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Nr. 122 · Dez. 2016 · Fr. 7.90

WM IN LETTLAND DER SCHWEIZER WEG ZUM GLÜCK 18 SCHRÄGES JAHR ROMAN SCHRAGS MISSION IMPOSSIBLE BEI GRÜNENMATT 32 EINSATZ IN HAITI UNIHOCKEY FÜR STRASSENKINDER 42

HEILSBRINGER DAVID JANSSON hat mit Ideen und Energie alle verzaubert. Jetzt folgt für den Nationaltrainer die erste Abrechnung. 10


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EDITORIAL

NR. 122, DEZEMBER 2016 48

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Damian Keller, Chefredaktor 24

Immer nett

Seit seiner Verpflichtung vor eineinhalb Jahren sendet Nati-Trainer David Jansson auf allen Kanälen. Er strotzt vor Energie und Zuversicht, motiviert, versucht mit seinen Ideen zu überzeugen – ob Nationalspieler, Junioren, Vereinsfunktionäre oder Journalisten. Jansson ist überall. Und dazu immer nett und freundlich. Da es so eine einzigartige Figur im Schweizer Unihockey noch nie gab, kamen wir auf den Titel «Heilsbringer». Zur vorweihnachtlichen Zeit passt das auch. Auf eine bildmässige Umsetzung in «Jesus-Pose» verzichteten wir allerdings. Es könnte ja sein, dass dadurch gerade in dieser Zeit des Jahres religiöse Gefühle einiger Leserinnen und Leser verletzt worden wären. Warum also nicht netterweise auf eine mögliche Konfrontation verzichten? Vielleicht waren Sie vom amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf ja genau so angewidert wie ich. Beleidigungen, Tiefschläge, Lügen, Provokationen – nicht alles, was Quote oder Erfolg bringt, ist gerechtfertigt. Nett sein ist auch im ausklingenden Jahr 2016 immer noch eine Tugend. Natürlich wird David Jansson letztlich an seinen Leistungen gemessen. Holt die Schweizer Nationalmannschaft an der WM in Riga keine Medaille, wird er kritisiert werden. Auch von uns. Aber nett und anständig. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine tolle WM, frohe Festtage und schon jetzt einen guten Rutsch. Und falls Sie noch auf der Suche nach einer netten GeschenkIdee sind – mit einem Abo des Magazins von unihockey.ch liegen Sie immer richtig. Damian Keller Chefredaktor unihockey.ch

4 Kurznews Pingpong mit mit Micheline Müller (Zug United) und Reto Baumann (Floorball Köniz), Janas Entscheidung, Simon Flühmanns Rückkehr, Rad ab bei Cazis. Dazu wird gut gebrüllt. 10

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Der Heilsbringer

Seit seiner Verpflichtung sendet Nationaltrainer David Jansson auf allen Kanälen. Er verströmt Energie, Zuversicht und ist mit seinen Ideen überall präsent.

Interview avec David Jansson

L’entraîneur national, David Jansson parle de compétences de pointe, d’une semaine d’énergie maximale et de bonnes décisions.

34 Knochenarbeit An den Ticketpreisen liegt es nicht, dass die Zuschauerzahlen stagnieren. Gefragt sind tolle Locations, Superstars, Eigenwerbung – und ein gutes Buffet. 38

En marche

Le deuxième sport en salle de Suisse gagne du terrain en terre francophone.

40 Kleine Zwischenbilanz Wer rüttelt am Thron der vier KleinfeldDominatoren? Es gibt Antworten. 42

Wissenswert

Vor jeder Partie ist ein Spielbericht auszufüllen. Wieso eigentlich?

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Lettland 2016

Das Schweizer WM-Kader und die RigaFacts auf einen Blick.

44 Porträt International Der Weg zu einer Schweizer WM-Medaille führt meistens über Tschechien – und damit über Martin Tokos.

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Switzerland meets Latvia

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Bischi grüsst aus Falun

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Einsatz in Haiti

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Mit dem «House of Switzerland» will swiss unihockey den Sport in die Fussgängerzone Rigas holen.

Schritt nach vorne

Die Frauen-Nati überzeugte im Rahmen der EFT in Schaffhausen. Auf die U19Girls wartet bis zur Heim-WM noch einiges an Arbeit.

Was bisher geschah

Die Hälfte der NLA-Qualifikation ist Geschichte. Bei den Männern ist es eine torreiche Geschichte mit diversen grossen Überraschungen.

Schräges Jahr

Im Frühling blieb bei Grünenmatt kein Stein auf dem anderen. Roman Schrag erklärte sich bereit, das «Himmelfahrtskommando» als Trainer zu übernehmen.

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4. Teil: Sie nennen ihn Unihockey-Nerd. Auch ein Wirbelsturm kann den Verein Unihockey für Strassenkinder nicht stoppen.

Vonis Dessert

Warum die jungen Malanser so gut wurden.

Abos und Impressum

Schlusspunkt: In den Mund gelegt.

Nationaltrainer David Jansson entführte unihockey.ch kurz vor der WM in Riga in den Klotener Wald.


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Reto Baumann Floorball Köniz ÜBER MICH

Geburtsdatum: 12.6.1994 Beruf: Kundenberater bei der KPT Krankenkasse Rückennummer: 21 (die umgekehrte Zahl 12) Position: Flügel Motto: Always do your best Das habe ich mal geklaut: ein «Schläckzeugsäckli» Damit habe ich kürzlich jemanden glücklich gemacht: Die ShampooSchmarotzer im Team (ich nenne keine Namen).

MEINE FAVORITEN

Mein Traumwohnort: Irgendwo am Meer, bei Temperaturen von mindestens 20 Grad. Da trifft man mich im Ausgang: Überall wo meine Kollegen sind. Würde ich auf eine einsame Insel mitnehmen: meine Freundin

Micheline Müller Zug United MEIN SPORT

Mein erster Verein: UHC Flamatt-Sense Vorbild zu Juniorenzeiten: Noël Beyeler Mein Stock: Fatpipe G27 Lieblingsgegner: Kaspar Schmocker Meine Stärken: Schnelligkeit und Wendigkeit Meine Sternstunde: Match gegen die U21 der Kloten-Bülach Jets mit 7 Toren und 2 Assists Bester Spieler: Manuel Maurer Schönster Spieler: Michel Dumauthioz Lieber mit als gegen: Florian Kuchen Sollte sein Comeback geben: David Müller Kann ich besser als andere: Kaspar Schmocker tunneln

ÜBER MICH

Nickname: Mitch, Migu Geburtsdatum: 11.3.1997 Beruf: Studentin Rechtswissenschaft Rückennummer: 77 Position: Torhüterin Motto: It’s hard to beat a person who never gives up! Das habe ich mal geklaut: Die Idee meines Bruders, mit Unihockey spielen zu beginnen. Damit habe ich kürzlich jemanden glücklich gemacht: Jan Schläfli fürs nächste Pingpong nominiert Damit habe ich kürzlich jemanden sauer gemacht: einen Mann an einem Hamburgerstand (keine Details)

MEINE FAVORITEN

Lieblingsgegenstand: meine Kuscheldecke Lieblingslied: Our last night (White Tiger) Mein Traumwohnort: in einem Haus am Strand mit meinen Liebsten

Da trifft man mich im Ausgang: Luzern Diese Unihockeyregel würde ich ändern: Unabsichtliche Rückpässe sollte der Torhüter in die Hand nehmen dürfen. Würde ich auf eine einsame Insel mitnehmen: Freunde, Familie, Kinderschokolade

MEIN SPORT

Mein erster Verein: UHC Einhorn Hünenberg Mein Maske: Wall Angstgegner: Wer Angst hat, sollte nicht im Tor sein. Meine Stärken: Übersicht und Stellungsspiel Meine Schwächen: Bälle fangen Meine Sternstunde: WM-U19 Kanada 2016 Schönste Spielerin: Ramona Bichseli Lieber mit als gegen: Marjut Mäkelä Kann ich besser als andere: das Team motivieren, viel essen

In der nächsten Ausgabe: Baumann wählt Sarah Schwab (Red Lions Frauenfeld) Müller wählt Jan Schläfli (Floorball Thurgau)


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Flühmann schiesst seine Tore ab Januar wieder im Inland.

Simon Flühmann kehrt zurück Männer NLA: Im Sommer wechselte Simon Flühmann als NLATopskorer mit einem Zweijahresvertrag von Grünenmatt zu IBK Dalen in die Superliga. Nach nur zwölf Einsätzen mit einem Assist kehrt Flühmann vorzeitig in die Schweiz zurück – Heimweh soll den Ausschlag gegeben haben. Wohin der Berner wechseln wird , stand bei

«Hundertjährige Verträge gibt es nicht einmal bei Wiler.»

Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht fest – an Angeboten wird es ihm aber kaum fehlen. Flühmann befindet sich mit seiner vorzeitigen Heimkehr in bester Gesellschaft. Schon Adrian Capatt, Petra Kundert, Mirca Anderegg und andere Cracks verliessen Schweden aus unterschiedlichsten Gründen früher als geplant.

Meit-Li-WM in Asien?

International: Im April fand erstmals eine U19-WM der Frauen ausserhalb von Europa statt. Kanada war das Ziel der langen Reise. Nach der WM in der Schweiz (2018 in St. Gallen) könnte bald wieder eine exotische Destination anstehen. China hat beim Internationalen Verband sein Interesse an der Austragung der Juniorinnen-WM 2020 angemeldet.

Wiler-Sportchef Marcel Siegenthaler in der Korrigenda zu einer verschickten Medienmitteilung. Darin wurde die Vertragsdauer von Nachwuchstalent Marco Schlüchter von 2109 auf 2019 korrigiert.

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Die Schweizer U19 Anfang November in Schaffhausen.

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NEWS

JANAS WAHL

International: Normalerweise bestimmt ja der Trainer die Aufstellung. Nicht ganz so verlief dies an der Euro Floorball Tour der Frauen in Schaffhausen im tschechischen Team. Torhüterin Jana Christianova (ex-Red-Ants) durfte sich nach drei Jahren Nati-Abstinenz selber zwei Spiele aussuchen. Sie legte sich auf die ersten beiden gegen die Schweiz und Finnland fest – und blieb auch nach dem 2:12 gegen die Schweiz dabei. «Erst wollte ich meine Meinung ändern, aber dann beschloss ich, dass ich sofort wieder spielen und die Freude zurückgewinnen muss», sagte die Tschechin. Prompt war sie beim Sieg über Finnland am nächsten Tag die beste Spielerin auf dem Platz.

Debakel gegen die Schweiz, Sieg gegen Finnland: Gemischte Gefühle bei Jana Christianova.

Cazis mit Rad ab

Kleinfeld: Schreckmoment für Blau-Gelb Cazis. Als sich die Bündner am 13. November auf den Weg an die 1.-Liga-Kleinfeldrunde in Aarburg machten, liessen sie sich von einem Rattern des Busses zunächst nicht irritieren. Als das Gefährt zu schlingern begann, wurde aber doch ein Halt auf dem Pannenstreifen eingelegt. Die Inspektion ergab, dass sich am rechten Hinterrad fast alle Radmuttern gelöst hatten und das Rad schräg stand. Ohne Stopp wäre das übel ausgegangen. Mit Autos wurden drei Blöcke und ein Torhüter rechtzeitig zum ersten Spiel des Tages geschafft – um mit noch leicht zittrigen Beinen ein Unentschieden gegen Wil-Gansingen zu holen. In Vollbestand folgte ein Sieg gegen Regensdorf. Die Hauptsache aber war, den Tag gesund überstanden zu haben. Als auf dem Heimweg im Ersatzbus im Blau-Gelb Radio Leonard Cohens «Hallelujah» gespielt im Glück. wurde, sangen alle ehrfürchtig mit.

Otto Moilanen an der Zuger Bande.

«Es wird geil. Leider müssen wir noch drei Monate warten.»

WER WILL (KEINE) POST?

Otto Moilanen, Sportchef beim souveränen NLBTabellenführer Zug United, freut sich schon auf die Playoffs im Frühling.

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NATIONALMANNSCHAFT

DAVID JANSSON

Heilsbringer Seit seiner Verpflichtung im Frühling 2015 sendet Nationaltrainer David Jansson auf allen Kanälen. Er verströmt Energie, Zuversicht und ist mit seinen Ideen überall präsent. Nun folgt mit der WM in Lettland eine erste Abrechnung.

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TEXT: DAMIAN KELLER    FOTOS: ANDRÉ BURRI, PER WIKLUND

ei David Janssons Amtsantritt nannten wir ihn «Neuer Hoffnungsträger». 21 Monate später sind wir schon beim Wort «Heilsbringer» angelangt. Und warum auch nicht – der 36-jährige Schwede hat dem Schweizer Unihockey auf allen Ebenen seinen Stempel aufgedrückt und mit seinen Predigten zum Thema Offensive viele neue Impulse verliehen. In seinem ersten Jahr besuchte er 60 Vereinstrainings im Rahmen des neu geschaffenen Mentorenprogramms, weitere 60 werden im Verlauf dieser Saison dazu kommen. Ob als Kolumnist der Rubrik «Taktikfuchs» für unihockey.ch, Experte bei Live-Streams, Gast-Schreiber in Usters Vereinsheft, Interviewpartner oder einfach als eifriger Debattierer auf der Tribüne von unzähligen NLA-Partien – David Jansson ist in der Szene omnipräsent. Richtig, Nationaltrainer ist er ja auch noch, offiziell mit einem 50-Prozent-Pensum. Angetreten, um die Schweiz nach der verpassten Medaille an der letzten WM wieder nach vorne zu bringen. Die positive Entwicklung des Teams im Rahmen der Euro Floorball Tour und Janssons Energie auf allen anderen Ebenen führten im Frühling zur vorzeitigen Vertragsverlängerung bis nach der WM 2018. DER SWISS WAY Schaut David Jansson aus dem Küchenfenster seiner Wohnung in Kloten, sieht er im Garten des Nachbarn einen hohen Mast mit

Jansson bespricht sich mit Routinier Matthias Hofbauer. der Schweizer Fahne. Als ob er die Erinnerung nötig hätte, worum es in seinem Job geht. «Ich möchte, dass man das Spiel der Schweiz als solches erkennt, auch wenn die Spieler keine rot-weissen Shirts tragen würden», beschreibt er den «Swiss Way», den er anstrebt. Die Erklärung, was er darunter versteht, liefert er gleich mit. «Es geht nicht darum, die Spielweise aller Auswahlteams zu vereinheitlichen – das hängt immer vom aktuellen Trainer

ab. Aber wir wollen dynamisch und athletisch agieren, ein Pressing-System beherrschen und nie passiv sein», so Jansson. Passivität hasst er, sein Leben sei 125 Prozent und voller Ideen. «Ich kann nicht einfach darauf hoffen, dass der Gegner einen schlechten Tag hat. Ich will dem Gegner Fragen stellen. Dazu muss ich mich bewegen und schauen, wie er reagiert – und dann die richtigen Entscheidungen treffen. Dynamisch


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David Jansson

Geburtsdatum: 16.3.1980 Zivilstand: vergeben an Linn Lundström (UHC Dietlikon, 44 Länderspiele für Schweden) • Wohnort: Kloten Stationen als Spieler: Pixbo Wallenstam, IBF Älvstranden, Jönköping Stationen als Trainer: Pixbo (ein Jahr Assistent), Floorball Köniz (zwei Jahre), Pixbo (vier Jahre). Schweizer Nationaltrainer seit 2015


