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Freitag, 18. Mai 2018 | Nr. 20 | 60. Jahrgang

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Pfingsten 2018

Neues Leben aus dem Geist für Betonköpfe «Obwohl ich nichts getan habe, was sich gegen unser Volk oder die Sitten unserer Väter richtet, bin ich von Jerusalem als Gefangener den Römern ausgeliefert worden. Diese haben mich verhört und wollten mich freilassen, da nichts an mir zu finden war, was den Tod verdient. Da aber die Juden Einspruch erhoben, war ich gezwungen, an den Kaiser zu appellieren – doch nicht in der Absicht, mein Volk in irgendeiner Weise zu verklagen.» Apostelgeschichte 28, 17–19 Die Eintrittskarten für die baldige Fussball-Weltmeis­terschaft sind teuer und fast wie Banknoten gestaltet. Es muss klar sein, wer Zutritt hat und wer nicht. Auch andere Anlässe und Milieus wachen streng darüber, wer eintritt. Zusammenkünfte von wichtigen Gre­mien müssen unter Umständen gegen Publizität und Verzerrungen geschützt werden. Es gibt auch Orte, die aus religiösen Gründen gesperrt sind. Mek­ka, die heilige Stadt der Muslime, dürfen nur Muslime besuchen. Hingegen ist der Petersdom in Rom allgemein zugänglich. Freilich ist auch dort einiges der Kurie vorbehalten. Die Protestanten kennen keine solchen heiligen Räume. Zwar schreiten auch sie mit Respekt in den Chor einer Kir­che. Aber wirklich heilig sind diese Räume nicht. Allfällige Absperrungen dienen bloss praktischen Zwecken. Zu einer religiösen Zone zugelassen werden oder nicht – das ist eine Frage der Qualifikation. Bin ich qualifiziert durch meine Funktion, meine Kleidung, meinen Glauben? Manche Religionsge­meinschaften verstehen sich als Sachwalter von Gottheiten. Im Hinduismus sind viele Pilgerorte über ganz Indien verteilt. Es sind heilige Plätze, häufig in reizvoller Umgebung, wo die Götter sich manifestieren und Men­schen berühren. Sofern das Ritual stimmt und korrekt zelebriert wird. Ein vergleichbare Auffassung war unter den Juden verbreitet, als der Untersuchungshäft­ling Paulus nach Rom überführt wurde. Hätten die Ju­den plötzlich an Jesus Christus geglaubt, anstatt sich an die herkömmliche Tradition zu halten, so hätte die religiöse Führung an Autorität und Einkünften eingebüsst. Deshalb versucht­en sie, unliebsame Veränderungen zu stoppen. Zu diesem Zweck spannten sie den römischen Staat ein. Der aber interessierte sich nicht für re­ligiöse Streitigkeiten. Das Kerngeschäft des Staates ist: Das Recht schützen. Dietrich Bonhoeffer hat in seiner Ethik geschrieben: Der Staat ist nicht schöpferisch. Bonhoeffer hatte zur Hit­lerzeit erlebt, wie es herauskom­men kann, wenn der Staat sich als Ernährer und Übervater und letztlich als Ersatzgott aufplustert. Das Recht schützen hat etwas Formales und Trockenes. Es gibt Rechtsfälle, wo man sich als Laie fragt: Wie kann das Gericht oder die Behörde so formalistisch sein? Aber der Formalis­mus lässt

sich nicht immer vermeiden, wenn der Staat seine Kernauf­ gabe erfüllen will. Der Buchstabe des Rechts ist nun einmal geschrieben, und nicht jeder Einzelfall kann im Gesetz vorgesehen sein. Auslegungen sind zuweilen unvermeidlicherweise spitzfindig. Schwierig wird es jedoch, wenn Religions­gemeinschaften formalistisch sind. Wenn die Verantwortungsträger mehr Juristen als Seelsorger sind. Manche Reli­gionen sind per se gesetzeslastig. Sie leben mehr aus Vorschriften als aus dem Geist. Im Neuen Tes­tament bilden die Juden das Bei­spiel einer formalistischen Religion. Jesus, der Jude, kri­tisiert vor allem das. Und er fällt schliesslich dem toten Buch­staben, zum Opfer. Das ist umso erstaunlicher, als innerhalb des Judentums längst eine lebhafte und lange Traditi­on lebte, die Dinge zu hinterfragen, zu kri­tisieren ihrem Geiste nach neu zu interpretieren. Anfänglich waren ja der politische, der priesterli­che und der profetische Dienst in den gleichen Personen vereint. Sogenannte Richter wie Gi­deon, Samuel und Eli waren politisch und priesterlich tätig, und hatten überdies profetische Gaben. Später fielen diese Mandate auseinander. Die Könige entfernten sich zuse­hends vom Willen Gottes, ebenso die Priester. Aber Gott verschaffte sich Gehör, indem er Profeten berief. Profeten ohne Macht und Amt erhoben ihre Stimme und riefen Gottes Botschaft aus. Ohne Macht und Einfluss; ohne Einrich­tung, ohne Autorität und ohne Schutz. Die Profeten sind die verblüffendste Erscheinung in der Bibel über­haupt. Wenn Priester und Könige, die nach dama­ligem Glauben von Gott eingesetzt waren, ihr Amt ausübten, müsste doch alles in Ord­nung sein. Aber nein! Sie wurden von den Profeten kritisiert. Damit wider­sprach Gott gleichsam sich selbst. Wieso sorgte er nicht dafür, dass seine Priester und Könige das Richtige taten? Wieso liess er sie abdriften auf falsche Wege, etwa zur Zeit Jesajas, als der Opferbetrieb im Tempel zum hohlen Theater verkommen war? Verunsicherungen lieben wir nicht. Wir wünschen uns si­ cheres Auftreten, klare Familienverhältnisse, verlässliche Arbeitsplätze, sichere Renten. Aber wir kennen auch Beispiele, wo Men­schen allzu sicher sind. Unbeirrt und unbeirrbar bis

zur Sturheit. Im Ostblock nannte man sie Betonköpfe. Weder die wirtschaftliche Misere noch die Stim­mung im Volk konnten sie verunsichern. Es gibt auch religiöse Betonköpfe. Sol­ che die meinen, die Verhältnisse zwischen Mensch und Gott seien ein- für allemal geregelt. Doch darf die Botschaft vom ewigen Gott nicht dazu verleiten, auch die Kirche als ewig zu betrachten. Pfingsten ist das Fest der Verunsicherung. Insofern ist Pfingsten un­angenehm. Aber wo Leben ist, da herrscht keine absolute Sicherheit. Paulus verunsi­cherte seine jüdischen Volksgenossen. Deshalb nannten sie seine Predigt sektiererisch. Ein Schimpfwort. Aber Vorsicht! Auch das Chris­ten­ tum begann als Sekte. Als schräge Bewegung von Aussenseitern. Paulus zitiert den eigenartigen Befehl, der einst an den Profeten Jesaja erging: «Verstocke das Herz dieses Volkes, mache taub seine Ohren und blind seine Augen, dass es mit seinen Augen nicht sehe und mit seinen Ohren nicht höre, dass nicht sein Herz einsichtig werde und man es wieder heile.» (Jesaja 6,10) Verstockte Menschen sind Be­tonköpfe. Verstockt Gott selber Menschen, so ist er selbst bei Irrtümern und Krisen noch anwesend. Er setzt ihnen Grenzen. Wie er auch den Bosheiten Grenzen setzt. Mir scheint, Gott will uns verunsi­chern, damit wir keine Betonköpfe werden. Jesus verunsicherte seine Umgebung, vor allem die­jenigen, die ihrer Sache sicher waren. Diejenigen, die das Leben als eine Art Fussballspiel und Gott als Linienrichter betrachteten. Diese Sicht hat es nötig, verunsichert zu werden. Aber in einem Punkt gibt’s keine Verunsi­cherung: Dass Jesus Christus das Wesen Gottes ans Licht gebracht hat. Um das zu er­kennen und zu verstehen, braucht es den Geist, der von oben kommt. Jeden Menschen kann dieser Geist packen. Alle sind wir Gott gleich nah und gleich fern. Im Volk Gottes gibt’s keine Kastenordnung, keine Vorrechte, aber auch keine absoluten Barrieren. Das letzte Wort in der Apostelgeschichte heisst «ungehindert». Paulus predigte das Reich Gottes und lehrte von Jesus Christus ungehindert. Gott anerkennt keine Hindernisse. Was für ein Glück! Peter Ruch, Pfarrer i.R, Küssnacht SZ

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2  EIDGENÖSSISCHE POLITIK

Der Zürcher Bote  |  Nr. 20 | Freitag, 18. Mai 2018

ABSTIMMUNG VOM 10. JUNI 2018

Vollgeld-Initiative = voll daneben! Christoph Mörgeli

Das schlimmste aller Kartelle

Die radikale Vollgeld-Initiative – über die wir am 10. Juni abstimmen – verbietet den Banken, mit dem Geld auf Zahlungskonten zu arbeiten. Das verteuert Finanzdienstleistungen, Hypotheken und Kredite. Die Zeche zahlen das Gewerbe und der normale Bürger. Das ist voll daneben. Die Schweiz sollte nicht vorpreschen und ein System einführen, an das sich noch kein anderes Land dieser Welt gewagt hat.

Zu den gelungsten Figuren der Asterix-Comicserie gehört Troubadix. Er hält sich für ein musikalisches Genie. Diese Ansicht teilen

Sylvia Flückiger Nationalrätin SVP Schöftland AG

seine Dorfbewohner keineswegs. Dennoch gehört der Künstler zur Dorfgemeinschaft, hat aus guten Gründen keinerlei politischen Einfluss, lebt originell auf einem Baumhaus und wird irgendwie miternährt. Kürzlich hat der Bündner Liedermacher Linard Bardill seine Kan­didatur für den Regierungsrat a ­ ngemeldet. «Graubünden ist eine Stammesgesellschaft», schimpft der parteilose SteinbockTroubadix. Der Kulturschaffende zieht unerschrocken gegen das

Hand aufs Herz: Versuchskaninchen spielen möchte wohl niemand, das Risiko wäre zu gross. Genau dieses Risiko aber geht die Schweiz ein, sollte sie der Vollgeld-Initiative zustimmen. Eine Fahrt ins Ungewisse kann man sagen, denn weltweit kennt kein anderes Land so ein System, wie es die Vollgeld-Initiative einführen will. Ohnehin ist zu hinterfragen, wieso man ein gut funktionierendes System auf den Kopf stellen will, wenn sich die Risiken der Umstellung bereits heute am Firmament abzeichnen. Wir haben uns zurecht immer dagegen gewehrt, die Nationalbank (SNB) unter einen politischen Schirm zu stel-

len, denn sie soll unabhängig bleiben. Diese Initiative aber macht die SNB handlungsunfähig, sie würde der Möglichkeit beraubt, ihre geld- und währungspolitischen Aufgaben zu realisieren. Mit anderen Worten: es ist ein Hochrisikoexperiment mit explosivem Charakter. Deshalb: Finger weg!

Hochrisikoinitiative gefährdet insbesondere auch das Gewerbe Besonders fatal wirkt sich das Ansinnen der Initianten auf Gewerbe und KMU aus. Weil die Geschäftsbanken in ei­nem Vollgeldsystem für die Vergabe von Krediten keine Zahlungskonten-Gelder verwenden dürfen, nämlich nur noch Spargelder, wären sie für die Kreditvergabe gezwungen, das Kapital dafür teuer auf dem Finanzmarkt zu besorgen oder bei der SNB ein Darlehen aufzunehmen. Bis jetzt hatten wir ein Modell der Kreditvergabe, das berechenbar und transparent ist, auf gegenseitigem Vertrauen beruht und sich in allen

Belangen bewährt hat. Die Banken konnten bis anhin flexibel auf die Bedürfnisse der KMU in ihrer Region eingehen, reagieren und entsprechende Investitionen finanzieren. Dafür schaffen die Banken das sogenannte Buchgeld, das auf dem Konto des jeweiligen Kunden gutgeschrieben wird. Dieses Erfolgsmodell muss auch für die Zukunft gelten, wenn der Werkplatz Schweiz weiter erfolgreich bestehen soll. Geht es aber nach der Initiative, ist dies in Zukunft nicht mehr möglich.

Vollgeld-Initiative würde die Unter­nehmensfinanzierung verteuern Ein schwieriger und teurer Prozess würde entstehen, wenn die Banken das Geld zuerst mühsam bei Anlegern suchen müssen. Für grosse, international tätige Unternehmen hingegen bietet sich jedoch die Möglichkeit, auch im Ausland nach Finanzierungsmöglichkeiten zu suchen, das ist für uns KMU und Gewerbler nicht möglich und be-

deutete einen Nachteil, der uns Kopf und Kragen kosten wird. Und das haben wir in keiner Art und Weise verdient, wir haben genügend andere Probleme und Nachteile, die wir tagtäglich in unseren Betrieben lösen müssen um am Ball zu bleiben. Diesen Bumerang wollen wir nicht! Teure und schwierig zu beschaffende Hypotheken und Kredite treffen die KMU und das Gewerbe mitten ins Herz. Auch Private sind da­ von nicht ausgeschlossen. Wenn ein Unternehmen am Leben bleiben soll, müssen Investitionen getätigt werden, denn ein Betrieb muss fit bleiben, um auch in Zukunft zu bestehen, innovativ und am Puls des sich dauernd verändernden Umfeldes. Arbeits- und Ausbildungsplätze hängen von diesem bedeutenden Faktor ab.

