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Newsletter Mission & Entwicklung Nr. 8 – Nov. 2010

Glaube in Aktion

DurchhaltevermĂśgen und Geduld in Haiti


Editorial Es gibt Ereignisse und Situationen in unserem Leben, die wir kaum einordnen können, und alle Erklärungsversuche fassen irgendwie zu kurz. Ein solches Ereignis war für mich das Erdbeben in Haiti am Anfang dieses Jahres. Wo war Gott bei dieser Katastrophe? Das ärmste Land der westlichen Hemisphäre ist noch weiter ins Elend abgedriftet und über 100 000 Menschen verloren an einem Tag ihr Leben. Die Frage nach dem „Warum“ gehört zu den schwierigsten – auch für die Theologen. Aber nur wenn wir diese Frage zulassen und mit den Menschen in Haiti nach Antworten suchen, können wir ihnen helfen, diese Tragödie zu verarbeiten. Unsere Offiziere und Mitarbeitenden sind geschult, zusammen mit den Menschen solche Fragen auch vor Gott zu bewegen. Seelsorge nennen wir das. Die Seelsorge der Heilsarmee trägt mit, wo die Kräfte versagen, nimmt Anteil, begleitet und ermutigt zur Lebensgestaltung mit der Hilfe Gottes. Zusammen mit der praktischen Hilfe – wovon unser Newsletter hauptsächlich berichtet – wird unsere Unterstützung ganzheitlich. Markus Muntwiler, Leiter Mission & Entwicklung


„In Haiti lernen wir Durchhaltevermögen und Geduld“ Majorin Christine Volet zog diesen Sommer zusammen mit ihrem Mann Jean und Matthieu, einem ihrer Söhne, von der Schweiz nach Haiti. Christine ist Teil des Heilsarmeeteams rund um den Wiederaufbau und begleitet dort vor allem die Projekte im Bereich Jugend. Sie lässt uns an ihren ersten Impressionen nach der Ankunft in Port-au-Prince teilhaben: „Vom Flugzeug aus den Ozean überblickend, entdecken wir die Küsten Haitis; die Grenzen sind gut sichtbar. Das Land ist recht grün, obwohl der Wald beinahe vollständig abgeholzt ist. Port-au-Prince ist riesig. „The Land of blue flowers – das Land der blauen Blumen“, sagt mir meine Nachbarin. Mit den blauen Blumen sind die Zelte gemeint, die temporären Unterkünfte, welche als Notlager für die Obdachlosen dienen. Diese Notlager grenzen sich vom Rest der Stadt ab, eines davon liegt gleich neben dem Flughafen.


Als wir das Flugzeug verlassen, packt uns eine feuchte, fast tropische Hitze. Der Flughafen beschränkt sich auf ein einfaches Betongebäude mit Blechdach. Wir haben das Gefühl, 50 Jahre zurückversetzt worden zu sein. Wir bezahlen für unsere Gepäckwagen zwei haitianische Dollar das sind achtmal weniger als zwei USD. Nach einer langen Wartezeit verlassen wir den Flughafen mit unserem Gepäck, welches von vier Helfern gestossen wird, die wir bezahlen müssen! Während wir zu unserem Haus chauffiert werden, zeigt uns Daniel Mägli die Delmasstrasse, die Hauptschlagader von Portau-Prince. Entlang der Strasse betteln Kinder um Nahrung. Es ist schwer, das Herz nicht zu beklommen werden zu lassen. Wir erblicken auch die vielen Händler, welche die Trottoirs und den Mittelstreifen der Strasse säumen. Wir versuchen, all die praktischen Details aufzunehmen, auf die uns Daniel im Hinblick auf unser Einleben hinweist. Uns fallen die verschiedenfarbigen Häuser der Stadt auf. Gewisse davon sind während des Erdbebens zusammengesackt; die Trümmer der Stockwerke türmen sich aufeinander. Während wir die Szenerie in uns


aufnehmen, erfahren wir erst die Ausmasse des Dramas vom 12. Januar. In unseren ersten Kontakten mit den Menschen, die das Erdbeben überlebt haben, erfahren wir tragische Schicksale, aber auch Zeugnisse der Vorsehung und Bewahrung durch Gott. In den darauffolgenden Tagen beobachten wir unzählige Arbeiter, die mit blossen Händen den Schutt der Häuser, welche neu gebaut werden müssen, abtragen und wegräumen. Berge von Schutt bedecken den Asphalt. Immer am Morgen sind sie aber verschwunden. Im Angesicht dieser Schwerstarbeit ändert sich unsere westliche Sichtweise. Ja, die Arbeit geht nur langsam voran, aber sie wird gemacht. In Haiti lernen wir Durchhaltevermögen und Geduld.“ Christine Volet


Wie die Arbeit der Ameisen

Von der Heilsarmee Schweiz finanzierte Wiederaufbauprojekte

Major Jean Volet ist Immobilienverantwortlicher im Bereich Wiederaufbau und Entwicklung in Haiti. Er schildert uns die Herausforderungen, die seine neue Arbeit mit sich bringt:

Das verheerende Erdbeben hat in Haiti schwerwiegende Verwüstungen der Infrastruktur in den betroffenen Gebieten hinterlassen, so auch an zahlreichen Schulen des Landes. Dies führte zu einem zusätzlichen Druck auf das bereits schwache Bildungssystem, denn bereits vor dem Erdbeben konnten etwa 1/3 der Kinder Haitis keine Schule besuchen. Die Heilsarmee Schweiz finanziert an 40 Heilsarmeeschulen die nötigen Reparaturen oder, wo nötig, den Wiederaufbau. Das Programm beinhaltet zudem die Weiterbildung für die Schulleitungen und sichert die Instandhaltung der Schulen.

„Am 12. Januar 2010 wurde das Land im wahrsten Sinne des Wortes durchgeschüttelt. Seither funktioniert alles nur langsam. Die Verwaltung des Landes musste umplatziert werden, viele Büros sind in Provisorien untergebracht, ein Grundbuchregister ist sozusagen inexistent. In diesem Kontext versuche ich, die Herausforderungen meiner neuen Aufgabe als Immobilienverantwortlicher im Bereich der Wiederaufbauprojekte der Heilsarmee in Haiti wahrzunehmen. Diese Arbeit umfasst, das Ausmass der Zerstörungen unserer Immobilien wie Säle, Offizierswohnungen, Gesundheitszentren und vor allem der 40 Heilsarmeeschulen zu evaluieren. Auch die Baustellen des Wiederaufbaus müssen verwaltet werden. In Port-au-Prince werden beispielsweise bald die provisorischen Klassenzimmer unserer grössten Schule „Collège Verena“ für 1 500 Schüler und Schülerinnen gebaut, damit die Durchführung des Schuljahres bis zum Neubau des Schulkomplexes sichergestellt werden kann.

Ein weiteres von der Heilsarmee Schweiz finanziertes Programm beinhaltet die emotionale und soziale Unterstützung von Kindern und Jugendlichen nach dem Erdbeben. Verschiedene Freizeitaktivitäten wie Musikunterricht, Sport oder jährlich stattfindende Kinderlager sollen den Kindern und Jugendlichen helfen, dieses traumatische Erlebnis zu verarbeiten. Professionelle Unterstützung und starke lokale Zusammenarbeit zeichnet dieses Programm der Heilsarmee aus. Es hilft mit, eine Lücke in der Betreuung von Jugendlichen zu schliessen.

