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d ialog M o n a t s z e i t s c h r i f t f ü r S a l u t i s t e n u n d F re u n d e d e r H e i l s a r m e e

6/ 2012

Bild: Markus Walzer

Auf die Plätze, fertig, los! Kicken mit Tradition: 50 Jahre „La Bessonne”

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Haiti: Hoffnung für Schusterlehrlinge

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Aus dem Leben der Heilsarmee

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Bild: Flickr.com / Miss Turner

Dialog

Korrigenda Im Bericht „In Wien bin ich richtig herausgefordert worden” in Dialog 5/2012 stand: „Jahrelang gab es überhaupt kein Korps.” Das ist ein Irrtum. Tatsache ist, dass das Korps jahrelang ehrenamtlich geführt wurde – einige Jahre von Sergeantin Ilka Rupp und ihrem Team, später von Stefan Sörensen. Nachher haben die Majore Leber das Korps nebst ihren grossen Verantwortungen mitbetreut. Am 1. Juli 2010 wurde Majorin Heidi Oppliger zur Korpsoffizierin ernannt.

der letzten Stufe des Wohnsystems in Österreich. Sie haben keine Chance mehr, eine Arbeit zu finden, oder können aus anderen Gründen nicht mehr alleine wohnen.” Das kann missverständlich sein. Gemeint war: „In den Sozialwohnungen im Haus Erna finden ehemals obdachlose Männer ein Zuhause, die anderswo kaum mehr eine Chance hätten, alleine zu wohnen.”

In der Infobox stand: „In den Sozialwohnungen im Haus Erna wohnen Menschen

Florina German

Wir bitten herzlich um Entschuldigung für die irreführende Darstellung.

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Europe Congress

FORWARD!

mit Generalin

Linda Bond

und The Salvation Army European Choir Dirigent Kommissär Dick Krommenhoek

Prag, Tschechische Republik Freitag, 12. bis Sonntag, 14. Oktober 2012

Der Kongress wird auf Englisch gehalten, mit Übersetzung auf Tschechisch, Russisch und Ungarisch Interessierte melden sich bei: Kapitän Roland Dougoud, Abteilung Evangelisation, THQ, Bern, Mail: roland_dougoud@heilsarmee.ch Anmeldegebühr: CHF 30.–, Reise, Unterkunft und Verpflegung müssen von den Teilnehmern selber organisiert werden.

Das Ziel vor Augen Jage dem himmlischen Siegespreis nach wie ein Läufer, der sein Bestes gibt! Diesen Vergleich zum Sport zieht Paulus, als er die Korinther zu einem radikalen, lebendigen Glauben auffordert. Den sportvernarrten Griechen soll so die Botschaft einleuchten: Du brauchst ein Ziel, auf das du trainierst. Die Heilsarmee verfolgt auch ein Ziel: Sie hilft Menschen in Not und will sie mit der Botschaft Gottes erreichen. Dazu nutzt sie unter anderem ihr breites Sportangebot, das wir in dieser Ausgabe vorstellen. Salutisten sind auf Sportplätzen, in den Bergen und in Turnhallen unterwegs. Durch Sport kommen sie mit Aussenstehenden in Kontakt. Jeder Sportplatz ist ein Missionsterrain. Mit fairem Spiel und Teamgeist kann die Heilsarmee ein Zeichen setzen. Dabei hat sie mit ihrem Einsatz – für den Sport und für den Nächsten – auch ein grösseres, ein ewiges Ziel vor Augen. Einen Siegeskranz, der nicht verwelkt, sagt Paulus in seiner Botschaft an die Korinther. Lasst uns also im Glauben, im Gebet und in der Fürsorge mit Ausdauer trainieren. Lasst uns nicht müde werden, Gott und seinem Siegespreis nachzujagen. So können wir Menschen um uns dienen und ihnen die geistliche Zielgerade zeigen. Florina German

Leitbild der Heilsarmee Die Heilsarmee ist eine internationale Bewegung und Teil der weltweiten christlichen Kirche. Ihre Botschaft gründet auf der Bibel. Ihr Dienst ist motiviert von der Liebe Gottes. Ihr Auftrag ist es, das Evangelium von Jesus Christus zu predigen und menschliche Not ohne Ansehen der Person zu lindern.

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dialog · Monatszeitschrift der Heilsarmee · Juni 2012


HA-Info

Bei der Heilsarmee erweist uns die Uniform gute Dienste. Sie macht uns einzigartig und ist Zeugnis für unseren Glauben. Das soll auch in Zukunft so sein. Piloten der Swiss, Baristas von Starbucks, Aussendienstmitarbeiter der Spenglerei und das Verkaufspersonal im Blumenladen um die Ecke, alle tragen Uniformen. Das ist seit jeher in der Heilsarmee auch so. Ganz nach der Strategie: „Suppe, Seife, Seelenheil – heute!” muss das Uniformtragen als sichtbares Element in der heutigen Zeit interpretiert werden. Wir präsentieren Ihnen auf dem virtuellen Laufsteg unsere Kleidungsentwürfe und laden Sie zum Bewerten und Kommentieren ein. So erfahren wir, welche Stücke wir in die Produktion geben sollen und welche Anpassungen gewünscht sind. Die klassische Uniform Damit wir zur weltweiten Sichtbarkeit der Heilsarmee beitragen, ist die zeitlose, navyblaue Uniform nicht wegzudenken. Ein passender Schnitt, vernünftiger Preis und einfache Bezugsmöglichkeiten sind uns hier wichtig.

Der Business-Look Viele Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in leitenden Funktionen sind nicht Salutisten. Für diese Berufsgruppe gibt es kein Bekleidungskonzept, das sowohl der Sichtbarkeit der Heilsarmee als auch der Wichtigkeit der Bekleidung in der Branche Rechnung trägt. Eine Art Business-Look soll hier Abhilfe schaffen. Ihre Meinung interessiert uns Wir sind bestrebt, passende Kleider zu erschwinglichen Preisen anzubieten, die flexibel eingesetzt werden können, modisch sind und hohe Tragfreude bereiten. An einem

Dresscode, wann was getragen werden soll, wird ebenfalls gearbeitet. Ihre Anregungen zu den ersten Kleiderentwürfen und zum Dresscode nehmen wir gerne online unter ha-shop.jimdo.com/modeschau/ entgegen. Wer keinen Zugriff auf das Internet hat, darf uns gerne seine Ideen schreiben: Heilsarmee Schweiz, Marketing, Postfach 6575, 3001 Bern. Martin Künzi, Abteilungsleiter Marketing und Kommunikation martin_kuenzi@heilsarmee.ch Bild: HA

Welche Kleiderlinie verdient Ihren Applaus?

