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Schiessen Schweiz Das offizielle Magazin des Schweizer Schiesssportverbandes

Marcel Bürge Hauchdünn an Finals vorbei // Marcel Bürge passe à un cheveu des finales // Marcel Bürge ad un niente dalla finale

www.swissshooting.ch

Nr. 9 // September 2012


Editorial

Nachschiessen! Epilogue! Tirare le conseguenze! Von Daniel Good

Enttäuschend haben die Schweizer Olympiaschützen in London abgeschnitten. Die löbliche Ausnahme bildete Marcel Bürge, der den vom SSV angestrebten Finalplatz zwei Mal nur knapp verpasste. Obschon der SSV in London die drittgrösste Schweizer Delegation in einer Einzelsportart stellte, kam er nicht einmal zu einem Diplom. Häme blieb den Schweizer Schützen nicht erspart, obwohl sicher alle ihr Bestes gegeben haben. Der Spott macht die Resultate auch nicht besser. Wichtig ist vielmehr, sich zu fragen und herauszufinden, was die anderen Verbände, zum Beispiel Italien, besser machen. Diese Erkenntnisse gilt es in der nächsten Olympiade zu 100 Prozent umzusetzen, damit 2016 in Rio de Janeiro der Arithmetik Rechnung getragen wird und wieder eine olympische Medaille im Schiessen in die Schweiz kommt. Womöglich wurden die falschen Lehren aus dem Debakel von Peking gezogen, als die Schweizer noch schlechter abschnitten als nun in London. Obschon unser Team von den Verantwortungsund Entscheidungsträgern im Vorfeld der olympischen Schiess-Wettkämpfe 2012 als «bestmöglich vorbereitet» bezeichnet wurde, reichte es hinten und vorne nicht. Dieser Fakt ist zu überdenken, Konsequenzen ebenso. Sonst dreht sich die Negativspirale mit womöglich existenzbedrohenden Folgen weiter. Es gilt freilich auch zu bedenken, dass Olympische Spiele viel mehr Verlierer als Gewinner produzieren. Das gilt für fast alle Sportarten, aber im Schiessen ist es besonders ausgeprägt. Die Grossmacht Deutschland ging leer aus und auch die Supermacht Russland musste sich mit nur einer Bronzemedaille bescheiden.

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Les tireurs suisses aux Jeux Olympique de Londres nous ont déçus. Seule louable exception, Marcel Bürge qui, à deux reprises, n’a manqué que de peu la place en finale fixée comme objectif par la FST. Bien que la FST fût présente à Londres avec la troisième plus importante délégation suisse en sport individuel, elle n’y a même pas obtenu un diplôme. Les moqueries n’ont pas été épargnées aux tireurs suisses, bien qu’ils aient donné le meilleur d’eux-mêmes. Ces railleries n’améliorent toutefois pas les résultats. Il est plus important de se poser la question et de découvrir ce que les autres fédérations, telle celle d’Italie, font mieux. Et il y a lieu de mettre ces connaissances en œuvre à 100 pourcent en vue des prochains Jeux Olympiques, afin qu’à Rio de Janeiro, en 2016, l’arithmétique soit prise en compte et que nos tireurs y récoltent la nouvelle médaille olympique tant attendue en Suisse. Il est possible que l’on n’ait pas tiré les bonnes leçons du débâcle de Pékin, où les suisses avaient accumulé des résultats encore pires qu’à Londres. Bien qu’avant les épreuves olympiques de tir, nos responsables et décideurs aient fait état d’une équipe «préparée le mieux possible», cela n’a pas suffi du tout. Ces faits doivent prêter à réflexion et leurs conséquences aussi. Sinon la spirale négative va persister, avec toutes ses conséquences potentiellement dangereuses pour l’existence de notre sport. Il y a lieu bien sûr de se rappeler aussi que les Jeux Olympiques produisent beaucoup plus de perdants que de gagnants. Ceci est valable pour tous les sports, mais est avant tout très prononcé en tir. L’Allemagne, grande puissance reconnue dans le monde du tir, est aussi rentrée bredouille et la Russie a dû se contenter d’une seule médaille de bronze.

La prestazione dei tiratori olimpici svizzeri è stata deludente. Fa eccezione soltanto Marcel Bürge, che in due occasioni ha mancato per un soffio la qualificazione alla finale ambita dalla FST. Nonostante la FST a Londra, per quanto riguarda il numero degli atleti, abbia presentato la terza delegazione svizzera negli sport individuali, alla fine non è bastato nemmeno per un diploma. Non sono mancate le critiche maliziose nei confronti dei tiratori svizzeri, che hanno sicuramente cercato di dare il massimo. Anche con lo scherno, però, i risultati non migliorano. Piuttosto è importante chiedersi e scoprire cosa fanno meglio le altre federazioni, ad esempio l’Italia. Queste nozioni vanno sfruttate e messe in atto al cento per cento in vista delle prossime Olimpiadi, affinché nel 2016 a Rio de Janeiro il tiro svizzero possa conquistare di nuovo una medaglia olimpica. È possibile che dopo la disfatta di Pechino, dove i tiratori svizzeri sono stati ancora più deludenti che ora a Londra, non si siano tratti i giusti insegnamenti.. I responsabili, prima delle gare di tiro olimpiche del 2012, avevano dichiarato che la nostra squadra era «preparata nel migliore dei modi». Ciononostante, i risultati sono mancati, anche in modo clamoroso. Questo fatto va considerato con attenzione, e vanno Altrimenti continuerà la spirale negativa, con tutte le sue conseguenze per il nostro sport. Va comunque fatto presente che ai Giochi olimpici non ci sono soltanto vincitori, ma anche un numero assai più elevato di perdenti. Ciò vale per quasi tutte le discipline sportive, ma nel tiro è un fatto ancora più marcato. La Germania, che nel tiro è una «superpotenza», è rimasta a mani vuote, la Russia si è dovuta accontentare di una medaglia di bronzo.

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Inhalt

3 Editorial

6 Marcel Bürge im Interview

Konkrete Annäherung an eine spezielle Situation

30 Stargast Patrizia Kummer

«Au tir on a la même position que sur le snowboard»

34 Talentschau 12 SSV-News

Marc Häusermann und Olivia Hagmann

18 Sport Die Eindrücke und Einschätzungen der Schweizer Olympia-Teilnehmer

22 Vereinsleben dank Mannschaftsmeisterschaft 23 La société d’Avry-sur-Matran 24 Der gute Geist von Münsingen

La bonne âme de Münsingen

42 Technik: Ordonnanzpistolen im Vergleich

Pistolets d’ordonnance

49 Rückblende: Hans Simonet

Toute sa vie pour le tir sportif

55 CISM-Regionalturnier in Thun 58 Regio-News 27 Ferienpass-Schiessen

Die Kinder sind begeistert

28 Training im Verein

Erfolge für den Uetendorfer Nachwuchs

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65 Vorschau Schweizer Meisterschaften 66 Ausblick /Agenda 67 Conseils / Ratgeber

«Taille du guidon»

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Interview

Konkrete Annäherung an spezielle Situation Approche concrète   d’une situation très spéciale Approccio concreto ad   una situazione straordinaria Marcel Bürge, der beste Schweizer Olympia-Teilnehmer in London, äussert sich im Interview mit «SchiessenSchweiz» zur ausserordentlichen Situation an olympischen Wettkämpfen, die man nicht trainieren kann. Wie schätzt er seine Wettkämpfe ein, wie setzte er die Vorbereitungsmassnahmen möglichst optimal im Stand um? Wie geht es weiter in seiner Karriere? VON DANIEL GOOD Mit den Plätzen 11 im Dreistellungsmatch und 14 liegend hat Marcel Bürge in London als einziger SSV-Athlet die Erwartungen erfüllt. Was als Wermutstropfen bleibt aus der Mission London, sind die knapp verpassten Finalplätze. Marcel Bürge, wie haben Sie Ihre dritten Olympischen Spiele erlebt? Was war anders gegenüber Ihren ersten beiden Teilnahmen? Es war mir wesentlich wohler als insbesondere 2008 in Peking. Die Spiele in London waren für die Athleten organisiert. Es war alles sehr sympathisch und persönlich, derweil Peking das Paradebeispiel für das Gegenteil war. Wie schätzen Sie ihre Wettkämpfe in London allgemein ein? Es waren gute bis sehr gute Leistungen mit ordentlichen Rängen. Leider hat es nicht ganz gereicht für einen Final. Im Dreistellungsmatch gelang Ihnen mit einer 100er-Passe in der zweitletzten Runde des Kniendschiessens ein Befreiungsschlag. Was ging in jener kritischen Phase durch ihren

Kopf? Wie schafften sie es, zurückzukommen und nochmals zum Kreis der besten acht Schützen aufzuschliessen? Der Einstieg in den Kniendanschlag ist mir missglückt. Eine 9,9 zu Beginn und nochmals eine 9, und dies trotz sehr gutem Einschiessen. Ich wollte so schnell wie möglich in den Wettkampf kommen, es dauerte jedoch viel zu lange. Die Bedingungen waren schwierig, aber darauf hoffte ich eigentlich. Erst ab der dritten Passe funktionierte ich. Von einem Befreiungsschlag kann man aber nicht sprechen, ich kannte die Situation ja nicht. Shoot-offs sind immer eine heikle Angelegenheit, zumal Sie gegen drei Hochkaräter antreten mussten und nur der Sieger weiterkam. Wie stellten Sie sich auf diese doch spezielle Situation ein? Es war das erste Shoot-off in meiner Karriere, und dieser Modus wird bald wieder abgeschafft. Geübt haben wir das schon, aber man kann eine solche Ausgangslage natürlich nicht 1:1 trainieren. Mein Sportpsychologe Heinz Müller hat mich auf die Situation eingestellt. Wir versuchten, uns einen Vorteil zu verschaffen, weil ich unter den vier Shoot-off-Teilnehmern eher der Aussenseiter war. Leider konnte ich nicht mehr zulegen. Im Liegendmatch schienen Sie etwas in Zeitnot zu geraten zu sein. Ich würde nicht gerade von Zeitnot sprechen. Ich absolvierte relativ viele Probeschüsse, bis ich in den Wettkampf stieg. Ich konzentrierte mich beim Einschiessen ganz auf das Schussbild, aber es klappte lange nicht wie gewünscht. Als ich den Knopf zum Matchbeginn gedreht hatte, stimmte es je-

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doch. Aber das etwas lange Prozedere vor dem eigentlichen Wettkampf kostete mich doch Zeit. Ich musste schliesslich einiges Risiko auf mich nehmen, und dann ist die Gefahr natürlich da, dass es einmal eine 9,9 gibt. Würden Sie im Rückblick etwas anders machen? Das kann ich jetzt noch nicht sagen, sonst hätten wir es im Vorfeld anders gemacht. So gut vorbereitet war ich noch nie. Ich hatte ein ganzes Team eigens für mich. Es war sehr gut, alles hat geklappt. Es war ein Riesenglück, dass mir Heinz Müller zur Verfügung stand. Er befand sich während den Wettkämpfen stets hinter mir, es war sehr persönlich. Mit welchen Erwartungen sind Sie nach London gereist? Ich habe als Optimalziel einen Finalplatz definiert. Jetzt ist halt das Normalziel ein-

Marcel Bürge... … ist der beste Schweizer Sportschütze dieses Jahrtausends. Im Jahr 2002 war der am 28. März 1972 geborene Toggenburger aus Lütisburg SG Weltmeister im Kleinkaliber-Dreistellungsmatch sowie Weltschütze des Jahres. Er hat an drei verschiedenen Olympischen Spielen sieben Wettkämpfe bestritten. Seine beste Platzierung war der 9. Rang 2004 in Athen im Liegendmatch. In nicht-olympischen Disziplinen holte er mehrere WM-Titel. Zudem ist er mehr als 40-facher Schweizer Meister. Von Beruf ist Marcel Bürge Sales&Marketing-Angestellter, seine Hobbies sind Fischen, Langlauf, Velofahren und Tennis.

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Interview

Marcel Bürge vor der Verinsfahne «seiner» Sportschützen Gossau während des Olympia-Empfanges am Flughafen Zürich. getroffen, aber was ist das schon an Olympischen Spielen? Ich wollte, anders als vor vier Jahren in Peking, aus der Offensive schiessen. 2008 sagte ich mir eher: Mal schauen, wie es geht. Aber auf diese Weise läuft es meistens schief. An Olympischen Spielen herrscht eine aussergewöhnliche Situation. Unsere Aufgabe bestand darin, diese spezielle Situation zu managen. Und ich musste im Stand funktionieren! Das war das Wichtigste. Was macht der besondere Reiz von Olympischen Spielen aus? Es ist das Grösste! Es sind so viele Sportler da. Während vier Jahren arbeitest Du ausschliesslich auf dieses Ziel hin. Andererseits bist als Athlet einer Randsportart für einmal im Blickpunkt der Medien. Diese ungewohnte Situation ist für die Sportler nicht so einfach zu meistern. Wie verkraftete die SSV-Delegation die Serie von nicht erfüllten Hoffnungen? Wie ging die Mannschaft mit den suboptimalen Resultaten um? Gab es schlechte Stimmung im Team? Ausgabe 9 // September 2012 

Ich reiste erst am 31. Juli nach London. Es war gut, dass ich mich zu Hause in aller Ruhe vorbereiten konnte. So habe ich nicht so viel mitgekriegt wie wenn ich vor Ort gewesen wäre. Natürlich hatte ich von den Resultaten Kenntnis. Aber wir wurden auch darauf vorbereitet, wie man damit umgehen muss, wenn es sportlich nicht so gut läuft. Jeder Schütze ist zu 100 Prozent auf seinen Wettkampf fokussiert. Die Stimmung im Schweizer Team war bedeutend besser als vor vier Jahren. Wie waren der Alltag und das Leben im olympischen Dorf? In London war es cool, wie im richtigen Leben. Man muss sich das Olympische Dorf als Stadt vorstellen mit Strassen, einem Busbetrieb, einer Wäscherei, 15‘000 Bewohnern, Cafés, an denen sich oft Athleten aus 20 Ländern trafen und sich austauschen konnten, und vielem mehr. In Peking hatte es 15‘000 Betten gebraucht, und die haben sie hingestellt. Und das war es! Keine Atmosphäre, kein Leben.

Haben Sie Kontakte zu Sportlern aus anderen Disziplinen knüpfen können? Ich war nicht so lange in London. Vor dem Wettkampf sind die Athleten sehr fokussiert. Du schottest Dich ab, versuchst, den Ball möglichst flach zu halten. SMS und Mails ja, aber ich habe sie nicht richtig wahrgenommen. Die ganze Konzentration galt zunächst dem Wettkampf. Nachher besteht aber schon die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen, zum Beispiel während des Essens. Und auch dank des 24-Stunden-Betriebs, der im olympischen Dorf herrscht. Wir sahen 2,20m-Riesen und gazellenartige Athletinnen. Es war immer sehr interessant herauszufinden, welche Sportart sie betreiben. Wie war das Essen? Es gab eine riesige Auswahl. Aber es war nicht speziell gut, wenn ich ehrlich bin. Englisch eben. Wie erhielten Sie Unterstützung? Es hatte sehr viele Schweizer Fans auf den Tribünen. Das war sehr positiv. Man hat

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Interview

in den olympischen Schiessständen eigentlich nur Schweizer gehört. Wie haben Sie die Olympischen Spiele abseits Ihres Sports erlebt? Nach meinem zweiten Wettkampf verblieben mir noch zwei Tage in London. Ich habe das «House of Switzerland» besucht, das Vélodrome, den Olympia-Park. Alles war so positiv wie ich es noch nie erlebt habe an einem solchen Anlass. Überall machten die Sportfans Parties. Setzen Sie ihre Karriere fort? Ich habe im März festgelegt, dass ich diesen Entscheid Ende Jahr fällen werde. Das Gespräch mit Marcel Bürge fand am 9. August statt.  ●

Dans l’interview de «TirSuisse», Marcel Bürge, le meilleur tireur de la délégation suisse à Londres, s’est exprimé sur la situation exceptionnelle régnant aux épreuves olympiques, situation que l’on ne peut pas entraîner. Comment évalue-t-il ses performances, de quelle manière (optimale) a-t-il mis en pratique les phases de préparation au pas de tir? Quelle sera l’évolution de sa carrière? Avec la 11ème place au match trois positions et la 14ème en position couché Marcel Bürge est le seul athlète FST ayant atteint les attentes. La seule ombre au tableau qui reste de la mission «Londres», sont les places en finales, manquées de peu. Marcel Bürge, comment avez-vous vécu votre troisième participation aux Jeux olympiques? Qu’avez-vous trouvé de différent par rapport aux deux autres fois? Je me suis senti, en particulier, beaucoup plus à l’aise qu’à Pékin en 2008. Les jeux de Londres ont été organisés pour les athlètes. Tout était très sympathique et personnel, alors que Pékin était l’exemple même du contraire. Comment évaluez-vous vos performances à Londres, en général? Mes prestations furent bonnes à très bonnes et les rangs convenables. Cela n’a malheureusement pas suffit pour une finale. Au match trois positions, dans le deuxième avant dernier tour, vous avez réussi, avec une passe de 100, un coup libérateur. Que se pas-

Bürge im Gespräch mit «SchiessenSchweiz»-Redaktor Good. sa-t-il dans votre tête pendant cette phase critique? Comment avez-vous réussi à revenir dans le cercle des huit meilleurs? Le départ de la position à genou ne m’a pas réussi. Un 9.9 pour commencer suivi d’un 9 et ceci malgré une très bonne mise en train. Je voulais entrer dans le match le plus rapidement possible, cela dura toutefois beaucoup trop longtemps. Les conditions étaient difficiles, mais en fait c’est ce que j’espérais. Ce n’est qu’à partir de la troisième passe que j’ai «fonctionné». Ne connaissant pas la situation on ne peut pas parler d’un coup libérateur. Les shoot-off sont toujours des choses délicates, surtout par le fait que vous deviez vous défendre face à trois pointures de haut niveau, dont seul le vainqueur se qualifiait. Comment avezvous fait face à cette situation spéciale? C’était le premier shoot-off de ma carrière et cette règle sera bientôt abolie. Nous l’avons exercé, bien entendu, mais on ne peut pas s’entraîner à une telle situation 1:1. Heinz Müller, mon psychologue, m’a préparé pour cette éventualité. Nous avons essayé d’en faire un avantage parce que, des quatre participants au shoot-off, j’étais plutôt le marginal. Je n’ai malheureusement pas pu m’améliorer.

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Au match position couché vous avez donné l’impression de manquer de temps. Je ne parlerais pas vraiment de perte de temps. J’ai tiré pas mal de coups d’essai avant de rentrer dans le match. Pendant ce tir de mise en train je me suis concentré sur la position des impacts sur ma cible mais ça n’a pas fonctionné comme je le souhaitais. Pourtant, après avoir «tourné» le bouton au début du match, ça convenait. Il est vrai que cette longue procédure avant la compétition décisive m’a coûté du temps. J’ai dû finalement

Marcel Bürge... ... est le meilleur tireur sportif suisse de ce millénaire. En 2002, le citoyen de Lütisburg, Toggenburg SG, né le 28 mars 1972, était champion suisse, match trois positions, petit calibre, ainsi que tireur mondial de l’année. Il a disputé sept compétitions dans trois olympiades différentes. Il a obtenu son meilleur classement aux jeux d’Athènes, en 2004 où il se classa au 9ème rang, position couché. Il a décroché plusieurs titres mondiaux dans des disciplines non olympiques. Il est plus de 40 fois champion suisse. Il est employé dans une entreprise de Sales & Marketing, ses hobbies sont la pêche, le ski de fond, le vélo et le tennis.

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Interview

Volle Konzentration vor dem nächsten Schuss.

(Foto Keystone)

prendre pas mal de risques et aussi, bien sûr, avec le danger de tirer une fois un 9,9.

gérer cette situation spéciale. Je devais fonctionner au pas de tir ! C’était ça l’important.

Avec du recul, feriez-vous quelque chose différemment? Je ne peux pas encore vous le dire maintenant sinon nous l’aurions fait dès le début. Je n’ai jamais été aussi bien préparé. J’avais tout un team pour moi. C’était super, tout a bien fonctionné. J’ai eu une très grande chance que Heinz Müller soit à ma disposition. Pendant les compétitions il se trouvait constamment derrière moi, c’était très personnel.

Qu’est-ce qui fait l’attrait des Jeux olympiques? C’est ce qu’il y a de plus grand! Cela réunit tellement de sportifs. Pendant quatre ans tu travailles exclusivement pour atteindre ce but. D’autre part, comme athlète d’un sport marginal, tu deviens le point de mire des médias. Cette situation inhabituelle n’est pas simple à maîtriser.

Avec quels espoirs êtes-vous allé à Londres? Mon but optimal était une place en finale. Maintenant le but normal s’est réalisé, mais qu’est-ce que ça signifie aux Jeux Olympiques? Je ne voulais pas répéter ce que j’ai fait à Pékin, je voulais passer à l’offensive. En 2008 je me suis plutôt dit: regardons comment ça se passe, mais cette manière de faire conduit, la plupart du temps, à l’échec. Aux Jeux Olympiques, une situation extraordinaire domine. Notre mission consistait à Ausgabe 9 // September 2012 

Comment la délégation de la FST a-t-elle surmonté cette série d’espoirs manqués? Comment l’équipe a-t-elle géré ces résultats insuffisants? Est-ce que l’ambiance au sein du team en a souffert? J’ai rejoint Londres le 31 juillet. Je suis content d’avoir pu me préparer en toute quiétude à la maison, c’était bien. Comme ça j’ai été moins impliqué que si j’avais été sur place. J’avais connaissance des résultats, bien entendu. Nous avons également été préparés à nous comporter de manière adéquate au cas où les performances seraient

insuffisantes. Chaque tireur est concentré à 100% sur sa compétition. L’ambiance au sein du team était nettement meilleure qu’il y a quatre ans. Comment se déroulaient le quotidien et la vie dans le village olympique? A Londres c’était cool, comme dans la vie normale. Il faut se représenter ce village olympique comme une ville autonome avec des rues, un service de bus, une blanchisserie, 15’000 habitants, des cafés où se retrouvaient souvent des athlètes de 20 pays pour discuter, échanger leurs idées, et encore beaucoup plus. A Pékin on avait besoin de 15`000 lits, ils les ont mis à disposition, basta, pas d’ambiance, pas de vie. Avez-vous pu nouer des contacts avec des sportifs d’autres disciplines? Je n’ai pas été longtemps à Londres. Avant la compétition les athlètes sont très focalisés et s’isolent. On essaie de ne pas être dérangé, les SMS et les mails d’accord, mais je n’y ai pas vraiment prêté attention. Toute la concentration est portée sur la compéti-

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Interview

Herzlicher Empfang im Flughafen Zürich nach den Olympia-Tagen in London. tion. Plus tard il y a bien sûr des opportunités pour nouer des contacts, par exemple pendant les repas, grâce au service 24 h sur 24 régnant dans le village olympique. Nous avons vu des géants de 2m20 côtoyant des athlètes genre gazelle, toujours très intéressant de deviner le sport qu’ils pratiquaient. Comment étaient les repas? Le choix était énorme, mais en restant sincère, rien de vraiment bon, dans la tradition anglaise. Comment avez-vous été soutenus? Il y avait beaucoup de fans suisses dans les tribunes, c’était très positif. Dans les stands de tir olympiques on entendait, à vrai dire, que des Suisses. Comment avez-vous vécu les Jeux Olympiques à l’écart de votre sport?

Après ma deuxième compétition il me restait encore deux jours à Londres. J’ai visité la «Maison de la Suisse», le vélodrome, le parc olympique. Tout était plus positif que ce que j’ai vécu jusqu’à ce jour à l’occasion d’une telle manifestation. Des fans du sport faisaient la fête partout. Poursuivez-vous votre carrière? Au mois de mars j’ai décidé que je prendrais cette décision en fin d’année. L’entretien avec Marcel Bürge a eu lieu le 9 août. ●

Marcel Bürge, il miglior atleta svizzero ai Giochi olimpici di Londra, nell’intervista con «TiroSvizzera» parla della situazione straordinaria e impossibile da esercitare che si è verificata in occasione delle gare olimpi-

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che. Come giudica le sue prestazioni? In che modo ha cercato di mettere in pratica in modo ottimale le misure di preparazione? E continuerà la sua carriera? Marcel Bürge a Londra, piazzandosi all‘11mo posto nella carabina 3 posizioni e al 14mo posto nella carabina a terra, è stato l’unico atleta FST a soddisfare le aspettative. Soltanto i posti in finale mancati per pochissimo lasciano un filo di amarezza. Marcel Bürge, come ha vissuto i Suoi terzi Giochi olimpici? Cos’è cambiato rispetto alle Sue prime due partecipazioni? Mi sono trovato molto meglio, specialmente in confronto al 2008 a Pechino. I giochi di Londra sono stati organizzati per gli atleti, è stato tutto molto simpatico e con una nota personale, mentre a Pechino è stato proprio il contrario. Ausgabe 9 // September 2012


Interview

In generale, come valuta le Sue gare a Londra? Le mie prestazioni sono state buone fino ottime, con piazzamenti abbastanza soddisfacenti. Purtroppo non è bastato per arrivare in finale. Nella carabina 3 posizioni, con 100 punti nella penultima serie del tiro in ginocchio, è riuscito a rimontare e a riagganciare i migliori otto tiratori. Cosa Le è passato per la testa in quella fase critica? Ho iniziato malissimo il tiro in ginocchio. Sono partito con un 9,9 seguito da un 9, nonostante una buona preparazione. Volevo entrare in gara il più presto possibile, ma è durato troppo a lungo. Le condizioni erano difficili, però era proprio quello che speravo. Ho cominciato a funzionare soltanto a partire dalla terza serie. I shoot-off sono sempre delicati, poi a Londra ha dovuto affrontare tre atleti di punta, e soltanto il vincitore si qualificava. Come si è preparato a questa situazione speciale? È stato il primo shoot-off della mia carriera, e questo modus tra poco sarà abolito. È chiaro che ci siamo esercitati appositamente, ma una situazione del genere non si può allenare in modo realistico. Il mio psicologo sportivo mi ha preparato alla situazione. Abbiamo cercato di trarre vantaggio dal fatto che tra i quattro partecipanti al shoot-off non partivo da favorito. Purtroppo non sono riuscito a migliorare. Nella gara di tiro a terra si è avuto l’impressione che Le sia venuto a mancare il tempo. Non parlerei di mancanza di tempo. Ho eseguito molti tiri di prova prima di entrare in gara, concentrandomi interamente sull’immagine di tiro, però a lungo non ha

Marcel Bürge… …, nato il 28 marzo 1972, è il miglior tiratore sportivo svizzero del secolo. Nel 2002 l’atleta di Lütisburg (SG) nel Toggenburgo si è laureato Campione del mondo nel tiro di piccolo calibro a 3 posizioni ed è stato eletto miglior tiratore mondiale dell’anno. Ha partecipato a tre edizioni dei Giochi olimpici, disputando sette gare. Il miglior piazzamento è stato il 9° posto ad Atene nel tiro a terra. Nelle discipline non olimpiche ha conquistato diversi titoli di Campione del mondo. Inoltre, ha vinto oltre 40 campionati svizzeri. Marcel Bürge lavora come impiegato Sales&Marketing, nel tempo libero pratica la pesca, lo sci di fondo, il ciclismo e il tennis.

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funzionato come desideravo. Comunque, quando ho girato il pulsante per l’inizio della gara, andava tutto bene. Ma devo dire che la procedura relativamente lunga prima della gara vera e propria mi è costata molto tempo. Alla fine sono stato costretto a rischiare parecchio, e in queste situazioni naturalmente c’è pericolo di fare un 9,9, ogni tanto. Col senno di poi, agirebbe diversamente? È troppo presto per dirlo, altrimenti lo avremmo fatto diversamente dall’inizio. Non sono mai stato così ben preparato, avevo un team intero tutto per me. È andata benissimo, tutto ha funzionato. È stata una gran fortuna avere a mia disposizione Heinz Müller. È stato sempre al mio lato durante le gare, appoggiandomi in maniera molto personale. Con quali aspettative è partito per Londra? Ho definito come obiettivo ottimale un posto in finale. Poi ho raggiunto l’obiettivo normale che però, trattandosi dei Giochi olimpici, vale poco. Al contrario di quanto avevo fatto a Pechino, volevo gareggiare all’attacco. Nel 2008 mi ero detto: Vediamo come va. Ma in questo modo non si può avere successo. Ai Giochi olimpici si presenta una situazione eccezionale, e il nostro compito era di gestirla al meglio. E io dovevo funzionare nel poligono di tiro! Questo era la cosa più importante. Da dove viene il fascino speciale dei Giochi olimpici? Sono il massimo! Primo, per il numero eccezionale di atleti. Poi, perché per anni lavori con un unico obiettivo. In più, come atleta che gareggia in una disciplina marginale, per una volta sei al centro dell’interesse dei media. Per i sportivi, non è facile gestire questa situazione insolita. E la delegazione FST come ha digerito la serie di delusioni? La squadra, come ha reagito ai risultati negativi, e com’era il morale? Io sono partito per Londra soltanto il 31 luglio. È stata la scelta giusta, perché in questo modo mi sono potuto preparare in tutta tranquillità a casa. Per questo motivo non ero così bene informato come se fossi stato in loco. Naturalmente conoscevo i risultati degli altri atleti. Ma ci hanno anche preparato a come reagire alle sconfitte. Ogni tiratore era concentrato al cento per cento sulla sua gara. L’atmosfera nella squadra svizzera era di gran lunga migliore che non quattro anni fa.