Nicht weit davon entfernt befindet sich ein grosses Notlager mit über 4 000 Personen, welches von der Heilsarmee verwaltet und betreut wird. Es ist eine schwierige Aufgabe, für so viele Personen befriedigende Lösungen zu finden: Werden wir diesen Menschen, die ihr Zuhause verloren haben, helfen können, ihr Haus zu reparieren oder neu zu bauen? Nebst den Familien, die beim Erdbeben ihr Zuhause verloren haben, leben dort auch Flüchtlinge, die schon vor dem Erdbeben nichts hatten. Sie haben keinen Grund, ihre zerbrechliche Unterkunft im Notlager zu verlassen. Unter diesen Umständen ist es schwierig, zu verhindern, dass die Notlager in Port-au-Prince zu Armenvierteln werden. Die Zusammenarbeit mit unseren haitianischen Kollegen und das Profitieren von ihren Kenntnissen des Landes spielt dabei eine wichtige Rolle.

Mit diesen beiden Programmen unterstützt die Heilsarmee die haitianische Regierung in ihrem Vorhaben, Schulbildung für alle und die Betreuung und Begleitung von traumatisierten Kindern und Jugendlichen zu garantieren. Den Spendern und Spenderinnen, die diese Hilfe möglich machen, danken wir an dieser Stelle ganz herzlich. Fernanda Hofer

Projektverantwortliche für Mittel- und Südamerika sowie Karibik

Mir kommt es wie die Arbeit der Ameisen vor: Sie geht zwar langsam, aber sicher voran: eine ganz praktische Art, an Gottes Reich zu bauen. Nachdem ich nun bereits einige Wochen hier in Port-au-Prince verbracht habe, verstehe ich erst den Rat, den mir eine Lehrerin bei unserer Ankunft gegeben hat: ‚Setze dir pro Tag drei Ziele und wenn zwei davon erreicht werden, ist das bereits ein Erfolg!‘“

 Spenden zu Gunsten der Aufbauhilfe in Haiti können weiterhin auf das Konto 30-6709-1 mit dem Vermerk „Erdbeben Haiti“ getätigt werden.

Jean Volet

„Majorin, ich möchte die Schule besuchen“ Majorin Sylvaine Mägli ist Schweizerin und arbeitet mit ihrem Mann Daniel seit Oktober 2009 in Haiti. Sie ist Direktorin der Schule „Collège Verena“ in Port-au-Prince. Täglich begegnen ihr Menschen in Not. An einer dieser Begegnungen lässt sie uns teilhaben. „Wenn ich jeweils durch das Schulgelände gehe, ob während oder ausserhalb der Schulzeit, verpassen die Kinder, die dort herumhängen, die Gelegenheit nicht, um mir nachzurennen: „Majo, Majo! Ich habe Hunger! Ich habe keine Schuhe! Ich habe keine Kleider …“. Um sicherzustellen, dass diese Gruppe Kinder nicht zu einer grossen Menge wird, tue ich jeweils so, als würde ich sie nicht hören. An einem Morgen jedoch kommt ein Kind zu mir, welches ich noch nie gesehen habe. Mit einem Ohr höre ich diesmal nicht die normalen „Ich habe keine Schuhe! Ich habe Hunger!“-Worte. Stattdessen höre ich den Jungen rufen: „Majorin, ich möchte die Schule besuchen“. Er ist rund 10 Jahre alt, vielleicht auch älter. Ich halte an und höre nun mit beiden Ohren: „Majorin, wenn ich all diese Kinder in Uniform sehe, die die Schule besuchen können, werde ich sehr traurig. Ich würde auch gerne zur Schule gehen.“ (Wie ist es eigentlich möglich, dass auch Menschen, die ich nicht kenne, wissen, dass ich eine Majorin bin?)

Ich beginne ein Gespräch, um verstehen zu können, wie er lebt. Während des Erdbebens wurde seine Schule zerstört und wie in vielen anderen Schulen wurde nichts unternommen, um den Unterricht wieder aufzunehmen. Bis heute konnte Sébastien nicht wieder in seine Klasse zurückkehren. Er wohnt seit dem Erdbeben im von der Heilsarmee betreuten Notlager auf dem Fussballplatz hinter unserem Schulgelände. Dort hat er eine Unterkunft, welche er mit seiner Mutter, seinem Grossvater und seinen drei Brüdern und Schwestern teilt. Glücklicherweise ist auch ein grosses Bett vorhanden. Da jedoch nicht alle sechs darauf Platz haben, schläft Sébastien am Boden.

Jeden Tag kommt er wieder. Als ich seine Ausdauer sehe, frage ich ein junges Mädchen, ihn als Gegenleistung für das Schulgeld, das ich für sie bezahlt habe, zu unterrichten. Jeden Morgen kommt Sébastien mit einem grossen Lächeln in seine „Schule“, die Augen leuchten vor Freude. Im September hat er dann die Prüfung leider nicht bestanden, um in unserem Collège aufgenommen zu werden. Ich melde ihn in einer anderen Schule an, nehme aber seinen jüngeren Bruder bei uns auf (beim Kleinen zum Glück ohne Test möglich)! Heute besucht mich Sébastien ganz stolz in seiner neuen Uniform und präsentiert mir alle seine neuen Bücher. Zwei weitere Kinder, die sich über ihr Recht auf Bildung freuen können!“ Sylvaine Mägli

Welche Not ist in den Augen dieses Kindes zu sehen, aber auch welche Hoffnung! Ich nehme ihn in mein Büro. Im Lager finde ich ein Heft, einen Bleistift und ein altes Schulbuch. In einer Ecke beginnt er zu arbeiten.

 Spenden zu Gunsten der Arbeit der Mitarbeitenden in Übersee können mit dem Vermerk „Arbeitskonto + Name der Person“ auf das Missionskonto 30-6709-1 getätigt werden.


Wie die Arbeit der Ameisen

Von der Heilsarmee Schweiz finanzierte Wiederaufbauprojekte

Major Jean Volet ist Immobilienverantwortlicher im Bereich Wiederaufbau und Entwicklung in Haiti. Er schildert uns die Herausforderungen, die seine neue Arbeit mit sich bringt:

Das verheerende Erdbeben hat in Haiti schwerwiegende Verwüstungen der Infrastruktur in den betroffenen Gebieten hinterlassen, so auch an zahlreichen Schulen des Landes. Dies führte zu einem zusätzlichen Druck auf das bereits schwache Bildungssystem, denn bereits vor dem Erdbeben konnten etwa 1/3 der Kinder Haitis keine Schule besuchen. Die Heilsarmee Schweiz finanziert an 40 Heilsarmeeschulen die nötigen Reparaturen oder, wo nötig, den Wiederaufbau. Das Programm beinhaltet zudem die Weiterbildung für die Schulleitungen und sichert die Instandhaltung der Schulen.

