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WÖCHENTLICHE GRATISZEITUNG Zeitung für Darmstadt

Sportlich: Die Lilien sind startklar für die 2. Liga.

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5. Jahrgang · Nummer 30 Auflage 108.000 www.darmstaedter-tagblatt.de

Städtisch: Die Rheinstraße zu Anfang des 19. Jahrhunderts.

Musikalisch: Die Darmstädter Residenzfestspiele beginnen.

Nachdenklich: Meditative Sommergottesdienste in der Stadtkirche.

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Modisch: Knortz testet seine neue Herbstkleidung.

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Azubi-Zahlen auf Tiefstand Wirtschaft

Donnerstag, 27. Juli 2017

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Ausbildungsjahr beginnt mit so vielen unbesetzten Lehrstellen wie noch nie

Von Susanne Király „In einigen Jahren sitzen überall in Deutschland studierte Menschen herum, die drei Monate auf einen 70jährigen Handwerker warten.“ Dieser Spruch kursierte Anfang des Jahres in den sozialen Netzwerken. Was sich so lustig anhört, ist tatsächlich eine ernste Sache: Laut des Anfang April dieses Jahres veröffentlichten Berufsbildungsberichtes der Bundesregierung sank die Gesamtzahl der neu abgeschlossenen Lehrverträge von 570.000 im Jahr 2015 auf gut 520.000 im Jahr 2016. Wenn jetzt am 1. August das neue Ausbildungsjahr beginnt, sind im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Darmstadt Rhein Main Neckar laut Torsten Heinzmann, Teamleiter Ausbildung bei der IHK, noch 597 Ausbildungsplätze unbesetzt (Stand Redaktionsschluss am 25. Juli). Am 31. Juli letzten Jah-

nischen Ländern gibt es Pilotprojekte. Was den Ländern am dualen System besonders imponiert ist, dass es einheitliche Standards in der Berufsausbildung vermittelt.

Das Handwerk hat goldenen Boden aber zu wenig Nachwuchs. 

res waren hingegen nur 205 offene Ausbildungsplätze gemeldet. Im Bezirk der Handwerkskammer Frankfurt Rhein Main gibt es nach Auskunft des stellvertretenden Pressesprechers Oliver Dehn sogar noch an die 1000 Lehrstellen, die auf einen Azubi warten. Lehrlingsmangel herrscht deutschlandweit: Fast jedes zehnte Ausbildungsun-

ternehmen habe noch nicht einmal eine Bewerbung erhalten, so der Deutsche Industrie- und Handelskammertag. 31 Prozent der Betriebe in Deutschland, also fast jeder dritte, kann seine Lehrstellen nicht besetzen. Vor zehn Jahren waren es noch 12 Prozent. Dabei ist das deutsche System der Ausbildung, das duale System, weltweit ein

Foto: Oana Szekely

Vorbild und mittlerweile ein Exportschlager. Von der Kombination aus beruflicher Praxis im Betrieb und theoretischer Ausbildung in der Berufsschule wollen viele Länder lernen. Austauschprogramme mit deutschen Ausbildungsstätten gibt es mit Frankreich, Italien, Portugal, Lettland und der Slowakei. In Indien, China und mehreren lateinamerika-

Doch im Land seiner Entwickler schwächelt das Erfolgsmodell derzeit. Schuld daran ist der demographische Wandel, aber vor allem der immer stärker zunehmende Wunsch von jungen Leuten nach einer akademischen Ausbildung, maßgeblich unterstützt von den Eltern. „Akademisierungswahn“ nennt Oliver Dehn dieses Phänomen und auch Torsten Heinzmann beobachtet, dass der Trend „eindeutig Richtung Studium geht“. Eine akademische Ausbildung gilt nicht nur als die bessere Qualifikation, sondern hat auch das größere gesellschaftliche Renommee. Kein Wunder, dass der Begriff Akademie im Bereich von Aus- und Weiterbildungseinrichtungen

Es ist eine Idee aus New York, die die Welt erobert und in diesem Frühjahr auch in Darmstadt Fuß gefasst hat. Einheimische zeigen anderen Einheimischen, Neubürgern, Besuchern und Touristen ihre Stadt bei einem Rundgang. Ehrenamtlich und kostenlos. Greeters, also Begrüßer, nennen sie sich. Die Darmstadt Greeters gehören seit ein paar Monaten zum globalen Netzwerk der Greeter-Gruppen, die es derzeit in mehr als 130 Städten in 40 Ländern, von Argentinien bis Vietnam, gibt. In der Darmstädter Gruppe engagieren sich 17 Greeter. Einige Greets, wie die Rundgänge heißen, wurden schon gebucht, aber es könnten viel mehr sein, sagt Initiatorin Adele Daily. Um sich bekannter zu machen und um zu zeigen, wie ein Greet abläuft, laden die Darmstadt Greeters jetzt am Sonntag (30.) ab 14 Uhr zu verschiedenen Rundgängen durch Darmstadt ein. Treff-

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Darmstädter zeigen ihre Stadt Gesellschaft

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Am Sonntag (30.) laden die Darmstadt-Greeters zu Stadtrundgängen ein und ist für die Teilnehmer kostenlos. Bei den Greets geht es weniger um historische Fakten und Jahreszahlen, als vielmehr darum, den Gästen einen Einblick in den Alltag der Stadt und die eigene Lebenswelt zu bieten. So erzählen die Greeters persönliche Geschichten, zeigen ihre Lieblingsecken und geben Tipps und Anregungen für den Aufenthalt in der jeweiligen Stadt. Es gibt keine Standard-Touren oder Vorgaben, jeder Greeter bietet seine Spaziergänge individuell an und kann auch öffentliche Verkehrsmittel miteinbeziehen. „Unsere Rundgänge sind ganz subjektiv und an den jeweiligen Interessen orientiert. Jeder von uns zeigt sein Darmstadt,“ erläutert Adele Daily. Sie selbst interessiert sich zum Beispiel sehr für Adele Daily hat im Frühjahr 2017 die Darmstadt Greeters gegründet.  Foto: Arthur Schönbein Architektur und führt ihre Gäste gerne auf die Mathildenhöhe. Eine Kollegin punkt ist der Georg-Büch- stadt, an den Woog, zum Rad durch Bessungen zu be- hingegen liebt Literatur und ner-Platz am Staatstheater. TU-Campus der Innenstadt kannten und weniger be- liest während ihrer RundVon dort aus gehen die Tou- und zur Mathildenhöhe. Ei- kannten Plätzen. Ein Greet ren zu Fuß durch die Innen- ne weitere Tour führt per dauert etwa zwei Stunden > Fortsetzung auf Seite 2

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DARMSTÄDTER TAGBLATT

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27. Juli 2017

Herbstprogramm 2017 des Literaturhauses Thematischer Schwerpunkt „Geschmack“

Kultur Das Herbst-Programm 2017 des Literaturhauses der Stadt Darmstadt bietet auch in diesem Jahr wieder spannende Veranstaltungen für Kulturfans. Los geht das Programm bereits am 15. August mit der Lesung in der Kunsthalle Darmstadt. Hier wird Philipp Schönthaler ab 19 Uhr aus seinem Buch „Vor Anbruch der Morgenröte“ lesen. Vor den sieben Erzählungen wird ab 18 Uhr der Direktor der Kunsthalle, León Krempel, durch die derzeitige Ausstellung „Planet 9“ führen. Mit Reinhold Joppich und Mario Di Leo, zwei Italien-Kennern wird am Abend des 22. August der Tisch ge-

deckt - textlich und musikalisch. Neben „Amore, amore“ und „Hauptsache Rom“ haben die beidem passend zum Herbstthema „Geschmack“ des Literaturhauses „A Tavola“ entwickelt. Die diesjährige Lichtenberg-Preisträgerin Silke Scheuermann erzählt am 29. August vom sozialen Aufstieg durch Gastronomie. Begleitet wird sie an diesem Abend von Foodstylist und Johann Lafer-Mitstreiter, Andreas Neubauer. Am 5. September unternimmt Christoph Ribbat, Professor für amerikanische Literatur und Kultur, mit seinem Publikum einen Ausflug zum Griechen. Er sagt: „Restaurants sind ein Spiegel der Gesell-

schaft. Im Lokal geht es immer auch um Sehen und Gesehen-Werden. Doch es sind die Kellnerinnen, Ober und Köche, die das Geschehen insgeheim kontrollieren und den Herrschaften bisweilen buchstäblich in die Suppe spucken.“