Die Botschaft der Heilsarmee begeistert. Entsprechend soll unser Auftritt sein!

Offen gesagt

Bild: Werner Tschan

Der Siegeskranz Die Fussballeuropameisterschaft und die olympischen Sommerspiele werden wohl die grössten Sportanlässe in diesem Sommer.

Einsatz, Bereitschaft zum Verzicht und ein wenig Glück sind gefragt. In unzähligen Trainingsstunden bereitet sich der Athlet auf seinen Wettkampf vor.

nicht einem ungewissen Ziel entgegen, sein Schlag geht nicht ins Leere, und er ist überzeugt, dass sein ganzer Einsatz sich lohnt.

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

Jesus hat durch seinen Tod am Kreuz und die Auferstehung am dritten Tag den Sieg über Sünde und Tod errungen. An diesem Sieg dürfen alle teilhaben, die an Jesus Christus glauben.

Wenige werden in den Genuss eines Sieges kommen. So gross der Triumph auch sein mag, er ist vergänglich, und der gewonnene Titel muss früher oder später wieder verteidigt werden.

Auch Orientierungsläufe und Wettkämpfe verschiedener Sportarten werden während dieser Zeit stattfinden. In der Heilsarmee, auf einfacherem Niveau, können sich Sportler an den Familien-Sport-Tagen in verschiedenen Disziplinen messen. Sieger werden erkoren, geehrt und bejubelt.

Der Apostel Paulus schreibt den Korinthern: „Wer im Wettkampf siegen will, setzt dafür alles ein. Ein Athlet verzichtet auf vieles, um zu siegen. Und wie schnell ist sein Sieg vergessen!” (1.Korinther 9,25) „Wir dagegen kämpfen um einen Preis, der unvergänglichen Wert hat.”

Um an einem Sportanlass als Sieger oder Medaillengewinner vom Platz gehen zu können, müssen viele Dinge stimmen. Trainingsaufbau, Tagesform, ein ganzer

Dem vergänglichen Siegerpokal stellt Paulus den „unvergänglichen Kranz” des Sieges durch Jesus Christus gegenüber. Er weiss genau, wofür er kämpft, läuft

Dieser Sieg hängt nicht von meiner Tagesform, meinen Umständen oder meinen Gefühlen ab. Er ist ein nachhaltiges, unvergängliches Geschenk Gottes. Wenn Sie diesen Sommer einer Sportveranstaltung oder einer Siegerehrung beiwohnen, denken Sie daran: Jesus hat den Sieg errungen und durch den Glauben haben wir daran teil.

Kommissär Franz Boschung, Territorialleiter franz_boschung@heilsarmee.ch dialog · Monatszeitschrift der Heilsarmee · Juni 2012

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Dossier: Auf die Plätze, fertig, los!

„La Bessonne” – Torjagd für Salutisten Unmöglich, eine „Dialog”-Ausgabe über Sport in der Heilsarmee zu machen, ohne über „La Bessonne” zu sprechen. Jedes Jahr kicken an diesem Fussballturnier, das inzwischen in Yverdon stattfindet, rund 40 Mannschaften aus der ganzen Schweiz und sogar aus Frankreich und Italien. Interview mit dem Salutisten Charly Paris, dem Organisator des Turniers. Bilder: André Chevailler

Leute zu uns einzuladen. Warum haben Sie nach dem Tod Ihres Vaters die Nachfolge angetreten? C.P.: Ich war voll vom Projekt überzeugt. Hat das Turnier den Geist von früher behalten? C.P.: Viele UmMitte der 1960er Jahre: In den ersten Turnierjahren treten die „Heilsstände haben sich fanfaren” (HEIFA) aus Thun, Gurzelen, Brienz und Münsingen an. geändert. Es ist zum Beispiel erlaubt, MitKapitän Pascal Donzé: Woher stammt glied eines Vereins und gleichzeitig in der der Name „La Bessonne”? Heilsarmee engagiert zu sein, was früher nicht möglich war. Die Beobachtungen der Charly Paris: Ursprünglich fand das Tur- Schiedsrichter sind übrigens sehr ermutinier in La Bessonnaz über der Orbe auf gend: Sie sehen auch andere Turniere und dem Berg Suchet statt: in 1000 Meter Hö- stellen fest, dass es bezüglich Verhalten he inmitten von Tannenbäumen, auf einem und Freundschaft einen grossen Unterziemlich rustikalen Spielfeld. schied gibt. Zum Glück! Wann fand das erste Turnier statt? C.P.: Im Juni 1962. Damals gab es acht Mannschaften: Lausanne, Genf, Basel, Zürich, Bern, La Chaux-de-Fonds, Thun Münsingen und Orbe. Wer war der Gründer? C.P.: Daniel Paris, mein Vater. Er war für mich immer ein tolles Vorbild. Er hat mir den Segen Gottes vermittelt. Mit welchem Ziel wurde das Turnier organisiert? C.P.: Es ging darum, Mitgliedern der Heilsarmee zu ermöglichen, Fussball zu spielen, ohne sich in einem Verein einschreiben zu müssen, dessen Aktivitäten sich mit den Veranstaltungen der Heilsarmee überkreuzen könnten. Ziel war auch, andere junge

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dialog · Monatszeitschrift der Heilsarmee · Juni 2012

Es gab auch Rückschläge, Unfälle und Todesfälle. Wie sehen Sie diese Ereignisse? C.P.: Das Leben ist manchmal sehr hart. Auch wenn Gott diese traurigen Momente zugelassen hat, habe ich sie nie als Missbilligung unserer Aktivität empfunden. Gibt es etwas, das Sie bedauern? C.P.: Nein, im Gegenteil. Oder doch: dass ich nicht noch einmal gemeinsam mit meinem Sohn Marcel spielen kann. Nächstes Jahr findet das 50-JahrJubiläum statt. Wird der Jahrestag gefeiert? C.P.: Ja, aber sehr einfach. Werden Sie danach weitermachen? C.P.: Nein, weil ich dann mein Ziel erreicht habe: 50 Ausgaben dieses Turniers. Fragen: Kapitän Pascal Donzé

Können Sie besondere Erinnerungen nennen? C.P.: Ein Turnier in Auberson: Nachdem der Kuhmist beseitigt und der Traktor, der das Spielfeld mit einer Walze einebnen sollte, den Pass von Aiguillon überwunden hatte, begann es mitten im Juni zu schneien! Ich erinnere mich auch an einen Teilnehmer, ein argentinischer Spieler von Servette, Oscar Roman Acosta, der extrem gut spielte.

