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d ialog M o n a t s z e i t s c h r i f t f ü r S a l u t i s t e n u n d F re u n d e d e r H e i l s a r m e e

07/ 2011

Bild : Sébastien Goetschmann

Wie grün muss ein Christ sein? So gehen wir verantwortungsvoll mit der Schöpfung um Das Interview mit Kommissären Burger Aus dem Leben der Heilsarmee

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Bild: Wikimedia

Dialog

Leserbrief Zum Artikel „Neues Projekt startet in Zürich”, „dialog” 5/2011 – Wenn ein Mensch abhängig ist (Alkohol, Drogen …), kann man ihm nicht mit „ein wenig Alkohol” helfen. Tausende Menschen werden dies bezeugen. – In der Schweiz gibt es genügend Beratungsstellen, zu denen man die Betroffenen hinweisen kann. Es ist wahr, dass es manchmal nötig ist, psychiatrische Pflege in Anspruch zu nehmen. Aber in Zürich wird psychologische Hilfe im christlichen Sinn vermittelt. – Ich befürchte, dass man in der Heilsarmee mehr und mehr die Kraft Jesu Christi und des Heiligen Geistes vernachlässigt. Und das ist bedauerlich. Aimée Jouanen, Korps d’Alès, Frankreich

Verteilen Sie TRIALOG und leisten Sie einen Beitrag zur Verbreitung des Evangeliums. Magazin 4/2011 Cool, dass es die Heilsarmee gibt! Sie bietet Essen und Obdach, hilft aus der Schuldenfalle, besucht Gefangene und Einsame, leistet Präventionsarbeit unter Jugendlichen. Daneben hält sie Gottesdienste und gibt geistliche Betreuung und Begleitung. – Lesen Sie selber, wie aus Ihren Spenden Gutes entsteht. Aktueller Flyer 3/2011 Familie und Heimat verlassen – Milena lebt heute in der Schweiz. Sie erzählt, was es heisst, in einer neuen Heimat Wurzeln zu schlagen.

Music & Gospel Arts Camp

2011

30. Juli – 06. August 2011, Rickenbach BL Alter: 0 – 90 Jahre Das Music & Gospel Arts Camp ist eine kreative Lagerwoche für Familien und Einzelpersonen jeden Alters. Jeden Tag kann ein Workshop aus einer breiten Palette an verschiedenen Musikrichtungen und kreativen Kunstformen wie Tanz, Theater, grafisches Arbeiten und vielen mehr ausgewählt werden. Auskunft und Anmeldung Micael Dikantsa, Heilsarmee Music & Gospel Arts Laupenstrasse 5, Postfach 6575, 3001 Bern Tel. 031 388 05 64 gospelarts@swi.salvationarmy.org www.gospelarts.ch

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Schützenswert ist, was von Gott ist Die Natur ist ein gewaltiges Schöpfungszeugnis. Klar, dass Christen ihr ein gewisses Mass an Achtung entgegenbringen. Weniger klar ist, wie diese Achtung aussehen soll. Was unser Glaube mit dem Thema Umweltschutz zu tun hat, haben wir auszuleuchten versucht. Beinhaltet die Bibel Antworten auf die Frage nach dem Umgang mit der Natur (Seite 4)? Und was bedeutet Umweltschutz im Alltag von uns Christen (Seite  6)? Zwischen Erhaltung des Göttlichen in der Schöpfung und „Vergöttlichen” der Schöpfung selbst, liegt ein schmaler Grat dessen Verlauf nur der Heilige Geist beleuchten kann. Nachhaltiger Umweltschutz hat also weniger mit Reglementierung des CO2Ausstosses von Autos zu tun als mit dem Bestreben, Jesus ähnlicher zu werden. Thomas Anliker

Leitbild der Heilsarmee Die Heilsarmee ist eine internationale Bewegung und Teil der weltweiten christlichen Kirche. Ihre Botschaft gründet auf der Bibel. Ihr Dienst ist motiviert von der Liebe Gottes. Ihr Auftrag ist es, das Evangelium von Jesus Christus zu predigen und menschliche Not ohne Ansehen der Person zu lindern.


HA-Info

Der Jahresbericht zeigt die Vielfalt der Heilsarmee in unserem Territorium. Bestimmt sieht Ihr inneres Auge sofort von Gedanken untermalte Bilder, die Sie mit der Heilsarmee in Verbindung bringen: Ihr Korps, singende Salutisten vor Weihnachten, freundliche Brockimitarbeiter, ein Angebot für sozial Benachteiligte oder auch nur eine Adresse für den äussersten Notfall.

rer Form gehören, dass noch heute die Dynamik und der Pioniergeist eines Jungunternehmens in ihr schlummern. Sie ist kompromisslos da für Menschen in Not und findet Wege, wo Menschen in ausweglosen Situationen scheinen: Dem frierenden Obdachlosen ein warmes Bett, zerrütteten Familien ein soziales Umfeld, gebeutelten Prostituierten Zeit für Gespräche, dem Manager mit Burnout ein Angebot zum Auftanken, einsamen Betagten erfüllende Gemeinschaft und Kindern in schwierigen Verhältnissen gute Freunde.

Bild: HA

Full colour inside — der Jahresbericht 2010 ist da

Der Jahresbericht 2010 – bunt und vielfältig wie unsere Heilsarmee selbst.

All dies und noch viel mehr ist die Heilsarmee. Sie ist ein bunter Blumenstrauss, dessen Vase die Welt, oder im Fall des Jahresberichts, das Territorium SchweizÖsterreich-Ungarn ist.