„Am 12. Januar 2010 wurde das Land im wahrsten Sinne des Wortes durchgeschüttelt. Seither funktioniert alles nur langsam. Die Verwaltung des Landes musste umplatziert werden, viele Büros sind in Provisorien untergebracht, ein Grundbuchregister ist sozusagen inexistent. In diesem Kontext versuche ich, die Herausforderungen meiner neuen Aufgabe als Immobilienverantwortlicher im Bereich der Wiederaufbauprojekte der Heilsarmee in Haiti wahrzunehmen. Diese Arbeit umfasst, das Ausmass der Zerstörungen unserer Immobilien wie Säle, Offizierswohnungen, Gesundheitszentren und vor allem der 40 Heilsarmeeschulen zu evaluieren. Auch die Baustellen des Wiederaufbaus müssen verwaltet werden. In Port-au-Prince werden beispielsweise bald die provisorischen Klassenzimmer unserer grössten Schule „Collège Verena“ für 1 500 Schüler und Schülerinnen gebaut, damit die Durchführung des Schuljahres bis zum Neubau des Schulkomplexes sichergestellt werden kann.

Ein weiteres von der Heilsarmee Schweiz finanziertes Programm beinhaltet die emotionale und soziale Unterstützung von Kindern und Jugendlichen nach dem Erdbeben. Verschiedene Freizeitaktivitäten wie Musikunterricht, Sport oder jährlich stattfindende Kinderlager sollen den Kindern und Jugendlichen helfen, dieses traumatische Erlebnis zu verarbeiten. Professionelle Unterstützung und starke lokale Zusammenarbeit zeichnet dieses Programm der Heilsarmee aus. Es hilft mit, eine Lücke in der Betreuung von Jugendlichen zu schliessen.

Nicht weit davon entfernt befindet sich ein grosses Notlager mit über 4 000 Personen, welches von der Heilsarmee verwaltet und betreut wird. Es ist eine schwierige Aufgabe, für so viele Personen befriedigende Lösungen zu finden: Werden wir diesen Menschen, die ihr Zuhause verloren haben, helfen können, ihr Haus zu reparieren oder neu zu bauen? Nebst den Familien, die beim Erdbeben ihr Zuhause verloren haben, leben dort auch Flüchtlinge, die schon vor dem Erdbeben nichts hatten. Sie haben keinen Grund, ihre zerbrechliche Unterkunft im Notlager zu verlassen. Unter diesen Umständen ist es schwierig, zu verhindern, dass die Notlager in Port-au-Prince zu Armenvierteln werden. Die Zusammenarbeit mit unseren haitianischen Kollegen und das Profitieren von ihren Kenntnissen des Landes spielt dabei eine wichtige Rolle.

Mit diesen beiden Programmen unterstützt die Heilsarmee die haitianische Regierung in ihrem Vorhaben, Schulbildung für alle und die Betreuung und Begleitung von traumatisierten Kindern und Jugendlichen zu garantieren. Den Spendern und Spenderinnen, die diese Hilfe möglich machen, danken wir an dieser Stelle ganz herzlich. Fernanda Hofer

Projektverantwortliche für Mittel- und Südamerika sowie Karibik

Mir kommt es wie die Arbeit der Ameisen vor: Sie geht zwar langsam, aber sicher voran: eine ganz praktische Art, an Gottes Reich zu bauen. Nachdem ich nun bereits einige Wochen hier in Port-au-Prince verbracht habe, verstehe ich erst den Rat, den mir eine Lehrerin bei unserer Ankunft gegeben hat: ‚Setze dir pro Tag drei Ziele und wenn zwei davon erreicht werden, ist das bereits ein Erfolg!‘“

 Spenden zu Gunsten der Aufbauhilfe in Haiti können weiterhin auf das Konto 30-6709-1 mit dem Vermerk „Erdbeben Haiti“ getätigt werden.

Jean Volet

„Majorin, ich möchte die Schule besuchen“ Majorin Sylvaine Mägli ist Schweizerin und arbeitet mit ihrem Mann Daniel seit Oktober 2009 in Haiti. Sie ist Direktorin der Schule „Collège Verena“ in Port-au-Prince. Täglich begegnen ihr Menschen in Not. An einer dieser Begegnungen lässt sie uns teilhaben. „Wenn ich jeweils durch das Schulgelände gehe, ob während oder ausserhalb der Schulzeit, verpassen die Kinder, die dort herumhängen, die Gelegenheit nicht, um mir nachzurennen: „Majo, Majo! Ich habe Hunger! Ich habe keine Schuhe! Ich habe keine Kleider …“. Um sicherzustellen, dass diese Gruppe Kinder nicht zu einer grossen Menge wird, tue ich jeweils so, als würde ich sie nicht hören. An einem Morgen jedoch kommt ein Kind zu mir, welches ich noch nie gesehen habe. Mit einem Ohr höre ich diesmal nicht die normalen „Ich habe keine Schuhe! Ich habe Hunger!“-Worte. Stattdessen höre ich den Jungen rufen: „Majorin, ich möchte die Schule besuchen“. Er ist rund 10 Jahre alt, vielleicht auch älter. Ich halte an und höre nun mit beiden Ohren: „Majorin, wenn ich all diese Kinder in Uniform sehe, die die Schule besuchen können, werde ich sehr traurig. Ich würde auch gerne zur Schule gehen.“ (Wie ist es eigentlich möglich, dass auch Menschen, die ich nicht kenne, wissen, dass ich eine Majorin bin?)

Ich beginne ein Gespräch, um verstehen zu können, wie er lebt. Während des Erdbebens wurde seine Schule zerstört und wie in vielen anderen Schulen wurde nichts unternommen, um den Unterricht wieder aufzunehmen. Bis heute konnte Sébastien nicht wieder in seine Klasse zurückkehren. Er wohnt seit dem Erdbeben im von der Heilsarmee betreuten Notlager auf dem Fussballplatz hinter unserem Schulgelände. Dort hat er eine Unterkunft, welche er mit seiner Mutter, seinem Grossvater und seinen drei Brüdern und Schwestern teilt. Glücklicherweise ist auch ein grosses Bett vorhanden. Da jedoch nicht alle sechs darauf Platz haben, schläft Sébastien am Boden.

Jeden Tag kommt er wieder. Als ich seine Ausdauer sehe, frage ich ein junges Mädchen, ihn als Gegenleistung für das Schulgeld, das ich für sie bezahlt habe, zu unterrichten. Jeden Morgen kommt Sébastien mit einem grossen Lächeln in seine „Schule“, die Augen leuchten vor Freude. Im September hat er dann die Prüfung leider nicht bestanden, um in unserem Collège aufgenommen zu werden. Ich melde ihn in einer anderen Schule an, nehme aber seinen jüngeren Bruder bei uns auf (beim Kleinen zum Glück ohne Test möglich)! Heute besucht mich Sébastien ganz stolz in seiner neuen Uniform und präsentiert mir alle seine neuen Bücher. Zwei weitere Kinder, die sich über ihr Recht auf Bildung freuen können!“ Sylvaine Mägli

Welche Not ist in den Augen dieses Kindes zu sehen, aber auch welche Hoffnung! Ich nehme ihn in mein Büro. Im Lager finde ich ein Heft, einen Bleistift und ein altes Schulbuch. In einer Ecke beginnt er zu arbeiten.

 Spenden zu Gunsten der Arbeit der Mitarbeitenden in Übersee können mit dem Vermerk „Arbeitskonto + Name der Person“ auf das Missionskonto 30-6709-1 getätigt werden.