Mehrheit in Bundesbern lehnt Kamikaze-Initiative ab Viele Parteien und Verbände, denen die Bedeutung unserer KMU und des Gewerbes bewusst ist und damit die Gefahr, welche von dieser Vollgeld-Initiative ausgeht, lehnen deshalb das Ansinnen aus Überzeugung rundweg ab: zurück an den Absender!

Kartell der Bauunternehmer in den Krieg. Und verschweigt das Naheliegendste: Sein Kulturkartell ist noch viel schlimmer. In Bardills hoch subventioniertem Kartell gelten genau jene «Abhängigkeiten, Riten, Hierarchien und Tabus», die er im Sonntagsblick bei der Bauwirtschaft kritisierte. Staatliche Kulturförderer bestimmen in verfilzten Gremien nach undurchsichtigen Regeln, wel-

VERDREIFACHUNG DER INTEGR ATIONSPAUSCHALE

VORSCHL AG DER STÄNDER ÄTLICHEN WIRTSCHAFTSKOMMISSION

Am Bahnhof in Designerklamotten herumstreunend

Verknüpfung der Steuervorlage mit der Sanierung der AHV

Als ich am vergangenen Sonntagabend gegen 20.00 Uhr im Bahnhof Zürich auf den Zug nach Bern gewartet habe, fielen mir einmal mehr die vielen sich im Bahnhof tummelnden Eritreer auf. Unter anderem auch für diese Leute hat der Bundesrat die Integrationspauschale von 6000 Franken pro Person auf 18 000 Franken pro Person verdreifacht, womit das Asylbudget um weitere 135 Millionen Franken wächst. Die Pauschale soll auch für vorläufig Aufgenommene bezahlt werden. Dieser Entscheid ist absolut verfehlt.

Die SVP nimmt den Vorschlag der WAK-S zur Steuervorlage 17 zur Kenntnis und wird ihn hinsichtlich der Belastung des Mittelstands und der kleinen und mittleren Unternehmen prüfen. Das Stimmvolk hat die Unternehmenssteuer­ reform abgelehnt, weil nicht klar war, ob am Schluss nicht der Mittelstand, der Mann und die Frau, die jeden Tag hart für ihr Geld arbeiten müssen, für die Unternehmenssteuerreform mit Steuererhöhungen bezahlen muss.

che Kulturschaffenden gefördert und welche diskriminiert werden. Es herrscht Intransparenz pur. Da wird gemauschelt, was das Zeug hält. Wer in welcher Region ist förderungswürdig? Wer hat wel-

Albert Rösti Nationalrat Präsident SVP Schweiz Uetendorf BE

chen Preis schon erhalten? Wer ist dieses Jahr an der Reihe? Wer hat wem schon einen Preis zugehalten und verdient jetzt denselben Preis als Dankeschön? Wer darf warum mit SRF koproduzieren? Im Vergleich zu diesen Kulturabsprachen sind die Bündner Bauunternehmer unschuldig wie neugeborene schneeweisse Lämmchen. Wie seine Künstlerkollegen hangelt sich Linard Bardill von Preis zu Preis: Preis der Stiftung Georg Aliesch-Davaz, «Goldigs Chrönli» der Vereinigung Schweizer Jugendkultur, Deutscher Kleinkunstpreis, Preis der Deutschen Schallplattenkritik, Salzburger Stier, Preis des Rätoromanischen Radios und Fernsehens. All dies will Bardill jetzt opfern: «Ich verdiene gut als Liedermacher, geniesse meine Freiheit. Das gebe ich auf aus Liebe zu meinem Kanton.» Im zarten Alter von 61 verzichtet er auf sein horrendes Liedermacher-Ein-

Vorläufig Aufgenommene sind Personen, denen kein Asylstatus zuerkannt werden kann, die aber, zum Beispiel aufgrund fehlender Rückübernahmeabkommen, nicht unmittelbar zurück­ geschafft werden können. Für diese Leute müsste der Bundesrat die Mittel auf die Rückführung konzentrieren. Für Eritrea zum Beispiel mit der Errichtung einer Botschaft oder finanzieller Hilfe vor Ort als Mittel, um ein Zugeständnis für die Rücknahme ihrer Landsleute zu erwirken. Das ist auch vom ethischen Standpunkt viel menschlicher zu vertreten, als den Leuten hier den Speck durch den Mund zu ziehen und sie im Ungewissen zu lassen, wann ihre Aufenthaltsmöglichkeit dann doch abläuft.

Beschäftigung für die Sozialindustrie Mit der Integrationspauschale wird nicht integriert, sondern die Sozialindustrie beschäftigt. Die sehr tief angesetzten Ziele sagen alles: Nach ganzen drei Jahren sollen erst die Grundkenntnisse einer Sprache erlernt worden sein. Für Integration braucht es nicht lauter staatliche Angebote, sondern vielmehr auch etwas Druck, arbeiten und die

Sprache erlernen zu müssen, um sich durchzuschlagen. So muss die Sozialhilfe für Asylsuchende nach unten korrigiert werden, damit sich arbeiten, sei dies auf einem Bauernbetrieb, auf dem Bau oder in einer Gärtnerei, lohnt. Das bedeutet aber auch, dass die Mindestlöhne des GAV für die Arbeitgeber nicht eingehalten werden müssen für die Einarbeitungszeit von ein bis zwei Jahren. Nicht von ungefähr sagt der Arbeitgeberverband, dass das Problem der Integration bei fehlender Motivation und fehlendem Arbeitswillen liegt. Es kann ja nicht sein, dass jene, die arbeiten, von den am Bahnhof in Designerklamotten herumstreunenden ausgelacht werden.

Eine Verschiebung der Kosten von den Kantonen zum Bund verschleiert die Belastung der Asylsituation in der Schweiz für den Steuerzahler. Wenn sich die Gemeinden und die Kantone zu den Kosten rechtfertigen müssen, kommen automatisch effizientere und effektivere Lösungen zum Tragen. Beim Bund versickern die Zusatzkosten in den bereits über 2 Mia. Franken, die alleine die Eidgenossenschaft für das Asylwesen ausgibt. Eine trotz sinkenden Asylzahlen stark steigende Zahl an Ausgaben. Ohne Gegensteuer schlittert die Asylsituation in ein finanzielles Desaster. Dieses Geld wäre in der finanziellen Sicherung der AHV besser investiert. Die SVP wird sich dafür einsetzen.

regierungsrätliche Existenzminimum: etwa 285 000 Franken plus in Scharans hat übrigens Valerio Olgiati gebaut. Genau wie das Nationalparkzentrum in Zernez. Beide Gebäude sind preisgekrönt. Und zumindest jenes in Zernez nachweislich sogar preisabsprachegekrönt.

Informationen? www.eu-no.ch

ken in die Steuervorlage eingebaut, so fordert die SVP, dass die unbestrittene Erhöhung des Frauenrentenalters auf 65 Jahre ebenfalls in die Vorlage aufgenommen wird. Damit könnten jährlich weitere 1,2 Milliarden Franken der finanziellen Sicherung der AHV zugutekommen. Auf eine unsoziale Erhöhung der Mehrwertsteuer könnte somit vorerst verzichtet werden.

ZÜRCHER SYNODALPR ÄSIDENTIN AUF ABWEGEN

«Ein guter Christ kann nicht SVP wählen»

Verschleierung der Kosten

kommen und beschränkt sich aufs

lebenslange Pension. Bardills Haus

svp. Deshalb hat die SVP gefordert, dass vor allem die Kantone und Städte bei einer neuen Vorlage den Bürgerinnen und Bürgern reinen Wein einschenken. Sie müssen klar aufzeigen, wie die Reform sich auf den Mittelstand auswirkt. Unter diesem Gesichtspunkt wird die SVP die von der WAK-S erarbeitete Vorlage genau prüfen. Wird wie vorgeschlagen die Sanierung der AHV mit 2,1 Milliarden Fran-

Thomas Matter Nationalrat SVP Meilen

Franziska Driessen ist CVP-Politikerin aus Opfikon-Glattbrugg und neu Präsidentin des Synodalrats der römischkatholischen Kirche im Kanton Zürich. Gemäss ihrem Interview mit der «Aargauer Zeitung» ist ihr grösstes Anliegen offenbar, dass der Islam eine Schweizer Staatsreligion wird. Und dann sagt sie wörtlich: «Der Churer Weihbischof Peter Henrici sagte 2004, ein guter Christ könne nicht SVP wählen. Ich glaube, ich könnte ihm recht geben.» Warum findet das die höchste Zürcher Katholikin? Fast hätte ich gesagt: Vielleicht, weil niemand so konsequent gegen den Kindesmissbrauch kämpft, wie die SVP! Als Katholik, mit katholischer Ehefrau und katholischen Kindern möchte ich die Worte von Frau Driessen nicht unkommentiert lassen: Zuerst einmal ist es eine Tatsache, dass keine Partei in unserem Land mehr katholische Wähler hat als die SVP. Zweite Tatsache: Wenn Franziska Driessen

ganz genau weiss, wie man gute Christen von schlechten Christen unterscheidet, gehört sie ganz sicher nicht zu den guten Christen. Soviel Theologie habe ich von einem guten Freund mitbekommen, der Pater bei den Kapuzinern ist. Wenn es nach mir ginge, hätten die Zürcher Katholiken eine bessere Präsidentin verdient als einen solchen Trostpreis wie Franziska Driessen. Zum Glück gibt’s aber auch andere Stimmen. Zum Beispiel jene des Bischofs von Chur, der auch für die Zürcher Katholiken zuständig ist. Vitus Huonder meint: «Der Bischof von Chur bedauert, dass von Frau Driessen in der Öffentlichkeit der Eindruck erweckt wurde, die katholische Kirche betrachte eine der Bundesratsparteien als unwählbar für einen Katholiken.» Ich persönlich verstehe jede Katholikin und jeden Katholiken, der sich von einer Synodalpräsidentin nicht als schlechten Christen abkanzeln lassen will. Wenn sich die Kirche heutzutage mit einer CVP oder einer SP verwechselt, kann man ja zum Glück jederzeit austreten! Aus: In den Sümpfen von Bern, www.thomasmatter.ch


KANTON ZÜRICH  3  

Der Zürcher Bote  |  Nr. 20 | Freitag, 18. Mai 2018

AU S D E M K A N T O N S R AT

KO M M E N TA R Z U R R AT SS I T Z U N G

Für den Erhalt der landwirtschaftlichen Forschung

EKZ sind auf Kurs Der Kantonsrat hat den Geschäftsbericht am Montag mit zwei Enthaltungen gutgeheissen. Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich blicken wiederum auf ein anspruchsvolles Geschäftsjahr zurück. Sie haben ihren gesetzlichen Auftrag erfüllt und ihre Kunden sicher, wirtschaftlich und umweltbewusst mit Strom versorgt – und dies mit 100 Prozent erneuerbarer Energie.

André Bender Kantonsrat SVP Oberengstringen

Auch finanziell war das vergangene Jahr für die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich in allen Geschäftsfeldern ein rundum gutes Jahr. Die EKZ deckten gut 9 Prozent des gesamtschweizerischen Bedarfs. Sie sind für zwei Drittel des kantonalen Stromabsatzes direkt oder indirekt verantwortlich. Im Berichtsjahr wurden rund 55 Millionen Franken in die Instandhaltung und die Modernisierung des Netzes investiert. Ein Kunde im EKZ-Versorgungsgebiet musste im letzten Jahr durchschnittlich nur 14 Minuten auf seine Energielieferung verzichten. Das ist deutlich unter dem Schweizer Durchschnitt von 19 Minuten.

Erfreulicher Kundenbonus Die EKZ-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2016/2017 bei einem konsolidierten Umsatz von 740,7 Mio. Franken einen Unternehmensgewinn von 58,6 Mio. Franken erzielt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Erhöhung um 52,2 Prozent oder 20,1 Mio. Franken. Ein Zusammenspiel von gesteigerten operativen Leistungen und einem überdurchschnittlichen Finanzergebnis führ­te zu diesem sehr erfreulichen Resultat. Im Berichtsjahr reduzierte sich die Gesamtleistung von 771,1 Mio. Franken um 3,9 Prozent auf die eingangs erwähnten 740,7 Mio. Franken. Die EKZ gehen davon aus, dass die Strompreise steigen. Aufgrund der mittelfristigen Beschaffungszyklen konnten jedoch nochmals tiefere Tarife an

die Kundschaft weitergegeben werden. Darüber hinaus ging der Stromverbrauch im Versorgungsgebiet spürbar zurück. Zu einem grossen Teil wurde die Reduktion der Gesamtleistung beschaffungsseitig kompensiert. So konnten allein die Kosten für die Strombeschaffung um 25,2 Mio. Franken gesenkt werden. Den EBIT steigerte die EKZ-Gruppe um 11,1 Mio. Franken auf 81,6 Mio. Franken. Möglich war dies aufgrund der anhaltend starken Ergebnisse der Geschäftsfelder und von einzelnen nicht wiederkehrenden Ereignissen. Erneut wurden an die Kunden substanzielle Beträge rückvergütet. Der Kundenbonus betrug 29,5 Mio. Franken. Weiter konnten den direkt versorgten Gemeinden freiwillige Ausgleichsvergütungen im Umfang von insgesamt 11,5 Mio. Franken ausgerichtet werden. Das Finanzergebnis erreichte erfreuliche 14,2 Mio. Franken. Dies, obwohl die Axpo auch im Berichtsjahr keine Dividende ausschüttete. Aufgrund der anhaltend positiven Stimmung an den Finanzmärkten resultierte dennoch ein Finanzertrag von 10,9 Mio. Franken. Das Ergebnis aus assoziierten Gesellschaften wurde massgeblich durch die Beteiligung an der Repower AG gestärkt, da Rückstellungen für drohende Verluste aufgelöst werden konnten.

