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TirSuisse TiroSvizzera TirSvizzer

Schiessen Schweiz

Im Griff des Feldschiessen // Fascination Tir en campagne // In balia del Tiro in Campagna

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Nr. 7 // Juli 2012


Editorial

Trendsportart Schiessen Un sport tendance : le tir! Il tiro, uno sport alla moda Von Daniel Good

Was für viele Leserinnen und Leser auf den ersten Blick reichlich kurios erscheinen mag, ist vom Internationalen Schiesssportverband (ISSF) nun hieb- und stichfest erhärtet worden. Schiessen liegt auch beim TV-Zuschauer im Trend. Weltweit! Fast eine halbe Milliarde Personen haben im Jahr 2011 Sportschiessen im Fernsehen verfolgt. Diese Zahlen veröffentlichte die ISSF, basierend auf der Analyse einer Londoner Medienagentur. Etwa 150 TV-Stationen übertrugen 2011 Anlässe wie Weltcups, Weltcup-Finals und die Shotgun-WM in die gute Stube. In diesem Jahr dürfte auf Grund der Olympischen Spiele die halbe Milliarde übertroffen werden. Diese Entwicklung zeigt, dass ein grosses Potenzial besteht. Zum Beispiel auch im Werbemarkt, der gewiss noch nicht ausreichend beackert worden ist. «Wir sind glücklich über diesen Fortschritt. Er zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und ermutigt uns, das Produkt weiter zu verbessern», sagt ISSF-Vizepräsident Gary Anderson (USA), der zweifache Olympiasieger. Die ISSF produziert die TV-Signale zum grossen Teil in eigener Regie und bietet sie den Fernsehstationen an. Um mit dieser Methode zu mehr TV-Präsenz zu gelangen, ist relativ kostspielig. Die Eigeninitiative macht sich nun aber bezahlt. Auch das Schweizer Fernsehen ist bemüht, wieder vermehrt übers Schiessen zu berichten. Um nachhaltig vom Trend zu profitieren, wäre es freilich ratsam, sich wieder einmal Gedanken über die Wettkampf-Formate zu machen. Versuche mit K.o.-Entscheidungen kommen an. Es ist zu hoffen, dass – um im TV-Slang zu bleiben – eine Fortsetzung folgt.

Ausgabe 7 // Juli 2012 

Ce que beaucoup de lectrices et de lecteurs ont pu trouver vraiment curieux au premier abord a été prouvé de manière irréfutable par la Fédération Internationale de Sport de tir (ISSF): le tir est aussi tendance pour des spectateurs de la télévision dans le monde entier. Presque un demi-milliard de personnes ont suivi des émissions télévisées sur le sport de tir en 2011. Ces chiffres ont été publiés par la «ISSF»; ils se basent sur l’analyse d’une agence de presse. Quelque cent cinquante chaînes de télévision ont retransmis en 2011 des compétitions telles que Coupes du monde, finales de Coupes du monde et de Championnats du monde de «Shotgun». Les Jeux olympiques ayant lieu cette année, le demi-milliard de spectateurs sera certainement dépassé. Cette évolution montre qu’il existe un grand potentiel. Au sein du marché de la publicité qui n’a pas été suffisamment exploité, par exemple. «Nous nous réjouissons de cette progression ; elle démontre que nous sommes sur le bon chemin et nous encourage à continuer à améliorer le produit», déclare le vice-président de la «ISSF» Gary Anderson (USA). La «ISSF» produit les signaux TV en grande partie sous sa propre régie et les propose aux chaînes de télévision. Recourir à cette méthode pour obtenir une présence plus marquée des chaînes de TV est relativement coûteux. Désormais, l’initiative de la «ISSF» en vaut la peine. La Télévision Suisse s’efforce également d’augmenter ses reportages sur le tir. Pour que cette tendance dure, il serait cependant conseillé de repenser le programme de nos compétitions de tir. Les tentatives faites avec le système K.O. ont eu du succès. Espérons – pour utiliser le jargon de la TV – qu’il y ait une suite.

Per molte lettrici e molti lettori a prima vista potrà sembrare un fatto curioso, ma la Federazione internazionale di tiro sportivo (ISSF) recentemente ne ha fornita una dimostrazione a prova di bomba: Il tiro va di moda anche presso i telespettatori – a livello mondiale! Infatti, quasi un miliardo di persone nel 2011 hanno seguito le trasmissioni delle gare di tiro in televisione. L’ISSF ha pubblicato queste cifre basandosi sull’analisi di un’agenzia di media londinese. Sono circa 150 le stazioni televisive che nel 2011 hanno trasmesso manifestazioni di tiro come le Coppe del mondo, le finali di Coppa del mondo e il Campionato mondiale di tiro a volo (shotgun). Quest’anno, grazie ai Giochi Olimpici, si dovrebbe superare il mezzo miliardo di telespettatori. Questa tendenza dimostra che esiste un grande potenziale, ad esempio nel mercato della pubblicità che sicuramente non è ancora stato sfruttato a fondo. «Siamo contenti di questi progressi. Dimostrano che siamo sulla giusta via e ci incoraggiano a migliorare ulteriormente il prodotto», come ha affermato Gary Anderson, Vicepresidente dell’ISSF. L’ISSF produce autonomamente la maggior parte dei suoi reportage televisivi e li offre alle stazioni TV. È abbastanza costoso raggiungere in questo modo una maggiore presenza televisiva. Però, l’iniziativa della Federazione adesso porta i suoi frutti. Anche la Televisione svizzera si impegna a trasmettere più spesso le gare di tiro. Comunque, per approfittare in modo durevole della tendenza, sarebbe consigliabile ridiscutere i formati delle gare agonistiche. Le sperimentazioni con le gare ad eliminazione diretta hanno avuto successo. Speriamo che – per rimanere nella terminologia televisiva – seguiranno nuove puntate.

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Ausrüster der Nationalmannschaft / Equipementiers de l'équipe nationale


Inhalt 1 Titelbild Marzio Giussani aus Arzo TI ist Sieger des Fotowettbewerbs Feldschiessen 2012

37 Stargast Paloma

Une première pour Paloma

3 Editorial 6 Interview mit BASPO-Chef Remund Tir sportif avec vent en poupe et vent de face Con il vento in poppa et il vento contrario

42 Der Schützengötti von Peseux

Le parrain des tireurs de Peseux

44 Technik: SCATT 12 SSV Persönlich 14 SSV-News

Das Trainings- und Analysesystem des Schützen

46 Technik

Künstliche Kugelfangkästen

18 Feldschiessen 2012

50 Spitzenschützen im Aufwind

Le Tir fédéral en campagne Il Tiro federale in Campagna

25 Visite au stand de Vernand

Besuch im Stand von Vernand

Le joli mois de mai sous le signe de l’espoir

52 Talentschau Vom Ferienpass zur begeisterten Schützin Du passeport vacances à une tireuse passionnée

7 Rückblende Toni Küchler 2 Le tir en tant qu’hobby, professio et philosophie Il Tiro è hobby, professione e filosofia

54 Regio-News

32 Training

59 Conseil / Ratgeber

4  3

im Verein

Schweizer Armbrustschütze Tireur à l’arbalète suisse

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58 Agenda / Ausblick Allonger la bretelle Den Riemen länger machen

59 Impressum TirSuisse // TiroSvizzera // TirSvizzer  SchiessenSchweiz  5


Interview

Schiesssport mit  Rücken- und Gegenwind Tir sportif avec vent   en poupe et vent de face Sport del tiro con il vento in poppa e il vento contrario Er ist einer mächtigsten Männer im Schweizer Sport und hat entsprechend viel zu sagen, auch zum Schiessen in der Schweiz. Matthias Remund, der Direktor des Bundesamts für Sport BASPO, findet viel Lob für das J+S-Wesen im Schweizer Schiesssportverband (SSV), in anderen Bereichen macht das Mitglied der Schützengesellschaft Bümpliz aber reichlich Verbesserungspotenzial aus. VON DANIEL GOOD Die Kernfrage lautet nicht nur für den SSV: Auf welche Weise holen wir die Jungen ab? In der Nachwuchsrekrutierung erledigt der SSV einen guten Job. Die Zahlen sprechen für sich: Seit Sportschiessen der NG (Nutzergruppe) 1 angehört (früher NG 6), ist die Anzahl der J+S-Teilnehmer markant gestiegen. Beteiligten sich im Jahr 2010 noch 1976 Jugendliche (1632 Knaben/344 Mädchen)

Matthias Remund… … ist seit dem 1. April 2005 als Nachfolger von Heinz Keller Direktor des Bundesamtes für Sport BASPO. Zuvor war der Fürsprecher u.a. im Topmanagement der Swisscom und als CEO der Billag AG tätig. Als Langläufer gehörte der am 13. Mai 1963 geborene Remund zur nationalen Spitze. Nach dem Ende seiner aktiven Karriere war er mit einem 30-ProzentPensum Chef Langlauf im Schweizer Ski-Verband. In den Jahren 2003 und 2004 amtete Remund als Verwaltungsrat der BSC Young Boys Betriebs AG. Matthias Remund ist verheiratet und Vater von sechs Kindern. Seine Hobbys sind Jogging, Eishockey und Ski nordisch.

an den Jugend+Sport-Kursen im Schiessen, waren es 2011 bereits 4544 (3793/751). Matthias Remund, wie nehmen Sie das Schiessen in der Schweiz wahr? In erster Linie und positiv über J+S, das ja ein Sportförderprogramm des BASPO ist. Dann über das Eidgenössische Feldschiessen, an dem ich mich seit vielen Jahren meistens zusammen mit meinem Vater und meinem Bruder beteilige. Leider sind die Teilnehmerzahlen am Feldschiessen rückläufig, was ich bedaure. Es verkommt mancherorts zum «Clüblein der Aufrechten». Und an einigen Orten kann man nicht einmal mehr am Sonntag schiessen. Weiter registrierte ich natürlich die Diskussionen um die Olympia-Selektionen. Und ferner beobachte ich auch das Armbrust- und 300m-Schiessen. In diesen Disziplinen ist die Schweiz sportlich ja sehr erfolgreich. Wie könnte man es schaffen, noch mehr Jugendliche für das Sportschiessen zu begeistern? Man muss zu den Jungen gehen und fragen: Warum kommt ihr nicht? Viele Jugendliche spielen beispielsweise Golf, das dem Schiessen sehr ähnlich ist und wo ebenfalls strenge Regeln zu befolgen sind. Wir müssen Gefässe schaffen, um die Jungen abzuholen. Ein gutes Beispiel ist das Zürcher Knabenschiessen. Dort klappt es. Auch der Boom im Biathlon bietet einen Lösungsansatz. Denn das heisst: Schiessen interessiert die Jungen. Man soll aber nicht die Traditionen über den Haufen werfen, sondern mehr tun für die Jugendlichen. Und schliesslich waren all’ die sogenannten Freiheitskämpfer aus früheren Epochen, für die wir heute Gedenkschiessen abhalten, auch jung. Das darf man sich auch einmal vor Augen halten. Im Wei-

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teren gilt es, dem sportlichen, kompetitiven Aspekt Rechnung zu tragen. Das ist für den Nachwuchs immer attraktiv. Wie sind Ihre eigenen Erinnerungen an die Jungschützenkurse? Es hat «gfägt»! Wir hatten gute Schiesslehrer. Früher waren die Jungschützenkurse häufig auch eine Vorbereitung für die Rekrutenschule, das ist heute anders. Auch für Erwachsene werden die meisten militärischen Kurse für Freiwillige nicht mehr angeboten. Paradoxerweise haben nun Private diesen Job übernommen und machen damit gutes Geld. Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit zwischen dem Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS und dem BASPO?

Das Bundesamt für Sport BASPO… … ist verantwortlich für die Entwicklung und Mitgestaltung der nationalen Sportpolitik in der Schweiz. Es evaluiert, entwickelt und setzt mit den Partnern Ziele und Strategien zur Sportförderung um. In Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen Hochschule für Sport EHSM kümmert sich das BASPO um die Ausbildung, Forschung und Entwicklung. Das in Magglingen domizilierte BASPO schafft im Weiteren optimale Voraussetzungen für Sportanlagen von nationaler Bedeutung und engagiert sich für die ethischen Werte des Sportes. Zum BASPO gehört auch das Centro Sportivo in Tenero. Das BASPO ist dem Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS angegliedert. Weitere Informationen unter www.baspo.ch

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Interview

Schaltzentrale im Schweizer Sport: BASPO-Chef Matthias Remund in seinem Büro hoch über Biel. Sehr gut. Das S im VBS ist ja geschichtlich bedingt. Die Armee war und ist froh um gute Sportler und Schützen. Die Armee war früher der grösste Sportförderer neben den Schulen. Auch heute braucht die Armee natürlich fitte Soldaten. Und der Sport ist, zum Beispiel bei Grossanlässen, weiter auf die logistische Hilfestellung des VBS angewiesen. In der Departementsleitung ist man ein Team, inklusive dem Chef. Die Konstellation unter den Kollegen ist so, dass wir etwas entwickeln können.

weil es dank des Ausscheidungsmodus’ so faszinierend war. Und dann fehlt dem Schiessen – im Gegensatz zum Biathlon der Langlauf – ein Star, ein Olympiasieger. Will der Schiesssportverband olympisch erfolgreich sein, wäre es sicher sinnvoll, Mittel zur gezielten Förderung der Athleten zu generieren. Leider nahm bisher kaum einer der Schützen die Möglichkeit wahr, Sportsoldat zu werden wie beispielsweise Benjamin Weger einer ist. Weger hat sicher Chancen, noch besser zu werden.

Zurück zum Biathlon: Wie könnte das Schiessen in der Schweiz vom Aufschwung dieser Sportart mit Schiessen und Langlauf und dem Oberwalliser Shootingstar Benjamin Weger profitieren? Biathlon ist attraktiv für die Medien, zum Beispiel wegen der Spannung und der Bewegung, die natürlich ausgeprägter sind als etwa bei einem Luftpistolen-Wettkampf. Deshalb müsste man im Schiessen einmal den Wettkampf-Modus überdenken. Bogenschiessen schaue ich gerne, weil es im K.o.System ausgetragen wird. An den Olympischen Spielen 2008 in Peking verweilte ich länger als geplant beim Bogenschiessen,

Wie ordnen Sie die Schweizer Spitzenschützen im Vergleich zur Weltelite ein? Man hat sie leider derzeit nicht, die absoluten Spitzenschützen. Oder zu wenige davon. Und das Leistungsniveau an der internationalen Spitze hat massiv zugenommen. Der SSV kommt nicht umhin, im Spitzensport hochprofessionelle Strukturen zu schaffen. Dann hat die Schweiz reelle Chancen, eines Tages olympische Medaillen zu gewinnen. Zudem ist es für den sportlichen Erfolg heute fast unabdingbar, mehrere Nationale Leistungszentren einzurichten. Ich vergleiche das Schiessen mit dem Turnen, das ähnlich traditionsbehaftet ist. Aber die

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Turner sind fortschrittlicher. Die Basis ist bereit zu investieren, damit die Spitzensportler Erfolg haben. Die besten Turnerinnen und Turner trainieren am BASPO in Magglingen unter professionellen Bedingungen, und im ganzen Land verteilt gibt es Regionale Leistungszentren mit sehr gut ausgebildeten Trainern. Wie nahmen Sie die Meldung auf, dass die Schweiz die Schiess-EM 2013 nicht austragen kann? Das ist sehr schade. Eine grosse Chance wurde verpasst! Ein Grossanlass bietet immer die Möglichkeit, die Sportart einem grossen Publikum zu zeigen. Dank den Anstrengungen im Vorfeld von grossen Meisterschaften im eigenen Land kann das Niveau der Spitze angehoben werden. Dies ist auch gut für den Nachwuchs. Zudem verhilft ein Grossanlass der Gemeinschaft einer Sportart zu einem gewissen Stolz. Es könnte sein, dass die EM 2013 nicht in der Schweiz stattfindet, weil die Infrastrukturen nicht mehr zeitgemäss sind. Generell kann man feststellen, dass die Schiessanlagen in der Schweiz veraltet sind.

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Interview

Gewisse Modernisierungsschritte wären notwendig. Es gab im Zusammenhang mit der vierten Tranche des Nationalen Sportanlagenkonzepts (NASAK) des Bundes einen Aufruf an die Verbände, Projekte zu melden, um finanzielle Unterstützung zu erhalten. Vom Schiessen kam leider keine Reaktion. (Anmerkung der Redaktion: NASAK-Beiträge erhielten in früheren Jahren die Lintharena, u.a.Schiessen, in Näfels, 2,0 Mio, und Schwadernau für die 10m-Anlage, 1,05 Mio. Keine NASAK-Mittel flossen in die Anlage Guntelsey in Thun und die Indooranlage Brünig in Lungern). Wie sieht die Zukunft aus für den SSV? Der SSV steht allgemein vor vielen Herausforderungen. Er hat ein starke und breite Basis, und die muss er pflegen. Der SSV muss sich aber auch fragen, wie er neue Leute findet, wie er den Schiesssport attraktiver machen will. Das ist möglich, ohne die Tradition zu verlieren. Es gibt immer einen Weg. ●

Il est un des hommes les plus influents du sport suisse et a par conséquent beaucoup de choses à dire, de même pour ce qui concerne le tir en Suisse. Matthias Remund, directeur de l’office fédéral du sport OFSPO est élogieux pour le département J+S au sein de la Fédération Suisse de Tir (FST). Le membre de la société de tir de Bümpliz constitue également un grand potentiel d’amélioration dans d’autres secteurs. De quelle manière allons-nous recruter les jeunes? n’est pas une question clé posée uniquement à la FST. Celle-ci fait du bon travail dans le recrutement de la relève et les chiffres le prouvent : depuis que le tir sportif fait partie du GU1 (groupe d’utilisateurs), auparavant GU6 le nombre de participants au J+S n’a pas cessé d’augmenter. Alors que 1976 adolescents (1632 garçons et 344 filles) participaient au cours du J+S en 2010 ils étaient déjà 4544 (3793 / 751) en 2011. Matthias Remund, comment percevez-vous le tir en Suisse? Très positivement par le biais de J+S qui est un programme de promotion pour le sport de OFSPO. En outre par le tir en campagne auquel je participe depuis de longues années avec mon père et mon frère. La participation au tir en campagne rétrograde, et je le regrette beaucoup. Il se dégrade en maints endroits en «mini club des survi-

vants». A certains endroits il n’est même plus possible de tirer le dimanche. Je tiens compte également des discussions actuelles concernant les qualifications pour les Jeux Olympiques et de plus j’observe aussi le tir à l’arbalète et à trois cents mètres. Dans ces disciplines sportives la Suisse a beaucoup de succès. Comment pourrait-on arriver à enthousiasmer encore plus d’adolescents pour le tir sportif? Nous devons nous approcher des jeunes et leur demander: pourquoi ne venez-vous pas tirer? Par exemple beaucoup d’adolescents jouent au golf, un sport qui ressemble énormément au tir sportif avec des règles à respecter rigoureusement. Nous devons organiser des moyens de transport et aller chercher les jeunes. Le «Knabenschiessen» zurichois en est un bon exemple. Là-bas ça fonctionne. Le boom du biathlon offre aussi une solution réelle. Donc cela veut dire: que le tir intéresse les jeunes mais il ne faut pas pour cela chambarder nos traditions, il faut au contraire faire beaucoup plus pour eux. Et finalement tous les prétendus combattants de la liberté d’autres époques pour lesquels nous célébrons des tirs historiques aujourd’hui ont à un moment donné été jeunes eux aussi. Il faut que nous nous souvenions de cela. Dans un même temps nous devons tenir compte de l’aspect sportif et compétitif, c’est toujours attractif pour la relève. Quels souvenirs gardez-vous des cours de jeunes tireurs? C’était super! Nous avions de bons instructeurs. Les cours de jeunes tireurs étaient autrefois fréquemment une préparation à l’école de recrue, aujourd’hui c’est différent. La plupart des cours paramilitaires pour les civils volontaires ont disparu eux aussi. Des groupes privés exercent maintenant ce job et gagnent pas mal d’argent. C’est paradoxal mais c’est ainsi! Comment se dessine la collaboration entre le Département fédéral de la défense, de la population et des sports (DDPS) et OFSPO ? Très bien. Le S dans DDPS est conditionné historiquement. L’armée était et est toujours contente de pouvoir compter sur des bons sportifs et tireurs. Elle était autrefois le plus important promoteur du sport à côté des écoles. L’armée a besoin aujourd’hui encore de soldats en bonne forme physique. Et le sport par exemple est dépendant de l’aide logistique du DDPS pour l’organisation de grandes manifestations. Au département

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Matthias Remund. . . . . . est depuis le 1er avril 2005 successeur de Heinz Keller au poste de directeur de l’office fédéral du sport OFSPO. Auparavant l’avocat était entre autre top manager de Swisscom et PDG de Billag AG. Monsieur Remund est né le 13 mai 1963 et appartenait en tant que skieur de fond à l’élite nationale de cette discipline. Après sa carrière sportive il occupa à 30% le poste de directeur du ski de fond à la Fédération Suisse de Ski. Dans les années 2003 et 2004 il fit partie du conseil d’administration de BSC Young Boys Betriebs AG. Matthias Remund est marié et père de six enfants. Ses hobbys : jogging, hockey sur glace et ski nordique.

direction nous sommes un team, y compris le directeur. La constellation entre collègues fonctionne de sorte que nous pouvons réaliser quelque chose. Retour au biathlon: Comment pourrait profiter le tir en Suisse du boom de cette discipline de tir, de ski de fond et du haut valaisan Benjamin Weger, vedette ascendante? Le biathlon est attractif pour les médias, par exemple à cause du suspense et de la mobilité qui y est naturellement plus active que celle d’une compétition de tir au pistolet à air comprimé. C’est pour cette raison que l’on devrait bientôt repenser le mode de compétition du tir. Je regarde volontiers le tir à l’arc parce qu’il se dispute selon le système k.o. Aux Jeux Olympiques 2008 à Peking j’ai assisté plus longtemps que prévu au tir à l’arc parce que c’était très fascinant grâce à ce

L’office fédéral du sport OFSPO. . . . . . est responsable pour le développement et la conception de la politique des sports en Suisse. Il évalue, développe et réalise les buts et les stratégies pour la promotion du sport. OFSPO s’occupe de la formation, de la recherche et du développement en collaboration avec la haute école fédérale de sport de Macolin HEFSM. De son domicile à Macolin OFSPO crée en outre des conditions idéales pour les installations de sport d’importance nationale et s’engage pour les valeurs éthiques du sport. Le centro sportivo à Tenero (TI) fait aussi partie de l’office du sport. OFSPO est affilié au département fédéral de la défense, de la protection de la population et du sport DDPS. Vous trouverez de plus amples informations sous www.baspo.ch

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Interview

mode éliminatoire. Et dans ce cas il manque au tir – au contraire du biathlon le ski de fond – une vedette, un champion olympique. Si la fédération de tir veut réussir au niveau olympique il serait judicieux qu’elle génère des moyens ciblés pour la promotion des athlètes. Jusqu’à présent, hélas, à peine un des tireurs a voulu profiter de cette possibilité de devenir soldat sportif comme l’a fait par exemple Benjamin Weger. Weger a certainement encore de bonnes chances de progresser. Où situez-vous les tireurs de pointe suisses en comparaison avec l’élite mondiale? Actuellement nous n’avons malheureusement pas les tireurs de pointe absolus ou autrement dit trop peu. Malgré cela leur niveau en tête du tir international a augmenté massivement. La FST ne pourra pas contourner le fait qu’elle doit créer des structures hautement professionnelles pour le sport d’élite. Après cela la Suisse aura des chances réelles de gagner des médailles olympiques. En outre il est presque indispensable aujourd’hui d’aménager plusieurs centres de performances nationaux pour augmenter les chances de succès de nos athlètes. Je compare le tir à la gymnastique qui est autant ancrée dans nos traditions. Néanmoins les gymnastes sont plus progressistes. La base est prête à investir pour que les sportifs de pointe aient du succès. Les meilleurs gymnastes, hommes et femmes, s’entraînent à Macolin sous l’égide de OFSPO dans des conditions professionnelles et il y a d’autre part des centres de performances régionaux dirigés par des entraîneurs qualifiés répartis dans tout le pays.

Il est vrai qu’une certaine modernisation serait nécessaire. Il y a eu une relation avec le versement de la quatrième tranche de la «conception des installations sportives d’importance nationale» (CISIN) demandant aux fédérations d’annoncer leurs projets pour pouvoir obtenir une aide financière. Il n’y eu aucune réaction des fédérations de tir. (Remarque de la rédaction: CISIN a versé dans les années passées des contributions à Lintharena, à Näfels, entre autre pour le tir, de deux millions de francs et à Schwadernau de plus d’un million de francs pour les installations de tir à dix mètres. Par contre aucune contribution n’a été versée pour les installations de Guntelsey à Thoune ni pour celles de Brünig indoor à Lungern.) Comment se présente l’avenir de la FST? La FST se trouve en face de beaucoup de défis. Elle a une base large et forte et elle doit l’entretenir. La FST doit aussi se demander comment elle arrivera à trouver de nouvelles personnes, comment elle arrivera à rendre le tir sportif plus attractif. C’est possible sans perdre nos traditions, il existe un chemin. ● Der BASPO-Direktor geht mit gutem Beispiel voran: Jogging gehört zu seinen Hobbys.