Highlight wird das Kulturfest am Freitag (8. September) ab 17 Uhr im und um das Literaturhaus sein. Gemeinsam lädt das Literaturhaus mit allen dort ansässigen Vereinigungen zum Tag der offenen Tür ein. Oberbürgermeister Jochen Partsch wird das Fest um 18 Uhr eröffnen. Musikalisch werden die Darmstädter Künstlerinnen, Susanne Hardick (Piano) und Irith Gabriely (Klezmer) gemeinsam für Unterhaltung sorgen. Ebenso wie die Coverband „Visible Change“ mit Reggae, Pop- und RockHits. Eine getanzte indische Geschichte auf der OpenAir-Bühne und Leckeres für Leib und Seele sind weitere Highlights am Tag.

Bis Ende November gibt es sechs weitere Lesungen. Das Gesamtprogramm des Literaturhauses kann auf www. l iterat u rhaus-da r mstadt. de oder Facebook eingesehen werden. Eintrittskarten können ab sofort via Email an info@literaturhaus-darmstadt.de reserviert werden. Sie können aber auch direkt an der Abendkasse erworben werden. Die Veranstaltungen beginnen (sofern nicht anders vermerkt), um 19 Uhr im Vortragssaal des Darmstädter Literaturhauses, Kasinostraße 3. Der Eintritt beträgt 6 Euro (ermäßigt 4 Euro) oder 10 Euro (ermäßigt 8 Euro) bei den Außenveranstaltungen. DT

Azubi-Zahlen auf Tiefstand Wirtschaft

Das stand vor 100 Jahren in dieser Zeitung Zusammengetragen von Georgeta Iftode

* Ein Gang durch die deutsche Kriegsausstellung. Von Alfred Bratt Das Zeitalter der Technik, des Maschinen bauenden und Maschinen zerstörenden Geistes, hat dem Weltkrieg seinen besonderen, die kühnsten Träume phantasiebegabter Zukunftsschilderer um das Fieber der erstaunlichen Wirklichkeit überragenden Charakter gegeben. Wenn auch dieser weltumspannende Kampf der Weltmächte ein Kampf mit den Mitteln aller Register des Verstandes, des Wissens, des Besitzes, der Arbeitskraft und der Menschenmengen ist, so kommt doch dem rein technischen Element, das die von unserer Heimat ferngehaltene Kriegsführung in ihrer besonderen für unserer Zeit bezeichnenden Art charakterisiert, eine höchst selbstständige und im vordersten Grunde stehende Bedeutung zu. Der Ausdruck, der diesen Weltstreit in seiner praktischen Ausführung einen „Krieg der Technik“ nennt, ist kein schlechthin verbreitetes Wort, sondern die kürzeste und inhaltsreichste Wiedergabe für das Wesen der modernen Kampfweise. […].

Top

Ausbildungsjahr beginnt mit so vielen unbesetzten Lehrstellen wie noch nie

Flop

> Fortsetzung von Seite 1 allem Azubis im Baugewer- bestätigt Oliver Dehn: „Das ge. In der Praxis ist es aber „Denn der Betrieb sucht ja

schon beinahe inflationär angewendet wird. Deutschland brauche mehr Akademiker hatte die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) vor einigen Jahren gefordert. 2013 gab es in Deutschland erstmals mehr Studenten als Auszubildende, mittlerweile sind es fast doppelt so viele Studenten wie Lehrlinge. Dieser Entwicklung entsprechen die gestiegenen Zahlen der Abiturienten. Allein in Darmstadt machen sie knapp zwei Drittel der Schulabgänger aus - ein Wert, der sich in den letzten zwölf Jahren verdoppelt habe, so die IHK. Doch jetzt braucht Deutschland wieder mehr Auszubildende. Die anscheinend verbreitete Einstellung, dass der Mensch erst beim Akademiker beginnt, ist nicht nur falsch, sondern wird auf lange Sicht nicht ohne Folgen bleiben. Vom Azubimangel betroffen sind nahezu alle Berufsgruppen, einige aber ganz besonders. „Koch oder Berufskraftfahrer will offenbar keiner mehr werden“, stellt die IHK Darmstadt fest. Wesentlich dramatischer ist die Lage im Handwerk. Hier fehlen vor

be. „Wir haben bereits jetzt lange Wartezeiten für Handwerkerkunden. Es gibt viele Betriebe, deren Auftragsbücher bis Jahresende voll sind und sogar welche, die bereits bis März 2018 komplett dicht sind. Wenn sich der derzeitige Trend nicht umkehrt, werden in der Zukunft auf die Verbraucher lange Wartezeiten und steigende Preise zukommen“, warnt Handwerkskammer-Sprecher Oliver Dehn.

Fachkräfte können sich aussuchen, wo sie arbeiten Heinzmann und Dehn finden es falsch, dass viele Schulabgänger und ihre Eltern ein Studium für den einzig erfolgversprechenden Weg halten. Dabei würden Vielfalt, Chancen und die Durchlässigkeit der dualen Bildung und des Handwerks unterschätzt. Mit einer zielgerichteten Weiterbildung nach der Ausbildung könnten sich Fachkräfte aussuchen, wo sie arbeiten wollten. Und das oftmals zu einem besseren Gehalt als Akademiker, erläutert Torsten Heinzmann. Für das Handwerk gelte auch heute noch der Spruch „Handwerk hat goldenen Boden“,

kann man sowohl vor dem Hintergrund der stabil guten konjunkturellen Lage mit einem Auslastungsgrad um die 90 Prozent sagen, aber auch vor der Tatsache, das rund 20 Prozent der Betriebe in den nächsten Jahren zur Übernahme aus Altersgründen anstehen. Noch nie waren die Chancen auf Selbständigkeit so günstig“. Nach wie vor stehen den unbesetzten Ausbildungsplätzen eine große Anzahl an Schulabgängern gegenüber, die keine Lehrstelle finden. 2016 waren das nach Auskunft des Deutschen Gewerkschaftsbundes deutschlandweit rund 20.000 junge Leute. Ein Grund, keinen Ausbildungsplatz zu bekommen, kann einerseits sein, dass ein Schulabgänger in seinem Umfeld nicht seine Wunsch-Ausbildung findet. Das schlägt sich dann gleich doppelt in der Statistik nieder, wie Torsten Heinzmann an einem Beispiel erklärt: „Wenn in Lampertheim ein Jugendlicher einen Ausbildungsplatz als Industriekaufmann sucht, und in Dieburg sind zwei Stellen frei, dann haben wir doppelt so viel offene Ausbildungsplätze wie Nachfra-

für den 17jährigen Lampertheimer nicht möglich, in Dieburg eine Ausbildung zu machen. Also bleiben dort zwei Lehrstellen unbesetzt und ein Jugendlicher bleibt ohne Ausbildungsvertrag.“ Andererseits vermissten Betriebe, so Oliver Dehn, oftmals Ausbildungsplatzreife sowie grundlegende Kenntnisse. Die Betriebe seien jedoch grundsätzlich bereit, dies im Alltag auszugleichen. „Das wichtigste sind Motivation, Lernwilligkeit und Teamfähigkeit. Dann hat auch ein schulisch schlechter benoteter Schulabgänger eine gute Chance“, sagt Dehn. „Wir können alles nachschulen, nur nicht die soziale Kompetenz“, ist auch die Meinung von Heinzmann. Sehr erfolgreich veranstaltet die IHK Darmstadt daher seit einiger Zeit Azubi-Speed-Datings. Hier haben Betriebe und Schüler auf Lehrstellensuche die Möglichkeit, sich in zehnminütigen Gesprächen persönlich kennenzulernen. „Bei einer normalen Bewerbung sieht der Personaler Anschreiben, Lebenslauf, Foto und ein paar Zeugnisse. Beim Speed-Dating zählt der Mensch hinter dem Papier und das ist unheimlich wertvoll,“ sagt Heinzmann.

