Jakobsweg

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Tirol-Allgäu Auf Pilgerpfaden von Stams im Inntal nach Oberstaufen-Zell

Pilgern. Wandern. Kultur. Gesundheit für Körper, Geist und Seele.

Auf dem Weg zu dir selbst.


2 Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Grußwort Abt Mag. German Erd Grußwort Prodekan Pfarrer Karl-Bert Matthias Grußwort Pilgerpaten Übersichtskarte Allgemeine Infos Tipps zur eigenen Routenplanung Pilger Literatur & Utensilien Markierungen & Symbolik Stams im Inntal – Nassereith Nassereith – Fernpass – Lermoos Lermoos – Bichlbach – Berwang Berwang – Weißenbach am Lech – Haldensee Haldensee – Bad Hindelang Bad Hindelang – Immenstadt-Bühl Immenstadt-Bühl – Oberstaufen-Zell

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Impressum 42 Wichtige Telefonnummern

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Grußwort Abt Mag. German Erd 3

Tirol-Allgäu Auf Pilgerpfaden von Stams im Inntal nach Oberstaufen-Zell

Grußwort von Abt Mag. German Erd Stift Stams

Vorwort

Liebe Pilgerinnen und Pilger, Es freut mich, dass mit der Route von Stams nach OberstaufenZell eine neue Wegstrecke des Jakobsweges erschlossen wird. Dieser Weg führt durch eine landschaftlich romantische Gegend, teilweise entlang der alten Römerstraße vom Inntal hinaus ins Allgäu. Das Stift Stams war in seiner Geschichte mit den geistigen und kulturellen Entwicklungen dieser Region immer sehr verbunden und war Treffpunkt musisch Schaffender aus Tirol und dem benachbarten Allgäu. Möge jetzt vielen, die diese Route des neuen Jakobsweges gehen, das Stift Stams Beginn sein auf dem Weg der Selbstfindung, wenn sie in Stille und doch empfänglich für die zahlreichen Eindrücke durch diese malerische und wild-romantischen Naturlandschaft wandern. Die Kapellen und Bildstöcke, die in diesem Führer treffend beschrieben und erläutert sind, sind Zeugnisse der religiösen Volkskultur, die diese Gegend über Jahrhunderte geprägt hat. In diesem Sinn möge dieser Abschnitt des Jakobsweges für die Pilger zu einer wertvollen und bereichernden Erfahrung in ihrem Leben werden. Allen, die sich um die Errichtung dieses Jakobsweges Mühe gegeben haben und allen, die diese Broschüre so interessant und informativ gestaltet haben, gilt mein aufrichtiger Dank für dieses christliche Engagement in unserer Zeit, in der immer mehr Menschen aus dem ‚Momentanismus’ aufbrechen auf stillen Wegen, die ihnen eine bleibende und vernehmbare Antwort für die Richtung und die Sinnhaftigkeit ihres eigenen Lebensweges geben können. Abt. Mag. German Erd


4 Grußwort Prodekan Pfarrer Karl-Bert Matthias

Grußwort von Dekan und Pfarrer Karl-Bert Matthias Kath. Pfarreiengemeinschaft Oberstaufen

Liebe Pilgerinnen und Pilger, dieser Pilgerführer für den Jakobsweg von Stams im Inntal nach Oberstaufen im Oberallgäu informiert und begleitet Sie auf Ihrem Pilgerweg. So manche Kapellen und Kirchen auf diesem Pilgerweg sind durch herausragende Kunstwerke überregional bekannt und laden Sie zum Verweilen, Vertiefen und deren Inneres zu entdecken ein. Da Gott uns überall nahe und zugetan ist, ist auch die stille und betende Betrachtung einer Kirche oder Kapelle eine Form von Gebet! So wünsche ich allen Pilgern auf unserem Jakobsweg die Gnade, sich freizumachen von aller Last des Alltags, sich für die Schönheit unserer herrlichen Bergwelt zu öffnen und dabei besonders die Segenskraft Gottes zu erfahren! Wenn Sie danach wieder zuhause sind, können Sie mit neuer Lebenskraft und neuer Liebe in Ihrem Herzen den Alltag und die Herausforderungen des Lebens meistern. Ich hoffe, dass alle, die mit diesem Pilgerführer auf dem Jakobsweg von Stams nach Oberstaufen mit der Fürsprache des Heiligen Jakobus unterwegs sind, zu einer glaubenden Gemeinschaft werden. Schließen möchte ich mit dem Anfangssatz aus Psalm 122, der zu den ersten Pilgergebeten zählt: „Ich freute mich, als man mir sagte: Zum Haus des Herrn wollen wir pilgern.“ Diese Freude und Gottes reichen Segen wünsche ich allen Pilgern auf ihrem Lebens-und Pilgerweg!

Dekan und Pfarrer Karl-Bert Matthias


Grußwort Pilgerpaten 5

Tirol-Allgäu Auf Pilgerpfaden von Stams im Inntal nach Oberstaufen-Zell Grußwort Brigitte und Othmar Babl (rechts) sind die rührigen Initiatoren und Wegpaten auf der Tiroler Seite des Weges, Paul Hartmann (links) ist der Wegpate im Allgäu.

Liebe Pilgerinnen und Pilger, der Weg war lang, steinig und mühsam, die Herausforderung groß. Manchmal hat uns der Mut verlassen. Auch haben wir uns oft im Dickicht der behördlichen Auflagen und Zuständigkeiten verirrt und wussten nicht weiter. Zuerst waren wir zu zweit, dann ein kleines Grüppchen Gleichgesinnter, zuletzt viele. Immer wieder werden wir gefragt, wie wir auf die Idee kamen, diese vergessene Route zu erkunden und zu beschildern. Die Initiatorin war Brigitte – aus Dankbarkeit, dass sie nach einer für sie sehr schmerzhaften Pilgerroute durch Frankreich das Ziel heil erreicht hat. Jeder von uns ist bereits bis zu 7000 km auf Pilgerwegen durch Europa gewandert. Das Pilgern tut so gut und löst so viel Positives aus. Die Herausforderung des Unbekannten und des Wanderns von Ort zu Ort, die mit allen Sinnen wahrgenommene Natur, die Konzentration aufs Wesentliche, die Freude über jedes erreichte Etappenziel, die Begegnung mit Gleichgesinnten und die Muße beim Gehen, die viel Raum lässt für Gedanken, Gefühle und Gebete – all dies bietet dem Pilger früher wie heute eine Form der seelischen Reinigung und Heilung, der Rückbesinnung auf das Wesentliche und bringt neue Energien und Zuversicht. Wer nach langem Weg am Ziel ankommt, wird oft überwältigt von seinen Emotionen. Wir sind dankbar für jeden Pilgertag, der uns auf den Spuren unserer Vorgänger durch fremde Regionen führte. Daher ist es uns eine große Freude, dass wir dazu beitragen konnten, dass dieser sowohl landschaftlich als auch kulturell einzigartige Jakobsweg durch unsere Heimat nun anderen Pilgern zur Verfügung steht. Ultreia!


