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MÄRZHEFT 2019


03/2019

INHALT

Wie stehen die Sterne für Das Horoskop des Königs?....... 4  Bremer Erklärung: Die Vielen ........................................ 7 Chabrier: Das Horoskop des Königs – L’Étoile ............. 12 Tolstoi: Auferstehung ................................................. 14 Dürrenmatt: Der Besuch der alten Dame ...................... 16 Akika: Will happiness find me? .................................... 18 Freitag: Für Vier ......................................................... 20 Wiederaufnahme Der gute Mensch von Sezuan ............ 22 Evviva – Eine italienische Operngala ........................... 24 Gastspiel-Konzerte: Georg Ringsgwandl, PeterLicht, Andy Einhorn ............................................................ 25 Superlub: Wayne Snow + Tama Sumo .......................... 27 Nach den Rechten sehen: Ibrahim Arslan ..................... 28 Gastspiel: Die NSU-Monologe .................................... 29 Familienkonzert #2: Aschenputtel ............................... 31 Escena España 2019 .................................................... 32 Bremer Frühling #6 – Festival für Auszubildende ......... 34 Und außerdem ............................................................ 36 Pfeil des Monats ......................................................... 40 Ermäßigte Kartenpreise .............................................. 43 Kontakt ...................................................................... 46


03/2019

LIEBES PUBLIKUM, LIEBE LESERINNEN UND LESER! „Kulturförderbericht“ klingt nach Behördenbericht und Akteneinsicht. Und macht zuerst einmal wenig Lust, ihn zu lesen. Hat man den Bericht aber als Buchausgabe in den Händen – oder hat man ihn sich aus dem Netz unter www. kultur.bremen.de auf seinen Rechner heruntergeladen –, hört man gar nicht auf, darin zu stöbern, zu lesen, auch zu staunen. 266 engbedruckte und schön bebilderte Seiten über KULTUR IN BREMEN . All das gibt es also in dieser Stadt an Kultur – an Theater, an Tanz, an Musik, an Museen, an Bildender Kunst, Literatur und Filmkunst. An freier Szene und an Stadtkultur. Das Staatsarchiv soll nicht vergessen werden, das Landesamt für Denkmalpflege oder die Landesarchäologie. Sie alle werden vorgestellt, beschrieben durch Experten und Expertinnen aus der Kulturbehörde, die Beschreibungen werden ergänzt durch Statements aus der Kulturszene selbst, die in einem Beteiligungsprozess dialogisch eingebunden war. Der Senator für Kultur ist der Herausgeber dieses Katalogs, die inhaltliche Gesamtverantwortung aber hat die Staatsrätin, Carmen Emigholz, und sie hat damit nicht nur eine Bestandsaufnahme vorgelegt, die alle, die demnächst über kulturelle Förderung in Bremen zu entscheiden haben, gelesen haben sollten, sondern sie hat auch damit Perspektiven aufgezeigt, die über den Bestand hinausgehen. Michael Börgerding

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EINE PROGNOSE

WIE STEHEN DIE STERNE FÜR „DAS HOROSKOP DES KÖNIGS“? Brigitte Heusinger fragt eine Astrologin Die kommende Produktion des Musiktheaters Das Horoskop des Königs ist eine augenzwinkernde Satire über einen brutalen Herrscher, der sofort zum Jammerlappen wird, wenn sein eigenes Leben bedroht ist. In dieser französischen Operette aus der Feder des eher unbekannten Komponisten Emmanuel Chabrier geht es nicht nur um Kritik an Machtmissbrauch und aristokratischer Selbstherrlichkeit, sondern auch um die Kraft der Prophezeiung. König Ouf hat stets einen Hofas­trologen an seiner Seite. Es sei übrigens keine Seltenheit, dass sich Herrscher von ihrem persönlichen Astrologen beraten würden, sagt Frau Keidel-Joura, die ich während der Vorbereitung zu Das Horoskop des Königs besucht habe. Frau Keidel-Joura arbeitet seit über 30 Jahren als beratende Astrologin. Sie schreibt dazu: „Bis vor 200 Jahren war es ein Must-have, dass Könige eigene Hofastronomen hatten. Selbst Herschel, der dadurch berühmt wurde, dass er den Planeten Uranus entdeckt hatte, fertigte für den König astrologische Almanache und Wetterprognosen. Frühere Astronomen sahen ganz klar eine Verbindung zwischen dem, was Sterne und Planeten zeigten, mit dem was auf Erden geschah. Während sie aber eher der mystische Zusammenhang interessierte, ging es den Monarchen vor allem um den Erhalt ihrer Macht. Für diesen brauchten sie günstige Zeitpunkte, z. B., wann eine Ehe geschlossen, ein Krieg begonnen, oder eine

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EINE PROGNOSE

wichtige Entscheidung getroffen werden sollte. Auch für jeden neugeborenen Adligen sind stets Horoskope erstellt worden. Heutzutage werden Astrolog*innen jedoch eher diskret befragt. Bekannt ist aber, dass Ronald Reagan und François Mitterand sich astrologisch beraten ließen.“ Doch warum ich Frau Keidel-Joura vor allem aufgesucht habe: Wir hätten gern ein Horoskop für den Premierenabend von Das Horoskop des Königs am 30. März. Hier ist es: „Das Horoskop für die Premiere in Bremen sieht meiner Meinung nach gut aus, erst recht, wenn wir es mit dem der Uraufführung vergleichen. Wir können also schon mal klar sagen: Die Bremer Version ist besser als das Original. Besonders schön ist der Aszendent in der Waage, der günstig ist für künstlerisches Schaffen und harmonische Arrangements. Hinzu kommt eine starke Besetzung der Fische, die alles Musische und Wirkungsvolle verstärkt. Mit Venus im 5. Feld sind außerdem Spielfreude und Kreativität aller Mitwirkenden zu erkennen. Dies führt im Ergebnis zu einer Art Neuschöpfung der Operette, was verstärkt wird durch die Position des Mondes im Wassermann, der außerdem avantgardistische Elemente bringt. Gerne wird hier die Logik des Gewöhnlichen unterbrochen – ohne jedoch die tragenden Elemente des Werks zu ignorieren. Auch die Sonne im Widder betont, dass es sich beim Bremer Horoskop des Königs um etwas Neues handelt, was eventuell provozieren kann. Mit Saturn und Pluto im 4. Feld dürfte es bei der Premiere zudem ein paar konservative Personen geben, denen diese Version des Bühnenstücks nicht in die Schublade passt. Das Werk wird also polarisieren; manche Zuschauer*innen werden etwas konsterniert, andere begeistert sein.”