nicht den Eins-A-Absolventen, sondern er sucht jemanden, der ins Team passt.“ Ganzjährig wirbt die IHKDarmstadt mit etwa 200 Ausbildungsbotschaf tern für eine betriebliche Ausbildung. Die Botschafter sind Azubis im zweiten und dritten Lehrjahr, die vor Schulklassen von ihren Ausbildungen berichten. Und auch Studienzweifler spricht die IHK bei Terminen auf dem Uni-Campus verstärkt an: „Viele studieren und sind unglücklich; eine duale Ausbildung wäre oft der viel bessere Weg für sie. Vor allem für technische Berufe konnten wir so schon Azubis für unsere Unternehmen gewinnen“, berichtet Heinzmann.

können’s halt! Nicht, dass wir das nicht schon längst wissen, aber jetzt haben wir es schriftlich: Das Regierungspräsidium Darmstadt wird zum 1. August die technische Straßenbahnaufsicht in Rheinland-Pfalz übernehmen. Die Bahnen in Mainz und Ludwigshafen fahren also ab sofort unter Darmstädter Kontrolle. Denn da sitzen die erfahrensten Ingenieure, sagt Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid. Na, bitte! Wir wissen, wo der Frosch die Locken hat, wenn es um die Elektrisch’ geht. Die TU hatte immerhin den ersten Lehrstuhl für Elektrotechnik in der ganzen Welt. Außerdem gibt es noch viele Führungskompetenzen aus der Zeit, als Mainz überhaupt von Darmstadt aus regiert wurde. Liebe Rheinhessen und Pfälzer: Macht Euch nichts draus! Wir lassen uns auch gern in Naturalien bezahlen: Mit

Weck, Worscht und Woi Die Betreiber reden von einem Hai-Light,

Insgesamt ist er aber zuversichtlich, dass sich die derzeitige Entwicklung Entwicklung hin zu Abitur und Studium wieder wieder entspannen wird: „Ich glaube da fest an die Kraft des Marktes. Die Lage wird sich wieder wandeln, wenn die Gesellschaft feststellt, dass es erstens Akademiker gibt, die als Sachbearbeiter arbeiten und zweitens, dass man auch mit einer Mittleren Reife einen guten Ausbildungsplatz bekommt.“

Darmstädter zeigen ihre Stadt Gesellschaft

Sagen wir doch mal wie es ist: Wir Darmstädter

wenn sie ihr in Pfungstadt geplantes Indoor-Aquarium Shark City anpreisen. Europas größte Hai-Schau, die da entstehen soll, trüge zum Artenschutz bei. Die Gegner des Projektes wollen ein Bürgerbegehren erreichen und eine Petition an den Hessischen Landtag gegen das Projekt hat bereits mehr als 2780 Unterstützer. Dort zuckt sich aber noch niemand. Zuerst muss ja auch das traditionsreiche Hessische Landesgestüt in Dillenburg geschlossen werden. Angeblich, weil die Pferde nicht genug Auslauf hätten. Hätten denn die Haie in Pfungstadt genug „Ausschwimm“? Ist es nicht eher so, dass Dillenburg Miese macht, während in Pfungstadt hohe Einnahmen erwartet werden. „Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles. Ach wir Armen!“ So dichtete Goethe. Wo er recht hat... Wem das zu hoch ist, hört einfach auf die Worte von Hai Bruce:

Fische sind Freunde!

Am Sonntag (30.) laden die Darmstadt-Greeters zu Stadtrundgängen ein

> Fortsetzung von Seite 1 eine Freundin zu Besuch Vertreter. „Wir haben einige nen der zehn Rundgänge, gen gar nicht retten. Soweit

gänge aus Briefen und Gedichten berühmter Frauen vor. Auf keinen Fall, so betont Daily, wollten die Greeter mit ihrem Angebot den öffentlichen und buchbaren Führungen von Darmstadt Marketing Konkurrenz machen. Im Gegenteil: „Wenn jemand ganz bestimmte Dinge wissen will oder eine richtige Stadtführung möchte, dann verweisen wir auf das Angebot des Stadtmarketings“, sagt Adele Daily. Aber gerade für Alleinreisende, Freunde, Paare oder Familien sind die Greeter eine gute Möglichkeit, die Stadt kennzulernen. So führte sie letztens eine Dame aus Ober-Ramstadt, die

hatte. „Einzelgäste können es sich finanziell nicht leisten, eine Führung zu buchen und die öffentlichen Führungen finden ja auch nicht an jedem Tag statt“, erläutert Daily. Doch allzu spontan darf der Wunsch nach einem Greet nicht sein. Durchschnittlich 14 Tage so heißt es auf der Website der meisten Greeter-Gruppen - dauert die Beantwortung der Anfrage, bei der die Gäste angeben können, welche Themen sie besonders interessieren und welche Sprache sie bevorzugen. Das Zusammenbringen der Gäste mit dem für sie passenden Greeter übernimmt Hans-Peter Reiffert, ehemaliger Lehrer an der EdithStein-Schule und Dailys

Lehrer in unserer Gruppe“, berichtet Daily, „die bringen natürlich auch viel an Wissen über Darmstadt mit.“ Mit Interessierten, die Greeter werden möchten, trifft sie sich zunächst zu einem persönlichen Gespräch, um zu sehen, was der Hintergrund des Engagements ist und welche Grundlagen der neue Greeter mitbringt. Wichtig ist Daily dabei vor allem, dessen Begeisterung für die Stadt zu spüren. „Und man muss den Ansporn haben sich weiterzubilden. Wir lernen auf jedem Rundgang dazu“, so die Greeter-Initiatorin. Die Greeter sind zwischen 30 und Mitte 70, so finden Gäste aller Altersstufen einen passenden Begleiter für ei-

die als Vorschläge auf der Greeter-Homepage genannt sind. Adele Daily lebt aufgrund ihrer Lebensgeschichte, die sie über viele Länder in die USA geführt hat, immer einige Monate im Jahr in New York bei ihrer Tochter und deren Familie. New York ist die Heimat der Greeter-Idee und hier hat Daily sie auch kennengelernt. Es war Lynn Brooks, die sich wünschte, andere Menschen sollten New York so erleben und verstehen, wie sie es tat. 1992 gründete sie die Big Apple Greeters, die heute zu den größten Gruppen des „Global Greeter Network“ gehören. Die inzwischen 100 Greeter in New York können sich vor Anfra-

sind die Darmstadt Greeters noch nicht. Deshalb würde sich Daily freuen, wenn das Angebot der Greeters bekannter würde. Ein wenig neidisch ist sie auf die Greeter-Kollegen in Mainz, die sich erst kürzlich gegründet haben und von Oberbürgermeister und Stadt unterstützt werden. Das wünscht sie sich auch für ihre Darmstädter Greeter. An Oberbürgermeister Partsch hat sie diesbezüglich schon geschrieben, wartet auf Antwort und hofft auf Hilfe bei der Werbung für ihr Angebot. Damit sich immer mehr Gäste melden, zu denen die Greeter sagen können: „Komm als Gast und geh als Freund!“ kir