Wie die Arbeit der Ameisen

Von der Heilsarmee Schweiz finanzierte Wiederaufbauprojekte

Major Jean Volet ist Immobilienverantwortlicher im Bereich Wiederaufbau und Entwicklung in Haiti. Er schildert uns die Herausforderungen, die seine neue Arbeit mit sich bringt:

Das verheerende Erdbeben hat in Haiti schwerwiegende Verwüstungen der Infrastruktur in den betroffenen Gebieten hinterlassen, so auch an zahlreichen Schulen des Landes. Dies führte zu einem zusätzlichen Druck auf das bereits schwache Bildungssystem, denn bereits vor dem Erdbeben konnten etwa 1/3 der Kinder Haitis keine Schule besuchen. Die Heilsarmee Schweiz finanziert an 40 Heilsarmeeschulen die nötigen Reparaturen oder, wo nötig, den Wiederaufbau. Das Programm beinhaltet zudem die Weiterbildung für die Schulleitungen und sichert die Instandhaltung der Schulen.

„Am 12. Januar 2010 wurde das Land im wahrsten Sinne des Wortes durchgeschüttelt. Seither funktioniert alles nur langsam. Die Verwaltung des Landes musste umplatziert werden, viele Büros sind in Provisorien untergebracht, ein Grundbuchregister ist sozusagen inexistent. In diesem Kontext versuche ich, die Herausforderungen meiner neuen Aufgabe als Immobilienverantwortlicher im Bereich der Wiederaufbauprojekte der Heilsarmee in Haiti wahrzunehmen. Diese Arbeit umfasst, das Ausmass der Zerstörungen unserer Immobilien wie Säle, Offizierswohnungen, Gesundheitszentren und vor allem der 40 Heilsarmeeschulen zu evaluieren. Auch die Baustellen des Wiederaufbaus müssen verwaltet werden. In Port-au-Prince werden beispielsweise bald die provisorischen Klassenzimmer unserer grössten Schule „Collège Verena“ für 1 500 Schüler und Schülerinnen gebaut, damit die Durchführung des Schuljahres bis zum Neubau des Schulkomplexes sichergestellt werden kann.

Ein weiteres von der Heilsarmee Schweiz finanziertes Programm beinhaltet die emotionale und soziale Unterstützung von Kindern und Jugendlichen nach dem Erdbeben. Verschiedene Freizeitaktivitäten wie Musikunterricht, Sport oder jährlich stattfindende Kinderlager sollen den Kindern und Jugendlichen helfen, dieses traumatische Erlebnis zu verarbeiten. Professionelle Unterstützung und starke lokale Zusammenarbeit zeichnet dieses Programm der Heilsarmee aus. Es hilft mit, eine Lücke in der Betreuung von Jugendlichen zu schliessen.

Nicht weit davon entfernt befindet sich ein grosses Notlager mit über 4 000 Personen, welches von der Heilsarmee verwaltet und betreut wird. Es ist eine schwierige Aufgabe, für so viele Personen befriedigende Lösungen zu finden: Werden wir diesen Menschen, die ihr Zuhause verloren haben, helfen können, ihr Haus zu reparieren oder neu zu bauen? Nebst den Familien, die beim Erdbeben ihr Zuhause verloren haben, leben dort auch Flüchtlinge, die schon vor dem Erdbeben nichts hatten. Sie haben keinen Grund, ihre zerbrechliche Unterkunft im Notlager zu verlassen. Unter diesen Umständen ist es schwierig, zu verhindern, dass die Notlager in Port-au-Prince zu Armenvierteln werden. Die Zusammenarbeit mit unseren haitianischen Kollegen und das Profitieren von ihren Kenntnissen des Landes spielt dabei eine wichtige Rolle.

Mit diesen beiden Programmen unterstützt die Heilsarmee die haitianische Regierung in ihrem Vorhaben, Schulbildung für alle und die Betreuung und Begleitung von traumatisierten Kindern und Jugendlichen zu garantieren. Den Spendern und Spenderinnen, die diese Hilfe möglich machen, danken wir an dieser Stelle ganz herzlich. Fernanda Hofer

Projektverantwortliche für Mittel- und Südamerika sowie Karibik

Mir kommt es wie die Arbeit der Ameisen vor: Sie geht zwar langsam, aber sicher voran: eine ganz praktische Art, an Gottes Reich zu bauen. Nachdem ich nun bereits einige Wochen hier in Port-au-Prince verbracht habe, verstehe ich erst den Rat, den mir eine Lehrerin bei unserer Ankunft gegeben hat: ‚Setze dir pro Tag drei Ziele und wenn zwei davon erreicht werden, ist das bereits ein Erfolg!‘“

 Spenden zu Gunsten der Aufbauhilfe in Haiti können weiterhin auf das Konto 30-6709-1 mit dem Vermerk „Erdbeben Haiti“ getätigt werden.

Jean Volet

„Majorin, ich möchte die Schule besuchen“ Majorin Sylvaine Mägli ist Schweizerin und arbeitet mit ihrem Mann Daniel seit Oktober 2009 in Haiti. Sie ist Direktorin der Schule „Collège Verena“ in Port-au-Prince. Täglich begegnen ihr Menschen in Not. An einer dieser Begegnungen lässt sie uns teilhaben. „Wenn ich jeweils durch das Schulgelände gehe, ob während oder ausserhalb der Schulzeit, verpassen die Kinder, die dort herumhängen, die Gelegenheit nicht, um mir nachzurennen: „Majo, Majo! Ich habe Hunger! Ich habe keine Schuhe! Ich habe keine Kleider …“. Um sicherzustellen, dass diese Gruppe Kinder nicht zu einer grossen Menge wird, tue ich jeweils so, als würde ich sie nicht hören. An einem Morgen jedoch kommt ein Kind zu mir, welches ich noch nie gesehen habe. Mit einem Ohr höre ich diesmal nicht die normalen „Ich habe keine Schuhe! Ich habe Hunger!“-Worte. Stattdessen höre ich den Jungen rufen: „Majorin, ich möchte die Schule besuchen“. Er ist rund 10 Jahre alt, vielleicht auch älter. Ich halte an und höre nun mit beiden Ohren: „Majorin, wenn ich all diese Kinder in Uniform sehe, die die Schule besuchen können, werde ich sehr traurig. Ich würde auch gerne zur Schule gehen.“ (Wie ist es eigentlich möglich, dass auch Menschen, die ich nicht kenne, wissen, dass ich eine Majorin bin?)

Ich beginne ein Gespräch, um verstehen zu können, wie er lebt. Während des Erdbebens wurde seine Schule zerstört und wie in vielen anderen Schulen wurde nichts unternommen, um den Unterricht wieder aufzunehmen. Bis heute konnte Sébastien nicht wieder in seine Klasse zurückkehren. Er wohnt seit dem Erdbeben im von der Heilsarmee betreuten Notlager auf dem Fussballplatz hinter unserem Schulgelände. Dort hat er eine Unterkunft, welche er mit seiner Mutter, seinem Grossvater und seinen drei Brüdern und Schwestern teilt. Glücklicherweise ist auch ein grosses Bett vorhanden. Da jedoch nicht alle sechs darauf Platz haben, schläft Sébastien am Boden.

