Issuu on Google+

d ialog M o n a t s z e i t s c h r i f t f ü r S a l u t i s t e n u n d F re u n d e d e r H e i l s a r m e e

02/ 2014

Bild: minnepixel_flickr.com

Sehen und gesehen werden Haben Uniform und Freiversammlung ausgedient? Takasa wird zum Vorzeigeprojekt Aus dem Leben der Heilsarmee

4–6 7 7−9


Dialog

Dekokurse in der Brocki

20.3.2014 09.00 & 14.00 24.4.2014 14.00 & 19.00 25.4.2014 14.00 & 19.00 15.5.2014 14.00 & 19.00 5.6.2014 09.00 & 14.00 28.8.2014 14.00 & 19.00 29.8.2014 09.00 & 14.00 16.10.2014 14.00 & 19.00 23.10.2014 14.00 & 19.00 6.11.2014 14.00 & 19.00 Bern, 26. und 27. April 2014 www.trombone-workshop.ch Üben, austauschen, ausprobieren, spielen wie die „Spiritual to the Bones” und eine Konzertaufführung am Heilsarmeekongress in Bulle am 10. Mai – machen Sie mit! Eingeladen sind Posaunisten jeden Alters und jeden Niveaus. Musikalische Leitung: Christoph Liechti Gast: Andrea Bandini, Posaunensolist im Orchestre de la Suisse Romande Lehrer: Mirjam Haldimann, Laurent Demarchi Organisation: Michel Sterckx und PierreJean Sengstag, für die Heilsarmee Music & Gospel Arts Kosten: CHF 50 (CHF 40 für Studierende und Schüler).

Editorial Bild: Heilsarmee-Archiv

Anzeige

Brocki Wöschnau Brocki Berner Oberland Brocki Zürich Brocki Wetzikon Brocki St. Gallen Brocki Genf Brocki Le Lignon Brocki Bern Brocki Kriens Brocki Biel

Eine Heilsarmee, die sich sehen lässt Die Heilsarmee hat sich in der Vergangenheit gerne ins Bewusstsein der Bevölkerung katapultiert, indem sie – im wahrsten Sinne des Wortes – mit Pauken und Trompeten aufgetreten ist. Manch eine(r) vermisst das Selbstbewusstsein, mit dem der öffentliche Raum erobert wurde. Ist die Heilsarmee noch eine „Stadt, die auf einem Berg liegt” und deshalb „nicht verborgen sein” kann (Matthäus 5,14)? Wir fragen Martin Künzi, worin öffentliche Sichtbarkeit besteht und was die Heilsarmee von heute unübersehbar macht (S. 4). Nach wie vor ein einzigartiges Erkennungsmerkmal ist die Uniform. Martina Meyner verrät uns, dass diese bald moderner daherkommt. Wie unterschiedlich ihre Bedeutung wahrgenommen wird, zeigen Kommentare von Korpsoffizieren aus Zürich und dem Arc lémanique (S. 5). Dabei wird klar, dass es am Ende nicht um die Sichtbarkeit der Heilsarmee geht, sondern um den, der sichtbar gemacht werden will. Ob mit oder ohne Uniform – „wenn ihr als Kinder Gottes mitten in dieser verdorbenen und heillosen Welt vorbildlich lebt, werdet ihr unter euren Mitmenschen wie Sterne am Nachthimmel leuchten” (Philipper 2,16). Wer Nöte sieht und darauf reagiert, wird ganz von selbst gesehen!

Anmeldung bis zum 4. April 2014!

Sara Stöcklin

Leitbild der Heilsarmee Die Heilsarmee ist eine internationale Bewegung und Teil der weltweiten christlichen Kirche. Ihre Botschaft gründet auf der Bibel. Ihr Dienst ist motiviert von der Liebe Gottes. Ihr Auftrag ist es, das Evangelium von Jesus Christus zu predigen und menschliche Not ohne Ansehen der Person zu lindern.

2

dialog · Monatszeitschrift der Heilsarmee · Februar 2014


HA-Info

#mySAmoment Sie wissen nicht, was ein „Hashtag” ist? Dann gut aufgepasst – denn Ihre Teilnahme ist gefragt!

wertvollen Moment des Jahres 2013, den Sie im Zusammenhang mit der Heilsarmee erlebt haben.

Wenn einem Wort – wie im Titel dieses Bei- Sie, die weltweite Heilsarmee und Aussen- Und so funktionierts: trags – ein Raute-Symbol (#) vorangestellt stehende ein, Ihre schönsten Heilsarmee- Stellen Sie ein Bild mit einem Kurzkommenist, handelt es sich um einen tar auf Instagram, Facebook Hashtag. Hashtags sind eine oder Twitter und kennzeichnen Neuerfindung des Internets. Sie Sie es mit dem Hashtag #mywerden gebraucht, um Bilder, SAmoment. Sie können uns Texte oder Kommentare einem auch Ihr Bild mit Text (maximal Thema zuzuordnen. Wer zum ein Satz) per E-Mail an redakBeispiel mit seinem Handy ein tion@heilsarmee.ch senden. Foto macht und aufs Internet Schreiben Sie in die Betreffzeile stellt, kann es mit dem beliebten einfach #mySAmoment. Oder Hashtag #photooftheday verseSie lassen uns Ihr Foto ganz hen. Damit kennzeichnet er es klassisch per Post zukomals „Bild des Tages”. Es landet men: Heilsarmee Schweiz, OE nun in einer endlosen FotogaleKommunikation, #mySAmorie von „Bildern des Tages” aus ment, Laupenstrasse 5, 3001 der ganzen Welt, die jeder findet Bern. Einsendeschluss ist der und anschauen kann, der auf 28. Februar 2014. Die besten dem Web nach dem Hashtag Hashtag eines Benutzers von Instagram, vermerkt mit #ESC2013 Momente werden im Internet #mySAmoment #photooftheday sucht. gekürt und in den Jahresbericht aufgenommen! Ich möchte nun Sie, liebe Leserinnen und Momente mit uns zu teilen. Wir haben dafür Martin Künzi Leser, für ein kleines Experiment gewinnen. den Hashtag #mySAmoment (my Salvation Abteilungsleiter Marketing Der Jahresbericht 2013 wird unter dem Army moment; dt: mein Heilsarmee Momartin_kuenzi@heilsarmee.ch Motto „Momente” stehen. Dazu laden wir ment) ausgewählt. Schildern Sie uns einen Offen gesagt