Herausgeber: Klaus-Jürgen Hoffie, Helmut Markwort, Horst Vatter

IMPRESSUM Verlag: Marktplatz Medien GmbH&Co KG Geschäftsführer: Ulrich Diehl (V.i.S.d.P.) Marktplatz 3 64283 Darmstadt Anzeigenberatung: Uwe Bock: 0 61 51 – 49 30 834 u.bock@darmstaedter-tagblatt.de Kontakt Redaktion: Telefon: (0 61 51) 159 14 69 redaktion@darmstaedter-tagblatt.de Marktplatz 3, 64283 Darmstadt Telefon 0 61 51 – 49 308 34 info@marktplatz-medien.de Vertrieb: 0 61 51 – 49 30 834 Druck: Mannheimer Morgen Großdruckerei und Verlag GmbH, Dudenstraße 12 – 26, 68167 Mannheim Produktion/Redaktion: City-pix Ltd. / Arthur Schönbein (as)

Redaktionsleitung: Dr. Susanne Király (kir), Sabine Beil, Chris Berdrow (cb) Anke Breitmaier (ab), Katja Jans (kaja), Georgeta Iftode (geta), Stephan Köhnlein (ko), Ingo Krimalkin Lohse (Comic) Personenbezogene Daten werden im Rahmen der Geschäftsbeziehung gespeichert und nicht an Dritte weitergegeben. Das Urheberrecht von Gestaltung, Satz und Ausführung von Texten und Anzeigen liegt beim Verlag und darf nicht ohne Zustimmung verwendet oder kopiert werden. Für den Inhalt von Leserbriefen wird jegliche Haftung ausgeschlossen, Kürzungen bleiben vorbehalten.

Erscheinungsweise wöchentlich, 108.000 Exemplare Kostenlose Verteilung an alle Haushalte in: Darmstadt mit allen Stadtteilen, Arheilgen, Eberstadt, Kranichstein, Wixhausen. Alsbach-Hähnlein, Bickenbach, Pfungstadt, Roßdorf (ohne Gundernhausen), Seeheim-Jugenheim und Weiterstadt. In Griesheim werden 3.000 Exemplare in der Stadtmitte und in Geschäften verteilt. Zusätzlich werden über 3.000 Exemplare an über 500 Auslagestellen und Geschäften im Verbreitungsgebiet verteilt.


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Fit und motiviert - 2. Liga aufgepasst: Die Lilien kommen!

Der SV Darmstadt 98 blickt optimistisch in die neue Spielzeit. Bilder aus dem Trainingslager, von der Mannschaftsvorstellung und dem Testspiel gegen den FC Fulham von Arthur Schönbein.

„Datterichs Wochenmarkt“ startet nach der Sommerpause wieder am 5. August Nach einer kurzen Sommerpause wird die Aktionsreihe „Datterichs Wochenmarkt“ am ersten Augustwochenende fortgesetzt. Dabei gibt es eine Premiere: Erstmalig eröffnet am Stand des City- und Stadtmarketings die „Datterich-Klause“. Von 11 bis 14 Uhr werden edle Tropfen aus der Region angeboten. Bei einem Gläschen Wein kann der Samstagvormittag genossen und ein Schwätzchen mit dem Datterich gehalten werden. Ebenfalls in die Fortsetzung geht das neue Format der Aktionsreihe „Wissen ist cool“. An jedem Freitag vor Datterichs Wochenmarkt gibt es einen Besuch in einer wissenschaftlichen Einrichtung und jeweils am Samstag von 10 bis 14 Uhr werden auf dem Marktplatz wissenschaftliche Aktionen für Kinder durchgeführt. Am Freitag, den 4. August wird von 15 bis 17 Uhr ein Besuch auf dem Biobauernhof Oberfeld angeboten. Die kleinen Gäste haben dort die Möglichkeit, Kuhstall, Kühe und Kälber kennenzulernen, selbst das Melken zu üben und leckere Butter herzustellen. Die Familienführung ist geeignet für Kinder ab 4 Jahren, Eltern und Großeltern. Die Teilnahme ist kostenfrei aber auf 30 Teilnehmer begrenzt. Daher bittet der Veranstalter um vorherige Anmeldung per Email an lernort@stiftung-oberfeld.de. Hierbei sollen bitte Telefonnummer und Alter des Kindes angeben werden. Am Samstag, den 5. August, bieten die TÜV Hessen Kids auf dem Marktplatz den Bau eines Stromprüfgerätes für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren an. Hier erfahren die kleinen Besucher von 10 bis 14 Uhr, wie man aus Alltagsgegenständen ein Stromprüfgerät bauen kann; sie lernen das Grundprinzip des Stromkreises kennen und können testen, welche Materialien Strom leiten. Die Aktionen von Datterichs Wochenmarkt und „Wissen ist cool“ finden jeden ersten Samstag im Monat von 8 bis 14 Uhr statt. Nächste Termine sind der 2. September und der 7. Oktober. Die Aktionsreihe „Datterichs Wochenmarkt“ ist eine Gemeinschaftsaktion des Darmstadt Citymarketing e.V., des Eigenbetriebs Bürgerhäuser und Märkte sowie der Wissenschaftsstadt Darmstadt Marketing GmbH. DT/Foto: Klaus Mai

SV Darmstadt schafft über 50 Millionen Euro Mehrwert Lilien

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98er bescheren Stadt und Region ein positives Image

Darmstadt und die Region Südhessen profitieren finanziell und in der Außendarstellung in einem hohen Maße von einem im Profifußball befindlichen SV Darmstadt 98. Dies ergab eine vom Verein in Auftrag gegebene Studie des Marktforschungsunternehmens ValuMedia GmbH, das die ökonomischen, medialen und imagebildenden Effekte der Lilien für die Stadt Darmstadt und die Region untersucht hat. Das Ergebnis der Studie lässt sich sehen. Nicht nur, dass die Lilien Darmstadt und Südhessen ein sehr positives Image bescheren. Öknomisch gesehen schafft der SV 98 für Darmstadt und die nähere Umgebung einen Mehrwert von mehr als 50 Millionen Euro pro Saison. Von diesem Gesamtwert entfielen fast 18 Millionen Euro auf die regionale volkswirtschaftliche Wertschöpfung, die sich aus Personal- und Sachausgaben des Vereins, Besucherausgaben und weiteren Effekten generiert. Zusätzlich wurde vom Marktforschungsunternehmen für den SV 98 ein medi-

aler Werbewert von 33 Millionen Euro pro Saison in der Bundesliga festgestellt. Lilien-Präsident Rüdiger Fritsch zeigte sich von den Ergebnissen der Studie nicht überrascht: „Es ist sicherlich hinlänglich bekannt, dass der Profifußball eine riesige Werbetrommel für eine Region ist und auch direkten monetären Nutzen stiftet. Mit dieser Studie haben wir nun erstmals von einer unabhängigen Agentur berechnen lassen, wie konkret der Werbewert für Darmstadt ist und wie viele Gelder durch die Lilien nach Darmstadt und die Region fließen. Zudem führt der SV 98 auch Steuern in beträchtlicher Höhe ab. Die Werte zeigen aus unserer Sicht eindrucksvoll, wie gewinnbringend der Fußball auf ganz verschiedenen Ebenen für eine Stadt sein kann und dass es sich für Verein, Fans, Sponsoren und Stadt lohnt, gemeinsam an einer nachhaltigen Zukunft des Profifußballs in Darmstadt zu arbeiten.“ Im Detail basiert die Studie auf drei Säulen, die die volkswirtschaftlichen, medienanalytischen und meinungsbildenden Effekte be-

inhaltet. Erfreulich ist vor allem das Ergebnis der persönlichen Befragung vor Ort in Darmstadt. Beim Heimspiel gegen den FC Schalke 04 am 16. April 2017 wurden sowohl die Besucher des Böllenfalltorstadions sowie auch Nicht-Stadiongänger in der Darmstädter Innenstadt befragt. Die Analyse zur Wirkung des SV Darmstadt 98 bezüglich Bekanntheit, Beliebtheit und der Bildung eines positiven Images der Stadt Darmstadt ergab, dass die Lilien als großer Sympathie- und Werbeträger für Darmstadt fungieren. 90 Prozent der befragten Stadiongänger und vor allem auch 75 Prozent der Nicht-Fußballfans in Darmstadt betonen, dass die Stadt durch den SV 98 ein positives Image gewinnt. Zudem sind 88,9 Prozent der Stadiongänger und über 55 Prozent der Nicht-Stadiongänger der Meinung, dass der Verein der wichtigste Werbeträger der Stadt ist. Darüber hinaus glauben 91,8 Prozent der Stadiongänger und 82,5 Prozent der Nicht-Stadiongänger, dass sich auch in der 2. Bundesliga an diesen Meinungen DT nichts ändern wird. 