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GRUNDSATZERKLÄRUNG

BREMER ERKLÄRUNG: DIE VIELEN Kunst und Kultur schaffen einen Raum zur Veränderung der Welt

Als Aktive in der Kulturlandschaft haben wir eine aus der Geschichte Deutschlands erwachsende Verantwortung, da von unserem Land die größten Staatsverbrechen der Menschheitsgeschichte begangen wurden. Millionen Menschen wurden ermordet oder gingen ins Exil, unter ihnen auch viele Künstler*innen. Kunst wurde als „entartet“ diffamiert und Kultur flächendeckend zu Propagandazwecken missbraucht. Als Kulturschaffende in Deutschland tragen wir deshalb eine besondere Verantwortung und wollen diese wahrnehmen. Heute begreifen wir die Kunst- und Kultureinrichtungen als offene Räume, die Vielen gehören. Unsere Gesellschaft ist plural. Viele unterschiedliche Interessen treffen aufeinander und finden sich oft im Dazwischen. Das Zusammenleben in einer Demokratie muss täglich neu gestaltet werden – aber immer unter einer Voraussetzung: Es geht um Alle, um jede*n Einzelne*n als Wesen der vielen Möglichkeiten! Der rechte Populismus, der die Kultureinrichtungen als Akteur*innen dieser gesellschaftlichen Vision angreift, steht der Kunst der Vielen feindselig gegenüber. Rechte und nationalistische Gruppierungen und Parteien stören Veranstaltungen, wollen in Spielpläne und Programme eingreifen, polemisieren gegen die Freiheit der Kunst und arbeiten an einer Renationalisierung der Kultur.

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GRUNDSATZERKLÄRUNG

Am Beispiel ihres verächtlichen Umgangs mit Menschen auf der Flucht, mit engagierten Kulturschaffenden, mit Menschen diverser Herkunft, diverser Kulturen, Lebensentwürfe oder Religionen und mit Andersdenkenden wird deutlich, wie sie mit der Gesellschaft beabsichtigen umzugehen, sobald sich die Machtverhältnisse zu ihren Gunsten verändern. Wir, die Unterzeichnenden, begegnen diesen Versuchen mit einer klaren Haltung. Wir, die Unterzeichnenden, verstehen Bremen als offen, bunt, vielfältig und liberal. Diese tolerante Vielstimmigkeit zu erhalten und für sie entschieden zu kämpfen, wo es notwendig ist, dazu verpflichten sich die Kunst -und Kultureinrichtungen und die Inte­ressensvertretungen der freien Kunst- und Kulturschaffenden dieser Stadt und dieses Landes. Wir, die Unterzeichnenden, führen die offene und kritische Auseinandersetzung über rechtspopulistische und jede andere Form von populistischen Strategien, die demokratische Grundwerte untergraben. Aus der Überzeugung heraus, dass wir den Auftrag haben, unsere Gesellschaft als eine demokratische fortzuentwickeln und zu verteidigen, gestalten wir diesen Dialog gemeinsam mit den Akteur*innen der Kunst- und Kulturszene und der Öffentlichkeit. Wir, die Unterzeichnenden, fördern Debatten, bieten aber kein Forum für rechtsnationale und andere Propaganda.

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Wir, die Unterzeichnenden, wehren die Versuche der Rechts­­­populisten und anderer ab, Kultur für ihre Zwecke zu instru­mentalisieren. Wir, die Unterzeichnenden, solidarisieren uns mit Men­ schen, die durch rechte Ideologien aus­gegrenzt und bedroht werden und wenden uns gegen jede Form der Diskriminierung. Rassismus begegnet uns täglich. Wir setzen uns deswegen mit den eigenen Strukturen auseinander und stellen sie zur Diskussion. Wir müssen die Kunst- und Kulturräume sowie unsere Gesellschaft öffnen, damit wir wirklich Viele werden! Solidarität statt Diskriminierung. Es geht um alles. Die Kunst bleibt frei!

belladonna – Kultur, Bildung und Wirtschaft für Frauen e. V., Blaumeier Atelier e.V., Bremer Shakespeare Company, Bremer Philharmoniker, Bremer Kunst Satellit, Bremerhavener Kulturszene gegen Rechts, Bremer Rundfunkmuseum e. V., Bremer Verband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK), Clubverstärker e. V., Filmbüro Bremen e. V., Focke Museum, Galerie Mitte, KLANK/ S.Y.L.K.E. e.V., Kulturambulanz, Kunsthalle Bremen, Künstlerhaus Bremen, Künstlerhaus Güterbahnhof, projektgruppe neue musik bremen, Quartier e. V., Schaulust e.V., Schwankhalle Bremen, Stadtkultur e. V., Speicherbühne Bremen, Tanz Bremen, Theater Bremen, Theaterfreunde Bremen e. V., Verein 23 zur Förderung intermedialen Kulturaustausches e. V., Weserburg | Museum für moderne Kunst, Wilhelm Wagenfeld Stiftung (Stand 22. Januar 2019)

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PREMIERE MUSIKTHEATER

CHABRIER: DAS HOROSKOP DES KÖNIGS – L’ÉTOILE Sternstunden eines aufgeblasenen Potentaten Ouf heißt sie, die Hauptfigur, ein König, der – würde man seinen Namen rückwärts lesen –, als „Fou“, als Idiot dastehen würde. Er ist blutrünstig, liebt Hinrichtungen. Und doch ist er ein kläglicher Jammerlappen, der sich vor Angst in die Hosen macht, als ihm die Endlichkeit seines Lebens vor Augen steht. Das ist die Spannbreite des königlichen Charakters, das ist die Spannbreite des schwarzen Comics, den Emmanuel Chabrier vor uns ausbreitet. Chabrier schrieb freche, hochenergetische Werke voll provokantem Witz im Stile seines Seelenverwandten Jacques Offenbach, deren Melodien zuweilen zart, leicht, anregend über die Rampe perlen. Ihnen an die Seite gestellt sind Dialoge, deren Wortwitz scharfzüngig, bisweilen eindeutig zweideutig ist. Er selbst war durchaus auch ein Freund klarer Worte. Und so schrieb er einen Walzer, „der so unanständig sein sollte, dass die Menschen in den Rängen Lust zum Kinderzeugen hätten“. Doch keine Angst – Das Horoskop des Königs ist zwar ein böses Märchen, aber total jugendfrei. DAS STÜCK

Opéra bouffe in drei Akten von Emmanuel Chabrier Text von Eugène Leterrier und Albert Vanloo Auf Französisch mit deutschen Übertiteln Uraufführung: 28. November 1877, Théâtre des Bouffes-Parisiens, Paris

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König Ouf begeht seine Geburtstage mit Hinrichtungen. In diesem Jahr lässt sich zunächst kein Delinquent blicken. Doch dann beleidigt Hausierer Lazuli den König. Zufällig ist er in der Nähe, zufällig hat er schlechte Laune. Endlich: Opfer gefunden! Jubeltag gerettet! Doch Hofastrologe Siroco warnt: Ouf werde direkt nach Lazuli sterben, so sagen es die Sterne. Und so wird ein Hausierer vom Todeskandidaten zum verwöhntesten Untertan des ganzen Landes. DAS TEAM