Erkennen Sie die HEIFA-Spieler wieder? Oben, v.l.n.r.: Fredy Schneider, Walter Liechti, Samuel Mäder, Markus oder Urs Winkler, unbekannt Unten, v.l.n.r.: Daniel Stettler, Samuel Lüthi, Jean-Pierre Rothacher, Fritz Lüthi


Seit zehn Jahren kickt im Heilsarmee-Wohnheim Obstgarten in Rombach eine Fussballmannschaft. Regelmässiges Training und Wettkämpfe fördern die Kondition und die sozialen Fähigkeiten der Spieler. Joachim Gangl ist Betreuer im Obstgarten. Die meisten seiner Klienten haben psychosoziale Einschränkungen. Sie wohnen und arbeiten hier, um sich eines Tages beruflich und gesellschaftlich wieder eingliedern zu können. Viele von ihnen neigen dazu, sich zurückzuziehen. „Gerade jüngere Klienten sind oft nur schwer zu motivieren”, sagt Gangl. Um sie zu aktivieren, entstand die Idee, leichte Sportprogramme anzubieten.

Bild: Obstgarten Rombach

Gangl gründete 2002 eine Fussballgruppe. „Zu Beginn war es schwierig, die Teilnehmer auf den Platz zu bringen. Es brauchte viel Zuspruch, um ihre körperliche und seelische Trägheit zu überwinden”, sagt der ausgebildete Trainer und ergänzt: „Weil wir zu wenig fit waren, hatten wir mit Verletzungen zu kämpfen”. Bald entstand eine

treue Gruppe mit feinem Teamgeist, die neue Spieler positiv aufnahm. „Training und Turniere wirkten sich positiv aus; sich in einem Team für Verbindlichkeit und Fairness zu entscheiden, verändert einen Menschen. Interessanterweise haben wir heute kaum noch Verletzungen”, so der Trainer. Turniere im In- und Ausland Die „Obsti-Kickers” nahmen mehrmals pro Jahr an Tagesturnieren teil, unter anderem an den Familien-Sport-Tagen der Heilsarmee. Seit 2005 spielen sie erfolgreich an Homeless Streetsoccer-Turnieren in Basel und Zürich mit. Drei Spieler nahmen mit dem Nationalteam am Worldcup in Edinburgh, Schottland, teil. Einer von ihnen übernahm die Rolle des Kapitäns.

Die Tagesturniere erforderten grosse Fitness und Kondition und wurden den Fussballern aus Rombach bald zu anstrengend. Das Interesse liess nach. Deshalb gründete Gangl 2010 zusammen mit gleichgesinnten Trainern die Fussball Mini-Liga, die eine Voller Einsatz: die Obsti-Kickers (rot) beim Freundschaftsspiel. Meisterschaft sozialer Insti-

Verändere deine Welt! Die Kids Games, 2004 ins Leben gerufen, finden dieses Jahr zum fünften Mal in der Schweiz statt. In verschiedenen Regionen der Romandie nehmen Kinder zwischen sieben und 14 Jahren an den kleinen olympischen Spielen für Kinder teil. Am 18. August ist grosses Finale in Avenches. In acht Jahren ist die Anzahl der teilnehmenden Regionen von sechs auf 13 angestiegen. Dieses Jahr werden mehr als 1500 Kinder an diesem Anlass erwartet, der Sport und Entdeckungen in

der Bibel anbietet. Thema ist „Verändere deine Welt…” Die Kids Games sind eine Woche, in der Kinder christliche Werte in morgendlichen Bibelandachten kennenlernen und sie am Nachmittag in sportlichen Aktivitäten umsetzen können. Ermutigt eure Kinder, auch ihre Freunde einzuladen! Übrigens: Jugendliche, die mehr als 14 Jahre alt sind, können sich als freiwillige Helfer engagieren, um ein Team zu betreuen, Schiedsrichter bei Spielen zu sein und vieles mehr. Informationen und Anmeldungen: kidsgames.ch

tutionen austrägt. „Dies kommt unseren Bedürfnissen entgegen. Gerne nehmen wir weitere interessierte Teams auf”, sagt Gangl. Sein Wunsch für die „Obsti-Kickers” ist, dass die Liga bald in zwei regionalen Gruppen spielt. Keine Frage, nach zehn erfolgreichen Jahren wird er auch dieses Ziel erreichen. Mehr Infos auf miniliga.ch Reinhard Lässig

„Mehr als Gold” Viele Korps in England haben den Auftrag, während der Olympischen Spiele in London Aktivitäten zu organisieren, mit denen sie Menschen erreichen. Bild: salvy.ch

Mit Teamgeist in die Mini-Liga

Alle Tätigkeiten geschehen unter der Leitung von „More than Gold” (deutsch: mehr als Gold), eine Gruppierung, welche zahlreiche Denominationen weltweit vereint. Die Heilsarmee Schweiz wird vom 3. bis 13. August 2012 mit einem Team von acht Personen vertreten sein. Olivier Boschung, Verantwortlicher des Teams, sieht in diesem Ereignis eine wunderbare Gelegenheit für die jugendlichen Teilnehmer, eine weitere Wegstrecke mit Gott zurückzulegen und in ihrem Engagement der Jüngerschaft zu wachsen. Es wird eine Woche sein, in der Gelegenheit ist, mittels des Dienstes zu evangelisieren. Im Augenblick sind die konkreten Aufgaben vor Ort noch nicht bestimmt. Die Jugendlichen werden sich einem Korps zur Verfügung stellen, um die vorgesehenen Aktionen durchzuführen. Das sind zum Beispiel Dienstleistungen, Kontakte herstellen, Wasser verteilen, Tanz oder geistliche Tätigkeiten innerhalb des Sports – alles ist noch offen. Wenn Sie die olympischen Abenteuer der Jugendlichen hautnah mitverfolgen möchten, werden sie Fan der Seite: facebook. com/SalvationArmySwissServiceTeam

Sébastien Goetschmann Sébastien Goetschmann dialog · Monatszeitschrift der Heilsarmee · Juni 2012

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Dossier: Auf die Plätze, fertig, los!

In welcher Mannschaft spielst du?

Unser Trikot ist gesponsert: Sponsoren sind nötig, damit die Mannschaft existiert. Eine Sportmannschaft kostet sehr viel. Auch der Preis der Mannschaft Gottes ist sehr hoch. Damit sie existiert und wir dazugehören können, musste Jesus Christus den zu bezahlenden Preis, den Tod am Kreuz, bezahlen. Nichts weniger!