Comment avez-vous digéré l’information en apprenant que la Suisse ne pourra pas organiser les championnats d’Europe de tir 2013? C’est vraiment dommage, nous sommes passé à côté d’une grande chance! Une manifestation aussi importante offre toujours la possibilité de montrer la discipline à un grand public. Grâce aux efforts préliminaires produits avant des grands championnats de ce genre dans le propre pays le niveau de performances augmente indéniablement. Ceci est aussi positif pour la relève. En outre une grande manifestation procure une certaine fierté à la communauté. Est-il possible que les championnats d’Europe n’auront pas lieu en Suisse parce que les infrastructures ne sont plus adaptées? On peut constater d’une manière générale que nos installations de tir sont vétustes. Ausgabe 7 // Juli 2012 

Der Eingang zum BASPO-Gebäude in Magglingen, das sich in einem ehemaligen Hotel befindet. TirSuisse // TiroSvizzera // TirSvizzer  SchiessenSchweiz  9


Interview

È uno degli uomini più potenti nello sport svizzero, e dunque ha molte cose da dire - anche in merito al tiro sportivo in Svizzera. Matthias Remund, Direttore dell’Ufficio federale dello sport (UFSPO), elogia le strutture di Gioventù+Sport nella Federazione sportiva svizzera di tiro (FST), mentre in altri settori, secondo il membro della società di tiro di Bümpliz, vi sono ampi margini di miglioramento. La domanda principale, non solo per la FST, è la seguente: come come riusciamo a raggiungere i giovani? Per quanto riguarda il reclutamento delle speranze, la FST svolge un ottimo lavoro. Le cifre parlano da sé: da da quando il tiro sportivo fa parte del (Gruppo utenti) 1 di G+S (prima GU 6), il numero dei partecipanti ai corsi G+S è aumentato notevolmente. Mentre nel 2010 solo 1976 giovani (1632 maschi/344 femmine) hanno partecipato ai corsi Gioventù+Sport di tiro, nel 2011 il loro numero è aumentato a 4544 (3793/751). Matthias Remund, come percepisce il tiro sportivo in Svizzera? In primo luogo e in modo positivo attraverso G+S, che in effetti è un programma di

promozione dello sport dell’UFSPO. Poi attraverso il tiro federale in campagna al quale partecipo da molti anni, il più delle volte insieme a mio padre e a mio fratello. Purtroppo, il numero dei partecipanti al tiro in campagna è in diminuzione, un fatto del quale mi rammarico molto. In alcuni posti la manifestazione si è ridotta ad una specie di «piccolo club degli ultimi onesti». E in certi luoghi non è nemmeno più possibile sparare la domenica. Inoltre, naturalmente ho preso atto delle discussioni attuali in merito alle selezioni per le Olimpiadi. Seguo anche il tiro con la balestra e ai 300m, due discipline sportive nelle quali la Svizzera annovera grandi successi. Qual’è la strategia giusta per appassionare ancora più giovani al tiro sportivo? Bisogna andare dai giovani e chiedere: perché non venite? Molti giovani ad esempio giocano a golf, uno sport molto simile al tiro e nel quale come nel tiro bisogna rispettare regole severe. Dobbiamo creare situazioni e manifestazioni adatte per raggiungere i giovani. Un esempio dove questo concetto funziona è il «Knabenschiessen» di Zurigo. Oppure anche il boom del biathlon può indicare possibili soluzioni. Ciò significa: il tiro interessa i giovani. Non è detto che si

BASPO-Chef Matthias Remund. 10  SchiessenSchweiz  TirSuisse // TiroSvizzera // TirSvizzer

devono mandare all’aria le tradizioni, ma piuttosto fare di più per i giovani. E poi non dimentichiamo che anche tutti i cosiddetti combattenti per la libertà di epoche passate, che oggi ricordiamo con manifestazioni di tiro alla loro memoria, erano giovani. Bisogna anche tener conto dell’aspetto sportivo e agonistico che per le speranze è sempre interessante. Personalmente, come ricorda i corsi per giovani tiratori che ha frequentato? Mi sono divertito un mondo! Avevamo degli ottimi monitori. Una volta i corsi per giovani tiratori erano spesso anche una preparazione alla scuola reclute, mentre oggi è diverso. Anche per gli adulti la maggior parte dei corsi militari volontari non vengono più organizzati. Paradossalmente, questi corsi sono adesso organizzati da privati che ci guadagnano anche bene. Come giudica la collaborazione fra il Dipartimento federale della difesa, della protezione della popolazione e dello sport (DDPS) e l`FSPO? Funziona molto bene. La S nel DDPS è data dalla storia. L’esercito ha sempre approfittato, e lo fa ancora, di buoni sportivi e buoni tiratori. L’esercito una volta insieme alla scuola era la maggiore organizzazione di promozione dello sport. È ovvio che ancora oggi l’esercito ha bisogno di soldati in forma. D’altra parte lo sport, ad esempio in occasione di grandi manifestazioni, dipende dal supporto logistico che può offrire il DDPS. La direzione del dipartimento, capo incluso, funziona come una squadra, e la nostra costellazione ci permette di sviluppare qualcosa di buono. Torniamo al biathlon: In che modo anche il tiro può approfittare del rilancio di questa disciplina sportiva che comprende il tiro e lo sci di fondo con il suo astro nascente vallesano Benjamin Weger? Il biathlon è attraente per i media, per la suspense, ma anche per il suo dinamismo che naturalmente è più marcato che esempio non ad esempio in una gara di tiro per pistola ad aria compressa. Dunque, sarebbe ora di ripensare le modalità di gara. Mi piace guardare le gare di tiro con l’arco, perché si svolgono con il sistema di eliminazione diretta. Per questo motivo, in occasione dei Giochi olimpici di Pechino nel 2008, ho assistito più a lungo del previsto al tiro con l’arco. Poi al tiro – al contrario del biathlon – manca una star, un campione olimpico. Se la Federazione sportiva di tiro vuole avere Ausgabe 7 // Juli 2012


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successo a livello olimpico, è necessario generare ulteriori mezzi finanziari per la promozione mirata degli atleti. Purtroppo fino ad oggi sono pochissimi i tiratori che hanno approfittato della possibilità di diventare «soldato sportivo», come lo è ad esempio Benjamin Weger. Weger ha grandi potenzialità e di sicuro migliorerà ancora. Quale posto occupano i tiratori sportivi svizzeri nei confronti con l’élite mondiale? Purtroppo i tiratori di punta al momento mancano, o comunque ce ne sono troppo pochi. Il livello agonistico dello sport di punta in ambito internazionale è aumentato notevolmente. La FST non può fare a meno di creare strutture altamente professionali per lo sport d’élite. Solo allora la Svizzera sarà in grado di vincere delle medaglie olimpiche. Inoltre, al giorno d’oggi per avere successo nello sport è indispensabile istituire diversi centri d’allenamento nazionali. Faccio il paragone fra il tiro e la ginnastica, che vanta tradizioni simili. Però, i ginnasti sono più avanzati, e la base è pronta ad investire affinché gli sportivi di punta possano avere successo. Le migliori ginnaste e i migliori ginnasti si allenano presso l’UFSPO a Macolin, dove ritrovano condizioni professionistiche, e in tutta la Svizzera ci sono centri regionali d’allenamento con monitori ottimamente preparati. Come ha reagito alla notizia che la Svizzera non può organizzare i campionati europei di tiro nel 2013? È un gran peccato. Abbiamo perso una grossa opportunità! Una manifestazione di queste dimensioni offre sempre la possibilità di presentare una disciplina sportiva al

Matthias Remund… … dal 1o aprile 2005 – come successore di Heinz Keller – è il direttore dell’Ufficio federale dello sport UFSPO. In precedenza il titolare della patente d’avvocato è stato membro della direzione della di Swisscom e direttore della Billag SA. Remund, nato il 13 maggio 1963, ha praticato lo sci di fondo a livello di punta. Alla fine della sua carriera attiva ha svolto la funzione di Capo capo dello sci di fondo (parttime al 30%) nella Federazione svizzera di sci. Negli anni 2003 e 2004 Remund è stato membro del consiglio d’amministrazione della BSC Young Boys Betriebs AG. Matthias Remund è sposato e padre di sei figli. Nel tempo libero pratica il jogging, l’hockey su ghiaccio e lo sci di fondo.

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Das «Gehirn» des BASPO, die Sporthochschule in Magglingen. grande pubblico. Grazie all’impegno nella fase precedente alle grandi manifestazioni nel proprio paese si può alzare anche il livello dell‘élite, e ciò va anche a beneficio delle giovani speranze. Inoltre, un grande evento è sempre motivo d’orgoglio per gli appartenenti ad una disciplina sportiva. È possibile che i campionati europei 2013 non avranno luogo in Svizzera perché l’infrastruttura non è più in linea con i tempi. Generalmente si può osservare che gli impianti di tiro in Svizzera sono decrepiti. Sarebbero necessarie alcune misure di modernizzazione. In occasione della quarta trancia della concezione degli impianti sportivi di importanza nazionale (CISIN) della Confederazione, vi è stato un appello alle Federazioni sportive di segnalare i loro progetti per ottenere un sostegno finanziario. Purtroppo, il tiro non ha reagito. (Nota della redazione: negli anni passati hanno ricevuto contributi CISIN la Lintharena, fra l’altro per il tiro, a Näfels, 2,0 milioni, e Schwadernau per l’impianto 10m, 1,05 milioni. Non hanno invece ricevuto finanziamenti CISIN l’impianto Guntelsey a Thun e l’impianto indoor Brünig a Lungern).

Come si presenta il futuro per la FST? La FST deve affrontare numerose sfide. Dispone di una base forte e ampia della quale deve assolutamente tenere cura. La FST, però, si deve anche chiedere come riuscirà a reclutare nuovi atleti e cosa dovrà intraprendere per rendere più attraente lo sport del tiro. Ciò è possibile senza perdere la tradizione. C’è sempre una via che porta al traguardo. ●

L’Ufficio federale dello sport UFSPO…… provvede a sviluppare e a gestire la politica nazionale nel campo dello sport. Elabora, valutata e realizzata gli obiettivi e le strategie a favore dello sport agendo in stretta collaborazione con i partner del mondo sportivo. In collaborazione con la Scuola universitaria federale dello sport SUFSM provvede alla formazione, alla ricerca e allo sviluppo. L’UFSPO, domiciliato a Magglingen, inoltre crea inoltre le condizioni ideali per impianti sportivi di importanza nazionale e si impegna a favore dei valori etici dello sport. L’UFSPO è aggregatofa parte del al Dipartimento dipartimento federale della difesa, della protezione della popolazione e dello sport (DDPS). Ulteriori informazioni su www.ufspo.ch

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SSV Persönlich

Und was tun wir   für die Schützen? Et que faisons-nous pour les tireurs? E che cosa facciamo noi per i tiratori? 1824 wurde in Aarau der Schweizerische Schützenverband gegründet. Er war der Nachfolger des Verbandes der Schützengesellschaften, welche bereits seit dem Mittelalter grosse Freischiessen organisiert hatten. Gründer und Mitglieder waren Schützengesellschaften und Einzelmitglieder, Kantonalverbände gab es zu dieser Zeit meines Wissens noch keine. Von Paul Röthlisberger, Vorstandsmitglied SSV Es ist dem Leser bekannt, dass die Eidgenossenschaft in Ihrer heutigen Form damals noch nicht bestand, unser moderner Bundesstaat wurde erst 1848 nach dem Sonderbundskrieg gegründet. Wir befinden uns grob gesehen mitten in einer Übergangszeit von Helvetik und Mediation zur modernen Schweiz. Die Schweiz war ein Staatenbund. Während dieser Restauration war der Einfluss der Kantone wieder deutlich grösser als unter Napoleon, ein Nationalbewusstsein im heutigen Sinne fehlte noch weitgehend, obwohl der Wiener Kongress 1815 die inneren und äusseren Grenzen der Schweiz und «ihre immerwährende bewaffnete Neutralität» anerkannte. Zunehmend gab es auch soziale Umschichtungen, die Feudalstrukturen kamen unter Druck, das Bürgertum wurde stärker, konservative und liberale Ideale prallten aufeinander. Die neuen nationalen Verbände, neben demjenigen der Schützen u. a. auch jene der Turner und Sänger boten wichtige nationale Identifikationsmerkmale. Erstmals gab es funktionierende kantonsübergreifende Institutionen. Erst auf deren Basis konnte unser heutiger, moderner Bundesstaat geschaffen werden und noch heute erfüllen die grossen Landesverbände eine wichtige, staatstragende Funktion. Natürlich bleibt die Zeit nicht stehen. Während das Schiesswesen in der Schweiz sich noch bis in die zweite Hälfte des letzten Jahrhunderts hauptsächlich über die Landesver-

teidigung definierte, fasste in neuerer Zeit der sportliche Gedanke zunehmend Fuss in den Schützenverbänden. Es kam zur Phase der Fusionen, welche 2001 im Zusammenschluss der drei grossen nationalen Landesverbände gipfelte. Der neue SSV (nun Schweizer Schiesssportverband) war geboren und wird von Bund, ISSF und Swiss Olympic als einziger legitimer Vertreter der Schützen anerkannt. Nachwuchsförderung und Spitzensportkonzepte wurden verstärkt und, nicht zuletzt auf Druck der übergeordneten Organisationen, teils komplexe und aufwändige Strukturen eingeführt. Hoffen wir, dass wir an den Olympischen Spielen in London für diese teuren Bemühungen belohnt werden. Was aber – und damit komme ich auf die Titelfrage zurück – tut unser Verband für die Schützen? Wenn wir die Struktur des SSV anschauen, sehen wir, dass ungefähr jedes tausendste Mitglied einem nationalen Kader angehört. Je nachdem, wie hoch wir die Messlatte legen, kommen 10 bis 20 Prozent wirklich sportlich orientierte Schützen dazu, welche Meisterschaftsprogramme bestreiten und sich am Matchschiessen beteiligen und Trainingseinheiten auch ausserhalb des Schiessstandes absolvieren. Das heisst nichts anderes, als dass rund 80 Prozent unserer Mitglieder sich zwar sehr wohl als stolze Schützen, aber deshalb noch lange nicht als Sportler sehen. Sie wollen ihrem Hobby frönen und freuen sich, wenn sie an einem Schützenfest das Kranzresultat erreichen. Dann aber besinnen sie sich auf die alten Tugenden der Schützen «in Freiheit und Freundschaft». Sie pflegen die Kameradschaft bei Bier und Wurst im Festzelt oder bei einem scharfen Jass, sie diskutieren miteinander. Wir vom SSV tun gut daran, diese grosse Mehrheit unseres Verbands nicht aus den Augen zu verlieren. Sie ist es nämlich, welche das Schweizer Schiesswesen (und damit letztendlich unsere Eidgenossenschaft) zusammenhält. Aus ihnen rekrutieren sich die Tausenden

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von freiwilligen Helferinnen und Helfer, welche wir für die Durchführung unserer Anlässe dringend brauchen. Und nicht zuletzt: Sie sind es, welche den grössten Teil unserer Mitgliederbeiträge aufbringen. ●

En 1824, la Société suisse des Carabiniers a été fondée à Aarau. Elle succédait à une fédération de sociétés de tir qui, dès le moyen-âge déjà, avaient organisé de temps à autre de grandes fêtes de tir. Parmi les fondateurs de cette ancienne fédération se trouvaient avant tout des Sociétés de tir et des membres individuels, car à cette époque il n’existait à ma connaissance pas encore d’associations cantonales. A cette époque, la Confédération suisse n’existait pas encore sous sa forme actuelle, la naissance de notre Etat moderne datant de 1848, soit de la fin de la guerre du Sonderbund. Nous nous trouvions donc grosso modo en pleine période transitoire entre la République Helvétique, la Médiation et la Suisse moderne. La Suisse était alors une fédération d’états souverains et à cette époque dite Restauration, les cantons jouissaient de beaucoup plus de compétences que sous Napoléon. Une identification nationale telle qu’actuelle manquait quasi totalement, bien que le Congrès de Vienne (1815) ait reconnu les frontières intérieures et extérieures de la Suisse ainsi que sa «neutralité armée perpétuelle». De plus en plus de changements sociaux eurent alors lieu, le système féodal se trouvait sous pression, la classe moyenne prenant de plus en plus d’importance alors que les idéaux conservateurs et libéraux s’affrontaient. Les nouvelles fédérations nationales, outre celle des tireurs, notamment aussi celles des gymnastes et des chanteurs, devenaient alors de fortes marques d’identification nationale. Il s’agissait en fait des premières institutions fonctionnant sur le plan inter-cantonal. Ce Ausgabe 7 // Juli 2012


SSV Persönlich

n’est que grâce à cette base que notre Etat fédératif actuel et moderne put voir le jour. Et les grandes fédérations nationales jouent aujourd’hui encore un rôle primordial au sein de la Confédération. Bien entendu, le temps ne s’est pas arrêté. Alors que jusque dans la deuxième moitié du siècle dernier, le tir était avant tout défini comme une obligation dans le cadre de notre défense nationale, l’esprit sportif s’avéra depuis de plus en plus prédominant au sein des associations des tireurs. On assista alors à une phase de fusions aboutissant en 2001 à la réunion des trois grandes associations nationales au sein de l’actuelle Fédération sportive suisse de tir. Celle-ci est aujourd’hui reconnue tant par la Confédération que par l’ISSF et Swiss Olympic comme le seul représentant légitime des tireurs. La promotion de la relève a été amplifiée, un concept du sport d’élite mis en place et, notamment sous la pression des organismes supérieurs, des structures complexes et compliquées ont été introduites. Espérons que les Jeux Olympiques de Londres nous récompenseront pour ces efforts coûteux. Mais, pour revenir enfin à la question en titre, que fait donc notre fédération pour les tireurs ? Si on jette un coup d’œil aux structures de la FST, nous voyons qu’environ un tireur sur mille fait partie d’un cadre national. Selon où on place la barre, nous pouvons y ajouter 10 à 20 pourcent de tireurs ayant une vocation sportive, participant aux programmes de maîtrises ainsi qu’aux entraînements des matcheurs et se préparant à cet effet aussi hors du stand de tir. Autrement dit, ce ne sont pas moins de 80 pourcent de nos membres qui, bien qu’ils se déclarent être tireurs, ne se voient par contre pas être des sportifs. Ils entendent avant tout s’adonner à leur loisir et se réjouissent lorsqu’au cours d’une fête de tir ils décrochent une distinction. Et ils célèbrent à cette occasion les bonnes vertus des tireurs «en toute liberté et amitié». Ils soignent la camaraderie sous le chapiteau de fête avez une bière dans une main et une saucisse dans l’autre, les discussions fusant de part et d’autre. A la FST, nous ferions bien de ne pas perdre de vue cette grande majorité de notre fédération. C’est notamment elle qui veille à la cohésion de notre monde du tir (et ainsi aussi de notre Confédération). C’est aussi parmi cette majorité que nous pouvons recruter les milliers d’aides bénévoles dont nous avons besoin pour la mise sur pied et le bon déroulement de nos manifestations. Et chose à ne pas oublier non plus: ce sont ces membres qui s’acquittent de la majeur partie des cotisations encaissées. ● Ausgabe 7 // Juli 2012 

Nel 1824 ad Aarau è stata fondata la SocietàSvizzera dei Carabinieri. In fondo si trattava del successore della Federazione delle Società di tiro, le quali già sin dal medioevo avevano organizzato degli importanti tiri liberi. I fondatori ed i membri erano le società di tiro ed i membri singoli; le Federazioni cantonali a quei tempi non mi risulta esistessero. Il lettore sa che la Confederazione nella sua forma attuale, allora non esisteva; il nostro stato federale moderno è stato fondato soltanto nel 1848, dopo la guerra del «Sonderbund». Ci troviamo grosso modo nella fase di transizione dall’ Elvetica e Mediazione alla moderna Svizzera. La Svizzera consisteva in una confederazione di stati; durante questa Restaurazione l’influenza dei Cantoni era di nuovo chiaramente più grande che non sotto Napoleone. Una vera e propria coscienza nazionale come l’intendiamo oggi mancava ancora completamente, anche se il Congresso di Vienna del 1815 aveva riconosciuto i confini interni ed esterni della Svizzera e la «sua ininterrotta neutralità armata». Aumentarono anche i mutamenti sociali; le strutture feudali finirono sotto pressione, la borghesia si rafforzava e gli ideali conservativi e liberali cozzavano gli uni contro gli altri. Le nuove Federazioni nazionali, accanto a quella dei tiratori tra le altre quella dei ginnasti e dei cantanti, offrivano delle importanti caratteristiche nazionali di identificazione. Per la prima volta vi furono delle istituzioni funzionanti che travalicavano i confini cantonali. Soltanto sulla base delle stesse è stato possibile creare il nostro odierno moderno stato confederato e ancora oggi le grandi federazioni nazionali adempiono una importante funzione

Paul Röthlisberger.

di stato. Naturalmente il tempo non si ferma. Mentre il tiro in Svizzera ancora fino nella seconda metà dello scorso secolo si lasciava definire in primo luogo attraverso la difesa nazionale, in tempi più recenti ha preso sempre più peso nelle varie federazioni di tiro il pensiero sportivo. Si è così arrivati nella fase delle fusioni, la quale ha raggiunto il suo apice nel 2001 con la unificazione delle tre grandi federazioni nazionali. La nuova FST (ora Federazione sportiva svizzera di tiro) era così nata ed è stata riconosciuta dalla Confederazione, dall’ISSF e da Swiss Olympic quale unico legittimo rappresentante dei tiratori. La promozione delle speranze ed i concetti legati allo sport di punta sono stati rafforzati e, non da ultimo sotto la pressione delle organizzazioni superiori, sono state in parte introdotte delle strutture complesse e dispendiose. Speriamo di essere ricompensati per tutti questi costosi sforzi in occasione delle Olimpiadi di Londra. Che cosa fa però – e così ritorno alla questione posta nel titolo – la nostra Federazione per i tiratori ? Se diamo un’occhiata alla struttura della FST, constatiamo che circa ogni millesimo membro fa parte di uno dei quadri nazionali. A seconda di come posiamo l’asticella dobbiamo aggiungere dal 10 al 20 per cento tiratori veramente orientati in senso sportivo, i quali disputano programmi di maestria, partecipano al tiro match e assolvono anche fuori dal poligono di tiro delle unità di allenamento. Ciò significa nient’altro che circa l’80 per cento dei nostri membri si proclama sì quali fieri tiratori, ma non per questo si vedono nemmeno lontanamente quali sportivi. Essi vogliono dedicarsi con passione al loro hobby e sono contenti quando ottengono in occasione di una festa di tiro il risultato di distinzione. Poi però si ricordano delle antiche virtù dei tiratori «in libertà ed amicizia». Davanti ad una bella birra ed una salsiccia nel tendone della festa viene coltivata l’amicizia, si gioca una partita tirata di Jass, si scambiano opinioni sui più svariati temi. Noi della FST faremo bene a non perdere di vista questa grande maggioranza della nostra Federazione. E` questa maggioranza infatti, la quale tiene assieme il nostro tiro in Svizzera e (in tal modo in fondo la nostra Confederazione). E` fra di loro che vengono reclutate le migliaia di persone volontarie, che si mettono a disposizione per aiutare (donne e uomini), di cui non possiamo assolutamente fare a meno per l’organizzazione delle nostre manifestazioni. E non da ultimo: sono queste persone infatti che ci procurano la maggior parte dei nostri contributi federativi. ●

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SSV-News

Der SSV trauert um sein Ehrenmitglied

Walter Hofer-Kohler (1926-2012)

Der erste erfolgreiche Cacher .

Schatz beim Haus der Schützen geborgen In der Mai-Ausgabe von SchiessenSchweiz haben wir mit Geocaching ein beliebtes Hobby vorgestellt. Der Cache «Haus der Schützen» wurde am Samstag 19. Mai kurz nach 20.00 Uhr freigeschaltet und 20.20 Uhr zum ersten Mal gefunden. Bis Redaktionsschluss dieser Ausgabe haben bereits 42 Geocacher die kleine Box beim Haus der Schützen aufgespürt und einen kleinen Schatz gefunden.  ●

«Ein Leben für die Schützen», das trifft bei Walter Hofer den Nagel auf den Kopf. Als Knabe liess er sich von Erzählungen des 4-fachen Weltmeisters Willy Schnyder für den Schiessport begeistern, gründete nach dem Jungschützenkurs mit Gleichgesinnten den Kleinkaliber-Schützenverein Lüsslingen-Nennigkofen und baute mit diesen eine erste Schiessanlage. Auch wenn Walter Hofer seine erfolgreiche Aktivkarriere nach einem Motorradunfall frühzeitig beenden musste, stellte er seine Schaffenskraft verschiedenen Vereinen in verschiedensten Funktionen zur Verfügung. So wundert es nicht, dass sich kantonale und nationale Verbände die Dienste dieses vielseitigen Schützen sicherten. Für ihn stand stets der Sport und nicht enges verbandspolitisches Denken im Vordergrund. So ist zu verstehen, dass er während vielen Jahren erfolgreich als OK-Präsident, Trainer, Delegationsleiter und internationaler Kampfrichter wirken konnte. Als «Schützenpapst» weltberühmt geworden ist Walter Hofer durch seine Arbeit als Historiker. 1940 begann er nämlich mit einer Datensammlung über das internationale Sportschiessen. Seine Dokumentation, die er dem Schützenmuseum Bern vermacht hat, umfasst Unterlagen von 1896 bis heute. Für seine Verdienste wurde Walter Hofer vom Kanton Solothurn mit dem Sportverdienstpreis geehrt und im Jahre 2001 zum Ehrenmitglied SSV ernannt. Betroffen müssen wir jetzt von Walter Hofer für immer Abschied nehmen. Wir verlieren mit ihm einen kompetenten und stets hilfsbereiten Kameraden. Er wird uns fehlen und wir werden ihn auch sehr vermissen. Der Vorstand des Schweizer Schiesssportverbandes und die ganze Schützengemeinde entbieten der Trauerfamilie ihre grosse Anteilnahme. Wir werden dem Verstorbenen ein ehrendes Andenken bewahren. SCHWEIZER SCHIESSSPORTVERBAND Der Vorstand

Entschuldigung

Inhalt des Caches beim Haus der Schützen. 14  SchiessenSchweiz  TirSuisse // TiroSvizzera // TirSvizzer

In den Traueranzeigen der letzten Ausgabe haben sich leider einige Fehler (Namen + Daten) eingeschlichen. Dafür entschuldigen wir uns. Ausgabe 7 // Juli 2012


SSV-News

Frischer Wind im  Breitensport beim SSV Das Kompetenzzentrum Breitensport befindet sich im Umbruch. Der frischgebackene Chef Breitensport Roger Müller wird nun von drei neuen Abteilungsleitern tatkräftig unterstützt. In einem kleinen Porträt stellen wir ihnen die neuen Führungskräfte vor. von iris Bossert

Beat Hüppi, Gewehr 10/50m Bereits seit 1974 ist Beat Hüppi aktiver Gewehrschütze. Beim Schützenverband beider Basel (SVBB) war Hüppi lange Jahre als Vorstandsmitglied tätig. Er war Schützenmeister und Matchchef. Auch beim SSV ist Hüppi längst kein unbeschriebenes Blatt mehr. Seit über zehn Jahren ist er verantwortlich für die Gruppenmeisterschaft Gewehr 10m und 50m. Nun übernimmt er eine neue, zeitraubende Aufgabe. Doch Hüppi ist optimistisch, die Doppelbelastung am Arbeitsplatz und beim Verband zu meistern. «Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg», meint Hüppi, der den Zeitaufwand seiner neuen Tätigkeit noch nicht genau kennt. Besonders am Herzen liegt dem Bättwiler der Geist des Sportschiessens. Eine seiner Ideen beinhaltet die Trennung von alten Traditionen wie dem Ordonnanzschiessen und dem Sportschiessen. Denn «Die olympischen Disziplinen haben Zukunft.» Die Ziele seiner Abteilung steckt der 62-jährige wie folgt ab: «Die Wettkämpfe modern gestalten, immer ehrlich und offen kommunizieren sowie sämtliche Schiessanlässe analysieren und miteinander vergleichen.»