Com’era la vita di tutti i giorni nel villaggio olimpico? A Londra era cool, proprio come nella vita vera. Ci si deve immaginare il villaggio olimpico come una città con strade, una linea di bus, una lavanderia, 15‘000 abitanti, caffè, nei quali spesso si incontravano e potevano chiacchierare atleti provenienti da 20 nazioni diverse, e molte altre cose. A Pechino servivano 15‘000 letti, e gli organizzatori li hanno messi a disposizione – niente di più! Nessuna atmosfera, nessuna vita. È riuscito ad allacciare contatti con atleti di altre discipline? La mia permanenza a Londra è stata breve. Prima della gara gli atleti sono molto concentrati sulla gara: Ti isoli e cerchi di rimanere tranquillo. Qualche SMS o e-Mail, ma non li ho percepiti veramente. Dopo la gara, però, c’è la possibilità di allacciare contatti, per esempio durante i pasti. Anche perché i locali nel villaggio olimpico sono aperti 24 ore su 24. Abbiamo visto alcuni giganti di 2,20 m e atlete con fisici da gazzella. Era sempre interessante scoprire in quale disciplina gareggiavano. Com’era il cibo? C’era una scelta enorme. Ma a essere onesti non era molto buono. Cucina inglese, per intenderci. E il supporto dei tifosi? C’erano moltissimi tifosi svizzeri sulle tribune, un fatto molto positivo. A dire il vero, nei poligoni di tiro olimpici si sentivano soltanto gli Svizzeri. Come ha vissuto i Giochi olimpici al di fuori della Sua disciplina? Dopo la mia seconda gara sono rimasto a Londra ancora due giorni. Ho visitato la «House of Switzerland», il Vélodrome e il Parco olimpico. Non mi era mai successo in una manifestazione del genere di avvertire una tale energia positiva. Dappertutto gli appassionati dello sport stavano festeggiando. Ha intenzione di continuare la Sua carriera? Ho stabilito nel mese di marzo che prenderò questa decisione a fine anno. L’intervista con Marcel Bürge ha avuto luogo il 9 agosto 2012. ●

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SSV-News

Win-win: Swiss Olympic Volunteers & SSV Gagnant – gagnant:   Swiss Olympic Volunteer & FST

Schweizer Schiesssportverband ist der erste Sportverband, der mit Swiss Olympic Volunteer eine Rahmenvereinbarung trifft. Ab sofort unterstützt Swiss Olympic Volunteer den SSV im Bereich der Freiwilligenarbeit und dem Ehrenamt. Somit wird ein gemeinsamer Weg eingeschlagen. Der SSV will seinen Verbänden und Vereinen eine Plattform bieten, um dem ständigen Mangel an Freiwilligen entgegenzuwirken, sowie die Attraktivität der Freiwilligenarbeit zu steigern. Von Iris Bossert «Welcher Verbands- oder Vereinsfunktionär hat nicht schon mit einem Seufzer zur Kenntnis nehmen müssen, dass ihm zu wenig Helfer für den Einsatz an einem Event zur Verfügung stehen? Das Kompetenzzentrum Breitensport von Swiss Shooting hat nun die Rahmenbedingungen geschaffen, damit Vereine und Verbände bei der Helfersuche auf eine nationale Plattform zugreifen können», so Roger-René Müller, Chef des Kom-

petenzzentrums Breitensport zur neuen Zusammenarbeit mit Swiss Olympic Volunteer. «Swiss Olympic Volunteer sucht nicht direkt für den Veranstalter die Helfer, jedoch profitieren Vereine und Veranstalter von den Kommunikationsmassnahmen und dem Volunteer Pool mit 34‘000 potentiellen Helfern. Weiter können alle bei Swiss Olympic Volunteer eingeschriebene Personen durch ihre Freiwilligentätikeit Volunteer Points erwerben, die sie im speziellen Online Shop gegen attraktive Produkte und Dienstleistungen eintauschen können. «Swiss Olympic Volunteer (siehe Box) gibt es seit Januar 2010. «Wir sehen uns als dynamische Plattform, die zwischen Vereinen/Veranstaltern und Freiwilligen vermittelt», erklärt Cyrille Saladin, Programmleiter Swiss Olympic Volunteer. Er fügt an: «Wir freuen uns darauf, mit dem SSV zusammenzuarbeiten. Da auch wir Neuland betreten, wird die Kooperation sicherlich spannend und interessant». Das Ziel ist es, Wertschätzung zu zeigen und diese zu erhöhen, beispielsweise mit einem «Volunteer Award». Das sieht auch Roger-René Müller so: «Die

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Swiss Olympic Volunteers Swiss Olympic Volunteer ist eine Online-Plattform, die Volunteers und Veranstalter/Vereine zusammenbringt. So kann ein Veranstalter (z. Bsp. einer Schweizer Meisterschaft) den ganzen Anlass mit der Swiss Olympic VolunteerSoftware online koordinieren und planen. Die Software ist webbasiert. Das heisst, man benötigt lediglich einen Internetbrowser wie Firefox oder den Internet Explorer um diese zu nutzen. Vereine können ihre Mitglieder mit Swiss Olympic Volunteer verwalten und ihre Vereinsadministration über Swiss Olympic Volunteer abwickeln. Mit dem Newsletter erreicht Swiss Olympic Volunteer 34‘000 Profile. Auch für die Volunteers ist die Plattform attraktiv, denn dadurch können sie wertvolle Erfahrungen gewinnen, Kontakte knüpfen und Volunteer Points sammeln. Diese Volunteer Points können im Volunteer Shop gegen Sportbekleidung oder Eintrittskarten eingetauscht werden. Anmeldung und weiter Infos unter: www.swissvolunteer.ch

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SSV-News

Freiwilligen schenken dem Sport und dem Verband Wertschöpfung, Attraktivität und Ausstrahlung. Ehrenamtlich schaffen sie das Fundament zu jugendgerechter, nachhaltiger und sinnvoller Freizeitbeschäftigung. Sie fördern fairen und sauberen Sport. Die Verbandsspitze ist sich dieser Wertschöpfung bewusst und trägt dazu Sorge.» Für Verbands- oder Vereinsfunktionäre, die von Swiss Olympic Volunteer profitieren möchten, bedeutet dies, dass sie in erster Linie Kontakt mit dem Kompetenzzentrum Breitensport aufnehmen und gemeinsam die Bedürfnisse des Veranstalters oder Vereins eruieren. Denn: «Die innovative Kooperation steht unter der Schirmherrschaft des SSV», erklärt Roger-René Müller und weist gleich auf die Skalierbarkeit des Produktes hin. «Swiss Olympic Volunteer bietet aber nicht nur im Personalmanagement und der Einsatzplanung bei Anlässen wie dem Eidgenössischen oder einem kantonalen Schützenfest Unterstützung an, sondern ist auch darauf ausgelegt einfach die Bedürfnisse jedes Vereins wie Mitgliederadministration, Fahrdienstplanung oder eben der Eventorganisation abzudecken. Man kann ganz einfach alle Volunteer-Einsätze und Trainingspläne des Vereins verwalten d.h. Volunteers einladen, aufbieten und mit ihnen dank modernen Kommunikationsmitteln Verbindung halten.» Auch das Kompetenzzentrum Breitensport wird es künftig für seine Tätigkeiten verwenden. Als Pilotprojekt ist ein Verbandswettkampf im 2013 vorgesehen.

Verbände, Vereine, Veranstalter 1. Erste Ansprechperson ist der Chef Kompetenzzentrum Breitensport des SSV. Im KZen Breitensport wird das Projekt von Jakob Schenkel betreut. Wir erklären und präsentieren die Möglichkeiten, die Swiss Olympic Volunteer bietet. Ferner werden die verschiedenen Punkte der Vereinbarung mit Swiss Olympic Volunteer besprochen, diese unterzeichnet und die weiteren Meilensteine definiert. 2. KZen Breitensport koordiniert den weiteren Ablauf mit Swiss Olympic Volunteer. 3. Swiss Olympic Volunteer passt die Software den Bedürfnissen des Vereins oder der Veranstaltung an und betreut den Verein oder die Veranstaltung. 4. KZen Breitensport bleibt immer die 1. Anlaufstelle für den Verein oder Veranstalter. 5. Je nach Bedürfnis werden zur Bedienung Unterlagen abgegeben oder es finden Informationsschulungen statt.

Und das Beste am Ganzen: «Für Veranstaltungen und Vereine mit einem Budget unter 500‘000 Franken ist der komplette Service kostenlos. Bei einem höheren Budget wird ein Solidaritätsbeitrag erhoben, der in Form von Kommunikationsleistungen wesentlich reduziert werden kann. » erklärt Saladin. Das Kompetenzzentrum Breitensport steht für Fragen gerne zur Verfügung. Pa-

Auch die Sportler sind begeistert vom Einsatz der Volunteers. Coop Beachtour 2012.  Ausgabe 9 // September 2012 

cken Sie die Gelegenheit beim Schopf und nehmen Sie mit Ihrerem Verein oder Ihrer Veranstaltung bei Swiss Olympic Volunteer teil. Das konkrete Vorgehen bei Interesse finden Sie in der Box. Anmelden, mitmachen und gewinnen ist die Devise! ●

La Fédération sportive suisse de tir est la première association sportive à conclure un accord cadre avec Swiss Olympic Volunteer. Cette organisation va désormais soutenir les efforts de la FST dans le domaine du volontariat de du bénévolat. Ainsi la voie d’une action commune est ouverte. La FST veut offrir à ses associations et sociétés membres une plateforme pour faire face à la pénurie croissante de volontaires et accroître l’attractivité du bénévolat. «Quel fonctionnaire de fédération ou de société n’a pas déjà laissé s’échapper un soupir après avoir constaté qu’il ne disposait pas ou de trop peu d’aides pour mener à bien la manifestation planifiée? Le Centre de compétence Sport populaire de Swiss Shooting a donc créé les conditions cadres devant permettre aux sociétés et associations d’avoir recours à une plate-forme nationale dans le cadre de leur recherche de volontaires », commente Roger-René Müller, responsable du Centre de compétence Sport

Bild: Robert Danis

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populaire, la future collaboration avec Swiss Olympic Volunteer. «Swiss Olympic Volunteer ne procède pas à la recherche de volontaires pour les organisateurs de manifestations, mais les sociétés et organisateurs peuvent profiter des moyens de communication mis à disposition et avoir ainsi accès au pool regroupant quelques 34›000 volontaires potentiels. En outre, les personnes qui se sont inscrites auprès de Swiss Olympic Volunteer peuvent accumuler des points et ensuite les échanger contre des produits et services attrayants auprès d’une boutique en ligne spécialisée.» «Swiss Olympic Volunteer (voir encadré) existe depuis janvier 2010. Nous nous considérons comme une plate-forme dynamique, servant d’intermédiaire entre organisateurs et bénévoles» explique Cyrille Saladin, responsable du programme Swiss Olympic Volunteer. Il ajoute: «Nous nous réjouissons de collaborer avec la FST. Comme cela est aussi tout neuf pour nous, la coopération sera très certainement passionnante et intéressante». L’objectif est de démontrer que le travail des volontaires est très estimé et digne de gagner en attractivité, par exemple avec un «Volunteer Award (prix du bénévolat)». C’est aussi ce que pense Roger-René Müller, qui voit la chose comme suit: «Les volontaires font don au sport et à la Fédération d’une énorme plus-value, en accroissent l’attractivité et le charisme. Par leur bénévolat ils créent les bases indispensables pour

Swiss Olympic Volunteer Swiss Olympic Volunteer est une plate-forme en ligne, rassemblant les bénévoles et les organisateurs/sociétés. Ainsi, un organisateur (par exemple d’un championnat suisse) peut coordonner et organiser en ligne l’ensemble de la manifestation à l’aide du logiciel de Swiss Olympic Volunteer. Cette plate-forme est basée sur le Web. Cela signifie que seul un navigateur internet, tel Firefox ou Internet Explorer est nécessaire pour son utilisation. Les sociétés peuvent gérer leurs membres avec Swiss Olympic Volunteer et il leur est aussi possible d’utiliser cet instrument pour leur administration. Le bulletin d’information de Swiss Olympic Volunteer parvient à 34’000 personnes. Cette plate-forme est aussi attractive pour les volontaires, qui peuvent par ce biez acquérir une expérience précieuse, établir des contacts et recueillir des points de bénévoles. Ces points peuvent être échangés auprès de la boutique spécialisée «Volunteer Shop» contre des vêtements de sport ou des billets d’entrée à diverses manifestations. Inscription et informations complémentaires: www.swissvolunteer.ch

Associations/sociétés/organisateurs 1. Le premier interlocuteur est le Chef du Centre de compétence Sport populaire de la FST. Jakob Schenkel s’occupe de ce projet au sein du Ccomp Sport populaire. Nous expliquons et présentons les possibilités offertes par Swiss Olympic Volunteer. En outre, les différents points de l’accord passé avec Swiss Olympic Volunteer font l’objet d’une discussion, cet accord est ensuite parafé et les étapes suivantes sont définies. 2. Le Ccomp Sport populaire coordonne la suite de la procédure avec Swiss Olympic Volunteer. 3. Swiss Olympic Volunteer adapte le logiciel aux besoins de la société ou de l’organisateur et prête main-forte à la société ou la manifestation. 4. Le Ccomp Sport populaire reste le premier interlocuteur de la société ou de l‘organisateur. 5. Selon les besoins, une documentation relative à l’utilisation du logiciel est remise ou des séances de formation sont tenues.

des activités de loisir sensées et à effets durables, à la mesure des jeunes. Ils font la promotion d’un sport fairplay et propre. Les dirigeants de la Fédération sont conscients de ces valeurs et en ont soins». Pour les fonctionnaires des associations ou sociétés qui désirent profiter de Swiss

Olympic Volunteer, cela signifie tout d’abord contacter le Centre de compétence Sport populaire et déterminer avec lui les besoins de l’organisateur ou de la société. Car «la coopération innovatrice se trouve sous les auspices de la FST» déclare Roger-René Müller qui rend aussi attentif à l’évolutivité du

Mit Verpflegung und nassen Schwämmen stehen sie bereit am Swiss Olympic Gigathlon 2012.  14  SchiessenSchweiz  TirSuisse // TiroSvizzera // TirSvizzer

Bild: AD-GRAPHIC, Thun Ausgabe 9 // September 2012


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produit. «Swiss Olympic Volunteer offre non seulement un support de gestion du personnel lors de manifestations telles que les Fêtes fédérales ou cantonales de tir, mais est aussi conçu pour couvrir en toute simplicité les besoins de chaque société, tels que l’administration des membres, la planification des transports ou l’organisation de la manifestation. On peut ainsi gérer les engagements des volontaires et la planification des entraînements de la société, c’est-à-dire convoquer les volontaires et rester en communication avec eux à l’aide de moyens modernes». Le Centre de compétence Sport populaire va lui-même y avoir dorénavant recours pour gérer ses activités. Il est prévu qu’un concours de la Fédération serve de projet pilote en 2013. Et le meilleur du tout : «Pour les manifestations et les sociétés dont le budget est inférieur à 500›000 francs, le service est entièrement gratuit. En cas de budget plus élevé, une contribution de solidarité est prélevée qui, sous la forme de prestations de communication peut être réduite de façon significative» explique Saladin. Le Centre de compétence Sport populaire se tient volontiers à disposition pour répondre à vos questions. Ne manquez pas cette occasion et prenez part avec votre société ou votre organisation à Swiss Olympic Volunteer. En cas d’intérêt, vous trouvez la procédure concrète dans l’encadré. S’inscrire, prendre part et gagner est la devise! ●

Volunteer im Einsatz am Swiss Olympic Gigathlon 2012. 

Bild: AD-GRAPHIC, Thun

Montreux Volley Masters 2011. Ausgabe 9 // September 2012 

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Plakatwettbewerb Feldschiessen Concours d`affiches   «Tir en campagne» Das Kompetenzzentrum Breitensport hat sich zum Ziel gesetzt, neue Plakate für das Feldschiessen, den Feldstich sowie das Volksschiessen zu kreieren. Den Anfang soll ein ansprechendes, neues Plakat für das Feldschiessen machen. Das Kompetenzzentrum Breitensport richtet sich nun mit einem Wettbewerb an alle interessierten Personen einen Vorschlag einzureichen. Von Iris Bossert Folgende Anforderungen sollte ein Plakat erfüllen: Es sollte in möglichst hoher Auflösung (PPD Format/Dateien) auf einer CD eingesandt werden. Es soll Emotionen wecken – mehr dazu unter Tipps vom Experten. Selbstverständlich sollte es keine anstössigen Inhalte enthalten. Das Plakat sollte möglichst ohne grössere Anpassungen und uneingeschränkt verwendbar sein. Bedingung ist weiter, dass Platz für einen QR-Code (siehe Box) freigelassen wird. Die Gewinnerplakate je für Feldschiessen, Feldstich und Volksschiessen erhalten jeweils einen Gutschein über 1000.- für den Swiss Holiday Park in Morschach. Vorschlä-

QR-Code Der QR-Code (Quick response = schnelle Antwort) ist ein zweidimensionaler Strichcode, auf dem Informationen gespeichert und wieder abgerufen werden können. Um die Informationen lesen zu können, braucht man ein Mobiltelefon, das mit einer Kamera und entsprechender Software ausgestattet ist (Smartphone). In der Regel werden auf QRCodes Internetadressen, Texte, Telefonnummern, SMS oder Visitenkarten gespeichert. Somit gelangt man durch das Fotografieren des Codes auf die jeweilige Website oder Visitenkarte.

Plakatbeispiel vom letztjährigen Feldschiessen.

Tipps vom APG|SGA Experten Die Devise lautet: «Das Sujet knackig kreieren und raus in die breite Öffentlichkeit», erklärt Joao Coelho von der Allgemeinen Plakatgesellschaft APG|SGA. Wenn möglich sollte man versuchen, die Botschaft sowohl in Bild als auch in Wort zu übermitteln, mit dem grossen Ziel, Emotionen zu wecken. Das Plakat sollte in erster Linie die Aufmerksamkeit und das Interesse erregen um dann den Wunsch auszulösen, der im besten Fall zu einer Handlung führt. Wie zum Beispiel zum Kauf der angepriesenen Ware oder zur Anwendung des APG|SGA Shortcuts (via Shortcut App) oder QR-Codes.

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ge können bis zum 29. Oktober als PPD Format auf CD an Schweizer Schiesssportverband SSV, Betreff: Plakatwettbewerb, Lidostrasse 6, 6006 Luzern eingesandt werden. ●

Le Centre de compétences Sport populaire s’est fixé comme but de créer une nouvelle affiche pour le Tir en campagne, la Cible campagne et le Tir populaire. L’affiche du Tir en campagne, qui devra être plaisante et agréable, ouvrira les débats. Le Centre de compétences Sport populaire s’adresse à toutes les personnes intéressées par ce concours et les prie d’envoyer leur suggestion. L’affiche devrait remplir les exigences suivantes: elle devrait être présentée sur CD, si possible image haute définition (PPD / format / fichier). Elle doit éveiller des émotions – plus de détails d’experts sous encadré «Tuyaux des experts APG / SGA». Elle ne doit évidemment pas contenir de mots choquants ou provocants. L’affiche devrait pouvoir être utilisable sans grandes adaptations et sans restrictions, à la condition qu’une place soit réservée pour un code QR (voir encadré).

Les affiches gagnantes du Tir en campagne, respectivement de la Cible campagne et du Tir populaire seront récompensées par un bon de Swiss Holiday Park à Morschach de 1`000 Fr. chacune. Vos suggestions doivent être envoyées à la Fédération sportive Suisse de Tir FST / objet: Concours d’affiche / Lidostrasse 6 / 6006 Lucerne. ●

Tuyaux d’experts APG|SGA La devise dit: «Créer le sujet de manière croustillante et le balancer dans le grand public» nous explique Joao Coelho de l’entreprise APG|SGA, spécialiste en publicité extérieure. On devrait essayer, dans la mesure du possible, de transmettre le message aussi bien par l’image que par le texte, avec comme but principal: éveiller des émotions. L’affiche devrait en premier lieu attirer l’attention et exciter l’intérêt pour déclencher le vœu, qui, dans le meilleur des cas, va mener à l’acte. Comme par exemple l’achat de l’article vanté ou l’usage du raccourci APG|SGA (via Shortcut App) ou le code QR.

Code QR Le code QR (Quick response = réponse rapide) est un code barre bi dimensionnel sur lequel des informations mémorisées peuvent être rappelées en tout temps. Pour pouvoir lire ces informations on a besoin d’un téléphone portable équipé d’une caméra et d’un logiciel adéquat (Smartphone). En règle générale des adresses internet, des textes, des numéros de téléphone, des SMS ou des cartes de visite sont mémorisées en code QR. Comme cela, en les photographiant, on accède aux sites internet ou cartes de visite respectifs.

Ausschreibung der Förderpreise Gewehr und Pistole 2013 Inscription au Prix d’encouragement Fusil et Pistolet Die Gönnervereinigung der Schützen – Nationalmannschaften vergibt jedes Jahr für Gewehr und Pistole je einen Förderpreis. Diese Preise erhalten Jugend -, Junioren – und Nachwuchstrainer, welche sich in der Nachwuchsförderung besondere Verdienste erworben haben. Die Förderpreise sind mit je Fr. 2000.– dotiert. Kennen Sie eine Person, die sich um die Nachwuchsförderung besonders engagiert? Dann senden Sie uns Ihren Vorschlag, mit Angaben über die Tätigkeiten und Erfolgen der auserwählten Trainerpersönlichkeit bis spätestens 31.10.2012 an: Ausgabe 9 // September 2012 

Heinz Bolliger, Claridenweg 3, 8604 Volketswil oder per E – Mail: bolliger.heinz@bluewin.ch  ●

L’Association des donateurs des équipes nationales de tir remet chaque année un Prix d’encouragement pour les disciplines fusil et pistolet. Ce prix est attribué à l’entraîneur des adolescents (e)s, des juniors et de la relève en récompense pour ses exceptionnels mérites. Il est doté d’un montant de 2000.– Francs. Connaissez-vous l’entraîneur qui s’est particulièrement engagé pour promouvoir

la Relève ? Si c’est le cas, merci d’adresser votre proposition avec toutes les informations sur les activités et les succès de cette personnalité jusqu’au 31.10.2012 au plus tard à : Heinz Bolliger, Claridenweg 3, 8604 Volketswil ou par courriel à: bolliger.heinz@bluewin.ch  ●

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Sport

«Natürlich haben wir uns mehr erhofft!» «Bien sûr, nous espérions plus de succès!» Die Delegation der Schweizer Schützen hat an den Olympischen Spielen in London ihr Ziel nicht erreicht. Der angestrebte eine Finalplatz wurde knapp verpasst. Zeit für eine erste Bilanz. Von rene Wicki

3. Yu Dan (CHN) 501,2 (398/103,5). – Ferner (nicht im Final der besten 8): 38. Annik Marguet (SUI/Cormérod FR) 392 (97/96/99/100). - 56 Teilnehmerinnen klassiert. Frauen Gewehr 50m Kleinkaliber-Dreistellungsmatch 3x20: 1. Jamie Lynn Gray (USA) 691,9 (Qualifikation 592/Final 99,9). 2. Ivana Maksimovic (SRB) 687,5 (590/97,5). 3. Adela Sykorova (CZE) 683,0 (584/99,0).– Ferner: 40. Annik Marguet (SUI/Cormérod FR) 570 (liegend 97, 99/stehend 91, 92/ kniend 94, 97). – 46 Teilnehmerinnen klassiert.

der besten 8): 37. Pascal Loretan (SUI/Düdingen FR) 589 (99/100/99/99/94/98). 39. Simon Beyeler (SUI/Schwarzenburg BE) 588 (95/99/100/98/98/98). – 47 Teilnehmer klassiert. Männer Kleinkaliber-Liegendmatch Gewehr 50m: 1. Sergej Martinow (BLR) 705,5 (Qualifikation 600, Weltrekord egalisiert/Final 105,5), Final-Weltrekord. 2. Lionel Cox (BEL) 701,2 (599/701,2). 3. Rajmond Debevec (SLN) 701,0 (596/105,0).– Ferner (nicht im Final der besten 8): 14. Marcel Bürge (SUI/Lütisburg SG) 594 (99, 99, 100, 98, 99, 99). 31. Pascal Loretan (SUI/Düdingen FR) 591 (98, 99, 100, 98, 98, 98). – 50 Teilnehmer klassiert.

Annik Marguet (Cormérod FR, 30. Juni 1981, Gewehr 10m und Dreistellungsmatch 3x20) «Leider war mein Wettkampf nicht wirklich optimal und ich bin sehr enttäuscht. Das Resultat mit dem Luftgewehr war für mich noch ok, das war in etwa was ich erwartet hatte. Aber Kleinkaliber war die Enttäuschung: Ich bin noch auf der Suche nach den Gründen des Scheiterns, denn ich war eigentlich bereit für den Wettkampf und hatte ein sehr gutes Gefühl. Es hat einfach nicht gepasst. Warum? Das weiss ich nicht. Wir werden das aber mit Sicherheit noch analysieren und versuchen eine Erklärung zu finden. Mein Highlight: Die 100m Finalläufe mit Usain Bolt im Stadion zu erleben, das war wirklich toll: Die Stimmung mit 80‘000 Zuschauern war grossartig.» Frauen, Gewehr 10m: 1. Yi Siling (CHN) 502,9 (Qualifikation 399/Final 103,9). 2. Sylwia Bogacka (POL) 502,2 (399/103,2).

Pascal Loretan (Düdingen FR, 20. Januar 1989, Gewehr 10m und Liegendmatch) «Mein Fazit: Das macht Mut für die Zukunft, auch wenn wir die Ziele natürlich nicht erreicht haben. Die ersten 40 Schuss mit dem Luftgewehr, damit bin ich sehr zufrieden. Und der Zusammenhalt in unserem Team war extrem gut, darauf lässt sich aufbauen. Das Olympische Dorf war schon sehr eindrücklich: über 7000 Athleten, da läuft 24 Stunden am Tag immer etwas.» Männer Gewehr 10m: 1. Alin George Moldoveanu (ROU) 702,1 (Qualifikation 599/ Final 103,1). 2. Niccolo Campriani (ITA) 701,5 (599/102,5). 3. Gagan Narang (IND) 701,1 (598/103,1). – Ferner (nicht im Final

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Fabio Ramella (Hallau SH, 18. Juni 1980, Skeet) «Natürlich bin ich sehr enttäuscht, das ist klar. Ich hatte andere Ziele…Aber ich habe alles für den Erfolg getan: die Trainingspläne eingehalten, Ruhephasen eingebaut etc. Trotzdem konnte ich meine Leistung nicht abrufen. Die Gründe für das Scheitern zu finden ist schwierig, es ist alles noch sehr frisch. Natürlich werde ich das mit meinem Trainer noch analysieren. Trotz allem: Olympia, das ist ein unglaubliches Feeling, ein unvergessliches Erlebnis.» Männer Skeet: 1. Vincent Hancock (USA) 148 (Final 25). 2. Anders Golding (DEN) Ausgabe 9 // September 2012


Sport

146 (24). 3. Nasser Al-Attiya (QAT) 144 (23), – Ferner (nicht im Final der besten 6): 34. Fabio Ramella (SUI/Hallau SH) 109 (21/23/22/23/20). – 36 Teilnehmer klassiert.

Patrick Scheuber (Dallenwil NW, 10. Dezember 1986, Pistole 10m) «Olympia, das ist einfach gigantisch: Das war wirklich überwältigend. Natürlich haben wir uns darauf eingestellt, dass in London alles noch etwas grösser und hektischer sein wird. Aber vor Ort wird dann alles noch übertroffen. Ob man will oder nicht: Der Druck bei Olympia ist da und er ist gross. Aber damit muss man umgehen können. Natürlich war das eine tolle Erfahrung für mich.»

Beim olympischen Dorf kommt die U-Bahn im zwei Minutentakt, das hat alles perfekt funktioniert.» Männer Gewehr 10m: 1. Alin George Moldoveanu (ROU) 702,1 (Qualifikation 599/ Final 103,1). 2. Niccolo Campriani (ITA) 701,5 (599/102,5). 3. Gagan Narang (IND) 701,1 (598/103,1). – Ferner (nicht im Final der besten 8): 37. Pascal Loretan (SUI/Düdingen FR) 589 (99/100/99/99/94/98). 39. Simon Beyeler (SUI/Schwarzenburg BE) 588 (95/99/100/98/98/98). – 47 Teilnehmer klassiert. Gewehr 50m, Männer, Kleinkaliber-Dreistellungsmatch (3x40): 1. Niccolo Campriani (ITA) 1278,5 (Qualifikation 1180/Final 98,5). 2. Kim Jonghyun (KOR) 1272,5 (1171/101,5). 3. Matthew Emmons (USA) 1271,3 (1172/99,3). 11. Marcel Bürge 1168 (liegend 397/stehend 384/kniend 387). Ferner: 19. Simon Beyeler (SUI/Schwarzenburg BE) 1164 (394/379/391). – 41 Teilnehmer klassiert.

Männer, Pistole 10m: 1. Jin Jongoh (KOR) 688,2 (588/100,2). 2. Luca Tesconi (ITA) 685,8 (584/101,8). 3. Andrija Zlatic (SRB) 685,2 (585/100,2). Ferner: 32. Patrick Scheuber (SUI/Büren NW): 569 (97/95/96/96/91/94). - 44 Teilnehmer klassiert (Schwarzenburg BE, 11. Juni 1982, Gewehr

Heidi Diethelm Gerber

Simon Beyeler

(Märstetten TG, 20. März 1969, Pistole 10m und Sportpistole 25m) «Ich nehme nur positive Erfahrungen mit aus London. Ich habe alles daran gesetzt, dass ich überhaupt mit zu den Olympischen Spielen durfte. Natürlich lief nicht alles nach Wunsch bei meinen Wettkämpfen. Mein Highlight: Die Stimmung im Leichtathletik-Stadion war unglaublich: 80‘000 Zuschauer und drei Goldmedaillen für die Briten. Das war toll!»