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8 Allgemeine Infos

Allgemeine Infos

Der Jakobsweg Tirol-Allgäu Diese sowohl landschaftlich als auch kulturell sehr attraktive alpine Jakobsweg-Route führt abseits der großen Straßen über drei Alpenpässe, nämlich über den Fernpass, den alten Gaichtpass und den Jochpass. Dabei durchquert sie einige der attraktivsten Wander- und Urlaubsgebiete Tirols und des südlichen Oberallgäus auf uralten Römer-, Handels- und Pilgerwegen. Die Jakobs-Pilger dürfen sich hier zweifellos auf eine besonders beeindruckende Route freuen. Umso mehr, da diese meist durch ländlich-beschauliche Bergregionen führt, in denen die Menschen jahrhundertelang vom Glauben und der Furcht vor den Naturgewalten tief geprägt wurden. Daher sind diese Regionen besonders reich an Kirchen und Kapellen mit zahlreichen kunsthistorischen Kleinoden, oft aus ganz verschiedenen Epochen. In Verbindung mit den großartigen Panoramablicken, den ständig wechselnden Perspektiven und dem meditativen, hin und wieder doch anstrengenden Wandern bei Wind und Wetter durch diese alpinen Naturlandschaften wird dieser „camino“ zu einem alle Sinne beanspruchenden, unvergesslichen Weg, reich an intensiven Erlebnissen, Begegnungen, Erfahrungen – und vielleicht auch neuen Erkenntnissen über sich selbst. Einbindung ins Jakobswegenetz von Österreich und Deutschland Der Jakobsweg Tirol-Allgäu schließt in Stams an den deutschösterreichischen Jakobsweg von München entlang Isar, Loisach,


Allgemeine Infos 9

Tirol-Allgäu Auf Pilgerpfaden von Stams im Inntal nach Oberstaufen-Zell

Leutascher Ache und Inn an sowie an die beiden österreichischen Jakobswege, die sich in Innsbruck vereinen: der Weg von Lofer/ Salzburg nach Innsbruck sowie die Route von Lienz nach Innsbruck. Von Innsbruck führt dieser gebündelte Tiroler Jakobswegstrahl weiter über Stams zum Arlberg oder eben ab Stams auf die Route Tirol-Allgäu. Pilgerstempel und Pilgerausweis In den Jakobskapellen und den im Text angegebenen Kirchen gibt es entlang des Jakobswegs Stempelstellen. Diese Pilgerstempel sind schöne Erinnerungen im eigenen Pilgertagebuch. Im internat. anerkannten Pilgerausweis dienen sie als Nachweis für die bewältigte Route. Der Pilgerausweis ermöglicht als offizielles Dokument auch die Übernachtung in speziellen Pilgerunterkünften, von denen es auf dieser Route aber noch wenig gibt. Er ist gegen eine Bearbeitungsgebühr bei den Jakobspilgergemeinschaften erhältlich. In Tirol Dompfarre St. Jakob, Domplatz 6, A-6020 Innsbruck, Tel: +43(0)512/583902, E-Mail: jakobsgemeinschaft.innsbruck@dibk.at In Deutschland Abholung direkt bei: Jakobus Pilgergemeinschaft Augsbrug e.V., Berhardiring 49, D-86687 Kaisheim, Tel: +49(0)9099/581, Fax: +49(0)9099/1555, E-Mail: pilgerpass@pilgern-schwaben.de


Tipps zur eigenen Routenplanung

Beste Zeit Ende Juni bis Mitte September. Wer früher oder später aufbrechen will, informiert sich am besten bei den Tourismusbüros nach den aktuellen Verhältnissen vor Ort. Durch den alpinen Charakter der Route, vor allem auf den Tiroler Etappen, ist die Begehung des Weges nur bei guten Verhältnissen, also bei Schnee- und Eisfreiheit zu empfehlen. Bei Nässe kann der Weg rutschig sein, exponierte Stellen mit Absturzgefahr hat es entlang der Route jedoch nicht. Es kann immer mal wieder vorkommen, dass ein Abschnitt wegen Murenabgang oder Waldarbeiten gesperrt ist, oder dass eine Markierung abgerissen wurde. Dank des guten Kartenmaterials sollten die Orientierung und kleine Routenänderungen dennoch problemlos sein. Route Der Jakobsweg Tirol-Allgäu ist hier zwar in Tagesetappen eingeteilt, jeder Pilger sollte aber seinen individuellen Weg zusammenstellen. Die eine Etappe vielleicht länger, die andere kürzer, je nach Wunsch, Kondition und kulturellen oder touristischen Interessen unterwegs. Abenteuerlustige Pilger machen sich auf den Weg und übernachten unterwegs einfach dort, wo sie am späten Nachmittag ankommen, auch auf die Gefahr hin, dass sie dann vielleicht kein günstiges Zimmer mehr für eine Nacht bekommen, sondern in einem Hotel mehr bezahlen müssen. Andere planen ihre eigene Route samt Übernachtungen bereits daheim. Wer beispielsweise in Stams sowohl Basilika und Stift als auch den Wallfahrtsort Maria Locherboden hoch über Mötz in aller Ruhe aufsuchen will, der sollte rechtzeitig am Tag zuvor anreisen. Oder plant eine Übernachtung in Obsteig oder Holzleiten ein. Auch am Ende der Route in Oberstaufen-Zell wäre es lohnend, noch einen Tag anzuhängen. Dann könnte man von Oberstaufen-Zell nach Oberstaufen wandern, am Bahnhof in den Bus zur Hochgratbahn steigen und am späten Nachmittag hinauffahren zur Bergstation. Nur wenige Meter darunter befindet sich das Staufner Haus, eine Alpenvereinshütte in prächtiger Aussichtslage mit guter Küche und günstiger Übernachtungsmöglichkeit. Tags darauf könnte man direkt ab Hütte über die Nagelfluhkette wandern mit Blick bis zum Bodensee, dem nächsten Ziel auf dem langen Weg nach Spanien, bevor man mit dem Bus von Steibis zum Bahnhof nach Oberstaufen fährt für die Heimreise. Infos: www.bahn.de, www.oberstaufen.de


Tipps zur eigenen Routenplanung 11

Unterkünfte Infos und Telefonnummern finden Sie auf Seite 43. Hinweis für Rad- und Rollstuhlfahrer Für Rollstuhlfahrer ist diese Jakobsweg-Route nicht geeignet. Mountainbiker und Radfahrer mit robustem Tourenrad, entsprechender Kondition und Ausrüstung werden von dieser Route begeistert sein. Ausnahme: Die erste Etappe von Mötz durch die Schlucht aufs Mieminger Plateau muss umfahren werden – am besten auf dem wenig befahrenen direkten Sträßchen von Mötz nach Finsterfiecht/Obsteig, westlich der JakobswegRoute. Der alte Fernpassweg ist im oberen Abschnitt technisch schwierig, vor allem bei Nässe (Schiebestrecke). Für die Abfahrt von Oberjoch nach Bad Oberdorf/Bad Hindelang nutzt man am besten ab der Kapelle St. Jakob die Passstraße. Gesperrt für Radfahrer ist der Seeuferweg am Großen Alpsee bei ImmenstadtBühl. Parallel zum Wanderweg führt der Radweg dort auf einem ruhigen Sträßchen hinter den Bahngleisen entlang. Vorbereitung von Körper und Geist Die Route beginnt mit den wesentlich anstrengenderen und alpineren Tiroler Etappen. Daher sollte jeder Pilger schon beim Start konditionell darauf vorbereitet sein. Den Rucksack daheim mit allen Utensilien zu packen (ca. 15 kg) und eine Testwanderung damit bergauf, ist für weniger geübte Weitwanderer sicherlich von Vorteil. Eine Tagestour mit schwerem Gepäck ist etwas anderes als eine siebentägige Tour mit Gepäck bei schlechtem Wetter – auch mental sollte man sich darauf einstellen. Gehzeiten Die angegebenen Gehzeiten (ohne Pausen) sind großzügig berechnet und dienen als Richtwert. Gruppengröße, Kultur- und Fotostopps etc. beeinflussen die benötigte Zeit. Kartenmaterial Die kleinen Kartenausschnitte der Broschüre bei den einzelnen Etappen sind gut zur Übersicht. Ausdruckbares Kartenmaterial für die Jakobsweg-Etappen im zum Wandern jeweils optimierten Maßstab kann gratis heruntergeladen werden von: www.tannheimertal.com www.allgaeu.de/jakobsweg-stams-oberstaufen