Die FST sind ein wichtiger Anlass im Kalender der Heilsarmee. Mit über 1500 Sportlern, Zuschauern und Freiwilligen sind sie sogar das grösste jährliche Treffen der Heilsarmee. Der nationale Event ist eine Zusammenkunft für alle Schweizer Salutisten und eine Möglichkeit, Freunde einzuladen, die nicht in die Heilsarmee gehen. Leute, die sich in einem Lager begegnet sind, können wieder miteinander

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dialog · Monatszeitschrift der Heilsarmee · Juni 2012

Sandrine Ray Ex-Spielerin der Schweizer Eishockey-FrauenNationalmannschaft

In Gottes Mannschaft herrscht Fair-Play. Auf dem Sportplatz sorgen Schiedsrichter dafür, wie hier an den Familien-Sport-Tagen der Heilsarmee.

Familientreffen auf dem Sportplatz Dieses Jahr finden die FamilienSport-Tage (FST) am 16. und 17. Juni 2012 im Sportzentrum Grien in Lyss statt.

Es bleibt uns also nichts anderes übrig, als die Mannschaft Gottes zu wählen, für und mit ihm zu leben und zu „spielen”, denn es ist seine Mannschaft, die letzten Endes den Sieg davontragen wird.

Bild: Bernhard Hottiger

Die Mannschaft Gottes In einer Sportmannschaft trägt jeder das Mannschafts-Trikot. Wenn wir der Mannschaft Gottes angehören, erhalten wir „sein Trikot”. Im Zentrum des Trikots ist das Logo der Mannschaft, also Gott: Für ihn spielen wir, geben wir alles und strengen uns an. Für ihn tun wir uns manchmal weh. Er erntet die Siegespunkte. Auch unser Name steht auf dem Trikot: Gott hat uns geschaffen, er kennt uns persönlich und zwar bis in die letzten Einzelheiten. Er kennt uns sogar besser, als wir uns selbst kennen, denn er hat uns geformt. Das Trikot trägt eine Nummer: Die Nummern weisen häufig auf die Rolle des Spielers auf dem Gelände hin. Die Nummer eins im Hockey-Spiel ist der Torhüter. Die neun oder die zehn im

Fussball sind gewöhnlich die Stürmer oder die Kapitäne. Wir haben in der Mannschaft Gottes auch eine Rolle zu spielen. Gott gibt uns Talente, Träume, Wünsche, Begabungen – und alle diese müssen eingesetzt werden, damit seine Mannschaft, also sein Reich gewinnt.

Kontakt aufnehmen. Offiziere, die versetzt wurden, können Neuigkeiten austauschen. Das Wochenende richtet sich vor allem an Familien und ist der ideale Ort, um sich wiederzusehen und Zeit miteinander zu verbringen.

Freiwillige an (wir brauchen unter anderem Fussball-Schiedsrichter). Anmeldung: FSTSekretariat, 031 388 05 49 oder info@rfst. ch. Alle Infos findet ihr auf rfst.ch Sébastien Goetschmann

Wir erwarten euch zahlreich am 16. und 17. Juni in Lyss! Wenn ihr zum guten Gelingen der FST beitragen möchtet, dann meldet euch als Fair-Play ist die oberste Devise an den Sporttagen der Heilsarmee.

Bild: Sébastien Goetschmann

Im Leben wie im Sport gibt es nur zwei Mannschaften. Darüber drückt sich die Bibel sehr klar aus. In Matthäus 12,30 sagt Jesus: „Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich!” Wenn wir nicht für und mit Gott spie- Sandrine Ray len, spielen wir gegen ihn. Wir können nicht Zuschauer sein. Wir leben, also spielen wir! Es ist an uns, die rechte Mannschaft zu wählen.

Bild: ZVG

Die Bibel sagt, wenn wir an Gott glauben und seinen Sohn Jesus Christus als Retter annehmen, werden wir Kinder Gottes (siehe Römer 8,14-19). Das heisst im Sport-Jargon: zu Gottes Mannschaft gehören.

Jesus versorgt die Mannschaft Doch damit nicht genug. In der Regel kann sich eine Mannschaft, wenn sie während der Spielsaison irgendetwas nötig hat, stets an die Sponsoren wenden, um das notwendige Material zu erhalten. Mit unserem „Sponsor” Jesus verhält es sich gleich. Jeden Tag dürfen wir uns an ihn wenden und ihm sagen, was wir brauchen. Wir können es tun, denn auf unserem Trikot steht sein Logo. Dieser vollkommene Sponsor ist immer um unsere Bedürfnisse besorgt, manchmal gibt er uns nicht, was wir wünschen, aber er gibt immer das, was wir nötig haben.


Panorama

Alte Brassleidenschaft neu belebt Knapp 100 Teilnehmer haben am 28. und 29. April 2012 am Brass-Event in Bern teilgenommen. Claire-Lise Bitter, Cornetspielerin, berichtet, wie am Anlass ihre Freude an der Brassmusik gewachsen ist.

Musikübung wird zur Fitness Ich habe am Samstag den Cornet-Workshop besucht. Die Stunde ist zu einem besonderen Erlebnis für mich geworden. Kevin Ashman (erster Cornetspieler der International Staff Band) hat den Teilnehmern gezeigt, wie wir effizient üben und Erfolge erzielen können. Um uns verschiedene Techniken zu demonstrieren, spielte

Auf kreative Art hat er uns für Etüden begeistert. Mit unserem Lieblingschorus sollen wir Übungen interessanter machen. Da wird Üben zum Lobpreis! Diese Stunde hat bei mir die Begeisterung für unsere Brassmusik wieder hervorgerufen. Ich bin motiviert, in Übungen und Etüden dranzubleiben.

Die Übung machts: Kevin Ashman (ISB) spielte jedes der Soli ohne Noten.

Die Heilsarmee Birsfelden hat ihr 125 Jahre-Jubiläum am 5. Mai 2012 mit einem Frühstück und einem Podiumsgespräch gefeiert.

Oberstin Adler erzählt von damals: Sie hat sich an einer Freiversammlung teils nur mit zwei weiteren Salutisten hingestellt und mit einem Blasinstrument und einer Gitarre die

Die Freude an der Musik und das Können der ISB haben mir viele schöne Erinnerungen gebracht und neue Motivation, zu üben. Ich kann all die Musikanten der Heilsarmee Schweiz, die nicht am Brass-Event gewesen waren, nur ermutigen, an einem zukünftigen Anlass teilzunehmen. Claire-Lise Bitter

Früher war alles besser – oder?

Oberstin Ines Adler, Offizierin im Ruhestand und Mitglied des Korps Birsfelden, sowie Martin Künzi, Leiter Marketing und Kommunikation der Heilsarmee Schweiz, haben sich Bruno Niederhäusers Fragen gestellt. Der Salutist des Jubiläumskorps hat sie herausgefordert, über Pioniergeist und Beziehungen zu sprechen. Das Publikum nahm rege an der Diskussion teil. Viele Teilnehmer haben auf ihre brennenden Fragen Antworten erhalten.

