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Februar 2018

FÜTTERUNG Zuversicht bei Futtermischwagen-Herstellern Sechs elektrische Futtermischwagen im Vergleich Landini mit «Six-Pack» unterwegs Fünf Mega-Trends in der Landtechnik


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Februar 2018 | Editorial • Inhalt

Aktuelles

Editorial

4 Kurzmeldungen Markt 8 12

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Fünf Mega-Trends der Landtechnik Zulassungsstatistik 2017 der Traktoren, Transporter und Zweiachsmäher

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Schwerpunkt: Fütterung Stromer erobern die Futterachse Sechs Elektro-Futtermischwagen im Vergleich Welche Futtermischwagen für Schweizer Betriebe? Zuversicht bei Herstellern von Futtermischwagen

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Impression 34 38 40

Claas «Arion 430» mit Optimierungspotenzial Landini «7-230» unterwegs mit «Six-Pack» Krone «MX» unterwegs mit schwenkbarer Stirnwand

Plattform 42 44 46 58

Energieproduktion und Ressourceneffizienz Maschinenring: unterwegs auf neuen Pfaden Virtuelle Zäune Tier&Technik in St. Gallen

Wissen 48 49

Funktion des Drehmomentwandlers Feinste Öltropfen abfangen

Management 50 52

Traktor und Co. im ausserlandwirtschaftlichen Einsatz Kostenvergleich bei der Futtervorlage

Sicherheit 54

Gefährliche Nähe bei Futtermischwagen

Passion 56

Der «AutoPowr-Man» und sein John Deere «7810»

SVLT 58 SVLT an der Tier&Technik in St. Gallen 59 Sektionsversammlungen 62 Sektionsnachrichten 66 Pionier vom Jura 67 Kurse und Impressum

Titelbild: Elektrisch betriebene Futtermischwagen sind nicht nur wegen den geringen Emissionen im Trend, sie weisen auch tiefe Betriebskosten auf.

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www.youtube.com/­ agrartechnikCH

www.facebook.com/­ CHLandtechnik

Roman Engeler

Die Fütterung ist ein überaus wichtiger Teil in der tierischen Produktion und gehört neben dem konventionellen Melken zu den zeitintensivsten, aber auch anstrengendsten Tätigkeiten in der Milchviehhaltung. So ist es nur selbstverständlich, dass man mit allerlei technischen Mitteln versucht, diese Arbeiten schneller und mit einer geringeren körperlichen Belastung ausführen zu können. Futtermischwagen sind dabei eine Lösung. Anfänglich in der Munimast aufgekommen, haben diese Geräte als traktorgezogene oder selbstfahrende Varianten heute auch in der Milchviehhaltung ihren festen Platz ergattert. Das Marktvolumen für diese Technik wird direkt durch die Milch- und Fleischpreise beeinflusst. Nach einer längeren Baisse herrscht bei Herstellern und Verkäufern gleichermassen Zuversicht, man spürt einen allgemeinen Trend nach oben, wie Redaktor Ruedi Hunger aufgrund seiner Recherchen feststellen konnte (Seite 30). Weiter fragte er bei Schweizer Importeuren nach, welche Bauarten und Grössen gefragt sind oder wie sich die Nachfrage verändert hat. Lesen Sie dazu die Antworten auf Seite 28. Im Trend liegen weiter elektrisch angetriebene Futtermischwagen – sei es wegen der geringeren Emissionen oder der insgesamt günstigeren Energie- und Gesamtkosten. Mittlerweile haben bereits acht Anbieter von Futtermischwagen einen elektrischen Selbstfahrer im Programm. Unser Ruedi Burkhalter hat sechs Praxis­ betriebe besucht, die mit unterschiedlichen elektrisch angetriebenen Futtermischwagen arbeiten, und die Systeme miteinander verglichen und kommt zum Schluss, dass nicht jedes Fabrikat für jeden Betrieb gleich gut geeignet ist (ab Seite 14). Ausgabe Nr. 3 erscheint am 15. März 2018

Bild: zvg

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Aktuelles

In Kürze Biomasse Suisse führt das 6. Bioenergie-­ Forum am 18. April 2018 im alten Spital in Solothurn durch und bietet dort zahlreiche Vorträge zum Thema «biogene Treib­s toffe».

Korrigenda In der letzten Ausgabe der «Schweizer Landtechnik» (Januar 2018) ist der Redaktion im Bericht «Marktübersicht Feldspritzen» ein Fehler unterlaufen, wurde doch in verschiedenen Tabellen

Heinz Pöttinger verlässt die operative Leitung und wird in den neuen Aufsichtsrat des gleichnamigen Familienunternehmens wechseln. Die Geschäftsführung wird durch Wolfgang Moser und Herbert Wagner ergänzt. Motorex hat einen komplett neu konzipierten und gestalteten Internetauftritt aufgeschaltet: www.motorex.ch.

ab Seite 14 fälschlicherweise die Verbindung von Lemken mit Importeur Robert Aebi Landtechnik AG gemacht. Lemken hält in einer Mitteilung fest, dass man nun schon seit über 20 Jahren mit einer eigenen Niederlassung in der Schweiz präsent sei und Robert Aebi Landtechnik nie Importeur von Lemken gewesen sei. Seit dem 1. Januar 2018, so Lemken weiter, seien zudem die Regionalcenter von Robert Aebi Landtechnik auch nicht mehr regionale Händler für Lemken. Redak­tion und Verlag der «Schweizer Landtechnik» möchten sich für diesen Fehler entschuldigen.

Roger Ramseier heisst der neue Leiter für den Vertrieb bei Serco Landtechnik. Die zur Bauer Gruppe gehörenden Güllefass-Produktionsbetriebe BSA und Eckart haben mit Michael Osters (technische Leitung) und Christian Kittel (kaufmännische Leitung) neue Geschäftsführer ernannt. Amazone vermeldet für das Geschäftsjahr 2017 mit dem Gesamtumsatz von 457 Mio. Euro einen neuen Rekordwert und ein Wachstum von 12,6% gegenüber 2016. Fliegl will sein Amerika-Geschäft intensivieren, die dortigen Händler noch besser unterstützen und verlegt seine Niederlassung von Wisconsin nach Illinois. Die Reifenmarke «Pirelli» kehrt mit der neuen Premium-Line «PHP» nach einer fast 20-jährigen Abwesenheit auf den europäischen Markt zurück. Der amerikanische Kartoffel- und Rübentechnikhersteller Spudnik, seit 2003 eine Tochterfirma von Grimme, kann heuer das 60-jährige Bestehen feiern. Manitou schliesst das Rechnungsjahr 2017 mit einem Umsatz von 1,591 Mrd. Euro ab, 19 % mehr als im Jahre 2016, und rechnet 2018 mit einem weiteren Wachstum von 10 %. Bucher Industries konnte letztes Jahr den Umsatz um 9,4 % auf 2,647 Mrd. Franken steigern. Stark zugelegt hat dabei die Landtechniksparte Kuhn. Die neue Traktorbaureihe «MF 3700» von Massey Ferguson wurde in Verona auf der Messe «Fieragricola» mit einem Innovations­preis ausgezeichnet.

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Schweizer Landtechnik 2 2018

Neuer Kipper Mit dem «Trans-Space 9200» bringt Joskin einen neuen Kipp-Anhänger auf den Markt, der vor allem für den Transport von Kartoffeln konzipiert wurde. Das Ladevolumen von 30,8 m³ (ohne Kuppeln und Aufsätze) bei einer Länge von 9,20 m kommt den wachsenden Bedürfnissen der Kunden entgegen. Auf einer Länge von 6,50 m ist die linke Seite mit 1,25 m Höhe um 25 cm niedriger als die rechte Seite. Wie die Vorderseite und die Hintertür hat die rechte Seite eine Höhe von 1,50 m. Dieser Zuschnitt bietet den Vorteil, die Fallhöhe von Kartoffeln bei der Ladung zu verringern. Mit einer hydraulischen Bordwand­ erhöhung von 50 cm auf der linken

Seite und festen Bordwandaufsätzen (optional) von 25 cm auf den anderen Seiten hat der Kasten eine Höhe von 1,75 m und ein Volumen von 36,2 m³. In der Standardversion ist die Höhe der hydraulischen Bordwanderhöhung auf 25 cm begrenzt für eine gesamte Kasten­höhe von 1,50 m.

Luftlose Rad-Reifen-Kombination Michelin bringt eine luftlose Rad-Reifen-­ Kombination auf den europäischen Markt. Seit Anfang Jahr gibt es diese pannen­ sichere Rad-Reifen-Kombination für Kompaktlader, sogenannte Skid Steer Loaders, in zwei Ausführungen. Sie ersetzt Reifen, Felge und Ventil durch eine fest verbundene Rad-Reifen-Einheit. Da sie völlig ohne Luftdruck auskommt, ist sie pannen­ sicherer als konventionelle Reifen und bietet dadurch ein besonders hohes Mass an Mobilität und Zuverlässigkeit.


Aktuelles

Innovative Landtechnik nützt

Der Schweizerische Landmaschinen­ verband (SLV) konnte an seiner 78. Mitgliederversammlung auf ein intensives Jahr zurückblicken. Mit der «Agrama» sowie der Vernehmlassung und möglichen Umsetzung neuer Verordnungen rund um den landwirtschaftlichen Stras­ sen­verkehr – Anhängerbremsen, vorderer Überhang – steht wohl ein ebenso spannendes Jahr 2018 bevor. Zum Themen­komplex «schweizerische Landwirtschaftspolitik versus Landtechnik der Zukunft» meinte SLV-­Präsident Jürg Minger (Bild rechts), dass letztlich nur eine innovative Land­technik eine pros-

perierende Landwirtschaft ermögliche. Herausfordernd werde sich die Digitalisierung auswirken, und zwar gleichermassen auf den Landwirt wie auf den Landmaschinenhandel. Neu organisiert hat der SLV die Ausstellungs­ kommission für die «Agrama», die neu unter Leitung des SLV-Geschäftsführers Pierre-Alain Rom (Bild links) steht und heuer wieder durchgeführt wird. Rom wird in dieser Funktion unterstützt von Christian Penet, Adrian Schürch und Kurt Bachmann als regionale Vertreter sowie von Hallenchef Ueli Peter. Neu wird es an der «Agrama» eine Frei­ fläche geben, die aber ausschliesslich für Vorführungen genutzt werden kann. Die Jahresrechnung des 155 Mitglieder umfassenden Verbands weist einen Verlust von CHF 14 000.– aus, der etwas höher ausgefallen ist, als einst budgetiert wurde. Das Budget für das neue Jahr rechnet mit einem Gewinn von CHF 7000.–.

«Hochkomplexe» Anhänger Dass das Thema «Anhänger» hochkomplex ist, wurde Ende Januar am Fachkurs «Landwirtschaftliche Trans­port­anhän­ger: Worauf kommt es an?», organisiert von Lohnunternehmer Schweiz, deutlich. Rund 35 Teilnehmer liessen sich auf dem Gelände der Serco Landtechnik AG in Oberbipp BE einen ganzen Tag in mehreren Posten zu Themen wie «Bremsen», «Fahrwerke» und «gesetzliche Bestimmungen» informieren. Trainer waren Erich Jenny von Marolf, Stefan Marti von AM Suisse, Paul Burkhard von Wabco und

Roger Stirnimann von der Hochschule Zollikofen. Hans Wagner von Serco erklärte am Prüfstand wie die Bremsleistung eines Anhängers «korrekt» sein muss. Am Schluss des Tages vollführte Lohnunternehmer Rolf Haller mit seinem 40-km/h-­ Traktor-­Anhänger-­Gespann mit elektronischem Bremssystem EBS eine Vollbremsung auf nasser Strasse. Er zeigte mit dieser Demonstration eindrücklich auf, wie sicher, stabil und schnell die Bremsreaktion mit einem EBS gegenüber einer herkömmlichen Bremsung (ohne EBS) ist.

Neue Striegel-Walzen-­ Kombinationen

Düvelsdorf bringt mit «Green.Rake» und «Terra.Roller» einen neuen Grünlandstriegel mit einer neuen Walze auf den Markt. Die Kombinationen vereinen das Einebnen, Striegeln, Säen und Walzen in einem Arbeitsgang und werden mit Arbeits­breiten von 6, 7,5 und 9 m angeboten. Für die Nachsaat können verschiedene pneumatische Säeinrichtungen, die mit einem neuen Steuermodul per Smartphone, Tablet oder Isobus angesteuert werden, auf den Striegeln montiert werden. Durch ein schnelles An- und Ab­ koppeln können die Geräte je nach Einsatzbedarf flexibel solo oder kombiniert gefahren werden.

«Pro Days» bei Joskin

Anfang Januar hat die Joskin-Gruppe während sechs Tagen die Türen am Standort in Soumagne anlässlich der «Pro Days» (Fachtage für Profis) geöffnet – bereits zum 17. Male. Auch dieses Jahr war das Ereignis ein echter Erfolg, haben doch nicht weniger als 10 000 Personen diesen Anlass besucht.

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Aktuelles

Neu in der Schweiz

Volles Lader-Programm Aggeler AG zeigt an der Tier&Technik einen Querschnitt durch das Programm an Giant-Hofladern, ManitouTeleskop­ladern und Humus-Mulchgeräten. Erstmals wer­ den der Manitou «MT 420» (Bild) mit 1,6 m Aussenbreite und 2 t Nutzlast sowie die neue Baureihe «MLT NewAg» mit der Superkabine vorgestellt, die übersichtlich und innen so leise wie ein modernes Auto sein soll.

Der Schweizer Importeur von Güttler zeigt an der Tier&Tech­ nik in St. Gallen die innovative Ergänzung zur Federzahn­ egge «SuperMaxx». Von der Grundbodenbearbeitung bis zur Saat erfüllt das System alle Voraussetzungen der moder­ nen Landtechnik und der ökologischen Bearbeitung. Nebst Güttler präsentiert Leiser an seinem Stand auch Schneepflü­ ge, Salzstreuer und Auslegermulcher von Rasco.

Spannende Sonderschauen

Vom 21. bis 24. März 2018 findet in Bern die 6. Baumaschinen-Messe statt. Für die diesjährige Austragung wurde das Kon­ zept komplett überarbeitet, so wird es heuer spektakuläre Live-Shows, spannen­ de Sonderschauen (beispielsweise zum Thema «Erdbewegung») und innovative Foren geben. Zudem wird im Rahmen der Messe erstmals der Schweizer Meister im Baumaschinenführen gekürt. Anmeldun­ gen zu dieser Meisterschaft werden noch bis am 3. März online entgegengenom­ men. Die Messe führt die Vollregistration ein. Die Besucher werden mit einem per­ sonalisierten Badge versehen. Es emp­ fiehlt sich, das Ticket online im Vorfeld zu kaufen und zur Messe mitzubringen, um damit speditiv ins Messegelände zu gelan­ gen (www.baumaschinenmesse.ch). 6

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Sauberer Betrieb In der Landwirtschaft steht Wirtschaftlichkeit in direkter Verbindung mit Pfle­ ge, Funktionssicherheit und Hygiene. Das Kärcher System aus Reinigungsma­ schine, Reinigungsmitteln und Zubehör bietet dazu eine optimale Abstimmung, um beste Resultate in der Reinigung und Desinfektion von Maschinen, Anlagen und Gebäuden zu erzielen. Kärcher präsentiert an der Tier&Technik drei Schwer­ punkte: «iSolar» – das ge­ prüfte und zertifizierte Hochdruckreiniger Zube­ hör für die gründliche Rei­ nigung von Solarmodulen. «Easy!Force» – die neue Di­ mension der Ergonomie in der Hochdruckreinigung. Mit dieser neuen Pistole für Hochdruckreiniger braucht man null Haltekraft und kann viel entspannter und mühelos reinigen. Weiter wird die neue Mittelklas­ se von Hochdruckreini­ gern gezeigt: modular auf­ gebaut, robust und langle­ big. Am Stand von Kärcher in der Halle 3.1 am Stand 3.1.19 taucht man ein in ei­ ne Welt, die Sauberkeit neu definiert, und kann von in­ teressanten Messeangebo­ ten profitieren.


Aktuelles

Wintershow bei Schneefall

«Fräsen, räumen, kehren und streuen» – unter diesem Motto konnten Ende Januar und Anfang Februar zahlreiche Besu-

cher aus dem In- und (nahen) Ausland die grosse Wintershow an verschiedenen Orten verfolgen. Wie bestellt, fiel am letzten Tag der Show auch noch Schnee, was der Veranstaltung das richtige Ambiente gab. Der Gemeinschaftsanlass von Holder, Hako, Zaugg, Schiltrac, Forst Act, Sauerburger, Mutter und Wintec war für alle Besucher ein Erlebnis. Einzelpräsentationen und Live-Einsätze gestalteten den Anlass abwechslungsreich und interessant. Anwesend waren Interessierte von Kommunalbetrieben, Submissionsbeauftragte und Fachleute vom Verkauf und Handel.

SMSWettbewerb Jeden Monat verlost die Schweizer Landtechnik in Partnerschaft mit einem Landmaschinen-Händler ein attraktives Traktoren-Modell.

Aggressive Medien? Kein Problem für den komplett aus Edelstahl gefertigten «Optimix 2A». Das neu im Sortiment von Wälchli aufge­ führte Tauchmotorrührwerk ist eine ideale Lösung für Einsätze in Substra­ ten mit geringen pH-Werten und sehr aggressiven Medien. Das Rührwerk mit einem attraktiven Preis-Leistungs-­Verhältnis wird an der Tier&Technik und an der AgriMesse in Thun ausgestellt.

Info-Tag der Lohnunternehmer Mit dem Thema «Strassenverkehr» startete «Lohnunternehmer Schweiz» Ende Januar bei der Firma Agro-Technik Zulliger seine neue Infotage-Serie. Über 80 Betriebsleiter und ihre Mitarbeiter liessen sich in Hüswil LU unter anderem über die neusten Entwicklungen im Strassenverkehr informieren. Die drei Lohnunternehmer Daniel Bolliger, Schmiedrued; Toni Schaller, Altbüron; und Thomas Haller, Birrhard; zeigten auf, welche Vor- und Nachteile der Einsatz von Lkws in der Landwirtschaft haben kann. Wertvolle Tipps zum Umrüsten eines Lkw von einem weissen auf ein grünes Nummernschild für den 40-km/h-Einsatz gab es von Willi Signer aus Matzingen, der in diesem Bereich über sehr viel Fachwissen verfügt. Am Infotag konnten sich die Besucher zudem über das Maschinenprogramm der Firma Agro-Technik Zulliger informieren. Im Fokus dabei stand etwa der Rollbandwagen «Aperion 2101» von Strautmann.

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Markt | Interview

Fünf Mega-Trends der Landtechnik Die «Schweizer Landtechnik» befragte Thomas Herlitzius, Professor und Leiter des Lehrstuhls für Agrarsystemtechnik an der Technischen Universität Dresden, zu aktuellen Entwicklungen in der Landmaschinenbranche. Wolfgang Rudolph* Schweizer Landtechnik: Die letzte Agritechnica hat es wieder gezeigt: Noch wirkt das Wachstumsgesetz der Landtechnik, nämlich Produktivitätszuwachs durch höhere Motorleistung, Arbeitsgeschwindigkeit und Arbeitsbreite. Doch Landwirte beklagen, dass es immer schwieriger wird, die grossen und teuren Einheiten auszulasten. Mobile Arbeitsmaschinen mit Vorderachslasten von bis zu 25 t führen überdies zu einer hohen Bodenverdichtung. Wie reagiert die Landtechnikbranche auf diese Herausforderungen? Thomas Herlitzius : Ich sehe hier fünf grosse Trends, wobei bei jedem dieser Ansätze zur nachhaltigen Effizienzsteigerung die Digitalisierung der Landwirtschaft eine Schlüsselstellung einnimmt, ja diese Ansätze zu einem grossen Teil überhaupt erst ermöglicht. Wichtigster Trend und zugleich Kern der Landwirtschaft 4.0 ist die Zusammenführung von Maschinen­ automatisierung und Verfahrensautomatisierung. Nur so kann die installierte technische Kapazität der Arbeitsmaschinen in vollem Masse zur Ertragssteigerung bei gleichzeitiger Senkung der Verfahrenskosten genutzt werden. Welche Lösungswege zeichnen sich ab? Es wird hinterfragt, ob jede Maschine einen eigenen Bediener benötigt. Gestützt auf die sich aus der Prozessautomati­ sierung ergebenden Möglichkeiten zur Arbeits­erleichterung und Entscheidung­ sunterstützung könnte ein Mensch durchaus mehrere Landmaschinen führen. Gibt es Beispiele dazu? Beispiele dafür sind zwei aktuelle Schwarmkonzepte: Zum einen die auf der *Wolfgang Rudolph ist Fachjournalist für Landtechnik und kommt aus Bad Lausick (D).

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Schweizer Landtechnik 2 2018

Thomas Herlitzius ist Professor und Leiter des Lehrstuhls für Agrarsystemtechnik an der Technischen Universität Dresden. Bilder: Carmen Rudolph

Agritechnica vorgestellten autark agierenden Säroboter «Xaver» von Fendt. Diese etwa 70 kg wiegenden Roboter sollen als Schwarm pro Stunde etwa einen Hektar Mais legen und dabei den Ablageort jedes einzelnen Korns für die nachfolgende Pflege der Pflanzen speichern. Fällt eine Maschine aus, übernehmen die anderen diesen Feldabschnitt. Beim gemeinsam mit John Deere von einem Konsortium sächsischer Unternehmen und Forschungseinrichtungen verfolgten Projekt «Feldschwarm» arbeiten die auf dem Acker tätigen Einheiten nicht völlig autark, sondern kommunizieren untereinander sowie mit dem Farmmanagementsystem, das die Aufgabenplanung steuert. Ein Bediener führt hier in seinem als

Zentrale fungierenden Traktor eine Anzahl selbstfahrender hochautomatisierter Arbeitsgeräte, praktisch wie ein grosses Gespann. Der Mensch behält also die Oberhand? Ja. Es gibt eine Reihe sozialer und ökonomischer Gründe, warum es besser ist, den Mensch in solch sogenannte kollaborative Automatisierungslösungen zu integrieren, als ihn durch Vollautomatisierung herauszudrängen. Das ist wie beim Tanzen. Wer nicht regelmässig übt, kommt schneller aus dem Tritt. Auf die Landtechnik übertragen heisst das: Werden erfahrene Maschinenbediener und ihre qualifizierten Entscheidungen nicht mehr ge-


Interview | Markt

Erfassen und Sammeln der Sensordaten, vor allem aber deren intelligente Interpretation mit Hilfe von Big-Data-Analytics ist echte Digitalisierung auf einem sehr hohen Level. Solche Vorhersagemodelle, Fachleute sprechen vom Predictive Maintenance, werden die Instandhaltung verändern und stehen übrigens im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Leichtbau, den ich als vierte massgebliche Ent­ wicklungsrichtung in der Landtechnikbranche betrachte.

«Braucht künftig jede Maschine noch einen eigenen Bediener oder sind die Schwarmkonzepte die Lösung für die Zukunft?», fragt sich Thomas Herlitzius.

braucht – sofern das in naher Zukunft überhaupt wirtschaftlich realisierbar ist –, dann können Kompetenzen nicht mehr im nötigen Umfange trainiert und weitergegeben werden. Sollte aber irgendwann einmal die Vollautomatisierung tatsächlich machbar und erwünscht sein, lassen sich dann die Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine relativ leicht überbrücken. Umgedreht geht das dagegen nicht. Das sehen viele wohl noch in weiter Ferne. Als Argument dafür wird oft genannt, dass sich im Gegensatz zu Industrieanwendungen, Stichwort «Industrie 4.0», die Messumgebungen in der Landwirtschaft ständig ändern. Das gehört in der Tat zu den besonderen Hürden bei der Digitalisierung im Agrarbereich. Aber wir wissen mittlerweile, dass sie überwindbar sind. Nach wie vor fehlt es bei verschiedenen landwirtschaftlichen Prozessen an geeigneten robus­ten Sensoren, insbesondere im Bereich der Bodenbearbeitung. Darüber hinaus müssen noch im grossen Massstab angesammelte Erfahrungen in maschinenverarbeitbare Algorithmen um­ gewandelt werden, um entsprechende Steuerungen entwickeln zu können. Die Überwindung dieser Hindernisse erfordert einen Grad der interdisziplinären Zusammen­ arbeit vom Maschinenkonstrukteur über den Pflanzenkundler, Landwirt bis zum Betriebswirtschaftler, wie es ihn bisher nicht gab.

Sie sprachen von fünf grossen Trends. Welche Entwicklungsrichtungen sind noch erkennbar? Ein weiterer technologischer Trend in der Landtechnik entstand durch die steigende Nachfrage nach bodenschonenden Fahrwerken. Bei einem Vergleich der Listenpreise verschiedener Hersteller stellt man fest, dass Landwirte bereit sind, dafür einen Aufschlag von etwa 50 000 Euro zu zahlen, unabhängig vom Grundpreis der Maschine. Über den Effekt von Raupenfahrwerken auf Bodenschonung und Verbes­serung der Traktion gibt es in der Wissenschaft allerdings unterschiedliche Meinungen. Eine Alternative ist die zusätzliche Achse. Dafür sprechen geringere Kosten und Verschleiss sowie weniger Rollwiderstand als beim Gleisband. Apropos Wirtschaftlichkeit: Mit den Investitionskosten für moderne Landtechnik steigt doch auch der Verlust, der bei Ausfällen zu Buche schlägt … Aber dafür gewinnt die Maschinenverfügbarkeit an Wert. Als dritten Trend sehe ich daher Systeme zur Ferndiagnose und Wartungsvorhersage. Die Vorhersage zur Funktionstüchtigkeit der Bauteile erfolgt auf der Basis von Belastungsakkumulation. Dabei wird die bei der Konstruktion ausgelegte Betriebsfestigkeit mit der von Sensoren registrierten tatsächlichen Beanspruchung verglichen und daraus der Verschleiss errechnet. So kann durch rechtzeitiges Auswechseln der betreffenden Aggregate ein Ausfall der gesamten Maschine verhindert werden. Das

Der Leichtbau ist ja schon einige Zeit im Gespräch, aber bislang, so mein Eindruck, im praktischen Alltag nicht wirklich angekommen? Da stimme ich Ihnen zu. Aber dessen ungeachtet wird eine Verringerung des Leistungsgewichts (kg pro kW oder PS) objektiv immer dringlicher. Setzt sich zum Beispiel die bisherige Entwicklung von Mähdreschern in den nächsten Jahren linear fort, dann haben sie im Jahr 2030 eine Leistung von bis zu 530 kW, was einen 13- oder 16-l-Dieselmotor mit entsprechendem Gewicht erfordert, ein 35 bis 40 Fuss breites Schneidwerk und einen etwa 16 m³ grossen Korntank. Das Ganze würde leer 22 t wiegen. Zwar hat sich das Gewicht der Mähdrescher in Bezug zur Motorleistung von rund 50 kg/kW in den 1950er/1960er-Jahren durch die rasant gestiegene Leistungsdichte der Dieselmotoren auf heute 40 kg/kW verringert. Aber da Mäh­ drescher wegen des Bodendrucks und der Verkehrszulassung insgesamt nicht mehr schwerer werden dürfen, müsste dieser Wert bei einer angestrebten höheren Arbeitsleistung der Maschinen auf 35 kg/kW sinken. Das ist mit Stahl ganz sicher nicht mehr zu machen. Da würde sich doch Aluminium anbie­ ten? Oder sehen Sie andere Werkstoffe? Auch mit verstärktem Einsatz von Aluminiumlegierungen kann man sich solchen Leistungsgewichten bestenfalls nähern. Daher werden Faserverbundwerkstoffe zunehmend auch in Struktur- und Funk­ tions­baugruppen Einzug halten. Bezogen auf Stahl bringen Faserverbundwerk­stoffe bei gleicher Tragfähigkeit nur ein Sechstel des Gewichts auf die Waage. Aller­dings sind sie auch sechsmal teurer und es bleibt abzuwarten, wie der Markt auf die dadurch verursachten Kosten­ steigerungen reagiert und ob neue Konzepte wie 2 2018 Schweizer Landtechnik

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Markt | Interview

Schwärme kleinerer Maschinen, die dann weiterhin in konventioneller Stahlbau­ weise gefertigt werden, eine wirtschaftli­ che Alternative darstellen können. Neue Werkstoffe sind ja auch nicht die einzigen Preistreiber bei den Ma­ schinen. Die aufwändigen Abgas­ reinigungssysteme der Motoren ver­ ursachen ebenfalls höhere Kosten, ohne direkten Produktivitätsgewinn für den Landwirt. Zweifelllos. Trotzdem geht auch hier die Entwicklung weiter. Und das sehe ich als fünften grossen Trend: Nachdem es ge­ lungen ist, die Stickoxide und den Fein­ staubanteil in den Motorabgasen mit der Norm der Stufe 4 kräftig zu reduzieren, und Motorenhersteller bereits Lösungen zur Abgasnachbehandlung für die ab 2019 geltende Stufe 5 vorgestellt haben, gibt es Bestrebungen, nun auch die CO ²-­ Emissionen der Landwirtschaft zu sen­ ken. Diese politische Forderung lässt sich jedoch nicht, wie für Pkw und leichte Lkw bereits praktiziert, über EU-Flotten­ limits bewerkstelligen, das heisst über die Festlegung von Grenzwerten für den durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch

und somit den CO ²-Ausstoss pro km bei allen neu in Europa zugelassenen Fahr­ zeugen eines Autoherstellers. Zumal eine Senkung des Flottendurchschnitts durch rein elektrisch angetriebene Modelle im Traktorenbereich – trotz aller Erfolge bei der Elektrifizierung von Antriebssträn­ gen – zumindest in naher Zukunft unrea­ listisch ist. Müsste man allenfalls den Kraftstoff­ verbrauch limitieren? Im Gegensatz zum Strassenverkehr ver­ brauchen mobile Landmaschinen den meisten Kraftstoff nicht dafür, etwas von A nach B zu transportieren, sondern um einen Grubber zu ziehen oder Mais zu häckseln. Sie verrichten Arbeit. Eine star­ re Verbrauchslimitierung würde deshalb zu Ungerechtigkeiten und Zielkonflikten führen. So benötigen Betriebe für die Boden­bearbeitung an leichten Standorten weniger Energie als auf schweren Böden. Landwirte, die auf eine mechanische Un­ krautregulierung setzen und daher mehr Überfahrten benötigen, wären unter dem Gesichtspunkt des CO²-Ausstosses gegen­ über Anwendern chemischer Mittel im Nachteil. Ausserdem entstehen CO²-Emis­

Für die weitere Digitalisierung der Landwirt­ schaft fehlten bei vielen Prozessen entspre­ chende Sensoren, meint Thomas Herlitzius.

sionen ja nicht nur durch die Motoren von Traktoren und Erntemaschinen. Andere Klimagase wie Methan und Lachgas ge­ langen auch bei verschiedenen Prozessen wie der Düngung oder der Tierhaltung in die Atmosphäre. Das wäre also eine weitere Stell­ schraube? Ja, und zwar die wichtigere. Landmaschi­ nenhersteller sehen in den Verfahrens­ketten ein höheres CO²-Einspar­pozenzial als in den bereits extrem optimierten Antrieben und plädieren daher für einen ganzheitlichen Ansatz. Um eine ma­schinen­bezogene ge­ setzliche Regelung auf EU-Ebene zu ver­ meiden, arbeitet die Branche an einer Selbst­verpflichtung zur CO²-Einsparung. Sie beinhaltet neben Ma­schinen­verbes­serun­ gen eine genaue Analyse landwirtschaftli­ cher Prozesse unter konkreten Standort­ bedingungen. Daraus resultieren dann Handlungsempfehlungen für eine effiziente Pflanzen- und Tier­produktion mit weniger Klimagas-Emissionen.