Jeden Tag kommt er wieder. Als ich seine Ausdauer sehe, frage ich ein junges Mädchen, ihn als Gegenleistung für das Schulgeld, das ich für sie bezahlt habe, zu unterrichten. Jeden Morgen kommt Sébastien mit einem grossen Lächeln in seine „Schule“, die Augen leuchten vor Freude. Im September hat er dann die Prüfung leider nicht bestanden, um in unserem Collège aufgenommen zu werden. Ich melde ihn in einer anderen Schule an, nehme aber seinen jüngeren Bruder bei uns auf (beim Kleinen zum Glück ohne Test möglich)! Heute besucht mich Sébastien ganz stolz in seiner neuen Uniform und präsentiert mir alle seine neuen Bücher. Zwei weitere Kinder, die sich über ihr Recht auf Bildung freuen können!“ Sylvaine Mägli

Welche Not ist in den Augen dieses Kindes zu sehen, aber auch welche Hoffnung! Ich nehme ihn in mein Büro. Im Lager finde ich ein Heft, einen Bleistift und ein altes Schulbuch. In einer Ecke beginnt er zu arbeiten.

 Spenden zu Gunsten der Arbeit der Mitarbeitenden in Übersee können mit dem Vermerk „Arbeitskonto + Name der Person“ auf das Missionskonto 30-6709-1 getätigt werden.


Wie die Arbeit der Ameisen

Von der Heilsarmee Schweiz finanzierte Wiederaufbauprojekte

Major Jean Volet ist Immobilienverantwortlicher im Bereich Wiederaufbau und Entwicklung in Haiti. Er schildert uns die Herausforderungen, die seine neue Arbeit mit sich bringt:

Das verheerende Erdbeben hat in Haiti schwerwiegende Verwüstungen der Infrastruktur in den betroffenen Gebieten hinterlassen, so auch an zahlreichen Schulen des Landes. Dies führte zu einem zusätzlichen Druck auf das bereits schwache Bildungssystem, denn bereits vor dem Erdbeben konnten etwa 1/3 der Kinder Haitis keine Schule besuchen. Die Heilsarmee Schweiz finanziert an 40 Heilsarmeeschulen die nötigen Reparaturen oder, wo nötig, den Wiederaufbau. Das Programm beinhaltet zudem die Weiterbildung für die Schulleitungen und sichert die Instandhaltung der Schulen.

„Am 12. Januar 2010 wurde das Land im wahrsten Sinne des Wortes durchgeschüttelt. Seither funktioniert alles nur langsam. Die Verwaltung des Landes musste umplatziert werden, viele Büros sind in Provisorien untergebracht, ein Grundbuchregister ist sozusagen inexistent. In diesem Kontext versuche ich, die Herausforderungen meiner neuen Aufgabe als Immobilienverantwortlicher im Bereich der Wiederaufbauprojekte der Heilsarmee in Haiti wahrzunehmen. Diese Arbeit umfasst, das Ausmass der Zerstörungen unserer Immobilien wie Säle, Offizierswohnungen, Gesundheitszentren und vor allem der 40 Heilsarmeeschulen zu evaluieren. Auch die Baustellen des Wiederaufbaus müssen verwaltet werden. In Port-au-Prince werden beispielsweise bald die provisorischen Klassenzimmer unserer grössten Schule „Collège Verena“ für 1 500 Schüler und Schülerinnen gebaut, damit die Durchführung des Schuljahres bis zum Neubau des Schulkomplexes sichergestellt werden kann.

Ein weiteres von der Heilsarmee Schweiz finanziertes Programm beinhaltet die emotionale und soziale Unterstützung von Kindern und Jugendlichen nach dem Erdbeben. Verschiedene Freizeitaktivitäten wie Musikunterricht, Sport oder jährlich stattfindende Kinderlager sollen den Kindern und Jugendlichen helfen, dieses traumatische Erlebnis zu verarbeiten. Professionelle Unterstützung und starke lokale Zusammenarbeit zeichnet dieses Programm der Heilsarmee aus. Es hilft mit, eine Lücke in der Betreuung von Jugendlichen zu schliessen.

Nicht weit davon entfernt befindet sich ein grosses Notlager mit über 4 000 Personen, welches von der Heilsarmee verwaltet und betreut wird. Es ist eine schwierige Aufgabe, für so viele Personen befriedigende Lösungen zu finden: Werden wir diesen Menschen, die ihr Zuhause verloren haben, helfen können, ihr Haus zu reparieren oder neu zu bauen? Nebst den Familien, die beim Erdbeben ihr Zuhause verloren haben, leben dort auch Flüchtlinge, die schon vor dem Erdbeben nichts hatten. Sie haben keinen Grund, ihre zerbrechliche Unterkunft im Notlager zu verlassen. Unter diesen Umständen ist es schwierig, zu verhindern, dass die Notlager in Port-au-Prince zu Armenvierteln werden. Die Zusammenarbeit mit unseren haitianischen Kollegen und das Profitieren von ihren Kenntnissen des Landes spielt dabei eine wichtige Rolle.

Mit diesen beiden Programmen unterstützt die Heilsarmee die haitianische Regierung in ihrem Vorhaben, Schulbildung für alle und die Betreuung und Begleitung von traumatisierten Kindern und Jugendlichen zu garantieren. Den Spendern und Spenderinnen, die diese Hilfe möglich machen, danken wir an dieser Stelle ganz herzlich. Fernanda Hofer

Projektverantwortliche für Mittel- und Südamerika sowie Karibik

Mir kommt es wie die Arbeit der Ameisen vor: Sie geht zwar langsam, aber sicher voran: eine ganz praktische Art, an Gottes Reich zu bauen. Nachdem ich nun bereits einige Wochen hier in Port-au-Prince verbracht habe, verstehe ich erst den Rat, den mir eine Lehrerin bei unserer Ankunft gegeben hat: ‚Setze dir pro Tag drei Ziele und wenn zwei davon erreicht werden, ist das bereits ein Erfolg!‘“

 Spenden zu Gunsten der Aufbauhilfe in Haiti können weiterhin auf das Konto 30-6709-1 mit dem Vermerk „Erdbeben Haiti“ getätigt werden.

Jean Volet

„Majorin, ich möchte die Schule besuchen“ Majorin Sylvaine Mägli ist Schweizerin und arbeitet mit ihrem Mann Daniel seit Oktober 2009 in Haiti. Sie ist Direktorin der Schule „Collège Verena“ in Port-au-Prince. Täglich begegnen ihr Menschen in Not. An einer dieser Begegnungen lässt sie uns teilhaben. „Wenn ich jeweils durch das Schulgelände gehe, ob während oder ausserhalb der Schulzeit, verpassen die Kinder, die dort herumhängen, die Gelegenheit nicht, um mir nachzurennen: „Majo, Majo! Ich habe Hunger! Ich habe keine Schuhe! Ich habe keine Kleider …“. Um sicherzustellen, dass diese Gruppe Kinder nicht zu einer grossen Menge wird, tue ich jeweils so, als würde ich sie nicht hören. An einem Morgen jedoch kommt ein Kind zu mir, welches ich noch nie gesehen habe. Mit einem Ohr höre ich diesmal nicht die normalen „Ich habe keine Schuhe! Ich habe Hunger!“-Worte. Stattdessen höre ich den Jungen rufen: „Majorin, ich möchte die Schule besuchen“. Er ist rund 10 Jahre alt, vielleicht auch älter. Ich halte an und höre nun mit beiden Ohren: „Majorin, wenn ich all diese Kinder in Uniform sehe, die die Schule besuchen können, werde ich sehr traurig. Ich würde auch gerne zur Schule gehen.“ (Wie ist es eigentlich möglich, dass auch Menschen, die ich nicht kenne, wissen, dass ich eine Majorin bin?)

