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Ausgabe 1 Juli / August 2015

Eine Produktion von

mit

Veranstaltungskalender f체r zwei Monate

Titelbild: BSE-airpix.de

Sonne, Mond & Sterne Himmelsschau in Eberfing

Der H채uptling spricht

Markus Loth auf der Roten Couch


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Heimatstärken Als A Al ls leitender leit le iten e der Redakteur R bbegrüße egr g üß üßee ic ichh Si Siee mit einnem em he hherzlichen rzzlilich rzli chhen „Grüß G ott u nd W ilillk lkom lk om Gott und Willkommen“ im Tass TTa ssilillol ss olandd — auch olan aucc im Naau Tassiloland m me des Teams T am Te amss und der menn des M Me Mens ensch chhen en,, die diie mit ihrer Menschen, ttäglichen, tä ggllic iche h n, he m manchmal auch au ch nnächtlichen ä httlilich äc ch Arbeit „tas „t assi silo si lo““ zu einem lo ei „tassilo“ der span ssp anne an nend ne ndst nd sten st en PProjekte in spannendsten derr aktuellen de a tue ak tu uelle lenn bayerischen baye ba y riisc ye sche henn Medienhe la and ndsc s haaftt m sc aacche che h n. n SSei e t über eit ei übber e einem ein inem em Jahrzehnt Jah ahrz rz landschaft machen. Seit verm mi t el tt elnn di diee gr groß oß ßen e VVerlage e lage er ge dder e Ö er ffffenntl t ic ichk hkkei das Bild mitteln großen Öffentlichkeit vom Niedergang des bedruckten Papiers angesichts der „Online-Konkurrenz“. Die Folge: Lokalredaktionen werden zusammengelegt, gar geschlossen und das Personal reduziert. Dass Journalisten immer weniger Zeit haben für gut recherchierte Berichte aus ihrer Region und zugleich unter immer größerem Druck stehen, schlägt in ganz Deutschland inzwischen leider fast Tag für Tag auf die Artikel durch. Mit „tassilo“ steuern wir rund um Weilheim und die Seen genau in die Gegenrichtung: Wir werden Geschichten aus Ihrer und unserer Heimat erzählen. Landschaftlichen Schönheiten nachspüren. Hintergründe genau recherchieren. Regionale Ereignisse informativ ankündigen und aufbereiten. Angebote von Unternehmen beleuchten und besondere Persönlichkeiten vorstellen, die nicht immer unbedingt im Rampenlicht stehen. Und mit dem umfangreichen Veranstaltungskalender für zwei Monate einen Überblick geben, was im Tassiloland passiert. Während der Planungsphase gewannen wir immer mehr den Eindruck, dass Menschen und auch Firmen

sehnlich darauf warten, dass umfassende Lokal- und Regionalberichterstattung in ihre Heimat zurückkehrt. Deshalb „tassilo“. Übrigens auch online mit direkten Links zu unseren Werbepartnern. Hinter dem Projekt steht das Team von Ostenrieder Design & Marketing. Alle Mitarbeiter teilen die ambitionierte „tassilo“-Philosophie. Mit ihrer kreativen und aufwändigen Gestaltung ebenso wie bei der inhaltlichen Genauigkeit. Das Team ist im Tassiloland fest verwurzelt, bestens vernetzt und jeden Tag unterwegs. In allen Landkreisen des Verbreitungsgebietes. Ich selbst bringe zwölf Jahre Berufserfahrung als „Blatt-Macher“ mit: acht Jahre als Chefredakteur einer internationalen Zeitschrift für Metallgestalter, als Autor eines Regional- und dreier Fachmagazine — für sinfonische Bläsermusik, Ballonsport, Wirtschaft. Für ein Online-Portal schreibe ich freiberuflich über BioBauernhöfe zwischen Loisach und Bodensee, Alpenrand und Schwäbischer Alb. Mein „Handwerk“ habe ich in Schongau erlernt. So sind „tassilo“ und das Schwestermagazin im Schongauer Land die Rückkehr in meine berufliche Heimat. Mit im Redaktions-Boot sitzen außerdem zwei versierte freie Journalisten aus Weilheim und eine Redakteurin aus Peiting, die wiederum beste Kontakte an die Seen pflegt, damit „tassilo“ langfristig oben „schwimmt“. Sie sehen, dass und warum uns das Tassiloland so am Herzen liegt. Es ist unsere Heimat. Sie ist nicht nur schöne Landschaft. Wichtigster Bestandteil sind die Menschen, die hier leben. Ihre Geschichten niederschreiben und im Bild präsentieren zu dürfen, davon kann das „tassilo“-Team nur schwärmen. Wir finden unser Projekt unglaublich spannend und freuen uns, wenn unsere Geschichten dasselbe sind für Sie. Tobias Schumacher

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> > > AUS DEM INHALT Seite 4 Keine Kaffeemaschine: Informationen zum neuen Regionalmagazin „tassilo“

Seite 28 Schauplatz Marienplatz: Spannende Neuigkeiten zum Bankhaus Simader

Seite 6 Dem mystischen Geist von Herzog Tassilo III. in Wessobrunn auf der Spur

Seite 32 Museum der Phantasie: Wie es nach Bernried kam und was der neue Direktor vorhat

Seite 11 Nehmen Sie Platz, Herr Loth: Der Weilheimer Rathauschef auf der Roten Couch

Seite 49 Gesundheits-Strategie: Krankenhäuser werden fit mit neuen Angeboten und Ärzten

Seite 16 Die Tutzinger Gilde feiert ihr 40-jähriges Bestehen am Starnberger See

Seite 52 Regionalvermarktung und Bio: Lebensmittel, Menschen und Marktstrategien unter der Lupe

Seite 20 Urlaub auf dem Bauernhof Der Berghof Walser in Obersöchering

Seite 58 Mit dem Zweimast-Segler über den Ammersee — Segeltörns im Heimaträtsel zu gewinnen!

Seite 22 Schatzbergrennen die Mountainbike-EM steigt in Dießen am Ammersee

Seite 66 Beste Fernsicht Südbayerns: Besuch in der Volkssternwarte der Gutekunsts in Eberfing

Seite 24 50 Jahre Radom: Warum die große Kugel in Raisting immer noch da ist

Seite 70 Jede Menge Termine: Der Veranstaltungskalender für Juli und August

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Liebe Leserin, lieber Leser

tassilo — keine Kaffeemaschine! Dass unser neues Regionalmagazin „tassilo“ nichts mit einer ähnlich klingenden KaffeekapselMaschine zu tun hat, dürfte Ihnen spätestens jetzt klar sein. Nicht nur einmal wurde ich in der spannenden Entstehungsphase dieses neuen Magazins von Kunden und Interessenten mit „... ich dachte, das ist eine Kaffeemaschine“ begrüßt. Keinesfalls! „tassilo“ ist das neue Regionalmagazin rund um Weilheim und die Seen (siehe rechts). Im Rhythmus von zwei Monaten werden wir Ihnen künftig Geschichten, Portraits und Reportagen aus dieser Region erzählen, die so vielleicht nicht in der Tagespresse oder in Ihrem Anzeigenblatt zu finden sind. Und dennoch ist dieses Magazin ein ganz spezielles Gebräu, das Ihnen hoffentlich künftig auch ans Herz wächst. Bereits vor fünf Jahren habe ich dieses spannende Experiment „Regionalmagazin in zweimonatigem Rhythmus“ im Schongauer Land begonnen. Die wichtigsten Zutaten waren damals die selben, die auch für „tassilo“ gelten: 1. ein hervorragendes Redaktionsteam mit dem richtigen Herzblut für unsere Heimat, 2. ein möglichst umfassender vorausschauender Veranstaltungskalender, der unseren Lesern den „tassilo“ zum zuverlässigen Begleiter macht, 3. eine Mannschaft, die sowohl Texte, Bilder und Anzeigen in einen harmonischen Kontext setzen kann

und 4. Unternehmen, die die Notwendigkeit eines solchen langfristigen Mediums erkennen und mit ihren Anzeigen dieses für die Leser kostenfreie Magazin ermöglichen. Rückblickend sollte uns der große Erfolg im Schongauer Land Recht geben. Jetzt, nach fünf Jahren, ist die Zeit reif, auch in Ihrer Region ein solches Magazin zu veröffentlichen. „Sowas bräuchten wir auch zwischen Weilheim und den Seen“ war mehrfach bei unserem Team angekommen. Und bekanntlich ist nichts stärker als eine Idee, deren Zeit reif ist. Nach der Entscheidung, dieses Magazin in einer Auflage von 50 000 Exemplaren zu starten (diese fiel vor circa einem Jahr) ging es daran, einen passenden Namen zu finden. Die betreffende Region, um die es geht, hat keine feststehende Bezeichnung, sie erstreckt sich über vier Landkreise, und gehört doch irgendwie zusammen. Hätte man nur einen Fluss oder einen See, wäre die Entscheidung leichter gefallen, und auch das Hervorheben eines Ortsnamens sollte nicht in Frage kommen. Nach unzähligen Recherchen und Vorschlägen war die Historie noch ein Thema, das uns reizte. Und siehe da, der vermeintliche Gründer des Klosters Polling, Herzog Tassilo III., gab uns einen Namen, der passender nicht sein könnte. Auch das Kloster Wessobrunn soll auf eine Stiftung Tassi-

los III. zurückgehen. Ein Name, der mit der Entwicklung unserer Region so fest verbunden ist, wie kaum ein anderer — zugleich Motivation für uns, die künftige positive Entwicklung der Region mit unserem Magazin zu begleiten. Und weil es für die Gesamtregion keinen feststehenden Namen gibt, werden wir sie der Einfachheit halber künftig „Tassiloland“ nennen. Um Ihnen und Ihren Freunden auch online die Möglichkeit zu geben, „tassilo“ zu lesen, gibt es das Magazin auch online als Blättermagazin oder über unseren Facebook-Account. Ein ganz besonderes Kompliment machte uns schon im Vorfeld der Erscheinung ein großer bayerischer Tageszeitungsverlag, der nun urplötzlich seit Ende Mai ein Regionalmagazin in zweimonatigem Rhythmus in einem ähnlichen Verteilgebiet anbietet. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, selbst die Erscheinungstermine und Rabattstaffeln gleichen unseren Daten, die seit April bekannt sind, wie ein Ei dem anderen. Aber muss ein Magazin im Tassiloland nicht „tassilo“ heißen? Sie, liebe Leserinnen und Leser, werden Ihr Urteil über „tassilo“ fällen und uns

Ihr Herausgeber „tassilo“

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dies gerne mitteilen (per Post, per Mail, per Facebook). Schreiben Sie uns, was Ihnen besonders gut gefällt! Unter allen Einsendungen verlosen wir drei Einkaufsgutscheine (siehe Seite 41). Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen, und bleiben Sie „tassilo“ treu!


Auf dieser kleinen Übersichtskarte sehen Sie das Tassiloland: überall dort, wo der Hintergrund grün ist, wird „tassilo“ durch unsere Träger verteilt, in Murnau und Penzberg liegen wir an gut frequentierten Stellen aus.

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> > > ZUM THEMA Wer war Tassilo? Immer wieder begegnet man in unserer Heimatregion dem Namen Tassilo, man denke nur an die uralte „Tassilo-Linde“ nahe des ehemaligen Klosters Wessobrunn, die seit langem vielbesuchtes Ziel der Besucher des Klosterdorfes und des Pfaffenwinkels ist. Der Name „Tassilo“ kommt in der Ahnengalerie der im frühen Mittelalter in Bayern herrschenden Agilolfinger-Herzöge mehrfach vor. So regierte Tassilo I. von circa 591 bis 610 n. Chr. und war bekannt für seine Feldzüge gegen die nach Westen vordringenden Slawen. Tassilo II. aus der gleichen Dynastie herrschte gut einhundert Jahre später, aber über ihn ist wenig überliefert. Der für die Geschichte des Pfaffenwinkels aber wichtige Herzog Tassilo war der Dritte dieses Namens. Er wurde um 741 als Sohn Herzog Odilos und dessen Ehefrau, der fränkischen Prinzessin Hiltrud geboren und war somit auch ein Vetter von Karl dem Großen. Nach dem Tod seines Vaters 748 wurde er als Kind unter der Vormundschaft der Mutter und ihres Bruders zum Herzog, erst 757 konnte er alleine regieren. Da Tassilo eine sehr eigenständige Politik betrieb, kam er wiederholt in Konkurrenz zu den im

fränkischen Reich herrschenden Karolingern. Insbesondere verschärfte es seinen Konflikt mit Karl dem Großen, dass er über seine Frau, die LangobardenPrinzessin Luitberga, mit dem mit Karl verfeindeten Königshaus der Langobarden eng verbunden war. Die Auseinandersetzungen mit Karl dem Großen führten schließlich dazu, dass Tassilo III. 788 als Feind des Reiches zu lebenslanger Klosterhaft verurteilt wurde und letztlich für sich und seine ebenfalls in Klöster verbrachten Nachkommen auf die bayrische Herrschaft verzichten musste und um 796 in Klosterhaft verstarb. Einige Gründungslegenden unserer PfaffenwinkelKlöster nennen ihn als Stifter, man denke nur an die Legende von Pollings Gründung mit der im Boden scharrenden Hirschkuh, die drei Kreuze freigelegt haben soll, oder an die Gründung Wessobrunns (siehe Seite 6) — jeweils bei Jagdaufenthalten des jungen Herzogs hier in unserer Region. Letztlich steht Tassilo III. symbolisch für bairische Eigenständigkeit und für die christliche Tradition unserer oberbayerischen Heimat. Klaus Gast Kreisheimatpfleger Weilheim-Schongau

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Wessobrunn: Wo Höchstes und Tiefstes sich berühren

Der mystische Geist von Herzog Tassilo III. Wessobrunn | Der Tag war warm und sonnig, die Wälder zwischen Ammer und Lech voller Wild — Herzog Tassilo III., so erzählt es die Legende, habe sich auf seinem Jagdstreifzug durch dieses gesegnete Stück Natur derart den Instinkten hingegeben, dass Raum und Zeit in Vergessenheit gerieten. Die Nacht brach herein, weshalb er und sein Gefolge gezwungen waren, sich vor Ort ein Quartier zu erschließen. Der Fuß einer großen, stattlichen Linde sollte seinem Haupt als Bettstatt dienen.

Dem Getreuen Wezzo gewidmet Lag es an der Erschöpfung? Oder doch an der Qualität des Ortes, an dem sich der Herzog aus dem Geschlecht der Agilolfinger befand, dass der Adelssohn intensiv träumte? Sobald er erwacht war, beeilte er sich, seinem Getreuen Wezzo atemlos davon zu berichten: Der Himmel habe sich geöffnet, in seinem Traum, und ein

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Wasser zu schöpfen, bewacht vom Himmelswächter Petrus. Wäre zu jener Zeit — auch dies ein Reiz der Legende — nicht das Symbolhafte des eigenen Unbewussten mit dem Göttlichen verschmolzen, wäre es vielleicht bei der Schilderung des Traumes geblieben. Wezzo aber habe augenblicklich begriffen, dass es einen göttlichen Hintergrund geben müsse. Der Begleiter Tassilos erhob sich, machte sich auf die Suche — und wurde fündig. Es gab sie wirklich, die drei Quellen. Seinem Getreuen ergeben, ließ Herzog Tassilo vor Ort ein BeneDie Tassilolinde wird — der Legen- diktiner-Kloster zu Ehren des Heide nach — auf ein Alter von rund ligen Petrus errichten. Den Namen 1 200 Jahren geschätzt. des Ortes sollte dem Finder der Quellen gebühren: Wessobrunn. Lichtstrahl die Landschaft erhellt, gebündelt auf eine Stelle, an der Wessobrunn, drei Quellen sprudelten. Die Quelein „Kraftort“ len selbst flossen in Form eines Kreuzes zusammen. Und dann, Man mag das Mystische, das diewohl nur für das träumende Auge ser Legende zu Grunde liegt, in verkraftbar, seien Engel am Licht- der heutigen Zeit belächeln. Ihm strahl nach unten gestiegen, um verschließen kann sich der Besu-


cher des Ortes Wessobrunn wohl kaum. Schon wer die Ortschaft Rott hinter sich gelassen und die letzte Kuppe der Bundesstraße überwunden hat, dem zeigt sich ein atemberaubender Blick auf die Gemeinde des Pfaffenwinkels — und man bekommt eine Ahnung davon, warum sich der Name „Kraftort“ in spirituellen Kreisen gebildet hat: Majestätisch präsentieren sich die Alpen am Horizont, der angrenzende Eibenwald labt das Auge mit seinen lebendigen Grün-Schattierungen und — sanft eingeschmiegt in einer Senke — reihen sich die Hausdächer Wessobrunns aneinander. Blitzsauber liegt er da, der Ort, der sich der Modernität nicht verschließt. Aber auch Raum dem Vergangenen, dem Großen lässt.

Die ehrwürdigen Klostermauern Das Kloster Wessobrunn, dessen Ehrwürdigkeit wohl auch nach Fortgang der Missionsbenediktinerinnen noch aus der Legende rührt, ist eine der prägnantesten Stätten des Ortes. Im Jahre 753 gegründet, wird es ab 788 als Reichskloster der karolingischen Dynastie zugesprochen. Um 900 herum fällt es an das Bistum Augsburg. Schwere Zeiten mussten die starken Klostermauern überstehen. Hatten 955 die Ungarn ihr zerstörerisches Werk begonnen, sollte das Kloster durch einen

Prächtig verziert: Die Stuckaturen im Gang stammen von Johann Schmuzer (1642-1701). Die Stuckausstattungen in den Zimmern des Klosters wurden von Joseph Schmuzer (1683-1752) und dessen Bruder Franz Schmuzer (1676-1741) sowie anderen Stuckateuren angebracht. Großbrand 1220 fast vollständig der Vernichtung zum Opfer fallen. Erhalten geblieben sind der „Graue Herzog“, ein spätromanischer Wehrturm aus Wessobrunner Tuffstein, dessen Mauerstärke im Erdgeschoss rund drei Meter misst. Auch der Glockenturm der ehemaligen romanischen Klosterkirche steht noch. Das Kloster, wie es sich dem heutigen Betrachter präsentiert, wurde ab 1680 unter Abt Leonhard Weiß gebaut, dann aber mit Beginn der Säkularisation 1803 als Kloster aufgehoben

und später als Steinbruch für den Wiederaufbau der 1834 in weiten Teilen abgebrannten Stadt Weilheim verwendet. Der Bedarf an Baustoffen war groß — rund zwei Drittel der Klosteranlage samt der Abteikirche fielen dem Materialhunger zum Opfer.

Der Übergang zur Weltlichkeit 1861 kauft der Münchner Universitätsprofessor Johann Nepomuk Sepp das übrig gebliebene

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Die Brunnenhalle überspannt heute die drei Quellen, die Wezzo, der Namenspatron des Ortes, einst fand. Drittel der Anlage. Er rettet damit nicht nur den Fortbestand des Klosters. Auch wertvolle romanische Skulpturen bleiben dadurch der Nachwelt erhalten und haben restauriert ihren Platz im Bayerischen Nationalmuseum in München gefunden. Eine Gemeinschaft von Missionsbenediktinerinnen bewirtschaftet das Kloster ab 1913; in den ehemaligen Stallungen und Wirtschaftsgebäuden des Guts sind heute Künstler eingezogen und bringen mit ihren Arbeiten einen ganz eigenen Geist in die historischen Gemäuer mit ein. Mittlerweile hat das Geistliche, zumindest in personeller Hinsicht, die Klosteranlage verlassen und dem Weltlichen Platz gemacht. Die Gründerin, Inhaberin und Namensgeberin der Firma Martina Gebhardt Naturkosmetik GmbH erwarb das Kloster Wessobrunn 2014. Es soll, so die Aussage Gebhardts, „in erster Linie als neue Heimat für das Unternehmen dienen, um dort Produktion, Vertrieb und Tagungshotel einzurichten.“ Im Amtsblatt der Gemeinde Wessobrunn vom März dieses Jahres ist ebenfalls nachzulesen, dass sich Martina Gebhardt mit der Ab-

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sicht trägt, ein Museum in das Gesamtkonzept der Anlage mit einzubinden. Eine konkrete Planung, heißt es dazu aus dem Wessobrunner Rathaus, liege dafür aber noch nicht vor.

Idealplan des Klosters im Brunnenhaus Zurück zu den drei Quellen. Sie befinden sich heute in einem Brunnenhaus nordöstlich hinter dem Klosteranwesen. Abt Benedikt Schwarz (1589-1598) ließ dafür ein Bassin errichten, das die Quellen schützend beherbergt. 1735 ließ Abt Thassilo Bölzl (1706-1743) eine dreibogige, offene Brunnenhalle nach den Plänen des Stuckateurs Joseph Schmuzer erbauen. Hier stoßen Besucher auf ein Gemälde, das sich mit der Gründungslegende Tassilo III. befasst und eine Art Idealplanung der Klosteranlage Johann Schmuzers aufzeigt. So kann man sich an dieser Stelle der Klosteranlage nicht nur der Geistlichkeit der Geschichte hingeben. Auch hier weht ein weltlicher Geist, denn die Quellen gelten nicht nur als sichtbarer Beleg der Legende. Sie dienten der Gemeinde Wesso-

brunn bis zum Jahre 1986 ebenso als Trinkwasserversorgung. Aus dem „magischen“ Eibenwald, der mit seiner immensen Anzahl und zum Teil sehr alten Eibenbäumen zum größten zusammenhängenden Bestand Europas gehört, weht ebenfalls ein Hauch von Mystik hinüber zur Klosteranlage. Die Eibe gilt als Weltenbaum der Germanen, den Göttern der Unterwelt geweiht. Ihr Gift ist tödlich. Und doch passt diese — auf den ersten Blick — lebensfeindliche Pflanze zum „Kraftort“ Wessobrunn.

Magischen Eiben und Linden Sind die Nadeln des immergrünen Baumes auch toxisch, bietet der Wald eine fast schon greifbare Atmosphäre des Innehaltens, der Ruhe und des Friedens. Wer zur Entdeckungsreise durch den Eibenwald aufbricht, stößt vielleicht auf Lichtungen, die mit merkwürdigen, aus Ästen geformten, begehbaren Kreisen geschmückt sind. Hier schaffen sich Suchende einen Ort der Zentrierung, hier wird meditiert oder sich einfach der Natur hingegeben. Die Verbindung zu Wessobrunn stellt


denn auch die wohl berühmteste Sehenswürdigkeit her, die Tassilolinde. Schon in den Zeiten Tassilos III. muss sie eine stattliche Erscheinung gewesen sein. Warum sonst hätte der Adlige der Legende nach sein herzögliches Haupt an ihrem Fuße gebettet? Sollte man nun der Geschichte Glauben schenken und in der Tassilolinde jenen Baum von damals erkennen, käme die Linde auf ein stolzes Alter von rund 1 200 Jahren. Ob Linden, in diesem Fall eine Winterlinde, tatsächlich so alt werden können, ist vielleicht gar nicht so wichtig. Wer sich dem Baum nähert, wird auf jeden Fall in seinen Bann gezogen. Der Umfang misst etwa 14 Meter, die Höhe etwa 25 Meter. Die Pracht dieses Baumes entfaltet sich stückweise, je näher der Besucher ihm kommt.

Hoffnung auf Erneuerung In der Sprache der Kelten ist die Linde ein Baum der Begegnung. Ihre Blattform ähnelt dem Herz — und selbst „im Herzen“ dieses Baumes kann Platz genommen werden, denn die Tassilolinde ist

hohl. Der Stamm öffnet sich an vielerlei Stellen. Man kann tatsächlich, gleich einer Pforte, in das Innere gelangen. Die Linde war schon immer eine Baumgattung, die dem Gemeinwohl verhaftet war. Man trifft sich an der Linde zum gemeinsamen Plausch, Wirtshäuser hören auf den Namen „Zur Linde“, unter ihr sprach man Recht. Die Tassilolinde steht nun auf höchst fruchtbarem Boden; allein der Eibenwald ist voll von Quellen und durchsetzt von Feuchtigkeit. Und so wie sich aus dem Traume Herzog Tassilos eine Sehnsucht nach der Verbindung von oben (geistlich) und unten (weltlich) herauslesen lässt, kann Wessobrunn als ein Ort gedeutet werden, wo das Höchste und Tiefste miteinander in Verbindung treten: Das Höchste, das Himmelsfirmament, trifft auf das Tiefste, die labenden Quellen des Bodens. Wem das alles zu mystisch ist, der wendet sich vielleicht doch lieber der Realität zu und genießt Wessobrunn als ein Kleinod des Pfaffenwinkels. So unaufgeregt und freundlich dessen Bewohner sind, so abwechslungsreich gestaltet sich die Umgebung, das Leben hier in der Gemeinde. Ein letzter letz le t te Blick zur Tassilotz Ein lillinde. ind nde de. D Der Baum soll — wie erwä er wä erwähnt — über 1 000 Jah Ja h alt sein. Und doch Jahre vverändert sich seine Struktur weiter. Kleine Schösslinge wachsen aus der zerfu furchten Rinde hervor un nd geben dem Baum, und derr m de mittlerweile mithilfe von vo n Metallbändern und B Be etoon vor dem AuseinanBeton derf de rfal rf al derfallen gerettet werden soll so llll,, etwas e soll, Hoffnungsvolle es. s Die Diee Hoffnung, dass es les. im mme merr we wei i immer weiter geht. Die Linde ersc er scchaaff fftt sich sich h am Ende aus sich erschafft sselbst se l st h lb erau er a s neu. Diesen Geist au heraus ka ann m an n iin n Wessobrunn spüren. kann man Auch Au ch h aals ls R eaa rp Realist.

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Auf der roten Couch

Der Enthusiast mit Tatendrang

Willkommen! Die „tassilo“-Redaktion lädt Menschen, die etwas zu erzählen haben, zum Interview ein auf die Rote Couch — den Anfang macht Weilheims Bürgermeister Markus Loth. Foto: Johann Jilka Foto: Johann Jilka

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Weilheim | Mit einem „ordentlichen Ergebnis“, so interpretiert er heute seinen Stimmenanteil von gut 68 Prozent in der Stichwahl, ist Markus Loth im vergangenen Jahr in seine dritte Amtszeit als Bürgermeister von Weilheim gestartet. Beim „tassilo“-Interview auf der Roten Couch schimmert immer wieder der Enthusiasmus durch, mit dem er das höchste Amt in der Kreisstadt bekleidet, in der er 1968 geboren wurde. Dabei betrat der gelernte Krankenkassenfachwirt und ehemalige Bereichsleiter bei der AOK Weilheim im Jahr 2002 zweifaches Neuland: Obwohl Spross „einer alteingesessenen Weilheimer Familie“ war er unvorbelastet — keiner der Vorfahren hatte ein politisches Amt bekleidet. Und: Als Kandidat der Liste „Bürger für Weilheim“ beendete Markus Loth 56 Jahre CSU-Regentschaft im Rathaus. Dank persönlicher Merkmale wie

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Begeisterungsfähigkeit und Tatendrang konnte er seither ideologische Gräben überwinden und Verwaltung wie Politik auf Sacharbeit einschwören. Deren wichtigste Aspekte, auch ideeller Natur, und die vielen Projekte, die vor ihm und seinen Mitstreitern liegen, skizziert er ausführlich und freimütig im Gespräch mit „tassilo“-Redakteur Tobias Schumacher. Herr Bürgermeister Markus Loth, wann haben Sie das letzte Mal bei klarer Fernsicht das Panorama übers Weilheimer Becken genossen, beispielsweise vom Hirschberg oder am Schlag unterm Hohen Peißenberg? Ich fahre tatsächlich oft auf dem Weg von Schongau nach Weilheim über den Schlag, weil die Aussicht von dort grandios ist. Ganz ähnlich ist es vom Hirschberg. Waren Sie schon mal auf dem Kirchturm der Stadtpfarrkir-

che Mariä Himmelfahrt? Von dort oben hat man ebenfalls einen unglaublich schönen Blick über ganz Weilheim … Können Sie die Gedanken in Worte fassen, die Ihnen dort oben durch den Kopf gehen? Neulich hatte ein Spezl von mir seinen 50. Geburtstag. Die Feier begann auf dem Kirchturm. Was mir dort auffiel, war das gute Dutzend Kräne im Stadtgebiet. Ich habe mir gedacht: In Weilheim wird viel gebaut, in unserer Stadt wird investiert, hier leben aktive Menschen, die sich kümmern, die mitgestalten. Und wenn man den Blick schweifen lässt, dann sieht der Betrachter, dass Weilheim ein schönes, lebendiges und gepflegtes Städtchen ist. Das erfüllt einen Bürgermeister schon mit Stolz. Wobei — wenn ich so etwas sage — das jetzt überhaupt nicht arrogant wirken soll!

Sind Sie ein „Auserwählter“ unter Bayerns Bürgermeistern, die Geschicke einer solch herrlichen Gegend mitzubestimmen? Als „Auserwählter“ fühle ich mich nicht, aber als „Gewählter“! Vergangenes Jahr wurde ich zum dritten Mal in mein Amt gewählt. Es ist schon eine schöne Aufgabe, in zwei Funktionen, als Bürgermeister und auch als Kreisrat, Aufgaben mit einer gewissen Ausstrahlwirkung für die ganze Region verantwortungsvoll auszuführen.

Projekt ist das interkommunale Gewerbegebiet „Achalaich“ mit Polling im Südwesten der Stadt. Im Moment stellen wir gemeinsam den Flächennutzungsplan auf und machen uns Gedanken über den Bebauungsplan. Das läuft schon seit Ende der neunziger Jahre, und die Zusammenarbeit ist hervorragend, auch mit den Vorgängern auf dem Bürgermeister-Posten in Polling. Denn tatsächlich waren viele Hürden zu nehmen: Etwa die Frage, ob überhaupt der politische Wille vorhanden ist, das Gewerbegebiet gemeinsam zu realisieren? Oder: Sind überhaupt Flächen dafür verfügbar? Heutzutage ist es zunehmend schwierig, Antworten auf solche Fragen zu finden. Sie zu lösen hat nur geklappt, weil wir eng zusammenarbeiten.

Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit den Kollegen in den Umlandgemeinden? Ich würde sagen, ich habe ein gutes Verhältnis zu den Nachbarn. Zumal wir aktuell zwei gemeinsame Mammut-Projekte umsetzen: Einmal zusammen mit Eberfing die Hochwasserfreilegung entlang des Weilheimer Stadtbaches, Sehen Sie für sich persönlich aus dem Angerbach. Das zweite große solchen Projekten eine besondere


Markus Loth beim Gespräch mit „tassilo"Redakteur Tobias Schumacher. Foto: J. Jilka Verantwortung erwachsen — und wenn ja, wie sieht die für Sie aus? Als Bürgermeister habe ich generell ein hohes Maß an Verantwortung. Dessen bin ich mir bewusst. Du musst heute dreimal überlegen, was du sagst. Wenn dich früher jemand im Straßenverkehr geärgert hat, hast du an der nächsten Ampel das Fenster runtergekurbelt und ihm unverblümt die Meinung gegeigt. Das geht nicht mehr. Ich weiß inzwischen, dass ich aufpassen muss, wie meine Worte beim Gegenüber ankommen. Zumal ich mich als Bürgermeister eines Jeden hier in der Stadt verstehe, auch als der des „kleinen Mannes“. Daraus erwächst, um darauf zurückzukommen, durchaus ein gehöriges Maß an Verantwortung. Ich bin jetzt im vierzehnten Jahr im Amt und kann mich nach wie vor jeden Morgen mit gutem Gewissen im Spiegel anschauen. Auch wenn ich Entscheidungen treffen musste, mit denen nicht unbedingt jeder einverstanden war.

Politik ist beides. Als Bürgermeister bist du der Motor und musst zugleich die Zündkerze sein, sonst geht nichts weiter. Ich sehe es als meine Aufgabe, Ideen in Impulse umzusetzen. Dabei kann ich nicht nur nett sein. Von den Bürgern bin ich gewählt, um etwas anzuschieben. Dafür braucht es eine gut funktionierende Verwaltung, die wir in Weilheim haben. Natürlich gilt es auch, Prozesse zu moderieren, sozusagen als Ordnungshüter, wobei ich eingestehe, mitunter ungeduldig zu sein. Mir widerstreben ausufernde Beratungen. Als Sitzungsleiter im Stadtrat fordere ich eine gewisse Sitzungsdisziplin ein. Da kann es schon mal vorkommen, dass ich dem ein oder anderen Ratsmitglied in die Parade fahre, wenn der- oder diejenige nicht auf den Punkt kommt. Meine langjährige Erfahrung hat mich gelehrt: Straffe Sitzungen bringen Effizienz.

Das Magazin „Zeit Wissen“ transponiert dieses Jahr Mahatma GanWas bedeutet für Sie Politik — eher dhis 90 Jahre alte Universalkritik die Moderation des Machbaren von den „sieben Todsünden der oder doch das Ringen um Erstre- modernen Gesellschaft“ in die Gebenswertes? genwart. Ein Punkt ist dabei die

„Politik ohne Prinzipien“. Verfolgen Sie eine solche Wertediskussion? Ich kenne die Inhalte von Gandhis Thesen, die aktuelle Diskussion verfolge ich jedoch nicht. Gibt es Prinzipien, denen Sie Ihre Kommunalpolitik unterwerfen und wenn ja, welche sind das? Mir selbst treu zu bleiben, ist mein oberstes Prinzip. Als Bürgermeister habe ich Vorbildfunktion, die ich versuche zu leben. In welchen Situationen werden Sie Ihren Prinzipien untreu? Ich wüsste nicht, was ich jetzt dazu sagen könnte. Wir sprachen vorhin von den schönen Aussichten: Was erachten Sie als notwendige Maßnahmen, die Kulturlandschaft rund um Weilheim in Zukunft zu erhalten und weiter zu gestalten? In meinem Büro hängt ein Luftbild, auf dem zu sehen ist, dass Weilheim eine runde Stadt mit einem klaren und deutlichen Ortskern ist. Zwar gibt es ein paar „Satelliten“, doch mir ist wichtig, dass wir bei allem Fortschritt

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in der Entwicklung unserer Kommune maĂ&#x;voll und behutsam vorgehen. Die Planung von Gewerbe- oder Wohngebieten versuchen wir immer, wenn mĂśglich als eine Arrondierung von LĂźcken zu gestalten. Ausnahmen sind das Gewerbegebiet mit Polling oder der Neubau der Stadtwerke im Weilheimer Osten. Widerspricht das nicht ihren Zielen? Beim Gewerbegebiet kann man das vielleicht so sehen. Doch wie gesagt gab es die HĂźrde, Ăźberhaupt geeignete Flächen zu finden. Hier bot sich das „Achalaich“ an. Anders sehe ich das bei den Stadtwerken: Der Bauhof liegt in einem Wohngebiet, eine mehr als unglĂźckliche Situation. Und die Stadtwerke residieren mitten in der Stadt auf dem Areal, wo bis Mitte der 1950er-Jahre das Gaswerk war. Die BĂśden dort sind kontaminiert, wir kĂśnnen den Bestand nur abreiĂ&#x;en. Dass wir nun auf die grĂźne Wiese ziehen, bietet vielmehr neue Perspektiven fĂźr eine Entwicklung im Stadtkern. AuĂ&#x;erdem denke ich, mit dem neuen Betriebshof eine gelungene LĂśsung gefundenzu haben. Die EntwĂźrfe der Architekten Achim Kosch und Dirk Pussert aus Dresden sind funktional, architektonisch, städtebaulich und landschaftsplanerisch durchaus sehr ansprechend. Wie wĂźrden Sie das Zusammenwirken von BĂźrgermeister, Stadtverwaltung und Stadtrat in Weilheim bezeichnen — als funktionierend, verbesserungswĂźrdig oder reibungslos? Wir arbeiten konstruktiv zusammen oder haben sogar ein freundschaftliches Verhältnis. Als ich 2002 als BĂźrgermeister angefangen habe, gab es im Stadtrat klare Fronten, aber das hat sich Gott sei Dank geändert. Das Klima ist inzwischen gut, was auch daran zu sehen ist, dass zum Beispiel bei

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Markus Loth (M.) mit „tassilo“-Herausgeber Peter Ostenrieder (l.) und Redakteur Tobias Schumacher auf dem Turm der Stadtpfarrkirche, um zu veranschaulichen, was er beim Blick auf Weilheim empfindet. offiziellen Feiern und Festen nicht mehr nach Fraktionen getrennt zusammen gesessen wird. Der politische Umgang untereinander und die Diskussionskultur haben sich geändert, ich empfinde sie als gespĂźrt harmonischer. Das Miteinander steht im Vordergrund. Ă„hnliches gilt fĂźr die Verwaltung. Ich bin sehr zufrieden mit der Besetzung der FĂźhrungspositionen. Im Rathaus arbeiten allein knapp 70 Angestellte und Beamte, und wenn wir alle städtischen Einheiten betrachten — BĂźrgerheim, Musikschule, Stadtwerke, Kindergärten, Friedhof und so weiter — zählt die Weilheimer Verwaltung immerhin 400 Beschäftigte. Summa summarum: alles im Lot!

Die Umfahrung ist seit 40 Jahren ein Thema und ich bin froh, dass wir jetzt so weit sind, wie wir noch nie waren. Zum einen gibt es eine vernĂźnftige Zusammenarbeit im Stadtrat. Zum anderen konnten wir in Berlin mit Verkehrsminister Alexander Dobrinth die Sache endlich umfassend erĂśrtern. Als PeiĂ&#x;enberger ist unser Verkehrsminister mit der Problematik bestens vertraut. Wie ernst er unsere Anliegen nimmt, zeigt die Tatsache, dass bei den Gesprächen in der Bundeshauptstadt alle wichtigen Personen aus dem Ministerium mit uns am Tisch saĂ&#x;en, vom Minister Ăźber seinen Ministerialdirektor bis hin zu Personen aus den beteiligten Abteilungen. Jetzt hoffen wir, mĂśglichst bald in die Eine der herausfordernden Aufga- vordringliche Verkehrswegeplaben in Ihrer dritten Amtszeit dĂźrfte nung zu kommen. sein, endlich die UmgehungsstraĂ&#x;e fĂźr Weilheim zu realisieren. Was ist Welche Variante bevorzugen Sie hier der aktuelle Stand? persĂśnlich?

Ob wir nun links oder rechts um Weilheim fahren oder durch einen Tunnel, ist derzeit zweitrangig. Mir ist am wichtigsten, dass die Umfahrung ßberhaupt kommt. Aus dem Jahr 2005 / 06 gibt es ein Verkehrsgutachten, in dem die Ostvariante mit einer kleinen Präferenz vorne lag. Doch jede Trasse hat Vor- und Nachteile. Es ist klar, dass die Diskussion hier sehr emotional gefßhrt wird. Die Entscheidung hängt zuletzt auch ab von den Einschätzungen der FachbehÜrden, bei denen der Abwägungsprozess sicher auch nicht einfach ist. Wie gesagt: So weit wie jetzt waren wir noch nie! Die Stadt hat ihre Hausaufgaben gemacht, nun ist der Bund am Zug. Die verkehrstechnische Anbindung von Weilheim ist insgesamt verbesserungswßrdig ‌ Insbesondere nach Norden in Richtung Starnberg und Mßnchen


muss sich bald etwas tun. Hier gibt es umfangreiche Planungen des Staatlichen Bauamtes Weilheim, die B2 zu ertüchtigen, ähnlich der B17 zwischen Landsberg und Schongau mit einem dreispurigen Ausbau für Überholspuren. Das soll zwischen Weilheim und Starnberg auch kommen.

Ersten, die städtische Liegenschaften als Wohnraum zur Verfügung gestellt haben. Weilheim und Schongau sind im Landkreis mit am stärksten betroffen. Wir müssen zukünftig darauf achten, dass wir die Asylsuchenden in der Region verträglich auf die Kommunen verteilen, dass nicht Brennpunkte entstehen wie im Frühjahr in Wildsteig. Die Verteilung muss gerechter werden! Diesem Thema stellen wir uns und es wird uns weiterhin beschäftigen, wobei unser wichtigster Ansprechpartner das Landratsamt ist. Auf einem ganz anderen Blatt steht außerdem, was mit den anerkannten Asylbewerbern geschieht. Durch ihre Anerkennung werden sie Weilheimer Stadtbürger. Dann sind wir dafür zuständig, ihnen Wohnraum und vernünftige Lebensbedingungen zu schaffen. Hier kommt uns zugute, dass ich als Vorstandsmitglied im Bayerischen Städtetag immer auf dem aktuellsten Informationsstand bin.