Können Sie Beispiele nennen?

Für Thomas Herlitzius ist die Verringerung des Leistungsgewichts (kg pro PS) bei vielen Landmaschinen ein dringliches Anliegen. «Steigen die Leistungen weiter an, müssen andere Konstruktionsmaterialien gefunden werden.»

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Schweizer Landtechnik 2 2018

Die Palette reicht von der Reifendruck­ regelanlage, über verbesserte Werkzeu­ ge, den Einsatz von Biokraftstoffen bis zu Veränderungen der Fruchtfolge, um durch eine höhere Feldhygiene Über­ fahrten einzusparen. Mit der durchge­ henden Digitalisierung von Prozessdaten und Big-Data-Analysen eröffnen sich enorme Möglichkeiten für eine Optimie­ rung der Verfahrensketten. Das bringt letztlich bedeutend mehr CO ² -Einspa­ rung als die mit hohem Aufwand betrie­ bene geringfügige Verbesserung des Motorwirkungs­grades.


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Markt | Traktoren

Rückläufiger Traktorenmarkt Die Zulassungszahlen von Traktoren sind im vergangenen Jahr um knapp 6 % zurück­ gegangen. Fendt führt die Liste weiter vor New Holland an, John Deere hat sich den dritten Platz zurückerobert und verdrängte Deutz-Fahr vom Podest. Roman Engeler und Heinz Röthlisberger

Zulassungen nach Marken 2017

2016

+/–

Fendt

391

386

5

New Holland

288

303

–15

John Deere

265

223

42

Deutz-Fahr

219

250

–31

Massey Ferguson

157

145

12

Steyr

127

163

–36

Claas

102

113

–11

Lindner

99

107

–8

Kubota

82

74

8

Hürlimann

81

86

–5

Case IH

74

111

–37

Same

49

57

–8 –20

Valtra

41

61

Landini

30

32

–2

McCormick

26

32

–6

Rigitrac

19

23

–4

9

3

6

JCB

2017 wurden in der Schweiz 2074 Traktoren neu zugelassen, 129 oder 5,9 % weniger als ein Jahr zuvor. Bild: Heinz Röthlisberger

In verschiedenen Medien wurden in den letzten Wochen widersprüchliche Zahlen zum Schweizer Traktorenmarkt publiziert. Die «Schweizer Landtechnik» stützt sich in ihren Auswertungen stets auf die Zahlen des Schweizerischen Landmaschinenver­ bands und kann so auch eine Vergleichbar­ keit über die Jahre hinweg gewährleisten. Mit 2074 neu zugelassenen Traktoren präsentierte sich der Schweizer Trakto­ renmarkt im vergangen Jahr schwächer als in den Vorjahren (2016: 2202 Stück; 2015: 2534 Stück; 2014: 2095 Stück). Verschiedene Faktoren (z. B. Situation auf dem Milchmarkt) haben zumindest in der ersten Jahreshälfte auf den Absatz gedrückt.

(–15 Stück), verblieb aber mit 288 abge­ setzten Traktoren auf Rang zwei und konnte seinen Marktanteil im Vergleich zum Vorjahr leicht ausbauen. Stark zuge­ legt hat John Deere. Diese Marke konnte 42 Modelle mehr verkaufen als 2016, stiess mit 265 Einheiten auf den dritten Platz vor und verbesserte seinen Markt­ anteil um 2,6 % auf 12,8 %. Vom Podium auf den vierten Platz zurückgefallen ist Deutz-Fahr. Diese Marke setzte 31 Einhei­ ten weniger ab als 2016 und büsste auch leicht beim Marktanteil ein.

Lamborghini

5

11

–6

Zetor

4

19

–15

Carraro

2

4

–2

Kioti

1

1

Übrige

3

3

2074

2203

–129

Total

2016 noch bei den Gewinnern, sowohl was die Stückzahlen als auch die Markt­ anteile betraf, zählen Case IH und Steyr im vergangenen Jahr eher zu den Verlierern (–36 Einheiten bei Steyr und –37 Modelle bei Case IH). Ebenfalls verloren hat Valtra (–20). Rigitrac, der einzige Schweizer Her­ steller bei den Traktoren, setzte 4 Stück weniger ab, konnte aber immer noch 19 Modelle ausliefern.

Fendt führt weiter Die Zulassungsstatistik wird von Fendt mit 391 Einheiten angeführt. Da diese Marke auch punkto Stückzahlen zulegen konnte, verbesserte sich entsprechend der Markt­ anteil auf stolze 18,9 %. New Holland musste Einbussen beim Absatz hinnehmen 12

Schweizer Landtechnik 2 2018

Meistverkaufte Einzelmodelle waren im vergangenen Jahr der Fendt «211 Vario» (links), vor dem Fendt «313 Vario» und dem John Deere «6130R» (rechts). Bilder: zvg


PS-Statistik der Traktor-Zulassungen 800 2014 2015 2016 2017

700 600

Anzahl

500

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400 300 200 100

PS-Klassen Wie in den vergangenen Jahren ist die PS-Klasse von 101 bis 120 Pferdestärken das verkaufsstärkste Segment. In diese Klasse fallen 36,7 % der verkauften Traktoren (761 Stück). Den nächstgrössten Anteil macht die Kategorie 81 bis 100 PS mit 23,2 % aus. Rund 60 % aller 2017 neu imma­ trikulierten Traktoren weisen also eine Nennleistung zwischen 81 und 120 PS auf. In den übrigen Leistungsklassen sind ebenfalls nur geringe Veränderungen zu den Vorjahren festzustellen.

ab

30 1

0 25 1–

30

25 0

0 20

20 1–

PS-Klassen

18 1–

16 1– 18 0

14 1– 16 0

12 1– 14 0

10 1– 12 0

81 –1 00

61 –

b is

60

80

0

Prozentual wurden 2017 eher weniger grosse Traktoren in den Markt gebracht.

Einzelmodelle Die Rangfolge der Einzelmodelle führen wie schon in den letzten beiden Jahren der Fendt «211 Vario» (140 Stück, zusätzlich noch 23 Einheiten in Schmalspur-­ Versionen) und der Fendt «313 Vario» (90 Traktoren) an. Auf den nächsten Plätzen folgt John Deere mit dem Modell «6130R» (63 Einheiten) und New Holland mit «T5.120» mit 48 Stück.

Transporter und Zweiachsmäher Transporter 2017

2016

Reform

95

82

13

Aebi

71

45

26

Lindner

37

36

1

8

5

3

Caron Schiltrac

+/–

5

3

2

216

171

45

2017

2016

+/–

Aebi

138

120

18

Reform

108

112

–4 10

Total Zweiachsmäher

41

31

Pasquali

Antonio Carraro

7

5

2

BCS

6

8

–2

Sauerburger Total

4

1

3

304

277

27

Apfel Diwa | © Agrisano

Um mehr als ein Viertel (+26,3 %) haben im letzten Jahr die Zulassungen bei den Transportern zugenommen. So konnten 2017 nicht weniger als 216 Stück abgesetzt werden, wobei schon wie im Jahre 2016 Reform mit 95 Einheiten vor Aebi mit deren 71 die Rangliste anführt. Der Schweizer Hersteller Schiltrac konnte ebenfalls zu­ legen und seinen Absatz von drei auf fünf Modelle steigern. Leicht zugenommen gegenüber 2016 haben auch die Zahlen bei den Zweiachsmähern. In dieser Fahrzeugkategorie stiegen die Verkäufe um 9,7 % auf 304 Ein­ heiten, wobei Aebi in der Rangliste dank einem Schlussspurt gegen Ende des Jahres mit 138 Stück (+18) die Nase wie ein Jahr zuvor vorne hat. Reform folgt mit 108 Einheiten auf Platz zwei (–4) vor Antonio Carraro mit 41 Modellen (+10). Prozentual stark zulegen – wenn auch bezüglich Stückzahlen auf tiefem Niveau – konnte Sauerburger mit 4 abgesetzten Modellen.

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Fütterung

Die Modelle «MyMischer» von Ballemax sind zu 100% «made in Switzerland» und können mit einer 32-Ampere-Absicherung betrieben werden. Bilder: R. Burkhalter, R. Engeler, zvg

Stromer erobern die Futterachse Selbstfahrende Futtermischwagen mit Elektroantrieb haben zahlreiche Vorteile, jedoch auch den Nachteil der eng begrenzten Mobilität. Die «Schweizer Landtechnik» hat auf Praxisbetrieben nachgefragt, worauf bei der Auswahl eines Modells zu achten ist. Ruedi Burkhalter

In der Schweiz liegen Futtermischwagen mit elektrischem Antrieb im Trend. Mittler­weile haben mindestns acht Anbieter von Futtermischwagen einen elektrischen Selbstfahrer im Programm. Die «Schweizer Landtechnik» hat sechs Praxisbetriebe besucht, die mit unterschiedlichen elektrisch angetriebenen Futtermischwagen arbeiten. Die Gespräche mit den Betriebsleitern haben einerseits eine grosse Zufriedenheit mit der Systemwahl ergeben. Keiner der Betriebsleiter würde 14

Schweizer Landtechnik 2 2018

den elektrischen Selbstfahrer wieder hergeben oder durch ein Traktor-betriebenes Modell ersetzen wollen. Anderseits wurde auch klar, dass nicht jedes Fabrikat für jeden Betrieb gleich gut geeignet ist.

Günstig, sauber und leise Die Gründe, weshalb elektrisch angetriebene Futtermischwagen immer beliebter werden, sind vielfältig. Auf den Praxis­ betrieben wurden tiefere Energiekosten, tiefere Gesamtkosten und die einfachere

Bedienung bei geringerem Platzbedarf am häufigsten genannt. Die Energiekosten sind mit Elektroantrieb deutlich tiefer. Ein Betriebsleiter berichtet, dass er vorher 6 bis 8 l Diesel pro Mischvorgang verbrauchte, jetzt das gleiche Ergebnis mit rund CHF 2.– Stromkosten erzielt. In seinem Fall sind die Energiekosten also auf weniger als einen Viertel gesunken. Demgegenüber steht der doch deutlich höhere Anschaffungspreis eines Elektro-Selbstfahrers – jedenfalls auf den ersten Blick.


Fütterung

Werden beim Wirtschaftlichkeitsvergleich die Kosten für den Traktor «ehrlich» be­ rücksichtigt, dürfte die Traktor-Variante längerfristig betrachtet kaum günstiger abschneiden. Zwar wird oft argumentiert, es könne ein günstiger, alter Traktor ein­ gesetzt werden. In der Praxis jedoch er­ weisen sich solche Traktoren aufgrund von höherem Treibstoffverbrauch, unvermeid­ lichen Reparaturen, starken Abgasemis­ sionen oder gar Ölverlusten in der Futter­ achse oft nicht als eine längerfristig zu­ frieden­stellende Variante.

Kein Traktor blockiert Die Betriebsleiter sind sich einig: Dank Elektroantrieb wird ein Traktor weniger benötigt, denn das aufwändige An- und Abkuppeln des Mischwagentraktors wird in der Praxis wegen des zu hohen Auf­ wands meist nach einer gewissen Zeit wieder aufgegeben. Besonders bei Ar­ beitsspitzen fällt dieser Vorteil stark ins Gewicht, denn mit dem Elektrofahrkopf kann dann auch der «Grossvater» noch füttern. Lärm- und Abgasemissionen des Traktors fallen weg und da der elektrisch angetriebene Futtermischwagen in der Regel immer im Gebäude bleibt, gelangt auch kaum Schmutz auf die Futterachse. Doch wie findet man das am besten zum Betrieb passende Modell?

Knackpunkt Stromanschluss Bei der Anschaffung eines Elektro­misch­ wagens müssen die betrieblichen Voraus­ setzungen und Anforderungen genau analysiert und die Technik entsprechend

ausgewählt werden. Die grösste Heraus­ forderung ist meist die begrenzt verfüg­ bare elektrische Leistung. Für den Elektro­ antrieb steht auf den meisten Betrieben nur etwa zwischen einem Viertel und der Hälfte der Nennleistung zur Verfügung, die bei einer Motorisierung mit dem Trak­ tor üblicherweise eingesetzt wird. Die Leistung des Elektromotors sollte so aus­ gewählt werden, dass noch eine minima­ le Leistungsreserve frei bleibt. Dies einer­ seits weil Elektromotoren beim Anlaufen und bei den auftretenden Drehmoment­ spitzen kurzzeitig eine höhere Strom­ stärke aus dem Netz ziehen können, als dies bei Nennleistung der Fall ist. Die Pro­ blematik der begrenzten elektrischen Leistung wird dann noch verschärft, wenn während des Mischens auch noch andere Stromverbraucher eingeschaltet werden, beispielsweise wenn mit einem elektrisch angetriebenen Kran befüllt wird. Soll das Nutzvolumen des Misch­ behälters voll ausgenutzt werden, muss sich das Mischorgan während des Befül­ lens zumindest mit reduzierter Drehzahl drehen können. Als Faustregel gilt: Bei Behältervolumen unter 10 m3 und Mi­ schungsgewichten bis 1500 kg reicht, je nach Netzbetreiber, bei einer 40-Ampere-­ Absicherung meist eine Stern-Dreieck-­ Schaltung aus. Wird es mit der Netz­ versorgung knapp, bieten die Hersteller unterschiedliche Lösungsansätze.

schen Antriebskonzepten unterschieden. Bei der mechanischen Variante wird die Leistung des Elektromotors über Reduk­ tions­ getriebe und teilweise Keilriemen mechanisch auf das Mischorgan übertra­ gen. Diese Variante bietet den Vorteil ei­ nes hohen Wirkungsgrads von bis zu 95 %. Bei geringen Netz-Reserven und grösseren Mischbehältern muss bei mecha­ nischen Antrieben häufig ein Frequenz­umrichter eingebaut werden, der die Investition um rund CHF 3000.– ver­ teuert. Dieses Gerät dient dann als eine Art «elektrische Untersetzung», mit wel­ cher der Strombezug auf einen beliebig einstellbaren Wert begrenzt werden kann. Steigt der Stromfluss bei zu hohem me­ chanischem Widerstand ohne Frequenz­ umrichter über den abgesicherten Wert an, unterbricht der Thermoschutz die Stromzufuhr und es bleibt meist nichts an­ deres übrig, als einen Teil der Ladung aus dem blockierten Mischbehälter zu entfer­ nen. Mit Frequenzumrichter hingegen kann der Motor mit höherem Dreh­ moment und reduzierter Drehzahl weiter drehen, bis der Widerstand – beispiels­ weise nach dem Auflösen einer Rund­ balle – wieder sinkt. Konkret kann also dank Frequenzumrichter mit gleicher An­ schlussleistung ein höheres Dreh­moment erzeugt werden.

Hoher Wirkungsgrad

Beim elektrisch-hydraulischen Mischer­ antrieb übernimmt die Hydraulik die Funk­ tion der Untersetzung beim Auftreten

Grundsätzlich wird zwischen elektrisch-­ mechanischen und elektrisch-hydrauli­

Hydraulik bringt höheres Drehmoment

Übersicht Elektro-Futtermischer Hersteller Mischtechnik/ Hersteller Antriebseinheit www.bvl-group.de www.kurmann-technik.ch

Behältervolumen

Mischsystem

Antrieb Mischsystem

Vertrieb Schweiz

3,5 bis 20 m3

1–2 Schnecken vertikal

Mechanisch plus hydraulische Anfahrhilfe

www.kurmann-technik.ch

www.kuratli-maschinenbau.ch www.kuratli-maschinenbau.ch

3,5 bis 12 m3

2 Schnecken horizontal

Mechanisch

www.kuratli-maschinenbau.ch

www.zitech.it www.zitech.it

3 bis 18 m3

1–2 Schnecken vertikal

Mechanisch

www.ruckliag.ch

www.sgariboldi.it www.fankhauser.swiss

5 bis 22 m3

1 Schnecke horizontal

Mechanisch

www.servicemeyer.ch

www.strautmann.de www.agrotechnikzulliger.ch

4 bis 16,5 m3

1 Schnecke vertikal

Hydraulisch

www.agrotechnikzulliger.ch

www.siloking.com www.siloking.com

8 bis 14 m3

1 Schnecke vertikal

Mechanisch

www.agriott.ch

www.storti.com www.odermatt-lm.ch

10 bis 18 m3

2 Schnecken horizontal

Mechanisch

www.odermatt-lm.ch

www.ballemax.ch www.ballemax.ch

3 bis 7 m3

1 Schnecke vertikal

Hydraulisch

www.ballemax.ch

2 2018 Schweizer Landtechnik

15


Fütterung

erhöh­ ter Drehmomente. In diesem Fall wird dann einfach die Förderleistung der Hydraulik­pumpe reduziert, die Schnecke dreht dann ebenfalls mit reduzierter Drehzahl weiter. Der Vorteil der hydraulischen Variante besteht darin, dass noch höhere Drehmomente möglich sind als mit Frequenz­umrichter. Der Nachteil hingegen ist der geringere Wirkungsgrad der Leistungs­ übertragung und allenfalls ein höherer Verschleiss an Pumpen und Hydro­motoren. Nur Kurmann bietet ein Antriebskonzept, das die Vorteile der mechanischen und hydraulischen Leistungsübertragung kombiniert. Bei diesem System erfolgt der Mischer-­Hauptantrieb mechanisch. Übersteigt das Drehmoment – beispielsweise beim Anfahren – das Leistungsvermögen, kann als Unterstützung ein zusätzlicher, von der Bordhydraulik versorgter Hydromotor zugeschaltet werden. Mit diesem «hydraulischen Schweranlauf» wird das Losbrechmoment an der Schnecke im Vergleich zum mechanischen Antrieb um bis zu 350 % erhöht. Die Art des Futters, das verarbeitet werden soll, spielt beim Leistungsbedarf eine zentrale Rolle. Ganze Rundballen mit langem, ungeschnittenem Futter stellen die höchsten Anforderungen an das An­ triebs­ s ystem. Um Drehmomentspitzen auf ein Minimum zu beschränken, empfiehlt es sich besonders in Verbindung mit Elektroantrieben solche Grossballen vorgängig mit einer Schneidzange zu zerschneiden oder mit einem Kran etwas aufzulockern.

Kostenvergleich Fütterung Elektrofahrkopf/Schlepper Fr. 8000 Fr. 6926

Fr. 7000 Fr. 6000 Fr. 5000

Fr. 3559

Fr. 4000

Fr. 2546

Fr. 3000 Fr. 2000

Fr. 730

Fr. 1000 Fr. –

Elektrofahrkopf

Betriebsmittelkosten/Jahr

Schlepper Gesamtkosten/Jahr

Berücksichtigt man im Kostenvergleich die Vollkosten eines Traktors, schneidet die Variante Elektroantrieb deutlich günstiger ab. In diesem Beispiel für einen BvL-Futtermischwagen mit 13 m³ Inhalt wurde mit einem Verbrauch von 4,5 Liter Diesel pro Mischung gerechnet. Quelle: Kurmann Technik

Sechs Modelle im Praxiseinsatz Auf den folgenden Seiten werden die Besonder­heiten von sechs Fabrikaten anhand der Betriebsbesuche beschrieben. Nicht vertreten sind dort die beiden Anbieter Ballemax und Odermatt Landmaschinen. Ballemax richtet sich mit Behälter­ volumen bis 7 m³ vor allem an kleinere und mittlere Betriebe. Die Maschi­nen mit einer vertikalen Misch­ schnecke wurden speziell für den Selbstfahrer-Betrieb ent­ wickelt und kommen deshalb alle mit einer nur 32 Ampere starken Absicherung aus. Mit Allradantrieb bieten die Maschinen eine gute Steig­fähigkeit. Odermatt Land­

maschinen rüstet die Baureihe «Akita» von Storti mit einem Elektrofahrkopf aus. Die Maschinen sind in Grössen von 10 bis 18 m³ ausgerüstet und arbeiten mit zwei Horizontal-Schnecken. Dank Gegenschneiden und Mittelsteg sollen sich die Maschinen besonders auch zum Auflösen von ganzen Rundballen eignen und sind dank der hohen Messerzahl besonders auch bei Betrieben mit grossem Heuanteil in der Ration beliebt. Als Besonderheit bieten diese Maschinen die Möglichkeit, den Elektrofahrkopf in kurzer Zeit von der Maschine zu trennen und diese bei Bedarf mit der erhalten gebliebenen Originaldeichsel an einem Traktor anzuhängen. 
Neben den hier thematisierten Selbstfahrern gibt es weitere Möglich­keiten, Tiere mit elektrisch angetriebener Technik zu füttern. Mittlerweile bieten die meisten Hersteller von Futtermischwagen ihre Technik auch als elektrisch betriebene Stationärmischer an. In Kombination mit Futterverteilwagen, die zunehmend auch mit Akkuantrieb verfügbar sind, lässt sich so mit noch weniger Platzbedarf voll mechanisiert füttern. 

Video zu «Elektro-Mischer»

Dieser Fahrkopf von Odermatt lässt sich bei Bedarf in kurzer Zeit von der Original-Anhängedeichsel des Storti-Mischwagens trennen.

16

Schweizer Landtechnik 2 2018

Weitere Filme zu landtechnisch interessanten Themen auf unserem YouTube-­ Kanal «Schweizer Landtechnik».


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 1

 2

 3 Die Firma Kuratli Maschinenbau aus Unter­eggen SG begann bereits 1995 damit, Erfahrungen mit elektrisch angetriebenen Futtermischwagen zu sammeln. Zu Beginn wurden noch in Italien gefertigte Traktor-Mischer nachträglich mit Elektroantrieben umgerüstet, seit dem Jahr 2000 kommen aber nur noch komplett selbst gefertigte Mischsysteme zum Einsatz. «Wir haben die Geometrie des Misch­ systems mit zwei gegenläufigen Schnecken für den Elektroantrieb gezielt auf einen geringen Leistungsbedarf und möglichst tiefe Drehmomentspitzen hin entwickelt, so dass unsere Mischwagen in vielen Fällen sogar ohne einen teuren Frequenz­ umwandler betrieben werden 18

Schweizer Landtechnik 2 2018

können», sagt Silvio Kuratli. Das hier abgebildete grösste Modell (1) begnügt sich mit einem 18,5-kW-Elektromotor und einer 40-Ampere-Absicherung und kann deshalb auch auf den meisten abgelegenen Höfen mit genug Strom versorgt werden. Der Praxisbetrieb arbeitet auf der relativ kurzen Futterachse ohne Kabel­ trommel. Die Schnecken werden mit 50 bis 120 beidseitig verwendbaren Messern bestückt werden, das Misch­system ist wegen der Schnittqualität besonders auch auf silofreien Betrieben beliebt. Für die Verarbeitung von losem Dürrfutter werden Spezialmesser (2) angeboten, die das Futter schneller ins Misch­werk ziehen. Die Schnecken fördern das Mischgut von beiden Enden gegen die Mitte. Deshalb können bei geöffneter Heckklappe auf einer Höhe von 110 cm auch gut manuell oder mit kleinsten Miniladern Futterkomponenten in den Behälter geladen werden. Für Betriebe, die weder einen Kran noch einen Lader besitzen, bietet Kuratli auf Wunsch einen hydraulisch betätigten Ballen­ spiess an. Damit können ganze Heu- und Silagerundballen mühelos in den Behälter geladen werden. Mit Be­ hälter­volumen von 3,5 bis 12 m3 spricht Kuratli vorwiegend kleinere und mittlere Betriebe an. Dank kompakten Abmessungen und wendigen Fahrwerken können auch engste Gebäude befahren werden. Die Kuratli-Mischer sind serienmässig mit einer in der Mitte des Mischbehälters angeordneten Austragsöffnung links und rechts des Fahrzeugs ausgerüstet. Für erhöhte Krippen sind Kettenschrägförderer erhältlich.

Bei der hier gezeigten Version wirkt der Fahrantrieb nicht wie bei den meisten auf einer Traktormaschine basierenden Fahrzeugen nur auf das Lenkrad, sondern auf die beiden stärker belasteten starren Räder. Dazu werden beide Räder mit einem eigenen Hydromotor samt Reduktions­ getriebe (3) ausgerüstet. Die Steigfähigkeit auf Rampen ist deshalb hier deutlich besser als nur mit Einrad-Antrieb. Der Fahrerstand mit Bedienungselementen kann entweder rechts oder links geordert werden. Ein Seitenwechsel ist nicht möglich, da auf der gegenüberliegenden Seite der Motor und das Reduktionsgetriebe angebracht sind. Trotzdem lässt sich, entweder mit Hilfe eines Aussen­spiegels und/oder einer Kamera, problemlos auch auf der gegenüberliegenden Seite Futter entladen. Die Lenkung erfolgt serienmässig über ein kleines Lenkrad. Diese Art der Lenkung wird in der Regel von Anfängern schneller beherrscht als mit einem einfachen Steuerventil. Die abgebildete Maschine kostet rund CHF 50 000.–. Mit 7 m3 Inhalt und einfacher Ausstattung sind Preise unter CHF 30 000.– möglich. Vorwiegend für die kleineren Modelle ist eine um rund CHF  8000.– günstigere Ausstattungsvariante ohne Hydraulik­ system erhältlich. Bei dieser Variante erfolgt der Fahrantrieb direkt mit einem Elektromotor auf dem Deichsel-gelenkten Lenkrad. Auch die übrigen Funktionen wie Austragebänder oder Schieber kann man dann elektrisch betätigen. Als dritte Fahrwerksvariante können die Mischer schliesslich auch als schienen­ geführte Variante bestellt werden. Hier ist die Bewegungsfreiheit am meisten eingeschränkt, dafür die Bedienung am einfachsten. Diese Variante liegt preislich etwa in der Mitte der beiden anderen. 


Fütterung

Mechanisch und hydraulisch kombiniert Kurzbewertung + Kombination von hohem Wirkungsgrad und Hydraulikfunktion + Sehr grosse Behälterauswahl und Ausstattungsvielfalt + Einzelne Modelle auch als Selbst­ befüller erhältlich – Technisch aufwändiger und daher im oberen Preissegment – Demontage von Fahrkopf nur bei Modell «Multi» möglich

 1 Die Kurmann Technik AG Ruswil hat drei unterschiedliche Elektrofahrköpfe für die Vertikalschnecken-Mischbehälter von BvL im Programm und kann auf über 10 Jahre Erfahrung zurückgreifen. Der Elektrofahrkopf «Classic» passt zu den Mischbehältern «V-Mix Plus» von 6,5 bis 15 m3. Das Modell «Multi» passt zu den Misch­ behältern «V-Mix Plus», «V-Mix T» und «V-Mix L» mit 6,5 bis 17 m3. Der hier gezeigte leichteste Fahrkopf schliesslich passt zu den Misch­ behältern «Agilo» mit 3,5 bis 7,1 m3 und ermöglicht ein kompaktes Fahrzeug für enge

 2

 3

und niedrige Ställe. Bei den Modellen «Classic» und «Agilo» wird der Misch­ behälter von BvL auf ein Fahrwerk von Kurmann aufgebaut. Dank der Vielfalt an Mischbehältern, Antriebstechnik und Zu­ behör bietet Kurmann die zurzeit breitesten Möglichkeiten, um auf Sonderwünsche von Kunden einzugehen. «Der elektrische Selbstfahrer ist kein Fall für Standardlösungen, die man dem Kunden einfach auf den Hof stellen kann», begründet Geschäftsführer Urs Kurmann. «Die Auswahl ist ein beratungsintensiver Prozess, beispielsweise ist eine auf den Netzanschluss abgestimmte Starkstromanmeldung gesetzlich vorgeschrieben. Die Maschine muss als Teil eines Puzzles in eine zum Betrieb passende Gesamt­lösung eingebettet werden.» Das zurzeit einzigartige Antriebskonzept arbeitet mit mechanischer Leistungsübertragung und Frequenzumrichter. So kann der 18-kW-Motor selber bereits 180 % seines Nenndrehmoments erzeugen. Zusätzlich kann für das Anfahren und das Auflösen anspruchsvoller Materialien ein «hydraulischer Schweranlauf» (2) zugeschaltet werden. Damit lässt sich das Drehmoment (bei reduzierter Drehzahl) noch einmal um bis zu weitere 350 % erhö­ hen, ohne dabei das Stromnetz stärker zu belasten. Blockaden sind mit dem Mehrfachen des Motor-­N enn­dreh­ moments praktisch ausgeschlossen. Sobald der Druck im Hydrauliksystem wieder unter einen gewissen Wert fällt, wird der Hydromotor durch einen mecha­ nischen Freilauf vom Antrieb getrennt und der Mischvorgang mit maximalem Wirkungs­grad von bis 95 % fortgesetzt. An der Schnecke stehen drei Drehzahlen zur Verfügung, der Schnellaustrag sorgt für eine vollständige Entleerung.