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27. Juli 2017

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Die Gemeinde Roßdorf (Landkreis Darmstadt-Dieburg) erhält drei neue, öffentlich zugängliche Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Die Ladesäulen stehen am Parkplatz vor dem Freizeitzentrum Riedbachsaue (Schulgasse 24), am Schwimmbad (Kirchgasse 20) und am Parkplatz am Kirchplatz im Ortsteil Gundernhausen sofort jedermann zur Verfügung. An jeder der drei Ladesäulen können zwei Elektrofahrzeuge gleichzeitig aufgeladen werden. Möglich ist dies durch die Beteiligung der Gemeinde Roßdorf am ENTEGA-Projekt „Elektromobilität für Südhessen“. Im Rahmen dessen werden noch in diesem Jahr insgesamt 100 Ladesäulen mit 200 Lademöglichkeiten in den teilnehmenden Kommunen errichtet. Das ENTEGA-Projekt wird vom hessischen  (0 60 71) 9 88 10

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Wirtschaftsministerium mit 500.000 Euro gefördert. Der Landkreis Darmstadt-Dieburg unterstützt jede Landkreiskommune mit einmalig 2.500 Euro bei der Anschaffung einer Ladesäule. Eingeweiht wurden die neuen Ladesäulen am Mittwoch (19.7.) von Christel Sprößler, Bürgermeisterin von Roßdorf, und Andreas Niedermaier, Vorstand der ENTEGA AG. Aktuell beteiligen sich 36 Kommunen mit 48 Ladesäulen am Projekt. Mit den drei neuen Säulen in Roßdorf sind bereits 34 Ladesäulen im Betrieb. „Die Ladeinfrastruktur ist ein zentraler Faktor für den Erfolg der Elektromobilität. Mit Unterstützung des Landes Hessen wird ENTEGA in diesem Jahr gemeinsam mit den Kommunen die Zahl der öffentlich zugänglichen Ladepunkte in Hessen um fast 30 Prozent erhöhen“, sagt Andreas Niedermaier. Für Klaus Peter Schellhaas, Landrat des Landkreises Darmstadt-Dieburg, bedeutet der Ausbau der Ladesäulen eine wichtige Investition in die Infrastruktur: „Der Landkreis Darmstadt-Dieburg fördert den Ausbau mit einem Zuschuss. Dies ist ein wichtiges Signal, denn für uns ist diese Investition in

Flower-Power an den Wänden

Tipp

die Infrastruktur zugleich auch eine Investition in die Zukunft und Wettbewerbsfähigkeit unseres Landkreises.“ Bürgermeisterin Christel Sprößler freut sich über die neuen Ladesäulen: „Mit den Elektroladesäulen setzen wir ganz bewusst und aktiv ein Zeichen für das Voranschreiten Elektromobilität in unserer Region und speziell in Roßdorf.“ Zum Einsatz kommen AC-Ladesäulen mit einer Leistung von 2 x 22 kW, an denen je nach Fahrzeug bis zu zehnmal schneller als an einer herkömmlichen Steckdose Strom getankt werden kann. Geladen werden kann dort mit der ENTEGA-Ladekarte oder mit anderen gängigen Karten. Mit der ENTEGA-Ladekarte können ENTEGA-Kunden für nur 25 Euro im Monat an 7.500 Ladepunkten in ganz Europa ihre Elektrofahrzeuge aufladen – so oft sie möchten. Im Rahmen des Projektes können die Kommunen auch einen elektrisch betriebenen BWM i3 eine Woche lang im Praxisbetrieb testen. Kommunen, die sich ebenfalls am Förderprojekt beteiligen wollen, können sich per Mail direkt an die ENTEGA wenden (e-mobilitaet-suedDT hessen(at)entega.de.) 

Draußen summt und zwitschert es, die Übergangssachen sind längst im Schrank verstaut und alle Zeichen stehen auf Urlaub. Am liebsten möchten wir dieses Gute-Laune-Gefühl auch auf unsere Inneneinrichtung übertragen, aber wie? Lesen Sie hier Anregungen für die Gestaltung Ihres Wohnzimmers mit Wandbildern passend zum Sommer und erhalten Sie Tipps zur Motiv- und Materialwahl. Bei der Vielzahl an großen leeren Wänden im Wohnzimmer stellt die Wandgestaltung eine besondere Herausforderung dar. Allerdings eröffnen sich genau dadurch unzählige Möglichkeiten, die Wohnbereiche individuell zu gestalten. Passend zum Sommer eignen sich in erster Linie Blumenmotive, die einfach jedem Wohnzimmer etwas Leichtigkeit verleihen und einen frischen Kontrast zu eher tristen TV-Möbelstücken bilden. Vor allem als großformatige Leinwände und individuelle Holzdrucke wirken florale Motive sehr natürlich und authentisch und tragen zu einer harmonischen Einrichtung bei.

Mixen Sie moderne und klassische florale Motive.  Foto: Posterlounge/akz-o

Wer mehr als ein liebstes Urlaubsziel hat, der gibt sich nicht mit einem einzigen Motiv zufrieden. Eine Bilderwand mit mehreren kleinformatigen Prints ermöglicht, viele unterschiedliche Aspekte der Lieblingsurlaubsorte zu zeigen. Als Poster sind die Drucke bereits sehr preisgünstig erhältlich und gerahmt schnell an der Wand befestigt. Zur Gestaltung einer Bilderwand rät Posterlounge-Ei n r icht u ngsex per t i n Eva Brenner: „Bevor ich die Bilder an die Wand bringe, probiere ich zunächst auf dem Boden verschiedene Anordnungen aus. Da-

mit lassen sich unnötige Löcher in den Wänden vermeiden und außerdem spart es Zeit.“ Möchte man die Wände lieber unabhängig von der Jahreszeit dekorieren, sind klassische Schwarz-WeißBilder ein echter Blickfang. Übrigens: In Kombination mit einem Rahmen in Metall-Optik bekommen Schwarz-Weiß-Motive einen einzigartigen Glamour-Faktor. Blumenmotive, Reisebilder, die sofort jedes Fernweh heilen und moderne Schwarz-Weiß-Motive finden Sie bei Posterlounge: www.posterlounge.de akz-o

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DARMSTÄDTER TAGBLATT

27. Juli 2017

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Rheinstraße um die Jahrhundertwende Anno dazumal

Fahrzeugannahme bis 20 Uhr! Die After-Work-Plakette am TÜV Service-Center Darmstadt, Rüdesheimer Straße 119

Darmstadt-Donnerstag - Bilder und Geschichten aus der Geschichte - Teil 30

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Heute ist die Rheinstraße eine der Hauptverkehrs­ adern Darmstadts. Wo sich zur Rushhour Stoßstange an Stoßstange reiht, flanierten um die Jahrhundertwende gut gekleidete Bürger zwischen Geschäftshäusern und Hotels. Angefangen hat aber alles mit einer sandigen Allee, auf der die landgräflichen Jagdgesellschaften gen Westen ritten. Vom Parforcehof des Schlosses konnten die Reiter über die heutige Rheinstraße direkt das Griesheimer Haus erreichen, dass auf Geheiß Landgraf Ernst Ludwigs 1713 gebaut wurde. Ernst Ludwig war es auch, der ab 1695 die Neue Vorstadt errichten ließ; damals entstand die Obere Rheinstraße vom heutigen Ernst Ludwig Platz bis zum westlichen Ende des Luisenplatzes, wo ab 1745 das Rheintor die Stadt abschloss. 1809, als Georg Moller die Stadterweiterung nach Westen plante, wurde es wieder abgerissen und auf Höhe des heutigen Steubenplatzes vorverlegt. Die damalige Rheinstraße war großzügig angelegt und geprägt von klassizistischen Bauten sowie: einer gähnenden Leere. Davon ist jedenfalls in Berich-