Bilder: Werner Tschan

Sichtbarkeit In den letzten Tagen trug der Föhn dazu bei, dass wir einen aussergewöhnlichen Weitblick hatten. Die Gipfel der Berner Alpen schienen so nahe, dass der Eindruck entstand, Eiger, Mönch und Jungfrau ständen direkt an der Stadtgrenze von Bern. Eine wunderbare Sicht! Nicht nur erfreulich, sondern unverzichtbar ist die gute Sicht auf der Strasse. Seit dem 1. Januar 2014 muss aus Sicherheitsgründen beim Autofahren auch bei Tag das Licht eingeschaltet werden. Sichtbarkeit, sehen und gesehen werden, erhöht die Sicherheit im Verkehr. Doch nicht nur in der Natur oder im Ver-

kehr ist Sichtbarkeit wichtig. Jesus sagt: „Ihr seid das Licht, das die Welt erhellt. Eine Stadt, die hoch auf dem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. Man zündet ja auch keine Öllampe an und stellt sie unter einen Eimer” (Matthäus 5,14-15). Das Licht, das Jesus in uns angezündet hat, leuchtet in diese Welt hinaus. Jesus, der das Licht ist, traut uns zu, seine Lichtträger zu sein! Was für ein Vorrecht, aber gleichzeitig: welche Verantwortung! Unser ganzes Sein ist gefordert.

Paulus: „Deshalb lassen wir uns von dem, was uns zurzeit so sichtbar bedrängt, nicht ablenken, sondern wir richten unseren Blick auf Gottes neue Welt, auch wenn sie noch unsichtbar ist. Denn das Sichtbare vergeht, doch das Unsichtbare bleibt ewig” (2. Korinther 4,18).

Der Kirchenvater Augustin hat es auf den Punkt gebracht: „Was du in anderen entzünden willst, muss in dir selber brennen.” Wenn wir unseren Auftrag ernst nehmen wollen, können wir uns keinen Stromunterbruch leisten, denn wir sind nur Licht, weil ER in uns Licht ist. „Nicht das Wachs ist wichtig bei der Kerze, sondern das Licht” (Antoine de Saint-Exupéry).

Als Salutisten und Mitglieder der Heilsarmee sind wir durch das Tragen der Uniform oder eines Erkennungszeichens besonders sichtbar. Dies öffnet oft Türen und Möglichkeiten, von der Grösse und Treue unseres Erlösers zu zeugen. Dort, wo wir als Christen sichtbar sind, wird Jesus sichtbar!

Wenn die Dunkelheit der Welt, in der wir leben, immer „sichtbarer” wird, lehrt uns

Kommissäre Franz und Hanny Boschung Territorialleiter franz_boschung@heilsarmee.ch hanny_boschung@heilsarmee.ch

dialog · Monatszeitschrift der Heilsarmee · Februar 2014

3


Dossier: Sehen und gesehen werden

„Um sichtbar zu sein, müssen wir provozieren”

Sergeant Martin Künzi, Sie sind für das Marketing der Heilsarmee Schweiz verantwortlich. Was kommt Ihnen beim Stichwort Sichtbarkeit in den Sinn? Martin Künzi: Zuallererst natürlich die Uniform. Ausserdem wissen wir, dass auch das Redshield in der Öffentlichkeit – etwa bei den Spendern – sehr bekannt ist. Es wird als Gütesiegel wahrgenommen. Ich denke aber auch an gewisse Probleme, die das Sichtbarsein mit sich bringt. Unsere Topfkollekte in der Weihnachtszeit vermittelt der Bevölkerung den Eindruck, dass wir nur im Dezember aktiv sind. Was können wir tun, um auch während dem Rest des Jahres sichtbar zu sein? M.K.: Ich glaube, um sichtbar zu sein, muss man provozieren – anders sein. Mit dem Eurovision Song-Projekt begaben wir uns dorthin, wo man uns nicht erwartete. Wenn wir aus Gewohnheiten heraustreten, profitieren wir von einem Überraschungseffekt. William Booth provozierte von Anfang an – zum Beispiel, indem er in einem Feldzug mit Autos von einem Ort zum andern fuhr, als sich noch kaum jemand ein Auto leisten konnte. Riskiert die Heilsarmee nicht, mit solchen Provokationen ihr eigentliches Ziel aus den Augen zu verlieren? M.K.: Provokation soll nicht Selbstzweck sein. Wenn die Öffentlichkeit auf uns aufmerksam wird, weil wir überraschende Mittel einsetzen, können wir unsere Botschaft vermitteln und unser Ziel erklären, das nach wie vor auf dem Motto „Suppe, Seife, Seelenheil” basiert. Wir müssen es aber zeitgemäss leben.

sind, ist die Wirtschaftsmission nicht zu veraltet. Aber wir erreichen kirchenferne Menschen auch anders, durch den BabySong, Jugendlager oder das Internet – und ganz besonders in unserem persönlichen Umfeld. Generalin Linda Bond sagte in einem Interview, das Internet sei die Strasse von heute. Riskieren wir nicht, unser Publikum zu verlieren, wenn es die Heilsarmee aufgrund starker Erneuerungen nicht mehr wiedererkennt? M.K.: Die Heilsarmee braucht kein Publikum. Sie muss Vertrauen schaffen und für die Anliegen von Menschen aufmerksam sein, denen sie begegnet. Die Heilsarmee hat sich immer entwickelt – sonst gäbe es sie heute nicht mehr. Wir sollten diese Fähigkeit beibehalten und bewusst fördern. Die Sichtbarkeit hilft uns dabei. Wenn wir bewährte und (!) junge Angebote mit „Heilsarmee” anschreiben, werden wir als zeitgemässe Organisation wahrgenommen. Das zeitlose Redshield eignet sich zur Kennzeichnung unserer Angebote. Möchten Sie noch etwas hinzufügen? M.K.: Als Mitglieder, Mitarbeitende und Sympathieträger der Heilsarmee tragen wir alle ganz persönlich Verantwortung. Da wo du bist, bist du die Heilsarmee. Nichts ist besser sichtbar als Christen, die leben, was sie glauben.