Jahresrechnung In der Jahresrechnung der EKZ resultiert für das Geschäftsjahr 2016/­2017 bei einem Umsatz von 692,1 Mio. Franken ein Unternehmensgewinn von 46,4 Mio. Franken. Gegenüber dem Vorjahr beträgt die Steigerung 29,4 Prozent oder 10,6 Mio. Franken. Der EBIT erhöhte sich im Berichtsjahr um 14,5 Mio. Franken auf 69,7 Mio. Franken. Hingegen reduzierte sich das

Neuer SVP-Kantonsrat rw. Ueli Bamert ist neuer SVP-Kantonsrat in der Stadt Zürich. Der 39-Jährige ist Leiter Interessenverbände bei der Erdöl-Vereinigung und Vizepräsident der SVP Stadt Zürich. Er folgt auf den langjährigen Kantonsrat Ernst Bachmann. Der Gastwirt, Präsident von Gastro Zürich und Vizepräsident von Gastro Schweiz war seit 2004 im Rat und engagierte sich vor allem in der Gewerbe- und Wirtschaftspolitik.

Finanzergebnis um 6,4 Mio. Franken auf 12,4 Mio. Franken. Das Stromnetz wird von einer Einbahnstrasse auf Gegenverkehr umgestellt Rücklieferer bzw. Eigenverbrauchsgemeinschaft werden die Zukunft prägen. 3691 Anlagen haben während des letzten Geschäftsjahrs selber produzierten Strom ins Netz der EKZ eingespeist. Vor drei Jahren sind es noch 1434 Anlagen gewesen. Das entspricht mehr als einer Verdoppelung. Im Übrigen sind 96 Prozent der Rücklieferer Photovoltaikanlagen. Im Berichtsjahr ha­ ben sich die EKZ mit 6 Prozent an der Repartner Produktions AG beteiligt und sich damit langfristige Bezugsrechte an der Stromproduktion, grösstenteils aus Schweizer Wasserkraft, gesichert. Darüber hinaus haben die EKZ vier neue Windparks erworben. Im Berichtsjahr entfernten die EKZ 60 Jahre nach deren Inbetriebnahme eine Hochspannungsleitung aus dem Zürichsee. Das Seekabel lag, seit 1954 am Boden des Zürichsees in bis zu 135 Metern Tiefe. Aus Kostengründen entschieden die EKZ damals, die Hochspannungsleitung zwischen Herrliberg und Thalwil durch den See zu verlegen statt um den See herum. Die beiden Kabel waren je zwei Kilometer lang und wo­ gen insgesamt 81 Tonnen. Daher konnte die EKZ im Geschäftsjahr die entsprechende Position aus der Sanierungsverpflichtung im Rahmen von 1,55 Mio. Franken auflösen.

Die EKZist ein attraktiver Arbeitgeber Die EKZ beschäftigen 1370 Personen und bilden momentan 127 junge Menschen aus und sind damit nach wie vor ein attraktiver Arbeitgeber. Insbesondere bei der Ausbildung, sind sie doch einer der grossen Player bei der Lehrlingsausbildung im Kanton Zürich. Da­bei hat ein bei der Eltop ausgebildeter Elektroinstallateur im Dezember 2016 bei den Berufseuropameisterschaften den Europameistertitel bei den Elektroinstallateuren gewonnen. Die Fraktion der SVP dankt dem Verwaltungsrat, der Geschäftsleitung so­ wie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der EKZ für ihren Einsatz zum Wohle des Kantons Zürich. Die SVP beantragte dem Kantonsrat, die Rechnung 2016/2017 und den 109. Ge­schäftsbericht der EKZ zu genehmigen.

ZKB mit erfreulichem Resultat Das vergangene Geschäftsjahr war für die Zürcher Kantonalbank äusserst erfolgreich. Der Gewinn konnte in den meisten Sparten gesteigert werden, was zu einem Konzerngewinn von 782 Mio Franken. führte. Aus diesem Gewinn hat die Zürcher Kantonalbank 363 Mio. Franken an Dividenden ausgeschüttet, wovon 18 Mio. Franken für die Bestreitung der Kapitalkosten, 230 Mio. Franken Ausschüttung an den Kanton und 115 Mio. Franken zu den Gemeinden geflossen sind.

Beat Huber Kantonsrat SVP Buchs

Dieser Gewinn darf nicht als selbstverständlich angesehen werden. Das nach wie vor tiefe Zinsniveau, die strengeren regulatorischen Einflüsse und die we­ nig volatilen Geldmärkte im 2017 ha­ ben die Arbeit im Banking schwieriger und aufwendiger gemacht. Die Zürcher Kantonalbank hat bewiesen, dass sie auch in diesem schwierigen Umfeld, zu Höchstleistungen fähig ist. Besonders

Klumpenrisiko und Steuerstreit Leider schwebten auch in einem guten Geschäftsjahr ein paar dunkle Wolken über der Zürcher Kantonalbank. Der noch immer latente Steuerstreit mit den Amerikanern, scheint auch unter dem neuen Präsident Donald Trump nicht zum Abschluss zu kommen. Ob

DIE SITZUG IM ÜBERBLICK

Der Zürcher Kantonsrat hat am Montag … J … das dringliche Postulat «Rettungsplan für die landwirtschaftliche ForJ J J 

schung im Kanton Zürich» von CVP, SVP und Grüne mit dem Titel überwiesen. … die Rechnung und den Geschäftsbericht der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) für das vergangene Geschäftsjahr genehmigt. … das Postulat «Switzerland Innovation Park Zürich» von FDP, SVP und CVP an die Regierung überwiesen. … die Jahresrechnung und den Geschäftsbericht der Zürcher Kantonal bank (ZKB) für das vergangene Geschäftsjahr genehmigt. … die Parlamentarische Initiative der Grünen vorläufig unterstützt, welche verlangt, dass neu ein Bezirksgericht in erster Instanz über Beschwerden gegen Entscheide der Kinder- und Erwachsenenschutzbehörden (KESB) entscheiden soll. Gemäss den Initianten sind die heute verantwortlichen Bezirksräte mit den anspruchsvollen Fällen überfordert bzw. fehlt ihnen angeblich die juristische Kompetenz für solche Aufgaben.  14. Mai 2018

1.-August-Veranstaltung mit Roger Köppel findet trotzdem statt ZB. Die Gemeinderegierung von Rüti ZH zeigt sich ausserstande, die diesjährige 1.-August-Feier mit Roger Köppel als Gastredner zu organisieren. (ausführlicher Bericht im Zürcher Oberländer vom 17. Mai 2018) Sie habe keinen Verein gefunden für die Organisation. Schade. Deshalb: Die Weltwoche wird in die Bresche springen und in Rüti unseren Nationalfeiertag 2018 für die Bevölkerung durchführen. Alle sind herzlich eingeladen. Roger Köppel freut sich aufs Zürcher Oberland!

ZÜRCHER K ANTONALBANK: VIEL SONNENSCHEIN UND EINIGE WOLKEN

freut es uns, dass auch im österreichischen Salzburg, nach einer langen Durststrecke, Geld verdient werden kann. Wir gehen davon aus, dass es auch so bleiben wird! Dank der Übernahme der Swisscanto konnte sich die Zürcher Kantonalbank weiter diversifizieren, um das Klumpenrisiko im Hypothekarbereich ein wenig zu verbessern.

svp. Das Thema war schnell abgehandelt, sind nicht die einzigen Standorte in der das Traktandum Nummer zwei an der Ostschweiz. Sowohl im Pflanzenbau als Kantonsratssitzung vom Montag. Nach- auch in der Tierproduktion stellt die Ostdem der Regierungsrat Ende April signa- schweiz in den wichtigsten Produktionslisiert hatte, dass er das dringliche Postu- zweigen zwischen 20 und 30 Prozent der lat «Rettungsplan für die landwirtschaft- gesamtschweizerischen Produktion her. Es liche Forschung im Kanton Zürich» ent- geht auch um die starke Stellung der Ergegennehmen wolle, hat der Kantonsrat nährungswirtschaft im Kanton Zürich die Exekutive nun noch offiziell beauf- und in der Ostschweiz Die SVP fordert eine schlagkräftige, eintragt, dies zu tun. Geschlossen stand das Parlament dafür ein, die Zürcher Stand- heimische, dezentrale und mit der Praxis orte der Agroscope – Wädenswil und Re- eng verknüpfte landwirtschaftliche Forckenholz – zu erhalten. Das ist eine Kampf- schung. Auch der Zürcher Bauernverband ansage gegen die Idee von Bundesrat steht hinter der dezentralen landwirtSchneider-Ammann, die schweizweit sie- schaftlichen Forschung in der Schweiz. Er ben Agroscope-Standorte im freiburgi- hat an seiner Delegiertenversammlung Anfang April einstimmig eine diesbezügschen Posieux zu zentralisieren. Für Kantonsrat Martin Hübscher ist liche Resolution verabschiedet. die geschlossene Haltung des Parlaments Die SVP will eine ressourcenschonende erfreulich: «Alle Kantonsräte finden un­ produzierende Landwirtschaft, die standser Anliegen berechtigt.» Weil keiner das ortangepasst produziert und sich im geWort gegen den Vorstoss erhoben hat, gab sellschaftspolitischen und wirtschaftlichen es weder eine Diskussion noch eine Ab- Umfeld behauptet und entwickelt. Dieses Umfeld ändert stärker und schneller denn stimmung. Froh ist Hübscher auch, dass Bundes- je: Klimawandel, Ressourcenknappheit, rat Johann Schneider-Ammann übers Wo- neue Ernährungs- und Lebensgewohnheichenende in der causa Agroscope Kom- ten, Globalisierung und grenzüberschreimunikationsfehler eingeräumt hat: «Mit tender Handel sind nur ein paar Indizien seiner überhasteten Kommunikation dafür. Antworten zu den daraus entstehatte er viele verunsichert, allen voran henden agronomischen und wirtschaftlidie Mitarbeiter und die Bauern. Es ist gut, chen Fragestellungen kann nur eine prodass er das eingestanden hat.» Der Kan- aktive, staatlich getragene landwirtton Zürich ist einer der führenden Land- schaftliche Forschung geben, die eng mit und für die Praxis arbeitet. Die etablierwirtschaftskantone. Ganz besonders eindrücklich sind die ten Forschungsstandorte Reckenholz und Zahlen, wenn die ganze Ostschweiz mit Wädenswil gehören zwingend dazu und einbezogen wird. Das ist auch zwingend ein Abbau an diesen Standorten ist unnötig, den Reckenholz und Wädenswil verantwortlich.

dies als positives Zeichen gewertet werden kann, wird die Zukunft weisen. Sicher ist, dass ein baldiger Abschluss für alle Seiten ein Gewinn wäre, damit dieses leidige Thema abgeschlossen werden kann. Ein kritischer Punkt, der in unserer Fraktion diskutiert wurde, ist der Derivatenhandel. Ist es wirklich die Aufgabe unserer Kantonalbank, mit Derivaten zu handeln, oder soll sie sich vermehrt auf den Leistungsauftrag konzentrieren? Das erwähnte Klumpenrisiko der Hypotheken ist nach wie vor vorhanden. Die Zürcher Kantonalbank ist aber in den letzten Jahren unter dem Markt gewachsen und hat eine solide Absicherung der Hypothekarguthaben erarbeitet.

Dank für gute Arbeit Auch die Zürcher Kantonalbank ist immer wieder bestrebt, die Prozesse zu optimieren und Tätigkeiten, die nicht zum Kerngeschäft gehören, auszulagern. Outsoursing heisst das Zauberwort. Neben den Vertragsanbahnungen zum Abschluss von Online-Hypotheken über das Portal der homegate AG Zürich hat die Zürcher Kantonalbank die Digitalisierung der beleggebundenen strukturierten Zahlungsaufträge (ZKB Quickpay) an die Swisscom ausgelagert. Seit März 2017 wickelt die Zürcher Kantonalbank zudem ihren Zahlungsverkehr über die Verarbeitungsplattform der Swisscom ab. Wir hoffen, dass im Bereich der Cyber-Kriminalität keine Schwachstellen gefunden werden. Wie jedes Jahr fragen wir uns, ob die Gesamtvergütungen an die Generaldirek-

tion von 13 Mio. Franken, wovon Martin Scholl rund 2,1 Mio. Franken erhalten hat, gerechtfertigt sind? Auch wenn diese Beträge marktüblich sind, versteht nicht jeder Zürcher, der Miteigentümer der Zürcher Kantonalbank ist, weshalb oben mehr verdient wird und gleichzeitig die Leistungen abgebaut (bspw. Filialschliessungen) und die Verzinsung seiner Ersparnisse immer schlechter werden. Im Namen der SVP-Fraktion bedanke ich mich beim Bankpräsidium, den Bankräten, der Generaldirektion und natürlich allen Mitarbeitern für ihren grossen Einsatz zugunsten der Zürcher Kantonalbank und somit unseres Kantons Zürich. Die SVP-Kantonsratsfraktion hat den Geschäftsbericht und die Jahresrechnung am letzten Montag grossmehrheitlich genehmigt.