Nach der Musicalproduktion Lazarus arbeiten Generalmusikdirektor Yoel Gamzou, Regisseur Tom Ryser und Ausstatter Stefan Rieckhoff zum zweiten Mal am Theater Bremen zusammen. Tom Ryser, Schauspieler, Choreograf und Regisseur, inszeniert gerne zwischen den Stühlen: mal Tanz, mal Theater, mal Oper, mal Zirkus und mal alles gleichzeitig. Er macht Produktionen mit 700 Leuten oder nur mit zweien, und manchmal macht er Ballett mit Baumaschinen. Die Grenzen zwischen den Sparten mag er nicht. Und so ist auch Schauspieler Martin Baum mit an Bord, der als Erzähler durch die Handlung führt. Premiere 30. März, 19:30 Uhr im Theater am Goetheplatz Musikalische Leitung: Yoel Gamzou Regie: Tom Ryser Bühne und Kostüme: Stefan Rieckhoff Chor: Alice Meregaglia Dramaturgie: Brigitte Heusinger Mit: Martin Baum, Iryna Dziashko, Christian-Andreas

Engelhardt, Cordula Fritz-Karsten, Lusine Ghazaryan, Maria Martín Gonzales, Christoph Heinrich, KaEun Kim, Yosuke Kodama, Astrid Kunert, Ulrike Mayer, Nerita Pokvytytė, Luis Olivares Sandoval, Geseke Schwedt, Joel Scott, Wolfgang von Borries. Chor des Theater Bremen. Es spielen die Bremer Philharmoniker

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PREMIERE SCHAUSPIEL

TOLSTOI: AUFERSTEHUNG Bedingungslose Reue

Es ist nie zu spät das eigene Leben zu ändern. Aber wie verhält es sich mit den größten Verfehlungen? Auferstehung zeichnet das Panorama einer Gesellschaft, die in die Moderne schlittert. Die offene Herrschaft des Unrechts setzt erste politische Bewegungen in Gang, die das Herrschafts­system hinterfragen. Die Oberschicht hingegen befindet sich im Leerlauf. Alle Arten existenzieller Nöte stehen im krassen Gegensatz zum ausladenden Lebensstil einer herrschenden Klasse, die sich keine Vorstellung vom desolaten Zustand des Landes macht. Tolstoi schrieb seinen letzten Roman aus der Perspektive eines Aussteigers, der von seinem Weltruhm geschützt unverblümt gesellschaftskritisch sein konnte. Dabei kreist die Auferstehung nicht bloß um politische Fragen; der Roman erforscht vor allem fundamentale Begriffe wie Schuld, Sühne, Vergebung, Erlösung im Zusammenhang mit einer kaum zu unterschätzenden Größe: der Zeit. DAS STÜCK

Roman von Leo Tolstoi für die Bühne bearbeitet von Armin Petras Nechljudow ist jung, adelig und wohlhabend. Während des Sommerurlaubs auf dem Gut seiner Tanten verliebt er sich in die junge Maslowa, das Dienstmädchen. Als er drei Jahre später als Offizier zurückkehrt, verführt er sie und zieht weiter. Die daraus folgende Schwangerschaft ist der Beginn

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einer tragischen Leidensgeschichte. Vom Hof der Tanten vertrieben, wird Maslowa krank und muss ihr Kind weggeben, das wenig später stirbt. Jahre später steht sie als Prostituierte vor Gericht und wird wegen Giftmordes angeklagt. Auf der Geschworenenbank: der von seinem Leben gelangweilte Dandy und Lebemann Fürst Nechljudow, der in der Angeklagten das ehemalige Dienstmädchen seiner Tanten erkennt. Er versteht, dass er mit seinem unbedachten, egoistischen Handeln Urheber ihres kläglichen Lebensweges war. Seine Bereitschaft zur Reue entpuppt sich als bedingungslos ... DAS TEAM

Die Inszenierungen von Alize Zandwijk sind geprägt von langjährigen Arbeitsbeziehungen. Einer ihrer wohl wichtigsten Partner ist der Bühnenbildner Thomas Rupert, der für Auferstehung eine Bühne entwirft, die sowohl Gerichtssaal als auch weite russische Landschaft ist. Die Zusammenarbeit mit Musiker Beppe Costa ist nicht weniger eng. Zum ersten Mal steht ihm, die in Bremen nicht weniger bekannte Musikerin Nihan Devecioğlu, zur Seite. Für die Kostüme zeichnet sich Regine Standfuss verantwortlich, mit der Zandwijk schon bei Die Ratten zusammengearbeitet hat. Premiere 8. März, 19:30 Uhr im Theater am Goetheplatz Regie: Alize Zandwijk Bühne: Thomas Rupert Kostüme: Regine Standfuss Musik: Nihan Devecioğlu, Beppe Costa Dramaturgie: Akın Emanuel Şipal Mit: Annemaaike Bakker, Manolo Bertling, Bastian Hagen, Ferdinand

Lehmann, Deniz Orta, Mirjam Rast, Robin Sondermann, Fania Sorel Mit freundlicher Unterstützung der Karin und Uwe Hollweg-Stiftung

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PREMIERE SCHAUSPIEL

DÜRRENMATT: DER BESUCH DER ALTEN DAME Einer für alle. Alle für keinen. „Geld, Geld! Wer kein Geld hat – Da setz einmal eines seinesgleichen auf die Moral in der Welt!“ (Georg Büchner) — Wie weit geht eine materiell hoffnungslos ausgeblutete Gesellschaft, wenn ein*e finanzkräftige*r Investor*in mit der Aussicht auf Wohlstand und Prosperität lockt? Friedrich Dürrenmatt beugt sich in seiner Versuchsanordnung weit hinab in den Abgrund des Menschlichen. Armut und Moral lassen sich da nicht mehr vereinbaren. Für ein Stück vom kapitalistischen Kuchen wirft das Kollektiv seine Werte über Bord, und der ordentliche Einzelmensch verliert im gierig brutalen Mob die Koordinaten der Humanität. ZUM STÜCK

Ein Moritat frei nach Friedrich Dürrenmatt Claire Zachanassian ist reich. Steinreich. Aktien. Immobilien. Konzerne. Ihr Imperium scheint unermesslich. Sie kann sich alles leisten, sogar Gerechtigkeit. Einst wurde sie unehelich schwanger und vom Vater ihres Kindes verraten, mit Schimpf und Schande aus ihrer Heimatstadt gejagt. Nun liegt diese wirtschaftlich am Boden und versucht Claire Zachanassian als Investorin zu gewinnen. Mit Erfolg. Claire ist bereit, Milliarden zu geben für den Aufschwung. Ihre Bedingung: Eine*r soll ihre Jugendliebe töten. Einer für alle. So der Deal. Der Aufschrei ist groß. Doch aus Ablehnung wird Attraktivität. Architekturprojekte werden

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ausgeschrieben, von Innovationen geträumt, Sanierungen werden geplant. Mit der Hypothek auf ein Menschenleben werden Schulden gemacht. Wie diese bezahlt werden müssen, ist allen klar. Doch wer ist bereit für die Tat? Eine*r? Alle? Keine*r? DIE REGISSEURIN