Für die Teilnehmer des Brass-Events folgte noch eine Nocturne, in der unter anderem ein Schlagzeuger der ISB unerwartet auf das zweite Cornet wechselte – und es beherrschte!

Bild: Florina German

Zwei Grussworte per Videobotschaft, von Stadtpräsident Alexander Tschäppät und Cartoonist Max Spring, haben gezeigt, dass die Brassmusik der Heilsarmee nicht nur innerhalb unserer Organisation wichtig ist. Sie setzt auch darüber hinaus ein Zeichen. Das ist ermutigend, besonders für einsame Übungsstunden im Keller.

er jeweils Soli vor – alle auswendig! Die für das Spiel benötigte Körperspannung hat er vorgeführt: Er legte sich auf den Rücken und liess eine Teilnehmerin des Kurses auf seinem Bauch stehen. Er spielte in dieser Haltung ein bekanntes Musikstück!

Zuhörer aufmerksam gemacht. Im Korps wurde sie von Anfang an eingesetzt, zum Beispiel für eine Bibellesung oder um ein Lied auszugeben. Sie erinnert auch an das Jahresmotto und die entsprechenden Auffahrtsabzeichen, die dazu erschienen. All das gab Ansporn, als Korps und als Salutist das Thema zu leben.

Martin Künzi

„Apps” statt Abzeichen Martin Künzi findet, dass die Heilsarmee heute zeigen

muss, dass sie sich für die Menschen interessiert, die sie anspricht. Die Umsetzung ist sekundär. Heilsarmeestandorte haben eine eigene Identität und unterscheiden sich sowohl in ihren Angeboten als auch in der Art und Weise, wie sie diese präsentieren. Statt Abzeichen gibt es heute Applikationen für Mobiltelefone. Oberstin Ines Adler Dank Internet können neue Formen zur Kommunikation eingesetzt werden. Die Heilsarmee-Facebookseite hat heute beispielsweise ebenso viele Fans, wie es Mitglieder gibt. Majorin Sibylle Kissuth, Martin Künzi

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Bilder: Sibylle Kissuth

Als ich an den Brass-Event ging, wusste ich nicht genau, was mich erwartet. Die Spannung wurde noch grösser, als am Samstag kurz vor 14 Uhr ein Countdown an einer Leinwand im abgedunkelten Saal im Korps Bern erschien. Talerschwingen und ein Alphorn erklangen. Darauf hat die Musikgruppe Brass of Praise in das Stück „O Meer voller Liebe” eingesetzt. Schön, dass typisch schweizerische Instrumente so gut zu unserer Musik passen!

800 Zuschauer am ISB-Konzert Am Abend hat die International Staff Band ein beeindruckendes Konzert im ausverkauften Theatersaal des „National” gegeben. Dem Programm folgten drei Zugaben, bevor es der ISB möglich war, das Konzert zu beenden. So gross war die Begeisterung.


Panorama

Mit den richtigen Schuhen unterwegs In Haiti lernen Teenager die Grundlagen der Schuhmacherei. Das Programm wird von der lokalen Heilsarmee gefördert.

Bilder: ZVG

Die Schusterlehrlinge in Petite Place Cazeau, nahe der Hauptstadt Port-au-Prince, sind begeistert: Sie lernen ein Handwerk, das ihnen ermöglicht, für ihre Familien zu sorgen. Jedes Wochenende treffen sich die Jugendlichen zwischen 10 und 17 Jahren, um das Schuhhandwerk zu lernen.

Reginald François arbeitet pro Treffen rund vier Stunden mit den Teens, um ihnen die Grundlagen und die Geschichte des Schusterns zu vermitteln. „Sie haben grosses Talent”, sagt er über die Teilnehmer. Eine von ihnen ist die 16-jährige Carline Charles. Sie kommt zum ersten Mal mit der Heilsarmee in Kontakt. „Mir gefällt es wirklich”, sagt sie, „und meine Familie ist froh, dass ich etwas lerne.” Carline hofft, ihre Handfertigkeit an andere vermitteln zu können.

Heute lernt die 16-jährige Carline Charles selbst die Grundlagen, bald will sie das Schustern anderen beibringen.

Reginald François träumt davon, grössere Workshops für junge Leute zu organisieren und die Sandalen überall dort zu verkaufen, wo es die Heilsarmee gibt. Die Gruppe hat in der vergangenen Weihnachtszeit Freunden und Eltern 30 Paar Sandalen verkauft. Das Team arbeitet an einem neuen Modell, für den diesjährigen Fahnentag.

Spatenstich im Buchseegut Am Samstag, 28. April 2012, ist der Grundstein für ein Gebäude in den Wohnund Werkstätten in Köniz bei Bern gelegt worden. Die Feier fand im Rahmen des Tags der offenen Tür im Buchseegut statt. Im Sommer 2013 sollen 46 Personen ihr neues Heim beziehen können, das sind einige mehr als bisher. In ihren Grussworten wünschten der Bauherrenvertreter Urs Loosli, Institutionsleiter Major Urs Meyner und Kommissär Franz Boschung (siehe Bild) gutes Gelingen und Schutz für die Bauarbeiter. Der Grundstein besteht aus einer Bibel und einer aktuellen Ausgabe des Dialog.

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dialog · Monatszeitschrift der Heilsarmee · Juni 2012

Florina German

Jeder einzelne Schuh ist ein Kunstwerk.

„Die Schusterei ist nicht bloss ein Geschäft, es ist eine Kunst”, sagt Reginald François. Es ist nicht zu übersehen, dass er mit grosser Leidenschaft sein Geschick mit den jungen Leuten aus Petite Place Cazeau teilt. Kara Langford

Sie können den Teens aus Haiti und Ihren Füssen etwas Gutes tun. Möchten Sie ein Paar Schuhe ergattern? Auskunft über die Bestellung gibt Majorin Christine Volet. christine_volet@heilsarmee.ch


Panorama

125 Jahre Heilsarmee Italien Vom 27.–29. April feierte die Heilsarmee Italien in Rom ihr 125-jähriges Bestehen. Begeisterte Salutisten und Freunde aus ganz Italien, vom Piemont bis nach Sizilien, nahmen am Kongress teil. wird von Italien unterstützt. Unter den besonderen Gästen waren die Kommissäre Barry (Stabschef) und Sue Swanson.