10m und Dreistellungsmatch 3x40) «Ich war nahe dran, aber es hat trotzdem nicht gereicht. Die Vorbereitung mit Trainingslager etc. war gut. Und wir hatten wirklich ein tolles Team. Schade dass wir die Zielsetzungen nicht erreicht haben. Beeindruckt war ich auch von der Essenshalle im olympischen Dorf: Unglaublich was da abgeht, das kann man sich kaum vorstellen. Auch das Transportsystem war top:

Frauen Pistole 10m: 1. Guo Wenjun (CHN) 488,1 (Qualifikation 388/Final 100,1). 2. Céline Goberville (FRA) 486,6 (387/99,6), 10,6 im Shoot-off um Silber. 3. Olena Kostewitsch (UKR) 486,6 (387/99,6), 9,7 – Ferner: 35. Heidi Diethelm Gerber (SUI/Märstetten TG) 375 (91/91/97/96). – 49 Teilnehmerinnen klassiert. Frauen Sportpistole 25m: 1. Kim Jangmi (KOR) 792,4 (Qualifikation 591/Final

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201,4). 2. Chen Ying (CHN) 791,4 (585/206,4). 3. Olena Kostewitsch (UKR) 788,6 (585/203,6). - Ferner (nicht im Final der besten 8): 29. Heidi Diethelm Gerber (SUI/Märstetten TG) 575 (95/98/96/97/94/95).

Ines Michel , Chefin Spitzensport Unsere Zielsetzung für London 2012 war klar und eindeutig definiert. Eine Finalplatzierung sollte erreicht werden, dieses Ziel haben wir nicht erreicht. Zwar gab es einige gute Ansätze. Im Großen und Ganzen blieb unser Team aber hinter den Erwartungen zurück. Bei meiner Analyse der olympischen Spiele 2012, im Besonderen natürlich der schiesssportlichen Bewerbe, ist festzustellen dass die vorderen Ränge nicht mehr von den etablierten Staaten gewonnen werden. So blieb z.B. auch Deutschland vollkommen ohne eine Medaille, und die einstige Sportgroßmacht Schweden mit vielen Erfolgen bei Sommer- und Winterspielen rangiert im Medaillenspiegel sogar noch hinter der Schweiz. Die Sieger kommen jetzt aus Kasachstan, Aserbeidschan, Litauen und von teilweise unbekannten Karibikinseln. Hier stellt sich für mich die Frage, ob strukturell organisierter Spitzensport in Randdisziplinen, mit denen kein Geld zu verdienen und zu denen der Schiesssport trotz aller Popularität in der Schweiz zählt, in den Wohlstandsnationen überhaupt noch möglich ist. Kann man mit Geld Medaillen kaufen oder fehlt neben der natürlich notwendigen Grundversorgung der Sportler etwas ganz anderes ? Die Vorbereitung ist professionell, das Training läuft optimal, das Material perfekt, die technischen Möglichkeiten werden genutzt, Knowhow ist zur Genüge vorhanden. Es fehlt aus meiner Sicht die Begeisterung für den Sport und das Feuer in unseren Herzen! Nur bei ein paar Störrischen und Unverbesserlichen brennt es noch, das Feuer – und genau das ist es, was einen Sieger ausmacht. Die meisten anderen bewegen sich im «Mainstream». Es ist im heutigem gesellschaftlichen Umfeld sehr schwierig

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Sport

Gut verpackt. sich nicht «einlullen» zu lassen. Die meisten Individualisten und Idealisten werden eher belächelt als motiviert. Man passt sich eben an und das so gut es geht. Es darf sich hier jeder angesprochen fühlen. Natürlich müssen auch seitens Politik und Verband Rahmenbedingungen geschaffen werden, die uns vorwärts bringen. Die öffentliche Kritik der letzten Tage bringt da niemanden weiter. Wir haben aus den Erfahrungen von London gelernt und werden sehr schnell die Ideen, Erlebnisse und Emotionen aufleben lassen und versuchen aus der kleinen noch lodernden Flamme wieder ein Feuer zu schüren. Hier bedarf es des Miteinanders aller. Nicht auf den anderen verlassen, sondern selber anpacken! ●

Die Schweizer Topleistung SIUS, Goldsponsor des SSV, war an den Olympischen Sommerspielen in London im Einsatz: Die weltweit grösste und bekannteste Herstellerin von elektronischen Trefferanzeigen für Sport und Militär holte sich dabei eine (fiktive) Goldmedaille. Alle Anlagen liefen während den gesamten Wettkämpfen störungsfrei. Die Unternehmung aus Effretikon war in London verantwortlich für die gesamte Technik und Elektronik der Schiessanlagen. Dazu übernahm SIUS die Schützenpräsentationen, Resultaterfassungen, Ranglisten, Live-Übertragungen auf Grossbildschirme und Projektionsleinwände in den Hallen sowie die Aufbereitung der Daten für TV- und InternetÜbertragungen. Auch bei den nächsten Olympischen Spielen in Rio de Janeiro 2016 ist SIUS wieder im Einsatz.

La délégation des tireurs suisses aux Jeux Olympiques de Londres n’a pas atteint l’objectif fixé. La place en Finale visée a été manquée de peu. Il est temps de faire le point.

Annik Marguet (Cormérod FR, 30 juin 1981, carabine 10m et match trois positions 3x20) «Malheureusement, ma compétition ne fut vraiment pas parfaite et je suis très déçue. Le résultat obtenu à la carabine à air comprimé était en ordre pour moi, à peu près ce que j’attendais. Mais au petit calibre, ce fut par contre une déception totale. Je cherche encore actuellement les motifs de mon échec, car en somme j’étais bien préparée pour cette épreuve et me sentais bien. Et malgré tout «ça n’a pas joué». Pourquoi? Je ne le sais pas. Nous allons très certainement analyser ce qui s’est passé et chercher une explication. Mon moment phare: la finale du 100m avec Usain Bolt, vécue en directe dans le stade. L’atmosphère qui régnait parmi les 80’000 spectateurs était vraiment fantastique.»

Pascal Loretan (Guin FR, 20 janvier 1989, carabine 10m et match couché) «Ma conclusion: Le résultat est encourageant pour l’avenir, même si nous n’avons bien sûr pas atteint les objectifs. Je suis très satisfait de mes 40 premiers coups avec la carabine à air comprimé. Et la cohésion au sein de notre équipe était extrêmement bonne, ce qui est une excellente base pour un nouveau départ. Le village olympique était très impressionnant: Avec plus de 7’000 athlètes; Il y avait de l’action 24 heures par jour.»

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Fabio Ramella (Hallau SH, 18 juin 1980, Skeet) «Bien sûr, je suis évidemment très déçu. Je m’étais fixé d’autres objectifs… Mais j’ai tout fait pour le succès: Je me suis tenu à la planification de l’entraînement, j’ai prévu des périodes de repos, etc. Malgré cela, je n’ai pas été à même de fournir la performance attendue le moment venu. Il est difficile maintenant de trouver les raisons de mon échec, c’est encore trop frais. Bien entendu, je vais analyser le tout avec mon entraîneur. Malgré tout, Olympia, c’est un sentiment incroyable, une expérience inoubliable.»

Patrick Scheuber (Dallenwil NW, 10 décembre 1986, pistolet 10m) «Olympia, ce fut tout simplement gigantesque: C’était vraiment bouleversant. Bien sûr, nous nous étions préparés et nous attendions à vivre à Londres quelque grands et intenses moments. Mais une fois sur place, tout dépassait nos attentes. Qu’on le veuille ou non: La pression est omniprésente et très grande lors des Jeux Olympiques. Mais nous devrions être à même de nous adapter. Bien entendu, ce fut une expérience formidable pour moi.»

Simon Beyeler (Schwarzenburg BE, 11 juin 1982, carabine 10m et match trois positions 3x40) «J’étais proche du but, et ça n’a malgré tout pas suffi. La préparation avec les camps d’entraînement etc. était bonne. Et nous étions vraiment une bonne équipe. Dommage que nous n’ayons pas atteint les objectifs visés. J’ai été tout particulièrement imAusgabe 9 // September 2012


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pressionné par le réfectoire du village olympique: C’est incroyable ce qu’il s’y passe, difficile à être imaginé. En outre, le système des transports était top: un métro toutes les deux minutes au village olympique, ça a parfaitement fonctionné.»

Heidi Diethelm Gerber (Märstetten TG, 20 mars 1969, pistolet 10m et pistolet de sport 25m/1ère participation à des JO), «Je ne rentre de Londres qu’avec des expériences positives. J’ai fait tout ce que je pouvais pour pouvoir participer aux Jeux Olympiques. Bien sûr, tout ne s’est pas déroulé selon mes attentes lors de mes compétitions. Mon moment phare: L’ambiance dans le stade d’athlétisme avec 80’000 spectateurs était incroyable et trois médailles d’or pour les britanniques, c’était génial.»

Ines Michel Cheffe sport d‘élite Analyse sommaire des Jeux Olympiques de Londres 2012 Notre objectif pour Londres 2012 était clairement défini et sans ambiguïté. Nous devions obtenir une place en finale et ce but n’a pas été atteint. Il y a certainement eu quelques bons points. Les résultats de notre équipe sont cependant restés bien en deçà de nos attentes. Dans mon analyse des Jeux Olympiques 2012, centrée bien entendu sur les compétitions de tir, il convient de noter que les premiers rangs n’ont pas été gagnés par les

pays bien établis. Ainsi, notamment l’Allemagne a obtenu aucune médaille et la Suède, ancienne superpuissance ayant jusqu’alors fêté de nombreux succès tant lors des Jeux d’été que ceux d’hiver, se retrouve au tableau des médailles derrière la Suisse. Les vainqueurs viennent maintenant du Kazakhstan, de l’Azerbaïdjan, de la Lituanie et d’îles des Caraïbes en partie inconnues. Cela soulève pour moi la question de savoir s’il est aujourd’hui encore possible, dans les pays riches, de maintenir une structure du sport d’élite dans les disciplines les moins en vue et dans le cadre desquelles il n’y a pas d’argent à gagner, disciplines dont fait partie en Suisse le tir malgré sa popularité. Peuton se procurer des médailles avec de l’argent ou est-ce qu’il manque autre chose à nos athlètes que ce dont ils ont naturellement besoin au quotidien? La préparation est professionnelle, l’entraînement se déroule bien, le matériel est parfait, il est fait usage des meilleures possibilités techniques, les connaissances sont suffisantes et à jour. Ce qu’il manque à mon avis, c’est l’enthousiasme pour le sport et le feu sacré dans nos cœurs! Seuls quelques obstinés et incorrigibles connaissent encore ce feu sacré – et c’est pourtant que qui en fait des gagnants. La grande majorité suit le courant ordinaire. Il est difficile dans l’environnement social actuel de ne pas «s’endormir». La plupart des individualistes et idéalistes sont plus ridiculisés que motivés. On s’adapte donc le mieux possible. Tout un chacun doit se sentir interloqué. Bien sûr, il faut que tant

les milieux politiques que la Fédération créent des conditions cadres nous permettant d’aller de l’avant. La critique publique de ces derniers jours ne nous mène pas plus loin. Nous avons tiré les leçons des expériences vécues à Londres et allons très rapidement passer en revue les idées, expériences et émotions et essayer, avec la petite flamme encore existante, d’attiser un nouveau feu. Ceci nécessite un effort commun. Il ne faut pas compter sur les autres, mais faire soi-même le nécessaire! ●

La très haute performance suisse SIUS, sponsor d’or de la FST, était aussi présent lors des Jeux Olympique d’été de Londres: le plus grand et sur le plan mondial le fabricant le mieux connu de systèmes de cibles à affichage électronique pour le sport et pour le militaire a aussi eu droit à une médaille (fictive) d’or! Tous les systèmes ont parfaitement fonctionnés pendant toute la durée des compétitions, sans aucune panne. L’entreprise d’Effretikon était à Londres responsable pour toute la technique et l’électronique des installations de tir. SIUS s’est en outre chargée de la présentation des tireurs, de la saisie des résultats, des classements, des transmissions en ligne sur écrans géants et de la projection dans les halles ainsi que de la préparation des données pour les émissions de télévision et la retransmission par internet. SIUS sera aussi sur place lors des prochains Jeux Olympiques à Rio de Janeiro en 2016.

Präsidentin Dora Andres bei Ihrer Rede nach der Ankunft des Olympia-Teams. Ausgabe 9 // September 2012 

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Verein

Intaktes Vereinsleben dank Mannschaftsmeisterschaft Die Sportschützen Subingen gehören zu den erfolgreichen Solothurner Vereinen, schiessen in der Mannschaftsmeisterschaft Gewehr 10 und 50m in der Nationalliga B, sind in der Gruppenmeisterschaft regelmässige Finalteilnehmer und können auch im Nachwuchsbereich viele Erfolge vorweisen. Von Max Flückiger «Ob Gewehr 10m oder 50m, die Mannschaftsmeisterschaften sind die Basis für ein gesundes Vereinsleben, denn hier versucht jeder jedem zu helfen. Da gibt es keine Neider. Das Team ist schliesslich nur so stark wie das schwächste Glied», sagt André Gobet. Der 39-Jährige war bereits als Junior im Nationalkader Gewehr, seit einigen Jahren ist er Präsident des 1943 gegründeten Vereins. Auch wenn Gobet heute nicht mehr so intensiv trainiert wie zu seiner Juniorenzeit, ist er immer noch eine Stütze im NLBTeam. «Dank der Mannschaftsmeisterschaft ist auch das Vereinsleben intakt, denn nach dem Schiessen sitzen wir immer noch zusammen und plaudern über dies und das.

Auch Junge können sich so optimal eingewöhnen», weiss der Präsident. «Wir haben Luftgewehr wie Kleinkaliber eine gute Durchmischung von Junioren bis Veteranen und bestreiten die Mannschaftsmeisterschaften mit zwei Teams», erklärt Oliver Brechbühl, der Verantwortliche Gewehr 10m. «Über die Mannschaftsmeisterschaft definiert sich die Stärke eines Vereins und da sind wir stolz, auch ohne Internationale seit einigen Jahren in der NLB bestehen zu können.» Brechbühl sieht in der Mannschaftsmeisterschaft noch weitere Vorteile: «Dank dem einfachen Modus mit Heimrunden lassen sich unsere Mitglieder viel leichter zum Mitmachen motivieren. Dafür fehlt dem Wettkampf etwas die Spannung.» Die erlebt Brechbühl als Aktiver in der deutschen Bezirksliga. «Der direkte Vergleich mit einem Gegner sorgt dafür. Das könnte ich mir auch bei uns vorstellen, auch wenn dadurch der Aufwand für die Vereine grösser würde.» Im Moment gefällt es André Gobet und Oliver Brechbühl wie es ist, denn Subingen verfügt über eine neue 10m-Anlage mit 10 Scheiben und eine wunderschöne Anlage 50m. «Beide Anlagen wollen wir in den

nächsten Jahren noch auf elektronische Trefferanzeige umrüsten, damit unseren Mitgliedern weiter eine perfekte Infrastruktur zur Verfügung steht», erklärt Gobet. Schliesslich wollen die Sportschützen Subingen nicht nur gut schiessen, sondern wie in der Vergangenheit (1978: 15. Solothurner Kantonales KK-Schützenfest) auch als Organisator von Schützenfesten auftreten. ●

Idealer Teamwettkampf Nicht nur für Avry-sur-Matran und Subingen, sondern für rund 300 andere Vereine ist die Mannschaftsmeisterschaft Gewehr 10m der ideale Wettkampf, in dem man sich profilieren kann und mit dem Junge intergriert werden. Die 1. Runde wird 27.10.-5.11.2012 geschossen. Wollen auch Sie sich mit Ihrem Team an der SMM G-10m beteiligen, melden Sie an bis spätestens 25. Sept. 2012 bei: Wettkampfchef SMM G10: Heinz Waldmann, Solothurnstrasse 26, 4922 Bützberg Tel. P. 062 963 10 67; Fax: 062 963 05 05 E-Mail: waldmann@sunrise.ch

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Verein

Jakob Schafer et la société d’Avry-sur-Matran Jakob Schafer est l’homme à tout faire de la société d’Avry-sur-Matran. Il fonda cet organisme en 1989 et endosse le rôle de Président, ainsi que celui d’entraîneur des équipes élites et juniors. Ce Fribourgeois né dans la partie suisse-alémanique du canton est marié depuis 45 ans à une Suisse romande. Cette union est la principale cause de son exil vers Avry-sur-Matran. De Raphael Cand La société comporte actuellement 22 licenciés élites et 6 juniors. Ces derniers ont à leur disposition 5 cibles électroniques à 10 mètres. Malgré sa petite taille, ce club a su tirer son épingle du jeu. En effet, son équipe première se bat pour monter en ligue nationale A de tir à la carabine à 10 mètres et a échoué cette année à la deuxième place. Par ailleurs, la championne Annik Marguet a été formée au sein de cette société et partira cet été pour la deuxième fois représenter la Suisse aux Jeux Olympiques. Elle est toujours restée fidèle à Avry-sur-Matran, ce qui est une grande fierté pour Jakob. Le secret de cette réussite est avant tout l’ambiance qui règne au sein de l’organisation. Son fondateur nous confie que les membres composent à tour de rôle un repas avec un menu spécial afin d’entretenir cette atmosphère familiale. Ja-

Championnat idéal pour teams Le championnat suisse carabine 10m n’est pas seulement pour Avry-sur-Matran et Subingen la compétition idéale pour se démarquer, mais également pour 300 autres sociétés où les jeunes tireurs peuvent être intégrés. Le premier tour sera tiré du 27.10. au 05.11.2012. Voulez-vous aussi participer au CSE C 10m? Annoncez-vous, jusqu’au 25 septembre 2012 au plus tard, auprès de: Heinz Waldmann, Solothurnstrasse 26, 4922 Bützberg, responsable du CSE C10. No de tél : 062 963 10 67 ; Fax : 062 963 05 05; E-mail : waldmann@sunrise.ch

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L'équipe LNB d'Avry-sur-Matran.› kob tient tout de même à nous rappeler: «Nous savons nous amuser, mais nous savons également quand il faut être sérieux!» Afin d’atteindre l’objectif principal de la société qui est la montée en ligue nationale A, la première équipe s’entraîne deux fois par semaine. Tous les membres ont également la possibilité de venir tirer librement au stand. Les juniors sont également talentueux et prêts à assurer la relève. Ils s’entraînent le lundi en compagnie de Jakob et briguent les premières places aux championnats cantonaux et nationaux de leurs catégories respectives. Le stand a également eu l’honneur d’accueillir en 1996 et en 2000 les finales cantonales fribourgeoises. Ces événements furent des réussites et ont permis à la société de se munir de cibles électroniques. Avry-sur-Matran organise à nouveau cette manifestation en 2014. Actuellement en discussion avec la commune pour bénéficier d’un local plus grand, Jakob Schafer espère que les revenus engendrés à cette occasion pourront permettre aux membres de profiter de telles infrastructures. Concernant son avenir personnel, Jakob Schafer espère continuer en tout cas jusqu’en 2014, «si la santé le permet.» Il est toutefois

Jakob Schafer en ligne avec Annik Marguet.

certain qu’il ne quittera jamais vraiment le monde du tir. Avec des souvenirs plein la tête, les plus beaux étant les deuxièmes places au championnat de groupes à Berne et aux finales cantonales, ce passionné espère toujours accrocher un jour cette fameuse première place en compagnie de son équipe. Nous le lui souhaitons également de tout cœur! ● Von

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Verein

Der gute Geist   von Münsingen La bonne âme de Münsingen Es gab Zeiten, da wurde beinahe jeder Liegendmatch Kleinkaliber von einem Mann dominiert: Hugo Sieber. Heute wird der Münsinger immer noch für seine konstant guten Resultate geschätzt, aber auch für seinen ausserordentlichen Einsatz abseits der Pritsche. Von Lara Eggimann «Ohne ihn wäre unser Verein nicht zu dem geworden, was er heute ist», weiss Martin Steinmann seinen erfolgreichen Teamkollegen zu schätzen. Hugo Sieber ist für die Sportschützen Münsingen wie ein Sechser im Lotto. Was er für den Verein schon alles geleistet hat, sei einmalig, ist sich Steinmann sicher. Das Schiessen ist für Sieber aber nicht eine Jugendliebe gewesen: «Ich begann erst mit 35 Jahren mit dem Klein-

kaliberschiessen, als ich einen Bänderriss hatte und nicht mehr Fussball spielen konnte», erzählt Sieber. «Als ich meine Leidenschaft für den Schiesssport entdeckt habe, trainierte ich eisig an meiner Technik. Liegend und kniend hatte ich schnell ein beachtliches Niveau erreicht, auch dank dem ich völlig neue Wege beschritten habe.» Auch seinen Betreuern blieb das Talent nicht verborgen. Ihn habe man aber eher bremsen müssen als antreiben, erinnert sich Sieber. Bereits vier Jahre nach seinem Debüt wurde der gelernte Landwirt und spätere Disponent zum ersten Mal Schweizermeister im Liegendmatch. Nicht immer ging es für Sieber nur bergauf. Schon früh musste der Berner gegen einen bösartigen Krebs kämpfen, den er besiegen konnte. Einige Jahre später war er dem Tod wieder nahe, als bei einem Arbeitsunfall ein Warenpalett schier seinen Brust-

korb zerdrückte. «Ich konnte daraus sehr viel Lebensenergie gewinnen und lernte, die Dinge positiv anzugehen», so Sieber. Sein Leben wurde fortan mehr und mehr durch den Schiesssport geprägt. Als Mitglied der Nationalmannschaft bestritt er bald etliche internationale Wettkämpfe für die Schweiz. Auch wenn der ganz grosse Coup für ihn ausblieb, war er zu seinen Zeiten stets die Messlatte, die es zu schlagen galt. «Ich lerne so viel durch das Schiessen», kennt Sieber die Vorteile seines Sportes, «man muss auf den Körper hören, sich selbst kennen lernen, herunterfahren können und vor allem das Positive in den Vordergrund stellen. Ich liebe diesen Sport.» Sein Wissen um das Kleinkaliberschiessen weitergeben zu können, sei für ihn die grösste Befriedigung. «Schiessen ist eine Lebensschule. Wenn man das den Jugendlichen zeigen kann, ist dies wunderbar», schwärmt der 62-Jährige.

Immer mit Rat und Tat dabei: Hugo Sieber. 24  SchiessenSchweiz  TirSuisse // TiroSvizzera // TirSvizzer

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Verein

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Verein

Nicht nur in der Jugendausbildung ist der charismatische Berner jahrelang tätig, auch in diversen Vorständen engagiert er sich tatkräftig. «22 Jahre lang war ich Präsident der Sportschützen Münsingen, insgesamt komme ich auf 139 Vorstandsjahre», erzählt Sieber stolz. Teamkollege Steinmann ist dankbar für alles, was er für den Verein geleistet hat: «Hugo ist ein Macher, der die Sachen anpackt und verändert. Dass wir heute in der Nationalliga B schiessen, ist ihm zu verdanken. Aber auch ausserhalb des Schiessstandes ist er mit seiner ruhigen und fröhlichen Art eine grosse Bereicherung für den Verein.»  ●

Il fut un temps ou presque chaque match petit calibre, position couché, était dominé par un homme: Hugo Sieber. Aujourd’hui encore les bons résultats du citoyen de Münsingen sont estimés, mais pas seulement pour ses engagements au pas de tir. «Sans lui notre société de tir ne serait pas devenue ce qu’elle est aujourd’hui» nous dit Martin Steinmann, en louant les mérites de son collègue. Pour les tireurs de Münsingen Hugo Sieber est considéré comme un six au lotto. Steinmann est certain que ce qu’il a fait pour la société est unique, inestimable. Pour Sieber le tir ne fut pourtant pas un amour de jeunesse: «Je n’ai commencé à tirer au petit calibre qu’à l’âge de 35 ans alors que je m’étais blessé et que mes ligaments ne me permettaient plus de jouer au football», nous raconte Sieber. «Quand j’ai découvert ma passion pour le tir sportif j’ai beaucoup travaillé et affiné ma technique. J’avais atteint rapidement un niveau remarquable dans les positions couché et à genou, aussi grâce aux nouveaux chemins que j’avais empruntés.» Les personnes qui s’occupaient de lui ont très vite reconnu son talent. Sieber se souvient qu’il fallait plutôt freiner ses ambitions que les accélérer. L’agriculteur diplômé, et par la suite gestionnaire logistique, devint pour la première fois champion suisse en position couché, petit calibre, quatre ans seulement après ses débuts. Pourtant le chemin de Sieber ne fut pas toujours ascendant. Le Bernois a dû se battre très tôt contre un cancer malin, qu’il parvint cependant à vaincre. Quelques années plus tard il dû à nouveau côtoyer la mort, alors qu’en plein travail une lourde palette, pleine de marchandises, lui écrasa le thorax. «J’en

Das Ziel im Visier: Hugo Sieber

ai tiré une grande énergie vitale et appris à aborder les choses d’une manière positive » nous dit Sieber. Dorénavant sa vie fut de plus en plus marquée par le tir sportif. Membre de l’équipe nationale il disputa bientôt un bon nombre de matchs internationaux pour la Suisse. Même si le coup d’éclat ne lui réussit pas, il resta toujours le jalon à battre, durant toute sa carrière de tireur. « J’apprends tellement de choses par le tir » dit-il, en connaissant les avantages de son sport, « Il faut écouter les signaux de son corps, apprendre à se connaître, pouvoir décompresser et surtout mettre les choses positives au premier plan. J’aime ce sport ». Pouvoir transmettre ses connaissances, son savoir sur le tir sportif, est la plus grande satisfaction pour lui. « Le tir est une source de vie. Si on peut démontrer cela à la jeunesse c’est merveilleux », nous dit Sieber, exalté. Le Bernois charismatique n’a pas été seulement actif dans la formation d’adolescents pendant de longues années, il s’engagea aussi

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avec toute son énergie dans différents comités. «J’ai été président de la société des tireurs sportifs de Münsingen pendant 22 ans. Au total je compte 139 années d’activité dans différents comités» nous raconte-t-il fièrement. Son collègue Steinmann est reconnaissant pour tout ce qu’il a fait pour la société: «Hugo est un battant qui empoigne les choses et les transforme. Aujourd’hui c’est à lui que l’on doit notre place en ligue nationale B. Sa présence joviale et sereine est également appréciée au-delà du stand de tir, il est un grand enrichissement pour la société».  ●

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Verein

Ferienpass-Schiessen begeistert die Kinder Pistole- und Gewehrschiessen, Konzentrationstest und polysportiver Parcours - Die Sportschützen Uetendorf bieten das beste Beispiel für ein gelungenes Ferienpassangebot. Bereits mehrere ehemalige Ferienpass-Kinder haben es heute bis in den Leistungssport geschafft. Von Lara Eggimann Gespannt wartet ein gutes Dutzend Kinder auf die Anweisungen von Toni Laube. Sie alle haben sich an einem Mittwochmorgen im Schiesskeller eingefunden, um ihre ersten Versuche mit Gewehr und Pistole zu wagen. Bevor es zur Sache geht, erklärt Trainer Toni Laube das wichtigste zur Sicherheit sowie zur Stellung und Ablauf. Dann kann es aber losgehen. «Gruppe eins und zwei beim Schiessen, Gruppe drei zum Konzentrationstest und Theorie», weist Laube die Schützlinge an. Ein abwechslungsreiches Programm wartet auf die zehn- bis vierzehnjährigen Kinder. «Uns ist es wichtig, dass die Kinder einen interessanten Einblick ins Sportschiessen erhalten und die vielen Facetten des Sports kennen lernen, ohne dass wir sie überfordern», so der Erfolgstrainer. Tobias wagt sich als einer der ersten ans Pistolenschiessen. Nach einigen Probeschüssen gilt es ernst: Der erste Schuss ist ein Glücksschuss, der in der Tageswertung separat aufgeführt wird. «Eine Sieben, bravo!» lobt einer der fünf Helfer. Auch die folgenden zehn Wettkampfschüsse meistert der Junge ansehnlich. Mit seinen ersten Versuchen ist er zufrieden: «Das macht Spass. Jetzt will ich mit dem Gewehr probieren.»

Ungezwungene Atmosphäre Im Raum nebenan hat Laube mehrere Pistolen, Gewehre und Munition auf einem Tisch ausgebreitet. «Welche dieser Pistolen ist wohl die älteste», fragt der Trainer in die Runde. «Dieser Revolver muss es wohl sein», erkennt ein Bube richtig. Geduldig erklärt Laube den Kindern wie alles über Pistolen und Gewehre, über Munition und Zielscheiben. Anschliessend ist der KonzentrationsAusgabe 9 // September 2012 

Mit Spass und Eifer dabei. test an der Reihe, der ebenfalls in die Tageswertung einfliesst. Der Ferienpass ist das ideale Angebot, um Kinder und Jugendliche während den Sommerferien in ungezwungener Atmosphäre in eine neue Sportart einzuführen. «Zwei Drittel unserer Junioren kommen aus dem Ferienpass», weiss Laube um die Wichtigkeit seiner Arbeit. Seit zwei Jahren führen die Pistolen- und Gewehrsektionen den Ferienpass gemeinsam durch. Neid kennt Laube nicht: «Manche Kinder finden mehr Gefallen am Pistolenschiessen, manche am Gewehrschiessen. Wir wollen ihnen beides zeigen, damit sie zu ihrem Sport finden können.» Nun heisst es dislozieren zum Kleinkaliberstand. Auf dem Grill brutzelt dort schon die Mittagsverpflegung. Genügsam stärken sich die Schüler aus der Region Thun für den Rest des Tages. «Es wartet das 25-MeterPistolenschiessen und das Liegendschiessen mit dem Kleinkaliber auf die Kinder. Ausserdem haben wir einen polysportiven Parcours vorbereitet», so der ausgebildete J+STrainer. So lernen die Kinder, was es alles braucht, um ein erfolgreicher Schütze zu werden: Konzentration, Ausdauer, Präzisi-

on. Den Schülern gefällt dies sichtlich. Luca versucht sich soeben im Pistolenschiessen. Allerdings kam er mit dem Gewehr besser zurecht: «Die Pistole ist mir zu schwer, ich kann sie nicht richtig halten. Mir gefällt vor allem das Kleinkaliberschiessen.» Deshalb habe er sich gleich für zwei Schiesskurse angemeldet. Ob er im Herbst einen Juniorenkurs besuchen will, wisse er aber noch nicht.