Sind Aktionen wie die Wirtschaftsmission zu veraltet, um weitergeführt zu werden? M.K.: Wir müssen uns über unsere Aufgabe im Klaren sein. Wo befinden sich die Menschen, die wir erreichen wollen? Wenn sie in den Wirtschaften zu finden

4

Bilder: Heilsarmee-Shop

Bild: Werner Tschan

Der Auftrag der Heilsarmee besteht darin, das Evangelium von Jesus Christus zu verkünden und menschliche Not zu lindern. Um ihn erfüllen zu können, muss die Heilsarmee sichtbar sein. Was beinhaltet diese Sichtbarkeit für Martin Künzi?

dialog · Monatszeitschrift der Heilsarmee · Februar 2014

Fragen: Sébastien Goetschmann

„Ich bin überzeugt, dass wir als Armee erkennbar bleiben müssen, denn unsere Sichtbarkeit öffnet uns einzigartige Möglichkeiten. Sichtbarkeit ist für mich nicht verhandelbar. Wenn wir alle in zivile Kleidung verschwinden und zu Gottes Geheimdienst würden – welchen Einfluss hätten wir dann noch?” General André Cox im Gespräch mit Major Jane Kimberly (Quelle: Salvationist, 4.1.2014)

Martina Meyner präsentiert die neue Uniform mit Hose für die Frau (siehe Beitrag rechts).

���


���

Bild: zVg

Major Ernst Bourquin Korps Zürich Zentral „In Uniform werden wir wahrgenommen” Durch meine Kleiderwahl bin ich in der Öffentlichkeit als Mitglied der Heilsarmee zu erkennen. Viele Variationen stehen mir zur Verfügung – ich habe sie fast alle durchgespielt. Maj. Ernest Bourquin, Leider ist die offiziKorps Zürich Zentral. elle Uniform leicht zu verwechseln. Ich wurde darin schon als Bahnangestellter, Polizist oder anderer uniformierter Beamte angesprochen. Es fehlt das Wort Heilsarmee, wie es im Redshield steht. Die roten Halstücher hingegen, die während der Topfkollekte überall in der Stadt zu sehen waren, trugen bestens zur Sichtbarkeit unserer Armee bei. Als aufgestellte, fröhliche Menschen wurden wir wahrgenommen.

Wir Salutisten laden gerne Aussenstehende zu unseren Gottesdiensten ein. Es ist uns völlig klar, dass unsere Veranstaltungen öffentlich sind. Dass dies aber nicht für alle selbstverständlich ist, beweist die Bemerkung einer Besucherin, die beim Saaleingang zögernd fragte: „Wird man denn da auch ohne Uniform eingelassen?” Wie gut, dass sie nicht die Einzige ohne Uniform war. Sonst wäre statt der Heilsarmee die Öffentlichkeit nicht mehr sichtbar gewesen!

Leutnantin Sophie Tschantz Korps l’Arc lémanique „Die Heilsarmee wird durch unsere Projekte sichtbar” Unserem Korps liegt die Nähe zu den Menschen am Herzen. Verschiedene Projekte und Anlässe sind in der Region entstanden, um der Bevölkerung zu begegnen und in ungewohnter Weise aufzutreten. So hat die Jugendgruppe Kinder von Familien, welche während des Jahres vom Sozialbüro unterstützt werden, an Weihnachten mit Geschenken überrascht. Zu unseren Abendgottesdiensten laden

wir aussenstehende Musiker und Bands ein und binden sie in das Programm ein. Im Anschluss an den Gottesdienst fördert ein reichhaltiger Imbiss die Kontaktfreudigkeit unter den Gästen. Wir beteiligen uns auch gerne an Veranstaltungen der Stadt wie „Morges bouge” (Morges bewegt sich). In unseren roten T-Shirts und dem Logo der Heilsarmee mischen wir uns im Zentrum mutig und fröhlich unter die Bevölkerung. Aktionen wie diese bieten Gelegenheit, zu zeigen, wer wir sind und was wir als Heilsarmee tun. Ob wir dabei die Uniform tragen, ist nebensächlich. Bild: Journal «La Côte» / Audrey Piguet

Braucht es die Uniform, um die Heilsarmee in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen?

Lt. Sophie Tschantz, Korps l’Arc lémanique.

Uniformiert mit neuer Qualität Lang ersehnt, genehmigt und nun erhältlich – die neue Uniform ist da! Was wäre die Heilsarmee ohne Uniform? Die Uniform trägt wesentlich zum Bekanntheitsgrad und der Akzeptanz der Heilsarmee in unserer Gesellschaft bei. Sie ist sichtbares Bekenntnis für den gelebten Glauben ihrer Mitglieder. Aber kann eine Uniform auch alltagstauglich, bequem, pflegeleicht, modisch, ab Stange und passend sein – und noch dazu günstig? Sie kann! Die Vorfreude auf die neue Uniform ist berechtigt. Noch immer handelt es sich um eine klassische, blaue Heilsarmeeuniform. Aber kleine Erneuerungen machen den grossen Unterschied. Mit ein paar Knöpfen weniger und etwas modernerem Schnitt besticht sie nicht nur durch Qualität, sondern garantiert die Freude am Tragen. Zum einen machen der zeitgemässe Schnitt

und insbesondere die lang ersehnte Hose für die Frau die Uniform alltagstauglicher. Ober- und Unterteile können individuell und grössenunabhängig zusammengestellt werden. Zum anderen bietet die Qualität des Stoffes hohen Tragekomfort und vereinfacht die Pflege enorm. Dies ist dem Materialmix (54% Polyester, 44% Schurwolle, 2% Lycra) zu verdanken. Für alle, denen bisher keine Uniform ab Stange passte, lohnt es sich, einen neuen Anlauf zu wagen! Dank der Zusammenarbeit mit der Firma Jacob Weil Corporate Wear, welche für das Design und die Produktion der neuen Uniformen verantwortlich zeichnet, wird der Kauf einer neuen Uniform enorm erleichtert. Neu können nicht nur im

Heilsarmee-Shop in Bern, sondern auch in den Läden der Jacob Weil AG in Zürich und Genf Uniformen anprobiert und auf Mass angepasst werden (Voranmeldung erwünscht). Epauletten und Spiegel werden direkt aufgenäht, und der Kunde erhält die fixfertige Uniform zugestellt. Martina Meyner Leiterin Shop

Eine komplette Uniform (Ober- und Unterteil, Epauletten und Spiegel) inkl. Anpassungen ist zum Gesamtpreis von CHF 389.– erhältlich. Die neuen Uniformen sind ab Ende April im Heilsarmee-Shop erhältlich: heilsarmee.ch/shop

dialog · Monatszeitschrift der Heilsarmee · Februar 2014

5


Dossier: Sehen und gesehen werden

„Wir bleiben präsent!”