Bild: ZVG

Sogar aus Athen und Saloniki reiste eine Delegation nach Rom um mitzufeiern, denn die noch junge Heilsarmee in Griechenland

In den Workshops, Vorträgen, Konzerten und Gottesdiensten zum Thema „Venga il tuo regno”, dein Reich komme, wurde etwas von Gottes Wirken spürbar und sichtbar. Es ist ermutigend zu sehen, wie Gott eine neue Generation ruft, die sich mit voller Hingabe für sein Reich einsetzt. Fünf Kadetten bereiten sich derzeit in Italien für den Offiziersdienst vor. Vor der Heimreise waren alle eingeladen, in froher Gemeinschaft die Jubiläumstorte anzuschneiden und zu geniessen. Major Alfred Inniger (diente zwölf Jahre als Heilsarmeeoffizier in Italien)

Buchtipp Die Heilsarmee in Italien von 1887 bis 1990, Fotoband (Bildlegenden: italienisch). Autor: Giovanni Antonio Colangelo Erschienen im März 2012, 144 Seiten Erhältlich im Heilsarmee-Museum Bern, Tel. 031 388 05 01/79 Das territoriale Musikkorps aus Frankreich und Belgien, unterstützt von Schweizer Musikanten, hat für die Festmusik gesorgt.

Eine Musicalwoche mit Durchblick Während einer Ferienwoche im April übten 40 Kinder in der Heilsarmee Aargau Ost das Musical „Sunneklar” ein.

Bild: ZVG

Die Kinder haben sich während einer Woche auf die Spuren eines blinden Mannes gemacht, der unbedingt wieder sehen wollte. Bartimäus hiess der Blinde und seine Lebensgeschichte ist im Neuen Testament der Bibel nachzulesen. Mit Nachdruck, ja fast schon penetrant, bittet er Jesus um Hilfe aus seiner ausweglosen Situation – und erlebt ein grosses Wunder: Er kann wieder sehen!

Mit viel Elan und Freude haben die Kinder von fünf bis 13 Jahren die eingängigen Lieder, Melodien und Theatertexte gelernt. Sie haben viel gebastelt und gespielt. Die älteren Kinder haben das Erlebnismobil der Christoffel Blindenmission besucht. Unter fachkundiger Leitung haben sie gelernt, wie blinde Menschen richtig geführt werden und wie es sich anfühlt, „blind” mit einem Stock einen Parcours zu absolvieren.

Hereinspaziert: Zirkus in Liestal In den Frühlingsferien hat sich der Eingang der Heilsarmee in Liestal in ein Zirkuszelt verwandelt. Täglich kamen über sechzig begeisterte Kinder zum Zirkus-Musicalprojekt. Die Kinder haben fleissig gebastelt und Lieder, Theater, Tänze und Zirkusdarbietungen eingeübt. Die Geschichte des Zirkusmädchens Roby begleitete sie durch die Woche. Roby entdeckt in ihrer Bibel einen Schatz im 91. Psalm „Unter dem Schirm des Höchsten”.

Höhepunkt des Lagers war der grosse Auftritt in der Turnhalle Umiken. Das Adonia-Musical, aus der Feder von David Hollenstein und Marcel Wittwer, haben Eltern, Grosseltern, Götti und Gotte sowie zahlreiche weitere Gäste besucht. Im Anschluss an die gelungene Vorstellung hat die Heilsarmee Aargau Ost alle Besucher sowie die hungrigen Sänger und Schauspielerinnen zu einem feinen Apéro eingeladen.

Zum abwechslungsreichen Programm zählten auch spassige Clowns, spannende Geschichten, ein Ausflug in eine Kunstturnhalle und auf einen Reithof. Krönender Abschluss: zwei gut besuchte Zirkusvorstellungen, an denen die Kinder mit viel Freude ihr Musical präsentierten. Das Publikum hat sich in die Zirkusatmosphäre hineinnehmen und von der Begeisterung der Kinder anstecken lassen.

Leutnantin Corinne Lanz

Joël Niederhauser

Die Kinder meistern einen Blindenparcours. dialog · Monatszeitschrift der Heilsarmee · Juni 2012

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Notabene

Majorin Ruth Vaterlaus Bild: ZVG

Nach 31 Dienstjahren als Heilsarmeeoffizierin trat Majorin Ruth Vaterlaus am 31. Mai 2012 in den wohlverdienten Ruhestand. Sie wurde ihren Eltern am 17. Mai 1948 in Rüdlingen als drittes Kind geschenkt. Ruth Vaterlaus wuchs mit vier Geschwistern in einem christlichen Elternhaus auf und lernte schon früh die Heilsarmee kennen. Nach dem Schulaustritt absolvierte sie die dreijährige Lehre als kaufmännische Angestellte und wurde im Februar 1976 als Heilssoldatin eingereiht. Ruth verspürte immer viel Freude beim Singen und half gerne in der Wirtschaftsmission mit. Mit dem Eintritt in die Offiziersschule mit der Session „Die Soldaten Gottes” und der Aussendung im Jahre 1981 begann ihr Dienst als Heilsarmeeoffizierin im Korps Schwarzenburg. Dies war der Anfang einer Reihe von verschiedenen Bestallungen: Korps Dübendorf, Hauptquartier Abteilung Verwaltung Kasse, Korps Horgen, Korps Langenthal und Korps Birsfelden. Ruth Vaterlaus stellte sich im Dezember 2004 einer neuen Herausforderung, als sie mithalf, das Callcenter Brocki in Bümpliz aufzubauen. Im November 2005 führte sie ihr letzter Marschbefehl ins Hauptquartier in Bern, wo sie eine Aufgabe im Bereich Finanzen und Controlling Evangelisation übernahm. Das fröhliche Wesen, die offene Art und das entschiedene Engagement von Ruth Vaterlaus wurden sehr geschätzt. Die Heilsarmeeleitung dankt Majorin Ruth Vaterlaus ganz herzlich für ihren unermüdlichen und wertvollen Einsatz, mit dem sie ihren Offiziersdienst ausgeübt hat. Wir wünschen ihr für den Ruhestand alles Gute und Gottes reichen Segen. Oberstleutnant Massimo Tursi Chefsekretär

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dialog · Monatszeitschrift der Heilsarmee · Juni 2012

Termine Kommissäre Franz und Hanny Boschung, Territorialleiter 15.6.2012 Strategieratssitzung, HQ Bern 16.–17.6.2012 Familiensporttage, Lyss 6.–14.7.2012 International Conference of Leaders, Toronto Oberstleutnant Massimo Tursi, Chefsekretär 15.6.2012 Strategieratssitzung, HQ Bern 16.–17.6.2012 Familiensporttage, Lyss

Gratulationen 80 Jahre 21.6.2012 Oberstin Ruth Stettler-Hanselmann, Waldstätterstrasse 11, 3014 Bern 70 Jahre 3.7.2012 Major Paul Burch-Haller, Scheidgasse 1, 3703 Aeschi b. Spiez

Internationale Wechsel Die Oberstleutnante Bradford und Heidi Bailey, Offiziere des Territoriums USA Zentral, derzeit als Untersekretäre in der Zone Amerika und Karibik am Internationalen Hauptquartier tätig, werden ins Territorium USA Süd versetzt. Oberstleutnant Bradford Bailey wird zum Chefsekretär ernannt und Oberstleutnantin Heidi Bailey zur Sekretärin für Gesellschaft und Familie. Sie werden zu Obersten befördert. Sie treten die Stelle der Oberste Terry and Linda Griffin an, die in den Ruhestand gehen.