Für jeden einen Preis Der Kurs neigt sich dem Ende zu, Laube schreitet zur Rangverkündigung über. «Natürlich überreichen wir jedem einen Preis, das Mitmachen steht vor dem Gewinnen», ist sich der Pistolentrainer bewusst. Für den ersten Rang gibt es dennoch einen ganz besonderen Preis. Entscheidet sich der Sieger für einen Juniorenkurs, werden ihm die Kurskosten erlassen. Dadurch ist eines gesichert: Nachwuchsprobleme kennt man bei den Sportschützen Uetendorf nicht.  ●

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Training im Verein

Uetendorfer Nachwuchs kann Erfolge feiern An der Schweizerischen Mannschaftsmatchmeisterschaften konnten die PS Uetendorf erstmals eine Goldmedaille gewinnen. Teamleader Martina Neuenschwander holte zugleich den Tagessieg. Von Conny Blaser-Kunz Auch in den weiteren Wettkämpfen durften unsere Nachwuchsleute schöne Resultate feiern und zum Teil ihre Saisonbestleistung verbuchen. Die Freude, das Engagement und der Ergeiz der jungen Athleten zeigt uns Trainer, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Manuel Siegrist hat vor zwei Jahren im Rahmen des «Thuner Ferien(S)pass» bei uns den Pistolen-Schnupperkurs besucht. Heute ist er begeisterter Schütze, Vereinsmitglied und Aspirant bei der Kaderselektion. Er schreibt, wie er animiert wurde: «Angefangen hat alles im Frühling 2010, als ich das erste Mal mit einer Luftpistole schoss. Ich meldete mich darauf beim Thuner Ferienpass für den Pistolekurs in Uetendorf. an Motivierend und sorgfältig wurde ich bei den ersten Schritten mit der Luft- und Sportpistole begleitet. Nebst dem Schiessen mit Pistolen waren auch ein polysportiver und ein theoretischer Teil im Programm inbegriffen. Nun war ich vollends fasziniert. Nach nur zwei Monaten Kurs und intensivem Training mit der Luftpistole qualifizierte ich mich für

die Kantonale Meisterschaft in Thun (6./325 P). Am Regio Final in Burgdorf gehörte ich zu den fünf besten Schützen. Am Eidgenössischen Jugendfinal in Luzern kam ich mit meinem damaligen Glanzresultat von 352 Punkten auf den 7. Platz. Klar, dass ich sofort den Fortsetzungskurs «Sportpistole» buchte. Im September 2011 gewann ich am Kantonalen Nachwuchstag Bronze. Mein Trainer, Toni Laube, empfahl mir ein Shooting Masters. Mit 535 Punkten und meiner ersten 93er Schlusspasse war ich in Schwadernau zufrieden. Im Januar qualifizierte ich mich für die Schweizer-Meisterschaft in Bern und erreichte mit 359 Punkten Rang 10. Beim 7. Shootingmaster schoss ich zum ersten Mal mehr als einen «9er -Schnitt». Dadurch angestachelt, komme ich auch meinem Ziel, dem Junioren-Nationalkader immer näher. Ich möchte in Zukunft die Schweiz an Internationalen Anlässen vertreten und für positive Schiess-Schlagzeilen sorgen - und viele Medaillen sammeln. Als aktives Vereinsmitglied trat ich selbstverständlich auch am Feldschiessen an und ergatterte mit 172 Punkten den ersten Platz in meiner Kategorie (JJ) im Kanton Bern. Mein Leben hat sich insofern verändert, dass ich jede Woche viel Zeit in den Schiesssport investiere, vermehrt mit dem Bike unterwegs bin um meine Ausdauer zu steigern und neben meinem Bett etliche Hanteln zu liegen habe, um meine Kraft zu trainieren.

Auch das Leben meiner Eltern hat sich verändert. Sie übernehmen häufig den Fahrdienst und wurden von meinem Sportschiessenvirus derart infiziert, dass sie selber einen Kurs besuchen und dem Verein beigetreten sind. Wöchentlich trainieren wir nun mehrmals gemeinsam.»

SM steht vor der Tür Tja, nun währen wir soweit, die Schweizermeisterschaften stehen vor der Türe. In den Trainings werden wir locker mit Wettkampfspielen und Unwiederholbarkeitstraining die Konzentration steigern und auf das Ziel fokussieren. Wir haben unsere Athleten optimal auf ihre gesetzten Saisonhöhepunkte eingestellt und motiviert - nd hoffen, dass sie an ihrem Tag ihr Können und Wissen umsetzen und ihr Bestes abrufen können. An einem Kursabend werden unsere Nachwuchsathleten sämtliche Sportgeräte pflegen und bei dieser Gelegenheit machen wir immer wieder eine Repetition der Waffenkenntnisse. Ein Höhepunkt, nebst den Wettkämpfen wird sicherlich der unser Kursschluss sein. Unter kundiger Anleitung werden wir draussen Klettern und anschliessend brätlen, gemeinsam mit den Eltern.

Kursprogramm im September Sa 1. Sept: Final SPGM 25m So, 2. Sept: SM Freipistole / Sportpistole Mo 3. Sept: LP Sommermeisterschaft - Final Di 4. Sept: SMSchnellfeuerpistole Mi 5. Sept: SM Standard Mi 5. Sept: Halbprogramm/Unwiederholbarkeitstraining / Mentale Stärke/Vorbereitung SM/Wettkampfspiel Mi 12. Sept: Kursschluss: Klettern und brätlen, gemeinsam mit den Eltern Sa 15. Sept: Kantonaler Jugend und Junioren Final 25m + Kantonaler Final 50m Mi 19. Sept: Halbprogramm/individuelles Thementraining/Mentale Stärke/Wettkampfspiel (auf Balancekissen) Sa 22. Sept: PSU Ausschiesset Mi 26. Sept: Sportgerätepflege Sa 29. Sept: Nordwestschweizer Ständematch

Als Helfer im Hintergrund Peter Junker, Adrian Siegrist, Manuel Siegrist und Gisela Siegrist-Kunz . 28  SchiessenSchweiz  TirSuisse // TiroSvizzera // TirSvizzer

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Training im Verein

Die Titelwettkämpfe als Höhepunkt Gestärkt aus den Sommerferien zurück, startete für die Jugendlichen Mitte August (Schulanfang Basel-Stadt) wieder das Training. Es galt, an den Leistungen vor den Ferien anzuschliessen und diese weiter zu verbessern, zu verfeinern. Von Steven Bleuler Für die Fortgeschrittenen galt es, an diversen Wettkämpfen die erzielten Trainingsresultate zu bestätigen. Hier waren sie und ihre Kompetenzen im mentalen Bereich gefragt. In den Trainings wurden dafür spezielle Konzentrationsübungen und auch Tipps zu Gedankenstopp, Gedankenkontrolle und visualisierten Bewegungsabläufe gelernt und besprochen. Die Einsteiger konnten am Juniorentreffen SVBB Ende August ihre Leistungen in einem weiteren Wettkampf zeigen. Anhand der erzielten Leistungen, aber auch anhand der aufgetretenen Probleme können die Trainer gemeinsam mit den Schützen den Wettkampf analysieren und weitere Trainingsmassnahmen festlegen. Der «höchste» Wettkampf im Sportschützenverband beider Basel steht Anfangs September auf dem Programm, nämlich die Titelwettkämpfe (Liegendmatch und 3-Stel-

Das schöne Wetter wird zu polysportiven Übungen genutzt. Trainingseinheiten im September Einsteiger-Kurs: - Festigung der Theorie: Stufen der Schussabgabe und Ablauf der Schussabgabe - Diverse Atemübungen werden besprochen und angewendet - Wettkampfvorbereitung wiederholen und festigen Fortgeschrittener-Kurs: - Wettkampfvorbereitung und anschliessende Wettkampfanalyse - Anwendung der mentalen Hilfsmittel (Gedankenstopp und Gedankenkontrolle) - Erreichung einer guten Bewegungspräzision

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lung). Insgesamt 7 Junioren aus unseren Nachwuchskursen werden im Liegendmatch teilnehmen. Für die einen ist es eine Premiere für die anderen fast schon Routine. Auch hier geben die Trainer wichtige Tipps mit auf dem Weg, damit der Einsatz erfolgreich werden kann.

Regio-Final in Schwadernau

wirklich keine unnötige Zeit verschenkt wird. Ebenfalls werden die Bewegungsabläufe und der Rhythmus der Schussabgabe nochmals vertieft trainiert. Während den Trainingseinheiten erkennt man, wer wo (Sport/Schiessen) noch Defizite hat und daran wird mittels speziellen Aufgaben, Schwerpunkten, individuell mit dem Schützen gearbeitet.

Ein weiterer Höhepunkt im September ist der Regio-Final West vom SSV in Schwadernau. Auch hier versuchen wir mit möglichst vielen Nachwuchsschützen am Final teilzunehmen. Daher wird fleissig an den polysportiven Übungen gefeilt, damit dort TirSuisse // TiroSvizzera // TirSvizzer  SchiessenSchweiz  29


Stargast

«Beim Schiessen steht man wie auf dem Board» «Au tir on a la même   position que sur le snowboard» Die Walliser Snowboarderin Patrizia Kummer macht ihre ersten Gehversuche im sportlichen Schiessen. In der Spitzensport-RS hat die 25-Jährige bereits Erfahrungen mit dem Sturmgewehr gesammelt und leider auch mit der Angst vor dem Knall. Nun versucht sie sich unter professioneller Anleitung mit der Pistole und dem Gewehr auf 10m. von iris Bossert Gut gelaunt und locker trifft Patrizia Kummer in der Schiessanlage Zelgli in Schwadernau ein. Die sympathische Blondine konnte in der letzten Saison den grössten Erfolg ihrer Karriere feiern (siehe Box).

Interessiert und sehr aufmerksam lauscht Patrizia den Erklärungen von «Pistolenpapst» Paul Gertsch. Auch GewehrTrainer Walter Oesch ist mit von der Partie. Sie fragt nach, wenn sie etwas nicht versteht, präsentiert sich locker und ohne Berührungsängste. Zuerst versucht sie sich mit einer Luftpistole, die nur einzelne Schüsse abgibt. Angefangen wird bei der richtigen Haltung. Die ist jedoch für Kummer nichts Neues, denn «ich stehe genauso wie auf meinem Board», sagt die Mühlebacherin. Sie fühlt sich sichtlich wohl. «Nicht so talentiert», meint Patrizia, nachdem die ersten beiden Schüsse die Scheibe verfehlen. Doch bald geht es aufwärts. Die nächsten Schüsse sind auf der Scheibe, zunächst zwei Mal die 5,

Patrizia Kummer... Seit der Saison 1999/2000 fährt die 25-jährige Mühlebacherin Rennen. Bei ihrer ersten Schweizer Elite-Meisterschaft wurde sie gleich Zweite im Parallelslalom im Alter von 15 Jahren. Bis heute ist sie fünffache Schweizer Junioren-Meisterin, dreifache Schweizer Vizemeisterin Elite und zweimal drittplatziert. 2009 gewann Kummer überraschend die Bronzemedaille im Parallel-Riesenslalom an der Weltmeisterschaft in Südkorea. In der letzten Saison 2011/2012 konnte sie mit dem Sieg im Gesamt-Weltcup den grössten Erfolg ihrer Karriere feiern. Nebst dem Sport studiert Patrizia Kummer Psychologie und macht die Spitzensport-RS.

Konzentrieren, zielen und abdrücken. 30  SchiessenSchweiz  TirSuisse // TiroSvizzera // TirSvizzer

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Stargast

eine 2 und eine 8. Nun verändert der Trainer die Einstellung der Pistole, da alle Schüsse hoch lagen. Doch viel hilft es nicht, es resultieren eine 4 und eine 6. Nach dem nächsten Schuss meint Paul Gertsch: «Vom Ablauf her muss der gut sein.» Und prompt die erste 10 im neunten Versuch. Es bleibt nicht nur bei einem Volltreffer. Patrizia trifft noch zwei weitere Male ins Schwarze. Obwohl der Trainer bemängelt, dass sie jeweils bei Schussabgabe die Hand seitlich abdreht. Darauf erklärt die Walliserin: «Ich spüre diese Bewegung gar nicht.» In einer kurzen Pause erklären ihr die beiden Trainer, wie das Wettkampfprogramm für Frauen aussieht (40 Schuss in 75 Minuten). Darauf Patrizia im breitesten Walliser Dialekt: «Da muss man sich ja hüäre lang konzentrieren.» Nun wird die Pistole gewechselt, jetzt kann sie fünf Schuss in Folge abgeben. «Das gefällt mir viel besser, man lässt sich weniger ablenken.» Alle Anwesenden sind beeindruckt von ihrer Ausdauer, sie hält die Pistole ohne zu zittern und ohne müde zu werden. Dies ist auch kein Wunder, schliesslich hat sie den ganzen Morgen Krafttraining für den Oberkörper gemacht. Der Wechsel auf das Gewehr fällt der Weltcupsiegerin nicht schwer. Sie zeigt sich beeindruckt von der kompletten SchützenMontur (Jacke, Hose und Schuhe). «Krass», meint sie und weiter: «Das ist fast wie eine Töffjacke, da wird man ja total unbeweglich.» Mit dem Gewehr zeigt sich Patrizia Kummer sicherer. Sehr entspannt und unkompliziert versucht sie, die Tipps von Walter Oesch so gut wie möglich umzusetzen. Mit dem viel leichteren Abzug als bei der Pistole hat sie nur am Anfang zu kämpfen, aber bald werden die Schüsse besser. Es folgen 7, 8 und 9, dann hat sie wieder etwas mehr Mühe, bis im 18. Schuss die lang ersehnte 10 kommt. Kurz versucht sie sich mit der Stütze, doch sie merkt nach einer 5, 4, 3 und noch einer 5, dass sie besser schiesst ohne die Hilfe und so schiesst sie noch eine 9, eine 8 und eine 6. Abschliessend meint sie: «Ich wollte mich einfach überraschen lassen, und das ist auch gelungen.» Schliesslich habe sie schon im Militär immer gerne geschossen, obwohl es dieses Jahr gar nicht gut lief und sie leicht feuerscheu war. «Ich hätte nie erwartet, dass es so spannend wird», fügt die sympathische Walliserin an.  ●

Die stolze Gewinnerin des Gesammtweltcups.

Patrizia im Einsatz mit dem gelben Leadertrikot. Ausgabe 9 // September 2012 

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Stargast

Patrizia Kummer, la snowboardeuse valaisanne, fait ses premières expériences en tir sportif. Elle a déjà glané de l’expérience avec le fass 90, pendant son école de recrue pour sportif d’élite, et également avec la peur de la détonation du départ du coup, malheureusement. Elle tente maintenant un essai avec le pistolet à air comprimé et la carabine à 10m, sous le contrôle professionnel d’un instructeur. Patrizia Kummer est arrivée de bonne humeur et détendue au stand de tir Zelgi, à Schwadernau. La sympathique jeune femme blonde a glané, en 2011, le plus grand succès de sa carrière (voir l`encadré). Patrizia, intéressée et attentive, écoute les explications de Paul Gertsch, «le pape du pistolet». Walter Oesch, entraîneur carabine, est également de la partie. Si elle ne comprend pas quelque chose, elle pose des questions. Elle est détendue, sans aucune gêne. D’abord elle tente un essai avec le pistolet à air comprimé, version coup par coup. On commence par un positionnement cor-

Walter Oesch korrigiert leicht die Position.

Unter dem kritischen Blick von Paul Gertsch gibt Patrizia Kummer ihr Bestes. 32  SchiessenSchweiz  TirSuisse // TiroSvizzera // TirSvizzer

Ausgabe 9 // September 2012


Stargast

rect. Pour Patrizia ce n’est pas nouveau, en effet «j’ai la même position que sur mon snowboard» nous révèle la citoyenne de Mühlebach. Elle se sent manifestement à l’aise. «Pas très douée», pense-t-elle, après avoir tiré les deux premiers coups en dehors de la cible! Pourtant, bientôt elle fait des progrès. Les coups suivants sont sur la cible, tout d’abord deux fois 5, un 2 et un 8. Les coups étant tous trop haut, l’entraîneur procède à une correction de la hausse, ce qui ne change pas grand-chose. Il en résulta un 4 et un 6. Après le coup suivant Paul Gertsch dit: «En observant le déroulement, le coup doit être bon.» Effectivement c’est le premier 10 au neuvième essai. Patrizia n’en reste pas là, elle met encore deux fois dans le mille, bien que l’entraîneur lui fasse remarquer qu’elle tourne la main latéralement, à chaque départ du coup. A cela la valaisanne répond: «Je ne me rends pas compte de ce mouvement, je ne le sens pas.» Pendant une courte pause les deux entraîneurs lui expliquent le déroulement du programme féminin de la compétition (40 coups en 75 minutes). Le commentaire de Patrizia, dans son accent typiquement valaisan: «Là il faut se concentrer vachement longtemps.» Maintenant on change de pistolet, avec celui-ci elle peut tirer des séries de cinq coups. «Cela me plaît beaucoup mieux, on se laisse moins distraire». Toutes les personnes présentes sont impressionnées par son endurance, elle tient l’arme sans trembler et sans se fatiguer. Ceci n’est pas un miracle non plus, après tout, elle a fait un entraînement de musculation du torse toute la matinée. Le changement du pistolet à la carabine ne pose aucun problème à la championne de la coupe du monde. Elle paraît impressionnée par l’équipement de tireur complet (veste, pantalon et souliers). «Extrême», penset-elle et poursuit: «C’est presque comme une veste de motard, on se sent totalement immobile». Avec la carabine Patrizia Kummer se sent plus sûre. Très décontractée et sans allures elle essaie, de son mieux, de mettre en pratique les - tuyaux - de Walter Oesch. Au début seulement elle a des problèmes avec la détente qui est beaucoup plus légère que celle du pistolet, mais après peu de temps les coups s’améliorent. Après un 7, 8 et 9 elle a un peu plus de peine pour finalement tirer le 10, ardemment désiré, au dixhuitième coup. Elle tente encore un bref essai avec l’arme appuyée, mais se rend compte, après un 5, 4 et un 3 suivi d’un autre 5 qu’elle tire mieux sans cette aide et obtient encore un 9, un 8 et un 6. Ausgabe 9 // September 2012 

En guise de conclusion elle pense: « J’aime les surprises, c’était une réussite ». En somme elle a toujours bien aimé tirer au service militaire, bien que cette année ne se soit pas bien passée du tout, elle était malheureusement effarouchée par les fortes détonations. «Je n’aurais jamais crû que le tir sportif était aussi passionnant», ajoute la sympathique Valaisanne.  ●

Patrizia Kummer... La citoyenne de Mühlbach, âgée de 25 ans, fait des courses de snowboard depuis la saison 1999/2000. Lors de son premier championnat suisse en élite, elle remporta d’emblée le titre de vice championne en slalom parallèle, à l’âge de 15 ans. A ce jour elle est quintuple championne suisse junior, triple vice championne suisse en élite et deux fois troisième. En 2009 elle remporta une médaille de bronze surprenante au slalom géant parallèle du championnat du monde, en Corée du Sud. L’année dernière elle a remporté la coupe du monde de snowboard (toutes catégories confondues). Ce sont les plus grands succès de sa carrière. A côté du sport Patrizia Kummer fait des études en psychologie et effectue son école de recrue pour sportif d’élite. Stolz zeigt sie uns ihre Scheibe.

Auch mit der Schiess-Jacke macht Patrizia eine gute Figur. TirSuisse // TiroSvizzera // TirSvizzer  SchiessenSchweiz  33


Talentschau

Marc a très vite été   baigné dans le monde du tir Marc Häusermann est un jeune tireur neuchâtelois âgé de 15 ans. Argovien de par ses parents, il est actuellement en dernière année scolaire et s’apprête à débuter un apprentissage de mécanicien sur vélo. PAR RAPHAËL CAND

de très bons moments.» C’est pourquoi il s’investit également bénévolement en tant que secrétaire ou commissaire lors de diverses manifestations. Il se rappelle notamment d’ «Aarau 2010», «10 jours bien remplis au sein de son canton d’origine»: «Ce n’était pas facile de se lever le matin, admet le jeune tireur, mais dès que l’on était debout, on

Marc a très vite été baigné dans le monde du tir. En effet, son père et son grand-père ont toujours été des amoureux de ce sport: il a eu l’opportunité de les suivre fréquemment à l’occasion des divers rassemblements auxquels ils assistaient. Il nous confie même que son meilleur souvenir lié à sa passion reste la participation au tir en campagne en compagnie de son grand-père. Sa mère est également très impliquées dans sa jeune carrière. Elle lui permet de se rendre aux entraînements et le suit lors des compétitions. En résumé, le tir est pour Marc une «histoire de famille». Cela fait 5 ans que cet espoir est officiellement actif. Muni de sa carabine, il affectionne plus particulièrement le tir à 10 mètres et à 50 mètres, bien qu’il lui arrive de viser quelques cibles à 300 mètres. Il se rend 2 fois par semaine dans les stands neuchâtelois de Montmollin (10 mètres) et de Peseux (50 mètres). Il y retrouve ses camarades, ainsi que ses entraîneurs Michel Roland Glauser et Camille Perroud. Marc est actuellement en train d’effectuer des tests pour être retenu au sein du cadre régional. C’est à l’aide des Tests SCATT que l’évolution de la performance est évaluée. Ces derniers ont lieu en avril et en août. Par ailleurs, Marc est également suivi lors des Shooting Masters où il a d’ailleurs réalisé son meilleur résultat de 580 points à 10 mètres dernièrement. Ce jeune athlète nous avoue avoir de l’ambition et vouloir continuer de s’entraîner afin d’aller le plus loin possible. Il rêve d’atteindre un jour le niveau national et compte se donner les moyens d’y arriver. Malgré ces objectifs, il pense que le tir doit rester avant tout un plaisir. Marc croit que son sport n’est pas assez connu du grand public et qu’il n’est pas jugé à sa juste valeur. C’est, pour lui, «un sport magnifique et une occasion de partager

Pour Marc Häusermann le tir est un sport magnifique.

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prenait beaucoup de plaisir.» A ce jeune espoir du tir, nous souhaitons une magnifique carrière, et surtout qu’il garde toujours son bel enthousiasme! ●

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Talentschau

Charmant und treffsicher: Schützenkönigin Olivia Hagmann nach dem Gewinn des Titels in Glarus.

Olivia Hagmann: Klein, fein – aber oho! Die Toggenburgerin Olivia Hagmann trifft fast immer ins Schwarze. Am Eidgenössischen Schützenfest für Jugendliche in Glarus siegte die zierliche, 1,62 m kleine Sekundarschülerin im Schützenkönigsausstich mit dem Standardgewehr 300m überlegen. VON DANIEL GOOD «Entscheidend in dieser Sportart ist nicht nur die Kraft, auch mit mentalen Fähigkeiten kann man viel ausrichten. Und die Körperstellung ist für den Erfolg ebenfalls sehr bedeutsam», sagt die in Dietfurt SG wohnende Schützenkönigin. Mit dem Schiessen begonnen hat Olivia Hagmann vor etwa zwei Jahren. «Ich hatte bald so gute Resultate und so viel Spass, dass ich nicht mehr aufhören wollte», erklärt sie. Zunächst trainierte sie mit dem (aufgerüsteten) Sturmgewehr 57/03, besonders begeistert ist sie aber vom Standardgewehr, das eigentlich ihrer Mutter Julia gehört. «Es war zunächst als Ersatz für mich vorgeseAusgabe 9 // September 2012 

hen.» Die Tochter traf aber so gut mit dem Standardgewehr, dass sie bald häufiger damit schoss als die Mutter. «Ich sehe das Gewehr nicht gerne in anderen Händen, weil es so ein gutes Gerät ist, mit dem ich schon so viel Erfolg hatte», sagt Olivia.

Sternzeichen Schütze Auch am Bündner Kantonalen wurde Olivia Hagmann Schützenkönigin. Und am sehr gut besuchten Fahnenweihschiessen der SG Berneck im St. Galler Rheintal schaffte sie als einzige Teilnehmerin 100 Punkte. Sie liess eine Reihe bestandener Schützen hinter sich. Dabei ist sie noch nicht 15-jährig (Geburtsdatum 3. Dezember 1997 im Sternzeichen Schütze!). «Einige haben schon gestaunt, dass so ein kleines Mädchen mit dem Standardgewehr ‹alles vollmacht›.»

Auch Klavierspielen als Hobby Olivia Hagmanns Stammverein ist der MSV Oberrindal, Kleinkaliber schiesst sie für Kirchberg, Luftgewehr für Ebnat-Kappel. Sie gehört dem 300m-Nachwuchskader des St. Galler Kantonalschützenverbandes an.

Olivia Hagmann besucht in Bütschwil die 3. Sekundarklasse, will nachher eine Lehre als Kauffrau mit Berufsmatura machen und einmal Musik- und Zeichenlehrerin werden. Olivia Hagmanns zweites Hobby ist das Klavierspielen. Als Sportschützin will sie «so weit kommen wie möglich.» Auch ihre zwei Schwestern schiessen sehr gut.

«Frauenpower» Olivia Hagmanns grosse Qualität ist ihre Nervenstärke. Die hat sie von ihrer Mutter geerbt. Vor jedem Wettkampf führt Olivia ein Gespräch mit Mutter Julia. Auch in Glarus war dies der Fall. Einmal mehr war das familiäre Ritual von Erfolg gekrönt. «Weil ich diese Saison schon so gut traf und die Qualifikation als Zweite beendete, rechnete ich mir im Schützenkönigsausstich schon einiges aus», so Olivia Hagmann. Und dass sie als Girl alle Boys hinter sich gelassen hatte, erfüllte die Schützenkönigin mit reichlich Genugtuung: «Es ist schon schön zu zeigen, dass auch Frauen im Schiesssport gut sind.» ●

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Schweizer Armbrustschütze EASV Schweizer Armbrustschütze // Zentralpräsident // Andreas Burkhalter, Oberwilerstrasse 78, 8309 Nürensdorf // aburkhalter@hispeed.ch // www.easv.ch

100 Kilometer zum Armbrustschützenstand unter Palmen Neben den Schweizer Sektionen gehören auch einige Vereine im Ausland zur EASV-Familie. Der Eidg. Schützenmeister Hans Gerber besuchte in Brasilien die Sektion Sao Paolo und traf Gewohntes und Überraschendes. Hans Gerber Zusammen mit Rolf Diethelm, dem Schützenmeister aus Sao Paolo, erkunde ich die Geschichte des brasilianischen Armbrustvereins. Wir treffen Hansruedi Salzmann, ein Mitglied der ersten Stunde im Gründungslokal, dem Schweizerclub in der Stadt Sao Paulo. Mit leuchtenden Augen erzählt der 84jährige Episo-

den von der Gründung des Vereins im Jahr 1979 und den darauf folgenden Schiesstätigkeiten durch die Schweizer Auswanderer beim Clubhaus bis 1988, als die Gelegenheit im Schiessstand der Kolonie unterzukommen, wahr genommen wurde und der Verein aus der Stadt in den Norden zog. Der Schaukasten mit gewonnenen Trophäen von Eidgenössischen und anderen Festen und der Stammtisch erinnern noch an die Armbrustvergangenheit im Schweizerclub.

Kein Mitgliederschwund Am zweiten kalten Wintertag im Juli entfliehen wir nordwärts dem Nebel, der die Stadt umhüllt und kommen nach ein-

einviertel Stunden Fahrt im von der Sonne beschienen Schützenhaus «Helvetia» in Indaiatuba an. Rolf führt mich durch eine schmucke Anlage, in welcher auch Gewehrund Pistolendisziplinen geschossen werden. «1988 haben hier die Mitglieder des A rmbrustschützenvereins mit einfachen Mitteln, aber technisch augeklügelt, eine erste Scheibe in diese Erdmulde installiert und später, Zug um Zug zu der heutigen, perfekten 6-Scheibenanlage ergänzt», erzählt der

Mit einer Scheibe wurde angefangen, heute trainieren die Brasilianer auf sechs Scheiben. 36  SchiessenSchweiz  TirSuisse // TiroSvizzera // TirSvizzer

Schützenmeister. Der Kern der 13 Mitglieder trifft sich in der Regel jeden zweiten Samstag zu Training, Wettkampf und gemütlichem Beisammensein im Stand. Nach A n meldu ng nimmt die Sektion aus der Ferne an e i n ige n Schützenfesten in der Schweiz durch Resultatübermittlung teil und wurde zur Tradition, die «Eidgenössischen» selber zu besuchen. Aus der Region des Schützenhauses können über angebotene Schiesskurse Neumitglieder gewonnen werden,

Eine exklusive Lage unter Palmen… Ausgabe 9 // September 2012


Schweizer Armbrustschütze

Abgänge sind hauptsächlich wegen Wohnortswechseln zu verzeichnen, so nimmt die Vereinsgrösse stetig etwas zu, erklärt Rolf. Pedro Wolff, ein Nachfahre Schweizer Auswanderer, gewährt uns mit einer Führung durch das Zentrum der Schweizerkolonie einen persönlichen und interessanten Einblick in die Geschichte dieser Menschen und deren malerischem Begegnungsort. Nach einem kleinen Imbiss fahren wir die genau 96 km im hektischen Verkehr wieder in die Stadt zurück, wo etwa die Hälfte der Mitglieder leben. Die heutige Autobahnfahrt hat rund 27 Franken an Strassengebühren gekostet.