Sie bietet Gottesdienste und eine breite Palette an Angeboten, die echte Beziehungen unter Menschen fördern und auf der Basis gelebten Glaubens aufbauen.

resbericht liegt bei Ihrer Heilsarmee auf und trägt den Titel „Full colour inside!”.

Mit ihren 129 Lebensjahren in der Schweiz beweist die Heilsarmee, zu der Sie in Ih-

Entdecken Sie die Farbenvielfalt einer Organisation, die Ihnen vertraut ist! Der Jah-

Martin Künzi, Abteilungsleiter Marketing und Kommunikation

Eine geistliche Sportdisziplin könnte „Belastbarkeit” sein. Der Duden definiert „Belastbarkeit” als die „Fähigkeit, Belastung, Inanspruchnahme auszuhalten, wie zum Beispiel körperliche, seelische Belastbarkeit”. In dieser Kategorie würden wir geistliche Athleten finden, die nach enormen Belastungen stärkere und positivere Menschen geworden sind. Viele wunderbare Menschen zeichnen sich in dieser Kategorie aus. Schwer krank, kämpfen sie ihren Weg zur Gesundheit zurück. Unerwartet arbeitslos geworden, drücken sie erneut die Schulbank, um neue Berufskenntnisse zu erwerben. Getrennt und gebrochen durch eine Scheidung, raufen sie sich zusammen und bauen ihr Leben neu auf; sie verschwenden ihre Zeit und Energie nicht im Selbstmitleid. Das klassische Zeugnis in Sachen Belastbarkeit finden wir in Paulus‘ zweitem Korintherbrief: „Ich bin von allen Seiten bedrängt, aber ich werde nicht erdrückt. Ich weiss oft nicht mehr weiter, aber ich verzweifle nicht. Ich werde verfolgt, aber Gott lässt mich nicht im Stich. Ich werde niedergeworfen, aber ich komme wieder auf” (2. Korinther 4, 8-9).

die Initiative. Sie schauen nicht einfach zu und kritisieren, sondern sind engagiert und bereit, Risiken einzugehen.

www.heilsarmee.ch/jahresbericht

Offen gesagt

Bild: HA

Sporttag Sport ist längst zum grossen Geschäft geworden. Ich habe mit Erstaunen den FIFA-Kongress in Zürich mitverfolgt, und ich hatte den Eindruck, dass es dort hauptsächlich um zwei Dinge geht: Geld und Macht. Vom eigentlichen Sport war kaum die Rede. Die Olympischen Spiele werden von Millionen Menschen mitverfolgt. Wer vor Ort ist, zahlt Höchstpreise für Eintrittskarten. Die Sponsoren regieren, weil sie das allwichtige Geld beitragen. Die Athleten sieht man zwar auf dem Fernsehschirm, aber die Fäden werden im Hintergrund von denen gezogen, die das Geld kontrollieren. Ich bin dankbar dafür, dass unser Territorium jedes Jahr Familien-Sport-Tage durchführt, die frei sind von all dem „Geldwahnsinn”. Sport ist wichtig, weil er Sport ist, nicht weil man damit Geld verdienen kann. Vielleicht sollten wir einen Sporttag des Geistes organisieren. An einem solchen Ereignis könnten Spitzenleistungen in verschiedenen geistlichen Lebens(sport)arten erreicht werden.

„Initiative” ist die nächste olympische Geistesdisziplin. Sieger sind diejenigen, die das Leben mit Begeisterung und Vertrauen anpacken. Sie beklagen sich nicht über den schlechten Zustand der Welt. Sie versuchen ihr Umfeld positiv zu beeinflussen; sie reagieren nicht einfach, sondern ergreifen

„Ermutigung” ist die dritte Disziplin an unserem geistlichen Sporttag. Ermutigung ist eine unterstützende Funktion. Es ist die geistliche Gabe, andere zu ermutigen, nicht aufzugeben. Ermutigung geschieht hauptsächlich im Hintergrund. Es sind geistlich starke Frauen und Männer, die nicht im Rampenlicht stehen müssen, um erfüllt zu sein, sondern bereit sind, andere zu fördern. „Ausdauer” ist die letzte Disziplin im olympischen Spiel. Die Fähigkeit, bis zum Ende durchzuhalten. Wir sind in der Gegenwart von Siegern, wenn wir ältere Menschen um uns haben, die immer noch positiv und begeistert sind. Sie wollen immer noch Neues lernen und erfahren. Ihr Vertrauen in Gott ist stärker als je zuvor – trotz Enttäuschungen und Niederlagen. Belastbarkeit, Initiative, Ermutigung und Ausdauer: Qualitäten, die für ein erfolgreiches und gesegnetes Leben erforderlich sind. Könnten Sie an einer geistlichen Olympiade Gold holen? Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Sommer. Kommissär Kurt Burger, Territorialleiter kurt_burger@swi.salvationarmy.org

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Dossier – Wie grün muss ein Christ sein?

Umweltschutz und die Bibel — zuerst kommt die Liebe

Bild: Wikimedia

Naturschutz ist nicht grün, sondern göttlich - allerdings im Rahmen der biblischen Prioritäten. Dies lehren uns das Alte und das Neue Testament.

Eine Grundidee des Schabbat ist, dass der Mensch an einem Tag der Woche nicht nur sich selbst, sondern auch der Umwelt Ruhe gönnt.