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NATIONALMANNSCHAFT

DAVID JANSSON

spielen – aber trotzdem mit Geduld, mit der richtigen Balance, kein kopfloses Pressing», sprudelt es aus ihm heraus. Jansson bezeichnet sich selber gerne als «Unihockey-Nerd» – und niemand widerspricht. «Dass ich in diesen vielen Nachwuchstrainings der Vereine engagiert bin, bedeutet wohl, dass der Verband davon überzeugt ist, den Richtigen dafür ausgesucht zu haben – oder man denkt, dass die Junioren mein Schweden-Deutsch ohnehin nicht verstehen», sagt er lachend. STUNDEN AM BILDSCHIRM Um die Kommunikation mit seinen Nationalspielern zu vereinfachen, hat er diverse Begriffe eingeführt, um nicht immer drei Minuten eine Konstellation erklären zu müssen. Notausgang, Best-Case-Szenario, 360-GradUnihockey, Verhältnis Risiko-Belohnung – um nur einige zu nennen. «Wer diese Begriffe David Jansson und Linn Lundström nicht versteht, hat ein Problem mit mir – zogen letztes Jahr nach Kloten. Ganz aber wir haben extra einen Google-Driveunkompliziert wurden die meisten Ordner eingerichtet, der allen eine Hilfe sein Möbel des Vormieters übernommen. sollte», verrät er schmunzelnd. Videos sind eine weitere Hilfe. Viele Videos. Jansson zeigt an seinem Arbeitsplatz eine Szene aus dem Spiel gegen Schweden in Växjö. «Hier siehst du eine Auslösung, die wir an der WM häufiger nutzen werden», sagt er. Wie der Spielzug aussieht, dürfen wir hier natürlich nicht verraten. Jansson schreibt einen «Tag» zum Film- Jansson in seinem Home-Office beim chen und verschiebt es ins Archiv, um jederzeit wieder darauf Videostudium. zugreifen zu können. Vor und nach jedem Treffen mit der Nati verbringt er lange Stunden am Bildschirm. «Meine Assistenten Esa Jussila und Luan Misini könnten das selbstverständlich auch, aber ich mache das wirklich gerne», betont er. DER AUGENÖFFNER Petteri Nykky kam einst als zweifacher Weltmeistertrainer in die Schweiz. Mit seiner Aura faszinierte er zu Beginn die Nationalspieler, blieb aber stets unnahbar und zudem in Finnland wohnhaft. Zuletzt galt er als Hauptschuldiger an der verpassten WMMedaille in Göteborg. Jansson war der Szene durch seine zwei Jahre bei Floorball Köniz zwar ein Begriff, holte aber weder mit den Bernern noch mit Pixbo einen Titel. Dass er die Schweizer Unihockeywelt gleich in diesem Mass prägen würde, war nicht vorhersehbar. Oder einfach Ausdruck davon, dass es sonst an Leaderfiguren im sportlichen Bereich fehlt? «Ich wusste schon, dass ich gute Arbeit machen würde und Leute motivieren und begeistern kann», sagt Jansson selbstsicher. «Zudem denke ich, dass ich hier einfach mache, was viele schon lange gedacht haben. Aber dass

«Ich will, dass eine ‹Okay-Leistung› der Schweden und Finnen gegen uns nicht genügt»

ich mit meiner Vorliebe für die Offensive hier an so vielen Orten als Augenöffner gelte, hat mich schon sehr überrascht.» PRESSING GEGEN SCHWEDEN An der EFT in Lausanne holten die Schweizer im April unter Jansson gegen Schweden und Finnland ein Unentschieden nach 60 Minuten. Einmal wurde Finnland sogar geschlagen – und zuletzt zeigte die Nati im November in Växjö den Mut, gegen den Weltmeister ein druckvolles Pressing aufzuziehen – und das in Schweden. «Eigentlich wollten wir das erst in den letzten Minuten versuchen, doch die Spieler baten mich, früher damit loslegen zu dürften», erzählt Jansson stolz. Einen Sieg

gegen Schweden gab es zwar auch im 61. Anlauf nicht, aber der Auftritt bestätigte Janssons Philosophie. Nun folgt die WM in Riga. Hier gelten die üblichen Regeln – eine Medaille muss her, sonst gilt die Mission nicht als erfüllt. Egal, wie sympathisch sich der Nationaltrainer in den zwei Jahren davor präsentiert hat. Von Druck will Jansson aber nichts wissen. Resultatziele seien immer schwierig. «Wenn wir die beste Leistung aller Zeiten abliefern, Schweden aber auch, können wir das nicht beeinflussen. Aber ich will, dass eine ‹OkayLeistung› der Schweden und Finnen gegen uns nicht genügt», sagt er. BEST-CASE-KOCHEN Und sollte der Schweiz das Husarenstück gelingen, in Lettland Gold zu holen? «Dann erwarte ich, dass der grosse Puck im Zentrum von Kloten, der die Verbundenheit der Stadt mit dem Eishockey zeigt, durch einen Unihockeyball ersetzt wird», sagt er lachend. Dann macht er sich auf den Weg nach Bern, ans nächste Juniorentraining, diesmal ist sein ehemaliger Verein Floorball Köniz an der Reihe. Dreimal wird er Ende Saison alle neun Label-Teams des Verbandes besucht haben. Vielleicht braucht es in Zukunft keinen Google-Drive-Ordner mehr, weil alle neuen Nationalspieler seine Begriffe bereits kennen. Mit diesen muss übrigens auch seine Partnerin Linn Lundström, die schwedische Nationalspielerin in Diensten Dielikons, leben. So verweigert Jansson die Putzarbeiten in der gemeinsamen Wohnung mit dem Hinweis auf das mangelhafte Risiko-Belohnungs-Verhältnis bei dieser Tätigkeit. Er übernimmt dafür oft das Kochen. Wahrscheinlich aber nicht mit 360 Grad, da sonst sicher kein BestCase-Szenario denkbar wäre.


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NATIONALMANNSCHAFT

DAVID JANSSON

INTERVIEW MIT JANSSON

«Wir brauchen ein hohes ‹bestes› Niveau»

Nationaltrainer David Jansson über Spitzen-Skills, eine Woche Hochenergie und gute Entscheidungen. Die WM in Riga wird zeigen, wie weit die Schweizer Nati unter dem Schweden gekommen ist. TEXT: DAMIAN KELLER    FOTOS: ANDRÉ BURRI, INNEBANDY.SE

Am 15. November hast du das Schweizer WM-Kader vorgestellt. Wie schwierig war es, sich auf die 20 Spieler festzulegen? David Jansson: Schwierig, aber letztlich logisch. Logisch, weil wir an der EFT in Växjö gute Antworten bekamen. Wir sollten auf alles vorbereitet sein. Schwierig, weil die Spitze in der Schweiz breiter geworden ist, was mich freut. Gerade deshalb gab es doch bestimmt heikle Entscheide? Paolo Riedi (Chur) zeigte nach der Rückkehr aus Schweden starke Leistungen, Joel Friolet (Alligator) und Stefan Siegenthaler (Tigers) entwickelten sich sehr gut – ja, da wurde es schon schwierig. Die letzte Entscheidung fiel gegen Benjamin Reusser (Jets). Leider, denn eigentlich bin ich ein Fan von seinen Spitzen-Skills. Das heisst? Wir brauchen Spieler mit einem hohen «besten» Niveau – wenn 12 von 15 Spielern dieses an einem guten Tag erreichen, haben wir gegen Schweden oder Finnland eine Chance. Dann wird dem Gegner eine «Okay-Leistung» nicht reichen, dann muss er verdammt gut sein. Mit einem hohen «schlechtesten» Niveau kommen wir nirgends hin. Wie ein Formel-1-Rennwagen, der einen hohen Topspeed braucht – dafür aber auch störungsanfälliger ist? Das kann man so sehen. Wir müssen uns darauf einstellen, dass wir gegen Teams wie Deutschland, Estland oder Norwegen mehr Mühe haben werden als Schweden oder Finnland, die ein höheres «schlechtestes» Niveau haben als wir.

Daher brauchen wir ein System und müssen definieren, was eine gute Entscheidung ist. Die Schweden müssen das nicht unbedingt – sie verfügen über so viele gute Spieler. Wobei: An der EFT in Lausanne, als einige Titulare gefehlt haben, sah ich, dass auch die Schweden nicht auf ihre besten Leute verzichten können, ohne an Qualität zu verlieren. unihockey.ch mit David Jansson am IKEA-Tisch. Du hast mit Kanada bereits eine WM erlebt – wird diese Erfahrung in Riga helfen? Nein, aber die WM mit den Kanadiern machte Spass (lacht). Es freut mich, dass sie die Quali für Riga geschafft haben. Mit Pixbo am Czech Open zu spielen, die EFT-Turniere und viele Gespräche mit Esa Jussila, Remo Manser, Matthias Hofbauer, Emanuel Antener und anderen gaben mir genügend Inputs. Du verlangst von deinen Spielern ein mutiges Auftreten, oft auch ein Pressing – kann das über eine ganze WM-Woche durchgezogen werden? Das ist eine gute Frage. Die WM ist ja wie zwei EFT-Turniere in Folge mit etwas Freizeit dazwischen. In Växjö wollten wir testen, ob wir über drei Tage mit Hochenergie unterwegs sein können. Wie schon an der Studenten-WM im Sommer sahen wir: Es ist schwierig. Für uns aber der Schlüssel zum Erfolg. Daran denkt man bei der Nomination der Spieler 16 bis 18. Du hast vor nicht allzu langer Zeit gesagt, dass die Schweizer bei der Entscheidungsfindung schlechter seien als die Schweden.

Was ist eine gute Entscheidung? Das bestimme ich (lacht). Ich mag zum Beispiel keine «Überlebenspässe» in die Ecken, die Mitspieler in eine unmögliche Situation bringen. Dort kommen 88 Kilogramm Nilsberth auf dich zu – das will niemand. Warum also vorwärts gehen, wenn man den Ball vermutlich verliert? Wenn ich ein dynamisches Spiel verlange, heisst das nicht, kopflos nach vorne zu spielen. Haben die Spieler die Ideen verinnerlicht? Sie verstehen, was ich meine und versuchen es umzusetzen. So viel Zeit hatten wir ja nicht und wir haben aufgrund von Verletzungen mit über 30 Spielern gearbeitet. Theoretisch ist alles einfach – doch die Spieler müssen es erleben. Zum Beispiel, dass man auch gegen Schweden erfolgreich Pressing spielen kann. Nicht über 60 Minuten, aber immer wieder einmal. Es ist eine falsche Einstellung zu sagen, gute Spieler können nicht unter Druck gesetzt werden. In diesem Magazin sagten kürzlich Trainer wie Rolf Kern oder Figi Coray, die Schweiz habe vor allem physische Defizite. Zuletzt meinte Olli Oilinki, die Mängel liegen im technischen Bereich. Wer hat Recht? Das kommt auf den Fokus des Coaches an. Ich bin nahe bei Oilinki – wer 360-Grad-Uni-


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hockey spielen will, braucht die nötige Technik. Im physischen Bereich muss aber ebenfalls mehr gemacht werden. Wird ein Unihockeyverrückter wie du nicht wahnsinnig, wenn er Wochenende für Wochenende auf Tribünen sitzt und sieht, was alles verbessert werden könnte? Doch (lacht). Ich ging auf Einladung eines U16-Teams, das ich besucht hatte, ein Liga­ spiel des Teams schauen. Da ich nichts Besseres zu tun hatte, blieb ich danach sitzen – und sah ein anderes Team, das nicht nur in der Defensive ein 2-2-1-System spielte, sondern auch bei Ballbesitz. Die Folge: Niemand bewegte sich. Unglaublich.

Riga wird zeigen, ob sich Jansson die richtige Taktik zurechtgelegt hat.

Da hast du interveniert? Nein, aber ich werde diese Saison alle U16-A-Teams einmal im Training besuchen. Und von wegen wahnsinnig werden: Ich liebe Fortschritte. Und es macht Spass, Fortschritte zu sehen. Ein Beispiel für Fortschritte in deinem Team? Luca Graf. Er spielt eine überragende Saison. Er geht fast nie ein hohes Risiko, weil er mit seiner Geschwindigkeit eigene Fehler selber reparieren kann. Mir hat gefallen, wie er im Camp in Schaffhausen vor der EFT in Växjö mit seinem Block gesprochen hat. Da ging es genau um die vorhin angesprochenen Pässe, die den Mitspieler in Schwierigkeiten bringen. Du bist wie ein Heilsbringer in der Schweizer Unihockeywelt angekommen – David Jansson überall. Was passiert, wenn die Schweiz in Riga keine Medaille holt? Ist dann der Heiligenschein weg? Der kann sowieso weg, ich bin nicht gläubig (schmunzelt). Ich will das Maximum aus jedem Spieler herausholen und dass mein Team mit und ohne Ball dem Gegner Fragen stellt. Die Antworten werden wir in Riga erhalten. Wir müssen uns aber bewusst sein: Nach der letzten WM starten wir vom vierten Rang aus.

«Ich will, dass mein Team mit und ohne Ball dem Gegner viele Fragen stellt»


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ÉQUIPE NATIONALE

DAVID JANSSON

INTERVIEW AVEC DAVID JANSSON

Nous ciblons un nouveau « top niveau » L’entraîneur national, David Jansson parle de compétences de pointe, d’une semaine d’énergie maximale et de bonnes décisions. Le CM à Riga montrera l’avancée de l’équipe nationale suisse sous la direction du Suédois. TEXTE : DAMIAN KELLER    PHOTOS : ANDRÉ BURRI, PER WIKLUND

Le 15 novembre, tu as présenté le cadre suisse CM : As-tu eu des difficultés à sélectionner les 20 joueurs ? David Jansson : Difficile, mais finalement logique. Logique parce que nous avons reçu de bonnes réponses à l’EFT à Växjö. Difficile parce que la pointe s’est élargie. Nous devrions pouvoir maîtriser n’importe quelle situation. Mais à cause de cela, il y a eu des choix difficiles à faire ? De retour de Suède, Paolo Riedi (Chur) a fourni des prestations impressionnantes, Joel Friolet (Alligator) et Stefan Siegenthaler (Tigers) évoluent bien ; oui, il y a eu des décisions difficiles à prendre. La dernière est tombée contre Benjamin Reusser (Jets). Dommage, car je suis un fan de son haut savoir-faire. C’est-à-dire ? Nous avons besoin de joueurs de niveau très élevé – si 12 de 15 joueurs fournissent de telles prestations à une rencontre, nous avons des chances contre la Suède ou la Finlande. Alors une prestation convenable ne suffira pas à l’adversaire, il faudra qu’elle soit de qualité. Avec un niveau de qualité médiocre, nous n’arriverons à rien. C’est comme une voiture de course F1 qui réalise des vitesses de pointe, mais qui tombe souvent en panne ? Oui, on peut voir ça comme ça. Nous devons être bien conscients que nous aurons plus de

à Växjö si nous pouvons garder un niveau d’énergie très élevé pendant trois jours. Nous avons déjà vu au CM Étudiants cet été que ce n’est pas facile. Mais c’est pour nous la clé du succès. C’est bien à ça qu’on pense quand on désigne des joueurs qui ont entre 16 et 18 ans. L’entraîneur de l’équipe nationale David Jansson s’entretient avec le rédacteur en chef Damian Keller. mal à battre des équipes comme l’Allemagne, l’Estonie ou la Norvège que ne l’ont la Suède et la Finlande dont le niveau « médiocre » est plus élevé que le nôtre. Tu as déjà eu un CM avec le Canada – est-ce que cela va t’aider à Riga ? Non, mais le CM avec les Canadiens a été un réel plaisir (rire). Je suis content qu’ils aient réussi à se qualifier pour Riga. Jouer avec Pixbo à l’Open Tchèque, les tournois EFT et les nombreuses conversations avec Esa Jussila, Remo Manser, Matthias Hofbauer, Emanuel Antener et bien d’autres m’ont donné du tonus. Tu exiges de tes joueurs une entrée courageuse, tu forces le pressing – peut-on tenir le coup pendant toute une semaine de CM ? Bonne question. Le CM est comme deux tournois EFT consécutifs avec un peu de temps libre entre deux. Nous voulons tester

Récemment, tu as dit que les Suisses étaient moins bons que les Suédois dans leurs prises de décision ! C’est bien pourquoi nous avons besoin d’un système et devons définir ce qu’est une bonne décision. Les Suédois n’en ont pas besoin forcément – ils ont tellement de bons joueurs. Pourtant, à l’EFT à Lausanne, quelques têtes d’affiche étaient absentes et j’ai vu alors que les Suédois ne peuvent pas renoncer à leurs meilleurs joueurs sans une perte de qualité. Qu’entends-tu par « bonne décision » ? C’est moi qui le décide (rire). Par exemple, je n’aime pas les passes de survie vers les coins, elles mettent les coéquipiers dans une situation très inconfortable. Il y a un Nilsberth de 88 kilos qui fonce sur toi – et personne ne cherche ça. Pourquoi donc aller de l’avant si on va probablement perdre la balle ? Si je demande un jeu dynamique, ça ne signifie pas aller de l’avant sans réfléchir. Les joueurs adoptent-ils tes idées ? Ils comprennent ce que je leur dis et essaient de concrétiser. Nous n’avons pas eu beaucoup de temps et nous avons travaillé avec plus de


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Il véhicule énergi et confiance; il foisonne d’idées: David Jansson.