12 Pilger Literatur & Utensilien

Pilger Literatur & Utensilien

Ausgewählte Literatur für Pilger, Pilger-Tagebücher mit Gebeten oder Aphorismen, Jakobsmuscheln zum Umhängen oder Pilgerstäbe gibt es auf der Website: www.pilgerbox.de Kapellen- und Kirchenführer In vielen Kirchen kann man gegen eine geringe Gebühr Kirchenführer kaufen, die über die Geschichte des Kirchenbaus, die Renovierungen, Stile und Kunstschätze informieren. Diese kleinen Führer sind sehr informativ und erklären oft auch die Symbolik von Details, die man sonst vielleicht weder entdecken noch verstehen würde. In manchen dieser Kirchenführer werden auch die Kapellen mitbeschrieben, wie z.B. im Kirchenund Kapellenführer der Gemeinden Obsteig, Berwang, Grän, Bad Hindelang oder Immenstadt. Führer erhältlich über die Fremdenverkehrsämter, Tel. siehe S. 43. Es gibt in kapellenreichen Gemeinden auch spezielle Wanderführer, in denen die jeweiligen Kapellen durch Rundwanderungen miteinander verbunden sind. Die Broschüre „Der Obsteiger Kapellenweg“ von Hubert Stecher gehört dazu, ebenso die Kapellenwanderführer in und um Oberstaufen und Immenstadt. Anfrage bei den Fremdenverkehrsämtern, Tel. siehe S. 43.


Markierungen & Symbolik 13

Tirol-Allgäu Auf Pilgerpfaden von Stams im Inntal nach Oberstaufen-Zell

Markierungen & Symbolik

Die Route ist normalerweise durchgehend markiert, entweder durch große gelbe Schilder mit der Beschriftung „Jakobsweg“ oder mit den an eine Sonne samt Strahlen erinnernden Aufklebern, dem Symbol der auf einen Punkt zulaufenden Strahlen auf der Schale der Jakobsmuschel. Dieser Punkt, auf den die einzelnen Strahlen zulaufen, zeigt die symbolische Gehrichtung an zum „angenommenen“ Grab des Heiligen Jakobus in Santiago de Compostela. Jakobswege werden von Pilgern daher normalerweise nur in eine Richtung begangen – immer in Gehrichtung zum Punkt. Ein weiteres Symbol für den Jakobsweg ist die Jakobsmuschel selbst – wie man sie auch von den figürlichen Darstellungen des Heiligen Jakobus kennt. Diese Symbole zeigen Ihnen auf einen Blick, welche Infrastruktur es auf der betreffenden Etappe gibt:

Postamt Bank oder Bankomat vor Ort

Arzt /ärztliche Versorgung Apotheke Einkaufsmöglichkeiten Strandbad/Bademöglichkeit

Aussichtspunkt Stempelstellen


14 Stams im Inntal – Nassereith

Stams im Inntal – Nassereith

Die spirituelle Einstimmung auf den Weg erfolgt im berühmten Zisterzienserkloster Stams mit seinen Kunstschätzen sowie im Wallfahrtsort Maria Locherboden über Mötz. Fern der großen Straßen führt die Route durch eine bezaubernde Landschaft mit vielen Kapellen. Stift Stams ist international bekannt durch seine kunstvoll restaurierte barocke Klosterkirche Mariä Himmelfahrt, eine „basilica minor“, sowie durch seine Meisterwerke der Sakralkunst. Direkt daneben ist das Schigymnasium Stams, aus dem viele österreichische Stars des Skisports hervorgegangen sind, darunter Anita Wachter, Stephan Eberharter und Gregor Schlierenzauer. Vom Stift Stams westlich durch den Stamser Eichenwald, vorbei am Sportplatz und weiter Richtung Staudach. ACHTUNG: hier trennen sich die Wege Jakobsweg Tirol und Tirol/Allgäu. Nach der Brücke im Ortsteil Staudach nördlich Richtung MötzBahnhof mit Bahn-Unterführung. Weiter über die Innbrücke ins Dorfzentrum von Mötz mit Floriansbrunnen und Pfarrkirche Maria Schnee im barocken Bau. Hinter dem Brunnen folgt man dem bezeichneten Weg bis zum Ende der Königsgasse und wandert auf dem teils schmalen, steilen Klammweg hinauf zum etwa 25 Meter hohen Wasserfall und weiter aufs Sonnenplateau, welches unter den gewaltigen Felswänden der Mieminger Kette liegt. Burg Klamm (13. Jh.) ist in Privatbesitz. Anschließend wandert man auf dem panoramareichen Salzfuhrweg westwärts zur Marienkapelle und zur Klammer Mühle, wo man kurz rechts hinaufwandert zur Pfarrkirche St. Joseph (Fertigstellung


Stams im Inntal – Nassereith 15

Toureninfos: Kilometer: 17,9 km Höhenmeter:  640 Hm  458 Hm Gehzeit: 5 bis 6 h 1780) von Obsteig. Etwa 600 Meter geht’s dann nach links an der Bundesstraße entlang, bis man nach dem Gemeindehaus von Obsteig rechts in die Lärchenwiesen abbiegt und in westliche Richtung nach Arzkasten wandert. Kurz nach der kleinen Mariahilf-Kapelle folgt bereits der Weiler Weisland mit der Kapelle Mariä Himmelfahrt (1985), wo man ein Altarbild von Franz Anton Zeiller aus Reutte bewundern kann, das als eines der schönsten Kapellenbilder Tirols gilt. Von Holzleiten führt am Dorfende bei der großen Kapelle „Zur Heiligen Familie“ die alte Römerstraße steil hinab nach Dormitz mit seiner Wallfahrtskirche St. Nikolaus und einer Statue von Jakobus d. Ält. neben dem Hochaltar. Der Pilgerweg zweigt jedoch bereits nach den ersten Häusern in Dormitz-Roßbach, direkt vor dem Campingplatz, scharf rechts ab. Das schmale Reitergassl zieht hinter Campingplatz Tipps & Highlights: und Bach am Hang entlang Wegen Besichtigungen am Richtung Nassereith bis zu Tag vor Aufbruch anreisen. einer Weggabelung am WaldStift Stams: rand mit Blick auf den Ort. www.stiftstams.at Hier kurz im Wald bergauf und Der Wallfahrtsort Maria am Klettergarten und NasseLocherboden, hoch über reither See entlang direkt zur Mötz und abseits der neuromanischen Pfarrkirche Route, ist auch ein Muss: „Zu den Heiligen Drei Köniwww.locherboden.at, gen“, mit einer vergoldeten Kneippanlage und TschirJakobus-Statue (um 1790) und gant-Bad in Nassereith. Fresken im Nazarener Stil.