Theo Janssen, Gewehr 300m Der Produktmanager aus Ruswil übernimmt die Leitung der Abteilung Gewehr 300m. Schon im Alter von 15 Jahren machte Janssen seine ersten Gehversuche als Schütze. Mittlerweile ist er seit 2004 Präsident des Schützenvereins Ruswil (300m). Der vielbeschäftigte Vater von zwei Mädchen ist auch im Luzerner Kantonalschützenverein als Ausbildungschef sowie im Amtsverband Sursee als Chef JugendlicheJungschützen tätig. Wie er all seine FunktiAusgabe 7 // Juli 2012 

Das Breitensportteam (v.l.): Theo Janssen, Philippe Lüthy, Adolf Fuchs, Beat Hüppi und Roger Müller. onen unter einen Hut bringen will, ist noch nicht klar. «Das lasse ich alles auf mich zukommen», erklärt Janssen. Doch eine Reduktion der anderen Vereins/Verbandsaktivitäten sei unumgänglich, brauche aber Zeit. Als Ausbildner der Jungschützen liegt es auf der Hand, dass Janssen eine besondere Beziehung zum Nachwuchs hat. So ist eines seiner Ziele, die Nachwuchsförderung neu auszurichten und die leistungssportliche Seite mehr miteinzubringen. «Grundsätzlich möchte ich den Schiesssport modern und attraktiv machen sowie Brücken zu anderen Disziplinen schlangen», erklärt der Ruswiler. Auch die verschiedenen Anlässe hätten noch Optimierungspotenzial, findet Janssen. Er möchte, dass sie für den einzelnen Schützen interessanter und einfacher zu handhaben sind. Nach dem Motto «aus der Breite kommt die Spitze» sollte laut dem 47-Jährigen der Austausch über die Grenzen des Kompetenzzentrums Breitensport hinaus stattfinden.

Adolf Fuchs, Pistole Der 68-Jährige ist bereits seit 50 Jahren aktiver Schütze nicht nur mit der Pistole auch mit dem Standardgewehr ist Fuchs

treffsicher. In jeweils zehn Jahren als Vorstand beim Kantonalschützenverband Appenzell Innerrhoden und als Technischer Rat beim Schweizer Revolver und Pistolenschützenverband, sammelte der Gontener die nötigen Erfahrungen. Das Zeitmanagement ist für Adolf Fuchs kein Problem, er ist seit drei Jahren pensioniert. «Dadurch kann ich mir die nötige Zeit für die Belange unseres Verbandes nehmen», erklärt der frischgebackene Abteilungsleiter. Die Ziele seiner Abteilung hat Fuchs bereits konkret vor Augen. «Ich möchte eine offene Partnerschaft mit der Schützenbasis, die auf Vertrauen und Respekt basiert», führt Fuchs aus. Des Weiteren brauche es ein gutes Informationsmodul und man müsse etwas gegen die rückläufigen Teilnehmerzahlen an Verbandswettkämpfen sowie Gruppenmeisterschaften unternehmen. Besonders wichtig ist für den dreifachen Grossvater die Förderung des Nachwuchses auch über die Abteilungsgrenzen hinaus. Weiter setzt er sich für die Gestaltung eines attraktiven Betriebs für künftige Mitglieder aller Altersstufen ein. ●

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SSV-News

Neues aus dem Vorstand

Schiesssportjournalisten waren zu Gast bei Roger Federer.e

SSV-Medientag   «bei» Roger Federer 33 Vertreterinnnen und Vertreter von Kantonal- und Unterverbänden des SSV trafen sich in der «Jura world of coffee» Niederbuchsiten zum 1. SSVMedientag. Dabei orientierten die Vertreter von SchiessenSchweiz über ihre Kommunikationsstrategie. Noch wichtiger waren aber ersten persönlichen Gespräche. Nach Kafi und Gipfeli wurde zuerst das ganze Team des Kompetenzzentrums Kommunikation vorgestellt. Diesem gehören an Max Flückiger, Daniel Good, Laszlo Tolvaj, Marco Sansoni und Iris Bossert. Am 1. August stösst auch noch René Wicki dazu. Nach der Begrüssung durch SSV-Vorstandsmitglied Werner Kuratle präsentierte das Redaktionsteam dann sein Konzept für die Medienarbeit und gab erste Tips für erfolgreiche Berichterstattung. Kurz sollen die Artikel für alle Medien sein und die Ranglisten sollen als Lauftext

(unformatiert) geliefert werden. Nicht nur dieser Hinweis führte zu angeregten Diskussion und brachte viele Inputs, von denen einige schon aufgegleist, andere ebenfalls umgesetzt werden sollen. Dank gemeinsamem Mittagessen wurden auch Kontakte zwischen Kantonalpräsidenten und Medienschaffenden geknüpft, die zu einer guten Zusammenarbeit führen können. Dass die Fachtagung unter den Augen von Roger Federer stattfand, darf für den SSV als gutes Omen gewertet werden. Der Rundgang durch die Welt des Kaffees rundete die Tagung ab. Ein zweiter SSV-Medientag wird ihm Rahmen des Verbandsmatches Gewehr 10m oder der Schweizer Meisterschaften 10m in Bern stattfinden. Da wird der Schwerpunkt dann auf praktische Arbeit gelegt. (maf) ●

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Der Vorstand hat an seiner Sitzung vom 14. Juni 2012 u.a. folgende Geschäfte behandelt: Förderkonzept Nachwuchs (NWF) Alle nationalen Sportverbände der olympischen Sommerdisziplinen mussten bis am 30. Juni 2012 ein Förderkonzept Nachwuchs bei Swiss Olympic einreichen. Dieses Förderkonzept NW 2012 bildet die Grundlage für Entschädigungsgelder von Swiss Olympic und BASPO für die kommenden 4 Jahre. Das Förderkonzept schliesst nahtlos an das Nachwuchskonzept 2010 an und regelt detailliert Trainingsinhalte und -umfänge in den Förderzellen. Athletenweg, Kaderstrukturen, Selektionskonzept und Trainer-Guideline (Trainer-Richtlinien) sind zentrale Elemente des Konzeptes. Wie bereits im NWF-Konzept 2010 beschrieben, wechselt der SSV im Bereich der NWF die Organisationsform in eine neue Struktur. Dabei bilden die Regionalen Leistungszentren (RLZ) eine zentrale Rolle. Mit dem Förderkonzept sollen geeignete Athleten, unabhängig von ihrem Alter, entdeckt und gezielt gefördert werden. Der optimale Athletenweg definiert die Trainingsstunden und -inhalte. Sinnvolle Kaderstrukturen sollen Senkrechtstartern den Einstieg ermöglichen. Labelstandorte (RLZ) Die Umsetzung des Förderkonzeptes Nachwuchs 2012 verlangt nach regionalen (RLZ) und nationalen Leistungssportzentren (NLZ). In der Ostschweiz sind mit RLZ Teufen und RLZ Filzbach zwei wichtige Labelstandorte entstanden, sodass ab Oktober 2012 Talente der Ostschweiz ihre geführten Trainingseinheiten in diesen Zentren absolvieren werden. Damit Label Standorte (RLZ) auf die ganze Schweiz verteilt entstehen, wird der Vorstand die Koordination übernehmen. Er sieht vor, maximal 6 Label Standorten zu bewilligen. Je nach Anzahl Athleten kann der Labelstandort über die Jahre wechseln. Urs Boller wird Ressortleiter (RL) Schiesskurse Der Vorstand SSV wählt Urs R. Boller (Brugg) als RL Schiesskurse in das KZen Ausbildung/NWF mit Amtsantritt 1. Juli 2012. Europacup Gewehr und Pistole Der Vorstand ist bereit, 2013 einen EC Gewehr und Pistole durchzuführen. Voraussetzung ist, dass die Wettkämpfe miteinander oder anschliessend an eine Schweizermeisterschaft durchgeführt werden. Der abschliessende Entscheid liegt bei den ESC-Kommissionen. Statutenrevision VSSV Gemäss Statuten Art. 12 haben die Mitglieder (Kantonal-, Unter- und Mitgliedverbände) Statutenrevisionen dem Vorstand des SSV zur Genehmigung vorzulegen. Der Vorstand genehmigt die revidierten Statuten des Verbandes Schweizerischer Schützenveteranen (VSSV) vom 14. April 2012. Swiss Olympic Der Vorstand diskutierte das von Swiss Olympic in die Vernehmlassung geschickt Leitbild und Strategiepapier für die kommende olympische Vierjahresperiode 2013 – 2016. Der Vorstand unterstützt die Ausrichtung. Der Athlet steht im Zentrum und die Autonomie der Mitgliederverbände wird akzeptiert. Der Vorstand bringt ein, dass die Unterschiedlichkeiten der verschiedenen Sportarten bei Vorgaben vermehrt berücksichtig t werden soll.  ● Lisez l`article sous www.swissshooting.ch

Ausgabe 7 // Juli 2012


SSV-News

Der «gläserne Schütze» wird bald Realität An der Universität Bern wird an einem Projekt gearbeitet, das den Schiesssport in eine neue Dimension heben könnte. Mit Hilfe von Drucksensoren soll künftig die Ursache für Schussfehler genau eruiert werden können. Nicht nur von Verbandsseite wird deshalb auf die neue Technologie gesetzt, auch die Schweizer Fernsehsendung «Einstein» interessiert sich für die spannenden Entwicklungen im Schiesssport. Von Lara Eggimann Als sich vor einigen Jahren Zielwegsysteme wie SCATT im Schiesswesen zu etablieren begannen, eröffneten sich dem Schützen völlig neue Wege, seine Treffgenauigkeit zu verbessern. Zum ersten Mal konnten Zielweg, Halteraum und Schussauslösung präzise analysiert und ausgewertet werden. Weshalb allerdings ein Schuss nicht im Zentrum landete, blieb der Spekulation, respektive der Erfahrung offen. Wurde etwa mit der Schulter gedrückt, oder doch mit dem Kopf ein seitlicher Druck auf das Gewehr ausgeübt? Das von Dino Tartaruga ins Leben gerufene Projekt an der Universität Bern will den möglichen Ursachen solcher Fehler genauer auf den Grund gehen. «Wir haben an einem Luftgewehr Drucksensoren bei der Schaftkappe, dem Pistolengriff, der Backenauflage und der Handstütze installiert», so Tartaruga, «damit können wir bei jedem Schuss die genauen Druckverhältnisse messen, die auf das Gewehr wirken. Diese vergleichen wir dann mit der SCATT-Analyse.« Zwei weitere am Gewehr angebrachte Raumsensoren erkennen Abweichungen des Gewehrs auf der x- und y-Achse. Ausserdem ist das Labor in den Uniräumen mit Druckplatten am Boden, Kameras und Zielwegsystemen ausgestattet. Das Projektteam erhofft sich, dank der Sensoren schon bald Aussagen machen zu können, weshalb sich gute Schüsse von schlechten unterscheiden. «Es könnte auch sein, dass sich gewisse Faktoren wie beispielsweise der Schulterdruck als viel wichtiger herausstellen als andere Faktoren», erklärt Tartaruga. Soweit ist das Team alAusgabe 7 // Juli 2012 

Total verkabelt ist Marcel Bürge bei den Aufnahmen zur Sendung «Einstein». lerdings noch nicht. Zuerst musste ein Gewehrschaft speziell ausgefräst werden, um die Sensoren richtig anbringen zu können. Bei einem ersten Testversuch hielten die Sensoren nicht genügend Druck stand und mussten ersetzt werden. Sobald aber diese ersten Hindernisse überwunden seien, müssen möglichst viele aussagekräftige Daten gesammelt werden, so der Sportstudent. In Begleitung des Schweizer Fernsehens war der Spitzenschütze Marcel Bürge einer der ersten, der die innovative Technologie testen durfte. Bürge verspricht sich viel von den neuen Möglichkeiten, die sich schon bald bieten könnten: «Das Projekt steckt zwar noch in den Kinderschuhen. Sobald das ganze aber benutzerfreundlicher wird und genügend Daten ausgewertet wurden, könnte ein enormer Nutzen resultieren. Besonders die Trainerarbeit könnte vereinfacht und optimiert werden.» Nicht nur Bürge sieht das Potential der neuen Technologie. Mit einem grosszügigen Betrag wird das Projekt auch von der eidgenössischen Sportkommission unterstützt, von Swiss Olympic und vom SSV. Ausbildungs- und Nachwuchschefin Ruth Siegenthaler erhofft sich im Hinblick

auf die nächste Olympiade, dass für die Schweizer Delegation schon bald einen Vorsprung auf die Konkurrenz herausschaut: «Dieses Projekt ist weltweit einzigartig. Wenn es gelingt, bilden sich völlig neue Perspektiven für die Leistungsdiagnostik im Schiesssport, woraus sich unter anderem unseren Topathleten, aber auch in der Ausbildung grosse Vorteile bieten würden.» Tartarugas Vision umfasst noch weitere Anwendungsmöglichkeiten, welche mit dem Projekt umgesetzt werden könnten: «Mit der Sensor-Analyse können wir differenzierte Aussagen treffen zum Bild, das uns die ScattAnalyse liefert. Eine zusätzliche physiologische Analyse, wir sprechen also etwa von der Hautleitfähigkeit, dem Puls oder der Atmung, könnte wiederum Rückschlüsse auf die Krafteinwirkungen bei den Drucksensoren erlauben. Es gäbe kaum mehr Faktoren, die nicht messbar wären.» Bei wunschgemässer Umsetzung des Projekts wird es wohl nur noch selten einen Fehler geben, der nicht erklärt werden kann. Der «gläserne Schütze», bei dem jedes Detail seiner Technik ersichtlich wird, könnte schon bald Realität werden.  ●

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Feldschiessen

Über 130'000 Teilnehmer Plus de 130'000 participants Oltre 130'000 partecipanti Das Eidgenössische Feldschiessen ist trotz verregnetem Sonntag zum erwarteten Volksfest geworden. Insgesamt 130‘719 Teilnehmer wurden auf den Schiessplätzen registriert. 97‘768 Personen, unter ihnen erfreulich viele Frauen, absolvierten das Programm Gewehr 300m, 32‘951 jenes mit der Pistole 25m.

Malgré un temps pluvieux dimanche le tir fédéral en campagne a été, comme attendu, une fête populaire. Au total 130`719 participantes et participants ont été enregistrés sur les places de tir. C’est réjouissant que beaucoup de femmes comptent parmi les 97`768 personnes ayant tiré à 300m et 32`951 au pistolet à 25m. Le tir fédéral en campagne a été annoncé à travers toute la Suisse par des manifestations de promotion. C’est comme cela que nous commençons à diffuser les informations sur le tir en campagne, au nom des autres évènements promotionnels, avec celui de Bâle Campagne. Ensuite nous nous consacrons à deux tirs fédéraux particuliers et concluons avec les meilleures prises de vue du concours de photographie. Sarah Jane ne fut pas la seule vedette à tenter sa chance au stand dès le coup d’envoi de la manifestation. En Argovie Madame Suzanne Hochuli, magistrate, s’est avérée être une tireuse bien entraînée et à Sempach Madame Dora Andres, présidente de la FST a présenté la médaille du tir en campagne, aux armoiries de Lucerne, à beaucoup d’invités de marque. Dans le canton de Fribourg le tir en campagne est devenu une véritable fête populaire. Dans le district de la Singine comme dans le district du Lac les immenses chapiteaux étaient pleins à craquer. Le tir fédéral en campagne, dont l’histoire remonte à 1872 (fusil) et 1919 (pistolet et revolver), est un évènement national proche de la population qui se déroule globalement d’une manière positive et qui laisse une impression absolument favorable. On peut continuer à considérer que c’est un bon signe qu’un aussi grand nombre de confédérés de toutes les couches de la population et de tous les âges reconnaissent que le tir fédéral en campagne est un aveu pour notre pays et notre système de milice. ●

Malgrado la domenica rovinata dalla pioggia il Tiro federale in Campagna è risultato una volta di più la festa popolare che tutti si attendevano. Complessivamente 130‘719 partecipanti donne e uomini sono stati registrati. 97‘768 persone, fra le quali con piacere molte donne, hanno assolto il programma fucile 300m, 32‘951 quello con la pistola a 25m. Un po’ ovunque in Svizzera il tiro in campagna è stato annunciato con manifestazioni «Kick-off». Così diamo avvio al nostro commento al tiro in campagna, in rappresentanza di tutti gli altri simili eventi, con il „Kickoff“ Basilea Campagna. In seguito ci dedicheremo a due tiri in campagna del tutto speciali e chiuderemo con le migliori immagini tolte dal concorso fotografico. Sarah Jane non è stata l’unica personalità eminente a misurarsi in un poligono di tiro. In Aargovia si è messa in evidenza quale tiratrice ben allenata la signora landamano Susanne Hochuli e a Sempach la presidentessa FST Dora Andres ha potuto mostrare a molti ospiti eminenti la distinzione del tiro in campagna con lo stemma lucernese. Nel cantone di Friburgo il Tiro in Campagna si è riproposto quale vera e propria festa popolare. Nel distretto della Singine come pure in quello del Lago i giganteschi tendoni della festa erano pieni al punto da scoppiare. Il tiro federale in campagna, la cui storia risale all’anno 1872 (fucile) e 1919 (pistola), si è svolto in tutta la nazione quale grande manifestazione popolare e ha destato soltanto impressioni estremamente positive. Possiamo continuare a ritenere come un buon segno il fatto che un grande numero di cittadine e di cittadini svizzeri dei più diversificati strati della popolazione e di ogni età continui a riconoscersi con il tiro in campagna nel nostro Paese e nel sistema di milizia. ●

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Durch Kick-off-Veranstaltungen wurde das Feldschiessen überall in der Schweiz eingeläutet. So beginnen wir unsere Berichterstattung zum Feldschiessen, stellvertretend für die anderen Events, mit dem Kick-off in Baselland. Dann widmen wir uns zwei ganz speziellen Feldschiessen und schliessen mit den besten Bildern aus dem Fotowettbewerb ab. Sarah Jane war nicht die einzige Prominente, die sich an einer Kick-off Veranstaltung im Schiessstand versuchte. Im Aargau hat sich Frau Landammann Susanne Hochuli als gut trainierte Schützin erwiesen, und in Sempach präsentierte SSV-Präsidentin Dora Andres vielen prominenten Gästen die Feldschiessen-Auszeichnung mit Luzerner Wappen. Zum richtigen Volksfest wurde das Feldschiessen im Kanton Freiburg. Im Sensebezirk wie im Seebezirk platzten die riesigen Festzelte beinahe aus den Nähten. Das Eidgenössische Feldschiessen, dessen Geschichte auf das Jahr 1872 (Gewehr) und 1919 (Pistole) zurückgeht, ist landesweit als volksnaher Grossanlass rundum positiv verlaufen und hinterliess uneingeschränkt vorteilhafte Eindrücke. Es ist ein gutes Zeichen, dass eine grosse Zahl von Schweizerinnen und Schweizern aus verschiedensten Bevölkerungsschichten und allen Altersstufen das Feldschiessen als Bekenntnis zu unserem Land und zum Milizsystem werten. ● Die Statistik, Bestresultate sowie die Fotos, die es nicht in

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Feldschiessen

Anlegen… Feuer auf dem Limberg in Sissach Schlagerstar Sarah Jane zeigte ihre Schiesskünste als Ehrengast beim Kick-Off Event Feldschiessen 2012 der Kantonalschützengesellschaft KGS BL Baselland. Von Béatrice Dürrenberger Zum traditionellen Kick-Off Event Feldschiessen hatte die Kantonalschützengesellschaft Baselland in die Schiessanlage Limberg in Sissach eingeladen. KSG-Präsident Walter Harisberger konnte viele Prominente wie Landratspräsident Urs Hess, Nationalrat Thomas de Courten und alt Nationalrat Christian Miesch sowie viele Landrätinnen und Landräte begrüssen. Mit besonderer Freude hiess er die berühmte Schlagersängerin Sarah Jane willkommen, die zusammen mit ihrem Grossvater Marcel Heckendorn erschien und sichtlich den Plausch hatte, ihre Schiessfähigkeiten unter Beweis stellen zu können. «Wir haben schon ein wenig zusammen mit dem Luftgewehr geübt», gab ihr Grossvater, ein passionierter Schütze, preis. Auf die Frage, ob sie die Passion zum Schiessen denn von ihm geerbt habe, winkte Sarah ab. Sie sei gegen Gewalt. Aber für diejenigen, die diesen Sport zum Vergnügen betrieben, sei es ganz ok. Sie singe halt viel lieber. Für die KSG Baselland ist ein Gast wie Sarah Jane ein Hoffnungsträger. «Wir möchten mit einer Berühmtheit wie Sarah mehr junge Leute für den Schiesssport motivieren», erklärte Walter Harisberger auf Nachwuchsprobleme angesprochen. Deshalb lade man junge Promis aus dem Showgeschäft oder Sport ein. Man habe sich für Sarah Jane entschieden, weil sie sehr beliebt ist und mit ihren volkstümlichen Schlagern dem Schiesssport sehr nahe steht. «Ich bin dem Volkstümlichen wirklich sehr verbunden und darum immer für solche Sachen zu haben», bestätigte Sarah. Sie habe dieser Einladung mit Freude Folge geleistet. Dass Sarah Jane tatsächlich sehr volksnah ist, Ausgabe 7 // Juli 2012 

Sarah Jane hält die Pistole zweihändig ruhiger.

Auf der Suche nach der Scheibe.

Ein Herz und eine Seele mit ihrem Grossvater.

zeigte sich im gemeinsamen lockeren und freundschaftlichen Miteinander und später beim eigentlichen Grund dieses Anlasses. Unkompliziert und mit viel Humor liess sie sich von den erfahrenen Schützen in die Kunst des Schiessens einführen und absolvierte ihre Schüsse mit Gewehr und Pistole mit Bravour. Aber auch ihr Grossvater stellte unter Beweis, dass er noch nicht zum alten Eisen gehört. Obwohl er seit sieben Jahren nicht mehr schiesst, holte er sich den Kranz auf 300m. Nach der Rangverkündigung und

dem gemeinsamen Abendessen in Sissach informierte Marlon Harras (Präsident SG Sissach) über das 190-jährige Vereinsjubiläum, Aktivitäten und die Kurse Gewehr 10m für die ganz Jungen. Dass der Kick-Off Event noch nie so viele Teilnehmer zählte, war für das OK die freudige Bestätigung. Ob dieses starke Interesse an der Teilnahme der hübschen und geselligen Sarah Jane lag, bleibt ein Geheimnis.  ●

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Feldschiessen

Druckluftgewehre am Feldschiessen in Hinwil Die beiden Jungschützenkurse der Schützenvereine SG Betzholz und MSV am Bachtel stellten dieses Jahr zum ersten Mal anlässlich des Feldschiessens eine zusätzliche 10m Anlage für Druckluftgewehre auf. Der Ansturm auf die kurze Distanz war gross. von thomas Hulliger Am Schluss konnten über 100 gelöste Stiche gezählt werden. «Wir waren völlig überrascht, dass so viele mit dem Gewehr 10m schiessen wollten» zeigt sich Jungschützenleiter Patrick Wyler von der SG Betzholz sichtlich stolz. «Auch erstaunt hat uns Jungschützenleiter der tadellose Einsatz der Jungschützen. Teils erst im ersten Kursjahr führten sie professionell und mit viel Einsatz

Konzentrierte Jungschützen am Werk. das Schiessen beinahe selbstständig durch.» Die von der Effretiker Firma SIUS ASCOR zur Verfügung gestellten modernsten

Hybridscheiben mit Laserausmessung wurden durch die starke Sonneneinstrahlung vor Probleme gestellt. Doch die Jungschützen wussten sich zu helfen und bauten aus Karton einen Schiesstunnel. Zwei Juxscheiben mit Metall-Enten und Wildschweinen fanden grossen Anklang. «Es war eine tolle Sache, mit zwei Jungschützenkursen diesen Event durchzuführen», resümiert Andi Ronner, Jungschützenleiter des MSV am Bachtel. «Wir denken, dass dies noch zu weiteren gemeinsamen Aktionen führen wird.» Auch bei den Besuchern kam der Anlass positiv an. Sehr erfreulich war die Tatsache, dass sich einige jüngere Teilnehmer in die Schiessanlage «verirrten» und sich spontan entschlossen, das Sportschiessen erlernen zu wollen. Mitmachen und dabei sein, war das grosse Motto. ●

Feldschiessen Historic Im Rahmen des diesjährigen Eidgenössischen Feldschiessens haben die Schweizer Long Range Schützen das erste Feldschiessen mit historischen Gewehren lanciert. Schiessen durfte man nur mit Schwarzpulver, Patronen- oder VorderladerFreigewehren. Das Tageshöchstresultat lag bei starken 66 Punkten. Von Sepp Rouss

Renato Steffen im Einsatz mit einem historischen Vorderlader-Freigewehr.

«Die Idee kam unserem Standaufseher und Schwarzpulverschützen Werner Stähli aus Emmen. Auf Anhieb haben wir mit den Vetterligewehren auf die Original-Scheiben B 4 respektable Resultate erzielt», erklärte Renato Steffen vom LKSV. Damit konnte auch mal die Treffsicherheit der 150-jährigen Vetterli überprüft werden. Im Hüslenmoos stehen je nach Bedarf bis zu sechs Scheibenzugsanlagen aus früheren Zeiten zur Verfügung. Die Betriebskommission hat in verdankenswerter Weise das Zugeständ-

nis zur Durchführung eines historischen Feldschiessens gegeben. Ein Dutzend versierter Schwarzpulver-Schützen hat schliesslich bei diesem Prolog teilgenommen. «Das Schiessen mit den Vetterli und offener Visierung hat seine Tücken. Das Vorderlader-Freigewehr mit Diopter ist diesbezüglich etwas bevorteilt. Dennoch musste ohne weitere Hilfsmittel das 18-Schuss Feldschiessen-Programm absolviert werden. Für die Serien wurde den Vorderladerschützen etwas mehr Zeit eingeräumt», führt

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Renato Steffen aus. Die Kranzquote lag etwas unter 50 Prozent.« Alle Beteiligten waren hell begeistert, so dass wir diesen Anlass wieder durchführen werden.» Das Tageshöchstresultat schoss Sepp Ruoss aus Glarus mit guten 66 Punkten. Initiant Werner Stähli aus Emmen kam auf gute 63 Zähler wie auch Esther Eggenschwiler aus Matzendorf, die als einzige teilnehmende Frau 62 Punkte und somit auch die Kranzauszeichnung schoss. ●

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Feldschiessen

Die besten 15 Fotos

Bild: Franz Odermatt.

Bild: Annette Laubscher.

Bild: Marcel Brumann.

Bild: Beat Künzi. Ausgabe 7 // Juli 2012 

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Feldschiessen

Bild: Marcel Brumann.

Bild: Bruno Luginbühl.

Bild: Roberta Filippini.

Bild: Hans Wälti.

Bild: Ursula Brüllhardt.

Bild: Paul Hüttenmoser.

Bild: Andrea Tschumper.

Bild: Erich Walther.

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Feldschiessen

Bild: Josef Ruoss.