30 joueurs à cause des blessures des uns ou des autres. En théorie, c’est tout simple – mais les joueurs ont besoin de vécu. On a vu ainsi qu’on peut utiliser le pressing avec succès contre la Suède. Pas pendant 60 minutes, mais de temps à autre. Il serait erroné d’affirmer que de bons joueurs ne peuvent être mis sous pression. Tu as été accueilli par swiss unihockey comme le sauveur – le nom de David Jansson était sur toutes les langues. Qu’arriverait-il si la Suisse ne remportait pas de médaille à Riga ? Est-ce que ton auréole pâlirait ? Elle peut disparaître, je ne suis pas croyant (sourire en coin). Je veux tirer de chaque joueur le maximum et arriver à ce que mon équipe avec ou sans balle interpelle l’adversaire. Nous aurons la réponse à Riga. Nous ne devons pas oublier qu’après le dernier CM, nous sommes classés quatrième.

LETTONIE 2016 L’équipe nationale suisse Messieurs rencontrera dans son groupe au CM à Riga (3 au 11 décembre 2016) l’Estonie, la Finlande et l’Allemagne. Les deux équipes vainqueurs seront qualifiées directement pour les quarts de finale. La Suisse affrontera la Finlande en tant qu’outsider, contre ses autres adversaires, elle se doit de gagner. Si la Suisse – ce qui est fort possible – est classée deuxième, elle rencontrerait probablement la Norvège en quart de finale et en cas de vic-

Jansson et son équipe comptent bien rafler des médailles au CM à Riga.

toire, la Suède en demi-finale. C’est la première fois qu’un CM Messieurs n’a pas lieu dans le pays des quatre nations au sommet. L’arène de Riga a été construite il y

a dix ans et peut accueillir près 10 300 spectateurs – et le suspense est bien là : combien de spectateurs y aura-t-il dans la capitale lettone ?


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WM-VORSCHAU

LETTLAND 2016

Miko Kailiala und Tim Braillard werden schon in den Gruppenspielen aufeinander prallen.

Erstmals findet eine Weltmeisterschaft der Männer in Lettland statt. Die Schweizer Nati org sucht im Baltikum die Medaille, die ihr in Göteb vor zwei Jahren abhanden gekommen ist.

Lettland 2016 D TEXT: DAMIAN KELLER    FOTOS: PER WIKLUND er normale WM-Fahrplan der Schweizer sieht gemäss Papierform so aus: Am Samstag im Eröffnungsspiel ein Sieg gegen Estland. Am Sonntag eine Niederlage gegen Favorit Finnland. Nach einem Ruhetag zum Abschluss der Gruppenphase ein Sieg gegen Deutschland und die direkte Qualifikation für die Viertelfinals. Nach zwei Ruhetagen ein Sieg gegen Norwegen, im Anschluss daran der Halbfinal gegen Schweden und das Hoffen auf den berühmten Tag X im 62. Anlauf gegen den Weltmeister. Mit einem Sieg gegen Finnland im Gruppenspiel würden die Schweizer das übliche Tableau gewaltig durcheinander wirbeln. Und warum auch nicht? Immerhin gab es seit der letzten WM gegen die Finnen neben zwei Niederlagen auch einen Sieg und ein Unentschieden nach 60 Minuten (EFT in Lausanne).

Gegen Tschechien ist die Bilanz mit vier Siegen seit der WM und in der Ära Jansson sogar makellos.

DIE GEGNER Die besten Zeiten Estlands mit den Gebrüdern Talme, Jonas Thomsson und anderen sind vorbei – vor den NLB-Söldnern Kaspar Kallion, Tanel Kasenrum (beide Basel Regio) und Roman Pass (Mittelland) müssen sich die Schweizer nicht fürchten. Sauber ins Turnier starten und Energie sparen, lautet die Devise. Finnland tritt mit den in der Schweiz bestens bekannten Tatu Väänänen (Wiler), Tommi Aro (ex-Malans) und Joonas Pylsy (exTigers) an – und der lebenden Legende Mika Kohonen. Der 39-Jährige bestreitet in Riga seine zehnte WM – nur die allererste Austragung 1996 verpasste er. Mit einem Sieg könnten die Schweizer den Halbfinal gegen

Weltmeister Schweden vermeiden. Volles Risiko zu gehen lohnt sich also. Deutschland ist ohne die Mucha Zwillinge und die Gebrüder Holtz nicht auf dem Level der anderen Topnationen in den Gruppen A und B. Beim Testspiel in Urtenen-Schönbühl im September 2015 hätten sich die Schweizer beim 6:5-Zittersieg zwar fast blamiert, doch bei der WM-Quali im Februar wurde dieser Eindruck mit einem klaren 7:2 wieder korrigiert. SPANNENDE GRUPPE B Finnland und die Schweiz sind für die ersten beiden Plätze gesetzt. Spannender ist die andere Gruppe, in der hinter Schweden Gastgeber Lettland, Tschechien und Norwegen um den direkten Einzug in den Viertelfinal kämpfen. Zur Erinnerung: Die Tschechen landeten an der WM 2012 nach einem Ausrutscher gegen Lettland nur auf dem 7. Schlussrang.


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DAS SCHWEIZER KADER

Torhüter 30 Pascal Meier (GC UNIHOCKEY)

97 LUCA GRAF (GC UNIHOCKEY) Christoph Camenisch

Alter: 26 Länderspiele: 63 WM-Teilnahmen: 2 Ein Mann für die grossen Spiele, die unbestrittene Nummer 1 im Schweizer Team. Der Albtraum des letzten WM-Halbfinals ist verarbeitet.

26 CHRISTOPH CAMENISCH (ALLIGATOR MALANS) Alter: 24 Länderspiele: 10 WM-Teilnahmen: keine Punkte: 10

Pascal Meier 48 NICOLAS WOLF (WILER-ERSIGEN) Alter: 23 Länderspiele: 6 WM-Teilnahmen: keine Überzeugte bisher nicht nur in der Liga, sondern auch international. So etwa mit Wiler am Champions Cup 2015 in Tschechien.

Verteidiger

2 NICOLA BISCHOFBERGER (IBF FALUN, SWE) Alter: 22 Länderspiele: 17 WM-Teilnahmen: keine Punkte: 12 Bei Falun Stammspieler im zweiten Block, trainiert täglich gegen Enström und Co. Ein dynamischer Verteidiger mit GameChanger-Potenzial nach Janssons Geschmack. 15 CHRISTOPH HOFBAUER (WILER-ERSIGEN) Alter: 33 Länderspiele: 122 WM-Teilnahmen: 6 Punkte: 154 Hat sich nach diversen Verletzungen als Verteidiger wieder an die Spitze gekämpft und bestand den letzten Test in Växjö. Darum bleibt Beni Reusser zu Hause.

Wurde bei Alligator Malans mutiger. In der Nati sind vor allem seine Passqualitäten gefragt – gegen Weitschusstore ist aber auch nichts einzuwenden. 47 KEVIN BERRY (ALLIGATOR MALANS) Alter: 23 Länderspiele: 25 WM-Teilnahmen: keine Punkte: 19 Hat seine Verletzungen überwunden und gehörte im November zu den besten Verteidigern. Kann er bei seiner ersten WM seine offensiven Qualitäten zeigen?

Alter: 25 Länderspiele: 42 WM-Teilnahmen: 1 Punkte: 14

Alter: 28 Länderspiele: 53 WM-Teilnahmen: 2 Punkte: 19 Einer aus der Kategorie «lieber mit als gegen», der aber auch mit dem Ball Fortschritte erzielt hat. Ein sicherer Wert.

WM in Riga (Lettland), 3. bis 11. Dezember 2016

Zuletzt in der Liga in überragender Form – defensiv stark und mit viel Zug nach vorne. Für David Jansson ein Schlüsselspieler.

Luca Graf

MODUS Die beiden besten Teams der Gruppen A und B erreichen direkt den Viertelfinal (ab 8.12.). Die beiden anderen Teams ermitteln gegen die besten Teams der Gruppen C und D die Gegner.

Stürmer

3 TIM BRAILLARD (ALLIGATOR MALANS) Alter: 24 Länderspiele: 22 WM-Teilnahmen: keine Punkte: 19 Der Malanser Wirbelwind ist auf der Centerposition flexibel einsetzbar und trifft viele gute Entscheidungen – wir sind gespannt auf die WM-Premiere.

Alter: 24 Länderspiele: 28 WM-Teilnahmen: keine Punkte: 28 Ein Chrampfer, wie er jedem Team gut tut. Schnelle Füsse, Mut, Aggressivität – Eigenschaften, die an einer WM gefragt sind.

96 FLORIAN KUCHEN (FLOORBALL KÖNIZ)

FACTS & FIGURES

DIE GRUPPEN Gruppe A: Finnland, Schweiz, Estland, Deutschland Gruppe B: Schweden, Tschechien, Norwegen, Lettland Gruppe C: Polen, Dänemark, Slowakei, Australien Gruppe D: Singapur, Kanada, USA, Thailand

6 CLAUDIO LAELY (ALLIGATOR MALANS) Kevin Berry

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11 MANUEL MAURER (FLOORBALL KÖNIZ)

DIE GRUPPENSPIELE DER SCHWEIZ 3.12., 11.00 Uhr: Estland – Schweiz 4.12., 15.15 Uhr: Finnland – Schweiz 6.12., 13.45 Uhr: Schweiz – Deutschland DIE SPIELSTÄTTE Arena Riga, Kapazität: 10 300

SO KÖNNTEN SIE SPIELEN Aufgrund der Aufstellung an der letzten EFT in Växjö könnte die Grundaufstellung der Schweiz so aussehen: Christoph Hofbauer, Camenisch; Engel, Matthias Hofbauer, Scalvinoni. Bischofberger, Kuchen; Antener, Meier, Maurer. Graf, Berry; Rüegger, Braillard, Laely. Zürcher, Mendelin und Buchli werden aber zweifellos auch zu ihren Einsätzen kommen und eine wichtige Rolle spielen.

Alter: 23 Länderspiele: 35 WM-Teilnahmen: 1 Punkte: 43 Kein Verteidiger freut sich, wenn er Steuerflügel Manuel Mauer auf dem Platz sieht. Ein Mann für Tore aus dem Nichts, oft selber erarbeitet.

tener Meier, Bischofberger, An a? Rig in h und Kuchen: So auc


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WM-VORSCHAU

LETTLAND 2016

23 MANUEL ENGEL (VÄXJÖ VIPERS, SWE)

Matthias Hofbauer vor seiner 9. WM. 19 MATTHIAS HOFBAUER (WILER-ERSIGEN) Alter: 35 Länderspiele: 160 WM-Teilnahmen: 8 Punkte: 225 Er begann Saisons schon produktiver, ist aber als Spielmacher und WM-Legende nach wie vor ein enorm wichtiger Bestandteil des Teams.

Alter: 23 Länderspiele: 55 WM-Teilnahmen: 2 Punkte: 58 Mit 23 Jahren bereits die dritte WM für den Emmentaler und Vize-Captain eines SSL-Vereins – Respekt. Aus dem Junior wurde ein Leistungsträger. 25 CHRISTOPH MEIER (GC UNIHOCKEY)

68 EMANUEL ANTENER (FLOORBALL KÖNIZ) Alter: 29 Länderspiele: 96 WM-Teilnahmen: 4 Punkte: 151 Die Hände Anteners sind immer noch Weltklasse. Gefragt ist eine Linie, die ihm die Bälle präpariert, die er dann genial veredeln kann. Stösst im Viertelfinal in den 100er-Klub vor.

22 JOËL RÜEGGER (GC UNIHOCKEY) Alter: 21 Länderspiele: 7 WM-Teilnahmen: keine Punkte: 4 Egal ob am Champions Cup, in der Liga oder zuletzt in Växjö (vier Tore gegen Finnland) – Rüegger trifft. Die heissesten Schweizer Hände im Moment.

Alter: 29 Länderspiele: 63 WM-Teilnahmen: 2 Punkte: 53 Als unberechenbarer Rechtsausleger für die Offensive wichtig. Die Frage bleibt: Hält der Rücken ein ganzes WM-Turnier lang? In Schweden verpasste er deswegen den Saisonstart.

Alter: 25 Länderspiele: 30 WM-Teilnahmen: 1 Punkte: 17 Gehört als Zweiweg-Center ohne Angst zu Janssons Lieblingen. Mit 25 Jahren ist der Hopper als Teamspieler gereift. 50 PATRICK MENDELIN (WILER-ERSIGEN)

Joël Rüegger trifft und trifft.

91 NICO SCALVINONI (IBK DALEN, SWE)

Die ehemaligen GC-Sturmpartner Kim Nilsson und Nico Scalvinoni.

Alter: 29 Länderspiele: 42 WM-Teilnahmen: 2 Punkte: 28 Trotz seiner Leidenschaft für Basel Regio konnte Mendelin den Trainerstaff mit vielen Extratrainings überzeugen. Im Spiel ohne Ball der wohl cleverste Schweizer Nati-Spieler überhaupt.

Patrick Mendelin

81 MICHAEL ZÜRCHER (GC UNIHOCKEY) Alter: 35 Länderspiele: 133 WM-Teilnahmen: 6 Punkte: 101 Der Teamsenior (19 Tage älter als Matthias Hofbauer) hat auch diesen Trainerwechsel überstanden und spielt seine siebte WM. Erfahren, mutig und ohne unnötigen Respekt.