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Übernachtungsmöglichkeiten: In Stams, Knotenpunkt zweier Jakobswege, sowie in Mötz gibt es für Pilger einfache Pilgerunterkünfte. Übernachtung in allen Kategorien in Obsteig, Holzleiten, Dormitz, Nassereith, siehe Telefonliste Seite 43.

Regionaler Ansprechpartner: Sonnenplateau Mieming & Tirol Mitte Tourismus Information Obsteig Oberstraß 218, A-6416 Obsteig Tel. +43(0)5264/8106 www.sonnenplateau.net

Imst Tourismus Ortsstelle Nassereith Postplatz 28, A-6465 Nassereith Tel. +43(0)5412/69100 www.imst.at

Anfahrt & wichtige Toureninfos: Öffentl. Verkehrsmittel: Per Bahn nach Innsbruck und weiter mit Regionalexpress Richtung Zams bis nach Stams. Oder über Lindau, Bregenz, Feldkirch nach Landeck-Zams und weiter mit S2 Richtung Wattens bis Stams. Mitnahme von Bike gut möglich, günstige Fahrradkarte für Tirol. Regionaler Fahrplan unter www.vvt.at Per PKW: Entweder über Innsbruck auf der mautpflichtigen Inntalautobahn Richtung Imst nach Stams oder über Reutte und den Fernpass nach Nassereith bzw. über Obsteig/Mieminger Sonnenplateau nach Stams. Aus München über Seefeld/Tirol nach Telfs und auf der Inntalautobahn Richtung Haiming/Imst nach Stams. Jöchle

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Nassereith – Fernpass – Lermoos

Diese wunderschöne alpine Route führt auf dem alten Römerweg, der alten Salzstraße und einem Abschnitt des Adlerwegs abseits der stark befahrenen Fernpassstraße über die Berge und bietet einen grandiosen Zugspitzblick. Der alte Römerweg Via Claudia Augusta am Fernpass war einst eine der wichtigsten Handelsrouten über die Alpen und verband den süddeutschen Raum mit Norditalien. Diesen alten Passübergang nutzten auch die Salzfuhrleute und Jakobspilger. Ab Nassereith (838 m) folgt man dem beschilderten Weg durch Wald und Wiesen bis zum Campingplatz unterm Hotel Schloss Fernsteinsee. Ein bezeichneter Pfad (Adler-/Jakobsweg) im Wald samt Unterführung erleichtert dabei das Erreichen des Campingplatzes, ohne die Fernpassstraße überqueren zu müssen. Vom Campingplatz gelangt man in einem Bogen hinauf zum alten Burgtor. Nach dessen Durchquerung folgt man dem Weg links hinauf in den Wald, teils mit Blick hinab auf den Fernsteinsee mit Insel und dem kleineren Samerangersee daneben. Weiter geht der Weg Richtung Fernpasshöhe mit Blick auf die Zugspitze, an der Kapelle vorbei und durch die Unterführung Richtung Biberwier. An der Lichtung „Zur schönen Aussicht“ zweigt der Pilgerweg scharf nach links ab und führt auf steilem Schotterweg fast hinab zur Passstraße. Nach kurzem Gegenanstieg gelangt man weiter absteigend zum Uferweg des Weißensees. Am Ende des Sees folgt man dem Bach bis zum Gatter beim Parkplatz an der Straße L71, überquert den Bach und wandert rechts etwa 150 Meter an einem anderen


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Toureninfos: Kilometer: 19,2 km Höhenmeter:  512 Hm  353 Hm Gehzeit: 5 bis 6 h

Bachlauf aufwärts bis zum Wegweiser. Dem Pfad nach links folgend, gelangt man zu einem breiten Fahrweg, der parallel zur Fernpassstraße L71 durch den Wald zum Marienbergweg und zur Talstation der Marienbergbahn in Biberwier führt. Geradeaus geht’s weiter, am Tennis- und Campingplatz vorbei und auf dem Mühlsteig links haltend zum Ortsteil Rauth. Weiter ins Dorf und durch den Dorfpark direkt zur Pfarrkirche. Dahinter führt ein schöner Graspfad hinab zur Straßenkreuzung, die überquert wird. Nach wenigen Metern auf der Lermooser Landstraße biegt man rechts ab zu den letzten Häusern vorm Moos. Bei herrlichem Blick auf die Berge durchquert man die Felder und Wiesen und erreicht, zuletzt linkshaltend, Lermoos.

Tipps & Highlights: Die Kapelle oben am Fernpass ist geschlossen. Hotel Schloss Fernsteinsee liegt großartig und ist bekannt für feine Küche und Konditorei. Tschirgantbad in Nassereith (Hallenbad mit Sauna), in Biberwier zwei Badeseen und in Lermoos das herrlich gelegene Panoramabad.


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Übernachtungsmöglichkeiten: Lermoos verfügt über Unterkünfte in allen Kategorien. Preiswert übernachtet man z.B. im Grieserhof +43 (0) 5673/2325 Regionaler Ansprechpartner: Tourismusbüro Lermoos Unterdorf 15, A-6631 Lermoos Tel. +43(0)5673/20000-300 www.lermoos.at

Anfahrt & wichtige Toureninfos: Öffentl. Verkehrsmittel: Per Bahn nach Innsbruck und mit dem Regionalbus Nr. 4176 über Telfs nach Nassereith. Per Bahn nach Reutte, per Buslinie 4250 über Berwang, Ehrwald, Biberwier und Fernpass nach Nassereith. Fahrplanauskunft: www.vvt.at Per PKW: Nassereith ist über Reutte, Lermoos und den Fernpass erreichbar, ebenso über Bregenz, Feldkirch, Arlberg, Landeck, Imst. Weitere Alternative: über Seefeld, Telfs und das Mieminger Plateau über Obsteig/Holzleiten nach Nassereith.

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Lermoos – Bichlbach – Berwang

Leichte, kurze Etappe durch eine panoramareiche Berglandschaft mit viel Zeit, sich die Kapellen und Kirchen in aller Ruhe anzuschauen und im Badesee zu relaxen. Etwa 50 m westlich vom Lermooser Bahnhof führt eine Unterführung unter den Gleisen durch zu einem Pfad, der kurz über die Wiese hinaufzieht zum Panoramabad in Gries. Dort folgt man dem bezeichneten „Panoramaweg Tiroler Zugspitz Arena“ bei herrlichem Ausblick durch lichten Wald und sonnige Wiesen über die Orte Lähn und Wängle nach Bichlbach. Kurz vor dem Ort wird der umzäunte Tier- und Spielpark rechts aufwärts umgangen, dann geht’s bei herrlichem Panoramablick hinab zum Steg über den Grundbach. Durch die Unterführung gelangt man auf dem Sträßchen direkt zur Pfarrkirche St. Laurentius und zum gegenüberliegenden Zunfthaus, in dem sich das Tourismusbüro und das Zunftmuseum befinden. Ein Besuch der beeindruckenden Pfarrkirche ist sehr lohnend: Die Fresken im flachgewölbten Saalraum von St. Laurentius stammen von der Reuttener Künstlerfamilie Zeiller. Kunsthistorisch am bedeutendsten ist die spätbarocke Kanzel (1774) des Hindelanger Bildhauers Johann Richard Eberhard. Neben einer Pestkapelle gibt es noch die Zunftkirche zum Heiligen Josef, erbaut von der 1694 gegründeten Bruderschaft der Maurer und Zimmerleute. Es ist die einzige Zunftkirche Österreichs. Die Jakobswegroute nach Berwang beginnt unterhalb der Zunftkirche und führt schließlich auf dem Rad- und Wanderweg


