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DAS MAGAZIN VO N SWIS S - S K I / / N OV E M B E R 2 0 1 6

HOPP SCHWIIZ! Der WM-Winter steht vor der Tür


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Editorial Altbewährtes mit Neuem ergänzen Endlich – nach langer und intensiver Vorbereitung – steht der WM-Winter 2017 vor der Tür. Nicht nur die Athletinnen und Athleten haben den Sommer optimal fürs Training genutzt, auch wir haben die letzten Monate eingesetzt, um das beliebte Schneesportmagazin «Snowactive» in eine neue Form zu bringen. Wir haben uns entschlossen, ein bewährtes Produkt weiterzuentwickeln, Bestehendes zu hinterfragen, Altbewährtes mit Neuem zu ergänzen, um noch besser auf die Bedürfnisse der Skiclubs – die Basis von Swiss-Ski – eingehen zu können. Das Magazin von Swiss-Ski kommt künftig in einem moderneren und noch attraktiveren Design sowie auf wertigerem Papier daher. Inhaltlich beliefern wir unsere Mitglieder – Sie, liebe Leserinnen und Leser – mit packenden Reportagen, bewegenden Bildern und spannenden Informationen. Der Relaunch erfolgt pünktlich zum Jubiläum. Das bisher einzige Schweizer Schneesportmagazin «Ski» wurde vor genau 50 Jahren als Verbandsorgan von Swiss-Ski eingeführt und erscheint seit 2004 unter dem Namen «Snowactive». Es reflektiert die ereignisreiche Geschich-

te eines der erfolgreichsten Sportverbände im Land der 48 Viertausender und sechs grossen Skiregionen. Ebenso widerspiegelt es die Entwicklung in der Sportartikelbranche und im Tourismus. Das Magazin hat sich als Kommunikationsplattform und attraktive Dienstleistung für den Verband und seine rund 105 000 Mitglieder etabliert. Das soll so bleiben und sogar noch verbessert werden. Swiss-Ski und die Herausgeberin Strike Media Schweiz lancieren hiermit ein gemeinsames Produkt ohne inhaltliche Abgrenzung zwischen Verbands- und Mantelteil. Ein Redaktionsausschuss, bestehend aus Mitgliedern von Verband und Herausgeberin, bestimmt die redaktionelle Ausrichtung und Inhaltsplanung. So fiebern wir gemeinsam einem spannenden WM-Winter entgegen. In allen elf Disziplinen stehen Weltmeisterschaften an, wobei der Fokus auf der alpinen Heim-WM in St. Moritz liegen wird. Freuen wir uns also auf eine fulminante Saison mit fairen Wettkämpfen und hoffentlich zahlreichen Schweizer Medaillenträgerinnen und -trägern.

M A R KU S WO L F VO R S IT Z EN DER D E R G E S C H Ä F T S L E I T U NG SW I S S -S K I

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Inhalt // November 2016 Das Magazin von Swiss-Ski

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F OKU S 10 // WM-Heimspiel in St. Moritz An der Ski-WM in St. Moritz wird Mass genommen für den WM-Winter mit fünf Grossanlässen in ganz Europa. 12 // Hoffnung auf Erfolge Auf sie hofft die Schweiz in Lahti: Dario Cologna, Nathalie von Siebenthal, Laurien van der Graaff, Simon Ammann. 14 // WM im Doppelpack Freestyler und Snowboarder sind gemeinsam am Start – in der Sierra Nevada fallen 26 Entscheidungen in 13 Disziplinen.

M E N S C HE N 24 // Fabienne Suters Sommervorbereitung Ein Wechselbad an Aktivitäten: Fabienne Suter switcht zwischen Seilpark und Konditraining. 30 // Sonny Schönbächlers Olympiasieg Der nüchterne Blick zurück: Eine Goldmedaille ist kein Passepartout für beruflichen Erfolg.

AK TIV

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32 // Kandersteg hebt ab Mit der Nordicarena hat Kandersteg die modernste Schanzenanlage der Schweiz eröffnet. 37 // Beste Bedingungen – auch im Sommer Zwei Abfahrts-Trainingspisten im Sommer – das ist einzigartig für ein Gletscherskigebiet.

S E RV IC E 50 // Filmluft geschnuppert Vier Swiss-Ski-Athleten sind die Shooting-Stars im aktuellen BKW-Spot. 53 // WM-Angebote im Überblick Swiss-Ski-Mitglieder profitieren.

Standards 01 // Editorial 04 // Panorama 29 // Mixed-Zone

DA S MAGA Z IN VON SWISS -SK I / / N OVE MB E R 2016

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63 // Rätsel 64 // PS.

54 // Einundzwanzigmal aufgeschnappt 62 // Sci svizzera italiana

Titelbild Der WM-Winter steht vor der Tür mit fünf Grossanlässen, die alle in Mitteleuropa stattfinden – besonders im Rampenlicht steht die Heim-WM in St. Moritz Foto: Keystone

HOPP SCHWIIZ! Der WM-Winter steht vor der Tür

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Panorama H Ö HENFLUG Sich in den dunklen Nachthimmel katapultieren, Saltos schlagen und über der Menschenmenge fliegen, um dann ins kühle Nass abzutauchen: An der Freestyle-Night begeisterten Freeskier, Skiakrobaten, BMX-Fahrer und ein Snowboarder bei Flutlicht das Publikum mit ihren Sprüngen von der Wassersprungschanze des Jumpin in Mettmenstetten.

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NOVEMBRE 2016 NOVEMBER


FOTO: DAN IEL LOOSLI

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Panorama

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WE I T E N R AU SCH

FOTO: KEYSTONE/URS FLÜELER

Für einen kurzen Augenblick abheben, die Perspektive ändern, ein Hauch von Schwerelosigkeit spüren und über dem Kloster Einsiedeln schweben: Das konnten die Teilnehmer des Sommer-Grand-Prix auf der Andreas-Küttel-Schanze im August in Einsiedeln, darunter auch der Luzerner Gregor Deschwanden.

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Dein Ziel ist unser Ziel.


FOTO: KEYSTONE

WM-Winter 2017

F FOKUS

Der Winter 2017 verspricht in sportlicher Hinsicht einiges. Sämtliche Disziplinen sind auf dem WM-Prüfstein. Fünf Mal Weltmeisterschaften – und alle finden in Mitteleuropa statt. Die Alpine Ski-WM im heimischen St. Moritz, die Nordischen gastieren im finnischen Lahti, die Freestyler und Snowboarder sind zwei Wochen im andalusischen Schneegebiet in der Sierra Nevada, die Biathleten sind in Hochfilzen im Kitzbüheler Land und die Telemarker gastieren im französischen La Plagne. NOVEMBER 2016

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Fokus // Alpine Ski WM 2017 in St. Moritz

ALPINE SKI WM, ST. MORITZ

Das Datum ist in Stein gemeisselt. Und es hat sich auch in den Köpfen der Athletinnen,Athleten und Trainer eingebrannt: 6.–19. Februar 2017. Die WM steht im Zentrum des nächsten Winters, auch wenn jene elf Rennen in St. Moritz nur ein Fünftel des gesamten Programms ausmachen.

Welche speziellen Vorkehrungen werden für die WM im eigenen Land getroffen? «Die Vorbereitungen sind nicht viel anders als sonst», sagt Männer-Chef Tom Stauffer. «Wichtig ist, dass wir im Weltcup gut starten und dann den Schwung mitnehmen können.» Gewisse Anpassungen hat Stauffer vorgenommen: «So reisten wir mit den Technikern statt nach Ushuaia (Arg) nach Neuseeland, weil dort ähnlichere Verhältnisse wie im Engadin herrschen. Und dann machten wir gezielte Trainings in Geländeprofilen, wie sie in St. Moritz vorkommen.» Auch Frauen-Chef Hans Flatscher hat nur wenig umgestellt: «Eine Saison mit oder ohne WM ist kein grosser Unterschied. Der Kalender ist vorgegeben. Aber im Hinterkopf ist die WM stets präsent. In der Einsatzplanung achtet man darauf, dass die Athletinnen nicht überfordert werden und im Februar noch im Saft sind.» Für einmal verzichteten die Schweizer Speedfahrerinnen auf ein Übersee-Training. Flatscher: «Schon im März fällten wir diesen Ent-

scheid, da in Nevados de Chillan, wo wir hinwollten, ein Vulkan ausgebrochen war. Aber in Zermatt und Saas-Fee hatten wir durch die Unterstützung der Bergbahnen zwei wunderbare Strecken.» Flatscher betrachtet die Ausgangslage als ungleich besser wie in der letzten Saison: «Das Team steht in allen Disziplinen auf beiden Beinen. Wir sind breiter abgestützt und nicht mehr abhängig von einer einzelnen Fahrerin. Der Generationenwechsel ist geschafft. Wir sind gut aufgestellt. Ausser Fabienne Suter werden alle noch mehrere Jahre Ski fahren.» Und das Wichtigste: Von Verletzungen blieben wir weitgehend verschont. Bei den Männern drückt sich Tom Stauffer unverbindlicher aus: «Alle Leistungsträger sind an Bord.» Will heissen: Feuz, Küng und Janka sind dabei, aber nicht gänzlich ohne die alten Beschwerden. Hinter ihnen formiert sich eine Gruppe von Jungen, die gemäss Stauffer «technisch gut fahren, denen aber auf hohem Niveau noch die Stabilität fehlt. Sie müssen wir pushen.» R I CHA RD H E G G L I N

DIE SCHWEIZER FAVORITEN Lara Gut Die Tessinerin fuhr im Februar 2008 in St. Moritz in jener legendären Abfahrtspremiere, in der sie kurz vor dem Ziel stürzte, als Dritte zum ersten Mal aufs Podest, feierte neun Monate später ihren ersten Sieg und ist nirgends mehr Rennen gefahren. Schon 34 Mal (!) startete sie auf der Corviglia. «Ich fühle mich da zuhause», sagt die Weltcup-Gesamtsiegerin. Schon viermal errang sie WM-Medaillen, als einzige Schweizerin seit der WM 2003 – in St. Moritz. Sie ist unser stärkster Trumpf.

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Fabienne Suter Sie ist, falls sich nicht auch noch Marc Gini qualifiziert, die einzige im Schweizer Team, die schon 2003 dabei war. Titelkämpfe brachten ihr bisher wenig Glück. Nicht umsonst sagt sie: «Eigentlich sind mir Winter ohne Weltmeisterschaften lieber.» Bei der WMHauptprobe im März überzeugte sie mit einem 2. Platz hinter der Aussenseiterin Mirjam Puchner. Peter Müller findet: «Bei fairen Verhältnissen hätte sie die Abfahrt mit zwei Sekunden Vorsprung gewonnen.» Nach viel Pech besitzt die Schwyzerin einen Bonus.

Wendy Holdener Ende der letzten Saison zündete sie die «zweite Stufe» ihrer Karriere: Erster grosser Sieg im City-Event in Stockholm (in ihrem 99. Weltcuprennen), danach erster Triumph in einer Kombination auf der Lenzerheide und gleichzeitig Gewinn des DisziplinenWeltcups. Im Alter von 23 Jahren ist Wendy Holdener endgültig in den höchsten Sphären angekommen – mit unbegrenzten Perspektiven. Ihre persönliche Erfahrung ist zugleich Programm: «Im Sport kanns manchmal schnell gehen.»

Beat Feuz Er war im letzten Winter so etwas wie der Retter des Männer-Teams. Als sich erste Ansätze einer Krise abzeichneten, gab Beat Feuz im Januar sein Comeback und verblüffte die Fachwelt – und sich selbst: «Auch ich finde keine Erklärung dafür.» Aus dem Nichts fuhr er in Kitzbühel aufs Podest, und in St. Moritz feierte er nach vierjährigem Unterbruch gleich zwei Siege. Der Tag der WM-Abfahrt, der 11. Februar 2017, ist ohnehin rot angestrichen. Dann feiert er seinen 30. Geburtstag!

FOTO: KEYSTONE

MIT WELTCUP-SCHWUNG INS WM-ABENTEUER


Fokus // Alpine Ski WM 2017 in St. Moritz

Patrick Küng Nach vorzeitig abgebrochener letzter Saison wegen PatellasehnenBeschwerden befindet sich der Glarner wieder voll im Training. «Der Entscheid war richtig», ist er überzeugt: «Der Körper brauchte seine Ruhe. Jetzt geht es wieder Schritt für Schritt vorwärts.» Cheftrainer Stauffer bestätigt: «Paddy geht es besser und besser.» Als Weltmeister hat er einen Startplatz auf sicher. Nur Bernhard Russi konnte einst seinen Titel verteidigen. Das ist 45 Jahre her. Eine Doublette wäre wieder mal fällig.

DER WM-ORT

MEINE MEINUNG

St. Moritz braucht kaum vorgestellt zu werden. Der Begriff «Top of the World», den der einstige Kurdirektor Hanspeter Danuser prägte, spricht für sich. Mit Leistungssport hatte er weniger am Hut. Leute wie Hugo Wetzel oder Martin Berthod brachten das Engadiner Bijou nach einem Dornröschenschlaf Ende des letzten Jahrhunderts auf die SkisportLandkarte zurück. Kein Ort hat eine grössere Tradition: Nach 1934, 1948, 1974 und 2003 ist St. Moritz zum fünften Mal Schauplatz einer WM (1934 und 1948 zugleich Olympische Spiele). Aus jener Zeit stammen die letzten Weltmeister – Hedy Schlunegger und Edy Reinalter. 1974 und 2003 gingen die Schweizer Skirennfahrer leer aus. Dafür brillierten sie beim Weltcup-Finale im März – ein gutes Omen. Mutiert im Februar «Top of the World» zum «Top of Swiss-Ski»?

Karl Erb Die TV-Legende, die im Juni 90-jährig geworden ist, war während Jahrzehnten die Stimme des Skisports und schaut sich noch immer jedes Rennen an. 1974 war er in St. Moritz WM-Medienchef (und TV-Reporter). Und schon 1948 berichtete er dort von den Olympischen Spielen. «Ich hoffe», so Erb, «dass es den Schweizern nicht geht wie 1974, als erst am letzten Tag Lise-Marie Morerod die einzige Medaille holte. Den Frauen traue ich einiges zu, angeführt von Lara Gut, die von einem starken Team getragen wird. Auch andere besitzen Medaillenchancen. Von den Männern kann ich mir aufgrund der letzten Saison kein präzises Bild machen. Ich lasse mich gern überraschen. Als Norwegen-Fan rechne ich mit Kristoffersen, Jansrud und Svindal, sofern er wieder gesund ist.»

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Fokus // Nordische Skiweltmeisterschaften Lahti 2017

NORDISCHE SKIWELTMEISTERSCHAFTEN, LAHTI 2017

WIRD LAHTI ZUR GLÜCKSSTÄTTE? Die nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Lathi haben bislang vor allem den Schweizer NordischKombinierern Glück gebracht.

Das Highlight in der 100 km nördlich von Helsinki gelegenen Stadt war aus Schweizer Sicht die WM 1989 als Hippolyt Kempf ein Jahr nach dem Olympiasieg in Calgary im Einzel-Wettbewerb Vierter wurde; im Teamwettbewerb brillierte der heutige Langlauf-Chef von SwissSki und Ökonom am Bundesamt für Sport in Magglingen zusammen mit Andreas Schaad und Fredy Glanzmann, wie ein Jahr zuvor in Calgary mit dem Gewinn der Silbermedaille.

Weiter zurück, 1978, lief die Schweizer Langlauf-Staffel mit dem späteren Nationaltrainer Hansueli Kreuzer, Franz Renggli, Edi Hauser und Gaudenz Ambühl am Fusse der Salpausselkä auf Rang 5. 2001, an der bisher letzten WM im finnischen Ort, fielen die Staffelresultate der Männer (Burgermeister, Mächler, Bundi, Rölli) und der Frauen (Huber, Rochat, Leonardi Cortesi, Mischol), die je den achten Rang herausliefen, positiv auf. Für die siebte Austragung ruhen die Hoffnungen aus Schweizer Sicht in erster Linie auf dem vierfachen Weltcup-Gesamtsieger Dario Cologna, der auf eine verletzungsfreie Vorbereitung zurückblicken kann. Der 30-jährige Bündner hat in Lahti in den Jahren 2011 und 2012 mit Weltcup-Siegen brilliert. Der dreifache Olympiasieger dürfte vorab im Skiathlon (15+15 km) zu den Favoriten auf Gold gehören. Bei den Frauen hat die erste 23-jährige Nathalie von Siebenthal bei den Vor-WM im letzten Winter im Skiathlon Rang 8 belegt. Die Saanenländerin dürfte zusammen mit Seraina Boner und Laurien van der Graaff (im Sprint) an diesen WM für einen Top-Ten-Platz gut

sein. Im Skispringen ruhen die Schweizer Hoffnungen auf dem zweifachen Doppel-Olympiasieger Simon Ammann. Gespannt sein darf man darauf, ob auch ein Gregor Deschwanden oder Kilian Peier einen Schritt nach vorne machen können. Als Einzelkämpfer geht in der Nordischen Kombination Tim Hug an den Start. Der Solothurner ist immer für einen TopTen-Platz gut. K U RT H E N A U E R

Die Erfolgsgeschichte des sympathischen Spitzenlangläufers Dario Cologna begann bereits 2004, als er an Juniorenweltmeisterschaften in Norwegen auf sich aufmerksam machte. Vier Jahre später begann er sich im Seniorenbereich langsam aber sicher zu etablieren.

DIE SCHWEIZER FAVORITEN Dario Cologna Der 30-jährige Bündner hat in der Vergangenheit mehrfach bewiesen, dass er an Grossanlässen auf den Punkt seine beste Leistung abrufen kann – drei olympische Goldmedaillen in Vancouver und Sotschi und dreimal Edelmetall an Weltmeisterschaften, Gold und Bronze in Val di Fiemme sowie Silber in Falun sind seine beeindruckenden Argumente. Die Weltmeisterschaftsstrecken sollten Dario Cologna liegen, hat er doch bereits zwei Weltcupsiege in Lahti feiern können.

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Simon Ammann Der Doppel-Doppel-Olympiasieger Simon Ammann kämpfte in der vergangenen Saison mit der Umstellung seiner Landung und den damit verbundenen Abzügen in der Haltungsnote für seinen schlechten Telemark. Mit den Weiten ist der Toggenburger aber nach wie vor mitten in der Weltspitze. Bekommt er seine Landungen in den Griff, ist der vierfache Medaillengewinner an Weltmeisterschaften sowohl auf der kleinen wie auch auf der grossen Schanze ein heisser Medaillenkandidat des Schweizer Teams.

Laurien van der Graaff Die Langlauf-Sprintspezialistin Laurien van der Graaff ist unsere grösste Medaillenhoffnung bei den Damen. Die 29-Jährige wartet noch auf einen richtigen Exploit an Grossanlässen wie Olympische Spiele oder Weltmeisterschaften. Im Weltcup konnte Laurien van der Graaff bereits dreimal auf das Podest steigen, allerdings noch nie ganz zuoberst. In Lahti wird der Sprint in der von ihr geliebten Skating-Technik ausgetragen – gute Aussichten für die Davoserin.


Fokus // Nordische Skiweltmeisterschaften Lahti 2017

DER WM-ORT

Kein Ort hat mehr nordische FIS-Skiweltmeisterschaften durchgeführt als die siebtgrösste finnische Stadt Lahti. Zum siebten Mal werden die Titelkämpfe vom 22. Februar bis 5. März 2017 rund 100 km nördlich der Hauptstadt Helsinki ausgetragen. 1926, 1938, 1958, 1978, 1989 und 2001 wurde zuvor im Skistadion am Fusse der markanten Endmoräne Salpausselkä um Medaillen gekämpft. Diese WM steht zudem im Zeichen der 100-Jahr-Feier der Unabhängigkeit Finnlands und wurde von der Landesregierung als erster grosser Anlass dazu auserkoren. Ein neues OK ging mit viel Elan ans Werk und hat in den letzten Jahren Stadion, Sprungschanzen und Loipen dem heutigen Standard angepasst. Für die 21 Wettkämpfe werden rund 700 Athletinnen und Athleten aus 60 Ländern und eine Viertelmillion Zuschauer erwartet.

MEINE MEINUNG Kurt Henauer Betrachtet man die Ergebnisse des vergangenen Winters, werden die Langlauf-Wettbewerbe in Lahti wohl zu «Norweger-Festspielen». Bei den Männern ist allen vorab der Individualist und Showman Petter Northug, der ausserhalb des Teams trainiert, der grosse Favorit. Bei Weltcup-Gesamtsieger Morten Johnsrud Sundby, der wegen einer zu hohen Dosierung eines Asthmamittels in der Saisonvorbereitung zwei Monate gesperrt war, und seinen Teamkameraden wird sich zeigen, wie sich die Diskussionen um den Gebrauch von Asthmamitteln ausgewirkt haben. Bei den Frauen wird die nach Mutterfreuden zurückkehrende Marit Björgen ihrer Rivalin im norwegischen Team, Weltcup-Gesamtsiegerin Therese Johaug den Rang der Nummer 1 wieder streitig machen wollen. Im Skispringen, wo Favoriten schnell einmal nur im Mittelfeld landen können, führt der Weg zu WM-Gold wohl über Peter Prevc, den letztjährigen Saisondominator aus Slowenien. In der nordischen Kombination gehört die Favoritenrolle dem Deutschen Eric Frenzel.

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Fokus // Freestyle Ski & Snowboard-WM Sierra Nevada 2017

FREESTYLE SKI & SNOWBOARD-WM, SIERRA NEVADA 2017

DIE «JUNGEN WILDEN» AUF MEDAILLENKURS Nach Kreischberg 2015 führen die Freestyler und Snowboarder zum zweiten Mal eine FIS-Weltmeisterschaft gemeinsam durch. Austragungsort ist die Sierra Nevada im spanischen Andalusien. Dieses Zusammengehen der beiden «jungen» Disziplinen hat sich aufgrund der Erfahrungen in der Steiermark im letzten Jahr als überaus positiv erwiesen.

«Aus der Sicht des Veranstalters sind Weltmeisterschaften für zwei verschiedene Disziplinen natürlich lukrativer», sagt Sacha Giger, Disziplinenchef Snowboard von Swiss-Ski. Die Suche nach Austragungsorten sei nicht leichter geworden. «Die mediale Präsenz hat sich aber merklich verbessert», fiel Freestyle-Chef Christoph Perreten in Kreischberg auf. Immerhin fallen in der Sierra Nevada zwischen dem 7. und 19. März 2017 26 Entscheidungen in 13 verschiedenen Disziplinen. Gut fürs Auge Aerials, Moguls, Dual Moguls, Skicross, Halfpipe und Slopestyle sind die sechs Disziplinen im Freestyle, beim Snowboard sind es gar de-

ren sieben: Parallel-Slalom und -Riesenslalom, Snowboard Cross (Einzel und Team), Half Pipe, Slopestyle und Big Air. Sportarten, die auch die gewöhnlich nicht sehr skiaffinen Spanier in stimmungsvoller Kulisse auf dem höchsten Gebirge der iberischen Halbinsel begeistern sollen. Asiaten sind Freestyle-begeistert Während in Zentraleuropa die Freestyle-Szene weniger populär ist, erfahren die «jungen Wilden» auf der Piste oder im Park wesentlich mehr Gunst in den USA oder Asien. Christoph Perreten: «Freestyle-Sportarten geniessen im asiatischen Raum einen hohen Stellenwert.» Da kommen die Olympischen Spiele 2018 in Korea wie auch die Weltmeisterschaften 2021

DIE SCHWEIZER FAVORITEN Fabian Bösch Der 19-jährige Engelberger Fabian Bösch galt als eines der grössten Alpin-Talente. Seinen Weg macht er mittlerweile in der Slopestyle-Spur. Und wie. 2015 wurde er mit 17 Jahren jüngster Weltmeister an der Freestyleund Snowboard-WM in Kreischberg. Bei den Winter-X-Games 2016 in Aspen gewann er die Goldmedaille im Big Air. Im Februar 2016 holte er bei den X-Games Oslo 2016 die Silbermedaille im Big-Air-Wettbewerb. In seiner bisherigen kurzen Karriere stand er vier Mal auf dem Weltcup-Podest. Sein Debut im Weltcup feierte er im Alter von 16 Jahren 2013 in Silvaplana und feierte zugleich mit dem dritten Rang im Slopestyle seinen ersten WeltcupPodestplatz. 2014 vertrat er die Schweiz an der Olympiapremiere der Disziplin Slopestyle in Sotschi.