92 REMO BUCHLI (ALLIGATOR MALANS) Alter: 24 Länderspiele: 10 WM-Teilnahmen: keine Punkte: 12 Bringt die typische «Leck-michEinstellung» der jungen Malanser-Generation mit an die WM. Ein Mann für die Phasen, wenn die Schweizer mit Vollgas und Pressing spielen.


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VERBANDSNEWS

HOUSE OF RIGA

Das Kalku Varti in Riga soll an der WM zum Treffpunkt aller Unihockeyfans werden.

Switzerland meets Latvia

Mit dem ersten «House of Switzerland» an einer Unihockey-WM will swiss unihockey den Sport als Fan-Treffpunkt in die Fussgängerzone Rigas holen. TEXT: SWISS UNIHOCKEY    FOTOS: RETO GYGER

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enn es ab Mittwoch, 7. Dezember in Riga in die entscheidende Phase der WM geht, öffnen die Tore des ersten «House of Switzerland» an einer Unihockey-WM. Direkt eingangs der Fussgängerzone der lettischen Hauptstadt wird das Gebäude Kalku Varti inklusive Restaurant und Nachtclub zum Treffpunkt der Unihockey-Gemeinschaft umfunktioniert. Zu verfehlen wird er kaum sein: die Aussenfassade wird sich im Schweizer Look präsentieren. Auch im Innenbereich werden bei den Besuchern heimatliche Gefühle aufkommen. Auf der Speisekarte des Restaurants, das je-

den Tag ab 12.00 Uhr geöffnet ist, werden neben einheimischen auch Schweizer Spezialitäten zu finden sein. Daneben gibt es jeden Abend ab 19.00 Uhr einen Barbetrieb im Klub im Untergeschoss, wo auch der eine oder andere Natispieler anzutreffen sein wird – ganz sicher in Pappform, ab und zu aber auch «in echt». Jeden Abend um 20.00 Uhr werden einzelne Mitglieder des Schweizer Teams im täglichen «Nati-Talk» aktuelle Einblicke ins Teamleben gewähren. Wer danach Lust hat, das Tanzbein zu schwingen, ist im House of Switzerland ebenfalls richtig: Je nach Anzahl Personen vor Ort bleibt der Nachtclub länger

geöffnet. Ein Schweizer DJ ist für die gute Stimmung besorgt. «In erster Linie wollen wir den Schweizer Fans mit dem House of Switzerland einen gemeinsamen Treffpunkt bieten und damit das Erlebnis der WM noch exklusiver machen», so Jörg Beer, Initiant und Zentralvorstandsmitglied bei swiss unihockey. Er hofft gleichzeitig, dass Fans anderer Nationen im House of Switzerland anzutreffen sein werden. Ein weiteres Ziel sei, in der Innenstadt Rigas mit der Sportart Unihockey präsent zu sein, so Beer. Unterstützung kommt von «Präsenz Schweiz», die das House of Switzerland jeweils an den Olympischen Spielen organisiert. «Der Sport ist ein wichtiger Imageträger für die Schweiz und in der Strategie Landeskommunikation 2016-19 festgehalten. Internationale Sportanlässe wie die Unihockey-WM können aktiv genutzt werden», begründet der Projektverantwortliche Andreas Lüssi das Engagement. «Präsenz Schweiz» steht swiss unihockey als Partner beratend zur Seite – «um eine gewisse Kohärenz im Auftritt zu gewährleisten», so Lüssi. Zudem wird das Projekt im Kommunikationsbereich über die Webseite www.houseofswitzerland.org und via soziale Medien unterstützt. VIEL ROT-WEISS Beim House of Switzerland soll die Begegnung zwischen Schweizer Unihockeyspielern und Besuchern aus aller Welt ermöglicht werden. Dazu wird es den Gästen die Schweizer Küche näher bringen. Das Hauptziel besteht darin, ein differenziertes und positives Bild der Schweiz zu vermitteln. «Wir stehen auch in engem Kontakt mit der Schweizer Botschaft sowie unseren lettischen Partnern», so Projektleiter Reto Gyger, «wir freuen uns auf ausgelassene Stunden und viel Rot-Weiss in Riga.»

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27., 28., 29. und 30. Dezember 2016 9.00 bis 17.00 Uhr, Eulachhallen in Winterthur 9.00 bis 17.00 Uhr, Halle Weissenstein in Bern Alle Tage einzeln oder komplett buchbar. Das Programm variiert. Teilnehmer: Juniorinnen und Junioren mit den Jahrgängen 2001 bis 2006 Leitung: Diverse NLA-Spieler Programm: Unihockey Trainingstag, inklusive Mittagessen Kosten: Fr. 55.– pro TeilnehmerIn und Tag Kontakt: trainingdays@unihockey.ch

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NATIONALTEAM FRAUEN

EFT IN SCHAFFHAUSEN

Andrea Gämperli erzielte gegen Schweden ihr erstes Länderspieltor.

Gut für die Moral: Der Ausgleich gegen Finnland in der Schlussminute mit sechs Feldspielerinnen.

Schritt nach vorne

Das Nationalteam der Frauen überzeugte im Rahmen der Euro Floorball Tour in Schaffhausen und belegte den 2. Rang. Auf die U19-Girls wartet bis zur Heim-WM noch Arbeit.

TEXT: DAMIAN KELLER, ZUZANA SVOBODOVA    FOTOS: MICHAEL PETER, DAMIAN KELLER

G

leich mit 12:2 überfuhren die Schweizerinnen zum Auftakt Tschechien – es war der höchste Sieg der Geschichte gegen diesen Gegner. Besonders erfreulich war, dass sich mit Nathalie Spichiger (3 Tore, 1 Assist), Géraldine Rossier (1 Tor, 1 Assist) und der noch nicht 18-jährigen Isabelle Gerig (1 Tor, 2 Assists) drei Stürmerinnen ihre ersten Skorerpunkte im Dress des Nationalteams holten. Gegen Schweden knüpfte das Team an die starke Leistung an und führte sogar mit 4:3, nachdem mit Andrea Gämperli eine weitere Stürmerin bei ihrem ersten Nati-Weekend getroffen hatte. Danach drehte der Weltmeister auf, im gleichen Mass liessen die Schweizerinnen nach – das letztlich zu hohe 4:9-Schlussresultat war die Folge.

Auch nach dieser Partie machten die Schweizerinnen dort weiter, wo sie am Vortag aufgehört hatten. Dies führte zur schwächsten Phase des Wochenendes und einem 0:3 gegen Finnland nach dem ersten Drittel. Mit der Umstellung auf zwei Linien gelang eine eindrückliche Aufholjagd, die in der Schlussminute belohnt wurde. Nach dem 4:4 ging das Penaltyschiessen verloren, doch der erreichte Punkt bedeutete Rang 2 in der Schlussabrechnung.

RESULTATE Schweiz – Tschechien Schweiz – Schweden Schweiz – Finnland Schweiz U19 – Tschechien U19

12:2 4:9 4:5 n.P. 8:7

Schweiz U19 – Schweden U19

1:8

Schweiz U19 – Finnland U19

4:8

ES BLEIBT NOCH ZEIT Sechs der neun gespielten Drittel dürfen als gelungen bezeichnet werden. Vor allem die Linie mit Michelle Wiki (Mora), Isabelle Gerig (Dietlikon) und Géraldine Rossier (Täby) harmonierte ausgezeichnet. Spichiger

(Piranha), Gämperli (Dietlikon) und andere empfahlen sich für weitere Einsätze – und Corin Rüttimann, die für einmal unauffälliger agierte, wird nach der Rückkehr der verletzten IKSU-Teamkollegin Nina Bärtschi auch wieder aufblühen.

Lasse Kurronen, Trainer Finnland Bei der Niederlage gegen Tschechien waren wir sehr schwach. Gegen die Schweiz lief es etwas besser, aber wir vermissten sieben verletzte Stammkräfte. Wir müssen zu Hause jeden Tag arbeiten, wenn wir an der nächsten WM Gold wollen.

Denisa Billa, Tschechien Keine Ahnung, wie wir gegen die Schweiz 2:12 und gegen Schweden 1:13 verlieren konnten, um dazwischen Finnland 4:3 zu schlagen. Unsere Liga muss unbedingt besser werden – sonst werden wir sogar von der Slowakei oder Lettland eingeholt.

INTERNATIONALE STIMMEN Josefina Eiremo, Schweden Wir haben die Schweiz auf keinen Fall unterschätzt. Wir haben uns auf das Pressing vorbereitet, brachten aber zu Beginn unser Tempo nicht ins Spiel. Es brauchte nicht nur Taktik, sondern auch viel Herz, um das Spiel gegen die Schweiz zu gewinnen.


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Nathalie Spichiger überzeugte.

Headcoach Aldo Casanova gibt den Tarif durch.

Noch brauchten die Schweizerinnen gegen Schweden und Finnland zu lange und zu viel Personal, um sich aus der Defensive zu lösen. Doch grundsätzlich scheint das Team auf Kurs zu sein – und bis zur WM 2017 bleibt noch ein Jahr Zeit. Sogar eineinhalb Jahre dauert es noch bis zur U19-Heim-WM. Die Girls von Aldo Casanova werden bis dahin Gas geben müssen, um den Rückstand auf Schweden (1:8) und Finnland (4:8) aufzuholen. Das 8:7 über Tschechien (je drei Treffer von Deborah Frei und Nicole Capatt) sorgte für den dritten Rang – für die WM haben sich die Schweizerinnen mehr vorgenommen. MÄSSIGER FANAUFMARSCH Die EFT der Männer in Schaffhausen war 2013 ein Erfolg – über 5000 Fans besuchten die drei Partien der Männer-Nati. Diesen hohen Erwartungen vermochte die Ausgabe 2016 nicht Stand zu halten. Nur 1100 Zuschauer sahen die Spiele der Schweizerinnen – halb so viele wie noch bei der Frauen-EFT im April 2015 in Wil. «Wir betrieben regional sogar mehr Werbung als in Wil und erhofften uns einen grösseren Fanaufmarsch», sagte Daniel Kasser, Leiter Marketing und Events bei swiss unihockey. «Die Stimmung in der Halle war aber trotzdem gut», bemerkte er richtigerweise. Dass es am Sonntag nicht mehr Zuschauer waren, kann dem äusserst gastfreundlichen Spielplan zugeschrieben werden. Die A- und U19-Nati der Schweiz spielten parallel um 14 Uhr vor 344 und 297 Zuschauern in zwei Hallen, um den Gast-Nationen eine frühe Heimreise zu ermöglichen. Bei der in Växjö ausgetragenen EFT der Männer lösten die Schweden das Problem anders – sie setzten Schweiz gegen Tschechien am Sonntag einfach um 9 Uhr an. Vor 79 Zuschauern.

Interview mit Géraldine Rossier

«Rolf Kern wurde laut – das tat uns gut» Für die Bündnerin Géraldine Rossier waren die Länderspiele in der BBC Arena die ersten Auftritte auf Schweizer Boden seit vier Jahren. In ihrer fünften Saison beim Stockholmer Verein Täby scheint die 28-Jährige in der Nati angekommen zu sein.

erhalte ich von Rolf Kern viel Vertrauen – und das möchte ich zurückzahlen.

Wie war es, wieder einmal in der Heimat Unihockey zu spielen? Géraldine Rossier: Es hat Spass gemacht. Viele Verwandte nutzten die Gelegenheit, mich wieder einmal im Einsatz zu sehen.

Du hast alle drei Partien zwischen Michelle Wiki und Isabelle Gerig absolviert, die letzte Saison mit Petra Weiss Dietlikons Paradelinie gebildet haben. Musstest du quasi die Schwedin spielen? Wir haben uns auf Anhieb gut gefunden – und ich arbeite gerne hinten, wenn ich weiss, dass meine Flügel die Tore schiessen.

Unter dem alten Nationaltrainer Sascha Brendler hast du zwei EFT-Turniere bestritten, warst für die WM aber kein Thema. Rolf Kern scheint mehr auf dich zu setzen. Ist das eine «Geschmacksache» oder hast du dich weiter verbessert? Ich habe bei den genannten Turnieren nicht das gezeigt, was ich jeweils bei Täby in der Superligan liefere. Jetzt

Wurde er nach dem 0:3 gegen Finnland in der ersten Pause laut? Ja, sehr. Offenbar brauchten wir das, denn anschliessend lief es besser.

Dein Fazit des Wochenendes in Schaffhausen? Wie immer gilt, dass es auch noch besser gehen würde. Aber grundsätzlich bin ich zufrieden, vor allem mit den Spielen gegen Tschechien und Schweden.

Wenn die Schweizer Nati gegen deinen Verein Täby spielen würde – wer gewinnt? (lacht) Da bei Täby der erste Block fast nur aus schwedischen Internationalen besteht, wäre das eine enge Sache. Trotzdem sage ich, dass die Nati gewinnen würde.

Géraldine Rossier genoss die Spiele auf Schweizer Boden.


POSTER

MARGRIT #18 SCHEIDEGGER NATIONALTEAM SCHWEIZ


ELLA #22

ALANKO

ND

NATIONALTEAM FINNLA


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MÄNNER UND FRAUEN NLA

WAS BISHER GESCHAH

n Gut die Hälfte der NLA-Qualifikatio ist bereits Geschichte. Bei den hichte Männern ist es eine torreiche Gescden mit grossen Überraschungen, bei her. Frauen eine für die Geschichtsbüc Überraschendes Comeback von Andrea Kern (Nr. 13) bei den Red Ants. Schon nach 148 Sekunden traf sie. TEXT: DAMIAN KELLER    FOTOS: DAMIAN KELLER, MICHAEL PETER

W

er hätte gedacht, dass Fast-Meister, Cupsieger und Titelanwärter Floorball Köniz so in die Saison starten würde? Nach fünf Niederlagen in Serie holten die Berner erst in der 6. Runde den ersten Sieg. Der Rücktritt von Stammgoalie Samuel Thut, der Abgang von Luca Graf zu GC, der Ausfall Christian Kjellmans – so kam auch das zuletzt erfolgsverwöhnte Köniz aus dem Tritt und nach knappen Niederlagen ins Grübeln. Mittlerweile scheint René Berliats Truppe aber Fahrt aufgenommen zu haben, was im Hinblick auf die Weltmeisterschaft auch Nationaltrainer David Jansson freut. Erstaunlich unbeeindruckt von den Abgängen der beiden besten Skorer, Kim Nilsson und Nico Scalvinoni, zeigte sich derweil GC Unihockey. Kein anderes Team erzielte in den ersten zwölf Runden mehr Treffer als die Hoppers (104). Die Zürcher stellen mit Joël Rüegger (21 Tore, 19 Assists) auch den Topskorer

der Liga. Mehr Treffer gelangen nur dem Langnauer Ivan Brech­bühl. An der Tabellenspitze steht Thomas Berger mit Wiler-Ersigen. Viermal musste der Serienmeister in die Verlängerung, dreimal wurde diese gewonnen. Nur gegen Rychenberg setzte es eine Niederlage ab. Nach 60 Minuten mussten die Berner aber als einziges Team noch nie als Verlierer vom Platz. BONUSPUNKTE UND SCHWÄCHEN Die Saisonprognosen waren eindeutig. Grünenmatt, Thun und WaSa am Tabellenende, Uster und die Kloten-Bülach Jets duellieren sich um den achten und letzten PlayoffPlatz. Doch diese Teams sorgten für Zunder. Das ohne «echte» Ausländer spielende Waldkirch-St. Gallen liess gleich zu Beginn der Saison mit Erfolgen über Uster und Thun aufhorchen, legte später mit einen Sieg bei GC nach und konnte sich nach dem 12:9 über Grü-

nenmatt schon den Luxus erlauben, «mit dem Resultat, nicht aber dem Spiel zufrieden» zu sein. Die Jets (Sieg bei den Tigers, Punkt gegen Malans) und Uster (Sieg gegen Köniz, Punkt bei Wiler) holten unerwartete «Bonuszähler» – zeigten aber auch Schwächen. So wird es die Klotener ärgern, aus den Direktduellen gegen Uster und WaSa nur zwei Punkte geholt zu haben. Und Uster könnte die Niederlage bei Schlusslicht Grünenmatt in der Endabrechnung noch teuer zu stehen kommen. Und Thun? Die Berner Oberländer gaben mit zwei Heimsiegen über Grünenmatt und Rychenberg Mitte November ein starkes Lebenszeichen von sich. Das Playoff-Rennen wird die Liga hoffenlich bis zur 22. Runde in Atem halten. Der aktuelle Stand: Vorteil WaSa. BÜGEL ODER NÜT Nicht nur Uster nimmt den Titel seines Vereinshefts «Bügel oder nüt» mit starken


Joël Rüegger (GC) bei einem seiner fünf Treffer gegen die Tigers Langnau.