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Weitere Standorte sowie die Möglichkeit der Terminvereinbarung erhalten Sie unter: www.after-work-plakette.de oder Infoline 0800 27 27 27 0

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Die obere Rheinstraße mit Blick auf den Langen Ludwig.

ten über das Darmstadt des frühen 19. Jahrhundert die Rede. Alexander Büchner, der jüngste Bruder des berühmten Literaten Georg Büchner, spöttelte noch um 1850: „So lang und breit die Rheinstraß’ ist, es wimmelt drauf – ein Akzessist.“ (Akzessist ist ein alter Begriff für einen Assessor, einen Juristen in der Probezeit). Ein Gemälde von Ernst August

men oder sogar weiterentwickelt haben. Auch Topmannschaften wie Bayern München, Borussia Dortmund oder Schalke 04 nahmen an den Spieltagsaktionen teil und spendeten 1.000 Mit den seit 2014 von PE- Euro, wenn ihr Team im JoAK organisierten Losaktio- nathan-Heimes-Stadion am nen werden bei den Heim- Böllenfalltor ein Tor erzielte. spielen Spenden gesammelt, mit denen ein gemeinnütDie bis dato größte Spielziger Verein aus der Region tagssumme wurde im Heimgefördert wird. Die Spenden spiel gegen Mainz 05 geaus den PEAK-Aktionen ka- sammelt. Mit eigens für men dadurch bereits etwa den Spieltag produzierHospiz- und Trauerverei- ten Sondertrikots gedachnen, Schulen mit sonderpä- te der SV 98 an den im verdagogischem Förderbedarf gangenen Jahr verstorbenen oder Sport- und Jugendein- Fan Jonathan „Johnny“ Heirichtungen zugute. Die Ein- mes, der mit seinem tapferichtungen haben damit ih- ren Kampf gegen den Krebs re Räumlichkeiten reno- zu einem Vorbild und Symviert, neues Mobiliar ange- bol für die Lilien geworden schafft oder das Geld in ihre war. Nicht nur Johnny setzSportprojekte und Therapie- te sich für soziale Aktionen ein, auch die Fans zeigten angebote investiert. Lilien-Vize-Präsident Vol- einmal mehr ihre soziale ker Harr freut sich über die Ader: Dadurch wurde rund große Spendenbereitschaft: um die Partie eine Gesamt„Bei allen spendenden Fans, summe von 20.000 Euro geunserem Premiumsponsor spendet. Im Gästeblock der PEAK und allen weiteren Lilien haben der HamburBeteiligten können wir nur ger SV und Bayer Leverku‚Danke‘ sagen. Jeder hat sei- sen zusätzliche Losaktionen nen Teil dazu beigetragen, veranstaltet und für soziadass in den letzten drei Jah- le Organisationen aus dem ren so viele Einrichtungen Rhein-Main-Gebiet gesamin der Region unterstützt melt. Hier haben die Gastwerden konnten.“ vereine eigene Gewinne wie Oftmals stocken der SV Trikots oder Fanartikel des 98, PEAK und mehrfach Vereins bereitgestellt. „All auch die Gastvereine die ur- dies wurde nur möglich sprüngliche Spendensum- durch die Fan- und Förderme nochmals auf. Dohmann abteilung des SV Darmstadt berichtet, dass viele Vereine 98, die den Kontakt mit den die PEAK-Idee aufgenom- Gastvereinen aufgenommen

Foto: Privat

Schnittspahn scheint diese ße). Noch ein weiteres HoWorte zu bestätigen. tel befand sich in der Rheinstraße, das „Britannia“. Das Fünfzig Jahre später war Hotel „Darmstädter Hof“ das hauptstädtische Leben in der Rheinstraße 12 war auf der Rheinstraße ange- 1903 abgerissen worden. kommen. Unser Bild zeigt An seiner Statt wurde 1904 neben den flanierenden ein Wohn- und GeschäftsMenschen eine Elektrische haus gebaut, dessen Inhaund ein Automobil. Dieses ber Ludwig Wiener war, ein biegt in Richtung des Ho- Mitglied der Familie, der die tel Hess ein (damals Rhein- Wiener Kronenbrauerei gestraße 22, Ecke Saalbaustra- hörte. Das imposante Haus

Rund eine halbe Million Euro für soziale Projekte

Seit der Spielzeit 2014/15 engagiert sich PEAK mit seinem Social Sponsoring bei den Lilien. Mittlerweile wurde durch die Kooperation des Darmstädter Technologieunternehmens und des SVD 470.734,56 Euro zusammengetragen - in nur knapp drei Jahren. „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, den sozialen Gedanken in die Liga zu tragen – und das ist uns gelungen“, sagt PEAK-Chef Axel Dohmann.

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Promenadenkonzerte im August – Vier Sonntage mit Rock, Swing und Blues

PEAK-Spendenaktion Charity

jeden 1. Donnerstag im Monat (April-Oktober) keine Wartezeit mit vorheriger Terminvereinbarung gültig nur für die Hauptuntersuchung

hat“, sagt Dohmann. „An sie geht ein großer Dank!“ Aufgestockt wurde die Summe auch durch weitere Events. So spülte zuletzt das Benefiz-Golfturnier „1. PEAK-Cup im Zeichen der Lilie“, bei dem sich auch Kapitän Aytac Sulu und einige andere Lilien-Spieler zeigten, 5.750 Euro in die Spendenkasse. Zudem veranstalteten Dohmann und Lilien-Vizepräsident Volker Harr eine persönliche (Abnehm-)Wette, aus der zusätzliche Erlöse generiert worden. Vereinbart wurde die Wette auf dem PEAK Social Event zu Beginn der Saison 2016/17. „Dabei konnten wir Mannschaft, Fans und soziale Organisationen aus der ganzen Region zum Dialog zusammenbringen“, sagt Dohmann. Mit dem Erfolg des Social Sponsorings ist der PEAK-Chef sehr zufrieden. „Wir möchten uns bei den zahlreichen Unterstützern bedanken, die uns dabei geholfen haben, unser Ziel zu erreichen“, sagt er. Zugleich richtet Dohmann aber den Blick nach vorn: „Wir wünschen uns, dass wir diese wunderbare Geschichte gemeinsam mit Fans und Freunden des SV Darmstadt 98 sowie mit Profiklubs aus der ganzen Bundesrepublik fortsetzen können.“ Und er verspricht: „Die 500.000-Marke werden wir auf jeden Fall bald knacken!“DT

auf der rechten Straßenseite Richtung Langer Ludwig ist an seinem auffälligen Ecktürmchen erkennbar. Wie auf dem Bild zu sehen ist, waren Ende des 19. Jahrhunderts entlang der Rheinstraße Bäume gepflanzt worden, die nach 1933 gefällt und nie wieder ersetzt wurden. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Rheinstraße völlig eingeäschert.kir

Ein abwechslungsreiches Programm bieten die Darmstädter Promenadenkonzerte im August: Am Sonntag (6.) spielt ab 11 Uhr die Gruppe „Tush-Rock-Hits“ im Herrngarten Hits von Spooky Tooth, Rod Stewart und Bob Dylan. Liedermacherin Julakim ist zeitgleich im Orangeriegarten. Am Sonntag (13.) sind ab 11 Uhr Jazz und Swing im Herrngarten zu hören, wenn die siebenköpfige Band „LetSwing“ aufspielt. Ebenfalls ab 11 Uhr, bespielt die achtköpfige Workshop-Band von Musiker Jürgen Wuchner die Orangerie mit Jazz und Latin Standards. Der Dieter-Bessler-Spielmannszug wird ab 18 Uhr am Montagabend (14.) im Eberstädter Rathausgarten auf der Bühne sein. Altbekannte Marschmusik, Evergreens und aktuelle Musikstücke stehen auf dem Programm. Weiter geht es am Sonntag (20.) mit der Blues-RockBand „Monday´s Blue“ ab 11 Uhr im Herrngarten. Das Repertoire besteht aus groovigen Blues- und Rock´n-Roll-Klassikern von Albert Collins über Little River Band bis hin zur Countrymusik. Ebenfalls ab 11 Uhr tritt das Blechbläserensemble „Brasso con toni“ im Orangeriegarten auf. Zum Augustabschluss am Sonntag (27.) werden ab 11 Uhr die „Dolphins + Stars“ Folk-, Jazz-, und Rockmusik in den Herrngarten bringen. Zur gleichen Zeit ist der Musikzug Klein-Umstadt im Orangeriegarten mit traditioneller Blasmusik. Zusätzlich spielt die Jazz-Gruppe „La Source Bleue“ im Park Rosenhöhe.  DT