Ich beginne ein Gespräch, um verstehen zu können, wie er lebt. Während des Erdbebens wurde seine Schule zerstört und wie in vielen anderen Schulen wurde nichts unternommen, um den Unterricht wieder aufzunehmen. Bis heute konnte Sébastien nicht wieder in seine Klasse zurückkehren. Er wohnt seit dem Erdbeben im von der Heilsarmee betreuten Notlager auf dem Fussballplatz hinter unserem Schulgelände. Dort hat er eine Unterkunft, welche er mit seiner Mutter, seinem Grossvater und seinen drei Brüdern und Schwestern teilt. Glücklicherweise ist auch ein grosses Bett vorhanden. Da jedoch nicht alle sechs darauf Platz haben, schläft Sébastien am Boden.

Jeden Tag kommt er wieder. Als ich seine Ausdauer sehe, frage ich ein junges Mädchen, ihn als Gegenleistung für das Schulgeld, das ich für sie bezahlt habe, zu unterrichten. Jeden Morgen kommt Sébastien mit einem grossen Lächeln in seine „Schule“, die Augen leuchten vor Freude. Im September hat er dann die Prüfung leider nicht bestanden, um in unserem Collège aufgenommen zu werden. Ich melde ihn in einer anderen Schule an, nehme aber seinen jüngeren Bruder bei uns auf (beim Kleinen zum Glück ohne Test möglich)! Heute besucht mich Sébastien ganz stolz in seiner neuen Uniform und präsentiert mir alle seine neuen Bücher. Zwei weitere Kinder, die sich über ihr Recht auf Bildung freuen können!“ Sylvaine Mägli

Welche Not ist in den Augen dieses Kindes zu sehen, aber auch welche Hoffnung! Ich nehme ihn in mein Büro. Im Lager finde ich ein Heft, einen Bleistift und ein altes Schulbuch. In einer Ecke beginnt er zu arbeiten.

 Spenden zu Gunsten der Arbeit der Mitarbeitenden in Übersee können mit dem Vermerk „Arbeitskonto + Name der Person“ auf das Missionskonto 30-6709-1 getätigt werden.


Wie die Arbeit der Ameisen

Von der Heilsarmee Schweiz finanzierte Wiederaufbauprojekte

Major Jean Volet ist Immobilienverantwortlicher im Bereich Wiederaufbau und Entwicklung in Haiti. Er schildert uns die Herausforderungen, die seine neue Arbeit mit sich bringt:

Das verheerende Erdbeben hat in Haiti schwerwiegende Verwüstungen der Infrastruktur in den betroffenen Gebieten hinterlassen, so auch an zahlreichen Schulen des Landes. Dies führte zu einem zusätzlichen Druck auf das bereits schwache Bildungssystem, denn bereits vor dem Erdbeben konnten etwa 1/3 der Kinder Haitis keine Schule besuchen. Die Heilsarmee Schweiz finanziert an 40 Heilsarmeeschulen die nötigen Reparaturen oder, wo nötig, den Wiederaufbau. Das Programm beinhaltet zudem die Weiterbildung für die Schulleitungen und sichert die Instandhaltung der Schulen.

„Am 12. Januar 2010 wurde das Land im wahrsten Sinne des Wortes durchgeschüttelt. Seither funktioniert alles nur langsam. Die Verwaltung des Landes musste umplatziert werden, viele Büros sind in Provisorien untergebracht, ein Grundbuchregister ist sozusagen inexistent. In diesem Kontext versuche ich, die Herausforderungen meiner neuen Aufgabe als Immobilienverantwortlicher im Bereich der Wiederaufbauprojekte der Heilsarmee in Haiti wahrzunehmen. Diese Arbeit umfasst, das Ausmass der Zerstörungen unserer Immobilien wie Säle, Offizierswohnungen, Gesundheitszentren und vor allem der 40 Heilsarmeeschulen zu evaluieren. Auch die Baustellen des Wiederaufbaus müssen verwaltet werden. In Port-au-Prince werden beispielsweise bald die provisorischen Klassenzimmer unserer grössten Schule „Collège Verena“ für 1 500 Schüler und Schülerinnen gebaut, damit die Durchführung des Schuljahres bis zum Neubau des Schulkomplexes sichergestellt werden kann.

Ein weiteres von der Heilsarmee Schweiz finanziertes Programm beinhaltet die emotionale und soziale Unterstützung von Kindern und Jugendlichen nach dem Erdbeben. Verschiedene Freizeitaktivitäten wie Musikunterricht, Sport oder jährlich stattfindende Kinderlager sollen den Kindern und Jugendlichen helfen, dieses traumatische Erlebnis zu verarbeiten. Professionelle Unterstützung und starke lokale Zusammenarbeit zeichnet dieses Programm der Heilsarmee aus. Es hilft mit, eine Lücke in der Betreuung von Jugendlichen zu schliessen.

Nicht weit davon entfernt befindet sich ein grosses Notlager mit über 4 000 Personen, welches von der Heilsarmee verwaltet und betreut wird. Es ist eine schwierige Aufgabe, für so viele Personen befriedigende Lösungen zu finden: Werden wir diesen Menschen, die ihr Zuhause verloren haben, helfen können, ihr Haus zu reparieren oder neu zu bauen? Nebst den Familien, die beim Erdbeben ihr Zuhause verloren haben, leben dort auch Flüchtlinge, die schon vor dem Erdbeben nichts hatten. Sie haben keinen Grund, ihre zerbrechliche Unterkunft im Notlager zu verlassen. Unter diesen Umständen ist es schwierig, zu verhindern, dass die Notlager in Port-au-Prince zu Armenvierteln werden. Die Zusammenarbeit mit unseren haitianischen Kollegen und das Profitieren von ihren Kenntnissen des Landes spielt dabei eine wichtige Rolle.

Mit diesen beiden Programmen unterstützt die Heilsarmee die haitianische Regierung in ihrem Vorhaben, Schulbildung für alle und die Betreuung und Begleitung von traumatisierten Kindern und Jugendlichen zu garantieren. Den Spendern und Spenderinnen, die diese Hilfe möglich machen, danken wir an dieser Stelle ganz herzlich. Fernanda Hofer

Projektverantwortliche für Mittel- und Südamerika sowie Karibik

Mir kommt es wie die Arbeit der Ameisen vor: Sie geht zwar langsam, aber sicher voran: eine ganz praktische Art, an Gottes Reich zu bauen. Nachdem ich nun bereits einige Wochen hier in Port-au-Prince verbracht habe, verstehe ich erst den Rat, den mir eine Lehrerin bei unserer Ankunft gegeben hat: ‚Setze dir pro Tag drei Ziele und wenn zwei davon erreicht werden, ist das bereits ein Erfolg!‘“

 Spenden zu Gunsten der Aufbauhilfe in Haiti können weiterhin auf das Konto 30-6709-1 mit dem Vermerk „Erdbeben Haiti“ getätigt werden.