Die Bedienungselemente mit Kreuzhebel sind beim «Agilo» auf einer Gleitschiene gelagert und können jeweils einfach auf die Entladeseite verschoben werden. Der Fahrer kann auf der Plattform ohne Hindernis die Seite wechseln. Es stehen zahlreiche Entladungsvarianten zur Auswahl, abgebildet ist das beidseitig verstellbare Bogenband (3), das speziell für erhöhte Krippen entwickelt wurde. Die Fahreinheit ist mit Totmann-Schaltung und auf alle Räder wirksamen Bremsen ausgerüstet. Die abgebildete Version kostet ohne Bogenband ab CHF 40 250.–. Der Praxisbetrieb zeigt, dass mit einer Kabeltrommel auch mehrere Futter­ achsen bedient werden können. Muss man aus­ serhalb der Gebäude fahren, sollte der Weg mehr oder weniger flach sein, da bei vereister Fahrbahn die Gefahr einer Rutschpartie mit Einrad-­ Antrieb sonst ein zu grosses Sicherheitsrisiko darstellt. Die Befüllung erfolgt auf dem Praxisbetrieb ein Stockwerk über der Futter­ achse durch einen Deckel im Boden. Da keine Sichtverbindung besteht, wird der Misch­ wagen mit einer Funk-Fernbedienung bedient, die auch den Wert der Waage anzeigt. Diese Art der Befüllung ist zwar praktisch, stellt jedoch ein beträchtliches Gefahrenpotenzial dar. Während der Befüllung muss der Zutritt von Dritt­ personen durch eine Absper­rung ausgeschlossen werden können. Mit dem allfälligen Einsatz von Akku­ technik zum Fahren und Entleeren befasst sich Kurmann bereits seit Jahren. «Technisch ist dies heute problemlos realisierbar», sagt Urs Kurmann. «Aufgrund der hohen Kosten für die periodisch erforderliche Akku-Erneuerung erachten wir jedoch diese Technik zurzeit als noch nicht markttauglich.» 2 2018 Schweizer Landtechnik

19


Fütterung

Strukturschnitt mit geringem Leistungsbedarf Kurzbewertung + Gute Schneidleistung bei moderatem Leistungsbedarf + Zurzeit grösster Mischbehälter erhältlich, wartungsarm + Demnächst entleeren mit Akkubetrieb möglich – Maulwurfsystem bedingt relativ hohen Behälter – Hersteller hat noch wenig Praxis­ erfahrung – Relativ lange Bauweise

 1

 2

 3 Die im Frühjahr 2017 erstmals in Betrieb genommenen Elektroantriebseinheiten für Sgariboldi-Mischwagen wurden in einer Zusammenarbeit der Firmen Service Meyer, Hünenberg, und Fankhauser Maschinenfabrik, Schachen, entwickelt und hergestellt. Als Grundlage dienen Futtermischwagen der Baureihe «Monofeeder», die mit einer liegenden Schnecke mit grossem Durchmesser arbeiten. Dieses Einschnecken-Maulwurfsprinzip (2) wurde von Sgariboldi patentiert und wird deshalb von keinem anderen Hersteller eingesetzt. «Das Funktionsprinzip ist für die Verarbeitung ganzer Siloballen mit Elektroantrieb ideal ge­ eignet», sagt Mitentwickler Heiri Meyer. 20

Schweizer Landtechnik 2 2018

Die einzigartige Geometrie von Schnecke, Messerbestückung und Gegenschneiden sowie die langsame Drehzahl von 12 U/min sollen einen idealen «Strukturschnitt» mit geringem Leistungsbedarf und ohne Vermusen ermöglichen. Die 40 bis 90 Messer sind selbstschärfend und sollen ohne Schärfen bei durchschnittlichem Gebrauch eine Standzeit von bis zu fünf Jahren erreichen. Im Vergleich zu einer ver­tikalen Schnecke sollen bei diesem Arbeits­ prinzip deutlich geringere Drehmoment­ spitzen auftreten. Der Praxisbetrieb verarbeitet mit der Maschine jährlich über 800 Silo-Rund­ballen mit ungeschnittenem Futter. Während des Videodrehs wurde aus eine Quaderballe Ökoheu und vier ganzen, ungeschnittenen Siloballen in rund 25 Minuten eine Mischung hergestellt. Der Boden unter der Schnecke ist aus 8 mm dickem Stahl gefertigt und kann als Option mit einer zusätzlichen, noch einmal 4 mm starken Schicht aus rost­freiem Stahl (Inox) gepanzert werden. Die Schnecke fördert das Mischgut von hinten und vorne gegen die Behälter­mitte. Deshalb ist der Behälter gegen hinten offen und kann, im Gegensatz zu Maschinen mit vertikaler Schnecke, bereits mit einer bescheidenen Hubhöhe ab rund 1,5 m befüllt werden. Der Schneckenantrieb erfolgt mechanisch, je nach Modell über ein Keilriemenvorgelege oder direkt auf das Reduktionsgetriebe. Die abgebildete Maschine (1) mit 22 m3 Behältervolumen wird mit

einem 30-kW-Elektromotor mit Frequenz­ umrichter angetrieben, wobei je nach Einsatzbedingungen auch ein 22-kW-Motor ausreichen soll. Es handelt sich hier also um den grössten E-Selbstfahrer, der auch mit einer 40-Ampere-Absicherung betrieben werden kann. Für das Auflösen ganzer Rundballen wird als serienmässig ein mittig angebrachtes, hydraulisch hin und her schwenkendes Pendel eingebaut, welches den Futterfluss von der Mitte nach aussen unterstützt und so die Auflösezeit reduziert. Das Lenk-/Antriebsrad kann beidseitig um 90° eingeschlagen werden und ermöglicht so ein Drehen um die eigene Achse. Die Maschinen sind mit einer Austragsöffnung links/rechts oder beidseitig in der Behältermitte erhältlich. Der Fahrerstand (3) wird indi­viduell nach Kundenwunsch angefertigt. Neben der hier gezeig­ten Sitzgelegenheit ist auch eine stehende Bedienung auf einer beidseitig zugänglichen Plattform möglich. Die Lenkung kann wie hier über einen Joystick oder auf Wunsch mit einem Lenkrad erfol­gen. Ab Sommer 2018 soll als Option ein zusätzliches Akkupaket lieferbar sein. In dieser Version wird dann mit Netzstrom gemischt, mit Akkustrom bis 6 km/h gefahren und entladen, was dem Misch­ wagen eine deutlich bessere Autonomie verleiht. Der Aufpreis des Akkupakets wird zwar nicht unbedeutend sein, jedoch wird ein bedeutender Teil davon durch das Wegfallen der Kabelrolle bereits wieder kompensiert. Das hier abgebildete grösste Modell schlägt inkl. Inox-Panzerung mit rund CHF 98 500.– zu Buche, die kleinste Maschine mit 5 m3 Behältervolumen ist ab CHF 35 000.– zu haben. 


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 3 Mit dem «eTruck 1408» (1) hat Siloking den ersten und bisher einzigen selbstfahrenden zu 100 % mit Akku-Power betriebenen Futtermischwagen im Programm – seit letztem November zwei Modelle mit einer vertikalen Schnecke (8 und 10 m3 Behältervolumen) sowie ein längeres Modell mit zwei vertikalen Schnecken und 14 m3. In der Schweiz ist noch kein Exemplar im praktischen Einsatz, weshalb man den «eTruck» auf einem werksnahen Testbetrieb in Bayern im Praxiseinsatz beobachtete. Bei allen drei Modellen erfolgt der Fahr- und Mischantrieb durch einen 22

Schweizer Landtechnik 2 2018

besonders leistungsstarken, über eine Tonne schweren Blei-Säure-Akku zu 100 % elektrisch. Bei den Einschnecken-­ Modellen verfügt der 80-Volt-Akku über ein «Tankvolumen» von 465 Ah, beim Zweischnecken-Modell sogar 620  Ah (optional gar 30% grösser). Je nach Art und Menge des Futters reicht dies für drei bis fünf Mischungen aus. Für einen kompletten Ladevorgang werden 11 Stunden (optional 5,5 h) be­nötigt. Das Akku-Lade­gerät (2) braucht einen 400-VAnschluss mit nur 16  Ampere. Somit ist ein zu schwacher Netzanschluss mit dieser Maschine kaum ein Thema. Auch ein Notstrom­aggregat für das Überbrücken allfälliger Strom­ausfälle kann so kleiner dimensioniert sein. Bei der Akku- und Antriebstechnik handelt es sich nicht etwa um ein gewagtes Bastel-­E xperiment: Diese liefert mit der Firma Jungheinrich ein Unternehmen, das bereits über lange Erfahrung mit grossen Akkus aus dem Bereich der Elektrostapler verfügt (2). Die Akku-Technik ist besonders auch für Betriebe mit eigener Photovoltaik- oder Biogasanlage interessant. Der eigens produzierte Strom kann dann, insbesondere bei einem Überangebot mit tiefen Preisen, gespeichert und am nächsten Tag verbraucht werden. Der Mischantrieb gibt eine Leistung von 15 kW ab und reicht auch für das Auflösen von ganzen Rundballen, für eine homogene Mischung sowie für eine schnelle Entleerung aus. Die

Turbo-Schnecken sind mit verstellbaren Messern bestückt und können mit den Drehzahlen 17, 33 oder 50 U/min betrieben werden. Der Fahrantrieb hat 18 kW Leistung, die Fahrgeschwindigkeit ist stufenlos bis zu 20 km/h wählbar, wobei zwei Fahrbereiche von 0 bis 10 km/h und 0 bis 20 km/h zur Verfügung stehen. Mit einer Gesamtlänge von nur 6,35 m, einem Dreiradfahrwerk mit Hecklenkung, einem kurzen Radstand und einem äus­ seren Wenderadius von nur 5,5  m (eine  Schnecke) ist das Fahrzeug deutlich wendiger als jedes Traktor-Mischwagen-­ Gespann. Mit einer Gesamthöhe zwischen 225 und 260 cm fährt der «eTruck» in niedrigere Ställe als jeder Kompakttraktor in Niedrigdachversion. Die Aussenbreite beträgt mit einem Auswurf 224  cm. Die Komfortkabine befindet sich vor den Vorderrädern, der Akku gerade über der Vorderachse. Somit befindet sich ein Grossteil des Gewichts auf den angetriebenen Vorderrädern, was dem Fahrzeug eine gute Steigfähigkeit verleiht. Was die Bedienfreundlichkeit anbelangt, macht dem «eTruck» nicht so schnell einer etwas vor. In der Grund­ausstattung der Fahrerkabine sind zahlreiche Finessen wie beheizbare Aussen­spiegel, Lüftung mit Heizung, eine Programmier­waage inklusive «Feeding Management Software», vier LED-Arbeits­scheinwerfer und ein Farb­kamera­system mit vierfach teilbarem Monitor, einer Rückfahrkamera sowie Erweiterungsmöglichkeiten für drei weitere Kameras enthalten. Die Kabel sind gegen Schadnager geschützt (3). Für das kleinste Modell muss CHF  105  000.– investiert werden. So dürfte der «eTruck» seine Stärken in naher Zukunft vorerst vor allem im über­ betrieblichen Einsatz und auf Betrieben mit mehreren Ställen ausspielen können. 


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Fütterung

Hydraulikantrieb vermeidet Stromspitzen Kurzbewertung + Leistungsgeregelte Hydraulikpumpe begrenzt Stromaufnahme + Kompakt, wendig, auch für niedere Ställe geeignet + Bedienung von beiden Seiten möglich – Geringerer Wirkungsgrad des Hydraulik­antriebs – Schneckendrehzahl kann stark abfallen – Wartungsaufwand Hydraulikanlage

 1 Seit einigen Jahren rüstet Agro-Technik Zulliger die Einschnecken-Vertikalmischer von Strautmann mit einem eigens hergestellten Elektrofahrkopf aus. Am Anfang wurde ein mechanischer Mischerantrieb mit Frequenzumrichter eingebaut, 2014 wurde auf einen vollhydraulischen Mischer­antrieb gewechselt, seither werden die Maschinen mit «Verti-Mix ESF-H» bezeichnet. Geschäftsführer Roger Zulliger begründet diesen Schritt mit mehreren Vorteilen des Hydraulikantriebs. Einerseits lässt sich der Elektromotor unabhängig vom Reduktionsgetriebe

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Schweizer Landtechnik 2 2018

positionieren, was eine kompaktere Bauart ermöglicht. Es ergeben sich mehr Freiheiten bei der Anordnung der Baugruppen, so ermöglicht beispielsweise ein quer zur Fahrt­ richtung angeordneter Elektromotor die Montage des optionalen Querförderbands vor dem Behälter. Der Fahrer hat dadurch eine perfekte Sicht auf die Austra­gung, trotzdem können die kompakten Abmessungen des Fahrzeugs beibe­halten werden. Das abgebildete Modell «Verti-Mix 1251 ESF-H» (1) mit 12 m3 Inhalt arbeitet ohne diese Zusatz­aus­rüstung, jedoch mit zwei seitlichen Austrags­öffnungen. Andererseits bietet der hydraulische Antrieb mehr Flexibilität bezüglich Variation von Drehzahl, Drehmoment und Strom­ bezug. Der Hydrostat dient als stufen­loses Untersetzungsgetriebe zwischen Motor und Schnecke. So kann beispielsweise auch bei ganz gefülltem Behälter zuerst der Elektromotor ohne Widerstand gestartet und erst danach die Schnecke langsam in Betrieb gesetzt werden. Auf diese weise werden Stromspitzen vermieden. Während der Arbeit wird das Untersetzungsverhältnis durch die automatische Verstellung des Fördervolumens an der Pumpe variiert und so die Stromaufnahme auch bei sehr hohem Widerstand auf einen voreinstellbaren Wert begrenzt. Am Mischerantrieb (2) ist ein deutlich höheres Drehmoment verfügbar als mit einem mechanischen Antrieb, weshalb ein Blockieren der Schnecke unwahrscheinlich ist. Zusätzlich kann durch die Betätigung der «Overdrive»-Taste die Umlauf­

geschwindigkeit der Schnecke zum vollständigen Entleeren um über 100  % erhöht werden. Realisiert wird dies über eine Reduktion des Schluckvolumens (Winkelverstellung) am Hydromotor. Der etwas tiefere Wirkungsgrad des Hydraulik­antriebs wird auf dem besuchten Praxisbetrieb kostenmässig nur als wenig bedeutender Nachteil wahrgenommen. Standardmässig wird bei allen Behältergrössen von 7,5 bis 16,5 m3 ein 22-kW-­ Motor eingebaut, dessen Aufnahme meist auf 41 bis 63 Ampere begrenzt wird. Optional sind auch kleinere Stromaufnahmen und eine Motorleistung bis 30 kW möglich. Bei der Dimensionierung des Antriebs muss berücksichtigt werden, dass bei Vertikalmischern eine Reduktion der Leistung und somit der Schnecken­ drehzahl zu einer stärkeren Abnahme der Schnittleistung führt als bei Horizontal­ mischern, entsprechend kann sich die Misch­zeit verlängern. Die Bedienungselemente sind mittig angeordnet, so dass der Fahrer links oder rechts stehen kann. Die Lenkung erfolgt über ein doppelt wirkendes Ventil. Die gezeigte Maschine kostet CHF 55 000.-. Speziell zu erwähnen ist, dass Agro-­ Technik Zulliger alle Einschnecken-Modelle auch in einer «Hybrid»-Variante (3) anbietet. Diese Variante ist mit einem elektro-­ mechanischen Mischerantrieb ausgestattet und anstelle des Fahrkopfs wird die Original­ deichsel für den Traktoranbau beibe­ halten. Die «Hybrid»-Variante wird meist während der Winterfütterung als elektrischer Stationärmischer eingesetzt, kann aber jederzeit mit dem Traktor umplatziert werden. Diese Modelle können dann, beispielsweise auf einem Sömmerungsbetrieb oder bei einem Stromausfall, zu jeder Zeit auch über die Gelenkwelle mit einem Traktor betrieben werden. 


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 3 Der italienische Hersteller Zitech (Nach­ folge­firma von Luclar) war 2014 der erste ausländische Hersteller, der einen Proto­ typen eines elektrisch angetriebenen Selbstfahrers ab Werk herstellte. Auftraggeber war damals der Schweizer Importeur Martin Ruckli AG. Seither bietet der Hersteller ab Werk elektrisch angetriebene Vertikal-Einschneckenmischer der Bau­ reihe «Chopper V1» mit 3 bis 10 m3 und Zweischnecken-Mischer «Chopper V2» mit 3 bis 18 m3 an. Somit hat Zitech zurzeit ein vielseitiges Programm am Markt. Besonders zu erwähnen ist hier die Bandbreite der Abmessungen: Die beiden kleinsten Zweischnecken-Modelle mit 3 und 5 m3 sind nur gerade 1,4 m breit und ab 1,85 m 26

Schweizer Landtechnik 2 2018

hoch. Das hier abgebildete grösste Modell «Chopper V2-18» mit 18 m3 ist in der Standardausführung auch nur gerade 2,25 m hoch und hält damit den klaren Minus-Rekord in dieser Volumenklasse. Der abgebildete erste Prototyp (1) mit 18  m3 Volumen ist seit 2014 ohne Unterbruch in der Schweiz im Einsatz. Der Antrieb erfolgt bei dieser Maschine mechanisch über zwei direkt am Winkel­getriebe der Mischschnecken angeflanschte Elektro­ motoren. Bei der Verarbeitung ganzer Silage­ rundballen erwies sich dieses Antriebs­konzept als Nachteil, da an jeder Schnecke nur jeweils die Hälfte der Antriebs­leistung zur Verfügung steht und es bei anspruchsvollem Material gelegentlich zu Blockaden kam. Durch den Einsatz einer Ballenschneidzange konnte dieses Problem in der Folge umgangen werden. Der Einsatz einer solchen Schneidzange empfiehlt sich übrigens mit allen Fabrikaten und Modellen, da sie das Entfernen der Folie vereinfacht, die Belastung des Mischantriebs deutlich reduziert und auch die Auflösezeit verkürzt. Inzwischen wurde an der Maschine vieles weiterentwickelt. So kommt heute nur noch ein zentraler Elektromotor für den Antrieb beider Schnecken zum Einsatz. Als Option ist zudem ein mechanisch schaltbares Zweigang-Getriebe erhältlich, welches das Auflösen anspruchsvoller Materialien mit einer langsameren, das Mischen und Entleeren mit der schnelleren Geschwindigkeit ermöglicht. Damit trotz mechanischen Antriebs eine Blockade unwahrscheinlich ist, werden gemessen am

Volumen überdurchschnittlich starke Motoren verbaut. Bereits die kleinsten 3m3-Modelle sind mit 11 kW motorisiert, das 18m3-Modell mit beachtlichen 44 kW. Reicht das Netz nicht für die volle Leistung, lässt sich die Stromaufnahme mittels Frequenzumrichter begrenzen. Trotzdem profitiert der Nutzer auch mit reduzierter Stromaufnahme vom hohen Drehmoment der Motorisierung. Eine interessante und im Praxiseinsatz sehr überzeugende Lösung wählte Zitech beim Bedienungskonzept. Die am häufigsten benötigten Funktionen wie Fahren und Lenken werden über einen Multi­ funktionshebel (2) mit mehreren Tastschaltern bedient. Der Fahrerstand ist so aufgebaut, dass der Fahrer während der Arbeit die Fahrzeugseite wechseln kann und dabei auch sehr einfach und mit minimalem Kraftaufwand den ansteckbaren Multifunktionshebel auf die andere Seite «mitnehmen» kann. Die relativ hohe Fahrerplattform ermöglicht es in Kombination mit der geringen Bau­ höhe, dass der Fahrer stets eine gute Übersicht hat und sogar über den Behälter hinweg sieht. Als erster Hersteller überhaupt bietet Zitech für einige Modelle als Option ab Werk einen Akku-Fahrantrieb (3) an. Damit kann man beispielsweise unabhängig von einem Kabel in einen etwas weiter entfernten Stall fahren, was beispielsweise die Nutzung auf zwei benachbarten Betrieben oder eine gelegentliche Fahrt in die Betriebswerkstatt ermöglicht. Trotz Akku kann man aber mit dieser Lösung nicht auf eine Kabelrolle verzichten, denn zum Entleeren des Behälters ist der relativ kleine Akku (noch) nicht vorgesehen. Die aktuelle Version des «Chopper V2-18» kostet inklusive Option Quer­förderband und Kabelrolle CHF 63 500.–, das kleinste Modell ab CHF 28 000.–.


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Futtermischwagen auf Schweizer Betrieben Schweizer Landwirtschaftsbetriebe sind unterschiedlich gross und haben stark abweichende Viehbestände, zudem werden die verschiedensten Grundfutter eingesetzt. Entsprechend unterscheiden sich auch die Anforderungen an einen Futtermischwagen. Ruedi Hunger Ebenso unterschiedlich und vielfältig ist auch das Angebot, das auf dem Misch­ wagen-Markt zu finden ist. Das mit dem Vorteil, dass für (fast) alle Bedürfnisse und Wünsche ein Produkt gefunden wird. Es lohnt sich daher, vor dem Kauf die ganze Angebotspalette unter die Lupe zu nehmen. Trendberichte zur Marktentwicklung, die – oft ausländi­ schen – Fachzeitschriften entnommen werden können, spiegeln nicht den

Schweizer Markt. Deshalb hat die Schwei­ zer Landtechnik bei 20 Anbietern von Futtermischwagen nachgefragt und sie gebeten, aus ihrer Sicht drei Fragen zu beantworten. 1. Welche Mischwagen-Bauart wird am meisten nachgefragt? 2. Welche Trends stellt man bei der Nach­ frage fest? 3. Welche Mischwagen-Grösse wird be­ vorzugt gekauft?

Weitere Aspekte, die genannt wurden: • Der Trend zum elektrischen Antrieb wird betriebsbedingt gelegentlich durch einen tiefen Anschlusswert begrenzt (Kuratli). Bei elektrisch betriebenen Misch­wagen gibt es zwei Trends (Ruckli): Misch­ wagen mit elektrischem Schne­ cken­ antrieb und hydraulischem Fahr­ antrieb über automatische Kabelrolle. Misch­wagen mit elektrischem Schnecken­

Hersteller/Importeur

Antworten

Gujer Innotec AG Verkauf: Gujer Landmaschinen AG 8308 Mesikon www.gujerland.ch

1. Beim «Legu» ist der Paddelmischer die gefragteste Bauart. 2. Wir erkennen einen Trend zu selbstfahrenden Futter­ mischwagen mit Dieselmotor oder elektrischem Antrieb. 3. Von unseren Kunden werden Mischwagen mit 3 m3 bevorzugt.

Bild: «Legu 3000», Dieselmotor 17,6 kW (24 PS), inkl. Waage.

BalleMax Verkauf: BalleMax GmbH 9304 Bernhardzell www.ballemax.com

1. Bei uns werden nur Vertikalmischwagen nachgefragt. Das System hat sich durchgesetzt aufgrund guter Misch­ ergebnisse in allen Verhältnissen, geringste Wartung. 2. Wir stellen als Trend vermehrt Nachfragen aus Dürr­ futterbetrieben fest. 3. Die meistverkauften Modelle haben 6 m3 bis 7 m3.

Bild: BalleMax «myMischer» «SD490» Elektromotor 15 kW, Kabelrolle bis 120 m, 5 m3 bis 7 m3.

Trioliet Import, Verkauf: Serco Landtechnik AG 4538 Oberbipp www.sercolandtechnik.ch Bild: Trioliet «Solomix2 1800», zwei Vertikal-­

1. Vertikalmischer sind die meistverbreiteten in der Schweiz, da diese das beste Mischergebnis liefern. 2. Die Tendenz geht zu grösseren und besser ausgerüste­ ten Futtermischwagen, mit genaueren Wiegeeinrichtun­ gen (Zusammenfassung). 3. Der Grossteil der von uns verkauften Modelle hat 12 m3 bis 18 m3.

Mischschnecken, Querförderband.

Siloking Import, Verkauf: Agriott Landmaschinen AG 3052 Zollikofen www.agriott.ch Bild: Siloking-Vertikalmischer mit zwei Mischschnecken, integrierter Wiegerahmen, Austragband.

Keenan Import, Verkauf: Agri Dubey SA 1530 Payerne www.agridubey.ch Bild: Keenan-Paddelmischer, mit Ballenprofil zum Auflösen von Rundballen, ein- oder beidseitiger Futteraustrag.

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Schweizer Landtechnik 2 2018

1. Mit Abstand werden am meisten Vertikalmischer ge­ kauft, 90 % oder mehr. 2. Trends (zusammengefasst): Neodym-Magnete zur sicheren Erfassung von Metall-Fremdkörpern. «SF» mit Entnahmefräsen werden mehr nachgefragt. Softstart für zeitlich verzögertes Einschalten der Mischschnecken. 3. Mischwagen verkaufen wir zahlenmässig am meisten in den Grössen von 5 bis 18 m3. 1. Keenan produziert nur Paddelmischer für perfekten Futterschnitt und schonendes Mischen. 2. Der Trend geht zum elektrischen Antrieb. Wir stellen zudem fest, dass vermehrt selbstfahrende Maschinen nachgefragt werden. 3. Das ist der Keenan «MechFiber 365» mit 20 m3 Inhalt.


Fütterung

antrieb, aber traktorgezogen. Eignung für Betriebe, die zwei unabhängige Futterachsen haben und keine Abgasemissionen in den Gebäuden wollen. • Zunehmend nachgefragt werden Magnete (Agriott), die Metalteile (inkl. Weissmetall) festhalten. Besonders effizient sind «Neodym»-Magnete, die an der Schnecke angebracht sind. Neodym-­ Magnete bestehen aus einer Legierung aus Neodym, Eisen und Bor und sind die derzeit stärksten Dauermagnete. • Zwei- und Dreischneckenmischer erfordern beim Anlauf ein hohes Dreh­ moment. Deshalb wird immer wieder nach Alternativen gefragt, die ein zeitlich verzögertes Einschalten der zweiten oder

dritten Schnecke ermöglichen, um damit die Zapfwellenkupplung des Traktors zu schonen. Zudem ermöglichen diese den Einsatz kleinerer Traktoren. • Weiter wird beobachtet (Agriott), dass neue elektronische Wiege- und Be­ dienungssysteme rasant zunehmen. Nachgefragt werden Funksysteme zur Rationen-­ H erstellung und Verbrauchs­ aus­wertung am PC, elektrohydraulische Bedienung mit Speicherfunktionen, zusätzliche Gewichtsanzeige auf dem Smartphone.

Fazit Eine Aussage eines ausländischen Herstellers kann ebenfalls auf die Schweiz

Strautmann Import, Verkauf: Agro-Technik Zullinger GmbH 6152 Hüswil www.agrotechnikzullinger.ch

übertragen werden: «Mischwagen werden auf der ganzen Welt gebraucht.» Die Frage ist nur, in welcher Grösse und mit welcher Ausrüstung. Die Um­ frage zeigt einen eindeutigen Trend zum Vertikal­ mischer. Schweizer Her­steller produzieren Nischenprodukte, die auf kleineren bis mittleren Betrieben, auch im Berg­ gebiet, guten Absatz finden. Elektrische Antriebe werden vermehrt nachgefragt. Das Spektrum der gängigsten Grössen variiert stark. Es ist ein ausgeprägtes Inter­ esse an elektro­ nischen Systemen vorhanden, die auch den Einbezug von Tablets und/oder Smartphone ermög­lichen. 

1. Vertikalmischer haben in der Schweiz einen Marktanteil von über 80 %. 2. Wir stellen einen Trend zum elektrischen Antrieb fest. Ein weiterer Trend sind Mischwagen für «Trocken­ mischungen», d. h. Mischungen ohne Silage. 3. Mischwagen mit einem Nutzvolumen von 10 m3 bis 12 m3.

Bild: Strautmann-Vertikalmischer

Kuhn Import, Verkauf: Kuhn Center Schweiz 8166 Niederweningen www.kuhncenterschweiz.ch Bild: Kuhn-Vertikalmischer mit zwei Mischschnecken

1. Bei der Bauart hat sich in der Schweiz der Vertikal­ mischer klar durchgesetzt. 2. Da Betriebe immer grösser werden, sind grössere Misch­ wagen, Selbstfahrer und die automatische Fütterung (Roboter) vermehrt ein Thema in der Schweiz. 3. Zurzeit sind dies bei uns die Mischwagengrössen 14 m3 bis 16 m3.

und seitlichem Austragband vorne.

Valmetal (Québec, Kanada) Import, Verkauf Gex-AgriMetal GmbH 3235 Erlach www.gex-agrimetal.ch Bild: Valmetal-Vertikalmischer mit zwei Mischschnecken

Die kanadische Firma Valmetal ist Marktführer in Nordamerika. Leider ist der Name in der Schweiz (noch) wenig bekannt. Wir haben zweimal an der Agrama ausgestellt, konnten bisher aber noch keinen Futtermischer verkaufen. Selbstfahrer werden in Kanada mittels aufgebauter Maschinen auf gebrauchten Lastwagen verkauft, aber für Europäer ist das natürlich zu einfach und zu günstig!

und Austragband vorne.

Sgariboldi Import, Verkauf: Service Meyer Import 6331 Hünenberg www.servicemeyer.ch Bild: Sgariboldi-Horizontal-Selbstfahrer

Kuratli Verkauf: Kuratli Maschinenbau 9033 Untereggen www.kuratli-maschinenbau.ch Bild: Kuratli-Horizontalmischer mit 10 m3, mit elektrischem Antrieb und Futternachschieber.

Zitech Import, Verkauf: Martin Ruckli AG 6018 Buttisholz www.ruckliag.ch Bild: Zitech «Booster V1», Inhalt: 3 m3, Höhe: 2,25 m,

1. Wir verkaufen mehrheitlich Horizontalmischer. Die Einschneckenmischer sind service- und reparatur­ freundlich, weil vorne das Getriebe und hinten ein robustes Lager ist. 2. Eine Schnecke bedeutet einen grossen Durchmesser, eine niedrige Drehzahl und ein strukturerhaltendes Mischen. 3. − 1. Wir bauen nur Horizontalmischer. Diese Bauweise passt gut in enge bzw. niedere Ställe in Bergbetrieben. 2. Es gibt den eindeutigen Trend zum elektrisch betriebenen Futtermischwagen. Ein weiterer Trend, den wir beobachten: Auf Heubetrieben wird der 10-m3-Misch­ wagen zunehmend nachgefragt. 3. Wir verkauften meistens Mischer mit 7,5 m3 (15 kW) oder 10 m3 (18,5 kW). 1. Zu 90 % verkaufen wir Vertikalmischwagen, vereinzelt horizontale mit zwei Schnecken. 2. Betriebe mit 15 bis 30 Kühen wollen einen einfachen, günstigen, qualitativ guten Mischwagen, mit Wiege­system und einem oder zwei Schiebern (kein Austragband). 3. Bei Neuanschaffungen meistens Mischwagen mit 3 bis 10 m3 Inhalt. Ersatzbeschaffungen mit 16 bis 30 m3.

seitlicher Austrag (li./re.) über Schieber.

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Fütterung

Zuversicht vorhanden Seit vergangenem Herbst ist es offensichtlich, die Landtechnikbranche hat, was die Verkäufe betrifft, die Talsohle durchschritten. Den allgemeinen Trend nach oben verspüren auch die Hersteller von Futtermischwagen. Ruedi Hunger

Ein Futtermischwagen muss von seiner Grösse her zum Viehbestand passen, daher haben auch Hersteller von kleineren Mischern ihre Berechtigung. Bild: R. Engeler

Der Futtermischwagen ist ein Produkt für ganz Europa. Das hat zur Folge, dass länder­ spezifische Ausschläge durch den Gesamtmarkt geglättet werden. Ganz klar wirkt sich der Milchpreis als grösster Ein­ flussfaktor entscheidend auf die Verkaufs­ zahlen von Fütterungstechnik aus. Mit einer gewissen Beruhigung am Milchmarkt und 30

Schweizer Landtechnik 2 2018

einem tendenziell steigenden Milchpreis in Deutschland werden zurückgestellte Ersatz­ investitionen nun getätigt. Das Markt­ forschungsunternehmen Agri­Direct hat in Deutschland 12  000 Milchviehhalter be­ fragt und dabei festgestellt, dass rund 6 % der Milchbauern in den nächsten zwei Jah­ ren planen, in ein Fütterungssystem zu

investie­ren. Diese Bereitschaft ist bei Betrie­ ben mit mehr als 200 Kühen grösser als bei kleineren. Insgesamt wollen knapp 60 % in einen gezogenen Mischwagen und 15 % in einen Selbstfahrer investieren. Bei den Betrie­ben mit über 200 Kühen sind die An­ teile gezogener und selbstfahrender Misch­ wagen bei rund 40 % etwa gleich.