Mathilde Lehmann studierte Theaterwissenschaften in Leipzig und Schauspielregie an der Theaterakademie August Everding in München. Bereits in ihrem letzten Studienjahr 2016/17 wurde sie als Regieassistentin ans Theater Bremen verpflichtet und schloss ihr Studium mit der Masterarbeit in medias res, einer Koproduktion von Prinzregententheater München, Cammerspiele Leipzig und Theater Bremen 2018, ab. Unter 61 Bewerber*innen gewann ihr Konzept Fedom – Manifest einer neuen Weiblichkeit den Regiewettbewerb am Theater Erlangen. Mathilde Lehmann wird dort am Ende der Spielzeit inszenieren. Premiere 5. März, 20 Uhr im Brauhauskeller Regie: Mathilde Lehmann Bühne und Kostüme: Nanako Oizumi Dramaturgie: Simone Sterr Mit: Alexander Angeletta, Guido Gallmann,

Gabriele Möller-Lukasz

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PREMIERE TANZ

AKIKA: WILL HAPPINESS FIND ME? Glückssuche auf Kunstrasen

„Life is beautiful. Really, it is. Full of beauty and illusions. Life is great. Without it, you’d be dead.“ (Harmony Korine) — Das Leben ist ein Mysterium: Man wird geboren, sucht nach seinem Platz in der Welt und dann stirbt man. Den meisten Menschen des 21. Jahrhunderts dürfte bei der Frage nach dem Sinn des Lebens nur mehr ein müdes Schulterzucken einfallen, und doch sind wiederum die meisten von ihnen erstaunlich hartnäckig, wenn es um das Erzeugen einer halbwegs passablen Erzählung vom eigenen Dasein geht. Ganze Industrien kümmern sich darum, das Vakuum der inneren Leere mit immer neuen Utopien und Sinnversprechen zu füllen, doch die Wahrheit ist: Am Ende des Tages basiert das meiste, was uns antreibt, interessiert und glücklich macht, entweder auf Zufall oder genetischer Veranlagung. Die Frage ist also nicht, wie wir daran arbeiten können, unseren Existenzen Sinn zu verleihen, sondern wo wir stehen müssen, damit uns das Glück beim Vorbeiziehen erwischt. Oder? ZUM STÜCK

von Samir Akika / Unusual Symptoms Mit Will happiness find me? begeben sich Samir Akika und die Tänzer*innen und Gäste von Unusual Symptoms auf die Suche nach den Sehnsüchten und Trugbildern vom gelungenen Leben. Zwischen Popsongs und Totenliedern, Hol-

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lywood und Social Media, Self-Care-Ratgebern und Konsumfetisch entfalten sie ein Kuriositätenkabinett mit Tanz, Performance und Musik, schütten ihr Herz aus und ergründen das rebellische Potential der schlechten Laune. In der Bühnenecke spielt eine Band und hinter einem großen Haufen Sperrmüll glänzt der Kunstrasen im künstlichen Licht. DER CHOREOGRAF

Samir Akika, geboren bei Algier und aufgewachsen in Paris, kam über Pina Bausch zum Tanz und hat seit Ende der 90er Jahre als Choreograf auf der ganzen Welt gearbeitet. 2012 kam er mit der von ihm gegründeten Kompanie Unusual Symptoms als leitender Choreograf an das Theater Bremen, seit 2018 ist er hier Hauschoreograf. Akikas Arbeiten entstehen häufig im Zusammenspiel unterschiedlicher Kunstgattungen. Zuletzt waren in Bremen sein mit dem spanischen Choreograf*innenkollektiv La Macana entstandenes Vater-Sohn-Porträt Pink Unicorns sowie seine Neuinszenierung polaroids:remix zu sehen. Premiere 15. März, 20 Uhr im Kleinen Haus Choreografie: Samir Akika Bühne: Karl Rummel Kostüme: Greta Bolzoni Musik: jayrope, Suetszu Dramaturgie: Gregor Runge Dramaturgische Mitarbeit: Anna K. Becker Choreografische Mitarbeit: Andy Zondag Von und mit: Gabrio Gabrielli, Nóra Horváth, Alexandra Llorens, Diego

de la Rosa, Karl Rummel, Andor Rusu, Young-Won Song, Antonio Stella

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PREMIERE MOKS / JUNGE AKTEURE

FREITAG: FÜR VIER Ein Tanzquartett

Nach dem Duett Eins zu Eins setzt die Choreografin Birgit Freitag mit Für Vier ihre Arbeit am Jungen Theater fort. In ihrer Arbeit stützt sie sich auf die Biografien ihres Ensembles und untersucht das jeweils spezifische Bewegungsmaterial, aus dem sie anschließend ihre Choreografien kreiert. Nachdem sie ihre erste abendfüllende Arbeit Eins zu Eins der Begegnung eines Schauspielers mit einem Jungen widmete, werden jetzt zwei erwachsenen Schauspieler*innen zwei Jugendliche gegenübergestellt. Aus dieser Begegnung zwischen den verschiedenen Geschlechtern, den Jungen und den Älteren, kristallisieren sich die Themen des Stücks heraus, die in Tanz, Bewegung und Text ihren Ausdruck finden. ZUM STÜCK

Ein Tanzquartett von Birgit Freitag Vier Personen betreten die Bühne. Gemeinsam bilden sie ein Quartett; vier Persönlichkeiten, die mit ihren Stimmen, ihren Körpern und mit Antworten auf ihnen gestellte Fragen das Geschehen in Gang bringen. Verbummelst du dein Leben? Kannst du fliegen? Wohin steuert die Welt? Nimmt man dich schon ernst oder musst du noch dafür kämpfen? Macht Nachdenken schlauer? Bist du lieber der, der du sein sollst oder der, der du bist? Bin ich frei, wenn in meinem Schreibheft keine Linien mehr sind? Aus dem Kaleidoskop

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von Fragen und Antworten entsteht eine vielschichtige Sicht auf unterschiedlich lange Lebenswege. In dem Aufeinandertreffen der zwei Generationen und der zwei Geschlechter bilden sich immer wieder neue Verbindungen und Konstellationen, die zu wechselnden Kräfteverhältnissen führen. In ihrer Choreografie spürt Birgit Freitag den Gesetzmäßigkeiten des Quartetts nach, der kleinstmöglichen Form, in der Individualität in Kollektivität übergehen kann. DIE REGISSEURIN

Birgit Freitag ist freischaffende Choreografin und Performerin aus Bremen. Seit 1992 arbeitet sie als Tänzerin und Choreografin in verschiedenen Konstellationen an der Schnittstelle von Tanz, Theater und anderen Künsten. Von 1993 bis 2002 war sie Teil der künstlerischen Leitund des internationalen Tanzfestivals TANZ Bremen. Im Jahr 2000 gründete sie die every friday | dance production für spartenübergreifende Projekte. Eins zu Eins, ihre erste eigene Produktion für JUNGES.THEATERBREMEN, wurde als eine von zehn herausragenden Inszenierungen zum Festival Augenblick Mal! 2017 nach Berlin eingeladen. Birgit Freitag arbeitete u. a. für das Theater an der Parkaue Berlin, das Staatstheater Saarbrücken sowie das Theater Bielefeld. Die Zeitschrift Tanz hat sie in ihrem Jahrbuch 2017 als eine von 30 Hoffnungsträger*innen Tanz benannt. Premiere 16. März, 19 Uhr im Brauhaus Choreografie: Birgit Freitag Bühne und Kostüme: Lea Dietrich Musik: Michael Henn Lichtkonzept: Horst Mühlberger Dramaturgie: Rebecca Hohmann Mit: Anna Jäger, Hanna Mencz, Julian Anatol Schneider,

