlösser meiner Kindheit haben sich für das 21. Jahrhundert gerüstet. Bei meinem letzten Aufenthalt in Zürich logierte ich in den modernen neuen Räumen des Dolder Grand. Beim Blick durch die riesigen Panoramafenster gelangte ich zu einer beinahe schon erschreckenden Erkenntnis: Die neuen Räumlichkeiten gefallen mir tatsächlich besser als die pompösen Zimmer meiner Kindheit. Ah, die Schweiz! Alles beim Alten! Und doch immer besser – auf die bestmögliche Art und Weise!


BMW 6er Gran Coupé

www.bmw.ch

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Freude am Fahren

Profile for The Dolder Grand

The Dolder Grand Magazine – Dezember 2014  

Wir laden Sie zur Lektüre ein: Das Dolder Grand Magazine erscheint zwei Mal jährlich (im Sommer und Winter) als Online-Magazin. Darin bringe...

The Dolder Grand Magazine – Dezember 2014  

Wir laden Sie zur Lektüre ein: Das Dolder Grand Magazine erscheint zwei Mal jährlich (im Sommer und Winter) als Online-Magazin. Darin bringe...

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