Bild: Cornelia Lüthi. ww

Bild: Franz Odermatt. Ausgabe 7 // Juli 2012 

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Reportage

Une Visite   au stand de Vernand Ein Besuch im Stand von Vernand C’est par un bel après-midi de printemps que nous nous rendons au stand de tir de Vernand, dans l’agglomération lausannoise. Nous y sommes accueillis par M. Gilbert Friedli, président de l’Union des sociétés de tir Lausanne et environs (USTL), ainsi que de la Société des Carabiniers de Lausanne (SCL). Nous nous asseyons au sympathique restaurant du stand de tir et c’est avec beaucoup de fierté que notre hôte nous parle de ce lieu. De Raphaël Cand Le stand de Vernand fut inauguré en avril 1959, suite à une décision du Conseil communal lausannois de délocaliser l’ancien site destiné à cette pratique. A cette époque, il comprenait 70 cibles à 300m, ainsi que 20 cibles à 50m et faisait partie des installations les plus modernes de Suisse. Quelques années plus tard furent annexées les cibles à 25m. Dès lors, le stand de Vernand était prêt à accueillir des manifestations de grande ampleur. Citons les plus importantes ayant eu lieu ces 20 dernières années: le Tir Fédéral des

Manifestation à venir et projet d’envergure Le stand du Vernand accueillera le 8 septembre prochain la Finale du Championnat individuel suisse au pistolet libre. A cette occasion, les meilleurs tireurs du pays seront réunis à Lausanne. Les organisateurs espèrent recevoir un grand nombre de spectateurs. En ce qui concerne les projets, le chantier principal est la construction d’un stand à 10m. Actuellement, les tireurs doivent se rendre dans des locaux externes situés à Malley (agglomération lausannoise). Une étude est en cours et le montant des travaux devrait atteindre 1,5 million de francs. Le Conseil communal devrait bientôt prendre une décision quant à sa réalisation.

Vétérans en 1989 et en 2009, le Tir Cantonal Vaudois en 2003, sans oublier les fameux Tirs annuels du Général Guisan et les Tirs Fédéraux en campagne.

Graves dommages dus aux intempéries Comme le dit M. Gilbert Friedli: «Le violent orage qui s’est abattu sur la région lausannoise dans la nuit du 25 au 26 juillet 2008 n’est plus qu’un mauvais souvenir». C’est cette nuit-là que le sous-sol du stand subit une impressionnante inondation qui condamna les installations de tir à 50m. Un excès d’eau dans les tuyaux situé en-dessous des infrastructures provoqua l’explosion de l’un des couvercles et l’eau se répandit à l’intérieur du bâtiment. Au petit matin, il y avait 1,5 mètre d’eau qui recouvrait le sol. Commença dès lors une vaste rénovation des sous-sols qui aboutit à l’inauguration des nouvelles installations le 9 septembre 2010. Le nouveau stand à 50m fut doté de 22 cibles à rameneur et de 8 cibles électroniques. Les travaux durèrent un peu plus de 2 ans et coûtèrent environ 500’000

CHF à la ville de Lausanne, ainsi qu’aux sociétés locales.

Aujourd’hui Actuellement, les tireurs ont à leur disposition 32 cibles électroniques à 300m, 30 cibles à 50m et cinq blocks (25 cibles) à 25m. Les 30 sociétés membres de l’USTL, les militaires et la police sont les principaux bénéficiaires du stand de Vernand. Ce sont environ 1500 tireurs qui sont susceptibles d’investir les lieux chaque année. Sportivement parlant, des membres tels que Steve Demierre (équipe nationale Suisse de pistolet) et Cédric Crisoni (relève nationale Suisse de pistolet) sont des pratiquants réguliers que l’on peut croiser entre ces murs.

L’USTL L’Union des Sociétés de tir de Lausanne et environs est l’organisation faîtière des sociétés de tir de la région. Fondée le 18 février 1920, elle a pour but de représenter les tireurs de Lausanne et des communes avoisinantes, ainsi que de collaborer avec le Service des sports de la Ville de Lausanne

L’entrée du Stand Lausanne-Vernand.

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Reportage

Les cibles électroniques à 50 m. afin de promouvoir et de développer la pratique du tir. Au début de chaque saison, son comité établit un planning d’occupation du stand de Vernand en fonction des besoins des sociétés et des divers événements. ●

An einem schönen Frühlingsnachmittag fahren wir zum Schiessstand von Vernand in der Agglomeration von Lausanne. Dort angekommen empfängt uns Gilbert Friedli, Präsident der Vereinigung der Schützenvereine Lausanne und Umgebung (USTL) sowie der Schützengesellschaft der Stadt Lausanne (Carabiniers). Im heimeligen Standrestaurant berichtet unser Gastgeber stolz von seiner Anlage. Der Stand von Vernand wurde im April 1959 eröffnet, nachdem der Stadtrat von Lausanne beschlossen hatte, die dezentralisierten alten Anlagen zu schliessen. So standen 70 Scheiben auf 300m sowie 20 Scheiben auf 50m zur Verfügung. Der Stand gehörte zu den modernsten Anlagen der Schweiz. Ein paar Jahre später kamen auch Scheiben Ausgabe 7 // Juli 2012 

Gilbert Friedli, président de l’Union des sociétés de tir Lausanne et environs. TirSuisse // TiroSvizzera // TirSvizzer  SchiessenSchweiz  25


Reportage

Un membre tireur au stand 300m. auf 25m hinzu. Der Stand war somit auch für grössere Veranstaltungen bereit. Zu den wichtigsten der letzten 20 Jahren zählen das Eidgenössische Veteranenschiessen in den Jahren 1989 und 2009, das Waadtländer-Kantonale Schützenfest 2003, und nicht zu vergessen die berühmten jährlich stattfindenden General-Guisan-Schiessen sowie die Eidgenössischen Feldschiessen.

Schwere Unwetterschäden «Der heftige Sturm, der die Region Lausanne in der Nacht vom 25. auf den 26. Juli 2008 heimsuchte, ist nur noch eine schlechte Erinnerung», erzählt Gilbert Friedli. Während dieser Nacht wurde das Untergeschoss des Standes vollständig überflutet und die ganze 50m-Anlage vernichtet. Das viele Wasser in den Rohren erzeugte einen derartigen Druck, dass der Deckel eines Schachtes regelrecht explodierte. Dadurch konnte Wasser in das Gebäude eindringen. Am Morgen danach stand das Wasser 1.5m hoch. Sogleich begann die Renovierung des Untergeschosses. Am 9. September 2010 wurde diese mit der Einweihung der neuen 50m-Anlage abgeschlossen. Der neue Stand wurde mit 22 Laufscheiben bestückt und mit 8 elektronischen Scheiben ergänzt.

Die Arbeiten dauerten etwas über 2 Jahren und kosteten die Stadt Lausanne und den örtlichen Schützenverein rund CHF 500 000.

Heute Den Schützen stehen zurzeit 32 elektronischen Scheiben auf 300m, 30 Scheiben auf 50m und fünf Blöcke (25 Scheiben) auf 25m zur Verfügung. Die 30 Mitgliedervereine der USTL, das Militär und die Polizei sind die Hauptnutzer des Schiessstandes von Vernand. Es sind rund 1500 Schützen, die hier Jahr für Jahr trainieren und Wettkämpfe austragen. Aus sportlicher Sicht sind Mitglieder wie Steve Demierre (Schweizer Nationalmannschaft Pistole) und Cedric Grisoni (Nachwuchs-Nationalkader Pistole) regelmässig hier anzutreffen.

Die USTL Die Vereinigung der Schützenvereine der Stadt Lausanne und Umgebung (Union des Sociétés de tir de Lausanne et environs) ist die Dachorganisation der Schützenvereine der Region. Sie wurde gegründet am 18. Februar 1920 und vertritt die Schützen von Lausanne sowie den umliegenden Gemeinden. Die enge Zusammenarbeit mit

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dem Sportamt der Stadt Lausanne ist wichtig, um den Schiesssport zu fördern und zu entwickeln. Zu Beginn einer jeden Saison setzt der Vorstand für den Stand von Vernand einen Belegungsplan auf, der die Bedürfnisse der Vereine sowie diverser Veranstaltungen berücksichtigt. ●

Veranstaltungen und Grossprojekte Im Stand von Vernand wird am kommenden 8. September der Final der Schweizer Freipistolen-Einzelmeisterschaft durchgeführt. Bei dieser Gelegenheit werden die besten Pistolenschützen des Landes in Lausanne antreten. Deshalb hoffen die Organisatoren auf eine grosse Anzahl Zuschauer. Als wichtigstes Grossprojekt steht der Bau einer 10m-Anlage bevor. Die Details werden momentan noch abgeklärt. Zurzeit müssen die Schützen auf auswärtige Räume in Malley (Agglomeration von Lausanne) ausweichen. Die Baukosten der neuen Anlage werden auf 1,5 Millionen geschätzt. Der Stadtrat sollte demnächst über die Realisierung des Projekts entscheiden.

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Rückblende

Schiessen ist Hobby, Beruf und Philosophie Le tir en tant qu’hobby, profession et philosophie Il Tiro è hobby, professione e filosofia Der Name Toni Küchler ist bei vielen Schützen heute noch ein Begriff. Nicht nur national, sondern auch international. Seine Karriere als Leistungssportler beendete er vor rund 20 Jahren, Schiessen ist für ihn noch heute ein sehr wichtiger Lebensinhalt

net. «Doch ich bewegte mich mit der Pistole irgendwann auf einem sehr hohen Niveau und konnte mich nicht mehr steigern.» So begann Küchler vor sechs Jahren mit dem sportlichen Gewehrschiessen. «Für mich war der Umstieg eine grosse Herausforderung, aber hier habe ich noch Steigerungspotenzial.»

Erfolge und Misserfolge

Von Thomas Hulliger Hell, sauber und mit Blick aufs Stanserhorn. So erscheint das Geschäft von Toni Küchler in Kägiswil OW. Er schleift gerade einen Pistolengriff für einen Kunden, passgenau zugeschnitten auf dessen Hand. Angefangen hatte er in seiner Garage. Nach Abschluss seiner vollberuflichen Zeit als Nationaltrainer gründete Toni Küchler 1998 den Küchler Schiesstreff. «Ich hatte Glück, mich im alten Gemeindehaus einmieten zu können. Neben der Werkstatt sowie Büro mit Showroom sind vor allem meine Schiesstände 25m und 10m richtige Glückstreffer». All seine Erfahrungen als Sportler und Trainer lässt er nebst der Schweizerischen Pistolenschiessschule, für die er seit 1994 als Instruktor tätig ist, auch in seine heutige Tätigkeit einfliessen. Sechs Jahre war Küchler Michel Ansermets Trainer. Ansermet gewann in Sydney Olympiasilber. «Mit Michel habe ich auch heute noch engen Kontakt.»

Von der Pistole zum Gewehr Während Küchler mit Holzpaste den Griff genau an die Hand des Kunden anpasst, erinnert er sich an seine Erfolge. Er gehörte während Jahren zur absoluten Weltklasse im Pistolenschiessen. Als 18-jähriger Junior gewann er 1978 seine erste Schweizer Meisterschaft mit der Pistole 10m. Bereits ein Jahr später holte er sich auf die Ausgabe 7 // Juli 2012 

Toni Küchler bei der Präzisionsarbei in seiner Werkstatt in Kägiswil. kurze Distanz die Bronzemedaille an den Weltmeisterschaften in Korea. Bis 1992 gewann er in allen Pistolendisziplinen neben zahlreichen nationalen Meistertiteln fünf Weltcups, dazu auch etliche EM- und WMMedaillen. Überdies wurde er CISM-Weltmeister und nahm aktiv an zwei Olympischen Spielen teil. «Mein grösster Erfolg waren meine 594 Punkte in Suhl (DDR)», sagt der Innerschweizer zu seinem sagenhaften Weltrekord. Diese Zahl wurde «seine» Zahl. In den Jahren 1987 und 1989 wurde er als Schütze des Jahres ausgezeich-

Nach Abschluss seiner internationalen Karriere 1993 wurde der damals 32-jährige Toni Küchler zum Nationaltrainer Olympisches Schnellfeuer berufen. Ab Ende 1994 übernahm er zusätzlich das Chefamt der Abteilung Pistole in der damaligen Kommission für Leistungssport (KLS). «Da konnte ich als Trainer von Michel Ansermet und Urs Tobler nochmals an Olympische Spiele». Das Amt als Nationaltrainers bescherte ihm jedoch auch seinen bisher grössten Misserfolg. An der WM 1994 in Mailand passierte der Fauxpas. «Das ganze Programm wurde verschleppt. Darauf holte ich Schweizer Meister Hansruedi Schneider zu spät zum Start. Die erste Serie war bereits vorüber.» An diesem Fehler nagt Küchler noch heute. Küchler und Schneider hatten jahrelang gemeinsam und als Konkurrenten die Schweiz auf internationaler Bühne vertreten. «In bester Erinnerung bleiben mir die Erlebnisse und persönlichen Kontakte mit Schützenfreunden aus der ganzen Welt. Die Einladungen zu Trainingslagern in der UdSSR, Ungarn und bei Ralf Schuhmann.»

Grosse Zukunftspläne In der Zwischenzeit ist der Holzgriff zur Zufriedenheit des Kunden fertig. Nach der Kontrolle von Abzug und allgemeiner Besichtigung, wird im hauseigenen 25m-Stand die Pistole noch eingeschossen, ebenso die richtige Munition bestimmt. Toni Küchler

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Rückblende

hat sich nicht nur als begabter Hersteller von Pistolengriffen profiliert, sondern auch als Mitproduzent von verschiedenen Büchern und Videokassetten über seinen Sport. Seine Kundschaft kommt aus aller Welt. Lange war Küchler beim PC Sarnen in der Nachwuchsausbildung engagiert. Heute fühlt er sich auch bei den Gewehrschützen wohl. Nicht nur Schiessen gehört zu Küchlers Hobbys. Der heimat- und naturverbundene Küchler sang einige Jahre in der Jodlergruppe «Bärgröseli Alpnachstad». Der Obwaldner ist in seiner knappen Freizeit in der Natur unterwegs, oder einfach bei Halteübungen in der Pergola. «Das ist für mich Meditation, Erholung und Stressabbau pur». Küchler könnte sich eine Rückkehr in den Spitzensport vorstellen. «Besuche ich heute einen Weltcup, dann spüre ich immer noch das Kribbeln. Mich noch einmal als Trainer, besonders im mentalen Bereich zur Verfügung stellen, das möchte ich gerne.» Nicht umsonst macht Küchler eine Ausbildung als Mentalcoach. Sportlich immer noch fit, hat Toni Küchler für dieses Jahr ein

Ziel vor Augen. Den Luzern-Marathon im Herbst. Angemeldet wurde er von seiner Frau Doris, sie hat ihm «seine» Startnummer 594 besorgt. Vielleicht gibt es ja wieder einmal einen Weltrekord, der den Namen Toni Küchler mit der Nummer 594 ziert. Seine Frau Doris und die Kinder Yanick (10) und Céline (8) bilden seinen Lebensmittelpunkt.  ●

Le nom de Toni Küchler est aujourd’hui encore bien présent dans la mémoire de nombreux tireurs, non seulement sur le plan national mais aussi international. Il mit fin à sa carrière d’athlète il y a environ 20 ans. L’exercice du tir occupe toutefois aujourd’hui encore une partie très importante de sa vie quotidienne. Bien éclairée, propre et avec vue sur le Stanserhorn, telle se présente sa boutique dans laquelle nous rencontrons aujourd’hui Toni Küchler à Kägiswil. Il est en train de tailler

une poignée de pistolet pour lui donner la forme exacte de la main de son client. Avant de prendre possession de ce local, il travaillait dans son garage. Au terme de l’activité d’entraîneur national qu’il exerçait à plein temps, Küchler a fondé en 1998 son Küchler Schiesstreff. «J’ai eu la chance de pouvoir louer l’ancien bâtiment municipal. Outre l’atelier et le bureau avec exposition, ce sont avant tout mes stands de tir 25 et 10m qui s’avèrent être une bonne aubaine.»

De pistolet à la carabine Il met aujourd’hui à profit toutes les expériences acquises en tant qu’athlète et entraîneur, tant dans le cadre de l’Ecole suisse de tir au pistolet, au sein de laquelle il est instructeur depuis 1994, que dans son activité professionnelle. Pendant 6 ans, il fut l’entraîneur de Michel Ansermet, qui décrocha à Sydney une médaille olympique d’argent. «Avec Michel, je suis toujours en contact étroit.» Alors que Küchler s’applique avec un peu de pâte à donner à la poignée de pistolet la

Toni Küchler präsentiert einem Kunden seine Auswahl. 28  SchiessenSchweiz  TirSuisse // TiroSvizzera // TirSvizzer

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Rückblende

Küchler zur Zeit seines Weltrekordes 1989. forme exacte de la main de son client, il passe volontiers en revue ses succès. Pendant de nombreuses années, il fit partie de l’élite mondiale au pistolet. A 18 ans, en tant que junior, il gagna en 1978 son premier titre de Champion suisse au pistolet 10m. Une année après, il s’arrogea la médaille de bronze lors des Championnats du monde en Corée. Jusqu’en 1992, il gagna dans toutes les disciplines pistolet non seulement de nombreux titres nationaux, mais aussi cinq coupes mondiales, ainsi que bon nombre de médailles lors des Championnats d’Europe et du Monde. En outre, il a été champion du monde CISM, a participé activement à deux Jeux Olympiques. « Mon plus grand succès furent les 594 points obtenus à Suhl (RDA)» raconte le ressortissant de la Suisse centrale au sujet de son fameux record du monde. Ce chiffre est devenu «son numéro porte-bonheur». En 1987 et 1989 il fut élu Tireur de l’année. «Mais à un moment donné, je me trouvais avec mon pistolet à un niveau tel, Ausgabe 7 // Juli 2012 

qu’une progression devenait illusoire.» C’est ainsi que voici 6 ans, Küchler a abandonné le pistolet pour la carabine. «Pour moi, ce changement fut aussi un grand défi. Ici, je peux encore progresser».

Succès et échecs En 1993, au terme de sa carrière internationale, Toni Küchler devint, à 32 ans, entraîneur national pour le Tir vitesse olympique et, dès la fin 1994, il assuma en plus la charge de Chef de la division pistolet de l’ancienne Commission du sport d’élite. «Ceci me permit de participer une fois de plus à des Jeux Olympiques, en tant qu’entraîneur de Michel Ansermet et Urs Tobler». Le poste d’entraîneur national lui valu aussi sa plus grande défaite, due à une gaffe commise lors des Championnats du monde 1994 à Milan. «L’ensemble du programme avait été chambardé et j’ai tardé à appeler sur le pas de tir le Champion suisse d’alors, Hansruedi Schneider. La première série était

déjà terminée.» A cette erreur, Küchler ronge aujourd’hui encore. Küchler et Schneider ont pendant de nombreuses années représenté ensemble et en tant que concurrents la Suisse sur le plan international. «Parmi mes meilleurs souvenirs figurent toutes les expériences et les contacts personnels avec les amis tireurs du monde entier, ainsi que les invitations à des camps d’entraînement en Russie, Hongrie et chez Ralf Schuhmann.»

Grand plans d’avenir Entre-temps, la poignée du pistolet a été façonnée à la satisfaction du client. Après avoir contrôlé la détente et procédé à une inspection générale, le pistolet est soumis à un test pratique dans le propre stand 25m se trouvant dans la maison, ce qui permet aussi de déterminer quelle est la munition adéquate. Toni Küchler s’est distingué non seulement comme fabricant talentueux de poignées de pistolet, mais aussi en tant que

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Küchler lässt mittels Postkarte und Weltrekord-Standblatt grüssen. co-auteur de plusieurs livres et cassettes vidéo ayant trait à son sport. Sa clientèle vient du monde entier. Très longtemps, Toni Küchler s’est engagé au sein du Club pistolet de Sarnen pour la promotion de la relève. Aujourd’hui il se sent également très bien parmi les tireurs à la carabine. Le tir n’est pas le seul hobby de Toni Küchler. Patriote et amoureux de la nature, Küchler a chanté quelques années avec le groupe de jodleurs «Alpnach Bärgröseli». L’obwaldien profite aujourd’hui des quelques rares loisirs qui lui restent pour se promener dans nature ou pour tout simplement faire des exercices de tenue de l’arme sous sa pergola. «Ceci est pour moi à la fois méditation, relaxation et réduction du stress.» Küchler peut très bien s’imaginer revenir à la compétition sportive. «Lorsque je visite aujourd’hui une Coupe du Monde, je ressens encore le frisson d’autrefois. Je reprendrais très volontiers du service en tant qu’entraîneur, notamment dans le domaine mental.» Ce n’est pas pour rien que Küchler suit actuellement une formation de coach mental. Encore bien en forme sur le plan sportif, Toni Küchler a pour cette année un objectif particulier en tête. Le marathon de Lucerne, en automne. Sa femme Doris l’a déjà inscrit et réservé pour lui son numéro porte-bonheur 594. Peut-être établira-t-il sous ce numéro encore une fois un record du monde! Sa femme Doris et leurs enfants Yanick (10) et Céline (8) forment le centre de sa vie. ●

Il nome Toni Küchler è ancora oggi presso molti tiratori un concetto ben radicato. Non soltanto su piano nazionale, ma anche su quello internazionale. La sua carriera quale sportivo di alta competizione si è chiusa circa 20 anni fa, ma il tiro è per lui ancora oggi un importantissimo contenuto della sua vita. Sereno, pulito e con uno sguardo rivolto sullo Stanserhorn. Così oggi troviamo Küchler nella sua ditta a Kägiswil. Al momento sta limando un’impugnatura di pistola per un cliente, della giusta misura e improntata perfettamente alla sua mano. Aveva iniziato nel suo garage. Terminata la sua professione a tempo pieno quale allenatore della nazionale, Toni Küchler nel 1998 ha fondato Küchler Schiesstreff (Punto d’incontro dei tiratori presso Küchler). «Ho avuto fortuna di potermi installare nella vecchia Casa comunale. Accanto all’officina nonché ufficio con showroom il colpo di fortuna lo rappresentano soprattutto i miei poligoni a 25 e 10 metri.»

Lascia la pistola e si dà al fucile Tutte le sue esperienze quale sportivo ed allenatore oltre che a metterle a disposizione della Scuola Svizzera di tiro alla pistola (SSTP), per la quale è attivo quale istruttore dal 1994, le riversa anche nella sua attività odierna. Per 6 anni Küchler è stato anche l’allenatore di Michel Ansermet, il quale

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aveva vinto a Sydney l’argento olimpico. «Con Michel ho ancora oggi un contatto stretto». Mentre con la pasta di legno adegua l’impugnatura precisamente alla mano del cliente, Küchler ricorda volentieri i suoi successi. Durante parecchi anni ha fatto parte della classe mondiale assoluta nel tiro alla pistola. Quale junior 18enne nel 1978 vinse con la pistola 10m il suo primo campionato svizzero e già un anno dopo è andato a conquistarsi ai Campionati del mondo in Corea la medaglia di bronzo alla corta distanza. Fino al 1992 ha vinto in tutte le discipline alla pistola, accanto ai numerosi titoli di campione nazionale, cinque coppe del mondo e inoltre parecchie medaglie ai CE ed ai CdM. Oltre a ciò si è laureato campione del mondo CISM e ha preso parte attivamente a due Giochi Olimpici. «Il mio più grande successo sono stati i 594 punti di Suhl (DDR)», dice lo Svizzero Centrale a proposito del suo record mondiale da favola. Questa cifra è diventata la «sua» cifra. Negli anni 1987 e 1989 è stato insignito del titolo di tiratore dell’anno. «Eppure ad un certo momento con il tiro alla pistola mi sono trovato ad un livello, dove non riuscivo più ad ulteriormente migliorarmi.» Così Küchler 6 anni fa ha iniziato con il tiro sportivo al fucile. «Il cambiamento per me ha significato anche una grande sfida. Qui posso anche ulteriormente migliorarmi.»

Successi ed insuccessi Chiusa la carriera internazionale, nel 1993 l’allora 32enne Toni Küchler è stato chiamato a coprire il ruolo di allenatore della nazionale per il tiro celere olimpico e dalla fine del 1994 egli ha inoltre assunto la funzione di responsabile della Divisione Pistola nella Commissione per lo sport di alta competizione (KLS). «Quale allenatore di Michel Ansermet e di Urs Tobler ho potuto andare ancora una volta ai Giochi Olimpici.» La funzione di allenatore nazionale gli ha però procurato quello che fino ad oggi è stato il suo più grande insuccesso. Il passo falso si verificò in occasione dei Campionati del Mondo 1994 a Milano. «L’intero programma è stato rinviato. In seguito ho portato il campione svizzero Hansruedi Schneider in ritardo alla partenza, tanto che la prima serie era già stata effettuata. » Ancora oggi Küchler si morde le unghie per quel contrattempo. Küchler e Schneider avevano rappresentato insieme la Svizzera per lunghi anni quali concorrenti sul palcoscenico internazionale. «Le esperienze ed i contati personali con gli amici tiratori di tutto il Ausgabe 7 // Juli 2012


Rückblende

CISM-Nationalmannschaft Pistole (Toni Küchler hintere Reihe 5. von links)

Einer seiner zahlreichen Podestplätze.

Küchler auf dem Podest an der Weltmeisterschaft im Sportschiessen 1986 in Suhl (DDR)

mondo li conservo gelosamente nella mia memoria. Numerosi sono stati gli inviti a campi di allenamento nella URSS, in Ungheria e presso Ralf Schuhmann.»

pegnato nella formazione delle speranze presso il CP Sarnen. Oggi si sente bene in mezzo ai tiratori al fucile. Non è soltanto il tiro che fa parte degli hobbies di Küchler. Il Küchler patriottico e amante della natura ha cantato per alcuni anni nel gruppo ‘jodel’ «Bärgröseli Alpnachstad». L’obvaldese nel suo scarso tempo libero lo troviamo in movimento in mezzo alla natura o semplicemente nella sua pergola mentre si esercita in esercizi di tenuta, di sostegno. «Ciò per me è meditazione, rilassamento e semplice e pura abolizione dello stress.» Küchler riesce ad immaginarsi un ritorno nello sport di punta. «Se oggi visito una Coppa del Mondo avverto sempre ancora un certo formicolio. Mettermi a disposizione ancora una volta come allenatore, partico-

Importanti piani futuri Nel frattempo l’impugnatura di legno è terminata a piena soddisfazione del cliente. Dopo il controllo dello scatto e dopo una visita in generale, si procede alla prova della pistola nello stand 25m proprio della casa e viene definita la giusta munizione.Toni Küchler non si è profilato unicamente quale abile creatore di impugnature per le pistole, bensì anche quale collaboratore di diversi libri e di diverse videocassette sul suo sport. La sua clientela proviene da ogni parte del mondo. Per lungo tempo Küchler è stato imAusgabe 7 // Juli 2012 

larmente in ambito mentale, lo vorrei ben volentieri.» Non per niente Küchler sta seguendo una formazione quale coach mentale. Fisicamente sempre ancora in forma, Toni Küchler per quest’anno ha in mente un obiettivo. La maratona di Lucerna in autunno. E` stato iscritto da parte di sua moglie Doris, la quale gli ha procurato il «suo» pettorale 594. Forse ci sarà di nuovo un record mondiale, che decorerà il nome Toni Küchler con il numero 594. Sua moglie Doris ed i figli Yanick (10) e Céline (8) rappresentano il suo centro vitale. ● www.schiesstreff.ch

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Training im Verein

Kuchen und Feldschiessen Anfang Juni fanden diverse Höhepunkte im Vereinsleben von Helvetia Basel statt, stand doch die traditionelle Teilnahme am Eidgenössischen Feldschiessen auf dem Programm. Viele aktive Vereinsschützinnen und -schützen zeigten ihr Können an Gewehr und Pistole. Ganz unter dem Motto: Wir machen mit. Von Steven Bleuler Ebenso traditionell wie der Feldschiessenbesuch ist unser Kuchenverkauf durch und für die Junioren im Dorfkern von Riehen. Innerhalb von nfünfeinhalb Stunden gaben unseren Junioren ihr Bestes, die 23 Kuchen unter die Leute zu bringen. Die Kinder hatten Spass, sich einmal nicht als Sportler, sondern als Verkäufer von feinen Kuchen zu zeigen. Die Einnahmen werden der Juniorenkasse gutgeschrieben. Aus dieser Kasse werden dann wiederum Anschaffungen für die Junioren in den Nachwuchskursen getätigt.