Ankündigungen Die Kandidatenkommission hat Régis und Sybille Cortat vom Korps Tramelan für die Offiziersschule 2013 – 2015 angenommen.

Der Heilsarmee-Shop (Laupenstrasse 5, Bern) ist vom 9.–20. Juli 2012 geschlossen. Nach diesen Sommerferien ist der Shop wieder wie gewohnt geöffnet: Dienstag bis Freitag, 9–11.30 Uhr (oder nach telefonischer Absprache: Tel. 031 388 05 05)

Anteilnahme

Major Oscar IselinEgger Am 19. April 1936 wurde Oscar Iselin als erstes Kind von Elisabeth und Oscar IselinTischhauser in der Ostschweiz geboren. Nach der Schulzeit absolvierte er die kaufmännische Lehre. Während dieser Zeit lernte er Jesus als seinen Heiland kennen und lieben. Nun wollte er ihm begeistert dienen. Bild: ZVG

Herzlichen Dank!

1958 begegnete er seiner lieben Hanna. Sie heirateten 1960. Den beiden wurden vier Kinder geschenkt: Elisabeth (1961), Daniel (1962), Magdalena (1963) und Rahel (1967). 1968 führte Gott die Familie in die Heilsarmee. Sie trat dem Korps Chur bei. 1970 entschied sich Oscar Iselin-Egger zum Dienst als Heilsarmeeoffizier. Nach der Kadettenschule in Bern übernahm er 1973 die Leitung des Korps Brienz. Nach einem Jahr als Kadett-Leutnant wurden seine Frau und er zu Offizieren geweiht und erhielten die Beförderung zu Leutnants. Es folgten Bestallungen nach Brugg, wo sie sieben Jahre das Korps leiteten, in seine alte Heimat Herisau, dann nach Dübendorf, nach Lenzburg sowie nach Frauenfeld und schliesslich nach Weinfelden. Die schönsten Erfahrungen während des 30-jährigen Dienstes waren für ihn, wenn er Menschen zu Jesus führen durfte. Ebenfalls viel Freude und Segen erlebte er in der Weitergabe des Evangeliums durch Predigten, Seelsorge und Gesang, mit Gitarre und Konzertina. Seine Kinder meinten dann auch des Öfteren scherzhaft: „Vati, du singst laut, zwar nicht unbedingt schön, aber dafür sehr laut!” 2001 trat Major Oscar Iselin-Egger in den Ruhestand. Die letzten Jahre mit Hanna waren gefüllt mit vielen schönen Erlebnissen, doch auch geprägt durch Krankheit. Am 1. Mai 2012 hat Major Iselin-Eggers Herr und Heiland ihn zu sich geholt. Major Oscar Iselin-Egger und Rahel Gerber-Iselin


Notabene

Dienstjubiläen per 1. Juni 2012 Auszeichnung für langjährigen Dienst 35 Dienstjahre Majorin Myriam Huguenin, Major August Martin-Beyeler, Majorin Ruth Martin-Beyeler, Kommissär Franz Boschung-Abderhalden, Kommissärin Hanny Boschung-Abderhalden, Major Markus Zünd-Cachelin

60 Jahre HeilsarmeeofffizierIn Majorin Helena Fischer, Majorin Arlette Flückiger-Gut, Major Max Schmid-Schöni, Majorin Esther Steiner-Fuhrer, Majorin Ruth Moor

30 Dienstjahre Major Alfred Inniger-Etzensperger, Major Giovanni Catalanotto-Rindlisbacher

55 Jahre HeilsarmeeoffizierIn Oberstleutnant Ernest Hofer-Hazell, Majorin Priska Stoll, Majorin Ruth Hübscher, Majorin Lydia Walzer-Roggli, Majorin Elisabeth Wittwer-Blatter, Majorin Alice Zuber

25 Dienstjahre Majorin Sibylle Kissuth-Magnin, Major Gerhard Wyss-Pfister, Major Jean VoletSterckx, Majorin Christine Volet-Sterckx, Major Martin Gossauer, Majorin Fiona Hofer-Pressland

50 Jahre HeilsarmeeoffizierIn Oberstleutnantin Edith Thöni-Geissmann, Majorin Alice Fuhrer-Tanner, Majorin Heidy Kramer-Screta, Major Konrad RaasBannier, Oberstleutnantin Andrée Dudan, Majorin Marlis Dutler, Majorin Heidi Marguth

Dienstjubiläum 20 Dienstjahre Majorin Cinzia Walzer-Carpagnano

45 Jahre HeilsarmeeoffizierIn Major Jean-Pierre Geiser-Jan du Chêne, Majorin Yvonne Geiser-Jan du Chêne, Major Hans Knecht-Weidmann, Majorin Heidi Knecht-Weidmann, Oberstleutnant Rodney Bates-Volet, Oberstleutnantin Jacqueline Bates-Volet, Major Werner Schwendener-Eggenberger, Majorin Ruth Schoch, Kommissärin Françoise BraunVolet, Major Roland Magnin-Linander, Majorin Birgitta Magnin-Linander, Major Heinz Weidmann-Grohs, Majorin Susanne Bürki-Illi

10 Dienstjahre Kapitän Pascal Donzé-Chevalley, Kapitänin Muriel Donzé-Chevalley 5 Dienstjahre Leutnant Markus D'Alessandro-Forster, Leutnantin Silvia D'Alessandro-Forster, Leutnantin Monika Weidmann-Schwizer, Leutnant Markus Weidmann-Schwizer Beförderung zu Majoren Kapitän Jean-Daniel Egger-Favre, Kapitänin Nathalie Egger-Favre, Kapitän Bjørn Marti-Gugler, Kapitänin Angelika Marti-Gugler, Kapitänin Isabelle DawansVannieuwenhove, Kapitän Yves DawansVannieuwenhove, Kapitän Andrew Morgan-Boutcher, Kapitänin Darlene MorganBoutcher