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Fanny Smith Schon alleine die Biographie der heute 24-jährigen Skicrosserin ist interessant. Ihr Vater ist ein Amerikaner, ihre Mutter kommt aus England. Aufgewachsen ist Fanny im waadtländischen Villars. Auch sie stand zuerst auf den «normalen» Alpinski, ehe sie als 16-Jährige in den Skicross wechselte. Drei Jahre zuvor wurde sie Westschweizer Meisterin im Super-G. Seit 2008 fährt Fanny Smith im Weltcup mit. Ihr bisheriges Palmares ist herausragend und lässt auf eine Spitzenplatzierung in der Sierra Nevada hoffen. Sie war Junioren-Weltmeisterin 2010, holte an den Freestyle-Weltmeisterschaften 2013 in Voss (NOR) Gold und zwei Jahre später im österreichischen Kreischberg Bronze. Dazu kommen elf Weltcupsiege, 22 Podiumsplatzierungen und zwei olympische Diplome.

Deborah Scanzio Deborah Scanzio, die Buckelpistenfahrerin aus Piotta im Ticino, gehört im Vergleich zu ihren Kolleginnen und Kollegen mit 30 Jahren zu den Arrivierten. Ihr Debüt im Freestyle-Weltcup gab sie 2002 im französischen Tignes, wo sie Platz 33 erreichte. Die ersten Weltcuppunkte gewann sie nur zwei Wochen später in Madonna die Campiglio. Die Buckelpisten im bekannten Skiort im Trentino scheinen ihr zu behagen. Fünf Jahre später holte sie überraschend die Bronzemedaille an der Freestyle-WM in Madonna di Campiglio. In dieser Zeit (2007/08) gewann sie zudem drei der bisher insgesamt vier Weltcup-Podestplätze. Der letzte resultiert aus dem Winter 2015/16. In Japan holte Deborah ihren ersten Weltcupsieg. Deshalb traut man der quirligen Tessinerin durchaus auch wieder eine Überraschung im WM-Winter zu.

Patrizia Kummer Die auf Parallel-Slalom und -Riesenslalom spezialisierte Walliserin wurde bereits mit 15 Vizemeisterin an ihrer ersten Elite-Schweizermeisterschaft im Parallel-Slalom. In der Folge sammelte die hübsche Walliserin Titel um Titel. In Sotschi wurde sie 2014 Olympiasiegerin im Parallel-Riesenslalom. Fünf Jahre zuvor gewann sie Bronze an den Weltmeisterschaften, Silber gab es 2013 in Stoneham. Im Palmares führt sie 14 Weltcupsiege auf, vier Gesamtweltcupsiege und 18 Podiumsplatzierungen. Sie schaffte es auch als erste Alpin-Snowboarderin überhaupt alle drei Kugeln der Parallelwertungen (Gesamtwertung und die beiden Disziplinenwertungen im Parallelslalom und im Parallelriesenslalom) in einer einzigen Saison zu gewinnen. Im Sommer 2016 eröffnete sie in ihrem Heimatort Ernen/Mühlebach ein Bed & Breakfast mit eigenem Kaffeehaus.


Fokus // Freestyle Ski & Snowboard-WM Sierra Nevada 2017

In der Halfpipe fühlt sich nicht nur Iouri Podladtchikov (Bild) wohl, sondern die Freestyle- und Snowboard-Szene generell. Der gebürtige Russe gewann Gold und Silber an den FIS-WM 2011 und 2013 sowie 2014 Gold an den Olympischen Winterspielen in Sotchi. Der 28-Jährige gehört auch in der Sierra Nevada zu den Top-Favoriten.

und die Olympischen Winterspiele 2022 in China gerade recht. Schweiz hat Potenzial Perreten und Giger würden einen solchen Freestyle-Grossanlass in der Schweiz begrüssen. Die Schweiz hat Skigebiete mit der nötigen Infrastruktur, um nach 1999 Ski-Freestyle in Meiringen und 2007 Snowboard in Arosa, erstmals gemeinsame Weltmeisterschaften in der Schweiz zu haben. Die Begeisterung für Freestyle-Events in der Schweiz ist gross. Anlässe wie das LAAX Open, freestyle.ch, Weltcup-Austragungsorte wie Skicross in Arosa, Snowboardcross in Veysonnaz, oder der Slopestyle auf dem Corvatsch zählen international zu den Top-Events. JOSEPH WEIBEL

Elena Könz Sie kommt aus dem bündnerischen Vnà, ist 29 Jahre alt und gilt in ihrer Sportart Snowboard-Freestyle als absolute Spätzünderin. Erst im Winter 2013 war sie in den FIS-Weltcup eingestiegen. Zuvor fuhr sie an der Ticket to Ride World Snowboard Tour, sozusagen die Konkurrenzveranstaltung zum FIS-Weltcup. Im Alter von 13 Jahren begann sie zu snowboarden. Die besten Resultate vor ihrem WeltcupDebüt holte sie an dieser Tour und anderen Veranstaltungen. Im Januar 2014 qualifizierte sie sich für die Olympischen Winterspiele in Sotschi, wo sie den 9. Platz belegte und damit ein Diplom knapp verpasste. Ihren grössten bisherigen Erfolg feierte sie aber in Kreischberg an den Freestyle Ski- und Snowboard-WM mit Gold im Big Air. Im Slopestyle ist Könz amtierende Schweizermeisterin.

DER WM-ORT

MEINE MEINUNG

Sierra Nevada steht für «schneebedecktes Gebirge» und macht gewöhnlich seinem Namen alle Ehre. Das höchste Gebirge der iberischen Halbinsel liegt im Süden Spaniens in den Provinzen Granada und Almeria in Andalusien. 1995 hätten hier die alpinen Skiweltmeisterschaften stattfinden sollen. In den 100 Jahren zuvor hatte es immer reichlich Schnee im Winter. Nur 1995 nicht. Die alpinen Skiweltmeisterschaften erfuhren ihre erste Absage. Ein Jahr später machte dann der Retortenort auf über 2000 Meter über Meer seinen Namen wieder alle Ehre. Die Schneemengen reichten zum Teil auf eine Höhe von elf Metern. Freestyler und Snowboarder waren schon verschiedentlich an Weltcupbewerben zu Gast in Spanien. Die Snowboarder unter anderem an der Universiade 2015, die Freestyler 2006, 2008, 2010 und zuletzt 2013 anlässlich des Weltcup-Finales.

Conny Kissling Lehmann Freestyle war und ist ein Sammelbegriff von faszinierenden Sportarten auf Ski. Während Jahrzehnten war Freestyle in drei Disziplinen aufgebaut – so auch während meiner Aktivzeit (1980–1992): Skiballett, Buckelpiste und Aerials. Die «Blütezeit» dieser Konstellation war wohl Mitte der 1980er bis Mitte 90er Jahre. In dieser Zeit durften Sonny Schönbächler und ich schöne und wertvolle Erfolge feiern, sowohl im Weltcup wie auch an Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen. Meine Lieblingsdisziplin war das Skiballett, wo ich all meine tänzerischen Fähigkeiten zeigen und ausleben konnte. Später veränderte sich das Bild und die Wahrnehmung vom Freestyle massiv. Während das Skiballett (leider) heute nicht mehr existiert, kamen neue Formen wie Skicross, Halfpipe, Slopestyle und Big Air auf und etablierten sich, wurden zum Teil sogar ins Olympische Programm aufgenommen. So ist heute Freestyle ein Sammelsurium von verschiedensten Disziplinen, welche mich nach wie vor begeistern und mein Herz immer wieder höher schlagen lassen.

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Fokus // Telemark-WM 2017 in La Plagne

TELEMARK-WM, LA PLAGNE

DIE SCHWEIZER IM MEDAILLEN-FIEBER Nur gerade die Spitzen der Skischuhe sind durch eine Bindung fixiert – und schon fährt es sich munter runter im Telemarkstil. Die aus Norwegen stammende Abfahrtsskitechnik mausert sich langsam aber sicher zu einer Publikumssportart, die man mehr als nur zur Kenntnis nimmt. Vielleicht liegt es an der herausragenden Schweizer Athletin Amélie Reymond. Seit Jahren sammelt sie Siege als wäre es das Selbstverständlichste von der Welt. Telemark hat auch den Weg Richtung Olympische Winterspiele in Angriff genommen. Disziplinenchef Hans-Peter Birchler: «In Südkorea 2018 sind wir zwar noch nicht dabei, aber vielleicht klappt es für 2022 in China.» Telemark habe einen Aufschwung hinter sich, bestätigt auch er. «Vor allem in bedeutenden Märkten wie Deutschland, aber auch Japan

und USA.» In Europa ist Telemark aufgekommen. Genau genommen in Norwegen. Die erfolgreichsten Nationen sind neben der Schweiz, Frankreich, Norwegen und Deutschland. Dann folgen Slowenien und Grossbritannien. «Die USA hat Potenzial und holen auf», sagt Hans-Peter Birchler. Telemark ist noch nicht die Topshot-Disziplin im Wintersport – aber durchaus attraktiv zum selber fahren und zuzuschauen. Drei Disziplinen werden im Weltcup und auch an der Weltmeisterschaft in La Plagne durchgeführt: Classic ist die strengste Disziplin. Das Rennen wird in einem Lauf (rund zweieinhalb Minuten) ausgetragen und in verschiedene Pistenabschnitte gegliedert. Riesenslalomtore, Sprung von rund 30 Metern, eine 360°-Steilwandkurve und dann eine Skating-Strecke. Sprint Classic ist gleich aufgebaut wie ein Classic-Rennen. Nur werden zwei Läufe auf einer

DIE SCHWEIZER FAVORITEN

Amélie Reymond Sie wird im WM-Winter 2017 30 Jahre alt und ist die erfolgreichste Athletin im Telemarksport. Begonnen hat sie mit Telemark genau vor zehn Jahren. 2007 gab sie ihr Debüt im Weltcup. An Weltmeisterschaften gewann sie bisher zwölf Mal Gold und sieben Mal Silber. Auf ihrem Konto sind ausserdem 113 Weltcupsiege (total 144 Podestplatzierungen). Den Gesamtweltcup gewann sie seit 2008 sechs Mal, zuletzt drei Mal in Folge. Der Weg zu den Weltmeistern 2017 führt nur über sie.

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Bastien Dayer Das gleiche Alter wie Amélie Reymond hat auch Bastien Dayer. Er ist ebenfalls seit 2007 mit dabei und gilt – obwohl das Palmares bedeutend kleiner ist – als grosses Vorbild für den Nachwuchs im Telemarksport. Er kennt aber das Siegerpodest ebenso gut. An Weltmeisterschaften reichte es ihm zweimal zu Silber und einmal zu Bronze. 35 Mal stand er auf dem Podest, sieben Mal davon zuoberst. Dayer stammt wie Amélie Reymond ebenfalls aus dem Kanton Wallis.

kürzeren Distanz absolviert. Der ParallelSprint wird mit gleichzeitig zwei Fahrern im Knock-out ausgetragen. An der WM kommt es ausserdem zu einem Parallel-Nationen-Sprint. Chef Hans-Peter Birchler ist seit 20 Jahren mit von der Partie und hat den Aufstieg und das zunehmende Interesse am Telemarksport aktiv miterlebt. «Dank der jahrelangen Erfolge wird die Sportart bei uns immer populärer.» Die Schweizer Mannschaft ist in La Plagne in der klaren Favoritenrolle. Die Frage ist nicht ob, sondern wie viele Medaillen sie gewinnen wird. Im Minimum waren es bisher deren drei, im Maximum 13 – von 24 möglichen Medaillen notabene. Für die Zukunft ist gesorgt: Hinter der Leaderin stehen etwa Beatrice Zimmermann oder Simone Oehrli und bei den Männern Nicolas Michel, die man als künftige Leader sieht. JOSEPH WEIBEL

DER WM-ORT

MEINE MEINUNG

La Plagne ist eine der typischen Skiretorten-Orte in den französischen Savoyen. La Plagne ist ein Gletschergebiet und war auch schon Austragungsort des Eröffnungsrennens im alpinen Skiweltcup, das seit 2001 in Folge im österreichischen Sölden stattfindet. Das Skigebiet von La Plagne umfasst über 220 Pistenkilometer und reicht bis auf 3400 Meter über Meer. An den Olympischen Winterspielen 1994 in Albertville war La Plagne Ausrichtungsort des Rennrodelns und Bobfahrens.

Stefan Schär An der Spitze des Telemarksportes ist es in den letzten Jahren enger geworden. Mein Tipp: Amélie Reymond wird sich in La Plagne alle drei Titel holen. Bei den Herren wird Phil Lau alles versuchen, um gegen die Konkurrenz aus GER, NOR und SUI zu bestehen. Bastien Dayer, Nicolas Michel und Stefan Matter haben reelle Chancen auf einen Podestplatz oder sogar einen Titel. Im Team-Event hoffe ich, dass unser Schweizer Team den Titel verteidigen kann.


Fokus // Biathlon-WM 2017 in Hochfilzen

BIATHLON-WM, HOCHFILZEN

DIE BIATHLETEN SIND WEITER IM AUFWIND Noch vor zwölf Jahren war Biathlon in der Schweiz eine von vielen Wintersportarten mit ein paar Athleten, die im immer bedeutender werdenden nationalen Biathlon-Zirkus eine kleine Nebenrolle spielten. 2004 wurde der Schweizer Biathlonverband von Swiss-Ski aufgenommen. Zwischenzeitlich geniesst Biathlon auch hierzulande grosses Interesse. Markus Regli, Disziplinenchef der Schweizer Biathletinnen und Biathleten, ist ein Mann der ersten Stunde. 2003 stand der Schweizer Biathlonverband kurz vor dem Ende. Zum 100-JahrJubiläum von Swiss-Ski 2004 wurden neben den Telemarkern auch die Biathleten in den grössten Schweizer Wintersportverband aufgenommen. Seither geht es mit den Schweizer Biathleten aufwärts. Die Biathlon-WM im italienischen Antholz 2007 war für die Schweizer Biathleten von be-

sonderer Bedeutung. Mit Selina Gasparin startete die erste Schweizer Biathletin an einem internationalen Grossanlass und zu einer grossen Karriere. Neun Jahre später geht ein komplettes Damenteam in Hochfilzen an den Start. «Und hinter den heute Arrivierten steht ein Feld hoffnungsvoller Talente», freut sich Markus Regli. Auch die Herren, sagt er, hätten als Team grosse Fortschritte gemacht. «Vor zehn Jahren starteten an einem Wettkampf in der Schweiz 30 bis 35 Athleten, heute sind es bis zu 90 Startende.» Das Interesse für Biathlon ist heute schweizweit gross und selbst im Kanton Baselland hat sich eine Bewegung um Leader Mario Dolder gebildet. Biathlon hat dank attraktiven Fernsehübertragungen von Weltcup-Bewerben enorm an Publikumsinteresse gewonnen. Schon länger in den umliegenden Nachbarländern, mittlerweile auch bei uns. Lenzerheide baut ein Nor-

DIE SCHWEIZER FAVORITEN

Selina Gasparin Debütiert hat Selina Gasparin ihre Karriere 2004 im Europacup. Ihr Start als erste Schweizer Athletin an der WM in Antholz fiel mit Rang 44 nicht sonderlich gut aus, aber es war ein Achtungserfolg in ihrer noch jungen Karriere. Eine Premiere gab es auch 2010, als sie bei der Biathlon-MixedStaffel-Weltmeisterschaft zum ersten Mal eine Schweizer Staffel anführte. Die ersten Weltcupsiege (2) und olympisches Silber (Sotschi 2014) feierte sie in der Saison 2013/14. In der folgenden Saison legte Gasparin eine Babypause ein. Im Winter 2015/16 kehrte die Biathletin in den Weltcupzirkus zurück und konnte direkt wieder in die Weltspitze vordringen.

Benjamin Weger/Serafin Wiestner Bei den Männern stehen zwei Athleten in der Favoritenrolle: Benjamin Weger und Serafin Wiestner. Weger debütierte bereits 2009 im Weltcup. Bisher stand er vier Mal auf dem Podest und war 38 Mal in den Top Ten. Serafin Wiestner ist eher ein Spätzünder. Er ist mit 26 nur ein Jahr jünger als Weger, startete aber erst 2014 zum ersten Mal im Weltcup. Sein Palmares ist eher noch bescheiden. «Sowohl Weger wie Wiestner können an der WM auf das Podest laufen», ist DisziplinenChef Markus Regli überzeugt.

dic-Wettkampfzentrum, das den Voraussetzungen des Internationalen Biathlonverbands (IBU) für eine A-Lizenz entspricht. «Es wäre natürlich schön, wenn Lenzerheide mittelfristig ebenfalls als Weltcuport berücksichtigt wird.» Und ein bisschen träumt der langjährige Schweizer Biathlonchef auch von einer Weltmeisterschaft. Auf Hochfilzen freut sich Regli sowieso. „Es ist schön, dass die WM wieder einmal in Mitteleuropa stattfindet.“ JOSEPH WEIBEL

DER WM-ORT

MEINE MEINUNG

Nach 1978 und 2005 ist Hochfilzen in der schneereichsten Region Tirols, WM-Austragungsort der Biathleten. Bei der IBU Biathlon WM 2017 stehen insgesamt elf spannende Bewerbe auf dem Programm. Neben atemberaubenden Duellen um Gold, Silber und Bronze dürfen sich die bis zu 150 000 erwarteten Zuschauer auch über ein topmodernes Biathlon-Stadion freuen. Seit Oktober 2014 flossen rund 20 Millionen Euro in bauliche Massnahmen, die sowohl für Sportler und Medienvertreter, als auch für Zuschauer für weltmeisterliche Rahmenbedingungen sorgen.

Matthias Simmen Wunderbare Erinnerungen kommen in mir hoch, wenn ich an Hochfilzen denke. Immer wieder konnte das Schweizer Biathlon-Team im Tirol grossartige Erfolge feiern. Ich denke da vor allem an den ersten Weltcupsieg von Selina Gasparin über die Sprintdistanz von 7,5 km im Dezember 2013. Oder die zwei Podest-Plätze in Serie, die Benjamin Weger im Dezember 2011 im Sprint über 10 km und in der Verfolgung über 12,5 km erobert hatte. Sowohl Selina wie auch Benjamin schafften mit diesen ersten Top-Resultaten den internationalen Durchbruch. Und das ausgerechnet in Hochfilzen, dem Ort, wo im Februar die Weltmeisterschaften ausgetragen werden. Selina und Benjamin gehören für mich nicht nur aus diesem Grunde in jedem Wettkampf der Weltmeisterschaften zum erweiterten Kreise der Medaillenkandidaten. Gespannt bin ich auf das Abschneiden von Lena Häcki, der DoppelVizejuniorenweltmeisterin der letzten Saison, in ihrem ersten Jahr bei der Elite. Nicht zu vergessen ist Serafin Wiestner, der Aufsteiger der vergangenen Saison. Alles ist angerichtet in Hochfilzen für fantastische Biathlonfestspiele.

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Menschen // Getroffen // Dr. med. Walter O. Frey

M MENSCHEN

Steinpilze

gegen Tabletten

Eigentlich hätte er Landarzt werden wollen, jetzt ist er Chefarzt von Swiss-Ski und Leiter des Swiss Olympic Medical Centers an der zürcherischen Universitätsklinik Balgrist. Walter O. Frey, ein renommierter Sportmediziner, der sich schöne Auszeiten auf der bündnerischen Wiesneralp gönnt.

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Rückzugsort für die Familie auf der Wiesneralp: Walter O. Frey mit seiner Frau Claudia und den beiden Kindern Annina (10) und Florin (8).

W

iesen ist ein sonnenverwöhnter, verträumter Ort an der Verbindungsstrasse zwischen Tiefencastel und Davos. Er gehört als eine von sechs Fraktionsgemeinden zu Davos und hat rund 70 Beschäftigte. Es gibt hier einen Lebensmittelladen und zwei Hotels. In Wiesen treffen sich Snowactive-Autor Hans Bigler und Walter O. Frey, ärztlicher Leiter des Swiss Olympic Medical Centers an der Universitätsklinik Balgrist in Zürich und Chefarzt bei 22

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Swiss-Ski. Seine Frau Claudia und die beiden Kinder Annina (10) und Florin (8) sind bei dem Gespräch ebenfalls dabei. Idyllisches Leben auf der Alp Walter O. Frey führt seinen Besucher über einen schmalen Bergweg auf die Wiesneralp, die auf 1945 Meter über Meer knapp oberhalb der Waldgrenze liegt und ein beschauliches Maiensäss zur Schau trägt. Eine der Hütten gehört der Familie Frey. «Damit ist für uns ein Traum in Erfüllung gegangen», sagt Walter O.

Frey, der bereits früher mit seinen Eltern im Klöntal das Naturerlebnis, das ein Alpaufenthalt in sich birgt, geschätzt hat. Nachdem ein Feuer 2007 auf der Wiesneralp mehrere Ställe und Hütten zerstört hat, wurden diese im Halbkreis und mit dem entsprechenden Brandabstand von sieben Metern sorgfältig wieder aufgebaut. Claudia und Walter O. Frey erhielten die Gelegenheit, einen Brandplatz mit Bauprojekt zu kaufen. «Und das ist jetzt unsere SAC-Hütte», lacht Claudia Frey. Und tatsächlich erinnern die Kajütenbetten in den Schlafräumen, das Interieur aus Holz und Stein an eine heimelige Berghütte im SAC-Stil. Die Familie Frey hat viel Zeit in den Auf- und Ausbau investiert. Und genau einen Tag vor dem grossen Schneefall war ihre Hütte damals bezugsbereit. Geheizt wird mit Holz, gekocht mit Holz und Gas, eine moderne Solar-Anlage liefert Strom. Es gibt einen Wassertank im Haus, quellfrisches Trinkwasser holt sich die Familie allerdings ausserhalb vom liebevoll genannten «Sirup-Brunnen». «Für die Kinder ist die Gegend ein Paradies», sagt Walter O. Frey. Beide haben einen vom Alpnachbarn geschnitzten «Hüetistab» erhalten und ziehen seither von den Kuh- zu den Ziegenherden und wieder zurück. Sie holen Tiere heim, die von der Herde weggekommen sind und geniessen das Alpleben wie einst Heidi und Peter. Und auch Walter O. Frey erinnert sich an seine Kindheitsjahre. «Ich habe in jungen Jahren in der Freizeit im Zollikerberg nahe Zürich in einem Landwirtschaftsbetrieb mitgeholfen – Ställe ausgemistet, Ladewagen gefahren, Kühe


Menschen // Getroffen // Dr. med. Walter O. Frey

Ich kümmere mich insbesondere um die alpinen Ski-Teams, die Skispringer und die Biathlonathleten.