Raúl Stadler Torrijos

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Nadine Geyersbach und Fania Sorel in Der gute Mensch von Sezuan


WIEDERAUFNAHME SCHAUSPIEL

DER GUTE MENSCH VON SEZUAN Nur drei Vorstellungen

„Die Provinz Sezuan, die für alle Orte stand, an denen Menschen von Menschen ausgebeutet werden, gehört heute nicht mehr zu diesen Orten.“ Bertolt Brecht eröffnet sein Stück nicht mit einer Hoffnung, sondern einer Feststellung: Er hat den unerschütterlichen Glauben, dass diese Welt, in der ein Großteil der Bevölkerung tagtäglich gravierenden Ungerechtigkeiten ausgesetzt ist, irgendwann eine vergangene sein wird. Dass sie einer besseren Welt weicht. Diese lebensbejahende Haltung verbindet Brecht und die Regisseurin Alize Zandwijk, die noch im hoffnungslosesten Erzählmoment auf die Suche nach Liebe und Zuversicht geht. In Amour verknüpft sie die Tragik des Alterns und der Demenz mit der Verbundenheit und manchmal plötzlichen Leichtigkeit von Körpern, im Schimmelreiter ist es die langersehnte Tochter Wienke, die ein Licht in das düstere Leben ihrer Eltern bringt und die doppelte Shen Te aus Der gute Mensch von Sezuan trägt trotz der unmöglichen Aufgabe „gut zu sein und doch zu leben“ die Hoffnung in sich selbst. „Poetisch und bildmächtig, verspielt und ideendrall, gewitzt und anrührend, leicht und doch von anrührender Tiefe. Alize Zandwijk hat Bertolt Brechts ‚Der gute Mensch von Sezuan‘ zeigefingerlos und moralinsäurefrei inszeniert. Über allem aber thront – nein, keine Gottheit – eine bravouröse Ensembleleistung.“ (Weser-Kurier) Wiederaufnahme 16. März, 19 Uhr im Theater am Goetheplatz 23


MUSIKTHEATER

EVVIVA – EINE ITALIENISCHE OPERNGALA Nach Silvester jetzt im Repertoire

„Ernst beiseite also, und einfach hinein ins Vergnügen“, schrieb der Weser-Kurier über die Theater Bremen Silvestergala Evviva. Und was an Silvester zu einem geglückten Jahresende beigetragen hat, dürfte auch in den Frühlingsmonaten als Repertoirevorstellung durchaus Vergnügen bereiten: „Regisseur Lennart Hantke hatte sich im Verein mit der Dramaturgin Caroline Scheidegger eine spitzbübische, mit wunderbar leichter Hand gestaltete Rahmenhandlung einfallen lassen, die die Arien und Lieder wie Luigi Denzas Funiculì, Funiculà klammert. […] Das Musiktheater-Ensemble ist wie immer glänzend gelaunt und genauso aufgestellt. […] Das Orchester hat unter seiner Leitung [Israel Gursky] überhaupt keine Mühe, zwischen den diversen Gefühlsebenen hin- und her zu pendeln. Dabei hat Gursky einen frischen, schlanken Zugriff, was oft in Pathetik ertränkten Stücken wie Verdis Nabucco-Ouvertüre oder dem Intermezzo sinfonico aus Mascagnis Cavalleria rusticana guttut wie eine Frühjahrskur nach unmäßiger Weihnachtsschlemmerei. Diese Stimmung überträgt sich auch auf die Sängerinnen und Sänger und den von Alice Meregaglia wie immer perfekt eingestellten Opernchor.“ (Iris Hetscher, Weser-Kurier) So 3. März, 18 Uhr im Theater am Goetheplatz Weitere Vorstellungen: So 3. April, So 26. Mai und Mi 12. Juni

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GASTSPIEL-KONZERTE

Georg Ringsgwandl, PeterLicht, Andy Einhorn

GEORG RINGSGWANDL – WUIDE UNTERWEGS

Noch einmal der heftige Radau. Sex & Drugs & Rock’n’ Roll & Funk & Punk und Maiandacht. Besuch bei den Gesängen der frühen Jahre. Ein Hochamt für aufgekratzte Geister im musikalischen Irrenhaus. Ein reifer Herr, geleitet von ungestümen jüngeren, und die alten Granaten werden endlich so gespielt, wie sie es vor zwanzig, dreißig Jahren schon verdient hätten. Im Programm: u. a. Radlmare – Der Wind schreit Scheiße, aber Mir bleibn beim Sekt, Schöne Frau, darum, Kasperl oder Genie: Hühnerarsch, sei wachsam, Garten-Nazi, Es ist das Zeitalter der Toagbatzen. Also, Schmeiß den Typen naus, und – Mehr oder weniger Glanz –, so Wia de Johr vorbeigehn, Disco Queen, darfst Du Nix mitnehma, also, Gut Nacht, die Damen. Aufgeführt von einer tanz- und spielfrohen Schar mit vollem Rockgeschirr. Sa 9. März, 19:30 Uhr im Theater am Goetheplatz Präsentiert von Bremen Zwei

PETERLICHT – WENN WIR ALLE ANDERS SIND

Eine Gesellschaft ohne PeterLicht kann überleben, aber nicht lange. Nach biblischen sieben Dürrejahren erschien sein neues Studioalbum, und seine Stimme wird mehr denn je gebraucht in diesen Zeiten der globalen Groteske. Beinahe sehnsüchtig erinnern wir uns daran, als der Kapitalismus noch ein Schlawiner war und man sein iPhone an der

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GASTSPIEL-KONZERTE

Biegung des Flusses begrub. Die Zeit hat Gas gegeben, aber PeterLicht hat sie in seinen Schuhen überholt. Es ist an der Zeit, neue Hymnen zu singen! Der Titel Wenn Wir Alle Anders Sind ist das Programm: ob in der peterlichtschen Überschreibung der Internationalen zur Emotionalen, ob im Umentscheidungslied mit einem der minimalistischsten Refrains dieses Jahrhunderts: Falsch gemacht – Umentscheiden!, ob im Liebeslied von unten/Optionslied oder in einem anderen der neun neuen Lieder: Alles unterliegt dem Gesetz der sich ständig neu anpassenden Optionen. Mi 13. März, 19:30 Uhr im Theater am Goetheplatz Präsentiert von Bremen Zwei