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Toureninfos: Kilometer: 14,1 km Höhenmeter:  612 Hm  264 Hm Gehzeit: 3,5 bis 4 h links der Landesstraße L21 Berwang-Namlos leicht ansteigend Richtung Berwang. Dem Wegweiser folgend, gelangt man zum idyllisch gelegenen Weiler Tal und hinauf nach Berwang, dem höchstgelegenen Ort der Tiroler Zugspitz Arena. Die Jakobskirche (frühes 15. Jh.) steht im oberen Dorf an der Straße nach Rinnen und Namlos. Durch die Jakobskirche und die Lage des Dörfchens am Sonnenhang mit großartigem Panoramablick gehört Berwang als Etappenziel zu den Höhepunkten der gesamten Route. Die große Pfarrkirche besitzt einen Hochaltar mit geschnitztem Abendmahlrelief und zwei neugotischen Türmchen – ein Meisterwerk von 1945 des Tiroler Bildhauers Johannes Obleitner aus Reith bei Seefeld. Jakobus d. Ält. ist die zweite Figur links von Jesus in der Mitte des Reliefs, Jakobus d. Jüng. die zweite Figur rechts. Die Türmchen umrahmen das mittlere KirTipps & Highlights: chenfenster mit dem Bild Bichlbach: Sportund des Hl. Jakob. Vor der Kirche Freizeitpark mit Badesee, steht vor wunderschöner Beach-Volleyball, KletterBergkulisse der achteckige wald etc. Berwang: Freibad Jakobsbrunnen mit seiner Bärenbad. Stattliche Gastausdrucksstarken Bronzehäuser mit feiner Küche statue und den acht Brongibt es in beiden Orten. zetafeln am Beckenrand Dazu passt ein Glas Bier über Berwangs Geschichte. der Brauerei Stadlbräu Stempelstelle beim Tourisaus Rinnen, Österreichs musbüro. höchstgelegener Brauerei.


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Übernachtungsmöglichkeiten: Auch in Berwang gibt es zahlreiche Unterkünfte in allen Kategorien, z.B. Haus Daheim +43 (0) 5674/8112, Auskunft im Tourismusbüro. Wer bis Weißenbach am Lech weiterwandert (15 km, meist bergab), kann im Hotel Goldenes Lamm, Tel. +43 (0) 5678/5216 oder beim Hotel Dobler Tel. +43 (0) 5678/5254 nach einer Pilgerunterkunft fragen. Regionaler Ansprechpartner: Tourismusverband Tiroler Zugspitz Arena Tourismusinfo Berwang Nr. 82, A-6622 Berwang Tel. +43(0)5673/20000-400 www.berwang.at

Anfahrt & wichtige Toureninfos: Öffentl. Verkehrsmittel: Die Bahnhöfe von Lermoos und Bichlbach sind beide gut erreichbar per Außerfernbahn von Kempten nach Reutte und weiter mit Regionalbahn Richtung Garmisch-Partenkirchen über Bichlbach nach Lermoos. Aus dem Münchner oder Innsbrucker Raum nach Garmisch-Partenkirchen und weiter nach Lermoos. Fahrplan: www.vvt.at Per PKW: Auf A7 über Kempten nach Reutte, weiter auf B179 über Heiterwang und Bichlbach nach Lermoos. Aus dem Raum München über Garmisch-Partenkirchen und Ehrwald. Aus Salzburg/Wien auf der Inntalautobahn nach Telfs und weiter über den Fernpass. Aus Richtung Arlberg, St. Moritz oder Meran sentaljoch auf Inntalautobahn über Landeck, Imst und den BüchFernpass. 1600 2244 Daniel 1700 Upsspitze 2340 1500 200 0

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Berwang – Weißenbach am Lech – Haldensee

Landschaftlich abwechslungsreiche Route durchs stille Rotlechtal hinab nach Rieden und Weißenbach am Lech, danach auf dem alten Gaichtpassweg hinauf ins sonnige Tannheimer Tal. Von der Jakobs-Kirche nach rechts Richtung Rinnen, am Ortsende parallel zur Straße durch Wiesen hinab zum Moossee, zur Talstation des Thanellerkarlifts und zur schön restaurierten Sebastianskapelle (17. Jh.) in Rinnen. Bergab weiter Richtung Rieden. An der nächsten Wegverzweigung nicht nach links (Rauth/Wasserfall), sondern geradeaus weiter hinab Richtung Rieden. Der Forstweg führt an einem kleinen Wasserfall vorbei, am Stausee entlang und steil hinab bis zu einer Weggabelung. Links gelangt man auf sehr steilem Forststräßchen direkt hinab nach Rieden, der Pilgerweg folgt der Mountainbike-Route im weiten Rechtsbogen hinab zum Riedener See und ins Dörfchen mit hübscher Kapelle. Auf dem bezeichneten Wanderweg weiter Richtung Weißenbach, zuletzt zur Landesstraße und über die Lechbrücke nach Weißenbach, das ideal ist zum Einkehren, Einkaufen und zum Übernachten. Stempelstelle im Gemeindeamt. Zwischen Kirche und Gasthof Goldenes Lamm führt der bezeichnete Jakobsweg ab der Brücke dann am Weißenbach entlang Richtung alte Gaichtpassstraße bis zur schönen Mariahilfkapelle (1714) unter der Gaicht, die auch heute noch ein beliebtes Wallfahrtsziel ist. Sie wurde 1860 auf Kosten des Gastwirts Johann Martin Lutz vom Gasthaus Post vergrößert. 2002 wurde die letzte Gesamtrenovierung abgeschlossen. Der mit interessanten Info-


Berwang – Weißenbach am Lech – Haldensee 27

Toureninfos: Kilometer: 24,8 km Höhenmeter:  548 Hm  768 Hm Gehzeit: 7 bis 8 h tafeln ausgestattete alte Handelsweg zum Gaichtpass zieht in Serpentinen über aufwändig restaurierte Bogenbrücken bergauf, überquert einmal die neue Passstraße und führt zum Weiler Gaicht (1117 m) im Tannheimer Tal mit der Kapelle „Maria Heimsuchung“, errichtet 1695 anstelle einer gotischen Kapelle. In Gaicht steht auch das älteste Haus des Tannheimer Tals. Dem Pilgerweg Richtung Nesselwängle folgend, gelangt man beim Holzplatz/Parkplatz (Schneetal) durch die Unterführung der Bundesstraße zum Rad-/Wanderweg Tannheimer Tal links der Nesselwängler Ache und erreicht so die Talstation des Krinnenalplifts (Schmitte) mit Einkehrmöglichkeit. Wer ins Zentrum von Nesselwängle wandert zur Einkehr und zur Besichtigung der St. Antoniuskapelle, gelangt später über den Mühlenweg zum Krinnenalplift und wieder auf den Jakobsweg. Der Weiterweg führt zunächst durch Wiesen, dann am Ufer des Haldensees entlang bis zum Ende des Sees. Dort geht man noch vor dem Strandbad und Parkplatz geradeaus, hinter der bewirtschafteten Tauscher´s Alm vorbei, und weiter nach Haldensee. Die kleine Jakobskapelle, erbaut 1642, steht seit 1703 mitten im Dorf.