FOTOS: Z VG.

gemolken. Einmal habe ich sogar später in Davos einen Melkwettbewerb gewonnen, als es darum ging, wer sein ‹Kessi› als erster gefüllt hat», lacht Walter O. Frey. Wie Russi aus Andermatt Bis zu seinem vierten Lebensjahr lebte Walter O. Frey mit seinen Eltern in Andermatt. Dort hat er gelernt Ski zu fahren. An diese ersten Übungen auf dem Schneehang erinnert ein altes Foto seiner Mutter, das ihn auf «Fasstauben» im meterhohen Schnee zeigt. Zur selben Zeit wohnte auch die Familie Russi beim Bahnhof in Andermatt, wo Vater Russi als Bahnhofvorstand tätig war. Jetzt ist Walter O. Frey Chefarzt bei Swiss-Ski und engagiert sich rund einen Tag pro Woche «nebenamtlich» für Swiss-Ski, wobei dieser Zeitbedarf eher optimistisch geschätzt ist. In Tat und Wahrheit ist er rund um die Uhr erreichbar, 365 Tage pro Jahr. Er stellt auch die Hot-Line zur REGA und zur Unfall-Versicherung Visana sicher. Alle Athleten werden im

Notfall auf der ganzen Welt optimal betreut und in die Schweiz zurückgeflogen. «Da kommen pro Repatriierung gut und gerne 50 Telefongespräche und ebenso viele SMS zusammen», verrät Walter O. Frey. Zu seinen Aufgaben gehören auch der medizinische Materialeinkauf, Forschungstätigkeiten sowie das Vernetzen mit der FIS, dem internationalen Ski-Verband. Gemeinsam mit den Disziplinenärzten koordiniert er das Medical Team von Swiss-Ski mit rund 30 Mannschaftsärzten, 25 Physiotherapeuten und fünf Rettungssanitätern. Walter O. Frey koordiniert, organisiert und ist mit Athleten und Funktionären aus allen Disziplinen in ständigem Kontakt. Als ehemaliger Leistungssportler sind ihm die direkten Gespräche mit den Athletinnen und Athleten während den Trainings ein grosses Anliegen. Bei diesen «Praxisbesuchen» auf dem Schnee ist ab und zu auch seine Familie anwesend. «Ich kümmere mich insbesondere um die alpinen Ski-Teams, die Skispringer und die Biathlonathleten», erklärt der Swiss-SkiChefarzt. «Diese persönlichen Kontakte bei Trainings oder Wettkämpfen fördern das Vertrauen und erleichtern die Zusammenarbeit.» An den CISM-Winter-Militär-Weltmeisterschaften in Frankreich im Jahr 1996 wurde die damalige Schweizer Riesenslalom-Grossmacht mit Steve Locher, Urs Kälin und Michael von Grünigen von Walter O. Frey betreut. Er war damals Delegationsarzt im Rang eines Offiziers. Später schenkte ihm Steve Locher sein Renndress, mit der Auflage, selber auch noch den Trainingslauf zu fahren. Daraus haben sich mit dem ganzen Team schöne Freundschaften entwickelt. Engagiert für Bewegung und Sport Heute ist Walter O. Frey ärztlicher Leiter an der Universitätsklinik Balgrist. Dort leitet er das von ihm aufgebaute Balgrist Move>Med, das einzige universitäre Deutschschweizer Swiss Olympic Medical Center. Hier sind rund 50 Mitarbeitende beschäftigt. «Ich behandle so viele Patienten wie möglich persönlich, nicht nur Sportler. Der enge Kontakt zu den Athletinnen und Athleten ist für mich sehr wichtig. Meinen Grundsatz‚ ‹Bewegung ist wichtiger als Medikamente› kann ich für Sportler wie für ‹ganz normale Patienten› gleichermassen täglich gezielt umsetzen. Wir engagieren uns aber auch stark in der Forschung», erklärt der renommierte Sportmediziner. Walter O. Frey kann selber auf ein ansehnliches, sportliches Palmares zurückblicken. Seine Verbundenheit zum Schneesport verdankt er seinem Vater. Der gebürtige Glarner war unter anderem alpiner OSSV-Junioren-Meister und «Testläufer» bei der bekannten Langlauf-Skifirma Müller in Einsiedeln. Unvergessen bleiben Walter O. Frey seine eigenen

Trainings beim kürzlich verstorbenen Max Colpi am Gemsstock in Andermatt. «Wir haben die Pisten selber präpariert und ein alter VWMotor diente als Antrieb für den selbstgebauten Skilift», erinnert er sich. Als Junior wurde er damals im Kader des Zürcher Ski-Verbands aufgenommen und musste dort «hartes Brot» essen. «Zusammen mit Pitsch Müller bestritt ich Rennen, musste mir die Zeit dafür aber an Mittelschule und Uni stehlen, da die Lehrer und Professoren wenig Verständnis für mein Engagement zeigten.» Mit Auszeichnungen im Hochschulsport, unter anderem in der selten gewordenen Vierer-Kombination und im Militärsport kam Walter O. Frey auch vermehrt in Kontakt zur Langlauf- und Biathlonszene. Zusammen mit dem ehemaligen SSV-Präsidenten und Nationalrat Duri Bezzola bestritt er Militär-Patrouillen. Und der ehemalige Bundesrat und Sportminister Adolf Ogi holte ihn als Chef de Mission für die CISM-Winter-Weltmeisterschaften ins Boot. Mittlerweile sind nun auch Tochter und Sohn im Schneesport engagiert. Letztes Jahr nahmen beide am GP Migros teil. «Wir als Eltern legen Wert darauf, dass sich unsere Kinder polysportiv betätigen», erklärt Walter O. Frey. Florin ist auch ein begeisterter Tennisspieler, Annina eine passionierte Reiterin. Den Leistungssport betrachtet Walter O. Frey indes auch kritisch. Vielerorts sei daraus ein grosses Business geworden – die sportlichen Leistungen und menschlichen Qualitäten der Athleten werden dadurch in den Hintergrund gedrängt. Trotzdem, Walter O. Frey lebt mit und für den Sport. Er ist inzwischen ein sehr gefragter und renommierter Sportmediziner. Und das, obwohl er eigentlich hätte Landarzt werden wollen. Diesen Traum lebt er nun «im Kleinen» auf der Wiesneralp. Schnell hat sich bei der Bergbevölkerung herumgesprochen, dass ein «Doc» zu den Bewohnern gehört. Daraus entwickeln sich auch immer wieder gute kleine «Tauschgeschäfte»: «Einzäunung der neu angesäten Wiese gegen ein Päckli Tabletten gegen Kopfschmerzen zum Beispiel», lacht Walter O. Frey, «oder eine ambulante Behandlung gegen eine Schüssel frisch gesammelter Steinpilze.» Jeder hilft jedem mit dem, was er kann. Das ist exemplarische Nachbarshilfe, die hier bestens funktioniert.

MEDIZINTHEMEN IM SNOWACTIVE Ab Ausgabe 2 (Dezember) finden die Leserinnen und Leser des Snowactives medizinische Fachthemen wieder unter der Rubrik «Service». Walter O. Frey und sein medizinisches Fachpersonal von Balgrist Move>Med werden in den kommenden Ausgabe aktuelle Fragen rund um das Thema Medizin und Gesundheit behandeln.

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Menschen // Fabienne Suter

Skizirkus und Seilpark:

WIE TAG UND NACHT Fabienne Suter ist Skirennfahrerin. Im Sommer arbeitet sie aber auch im Seilpark Rigi. Der schweisstreibende Job als Instruktorin ist fĂźr die Schwyzerin eine willkommene Abwechslung.

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Menschen // Fabienne Suter

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Menschen // Fabienne Suter

s ist ein heisser Sommertag im Juli. Wer nicht in den Ferien weilt, den zieht es in die Badi. Oder in den kühlen Wald – zum Beispiel in den Seilpark Rigi. Hoch über dem Vierwaldstättersee bietet der Park mitten in der Natur Abenteuer pur. Auf rund vier Kilometern locken sieben Routen verschiedener Schwierigkeitsstufen. Drei Neuankömmlinge fassen gerade ihr Material und durchlaufen die obligatorische Einführung. Die Instruktionen erhalten sie von keiner geringeren als der Skirennfahrerin Fabienne Suter. «Seid ihr mit unserem Notfallsystem bereits vertraut?», fragt die Sportlerin abschliessend. Nickend hebt einer der Teilnehmer die umgehängte Trillerpfeife hoch. Diesen Sommer arbeitete Fabienne Suter bereits die zweite Saison im Seilpark Rigi. Im Winter 2014/15 verspürte sie den Drang, sich neben dem Spitzensport eine Arbeit zu suchen. «Ich hatte Lust auf etwas anderes als den Skizirkus», erzählt die heute 31-Jährige. In ihrer Regionalzeitung entdeckte sie die Stellenausschreibung vom Seilpark und bewarb sich. Zu ihrer Freude erhielt sie den Job. «Ich war anfangs ein Greenhorn und hatte sogar etwas Höhenangst», gesteht die sympathische Schwyzerin schmunzelnd. Als ambitionierte Sportlerin war es ihr Ziel, diese Angst zu überwinden. Sie absolvierte die notwendigen Kurse und durch das gewonnene Vertrauen ins Material wurde die Höhenangst nach und nach kleiner. «Die ersten Tage haben mich geschlaucht. Du bist dauernd auf den Beinen, legst bei praktisch jedem Gang Höhenmeter zurück.» Aber auch die ständige Präsenz gegenüber Kunden war sich Fabienne nicht gewohnt. «Auf der Piste bist du mehrheitlich alleine, tauscht dich mal mit dem Trainer oder dem Servicemann aus – das wars.» Hier jedoch wollte dauernd jemand etwas von ihr. Doch die Arbeit habe ihr gutgetan. Neues zu lernen und erfolgreich zu meistern erfüllte sie mit Stolz und liess sie abends zufrieden auf ihrem E-Bike nach Hause fahren. Der Tapetenwechsel wirkte sich auch positiv auf die Resul-

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tate aus wie die fünf Podestplätze der letzten Saison zeigen. Am Ende belegte Fabienne Suter in der Abfahrts-Disziplinenwertung den hervorragenden zweiten Platz. Doch die Abfahrtsspezialistin ist überzeugt, dass ihr Erfolg nicht nur auf den Sommerjob zurückzuführen ist. Um ganz vorne mit dabei zu sein, müssen mehrere Faktoren stimmen. Ihr Training durfte natürlich auch heuer nicht zu kurz kommen. Suter arbeitete blockweise im Seilpark, um sich dazwischen einige Tage dem Konditionstraining widmen zu können. Ab Mitte August stand sie dann wieder mit dem Team in Zermatt auf dem Schnee. Fabienne Suter ist überzeugt, dass ihr die Zeit in Küssnacht am Rigi auch auf der Piste zugutekommt. Hoch über dem Boden auf den Seilen zu balancieren erfordert Gleichgewicht, Beweglichkeit und Kraft. Das ständige Auf und Ab im Gelände

setzt Ausdauer voraus. Auf Parallelen zwischen Seilpark und Skisport angesprochen, meint die Athletin, dass beiderorts Durchhaltewille und Fleiss gefragt seien. Trotzdem: «Der Skizirkus und die Arbeit im Seilpark sind wie Tag und Nacht.» Aber genau diese Abwechslung schätzt die Frau mit den blonden Zöpfen. Bereits während ihrer Lehrzeit auf der Gemeindeverwaltung Sattel gefiel der Skirennfahrerin der Wechsel zwischen Schule, Arbeit und Skifahren. Die Älteste von vier Schwestern braucht

FOTOS: MELANIE DUCHENE

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Menschen // Fabienne Suter

die Distanz zum Wintersport, um abschalten zu können. Sie ist die einzige Alpin-Profisportlerin, die nebenbei arbeitet. Darauf angesprochen, meint Suter nur: «Es muss jeder für sich entscheiden, was das Beste für ihn ist.» Eigentlich hatte das Frauenteam einen Besuch im Seilpark geplant, doch wie das so ist, klappte es schlussendlich doch nicht. Vor Fabienne und ihren Kolleginnen steht ein Winter ganz im Zeichen der Heim-WM in St. Moritz. «Das ist etwas Besonderes. Vor Heimpublikum zu fahren gibt einem immer einen speziellen Ansporn.» Das primäre Ziel ist es nun, sich für den Grossanlass zu qualifizieren. Weil bei solchen Events die Frauen von Anfang an Konkurrentinnen sind, die um einen Startplatz kämpfen, sei die Stimmung in der Mannschaft angespannt. Deshalb geniesst die bodenständige Wintersportlerin vor allem auch die Saisons ohne Grossereignis. Im Wald ist es angenehm kühl. Die Bäume spenden willkommenen Schatten. Vögel zwitschern, Kinder rufen und der Bach plätschert über moosbedeckte Steine. Zehn und mehr Meter über Boden ist Fabienne Suter mit Bauarbeiten beschäftigt: Morsches Holz ersetzen, Baumschutzhölzer erneuern oder Stahlseile austauschen. Damit die Sicherheit im Seilpark gewährleistet bleibt, bedingt es laufender Unterhaltsarbeiten. Die Swiss-Ski-Athletin trägt schwere Kanthölzer und hantiert mit der Bohrmaschine. Diese Aufgaben erledigt sie besonders gern. Mit leuchtenden Augen wischt sie sich den Schweiss von der Stirn. Die Hitze

Ich war anfangs ein Greenhorn und hatte sogar etwas Höhenangst.

macht ihr aber weniger zu schaffen, als die Mücken, die im Wald zuhauf herumschwirren. «Fabienne?», meldet sich eine Stimme aus dem Funkgerät, das an Suters Gurt baumelt. Sie wird beim Einführungsparcours gebraucht. Auf dem Weg wird sie von einem Vater angesprochen, dessen Tochter gern ein Foto mit dem Skistar hätte. Kein Problem. Freundlich erfüllt die Zentralschweizer Schneesportlerin der Jahre 2015 und 2016 ihr den Wunsch und wechselt mit dem Mädchen ein paar Worte. Es komme ab und zu vor, dass Gäste nach einem Autogramm bitten. Selten schauen auch Fans vorbei, die einmal Fabienne Suter treffen wollen. «Im Seilpark-Team habe ich aber keinen Sonderstatus und bin einfach eine von ihnen. Hoffe ich zumindest.» Die Abfahrts-Schweizermeisterin 2016 gab vor 14 Jahren ihr Debüt im Weltcup. Klar, dass sie sich Gedanken macht, was sie nach ihrer Karriere machen will. Sie könne sich gut vorstellen, nicht das ganze Jahr hindurch das gleiche zu tun, sprich einem Sommer- und einem Winterjob nachzugehen. Früher hat sie eine Weile in einem Restaurant gekellnert und bei ihrem Onkel auf dem Bauernhof ausgeholfen. Beides hat ihr gefallen, sie kann sich also vieles vorstellen. Nach einem harten Tag – nach dem sie das Gefühl hat, es sich verdient zu haben – spannt Fabienne Suter gern auch einmal aus und macht es sich mit einem Buch auf dem Liegestuhl bequem. Am liebsten liest sie nordländische Krimis. Die Athletin mag ausserdem Ballsportarten, Grillieren mit Freunden und Familie sowie Gärtnern. «Ich habe aber überhaupt keinen grünen Daumen», bedauert sie. Auf die Frage, wo sie sich in zehn Jahren sieht, antwortet sie nach kurzem Zögern lachend: «Nicht mehr als Skirennfahrerin.» Suter ist der Meinung, dass man nicht zu viel planen, sondern vieles vorwegnehmen sollte. «Vielleicht habe ich eine Familie. Und wer weiss, vielleicht arbeite ich immer noch im Seilpark.» R E G UL A L A Z Z A RE T T I

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Advertorial // Salomon

«Time to play» Spass und Freude, grösstmöglicher Fortschritt, die Grenzen ausloten, Regeln verändern – und das auf eine etwas andere, unkonventionelle Art und Weise. Wie das geht? «Am besten beim Spielen», findet Salomon, und sagt: «Es ist ‹Time to play›.»

Roman Schaad

Luca Aerni: «Für mich bedeutet ‹Time to Play›, spielerisch Ski zu fahren. Das heisst trotz des grossen Drucks das Privileg als Leistungssportler zu schätzen und meine Grenzen auszuloten.» Roman Schaad: «Mit ‹Time to Play› verbinde ich, wie vielseitig und spielerisch der Sport ist. Trotz der manchmal auch sehr harten Seiten überwiegen viele schöne Emotionen und vor allem die Freude und der Spass.“»

Luca Aerni

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n zahlreichen Kindheitserinnerungen spielten wir die Rolle eines Helden, haben wir die Lieblingsszenen eines Films oder Momente des Zeitgeschehens nachgespielt oder agierten wie in einem Musikvideo oder grossen Sportereignis. Outdoor-Enthusiasten haben nun wieder die Chance, auf der Salomon-Seite (www.timetoplay.salomon.com) in eine Rolle zu schlüpfen und selber wieder ein Star zu sein. Salomon ist bekannt für innovative Produkte, die Sportarten revolutionieren. In der firmeneigenen Entwicklungsabteilung in Annecy

arbeiten Ingenieure, Designer und Athleten eng zusammen an innovativen Lösungen. Auf dem spannenden neuen ADC-Blog der Salomon-Website (www.salomon.com/schw/ blog) können Interessierte mehr über diese einmalige Zusammenarbeit erfahren. Die Website präsentiert auch die Menschen von Salomon und das Leben hinter den Mauern einer weltweit führenden Outdoor-SportMarke. Und wie sieht es mit den Salomon-Athleten aus. Wie stehen sie zum Motto «Time to play».

Somit ganz nach dem Motto: «Play to progress.» Eliane Volken, Brand Managerin Salomon Schweiz, bringt die Idee folgendermassen auf den Punkt. «Wir alle lieben es, draussen zu sein und zu spielen. ‹Time to play› erinnert mich daran, dass ich nie oft genug draussen sein kann, es viel häufiger tun sollte. Viel zu oft holt uns die Hektik des Alltags ein und genau dann sollten wir uns daran erinnern: Es ist ‹Time to Play›!»

PLAY THE CLIMB. OUTPLAY THE DESCENT.

YOUR CALL TO PLAY The Salomon On-piste collection turns the resort into the greatest playground. Maximise your pleasure and adrenalin with powerful performance gear, designed with no compromise hg\hf_hkm'R^Zklh_Zeibg^^qi^kmbl^aZlÛg^&mng^]hnk`^Zk%`bobg`rhnma^_k^^]hfmhieZrhgiblm^ Zg]_^^ema^makbeeh_ldb&mh&lghp\hgmZ\m'>qi^kb^g\^ma^^ohenmbhgpbma^o^kr\nko^'

As Chris Rubens, Cody Townsend and Brody Leven ventured on the polar circle in Svalbard to capture ZlheZk^\ebil^]nkbg`Zmhnkbg`^qi^]bmbhg%bmlrhnkmbf^mh^qi^kb^g\^ma^phkdh_ma^LZehfhg fhngmZbg\hee^\mbo^3ma^ikh`k^llbo^`^ZkmaZm^gZ[e^l_k^^]hfZg]a^eilrhn\aZee^g`^rhnkl^e_ bgma^fhngmZbgl'Pa^ma^krhnZl\^g]mh]bssrbg`a^b`amlhkmkZbe[eZs^]hpgmhma^oZee^r[^ehp' Pbmama^LZehfhgFMGkZg`^%ma^pbe]^kg^llblrhnkieZr`khng]'

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Outdoor

PLAY ANY LINE As Nik Porsch won his dream ski experience with the Salomon Team athletes in Japan last year, ghpbmlrhnkmbf^mhieZrma^ihp]^k'P^e\hf^mhma^`k^Zm^lmieZr`khng]%pa^k^rhnZk^_k^^ mhÜrh__iblm^%\Zko^nifZmnk^lghpZg]]Zg\^makhn`a_k^laihp]^k'Pa^grhnp^Zkma^JLM\hee^\mbhg% ma^k^lghln\amabg`Zl[Z]p^Zma^k'Mh[^bgpbmaZ\aZg\^mhpbgrhnk_ZgmZlrldbmkbi% oblbmlZehfhg'\hfZg]ieZrghp'

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MAKE ALL TRAILS YOUR PLAYGROUND

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The Speedcross range is engineered to break the speed limit. Working with our athletes and design team, we have created a revolutionary grip that allows you to tickle every terrain from rocky escarpments, through wild forest to water-logged ehpeZg]mkZbel'Kbinima^kne^[hhdZg]_hk`^g^pmkZbel'Bmlrhnkmbf^mhieZr the great adventurer.

Nordic

Trail Running

Ma^K&l^kb^lkZg`^bl]^lb`g^]_hkmahl^pah\kZo^Z\aZee^g`^'Pa^ma^krhnk^ZGhk]b\ldb^khkZg^g]nkZg\^ Zmae^m^pah[^eb^o^lmaZmPbgm^kblghmbf^mhab[^kgZm^%Zglp^kma^\Zeeh_gZmnk^Zg]inmrhnk[h]rmhma^m^lm'

F OTOS: Z VG.

In diesem Sinne wurde auch der neue «Time to Play» Auftritt gestaltet und für jede Sportart eine ausdrucksvolle Farbe gewählt.