Fütterung

Unterschiedliche Mischwagen-Bauarten, ihre Vorzüge und evtl. Nachteile: Vor- und Nachteile von Vertikalmischern + Schonender Mischvorgang + Gute Mischqualität + Gute/sehr gute Eignung für Rund- und Gross­ ballen + Variabler Messereinsatz möglich, auch hydr. Messerbedienung + Problemlose Fremdbefüllung + Beidseitiger Futteraustrag + Kompakte Bauweise + Modularer Aufbau möglich

− Bedingte Möglichkeit für die Eigenbefüllung − Evtl. Austragsprobleme bei langem Futter − Hohe Bauform setzt entsprechende Bau­ höhe voraus

Vor- und Nachteile grosser Haspel- oder Paddelmischer + Strukturschonendes Mischsystem, daher keine Strukturveränderung während des Mischvorgangs + Futterkomponenten werden schonend behandelt + Einfache Bauweise und geringer Leistungsbedarf + Auch Selbstfahrer inkl. strukturschonender Entnahme­fräse ist heute möglich + Schneidwerk möglich

− Ohne Schneidwerk, keine Futterzerkleinerung − Ohne Schneidwerk, (kurz) geschnittene Silage notwendig − Indirekte Rundballen-Eingabe − Mischgenauigkeit wird evtl. durch die Befüllungsreihenfolge mehr beeinflusst als bei anderen Systemen − Daher etwas längere Mischdauer

Vor- und Nachteile der grossen Selbstfahrer + Alle Arbeiten werden mit einer Maschine erledigt + Flexibler Einsatz bei verschiedenen Silos und Ställen + Wendig und einfach zu rangieren + Alle Funktionen sind überschaubar + Saubere, glatte Futterentnahme + Sehr genaue Befüllung + Einmannbetrieb

− Hoher Anschaffungspreis, daher nur für Grossbetriebe, Lohnunternehmer und überbetrieblichen Einsatz − Für Viehbestände ab mindestens 100 Stück − Auslastung von 500 Std./Jahr erforderlich − Einzweck-Maschine − Hydrostatischer Antrieb

Vor- und Nachteile der Horizontalmischer + Einfache Bauweise und einfacher Antrieb + Selbstbefüllung möglich/üblich + Problemlose Fremdbefüllung + Individueller Messereinsatz + Gute Eignung für Rundballen + Kurze Mischzeit bei feuchten Futterkomponenten + Relativ günstiger Anschaffungspreis

Optimistische Hersteller Strautmann hat sich bereits anlässlich der letzten Agritechnica dahingehend geäus­ sert, dass Landwirte, sobald sie genügend verdienen, auch wieder in neue Technik investieren. Auch wenn auf den landwirtschaftlichen Betrieben noch verschiedentlich andere finanzielle Löcher gestopft werden, glaubt Strautmann, dass das Jahr 2018 einen stabilen Markt für Futtermischwagen bringt. Auch Trioliet hat zwei Jahre lang mit einer schlechten Marktsituation bei der Fütterungstechnik gekämpft und sieht seit vergangenem Herbst deutliche Zeichen der Erholung. Bei den Mischwagen würden sich einzelne Märkte zwar unterscheiden, global könne man aber keinen Trend in nur eine

Richtung feststellen, heisst es bei BvL. Grosse Mischwagen würden genauso nachgefragt wie kleine. Selbstlader, Fremdbefüller und Selbstfahrer von 3,5 m3 bis 46  m3 würden ja auf unterschiedlichsten Betrieben eingesetzt. Marmix hat festgestellt, dass vermehrt Ersatz­beschaffungen vorgenommen werden. Dennoch glauben die Verantwortlichen, dass es noch etwa zwei Jahre gehen werde, bis Milchviehbetriebe wieder grössere Summen investieren wollen. Insbesondere in Frankreich und Holland wird ein Trend zu immer grös­seren Be­ trieben beobachtet. Das hat zur Folge, dass in diesen Ländern tendenziell mehr Selbstfahrer verkauft werden. Siloking unterstreicht, dass sich die Situation ungefähr seit der letzten EuroTier im

− Volumenausnutzung ist abhängig von der Anzahl Mischschnecken − Geschlossene Rührwellen verlängern Mischzeit gegenüber der offenen Rührwelle − Gleichmässige Befüllung erforderlich − Langes Futter – hoher Leistungsbedarf − Vermusungsgefahr abhängig von Anzahl Mischschnecken

Jahr 2016 stabilisiert oder gar verbessert habe, was höhere Verkaufszahlen zur Folge hatte. Die Nachfrage sei quer durch das ganze Verkaufsprogramm feststellbar, mit entsprechenden Auswirkungen auf die Lieferfristen. Sgariboldi stellt einen deutlichen Trend zum Selbstfahrer fest. Die Italiener bauen selbstfahrende Vertikalmischer ab 1,3 m3. Die meistverkauften Grössen bei Selbstfahrern sind 14 m3, 17 m3 und 20 m3. Der irische Mischwagenhersteller Keenan hat im vergangenen Jahr eine Zusammenarbeit mit der italienischen Storti-­ Gruppe bekanntgegeben. Daraus hervorgegangen ist nun ein Selbstfahrer mit strukturschonender Selbstladetechnik und «InTouch»-Misch-Technologie. 2 2018 Schweizer Landtechnik

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Fütterung

Ausrüstungsdetail und spezielle Mischwagenkonzepte E-Mischwagen für kleine Rindviehbestände + Verschiedene Anbieter, einige Schweizer Hersteller + Als Paddel-, Horizontal- und Vertikalmischer auf dem Markt + Vorwiegend elektrisch betrieben + Geringe Lärmbelastung + Keine Abgasemissionen vom Traktor in den Stallungen

− Anschlusswert der elektrischen Installation kann begrenzender Faktor sein − Schleppkabel braucht Beachtung − Ungenügende Auslastung auf Alp- und Berg­ betrieben im Sommer (allgemeines Problem)

Eine Maschine – zwei Anwendungsbereiche Der Futtermischwagen ist eine Maschine, welche auf vielen Betrieben 365 Tage im Jahr im Einsatz steht. Dennoch können FMW je nach Fütterungsstrategie, Aufstallungssystem und Platzverhältnis­ sen auch zum Einstreuen verwendet werden. Dabei muss beachtet werden, dass eine «Kombimaschine» immer ein Kompromiss ist. Die Turbinen-­Mischer mit guter Eignung zum Einstreuen sind heute ein Nischenprodukt geworden. Aktuell werden Vertikalmischer front- oder heckseitig mit einem Austraggebläse ausgerüstet. Die Streuweite und -leistung ist gut. Durch das Einblasen kommt es – abhängig von der Strohqualität – zu einer nicht zu unterschätzen­ den Staubbildung. Das Stroh sollte möglichst frei von Fremdkörpern wie Steinen sein.

Viel Präzision beim Füllen, Mischen, Austragen Genaue und konstante Mischungen sind ein Schlüssel zur erfolgreichen Milchviehfütterung. Die einfache Waage der ersten Generation, inkl. der Display-/Gewichtsanzeige auf dem Misch­ wagen, wird abgelöst durch eigentliche Wiege-, Steuerungs- und Dokumentationssysteme. Insbe­ sondere bei Fremdbefüllung muss dazu das Belade-Fahrzeug miteinbezogen werden. Dazu dient beispielsweise ein lokales Funknetz, welches die Daten vom Mischwagen auf das Terminal im Belade-Fahrzeug überträgt. Umgekehrt dient das Terminal im Mischwagen oder im Traktor als Wiegeanzeige und zur gleichzeitigen Bedienung elektro-hydraulischer Funktionen.

NIR-Technologie für mehr Genauigkeit Wissen, was drin ist – oder Echtzeitanalyse statt Stichproben. Mittels NIR-Technologie ist es möglich, beim Beladen eine kontinuierliche, berührungslose und zer­störungsfreie Echtzeitanalyse der Futterkomponenten durchzuführen. Diese NIR-Analyse er­ möglicht ein trockenmasseabhängiges Beladen des Futtermischwagens mit eigenem Belade­s ystem. Die Messabweichungen liegen maximal im einstelligen Prozent-Bereich. Beim Siloking-Selbstfahrer wird das NIR-System in/an der Entnahmefräse verbaut. Ein entsprechendes Analysesystem bietet auch Faresin an.

Technische Entwicklungen Alle Hersteller machen die Mischwagen tendenziell «intelligenter». Man ist be­ strebt, dem Anwender auf einfachem Weg die wertvollen Informationen zur Verfügung zu stellen. Neue Ansätze gibt es im Bereich der sensorgestützten Erfas­ sung der Futterqualität. Mit direkt im Futter­ mischwagen verbauten Sensoren wird mittels Bildverarbeitung in Echtzeit die Strukturveränderung von Futter­ mischungen während des Mischens er­ fasst und bewertet. Dies ermöglicht eine Anpassung noch während des laufenden Mischvorgangs. Kuhn stellt fest, dass neben dem Trend zu grösseren Mischwagen und Selbstfahrern die technische Entwicklung weitergehe, und erwähnt den höheren Bedienungs­ komfort und die noch exakteren Mi­ schungen dank Wiegecomputer. Zudem verwirklicht Kuhn konsequent die Anbin­ dung an Farm-Managementsysteme. 32

Schweizer Landtechnik 2 2018

Walker Technik hat konstruktive Verände­ rungen an den Mischschnecken und dem Mischbehälter vorgenommen, um die Misch­zeit und die Energiekosten zu sen­ ken. Zudem stelle man bei Walker fest, dass die Nachfrage nach V2A-Stahl bei Schnecken und Behältern steigt. Der holländische Hersteller BvL geht davon aus, dass ein Futtermischwagen als Schlüsselmaschine die Anforderungen des Milchviehbetriebes zu 100  % ab­ decken muss. Deshalb wird die Funk­ tions­ sicherheit hoch eingestuft. BvL rüstet daher das Schneidwerk der Selbstlader-­ Vertikalmischer mit einer auto­matischen Zentralschmierung aus. Strautmann spricht von zweigeteilten technischen Anforderungen an einen Futter­ mischwagen. Einerseits gebe es eine Kundengruppe, die eine möglichst einfache Maschine haben will. Bei diesen Anwendern liege der Schwerpunkt auf Einsatzsicherheit und Langlebigkeit und

weniger auf Ausstattungsvarianten oder komplexer Ausrüstung. Anderseits gibt es laut Strautmann spezialisierte Betriebe, für die hochstehende Technik alles be­ deute – beispielsweise Wiegesoftware und Datenaustausch. Kuhn sieht in der Anwendung des Management­systems «FeedTracking» die richtige Technologie, um bessere Ergeb­ nisse zu erzielen. Beim herkömmlichen Laden und Ausdosieren der Rationen gebe es noch zu grosse Abweichungen. Das «FeedTracking»-System vergleicht die programmierte und die verfütterte Ra­ tion, so dass Abweichungen ersichtlich sind und rasch korrigiert werden können. Siloking offeriert den Kunden von der einfachen Standardwaage auf der Deichsel des Mischwagens bis zum kompletten «Siloking Data» unterschied­ liche Ausbaustandards. Letzteres ist ein Fütterungs-Management-System in Kom­ bination mit Funkbedienung der Pro­


Fütterung

grammierwaage und hydraulischer Funktionen am Mischwagen. Das kostenlose «Feeding»-Management wird entweder über das Data-Terminal, ein Smartphone oder über ein Tablet bedient. Alle Informationen sind für den Fahrer in der Kabine einsehbar.

Elektrische Antriebe Schweizer Hersteller haben bei den elektrischen Antrieben eine Vorreiterrolle gespielt, indem Mischwagen für kleinere Betriebe schon früh elektrisch betrieben wurden. Importeure von bekannten «gros­ sen» Herstellern haben anschlies­ send mittlere Mischwagengrössen mit einem elektrischen Antriebskopf mit Fahrwerk aus- oder umgebaut. Generell wird festgestellt, dass elektrische Antriebe im Kommen sind.

Autonom unterwegs

Fazit

Pünktlich zur Agritechnica hat Strautmann in Hannover einen autonom arbeitenden Futtermisch-Selbstfahrer – quasi den ersten richtigen Selbstfahrer – vorgestellt. Mit einem intelligenten Steuerungssystem, dem hochgenauen Navigationssystem, einem sich um die eigene Achse drehenden 2D-Laserscanner, verschiedenen weiteren Sensoren und einem leistungsstarken Industrie-Rechner fährt und füttert der «Verti-Q» ohne Fahrer. Im Gegensatz zu den bisher auf dem Markt befindlichen automatischen Fütterungssystemen, die ausschliesslich autonom arbeiten, kann mit dem «Verti-Q» auch konventionell über den Führerstand gefüttert werden. Die Null-Serie soll ab Mitte 2018 auf ausgewählten mittel­ grossen Betrieben im Einsatz stehen.

Fütterungstechnik entlastet von kör­ perlicher Arbeit. Machen sich wirtschaftliche Krisen bemerkbar, zum Beispiel durch schlechte Milchpreise, dann wird noch bis zur «Schmerzgrenze» in diese Technik investiert, um durch­ zuhalten. Geht es mit dem Milchpreis wieder bergauf, wird vorerst abgewartet, um sicher zu sein, dass es sich dabei nicht um ein «Strohfeuer» handelt, erst danach wird wieder investiert. Der Aufwind, den die internationale Landtechnikbrache seit einiger Zeit wieder verspürt, hat nun auch die Hersteller von Fütterungstechnik erreicht. Mit viel Zuversicht agieren sie am Markt und beleben die Szene durch zahlreiche Neuerungen – die alle wiederum ihren Preis haben. 

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Impression | Testbericht

Mit Optimierungspotenzial Die Traktoren der Baureihe «Arion 400» hat Claas für gemischte Betriebe konzipiert. Das Modell «430» mit 110 PS glänzte beim Test auf dem Hof und im Grünland mehr als auf dem Acker. Johannes Paar*

Statt des 4-Zylinder-Triebwerks von John Deere beim Vorgänger dieselt beim «Arion 430» nun ein gleich grosser Motor von Hersteller Fiat Powertrain (FPT) unter der Haube. Bilder: Johannes Paar

Bei der neuen Baureihe «Arion 400» setzt Claas statt des 4-Zylinder-Triebwerks von John Deere nun Motoren von FPT ein. Auf Wunsch gibt es ein Sechsfach-Lastschaltgetriebe, mit dem auch der Testkandidat ausgestattet war. Neu sind weiter die Kabine mit Panoramadach und Multi­ funk­ tionsgriff, das Vorgewende­management, die dynamische Lenkung und verschiedene Telematics-Funktionen. Die Baureihe besteht aus sechs Modellen im Leistungsbereich von 90 bis 140 PS. Für den Test stellte Claas den 110 PS starken «Arion 430» zur Verfügung. Die

*Johannes Paar ist Chefredaktor der österreichischen Fachzeitschrift «Landwirt».

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Schweizer Landtechnik 2 2018

Testfahrer hatten den gut ausgestatteten Traktor fast 200 Stunden im Einsatz: zum Mähen und Heuen, beim Güllefahren, am Hof und für diverse Transport- und Frontlader­arbeiten. Neben diesen Praxis­ ein­sätzen wurde die Maschine auch von den Prüfingenieuren der Forschungs­ anstalt BLT Wieselburg unter die Lupe genom­men. Claas hat im Lauf der Jahre einige Schwächen ausgemerzt, leider nicht alle. Laut Hersteller soll es aber schon bald eine Fortsetzung geben.

Gewichte und Abmessungen Die «voll ausgestattete» Testmaschine brachte 6080 kg auf die Waage. Das sind 1080 kg mehr, als der Hersteller im Prospekt angibt. Verantwortlich dafür sind in

erster Linie die grossen Räder und die Optionen Fronthydraulik, Frontzapfwelle, Klima- und Druckluftanlage sowie die ab Werk montierten Anbaukonsolen für den Frontlader. Das höchstzulässige Gesamtgewicht beträgt bei allen sechs Modellen 8500 kg. Da bleibt nur eine Nutzlast von 2420 kg übrig. Vor allem für Ackerbau­ betriebe ist das etwas wenig. Auch bei den Achslasten überschreitet man vor allem beim Frontladereinsatz schnell die erlaubten Höchstgrenzen von 4000 kg vorne und 6800 kg hinten. In Wieselburg wurde mit angebautem Frontlader und Palettengabel eine Vorderachslast von 3935 kg gemessen. Wohlgemerkt ohne Heckballast. Vorsicht, im Garantiefall kann es hier schnell zu Streitigkeiten kommen.


Testbericht | Impression

Alle Bedienelemente der rechten Konsole und der Multifunktionsgriff an der Armlehne sind gut erreichbar.

Gelobt wurde die niedrige Bauhöhe. Mit den Reifen der Dimensionen 540/65R38 hinten und 420/70R28 vorne hat die BLT eine Gesamthöhe von 2,81 m gemessen. Die Wendigkeit wurde als durchschnittlich bewertet. Mit eingeschaltetem Allrad beträgt der Wendekreis-Durchmesser 13,2 m. Der Radstand ist mit 2,53 m verhältnismässig lang.

Technische Daten Claas «Arion 430» Motor: FPT, 4 Zylinder, 3,5 l, Common Rail, Ladeluftkühlung, Abgasstufe 4 (SCR, DOC) Nenndrehzahl: 2200 U/min Nennleistung an Zapfwelle: 70,9 kW/­ 96,4 PS Maximalleistung an Zapfwelle: 76,4 kW/103,9 PS bei 1900 U/min Maximales Drehmoment: 469,7 Nm bei 1100 U/min Tankinhalt: 190 Liter Diesel, 22 Liter AdBlue Getriebe: 24V/24R: 4 Gruppen mit jeweils 6 Lastschaltstufen, Automatikfunktionen, Powershuttle, 40 km/h Heckzapfwelle: 540/540E oder 540/540E/1000 Hubkraft: 4000 kg Heck, 1600 kg Front (alle durchgehend) Eigengewicht: 6080 kg (mit Fronthubwerk, Frontzapfwelle, Frontladerkonsolen und vollgetankt) Zulässiges Gesamtgewicht: 8500 kg Reifen: V: 420/70R28, H: 540/65R38 Radstand: 2535 mm Geräuschpegel in der Kabine: 72,0 dB(A) Preis: CHF 94 533.– (Basisausstattung ohne MwSt.) (Herstellerangaben)

Die Vorderachse von Carraro mit Einzelradaufhängung ermöglicht einen Federweg von 90 mm.

Motor mit guten Werten Das moderne 4-Zylinder-Kraftwerk von FPT Industrial schöpft aus 4,5 l Hubraum laut Hersteller eine Leistung von 109 PS. Die Abgasstufe 4 erreicht der «Arion 400» mit SCR (AdBlue) und einem Diesel­ oxidations­katalysator. Die Abgasmessung der BLT zeigte keine Auffälligkeiten. Die Motorleistung wurde vom Testteam durchwegs positiv bewertet. Das spiegeln auch die Messungen am Prüfstand wider: Bei einer Nenndrehzahl von 2200 U/min kommen an der Zapfwelle 97 PS an. Die Maximalleistung von 104 PS liegt bei 1900 Motorumdrehungen. Der Leistungs­ verlust zwischen Motor und Zapfwelle bei Nenndrehzahl beträgt 12,5 %. Der Bereich der konstanten Leistung erstreckt sich über knapp 700 U/min. Auffällig ist die Drehmomentkurve: Das maximale Drehmoment von knapp 470 Nm stellt der Motor bei niedrigen 1100  Umdrehungen bereit. Von diesem Höchstpunkt bis zur Nenndrehzahl nimmt es kontinuierlich auf rund 308 Nm ab. Daraus errechnen sich ein Dreh­ momentanstieg von 52,6 % bei 50 % Drehzahlabfall sowie ein Anfahrdreh­ moment von rund 150 %. Mit diesen Werten kann man durchaus zufrieden sein. Sehr zufrieden waren die Testfahrer auch mit dem Dieselverbrauch. Der spe­ zifische Kraftstoffverbrauch unter Volllast sinkt von 253 g/kWh bei Nenndrehzahl auf 223 g/kWh im Bestpunkt von 1500 Motor­umdrehungen. Anders sieht es beim Verbrauch von AdBlue aus: Dieser ist mit 3,4 bis 11,9 % des Kraftstoffverbrauchs vergleichsweise hoch. Im Regelfall füllt man den AdBlue-Vorrat bei jedem zweiten Tanken auf.

Beim «Arion 430» reichte der 22 l grosse Behälter nur in den wenigsten Fällen für zwei Dieselfüllungen. Mit dem 190-Liter-­ Dieseltank hingegen kamen die Fahrer meist den ganzen Tag über die Runden.

Noch mehr Getriebe Beim Getriebe gibt es nichts auszusetzen. Das neue Sechsfach-Lastschaltgetriebe «Hexashift» hat acht Gänge im Haupt­ arbeitsbereich zwischen 4 und 12 km/h. Damit war unser Testteam mehr als zufrieden. Viel Lob gab es auch für die manuelle Bedienung, die vielen Automatikfunktionen, die Gangabstufung, das Reversieren mit einstellbarer Aggressivität und die sanften Schaltvorgänge. Einziger Wermuts­ tropfen ist der Bedienungswechsel für die Wendeschaltung zwischen dem Linkshand-Reversierer am Lenkrad und dem Knopf auf dem Multifunktionsgriff rechts auf der Armlehne. Man muss sich für eine Variante entscheiden. Da der Wechsel etwas kompliziert ist, haben die Testfahrer meist darauf verzichtet. Das «Hexashift»-Getriebe arbeitet mit vier automatisierten Gruppen und sechs Lastschaltstufen. Die Lastschaltstufen lassen sich mit einer Wippe am Multifunktionsgriff auf der Armlehne ohne Betätigung der Fusskupplung wechseln. Drückt der Fahrer die Wippe über einen spürbaren Widerstand hinweg, wechselt das Getriebe die Gänge. Das Kupplungspedal braucht man nur noch zum feinfühligen Rangieren. Das Modell war mit den drei Zapf­wellen­ drehzahlen 540, 540E und 1000 ausgerüstet. Die beiden Leistungszapfwellen 540 und 1000 erreichen ihre Norm­ drehzahl ziemlich genau bei der maximalen Leistung. Die Eco-Variante hingegen 2 2018 Schweizer Landtechnik

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Impression | Testbericht

erzielt die 540 Umdrehungen im Bereich des niedrigsten Kraftstoffverbrauchs bei 1530 Motorumdrehungen. Die elektro­ hydraulische Zapfwellenbetätigung lässt sich auch über das Hubwerk automatisch schalten. Im Heck gibt es neben den Hub­ werksknöpfen auch zwei Taster zum Einund Ausschalten der Zapfwelle. Drückt man den gelben Einschaltknopf kürzer als sechs Sekunden, läuft sie nur kurz an. Erst wenn man länger drückt, schaltet sich die Zapfwelle dauerhaft ein. Am Frontanbau­ raum gibt es nur einen Ausschaltknopf.

Der Testkandidat war mit drei mechani­ schen Steuergeräten im Heck und zwei elektrohydraulischen Ventilen für den Frontlader ausgestattet. Alternativ sind auch im Heck bis zu vier elektronische Proportional-­ Steuergeräte möglich. Alle elektronischen Steuergeräte lassen sich in Menge und Zeit regeln. Die Hebel für die mechanischen Steuergeräte sitzen auf der rechten Seitenkonsole. Die Bedienung ist leider etwas ruppig. Viel Lob gab es hin­ gegen für den Multifunktionsgriff mit Kreuzhebel-­Funktion. Damit lässt sich der Frontlader sehr feinfühlig steuern.

Viel Hydraulik

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Kurzbewertung + Motorleistung + Dieselverbrauch + Lastschaltgetriebe mit Automatik­ funktionen – Nutzlast – AdBlue-Verbrauch – Hubkraft

Das Armaturenbrett mit seinen analogen und digitalen Anzeigen ist übersichtlich und schwenkt mit der Lenkradverstellung mit. Mit einem Dreh-/Druckknopf und einer Escape-Taste rechts am Armaturen­ träger können alle «CIS»-Optionen be­ dient und überwacht werden. Alle Ge­ triebe­funktionen werden in einem eige­ nen Display an der rechten, vorderen Kabinensäule anschaulich dargestellt. Für die Arbeit bei Nacht können am Kabinen­ dach bis zu acht Scheinwerfer – vier vorne und vier hinten – montiert werden. Leuchtstärkere LED-Scheinwerfer gibt es derzeit nur vom Händler. Verbesserung hat Claas für die eigenwilli­ ge Bedienung der Handbremse und für den Aufstieg versprochen. Mit der Umset­ zung der neuen Vorschriften zur Typen­ genehmigung ab Beginn dieses Jahres sollten diese Mängel jedoch behoben sein. Zum Schluss sei noch die dynamische Lenkung erwähnt: Per Knopfdruck lässt sich die Anzahl der notwendigen Lenk­ rad­umdrehungen für den gleichen Ein­ schlag reduzieren. Um wie viel diese re­ duziert werden, hängt vom eingestellten Modus (lenkwinkel- oder geschwindig­ keitsabhängig) ab. Im manuellen Modus stehen vier fest einstellbare Stufen zur Verfügung. Mit diesem Feature lässt sich die Lenkung an alle Bedürfnisse perfekt anpassen. In der Basisausstattung kostet der «Arion 430» rund CHF 94  533.– (ohne MwSt.).

Claas bietet die Baureihe «Arion 400» mit drei verschiedenen Hydraulikpumpen an: 60, 98 oder 110 l/min. Das Testmodell hatte die 110-l-Load-Sensing-Axialkolben-­ Verstellpumpe an Bord. Das geschlossene Hydrauliksystem teilt sich den Ölhaushalt mit dem Getriebe. Daraus können für ex­ terne Verbraucher bis zu 25 l Öl entnom­ men werden. Die BLT ermittelte eine maxi­ male Fördermenge von 106,4 l/min, eine Hydraulikleistung von 22,1 kW und einen maximalen Öldruck von 187,4 bar. In die­ sen Punkten hält der Prüfling, was er ver­ spricht. Das gilt auch für die Hubkräfte, die allerdings nicht berauschend sind. Im Heck stemmt der «Arion» an der Ackerschiene durchgehend rund 4 t. Hubweg und Transport­höhe (Unterlenker an der obers­ ten Position) erfüllen die Vorgaben der ISO-Norm. Vorne hat die BLT eine durch­ gehende Hubkraft von nur 1,6 t gemessen. Kritik gab es auch für die Hubwerks­ geometrie im Heck: Beim Anheben wird das Gerät nicht zum Traktor gezogen, sondern neigt sich nach hinten. Das redu­ ziert die Bodenfreiheit am Vorgewende. Ein hydraulischer Oberlenker hilft hier nur bedingt, da ein permanentes Verstellen wenig praktikabel ist. Steckt man den Oberlenker in eine andere Bohrung, redu­ zieren sich die Hubkräfte weiter und das Gerät wird langsamer angehoben.

Kabine mit Panoramablick

Der Motor benötigt nur alle 600 Stunden frisches Öl.

Der Fahrer kann alle Funktionen über das Armaturenbrett und das farbige Display im Kabinenpfosten steuern.

Schweizer Landtechnik 2 2018

Claas bietet beim «Arion 400» vier Kabinen­ strukturen mit verschiedenen Dächern an. Der Testtraktor hatte die für den Frontladereinsatz prädestinierte «Panoramic»-­Kabine. Die Sicht auf den angehobenen Frontlader ist einzigartig. Das grosse Dachfenster geht ohne stö­ renden Querholm in die einteilige Wind­ schutzscheibe über. Durch das Dach­ fenster fällt auch viel Licht in die Kabine. Bei starker Sonneneinstrahlung kann man das Dachfenster mit einer robusten Blende aus Kunststoff abdunkeln. Der Geräuschpegel in der Kabine ist durchschnittlich und wurde von den Fah­ rern als angenehm empfunden. Die BLT hat am Fahrerohr 72 dB(A) gemessen. Lob gab es auch für die Kabinen- und Vorderachsfederung. Die Vorderachse von Carraro mit Einzelradaufhängung er­ möglicht einen Federweg von 90 mm. Sie lässt sich per Knopfdruck ein- und ausschalten. Nachteilig ist der hohe Wartungsaufwand auf Grund zahlreicher Schmiernippel. Der Aufbau einer Zentralschmieranlage kostet CHF 1749.– (ohne MwSt.). Die Klima­ anlage ist unter dem Sitz platziert. Das er­ möglicht unter anderem auch die geringe Bauhöhe. Die Lüfterdrehzahl lässt sich stufenlos regeln.


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Impression | Fahrbericht

Der neue «7-230» von Landini mit dem sechsstufigen Automatik-Getriebe «Robo-Six». Bilder: R. Engeler

Italienisches «Six-Pack» Landini erneuert seine Baureihe «7». Die Schweizer Landtechnik konnte das VorserienModell «7-230» in der Ausstattungsvariante «Dynamic» mit dem neuen sechsstufigen Automatik-Getriebe «Robo-Six» von ZF ausgiebig Probe fahren. Roman Engeler und Ruedi Burkhalter

Die italienische Argo-Gruppe baut Traktoren der Marken «Valpadana» (Kleintraktoren), «McCormick» und «Landini», die in der Schweiz über den Importeur Stauffer in Les Thioleyres VD vertrieben werden. Dort konnte die «Schweizer Landtechnik» ein Vorserien-Modell in spezieller Lackierung des Landini «7-230» mit dem neuen, sechsstufigen Lastschaltgetriebe «Robo-Six» in der Ausstattungsvariante «Dynamic» (Premium) genauer unter die Lupe nehmen. Der Traktor wur38

Schweizer Landtechnik 2 2018

de extra für die Hausausstellung des Importeurs vor Weihnachten 2017 in die Schweiz überführt.

6,7-l-Aggregats beträgt beim «7-230» laut Herstellerangaben 205 PS bei 1900 U/min, maximal sind mit «Power Plus» (Boost) 226 PS möglich. Die in der Ausstattungsvariante «DynaMotor von FPT Die Baureihe ist mit 6-Zylinder-Turbo-­ mic» im Serienumfang enthaltene Einzel­ Motoren von Fiat Powertrain (FPT) berad-­ Vorderachsfederung wird elektrostückt, die mit Gummi-Schwingungsdämpnisch gesteuert. Die vorderen Räder bieten einen Lenkeinschlag von 55°, der mit fern auf dem Chassis-Rahmen montiert sind. Die 6,7-l-Motoren erfüllen mit dem der Zusatzausrüstung «EazySteer» bei nur einer Lenkradumdrehung erreicht «Hi-SCR»-System die Abgasnorm der Stufe 4. Die Nennleistung des wassergekühlten, werden kann.


Fahrbericht | Impression

Eingebaut im «7-230» ist ein 205-PS6-Zylinder-Turbo-Motor von FPT.