Welche Möglichkeiten haben Sie als Oberhaupt einer oberbayerischen Kreisstadt überhaupt, Infrastrukturmaßnahmen für und rund um die Kommune zu beeinflussen oder zu gestalten? Ich bin ja auch Kreisrat, deshalb möchte ich immer zugleich auch über den Tellerrand blicken. Das ist für mich unabdingbar, denn erst dann bekomme ich umfassende Einblicke in ein komplettes Gebiet, wobei mir immer wichtig ist, auf unsere Nachbarn zu achten. Nur ein Beispiel ist unsere neue Berufsschule: Sie dient als Standortsicherung und -faktor für unsere gesamte Region. Ähnlich verhält es sich bei den Krankenhäusern in Weilheim und Schon- Was heißt das konkret? scha sc hafhaf ha fWir müssen den Spagat schafgau. ngs g ba b u. fen beim Sozialen Wohnungsbau. en de en den Können Sie weitere Projekte skiz- Schließlich haben wir neben heizieren, die Sie als wichtig erachten? Asylbewerbern ja auch einheider e Aufgaben, von denen Sie sich wün- mische Bedürftige. Aus der dler dl er schen, dass sie in den kommenden Zeit, als die Spätaussiedler sen aus Russland kamen, wissen Jahren abgearbeitet werden? Ein ganz wichtiger Punkt ist die wir, dass die meisten Menenne lei Kinderbetreuung. Die Situation un- schen, die zu uns nach W Weilnerne r-serer Familien hat sich verändert, heim kamen, nach ihrer A Aneriebe ebben immer öfter sind beide Eltern be- kennung hier bei uns geblieben Auf ufga gaarufstätig. Mit einem umfassenden sind. Es wird unsere Aufgaden e iin n Angebot für die Kinder stellen wir be sein, die Asylsuchenden zu ini in die Weichen für die Zukunft, auch gleicher Art und Weise zu wenn unsere Kindertagesstätten tegrieren. aktuell auf einem zeitgemäßen g, einen ein inen Stand sind. Aber weil Weilheim Ist es manchmal schwierig, e n en wächst — aktuell haben wir rund Standpunkt zu vertreten,, w wenn haf aftt lebt l bt le 22 500 Einwohner — ist das Thema man in direkter Nachbarschaft tri rikt kt dadaein Dauerbrenner. Dem möchte ich mit jenen Menschen, die strikt mich stellen, egal ob es um Krippe, gegen stehen? m Re ech chtt Kindergarten, Hort oder Mittags- Ein Sprichwort sagt: „Jedem Recht iema ie maand betreuung geht. getan, ist eine Kunst, die niemand o len, ol Ein zweites Feld ist das Thema kann.“ Allen gefallen zu w wollen, lss B ür-ür Asyl. Wir waren in der Region die ist nicht meine Messlatte. A Als Bür-

germeister musst du irgendwann Entscheidungen treffen. Ich bin gerne Bürgermeister und mir fällt mein Amt nicht schwer. Ist Lokalpolitik unter diesem Gesichtspunkt nicht vielleicht um einiges schwieriger als Politik auf Landes- oder Bundesebene? Das kann ich schwer beurteilen. Ein Vorteil von Politik auf Landesoder Bundesebene ist vielleicht, dass man nicht so nah dran ist an den Menschen. Als Bürgermeister bist du immer und überall präsent und leicht greifbar.

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Hegt der Politiker Markus Loth längerfristig Ziele, die über das Amt des Bürgermeisters in Weilheim hinausgehen? Vor einiger Zeit habe ich mir die grundlegende Frage gestellt, ob ich 2014 für das Amt des Landrates kandidiere — was manche Leute vielleicht sogar gerne gesehen hätten. Meine Entscheidung kenn ke nnen nn e Sie: en Sie ie:: Mein Meein Herz Her erzz schlägt schl sc hläg hl ägtt für äg für kennen mein me in ne Geburtsstadt G bu Ge burt rtss rt ssta ss tadt ta dt W e lh ei l ei eim m un undd meine Weilheim dami da m t für mi für das das Am Amtt de dess Bü Bürg rggerrmeeis is-damit Bürgermeistters te rs.. ts rs ters.

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Festwochenende: 40 Jahre „Tutzinger Gilde“

Trachtenpracht am Starnberger See Tutzing | Der Heimat- und Volkstrachtenverein „Tutzinger Gilde“ besteht 2015 seit 40 Jahren. Das Jubiläum wird mit einem großen Festwochenende vom 3. bis 5. Juli gefeiert. Auftakt ist am Freitagabend ein Sänger- und Musikantenhoagascht im Festzelt auf der Lindlwiese am Rathaus. Kompetenter Conférencier des Abends istt Markus Tremmel. Der Journalistt und Verleger ist vor allem bekanntt durch die Moderation von Volks-musik-Sendungen im Hörfunk undd Fernsehen des Bayerischen Rund-n funks. Mitwirkende Musikanten und Sänger sind die Bläser derr Tutzinger Gilde, die „Eichhofnerr Dorfmusi“, die Gruppe „quietsch-fidel“, die „Tutzinger Stubnmusi“,, der „Starnberger Dreigsang“, diee „Dietlhofer Sänger“ und der „Kin-derchor St. Joseph“. Am Samstagnachmittag kommtt „Doctor Döblingers geschmack-volles Kasperltheater“ mit zweii Vorstellungen ins Roncallihaus:: Für „Kasperl und die Brotzeit“ undd „Kasperl und die Stinkprinzessin““ kosten die Eintrittskarten für Kin-der 4 Euro, für Erwachsene 6 Euro.. Am Abend vibriert das Festzelt un-ter den Klängen der vier „lotteri-gen Genies“ (ARD druckfrisch) von „Koflgschroa“ aus Oberammergau. Das Quartett singt zu Tuba, Posaune, Ziehharmonika und akustischer Gitarre „dadaistische,, daseinsmüde Texte, die klingenn Links die alte Männertracht mitt Gehrock, rechts die erneuertee Tracht mit kurzer Joppe.

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wie aus einer Felswand geschlagen“ (Rolling Stone) und wird von Fernsehen, Szene-Radio und -Magazinen bundesweit für eine „Mischung aus Karl Valentin und J.J. Cale“ (Radio Eins Berlin) gefeiert. Am Festsonntag steht ganz Tutzing im Zeichen von Tracht, Tradition und Feiern: Auftakt ist ein Fe est stgo gott ttes tt essdiien enst st um m 10.30 10.3 10 .300 U .3 h hr Festgottesdienst Uhr im KKusterim uste us terte rm annp an npar np parrk am m mannpark

Seeufer mit anschließedem Festumzug durch die Gemeinde zum Festzelt. Vor dem wird eine historische „Kirta“ aufgebaut mit vielen alten Fahrgeschäften, darunter als Höhepunkt eine „Kirtahutschn“. Als Geburtstagsgäste haben befreundete Trachtenvereine aus Diemendorf, Starnberg, Weilheim, Neubeuern, N Ne ubbeu euer eerrn, SSchliersee chlililier ch errsee seee undd Mü un Münc München nche nc henn he ihrr Ko ih Komm m-


Bei der traditionsreichen Fischerhochzeit rudert die Gilde hinaus auf den Starnberger See.

men zugesagt, Schirmherrin ist die Bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner. Infos zum Festprogramm stehen aktuell im Internet (www.tutzinger-gilde.de).

pe, eine Plattlergruppe und eine See getragen wurde. Auffallend Kindertanzgruppe dazu. Schließ- sind die hohen Otterfellhauben lich formierte sich außerdem die der verheirateten Frauen und die Vorderlader-Schützengruppe, und Gehröcke der alten Männertracht zum 25. Jubiläum im Jahr 2000 (siehe Foto Seite 19). Die Häupter wurde zuletzt eine eigene Vereins- der Mädchen schmücken handfahne geweiht. Seit einem Jahr hat gefertigte Krönchen im aufgeZweiter Anlauf mit Verein sogar eine eigene Blä- steckten Haar, verziert mit Perlen, Erfolg — dank der Frauen der sergruppe, die unter anderem für Steinen und aufgenähten kleinen Die Tutzinger Gilde war am 13. Ja- die Tanzgruppen aufspielt. „Schiffchen“ aus gedrehtem Silnuar 1975 von 44 Gründungsmitber- oder Golddraht. Die Frauen gliedern ins Leben gerufen wortragen ein buntes Seidenmieder, Otterfellhauben und den. Anlass war die „Tutzinger vorne geschnürt, mit farbigem gekrönte Mädchen Fischerhochzeit“, deren Tradition Latzeinsatz, dazu ein kurzes Jäcknach mehr als zwei Jahrzehnten Die heutige Tracht der Tutzinger chen. Der Rock ist schwarz und wieder aufleben sollte. Die Ur- Gilde orientiert sich an der Klei- meist plissiert, das heißt, in Falsprünge des Vereins gehen zurück dung, wie sie zu Beginn des 19. ten gelegt, die Seidenschürze ist auf die „Fischergilde“, die einige Jahrhunderts in der Region zwi- ebenfalls bunt. Um den Hals wird Tutzinger zur Fischerhochzeit 1953 schen Ammersee und Starnberger eine Florschnalle getragen. gegründet hatten, sich nach 13 Jahren aber wieder auflöste. Dass die zweite Gründung erfolgreicher war, führen die Vereinsvorderen heute vor allem darauf zurück, dass sich 1975 von Beginn an viele Frauen aktiv einbrachten. Dank ihrer Arbeit konnten sich die Gildenmitglieder bereits zur Fronleichnamsprozession im gleichen Jahr in einem recht rasch beschafften Trachtengwand präsentierten. Aktuell hat die Gilde rund 230 Mitglieder, das jüngste ist drei, das älteste 91 Jahre alt. Zur Fischerhochzeit 1975 studierte ein Volkstanzkreis innerhalb der Gilde den Fischertanz ein. Spä- Die Kindertrachten: Mädchen mit Seidenmieder und Krönerl, Buben in ter kamen eine Jugendtanzgrup- kurzer Joppe, Weste und Stopselhut.

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Die Tutzinger Gildefrauen im Seidenmieder mit der Otterfellhaube beim Oktoberfestumzug 2014.

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Die Männertracht besteht aus einer dunkelbraunen oder schwarzen Lederhose, Westen, teils sogar aus Seide, einer farbigen Joppe oder einem Gehrock und einem Hut. Zur Joppe tragen die Buben und Männer einen sogenannten Stopselhut mit Goldquaste. Zum Gehrock, der „alten“ Tracht, wird ein Hut getragen, der etwas flacher und breitkrempiger ist. In ihren Statuten hat sich die Gilde dem „Erhalt des bodenständigen Musik- und Tanzgutes, der bayerischen Mundart, des althergebrachten Gewandes und der Pflege alter und überlieferter Bräuche“ verpflichtet. Damit wurde der Verein ein fester Bestandteil im öffentlichen Leben der Gemeinde Tutzing — sei es mit Auftritten beim Seefest im Kustermannpark, beim Maibaumaufstellen oder auf dem Weihnachtsmarkt.

Außerdem repräsentiert die Gilde ihren Heimatort jedes Jahr weit über die Region rund um den Starnberger See hinaus: bei Großereignissen wie dem Oktoberfestumzug und mit Auftritten des Tanzkreises auf der „Oidn Wiesn“ sowie bei den Trachtentreffen der „Vereinigung Historischer Trachten von

Altbayern“, in der die Gilde Mitglied ist. In einer über 100 Seiten starken Festschrift zum Geburtstag hat die Gilde ihre 40-jährige Geschichte in Text und Bild ebenso bewundernswert umfassend aufgearbeitet wie die vielfältigen Aktivitäten und die Ursprünge ihrer ts prächtigen Tracht.

Die handgefertigten Krönchen im aufgesteckten Haar der Mädchen.


T Tutzing | Unter den Heimat-, Trachtten- und Brauchtumsvereinen im ooberbayerischen Voralpenland ist die „„Tutziner Gilde“ ein vergleichsweise jjunger Zusammenschluss, der 2015 ssein 40. Gründungsfest feiert. Die TTracht der Mitglieder, die wohl auf Kleidung der Tutzinger Fischer und jjener am Westufer des Starnberger SSee überhaupt basiert, wie sie Anffang bis Mitte des 19. Jahrhunderts g getragen wurde, ist dabei aber bessonders prächtig und kunstvoll. Hubert Beer ist Beisitzer im Vorstand der Gilde und darüber hinaus Leiter des Festausschusses für die 40-Jahr-Feier des Vereins. Er erklärt im Interview mit „tassilo“-Redakteur Tobias Schumacher die Besonderheiten und Details der Gewänder, die beim Festwochenende Anfang Juli in Tutzing leibhaftig zu bewundern sind. Hubert Beer, was ist an der Tracht der Tutzinger Gilde so besonders? Die Besonderheit der Gildetracht ist, dass es sich um eine wiederbelebte Tracht handelt, die auf historische Vorbilder zwischen 1820 bis 1840 zurückgeht. So ist zum Beispiel auf der Lithografie „Starnberger Bäuerin mit Ihrer Tochter“ von Felix von Lipowsky, die circa 1822 entstanden ist, die Festtagstracht der Frauen detailliert dargestellt. Auffällig ist der hochtaillierte, wulstartig an das Mieder angesetzte Rock, der mit dem Mieder vernäht ist. Ein besonderes Kleidungsstück, das sich auch weit über die Grenzen des Starnberger Sees hinaus bis nach Dachau verfolgen lässt. Interessant sind die vielen einzelnen Details … Richtig. Ein kleines Kunstwerk sind zum Beispiel die oft mit Goldborten und leuchtenden Stoffen aufwendig verzierten Miederstecker. Sie wurden früher anlassbezogen zum Beispiel bei Trauerfällen auch mit einem schlichteren Stecker gewechselt und gaben so Auskunft über die jeweiligen Lebensumstände. Visitenkarten zum Anziehen? Genau so kann man das sehen. Was ist noch erwähnenswert? Ein wahres Schmuckstück sind die aus Gold- oder Silberdraht gearbeiteten Florschließen der Frauen, mit denen die beiden Enden des um den Hals getragenen Flors verbunden werden. Mit einer verbrämten Haube aus Otterfell, dem „Bramerl“, oder der hohen Otterhaube ist die Frauentracht dann komplett. An ihr ist letztlich auch zu erkennen, ob eine Frau noch ledig ist oder nicht. Die jungen Mädchen und unverheirateten Frauen tragen ein sogenanntes „Krönchen“ im Haar, die mit aufwendigen aus Golddraht gefertigten sogenannten Schiffchen, Perlen und farbigen Steinen verziert werden — oft in vielen 100 Arbeitsstunden. Nicht selten trauert eine Frischvermählte diesem wunderschönen Kopfschmuck nach!

Und mit welchem textilen Reiz kann das starke Geschlecht locken, damit die jungen Damen den Verlust verschmerzen? Bei den Männern wird zwischen einer „alten“ und einer „erneuerten“ Tracht unterschieden. Die alte Tracht entspricht mit langem Gehrock, hirschlederner Kniebundhose, doppelreihiger Seidenweste und einem breitkrempigen Hut wohl weitestgehend den historischen Vorbildern. Aber auch für die Kleidungsstücke der „wiederbelebten“ Tracht, die aus kurzer Joppe, kurzer Lederhose und dem charakteristischen Stopselhut besteht, finden sich Darstellungen auf zeitgenössischen Zeichnungen. Die handwerkliche Fertigung eines Gewands ist aufwendig bei Männern, Frauen und Kindern. Woher kommt zum Beispiel ein neues Otterfell, wenn eines gebraucht wird? Bramerl und Otterfellhauben fertigen wenige, in dieser Kunst bewanderte Kürschnermeister, so zum Beispiel die Familie Gebhard in Starnberg. Da das Bramerl und die Otterfellhaube sehr teuer sind, werden sie entweder von Generation zu Generation weitergegeben oder teilweise im Fundus der Gilde verwahrt um gegebenenfalls ausgeliehen werden zu können. Wo bekommt die Gilde ein Otterfell her? Früher war der Otter in unseren Breitengraden noch heimisch, heute stammen die Felle von Farmen aus Übersee. Worin liegen die Unterschiede der Tutzinger Tracht zu den sonst in Oberbayern verbreiteten Gebirgstrachten? Grundsätzlich sind die „Gebirgstrachten-Erhaltungsvereine“ sowie die „Schützenkompanien“ des Voralpenlandes zur Trachtenpflege Ende des 19. Jahrhunderts entstanden und basieren im Wesentlichen auf der „Miesbacher Tracht“. Zu diesem Zeitpunkt waren die historischen Trachten, die in Ihrer Vielfalt noch bis circa 1830 bis 1840 vorhanden waren, weitestgehend neueren modischen Strömungen wie zum Beispiel dem „boarischen Mieder“ gewichen. Dem sollten die Erhaltungsvereine entgegenwirken und das bayerische Nationalgefühl heben. Da eine regionale Tracht als Vorbild ausgewählt wurde, ist mit nur wenigen Abweichungen heute zwischen Freilassing und Wolfratshausen ein relativ einheitliches Bild entstanden. Das auf den Trachtenumzügen und -festen in Oberbayern dennoch sehr bunt und vielfältig ist … Die „historischen Trachtenvereine“ tragen meist wiederbelebte Trachten, aus unterschiedlichen Zeitabschnitten, mit einem Schwerpunkt in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Sie sind um eine Authentizität bemüht und greifen bei Ihren Vorbildern auf zeitgenössische Lithografien, Zeichnungen und auch frühe Fotografien zurück. Selten gibt es als Vorlage sogar auch noch originale Kleidungsstücke. Wie zur damaligen Zeit auch eine große Bandbreite an Stoffen und Mustern vorhanden war, werden oft nur die Schnitte in den Vereinen m farvorgegeben, damit es zu einem ön benprächtigen und wunderschön anzuschauenden Bild bei jedem ts Trachtenumzug kommt.

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Urlaub auf dem Bauernhof im Tassiloland

Wo der blaue Gockel kräht ...

Obersöchering | Unser Kopfkino läuft immer wieder auf Hochtouren, wenn es an die jährliche Urlaubsplanung geht. Mittelmeer, Ostsee, Frankreich oder doch gleich in die USA? Seit vielen Jahren kommt noch ein ganz anderer Trend dazu, der allein in Bayern jedes Jahr für 12,6 Millionen Übernachtungen sorgt: Urlaub auf dem Bauernhof. Kühe und ihre Bauern werden immer beliebter als Gastgeber, vor allem für Familien. Ob für eine kurze Auszeit oder einen ausgiebigen Urlaub. Im Bayerischen Landesverband „Bauernhof- und Landurlaub

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in Bayern“ haben sich etwa 1 700 Betriebe zusammengeschlossen und arbeiten seit Jahren konsequent daran, dem Urlaub auf dem Bauernhof einen festen Platz im breiten Angebot des bayerischen Tourismus zu verschaffen. Gerade in den letzten Jahren ist dies hervorragend gelungen. Vorsitzende dieses Verbandes ist die Bäuerin vom „Berghof Walser“ in Obersöchering. Gerda Walser hat es sich schon vor Jahren — damals war sie noch oberbayerische Vorsitzende — zur Aufgabe gemacht, gesammeltes Wissen weiterzugeben an

möglichst viele Gastgeber. „Nur so können wir alle immer besser werden“, sagt die rührige Vorsitzende. Und in der Tat bedeutet das Angebot „Urlaub auf dem Bauernhof“ heute weit mehr als ein Gästezimmer auf einem Bauernhof. Gerda Walser beispielsweise bietet neben Ferienwohnungen mit FünfSterne-Standard (auch Bauernhöfe werden mit Sternen zertifiziert) für ihre Gäste die „ganze Bandbreite eines echten, lebendigen Bauernhofurlaubs“. Dazu gehört ein organisiertes Kinderprogramm für die Kleinen ebenso wie das


hof anbieten können“, betont Gerda Walser im Gespräch mit „tassilo“. Das genau ist auch der Grund, warum sie sich so vehement dafür einsetzt, dass ihre Berufskollegen als Gastgeber immer besser werden. Oftmals sichert die Vermietung von Ferienwohnungen den Lebensunterhalt einer Bauernfamilie und garantiert so auch den Fortbestand der bäuerlichen Landwirtschaft in dieser schönen Region.

Internet ist selbstverständlich Gerda Walser auf ihrem „Urlaubs-Bauernhof“ in Obersöchering. „Berghof-Jugend-Programm“ für die Größeren. Die Wohnungen und Appartments brauchen sich übrigens heute vor Hotelzimmern nicht mehr zu verstecken. Eher das Gegenteil ist manchmal der Fall, wenn man die liebevoll eingerichteten und vor allem gepflegten Räume betritt.

Höhepunkt — der weltbeste Mozzarella

Joghurt angesäuert, Lab zugesetzt und nach einer Stunde zu Bruch geschnitten und in kleine Herzformen gepresst werden. Und schon einen Tag später ist all das fest und kommt auf den Teller! Die Kleinen sind begeistert! Und die Großen? Die auch! Alle zwei Wochen veranstaltet Familie Walser das Käsen mit Kindern.

Überlebenswichtiges zweites Standbein

Ein Höhepunkt für alle Kinder auf dem Berghof Walser ist das, was „Für viele Bauern ist es ein überlesie uns in der Schale entgegen benswichtiges zweites Standbein, halten. Das, womit sie noch kurz wenn sie Urlaub auf dem Bauernin den Kräutergarten rennen, um es mit ein paar eilig gerupften Blättern und Trieben zu dekorieren und dann den Eltern in der Ferienwohnung gleich nebenan zu präsentieren: ihr erster selbst gemachter Käse, der leckerste Mozzarella des Lebens, der ganzen Welt und wahrscheinlich sogar des Universums. Er wird es für immer bleiben! Am Vorabend konnten sie erst beim Melken der 30 Kühe zuschauen, dann Besitzer-Tochter Kathrin (28) beim so genannten Käsen helfen, denn zwei Eimer voller Milch werden gemeinsam in Mozzarella verwandelt. Die Milch muss dafür nur mit

Wer sich für Urlaub auf dem Bauernhof interessiert, kann sich auf der ganz neuen Internetseite www. bauernhof-urlaub.com perfekt informieren und sogar buchen. Die Startseite ist mit schnellen Scrollbewegungen sicher zu navigieren. Zudem arbeitet die neue Seite mit einer großen interaktiven Übersichtskarte. So findet jeder sekundenschnell sein Traumziel für den nächsten Bauernhof- oder Landurlaub in Bayern. Und Gerda Walser ergänzt außerdem: „Weil man den Hof ja auch mal verlässt, haben wir in Zusammenarbeit mit den Tourismusverbänden interessante Umgebungsinfos auch auf die Website gepackt.“ Damit meint sie die Ausflugs-, Touren-, Gastro- und Eventtipps in der unmittelbaren Umgebung des jeweiligen Ferienhofes.

Der von den Kindern selbstgemachte Käse ist immer wieder ein Höhepunkt — nicht nur für Kinder.

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3. Mountainbike-Europameisterschaft des MC Dießen rund um den Schatzberg

Zwölf Stunden Vollgas auf leisen Reifen Dießen | Eigentlich wollte der „Motorsport-Club Dießen“ ein kleines, beschauliches MountainbikeRennen organisieren, bei dem zwei Dutzend Fahrer an den Start gehen sollten, vielleicht auch ein paar mehr. Doch es kam anders: Schon beim ersten Schatzbergrennen 2013 fuhren knapp 300 Mountainbiker um den Sieg. Ein Jahr später drehten fast 400 Radler ihre Runden. Und ob die Teilnehmerzahl heuer, bei der dritten Auflage des Rennens am 1. August nochmal getoppt wird, ist nicht absehbar: Biker können sich zwar schon anmelden, doch erst am 31. Juli ist um 17 Uhr Nennschluss vor Ort — erst dann steht fest, wie viele mitfahren. Online-Meldungen sind bis 18. Juli möglich. „Viele melden sich auf den letzten Drücker und warten die Wettervorhersage ab“, sagt Helmut Bischeltsrieder, Vorsitzender des „MC Dießen“. Viel mehr Kapazität nach oben gebe es allerdings nicht: „Wir haben die Teilnehmerzahl auf 500 begrenzt, mehr schaffen wir nicht.“ Er wünscht sich, dass es nicht so viele werden, „wir hoffen auf 400“.

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Irgendwie ist es beim Schatzbergrennen wie immer, wenn der Club etwas plant: Eine Geschichte hat Hand und Fuß und sie wird größer, als ursprünglich vorgesehen. „Wir wollten nur etwas Kleines machen“, sagt der Vereinschef, doch aus dem „bissl Fahrradfahren für Hobbybiker“ wurde ein ZwölfStunden-Mountainbike-Rennen, „eine Veranstaltung, bei der anspruchsvolle und trainierte Mountainbiker gefordert werden“, steht auf der Club-Website. Denn inzwischen wird das Schatzbergrennen als „Europameisterschaft“ ausge- Das etwas andere „Fahrerlager“ am Startpunkt des Schatzbergrennens. fahren. bekannt und es wird stets mit gro- in sich haben. So hatten die beißem Schmunzeln belegt, wenn der den Fahrer, die im Sommer 2014 Europameisterschaft Sieger dann als Europameister ge- gemeinsam bei den „Dießen Maskann jeder ehrt wird“, sagt der MC-Chef und ters“ als Erste über die Ziellinie Unter lustigen Umständen: Da es schmunzelt selbst. fuhren, 4 460 Höhenmeter und 240 für Mountainbike-Rennen keinen Die Strecke soll heuer in etwa die Kilometer bewältigt und 31 Runden offiziellen Dachverband gebe, kann gleiche sein wie die beiden Jahre um den Schatzberg gedreht. Dabei jeder Veranstalter eine Europa- zuvor, nur Nuancen sind anders. waren die Wetterverhältnisse am meisterschaft veranstalten, erklärt Der Kurs einmal rund um den Schluss eine Herausforderung: Ein Bischeltsrieder — oder sogar eine Schatzberg ist etwa acht Kilome- Wolkenbruch sorgte für matschige Weltmeisterschaft, wie Stefan Raab ter lang, es gibt Steigungen und Pisten und schwierige Lichtverseine Wok-WM. „Wir schreiben ja Gefälle — im vergangenen Jahr hältnisse. Da aber lediglich die die 'Dießener Europameisterschaft' waren 130 Höhenmeter pro Runde letzte Stunde des zwölf Stunden aus — dies ist allen Teilnehmern zu bewältigen —, die es zum Teil dauernden Wettkampfes verregnet

war, entschlossen sich alle Fahrer, nicht abzubrechen. Trotz der widrigen Bedingungen sind die Kommentare im Online-Gästebuch des Schatzbergrennens voll des Lobes: „Servus MC Dießen, die Strecke war perfekt und selbst bei dem Starkregen noch gut zu fahren. Ich find’s riesig, dass es bei uns so ein Event gibt. ein großes Lob an die Organisatoren und Helfer, die eine spitzenmäßige Veranstaltung auf die Beine gestellt haben“, lobt ein Teilnehmer. Vom „perfekten Radsportspektakel“ schwärmt ein anderer. „Wir bedanken uns für die tolle Organisation und Verpflegung recht herzlich. Im letzten Jahr waren wir schon am Start und begeistert über das tolle Engagement aller Beteiligten. Wir kommen wieder“, schreibt ein weiterer. Warum aber richtet ein Motorsportclub ausgerechnet ein völlig unmotorisiertes Radrennen aus? „Wir haben uns im Jahr 1894 als Radfahrclub Dießen gegründet“, dreht Bischeltsrieder die Zeit zurück. Insofern habe sich der Verein mit dem Schatzbergrennen auf eine Reise in die Vergangenheit und zu


den eigenen Wurzeln begeben. Zudem soll demonstriert werden, dass auch Motorsportler fit sein müssten — und sie seien es auch. Im Jahr 1927 schlossen sich die Dießener als einer der ersten bayerischen Kraftfahrerclubs im bayerischen Oberland dem damaligen Deutschen Touring Club an und nannten sich fortan Motor-ClubDießen (MC-Dießen). Seit der Wiedergründung 1951 und dem Beitritt zum ADAC nannte sich der Verein bis 2009 Motorsport-Club Dießen e.V. im ADAC. Mit einer Satzungsänderung 2009 wurde die Gemeinnützigkeit erlangt, nun firmiert der Verein als MotorsportClub Dießen im ADAC e.V. Er zählt mit seinen mehr als 170 Mitgliedern zu den bedeutendsten Motorsportclubs in der Region.

Vom Motorsport zur Seifenkiste Dass der Verein auf leiseren Sport setzt und Mountainbiker gegeneinander antreten lässt, ist erst seit 2013 so. Bis vor einigen Jahren war er in die Ausrichtung der ADAC-Rallye Oberland eingebunden. Auch dieses Rennen war unter Aktiven be- und anerkannt als Bestandteil der Deutschen Rallye-Meisterschaft und des „Mitropa-Rallye-Cups“. Beim Nachfolger des motorisierten Wettbewerbs verzichtete der

Club allerdings schon auf Auspuffabgase: Das von 2001 bis 2007 ausgetragene Seifenkistenrennen lockte Tausende Zuschauer an und war nicht nur für die Jugend eine spannende Veranstaltung. 2012 entschlossen sich die Vereinsvorstände für das Mountainbike-Rennen, das den Namen „Schatzbergrennen“ bekam. Rund ein Jahr dauerte die Vorbereitung für die erste Auflage. Und aus dem kleinen Radlrennen wurde unversehens die Zwölf-StundenMountainbike-Europameisterschaft. Die will, was Streckenführung und die gesamte Organisation angeht, genauso gut geplant sein wie jedes Rennen mit motorisierten Fahrzeugen. „Beim Radlfahren ist das genauso schlimm wie beim Motorradfahren“, sagt Bischeltsrieder. Das habe er schon nach dem ersten Schatzbergrennen gelernt gehabt. khw

> > > PROGRAMM FREITAG, 31. JULI 13 - 20 Uhr Startnummernausgabe 14 - 18 Uhr Streckenbesichtigung 17 Uhr Nennschluss vor Ort SAMSTAG, 1. AUGUST 6.30 - 7 Uhr Startnummernausgabe 6 - 7 Uhr Streckenbesichtigung 7.30 Uhr Fahrerbesprechung 8 Uhr Start 20 Uhr Zieleinlauf ca. 20.30 Uhr Siegerehrung (Online-Anmeldeschluss: 18. Juli)

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50 Jahre Erdfunkstelle Radom Raisting

Die Kugel am Ammersee — Ihr eine echt „heiße“ Kiste o i d u t s g n i r u a r T

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Raisting | Irgendwie wirkt dieser Riesen-Champignon, der seit den späten Sechzigerjahren des vergangenen Jahrtausends bei Raisting steht, bei jedem Besuch wieder, als wäre er nicht von dieser Welt. Und irgendwie stimmt das ja auch. Zwar ist die große Parabolantenne in ihrem Inneren und auch die markante weiße Tragluftkuppel durchaus irdischen Ursprungs. Das Design des „Radom“ jedoch lässt schon in Richtung seines Zwecks schließen — und der geht immerhin in Richtung außerhalb der Erde. Seit der Inbetriebnahme der „Antenne I“ der Erdfunkstelle Raisting im Jahr 1964 läuft die transkontinentale Kommunikation aus Deutschland nämlich weitgehend über Satelliten, die sich in circa 36 000 Kilometer von der Erde entfernt auf einer geostationären Umlaufbahn befinden. In Zeiten des Internets — und der vielen Blüten, die es treibt — sind die Zustände vor 1963 kaum noch vorstellbar: Durch ein Seekabel im Atlantik standen für ganz Deutschland nicht mehr als 17 Kanäle für

Interkontinental-Telefonate zur Ver fügung. Wo sich heute bei glasklarer Sprachqualität beliebig viele „Voice-over-IP“-Telefonate oder gleich Videogespräche rund um den ganzen Globus führen lassen, knarzte es damals gewaltig in der Leitung, wenn zu Weihnachten beispielsweise die Erbtante aus New York anrief.

240 Ferngespräche oder eine Fernsehsendung Insofern kam es einer Revolution gleich, dass dank des „Radom“ plötzlich 240 Ferngespräche parallel oder wahlweise eine Fernsehsendung übertragen werden konnten. Ursprünglich waren vier solcher „Radar Domes“, kurz „Radom“, geplant; doch bald schon war die Technik so weit, dass die Antennen ohne äußere Schutzhülle auf freiem Feld stehen konnten. Was deshalb heute noch zu sehen ist: Jede Menge großer und kleiner Satellitenschüsseln stehen vor den Toren Raistings — nur wenige Kilometer Luftlinie entfernt vom Süd— ufer des Ammersees.

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Der Riesen-Champignon auf den Wiesen bei Raisting.

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Dass hier Telekommunikationsgeschichte geschrieben werden sollte, war anfangs keineswegs unumstritten. In einer Zeit, in der sich die USA und Russland einen militärischen Rüstungswettlauf lieferten, war man im ländlich geprägten oberbayerischen Dorf Raisting wenig erpicht darauf, zum potenziellen Ziel verfeindeter Systeme zu werden. „Es hat große Vorbehalte dagegen gegeben“, erinnert sich der Raistinger Archivar Albert Tafertshofer. Der Heimatforscher weiß noch gut von der landläufigen Meinung, dass Raisting im Fall, dass aus dem „Kalten Krieg“ ein heißer würde, wegen der Erdfunkstelle als Erstes bombardiert werden wird. Später, als die RAF-Terroristen Deutschland in Atem hielten, fürchtete dann der Staat selbst, dass die Erdfunkstelle in Raisting ein AnschlagsZiel sein könnte.

„Da wurde die Anlage von der Polizei bewacht“, weiß Tafertshofer. Für manche Raistinger wurde sie derweil zum Arbeitsplatz: „Von etwa 60 Beschäftigten waren 20 aus dem Dorf.“ Und auch Historisches geschah in Raisting selbst. Seit die Antenne I mit dem Satz „Hallo Brüssel, hier Raisting, wir haben den Satelliten aufgefasst ...“ in Betrieb genommen wurde, lief sie ununterbrochen bis 1985. Sie übertrug die Mondlandung in die deutschen Wohnzimmer. Und auch das „Rote Telefon“ zwischen Moskau und Washington lief über Raisting. Voriges Jahr feierte der zum Wahrzeichen der Gegend gewordene Technikdinosaurier seinen fünfzigsten Geburtstag. Höchste Zeit also zu erzählen, was auf dem Gelände der Erdfunkstelle in


Vor einem halben Jahrhundert: Die erste Hülle kommt über die Antenne. Raisting dieser Tage vor sich geht. René Jakob ist der Geschäftsführer der „Radom Raisting GmbH“ und somit der richtige Ansprechpartner für entsprechende Fragen: „Das Radom ist heute ein Industriedenkmal und als solches auch im Rahmen von Führungen zu besichtigen.“ Dass das Synonym für ein fruchtbares Nebeneinander von Tradition und Moderne gewordene Unikum überhaupt noch steht, ist der Arbeit der Gesellschaft zu verdanken, der er vorsteht. Ende 2007 stand nämlich das Ende des Radoms bevor. Damals wollte die „Telekom“, beziehungsweise deren Dienstleistungstochter „Deutsche Telekom Immobilien und Service GmbH“ (DeTe Immobilien), als Nachfolger der Deutschen Bundespost Eigentümer des Radoms, das markante Gebäude abreißen lassen.

Sanierung und Erhalt als technisches Denkmal „In einem Krisengespräch, an dem das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege, der Landkreis Weilheim-Schongau, der Bezirk Oberbayern und DeTe Immobilien teilnahmen, wurde das verhindert“, erinnert sich René Jakob. Die „Radom Raisting GmbH“, eine

kommunale Gesellschaft, die sich zu 100 Prozent im Besitz des Landkreises Weilheim-Schongau befindet, war geboren. Zweck und Aufgabe der gemeinnützigen Firma ist der Erhalt, die Sanierung und der Betrieb des Radom in Raisting als technisches Denkmal. „Der erste Schritt war, ein Ingenieurbüro mit einer Bestandsaufnahme zu beauftragen“, blickt Jakob zurück. Schon damals sei klar gewesen, dass alles auf eine Generalsanierung hinauslaufen würde. Noch in guter Erinnerung sei ihm der Bericht der Experten, worin es sinngemäß hieß, dass jederzeit damit zu rechnen sei, dass die Traglufthülle kollabiert. „Außerdem stellten sie erhebliche Schäden an den massiven Bausubstanzen sowie einen exorbitan-

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ten Energieverbrauch fest.“ Gigantische 1,5 Gigawattstunden Energie im Jahr verschlang Antenne I. „Zum Vergleich: Mit der selben Energie hätte man zwölf Monate lang 100 Einfamilienhäuser mit 150 Quadratmeter Wohnfläche versorgen können“, vergleicht Jakob. Dass die 56 000 Kubikmeter Luft im Inneren des Radoms beheizt werden mussten, hatte zwei Gründe: Erstens besteht die Antenne I aus Aluminium und Stahl. Beide Metalle dehnen sich bei Wärme unterschiedlich schnell aus. „Wenn man die Temperatur im Radom also nicht konstant hält, kommt es zu Material-Verwerfungen“, erklärt der Geschäftsführer, „entsprechend herrschten im Radom immer um die 20 Grad im Jahresmittel“. Der zweite Grund ist, dass die von mehreren Stützluftgebläsen aufrecht gehaltene Hülle keine größere Schneelast aushalten würde. Der Innenraum muss also so stark geheizt werden, dass sich quasi jede Schneeflocke, die sich dem Radom nähert, noch in der Luft schmilzt. Entsprechend stand der Thermostat bei Schneefall schon mal auf 26 Grad Celsius. Der sofortige Tausch der Hülle war also geboten. Ursprünglich kalkulierten die Fachleute mit 3,6 Millionen Euro, weil sie die ingenieurtechnische Meisterleistung aus dem Jahr 1963 originalgetreu nachbauen lassen wollten. „Es war aber europaweit keine Firma zu finden, die das noch konnte“, berichtet Jakob.

Entsprechend habe man auf Industriestandardware zurückgegriffen — ein Material, das im „Ketteund-Schuss-Verfahren“, also wie auf einem Webstuhl, hergestellt wird und für großflächige Außenüberdachungen Anwendung findet. Entsprechend günstiger wurde die neue Hülle: 820 000 Euro kostete der komplette Tausch. „Anfang 2010 haben wir den Auftrag ausgeschrieben, im September 2010 war schon die neue Hülle drauf“, sagt Jakob.

Fans und Mitarbeiter träumen vom Museum Nach dem Abschluss der übrigen Sanierungsarbeiten war die erfolgreiche Mission „Radom-Erhalt“ abgeschlossen. Insgesamt wurden für die Generalsanierung rund 2,4 Millionen Euro ausgegeben, wobei die ursprüngliche Schätzung von 3,6 Millionen Euro erheblich unterschritten wurde. Auch andernorts wird gespart, erklärt Jakob: „Bei den laufenden Betriebskosten konnte eine erhebliche Einsparung erreicht werden, so wurde der Stromverbrauch um 80 Prozent und der Wärmebedarf um 60 Prozent gegenüber den Ausgangswerten reduziert.“ Betrieben wird das Radom seither als Industriedenkmal, auch wenn die Meinungen in diesem Punkt zunächst auseinandergingen. Ein Freundeskreis, bestehend aus ehemaligen und aktuellen Mitarbeitern

der Erdfunkstelle, Funkamateuren, Technikfans, Künstlern sowie DRLMitarbeitern, des Forschungszentrums der Bundesrepublik Deutschland für Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhofen, setzt sich nämlich für einen weiteren Schritt ein: die Einrichtung eines Satellitenfunkmuseums im Radom. Aus vielerlei Gründen zurzeit unmöglich, befindet Geschäftsführer Jakob: „Baurechtlich ist es undenkbar, das Radom für eine größere Menge Menschen zu erschließen. Außerdem ist ein Museum ein Groschengrab“, sagt er. Nötig wären nach seiner Schätzung mindestens eine halbe Million Euro für den Brandschutz, eine ganze Million für den nötigen Kanal und ein weiterer Batzen Geld für den Ausbau der Eingangssituation — laut des Geschäftsführers ist die Luftschleuse, die ins Innere der Traglufthülle vom Radom führt, nur für kleine Personengruppen gedacht. Entsprechend hält Jakob den Betrieb des Radom als Industriedenkmal für sinnvoller, das im Rahmen von Führungen zu besichtigen ist. Aktuell führen er beziehungsweise Mitarbeiter der gemeinnützigen Gesellschaft jeden Sonntag Besucher durch die Anlage — ab August jeden ersten und dritten Sonntag. Alternativ können Gruppen Termine für Führungen individuell vereinbaren. Auch im Rahmen der Erlebnisfahrten der „Pfaffenwinkler Kulturführer“ sind Führungen inzwischen möglich (siehe Kasten). uc

> > > INFORMATION UND FÜHRUNGEN

Der Austausch der Hülle 2010, aufgenommen aus einem Heißluftballon, der die spektkulären Arbeiten damals aus der Luft begleitete.

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Radom Raisting GmbH — René Jakob, Tel. 0881 / 681-1143, E-Mail: r.jakob@lra-wm.de, www.radom-raisting-gmbh.de Förderverein Industriedenkmal Radom Raisting e.V. - Kontakt über www.spacetouch.de Pfaffenwinkler Kulturführer — Die Radom Raisting GmbH und die Pfaffenwinkler Kulturführer geleiten nach Voranmeldung auch werktags Gruppen von bis zu 15 Personen durch das Radom (Juni bis Okt. 2015). Kontakt: Edith Brey, Tel. 08862 / 911785; Informationen: pfaffenwinkler-kulturfuehrer.de.

Pfaffenwinkler Erlebnisfahrten — Sie werden von Juni bis Oktober jeden ersten Sonntag für Einheimische und Urlauber angeboten. Anmeldung bis spätestens Freitag, 12 Uhr, vor dem Reisetag bei Elisbeth Welz, Tel. 08861 / 7138792; E-Mail: elisabeth.welz@pfaffenwinkler-kulturfuehrer.de Space Cinema — von 9. bis 11. Juli 2015 verwandelt sich das Radom in Raisting in eine Riesen-Open-Air-Kinoleinwand. uc Informationen im Internet (www.spacecinema.de).