Mit beeindruckenden Erinnerungen an einen aktiven Verein, der in der Ferne mit Herzblut unseren urschweizerischen Schiesssport zelebriert und vielleicht schon bald einem zweiten Verein südlich des Äquators auf die Beine helfen wird, mache ich mich auf den Heimflug nach Zürich. Herzlichen Dank den freundschaftlichen Gastgebern Rolf und Hansruedi, tudo bem e ate logo. ●

Rolf Diethelm (l.) trifft Hans Gerber. Bilder: Hans Gerber

Kein Schnee, dafür viel Nebel es/mue Nach der verschneiten MännlichenTrophy im August 2011 organisierten die Ringgenberger Armbrustschützen auf 2225 m über Meer ein Schützenfest mit den üblichen Stichen. Anstelle von Kranzkarten konnten die 136 Schützen auswählen, ob sie ein weiteres Mal auf den Männlichen fahren möchten, die Tellspiele besuchen oder beim Lauberhornrennen dabei sein wollen. Als Abschluss der zwei Schiesstage absolvierten 12 Schützen den kommandierten Final. Bei sturmböigem Wind traf die Frutigerin Monika Zahnd am Besten und freute sich nach einer neun im Stechen über den Sieg. Pascal Schueller (Höngg) wurde zweiter, gefolgt von der Neuhauserin Stefanie Tonina. Die Aegerter gewannen den Sektionswettkampf vor Frutigen und Burgdorf. In der Gruppenwertung reüssierte Burgdorf vor Baar und Aegerten. Nachdem vor Jahresfrist starker Schneefall die Schützen behinderte, war heuer der Nebel so dicht, dass der Schiessbetrieb Ausgabe 9 // September 2012 

zeitweise eingestellt werden musste. Die Teilnehmer genossen den Ausflug dennoch, sie konnten mit ihren Begleitpersonen kostenlos auf den Männli-

chen reisen und übernachteten in der Region. An der Schützenchilbi nahmen über 120 Personen teil und liessen sich mit einem feinen Grill- und Salat-

buffet verwöhnen. In zwei Jahren ist eine weitere Durchführung vorgesehen. Die Ranglisten sind auf www.bkav.ch aufgeschaltet. ●

Die Bergkulisse auf dem Männlichen ist für Armbrustschützen einmalig.

Foto: Heinz Zaugg

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Fit auf den Beinen mit   Viktor Röthlin und Helsana  Kräftige Beine sind die Voraussetzung für Ausdauer und Mobilität. Marathonläufer und Physiotherapeut Viktor Röthlin zeigt einige seiner Lieblingsübungen, die sich ohne Aufwand in den Alltag integrieren lassen. Für einen Marathonläufer sind die Beinmuskeln so wichtig wie für einen Schützen Arme und Schulterpartie – ohne Kraft keine Ausdauer, keine Präzision. Viktor Röthlin hat sich eingehend Gedanken über die Stärkung der Beine gemacht. Mit den hier gezeigten

Übungen hält sich der Profi über das ganze Jahr hinweg fit. Und das ohne spezielle Geräte oder Hilfsmittel. Doch keine Angst, als ausgebildeter Physiotherapeut hat Röthlin alle Übungen so angepasst, dass sie für alle zu Fuss gesunden Menschen machbar sind. Er sagt aber: «Ein bisschen anstrengen müssen Sie sich schon. Denn wie heisst es doch: Ohne Fleiss kein Preis!»

Training vor dem Fernseher... Die Übungen sind einfach und brauchen nicht viel Zeit. Eine Wand und ein bequemer

Untergrund zum Liegen genügen. Beginnen Sie mit einem kurzen Warm-up. Das kann bestehen aus Beckenkreisen (Hände in die Taille, zwischendurch die Richtung wechseln), Armschwingen (hüftbreiter Stand, Rumpf nach vorne gebeugt, Arme gekreuzt nach vorne und hinten schwingen, dabei in den Knien wippen) und Fusskreisen (leicht breitbeiniger Stand, Hände in die Taille, aktiven Fuss auf Zehenspitze kreisen, nach 30 Sekunden wechseln). Jetzt ist der Körper geschmeidig genug für das Beintraining. Führen Sie bei den vier

Übung für die Oberschenkelmuskulatur

Übung für die Unterschenkelmuskulatur

1. In der Ausgangsstellung sind Oberkörper und Becken an die Wand gelehnt. Die Füsse setzen hüftbreit eine Oberschenkellänge von der Wand entfernt auf. Die Arme sind in die Taille gestützt. Der Blick geht geradeaus.

1. In der Ausgangsstellung ist der Schulterbereich an die Wand gelehnt. Die Füsse setzen hüftbreit eine gute Fusslänge von der Wand entfernt auf. Die Arme sind in der Taille eingestützt. Der Blick geht geradeaus.

2. Nun mit dem Oberkörper der Wand entlang runterrutschen. Die Knie beugen sich. Kurz vor einem 90°-Winkel geht man in die Ausgangsstellung zurück.

2. Nun zieht man beide Füsse gleichzeitig nach oben, wobei die Fersen den Drehpunkt bilden. Anschliessend in die Ausgangsstellung zurück.

Übung für die Gesässmuskulatur

Übung für die Abduktoren

1. In Bauchlage liegt ein Bein voll gestreckt auf. Das andere Bein ist im Knie zu einem 90°-Winkel gebeugt, mit der Fusssohle nach oben. Die Bauchmuskulatur leicht anspannen. Der Kopf ruht auf den verschränkten Armen, der Blick geht Richtung Boden.

1. Der Körper ist in Seitenlage. Die Beine sind im Hüft- und Kniegelenk gut angewinkelt und liegen aufeinander. Mit der unteren Hand den Kopf stützen, mit der oberen die Ausgangsstellung vor dem Körper auf dem Boden stabilisieren.

2. Nun das im Knie gebeugte Bein um einige Zentimeter nach oben bewegen, ohne dass eine weiterlaufende Bewegung in den Rücken stattfindet. Anschliessend zurück in die Ausgangsstellung. 38  SchiessenSchweiz  TirSuisse // TiroSvizzera // TirSvizzer

2. Nun öffnet man das obere Bein so weit, dass sich die beiden Fersen immer noch berühren können. Es findet keine weiterlaufende Bewegung in den Rumpf statt. Anschliessend das Bein in die Ausgangstellung zurückführen. Ausgabe 9 // September 2012


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Auf dem Helsana-Trail halten sich Jung und Alt fit.

abgebildeten Übungen je nach Fitnessstand während 10, 20, 30 oder 60 Sekunden kontinuierlich die Bewegung aus. Nach 45 Sekunden Pause wiederholen Sie die Übung noch zweimal, sodass Sie auf drei Serien pro Übung kommen. Bei einbeinigen Übungen Seite wechseln nicht vergessen. Idealerweise führen Sie das kleine Fitnessprogramm ein- bis zweimal pro Woche durch.

…oder in der Natur Übung allein machen natürlich noch keinen Marathon-Meister – die Beine freuen sich über regelmässigen «Grosseinsatz», etwa beim Rennen

oder Walken in der Natur. Attraktive Rundkurse bieten etwa die Helsana-Trails an über hundert Standorten in der ganzen Schweiz. Varianten bis zu 25 Kilometer Länge bieten auch Trainierten die Möglichkeit, eine feste Strecke mit bekannter Länge in Feld und Wald zu laufen. Hinweistafeln unterwegs erklären die Grundlagen von Running, Walking und Nordic Walking – zum Beispiel die korrekte Technik oder die richtige Trainingsbelastung, dazu Kräftigungs- und Dehnungsübungen in Text und Bild. Mit der dazugehörigen TrailApp wird das iPhone zum Trainingscoach. Details zu den Trails, GPS-Daten und Helsana-Trail-App unter: www.helsana.ch/trail (fr, it)

Viktor Röthlin Der 37-jährige Obwaldner Viktor Röthlin ist Physiotherapeut und Marathonläufer. An den Leichtathletik-EM 2006 in Göteborg gewann er Silber, an der WM 2007 in Osaka Bronze und 2008 ein Olympiadiplom in Peking. Er hält im Marathon den Schweizer Rekord (2h 07’ 23“). Den Marathon an den Olympischen Spielen in London lief Röthlin in .2h 12' 23" und holte damit Rang 11.

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Fotos: Jürg Waldmeier

SSV-Goldsponsor Helsana Die Helsana-Gruppe ist der führende Schweizer Kranken- und Unfallversicherer. Sie steht Privaten und Unternehmen bei Gesundheit und Vorsorge sowie im Fall von Krankheit und Unfall umfassend zur Seite. Zur HelsanaGruppe gehören Helsana, Progrès, Sansan, Avanex und Maxi.ch. Details unter www.helsana.ch

10 Prozent Rabatt Dank der Partnerschaft des Schweizer Schiesssportverbandes mit der Krankenversicherung Helsana profitieren SSV-Mitglieder von 10 Prozent Rabatt auf ausgewählte Zusatzversicherungen. Dazu gehören etwa Spitalleistungen oder Rechtsschutz. Der Rabatt gilt dauerhaft für Mitglieder plus Familienangehörige bis 25 Jahre, die im selben Haushalt leben. Auch in der Grundversicherung sparen Helsana-Kunden je nach bevorzugtem Versicherungsmodell zwischen 15 und 20 Prozent. Weitere Informationen zu den Versicherungslösungen unter www.helsana.ch.

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www.swissshooting.ch


Schiesskeller

Schiesszentrum mit Anschluss an die Disco Für Schützen aus dem Raum Basel liegt das Schiesszentrum Grellingen am nächsten. Im selben Gebäude gibt es auch ein Restaurant, eine Minigolfanlage und eine Disco. Hier lohnt sich also ein Besuch für die ganze Familie. Von László Tolvaj Von Basel auf der alten Landstrasse kommend, liegt gleich am Ortsanfang von Grellingen zur Linken ein markantes Gebäude, dessen Dach ein grünes «Chez Georges» ziert. Gemeint ist damit das Restaurant, während man zum Schiesszentrum eine Treppe tiefer gehen muss. Hier trifft der Besucher zunächst auf das Waffengeschäft, das architektonisch wie ein «Haus im Haus» angelegt worden ist. Der interessierte Schütze findet da ein breites Angebot an Jagd- und Scheibenwaffen sowie solche für die Selbstverteidigung. Eine Abteilung für Outdoor-Bekleidung und Jagd erweitert das Sortiment, das Kernstück des Hauses aber, die Schiessanlage, ist eine Tür weiter. Fünf Bahnen stehen den Benützern zur Verfügung, wobei die maximale Schussdistanz gute 25 Meter beträgt. Per an der Decke aufgehängten und mobilen Boxen lässt sich die Entfernung an die Kundenwünsche anpassen, das heisst verkürzen oder verlängern. Auf dieser Anlage kann neben Faustfeuerwaffen auch mit Langwaffen geschossen werden, sofern diese keine Hochrasanz-Patronen verschiessen. Die Grenze liegt etwa bei 600 m/s, im Zweifelsfall ist vorher die Aufsicht zu fragen. Diese Einschränkung hilft, den Kugelfang von allzu «aggressiven» Geschossen fernzuhalten. Jäger und Sportschützen werden den 100-Meter-Schiesskanal zu schätzen wissen, sei es, um eine Waffe einzuschiessen oder einige Schüsse ohne äussere Einflüsse wie Wind, Regen oder Sonnenstand abgeben zu können. Um das Hin- und Herlaufen auf ein Minimum zu beschränken, erfolgt hier die Trefferauswertung über einen Bildschirm und hinterbeleuchtete Zielscheibe. Die Preise für die Benützung sind als äusserst moderat zu bezeichnen. Ein NichtAusgabe 9 // September 2012 

Aussenansicht der Anlage Schindelholz. mitglied bezahlt für eine Stunde auf der 25-Meter-Anlage 30 Franken, ein Mitglied noch 20 Franken. Mitglied wird man durch die Bezahlung einer Jahreskarte (100 Franken), was sich somit nach zehn Stunden bereits auszuzahlen beginnt. Gruppen bis maximal zehn Personen können die Anlage pauschal für 100 Franken pro Stunde mieten, der 100-Meter-Schiesskanal schlägt mit 50 Franken pro halbe Stunde zu Buche.

Spass für gross und klein Neben den vorteilhaften Preisen zählt natürlich die übrige Infrastruktur des Hauses in Form von Restaurant, Mini-Golf und Disco zu den Highlights, weil hier praktisch jedes Familienmitglied auf seine Rechnung kommt, vor allem in der wärmeren Jahreszeit. Aber selbst im Winter kann die Post abgehen, wenn nach einem konzentrierten Schiesstraining als Ausgleich ein Besuch in der Disco winkt. Diese liegt nur wenige Schritte von Waffengeschäft und Schiesskeller entfernt. Normalerweise ist die Anlage von Dienstag bis Freitag während den Geschäftszeiten geöffnet. Auf Voranmeldung kann am Freitag jedoch verlängert werden. ●

Georg Schindelholz, Waffen + Schiesszentrum Geschäftsführer: Georg Spinnler Kontakt: Tel. 061 741 20 50 Adresse: Baselstrasse 58 4203 Grellingen Öffungszeiten: Dienstag bis Freitag: 8.00 – 12.00 14.00 – 18.30 Freitag bei Voranmeldung: bis 20.00 Samstag: 08.00 – 12.00 14.00 – 16.00 Sonntag und Montag: geschlossen Erlaubte Waffen: Auf der 25m-Anlage sämtliche Faustfeuerwaffen, mit Langwaffen keine Hochrasanzpatronen, nur halbauto Munition: Im 100m-Kanal alle Langwaffenkaliber Preise: CHF 30.– pro Stunde für Nichtmitglied CHF 20.– pro Stunde für Mitglied (Jahreskarte à CHF 100.–) CHF 100.– pro Stunde pauschal für Gruppen bis 10 Personen CHF 50.– pro 30 Minuten für 100-m-Kanal Bahnen: 5 à 25 Meter 1 à 100 Meter mit Video-Scheibe

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Technik

Ordonnanzpistolen Pistolets d’ordonnance Neben der «Parabellum» und der Pistole 49 (SIG P 210) gibt es laut Hilfsmittelverzeichnis noch über ein Dutzend Pistolen, welche als Ordonnanzwaffen gelten bzw. zu den Bundesübungen zugelassen sind. Wir haben eine kleine Auswahl davon zu einem Vergleich zusammengestellt. Von László Tolvaj Die reichhaltige Palette der Pistolen, welche zu den Bundesübungen zugelassen sind, beginnt bei der «Pistole 00», welche heute eher ein Sammlerstück denn eine Gebrauchspistole darstellt, ist doch der Veteran über 100 Jahre alt. Etwas jünger sind die beiden Nachfolgemodelle 06 und 06/29. Vor allem ältere Schützen schwören auf deren

Präzision, welche zum Teil auf der Tatsache beruht, dass der Lauf beim Entriegeln nicht abkippt, sondern nur ein wenig zurückläuft, bevor der Kniegelenkverschluss aktiv wird. Wir haben die Pistolen jedoch nicht in den Vergleich mit aufgenommen, da sie alle für die Patrone 7,65 mm Parabellum eingerichtet sind. Zur Zeit wird dieses Kaliber von der RAUAG zwar angeboten, es gab aber auch schon Engpässe, wobei der italienische Produzent Fiocchi einspringen musste, dies allerdings zu Apothekerpreisen. Von den anderen hier vorzustellenden Pistolen dürfte die SIG P 210 vermutlich die am weitesten verbreitete sein. Als «Pistole 49» nach dem Zweiten Weltkrieg in der Schweizer Armee eingeführt, gilt sie noch heute als eine der präzisesten Armeepistolen weltweit. Ihre Produktion wurde bei der

Pistolen von links unten im Uhrzeigersinn: Glock 17, Sphinx 2000, Sphinx 3000, Sig Sauer P 225, SIG P 210. Digitale Abzugswaage. 42  SchiessenSchweiz  TirSuisse // TiroSvizzera // TirSvizzer

damaligen SIG in Neuhausen 2006 eingestellt. Ihre Nachfolgerin heisst P 210 Legend und wird in Deutschland von SIG Sauer gefertigt. Obwohl kleine Abweichungen bei den Massen und bei der Ausstattung bestehen (u.a. besitzt die Legend eine automatische Zündstiftsicherung), wird die Legend ebenfalls zu den Bundesübungen zugelassen, sofern ihre Lauflänge 120 mm nicht übertrifft. Die Laufregel gilt übrigens auch für alle anderen Pistolen.

Pistole 49, SIG P210-1 bis P210-6 Obwohl ihre Produktion in der Schweiz eingestellt wurde, ist dies kein Grund zur Panik. Von den diversen Ausführungen wurden über 200'000 Stück hergestellt, teilweise für inländische Polizeikorps wie die «Strich Drei» für Basel oder die «Strich Vier» für den deutschen Bundesgrenzschutz. Und natürlich all die A-gestempelten Dienstwaffen der Armee, welche nach ihrer Ausmusterung immer noch privat im Umlauf sind und es wohl noch für einige Jahrzehnte bleiben werden. Ihre Preise sind in den vergangenen Jahren stabil geblieben oder sogar gesunken, weil die Erstbesitzer sich altershalber von ihren Pistolen trennen und so immer wieder «neune» Angebote auf dem Gebrauchtmarkt erscheinen. Leider gibt es auch alte Offiziere oder Erben, welche die Pistolen lieber anlässlich von Waffen-Einsammelaktionen abgeben (gratis und franko) und meinen, damit für mehr Sicherheit im Land zu sorgen. Zum Glück sind solche Fälle aber eher selten. Ihren guten Ruf hat die Pistole wegen der sorgfältigen Fertigung (enge Toleranzen) und der einzigartigen Abzugscharakteristik: Ein Vorzug von wenigen Millimetern, dann der spürbare Druckpunkt, zuletzt ein Abzugsgewicht zwischen 1500 und 2000 Gramm, je nach Zustand der Waffe. Ein guter Büchsenmacher, der das System kennt, kann hier noch einiges herausholen, sollten sich die Werte im Laufe der Jahre in die falsche Richtung verschoben haben. Der «Hammerbiss» kann durch massvolles Kürzen des Hammers vermieden werden, fehlende Präzision lässt sich durch Pressen an der richtigen Stelle ebenso wieder herstelAusgabe 9 // September 2012


Technik

len. Von Basteleien sei hier jedoch gewarnt, vor allem, was das Leichtermachen des Abzuges betrifft.

Pistole 75, SIG P 220/225 1975 wurde in der Armee die Pistole 75 (zivile Bezeichnung P 220) eingeführt als Nachfolge für die P 49. Mehr Blechprägeteile sorgten zwar für tiefere Herstellungskosten, an die Qualitäten der Vorgängerin war aber nicht mehr zu denken. Mit dem Entspannhebel und der Double Action-Funktion des Abzuges wurde die Bedienung der Pistole an die Erfordernisse der Praxis angepasst, für das präzise Schiessen auf 25 oder 50 Meter braucht man jedoch beides nicht. Einen Druckpunkt weist der Abzug immer noch auf, allerdings bricht der Schuss erst bei rund 2500 Gramm, was der Präzision ebenfalls abträglich ist. In unserer Vorstellung ist die kompaktere Version P 225 mit von der Partie. Das Verriegelungssystem wurde ebenfalls vereinfacht, denn der Lauf besitzt keine radial angeordneten Verriegelungswarzen mehr wie die P 210, sondern eine blockförmige Verdickung um das Patronenlager, welche direkt ins Auswurffenster greift. Inzwischen ist diese Art der Verriegelung fast von sämtlichen Herstellern übernommen worden und muss sich nicht unbedingt negativ auf die Präzision auswirken. Nachdem die SIG in Neuhausen ganz aus der Pistolenherstellung ausgestiegen ist, wird die SIG-Sauer nun in Deutschland hergestellt.

Sphinx 2000/3000 Mitte der 1980er Jahre sind in der Schweiz unter der Bezeichnung ITM AT-84 und 88 Pistolen auf dem Markt erschienen, welche starke Ähnlichkeiten mit der tschechischen CZ-75 aufwiesen. Diese lizenzierten Kopien wurden von Martin Tuma, einem in der Schweiz ansässigen, tschechischen

Unter der SIG P 210 die Sphinx 3000 mit dem eckigen Abzugbügel und dem DA-Abzug mit dem langen Weg. Die Madenschraube an der Wurzel dient als Triggerstopp. Waffenkonstrukteur, laufend verändert und verbessert, wobei gewisse Kinderkrankheiten nie ganz beseitigt werden konnten. Dies änderte sich erst, nachdem Armin Landolt, IPSC-Spitzenschütze, die Rechte an der Konstruktion aufkaufte und die Produktion von Porrentruy nach Matten bei Interlaken verlegte. Nach und nach wurden sämtliche Teile selber hergestellt, dies beseitigte zahlreiche Qualitätsmängel. Die 2000er Modellreihe von Sphinx war die letzte Pistolenfamilie «Made in Switzerland», was einige Polizeibeschaffer in der Schweiz bewog, auf Sphinx zu setzen. So ist denn auch die Homologierung als Pistole für die Bundesübungen zustande gekommen. Die Sphinx 2000 wurde schon vor Jahren durch die modular aufgebaute 3000er Serie abgelöst. Äusserlich ist die Verwandtschaft beider Baureihen vorhanden, technisch sind jedoch viele Innovationen in die neue Serie eingeflossen. So zum Beispiel die modulare Bauweise, wo das Griffstück aus zwei Teilen besteht. Die Trennlinie verläuft hinter der

Abzugszunge auf Höhe der oberen Griffschalenkante. Diese Teilung des Griffstückes macht es möglich, Stahl, Aluminium oder Titan zu verbauen, sodass das Gesamtgewicht und die Balance der Pistole an die Bedürfnisse des Schützen angepasst werden können. Wobei anzufügen wäre, dass heute Titan wegen dem hohen Preis nur noch selten verlangt wird. Der gewichtsmässige Unterschied zwischen Aluminium und Stahl ist aber in jedem Fall bemerkenswert. Modular ist auch das Abzugs- und Sicherungssystem, kann doch zwischen Single Action, Single Action/Double Action oder Double Action Only gewählt werden. Bei DAO entfällt auch eine von aussen zu bedienende Sicherung, weil der Hammer nach jedem Schuss in seine Ruheposition zurück fällt und für den nächsten Schuss über ein erhöhtes Abzugsgewicht gespannt werden muss. Nichts für Präzisionsschützen, aber die beste Lösung für den dienstlichen Gebrauch bei Militär oder Polizei. Auch diese Pistole verriegelt im Auswurffenster. Zu-

Technische Daten der vorgestellten Ordonnanzpistolen (alle im Kaliber 9 mm Parabellum) Marke/ Modell Lauf- Visier- Kapazität Gewicht Abzugs- Hersteller länge* länge leer system

Abzugs- gewicht

Streukreis**

SIG SIG-Sauer Sphinx Sphinx Glock

1700 2500/– 1800/– 1600/– 2100

107 mm 92 135 93 94

P210 P225 AT 2000 S 3000 17

119 96 113 115 113

163 144 156 168 164

8 Patr. 8 16 16 17

1030 g 905 1085 1320 715

SA SA/DA SA/DA SA/DA SafeAction

* Patronenboden bis Mündung ** Durchschnitt aus drei 5-Schuss-Gruppen auf 25 Meter, sitzend aufgelegt, Pist Pat 41

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Technik

sammen mit der langen Schlittenführung und einem Griffstückoberteil, welches bis zur Mündung reicht (Vorderlast!), einem Abzugsgewicht von 1600 Gramm und einem eingebauten Triggerstopp eine vielversprechende Pistole für das Scheibenschiessen. In der vorliegenden Konfiguration mit dem SA/DA-Abzug wird sie aber vornehmlich für das IPSC-Schiessen in der Production Division eingesetzt.

Glock 17 Als zu Beginn der 1980er Jahre die erste Glock (Modell 17) auftauchte, ging ein Aufschrei des Entsetzens durch die Waffenwelt. «Plastikpistole» war wohl noch der gemässigste Vorwurf an die Konstruktion, andere sprachen gar von Terroristenwaffen, welche bei der Gepäckdurchleuchtung an jeder Kontrolle vorbeigeschmuggelt werden können, und ähnliches mehr. Inzwischen ist die Pistole weltweit bei Polizei und Militär verbreitet (auch in der Schweiz), die Kritiken sind mehr oder weniger verstummt. Denn die Pistole ist leicht (wichtig beim ständigen, dienstlichen Mitführen), einfach zu bedienen und gleichzeitig sicher, ihre Präzision ansprechend. Und dies, obwohl der Schlitten (grösstes Metallstück an der Pistole) lediglich an vier Blechkrallen hängt, welche in das Polymer-Griffstück eingelassen sind. Gewöhnungsbedürftig ist jedoch die Abzugscharakteristik. «Safe Action» nennt sich diese Funktion, die ganz ohne zusätzliche Bedienteile auskommt. Nach einer Ladebewegung ist der Abzug lediglich «vorgespannt». Beim Durchziehen der Abzugszunge, bei der gleichzeitig die Sicherung in der Zunge deaktiviert wird, muss eine Kraft von etwas über 2 kp bzw. 20 N aufgewendet werden, damit die Patrone zündet. Dieses

Links: Glock 17, die Pfeile zeigen die Haltekrallen für den Schlitten. Daneben die lange Schlittenführung der Sphinx 3000.

Abzugsgewicht macht die Pistole nicht gerade zu einer Ausgeburt an Präzision, mit etwas Übung geht es aber ganz leidlich. Zusammenfassend betrachtet, ist die SIG P 210 für Grosskaliber-Standschützen nach wie vor das Mass aller Dinge, solange es um Pistolen geht, die für die Bundesprogramme zugelassen sind. Das Wasser reichen kann ihr von den moderneren Konstruktionen lediglich die Sphinx 3000, Glock und SIGSauer sind zu stark auf den praktischen Waffengebrauch ausgerichtet und wegen ihrer Abzugscharakteristik weniger für den sportlichen Einsatz geeignet. ●

Outre le «Parabellum» et le Pistolet 49 (SIG P 210) il y a, selon le catalogue des moyens auxiliaires autorisés, plus d’une douzaine d’autre pistolets dit «d’ordonnance» ou «admis pour les exercices fédéraux». Nous en avons sélectionné quelques un pour comparaison. Au début de la large gamme des pistolets admis pour les exercices fédéraux se trouve le «Pistolet 00». Aujourd’hui, ce vétéran de plus de 100 ans est bien plus un objet de collection qu’une arme de compétition. Un peu plus jeunes sont les modèles 06 et 06/29 qui lui ont succédé. Ce sont avant tout les tireurs âgés qui ne jurent que par la précision de ces armes, en partie due au fait que le canon ne bascule pas mais ne recule que modérément avant que la culasse à genouillère s’ouvre. Nous n’avons toutefois pas retenu ces pistolets pour notre comparaison, car seule la cartouche 7,65 para peut être tirée avec eux. Actuellement, ce calibre est encore offert par la RUAG, mais des pénuries nous ont déjà forcé à avoir recours au producteur italien Fiocchi et ceci à des prix relativement élevés. Parmi les pistolets présentés ici, le SIG P 210 est probablement celui qui est le plus largement utilisé. Introduit dans l’armée suisse en tant que «Pistolet 49» après la fin de la deuxième guerre mondiale, il s’avère aujourd’hui encore être l’un des pistolets militaires les plus précis. Sa production par l’ex-SIG à Neuhausen a été stoppée en 2006. Son successeur dénommé P 210 Legend est fabriqué en Allemagne par SIG Sauer. Bien que présentant quelques différences au niveau des dimensions et de l’équipement (notamment un assurage automatique du percuteur) le Legend est aussi admis pour les exercices fédéraux, pour autant que la longueur de son canon ne dépasse pas

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120mm. Cette restriction est aussi valable pour tous les autres pistolets admis.

Pistolet 49, SIG P 210-1 à P 210-6 Bien que leur production en Suisse ait été stoppée, la panique n’est pas de mise. Au total plus de 200’000 exemplaires ont été fabriqués en différentes versions, en partie pour les corps de police, tel le «210-3» des bâlois ou le «210-4» livré au corps de gardesfrontière de l’Allemagne. Et bien sûr, il y a toutes les armes de service dont un «A» précède le numéro, qui au terme du service obligatoire ont passé en main privées et qui se trouvent toujours circulation et qui resteront certainement encore longtemps en usage. Leurs prix sont restés stables ces dernières années ou ont même quelque peu diminué, parce que les propriétaires initiaux s’en séparent maintenant pour raison d’âge, alimentant ainsi régulièrement le marché des occasions avec des objets souvent presque à l’état de neuf. Malheureusement, il arrive aussi que d’anciens officiers ou leurs héritiers, persuadés de promouvoir ainsi la sécurité de notre pays, préfèrent remettre (gratuitement) leurs pistolets aux autorités lors d’actions de récolte d’armes. Heureusement, ces cas sont relativement rares. Ce pistolet doit sa bonne réputation à sa production soignée (faibles tolérances) et aux caractéristiques uniques de sa détente, avec un court chemin d’approche et un cran d’arrêt net, ainsi qu’un poids de la détente variant entre 1500 et 2000 grammes, selon l’état de l’arme. Un bon armurier connaissant parfaitement le système est à même de faire des merveilles, si par hasard les valeurs initiales devaient avoir été modifiées négativement au fil du temps. La morsure du marteau peut être évitée en le raccourcissant modérément et on peut remédier à un éventuel manque de précision en agissant par pression au bon endroit. Il faut toutefois éviter les bricolages, avant tout lorsqu’il s’agit d’alléger le poids de la détente.

Pistolet 75, SIG P 220/225 Le «Pistolet 75» a été introduit en 1975 dans l’armée (désignation civile P 220), en tant que successeur du P 49. L’emboutissage d’une majorité des pièces de métal permit de réduire les coûts de production, le maintien des qualités de son prédécesseur devenant toutefois illusoire. Avec un levier de déverrouillage et une gâchette à double action, le maniement de ce pistolet a été adapté aux besoins de la pratique. Ces deux gadgets ne sont cependant pas nécessaires pour le tir de précision à 25 ou 50m. La détente a Ausgabe 9 // September 2012


Technik

rouillage du canon a aussi lieu dans l’orifice d’éjection des douilles. Avec un long guidage coulissant, une partie supérieure de la poignée s’étendant jusqu’à l’embouchure (poids sur l’avant de l’arme), 1’600 grammes de poids de détente et une butée de la gâchette, il est un pistolet très prometteur pour le tir sur cibles. Dans sa configuration présente, équipée de la détente SA/DA, ce pistolet est avant tout utilisé pour les compétitions IPSC dans la division Production.