17. Darmstädter Residenzfestspiele Kultur

Eine musikalische Reise durch die Geschichte der Residenzstadt

Am Freitag fällt der Startschuss und Oberbürgermeister Jochen Partsch eröffnet die 17. Darmstädter Residenzfestspiele. Dieses Mal laden die Festspiele ihr Publikum ein, unter dem Motto „KlangDialoge - 450 Jahre Residenzstadt Darmstadt“ an historischen Orten in Darmstadt ein vielfältiges Programm zu erleben und für einen Moment in die Zeit der höfischen Kultur der damaligen Residenzstadt Darmstadt einzutauchen. Die Jazzlegende Bill Ramsey eröffnet auch dieses Jahr wieder die Festspiele: Am Freitag (28.) spielt er gemeinsam mit den European Swing Allstars Jazz-Musik aus den letzten Jahren der Zeit als Darmstadt noch Residenzstadt war sowie bekannte Hits aus seiner Zeit als Schlagerstar. Das Eröffnungskonzert findet im Innenhof des Kollegiengebäudes (Regierungspräsidium) statt. Landgraf Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt (1678-1739) zeigte sich als begeisterter Förderer des höfischen Theaters, wie er es bei einem Besuch am Hof des französischen Königs Ludwig XIV. kennengelernt hatte. Mit Molières „Bürger als Edelmann“ erinnert am Samstag (29.) an der gleichen Spielstätte die Companie en Route an diese Leidenschaft und inszeniert das Stück in barocken Kostümen als Comédie-Ballet mit Musik von Jean-Baptiste Lully. Beginn ist 20:30 Uhr. Zu „Klezmer und Serail in der Residenzstadt“ lädt das Ensemble Noisten. Melancholische und lebhafte jüdische Klänge treffen auf die Musik der Sufi, beglei-

Die Gruppe Spark.

tet durch den Tanz des Derwischs im roten langen Gewand. Das Aufeinandertreffen der Religionen und Kulturen des Okzidents und des Orients leitete an Europäischen Höfen die Renaissance ein und beeinflusste auch die musikalischen Darbietungen. Der jüdisch-islamischer Klang-Dialog ist am Sonntag (30.) um 20:30 Uhr im Kollegiengebäude zu hören. Das Jagdschloss Kranichstein öffnet dem Festspielpublikum am 2. und 3. August seine Pforten. Am Mittwoch, den 2. August steht um 20 Uhr das höfische Jagdvergnügen in der Residenzzeit im Mittelpunkt. Das „Ensemble Ars consoni“ aus Bulgarien spielt mit Hammerklavier, Violine, Violoncello und Jagdhörnern Musik des späten 17. und 18. Jahrhunderts. Für den Fürsten zu komponieren und zu musizieren, wann immer es diesem beliebte, das war die Hauptaufgabe eines Hofkapellmeisters wie Christoph Graupner - der 45 Jahre lang aktiv in Diensten der Darmstädter Landgrafen Ernst Ludwig und Ludwig VIII. stand. Georg Philipp Telemann in Eisenach und Sorau und Georg Friedrich Händel in Hannover ging

Foto: Bartosch Salmanski

es da nicht anders. In Erinnerung an die große Bedeutung der Hofkapellmeister für die Darmstädter Regenten erklingt am Donnerstag, den 3. August um 20 Uhr in Kranichstein Kammermusik bekannter Hofkapellmeister, dargeboten von „London Baroque“ – einem der besten Ensembles für barocke Kammermusik. Die Mathildenhöhe bildet die Kulisse für das zweite Festspielwochenende: Zuerst rockt Spark am Freitag, den 4. August um 20:30 Uhr die fürstliche Mathildenhöhe. Die fünf, mit dem Echo-Klassik ausgezeichneten, abenteuerlustigen Musiker zelebrieren einen exzentrischen Mix aus Post-Klassik, Minimal Musik und Avantgarde und treten bei diesem Konzert auch mit dem Konzertchor Darmstadt in einen spannenden Klangdialog – ganz im Sinne der Landesfürsten der Darmstädter Residenz, für die die jeweilige zeitgenössische Musik eine große Rolle gespielt hat. Am Samstag, den 5. August laden um 20:30 Uhr die beiden Stars Karin Pagmar und Angelina Monti auf eine besondere musikalische Zeitreise ein. Ihr unterhaltsames Programm spannt ei-

nen Bogen vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis in die 50er und 60er Jahre hinein. Highlights aus Operette, Musical, Schlager und Evergreens, wie „Oh, mein Papa“, „Berliner Luft“, „Milord“ oder „La vie en rose“ werden die Herzen des Publikums zum Schmelzen bringen Die Italienische Opernnacht am Sonntag, den 6. August um 20:30 Uhr beschließt das Konzertwochenende auf der Mathildenhöhe und begibt sich mit dem Konzertchor Darmstadt und Solisten auf musikalische Spurensuche im damals hoch frequentierten Hoftheater der Residenzstadt, das so bekannte Komponisten wie Giuseppe Verdi (Don Carlos / Sizilianische Vesper) und Charles Gounod (Faust) für die deutschen Erstaufführungen ihrer Werke nutzten. Kammermusik vom Hofe der Landesfürsten Hessen-Darmstadt bildet den krönenden Abschluss der 17. Darmstädter Residenzfestspiele. Das „Wupper-Trio“ begeistert am Dienstag, den 8. August um 20:30 Uhr in der Orangerie mit Werken von Giacomo Meyerbeer, Carl Amand Mangold, van Beethoven, Carl Maria von Weber und sogar von Großherzog Ernst Ludwig selbst, der sich auch als begeisterter Komponist hervortat.

Info Festspielbüro der Darmstädter Residenzfestspiele, Mauerstraße 17, 64289 Darmstadt (geöffnet von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr) Telefon: 06151/20400 Email: info@residenzfestspiele.de www.residenzfestspiele.de


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27. Juli 2017

Lesen!

Leichte Urlaubslektüre mit falscher Fährte Paula Hawkins neuer Krimi spielt in England Um es gleich vorwegzunehmen: An den Vorgänger „Girl on the Train“ kommt dieses Buch nicht heran. In Hawkins erstem Thriller, der sofort zum Bestseller avancierte, geht es um eine stets mehr oder weniger alkoholisierte Frau, die bei der Heimfahrt von der Arbeit aus einem Vorstadtzug Mörderisches in den Häusern an der Bahnstrecke beobachtet. Rasant las sich das, durchgehend spannend und mit einem verblüffenden Plot. Dagegen ist dieser Krimi eher langatmig. Julia kehrt nach dem Selbstmord ihrer Schwester in ihr Heimatdorf in der englischen Pro-

vinz zurück. Angeblich hat sich Nel ertränkt, genau wie unzählige Frauen aus dem Ort vor ihr. Als Hotspot für lebensmüde Damen aller Altersklassen ist eine Stelle am Fluss bekannt, doch Julia glaubt nicht, dass sich ihre lebenslustige Schwester umgebracht hat. Anders Nels Tochter Lena. Die beste Freundin der Fünfzehnjährigen hatte sich ein paar Monate zuvor ebenfalls im Fluss das Leben genommen, Lena glaubt, ihre Mutter trage eine Mitschuld daran und sei darum ins Wasser gegangen. Natürlich ist alles ein bisschen anders, und natürlich werden Leser erst mal auf falsche Fährten gelockt. Die amerikanische Autorin, die auch Frauenromane un-

ter dem Pseudonym Amy Silver schreibt, lässt sich viele Seiten Zeit, um die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven aufzudröseln. Da quält man sich ein bisschen durch rührselige Passagen und schnulzige Szenen und vermisst Spannung. Als leichte Urlaubslektüre eignet sich das Buch aber dennoch. Denn da weiß man, was man hat: Eine solide Geschichte, die einem keine großen Interpreab tationen abverlangt.