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Exklusiv im „tassilo“: Sensationelle neue Details zur Geschichte der Weilheimer Privatbank

Menschen und Geschäfte im Simader-Haus Weilheim | Gleich einer Buchstütze hält das Simader-Haus die nördliche Häuserzeile am Weilheimer Marienplatz an der Ecke zur Schmiedstraße. Anlehnungsbedürfnis wäre nicht verwunderlich bei den vermutlich über 800 Jahren, die dem stadtbekannten Gebäude in den Mauern stecken. Auf das Bild der Buchstütze kommt, wer das Haus sieht und in dessen Historie schmökert. Sie ist auch ein bedeutendes Kapitel Weilheimer Wirtschaftsgeschichte. „tassilo“ fügt ihr neue und exklusive Details hinzu. Denn angestoßen durch unsere Recherchen weiß Besitzerin Uta Orawetz seit Kurzem, „dass unsere Firmengeschichte noch viel älter ist als bisher angenommen!“ Ein im Stadtarchiv neu aufgetauchtes Dokument belegt, das Ignatz Stölzle schon im Jahr 1856 als Bankier im H us residierte. Ha res esiddie iertte.. B ishe is h r ga he galt lt ssein en ei Haus Bisher

Sohn Max als Weilheims erster Privatbankier. Doch der Reihe nach. Das Haus mit der heutigen Nummer 18 ist „definitiv das älteste am Marienplatz“ weiß Orawetz von Stadtarchivar Bernhard Wöll. Damit konkurriert es mit einem Gebäude in der Ledererstraße sogar um den Titel „ältestes Haus in Weilheim“. Um die Rangfolge zu klären, wäre eine dendrochronologische Untersuchung nötig — die genaue Datierung mittels der Jahresringe im Bauholz. Doch Geld für eine Jahreszahl Geld ausgeben? Das hielt Orawetz bislang ebenso für übernötig wie potenzielle Mitbewerber. Denn über das ehemalige Warenund Bankhaus gibt es viel mehr zu erzählen, als Zahlen jemals ausdrücken könnten. Und noch mehr über die Menschen, die im Haus gelebt habe ha b be haben und hhier hi ier er ihren Gesc Ge sc Geschäften nach na ch nachgingen. All Al le voran le Allen

Das Simaderhaus: älteste Aufnahme (o.) von 1853, rechts bunt zur Zeit von Josefa und Wilhelm Schwinn (1871-1890), im Jahr 1913 und um 1920.

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Wilhelm „Willi“ Simader, der Vater von Orawetz, Träger des Goldenen Ehrenrings der Stadt Weilheim, 39 Jahre lang Leiter der Volkshochschule; bis 1974, zusammen mit seinem Bruder Ulrich und Vater Georg, Privatbankier im Haus, das unter dem Familiennamen stadtbekannt ist. Heute führt Orawetz hier ein traditionsreiches Reisebüro samt Lotto-Toto-Filiale und NaschTheke mit über 100 verschiedenen Fruchtgummisorten. Eine Besonderheit sind seit kurzem Reiseangebote für Alleinreisende.

Die Chronik der Weilheimer Altstadt Früher lautete der Hausname „Pähler Kramer“. Das ist drei eng bedruckten A4-Seiten zu entnehmen, die Willi Simader allein zur eigenen Hausgeschichte niedergeschrieben hat. Bis zu seinem Tod vor zehn Jahren forschte und recherchierte er emsig über Weilheimer Bürgerhäuser in der Altstadt. Viele Jahre sei er mindestens

einmal pro Woche nach München ins Staatsarchiv gefahren, erzählt seine Tochter, weshalb die Familie nach seinem Tod dem Stadtarchiv acht prall gefüllte Leitz-Ordner übergeben konnte, in denen er zusammengefasst hatte, wer welches Gebäude wann besaß, erbte oder verkaufte — und anderes mehr. Wertvolle Forschungsarbeit, zumal Stadtbrände immer wieder schwarze Löcher in Weilheims Geschichte gerissen haben. Simaders „Haus- und Geschäftsgeschichte Schmiedstraße 2 / Marienplatz“ beginnt im Jahr 1634 mit dem zweiten schriftlich überlieferten „Besitzer Gregor Höck, der eine Magdalena Karl ehelichte“. Dass das Haus deutlich älter ist, beweist ein Gewölbekeller. Er ist vom „Pähler Kramer“ aus zugänglich, liegt lustigerweise aber unter dem Nachbarhaus und wird von Fachleuten auf die Zeit um 1200 geschätzt, als auch die Weilheimer Stadtmauer entstand. Auch der Dachstuhl ist zu einer Zeit errichtet, lange bevor die Reihe der

Hausbesitzer schriftlich begonnen wurde. Die handbehauenen und teilweise gedoppelten Balken sind ausschließlich mit Holzdübeln verbunden. Diese Zimmermannstechnik lässt als Entstehungszeit das 16. Jahrhundert vermuten. Balken, Sparren und Latten überdauerten den großen Brand in der Weilheimer Altstadt, von dem der Simader zu berichten weiß, dass „am 26. Oktober 1834 alle Häuser und Rückgebäude auf der Schmiedstraße Ostseite, Marienplatz Nordseite bis zur Windgasse bis auf zwei Häuser vernichtet wurden“. Eines war der „Pähler Kramer“ dank dicker Brandmauern. Aus dem Jahr 1696 hat der Chronist den Hinweis auf „Handelsmann und Bürgermeister Georg Höck“ als Hauseigentümer gefunden. Auch alle nachfolgenden Besitzer sind in seiner Hauschronik lückenlos aufgelistet. In Katasterund Steuerunterlagen vom Beginn des 19. Jahrhunderts fand Simader heraus, dass das Gebäude zeitweise in zwei Häuser getrennt w war: Das Eckhaus am Marienplatz und jenen Teil zur Schmiedstraße hin, dessen breiten Hausflur heute ddas Treppenhaus durchläuft. Für


Max Stölzle (l.), Vater Ignatz (M.), Weilheims erster Privatbankier, und Josefa Schwinn. Die Witwe führte die Bank vermutlich 24 Jahre selbst. beide Häuser ist im „Urkataster“ von 1813 als Besitzer Georg Kaiser vermerkt, „der auch Bürgermeister und Mitgründer der Sparkasse Weilheim war“, schreibt Simader.

Was Willi Simader noch nicht wusste Und nun zur stadtgeschichtlichen Sensation. Willi Simader schrieb seinerzeit nur: „Am 6. November 1856 übernahm Ignatz Stölzle das Geschäft samt ‚Krämers Gerechtsame‘ im ‚Werthanschlag zu 13 000 Gulden“ von seinem Schwiegervater Georg Kaiser, dem Bürgermeister. Orawetz fand mit Stadtarchivar Wöll im Juni 2015 nun Unterlagen, dass da ss IIgnatz gnat gn atzz St Stöl ölzl zlee sc scho hon n 18 1856 56 aals ls Stölzle schon

Bankier arbeitete: „Bisher gingen wir davon aus, dass der erste Bankier im Haus sein Sohn Max Stölzle war.“ Der wurde am 17. Januar 1859 geboren, absolvierte bei der Commerzbank in Berlin eine Banklehre und wanderte zunächst nach Australien aus, wo er zwölf Jahre bei der „Commercial Bank of Australia“ in Melbourne arbeitete. Vater Ignatz starb 1868. Witwe Josefa, die Mutter von Max, auch Josefine genannt, war fortan Alleineigentümerin des „Pähler Kramer“ und heiratete ein zweites Mal. Der Kaufmann Wilhelm Schwinn trat mit Ehevertrag vom 11. November 1871 „in Gütergemeinschaft“ zu ihr. Aus dem „Umschreibkatas-

ter“ wusste Simader, dass der Ehe kein Glück beschieden war und Josefa Schwinn am 19. April 1890 das Anwesen von ihrem Gatten zurückerwarb. Und: „Zu dieser Zeit (gemeint ist der Jahreswechsel 1871 / 72) wurde bereits nachweislich neben dem Warengeschäft ein nicht unbedeutendes Bankgeschäft betrieben. Im Übergabevertrag von 1871 werden Depositen, Wechsel, Effektengeschäfte u.s.w. aufgeführt. Es handelte sich also um ein ausgebautes Bankgeschäft im heutigen Sinn. Im Warengeschäft Schwinn wurden Textilien und Schnittwaren geführt“, schreibt Simader. Dass dies alles auf Ignatz Stölzle zurückging, wusste er nicht. D Denn er fand „Josefa“ im Einwohn nerverzeichnis von 1906 als „Kaufm mannswitwe“. Nicht ganz klar ist, seit wann die N FFirma unter dem Namen „Max SStölzle, Bankgeschäft“ firmierte. EEine Postkarte, handschriftlich 11908 19 9 signiert, zeigt das Eckhaus m mit dem Schriftzug „W. Schwinn“ aauf der Fassade. Sie muss erst viele Jahre nach dem Tag ihrer Aufn nahme datiert worden sein. Ein FFoto mit „Bankgeschäft“ existiert n nicht. Auch nicht in den Familieenalben von Alfred Hafner, dem h heute noch lebenden Enkel von M Max Stölzle. Der über 90-Jähri-

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ge stellte Orawetz die Fotos seiner Urgroßmutter Josefine, von Ignatz, dem tatsächlich ersten, und Max, dem vermeintlich ersten Weilheimer Privatbankier zur Verfügung. Im „tassilo“ sind sie erstmals und exklusiv veröffentlicht.

100. Geburtstag „zu spät“ gefeiert Max Stölzle kehrt 1892 auf mütterlichen Wunsch aus Australien zurück und übernimmt die Bank. Josefine behält das Warengeschäft, die Firma Schwinn wird geteilt. Im notariellen Übergabevertrag vom 18. Dezember 1892 werden, wie Orawetz berichtet, „die Bestände an Effekten und Lombardscheinen, Wechseln und sonstigen Aktiva dem Sohn Max übertragen gegen eine Leibrente von 800 Mark ‚in baar‘ pro Jahr als Leibrente an die Mutter — eine bedeutende Summe im Jahr 1892“. Hauseigentümer wurde Max erst 1909. Willi Simader, sein Bruder Ulrich und Vater

Georg feierten 1972 das „Hundertjährige“ vom „Bankhaus Stölzle & Simader“ mit großem Bankett und viel Prominenz aus Politik und Finanzwirtschaft im benachbarten Hotel Vollmann — 15 Jahre zu spät, wie man jetzt weiß. Georg Simader war 1912 im Alter von 27 Jahren „als Compagnon“ von Max Stölzle in die Firma geholt worden. Schon zwei Jahre später übernahm der 1885 in Roth bei Nürnberg geborene ehemalige Angestellte der Bayerischen Vereinsbank in München sowohl die Bank als auch das Haus in Weilheim als Alleineigentümer. Er besaß es bis zu seinem Tod 1978. Von schweren Zeiten berichtet Sohn Willi: „Vor und während des Krieges 1939 wurden infolge der Wirtschaftskrise die Geschäftsräume aufgegeben und vermietet, das Bankgeschäft wurde nur in kleinstem Rahmen weitergeführt. Erst im Juni 1948, also kurz vor der Währungsreform, konnten die alten Geschäftsräume wieder bezogen werden“ — nicht zuletzt, weil der Autor des vorstehenden Zitats „aktiv tätig“ geworden sei.

Das original erhaltene Wohnzimmer der Bankiers im zweiten Stock. Wilhelm Simader wurde 1917 in Weilheim geboren, zwei Jahre nach seinem Bruder Ulrich, und lernte in Mittenwald Bankkaufmann. 1938 wurde er zum Arbeitsdienst und Militär eingezogen und überlebte im Zweiten Weltkrieg die Feldzüge gegen Polen, Frankreich, Griechenland und Russland. Im Mai 1945 aus dem Militärdienst entlassen, erkrankte er schwer und nahm erst 1947 wieder die Arbeit im väterlichen Bankhaus auf. Dies aber mit großem Elan.

Die „Buchstütze“ am Marienplatz - heute ein „Glücksmagnet“ für Reisende, Lottospieler, Naschkatzen. Die Anzeige rechts vom 1. Oktober 1865 im „Wochenblatt des Königlich-Bayerischen Bezirksamtes Weilheim“ beweist Ignatz Stölzles Bankgeschäfte. Ganz rechts ein Scheck von „Stölzle & Simader“.

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Im Juni 1948 gelang ihm, von der Staatlichen Lotterieverwaltung in München die Lizenz für den Fußballtoto zu bekommen. Sie umfasste nicht nur die Erlaubnis, im eigenen Laden Wetten abzuschließen, sondern auch die Aufgabe, in den umliegenden Landkreisen und Städten Annahmestellen aufzubauen: zunächst in Murnau, Penzberg, Dießen und Schongau, später auch in Landsberg und in vielen kleineren Orten. Erst 1952, nach der Rückkehr aus achtjähriger russischer Kriegsgefangenschaft, trat auch Bruder Ulrich in die Firma „Stölzle & Simader“ ein. Da Willi Simader während der Lehre bereits Reisebürogeschäfte abgewickelt hatte, handelte er zum 19. Mai 1951 einen Agenturvertrag im dem „Amtlichen Bayerischen Reisebüro“ in München aus. Die Weitsicht zahlte sich aus im Wirtschaftswunderland. Die Deutschen zog es in die Ferne, „im Reisebüro erfolgte eine sprunghafte Aufwärtsentwicklung“, erinnert er sich in seinen Aufzeichnungen. Zum

Toto kam das Lotto, 1965 wurde außerdem die Lizenz für die Süddeutsche Klassenlotterie erworben. Der Vater und die zwei Söhne führten die auf drei prosperierenden Beinen stehende Firma nun als gleichberechtigte Teilhaber. Wie wichtig den Reisebüro-Chefs die eigene Kompetenz war, davon erzählt ein kleiner Artikel in Uta Orawetz‘ Privatarchiv. Am 13. März 1969, als drei amerikanische Astronauten im Raumschiff „Apollo 9“ vom vorletzten Testflug für die im gleichen Jahr geplante erste Mondlandung zur Erde zurückkehren sollten, fragte das „Weilheimer Tagblatt“ in der Region bekannte Persönlichkeiten: „Möchten Sie zum Mond fliegen?“ Willi Simaders Antwort: „Ja unbedingt möchte ich zum Mond fliegen, damit ich meine Kunden anschließend besser beraten kann.“

Für die Kunden eine Reise zum Mond Doch auch ohne Mondreise gelang ein Quantensprung im Reisegeschäft: 1972, im vermeintlichen 100. Geburtsjahr der Bank und als München die Olympischen Spiele ausrichtete, gelang Simader zunächst, die Agentur-Lizenz der IATA, des internationalen Dachverbands der Fluggesellschaften, zu bekommen. Dafür hatte er 1971, im Alter von 54 Jahren, eigens noch die Prüfung zum Reisebürokaufmann abgelegt. Die Firma konnte nun Tickets aller Fluglinien selbst ausstellen — weltweit. Außerdem bekam sie die Lizenz der Deutschen Bundesbahn, wodurch am Marienplatz sämtliche Fahr-, Bettoder Platzkarten erhältlich wa-


MIT TALENT KANN MAN BEI UNS ALLES ERREICHEN. ren, für das In- wie das Ausland. „Stölzle & Simader“ war fortan das einzige Vollreisebüro zwischen München und Garmisch. Bruder Ulrich Simader organisierte zahlreiche Gruppenreisen, vor allem per Schiff, die er selbst begleitete. „Der Geschäftsumfang und der Kundenverkehr hatten sich so vergrößert, dass der Platz im Geschäftslokal nicht mehr ausreichte“, heißt es in Willi Simaders Hauschronik. Der Vater und die Söhne entschieden schließlich, sich vom Bankgeschäft zu trennen. Auf Vermittlung der Bankenaufsicht in Berlin übernahm die Deutsche Bank aus Frankfurt den Kundenstamm und gründete am 1. Oktober 1974 ihre Filiale in Weilheim.

häfen oder Städte (und) tägliche Sonderangebote der TUI“. Weil „die Bedienung des Gerätes allerdings nicht einfach“ war, fuhren Simader-Angestellte zweimal „zu fünftägigen Kursen nach Frankfurt“ und zu einer weiteren Schulung für die Vernetzung mit der Bundesbahn. Mit dem „Start-System“ waren sämtliche Angebote und Tickets der Lufthansa, des Reiseveranstalters TUI und der Bundesbahn buchbar. Aus Altersgründen und gemäß Vertrag mit der Staatlichen Lotterieverwaltung übergab Willi Simader 1989 die Lizenz für die Bezirksstelle an seine ältere Tochter Eva. Die Annahmestelle kaufte 1991 die jüngere Tochter Uta, die zugleich das Reisebüro erwarb. Ulrich Simader wurde anteilig ausbezahlt Eine Vorahnung Die historische Tresorwand von und schied aus dem Unternehmen vom Internet „Stölzle & Simader“ existiert noch. aus. Der traditionsreiche FirmenÜber ihren Abschied aus dem Kreis name „Stölzle & Simader“ war Verder Privatbanken, von denen es Klara Simader erbten einen Anteil. gangenheit. in Bayern 1972 noch 37 gab, dürf- Ein nächster Meilenstein für das Willi Simader starb am 25. Apten die Simaders sogar erleichtert Reisebüro war im Frühjahr 1980 ril 2005 in Weilheim. Im Internet gewesen sein: Denn parallel zu die Anschaffung eines Computers. (www.willi-simader.de) sind der ihren Übernahmeverhandlungen Ein Zeitungsbericht dazu vom 24. Nachwelt Schöpfungen seines „Nebrach 1974 in Köln die private Her- April liest sich heute wie die Vor- benberufs“ überliefert: Als Schriftstatt-Bank zusammen. Die größ- wegnahme des Internets: „Was das steller veröffentlichte er „heitere te Bankenpleite der deutschen Gerät aussagen kann, ist erstaun- und ernste Arbeiten, teilweise in Nachkriegsgeschichte machte der lich. Nicht nur, dass man sofort die altbayerischer Mundart“, Prosa, Branche noch Jahre später zu Flüge und Hotels fest reservieren Lyrik, Kinderliteratur und Märchen. schaffen. Mit dem Ende der Bank und Ausweichmöglichkeiten able- Tochter Uta steht im Impressum schied Vater Georg auch altersbe- sen kann und auch die günstigs- der Website, sie hütet auch das dingt aus der Firma, die die Söhne ten Preise erfährt“. Der Computer ideelle Erbe ihres Vaters. in gleichen Teilen übernahmen. zeige auch, „Hinweise auf Streiks, Wie Uta Orawetz überhaupt das Das Haus gehörte ihnen und ab Baustellen bei Hotels, Informa- Simader-Haus liebevoll pflegt. 1978, dem Todesjahr des Seniors, tionen über Handelsmessen, Flug- Das Wohnzimmer der honorigen auch W itwe it we PPaula aula au la und und Schwester Sch chwe weest west s err auch Witwe Privatbankiers im zweiten Stock mit Originalmobiliar und Gemälden aus dem Jahr 1913 beließ sie ebenso unverändert wie das Treppenhaus im Trakt an der Schmiedstraße. Um Platz zu schaffen, w wurde zwar die Stahlkammer des ehemaligen Bankhauses entfernt. Erhalten blieb dagegen die Tresorw wand von „Stölzle & Simader“ mit über 200 Schließfächern. Sie kündet im hinteren Teil des Ladens bis heute von den guten Geschäften ts am Weilheimer Marienplatz.

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Wie das Buchheim Museum der Phantasie in Bernried anlegte

Kapitän Lothar-Günther und Steuermann Edmund Bernried | Plötzlich auf Deck! Der Seewind lässt die Haare fliegen, zu Füßen Wasser, nichts als Wasser, das silbern glitzert in der Nachmittagssonne. Der Himmel spiegelt sich darin. Vögel kreischen. Ob es hier Möwen gibt? Wenn man nicht wegen einer expressionistischen Sammlung von Weltruf und diverser anderer Kuriositäten und Sammlerstücke hierher ins „Buchheim Museum der Phantasie“ nach Bernried gekommen wäre, man könnte Stunden allein an diesem Plätzchen verbringen: Auf dem so genannten Steg, wo einem der Starberger See zu Füßen liegt wie auf einem Schiff, und bei klarer Sicht die Alpenkette über dem Wasser zu schweben scheint. Und tatsächlich — das Gebäude, das der berühmte deutsche Architekt Günter Behnisch (1922-2010), von dem auch das Olympiagelände in München und der Bundestag in Bonn stammen, im Jahr 1996 entworfen hat, erinnert mit seinem zwölf Meter langen, über

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dem Wasser schwebenden Steg, den verschiedenen Stockwerken in Weiß und dem vielen Holz an ein Schiff. Und es scheint, als ob dieses Schiff an genau dem Platz gestrandet ist, der schon immer dafür vorgesehen war; so, wie es da in den Hang gepflanzt wurde und den See mit dem Land verbindet. Dabei war es genau genommen purer Zufall, dass das Buchheim Museum der Phantasie auf der Hirschwiese im Gelände der Höhenrieder Klinik am Starnberger See entstand. Eigentlich hatte Lothar-Günther Buchheim, der Autor, Fotograf, Künstler und Kunstsammler, einen ganz anderen Flecken im Visier, an dem seine weltberühmte Sammlung mit expressionistischen Kunstwerken eine Heimat finden sollte: in seinem Wohnort Feldafing auf dem Gelände der „Villa Maffei“. Für dieses Grundstück hatte Behnisch auch seinen Entwurf angefertigt. Doch nachdem ein Bürgerbegehren seine Pläne verhindert hatte und sich viele Gemeinden und Städte um das Museum bewor-

ben hatten, entschied sich LotharGünther Buchheim schließlich für Bernried. Behnischs Entwurf wurde um 90 Grad gedreht und leicht modifiziert.

Duisburg und Weimar waren im Gespräch Damit endete die lange Geschichte der Suche nach einer Heimat für die weltberühmte Sammlung deutscher Expressionisten von Buchheim, die er schon in den 70er Jahren begonnen hatte. Wo auch immer er die Idee, seine Sammlung von Expressionisten zusammen mit seiner volks- und völkerkundlichen Sammlung in einem Museum zu vereinen, verwirklichen wollte, stieß das Projekt auf Gegner wie auf Befürworter. So eben auch in Feldafing. Anfang der 1980er-Jahre hieß es, die Sammlung gehe nach Duisburg, im Jahr 1995 war Buchheim wohl mit der Stadt Weimar einig geworden und meinte aber anstandshalber, den damaligen bayerischen Ministerpräsidenten

Edmund Stoiber über diese Entwicklung informieren zu müssen. Dem Landesvater war sofort klar, was die Stunde geschlagen hatte, und er verhinderte, dass die Sammlung Buchheim die Grenzen des Freistaats überquerte. 1996 wurde ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben, den Behnisch gewann. Das Museums— projekt war schon ziemlich weit fortgeschritten, als seine Gegner ein Bürgerbegehren anstrengten — und gewannen. Da witterte der damalige Bernrieder Bürgermeister Walter Eberl seine Chance und brachte die Hirschwiese ins Spiel. Dort wurde dann von 1998 bis 2001 gebaut, und am 23. Mai 2001 eröffnete der Ministerpräsident, es war noch der gleiche, das Buchheim Museum der Phantasie. Endlich bekamen die Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafiken, die Lothar-Günther Buchheim vor allem von Mitgliedern der Künstlergruppe „Die Brücke“ angesammelt hatte, ein eigenes Zuhause. Denn zuvor waren sie durch Europa, Asien und Amerika getourt und

hatten dort schon viele Menschen angelockt und begeistert. Heute bildet diese Sammlung das Herzstück des Museums. In der kleinen oberbayerischen Gemeinde Bernried sind weltberühmte Kunstwerke bedeutender Maler zu bestaunen: Gemälde von Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel,


einfach nur Schönem — zusammengetragen. Und deswegen wohnen nun zum Beispiel Bauernmalereien aus Bayern, Fruchtbarkeitssymbole aus Afrika, Prunkbetten aus China, Flipper-Automaten und eine Horde fliegender Karussellpferde mit den großen Expressionisten unter einem Dach. Im Buchheim Museum gibt es kein Geschmacksdiktat.

Behnisch baut Fenster, Buchheim will Wände

Karl Schmidt-Rottluff, Max Pechstein und Otto Mueller. Kirchners „Akt auf blauem Grund“, Heckels „Schlafender Pechstein“ und Schmidt-Rottluffs „Norwegische Landschaft“ gehören zu den Hauptwerken der Künstlergruppe „Die Brücke“, mit der etwa im Jahr 1905 die klassische Moderne in Deutschland begann. Die Künstler wagten damals bislang Unbekanntes: Ein Bild musste nicht länger nur ein Abbild des Gesehenen sein, der Ausdruck ist für sie entscheidend. Doch es ist nicht die hohe Kunst allein, die es Lothar-Günther Buchheim angetan hatte. Auf seinen Reisen hat er Volks- und Völkerkundliches, Alltägliches und Triviales — eine fantastische Mischung aus Erstaunlichem, Skurrilem oder

Wegen dieser ungewöhnlichen Mischung stieß Buchheim, der wegen seiner bisweilen polterigen Art auch der „Poltergeist von Feldafing“ genannt wurde, mit seinen Museumsplänen auch immer auf Gegner. Aber Gegenwind war der Grantler Buchheim gewohnt, und auch er war niemand, der zu vorsichtig mit Kritik umgegangen wäre: So ärgerte er sich kurz vor der Eröffnung seines Museums darüber, wie sein Architekt von Weltruhm den Bau gestaltet hatte — es waren ihm zu wenige Wände gezogen worden: „Ich wollte Wände, Wände, Wände - Behnisch baute Balkone, Terrassen und große Sichtfenster“, schimpfte der Sammler. Der vielseitig begabte LotharGünther Buchheim wurde 1918 in Weimar geboren und wuchs auf in Chemnitz. Im Jahr 1939 beginnt er ein Kunststudium in Dresden, das er noch im gleichen Jahr in München fortsetzt. Schon ein Jahr später zieht er nach Feldafing, wo

er bis zu seinem Tod im Jahr 2007 lebt. Im Zweiten Weltkrieg tut er Dienst als Kriegsberichter der Marine, unter anderem auf U-Booten. Zwischen 1949 und 1951 unterhält er eine Kunstgalerie in Frankfurt am Main. Hier beginnt seine Sammlertätigkeit. Im Jahr 1951 gründet er zusammen mit seiner zweiten Frau Diethild den „Buchheim Verlag“. 1973 erscheint sein autobiografischer Roman „Das Boot“, der ihn als Schriftsteller international bekannt macht, weitere Bestseller und Filme folgen. Die Verfilmung seines bekanntesten Romans wird ein Welterfolg. Darüber hinaus arbeitet er als Fotojournalist. Seine Fotografien werden auch immer wieder im Bernrieder Museum ausgestellt. Seit August 2013 ist Daniel J. Schreiber der Direktor im Buchheim Museum. Seitdem hat sich das Haus in vielen Bereichen gewandelt, um nicht zu sagen: geöffnet. Was Buchheim wohl dazu gesagt hätte, dass weitere Wände herausgenommen wurden (siehe Interview S. 34), damit sich Natur und Kunst noch weiter verzahnen können? Wahrscheinlich hätte es ihm dann doch irgendwie gefallen, dass die Besucher seiner Sammlung nun auch in Liegestühlen die atemberaubende Landschaft vor der Tür genießen können. Weil es dem entspricht, was er ja immer wollte: Ein lebendiges Museum schaffen, wo die Phantasie auf die Reise gehen und am Steg wieder khw anlegen kann.

> > > KONTAKT UND ÖFFNUNGSZEITEN Buchheim Museum der Phantasie Am Hirschgarten 1, 82347 Bernried am Starnberger See Tel. 08158 / 9970-0; E-Mail: info@buchheimmuseum.de www.buchheimmuseum.de Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen, April bis Oktober 10 bis 18 Uhr; November bis März 10 bis 17 Uhr, geschlossen am 24. und 31. Dezember

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Interview mit Daniel J. Schreiber, Direktor des Buchheim Museums

„Hier soll das Unerwartete passieren“ Es hat sich Einiges getan im Buchheim Museum der Phantasie, seit Sie dessen Direktor sind. Welche Ideen stehen hinter diesen Änderungen? Im Museum der Phantasie soll eine langweilige Gliederung von Kunst nach Geschichte und Gattungen vermieden werden. Vielmehr soll hinter jeder Ecke eine Überraschung lauern. Hier soll das Unerwartete passieren! Der Besucher soll eintauchen in eine Wunderwelt, in einen sinnlichen Erlebnisraum, der schon am Bahnhof und am Fähranleger beginnen soll. Wir sind dabei, dieses Ziel Schritt für Schritt zu verwirklichen. Wie gehen Sie dabei vor? Als erste Schritte haben wir an den Stellen, wo dies möglich war, ohne konservatorische Schäden anzurichten, Stellwände weggenommen, um die Sicht in die Landschaft freizugeben. Kunst und Natur verschmelzen zu einem ästhetischen Gesamtereignis. Darüber hinaus haben wir Türen, wo dies möglich war, geöffnet. Unsere Besucher können jetzt nicht nur auf dem Steg, sondern auch auf unseren

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angesehen werden. Das entspricht mir sehr. Natürlich ist auch die Umgebung nicht zu verachten. Ich freue mich jeden Morgen, hier an den See in diesen grandiosen Behnisch-Bau herausfahren zu dürfen.

vielen, wundervollen Balkonen ins Freie gehen, auf den Starnberger See und in die Voralpenlandschaft blicken und es sich in unseren neuen gelben Liegestühlen bequem machen. Das Buchheim Museum wird mehr und mehr zu einem einladenden Ort sein, an dem die Menschen sich gerne aufhalten und verweilen. Die Verwandlung ist allerdings ein langwieriger Prozess, der erst begonnen hat. Sie dürfen gespannt sein. Bis 2013 gab es in Bernried überwiegend nur Werke aus der Sammlung Buchheim zu sehen, nun wird auch Kunst anderer Sammlungen ausgestellt. Gehört das auch zur Öffnung des Hauses? Ja, das ist eine strukturelle Neuerung. Dafür musste die Stiftungssatzung dahingehend geändert werden, dass Werke aus der Sammlung Buchheim auf Gegenseitigkeit verliehen werden können. Da steckte die Überlegung dahinter, dass die Sammlung von Lothar-Günther Buchheim zwar unermesslich groß ist, der Fundus, den wir an interessanten Ausstellungen daraus schöpfen können,

Daniel J. Schreiber öffnet das Buchheim Museum für Neuerungen. aber letztlich doch begrenzt ist. Wir wollen Buchheims Ziel treu bleiben, kein „Museum der Trägheit“, sondern ein lebendiges Museum, „in dem es sich rührt“, zu schaffen. Dafür mussten wir uns öffnen. Hat sich diese Öffnung bereits in den Besucherzahlen niedergeschlagen? Wir können nicht meckern. Im vergangenen Jahr haben 75 000 Menschen das Buchheim Museum besucht, im Moment kommen

monatlich über 10 000 Kunstinteressierte zu uns. Sie waren früher geschäftsführender Kurator der renommierten Kunsthalle Tübingen. Was hat Sie nach Bernried gelockt? Es ist ein riesiger Reiz für mich, mich mit dem vielschichtigen Bestand des Hauses auseinandersetzen zu dürfen: eine Expressionisten-Sammlung von Weltgeltung und Nebensammlungen, die bisweilen als wunderlich und skurril

Was ist ihr persönlicher Lieblingsplatz im Museum? Der im Eingangsbereich schwebende Schwan, beladen mit einer aus der Zeit gefallenen Gruppe älterer Herrschaften, hat eine poetische Qualität, die ich gerne über das ganze Haus ausdehnen möchte. Die Karussellpferde, die im wilden Galopp durch unser Promenadendeck fliegen, spinnen den Faden fort bis zum Steg. Wer will, kann dort auf einen Oceanliner warten. Das Buchheim Museum birgt viele Stellen, an denen wir ins Reich der Phantasie abdriften können. Haben Sie Lothar Günther Buchheim noch kennengelernt? Persönlich nicht, aber ich bin im Dialog mit ihm. Ich lese seine Texte. Ich träume auch von ihm. Ich habe das Gefühl, ihn gut zu kenkhw nen.


Seit 1. Juni 2015

Mietpreisanstiege können eingedämmt werden Tassiloland | Durch das Mietrechtsnovellierungsgesetz soll der Mietpreisanstieg in Gebieten, in denen der Wohnungsmarkt knapp ist, eingedämmt werden. Das neue Gesetz gilt nicht automatisch im gesamten Bundesgebiet. Vielmehr können die Bundesländer bestimmte Gebiete für fünf Jahre zu angespannten Wohnungsmärkten erklären und in diesen Gebieten Mieterhöhungen eingrenzen. Bislang hat nur das Bundesland Berlin die Mietpreisbremse für das gesamte Stadtgebiet eingeführt. In Bayern kommt die Einführung der Mietpreisbremse vor allem für den Ballungsraum München in Betracht. Ist das Mietrechtsnovellierungsgesetz anwendbar, gilt es bei der Wiedervermietung einer Wohnung, jedoch nicht bei der erstmaligen Vermietung von Neubauten, welche ab dem 1. Oktober 2014 erfolgt ist, oder bei der Vermietung von umfangreich modernisierten Bauten. Eine solche umfassende Modernisierung liegt vor, wenn die Investition etwa ein Drittel des Aufwands für eine vergleichbare Neubauwohnung erreicht. Sollte das Gesetz greifen, gilt folgendes: Die zwischen Vermieter und Mieter vereinbarte Miete darf maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete laut Mietspiegel oder Sachverständigengutachten liegen. In jedem Fall kann der Mieter Informationen über die preisbildenden Faktoren vom Vermieter verlangen.

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Rechtsanwältin Beate Becker von der Kanzlei Wiesmaier und Kollegen erklärt die Änderungen bei den Mietpreisen. Verlangt der Vermieter vom Mieter eine Miete, die mehr als 110 Prozent der ortsüblichen Vergleichsmiete beträgt, ist diese Vereinbarung unwirksam, der Mietvertrag im Übrigen bleibt jedoch wirksam. Der Mieter muss in diesem Fall nur die 110 Prozent bezahlen. Hat er mehr bezahlt, hat er gegebenenfalls einen Rückforderungsanspruch gegenüber dem Vermieter, wenn er den Verstoß gegen die Mietpreisbegrenzung vorher qualifiziert gerügt hat. Es können lediglich Mietzinszahlungen zurückgefordert werden, die ab dem Zeitpunkt der Rüge gezahlt wurden.

Folgendes sollte der Mieter jedoch beachten: Kürzt er die vereinbarte Miete ohne vorherige Rüge oder nach erfolgter Rüge in der Annahme, es liege ein Verstoß gegen die Mietpreisbegrenzung vor und erweist sich im Nachhinein ein Verstoß als nicht gegeben, riskiert er die fristlose Kündigung seines Mietverhältnisses. Im Übrigen ist der Vermieter nicht verpflichtet, eine freigewordene Wohnung günstiger als bisher zu vermieten. Hat jedoch der Vermieter mit dem bisherigen Mieter innerhalb des letzten Jahres vor der Beendigung des Mietverhältnisses eine Mieterhöhung vereinbart, bleibt diese unberücksichtigt. Hierdurch soll eine Umgehung der Mietpreisbegrenzung verhindert werden. Was daraus folgt: Das Mietrechtsnovellierungsgesetz verhindert in bestimmten Gebieten, dass Mieten unbegrenzt ansteigen. Es bringt jedoch auch Unsicherheiten mit sich, weil in Gemeinden, in denen kein (qualifizierter) Mietspiegel existiert, die Zehn-Prozent-Grenze nicht verlässlich ermittelt werden kann und daher Rechtsunsicherheiten entstehen. Zudem gilt die Mietpreisbremse nicht für die Erstvermietung von Neubauten und umfassend modernisierten Objekten. Hier ist die Miete frei verhandelbar, sodass in diesen Fällen die Mieten weiterhin ansteigen werden. Aus diesem Grunde ist ein Gang zum Experten in jedem Fall ratsam. op


Dr. Flock bleibt Weilheim | Als im Herbst vergangenen Jahres darüber berichtet wurde, dass sich Dr. Karl Flock aus einer bekannten örtlichen Gemeinschaftspraxis in Weilheim zurückziehen werde, hatte er noch schmunzelnd gesagt: „Für den Ruhestand fühle ich mich definitiv zu jung — ich werde weiter für Patienten da sein.“ Mehr wollte er allerdings damals nicht verraten. Mittlerweile ist bekannt, dass er wieder in einer Gemeinschaftspraxis für Orthopädie praktiziert, mitten in Weilheim. Gemeinsam mit vier weiteren Fachärzten bildet er das Team von „Orthopädie Oberland“, direkt an der B2 (Alpenstraße 7). „Nach 23 Jahren bleibe ich natürlich meiner Heimatstadt Weilheim treu, der Kontakt sowohl zu den niedergelassenen Ärzten als auch zu meinen Patienten ist mir dafür viel zu wichtig“, erklärt der 61-jährige Mediziner auf Nachfrage von „tassilo“.

Flock hatte bereits im Jahr 1992 mit Dr. Wolfried Hawe, der inzwischen im Ruhestand ist, eine Praxis für Orthopädie gegründet und dieses Fachgebiet in Weilheim bis zu einer kleinen Privatklinik professionalisiert. Weitere modernste Praxen von „Orthopädie Oberland“ befinden sich in Murnau und Garmisch-Partenkirchen. Flock hatte sich bereits frühzeitig auf die sogenannte „minimalinvasive Chirurgie“ (Eingriff so klein wie möglich) spezialisiert und sich als Knieexperte für neue Heilmethoden zur Therapie von Meniskus- und Bandverletzungen einen Namen gemacht. Er war einer der ersten Operateure in Süddeutschland für Knorpeltransplantationen und führte mittlerweile weit über 10 000 Knie-Arthroskopien durch. „Modernste Verfahren und neueste Implantate für die Behandlung seiner Patienten sind bei Orthopädie Oberland stets oberstes Ge-

bot“, sagt Flock. Dabei liegt ihm ganz besonders die „Knie-Erhaltung“ am Herzen, bevor jegliche Art von Implantat ins Gespräch kommt. Durch seine Operationen, die Flock in den Krankenhäusern Weilheim und Schongau anbietet, wolle er seine ganz besondere persönliche Verbundenheit zu diesen kommunalen Häusern des Landkreises zeigen: „Daran soll sich auch nichts ändern, wir arbeiten partnerschaftlich Hand in Hand“, betont der Facharzt und macht keinen Hehl aus der Binop dung an seine Heimatstadt.

Lichtkunst in Weilheim Weilheim | Ein kleiner Kreis von Lichtkunst-Begeisterten hat sich fest vorgenommen, in Weilheim dieser Kunstform einen regelmäßigen Auftritt in der Stadt zu verschaffen. Um diesem Wunsch

mehr Nachruck zu verleihen, soll in Kürze ein Verein gegründet werden. Die Vision eines LichtkunstFestivals, das erstmals im Herbst 2016 stattfinden soll und dann regelmäßig wiederkehrt, trägt diese

Bemühungen. Philipp Geist, der in Weilheim aufgewachsen ist, in Berlin lebt und weltweit mit seinen Arbeiten enorme Anerkennung findet, hat ein entsprechendes Konzept für Lichtkunst in Weilheim entwickelt. Der Verein ist als lebendiges Forum für neue Impulse angedacht. Interessenten können sich online näher informieren unter www.lichtkunst-weilheim.de Das Foto zeigt eine Lichtkunst-Installation von Philipp Geist in der Weilheimer Stadtpfarrkirche im Mai diesen Jahres.

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Mit Alexandra und Anton Eirenschmalz, Geschäftsleitung

Blech ist alles möglich DAS FAMILIENUNTERNEHMEN SETZT SEIT 25 JAHREN ERFOLGREICH AUF TRADITIONELLE WERTE – UND AUF BLECH. BEI DESSEN VERARBEITUNG IST AM FIRMENSTANDORT IN SCHWABSOIEN ALLES MÖGLICH.

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n Schwabsoien ist das Unternehmen Eirenschmalz daheim. Hier heißen zwar Landwirte noch Bauern und jede Kuh hat einen eigenen Namen aber trotz alledem ist Spitzentechnologie in dem hochmodernen Blechbearbeitungsbetrieb längst kein Fremdwort mehr. Die 25-jährige Erfolgsgeschichte des hochmodernen Unternehmens begann damit, dass Toni Eirenschmalz eigentlich den elterlichen Hof erben sollte – eigentlich. Stattdessen entwickelte er in der Garage seine eigene Vision: Gestalten mit Blech. Und so gründete er sein eigenes, kleines Familienunternehmen.