4  AKTUELL

Der Zürcher Bote  |  Nr. 20 | Freitag, 18. Mai 2018

BLICK IN DIE MUSEUMSINSEL

SVP-Alträte besuchten die Musikinsel Rheinau Das diesjährige Treffen der Alträte der SVP des Kantons Zürich führte auf die Musikinsel Rheinau. Gastgeber Christoph Blocher ermöglichte dabei einen Blick in die Musikinsel. Zugleich stand eine eindrucksvolle Führung durch die Klosterkirche auf dem Programm. RoMü. Jährlich organisiert ein Team aus ehemaligen Kantonsräten der SVP des Kantons Zürich ein Treffen im Rahmen eines Ausflugs. «Wir haben festgestellt, dass wir seit 16 Jahren nicht mehr im Bezirk Andelfingen waren, und haben uns deshalb für diesen Bezirk entschieden», hielt CO -Organisatorin Rosmarie Frehsner fest. Man entschied sich für die Klosterinsel Rheinau, wo Altratsmitglied und alt Bundesrat Christoph Blocher seine Musikinsel realisiert hatte. Er liess es sich dabei nicht nehmen, als Gastgeber anwesend zu sein. Eindrucksvoll schilderte Christoph Blocher die Geschichte des Klosters, welches zusammen mit der Gemeinde Rheinau erst 1803 zum Kanton Zürich stiess. Blocher selber kennt die Klosteranlagen als psychiatrische Klinik aus seiner Jugendzeit. «Mein Vater war als Seelsorger in der Klinik tätig. Bei Besuchen gab unsere Mutter unserem Vater jeweils eines oder mehrere Kinder mit, wobei ich meistens dabei war», erinnerte sich Blocher zurück. Zugleich verteidigte er auch die damaligen bei sehr schwierige Patienten angewendeten Praktiken, welche dazumal als sehr modern galten. «Zu jener Zeit gab es noch keine Psychopharmaka, um Patienten ruhigzustellen», hielt Blocher fest. Entsprechend übte er auch etwas Kritik am jüngsten erfolgten Umbau der geschlossenen Frauenabteilung in die Hauswirtschaftsschule, wo die vergitterten Fenster als Zeitzeugen der Klinikgeschichte durch die Denkmalpflege erhalten geblieben sind. Zugleich wies er Kritik an den Behandlungsmethoden der oftmals gewalttätigen und sich selber gefährdenden Insassen zurück.

Ideale Räumlichkeiten Aufgrund von Anregungen aus Kreisen der Musikszene in der Schweiz wurde bei ihm die Idee geboren, auf der einzigartigen Insel mit seiner enorm grossen ehemaligen Klosteranlage in der Rheinschlaufe unterhalb des Rheinfalls einen Ort zu realisieren, wo Musiker in

idealen Räumlichkeiten üben konnten. So brachte er diese Idee in den Zürcher Regierungsrat, musste sich aber auch lange in Geduld üben, bis es soweit war, um dieses Projekt zu realisieren. Doch schlussendlich drohte das Projekt an der Politik noch fast zu scheitern. Blocher machte aber Druck und drohte dem Kanton gar auszusteigen, sodass die Sanierung und Renovation der Klosteranlagen auf der Insel entsprechend in mehrere Etappen aufgeteilt wurde. Soeben wird nun die zweite Sanierungsetappe mit dem Einzug der Hauswirtschaftsschule abgeschlossen. Christoph Blocher realisierte zugleich seine Stiftung Musikinsel, dotiert mit 20 Mio. Franken aus seinem Vermögen. In der Folge investierte der Kanton seinerseits über 28 Mio. Franken in den Umbau und die Sanierung des Klosterteils für die Musikinsel. Anderseits steuerte Blocher über 4 weitere Millionen für die insbesondere bezüglich der Akustik sehr wichtige anspruchsvolle Innenausstattung der Räumlichkeiten bei. 2014 konnte die Musikinsel mit rund einem Dutzend Übungsräumen und ei­ nem Hotel mit 133 Betten eingeweiht werden, wobei die Stiftung mit dem Kanton einen 15-jährigen Mietvertrag vereinbarte und dafür jährlich einen Mietzins von 330 000 Franken dem Kanton entrichtet.

Gut unterwegs Es zeigte sich rasch, dass dieses Angebot auf landesweites und auch internationales Interesse stiess. Insbesondere Laien schätzen die vorhandene Infrastruktur für einen ein- bis mehrtägigen Aufenthalt auf der Musikinsel. Blocher verwies dabei auf die Besonderheiten der Lage des Klosters. «Das Kloster und somit die Musikinsel sind ein Ort der Ruhe und Stille, wo die Musik richtig aufleben kann und zur vollen Geltung kommt. Unsere Gäste schätzen deshalb besonders diese spezielle und einzigartige Atmosphäre auf der Insel». Auf einem Rundgang zeigte er sehr detailliert sein Werk, welches nun bereits seit 4 Jahren zur Wiederbele-

bung der Klosterinsel beiträgt, welche seit dem Auszug der Klinik im Jahre 2000 ohne Lebensinhalt war. «Wir sind bezüglich der Finanzen aus dem Stiftungskapital gut auf Kurs. Unser Minimalziel von 15 Jahren wird weit übertroffen, indem wir die Musikinsel viel länger führen dürfen», so Blocher erfreut. Auf dem Rundgang verwies Blocher auf die vorzüglichen akustischen Besonderheiten in den einzelnen Übungsräumen, welche gar Aufnahmen zulas- Alt Bundesrat Christoph Blocher führte durch seine Musikinsel und wusste sen und für viel Lob aus Kreisen der viel über die Geschichte des Klosters zu erzählen. Musiker sorgen. Grundsätzlich ist die Musikinsel insbesondere an den Wo- Sorgen. Auch er ist mit seinem KMU- ger Kantonsrat war er weit über die chenenden gut ausgelastet. Unter der Metallbaubetrieb auf Arbeit ausserhalb Stadtgrenzen hinaus bekannt. Mit Carl C. Bertschinger aus PfäffiWoche sind aber noch weitere Belegun- des Bezirks angewiesen. Es sind entgen möglich. Als anspruchsvoll erweist sprechend die aktuellen Verkehrsver- kon ist ein weiterer gewichtiger Kansich zugleich der Hotelbetrieb. Ein Busi- hältnisse auf der Strasse, welche ihm tonsrat im 92. Lebensjahr verstorben. ness, von welchem Blocher wie auch Sorgen machen. «Bei mir stehen über Der Bauernvertreter galt als kluger Takseine Tochter Rahel Blocher, welche das ganze Jahr hinweg gerechnet, stän- tiker und präsidierte während 16 JahDelegierte der Musikinsel ist, wenig dig zwei Mitarbeiter im Stau», so Mayer. ren auch eine der BaurekurskommissiAhnung hatten. «Ich habe in meinem «Bei uns scheint die Welt eigentlich fast onen. Leben – inklusive Politik – vieles ge- noch in Ordnung zu sein. Doch bezügmacht, was ich nicht verstanden habe. lich der jüngsten, im Weinland für die Es ist aber immer gut herausgekom- SVP durchaus erfolgreichen Gemeinde­ wahlen zeigt es sich, dass es immer men», so Blocher’s Fazit. schwieriger ist, geeignete Kandidaten zu finden», hielt SVP-Kantonalpräsident Kirche und geselliger Teil Nach dem Rundgang durch die Musik­ Koni Langhart aus Oberstammheim in insel folgte die Besichtigung der Klos- seinem Grusswort fest. Etwas Sorgen Der Puure-Zmorge der SVP-Ortspartei terkirche. Eindrucksvoll schilderte da­ macht sich die Parteispitze bezüglich Küsnacht findet am Sonntag, 27. Mai, bei Monika von Känel die Geschichte der vielen parteilosen Bürger. «Viele von 10 Uhr bis 15 Uhr auf dem Bauernund Besonderheiten dieser zwischen davon stehen für unsere Anliegen, lashof von Silvia und Kaspar Freitag, Lim1705 und 1710 in den fünf Sommerhalb- sen sich aber vielfach nur schwer an berg 12, 8127 Forch, statt (Zufahrt sigjahren durch den Vorarlberger Bau- die Urne bewegen», so Langhart. Zunalisiert ab Seestrasse Küsnacht und ab meister Franz Beer erbauten Barock- gleich kündigte er an, dass nun das Forch). Die Bevölkerung ist zu diesem kirche. Beim anschliessenden Apéro Wahljahr 2019 in Angriff genommen Anlass wie immer herzlich eingeladen. und Mittagessen wurden unter den drei wird. «Bezüglich der StänderatskandiNeben den kulinarischen Genüssen Rätinnen und über 30 Räten intensiv datur und möglicherweise für den Rewerden sich Christian Hurter (Kantonsalte Erinnerungen ausgetauscht. SVP- gierungsrat haben wir unter der Leirat und Präsident der SVP Bezirk MeiBezirkspräsident Paul Mayer nutzte zu- tung von Max Binder eine Findungslen) und Alfred Heer (Nationalrat) an gleich seine Grussbotschaft, um die Be- kommission eingesetzt. Zugleich wird die Anwesenden wenden. Melanie Sersonderheiten des gastgebendes Bezirks mit Alfred Heer ein sehr erfahrener schön wird Sie musikalisch unterhalten. mit noch 24 Gemeinden und etwas Parteiexponent die Wahlkommission Für die Kinder ist eine tolle Hüpfburg mehr als 31 000 Einwohnern hervorzu- führen», so Langhart. aufgebaut. Der Anlass findet bei jeder Zugleich wird an dieser Zusammenheben. «In weit über 1000 KMU werWitterung statt. Die SVP Küsnacht freut den im Bezirk Andelfingen über 8500 kunft jeweils auch der verstorbenen sich, Sie begrüssen zu dürfen. Arbeitsplätze und Ausbildungsplätze Kollegen gedacht. Im vergangenen Jahr in fast allen Berufen angeboten», rief ist dabei der Stadtzürcher Max Kunz Mayer dabei in Erinnerung. Zugleich im hohen Alter von 95 Jahren gestorverwies er aber auch auf die Nöte und ben. Als Züspa-Direktor und langjähriLESERBRIEF

Puure-Zmorge der SVP Küsnacht

Bitte keine Eile mit EURahmenabkommen

Alt Kantonsrat Paul Zweifel im angeregten Gespräch mit alt Nationalrat Hans Rutschmann.

Zwei junge Pianisten überraschten die Besucher mit einem Ständchen zu Ehren von Christoph Blocher.

Die beiden ehemaligen Weinländer Kantonsräte Inge Stutz und Werner Schwendimann waren als Gäste dabei.

SVP-Bezirkspräsident Paul Mayer verwies auf die Stärken des Zürcher Weinlandes mit einem breit gefächerten Gewerbe.

Die EU will subito ein Rahmenabkommen mit der Schweiz im Eiltempo erzwingen. Warum? Weil die Zeit gegen die EU arbeitet. Die Schweiz braucht ein solches Rahmenabkommen nicht wirklich. Warten wir also ab, bis die EU den BREXIT abgewickelt hat und ihre Probleme mit der Verteilung der Flüchtlinge geregelt hat. Dann wird die Schweiz neue Partner zur Verteidigung ihrer Interessen in Europa finden. Warum bemüht sich die schweizerische Diplomatie nicht für eine Wiederbelebung der EFTA (Freihandelsabkommen zwischen Norwegen, Island, Liechtenstein und der Schweiz)? Mit dem Einzug von Grossbritannien in diese Organisation ergäbe sich eine starke neue Gruppe gegen die imperialistischen Gelüste der EU-Gewaltigen. Und wer weiss, ob nicht auch das eine oder andere ost-europäische EU Land Interesse hätte, in diese neubelebte EFTA überzutreten. Denn die EFTA ist keine Fehlgeburt, sondern ein rein vernünftiger wirtschaftlicher Zusammenarbeitsvertrag, den Europa braucht. Also, lieber Herr Bundesrat Cassis, seien Sie stark, lassen sie sich nicht von den Verlierern der EU in die Falle locken. Und bitte nicht vergessen, auch die vielerseits gelobten Pläne vom französischen Präsident Macron dienen nur zur Verschleierung der markanten Schwächen in den Süd- und Ost-EU Ländern. Karl Heinen, Wädenswil


AKTUELL  5  

Der Zürcher Bote  |  Nr. 20 | Freitag, 18. Mai 2018

REFORM DES GESUNDHEITSWESENS

Weniger Staat – mehr Markt und Wettbewerb Die laufend steigende Prämienlast führt im Sorgenbarometer der Schweiz seit einigen Jahren zum Spitzenplatz. Die Frage stellt sich, ob es überhaupt möglich ist, den Kostenanstieg im Gesundheitswesen zu bremsen oder die Prämienlast gar zu senken.