Trainingseinheiten im Juli 2012 Aufgrund der Sommerferien finden im Juli keine Nachwuchstrainings statt. Den Jugendlichen haben wir jedoch diverse Möglichkeiten aufgezeigt, wie sie sich über die Sommerferien fit halten können. Sie können Dehn- und Kräftigungsübungen machen, Konzentrationsübungen (z.B. Sudoku) anwenden oder ganz einfach sonst Sport treiben. Denn durch die sportlichen Aktivitäten und die geistigen Anstrengungen werden die Leistungen im Schiesssport mit jeder Trainingseinheiten steigen.

tervermitteln. Sehr erfreulich war die Teilnehmerzahl beim Schülerschiessen. Dies zeigt uns, dass der Schiesssport bei den Jugendlichen einen hohen Stellenwert geniesst und das Interesse vorhanden ist. Ebenfalls im Juni war der Final der Gruppenmeisterschaft SVBB an welcher wir insgesamt mit drei Gruppen teilgenommen haben. Für die Einsteiger war dies mit Sicherheit ihr erster Wettkampf in einem anderen Schiessstand. Die älteren Jugendlichen hatten das Ziel, ihren Titel vom letzten Jahr zu verteidigen.

Am Wochenende vom 8.-10. Juni 2012 führte der Schiess-Sport Helvetia Basel zusammen mit den Sportschützen Riehen das Volksschiessen durch. Bei angenehmen Temperaturen fanden sich etliche Besucher von Riehen und der Region rund um Basel in unserem Schiessstand ein. Unsere Jugendliche waren als Warner/ Betreuer eingeteilt und konnten so den Erwachsenen das bereits erlernte Wissen wei-

Während den Sommerferien finden keine Nachwuchstrainings für die Jugendlichen statt. Die Jugendlichen, die auch in den Ferien trainieren möchten, können an den Vereinsübungen der Aktiven teilnehmen, die jeweils am Mittwoch stattfinden. Den angemeldeten Schützen, die am Eidgenössischen Schützenfest für Jugendliche im Glarnerland teilnehmen, wünschen wir bereits jetzt viel Erfolg.  ●

Ausblick Juli 2012

Auch die Kleinsten sind als Helfer beim Volksschiessen mit von der Partie. 32  SchiessenSchweiz  TirSuisse // TiroSvizzera // TirSvizzer

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Training im Verein

Ferienpass bringt   Nachwuchs in den Verein Viel Betrieb bei der Pistolensektion Uetendorf. Mit Feldschiessen, speziellen Trainings, der Organisation des Ferienpasses und diversen Wettkämpfen ist der Terminplan prall gefüllt. Doch das gemütliche Zusammensein und der Spass stehen weiterhin im Vordergrund. Von Conny Blaser-kunz Mit den Einsteigern haben wir auch im Juni noch fleissig an den einzelnen technischen Elementen des Präzisionsschusses gearbeitet. Wir Trainer verfeinern und variieren die Übungen, so schiessen auch Einsteiger bereits auf den Balancekissen. Mit den Fortgeschrittenen und den Könnern sind wir nebst dem Techniktraining speziell auf das Krisenmanagement, die Taktik und alle Themen rund um den Wettkampf eingegangen. Wir haben zusammen analysiert, wie wir uns auf einen Wettkampf vorbereiten, wie in diesen einsteigen, was es für Taktiken gibt und aufgrund welcher Kriterien wir uns diese zurechtlegen. Wir haben besprochen, was ein Ritual ist und wie wichtig dieses Ritual für uns ist, respektive für unsere Sicherheit im Wettkampf. Das Thema Krisenmanagement ist sehr gross und vielfältig. Trotzdem haben wir versucht, unseren Athleten einen Einblick zu verschaffen und mit ihnen einige Beispiele geübt. Wir Trainer hoffen, dass sie diese in einem der nächsten Wettkämpfe erfolgreich einsetzen können.

Grosser Organisationsaufwand Anfang Juni stand für uns alle das Feldschiessen auf dem Kursprogramm. Dies nehmen wir als Anlass, wieder einmal mit unseren Nachwuchsschützen gemütlich zu plaudern. Viel Zeit hat in diesem Monat die Organisation des Thuner Ferienpasses benötigt. Zusammen mit den Gewehrschützen bieten wir zwei Ganztagesprogramme an. Die Schülerinnen und Schüler der 5.-9. Klasse können sich im Luft- und Kleinkaliberpistolenschiessen sowie im Luft- und Kleinkalibergewehrschiessen üben. Das Programm wird mit einem kurzen Theorieteil, dem Vorstellen aller Sportgeräte und einem polysportiven Parcours abgerundet. Ausgabe 7 // Juli 2012 

Konzentrationstest beim Ferienpass. Wie benötigen viele freiwillige Helfer, die dafür Ferientage «opfern». Wir schliessen mit einem kleinen Wettkampf ab (beide Pistolen- und Gewehrdisziplinen, Konzentrationstest und polysportiver Parcours). Sponsoren sorgen für den Gabentisch. Unterstützt wird das Leiterteam von den Vereinen und Kameradinnen und Kameraden.

Wichtige Nachwuchsarbeit Mit dem Ferienpass konnten wir bei einigen Schülerinnen und Schüler das Interesse an unserem Sport wecken und sie für unsere Nachwuchskurse begeistern. Oft sind die Eltern am Nachmittag mit dabei und können sich selbst ein Bild machen, wie wir das sportliche Schiessen vermitteln, was es alles dazu braucht, wie vielseitig unser Sport ist und wie es mit der Sicherheit steht. Der Ferienpass hilft uns sehr, als Verein und als Sportler in der Gemeinde akzeptiert zu werden. So können wir mit diversen Vorurteilen bei Eltern und auch Lehrern aufräumen. Das Wichtigste ist jedoch: es macht den Schülerinnen und Schüler und auch uns immer wieder viel Spass und ist für alle Beteiligten eine gute Erfahrung und sehr lehrreich. Deshalb ist es die viele Arbeit und das Organisieren wert. Im Juli werden wir individuell mit einzelnen Technikelementen aus der Präzision

und dem Schnellfeuer arbeiten. Die Anfänger dürfen sich, je nach Können bereits ein erstes Mal im Schnellfeuer duellieren. Mit den Fortgeschrittenen und Könnern werden wir auch in diesem Monat noch speziell auf Themen rund um den Wettkampf eingehen. Schon bald stehen wichtige Wettkämpfe, wie zum Beispiel die Schweizermeisterschaften auf dem Programm. ●

Kursprogramm Juli 2012 Mi 4. Juli: 2. Runde Oberländische PistolenEinzelmeisterschaft 25m. Sa 7. Juli: OMSV Training/Dez. Match. Sa 7. Juli: 8. Shooting Masters Sportpistole/ Freipistole/OSP/Standard. So 8. Juli: 8. Shooting Masters Luftpistole. Mo 9. Juli: 2. Hauptrunde GM 25m. Mi 11. Juli: Thuner Ferienpass. Mo 16. Juli: LuPi Sommermeisterschaft. Mi 18. Juli: Präzision und Schnellfeuer: individuelles Training (auf Balancekissen)/Wettkampfvorbereitung/Wettkampfeinstieg/ Wettkampfspiel). Mi 25. Juli: Thuner Ferienpass Sa 28. Juli: OMSV Oberländermatch. Mo 30. Juli: 2. Hauptrunde GM 50m.

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Schweizer Armbrustschütze EASV Schweizer Armbrustschütze // Zentralpräsident // Andreas Burkhalter, Oberwilerstrasse 78, 8309 Nürensdorf // aburkhalter@hispeed.ch // www.easv.ch

«Eine Goldmedaille wäre schön!» mue - In zwei Monaten beginnt in Wil SG die 16. Armbrust-Weltmeisterschaft. Das Team unter der Leitung der OK-Präsidentin Vreny Liechti arbeitet mit Hochdruck an den nötigen Vorbereitungen. Wir wollten von Liechti wissen, ob trotz der rekordverdächtig kurzen Planungszeit alles in den richtigen Bahnen verläuft. Sie sind erst seit März 2012 als OK-Präsidentin der WM 2012 im Amt, da der vorgesehene Organisator Deutschland die Weltmeisterschaften zurückgegeben haben. War es ein Sprung ins kalte Wasser? Ich bin am See aufgewachsen, deshalb schreckt mich kaltes Wasser nicht ab. Zudem bin

Zur Person Vreny Liechti ist 58jährig und wohnt in Goldach. Sie arbeitet als Konstrukteurin bei der Firma Oerlikon Saurer Arbon AG und leitet die interne Berufsbildung. Seit 1979 ist sie aktives Mitglied bei den Armbrustschützen Goldach und während fast 20 Jahren amtete sie als Vorstandsmitglied beim OASV, davon während acht Jahren als Präsidentin. Seit vier Jahren ist sie Vorstandsmitglied im Verein. Neben Armbrustschiessen gehören Velofahren, Lesen und gemütliches Beisammensein mit Freunden zu ihren Hobbys.

ich ein sehr spontaner Mensch, der zusagt, ohne Angst davor zu haben, was noch auf mich zukommen könnte. Probleme sind da, um gelöst zu werden. Meine langjährige Erfahrung als aktive Armbrustschützin in verschiedenen Tätigkeiten gibt mir dazu eine gute Grundlage. Für die wichtigsten Ressorts hatten sich bereits kompetente Mitglieder zu Verfügung gestellt, die ich seit langem kenne. Auch die Zusage von Wil als Austragungsort war bereits fixiert. Nebst der Koordination der Arbeiten in den Ressorts versuchte ich von Beginn weg die verschiedenen Lücken wie Sponsoring mit meinem Einsatz zu schliessen. Die Verbindung zu den Nationen ist mit Gery Pfister und Markus Roth optimal geregelt, da ich mich in diesem Bereich weniger auskenne. Ein neunköpfiges Männer-OK zu führen ist spannend, bei der «Express» Organisation einer Weltmeisterschaft dabei zu sein eine Herausforderung. Wie viele Schützen haben sich für die Titelwettkämpfe angemeldet? Provisorisch haben sich zehn Nationen mit rund 100 Wettkämpfern angemeldet. Die definitiven Selektionen in den Ländern sind noch ausstehend. Die Anmeldung ist auf den 31. Juli 2012 festgelegt. Wie weit ist die Organisation fortgeschritten? Laut Pendenzenliste 65%. Die Nationen sind eingeladen,

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Die Ostschweizerin Vreny Liechti organisiert die WM mit viel Herzblut. die Homepage ist mit allen nötigen Informationen ausgerüstet, die wichtigsten Reservationen erfolgt. Die Arbeiten in den Ressorts sind definiert und am Laufen. Sponsoren- und Gönneranfragen sind gestartet. Die Unterstützung der befreundeten

Verbände ist sehr erfreulich. Angewiesen sind wir auf die Unterstützung der Sektionen. Braucht es noch Helfer für den viertägigen Anlass oder konnten bereits alle Arbeiten aufgeteilt werden? Ausgabe 7 // Juli 2012


Schweizer Armbrustschütze

Kurzprogramm 29.08.2012 ab 9.00 Uhr Akkreditierung ab 10.00 Uhr Training 10m/30m 18.00 Uhr Eröffnungsfeier 30.08.2012 8.00 – 21.00 Uhr Wettkämpfe 10 m ab 10.00 Uhr Training 30m 31.08.2012 8.30 – 17.30 Uhr Wettkämpfe 30 m 19.00 Uhr IAU Generalversammlung 01.09.2012 8.00 – 13.00 Uhr Wettkampf offene Klasse 30 m ab 14.00 Uhr Schlussfeier mit Bankett Nähere Informationen finden Sie auf der Homepage (www.easv. ch/wm-2012) unter «Wettkampfprogramm» Das Organisationskomitée hob Ende März ab und liegt auf Kurs. Die wichtigsten Arbeiten sind aufgeteilt. Einige Helfer werden noch vom jeweiligen Ressortchef gesucht. Die Helferliste ist Thema der nächsten OK Sitzung. Wir werden sicherlich auf die Armbrustschützen zukommen, wenn wir helfende Hände brauchen. Was ist Ihr persönliches Ziel der Weltmeisterschaften 2012? Mein persönliches Ziel ist eine Goldmedaille! Die WM soll ein Erfolg werden, organisatorisch für die Wettkämpfer und Besucher, Werbeträger fürs Armbrustschiessen, die Ostschweiz und die Stadt Wil. Ich möchte mit meinem Team sagen können, wir haben das Beste gegeben, und in der kurzen Zeit das Optimale erreicht. Mit Karin Keller-Sutter ist ein bekanntes Gesicht OK-Ehrenpräsidentin. Wird sie den Armbrustschützen auch über die Schultern schauen? Die St. Galler Ständerätin Karin Keller-Sutter hat sich auf meine Anfrage verdankenswerterweise als Ehrenpräsidentin zur Verfügung gestellt. Sie ist Ausgabe 7 // Juli 2012 

eine Wilerin und hat auch schon in der Thurau Armbrust geschossen. Während der WM ist sie leider in Bern an der Session,

wir hoffen jedoch, dass sie in den Tageszeitungen die erhofften Erfolge der Schweizer lesen kann. ●

Werde Mitglied! Die Weltmeisterschaft ist nicht nur sportlich, sondern auch organisatorisch und finanziell eine grosse Herausforderung. Das initiative OK stellt sich ausnahmslos aus freiwilligen Helfern zusammen, welche sich bereit erklärt haben, unentgeltlich und ohne Entschädigung die Weltmeisterschaft zu organisieren. Seit vielen Wochen sind sie nun damit beschäftigt, optimale Bedingungen für die Rettungsaktion und die Durchführung dieser Meisterschaften zu schaffen. Ohne eine finanzielle Unterstützung aus der Wirtschaft sowie aus gewerblichen und privaten Kreisen ist dieser Anlass jedoch nicht durchzuführen. Aus diesem Grunde wurde nun die Aktion World-Championship DIAMOND ins Leben gerufen. Mit dieser Aktion werden Einzelpersonen gesucht, die die Weltmeisterschaft unterstützen wollen und damit

ihre Verbundenheit zu unserem Sport, zu unseren Bestrebungen in unserer aktiven Jugendförderung und zu unserem Engagement für unseren Sport zeigen möchten. Auf der WM-Home-

page (www.easv.ch/wm-2012) unter «Aktion Diamond» finden Sie alle Informationen. Wir danken Ihnen bereits jetzt für Ihre Unterstützung.

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Schweizer Armbrustschütze

Die Zentralschweizer   nutzten den Heimvorteil fi - Gastgeber des traditionellen Freundschaftsschiessens der BKAV und ZSAV Veteranen waren dieses Jahr die AS Brugg. Der von einigen Schützen gefürchtete Wind störte die Schützen nur unerheblich. Entsprechend gut fielen die Resultate aus. Als Sieger im Freundschaftsstich gingen, auch das eine Tradition, die «einheimischen» Zentralschweizer hervor. Den Einzelsieger in diesem Stich stellte jedoch mit Heinrich Hebeisen der BKAV.

Rangliste: 1. VV ZSAV, 50 Schiessende: 94.498 Pt., 2. VV BKAV 24 Schiessende: 93.633 Pt.

Preis-Gewinner BKAV: 1. Hebeisen Heinrich Langnau i/E. 98 Pt.; 2. Schiess Ernst Ringgenberg 94 Pt.; 3. Inniger Fritz Frutigen 94 Pt.; Preis-Gewinner ZSAV: 1. Venturi Luigi Baar 97 Pt.; 2. Räber Edy Emmenbrücke 97 Pt.; 3. Zimmermann Josef Baar 96 Pt. Freundschafts-Stich 1. Hebeisen Heinrich Langnau i/E. 98 Pt.; 2. 2. Venturi Luigi Baar 97 Pt.; 3. 3. Räber Edy Emmenbrücke 97 Pt.; Kranz-Stich 1. Schnidrig Otto, Brugg , 60 Pt.; 2. Baumgartner Alois, Hünenberg , 59 Pt.;3. Felber Hans, Brestenegg-Ettiswil, 58 Pt.;

Heinrich Hebeisen gewann den Freundschaftsstich. Die komplette Rangliste ist auf www.bkav.ch aufgeschaltet. ●

Embrach in der   Favoritenrolle

Herisau und   Waldstatt fusionierten

mue - Nach den beiden Heimrunden der Gruppenmeisterschaft 30 m liegen die Titelverteidiger aus Embrach mit zwölf Punkten Vorsprung auf Zug an der Spitze der Tabelle. Die besten 40 Gruppen sind für den Zwischenfinal am Zürcher Kantonalen Armbrustschützenfest qualifiziert. Die besten 15 Teams können Ende August um den Schweizermeister-Titel kämpfen.

ddc - Am 10. Juli 2011 kurz nach der 125-Jahr Feier des ASV Waldstatt brach ein schweres Unwetter über die Ostschweiz herein. Dadurch wurde der Armburstschützen Stand vom ASV Waldstatt überschwemmt und konnte leider nicht mehr gerettet werden. Die Armbrustschützen aus nah und fern haben bei den Aufräumarbeiten mitgeholfen. Bald war klar, dass der Stand am selben Ort nicht mehr aufgestellt werden konnte, weshalb die Waldstätter sich neu orientieren mussten. Nach mehreren Diskussionen entschieden Sie dann den Standort vollständig aufzugeben und zu fusionieren.

Rangliste: 1. ASV Embrach 1 967. 2. ASG Zug 1 955. 3. ASG Frutigen 1 954. 4. ASV Nürensdorf 1 954. 5. ASV Herisau-Waldstatt 1 952. 6. ASG Brestenegg-Ettiswil 1 949. 7. ASV Rümlang 1 949. 8. AS Höngg 1 945. 9. AS Burgdorf 1 944. 10. ASV Neuwilen 1 943. 11. ASG Thun 1 942. 12. AS Oberengstringen 1 942. 13. ASG Schwarzenburg 1 941. 14. ASV

Frauenfeld 940. 15. ASV Baar 1 939. 16. ASG Fribourg 1 938. 17. ASV Reinach-Birseck 1 937. 18. ASV Rheineck 1 936. 19. ASV Goldach 1 936. 20. AS Burgdorf 2 936. 21. ASV Beringen 1 935. 22. ASV Egg 1 935. 23. ASG Ringgenberg 1 934. 24. ASV Bürglen 1 934. 25. ASG Gurtnellen 1 933. 26. ASG HelvetiaNeuhausen 1 933. 27. ASV Aegerital 1 933. 28. ASV Ried-Gibswil 1 933. 29. ASG Brestenegg-Ettiswil 2 933. 30. ASG Schwarzenburg 2 932. 31. ASV Nürensdorf 2 932. 32. ASV Horgen 1 932. 33. ASV Altstätten 1 931. 34. ASV Sulgen 1 929. 35. ASG Emmenbrücke 1 929. 36. ASV Berg 1 929. 37. ASG Aegerten 1 927. 38. ASG Frutigen 2 927. 39. ASV Rümlang 2 927. 40. ASV Herisau 2 927. Die komplette Rangliste ist auf www.easv.ch aufgeschaltet.  ●

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Verein heisst neu ASV Herisau-Waldstatt Einige Waldstätter trainierten fortan beim ASV Herisau und eine Fusion mit Herisau

wurde immer wahrscheinlicher. Schon bei einer Vorinformation im ASV Herisau konnte man auf ein positives Echo stossen. Auch die Änderung des Namens auf ASV Herisau-Waldstatt, was eine Bedingung des ASV Waldstatt war, war kein grosses Thema. Am 15. März 2012 haben die Herisauer Armbrustschützen an der ausserordentlichen Hauptversammlung einstimmig beschlossen, mit dem ASV Waldstatt zu fusionieren. Die Statuten wurden genehmigt und der neue Vorstand konnte vollständig besetzt werden. Der Verein heisst neu ASV Herisau-Waldstatt. Sechs neue Mitglieder konnten aufgenommen werden. Somit haben sich 141 Jahre ASV Herisau und 125 Jahre ASV Waldstatt zu einem der ältesten Vereine zusammengeschlossen.  ● Ausgabe 7 // Juli 2012


Stargast

Tatort: Schiessanlage Albisgüetli. Hauptdarstellerin: Paloma Würth.

(Foto Blick / Philippe Rossier)

Palomas erstes Rendezvous im Schiessstand Une première pour Paloma Bei ihrem ersten Rendez-vous in einem Schiessstand zog sich Paloma sehr ansehnlich aus der Affäre. Nicht nur auf Bühnen und Laufstegen gibt die Sängerin eine gute Figur ab, auch im 10m-Stand der Schiessanlage Albisgüetli in Zürich setzte sie sich positiv in Szene. VON DANIEL GOOD Im ungewohnten Umfeld legt sich Paloma mächtig ins Zeug. Sie setzt die Anweisungen von Alain Guignard, dem Schweizer Erfolgstrainer in der deutschen Bundesliga, immer besser um. Am Ende des fast zweistündigen Trainings resultiert sogar eine 9,6. Ausgabe 7 // Juli 2012 

Mit einer positiven Einstellung, aber sehr aufgeregt, ist Paloma zum Schiessen erschienen: «Ich freue mich auf diese Erfahrung.» Palomas vor zwei Jahren verstorbener Vater war Jäger. Geschossen hatte Paloma zuvor noch nie, «nicht einmal an der Kilbi (Jahrmarkt).» Los geht es mit der Pistole. Paloma ist neugierig, stellt Fragen. Zur Position, zur Ausrüstung, zum Laden, zum Sportgerät, zur Scheibe, zum Zielen, zur Bekleidung. Sie zieht ihr Trainingsoutfit an. Guignard erklärt: «Nicht zu lange zielen.» Auch Silvia Guignard, die Schweizer Spitzenschützin und Frau von Alain, ist mit von der Partie und korrigiert die Haltung von Paloma. «Danke für die Tipps», sagt diese. Und nach

einer Weile fügt sie an: «Es geht noch in den Arm.»

«Es ‚gwagglet‘ bei allen» Dann die Vorbereitung auf den ersten scharfen Schuss. Paloma, höchst konzentriert mit der Pistole auf die Scheibe zielend: «Es ‚gwagglet‘.» Alains Replik: «Es ‚gwagglet‘ bei allen.» Er macht Paloma auf den feinen Abzug aufmerksam. Zisch! Zum Auftakt eine 7. Nicht schlecht für den Anfang. Dann zieht der Stargast eine leichte Baisse ein, aber am Schluss des Pistoleschiessens gibt es doch noch eine 8. Nun steht Gewehrschiessen auf dem Programm. Das Anziehen der Schiesskleidung ist gar nicht so einfach. Und auch das

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Stargast

Tenue-Wechsel vor dem Gewehrschiessen. 38  SchiessenSchweiz  TirSuisse // TiroSvizzera // TirSvizzer

(Foto Blick / Philippe Rossier) Ausgabe 7 // Juli 2012


Stargast

Aufstehen mit dem ungewohnten und auch nicht ganz passenden Outfit geht nur mit Schwung. «Ich komme mir vor wie ein Mondmensch», sagt Paloma. Dann wird es wieder ernst. Alain sagt: «Das Luftgewehr ist kein Spielzeug, sondern ein Sportgerät wie etwa ein Speer.»

Positives Fazit «Frauen sind wegen der Anatomie im Bereich Hüfte/Becken geeigneter zum 10mGewehrschiessen als Männer», sagt Alain Guignard. So richtig in Fahrt kommt Paloma mit dem Luftgewehr zunächst nicht. Sie hat in kurzer Zeit auch sehr viel lernen müssen. Der erste Schuss geht daneben. «Das geht schnell», sagt sie nach dem Abdrücken. «Darf ich nochmals üben?» Dann stellen sich Fortschritte ein. Im Schnitt schiesst Paloma eine 7. «Es ist lustig, aber man merkt schon unmittelbar nach dem Abdrücken, ob der Schuss gut war oder nicht.» Alain Guignards Fazit: «Mit den ersten 20 Schüssen kann man nicht alles richtig machen, aber das war sicher nicht schlecht.» Guignard führte in der 1. Bundesliga Brigachtal erstmals in die Finalrunde und scheiterte mit seinem Team, für das auch der ungarische Star Peter Sidi im Einsatz stand, im Viertelfinal nur knapp. «Nächstes Jahr wollen wir noch mehr erreichen», sagt Guignard. «Auf jeden Fall ist Schiessen eine Sportart für Frauen», ist Palomas Meinung. «Die Kombination von Körper und Geist ist anspruchsvoll. Dazu kommen viele andere Sachen wie etwa die Kontrolle der Atmung.» Offensichtlich wurde Paloma während des Trainings auch vom sportlichen Ehrgeiz gepackt. Denn: Am meisten freute sie, dass sie

Paloma … … ist Sängerin, Model und Moderatorin («erfolgreich auf drei Bühnen»). Paloma Würth stammt aus Altenrhein SG und absolvierte eine kaufmännische Ausbildung auf der Gemeindeverwaltung Rheineck. Im Jahr 2000 wurde sie zur Miss Switzerland gewählt und repräsentierte als Model unter anderem die Marken Cartier, Dolce & Gabbana, Gucci und L’Oreal. 2002 folgte als beste Schweizerin der 4. Platz beim GP der Volksmusik. Paloma veröffentlichte vier Alben und diverse Singles, kam mit dem Lied «Dancing to the radio» aus dem Album «Nicht nur träumen» auf Rang 3 der deutschen Radiocharts und hatte Auftritte im ARD und ZDF. Kürzlich erfolgte die digitale Veröffentlichung von zwei neuen Songs. Mehr Infos unter www.paloma.li

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Bundesliga-Erfolgstrainer Alain Guignard weiht Paloma in die Geheimnisse des Pistoleschiessen ein. (Foto Blick / Philippe Rossier) am Schluss fast eine 10 erzielt hat. Sicherlich wird sie beim nächsten Kilbi-Besuch auch zum Gewehr greifen! ●

Pour son premier rendez-vous au stand de tir, Paloma s’en est admirablement bien…tirée ! La chanteuse ne fait pas seulement bonne figure sur scène ou sur un podium, mais également au stand de tir à 10m, à l’Albisgüetli, à Zurich. Dans un environnement qui lui est étranger, Paloma met les bouchées doubles. Elle suit toutes les consignes données par Alain Guignard, entraîneur suisse réputé de la ligue nationale allemande. Après presque deux heures d’entraînement, elle a même obtenu un 9,6! C’est en ayant une attitude positive, mais très excitée, que Paloma s’est rendue au stand de tir. «Je me réjouis de tenter cette nouvelle expérience.» Décédé il y a deux ans,

son père était chasseur, mais Paloma n’a jamais tiré, « même pas à la fête foraine.» On commence par le tir au pistolet. Paloma, curieuse, pose des questions sur la position à adopter, l’armement, l’arme de sport, la cible, la visée et l’équipement. Elle s’habille pour l’entraînement. «Il ne faut pas viser trop longtemps», conseille Alain Guignard. Sa femme, Silvia Guignard, tireuse d’élite suisse est aussi présente et corrige la position de Paloma qui la gratifie d’un : «merci beaucoup pour vos conseils.» Après un petit moment, elle ajoute: «ça tire sur le bras quand même!»