Gott hat den Menschen zum Verwalter seiner Schöpfung ernannt. Dies hat er in seinem Bund mit Noah bestätigt (1. Mo. 9, 1-3). Aber der Mensch hat sich über seinen Status erhoben und sich wie ein Besitzer verhalten. Die Schäden sind offensichtlich. „Seht euch vor, dass ihr meine Welt nicht verderbt und zerstört. Denn wenn ihr es tut, wird es niemanden geben, der sie nach euch wieder instand setzt.” Der Satz stammt aus dem Midrasch (Kohelet Rabba). Und er ist nur eine von vielen Aussagen der rabbinischen Literatur zum Thema

Umweltschutz, einem zentralen Anliegen im Judentum. Die ersten fünf Bücher Mose mahnen uns, nichts zwecklos zu zerstören. Keine Bäume, keine Sträucher, kein Grün. Auch ist es ein biblisches Gebot, natürliche Ressourcen nicht zu verschwenden. Eine der Grundideen des Schabbat ist, dass der Mensch an einem Tag der Woche nicht nur sich selbst, sondern auch seiner Umwelt Ruhe gönnt. Schon vor 2000 Jahren ging es um verunreinigten Boden, verschmutztes Wasser und verpestete Luft.

Was sagt Jesus über Bewirtschaftung und Wahrung der Natur? Genau genommen nichts. Oder alles: Er ruft zur Umkehr auf. Umkehr vom egoistischen Denken und Handeln, Umkehr vom Gewinndenken hin zur bedingungslosen Liebe. Das Ziel bleibt die Rettung des Menschen. Wenn wir dieses Ziel in einem liebevollen Miteinander verfolgen, ergibt sich daraus auch automatisch eine ethische Ökologie. Gabrielle Keller

So bringt ein Bauer Ökonomie und Ökologie unter einen Hut Die Landwirtschaft hat sich selbst hinterfragt. Die Prioritäten lauten: kontinuierlich Weiterbilden und die berufliche Fähigkeiten mit der Natur kombinieren. Annette und Jean-Daniel Chevalley setzen das in ihrem Betrieb um. Wir sind seit vielen Jahren Landwirte und haben viele Veränderungen und Anpassungen unseres Berufs erlebt. Während man früher Angst hatte, zu wenig zu haben (eine Folge der Hungersnöte und Kriege, die wiederum das Risiko der Übernutzung und Bodenverarmung in sich bargen), kann man heute ein allgemeines Bewusst-

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sein beobachten. Die Forschung konzentriert sich auf die Schonung der Erde, der Luft und des Wassers und begünstigt so die Nachhaltigkeit der Umwelt- und Nahrungsressourcen. Die wichtigste Funktion des Bauern ist es, zu ernähren. Dafür muss er die Erde bearbeiten und ihr gleichzeitig dienen. Beobachten, zu-

hören, mit der Natur und nicht gegen sie vorgehen, im Einklang mit ihr sein. Ökologische Wissenschaft sowie die immer intensiveren Forschungen der jüngsten Zeit tragen dazu bei, die Mechanismen und auch die Folgen menschlichen Handelns besser zu begreifen. Die Erde, der Boden, ist ein Werkzeug, das es zu respektieren und zu schützen gilt. Es wird von einer Generation zur anderen weitergegeben. Leider tendieren die Richtlinien der Schweizer Agrarpolitik dazu, ökologischen ���


Bild: zVg

��� Massnahmen den Vorrang gegenüber der landwirtschaftlichen Produktion zu geben. Die Anforderungen bezüglich der Haltung von Nutztieren sind immer höher und fast unmöglich umzusetzen – sowohl was die Anpassung der Räumlichkeiten als auch die damit verbundenen Investitionen betrifft. Während die Bauern ermutigt werden, weniger zu produzieren, um Fauna und Flora zu schützen, leidet ein grosser Anteil der Menschheit an Hunger. Manchmal ist es schwierig, diese Art des Umweltschutzes zu akzeptieren, wenn man das eigentliche Potenzial der Natur kennt. Unser Bauernhof produziert gemäss den Richtlinien der Integrierten Produktion (IP), einer Methode, die darin besteht, alles zu tun, um so wenig Pflanzenschutzmittel wie möglich einzusetzen. Dies erfordert eine permanente Überwachung des Anbaus. Die Toleranzgrenzen werden eingehalten,

Der Hof von Annette und Jean-Daniel Chevalley

und Interventionen erfolgen nur im Falle massiver wirtschaftlicher oder anbautechnischer Probleme.

den Problemen, mit denen wir konfrontiert sind, und der Anwendung geeigneter Massnahmen zu finden.

Ideal wäre es, ein Gleichgewicht zwischen

Annette und Jean-Daniel Chevalley

Solar-Experte Thierry Pittet: „Ich bin nicht besonders umweltbewusst” Thierry Pittet ist Wärmetechnik-Ingenieur und arbeitet beim Kanton Neuenburg im Bereich Sonnenenergie. In Fresens baut er ein Haus nach dem Minergie-P-Standard, der einen geringen Energieverbrauch und den Wohnkomfort zertifiziert. Bild: Sébastien Goetschmann

ich so weit wie möglich auf erneuerbare Energien setzen, ohne diese jedoch zu verschwenden. Trotz beachtlicher Anfangsinvestitionen liefern uns die Solarzellen auf dem Dach und der mit der Bodenheizung verbundene Holzofen genug Energie, weil das Haus gut isoliert ist. Den Strom aus den Solarzellen können wir sogar für den Antrieb eines Elektroautos nutzen. Längerfristig werden wir also auch Kosten sparen.

Thierry Pittet: „Ich glaube, Gott verlangt von uns, dass wir zur Erde Sorge tragen.”