Eirenschmalz: Eine große Familie Heute, 25 Jahre später, ist Eirenschmalz eines der innovativsten Unternehmen für Blechverarbeitung in Deutschland und ist immer noch ein Familienbetrieb. Die Familie hat allerdings ordentlich Zuwachs bekommen. Insgesamt 250 Männer und Frauen geben jeden Tag ihr Bestes, um den Firmenerfolg Jahr für Jahr weiter zu schreiben. In dem eingeschweißten, bunten Team hat jeder seinen eigenen Kopf – und den darf er mitbringen und einbringen. Ob Lehrling, Meister oder Ingenieur – Querdenken ist bei Eirenschmalz nicht nur erlaubt, es ist vielmehr gewollt. Mit Herz und Verstand, Optimismus und Erfahrung bemüht sich die Mannschaft, jede Aufgabe und jeden Kundenwunsch optimal zu erfüllen. Dabei sind die Werte jedes


Unternehmenswerte ‡(IÀ]LHQ] • Wertschätzung • Vertrauen • Miteinander • Teamwork • Begeisterung • Sorgfalt • Präzision • Mut • Respekt • Innovation • Familie • Zielorientierung • Partnerschaft • Optimismus • Nachhaltigkeit • Verantwortung • Prozessorientierung einzelnen die Werte des Unternehmens – und die zählen bei Eirenschmalz eine Menge. „Effizienz in Blech“ Mit Blech ist bei Eirenschmalz alOHV P|JOLFK Å(IÀ]LHQ] LQ %OHFK´ hat sich der erfolgreiche Betrieb nicht von ungefähr auf die Fahnen geschrieben, denn kein Kundenwunsch bleibt unerfüllt. Das Team plant, entwirft und konstruiert hochwertig, kreativ und zuverlässig. Mit modernster Fiber-Lasertechnologie werden bis zu 30 Millimeter dicke Platten geschnitten, gestanzt und in jede gewünschte Größe, Form und Kontur geformt. Präzises Kanten ist eine weitere, wichtige Technologie. Ob von Menschenhand oder mit überaus schnellen, behändigen Roboterarmen – Präzision ist oberstes Gebot

in Schwabsoien. Was Eirenschmalz zusammenschweißt, soll schließlich lange halten. Egal ob per Hand mit Schutzgas und Erfahrung oder maschinell mit modernster Laserschweißtechnologie, das Werkstück bestimmt stets den Prozess. Mit einer hochwertigen Pulverbeschichtung zum Schutz vor Korrosion kommen Eirenschmalz-Fabrikate ganz nebenbei auch noch zum Glänzen. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser Auf die Hochwertigkeit seiner Produkte legt das Unternehmen größten Wert und will für seine Kunden beste Qualität sicherstellen. Qualitätssicherung bedeutet in diesem Zusammenhang: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Aus diesem Grund werden die Werkstücke vor

der Auslieferung mit modernster Messtechnik geprüft. Auch die Auslieferung zählt zu Leistungen bei Eirenschmalz. Die erstklassigen Produkte sind in der ganzen Welt ]XÀQGHQ Bereit für die nächsten 25 Jahre Was vor 25 Jahren begann, ist heuWH HLQ ÁRULHUHQGHV 8QWHUQHKPHQ Trotz des internationalen Erfolgs bekennt sich das Familienunternehmen zum Standort Schwabsoien – und das soll auch so bleiben. Die nächste Generation steht bereits in den Startlöchern. Denn Heimat und Tradition sind bei Eirenschmalz die Grundlage für Kreativität und Innovation. Technisch und personell besitzt der Betrieb die besten Voraussetzungen, seinen Weg auch in den nächsten 25 Jahren weiter zu gehen.

Eirenschmalz GmbH Altenstadter Straße 4 86987 Schwabsoien Tel.: 08868 1800-0 Fax: 08868 1800-30 lasertechnik@eirenschmalz.de www.eirenschmalz.de

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Starnberg | Noch bis 18. Oktober zeigt das „Museum Starnberger See“ die Sonderausstellung „WasserFische-Menschen. Fischerei und Naturschutz im Starnberger Fünf-Seen-Land“. Sie ist eine von neun Ausstellungen des Museumsverbunds „Landpartie — Museen rund um München“ in diesem Jahr rund ums Thema Wasser. Begleitend wurde eine App „Wasserwege“ entwickelt. Sie schlägt Mobilfunknutzern interessante Ausflugsziele rund um die teilnehmenden Museen vor. Die Schau in Starnberg präsentiert nachhaltige Fischerei — und geht dabei Fragen nach: Welche Maßnahmen werden ergriffen, um Fischbestände und Ressourcen zu schonen und die Artenvielfalt zu erhalten? Mit welchen Umweltproblemen wer-

den die Fischer konfrontiert? Wie sind sie zu lösen? Wer ist außer den Fischern beteiligt, die laut Bayerischem Fischereigesetz zur Hege und Pflege der Fische und ihres Lebensraumes verpflichtet sind? Außerdem wirft das Museum einen Blick zurück, zumal die Fischerei über Jahrhunderte einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige im Fünf-SeenLand war und noch heute in der wasserreichsten Region Bayerns einen großen Stellenwert hat. Befang zwar nur rufsfischerei wird in größerem Umfang noch am Starnberger See betrieben, doch cher nutzen heute vor allem Freizeitfischer die Seen und Flüsse in der Region. ts

53. Bezirksmusikfest in Eglfing — 76 Gruppen beim Festzug

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Eglfing | Zum 125-jährigen Bestehen richtet die Musikkapelle Eglfing vom 30. Juli bis 3. August das 53. Bezirksmusikfest des Musikbundes von Ober- und Niederbayern, Bezirk Oberland aus. Zugleich werden 50 Jahre Partnerschaft mit dem GebirgstrachtenErhaltungs-Verein Murnau gefeiert. Auftakt ist am Donnerstag um 19 Uhr der Sternmarsch zum Festzelt, wo ab 20 Uhr der „Tag der Nachbarschaft“ steigt. Mit dabei sind die Musikkapellen Huglfing, Uffing, Obersöchering und Spatzenhausen. Am Tag darauf gibt die Musikkapelle aus der italienischen Partnergemeinde Allumiere um 17.30 Uhr ein Standkonzert am Eglfinger Rathaus, das den „Tag der Betriebe“ ab 18 Uhr einleitet. Als „musikalische Schmankerln“ „M spielenn „Machlast“ und die „Kapelle Josef Menzl“. „Blasmusikwa „B „Blasmusikwahnsinn im Doppelpack“ ist am Samsta Samstagabend angesagt mit den Gruppen en „Quattro „Qu Poly“ und „Ansatzlos“. s“. A Am Festsonntag stellen sich

um 8.15 Uhr 43 Musikkapellen und Trommlerzüge zum gemeinsamen Kirchgang durchs Dorf auf. Nach dem Gottesdienst um 9 Uhr spielt die Musikkapelle aus Haag am Hausruck zum Frühschoppen, um 11 Uhr erfolgt die Marschmusikwertung. Höhepunkte des Festes sind schließlich der Gemeinschaftschor um 13.30 Uhr und der Festzug ab 14 Uhr, für den 76 Gruppen, Vereine und Festwagen ihre Beteiligung zugesagt haben. Die Musikkapelle aus Altenau leitet danach über zur Bekanntgabe der Wertungsspielergebnisse, zu der die Stadtkapelle Schongau Unterhaltungsmusik beisteuert. Der Abend klingt aus mit der Musikkapelle Habach ab 20 Uhr. Der „Blaue Montag für Jung und Alt“ beginnt ab 11 Uhr mit Ochsenfleischessen und Oldtimer-Schau, zur Unterhallen. Abschluss tung spielen mehrere Jugendkapellen. h um des Bezirksmusikfestes ist schließlich och20 Uhr der „Doppeltanz“ mit den „Jochberg Musikanten“ und „Blechpfiff“. ts


Musik im Pfaffenwinkel: Kostenlose Generalprobe und Bruckner-Einführung Tassiloland | Bei „Musik im Pfaffenwinkel“ stehen 2015 Werke von Verdi, Beethoven, Bruckner und Schubert auf dem Programm. Beim Konzert am 5. Juli in der Wieskirche ist ab 19 Uhr Giuseppe Verdis „Messa da Requiem“ zu hören. Anton Bruckners „Te Deum“ sowie seine Sinfonie Nr. 5 erklingen am 19. Juli, ebenfalls ab 19 Uhr in der Wieskirche. Zur Generalprobe dieser Werke am gleichen Tag um 12 Uhr ist der Eintritt frei. Geprobt wird im Rainer-Endisch-

Saal in Herzogsägmühle, wo Interessierte am 15. Juli ab 19.30 Uhr eine kostenfreie Einführung zum Bruckner-Konzert erhalten. Am 26. Juli um 16 Uhr spielen Nachwuchskünstler aus der Region im Bibliothekssaal Polling Werke von Bogdanovic, Beethoven und Schubert (siehe Seite 61). Kartenvorver Kartenvorververein kauf: Musik im Pfaffenwinkel Förderverein Mail e. V., Tel. 08861 / 2194138, oder per E-Mail (info@musikimpfaffenwinkel.de). rp

Gewerbeschau im Eissportzentrum

Bergwerkmuseum

Schongau | Über 60 Aussteller aus Handwerk, Dienstleistung, Handel, Gewerbe und Industrie haben ihren Stand gebucht für „Pfaffenwinkel Gewerbeschau“ am 11. und 12. Juli im Eissportzentrum Schongau. Die Veranstalter, die Eislaufabteilung Schongau, rechnen mit 5 000 Besuchern. Auf die warten neben Informationen zu Unternehmen und Produkte auch Probefahrten mit einem Hybrid-Auto oder Brandlöschübungen der Feuerwehr. Das bunte Unterhaltungsprogramm bietet Tanz, Fitness, Modenschau und ein Bungee-Trampolin. Für Kinder ist eine Betreuung Herz organisiert. Das Cateringangebot umfasstt neben Herzöffnet haftem ein Kaffee- und Kuchenbuffet. Geöffnet ist die Regionalmesse samstags von 10 biss 19 ts Uhr und sonntags von 10 bis 18 Uhr.

Peißenberg | Bis 13. September läuft in der Tiefstollenhalle in Peißenberg eine Fotoausstellung zur Neuen Bergehalde, initiiert von Altbürgermeister Hermann Schnitzer. Zur Eröffnung kamen Science-Fiction-Fans aus ganz Deutschland. Denn neben der Dokumentation zur Entwicklung der einstigen Abraumhalde des Kohlebergwerks hängen Fotos aus dem Fundus s: 1965 wurde der Bavaria-Filmstudios: ür die auf der Bergehalde für uillegendäre „Raumpatrouilts le Orion“ gedreht.

Was unseren Lesern am besten gefällt: Weingutschein-Verlosung zum ersten „tassilo“ Tassiloland | Schon seit fünf Jahren ermutigen uns die Anregungen unserer Leser im Schongauer Land, ihnen alle zwei Monate ein unterhaltsames und informatives Regionalmagazin zu präsentieren. Um den Interessen und Vorlieben der Menschen auch im „Tassiloland“ gerecht zu werden, sind wir schon jetzt äußerst neugierig, loo“-Leser “L auff unsere StartS wie die Reaktionen der „tassilo“-Leser teen wissen: Was gefällt Ihausgabe ausfallen. Wir möchten „n neuen Magazin rund um nen am besten an unserem „neuen n Geschmäcker sind von nn Weilheim und die Seen“? Denn dlich. Wie ein guter Wein. Region zu Region unterschiedlich. a Rückmeldungen Deshalb verlosen wir unter allen ert von einmal 30 und drei Einkaufsgutscheine im We Wert erden können sie im zweimal 15 Euro. Eingelöst we werden rzog-Albrecht-Platz 11 „Weinladen Instinsky“ am Herzog-Albrecht-Platz a Ihre in Weilheim. Wir freuen und auf Zuschriften per Post an: „tassilo“ Birkland 40 86971 Peiting oder per E-Mail: info@tassilo.de

Jürgen Geiger (Text: Pfr. Engelbert Birkle)

te deum Das Tinzenhorn führt Ernst Ludwig Kirchner und Bernd Zimmer zusammen Bernried | Zwei Kunstepochen vereinen sich diesen Sommer im „Buchheim Museum der Phantasie“: Bilder von Bernd Zimmer und Ernst Ludwig Kirchner. Den ersten Kontakt mit dem deutschen Expressionismus hatte Zimmer schon als Schuljunge auf dem Dachboden von Lothar-Günther Buchheim, mit dessen Sohn er befreundet ist. Zunächst Verlagsbuchhändler, zog er 1973 nach Berlin und studierte Philosophie und Religionswissenschaften. Hier kommt er zur Kunst. Mit Rainer Fetting, Helmut Middendorf, Salomé und anderen gründet er 1977 die Galerie am Moritzplatz — die Geburtsstunde einer neuen Kunstbewegung, die ein Jahrzehnt lang tonangebend ist: die „Neuen“ oder „Jungen Wilden“. Sie malen unmittelbar, ungestüm, expressiv und — was zu damaliger Zeit einer Revolution gleichkommt — figurativ. Die Maler der „Brücke“ sind ihre Paten.

Nach einem Stipendium an der „Villa Massimo“ in Rom kehrte Zimmer 1984 nach Bayern zurück. In Polling lebt er, in Huglfing arbeitet er — nur 30 Kilometer vom Buchheim Museum entfernt. Ab 2010 hat er sich mit Kirchner befasst, „wegen seiner nervösen Farbmalerei“ für ihn schon immer „ein besonderer Bezugspunkt“. Zimmer geht dem Tinzenhorn nach, einem berühmten Kirchner-Motiv — zunächst zu Fuß, dann mit dem Pinsel. Schon bei Kirchner hemmungslos stilisiert und deformiert, steigert sich der Berg bei Zimmer zu einer entfesselten Farbexplosion. Die Ausstellung in Bernried führt den Expressionisten mit dem „Jungen Wilden“ erstmals zusammen: Zimmers Tinzenhornentaler Berg Zyklus wird mit Kirchners monumentaler Bergheim landschaft aus der Sammlung Buchheim ornsowie mit ausgeliehenen TinzenhornBildern von Kirchner ausgestellt. ts

C l Orff Carl O ff

CARMINA BURANA Großes Chor- und Orchesterkonzert

Donnerstag, 23. Juli 20.30 Uhr Freilichtaufführung auf dem Weilheimer Marienplatz (bei schlechtem Wetter in der Stadthalle Weilheim) Kartenvorverkauf (zzgl. VVk-Gebühr) Kreisboten-Verlag Kartenservice Medienhaus. Münchener Str. 1, 82362 Weilheim

Tel.: 0881 / 189 67 Abendkasse: ab 19.00 Uhr Mehr Infos unter: www.weilheimer-orgelsommer.de Veranstalter: Kath. Pfarreiengemeinschaft Weilheim • Künstlerischer Leiter: Jürgen Geiger

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Hoffnung und enttäuschte Träume: die aktuelle Situation der Asylbewerber

Schwangau

Leben in der Warteschleife Weilheim / Peißenberg | Sie haben viel erlebt: Sie mussten ihre Heimat verlassen. Haben einen weiten Weg zurückgelegt. Sind in ein fremdes Land gekommen, dessen Sprache sie nicht kennen. Haben Monate in Flüchtlingsunterkünften verbracht — zusammengepfercht auf wenigen Quadratmetern. Mit Menschen, die sie noch nie gesehen haben. Und sie haben gewartet. Vor allem gewartet. Darauf, dass sie endlich in Deutschland ankommen. Aufgenommen und erfasst werden. Dass sie einer Unterkunft zugewiesen werden. Wissen, wo sie in den nächsten Monaten leben. Darauf, dass sie einen Antrag auf Asyl stellen können. Sie haben auf das Ergebnis gewartet, das ihre Zukunft besiegelt. Das festlegt, ob sie bleiben können. Oder ob all die Strapazen umsonst waren und sie wieder ausgewiesen werden. Doch für die vier Männer, die an diesem Samstagnachmittag Ende Mai in einem alten Haus in Weilheim stehen, mit Schraubenziehern in der Hand, hat das Warten ein Ende. Sie kommen aus Syrien und sind inzwischen anerkannte Asylbewerber. Heute haben sie viel vor: Das alte Haus soll entrümpelt werden, sie bekommen die Möbel, die darin stehen, geschenkt. Zwei der Männer haben jeweils eine kleine

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Wohnung in Peißenberg gemietet, weil ihre Familien endlich zu ihnen nachkommen dürfen. Aber die Wohnungen sind komplett leer. Die Männer sind froh über jedes Stück, das sie abbauen, auf einen Anhänger laden und in der neuen Wohnung wieder aufbauen können. Es wird gehämmert, geschraubt und geschleppt. Nach und nach wird die braune Schrankwand, die wohl aus den 1960er-Jahren stammt, zerlegt.

Das große Glück ist eine eigene Wohnung Vorsichtig nimmt Raed Wanous ein Brett und legt es auf einen Stapel. Er ist einer der zwei Männer, deren neues Heim die Möbel ausstatten sollen. Auf 70 Quadratmetern werden er, seine zwei Kinder und seine Frau zusammen leben. Auch sein Landsmann hat Frau und zwei Kinder, die mit ihm in eine neue Bleibe einziehen. Beide hatten großes Glück, eine Wohnung gefunden zu haben. Denn das, so erzählt Mousa Alfarch, der seinen Landsmännern heute hilft, sei mit das größte Problem für die anerkannten Asylbewerber: als Fremder eine bezahlbare Bleibe zu finden in einer Gegend, wo sich schon einheimische Familien schwer tun. Er selbst ist aus Syrien geflohen,

wo er Polizei-Offizier war. Um das zu werden, musste er eine Universität besuchen und ein Studium abschließen. Doch dann kam der Krieg, und er habe gewusst, er muss die Heimat verlassen. Er kehrte seinem Land den Rücken und ging los. Erst nach Jordanien, dann in die Türkei. Den größten Teil der Strecke habe er tatsächlich zu Fuß zurückgelegt, erzählt er. Er ist erst seit ein paar Monaten in Weilheim und spricht schon so gut Deutsch, dass er seine Geschichte in der Sprache erzählen kann, die mit seiner Muttersprache Arabisch so gar nicht verwandt ist. wur r Als er in Weilheim ankam, wu wurach cht, t, de er im Paradeis untergebracht, lilieb ebb. Er wo er rund fünf Monate bblieb. ede dem m kennt das Leben dort, wo inn je jedem ernn zw er zwei ei Zimmer auf 15 Quadratmetern warte ten, n, Männer leben, die darauf warten, stuf st ufft zuu uft als asylberechtigt eingestuft dür ü ffeen ürfe werden. Manche, so wie er,r, dürfen utssch ch zu zu gleich damit beginnen, Deutsch stt eein i in lernen. Andere nicht. „Das iist arch. h großes Problem“, sagt Alfarch. uDie verschiedenen Lebenssituationen und Mentalitäten auf engstem Raum, das führe zu Spannungen bei den Bewohnern. Denn während die einen chch eine Aufgabe haben, den Sprachaufau fkurs machen dürfen und früh aufnnddende estehen müssen, haben die ande-

ren nichts zu tun, langweilen sich, werden depressiv. „Sie können nur warten, was mit ihnen passiert“, sagt er. „Mein Kollege hat ein Jahr darauf gewartet, anerkannt zu werden“, dann sei er abgelehnt und abgeschoben worden. Die Flüchtlinge hier erhalten knapp 300 Euro im Monat, davon müssen sie Lebensmittel, Kleidung, Fahrtkosten und was sonst noch anfällt, begleichen. Damit lassen sich keine großen Sprünge machen. Der Sozialhilfesatz liegt hierzulande bei 399 Euro für einen Erwachsenen. Die großen dunklen Augen des 31-jährigen Ex-Polizisten sehen erns er nsst und nst u d trauun trrau u ernst rig ri ig aus, auss, au s als aalls ls er er sagt sa gt,, er hhabe gt abee ab sagt, kein ke inee Ho in Hoff ffff-keine Hoffnung nu ng,, ir ng ir-nung, ggendge end nd-nd


wann wieder nach Hause, nach Syrien gehen zu können. Inzwischen hat er sich gut eingelebt in seinem neuen Leben: Hat Sprachkurse besucht, macht gerade ein Praktikum in einem Altenheim in Weilheim, hat eine Wohnung zugewiesen bekommen: „Ich mag die Stadt, ich mag Weilheim.“ Er sei gut aufgenommen worden. Die Menschen hier seien freundlich und würden den Asylbewerbern und Flüchtlingen helfen. Er erzählt von einer Frau, die ehrenamtlich zwei Mal pro Woche in die Unterkunft kommt, um Deutsch zu unterrichten; von Weilheimern, die regelmäßig Musik mit den Wartenden machen oder tanzen, mit ihnen sin- Ein Bild, symbolisch für das Wargen, spielen, spazieren gehen. „Das ten im Paradeis: Du kommst an, ist wie eine Familie“, sagt Alfarch. niemand holt Dich ab.

Neuankömmlinge - zur Untätigkeit verdammt U Eine Ei n derjenigen, ne der erje jeen die dafür sorgen, dass da ss ddie ie FFlüchtlinge lü nicht mit ihren P Pr oble ob leeme men n alleine zurechtkommen Problemen müss mü sseeen ss n, is istt Lisa Hogger vom Asylmüssen, un u nters terstttü te ützze unterstützerkreis Peißenberg. Auch siee hilft si h lflftt heute, hi h he Möbel zu schleppen Gerade Geerradd trägt sie ein geblümpen. ttees KKlappbett die Treppe hites nu nunter. „Wir haben erst heute erfahren, dass es zwei Wohnungen ssind“, sagt sie. Das bede de deutet, es fehlen mehr EEinrichtungsgegenstände, Ei nrr alss ge al ggedacht. dda Hogger Hogg Ho ggger kennt ke die Sorgen und Sc chw h ieri ieri ie rigk gkei eit der Menschen inSchwierigkeiten zwischen zw wis isch chenn gut, gutt, die aus Not, Armut odeerr Krieg od oder Kri rieg eg ins innss Oberland gespült

werden: „Es ist einfach alles schwierig“, sagt sie. Sie erzählt von den Männern in den Unterkünften in Weilheim, die meist über ein Jahr auf die Entscheidung warten, die ihr Schicksal besiegelt: Ja, Du darfst bleiben — oder nein, Du wirst abgeschoben in ein Drittland oder musst wieder zurück in Deine Heimat. Sie schildert, wie die Neuankömmlinge zur Untätigkeit verdammt sind: Sie dürfen in den ersten drei Monaten nach ihrer Ankunft hier nicht arbeiten, den Sprachkurs bekommen sie erst dann bezahlt, wenn sie anerkannte Asylbewerber sind. Und, wenn sie nach drei Monaten eine Arbeit annehmen dürften, sei es sehr schwierig, eine zu finden. „Wer gibt dir eine Arbeit, wenn du die Sprache nicht kannst?“, fragt Lisa Hogger. Auch, wenn das Ver-

fahren laut Statistik sieben Monate dauert, kommt es vor, dass einzelne Asylbewerber viel länger auf eine Entscheidung über ihr Schicksal warten müssen. „Wir haben Flüchtlinge, die sind seit zwei Jahren da, die sagen völlig zurecht: ,Mein Leben wird verschwendet‘“, sagt die Helferin. Manche von ihnen würden regelrecht depressiv. „Das ist traurig, zu sehen, wie sie verfallen.“ Hogger ist Lehrerin und ehrenamtlich als Koordinatorin des Unterstützerkreises Asyl in Peißenberg tätig, wo im Juni 75 Asylbewerber aus zwölf Nationen lebten. Es werden wöchentlich mehr, nicht nur in der Marktgemeinde. Dadurch haben die Helfer immer mehr Arbeit, denn es gilt nicht nur, die Lebensmittel und Möbel zu beschaffen, es gilt auch etwas gegen die Hoffnungslosigkeit zu unternehmen, die sich bei den Menschen breit macht, die zu monatelangem Warten verdammt sind. Die Flucht aus der Heimat war ja mit einer großen Hoffnung verbunden, dass in der Fremde alles besser wird. Dass sie sich ein Leben aufbauen können. Diese Hoffnung hat Mousa Alfarch mehr denn je: Der Universitätsabsolvent will eine Ausbildung zum Krankenpfleger machen. Doch dazu muss er erst noch besser Deutsch lernen, als er es ohnehin schon kann. Dann hat er keine Zeit mehr, sich weiter über die Vergangenheit zu unterhalten. Er muss seinen Landsmännern helfen, damit ihre Frauen und Kinder nicht auf dem Boden schlafen müssen, wenn sie in ihrer neuen Heikhw mat ankommen.

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Firma Hyglos präsentiert Forschungserfolge

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Bernried | Jährlich erkranken in Deutschland zwischen 400000 und 600 000 Menschen an einer Infektion mit resistenten Krankenhauskeimen, auch multiresistente Erreger (MRE) genannt. Bei den Zahlen, wie viele daran sterben, schwanken die Schätzungen zwischen 15 000 und 60 000 Patienten. Auf diesem Gebiet betreiben die rund 30 Mitarbeiter des Bernrieder Unternehmens Hyglos intensive Forschungsarbeit. In Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) wurden am Starnberger See weitreichende Erfolge erzielt und Ende Mai vorgestellt. Das DZIF ist ein Zusammenschluss von sieben Forschungsinstituten, zu denen auch die Ludwig-Maximilian-Universität in München (LMU) zählt. Experten schätzen, dass etwa jeder dritte Bundesbürger den in der Regel ungefährlichen Erreger „Staphylococcusaureus“ in seiner Nase trägt. Kritisch wird dieses Bakterium für abwehrgeschwächte und operierte Patienten, bei denen es sogar lebensgefährliche Infektionen hervorrufen kann. Besonders gefährlich ist eine „MRSA“ abgekürzte Variante des Erregers. Sie ist unempfindlich gegen die meisten gebräuchlichen Antibiotika. Ziel sei daher, „den Keim zumindest für den Krankenhausaufenthalt aus der Nase zu entfernen“, erklärt Dr. Wolfgang Mutter, Geschäftsführer der Hyglos GmbH. In der Regel dauert es mehrere Stunden, bis klar ist, ob ein Mensch Träger des Erregers ist. Und ein MRSATräger verweilt durchschnittlich elf Tage länger im Krankenhaus als nicht infizierte Personen.

Auf einer Pressekonferenz erklärten die Forscher ihre Erfolge. Hyglos ist es nun gelungen, in Zusammenarbeit mit den Unis in Münster, Tübingen und der LMU, einen Wirkstoff zu entwickeln, der die Keime innerhalb kürzester Zeit vernichtet. Einfach, indem sich der Träger ein Gel, Spray oder eine Salbe in die Nase schmiert. Nach Unternehmensangaben bleibt die Nasenflora dabei verschont, auch gebe es keine weiteren Nebenwirkungen. Der Wirkstoff ist laut Dr. Mutter also vorhanden — nur fehlt noch das fertige Medikament. Zur Bekanntgabe der guten Nachrichten lud Hyglos Ende Mai zu einer Pressekonferenz ins „Hotel Marina“ nach Bernried ein — ins „schönste Dorf Bayerns“, wie Karolina Heed, Leiterin „Marketing and Sales“ bei Hyglos eingangs schwärmte. Professor Dr. Andreas Peschel von der Universität Tübingen zeigte sich stolz, „etwas vorstellen zu können, das Hoffnung macht!“ In den nächsten Jahren würden rund zwei Millionen Euro Fördergelder fließen, um das „Leuchtturm-Projekt“ weiter voranzutreiben. Für größere Pharmazieunternehmen sei die Angelegenheit indes wenig attraktiv. Es ist „schlichtweg

zu teuer“, sprach Professor Dr. Karsten Becker von der Universität Münster die durchschnittlich zwei Milliarden Euro an, die ein Medikament bis zur Marktreife verschlingt. Auf eine Frage der Pressevertreter, wann dennoch mit der fertigen Arznei gerechnet werden könne, zeigten sich Unternehmer und Mediziner etwas uneins. Während Prof. Dr. Peschel zurückhaltend von einigen Jahren sprach, formulierte es Dr. Mutter optimistischer: „Ich hoffe, dass es in etwa drei Jahren klappt.“ Er sollte es wissen, schließlich habe er das Medikament bereits „nebenwirkungsfrei“ an sich selbst getestet. Unklar ist außerdem, wie eine Preisstruktur aussehen kann. Dr. Mutter sieht hier einen Nachteil im deutschen Gesundheitssystem, da die Kosten für eine „prophylaktische Behandlung nicht übernommen werden.“ Die Wichtigkeit, das Thema resistente Krankenhauskeime schnellstmöglich anzugehen, haben - von Experten abgesehen - inzwischen auch die mächtigsten Staatsoberhäupter der Welt erkannt: Es stand auf der Agenda des G7-Gipfels Anfang Juni in Elmau, tis gleich in der Nachbarschaft.


„FitLife Fitness- und Gesundheitsclub“ in Weilheim und Peißenberg

Körper, Geist und Seele Weilheim / Peißenberg | Gesund und fit sein will jeder. Aber wie trainieren? Und wo im Tassiloland? Wer einen Tag im Büro mit Spaß an Bewegung ausgleichen oder nach der Schwangerschaft wieder in Form kommen möchte, mit Sport ein paar Pfunde verlieren, Kraft und Muskeln aufbauen oder

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figen Räumlichkeiten. Sie sind mit raffinierten Lichtinstallationen und schicken Kronleuchtern ausgestattet, die edle Einrichtung hat Lounge-Charakter, damit Körper, Geist und Seele zueinander finden. Als Besonderheit bieten Wolfs Clubs individuelle Trainingspläne auf Basis von umfangreichen Gesundheitstest, für die es einen eigenen Diagnostik-Raum gibt. Ermittelt wird dort jeweils der körperliche Status, denn jedes Mitglied startet mit unterschiedlichen Voraussetzungen. Auf den Tests basiert das Trainingsprogramm, das die persönlichen Ziele eines Mitglieds berücksichtigt. „Besonders wichtig ist unserem Team ein ganzheitlicher Ansatz, der auch die

Themen Gesundheit, Abnehmen und Entspannung umfasst“, erklärt Studioleiter Franz Blinia. Seine qualifizierten Trainer geben Tipps, motivieren im Training und achten darauf, dass die Mitglieder alle Übungen und Bewegungen richtig ausführen, ganz gleich ob an Geräten, auf der Matte oder im breitgefächerten Gruppentraining. Letzteres umfasst unter anderem Pilates, Hatha-Yoga, Bodypump, Indoor-Cycling oder „Rückenfit“. Für Kinder werden sogar Sicher-

heits-Kurse mit Karate angeboten. Die stets wechselnden Angebote und alle Termine finden FitnessFans im Internet (www.fitlife-weilheim.de), aktuell zum Beispiel die Sommerfigur-Aktion, „Fünf Kilo in vier Wochen“. „Besonders wichtig ist unseren Mitgliedern aber das Ambiente — nette Leute, gute Laune und alles immer sauber und frisch“, betont Wolf auch mit Blick auf den Saunabereich zum Abschalten, Entspannen und Krafttanken für den Alltag. ts

tersgerechten Mittagessen folgt die Nachmittagsbetreuung mit Witz- und Quizrunden sowie Minispielen. Der Tag wird abgerundet mit einem Abschlussturnier. Neben Mittagessen und isotonischen Getränken sind ein Trikot, eine Cap, eine Trinkflasche, eine Trick-DVD und eine Urkunde im Preis inbegriffen. Kinder aus dem Tassiloland haben neben Weilheim auch die Wahl, angrenzende Camp-

Standorte zu buchen: Wolfratshausen, Geretsried, Strasslach, Gauting und Würmtal. Zudem gibt es das ganze Jahr hindurch Fördertraining in Geretsried, Strasslach und neuerdings auch in Herrsching. Für die Kleinsten gibt es „Fußball-Kindergärten“ in Herrsching, Berg und Strasslach. Informationen und Anmeldung unter www.muenchnerfussball-schule.de oder per Telefon tis 089 / 897454510.

Münchner Fußball Schule macht Halt in Weilheim

Fußball ist leben lernen Weilheim | Mit fast 5 000 Teilnehmern jährlich gehört die „Münchner Fußball Schule (MFS)“ zu den frequentiertesten Fußballschulen in Deutschland. Derzeit arbeiten 13 hauptberufliche und etwa 100 nebenberuflich tätige Trainer für die 1998 gegründete Einrichtung. Das Repertoire der Würmtaler ist umfangreich: Zu Trainingslagern, „Powerdays“, Trick-DVDs oder „Rent-a-Trainer“-Angeboten gehört jetzt auch das Buch „Einfach besser Fußball spielen“ und ein Streaming-Portal (www. mfsfussballtraining.tv) mit vielen

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Anregungen, wie Fußballtraining Spaß macht. Das Erfolgsrezept ist die „spezielle Philosophie für jedermann“ — für die „breite Basis“ ebenso wie für die „schmale Spitze“. Die Ausbildung soll fußballerische, aber auch charakterliche Entwicklungen fördern. Bekannt, auch über die Grenzen Münchens hinaus, ist die Fußballschule besonders für die Vermittlung vieler Tricks. Kinder jeden Alters probieren die Lieblings-Finten der Stars bei „Philipp-Lahm-Abkappen“, „Basti-Schweinsteiger-Übersteiger“

oder einfach Cristiano Ronaldo. Eine gute Möglichkeit, die technischen Finessen in kurzer Zeit zu lernen, bieten die Fußballcamps in den Schulferien, der Anstoß zur Gründung der MFS und heute eine der Kernkompetenzen. Auch diesen Sommer haben Sechs- bis Zwölfjährige die Gelegenheit, an über 50 Camps teilzunehmen. In Weilheim gastieren die versierten Trainer vom 3. bis 6. August täglich von 9.30 bis 15.30 Uhr. Vormittags steht eine Trainingseinheit mit Technik, Tricks, Koordination und Torschuss auf dem Plan. Dem al-


Ferien(s)pass im Pfaffenwinkel Landkreis | Seit 31 Jahren bietet die kommunale Jugendarbeit den „Pfaffenwinkel-Ferien(s)pass“ an — und feiert das unrunde Jubiläum mit einer Ausstellung im Landratsamt. Auch 2015 enthält das über 100 Seiten starke, zugleich kleine und handliche Heft mehr als 200 kostenlose oder vergünstigte Gutscheine für Kinder im Wert von über 450 Euro. Damit können Familien, aber auch Urlauber die Sommerferien in der Region spannend, attraktiv, abwechslungsreich, individuell und interessant gestalten — und weit darüber hinaus. Die Tickets gelten für Bäder, Museen, Schlösser, Bergbahnen, Freizeitparks, Minigolfanlagen, Klettergärten und vieles mehr. Das Freibad in Altenstadt ganz im Westen gewährt beispielsweise ebenso kostenlosen Eintritt wie das Freilichtmuseum Glentleiten im Osten. In einigen Klettergärten können Kinder verbilligt kraxeln. Auch Gaststätten und Eisdielen machen ten e mit. Und die Gutscheine gelten onon nicht nur hier im Landkreis, sonchhdern auch an Stellen von Berchnd vvon o on tesgaden bis Oberstaufen und is in iinss Fr Frä ä änän Jenbach in Österreich bis Fränkische. pass pa sssbe bessi s tsitt Außerdem fahren Ferienpassbesitm LLandanndd zer mit allen Buslinien im hen ist ist s kreis gratis Bus. Das Heftchen ie gleichzeitig eine Fahrkarte, ddie g gt beim Einsteigen nur vorgezeigt uff werden muss. Sie gilt auch auf den Strecken nach Murnau, Rott, Dießen, Herrsching und Tutzing — während den gesamten Sommerferien.

Wer so oder auf anderen Wegen nach Weilheim kommt, auf den wartet im Amtsgebäude II des Landratsamtes in der Stainhartstr. 7 seit 16. Juni eine Ausstellung zur kommunalen Jugendarbeit und 30 Jahren „Pfaffenwinkel-Ferien(s)pass“. Gezeigt wird unter anderem, wie sich Aussehen und Umfang des Gutscheinheftchens in drei Jahrzehnten gewandelt haben. Oder, wie in den Anfangszeiten jeder einzelne Gutschein noch mit der Schreibmaschine geschrieben und das Heftchen händisch zusammengeklebt wurde. Und, wie die Fülle der Angebote mit jedem Jahr anstieg. Dokumentiert sind viele Änderungen und Neuerungen — vom Wandel des Umschlag-Designs bis hin zur Einführung der Busnetzkarte. Den Ferienpass dürfen alle Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren nutzen, nicht nur Einheimische, sondern auch Gäste, die den Urlaub in der Region verbringen. Der Feri Fe rien enpa pass ss kostet kos oste tett in inkl klus ussiv ie ive Ferienpass inklusive dderr Busferiennetzde Busffer e ie ienn nnet nn ettzz kart ka art rtee 6 Euro E roo und Eu undd karte wird wi rd ab ab An A n-Anfang fa ngg JJuli ulii ul i in

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Neues Buch: 66 Lieblingsplätze

Ein zärtlicher Heimatstreifzug Weilheim | „Wer meint, die eigene Heimat zu kennen, der irrt sich“, konstatiert Autor und Journalist Christoph Ulrich in seinem neuen Buch „Kontraste im Pfaffenwinkel“. Der Beweis für seine These gelingt dem Weilheimer auf knapp 200 Seiten in jeder Zeile. Mit feinfühliger Feder, zartem Humor, liebevollem Blick auf Details, eigenem Erleben und fundierter Recherche nimmt er die Leser mit zu seinen „66 Lieblingsplätzen“, davon allein 47 im „Tassiloland“. Lebendig beschreibt er deren ganz eigenen Charakter rund um „Geistlichkeit und Genuss“, so der Untertitel; und sorgt beim geradezu fiebrigen Schmökern und Sinnieren, was es denn in der eigenen Heimat noch alles zu entdecken gibt, zusätzlich für „elf Mal Abkühlung“, indem er seine bevorzugten Badestrände und Seen verrät. Sicher wüssten Kenner der Region um Weilheim dem Buch weitere Lieblingsplätze hinzuzufügen. Doch mal ehrlich? Wer genießt bewusst in der „Waldstraße 4“ in Huglfing eine „dampfende heiße Schokolade“, die Wirt Peter Hammer mit „einer echten, im Wasserbad gelösten Schokolade, die unter ständigem Rühren und unter der Zugabe von kundig zusammengestellten Gewürzen zu einer Delikatesse“ anrichtet? Oder den Staffelsee ab der Anlegestelle Seehausen bei Mondschein befahren und dabei sinniert, ob nun der Sonnenuntergang von Uffing aus oder doch eher

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istt? in Murnau am schönsten ist? ich ic ch, h, Auch Bekanntes umstreift Ulrich, dem m etwa den Dietlhofer See auf de gen Seeweg. Der „sei an Sonntagen oder sonnigen Werktagen eine vielfrequentierte Route“, abends nutzten ihn „Berufstätige als Joggingstrecke, um sich den Berufsalltag aus dem Kopf zu laufen“ und im Sommer bringe die „surrende Radl-Route die Weilheimer durch goldgelbe Kornfelder hindurch zu ihrer ‚Badewanne‘“. Zu diesen Gedankenminiaturen gelangt der Autor vor dem wiederum möglichst unter der Decke gehaltenen Hintergrund, dass „über die Liebe der Weilheimer zu ihrem See bereits einiges gesagt wurde“ — weil ebenso viele Worte verloren wurden „über den Spott, den sie dafür vor allem aus Richtung des Starnberger Sees und des Ammersees aushalten müssen“. Mit dem „Maxbräu“ in Altenstadt entführt Ulrich seine Leser wiederum an einen noch jungen und daher eher unbekannten Lieblingsplatz: Vielleicht, weil er als Weilheimer dort übermannt wurde von der Wehmut über den Ver-

lust der heimatlichen Stadtmauer angesichts jener erhaltenen in Schongau? Verflogen sein dürften die trüben Gedanken spätestens in der Natur: am Blaselweiher bei Marnbach, im Naturschutzgebiet Magnetsrieder Hardt, an den Osterseen, im Vogelschutzgebiet Ammersee Süd. Oder kam die Erkenntnis, dass die MauerTrauer nicht ganz so existenziell ist, doch in der Heuwinklkapelle in Iffeldorf, der Hardtkapelle in Haunshofen, vor der Weilheimer Salvatorkirche? Oder war’s gar auf dem Doktor-Faustus-Weg in Polling? Am Islamischen Forum in der Stadtmitte von Penzberg? Im Weilheimer „Dachsbräu“, um einen Bierbogen durch den Landkreis zu schlagen? „Kontraste im Pfaffenwinkel“ ist eine Schatztruhe für von auswärts anreisende Entdecker. Doch auch Einheimischen gibt die Lektüre die beruhigende Gewissheit: Mit Ulrichs Buch im Gepäck stehen die ts nächsten 66 Ausflüge fest.