«Ça tremble chez tout le monde» Paloma se prépare à effectuer son premier tir au pistolet. Concentrée, elle vise la cible et dit : «ça tremble!». Alain Guignard la rassure en lui faisant remarquer que : «ça tremble chez tout le monde.» Il attire son attention sur la détente, car elle est très sensible. Pan! Un 7, pas mal pour un début! Puis notre invitée accuse une petite baisse de

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Stargast

concentration, mais elle termine tout de même par un 8. Le tir à la carabine vient ensuite. Enfiler la tenue de tir n’est pas si aisé et se relever

Guignard erklärt dem Stargast das Gewehr 10m.

sans élan avec un équipement inhabituel et pas du tout adapté à sa taille, c’est difficile. «J’ai l’impression d’être une astronaute», constate Paloma. Le sérieux reprend le des-

(Foto Blick /Philippe Rossier)

sus. Alain précise : «la carabine à air comprimé n’est pas un jouet, c’est une arme de sport comme un javelot, par exemple.»

Un bilan positif «L’anatomie des femmes (les hanches et le bassin) est plus adaptée au tir à la carabine à 10 m que celle des hommes», remarque Alain Guignard. Les débuts de Paloma à la carabine à air comprimé sont difficiles. Elle a dû assimiler beaucoup de choses en très peu de temps. Le premier coup est à côté de la cible. «Ça va vite», déclare-t-elle après avoir tiré. «Puis-je réessayer?» Les progrès sont déjà visibles. Paloma obtient des 7, en moyenne. «C’est amusant, on sent tout de suite après le départ du coup si le tir est bon ou non.» Alain Guignard fait le point: «Lors des 20 premiers tirs, on ne peut pas faire tout juste, mais c’est un bon début.» C’est lui qui, pour la première fois, a conduit Brigachtal en finale de la première ligue nationale allemande. Malgré la participation de la vedette hongroise, Peter Sidi, son équipe et lui ont échoué de peu en quart de finale. «L’année prochaine, nous voulons faire encore mieux», affirme Alain Guignard. Paloma en est convaincue: «le tir est définitivement une discipline pour les femmes.» «Combiner le physique et le mental est très exigeant, mais il faut encore prendre en considération d’autres éléments comme la respiration, par exemple.» Tout au long de l’entraînement, il a semblé que Paloma avait quelqu’ambitions sportives. Ce qui lui a fait le plus plaisir ? Obtenir à la fin presque un 10. Voilà de quoi la motiver pour la prochaine fête foraine!  ●

Paloma... … est chanteuse, mannequin et animatrice («avec succès dans ces trois activités»). Paloma Würth est originaire d’Altenrhein SG et a effectué sa formation commerciale dans l’administration communale, à Rheineck. En 2000, elle a été élue «Miss Swizerland» et a, entre autres, défilé pour Cartier, Dolce & Gabana, Gucci et L’Oréal. En 2002, elle s’est classée quatrième et première Suissesse au Grand Prix de musique folklorique. Paloma a déjà sorti quatre albums et divers « singles ». La chanson «Dancing to the radio», extraite de l’album «Nicht nur träumen» s’est classée troisième des « radiocharts » allemands. L’artiste s’est déjà produite à ARD et ZDF. Dernièrement, deux nouvelles chansons sont sorties. Plus d’informations sur www.paloma.li Entspannen nach dem «Shooting». 40  SchiessenSchweiz  TirSuisse // TiroSvizzera // TirSvizzer

(Foto zVg) Ausgabe 7 // Juli 2012


Stargast

Auch als Sängerin macht Paloma eine gute Figur. Ausgabe 7 // Juli 2012 

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Verein

Le parrain   des tireurs de Peseux Der Schützengötti von Peseux Il a déjà atteint l’âge de quatrevingt-quatre ans et savoure une retraite bien méritée à Thoune. Des tireurs du monde entier se souviennent encore aujourd’hui de Fritz Gfeller, le parrain des tireurs de Peseux. De Max Flückiger L’employé postal de Neuchâtel a été un tireur passionné et finaliste des Championnats suisses à la carabine sur 10m et 50m. «Je souffrais de la maladie de Bechterew et c’est pour cela que je n’ai plus pu tirer. Comme nous n’avions pas d’enfant les jeunes tireurs de Peseux faisaient partie de notre famille» nous dit-il en nous nommant une raison pour son immense engagement. «Comme ça ma femme et moi n’étions presque jamais seul le soir. Nous connaissions la vie privée de beaucoup de nos protégés mieux que leurs parents.» Cette ambiance familiale leur convenait bien, ils atteignirent rapidement des résultats aux avants postes du niveau national. Jean-David Barazzutti fut le premier Champion suisse junior de Gfeller. «Apprendre à tirer simplement comme ça ou apprendre à tirer lors d’un championnat sont deux choses totalement différentes. C’est pour cette raison que j’ai toujours organisé beaucoup de matchs avec des tireurs français dans le Val de Travers ou dans le canton de Fribourg » cite-t-il la recette de son succès.

Le talent de Pierre-Alain Dufaux La plus grande fierté du senior appartient a un de ses protégés. «Pierre-Alain Dufaux a commencé sa carrière de tireur chez moi à l’âge de treize ans. Comme il avait un tas d’autres choses dans la tête en plus du tir il ne fit longtemps pas partie des meilleurs. Son talent par contre était suffisant pour remporter des Championnats cantonaux ou romands» nous raconte Gfeller. Le déclic s’est produit alors qu’il atteignit presque la trentaine. A l’époque il se plai-

gnait auprès de Gfeller de son manque de succès à l’échelon supérieur. «Tu es tout simplement un fainéant et si tu veux faire des résultats tu dois être prêt à t’engager à fond pour y arriver» lui dit Gfeller en allant droit au but. Dufaux prit ses conseils à cœur et sa collection de médailles de Championnats du monde, de Championnats d’Europe et de Championnats suisses s’accroît aujourd’hui encore. «Chaque fois que Pierre-Alain a eu des problèmes il est venu chez moi à la maison avec son équipement complet. Nous l’avons démonté, pièce par pièce, contrôlé, et finalement remonté jusqu’à ce que ça fonctionne de nouveau.» Fritz Gfeller n’a pas eu un rapport de confiance particulier uniquement avec Dufaux, beaucoup de tireurs alémaniques ont passé leur - année Romandie - au sein de la famille Gfeller et s’entraînaient à Peseux sous sa baguette. Les qualités de Fritz Gfeller furent bientôt assez répandues pour être reconnues et demandées au niveau supérieur. Il a été engagé pendant des années à la Fédération des Tireurs Sportifs et de Match. Il en résulta plusieurs engagements à l’étranger. «Lors de ma – première européenne – à Den Haag j’ai dû remplacer l’entraîneur de l’équipe pistolet en tant que chef de la délégation. Mon team PAC (pistolet à air comprimé) remporta la médaille d’argent derrière la Russie.»

Une légère critique Fritz Gfeller n’a pas seulement parrainé des tireurs suisses. Les Champions olympiques Raymond Debevec, Jean-Pierre Amat et Malcom Cooper font aussi partie de ses protégés. «Malcom Cooper a habité chez moi pendant les deux semaines de la Fête fédérale de tir à Thoune.» A l’âge de la pension Fritz Gfeller s’est établi à Thoune. «J’ai transformé une cave en «Schützenstube» privée. Nous y avons palabré pendant des heures sur le tir sportif et je le fais encore aujourd’hui.» De sa conclusion émerge aussi une légère critique. «Le tir a beaucoup de

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choses communes avec la réflexion et on ne peut pas sélectionner en se basant sur une comptabilité quelconque.»  ●

Er ist inzwischen bereits 84 Jahre alt und verbringt seinen Lebensabend in Thun. An Fritz Gfeller, den Schützengötti von Peseux, erinnern sich aber heute noch Schützinnen und Schützen aus der ganzen Welt. Der Neuenburger Postangestellte war selbst ein angefressener Schütze, war Finalteilnehmer an Schweizer Meisterschaften Gewehr 10 und 50m. «Ich litt am Morbus Bechterew und konnte deshalb bald nicht mehr schiessen. Weil wir selbst keine Kinder hatten, gehörten die jungen Schützen aus Peseux zu unserer Familie», nennt er einen Grund für sein enormes Engagement. «Meine Frau und ich blieben so kaum einen Abend allein. Von vielen Schützlingen wussten wir mehr über ihr Privatleben als ihre Eltern.» Dieser Familienanschluss bekam den jungen Leuten gut, sie schossen bald auf nationaler Stufe vorne mit. Jean-David Barazzutti war Gfellers erster Schweizer Juniorenmeister. «Schiessen lernen und im Wettkampf schiessen sind zwei Paar Schuh. Darum habe ich immer viele Wettkämpfe organisiert, in Frankreich, im Val de Travers oder im Kanton Fribourg», benennt Fritz Gfeller sein Erfolgsrezept.

Pierre-Alain Dufaux' Talent Besonders stolz ist der Senior natürlich auf Pierre-Alain Dufaux. «Er hat mit 13 Jahren seine Schützenlaufbahn bei mir begonnen. Weil er viel anderes als Schiessen im Kopf hatte, war er lange nicht bei den Besten. Sein Talent reichte aber aus, um an Kantonal- oder Westschweizer Meisterschaften zu gewinnen», erzählt Gfeller. Geöffnet habe sich der Knopf bei Dufaux erst, Ausgabe 7 // Juli 2012


Verein

Fritz Gfeller, le parrain des tireurs.

als er bald gegen die 30 ging. Da klagte «Duf» bei Gfeller über mangelnde Erfolge auf höherer Ebene. «Du bist einfach ein fauler Hund, wenn du mehr erreichen willst, musst du einfach mehr dafür machen», redete Gfeller wie gewohnt Klartext. Dufaux nahm sich das zu Herzen, seine Sammlung an WM-, EM- und SM-Medaillen wächst auch heute noch. «Immer wenn Pierre-Alain Probleme hatte, ist er mit der ganzen Ausrüstung zu mir in die Wohnung gekommen. Dann haben wir einfach alles auseinandergenommen und zusammengesetzt bis es wieder lief.» Nicht nur zu Dufaux hatte Fritz Gfeller ein besonderes Vertrauensverhältnis, viele Deutschweizer Schützinnen und Schützen verbrachten ihr Welschlandjahr unter den Fitichen der Familie Gfeller und trainierten Ausgabe 7 // Juli 2012 

in Peseux. Das führte natürlich dazu, dass die Qualitäten von Fritz Gfeller auch auf höherer Stufe gefragt wurden. Während Jahren war er im Sportschützen- und im Matchsschützenverband engagiert. Dabei kam er auch zu vielen Auslandeinsätzen. «Bei meiner EM-Premiere in Den Haag musste ich als Delegationschef auch noch als Pistolentrainer einspringen. Mein LUPI-Team eroberte hinter den Russen Silber.»

Thun zwei Wochen bei mir gewohnt». Nach Thun war Fritz Gfeller nach seiner Pensionierung gezogen. «Da hatte ich ein kleines Kellerlokal zur privaten Schützenstube gemacht. Dort haben wir uns stundenlang über Schiessport unterhalten». Das tut Fritz Gfeller auch heute noch gerne. Aus seinem Schlusssatz ist auch leise Kritik zu hören. «Schiessen hat sehr viel mit Denken zu tun. Da kann man nicht einfach auf Grund einer Buchhaltung selektionieren.»  ●

Leise Kritik Nicht nur für Schweizer Schützinnen wurde Fritz Gfeller zum Götti. Mit Raymond Debevec, Jean-Pierre Amat und Malcom Cooper gehören auch Olympiasieger zu seinen Protegés. «Malcolm Cooper hat während dem Eidgenössischen Schützenfest in TirSuisse // TiroSvizzera // TirSvizzer  SchiessenSchweiz  43


Technik

SCATT – Trainings- und Analysesystem SCATT – le système d’entraînement et d’analyse Kosten sparen und effizient trainieren, und dies erst noch ortsund zeitunabhängig. Mit SCATT und einem Laptop hat man den Schiessstand praktisch immer dabei. Von László Tolvaj Beim Schiessen zählen die Treffer – so einfach ist das. Könnte man jedenfalls meinen, in Wirklichkeit ist alles ein wenig komplizierter. Die Schussabgabe ist nämlich ein höchst komplexer Vorgang, da passiert kurz vor, während und nach dem Auslösen vieles, was sich positiv oder negativ auf das Resultat (den Treffer) auswirken kann. Dem geübten Blick eines erfahrenen Trainers entgeht fast nichts und er kann Fehler erkennen, welche dem Schützen selber kaum bewusst sind. Damit ist schon viel gewonnen, andererseits kann ein Schütze sich aber nicht immer und überall auf einen Trainer abstützen. Zudem gibt es Abläufe im feinmotorischen und Kurzzeit-Bereich,

wo die moderne Elektronik dem Menschen überlegen ist. Hier beginnt das Einsatzfeld von SCATT. Es ist ein opto-elektronisches System, welches kleinste Bewegungen (der Waffe) während dem Zielvorgang, der Schussabgabe und dem Nachhalten erkennen, aufzeichnen und wiedergeben kann. Der virtuelle Schuss auf eine verkleinerte Scheibe liefert einen ebenso virtuellen Treffer, welcher sich von einer «richtigen» Schussabgabe vor allem dadurch unterscheidet, dass keine Munition im Spiel ist und die Schussdistanz lediglich wenige Meter beträgt. Das «Resultat», angezeigt auf dem Computer-Monitor, entspricht jedoch in grossen Teilen der Wirklichkeit. Was nicht simuliert wird, sind atmosphärische Einflüsse (Wind!) oder munitionsbedingte Ausreisser. SCATT ist somit mehr als nur ein Trockentrainingsgerät, denn es zeigt die virtuellen Treffer an. Somit können einzelne Schüsse oder auch ganze Serien simuliert werden. Die Einsparungen dabei sind nicht

Das komplette SCATT-System. 44  SchiessenSchweiz  TirSuisse // TiroSvizzera // TirSvizzer

zu vernachlässigen, denn neben den Munitionskosten fallen auch Fahrtkosten, Laufverschleiss und Standmiete weg, was bei Grosskaliber grob gerechnet einen Franken pro Schuss ausmachen kann. Neben dem kostengünstigen Training bietet SCATT die Möglichkeit der Analyse. Dabei wird die Bewegung der Waffe ab Beginn Zielvorgang bis zum Nachhalten aufgezeichnet und auf Abruf grafisch wiedergegeben. Neben dem Treffer werden Ziel- und Abgabefehler ersichtlich, mit zusätzlicher Hardware (Pulsmesser, Abzugssensor) auch weitere Parameter erfasst, welche für den präzisen Schuss wichtig sind. Das System besteht neben einer speziellen Software (auf einer CD) aus einem Scheibenrahmen, welcher einerseits die der simulierten Schussdistanz angepasste, verkleinerte Scheibe aufnimmt und gleichzeitig per Infrarot (kein Laser!) Lichtsignale aussendet, welche von einem Sensor an der Waffe erkannt und an den Computer geleitet werden. Prinzipiell lassen sich alle Waffen, welche einen Auslöseimpuls generieren, mit dem SCATT einsetzen. Sturmgewehre erfordern dazu eine Ladebewegung, beim Karabiner muss der Zündstift gespannt werden, bei Kleinkaliber- und Druckluftwaffen entsprechend, bei Grosskaliberpistolen Spannen des Hammers. Vor allem bei KK-Waffen empfiehlt sich der Einsatz von Pufferpatronen. An den PC, praktischerweise ein Laptop, werden keine grossen Voraussetzungen gestellt: Prozessor 350 MHz oder höher, 32 MB RAM, CD-ROM-Laufwerk, SVGA-Monitor, zwei freie USB-Anschlüsse, Windows 98, 2000, Me oder Xp. Ich habe SCATT bei Spielmann & Partner AG (www.spielmannwaffen.ch) «probegeschossen» und bin von dessen Möglichkeiten überzeugt. Germain Spielmann hat das SCATT-System sowohl an der Fischen Jagen Schiessen in Bern wie auch an der Waffenbörse in Luzern vorgestellt. Es eignet Ausgabe 7 // Juli 2012


Technik

sich für engagierte Einzelschützen, für Vereine (auch für Veranstaltungen!) oder Behörden für Training und Ausbildung. Der Preis (ohne Computer und Stativ für den Scheibenrahmen) beträgt CHF 1690.–. Zu beziehen über Spielmann & Partner oder im Fachhandel. ●

S’entraîner efficacement en économisant, ceci indépendamment du lieu et du temps. Avec SCATT et un laptop le stand de tir est pratiquement toujours présent. Au tir les touchés comptent – c’est aussi simple que cela pourrait-on croire, mais en réalité tout est un peu plus compliqué. Le départ du coup est un processus hautement complexe par ce qui se passe peu avant, pendant et après le déclenchement, beaucoup de choses qui influencent le résultat (le touché) positivement ou négativement. Presque rien n’échappe au regard d’un entraîneur expérimenté et il est en mesure d’identifier les fautes que le tireur lui-même ne remarque pas. C’est une bonne chose mais d’autre part le tireur ne peut pas toujours et partout compter sur l’aide d’un entraîneur. En outre il y a des déroulements de motricité fine et dans le domaine du temps limité ou l’électronique moderne est supérieure à l’homme. C’est ici que débute l’engagement de SCATT. Il s’agit d’un système opto-électronique qui est capable de détecter les plus petits mouvements de l’arme lors de la visée, du départ du coup et du maintien de celle-ci après la percussion. Il enregistre ces mouvements et en permet l’analyse. Le coup virtuel sur une cible de dimension réduite fournit un touché tout autant virtuel qui se différencie d’un départ de coup réel par le fait qu’aucune munition n’est utilisée et que la distance de tir se réduit à quelques mètres. Le résultat affiché sur l’écran de l’ordinateur correspond pratiquement à la réalité. Les influences atmosphériques (vent) et de munition déficiente ne sont pas simulés. SCATT est donc beaucoup plus qu’un dispositif d’entraînement à sec car il affiche les touchés virtuels. Par conséquent on peut simuler des coups séparés ou des séries entières. Les économies réalisées ne sont pas négligeables puisque les frais de munition, de transport, d’usure de canon et de location de stand de tir ne sont pas pris en compte. Ce qui peut correspondre à environ un franc par coup tiré en gros calibre. Au-delà d’un entraînement à peu de frais Ausgabe 7 // Juli 2012 

So erscheint das Scheibenbild auf dem Monitor.

Der SCATT-Sensor. SCATT offre la possibilité d’analyse. Le mouvement de l’arme est enregistré dès le début de la visée jusqu’au maintien de celle-ci après le départ du coup et peut être affiché graphiquement à volonté. Les fautes de visée et de détente deviennent visibles à côté du touché et avec un hardware supplémentaire (mesure du pouls et capteur de détente) d’autres paramètres importants pour le départ précis du coup peuvent être saisis. Le système se compose d’un logiciel spécial (sur CD), d’un cadre de cible adapté de dimension réduite et d’un émetteur infrarouge (pas laser). Les signaux lumineux qui sont reconnus par un capteur fixé sur l’arme, sont transmis ä l’ordinateur. En principe chaque arme générant une impulsion au déclenchement de la détente peut être équipée du SCATT. Pour les fusils d’assaut, un mouvement de charge est nécessaire, pour les mousquetons le percuteur doit être armé de même que pour les carabines petit calibre et les armes à air comprimé. Pour les pisto-

lets gros calibre, le chien doit être armé. L’utilisation de cartouches de manipulation est vivement conseillée pour les armes petit calibre. Chaque PC ou laptop, beaucoup plus pratique, peut être utilisé sans autre : processeur 350 MHz ou plus, 32 MB RAM, lecteur CD-ROM, moniteur SVGA, deux prises USB libres, Window 98, 2000, Me ou Xp. J’ai testé SCATT chez Spielmann & Partner (www.spielmannwaffen.ch) et je suis convaincu de ses possibilités. Germain Spielmann a présenté le système SCATT à «Pèche, Tir et Chasse» à Berne ainsi qu’à la «Bourse aux armes» de Lucerne. Il se prête à l’utilisation par des tireurs isolés, par des sociétés de tir (également pour des manifestations) ou pour l’entraînement et la formation des forces de police. Le prix se monte à 1’690 Frs (sans PC ni support pour le cadre de cible). Il est distribué par Spielmann & Partner ou par les magasins spécialisés. ●

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Technik

Vom Big Bag zum Stahlkasten Du conteneur big bag au bac en acier Gemäss Umweltschutzgesetz (USG) wird es in naher Zukunft nicht mehr möglich sein, Schiessanlagen ohne künstliche Kugelfangsysteme zu betreiben. Vereine sind gut beraten, wenn sie sich nach einem passenden System umschauen. Von László Tolvaj Vorbei die Zeiten, als die Kugelfänge lediglich dazu dienten, die Projektile nach Passieren der Scheiben am Weiterflug zu hindern. Meist genügte ein Hügel oder ein aufgeschütteter Erdwall diesem Zweck, allenfalls wurde noch eine Holzbeige zwischen die Scheiben und das Erdreich geschichtet. Bei «Sanierungen» solcher Kugelfänge zwecks Vermeidung von Abprallern wurde vielfach etwas Sand zusätzlich beigebracht und das zusammengeschossene Holz ergänzt, die Geschosse, oder was davon noch übrig blieb, im Boden belassen. So haben sich im Laufe der Jahre in den Kugelhängen Tonnen von Schwermetall, insbesondere Blei und Antimon, aber auch Messing und andere Legierungen angesammelt. Wie weit diese Stoffe für die Umwelt zur Belastung geworden sind oder noch werden, soll an dieser Stelle nicht diskutiert werden. Es genügt zu wissen, was unsere Bundesverfassung in Artikel 74 ausführt: 1. Der Bund erlässt Vorschriften über den Schutz des Menschen und seiner natürlichen Umwelt vor schädlichen oder lästigen Einwirkungen. 2. Er sorgt dafür, dass solche Einwirkungen vermieden werden. Die Kosten der Vermeidung und Beseitigung tragen die Verursacher. Damit ist schon fast alles gesagt, nähere Details finden sich im bereits erwähnten Umweltschutzgesetz und in den kantonalen Vollzugsverordnungen. Um die beim Schiessen schädlichen oder lästigen Einwirkungen zu vermeiden, dürfen somit Geschosse künftig nicht mehr mit offenen Kugelfängen aufgefangen werden. «Offen» sind in dieser Beziehung alle Einrichtungen, welche die Abgabe schädlicher Stoffe (in fester, flüssiger oder gasförmiger

Form) an die Umwelt weiterhin ermöglichen. Beim Auftreffen eines Geschosses auf einen harten Gegenstand, zum Beispiel einen Stein oder ein anderes, schon im Kugelfang befindliches Geschoss, kann nämlich Blei oder Bleistaub freigesetzt und in die Atmosphäre eingebracht werden. Saurer Regen wiederum kann das im Boden befindliche Blei angreifen und gelöst ins Grundwasser schwemmen. Um solchen negativen Einwirkungen auf die Umwelt zuvor zu kommen, müssten konventionelle Kugelfänge regelmässig unterhalten, das heisst von den Schwermetallen befreit werden. Aber selbst bei jährlich wiederkehrenden Unterhaltsarbeiten würden Schadstoffe in die Umwelt eingebracht. Laut Berechnungen, die das Bundesamt für Umwelt 2004 in Auftrag gegeben hat, würde eine regelmässige Pflege jedoch mehr kosten als ein geschlossenes System, bei welchem keine Schadstoffe in die Umwelt gelangen können.

Stahlplatten als Bremser «Geschlossen» ist hier ein relativer Begriff, denn unter gewissen Bedingungen gelten auch die «Big Bags» als geschlossene Kugelfangsysteme. Allerdings eignen sie sich nur für temporäre Einsätze bei Feld-

Kugelfangkasten mit Schublade.