Toni Bortoluzzi Alt Nationalrat SVP Affoltern a. A.

Vorweg gilt es festzuhalten, dass ich nie einer besonderen Interessengruppe im Gesundheitswesen angehört habe. Das ist nicht unwichtig, weil der grosse Teil der bisherigen Bemühungen zur Korrektur an unserem Gesundheitssystem am Widerstand einzelner Akteure mit ihren Verbänden scheiterte. Ich bin seit dreissig Jahren mit der Gesundheitspolitik vertraut und schreibe diese Zeilen allein als betroffener obligatorisch Versicherter.

Unkontrolliertes Wachstum Die laufend steigende Prämienlast führt im Sorgenbarometer der Schweiz seit einigen Jahren zum Spitzenplatz. Die Frage stellt sich, ob es überhaupt möglich ist, den Kostenanstieg im Gesundheitswesen zu bremsen, oder die Prämienlast gar zu senken. Man muss zugeben, es ist nicht einfach. Es sind die laufenden medizinisch-technischen Verbesserungen und die pharmazeutischen Innovationen auf der einen Sei­ te, dann aber vor allem die demografischen Veränderungen mit einer wachsenden Zahl älterer Personen. Die Nachfrage nach Gesundheitsleistungen wird dadurch eher noch weiter zunehmen. Der gesellschaftliche Anspruch, durch steigende Prämien mitverursacht, dürfte unverändert hoch bleiben. Der Arzt macht alles für den

Patienten, auch dann, wenn es nichts nützt. Ohne Bereitschaft zu einschneidenden Änderungen, wird also der Anstieg der Prämien im bisherigen Umfang weiter zunehmen.

Krankenversicherungsgesetz zu suchen hat. Eine den finanziellen Möglichkeiten angemessene Stärkung der Eigenverantwortung, wäre aber auch im Prämienverbilligungs-System notwendig.

Interessen-Politik

Verantwortung stärken

Unser Gesundheitswesen ist ein stark von der öffentlichen Hand geprägtes und reguliertes System. Föderalistisch, komplex und für den Bürger, der sich nicht intensiv damit befasst, kaum durchschaubar. Das macht es denn auch besonders schwierig, bei Abstimmungen die Interessen der Akteure richtig einzuordnen. In der Vergangenheit haben sich die verschiedenen Gruppen, welche im Gesundheitswesen tätig sind, unglaubwürdig gemacht, weil sie offensichtlich nur noch versucht ha­ ben, ihre Interessen durchzusetzen. Wenn man Korrekturen in Angriff nehmen will, kann es auch nur darum gehen, die Schwächen des Systems auszumerzen. Vor allem sind die Rahmenbedingungen entsprechend anzupassen und die politischen Behörden haben sich auf die Aufsicht zu konzentrieren. Die obligatorische Versicherung, welche der Bevölkerung einen uneingeschränkten Zugang zu einem Grundleistungskatalog garantiert, muss deshalb nicht angetastet werden. Es wäre in einer Volksabstimmung auch nicht mehrheitsfähig. Auch die durch Bund und Kantone finanzierte Prämienverbilligung, ist eine sozialpolitisch notwendige Einrichtung. Man kann sich allerdings fragen, was eine reine soziale Massnahme in einem

Eine wirksame Reform muss sich einzig und allein auf eine effizient zu erbringende, gesundheitsfördernde Leistung im Interesse des Versicherten konzentrieren. Da mag die aktuelle Agenda des Bundesrates punktuell zu Verbesserungen führen; sie ist aber ebenso dazu da, den staatlichen Einfluss zu stärken. Die eigentlichen Mängel des Systems bleiben hingegen unangetastet. Es braucht gesetzliche Rahmenbedingungen, nicht einfach freien Wettbewerb, welcher dem Gesundheitswesen nicht gerecht wird, sondern einen staatlich regulierten Markt, der Wettbewerb im Interesse des obligatorisch Versicherten möglich macht. Et­was, das heute nicht oder nur in unbedeutendem Masse stattfindet. Der Versicherte selbst ist, in der Regel bei gesundheitlicher Einschränkung, ein schlechter Marktteilnehmer. Bei Inanspruchnahme wegen Krankheit ist für ihn, möglichst alles, was man verschreiben kann, gut genug. Der aktuell begrenzte Selbstbehalt und die Franchise, sind sie einmal aufgebraucht, verlieren ihre bremsende Wirkung völlig und hohe Wahlfranchisen werden im nächsten Jahr zur tiefst möglichen geändert. Um die Eigenverantwortung auch in diesem Bereich zu stärken, drängen sich Korrekturen auf. Die grosse Schwäche

im System ist und bleibt der fehlende Anreiz zur Effizienz. Das betrifft die Leistungserbringer, die Massnahmen bis zum Null-Nutzen verschreiben, ebenso die Krankenkassen, denen durch die staatliche Regulierung jedes unternehmerische Interesse zunichte gemacht wird.

Die Massnahmen Wenn man eine wirksame Reform will, braucht es zwei bedeutende Änderungen. Das eine ist die, wie man hört, auf der aktuellen Agenda bereits fortgeschrittene Einführung der monistischen Finanzierung. Die aktuell von Kantonen und Versicherungen getrennt zu bezahlenden Leistungsabgeltungen im stationären Bereich und die allein durch die Kassen bezahlte ambulante Leistung muss durch eine alleinige Rechnungszahlung der Krankenkassen ersetzt werden. Die Beiträge der Kantone gehen, ihren versicherten Einwohnern entsprechend, an die Krankenkassen. Im Interesse der Versicherten und ihrer Prämien, müssen die Kantone zu einem Mindestanteil verpflichtet werden. Tarife werden von den Krankenkassen mit den Leistungserbringern direkt ausgehandelt. Wird keine Einigung erzielt, entscheidet der Bundesrat. Das zweite ist die Einführung der Vertragsfreiheit. Krankenkassen und zugelassene Leistungserbringer schliessen Leistungs-Vereinbarungen ab. Kantone legen für die in ihrem Gebiet tätigen Versicherer Mindestangebote von Leistungserbringern fest, um die Versorgungssicherheit zu garantieren. Sie sind auch zuständig für die fachliche Zulassung der Leistungserbringer. Die Aufsicht der Versicherungen liegt beim Bund. Die Aufsicht, was die qualitative Arbeit von Ärzten, Spitälern und Pfle-

ge usw. angeht, liegt auf ihrem Hoheitsgebiet bei den Kantonen.

Qualität und Effizienz dank Wettbewerb Die Bedenken der Versicherten, damit ungenügend Zugang oder fachlich eingeschränkte Versorgung zu bekommen, ist unbegründet. Im Gegenteil, die Krankenkassen werden mit der neu gewonnenen Freiheit versuchen, für ihre Versicherten ein möglichst gutes Angebot machen zu können. Vielleicht wird dann auch die Prävention honoriert, an der heute kaum Interesse besteht. Weil die Freiheit, die Kasse jederzeit auf Jahresende zu wechseln, erhalten bleibt, sofern die Vertragsfreiheit der Kassen nicht zu ändern ist, zu zeitlich verlängerten Leistungsangeboten genutzt wird. Das heute enge Korsett für die Krankenkassen ist der grösste Kostentreiber. Weder der Arzt noch die Krankenkassen ha­ben Anreize, qualitativ gut und innovativ zu sein. Das gilt vor allem für die Krankenkassen. Eine zukünftige unternehmerische Freiheit, führt zu Angeboten, welche der Effizienz und der Qualität, im Interesse ihrer Versicherten, nur förderlich sein werden. Selbstverständlich sind weitere Rahmenbedingungen zu formulieren, um eine solche Reform durchzuführen. Eine detaillierte Ausführung dazu würde den Umfang dieses Beitrages jedoch sprengen. Auch wenn damit generelle Vereinfachungen Einzug halten würden, es ist immer noch komplex genug. Zum Schluss, wenn der Wille und die notwendige Kraft fehlt, um eine markt- und wettbewerbsbezogene Gesundheitsreform durchzuführen, sind für die Versicherten wie auch für die öffentliche Hand, eher früher als später, finanzielle Engpässe absehbar.

HEIMATLICHE REIZE ERSCHWEREN DIE INTEGRATION VON MIGRANTENKINDER

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Heimatkundeunterricht erschwert die Integration Die Migrationsbehörden scheinen nichts lernen zu wollen. Statt des heutigen «Heimatkundeunterrichts» wären in paar zusätzliche Deutschstunden für die Migrantenkinder das beste Rezept für ein friedliches Zusammenleben der verschiedenen Volksgruppen. er.- Zuerst kamen die Tamilen mit Kriegsspielen zugunsten der Tamil Tigers. Und dann kamen die Meldungen, dass die Tamil Tigers im Bürgerkrieg ein Kleinflugzeug eingesetzt hatten und nach dessen Abschuss kam die Information, dieses sei ganz aus Bestandteilen aus der Schweiz zusammengesetzt worden. Und jetzt kommen die Türken und fordern einen mehrstündigen Heimatkundeunterricht für ihre Landsleute, nachdem sie die Schlacht von Gallipoli 1915/16 an Schweizer Schulen feiern liessen. Selbstverständlich wird dann auch eine Religion unterrichtet, die kein Friedenskonzept mit den Angehörigen anderer Religionen kennt und damit ein friedliches Zusammenleben verhindern will.

Einschulung zum Gehorsam gegenüber dem Herkunftsland Der türkische Präsident hatte der EU auch schon mit Schwierigkeiten gedroht, wenn diese sich seinen Wünschen zu stark wiedersetzen sollte. Und damit die Auslandtürken ihm zu Willen sind, sollen diese jugendliche Türken im Heimatkundeunterricht zum richtigen Gehorsam eingeschult und zum Widerstand gegen die Integration gedrillt werden. Das erinnert nur ein wenig an die türkischen Janitscharen, die als Jugendliche ihren christlichen Eltern weggenommen wurden und dann mit psychologischer Gehirnwäsche zu fanatischen muslimischen Selbstmordkriegern erzogen wurden. Damit ihr muslimischer Glaubensfanatismus ge­ gen die Europäer bis ins Alter bestehen blieb, durften die Staatssklaven lange nicht heiraten. Die Schüler in der

Schweiz haben schon jetzt einen gedrängten Stundenplan und diese zusätzliche Belastung soll auf die Zeit nach der Volljährigkeit verschoben werden, auch wenn die einstigen Kinder etwas kritischer sein werden.

Heimatkundeunterricht erschwert die Integration Es gibt Politiker, die streiten, wie die Kontrollen dieses Heimatkundeunterrichts am besten zu gestalten seien und wie man so am besten bezahlte Arbeitsplätze unter Migranten schaffen könnte. Das beste Rezept für ein friedliches Zusammenleben dieser verschiedenen Volksgruppen wäre aber gar kein Heimatkundeunterricht für die Migrantenkinder. Man sollte ihnen besser helfen (je nach Landesgegend) mit ein paar Deutschstunden mehr, so würde man eher die Integration fördern, dass sie nachher auf eigenen Beinen stehen können. Das Auseinanderdriften der verschiedenen Volksgruppen durch einen sogenannten Heimatkundeunterricht ist den Aufwand nicht wert, den er kostet und nachher wird die Integration viel teurer. Eine Begründung, warum der Heimatkundeunterricht die Migrantenkinder in ihren Integrationsbemühungen schädigt, das findet sich im politisch unverdächtigen Tages-Anzeiger in der Wiedergabe einer wissenschaftlichen Studie in einem kleinen Artikel vom 19. Juni 2013: „Die Erinnerung an die eigene Kultur behindert Migranten, die Sprache des Gastlandes zu erlernen. Werden Zuwanderer mit Hinweisen auf ihr Herkunftsland konfrontiert, so leidet darunter ihre später erlernte Zweitspra-

che. Eine Studie von Forschern aus den USA und Singapur zeigt, dass schon dezente Hinweise auf die ursprüngliche Kultur das Abrufen der neuen Fremdsprache schwächen und die Integration von Migranten erschweren.» Dies schreiben die Forscher im Fachjournal «PNAS».

Heimatliche Reize erschweren den Deutschunterricht Grundlage dafür ist das sogenannte Priming: Wenn ein Reiz bestimmte Erinnerungen aktiviert, ohne dass sich die Person dieses Prozesses bewusst ist. In einer Serie von Versuchen prüften die Forscher an chinesischen Zuwanderern in den USA, wie sich dieses kulturelle Priming auf die Zweitsprache auswirkt. Dafür liessen sie die Migranten vor einem Monitor mit einem virtuellen Gesprächspartner in ihrer Zweitsprache Englisch reden. Auf dem Bildschirm erschien entweder das Gesicht eines Chinesen oder das eines weissen Kaukasiers. Sahen die Teilnehmer einen Menschen aus ihrer Heimat, so wurde ihr Englisch deutlich schlechter. Das geschah auch dann, wenn sie auf dem Bildschirm mit Symbolen chinesischer Kultur konfrontiert wurden, etwa mit der Chinesischen Mauer. «Die Versuche belegten, dass die Verarbeitung der Zweitsprache von Einwanderern durch das Priming des eigenen kulturellen Erbes gestört werden kann», schreiben die Wissenschaftler. Dies könne auch erklären, warum Zuwanderer in kulturell gemischten Vierteln die neue Kultur langsamer übernähmen und sich auch eher abgelenkt oder verwirrt fühlten (DPA /FWT).