Mixed-Zone

Ein vollgepackter Winter steht bevor

I

m Namen des internationalen Ski-Verbands FIS freuen wir uns, Sie zur kommenden Saison 2016/17 zu begrüssen. Es stehen uns spannende Monate bevor – sowohl in der Schweiz als auch international. Insbesondere Swiss-Ski erwartet ein vollgepackter Winter. Der Verband wird Gastgeber einer Vielzahl an FIS-Weltcup-Veranstaltungen in allen Disziplinen und auf allen Wettbewerbsniveaus sein. Das Highlight für die Swiss-Ski-Familie werden natürlich die FIS Alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2017 im Februar in St. Moritz sein. Es wird eine ganz besondere WM an einem der schönsten Orte im internationalen Ski-Zirkus. Eine gute Mischung aus den Erfahrungen der Weltmeisterschaften 2003 kombiniert mit neuen, jungen und dynamischen Mitgliedern im lokalen Organisationsteam – dies sind ideale Voraussetzungen für die Ausrichtung dieses Premium-Events im alpinen Skisport. Anspruchsvolle Strecken vor der Kulisse des atemberaubenden Panoramas von St. Moritz, einzigartige Streckenelemente und der spektakuläre Start der Herren-Abfahrt zählen zu den Besonderheiten dieses Austragungsorts. Vor allem vertrauen wir darauf, dass 14 der jährlich 350 Sonnentage in St. Moritz auf die Weltmeisterschaften fallen. Genau wie 2003! Das Unterhaltungsprogramm, das sowohl am Berg als auch im Dorf stattfinden wird, trägt ebenfalls zum Flair eines internationalen Festivals bei. In einer FIS Weltmeisterschafts-Saison gibt es auch zwei weitere Highlights, bei denen die Schweizer Sportler auf Erfolge hoffen: die Nordischen WM in Lahti (FIN) und die Freestyle-Ski/Snowboard-WM in Sierra Nevada (ESP). Letztere wird vom Erfolg der ersten Ausgabe am Kreischberg vor zwei Jahren profitieren. Durch die Kombination dieser beiden Disziplinen kann die Infrastruktur äusserst effektiv genutzt werden. Das spannende Programm stösst weltweit auf grosses Interesse und die Schweiz hofft, mit ihren Top-Athleten bei nahezu jeder Medaillenvergabe glänzen zu können. Die Langläufer, Skispringer und Nordisch-Kombinierer

Sarah Lewis FIS Secretary General

DAS HIGHLIGHT FÜR DIE SWISS-SKI-FAMILIE WERDEN NATÜRLICH DIE FIS ALPINEN SKI-WELTMEISTERSCHAFTEN 2017 IM FEBRUAR IN ST. MORITZ SEIN.

stehen bei den Nordischen Ski-Weltmeisterschaften 2017 in Lahti im Mittelpunkt – einer der traditionellsten Veranstaltungsorte, an dem die Nordische Ski-WM zum 7. Mal ausgetragen wird. Diese Ausgabe wird eine ganz besondere Bedeutung haben, da sie während des 100. Jahrestags der finnischen Unabhängigkeit stattfindet. Die finnische Regierung hat die Eröffnungsfeier zur ersten offiziellen nationalen Feier dieses Jahrestages bestimmt. Neben den Weltmeisterschaften freuen wir uns auch sehr auf die zahlreichen Grossevents, die auf Schweizer Schnee stattfinden werden. Im Januar werden Adelboden und Wengen im Mittelpunkt stehen. Diese Rennen haben eine unvergleichliche Tradition und geniessen eine grosse Fan-Unterstützung. Für die Langlauf-Disziplin ist Davos ein fantastischer Weltcup-Austragungsort. Ausserdem freuen sich die Athleten und insbesondere die Anhänger von Lokalmatador Dario Cologna darauf, das neue Jahr mit der Tour de Ski im Val Müstair einzuläuten. Engelberg ist und bleibt einer der traditionellsten Austragungsorte im Skisprung-Weltcup. Der diesjährige Wettbewerb wird mit Spannung erwartet, da es der erste ist, der auf der umgebauten Schanze stattfindet. Die Schweiz war schon immer auch jüngeren Disziplinen gegenüber aufgeschlossen. In dieser Saison werden an vier Orten Freestyle-Ski- und Snowboard-Events ausgetragen: in Arosa (Skicross), Veysonnaz (Snowboardcross), Silvaplana (Slopestyle) und ganz neu im traditionellen alpinen Ski-Austragungsort Crans-Montana (Halfpipe). Es wird eine anstrengende, aber sicherlich auch denkwürdige Saison werden. Wir von der FIS werden eng mit unseren Kollegen bei Swiss-Ski und ihren Veranstaltern zusammenarbeiten, um diese Events erfolgreich umzusetzen. Unsere besten Wünsche für eine ganz besondere Saison und eine grossartige internationale Werbung für den Sport durch die Veranstaltung 2017 in St. Moritz gehen an die Schweizer Teams und insbesondere an die Sportlerinnen und Sportler.

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Menschen // Nostalski // Sonny Schönbächler

Olympiasieg als Randnotiz

Schwingerkönig bleibt man ein Leben lang, Olympiasieger auch. Für Sonny Schönbächler, Skiakrobatik-Olympiasieger 1994, ist sein Triumph in Lillehammer Schnee von gestern. Längst hat er sich als erfolgreicher Unternehmer etabliert. Die Basis dazu legte er schon vor seinem Olympiasieg.

N

icht dass Schönbächler die Bande mit der Vergangenheit gekappt hätte – im Gegenteil. Skiakrobatik oder Aerials, wie der Sport inzwischen heisst, bedeutet ihm immer noch sehr viel, vor allem der Kontakt mit seinen alten Kollegen. Aber er ist keiner, den man an Schicki-Micki-Events einstiger Sportgrössen regelmässig antrifft: «Vielleicht mal an einer Zirkus-Premiere oder an den Tennis-SwissIndoors in Basel, aber sonst fehlt mir einfach die Zeit.» Im letzten Jahr ist er zum fünften Mal Vater geworden. Mit seiner neuen Lebenspartnerin hat er drei kleine Kinder, sechs-, zweiund einjährig. Da hat er Action genug. Als wir ihn telefonisch zu erreichen versuchten, gabs lange Zeit keine Verbindung. Bis die SMS eintraf: «Die von ihnen gewünschte Person ist nun erreichbar.» Sonny Schönbächler

war eben aus der weissrussischen Hauptstadt Minsk auf dem Flughafen Kloten gelandet. Dort besuchte er den ersten Freestyle-Wettkampf auf der einzigen Indoor-Wasserschanze der Welt und stellte hinterher fest: «Es war der Hammer.» Dieser Wettkampf und vor allem diese Wettkampfstätte hat für ihn eine besondere Bewandtnis: «Die Anlage ist 1998 projektiert und im letzten Jahr fertiggestellt worden», erzählt er. «Es handelt sich um ein 40-Millionen-EuroProjekt, das ich als Berater begleiten durfte. Deshalb war ich in den letzten Jahren oft in Weissrussland.» Als Spiritus rector der «Jumpin»-Wasserschanze in Mettmenstetten verfügte Schönbächler über das Know-how, um die Weissrussen kompetent zu unterstützen. Diese sind seit 20 Jah-

Geschäftlich hat mir der Olympiasieg eigentlich nichts gebracht. Die Skiakrobatik ist in der Schweiz eine soo kleine Sportart. Sonny Schönbachler 30

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ren Stammgäste in Mettmenstetten und holten – das nebenbei – in dieser Zeit fünf (!) Olympiamedaillen. Das «Jumpin» ist nach Schönbächlers Olympiasieg mit Unterstützung der Gemeinde entstanden und seither so etwas wie der Nabel des Freestyle-Sports: «Es hat zur Entwicklung dieses Sports sehr viel beigetragen.» Er selber wohnt gleich neben der Schanze. Kaum ein Olympiamedaillengewinner, der im Sommer nicht dort trainiert hätte – natürlich auch Evelyne Leu, die andere Schweizer Olympiasiegerin, die 2006 in Turin Gold gewann. Von Olympiasieg profitiert? War der Olympiasieg im wahrsten Sinne des Wortes das Sprungbrett ins Geschäftsleben und die Karriere nach dem Sport? «Nein», relativiert Schönbächler, «das kann man nicht sagen. Mit Ausnahme der Wasserschanze hat alles andere wenig mit dem Olympiasieg zu tun. Das Fitness-Center in Affoltern, wo ich schon mit sechzehn trainierte, habe ich kaufen können, als der Besitzer wegzog.» Aber der Olympiasieg dürfte zumindest fürs Business hilfreich gewesen sein? «Geschäftlich hat er mir eigentlich nichts gebracht. Die Skiakrobatik ist in der Schweiz eine soo kleine Sportart. Klar, die Wasserschanze hätte ich


FOTOS: ZVG.

Menschen // Nostalski // Sonny Schönbächler

ohne den Olympiasieg nicht bauen können. Aber ein gewinnbringendes Projekt ist sie nicht.» Es ist eine Herzensangelegenheit.

– mit Sonny Schönbächler und seinem legendären Full - Double-Full - Full, dem dreifachen Salto mit vierfacher Schraube.

Erster Skiakrobatik-Olympiasieger Sonny Schönbächler ist der erste Olympiasieger in diesem Sport überhaupt. Vorher gehörte Skiakrobatik nicht zum olympischen Programm, 1988 in Calgary (wo er 6. wurde) und 1992 in Albertville (wo er beim Absprung einen Ski verlor) war sie sogenannter Demo-Wettbewerb. Dass Schönbächler überhaupt Gold gewinnen konnte, war nach seiner Ansicht auch ein bisschen Zufall. Nicht dass er gewann, sondern dass er überhaupt teilnahm. Um Winter- und Sommerspiele zu splitten, wurde Lillehammer nämlich bereits im Jahr 1994 zwei Jahre nach Albertville ausgetragen

Nur bekannt sein, reicht nicht Ein Skiweltmeister sagte mal: Wer OlympiaGold holt und nicht Millionär wird, ist selber schuld. Ists wirklich so? Schönbächler lacht: «Finanziell hat es mir fast nichts gebracht. 12 000 Franken bekam ich von der Sporthilfe, von den Sponsoren etwa 20 000, von irgendwo vielleicht noch einen ‹Fünfer› – maximal waren es 50 000.» Vom Skiausrüster (Olin) erhielt er keinen Rappen. Schon allein diese Erkenntnis bewahrte Schönbächler davor zu glauben, eine Goldmedaille sei ein Passepartout für beruflichen Erfolg: «Wenn man eine Firma hat, reicht Be-

kanntsein nicht. Man muss in seinem Fachgebiet gut sein und viel arbeiten. Und ich habe immer viel gearbeitet.» Das tat er schon vor Lillehammer. Schon vier Jahre vorher gründete er eine Firma, die «Sport Show Promotion Sonny Schönbächler AG», mit der er Strassenshows produzierte, von Paris über Andorra bis in die Sierra Nevada. Salopp formuliert war Olympia schon fast eine Nebenbeschäftigung. Seine Goldmedaille liegt irgendwo im Keller, obwohl sie sich am Eingang seiner FitnessStudios gut machen würde. «Das war einmal», winkt er ab. In seinen Betrieben hat er 40 Mitarbeiter. Eben ist Sonny (bürgerlich Andreas) 50 geworden. Man glaubt es ihm aufs Wort, wenn er strahlend sagt: «Mir geht es super.» R I CH A RD H E G G L I N

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A AKTIV

WEITEN SPRUNG Der Nationalfeiertag in diesem Jahr wurde in Kandersteg zum besonderen Jubeltag: Es war der Tag der Eröffnung der modernsten Schanzenanlage der Schweiz. Drei verschiedene Schanzen, die im Sommer wie im Winter tauglich sind und internationalen Ansprüchen genügen.

«B

ire», der Kandersteger Hausberg – stolze 2500 Meter über Meer gelegen, bildet eine beeindruckende Naturkulisse für die neue Schanzenarena mit drei ebenso bestechenden Schanzen mit HS 27, HS 72 und HS 106. Simon Ammann, Michael Hayböck und Tom Hilde halten mit 103 Metern den bisherigen Schanzenrekord auf der «Lötschberg». Schweizer, Österreicher, Deutsche und Norweger waren am 1. August dabei als die für 7,2 Mio. Franken neu erbaute Anlage eingeweiht wurde. Adolf Ogi, Alt Bundesrat, ehemaliger Swiss-Ski-Direktor und vor allem Einheimischer, war die Lokomotive des Projekts, das mehr als einmal am Rande des Scheiterns war. Jahrelanger gemeinsamer Kampf Adolf Ogi hatte bei seinem Kampf immer einen Verbündeten. Ein Österreicher mit Namen Robert Rathmayr. Der gebürtige Oberöster-

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reicher war selber Skispringer, kam 1986 in die Schweiz, um damals mit 21 Jahren als jüngster Profitrainer im Skizirkus aktiv zu werden. Neun Jahre später zog er als Stützpunkttrainer ins Nordische Skisprungzentrum an den Fuss des Lötschbergs und blieb bis 1998. Nach einer beruflichen Neuorientierung kehrte er 2003 ins Oberland zurück und wurde Präsident der Genossenschaft des Nationalen Nordischen Skizentrums Kandersteg. Mit ihm erlebte der Stützpunkt eine Renaissance. Im Nacken hatte der engagierte Trainer und Manager aber auch den Baurechtsvertrag der Anlage, der 2010 auslief. Da die 1978 gebaute Anlage in die Jahre gekommen war, musste sowieso etwas geschehen – entweder mit einem Rückbau oder einem Neubau. 2009 sagte die Gemeinde Ja zu einem Kredit von 1,2 Mio. Franken für den Wiederaufbau der Schanze. Der Weg war damit geebnet aber noch lange nicht frei. Noch

FOTO: ERIK VOGELSANG, B&S

vor wunderbarer Kulisse


Aktiv // Nordicarena Kandersteg

EINIGE FAKTEN

Er verhalf dem Stützpunkt in Kandersteg zu neuem Aufschwung: Der Österreicher Robert Rathmayr, Präsident des Nationalen Nordischen Skizentrums Kandersteg.

Die Schanzen «Bire HS 27», «Blümlisalp HS 72», «Lötschberg HS 106» Die Geschichte 1978 Bau einer Mattenschanze; 1990 Umbau und 2008 Schliessung der Mattenschanze. 2016 Wiedereröffnung der neuen Anlage (Kostenpunkt: 7,2 Mio. Fr.). Infrastrukturzahlen ca. 13 km Kabelschutzrohre und ca. 20 km verlegte Elektrokabel; über Funk steuerbare Beschneiungs- und Bewässerungsanlage; 34 000 Kunststoffmatten sind an 17 000 Sicherheitsplatten befestigt und wiegen ca. 60 Tonnen. Der Fundamentriegel am Beginn der Aufsprungbahn der «Lötschberg HS 106» nimmt Zugkräfte bis ca. 380 Tonnen auf. Es wurden ca. 12 000 m³ Erdreich verschoben. Es wurden ca. 400 m³ Beton für Anlaufspuren, Startplätze, Fundamente Personenbahn und Schneehaltesystem, inkl. Nebengebäude verbaut. Beim Unterbau des Mattenbelages der drei Schanzen wurden 22 Tonnen der verzinkten Spezialnetze verwendet. www.nordicarena.ch

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Aktiv // Nordicarena Kandersteg

Im Schweizer Skisport müssen die Regionen wieder vermehrt zusammenarbeiten und miteinander reden. Robert Rathmayr

bevor ein definitiver Entscheid gefällt werden konnte, musste die Anlage 2008 geschlossen werden. Sechs lange Jahre später wurde dem 7,2-Millionen-Projekt, für das u.a. NASAK IV Gelder gesprochen wurden, die Bewilligung erteilt und im Herbst mit dem Bau begonnen. «Die Schweiz ist fähig, ohne gröbere Pannen, Kostenexplosion oder Baustopp einen Schanzenkomplex zu bauen», schrieb am 28. Juli 2016 die Neue Zürcher Zeitung im Vorfeld der Eröffnung am 1. August. So einfach war es dann doch wieder nicht.

Einwohnern gilt als das Skisprungzentrum in Oberösterreich. In der Schweiz herrschen andere Gesetze. Das hat er gelernt. Darum sagt er heute: «Im Schweizer Skisport müssen die Regionen wieder vermehrt zusammenarbeiten und miteinander reden.» Der Wahl-Schweizer denkt in dieser Beziehung immer wieder mit Wehmut an seine alte Heimat zurück. Er zählt auf: «Engelberg, Einsiedeln, St. Moritz und Kandersteg sind vier starke Zentren. Ich wünsche mir, dass wir diese gemeinsame Stärke dereinst ausspielen können.»

Schlanke Strukturen Robert Rathmayr ist zwischenzeitlich Geschäftsführer des NNSK. Seine Tochter Stefanie sorgt für die Administration. Zwei Teilzeitangestellte sorgen sich um die technischen Belange der Anlage. Der Stützpunkt ist personell schlank organisiert. Der Genossenschaft sei es wichtiger gewesen, das Geld in die Infrastruktur zu investieren und weniger in einen aufgeblasenen Verwaltungsapparat. Das ist sich der Österreicher ohnehin nicht gewohnt. Oder muss man sagen: Der Schweizer. Über 30 von seinen bisher 51 Lebensjahren hat er hier verbracht. Er kennt die Schweizer Mentalität und versteht ihre Sprache. In jeder Beziehung. «In meiner Heimat», sagt er, «würde diese Anlage vom örtlichen Skiclub geführt.» Seine ersten sportlichen Schritte machte er beim Skiclub UVB Hinzenbach. Der Ort mit knapp 2000

Drei Stützpunkte in der Schweiz Hat der Skisprung überhaupt Zukunft in der Schweiz? Was soll diese Frage, denkt sich Rathmayr wohl. «In Kandersteg haben vor der Schliessung 2008 regelmässig 20 bis 25 Aktive trainiert. Ein Jahr später sind diese Athleten in andere Sportarten abgesprungen.» Ohne Trainingsmöglichkeit kann sich der Skisprung nicht entwickeln. Für ihn braucht es drei Stützpunkt-Zentren in der Schweiz. Neben Einsiedeln und Kandersteg schwebt ihm ein drittes in der Westschweiz vor. Seit der Eröffnung ist die Schanze durchschnittlich zwei bis vier Tage in der Woche mit Trainings belegt. «Wenn wir diese Zentren betreiben können, so kommt auch wieder Nachwuchs. Vor allem aber entsteht unter den Stützpunkten ein gesunder Wettbewerb, letztlich auch unter den Regionen.» Für ihn kann das der Sache nur förderlich

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sein. Was er damit sagen will, aber nicht ausspricht: Einsiedeln ist kein Konkurrent, sondern ein wichtiger Mitbewerber für die östlichen Regionen der Schweiz. Der legendäre V-Stil Robert Rathmayr lebt den Skisprung. Als Aktiver konnte er ihn nicht lange ausüben. Bei einem Unfall verlor er eine Niere und zwang ihn zu einer Neuorientierung. An der Uni in Innsbruck liess er sich zum Skisprungtrainer ausbilden. Den weiteren Verlauf kennen wir. 1986 kam Robert Rathmayr in die Schweiz und wusste damals noch nicht, dass er einen bedeutenden Schritt im Skisprung aktiv miterleben würde. Der Schwede Jan Mauritz Boklöv, ein Eptileptiker, erfand in den neunziger Jahren den V-Stil. Damit lag er oft mehrere Meter vor seinen Konkurrenten, musste aber für seinen Sprungstil erhebliche Abzüge in den Haltungsnoten in Kauf nehmen. Das passierte später auch dem Schweizer Stefan Zünd, der sozusagen nach Boklöv den V-Stil übernahm und vor allen anderen praktizierte. Der damalige Schweizer Trainer Rathmayr staunte ebenso über die besondere Haltung des Schweden und stellte Berechnungen an. Mit diesen Zahlen gingen er und die Athleten im Sommer nach Emmen und machten im Windkanal den praktischen Test. Eine durchschnittliche Weitenverbesserung von zwölf Prozent ergaben die Testresultate. Was also


Aktiv // Frauenskispringen

sprach gegen den V-Sprung? Eigentlich nichts. Und so machte Stefan Zünd die Probe aufs Exempel. Mit den Haltungsabzügen von fünf Punkten pro Sprung konnte er leben. Ein Jahr später stellten auch die Österreicher um. Man erzählt sich übrigens, dass Erfinder Boklöv seinen ersten Sprung mit der neuen Technik in Kandersteg absolviert habe. Grosse Ziele Rathmayr ist ein guter Erzähler. Ein überzeugender dazu. Anders hätte er in seinem Kampf um die neue Anlagen in Kandersteg wohl kaum Erfolg gehabt. Die Schanzen stehen. Kandersteg hat die zurzeit modernste Anlage, die ziemlich genau drei Mal so viel kostete wie die erste 1978. Weil die Genossenschaft mehr Wert auf eine gute Infrastruktur legte, reichte das Geld nicht mehr für das geplante Betriebsgebäude. In zwei Jahren sollte auch dieser Komplex stehen. Auch dafür muss die Finanzierung zuerst gesichert sein. Neben Sponsorengeldern und öffentlichen Beiträgen will Rathmayr die Eventkurbel andrehen. Im Nordischen Skisprungzentrum soll trainiert werden. Und wenn er von der Region spricht, so endet die für ihn nicht in Mülenen kurz vor der Autobahnzufahrt auf die A6. Thun, spricht er seine Vision offen aus, ist für ihn sportlich und wirtschaftlich ein interessanter Raum. Diese 40 000 Einwohner-Region will er für sein Vorhaben ebenfalls überzeugen. Der Geschäftsführer wünscht sich aber auch internationale Bewerbe im Skisprung und der Nordischen Kombination sowie nationale Events. Diesen Winter werden zwei Helvetia Trophys zur Durchführung kommen. Einen Damenskisprung-Weltcup hätte man ebenfalls in der kommenden Saison durchführen können. Rathmayr musste dankend ablehnen. «Wir müssen zuerst eine professionelle Wettkampforganisation auf die Beine stellen.» Und dazu gehören für ihn Events in und rund um die Schanzenanlage. Wenn dann das Betriebsgebäude mit Fitnessraum und Restauration realisiert sei, so komme man diesem Ziel noch wesentlich näher. Die Anlage ist aber auch künftig auf öffentliche Gelder angewiesen. Anders wäre der an sich aufwändige Unterhalt wohl kaum zu decken. Der Geschäftsführer ist aber Profi genug, um zu wissen, dass der Stützpunkt einmal schwarze Zahlens schreiben muss. «Partnern aus der Wirtschaft sage ich immer: Wir haben eine ständige Werbefläche mit 30 000 Quadratmetern zur Verfügung – und als Zugabe der ‹Bire›-Gipfel als wunderbare Kulisse. Ist doch so!», sagt Rathmayr und setzt hinter diese Frage ein Ausrufezeichen. JOSEPH WEIBEL

Abheben mit Sabrina Windmüller

Das Projekt Ladies Camp soll Skisprung begeisterten Mädchen eine Trainingsplattform bieten, wo sie an ihrer Wettkampftauglichkeit feilen können und dabei auch Girls bleiben dürfen. Hilfreiche Tipps liefert ihnen Athletencoach Sabrina Windmüller.