Jan Binggeli (m.) schoss auch in seiner alten Heimat Uster Tore. Die Wizards Bern Burgdorf jubeln sich von Sieg zu Sieg. Die Titelträume werden konkret.

Formschwankungen fast zu wörtlich. Auch Rychenberg fand noch nicht zu der gewünschten Konstanz. Mitte November wandelten die Winterthurer ein 0:5 gegen Uster noch in einen Sieg um – Mikko Hautaniemi und Fredrik Holtz erzielten je drei Treffer und heizten die «Ausländerdiskussion» weiter an. In der nächsten Runde holte der HCR gar ein 0:6 gegen Thun auf, um letztlich doch noch zu verlieren. Nach den ersten beiden Dritteln (6:1, 1:6) wähnten sich die Zuschauer beim Tennis. Zwei Siege bei Wiler (auch im Cup), Niederlage bei Thun – beim HCR ist alles möglich. Für die Fans gilt daher auf allen Plätzen: In dieser Liga kann alles passieren. Vor der Schlusssirene sollte man die Halle nicht verlassen – man weiss nie, was noch folgen wird. Bei den Trainern und Sportchefs sorgt das wilde auf und ab für graue Haare, aber das braucht die Zuschauer ja nicht zu kümmern.

HISTORISCHES TIEF UND COMEBACK Bei den Frauen reicht ein Blick auf die Tabelle der NLA, um die historischen Dimensionen dieser Saison zu erkennen. Rekordmeister Red Ants Rychenberg lag nach acht Runden auf dem letzten Platz. Ein böser Absturz der Winterthurerinnen, die ihr ohnehin bereits schmales Kader durch Verletzungen ausgedünnt sehen. Nach diesem Tiefpunkt sorgte das überraschende Comeback von Weltmeisterin und Antreiberin Andrea Kern für einen Sieg gegen Zug – die 32-Jährige brauchte nur 148 Sekunden bis zu ihrem ersten Tor. Tags darauf gelang gegen die Skorps auch der Einzug in den Cup-Halbfinal. Mit der Rückkehr von Nati-Verteidigerin Tanja Bühler aus Malmö im Januar wird es dennoch nicht getan sein – die Red Ants haben weitere Zuzüge nötig. Ende November heisst der Tabellenführer nicht Piranha Chur, nicht Dietlikon und ganz sicher nicht Red Ants. Die drei Vereine, die

bisher alle 30 Meistertitel unter sich ausgemacht haben, werden von den Wizards Bern Burgdorf in den Schatten gestellt, die von Sieg zu Sieg eilen. Natürlich müssen die Emmentalerinnen erst noch zeigen, dass sie auch entscheidende Spiele gewinnen können. Im Cup-Viertelfinal gegen Dietlikon (2:9) blieben sie diesen Beweis mit vier Gegentoren innert fünf Minuten noch schuldig. Zu den positiven Überraschungen ge­ hören auch Zug United – mit einem Sieg bei Piranha und einem Punkt bei Dietlikon – und Aufsteiger Frauenfeld. Die Thurgauerinnen können in der Liga gut mithalten und sind im Gegensatz zum Absteiger Unihockey Berner Oberland an einem guten Tag für Überraschungen zu haben. So etwa beim 4:2 über Dietlikon. Dass die Bäume aber noch nicht in den Himmel wachsen, zeigte das 5:9 in der folgenden Runde gegen Aergera Giffers.


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ROMAN SCHRAG

S E G Ä R H C S

JAHR

eningenieur, 28 Jahre alt, Maschin 2006 beim it Se wohnt in Huttwil. nioren D, Ju r de r UHCG als Traine andsmitglied von U16 und U18. Vorst rse Funktionen). 2012 bis 2016 (dive Assistent Seit der Saison 2011 l des ah sw Au der U15. rn Be s on nt Ka

HC Grünenmatt g U im e b b e li b g n li h Im Frü . Roman Schra n re e d n a m e d f u a kein Stein elfahrtsm im H « s a d , it re e b erklärte sich hmen. e rn e b ü zu r e in ra T kommando» als

V

TEXT: CONSTANTIN STREITER    FOTOS: WILFRIED HINZ, DAMIAN KELLER

or einem Jahr lag Grünenmatt noch auf einem Playoff-Platz und stellte mit Simon Flühmann den Topskorer der Liga. Doch dann geriet das NLA-Team in eine Negativspirale: Verletzungen von Leistungsträgern, der Abgang von Trainer Hanspeter Hiltbrunner, die besten Spieler unterschrieben früh bei anderen Vereinen – die Mätteler sicherten sich zwar in den Playouts gegen Thun den Ligaerhalt, doch das Kader löste sich praktisch auf – 18 Abgänge, nur drei Spieler blieben. Neu kamen fünf Ausländer, fünf Junioren und ein gutes Dutzend «Glücksritter» aus tieferen Ligen. Dass Grünenmatt bei Halbzeit der Qualifikation abgeschlagen am Tabellenende liegt, überrascht daher niemanden. Roman Schrag stellte sich nach zehn Jahren als Nachwuchstrainer der Verantwortung, aus dem Nichts ein neues NLA-Team zu kreieren. Wir blicken mit dem 28-Jährigen auf ereignisreiche Monate zurück und – erstaunlich optimistisch – nach vorne. Wann und wie hat dieses Abenteuer für dich persönlich angefangen? Roman Schrag: Nach der vergangenen Saison mit Grünenmatts U16-Junioren war vorgesehen, dass ich dieses Team in der U18 weiterführe. Anfang Mai wurde ich dann überraschend angefragt, ob ich mir vorstellen könne, stattdessen das NLA-Team zu übernehmen. Obwohl die Herausforderung ungleich schwieriger sein würde, musste ich

nicht lange überlegen und sagte zu. Ich bin aber immer noch stark mit den Junioren des Vereins verbunden und besuche regelmässig deren Spiele. Einige Spieler, die ich früher als Juniorentrainer fördern durfte, haben den Sprung in unsere NLA-Mannschaft bereits geschafft. Dies ist für mich eine grosse Freude und zeigt mir, dass im Verein einiges richtig gemacht wurde. In welchem Zustand hast du im Mai das Team übernommen – waren überhaupt schon genug neue Spieler da? Bei Weitem nicht. Diejenigen, die da waren, zeigten aber viel Motivation und Willen, sich auf dem höchstem Niveau im Schweizer Unihockey zu zeigen. Die Saisonvorbereitung wurde komplett von unserem Fitnesscoach geleitet. So blieb meinem Assistenten Thomas Siegenthaler und mir Zeit, Einzelgespräche zu führen und weitere Spieler zu kontaktieren. In dieser Phase waren sehr viele Personen aus dem Verein in das Transfer­geschäft verwickelt. Zudem kümmerte ich mich vorerst auch noch um die U18, da so schnell kein neuer Trainer gefunden wurde. Diese Zeit war für alle Beteiligten sehr intensiv. Wie geht man mit der Situation um, dass alles neu ist und sich kaum jemand kennt? Wir hatten den Vorteil, dass die neuen Spieler alle ungefähr im gleichen Alter waren. Sie fanden sich schnell zurecht und die Leis-

tungsbereitschaft war hoch. Wir versuchten, mit vielen Gesprächen, Teamevents und anderen Aktivitäten möglichst rasch einen guten Teamgeist zu kreieren. Wie konnten in dieser Lage überhaupt Ausländer verpflichtet werden? Es bestanden bereits Kontakte aus vergangenen Jahren und wir erhielten Hinweise von abgetretenen Spielern. Eine Ausländerposition konnten wir dank eines Spielervermittlers besetzen. Der Verein hat erst später realisiert, dass mit Erik Härkönen auch ein echter Top-Shot zu uns ins Emmental kommen würde. Die Ausländer spielen eine grosse Rolle für das ganze Team. Sie bringen einiges mehr an Erfahrung auf hohem Niveau mit als der Grossteil des Kaders. Zudem sollen sie natürlich auch Punkte in Form von Toren und Assists einbringen. Man darf aber nicht vergessen, dass mit Felix Forsmark auch ein erst 18-jähriger Schwede dabei ist. In den ersten Runden setzte es die all­seits erwarteten hohen Niederlagen ab, doch dann kam kurz vor der Natipause der erste Sieg gegen Uster. Wie hat sich die Mannschaft entwickelt?


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Routiniers unter sich: Thuns Jonas Wettstein gegen Miika Malkamäki. sitive Reaktion aus, die folgenden Trainings waren konzentrierter und intensiver – ich merkte, dass ein weiterer Ruck durch das Team ging. Die Spiele gegen Chur und Rychenberg waren bereits viel besser, auch wenn die Resultate dies nicht widerspiegeln. Und dann kam Uster. Wir konnten das Spiel ausgeglichen gestalten und ab dem zweiten Drittel sogar einen Zweitorevorsprung herausspielen. Wir spürten, dass an diesem Abend die ersten Punkte möglich waren. Als Härkönen in der Verlängerung den entscheidenden Treffer erzielen konnte, waren die Freude und Erleichterung riesengross.

Maschineningenieur Roman Schrag versucht, Grünenmatts Motor zum Laufen zu bringen.

Aufgrund der vielen neuen Spieler und der neuen Ideen haben wir in der Vorbereitung vor allem gegen Teams aus der 1. Liga und NLB getestet. Erst kurz vor der Saison trafen wir erstmals auf einen NLA-Vertreter. Zu Beginn der Saison mussten wir uns also erst einmal an das höhere Tempo gewöhnen. Mit Gegnern wie Malans, Wiler, GC und den Tigers war dies eine sehr grosse Herausforderung.

Die Mannschaft hat aber kontinuierlich Fortschritte gezeigt und bewiesen, dass sie sich verbessern will. Die Partie gegen die Jets war dann eine erste grosse Knacknuss. Inwiefern? Wir hatten uns sehr viel vorgenommen und wurden mit einem 1:10 aus der eigenen Halle geschossen. Dies löste im Team aber eine po-

In der NLB schielen aufstiegshungrige Vereine wie Zug United oder Floorball Thurgau auf Grünenmatts Platz in der NLA. Wie siehst du die längerfristigen Perspektiven des Vereins? Der Plan ist, dass wir ein neues Team aufbauen wollen. Daher haben viele Spieler einen Vertrag über zwei Jahre. Wir schauen positiv in die Zukunft, sprechen nur von der NLA und wollen auch nächste Saison in der höchsten Liga spielen. Wir möchten weiterhin mit jungen Spielern arbeiten und diesen eine echte Chance in der NLA bieten. Punktuell müssen wir uns aber sicher mit gestandenen Spielern verstärken. Langfristig sollen die Playoffs wieder regelmässig erreicht werden.


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BACKGROUND

ZUSCHAUERZAHLEN

KNOCHENARBEIT

Nach zwei erfreulichen Saisons stagnieren die Zuschauerzahlen in der NLA derzeit. An den Ticketpreisen kann es nicht liegen, Fussball und Eishockey sind viel teurer. Gefragt sind tolle Locations, Superstars, mehr Eigenwerbung – und ein gutes Buffet.

Z

TEXT: STEFAN KLEISER    FOTOS: UNIHOCKEY.CH

wischen 15 und 20 Franken kostet der Eintritt zu einem NLA-Spiel der Männer. Die Hälfte der Teilnehmenden einer Umfrage auf unihockey.ch fand dies absolut angemessen, während ein Drittel der User 10 Franken passender fände. Würden bei tieferen Preisen mehr Zuschauer den Weg in die Hallen finden? Wohl kaum. Beispiel: Köniz verlangt 20 Franken für ein Ticket und lockt dennoch doppelt so viele Besucher an wie Uster (15 Franken). Warum aber ist die Zahl der Zuschauer bei zwei Dritteln der NLA-Vereine stagnierend oder gar rückläufig? Wie könnten die Zuschauerzahlen erhöht werden? Wir haben uns umgehört. WENN DER ERFOLG AUSBLEIBT Ja, leider habe man bei den Heimspielen wenige Besucher, sagt Christof Lüthi, Sportchef bei Grünenmatt, derzeit das Schlusslicht in der Fan-Rangliste. «Ich habe aber nicht das Gefühl, dass der Eintrittspreis zu hoch ist.» Seit dieser Saison kostet ein Ticket 18 Franken, Kinder besuchen das Spiel gratis

(vorher 15 und 5 Franken). Die Ticketeinnahmen sind anhand von Erfahrungswerten der letzten Jahre budgetiert. Der Erfolg spiele natürlich eine Rolle, sinniert Lüthi. «Wir befinden uns durch den Umbruch bei einem Neuanfang. Wir versuchen dem durch Einladung von Schulklassen, Sportvereinen und Sponsoren entgegenzuwirken. Wir müssen der breiten Masse Unihockey schmackhafter machen. Sich die Spiele live anzuschauen, lohnt sich auf jeden Fall.»

dem Spiel eine Auslosung machen, bei der ein Zuschauer erschossen wird», sagt Siegenthaler in seiner bekannt trockenen Art. Die Ticketpreise hätten wenig Einfluss. 2009 waren die Tickets für das entscheidende fünfte Playoff-Finalspiel gegen Langnau in zehn Minuten verkauft, erinnert er sich. Obwohl 30 statt wie sonst 25 Franken Eintritt verlangt wurden. Schon lange bemängtelt Siegenthaler, dass die Medien weniger über Unihockey berichten als früher.

ERFOLGSVERWÖHNTER SERIENMEISTER Beim SVWE gibts Sitzplatz-Tickets, Stehplatz-Billetts, Sitzplätze hinter dem Tor und für Familien nochmals alles zu abgestuften Preisen. «Wir sind aber schon länger nicht mehr so komplex. Wir haben so wenige Zuschauer, dass wir die Plätze hinter dem Tor nicht mehr verkaufen», sagt Marcel Siegenthaler. Er konstatiert nach zehn Meistertiteln eine Sättigung. In guten Zeiten seien bis zu 25 Prozent des Budgets mit Zuschauereinnahmen gedeckt worden, nun sind es noch 10 bis 15 Prozent. Was tun, um mehr Besucher anzulocken? «Wir müssten an je-

DIE SAISON NACH DEM SUPERSTAR Bei GC Unihockey stieg die Zuschauerzahl in den letzten zwei Jahren von 400 auf 530 pro Partie. Das war der Kim-Nilsson-Effekt, bestätigt Präsident Dario Pasquariello. «Einer alleine kann das ausmachen, wenn er die Aura dazu hat. Es gibt nicht viele Unihockeyspieler, die zweimal vom Schweizer Fernsehen besucht wurden.» Die Verpflichtung Nilssons sei eine Marketing-Massnahme gewesen, so Pasquariello. «Aber eigentlich hätten wir auch noch jemanden mit einem 50-Prozent-Pensum gebraucht, damit Nilsson immer mit Werbung machen beschäftigt


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Zwei Varianten auf einen Blick: Weltmeister Samuelsson wird von eingeladenen Junioren bestaunt.