Glock 17

Von oben: Lauf der Sphinx 3000, darunter Glock 17. Beide verriegeln mit dem Block direkt im Auswurffenster. Unten Lauf der SIG P 210 mit den typischen Verriegelungswarzen vor dem Patronenlager. aussi un cran d’arrêt, le départ du coup ne survenant toutefois qu’après avoir surmonté les 2’500 grammes de la détente, ce qui est également préjudiciable au niveau de la précision. La version plus compacte P 225 fait également partie de notre comparaison. Le système de verrouillage a également été simplifié, le canon ne présentant plus de pattes de verrouillage radiales comme le P 210, mais un simple épaississement de la chambre à cartouche en forme de bloc venant se loger dans l’orifice d’éjection des douilles en position verrouillée. Entre temps, ce système de verrouillage a été repris pratiquement par tous les autres fabricants, n’ayant pas nécessairement une incidence négative sur la précision. SIG de Neuhausen s’étant complétement retiré de la fabrication de pistolets, le SIGSauer est aujourd’hui produit en Allemagne.

Sphinx 2000/3000 Au milieu des années 1980, de nouveaux pistolets sont apparus sur le marché sous la désignation ITM AT-84 et 88, ayant de fortes similitudes avec le modèle tchèque CZ-75. Ces copies fabriquées sous licence par Martin Tuma, un constructeur tchèque établi en Suisse, ont par la suite été continuellement modifiées et améliorées, sans cependant que toutes les maladies d’enfance puissent être éliminées. Ce n’est qu’après qu’Armin Landolt, éminent tireur IPSC, ait racheté les droits de conception et déplacé la production de Porrentruy à Matten près d’Interlaken que cela changea. Peu à peu, toutes les pièces ont été fabriquées sur place, ce qui permit d’éliminer bon nombre de défauts de qualité. Ausgabe 9 // September 2012 

La série 2000 de Sphinx fut la dernière famille de pistolets «Made in Switzerland», ci qui incita certains acheteurs parmi les corps de police à opter pour le Sphinx. Ceci ouvrit le chemin de son l’homologation en tant que pistolet admis pour les exercices fédéraux. Le Sphinx 2000 a, il y a quelques années déjà, été remplacé par la série modulaire 3000. Ces deux séries sont d’apparence assez semblable, alors que sur le plan technique de nombreuses innovations ont été introduite avec la nouvelle série. Par exemple, la conception modulaire de la poignée en deux parties. La ligne de séparation passe derrière la gâchette, à la hauteur du bord supérieur des plaquettes de la poignée. Cette division de la poignée permet l’utilisation de pièces en acier, aluminium ou titan, rendant ainsi possible l’adaptation du poids et de la balance du pistolet aux exigences du tireur. Il sied toutefois de relever que, vu son prix actuel fort élevé, le titan n’est pas souvent exigé. La différence de poids entre l’aluminium et l’acier est remarquable. Les systèmes de détente et de verrouillage sont également conçus de façon modulaire, permettant le choix entre simple action, simple action/double action ou double action seulement. Ce dernier type ne présente plus de verrou à activer de l’extérieur, car le marteau revient dans sa position de repos après chaque départ du coup et doit être réarmé pour le prochain coup en surmontant un poids de détente accru. Ceci ne convient certainement pas aux tireurs de précision mais est la meilleure solution pour les armes de l’armée et de la police. Le ver-

Lorsqu’au début des années 1980, le premier Glock (modèle 17) apparut, un cri d’horreur a retenti à travers le monde des armes. «Pistolet en plastique» était sans doute la critique la plus modérée de cette conception, d’autres faisaient mention d’armes de terroristes, pouvant passer inaperçues tous les contrôles de bagages, et ainsi de suite. Depuis, cette arme est partout dans le monde très répandue, tant dans les corps de police que dans les armées (également en Suisse) et on n’entend pratiquement plus de critiques. Ceci parce que ce pistolet est léger (c’est important lorsque pour des raisons de service il s’agit de le porter continuellement chargé), qu’il est facile à manier en toute sûreté et que sa précision est remarquable. Et tout cela en dépit du fait que la partie coulissante (la plus grosse pièce en métal du pistolet) n’est guidée que par quatre griffes métalliques insérées dans le cadre en polymère. Toutefois, les caractéristiques du dispositif de détente font qu’une certaine familiarisation est de mise. La fonction dite «Safe Action» ne nécessite aucun autre maniement. Une fois le mouvement de charge effectué, la détente est «pré-tendue». Lorsque l’on presse à fond sur la queue de détente, la sûreté se trouvant dans cette queue est désactivée et lorsque la pression atteint les 2 kp resp. 20 N, la cartouche est mise à feu. Ce poids de détente n’est pas pour faciliter le départ du coup, mais avec un peu d’entraînement, les résultats sont tout à fait tolérables. En résumé, le SIG P 210 est pour tous les tireurs au gros calibre la mesure de toutes les choses, aussi longtemps qu’il s’agit de pistolets admis pour les exercices fédéraux. Parmi les constructions modernes, seul le Sphinx 3000 s’avère être un concurrent sérieux, les autres Glock et SIG-Sauer sont trop axés sur une utilisation pratique et les caractéristiques de leurs dispositifs de détente sont telles qu’ils s’apprêtent moins bien à un engagement sportif. ●

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Verein

Die verborgene Arbeit des Marschall-Teams Le travail caché   du team Marschall Nur noch die siebte Runde steht aus vor dem grossen Finale der Mannschaftsmeisterschaft Gewehr 50m. Nicht nur die Mannschaften stehen vor einer grossen Herausforderung, auch das Auswerte-Team rund um Samuel Marschall. Oft wird vergessen, was für eine Leistung nötig ist um diese Aufgabe zu bewältigen. Bereits seit Anfang Mai finden sich im Abstand von jeweils zwei Wochen sechs bis acht Mitglieder der Sportschützen Bramberg Neuenegg im alten Schulhaus Landstuhl ein, um die Resultate der neuesten Runde der KK-Mannschaftsmeisterschaft auszuwerten. Nur schon das Abholen der Pakete und Briefe von der Post ist eine logistische Herausforderung. Dazu ein paar Zahlen: Jeweils 80 Kartonscheiben pro Mannschaft, dies

ergibt bei 121 Mannschaften insgesamt 9680 Scheiben. Bei elektronischer Erfassung kommen bei 273 Mannschaften 2184 Resultat-Streifen zusammen. Dies veranschaulicht sehr gut, wie gross der Aufwand tatsächlich ist. Nun müssen all diese Briefe und Pakete geöffnet werden. Der Eingang der Resultate wird minutiös erfasst und an die Auswerter/innen weitergeleitet. Anschliessend werden die Kartonscheiben an drei unbestechlichen Geräten ausgewertet, das Maschinen-Resultat laufend mit dem Mannschaftsblatt verglichen und wenn nötig geändert. Falsche Angaben zur Mannschafts-Nummer und Ligazugehörigkeit werden selbstverständlich korrigiert. Bei den elektronisch erfassten Resultaten sieht der Ablauf etwas anders aus. Jeder einzelne Kontrollstreifen wird auf folgendes

kontrolliert: Sind die 20 Schüsse ohne Unterbruch geschossen, ist kein Übertragungsfehler auf dem Mannschaftsblatt, stimmen die Angaben zur Mannschaft und Ligazugehörigkeit, Lizenzkontrolle etc. Auch nach der Kontrolle ist die Arbeit des Auswerte-Teams noch nicht getan. Denn anschliessend werden Scheiben und Standblätter im Lager archiviert, die Mannschaftsblätter numerisch eingereiht und an das Erfassungs-Team weitergeleitet. Obwohl es bereits nach unglaublich viel Aufwand tönt steht noch immer die Erfassung für das Internet aller 430 Mannschaften aus. Dies erfolgt in einer umfangreichen Aktion zu zweit bei Samuel Marschall zuhause. ●

Minutiös werden die Scheiben hier ausgewertet. 46  SchiessenSchweiz  TirSuisse // TiroSvizzera // TirSvizzer

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Verein

Seul le septième tour doit encore être disputé avant la finale du championnat de groupe 50m. Les équipes ne sont pas les seules à faire face à un grand défi, le team entourant Samuel Marschall, responsable du dépouillement des résultats, l’est tout autant. On oublie trop souvent l’importance nécessaire liée à cette tâche. Depuis début mai six à huit membres de la société des tireurs sportifs de Bramberg Neuenegg se retrouvent, toutes les deux semaines, dans l’ancienne école Landstuhl, pour dépouiller les résultats du dernier tour du championnat de groupe petit calibre. Le retrait des paquets et des lettres est déjà en soi un enjeu logistique. Quelques chiffres à la clé: pour chaque équipe 80 cibles en carton, multiplié par 121 équipes, donne 9680 cibles. Il y a 273 équipes saisies électroniquement, ce qui correspond à 2184 résultats sur bandes imprimées. Cela représente effectivement très bien le temps nécessaire à investir. Toutes ces lettres et paquets doivent être ouverts, la réception des résultats minutieusement répertoriée. Ceux-ci sont ensuite transmis aux dépouilleurs. Finalement les cibles en cartons sont encore contrôlées par trois appareils infaillibles. Les résultats sont constamment comparés avec ceux des équipes, et modifiés si nécessaire. Les données erronées concernant les équipes ou les affiliations de ligues sont évidemment corrigées. Le déroulement du contrôle des résultats saisis électroniquement est un peu différent. Chaque bande imprimée est contrôlée de la manière suivante: Les 20 coups ont été tirés sans interruption, il n’y a pas d’erreur de transfert sur la feuille de match de l’équipe, les données de l’équipe, l’affiliation de ligue et les licences sont vérifiées.etc. Mais même après ces contrôles le travail du team de dépouillement n’est pas terminé, en effet, puisque finalement les cibles et les bandes imprimées sont archivées dans un dépôt, les feuilles de match des équipes respectives classées numériquement et transmises au team de saisies des données. Bien que tout cela représente un effort incroyable la saisie des 430 équipes, pour la publication sur internet, n’est pas encore faite. Ceci est effectué intensivement et sérieusement par deux personnes chez Samuel Marschall, à son domicile. ●

Das Scheiben-Archiv.

Fleissig wird gearbeitet. Ausgabe 9 // September 2012 

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Rückblende

Hans Simonet: toute   sa vie pour le tir sportif Hans Simonet:   Ein Leben für den Schiesssport L’armurier et vainqueur de titres internationaux Hans Simonet, de Morat, tire depuis sa dixième année et il est toujours présent. de László Tolvaj Nous avons fixé la date de l’interview pour le jour du tir historique de Morat. Ce dimanche là, Hans Simonet fêtait son 77ème anniversaire et, en tant que chef du dépouillement des résultats, il était responsable du comptage correct des coups sur les cibles respectives. Pendant cette matinée environ 18000 cartouches ont été tirées, et même si seulement 1% prêtait à discussion, Simonet a dû contrôler et examiner1800 impacts avec jauge et loupe. Malgré l’anniversaire, le devoir avait la priorité, c’est pourquoi la fête fut remise à plus tard! C’est comme cela qu’on le connaît quand on a besoin de lui. «Le tir est ma vie, je suis heureux. Je ne compte pas le temps que je lui donne», nous avoue-t-il. Cette belle histoire a commencé il y a bientôt sept décennies. Hans Simonet, alors âgé de dix ans, tirait à Galmiz, village proche où il grandit, avec un mousqueton long (96/11) équipé d’un système Lienhard. C’était à la fin de la deuxième guerre mondiale et l’argent nécessaire pour un tel luxe était très rare dans les foyers suisses. Son père lui acheta, malgré tout, un fusil à petit calibre. Après tout, adolescent, il avait lui aussi tiré la discipline trois positions. Hans s’entraînait dans le jardin, derrière la maison, ou il avait planté une planche à 50 mètres qui faisait office de cadre de cible et de butte de tir! Et les voisins? «Ils sont venus voir, bien sûr, et ils ont trouvé tout cela très bien», nous dit Simonet. Aujourd’hui, seule la police débarquerait et elle trouverait – tout cela beaucoup mois bien . . . Adolescent, de 12 jusqu’à 14 ans, Simonet s’entraînait dans les positions à genou

Aktuelles Bild von Hans Simonet. et debout, la plupart du temps à sec. La munition était trop chère, l’argent manquait, et presque tous les tireurs de cette époque étaient dans la même situation. Simonet sait, ceci comme exemple, que Kurt Johansson, plusieurs fois champion du monde et champion du monde par équipe (entre 1947 et 1966) dans les disciplines carabine, petit calibre couché, carabine libre et fusil militaire, n’avait que dix cartouches gros calibre à disposition pour l’entraînement avant un championnat du monde! Pour la préparation globale, et non par jour . . . ! Il validait son entraînement à sec, à chaque fois, par

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le tir d’une seule cartouche, en tout et pour tout . . . Ernst Kramer fut aussi un exemple pour Hans Simonet, tireur et collègue de son père, habitant lui aussi à Galmiz. Kramer remporta la médaille d’argent, au match trois positions 300m, du championnat du monde de Buenos Aires, en 1949. «Je veux aussi y arriver» se dit Simonet et s’entraîna encore plus âprement – à sec bien entendu. Hans Simonet prit aussi part à trois cours de jeunes tireurs, ce qu’on ne pouvait faire, à l’époque, qu’à partir de l’âge de 17 ans. Cette année là, il remporta le match trois positions à la fête cantonale de tir de Fribourg, on intercala du papier en dessous de la hausse pour en optimiser le réglage. Hans Simonet fit son apprentissage d’armurier, de 1951 à 1955, à Neuchâtel et effectua ensuite son école de recrue. Peu après il trouva un emploi dans un atelier mécanique de Morat qui cherchait justement un bon mécanicien. Il y resta 16 ans et inaugura en 1963 l’armurerie qui porte son nom, à Morat. A partir de ce moment là il travailla à 150%. La journée chez son employeur et la nuit dans son propre atelier. Sa femme s’occupait de son commerce et réceptionnait les armes nécessitant une réparation. Le travail est une super thérapie, pense-t-il en jetant un bref regard dans le passé. Il pouvait comme cela concentrer ses idées sur des secteurs totalement différents. Lorsque les fusils à air comprimé firent apparition il n’y avait aucune possibilité de s’entraîner dans la région, de sorte que l’on devait aller tirer dans les installations d’Ostermundigen. Plus tard on pu utiliser la halle de gymnastique de Morat, ce qui attira plusieurs tireurs de Tafers au bord du lac. C’est comme cela que l’on planta un nouveau jalon, plein de succès. Autrefois on tirait avec des carabines à piston, chargées au moyen de gros ressorts et de leviers. L’opération se répétait, à la main, avant chaque coup, l’inertie du mécanisme au départ du coup Ausgabe 9 // September 2012


Rückblende

étant très importante. Les championnats du monde de tir de 1966 furent disputés à Wiesbaden (RFA). La discipline carabine à air comprimé fut tirée à l’extérieur. August Hollenstein, Kurt Müller, Hans Simonet et Erwin Vogt réalisèrent l’inconcevable, malgré des conditions défavorables, en remportant le titre de champion du monde par équipe. Le team (avec Karl Fitzi au lieu d’August Hollenstein) y décrocha également la médaille de bronze au match trois positions 300m. Beaucoup d’autres victoires ont suivi, avec la carabine petit calibre et le fusil d’ordonnance, aussi bien au niveau national qu’au niveau européen. Simonet ne s’est jamais ennuyé, après avoir quitté l’équipe nationale il s’occupa des tireurs de Galmiz pendant de longues années et soutient les carabiniers de Lausanne depuis 2002. Nous pouvons aussi évoquer, en passant, qu’il a été membre du comité de la fédération des maîtres armuriers pendant 33 ans et expert aux examens de fin d’apprentissage pendant 38 ans. En abordant la situation actuelle, Simonet pense qu’avec l’arrivée des sponsors et

du matériel mis à disposition, tout est devenu plus simple. «Mais peut-être avec une pression plus coriace de la part de la concurrence?» lui fis-je remarquer. Simonet confirme, «il faudrait aussi que la pointe s’élargisse. Les résultats atteints n’ont pas évolué de la même manière que les moyens mis à disposition.» Paroles qui prêtent à réflexion . . .

Er schiesst seit seinem zehnten Lebensjahr und ist immer noch dabei, der Büchsenmacher und internationale Titelgewinner Hans Simonet aus Murten. Zum Interview abgemacht haben wir am Murtenschiessen. Hans Simonet war an jenem Sonntag, seinem 77. Geburtstag, Chef des Auswertungsbüros und hatte dafür zu sorgen, dass sämtliche Treffer korrekt bewertet wurden. Rund 18000 Patronen wurden an jenem Vormittag verschossen und selbst wenn davon nur 1% kritisch lag, musste Simonet 180 Schusslöcher mit Lehre und Lupe untersuchen. Das Geburtstagsfest

musste warten, zuerst kam die Pflicht. So ist er halt und kommt, wenn man ihn braucht. «Schiessen ist mein Leben, da bin ich happy. Mir ist dafür keine Zeit zuviel», meint er dazu. Begonnen hat alles vor fast sieben Jahrzehnten. Als Zehnjähriger schoss Hans Simonet im nahen Galmiz, wo er aufwuchs, mit Langgewehr und Lienhardeinsatz. Das war am Ende des Zweiten Weltkrieges und Geld für solchen Luxus war damals in den Schweizer Haushalten nicht gross vorhanden. Trotzdem kaufte Hans’ Vater ein Kleinkaliber-Gewehr, schliesslich hat auch er schon als Jugendlicher Dreistellung geschossen. Geübt wurde hinter dem Haus im Garten, wo ein Holzstock auf 50 Meter als Scheibenrahmen und Kugelfang diente. Und die Nachbarn? «Die sind natürlich auch gekommen und hatten Freude daran», sagt Simonet. Heute würde vermutlich nur noch die Polizei einfahren, und die hätte gar keine Freude... Als 12- bis 14-Jähriger trainierte Simonet kniend und stehend, wobei dies meist «nur» ein Trockentraining war. Für die Munition fehlte schlichtweg das Geld, aber das

1966 Mannschafts-Weltmeister: August Hollenstein, Kurt Müller, Hans Simonet und Erwin Vogt. Ausgabe 9 // September 2012 

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Rückblende

ging fast allen so. Simonet weiss, dass zum Beispiel der Schwede Kurt Johansson, zwischen 1947 und 1966 mehrfacher Einzelund Mannschaftsweltmeister in den Disziplinen KK liegend, Freies Sportgewehr und Armeegewehr, für das Grosskalibertraining vor einer WM insgesamt zehn Patronen zur Verfügung hatte. Nicht pro Tag, sondern für seine gesamte Vorbereitung! So bestätigte er sein Trockentraining jeweils mit einem einzigen Schuss, mehr lag nicht drin. Ein anderes Vorbild für Hans Simonet war Ernst Kramer, ein Schützenkollege seines Vaters, ebenfalls aus Galmiz. Kramer holte sich im Dreistellungsmatch 300 m in der Mannschaftswertung an der WM in Buenos Aires 1949 die Silbermedaille. «Das will ich auch», sagte sich Simonet und trainierte noch verbissener – trocken natürlich. Hans Simonet absolvierte auch drei Jungschützenkurse, allerdings konnte man dies früher erst ab dem 17. Altersjahr machen. In jenem Jahr wurde er Meister am Kantonalen in Freiburg im DreistellungsMatch, das Visier des Karabiners wurde zwecks genauer Höhenregulierung mit Papier unterlegt. Die diversen Schiessen wurden damals mit dem Velo besucht. Von 1951 bis 1955 absolvierte Hans Simonet eine Büchsenmacherlehre in Neuenburg und begab sich anschliessend in die Rekrutenschule. Darauf nahm er eine Stelle in einem mechanischen Fabrikationsbetrieb in Murten an, weil gerade ein guter Mechaniker gesucht wurde. Dort blieb er 16 Jahre, eröffnete 1963 das Waffengeschäft in Murten und arbeitete ab jenem Zeitpunkt 150%. Tagsüber beim Arbeitsgeber, nachts in der eigenen Werkstatt. Seine Frau führte das Geschäft und nahm die Waffen zur Reparatur entgegen. Arbeit sei eine SuperTherapie, meint Simonet zurückblickend, denn dabei konnte er seine Gedanken auf ganz andere Bereiche konzentrieren. Als in den 1960er Jahren die Luftgewehre aufgekommen sind, war in der Umgebung keine Trainingsmöglichkeit vorhanden, sodass in der Anlage in Ostermundigen geschossen werden musste. Später konnte die alte Turnhalle in Murten benutzt werden, was einige Schützen aus Tafers an den See lockte. Damit wurde ein weiterer, erfolgreicher Grundstein gelegt. Geschossen wurde damals mit federbetriebenen Kolbengewehren, diese mussten vor jedem Schuss von Hand gespannt werden, der Prellschlag war entsprechend. 1966 wurden in Wiesbaden (D) die Schiess-Weltmeisterschaften ausgetragen, die Luftgewehr-Disziplin fand draussen

statt. Trotz widrigen Verhältnissen schafften August Hollenstein, Kurt Müller, Hans Simonet und Erwin Vogt das Unglaubliche und wurden zusammen Mannschafts-Weltmeister. Mit Karl Fitzi (statt August Hollenstein) holte sich das Team am selben Ort noch gleich die Bronzemedaille im 300-m-Dreistellungswettkampf! Darauf folgten noch viele weitere Siege auf nationaler und internationaler Ebene mit dem KK- und dem Armeegewehr. Auch nach dem Austritt aus der Nationalmannschaft wurde es Simonet nie langweilig, betreute er doch lange die Schützen in Galmiz und seit 2002 die Carabiniers de Lausanne. Dass er auch 33 Jahre im Vorstand des Büchsenmeisterverbandes war und

während 38 Jahren die Abschlussprüfungen der Lehrlinge abgenommen hat, sei nur nebenbei erwähnt. Auf die heutige Zeit angesprochen, meint Simonet, durch die Sponsoren und das zur Verfügung stehende Material sei alles einfacher geworden. «Aber vielleicht bei grösserem Konkurrenzdruck?», warf ich ein. «Ja», sagt Simonet, «aber dann sollte auch die Spitze breiter sein. Und die Resultate sind seither nicht im selben Mass gestiegen, wie man dies anhand der Voraussetzungen erwarten würde.» Worte, die zu denken geben... ● 

Auch in den Medien war Hans Simonet präsent.

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Champion-Brillen auf allen Kontinenten Schiessbrillen-Hersteller Ruedi Baumann kann auf drei mehr als spannende Jahrzehnte zurückblicken. Sein grosser Wurf, die Champion-Schiessbrille, hat erfolgreich den Weltmarkt erobert und gilt als äusserst solides Schweizer Produkt. Ga. Mittlerweile sind über 30 Jahre seit der Markteinführung der meistgetragenen und bei den Schützen aller Kontinente beliebten Champion-Schiessbrillen vergangen. Baumanns Produkte sind unbestrittener Marktführer. Nicht billig, aber billig wäre auch nicht gut genug. Als sich Ruedi Baumann mit der Problematik «Schiessbrille» zu beschäftigen begann, lag dieses Feld fast brach. Das knappe halbe Dutzend Gestelle, welches im Angebot war, konnte den Anforderungen der modernen Sportschützen einfach nicht mehr genügen. Entweder zu schwer, zu klobig, oder ein Lotterding. Baumann suchte den Kontakt mit den leistungssportlichen Schützen ohne jedoch die Wünsche der Vereinsschützen ausser Acht zu lassen. Er fertigte verschiedene Prototypen an, um die Stimmung bei den Schützen auszuloten. Als er überzeugt war, den richtigen «Mix» gefunden zu haben, liess er die erste Serie auflegen. Der Erfolg war überwältigend. Allein die äusserst präzise Einstellung des Zielglases, welches auf den Millimeter fixiert werden konnte – und einmal angezogen in dieser Position unverrückbar blieb – begeisterte die Schützenwelt.

Komfort auf der Nase Baumann tüftelte vom Erfolg angetrieben weiter. Die Olympic Champion mit stufenloser Seitenverstellung auf einer Gewindestange wies einen höhenverstellbaren Nasensteg auf, der dank einem hautfreundlichen Silikonüberzug bequem und mit höchstem Tragkomfort auf der Nase abstützte. Auch nach stundenlangem Tragen schmerzte diese Schiessbrille nicht. Dies war vor allem für diejenigen Schützinnen und Schützen ein enormer Vorteil, die im täglichen Leben keine Brille trugen. Der verstellbare Nasensteg und die stufenlose Seitenverstellung kam vor allem den Zwei- und Ausgabe 9 // September 2012 

Die erste Champion-Schiessbrille WC-1.

Die Olympic-Champion.

Dreistellungsschützen entgegen, welche die Höhenverstellung des Zielglases ohne Werkzeugeinsatz mit einfachsten Mitteln bewerkstelligen wollten.

(Schweiz), Gottfried Kustermann (Deutschland), Harald Stenvaag (Norwegen) und Rajmond Debevec (Slowenien) lotete er mögliches Verbesserungspotential aus. Das Ergebnis brachte eine axiale- und vertikale Verstellbarkeit des Zielglases millimetergenau in jede Position. Und dies ohne Werkzeugeinsatz und ohne die Brille vom Kopf zu nehmen. Den konservativen Schützen war die «Neue» zu technisch und sie blieben der «Olympic Champion» treu. Doch die Technikfreaks waren vom neuen Produkt vollends begeistert. Baumann hatte einmal mehr eine Neuheit lanciert, welcher die Konkurrenz nicht annähernd Gleichwertiges entgegenzusetzen hatte.

Lob von höchster Warte Die ausländische Fachpresse lobte Baumanns Produkt als «Feinmechanik vom Feinsten, das dem Ruf des Uhrmacher-Völkchens uneingeschränkt zur Ehre gereicht». Die Champion wurde zum unbestrittenen Marktführer, denn die Schiessbrille liess sich für jede Kopfhaltung millimetergenau anpassen. Mit dem Einsatz farbiger Teile wurde der bis anhin in der Branche herrschende silberne Trend gebrochen und etwas modischere Akzente gesetzt. Doch Farbe hin oder her, dieser Aspekt diente einzig der Verschönerung. In erster Linie musste die Qualität stimmen. Darauf legte Baumann immer besonderen Wert. Dass bei der Qualität keine Kompromisse eingegangen werden, belegt die Tatsache, dass eine Champion, auch nach Jahren intensiven Gebrauchs keine Verschleisserscheinungen kennt. Stillstand bedeutet Rückschritt und Baumann wollte nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Obwohl das Gros der Weltspitzenschützen und in der Schweiz auch der überwiegende Teil der Sektionsschützen die Champion-Schiessbrille verwenden, tüftelte Baumann an einem neuen Typ: der «Super-Olympic». Er setzte die Latte hoch an, war doch für ihn klar, dass das Nachfolgemodell die Vorgängerausführungen punkto Verstellbarkeit ein weiteres Mal übertreffen musste. «Ich wollte ganz einfach die beste Schiessbrille der Welt – die Champion – nochmals verbessern», begründete Baumann seinen einmal gefassten Entschluss. Doch dies war beileibe kein leichtes Unterfangen. In intensiven Gesprächen mit den Weltmeisterschützen Marcel Bürge

Mehr Information unter: www.champion-brillen.ch 

Der Schiessbrillen-Professor

Seit drei Jahrzehnten werden regelmässig die wichtigsten Schiesswettkämpfe mit Champion-Schiessbrillen entschieden und das Gros der Medaillen gewonnen Der «SchiessbrillenProfessor» und grosse Blasmusikfan hat mittlerweile die Grenze des Pensionsalters überschritten. Man darf mit Fug und Recht gespannt sein. ob die «Super-Olympic» tatsächlich sein letzter grosser Wurf war.

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Veteranen

Eidg.Veteranen-Sportschiessen in St. Gallen Le tir sportif fédéral   des vétérans à Saint Gall

Das Festgelände vor dem Schützenhaus, welches 1904 für das Eidg. Schützenfest gebaut wurde.