Die Freiversammlung, eine Pionierleistung

Aus sicherer Distanz beobachtet eine Frau die uniformierten Männer und Frauen, die sich an der „Loeb-Ecke” in Bern versammeln. Sie lauscht ihren Liedern und hört aufmerksam zu, wenn einer von ihnen in kurzen Sätzen die Nähe Gottes beschreibt, die er in einer besonderen Herausforderung erlebt hat. Immer wieder kommt die Frau an die Freiversammlungen, die alle zwei Wochen stattfinden – und findet schliesslich ihren Weg ins Korps Bern, dessen Freundeskreis sie heute angehört. Dieses Beispiel hat Korpsoffizier Markus Walzer ermutigt. Als er mit seiner Frau ins Korps Bern kam, war er nicht sicher, ob Freiversammlungen heute noch sinnvoll sind. Erst die Erfahrungen an der „LoebEcke” haben ihn überzeugt. Natürlich erfährt er nur selten, was der öffentliche Auftritt bei den Passanten bewirkt, die stehen bleiben. Aber er führt immer wieder gute Gespräche – etwa mit einem jungen Mann aus der Ostschweiz, der in einer tiefen Lebenskrise steckte und für sich beten liess. Dankbar, das Netzwerk der Heilsarmee nutzen zu können, verwies ihn Markus an den Offizier in St. Gallen. Der Korpsoffizier stellt auch fest, dass es an Freiversammlungen erstaunlich leicht ist, den Trialog und andere Schriften an den Mann (und die Frau) zu bringen. Gerade Muslime nehmen gerne eine Bibel entgegen. Anders waren die Erfahrungen bei der Wirtschaftsmission, die vor zwei Jahren aufgegeben wurde. Ihr folgte eine Mitarbeit an der übergemeindlichen Evangelisationsplattform „netzwerkbärn”, an dessen Strasseneinsätzen sich Mitglieder der Heilsarmee beteiligen – mit oder ohne Uniform. Salutistin Heidi Mathez, die die Heilsarmee im Trägerkreis vertritt, will nicht darauf verzichten. Gerade auf der Strasse fühlt sie sich uniformiert im Vorteil. Sie sei, im Gegensatz zu anderen Christen, „quasi angeschrieben” und brauche nicht erst lange zu erklären, woher sie komme. Sara Stöcklin

6

Bild: Heilsarmee-Archiv

In Bern, so Korpsoffizier Markus Walzer, bleibt die Heilsarmee auch in Zukunft auf der Strasse – mit oder ohne Uniform.

Pionier und Heilsarmeeoffizier Constant Jeanmonod (1862–1934) war am Aufbau der Heilsarmee in der Schweiz beteiligt. Freiversammlungen waren für ihn der Inbegriff geistlichen Erwachens: „Der Erfolg der Freiversammlungen ist bemerkenswert. Zahlreiche Personen haben sich durch diese Form der Evangelisation bekehrt  …  In der Schweiz ist die Verbesserung der öffentlichen Meinung über uns wesentlich den Versammlungen auf der Strasse zu verdanken.  …  Die Freiversammlung zeigt eine lebendige, zivilisatorische, gesunde, universelle und eroberungslustige Religion an: Heil für alle!” Zitat: Marc Forissier. Le Pèlerin du Salut. Constant Jeanmonod, Officier de l’Armée du Salut, 1862–1934, Tarbes 1955. Bild: Freiversammlung an Auffahrt, Zürich 1986.

Die Online-Armee Die Heilsarmee ging von Anfang an auf die Strasse, um Menschen zu erreichen. Nach und nach kamen Briefversand und Telefonkontakt hinzu – und schliesslich das Internet. Wie gross sind die Spuren der Heilsarmee im World Wide Web? Die Reichweite ist beeindruckend: Salu- findet ein Austausch unter den Nutzern tisten, Sympathisanten und Fans aus 144 selber statt. Natürlich gibt es neben allen Ländern interessieren sich für Heilsarmee- guten Zurufen und „Likes” auch immer neUpdates. Auch die Besucherzahlen der gative Stimmen – das war schon vor dem Website sprechen Internet der Fall. Besuchen Sie uns auf dem Web! für sich: 162  392 Das Web ermögheilsarmee.ch unterschiedliche licht den Benutyoutube.com/swissredshield Personen haben zern aber, ihren facebook.com/Heilsarmee.ArmeeDuSalut letztes Jahr die Frust einfacher twitter.com/swissredshield Heilsarmee-Webund schneller flickr.com/swissredshield site angeklickt. loszuwerden. In Auf Facebook diesen Fällen gilt steht der Zähler auf über 5 700 Fans. es, angemessen und geduldig zu reagieInteressierte, aber auch in Not geratene ren. Es helfen dabei, genauso wie im Leben Menschen können über beide Plattformen „offline”, die Freunde der Heilsarmee, die rasch und unverbindlich ihr Anliegen plat- „Community”. Sie geben Kontra, stellen zieren. Dinge klar oder beantworten selbst die von Besuchern gestellten Fragen. Jeder Beim einmaligen Kontakt soll es aber nicht Beitrag, Kommentar und jede „Gefällt mir”bleiben. Websites wie Facebook sind ide- Angabe trägt dazu bei, die Botschaft der al, um den Dialog zu pflegen, aber auch Heilsarmee ins Internet hinauszutragen. unverblümtes Feedback zu erhalten. Mal Nathalie Kropf, Mitarbeiterin Kommunikation wird eine offizielle Mitteilung diskutiert, mal

dialog · Monatszeitschrift der Heilsarmee · Februar 2014


Panorama

Bild: Laurin Schmid

Heilsarmee gewinnt Preis Aus der übermütigen Idee, am Eurovision-Song-Contest teilzunehmen, ist ein Vorzeigeprojekt geworden. Die Heilsarmee wurde für den „European Excellence Award” nominiert, der Firmen für ausserordentliche Leistungen in Marketing und PR verliehen wird – und gewann in der Kategorie „Nichtregierungsorganisationen”. Mehr als 1500 Projekte waren für die begehrten Awards eingereicht worden, die am 5. Dezember 2013 im Postpalast in München verliehen wurden. Die Heilsarmee schaffte es in den Kategorien „Beste Kampagne”, „Nichtregierungsorganisationen” und „Schweiz/Österreich” auf die Shortlist der Jury.