Grosse Differenz bei Abos

Bei Special Events füllen die Zuschauer die Tribünenplätze.

ist.» Warum verzichtet GC auf einen neuen Superstar? «Weil es keinen wie Nilsson mehr gibt», sagt Pasquariello und rechnet diese Saison mit weniger Zuschauern. KÖNIZER AUFSCHWUNG 700 Zuschauer im Schnitt: Floorball Köniz hatte letzte Saison von allen NLA-Teams den grössten Fanaufmarsch. «Das hat zu einem grossen Teil mit der neuen Halle zu tun», erklärt Präsident Martin Schäfer. Die Sporthalle Weissenstein bietet ausreichend Sitzplätze, nahe Parkplätze und gute Stimmung. «Ab 500 Zuschauern herrscht eine Ambiance wie in einer Sportarena.» Der Club lädt zudem viele Personen ein. Verdient der Verein also gar nichts am zusätzlichen Publikum? «Das ist eine Fehlüberlegung», entgegnet Schäfer: An NLA-Spielen werde im Catering genauso viel verdient wie mit den Tickets. Mehr Zuschauer bedeuten mehr Kaffee, Nussgipfel und Hotdog. Im ganzen Verein generiert das Catering sogar einen Drittel aller Einnahmen. Trotzdem werde Köniz nie für alle gratis sein. «Die Einnahmen aus den Eintritten bleiben ein namhafter Betrag», verrät Schäfer.

Wie wird der Eintrittspreis festgelegt? Das macht der Vorstand. Und natürlich schaut der sich um, wie viel die Konkurrenz verlangt. So kostet der Matchbesuch bei fast allen NLA-Clubs gleich viel – die Preise bewegen sich zwischen 15 und 20 Franken für einen Sitzplatz. Grösser ist die Bandbreite beim Saison-Abo, für das man zwischen 100 Franken (Uster) und 320 Franken (Wiler-Ersigen)

bezahlt. Dann gibt es noch die Spezialtarife: Chur Unihockey etwa bietet das «Paarsitz-Abo» für 380 Franken an. Uster hat das Familien-Saison-Abo für 200 Franken, gültig für ein Paar mit zwei Kindern. Preislich am anderen Ende bewegt sich die Familie bei den Tigers Langnau: Das auf diese Saison neu geschaffene Familienabo kostet im Emmental satte 499 Franken. Bei GC bezahlt die

Familie 30 Franken pro Spiel – also so viel wie für zwei Erwachsenentickets. Die Kloten-Bülach Jets wiederum bieten das FamilienTicket für zwei Erwachsene und drei Kinder für 35 Franken an. Alligator Malans gewährt einen VorsaisonRabatt auf das Abo (220 statt 260 Franken) und bei Grünenmatt bekommt man für sechs Volontär­ einsätze eine Saisonkarte geschenkt.

Das verlangen die Anderen Unihockey sehen ist billig – im Vergleich zu den grossen Sportarten. Das Saisonabo des UHC Thun kostet 150 Franken. Die Fussballer aus Thun verlangen für ihr HeimspielAbonnement bis zu 581 Franken. Okay, im Fussball sind es ein paar Spiele mehr. Aber auch beim Einzeleintritt ist die Differenz gross: 15 Franken beim Unihockey, bis zu 64 Franken, je nach Sitzplatz-Kategorie, beim Fussball. Und wenn der Gegner YB oder Basel heisst, schlägt der Verein sogar noch acht Franken drauf. Ein solcher Topspiel-Zuschlag würde im Unihockey nur Unmut

Die Fans haben gerne etwas zu beissen.

auslösen, glaubt Usters Präsidents Jörg Ringwald. Wer die Kloten-Bülach Jets besucht, bezahlt 15 Franken für einen Platz auf der Tribüne. Beim Klotener Eishockeyclub gäbe es dafür nur 15 der 60 Spielminuten zu sehen – in der zweiten Kategorie. Für ein Abo in der SWISS-Arena sind 990 Franken zu entrichten. Auch beim ZSC im Hallenstadion ist ein Ticket bis zu

viermal teurer. Rychenberg zu sehen kostet ebenfalls 15 Franken. Das Ticket ist damit gleich teuer wie der Zutritt zum Spiel der Winterthurer NLA-Basketballer. Auch Uster verlangt 15 Franken Eintritt. 50 Meter nebenan sind die Squasher zu Hause, die ebenfalls in der höchsten Liga spielen – und trotz Gratiseintritt ist die Zuschauerzahl jeweils nur zweistellig.


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BACKGROUND

ZUSCHAUERZAHLEN

ZUSCHAUERZAHLEN Verein

Einzelticket 3 vergünstigt

Kind ab 6

Saisonabo

Zuschauer 3 3

2016/17 

2015/16

2013/14

2006/07

Chur Unihockey

20

10

5

200

283

334

329

469

Grasshopper-Club

15

10

5

150

333

533

402

276

Grünenmatt

18

13

gratis

150

209

227

239

nicht NLA

Kloten-Bülach Jets

15

9

7

150

251

248

239

nicht NLA

Floorball Köniz

20

10

gratis

250

564

701

336

419

Tigers Langnau

18

---

9

220

256

361

402

476

Alligator Malans

20

12

6

220

393

436

374

501

Rychenberg Winterthur

15

---

5

150

583

651

273

331

Thun

15

---

gratis

150

281

280

nicht NLA

nicht NLA

Uster

15

7.50

gratis

100

325

363

268

398

Waldkirch-St.Gallen

15

8

5

110

220

287

256

nicht NLA

20

---

5

320

475

485

483

679

Wiler-Ersigen Bester Wert

Tiefster Wert

1

Einzelticket: Sitzplatz

WINTERTHURER EVENTSPIELE «Wenn das Produkt gut ist, kommen mehr Leute», meint Mario Kradolfer, Rychenbergs Marketing-Verantwortlicher. «Wir spielen im vorderen Bereich mit und bieten mit Rasmus Sundstedt Spektakel.» Bereits letzte Saison, noch ohne Sundstedt, war die Zuschauerzahl

Aktuell lockt der HCR die meisten Fans an.

2

Zuschauerzahl: Durchschnitt pro Spiel in der Qualifikation

doppelt so hoch wie 2013/14. «Vor allem Eventspiele wirkten sich aus. Und sobald Playoffspiele in der Eishalle stattfinden, schlägt es ein.» Am 16. Januar drängten bei Gratiseintritt sogar 2020 Personen in die Eulachhalle. «Im nächsten Januar machen wir das wieder», erklärt Kradolfer. Die Zuschauereinnahmen machen jedoch nur einen Zehntel des HCR-Budgets aus. Der Aufschwung bringt also nicht so viel mehr Geld ein, dass nun das Team weiter verstärkt werden könnte. GÜNSTIGES USTER Im Zürcher Oberland steht der Aufschwung noch bevor. Der sportliche, aber auch derjenige bei den Zuschauerzahlen. Dabei gibt es in Uster für 100 Franken alle Heimspiele der Saison zu sehen. Das Abo rechnet sich also bereits bei sieben Besuchen (in Köniz erst ab 13). Mit 325 Besuchern hat Uster trotzdem weni-

3

Stand: 22.10.16

ger Publikum als die Berner oder GC. «Wir haben halt keinen Kim Nilsson», sagt Präsident Jörg Ringwald. «In den letzten zwei, drei Jahren ist die Tendenz aber steigend. Jedes Jahr sind es ein paar Zuschauer mehr. Wenn wir um Platz vier mitspielen und unsere Heimspiele gewinnen, dann werden wir erneut bis zu 100 Zuschauer mehr haben.» ARBEITEN, ARBEITEN UND ARBEITEN Mehr Spektakel ist also gefragt. Mehr Stars. Mehr Eventcharakter in echten Sporthallen und mehr Eigenwerbung. «Wir diskutieren das in der Nationalliga», sagt GC-Präsident Dario Pasquariello. Die Einführung des Superfinals war ein Ergebnis. «Der LiveStream mit allen NLA-Partien hilft ebenfalls. Aber wir müssen die Leute auch in die Halle bringen», weiss Pasquariello. Das immer wieder zu versuchen, ist Knochenarbeit.

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VERBANDSNEWS

ROMANDIE DAY

Le prochain Romandie Day aura lieu à Köniz le samedi 18 février 2017.

En marche

La Romandie compte actuellement 3400 joueurs et joueuses avec licence, soit 10 % de la communauté unihockey suisse. Le deuxième sport en salle de Suisse gagne du terrain aussi en terre francophone. TEXTE : SWISS UNIHOCKEY    PHOTOS: FABRICE DE GASPERIS

L’

unihockey ne compte pas moins de 65 clubs et 225 équipes répartis dans les six cantons francophones. Michel Ruchat, président de la Région 1 (Suisse romande) depuis 2014, peut légitimement être satisfait de cette belle expansion de son sport-passion. Après 1991 (création de l’Association cantonale Fribourgeoise d’unihockey), c’est en 2015 que les Associations vaudoises, neuchâteloises et valaisannes ont vu

le jour ; elles seront d’ailleurs rejointes en fin d’année par celles de Genève et du JU/JU bernois. Rien que ces cinq dernières années, une dizaine de clubs et 20 équipes ont été créés. «Nous avons pu en outre augmenter la part d’équipes Juniors, un point qui nous tient à cœur pour assurer l’avenir», constate avec satisfaction Michel Ruchat. «Si la promotion ‘Image’ de l’unihockey est désormais plus facile au travers des sites

internet cantonaux et locaux, elle reste encore bien déficitaire au niveau de la reconnaissance médiatique», ajoute Michel Ruchat. L’absence d’un ou de plusieurs clubs romands dans les plus importantes catégories de jeux reste un handicap qui ne favorise pas la promotion de l’unihockey dans la presse écrite ou radiotélévisée. «Seuls les événements de notoriété nationale bénéficient d’un apport médiatique. La récente compétition EFT à Lausanne en avril dernier, réunissant les quatre meilleures équipes nationales en a été la preuve et une excellente opportunité de rappeler l’existence de notre sport-passion avec une affluence remarquable et remarquée de plus de 8000 personnes pour les 6 rencontres», ajoute le président de la Région 1. Le tournoi national Challenge des Bains (16e édition en 2016) à Yverdon-les-Bains contribue à sa manière et au sein des clubs de Suisse à rappeler que la Suisse romande est aussi à même d’organiser et de mettre en valeur le sport à la petite balle à trous. «ROMANDIE DAY» Pour propulser l’unihockey en Suisse romande, Michel Ruchat a mis sur pied avec le club LNA Floorball Köniz les Romandie Days. Une fois par an, tous les licenciés, le staff, les comités et les membres des 65 clubs romands peuvent assister gratuitement à un match à domicile du Floorball Köniz dans sa salle omnisport, la Weissensteinhalle. En 2015, 600 personnes ont profité de cette offre, en 2016, 450. Michel Ruchat compte bien sur une plus grande affluence en 2017. Le prochain Romandie Day aura lieu à Köniz le samedi 18 février 2017, avec au programme le match Köniz – Grünenmatt. Un souvenir particulier sera donné aux juniors D des principaux clubs romands puisqu’ils accompagneront les joueurs lors de leur entrée sur le terrain. Pour participer à cette entrée sur le terrain, envoyer un e-mail à michel.ruchat@ swissunihockey.ch avant le 15 février 2017. Le super dynamique président de la Région 1 a encore bien d’autres projets en tête; l’un d’entre eux est à l’étude dans le cadre de la promotion du mouvement Juniors romand sous forme de matchs d’ouverture de LN entre les sélections cantonales et locales.

LES CONTACTS DES ASSOCIATIONS CANTONALES Fribourg: www.fr-unihockey.ch, Président: Martin Zbinden Vaud: www.vaud-unihockey.ch, Président: Valentin Schouwey Valais: www.vsunihockey.ch, Président: Ludovic Pellissier Neuchâtel: www.unihockey-ne.ch, Président: Nicolas Jubin Genève: site en construction, Coordinateur: Jérôme Berthoud, vice-président@uhcgeneve.com Jura/BE: site en construction, Coordinateur: Blaise Azorin, blaise.azorin@gmail.com

Martin Schäfer (président Floorball Köniz), Michel Ruchat et Heinz Zaugg (Floorball Köniz).


VORVERKAUF AB SOFORT: www.cupfinals.ch

25. FEBRUAR 2017, SPORTHALLE WANKDORF BERN

Veranstalter

Organisator

Hauptpartner

Goldsponsor

Ausrüster

off. Broadcaster

FRESCH-IDENTITY

FLINKE BALLKÜNSTLER,  VIRTUOSE SPIELZÜGE


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KLEINFELD 1. LIGA

ZWISCHENBILANZ

Kleine

Zwischenbilanz

Vor der Saison stellte sich in der höchsten Kleinfeld-Liga die Frage, wer am Thron der langjährigen Dominatoren Gossau, Kappelen, Lengnau und Cazis zu rütteln vermag. Inzwischen gibt es erste Antworten.

TEXT: MARTIN KELLER    FOTO: OSI WEISS, ERWIN KELLER

D

ie üblichen Verdächtigen sorgen weiter für die Musik, aber mittlerweile sind im Konzert der Grossen auch neue Töne deutlich zu hören. Mit einem beeindruckenden Schnitt von fast zehn Toren pro Partie ist Nuglar United unbestrittener Leader der Westgruppe. Nach der Rückkehr von Schweizermeister Thomas Voegtli ist die Last nicht mehr auf nur einem Block verteilt und die Schwarzbuben melden ernste Ambitionen auf einen Titel an. Der UHC Kappelen – noch vor einem Jahr im Westen als unantastbar gehandelt – folgt dahinter und ist wie erwartet auf Playoff-Kurs, was auch für das «neue alte» Wiler-Ersigen auf Rang 3 gilt. Dahinter wird es ganz eng. Für die Sensation der laufenden Saison sorgte Liganeuling Oekingen, das völlig unerwartet im Ligacup den Titelträger Kappelen ausschaltete. Ob

der Schwung auch für die Playoff-Qualifikation reichen wird, muss sich noch weisen. Die Konkurrenz mit dem überraschenden UHC Flamatt-Sense und dem UHC Mümliswil – trotz des Abgangs von Torjäger Fabio Mutti – ist nicht zu unterschätzen. Nach dem Sieg über Kappelen gehört auch Floorball Köniz zu diesem Kreis, wobei gegen Abstiegskandidat Riehen Punkte verschenkt wurden. Bleiben noch der UHC Blumenstein und die Riviera Raptors aus Vevey. Beide Teams dürften sich eher gegen den Abstieg wehren müssen als mit einer Playoff-Qualifikation zu liebäugeln. DIE STEINBÖCKE GRÜSSEN VON OBEN In der Gruppe 2 hat sich der von vielen Fachleuten als Topfavorit gehandelte UHC Blau-Gelb Cazis solide an der Tabellenspitze etabliert. Dahinter folgt der amtierende

Gossaus Matthias Keller (r.) steht kurz vor seinem 1000. Skorerpunkt. Schweizermeister UHCevi Gossau – noch ungeschlagen, aber mit vier Unentschieden aus acht Partien mit Rückstand auf das Punkte-Budget. Hinter dem Spitzenduo balgen sich alle um die Playoff-Plätze. Nach einem durchzogenen Start hat sich White Horse Lengnau nach oben gearbeitet, ist aber derzeit in der «Aargauer Hierarchie» nur noch die Nummer zwei, da Ramba Zamba Merenschwand auf dem unerwartet guten dritten Rang liegt. Das fulminant gestartete Wehntal-Regensdorf wurde in der letzten Runde etwas zurückgebunden, liegt aber immer noch punktgleich mit Lengnau auf Platz 5. Dahinter folgen die Nummern 3 bis 5 aus dem Aargau – die bisher enttäuschenden Unterkulm und Wild Goose Gansingen sowie der wackere Neuling Spreitenbach. Der Aufsteiger dürfte aber trotzdem mit den Flying Penguins Niederwil und dem UHC Zuzwil-Wuppenau die beiden Absteiger ausjassen. Die Zeiten der grossen Vier sind also noch nicht vorbei, aber der Abstand zum Rest der Kleinfeld-Welt ist kaum mehr wahrzunehmen. Vor allem Nuglar ist auf gutem Weg, in den exklusiven Klub der Titelhamsterer einzudringen.