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Neue Mediziner, neue Abteilungen, neue Strategie

Krankenhäuser fit machen für Aufgaben der Zukunft Weilheim-Schongau | Vor gut einem Jahr wurde Thomas Lippmann als Geschäftsführer engagiert, um die Krankenhäuser in Weilheim, Schongau und Peißenberg, die der Landkreis betreibt, aus der Krise zu führen. Inzwischen sieht er die Kliniken auf einem guten, aber auch noch langen Weg hin zur Gesundung. „Die Politik steht hinter uns und hat uns in den letzten Monaten umfangreiche Unterstützung zugesagt, um notwendige Investitionen in die Kliniken tätigen zu können“, sagt Lippmann. Nun liege es an den Mitarbeitern der Krankenhaus GmbH, immerhin 800 Menschen, „das entgegengebrachte Vertrauen in die Zukunft der Kliniken nicht zu enttäuschen.“ Als ersten wichtigen Punkt nennt Lippmann, „dass die Notfallversorgung bleibt — 24

Stunden, sieben Tage die Woche. Sie ist die Eingangspforte für ein gutes Krankenhaus.“ Dabei betrachte er die Häuser nicht als getrennte Krankenhäuser, sondern als ein und dasselbe Unternehmen, das sich an den Standorten zum Teil auch neu aufstellen muss und künftig ergänzen soll. Mit seinem Team hat er — durchaus gegen anfängliche Skepsis — das Zukunftskonzept „Gesundheitsversorger 2020“ entwickelt. Es skizziert personelle, bauliche, medizinische und verwaltungstechnische Wege, auf denen die Krankenhaus GmbH langfristig wieder auf gesunde Füße kommen soll. „Ob die Krankenhäuser in fünf bis zehn Jahren noch da sind, entscheiden die Patienten und die niedergelassenen Ärzte. Unser Erfolg hängt von ihrer Akzeptanz ab“, sagt Lippmann. Seine Vision, freut sich der Geschäftsführer, habe im Kreistag „fraktionsübergreifend“ Zustimmung gefunden. Das Fernziel sei, die Attraktivität, Qualität und Akzeptanz der Kliniken durch „medizinische Leuchttürme mit überregionaler Strahlkraft“ in der Bevölkerung zu verankern: bei Patienten im Landkreis und bei den niedergelassenen Ärzten wie auch in angrenzenden Regionen. „Wir wollen Patienten zurückzugewinnen“, sagt Lippmann. Seine betriebswirtschaftlich-medizinische Kernbotschaft lautet: „Es ist nicht unsere Aufgabe, einen großen Thomas Lippmann, der Geschäfts- Verwaltungsapparat vorzuhalten, führer der Krankenhaus GmbH sondern die Patienten gesund zu

Die architektonische Simulation zeigt den neuen Eingangsbereich am Weilheimer Krankenhaus machen.“ Deshalb habe die Qua- lich bringe Grauel die Erfahrung lität der Versorgung oberste Prio- von über 4 000 Operationen in der Inkontinenzchirurgie, was das rität. Leistungsspektrum der Kliniken Notfallversorgung und erweitert. Geplant ist außerdem die Etablierung eines BeckenboGeburtshilfe bleiben denzentrums, das es in der Region Von den ersten Schritten profitie- noch nicht gibt. ren die Patienten seit diesem Früh- Mit dem 1. Mai hat außerdem Dr. jahr: Bereits seit April tageweise, Thomas Löffler als Chefarzt die ab 1. Juli dann permanent arbei- Unfallchirurgie und Orthopädie in tet Dr. Bernd-Michael Grauel an Weilheim übernommen. Er lebt beiden Standorten als Chefarzt in schon seit 2002 in der Kreisstadt, den Abteilungen für Gynäkologie absolvierte seither über 1 000 Einund Geburtshilfe. Letzterer drohte sätze als Notarzt im Landkreis und noch vor einem halben Jahr die war zuletzt in München tätig. SeiSchließung, sie ist laut Lippmann ne Aufgabe ist es laut Lippmann, als „wohnortnahe medizinische „effektive unfallchirurgische StrukGrundversorgung“ aber so unver- turen aufzubauen, damit die Bürzichtbar wie die Notaufnahmen. ger im Landkreis eine adäquate Weil die Krankenhaus GmbH den Versorgung vorfinden“. Ziel sei, erfahrenen Gynäkologen gewin- dass Patienten zu jeder Tages- und nen konnte, sei die Geburtshilfe Nachtzeit von einem Spezialisten nun langfristig gesichert. Zusätz- operiert werden. Zusätzlich möch-

te der Unfallchirurg einen Fokus auf die Alterstraumatologie legen, insgesamt umfasst sein Spektrum die operative Behandlung von sämtlichen Frakturen und Verletzungen am Bewegungsapparat. Löffler stehen als Oberärzte Dr. Marcel Ziegler, ein Spezialist für Fußchirurgie, und Dr. Klaus Lederer zur Seite. In Schongau sind es die Oberärzte Dr. Jürgen Streit, Dr. Wolfgang Ellinger und Dr. Wolfgang Wenzlik. „Das Team ist ein wichtiger Baustein in unserer Strategie, eine unfallchirurgische Versorgung auf höchstem Niveau an 365 Tagen im Jahr zu bieten“, erklärt Lippmann — auch mit Blick auf die Unfallklinik in Murnau. Weilheim ist übrigens als Lehrkrankenhaus mit der Technischen Universität München vernetzt. Angehende Mediziner können ihr einjähriges Praktikum in den

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Das Leitungsteam der Schongauer Akutgeriatrie: Chefarzt Dr. Hans-Christian Sänger, Birgit Noack, die Leiterin der Therapie, Stationsleiter Lolita Hönig und der leitende Oberarzt Dr. Sebastian Mühle (v.l.n.r.). Abteilungen für Chirurgie und der Inneren Medizin absolvieren. Rund um die Spezialgebiete aller Ärzte des Unternehmens will Lippmann nach und nach „interdisziplinäre Kompetenzzentren als medizinische Leuchttürme“ aufbauen, mit denen die Krankenhaus GmbH ihre Ressourcen bündelt und besser ausgelastet werde. Am 1. April eröffnete in Schongau das altersmedizinische Zentrum, nun auch mit einer Akutgeriatrie. „Hier bieten wir älteren Patienten die Perspektive, dass wir sie wieder fit machen für den Alltag

zuhause“, sagt Lippmann. Ein weiteres Angebot ist seit 1. Juni die Tagesklinik für Schmerztherapie unter Leitung von Dr. Eva Mareen Bakemeier.

Baumaßnahmen für 30 Millionen Euro In Weilheim stehen in den nächsten Jahren umfangreiche Baumaßnahmen an. Über 30 Millionen Euro werden investiert, um Patientenzimmer, Operationsbereich und weitere patientennahe Einrichtungen zu modernisieren.

Modernes Design schmückt die Mutter-Vater-Baby Oase in Weilheim.

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mann. Für „Gesundheitsversorger 2020“ hat er im ersten Schritt eruiert: „Was braucht die Bevölkerung?“ Aus dem ermittelten medizinischen Bedarf, aber auch der Analyse, was in den Nachbarlandkreisen geboten ist, definierte er die zukünftige Ausrichtung und Ausstattung der Kliniken. Neben der „Medizin“ gilt das auch im Verwaltungsbereich: „Ich bin angetreten, dort zu reduzieren; im Gespräch mit den Mitarbeitern herauszufinden, wer den neuen Weg mitgeht und für jene, die das nicht wollen, sozialverträgliche Lösungen zu finden.“ Nun gelte es, unter allen 800 Mitarbeitern für „Transparenz nach innen zu sorgen“, vor allem, Führungskräfte wie Chefärzte und Bereichsleiter ins Boot zu holen. Sie bekämen alle „Zahlen, Daten und Fakten, um als Multiplikatoren die Visionen zu den Mitarbeitern zu tragen“. In der „Außenpolitik“ habe sich das Bild der GmbH bereits gewandelt. Die Politik unterstütze den „Gesundheitsversorger 2020“ auch, weil „jedes Kreistagsmitglied die Möglichkeit hat, alles über die Krankenhaus GmbH zu erfahren im direkten Austausch mit der Geschäftsführung“. Lippmanns persönlicher Eindruck ist: „Das was wir tun, wird kritisch beobachtet, aber in Summe positiv ts angenommen.“

Dr. Thomas Löffler kam aus München als neuer Chefarzt der Unfallchirurgie und Orthopädie.

Als Lippmann angetreten war, hatten die Krankenhäuser im Landkreis mit drei Problemen zu kämpfen: ein siebenstelliges Betriebsdefizit pro Jahr, schwindende Patientenzahlen und eine Infrastruktur mit großen nicht-medizinischen Bereichen, dagegen zu wenig personelle Resourcen im ärztlichen Dienst. Die Verantwortlichen in der Politik standen vor zwei Jahren laut Dr. Bernd-Michael Grauel wird in Lippmann vor drei Möglichkeiten, beiden Kliniken neuer Chefarzt für etwas an dieser Situation zu verGynäkologie und Geburtshilfe. ändern: Erstens, die Kliniken zu privatisieren, sprich: zu verkaufen; zweitens, einen Sanierungsmanager zu beauftragen, „der die Krankenhäuser mit rabiaten Methoden kurzfristig gesund schrumpft“ — oder drittens, die langfristige Gesundung der GmbH bewusst in kommunaler Trägerschaft mit einem entscheidungsfreudigen Management. „Der dritte Weg wurde von der Politik gewählt, genau dafür wurde ich geholt und stehe mit meiner Expertise für dieses Konzept und kein anderes“, sagt der Geschäftsführer. „Mir geht es um gute medizinische Konzepte, die Diese Computersimulation zeigt, wie der Eingangsbereich der Klinik in langfristig wirken.“, betont Lipp- Weilheim in drei Jahren innen aussehen soll.


Regionale Anbieter, Bioware vs. konventionell - der Preisvergleich allein klärt‘s nicht ht

Kann sich jeder Bio leisten? Der Warenkorb ist Vergleichssache Tassiloland | Die Anlieferung ist Routine — nur wenige Minuten dauert es, dann hat der Mitarbeiter des Bio-Lebensmittelanbieters die mobile Öko-Kiste aus seinem Lieferwagen geholt und dem Kunden an die vereinbarte Stelle vor der Eingangstüre deponiert. Einmal die Woche kommt die Kiste, gefüllt mit Gemüse aus fast 100 Prozent Selbstanbau, direkt zum Verbraucher. Zugegeben, die Lieferung ist von einem Anbieter, der sich rund 100 Kilometer entfernt vom Wohnort des Kunden befindet. Da mag auf den ersten Blick die Ökobilanz nicht lupenrein sein. Doch ist das zu pauschal geurteilt? Für diesen Lieferservice auf Abonnentenbasis spricht, dass der Transporter bis unter das Dach gefüllt ist. Allein an diesem Tag beliefert der Erzeuger rund 120 Kunden in einem Umkreis von ca. 20 Kilo-

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metern. 120 Pkw fahren demnach heute nicht zum Supermarkt. Im Gegenteil — ein einziges Fahrzeug liefert erntefrische Ware.

Ökokisten — regional und überregional Die Preise der Lebensmittel, die sich im Warenkorb befinden, variieren von Liefertag zu Liefertag. So fängt der Direkterzeuger Ernteausfälle auf oder kalkuliert Obst und Gemüse, das von anderen Anbietern bezogen werden muss. Nicht alles kann vor Ort erzeugt werden. Da kommen Äpfel auch mal vom Biohändler in Chile, Zwiebeln aus ökologischem Anbau in der Türkei. Einen direkten Preisvergleich mit Anbietern aus dem örtlichen Biohandel oder konventionellen Supermarkt zu ziehen, ist somit nicht ganz einfach, die Tageskurse

aber auf der Internetseite jederzeit einsehbar. Klar muss man sich allerdings darüber sein, dass nicht zu jeder Jahreszeit alle Gemüseoder Obstsorten zur Verfügung stehen. Da der Fokus der „Kiste“ auf Direktanbau gerichtet ist, fehlen Erdbeeren in der Winterzeit oder andere Sorten, die man im konventionellen Supermarkt bekommen könnte. Dafür hat der Öko-Lieferant auch beinahe „Historisches“ im Angebot: Kartoffelsorten, die andernorts der Monokultur zum Opfer gefallen sind, fast vergessene Mispeln oder Wurzelgemüse wie Pastinaken und Schwarzwurzeln. Ökokisten-Lieferdienste finden sich mittlerweile in den meisten Regionen, wie etwa vom Amperhof, der das westliche Umland des Ammersees beliefert, oder das Hofgut Letten, das sich das Gebiet armi ar misc mi sch sc h-Pa hh Part Pa rten rt en nki kirc rcche rche h n, n, zwischen Garmisch-Partenkirchen, Holz Ho lzki lz kirc ki rche rc hen n und u d Münun MünMü n Weilheim, Holzkirchen ers rsch ch hlo lossssseen nh a . Ob at O der der chen erschlossen hat.

Wohnort eines Kunden im Liefergebiet beinhaltet ist, findet der auf den Internetseiten.

Direktvermarkter — die Stärke liegt vor Ort Alternativ können Lebensmittel auch regional, sprich vor Ort beim Direkterzeuger gekauft werden. Unter anderem bietet der Mühlenmarkt in Herzogsägmühle, einem Ortsteil von Peiting, eine überzeugende Auswahl an selbstangebautem Obst und Gemüse, Lebensmittel, Bäckerei- und Metzgereiwaren. Vieles, was hier an Obst und Gemüse angeboten wird, wächst in der Gärtnerei des Diakoniedorfes. Neben der ökologischen wird so auch der sozialen Komponente Rechnung getragen: Im Ort werden Menschen mit Behinderung gefördert, die auf dem n no orm rmal alen al en n Arbeitsmarkt Arb r eits eiits tsma maarkkt kka mark aum m eeine iin n nee normalen kaum Ch han ance ce hätten, häättte t n, n u n iin nd n ei ei-Chance und

bililde deet. genen Werkstätten ausgebildet. att Zwei weitere Verkaufsstellen h hat nd Herzogsägmühle in Schongau und Weilheim. Alternativen bieten außerdem die vielen Wochen- oder Bauernmärkte in der Region. Auch hier verkaufen die Erzeuger ihre regionalen Produkte wie Obst, Gemüse, Eier, Fleisch, Käse und mehr — wenngleich auf einem höheren Preisniveau im Vergleich zu Waren aus dem herkömmlichen Supermarkt. Wer sich jedoch mit Einkaufszettel bewaffnet auf den Weg zum Markt macht, schon im Vorfeld kalkuliert, was er tatsächlich braucht und nicht — wie im Supermarkt — einfach mal etwas mitnimmt, der kommt unterm Strich nicht wesentlich teurer davon. Auch ist man hier nicht versucht, etwaigen Angeboten von „Krabbeltischen“ zu verfallen, die im Discou Disc Di scount sc ou unt nter eerr auf auf Discounter


dem Weg zur Kasse locken. Das sogenannte „TchiboPrin Prin Pr inzi ziip“ p“ — m an gglaubt, Prinzip“ man e wa et w s zu bbrauchen, rauc ra uche uc he weil es etwas plakativ plak pl akat ak ativ at iv ppräsentiert räse rä sent se ntie nt i wird — kommt ie a Markt am Mar arkt ktt nicht ni zum Tragen. Ablenk le nkun nk u g Fehlanzeige. un lenkung

Steigende Nachfrage — wirklich echt bio? Dass mittlerweile auch die konventionellen Supermärkte die (Konsum-)Zeichen der Zeit erkannt haben, lässt sich am steigenden Angebot von Bioware erkennen. Kaum eine Lebensmittelkette, die kein eigenes „Bio-Label“ betreibt oder Bio-Hersteller listet. Ein wenig Bauchkrummen kommt ob der Menge an „garantiert ökologischbiologischer“ Lebensmittel schon auf: Wo sollen die Anbauflächen sein, um die stete Nachfrage und den Hunger nach Bioware zu befriedigen bei Konsumenten, die nicht bereit sind, etwas tiefer in den Geldbeutel zu greifen? In Deutschland allein sicher nicht. Auch wird die Handelsmarge — der Preis für die Ware, der in allen Filialen gleich ist — in dies sem Fall vom Supermarktkonzern v vorgeschrieben und nicht, wie v vermutet, vom Hersteller selbst. Z Zwar sind auf den ersten Blick B Bioprodukte beim Discounter im V Vergleich zu Biomärkten erstaunl günstig und finden sich oft als lich „„Preisbrecher“ in den Werbeprosspekten. Mithalten kann bei diesser Preisstrategie aber oft nur ein EErzeuger im Ausland. Heimische LLebensmittel-Hersteller können zu d den Abnahmepreisen der großen K Ketten kaum kostendeckend prod duzieren. SSehr zu spüren bekommen das LLandwirte, die sich der ökologisschen Tierhaltung verschrieben h haben — es sei denn, sie finden

einen Vertragsp Vertragspartner wie die Feneberg Lebensmittel Leb GmbH in Kempten mit dem regionalen Bio-Lab Bio-Label „VonHier“ (siehe Inte terview S. 54). Beim Discounter verrät der Blick auf das Etikett, der Hinweis zum Herstellerland, dass der Hauptanteil der angebotenen Bio-Ware eben aus China, Türkei, Südamerika und sogar aus Indien kommt. Die Ökobilanz hier? Muss wohl mit dem eigenen Gewissen vereinbart werden… Per se ist der konventionelle Lebensmittelmarkt bei „Bio“ allerdings nicht zu verteufeln. Es liegt am mündigen Verbraucher selbst, genau hinzusehen, was er sich in den Einkaufswagen legt. Zertifizierte Ökosiegel wie „Demeter“ oder „Bioland“ sind gute Indikatoren, ob das Produkt hält, was es verspricht. Es kostet die Herstellerfirmen richtig Geld, diese Siegel führen zu dürfen, klar definierte Richtlinien inbegriffen. Außerdem ergibt sich der attraktive Preis für den Konsumenten oft auch aus den Verhandlungen zwischen Ein- und Verkauf. Preissteigerungen im hohen Bereich legen Supermärkte dann auf Produkte um, die nicht im „Preisverständnis“ des Kunden liegen. Wer kann schon den Durchschnittspreis eines Produktes benennen, das nicht zum täglichen Gebrauch gehört? Dann kostet etwa Grillkohle im Verhältnis zum Inhalt exorbitant mehr. Der Verbraucher nimmt das jedoch nicht wahr, da Vergleiche fehlen.

Der Kunde ist empfindlich bei Butter und Milch Bei Lebensmitteln geht das nicht: Zwar sind sie nirgendwo in Europa so günstig wie in Deutschland, der durchschnittliche Kunde reagiert dennoch höchst empfindlich, wenn sich der Liter Milch oder das Päckchen Butter verteuert. Dass dies auf Kosten der Erzeuger geht, ist offensichtlich —

billig ist schon ein Unterschied zu preiswert. Wie auch immer sich der Konsument entscheidet — einen „heiligen Weg“ gibt es nicht. Der Kauf von Lebensmitteln ist Gesetzen unterworfen, die jedem Produkt anhaften. Wer nicht im eigenen Garten anbaut, sollte sich durchaus fragen, unter welchen Bedingungen Lebensmittel hergestellt werden. Ganz abgesehen von anderen Waren wie Textilien.

Kassenzettel bestätigt den Einkaufsplan Eine Frage ist beispielsweise, ob das Produkt tatsächlich gebraucht oder nur deshalb konsumiert wird, weil es billig und leicht zu bekommen ist. Das führt schnell zu Mehrausgaben, die als solche auf den ersten Blick gar nicht erkannt werden. Verständlich, dass so der Eindruck entsteht, hochwertigere und dadurch teurere Lebensmittel wären ein Luxus, der den Etat überbelasten. Ein klar kalkulierter Einkaufsplan ermöglicht definitiv, sich auch Lebensmittel vom Direkterzeuger oder aus dem Bioladen leisten zu können. Wer kontrolliert einkauft, gewinnt — der Blick auf den Kassenzettel wird das bestätigen. Wer sein Einkaufsverhalten hinterfragen oder Einblick in die Welt des Konsums bekommen möchte, hat vielerlei Anlaufstellen: Neben dem Bundesamt für Verbraucherschutz (www.bvl.bund.de) den Verbraucherzentralen (www.verbraucherzentrale.de) und Stiftung Warentest (www.test.de) bieten auch kritische Organisationen wie „Foodwatch“ (www.foodwatch.org) oder „Greenpeace“ (www.greenpeace.de) fundierte Informationen, Broschüren oder Beratungen an (wobei teilweise die Mitgliedschaft erforderlich ist). Und die App „Biodukte“ verrät, ob sich Bioläden oder Ökokisten-Anbieter in der Nähe des Wohnortes rp befinden.

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Ihr Erfolg ist unser Ziel Unsere Sozietät steht für eine unternehmerische, interdisziplinäre Beratungsarbeit im Sinne unserer Mandanten, denn Ihr Erfolg ist unser Ziel. Bei uns arbeiten kompetente Spezialisten für Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Rechtsberatung Hand in Hand zusammen, bieten Ihnen feste Ansprechpartner und bilden hochqualifizierte Teams, um unser erklärtes Ziel zu erreichen, Ihren wirtschaftlichen Nutzen zu optimieren. Besuchen Sie auch unsere Kanzlei-Internetseite www.wiesmaierkollegen.de und erfahren Sie mehr über unseren Nutzen für Sie.

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Interview mit den Bio-Regional-Pionieren Hannes Feneberg und Ernst Wirthensohn

Wenn’s mit dem Nachbarn klappt Tassiloland | Seit 1998 werden in den Filialen von Feneberg — im Tassiloland gibt es eine in Murnau — regionale Bio-Produkte der Marke „VonHier“ angeboten. Inzwischen hat Feneberg gut 600 Bio-Bauern unters „VonHierDach“ geholt. Kein Betrieb liegt weiter als 100 Kilometer Luftlinie von Kempten, dem Sitz der Firma Feneberg, entfernt. Jeder Landwirt ist Mitglied in einem ökologischen Anbauverband wie „Bioland“, „Naturland“ und „Demeter“. Genauso klare Vorgaben gelten für die 42 Verarbeitungsbetriebe. Derzeit umfasst das „VonHier“Sortiment über 400 verschiedene Produkte — von A wie Apfel bis Z wie Ziegenkäse. Zum Sortiment gehören Obst und Gemüse, Milch und Käse, Fleisch und Wurst, Eier, Backwaren und vieles andere mehr. Fast den ganzen Einkauf an Lebensmitteln können Feneberg- und Kaufmarkt-Kunden mit regionalen Bio-Produkten abdecken.

Im Interview erzählen die beiden Köpfe hinter dem „VonHier“-Konzept, Hannes Feneberg und Ernst Wirthensohn, wie sie die Marke aufgebaut haben und was hinter ihr steckt. „VonHier“ zählte zu den ersten supermarktfähigen Bio-Marken in Deutschland. Wie fing das an? Hannes Feneberg: Das ist aus sehr bescheidenen Anfängen gewachsen. Es ging los mit dem Aufbau der Marke „Jungrind“. Zunächst haben wir einen zweiwöchigen Test-Markt mit Bio-Rindern gemacht; die haben wir damals überall im Allgäu zusammengekratzt. Die Resonanz machte uns so viel Mut, dass es dann kontinuierlich weiterging. Vom Umfeld her passte die Idee einfach in die Zeit: Regionalität kam damals gerade als Thema auf. Wie hat sich das weiter entwickelt?

Hannes Feneberg: Wir sind auf die Landwirte zugegangen und haben versucht, sie von unserem Vorhaben zu überzeugen. Zusammen mit Adi Sprinkart (Allgäuer Grünen-Politiker, 1953-2013; Anmerkung der Redaktion) bin ich über die Dörfer gezogen und hab’ für das Rinderprogramm geworben. Oh, wie das zuging! Wenn wir kamen, hatten wir knallvolle Säle und am Ende der Veranstaltung sind dann zwei Leute übrig geblieben! Sie wissen ja, wie die Leut‘ hier so sind — sehr langsam und sehr vorsichtig: Erst einmal schauen … Und wenn’s beim Nachbarn klappt, dann macht man da vielleicht auch mit. Irgendwie haben wir dann eine Keimzelle von 30, 40 Landwirten auf die Füße gestellt, und mit der Zeit kamen noch zwei, drei vom selben Dorf dazu — eben die, die beim Nachbarn gesehen hatten, dass es funktioniert. Ernst Wirthensohn: Da bin ich dann dazugestoßen. Der Bio-Ring Allgäu, wo ich im Vorstand war, hatte schon lange den Wunsch, mit Bio-Produkten in den Handel zu kommen. Das Rinderprojekt brachte mich zu der Überlegung, ob man es nicht auch auf andere Produkte übertragen kann, also generell Bio-Produkte einbringt. Ich dachte schon damals an den Aufbau einer Marke. Hannes Feneberg: Herr Wirthensohn war der ideale Schnittpunkt zwischen Feneberg und der Landwirtschaft. Mit seinem Beratungsbüro hat er unser Haus, die Produkte und die Landwirte zusammengeführt.

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Ernst Wirthensohn: Nun, wir waren die Konsequentesten. Viele regionale Produkte in Deutschland suchen heute noch eine Dachmarke. Die meisten diskutieren immer noch, nach welchen Richtlinien sie produzieren sollen. Als ich damals mit Hannes Feneberg darüber gesprochen habe, hat er binnen zwei Sekunden gesagt: „Das ist der ökologische Landbau.“ Aus! Heute zeigt sich, das ist der einzig richtige Weg. Auch zahlt es sich inzwischen aus, dass wir von Anfang an das Vertrauen der Landwirte gesucht haben.

Hannes Feneberg: Die „VonHier“Produkte leben von einem Dreiklang: Das ist der faire Preis für den Landwirt, aber auch das Unternehmen muss seinen Spaß haben und am Schluss muss ein Preis herauskommen, den der Kunde akzeptieren kann. Es ist oft nicht einfach, diesen Dreiklang zu erhalten. Wegen der regen Nachfrage am Bio-Markt gehen die Preise nach oben. Aber wir können den Landwirten nicht ohne weiteres mehr zahlen, weil dann eben auch für den Endverbraucher die Preise steigen.

Was geschah nach der Geburts- Ernst Wirthensohn: Deswegen ist stunde der Bio-Marke? Welche das Vertrauen der Landwirte so Hürden waren noch zu nehmen? wichtig. Bei Vertrauen kann man alle Höhen und Tiefen gemeinsam Ernst Wirthensohn: Oh, vor allem überwinden. Wenn kein Vertrauen die hier im Haus! Obwohl der Chef da ist, gehen die Bauern zu den die Idee gut fand, haben nicht besten Preisen. alle sie mitgetragen. Die Leute zu überzeugen, war oft nicht einfach! Feneberg führt inzwischen über 400 verschiedene „VonHier“-ProHannes Feneberg (lacht): Allen dukte im Sortiment. Bedeutet das voran mein Vater! „Was willst’n den Schlusspunkt für den Aufbau mit dem Bio-Zeug?!“, hat er da- der Marke? mals gemeint. „Das interessiert doch keinen!“ Und entsprechend Hannes Feneberg: Ein Schlussmisstrauisch hat die Führungs- punkt lässt sich hier nicht setzen. mannschaft meines Vaters auf das Wie gesagt sollen auch weiter alle Projekt geschaut. ihren Spaß dran haben. Wir brauchen diesen Dreiklang, von dem Ernst Wirthensohn: Es gehört auch ich vorhin erzählt habe, damit einiges dazu, Landwirte zu finden, „VonHier“ auf Dauer funktionieren die fähig sind, so zu produzieren kann. und zu liefern, wie es der Einzel- Außerdem arbeiten wir weiter handel braucht. Das betrifft alle systematisch daran, die ProProduktbereiche: Milch und But- duktfamilie zu vergrößern. Seit ter, Obst und Gemüse, Eier oder kurzem gehören zum Beispiel Fleisch. „VonHier“-Zucker, verschiedene Sorten Kesselchips aus regionalen Und heute? Worin bestehen heute Bio-Kartoffeln und neue Sorten fl die Herausforderungen? Fruchtjoghurt dazu.


Ehrenamtliche engagieren sich für regionale Lebensmittel

15 Jahre „Unser Land“ Weilheim | Mit Bio-Brot fing alles an. Es war das erste Produkt, das die „Solidargemeinschaft Weilheim-Schongauer Land e.V.“ im Sortiment der Lebensmittelhändler platzieren konnte. Die ehrenamtliche Initiative ist 2015 im fünfzehnten Jahr aktiv. Sie setzt sich dafür ein, „dass die regionale Herstellung von Lebensmitteln wirtschaftlich funktioniert und alle davon leben können“, sagt die Vorsitzende Brigitte Honold mit Blick auf Erzeuger und Händler. Direkt aus dem Raum Weilheim-Schongau gibt es unter dem Label „Unser Land“ heute Apfelsaft, Eier, Honig, Joghurt, und Holunder-Sirup und -Saft. Mit den Stadtwerken München kooperiert „Unser Land“ beim Wasser, ganz neu im Programm ist Milch von Landwirten im Mangfalltal. Honold engagiert sich seit der Gründung im Verein, seit 2012 als Vorsitzende. Der Weilheimer Ableger mit rund 100 Mitgliedern ist einer von elf in Landkreisen zwischen Augsburg, Miesbach, Ebersberg und dem Werdenfelser Land. Gebo-

ren wurde die „Unser Land“-Idee vor 20 Jahren bei Fürstenfeldbruck, wo nun die „Unser Land GmbH“ ansässig ist. Sie ist die „wirtschaftliche Säule“ der Solidargemeinschaft, die bei der Produktion von Lebensmitteln „das Bewusstsein für eine regionale, saisonale, gesamtökologisch und sozialökonomisch sinnvolle Wirtschaftsweise in allen gesellschaftlichen Gruppen“ schärfen will, erklärt Honold. Die GmbH kümmert sich um Logistik, Finanzen, Marketing und die Zusammenstellung der Produktpalette. Von „Unser Land“ gibt es Nudeln, Suppen, Fleisch, Wurst und Käse, Obst, Gemüse und sogar Tiernahrung. Zu finden sind sie in den Regalen größerer Lebensmittelketten, aber auch bei Öko-Händlern wie dem „Biomichl“ in Weilheim. Zweite Säule ist die „ideelle“, die elf „Unser Land“-Vereine, die den Regionalgedanken mit Informations- und Öffentlichkeitsarbeit in die Bevölkerung tragen. In Weilheim konkret auf den „Sonnenäckern“, die Flächen in Richtung Polling haben Landwirte zur Verfügung gestellt. Wer keinen eigenen Garten hat, kann auf einer Parzelle selbst Gemüse anbauen. Außerdem pflegen hier jedes Jahr etwa 80 bis 90 Kinder aus den vier siebten Klassen der Weilheimer Mittelschule einen Schulacker — schon seit einem knappen Jahrzehnt. Nur ein Beispiel der Bewusstseinsschulung, erklärt Honold — neben „Kochkursen für die Sonnenäckler und die Kinder“, Schulbesuchen bei Milchbauern, Imkern oder auf Streuobstwiesen: „Die Verbraucher

sollen ein Gefühl bekommen, was Lebensmittelerzeugung bedeutet.“ Zu „Unser Land“ kam Honold über die katholische Erwachsenenbildung. Die Kirchen sind einer von fünf Bereichen, aus denen sich Menschen ehrenamtlich für die „ideelle Säule“ engagieren. Neben Bauern sind dies Handel und Handwerk mit Metzgern, Bäckern oder Müllern, dazu die Verbraucher und Vertreter von Umwelt- und Naturschutz. Gemeinsam definieren sie die „Unser Land“-Richtlinien: Für Erzeuger — konventionell wie ökologisch arbeitende — sind dies Nachhaltigkeit, artgerechte Tierhaltung und gentechnikfreie Fütterung sowie ein funktionierender Produktionskreislauf. Ein Beispiel: Für die Herstellung von Suppen wurde eine Firma bei Starnberg gewonnen, die „krummes Gemüse“ verarbeitet, das Bauern oder Gärtnereien früher wegschmissen, weil es für den Handel zu unansehnlich war. Die Verarbeiter sind auf eine handwerklich traditionelle Produktion festgelegt. Der „Mehraufwand“ in beiden vorgenannten Bereichen wird in die Preise kalkuliert, die der Handel den Erzeugern und schließlich die Konsumenten den Händlern bezahlen. So entsteht laut Honold eine Pyramide mit „fairen Preisen von unten nach oben“. An diesem Punkt bedauert sie, dass sich bislang „nicht mehr Leute aus dem Schongauer Raum einbringen und auch Penzberg fehlt“. Öffentlichkeitsarbeit ist weiter nötig, so mit dem „Unser Land“-Stand bei der Oberlandausstellung vom 1. bis 5. Oktober in Weilheim. ts

Weilheimer Mittelschüler garteln auf den „Sonnenäckern“, die Landwirte schon vor zehn Jahren „Unser Land“ überlassen haben.

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Marienplatz wird beim „Orgelsommer“ zum Freiluft-Konzertsaal

„Carmina Burana“ mit Prager Orchester und 170-köpfigem Chor Weilheim | Im fünften „Weilheimer Orgelsommer“ wird nach vielen Jahren wieder eine große Musiknacht unter freiem Himmel gestemmt — wenn Petrus nichts an weltlichen Texten auf dem Marienplatz auszusetzen hat: Carl Orffs Meisterwerk „Carmina Burana“, die orchestrale Vertonung mittelalterlicher Vagantenlieder, soll dort bei einem großen Chorund Orchesterkonzert unter der Leitung von Jürgen Geiger am 23. Juli ab 20.30 Uhr erschallen. Vornan steht ein modernes „Te Deum“, das Geiger zu einem Text von Pfarrer Engelbert Birkle komponiert hat. Bei schlechtem Wetter ist die Stadthalle das Ausweichquartier, Karten der ersten und zweiten Kategorie bleiben gültig. Lacht der Freiluftnacht das Wetterglück, gibt es am Marienplatz eine Abendkasse. Bei Organist, Pianist und Dirigent Jürgen Geiger, der seit 2009 in Weilheim wirkt, wächst die Vorfreude mit jedem Tag, an dem der

Das Orchester Symphonie Prag zählt zu den bedeutendsten Klangkörpern in der Tschechischen Republik. Konzerttermin näher rückt: „Jung und Alt auf der Bühne zu verbinden durch Orffs Rhythmik und Melodien — das wird ein ergreifendes Miteinander“, sagt er mit Blick auf die beteiligten Musiker. Die rund 70 Kinder der Chorklas-

sen vom Gymnasium Weilheim haben die beiden Musiklehrerinnen Waltraud Brod und Gabriele Neumann vorbereitet. Mit den Oratorienchören der Stadtpfarreien Mariae Himmelfahrt Weilheim und Landsberg vereinen sie sich

zu einem großen „Projektchor“ mit rund 170 Sängerinnen und Sängern. Auch auf die Solisten freut sich Geiger. Mit Sopranistin Linda van Coppenhagen aus Südafrika und Tenor Robert Sellier, festes Mitglied im Ensemble der Oper Halle, stand er 2011 bei der „Carmina Burana“ im Brunnenhof der Münchner Residenz auf der Bühne. Bariton Thomas Rettensteiner, Ensemblemitglied am Theater Stralsund-Greifswald, komplettiert das Solisten-Terzett in Weilheim. Den fulminanten Klangteppich, auf dem die Sänger wandeln, webt das „Orchester Symphonie Prag“ zum Dirigat von Jürgen Geiger. Mit Chefdirigent Stefan Britvik touren die Musiker überwiegend durch die Tschechische Republik, vor allem mit dem Chor des Tschechischen Rundfunks. Mit den Sängern absolvierten sie aber auch zahlreiche Konzertreisen nach Deutschland, Spanien, Italien und

Jürgen Jürg Jü rggen Geiger Gei e geer leitet l ittet d le die ie A Auffühuffü uf fühh fü rung der „Carmina Burana“. Frankreich. Geiger schwärmt von einem „absoluten Profi-SpitzenOrchester“, auf das sich ganz Weilheim freuen dürfe, weil die Tschechen „Exaktheit im musikalischen Ausdruck garantieren“. Bei der, nach Geigers Worten, „fantastischen Möglichkeit“, auf dem Marienplatz Orffs Werk aufzuführen, unterstützt den „Orgelsommer“ der „Förderkreis Musica Sacra“. Gerade „für junge Menschen und Jugendliche ist es etwas Wertvolles, mit uns mitzusingen“, sagt Geiger mit Blick auf die Weilheimer Gymnasiasten: „Auch diese Gedanken waren für mich eine Motivation, so ein grots ßes Projekt anzufangen.“

> > > IMPRESSUM „tassilo“ Birkland 40, 86971 Peiting Telefon: 08869 / 91 22-26 Fax: 08869 / 91 22-27 Mail: info@tassilo.de

„der altlandkreis“ ist ein Medium von

Stand bei Drucklegung im Juni 2015. Änderungen und Fehler vorbehalten. Auflage: 51 000 Exemplare

Herausgeber: Peter Ostenrieder Redaktion: Tobias Schumacher Mitarbeiter dieser Ausgabe: Friederike Lerbs, Regine Pätz, Tim Schmid, Kathrin Hauser-Weishaupt, Christoph Ulrich, Peter Ostenrieder (V.i.S.d.P.) Anzeigenverkauf: Tim Schmid, Wolfgang Stuhler

Für eingesandte Manuskripte wird keine Haftung sowie keine Erscheinungsgewähr übernommen.

Satz, Layout & Anzeigengestaltung: Peter Ostenrieder, Kurt Zarbock, Irmgard Gruber, Tim Schmid, Jaqueline Borgmann, Jonas Desche, Christian Lechner

Die aktuellen Anzeigenpreise, Mediadaten sowie Erscheinungstermine und weitere technische Angaben finden Sie auf unserer Webseite www.tassilo.de.

Geplanter Erscheinungstermin der nächsten Ausgabe September / Oktober 2015: Freitag, 28. August 2015 (Anzeigenschluss 7. August 2015)

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Fotos: Johann Jilka, Peter Ostenrieder, Klaus Gast, Regine Pätz, Tutzinger Gilde, Berghof Walser, MC Dießen, Fotolia, Radom Raisting GmbH, Uta Orawetz/Reisebüro Simader, Alfred Hafner, Buchheim Museum der Phantasie, Müller-Naumann Fotodesign, Kanzlei Wiesmaier und Kollegen, Dr. Karl Flock, Philipp Geist, Museum Starnberger See, Kathrin Hauser-Weishaupt, Karolina Heed/Hyglos, FitLife Fitness- und Gesundheitsclub, Münchner Fußball Schule, Amt für Jugend und Familie Weilheim-Schongau, Bayerischer Rundfunk/Matthias Bothor, Fotografie Gronau, Krankenhaus GmbH Weilheim-Schongau, Pixelio, Feneberg Lebensmittel GmbH/Theo Feneberg, Unser Land Weilheim-Schongau e.V., Fotografie Sabine Reidinger, Symphony Prague, Seminarschiff Ammersee GbR, Anna-Magdalena Perwein, Wilfried Michl, Moritz Kraus, Tobias Eglhofer, Paul Willot-Förster, Johann Buchner GmbH, Ing. Erwin Thoma Holz GmbH, Staatliches Straßenbauamt Weilheim, Tobias Schumacher, Dr. Martin Gutekunst Druck: Kriechbaumer Druck GmbH & Co. KG, Ehrenbreitsteiner Straße 28, 80993 München Verteilservice: KBV Vertriebs GmbH, Robert-Koch-Straße 1, 82377 Penzberg Erscheinungsweise: zweimonatig, kostenlose Verteilung an alle Haushalte rund um Weilheim und die Seen — Auslegestellen in Murnau und Penzberg.


BR-Radltour startet in Weilheim — Bücher zu gewinnen

Andreas Bourani live Weilheim | Zum dritten Mal kommt die BR-Radltour in den Pfaffenwinkel. Die Veranstaltung des Bayerischen Rundfunks, an der dieses Jahr 1 200 Radfahrer teilnehmen, startet am Sonntag, 2. August, mit dem Check-In und einer großen Willkommensparty ab 17 Uhr auf dem Weilheimer Volksfestplatz. Dreiviertel der Teilnehmer reisen mit Sonderzügen ins „Tassiloland“, wo sie zur Begrüßung alle wichtigen Infos zu Strecke und Ablauf, das aktuelle Radltour-Trikot und ihren Hallenschlafplatz zugewiesen bekommen. Dann ist Party angesagt: Als Star des Abends gastiert Andreas Bourani in Weilheim, der mit seinem Lied „Auf uns“ den Hit zur Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien geliefert hat. Die Radltour-Disco lässt anschließend bis 24 Uhr den hoffentlich lauen Sommerabend sprichwörtlich ausklingen. Der Eintritt zum Livekonzert mit Bourani ist frei für alle Radler und Zaungäste aus der Region, die Veranstalter rechnen mit bis zu 10 000 Zuschauern. Am folgenden Morgen starten die Pedalritter ab Weilheim dann zur ersten Etappe über Jesenwang, wo auf einem Flugplatz Mittagspause eingelegt wird, nach Friedberg, wo die legendären „Boomtown Rats“ um Bob Geldof auf der Bühne stehen. Ziel der sechstägigen Tour durch Bayern ist schließlich Mellrichstadt in Unterfranken. Dass die Radler und Zuschauer an der Strecke den Pfaffenwinkel genießen konnten, ist schon ein paar Jahre her: Schongau war 1997 zuletzt Zielort der Startetappe, die von Garmisch-Partenkirchen über

grammbereichsleiter des Radiosenders, das Publikum, bevor auf dem Marienplatz Bob Ross mit seinem „Blechschaden“ für Stimmung sorgte. Erstmals war die BR-Radltour 1992 auf dem Weg von Landsberg nach Füssen an Schongau vorbeigerollt. In Weilheim gastierte sie noch nie. „Wer an der diesjährigen Tour teilnehmen möchte, sollte mindestens 500 Trainingskilometer in den Beinen haben“, blickt ChefOrganisator Wolfgang Slama auf die Anforderungen der 26. BRRadltour voraus. Die Radfahrer starten in Weilheim am Montag, 3. August, morgens vom Kirchplatz in Chart-Stürmer Andreas Bourani Weilheim in Richtung Pähl, bevor rockt am 2. August Weilheim. sie über Dießen dann das „Tassilots land“ verlassen. h führte. füh ührt rte. rt te. Bad Kohlgrub an den Lech pek e ta ekta take kell ke „5 000 Besucher beim Spektakel okal ok al-in der Altstadt“ titelte diee LLokalem m gr ggroo ozeitung damals über einem aß ße. Vor Vor ßen Foto aus der Münzstraße. imim der Stadtpfarrkirche Mariää H Himyeern3rn n3melfahrt unterhielten Bayern3Jü ürModeratorenlegende Jürllgen Hermann und Walter Schmich, heute Pro-

> > > VERLOSUNG Lutz Bäucker, der die BR-Radltour R-Radltour Radltour schon lange als h anlässlich lä li h des d JJubibi Reporter begleitet, hat iim vergangenen JJahr läums ein Buch „25 Jahre — BR-Radltour“ veröffentlicht. In ihm sind sämtliche Tourverläufe und die Sehenswürdigkeiten entlang der Routen dokumentiert. Radltour-Fans können das Buch im Internet unter www.br-shop.de bestellen. Oder sie haben Glück als „Tassilo“-Leser: Wir verlosen drei von Bäuckers Büchern unter allen Einsendern einer Postkarte an „Tassilo“, Birkland 40, 86971 Peiting oder eine E-Mail an info@tassilo.de mit dem Stichwort „Radltour“. Einsendeschluss ist der 15. Juli. Die Gewinner werden schriftlich bets nachrichtigt, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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Törns auf einem Zweimastsegler — Bordtickets gewinnen Outdoorchef

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Mitsegeln auf dem Ammersee Dießen-Riederau | Der Ammersee zählt mit seinen 47 Quadratkilometern Fläche zu den schönsten Segelrevieren in Bayern. Von Mai bis Oktober können Interessierte ohne Vorkenntnisse auf der „Sir Shackleton“ anheuern — allein, zu zweit oder als Gruppe. Seit 2014 werden die Segeltörns sogar für Familien mit Kindern angeboten — für ein paar Stunden oder sogar einen ganzen Tag eine kleine Auszeit nehmen, auf dem Wasser die Seele baumeln lassen; oder Skipper Christian Seelos beim Navigieren beobachten, erste Segelhandgriffe ausprobieren und so Teil eines besonderen Erlebnisses werden, ohne selbst segeln zu müssen.