Preis für die Sichtbarkeit: Christoph Jakob, Emil Ramsauer und Martin Künzi auf dem Podest.

Gemeinsam mit Emil Ramsauer und Christoph Jakob von der Band Takasa beschritt Martin Künzi, Leiter Marketing, den roten Teppich und erklomm das Podest, als die

Heilsarmee zur Siegerin in der Kategorie „Nichtregierungsorganisationen” ausgerufen wurde. Der Preis ist für Künzi „eine Bestätigung dafür, dass wir in allen Bereichen unser

Bestes geben und uns mit Leidenschaft für unsere vielfältige Aufgabe einsetzen – sei es als Kirche oder soziale Einrichtung”. (Redaktion)

Boundless: Internationaler Kongress 2015 So grenzenlos die Armut und Not auf der Welt scheint, so grenzenlos ist der Reichtum Christi (Epheser 3,8). Diesen Reichtum will die Heilsarmee bezeugen, wenn sie nächstes Jahr ihren 150-jährigen Einsatz feiert. rechnet mit 16  000 Teilnehmern, die sich in Londons O2-Arena versammeln werden. Um auch Delegierten den Besuch zu ermöglichen, die nicht aus eigenen Mitteln am Kongress teilnehmen können, wurde eine Sammelaktion ins Leben gerufen. Im Territorium Schweiz, Österreich, Ungarn wird keine offizielle Delegation organisiert.

Bild: Jeremy Hofer_flickr.com

Mit einem internationalen Kongress blickt die Heilsarmee im Juli 2015 zurück auf die Geschichte, vor allem aber nach vorne, denn ihr Auftrag ist noch lange nicht erfüllt. Kein Treffpunkt eignet sich für einen solchen Anlass besser als London – der Ort, an dem William Booth die Not der Ärmsten erkannte und die Vision einer Armee entwickelte, die dagegen ankämpft. Die Organisation

Wer am Kongress teilnehmen möchte, ist für Anmeldung und Organisation der Reise und Unterkunft selbst verantwortlich. Das Kongressbüro hilft jedoch bei der Vermittlung von Unterkünften. Seit Januar 2014 ist eine Vorregistrierung möglich. Nehmen auch Sie teil an diesem aussergewöhnlichen Anlass und melden Sie sich frühzeitig an! Ob.-Lt. Massimo Tursi

Weitere Informationen: www.boundless2015.org Koordination Schweiz/ Österreich/Ungarn: Majore Roland und Birgitta Magnin rbmagnin@gmx.ch Veranstaltungsort des Kongresses: Die O2-Arena in London. dialog · Monatszeitschrift der Heilsarmee · Februar 2014

7


Panorama

Schiedsrichter für Südamerika Im November war in Schweizer Medien zu lesen, dass ein Heilsarmeesoldat als Technischer Delegierter an einem der wichtigsten Sportanlässe Südamerikas teilnahm.

Bild: zVg

Markus und Tabea Wipf sind seit zwei Jahren in Ecuadors Hauptstadt Quito als Projektverantwortliche der Heilsarmee tätig. Während Tabea für die Sozialprogramme zuständig ist, leitet Markus als gelernter Bauführer technische Projekte. Daneben ist er für die Ausbildung von Offizieren und die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Dass Markus die „Juegos Bolivarianos” in Peru besuchen konnte – die Olympischen Spiele Südamerikas –, ist seinem Einsatz für den Handball in der Schweiz zu verdanken. „Ich war 30 Jahre lang Schiedsrichter, 10 Jahre davon in der Nati A.” Als der internationale Handballverband in Erfahrung brachte, dass Markus mittlerweile in Südamerika tätig ist, erhielt dieser die Anfrage, vor Ort Schiedsrichter zu betreuen und auszubilden. Neue Wirkungsfelder „Der Territorialleitung war klar, dass sich mir damit eine einmalige Gelegenheit bot, Beziehungen zu knüpfen und der Heilsarmee neue Wirkungsfelder zu eröffnen”, erzählt Markus. „Deshalb stimmte sie dem Engagement gerne zu.”

In der Tat entstanden wertvolle Kontakte, etwa mit dem Sportministerium in Ecuador oder Funktionären aus Chile und Peru, die anfragten, ob in den dort bestehenden Heilsarmee-Schulen Sportlehrer ausgebildet werden könnten. Die Förderung des Sports dient nicht zuletzt der Prävention, denn Jugendliche mit einer sinnvollen Beschäftigung rutschen weniger oft in die Kriminalität ab. Ein besonderes Erlebnis war es für Markus, unter den Sportlern und Funktionären anderen Christen zu begegnen. Nachdem er im Anschluss an die Spiele gemeinsam mit Schiedsrichtern aus Argentinien und Brasilien nach Lima geflogen war, gab es eine überraschende Abschiedsszene auf dem Flughafen. Der Vertreter aus Argentinien reichte seinen Kollegen die Hände und rief aus: „Wir wollen noch zusammen beten und einander den Segen geben!” Sara Stöcklin Informationen zur Arbeit von Markus und Tabea Wipf finden sich auf ihrer Website: bobesch.ch

Handballprofi: Markus Wipf (links im Bild).

Begegnung im „Mitenand”

Bild: zVg

Über Korps-Grenzen hinweg pflegen Besucher des „Mitenand” in der Region Basel Austausch und Gemeinschaft.