Tipps & Highlights: Kapellen in Rinnen, Rieden, Weißenbach und Gaicht. Riedener See, Freibad in Weißenbach, Freibad am Haldensee, Jakobskapelle in Haldensee. Außergewöhnliches Hotel „Liebes Rot Flüh“, wo man abends bei Donnergrollen und Wildbachrauschen fein speisen kann.


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www.tannheimertal.com

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Übernachtungsmöglichkeiten: Zentrale Zimmervermittlung durch den Tourismusverband Tannheimer Tal. Die Pilgerwegpaten Brigitte und Othmar Babl bieten Unterkünfte in Rauth an, Familie Otto Besler in Haldensee unterhalb der Jakobskapelle. Weitere Übernachtungsmöglichkeiten z.B. bei Familie Huber in Nesselwängle +43 (0) 676/5079007 oder Camping Alpenwelt in Tannheim +43 (0) 5675/43070. Regionaler Ansprechpartner: Tourismusverband Tannheimer Tal Vilsalpseestraße 1, A-6675 Tannheim Tel. +43(0)5675/62200 www.tannheimertal.com

Anfahrt & wichtige Toureninfos: Öffentl. Verkehrsmittel: Berwang ist per Bus erreichbar ab dem Bahnhof Bichlbach, der – wie Lermoos (siehe letzte Etappe) – per Bahn gut über die Außerfernbahn und die Bahnverbindung von/ nach Garmisch-Partenkirchen erreichbar ist. Regionalfahrplan: www.vvt.at Per PKW: Auf A7 über Kempten bis Reutte, über Heiterwang und Bichlbach nach Berwang. Aus Salzburg/Wien oder Italien auf der Inntalautobahn über Innsbruck nach Telfs, dann über Fernpass, Lermoos und Bichlbach nach Berwang. Vom Arlberg, St. Moritz oder Meran kommend über Landeck, Imst, Fernpass, Lermoos und Bichlbach zum Etappenziel.

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30 Haldensee – Bad Hindelang

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Haldensee – Bad Hindelang

Das weite Tannheimer Tal zwischen steilen Felszähnen und Bergkämmen bildet die Tiroler Schlussetappe. Bei Oberjoch beginnt der deutsche Teil mit einem spektakulären Abstieg nach Bad Hindelang, eine der attraktivsten Kur- und Urlaubsgemeinden im Allgäu. Von der Jakobskapelle rechtshaltend durch Wiesen zur Pfarr-kirche St. Wendelin in Grän (1138 m), eingeweiht 1793 zur Verehrung des Hirten- und Viehpatrons Wendelin. Auf kapellen- und bildstockreichem Sträßchen weiter nach Innergschwend mit der St. Martinskapelle (erwähnt 1494) und nach Berg mit der prächtig stuckierten Sebastianskapelle (1653). Ein Besuch von Tannheim ist wegen der barocken St. Nikolaus-Kirche, der zweitgrößten Landpfarrkirche der Diözese Innsbruck, und wegen des schmucken Dorfes ein Muss. Sankt Nikolaus überrascht mit imposanten Altären und Deckenfresken sowie durch das wertvolle, über 450 Jahre alte vollständige Geläut der berühmten Innsbrucker Glockengießerei Löffler. Hin- und Rückweg am besten von Berg auf ruhigem Sträßchen zur Unterführung beim Parkplatz am Tannheimer Ortseingang. Danach auf dem bezaubernden Panoramaweg über Untergschwend zur Pestkapelle St. Leonhard in Kienzen, nach Zöblen, Fricken und Kappl. Über die Vilsbrücke gelangt man zum Schattwalder Kaufhaus Lutz, an der Bundesstraße zum Oberjoch. Dahinter führt rechts der Passstraße ein Sträßchen Richtung Steig, Unterjoch/Krummenbach. Auf diesem linkshaltend zur Weggabelung mit Wegkreuz und Bank vor einem Hof. Den Schildern „Jakobsweg/Alte Salzstraße“ folgen und kurz steil hinauf zur Bundesstraße 308, die man überquert zum


Haldensee – Bad Hindelang 31

Toureninfos: Kilometer: 19,8 km Höhenmeter:  284 Hm  592 Hm Gehzeit: 5 bis 6 h Wanderweg nach Oberjoch (1136 m), dem höchstgelegenen Ortsteil von Bad Hindelang. Die alte Grenzstation (mit Haltestelle) oberhalb passierend, geht’s direkt nach Oberjoch am Jochpass. Unterwegs befindet sich an einem Rastplatz ein großer Gedenkstein, der an die Römerstraße (wissenschaftl. widerlegt), die alte Salzstraße sowie den Jakobsweg erinnert. Vorbei an der Tourist Information Oberjoch geht es weiter in Richtung Pfarrkirche Heilig Geist, rechter Hand der Bundesstrasse. Unterhalb der Pfarrkirche steht an der Paßstrasse die Kapelle St.Jakob (1732) mit schönem Deckenfresko von Pilgern am Brunnen. Von dort führt der Jakobsweg in den Ort Oberjoch Richtung Untere Ochsenalpe. Zweigt dann rechts ab in den Wald über die Wildbachtobelbrücke und zieht steil hinab durch die Wiesen mit herrlichem Ausblick. Alternativ linker Einstieg zum Wildbachtobel nach Bad Oberdorf. (Trittsicherheit erforderlich!). Auf dem Alten Jochpassweg erreicht man die ersten Häuser von Bad Oberdorf, von wo man nach Querung der Hauptstraße direkt zur Filialkirche von Bad Oberdorf, St. Jodokus, kommt. Die 1938 Tipps & Highlights: erbaute Kirche ist weitFelixé Mina's Haus, Heihin bekannt durch ihre matmuseum, Vilsalpsee in Kunstschätze, wie den Tannheim. Pfarrkirche St. Palmesel (um 1470), das MaWolfgang (Stempelstelle) in Schattwald. Badestelle rienbild von Hans Holbein d. Hochmoor in Oberjoch an Ält. und den Altar von Jörg der Moorhütte. Lederer.


32 Haldensee – Bad Hindelang

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Übernachtungsmöglichkeiten: Zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten in allen Kategorien, Info bei der Tourist Information. Von Oberjoch sind in kurzer Gehzeit zwei Berghütten als einfache, urige Unterkünfte erreichbar: die Ochsenalpe (1130 m, ca. 20 Min. siehe Route, www.ochsenalpe.de) und die Berghütte Joch Alpin (1200 m), nur ca. 150 m oberhalb der Iselerbahn-Talstation, www.jochalpin.de. Regionaler Ansprechpartner: Bad Hindelang Tourismus Unterer Buigenweg 2, D-87541 Bad Hindelang Tel. +49(0)8324/8920 www.badhindelang.de

Anfahrt & wichtige Toureninfos:

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Öffentl. Verkehrsmittel: Anreise über den gut erreichbaren Bahnhof Sonthofen. Weiter per Bus über Bad Hindelang und Oberjoch ins Tannheimer Tal. Ferner Anreise im Sommer per Bahn und Bus über die Stationen der Außerfernbahn KemptenReutte: Ab Bahnhof Pfronten-Ried 16 km nach Grän sowie ab Bahnhof Reutte 24 km durchs Lechtal über den Gaichtpass. Busfahrpläne und Anreisetipps auf: www.vvt.at (Tirol), www.rva.de (Raum Füssen/Pfronten und Oberstdorf) sowie auf www.tannheimertal.com. Per PKW: Vignettenfrei auf A7 Kempten-Reutte bis Ausfahrt OyMittelberg. Auf B310 nach Oberjoch und auf B308 ins Tannheimer Tal. Oder A980 bis Ausfahrt Waltenhofen und auf B19 nach SontPfrontner Alpe hofen. Weiter auf B308baüber Bad Hindelang12und Oberjoch. c 00 K ot 1985 1500 Pirschling 1800 Aus Richtung Fernpass/Reutte durch Reutte nach Weissen110 0 Bad Kissinger Hütte See-Alpe 1643 140 0 1600 bach ins Tannheimer Tal. R eund h b i über c h l den Gaichtpass Einstein-Hütte 0