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Die neuen Mitsegel-Angebote auf der „Sir Shackleton“, einer traditionellen Zwei-Mast-Ketsch aus Holz, gebaut im Jahr 1952, sind vielfältig: Es gibt Halbtages-Törns

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wie ein „After-Work-Sail“ am Abend, eine Sternenfahrt in der Nacht oder den „Early Bird“-Trip für Frühaufsteher; und „Südsee-“ oder Ammersee-Törns, bei denen einen ganzen Tag lang wahlweise durch die südliche Seehälfte oder über den gesamten See gekreuzt wird.

Vor dem Ablegen begehen die Mitsegler zunächst das Schiff und werden mit den Sicherheitsanforderungen vertraut gemacht. Wenn die „Sir Shackleton“ in See sticht, kann aktiv mitgeholfen oder in den Entspannungsmodus geschaltet werden. Auf dem See beantwortet Skipper Seelos alle Fragen rund ums Segeln und erzählt bei einem kleinen Snack mit Getränken die Geschichte der „Sir Shackleton“. Das Schiff ist elf Meter lang, 3,5 Meter breit und verfügt über 70 Quadratmeter Segelfläche, eine kleine Kombüse, Vorschiffskabi-

ne, separate Bordtoilette und eine Diesel-Maschine. Schon seit 2011 bieten Klaus Gattinger, Personaltrainer und Coach für Führungskräfte, und Seelos, die Chefs der „Seminarschiff Ammersee GbR“, den ZweiMast-Segler auch an als einen schwimmenden Seminarraum zur Weiterbildung und Entwicklung. Auf dem See halten sie Teamund Leadership-Seminare sowie Coachings ab. Die maximal zehn Personen umfassenden Gruppen sind in alle Situationen an Bord eingebunden, die Lerninhalte damit effektvoll mit einem realen Erlebnis verknüpft. Segelkenntnisse ts sind nicht erforderlich.

Informationen: Mitsegeln auf der „Sir Shackleton“ kostet 69 Euro an halben und 79 Euro für einen ganzen Tag pro Teilnehmer — inklusive zwei Getränken und kleinem Snack. Informationen, Anmeldung und Termine unter www.segelevent-ammersee.de Telefon 08807 / 946946, oder per E-Mail-Anfrage: christian@segelevent-ammersee.de. Preislich abweichende Seminar-Angebote auf www.seminarschiff-ammersee.de.


Chefs an Bord der „Sir Shackelton“ sind Christian Seelos und Klaus Gattinger.

> > > DAS TASSILO-HEIMATRÄTSEL

Wer rauft da? „tassilo“-Leser können drei Segeltörns für je zwei Personen auf der „Sir Shackleton“ gewinnen! Wer dabei sein möchte, muss nur unser „tassilo-Heimaträtsel“ richtig beantworten: Auf dem Kirchplatz in Weilheim steht ein Brunnen, auf dem zwei Buben raufen. Unsere zweiteilige Preisfrage lautet: Wen stellen die beiden Raufbolde dar? Und welcher von beiden ist die rechte Figur? Wer die Antworten weiß, schickt eine Postkarte mit dem Stichwort „Heimaträtsel“ an „tassilo“, Birkland 40, 86971 Peiting, oder eine E-Mail mit „Heimaträtsel“ in der Betreffzeile an info@tassilo.de. Einsendeschluss ist der 15. Juli, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Unter allen richtigen Einsendungen verlosen wir drei halbtägige „After Work“-Törns für jeweils zwei Personen, die abends um 17 Uhr ab Dießen hinaus auf den Ammersee starten. Treffpunkt ist an der Kapelle in St. Alban direkt am See.

Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und können sich einen Termin aussuchen unter www. segelevent-ammersee.de, Rubrik Mitsegeln, der dann mit Skipper Christian Seelos koordiniert wird. ts


„Musik im Pfaffenwinkel“ am 26. Juli im Bibliothekssaal Polling

Konzert in ehrwürdiger Kulisse: Junge Virtuosen treffen auf alte Meister Polling | Der Bibliothekssaal in Polling, Kleinod des ehemaligen Klosters, wird zur Bühne des vierten Konzerts in der Reihe „Musik im Pfaffenwinkel“: Am 26. Juli interpretieren sechs Nachwuchskünstler aus der Region unter anderem Werke von Brahms, Beethoven, Schubert und Schumann. AnnaMagdalena Perwein (Sopran), Wilfried Michl (Tenor), Tobias Eglhofer (Klarinette), Miriam Heuberger und Paul Willot-Förster (beide Klavier) sowie Moritz Kraus (Gitarre) verfügen nicht nur über Bühnenerfahrung, sondern haben bereits erfolgreich an hochklassigen Wettbewerben teilgenommen.

Musik in die Wiege gelegt Die Sopranistin Anna-Magdalena Perwein aus Schongau, Jahrgang 1988, hatte als Tochter studierter Musiker schon früh Gelegenheit zu solistischen Auftritten in Kirchen und bei Konzerten in der Umgebung ihrer Heimatstadt. Ihr Talent,

Anna-Magdalena Perwein

reiche Messen. Darüber hinaus ist Michl in verschiedenen Konzerten bereits als Lieder- und Opernsänger mit großem Erfolg aufgetreten. 2011 sang er in der Oper „Die Rückkehr des Odysseus“ die Rolle des Eumete. Außerdem sang er im Rahmen von Konzerten (2013 und 2014) die deutschen Erstaufführungen der beiden „Missae Solemnes“ von Macheck und Hübl in München. Wilfried Michl gepaart mit einer fundierten Gesangsausbildung, ermöglichte ihr die Aufnahme am renommierten Mozarteum in Salzburg. Im Oktober 2015 möchte sie ihr BachelorStudium dort abschließen und das Masterstudium Gesang beginnen. Große Erfolge feierte sie bei Auftritten im Tassiloland mit dem Damenensemble „Saitensprung“, das sich der Musik der 1920-er und -30er-Jahre widmet. Sie war Preisträgerin beim Landeswettbewerb „Jugend musiziert“; zweimal erreichte sie das Finale auf Bundesebene für Gesang in Berlin und wurde mit dem 3. Preis beim internationalen Mozartwettbewerb in Prag ausgezeichnet. Ebenfalls aus musikalischem Schongauer Elternhaus stammt der Tenor Wilfried Michl (Jahrgang 1987). Ab dem Alter von elf Jahren lernte er Cello, spielte in vielen Orchestern und zuletzt im Ensemble „Die Zarge“ in München. 2008 begann er ein professionelles Gesangsstudium und sang in den zurückliegenden Jahren zahl-

sich an. Sehr erfolgreich war seine Teilnahme an diversen internationalen Gitarrenwettbewerben und Festivals, wo er bereits einige Preise gewann, darunter die „Rago-Competition“ oder den „Internationalen Heinrich-AlbertWettbewerb“.

Bundessieger an der Gitarre aus Peiting Aus Peiting kommt Gitarrist Moritz Kraus (Jahrgang 1998). Er ist mehrfacher Preisträger des Wettbewerbs „Jugend musiziert“, ganz aktuell wurde er im Frühjahr 2015 in Hamburg mit einem ersten Preis im Bundeswettbewerb für Gitarre ausgezeichnet. Mit sechs Jahren begann er das Gitarrenspiel, das er kontinuierlich ausbaute. Renommierte Meisterkurse in Hamburg, Stuttgart, Darmstadt, Malaga und Moskau schlossen

Moritz Kraus

richt. Schon mit 14 Jahren wurde er als Jungstudent im Fach Klavier an die Musikhochschule Freiburg aufgenommen. Festen Kompositionsunterricht erhielt er erstmals 2009 in Form eines Stipendiums durch den Landesmusikrat Baden-Württemberg am Mozarteum. Nach dem Abitur 2012 studiert er dort die beiden Hauptfächer Orchesterdirigieren und Komposition; eine zusätzliche Klavierausbildung mit dem Schwerpunkt Kammermusik schließt sich an. Paul Willot-Förster ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe, darunter mehrere erste Preise bei „Jugend musiziert“; ebenso ist er zweifacher Preisträger im „Bundeswettbewerb Komposition“.

Tobias Eglhofer Der Epfacher Klarinettist Tobias Johannes Eglhofer absolvierte ab 2009 ein Studium zum Lehramt Gymnasium mit Schwerpunktfach Klarinette an der Hochschule für Musik und Theater München; das Bachelor-Studium Klarinette schloss sich an. Er ist unter anderem Mitglied der Stadtkapelle Schongau und des Sinfonischen Blasorchesters im Musikbund Ober- und Niederbayern. Mehrfach erhielt er Preise bei „Jugend musiziert“, außerdem ist er Träger des Kulturförderpreises des Landkreises Landsberg am Lech. Der in Freiburg im Breisgau geborene Paul Willot-Förster (Jahrgang 1992) erhielt im Alter von sieben Jahren seinen ersten Klavierunter-

Paul Willot Förster Am 26. Juli übernimmt Johannes Hitzelberger (BR-Klassik) die Vorstellung der Künstler. Karten gibt es bei „Musik im Pfaffenwinkel e. V.“, Tel. 08861/2194138, E-Mail: info@musikimpfaffenwinkel.de. Infos zu weiteren Konzerten unter www.musikimpfaffenwinkel.de.

juli / august 2015 | 61


Massivholz-Hausbau im Pfaffenwinkel — neues Wissen rund um einen alten Werkstoff

Das Mondholz und die Weltraumstation Eberfing / Wildsteig | Die schwer fassbare und auch nur geschätzte Zahl von 1,6 Milliarden Bäumen steht in Bayerns Wäldern — Jungbäume sogar ausgenommen. In zehn Jahren, von 2002 bis 2012, wuchs die Waldfläche im Freistaat um 7400 Hektar und umfasst inzwischen 260000 Quadratkilometer. Diese Zahlen nannte Bayerns Agrarminister Helmut Brunner Ende vergangenen Jahres, als er die aktuelle „Bundeswaldinventur“ vorstellte. In seinem Verantwortungsbereich wächst der Erhebung zufolge mehr als ein Viertel des bundesdeutschen Holzvorrats insgesamt. Die Wälder sind ein gigantisches Rohstoffreservoir für einen Hightech-Baustoff der Zukunft. Holz wächst immer neu nach und kann als Werkstoff sowohl regional erzeugt als auch verarbeitet werden. Diese Nachhaltigkeit sorgt für Wertschöpfung vor

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Ort. Und im Gegensatz zu vielen anderen Baustoffen, die schlimmstenfalls als Sondermüll entsorgt werden müssten, ist Holz dauerhaft haltbar, wertbeständig und sogar recycelbar.

Das Handwerk machte den Holzbau populär Im Holzbau wird zwischen den jahrhundertealten Zimmermannstechniken und dem Ende des 19. Jahrhunderts aufkommenden Ingenieursholzbau unterschieden. Doch vor allem Innovationen aus dem Handwerk haben ihn angesichts drängender Energiefragen in jüngerer Vergangenheit immer populärer gemacht. Bauten aus Massivholz oder auch Holzverbundstoffen weisen immer bessere Dämmwerte auf, wogegen der Ziegelbau hier mittlerweile an seine Grenzen stößt. Als Erfinder des modernen Massivholzbaus gilt in Europa

Erwin Thoma aus Goldegg im Salzburger Land. Der einstmalige Förster ist heute so etwas wie der „Guru“ der Szene. In über 20 Jahren hat der Ingenieur sein „ThomaHolz100“-System so perfektioniert, dass er heute mit einem „Weltrekord bei Wärmedämmung und Energieeinsparung“ wirbt. In einem Experiment beim Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) in Berlin lieferte Thoma außerdem den Nachweis, dass sein Massivholzsystem selbst über einen längeren Zeitraum Feuer trotzt. Von einem Gasbrenner bei 1 000 Grad Celsius beflammt, hielt ein 36 Zentimeter dickes Außenwand-Element den Flammen stand, wobei die Temperatur an der abgewandten Seite um lediglich 1,6 Grad Celsius stieg. Nach zwei Stunden wurde das Experiment abgebrochen. Aber nicht etwa, weil die Holzwand verbrannt gewesen wäre. Vielmehr war die DIBt-Gasflasche leer. Dank dieser Brandschutzeigenschaften baut Thoma in ganz Europa inzwischen sogar VollholzHotels.

Vor allem die baubiologischen Vorzüge der Massivholzhäuser unterstreicht Stefan Klein. Im Gegensatz etwa zur Ständerbauweise von Passivhäusern — wo Folien, Klebebänder und Mineralwolle zwar für Energieeffizienz, aber auch Ausdünstungen sorgen und wo außerdem kostspielige Lüftungssysteme installiert werden müssen — regulieren die Massivholzwände Luftfeuchtigkeit und Raumtemperatur fast von selbst. Unterstützt von Solarmodulen auf dem Dach, Pufferspeichern und Fußboden- und Wandheizungen, Erwin Thoma gilt als der Erfinder die die Wildsteiger mittels natürlides modernen Massivholzbaus. cher Baustoffe wie Tonziegelsplitt und Lehmputz in die Thoma-HäuVon diesem Experiment erzählt ser integrieren. Stefan Klein gerne. Er ist Geschäftsführer des Zimmerei- und Geborgenheitsklima Bauunternehmens Johann Buchin Eberfing ner GmbH in Wildsteig, dem Vertriebspartner der Thoma-Häuser Von einem „Geborgenheitskliim Pfaffenwinkel und darüber hin- ma“ schwärmt deshalb Thomas aus: Seit die Kooperation mit dem Ganguin aus Eberfing. Seit 2012 Marktführer aus Österreich im Jahr wohnt er mit seiner Frau und drei 2001 begann, zeichnen Klein und Kindern in einem Thoma-Haus. seine 25 Mitarbeiter inzwischen Mehrfach fällt beim Bauherrn das für weit über 120 neue Thoma- Wörtchen „genial“, wenn er über Häuser zwischen Miesbach und Entwurf, Planung, Design, BauabMarktoberdorf, Garmisch und lauf und Service der Holzbauer Augsburg verantwortlich. Sogar aus Wildsteig erzählt. Und sowiein Moskau haben die Wildsteiger so bei den Eigenschaften seiner vier Wände: „Ein schadstofffreies schon eines gebaut. Die Thoma-Wände bestehen im Haus mit immer kuschliger und Kern aus Balkenholz, das nur im behaglicher Grundwärme.“ Mit Winter und nur bei abnehmen- drei bis vier Ster Brennholz und dem Mond in den Wäldern der Solarthermie komme er durchs Steiermark geschlagen wird. Dar- Jahr, das letzte Mal heize er im auf aufgesetzt mittels Buchenholz- März. dübeln sind Bretter mit eingefräs- Dank solcher Brennstoffeinspaten Kanälen, in denen stehende rung, rechnet Stefan Klein vor, Luft die Temperaturkonstanten amortisiere sich ein um etwa 20 garantiert. Bekanntlich ist Luft der Prozent teureres Massivholzhaus gegenüber einem Ziegelhaus in beste Isolator.


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Die Belegschaft des Zimmerei- und Bauunternehmens Johann Buchner GmbH in Wildsteig. weniger als einem Jahrzehnt. AuĂ&#x;erdem mĂźssen in Holzbauten nicht tausende Liter Wasser eingebracht werden, die in Gebäuden mit gemauerten oder gar betonierten Wänden fĂźr ein deutlich erhĂśhtes Schimmel-Risiko sorgen. Ăœber seine Erfahrungen im Holzbau hat Erwin Thoma inzwischen sechs BĂźcher geschrieben. Von einem ist Stefan Klein so begeistert wie fasziniert: „Das alte Wissen, das Zimmerleute, Bauern und FĂśrster, in Jahrhunderten gesammelt haben, ist jetzt endlich wissenschaftlich belegt.“ Denn Holzbauer Thoma tat sich fĂźr „Die sanfte Medizin der Bäume“ (Servus Verlag Salzburg; ISBN: 978-37104-0001-8, 21,95 Euro), mit dem

Grazer Medizinwissenschaftler Maximilian Moser zusammen. Anhand neuester wissenschaftlicher Studien beleuchten die beiden Autoren das „Gesund leben mit altem und neuem Wissen“, so der Untertitel. HierfĂźr trugen sie eine Unmenge Ăźberlieferten Naturwissens rund um den Wald und den Baustoff Holz zusammen, das in jĂźngeren Zeiten viel zu oft ins Reich des Esoterischen verwiesen wurde: Was hat es beispielsweise auf sich mit Mondholz und Lärchenpech? Warum eignen sich Eichen- oder Kiefernholz viel besser fĂźr BĂśden in Krankenhäusern als Kunststoff und Keramik? Wer brachte Holz zur Weltraumstation MIR und warum? Und was bringen all die Antworten

auf diese Fragen fßr den menschlichen Alltag? Nur ein Beispiel: Die ätherischen Öle der HÜlzer, die zu einem guten Wohnraumklima in den Holzhäusern beitragen; etwa Zirbenholz, das in Schlafzimmern nachweislich fßr einen erholsameren, tieferen und gesßnderen ts Schlaf sorgt.

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Verkehrsentlastung für Starnberg — Stand der Dinge

Eine unterirdische Situation Starnberg | Es ist wieder passiert: Wieder hatte der Wecker zu spät geklingelt, das Frühstück zu lang gedauert, war das Hemd nicht gebügelt. Wieder war der Plan Makulatur, vor 7 Uhr morgens das Ortsschild von Weilheim hinter sich zu lassen und auf der B2 in Richtung München unterwegs zu sein. Schon am nördlichen Weilheimer Verkehrskreisel weiß unser MusterPendler: Er wird sich mit seinem Auto bis Starnberg in die Kolonne einreihen, die nach München kriecht. Und er muss warten, warten, warten. Im Schritttempo durch Starnberg. Von Ampel zu Ampel zu Ampel. Bis — endlich — der Autobahnzubringer A952 so etwas wie das Gefühl von Freiheit lostritt, weil der Verkehr endlich fließt. Bis zur Stadtgrenze München. Aber das ist eine andere Geschichte. Auf dem Heimweg wartet am Abend dann wieder der Stau in Starnberg. Mit dem einzigen Unterschied, dass der in die andere Richtung steht. Eine Fahrt mit dem Pkw durch Starnberg ist die Entdeckung der Langsamkeit. Seit Jahrzehnten. Denn wie unserem Muster-Pendler ergeht es allen Autofahrern, die regelmäßig zu den Stoßzeiten durch Starnberg rollen. Dass sich an diesem Zustand etwas ändern muss, darin sind sich alle Pendler einig. Und vermutlich auch die allermeisten Starnberger. Vornehmlich jene, die auch noch an der Durchgangsstraße wohnen. Doch, wohin mit dem Verkehr? Sollen Autos und Lastwagen per Tunnel unter der Stadt hindurch geführt werden? Oder über eine Umfahrung? Oder braucht Starnberg gar beides? Diese Fragen beschäftigen nun schon Generationen

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von Bürgern, Gemeinderäten und Straßenplanern. Und nachdem es auch eine kleine Weile so aussah, als ob die Tunnellösung tatsächlich verwirklicht würde, ist inzwischen wieder alles offen.

Für den Tunnel gibt es eigentlich Baurecht Der Tunnel hätte im Süden etwa auf Höhe vom „McDonalds“ unter der Stadt verschwinden und erst auf Höhe vom „Tengelmann“ im Norden wieder an die Oberfläche kommen sollen. Der Plan, den Verkehr in einem langen Tunnel unter der Kreisstadt, in der viele Prominente und Reiche zu Hause sind, hindurchzuführen, war beschlossene Sache: Er besitzt die höchste Dringlichkeitsstufe im Bundesverkehrswegeplan, der Planfeststellungsbeschluss ist seit Jahren gefasst. Dieser Beschluss gäbe der zuständigen Behörde, in diesem Fall dem Staatlichen Bauamt Weilheim, weil es sich um eine Bundesstraße handelt, eigentlich das Baurecht. Doch in Starnberg regte sich Widerstand gegen diesen Tunnel. Eine Bürgerinitiative formierte sich gegen den Bau und es wurde heftig prozessier si ert, er t ddoch t, occh di ddiee Ge G eri r chhttee w i se ie senn al alle lee siert, Gerichte wiesen

Klagen ab. Im Jahr 2007 war der Rechtsweg dann zu Ende beschritten. Schneller vorwärts ging es in Starnberg allerdings immer noch nicht. Bis heute ist nichts passiert — außer, dass der Widerstand gegen den Tunnel immer größer wurde: Die Belastungen während der Bauphase seien zu groß, hieß es. Und: Der Tunnel bringe zu wenig, weil nach den Planungen keine Möglichkeit vorgesehen ist, von der Hanfelder Straße in den Tunnel einzufahren. Der Verkehr, der aus dieser wichtigen Verbindungsstraße mit dem Norden nach Gilching und zur A96 auf die B2 stößt, würde sich immer noch oberirdisch durch Starnberg schlängeln. Seit vergangenem Jahr ist Eva John Bürgermeisterin der Kreisstadt. Sie ist erklärte Tunnelgegnerin. Nachdem die Kommunalwahl von 2014 für ungültig erklärt worden war, musste noch einmal ein Stadtrat gewählt werden. Die Mitglieder des neuen Gremiums stehen inzwischen fest. Zum Thema „Umfahrung oder Tunnel“ hat der Stadtrat aber noch nicht Position bezogen. Auf diese Äußerung warten viele Bürger und Pendler südlich von Star St arnb ar nbber erg. g. g. Starnberg.

Wer auch wartet, ist Michael Kordon, der Leiter des Staatlichen Bauamts in Weilheim, das in der gesamten „tassilo“-Region für Bundesstraßen und deren Bau zuständig ist — und damit auch für den Tunnel. Doch wenn der Stadtrat gegen diese unterirdische Lösung der Starnberger Verkehrsprobleme ist, wird es in absehbarer Zeit keinen Tunnel geben. Davon ist Kordon überzeugt. Er sagt, der Bund wolle die Untertunnelung zwar, „aber es wird keiner hergehen und der Stadt einen Tunnel aufzwängen, den sie nicht will“. Noch weiß er nicht, wo die Reise gegen die Stauprobleme hingeht. Auch nicht, da er gelesen hat, dass im neuen Starnberger Stadtrat wohl die Mehrzahl der Volksvertreter gegen den Tunnel sei. „Ich gehe davon aus, dass sie sich gegen den Tunnel aussprechen“, sagt der Leiter der staatlichen Behörde. Alle weiteren Schritte hängen davon ab, wie sich das Gremium in Sachen „Umfahrung oder Tunnel“ positioniert. „Ich muss abwarten, wie sich der Stadtrat äußert. Wenn die Äußerung kommt, werden wir überlegen, was das für Konsequenzen hat“, sagt Kordon. Falls

die Räte dem Tunnelbau eine Absage erteilen, sieht er auf lange Sicht schwarz für die Idee, Starnberg unter Tage vom Durchgangsverkehr zu befreien.

Die Geschichte beginnt schon 1988 Der Planfeststellungsbeschluss für den Tunnel wurde im Jahr 2007 gefasst, im Jahr 2008 wies der Verwaltungsgerichtshof München die letzte Klage dagegen ab; ein solcher Beschluss ist für zehn Jahre gültig. Das heißt, die Zeit wird langsam knapp. Wenn die Frist 2017 verstrichen ist, muss das gesamte Verfahrren von vorne beginnen. „So eine re PPlanung wird mit den Jahren auch nnicht besser“, gibt Kordon zu beddenken. Allein, was sich technisch iinn einem Zeitraum von ein paar JJahren verändern könne, mache Ja eeine Überarbeitung der ursprüngllilichen i Pläne nötig. „Vielleicht ist SSt t Starnberg noch nicht reif für den TTu u Tunnel“, meint der Bauamts-Chef. M Mit einem Salto rückwärts durch dden Stadtrat ginge eine Jahrzehnte w währende Geschichte zu Ende - zunnächst einmal ohne Ergebnis: Die


beginnt schon 1988 mit dem sogenannten Raumordnungsverfahren. Über ein Jahrzehnt später, im Jahr 1999, wird das Planfeststellungsverfahren für den Tunnel eingeleitet. Und es dauert noch einmal acht Jahre, bis die Regierung von Oberbayern am 22. Februar 2007 den Planfeststellungsbeschluss fasst. Er wird bestandskräftig, als der Bayerischen Verwaltungsgerichtshof alle Klagen dagegen ablehnt. Ab April 2009 wird der Baugrund erkundet mit dem Ziel, das Projekt in den Investitionsrahmenplan des Bundes für das Jahr 2011 zu bekommen. Im April 2011 reicht das Staatliche Bauamt den Bauwerksentwurf in Berlin ein, seit Januar 2012 ist der Tunnel im Entwurf des Investitionsrahmenplanes aufgenommen, der alle staatlichen Straßenbauprojekte in Deutschland zusammenfasst. Seit November 2013 steht auch die Detailplanung für den Tunnel. In Starnberg haben sich die Tunnelbefürworter 2012 zum Verein „Umweltbewusste Verkehrsentlastung Starnberg e.V.“ zusammengeschlossen. Er unterstützt alle Maßnahmen, die der Umsetzung des B2-Tunnels dienen, wendet sich

de, stehe in keinem Verhältnis zum Nutzen, so die Meinung der Umfahrungsbefürworter. Nach Vorstellung der Initiative soll der Verkehr, der auf der B 2 aus Weilheim kommt, im Norden um Starnberg herumgeleitet werden und hinter der Stadt auf den Autobahnzubringer fließen. Michael Kordon steht diesem Vorschlag kritisch gegenüber: „Ich halte es für illusorisch, dass das kommen wird.“ Den Verkehr um die Stadt herumzuführen erfordere eine komplizierte Straßenplanung, die viele Jahre dauern werde. Es sei einfach zu sagen, die eine Trasse sei nicht gut, eine andere sei besser. „Solange es nicht konkret wird, ist noch keiner dagegen, aber da wohnen ja auch Leute, die ihre Grundstücke dann nicht hergeben wollen“, gibt er zu bedenken. Vielleicht, sagt Kordon, zugleich gegen den Bau weiterer rücke dann doch wieder ein Tunnel Umgehungsstraßen durch „schüt- in den Fokus. zenswerte Natur und setzt sich für eine Entlastung vom Autoverkehr Westumfahrung im Stadtgebiet und in den Ortsteiauf Kosten der Stadt len ein“. So steht es auf der Website des Vereins. Im Vorstand sitzt Ob Tunnel oder nicht: Wenn sich derzeit auch der ehemalige Starn- nichts Gravierendes ändert, wird berger Bürgermeister Ferdinand in nächster Zukunft mit dem Bau Pfaffinger, der das Amt bis 2014 der so genannten Westumfahrung bekleidete, bis ihn Eva John ablöste. begonnen, die die Stadt Starnberg In der ganzen Geschichte spielt aber in kommunaler Sonderbaulast erauch die Bürgerinitiative „Pro Um- stellen würde. Das bedeutet, dass fahrung — Contra Amtstunnel“ eine Starnberg zunächst die Kosten Rolle, die sich schon vor zehn Jah- selbst trägt. Laut einem Schreiben ren gebildet hatte, um einen Tun- von Bürgermeisterin John hat sich nelbau in Starnberg zu verhindern. die Stadt zu diesem Schritt entDie Initiative feiert das Ergebnis der schlossen, weil in absehbarer Zeit Stadtratswahl auf ihrer Website als nicht damit gerechnet werde, dass „Wahlerfolg für die Umfahrungs- die Kosten vom Freistaat übernomallianz“ und betont, dass nun die men werden. Wende für ein lebenswertes Starn- Nach diesen Plänen würde die Westumfahrung die B2 mit der berg eingeleitet werden könne. Das Hauptargument der Tunnel- Staatsstraße 2069 verbinden. Sie gegner ist, dass es durch dieses soll beim Maxhofkreisel nach NorProjekt keine oder nur wenig Ent- den abzweigen und die Hanfelder lastung für die Starnberger Innen- Straße vom Schwerlastverkehr entstadt geben werde, weil die viel lasten. Dass dort bald gebaut wird, befahrene Hanfelder Straße weiter davon ist Michael Kordon überoberirdisch verlaufen würde. Die zeugt: „Wenn die Regierung von Belastung, der Lärm und der Dreck, Oberbayern genehmigt, stehen wir khw den der Bau mit sich bringen wür- Gewehr bei Fuß.“

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Die Volkssternwarte von Martina und Martin Gutekunst

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Eberfing | Um die Präzision seiner Sternwarte zu verdeutlichen, zieht Dr. Martin Gutekunst einen Vergleich: „Auf dem Mond können wir Gegebenheiten identifizieren bis zu einer Größe von 300 Metern — das ist, wie wenn wir von München nach Stuttgart schauen und dort das Toilettenfenster von einem Einfamilienhaus klar sehen.“ Sie sind rundum, erstaunlich, faszinierend, für einen Laien schwer fassbar, die Fakten, Daten, Dimensionen und Geschichten, die der 58-Jährige Physiker und ausgebildete Astronom „mit gutem Ingenieurs-Knowhow“ über sein Himmelsobservatorium zu erzählen weiß. Beginnen wir im Kleinen, Irdischen: Die Volkssternwarte, die Gutekunst in tausenden von Arbeitsstunden während seiner Freizeit errichtet hat, steht versteckt hinter Hecken und Obstbäumen im Garten seines Einfamilienhauses an der Escherstraße in Eberfing. Wäre sie von draußen einsehbar, könnten Spaziergänger ein futuristisches, vielleicht etwas überdimensioniertes Gartenhaus vermuten. Die kupferne Kuppel misst im Durchmesser fünf Meter und die schlichte Holzfassade verrät nichts von der technischen Perfektion und Präzision, die sich im Innern verbirgt. Ganz zu schweigen vom Fundament: 25 Tonnen Beton hat Gutekunst unter der Grasnarbe versenken lassen. Bei öffentlichen Führungen gewähren er und seine Frau Martina allerdings gerne Einblicke in ihr persönliches Universum. Das liegt irgendwo zwischen Lichtjahren und -spektren, Optik, Feinmechanik, Die Kuppel der Sternwarte hat einen Durchmesser von fünf Metern.

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Technik, Physik, Mathematik, Refraktoren, Okularen und Teleskopspiegeln. Vor allem aber machen sie Blicke möglich ins Universum, das uns Menschen umgibt; beziehungsweise, dessen verschwindend kleines Staubkorn die Erde ist unter Abermilliarden winziger Zusammenballungen von Materie — dem Großen und Ganzen. Einen klaren Himmel vorausgesetzt, zeigt Gutekunst seinen Besuchern bei Neumond lichtschwache astronomische Objekte, bei Halbmond den Erdtrabanten selbst und die je nach Jahreszeit sichtbaren Planeten, im Winter, wenn es früher dunkel wird, bietet er Führungen für Kinder an, im Sommer gibt es zweimal im Monat am Sonntagvormittag Sonnenführungen. Gruppen ab zehn Personen aufwärts können sich jederzeit anmelden. Der Blick durchs Teleskop ist kostenlos, die Sternwarte finanziert sich ausschließlich mit Spenden und aus der Privatschatulle des Ehepaares. Denn De nnnn ssie iee iist st m ehr eh hr al alss ei eein in Ho obb bby. y. mehr Hobby. Siee is Si istt Pa Pass ssio ss ionn, io n, Passion, LLebensinhalt Le ebe b ns be n in inha haltt halt ha un nd auch auchh und ddi ie Mi ie M s io ss i n die Mission vo on Ma Mart rtin rt ina in von Martina undd Ma un Mar rtinn rtin rt Martin Gute Gu teku te kuns ku nst, ns t, Gutekunst, ddie di ie si siee pr ro pro

Jahr mit bis zu 400 Besuchern teilen: „Wenn von 150 Jugendlichen nur einer hängen bleibt und was mit Physik macht, haben wir gewonnen“, sagen die Sternengucker. Nach Eberfing zog das Ehepaar 1995, weil das Dorf in einer Gegend von Deutschland liegt, über der der Himmel sehr dunkel ist. „Noch“, sagt Gutekunst. Er befürchtet, dass um das Jahr 2100 ein Nachtblick von der Erde in ferne Galaxien nicht mehr möglich ist, weil die „Lichtverschmutzung“ das Firmament überstrahlt. In Großstädten ist dies heute schon der Fall, etwa in Stuttgart. In der dortigen Volkssternwarte führte das gemeinsame Interesse für Astronomie, das sie seit Jugendjahren hegten, Martina und Martin zusammen: „1970 wurden dort noch Galaxien gezeigt, 1980 war das schon nicht mehr möglich“, erinnert sich das Ehepaar. Zur Überstrahlung des Nachthimmels mit künstlichem Licht haben die Gutekunsts eine Karte, die ihne en ze zeig igt: ig t: „„Eberfi Eber Eb ber e fingg liegt lie iegt gt in in der der de nen zeigt: zzw wei wei e tbbesste tenn zweitbesten


„lauter brodelnden KochtĂśpfen mit einem Durchmesser zwischen 3 000 und 5 000 Kilometern“. Bei „Wasserstofflicht“, einem winzigen Teil des Spektrums, sind dank eines optischen Filters Protuberanzen sichtbar, die bis zum zehnfachen Erddurchmesser Ăźber die Sonne aufsteigen. Und da sind noch „kleine“ Eruptionen, Spikulen genannt, AuswĂźrfe auf der Sonnenoberfläche die aus der Atmosphäre aufsteigen, in Gutekunst’s Vergleich „Schockwellen aus den KochtĂśpfen, die aussehen, als wĂźrde auf der Erde ganz Afrika hochspritzen“. Den Mond kann er in 80- bis 500-facher VergrĂśĂ&#x;erung beobachten. Das Teleskop wiegt 1,4 Tonnen. Kategorie in Deutschland, was die Durchsicht zum Himmel angeht.“ Weil die Luft in der Region auĂ&#x;erdem vergleichsweise ruhig ist, kann Gutekunst, der sich beruflich mit Analyseautomaten fĂźr die Industrie befasst, bei NachtfĂźhrungen ab September mit den besten Himmelsblick in SĂźddeutschland anbieten: etwa auf Kugelhaufen, einige 100 000 Sterne, die durch Gravitation untereinander gebunden sind, auf Galaxien in bis zu 500 Millionen Lichtjahren Entfernung und auf Sternennebel, Regionen im Universum, in denen Sterne „geboren“ werden, dazu auf planetarische Nebel, Orte eines Sternentods. Und auf Quasare in rund zwei bis fĂźnf Milliarden Lichtjahren Entfernung. Das sind Kerne von Galaxien, die im sichtbaren Licht nahezu punktfĂśrmig wie ein Stern erscheinen, riesige Energiemengen in anderen Wellenlängenbereichen ausstrahlen und aus einem Schwarzen Loch bestehen, das scheibenfĂśrmig leuchtende Materie umgibt. Im Sommer guckt Gutekunst in die Sonne und zeigt sie Besuchern in zwei Lichtspektren: Bei WeiĂ&#x;licht sind Sonnenflecken zu sehen, StĂśrfelder auf der Sonnenoberfläche, die der Eberfinger vergleicht mit

Physiker und Astronom Gutekunst. MĂśglich ist der Sonne-, Mond- und Sternenblick mit einem „Reflektor“ genannten Spiegelteleskop. Das Rohr wiegt 1,4 Tonnen, steht auf einer Säule mit vier Tonnen Gewicht und sammelt zehntausendmal mehr Licht als das menschliche Auge. Das Spiegelsystem, 50 Kilogramm schwer, ist die Einzelanfertigung einer Firma in der Nähe Sankt Petersburg: „Das Ende des kalten Krieges hat uns die Sternwarte beschert“, erinnert sich Gutekunst an den gĂźnstigen Preis — und entspanntere Zeiten: Heute gebe es in Russland „keine Optik mehr zu kaufen, die brauchen sie wieder fĂźr ihre Satelliten, die Russen rĂźsten auf“, ist er Ăźberzeugt. Rund um den Spiegel plante er ab 1997 die Sternwarte, ein Schreiner aus dem Ort entwarf den hĂślzer-

nen Rundbau (Holz hat eine geringe Wärmekapazität, die Luft Ăźber dem Observatorium „flimmert“ nicht) sechs Jahre lief der Ausbau, den Gutekunst alleine vornahm — inklusive sämtlicher Finessen der Steuermechanik und Optiken. Dank stetigem Streben nach Perfektionierung gibt es mehrere Teleskope, darunter ein Objektiv von Zeiss aus dem Jahr 1923. In der Sternwarte testet er auĂ&#x;erdem neue Technologien. So hat Gutekunst ein bisher nicht auf dem Markt erhältliches „Korrektor“ entwickelt und getestet, das von der Erdatmosphäre verursachte Farbfehler kompensiert. Doch warum ist das direkte Beobachten mit eigenen Augen so beeindruckend? Das beste „physikalische Auge“ kann noch Helligkeiten mit Unterschieden von 1:10 000 sehen; zum Vergleich: moderne Fernseher liegen bei 1:200. „Die dynamischen Bilder von Mond und Planeten sind einfach beeindruckend und erwecken Ehrfucht vor der SchĂśpfung", schwärmen die Wahl-Eberfinger, die Himmelsbeobachtung betrieben sie „aus SpaĂ&#x; und zur Erholung“. Kaum zu glauben angesichts des Aufwandes: „Nur durch viel Eigeneinsatz war es mĂśglich die Volkssternwarte, wie sie heute steht und die in der Szene hĂśchste Anerkennung genieĂ&#x;t, zu realisieren mit finanzierbarem Budget.“ Die Begeisterung mit anderen Menschen zu teilen, war dem ts Ehepaar die Investition wert.

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NACHT DES SÜDENS MUDESTRA - MUSICA DELLA STRADA

8.7.

KRUSICAL MIT GEORG UNTERHOLZNER UND D‘HOUSEMUSI

9.7.

JAMARAM EVERLASTING PLEASURE TOUR 2015

10.7. SENKRECHT & PUSCH DIE BIGBAND SHOW

11.7.

WILLY MICHL DER ISAR-INDIANDER

12.7.

LOISACHJAM RAP, INDIE, HIP HOP UND MEHR

14.7.

DREIVIERTELBLUT

Andrea und Erich Wurm revolutionieren das Kochen

Essen auf dem Herd Dießen | Der Tisch ist liebevoll gedeckt, für jeden Gast steht ein Glas bereit. Servietten in bunten Farben bilden die Unterlage für Besteck; schneeweiße, modern geschwungene Teller warten auf Füllung. Auf den ersten Blick unterscheidet er sich nicht von herkömmlichen Tischen, sieht man einmal davon ab, dass er aus Edelstahl ist. Was ihn doch zu etwas Außergewöhnlichen macht, lässt sich beobachten, sobald die Gäste Platz genommen habe ha ben. be n. Dann Dannn wird wird aus auss diesem die i se sem m Mö M haben. Mö-b l ein be ein Mu Mult ltifififun lt unkt un ktio kt iona io nalna ll--Ko Koch chge ch gerä rät. t. bel Multifunktional-Kochgerät. W e vo Wi vvonn Ge Geis iste is teerh rhan andd senk an se enk nktt si ssich ch Wie Geisterhand senkt die Tischmitte Tisc Ti schm sc hmit hm itte it tee lleicht eich ei chtt na ch nach ch uunten, nten nt en, en die soba so baald A ndre nd reaa Wurm re Wurm m sobald Andrea eine ei ine n n Schalter Scha Scha Sc h ltter e unterunt nter eerreinen halbb der ha der Platte Plaatt ttee be ehalb betäti tä tigt ti gt.. Der gt Der Tisch T scch verTi vveerr tätigt. fü ügt nun nun ü berr ei be eeine n ne fügt über saanf nftee M uldee. ul sanfte Mulde. G ko Ge konn nntt lässt nn läss lä sst ss st Gekonnt sie Sc si SScampis Scam cam ampis pis pi sie und un nd kleinklei kl einn-und

LIEDER VOM UNTERHOLZ

15.7. BAVARIA VISTA CLUB BENEFIZKONZERT DES LIONS-CLUBS WOR/GER

16.7. BRUSTMANN HOCH3 J. BRUSTMANN/WALDRAMER TANZLMUSI/BALLOON PILOT

17.7.