Paula Hawkins: Into The water Blanvalet, 14,99 €

Meditationen mit Bildern und Musik

Wir brauchen VERSTÄRKUNG!

Sommergottesdienstreihe in der Stadtkirche

Kirche Im Mittelpunkt einer Reihe meditativer Sommergottesdienste in der Stadtkirche Darmstadt stehen Bilder, die sich die eingeladenen Gäste ausgesucht haben. Bilder, die sie begeistern, ärgern, zum Lachen bringen, aufregen, empören, nachdenklich oder traurig stimmen, trösten, Erinnerungen wachrufen – kurzum, die sie berühren und über die sie nachdenken. Am 6. August (10 Uhr) eröffnet Ralf Köbler, Präsident des Landgerichts Darmstadt auf Einladung von Stadtkirchenpfarrer Martin Schneider, die Sommer-Gottesdienstreihe „Nachdenken über …“ in Darmstadts Kulturkirche. Köbler hat sich Ariel Auslenders „Justi-

zia-Gruppe“ ausgesucht, die vom Dach des Landgerichts über die Stadt blickt. Jusitita mit verbundenen Augen, rechts und links flankiert von zwei Bürgern. Weshalb sich der Jurist und Richter für dieses Kunstwerk entschieden hat, um über „Recht“ nachzudenken, scheint auf der Hand zu liegen. Bei Köbler sollte man sich allerdings nie zu sicher sein, das zeigen seine kleinen Darmstädter Kriminalgrotesken, die immer für eine ungeahnte, überraschende Wendung und Darmstädterei gut sind. Die Bilder werden, damit jeder sie sehen kann, für diesen Sonntag eigens als „Altarbilder“ hinter dem Altar hängen. Neben diesen Bildern, auch das ist anders als im vertrauten Sonntags-

gottesdienst, wird als zweite eigenständige Stimme ein Instrument – Saxophon, Stimme, Akkordeon, Klarinette – durch jeden der Gottesdienste führen. Bei Köbler, einem Klassikliebhaber und begeisterten Chorsänger, wird diesen Part der Berliner Saxophonist Uwe Steinmetz sein, ein Jazzmusiker. Drei weitere bekannte Darmstädter sind an den folgenden Sonntagen mit ihren Bildgedanken in der Stadtkirche zu Gast. Am 13. August (10 Uhr) wird Johannes Breckner, Feuilletonchef des Darmstädter Echos, über „Stille“ nachdenken. Sein Bild: „Das Engelskonzert“ aus Matthias Grünewalds Isenheimer Altar, seine musikalischen Dialogpartner sind Katharina (Alt)

und Christian Roß (Tenor). Am 20. August (10 Uhr) schmückt eines der bekanntesten Genrebilder aus dem goldenen Zeitalter der niederländischen Malerei den Altar der Stadtkirche: Karel Fabricius‘ „Distelfink“. Philosophieprofessor Matthias Jung hat es ausgewählt, um über „Freiheit“ nachzudenken. Vassily Dück (Akkordeon) führt musikalisch durch den Gottesdienst. Diese Aufgabe übernimmt am 27. August (10 Uhr) der Klarinettist der hr-Bigband Oliver Leicht, wenn der Leitende Direktor des Hessischen Landesmuseums Darmstadt, Theo Jülich, anhand von Stefan Lochners „Darbringung im Tempel“ über „Krankheit“ nachdenkt. DT

„Day & Night“-Event bei Kempf Gewerbe

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Lange Einkaufsnacht am 5. August von 10 bis 23 Uhr

Die Bar von Möbelhaus Kempf und sämtliche weiteren Gastronomieangebote werden mit französischen Spezialitäten bestückt, um die Kunden zu verwöhnen. Dazu gehören ein klassisches französisches Frühstück mit Croissants und Café au lait sowie verschiedene Flammkuchenvarianten von edel bis klassisch. Hinzu kommen Crêpes, warme Baguette-Varianten und ein typisch französisches Käsebrett. Eine „Monin“-Cocktailbar lockt mit variantenreichen Mixgetränken mit dem bekannten Sirupklassiker von Monin. Auch die Kaffee- und Kuchenbar ist dem gallischen Nachbarn gewidmet. Das Restaurant bietet zu jedem Tagesgericht einen „französischen Gruß aus der Küche“. Die Terrasse wird zur

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Sirup ist der perfekte Begleiter für den Sommer. Denn mit unterschiedlichen, aromatischen Sirup-Sorten lassen sich im Handumdrehen kreative und erfrischende Sommer Sommerdrinks für die nächste Gartenparty, den Abend auf dem Balkon oder das Picknick im Grünen zaubern. Ein leckerer Sirup bringt aber auch ganz einfach Geschmack in Mineralwasser oder verfeinert Eis und andere Desserts. Ob Klassiker wie Himbeer-Sirup oder ausgefallene Kombinationen mit Ingwer oder Thymian − selbst gemacht schmecken sie alle am besten. Besonders einfach gelingt die Zubereitung von eigenen Kreationen mit Diamant Sirupzucker, dem ersten Zucker speziell zur Zubereitung von Sirupen. Mit ihm lässt sich Sirup ganz einfach, ohne langes Kochen aus Früchten, Blüten und Kräutern herstellen. Der eigenen Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Und das Beste ist,

bringen und ca. 8 bis 10 Minuten ohne Deckel auf mittlerer Stufe köcheln. Abkühlen lassen. Ausgekühlte Heidelbeermasse mit 500 g Diamant Sirupzucker verrühren, sodass sich der Zucker löst. Über Nacht abgedeckt bei Raumtemperatur stehen lassen. Da Danach durch ein Safttuch oder feines Sieb absei abseihen. Sirup in einem großen Topf aufkochen und unter Rühren 3 bis 4 Minuten sprudelnd kochen. Sirup in heiß ausgespülte Flaschen fül füllen, gut verschließen und kühl lagern. Der Sirup schmeckt er enthält keine Konservierungs-, Aroma- oder Farbstoffe. Unser eiskalt und mit Mineralwasser oder Rezept-Tipp: Heidelbeer-Limetten- Sekt aufgegossen besonders lecker. Sirup. Für 600 ml einfach eine Bio-Limette heiß abwaschen und Weitere Informationen zu in dünne Scheiben schneiden. Diamant Sirupzucker Heidelbeeren waschen und verlesen. und viele kreative 450 g Heidelbeeren abwiegen, Rezeptideen unter mit Limettenscheiben und 250 ml www.diamant-zucker.de Wasser in einem Topf zum Kochen

und Bobbycar-Parcour für die kleineren Gäste sowie einer virtuellen Rennsimulation für die Größeren. In der Hüpfburgenwelt können sich die Kinder austoben und werden an der Kids-Bar mit vielen Leckereien überrascht. Ebenso werden im Kinderland wieder zahlreiche Aktivitäten angeboten. Auftragsnummer: 240732 Alles in allem erwartet die Gäste aller Altersklassen ein Unterha lt u ngsprog ra m m der Extraklasse mit vielen Scannen Sie im Messenger Sommerangeboten für ein diesen Code mit dem Handy: entspanntes Shoppen und DT Genießen. 

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Ausgabe 30/2017, erschienen am 27.7.2017

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