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Bad Hindelang – Immenstadt-Bühl

Eine panoramareiche und kulturell sehr interessante Etappe mit reizenden Weilern und idyllischen Uferwegen. Von St. Jodokus geht‘s nach Bad Hindelang zur Katholischen Pfarrkirche St. Johannes Baptist (erbaut 1864–1867) mit zahlreichen Kunstschätzen, darunter das berühmte Tryptichon mit Darstellung der Fronleichnamsprozession. Der einzige nennenswerte Anstieg auf der deutschen Route führt (Richtung „Zillenbachtobel“) hinauf zum sonnenverwöhnten Weiler Gailenberg (989 m) mit großartigem Blick übers gesamte Ostrachtal. In der Kapelle St. Silvester (erbaut 1623) stammt das Altarbild von Christian Modersohn, dem Sohn des Künstlers Otto Modersohn, die beide mehrere Jahre hier lebten. Heute befindet sich in Gailenberg das Atelier des Kunstmalers Kilian Lipp. Auf dem stillen, kapellen- und panoramareichen Höhenweg gelangt man über Vorderhindelang, Reckenberg und Tiefenbach hinab zur Brücke über die Ostrach – und in die Ferienregion Alpsee-Grünten. Auf der linken Uferseite geht’s über Binswangen Richtung Sonthofen, der südlichsten Stadt im Allgäu – ideal für einen Bummel samt genussreicher Mittagsrast. Danach überquert man die Ostrachbrücke bei der Erzflöße im Norden der Stadt und zweigt dahinter sofort links ab auf den Weg, der durch die Auen nach Ortwang führt, einem Ortsteil von Burgberg. Vorbei am Ortwanger Baggersee gelangt man rechtshaltend zur Illerbrücke und überquert diese nach links Richtung Blaichach. Hinter der Brücke biegt man rechts ab und erreicht nach dem Schützenhaus den Iller-Uferweg. Dort nach links wandernd, er-


Bad Hindelang – Immenstadt-Bühl 35

Toureninfos: Kilometer: 21,4 km Höhenmeter:  310 Hm  405 Hm Gehzeit: 5 bis 6 h reicht man den Illerdamm und folgt dem schönen Uferweg, vorbei am Inselsee mit Wasserskilift und Café, bis zur Abzweigung ins Zentrum von Immenstadt. Das „Städtle“ lädt zum Verweilen ein, vor allem rund um Marienplatz, Kirchplatz und Klosterplatz mit der rosafarbenen Kapuzinerkirche St. Josef. Die Katholische St. Nikolauskirche (1275 erwähnt) beeindruckt durch ihre Barock-altäre, die Kanzel (1707) sowie eine Mutter Gottes (um 1470) aus der berühmten Memminger Werkstatt von Ivo Strigel. Westwärts gelangt man übers Viehmarktfeld zum Badeweg, der durch die Wiesen am Kleinen Alpsee vorbei, teils parallel zur Eisenbahnlinie, nach Bühl ins Dorfzentrum am Ufer des Großen Alpsees führt - mit Seebühne, Promenade, Strandbad und AlpSeeHaus, dem Informationszentrum des Naturparks Nagelfluhkette mit Tourist-Info. Hierfür sollte man genügend Tipps & Highlights: Zeit einplanen, dasselbe Bad Hindelang: mehrere gilt für die Wallfahrtskirche Naturbäder, historisches Maria Loreto mit Anna-KaRathaus mit Marktplatz. pelle, leicht erreichbar über Sonthofen: Erlebnisbad ein steiles Sträßchen ab dem Wonnemar, StarzlachAlpSeeHaus. Der maßstabsklamm, div. Museen. getreue Nachbau (1666) der Burgberg: Erzgruben „Casa Santa“, der Maria LoErlebniswelt und Vital Park. reto Kapelle bei Ancona (ItaBlaichach: Wasserskilift Inlien), ist faszinierend – auch selsee. Immenstadt: Seen, durch die Lage mit Fernblick. Museen, schönes Zentrum.


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Übernachtungsmöglichkeiten: Eine Liste mit speziellen Unterkünften für Pilger und Pilgergruppen sind auf Anfrage bei allen Gästeinformationen der Ferienregion Alpsee-Grünten erhältlich. Unterkünfte gibt es in allen Kategorien in Sonthofen, Burgberg, Blaichach und Immenstadt. Regionaler Ansprechpartner: Alpsee-Grünten Tourismus Hindelanger Str. 35 D-87527 Sonthofen Tel. +49(0)8321/609200 www.alpsee-gruenten.de

Anfahrt & wichtige Toureninfos: Öffentl. Verkehrsmittel: Der Zielbahnhof Sonthofen ist durch zahlreiche Direktverbindungen sehr gut per Bahn erreichbar. Weiter per Busshuttle nach Hindelang (7 km) im HalbStunden-Takt. Per PKW: Autobahn A7 Richtung Füssen bis zum Allgäuer Kreuz, weiter auf A980 Richtung bis Ausfahrt Waltenhofen. Auf B19 direkt nach Sonthofen, weiter auf B308 nach Bad Hindelang. Oder auf A7 bis zur Ausfahrt „Bad Hindelang-Oberjoch“ bei OyMittelberg und auf B309 über Oberjoch nach Bad Hindelang (18 km).

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38 Immenstadt-Bühl – Oberstaufen-Zell

Immenstadt-Bühl – Oberstaufen-Zell

Ein bezaubernder Ausklang des Pilgerwegs mit herrlichem See- und Bergblick, prächtigen alten Bauernhäusern und vielen kunsthistorischen Überraschungen. Vom AlpSeeHaus gelangt man über die Uferpromenade und das Seebad auf den durch seinen Holzschnitzel-Belag auch bei Nässe angenehmen Seeuferwanderweg. Er führt am Ufer entlang unterhalb von Trieblings vorbei bis zum Ende des Sees und zum Moosweg. Kurz vor Ratholz und Bleichgut überquert man die Bahngleise und wandert auf dem Sträßchen weiter bis kurz vor Wiedemannsdorf, wo man von der stillen, schönen Salzstraße mit ihren prächtigen Häusern nach links abzweigt nach Konstanzer. Dort befindet sich eine Kapelle mit dem Patron St. Jakobus dem Jüngeren. Seit 1755 sollen sich hier Reliquien von ihm und dem Apostel Philippus befinden. Beide Apostel sind an den Seitenwänden dargestellt. Auch die Pfarrkirche St. Johannes Baptist im benachbarten Thalkirchdorf lohnt einen Besuch wegen ihrer außergewöhnlichen Kunstschätze, darunter eine spätgotische Sakramentsnische (um 1500), eine lebensgroße Madonnenfigur (um 1440) und drei Glocken aus dem 16. Jh. Von Thalkirchdorf wandert man am Schwandlift vorbei durchs Konstanzer Tal bis zur nächsten Kreuzung, wo man nach Knechtenhofen (rechts) abbiegt und so zwischen Salmas und Knechtenhofen wieder zur Salzstraße und zum Jakobsweg jenseits der B308 gelangt. Hinter Knechtenhofen kommt man im Wald zu einer Weggabelung. Rechts hinab führt die Jakobsroute durch das Gelände des Gewerbeparks Wengen mit Post und