ALLE GEGEN DIE ROTEN TEUFEL

In der 1. Liga Kleinfeld der Frauen stehen mit Oekingen und den Red Devils aus Altendorf die Favoriten in ihren Gruppen an der Spitze. Nach dem Double in der letzten Saison werden die Titel auch heuer wieder über die Red Devils führen – wobei vor allem Floorball Albis, der UHCevi Gossau und natürlich die «Ö-Queens» heftigen Widerstand leisten werden.

Letzte Saison schaffte es Nuglar United in den Cupfinal. Ist das Team nun reif für einen ersten Titel?

Schwyzer Stolz auf die Devils.


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VERBANDSNEWS

WISSENSWERT

Wissenswert

Team- und Spielerkontrolle Vor jedem offiziellen Meisterschaftsoder Cupspiel ist durch den Team­ verantwortlichen ein Spielbericht auszufüllen. Wieso? Und was ist dabei zu beachten?

TEXT: NIKLAUS GÜPFERT    FOTO: UNIHOCKEY.CH

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amit bei offiziellen Partien von swiss unihockey nur Spielerinnen und Spieler zum Einsatz kommen, die spielberechtigt sind, werden durch die Schiedsrichter Team- sowie Spielerkontrollen durchgeführt. Eine Spielberechtigung ist dann gegeben, wenn der Spieler über eine entsprechende Lizenz verfügt und auf dem aktuellen Teamblatt aufgeführt ist. Bei Juniorenteams wird so sichergestellt, dass alle Spieler des Teams das zugelassene Alter aufweisen. Für die Kontrolle müssen sowohl der ausgefüllte Spielbericht als auch ein unterschriebenes und lesbares Teamblatt mit den Lizenzangaben vorliegen. Dieses kann vorgängig durch den Teamverantwortlichen über das Vereinsportal von swiss unihockey generiert werden und gilt grundsätzlich bis zum aufgedruckten Gültigkeitsdatum. Ergeben sich durch Transfers oder Neulizenzierungen Änderungen, muss der Teamverantwortliche ein neues Teamblatt generieren, so dass die Informationen zu den aktuell gültigen Lizenzen vorliegen. Der Spielbericht hingegen muss vor jedem Spiel neu ausgefüllt werden. Stimmen beim Vergleich von Spielbericht und Teamblatt alle Angaben überein, steht dem Einsatz der kontrollierten Spielerinnen und Spieler nichts im Weg.

ÜBERPRÜFTE IDENTITÄT Ist ein Spieler nicht auf dem Teamblatt aufgeführt oder ist dieses teilweise unlesbar, liegt kein gültiges Teamblatt vor. In diesem Fall muss bei denjenigen Spielern, deren Einsatzberechtigung nicht anhand des Teamblatts geprüft werden kann, eine Spielerkontrolle durchgeführt werden. Solche Kontrollen werden auch stichprobenartig durch swiss unihockey angeordnet – oder auf Initiative der Schiedsrichter, wenn

Auch Usters Silvan Bolliger darf nur jubeln, wenn sein Name korrekt auf dem Teamblatt steht.

Checkliste

Lizenz- und Spielerkontrolle Sämtliche SpielerInnen müssen im entsprechenden Spiel einsatzberechtigt sein. Die Berechtigung kann anhand des Memorandums WSRM1 im Wettspielreglement überprüft werden: www.swissunihockey.ch/ download, Rubrik «Sport», Kapitel «Spielbetrieb». Alle SpielerInnen müssen sich mittels eines amtlichen Ausweises identifizieren können. Als amtliche Ausweise gelten ID, Pass, Führerausweis, SwissPass, GA und Halbtax. Für Spieler der Kategorie Junioren reicht eine Kopie eines amtlichen Ausweises.

diese einen Manipulationsverdacht hegen. Dabei wird die Identität der Spieler mittels eines amtlichen Ausweises überprüft. Kann sich ein Spieler dabei nicht ausweisen, darf er nicht am Spiel teilnehmen. In jedem Fall müssen die Schiedsrichter durchgeführte Spielerkontrollen online rapportieren. Wird vor dem Spiel keine Kontrolle durchgeführt, hat ein Captain das Recht, während des Spiels eine Kontrolle einzelner Akteure des gegnerischen Teams zu beantragen. Diese wird direkt nach Spielschluss durchgeführt. Zeigt sich dabei, dass ein Spieler nicht identifiziert werden kann oder Spielerlizenzen missbraucht wurden, rapportiert der Schiedsrichter dies und das Spiel wird gegen das fehlbare Team forfait gewertet.

Das Teamblatt auf seine Gültigkeit prüfen und gegen Unlesbarkeit (Wasserflecken etc.) schützen. Achtung! Für Meisterschaft und Cup gibt es unterschiedliche Teamblätter. Diese sind im Vereinsportal von swiss unihockey zu finden.

Weitere Fragen zum Reglement? Das Ressort Regeltechnik der Schiedsrichterkommission beantwortet diese über E-Mail: regeltechnik@swissunihockey.ch


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PORTRÄT INTERNATIONAL

MARTIN TOKOS

Harte Schale, weicher Kern

In der Regel führt der Weg zu einer Schweizer WM-Medaille über Tschechien – und damit über Martin Tokos. Der 26-jährige Stürmer erfüllt sich gerade seinen Traum, für das beste Team der Welt zu spielen.

TEXT: ZUZANA SVOBODOVA    FOTOS: DAMIAN KELLER

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in finsterer Blick, eine massive Kette um den Hals, seine Heimat ist die graue Industriestadt Ostrava – das klingt nach einem «Bad Boy». Weit gefehlt. Auf dem Platz sorgen seine Emotionen zwar für die eine oder andere Strafe, aber Martin Tokos kann auch anders. Zum Beispiel ungläubig staunen, dass er jetzt bei Falun spielt. Dabei wäre aus Tokos sogar fast ein Eiskunstläufer geworden. Seine Mutter ist eine erfolgreiche Trainerin in diesem Bereich. «Ich begleitete sie oft in die Trainings und war mit ihr auf dem Eis. Zum Glück bestand sie aber nicht darauf, meine Trainerin zu werden. Dafür werde ich ihr für immer dankbar sein», blickt Tokos lachend auf seine Jugend zurück. Ihm sagten Teamsportarten mehr zu. So landete er beim Eishockey, ehe er als 9-Jähriger vom teuren Eissport auf Unihockey umstieg. Mit schnellen Füssen entpuppte er sich sofort als Talent, das in älteren Juniorenkategorien eingesetzt wurde und sich trotzdem in den Vordergrund spielte. Mit 14 Jahren trat er Vitkovice bei – mit Tomas Sladky (in der Schweiz bei Wiler, WaSa und Chur unter Vertrag) als erstem Trainer. Dass er mit Sladky und Milan Tomasik in einer Linie später Vitkovice zum Titel führen und 2014 eine WM-Medaille holen würde, konnte er zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen.

DAS VETO DES TRAINERS Als Martin Tokos mit knapp 20 Jahren ein Angebot aus Finnland erhielt, scheiterte der Transfer am Veto von Vitkovice-Trainer Radomir Mrazek. «Er liess Patrik Suchanek und mich nicht zu Josba – mit der Begründung, wir seien zu gut dafür, es würden bessere Angebote kommen», so Tokos. Der Coach sollte Recht behalten. Suchanek wechselte später zu IBK Dalen und auch für Tokos klappte es 2013 mit der SSL. Jönköping hiess seine erste Station. Nach nur einer halben Saison lotste ihn Dalen in den Norden – wo seine Landsleute Suchanek und Tomasik schon auf ihn warteten. «Heute bin ich Mrazek für seinen Entscheid und alles, was er mir beigebracht hat, sehr dankbar. Ohne ihn hätten es nie so viele Spieler von Vitkovice ins Ausland geschafft», sagt Tokos. In zweieinhalb Saisons bei Dalen etablierte er sich mit seinem unberechenbaren Stil und viel Laufarbeit in der SSL. Doch Mitte der letzten Saison bremste ihn eine Verletzung und der Stammplatz war weg. «20 Spieler kämpften um einen Platz in den ersten zwei Blöcken. Jedes Training war so intensiv wie ein Spiel. Aber obwohl ich meine Tore wieder schoss, konnte ich das Vertrauen der Coaches nicht mehr zurückgewinnen», bedauert der 26-Jährige.

FALUN? UNWAHRSCHEINLICH Als zu Beginn dieses Jahres klar wurde, dass Dalen den Vertrag nicht verlängern würde, begann Tokos nach Alternativen zu suchen. Bei der Spielervermittlungsagentur «JACT» deponierte er seine Wünsche. «Ich sagte: ‹Am liebsten wären mir Falun oder Storvreta, aber das ist wohl unwahrscheinlich, oder?› Also erwähnte ich noch ein paar andere Vereine», erzählt er. Als «JACT» vor Beginn der Playoff-Halbfinals meldete, bisher zeige nur – aber ausgerechnet – Falun Interesse, konnte er das erst nicht glauben. Doch plötzlich lag ein konkreter Vertrag des dreimaligen Meisters und ChampionsCup-Siegers auf dem Tisch. Am Tag nach


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«Ximent aut pera sum elluptatus ea imoluptatem aut andis et eost omnisciis qui com» ZitatgeberIn Martin Tokos will in Faluns zweiten Block. WG-Kollege Nicola Bischofberger (l.) ist bereits dort.

Martin Tokos

Geburtsdatum: 11.10.1990 • Grösse / Gewicht: 176 cm / 74 kg Stationen: 1. SC SSK Vitkovice (2008-2013), Jönköping IK (2013), IBK Dalen (2013-16), IBF Falun (seit Sommer 2016) • Erfolge: 2 x Meister mit Vitkovice (2009, 2013), WM-Bonze 2014 • Statistik Extraliga: 189 Spiele, 175 Tore, 88 Assists, 263 Punkte, 123 Strafminuten • Statistik Superligan: 92 Spiele, 55 Tore, 31 Assists, 86 Punkte, 50 Strafminuten Statistik Nati: 66 Spiele, 45 Tore, 34 Assists, 79 Punkte

dem Ausscheiden im Halbfinal in der Serie gegen Linköping (2:4) unterschrieb er das Papier. «Für mich gab es nichts zu überlegen. Selbst wenn es nur für eine Saison sein sollte – ich spielte jetzt im besten Team der Welt», freut sich der Tscheche. Dass er jeden Tag mit Superstars wie Alexander Galante Carlström und Rasmus Enström trainieren kann, macht ihn glücklich, auch wenn er bisher noch nicht so viel gespielt hat. Immerhin gelangen ihm in elf Partien sechs Skorerpunkte. «Es war mir klar, dass es an Faluns erstem Block kein Vorbeikommen gibt. Mein Ziel muss die zweite Linie sein – und ich glaube daran, dass mir dies gelingen wird», bleibt Tokos zuversichtlich.

SPRACHEN DANK BISCHI Der Umzug nach Falun bedeutete auch, Abschied von den Vitkovice-Weggefährten zu nehmen. Jetzt teilt er die Wohnung mit dem Schweizer Nicola Bischofberger. «Zu Hause nicht mehr Tschechisch sprechen zu können, ist eine Umstellung – aber so kann ich dank Bischi mein Englisch und Schwedisch verbessern. Nach so vielen Jahren ist es Zeit dafür», sagt er schmunzelnd. Finanziell ist die Situation ebenfalls neu, war doch der Vertrag in Umea lukrativer. «Für mich war der Wechsel zu Falun keine Frage des Geldes. Ich muss einfach durchkommen – und ich brauche nicht viel», lautete seine Devise. Mittlerweile hat sich eine gute Lösung

ergeben. Der Klub bezahlt einen Teil des Lohns, der Rest kommt aus einer 50-ProzentArbeitsstelle. «Ich helfe während der Frühstückszeit in einem Hotel und über Mittag in einem Restaurant aus. Das passt so – anders als in Umea, wo ich keinen Job hatte, bin ich so nicht den ganzen Tag nur zu Hause.» DIE DRITTE WM Riga 2016 wird Martin Tokos’ dritte WM sein. Nach dem für Tschechien katastrophalen Auftritt in der Schweiz 2012 (Rang 7) war der Gewinn der Bronzemedaille 2014 in Göteborg umso schöner. Dort will Tokos anknüpfen, auch wenn die EFT-Resultate seither nicht eben vielversprechend ausfielen – an allen vier Turnieren setzte es ausschliesslich Niederlagen ab. «Ich bin sicher, dass wir im Trainingslager in Teplice in die Spur finden. Die WM ist eine gewaltige Motivation – und wenn wir in Lettland erfolgreich sind, interessieren die zwei Jahre davor niemanden mehr», so Tokos. Im ersten WM-Spiel gegen Norwegen wird er wieder an der Seite von Tomas Sladky und Milan Tomasik stehen. Vielleicht der Beginn eines weiteren Kapitels einer erfolgreichen Karriere? Seinem Status bei Falun würde eine WM-Medaille sicher helfen. WG-Kollege Bischofberger wird aber dagegen halten.