„Möge auch dann, wenn du alt und schwach wirst, ein Glanz von dir ausgehen, weil du die Herrlichkeit des Höchsten widerspiegelst!” stand auf der Karte, die alle Gäste des „Mitenand”-Treffens Ende November mitnehmen durften. Zusammen mit Liedern und wunderschön dekorierten Tischen stimmte der Spruch in die bevorstehende Festzeit ein. Die biblische Verheissung, die er zum Ausdruck bringt, gilt aber für das ganze Jahr: Egal, wie alt wir sind, egal, woher wir kommen – wir begegnen im Mitmenschen der Liebe Gottes. Solche Begegnung ist das, was in den monatlichen „Mitenand”-Treffen im Zentrum steht. Sei es durch spannende Vorträge, Ausflüge oder eine besondere Adventsfeier – es geht darum, „mitenand” Leben zu teilen. Sechzig bis achtzig Personen nehmen an den Treffen teil und hören gebannt zu, wenn etwa Majorin Elsbeth Oberli aus ihrem reich erfüllten Leben erzählt, Familie Obrist eindrückliche Bilder aus Israel zeigt oder Oberstleutnantin Hildi Hari ihre Bücher vorstellt. Niemals fehlt dabei – auch das gehört zur Gemeinschaft – ein gutes Stück Kuchen und reichlich Zeit zum Plaudern.

Die Begegnung zählt: Gemeinschaftspflege im „Mitenand” der Region Basel.

8

dialog · Monatszeitschrift der Heilsarmee · Februar 2014

Majorin Sibylle Kissuth


Tagesseminar

„Gesellschaft und Familie”

Der General zu Besuch im Korps Bern Anlässlich der Einsegnung seiner Enkelin Mitte Dezember bewies General André Cox Humor.

Unter dem Dach von „Gesellschaft und Familie” sind viele Arbeitszweige der Heilsarmee zu finden, die in unserer Zeit hohe Aktualität haben. Sie erhalten am Seminar einen Einblick in Bereiche wie Frauen- und Seniorenarbeit, BabySong und Ehekurse.

„Man sieht sofort, dass wir verwandt sind”, stellte der General mit Blick auf das kahle Köpfchen seiner Enkelin fest. „Offenbar lassen wir uns vom selben Coiffeur frisieren.”

Bild: Lukas Stöcklin

mit Kommissärin H. Boschung, Oberstleutnantin A.F. Tursi, Majorin B. Heiniger, Majorin B. Bösch

Ernst gemeint war der Wunsch des Grossvaters, die kleine Leona möge in einer Atmosphäre der Reinheit, Liebe und Aufrichtigkeit aufwachsen. Er sprach den Eltern das Vertrauen für ihre Fürsorge aus und erinnerte daran, wie viele Kinder in der Welt weniger privilegiert sind. Infolge der Wirtschaftskrise kämpfen selbst in europäischen Ländern zahlreiche Familien mit der Armut. Unseren Kindern, so der General, gilt es vorzuleben, dass materielle Güter kein tragfähiges Fundament sind. Nur das Vertrauen auf die Treue Gottes gibt in der Krise Halt. (SSt)

Datum: 19.3.2014 Ort: Bildungszentrum Basel Informationen und Anmeldung: heilsarmee-bildungszentrum.ch Weitere Angebote des Bildungszentrums finden Sie auf S. 11.

Talentpool eingerichtet Im Korps Wädenswil wurde Ende September 2013 ein Talentpool eingerichtet. Der Talentpool steht allen offen, die mit ihren Gaben und Talenten mithelfen möchten, die Korpsvision umzusetzen. Um eine nach innen und aussen dienende Gemeinde sein zu können, werden alle vorhandenen Gaben und Talente benötigt. Ob es sich um einen diakonischen Einsatz, Mithilfe in der Administration, einen Dienst in der Seelsorge, im Gebet oder in der Organisation handelt – jedes Engagement ist wichtig und wertvoll! Um Ressourcen zu nutzen und auf Anfragen reagieren zu können, entstand im Korps Wädenswil die Idee, alle verfügbaren Talente in einem Pool zusammenzutragen. Der Pool wurde auf dem Internet angelegt und ist für alle Interessierten per Link erreichbar. Wenn künftig Not am Mann ist, können die Verantwortlichen mit ein paar Klicks prüfen, wer aus dem Korps sich für den entsprechenden Dienst eingetragen hat – und telefonisch nachfragen, ob die Zeit und Möglichkeit für einen Einsatz vorhanden ist. Major Gerhard Wyss

General André Cox hält seine Enkelin Leona, während ihre Grossmütter für sie beten. dialog · Monatszeitschrift der Heilsarmee · Februar 2014

9


Notabene

Kampagne

Territorialer Kongress 2014

Kongress 2014: Das erwartet Sie! Ein vielfältiges Programm erwartet Sie am 10. und 11. Mai 2014 in Bulle:

Predigtkampagne 2014 Im März 1996 setzte General Paul A. Rader die „Internationale Kommission für geistliches Leben” ein. Sie sollte prüfen, wie in der Heilsarmee geistliches Leben gepflegt wird. Aus der Arbeit der Kommission ist ein aufrüttelndes Buch hervorgegangen: „Berufen, Gottes Volk zu sein” von Kommissär Robert Street. Um die Impulse daraus aufzunehmen, lanciert die Heilsarmee Schweiz und Österreich im März 2014 eine Predigtkampagne, die sich mit den zwölf Aufrufen des Buches zu einem Leben als Volk Gottes beschäftigt. Im Rahmen der Kampagne wird allen, die mitmachen, kostenlos ein Exemplar des Buches und ein Arbeitsheft zur Verfügung gestellt. Das Heft enthält konkrete Fragen zu den zwölf Themen und viel Platz für persönliche Notizen. Eine Kurzform jedes Kapitels ermöglicht es Jugendgruppen, das jeweilige Thema an ihren Treffen zu besprechen. Für Kindergottesdienste wurden vom Jugendsekretariat passende Lektionen zu den Themen gesucht. Das Thema des territorialen Kongresses im Mai 2014 – „Ein Volk, berufen und begeistert” – schliesst sich an das Thema der Kampagne an. Sowohl die Kampagne als auch der Kongress sollen dieses Jahr zu Höhepunkten für unsere Korps, die Mitglieder und Freunde der Heilsarmee werden!