DIE WELLKÜREN HERZ STICHT

18.7. DONIKKL DIE MITMACH-KONZERT-SHOW

18.7. MICHAEL ALTINGER ICH SAG‘S LIEBER DIREKT

19.7. CARMINA BURANA

Kochen - direkt auf dem de m Tisch Tisc Ti schh sc Teppanyaki Tepp Te ppan pp anya an y ki nennt ya nen ennt nt sich sic ichh diese dies di esee Art es Art de es Ko Koch chen ens, s, nnennt s, ennt en nt ssich ichh de ic derr Ko Koch ch-ch des Kochens, Kochtisc ti s h, aauf sc uff ddem em ddie ie SSpeisen peis pe isen is en ddirekt irrek ektt tisch, zube zu bere be r it i et w e de er den: n: oohne hnee To hn Topf pf,, oh pf ohne ne zubereitet werden: Topf, PPfanne, Pf ffan aannne ne,, einfach einffac ei einf a h auf auf der der Tischplatte. Tisc Ti schp sc hpla hp latt la tte. tt e. Das Ehepaar Ehep Eh epaa ep aaar An An-Das drea u nd EErich rich ri ch drea und W Wu rm aus aus Wurm Dii eß eßen en Dießen

vertreibt Teppanyaki-Systeme und hat sich damit ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen; nicht nur in Deutschland, auch in Amerika, Australien oder Asien weiß man die Produktpalette zu schätzen. „Coookers“ (drei pralle Tomaten ersetzen im Logo den Buchstaben „o“) nennt sich die Firma am Currypark in Dießen. Hergestellt werden die Teppanyaki-Tische samt Varianten in München, das Gesamtkonzept ist also „made in Germany“. Vor rund 20 Jahren legte Andrea Wurms Vater den Grundstein für diese Art des Kochens. Paul Schacht, als Designer in der Automobilbranche tätig, setzte mit der Entwicklung nicht nur eine revolutionäre Kochmöglichkeit um. Auch sein Herangehen an die Sache selbst war unter dem Gesichtspunkt der damaligen gesellschaftlichen Doktrin revolutionär. „Mein Vater vertrat schon früh die Auffassung, dass Frauen nicht nur am Herd stehen sollen“, erzählt Andrea Wurm rückblickend. Paul Schacht, mittlerweile um die 80, hat damit ein modernes Bild der Frau vertreten, obwohl er aus einer Generation stammt, die der klassischen Rollenverteilung „Mann Versorger, Frau im Haushalt“ unterliegt. Seine Idee: Nicht mehr zwangsläufig muss die Frau alleine in der Küche stehen, während die Gäste auf das Essen warten, denn am Teppanyaki-Tisch können alle gemeinsam kochen. Das ist auch der Grundgedanke, den die Wurms mit „Coookers“

Diee mobile D Di mob mo b Modulküche mit abnehmbarer K chpl Ko chhpl p at a te iist stt eein in Highlight von Andrea und Erich Kochplatte W rm Wu m. Me Mehr hr u nte www.coookers.de. nt Wurm. unter

SZENISCHEN KANTATE VON CARL ORFF Facebook: fb.com/Kultur.Tourismus.Wolfratshausen Veranstaltungsort: Alte Floßlände, Josef-Bromberger-Weg 1, 82515 Wolfratshausen Tickets: München Ticket, www.muenchenticket.de, Tel. 0180 54 81 81 81 Bürgerbüro Stadt Wolfratshausen, info@wolfratshausen.de, Tel. 08171 214-0

geschnittenes, knackiges Gemüse hineingleiten und kurz anbraten, bevor sie mit Sahne aufgießt und alles mit einem Spatel vermischt. Dann verteilt sie die sanft vor sich hin köchelnde Speise auf die Teller ihrer Gäste. Sie steht dabei die ganze Zeit am Tisch, kann mit ihnen plaudern, ohne die Gesellschaft verlassen und in die Küche verschwinden zu müssen.

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verfolgen. Es geht ihnen um Kommunikation, Gemeinsamkeit, um Essvergnügen der besonderen Art. „Es ist kein Geheimnis, dass gemeinsames Kochen plus Essen weit mehr Genuss verspricht, als nur Essen oder die Zubereitung allein“, sagt Andrea Wurm, die sich um den Vertrieb kümmert. Sie sei praktisch mit Teppanyaki „groß geworden“, erklärt sie lachend. Das ist vielleicht eine der Stärken des Familienunternehmens: Das System ist so in den persönlichen Alltag integriert, dass die Grenzen zwischen Hersteller und Abnehmer längst verschmolzen sind.

Vielfältig, variabel, variantenreich Wie bei vielen, die Gebrauchsgegenstände herstellen und vertreiben, habe sich auch bei ihnen das Wort „Produkt“ als unpersönliche Variante in etwas sehr urbanes verwandelt — der Idealfall. Das lässt sich anhand der Spielarten des Teppanyaki-Systems aufzeigen. Weil ihr und ihrem Mann der Grundgedanke Gemeinschaft auch als Paar und als Familie wichtig ist, haben sie portable Kochplatten im Programm. „Wir nehmen selbst immer eine mit in den Urlaub“, erklärt Andrea Wurm, „weil sie flexibel einsetzbar ist.“ In der Tat ist mit der mobilen Kochplatte viel möglich. „Sie ersetzt auch den herkömmlichen Grill. Es entwickelt sich ja kein Holzkohlerauch, deshalb ist die Kochplatte besonders gut für den Balkon geeignet.“ Es gäbe auch Kunden, die sich eine Platte fürs Büro zugelegt hätten. Ebenso seien Wohnmobilbesitzer begeisterte „Teppanyakianer“, bestätigt Andrea Wurm. Die mobile Variante ist der Verkaufsschlager von „Coookers“, während der Edelstahl-Kochtisch, den sie als den „Rolls Royce“ beschreibt, ein Nischenprodukt für Individualisten sei, deshalb aber nicht weniger geschätzt.

Spannend findet Wurm auch nach einigen Jahren immer noch den Aha-Effekt, den die Tische oder -module hervorrufen. Zugegeben, es ist schon eine leicht irritierende Vorstellung, mitten auf dem Tisch zu kochen, ohne übliches Kochutensil. Wer es jedoch einmal miterlebt hat, ist begeistert. Weil es eine kommunikative Art der Speisenherstellung ist, hatte das Paar eine besondere Idee: Single-Kochevents in München. Wo kann besser und unverkrampft in Kontakt getreten werden, als beim spontanen miteinander kochen? Unter Anleitung Andrea Wurms bereiten beziehungsbereite Singles leckere Drei-Gänge-Menüs zu, lernen sich so praktisch bei Rinderfilet mit Kartoffelplätzchen und flambierten Früchten auf Vanilleeis kennen - und vielleicht lieben. „Die Teilnehmer kommen sich beim Kochen ungezwungen näher“, erzählt Andrea Wurm, „und man kann heimlich beobachten, wie sich das Gegenüber verhält.“ Der Pfannenwender in der Hand des potentiellen Kandidaten kann da schon zum Charaktertest werden: „Es ist immer ganz spannend, wie sich die Teilnehmer verhalten. Teilt jemand großzügig seine Speise oder behält er lieber das meiste für sich?“

Der Pfannenwender als Glücksorakel Die Resonanz auf diese unorthodoxe Veranstaltungsart gibt „Coookers“ recht; allein über Mundpropaganda füllen sich die Singlekochabende mit bis zu 20 Personen. So kommt es nicht von ungefähr, dass Andrea und Erich Wurm überlegen, so etwas auch im Ammerseeraum anzubieten. Singles gibt es schließlich überall. Nicht nur für Singles oder gesellige Freundeskreise eignen sich die Teppanyaki-Kochplatten oder -Tische. Besonders kreativ gehe es zu, wenn Kinder mit im Spiel seien, erzählt Andrea Wurm. Obwohl sich

in der Kochmulde wirklich braten und kochen lässt (bei etwa 160 bis 170 Grad), besteht keine Verbrennungsgefahr für kleine Finger. Der Heizkreis senkt sich temperaturgerecht nach außen ab; so schließt sich an den heißen Innenbereich ein Warmhaltekreis an, der zum Rand hin mit Zimmertemperatur schließt. Wenn Kinder dabei sind, wollen sie mitmachen. Wollen sie selbst kochen, aktiv mithelfen. „Aufgrund der Gartemperatur bis maximal 170 Grad spritzt und dampft es nicht beim Kochen“, erklärt Erich Wurm, der in die Entwicklung und Herstellung der Teppanyaki-Produkte involviert ist. „So besteht keine Verbrennungsgefahr oder Situationen, die für

Kinder riskant wären.“ Gerade weil sich die Kochmulde etwa zwei Zentimeter nach innen absenkt, bleibt die Soße sicher an Ort und Stelle. Bis zu einem dreiviertel Liter fasst die Mulde. Um die Vielfältigkeit des Teppanyakis zu zeigen, veranstalten Andrea und Erich Wurm auf Wunsch Präsentationen. Viel Information liefert zudem die Internetseite www. coookers.de (es sind tatsächlich drei „o“); hier finden sich auch viele Varianten der Kochplatte, die in jeden beliebigen Tisch oder Arbeitszeile integriert werden kann. Auch für Sondermaße ist das Unternehmerpaar offen. Sie sind überzeugt von ihren Produkten und bringen das auch in anschaulichen

Bildern oder ausführlichen Beratungsgesprächen zum Ausdruck. Schließlich steht Kunden mit der Anschaffung eines Teppanyakis nicht nur eine besondere Art des Kochens zur Verfügung. Auch die Haltbarkeit ist ein Faktum - über Generationen kann so eine Platte oder Tisch weitervererbt werden. Gemeinsam kochen, gemeinsam essen - die Philosophie des Unternehmerpaares Wurm ist so einfach wie berückend. „Ich glaube ganz fest daran, dass dieses Gemeinsame auch zur Gesundheit beiträgt“, ist sich Andrea Wurm sicher. „Sich Zeit zu lassen, füreinander Zeit zu nehmen, ist so wichtig. Ich glaube, die Seele ist einfach happy, wenn rp wir in Gesellschaft essen.“

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• Kfz-Mechatroniker/-in, Fachrichtung Nutzfahrzeugtechnik

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U


Veranstaltungskalender MI 01.07. WEILHEIM 17.30 bis 21.00 Uhr Schafkopfrunde im GeisenhoferTreff, Münchener Straße 45. Anmeldung unter 0881 / 909590-10 PEISSENBERG 13.30 bis 16.30 Uhr Bergbaumuseum geöffnet. Tiefstollen 2 MURNAU 16.00 Uhr Sonderausstellung 150 Jahre TSV Murnau in der Kegelbahn, Poschinger Allee 8 19.00 bis 20.00 Uhr Zumba Fitness bei Kurti im Freibad LIDO. Eintritt frei. Infos: www. KURTIS-eventgastronomie.de 20.00 Uhr Sommerkonzert des Jugend- und Blasorchesters in der Fußgängerzone, Mariensäule. Eintritt frei

DO 02.07. WEILHEIM 17.00 bis 23.00 Uhrr Eröffnung der 28. Französischen öi h Woche auf dem Marienplatz mit der Stadtkapelle Weilheim und dem „Rabah“ aus Narbonne. www.franzoesische-woche.info PEISSENBERG Vormittags Wochenmarkt am Glückauf-Platz MURNAU 9.30 Uhr Wanderung „Geschichte und Geschichten vom Murnauer Moos“.

Kosten: 6 Euro Erwachsene, Kinder sind frei. Treffpunkt: Infotafel am Wanderparkplatz Murnauer Moos, Ramsachstraße. Infos bei Traudl Bergmeister, Tel.: 08841 / 61410, touristinfo@murnau.de 16.00 bis 20.00 Uhr Sonderausstellung 150 Jahre TSV Murnau in der Kegelbahn, Poschinger Allee 8 19.00 Uhr Sommerkonzerte der Camerloher Musikschule Murnau e.V. im Kulturpark SEESHAUPT 20.00 Uhr Musik der Roma „Urs Karpatz“ — Retour Aux Sources in der Seeresidenz Alte Post ROTTENBUCH 11.00 Uhr Schaukäsen auf der Schönegger Käsealm

FR 03.07.

Musikschule in der Stadthalle. Eintritt frei

(1903-1945), im Rathaus, Kirchenstraße 9. Letzter Tag

DIESSEN

14.00 bis 17.00 Uhr Kindernachmittag am Volksfestplatz

19.30 Uhr Stammtisch des kath. Frauenbund e.V. Anmeldung am Mittwoch vor dem Stammtisch bei Cornelia Kammerl unter 08807 / 6428. Gäste sind herzlich willkommen! PENZBERG 16.30 bis 17.30 Uhr „Eine Stunde Zeit für mich“ — Latin Dance zum Kennenlernen mit Michaela Schott im Pfarrzentrum Christkönig/Barbarasaal, Bahnhofstraße 35. Infos unter 08856 / 92140 MURNAU 16.00 bis 20.00 Uhr Sonderausstellung 150 Jahre TSV Murnau in der Kegelbahn, Poschinger Allee 8 18.30 bis 20.00 Uhr Sportschießen mit dem Luftgewehr für Gäste im Schützenhaus am Staffelsee

WEILHEIM 8.00 bis 13.30 Uhr Wochenmarkt auf dem Marienplatz 10.00 bis 23.30 Uhrr 28. Französische Woche oocchhee auf a f de au dem m Marienplatz mit dem Narbonner Musiker „Rabah“ und seiner Begleitung. infos unter www. franzoesische-woche.info 15.00 bis 17.00 Uhr Strickeria im Mehrgenerationenhaus. Es werden nicht nur die Stricknadeln geschwungen. Eintritt frei 19.00 Uhr Großes Schülerkonzert der

1. Juli bis 31. August 2015

SEESHAUPT 19.30 Uhr Serenade im Schaugarten TUTZING 8.00 bis 12.00 Uhr Ausstellung Albrecht Haushofer

19.00 Uhr 40-jähriges Jubiläum der Tutzinger Gilde im Festzelt auf der Lindlwiese am Rathaus. Auftakt mit Sänger- und Musikanten Hoagascht. Eintritt: 8 Euro, Karten an der Abendkasse und im VVK bei der Buchhandlung Held und „Der Laden“. Infos auf Seite 16-19 WOLFRATSHAUSEN 20.00 Uhr Fluss Festival - Helmut Schleich mit seinem Programm „Ehrlich!“, siehe Anzeige Seite 68

SA 04.07. WEILHEIM 10.00 bis 23.30 Uhr 28. Französische Woche oche oc hhe auf auf de dem em Marienplatz. Ab 14 Uhr „Le Grand Orchestre“ mit der Weilheimer Big Band, ab 17 Uhr „Les danseuses de rêve“ — französische Tänze modern interpretiert von der Weilheimer Tanzschule „Traumtanz“, ab 18 Uhr mit dem Narbonner Musiker „Rabah“ und seiner Begleitung. Infos unter www.franzoesische-woche.info

15.00 bis 18.00 Uhr Wanderung „die Kraft des Flusses erleben“. Der LBV lädt Familien mit Kindern ab 7 Jahren zu einem Nachmittag an der Ammer ein. Treffpunkt: Parkplatz Naturfreundehaus. Infos bei Nicola Boll unter 089 / 219643050 oder p-eisenhut@ lbv.de PEISSENBERG 14.00 bis 20.00 Uhr Schäffler-Grillfest mit Live-Musik und freier Fahrt bei der Bockerlbahn an der Tiefstollenhalle. Eintritt frei DIESSEN 10.00 Uhr Kinderfest des Lions-Club in den Seeanlagen. Mit Entenrennen, Hüpfburg, Kindereisenbahn, Kinderschminken uvm. 12.00 Uhr 24-Stunden Regatta des Landsberger Segel-Club auf dem Ammersee. Infos unter www.scll.de PENZBERG 10.00 bis 18.00 Uhr Penzberger Blaulichttag 2015 rund um den Stadtplatz MURNAU 9.00 bis 18.00 Uhr Bücherbasar des Lions-Club im Kemmelpark

> > > BLUTSPENDETERMINE DES ROTEN KREUZ DI, 7. Juli DO, 16. Juli FR, 17. Juli DO, 27. August FR, 28. August MO, 31. August

16.00 16.00 16.00 16.00 16.00 16.00

bis bis bis bis bis bis

20.00 Uhr 20.00 Uhr 20.00 Uhr 20.00 Uhr 20.00 Uhr 20.00 Uhr

Peißenberg, Josef-Zerhoch-Mittelschule Penzberg, BRK-Haus Penzberg, BRK-Haus Weilheim, BRK-Haus Weilheim, BRK-Haus Murnau, Kultur- und Tagungszentrum

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10.00 bis 19.00 Uhr Sonderausstellung 150 Jahre TSV Murnau in der Kegelbahn, Poschinger Allee 8 18.00 bis 20.00 Uhr 2. Murnauer Bücherfest im Schloßmuseum. Gespräch und Lesung mit Lena Gorelik und Najem Wali SEESHAUPT 20.00 Uhr Schützenball in Jenhausen IFFELDORF 19.00 Uhr Meisterkonzert „Odeon Tanzorchester“ in der Mehrzweckhalle EBERFING

14.00 und 16.00 Uhr 40-jähriges Jubiläum der Tutzinger Gilde. Doctor Döblingers geschmackvolles Kasperltheater im Roncallihaus. Eintritt: 4 Euro für Kinder, 6 Euro für Erwachsene, Karten an der Kasse und im VVK bei Spielwaren Hoyer, siehe Seite 16-19 20.00 Uhr 40-jähriges Jubiläum der Tutzinger Gilde mit „Kofelgschroa“ im Festzelt auf der Lindlwiese am Rathaus. Eintritt: 18 Euro, Karten an der Abendkasse und unter www. eventim.de. Infos auf Seite 16-19 WOLFRATSHAUSEN 20.00 Uhr Fluss Festival — Die Bayern 3 Lieblingstour mit Matthias Matuschik, siehe Anzeige Seite 68

22.00 Uhr Führung in der Sternwarte mit Blick auf den Saturn. Escherstr. 12, Eintritt frei, Infos unter WEILHEIM 08802 / 8389 oder info@sternwarte-eberfing.de. Infos auf Seite 66-67 10.00 Uhr Pfaffenwinkler Erlebnisfahrt.Abfahrt 10 Uhr am Bahnhof, Rückkehr POLLING 17 Uhr. Anmeldung bis Freitag 12 18.00 Uhr Uhr vor dem Reisetag bei Elisabeth Konzert mit dem Streichquartett Welz unter 08861 / 7138792 oder „Trio for Strings“ im Regenboelisabeth.welz@pfaffenwinklergenstadl kulturfuehrer.de

SO 05.07.

ANDECHS 17.00 Uhr Carl Orff-Festspiele 2015 im Fürstentrakt des Klosters. Soiré: „Der Mond“. Infos unter www.carlorff-festspiele.de PÖCKING 19.00 Uhr Jubiläumsveranstaltung 150 Jahre Bahnhof Possenhofen und 10 Jahre Kaiserin Elisabeth Museum im Kaiserin Elisabeth Museum TUTZING 8.00 bis 13.00 Uhr Flohmarkt im Festzelt

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11.00 bis 23.00 Uhrr 28. Französische W Woche, o hhe Fa oc Fami Familimii m entag auf dem Marienplatz, ab 14 Uhr Jazz-Combo des Weilheimer Gymnasiums, ab 18 Uhr „Sina Rouge — vieux succès“ mit der Red Sina Band, infos unter www. franzoesische-woche.info PEISSENBERG 13.30 bis 16.30 Uhr Bergbaumuseum geöffnet. Tiefstollen 2 14.00 Uhr Bockerlbahn Fahrtag an der Tiefstollenhalle. Nur bei trockenem Wetter. Infos unter www. diebockerlbahner.de

19.00 Uhr Serenade der Peißenberger Chöre mit Liederkranz im Caritas Seniorenzentrum St. Ulrich DIESSEN 7.30 bis 16.00 Uhr Jugendtag der Freiwilligen Feuerwehr in den Seeanlagen

TUTZING

PEISSENBERG

10.00 Uhr 40-jähriges Jubiläum der Tutzinger Gilde im Festzelt auf der Lindlwiese am Rathaus. 10.30 Uhr: Festgottesdienst im Kustermannpark mit anschließendem Umzug durch Tutzing, siehe Seite 16-19

16.00 bis 20.00 Uhr Blutspenden in der Josef-ZerhochMittelschule

WOLFRATSHAUSEN STARNBERG 15.00 Uhr Familienführung für Groß und Klein im Museum Starnberger See

20.00 Uhr Fluss Festival — „Nacht des Südens“ mit Mudestra — Musica della Strada, siehe Anzeige S. 68

MURNAU

HERZOGSÄGMÜHLE

10.00 bis 17.00 Uhr Bücherbasar des Lions-Club im Kemmelpark

10.00 Uhr 121. Dorffest. Beginn mit dem Gottesdienst — es predigt Landesbischof und EKD-Ratsvorsitzender Dr. Heinrich Bedford-Strohm. Anschl. Spaß, Spiel, Musik und gutes Essen zu günstigen Preisen. Infos unter www.herzogsaegmuehle.de

10.00 bis 19.00 Uhr Sonderausstellung 150 Jahre TSV Murnau in der Kegelbahn, Poschinger Allee 8 11.15 Uhr Kirchenführung in der St. Nikolauskirche BERNRIED 10.00 Uhr Eröffnungsfest im Buchheim Museum. Die große Austellung „Expressionismus²“ geht zu Ende. Gleichzeitig werden ein neuer Raum und eine neue Ausstellung eröffnet: das „Labor der Phantasie“, die Austellung „Paperworld“ mit Kinder- und Jugendzeichnungen berühmter zeitgenössischer Künstler. Familienkarten kosten an diesem Tag nur so viel wie eine reguläre Eintrittskarte: 8,50 Euro. Ganztags Programm. Infos auf Seite 32-34 SEESHAUPT 11.15 Uhr Standkonzert mit der Musikkapelle am Dampfersteg

MO 06.07. WEILHEIM 16.00 bis 16.45 Uhr Lesezeit in der Stadtbücherei. Für Kinder ab 4 Jahren. Eintritt frei

DIESSEN 20.00 bis 21.30 Uhr Detox für die Seele mit Sabine Wolf in der „Laube“, Schützenstr. 35. Wir schauen, wie das, was unsere Seele belastet und vergiftet, ausgeschieden und durch Freudvolles und Entlastendes ersetzt werden kann. Anmeldung bis 04.07. unter 08152 / 9099036, info@freudeundklang.de. Eintritt: 12 Euro MURNAU 9.30 Uhr Fit & Well mit Christiane Alberti (Fitnesstrainerin & Personalcoach) im LIDO am Staffelsee. Eintritt frei 10.30 Uhr Brauereiführung in der Weißbierbrauerei Karg. Für Rollstuhlfahrer leider nicht geeignet. Kosten: 6 Euro, Gruppenpreise bitte erfragen. Anmeldung bis spätestens Montag 17 Uhr unter 08841 / 1268

PEISSENBERG

19.00 Uhr Singen mit Anneliese Baur im Griesbräu

19.30 Uhr Tauschabend der Sammlerfreunde Peiting und Umgebung e.V. in der Bücherei

19.30 Uhr Buchvorstellung im Schloßmuseum. Brigitte Roßbeck: „Franz Marc — Die Träume und das Leben“

MURNAU 19.30 Uhr Bildershow „Naturparadies Murnauer Moos“ von Naturfotograf Martin Doll im Kultur- und Tagungszentrum. Eintritt: 4 Euro

DI 07.07. WEILHEIM 8.30 bis 13.00 Uhr Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

ROTTENBUCH 11.00 Uhr Schaukäsen auf der Schönegger Käsealm

MI 08.07. PEISSENBERG

U

13.30 bis 16.30 Uhr Bergbaumuseum geöffnet. Tiefstollen 2


DIESSEN

MURNAU

14.00 Uhr Mittwochstreff im Pfarrzentrum Mariä Himmelfahrt mit Margot Grötz

19.00 Uhr Sommerkonzert der Camerloher Musikschule Murnau e.V. im Kulturpark

MURNAU

RASITING

19.00 bis 20.00 Uhr Zumba Fitness bei Kurti im Freibad LIDO. Eintritt frei. Infos: www. KURTIS-eventgastronomie.de

19.30 Uhr Space-Cinema am Radom. Der Hauptfilm startet wenn es dunkel genug ist und im Anschluss gibt es noch einen Spätfilm. Infos auf Seite 24-26

20.00 Uhr Sommerkonzert des Jugend- und Blasorchesters in der Fußgängerzone, Mariensäule. Eintritt frei WOLFRATSHAUSEN 20.00 Uhr Fluss Festival — „Krusical“ mit Georg Unterholzner und d'Housemusi, siehe Anzeige S. 68 SCHONGAU 19.00 Uhr Vortrag „Wenn der Rücken schmerzt“ im Ballenhaus mit Chefarzt der Wirbelsäulenchirugie Dr. Florian Soldner und Oberarzt Dr. Bernd Höpfl

DO 09.07. WEILHEIM 17.00 bis 24.00 Uhr Weilheimer Hüttengaudi auf dem Volksfestplatz. O'zapft ist mit „Sound Cocktail“. Eintritt frei

WOLFRATSHAUSEN 20.00 Uhr Fluss Festival — Jamaram Everlasting Pleasure Tour 2015, siehe Anzeige Seite 68 ROTTENBUCH 11.00 Uhr Schaukäsen auf der Schönegger Käsealm

FR 10.07.

Vormittags Wochenmarkt am Glückauf-Platz

18.30 Uhr Sportschießen mit dem Luftgewehr für Gäste im Schützenhaus am Staffelsee RASITING 19.30 Uhr Space-Cinema am Radom. Der Hauptfilm startet wenn es dunkel genug ist und im Anschluss gibt es noch einen Spätfilm. Infos auf Seite 24-26 ANDECHS 18.00 bis 21.15 Uhr Carl Orff-Festspiele 2015 im Fürstentrakt und der Wallfahrtskirche des Klosters. Kammerkonzert mit den Akademisten der Andechser Orff-Akademie des Münchner Rundfunkorchsters. Tickets unter www.carl-orff-festspiele.de

WEILHEIM 8.00 bis 13.30 Uhr Wochenmarkt auf dem Marienplatz 17.00 bis 1.00 Uhr Weilheimer Hüttengaudi auf dem Volksfestplatz. Ab 18 Uhr: Hüttenbetrieb und Biergarten. Ab 20 Uhr: „K-zwoa“. Eintritt frei

WOLFRATSHAUSEN 20.00 Uhr Fluss Festival – Senkrecht und Pusch — Die Bigband Show, siehe Anzeige Seite 68

SA 11.07. WEILHEIM

PENZBERG PEISSENBERG

18.00 Uhr 140 Jahre Freiwillige Feuerwehr. Festtag der Murnauer Vereine. Freibieranstich um 18 Uhr am Rathaus mit anschl. Festzug ins Bierzelt auf dem Festplatz

18.00 Uhr Familienmusical „Asti der Gallier“ im Gut Hub/Tenne Vordermeir. Eintritt: 6 Euro

PENZBERG MURNAU 17.00 Uhr Familienmusical „Asti der Gallier“ 14.00 Uhr Start des Volksfest am Kemmelim Gut Hub/Tenne Vordermeir. park. Infos unter www.fahrenEintritt: 6 Euro schon-festzelte.de

14.00 bis 3.00 Uhr Weilheimer Hüttengaudi auf dem Volksfestplatz. Ab 14 Uhr: Hüttenbetrieb und Biergarten. 20 Uhr: „The Outset“. 22 Uhr: „DJ Effex“ und „Superfreax“. Eintritt frei 17.00 bis 22.00 Uhr Nachtflohmarkt auf dem Platz vor der Kleinen Hochlandhalle. Die Verkaufsflächen können ab 15 Uhr belegt werden. Infos bei Christian Eigner unter 0881 / 4179225 oder christian.eigner@gmx.de

juli / august 2015 | 73


PEISSENBERG

LANDSBERG

Ganztags Jugend-Kart-Slalom des MC Peißenberg an der Neuen Berghalde

10.00 bis 17.00 Uhr Tag der offenen Tür im Klinikum

DIESSEN 10.00 Uhr 10-jähriges Jubiläum des Ammerseecup. Zweitägiges Jugendturnier des MTV-Fußball mit knapp 70 Mannschaften am Sportplatz MURNAU 11.00 Uhr 140 Jahre Freiwillige Feuerwehr. Aktionen zum aktiven Mitmachen. Bierzeltbetrieb mit Biergarten und Vergnügungspark auf dem Festplatz am Kemmelpark. Infos unter www.feuerwehr-murnau.de BERNRIED 19.00 Uhr Fête des Lumières 2015 des Freundeskreis Samoreau-Bernried in der Lindenallee. Ausweichtermin: 18.07.

SO 12.07. WEILHEIM 7.30 bis 11.30 Uhr Kleintiermarkt in der Kleinen Hochlandhalle. Eintritt: Kinder bis 6 Jahre frei. Kinder von 6-15 Jahren 0,50 Euro. Erwachsene 2 Euro. Anmeldung und Info unter 08802 / 622 oder vdrvkweilheim@ gmx.de 10.00 bis 20.00 Uhr Weilheimer Hüttengaudi auf dem Volksfestplatz. Weiiwurstfrühstück, Kinder- und Familientag, Hüttenbetrieb und Ausklang. Eintritt frei PEISSENBERG Ganztags Jugend-Kart-Slalom des MC Peißenberg an der Neuen Berghalde

RASITING

DIESSEN

19.30 Uhr Space-Cinema am Radom. Der Hauptfilm startet wenn es dunkel genug ist und im Anschluss gibt es noch einen Spätfilm. Infos auf Seite 24-26

10.00 Uhr 10-jähriges Jubiläum des Ammerseecup. Zweitägiges Jugendturnier des MTV-Fußball mit knapp 70 Mannschaften am Sportplatz STARNBERG

ANTDORF 20.00 Uhr Heubodenfest in Neuried

15.00 Uhr Sonntagsführung im Museum Starnberger See

RIEDERAU

MURNAU

10.00 bis 17.00 Uhr Ammersee-Rund-Segeln auf der „Sir Shackleton“. Infos unter www. segelevent-ammersee.de und auf Seite 58-59

9.00 Uhr 140 Jahre Freiwillige Feuerwehr. Festsonntag mit Gottesdienst und Festzug auf dem Festplatz am Kemmelpark

WOLFRATSHAUSEN 20.00 Uhr Fluss Festival — Willy Michl, der „Isar-Indianer“, siehe Seite 68

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10.30 Uhr Ortsführung durch Murnau. Kosten: 5 Euro. Treffpunkt vor dem Rathaus

15.00 Uhr Führung durch die Technikbereiche der BG Unfallklinik. Eintritt frei. Anmeldung unter 08841 / 482669

MURNAU

PEISSENBERG

9.30 Uhr Fit & Well mit Christiane Alberti (Fitnesstrainerin & Personalcoach) im LIDO am Staffelsee. Eintritt frei

13.30 bis 16.30 Uhr Bergbaumuseum geöffnet. Tiefstollen 2

IFFELDORF

10.30 Uhr Brauereiführung in der Weißbierbrauerei Karg. Für Rollstuhlfahrer leider nicht geeignet. Kosten: 6 Euro, Anmeldung bis Mo 17 Uhr unter 08841 / 1268

11.00 Uhr Pfarrfest im Pfarrgarten EBERFING 11.00 Uhr Führung in der Sternwarte mit Blick auf die Sonne. Eintritt frei. Gruppenführungen (mind. 10 Pers.) und Infos unter 08802 / 8389 oder info@sternwarte-eberfing.de. Escherstr. 12, siehe Seite 66-67 RIEDERAU 10.00 bis 17.00 Uhr Ammersee-Rund-Segeln auf der „Sir Shackleton“. Infos unter www. segelevent-ammersee.de und auf Seite 58-59

MO 13.07. MURNAU 14.00 Uhr Volksfest am Kemmelpark. Infos unter www.fahrenschon-festzelte.de

DI 14.07. WEILHEIM 8.30 bis 13.00 Uhr Wochenmarkt auf dem Kirchplatz PENZBERG 14.00 Uhr Altennachmittag des kath Frauenbundes im Pfarrzentrum

17.00 Uhr Tanz für Junggebliebene im GlückAuf-Stüberl MURNAU

14.00 Uhr 14.00 Uhr Volksfest am Kemmelpark. Infos Volksfest am Kemmelpark. Infos unter www.fahrenschon-festzelte.de unter www.fahrenschon-festzelte.de 18.00 Uhr Bierseminar im Griesbräu. Kosten: 14 Euro inkl. Führung und Bierproben. Anmeldung erforderlich unter 08841 / 1422 20.00 bis 21.45 Uhr Vortrag „Training für das Auge“ von Augenoptikermeisterin Birgit Sauer im Kultur und Tagungszentrum. Kosten: 8 Euro an der Abendkasse

19.00 bis 20.00 Uhr Zumba Fitness bei Kurti im Freibad LIDO. Eintritt frei. Infos: www. KURTIS-eventgastronomie.de WOLFRATSHAUSEN 20.00 Uhr Fluss Festival — Bavaria Vista Club — Benefizkonzert des Lions-Clubs WOR/GER, siehe Anzeige Seite 68 HERZOGSÄGMÜHLE

WOLFRATSHAUSEN 16.00 Uhr Fluss Festival — LoisachJam „KickOff“. Rap, Indie, Hip-Hop und mehr, siehe Anzeige Seite 68

PENZBERG

WOLFRATSHAUSEN 20.00 Uhr Fluss Festival – Dreiviertelblut — Lieder vom Unterholz, siehe Anzeige Seite 68 ROTTENBUCH 11.00 Uhr Schaukäsen auf der Schönegger Käsealm

MI 15.07. WEILHEIM 19.00 Uhr Vortrag „Wenn das Knie schmerzt“ im Pfarrsaal Miteinander, Theatergasse 1, mit dem Chefarzt der Unfallchirugie & Orthopädie Dr. Thomas Löffler

19.30 Uhr Konzerteinführung „Musik im Pfaffenwinkel“ im RainerEndisch-Saal. Eintritt frei, siehe Termin 19.07., Wies, 19 Uhr

DO 16.07. WEILHEIM 16.00 bis 16.45 Uhr Die Lese-Minis — Buch, Spiel & Melodie für 2-3 Jährige und ihre Eltern in der Stadtbücherei. Eintritt frei, telefonische Anmeldung erforderlich unter 0881 / 682610 PEISSENBERG

U

Vormittags Wochenmarkt am Glückauf-Platz DIESSEN

17.00 Uhr Music Summer Ammersee auf der


Bühne beim Dampfersteg in den Seeanlagen. Mit „The Eagle Trail“ und „Azucar Cubana“. Infos unter www.kulturamsee.com PENZBERG 16.00 bis 20.00 Uhr Blutspenden im BRK-Haus

FR 17.07.

SA 18.07.

WEILHEIM

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr Wochenmarkt auf dem Marienplatz

11.00 bis 24.00 Uhr 11. Oberstadtlerfest. Musik, Kulinarisches uvm. Open-Air Bühnen am Rathausplatz, am Stadtbach und am Trachtenheim mit Auftritten versch. Vereine und Gruppen. Eintritt frei

DIESSEN

MURNAU

17.00 Uhr Music Summer Ammersee auf der 9.30 Uhr Bühne beim Dampfersteg in den Wanderung „Geschichte und Seeanlagen. Mit „Munich Soul Geschichten vom Murnauer Company“ und „Andi Thon“. Infos Moos“. Kosten: Erwachsene 6 Euro, unter www.kulturamsee.com Kinder sind frei. Treffpunkt: Infotafel am Wanderparkplatz Murnauer PENZBERG Moos, Ramsachstraße. Infos unter 16.00 bis 20.00 Uhr 08841 / 61410 oder touristinfo@ Blutspenden im BRK-Haus murnau.de 14.00 Uhr MURNAU Volksfest am Kemmelpark. Infos unter www.fahrenschon-festzelte.de 14.00 Uhr Volksfest am Kemmelpark. Infos 19.00 Uhr unter www.fahrenschon-festzelte.de Sommerkonzert der Camerloher 18.30 Uhr Musikschule Murnau e.V. im Sportschießen mit dem LuftgeKultur- und Tagungszentrum wehr für Gäste im Schützenhaus 19.00 bis 20.00Uhr am Staffelsee Entspannende Klangmeditation im Kunstatelier Kuhaus mit KlangANDECHS schalen, Monochord, Gong u.a. 19.00 Uhr Anmeldung unter 0151 / 21881031 Carl Orff Festspiele 2015 am Heiligen Berg. „Der Mond — ein RIEDERAU kleines Welttheater“. Erzählt auf 19.00 bis 23.00 Uhr filmischer Illusionsbühne. Tickets Sternenfahrt-Segeln auf der „Sir unter www.carl-orff-festspiele.de Shackleton“. Infos unter www. segelevent-ammersee.de und auf RIEDERAU Seite 58-59 17.00 bis 21.00 Uhr After Work-Segeln auf der „Sir WOLFRATSHAUSEN Shackleton“. Infos unter www. 20.00 Uhr segelevent-ammersee.de und auf Fluss Festival — Brustmann Seite 58-59 Hoch3. J. Brustmann, Waldramer Tanzlmui, Balloon Pilot, siehe WOLFRATSHAUSEN Anzeige Seite 68 20.00 Uhr ROTTENBUCH Fluss Festival — Die Wellküren 11.00 Uhr mit „Herz sticht“, siehe Anzeige Schaukäsen auf der Schönegger Seite 68 Käsealm

PEISSENBERG 14.00 Uhr Bergbaumuseumsfest und Bockerlbahn Fahrtag an der Tiefstollenhalle DIESSEN Ganztags Clubregatta und Sommerfest des Diessener-Segel-Club e.V. am Ammersee. Infos unter www. diessner-segel-club.de 17.00 Uhr Music Summer Ammersee auf der Bühne beim Dampfersteg in den Seeanlagen. Mit „Super Sonic Soul“ und „Jam as united“. Infos unter www.kulturamsee.com PENZBERG 13.00 Uhr Breitfilzbegehung mit dem Gartenbauverein Penzberg. Besichtigung der Schrebergartenanlage am Breitfilz mit Führung durch Georg Draser, bei Regen am 25.7. 20.00 Uhr Sinfoniekonzert des Sinfonieorchester im Pfaffenwinkel unter der Leitung von Günther Pfannkuch in der Stadtpfarrkirche Christkönig MURNAU 11.00 Uhr Volksfest am Kemmelpark. Infos unter www.fahrenschon-festzelte.de

juli / august 2015 | 75


BERNRIED

WOLFRATSHAUSEN

ANDECHS

10.00 Uhr Start der Ausstellung „Gipfeltreffen“ von Ernst Ludwig Kirchner und Bernd Zimmer im Buchheim Museum. Bis 11. Oktober. Infos auf Seite 41

14.00 Uhr Fluss Festival — Donikkl mit „Die Mitmach-Konzert-Show“, siehe Anzeige Seite 68

16.00 Uhr Carl Orff Festspiele 2015 am Heiligen Berg. „Der Mond — ein kleines Welttheater“. Erzählt auf filmischer Illusionsbühne. Tickets unter www.carl-orff-festspiele.de

RAISTING Ganztags Tages-Pilgerwanderungen „auf den Spuren von St. Rasso“. Von Raisting nach Schondorf. Kosten: 10 Euro. Infos unter 08141 / 44994 ANTDORF 20.00 uhr Heimatabend in Neuried HUGLFING 14.00 Uhr Garten-/Weinfest beim Alten Wirt am Rathausplatz. Ausweichtermin bei schlechtem Wetter am 25.07. TUTZING 16.00 Uhr 40-jähriges Jubiläum der Tutzinger Gilde und 105 Jahre G.T.E.V. „Würmseer Stamm“ Diemendorf. Jubiläums-Seefest im Kustermannpark. Infos auf Seite 16-19 ANDECHS 19.00 Uhr Carl Orff Festspiele 2015 am Heiligen Berg. „Der Mond — ein kleines Welttheater“. Erzählt auf filmischer Illusionsbühne. Tickets unter www.carl-orff-festspiele.de RIEDERAU 19.00 bis 23.00 Uhr Sternenfahrt-Segeln auf der „Sir Shackleton“. Infos unter www. segelevent-ammersee.de und auf Seite 58-59

76 | tassilo

20.00 Uhr Fluss Festival — Michael Altinger mit „Ich sag's lieber direkt“, siehe Anzeige Seite 68

SO 19.07. PEISSENBERG 13.30 bis 16.30 Uhr Bergbaumuseum geöffnet. Tiefstollen 2

RIEDERAU 10.00 bis 17.00 Uhr Ammersee-Rund-Segeln auf der „Sir Shackleton“. Infos unter www. segelevent-ammersee.de und auf Seite 58-59 WOLFRATSHAUSEN 20.00 Uhr Fluss Festival — Carmina Burana — Szenische Kantate von Carl Orff, siehe Anzeige Seite 68

14.00 Uhr Bockerlbahn Fahrtag an der Tiefstollenhalle. Nur bei trockenem Wetter. Infos unter www.diebockerlHERZOGSÄGMÜHLE bahner.de STARNBERG 15.00 Uhr Sonntagsführung im Museum Starnberger See

12.00 Öffentliche Generalprobe „Musik im Pfaffenwinkel“ in der Deckerhalle. Eintritt frei WIES

PENZBERG 10.00 Uhr Pfaffenwinkler Erlebnisfahrt. Abfahrt 10.05 Uhr am Bahnhof, Rückkehr 16.45 Uhr. Anmeldung bis Freitag 12 Uhr bei Maria Sporer Tel. 08868 / 641 oder maria.sporer@ pfaffenwinkler-kulturfuehrer.de MURNAU 8.00 Uhr Skapuliermarkt in der Bahnhofstraße. Eintritt ist frei

19.00 Uhr Konzert „Musik im Pfaffenwinkel“ in der Wieskirche. Anton Bruckner, Te Deum, Symphonie Nr. 5 B-Dur. Solisten, gemischter Chor im Pfaffenwinkel, Mitglieder der Münchner Philharmoniker und Christian Fröhlich. VVK unter 08861 / 2194138 oder info@ musikimpfaffenwinkel.de. Infos auf Seite 61

MO 20.07.