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amenskispringen hat sich in der internationalen Skisprungszene etabliert. Der Internationale Skiverband bietet den Athletinnen zusammen mit den nationalen Veranstaltern in allen internationalen Serien tolle Wettkampfplattformen. Die Schweiz war über viele Jahre mittendrin im Geschehen der internationalen Skispringerinnen. Momentan sind gute Skispringerinnen in der Schweiz aber rar. Die amtierende COC-Gesamtsiegerin und Weltcupsiegerin im Damenskispringen, Sabrina Windmüller, ist aktuell die einzige Frau im Kader von Swiss-Ski. Um diesen Umstand zu ändern, hat Swiss-Ski im Frühling unter der Obhut des Skiclubs am Bachtel das Projekt Ladies Camp ins Leben gerufen. Ziel ist es, das mittelfristig eine professionell geführte Mädchengruppe entsteht. Das Angebot richtet sich an Skispringerinnen, die bereits einem Skiclub angehören und primär Freude am Springen haben. «Die Rekrutierung muss früh erfolgen, da Skispringen keine Recyclingsportart ist», erklärt Berni Schödler, Chef Skisprung und Nordische Kombination. Als Profitrainer hat er

den Anspruch, die Schweizer Damen auf die Überholspur zurückzubringen. Für die 12- bis 15-Jährigen ist es einfacher, das Ziel Spitzensport zu verfolgen, wenn sie einer Gruppe angehören. Momentan stehe der Spass im Vordergrund, sollte sich aber jemand für den Weg zum Profisportler entscheiden, stehen die Projektverantwortlichen bereit. Das Springen steht an erster Stelle Als Athletencoach steht die 29-jährige Sabrina Windmüller den Girls mit Rat und Tat zur Seite. Als B-Kader-Athletin weiss sie, was es für die Profikarriere braucht. Jeden Mittwochnachmittag coacht sie die Mädchen in Einsiedeln. Gesprungen wird auf der 50-Meter-Schanze. Der Grossteil der Teilnehmerinnen gehört dem SC am Bachtel an. Als starker Damen Skisprung Club bringt dieser viel Wissen und Erfahrung im Fördern von jungen Athletinnen mit. «Wir versprechen uns von der Kooperation, den Mädchen eine sukzessive Heranführung an internationale Wettkämpfe anzubieten», so Berni Schödler. Um 14 Uhr startet das Training mit einem gemeinsamen Aufwärmen. Sabrina Windmüller zeigt den Girls, worauf es ankommt. «Mir ist wichtig, dass wirklich der Körper und nicht nur das Mundwerk aufgewärmt werden», betont die St. Gallerin mit einem Augenzwinkern. Dann geht es ab auf die Schanze, schliesslich NOVEMBER 2016

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Aktiv // Frauenskispringen

SABRINA WINDMÜLLER Seit 2006 ist Sabrina Windmüller an internationalen Springen mit von der Partie. Ihren ersten grossen Erfolg feierte sie 2012 am Weltcup in Hinterzarten mit dem ersten Rang. Bei Schweizermeisterschaften verzeichnete sie seit 2007 insgesamt fünf Einzelmedaillen – 2011 und 2012 holte die heute 29-Jährige dabei den Titel. Die Sarganserin hat von klein auf, zusammen mit ihrer jüngeren Schwester Bigna, beim SSC Toggenburg, also im selben Verein wie Simon Ammann, trainiert. In der vergangenen Saison gewann Sabrina Windmüller im Dezember 2015 zweimal am Continental Cup Notodden, Norwegen.

sollen die Mädchen vor allem Sprungpraxis sammeln. Die Physik-, Imitations-, Kraft- und Schnelligkeitstrainings sowie weitere Einheiten und Wettkämpfe werden weiterhin durch die Skiclubs und Regionalverbände angeboten und umgesetzt. Seitenwechsel gibt interessanten Einblick Sabrina Windmüller setzt sich vor jedem Training ein Ziel, um dann möglichst auch Fortschritte ausmachen zu können. Das sind klei-

ne, banale Dinge. Sie hat beispielsweise beobachtet, dass die Mädchen nach ihrem Sprung warten, bis auch die Letzte unten ist, bevor sie gemeinsam wieder in den Lift steigen. «Es wäre wichtig, dass sich jede auf sich fokussiert, nach dem Sprung hochfährt, das Feedback abholt und es beim nächsten Anlauf versucht besser zu machen», schildert die J+ S-Nachwuchstrainerin und Sportlehrerin. Wenn nach dem Springen noch Zeit bleibt, trainiert Sabrina Windmüller mit den Girls Sprungkraft oder etwas Koordinatives. Für sie als Sportlerin ist es spannend, einmal auf der anderen Seite zu stehen und die Trainerseite kennen zu lernen. Nicht jeder Input, kommt beim Gegenüber so an, wie er gemeint ist und nicht alles wird dann auch umgesetzt. «So sehe ich, wie es vielleicht manchmal meinem Trainer ergeht.» Die jungen Athletinnen schätzen die Mittwochnachmittage. «Ich finde es gut, dass Sabrina ihre Erfahrungen mit uns teilt», sagt Lotti (15). Und die zehnjährige Celina meint: «Es ist cool, mit anderen Mädchen trainieren zu können.» Nach ihrem Traum gefragt, sind die Girls nicht um eine Antwort verlegen. «Ich möchte

Olympiasiegerin werden», meint Simone (13). Rea (14) hingegen träumt von einem Sprung über die 140-Meter-Schanze in Klingenthal. Nach einem halben Jahr ist es für eine Bilanz sicherlich zu früh. «Das Niveau intern ist noch ungenügend. Es braucht Zeit und Geduld», so Berni Schödler. Trotzdem hält er an der Vision fest: «Bis zu den olympischen Winterspielen 2022 in Peking eine schlagkräftige Damengruppe für die Schweiz aufzubauen.» R E G UL A L A Z Z A RE T T I

BERNI SCHÖDLER Berni Schödler hat sich nach mehreren Stürzen zum Rücktritt als aktiver Skispringer entschieden und direkt als Jugend+Sport-Leiter im Skiclub begonnen die Junioren zu trainieren. Via Trainer des Regionalverbandes wurde er in der Saison 1998 Co-Trainer im Weltcup. Danach hat er die B-Kader-Gruppe übernommen und die Trainerausbildung in Magglingen begonnen. Von 2000 bis 2007 nach der WM in Sapporo hatte er die Aufgabe als Weltcup-Trainer inne. Danach ist er in den Nachwuchsbereich zurückgekehrt. Ab 2008 hat er während zwei Jahren als Weltcuptrainer in Russland gearbeitet. 2011 übernahm er den Posten als Disziplinenchef bei Swiss-Ski.

Advertorial // skionline.ch

Ganz nahe dran Der spannende Winter 2016/17 kann kommen, denn mit skionline.ch sind Ski-Fans auch im WM-Winter ganz nahe am Geschehen und an den Stars dran. eltcup, Weltmeisterschaften in St. Moritz, Europacup oder auch FIS-Rennen – skionline.ch bietet stets aktuelle Informationen und Hintergründe zum Geschehen auf und abseits der Rennstrecken. Mit Videos, einer Social-Wall gefüllt mit Infos zu den Athletinnen und Athleten und aktuell betreuten Social-Media-Kanälen (facebook, twitter, instagram) bietet das Portal skionline.ch einen Rund-um-Service im alpinen Ski(renn)sport. Nicht nur die Top-Athletinnen und -Athleten des «weissen Zirkus» stehen im Fokus, skionline.ch verfolgt auch genau, was die Stars der Zukunft so machen, wie sie sich entwickeln und sich für höhere Aufgaben qualifizieren. Dazu stehen diverse Formate – unter anderem ein «Young-Athletes-Blog» – zur Verfügung. Aber das Portal blickt im Winter 2016/17 für die Leserinnen und Leser auch über den Streckenrand hinaus und wird auf die Szene der Skitouren-Rennen schauen oder den einen oder andern Blick zu den Skicrosserinnen und -crossern wagen. Zudem bietet skionline.ch den Leserinnen und Lesern die Möglichkeit,

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Fragen rund um den Skisport zu stellen. Ein Expertenteam bestehend aus Trainern, Serviceleuten, Physiotherapeuten, Sportpsychologen und Ärzten wird sich den Fragen annehmen und in Zusammenarbeit mit skionline.ch eine Antwort aus erster Hand liefern. Zudem werden auf dem Portal auch nützliche Tipps zu lesen sein, die sich um die Frage drehen, wie man in den Wintermonaten fit bleiben oder werden kann.

Selbstverständlich werden auch im Winter 2016/17 News aus den regionalen Verbänden publiziert. Die Palette der Möglichkeiten auf dem führenden deutschsprachigen Skiportal skionline.ch wird also noch grösser.

Wie eingangs geschrieben: Der spannende Winter 2016/17 kann kommen!

FOTO: SWISS -SKI

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Aktiv // Zermatt Bergbahnen

Beste Bedingungen SCHNEETRAINING AUF DEM GLETSCHER

Wenn andere am Meeresstrand liegen, mehrstündige Wandertouren bewältigen oder zu Hause auf der Terrasse der Sonne entgegenblinzeln, dann sind die alpinen Skicracks bereits wieder auf dem Schnee. Möglich machen es Sommerskigebiete wie Saas Fee und Zermatt.

FOTO: ZVG.

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ermatt hat nicht nur das Matterhorn, sondern noch einige andere Superlativen. Zum Beispiel das einzigartige Trainingsgebiet auf dem Theodulgletscher im Sommer. Einzigartig darum, weil kein anderes Gletscherskigebiet zwei Abfahrts-Trainingspisten anbieten kann. Nicht nur das. Dazu kommen eine Super-G- und zwölf Slalom- bzw. Riesenslalompisten. «Trotzdem wird es zwischen Ende Juni und Mitte Oktober manchmal ganz schön eng auf diesen Pisten», schmunzelt Valérie Perren, Communication & Media Manager der Zermatt Bergbahnen. Die insgesamt 15 Pisten sind während der Sommersaison fast jeden Tag ausgebucht. «Es kommt sogar vor, dass sich Mannschaften verschiedener Länder Pisten teilen, damit sie überhaupt einen Platz erhalten.»

Schweizer haben Vorrecht Das «First Right of Reservation» haben allerdings die Schweizer. «Die Reservationen von Swiss-Ski werden Ende April prioritär entgegengenommen und ab 1. Mai laufen dann die Reservationen der übrigen Mannschaften», sagt Valérie Perren. Teams reisen aus der ganzen Welt nach Zermatt an. Kanadier, Japaner oder Russen sind ebenso auf den Pisten anzutreffen wie natürlich Athletinnen und Athleten aus den Nachbarländern Österreich, Deutschland, Italien, Frankreich und auch Kroatien, Slowenien, Spanien und Norwegen. «Wir schätzen das tolle Angebot sehr», sagt Markus Wolf, Vorsitzender der Geschäftsleitung und Direktor Sport von Swiss-Ski. Sicherheit über alles Für die Bergbahnen Zermatt gibt es schon deshalb keine Sommerpause. Im Gegenteil. Die Trainer können bereits um sechs Uhr mit der Pendelbahn ins Trainingsgebiet fahren, damit die Läufe ausgesteckt sind, wenn die Athleten eintreffen. Ausserdem müssen die Pisten täglich wieder präpariert werden und garantieren so beste Bedingungen für die weltbesten Skifahrerinnen und Skifahrer.

Am Wochenende reisen zudem zahlreiche Nachwuchsmannschaften an, die ebenfalls unter besten Konditionen trainieren können. «Wenn es nicht zu warm wird, können die Cracks oft bis gegen Mittag Läufe absolvieren», so Pressesprecherin Perren. Die Ski der Profis werden übrigens in den von den Bahnen zur Verfügung gestellten Skiräumen für den nächsten Tag präpariert. Bevor allerdings die ersten alpinen Skifahrer die Pisten herunterflitzen können, wird das Sommerskigebiet mit zwei Baggern feinsäuberlich auf Gletscherspalten sondiert. Diese Spalten werden anschliessend zugeschüttet und damit höchstmögliche Sicherheit auf über 3500 Meter über Meer geboten. Zum Sicherheitsangebot gehört übrigens auch ein Tunnel, der unterhalb von Klein Matterhorn jeweils erstellt wird. Über diesen Tunnel führt die Abfahrtspiste von Gobba di Rollin bis nach Plateau Rosa. Abgesichert wird die Piste rechts und links mit A-Netzen. JOSEPH WEIBEL

Das Swiss Alpine Ski Team gibt Einblick ins Sommertraining auf dem Gletscher: http://bit.ly/zermatt-clip NOVEMBER 2016

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Aktiv // Blick auf den Ski-Club Couvet

Skiclub Auf 87 Jahre kann der Ski-Club Couvet in «Les Hautsdes-Riaux» zurückblicken. 120 begeisterte Klubmitglieder aus allen Altersschichten halten dem Skiklub seit der Gründung 1929 die Treue. Winter für Winter pflegen sie den Skisport und die Freundschaft. 38

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m Sog der Olympischen Winterspiele von 1928 in St. Moritz gründeten ein paar engagierte Gleichgesinnte den Ski-Club Couvet (SCC). Der olympische Geist von damals habe sogar das entlegene Val-de-Travers erreicht. Dem Engagement der Gründermitglieder ist es zu verdanken, dass der Skiklub bis heute zu einem grossen Förderer des Schneesports in der Region wurde, unabhängig von der Disziplin und ohne dem Wettkampf einen allzu grossen Stellenwert zu geben. Gründer wie Dubois, Borel, Pethoud, Jeanneret, Gründisch, Richard, Piétron, Martin und Yersin übertrugen ihren Pioniergeist auf die Nachfolger und lehrten sie, das regionale Erbe zu pflegen.

Die Suche nach einem Lokal Nach einem Tag genussvoller Abfahrten auf die Freundschaft anstossen ist schön, doch dafür musste 1930 zuerst ein Dach über dem Kopf gefunden werden. Man beschloss, die Hütte Grange-Neuve oberhalb von Vuissens zu mieten und wechselte bereits eine Saison später in das «Chalet des Colonnes» auf dem Gebiet «Vers-chez-Pillot». 1931 schloss sich der Verein dem ehemaligen Verband Schweizer Skiklubs, heute Swiss-Ski, sowie dem Giron Jurassien an. Auch Frauen willkommen Gegenwärtig zählt der Verein 84 Aktive, zehn Unterstützer und 25 Kinder. Das Alter der Mit-

FOTOS: NICOLAS LIEBE

mit bewegter Geschichte


Aktiv // Blick auf den Ski-Club Couvet

glieder bewegt sich zwischen 16 Monaten (Zoë) und 92 Jahren (Veteran Fernand). 1938 öffneten die ausschliesslich männlichen Mitglieder auch den Frauen die Tür. Dies nach einem leidenschaftlichen Plädoyer des heute verstorbenen Präsidenten Jean-Louis Yersin. Von da an verstummten die Skeptiker und die Frauen waren willkommen. Ironischerweise übernahm schliesslich eine Frau die Buchhaltung des Vereins. Während 18 Jahren war Josette Brugger für die Finanzen verantwortlich. Eine Hütte geht in Flammen auf Es war die erste Hütte im Besitz des SCC Couvet am Standort «Hauts des Rieux». 1949 wurde sie eröffnet, womit ein lang gehegter Traum in Erfüllung ging, der eine Erstinvestition von 27 287.50 Franken nötig gemacht hatte. Hinzu kamen ein paar tausend Franken für die Erweiterung und Ausstattung der ehemaligen Militärbaracke, die in Einsiedeln gekauft wur-

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de. Leider ging die Investition in der Nacht vom 17. zum 18. Juli 2005 in Flammen auf. Nach dieser Katastrophe herrschte aber keine kollektive Trauer, sondern vielmehr der Wille, die noch rauchenden Ruinen sobald wie möglich wieder aufzubauen. Natürlich schöner als vorher Viele Mitglieder haben sich leidenschaftlich dafür engagiert, um wieder ein Dach über dem Kopf zu haben. Ein Neubau musste her, was die Kosten verständlicherweise in die Höhe trieb. Man benötigte für das Projekt eine Million Franken. Den Mitgliedern gelang es 450 000 Franken zusammenzubringen, und anschliessend legten sie zwischen 2008 und 2009 selbst Hand am Bau an. Trotz den damit verbundenen Schulden verstanden es die Klub-Verantwortlichen, die Finanzen so in den Griff zu bekommen, dass die finanzielle Situation des Skiklubs nie in Gefahr war.

Zudem intensivierte Serge Droz, improvisierter Bauherr, die Kontakte zu den Behörden um den Bau voranzutreiben. Droz, der dieses Jahr auf 44 Jahre im Vorstand zurückblicken kann, hat die Bauarbeiten ausserdem mit der nötigen Strenge begleitet. Mit fünf Schlafräumen (total 36 Betten), zwei Nasszellen und einem geräumigen Speisesaal für 70 Personen, beherbergt die am 26. September 2009 eingeweihte Hütte regelmässig auch Touristen und Gruppen, viele auch aus der Deutschschweiz. Wunderbar oberhalb von Couvet gelegen, ist die Hütte nur ein paar Kilometer vom Creux-du-Vent entfernt, eine weit bekannte natürliche Felsenarena gewaltigen Ausmasses. Im Untergeschoss der Hütte befindet sich das technische Lokal mit dem Pistenfahrzeug des Ski-Nordisch-Centers Couvet des Vereins «Neuchâtel Ski de Fond». Das Pistenfahrzeug bereitet jeweils 36 Kilometer Loipen und er-

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3 1 Seit September 2009 erfreut die gemütliche Hütte des SC Couvet am «Hauts-des Riaux» Mitglieder, Touristen oder Schulklassen. 2 Fabien Currit, Präsident des SC Couvet, mit seiner Familie an einem Family Contest. 3 Rémy Bohren, begeisterter Geschwindigkeitsskifahrer, der auch bei 220 km/h die Ruhe bewahrt.

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Aktiv // Blick auf den Ski-Club Couvet

möglicht den Anschluss zum Langlaufgebiet von St-Croix-les-Rasse mit seinen 65 Kilometer perfekt unterhaltenen Loipen. Sportlich aktiv Auf den Höhen von Couvet wird der Skisport gelebt. Hier fanden 1969 die 42. SchweizerMeisterschaften im Langlauf über 50 Kilometer statt. Mit seiner unverkennbaren Stimme kommentierte damals Vico Rigassi, legendärer Kommentator des Westschweizer Rundfunks, den Sieg des Bündner-Grenzwächters Hans Oberer. Dieser 2. März 1969 ist ein besonderes Datum in den Annalen des Skiklubs und erinnert an einen gelungenen Anlass in einer tollen Stimmung. 1990 fanden im Val-de-Travers die Schweizermeisterschaften im Langlauf statt. Für dieses wichtige Ereignis spannten die Gemeinden und die Skiklubs Couvet und Cernets-Verrières zusammen. Unglücklicherweise wurden die Wettkämpfe durch die schlechten Wetterbedingungen gestört. Die Rennen über 30 Kilometer sowie das Kombirennen mussten nach Cernets verlegt werden. Und um das 50-Kilo-

meter-Rennen durchzuführen, musste der Tross bis zum Rataud-See am Col du Pillon fahren. Doch dank dem Engagement freiwilliger Helfer gelang es den Organisatoren das zu retten, was noch zu retten war. Aber auch heute ist das Klubleben noch sehr dynamisch. Nicolas Liebe organisiert verschiedene Aktivitäten mit grosser Freude.

In der Langlauf-Disziplin holte Gino Filippi, ebenfalls eine Schlüsselfigur des Skiklubs, den Sieg an der Schweizermeisterschaft der Bahnangestellten. Fakten, die aneinandergereiht zur langen Geschichte des stolzen Ski-Clubs Couvet beigetragen haben. F R A NZÖ S I S CH E O R I G I N A L V E RS I O N V O N A L D O - H . RU S T I C H E L L I , ÜBE R S E T ZUNG T H I E RRY W I T T W E R

Besondere Skitalente Der SC Couvet, das ist auch Rémy Bohren, ein Speedski-Fahrer, der die steilsten Hänge mit unbeirrbarer Gelassenheit hinunterrast. 1996 wurde er auf der berühmten Piste von Chabrières im Departement Vars (Frankreich) bei 226,227 km/h geblitzt. Eine Piste, die schon die verrücktesten Runs erlebt hat. Im März 2016 hat dort der Italiener Ivan Origone mit 254,258 km/h alle bisherigen Rekorde gebrochen. Natürlich ist der Vergleich etwas gewagt, doch der Metzger aus Couvet machte bereits damals eine recht gute Figur und hat ausserdem 2006 den regionalen Geschwindigkeitsrekord auf dem Robella-Schuss mit 163,3 km/h erstellt. 1

Die Sponsoren und Partner

Hauptsponsor Swiss-Ski

Fahrzeugpartner

Sponsoren Swiss-Ski

Official Broadcaster

Eventpartner

Partner

Swiss-Ski-Pool

Medienpartner

Lieferanten

| Burgerstein | RUAG | Hilti | Ferienverein | TechnoAlpin | Kameha Grand Zürich | Human Tecar | TRILUX AG | FUNKE LETTERSHOP AG | Gönner

| Crystal Club | Stiftung zur Förderung des Alpinen Sports |

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Aktiv // Blick auf den Ski-Club Couvet

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1 Beim traditionellen Herbstfeuer «la torrée» braten Klubmitglieder Wurst und Kartoffeln. 2 Auch das Klettern gehört zu den Aktivitäten des Klublebens. 3 Die Klubausflüge finden meistens im Wallis statt und erlangen einen bevorzugten Platz im Fotoalbum. 3

Advertorial // K2

K2 BRINGT MIT SEINER BRANDNEUEN CHARGER-SERIE

High-Performance auf präparierte Pisten Die Allmountain-Company K2 präsentiert 2016/17 eine komplett neue Pistenski-Serie. Mit den neuen Charger-Modellen können sich Skifahrer auf perfekte Präzision, Kantengriff und Grip freuen. Speed Charger, Super Charger und Charger sind Power-Pakete mit top Performance und begeistern gleichzeitig mit der K2-typischen Agilität und Verspieltheit!

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er Speed Charger mit 72-Millimeter-Taille und der Super Charger mit 76-Millimeter-Taille werden mit der brandneuen FULL-RoX-Carbon-Technologie von K2 ausgestattet. Der durchgehende FULL-Holzkern sorgt für viel Dynamik und die FULLMetall-Laminat-Konstruktion für maximale Power. Die verstärkten FULL-Seitenwangen erhöhen den Kantengriff, während die K2-eigene FULL-RoX-Carbon-Gitterstruktur in

Schaufel und Heck des Skis und die K2-eigene Triaxial-Glasfaserwicklung die Torsionsfestigkeit maximieren. Speed Charger sowie Super Charger fühlen sich auf steilen, präparierten Pisten voll in ihrem Element. In Kombination mit der Marker-MXCELL-Bindung begeistern sie mit Power und Carvingspass vom ersten Schwung bis zum Sonnenuntergang! Der Charger als «Dritter im Bunde» ist ein lebhafter, präziser Ski mit einer Taillenbreite von 76 Millimetern. Der Charger ist ausgestattet mit FULL-Holzkern, FULL-Rox-CarbonGitterstruktur in Schaufel und Heck und der K2- eigenen Triaxial-Glasfaserwicklung, ohne Metall-Laminat, und liefert somit auf hartem Schnee spielerische Reaktionsfreudigkeit und Präzision. Ein Ski für intensives Carving-Vergnügen, mit minimalem Kraftaufwand! NOVEMBER 2016

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SCHULE UND LOIPE GUT VEREINT Die jungen Langläuferinnen und Langläufer der Romandie haben die gleichen Träume und Ziele wie ihre alpinen Kollegen. Diese können sie im regionalen Leistungszentrum (RLZ) Giron Jurassien des Verbands der Jurassier Skiclubs nun erreichen. Der Zusammenschluss dieser beiden Disziplinen soll vor allem den nordischen Disziplinen neuen Aufschwung geben. 42

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FOTOS: ZVG. / RSF UND GJ

Aktiv // RLZ Giron Jurassien

Die Sport-Schule-Struktur des RLZ öffnet den jungen Athleten den Weg zur Spitze.

Auch am RLZ Giron Jurassien wird die Wintersaison bereits während der wärmeren Jahreszeit intensiv vorbereitet.

Emma Wüthrich (36) und Solaine Faivre (25), hier beim 7. Nordic Weekend in Andermatt, wurden von Swiss-Ski für die Gruppe der Kandidatinnen Langlauf 2016–17 selektioniert.