Immenstadt-Bühl – Oberstaufen-Zell 39

Toureninfos: Kilometer: 17,3 km Höhenmeter:  218 Hm  139 Hm Gehzeit: 4 bis 5 h Eisenbahn-Miniwelt. Auf dem Gehweg entlang der OA1 geht es an einer Töpferei vorbei Richtung Kalzhofen/Buflings/Zell. Es gibt eine ruhigere, schattige Alternative: An der Weggabelung vorm Gewerbepark geht man geradeaus über eine schmale Brücke (Straßentunnel) in den Wald jenseits der OA1. Beim Abzweig rechts dem Wanderweg bis zur Straße folgen. Am Stadel rechts hinunter bis zur Kreuzung. Hier links weiter auf der OA1 und damit zum Pilgerweg. Gut markiert führt er weiter über Buflings nach Zell, ein Weiler mit der Kapelle St. Bartholomäus, die bereits 817 urkundlich erwähnt wurde. Der gotische Bau (14. Jh.) wurde 2012 restauriert. Die mittelalterlichen Fresken stammen, wie der Hauptaltar, vermutlich von Hans (Johann) Strigel dem Ält. aus Memmingen, einige Figuren des rechten Seitenaltars aus der Werkstatt von Ivo Tipps & Highlights: Strigel. Hinterm Hauptaltar Wiedemannsdorf: Handist ein Beichtstuhl – mit webtenne. Thalkirchdorf: dem Pilgerstempel. Der Restaurant und Käserei im Jakobsweg Tirol-Allgäu Dorfhaus oder historimündet hier in die Jakobsscher Gasthof Traube. wegrouten von Augsburg Kapelle Maria Immaculata oder München nach Lindau. in Kalzhofen. KnechtenMeist schneller als per Bus hofen: Bauernhausmuseab Buflings, ist man zu Fuß um. Eine Einkehrmöglichin Oberstaufen. keit in Kalzhofen, eine in Buflings, eine in Zell.


40 Immenstadt-Bühl – Oberstaufen-Zell

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Übernachtungsmöglichkeiten: Zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten in allen Kategorien in Oberstaufen Thalkirchdorf. Infos über Oberstaufen Tourismus. Regionaler Ansprechpartner: Oberstaufen Tourismus Hugo-von Königsegg-Str. 8, D-87534 Oberstaufen Tel. +49(0)8386/93000 www.oberstaufen.de www.immenstadt.de

Anfahrt & wichtige Toureninfos: Öffentl. Verkehrsmittel per Bahn: Immenstadt liegt an der Bahnlinie Kempten-Lindau und bietet über Kempten Anschluss an die viel befahrenen Strecken nach München, Nürnberg oder Memmingen-Ulm-Stuttgart sowie per Außerfernbahn nach Reutte oder Garmisch-Partenkirchen. Per PKW: Immenstadt ist über die Deutsche Alpenstraße, Oberstaufen und Lindau/Bregenz mit dem Bodensee und den angrenzenden Ländern verbunden. Gut erreichbar ist es auch durch die A7 Kempten-Reutte bis Allgäuer Kreuz, weiter auf A980 bis Ausfahrt Waltenhofen, dann auf B19 bis Immenstadt. Gasthof Kreuzwiesen

Rückfahrt: Oberstaufen liegt an der Bahnlinie Kempten-Immenebenfalls an der Bahnlinie nachxn Wangen-Leut0 Luitharz Sti erjoch Sie delalp 928 861 866 ba Mühlbachstüble kirch. Ferner an der Deutschen Alpenstraße (siehe 972 oben). Juget Goldberg-Alpe stadt-Lindau90und

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42 Impressum

Impressum

Projektpartner: Tourismusverband Innsbruck und seine Feriendörfer, Imst Tourismus, Tiroler Zugspitz Arena, TVB Naturparkregion Reutte, TVB Tannheimer Tal, Markt Bad Hindelang, Alpsee-Grünten Tourismus GmbH, Oberstaufen Tourismus Marketing GmbH Für den Inhalt verantwortlich: TVB Tannheimer Tal, GF Keller Michael Markt Bad Hindelang, Tourismusdirektor Hillmeier Max Text: Funk Gaby - www.gabyfunk.de Alle Fotos: Wolfgang B. Kleiner Kartenmaterial: ALPSTEIN Tourismus GmbH & Co. KG Deutschland: Geoinformationen der © Vermessungsverwaltungen der Bundesländer und BKG (www.bkg.bund.de) Österreich: © 1996-2013 NAVTEQ. All rights reserved. Satz, Grafik und Druck: Designskills.at, Sepp-Haggenmüller-Str. 10, A-6600 Lechaschau 5. Auflage - 2019 Auskunft Bus/Bahn in Tirol: www.vvt.at, Tel. +43(0)512/561616 Bus/Bahn südl. Oberallgäu: www.oberallgaeu.org DB-Hotline Tel. +49(0)180/5996633 Europäische Notrufnummer: 112


Wichtige Telefonnummern 43

Tirol-Allgäu Auf Pilgerpfaden von Stams im Inntal nach Oberstaufen-Zell

Wichtige Telefonnummern ÜBERNACHTUNGSMÖGLICHKEITEN Stams im Inntal - Nassereith Tourismus Information Telfs (Stams) +43 (0) 5262 / 62 245 Tourismus Information Obsteig +43 (0) 5264 / 81 06 Landhotel Seeblick (Nassereith) +43 (0)5265/5325 Nassereith – Fernpass - Lermoos Tiroler Zugspitz Arena (Ehrwald) +43 (0) 5673/200 00 Grieserhof (Lermoos) +43 (0) 5673/2325 Lermoos – Bichlbach - Berwang Tourismusbüro Berwang +43 (0) 5673/ 20000 400 Haus Daheim +43 (0) 5674/8112 Hotel Dobler (Weißenbach) +43 (0) 5678/5254 Hotel Goldenes Lamm (Weißenbach) +43 (0) 5678/5216 Berwang – Weißenbach am Lech - Haldensee Tourismusverband Tannheimer Tal +43 (0) 5675/62200 Pilgerunterkunft Fam. Babl (Rauth) +43 (0) 5675/8161 Pilgerunterkunft Herr Huber (Nesselwängle) +43 (0) 676/5079007 Pilgerunterkunft Fam. Besler (Haldensee) +43 (0) 5675/6389 Camping Alpenwelt (Tannheim) + 43 (0) 5675/43070 Haldensee - Bad Hindelang Tourist Information Bad Hindelang +49 (0) 8324/8920 Berghütte JochAlpin (Oberjoch) +49 (0) 170/8125162 Berghütte Ochsenalpe (Oberjoch) +49 (0) 8324/7624 Bad Hindelang – Immenstadt-Bühl Tourist-Info Sonthofen +49 (0) 8321/615291 Tourist- Info Immenstadt Bühl +49 (0) 8323/998877 Immenstadt-Bühl – Oberstaufen-Zell Tourist-Info Oberstaufen +49 (0) 8386/93000


Tirol-Allgäu Auf Pilgerpfaden von Stams im Inntal nach Oberstaufen-Zell

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