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Panorama

Heilsarmee hilft Wirbelsturmopfern auf den Philippinen

Bild: Salvation Army IHQ

Am 7. November zog Taifun Haiyan über die Philippinen und kostete über 5600 Menschen das Leben – mehr als vier Millionen verloren ihr Zuhause. Die Heilsarmee war vom ersten Tag an präsent.

paket beinhaltet 10 kg Reis, Sardinenbüchsen, trockenes Rindfleisch und Päckchen mit Nudelsuppe. In der Nähe von Manila, wo für die Geflüchteten ein provisorisches Zeltlager errichtet wurde, bieten Mitglieder der Heilsarmee praktische Unterstützung und Seelsorge an. Viele Betroffene stehen unter Schock. Obwohl die Philippinen von durchschnittlich 19 Taifunen pro Jahr betroffen sind, ist die aktuelle Katastrophe von beispiellosem Ausmass. Die Nachwehen des Unglücks werden noch viele Jahre lang zu spüren sein.

Offiziere und Mitglieder der Heilsarmee auf den betroffenen Inseln hatten direkten Zugang zu den Notleidenden und leisteten Hilfe vor Ort. In der Stadt Baybay etwa kümmerte sich im Auftrag der Regierung die Salutistin Dr. Mirriam Cepe um die medizinische Betreuung von Wirbelsturmopfern. Ihr Team arbeitete mit dem lokalen Spital zusammen.

Beitrag der Schweiz Die Heilsarmee Schweiz leistete einen Beitrag, indem sie 20  000 Franken für die dringende Nahrungsmittelverteilung zur Verfügung stellte. Gemeinsam mit den anderen Territorien wird sie sich auch langfristig für das Menschen unter Schock Land einsetzen. Bald endet die Eine Woche nach dem Taifun Dankbar für die Hilfe: Ein Jugendlicher aus Tagpuro-Tacloban. Phase der Soforthilfe, und es hatte die Heilsarmee 54 Tonnen beginnt der langwierige WieNahrungsmittel bereitgestellt, deren Trans- Gebiete dar, da dort die Infrastruktur zerstört deraufbau. Unterstützung bleibt auch dann port vom Sozialwerk organisiert wurde. Vor ist. Auch die fehlende Elektrizität und der erforderlich, wenn die Bilder des Elends aus Ort kümmerten sich Damaris Frick vom Ka- schlechte Mobiltelefonempfang forderten den Medien verschwunden sind. tastrophenteam des IHQ und lokale Offiziere die Helfer heraus. Anaël Jambers um die Verteilung – in Koordination mit der Projektverantwortliche Asien Regierung und anderen Hilfsorganisationen. Nach wie vor verteilt die Heilsarmee an Das grösste Problem für die Soforthilfe stellte Hunderte Familien im Katastrophengebiet der Transport der Waren in die betroffenen sauberes Wasser und Essen. Ein Nahrungs-

Beten rund um die Uhr Schon zum siebten Mal führte das Korps Adelboden Mitte November eine „24-7 Gebetswoche” durch – für Hildi Hari-Wäfler ein Grund zum Danken. Noch vor wenigen Jahren hatte die Initiative einen schweren Stand. Als das Korps im Jahr 2007 die Idee einer „24-7 Gebetswoche” ablehnte, hatte ich Mühe mit dem Entscheid. Die Argumente gegen eine Durchführung schienen mir nicht stichhaltig: „Das ist etwas ganz Neues, das es so noch nie gegeben hat. Zum Beten braucht es keinen speziell hergerichteten Raum. Jesus empfiehlt das Gebet im stillen Kämmerlein. Woher sollten wir die Leute für ein solch aufwändiges Projekt hernehmen?” Dank der Unterstützung der Korpsoffizierin kam die Idee schliesslich doch zur Umsetzung. Mutig trug sie – vorerst provisorisch – ein für das Korps passendes Datum in die Agenda ein. Mittlerweile ist die Gebetswoche zur Tradition geworden. Und der Blick auf den

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Gebetsplan verrät: Alt und Jung fühlen sich angesprochen und machen freudig mit. Nicht nur viele Einzelpersonen, sondern auch Ehepaare und Gruppen zu zwei, drei oder mehr Teilnehmern trugen sich dieses Jahr ein. Ich freue mich über die verschiedenen Hauskreise, den Gitarrenchor, die Blasmusikgruppe, besonders aber über den Seniorenhauskreis im Altersheim und den Hauskreis der Sekundarschüler. Thema der Woche war die Jahreslosung 2014: „Gott nahe zu sein ist mein Glück” (EÜ), oder, wie Luther übersetzt: „Das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte” (Psalm 73,28). Glück und Freude in Gott schliesst auch meinen Nächsten, meinen

dialog · Monatszeitschrift der Heilsarmee · Januar 2014

Bruder, meine Schwester mit ein. Erst wenn ich imstande bin, alle um mich herum in seinem Namen zu segnen und ihnen Gutes zu wünschen, sind Glück und Freude vollkommen. In unserer mit Terminen überlasteten Zeit wünsche ich mir gerade auch für die Heilsarmee Zeit zur Stille im Gebet, allein oder gemeinsam. Denn „alles, was zwei von euch auf Erden gemeinsam erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten” (Matthäus 18,19 EÜ). Oberstleutnantin Hildi Hari-Wäfler

„24-7 Gebet” ist eine weltweite Bewegung mit dem Anliegen, dass sich rund um die Uhr Menschen zum Gebet versammeln – Zuhause oder am Arbeitsplatz, aber auch in besonders dafür eingerichteten Gebetsräumen. Weitere Infos: gebet24-7.ch

Dialog 01/2014 - Speisepläne  

Haben Sie auch einen Vorsatz für das neue Jahr gefasst? Gerne beschworen, aber noch öfter fallen gelassenen wird das Ziel, sich in Zukunft a...

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