Jean Volet

„Majorin, ich möchte die Schule besuchen“ Majorin Sylvaine Mägli ist Schweizerin und arbeitet mit ihrem Mann Daniel seit Oktober 2009 in Haiti. Sie ist Direktorin der Schule „Collège Verena“ in Port-au-Prince. Täglich begegnen ihr Menschen in Not. An einer dieser Begegnungen lässt sie uns teilhaben. „Wenn ich jeweils durch das Schulgelände gehe, ob während oder ausserhalb der Schulzeit, verpassen die Kinder, die dort herumhängen, die Gelegenheit nicht, um mir nachzurennen: „Majo, Majo! Ich habe Hunger! Ich habe keine Schuhe! Ich habe keine Kleider …“. Um sicherzustellen, dass diese Gruppe Kinder nicht zu einer grossen Menge wird, tue ich jeweils so, als würde ich sie nicht hören. An einem Morgen jedoch kommt ein Kind zu mir, welches ich noch nie gesehen habe. Mit einem Ohr höre ich diesmal nicht die normalen „Ich habe keine Schuhe! Ich habe Hunger!“-Worte. Stattdessen höre ich den Jungen rufen: „Majorin, ich möchte die Schule besuchen“. Er ist rund 10 Jahre alt, vielleicht auch älter. Ich halte an und höre nun mit beiden Ohren: „Majorin, wenn ich all diese Kinder in Uniform sehe, die die Schule besuchen können, werde ich sehr traurig. Ich würde auch gerne zur Schule gehen.“ (Wie ist es eigentlich möglich, dass auch Menschen, die ich nicht kenne, wissen, dass ich eine Majorin bin?)

Ich beginne ein Gespräch, um verstehen zu können, wie er lebt. Während des Erdbebens wurde seine Schule zerstört und wie in vielen anderen Schulen wurde nichts unternommen, um den Unterricht wieder aufzunehmen. Bis heute konnte Sébastien nicht wieder in seine Klasse zurückkehren. Er wohnt seit dem Erdbeben im von der Heilsarmee betreuten Notlager auf dem Fussballplatz hinter unserem Schulgelände. Dort hat er eine Unterkunft, welche er mit seiner Mutter, seinem Grossvater und seinen drei Brüdern und Schwestern teilt. Glücklicherweise ist auch ein grosses Bett vorhanden. Da jedoch nicht alle sechs darauf Platz haben, schläft Sébastien am Boden.

Jeden Tag kommt er wieder. Als ich seine Ausdauer sehe, frage ich ein junges Mädchen, ihn als Gegenleistung für das Schulgeld, das ich für sie bezahlt habe, zu unterrichten. Jeden Morgen kommt Sébastien mit einem grossen Lächeln in seine „Schule“, die Augen leuchten vor Freude. Im September hat er dann die Prüfung leider nicht bestanden, um in unserem Collège aufgenommen zu werden. Ich melde ihn in einer anderen Schule an, nehme aber seinen jüngeren Bruder bei uns auf (beim Kleinen zum Glück ohne Test möglich)! Heute besucht mich Sébastien ganz stolz in seiner neuen Uniform und präsentiert mir alle seine neuen Bücher. Zwei weitere Kinder, die sich über ihr Recht auf Bildung freuen können!“ Sylvaine Mägli

Welche Not ist in den Augen dieses Kindes zu sehen, aber auch welche Hoffnung! Ich nehme ihn in mein Büro. Im Lager finde ich ein Heft, einen Bleistift und ein altes Schulbuch. In einer Ecke beginnt er zu arbeiten.

 Spenden zu Gunsten der Arbeit der Mitarbeitenden in Übersee können mit dem Vermerk „Arbeitskonto + Name der Person“ auf das Missionskonto 30-6709-1 getätigt werden.


Wie die Arbeit der Ameisen

Von der Heilsarmee Schweiz finanzierte Wiederaufbauprojekte

Major Jean Volet ist Immobilienverantwortlicher im Bereich Wiederaufbau und Entwicklung in Haiti. Er schildert uns die Herausforderungen, die seine neue Arbeit mit sich bringt:

Das verheerende Erdbeben hat in Haiti schwerwiegende Verwüstungen der Infrastruktur in den betroffenen Gebieten hinterlassen, so auch an zahlreichen Schulen des Landes. Dies führte zu einem zusätzlichen Druck auf das bereits schwache Bildungssystem, denn bereits vor dem Erdbeben konnten etwa 1/3 der Kinder Haitis keine Schule besuchen. Die Heilsarmee Schweiz finanziert an 40 Heilsarmeeschulen die nötigen Reparaturen oder, wo nötig, den Wiederaufbau. Das Programm beinhaltet zudem die Weiterbildung für die Schulleitungen und sichert die Instandhaltung der Schulen.

„Am 12. Januar 2010 wurde das Land im wahrsten Sinne des Wortes durchgeschüttelt. Seither funktioniert alles nur langsam. Die Verwaltung des Landes musste umplatziert werden, viele Büros sind in Provisorien untergebracht, ein Grundbuchregister ist sozusagen inexistent. In diesem Kontext versuche ich, die Herausforderungen meiner neuen Aufgabe als Immobilienverantwortlicher im Bereich der Wiederaufbauprojekte der Heilsarmee in Haiti wahrzunehmen. Diese Arbeit umfasst, das Ausmass der Zerstörungen unserer Immobilien wie Säle, Offizierswohnungen, Gesundheitszentren und vor allem der 40 Heilsarmeeschulen zu evaluieren. Auch die Baustellen des Wiederaufbaus müssen verwaltet werden. In Port-au-Prince werden beispielsweise bald die provisorischen Klassenzimmer unserer grössten Schule „Collège Verena“ für 1 500 Schüler und Schülerinnen gebaut, damit die Durchführung des Schuljahres bis zum Neubau des Schulkomplexes sichergestellt werden kann.

Ein weiteres von der Heilsarmee Schweiz finanziertes Programm beinhaltet die emotionale und soziale Unterstützung von Kindern und Jugendlichen nach dem Erdbeben. Verschiedene Freizeitaktivitäten wie Musikunterricht, Sport oder jährlich stattfindende Kinderlager sollen den Kindern und Jugendlichen helfen, dieses traumatische Erlebnis zu verarbeiten. Professionelle Unterstützung und starke lokale Zusammenarbeit zeichnet dieses Programm der Heilsarmee aus. Es hilft mit, eine Lücke in der Betreuung von Jugendlichen zu schliessen.

Nicht weit davon entfernt befindet sich ein grosses Notlager mit über 4 000 Personen, welches von der Heilsarmee verwaltet und betreut wird. Es ist eine schwierige Aufgabe, für so viele Personen befriedigende Lösungen zu finden: Werden wir diesen Menschen, die ihr Zuhause verloren haben, helfen können, ihr Haus zu reparieren oder neu zu bauen? Nebst den Familien, die beim Erdbeben ihr Zuhause verloren haben, leben dort auch Flüchtlinge, die schon vor dem Erdbeben nichts hatten. Sie haben keinen Grund, ihre zerbrechliche Unterkunft im Notlager zu verlassen. Unter diesen Umständen ist es schwierig, zu verhindern, dass die Notlager in Port-au-Prince zu Armenvierteln werden. Die Zusammenarbeit mit unseren haitianischen Kollegen und das Profitieren von ihren Kenntnissen des Landes spielt dabei eine wichtige Rolle.