SVP des Kantons Zürich Lagerstrasse 14 8600 Dübendorf Tel. 044 217 77 66 Fax 044 217 77 65 E-Mail: sekretariat@svp-zuerich.ch

Einladung geht an:

Mandatsträger und an alle interessierten Mitglieder

1. Programmtagung für das Parteiprogramm 2019–2023 Datum: Türöffnung: Beginn: Ende: Ort:

Samstag, 2. Juni 2018 08.00 Uhr mit Kaffee und Gipfeli 08.30 Uhr 12.00 Uhr Rössli Illnau, Kempttalstrasse 52, Illnau

Programm:

Begrüssung Konrad Langhart, Parteipräsident Mehr Schweiz – Eine Auslegeordnung Christoph Mörgeli, Präsident SVP-Programmkommission Gruppenarbeiten: A: Energiewende – jetzt gilt es einzugreifen Stephan Amacker, Präsident SVP-Spezialkommission für Energie, Umwelt und Raumplanung B: Sozialstaat an seinen Grenzen Erich Gräub, Präsident SVP-Spezialkommission für Soziale Sicherheit und Gesundheit C: Verkehr – Tummelfeld der links-grünen Ideologen Christian Lucek, Kantonsrat, Vizepräsident SVP-Verkehrskommission

Im Anschluss:

Präsentation der Ergebnisse aus den Gruppenarbeiten / Diskussionsrunde

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Anmeldetalon für die Teilnahme an der Programmtagung vom 2. Juni 2018  Ich melde mich für die Programmtagung an. Gruppe___  Wir melden uns für die Programmtagung an: ____ Anzahl Personen. Gruppe(n)________ Name:

Vorname:

Strasse:

PLZ, Ort:

Telefon:

E-Mail: Anmeldefrist: 25. Mai 2018 Bitte retournieren an das SVP-Sekretariat, Lagerstrasse 14, 8600 Dübendorf per Fax 044 217 77 65 oder per E-Mail: sekretariat@svp-zuerich.ch


6   STÄDTE ZÜRICH UND WINTERTHUR

Der Zürcher Bote  |  Nr. 20 | Freitag, 18. Mai 2018

Fadegrad

AU S D E M Z Ü R C H E R G E M E I N D E R AT

Auftakt zur Legislatur – rot-grüne Ideologie in Sicht von Stefan Urech

Kettenriss Seit 28 Jahren haben die rot-grünen Parteien im Zürcher Stadtrat die Mehrheit. Trotzdem monieren sie Jahr für Jahr die ihrer Ansicht nach unbefriedigende und gefährliche Situation für Zürcher Velofahrer. Die SP lancierte im Wahlkampf sogar eine Volksinitiative, in der sie 50 Kilometer autofreie Velorouten durch die Stadt fordert. Zürich solle damit «endlich» zu einer «Velostadt» werden. Damit hängt die sozialdemokratische Partei weiterhin an dieser Utopie, die sie trotz ihrer langjährigen Vormachtstellung im Stadtrat offensichtlich immer noch nicht realisiert hat. Auch die Grünen kritisieren die Zürcher Exekutive immer wieder dafür, dass sie sich zu wenig für die Velofahrer einsetze. In den letzten vier Jahren hatten sie vor allem den freisinnigen Filippo Leutenegger, Vorsitzender des Tiefbaudepartements, in dem Planung und Bau des Velonetzes angesiedelt sind, im Visier und behaupteten, dessen autofreundliche Haltung sei schuld an Zürichs Velomisere. In Wirklichkeit war Leuteneggers Einfluss auf die städtische Velostrategie wegen seiner Minderheitsposition beschränkt. Was der grüne Veloguru Markus Knauss in seinen Brandreden jeweils gerne verschweigt, ist die Tatsache, dass vor Leutenegger die grüne Ruth Genner während sechs Jahren Vorsteherin des «Velodepartements» war. In ihrer Amtszeit stieg die Anzahl Velounfälle nämlich von 204 auf 287 pro Jahr! Nach zwei weiteren rot-grün dominierten Legis­laturen verunfallten im Jahr 2017 bereits über 500 Velofahrer. Die tödliche Kollision eines Velofahrers mit einem Tram vor rund einem Monat sorgte landesweit für Schlagzeilen. Die Verdoppelung der Velounfälle innert zehn Jahren kann nicht allein damit erklärt werden, dass heute mehr Verkehrsteilnehmer mit dem Velo unterwegs sind. Deren gestiegene Gefährdung ist vor allem darauf zurückzuführen, dass immer mehr Menschen eine etwa gleich gross gebliebene Strassenfläche benutzen. Sie alle drängen sich immer dichter auf dem Zürcher Strassennetz: Autos, Motorräder, E-Scooter, immer enger getaktete Trams, Fussgänger, Velos, E-Bikes und neuerdings sogar E-Trottinetts. Solange sich das rasante Bevölkerungswachstum fortsetzt, kann der dafür zuständige Vorsteher in der Exekutive wenig daran ändern. Diese Woche wurde Leutenegger auf rücksichtslose Art und Weise aus dem Tiefbauamt versetzt, denn SP, Grüne und Grünliberale stellen jetzt 7 von 9 Stadträten. Sie alle betonten im Wahlkampf, das Strassennetz für Velos sicherer machen zu wollen. Ob ihnen das im 29. Jahr an der Macht gelingen wird, bezweifle ich, denn die neuen Mehrheitsverhältnisse im Gemeindeund Stadtrat werden das Bevölkerungswachstum und den damit zusammenhängenden Druck auf das Verkehrssystem weiter ansteigen lassen. Die ideologisierte Zürcher Velopolitik leidet am permanenten Kettenriss.

Es war ein trostloser Auftakt für die neue Legislatur im Gemeinderat: Die Ideologen holen die Schaufeln, um im Müll zu graben, und man kann werweissen, wie das in der neuen Legislatur mit den veränderten M ­ ehrheitsverhältnissen wohl herauskommen wird. Aber dieser «Kelch» ist erfreulicherweise vorübergegangen, denn wir hätten dieses Amt nicht als Ehre empfunden, sondern als Ausdruck des MisserBernhard im Oberdorf folges: Auf der eigenen «Road Map» Gemeinderat SVP hätte der Schreibende schon längst weiZürich 12 ter sein sollen als nach 22 Jahren immer noch im Gemeinderat – widrige UmNoch bevor die Gemeinderäte der SVP stände sorgten dafür, dass der Refrain ihre neuen Plätze im Rathaus suchen hiess: «Im Westen nichts Neues». konnten, kam der erste Hammer: Dass Bemerkenswert ist aber, dass nun der mit der SVP gut vernetzte Stadtrat Michael Baumer neu im Stadtrat sitzt, Filippo Leutenegger vom Tiefbau- und jener FDP Politiker also, der hinter dem Entsorgungsdepartement weg hin ins Schreibenden damals vor den Wahlen Schul- und Sportdepartement abkom- auf der Liste war und für ihn nachmandiert wurde, weil die gestärkte rot- rückte, als der Autor dieser Zeilen zeitgrüne Mehrheit in der Verkehrspolitik gleich mit dem Swissair Grounding die voll ihre radikale Verkehrspolitik durch- Partei wechselte und von der FDP zur setzen will. Das zeigt die zu erwarten- SVP übertrat – in eine sichere Bastion, um seine fast schon angeborene EUde Rücksichtslosigkeit auf. Es hat seinen Grund, warum die SVP-­ Skepsis eines Tages nicht noch korrumRatsmitglieder ihre neuen Plätze suchen pieren zu müssen. Doch die Kriterien des Erfolges spremussten; sie müssen – nachdem sie nicht mehr zweitstärkste Fraktion sind – ihren chen eine andere Sprache: Jener, der bisherigen Block der FDP abtreten und den Mut zum Wechseln hatte (als Manwieder näher beim Ausgang ihre Plätze datsträger ist das besonders schwierig), einnehmen. tritt buchstäblich an Ort, jener der ihn Die Nähe zur Türe ins Foyer hat viel- auf dem Listenplatz beerbte, sitzt nun leicht gar einen programmatischen Hin­ im Stadtrat. Um eine Ämterverteilung im Rat tergrund: das wird einige Fraktionsmitglieder der SVP vielleicht verleiten, ging es dann auch noch: Markus Bürki vor den zu erwartenden ideologischen von der FDP ist neu der Präsident der Voten das Weite zu suchen und dann Legislative, Heinz Schatt von der SVP doch wieder desto schneller bei den wird erster Vize und ist damit für das Knöpfen zu sein, die es für die Abstim- Präsidium in einem Jahr nominiert, mungen zu drücken gilt – auch wenn während Helen Glaser von der SP als das nur eine kosmetische Korrektur zweite Vize neu auf den «Bock» geist. schickt wird. Bei den Kommissionen nimmt, um nur die SVP-Politiker anstelle einer LiParadox des Einsatzes … Die neue Legislatur wurde traditions- tanei zu erwähnen, Stephan Iten neu gemäss durch den Alterspräsidenten als Präsident in der Verkehrskommiseröffnet. Jener, der schon am längsten sion, den Vorsitz wahr, während Stefan im Rat ist, nicht jener, der in Jahren Urech zum Vize in der Präsidial- und am ältesten ist. Seine international ge- Schulkommission gewählt wurde. Der prägte Rede hätte von seinen Interes- Schreibende, bisher Präsident der GPK, sen her der Schreibende nicht nur hal- darf dort neu wieder als Vize eine Ehten können, sondern beinahe auch renrunde drehen. müssen; denn Jo Manser lag vor einer Woche noch im Spital und da wurde  … und Paradox des Engagements eben jener, der am zweitlängsten im Interessanter als der Gemeinderat war Rat ist, für alle Fälle einmal in Bereit- jedoch am Vorabend die Generalverschaft gesetzt. sammlung der SVP der Stadt Zürich,

KONSTITUIERUNG DES ZÜRCHER STADTR ATES

Feige SP – sie übernimmt die Verantwortung für die Spitäler nicht Mit der Departementsverteilung lässt die links-grüne Mehrheit im Stadtrat gleich zu Beginn der Legislatur ihre Muskeln spielen: Alle zentralen Departemente befinden sich neu in links-grüner Hand. svp. Das Aufräumen des Schlamassels bei den Stadtspitälern fällt Andreas Hauri zu. Damit schiebt die Linke die Verantwortung von sich und den schwarzen Peter einem Neuling zu. Zum neuen Chef des Gesundheits- und Umweltdepartementes wurde der neu gewählte Andreas Hauri von der GLP bestimmt. Damit drückt sich die SP um die Verantwortung für die Sanierung der desolaten Situation der Stadtspitäler, welche zwei Vorgänger der SP in diesem Departement verursacht haben. Verantwortungsvoll wäre gewesen, einen Bisherigen mit Erfahrung mit dieser Herkulesaufgabe zu betrauen. Mit der konsequenten links-alternativen Übernahme der städtischen Verkehrspolitik demonstriert die vereinigte Linke ihre derzeitige Macht. Der alternative ­Richard Wolff (AL) wird vom Sicherheitsdepartement ins Tiefbau- und Entsorgungsdepartement versetzt.

Missstände korrigieren Man nimmt dem FDP-Mann Filippo Leutenegger, der dort eine gute Arbeit geleistet hat, das Departement weg

und versetzt ihn ins Schul- und Sportdepartement. Dies stellt eine eigentliche Machtdemonstration der Linken dar, die mit Konkordanz im Gremium nichts mehr zu tun hat. Das Sicherheitsdepartement übernimmt die neu ins Gremium gewählte Karin Rykart (Grüne). Somit sind zwei Schlüsseldepartemente für die Verkehrspolitik in der Stadt Zürich in den Händen der linken Mehrheit. Es macht den Anschein, dass diese mit ihrer rigorosen Verkehrsbehinderungspolitik den wichtigsten Wirtschaftsmotor der Schweiz ausbremsen will. Offenbar will sie den unwirklichen Traum einer Velo-Stadt Zürich, von flächendeckenden Tempo-30-Zonen usw. subito umsetzen, denn man weiss ja nie, wie lange die Übermacht anhält. Für die SVP ist klar, dass sie die Tätigkeit dieses Stadtrates genauestens verfolgen und kontrollieren muss. Dies ist ihre wichtigste Aufgabe in der Opposition. Die SVP wird mit geeigneten Mitteln und Massnahmen antreten, um allenfalls gegen Entscheide anzukämpfen, die für das Gesamtwohl der Stadt schädlich sind.

da dort der Präsident der SVP Schweiz eine fulminante Gastrede hielt und insbesondere auch auf die Notwendigkeit der Mobilisierung hinwies. Da bringt der Schreibende gerne seine Erfahrung ein, macht der doch immer «externe» Wahlkämpfe, die dem Stimmenanteil etwas einbringen sollen – und nicht prioritär ihm persönlich: es gibt aber auch die andere Art des «internen» Wahlkampfes, der darauf gerichtet ist, auf Kosten von Mitbewerbern auf der eigenen Liste kumuliert zu werden – was dem Wähleranteil und der Sitzzahl der Partei wenig

bringt. So kann es zum Paradox kommen, dass der extern Kämpfende der Partei einen Sitz erobert, der intern Pokernde hingegen darauf Platz nimmt. Auf jeden Fall kann man weder der Zürcher Stadtpartei noch der Fraktion einen Vorwurf für die herben Verluste machen: Nicht nur In Winterthur, Schlieren, Dietikon, Uster und an weiteren Orten kam es auch so oder ähnlich heraus. Nachdem auch später die kantonale Berner SVP einbrach, wird man auch den No-Billag-Effekt nicht zu sehr strapazieren dürfen. Die Ursachen können auch auf höheren Ebenen oder Sphären liegen. Und auf der kommunalen und kantonalen Basis badet man das aus.