ANDY EINHORN – UNFORGETTABLE: EIN ABEND FÜR NAT „KING“ COLE

Für Künstler*innen wie Ray Charles, Oscar Peterson, Diana Krall und zuletzt Gregory Porter war er stets eine Quelle der Inspiration. Menschen, die ihn bestens kannten und ihn überlebten, resümieren einhellig: Er war ein echter Gentleman, dessen Liebe zur Musik keine Grenzen hatte. Er war … „a gentle Genius“. Zu Ehren des 100. Geburtstages von Nat „King“ Cole findet eine besondere Gala mit der um den Sänger und Gitarristen Andy Einhorn entstandenen Formation The Nat Pack statt. Die Musiker erinnern sich seines legendären Trios, der mitreißenden Gospel, der Bigband-Sounds und intimer Stimmungen zarter Streicherklänge. Der Abend versteht sich als tiefe Verbeugung vor einem der größten Künstler der amerikanischen Musikgeschichte. Er wird von der Oldenburgerin Annie Heger charmant conférenciert. Mi 20. März, 19:30 Uhr im Theater am Goetheplatz

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SUPERCLUB

WAYNE SNOW TAMA SUMO und SUPERCLUB Residents Eva, T.pu und Aron Mit zwei außergewöhnlichen Headliner*innen lädt der SUPERCLUB zum zweiten Mal für eine ganze Nacht ins Kleine Haus. Den Live-Part übernimmt diesmal Wayne Snow, der im letzten Jahr bereits als Gast der Voodoo-Jazz-Formation Mop Mop im CLUB zu Besuch war und nun mit seiner Band zurückkehrt. In Kollaborationen mit Produzenten wie Max Graef und Neue Grafik hat der nigerianische Sänger und Songwriter die Grenzen zwischen Neo-Soul, House und World Music mit gekonnter Lässigkeit neu vermessen. Sein Debüt-Album Freedom TV verbindet psychedelischen Soul mit dem Werk der aus Simbabwe stammenden Aktivistin und Dichterin Freedom T.V. Namubaya – eine aufsehenerregende Mischung. Im Anschluss beehrt uns keine Geringere als Panorama Bar / Berghain-Resident DJ Tama Sumo. Seit ihren Anfängen im Berlin der frühen Neunziger hat Tama Sumo einen unverwechselbar facettenreichen Stil entwickelt, in dem neben House auch Disco, Soul und Afrobeat eine Rolle spielen. Tama Sumo geht es in ihren Sets nicht um bloße Funktionalität, sondern um den unmittelbaren Kontakt zur Situation und zum Publikum. Oder um es in ihren Worten auf den Punkt zu bringen: „Music is pure communication – stay in contact and follow your heart!” Fr 8. März, 21 Uhr im Kleinen Haus. Einlass ab 20 Uhr Konzert und Party VVK 14 € / AK 16 €  / nur Party 8 € Präsentiert von Cosmo und Emerged Agency

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N NACH DE N RECHTE SE H E N IBRAHIM ARSLAN

Vortrag und Gespräch mit dem Zeitzeugen und Botschafter des Bündnis für Demokratie und Toleranz Mölln 1992: Als Ibrahim Arslan sieben Jahre alt ist, setzen Neonazis das Haus seiner Familie in Brand. Seine Schwester, seine Cousine und seine Großmutter sterben in den Flammen. Aus dieser lebensverändernden Erfahrung heraus möchte Arslan nun den Betroffenen eine Stimme geben, sie ermutigen selbst für sich zu sprechen. Das rührt auch daher, dass sie im Schatten der Täter*innen stehen. Er organisiert selbst die jährliche Gedenkveranstaltung des Anschlags und besucht als Zeitzeuge Schulen und Diskussionsrunden. „Von Tolstoi stammt der schöne Satz: ‚Wenn jemand Schmerzen fühlt, dann ist er lebendig; wenn aber jemand die Schmerzen anderer fühlt, dann ist er ein Mensch.‘ Ich habe das zu meinem Lebensmotto gemacht. Deshalb glaube ich, dass diese Taten erst aufhören, wenn wir uns in die Betroffenen hineinversetzen und mit ihnen sympathisieren. Von den Anschlägen in Rostock, Mölln und Solingen Anfang der 90er-Jahre, über die NSU -Morde und die Anschläge auf Flüchtlingsheime heutzutage – diese schlimmen Taten müssen tiefer ins kollektive Bewusstsein eindringen.“ Mo 25. März, 19:30 Uhr im Theater am Goetheplatz (Foyer). Eintritt frei! In Kooperation mit der Heinrich Böll-Stiftung Bremen Moderation: Ellen Best (Vizepräsidentin des Amtsgerichts Bremen) 28


GASTSPIEL

DIE NSU-MONOLOGE

Dokumentarisches Theater der Bühne für Menschenrechte mit türkischen Übertiteln Die NSU -Monologe, eine dokumentarische Theaterproduktion der Bühne für Menschenrechte, erzählen von den jahrelangen Kämpfen dreier Familien der Opfer – von Elif Kubaşık, Adile Şimşek und İsmail Yozgat: von ihrem Mut, in der ersten Reihe eines Trauermarschs zu stehen, von der Willensstärke, die Umbenennung einer Straße einzufordern und vom Versuch, die eigene Erinnerung an den geliebten Menschen gegen die vermeintliche Wahrheit der Behörden zu verteidigen. Die Monologe, in der Regie von Michael Ruf liefern roh und direkt intime Einblicke in den Kampf der Angehörigen um Wahrheit. Geride kalanların gerçekler için mücadelesi ... NSU Monologları Belgesel Tiyatro NSU Monologları, Nasyonal Sosyalist Yeraltı örgütünün tanınmasından beş yıl sonra yakınlarını bu oluşumun işlediği cinayetlere kurban vermiş üç ailenin hikayesini anlatıyor. Elif Kubaşık, Adile Şimşek ve Ismail Yozgat’ın gerçekleri ortaya çıkarmak için verdikleri mücadeleyi, cenaze töreninde ilk sırada durabilme güçlerini, bir caddenin ismini değiştirme taleplerini ve katledilen yakınlarına yönelik yapılan gerçek dışı suçlamalara karşı sevdiklerini kendi hatıralarıyla cesurca savunma çabalarını sahneye taşıyor. Do 21. März, 19 Uhr im Brauhaus mit türkischen Übertiteln. Eintritt 10 € / 7€ erm.

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Marysol Schalit und Claudio Otelli in Lulu


MUSIKTHEATER

FAMILIENKONZERT #2: ASCHENPUTTEL

Eine musikalische Geschichte mit den Bremer Phil­ harmonikern und dem Jugendsinfonieorchester Bremen „Die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen“. Wer kennt die Geschichte von Aschenputtel nicht, die tagsüber schuftet und sich abends auf wundersame Weise in eine Prinzessin verwandelt. Beim Familienkonzert #2 wird das Märchen der Brüder Grimm und von Charles Perrault zum Klingen gebracht: mit Musik aus Rossinis italienischer Aschenputtel-Oper Cenerentola und anderen märchenhaften Musikstücken für großes Orchester auf großer Bühne. Und wer weiß, vielleicht erfährt man hier mehr über die gläsernen Pantöffelchen, die Aschenputtel auf der Flucht verliert und die wahren Begebenheiten des „Rucke di guck, rucke di guck“: Klebt nun Blut oder doch Marmelade im Schuh? Wieder mit dabei sind die Bremer Philharmoniker und das Jugendsinfonieorchester Bremen, die sich gemeinsam mit den Schauspieler*innen Susanne Schrader und Fabian Eyer auf die Reise in die musikalische Welt dieses zauberhaften Märchens begeben. So 10. März, 11 Uhr und Schulkonzert am Mo 11. März, 10 Uhr im Theater am Goetheplatz Mit: Fabian Eyer, Susanne Schrader Musikalische Leitung: Martin Lentz, Szenische Einrichtung: Caroline Blanck Ausstattung: Christina Hoenicke Dramaturgie: Isabelle Becker