40 Jahre HeilsarmeeoffizierIn Oberstleutnantin Liliane Donzé-Jeanneret, Oberstleutnant Georges Donzé-Jeanneret

35 Jahre Heilsarmeeoffizierin Majorin Elisabeth Moser-Aenishänslin, Majorin Martha Mosimann, Majorin Yvette Schaffter-Staïesse

Korrigenda In der Familienchronik des letzten „Dialog” haben sich leider Fehler eingeschlichen. Kinderweihe Birsfelden (nicht Biel): Leah Brenneisen, Loïs Niederhäuser Heimgang Birsfelden (nicht Biel): Alice Rothenbühler, Bertha Marie Herrmann Abschluss biblischer Unterricht Biel (nicht Soldateneinreihung): Salome Baum, Salim Gataby, Dania Holzer, Igea Valori Mitarbeiter-Ernennung Amriswil: Hedy Saner (Müttergesprächskreis), Christa Senn (Müttergesprächskreis), Margrit Baur (Kinderhütedienst, Müttergesprächskreis) Besondere Jubiläen Amriswil: Vreni Zwahlen (60 Jahre Salutistin) Heimgang Amriswil: Erwin Saugy Heimgang Zürich-Oberland: Aaron Bläuenstein

Zsolt-

Wir bitten herzlich um Entschuldigung. Die Redaktion

Jubiläum im Ruhestand 75 Jahre HeilsarmeeoffizierIn Oberst Jacobo Nüesch-Brites 70 Jahre Heilsarmeeoffizierin Majorin Simone Favre, Brigadierin Regina Thévoz-Chevalley, Brigadierin Gertrud Waber-Küpfer 65 Jahre HeilsarmeeoffizierIn Kommissärin Geneviève Cachelin-Booth, Kommissärin Simone Chevalley-Gindraux, Majorin Georgette Dudan, Oberstleutnantin Martha Mägli-Egger, Major Albert ZündGrogg

Hier fühle ich mich sicher Flüchtlinge fotografieren Orte und Plätze Fotoausstellung anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Heilsarmee-Flüchtlingshilfe 6.–20. Juni 2012 in der Heiliggeistkirche in Bern Zur Vernissage am 6. Juni 2012 um 18 Uhr sind Sie herzlich eingeladen. Weitere Informationen: offene-kirche.ch dialog · Monatszeitschrift der Heilsarmee · Juni 2012

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Sport hat Nebenwirkungen Im Verlaufe des Winters habe ich mich gefragt, wie ich gegen Gewichtszunahme angehen könnte. Die Universität Basel, an der ich einige Theologiekurse belegt habe, sandte mir ein Programm der Sportabteilung. Einige Dutzend Seiten bieten verlockende sportliche Tätigkeiten.

Bild: fotolia.com / Robert Kneschke

Im Dialog bleiben

Beim Lesen der Broschüre fiel mein Blick auf ein vielversprechendes Training. Es hiess „Körperliche Kondition für Universitätsangestellte”. Der Sportdienst räumte mir eine Sonderbewilligung ein, um daran teilnehmen zu können.

Es war sehr lange her, seit mir eine solche Einladung von Menschen ausserhalb der Heilsarmee gegeben wurde. Welche angenehmen Nebenwirkungen kann der Sport doch haben! Bloss Pech für die Gewichtszunahme … Major Jean-Marc Flueckiger

Im nächsten „dialog”

Vor dir Gott, Vater, beugen wir unsere Knie. Wir bitten dich, dass du uns aus deinem grossen Reichtum beschenkst und uns durch deinen Geist innerlich stark machst. Wir beten, dass Christus durch den Glauben immer mehr Raum in unseren Herzen gewinnt.

Impressum

Egger

Zusammen packen wir's! Bild: Alexander

Stärkung am inneren Menschen

Gründer der Heilsarmee William Booth Generalin Linda Bond Territorialleiter Kommissär Franz Boschung

Das Europäische Parlament hat 2012 zum Jahr der Solidarität zwischen den Generationen erklärt. Wie steht es in der Heilsarmee um den Dialog zwischen Jung und Alt? Im nächsten Dialog gehen wir den Fragen nach, wie die Heilsarmee ein Miteinander pflegen und den Austausch zwischen den Generationen fördern kann.

Majorin Heidi Knecht  

dialog · Monatszeitschrift der Heilsarmee · Juni 2012

Verlag und Redaktion Hauptquartier der Heilsarmee für die Schweiz-Österreich-Ungarn Laupenstrasse 5 · Postfach 6575 · CH-3001 Bern Telefon 031 388 05 02 redaktion@heilsarmee.ch Adressänderungen bitte an diese Adresse!

Layout Rolf Messerli Druck rubmedia, Wabern/Bern

Die Redaktion

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Monatszeitschrift für Salutisten und Freunde der Heilsarmee

Redaktionsteam Sergeant Martin Künzi (mk), Leiter Kommunikation und Marketing; Gabrielle Keller (gk), Redaktionsleiterin; Florina German (FG), Redaktorin; redaktionelle Mitarbeiter: Elsbeth Cachelin-Rufener, Oberstin Ines Adler (i.R.), Claire-Lise Bitter, Reinhard Lässig.

Lass uns fest in der Liebe verwurzelt und gegründet sein, damit wir mit allen Gläubigen das Ausmass Christi Liebe erkennen können. Gott, Vater, erfülle uns mit deinem göttlichen Reichtum, deiner Liebe und Kraft. Herrlicher Gott, unvorstellbar gross ist deine Kraft, die in uns wirkt. Du kannst unendlich viel mehr tun, als wir je bitten oder auch nur hoffen würden. Deshalb wollen wir dich mit der ganzen Gemeinde und durch Christus Jesus für alle Zeit und Ewigkeit loben und preisen. Amen. (nach Epheser 3,14-21)

AZB

Im Dialog mit Gott

Am Ausgang der Garderobe fragten mich zwei Mitglieder der Gruppe: „Kommst du mit uns essen?” 3001 Bern

Als ich die Sporthalle endlich zum ersten Mal betreten konnte, war ich glücklich. Das Training verlangte viel Engagement, hat mir aber grossen Spass gemacht. Was mich allerdings am meisten freute, geschah nach der zweiten Trainingsstunde.

Fitness, Fahrrad, Freundschaft: ein Erfolgsrezept gegen zu viele Kilos? (Symbolbild)

Abonnement dialog Fr. 46.– (Inland), Fr. 65.– (Ausland) Trialog Fr. 24.– (Inland), Fr. 44.– (Ausland) Klecks Kinderzeitschrift Fr. 20.–

„ Jeder aber, der kämpft, enthält sich aller Dinge. ”

1. Korinther 9,25


Dialog 06/2012 - Auf die Plätze, fertig, los!