Warum überhaupt ein Haus nach dem Minergie-P-Standard bauen? Bekanntlich sind die Reserven an fossilen Energieträgern beschränkt. Deshalb wollte

Besteht eine Verbindung zwischen Ihrem Glauben und Ihrem Umweltbewusstsein? Zunächst einmal glaube ich nicht, dass ich besonders umweltbewusst bin. Wer nach dieser Überzeugung leben will, muss in die Stadt ziehen, wo alles, was man zum Leben braucht (Pflegeeinrichtungen, Geschäfte, Freizeit  …), in der Nähe ist. Hier in Fresens sind wir aufs Auto angewiesen (wir haben zwei). Ich würde mich also nicht als „grün” bezeichnen.

Unter Christen habe ich zwei Argumentationen gehört. Die erste lautet: „Gott stellt uns alles zur Verfügung, damit wir es nutzen. Wenn nichts mehr da ist, wird Gott schon vorsorgen.” Die zweite: „Gott gibt uns alles, aber wir übernehmen die Garantie dafür. Ein schonender Umgang ist gefragt.” Für mich ist natürlich der zweite Ansatz der richtigere. Ich glaube, Gott verlangt von uns, dass wir zur Erde Sorge tragen, wir sind dafür verantwortlich. Ich halte es ganz mit Antoine de Saint-Exupéry: „Die Erde gehört uns nicht, wir haben sie von unseren Kindern nur geliehen.” Sollen Christen beim Umweltschutz mit gutem Beispiel vorangehen? Das Umweltbewusstsein ist eine allgemeine Verantwortung, nicht allein eine christliche. Ich sehe mich diesbezüglich in der Rolle des Aufklärers und halte auch Vorträge. Dennoch sollte Christus weiterhin im Mittelpunkt des christlichen Bekenntnisses stehen und nicht der Umweltschutz. Wer sich wirklich auf das Wort beruft, der weiss, dass uns Gott Verantwortung für seine Schöpfung auferlegt hat. Deshalb hoffe ich, dass sich Christen umweltbewusst verhalten, aber am wichtigsten bleibt die Botschaft des Evangeliums. Fragen: Sébastien Goetschmann

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Dossier – Wie grün muss ein Christ sein?

So sieht Umweltschutz im Alltag aus Was genau unter Schöpfungsverantwortung zu verstehen ist, definiert die Bibel nicht. So fällt auch die Gewichtung dieses Themas bei Christen unterschiedlich aus.

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Panorama

„Schlössli” feiert 111-Jahr-Jubiläum Das „Schlössli” in Basel hat am 21. Mai zum Tag der offenen Tür eingeladen. Das Wohnheim für junge Frauen gibt es seit 111 Jahren. Bilder: zVg

Bilder: Monika Iseli

Abschied und Willkomm in Bern gefeiert

Mit dem Handy Schnappschüsse sammeln. So bleibt das Fest in bester Erinnerung.

Am 19. Juni hat die Heilsarmee offiziell Kommissäre Burger verabschiedet (Bild oben). Kommissäre Burger übergeben symbolisch den Mantel des Amtes an Oberste Boschung (l.). Das untere Bild

zeigt, wie die neue Offiziersschülerin, Christine Stachl, willkommen geheissen wird. Neben ihr die Kadetten (v.l.n.r.) Christoph Lässig, Yanick Termignone, Sandra Josi und Andreas Josi.

Die International Staff Band der Heilsarmee feierte vom 3. bis 5. Juni in London ihr 120-jähriges Bestehen. Staff Bands aus der ganzen Welt und über 5000 Zuhörer feierten mit.

Bild: Corinne Gossauer-Peroz

Bild: Corinne Gossauer-Peroz

Bild: Philipp Stettler

120 Jahre Staff Band in London

Ein Event, das Fans aus der ganzen Welt anzog. „Als die Staff Band aus Japan aufspielen wollte, blieb die Zeit stehen und der Applaus wollte nicht mehr verstummen”, meinte ein Besucher.

Die Gäste liessen sich nicht lange bitten. Kaum hatte das Fest begonnen, strömten sie herzu. Während die einen sich im Esssaal niederliessen, nahmen andere das Angebot einer Hausführung in Anspruch. Die Tanzvorführung dreier junger Damen fand grossen Anklang. Hüpfburg und Harassenklettern fand bei der jüngeren Generation Anklang, während die Älteren sich dem Essen zuwandten, denn jetzt wurde der Grill eingeheizt. Zwischen 250 und 300 Gäste durften der Leiter, Daniel Simeone, und sein Team im Laufe des Tages begrüssen. Ein gelungener Tag fand am Nachmittag seinen Abschluss.

Vorbereitung für knapp 300 Gäste.

Am Sonntagmorgen versammelten sich die Gottesdienstbesucher im Korps Basel 1, um Gott für die segensreiche Arbeit des Schlösslis in den vergangenen 111 Jahren zu danken. Die Majorinnen Erika Heller und Elsbeth Oberli gaben Einblick in die Zeit, als sie das Haus leiteten und der Chefsekretär, Oberst Franz Boschung, öffnete Gottes Wort für die Zuhörer. Bei einem gemütlichen Apero klang das SchlössliJubiläum aus. Oberstin Ines Adler «dialog» · Monatszeitschrift der Heilsarmee · Juli 2011

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Panorama

„Aktiv bleiben” — Kommissäre Burger sind nicht zu bremsen

Bild: HA

Im August werden sie unser Territorium verlassen und in die USA ziehen. Letzte Gelegenheit für ein paar persönliche Fragen.

Der Strand  –  Ich liebe es, am Strand zu sitzen. Freunde  –  Mir ist es wichtig, viel Zeit und Kraft in die Beziehung zu Freunden und zur Familie zu investieren. Grossmutter sein  –  Ich werde mir überlegen, dies zum Hobby zu machen, wenn ich wieder in den USA bin. K.B.: Eigentlich nicht. Ich bin immer so beschäftigt gewesen während meiner Offizierschaft, dass ich nie wirklich Zeit finden konnte, ein Hobby zu entwickeln.