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schiessen oder Schützenfesten. Ihre Entsorgung ist auch nicht ganz unproblematisch, denn die Holzschnitzel müssen von den Geschossen getrennt werden, bevor erstere als Sonderabfall verbrannt werden dürfen. So bleiben im Moment nur drei Systeme übrig, welche sich als dauernde Kugelfänge eignen. Allen ist gemein, dass sie gegen aussen ein witterungsbeständiges Gehäuse aus Stahlblech besitzen, wobei stirnseitig eine stabile Kunststoffplatte den Eintritt der Geschosse erlaubt, nicht aber den Austritt von Schadstoffen. Wurden noch vor wenigen Jahren die Kugelfangkästen mit relativ weichem Granulat aufgefüllt, um die Geschosse ohne Beschädigung abzubremsen, so hat sich jetzt eine andere Technik durchgesetzt. Die Kästen sind nämlich leer mit Ausnahme von Stahlplatten oder anderen Einrichtungen, um die Geschosse abzubremsen. Bei diesem Vorgang zerlegen sie sich in kleinere und grössere Teile, womit ihr Bleikern wiederum freigelegt wird, was man früher unter allen Umständen zu verhindern suchte. Die Erfahrung der letzten Jahre hat jedoch gezeigt, dass selbst bei diesen brutalen Zerlegungen praktisch keine Schadstoffe nach aussen dringen. Zudem ist der Unterhalt und die Entsorgung der Rückstände viel einfacher und kostengünstiger geworden, weil die Trennung von Granulat und Geschossen mittels speziellen Apparaten entfällt. Dazu sind die Kästen unten mit einer Auffangwanne versehen, wo die Geschossreste liegen bleiben. Nach einer bestimmten Schusszahl wird die Wanne geleert, entweder wie eine Schublade, oder dann per Kurbelantrieb und Schneckenförderer. In der Schweiz gibt es zur Zeit drei Anbieter von Kugelfangkästen für 300-m-Anlagen. Ihre Konstruktionen unterscheiden sich vor allem in der Art und Weise, wie die Geschosse gestoppt werden und im Entleerungssystem. Die Preise haben sich, auch unter dem Aspekt der Konkurrenzsituation, bei rund 5000 Franken pro Kasten (ohne Altlastsanierung, Fundament usw.) eingependelt. So muss die Entscheidung für ein bestimmtes Fabrikat von anderen Einflussgrössen abhängig gemacht werden.  ● Ausgabe 7 // Juli 2012


Technik

Selon la loi fédérale sur la protection de l’environnement (LPE), il ne sera plus possible, dans un proche avenir, d’exploiter une installation de tir si elle n’est pas équipée d’un système de buttes de tir artificielles. Il est conseillé aux sociétés de se renseigner sur les possibilités existantes. Fini te temps ou les buttes de tir n’étaient là que pour arrêter les projectiles après avoir troué la cible. Un monticule ou un talus de terre suffisaient la plupart du temps pour les freiner. A la rigueur, on empilait des poutres en bois entre les cibles et les buttes. Pour «l’assainissement» de ce genre de buttes on y ajoutait souvent du sable et on remplaçait les poutres détruites pour éviter les ricochets. On laissait les projectiles, où ce qui en restait, dans le sol. Au cours des années, des tonnes de métaux lourds, en particulier du plomb et de l’antimoine ainsi que du laiton et d’autres alliages s’y sont amassé. Nous ne discuterons pas ici dans quelle mesure ces matériaux sont devenus un danger pour l’environnement. Il est suffisant de savoir ce que notre Constitution fédérale prescrit dans l’article 74: 1. La Confédération décrète des prescriptions pour la protection de l’homme et de son entourage naturel contre des nuisances nocives ou gênantes. 2. Il fait en sorte que ce genre de nuisances puisse être évité. Les frais d’évitement et d’élimination sont à la charge du pollueur. Il n’y a pratiquement rien à y ajouter, d’autres détails se trouvent déjà dans la loi sur la protection de l’environnement et dans les décrets d’exécution cantonaux. Dorénavant, pour éviter des effets nuisibles ou gênants, il ne sera plus permis de tirer dans des buttes ouvertes utilisées jusqu’à aujourd’hui. «Ouvert» signifie dans ce cas que les substances nocives (solides, liquides on gazeuses) peuvent quand même se répandre dans l’environnement. Lors de l’impact d’un projectile sur un objet dur, par exemple une pierre ou un/des projectile(s) se trouvant déjà dans la butte, peut libérer du plomb ou de la poussière de plomb dans l’atmosphère. Des pluies acides peuvent corroder le plomb, le dissoudre et l’entraîner dans la nappe phréatique. Pour prévenir de tels effets sur l’environnement, les buttes de tir utilisées jusqu’à ce jour doivent être entretenues régulièrement. Cela veut dire que les métaux lourds doivent être éliminés fréquemment. Même en décontaminant les buttes annuellement, une Ausgabe 7 // Juli 2012 

Pistolenanlage am Feldschiessen in Dompiere. partie de ces matériaux toxiques se répandent et polluent l’atmosphère. Selon les évaluations, ordonnées par l’Office fédéral de l’environnement en 2004, l’entretien régulier du système actuel coûterait plus cher que le système «étanche» proposé, duquel aucun polluant ne peut se propager dans l’environnement. «Etanche» est, dans ce cas, un terme relatif, car le big bag peut aussi être considéré comme système de butte fermé, dans certaines conditions. Cependant son utilisation temporaire se limite à des fêtes de tir ou au tir en campagne. L’élimination de ses déchets n’est pas simple. Les débris de bois doivent être séparés des projectiles avant de pouvoir être brûlés comme déchets spéciaux. Il ne reste ainsi que trois solutions pouvant remplir les conditions de buttes de tir durables. Ces caissons en acier ont en commun une résistance durable aux influences météorologiques et une surface frontale stable en matière synthétique permettant aux projectiles d’y pénétrer en éliminant les risques que des substances polluantes puissent en ressortir. Dans un passé proche, il était courant de remplir les buttes avec un granulé relativement mou, pour pouvoir freiner les projectiles sans les endommager. Maintenant une nouvelle technique s’est imposée. Les caissons, en effet, sont vides, excepté les déviateurs en acier ou autres dispositifs freinant les balles. Ce processus les fractionnent en morceaux plus ou moins grands et sépare le plomb du reste de la masse, phénomène que l’on essayait d’éviter à tout prix il n’y a pas longtemps. L’expérience de ces dernières années a démontré que, malgré ce démantèlement brutal, pratiquement aucun polluant ne ressort du caisson étanche. En outre, l’entretien et l’élimination des déchets

sont beaucoup plus simples et moins chers qu’auparavant, étant donné que le procédé pour séparer les granulés des projectiles, au moyen d’appareils spéciaux, n’est plus nécessaire. En plus de cela, les caissons sont équipés de bacs amovibles dans lesquels tombe le reste des balles déchiquetées. Ceuxci sont vidés après un nombre de coups déterminé, en vidant les bacs ou en les enlevant par évacuateur à vis sans fin. Actuellement il y a trois fournisseurs en Suisse pour les stands 300m. Leur construction se différencie par la manière dont les projectiles sont freinés et comment les bacs de récupération sont conçus. Les aspects concurrentiels aidant, les prix se sont stabilisés à environ 5000 frs par caisson (sans décontamination du site, ni assise etc.). La décision d’installer un système ou l’autre est dépendante de différents facteurs et d’influences diverses. Suite dans le prochain TirSuisse

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Brünig Indoor

Jubiläums-GV im Berg Die weltweit einzigartige Schiessanlage feiert dieses Jahr ihr 10jähriges Bestehen. An der Generalversammlung gab es einen kleinen Rückblick, gute Zahlen und vielversprechende Aussichten für zukünftige Ereignisse. Von László Tolvaj Als Auftakt zur GV fanden sich schon ab 15 Uhr zahlreiche Schützinnen und Schützen ein, um sich im sportlichen Wettkampf um den Aktionärsmeister zu messen. Zur Wahl standen 300m mit dem Ordonnanz- oder Standardgewehr, 150m auf die Gams mit der Jagdbüchse oder 25m mit der KK-Pistole. Kurz nach 18 Uhr begrüsste dann Verwaltungsratspräsident Franz Stämpfli rund 80 Aktionäre und Gäste im «Campo». Diese Eventhalle kann bei Bedarf bis zu 500 Personen Platz bieten. Stämpfli ist selber Jäger und Schütze und so sah man ihm die Begeisterung an, als er die Nachricht über Fabio Ramellas Teilnahme an den Olympischen Spielen in London in der Disziplin Skeet verkünden konnte. Die GV stand natürlich ganz im Zeichen der Jubiläums-Aktivitäten, auf welche Stämpfli explizit hinwies. In seinem kurzen Rückblick auf Brünig Indoor sagte er: «Vor 12 Jahren war hier noch nichts ausser Fels. Thomas Gasser meinte dann, man könne ein Loch machen und schiessen.» Dass daraus mehr wurde, erfährt jeder Besucher bei der Begehung der Anlage. Im Jahresbericht wurde auch die Zukunft angetönt. Der VR hat sich dazu in einer Klausur die Frage gestellt, wie es weiter gehen soll. Im Bereich Schiesssport bilden rund 80`000 lizenzierte Schützen ein grosses Potenzial, das bei weitem noch nicht

Wo sonst auf 10m geschossen wird, fand die GV statt. ausgeschöpft ist. Die 30`000 Jäger in der Schweiz sind ein weiteres Reservoir, vor allem dann, wenn sie einen Nachweis über ihre Schiessfertigkeit werden erbringen müssen. Im Bereich Sicherheit (Polizei und Militär) bietet Brünig Indoor ebenfalls vielfältige Angebote für spezielle Trainings in dieser Sparte an, Tendenz zunehmend. Der Eventbereich schliesslich soll eher gepflegt denn gefördert werden, da er recht personalintensiv ist. Kurz: die jährlich 30`000 anfallenden Eintritte sollen nicht nur gehalten, sondern gesteigert werden. Die Jahresrechnung wurde von der Versammlung aufgrund der positiven Zahlen einstimmig angenommen. Die Traktandenliste sah bei den Wahlen lediglich eine Neuwahl eines Vertreters des SSV in den VR vor. Vorgesehen war Patrick Nyfeler. Weil er sich aber auf Ende April vom SSV getrennt hat und von dort keine Vorschläge gekommen sind, wurde das Traktandum gestrichen.

Eliane Müller und Heinz Bolliger während dem Aktionärsschiessen. 48  SchiessenSchweiz  TirSuisse // TiroSvizzera // TirSvizzer

Unter dem Diversen wurden nochmals die Jubiläums-Veranstaltungen beworben. Als einzigartige Veranstaltung natürlich der unterirdische Biathlon (vgl. Seite 15). Nach der Sommerpause folgt am 24./25. August das 24-Stunden-Schiessen, am 20. Oktober der Final Shootng Masters und eine Woche später die Western Night. Der 10. November bietet mit der Fach-Ausstellung «Sport Trend» und dem 1. Lungerer Abendschiessen gleich zwei Events an, am 17. November wird noch der Match «Einst und Heute» über die Bühne gehen, wobei Zweier-Teams (je ein ehemaliges und ein aktuelles Nationalkadermitglied) sich in den Disziplinen 25 m Pistole und 300 m Gewehr messen werden. Nach der GV ging die Gesellschaft zum gemütlichen Teil über und widmete sich dem intensiven Austausch von Neuigkeiten, Fachsimpeleien und dem Spannferkel... ●

Franz Merkhofer, Gewinner Sportgewehr 300m. Ausgabe 7 // Juli 2012


Seitenblick

Dynamische Schützen erküren ihre Meister 550 Jahre Stadtschützen Solothurn – da sind Feiern angesagt. Zum Beispiel mit einer Schweizermeisterschaft, welche von der vereinseigenen Sektion organisiert und Anfang Mai ausgetragen wurde. Von László Tolvaj In den letzten Jahren war es in der Sektion Combat/IPSC der Solothurner Stadtschützen etwas ruhiger geworden, sodass es vor allem die Falkensteiner in ihrem Schiessstand oberhalb Niederbipp waren, welche mit der Austragung grösserer Wettbewerbe, allen voran natürlich die Schweizermeisterschaft, betraut wurden. Ein Grund mag darin gelegen haben, dass Dominic Meier, mehrfacher IPSC-Schweizermeister, sich vom Spitzensport zurückzog, um mehr Zeit in seine berufliche Zukunft zu investieren. Vor etwa drei Jahren hat ihn jedoch der Hafer gestochen und er wollte es nochmals wissen. Zusammen mit dem Pistolenhersteller Sphinx ging er die Sache ziemlich gezielt an und liess sich eine massgeschneiderte Wettkampfwaffe zusammenbauen. Dies in der «Modified Division», wo fast alles erlaubt ist (Kompensator, Zieloptik, doppelreihiges Magazin usw.), solange die Pistole in eine Box mit den Innenmassen 225x150x45 mm passt. Die Division wurde nach jahrelangen Diskussionen auf 2012 abgeschafft, sodass sich Dominic kurzfristig auf die «Open Division» umstellen musste. Da ist praktisch alles erlaubt und die Magazine haben eine Kapazität bis zu 32 Patronen. Wer nun glaubt, das sei «Cowboy-Schiessen», ist gehörig auf dem Holzweg, denn erstens wird Sicherheit nirgends so gross geschrieben wie im IPSC-Schiessen, zudem wird bei den dynamischen Disziplinen nicht nur Präzision gefordert, sondern auch Schnelligkeit und Kraft. «DVC» ist das Motto der IPSC-Szene, vom lateinischen diligentia, vis, celeritas, was etwa Genauigkeit, Geschwindigkeit und Kraft heisst. Kraft bedeutet in diesem Fall, dass alle Kurzwaffen als Minimalkaliber 9 mm aufweisen müssen, einige Divisionen sogar 10 mm, falls «Major» geschossen wird. Dieser Faktor wird Ausgabe 7 // Juli 2012 

Stadtschützenpräsident Peter Wagner (links) mit Meister Dominic Meier.  bestimmt aus Geschossgewicht mal Geschwindigkeit und ist entweder 125 (Minor) oder 160 bzw. 170 (Major). Die 170 entsprechen etwa einer fabrikgeladenen .45 ACPPatrone, 125 der 9 mm Parabellum. Je nach Faktor werden dann die Treffer auf der Scheibe unterschiedlich gewertet: Die AZone (ganz innen) gibt immer 5 Punkte, die «C» 4 oder 3 und die «D» 2 oder 1. Entscheidet sich ein Schütze zum Beispiel, Minor zu schiessen, muss er mehr Zentrumstreffer haben als sein Konkurrent in Major. Oder er muss schneller schiessen, weil die Zeit eben auch ein Faktor ist. Das Abwägen, ob man eher schnell (und dafür etwas ungenauer) oder mit schwächerer Ladung (und dafür etwas genauer) schiessen möchte oder alles zugleich (wie die weltbesten Schützen) ist die grosse Herausforderung beim IPSC-Schiessen. Hat man sich einmal für Minor oder Major entschieden, stellt sich die Frage nach Geschwindigkeit und Präzision bei jedem Stage (ein abge-

Hans Mosimann

schlossener Teil eines Wettkampfes) wieder von neuem, das heisst, der Wettkämpfer muss sich die für ihn beste Strategie und Taktik zurechtlegen. Ein vergleichender Blick auf die Stage-Resultate (auf www.ipsc. ch unter Wettkämpfe/Resultate) zeigt, dass weder der schnellste noch der am genauesten schiessende Schütze das beste Ergebnis erzielt, sondern jener mit der idealen Kombination. Super ist natürlich, wer die meisten Punkte in der kürzesten Zeit schiesst, also ein Weltmeister. Dieses Abwägen und Einschätzen ist Dominic Meier jedenfalls gut gelungen und er stand nach Jahren der Abstinenz wieder zuoberst auf dem Podest. Neben dem persönlichen somit auch ein Erfolg für alle Solothurner Stadtschützen, die im Jubiläumsjahr noch einige Höhepunkte in ihrem Programm haben. ● Infos: www.ipsc.ch

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Sport

Viel Licht im Wonnemonat Mai Le joli mois de mai sous le signe de l’espoir Nachdem am vorolympischen Weltcup in London mehr Schatten als Licht zu verzeichnen gewesen war, drehten die Schweizer Spitzenschützinnen und Spitzenschützen im Mai mächtig auf. Höhepunkt war der Podestplatz von Simon Beyeler am Weltcup in München. VON DANIEL GOOD Im letzten Weltcup-Wettkampf vor den Olympischen Spielen (27. Juli - 7. August) zeigte sich Simon Beyeler einmal mehr von seiner besten Seite und beendete den Dreistellungsmatch 3x40 (Gewehr 50m) im dritten Rang. Der 30-jährige Berner verbuchte in der Qualifikation starke 1177 Punkte und zog als Fünfter souverän in den Final der besten acht Schützen ein. In der Entscheidung ergatterte einer der Schweizer Hoffnungsträger für Olympia 97,2 Zähler und verbesserte sich mit insgesamt 1274,2 Zählern noch um zwei Plätze. Ein gutes Jahr lang hatte zuvor im Rahmen des Weltcups kein SSV-Schütze mehr eine Klassierung unter den ersten drei erreicht; der Bankangestellte Beyeler selber war sein Vorgänger (Dritter im Dreistellungsmatch im Mai 2011 in Fort Benning/USA).

nen Podestplatz ergatterte auch Heidi Diethelm mit der Pistole 10m. Sie beendete den Wettkampf mit 483,9 Punkten (387) auf dem zweiten Platz. Die Thurgauerin musste sich bloss der starken Tschechin Lenka Maruskova geschlagen geben. Schliesslich überzeugte in Pilsen auch die Freiburger WM-Dritte Annik Marguet mit dem vierten Rang im Dreistellungsmatch (682,6/583).

Bürge und Diethelm Knapp eine Klassierung auf dem Podest verfehlte Marcel Bürge am Weltcup in München mit dem fünften Platz im Liegendmatch (597/701,4). Eine 9,6 im sechsten Finalschuss kostete den St. Galler ein absolutes Spitzenergebnis. Vier Zehntel fehlten dem Schweizer Rekordhalter schliesslich zum dritten Platz. Mit einem hervorragenden Ergebnis wartete in München auch Heidi Diethelm auf. Mit der Sportpistole 25m be-

werkstelligte die Europameisterin das zweitbeste Resultat in der Qualifikation (585), im Final fiel die Schweizerin aber auf den achten Platz zurück. Ein Weltklasse-Ergebnis lieferte Marcel Bürge mit 598 Punkten in der Elimination zum Liegendmatch auch am Weltcup in Mailand ab. Heidi Diethelm überzeugte in Mailand mit der Sportpistole mit dem vierten Zwischenrang nach dem ersten Tag, im Schnellfeuerpensum geriet sie aber ins Hintertreffen und wurde schliesslich 15. Dank Simon Beyeler (Platz 8 mit dem Gewehr 10m, 597/698,3) gab es aber auch in Italien einen Finalplatz für den SSV. Nach Pascal Loretan im April erbrachten im Mai auch Annik Marguet, Marcel Bürge, Simon Beyeler und Heidi Diethelm Bestätigungsresultate für die Teilnahme an den Olympischen Spielen in London. Anfang Juni schliesslich gewann der Schaffhauser

Loretan besser als sein Vorbild Im US-Bundesstaat Texas hatte Beyeler zwei Landesrekorde (Normalprogramm 1180/Final 1276,8) in seinen Besitz gebracht. Diese Bestmarken entriss ihm Anfang Mai 2012 beim Grand Prix in Pilsen Marcel Bürge. Der Toggenburger gewann den Kleinkaliber-Dreistellungsmatch mit 1278,0 Zählern (Normalprogramm 1181) und sorgte für ein weiteres SSV-Highlight in Tschechien, nachdem Pascal Loretan den 50m-Liegendmatch mit 701,8 Punkten (597 in der Qualifikation) ein Zehntel vor seinem Vorbild und Olympiasieger Matthew Emmons (USA) für sich entschieden hatte. Ei-

Jasmin Mischler egalisierte in München einen Schweizer Rekord (Gewehr 10m, 397 Punkte).

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Sport

Skeetschütze Fabio Ramella (32) mit hervorragenden 148 Tauben überlegen das Scandinavian Open im dänischen Jetsmark und empfahl sich ebenfalls für einen Start in London.

Auch der Nachwuchs im Stoss Auch der Nachwuchs des SSV schlug sich prächtig. So gelangen am Alpencup in Mailand gleich vier Siege. Mehr Infos dazu auf unserer Homepage www.swissshooting.ch ●

Après la Coupe du monde préolympique à Londres, au cours de laquelle peu de points positifs ont été notés, les tireuses et tireurs sportifs suisses ont mis les bouchées doubles en mai. Le podium de Simon Beyeler à la Coupe du monde, à Munich, en atteste. Lors de la dernière Coupe du monde avant les JO (27 juillet au 7 août), Simon Beyeler a une fois de plus montré ce qu’il savait faire en remportant la troisième place du match 3 positions 3x40 (carabine à 50m). À trente ans, le Bernois s’est souverainement qualifié pour la finale en terminant cinquième avec 1177 points. Simon Beyeler, un des espoirs suisses pour les Jeux olympiques, a obtenu 97,2 points de plus lors de la finale et a gagné ainsi deux places avec un total de 1274,2 points. La dernière place d’un tireur de la FST dans le top 3 remonte à plus d’un an; Beyeler, l’employé de banque, avait réalisé cette performance en obtenant la troisième place au match trois positions, en mai 2011, à Fort Benning, États-Unis.

Loretan surpasse son modèle En 2011, au Texas, Simon Beyeler s’était emparé du record national (1180/1276,8), mais, début mai 2012, Marcel Bürge l’a détrôné. A Pilsen, en République tchèque, lors du Grand Prix, le tireur originaire du Toggenbourg, a remporté le match trois positions au petit calibre avec un total de 1278,0 points (1181 lors du programme normal)w. Le second temps fort pour la FST a été la victoire de Pascal Loretan au match couché à 50m (701,8 points/597 aux qualifications); il s’est classé devant le champion olympique Matthew Emmons (États-Unis), son modèle. Heidi Diethelm est également montée sur le podium. Au pistolet à10 m avec 483,9 points (387), elle a remporté la deuxième place, juste derrière la Tchèque Lenka Maruskova. A Pilsen, la Fribourgeoise Annik Marguet a également fait état de ses qualités lors du Ausgabe 7 // Juli 2012 

Simon Beyeler: Der Weg zeigt stetig nach oben.

Fotos: Roberta Filippini

match trois positions (682,6/583), en s’emparant de la quatrième place.

quatrième place intermédwiaire dès le premier jour de la compétition. Malheureusement, au tir rapide, elle a perdu du terrain et a terminé finalement quinzième. En Italie, grâce à Simon Beyeler, huitième au tir à la carabine à 10 m 597/698,3, la FST a été tout de même présente en finale. Après Pascal Loretan, en avril, Annik Marguet, Marcel Bürge, Simon Beyeler et Heidi Diethelm sont eux aussi parvenus, en mai, à confirmer leurs résultats pour une éventuelle participation aux Jeux olympiques de Londres. Début juin, en skeet, Fabio Ramella, originaire de Schaffhouse, a remporté le «Scandinavian Open» à Jetsmark (Danemark). Ramella a gagné avec 148 points et s’est également recommandé pour Londres. La relève de la FST s’est également montrée d’attaque en remportant quatre victoires à la Coupe des Alpes, à Milan. Plus d’informations sur notre site internet www.swissshooting.ch ●

Marcel Bürge et Heidi Diethelm À la Coupe du monde, à Munich, Marcel Bürge a manqué de peu le podium en terminant cinquième du match couché (597/701,4). Un 9,6 en finale lui a coûté cher. Quatre centièmes ont manqué au détenteur du record national pour pouvoir monter sur la troisième marche du podium. À Munich, lors de la Coupe du monde, Heidi Diethelm a été également réalisée une excellente performance. Au pistolet de sport à 25 m, la Championne d’Europe a terminé deuxième des qualifications (585). Au terme de la finale, la Suissesse a malheureusement dû se contenter de la huitième place. À Milan, Marcel Bürge a accompli une performance de classe mondiale (598) aux éliminatoires du match couché. Heidi Diethelm a également été très convaincante au pistolet de sport puisqu’elle a occupé la

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Talentschau

Vom Ferienpass zur begeisterten Schützin Du passeport vacances   à une tireuse passionnée Sarah Hornung, eine energiegeladene 16-Jährige, die für den Schweizer Nachwuchs schiesst und ihre Wurzeln in Büren an der Aare hat. Zu Besuch bei einer talentierten Schützin mit grossen Ambitionen. Von simon Binz Es liegt vier Jahre zurück, als sich die damals 12-jährige Sarah beim Ferienpass Schiessen einschrieb. «Sofort hat es mich gepackt», sagt sie strahlend. Von da an gings steil bergauf für die Realschülerin. Bereits ein Jahr später schoss sie bei den Besten mit. Eine eindrückliche Leistung innert kürzester Zeit, an der auch der Trainerstab rund um Erich Sutter massgeblich beteiligt ist. «Erich ist sicherlich eine der prägenden Figuren für mich. Er begleitet mich seit meinem Anfang,

durch ihn habe ich das Schiessen kennengelernt», so die ambitionierte Juniorin.

Talent allein reicht nicht… «Sie hat das Potenzial und den Willen, weit zu kommen. Unsere Aufgabe ist es, sie dafür vorzubereiten und falls nötig etwas zu bremsen, damit sie nicht plötzlich zurückfällt, wenn sie übermotiviert wäre», sagt ihr Trainer Erich Sutter. Wie leidenschaftlich sie ihren Schiesssport ausübt, lässt sich auch an der Zeit messen, die sie fürs Training investiert: «Wenn ich eine gute Woche habe und richtig motiviert bin, trainiere ich schon bis zu vier Mal.» Dass sich das viele Trainieren auszahlt, zeigte sich diese Saison schon mehrmals. Ihre momentane Bestleistung – erst kürzlich geschossen – liegt bei 394 Punkten Gewehr 10m. Des Weiteren konnte sie im Mai in Las-

ko (Slowenien) beim ESC Youth League Qualifikationsturnier mit einer SchweizerNachwuchs-Auswahl antreten. Und sich mit Glanzresultaten je zu einem zweiten Platz bei den Berner Meisterschaften in Neuenegg und Thun (10m U16 Gewehr) schiessen.

10, 50 und zweimal im Jahr 300m Das Multitalent schiesst aber nicht nur Gewehr 10m, sondern trainiert auch einmal pro Woche Gewehr 50m. Zusätzlich nimmt sie jährlich am Feldschiessen und «Chlauseschiesse» teil. «Das sind aber die einzigen Tage im Jahr, an denen ich mit dem Sturmgewehr schiesse», lacht die Schülerin. Am liebsten sei ihr aber schon ihre Paradedisziplin 10m-Luftgewehr. Am besten und liebsten schiesse sie stehend. «Vor allem beim Liegendschiessen habe ich noch Aufholbedarf», weiss die Hornung.

Grosse Pläne Nach der neunten Klasse, die sie im Sommer beendet, will die 16-Jährige zuerst ein zehntes, technisches Schuljahr anhängen, um danach eine Ausbildung zur Polymechanikerin oder zur Fachfrau Bewegungund Gesundheitsförderung zu absolvieren. Auch während dieser Zeit will sie, wenn möglich viel Zeit ins Schiessen investieren. «Die Schule und die Lehre werden Vorrang gegenüber dem Schiessen haben. Der Schiesssport aber ist ein Teil von mir und ich will auch künftig hundert Prozent geben und dran bleiben», sagt Sarah Hornung. Wer so motiviert ist, gute Leistungen zeigt und das nötige Selbstvertrauen hat, darf auch ambitionierte Ziele haben. Darum verwundert es nicht, dass Sarah auf die Frage, wo sie sich denn in den nächsten Jahren im Schiessport sieht, kurz und knapp in breitem Berndeutsch antwortet: «2016 in Rio bei den Olympischen Spielen dabei zu sein, ‹das wär äuä scho es kuuls Feeling›.» ● Sarah Hornung in Aktion. 52  SchiessenSchweiz  TirSuisse // TiroSvizzera // TirSvizzer

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Talentschau

Sarah Hornung est une jeune femme de seize ans bourrée d’énergie qui tire pour la relève du tir sportif suisse. Ses racines sont ancrées à Büren an der Aare. Nous avons rendu visite à cette tireuse pleine de talent et très ambitieuse. Il y a quatre ans, alors que Sarah cette adolescente de douze ans s’était inscrite pour un passeport vacances de tir: «J’ai été immédiatement emballée», nous dit-elle en rayonnant. A partir de là, tout alla très vite pour cette collégienne qui après une année déjà tirait avec les meilleures. Cette performance impressionnante dans une période aussi courte est aussi celle du team d’entraîneurs qui entoure Erich Sutter. «Erich est certainement une des personne les plus marquantes pour moi. Il m’encadre depuis mes débuts et c’est par lui que j’ai fait connaissance avec le tir», nous avoue la jeune tireuse ambitieuse.