An 11 Schiesstagen kämpften 1324 Schützinnen und Schützen um die besten Ränge auf 30 Scheiben. Die Feldschützengesellschaft der Stadt St. Gallen organisierte das Eidgenössische Veteranen-Sportschiessen und das 17. Ostschweizerische Sportschützenfest zur gleichen Zeit auf der Weiherweid. Nach einer spannenden Qualifikation schossen die 16 besten den Ausstich um den Festsieg. Im nervenaufreibenden Final musste jeder Schuss innerhalb von 45 Sekunden nach Kommando abgegeben werden und konnte von den zahlreichen Zuschauern auf einer Monitorwand direkt mitverfolgt werden. In einem spannenden Wettkampf gewann Hans Rusch mit 297.6 Punkten allerdings denkbar knapp mit nur 0.8 Punkten Vorsprung auf Armin Kaufmann mit 296.8 Punkten. Die Weiherweid sah schon einige kantonale, nationale und auch internationale Schützenfeste. Aber das Schiessen geht in

St. Gallen noch viel weiter zurück. Stadtpräsident Thomas Scheitlin sprach in seiner Rede: «Mein Vor-/Vor-/Vor…gänger Vadian, der 1551 verstorbene Bürgermeister schreibt in einer Chronik: «So sind auch daselbst gar schön und lustig gesellenplätze zur bürgerlichen Kurzweil, der eine nebend der Stadt uff einem lustigen Brüel, die Armbrustschützen, der andere in einem Garten, den Büchsenschützen ghörig, mit stuben, louben, böumen und anderen gemachen gar ordentlich verfasst.» Im 17. Jahrhundert rühmte ein Chronist die beiden Schützenhäuser als: «schöne, sehr anmutige Lust- und Sommerhäuser, darinnen man sich zu Zeiten in Ehren zu erlustigen pflegt.» Der Chronist hätte das gleiche auch vom aktuellen Fest schreiben können. Jacques Dessemontet, der Präsident des Veteranenbundes Schweizerischer Sportschützen zeigte sich begeistert: «Das Fest ist ein voller Erfolg. Herzlichen Dank für den gelungenen Empfang und für die zwei Jahre intensive Vorbereitungsarbeit und die Durchführung an das OK.» Allein für den Aufbau, das Fest, Abbau und Technik wur-

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den rund 444 Helfertage aufgewendet. Die geplante Anzahl der Schützen ist leider nicht erreicht worden. Ein Grund mag die Konkurrenz anderer Schützenfeste sein. Trotzdem sind auch viele Schützen aus der Ostschweiz dem Fest unbegreiflicherweise ferngeblieben. Sie haben ein Erlebnis verpasst. Alle Resultate sind abrufbar unter: www.sportschiessen2012.ch 

Lors des onze jours de tir 1’324 tireurs en ont décousu, sur trente cibles, pour désigner les meilleurs résultats. La société des tireurs en campagne de la ville de St. Gall a organisé le tir sportif fédéral des vétérans et en même temps la 17ème fête de tir sportif de Suisse orientale à la Weierweid. Après une qualification captivante les seize meilleurs ont tiré une dernière passe désiAusgabe 9 // September 2012


Veteranen

gnant le vainqueur. La finale était exaspérante, en effet, chaque coup devait être tiré dans les 45 secondes, à partir du commandement. Les nombreux spectateurs pouvaient suivre directement l’évolution des résultats sur un écran géant. Hans Rusch remporta ce match passionnant avec 297,6 points, toutefois avec une avance extrêmement serrée de 0.8 points sur Armin Kaufmann, qui tira 296,8 points. La Weiherweid a déjà connu plusieurs fêtes de tir cantonales, nationales et internationales. Cependant, le tir à St. Gall remonte très loin dans le temps. Le maire de la ville, Thomas Scheitlin, dit dans son discours: «Mon arrière, arrière, arrière prédécesseur Vadian, maire décédé en 1551 écrit dans une chronique: «On trouve ici des places amusantes pour le divertissement des bourgeois, en dehors de la ville sur la place du Brüel pour les arbalétriers et une autre pour les arquebusiers dans un jardin avec des pavillons, des arbres et de beaux espaces verts. Un chroniqueur du 17ème siècle vantait les deux stands de tir de: «belles résidences de plaisir et estivales dans lesquelles on se plaisait, de temps à autre, à entretenir des contacts amicaux.» Le chroniqueur aurait pu écrire la même chose de la fête actuelle. Jacques Dessemontet, président de l’Association suisse vétérans des tireurs sportifs vétérans, se montra enthousiaste: «C’est un succès total, un grand merci au comité d’or-

Hans Rusch freut sich nach seinem letzten Schuss. ganisation pour l’accueil cordial et pour la période de préparation intensive de deux ans, de même que pour sa réalisation.» La mise en place, la fête, le démontage et la technique ont généré à eux seuls environ 444 jours de bénévolat. La participation espérée n’a toutefois pas été atteinte. Une des raisons pourrait être la concurrence ou le

chevauchement des dates avec d’autres fêtes de tir. Malgré cela, c’est incompréhensible que beaucoup de tireurs de Suisse orientale aient boudé cette fête. Ils ont loupé une très belle occasion. Tous les résultats peuvent être consultés sur www. sportschiessen2012.ch  ●

Die Fahnenzeremonie fand nach einem noch «trockenen» Umzug im strömenden Regen statt. Ausgabe 9 // September 2012 

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Aktuell

Das Potenzial an   Quereinsteigern nutzen Nachwuchsarbeit wird oft mit Juniorenausbildung gleichgestellt. Für den sportlichen Teil ist das sicher korrekt. Im Breitensport gibt es aber sicher viele Interessenten, die über das Juniorenalter hinaus sind. Das Potenzial «Quereinsteiger» sollte besser ausgeschöpft werden, darum braucht es neben J+S-Kurse und interner Vereinsausbildung auch Kurse für Erwachsene. Von Luca Filippini Im Tessin machen die Vereine Bellinzona und Lugano seit einigen Jahren bei der Erwachsenbildung mit. Die Kurse mit Pistole 10m - in Bellinzona wurde auch ein «Vertiefungskurs Sportpistole» angeboten - werden im offiziellen Kursangebot des Kantons neben Sprach- und vielen anderen Kursen aufgelistet. Der Kurs ist in fünf Lektionen aufgebaut und dient als Einführung im Be-

reich Schiessen Pistole 10m. Behandelt werden die Themen Sicherheit, Pistolenkenntnisse, Technik und viel Praxis. Die Kurskosten, betragen wie bei anderen solchen Ausbildungsmodulen rund CHF 250. Darin inbegriffen sind Ausbildungsunterlagen, Miete der Sportgeräte und Kugeln. Viele Teilnehmer bleiben nach dem «offiziellen» Kurs im Verein und besuchen eine Art Vertiefungskurs. Einige davon werden nachher Mitglieder und kaufen ihre eigene Pistole. Diese Kurse werden von ausgebildete J+S-Leitern oder Experten geführt. Es ist nötig, wie auch bei anderen Kursen der Jugendausbildung, das Material zur Verfügung zu stellen. Neben Pistole und Diabolos, sind Ausbildungsscheiben und Hilfsmittel für das aufgelegte Schiessen notwendig. Vereine die in der Jugendausbildung tätig sind, können sicher auch einen solchen Kurs ohne grosse Probleme durchführen. Die Ausbildungsmaterie ist ähnlich, da es sich um ei-

nen Einführungskurs handelt. Wie so oft, ist die Suche nach Hilfspersonal das Schwierigste… Im Tessin wurden bis jetzt sehr viele positive Erfahrungen gemacht. Die Teilnehmer sind sehr motiviert und wollen eine neue Sportart kennenlernen. Auch die Erfolgsquote ist sehr positiv. Von jedem Kurs bleibt jeweils die Hälfte der Teilnehmen im Schützenverein hängen. Quereinsteiger können zu wertvollen Vereinsmitgliedern werden, oder wie das Beispiel von Hugo Sieber (vgl. S.24-26) zeigt, auch noch Spitzenresultate erzielen. Solche Erwachsenenkurse anzubieten, empfiehlt sich also jedem Verein. ●

Spass an Neuem: Die «Quereinsteiger» im Kurs. 54  SchiessenSchweiz  TirSuisse // TiroSvizzera // TirSvizzer

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Aktuell CISM

Nicht nur Gold und Bronze gab es für die Schweizer CISM-Team gegen äusserst starke Konkurrenz, auch einzeln glänzten die Schweizer..

Das CISM-Team Schweiz glänzt in Thun 101 Wettkämpfer aus11 Nationen starteten bei CISM-Regionalturnier in Thun. In diesem Weltklassefeld wussten die Schweizer vor allem mit dem Gewehr zu überzeugen. Von Max Flückiger CISM-Anlässe werden zwar in der Öffentlichkeit kaum ernst genommen, doch gerade diese militärischen Wettkämpfe sind gerade für die Schweizer Schützinnen und Schützen von grosser Bedeutung. Im CISMTeam kann nämlich unter idealen Bedingungen trainiert werden und gleichzeitig auch noch die Dientspflicht abgebaut werden. Das schätzen die jungen Talente und danken mit Topleistungen. Bereits am Starttag überzeugten die Schweizer. Schweiz II mit Michael Burch, Claude-Alain Delley und Marcel Ackermann holte vor Dänemark und Finnland Rang 3. Nochbesser schossen Olivier Schaffter, Marco Müller und Rafael Bereuter für Schweiz I. Ihr Total reichte nicht zum Sieg. Angeführt von Michael Podollak übertraf das östreichische Trio die starken Schweizer noch um einen Punkt. Auch im Einzelwettkampf stand der Österreicher den Schweizer Ausgabe 9 // September 2012 

vor der Sonne. Zwar lag Podolak nach zwei Stellungen noch hinter Marco Müller, gleichauf mit Schaffter, in Lauerstellung. Doch mit seinem Kniendendspurt konnte er die beiden starken Schweizer noch hauchdünn überflügeln. Im SchweizerTeam überzeugten nicht nur Marco Müller und Olivier Schaffter, starke Leistungen lieferten auch Alaude-Alain Delley, Rafael Bereuter, Alex Eberli, MIchael Burch und Marcel Ackermann.

Die Revanche im Schnellfeuer Zum Abschluss des Turniers gelang den Schweizer Gewehrschützen die grosse Revanche: Sie gewannen im Schnellfeuerwettkampf den Teamwettkampf und stellten mit Rafael Bereuter auch den Einzelsieger. Der Schnellfeuerwettkampf Gewehr 300m stellt ganz spezielle Anforderungen. Und diese erfüllten die jungen, frechen Schweizer überraschend am besten. Angeführt von Olivier Schafter totalisierten Rafael Bereuter und Marco Müller ein Resultat, das von den zuvor dominierenden Österreicher nicht annähernd erreicht wurde. Trotz überragendem Michael Podolak im Team, mussten die nämlich gar um Rang zwei bangen. Bei Schweiz II lieferten näm-

lich auch Michael Burch, Claude-Alain Delay und Marcel Ackermann gute Resultate, sodass noch vor Polen Rang drei resultierte. Im Einzelwettkampf steigerte sich Rafael Bereuter gegenüber dem Teamwettkampf noch um drei Punkte und liess sich vor dem Dänen René Kristiansen als Sieger feiern. Auch Schaffter, Burch und Ackermann liessen den Österreicher Podolak noch hinter sich. Mit der Pistole erwiesen sich die Polen erneut als stärkstes Team, die Schweizer mit Hansruedi Götti, Steve Demierre und Bruno Schenk holten erneut Rang 6. Im Einzelwettkampf, der vom Finnen Marko Räsänen gewonnen wurde, blieb Götti (10.) bester Schweizer. Den Teamwettkampf Pistole 25m (Zentralfeuer) gewann Polen vor Öesterreich und Finnland. Polen stellte mit Piotr Daniluk auch den Einzelsieger. Das Schweizer Team mit Hansruedi Götti, Steve Demiere und Bruno Schenk kam auf Rang 6. Speziell am CISM-Turnier sind nicht nur die Wettkämpfe, auch das Rahmenprogramm entspricht einem Grossanlass. So waren hochkarätige Gäste, wie der holländische Botschafter, zu sehen und zur Siegerehrungen in Bern spielte sogar das Militärspiel auf.  ●

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Aktuell

Harsche Kritik an Olympiaschützen Mit Erstaunen haben die SSVVerantwortlichen von den Äusserungen von Bundesrat Ueli Maurer in Bezug auf die Leistungen der Schützen an den Olympischen Spielen Kenntnis genommen. Dass die gesteckten Ziele (ein Finalplatz) in London hauchdünn (Bürge 2x) nicht erreicht wurden steht ausser Debatte. Sachliche Kritik ist angebracht, ein Vergleich mit einer «Touristengruppe» jedoch fehl am Platz. Die Schweizer Schützen haben sich professionell auf diese Olympischen Spiele vorbereitet und sich auch in London professionell verhalten. Niederlagen aber gehören zum Sport. Nun gilt es diese zu analysieren und die Schlüsse daraus zu ziehen. Ein kurzfristig anberaumtes Gespräch von SSV-Präsidentin Dora Andres, Vize Andreas von Känel und Ines Michel (Chefin Spitzensport SSV) mit Bundesrat Ueli Mau-

Solche Zeitungsartikel sorgten in Schützenkreisen für Empörung. rer und Peter Minder (Chef Kommunikation VBS) hat Klärung gebracht. Bundesrat Maurer und Peter Minder haben die Schweizer Schützen in London nicht live in Aktion gesehen. Die vom Journalisten zitierten Äusserungen sind einem lockeren Gespräch

allgemein über das Schiesswesen in der Schweiz gemacht worden und vom Journalisten schlicht auf die Schweizer Olympiaschützen übertragen worden. Das darf als journalistisches «Gauklerstück» bezeichnet werden.(sis) ●

«Unser Herz schlägt für die Schützen» Die Leistungen der Schützen bei den Olympischen Spielen in London 2012 haben eine Polemik ausgelöst. Eine gewisse Erwartungshaltung war begründet, deshalb auch die Enttäuschung. Ungewollt haben auch wir zu dieser Polemik beigetragen, obwohl unser Herz auch für die Schützen schlägt! Die Schweiz war schon immer und bleibt auch weiterhin ein Volk von Schützinnen und Schützen. Wir setzen uns konsequent für die Weiterführung des Obligatorischen ein und wir engagieren uns für das ausserdienstliche Schiesswesen. Wohl wissend, dass die Schützen immer noch den viertgrössten Sportverband der Schweiz stellen. Schon nur ein Blick auf die Ranglisten des letzten Eidgenössischen Schützenfestes in Aarau zeigt die enorme Bewegung im Breitensport, aber auch im Spitzensport. Trendsportarten kommen und gehen, Schiessen aber ist die älteste Sportart der Schweiz. Entsprechend hoch sind unsere Erwartungen an Sportschützinnen und Sportschützen. Regelmässig und in den verschiedensten Disziplinen hören und lesen wir immer wieder von Spitzenresultaten. An Europameisterschaften, Weltcups und Weltmeisterschaften. Schweizer Schützen haben auch schon Weltrekorde geschossen oder egalisiert. Einige unserer besten Schützinnen und Schützen gehörten Ausgabe 9 // September 2012 

Bundesrat Ueli Maurer in Schiessjacke. und gehören immer noch zur Weltelite, keine Frage. Und auch an den Olympischen Spielen befanden sich immer wieder Schweizer Schützen bei den Erfolgreichsten: Hans Spillmann, Kurt Müller, Dani Nipkow, Michel Ansermet gewannen Medaillen und wurden zu Stars, aber auch berühmte Schützenkönige wurden zu Nationalen Helden wie zum Beispiel Norbert Sturny oder Pierre-Alain Dufaux. Deshalb schauen wir auch immer wieder gespannt auf die Resultatlisten der Olympischen Spiele. Wir hoffen, dass unsere Schützinnen und Schützen wieder einmal weit oben anzutreffen sind. In unserer ureigenen Sportart in der wir einen Ruf

zu verteidigen haben. Und ja, zugegeben, wir sind dann enttäuscht, wenn es wieder nichts wurde mit Medaillen. Vielleicht mehr enttäuscht als bei anderen Sportarten. Weil es etwas mit unserer Ehre als Schützennation zu tun hat? Dabei ist uns völlig klar, welch enorme Arbeit dahinter steckt, um überhaupt wettbewerbsfähig zu sein, selektioniert zu werden und mitmachen zu können. In der immer grösser werdenden Welt des Profisports werden die Bedingungen für die Amateur-Spitzensportler immer schwieriger und es bedingt eine gehörige Portion Engagement und Willen um sich so durchsetzen zu können. Dessen sind wir uns bewusst! Aus diesem Grund wünschen wir allen Schweizer Sportschützinnen und Sportschützen jetzt schon viel Kraft, positives Engagement und Erfolg beim Aufbau zu den 31. Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro. Und wenn es dort wieder einmal eine Medaille geben sollte, würden wir uns freuen und das auch entsprechend zum Ausdruck bringen. Ueli Maurer, Bundesrat Peter Minder, Chef Kommunikation VBS Lisez l'article sous www.swissshooting.ch

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Regio-News

Auf dem Weg  zum Meisterschützen wht. Rund 30 Eltern, Angehörige, Bekannte und weitere Gäste konnten am Besuchstag im Rahmen des Trainingslagers für die Kantonalkader des Zürcher Schiesssportverbandes (ZHSV) im Sportzentrum Filzbach/Kerenzerberg von der ausgezeichneten Arbeit, die an der Basis der Nachwuchsausbildung geleistet wird, Kenntnis nehmen. Beim Rundgang überzeugten sich auch Hansruedi Oberholzer, Coach des Zürcher Kantonalverbandes für Sport (ZKS), Roger-René Müller, Chef Kompetenzzentrum Breitensport im Schweizer Schiesssportverband (SSV) und Max Meier (ZHSVEhrenpräsident) vom umfangreichen Ausbildungsangebot. Geleitet wurde das achttägige traditionelle und lehrreiche

Trainingslager von René Koller (Abteilungsleiter Ausbildung) und Lagerleiter Ruedi Frick (Ressortleiter Nachwuchskader) vom Kantonalverband. Sie wurden unterstützt von einem ausgewiesenen und kompetenten Ausbildungskader. Vermittelt werden die schiesstechnischen Grundlagen mit den verschiedenen Sportgeräten Gewehr, Pistole und Armbrust. Neben dem technischen Aufbau stehen das eigentliche Schiesstraining und die Trainingsmethoden im Ausbildungsangebot. Aufgelockert wird Theorie und Praxis zudem mit zahlreichen polysportiven Einlagen. «Wir streben mit grossem Aufwand an, den Lagerteilnehmern ein bleibendes Erlebnis zu vermitteln. Alle werden ihren Fähigkeiten entsprechend geför-

Die Teilnehmer des Trainingslagers vor den Churfirsten. dert, sie sollen besonders den Plausch am Sportschiessen bekommen», fasst René Koller zusammen. «Das Trainingslager für Jugendliche (bis 16-jährig) und Junioren (bis 20-jährig)

bietet eine wichtige Grundlage für die Zugehörigkeit zum Kantonalkader, gleichzeitig aber auch als Start für eine sportlich erfolgreiche Karriere als Sportschütze.» ●

Zürcher Ratsherrenschiessen in Fehraltorf RoMü. Das 19. Zürcher Ratsherrenschiessen zog über 900 Schützen nach Fehraltorf. Nebst dem Schiessport stand dabei auch der gesellige Kontakt unter den Behördenmitgliedern im Zentrum. Das Zürcher Ratsherrenschiessen war 1472 das erste Schützenfest auf Zürcher Boden. Damals schossen über 600 Schützen und Regierungsmitglieder der eidgenössischen Orte, den Niederlanden, Süddeutschland und dem Tirol. Das Ratsherrenschiessen im heutigen Sinne fand 1982 zum ersten Mal statt. Seither wird es jeweils alle zwei Jahre sowie am Zürcher Kantonalschützenfest durchgeführt. Amtierende und ehemalige Behördenmitglieder sowie Gastgruppen aus Wirt-

Das Siegerteam Ratsherren v.l: Willi Frick , Jean-Claude Conrad, Isidor Manhart und Jakob Meier mit Regierungsrat Thomas Heiniger schaft, Verwaltung und Politik schätzen diesen Anlass sehr, wie es sich an der 19. Ausführung in Fehraltorf zeigte. Auch gesellschaftlich hat das Ratsherrenschiessen eine wichtige Bedeutung. Hier können immer wieder wertvolle Kontak-

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te unter Behördenmitgliedern in einem ungezwungenen Rahmen geknüpft werden. Regierungsratspräsident Markus Kägi hatte im Schiessen etwas weniger Glück, zog aber trotzdem verschiedene Parallelen zur Politik. «Beim Schiessen wird die Wahr-

heit immer im geschossenen Resultat generiert; was in der Politik nicht immer der Fall ist» erklärt Kägi. Die detaillierten Ranglisten finden sie unter www.fehraltorf.ch ●

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Regio-News

Ein aussergewöhnlicher   Vorderladerschütze Seit in den 70er Jahren das Vorderladerschiessen wieder entdeckt wurde, gibt es keinen erfolgreicheren Vorderladerschützen als Hans-Peter Rüfenacht. Es ist dennoch erstaunlich, dass der Bottenwiler an der Schweizer Meisterschaft in Genf im Juni gleich in allen 9 Disziplinen, in welchen er startete, eine Medaille gewann. Die erstaunlichsten Resultate waren: 5 x Gold, 2 x Silber und 2 x Bronze und in der Disziplin Lamarmora (Perkussionsmilitärgewehr 50m stehend) legte er mit 99 Punkten noch einen neuen Schweizerrekord auf sehr hohem Niveau vor. Mit diesen fünf Schweizer Meistertiteln hat er seine 97. Schweizermeisterschafts- Goldmedaille errungen. Seine Erste liegt 25 Jahre zurück. Damals konnte er in der Disziplin Vetterli (Perkussions- Freigewehr 50m stehend) zum ersten Mal zuoberst auf das Treppchen steigen. Hans-Peter Rüfenacht ist auch international ein sehr erfolgreicher Schütze. Da kann er mit vier WM- und sieben EMGoldmedaillen aufwarten. Hin-

zu kommen noch zahlreiche Silber- und Bronze- Medaillen. Mit seinem neuen Schweizerrekord in Lamarmora hält er zur Zeit gleich 7 Schweizerrekorde. Diese Erfolge kommen nicht von alleine. Hans-Peter ist in Sachen Schiessen sicher ein Talent der besonderen Art. Dazu kommen aber auch noch viel Selbstvertrauen, Konzentration, gute Kenntnisse der Waffen und sehr viel Training. Gegenüber seinen Vereinskameraden vom Schwarzpulver Schützen Club Musketier ist er sehr hilfsbereit. Dank seiner Hilfe und Anweisungen konnten einige der Vereinsmitglieder seinem Eifer folgen. So gab es für die Musketiere an der Schweizermeisterschaft durch Katharina Stierli aus Reinach AG mit 2 x Gold und Esther Eggenschwieler aus Matzendorf 1 x Gold nochmals 3 Schweizermeister-Titel für die Musketiere. Somit sind die Replika Langwaffendisziplinen vorwiegend in der Hand der Musketiere. Mit je x 2 Gold und noch weiteren Medaillen gehören Her-

Stolzer Sieger: Hans-Peter Rüfenacht. bert Grad aus Genf, Bruno Reber aus Bern und Urs Flury aus Liestal zu den weiteren sehr erfolgreichen Schützen. Der 16-jährige Adrian Eichelberger aus Madiswil versuchte den alten Hasen nachzueifern und kann nun stolz eine Gold- und eine Silbermedaille präsentieren. Die Kurzwaffendisziplinen liegen vorwiegend in der Hand der Berner Schützen. Die Schweizermeisterschaft, ausgerichtet von der Sektion «Poudre Noire» des traditions-

reichen Schiessverein Exercices de l`Arquebuse et de la Navigation Genève, war perfekt organisiert. Ein Highlight dieser Schweizermeisterschaft war sicher auch das Schützendinner, ausgerichtet im Saal der Schützenkönige. Gesamtranglisten und Erklärungen der Disziplinen finden Sie auf der Homepage des Verbandes der Schweizer Vorderladerschützen unter www.vsv-schuetzen.ch ●

Wil wird 2014 zur Schützenhochburg

Die Vorbereitungen für das 62. St. Galler Kantonalschützenfest laufen auf Hochtouren. Das OK ist komplett. Das St. Galler Kantonalschützenfest wird alle fünf Jahre ausgetragen. Vom 19. Juni bis 6. Juli 2014 wird die Region Wil Ausgabe 9 // September 2012 

zur Schützenhochburg. Rund 7000 Teilnehmende aus dem ganzen Kanton sowie aus der übrigen Schweiz werden an diesem Grossanlass erwartet. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Das Organisationskomitee steht. Die Trägerschaft für das Kantonalschützenfest 2014 setzt sich aus den 19 Vereinen aus dem Einzugsgebiet des Regionalschützenverbandes Fürstenland zusammen. Den Gewehr- und Pistolen-

schützen wird für die Wettkämpfe eine grosszügige Infrastruktur mit grossem elektronischem Scheibenangebot und Festzelt zur Verfügung stehen. Das St. Galler Kantonalschützenfest wird bereits zum 7. Mal in Wil ausgetragen. 1838, 1857, 1901, 1938, 1962 und 1989 erfolgte die Organisation jeweils durch die Stadtschützen Wil. Für das Kantonalschützenfest 2014 haben erstmals die

Schützen des Regionalschützenverbandes Fürstenland ein OK gebildet. Eröffnet wird das Fest am Donnerstag, 19. Juni 2014, mit einem Behörden-, Gäste-, Sponsoren- und Medienschiessen sowie dem Armeewettkampf. Am Donnerstag, 3. Juli, wird das Kantonalschützenfest der St. Galler Veteranen durchgeführt.  ●

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Regio-News

1. Swiss Police Steel   Challenge in Lenzburg

Erster Polizeiwettkampf für Madeleine Sommer, Stadtpolizei Winterthur. Nach 5 durchgeführten Wettbewerben entschloss sich Matchdirektor Robert M. Stöckli dieses Jahr einen reinen Behördenwettkampf für Polizei, Grenzwache und militärische Sicherheit anzubieten. Geschos-

sen wurde auf dem Gelände der Schützengesellschaft Lenzburg. Schliesslich traten 29 Polizisten und eine Polizistin mit originaler Dienstausrüstung zum anspruchsvollen Bewerb – Schiessen auf Stahlplatten - an und

absolvierten mit Pistole und MP total 39 Durchgänge zu 5 Schuss. Netto wurden 195 Patronen verschossen. Ein Drittel der Teilnehmer stammte aus dem Kanton Aargau, wobei die besten Schützen aus den Reihen des

Verbandes Aargauer Gemeindepolizeien kamen. Andreas Hunziker, Repol Aargau Süd wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Knapp dahinter der erstarkte Brugger Martin Frey. Auf den hervorragenden Bronzeplatz schoss sich Michael Hürzeler von der Kapo Zürich. Bei vielen Teilnehmern handelte es sich um sogenannte Stammgäste, welche sich regelmässig und auch ausserdienstlich mit dem praktischen Schiessen befassen und bei entsprechenden Vereinen Mitglied sind. Es kommt nicht von ungefähr, dass die drei erstplatzierten Aktivmitglieder der Combat League Aarau sind. Mit 7 Schützen in den ersten 10 Rängen zementierte die CLA ihre schweizweite Vormachtstellung im praktischen Polizeischiessen. Vollständige Ranglisten auf: www.swisssteelchallenge.ch

1.Military Shooting competition-Basel Tattoo Insgesamt 28 Tattoo-Teilnehmer aus über sechs Nationen kämpften um den ersten Sieg der Military Shooting competition - Basel Tattoo 2012 in der Gemeinschafts-Schiesssport-Anlage Rauschenbächlein in Füllinsdorf. Im Einzelwettkampf siegte Jon Gamsby aus Dänemark, gefolgt von seinem Landsmann Jimmi Kristensen und Benjamin Casey aus Neuseeland. Die Nationenwertung gewann ebenfalls Dänemark, vor Neuseeland und Finnland. Initiant dieses Wettkampfes war Matthias Steiner, Gruppenleiter Basel Tattoo. Er hatte die Idee, das Schiessen im Freizeitprogramm der Tattoo-Teilnehmer anzubieten. «Dieser Wett-

kampf hat eine friedliche Symbolik, wenn doch ehemalige NATO Soldaten gemeinsam mit Russen in einem Schiessstand einen Wettkampf absolvieren», erklärt Steiner. Gewisse Tattoo-Soldaten waren das erste Mal in der Schweiz, so gab ein Teilnehmer aus Finnland folgendes Statement: «Hier in der Schweiz ist alles so gut organisiert, ich habe einen guten Eindruck von Basel und der Schweiz.» Auch die Organisatoren ziehen eine positive Bilanz, danken ihren Helfern und sind überzeugt, dass es auch im nächsten Jahr eine Fortsetzung gibt, wenn es heisst: 2. Military Shooting competition - Basel Tattoo 2013.  ●

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Siegerfoto mit den Organisatoren. Ausgabe 9 // September 2012


Regio-News

Gedanken zum Nationalfeiertag von Bettina Bucher Höhepunkt der diesjährigen Feier war die Ansprache von Bettina Bucher. Die mehrfache WeltEuropa- und Schweizermeisterin sprach zu den Themen Freiheit und Freiwilligenarbeit. von markus Husner Mit Bettina Bucher sprach eine nicht nur in Schützenkreisen bestbekannte Spitzensportlerin zur aufmerksamen Zuhörerschaft. Sie bedankte sich für die Einladung und begrüsste auch die Langnauer und die Richenthaler. Sie sagte, dass es für sie ein Novum sei, die 1. Augustansprache zu halten. «Als ich mir Gedanken zur Rede machte, kam mir ein Wort in den Sinn: Freiheit.» Mit diesen Worten leitete sie ihre Gedanken über die verschiedenen Freiheiten, die wir geniessen dürfen, ein. Es gebe auch Menschen, die erst merken, wie viele Freiheiten sie hatten, wenn sie keine mehr

haben, zum Beispiel Strafgefangene. Für sie persönlich sehe sie Freiheiten beruflich und sportlich. Sie konnte ihren beruflichen Werdegang selber wählen und wurde zu nichts gezwungen. Sie könne die Arbeitszeit selber einteilen, so dass sie genug Zeit zum Trainieren und für die Wettkämpfe habe. Im Zusammenhang mit dem Sportschiessen dankte sie den Jungschützen Richenthal, welche den Anlass mit grosser Motivation und Freude organisiere: «Das finde ich super.» Es sei wichtig, dass man so jungen Leuten die Chance gebe. Doch dass das möglich sei, erfordere eine Nachwuchsförderung im Verein, und ohne Freiwillige in der Vereinsarbeit gebe es keinen Nachwuchs. 300`000 Personen würden in der Schweiz Freiwilligenarbeit leisten, pro Woche je rund drei Stunden. Das ergebe rund 24`000 Vollzeitstellen bei einem Marktwert von 2 Milliarden Franken. Im Kanton Luzern seien es rund 10`000 Per-

Auch hinter dem Rednerpult macht Bettina Bucher eine gute Figur. sonen. «Als Schweizerin bin ich stolz darauf, dass unser Land unabhängig und frei ist. Wenn ich bei Auslandwettkämpfen mit Athleten aus anderen Nationen ins Gespräch komme und höre, wie es ihnen in ihrem Land bezüglich Finanzen, Politik Sport etc. ergeht, sehe ich wie gut wir es in der Schweiz haben, und dafür bin ich dankbar.» Sie ermunterte die Zuhören-

den, sich zwischendurch bewusst zu werden, wie viele Freiheiten wir Schweizerinnen und Schweizer haben im Vergleich zu anderen Ländern bezüglich Religion, Politik, Sport usw. «In diesem Sinne möchte ich heute mit Ihnen unsere Freiheiten feiern!», schloss Bettina Bucher ihre Ansprache, und erntete grossen Applaus. ●

Una mattinata come   spettatore allo stand di tiro

Arge-Alp  2012

Il prossimo 1. settembre si terrà allo stand di tiro di Mendrisio il campionato ticinese 3x40 al fucile 300m, gara regina alla carabina. Si tratta della competizione più faticosa ed è suddivisa in tre parti distinte. Inizio nella posizione a terra con 40 colpi in 45 minuti, poi si va in piedi per i seguenti 40 colpi in 75 minuti e si termina in ginocchio con 60 minuti a disposizione per gli ultimi 40 colpi. È sicuramente una gara completa ed interessante da guardare, visti anche i vari cambi di posizione.