Welches Buch lesen Sie gerade? Alicia Burger: „Praying God’s Word” von Beth Moore. Es zeigt auf, wie wir die Bibel und die biblischen Prinzipien im Gebet einsetzen können. „The Attributes of God” Teil 1 und 2 von A.W. Tozer. Studierhilfen mit geistlichem Tiefgang. „The Helps” von Kathryn Stockett (deutsch erschienen unter dem Titel „Gute Geister”). Kurt Burger: „Vladimir Nabokov  –  Die Amerikanischen Jahre 1940–1977” von Brian Boyd. „Eine Frau flieht vor einer Nachricht” von David Grossmann. Haben Sie Hobbys? A.B.: Der Garten  –  Ich liebe es, Pflanzen wachsen zu sehen, so wie ich es liebe, Menschen geistlich wachsen zu sehen. Das Klavierspiel. Wandern  –  wofür die Schweiz sehr gut geeignet ist.

Welcher Film hat Sie in letzter Zeit beeindruckt? A.B.: Wir sehen uns nicht sehr viele Filme an. Aber „The King’s Speech” haben wir gesehen. Eine bewegende Geschichte um Beharrlichkeit, Determination und Freundschaft. K.B.: „The King’s Speech”. Welches Haustier hätten Sie gerne? A.B.: Als unsere Kinder noch bei uns wohnten, hatten wir einen Langhaardackel. Wir hätten gerne wieder einen Hund. Aber das würde uns zu sehr binden. K.B.: Keines – wir sind zu viel unterwegs. Wie lautet Ihr Motto? A.B.: „Ihn kennen und Ihn bekannt machen.” Das war und ist meine Lebenseinstellung. Dafür lebe ich. K.B.: „Tue recht”. Welches Geburtstagsgeschenk würden Sie am liebsten von Ihrem Partner bekommen?

Bild: zVg

Neubau des Korps Aigle eingeweiht

A.B.: Eine Alaska-Kreuzfahrt. Auch die Niagara-Fälle würde ich gerne sehen. Ich wünsche mir keine neuen Dinge, sondern neue Erfahrungen. K.B.: iPad 2 – 64 GB (Es schadet nicht, zu träumen). Was werden Ihre Prioritäten sein nach dem Dienst als Territoriale Leiter? Haben Sie Vorsätze gefasst für diese Zeit? A.B.: Seit 15 Jahren leben wir weit weg von unseren Kindern und Grosskindern. Die Familie wird demnach eine Priorität sein. Aber auch, wieder in den USA Fuss fassen, unser Zuhause zu einem gemütlichen, offenen Ort werden lassen, wo Besuch herzlich willkommen ist. Wichtige Punkte sind auch, eine Gruppe fürs Bibelstudium zu finden und die Bereitschaft für allfällig benötigte Lehrtätigkeit in Korps, Division und Territorium. Es ist wichtig, flexibel zu bleiben. Ich werde ganz bestimmt nicht untätig im Schaukelstuhl sitzen, sondern aktiv bleiben, so lange der Herr das zulässt. K.B.: Ich werde nicht in den Ruhestand treten. Im Oktober werde ich eine neue Aufgabe übernehmen für das DivisionsHauptquartier in Seattle. Ich werde für die Beziehungen zwischen der Heilsarmee und grossen Firmen, wie Microsoft oder Starbucks, grossen Stiftungen und Grossspendern verantwortlich sein. Fragen: Sébastien Goetschmann und Thomas Anliker

In Kürze Winterthur verlängert Pilotprojekt Das Pilotprojekt für obdachlose Personen in Winterthur wird um ein Jahr verlängert. Die Heilsarmee hatte das Durchgangsheim im Dezember 2010 in Betrieb genommen.

Ein grosser Moment am 29. Mai. Major Fritz Schmid zerschneidet das Band zur Einweihung des neuen Gebäudes des Korps Aigle (VD). Im Bild (v.l.n.r.): Kapitänin Gabrielle Volet, Major Roland Dougoud, Major Fritz Schmid und Kapitän Pierre-Alain Volet.

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Buchpreis für Salutisten Major Howard Webbers Buch „Meeting Jesus: Inspiring Stories of Modern-Day Evangelism” wurde vom „Christianity”Magazin zum Buch des Jahres ernannt. zVg


Panorama

Seit 126 Jahren ist die Heilsarmee in Zürich, hilft armen Menschen das Leben erträglicher zu machen und zeugt vom Glauben an Jesus. Am Auffahrtsgottesdienst vom 2. Juni haben etwa 50 Salutisten und Freunde des Open Hearts und der beiden Heilsarmee-Korps am Zürichsee Spaziergänger mit dem Evangelium konfrontiert. Gestärkt durch Gottes Wort am gemeinsamen Morgengottesdienst und durch ein Picknick im Saal des Zenti ging es Punkt 14 Uhr unter den Bäumen am General-GuisanQuai los: Mit kräftigen und melodischen Marschklängen zog das Musikkorps sofort die Aufmerksamkeit zahlreicher Passanten auf sich. Modern tönte es schon bald aus dem Verstärker. Marcel Bürgi sang zu rockigen und berührenden Rhythmen Klartext: Ja, die Liebe Gottes gilt jedem von

uns persönlich. Und Jesus ist der einzige Weg, der wirklich frei macht.