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KOLUMNE

BISCHI GRÜSST AUS FALUN

Kolumne

Teil

Bischi grüsst aus Falun Nach elf gespielten Runden haben wir schon die eine oder andere lange Busreise hinter uns. Da Falun aber ziemlich zentral liegt, benötigen wir nie länger als elf Stunden zu unseren Auswärtsspielen. Im Vergleich zu anderen Teams in der SSL ist das sehr wenig. Die elfstündige und somit längste Busreise wird gegen Höllviken anstehen, wenn wir ganz in den Süden Schwedens fahren. IBK Dalen mit meinem Nati-Kollegen Nico Scalvinoni hat dagegen die längsten Anfahrtswege der ganzen Liga, da Umea so hoch im Norden liegt.  Bis jetzt empfand ich die Busreisen jedoch gar nicht als so schlimm. Vielleicht liegt es daran, dass jeder Spieler genug Platz im Car hat. Faluns Kader ist bekanntlich nicht das grösste, somit hat jeder Spieler ein Viererabteil für sich, wo er sich im doppelstöckigen Car ausbreiten kann. Ich muss zugeben: Ich finde das Busleben toll. Auf keine andere Weise kann der Teamgeist so gut verbessert werden wie mit mehrstündigen Reisen. SIE NENNEN MICH UNIHOCKEY-NERD Die Zeit wird mit unterschiedlichen Sachen totgeschlagen. Manche bevorzugen die Playstation, andere reden einfach stundenlang (wobei das Hauptthema immer Unihockey ist) oder es wird geschlafen. Ich persönlich bevorzuge das Quatschen mit den Mitspielern, da ich es liebe, über Spieler und Teams der SSL zu philosophieren. Zudem kann ich mich so besser ins Team einfügen und dazu ein bisschen Schwedisch lernen – bis jetzt habe ich noch meine Mühe damit. Nach einiger Zeit bekam ich den Spitznamen «Innebandynacke», was soviel bedeutet wie «Unihockey-Nerd». Meine Teamkollegen sind der Ansicht, ich kenne zu viele Spieler der schwedischen Liga. Als die WM-Kader öffentlich wurden, zeigte sich Falun sehr stolz. Der SSL-Klub aus dem Distrikt Dalarna kann die meisten WM-Fahrer der Liga aufweisen. Es werden

acht Spieler an der WM zu sehen sein (sechs Schweden, mein WG-Partner Martin Tokos im tschechischem Team und ich). Daher wird im Moment während der Reisen vor allem über die WM gesprochen. Sticheleien wie «Ihr werdet eh verlieren» gehören natürlich dazu, wenn drei der vier Medaillenkandidaten aufeinander treffen. ZUSAMMENLEBEN MIT MARTIN TOKOS Das grösste Fragezeichen vor meiner Ankunft in Falun betraf meinen tschechischen WG-Partner und wie ich mich mit ihm verstehen würde. Ich bin sehr zufrieden, wie sich alles entwickelt hat, wir verstehen uns super. Er ist sehr zuvorkommend und sozial. Ich bin also froh, mich für das Zusammenleben mit ihm entschieden zu haben, obwohl ich ihn nur flüchtig kannte. Ich habe den Eindruck, dass er das auch so sieht. Bis jetzt hat er noch nicht an die alten Zeiten bei Dalen und in der Nationalmannschaft anknüpfen können, daher erhielt er noch nicht so viel Spielzeit. Da war er froh, sich nach Spielen und Trainings mit jemandem aussprechen zu können. Ich halte «Toki» für einen Konterspieler von Weltklasseformat, der auch aus scheinbar aussichtslosen Positionen Tore erzielen kann. Er versteht es blendend, den Ball abzudecken und in den eigenen Reihen zu halten. Von mir aus muss er das aber in Riga nicht unbedingt zeigen, falls die Schweiz auf Tschechien treffen sollte. Bis bald mit mehr News aus dem Norden Nicola Bischofberger

Nicola Bischofberger ist für ein Jahr von Wiler-Ersigen an den dreifachen Champions-Cup-Sieger IBF Falun ausgeliehen.

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BACKGROUND

EINSATZ IN HAITI

Weitermachen trotz

GEGENWIND

Vor einem Jahr startete Unihockey für Strassenkinder seine ersten Projekte in Haiti. Der Wirbelsturm, der vor kurzem über den Karibikstaat fegte, soll die Entwicklung nicht aufhalten. Ende Januar macht sich ein zweites Einsatzteam auf den Weg.

S

TEXT: BEAT KRÄHENBÜHL    FOTOS: FLOORBALL4ALL taubige Strassen mit Schlaglöchern, stinkende, schwarz rauchende, verbeulte Fahrzeuge und riesige Abfallberge. Das waren die ersten Eindrücke, die das Team von Unihockey für Strassenkinder vor knapp einem Jahr in Portau-Prince empfingen. Haiti gilt als ärmstes Land der westlichen Hemisphäre. Die politisch instabile Situation und Korruption sind weitere Probleme, mit denen Haiti seit Jahrzehnten kämpft. Dazu wird der Karibikstaat immer wieder von Naturkatastrophen heimgesucht. Unter dem Elend und der Armut haben vor allem auch die Kinder zu leiden. Die Kindersterblichkeit ist mit fast sieben Prozent extrem hoch.

Diesen und anderen Herausforderungen stellte sich vor einem Jahr ein elfköpfiges Einsatzteam. Mit mehr als 300 kg Unihockeymaterial reiste die Gruppe kurz vor Weihnachten nach Haiti, um mit Unihockey etwas gegen die Not und das Elend zu unternehmen. Am 24. Dezember startete der erste Trainerkurs im Land. Über die Weihnachtstage wurden 28 Personen zu Unihockeytrainern ausgebildet. Die Freude und Begeisterung für den neuen Sport waren gross. Was die Kursteilnehmer innerhalb weniger Tage gelernt hatten, zeigte sich bei den Kindertrainings an den beiden letzten Kurstagen. Jeweils dreissig Kinder aus dem Armenviertel «Solino» kamen in den Genuss des Unihockeyspiels.

Die neu ausgebildeten Trainer erklärten mit viel Geschick den Umgang mit Stock und Ball und weckten die Begeisterung für den neuen Sport. So entstanden in der Hauptstadt acht Unihockeyprojekte und auch am zweiten Kursort, im südlich gelegenen Aquin, konnten sieben neue Unihockeyprojekte gestartet werden. Seither finden an verschiedenen Orten regelmässig Trainings für Jugendliche statt. Dies führte im Mai dazu, dass Haiti als 61. Mitglied dem IFF beitrat. UNGEHEURE ZERSTÖRUNGSKRAFT Im Sommer wurde der zweite Einsatz geplant. Ausserdem wurden ein Bandensatz und Material für Haiti zusammengesucht, das


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In Balan, östlich von Port-au-Prince, spielen Kinder zum ersten Mal Unihockey.

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Überall in Port-au-Prince trifft man auf Abfallberge und Schlaglöcher.

Haitianische Trainer setzen sich in einem Armenviertel ein.

Kinder erleben dank Unihockey ein paar fröhliche Stunden.

FLOORBALL4ALL

Die Spuren des Erdbebens von 2010 sind immer noch deutlich sichtbar.

«Just in der Woche, als der Container voll mit Material die Schweiz hätte verlassen sollen, fegte der Wirbelsturm Matthew über die Insel» mit einem Container nach Haiti gelangen sollte. Doch just in jener Woche, in der der Container die Schweiz hätte verlassen sollen, zog der Wirbelsturm «Matthew» auf und fegte mit ungeheurer Zerstörungskraft über die Karibikinsel. Mindestens 30 000 zerstörte

Der gemeinnützige Verein Unihockey für Strassenkinder initiiert und begleitet seit 2005 in mehr als 20 Ländern dieser Welt Unihockey-Präventionsprojekte. Als Charitypartner von swiss unihockey profitiert der Verein immer wieder von wertvollen Materialsammelaktionen oder Spezialaktionen von Schweizer Clubs und vom Verband. Finanziert wird der Verein, der weder

Häuser und mehr als 1000 Tote war die traurige Bilanz. Auch der Hafen von Port-auPrince wurde überflutet und die Lieferung des Containers aus der Schweiz wurde vorläufig gestoppt. Dazu stellte sich die Frage, ob ein Einsatz in nächster Zeit möglich und sinnvoll sein würde. Bereits wenige Tage nach dem Wirbelsturm traf sich der Verein mit den lokalen Partnern, um den Einsatz zu besprechen. Diese weilten zur Zeit des Hurrikans in der Schweiz, hatten aber genauere Informationen zur Situation vor Ort. Bald einmal war klar, dass das Team nun erst recht nach Haiti reisen würde. Denn gerade in dieser schwierigen Situation ist es wichtig, die Arbeit fortzusetzen. Die Kinder

vom Internationalen Unihockeyverband IFF noch von der öffentlichen Hand direkte Unterstützungsgelder erhält, hauptsächlich durch private Gönner und Spender. Weitere Informationen zum Verein, die aktuellen Einsatzausschreibungen und die beliebten Jahreskalender 2017 mit Bildern aus den letzten Einsätzen sind unter www.floorball4all.ch zu finden.

sollen die Möglichkeit haben, spielen zu können und so die traurigen Gedanken für einen Moment zur Seite zu legen. Dass dies auch die Trainer im Land selbst so sehen, bestätigte den Entscheid. Die verschiedenen Projekte haben den Trainingsbetrieb bereits wieder aufgenommen und tragen entsprechend zur Verarbeitung der schlimmen Erlebnisse bei. So freut sich der Verein Unihockey für Strassenkinder, Ende Januar wieder mit einem Team in Haiti zu sein, die begonnen Projekte zu stärken und voran zu bringen. Damit Kinder und Jugendliche in einer der ärmsten Gegenden der Welt eine neue Perspektive und Hoffnung erhalten.


Vonis Dessert

About Erfolgsrezepte

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Mit Tim Braillard, Kevin Berry, Remo Buchli und Claudio Laely wird in Riga der Generationenwechsel in der Nati eingeläutet. Aus Talenten wurden Internationale.

s gab Zeiten, da war ich noch selber akEinen ungleich längeren Weg hatte Claudio Laely. Wer jemals in Davos Monstein, diesem wunderbativ. Glaubt man kaum, ist aber so. Meine Dernière als Torhüter erlebte ich vor drei ren, aber doch so abgelegenen Tal auf 1600 m ü.M. Jahren in Rohrdorf, im tiefsten bayriwar, der wird sich fragen: Wie zum Teufel kommt ein 16-Jähriger darauf, im 60 Kilometer entfernschen Wald. Mit dem selbsternannten Kultclub Traktor Bova gewann ich den Lumberjacks ten, talabwärts liegenden Maienfeld dreimal wöCup – wer nicht googlen will: Ja, Lumberjack chentlich zu trainieren? heisst Holzfäller. Und so war auch das spielerische Ehrgeiz heisst die Antwort. Kleines Beispiel: Um Niveau. 18.15 Uhr begann jeweils das Training. Der Zug aus Ich quälte meine alten Knochen zwei Tage durch Davos kam aber um 18.20 Uhr an – und natürlich die Dorfturnhalle und war froh, wenn kein Schuss gab es nur einen Zug pro Stunde. 19 von 20 Junioaufs Tor kam. Meistens erhielten wir auch nicht ren würden nun dem Trainer sagen, «ich komme mehr als ein Gegentor, was aber weniger an mir, etwas später». Laely kam um 17.15 Uhr an. Es sei sondern an den vorzüglichen Vorderleuten lag. aber auch klar gesagt: Ohne Unterstützung der Oder wie es so schön hiess: Es wird nicht jeder mit Eltern würde Laely nicht in Riga spielen. Nach den Reto Voneschen ist seit 26 Jahren aktiver Unihockeyaner und aktuell, einer Abwehrquote von 40 Prozent bester TorhüTrainings fuhr nämlich kein Bus mehr von Davos unter anderem, Nationaltrainer bis nach Monstein. ter des Turniers. Liechtensteins. Seit 2004 schreibt Quasi als Zuschauer auf dem Feld konnte ich er, mal mehr, mal weniger, Artikel meine Mitspieler beobachten. Darunter waren GROSSES PUZZLE für unihockey.ch. Seit August 2016 Tim Braillard, Kevin Berry und Remo Buchli. Talentierte und ehrgeizige Junioren kennt jeder leitet er die Sportedaktion der NLA-Verein. Nicht alle im gleichen Mass, aber Gegen die (teilweise) unbeholfene Konkurrenz Tageszeitung «Sarganserländer», der besten Zeitung der Welt, so die trotzdem. Dass sich daraus Nationalspieler entwitanzten die «drei B» genüsslich durch die Reihen, «bescheidene» Eigeneinschätzung obwohl keiner mehr als die Hälfte seines Leisckeln, ist aber keine Selbstverständlichkeit. Dazu der Lokalzeitung. braucht es Sportchefs, die auf den Nachwuchs tungspotenzials abrief. Seither weiss ich: Wer als setzen. Klubtrainer, welche die «Junioren» auch Torhüter einen wie Berry vor sich weiss, der vereinsetzen sowie Natitrainer, die einen Plan haben. Und Geduld, viel längert seine Karriere gern, was Martin Hitz derzeit beweist. Dafür dürften die Karrieren von Verteidigern eher früher enden, wenn sie Geduld. Alligators Sportchef Thomas Hitz wird sich beim Lesen dieser Zeilen an die vielen Diskussionen mit seinen Jungstars erinnern. gegen die «Flitzer» Braillard und Buchli antreten müssen. Mit Christoph Camenisch bekam das ambitionierte Malanser Quartett einen weiteren ehrgeizigen Spielkumpan dazu. Mit Spannung werde ich TALENT UND EHRGEIZ auf die ersten Auftritte von Tim & Co. warten. Leider nicht live, aber vor Tim Braillard wurde schon früh eine grosse Karriere prophezeit. Schon dem Livestream und unihockey.ch-Liveticker. Ich bin überzeugt, dass es als kleiner Knirps umkurvte er seine doppelt so grossen Gegenspieler für die fünf nicht die letzte WM sein wird. Gut möglich, dass in Riga eine mühelos. Und in absolut jeder Pause eines Malanser NLA-Heimspiels war neue Ära eingeläutet wird. Und ich kann sagen: Sie wurden nur so gut, «Chlei Tim» auf dem Spielfeld. Zumindest bis die Durchsage «Juniorä, weil sie damals einen so schlechten Torhüter hatten. bitte Spielfeld verloh» von Kultspeaker Hanspeter Benesch ertönte.

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IN DEN MUND GELEGT

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Und jetzt alle: Cheese! Mit Käse kenne ich mich als halbe Schweizerin schliesslich aus.

Dietlikons Schwedin Linn Lundström verewigt an der EFT in Schaffhausen die grosse IKSU-Delegation im Tre-Kronor-Team.

VORSCHAU

Die nächste Ausgabe erscheint am 17. Januar 2017. Unter anderem mit folgenden Themen: WM-Rückblick: Wie viele Weltmeister spielen ab Januar in der NLA? Zur Auswahl stehen die Zahlen 1, 2, 3 oder 17. Nesslau Sharks: Mit finnischen Zungenbrechern in die Playoffs der 1. Liga? Glaskugel: So wird das Jahr 2017.

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IMPRESSUM Nr. 122, Dezember 2016 unihockey.ch – Das Schweizer Unihockey Magazin

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71 Caroline Schürch

75 Jonas Wettstein

19 Matthias Hofbauer

31 Silvana Nötzli

10 Chris Eschbach

19 Joonas Pylsy

6 Michelle Wiki

88 Simon Flühmann

22 Emmi Niemelä

70 Kim Nilsson

5 Mikko Hautaniemi

10 Simone Wyss

90 Hans Sturzenegger

87 Manuel Hummer

10 Nadja Reinhard

13 Sonja Putzi

17 Jan Binggeli

93 Manuel Maurer

19 Sandra Hadorn

99 Tim Braillard

Herzliche Gratulation! Das sind die stolzen Mobiliar Topscorer im Unihockey.

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In Winterthur sind anfangs März erneut die Mobiliar Topscorer im Unihockey ausgezeichnet worden. Die besten Scorer der NLA Clubs erhielten ihre persönliche TopscorerUhr und konnten einen Check für ihre Nachwuchsabteilung entgegennehmen. Auch im Volleyball, Handball und Basketball profitieren die Clubs von unserem Indoor Sports Engagement: Insgesamt fliessen über die Mobiliar-Topscorer-Wertung 400 000 Franken in den Nachwuchs der 75 Vereine der höchsten Spielklassen.


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