6-stufig unterwegs Herzstück der aufgefrischten Baureihe ist das Getriebe mit fünf Gruppen, sechs Lastschaltstufen und hydraulischer Wende­schaltung von Hersteller ZF. Lan­ dini nennt es «Robo-Six», weil es je nach Modus Stufen und auch Gruppen dank einer elektronischen Steuerung automa­ tisch – oder eben «robotisiert» – durch­ schalten kann. Das Getriebe lässt sich im manuellen Mo­ dus, im Feld- oder im Transportmodus fahren. Wählt der Fahrer die manuelle Variante, so schaltet er selbst die Grup­ pen und Stufen. Dazu braucht er aber keine Kupplung, sondern er erledigt dies einfach durch Knopfdruck am Multi­ funktions­ hebel an der Armlehne. Im Feldmodus wird die Lastschaltstufe inner­ halb der Gruppe automatisch ge­ wechselt und im Transportmodus schal­ tet das Getriebe Gruppe und Stufe selbsttätig. Die «Auto­ shift»-Funktion legt dabei in Abhängigkeit von Last, Drehzahl und Geschwindigkeit stets den richtigen oder optimalen Gang ein. Vorwärts stehen 30 Gänge zur Verfü­ gung, rückwärts noch deren 15. Optional gibt es eine Kriechganggruppe, so dass in dieser Ausstattung dann 54 × 27 Gänge zur Wahl stehen. Am optional verfüg­ baren, übersichtlichen 12 Zoll grossen Touchscreen kann zudem jener Gang vor­ gewählt werden, mit dem nach einem Stopp wieder angefahren werden soll. Die «Stop-and-Action»-Funktion ermög­ licht ein Manövrieren nur mit dem Bremsund Gaspedal.

Hydraulik-Komponenten Hydraulik-seitig kommt ein geschlosse­ nes System mit Load-Sensing zum Ein­ satz. Die Pumpe leistet 123 l/min bei

205 bar, optional ist eine Pumpe mit ei­ ner Leistung von 160  l/min erhältlich. Maximal stehen vier elektrische Steuer­ geräte mit Mengen- und Zeitsteuerung im Heck zur Verfügung, leider beim Pro­ be gefahrenen Modell farblich nicht mit den Bedienhebeln in der Kabine abge­ stimmt. Zwei Steuergeräte sind an der Front verfügbar. Weiter gibt es einen Joystick für die Bedienung eines Front­ laders oder einzelner Steuergeräte. Die Hubkraft im Heck (Kategorie II oder III) beträgt 9300  kg. Optional gibt es eine Fronthydraulik (3500 kg) und eine 1000er-Frontzapfwelle. An der elektrohydraulisch schaltbaren Heckzapfwelle werden die Drehzahlen 540, 540 Eco, 1000 und 1000 Eco ange­ boten. An beiden Heckkotflügeln können je zwei Steuergeräte und eben die Zapf­ welle betätigt werden.

Steckbrief Landini «7-230 Robo-Six» Motor: 6 Zyl., 6,7 l Hubraum, FPT, Stufe 4 mit Hi-SCR Nennleistung: 150 kW / 205 PS Max. Leistung (Boost): 166 kW / 226 PS Nenndrehzahl 1900 U/min Getriebe: Lastschaltgetriebe «Robo-Six» mit 5 Gruppen und 6 Lastschaltstufen. Zapfwelle: 540, 540 E, 1000 und 1000 E (optional Front 1000) Hydraulik: 123 l/min bei 205 bar, Load-Sensing (optional 160 l/min) Hubkraft: 9300 kg (Heck), 3500 kg (Front, optional) Leergewicht: 8000 kg Zul. Gesamtgewicht: 13 000 kg Preis: ab CHF 176 050.– (inkl. MwSt.) (Herstellerangaben)

Komfort in der Kabine Für zusätzlichen Komfort sorgt die semi-­ aktive, hydraulische Kabinenfederung mit dem schwenkbaren und luftgefederten Fahrersitz. Der wegklappbare Beifahrer­ sitz zeigte sich etwas sperrig. Eine Klima­ automatik gehört zum Serienumfang. Das Lenkrad ist in Höhe und Neigung ver­ stellbar. Den 12 Zoll grossen Bildschirm findet man nur auf der Liste der Zusatzausrüs­ tungen. Je nach Wunsch kann dieser mit Isobus, GPS- oder RTK-Komponenten ausgebaut werden. Für eine gute Sicht sorgt ein umfassendes Beleuchtungs­ paket mit bis zu 16 Scheinwerfern – auf Wunsch auch in LED-Ausführung.

Die Einzelrad-Vorderachsfederung wird beim «Dynamic» elektronisch gesteuert.

Fazit Der Test-Traktor war mit einer Druckluft­ bremse sowie mit einem konventionellen hydraulischen Bremsventil ausgestattet und mit einem Zweiachsanhänger unter­ wegs. Das Leergewicht des Traktors im Betriebszustand wird mit 8000 kg ange­ geben, das zulässige Gesamtgewicht be­ trägt 13 t. Das neue Getriebe machte bereits einen reifen Eindruck. Bei der Strassenfahrt mit 40 km/h lief der Motor ruhig bei der tie­ fen Drehzahl von 1500 U/min. Den Landini «7-230» in der Ausstat­ tungsvariante «Dynamic» gibt es ab CHF 176 050.– (inkl. MwSt.). Die Serien­ produktion der fünf 6-Zylinder-Modelle dieser Serie ist bereits angelaufen. Etwas später in diesem Jahr sollen dann noch drei 4-Zylinder-Modelle zur Baureihe stossen.

Geschaltet werden die Gruppen und Stufen am Multifunktionshebel an der Armlehne.

Video zu Landini «7-230 Robo-Six» Weitere Filme zu landtechnisch inter­ essanten Themen auf unserem YouTube-­ Kanal «Schweizer Landtechnik».

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Impression | Einsatzbericht

Der neue «MX 370 GD» von Oskar Schenk mit schwenkbarer Frontwand und selbst aufgebauter Siliermittel-Dosieranlage. Bilder: zvg

Mit schwenkbarer Stirnwand Krone hat die Lade- und Häckselwagen der Baureihe «MX» überarbeitet. Ein Vorserienmodell der neuen Serie ist seit letztem Sommer bei Lohnunternehmer Oskar Schenk in Schwarzenburg BE im Einsatz. Heinz Röthlisberger Seit 2009 ist die «MX»-Lade- und Dosierwagen-Baureihe von Krone am Markt. Nun hat der deutsche Hersteller die «MX»-Baureihe überarbeitet und auf der letzten Agritechnica in Hannover erstmals dem Publikum präsentiert. Ein erstes Vorserienmodell des neuen «MX 370 GD» ist seit letztem Juni bei Oskar Schenk in Schwarzenburg BE im Einsatz. «Wir haben mit dem neuen Lade­wagen unseren ‹MX 320› ersetzt, der seit 2012 bei uns im Einsatz war», sagt Schenk. Mit dem neuen «MX 370 GD», der über ein Fassungsvermögen von 37 Kubikmeter verfügt, hat er nun rund 4 Kubikmeter mehr Ladekapazität, auch wenn das Chassis im Vergleich zum Vorgängermodell das gleiche geblieben ist. «Grund für das höhere Volumen ist, dass der neue Wagen eine schwenkbare Vorderwand besitzt», sagt der 48-jährige Lohnunternehmer.

Schwenkt hin und her Die Funktion der schwenkbaren Frontwand führt nicht nur zu einem höheren Ladevolumen, sie hat noch weitere Vorteile. So fährt diese im Lademodus nach hinten und sorgt dafür, dass das geladene 40

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Futter besser verdichtet. Bei vollem Wagen schwenkt sie nach vorne und stellt so ein höheres Nutzvolumen zur Verfügung. Beim Entladen unterstützt die Frontwand den Kratzboden dadurch, dass sie nach vorne und hinten klappt. So hilft sie, den Wagen komplett zu entleeren. «Durch den von der Frontwand erzeugten Gegendruck zu den Messern wird zudem das Futter optimal geschnitten», sagt Schenk, der den neuen Wagen sowohl als Kurzschnittladewagen für das Beschicken von Fahrsilos sowie als Transportwagen in der Häckselkette einsetzt. Eingestellt wird die gewünschte Schnittlänge mit der zentralen Messergruppenschaltung. Ausgewählt werden können 41, 21 oder 20 Messer. Mit 41 Messern wird laut Krone eine theoretische Schnittlänge von 37 mm erreicht. In Nullstellung bleibt das Erntegut ungeschnitten. Zum Wechseln der Messer kann die Messerkassette seitlich hervorgeschwenkt werden. Auf die von Krone angebotene optionale Messerschleif­einrichtung «SpeedSharp» hat Schenk verzichtet. «Wir schleifen die Messer selber und nehmen für das tägliche Wechseln immer einen neu geschlif-

fenen Satz mit aufs Feld. Das Wechseln eines kompletten Messersatzes dauert rund 10 Minuten.» Weiteres Merkmal des «MX 370 GD» ist das «EasyFlow»-Pickup mit einer Arbeits­ breite von 1800 mm und fünf Zinken­ reihen, mit einer patentierten, W-förmigen Anordnung der Doppel­ zinken. Diese soll den kontinuierlichen Futterfluss und die gleichmässige Be­

Steckbrief Krone «MX 370 GD» Fassungsvermögen: 37 m3 (DIN 11741) Pick-up: Aufnahmebreite 1800 mm (DIN 11220) Schneidrotor mit 41 Messern Dosierwalzen: 2 (3 Option) Leistungsbedarf: ab 140 PS Masse: L/B/H: 9,29/2,90/3,82 m Zul. Deichselstützlast: 4 t bei Unten­ anhängung (Serie) Zul. Achslast (Tandem): 18 t Bereifung: 710/45 22,5 162 AB (Serie) Preis: CHF 119 900.– (exkl. MwSt.) (Herstellerangaben)


Einsatzbericht | Impression

Lohnunternehmen Schenk Oskar Schenk aus Schwarzenburg BE ist seit 1990 Lohnunternehmer. Zusammen mit seiner Frau Renate beschäftigt er in einer GmbH 5 Mitarbeiter. Während der Hochsaison sind es bis zu 13 Leute. Schenks sind Full-Liner. Ihr Hauptangebot reicht von der Saat bis zur Ernte, von der Gülleausbrin-

gung bis hin zum Silieren. Im Bereich Siloschlauchpressen ist das Lohnunternehmen mit drei Pressen einer der grössten Anbieter der Schweiz. Durch den Winter hindurch leiten Schenks unweit von Schwarzenburg zudem den Betrieb der Kunsteisbahn Schwarzwasserbrücke.

Lohnunternehmer Oskar Schenk aus Schwarzenburg BE.

füllung gewähr­leisten. Zusätzliche Tast­ räder hinter dem Pickup sorgen für zusätz­liche Bodenführung. Der 8-reihige 880-mm-Schneid­ rotor mit 1580 mm Förder­breite wird über ein seitlich angeordnetes Ölbad­getriebe angetrieben.

Mit 200 PS Die neuen «MX»-Wagen verfügen serienmässig über eine Nachlauflenkung; auf Wunsch ist auch die mechanische Zwangslenkung erhältlich. Beim Fahrwerk setzt Krone auf ein bewährtes Verbund­ aggregat mit 18 t zulässiger Achslast. Optional ist auch ein Tandem­ achs­ aggregat mit hydraulischem Ausgleich erhältlich, bei dem die Lasten gleichmässig auf beide Achsen verteilt werden. Oskar Schenk hat sich bei seinem Ladewagen für die Tandemachse

Die drei Walzen mit 470 mm Durchmesser sorgen für das zügige Abladen des Wagens.

entschieden. Die zulässige Deichselstützlast bei Untenanhängung beträgt für alle Modelle der neuen «MX»-Serie 4 t. «Wir fahren den 37-m³-­Wagen mit unserem 200-PS-Fendt ‹720›», sagt Schenk, der betont, dass der neue Ladewagen insgesamt sehr «ring» laufe. Sein Wagen ver-

fügt zudem über eine Ladeautomatik und eine Knickdeichsel, die am Vorgewende für mehr Bodenfreiheit ausgehoben werden kann. Diese Deichselpositionen lassen sich programmieren, so dass die Deichsel automatisch wieder in die abgespeicherte Ladeposition zurückgeht. Bedient wird der Ladewagen von Schenk vom traktor­eigenen Fendt-Terminal. Wer kein Isobus fähiges Terminal hat, für den bietet Krone eigene Terminals an. Für das zufügen von Siliermittel hat Schenk zudem selber ein Dosiergerät aufgebaut.

Fazit

Die Messerkassette, die mit 41 Messern bestückt werden kann, wird für das Wechseln der Messer seitlich ausgeklappt.

Insgesamt umfasst die «MX»-Baureihe von Krone fünf neue Kombiwagen mit Ladevolumen von 33 m³, 37 m³ bzw. 40 m³. Die Modelle mit dem Kürzel «GL» stehen für Ganzstahlaufbau, das Kürzel «GD» für Ganzstahlaufbau mit zwei Dosier­ walzen (optional drei). Nachdem Krone in den letzten Jahren schon die Baureihen «AX» und «ZX» überarbeitet hat, kann der Hersteller mit dem neuen «MX» nun ein komplett neues Ladeund Dosierwagen-Programm anbieten, das über die neusten technischen Ausrüstungen verfügt. 2 2018 Schweizer Landtechnik

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Für neue PV-Anlagen über 100 kW gibt es bis 30. Juni 2018 die Wahlmöglichkeit zwischen Direktvermarktung oder einer grossen Einmalvergütung. Bilder: Ruedi Hunger

Energieproduktion und Ressourceneffizienz Das Bundesamt für Landwirtschaft will die Emissionen der Landwirtschaft bis 2050 drastisch reduzieren. Das revidierte Energiegesetz ist am 1. Januar 2018 in Kraft getreten. Ruedi Hunger

Da die Auswirkungen der energetischen Vorstösse des Bundes auf die Landwirt­ schaft noch weitgehend unbekannt sind, hat der Maschinenring Graubünden die Diskussionen um Energieproduktion und Ressourceneffizienz zum Anlass genom­ men, Denkanstösse für neue Taten zu vermitteln.

«Energiestrategie 2050» Die «Energiestrategie 2050» führt die erfolg­ reiche, aber überlastete «kosten­ deckende Einspeisevergütung» (KEV) weiter. Unterschiedliche Massnahmen und verschiedene Stossrichtungen sollen dazu beitragen, dass die Landwirtschaft innerhalb dieser Energiestrategie ihre Chancen und Potenziale nutzen kann. Laut Matthieu Buchs vom Bundesamt für Energie umfasst das erste Massnahmen­ 42

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paket im neuen Energiegesetz Massnah­ men zur Steigerung der Energieeffizienz und zum Ausbau der erneuerbaren Ener­ gien sowie den Atomausstieg. Per Definition wird unter Energieeffizienz die rationelle Verwendung von Energie verstanden. Die Ziele und Richtwerte der Energieeffizienz werden vom Bun­ desamt für Energie wie folgt in Zahlen gefasst: • Der durchschnittliche Energieverbrauch pro Person soll bis im Jahr 2020 gegen­ über dem Stand 2000 um 16 % und bis im Jahr 2035 um 43 % gesenkt werden. • Der durchschnittliche Stromverbrauch pro Person soll im gleichen Zeitraum um 3 % beziehungsweise 13 % gesenkt werden. Das Massnahmenpaket sieht vor, die durchschnittliche inländische Produktion

an erneuerbarer Energie (ohne Wasser­ kraft) bis im Jahr 2020 auf 4400 GWh und auf 11 400 GWh im Jahr 2035 zu steigern. Die Wasserkraft soll bis 2035 rund 37 400 GWh liefern. Teil der Förde­ rungsmassnahmen für erneuerbare Ener­ gien ist der Umbau der heutigen KEV. Das heisst, die (Anlagen-)Betreiber verkaufen ihre Elektrizität selber am Markt. Wenn der Betreiber also den Strom zu einem höheren Preis als dem Referenz-Markt­ preis einspeisen kann, erzielt er höhere Einnahmen als bei einer fixen Vergütung (und umgekehrt).

Energie aus der Sonne Christian Wolf von «MBRsolar» meint, dass mit Sonnenenergie jedermann zur Energie­ wende beitragen könne. Die Effi­zienz einer Anlage wird dabei in erster Linie durch den


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Standort, das heisst durch die Einstrahlung der Sonne, beeinflusst. Das Strahlungs­ angebot der Sonne ist vom Wetter und von der Jahreszeit abhängig. Bezogen auf ein Bauobjekt wird der Ertrag stark durch die Dachausrichtung beeinflusst. Süddächer ermöglichen 950 bis 1200 kWh. Ost- oder West-Ausrichtungen reduzieren den Ertrag um etwa 10 % und ein Norddach liefert nochmals weniger, meistens beschränkt auf die Monate Mai bis August. Grundsätzlich beurteilt Wolf die Grundbedingungen von Photovoltaik in der Landwirtschaft als gut, nicht zuletzt, weil die Gestehungskosten für den Solarstrom ständig sinken. Die Wirtschaftlichkeit einer Anlage wird nicht nur durch den Standort, sondern auch durch das Kosten-Nutzen-Verhältnis und den Einspeisevertrag oder den Eigenverbrauch bestimmt.

Windenergie Windenergie nutzen kann man dort, wo es Wind und in der Nähe einen Netz­ anschluss hat (insbesondere bei Grosswindanlagen). Schliesslich – so meint Andy Kollegger von Ökostrom Schweiz – ist das tatsächliche Potenzial einer Wind­ anlage dort realistisch, wo es die Umweltorganisationen zulassen. Im Moment haben es Grosswindanlagen schwer, daher liegt das Potenzial bei Kleinwindanlagen mit einer Nabenhöhe unter 30 m bei rund 100 kW.

Energie aus feuchter Biomasse Eine Grundvoraussetzung für das Betreiben einer Biogas-Anlage ist unternehmerisches Denken. Weiter soll der Anlage­ betreiber über gute technische Begabung verfügen. Nicht zu unterschätzen ist der Arbeitsaufwand, folglich soll ein Landwirtschaftsbetrieb freie Arbeitskapazität in der Grössenordnung von 2 bis 5 Stunden pro Tag aufweisen. Zu den weiteren Grundvoraussetzungen für die Biogas­ erzeugung zählen Vorabklärungen betreffend Substrat. Ist neben einem minimalen Gülle-/Mistanfall (rund 3000 m3, entspricht rund 120 GVE) zusätzliches Potenzial an vergärbarem Substrat auf dem Hof oder auf Nachbarbetrieben vorhanden? Zu den Standortabklärungen gehören die verkehrstechnische Erschliessung – auch im Winter –, ausreichende Platzverhält­ nisse und die Nutzungsmöglichkeit vorhan­ dener Infrastruktur. Weiter ist es unab­ dingbar, dass Möglichkeiten der Wärme­ nutzung abgeklärt werden (Wärme­verbund, Häuser usw.). Schliesslich müssen das mögliche Konfliktpoten-

Eine Voraussetzung für den Anlagenbetreiber ist unternehmerisches Denken.

Anbausysteme werden künftig vermehrt auf ihren Energiebedarf hinterfragt werden.

Stromvermarktung Variante

Beurteilung

Vermarktung im Rahmen der kostendeckenden Einspeisevergütung Einmalvergütung, Vermarktung physischer Strom Eigenverbrauchslösung, Vermarktung physischer Überschussstrom Direktverkauf (Vertrag für Herkunftsnachweis und physischer Strom) Vermarktung Strom und Herkunftsnachweis auf freiem Markt (via Direktvermarkter)

Positiv, aber lange Warteliste, ungewiss, ob Projekt positiven Zuschlag erhält Positiv, aber ungewiss, ob Projekt positiven Bescheid erhält Positiv, interessant für Photovoltaik Wird kaum mehr gemacht, wichtig: Vertragslänge analog KEV Kostendeckende Preise sind zum heutigen Zeitpunkt nicht realisierbar (Photovoltaik bald)

(Quelle: Stefan Mutzner, Ökostrom Schweiz, Fleco Power)

zial und die Distanz zu Wohngebieten abgeschätzt werden.

Strom vom Bauernhof Die Vermarktung des Stroms vom Bauern­ hof ist eine neue Herausforderung. Welche Lösungsmöglichkeiten bestehen, zeigt die Tabelle. So viel steht fest, die heutige KEV wird zu einem kostenorientierten Einspeisevergütungssystem mit Direktvermarktung umgebaut. Insbesondere für grosse Anlagen wird die Direktvermarktung eingeführt. Spätestens ab 2020 müssen Betreiber von grossen KEV-Anlagen ihren erzeugten Strom selbst vermarkten. Das ist obligatorisch für Betreiber von Anlagen mit einer Leistung ab 500 kW, die Ende 2017 bereits eine KEV erhalten haben, und für Betreiber von Anlagen mit einer Leistung ab 100 kW, die ab 2018 in die KEV aufgenommen werden. Allen anderen Betreibern in der BG-EE (Bilanzgruppe für erneuerbare Energien) steht es frei, in die Direktvermarktung zu wechseln, wobei ein Rückwechsel ausgeschlossen ist.

Klimaschutzziele In ihrem Referat zur Fachtagung legte Eva Reinhard, stellvertretende Direktorin Bundesamt für Landwirtschaft, dar, warum Klimaschutz uns alle angeht. Im Jahr 2015 war die Landwirtschaft an den Treibhausgasen (THG) für einen Anteil von

13,5 % verantwortlich. Damit liegt sie hinter Verkehr (32,1 %), Gebäuden (26,4 %) und Industrie (20,3 %) an vierter Stelle. Reduzieren die vor der Landwirtschaft liegenden Exponenten ihre THG, kommt die Landwirtschaft automatisch unter Druck, da ihr Anteil prozentual ansteigt. Haupttreibhausgase aus der Landwirtschaft sind Methan und Lachgas. Beide sind mehrfach klimaschädlicher als Kohlen­dioxid – Methan 25-fach, Lachgas gar 296-fach. Eine Zielsetzung betrifft beispielsweise die nachhaltige Produktion von Nahrungsmitteln. Produktionssysteme zur Verbesserung der ökologischen Nachhaltigkeit (z. B. Humusgehalt) sollen weiterentwickelt werden. Ebenso sollen die Produktionssysteme zwecks Anpassung an den Klimawandel und Verbesserung der Standortgerechtigkeit optimiert werden. Zum Schutz der natürlichen Ressourcen und des globalen Ökosystems sollen die Emissionen von Nährstoffen und Pflanzenschutzmitteln reduziert werden. Auch reduziert werden soll die Belastung der Atmosphäre mit Treibhausgasen und Ammoniak. Insgesamt waren die Ausführungen von Eva Reinhard ziemlich allgemein gehalten. Die Zuhörer hätten sich «mehr Fleisch am Knochen» gewünscht, um sich ein Bild zu machen, was konkret auf die Landwirtschaft, die Betriebe, den Betriebsleiter zukommt.  2 2018 Schweizer Landtechnik

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Unterwegs auf neuen Pfaden Mitte Dezember 2017 hat der Maschinenring Graubünden zu einer öffentlichen Fachtagung «Energieproduktion und Ressourceneffizienz auf dem Bauernhof» eingeladen. Die «Schweizer Landtechnik» sprach nach der Tagung mit Claudio Müller, Geschäftsführer des Maschinenrings Graubünden. Ruedi Hunger

Schweizer Landtechnik: Noch vor zehn Jahren war der überbe­ triebliche Maschineneinsatz die Kernkompetenz der Maschinen­ ringe in Graubünden. Was hat sich in der Zwischenzeit verändert?

«Unsere Ziele sind innovative Ideen, den Puls der Zeit fühlen, hohe Dienstleistungsbereitschaft verbunden mit einem hohen Mitgliedernutzen.»

Claudio Müller: Viel – sehr viel! Um das zu begründen, muss ich kurz zurück­ blicken: 2009 ist der Maschinenring Graubünden durch den Zusammen­ schluss der bestehenden fünf regionalen Maschinenringe entstanden. Damals war die Vermittlung von Maschinen wirklich noch die Kernkompetenz. Verändert haben sich die Örtlichkeiten: War die Geschäftsstelle anfangs in einem kleinen «Büro» am Plantahof von einer Person belegt, sind es heute am Standort Cazis sechs Arbeitsplätze, die wir dem­ nächst um weitere zwei Arbeitsstellen aufstocken.

Worin besteht denn heute die Tätigkeit des Maschinenrings Graubünden? Darin spiegeln sich die grossen Verände­ rungen ganz besonders. Wir sind bestrebt, einen aktiven Beitrag an die Lebensquali­ tät der Bauern unserer Betriebe zu leisten. Heute sind wir deshalb Ansprechpartner, wenn motiviertes Personal gesucht wird. Beispielsweise wenn auf einem Bauern­ betrieb die Familien- und Betriebshilfe in Anspruch genommen werden muss oder wenn für einen Haushalt eine Entlastung gesucht wird. Und weil Landwirte moti­ vierte Arbeitnehmer sind, können wir sie über den Personalverleih auch dem Ge­ werbe vermitteln. Neu dazugekommen ist kürzlich ein weiterer Grossauftrag. Für unsere Mitglieder haben wir mit ver­ schiedenen Partnerfirmen Einkaufsge­ meinschaften abgeschlossen und mit Sammel­bestellungen kommt das Mitglied zu günstigen Konditionen. Und wir organi­ sieren zusammen mit einem Transporteur aus der Region Mittelbünden das Sam­ meln von Silo­folien. 44

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Claudio Müller, Geschäftsführer des Maschinenrings Graubünden. Bild: Ruedi Hunger


Veranstaltung | Plattform

Im Kanton Graubünden wurde das kantonale «Ressourcenprojekt Ammoniak» über den Maschinen­ ring abgewickelt. Das Projekt ist Ende 2016 ausgelaufen, wie geht es jetzt weiter? Im Kanton Graubünden haben wir von 2011 bis 2016 im Auftrag des Amts für Landwirtschaft und Geoinformation das «Ressourcenprojekt Ammoniak» administ­ riert. Das Projekt beinhaltete den Schlepp­ schlaucheinsatz, bauliche Massnahmen zur Verminderung von Ammoniak­ emissionen und eine ausgewogene Milchviehfütte­ rung. Dieses kantonale Programm wurde nicht verlängert. Von diesen drei Mass­ nahmen wird heute noch die Ausbringung von Gülle mittels Schleppschlauch über «Ressourcen­effizienz­beiträge» des Bundes unterstützt.

Ein weiteres Projekt, das vom Maschinenring Graubünden ver­ folgt wird, ist das Engagement im Bereich des baulichen Gewässer­ schutzes in der Landwirtschaft. Warum exponiert sich der Maschi­ nenring in dieser Angelegenheit? Gute Frage – und auf den ersten Blick ist un­ ser Engagement etwas irritierend. Die Ant­ wort darauf ist aber eindeutig: Der Bund verlangt auf der Basis des Gewässerschutz­ gesetzes von den Kantonen unmissver­ ständlich, dass der bauliche Gewässerschutz in der Landwirtschaft kontrolliert wird. In Bezug auf die Umsetzung lässt er den Kan­ tonen allerdings einen gewissen Spielraum. Nachdem wir von der kantonalen Vollzugs­ behörde den Kontrollauftrag erhalten hat­ ten, war für uns bereits zu einem frühen Zeitpunkt klar, dass wir mittels Branchen­ lösung praxistaugliche und kostengünstige Kontrollen durchführen werden. Hätten wir das Heft aus der Hand gegeben, wäre eine viel teurere «Ingenieurlösung» denkbar gewesen.

Werden Energieproduktion und Ressourceneffizienz zu neuen Kern­ kompetenzen des Maschinenrings (Graubünden)? Kurzfristig sehe ich das nicht. Persönlich bin ich jedoch fest davon überzeugt, dass die Themen Energie, Ressourcen und Kli­ ma in der ganzen Gesellschaft enorm an Bedeutung gewinnen werden. Davon wird auch die Landwirtschaft betroffen sein, und sie muss ihren Beitrag dazu leis­ ten. Aus meiner Sicht sind die Fragen rund um diese Themenbereiche sehr komplex und der Weg zur Zielerreichung

«Energie, die nicht verbraucht wird, muss nicht produziert werden und verursacht keine Kosten.» scheint mir längst noch nicht klar zu sein. In mehr Ressourceneffizienz sehe ich keine Bedrohung. Im Gegenteil, ich sehe darin Chancen für die Landwirtschaft. Diese Chancen bestehen realistisch auf dem Gebiet der Energieproduktion, als CO2-Senkung oder bei der Produktion von Regelenergie (Biogas). Deshalb möchten wir als Maschinenring nicht ein­ fach zuwarten, bis Gesetze und Vor­ schriften den Landwirten vorschreiben, was zu tun ist. Gefragt ist ein proaktives Handeln für die Bauernbetriebe.

wärtig keine Anzeichen, dass etwas in diese Richtung geschieht. Und deshalb stelle ich mir schon die Frage: Soll der Maschinenring nicht selber die Führerschaft übernehmen? Ich bin mir dabei durchaus bewusst, dass wir auf Unterstützung angewiesen sein werden, denn ein Alleingang wird schwierig. Doch glaube ich, dass die notwendige Unter­ stützung gefunden werden kann, besteht in diesem Themenbereich doch ein öf­ fentliches Interesse, die angesprochenen Ziele zu erreichen.

Was muss man unter proaktivem Handeln verstehen?

An der Fachtagung war neben der Energiestrategie 2050 auch das CO2-Gesetz ein Thema. Welche Bedeutung schenkt der Maschinen­ ring der Ressourceneffizienz?

Unser Ziel werden vorausplanende und praxistaugliche Lösungen sein. Wie die aussehen werden, kann ich im Moment noch nicht sagen. Gut möglich, dass sich so auch für den einen oder anderen Land­ wirt neue Wertschöpfungsmöglichkeiten ergeben.

Das heisst auch, der Maschinenring Graubünden wird zum «Energie­ berater» für Bauernbetriebe? In welcher Form wir uns in diesen Fragen vermehrt engagieren werden, muss sich noch zeigen. Ob wir in Zukunft als Energie­ berater, Prozessbegleiter, Vernetzer zwi­ schen Landwirt und Behörde oder gar Vermark­ter auftreten werden, ist Teil gegen­ wärtig geführter Diskussionen, und darüber möchte ich mich nicht äussern. Wie wir an der Tagung gehört haben, sind «Energie­ wirte» in Zukunft mit dem Wegfall der kosten­ deckenden Einspeisevergütung si­ cherlich gefordert, sich nicht nur mit der Produktion, sondern auch mit der Ver­ marktung der Energie zu befassen. Da diese Situation für den Einzelnen sicherlich anspruchs­ voll sein dürfte, könnte der Maschinen­ring eventuell Hand bieten. Aber wie gesagt, wir müssen diese Herausforde­ rungen erst eingehend diskutieren.