LESERBRIEF

Ein Wettbewerbsnachteil wird richtiggestellt Die Grundstückgewinnsteuer ist eine Objektsteuer. Als Objektsteuer verletzt sie bei Unternehmen den Grundsatz, dass die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, sprich der Verlust, bei der Besteuerung berücksichtigt wird. Unternehmen haben abziehbaren Geschäftsaufwand, Private machen Abzüge vom Einkommen. Dies hat sich bewährt. Wegen der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit kennen nun alle Kantone die Verrechnung von Geschäftsverlusten bei der Grundstückgewinnsteuer, ausser der Kanton Zürich. Für Zürcher Unternehmen wird ein Fehler und Wettbewerbsnachteil richtiggestellt. Bei Geschäftsgewinnen bleibt die Grundstückgewinnsteuer hingegen wie bisher und wird genau gleich wie bei Privaten erhoben. Die Schätzung der Steuerausfälle geht

für sämtliche Gemeinden, und nur die Gemeinden sind betroffen, von 4–5 Mio. Franken jährlich aus, bescheiden angesichts der milliarden-hohen Steuern bei juristischen Personen. Es ist nicht selbstverständlich, dass Firmen ihren Standort hier bei uns im Kanton Zürich behalten wollen. Ein Zürcher Unternehmen, das Verluste schreibt und gleichzeitig Immobilien verkauft, soll nicht mehr zusätzlich durch Grundstückgewinnsteuern belastet werden. Ein Ja zur Vorlage ist ganz im Interesse der Zürcher Volkswirtschaft und des Erhalts von Arbeitsplätzen. Denn Unternehmen sollen sich zurück in die Gewinnzone bewegen können, nicht wegziehen und wieder ordentlich Steuern zahlen. Diego Bonato, Kantonsrat SVP, Aesch ZH

SO STIMMEN SIE RICHTIG!

Volksabstimmung vom 10. Juni 2018 Vorlagen Stadt Zürich   1. Tagesschule 2025: Pilotphase II des städtischen Pilotprojekts mit gebundenen Tagesschulen an der Volksschule, Objektkredit von 74,57 Millionen Franken für die Jahre 2018–2022

NEIN

  2. Gemeinnütziger Wohnungsbau auf dem Koch-Areal, Quartiere Albisrieden/Altstetten, Übertragung der Wohnbaufelder vom Finanz- ins Verwaltungsvermögen, Objektkredit von 35,126388 Millionen Franken und Genehmigung Projektierungskredit (Eventualverpflichtung) von 6,887 Millionen Franken

NEIN

  3. Volksinitiative «Wohnen und Leben auf dem Koch-Areal»   4. Volksinitiative «Freier Sechseläutenplatz» und ­Gegenvorschlag des Gemeinderats A. Volksinitiative «Freier Sechseläutenplatz» B. G  egenvorschlag des Gemeinderats zur Volksinitia­ tive «Freier Sechseläutenplatz» C. Stichfrage: Gegenvorschlag des Gemeinderats zur VI «Freier Sechseläutenplatz»

JA NEIN JA GV ANKREUZEN

  5. Gartenareal Dunkelhölzli mit Erneuerung ­Wirtschaftsgebäude, Bachöffnung, Hochwasserschutz, Objektkredit von 10,51 Millionen Franken

NEIN

  6. Bürogebäude Eggbühlstrasse 21/23/25, Quartier ­Seebach, Instandsetzung und bauliche Anpassungen für die städtische Verwaltung, Übertragung vom ­Finanz- ins Verwaltungsvermögen, Objektkredit von 119,063 Millionen Franken

NEIN

  7. Neue kommunale Wohnsiedlung Herdern, Quartier Aussersihl, sowie Energie-Contracting, Objektkredit von 28,565 Millionen Franken

NEIN

  8. Ausbildungszentrum Rohwiesen, Opfikon, Erweiterung und Instandsetzung, Integration Sporthalle für die Schule Auzelg, Objektkredit von 118,84 Millionen Franken

JA

  9. Areal Herdern-, Bienen- und Bullingerstrasse, Quartier Aussersihl, Erweiterung VBZ-Busgarage Hardau und Ersatzneubau ERZ-Werkhof, Übertragung des ­Grundstücks vom Finanz- ins Verwaltungsvermögen, Objektkredit von 57,44 Millionen Franken

NEIN

10. Grundstück Mühleweg, Escher-Wyss-Quartier, Neubau für die Kriminalabteilung der Stadtpolizei, Übertragung vom Finanz- ins Verwaltungsvermögen, Objektkredit von 82,37358 Millionen Franken

JA


KLEININSER ATE / VERSCHIEDENES  7  

Der Zürcher Bote  |  Nr. 20 | Freitag, 18. Mai 2018

Achtung!

Wir laden Sie freundlich ein zu unserem politischen Diskussions-Forum. Der Anlass ist öffentlich. Alle sind herzlich willkommen!

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SVP EGG

Auch nach den Wahlen bei den Leuten Mit einem Stand am Egger Frühlingsmärt zeigte die SVP Egg, dass ihr der Kontakt zur Bevölkerung nicht nur vor den Wahlen wichtig ist. Dank einer erfrischenden Bowle verweilten die Besucher gerne am SVP-Stand und diskutierten über die aktuellen politischen Themen. machen. An diesem warmen Frühlingstag ge­lang dies ausserordentlich erfolgreich, indem den Märtbesuchern eine fruchtige und kühlende Bowle ausgeschenkt wurde. Diese stiess auf so grosses Interesse, dass bereits nach zwei Stunden im na­ hen Lebensmittelgeschäft eingekauft werden musste, um eine weitere Schüssel Bowle zubereiten zu können. Insgesamt wurden über 200 Portionen verteilt. Besonderen Dank ge­ bührt Alexandra Pfister, Primarschulpflegerin in Uster, die der SVP Egg mit ihrer selbstgemachten Bowle zu ei­ ner erfolgreichen Aktion verhalf. Es konnten sogar zwei neue Mitglieder gewonnen werden, weshalb es auch anderen Sektionen unbedingt zu empfehlen ist, sich auch nach den WahTobias Infortuna, Alexandra Pfister, Ueli Pfister len in der Öffentlichkeit zu zeigen. für die SVP am Egger Frühlingsmärt.

SVP Egg. «Weshalb steht ihr hier, die Wahlen sind doch längst vorbei?», war die Frage, die den Betreuern des SVPStandes am Frühlingsmärt in Egg am häufigsten gestellt wurde. Die Antwort war klar: Weil die SVP eben nicht nur vor den Wahlen den Kontakt zur Bevölkerung sucht, sondern immer da ist, um ihr ein offenes Ohr zu schenken und mit sympathischen Aktionen auf eine freundliche Art und Weise auf sich aufmerksam zu

Ort:

Im Hotel / Restaurant Landhus Katzenbachstrasse 10, 8052 Zürich (Endstation Seebach)

Programm: ab

18.00 Uhr Eintreffen 18.15 Uhr Referat 18.45 Uhr Fragen und Diskussion 19.15 Uhr geselliges Beisammensein

Informationen über weitere Anlässe der SVP Zürich 11 finden Sie unter: www.svp-zuerich11.ch SVP Zürich 11, Postfach 6506, 8050 Zürich

Erfolgreich werben im «Zürcher Boten» und «Zürcher Bauern»

VEREIN FÜR AK TIVE SENIOREN

Herzhafte, frische Generalversammlung des Vereins für Aktive Senioren Bei traumhaften Sommertemperaturen lud der Präsident Kurt Zollinger am Dienstag, 8. Mai 2018, 15.00 Uhr, ins Restaurant Muggenbühl in Zürich-Wollishofen zur traditionellen Generalversammlung ein. Lüpfige und musikalische Begrüssung durch das Innerschweizer Duo Fredy und Sigi Reichmuth verstärkt durch Gerry Kühne am Klavier. Der noch junge Verein «Aktive Senioren» wurde im Jahr 1999 durch den ehemaligen Stadtrat Kurt Egloff ins Leb­ en gerufen. Seine klare Begründung: Anliegen und Bedürfnisse der Senioren zu respektieren und durchzusetzen. Keine leichte Vorgabe und wer kann diese Aufgabe besser erfüllen als der allseits bekannte und umtriebige Kurt Zollinger aus Stäfa. Im Pavillon des Restaurantes begrüsste der Präsident die Anwesenden recht herzlich und leider musste er eine beachtliche Anzahl Mitglieder entschuldigen.

Vorstand neu bestellt Mit grossem Applaus wurde umso mehr die treue 101-jährige Margarete Gruber willkommen geheissen. Unglaublich, wie sich das älteste Mitglied in bester Verfassung noch um das Vereinsgeschehen kümmert. Den Jahresbericht 2017 brachte der Präsident mündlich und in lockerer Form den Mitgliedern vor, wie auch die folgenden Traktanden. Die Jahresrechnung präsentierte die in Wollishofen wohnhafte Katrin Widmer. Die ehemalige Gemeinderätin und Schulpflegerin wurde später einstimmig in den Vorstand gewählt.

Zwei Frauen neu im Vorstand Jetzt sitzen mit Heidemarie Busch und Katharina Widmer zwei tüchtige Frauen im Vorstand, die alt Kantonsrat Lorenz Habicher, alt Gemeinderat Eugen Hunziker und den Präsidenten tatkräftig unterstützen. Mit grossem Applaus wurde Nationalrat Hansueli Vogt aus dem Vorstand verabschiedet. Er war es, der die Lücken

Der Vorstand des Vereins: Lorenz Habicher, Heidemarie Busch, Präsident Kurt Zollinger, Katrin Widmer und Eugen Hunziker (von links).

seit dem krankheitsbedingten Ausschei­ den von Theo Toggweiler und dem neuen Präsidenten schloss.

Vielversprechendes Jahresprogramm Das Jahresprogramm 2018 ist wiederum sehr vielversprechend. Alle freuen sich jetzt schon auf die alljährliche Zürichsee-Schifffahrt im Sommer mit Musik und Tanz. Aber auch weitere Veranstaltungen wurden ins Programm aufgenommen, wie der Vortrag von alt Bundesrat Christoph Blocher am 13. November im Stadthofsaal in Uster. Er spricht zum Thema: «100 Jahre Generalstreik». Ge­ gen Ende des Jahres wird uns am Dienstag, 4. Dezember 2018, um 15.00 Uhr, der Samichlaus mit Schmutzli in der Seniorenresidenz Spirgarten besuchen

und wie es sich gehört auch dort mit Musik und Tanz. Unser Motto lautet: Machen Sie mit bei den aktiven Senioren, dann sind Sie sicher im Alter nicht verloren! Bruno Kistler, Aktive Senioren

Werden auch Sie Mitglied beim Verein für Aktive Senioren! Informationen zum Verein und Beitritt auf www. www.aktive-senioren.ch

Neben Informationen und musikalischer Unterhaltung gab es auch Kaffee und Kuchen für die Mitglieder.