Bild: Reinhard Lässig

Feuriger Auffahrtsgottesdienst in Zürich berührte die Herzen

„Halleluja Jo” Scharwächter forderte in bekannt spontaner Art einige Anwesende heraus, ihm von ihrer Beziehung zu Gott und ihren Aufgaben in der Heilsarmee zu Unter den Bäumen am General-Guisan-Quai: Das Musikkorps beeinberichten. Zudruckt die Zuhörer mit kraftvollen Melodien. sammen mit drei Gesprächspartnern visualisierte er, wie Jesu Liebe völlig neu macht, der ist wirklich wichtig ein lebendiges rotes, also weder reich und nicht mehr arm. schwarzes noch weisses, Herz ist, das für Jesus und die Mitmenschen schlägt. Mehr als 150 Menschen nahmen von dieJeder Mensch, der dies erkennt, erlebt sem über einstündigen Freigottesdienst und verinnerlicht, leistet einen Beitrag Melodien, Bekenntnisse und Biblisches zum Motto des Freigottesdienstes: Stoppt mit heim. Reinhard Lässig Armut. Denn wer tagtäglich erlebt, dass

Aufnahmen in Zürich-Oberland: „Darum sind wir dabei”

„Mein Mann, ich und noch weitere sieben Personen wurden von der Korpsleitung zu einem Informationsabend über die Heilsarmee eingeladen. Ich staunte über die straffe Organisation der Bewegung, über die sozialen Projekte, welche die Heilsarmee in der ganzen Welt auf die Beine stellt. Besonders beeindruckt war ich vom Gründerehepaar William und Catherine Booth; Mit wie viel Hingabe sie gegen das damalige Elend kämpften und den Menschen dabei die gute Nachricht von Jesus Christus erzählten. Ein weiterer Aspekt faszinierte mich: Bis heute haben Frauen in der Heilsarmee den gleichen Status wie Männer. Mit Überzeugung nahmen wir das Angebot an, dem engeren Freundeskreis der Heilsarmee beizutreten. Diese Teilnahme symbolisiert für uns eine Verbindlichkeit – einerseits zur Bewegung der Heilsarmee, andererseits zum Reich Gottes. Wir iden-

Bild: zVg

Am 17. April konnte im Korps Zürich-Oberland die Aufnahme von 10 Mitgliedern gefeiert werden. Betty Heimgartner gehört zu denen, die ja gesagt haben.

Herzlich willkommen in der Korpsfamilie. V.l.n.r.: Irene Staub, Dominic Beurer mit Mia, Eva Beurer mit Jael, Betty Heimgartner, Rolf Heimgartner

tifizieren uns mit unserer Gemeinde und stehen hinter ihr. Und das Korps bietet uns neben der geistlichen Nahrung ein soziales Netz, das uns Gemeinschaft und Freundschaft schenkt. Diese wertvollen Angebote motivieren auch uns zum Weiterschenken. Bei der kleinen Zeremonie am Sonntag erhielten wir eine liebevoll gestaltete Urkunde mit einer persönlichen Widmung und einem Bibelvers. Mein Vers lautete:

,Fürchte dich nicht vor der Zukunft. Denn dir will der Vater sein Königreich schenken’ (Lukas 12, 32). Es war für meinen Mann und auch für mich sehr ermutigend, dass an diesem Sonntag noch sieben weitere Personen als Mitglieder in den engeren Freundeskreis und eine Person als Rekrut in unser Korps aufgenommen wurden.” Betty Heimgartner

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Notabene

Internationale Wechsel Per 1. August 2011 Oberstleutnante Thumati und Manikyam Vijayakumar, zurzeit Chefsekretär beziehungsweise Territoriale Sekretärin Gesellschaft & Familie im Territorium Süd-Ost-Indien, werden Territorialleiter beziehungsweise Territoriale Präsidentin Gesellschaft & Familie des Territoriums Indien West. Sie werden zu Obersten befördert. Die Generalin hat die Dienstzeit der Oberstleutnante Thumati und Manikyam Vijayakumar bis 30. Juni 2014 verlängert. Sie lösen Kommissärin P. Mary Rajakumari ab, die in Ruhestand tritt. Majore Gabriel und Indumati Christian, zurzeit Territorialer Finanzsekretär bzw. Territoriale Home-League Sekretärin (Gujarat) im Territorium Indien West, werden Chefsekretär bzw. Territoriale Sekretärin Gesellschaft & Familie im Territorium Indien Süd-Ost. Sie werden zu Oberstleutnanten befördert. Per 1. September 2011 Oberste Franz und Hanny Boschung, zurzeit Chefsekretär bzw. Territoriale Sekretärin Gesellschaft & Familie des Territoriums Schweiz-Österreich-Ungarn, werden Territorialleiter bzw. Präsidentin Gesellschaft & Familie dieses Territoriums. Sie werden zu Kommissären befördert (Oberst Franz Boschung per 1. und Oberstin Hanny Boschung per 2. September). Sie lösen Kommissäre Kurt und Alicia Burger ab. Majore Massimo und Anne-Florence Tursi, zurzeit Generalsekretär bzw. Command-Sekretärin Gesellschaft & Familie im Command Italien und Griechenland, werden Chefsekretär bzw. Territoriale Sekretärin Gesellschaft & Familie des Territoriums Schweiz-Österreich-Ungarn. Sie werden zu Oberstleutnanten befördert. Majore David und Elaine Cavanagh, zurzeit Korpsoffiziere im Command Italien und Griechenland, werden Generalsekretär bzw. Command Sekretärin Gesellschaft & Familie im Command Italien und Griechenland. Oberstleutnante Gerrit und Eva Marseille, zurzeit Chefsekretär bzw. Territoriale Sekretärin Gesellschaft & Familie im Territorium Kongo (Brazzaville), werden „International Secretary for Program Resources” bzw. „Mission Resources Se-