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GASTSPIEL

ESCENA ESPAÑA 2019

Zwei ausgewählte Theaterstücke in spanischer Sprache mit deutschen Übertiteln Das Instituto Cervantes Bremen organisiert in Zusammenarbeit mit der Spanischen Botschaft in Berlin und dem Thea­ter Bremen zwei Abende, die sich dem spanischen Thea­ter widmen. Es werden nicht nur zwei der zurzeit herausragendsten Werke gezeigt, sondern auch anhand von Publikumsgesprächen die Hintergründe der Stücke beleuchtet. LAS FLORES DEL MAL O LA CELEBRACIÓN DE LA VIOLENCIA (DIE BLUMEN DES BÖSEN ODER DIE FEIER DER GEWALT)

von Sergio Blanco Sergio Blanco schrieb diesen Monolog 2018 und interpretierte ihn als autofiktionalen Vortrag. Das minimalistische Bühnenbild besteht lediglich aus einem Schreibtisch, ein paar Büchern und einer permanenten Projektion, die sich auf das Rembrandt-Bild Die Blendung Simsons bezieht, an dem der bildende Künstler Miguel Grompone mitgewirkt hat. Der Text lässt das Publikum an einer Beschreibung über Gewalt und Literatur teilhaben, die durch ihre Tiefgründigkeit, ihre Radikalität und ihren Scharfsinn beeindruckt. Nach der Aufführung gibt es ein Publikumsgespräch (Sp./ Dt.) mit dem preisgekrönten Regisseur und Schauspieler Sergio Blanco, der in Montevideo aufgewachsen ist und mittlerweile in Paris lebt. Fr. 22. März, 20 Uhr im Kleinen Haus. Eintritt 23 € / 9 € erm.

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LA PUTA DE LAS MIL NOCHES (DIE NUTTE DER TAUSEND NÄCHTE)

von Joana Escabias mit Natalia Dicenta und Ramón Langa Regie: Juan Estelrich Ein nächtliches Treffen zwischen einer Prostituierten und ihrem Freier. Es geht um Geld, Macht- und Klassenkampf, eine harte Auseinandersetzung zwischen zwei Menschen in einer Grenzsituation, ein Kampf zwischen unterdrückenden und Unterdrückten. Ein kühner und gnadenloser Text, eine außergewöhnliche Geschichte, die den 5. Preis für dramatische Texte El Espectáculo Teatral im Jahr 2011 erhielt. Nach der Aufführung wird es ein Publikumsgespräch (Sp./ Dt.) mit der spanischen Theaterautorin Joana Escabias, der vielfach ausgezeichneten Schauspielerin Natalia Dicenta und dem vor allem als spanische Stimme Bruce Willis’ bekannt gewordenen Schauspieler Ramón Langa geben. Sa. 23. März, 20 Uhr im Kleinen Haus Eintritt 25 € / 9 € erm. Eine Zusammenarbeit des Instituto Cervantes Bremen und des Theater Bremen In Kooperation mit der Spanischen Botschaft in Berlin

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03/2019

BREMER FRÜHLING #6 Ein Festival für Auszubildende vom 27. Februar bis 3. März

Die Auszubildenden des Theater Bremen laden alle Azubis aus Bremen und umzu dazu ein, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen! In verschiedenen Workshops der Abteilungen Schneiderei, Tischlerei, Maske, Bühnentechnik und Schlosserei können junge Menschen in Ausbildung die vielfältigen Berufsfelder besser kennenlernen. Um dann auch zu erleben, wie sich all die Arbeit zu einem Ganzen zusammenfügt und für was da eigentlich gewerkelt wird, sind Vorstellungen im Musiktheater, Schauspiel und dem Tanz für fünf Euro zu sehen. Es wird darüber hinaus kostenlose Führungen im gesamten Haus geben. Am 27. Februar um 18:30 Uhr im noon / Foyer Kleines Haus findet eine offizielle Eröffnung des Festivals mit der Senatorin für Kinder und Bildung, Dr. Claudia Bogedan, dem Intendanten des Theater Bremen, Michael Börgerding, und den Auszubildenden statt. Interessierte Zuschauer*innen sind auch herzlich willkommen. Weitere Infos: Tel 0421 . 3653-231, www.theaterbremen.de/ azubifestival oder azubifestival@theaterbremen.de Das Festival ist eine Kooperation mit der Senatorin für Kinder und Bildung, der Handelskammer Bremen – IHK für Bremen und Bremerhaven, der Handwerkskammer Bremen. Unter Beteiligung der Barmer. Mit freundlicher Unterstützung der Bremer Theaterfreunde. Präsentiert von Weser-Kurier und Bremen Next.

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Hauke Heumann und Alexander Swoboda in Eines langen Tages Reise in die Nacht


03/2019

UND AUSSERDEM

SPOTLIGHT: STEPHEN CLARK

Was wohl ein anderer Mond bringen mag „When friendly summer calls again, calls again“ – Noch ist es nicht so weit, dass der Sommer ruft, aber das Spotlight im März gibt einen Vorgeschmack auf die Jahreszeit, deren Atmosphäre der Schriftsteller Thomas Hardy in einem seiner Gedichte heraufbeschwört. Der Komponist Gerald Finzi hat Gedichte seines Landsmannes in dem Liederzyklus Earth and air and rain vertont, aus dem Stephen Clark vier Stücke präsentieren wird. Auch die amerikanische Heimat des seit dieser Spielzeit neu engagierten Bass’ wird mit den Komponisten Charles Ives und Cole Porter musikalisch Ausdruck finden. Doch bei einem rein englischsprachigen Programm wird es nicht bleiben. Auch Richard Strauss steht auf dem Programmzettel, worauf sich auch der Name des Begleiters finden lässt: Israel Gursky, Studienleiter und Dirigent am Theater Bremen, sitzt am Flügel. Do 7. März, 20 Uhr im Theater am Goethplatz (Foyer). Eintritt 15 € / 9 € erm. THEATERTREFFEN: THEATERFRAUEN

Über 300 Theaterfrauen haben sich im Frühjahr 2018 zum bundesweiten Netzwerktreffen „Burning issues“ versammelt. Wie hörbar sind weibliche Stimmen in der Theaterkunst, wie männlich die Strukturen, wie die Chancen in die