8  VERANSTALTUNGEN

Der Zürcher Bote  |  Nr. 20 | Freitag, 18. Mai 2018

Stadt Zürich/Kreis 3 Bezirk Bülach Jeden ersten Montag im Monat, ab 18.00 Samstag, 26. Mai 2018, ab 08.30 Uhr, Höri, Kantonsrat/Fraktion Uhr, Restaurant Bahnhof Wiedikon, See- Behördentag der SVP Bezirk Bülach: NetzMontag, 28. Mai 2018, 13.00 Uhr, Sitzung, bahnstrasse 33, Zürich. werk, Erfahrungsaustausch und Imbiss, mit Zunfthaus zur Haue. Regierungsrat Ernst Stocker. Exklusiv für Stadt Zürich/ Behördenmitglieder der SVP. Kreis 4 und 5 Anmeldeinformationen unter Termine auf Jeden ersten Donnerstag im Monat, ab www.svp-bezirkbuelach.ch SVP-STAMM 18.30 Uhr, Restaurant Kornhaus, Langstras­ ­se 243 (Limmatplatz), Zürich. Bezirk Bülach/Embrach Bezirk Bülach/Hüntwangen Jeweils am letzten Sonntag im Monat, von Montag, 11. Juni 2018, 17.00 Uhr, Flughafen 10.30 bis 12.00 Uhr, Restaurant Rose, Ober­ Am 7. Juni 2018 mit Gemeinderat Dubravko oder 16.15 Uhr Rösslitanne, Hüntwangen, embrach. Sinovcic (SVP) zur Zukunft der Kehrichtver- Informationsanlass über die grösste Hochbrennungsanlage Josefstrasse. baustelle der Schweiz: THE CIRCLE, mit GeBezirk Dielsdorf/Dielsdorf samtprojektleiter Beat Pahud. BaustellenJeden ersten Dienstag im Monat, ab 19.00 Am 5. Juli 2018 mit Gemeinderätin Elisabeth plattform. Anschliessend Nachtessen im Uhr, Restaurant Bienengarten, Dielsdorf. Liebi (SVP) zu den Tagesschulen. Themenrestaurant AIR . Ausflug der SVP Hüntwangen, Anmeldungen an ulrich.­ Am 2. August 2018 mit Gemeinderat Urs spalinger@svp-huentwangen.ch Bezirk Horgen/Oberrieden Jeden 3. Donnerstag im Monat, ab 19.00 Helfenstein (SP) zum bedingungslosen Grundeinkommen. Uhr, Bar Galerie zur Zinne, Oberrieden. Bezirk Meilen Mittwoch, 4. Juli 2018, 18.00 Uhr, Schiff­ Eine An- oder Abmeldung an info@svp5.ch station Uetikon am See, Schifffahrt mit Bezirk Meilen/Meilen Jeden zweiten Samstag (gerade Kalender- ist aus organisatorischen Gründen erwünscht. ­Nationalrat Thomas Aeschi. Nähere Angawochen), ab 10.30 Uhr, Restaurant Frieden, ben folgen. Stadt Zürich/Kreis 6 Rauchgässli 34, Meilen. Jeden ersten Montag im Monat, 19.00 Uhr, Bezirk Meilen/Küsnacht Bezirk Pfäffikon/Pfäffikon Restaurant Neubühl, Winterthurerstrasse Sonntag, 27. Mai 2018, ab 10.00 Uhr, auf Jeden ersten Samstag im Monat, von 11 bis 175, Zürich. dem Bauernhof von Silvia und Kaspar Frei12 Uhr, im Restaurant Hecht, Usterstrasse 8, tag, Limberg 12, Forch, Puurezmorge mit NaStadt Zürich/Kreis 12 Pfäffikon. tionalrat Alfred Heer und Kantonsrat ChrisJeden ersten Dienstag im Monat, ab 19.30 tian Hurter. Unterhaltungsmusik mit Melanie Bezirk Uster/Uster Uhr, Restaurant «Schwamedinge», Schwa- Serschön, tolle Hüpfburg für Kinder. Jeden letzten Donnerstag im Monat, ab mendingerplatz 2, Zürich. 17.30 Uhr, Bar Enoteca, Tannenzaunstrasse Mittwoch, 20. Juni 2018, 19.40 Uhr (Türöff23, Uster. nung 19.00 Uhr), Ref. Kirchgemeindehaus, Untere Heslibachstrasse 2, Küsnacht, RefeSVP-VER ANSTALTUNGEN Junge SVP Kanton Zürich rat von alt Bundesrat Christoph Blocher: Jeden letzten Freitag im Monat, 20.00 Uhr, Bezirk Affoltern/ «Die Schweiz und die EU: Wo stehen wir?» Parteihöck im Raum Zürich, Standort und Ottenbach Musikalische Umrahmung durch den SeeDetails werden auf unserer Homepage: Donnerstag, 31. Mai 2018, 20.00 Uhr, im mannschor, Tetis Crew. Anschliessend Chilehus, Ottenbach, Generalversammlung. Apéro. www.jsvp-zh.ch aufgeschaltet. SVP- K ANTONSR ATSFR AK TION

IMPRESSUM ISSN 1660-6701 ISSN 2296-3480 Offizielles Organ des Zürcher Bauernverbandes.

Offizielles Organ der Schweizerischen Volkspartei des Kantons Zürich.

Abonnementspreis: Für die Schweiz jähr­lich Fr. 73.– + 2,5 % MwSt. Redaktion: ZBV, Lager­ strasse 14, 8600 Dübendorf, bauernverband@ zbv.ch, Ferdi Hodel (FH), Telefon 044  217 77 33, Fax 044 217 77 32. Insertionspreise: www.zbv.ch/ Zürcherbauer / inserate.aspx. Abonne­ments­ dienst: Zürcher Bauernverband, Lager­strasse 14, 8600 Dübendorf, Telefon 044 217 77 33, Fax 044 217 77 32, bauernverband@zbv.ch.

Abonnementspreis: Für die Schweiz jährlich für Parteimitglieder Fr.  48.–; für Nichtmitglieder Fr. 58.– + 2,5 % MwSt. Redak­tion: SVP, Lager­ strasse 14, 8600 Dübendorf, zb@svp-zuerich.ch, Reinhard Wegelin (rw.), Telefon 044 217 77 64, Fax 044 217 77 65. Insertionspreise: www.svpzuerich.ch/zurcher-bote. Abonnementsdienst: SVP des Kantons Zürich, Lagerstrasse 14, 8600 Dübendorf, Telefon 044 217 77 66, Fax 044 217  77  65, ­sekretariat@svp-zuerich.ch.

Erscheint jeden Freitag. Inseratenannahme: Zürcher Bauernverband, Marco Calzimiglia, Lager­ strasse 14, 8600 Dübendorf, Telefon 044 217 77 33, inserate@zuercher-bote.ch. ­Inseratenschluss: Dienstag, 17.00 Uhr. Layout: cube media AG , Binzstrasse 9, 8045 Zürich. Druck: Ringier  Print­ Adligenswil AG, Ebikoner­strasse 75, 6043 Adligenswil.

Samstag, 26. Mai 2018, 09.00 –12.00 Uhr, Bezirk Meilen/Meilen Freitag, 7. September 2018, 14.00 –20.00 Vorplatz Migros Schwamendingen, Zürich, Uhr, Kirchgasse, Meilen, Meilemer Herbst- Standaktion. märt. Samstag, 2. Juni 2018, 09.00 –12.00 Uhr, Vorplatz Migros Schwamendingen, Zürich, Bezirk Meilen/Uetikon am See Samstag, 26. Mai 2018, 09.00 –17.00 Uhr, Standaktion. Areal Haus Wäckerling, Uetikon am See, SVP-Stand am Frühlingsmarkt 2018. Freitag, 22. Juni 2018, ab 18.00 Uhr, Vereinshütte Familiengärten Auzelg, OpfikonDienstag, 29. Mai 2018, 10.00 –17.00 Uhr, strasse 170, Zugang bei Tramhaltestelle Haus Wäckerling, Uetikon am See, Früh- Auzelg, Zürich, Grillplausch. lingsmarkt. Samstag, 1. September 2018, 11.00 – 02.00 Uhr, und Sonntag, 2. September 2018, 11.00 – Bezirk Meilen/Zollikon Montag, 28. Mai 2018, 18.00 Uhr, Wirtschaft 23.00 Uhr, Höhe Stettbachstrasse 40, Zü«Zum Truben», im Säli, 1. Stock, Zollikon, rich, SVP-Festzelt mit Bedienung und LiveSVP-Höck mit Kantonsrätin Nina Fehr. Unterhaltung, «Schwamedinger-Chilbi». Montag, 9. Juli 2018, ab 18.00 Uhr, Restaurant «Sunnegarte-Kafi», Sonnengarten­ strasse 45, Zollikerberg, SVP-Höck. Montag, 3. September 2018, 18.00 –19.30 Uhr, Wirtschaft «zum Truben», Alte Land­ strasse 94, Zollikon, Feierabend-Bier mit Nationalrat Gregor Rutz. Anschliessend Apéro.

Puure-

Zmorge

Christian Hurter Alfred Heer Kantonsrat und Präsident der SVP Bezirk Meilen

Nationalrat

Sonntag, 27. Mai 2018, ab 10 Uhr auf dem Bauernhof von Silvia und Kaspar Freitag Limberg 12, 8127 Forch Unterhaltungsmusik mit Melanie Serschön

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t.ch h c a esn

WEITERE VER ANSTALTUNGEN Dienstag, 10. Juli 2018, Aarau, die «Schweizerzeit» im Gespräch mit ihren Lesern, Schweiz wohin? Weitere Angaben folgen. Montag, 16. Juli 2018, Wädenswil, 22. Zürcher Ratsherren-Schiessen. Weitere Informationen folgen.

Montag, 12. November 2018, 18.00 –19.30 Uhr, Restaurant «Sunnegarte-Kafi», Sonnen­ Dienstag, 25. September 2018, Zug, die gartenstrasse 45, Zollikerberg, Feierabend- «Schweizerzeit» im Gespräch mit ihren LeBier mit Nationalrat Gregor Rutz. Anschlies- sern, Schweiz wohin? Weitere Angaben send Apéro. folgen. Stadt Winterthur/Oberwinterthur Dienstag, 13. November 2018, 20.00 Uhr Sonntag, 3. Juni 2018, 10.00 Uhr (ab diesem (Türöffnung 19.00 Uhr), Stadthofsaal, TheJahr am ersten Sonntag im Juni), Treffpunkt: aterstrasse 1, Uster, 100 Jahre «Generalvor dem Restaurant Bruderhaus, beim Spiel- streik», Referat von alt Bundesrat Christoph platz, Winterthur, Führung durch den Wild- Blocher. park Bruderhaus, anschliessend gemütlicher Grillplausch unterhalb des Eschenbergs. Dienstag, 20. November 2018, Bern, die Weitere Informationen und Anmeldung: «Schweizerzeit» im Gespräch mit ihren Lesern, Schweiz wohin? Weitere Angaben Markus Reinhard, reinhard@gmx.ch folgen. Stadt Zürich/Kreis 9 Freitag, 25. Mai 2018, 19.30 Uhr (Apéro ab 19.00 Uhr), Mercure Hotel Stoller, BadenerMOTORR AD - CLUB SVP strasse 457, Zürich, Generalversammlung. Ausfahrten Samstag, 26. Mai 2018, 09.30 –12.00 Uhr, Sonntag, 27. Mai 2018, Abfahrt 8.45 Uhr, A-Park Albisrieden, Zürich, Standaktion zu Autobahnraststätte Würenlos, 2. Ausfahrt, den Abstimmungen vom 10. Juni 2018 mit Bözingenberg. Unterschriftensammlung. Sonntag, 24. Juni 2018, Route noch offen, 3. Ausfahrt. Samstag, 2. Juni 2018, 09.30 –12.00 Uhr, Lin- Samstag, 21. Juli 2018, bis Sonntag, 22. Juli denplatz Altstetten, Zürich, Standaktion zu 2018, Route noch offen, 4. Ausfahrt. den Abstimmungen vom 10. Juni 2018 mit Sonntag, 19. August 2018, Route noch of­fen, 5. Ausfahrt. Unterschriftensammlung. Sonntag, 23. September 2018, Route noch Stadt Zürich/Kreis 11 offen, 6. Ausfahrt. Freitag, 25. Mai 2018, ab 18.00 Uhr, Hotel/ Restaurant Landhus, Katzenbachstrasse 10, Schlussfest Zürich, SVP-Polit-Apéro mit Kantonsrat Ben- Freitag, 12. Oktober 2018, 19.15 Uhr, Sternen, jamin Fischer, Präsident Junge SVP Schweiz. Nürensdorf, Breite. Thema: SVP, die Partei der Zukunft. Sommerreise Freitag, 31. August 2018, ab 18.00 Uhr, Ho­ Donnerstag, 2. August 2018, bis Sonntag, tel/Restaurant Landhus, Katzenbachstras­se 5. August 2018, nähere Angaben folgen. 10, Zürich, SVP-Polit-Apéro mit Nationalrat Toni Brunner. Thema: Wohin steuert die Stämme Dienstag, 12. Juni 2018, 19.30 Uhr, Oldtimer freie Schweiz? Museum, Mettmenstetten, 3. Stamm. Freitag, 26. Oktober 2018, ab 18.00 Uhr, Ho­ Freitag, 6. Juli 2018, 19.30 Uhr, Geerlisburg, tel/Restaurant Landhus, Katzenbachstras­se Kloten, 4. Stamm. 10, Zürich, SVP-Polit-Apéro mit Gemeinde- Dienstag, 14. August 2018, 19.30 Uhr, Bachrat Roberto Bertozzi. Thema: Umkämpfte tel Kulm, Wernetshausen, 5. Stamm. Freitag, 31. August 2018, 19.30 Uhr, WinArbeit der Zürcher Sozialdetektive. zerhaus, Weiningen, 6. Stamm. Stadt Zürich/Kreis 12 Samstag, 19. Mai 2018, 09.00 –12.00 Uhr, Trucker & Country-Festival Vorplatz Migros Schwamendingen, Zürich, Freitag, 22. Juni 2018, bis Sonntag, 24. Juni 2018, Interlaken BE. Standaktion.

Zürcher Bote Nr. 20  
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