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kunft des Ski-Nordisch in dieser weiträumigen Region geleistet. Die abtretende Präsidentin aus St. Imier hat ihren Job gemacht. Nach zweijähriger Amtszeit konnte sie mit Würde abtreten, im Wissen ,dass der Weg vorbereitet war. Mit Dimitri als neuer Präsident ist das RLZ Giron Jurassien weiterhin auf Kurs. Bei ihm liegt der Skisport sowieso in der Familie. Zu jener Zeit, als Athleten aus dem Jura die Podestplätze auf Schweizerebene eroberten, fühlte sich sein Vater Mario auf allen Skischanzen zuhause. Als Nachwuchshoffnung des Nationalkaders Ende der fünfziger und Anfang der

sechziger Jahre, nebenbei erfahrener Turner wie sein Sohn Dimitri, hat Mario das Schweizer Skispringen mitgeprägt. Unter anderem mit seinem Titel als Junioren-Schweizermeister 1957 in St. Moritz. Damals unter dem Banner des Skiclubs La Chaux-de-Fonds.

eit letztem August profitieren auch die Langläuferinnen und Langläufer in der Romandie von einer Sport-Schule-Struktur. Die Methode ist einfach und lehnt sich an das bewährte Modell der alpinen Skifahrerinnen und Skifahrer an. Aufgrund seiner grossen Erfahrung und seiner bisherigen Leistungen wurde Jérôme Ducommun zum Direktor dieser neuen Struktur ernannt. Schon bei ihrem Amtsantritt als Präsidentin des RLZ hatte Valérie Gianoli diesen Namen auf ihrer Wunschliste. Bevor die ehemalige Präsidentin das Amt ihrem Gatten Dimitri übergab, hatte sie bereits ihren Beitrag zur Zu-

Das RLZ Giron Jurassien für Langlauf Leistungssportler Die Sport-Schule-Struktur für die nordischen Athleten wird nicht neu erfunden. Sie lehnt sich stark an die bereits bestehende Struktur der Alpinen an. Es geht darum, die schulische Ausbildung besser mit dem Aufbau einer SpitNOVEMBER 2016

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Aktiv // RLZ Giron Jurassien

zensportler-Laufbahn zu koordinieren. Dafür sorgen kompetente Lehrpersonen und Trainer, die sich bereits in Schlüsselpositionen bewährt haben. Sie sind fähig, mit kalkuliertem Risiko hochgesteckte Ziele anzupeilen, ohne dafür dem Aspekt des Wettkampfes einen übermässigen Stellenwert zu geben, was kontraproduktiv wäre. Das Ziel der neuen Struktur ist die gezielte Förderung der nordischen Disziplinen in dieser Region, die für den Langlaufsport wie geschaffen ist. In diesen Tagen wird Giron Jurassien als zwölftes Leistungszentrum Langlauf anerkannt und wird finanziell unterstützt. Neue Ausgangslage Mit der Realisierung des Sport-Schule-Konzepts für die nordischen Athleten eröffnet der RLZ Giron Jurassien den jungen talentierten Männern und Frauen neue Perspektiven. Roland Mercier, der die Sparte Ski-Nordisch im Giron Jurassien während zwölf Jahren leitete, ist von einer guten Zukunft überzeugt. Als engagierter technischer Chef und einst selbst aktiver Langläufer stellt Roland Mercier geänderte Regeln fest. Der Abtretende, der stets die Gegenwart vor Augen hat, sehnt sich nicht nach den alten Zeiten zurück. Mit seiner nüchternen Art, die Sachen zu betrachten, hat der Förster aus Bayard die Wandlung des Langlaufsports genauestens verfolgt. Die Ankunft der Skating-Technik hat viel dazu beigetragen, dass sich junge Leute vermehrt wieder dem Langlauf zuwandten. Regionale Athleten trauen es sich heute auch zu, auf den Leistungssport zu setzen. Seit 16 Jahren Präsident des SC La Brévine, mit dem Skiklub Val-de-Travers einer der Gründungsclubs des Giron Jurassien, weiss dieser alte Hase, dass mit der geschaffenen Struktur die Karten neu gemischt werden. Ein Schritt in die Zukunft ist getan. Hervorragende Betreuung Die Leitung der 15 Knaben und Mädchen im nordischen Bereich hat Olivier Rives, unterstützt von Christelle Jouille. Die Lehrerin am Gymnasium Crêtets in La Chaux-de-Fonds, wo 44

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Emma Wüthrich hat den 10. Platz (7. als U18) beim Berglauf über 4,5 km nach Göscheneralp realisiert!

Heute profitieren nebst den Alpinen, wie Rémi Cuche, auch die nordischen Athleten von den Vorteilen einer Sport-Schule-Struktur am RLZ Giron Jurassien.

17 Plätze für die jungen Athletinnen und Athleten im Vorfeld reserviert worden waren, versteht es bestens, Wissen und Skitechnik harmonisch zu verbinden! Jérôme Ducommun, in Doppelfunktion als Direktor des RLZ und Verantwortlicher für den alpinen Sektor, gibt sich zufrieden: «Die jungen Athleten benötigen nicht mehr als 30 Minuten mit dem Zug oder dem Bus bis zum Crêtets-Gymnasium. Ein Punkt, der berücksichtigt werden musste, um das Ganze effizient gestalten zu können. Und auch, um den Eltern das Leben leichter zu machen.» Die alpinen und nordischen Athleten, letztere unter der Leitung von Christophe Frésard, geniessen eine gewisse Freiheit. Der Nachfolger von Roland Mercier, auch er mit einem beeindruckenden Leistungsausweis, versteht es, Skisport mit Spass zu verbinden. Seit vier Saisons begleitet er mit Erfolg die jungen Langläuferinnen und Langläufer aus der Region. Für «Kiki» Frésard, hat der Langlaufsport keine Geheimnisse mehr.

Langlaufsport nähergebracht. Dieser Wettkampf ist für alle offen und könnte auch im weitesten Sinn als Casting auf dem Schnee betrachtet werden. Er bietet gleichzeitig die Möglichkeit, neue Talente zu entdecken. Für die Teilnahme wird keine Lizenz verlangt. Auf nationaler Ebene sind die FunParcours sehr beliebt. Den lizenzierten Langläufern vorbehalten, weisen diese viel Ähnlichkeit mit dem Skicross auf. Zweifelsohne hat der Langlaufsport eine Revolution durchlebt und steckt nicht mehr in der altmodischen Zwangsjacke.

Der E-Liberty-Nordic-Cup kommt Ähnlich dem «Coupe Didier Cuche», der die Förderung des Ski Alpins im Jurabogen zum Ziel hat und grossen Erfolg geniesst, wird beim regionalen «E-Liberty-Nordic-Cup» den Kindern auf spielerische Art und mit viel Spass der

Die Saison naht Die Leader des Giron Jurassien, die Juniorinnen Emma Wüthrich (La Vue des Alpes) und Solaine Faivre (SC La Brévine) – beide von Swiss-Ski für die Gruppe der Langlaufkandidatinnen ausgewählt – sowie Laura Jeanneret (SC La Brévine) haben als Abschluss zur Sommervorbereitung am 7. Nordic Weekend Swiss-Ski in Andermatt teilgenommen. Dort hat das Trio diverse gute Resultate erzielen können, sowohl im klassischen Stil wie auch in der SkatingTechnik sowie im Berglauf. «Diese U18-Talente haben gezeigt, dass die Sommervorbereitung im RLZ bereits ihre Früchte trägt», stellt Trainer Olivier Rives fest! F R A NZÖ S I S CH E O R I G I N A L V E RS I O N V O N A L D O - H . RU S T I C H E L L I , ÜBE R S E T ZUNG T H I E RRY W I T T W E R


Advertorial // Atomic

ATOMIC HAWX ULTRA

Der ultraleichte Neuzugang in der Hawx-Familie

Der Hawx ist einer der meistverkauften Skischuhe weltweit. Seit seiner Einführung im Jahr 2007 steht der originale, mittelbreite Hawx – jetzt Hawx Prime – für optimale Balance und eine fantastische Passform vom ersten Moment an. 2015/16 haben wir den Hawx Magna mit breitem Fit vorgestellt. Und mit dem 98-mmHawx Ultra kommen nun auch Pisten- und Allmountain-Skifahrer mit schmaleren Füssen in den Genuss des legendären Hawx-Gefühls. Hawx – für unerreichte Performance, egal wie breit oder schmal die Füsse sind.

F OTOS: ZVG.

Unser leichtester Alpin-Skischuh jemals Wie alle unsere Hawx-Modelle bietet auch der Hawx Ultra das legendäre Hawx-Gefühl – eine Kombination aus Passform und Balance, von der alle Skifahrer profitieren – Einsteiger wie Profis. Das wirklich Besondere an diesem Schuh ist jedoch sein geringes Gewicht –mit einer Gewichtsreduzierung von 25% ist dies unser leichtester Alpin-Skischuh überhaupt. Wie wir das geschafft haben? Bei der Entwicklung unserer extrem leichten Backland-Tourenschuhe im vergangenen Jahr haben wir viel gelernt und dieses Know-how nun mit den besten Hawx-Features kombiniert. Dabei entstand die neue radikale Progressive Shell, bei der Schlüsselbereiche der Schale verstärkt und gleichzeitig die allgemeine Wandstärke verringert wurden. Das Innenleben des Hawx Ultra Die Hawx Ultra-Skischuhe sind mit einem Flex-Index von 130 bis 80 erhältlich; es gibt Unisex- und spezielle Damenmodelle. Sie alle stecken voller genialer neuer Features, die sie unglaublich leicht und stabil machen: Unsere Top-Modelle, der Hawx Ultra 130 und der Hawx Ultra 110 W zum Beispiel, sind neben der oben erwähnten Progressive Shell mit dem Energy Backbone ausgestattet – ein neues, verstärktes asymmetrisches Rückgrat, das dem Schuh zusätzliche Stabilität verleiht und den Kantengriff optimiert – für volle Power beim Skifahren.

Dazu kommen neue Cantable Grip Pads, austauschbare asymmetrische Fersen- und Zehenkeile. Der Hawx Ultra bietet ausserdem dieselben Top-Features wie die übrigen HawxModelle, zum Beispiel Power Shift und Cuff Alignment. Dank dieser Technologien ist der Hawx einer der am besten und präzisesten anpassbaren Skischuhe auf dem Markt.

PROGRESSIVE SHELL

Memory Fit macht den Komfort perfekt: Damit lassen sich alle drei Komponenten des Skischuhs – Schale, Manschette und Innenschuh – in nur wenigen Minuten individuell anpassen. Zudem haben wir die Boots mit unserem speziellen neuen Memory Fit 3D-Innenschuh versehen. Er hat vorgeformte, thermisch anpassbare Fersen- und Knöchelbereiche: So werden Druckstellen vermieden und der Fersenhalt wird verbessert (neu jetzt auch in unseren Hawx-Prime-Modellen). Für einen noch besseren legendären Hawx-Fit vom ersten Moment an.

Konventionell

Progressive

Der Hawx Ultra wurde mit einer Progressive Shell ausgestattet – eine revolutionäre Konstruktion mit optimierter Wandstärke. Die Wände der Schale sind in den Schlüssel-bereichen, also dort, wo Stabilität gefragt ist, dicker und überall sonst dünner. Das ermöglicht 25% weniger Gewicht bei gleichzeitig mehr Stabilität als andere Konstruktionen. Die beste Kombination aus tollem Feingefühl und kraftvoller Performance, die es bei Allmountain-Skischuhen je gab.

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Advertorial // knecht reisen

Dem Powder auf der Spur

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Advertorial // knecht reisen

Wie schneereich der Winter wird, kann niemand mit Sicherheit vorhersagen. Diese vier Powder-Hotspots rund um den Globus aber versprechen beste Chancen auf herrliche Skitage mit richtig viel Schnee.

Heliskiing in Kanada: Beste Powder-Prognosen und Schnäppchenpreise In Kanada dürfen sich Skifahrer und Snowboarder auf eine grandiose Saison freuen. Dank des schwachen kanadischen Dollars ist das exklusive Vergnügen eines HeliskiingUrlaubs im Winterwunderland für Schweizer so günstig wie lange nicht mehr. Wer in dieser Saison bei CMH, Last Frontier Heliskiing oder Selkirk Tangiers abheben will, sollte schnell buchen. Die Top-Anbieter sind bald ausgebucht. Erst recht, nachdem jetzt auch noch die Meteorologen einen sogenannten La-NiñaWinter mit konstant kühlen Temperaturen und aussergewöhnlich viel Schnee für den Nordwesten Kanadas vorhergesagt haben. Heliskiing im Powder zum Schnäppchenpreis – was will man mehr!

FOTOS: ZVG.

Japan: Hokkaido mit Ueli Kestenholz Hokkaido im Januar, das ist wie Heliskiing ohne Heli. Die Insel im hohen Norden Japans steht für Schnee, Schnee, Schnee. Oft versinken Hokkaidos Vulkankegel förmlich unter der weissen Pracht. «Das ermöglicht Freeriden vom Feinsten», schwärmt Ueli Kestenholz. Der sympathische Crossover-Athlet kennt sich in Japan bestens aus. Und das nicht nur, weil der Snowboard-Weltmeister bei den Olympischen Spielen in Nagano 1998 Bronze gewonnen hat. Der Warren-Miller-Filmstar Kestenholz begleitet exklusiv eine Reise des Ski-Spezialisten knecht reisen nach Japan. Vom 13.–22. Januar 2017 erkundet Kestenholz mit den knecht-reisen-Gästen die besten Skigebiete Hokkaidos und das einzigartige Freeride-Terrain mit lichten Bambus- und Birkenwäldern. Der gesamte Ski-Trip mit einer Nacht in Tokio inklusive Flug kostet nur CHF 4895.

Schweden: Heliskiing vor der Haustüre Kanada und Japan sind toll, aber zu weit weg? Dann ist Schweden eine top Alternative. Nur ein kurzer Flug und kein Jetlag, das ist ideal für ein schnelles Heliskiing-Abenteuer in Skandinavien. In Schweden ist Arctic Elements mittlerweile der grösste Heliskiing-Anbieter. Geflogen wird in Lappland mit kleinen Helikoptern und maximal zwei Gruppen pro Heli. So kommen auf einen Guide nur vier oder fünf Gäste – Small-Group-Heliskiing wie bei den exklusivsten Anbietern Kanadas. Anders als dort gibt es in Schweden keine Abfahrten durch Wälder, was das Powdern für Gäste ohne Tree-Skiing-Erfahrung sehr erleichtert. Auch Heliskiing-Einsteiger fühlen sich in Schweden besonders wohl.

Arctic Heliskiing in Island: Skifahren unter der Mitternachtssonne Ebenfalls nur ein paar Flugstunden entfernt liegt Island – der Senkrechtstarter in der Freeride-Szene. Islands Ski-Pionier Jökull Bergmann hat mit Arctic Heliskiing Iceland im Norden Islands bei Akureyri ein wahres Heliskiing-Paradies geschaffen: Erstklassige Guides führen die Gäste sicher in einem baumlosen, atemberaubenden Heliskiing-Areal von 4000 Quadratkilometern. Die meist aus Vulkan-Aktivitäten entstandenen Berge sind nicht so hoch wie in Nordamerika oder in den Alpen, dafür steigen sie aber direkt aus dem Eismeer empor. Beim Fliegen und Skifahren schaut man auf zerklüftete Gebirgsmassive und gigantische Fjorde. Und das Beste: Wenn anderswo die Saison endet, legen die Isländer erst richtig los! Saison ist von März bis Juni, in dem man sogar im Licht der Mitternachtssonne fahren kann. Ein unvergessliches Erlebnis! BE N M I L E S

INFORMATIONEN UND REISEANGEBOTE: Erste Adresse für Ski- und Snowboard-Reisen nach Nordamerika sowie für Heliskiing weltweit ist der führende Schweizer Spezialist knecht reisen, Rämistrasse 5, 8001 Zürich, Telefon 044 360 46 00. Angebote von knecht reisen aus dem «Powder Dreams»-Programm gibt es auch im Internet unter www.powderdreams.ch sowie in jedem guten Reisebüro.

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Service // Pirelli, Audi

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PITSTOP Alex Fiva, Armin Niederer und Jonas Lenherr haben ihre Winterkleider gegen Mechaniker-Kombis getauscht. Für einmal stehen sie nicht auf einem mit Sprüngen, Wellen und Kurven aus Schnee versehenen Kurs, sondern in der Autowerkstatt.

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ontagnachmittag in der Amag-Garage Chur. In der Halle herrscht emsiges Treiben. Zahnriemen werden ausgetauscht, platte Reifen gewechselt, Klima-Service gemacht oder nach Fehlern im System gesucht. Hebebühnen werden hoch- und runtergefahren, aus der Ecke ertönt ein Alarm. Es riecht nach Motorenöl und Scheibenwischerwasser. Mittendrin hantieren drei Männer an einem Audi. Die Skicrosser Alex Fiva (30), Armin Niederer (29) und Jonas Lenherr (27) haben ihr Som-

mertraining in Lichtenstein unterbrochen, um in der Autowerkstatt ihr Geschick als Mechaniker unter Beweis zu stellen. Die Aufgabe lautet für einmal nicht, möglichst schnell ins Ziel zu fahren, sondern innert kürzester Zeit einen Pneu zu wechseln. Die Athleten geben sich cool. «Ich schaffe das in 30 Sekunden», meint Lenherr selbstbewusst. In ihren Kombis sehen sie fast aus wie echte Profis. Ob sie dem ersten Eindruck gerecht werden, wird sich weisen.

FOTOS: ERIK VOGELSANG / B&S

Skicrosser üben sich im Radwechsel


Service // Pirelli, Audi

Während Niederer und Lenherr erst beobachten und abwarten, wagt sich Skicross-Schweizermeister Fiva sofort an die Aufgabe heran. Ein Vergleich mit ihrem Verhalten auf der Piste drängt sich auf: Der älteste Fahrer im Schweizer Team spurt vor. Seine Kollegen fahren taktischer. Eines steht jedenfalls fest: Die Skicrosser sind in Form. «Wir haben ähnlich trainiert wie letztes Jahr, einfach noch intensiver», blickt Armin Niederer auf die vergangenen Monate zurück. Das ganze Team war in Magglingen und hatte dort die Möglichkeit, an seinem Start zu arbeiten. Somit sind alle drei mit ihrer momentanen körperlichen Verfassung zufrieden. «Jetzt müssen wir einfach dranbleiben und diese bis im Winter konservieren», meint Jonas Lenherr. Die Stimmung unter den Athleten in der Autogarage ist ausgelassen – jedenfalls solange die Uhr nicht läuft. Lenherr stichelt: «Nachdem du die Pneus gewechselt hast, würde ich mich mit diesem Auto nicht mehr auf die Strasse getrauen.» Lässig sitzt er auf einem Pirelli-Reifen und grinst Alex Fiva herausfordernd an. Sobald es ernst gilt, kommt Wettkampfstimmung auf. Teamleader Fiva greift zum Schrauber und legt los. Rasch ist der Sommerreifen gelöst. Mit seinen muskulösen Armen greift Alex Fiva nach dem Pirellipneu. Das ausgeklügelte Laufflächenprofil des Cinturato Winter senkt nicht nur die Geräusch-Emission erheblich, es trägt auch entscheidend dazu bei,

Schnee aufzunehmen und ins Profilinnere zu leiten, um durch den Kontakt Schnee auf Schnee maximale Stabilität und Bodenhaftung beim Bremsen zu gewährleisten. Ein wichtiger Punkt für die Wintersportler, die während der Saison vor allem auf der weissen Unterlage unterwegs sind. Ausschlaggebend für eine sichere Fahrt ist natürlich auch das Auto an sich. Audi steht Swiss-Ski seit bald fünf Jahrzehnten als zuverlässiger Fahrzeugpartner zur Seite. So kommen Athleten und Betreuer in den Genuss, immer die neusten Modelle fahren zu können. Als zweiter wagt sich Armin Niederer und zum Schluss Jonas Lenherr an die Aufgabe heran. Unter lautstarken Anfeuerungsrufen bewältigen sie den Kampf gegen die Uhr. Ganz Sportler will jeder gewinnen. Eines ist klar: Alle drei

machen als Mechaniker eine gute Figur. Auch wenn Lenherr bisher von Autopannen verschont geblieben ist, steht für ihn fest: «Ein Reifenwechsel ist für mich kein Problem.» Das habe er aber auch schon vor dem Test gewusst, fügt er augenzwinkernd hinzu. Nach dem Abstecher in die Automobilbranche fokussieren sich die Swiss-Ski-Athleten nun wieder auf den Sport. Mit den Weltmeisterschaften wartet ein Highlight auf die drei Skicrosser. Für Jonas Lenherr ist es seine erste WM. «Ich will aber nicht nur dabei sein, sondern auch vorne mitfahren», betont der Gamser. Armin Niederer freut sich auf den HeimWeltcup in Arosa am 13. Dezember. Und Alex Fiva will im Weltcup erneut zu den Besten gehören. R E G UL A L A Z Z A RE T T I Radmuttern herausdrehen, Pneu wechseln, Muttern wieder festschrauben: Die Skicrosser haben keine Hemmungen, sich die Hände schmutzig zu machen. Vom Fachmann erhalten sie wertvolle Tipps zum Thema Radwechsel.

Wettbewerb Schauen Sie sich das Video des Pneuwechsels an und tippen Sie, welcher Athlet am schnellsten gewesen ist! http://bit.ly/pirelli-ski-x Mit etwas Glück sind Sie inkl. Begleitung als VIP am Weltcup in Arosa live dabei.

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Service // Kampagne BKW

Vier Athleten des Swiss-Ski-AlpinTeams schnupperten Filmluft. Sie sind die Protagonisten in den aktuellen BKW-Spots.

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n einem Sonntagmorgen in Biel, die Uhr zeigt 5.15 Uhr. Noch etwas müde versammeln sich Wendy Holdener, Charlotte Chable, Patrick Küng und Beat Feuz vor dem Hoteleingang. Während zwei Tagen werden die vier Swiss-Ski-Athleten an verschiedenen Standorten für den Verbandssponsor BKW vor der Kamera stehen. Sie sind die Aushängeschilder der neuen Imagekampagne des Energie- und Infrastrukturdienstleisters. Erste Station ist der Mont Crosin im Berner Jura. Mit seinen 16 Turbinen ist es der grösste Windpark der Schweiz. Die Sportler schwingen sich im Fahrradtenü aufs Bike. Ein heisser Sommertag steht bevor, doch noch sind die Temperaturen kühl. Wendy Holdener reibt sich fröstelnd die nackten Arme. «Ruhe bitte!», meldet sich der Regis50

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seur zu Wort. «Ton ab, Kamera ab! – Und Action!» Die Vierergruppe radelt eine Landstrasse entlang, im Hintergrund drehen sich die riesigen Rotorblätter der Windräder. Patrick Küng wischt sich den Schweiss von der Stirn. «Cut!» – die Szene ist im Kasten. Eine Visagistin pudert kurz die Gesichter, eine Assistentin reicht ein erfrischendes Getränk. Rund 30 Personen sind vor Ort, unter anderem Filmassistenten, Makeup- und Bekleidungscrew, Drohnenpilot, Caterer, Tontechniker und Fotograf. Nach anfänglicher Skepsis sind die Athletinnen und Athleten mit grossem Engagement und Lockerheit bei der Sache. Dazwischen bleibt aber auch Zeit für ein Spässchen. Geduldig folgen sie den Anweisungen des Regisseurs, der, wenn es sein muss, auch mal laut werden kann. Die meisten Szenen sind nach maximal sechs Wiederholungen abgedreht. Jogging am Hagneckkanal Nach der Mittagspause schnüren sich Feuz und Co. die Laufschuhe an. Joggen am Flusskraftwerk Hagneck steht auf dem Programm.