Samstag, ab 15 Uhr Gemeinsam sind wir eins (Kickoff) Eröffnung des Kongresses unter der Leitung von Major Jean-Marc Flückiger. Gemeinsam sind wir berufen (WOW) Weihe, Ordination und Willkomm der neuen Offiziere. Samstag, 19.30 Uhr Konzert Öffentliches Konzert mit Auftritten von Brass of praise und vielen mehr! Sonntag, 10 Uhr Gemeinsam sind wir erwählt (Gottesdienst) Ein vielseitiger Gottesdienst mit Predigt von Kommissär Franz Boschung.

Sonntag, 11.45–14.30 Uhr Workshops • Ein Volk – verschiedene Generationen, mit Majoren Markus und Irene Walzer • Familie und Gemeinde – „orange leben”, mit Kapitänen Heidi und Daniel Imboden • Geistliche Leiterschaft im Korps, mit Major Giovanni Catalanotto • Diakonie – ein ganzheitlicher Auftrag, mit Oberstleutnantin Anne-Florence Tursi • Gottes Wort kreativ präsentieren, mit Kapitänen Regula und Stephan Knecht • Saved to save mit Luca Gehrig • Menschenhandel – was geht mich das an? mit Christine Tursi • Multikulturelles Engagement mit Majoren Christine und Michael Staïesse • Warum Soldat werden? mit Kapitänin Muriel Donzé Sonntag 15.15 Uhr Gemeinsam sind wir begeistert (Abschluss und Sendung) Abschluss mit Segnung der Teilnehmer und Teilnehmerinnen.

Jugendliche und Kinder haben ihr je eigenes Programm am Wochenende. Informationen zum Kongress werden stetig aktualisiert auf: heilsarmee.ch/kongress heilsarmee.ch/teens-kongress

Anzeige

Weltgebetstag 2014 Im Fokus des Weltgebetstages am 7. März 2014 steht Ägypten.

Major Traugott Heiniger Sekr. für geistliche Entwicklung

10

Es hat die ganze Welt bewegt, was seit dem Januar 2011 in Ägypten geschah. Damals gingen Millionen auf die Strasse, um Würde, Brot und Freiheit für alle zu fordern. Im Mai 2011, noch ganz in diesen Eindrücken verhaftet, setzten sich junge und ältere Vertreterinnen der verschiedenen ägyptischen Kirchen zusammen und gestalteten miteinander die Gebetstexte einer Liturgie, die am Freitag, 7. März 2014 in über 170 Ländern rund um den Erdball gefeiert wird.

dialog · Monatszeitschrift der Heilsarmee · Februar 2014

„Ströme in der Wüste” heisst das Thema der Liturgie. Selbstbewusst bringen die ägyptischen Frauen ihr grosses Traditionsbewusstsein in die Gebetstexte ein. Beten mit ihren Worten heisst auch, sich solidarisch zeigen mit ihren Gedanken. Nehmen Sie an den Weltgebetstagsfeiern in Ihrer Nähe teil und informieren Sie sich aus authentischen Quellen über die Befindlichkeit der Frauen in Ägypten! Weitere Informationen: wgt.ch


Termine Kommissäre Franz und Hanny Boschung, Territorialleiter 19.02. Geistlicher Tag für die Wechselkommission 23.02. Gottesdienst Korps Thun 01.–03.03. Besuch City Command Wien Oberstleutnante Massimo und Anne-Florence Tursi, Chefsekretär und Sekretärin für G+F 14.02.–17.02.: „Soldiers’ Seminar” in Warschau 19.02. Geistlicher Tag für die Wechselkommission 23.02. Gottesdienst Korps Lausanne

Versetzungen Seit 1. Dezember 2012 Major Daniel Nüesch, bisher Sozialberatungsstelle Lausanne, neu HQ, OE Immobilien Seit 1. September 2013 Major Samuel Schudel, bisher Besuchsdienst Ruhestandsoffiziere Region Ost, neu DHQ Ost (weiterhin Mitarbeit Korps Zürich Nord) Major Walter Bommeli, bisher DHQ Ost, neu Besuchsdienst Ruhestandsoffiziere Region Ost (weiterhin Projekt 55 plus) Seit 1. Dezember 2013 Aux-Kapt. Michael Huber, bisher Korps Schaffhausen, neu Mitarbeit Korps Birsfelden Major Ernst Kissuth, weiterhin Leitung Korps Birsfelden, neu Besuchsdienst Basel Seit 13. Dezember 2013 Kapitän András Hegedüs, Budapest, Demission aus dem Offiziersdienst. Per 1. April 2014 Major Martin Gossauer, bisher Ass. Schulleiter im Bildungszentrum Basel, neu IHQ London, Chefredaktor „The Officer”

Anzeige Gesucht: Freiwillige, die die Heilsarmee kennen und Texte von Französisch auf Deutsch übersetzen können! Weitere Informationen: heilsarmee.ch/jobs

11

Für Sie gelesen

Gratulationen 85 Jahre 20.02. Majorin Ruth Moor, Holzmätteliweg 2, 3626 Hünibach 02.03. Majorin Yvonne Bürki, Avenue de Tramenaz 17, 1814 La Tour-de-Peilz 80 Jahre 16.02. Majorin Verena Rieder-Geissmann, Burghalde 2, 5722 Gränichen 05.03. Majorin Yvette Schaffter-Staïesse, Route des Agites 1, 1860 Aigle 08.03. Major Alfred Bachmann-Gale, Neptunstrasse 31, 8032 Zürich 70 Jahre 26.02. Majorin Susanne Bürki-Illi, Route du Château 28, 2520 La Neuveville 01.03. Majorin Thérèse Villars, PF20 5101 Jaszbéreny, Ungarn Diamantene Hochzeit 06.02. Oberste Büchi-Boadle Samuel und Eunice, Altstetterstrasse 267, 8047 Zürich

Ich halte dich. – Gott.