Mit diesen beiden Programmen unterstützt die Heilsarmee die haitianische Regierung in ihrem Vorhaben, Schulbildung für alle und die Betreuung und Begleitung von traumatisierten Kindern und Jugendlichen zu garantieren. Den Spendern und Spenderinnen, die diese Hilfe möglich machen, danken wir an dieser Stelle ganz herzlich. Fernanda Hofer

Projektverantwortliche für Mittel- und Südamerika sowie Karibik

Mir kommt es wie die Arbeit der Ameisen vor: Sie geht zwar langsam, aber sicher voran: eine ganz praktische Art, an Gottes Reich zu bauen. Nachdem ich nun bereits einige Wochen hier in Port-au-Prince verbracht habe, verstehe ich erst den Rat, den mir eine Lehrerin bei unserer Ankunft gegeben hat: ‚Setze dir pro Tag drei Ziele und wenn zwei davon erreicht werden, ist das bereits ein Erfolg!‘“

 Spenden zu Gunsten der Aufbauhilfe in Haiti können weiterhin auf das Konto 30-6709-1 mit dem Vermerk „Erdbeben Haiti“ getätigt werden.

Jean Volet

„Majorin, ich möchte die Schule besuchen“ Majorin Sylvaine Mägli ist Schweizerin und arbeitet mit ihrem Mann Daniel seit Oktober 2009 in Haiti. Sie ist Direktorin der Schule „Collège Verena“ in Port-au-Prince. Täglich begegnen ihr Menschen in Not. An einer dieser Begegnungen lässt sie uns teilhaben. „Wenn ich jeweils durch das Schulgelände gehe, ob während oder ausserhalb der Schulzeit, verpassen die Kinder, die dort herumhängen, die Gelegenheit nicht, um mir nachzurennen: „Majo, Majo! Ich habe Hunger! Ich habe keine Schuhe! Ich habe keine Kleider …“. Um sicherzustellen, dass diese Gruppe Kinder nicht zu einer grossen Menge wird, tue ich jeweils so, als würde ich sie nicht hören. An einem Morgen jedoch kommt ein Kind zu mir, welches ich noch nie gesehen habe. Mit einem Ohr höre ich diesmal nicht die normalen „Ich habe keine Schuhe! Ich habe Hunger!“-Worte. Stattdessen höre ich den Jungen rufen: „Majorin, ich möchte die Schule besuchen“. Er ist rund 10 Jahre alt, vielleicht auch älter. Ich halte an und höre nun mit beiden Ohren: „Majorin, wenn ich all diese Kinder in Uniform sehe, die die Schule besuchen können, werde ich sehr traurig. Ich würde auch gerne zur Schule gehen.“ (Wie ist es eigentlich möglich, dass auch Menschen, die ich nicht kenne, wissen, dass ich eine Majorin bin?)

Ich beginne ein Gespräch, um verstehen zu können, wie er lebt. Während des Erdbebens wurde seine Schule zerstört und wie in vielen anderen Schulen wurde nichts unternommen, um den Unterricht wieder aufzunehmen. Bis heute konnte Sébastien nicht wieder in seine Klasse zurückkehren. Er wohnt seit dem Erdbeben im von der Heilsarmee betreuten Notlager auf dem Fussballplatz hinter unserem Schulgelände. Dort hat er eine Unterkunft, welche er mit seiner Mutter, seinem Grossvater und seinen drei Brüdern und Schwestern teilt. Glücklicherweise ist auch ein grosses Bett vorhanden. Da jedoch nicht alle sechs darauf Platz haben, schläft Sébastien am Boden.

Jeden Tag kommt er wieder. Als ich seine Ausdauer sehe, frage ich ein junges Mädchen, ihn als Gegenleistung für das Schulgeld, das ich für sie bezahlt habe, zu unterrichten. Jeden Morgen kommt Sébastien mit einem grossen Lächeln in seine „Schule“, die Augen leuchten vor Freude. Im September hat er dann die Prüfung leider nicht bestanden, um in unserem Collège aufgenommen zu werden. Ich melde ihn in einer anderen Schule an, nehme aber seinen jüngeren Bruder bei uns auf (beim Kleinen zum Glück ohne Test möglich)! Heute besucht mich Sébastien ganz stolz in seiner neuen Uniform und präsentiert mir alle seine neuen Bücher. Zwei weitere Kinder, die sich über ihr Recht auf Bildung freuen können!“ Sylvaine Mägli

Welche Not ist in den Augen dieses Kindes zu sehen, aber auch welche Hoffnung! Ich nehme ihn in mein Büro. Im Lager finde ich ein Heft, einen Bleistift und ein altes Schulbuch. In einer Ecke beginnt er zu arbeiten.

 Spenden zu Gunsten der Arbeit der Mitarbeitenden in Übersee können mit dem Vermerk „Arbeitskonto + Name der Person“ auf das Missionskonto 30-6709-1 getätigt werden.


Geschenke, die doppelt Freude bereiten In den Wochen vor Weihnachten stellt sich für viele von uns wieder die Frage, was wir unseren Verwandten und Freunden schenken sollen. Dies ist jedoch vielfach ein nicht ganz einfaches Unterfangen, denn die meisten Menschen leben bei uns im Überfluss. So verstauben viele verschenkte Dinge anschliessend im Regal oder werden umgetauscht. Was also tun, um anderen eine Freude zu bereiten? Überraschen Sie Ihre Verwandten und Freunde mit Geschenken, die doppelt Freude bereiten: Geschenke, die das Leben vieler der ärmsten Menschen in den Ländern des Südens erleichtern, wie zum Beispiel eine neue Toilette, eine Augenoperation, ein Alphabetisierungskurs oder eine Mahlzeit. Nach der Bestellung eines Geschenkes erhalten Sie für Ihre Lieben eine Geschenkkarte und einen Bestätigungsschein. Das eigentliche Geschenk hingegen geht an die Menschen in Armut und Not in den Ländern des Südens. Suchen Sie die Geschenke online unter www.heilsarmee.ch/mission aus oder bestellen Sie das Geschenkheft unter 031 388 06 04. Die Geschenkhefte liegen auch im Korps in Ihrer Nähe auf.

Impressum Herausgeber Redaktion Fotos Layout / Konzept Druck

Stiftung Heilsarmee Schweiz, Mission & Entwicklung Laupenstrasse 5, 3001 Bern, Schweiz Telefon 031 388 05 91, mission@swi.salvationarmy.org Markus Muntwiler, Doris Droz, Thomas Martin Archiv Mission & Entwicklung Thomas Martin / Martin Stucki Grafik, Heimenschwand, msgrafik.ch Jordi AG, Belp

Dieser Newsletter erscheint dreimal jährlich. Postkonto: 30-6709-1 (mit entsprechendem Verwendungszweck)

www.heilsarmee.ch/mission

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