Le talent seul ne suffit pas «Elle a le potentiel et la volonté pour aller très loin. Notre tâche est de la préparer dans ce sens et, si nécessaire, de la freiner pour éviter qu’elle piétine et rétrograde à cause d’une éventuelle surmotivation», nous dit son entraîneur Erich Sutter. La passion, avec laquelle elle s’adonne au tir sportif, se mesure au temps qu’elle investit à s’entraîner: «Si la semaine est positive et que je suis vraiment motivée je m’entraîne jusqu’à quatre fois par semaine.» Les résultats de cette saison démontrent à plusieurs reprises qu’un entraînement intense est rentable. Son meilleur résultat – atteint dernièrement – se situe à 394 points (carabine 10m). En outre, au mois de mai, elle a pu participer au tournoi de qualification de la ESC Youth League à Lasko (Slovénie) avec une sélection de la relève suisse. Elle a d’autre part obtenu des résultats brillants aux championnats bernois à Neuenegg et à Thoune ou elle se classa chaque fois deuxième (10m carabine / moins de 16 ans).

Deux fois 300m dans l’année Cette jeune femme aux talents multiples ne tire pas seulement à la carabine 10m, elle s’entraîne également une fois par semaine à la carabine petit calibre 50m. En plus elle participe chaque année au tir en campagne et au tir de St-Nicolas. «Ce sont les seuls jours de l’année où je tire au fusil d’assaut», nous dit-t-elle en rigolant. Sa discipline préférée est sans doute la carabine à air comprimé Ausgabe 7 // Juli 2012 

Sarah Hornung ist eine gelehrige Schülerin und versucht die Tips von Trainer Erich Sutter perfekt umzusetzen.

10m. C’est debout que je préfère tirer et c’est dans cette discipline que j’obtiens les meilleurs résultats. La jeune tireuse pense que c’est dans la position couchée qu’elle a le plus besoin de progresser.

Plans ambitieux Après sa neuvième année scolaire, qu’elle va terminer cet été, elle va ajouter dans un premier temps une dixième année technique pour suivre ensuite une formation de polymécanicienne ou de spécialiste pour la promotion de la santé et du mouvement. Pendant cette période, elle veut aussi investir le plus de temps possible dans le tir sportif, cependant «l’école et l’apprentissage auront la priorité sur le tir. Le tir est une partie de moi-même et je veux aussi à l’ave-

nir, dans la mesure des mes possibilités, me dépenser à fond et rester au contact à 100%» nous déclare Sarah Hornung. Quelqu’un aussi motivé qu’elle, qui a des bonnes prestations à faire valoir et la confiance en soi nécessaire, ose avoir des buts ambitieux. C’est pourquoi cela n’étonne personne que Sarah réponde de cette manière notre question : Ou pensez-vous vous situer dans le tir sportif dans un proche avenir? Elle répond de manière précise et brève dans son accent bernois: «participer aux Jeux olympiques en 2016, ça serait super cool». ●

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Regio-News

Neue Ideen bringen dem Volksschiessen Erfolg Als innovativer und zukunftsorientierter Verein bezeichnen sich die Lachner Sportschützen. Im Jahr 2004 betrug die Teilnehmerzahl am Volksschiessen gerade noch 40 Teilnehmer. Daraufhin wurde gehandelt. VON THOMAS HULLIGER In der Folge setzten sich die Verantwortlichen zusammen. Neue Wege mussten beschritten werden. Ein umfassender Festführer wurde erstellt, Plakate und Flyer gestaltet sowie Radiowerbung geschaltet. Des Weiteren wurden die Stiche angepasst. Geschossen wird in 3er Gruppen in verschiedenen Kategorien. Neben den Sportstichen wurde der «Fisch-Chnusperli-Stich» ins Leben gerufen. Im Stichgeld ist das namensgebende Fischmenue gleich inbegriffen, mit dem Ziel, jedermann anzusprechen.

Zuwachsrate 10% Der Lohn der Lachner Schützen liess nicht lange auf sich warten. «Wir schafften auf Anhieb den Sprung auf über 200 Schützen» erklärt Präsident Ivo Egli stolz. «Jedes Jahr steigern wir die Teilnehmerzahl um rund 10 Prozent.» Letztes Jahr schossen über 500 Schützen aus der ganzen Region und sogar aus weiter entfernten Kantonen die Programme.

Mit Armbrust Ein Zufall kam den Sportschützen Lachen gelegen. «Im Jahr 2007 lösten sich die Armbrustschützen Wollerau auf und ihr Gelände wurde verkauft», berichtet Urs Scola, Chef Gewehr 50m. «Wir boten den Hei-

Gemütliche Stimmung im Festzelt.

matlosen eine neue Bleibe im ehemaligen Schützenstand 300m» So kam noch die Disziplin Armbrust 30m ins Angebot des Volkswettschiessens.

Auch Mitarbeiterfest Beim Anlass stehen jeweils fast 30 Helfer im Einsatz. Die Arbeiten beginnen für viele Mitglieder bereits viel früher. Das Anschreiben von Interessierten Privatpersonen sowie vielen Firmen wird früh begonnen. Flyer werden persönlich in der Umgebung verteilt und Plakate aufgehängt. «Etliche grosse Firmen kommen mit einer stattlichen Anzahl ihrer Mitarbeiter und bezahlen die Unkosten» freut sich Scola. «Diese Anmeldungen werden vor dem Fest bereits bearbeitet und die Standblätter

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ausgedruckt». Zudem wird diese Veranstaltung aus dem SportToto-Fonds des Kantons Schwyz unterstützt. Neben der 30m Armbrustschiessanlage ist die bewährte, vollelektronisch ausgerüstete 50m Kleinkaliberschiessanlage mit 8 Scheiben der Stolz der Lachner Schützen. «Wir haben bewusst kein Schiesszeitenende, dafür haben wir die Scheiben beleuchtet und ein spezielles Schiessen ist angesagt» führt Egli aus. «Es kommen sogar Schützen, die warten, bis die Dämmerung hereinbricht um erst dann zuschiessen».

Mit Liveübertragung Dank eines ausgeklügelten und von einem Schützenkollegen selbstentwickelten Soft-

wareprogramms werden die Resultate, Scheibenbilder und Gruppenresultate in Echtzeit in die gemütliche Schützenstube und das Festzelt übertragen. So können die Kollegen auch ausserhalb des Schiessstandes mitfiebern. Am letzten Schiesstag wird zwei Stunden nach Schiessende bereits das Absenden durchgeführt. .●

Schiesszeiten 2012 Donnerstag, 9. August und Freitag 10. August jeweils ab 17 Uhr bis Dämmerung. Samstag 14 bis 18 Uhr Absenden ca. 20 Uhr www.ssv-lachen.ch

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Regio-News

Unterstützung für   Zofingens Pistolenachwuchs Der «Hunderter-Club Nachwuchs SG Zofingen » unterstützt den erfolgreichen Pistolennachwuchs der Schützengesellschaft Zofingen in ihrem Bestreben, sich für die Olympischen Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro zu qualifizieren. Seit einiger Zeit ist im Schweizerischen Schiessewesen ein Umdenken im Gange. Das über das letzte Jahrhundert stark militärlastige Schiesswesen macht immer mehr einem sportlichen Schiessen Platz, ohne dabei den Wehrcharakter zu vergessen. Dieser Wechsel machte sich vor allem im Bereich Nachwuchs stark bemerkbar. Der sportliche Charakter des Schiessens animiert sehr viele Jugendliche – Knaben wie Mädchen – sich vermehrt für den Schiesssport

zu interessieren. Von diesem Umstand profitierte auch die Schützengesellschaft Zofingen . Die Nachwuchsförderung brachte vor allem im Pistolenbereich einige talentierte junge Schützen hervor. Unter der kompetenten und engagierten Betreuung von Bruno Siegrist entwickelte sich der Nachwuchs kontinuierlich weiter und die jungen Sportschützen erzielten in ihrer Altersklasse bald einmal glänzende Resultate und auch erste Ränge und Podestplätze. Diese Entwicklung brachte einige Ehrenmitglieder der Schützengesellschaft Zofingen zum Nachdenken. Man war einstimmig der Meinung, dass diese Ausnahmetalente in ihrer Entwicklung unterstützt werden sollten, indem ihnen optimale Trainingsmöglichkeiten ermöglicht werden. Durch eine finanzielle Unterstützung könnten sie

zum Beispiel mehr Trainingsmunition verschiessen und öfters an wichtigen Schiessanlässen im In- und Ausland teilnehmen. Innerhalb eines Monats stellten die Initianten einen SponsorenClub auf die Beine, dessen Mitglieder 100 Franken Jahresbeitrag bezahlen. Bis heute konnte der Nachwuchs so mit 10`000 Franken unterstützt werden.

Sehr starke Resultate Der Pistolennachwuchs verdankt dieses finanzielle Engagement mit unermüdlichem Trainingsfleiss, gefolgt von bemerkenswerten Resultaten. So erreichten die Schützen im vergangenen Jahr bei der Schweizer Gruppenmeisterschaften Pistole 10m (U20) den zweiten Rang und im Einzelklassement holte Christian Klauenbösch den Sieg. Besonders hervorzuheben ist auch der erste

Platz von Sebastian Fernandez anlässlich der Schweizer Meisterschaften Pistole 10m (U16). Aber auch auf internationalem Parkett erkämpfte sich vor allem Christian Klauenbösch Spitzenresultate. An einem internationalen Juniorenanlass in Pilsen (Tsch) und an der Team-EM in Belgrad, im Sportpistolen CMatch für Junioren, war er beide Male der Beste. Diese tollen Resultate lassen von einer Teilnahme des Zofinger Pistolenachwuchses an den Olympischen Spielen träumen. Im Moment zählt der Hunderter-Club 78 Mitglieder. Das Ziel ist es, die Hunderter-Marke zu erreichen. Wer dem Zofinger Hunderter-Club beitreten will, kann sich bei Obmann Peter Bertschi melden (peterbertschi@bluewin.ch).  ●

Fokus auf das sportliche Schiessen

Aufmerksames Plenum in Muttenz.

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Über 20‘000 Sportvereine gibt es in der Schweiz. Dies geht aus der Studie «Sportvereine in der Schweiz 2011» hervor, die vom Bundesamt für Sport in Auftrag gegeben wurde. Weiter zeigt die Studie, dass der Schiesssportverband am zweitmeisten Vereine zählt, hinter dem Turnverband. Allerdings ist seit 1995 die Zahl der Vereine kontinuierlich gesunken. Um dem entgegenzuwirken, hat sich die Kantonalschützengesellschaft Baselland (KSG BL) das Ziel gesetzt, das Sportschiessen Gewehr 10/50m stärker zu fördern. Aus diesem Grund hat die KSG BL zu einer Informationsveranstaltung in Muttenz eingeladen.

Der Präsident der KSG BL, Walte Harisberger betont, dass dem Gewehr 10/50m die Zukunft gehöre, denn es sei eine olympische Disziplin. Unter anderen referierte auch Ruth Siegenthaler, Leiterin Ausbildung/Nachwuchs im SSV. Sie erklärte die Strukturen von Jugend + Sport (J+S), informierte über das Förderungskonzept Nachwuchs und zeigte eine Vorschau auf die Olympischen Spiele 2016 in Rio, mit Gewehr 10/50m. Nach über zwei Stunden anspruchsvoller Referate lud die KSG BL noch zu einem Apéro bei dem fleissig weiter diskutiert wurde. ●

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Regio-News

Campionati   TI gruppi F300m I campionati ticinesi a gruppi si sono svolti ad Airolo (al campo D) ed al Monte Ceneri nel campo A. Tredici i gruppi in gara nel campo A (armi sport) e ventinove tra le ordinanze nel campo D, complessivamente purtroppo tre gruppi (ognuno di 5 tiratori) in meno del 2011. Ad Airolo le condizioni meteo non sono state delle migliori, anzi il forte vento ha penalizzato non poco i tiratori al Fass90… Al Monte Ceneri per contro il vento ha dato tregua ai partecipanti, ma vi era una luce abba-

stanza variabile. Le finali hanno laureato campioni il gruppo di Iseo (campo A) con Fabio Olgiati, Diego Di Domenico, Luigi Canepa, Nicola Stempfel e Franco Moriggia davanti a Rivera e Cevio. Nel campo D si è imposto Biasca con Catherine Baselgia, Demetrio Casoli, Giuseppe Corasaniti, Dino Rodoni e Luca Sassella davanti ad Airolo e Paradiso. A breve inizieranno i turni principali dei campionati svizzeri. Facciamo i migliori auguri ai nostri rappresentanti per la qualifica alla finale di Zurigo.●

Campionati gruppi pistola A Chiasso, con 9 gruppi al via, si sono svolti i campionati gruppi alla pistola 50m e le eliminatorie per i campionati nazionali. Dopo l’eliminatoria della mattina (2 turni che servivano anche per definire gli 8 gruppi che hanno accesso al 1. turno principale svizzero), nel pomeriggio si sono tenute le semifinali e la finale dei migliori 4 gruppi. Con una prestazione in cre-

scendo, si sono imposti i tiratori di Olivone (355/358/361 e 365 i parziali) con Giampietro Canepa, Roberto Veglio, Reto Chiapuzzi e Andrea Villani. Il quartetto dell’Alta Valle di Blenio ha saputo difendere a denti stretti il titolo conquistato lo scorso anno. L’argento (ad un punto dai primi) è andato ai tiratori di Paradiso seguiti da Bellinzona che purtroppo hanno avuto un calo nella finale. All’ingrato 4. rango

Giovani 300m La stagione ha già visto alcuni importanti appuntamenti dei giovani a 300m. Dopo il «primo incontro intersocietario» (nuova «edizione» del Memorial Marzio Galli) tenutosi a Prato Sornico e che ha visto al via 74 giovani. Dominio locale visto che si è imposta la società della Lavizzara ed Etienne Bieri tra gli individuali. La competizione prevede due gare (Sornico e Lugano) a cui seguirà la finale a Contone. I campionati ticinesi juniores a 300m si sono svolti alla Rovagina. Al via vi erano 97 giovani

che si sono dati battaglia durante la giornata suddivisa in due programmi: alla mattina il campionato di società nel quale ogni tiratore doveva sparare 15 colpi e al pomeriggio i due turni della selezione per il campionato gruppi con un programma di 10 colpi. Nella classifica individuale, su tutti troviamo Carlo Cavalli, Cevio nuovo campione ticinese. Nel campionato di società si aggiudica il titolo la Tiratori della Lavizzara, seguiti dalla Civici Carabinieri Lugano e dalla Unione Tiratori del Gottardo di Airolo. ●

Da sinistra Giorgio Mobiglia resp GT, Barbara Bombelli (3.), Carlo Cavalli, Samuele Dadò (2.) e il presidente FTST Oviedo Marzorini. 56  SchiessenSchweiz  TirSuisse // TiroSvizzera // TirSvizzer

Podio Gruppi Pistola (da sin) Paradiso - Olivone - Bellinzona.

Fribourg coincé entre les deux Alterswil La finale du championnat fribourgeois de groupes de tir à la carabine 50 mètres a eu lieu à Rosé. En fait, les six groupes qui ont dépassé la barre des 1900 points ont eu logiquement le droit de participer au dessert, soit à la manche supplémentaire finale. Très régulier à l’instar de ses coéquipiers, Pascal Lorétan n’a pas fléchi lors de ce qui constituait la finale même si les points des qualifications étaient ajoutés. Augmentant ainsi son total de 483 points, le groupe fanion d’Alterswil a décroché un troisième titre cantonal d’affilée. En effet, un peu court avec ses tireurs à genou, Fribourg n’a pas été en mesure

de revenir sur la tête et n’en a pas à rougir car il n’a guère éprouvé de peine à conserver à distance ceux qui auraient voulu le menacer dans la conquête de l’argent. Comme il l’avait réalisé en 2010, Alterswil ne s’est pas contenté de l’or. Naviguant dans le sillage de Fribourg, sa seconde garniture a également dépassé la limite des 2400 points. Sa place sur le podium. Chez les juniors, Alterswil s’est avéré plus timide en échouant au pied du podium. Ayant marqué cette compétition d’emblée de son empreinte, Domdidier ne s’est pas relâché et a donc devancé pour les honneurs Cottens et Fribourg. JAN● Ausgabe 7 // Juli 2012


Regio-News

Razzia vicquoise à la  finale du championnat de groupes à 300m

Mais le meilleur restait encore à venir. En catégorie D, précisément, les trois groupes vicquois ont tout simplement raflé les trois premières places. Fait assez rare, voire exceptionnel, pour être relevé. Les groupes étaient composés comme suit: Vicques 1 (2e): Joseph Fleury, Florian Bögli, Jean-Paul Koller, Olivier Schaller, Francis Bögli. Vicques 2 (3e): Marlise Keller, Marcelin Scherrer, Narcisse Cattin, Yann Wymann, Marie-Claire Fleury. Vicques 3 (1er): Ephrem Charmillot, Denis Philipona, Jean-Philippe Chételat, Hugo Coelho, Alain Chételat. ●

Wo Ranglisten noch von Hand erstellt werden Erst dreimal haben die Vorderlader sc hüt zen Steffisburg ihren Jungfrau-Cup durchgeführt und schon ist er zum beliebten Treff aller Vorderladerschützen geworden. Das hat seinen guten Grund. Unter der Leitung von Ruedi Lang bieten die Steffisburger den Teilnehmenden nicht nur ideale Wettkampfbedingungen, sie sind auch die perfekten Gastgeber. So wundert es nicht, wenn der Grossteil der Aktiven in der Anlage im Schnittweiher oberhalb von Steffisburg auch nach dem Einsatz sitzen bleibt. Diskussionsthemen gibt es nämlich für die der Tradition verbundenen Schützinnen und Schützen genug. Sollten diese einmal ausgehen, kann einfach die wunderschöne Berner Oberländer Bergwelt bestaunt werden. Ausgabe 7 // Juli 2012 

OK-Chef Ruedi Lang. Selbstverständlich ist der Blick vom Schnittweier auf die Jungfrau frei. Da macht sogar das Warten auf die traditionell hangeschriebenen Ranglisten Spass. Einen Erinnerungspreis erhalten alle Teilnehmenden. Unter allen werden auch noch Reisen auf die Jungfrau verlost. Bei soviel verwöhnt werden gehen die guten Schiessleistungen mit den alten Waffen beinahe unter. (maf) ● www.vorderlader-steffisburg.ch/index.php/ news-archiv/35-jungfraucup-2012

Trotz Pulverdampf lässt sich präzise schiessen. TirSuisse // TiroSvizzera // TirSvizzer  SchiessenSchweiz  57


Ausblick

1. August-Schiessen Das traditionelle 1. August-Schiessen findet auch dieses Jahr wieder auf der 300-m-Schiessanlage „Bettensee“ in Kloten statt -mit attraktiven Auszahlungen und Preisen! Ab Freitag, 27. Juli kommt es auf der 300-Meter-Schiessanlage „Bettensee“ zur 39. Austra-gung des vom Schützenverein Kloten durchgeführten traditionellen Gruppenwettkampfes. An dem auf vier Schiesstagen verteilten Schützenfest werden gegen 120 Gruppen oder

rund 1000 Schützinnen und Schützen aus der ganzen Schweiz erwartet. Das Schiessprogramm besteht aus einem Gruppenstich mit zehn Schuss auf die Scheibe A-10 sowie einem fakul-tativen Auszahlungsstich mit vier Schuss auf die Scheibe A-100. Obligatorisch sind zwei Probeschüsse. Es stehen 24 SIUS-Scheiben zur Verfügung. An interessanten Preisen fehlt es nicht, werden doch beim Gruppenwettkampf (Gruppen à fünf Schützen) attraktive Barprämien als Gruppenauszeich-

nung abgegeben. Auch beim Auszah-lungsstich winken in allen drei Kategorien attraktive Barpreise sowie Spezialpreise für die beste Schützin oder den besten Schütze U20 (JJ, - J) pro

Feld A und D. Wie vom Organisationskomitee zu erfahren war, sind an allen vier Schiesstagen noch einige Scheiben frei und auch Einzel-schützen sind herzlich willkommen. ●

Drei Schiessen in einer Region Zum vierten Mal haben sich die SG Küttigen (20. Königsteinschiessen), die SG Wölflinswil (7. Bundesfeierschiessen), die SG Asp und die FSG Densbüren (10. Urgizschiessen) für die gemeinsame Durchführung ihrer Schiessanlässe entschieden. Die drei Anlässe im Aargauer Jura, welche kaum zehn Autominuten voneinander entfernt durchgeführt

werden, eignen sich daher bestens für einen Besuch am gleichen Tag. Die Zufahrten sind signalisiert. Alle drei idyllisch gelegen Schiessanlagen sind mit modernen, elektronischen Trefferanzeigen ausgestattet. In Küttigen können ein Gruppenstich (Scheibe A10) und ein Auszahlungsstich (Scheibe A100), in Wölflinswil ein Gruppenstich (Scheibe A10 auf Kommando)

und in der Schiessanlage Densbüren ein Gruppenwettkampf (Scheibe A10) sowie ein Auszahlungsstich (Scheibe A100) geschossen werden. In Densbüren besteht zudem für Pistolenschützen die Möglichkeit ihre Treffsicherheit auf 50m (Vereinskonkurenz, Scheibe P10) und auf 25m (Gabenstich, Scheibe ISSF, 5-10) unter Beweis stellenAuf allen Schiessplätzen

werden die Schützinnen und Schützen betreut und es besteht die Möglichkeit sich zu verpflegen. Die Organisatoren freuen sich auf den Besuch der Schützinnen und Schützen aus der ganzen Schweiz, wünschen Ihnen einen angenehmen Aufenthalt im Aargau und «Gut Schuss».  ●

Wichtige Termine Datum

Monat

Ereignis

30.

Juni

Final Gruppenmeisterschaft Gewehr 50m Elite in Thun

1.

Juli

Final Gruppenmeisterschaft Gewehr 50m Junioren in Thun

bis 8.

Juli

Kantonales Aargau in Eiken

bis 8.

Juli

Fête Cantonale Neuchâteloise de Tir à Chézard

bis 8.

Juli

Eidg. Schützenfest für Jugendliche im Kanton Glarus

bis 14.

Juli

Eidg. Veteranenschiessen in St. Gallen

bis 14.

Juli

17. Ostschweizern Sportschützenfest in St. Galle

bis 15.

Juli

Zürcher Kantonales Armbrustschützenfest in Fehraltorf

bis 16.

Juli

Zürcher Kantonalschützenfest in Fehraltorf

10.–15.

Juli

Junioren EM in Bologna (Ita) 25/50m Pistole

27.

Juli

Eröffnungszeremonie Olympische Spiele London Angaben ohne Gewähr, vergleiche auch swissshooting.ch

58  SchiessenSchweiz  TirSuisse // TiroSvizzera // TirSvizzer

Ausgabe 7 // Juli 2012


Ratgeber

Allonger la bretelle Den Riemen länger machen Emo Matiz demande: «J’ai un problème de réglage de carabine au changement de stand, car l’inclinaison des pas de tir varie d’un stand a l’autre (surtout avec les stands francais qui sont horizontales). Qu est ce qu’il faut modifier dans ce cas? La longueur de la bretelle? La position du calemain? La hauteur du crochet?» Daniel Burger: Dans un tel cas, il faudrait allonger la bretelle d’environ 10 à 20mm. Le calemain doit être aussi quelque peu déplacé en direction de la cible (environ 5mm). La pression exercée sur le cale-main et dans la bretelle devrait être pratiquement la même que lors du tir en Suisse, sur des pas de tir inclinés. Si la position de la plaque de couche est modifiée (en hauteur), il faut aussi adapter celle de l’appui-joue (pression de la joue contre l’arme). C’est ici que la plupart des tireurs commettent des erreurs (ils oublient d’ajuster l’appui-joue). C’est la raison pour laquelle je recommande de ne modifier la position de la plaque de couche que dans des situations extrêmes et alors de ne pas oublier de corriger aussi l’appuijoue.

Pritschen/Läger von einem Stand zum anderen variiert (dies ist insbesondere der Fall bei französischen Schiessständen, weil diese horizontal sind = ganz flach). Was ist in diesem Fall zu ändern? Die Länge des Gewehr-Riemens? Die Position der Handstütze? Die Höhe des Hakens?»

Daniel Burger, entraîneur (FreeSport SA, Fribourg).

Afin de mieux s’adapter aux pas de tir plats, on peut s’entraîner à sec dans son salon à domicile (plancher plat). Ici on peut expérimenter en toute tranquillité tous les différents réglages et s’y habituer sans pression externe. Il est important que le tireur ne soit pas surpris lorsqu’il est confronté à une nouvelle situation.  ●

Emo Matiz fragt: «Ich habe ein Anpassungsproblem, wenn ich mit meinem Gewehr von einem Stand zum anderen wechsle, und dies weil die Neigung der

Daniel Burger: In diesem Fall sollte der Riemen länger gemacht werden, ca. 10mm bis 20mm. Der Handstopp muss wenig in die Richtung der Zielscheibe verschoben werden (ca. 5mm). Der Druck HandstoppRiemen sollte in etwa wieder gleich sein wie auf der schrägen Pritsche in der Schweiz. Wird die Position (Höhe) der Hackenkappe verstellt, muss auch der Backendruck (Backenhöhe) neu angepasst werden. Hier machen die meisten Schützen Fehler (der Backendruck wird nicht neu angepasst). Darum empfehle ich, die Höhe der Hackenkappe nur in Ausnahme - Situationen zu verstellen um dann auch den Backendruck neu anzupassen. Um sich besser an flache Stände/Pritschen zu gewöhnen, kann zu Hause im Wohnzimmer

(Boden eben) Trockentraining gemacht werden. Hier kann in Ruhe experimentiert werden mit den neuen Einstellungen, man kann sich daran gewöhnen ohne Leistungsdruck. Wichtig ist, dass der Schütze nicht überrascht wird von der neuen Situation.●

Ratgeber Haben Sie Fragen zu Training oder Wettkampf oder zu irgendwelchen körperliche Beschwerden, die ihre Leistung beim Schiessen beeinträchtigen. Unsere Spezialisten haben bestimmt einen für Sie wirksamen Rat. Fragen senden an: redaktion@swissshooting.ch Conseils Avez-vous des questions sur l’entraînement ou la compétition, ou encore sur n’importe quelle question sur des douleurs corporelles qui auraient des effets sur vos prestations de tir? Nos spécialistes ont sûrement un conseil avisé à vous donner. Adressez vos questions à: redaktion@swissshooting.ch

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Ausgabe 7 // Juli 2012

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Redaktion Armbrustschütze: Sonja Müller, Riedstrasse 12, 8224 Löhningen, Telefon/Fax 052 685 01 40, Mobile 079 944 12 21, sonja.mueller@easv.ch, sonja.mueller@swissshooting.ch, www.easv.ch Redaktionsschluss: jeweils 8. des Monats Erscheinung: jeweils Ende Monat Produktion: St. Galler Tagblatt AG, Fürstenlandstrasse 122, 9001 St. Gallen. Druck: Swissprinters AG

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SchiessenSchweiz 07/12  

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