11.00 Uhr WEILHEIM Volksfest am Kemmelpark. Infos unter www.fahrenschon-festzelte.de 16.00 Uhr Lesezeit in der Stadtbücherei. Für IFFELDORF Kinder ab 4 Jahren. Eintritt frei 19.00 Uhr Sommerkonzert der „capella vocale Iffeldorf“ in der Aula der Grundschule

MURNAU 20.00 Uhr Serenade mit dem Staffelseechor

Murnau e.V. und dem Chor Cantamus im Kultur- und Tagungszentrum

DI 21.07. WEILHEIM 8.30 bis 13.00 Uhr Wochenmarkt auf dem Kirchplatz MURNAU 9.30 Uhr Fit & Well mit Christiane Alberti (Fitnesstrainerin & Personalcoach) im LIDO am Staffelsee. Eintritt frei 10.30 Uhr Brauereiführung in der Weißbierbrauerei Karg. Für Rollstuhlfahrer leider nicht geeignet. Kosten: 6 Euro, Gruppenpreise bitte erfragen. Anmeldung bis spätestens Montag 17 Uhr unter 08841 / 1268 ROTTENBUCH 11.00 Uhr Schaukäsen auf der Schönegger Käsealm

MI 22.07. PEISSENBERG

19.00 bis 20.00 Uhr Zumba Fitness bei Kurti im Freibad LIDO. Eintritt frei. Infos: www. KURTIS-eventgastronomie.de 20.00 Uhr Sommerkonzert des Jugend- und Blasorchesters in der Fußgängerzone, Mariensäule. Eintritt frei

DO 23.07. WEILHEIM 20.30 Uhr Carl Orff´s „Carmina Burana“ als Freilichtaufführung auf dem Marienplatz Weilheim (bei schlechtem Wetter in der Stadthalle). Karten im VVK beim Medienhaus Weilheim, Münchnerstr. 1, Tel. 0881 / 18967 oder an der Abendkasse ab 19 Uhr. Preise: 1. Kategorie 28€ (ermäßigt 24€), 2. Kategorie 24€ (ermäßigt 20€), 3. Kategorie (nur bei schönem Wetter, sonst zurück) 20€ (ermäßigt 16€), siehe Seite 56 PEISSENBERG Vormittags Wochenmarkt am Glückauf-Platz MURNAU

13.30 bis 16.30 Uhr Bergbaumuseum geöffnet. Tiefstollen 2

19.00 Uhr Sommerkonzerte der Camerloher Musikschule Murnau e.V. im Kulturpark

PENZBERG

RIEDERAU

19.30 Uhr Finde zu Dir, tanze! Traditionelle Tänze der Völker meditativ erleben mit Anselma Probst im Pfarrzentrum Christkönig

17.00 bis 21.00 Uhr After Work-Segeln auf der „Sir Shackleton“. Infos unter www. segelevent-ammersee.de und auf Seite 58-59

MURNAU

ROTTENBUCH

15.00 Uhr Wanderung „Auf den Spuren von Gabriele Münter“. Der Weg führt durch Murnau zum Münterhaus mit einer Einführung im Garten. Kosten: 7 Euro. Treffpunkt ist vor dem Rathaus

11.00 Uhr Schaukäsen auf der Schönegger Käsealm

U


FR 24.07. WEILHEIM 8.00 bis 13.30 Uhr Wochenmarkt auf dem Marienplatz MURNAU 18.00 Uhr Dämmerschoppen-Musik im Platzl am See. Boarisch, jazzig oder fetzig 18.30 Uhr Sportschießen mit dem Luftgewehr für Gäste im Schützenhaus am Staffelsee

11.30 bis 14.30 Uhr Giftmobil-Schadstoffsammlung am Festplatz Weilheim. Infos bei der Abfallberatung der EVA GmbH unter 08868 / 180180, 0881 / 40803 oder info@va-abfallentsorgung.de 18.00 Uhr 4. Sommernacht von den KunstBändigern im „Hänsel's“. Mit Live-Musik, Theater, Grillen, Kunstausstellung uvm. Eintritt frei PEISSENBERG 15.00 Uhr Spielenachmittag für Groß und Klein in der Bücherei Peißenberg

19.30 Uhr Mit Dixieland ins Wonderland. Ganztags Der „Highland Dixie Train“ fährt in Dorffest der Feuerwehr in Obermühlhausen den Griesbräu ein. Eintritt frei

ANDECHS 19.00 Uhr Carl Orff Festspiele 2015 am Heiligen Berg. „Der Mond — ein kleines Welttheater“. Erzählt auf filmischer Illusionsbühne. Tickets unter www.carl-orff-festspiele.de RIEDERAU 10.00 bis 17.00 Uhr Südsee-Segeln auf der „Sir Shackleton“. Infos unter www. segelevent-ammersee.de und auf Seite 58-59

SA 25.07.

PENZBERG

ETTING

16.00 Uhr Hopfenfest am Vitusplatz von und mit der Musikkapelle

17.00 Uhr Theater EigenArt „Die Kartoffelsuppe“ im Gut Hub. Für alle ab 6 Jahren ein Theatererlebnis der besonderen Art: Sehen, hören, riechen, schmecken, genießen. Kartenreservierung unter www. kleinkunst-penzberg.de

10.30 Uhr Pfarrfest im Anschluss an den Festgottesdienst an der St.-Michaels-Kirche.

PÖCKING 18.00 Uhr Nacht der langen Tafel vom Raiffeisenplatz bis fast zur Maisinger Straße ANDECHS

DIESSEN

19.30 Uhr Volkstanz-Abend im Gewölbesaal beim Griesbräu. Familie Pittrich lädt zu Musik und Tanz ein. Eintritt frei

IFFELDORF

11.00 Uhr Schauschmieden in der Alten Schmiede Erling 19.00 Uhr Carl Orff Festspiele 2015 am Heiligen Berg. „Der Mond — ein kleines Welttheater“. Erzählt auf filmischer Illusionsbühne. Tickets unter www.carl-orff-festspiele.de

PENZBERG

RIEDERAU

10.00 Uhr Flohmarkt an der Berghalde

10.00 bis 17.00 Uhr Lady-Sail-Segeln auf der „Sir Shackleton“. Infos unter www. segelevent-ammersee.de und Seite 58-59

10.00 Uhr Fahrradwanderung „Kapellen am Wegesrand“. Eine Fahrradwanderung mit Wolfgang Sacher. Kosten: 6 Euro. Treffpunkt am Bahnhof MURNAU 15.00 Uhr Kulturknall im Schloßhof. Traditionelles Benefiz-Festival des Vereins Menschen Helfen e.V. mit LiveKonzerten, Biergarten, Standmeile und großem Sonderprogramm. Infos unter www.kulturknall.de 15.00 Uhr Führungen durch das Schloßmuseum. Sonderausstellung „Die Kunst der Stunde“. Eintritt: 10 Euro

WEILHEIM

SEESHAUPT

10.00 bis 15.00 Uhr Tag der offenen Tür im Klinikum mit buntem Rahmenprogramm. Infos auf Seite 49-50

10.00 Uhr Kunsthandwerkermarkt auf dem Parkplatz an der Schule in der Penzberger Straße. Mit Bühnenprogramm bis nach Mitternacht

SO 26.07. WEILHEIM 10.00 Uhr Goggolori Turnier des Boule- und Petanqueclub im Bouledrome am Ammerdamm. Eintritt frei STARNBERG 15.00 Uhr Sonntagsführung im Museum Starnberger See 19.30 Uhr Tanzschifffahrt Sommernachtsball mit den Cagey Strings auf der MS Starnberg. Abfahrt am Ablegesteg Bahnhofplatz. Karten nur im VVK. Infos unter Tel. 089 / 55269480 oder www.royaldance.de

MURNAU 11.00 Uhr Kulturknall im Schloßhof. Traditionelles Benefiz-Festival des Vereins Menschen Helfen e.V. mit Live-Konzerten, Biergarten, Standmeile und großem Sonderprogramm. Weitere Infos unter www.kulturknall.de 11.15 Uhr Kirchenführung in der St. Nikolauskirche

POLLING 16.00 Uhr Konzert „Musik im Pfaffenwinkel“ im Bibliothekensaal. Junge Künstler aus der Region, präsentiert von Johannes Hitzelberger (BRKlassik). VVK unter 08861 / 2194138 oder info@musikimpfaffenwinkel. de. Infos auf Seite 61 ANDECHS 16.00 Uhr Carl Orff Festspiele 2015 am Heiligen Berg. „Der Mond — ein kleines Welttheater“. Erzählt auf filmischer Illusionsbühne. Tickets unter www.carl-orff-festspiele.de

SEESHAUPT 10.00 Uhr Kunsthandwerkermarkt auf dem Parkplatz an der Schule in der Penzbergerstraße. Frühschoppen und Ausklang ab 17 Uhr mit der Musikkapelle Seeshaupt EBERFING 9.00 Uhr Anna-Fest in der Pollingsrieder Kapelle 11.00 Uhr Führung in der Sternwarte mit Blick auf die Sonne. Der Eintritt ist frei. Gruppenführungen (mind. 10 Pers.) und Infos unter 08802 / 8389 oder info@sternwarte-eberfing.de. Escherstr. 12. Infos auf Seite 66-67 HABACH 19.00 Uhr Chorkonzert des Vocalensemble a-capella unter der Leitung von Günther Pfannkuch im Chorherrenstift St. Ulrich

RIEDERAU 10.00 bis 17.00 Uhr Lady-Sail-Segeln auf der „Sir Shackleton“. Infos unter www. segelevent-ammersee.de und auf Seite 58-59

MO 27.07. MURNAU 9.30 Uhr Leichte Mooswanderung mit Reinhard Klein. Dauer 3 - 3,5 Std. Kosten: 6 Euro, Treffpunkt: Großer Wanderparkplatz Ramsachstraße 19.30 Uhr Vortrag „Die Gebirgslandschaft östlich von Murnau“ von Heinfried Barton im Kultur- und Tagungszentrum. Eintritt: 4 Euro

DI 28.07. WEILHEIM 8.30 bis 13.00 Uhr Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

mai / juni 2015 | 77


19.00 Uhr Vorleser-Treff der „Lese-Ratten Pfaffenwinkel e.V.“ im Mehrgenerationenhaus 19.30 Uhr Vortrag „Erbrecht für Eheleute und Patchworkfamilien“ von Caroline Kistler in der Waldwirtschaft am Gögerl. Eintritt frei MURNAU 9.30 Uhr Fit & Well mit Christiane Alberti (Fitnesstrainerin & Personalcoach) im LIDO am Staffelsee. Eintritt frei 10.30 Uhr Brauereiführung in der Weißbierbrauerei Karg. Für Rollstuhlfahrer leider nicht geeignet. Kosten: 6 Euro, Gruppenpreise bitte erfragen. Anmeldung bis spätestens Montag 17 Uhr unter 08841 / 1268 18.00 Uhr Bierseminar im Griesbräu. Kosten: 14 Euro inkl. Führung und Bierproben. Anmeldung unter 08841 / 1422 ROTTENBUCH 11.00 Uhr Schaukäsen auf der Schönegger Käsealm

MI 29.07.

DO 30.07.

PEISSENBERG

PEISSENBERG

WEILHEIM

13.30 bis 16.30 Uhr

Vormittags Wochenmarkt am Glückauf-Platz

8.00 bis 13.30 Uhr Wochenmarkt auf dem Marienplatz

Bergbaumuseum geöffnet. Tiefstollen 2 MURNAU 19.00 bis 20.00 Uhr Zumba Fitness bei Kurti im Freibad LIDO. Eintritt frei. Infos: www. KURTIS-eventgastronomie.de 20.00 Uhr Sommerkonzert des Jugend- und Blasorchesters in der Fußgängerzone, Mariensäule. Eintritt frei IFFELDORF 18.00 Uhr Vorspiel der Gitarrenklassen von Th. Mucha und R. Kannacher in der Aula der Grundschule PEITING 9.00 Uhr Gesundheitstag im Wellenbad. Eintritt frei

MURNAU 9.30 Uhr Wanderung „Geschichte und Geschichten vom Murnauer Moos“. Kosten: 6 Euro für Erwachsene, Kinder sind frei. Treffpunkt: Infotafel am Wanderparkplatz Murnauer Moos, Ramsachstraße. Infos bei Traudl Bergmeister unter 08841 / 61410 oder touristinfo@ murnau.de 19.00 Uhr Sommerkonzerte der Camerloher Musikschule Murnau e.V. im KulturPark EGLFING 19.00 Uhr 53. Bezirksmusikfest des Musikbundes von Ober- und Niederbayern, Bezirk Oberland. 19 Uhr: Sternmarsch zum Festzelt. 20 Uhr: Tag der Nachbarschaft mit den Musikkapellen Huglfing, Uffing, Obersöchering und Spatzenhausen. Weitere Infos auf Seite 40 WESSOBRUNN 14.00 Uhr Frauentreff im Gasthof zur Post RIEDERAU 17.00 bis 21.00 Uhr After Work-Segeln auf der „Sir Shackleton“. Infos unter www. segelevent-ammersee.de und auf Seite 58-59

78 | tassilo

FR 31.07.

MURNAU 17.00 Uhr Sommerfest im Platzl am See samt Live-Musik mit „A2B“- Afrobayerisches Duo und „Iris & Paul“. Eintritt: 4 Euro 18.30 Uhr Sportschießen mit dem Luftgewehr für Gäste im Schützenhaus am Staffelsee 19.00 Uhr Zauberspiel „Der Alpenkönig und der Menschenfeind“ auf der Freilichtbühne vor dem Schloss. Romantisch-komisch in zwei Aufzügen EGLFING 17:30 Uhr 53. Bezirksmusikfest des Musikbundes von Ober- und Niederbayern, Bezirk Oberland. 17.30 Uhr: Standkonzert vor dem Rathaus mit der Musikkapelle aus Allumiere. 18 Uhr: Tag der Betriebe mit „Machlast“ und „Josef Menzl“. Weitere Infos auf Seite 40 RIEDERAU 19.00 bis 23.00 Uhr Mondschein-Segeln auf der „Sir Shackleton“. Infos unter www. segelevent-ammersee.de und auf Seite 58-59

SA 01.08.

ROTTENBUCH

PEISSENBERG

11.00 Uhr Schaukäsen auf der Schönegger Käsealm

14.00 Uhr Schützen-Grillfest im Schützenheim

DIESSEN Ganztags Grillfest der Schützengesellschaft Windachquell 8.00 Uhr 3. Diessner 12 Std. MTB-Europameisterschaft des MC Diessen. Zielbereich in Wengen. Für Sportler sowie für ambitionierte Freizeitradler. Infos unter www. schatzbergrennen.de. und Seite 22-23 MURNAU 19.00 Uhr Zauberspiel „Der Alpenkönig und der Menschenfeind“ auf der Freilichtbühne vor dem Schloss EGLFING 19.00 Uhr 53. Bezirksmusikfest des Musikbundes von Ober- und Niederbayern, Bezirk Oberland. Blasmusikwahnsinn im Doppelpack mit „Quattro Poly“ und „Ansatzlos“. Weitere Infos auf Seite 40 POLLING 9.00 Uhr Bauernmarkt auf dem Kirchplatz RIEDERAU 10.00 bis 17.00 Uhr Ammersee-Rund-Segeln auf der „Sir Shackleton“. Infos unter www. segelevent-ammersee.de und auf Seite 58-59

SO 02.08. WEILHEIM

U

10.00 Uhr Pfaffenwinkler Erlebnisfahrt. Abfahrt ist um 10 Uhr am Bahnhof, Rückkehr um 17 Uhr. Anmeldung bis spätestens 30.07., 12 Uhr bei Elisabeth Welz unter 08861 / 7138792 oder elisabeth.welz@pfaffenwinkler-kulturfuehrer.de


18.00 Uhr Auftakt zur 26. BR-Rradltour 2015 auf dem Festplatz Weilheim. Party und Live-Konzert mit Andreas Bourani. Eintritt frei, siehe Seite 57

tag 6.08. Infos und Anmeldung unter 089 / 897454510 und www. muenchner-fussball-schule.de. Weitere Infos auf Seite 46 PEISSENBERG

PEISSENBERG 13.30 bis 16.30 Uhr Bergbaumuseum geöffnet. Tiefstollen 2 13.30 Uhr Familienfest der JU in der Tiefstollenhalle. Biergarten, Hüpfburg, Bockerlbahn STARNBERG 15.00 Uhr Familienführung für Groß und Klein im Museum Starnberger See MURNAU 19.00 Uhr Zauberspiel „Der Alpenkönig und der Menschenfeind“ auf der Freilichtbühne vor dem Schloss EGLFING 8.15 Uhr 53. Bezirksmusikfest des Musikbundes von Ober- und Niederbayern, Bezirk Oberland. Mit Kirchenzug, Festgottesdienst uvm., siehe Seite 40

MO 03.08.

19.30 Uhr Tauschabend der Sammlerfreunde Peiting und Umgebung e.V. in der Bücherei Peißenberg BERNRIED 11.00 Uhr Eröffnung der „Bernrieder Kunstausstellung“ im Klosterhof. Geöffnet bis einschließlich 17.08. EGLFING 11.00 Uhr 53. Bezirksmusikfest des Musikbundes von Ober- und Niederbayern, Bezirk Oberland. Blauer Montag für Jung und Alt, siehe Seite 40

DI 04.08. WEILHEIM 8.30 bis 13.00 Uhr Wochenmarkt auf dem Kirchplatz MURNAU 9.30 Uhr Fit & Well mit Christiane Alberti (Fitnesstrainerin & Personalcoach) im LIDO am Staffelsee. Eintritt frei

WEILHEIM 8.00 bis 10.00 Uhr 26. BR-Radltour von Weilheim nach Mellrichstadt in Unterfranken. Sechs Etappen mit insgesamt 485 km und 3 800 Höhenmetern stehen an, siehe Seite 57 9.30 bis 15.30 Uhr Beginn Feriencamp der Münchner Fußballschule beim TSV Weilheim. Training und Betreuung in kleinen Gruppen. Inkl. Trikot, Cappy, Trinkflasche, Trick-DVD und Urkunde. Täglich bis Donners-

ROTTENBUCH 11.00 Uhr Schaukäsen auf der Schönegger Käsealm

MI 05.08. WEILHEIM 17.30 bis 21.00 Uhr Schafkopfrunde im GeisenhoferTreff, Münchener Straße 45. Anmeldung unter 0881 / 909590-10

PEISSENBERG

ROTTENBUCH

13.30 bis 16.30 Uhr Bergbaumuseum geöffnet. Tiefstollen 2

11.00 Uhr Schaukäsen auf der Schönegger Käsealm

MURNAU 10.30 Uhr Schatzsuche für Kinder und Jugendliche von 8-12 Jahren. Anmeldung unter 08841 / 476-207 oder -201. Kosten: 8 Euro, Treffpunkt: Schloßmuseum Kasse 19.00 bis 20.00 Uhr Zumba Fitness bei Kurti im Freibad LIDO. Eintritt frei. Infos: www. KURTIS-eventgastronomie.de 20.00 Uhr Sommerkonzert des Jugend- und Blasorchesters in der Fußgängerzone, Mariensäule. Eintritt frei POLLING 14.00 Uhr Seniorennachmittag im Benefiziatenhaus in Polling

DO 06.08. PEISSENBERG Vormittags Wochenmarkt am Glückauf-Platz MURNAU 17.00 Uhr Kunsthistorischer Spaziergang vom mittelalterlichen Markt des Kaisers Ludwig des Bayern bis zur Wiege des Expressionismus von Kandinsky, Münter und Gefährten. Kosten: 6 Euro, Treffpunkt am Rathaus RIEDERAU 17.00 bis 21.00 Uhr After Work-Segeln auf der „Sir Shackleton“. Infos unter www. segelevent-ammersee.de und auf Seite 58-59

FR 07.08. WEILHEIM 8.00 bis 13.30 Uhr Wochenmarkt auf dem Marienplatz 15.00 bis 17 Uhr Strickeria im Mehrgenerationenhaus. Eintritt frei DIESSEN 19.30 Uhr Stammtisch des kath. Frauenbund e.V. Anmeldung am Mittwoch vor dem Stammtisch bei Cornelia Kammerl unter 08807 / 6428. Gäste sind herzlich willkommen! MURNAU Ganztags Ausstellung der Murnauer Hinterglasmaler im Pfarramt St. Nikolaus. Eintritt ist frei. Bis 16.08. 18.30 Uhr Sportschießen mit dem Luftgewehr für Gäste im Schützenhaus am Staffelsee 19.00 Uhr Zauberspiel „Der Alpenkönig und der Menschenfeind“ auf der Freilichtbühne vor dem Schloss

SA 08.08. WEILHEIM 14.00 bis 17.00 Uhr Experimentieren und Forschen an der Ammer. Familien mit Kindern treffen sich zum Experimentieren und Spielen mit Wasserrädern und Wasserkraft in der Ammer. Treffpunkt: Kleine Ammer-Fußgängerbrücke zwischen Ibelherstraße und Kanalstraße 17.00 Uhr Nachtflohmarkt auf dem Platz vor der Kleinen Hochlandhalle. Die Verkaufsflächen können ab 15 Uhr belegt werden. Infos bei Christian Eigner unter 0881 / 4179225 oder christian.eigner@gmx.de MURNAU 9.30 Uhr Leichte Mooswanderung mit Reinhard Klein. Dauer 3 - 3,5 Std. Kosten: 6 Euro, keine Anmeldung erforderlich. Treffpunkt: Großer Wanderparkplatz Ramsachstraße, Murnauer Moos 17.00 Uhr Sommerfest der Gebirgsschützenkompanie in der Lederergasse auf dem Tiefgaragendeck 19.00 Uhr Zauberspiel „Der Alpenkönig und der Menschenfeind“ auf der Freilichtbühne vor dem Schloss IFFELDORF

RIEDERAU 17.00 bis 21.00 Uhr After Work-Segeln auf der „Sir Shackleton“. Infos unter www. segelevent-ammersee.de und auf Seite 58-59 SCHONGAU 12.00 bis 24.00 Uhr Historischer Markt am Festplatz mit „Spectaculatius“. Infos unter www.schongauer-sommer.de

19.00 Uhr Meisterkonzert „Stephan König, Solo Chopin in Jazz“ im Barocksaal des Kloster Benediktbeuern RIEDERAU 10.00 bis 17.00 Uhr Ammersee-Rund-Segeln auf der „Sir Shackleton“. Infos unter www. segelevent-ammersee.de und auf Seite 58-59

juli / august 2015 | 79


SCHONGAU

EBERFING

ROTTENBUCH

RIEDERAU

RIEDERAU

12.00 bis 24.00 Uhr Historischer Markt am Festplatz mit „Spectaculatius“. Infos unter www.schongauer-sommer.de

10.00 Uhr Gartenfest auf dem Hinterholzerhof gegenüber der Pfarrkirche

11.00 Uhr Schaukäsen auf der Schönegger Käsealm

17.00 bis 21.00 Uhr After Work-Segeln auf der „Sir Shackleton“. Infos unter www. segelevent-ammersee.de und auf Seite 58-59

19.00 bis 23.00 Uhr Sternenfahrt-Segeln auf der „Sir Shackleton“. Infos unter www. segelevent-ammersee.de und auf Seite 58-59

SCHONGAU

SCHONGAU

12.00 bis 24.00 Uhr Historischer Markt am Festplatz mit „The Sandsacks“. Infos unter www.schongauer-sommer.de

12.00 bis 24.00 Uhr Historischer Markt am Festplatz mit „Furunkulus“. Infos unter www.schongauer-sommer.de

SO 09.08. WEILHEIM 7.30 bis 11.30 Uhr Kleintiermarkt in der Kleinen Hochlandhalle. Eintritt: Kinder bis 6 Jahre frei. Kinder von 6-15 Jahren 0,50 Euro. Erwachsene 2 Euro. Anmeldung und Info unter 08802 / 622 oder vdrvkweilheim@ gmx.de

11.00 Uhr Führung in der Sternwarte mit Blick auf die Sonne. Der Eintritt ist frei. Gruppenführungen (mind. 10 Pers.) Infos unter 08802 / 8389 oder info@sternwarte-eberfing.de. Escherstr. 12, siehe Seite 66-67 ANTDORF 11.00 Uhr Gartenfest am Schützenheim RIEDERAU

10.00 bis 17.00 Uhr Ammersee-Rund-Segeln auf der 10.30 Uhr „Sir Shackleton“. Infos unter www. Gottesdienst in der Kapelle Maria segelevent-ammersee.de und auf Schnee und anschl. Frühschoppen Seite 58-59 in Bischofsried mit dem MuSCHONGAU sikverein Dießen. Bei schlechter Witterung ist der Frühschoppen vor 12.00 bis 24.00 Uhr der Molkerei in Wengen Historischer Markt am Festplatz mit „Spectaculatius“. Infos unter STARNBERG www.schongauer-sommer.de 15.00 Uhr Sonntagsführung im Museum Starnberger See DIESSEN

MO 10.08.

MURNAU 11.15 Uhr Kirchenführung in der St. Nikolauskirche 18.00 Uhr Dämmerschoppen-Musik im Platzl am See. Boarisch, jazzig oder fetzig 19.00 Uhr Zauberspiel „Der Alpenkönig und der Menschenfeind“ auf der Freilichtbühne vor dem Schloss SEESHAUPT 17.00 Uhr Ausstellung „Malerei trifft Skulptur“ in der Seeresidenz Alte Post. Bis 20.09.

80 | tassilo

MI 12.08. PEISSENBERG 13.30 bis 16.30 Uhr Bergbaumuseum geöffnet. Tiefstollen 2 PENZBERG

ROTTENBUCH 17.00 Uhr 11.00 Uhr Tanz für Junggebliebene im GlückSchaukäsen auf der Schönegger Auf-Stüberl Käsealm MURNAU 15.00 Uhr Wanderung „Auf den Spuren von Gabriele Münter“. Der Weg führt durch Murnau zum Münterhaus mit einer Einführung im Garten. Kosten: 7 Euro. Treffpunkt ist vor dem Rathaus, keine Anmeldung erforderlich 20.00 Uhr Sommerkonzert des Jugend- und Blasorchesters in der Fußgängerzone, Mariensäule. Eintritt frei

SCHONGAU

SCHONGAU

12.00 bis 24.00 Uhr Historischer Markt am Festplatz. Infos unter www.schongauersommer.de

12.00 bis 24.00 Uhr Historischer Markt am Festplatz mit „The Sandsacks“. Infos unter www.schongauer-sommer.de

DI 11.08.

DO 13.08.

WEILHEIM

PEISSENBERG

8.30 bis 13.00 Uhr Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

Vormittags Wochenmarkt am Glückauf-Platz

SCHONGAU

SEESHAUPT

12.00 bis 24.00 Uhr Historischer Markt am Festplatz mit „The Sandsacks“. Infos unter www.schongauer-sommer.de

20.00 Uhr See Jazz Festival mit „Echoes of Swing“ in der Seeresidenz Alte Post. Eintritt: 25 Euro

FR 14.08.

SA 15.08. Mariä Himmelfahrt PEISSENBERG 10.00 Uhr Dorffest am Dorfbrunnen in der Bachstraße. Ausweichtermin 16.08.

WEILHEIM 8.00 bis 13.30 Uhr Wochenmarkt auf dem Marienplatz MURNAU 18.30 Uhr Sportschießen mit dem Luftgewehr für Gäste im Schützenhaus am Staffelsee 20.00 Uhr Miteinand Musi mach'n und singa der Camerloher Muikschule Murnau e.V. im Centro und Cafe Krönner

MURNAU 14.00 Uhr Bayerischer Frühschoppen mit gemütlicher Musi im Biergarten Platzl am See BERNRIED 10.00 bis 18.00 Uhr Ausstellung „Kunsthandwerk im Torbogen“ im Klosterhof RAISTING 13.00 Uhr Fischerstechen am Landschaftsweiher

RAISTING 17.00 Uhr Kräuterbüschelbinden im Pfarrheim IFFELDORF 14.00 Uhr Kräuterbüschlbinden im Gemeindestadel in der Jägergasse mit dem Verschönerungsverein

IFFELDORF 8.30 Uhr Gottesdienst mit Fest zum 175-jährigen Bestehen der Filialkirche Nantesbuch POLLING

U

10.30 Uhr Gartenfest des Trachtenvereins am Trachtenheim


RIEDERAU

BERNRIED

10.00 bis 17.00 Uhr Südsee-Segeln auf der „Sir Shackleton“. Infos unter www. segelevent-ammersee.de und auf Seite 58-59

10.00 bis 18.00 Uhr Ausstellung „Kunsthandwerk im Torbogen“ im Klosterhof

SCHONGAU 12.00 bis 24.00 Uhr Historischer Markt am Festplatz mit „Furunkulus“. Infos unter www.schongauer-sommer.de

RIEDERAU 10.00 bis 17.00 Uhr Familien-Segeln auf der „Sir Shackleton“. Infos unter www. segelevent-ammersee.de und auf Seite 58-59 SCHONGAU

BIRKLAND 10.00 Uhr 50 Jahre Birkländer Musikanten im Festzelt am Festplatz. 10 Uhr: Oldtimertreffen. 14 Uhr: OldtimerRundfahrt 20.00 Uhr Musikkabarett „Da Huawa, Da Meier & I“ im Festzelt. Einlass um 18 Uhr. Infos und Tickets unter www.birklaender-musikanten.de

SO 16.08. PEISSENBERG 13.30 bis 16.30 Uhr Bergbaumuseum geöffnet 14.00 Uhr Bockerlbahn Fahrtag an der Tiefstollenhalle. Nur bei trockenem Wetter. Infos: www.diebockerlbahner.de STARNBERG 15.00 Uhr Sonntagsführung im Museum Starnberger See PENZBERG 10.00 Uhr Pfaffenwinkler Erlebnisfahrt, Abfahrt ist um 10.05 Uhr am Bahnhof, Rückkehr um 16.45 Uhr. Anmeldung bis spätestens 14.08, 12 Uhr bei Maria Sporer unter 08868 / 641 oder maria.sporer@pfaffenwinklerkulturfuehrer.de

12.00 bis 24.00 Uhr Historischer Markt am Festplatz mit „Furunkulus“. Infos unter www.schongauer-sommer.de

DI 18.08.

DO 20.08. PEISSENBERG Vormittags Wochenmarkt am Glückauf-Platz MURNAU 19.00 bis 20.00 Uhr Entspannende Klangmeditation im Kunstatelier Kuhaus mit Klangschalen, Monochord, Gong u.a. Anmeldung unter: 0151 / 21881031 RIEDERAU 17.00 bis 21.00 Uhr After Work-Segeln auf der „Sir Shackleton“. Infos unter www. segelevent-ammersee.de und auf Seite 58-59

WEILHEIM

ROTTENBUCH

8.30 bis 13.00 Uhr Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

11.00 Uhr Schaukäsen auf der Schönegger Käsealm

BERNRIED 10.00 Uhr Ausstellung „Was das Holz sein möchte" von Ernst Gamperl im Buchheim Museum. Eintritt: 8,50 Euro, Kinder unter 6 Jahren sind frei. Ausstellung bis 13.09.

FR 21.08. WEILHEIM 8.00 bis 13.30 Uhr Wochenmarkt auf dem Marienplatz

ROTTENBUCH 11.00 Uhr Schaukäsen auf der Schönegger Käsealm

MI 19.08. PEISSENBERG 13.30 bis 16.30 Uhr Bergbaumuseum geöffnet. Tiefstollen 2 MURNAU 20.00 Uhr Sommerkonzert des Jugend- und Blasorchesters in der Fußgängerzone, Mariensäule. Eintritt frei

MURNAU 18.30 Uhr Sportschießen mit dem Luftgewehr für Gäste im Schützenhaus am Staffelsee 19.30 Uhr Volkstanz-Abend im Gewölbesaal beim Griesbräu. Eintritt frei RIEDERAU 17.00 bis 21.00 Uhr After Work-Segeln auf der „Sir Shackleton“. Infos unter www. segelevent-ammersee.de und auf Seite 58-59

juli / august 2015 | 81


SA 22.08. MURNAU 19.00 Uhr König Ludwig Feier im Kulturund Tagungszentrum RIEDERAU 10.00 bis 17.00 Uhr Südsee-Segeln auf der „Sir Shackleton“. Infos unter www. segelevent-ammersee.de und auf Seite 58-59

SO 23.08. STARNBERG 15.00 Uhr Sonntagsführung im Museum Starnberger See

erforderlich. Treffpunkt: Großer Wanderparkplatz Ramsachstraße, Murnauer Moos

DI 25.08.

RIEDERAU 17.00 bis 21.00 Uhr After Work-Segeln auf der „Sir Shackleton“. Infos unter www. segelevent-ammersee.de und auf Seite 58-59

WEILHEIM 8.30 bis 13.00 Uhr Wochenmarkt auf dem Kirchplatz 19.00 Uhr Vorleser-Treff der „Lese-Ratten Pfaffenwinkel e.v.“ im Mehrgenerationenhaus ROTTENBUCH 11.00 Uhr Schaukäsen auf der Schönegger Käsealm

MI 26.08.

MURNAU

PEISSENBERG

11.15 Uhr Kirchenführung in der St. Nikolauskirche

13.30 bis 16.30 Uhr Bergbaumuseum geöffnet. Tiefstollen 2

EBERFING

MURNAU

11.00 Uhr Führung in der Sternwarte mit Blick auf die Sonne. Der Eintritt ist frei. Gruppenführungen (mind. 10 Pers.) und Infos unter 08802 / 8389 oder info@sternwarte-eberfing.de. Escherstr. 12, siehe Seite 66-67

15.00 Uhr Wanderung „Auf den Spuren von Gabriele Münter“. Der Weg führt durch Murnau zum Münterhaus mit einer Einführung im Garten. Kosten: 7 Euro. Treffpunkt ist vor dem Rathaus

FORST

10.00 bis 17.00 Uhr Ammersee-Rund-Segeln auf der „Sir Shackleton“. Infos unter www. segelevent-ammersee.de und auf Seite 58-59

MO 24.08. MURNAU 9.30 Uhr Leichte Mooswanderung mit Reinhard Klein. Dauer 3-3,5 Std. Kosten: 6 Euro, keine Anmeldung

82 | tassilo

20.00 Uhr Sommerkonzert des Jugend- und Blasorchesters in der Fußgängerzone, Mariensäule. Eintritt frei

DO 27.08. WEILHEIM 16.00 bis 20.00 Uhr Blutspenden im BRK-Haus PEISSENBERG Ganztags Wochenmarkt am Glückauf-Platz

PENZBERG 11.00 Uhr Volksfest auf dem Festplatz Berghalde. Infos unter www.fahrenschon-festzelt.de/verantaltungen

14.00 Uhr Frauentreff im Schützenheim Haid 20.00 Uhr 88. Loisachgaufest im Festzelt auf ROTTENBUCH der Berghalde. Großer Gauheimatabend des Loisachgaus. Mit 11.00 Uhr Festmusik der Stadt- und BergSchaukäsen auf der Schönegger knappenkapelle. Eintritt: 5 Euro Käsealm

FR 28.08. WEILHEIM 8.00 bis 13.30 Uhr Wochenmarkt auf dem Marienplatz 16.00 bis 20.00 Uhr Blutspenden im BRK-Haus PENZBERG

RIEDERAU

Diessner-Segel-Club auf dem Ammersee. Infos unter: www. diessner-segel-club.de. Bis 30.08.

14.00 Uhr Start des Volksfest auf dem Festplatz Berghalde. Infos unter www. fahrenschon-festzelt.de MURNAU 18.30 Uhr Sportschießen mit dem Luftgewehr für Gäste im Schützenhaus am Staffelsee RIEDERAU 10.00 bis 17.00 Uhr Ammersee-Rund-Segeln auf der „Sir Shackleton“. Infos unter www. segelevent-ammersee.de und auf Seite 58-59

SA 29.08.

ANDECHS 11.00 Uhr Schauschmieden in der Alten Schmiede in Erling

auf der Berghalde. Um 9.15 Uhr Aufstellung zum Kirchenzug. 10.00 Uhr Festgottesdienst auf der Berghalde, 13.00 Uhr Aufstellung zum Festzug. Ab 19.00 Uhr Festausklang mit der Gaißacher Musikkapelle. Der Eintritt ist frei. MURNAU 8.00 Uhr Höllischer Flohmarkt auf dem Freigelände Kemmelpark. Der größte Flohmarkt im Oberland RIEDERAU 5.00 bis 9.00 Uhr Early Bird-Segeln auf der „Sir Shackleton“. Infos unter www. segelevent-ammersee.de und auf Seite 58-59

MO 31.08.

RIEDERAU 19.00 bis 23.00 Uhr Mondschein-Segeln auf der „Sir Shackleton“. Infos unter www. segelevent-ammersee.de und auf Seite 58-59

SO 30.08.

PENZBERG 14.00 Uhr Volksfest auf dem Festplatz Berghalde. Infos unter www. fahrenschon-festzelt.de MURNAU

STARNBERG 15.00 Uhr Sonntagsführung im Museum Starnberger See

16.00 bis 20.00 Uhr Blutspenden im Kultur- und Tagungszentrum

PENZBERG 9.15 Uhr 88. Loisachgaufest im Festzelt

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„tassilo“ Birkland 40 86971 Peiting

Redaktion: redaktion@tassilo.de Termine: veranstaltungen@tassilo.de Anzeigen: anzeigen@tassilo.de Anregungen / Kritik: info@tassilo.de

DIESSEN

Tel.: 08869 / 91 22-26 Fax: 08869 / 91 22-20

11.00 Uhr Regatta H-Boot-Haferl des

www.tassilo.de

Das Impressum finden Sie auf Seite 56.

U


OFZ Orthopädisches Fachzentrum Leben in Bewegung Bewegung bedeutet Leben. Lebensqualität entsteht jedoch erst, wenn eine ungehinderte und schmerzfreie Bewegung möglich ist. Die Spezialisten des OFZ haben sich ein Ziel gesetzt: Diese Lebensqualität zu sichern oder wiederherzustellen.

für Konsultationen bereit, so dass stets eine wohnortnahe Betreuung der Patienten möglich ist.

Diagnostik, konservative und operative Therapie sowie Nachsorge aus einer Hand

Betreuung bis hin zur Einbindung von Physiotherapie und Orthopädietechnik. Alle ambulant möglichen Operationen erfolgen durch die Fachärzte im eigenen ambulanten OP.

Basis jeder erfolgreichen Behandlung ist die richtige Diagnose. Die langjährige Erfahrung und die ausgewiesene Spezialisierung der einzelnen Fachärzte sowie umfassende Diagnoseeinrichtungen machen das OFZ zum Ansprechpartner Nr. 1 bei allen orthopädischen Beschwerden.

Spezialisten für Orthopädie – vor Ort und in der Nähe Der Weg zum Spezialisten ist nicht weit: An vier Standorten bietet das OFZ ein Komplettpaket orthopädischer Versorgung: in Weilheim, Garmisch, Starnberg und Penzberg arbeiten 9 Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie, jeder mit einer besonderen zusätzlichen Spezialisierung. Sie sorgen für eine ganzheitliche optimale Versorgung der Patienten bei Hüft-, Knie-, Fuß-, Schulter-, Ellenbogen-, Hand- und Wirbelsäulenbeschwerden und -verletzungen. Die Fachärzte stehen an allen Standorten

Für den optimalen Heilungserfolg steht immer der Patient im Fokus der individuellen, gesamtheitlichen Behandlung: Alle notwendigen Therapieschritte können im OFZ durchgeführt werden. Durch diese ganzheitliche Versorgung aus einer Hand ist eine optimale Genesung und Rehabilitation gewährleistet: von der ambulanten oder stationären

OFZ Orthopädisches Fachzentrum Weilheim – Garmisch – Starnberg – Penzberg

Unsere Spezialisten: Dr. med. Klaus Bachfischer Dr. med. Wolfgang Vogt Dr. med. Alexander Waizenhöfer Dr. med. Axel Schroth Dr. med. Johann Wasmaier Dr. med. Martin Festerling Dr. med. Karl Heizer Dr. med. Wolfried Hawe Dr. med. Karen Rüttinger

Stationär notwendige Operationen werden in den umliegenden speziell dafür ausgerüsteten Krankenhäusern durchgeführt. Wenn etwa Knie, Hüfte oder Schulter Schwierigkeiten bereiten: Zum Leistungsspektrum des OFZ gehören in erster Linie moderne gelenkerhaltende Maßnahmen. Zusätzlich verfügt das OFZ über eine besondere Expertise im Bereich des Gelenkersatzes (Endoprothetik) der großen Gelenke. Die Operationsverfahren basieren auf den neuesten medizinischen Erkenntnissen und erfolgen nach Möglichkeit immer minimalinvasiv. Das OFZ findet für jeden Patienten die passende Lösung.

Geben Sie Ihre Gelenke in die Hände von Spezialisten.

Kontakt: OFZ Weilheim Tel.: 0881 / 939 30 OFZ Garmisch Tel.: 08821 / 96 78 40 OFZ Starnberg Tel.: 08151 / 444 98 88 OFZ Penzberg Tel.: 08856 / 25 90

info@ofz-online.de www.ofz-online.de juli / august 2015 | 83


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tassilo - das neue Regionalmagazin rund um Weilheim und die Seen  

Der Geist von Herzog Tassilo - Markus Loth auf der Roten Couch - Tutzinger Gilde feiert Jubiläum - Urlaub auf dem Bauernhof in Obersöchering...

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