Kurse am Bildungszentrum

Warum wir vertrauensvoll leben können. Theologie und Praxis des Gottesdienstes (mit Kap. Stefan Inniger) 19.02. Gottesdienst in Geschichte und Gegenwart 05.03. Gestaltung des Gottesdienstes 29.03. Gottesdienstmoderation (mit René Meier) 05.04. Musik, Medien und Technik 30.04. Kasualien in der Heilsarmee

Autor: Jürgen Werth Herausgeber: Gerth Medien, Asslar ISBN: 978-3-86591-912-0

Konfliktmanagement (mit Urs Argenton) Tageskurs am 14. März An diesem Kurs wird aufgezeigt, wie Konflikte verhindert werden können und wie man Konflikte erfolgreich lösen kann. Sie lernen Ihr persönliches Verhalten in Konflikten kennen, erhalten Werkzeuge für die Konfliktanalyse, Intervention und Prävention.

Diesen Fragen geht Jürgen Werth, Liedermacher und Vorsitzender der deutschen ERF Medien, in seinem Buch nach. Es enthält keine theologischen Ausführungen, keine Erklärungen oder Analysen des Menschen, der zweifelt. Vielmehr kleine Anekdoten, die zeigen: Leid bleibt dem nicht erspart, der sich der Hand Gottes anvertraut. Doch lässt ihn diese Hand niemals fallen.

Work-Life-Balance (mit Maj. Daniela Zurbrügg) Tageskurs am 20. März 2014 Wie gelingt es, Beruf und Privates, Arbeit und Freizeit, Anspannung und Entspannung sinnvoll zu verbinden und nebeneinander zu planen? Kursort: Heilsarmee Bildungszentrum, Habsburgerstrasse 15, 4055 Basel

„Was hält, wenn nichts mehr hält? Wer hält? Woran kannst du dich halten, wenn dir alles aus den Fingern gleitet und deine kleine Welt aus den Fugen gerät?”

Unterstrichen wird die Botschaft von Liedern, Gedichten, Zitaten aus alter und neuer Zeit. Ziel ist es nicht, den Leser schlauer zu machen, sondern ihm Trost und Mut zuzusprechen. So, dass aus einer Zeit der Schwäche eine Zeit der Stärke werden kann. Sara Stöcklin

dialog · Monatszeitschrift der Heilsarmee · Februar 2014

11


Spuren im Schnee

Bild: zVg

Im Dialog bleiben

Daniel Sarbach bahnt mit seinem Pistenfahrzeug den Weg für die Wintersportler. Auch sonst liegt ihm das Wegbereiten am Herzen.

Vater, Der Nebel ist plötzlich verschwunden! Die Kälte ist der Wärme gewichen. Die Sonne ist wieder in mein Leben zurückgekehrt! Es ist so schön, zu erfahren, dass du mich liebst!

Daniel Sarbach

Im nächsten „dialog”

Impressum

Die Armee, von der ich träume ion army IHQ Bild: flickr\salvat

Wenn du mich liebst

folgen! Das gelingt nicht immer. Doch wenn wir uns an die Bibel halten und danach handeln, gelangen wir auf den richtigen Weg. Den Weg für andere freibahnen möchte ich nicht nur auf der Piste. Auch wenn ich ein normaler Mensch mit Fehlern bin, versuche ich, Vorbild zu sein – meinen Mitmenschen im Alltag zu dienen und ein Stück Weg mit ihnen zu gehen.

Es tut so gut, wenn du mich liebst!

Verlag und Redaktion Hauptquartier der Heilsarmee für die Schweiz-Österreich-Ungarn Laupenstrasse 5 · Postfach 6575 · CH-3001 Bern Telefon 031 388 05 02 redaktion@heilsarmee.ch Adressänderungen bitte an diese Adresse!

Layout Rolf Messerli Druck Rub Media AG, Wabern/Bern Gründer der Heilsarmee William Booth General André Cox Territorialleiter Kommissär Franz Boschung Abonnement dialog Fr. 46.– (Inland), Fr. 65.– (Ausland) Trialog Fr. 24.– (Inland), Fr. 44.– (Ausland) Klecks Kinderzeitschrift Fr. 24.–

„Ich träume von einer engagierten, wirkungsvollen und fröhlichen Armee, auf ihren Knien, verwurzelt im Wort Gottes, auf das sie vertraut.” Mit diesen Worten eröffnete André Cox letzten Sommer seine Ansprache anlässlich der Wahl zum General. Erfahren Sie im nächsten dialog mehr über seine Vision und Pläne für die Heilsarmee!

Pierre-Yves Zwahlen Aus: Prières d’espérance, Ed LLB

12

Monatszeitschrift für Salutisten und Freunde der Heilsarmee

Redaktionsteam Sergeant Martin Künzi (mk), Leiter Marketing; Major Jacques Tschanz (JT), Leiter Kommunikation; Sara Stöcklin (SSt); redaktionelle Mitarbeiter: Elsbeth Cachelin-Rufener, Claire-Lise Bitter, Reinhard Lässig.

Ich kann das Wunder nicht erklären, trage auch nichts dazu bei. Es ist nicht die Frucht meines Glaubens, meiner Frömmigkeit oder meiner Rechtschaffenheit. Es ist schlicht und einfach ein Wunder! Ein Wunder der Gnade! Ich versuche nicht, es zu erklären – ich geniesse es einfach. Wie ein Bonbon in meiner Kindheit, wie eine lang ersehnte Liebkosung.

AZB

Gebete der Hoffnung

Daniel Sarbach: „Gott wacht über mir.”

3001 Bern

Bei meiner Arbeit darf ich Gott in der wunderschönen Natur erleben – auch gerade wenn ich Tieren begegne. Und da ich normalerweise alleine im Fahrzeug unterwegs bin, ist es schön zu wissen, dass Gott über mir steht und über mir wacht. Der Glaube ist für mich wie ein Fundament fürs Leben, ein solides, das nicht nachlässt – selbst wenn uns im Alltag der Boden unter den Füssen weggezogen wird. Im Tiefschnee den Weg zu finden, ist nicht immer einfach. Ähnlich herausfordernd ist es, den Weg im Alltag zu finden. Mein Wunsch ist es, in den Fussstapfen von Jesus zu gehen: Wie im Tiefschnee, so ist es auch im Leben hilfreich, einer Spur zu

dialog · Monatszeitschrift der Heilsarmee · Februar 2014

Die Redaktion

„Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben.” Matthäus 5,14

12


Dialog 02/2014 – Sehen und gesehen werden