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Gratulationen cretary” am Internationalen Hauptquartier in London. Sie werden zu Kommissären befördert (Oberstleutnantin Eva Marseille am 3. und Oberstleutnant Gerrit Marseille am 4. September). Sie lösen Kommissäre Robin und Shona Forsyth ab, die in Ruhestand treten. Majore Daniel und Arschette Moukokom, zurzeit Territorialer Finanzsekretär bzw. „Territorial Statistician and Assistant Projects Secretary” im Territorium Südafrika, werden Chefsekretär bzw. Territoriale Sekretärin Gesellschaft & Familie im Territorium Kongo (Brazzaville). Sie werden zu Oberstleutnanten befördert. Per 1. Oktober 2011 Majore Alistair und Marieke Venter, zurzeit Divisionsleiter der Division Central im Territorium Südafrika, werden „Officer Commanding” bzw. Command Präsidentin Gesellschaft & Familie des Commands Bangladesh. Sie werden zu Oberstleutnanten befördert. Sie lösen Oberstleutnantin Ethne Flintoff ab, die in Ruhestand tritt. Majore Mathangi und Rachel Daniel Raju, zurzeit „Literature & Legal Secretary” bzw. „Prayer Coordinator” im Territorium Zentral-Indien, werden Chefsekretär bzw. Territoriale Sekretärin Gesellschaft & Familie im Territorium Nord-Indien. Sie werden zu Oberstleutnanten befördert. Sie lösen Oberstleutnante Paul und Anandiben Christian ab, die in den Ruhestand treten.

Veranstaltungen BabySongWoche Unter der Leitung von Heidi Studer. 8. bis 13. August, im Gästehaus Ringgenberg. Dieses Angebot richtet sich an Mütter, Väter und ihre Kinder von 0 bis 5 Jahren. Anmeldung bis 25. Juli bei: Gästehaus der Heilsarmee, Vordorf 264, 3852 Ringgenberg. Infos: Rosmarie Gabathuler, 033 822 70 25, gaestehaus@swi.salvationarmy.org Bibelwoche Mit Hans und Martlen Bösch. 3. bis 11. September im Gästehaus Ringgenberg. Thema: Gleichnisse Jesu – ihre Aussagekraft in unserer Zeit. Anmeldung bis 20. August: Gästehaus der Heilsarmee, Vordorf 264, 3852 Ringgenberg. Infos: Rosmarie Gabathuler, 033 822 70 25, gaestehaus@swi.salvationarmy.org

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70 Jahre 16. Juli: Majorin Elisabeth Frei, Unterdorfstrasse 2, 3072 Ostermundigen 26. Juli: Major Roland Magnin, Glattwiesenstrasse 181, 8051 Zürich (bis September in Schweden) 75 Jahre 06. August: Major Hans-Rudolf Loosli, Rte de la Petite-Caroline 3C, 1131 Tolochenaz 10. August: Majorin Rosette Akermann, Seefeldstrasse 17, 6006 Luzern 80 Jahre 17. Juli: Oberstin Eunice Büchi, Altstetterstrasse 267, 8047 Zürich 90 Jahre 29. Juli: Oberst Samuel Büchi, Altstetterstrasse 267, 8047 Zürich 30. Juli: Majorin Margrit Künzi, Bernstrasse 22A, 3110 Münsingen

Anteilnahme Kommissärin Helen Clifton, die Frau von General Shaw Clifton (R), ist am 14. Juni von Gott heimgerufen worden. Ida Hunziker-Schoch, Mutter von Majorin Sonja Balmer-Hunziker, wurde am 1. Juni im Alter von 91 Jahren von Gott heimgerufen. Wir entbieten den Trauerfamilien unsere aufrichtige Anteilnahme und unterstützen im Gebet alle, die durch diese Todesfälle betroffen sind.

Korrigenda In der letzten Ausgabe von Trialog hat Kommissär Kurt Burger Angaben über sein Einkommen geäussert, die im gegebenen Kontext missverständlich waren. Tatsache ist, dass unser Territorialleiter über ein jährliches Nettoeinkommen von 44  000 Franken verfügt. Alle Offiziere erhalten den selben Basislohn. Letzterer wird aber je nach Anzahl Dienstjahre, Lebenssituation und Funktion durch Zusatzleistungen ergänzt. Gabrielle Keller

Von 11. bis 23. Juli bleibt der Heilsarmee-Shop ferienhalber geschlossen.


Unterhaltung

Humor Der Witz des Monats Im Bibelunterricht will der Pfarrer den Stammbaum Jesu behandeln. Zunächst fragt er: „Was ist eigentlich mit dem Stammbaum gemeint?” Ein Junge meldet sich: „Wahrscheinlich ist das der Baum, bei dem sich Jesus jeden Tag mit seinen Jüngern getroffen hat.”

Für Sie gelesen

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Comic

Swislam wieviel erträgt das Land? Von Dr. Mark A. Gabriel Herausgeber: Salpe Verlag Zürich ISBN: 978-3-9523801-0-9 Als ehemaliger Dozent an der islamischen Eliteuniversität Al-Azhar in Kairo und ExImam verfügt Mark A. Gabriel über profunde Islamkenntnisse. Nach seiner Abkehr vom Islam erlebte er Folter, Gefängnis und mehrere Mordanschläge. Er konvertierte zum Christentum, worauf er aus Ägypten fliehen musste und seinen Namen änderte. Trotz seiner traumatischen Erlebnisse betont er, wie wichtig es ist, Muslimen mit Respekt und Liebe zu begegnen und zwischen Muslimen als Menschen und dem Islam als religiös-politischem Machtsystem zu unterscheiden.