Das moderne Wasserkraftwerk wurde letztes Jahr eingeweiht. «In unseren Augen ist es gleichzeitig das schönste», sagt Michael Morgenthaler, Projektleiter Sponsoring, Events und Messen. Er verfolgt die Produktion live vor Ort. «Wir wollen mit diesen Spots als die Partnerin für alle Energiefragen wahrgenommen werden, insbesondere auch für alle Fragen rund um die Gebäudetechnik», erklärt Morgenthaler. Aus diesem Grund dreht die Crew am zweiten Tag bei einem Fotovoltaik-Haus in Affoltern im Emmental, welches zeigt, wie jeder seinen eigenen Strom produzieren kann. Und zu guter Letzt symbolisiert die Filmszene in Meilen am Zürichsee die moderne Gebäudetechnik, wo bereits heute mit Smartphones und Tablets die Heizung oder das Licht gesteuert werden können. Und so greift Wendy Holdener vor der Kamera zum iPad und löscht per Fingertipp aufs Display die Lichter im Chalet. «Cut!» – die Dreharbeiten sind beendet. Nun haben sich Küng, Feuz, Holdener und Chable eine Abkühlung im nahen See wirklich verdient. R E G UL A L A Z Z A RE T T I

FOTOS: BKW

Ton ab . . . Kamera ab . . . und


Service // Kampagne BKW

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Skiwochen im offiziellen Partnerhotel der Schweizer Ski Nationalmannschaft Starten Sie mit dem Kempinski Grand Hotel des Bains in die Ski-Saison XQG»EHUQDFKWHQ6LHLPRƫ ]LHOOHQ3DUWQHUKRWHOGHU FIS Alpine Ski World Championships 2017: Ţ Ţ Ţ Ţ

$E&+)SUR1DFKWLP'RSSHO]LPPHU ,QNOXVLYHW£JOLFKHP)U»KVW»FNVEXƨHW Gratis Skipass bei einem Aufenthalt von mehr als drei Nächten )UHLHU=XWULWW]XPPtJURVVHQ.HPSLQVNL7KH6SD

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OFFICIAL SUPPLIER


Service // FIS Alpine World Ski Championships St. Moritz 2017

Die interessantesten WM-Angebote auf einen Blick

Im kommenden Februar ist es so weit: In St. Moritz werden zum fünften Mal Alpine Skiweltmeisterschaften ausgetragen. Dieses Spektakel in der einzigartigen Engadiner Berglandschaft wird tausende Zuschauer aus der ganzen Welt anlocken.

D

ie Weltmeisterschaften sind nebst den Olympischen Spielen die wichtigsten Rennen im Skisport und dementsprechend ist Spannung während den zwei Wochen im Engadin garantiert. Täglich werden sich die besten Skifahrerinnen und Skifahrer der Welt auf den spektakulären Pisten oberhalb von St. Moritz messen und um hundertstel Sekunden kämpfen. Rund 600 Athletinnen und Athleten aus ca. 70 Ländern werden in den sechs Disziplinen Abfahrt, Riesenslalom, Super-G, Slalom, Super-Kombination und im Team Event um Weltmeistertitel und Medaillen fahren. Wir haben für Sie die lukrativsten WM-Angebote zusammengestellt:

Swiss-Ski-Mitglieder profitieren von:

50%

Rabatt auf Tickets an den Renntagen Superkombination (10.+13.2.17) und Nations Team Event (14.2.17).

50%

F OTO: ST. M ORIT Z

Rabatt auf ein Raclette oder eine Bratwurst, einlösbar im Zielgelände bei der Skischule Salastrains (solange Vorrat und unter Vorweisen des Tickets) an den Renntagen Superkombination und Nations Team Event.

20%

Rabatt auf Tickets an allen anderen Renntagen.

Tickets kaufen online unter www.stmoritz2017.ch oder direkt vor Ort. Pro Tag und Kategorie können Swiss-Ski-Mitglieder maximal vier Tickets beziehen. Buchung online: Klicken Sie auf den gewünschten Renntag, wählen Sie dort unter Sonderaktionen «Swiss-Ski» aus und geben Sie unter «Promotions-Code» Ihre SwissSki-Mitglieder-Nr. ein. Kauf vor Ort an den Tageskassen (nach Verfügbarkeit): Mitgliederausweis muss zwingend vorgewiesen werden. Wie werde ich Mitglied? Ganz einfach hier anmelden: www.swiss-ski.ch/ mitglieder/ werden-sie-mitglied

Ski-WM-Special Sie finden die Reise ins Engadin ist zu lang für einen einzigen Tag? Dann ist das Ski-WM-Special genau das richtige für Sie. Lassen Sie sich die Chance nicht entgehen und lernen Sie während des Grossanlasses auch das Engadin kennen. Bei diesem Angebot erhalten Sie Unterkunft, Eventticket und Skipass in einem. Das Paket beinhaltet 2 bis 7 Hotelübernachtungen im

Doppelzimmer mit Frühstück, 2 bis 7 Tage Hotelskipass, 3 Tribünentickets für die Ski-WM 2017, (Tage frei wählbar während der Aufenthaltsdauer) sowie 2 bis 7 Tage kostenlose Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel im Oberengadin. Preisbeispiel: 3 Nächte ab CHF 654.– pro Person im Doppelzimmer mit Frühstück in einem 3*-Hotel inkl. 3 Tage Hotelskipass, 3 x Tribünentickets und

kostenlose Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel im Oberengadin. Dieses Angebot ist während der Ski-WM von Mittwoch, 1. Februar 2017, bis Freitag, 24. Februar 2017 gültig. www.stmoritz2017.ch/ tickets-package/ ski-wm-special/

WM-Ski-Card Ein weiteres tolles Angebot während der Ski-WM ist die WM-Ski-Card. Diese erhalten die ersten 50 000 Personen, die bei Ticketcorner ein Eventticket für die FIS Alpinen Ski-Weltmeisterschaften St. Moritz 2017 buchen, kostenlos dazu. Die Ski-Card im tollen WMDesign berechtigt die Gäste zu 25% Rabatt auf Skitickets in der Region Engadin/ St. Moritz. Der Rabatt ist bei einer Buchung von einem bis sechs Tagen vom 3. bis zum 22. Februar 2017 gültig. Zusätzlich ermöglicht sie den Besuchern des Skispek-

takels, sich bereits im Voraus von zu Hause aus ein Skiticket für die Oberengadiner Skigebiete auf die Karte zu laden, und so eine lange Warteschlange an der Kasse zu umgehen. Dank dieser Ski-Card können alle Skifans im Engadin während der Ski-WM um einiges günstiger Ski fahren. Kein Zuschauer und kein Gast sollte es verpassen, selber seine Schwünge im traditionsreichen und renommierten Skigebiet Corviglia zu ziehen, anstatt nur den Profis dabei zuzusehen. Mit diesem Angebot können die

Besucher des Skispektakels ihren Aufenthalt im Engadin also mit unvergesslichen Skitagen verbinden – in einer Region, die für ihr trockenes Mikroklima und die hochalpine Lage mit Schneesicherheit, qualitativ hochwertigem Schnee und überdurchschnittlich vielen Sonnentagen berühmt ist. Auf die Ski-Card können Sie während des ganzen Jahres auch Tickets für über 70 weitere Skigebiete der Schweiz laden. Infos unter: www.stmoritz2017.ch/ tickets-package/tickets/ NOVEMBER 2016

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Einundzwanzigmal aufgeschnappt

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FOTO: JOSEPH WEIBEL

Helvetia engagiert sich für Schutzwälder in der Schweiz Helvetia Versicherungen hat in Bergün zum elften Mal 10 000 Bäume für die Pflanzung und Aufforstung von Schutzwäldern finanziert. Gestartet wurde das Engagement 2011 in St. Moritz. Weitere Projekte waren im Berner Oberland, dem Oberwallis, rund um die Rigi, im Jura, in Glarus, Obwalden, St. Gallen, Freiburg und in Luzern. Ebenfalls mit 10 000 Bäumen steuert Helvetia Versi-

cherungen ihren Beitrag zur Verjüngung des Schutzwaldes im Albulatal bei. Der Wald schützt unter anderem die Albula-Linie der Rhätischen Bahn (RhB), welche zum UNESCO-Welterbe gehört. Prominenter Schutzwaldbotschafter ist Dario Cologna, der mit Mitbotschafterin LizAn Kuster (Miss Earth Schweiz 2010) die ersten Jungbäume im Wald bei Bergün gepflanzt hat. Private und Firmen können die Aufforstung des Schutzwaldes ebenfalls unterstützen und bei Helvetia einen Baumpass für 10 Franken kaufen. Für jeden Pass wird ein zusätzlicher Baum in einem der unterstützten Gebiete auf einer speziell gekennzeichneten Parzelle gepflanzt.

Flumserberg wird touristisch ausgebaut Im Kanton St. Gallen lagen Ankünfte und Übernachtungen sechs Prozent unter dem Vorjahr. Am stärksten betroffen sind das Heidi-

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Zahlenspiel

Skifahren wird nächste Saison kaum teurer

In der Wintersaison 2015/16 haben

92%

70 Prozent der Schweizer Bergbahnen lassen die Skipass-Preise im kommenden Winter unverändert oder senken sie sogar. Der Verband Seilbahnen Schweiz hat eine stichprobenartige Erhebung bei gut 50 Skigebieten gemacht. Beim umfassenden Wintersportangebot vergisst man die Kleinen, bei denen zum Beispiel eine Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern nach wie vor weni-

aller Schneesportler in der Schweiz einen Helm getragen. Vor 24 Jahren waren das gerade mal 16%. Deutschschweizer sind bessere Helmträger als die Romands (95 bzw. 85%). Bei den Skifahrern und Snowboardern ist die Bilanz in der vergangenen Saison ausgeglichen ausgefallen: 93 bzw. 92% bei den Snowbaordern. FOTO: JUNGFRAUBAHNEN

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land und Toggenburg. Jetzt wird das touristische Angebot in Flumserberg massiv ausgebaut. Im Tannenboden soll eine Heidi-Erlebniswelt entstehen, die diesen Namen verdient. Zudem gibt es zwei neue Hotels mit rund 180 Zimmern und angrenzender

Parkgarage mit rund 400 Plätzen. Die Bergbahn Tannenboden-Maschgenkamm wird mit leistungsfähigeren Zehnern-Gondeln gebaut. Über 100 Millionen Franken wird investiert. Mit den Neuerungen erhofft sich der Kanton St. Gallen 200 000 zusätzliche Besucher.

Informationen dazu: www.helvetia.ch/ schutzwald

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QUELLE: BF U, STAT US 2016

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ger als 120 Franken einen Tag Ski oder Snowboard fahren. Auf der Website www.mySwitzerland.com/ Familienreduktion gibt es eine Übersicht fürs kleine Budget. Auch grosse Skidestinationen offerieren Familien, Jugendlichen und zum Teil älteren Menschen spezielle Angebote. So etwa die Gratis-Kindertageskarte für drei Kinder in der Jungfrau Skiregion, wenn eine erwachsene Person an einem Samstag eine Tages- oder Nachmittagskarte zum Listenpreis löst.

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Ariane Ehrat tritt als CEO von Engadin-St. Moritz ab Die sympathische TouristikFrau und ehemalige alpine Rennfahrerin Ariane Ehrat wird nach der Ski-WM 2017 in St. Moritz ihre Position als CEO von Engadin St. Moritz aufgeben. Aufgrund der Gebietsreform im Kanton Graubünden sei dies der geeignete Zeitpunkt, sagt die 55-Jährige gegenüber der «hotel revue». Ehrat ist seit 2008 für die Tourismusorganisation tätig. Vor der Tätigkeit im Engadin war sie unter anderem Marketingchefin bei der Tourismusdestination «Alpenarena» (Flims-Laax-Valera).


Gelungener Rollski-Showsprint auf der Davoser Promenade

FOTO: WALTER BANI

Die vier Skilangläufer Janis Lindegger, Jason Rüesch, Linard Kindschi und Fabio Lechner haben vergangenen Sommer erstmals einen «Rollski-Showsprint sponsored by Power Beef» organisiert. Schauplatz war die verkehrsfreie Hauptstrasse mitten durch Davos. Sieger wurden Gian-Luca Cologna und Desirée Steiner. «Wir möchten mit unserem Sport

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Streitigkeiten um die Medien-Rechte von Swiss-Ski beigelegt Die Streitigkeiten zwischen EBU, Infront und Swiss-Ski über die Vergabe und Nutzung der Medien- und Übertragungsrechte von 2016/17 bis 2021/22 konnten beigelegt werden. Die entsprechenden Rechte verbleiben bei der EBU.

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zum Publikum gehen und diesen attraktiv und spannend präsentieren», sagte Mitorganisator Janis Lindegger im Vorfeld. «Und Nachwuchsläufer sollen die Gelegenheit bekommen, gegen Top-Athleten anzutreten.» Die erste Austragung dieses Sprints ist vollauf gelungen, die Initiative der jungen Langläufer wurde belohnt. Während der Zeitläufe und der Finals standen die Zuschauer auf der 100 Meter langen Rennstrecke dicht gedrängt.

Die drei Parteien konnten im Verlaufe der Verhandlungen eine konstruktive Lösung finden und sich im Sinne einer kooperativen Zusammenarbeit sowie im Interesse der Entwicklung des Skisports einigen. Markus Wolf, Vorsitzender der Geschäftsleitung SwissSki: «Wir freuen uns, dass dieser Streit beigelegt ist und wir die Basis für eine erfolgreiche Zukunft gelegt haben.»

Ein Ski-Abo nach Mass Auch der norwegische Skistar Aksel Lund Svindal mag nicht an den Kassen der Seilbahnen anstehen und hat sich deshalb letztes Jahr zusammen mit Schweizer und norwegischen Investoren an der Firma Skioo.com beteiligt. Das Start-upUnternehmen aus Lausanne bietet diesen Winter ein neues Skipass-System an: Zuerst Ski fahren, dann bezahlen. Das System erkennt wie lange ein Skifah-

rer in einem Skigebiet unterwegs war und verrechnet nur das, was tatsächlich genutzt wurde. Das System erkennt auch, wenn jemand vier Tage im gleichen Skigebiet gefahren ist und schreibt die Differenz zwischen vier Tageskarten und 4-Tages-Skipass gut. Bereits haben sich 55 Skigebiete für diese Idee begeistern lassen. Die vollständige Liste sowie weitere Infos zum neuen Angebot sind abrufbar auf: www.skioo.ch

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Swiss-Ski und die SRG haben ihre langjährige und erfolgreiche Partnerschaft im Bereich Schneesport um sechs Saisons verlängert. Die SRG-Sender und Plattformen bleiben somit weiterhin ein Garant für ein hochklassiges Angebot im Bereich Schneesport. Die SRG wird in Zusammenarbeit mit Swiss-Ski und den Weltcup Veranstaltern das TV-Signal aller FIS-Events Alpin, Langlauf und Skispringen in der Schweiz für die ganze Welt in gewohnt hoher Qualität produzieren und auf ihren Sendern und Plattformen ausstrahlen.

Die «hotel revue» hat im Februar dieses Jahres eine repräsentative Umfrage bei den Schweizer Hotels durchgeführt. Die Folgen der fehlenden Gäste aus dem Euroraum haben zu günstigeren Preisen geführt. Fast jeder zweite Betrieb (45 Prozent) hat eine Preisanpassung vorgenommen. Für die Sommersaison sahen die Schweizer Hoteliers bei der Befragung ein besseres Ergebnis, sodass 72 Prozent der Befragten ihre Preise gegenüber dem Vorjahr stabil halten wollen.

SRG SSR und Swiss-Ski verlängern Partnerschaft bis 2021/22

Wo drückt den Schweizer Hoteliers der Schuh?

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Der Heierling-Ski-Schuh: h1 – mit zwei Weltneuheiten ,ĞŝĞƌůŝŶŐŝƐƚǁŝĞĚĞƌĚĂ͘ŝĞƚƌĂĚŝƟŽŶƐƌĞŝĐŚĞDĂƌŬĞĂƵƐĚĞƌ^ĐŚǁĞŝnjĨĞŝĞƌƚŝŚƌŽŵĞďĂĐŬƵŶĚ ƉƌćƐĞŶƟĞƌƚĚĞŶŶĞƵĞŶ,ĞŝĞƌůŝŶŐͲ^ŬŝƐĐŚƵŚh1͘ĞƌŶĞƵĞh1ŝƐƚǁŽŚůĞŝŶĞƌĚĞƌŝŶŶŽǀĂƟǀƐƚĞŶ ƵŶĚďĞƋƵĞŵƐƚĞŶ^ŬŝƐĐŚƵŚĞĂůůĞƌĞŝƚĞŶ͘,ĂŶĚǁĞƌŬůŝĐŚĞWƌćnjŝƐŝŽŶƵŶĚŐĞďĂůůƚĞƐ<ŶŽǁͲŚŽǁ ĂƵƐ'ƌĂƵďƺŶĚĞŶ͘ŝĞŶĞƵƐƚĞƚĞŵƉĞƌĂƚƵƌďĞƐƚćŶĚŝŐĞͨdĞŵƉůĂƐƚͩͲ<ƵŶƐƚƐƚŽīͲdĞĐŚŶŽůŽŐŝĞ͕ĚŝĞ ǀŽŶ,ĞŝĞƌůŝŶŐĞŶƚǁŝĐŬĞůƚǁƵƌĚĞƵŶĚĚŝĞ,ŽůnjƐƉĂŶŶĨĞĚĞƌ͕ĚŝĞĨƺƌŽƉƟŵĂůĞsŝďƌĂƟŽŶƐĚćŵƉĨƵŶŐ ƐŽƌŐĞŶ͕ůĂƐƐĞŶŬĞŝŶĞtƺŶƐĐŚĞŽīĞŶ͘ƌŚćůƚůŝĐŚĂůƐ<ŽŵĨŽƌƚͲ,ĞƌƌĞŶͲƵŶĚĂŵĞŶƐĐŚƵŚƐŽǁŝĞ ĂůƐZĞŶŶƐĐŚƵŚ͘ Der h1ʹĞŝŶŵĂƐƐŐĞĨĞƌƟŐƚĞƌ^ĐŚƵŚ͕ĚĞƌĚĞŵŝŶĚŝǀŝĚƵĞůůĞŶ&ƵƐƐƐĞŝŶĞƐdƌćŐĞƌƐŽƉƟŵĂůĚƵƌĐŚ ƵŶƐĞƌĞ^ƉĞnjŝĂůŝƐƚĞŶĂŶŐĞƉĂƐƐƚǁŝƌĚ͘ŝĞůŝŵŝƟĞƌƚĞĚŝƟŽŶŝƐƚĞŝŶĞ^ĐŚǁĞŝnjĞƌWƌŽĚƵŬƟŽŶ͘ ,ĞŝĞƌůŝŶŐʹĨƺƌĞŝŶnjŝŐĂƌƟŐĞ<ƌĞĂƟŽŶĞŶ͕ĨƺƌĞŝŶnjŝŐĂƌƟŐĞƐ^ŬŝǀĞƌŐŶƺŐĞŶ͘ >ĂƐƐĞŶ^ŝĞƐŝĐŚǀŽŶ/ŚƌĞŵ>ŽŬĂůŚćŶĚůĞƌďĞƌĂƚĞŶ͘

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FOTO: AKS E L LU ND SVINDAL

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Neue Mitglieder im Präsidium Die Delegiertenversammlung von Swiss-Ski vom 25. Juni 2016 stand im Zeichen der Neuwahl des Präsidiums. Es setzt sich neu wie folgt zusammen v.l.: Peter Barandun,

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Der Antrag des Bündner Skiverbandes BSV wurde an der DV gutgeheissen. Somit wird der Mitgliederbeitrag ab der Saison 17/18 um

Die ganze Saison für 10 Euro – ein tolles Angebot für Kinder bis zum 8. Lebensjahr (ab Jahrgang 2009). Die günstige «Schneemannkarte» umfasst das gesamte Wintersportgebiet Ski Arlberg mit 305 Kilometer markierten Abfahrten und 87 Liften.

Zahlenspiel Urs Winkler, Bernhard Aregger, Reini Regli, Florence Koehn, Claude-Alain Schmidhalter und Präsident Urs Lehmann.

FOTO: SWIS S -S K I

CHF 10

Kleiner Skifahrer – kleiner Preis, St. Anton lanciert die «Schneemannkarte»

Weitere Infos: www.stantonamarlberg.com

erhöht.

Ski-Stars brillieren vor der Kamera In Saas-Fee herrschten perfekte Bedingungen: Die Sonne lachte von einem strahlend blauen Himmel und bot so den Sponsoren sowie Partnern von Swiss-Ski den grandiosen Rahmen für ihre diesjährigen Foto- und Video-Sujets. Während der Werbewoche nehmen die

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Eine Erfolgsgeschichte der Langlauf- und Biathlon-Familie

sowie eine Ausstellung der SwissSki-Pool-Ausrüsterfirmen. Gleichzeitig hatten Kinder und Jugendliche Gelegenheit, anlässlich des Dario Cologna Fun Parcours bereits vor dem Winter Langlaufluft zu schnuppern. Sieger der Gesamtwertung waren am Ende Seraina Boner und Candide Pralong im Langlauf sowie Susi Meinen und Benjamin Weger im Biathlon.

F OTO: SWISS -SKI

Andermatt stand zum siebten Mal ganz im Zeichen des Biathlons und Langlaufs. Am Fusse der Pässe Gotthard, Furka und Oberalp fand Mitte September das Nordic Weekend statt. Auf dem Programm standen sowohl sportliche Wettkämpfe, Weiterbildungsangebote für Trainer

Swiss-Ski Athletinnen und Athleten verschiedene Fotoshootings, Werbedrehs sowie andere Verpflichtungen gegenüber den Sponsoren

wahr. Lara Gut, Carlo Janka, Beat Feuz und Co. hatten auf dem Gletscher sichtlich Spass an der etwas ungewohnten Rolle des Fashion-Models. Wenn die Schweizer Skistars an einem Ort versammelt sind, ist dies auch für Medienschaffende ein interessantes Spektakel. Sie nutzten die Gelegenheit, die Athletinnen und Athleten zu begleiten, Interviews zu führen und ihr Fotoarchiv aufzufrischen.

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Die Crossklinik in Basel, langjähriger Medical Partner von Strike Media Schweiz AG und seit drei Jahren auch vom exklusiven Schweizer Ski-Test «Ski-Festival Zermatt», wird auch künftig interessante und aufschlussreiche journalistische Beiträge zu medizinischen Themen liefern. Diese Artikel erscheinen künftig in einem speziellen medizinischen Teil in den Spezialausgaben von Snwoactive. Zum ersten Mal in Ausgabe 2 (Dezember-Ausgabe) mit dem Spezialmagazin «Skineuheiten».

FOTO: ZVG.

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Swiss-Ski-Mitglieder profitieren von 20% Rabatt Brauchen Sie noch neue Ski? Wünscht sich ihr Göttikind einen Skihelm zu Weihnachten? Oder wollen Sie sich einfach mit der aktuellen Wintermode eindecken? Dann besuchen Sie ab dem 14. November 2016 die OchsnerSport-Filiale in Ihrer Umgebung und nutzen Sie das exklusive Mitglieder-Angebot. Alle Swiss-SkiMitglieder erhalten vom 14. bis 27. November 2016 20% Rabatt auf das gesamte Ochsner-SportSortiment! Um von dieser Aktion zu profitieren, ist zusätzlich die kostenlose Ochsner-Sport-ClubMitgliedschaft Voraussetzung.