Die Thematik ist so komplex, dass eine Beratungsstelle erforderlich wird. Wer sonst soll die Führer­ schaft auf diesem Gebiet über­ nehmen? Nun, denkbar wäre natürlich, dass der Kanton mit der landwirtschaftlichen Betriebs­ beratung vermehrt auf diesem Gebiet aktiv wird. Ich sehe jedoch gegen­

Wenn Verkehr, Gebäude und Industrie bis 2030 ihre Reduktionsziele erreichen, wird die Landwirtschaft zwangsläufig vermehrt unter Druck geraten und muss ebenfalls Massnahmen ergreifen. Punkto Ressourceneffizienz sollte sich die Land­ wirtschaft daher vermehrt Gedanken machen. Zudem sind einige Ressourcen bekanntlich endlich und wer Ressourcen gar nicht erst verbraucht, spart Kosten.

Braucht es zur Umsetzung mehr Beratung, Information, Über­ zeugungsarbeit oder Druck? Sicherlich von allem etwas! Unsere Auf­ gabe wird es sicher nicht sein, Druck aus­ zuüben. Dieser wird mittelfristig von allei­ ne kommen. Aber Beratung, Information und Überzeugungsarbeit sowie das Auf­ zeigen von Lösungen könnten sehr wohl Aufgaben für den Maschinenring sein.

Noch eine abschliessende Frage: wie sieht das kurzfristige Engage­ ment des Maschinenrings im Bereich «Energieproduktion und Ressourcen­effizienz auf dem Bauernhof» aus? Zu unseren aktuellen Projekten gehören die Förderprogramme «frequenzgesteu­ erte Vakuumpumpen», «Wärmetauscher Milchkühlung», die Sammelbestellung Gerätebenzin und die Administration für das Ressourcenprojekt. Als leicht umzu­ setzende Massnahme planen wir den gemein­ samen Einkauf von Stromspar­ lampen für die Stallbeleuchtung.  2 2018 Schweizer Landtechnik

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Bis hier und nicht weiter Seit einiger Zeit wird ein Zaunsystem diskutiert, das nicht mehr sichtbar ist, sondern lediglich eine virtuelle Linie darstellt. Kann das funktionieren und was ist der Grund, der für das System spricht? Ruedi Hunger Abhängig von der jeweiligen Situation sind auf Weidebetrieben vom stabilen Festzaun bis zum mobilen Elektrozaun alle Zaunvarianten zu finden. Sämtliche Zaunarten verursachen beim Erstellen einen hohen – wenn auch unterschiedlichen – Arbeitsaufwand und haben erhebliche Materialkosten zur Folge. Zusätzlich stellt die tägliche Zuteilung von Weideportionen hohe Anforderungen ans Management. Häufig erfolgt die Zuteilung durch subjektive, visuelle Beurteilung und gefühlsmässige Entscheidungen. Unter diesen Vorzeichen wurde 2015 auf einem Versuchsbetrieb in Irland das System eines «virtuellen Zauns» (VZ) auf seine Praxistauglichkeit getestet. Dieser technologische Ansatz soll der Unterstützung des Weidemanagements dienen und Arbeitszeit einsparen.

Das Weidemanagement wird stark beeinflusst durch die Faktoren Arbeit und Kosten. Daher kann ein VZ-System in Verbindung mit einem automatisierten AufwuchshöhenMess­system den Arbeitszeit­bedarf einer intensiven Portionenweide reduzieren. Der Weidebereich auf dem Versuchs­ betrieb umfasste drei Weideblöcke mit jeweils zahlreichen, unterschiedlich gros­ sen Weideflächen. Die Versuchsherde zählte 70 Kühe und wurde mit einem auto­ matischen Melksystem gemolken. Die Präzi­sion der Graszuteilung ist in einem solchen System entscheidend, um die Motivation der Kuh, zum Melken zu gehen, positiv zu beeinflussen. Das ein­ gesetzte System bestand aus einem

Aufwuchs­ höhen-Messsystem und dem eigentlichen virtuellen Zaun.

Aufwuchshöhe messen Das automatische Aufwuchshöhen-Messsystem stand zwar nicht im Fokus der Unter­suchungen, ist aber ein wichtiger Bestandteil des Systems. Damit werden Dichte und Höhe des Aufwuchses auf der Weide gemessen. Aufwuchshöhe und die (Mess-) Position wurden mittels GPS erfasst. Alle

Ein virtuelles Zaunsystem hat verlockende Anreize, doch die Umsetzung wird unter unseren Bedingungen und Betriebsstrukturen nur vereinzelt möglich sein. Bild: Ruedi Hunger

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Forschung | Plattform

Arbeitsaufwand/-einsparung

Konzept eines Weidemanagementsystems, bestehend aus einem virtuellen Zaun mit automatischem Messsystem für Aufwuchshöhen. Bild: zvg

aufgezeichneten Daten wurden anschlies­ send an ein Smartphone gesendet, um damit die Weidefläche oder Weide­zuteilung zu berechnen. Damit in den ausgewählten Weideportionen genügend Futter für die Kühe zur Verfügung steht, muss das GPS eine hohe Genauigkeit aufweisen, nicht zuletzt damit auch Randbereiche einer Portion optimal beweidet werden. Der Schlüssel zum Erfolg liegt folglich in der richtigen Berechnung der Weidefläche (Portion): einerseits damit die Kühe genügend Futter erhalten, anderseits damit nicht zu viel Futter angeboten wird. Geplant ist, dass das automatische Aufwuchshöhen-Messsystem mit dem VZ kombiniert wird, um damit auch die Weide­zuweisung zu automatisieren.

Zaun-System Ein virtueller Zaun kontrolliert ohne sichtbare physische Barriere die Tiere auf der Weidefläche. Der im Versuch eingesetzte Prototyp bestand aus einem GPS-Empfänger, einem den Tastsinn betreffenden

und einem akustischen Reizgeber sowie einer Radioantenne und einer Basis­ station für die GPS-Korrekturdaten. Zusätzlich trugen die Kühe ein Halsband mit integriertem Beschleunigungssensor, um die Aktivität zu messen. Das Hightech-­ Halsband kostet rund CHF 300−. Damit das VZ-System die notwendige Flexibilität für die landwirtschaftliche Nutzung aufweist, wurde für die Versuche ein GPS-Tracking*-System eingesetzt.

Lerneffekt nutzen Das VZ-System besteht aus einer Warn­ linie (–1 m) und einer virtuellen Zaunlinie. Das heisst, wenn die Kuh einen Meter von der festgelegten Zaunlinie entfernt ist, erhält sie ein akustisches Signal. Erreicht sie die virtuelle Linie, spürt sie den «Stimulus» in Form eines elektrischen Impulses. Mit einer präzisen Zaunlinie werden die Signale für die Tiere genauer. Dies zum Vorteil der Tiere, denn bei ungenauer Zaunlinie wird es für die Tiere schwierig, zu verstehen, wo die Zaunlinie genau verläuft, was den Lernerfolg reduziert.

Um den Arbeitsaufwand eines manuellen Zaunsystems mit dem VZ-System zu vergleichen, wurde einerseits eine Mitarbeiter­ befragung durchgeführt und anderseits ein Modellkalkulationssystem genutzt. Das manuelle Weidesystem beanspruchte 30 min pro Tag und Weideblock (3). Das ergab bei einer 10-monatigen Weide­periode 458 Arbeitskraft-Stunden (Akh) oder 6,54 Akh je Kuh. Beim Kalkulationssystem wurde mit 412 Akh/Jahr oder 5,90  Akh/Kuh ein um 10 % tieferer Wert errechnet. Für Handhabung und Wartung des VZ muss ebenfalls ein Arbeitszeitbedarf veranschlagt werden. Davon ausgehend wurde eine hypothetische Arbeitszeiteinsparung von 70 % angenommen.

Fazit Die Studie in Irland zeigte einerseits den hohen Arbeitsaufwand, den eine intensive Portionenweide verursacht. Anderseits konnte demonstriert werden, dass mit einem VZ-System das Weidemanagement verbessert und eine dynamische Bewirtschaftung der Weideflächen ermöglicht wird. Virtuelle Zaunsysteme werden kaum jemals alle Festzäune ersetzen, insbesondere entlang von Bahn, Strasse oder von der Betriebsgrenze sind feste Zäune in Form einer mechanischen Barriere unerlässlich. Zudem ist der Einsatz eines VZ nicht auf allen Betriebsflächen machbar und sinnvoll.  Quelle: Kolloquium Landtechnik, VDI-MEG, 2016; * Tracking ist im dynamischen Anwendungsfall gleichbedeutend mit Verfolgung sowie Nachverfolgung und umfasst alle Bearbeitungsschritte, die der gleichzeitigen Verfolgung von bewegten Objekten dienen.

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Wissen | Begriffe

Funktion des Drehmomentwandlers

Die zweite Phase ist das Anfahren, sobald die Ampel auf Grün schaltet. Jetzt generiert der Motor eine höhere Drehzahl des Pumpenrades, weil der Fahrer auf das Gaspedal tritt. Die Bremse wird vom Fahrer gelöst und das Turbinenrad wird durch Für viel Fahrkomfort sorgt beim Automatikgetriebe der den entstehenden Ölstrom angetrieben. Dabei dreht sich das Turbinenrad weitaus Drehmomentwandler. Die Effizienz des Wandlers ist langsamer als das Pumpenrad, zum einen insbesondere bei Anfahrsituationen gross. durch Verluste, zum anderen aber, weil das Leitrad einen gewollten Stau des Öls Heinz Röthlisberger verursacht, der zu einer geringeren Drehzahl des Turbinenrads führt, jedoch auch Der Drehmomentwandler ist ein wichtigender Geschwindigkeit des Pumpen­ zu einem höheren Drehmoment am ger Akteur beim Funktionieren eines rades wird das Öl von innen nach aussen Turbinen­rad. Eine Steigerung des Dreh­ Automatikgetriebes. Er arbeitet praktisch gedrückt. Dem Pumpenrad gegenüber moments ist insbesondere beim Anfahren als Wandler zur Anfahrhilfe und als Kuppsteht das Turbinenrad, das im Grunde gevon grosser Bedeutung. lung, um Motor und Getriebe zu trennen nommen ein umgekehrtes Pumpenrad Die dritte Phase beschreibt das Fahren oder zu verbinden. Der Drehmomentist. Mit den Schaufeln des Turbinenrades mit erhöhter Geschwindigkeit. Jetzt haben Pumpenrad und Turbinenrad beinawandler baut auf der sogenannten Fötwird die Energie des Öls, das vom he die gleiche Drehzahl und das gleiche Pumpen­ r ad beschleunigt wird, aufgetinger-Kupplung auf. Diese besitzt nur ein Pumpen- und ein Turbinenrad. Der hydronommen. Vom Turbinenrad gelangt das Drehmoment. Das Leitrad dreht sich hierdynamische Drehmomentwandler besitzt Öl wieder zurück zum Pumpenrad. Es bei mit. Um einen höheren Wirkungsrad zu erreichen, kommt nun die Kupplung zusätzlich ein Leitrad zwischen dem Pumkommt zu einem Kreislauf, der sich stetig ins Spiel, die Pumpen- und Turbinenrad pen- und dem Turbinenrad (siehe Bild). fortsetzt. In dieser Zusammenstellung miteinander verbindet, so dass diese als handelt es sich vorerst noch um die einzelner Block umlaufen und die Überschon eingangs erwähnte Föttinger-­ So funktioniert es mittlung der Energie nicht weiter über Das Pumpenrad besitzt gekrümmte Kupplung. Dabei wird noch kein Dreh­ den Ölstrom vollzogen wird. moment gewandelt. Schaufeln und ist vollständig mit Öl gefüllt. Sobald sich das Pumpenrad zu drehen beginnt, ist das Öl der sogenannten Leitrad sorgt für Rückstau Bei Rad- und Teleskoplader Zentrifugalkraft unterworfen. Mit steiUm Drehmoment zu wandeln, wird ein so Der hydrodynamische Drehmomentwandgenanntes Leitrad benötigt, das sich zwiler wird hauptsächlich in Baumaschinen schen Turbinenrad und Pumpenrad befinund in Autos mit Automatikgetrieben eindet. Das Öl, das vom Turbinenrad kommt, gebaut. «In der Landwirtschaft kommt stützt sich an den 90° gekrümmten er hauptsächlich in grossen Rad- und Turbinenrad Teleskop­ ladern sowie bei kleineren FahrSchaufeln des Leitrades ab. Dabei entsteht ein Rückstau, der am Turbinenrad zeugen mit Hydrostat-Antrieb zum Eineine Vergrösserung des Drehmoments satz», sagt Jan Hesselbarth von ZF Friedzur Folge hat. richshafen. «In Traktoren wird der Dreh­ Das Pumpenrad ist am Gehäuse fixiert, momentwandler so gut wie gar nicht wobei das Gehäuse mit dem Motor vereingesetzt, da hier der Wirkungsgrad und bunden ist. Der Motor übermittelt so die die thermische Belastung ungünstig sind. Energie an das Gehäuse, das Gehäuse Der Vorteil der Drehmomenterhöhung (Anwiederum an das Pumpenrad. Im Inneren fahrwandlung) ist beim Traktor nicht erforderlich, da die Übersetzungen im Getriebe existieren weiter eine Kupplung (Erkläausreichend sind», sagt Hesselbarth. rung später) und eine Welle, die das Turbinen­rad mit dem Getriebe und damit Quellen: Wikipedia; YouTube-Lernvideo von mit den Rädern des Fahrzeuges verbindet. www.thomas-schwenke.me

Drei Phasen

Pumpenrad Leitrad Der hydrodynamische Drehmomentwandler besitzt ein Pumpenrad, ein Turbinenrad sowie ein Leitrad dazwischen. Bild: zvg

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Im Grunde werden mit Hilfe eines Drehmomentwandlers drei Phasen ab­ gedeckt. In der ersten Phase dreht sich lediglich das Pumpenrad, nicht aber das Turbinenrad. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn das Fahrzeug an der Ampel steht, die Bremse vom Fahrer betätigt ist, der Motor jedoch weiterhin läuft und so das Pumpenrad in Drehung versetzt.

Serie «Landtechnik-Begriffe» Was ist ein «ABS», wie funktioniert eine «Common Rail»-Einspritzanlage und warum erkennt ein «NIR-Sensor» Pflanzengrün? Solche und ähnliche Fragen beantwortet die «Schweizer Landtechnik in der Serie «Landtechnik-­ Begriffe erklärt».


Technik | Wissen

Feinste Öltropfen abfangen Bei jeder Zündung im Motor strömt ein kleiner Anteil der Druckgase als Leckage aus dem Verbrennungsraum ins Kurbelgehäuse. Diese «Blow-by»-Gase müssen abgeführt und die darin enthaltenen Motoröltröpfchen abgetrennt werden. Ruedi Hunger «Downsizing» oder Verkleinerung ist die aktuelle Vorgabe für den Bau von Verbrennungsmotoren. Das bedeutet, dass aus kleineren und höher verdichteten Motoren mit wenig Hubraum hohe Leistungen herausgeholt werden. Dies mit der Folge, dass deutlich kleinere Ölpartikel aus dem «Blow-by»-Gas der Kurbelwellenentlüftung abzuscheiden sind. Im Fahrzeug werden, je nach verfügbarem Bauraum, passive Abscheidesysteme eingesetzt, im Nutzfahrzeugbereich kommen aber zunehmend aktiv angetriebene Abscheider wie Tellerseparatoren zum Einsatz. Für die Entwickler ist es eine echte Herausforderung, auch bei feinen Öl­ tropfen ein Abscheidesystem mit einer besseren Abscheideleistung anzufertigen. Weitere Auflagen sind die kostengünstige Herstellung und möglichst wenig Antriebsenergie.

Effizientere Abscheidesysteme gesucht In Zusammenarbeit mit dem Institut für Mechanische Verfahrenstechnik (IMVT) der Universität Stuttgart haben Forscher des Komponentenherstellers «Elring Klinger» zwei aktive, aber physikalisch unterschiedliche Abscheidekonzepte entwickelt. Einerseits eine Zentrifuge, die sich durch hohe Drehzahlen, hydraulischen oder elektrischen Antrieb und ein Abscheide­

vermögen von Feinsttropfen mit einem Durchmesser von d50 < 0,5 µm auszeichnet. Anderseits einen Nassabscheider, der bei beschränktem Bauraum zum Einbau kommt und dort, wo nur ein geringer Druckverlust akzep­tiert wird. Beide Konzepte versprechen hohe Abscheideleistungen und tragen damit dazu bei, den Öltropfen­eintrag in den Ansaug­trakt von Otto- und Diesel­motoren wirkungsvoll zu reduzieren.  Rohgas

Ablagerungen verhindern Die Behandlung der «Blow-by»-Gase verhindert, dass mit ihnen Gase in den Ansaugtrakt kommen. Diese würden Baugruppen wie Ladeluftkühler und Ventile verschmutzen und die Funktion der Abgaskatalysatoren beeinträchtigen. Öltropfen, die sich an den Schaufeln des Turboladers festsetzen, verschlechtern den Wirkungsgrad des Laders.

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Strömungsverlauf von Roh- und Reingas in einer Zentrifuge mit hydraulischem Antrieb. Bild: Elring Klinger

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Management | Praxisfragen

Traktor und Co. im ausserlandwirt­schaftlichen Einsatz In beharrlicher Regelmässigkeit tauchen Fragen nach Voraussetzungen oder Bedingungen für den Einsatz von Fahrzeugen im ausserlandwirtschaftlichen Einsatz auf. Was gilt? Urs Rentsch und Dominik Senn

Grün oder weiss? Die Frage der Kontrollschild-Einlösung muss gut abgeklärt werden. Will ein Halter von landwirtschaftlichen Fahrzeugen ausserlandwirtschaftliche Arbeiten ausführen, so führt meistens kein Weg an einer gewerblichen Immatrikulation vorbei. Bild: Dominik Senn

Traktoren, Transporter, Umschlaggeräte und Einachser mit grünen Kontroll­ schildern sind für die Verwendung in der Landwirtschaft, im Forst und in verwand­ ten Gebieten bestimmt. Die landwirt­ schaftliche Immatrikulation bringt dem Halter klare Vorteile gegenüber einem Halter von schweren Nutzfahrzeugen: Die landwirtschaftlichen Fahrzeuge sind vom Sonntags- und Nachtfahrverbot befreit. In den meisten Kantonen sind die Verkehrs­ steuern marginal. Der nötige Führeraus­ weis kann einfacher erworben werden. Die erwähnten Fahrzeuge eignen sich aber auch gut für andere Arbeiten, aus­serhalb der durch die Verkehrsregeln–Verordnung (siehe Kasten) bestimmten landwirtschaft­ lichen Tätigkeitsfelder, hauptsächlich für Transporte und Winterdienst. Stehen die Fahrten eines landwirtschaftlichen Fahr­ 50

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zeuges im Dienst einer Gemeinde oder ei­ nes Kantons, kann eine Sonderbewilligung für einen bestimmten Einsatzzweck bean­ tragt werden; aber nur dann, wenn keine gewerblichen Fahrzeuge zur Verfügung stehen und die landwirtschaftliche Ver­ wendung überwiegt. Will ein Halter von landwirtschaftlichen Fahrzeugen ausser­ landwirtschaftliche Arbeiten ausführen, so führt meistens kein Weg an einer gewerb­ lichen Immatrikulation vorbei. Erkennungs­ merkmal dieser Fahrzeuge ist das weisse Kontrollschild. Bei reinen Arbeitsfahrzeu­ gen, wie Tele­ skop­ ladern oder Staplern, kann das Kontrollschild blau sein. In die­ sem Status gibt es nun keine Einschrän­ kungen mehr, was die Art der Arbeit betrifft. Der gewichtigste Entscheidungsfaktor für weisse Kontrollschilder sind die Kosten. Die

Festsetzung der Verkehrssteuern ist zwar Sache der einzelnen Kantone, jedoch sind gesamtschweizerisch die Steuern für einen gewerblichen Traktor höher als für sein baugleiches landwirtschaftliches Pendant. Am meisten zu Buche schlägt die pau­ schale Schwerverkehrsabgabe (PSVA). Sie wird – im Gegensatz zu den Last­wagen – bei Traktoren nicht nach den gefahrenen Kilometern, sondern nach Gesamtgewicht und Anhängelast abgerechnet. Aktuell werden bei der PSVA CHF  110.–/t fällig. Das Limit der Abgabe liegt bei 3,5  t. Gesamt­gewichte und Anhängelasten dar­ unter werden nicht belastet. Zudem hat der Halter die Möglichkeit, die Anhänge­ last von der PSVA zu befreien, wenn keine gewerblichen Anhänger mit dem Traktor gezogen werden sollen (z. B. beim reinen Winterdiensteinsatz).


Praxisfragen | Management

Tier & Technik St. Gallen 22.–25.02.2018 Halle 1.1, Stand1.1.10 Händlervereinigung Ostschweiz Agrimesse Thun

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DIE KÖPPL PROFI BERGMÄHER Wird der Traktor für Gemeindearbeiten eingesetzt, kann eine Sonderbewilligung beantragt werden; aber nur dann, wenn die landwirtschaftliche Verwendung überwiegt. Bild: zvg TIEFER

Sonntags- und Nachtfahrverbot Auf einer gewerblichen Fahrt gilt für einen weiss immatrikulierten Traktor das Sonntags- und Nachtfahrverbot. Im praktischen Einsatz bedeutet dies, dass die Fahrzeuge wochentags von 22 bis 5 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen nur für landwirtschaftliche Zwecke eingesetzt werden dürfen oder im Stall bleiben müssen. Bei gewerblichen Fahrten muss der Führer mindestens einen Führerausweis der Kategorie F vorweisen und damit 16 Jahre oder älter sein. Damit unterscheiden sich gewerbliche Traktoren technisch kaum mehr von ihren landwirtschaftlichen Verwandten. Zwingend vorgeschrieben sind die Kontrollschildbeleuchtung und zwei weisse Kontrollschilder. Wird ein landwirtschaftlicher Traktor mit einer Höchstgeschwindigkeit unter 30 km/h weiss eingelöst, so muss dieser mit einer Heckmarkierungstafel ausgerüstet sein, falls als Fahrzeugart «Motorkarren» im Fahrzeugausweis steht.

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Mitführen von Anhängern Im Grundsatz darf ein Motorfahrzeug einen Anhänger ziehen. Als Ausnahme dazu dürfen landwirtschaftliche Traktoren zwei Anhänger mitführen. Solange es die Gesamtlänge erlaubt, dürfte noch ein unbeladener Anhänger oder ein Arbeitsanhänger mitgeführt werden. Gewerbliche Traktoren dürfen zwei gewerbliche oder landwirtschaftliche Anhänger ziehen. Dabei ist zu beachten, dass diese Anhänger bei gewerblichen Traktoren unabhängig von der Höchstgeschwindigkeit immer immatrikuliert sein müssen. Bei gewerblichen Motorkarren gilt diese Regel nicht: Zwei Anhänger sind erlaubt; sie müssen auch nicht immatrikuliert sein. Bei allen Einschränkungen im gewerblichen Bereich muss jedoch erwähnt werden, dass ein gewerblicher Traktor uneingeschränkt in der Landwirtschaft eingesetzt werden kann. Auf landwirtschaftlichen Fahrten darf auch ein gewerblicher Traktor die Erleich­ terungen für Fahrverbote, Führerausweiskategorie und dergleichen in Anspruch nehmen. 

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Das sagt die Verkehrsregeln-Verordnung

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Die Verkehrsregeln-Verordnung beschreibt in den Artikeln 86 bis 90, was landwirtschaftliche Fahrten sind. Im Grundsatz sind dies alle Fahrzeugbewegungen im Zusammenhang mit einem landoder forstwirtschaftlichen Betrieb. In den genannten Artikeln werden auch die zusätzlichen erlaubten Fahrten, die ausdrücklich untersagten Tätigkeiten und die Ausnahmeregelung beleuchtet. Die Formulierungen sind teilweise präzise, in anderen Fällen lassen sie einen erheblichen Interpretationsspielraum offen.

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Management | Betriebswirtschaft

Kostenvergleich bei der Futtervorlage Die Futtervorlage mit Mischwagen und Traktor wird auf mittelgrossen bis grossen Betrieben kaum mehr infrage gestellt. Die Futterration wird so optimiert und Handarbeit vermieden. Die automatisierte Variante ist wegen den Investitionskosten selten erste Wahl. Doch bei genauerem Hinsehen sind die Unterschiede nicht so gross. Willi Gut

system wurden gemäss Firmenangaben berechnet: CHF 190 000.– Anschaffungspreis und wie beim Mischwagen 12 Jahre Abschreibedauer. Der Stromverbrauch pro Jahr liegt bei 7500  kWh, die Reparaturund Unterhaltskosten sind CHF  4000.– pro Jahr. Dazu kommen Gebäudekosten für die Futterküche.

Fazit Im gerechneten Beispiel verursachen beide Vorlagesysteme ungefähr dieselben Kosten. Für das AFS spricht die häufige Futtervorlage. Pro Tag kann mindestens neunmal vorgelegt und alle 40 bis 45 min Futter nachgeschoben werden; mit dem Mischwagen wird einmal vorgelegt und dreimal nachgeschoben. Die Kühe werden beim AFS etwas mehr Futter aufnehmen, dadurch etwas mehr Milchleistung bringen und die Herde verhält sich im Stall ruhiger. Zudem ist es grundsätzlich möglich, zwei Leistungsgruppen mit unterschiedlicher Fütterung zu bilden ohne grossen Mehraufwand. Ein Nachteil beim AFS sind die hohen Anforderungen an das Futter. Der Misch­ wagen kann Grassilage und Heu besser zerkleinern. Zu bedenken gilt es jedoch, dass der Traktor noch anderweitig genutzt werden muss, um die Auslastung der ART (450 h/y) zu erreichen. Dies bedeutet, dass der Traktor öfters vom Mischwagen auf ein anderes Gerät umgehängt werden muss. Wird der Traktor lediglich für das Mischen genutzt, steigen die Kosten für die Variante Mischwagen merklich.

Elektrische Alternative Automatische Systeme sind pro Tag nicht teurer als Futtermischwagen mit Traktoren.

Bei nachfolgendem Vergleich werden die Kosten einer automatischen Futtervorlage (AFS) mit dem üblichen Verfahren Futter­ misch­ wagen plus Traktor verglichen. Die Berechnung basiert auf einem grösseren Betrieb mit 60–70 Kühen, der die Silage in Fahrsilos lagert. Berechnet wird die Entnahme der Silage (je 50 % Mais und 50 % Gras; Heu wird vernachlässigt, weil es in beiden Varianten denselben Aufwand verursacht) sowie das Vorlegen der Mischung.

eingesetzt worden (abzüglich Risiko­ zuschlag). Arbeitskosten werden mit CHF 28.–/h verrechnet. Entnommen werden Gras- und Maissilage mit einer Siloschneidzange, der Mischer ist 12–14  m3 gross, das Futter muss pro Tag dreimal nachgeschoben werden mit einem kleineren Traktor und Schiebeschild. Ein zusätzlicher Aufwand im Vergleich zur auto­ matischen Vorlage ist die Fütterung der Galtkühe, die in der Variante Futter­ mischwagen separat gefüttert werden.

Mischwagen

Automatisches Fütterungssystem

In Tabelle 1 sind die Kosten der Variante Mischwagen aufgeführt. Bei allen Maschinen ist der offizielle ART-Tarif 2017

In Tabelle 2 sind die Kosten für das AFS aufgelistet. Die Entnahme der Silage erfolgt mit einem Siloblockschneider. Der Zeitaufwand pro Tag ist gleich hoch wie das Befüllen des Mischwagens. Die Kosten für das automatische Fütterungs­

*Willi Gut ist Lehrer und Berater beim LBBZ Schluechthof in Cham ZG.

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Noch nicht so bekannt sind elektrisch betrie­ bene Mischwagen. Es gibt sie schon seit über zehn Jahren; die Geräte stossen jedoch erst auf grösseres Interesse, seit sie mit einem Frequenzumformer angesteuert werden. Auch mit strom­ getriebenen Mischwagen können ganze Silo­ballen aufgelöst werden. Vor einem

Praxis-Demonstration 1. März Der Verband für Landtechnik Zug und das LBBZ Schluechthof präsentieren am 1. März 2018 ein automatisches Fütterungssystem im Einsatz, dazu zwei elektrische Futtermischwagen und ein Ballen­ auflöse-­Gerät. Den Anfang bestreitet ein kleines, handliches Hilfsmittel für Hochsilos. Die Präsentation startet ab 13.15 Uhr auf der Chamau in Hünenberg (beim neu erstellten Stall). Ab 12 Uhr ist die Festwirtschaft geöffnet.


Betriebswirtschaft | Management

Tabelle 1: Kosten Traktor und Mischwagen pro Tag

Tabelle 2: Kosten AFS pro Tag

Futterentnahme mit Traktor, Frontlader und Krokodilzange Mischen und vorlegen Futter nachschieben Fütterung der Galtkühe Total

Beschickung Futterküche mit Traktor und Siloblockschneider Kosten Vorlage mit autom. Fütterungssystem, inkl. Nachschieben Gebäudekosten (Futterküche 340 m3) Total

Kosten­vergleich mit dem traktorbetriebe­ nen Mischwagen müssen sie sich gar nicht fürchten. Während die Dieselkosten für eine Mischung fast CHF 7.– betragen, wird mit einer elektrischen Antriebs­ leistung von durchschnittlich 20  kW ledig­lich Strom für Fr. 2.– pro Mischung genutzt. Die gesamten Kosten des Elektro­ motors sind pro Mischung nur halb so hoch wie jene des Traktors. Wei­ tere Pluspunkte sind die Wendigkeit der kompakten Mischer und der Lärmpegel, der im Stall merklich gesenkt werden kann. Abgase im Stall werden vermieden und das lästige Umhängen des Traktors auf andere Geräte entfällt. Die Elektrifi­ zierung wird deshalb mit grosser Wahr­ scheinlichkeit auch in der Futtervorlage schnell voranschreiten.

CHF28.44 CHF 50.54 CHF 15.23 CHF 7.16 CHF101.37

CHF30.63 CHF 63.13 CHF5.59 CHF99.35

Stromgetriebene Mischwagen sind heute genauso leistungsfähig wie Mischwagen an Traktoren. Bilder: Kurmann, Schluechthof

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Sicherheit | Unfallverhütung

Gefährliche Nähe

Oft unter Zeitdruck

Mit erschreckender Regelmässigkeit kommt es während des Winterhalbjahres zu schweren Unfällen rund um die Futterbereitstellung und die Fütterung. Nicht selten sind Mischwagen involviert. Ruedi Hunger

Futtermischwagen erleichtern die Arbeit und sparen auch Zeit. Vielfach ist die Be­ reitstellung der Futtermischung eine «Ein­ mannarbeit». Kommt es doch einmal zu einem Unfall, ist womöglich niemand in der Nähe, der sofort die Maschine abstel­ len und Erste Hilfe leisten kann. Unfälle geschehen nicht, sie werden ver­ ursacht! Glücklicherweise sind es seltene

Unfälle, wenn Personen in den laufenden Futtermischwagen fallen. Für die betrof­ fene Person ein schwacher Trost, erleidet sie doch selbst dann schwerste Verlet­ zungen, wenn eine Drittperson in der Nähe die Maschine abstellen kann. Ist niemand in der Nähe und blockiert der Mischer nicht, endet dies für den Betrof­ fenen tödlich.