Sudoku - Spass

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Lösungen: Sudoku

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Das Buch behandelt unter anderem folgende Themen: • Ist die Angst vieler Schweizer vor dem Islam berechtigt? • Wo liegen die Unterschiede zwischen der Schweizer Verfassung und dem islamischen Gesetz? • Welches sind mögliche Risiken, wenn Schweizer Frauen einen Muslim heira- ten? Ein Buch, das aufrüttelt und bemerkenswerte Fakten zum Islam in der Schweiz liefert. Monika Iseli «dialog» · Monatszeitschrift der Heilsarmee · Juli 2011

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Wer vergisst wen? Es gab und gibt in meinem Leben immer wieder Momente, in denen ich das Gefühl habe, ich sei bei Gott irgendwie vergessen gegangen. Wenn ich dann aber mit ein wenig Abstand auf die Durststrecke zurückschaue, sehe ich Gottes Handschrift ganz klar durchleuchten. Es gibt die geniale Geschichte von den Fussspuren im Sand: Du blickst hinter dich und siehst nur ein Paar Fussspuren und fragst Jesus, weshalb er in dieser schweren Zeit nicht mit dir war. Er wird dir antworten: „Dies ist meine Spur, ich habe dich in dieser Zeit getragen.”

Wahre Kraft können wir nur bei Gott tanken. Er ist immer bereit, uns auszurüsten.

André Bohni

Im Dialog mit Gott

Wenn wir zu diesem Schöpfer Gott beten, erinnern wir uns daran, dass er derjenige ist, der allem einen Anfang gab: Er schuf Himmel und Erde, trennte das Licht von der Finsternis, das Wasser vom trockenen Land, die Nacht vom Tag. Er ist der Gott, der das Universum aus dem Nichts ins Dasein rief. Wenn man sich die in 1. Mose 1 aufgezeichneten Taten Gottes ansieht, muss man einfach in ehrfurchtsvoller Anbetung niederfallen, denn seine Schöpfertaten offenbaren einen mächtigen und weisen Gott, dessen Wort Autorität hat. „Kommt, lasst uns anbeten und uns vor ihm verbeugen. Lasst uns niederknien vor dem Herrn, unserem Schöpfer.” Psalm 95,6 „Der Herr ist ein ewiger Gott, der Schöpfer der ganzen Erde. Er wird nicht matt oder müde. Sein Verstand ist unergründlich.” Jesaja 40,28 Du grosser Gott, wenn ich die Welt betrachte, die du geschaffen durch dein Allmachtswort, wenn ich auf alle jene Wesen achte, die du regierst und nährest fort und fort: Dann jauchzt mein Herz dir, grosser Herrscher, zu: Wie gross bist du!

Im nächsten „dialog”

Impressum

Langsam fällt auch diese Mauer Bild: Hedi Zogg

Mächtiger Schöpfer

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Monatszeitschrift für Salutisten und Freunde der Heilsarmee Verlag und Redaktion Hauptquartier der Heilsarmee für die Schweiz-Österreich-Ungarn Laupenstrasse 5 · Postfach 6575 · CH-3001 Bern Telefon 031 388 05 91 redaktion@swi.salvationarmy.org Adressänderungen bitte an diese Adresse! Redaktionsteam Martin Künzi (mk), Leiter Kommunikation und Marketing; Gabrielle Keller (gk), Redaktionsleiterin; Thomas Anliker, Redaktor; Redaktionelle Mitarbeiter: Elsbeth Cachelin-Rufener, Ines Adler, ClaireLise Bitter, Reinhard Lässig. Layout Rolf Messerli Druck Rub Graf-Lehmann AG, Bern Gründer der Heilsarmee William Booth Generalin Linda Bond Territorialleiter Kurt Burger

Die Heilsarmee ist Teil der weltweiten christlichen Kirche. Welchen Platz nimmt sie dort ein, und wie wird sie von anderen Christen wahrgenommen? Anlässlich des Jubiläums der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen – bei der die Heilsarmee dabei ist – stellen wir uns diese Fragen im nächsten „dialog”. Die Redaktion

AZB

Zeit für Gott nahm, ihn ein wenig zu vergessen begann und die Kraft für den Alltag anderswo auftreiben wollte, war sie nicht mehr da. Aber hier schliesst sich der Kreis – Gott hat mich nicht vergessen, er hat mir die Treue gehalten. Er ist immer bereit, mich mit dem auszurüsten, was ich brauche. Ich darf neu merken, dass der Herr darauf wartet, bis ich zu ihm zurückkomme und mich neu von ihm stärken lasse.

3001 Bern

Während einer gewissen Zeit erlebte ich eine intensive Kraft; ich engagierte mich in vielen Bereichen; ich wusste, dass das Auftanken an der Quelle Gottes und das regelmässige Bibellesen mir die Kraft dazu gaben. Ich beneide mich selbst dafür, wie ich in diesen Monaten Power und Elan hatte, weil ich mich von Gott stärken liess. Als ich mir dann aber nicht mehr bewusst die

Bild: Wikimedia

Im Dialog bleiben

Majorin Heidi Knecht   «dialog» · Monatszeitschrift der Heilsarmee · Juli 2011

Abonnement «dialog» Fr. 46.– (Inland), Fr. 65.– (Ausland) «Trialog» Fr. 24.– (Inland), Fr. 44.– (Ausland) Klecks Kinderzeitschrift Fr. 20.–

Zum Schluss:

„Wer nach allen Seiten offen sein will, ist nicht ganz dicht.” Arno Backhaus

Dialog 07/2011 - Wie grün muss ein Christ sein?  

So gehen wir verantwortungsvoll mit der Schöpfung um

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