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FOTO: SWISS -SKI

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Zum 5-jährigen Bestehen des Online-Langlaufportals Nordiconline.ch macht dieses den nächsten Schritt und sorgt selber für das Geschenk: Und zwar mit der Herausgabe eines LanglaufPrintmagazins für den Alpenraum. Aktuelle Beiträge zum Langlaufsport und zum Thema Alpen werden zusammen mit attraktiven Fotoaufnahmen das Heft prägen. Das «Making-Up» des Magazins wie Kreation, Grafik, Redaktion und Druck erfolgen vollumfänglich im Herzen der Alpen, in Klosters und Ilanz im Bündner Berggebiet. Die Erstausgabe für den Winter 2016/17 erscheint am 15. November 2016.

Wer zwischen 13 und 14 Jahre alt ist und vom 1. bis 8. Januar 2017 gemeinsam mit 599 anderen Kids am grössten Schneesportlager der Schweiz teilnehmen möchte, kann jetzt sein Glück versuchen. Noch bis am 28. Oktober läuft die Anmeldefrist für das Jugendskilager «Juskila» 2017 an der Lenk im Simmental.

«Der Langläufer» – das neue Langlaufmagazin

Im Juskila kommen sowohl Skiund Snowboardfahrer als auch Langläufer auf ihre Kosten. Welche jungen Schneesportler schliesslich dabei sein dürfen, entscheidet jeweils das Los. Dieses Jahr findet die Auslosung am 5. November im Patronatskanton Appenzell Ausserrhoden statt. Infos unter: www.juskila.ch

FOTO: FLURIN BAUMANN

Die Anmeldefrist zum 76. Jugendskilager läuft

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Marc Berthod verabschiedet sich vom Spitzensport

FOTO: SWI SS -SKI

Der langjährige Swiss-Ski-Kaderathlet, zweifacher AdelbodenSieger, WM-Medaillengewinner und Juniorenweltmeister 2003 hat sich entschieden, per sofort vom Spitzensport zurückzutreten. An Marc Berthod, der seit 14 Jahren im Weltcup Rennen bestreitet, sind die schweren Verletzungen der letzten Jahre nicht spurlos vorbeigegangen. «Die Zeit für mich ist gekommen, um einen neuen Weg einzuschlagen. Ich bin nicht mehr bereit, die nötigen Trainings, die es für ein weiteres Comeback braucht, zu absolvieren», äussert sich der 32-jährige

St. Moritzer zu seinem Entschluss. «Mein Körper und Geist sind müde von den vielen Jahren als Leistungssportler und vor allem die schweren Verletzungen in den vergangenen Jahren haben mir stark zugesetzt.»

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Heliskiing-Info-Events mit Experten

CMH-Fondue-Plausch, 28. Oktober 2016, ab 19.00 Uhr, im Restaurant Hofküche in Zürich: Alles rund um Canadian Mountain Holidays (CMH).

LFH-Abend, 7. November 2016, um 19.00 Uhr, im 20/20 by MövenpickWein-Restaurant in Zürich. Infos über Last Frontier Heliskiing im hohen Norden British Columbias. Heliskiing weltweit SonntagsBrunch, 13. November 2016, um 11.00 Uhr, im 20/20 by MövenpickWein-Restaurant in Zürich. Heliskiing-Hotspots in Kanada, Alaska, Georgien, Indien, Island und Schweden.

FOTO: ZVG.

Sie wollen mehr über Heliskiing wissen? Dann fragen Sie die führenden Experten in der Schweiz. Die Heliskiing-Spezialisten von knecht reisen laden zu kostenlosen Infoabenden in geselliger Runde ein. Anmeldung bei knecht reisen unter www.powderdreams.ch/events oder Tel. +41 (0)44 360 46 00

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Service // Golf Charity Didier Cuche

Didier machts es Bois und Didier rufen – und viele kommen. Vor allem grosse Namen aus der Skiszene. Auch dieses Jahr zur 6. Didier Cuche Golf Charity in der wunderschönen Umgebung auf 1000 Metern Höhe in den Franche Montagne im Jura. Fast 90 Teilnehmer aus der ganzen Schweiz sind angereist. Punkt 11 Uhr gab Didier Cuche den Startschuss für den «Massenstart» der über 20

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Flights. Er selber nimmt an seiner Charity den Golfschläger nicht in die Hand, sondern erwartet die Flights mit leckeren Grillspezialitäten. Am Ende des Tages schaute ein toller Erlös heraus: 60 000 Franken für den Giron Jurassien und die Vereinigung Smiling Gecko. Didier Cuche brachte es auf den Punkt: «Es ist einfach toll, wie gross der Zuspruch für diese gute Sache ist.» JOSEPH WEIBEL

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1 Grillmeister Didier Cuche mit hoffnungsvollen Talenten des Giron Jurassin (von links): Rémy Cuche (Sohn von Alain Cuche), Prisca Schneider (Langlauf) und Amélie Klopfenstein (Alpin).

3 Die Gewinner des ersten «Prix classement brut» (Flight Albego Real estat) mit Fränzi Aufdenblatten und Didier Cuche im Bild. 4 Nachwuchs des Giron Jurassien zum Zweiten (von links): Anais Pellaton (Langlauf), Benjamin Burkhart und Léa Friche (beide Alpin).

2 Pirmin Zurbriggen war und ist nicht nur ein hervorragender Skifahrer, sondern auch ein Meister im Golf.

5 Didier Défago kann es auch auf dem Golfplatz – und wie! 4 58

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FOTOS: JOSEPH WEI BEL UND ZVG.

Didier Cuche war schon zu seinen Aktivzeiten ein ganz grosses Vorbild. Und er wirkt auch heute im Hintergrund ganz gross. Zum Beispiel mit seiner Golf-Charity, die mittlerweile bereits sechste Ausgabe. Sie brachte einen Erlös von 60 000 Franken.


Service // Golf Charity Didier Cuche

6 Veranstalter Didier Cuche präsentiert die flüssige Form des ersten Preises. Eine Magnumflasche mit edlem Bordeaux aus dem Hause «Chateau Lamolière» mit Jahrgang 2013. 7 Die Veranstalter Alain und Didier Cuche mit Annalisa Gerber von Swiss-Ski. 8 Reist jeweilen von Zermatt zum Turnier an: Pirmin Zurbriggen mit Didier Cuche, den er als Freund sehr schätzt. 9 Die Didier Cuche Golf Charity 2016 brachte den stolzen Betrag von 60 000 Franken ein. Je zur Hälfte geht die Summe an den Giron Jurassien und an die Vereinigung Smiling Gecko: (von links) Jérome Ducommun (Giron Jurassien) und Hannes Schmid, Gründer von Smiling Gecko.

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10 Die ehemaligen und erfolgreichen Cracks mit hoffnungsvollem Nachwuchs auf dem Bild vereint: (von links oben) Didier Défago, Mike von Grünigen, Paul Accola, Patrick Staub, Sheila Gut-Lee, Didier Cuche, Sophie Lamon, Fränzi Aufdenblatten und William Besse.

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Service // Golf Trophy «Passion Schneesport»

S C H W E I Z E R S K I -S TA R S G O L F E N F Ü R D E N N A C H W U C H S

assion Schneesport» wurde im Frühjahr 2015 neu lanciert und verfolgt seither das Ziel, den Nachwuchs gezielt zu fördern. Die Stiftung unterstützt talentierte Nachwuchshoffnungen direkt. So profitierten im laufenden Jahr über 80 Athleten von diesen Beiträgen. Das sind rund 30 mehr als im Jahr zuvor. Aber auch die Regionalverbände sollen nicht zu kurz kommen. Diese erhalten von «Passion Schneesport» jährliche Ausbildungsentschädigungen. Zuletzt können sich auch ausgewählte Nachwuchsprojekte über Unterstützung der Stiftung freuen. Für aktuelle wie ehemalige Swiss-Ski-Athleten ist es eine Freude, mit ihrer Bekanntheit Geld für den Nachwuchs zu sammeln. So zeigten Didier Cuche und Dominique Gisin als Botschafter der Stiftung sowie die weiteren Athleten Patrizia Kummer, Nadja Jinglin-Kamer, Alex Fiva, Elia Zurbriggen, Patrick Küng, Armin Niederer und Marc Gisin bei traumhaften Bedingungen ihr Können auf dem Golfplatz in Blumisberg. «Wir sind froh, dass mit unserer Hilfe der Schweizer Schneesport unterstützt und ge-

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fördert werden kann», so Alex Fiva. Auch für den Abfahrts-Weltmeister Patrick Küng ist dies eine wichtige Angelegenheit: «Es ist selbstverständlich, dass ich mich ‹Passion Schneesport› zur Verfügung stelle und so etwas von meinem Erfolg zurückgeben kann.» Grossartiger Einsatz Urs Wietlisbach, Präsident der Stiftung, ist begeistert vom Einsatz der Athleten. «Ich möchte mich ganz herzlich bei allen Teilnehmern und Supportern des Turniers bedanken.» Ein spezieller Dank geht an die Mitglieder und Gönner der Stiftung: «Ohne diese Unterstützung wäre eine Förderung des Schweizer Schneesports nicht möglich!» Dank dem grossen Einsatz aller Teilnehmer wurden 74 000 Franken gesammelt. Dieser Betrag kommt vollumfänglich dem Nachwuchs zugute. Auch wenn dieses Turnier vor allem eine Charity-Aktion ist, kam der Wettkampfgedanke trotzdem auf. Gewinner dieses Golfturniers war der Flight mit Marc Gisin, Alex Zurflüh, Sandro La Regina und Martin Ruckstuhl. CL A UD I A BO NS A CK

1 Aktuelle und ehemalige Swiss-Ski-Athleten: Patrizia Kummer, Armin Niederer, Patrick Küng, Marc Gisin, Elia Zurbriggen, Alex Fiva, Nadja Jnglin-Kamer, Dominique Gisin und Didier Cuche. 2 Urs Wietlisbach (Präsident Stiftung), Didier Cuche, Adrian Keller und Jörg Bühlmann. 3 Patrizia Kummer und Jeanine Kuratli. 4 Skicrosser Armin Niederer. 5 Stephan Brechtbühl, Nadja Jnglin-Kamer, Rudolf Brechtbühl und Christoph Brechtbühl. 6 Thomas Steiner, Gabriele Nauer, Achat Jenzer und Armin Niederer. 7 Dominique Gisin. 8 Patrick Küng, Alex Zurfluh, Marc Gisin, Sandro La Regina und Martin Ruckstuhl. 9 Charlie Matter, Elia Zurbriggen, Peter Kuratli, Hans-Peter Früh und Patrick Küng. 10 Yvan Zimmermann. 11 Markus Wolf, Patrick Küng und Annalisa Gerber. 12 Patrick Küng startet das Turnier.

Wollen auch Sie den Nachwuchs unterstützen? Stiftung Passion Schneesport Raiffeisenbank Bern IBAN: CH13 8148 8000 0064 5303 6 SWIFT-BIC: RAIFCH22E88 Weitere Infos unter: www.passionschneesport.ch

FOTOS: SWI SS -SKI

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Service // Golf Trophy «Passion Schneesport»

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Sci Svizzera italiana

Foto di gruppo dei giovani del settore alpino durante la preparazione estiva con gli allenatori Boselli e Lazzarini.

È già tempo di neve? Centro di allenamento regionale sci e snowboard (CARSS). Confermato anche il comitato direttivo, con il presidente Enzo Filippini. Alpino «Roberto Boselli, allenatore di alpino, ci racconta la situazione nel suo settore, sempre capitanato da Marco Gut, dove da questa stagione (da settembre) è stato inserito Stefano Pacinella come aiuto allenatore. Stefano ha un trascorso in squadra nazionale italiana ed è allenatore e istruttore nazionale in Italia. In questi anni ha lavorato e accumulato esperienza come allenatore nello sci club Pila (Aosta) e sarà un utile aiuto allenatore sia per il settore U16/U14 sia per il gruppo U21/U18 di sci alpino, a fianco di Roberto, Mauro Pini e Alessandro Lazzarini».

Stefano Pacinella.

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on la fine dell’estate è imminente anche la stagione invernale dello sci. Se per le competizioni vere bisognerà attendere ancora qualche mese, la preparazione è in pieno svolgimento e anche il 2017 si spera potrà essere così ricco di soddisfazioni per lo sci svizzero, ma anche per quello della Svizzera italiana che si ripresenta per una nuova stagione con i confermati sostenitori e sponsor: Raiffeisen (sponsor principale), Helvetia e AET (sponsor FSSI), Swisslos, G+S e Amici della FSSI (sostenitori). Per la nuova stagione sono una trentina i ragazzi selezionati dalla FSSI nei tre settori competitivi, atleti seguiti dai rispettivi allenatori e anche da Andrea Rinaldi, responsabile del

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NULLNUMMER NOVEMBRE 2016

Chi sono i giovani in selezione? «Sono 19 ragazzi, dagli U14 agli U21: Francesco Ruga, Mattia Santoro, Marina Morelli, Viola Garbani, Mattia Ballarin, Dania Schenal, Conceprio Celeste, Alice Gnesa, Francesco Stern, Joel De Taddeo, Nicola Pini, Sofia Santoro, Lisa Veglio, Mida Fah Jaiman, Martina Crivelli, Moreno Patelli, Lisa Hafliger, Aris Beroggi e Nicole Pagani». Con che frequenza si allenano i giovani della FSSI? «Abbiamo svolto dalle 3 alle 4 sedute settimanali, alternate a periodi di 4–5 giorni sugli sci, a cadenza di circa ogni 2 settimane. A differenza dello scorso anno, abbiamo pure effettuato un periodo di preparazione di 10 giorni che crediamo possa avere una buona valenza nel

periodo estivo, momento fondamentale di acquisizione nuovi movimenti». Dove avete svolto gli allenamenti? «Abbiamo iniziato a Cervinia, a cui sono seguiti due periodi a Les deux Alpes. Il programma prosegue con tre allenamenti allo Stelvio, poi in Austria, tra Solden e Pitztal. In seguito ci sposteremo valutando le condizioni delle stazioni sciistiche che riusciranno ad aprire con neve artificiale, come il Bernina, ma ci auguriamo poi anche su piste a più bassa quota. Abbiamo anche approfittato dell'allenatore di freestyle per degli allenamenti congiunti sui salti». Quali gli appuntamenti più importanti? «Le gare interregionali per le categorie U16/ U14 e tutto il circuito Swiss-ski Interkom». Nei giovani della FSSI si avverte l’effetto Lara Gut? «Anche se non si nota chiaramente, sicuramente avere un'atleta del proprio territorio che raggiunge risultati come quelli di Lara è un'iniezione di fiducia, uno sprono evidente per credere nello sport e nel lavoro che ogni ragazzo sta facendo. I successi di Lara aiutano di certo a dimostrare che anche le nuove generazioni di sciatori ticinesi hanno il potenziale per ottenere risultati ambiziosi». E L I A S T A MP A N O N I

INFORMAZIONI E CONTAT TI www.fssi.ch / info@fssi.ch

FOTO: E. S.

La squadra della FSSI è già al lavoro in vista della stagione invernale, incontro con i settori della Federazione sci Svizzera italiana, partiamo con l’alpino, i suoi allenatori e i 19 ragazzi selezionati. nati.


Rätsel Gewinne ein Huawei-Handy. Eine neue Ära in der Smartphonefotografie mit einem 5.2" Full-HD-Display, mit 12 MegapixelDual-Lense-Kamera und 32 GB Speicher. Schwer

Teilnahme: Sende die drei Ziffern in den gefärbten Feldern per E-Mail mit Betreff « Rätsel Snowactive» an info@snowactive.ch oder per Post an: Prosell AG Snowactive Das Magazin von Swiss-Ski Gösgerstrasse 15 Postfach 170 5012 Schönenwerd Einsendeschluss ist der 13.11.2016

Mittel

ALLGEMEINE TEILNAHMEBEDINGUNGEN AN WETTBEWERBEN

Zur Teilnahme an den Verlosungen im Magazin «Snowactive» ist jede in der Schweiz und Liechtenstein wohnhafte Person berechtigt, unter Ausschluss der Mitarbeitenden von «Snowactive», Swiss-Ski sowie Prosell AG, deren Partnerfirmen und der beauftragten Agenturen. Die Teilnahmefrist wird für jeden Wettbewerb separat definiert.

Leicht

Sofortgewinner werden mit Hilfe eines Zufallsalgorithmus ausgelost und umgehend benachrichtigt. Die Ziehung des Hauptpreises erfolgt nach Ablauf der Teilnahmefrist. Nur korrekte und vollständige Angaben von Zustellungsdaten (Name, Adresse, Ort) berechtigen zur Preiszustellung. Die Preise werden den Gewinnern per Post an die angegebene Adresse zugestellt. Teilnahmemöglichkeiten: Post und E-Mail.

Es ist weder eine Barauszahlung noch ein Umtausch der gewonnenen Preise möglich. Die Teilnehmer willigen ein, dass die übermittelten Daten durch «Snowactive» und deren Partner für Marketingaktivitäten weiterverwendet werden können.

Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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PS. Das Schicksal fährt mit

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ratuliere, das war ein super Text. Etwas perplex sagte ich artig danke. Es kommt ja nicht alle Tage vor, dass ein Skirennfahrer in aller Öffentlichkeit einem Journalisten ein Kompliment macht. So geschehen im Februar 2007 an den Weltmeisterschaften in Åre (Sd), und der Athlet hiess Dani Albrecht. 24 Stunden vorher war er Weltmeister in der Superkombination geworden und Marc Berthod Dritter. Ich kehrte, mit einem Mix von Stolz und Irritation, ins Medienzentrum zurück und überlegte mir, was Dani an meinem Text so gefallen haben könnte. Ich kam nicht drauf, schaltete den Computer ein und las meine Texte nochmals durch. Ich kam immer noch nicht drauf: die Berichterstattung war soweit okay, die üblichen Würdigungen, aber im Grunde genommen nichts Aussergewöhnliches. Anderntags traf ich Dani wieder und erkundigte mich leicht verunsichert: «Dani, bitte sag mal, was ist an der WM-Berichterstattung so speziell gewesen?» Dani Albrecht lächelte: «Es ging nicht um die WM. Es handelte sich um die Geschichte im Snowactive über ‹uns vier›. Das hat mich berührt.» «Uns vier», das waren die legendären «Vierlinge» vom Jahrgang 1983, flapsig-respektvoll auch «Viererbande» genannt. Zu ihr gehörten Werner Elmer, Grégoire Farquet, Marc Berthod und Dani Albrecht. Noch nie hatte der Schweizer Skisport einen Jahrgang mit solch hochbegabten Talenten. National teilten sie bei den Junioren die Siege und Titel unter sich

Richard Hegglin war als Agenturjournalist während vier Jahrzehnten für den Skisport unterwegs und sass 20 Jahre im FIS-Weltcup-Komitee. Heute schreibt er für Snowactive und diverse Tageszeitungen.

auf. Auch international kannten sie in ihrer Altersklasse kaum Konkurrenz. Im World-Ranking befanden sich alle in den Top 3, zum Teil in mehreren Disziplinen. Warum ich auf diese Geschichte zurückkomme. Ende September trat Marc Berthod, der Letzte dieses Quartetts, vom Rennsport zurück. Seine Begründung: «Körper und Geist sind müde geworden. Vor allem die schweren Verletzungen in den vergangen Jahren haben mir stark zugesetzt.» Auch Berthod blieb es nicht vergönnt, die Karriere auf «normale» Weise abzuschliessen – wie allen Kollegen dieses Hochbegabten-Quartetts. Am schlimmsten traf das Schicksal Werner Elmer: Der Glarner, zweitbester Abfahrer der Welt in seiner Altersklasse, verunglückte im Dezember 2002 bei einem FIS-Rennen in Verbier auf tragische Weise tödlich. Im hohen Tempo war er mit einem Pistenarbeiter zusammengeprallt. Drei Tage später erlitt Grégoire Farquet eine schwere Knieverletzung. Kaum genesen prallte er in Zermatt im Training kopfvoran in eine Schneemauer und musste bewusstlos abtrans-

portiert werden. Die schwere Gehirnerschütterung machte ihm längere Zeit zu schaffen, dazu auch das Knie. Im Alter von erst 23 Jahren sah er sich zum Rücktritt gezwungen. 2009 stürzte Dani Albrecht im Abfahrtstraining von Kitzbühel mit 138,2 km im Zielschuss und zog sich schwere Kopfverletzungen zu. 20 Tage lag er im Koma. Auf wundersame Weise erholte er sich wieder, musste aber seine Karriere nach einem Comeback-Versuch gleichwohl vorzeitig abbrechen. Nun muss auch der St. Moritzer Marc Berthod den Traum von einer WM in seinem Heimatort begraben. Die «Vierlinge» befänden sich im besten Rennfahrer-Alter – 33-jährig. In diesem Alter hat Didier Cuche erst so richtig angefangen zu siegen. Das Schweizer Team durchlitt im letzten Jahrzehnt manche Krise und geriet zuweilen bös in die Kritik. Oft werden dabei solch schicksalshafte Ereignisse vergessen. Zumal genau ein Jahr vor dem Todessturz von Werner Elmer auch Silvano Beltrametti schwer verunfallte. Und eine wie Tamara Wolf, die 2003 wie Marc Berthod und Daniel Albrecht (dreimal*) bei der Junioren-WM einen Titel errungen hatte, ebenfalls wegen Verletzungen ihre Karriere «contre-coeur» beendete. Das Schicksal lässt sich mit keiner noch so perfekten Trainingsplanung steuern. Es fährt im Skisport immer mit. * Seine Abfahrts-Goldmedaille legte Dani Albrecht Werner Elmer aufs Grab.

IMPRESSUM Snowactive November 2016, 50. Jahrgang; erscheint 6-mal jährlich ISSN 1661-7185 Herausgeber und Verlag Strike Media Schweiz AG, Gösgerstrasse 15, 5012 Schönenwerd, Telefon 062 858 28 20, Fax 062 858 28 29 in Kooperation mit Swiss-Ski, Postfach, 3074 Muri, Telefon 031 950 61 11, Fax 031 950 61 12 Redaktion Snowactive Zuchwilerstrasse 21, 4501 Solothurn, Telefon 058 200 48 28 Verlagsleitung Wolfgang Burkhardt Redaktionsausschuss Joseph Weibel (Leitung; j.weibel@snowactive.ch), Röbi Brandl, Wolfgang Burkhardt, Erika Herzig (Leitung; erika.herzig@swiss-ski.ch), Regula Lazzaretti (regula.lazzaretti@swiss-ski.ch), Annalisa Gerber (Sponsoring; annalisa.gerber@swiss-ski.ch)

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Fotoredaktion Erik Vogelsang Inserate Prosell AG, Schönenwerd, Rebekka Theiler (r.theiler@prosell.ch), Wolfgang Burkhardt (w.burkhardt@prosell.ch) Übersetzungen Thierry Wittwer, Semantis Konzept, Design und Produktionsverantwortung Brandl & Schärer AG, Olten, Röbi Brandl, Kurt Schärer Aboservice Prosell AG, Schönenwerd, info@prosell.ch, Telefon 062 858 28 28 Jahresabonnement CHF 49.– für ein Jahr, CHF 89.– für zwei Jahre (inkl. MwSt.) Copyright Strike Media Schweiz AG, Gösgerstrasse 15, 5012 Schönenwerd Nachdruck Nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion gestattet www.snowactive.ch, feedback@snowactive.ch, info@snowactive.ch

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Snowactive November 2016 Deutsch  

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