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– immer noch maskulin geprägten – Berufe Regie, Intendanz, Spartenleitung, Geschäftsführung vorzudringen? Wie sieht es damit am Theater Bremen aus? Die Theaterfreunde laden die Bremer Theaterfrauen und die Frauenbeauftragte Marianne Seidler zur Diskussion darüber ein. Eingeleitet wird das Gespräch von einem kurzen Impulsvortrag der ehemals jüngsten weiblichen Intendantin der Republik und leitenden Dramaturgin Simone Sterr. Mo 11. März, 20 Uhr im noon / Foyer Kleines Haus 5 € / Eintritt frei für Bremer Theaterfreunde ZU GAST: MIRIAM MAERTENS

Verschieben wir es auf morgen Der Grossvater Willy war Intendant des Thalia Theaters Hamburg, Vater Peter Schauspieler, ebenso die Brüder Kai und Michael. Auch für Miriam Maertens gab es nichts anderes als die Bühne. Nur war es für sie weitaus komplizierter, sich dort zu behaupten, denn sie leidet an Mukoviszidose. Bis zu ihrer Lungentransplantation hat sie diese Krankheit verschwiegen, um im leistungsorientierten Stadttheatersystem zu bestehen. Über ihr Doppelleben, ihr Überleben, über ihre Familie und über das Theater hat sie ein spannendes, überraschend humorvolles Buch geschrieben, das sie gemeinsam mit dem Musiker Jojo Büld und mit ihrem Vater Peter in der Reihe Zu Gast vorstellt. Di 12. März, 19:30 Uhr im Theater am Goetheplatz (Foyer). Eintritt 5 € Moderation: Simone Sterr

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UND AUSSERDEM

AUSSTIEG AUS DEM RECHTSEXTREMISMUS

Anhand unterschiedlicher Aussteiger*innen-Biografien, die von einem Schauspieler gelesen werden, und den praktischen Erfahrungen von zwei Mitarbeiter*innen von reset (Beratung und Begleitung bei der Loslösung vom Rechtsextremismus im Land Bremen) werden Einstiegs- und Distanzierungswege in und vom Rechtsextremismus nachgezeichnet. Aufkommende Fragen werden diskutiert und Handlungsmöglichkeiten zur Einstiegsprävention thematisiert, moderiert von Dr. Ralf Altenhof, Leiter des politischen Bildungsforums der Konrad-Adenauer-Stiftung.​ Di 12. März, 19 Uhr im Brauhauskeller. Eintritt frei! REDO

Gastspiel im Rahmen von eigenARTig – Tanz für Alle Was bedeutet mir „Heimat“? Diese Frage stellen sich die Breakdancer Redouan Ait Chitt und Shailesh Bahoran im Doppel-Tanzabend Redo. Chitt zeichnet in Redo seinen eigenen Lebensweg als Straße, auf der er selbst sein größter Gegner war und doch seine innere Heimat fand. Seit Geburt mit körperlichen Besonderheiten ausgestattet, nutzt er diese eindrucksvoll. Shailesh Bahoran sucht in Heritage nach seiner Herkunft, indem er vor dem Hintergrund indischer Tanztradition die Genres Breakdance und Popping untersucht. Sa 16. März, 20 Uhr im Kleinen Haus

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JUNGES.THEATERBREMEN

JUNGE AKTEURE

BILDER DEINER GROSSEN LIEBE

von Wolfgang Herrndorf Isa ist die Herrscherin des Universums: Sie kann mit ihrem Finger die Sonne anhalten und durch reine Willenskraft die verschlossenen Eisentore der Psychiatrie öffnen. Ausgestattet mit nichts als ihrem Tagebuch begibt sie sich auf Wanderschaft. Puzzlestücke von Begegnungen ergeben zusammengesetzt das Bild eines unberechenbaren, selbstzerstörerischen, empfindsamen, klugen Mädchens. Zum letzten Mal am So 10. März, 19 Uhr im Brauhauskeller

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Nicht alles was drei Ecken hat ist ein Pfeil. Per Definition bedarf es Linie und Spitze. In diesem Fall handelt es sich also um eine Fälsch‌ Halt! Was kommt da angerast vom linken Bildrand her, ist das etwa ein Balken, der eine Linie mimt? Nein, umgekehrt. Doch wird diese Linie noch den ein oder anderen Pfeil einholen


können? Fortsetzung folgt? FAST FORWARD! Was erwarten wir von Pfeilen? Konsens in Sachen Richtung. Pfeile sind nicht ambigue. Oder doch? Danke K. L. und A. E. S.! Ihre Lieblingspfeile bitte weiterhin an dramaturgie@theaterbremen.de


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Maurizio Cattelan, Love Lasts Forever, 1997 Die Kunsthalle Bremen – Der Kunstverein in Bremen © Maurizio Cattelan, Foto: Karen Blindow


ERMÄSSIGTE KARTENPREISE

SCHÜLER*INNEN, AUSZUBILDENDE UND STUDIERENDE Für die Vorstellungen im Theater am Goetheplatz und im Kleinen Haus sind Karten zum Preis von 9 € erhältlich (exkl. Konzerte und Sonderveranstaltungen). ARBEITSLOSE, FREIWILLIGENDIENSTLEISTENDE UND SCHWERBEHINDERTE (AB 50 % GDB) Sowohl im Vorverkauf als auch an der Abendkasse bieten wir Ihnen gegen Vorlage eines entsprechenden Ausweises einen Preisnachlass von rund 50 % auf den regulären Kartenpreis für alle unsere Vorstellungen (exkl. Konzerte und Sonderveranstaltungen) an. Diese Konditionen gelten auch für Begleitpersonen von Schwerbehinderten. KULTURTICKETS Bürger*innen mit geringem Einkommen erhalten gegen Vorlage der „Grünen Karte“ ein Kulturticket zum Preis von 3 €. In den Bremer Bürgerhäusern und den Zweigstellen der Stadtbibliothek können die Karten für ausgewählte Vorstellungen reserviert werden. Ansonsten erhalten Sie diese immer ab Montag für Vorstellungen der laufenden Woche an der Theater­kasse, sofern noch Karten verfügbar sind – www.kulturticket.bremen.de. GRUPPENTARIFE Besuchergruppen ab 10 Personen erhalten einen Rabatt von rund 20%. THEATERCARD 50 / THEATERCARD 25 Unsere TheaterCard 50 ermöglicht einen Preisvorteil von rund 50 % und die neue TheaterCard 25 von rund 25 %. Sie sind gültig für jeden Termin, jede Spielstätte und jede Preiskategorie (exkl. Gastspiele, Konzerte und Sonderveranstaltungen) und ab dem Kaufdatum 1 Jahr gültig. BLAUER THEATERTAG Musiktheater 20 € / Schauspiel 15 € auf allen Plätzen!

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Börgerding (Generalintendant), Michael Helmbold (Kaufmännischer ­Geschäftsführer) Redaktion: Marianne Seidler Szenenfotos: Jörg Landsberg Gestaltung: ErlerSkibbeTönsmann, Tim Feßner Druck: Druck & Verlag Kettler GmbH. Änderungen und Irrtümer vorbehalten. 46


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An den Befragungen darf jeder ab 18 Jahren – mit Ausnahme der Mitarbeiter der WESER-KURIER Mediengruppe – teilnehmen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Stichtag für die Gewinnspielteilnahme: 31.7.2018. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


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Märzleporello 2019  

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