Si sono recentemente tenuti a Salisburgo (Austria) i giochi Arge-Alp 2012 di tiro sportivo. Della partita vi era anche una selezione della FTST al fucile ed alla pistola. Segnaliamo soprattutto buone le prestazioni ottenute al fucile 50m con il 2. rango di Andrea Rossi nelle 3 posizioni (1156) e di Sara Rossi (589) che è 4. All’olimpionico con lo stesso punteggio della 2. Al F10 ottimo 581 di Michele Verdi tra gli juniores e 589 di Andrea Rossi, entrambi 5. di categoria.  ●

Ausgabe 9 // September 2012 

Con il passare degli anni questa gara viene purtroppo però un po’ snobbata, sia dai tiratori che dal pubblico. Negli anni passati c’era una buona partecipazione sia di tiratori che di spettatori amici del tiro sportivo, che andavano a curiosare la finale, mentre con il passare del tempo si ritrovano soltanto in 8-9 finalisti e il direttore di gara. La squadra match al fucile 300m si è chiesta come fare per portare un po’ di gente allo stand di tiro, sia tiratori che non. Si è deciso di pubblicizzare maggior-

mente questa finale sia all’interno del mondo del tiro che esternamente: il pubblico potrà entrare allo stand e farsi un’idea del tiro sportivo a 300m, vedere i fucili sport e le varie attrezzature necessarie per svolgere la gara. La competizione inizierà alle 08.30 e finirà alle 11.50. Al termine della gara, presso il ristorante dello stand, si potrà pranzare in compagnia (menù: grigliata 14.-, bibite escluse). Per motivi organizzativi è gradita la riservazione (Edi: 079/638.63.41 edi50@bluemail.ch).●

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Regio-News

ISEO - Tiro della gioventù Al poligono di Iseo si è svolta domenica 15 luglio la 37. edizione del Tiro della gioventù, gara per giovani principianti fino a 16 anni. Dopo aver sponsorizzato le prime 36 edizioni, il socio onorario Giancarlo Seitz se n’è andato in pensione a tutti gli effetti. Da questa edizione quale sponsor sono subentrate le AIL. Oltre al tiro riservato ai giovani, si sono pure cimentati in un’amichevole competizione autorità e amici del sodalizio malcantonese. La manifestazione è iniziata con un succulento pranzo nostrano a base di salumi vari, risotto ai funghi porcini, arrosto di maiale, borlotti in salsa cacciatora e formaggi nostrani, alle 14.00 sono iniziate le eliminatorie dei giovani principianti. Una giornata dal meteo meraviglioso ha permesso un regolare svolgimento di tutte le competizioni, con vari ospiti presenti rappre-

sentanti politici e sportivi. La gara di Autorità & Amici è stata estremamente combattuta e, solo sul filo del rasoio, l’ha spuntata la coppia composta da Stefano Notari e Giancarlo Seitz, secondo rango tutto femminile con Susanne Holm e Maruska Gianinazzi, terzo gradino del podio per Fabio Regazzi e Gianni Gianinazzi. Il tiro della gioventù ha avuto un esito incerto fino al termine della finale, disputata dai primi dieci tiratori delle eliminatorie, grande pressione ed emozione fino all’ultimo colpo. Tifo da stadio grazie al numeroso pubblico presente. Ha vinto per il secondo anno consecutivo Alessandro Dotesio che si laurea Ré del Tiro di con ottimi 94 punti, dietro di lui nell’ordine Axel Montini, Chloè Bernasconi, Selene Bernasconi e Chantal Galeazzi, tutti con 89 punti, per determinare la classi-

Podio del Tiro della Gioventù - Trofeo AIL SA. fica si è dovuti ricorrere a un colpo secco di spareggio. È stata veramente una meravigliosa giornata di sport, amicizia e Fair Play baciata da un tempo bellissimo. Un grazie di cuore per il sostegno, alle AIL

nella persona del signor Franco Gobbi e al Municipio di Bioggio. Arrivederci al 2013 per l’edizione numero 38 del Trofeo AIL.  ●

«Olimpionico» 50m con record Ad Iseo si sono tenuti sabato 14 luglio i campionati cantonali «match olimpionico» al fucile 50m. La finale è stata preceduta da due eliminatorie a Taverne per gli elite e a Giubiasco per gli juniores per definire i 10 finalisti di categoria. Tutti presenti ad Iseo i finalisti qualificati. Tra gli juniores ampio il divario già dopo i 60 colpi di qualificazione: i migliori 8 hanno poi eseguito la finale ISSF di 10 colpi su comando (tempo massimo 45 per colpo). Molto buoni i risultati della finale dove si è imposto Omar Guerra, Avegno con 681.0 punti (578/103.0, miglior finale in assoluto) davanti a Michele Verdi, Gordola (675.2) e a Sara Bassetti, Giubiasco (670.2). Tra i veterani, si è svolto un programma «diretto» di 60 colpi

senza finalissima. Gara intensa, con luce molto variabile che ha messo in difficoltà più di un tiratore. Su tutti ha avuto la meglio Germano Giraldi di Pregassona che con 574 punti precede nell’ordine Ermanno Minelli, Camignolo (570) ed Alessandro Ghezzi, Paradiso (560). La giornata, ben diretta come sempre dal capo divisione FTST 10/50m Leonardo Morelli coadiuvato da personale della locale società, si è conclusa con la finale della categoria elite. Già durante la qualificazione, Andrea Rossi ha confermato il suo attuale stato di forma colpendo ottimi 593 punti, seguito da Luca Filippini, Savosa (588) ed Emanuele Alberti, Melide (585). Con una buona finale di 102.4, Andrea con un totale di 695.4 fa suo un ulteriore record

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cantonale detenuto finora da Matteo Galli, Cureglia dal lontano 2003.

Per l’argento, Alberti grazie ad una buona e regolare finale supera Filippini. ●

Podio juniores: da sinistra Michele Verdi, Omar Guerra e Sara Bassetti. Ausgabe 9 // September 2012


Regio-News

Die Jagd auf Stahl-Hühner Das Silhouettenschiessen ist die exotischste aller Schiesssport-Disziplinen und hat in der Schweiz nur eine kleine, eingeschworene Anhängerschaft. Um weitere Kreise anzusprechen, wird deshalb einmal im Jahr ein Plausch-Wettkampf «für alle» durchgeführt. Von László Tolvaj Einige Jahre war der Verein Schweizer MetallsilhouettenSchützen (VSMS) so gut wie heimatlos und musste entweder ins benachbarte Ausland reisen, um die Disziplin ausüben zu können oder mit provisorisch eingerichteten Schiessständen vorlieb nehmen. Seit 2007 ist dies anders, denn bei den Jagdund Sportschützen Selgis AG im Muotathal konnten die Schützen nach zahllosen Fronstunden und grossen Investitionen eine Anlage nach ihren Wünschen beziehen. Vorläufig wird in Selgis nur auf halbe Distanzen geschossen, das heisst auf 25, 50, 75 und 100 Meter. Es ist jedoch geplant, zu einem späteren Zeitpunkt die Anlage auf die volle Länge von 200 Meter auszubauen. Aber auch so ist der technische Aufwand immens, sind doch mehrere Kilometer Druckluft-Leitungen in den Boden verlegt worden, um die Stahlziele ferngesteuert bedienen zu können. Wegen den verkürzten Distanzen weisen auch die «Tiere» (beim Silhouetten-Stich) nur die halbe Grösse auf. Das Huhn auf 25 Meter ist lediglich 14 cm hoch, das Schwein auf 50 Meter 19 cm, der Truthahn auf 75 Meter 34 cm und der Widder auf 100 Meter 29 cm. Diese Tiersilhouetten bestehen aus Stahlplatten und haben ein gewisses Gewicht. Es braucht daher schon einiges an Punch, um sie vom Ausgabe 9 // September 2012 

Sockel zu hauen beziehungsweise nach hinten klappen zu lassen. Das mussten auch diejenigen Schützen einsehen, welche mit ihren 9-mm-Armeepistolen zur Jagd bliesen.

Grosse Kaliber gefragt Für Profis ist das Kaliber .44 Magnum bei den Faustfeuerwaffen die untere Grenze. Die Patrone mit dem dazugehörigen Revolver von Smith & Wesson ist bekannt aus Filmen wie «Dirty Harry» mit Clint Eastwood und wird in den USA auch bei der richtigen Jagd eingesetzt. Wegen der gekrümmten Flugbahn des nicht gerade windschlüpfrigen Geschosses ist die Wirkung auf die grösseren Distanzen dieses Kalibers eher marginal, sodass stärkere (nicht aber unbedingt grössere) Kaliber bevorzugt werden. So werden von den Silhouetten-Cracks oft angepasste Gewehrpatronen aus ein- oder mehrschüssigen Kurzwaffen verschossen, die eine gestrecktere Flugbahn aufweisen und den Widder auf 200 Meter noch zuverlässig umhauen. In Selgis hat man am letzten Juli-Wochenende, als zum Wett-

kampf für Jedermann geladen wurde, fast alle möglichen Kaliber gesehen, von der 9 mm Parabellum über .357 und .44 Magnum bis .500 S&W oder .45-70 Government, eine Gewehrpatrone aus der Schwarzpulverära, allerdings auch aus dem Revolver verschossen. Um solche starken Ladungen zu beherrschen, braucht es nicht nur ein starkes Handgelenk, sondern auch einiges an Übung und Erfahrung, sonst sind Fehlschüsse vorprogrammiert.

Von links nach rechts Die wichtigsten Regeln sind beim Silhouettenschiessen schnell aufgezählt: Jeweils fünf Tierbilder sind von links nach rechts mit je einem Schuss zu beschiessen, was nicht getroffen wurde, wird stehen gelassen. Getroffen ist, was umfällt. Neben dem präzisen Schiessen wird auch bei den Silhouettenschützen die Sicherheit gross geschrieben. Die Waffen auf der Ladebank werden erst auf Kommando geladen, nach dem Schiessen folgt ein kontrolliertes Entladen, erst dann darf die Stellung verlassen werden. Wegen den doch eher grös-

seren Schussdistanzen ist es von Vorteil, wenn der Schütze durch einen Spotter unterstützt wird. Dieser beobachtet die Ziele durch ein Spektiv und kann, falls erforderlich, auch Korrekturen durchgeben. Vor allem beim Vorbeischiessen ist es wichtig zu wissen, in welche Richtung korrigiert werden muss. So ist denn das Silhouettenschiessen eigentlich ein Teamsport, bei dem beide Partner das Ihrige zum Erfolg beitragen. Der Anlass wurde in Selgis zum fünften Mal durchgeführt und stiess am Samstag Nachmittag bereits an seine Kapazitätsgrenzen. Insgesamt absolvierten an zwei Tagen über 100 Schützinnen und Schützen die verschiedenen Stiche für Langwaffen (Gewehre und Unterhebel-Repetierer aller Kaliber) auf 100 Meter, für Kurzwaffen (Revolver und Pistolen aller Kaliber) auf 50 und 100 Meter sowie den Silhouetten-Stich für Pistolen und Revolver auf alle vier Distanzen. Weitere Informationen zum Silhouetten-Schiessen und die Ranglisten finden Sie unter www.vsms.org ●

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Regio-News

Milizen des Bleniotals   feiern 200-Jahr-Jubiläum Gedenkschiessen

Die napoleonischen Milizen von Aquila, Leontica und Ponto Valentino haben ihr Jubiläum mit zahlreichen Veranstaltungen gefeiert, unter anderem mit einer historischen Ausstellung, dem Gedenkschiessen und dem Buch «200 anni delle milizie storiche bleniesi» («200 Jahre historische Milizen des Bleniotals»).

Der Verein «Tiratori del Lucomagno» hat auf dem Schiessplatz von Ponto Valentino Gedenkschiessen organisiert: Am 26. Mai 2012 hat jenes für die Offiziere, die Unteroffiziere und die Polizeikorps stattgefunden, Anfang Juni jenes für die Schützen des SSV und am 16. Juni das interne Schiessen der Milizen. Wie es sich für ein historisches Schiessen gehört, waren nur Ordonnanzgewehre zugelassen, ohne Probeschüsse. Es gingen 6ser-Teams an den Start, und das Programm sah eine Maximalpunktzahl von 200 Punkten vor: 2 Schüsse EF auf A5, 4 Schüsse in Serie auf A10 in 120”, 5 Schüsse in Serie auf A10 in 120” und ein Schuss auf A100 in 60”.

Von Edy Ramelli Im Mittelpunkt standen die traditionellen Feiern: San Giovanni Battista in Leontica (22.–24. Juni 2012), Madonna del Rosario in Aquila (30. Juni–1. Juli) und Madonna del Carmelo in Ponto Valentino (14.–16. Juli). Die offizielle Gedenkfeier wird Mitte September stattfinden, und am 28. November 2012 wird in Olivone die Schlussfeier über die Bühne gehen.

Die Ursprünge Die Mediationsakte aus dem Jahr 1803 erlaubte es dem Tessin, als «souveräner Kanton» der Eidgenossenschaft beizutreten. Als Gegenleistung verlangte Napoleon von der Schweiz, dass sie ihm Soldaten zur Verfügung stellt. Anfang 1812 standen entlang der Elbe 53`000 Soldaten bereit, darunter 9`000 Schweizer, die in 12 Bataillons unter dem Befehl des Divisionskommandanten General Merle standen. Das Tessiner Kontingent betrug rund 660 Soldaten. Am 24. Juni begann der Russlandfeldzug. Die Schweizer Division zeichnete sich durch ihre Kaltblütigkeit und ihre Tüchtigkeit aus. Nach geschlagener Schlacht meldeten sich 300 Soldaten zum Apell, weitere 100 waren verwundet und über 1200 vermisst. General Merle

Die besten Resultate Impressionen der Parade in Aquila. trat in die Mitte der Soldaten, die um das Biwakfeuer versammelt waren, und sagte voller Bewunderung: «Gut, Schweizer! Ihr habt wie Löwen gekämpft und alle das Kreuz der Ehrenlegion verdient. Ich werde dem Kaiser meinen Rapport machen.» Gemäss der Tradition legten unsere Leute aus dem Bleniotal, nach einem inbrünstigen Gebet, gegenüber der Jungfrau Maria ein Gelübde ab: Falls sie das drohende Gemetzel überleben würden, hätten sie eine traditionelle Miliz eingerichtet und diese den Nachkommen überliefert; jedes Jahr wollten sie am Tag der Feier für die «Madonna del Rosario» die gleichen Uniformen tragen, eine Parade abhalten, eine Prozession durchführen und vor dem Heiligenbild Wache halten. Auf die gleiche Weise wurde

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in Leontica die «Milizia di San Giovanni Battista» und in Ponto Valentino diejenige der «Madonna del Carmelo» gegründet. Die Milizen von Malvaglia e von Olivone wurden dagegen im Verlaufe der Zeit aufgelöst. Die «Confraternita della Beata Vergine del Carmelo» wurde im Jahr 1656 gegründet. Aus den Rats-Protokollen von 1805 und 1809 erfahren wir, dass auch junge Männer aus Ponto Valentino ausgelost und in das napoleonische Heer eingezogen wurden. Weitere Protokolle von 1828 bestätigen, dass das Gelübde gegenüber der Madonna eingehalten wurde. Noch heute lösen die Einwohner von Ponte Valentino – trotz allen gesellschaftlichen Veränderungen – das Versprechen ein, das ihre Vorfahren abgegeben hatten.

Im paramilitärischen Schiessen haben sich 12 Gruppen klassiert, der Sieg ging an die ASSUBellinzona mit insgesamt 1027 Punkten. Gionata Gianella (182) platzierte sich vor Giovanni Ferrari (181), Marzio Canova und Maurizio Mistri (180). Auch der Wettkampf der Schützenvereine war ein voller Erfolg: 33 Gruppen haben sich klassiert, wobei sich der Verein «Tiratori San Salvatore» mit 1083 Punkten souverän durchsetzte, gefolgt von den «Tiratori del Lucomagno» von Ponto Valentino (1074) auf dem 2. und den «Liberi Tiratori dell’Adula» (1052) auf dem 3. Rang. Es haben immerhin 245 Schützen teilgenommen: Als Schützenkönig konnte sich mit 193 Punkten Martino Morosi (Liberi Tiratori dell’Adula) feiern lassen, gefolgt von Leonardo Morelli (Tiratori del Vedeggio) und Ralph Müller (Tiratori San Salvatore, 191 Punkte). ● Ausgabe 9 // September 2012


Ausblick

67. Schwaderlohschiessen Das Schwaderlohschiessen ist eines der bedeutenden historischen Schiessen der Schweiz. Es gelangt am Sonntag, 30. September 2012 zum 67. Mal in der Nähe des Schlachtfeldes, auf dem vor über 500 Jahren die Eidgenossen im Rahmen des Schwabenkrieges siegreich waren, zur Austragung. WERNER LENZIN Wie einst bei den alten Eidgenossen, wird vor dem Einsatz der Waffe am 30. September ein ökumenischer Gottesdienst abgehalten. Am gleichen Tag werden der Gewehrwettkampf, der Pistolenwettkampf, und der Mi-

litärwettkampf durchgeführt. Sobald das Schiessen beginnt, wird auf freiem Feld dem historischen Schlachtfeld «Bäärenmoos» gegen den Schiesswall der Feldschützengesellschaft Neuwilen auf insgesamt 24 Scheiben gefeuert. Die Gruppengrösse umfasst acht Schützen. Je fünf Schüsse geben die Schützen stehend, kniend und liegend ab. Probeschüsse kennt man nicht am Schwaderlohschiessen und die Scheibe ist lediglich vier Sekunden sichtbar. In dieser kurzen Zeit gilt es mit dem Langgewehr, Karabiner, Sturmgewehr 57 oder Sturmgewehr 90 anzuschlagen und zu feuern. Es gibt lediglich

Impressionen vom letzten Schwaderlohschiessen. einen Treffer oder einen Nuller. Alle Schützinnen und Schützen, die das Maximum von 15 Treffern erzielen, nehmen am Ausstich teil. Dabei gilt es, ruhig zu bleiben und möglichst die Nerven zu behalten, wenn, verfolgt von hundert Augenpaaren, die entscheidenden Schüsse abgegeben werden. Zwischen 15

und 30 Schützen nehmen jeweils an diesem Ausstich teil. Auch die Pistolenschützen kommen zum Zuge. Auf der benachbarten Anlage der Handrohrschützen Alterswilen stehen ihnen acht Scheiben zur Verfügung. ●

500-Schuss-Marathon 360. Toggenburger Landschiessen Nach zwei erfolgreichen Ausgaben in den letzten beiden Jahren wird auch dieses Jahr wieder ein 500-SchussMarathon stattfinden. Entstanden ist diese Idee aus der Tatsache, dass die Munition in 500er -Packungen geliefert wird. Geschossen wird mit dem Luftge-

wehr und neu auch mit der Pistole über 10m. Qualifizieren kann sich Jeder/Jede. Die Besten können dann am weltweit einmaligen 500-Schuss-Luftgewehrmatch starten. Mehr Information und Anmeldung unter: www.500schuss.ch und 500_schuss@gmx.ch  ●

Wiederum rüstet sich Lichtensteig zum 360. Toggenburgischen Landschiessen! Am 29. Sept., 1., 6., 7. und 8. Okt. werden Schützen aus allen Regionen zum Wettkampf erwartet. Das Schiesspro-

gramm, in den 3 Waffenkategorien getrennt, mit fünf Stichen für Einzelschützen, dem Gruppenwettkampf sowie Vereinsund Nachdoppelkonkurrenz bildet die Basis für einen spannenden Wettkampf.  ●

Wichtige Termine 1.

September

GM 300m Final, Zürich

1.

September

SPGM 25m, Thun

1.

September

100 Jahre Morgartenschiessen (Festakt und Volksapéro)

-2.

September

SMM G50, 7. Runde

-2.

September

Feldstich G/P Final

-2.

September

SPGM 50m, 3. Runde

2.-9.

September

SM G/P, Thun

7.

September

GV GöV, Thun

4.-9.

September

Universiade (Studenten-WM) in Kasan

8.

September

FP-EM 50m, Final, Lausanne

10.

September

Knabenschiessen Zürich

-15.

September

SSM G/P 2. Runde

15.

September

LZ Cup Final Buchs

22.

September

SGMJ G300m, Zürich

23.-29.

September

Nachwuchslager, Tenero

23.

September

SMM G50, Final, Schwadernau

Ausgabe 9 // September 2012 

TirSuisse // TiroSvizzera // TirSvizzer  SchiessenSchweiz  65


Ausblick

36 Medaillensätze warten 36 sets de médailles attendent Nur wenige Tage nach den olympischen Entscheidungen geht der Kampf um Edelmetall auf nationaler Ebene weiter. Eröffnet wird mit den Finals Gruppenmeisterschaft Gewehr 300m in Zürich und Pistole 25m in Thun. Dann kämpfen eine Woche lang die besten Schweizerinnen und Schweizer um Einzeltitel in Thun.

à Thoune, pour désigner les vainqueurs des titres individuels.

Von Max Flückiger Vor allem die Gruppenmeisterschaft Gewehr 300m fasziniert Aktive und Fans seit Jahrzehnten. So ist zu erwarten, dass am 1. September neben den Aktiven auch viele Zuschauer den Weg ins Zürcher Albisgüetli finden. Bereits in den drei Hauptrunden blieben einige erfolgsgewohnte Equipen auf der Strecke. So ist auch im Kampf um den Titel

Erst am Hals sorgen Medaillen für richtige Gefühle.

Noch sind die Medaillen am falschen Ort.

Spannung garantiert. Das gilt auch für den GM-Final Pistole 25m der am gleichen Tag in Thun ausgetragen wird. Ab Sonntag kämpfen dann die besten Schützinnen und Schützen des Landes in der Guntelsey Thun um Edelmetall. 36 Medaillensätze warten auf Abnehmer. Dabei richtet sich das Augenmerk auf die olympischen Disziplinen, denn hier sind auch alle Olympia-Fahrer am Start und werden beweisen, dass sie in London unter ihrem Wert abgeschnitten haben. Sie im Kampf um Gold zu bezwingen, wird bestimmt nicht leicht. In den anderen Wettbewerben Favoriten auszumachen, ist weit

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schwieriger, denn bei der grossen Leistungsdichte in diesen Disziplinen spielt die Tagesform eine entscheidende Rolle.  ● Das GM-Programm www.swissshooting.ch SM-Programm + Resultate www.swissshooting.ch

La lutte pour les médailles, au niveau national, continue seulement quelques jours après les épreuves olympiques. Elle sera ouverte par les finales du championnat de groupe 300m à Zürich et 25m à Thoune. Les meilleurs tireurs suisses se battront ensuite pendant une semaine,

C’est surtout le championnat de groupe 300m qui fascine les tireurs actifs et les fans depuis des décennies. On peut donc s’attendre à un afflux important de spectateurs et de tireurs le 1er septembre à l’Albisgüetli zurichois. Quelques équipes habituées au succès sont restées sur le carreau, dès les trois premiers tours. Le suspense pour la lutte au titre est donc garanti. C’est également valable pour la finale du CS pistolet 25m, à la même date à Thoune. A partir du dimanche 2 septembre les meilleurs tireurs du pays en débattront à la Guntelsey à Thoune, pour l’obtention des médailles. Les meilleurs se partageront 36 médailles d’or, d’argent et de bronze. L’attention est braquée sur les disciplines olympiques, car tous les participants des JO seront présents et devront prouver, qu’à Londres, ils ont été battus en dessous de leur valeur réelle. Cela ne sera pas facile de les contraindre à se battre pour l’or. Nommer des favoris dans les autres compétitions est beaucoup plus difficile, le niveau de performance étant très serré dans ces disciplines, c’est la forme du jour qui sera déterminante. ● Le programme championnat de groupe www.swissshooting.ch Le

programme

championnat.suisse

+ resultats www.swissshooting.ch

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Ratgeber

«Taille du guidon» Lors du tir avec un guidon annulaire, la question se pose à toutes les distances, de savoir quelle est la taille optimale de l’anneau, quelle est l’ouverture l’iris du dioptre correspondante et quelle est la distance idéale de l’œil au dioptre. Et ceci dans quelle condition d’éclairage, clair/ sombre. Est-ce que l’utilisation de filtres est recommandée ? Daniel Burger: la taille de l’anneau du guidon est une affaire très individuelle, car chaque tireur perçoit l’image de visée d’une autre façon. Au vu de mes nombreuses années d’expérience, je peux dire que beaucoup de tireurs utilisent un anneau ayant un trop petit diamètre! On reconnait ces tireurs au fait qu’ils obtiennent de très bons résultats lors des entraînements, alors qu’en compétition ils ont grande peine à faire partir leurs coups. La tension accrue régnant lors de la compétition perturbe l’image de visée perçue comme idéale lors de l’entraînement et alors, le tireur cherche à maintes reprises un réglage optimal qui, dans le cadre d’une compétition, n’est malheureusement que très rarement trouvé. Conséquence: On n’est plus à même de déclencher proprement son coup.

Trainer Daniel Burger. L’usage d’anneaux de plus grands diamètres peut être entraîné. L’œil s’accommode au fil du temps (perception de l’image de visée) à ce nouveau choix. Ces dernières années, on a aussi tendance à utiliser des anneaux plus fins (épaisseur de l’anneau). Il y a quelques années, un international est venu me voir, car il voulait échanger l’anneau de son guidon. Nous ne sommes toutefois pas parvenus à dévisser le porte-guidon pour en extraire l’anneau utilisé jusque-là. Ce tireur n’ayant pendant plus de dix ans jamais procédé à un tel échange, le porte-guidon était bloqué par la rouille. Il ne s’agissait pas de n’importe quel tireur, mais du roi du tir de la Fête fédérale de Frauenfeld, Norbert Sturny.

Cet épisode nous démontre que des changements fréquents ne sont pas toujours favorables, mais qu’une perception constamment pareille de l’image de visée est bien plus importante. On peut aujourd’hui, également lors de compétition internationales, observer de plus en plus fréquemment que les tireurs n’utilisent pratiquement plus d’anneaux réglables. La plupart utilisent des anneaux fixes. Ce qui est valable pour la carabine petit calibre 50m ne peut pas être repris tel quel pour le 300m. A 300m, on tire généralement avec un anneau de 1 à 2 dixièmes plus grand. Par expérience, nous pouvons dire que: • pour le tir en position couché, des anneaux d’un diamètre de 3,3 à 3,8 sont le plus fréquemment utilisé • debout et à genoux, on tire généralement avec un diamètre de 1 à 3 dixièmes plus grand (à causes des mouvements plus amples) • en compétition, il vaut mieux utiliser un anneau d’un diamètre un peu plus grand, à cause de la tension accrue • la tendance est à l’anneau d’un diamètre fixe, peint sur verre

• la distance de l’œil au dioptre devrait être de 2 à 4 cm • l’ouverture de l’iris devrait être réglée entre 1,0 et 1,6 ; dès qu’on est en dehors de ces paramètres, la distance de la tête n’est plus idéale. • munir l‘iris d’un filtre (gris, de couleur ou polarisé) permet de réagir immédiatement lors de changement de luminosité. ● Lesen Sie den Ratgeber unter www.swissshooting.ch

Ratgeber Haben Sie Fragen zu Training oder Wettkampf oder zu irgendwelchen körperliche Beschwerden, die ihre Leistung beim Schiessen beeinträchtigen. Unsere Spezialisten haben bestimmt einen für Sie wirksamen Rat. Fragen senden an: redaktion@swissshooting.ch Conseils Avez-vous des questions sur l’entraînement ou la compétition, ou encore sur n’importe quelle question sur des douleurs corporelles qui auraient des effets sur vos prestations de tir? Nos spécialistes ont sûrement un conseil avisé à vous donner. Adressez vos questions à: redaktion@swissshooting.ch

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Verlag/Edition: Schweizer Schiesssportverband, Lidostrasse 6, 6006 Luzern, Telefon 041 370 82 06

Offizielle Verbandspublikation des Schweizer Schiesssportverbandes

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Publication officiel del al fédération sportive suisse de tir Publicazione ufficiale della federazione sportiva svizzera di tiro

Ausgabe 9 // September 2012

Erscheinungsweise/Mode de parution: monatlich/mensuel

Abo-Service: Lidostrasse 6, 6006 Luzern, Telefon 041 370 82 06

Abonnement: Fr. 38.–/Jahr (12 Ausgaben) Redaktion Schiessen Schweiz: Lidostrasse 6, Luzern, Telefon 041 418 00 30, redaktion@swissshooting.ch Redaktionsteam: Max Flückiger (maf ), Daniel Good (DG), René Wicki (rw), Iris Bossert (ibo), Marco Sansoni (san), László Tolvaj (tl). Übersetzungen: Jean-Marc Amstutz, Anne Chapuis, Philippe Zeller, Daniel Regamey, Giovanni Leardini, Edy Ramelli, Roberta Filippini.

Redaktion Armbrustschütze: Sonja Müller, Riedstrasse 12, 8224 Löhningen, Telefon/Fax 052 685 01 40, Mobile 079 944 12 21, sonja.mueller@easv.ch, sonja.mueller@swissshooting.ch, www.easv.ch Redaktionsschluss: jeweils 8. des Monats Erscheinung: jeweils Ende Monat Produktion: St. Galler Tagblatt AG, Fürstenlandstrasse 122, 9001 St. Gallen. Druck: Swissprinters AG

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Profile for Schweizer Schiesssportverband

SchiessenSchweiz 09/12  

Ausgabe September 2012 des offiziellen Organs des Schweizer Schiesssportverbandes SSV

SchiessenSchweiz 09/12  

Ausgabe September 2012 des offiziellen Organs des Schweizer Schiesssportverbandes SSV

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