Zu den Unfallursachen zählen Unachtsam­ keit, fahrlässiges Handeln und Zeitdruck. Das Herabfallen von der Bühne oder durch eine Abwurfluke auf den zwei bis drei Meter tiefer liegenden Betonboden ist meistens mit schweren Kopfverletzungen oder tödlichem Ausgang verbunden. Auffallend sind auch die Unfälle, die sich durch «bewegende» Rundballen ereignen – unmittelbar oder Minuten bzw. Stunden nach dem Entfernen von Ballen. Entspre­ chend ist dem Ballenlager in den Gebäuden oder im Freien immer mit dem nötigen Res­ pekt zu begegnen. Insbesondere Kinder können die Gefahren nicht einschätzen.

Fazit Unfallgefahren lauern überall. Daher ist beim Einsatz von Fütterungstechnik ent­ sprechende Vorsicht geboten. Zeitdruck und Hast sind gefährliche Begleiter. 

Gefahrenbereiche

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Im Freifall darf der Mischwagen nur von gesicherten Bühnen ober Abwurfluken aus befüllt werden. Zudem darf er nicht in Betrieb sein.

Drittpersonen dürfen sich nicht im Gefahrenbereich eines Selbstfüllers aufhalten.

Fremdbefüller müssen stets indirekt mit Hebefahrzeugen, Förderband oder Kran befüllt werden.

Gelagerte Ballen können sich bei oder nach der Entnahme «selbst­ ständig machen» und Personen gefährden.

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Unfallverhütung | Sicherheit

Unfälle mit Fütterungstechnik Unfallgeschehen

Unfallauslöser

Vorbeugende Massnahmen

Sturz von der Bühne oder durch Abwurfluke

Bei Deckenlagerung kann Futter ohne grossen Kraftaufwand abgeworfen werden (Freifall).

Abwurfluken, Bodenöffnungen und Bühnen müssen, wenn die Höhe zum darunter liegenden Boden mehr als ein Meter beträgt, mit einer Absturzsicherung, Geländer usw. versehen sein.

Fallende, rollende Rundballen am Lager

Gelagerte Rundballen (und Quaderballen) können sich bei oder nach dem Entfernen von Ballen unerwartet in Bewegung setzen.

Bei der Aufnahme bzw. Entnahme von aufgeschichteten oder auf einem höheren Boden gelagerten Silo-, Heuoder Strohballen dürfen sich keine Drittpersonen (insbesondere keine Kinder) im Gefahrenbereich aufhalten.

Die meisten Futtermischer sind heute in der Lage, Rundballen aufzulösen. Fällt eine Person durch eine Abwurfluke oder von einer Bühne in den laufenden Mischwagen, kann das tödlich enden.

Das Befüllen eines laufenden Futtermischers, von einem erhöhten Boden bzw. einer Bühne oder durch eine Abwurfluke, ist höchst gefährlich und soll daher unterlassen werden. Unter Umständen kann dieses Verhalten als «fahrlässig» eingestuft werden.

Sturz in den laufenden Futtermischer

Quetschverletzung beim Selbstfüller

Verletzungen an Hand, Arm oder Beinen

Bei der Entnahme oder der Befüllung können Futter- bzw. Silageresten zurückbleiben.

Drittpersonen dürfen sich nicht im Gefahren- bzw. Schwenkbereich des Entnahmeschildes aufhalten. Wenn ein Eingreifen notwendig ist, auf Sichtverbindung achten und Funktionsbetrieb unterbrechen. Nicht von Hand eingreifen.

Bei überfüllten Mischwagen fällt Futter über den Rand nach aussen oder es kann ein Fremdkörper im Futter entdeckt werden.

Das Hineingreifen in den Futtermischer oder das Nachstossen von Hand oder mit einem Bein kann fatale Folgen haben. Daher ist der Mischbetrieb zu unterbrechen, wenn Fremdkörper entfernt oder Futter nachgeschoben werden muss.

Beim Entleeren bleiben Futterresten im Futtermischer.

Eine vollständige Entleerung muss ohne Handarbeit möglich sein. Bleibt ausnahmsweise ein Futterrest zurück, darf dieser erst bei vollständigem Stillstand der Maschine entfernt werden.

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Passion | Youngtimer

Der «AutoPowr-Man» und sein John Deere «7810» Christian Giger, Lohnunternehmer aus Sevelen SG, ist ein arbeitsfreudiger Draufgänger. Seine zehn John-Deere-Traktoren passen zum «Power-Man»: Nur vier davon haben unter 200 PS, alle besitzen ein stufenloses «AutoPowr»-Getriebe, so auch der 7810. Dominik Senn Das Lohnunternehmen der Brüder Chris­ tian, Hans Adam und Erich Giger in Sevelen SG ist im St. Galler Rheintal, im Seeztal östlich des Walensees, in der Bündner Herrschaft, im Fürstentum Liechtenstein und im österreichischen Vorarlberg unterwegs. Der Name «LU-Giger» ist kurz, dafür die Liste der Maschinen umso länger. Denn Gigers sind als «Full-Liner»-Lohnunternehmen im Einsatz: Sie bieten sämtliche Arbeiten von der Vorbereitung des Saatbeetes bis zur Ernte und noch viel mehr an. Christian ist überdies seit zwei Jahren Vorstandsmitglied der Sektion St. Gallen – Appenzell – Glarus und zuständig für deren Tätig-

keitsprogramm der Kreisversammlungen (siehe «Sektionsnachrichten»).

stellte zugleich seine Brüder als Stellvertreter/Werkstattchef und Chauffeur ein.

Ein «Maschineler»

«Full-Liner-Lohnunternehmen»

Den Samen zum LU-Giger säte Vater Hans Giger in den Siebziger-Jahren. Der Milchbauer begann mit einer Occasions-­ Dreschmaschine von John Deere Getreide zu ernten. Er drosch Getreide, häckselte Mais und Gras. «Er war und ist ein Maschineler», sagt Christian Giger, «wir Söhne wurden von seinem Maschinenvirus angesteckt. Ich lernte Landwirt, Hans Adam Landmaschinenmechaniker, die solide Berufsbasis für unser Unternehmen.» Im Jahre 1995 übernahm Christian Giger und

«Dann gaben wir Vollgas», sagt Christian Giger. Zuerst wurde kräftig in Futtertechnik investiert: Das komplette Maschinenprogramm für die Bodenbearbeitung und Düngung, weiter eine Direktsaatmaschine, zwei Säkombinationen, zwei Streifenfrässaatmaschinen, eine Maissämaschine, eine Selbstfahr- und eine Anbauspritze. 1996 folgte bereits die erste Quader­ ballenpresse, später Rundballenpressen. «Wir mussten schon bald Aushilfschauffeure anstellen. Inzwischen beschäftigen

Lohnunternehmer Christian Giger setzt voll auf die «AutoPowr» von John Deere. Bilder: Christian Giger/Dominik Senn

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Youngtimer | Passion

Beim Schneetransport nach Liechtenstein.

Ein Bild von einem Gespann: Christian Giger ist als Full-Liner-Lohnunternehmer unterwegs.

wir acht Vollzeit- und drei Teilzeitmitarbeiter», so Christian Giger. Heute verfügt LU-Giger an Erntetechnik über zwei Grosspackenpressen von Krone, zwei Rundballenkombinationen von Krone und einen Tanco-Ballenwickler, sodann über ein Mulchgerät, acht unterschiedliche Dosierwagen, diverse Kipper, einen Abschiebewagen, zwei Hochleistungsmäher von Krone, drei Selbstfahrhäcksler von John Deere mit reihenunabhängigem Maisgebiss, Pickup, Ertragserfassung und Feuchtigkeitsbestimmung, zwei Mähdrescher von John Deere und New Holland und zwölf Traktoren: zehn John Deere, einen Fendt «936» und einen Hoftraktor Deutz «D 4005». «Damit sind wir ein Full-­LinerLohnunternehmen», sagt Christian Giger. Das geht bis zum Winterdienst für die Gemeinde und Private, mit Schneeräumung und Salzstreuung. So hat er eben erst Schnee ab einem Depot auf eine Langlaufloipe im liechtensteinischen Steg geführt, damit dort ein internationaler Wettkampf ausgetragen werden konnte.

pressen und für Strassentransporte. Mir gefallen auch die grosse Kabine, die mechanischen Steuergeräte, die Hubkraft, mit welcher der Sechsschar-Lemkenpflug problemlos ausgehoben werden kann, und natürlich das sagenhafte Dreh­ moment – ein ‹Ami› eben», schwärmt Christian Giger. Der «7810» habe noch nie überhitzt, er sei wie die übrige «7010»-Serie, die von 1997 bis 2003 in Waterloo, Iowa, offensichtlich im Hinblick auf den Einsatz in wärmeren Gegenden gebaut worden. «Kurz: Die Leistung bezogen auf das Eigengewicht von 8400 kg passt», sagt Christian Giger.

Eben ein «Ami» Der John Deere «7810» mit Jahrgang 2003 kam im Jahre 2005 mit rund 1200 Stunden auf den Hof in Sevelen. «Das AutoPowr-Getriebe ist hervorragend für das Mähen mit der Triple-Kombina­ tion, aber auch für das Quaderballen­

Sorge tragen So energisch und draufgängerisch Christian Giger persönlich ist, so behutsam geht er mit den Maschinen, mit deren boden- und umweltschonenden Einsätzen und mit der ihm anvertrauten Mann-Power um: «Das sind die Aushängeschilder vom LU-Giger. Deswegen lege ich meinen Chauffeuren nahe, schonend und sauber zu fahren und auch auf sich selber zu schauen. Nacht­ arbeiten führen wir nur noch bei Ernte­ spitzen und notfalls durch. Uns liegt viel daran, dass wir mit unseren grossen Maschinen den Boden möglichst schonend bearbeiten, weshalb wir all unsere Fahr­ zeuge mit der grösstmöglichen Bereifung und selbstverständlich Vollausrüstung aus-

statten – wie sich das für einen modernen Partner gehört.» Zu dieser Unternehmensphilosophie gehört auch die gewissenhafte Maschinenpflege: «Gegen 95 Prozent aller Unterhaltsarbeiten machen wir in der eigenen Werkstatt. Was wir nicht anrühren, sind Motoren und Elektronik.» Bruder Hans Adam ist es gewohnt, gewisse Revisionen vorsorglich auszuführen, auch wenn die Maschinen noch keinen Bedarf «anzeigen». Beim «7810» habe das Getriebe (von ZF) inner­halb der Garantiezeit revidiert werden müssen; sonst sei ausser Verschleissteilen praktisch nichts zu reparieren gewesen. Immerhin habe er bald 10 000 Stunden auf dem Buckel. Seit Januar 2014 produziert LU-Giger auf der Maschinenhalle mit einer Photovoltaikanlage Strom. Mit einer Maximalleistung von 260 kWp aus rund 1000 Panels gehört sie zu den grössten in Sevelen. Der Strom wird ins öffentliche Netz eingespiesen und dadurch der CO2-Ausstoss markant verringert. 

John Deere – über 100 Wiederverkäufer John Deere ist ein US-amerikanischer Landmaschinen-Hersteller, der grösste der Welt. Der Vertrieb erfolgt weltweit in über 160 Länder. Gegründet wurde das Unternehmen 1837 vom Eisenschmied John Deere in Grand Detour, Illinois. Inzwischen befindet sich der Firmen­sitz in Moline im gleichen Bundesstaat. Der grösste Produktionsstandort ausserhalb der USA liegt in Mannheim, Deutschland. Weitere Werke in Europa befinden sich in Zweibrücken, Bruchsal, Gummersbach, Stadtlohn (Fa. Kemper) und in Horst aan de Maas, Niederlande. In der Schweiz ist die Robert Aebi Landtechnik AG Generalimporteur und Servicepartner im Bereich John Deere Landmaschinen (ganze Schweiz) sowie John Deere Rasen- und Grundstückspflege (Deutschschweiz) und pflegt Beziehungen zu einem Netz von mehr als 100 Wiederverkäufern.

Attraktive Chromstahl-Einfassung und das Logo vom Lohnunternehmen Giger.

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Plattform | Ausstellung

Moderne Technik in St. Gallen Die «Tier&Technik» hat sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen und gut besuchten Branchenanlass entwickelt. 480 Aussteller sind heuer mit von der Partie – darunter auch der SVLT. Roman Engeler

Die «Tier&Technik» findet in St. Gallen vom 22. bis zum 25. Februar 2018 statt. Bild: zvg

480 Aussteller präsentieren vom 22. bis 25. Februar 2018 an der «Tier&Technik» auf dem Gelände der Olma-­Messen in St. Gallen einen breiten Querschnitt modernster landwirtschaftlicher Maschinen und Produktionsmethoden. Das Angebot umfasst Hofund Stall­ einrichtungen, Landmaschinen, Produk­tions­mittel, Informationen über Spezialkulturen, Dienst­leistungen für eine fortschrittliche Landwirtschaft und vieles mehr. Die Fachmesse ist auch Treffpunkt zum Informations- und Erfahrungs­austausch. Zudem berichten Fachleute im Forum Neues aus der Nutz­tierpraxis, zur Milchproduktion, zur Bau­planung und zu weiteren Themen.

Sonderschau «Drohnen und Roboter» Drohnen begeistern nicht nur durch ihre Flugeigenschaften. Immer mehr richtet sich der Blick auf das, was sie tragen: zum Beispiel Hyperspektralkameras. Damit wird es in Zukunft möglich sein, in die Blätter hineinzusehen, um unter anderem 58

Schweizer Landtechnik 2 2018

den Gesundheitszustand der Pflanzen festzustellen. Die Digitalisierung hält auch am Boden Einzug: An der «Tier&Technik» können die Besucher live erleben, wie ein autonomer Roboter für mechanische Unkrautbekämpfung und Transporthilfe eingesetzt wird.

SVLT in Halle 1.1 Der Schweizerische Verband für Landtechnik wird an der «Tier&Technik» in doppelter Hinsicht prominent vertreten sein. So hält SVLT-Präsident Nationalrat Werner Salzmann anlässlich der öffentlichen Eröffnungsfeier am Donnerstag, 22. Februar 2018, das Hauptreferat zum Thema «Chancen und Risiken der Digitalisierung». Der Verband selbst zeigt sich in der Halle 1.1 am Stand 1.1.04, und bietet dort wiederum Fragestunden mit Spezialisten zu den Themen «Sicher auf der Strasse unterwegs» (Kapo St. Gallen, 22.2.2018, 1214 h), «Maschinenkosten selbst berech-

nen» (Christian Gazzarin, ART Tänikon, 23.2.2018, 12-14 h) und «Richtig versichert» (Vaudoise Versicherungen, 24.2.2018, 12-14 h) an. Weiter gibt es ein breites Informationsangebot, verbunden mit einem Wettbewerb. Am Eröffnungstag lädt der SVLT seine Mitglieder und Freunde sowie weitere Interessierte um 16.30 Uhr zu einem Apéro ein.

Öffnungszeiten und Preise Die 18. «Tier&Technik» ist vom 22. bis 25. Februar 2018 täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintrittspreis für eine Tageskarte für Erwachsene beträgt CHF 15.− (Dauerkarte CHF 25.−), Jugend­liche (6–15 Jahre), Lernende, Studenten, Militärangehörige zahlen CHF 7.50 (Dauerkarte CHF 12.50). Familien­tageskarten sowie Abendkarten sind ebenfalls verfügbar. Railaway-­ Angebote zu reduzierten Preisen sind unter sbb.ch/tiertechnik zu finden.


Sektionen | SVLT

SH

VD

Strom sparen – Kosten senken

(Kein) Flugwetter

Obwohl die Landwirtschaft kaum 2 % zum nationalen Stromverbrauch in der Schweiz beiträgt, kann das Einsparpotenzial auf einem Landwirtschaftsbetrieb doch erheblich sein.

Der Einsatz von Drohnen in der Landwirtschaft stand im Waadtland auf der Traktandenliste der Jahresversammlung – aufgrund der Witterung konnte allerdings nicht geflogen werden.

Roman Engeler

Roman Engeler

Wechsel im Vorstand: Adrian Hug (links) löst Hanspeter Neukomm ab, in der Mitte Präsident Bruno Gnädinger. Bild: Roman Engeler

Immer mehr Sektionen des Schweizerischen Verbands für Landtechnik widmen sich der Elektrizität, den entsprechenden Installationen und bieten den Mitgliedern auch Beratungen an. So referierte in Schaffhausen Felix Düring, gelernter Landwirt und Elektroinstallateur sowie vormals selbst Präsident einer SVLT-Sektion, zu diesem Thema und meinte, dass man Stromkosten grundsätzlich auf zwei Arten senken könne, indem man entweder den Stromkonsum in tarifgünstige Zeiten verschiebe – sofern überhaupt möglich – oder man generell den Verbrauch senke. Weiter zeigte er auf, wo welche Sparmassnahmen am wirksamsten sind, und erwähnte dabei den vermehrten Einbau intelligenter Steuerungen und Frequenzumformer (z. B. bei Heubelüftungen, Ventilatoren oder Vakuumpumpen), optimierte Temperatur-Regelungen bei Kühl- und Wärmeaggregaten oder die Verwendung richtiger Beleuchtungskörper. Düring machte darauf aufmerksam, dass nicht jede Massnahme auch den gewünschten Erfolg bringe, so sei es beispielsweise gerade bei der Wärmerückgewinnung nicht immer einfach, die «gewonnene» Energie auch wieder sinnvoll verwenden zu können.

Präsident Jean-Luc Mayor konnte im kantonalen Zivilschutz­ zentrum Gollion einen voll besetzten Saal von Mitgliedern zur ordentlichen Jahresversammlung der SVLT-Sektion Waadt begrüssen, darunter mit Nationalrat Jacques Nicolet einen Vertreter des eidgenössischen Parlaments sowie Delegationen von Sponsoren wie fenaco, Motorex oder Promodis, die sich mit kurzen Referaten für die konstruktive Zusammenarbeit bedankten, aber die Gelegenheit wahrnahmen, auf ihre Produkte und Dienstleistungen hinzuweisen. Die statutarischen Geschäfte gaben zu keinen Diskussionen Anlass. Die Rechnung schloss mit einem Gewinn ab, so dass der Jahresbeitrag in gleicher Höhe belassen werden konnte. Die Zahl der Mitglieder hat leicht abgenommen, allerdings konnten anlässlich der Messe «Swiss Expo» wieder einige Neumitglieder gewonnen werden. Die zuständigen Personen für die Spritzentests und Fahrzeugprüfungen wiesen auf einige Mängel hin, die sie bei ihren Tests feststellen müssen. Selbiges tat auch Michel Liaudat vom kantonalen Strassenverkehrsamt. 95 % der stationären Kontrollen gäben zwar zu keinen Beanstandungen Anlass, hingegen seien doch bei 30 % der Strassenkontrollen Mängel bei Gespannen festzustellen.

Drohnen eröffnen neue Möglichkeiten

Im zweiten Teil der Versammlung stellten die Unternehmen «Altidrone» und «Agrofly» ihre Konzepte zum Einsatz von Drohnen in der Landwirtschaft vor, aufgrund der WitteAuf Kurs Die Sektion selbst ist auf Kurs und hatte mit der Organisation rung – Ausläufer des der schweizerischen Delegiertenversammlung im März 2017 ein Sturmtiefs «Friederike» zusätzliches Arbeitsprogramm zu bewältigen, was sich erfreuliwaren auch in der cherweise auch positiv in der Rechnung widerspiegelte, die mit Westschweiz spürbar – einem schönen Gewinn abgeschlossen werden konnte. Präsihalt nur stationär. Ge- Sektionspräsident Jean-Luc Mayor dent Bruno Gnädinger dankte dem Organisationskomitee – fast rade in den Rebbergen informiert sich aus erster Hand über die deckungsgleich zum Vorstand – in Form eines Ansteck-­ und sonstigen eher Drohnen-Technik. Bild: Roman Engeler schwer zugänglichen «Smileys». Nach 21 Jahren Vorstandstätigkeit reichte Hanspeter Neukomm seinen Rücktritt ein. Der freiwerdende Sitz konnte mit Lagen können Drohnen Pflanzenschutzapplikationen effektiver, nachhaltiger und mit weniger Handarbeit ausführen. Weitere dem 24-jährigen Adrian Hug wieder besetzt werden. Neu ist zudem Christian Meyer verantwortlich für die Feldspritzentests. Er Anwendungen sieht man in der Vermessung oder in der übergab das Amt des Aktuars an Daniel Schilling. pflanzen­baulichen Analyse von Kulturen aus der Luft. 2 2018 Schweizer Landtechnik

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SVLT | Sektionen

ZG Elektro-Mischer auf der Chamau

Fahren Solothurner Frauen besser Traktor?

Die Strassenverkehrsvorschriften waren auch an der GV des Verbandes für Landtechnik VLT Zug ein grosses Thema. Am 1. März plant der VLT auf der Chamau eine Maschinenvorführung.

Fahren Solothurner Frauen besser Traktor? Jedenfalls vernahm die GV der SVLT-Sektion Solothurn, der vergangene Fahrkurs im Jahr 2017 sei ausgebucht gewesen und der neue bereits voll belegt.

Heinz Röthlisberger

Dominik Senn

«Die Konsumenten wünschen sich höchsten Naturschutz, grösste Nachhaltigkeit, weltbesten Tierschutz, und das alles in schönster Bauernhof-­ Idylle, und trotzdem wollen sie perfekte Nahrungsmittel.» Mit diesen Worten eröffnete Philipp Freimann die 62. GV des Verbandes für Landtech- Philipp Freimann (links), Präsident nik Zug VLT. Wenn er se- VLT Zug mit Geschäftsführer Beat he, wie die Leute bei den Betschart. Bild: Heinz Röthlisberger Grossverteilern immer nach den schönsten und besten Stücken suchen, dann habe er schon manchmal das Gefühl, der Konsument leide teilweise an Wahrnehmungs- und Denkstörungen, sagte Freimann vor den 80 Mitgliedern und Gästen. Die von Geschäftsführer Beat Betschart vorgetragene Rechnung mit einem leichten Minus wurde einstimmig angenommen. Der Jahresbeitrag bleibt 2018 unverändert. Eine interessante Maschinenvorführung zum Thema «Futtervorlage ohne Traktor» erwartet die Mitglieder am 1. März auf der Chamau. «Wir werden an diesem Tag ElektroFutter­mischwagen zeigen und das neue automatische Fütterungssystem der Chamau vorstellen», informierte Willi Gut vom LBBZ Schluechthof. Für den Frauen-Traktorenfahrkurs am 10. April auf der Chamau hat es noch freie Plätze. SVLT-Direktor Aldo Rui zeigte anschliessend in seinem Referat auf, welche Ansprüche an die Bauern und die Landwirtschaftsfahrzeuge gestellt werden.

Die Sektion Solothurn des SVLT musste im Jahr 2017 einen Rückgang der Teilnehmerzahl für die Vorbereitungskurse Traktor- und Mofaprüfung hinnehmen, hingegen war der Traktorfahrkurs für Frauen im landwirtschaftlichen Zentrum Ebenrain BL vollbesetzt, und auch der nächste Grundkurs Traktorenfahren für Frauen am 8. Mai im Wallierhof ist ausgebucht, wie Geschäftsführer Beat Ochsenbein an der GV erläuterte. «Die teilnehmenden Frauen befanden den Kurs als wertvoll, er hat ihnen die Angst genommen, beim Traktorfahren etwas falsch zu machen», sagte er. Das von der Versammlung abgesegnete Tätigkeitsprogramm 2018 sieht weiter am 19./20. März einen SUVA- und CZV-anerkannten landwirtschaftlichen Staplerkurs mit Prüfung, am 21. und 28. März einen Vorbereitungskurs für Traktor- und Mofa-Prüfung in Büren und am Wallierhof sowie im August Feldspritzentests in Witterswil, Sissach und neu wieder in Kestenholz vor. Der Vorstand beantragte den gleichbleibenden Jahresbeitrag 2018 von 85 Franken, was einstimmig befürwortet wurde. Elf Austritten standen 2017 neun Eintritte entgegen, womit die Sektion 495 Mitglieder zählt. Die Gesamterneuerungswahl des Vorstandes erfolgte durch Applaus, die Wahl des neuen Rechnungsrevisors Alban Wyss einstimmig. SVLT-Direktor Aldo Rui wies auf die Aktivitäten des Schweizerischen Verbandes hin, darunter die neue Website und die laufende Vernehmlassungs-Runde Anhängerbremsen und vorderer Überhang Traktoren; er riet bei Neuanschaffungen von Anhängern auf Druckluft bei Zweileiterbremsen zu setzen.

«Je nach Kanton anders» Zu diskutieren unter den Anwesenden gaben dann auch die ungleichen Anwendungen der Zulassungsbedingungen oder Sicherheits­vorschriften in den verschiedenen Kantonen. So könne es durchaus sein, dass ein Mähdrescherfahrer im Kanton Zug am hinten gezogenen Schneidwerk einen Messerbalkenschutz anbringen muss. Er habe noch nie gehört, dass ein solcher Schutz in einem anderen Kanton auch gefordert werde, sagte der Betroffene. Das Fazit nach weiteren geschilderten Beispielen war am Schluss, dass zwar die Strassenverkehrsverordnung in der Schweiz für alle Kantone gleich ist, die Umsetzung aber nicht in jedem Kanton gleich gehandhabt wird. 60

SO

Schweizer Landtechnik 2 2018

Melkroboter in der Praxis Ochsenbein rief dazu auf, das Förderprogramm für die Nachrüstung von gängigen Spritzen mit einer kontinuierlichen Tankinnenreinigung zu beanspruchen; immer- Der Kassier der SVLT-Sektion Solothurn hin werde die Christian Murer erläutert bei der Führung die Hälfte der Kosten Funktionsweise des neuen Melkroboters. für Aufbau und Material übernommen. Dann ging es nach Recherswil zur Besichtigung des neuen siebzigplätzigen Milchviehstalls mit Melkroboter der BG Murer und Hänggärtner.


Sektionen | SVLT

GE Traktorensammlung besichtigt Zum Auftakt der 90. Generalversammlung besuchten die Mitglieder der Genfer Sektion eine Sammlung von Traktoren und weiteren Landmaschinen bei Jean-Jacques Foëx in Confignon. Catherine Schweizer

Die 90. Generalversammlung der Genfer Sektion des SVLT startete mit einem faszinierenden Rundgang durch die Hallen von Confignon, wo Jean-Jacques Foëx, assistiert von seiner Frau Monique, eine Sammlung mit 23 Traktoren, 2 kleinen Raupentraktoren, 1 Mähdrescher und verschiedenen Geräten für den Rebbau besitzt. Der nun pensionierte Landwirt, der während 38 Jahren als Gärtner für das IKRK tätig war, restauriert nun mit viel Enthusiasmus alte Landmaschinen.

Neue Mitglieder in Vorstand und Revisionsstelle Im statutarischen Teil erinnerte Präsident Christophe Berthelet in seinem Jahres­ bericht an die Interventionen der Sektion bei den Behörden, damit diese bei den Strassenneubauten und Renovationen auch auf die Bedürfnisse landwirtschaftlicher Fahrzeuge Rücksicht nehmen sollen, was auch Die neuen Vorstandsmitglieder von den anwesenden Gästen Aurélien Lacraz (l.) und Thomas Marc Favre, Präsident des Läser (r.) mit Präsident Christophe Genfer Bauernverbands, und Berthelet in der Mitte. Jean-Luc Jaton, Mitarbeiter Bild: Catherine Schweizer der Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft, und Olivier Kolly, Vorstandsmitglied des SVLT und Präsident der Fachkommission «Information» des Zentralverbands, unterstützt wurde. Christophe Berthelet erwähnte weiter die Feldspritzentests, welche die Sektion im vergangenen Jahr für 56 Maschinen durchgeführt hatte. Die Sektion führe nun selbst eine Liste der im Kanton eingesetzten Spritzen. Der Mitgliederbestand beträgt aktuell 251 Personen. Geschäftsführer Bertrand Favre konnte die Jahresrechnung mit einem Gewinn von CHF 2200.– abschliessen, was von der Versammlung oppositionslos genehmigt wurde. Der Jahresbeitrag wird bei CHF 80.– belassen, sollte aber in naher Zukunft etwas angehoben werden. Einstimmig und mit Applaus wurden Mathias Bieri, Maxime Dethurens und Steve Röthlisberger in ihren Vorstandsfunktionen bestätigt. Neu nehmen Thomas Läser, Presinge, und Aurélien Lacraz, Bardonnex, Einsitz in diesem Gremium, während Denis Jotterand, Meinier, als Nachfolger von Laurent Vuillez in die Rechnungsprüfungskommission gewählt wurde. 

Schwerpunkt Berglandwirtschaft

1.-4. MARZ 2018 18. Schweizerische Messe für Landwirtschaft, Wald und Forst, Schwerpunkt Berglandwirtschaft Täglich von 9 –17 Uhr Erwachsene CHF 8.–, Jugendliche bis 16 Jahre GRATIS Park-and-ride, Bus ab Bahnhof Linie 6 Vielfältiges Aussteller-Spektrum mit 190 Ausstellern Täglich Traktor-Oldtimer-Vorführungen Tierschau

www.agrimesse.ch 2 2018 Schweizer Landtechnik

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SVLT | Sektionen

Generalversammlungen FR Dienstag, 20. Februar 2018, 9.30 Uhr Café de la Gare, Vuadens

GR

JU/JB Samstag, 10. März 2018, 10.00 Uhr Restaurant Sur le Mont, Coeuve

BS, BL

Dienstag, 27. März 2018, 13.15 Uhr Ebenrain, Sissach

Mittwoch, 21. Februar 2018, 20 Uhr Restaurant zur alten Brauerei, Thusis

NW Mittwoch, 21. Februar 2018, 20 Uhr Lussi’s Hofmetzg, Rochushostatt, Oberdorf

NE Freitag, 23. Februar 2018, 13.15 Uhr, Gorgier

VS Dienstag, 27. Februar 2018, 19 Uhr Cave les fils Maye, Rue des Caves 12, Riddes

OW Donnerstag, 1. März 2018, 20 Uhr Restaurant Adler, Kägiswil

TI Montag, 5. März 2018, 19.30 Uhr Restaurant La Perla, S. Antonino

SZ Donnerstag, 8. März 2018, 20 Uhr Märchtstübli (Markthalle), Rothenthurm

LOHNUNTERNEHMER SCHWEIZ Freitag, 9. März 2018, 9.30 Uhr GVS, Schaffhausen

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Schweizer Landtechnik 2 2018

AG Aargauer Landtechnikabend: Ladungs­ sicherung Dienstag, 20. März 2018, 19.30 bis 22 Uhr Landwirtschaftliches Zentrum Liebegg, Gränichen Gemäss Strassenverkehrsgesetz ist die Ladung so anzubringen, dass sie niemanden gefährdet oder belästigt und nicht herunterfallen kann. Die Landwirtschaft ist mit grösseren Fahrdistanzen und höheren Lade­ gewichten genauso gefordert wie die übrige Transportbranche, um diese Regelung einzuhalten. Am Aargauer Landtechnikabend geben wir Ihnen wertvolle Tipps mit auf den Weg, wie Sie Ihre Transportgüter ein­ fach und richtig sichern können. Kursleitung: Hansjörg Furter, Landwirtschaftliches Zentrum Liebegg. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Kurs ist kostenfrei. Die Veran­ staltung steht allen interessierten Personen offen.

Traktorfahrkurs für Frauen Donnerstag, 5. April, oder Freitag, 6. April, jeweils von 9 bis 16.15 Uhr, Landw. Zentrum Liebegg, Gränichen Einmal einen Traktor erklärt bekommen, mit dem Traktor mit und ohne Anhänger manövrieren, Anbaugeräte wie Kreiselheuer, Kreiselschwader kennenlernen und an den Traktor anbauen. Dies ohne Stress und Zeit­ druck, damit Sie das nächste Mal wenn «Not an der Frau» ist, Bescheid wissen: Bedienung des Traktors, wichtige Kontrollen, sicheres Manövrie­ ren mit Traktor, Anhänger und Anbaugerät, Gefahrensituationen auf Hof, Gelände und Strasse erkennen und meistern: Dieser Kurs richtet sich an Frauen, welche ihre praktischen Traktor-­ Kenntnisse verbessern wollen. PW- oder Traktorfahrausweis wird ver­ langt. Es sind keine weiteren Vorkenntnisse notwendig. Die Kursleitung hat Hansjörg Furter, Landwirtschaftliches Zentrum Lieb­egg. Kosten: Fr. 110.–, inkl. Kursunterlagen und Mittagessen, wenn Ehe­ mann, Partner oder Freund Mitglied beim Aargauischen Verband für Landtechnik ist, Fr. 130.– für Nichtmitglieder Anmeldung: Bis 20. März 2018 an LZ Liebegg, 5722 Gränichen, Kurs­ sekretariat, Marianna Kühn, 062 855 86 15, kurse@liebegg.ch


Sektionen | SVLT

Feldspritzentest 2018 9. bis 13. April 2018 in Lengnau, Liebegg und Villigen Für die ÖLN-Kontrolle wird ein gültiger Feldspritzentest verlangt (nicht älter als vier Jahre). Der Feldspritzentest wird seit 2012 durch den AVLT organisiert und durchgeführt. Geschäftsführer Th. Voegeli ist somit Ansprech­person für sämtliche Fragen rund um den Spritzentest. Die gewohnten Teststandorte werden nach wie vor bedient. Im Jahr 2018 sind dies Lengnau, Liebegg und Villigen. Die im Jahre 2014 geprüften Feldspritzen bzw. deren Halter erhalten ein Anmeldeblatt.

FR Ein Spurführungssystem, vom Traktorführer aus gesehen.

Traktorfahrkurs für Frauen und Junglenker Samstag, 3. März 2018, von 9 bis 16.30 Uhr Landwirtschaftliches Institut Grangeneuve, Posieux Einmal einen Traktor erklärt bekommen, mit dem Traktor mit oder ohne Anhänger manövrieren; dies ohne Stress und Zeitdruck … damit Sie das nächste Mal, wenn «Not an der Frau» ist, Bescheid wissen! Dazu organisiert der Freiburgische Verband für Landtechnik (FVLT) einen Kurs für Frauen und Junglenker, die ihre praktischen Traktorkenntnisse verbessern wollen. PW- oder Traktorfahrausweis wird verlangt (Kategorie: B, C, D, F, G). Es sind keine weiteren Vorkenntnisse nötig. Kosten: 110 Franken für Ehefrauen und Kinder von Mitgliedern des FVLT, für Nichtmitglieder 130 Franken. In den Kurskosten inbegriffen: Unterlagen, Kaffee, Gipfeli, Mittagessen, Warnweste Die Einschreibung hat unter folgender Adresse bis spätestens am 23. Februar 2018 zu erfolgen: FVLT, Robert Zurkinden, robert.zurkinden@rega-sense.ch, 079 680 16 68

Bremsenkontrolle 2018 Der Freiburgische Verband für Landtechnik (FVLT) hält die Bremstestkampagne aufrecht. Dieser Test ist gedacht für Karren und Anhänger aller Art, 30 oder 40 km/h, die während des ganzen Jahres im Einsatz stehen und deren Wartung leider oft vernachlässigt wird. Am Ende der Kontrolle werden die Eigentümer im Besitz einer genauen Diagnose ihrer Fahrzeuge sein, die von akkreditierten Fachbetrieben für Anhängerbremsen erstellt wird. Sie findet statt in der Nähe Ihres Wohnortes in dafür ausgerüsteten Ateliers. Die Liste der Werkstätten ist auf der Website unter www.­ agrotecsuisse.ch zu finden. Wichtig: Für die Prüfung müssen die Anhängerzüge mit pneumatischen oder hydraulischen Betriebsbremsen ausgerüstet sein. Für seine Mitglieder bietet der FVLT einen Rabatt von 50 Franken pro Achse. Dazu genügt es, eine Kopie der Rechnung an folgende Adresse zu senden: AFETA/FVLT, Robert Zurkinden, Heitiwil 23, 3186 Düdingen Dieses Angebot gilt nicht für den Kauf von neuen Geräten oder bei einem später folgenden Aufgebot zur Expertise.

Einladung zur Vorführung Mittwoch, 14. März 2018, Beginn um 9.00 und 13.30 Uhr Der Landwirtschaft 4.0 auf der Spur: Auf dem Betrieb von Christoph Rüttimann, Lustorf 3, Düdingen, gibt es eine Präsentation und Vorführung der neusten GPS-Spurführungssysteme, passend für Traktoren und Fahrzeuge aller Marken und jeden Alters. Der Anlass findet bei jeder Witterung statt.

LU Aktuelles Kursangebot Mofa- und Traktorenprüfung: Die Vorbereitungskurse für die Mofaund Traktorenprüfung finden jeweils an Mittwochnachmittagen statt. Kurskosten, inkl. Lernplattform im Internet (Theorie-24-Kärtli): für Mitglieder des Verbands CHF 70.–, für Nichtmitglieder CHF 90.–. Nächste Termine: Mittwoch, 28. Februar 2018, in Sursee, 13.15–17.30 Uhr Mittwoch, 28. März 2018, in Hochdorf, 13.15–17.30 Uhr Roller- und Autoprüfung: Theorieprüfung online lernen für CHF 29.– Grundkurse für Roller und Motorräder finden jeweils in Büron und Sursee statt. Die Kosten betragen für Mitglieder CHF 300.–, für Nichtmitglieder CHF 320.–. Nächste Termine: Kurs 601: jeweils Samstag 10./17. März 2018, 12.00–16.00 Uhr Kurs 603: jeweils Samstag 21./28. April 2018, 13.00–17.00 Uhr Verkehrskundeunterricht in Sursee, Schüpfheim und Hochdorf: für Mitglieder CHF 220.–, für Nichtmitglieder CHF 240.– Nächste Termine: Kurs Nr. 402: 4 Abende jeweils Montag/Mittwoch: 19./21./26./28. März 2018, 19.00–21.00 Uhr, in Sursee Kurs Nr. 403: 4 Abende jeweils Dienstag/Mittwoch: 22./23./29./30. Mai 2018, 19.00–21.00 Uhr, in Sursee Die Kurse können nur bei genügender Teilnehmerzahl durchgeführt werden. Kombipaket für Rollerfahrer nochmals günstiger als zum Einzelpreis. Theorie online lernen / Grundkurs 1 + 2 (8 Lektionen) / VKU (4 × 2 Lektionen): für Mitglieder CHF 539.–, für Nichtmitglieder CHF 579.– Der Lastwagentheoriekurs umfasst 32 Lektionen in vier Wochen, jeweils an einem Tag pro Woche. Der Kurs ist modular aufgebaut und der Einstieg ist jederzeit möglich. Nächster Kursbeginn: 2. März 2018; Durchführung jeweils in Luzern. Infos und Anmeldung (Änderungen, z. B. Kursort, -inhalt, -preis, -zeit, bleiben vorbehalten): LVLT-Fahrschule, Sennweidstrasse 35, 6276 Hohenrain, Tel. 041 467 39 02, Fax 041 460 49 01, info@lvlt.ch

Voranzeige: Spritzentest 2018 – Termine 12./13./14. März 2018 Gebläsespritzentest 15./16. + 19.–22. März 2018 Feldspritzentest Alle Spritzenbesitzer, welche keine Einladung erhalten bzw. die neu ihre Spritze prüfen möchten, bitten wir uns zu kontaktieren (info@lvlt.ch oder 041 467 39 02).

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SVLT | Sektionen

 SG 

 AR 

 AI 

 GL

Traktorentheoriekurs mit Prüfung 2018 Kursleiter ist Hans Popp, Karrersholz 963, 9323 Steinach Kursort 1. Kurstag 2. Kurstag  + Prüfung NachmittagMittwochnachmittag Niederbüren, Schulh. Probelokal Mi, 21. Feb 18 SG-Winkeln, Kath. Pfarreiheim, Winkeln/StVA

21. Mrz 18

Salez, Rheinhof Wangs, Parkhotel/StVA Mels

Sa, 3. Mrz 18 28. Mrz 18

Trogen, Rest. Krone Trogen, Rest. Krone/StVA Trogen

Mi, 7. Mrz 18 4. Apr 18

Widnau, Rest. Rosengarten Sa, 17. Mrz 18 Rorschach, Aula Schulh. Burghalde/StVA Wangs, Parkhotel Wangs, Parkhotel/StVA Mels

Sa, 7. Apr 18 9. Mai 18

Kaltbrunn, Rest. Löwen Mi, 11. Apr 18 Kaltbrunn, Rest. Löwen/StVA Kaltbrunn

16. Mai 18

Mosnang, Oberstufenzentrum Mi, 25. Apr 18 SG-Winkeln, Kath. Pfarreiheim, Winkeln/StVA

23. Mai 18

St. Peterzell, Schulhaus Mi, 2. Mai 18 SG-Winkeln, Kath. Pfarreiheim, Winkeln/StVA

6. Jun 18

Salez, Rheinhof Wangs, Parkhotel/StVA Mels

13. Jun 18

20. Jun 18

Niederbüren, Schulh. Probelokal Sa, 23. Jun 18 SG-Winkeln, Kath. Pfarreiheim, Winkeln/StVA

18. Jul 18

Sa, 7. Jul 18 22. Aug 18

Kaltbrunn, Rest. Löwen Mi, 11. Jul 18 Kaltbrunn, Rest. Löwen/StVA Kaltbrunn

29. Aug 18

Trogen, Rest.Krone Trogen, Rest. Krone/SVA Trogen

12. Sep 18

Wittenbach, Oberstufenzentrum Mi, 5. Sep 18 Rorschach, Aula Schulh. Burghalde/StVA

Niederbüren, Schulh. Probelokal Sa, 10. Nov 18 SG-Winkeln, Kath. Pfarreiheim, Winkeln/StVA

5. Dez 18

Kaltbrunn, Rest. Löwen Mi, 21. Nov 18 Kaltbrunn, Rest. Löwen/StVA Kaltbrunn

12. Dez 18

Wangs, Parkhotel Wangs, Parkhotel/StVA Mels

19. Dez 18

Sa, 24. Nov 18

 TG Pflanzenschutzgeräteprüfung Feldbau 2018 Der VTL\Landtechnik führt die Prüfung an folgenden Orten durch: Ort Firma Opfershofen Jakob Hofer AG, Hansueli Frick Hüttwilen Stefan Schlatter, Hauptstrasse Frauenfeld Beat Meier, Ifang Unter-Hörstetten Erwin Büchler, Schulstr. 7 Affeltrangen Märla AG Engishofen Oliver Engeli, Lerchenhof Diessenhofen Urban Dörig, St. Katharinental Kradolf Hans Felber, Austrasse Arenenberg BBZ, Landwirtschaftsbetrieb

Datum Mi 4. April 2018 Mo 9. April 2018 Do 12. April 2018 Di 17. April 2018 Fr 20. April 2018 Do 31. Mai 2018 Mi 6. Juni 2018 Mo 11. Juni 2018 Do 14. Juni 2018

Alle Geräte, welche 2014 letztmals geprüft wurden und 2018 weiter im Einsatz stehen, müssen geprüft werden. Auch Geräte von Biobetrieben müssen geprüft sein. Anmeldungen bis 20. März 2018 an: VTL\Landtechnik Tel.: 071 966 22 43 Markus Koller E-Mail: info@tvlt.ch Weierhofstr. 9542 Münchwilen

Pflanzenschutzgeräteprüfung Obst-/Weinbau 2018 Die Sprühgeräte müssen technisch in einwandfreiem Zustand zur Kontrolle erscheinen. Anmeldungen bis 1. März 2018 an: VTL Landtechnik, Geschäftsstelle, info@tvlt.ch Markus Koller, Weierhofstrasse 9, 9542 Münchwilen

19. Sep 18

Spanienreise mit dem VTL/Landtechnik 26. Sep 18

Sa, 15. Sep 18

St. Peterzell, Schulhaus Sa, 22. Sep 18 SG-Winkeln, Kath. Pfarreiheim, Winkeln/StVA

Schweizer Landtechnik 2 2018

28. Nov 18

19. März bis 29. März 2018 in Sulgen

Mi, 15. Aug 18

Mosnang, Oberstufenzentrum Sa, 1. Sep 18 SG-Winkeln, Kath. Pfarreiheim, Winkeln/StVA

Salez, Rheinhof Wangs, Parkhotel/StVA Mels

Widnau, Rest. Rosengarten Mi, 31. Okt 18 Rorschach, Aula Schulh. Burghalde/StVA

20. Jun 18

Widnau, Rest. Rosengarten Sa, 16. Jun 18 Rorschach, Aula Schulh. Burghalde/StVA

Wangs, Parkhotel Wangs, Parkhotel/StVA Mels

24. Okt 18

Sa, 26. Mai 18

Wittenbach, Oberstufenzentrum Mi, 30. Mai 18 Rorschach, Aula Schulh. Burghalde/StVA

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18. Apr 18

Neu St. Johann, Klostergebäude Sa, 29. Sep 18 Kaltbrunn Rest. Löwen/StVA Kaltbrunn

10. Okt 18

17. Okt 18

Via Andorra zur Costa Brava vom 2. bis 11. Juni 2018 1. Tag: Die Anreise erfolgt via Genfersee–Lyon–Clermont-Ferrand in die Auvergne, das Vulkangebiet im Herzen Frankreichs, zur Zwischen­übernachtung in der Gegend von Tulle. 2. Tag: Weiterreise südwärts durch die wild-romantische Gegend von Rocamadour und den Cañon des Alzou nach Toulouse mit


Sektionen | SVLT

seinem Airbuswerk; Besuch Flugzeugmuseum, anschliessend Weiter­reise ins Fürstentum Andorra. 3. Tag: Rundfahrt durch die Täler Andorras. 4. Tag: Fahrt über den Collada de Toses (einen Gebirgspass mit atemberaubenden Weitsichten) zu einem typisch katalonischen Dorf, Ribes de Freser. Fahrt mit dem Zahnradzug Richtung Val de Nuria. Auf dem Weg an die Küste machen wir einen Zwischenhalt bei einem Hersteller von Futtermischwagen, Jauchefässern und Mistzettern. Anschliessend Weiterfahrt an die Costa Brava. 5. Tag: Freiwilliger Halbtagesausflug. 6. Tag: Ausflug nach Montserrat und Barcelona. 7. Tag: Besichtigung eines Obstbau- und Wachtelbetriebs bei Lleida. 8. Tag: Ganztägige Costa-Brava-Rundfahrt mit Halt in Tossa de Mar und in Blanes mit dem sehenswerten botanischen Garten, der über 4000 verschiedene Pflanzen zeigt. 9. Tag: Die Rückreise führt über Perpignan und Béziers zum Höhepunkt, dem Viaduc de Millau. Die 2460 Meter lange Schrägseilbrücke überspannt mit einer Höhe von 270 Metern das Tal des Tarn. 10. Tag: Heimreise (Programmänderungen sind noch möglich).

Theoriekurse Kategorie F/G Im Theoriekurs Kat. F/G werden die Grundlagen aufgezeigt und erklärt. Die bestandene Prüfung berechtigt zum Lenken von landwirtschaftlichen Motorfahrzeugen bis 30 km/h. Siehe auch www.fahrkurse.ch

AG Kursort und -daten: Liebegg, 24. Febr. 2018 und 3. März 2018, 8.30 Uhr; Frick/FiBL, 26. April 2018 und 3. Mai 2018, 18.30 Uhr. Kontakt: Yvonne Vögeli, Strohegg 9, 5103 Wildegg, 062 893 20 41, sektion.ag@agrartechnik.ch (auch kurzfristige Anmeldungen möglich) BL, BS Kursorte und -daten: Vorkurs Ebenrain, Sissach: 11. Apr., 13.30 Uhr, 31. Okt., 13.30 Uhr; Prüfung (MFP Münchenstein): 21. April 2018, 9 Uhr, 17. Nov. 2018 Kontakt: Marcel Itin, 076 416 27 13, marcelitin@gmx.ch BE Kontakt: Peter Gerber, 031 879 17 45, Hardhof 633, 3054 Schüpfen, bvlt@bluewin.ch FR Kontakt: FVLT, Laurent Guisolan, route de Grangeneuve 31, 1725 Posieux, laurent.guisolan@fr.ch, 026 305 55 58 GR Kursorte: Landquart, Ilanz, Thusis, Scuol, Samedan Kontakt: Luzia Föhn, 081 322 26 43, 7302 Landquart, foehn@ilnet.ch, www.svlt-gr.ch NE Kontakt: M. Bernard Tschanz, chemin du Biolet, 2042 Valangin, bernardtschanz@net2000.ch SG, AI, AR, GL

Preis pro Person im Doppelzimmer: Fr. 1590.— Einzelzimmerzuschlag: Fr. 300.— Im Preis inbegriffen sind: Fahrt im modernen Reisecar, alle Strassengebühren, 9 Übernachtungen mit Halbpension, Führungen in Andorra, Barcelona/Montserrat, Costa-Brava-Rundfahrt, Betriebsbesuche, Fahrt mit der Zahnradbahn ins Val de Nuria, Picknick am 9. Tag (Mittag) Anmeldeschluss ist der 24. Februar 2018. Bitte sofort anmelden, die Platzzahl ist beschränkt. Anmeldung an: VTL\Landtechnik, Markus Koller, Weierhofstr. 9, 9542 Münchwilen, 071 966 22 43

Kurs 1, Schwanden (STVA), 10. März. 2018, 13.30–17.15 Uhr. Kurs 2, Schwanden (STVA), 10. März. 2018, 8.15–12 Uhr. Kontakt: Hans Popp, 071 845 12 40, Karrersholz 963, 9323 Steinach, hanspopp@bluewin.ch SH Kontakt: VLT-SH, Geschäftsstelle, Martin Müller, Haldenhof 286, 8213 Neunkirch, 079 656 74 58, www.vlt-sh.ch SO Kursort: Vorkurs in Büren, Kreisschule Dorneckberg, 21. März; Vorkurs im Wallierhof, Riedholz, 28. März. Kontakt: Beat Ochsenbein, 032 614 44 57, ochsebeis@bluewin.ch SZ, UR

 ZG

Kontakt: Florian Kälin, Geschäftsstelle VLT Schwyz und Uri, 055 412 68 63, 079 689 81 87, info@glarnernbeef.ch TG

Feldspritzentest: Testdaten: 26. und 27. März 2018 im Schluechthof Cham LBBZ: Obstgebläsetest Testdaten: 3. und 4. April 2018 im Schluechthof Cham LBBZ.

Kursort: Friltschen, 3. März / 14. März; Alterswilen, 10. März / 21. März; Altnau, 17. März / 28. März; Münchwilen, 18. Apr. / 25. Apr. (1. Kurs bis 17. Feb. anmelden) Kontakt: VTL/Landtechnik, Markus Koller, 071 966 22 43, Weierhofstrasse 9, 9542 Münchwilen VD

Traktorenfahrkurs für Frauen 10. April 2018 in Chamau, Hünenberg Einmal einen Traktor erklärt bekommen, mit dem Traktor mit oder ohne Anhänger manövrieren, Anbaugeräte wie Kreiselheuer kennen lernen und an den Traktor anbauen. Weitere Infos und Anmeldung: beatbet@bluewin.ch, 041 755 11 10.

Kursort: Oulens-sous-Echallens. Kursdaten: März 2018, Juni 2018, Oktober 2018 Kontakt: ASETA-Section vaudoise, Virginie Bugnon, chemin de Bon-Boccard, 1162 Saint-Prex, v.bugnon@bluewin.ch ZG Kat G Vorbereitungskurs: 16. und 19. April 2018 Kontakt: Beat Betschart, 041 755 11 10, beatbet@bluewin.ch ZH Kursorte: Strickhof, Lindau. Kursdaten: 24. Febr. 2018, 9. Juni 2018, 22. Sept. 2018 und 17. Nov. 2018, je 9.30–15.30 Uhr Kontakt: SVLT ZH, Eschikon 21, 058 105 98 22, Postfach, 8315 Lindau, www.svlt-zh.ch

2 2018 Schweizer Landtechnik

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SVLT | Porträt

Pionier vom Jura Christian Heusler aus Lugnez JU ist ein Familienmensch. Die ganze Fürsorge des Vierzigjährigen gilt seiner Gattin Rosine, Mathematikerin mit einem 50-Prozent-Lehramt, und den gemeinsamen Kindern Romane, Jahrgang 2011, Juliette, 2013, Joachim, 2015, und Benjamin, 2017. Ihnen hat er das kleine elterliche Familien-«Nest» soeben zum veritablen «Horst» ausgebaut, mit einer aus­ ladenden Wohn-Küche, Balkonen und geräumigen Zimmern, es fehlt bloss noch der Aussenputz. Dasselbe geschah mit dem kleinen Milchwirtschaftsbetrieb seines Vaters. Durch glückliche Umstände konnte er 2008 den Betrieb eines Onkels und 2014 denjenigen seines Schwagers erwerben. Der Meisterlandwirt ist heute stolzer Besitzer eines 67 Hektaren grossen Betriebes für Mastvieh und Kälberaufzucht für Milchkühe. Anbau und Ernte der verschiedenen Kulturen besorgt er bis auf Dreschen und Maissilage mit eigenen Maschinen, darunter drei Traktoren, für deren Unterbringung er vergangenes Jahr eine stattliche Scheune errichtete. «Vor vier Jahren haben wir die Milchproduktion aufgegeben. Die dadurch gewonnene Freizeit tut dem Familien­ leben gut», so sein Kommentar. Die Betriebsfläche ist eben, jedoch weisen die Böden eine stark heterogene Zusammensetzung auf, häufig steinig, sumpfig, sandig oder lehmig. Vier Hektaren davon stehen auf französischem Territorium (Territoire de Belfort), und sieben Hektaren sind Sömmerungs-Weiden. Seit 1996 ist der landtechnisch interessierte Christian Heusler Mitglied der SVLT-Sektion Jura / Berner Jura. «Als mich Geschäftsführer Philippe Chevillat 2012 für den Beitritt in den Vorstand anfragte, zögerte ich keine Sekunde und sagte zu.» 2017 wählte ihn die Versammlung zum Präsidenten, als Nachfolger von Pierre Sommer, Ehren­ präsident. Bereits im ersten Präsidialjahr setzte er einen Führungsakzent, indem er eine Anregung von Mitglied Fabien Nagel aufgriff, ein GPS-Projekt für das «Precision Farming» in der Ajoie zu realisieren. Es wird gemeinsam mit der deutschen Firma Vantage Digital GmbH eingerichtet. Der März-Generalversammlung können bereits Details der Beteiligung und der Kosten unterbreitet werden. Es handelt sich um eine Pionier­tat einer SVLT-Sektion. «Unsere Sektion ist finanziell gesund und funktioniert», sagt Christian Heusler abschliessend. «Wir haben einen jungen Vorstand, betreiben aktive Mitgliederwerbung und sind darauf bedacht, das Traktorengeschicklichkeitsfahren im Rahmen des bekannten Foire de Chaindon als Werbeträger für unsere Sektion zu nutzen.  Aufgezeichnet von Dominik Senn

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Schweizer Landtechnik 2 2018


Kurse | SVLT

Aus- und Weiterbildungskurse des SVLT Kursorte G40

Die G40-Fahrkurse 2018

1260 *Nyon VD 6130 Willisau LU 1315 *La Sarraz VD 6210 Sursee LU 1510 *Moudon VD 6276 Hohenrain LU 1562 *Corcelles-près-Payerne VD 6430 Schwyz SZ 1630 **Bulle FR 6472 Erstfeld UR 1786 **Sugiez FR 6702 ***Claro TI 1920 *Martigny VS 7130 Ilanz GR 1964 *Conthey VS 7302 Landquart GR 2208 *Les Hauts-Geneveys NE 7430 Thusis GR 2720 *Tramelan BE 7524 Zuoz GR 2852 *Courtételle JU 7550 Scuol GR 3186 Düdingen FR 8180 Bülach ZH 3250 Lyss BE 8200 Schaffhausen SH 3270 Aarberg BE 8315 Lindau ZH 3421 Lyssach BE 8460 Marthalen ZH 3510 Konolfingen BE 8500 Frauenfeld TG 3550 Langnau i. E. BE 8836 Biberbrugg SZ 3792 Saanen BE 8856 Tuggen SZ 3800 Interlaken BE 8867 Niederurnen GL 3818 Grindelwald BE 8932 Mettmenstetten ZH 3930 Visp VS 9133 Sitterdorf TG 4222 Zwingen BL 8625 Gossau ZH 4415 Lausen BL 9436 Balgach SG 4538 Oberbipp BE 9465 Salez SG 4702 Oensingen SO 9602 Bazenheid SG 5040 Schöftland AG * Sprache Französisch 5505 Brunegg AG ** Sprache Deutsch u. Französisch 6056 Kägiswil OW ** *Sprache Italienisch

Mit dem Führerausweis Kat. G und erfolgreich absolviertem Fahrkurs G40 können landwirtschaftliche Ausnahmefahrzeuge und Landwirtschaftstraktoren sowie gewerblich immatrikulierte Traktoren mit einer Höchstgeschwindigkeit bis 40 km/h auf landwirtschaftlichen Fahrten gelenkt werden. Der Traktorkurs G40 des Schweizerischen Verbandes für Landtechnik ist vom Bundesamt für Strassen, ASTRA, anerkannt und wird im Führerausweis eingetragen. Siehe www.fahrkurse.ch.

Video zu den «G40»-Fahrkursen Weitere Filme zu landtechnisch interessanten Themen auf unserem YouTube-­Kanal «Schweizer Landtechnik».

CZV – Weiterbildungskurse

Kursort: Riniken AG

Kursart Kursdatum Erste Hilfe im Strassenverkehr, Deutsch

auf Anfrage

ARV1 / Digitaler Fahrtenschreiber, Deutsch

12.02.2018

Ladungssicherung, Deutsch

auf Anfrage

Moderne Fahrzeugtechnik, Deutsch

auf Anfrage

Hebegerätekurse Suva-anerkannt: Gegengewichts- und Teleskopstaplerkurs; Instruktion Hoflader

Kursort und Sprache

Kurstag 1

Kurstag 2

Chavornay VD, Französisch

12.02.2018

13.02.2018

Chavornay VD, Französisch

16.02.2018

17.02.2018

Oberbipp BE, Deutsch

08.03.2018

09.03.2018

Oberbipp BE, Deutsch

12.03.2018

13.03.2018

Goldach SG, Deutsch

17.05.2018

18.05.2018

Oberbipp BE, Deutsch

25.10.2018

26.10.2018

Oberbipp BE, Deutsch

29.10.2018

30.10.2018

Rümlang ZH, Deutsch

auf Anfrage

auf Anfrage

Schweisskurse

Kursort: Riniken AG

Kursart Kursdatum Informationen und Auskünfte: www.agrartechnik.ch oderwww.fahrkurse.ch 056 462 32 00 oder zs@agrartechnik.ch

Lichtbogen-Handschweissen (E-Hand), Deutsch

auf Anfrage

Metall-Schutzgasschweissen (MAG/MIG), Deutsch

auf Anfrage

Wolfram-Schutzgasschweissen (TIG), Deutsch

auf Anfrage

 Impressum 80. Jahrgang www.agrartechnik.ch Herausgeber Schweizerischer Verband für Landtechnik SVLT NR Werner Salzmann, Präsident Aldo Rui, Direktor Redaktion Tel. 056 462 32 00 Roman Engeler: roman.engeler@agrartechnik.ch Heinz Röthlisberger: heinz.roethlisberger@agrartechnik.ch Dominik Senn: dominik.senn@agrartechnik.ch Ruedi Hunger: hungerr@bluewin.ch Ruedi Burkhalter: r.burkhalter@agrartechnik.ch Mitglieder- und Abodienste, Mutationen Ausserdorfstrasse 31, 5223 Riniken Tel. 056 462 32 00, Fax 056 462 32 01 www.agrartechnik.ch

Verlagsleitung Dr. Roman Engeler, Postfach, 5223 Riniken Tel. 079 207 84 29 roman.engeler@agrartechnik.ch Inserate/Anzeigen Alex Reimann Anzeigen-Verkauf Tel. 062 877 18 50 / 079 607 46 59 inserate@agrartechnik.ch Anzeigentarif Es gilt der Tarif 2018. Kombinationsrabatt bei gleichzeitigem Erscheinen in «Technique Agricole» Herstellung und Spedition AVD Goldach AG, Sulzstrasse 10–12, 9403 Goldach Erscheinungsweise 11-mal jährlich

Abonnementspreise Inland: jährlich CHF 110.– (inkl. MwSt.) SVLT-Mitglieder gratis Ausland: CHF 135.– (exkl. MwSt.)

Nächste Ausgabe Schwerpunkt: Hofdünger Impression: Vergleichstest Aufbau-Miststreuer Markt: Reifen und ihre Abdrücke Plattform: Tüfteln für künftige Landtechnik

Nr. 3/2018 erscheint am 15. März 2018 Anzeigenschluss: 2. März 2018

2 2018 Schweizer Landtechnik

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22. bis 25. Februar 2018 Stand 3.1.19 | Halle 3.1

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In der modernen Landwirtschaft steht Wirtschaftlichkeit immer auch in direkter Verbindung mit Pflege, Funktionssicherheit und Hygiene. Das Kärcher System aus Reinigungsmaschine, Reinigungsmitteln und Zubehör bietet alles für die wirksame Reinigung und Desinfektion von Maschinen, Ställen, Anlagen und Gebäuden. www.kaercher.ch

Schweizer Landtechnik 02/2018  

Fütterung: Zuversicht bei Futtermischwagen-Herstellern, Sechs elektrische Futtermischwagen im Vergleich

Schweizer Landtechnik 02/2018  

Fütterung: Zuversicht bei Futtermischwagen-Herstellern, Sechs elektrische Futtermischwagen im Vergleich