Leporello "Schichtwechsel - La Surselva"

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Rundgang Kunstausstellung

Am Bahnhof, vor dem Rathaus, in der Altstadt, bei den Kirchen – überall stehen und warten sie auf uns, die Steine der Kunstausstellung «Schichtwechsel – La Surselva». Eine Gruppe von Steinen hat auf dem Landsgemeindeplatz zusammengefunden, als ob sie auf die Ansprache des Mistrals warten oder Argument und Gegenargument eines wichtigen Geschäfts der Landsgemeinde diskutieren würde. Ich bin zu jung, um an einer Landsgemeinde dabei gewesen zu sein. Aber ich stelle mir vor, wie diese direkteste Form von Mitbestimmung zu intensiven Momenten, kühnen Entscheiden und mancher Überraschung geführt hat. Nun stehen dort Steine aus der ganzen Region, die eine Spannung aufbauen, zueinander in Beziehung treten, über ihre eigene Kraft und Form wirken. Sie laden dazu ein, uns mit dem Grund zu befassen, der uns im wahrsten Sinn des Wortes durch das Leben trägt.

Alla staziun, avon la Casa Cumin, el marcau vegl, sper las baselgias – els ein pustai dapertut e spetgan sin nus, ils craps dall‘exposiziun d‘art «Schichtwechsel – La Surselva». Ina gruppa da crappa ei radunada silla Plazza Cumin, sco sch‘ella spitgass sin il plaid dil mistral ni discutass arguments e cunterarguments d‘ina fatschenta impurtonta dil cumin. Jeu sun memia giuvna per esser stada dalla partida ad in cumin. Mo jeu s‘imagineschel co quella fuorma la pli directa dalla cundecisiun ha procurau per muments intensivs, decisiuns curaschusas e per ina ni l‘autra surpresa. La crappa dall‘entira regiun che stat ussa leu creescha tensiun, entra en contact vicendeivel, fa effect cun sia atgna forza e fuorma. Ella envida nus da s‘occupar cun il motiv che porta nus en il ver senn dil plaid tras la veta.

1 – Bahnhof: Der Beobachter

5 – Katholische Kirche: Unbekannte Einheimische

9 – Städtlistrasse: Der Schriftstein

Aus der hintersten Val Cristallina kam dieser Koloss hierher. Er stammt aus dem kristallinen Untergrund, der vor mehr als 300 Millionen Jahren entstand, als sich das europäische Grundgebirge formte. Als Granit bildete er sich in grosser Tiefe durch langsames Abkühlen glutflüssiger Magma. – Einer der Allerältesten in der Surselva, der Wüstenstürme, Eiszeiten und Saurier hat kommen und gehen sehen.

Diese Sammlung von Ilanzer Verrucano gibt uns die Möglichkeit, tief in die Erdgeschichte zu blicken. Es sind erneut zu Stein gewordene Abtragungen eines noch älteren europäischen Grundgebirges. Die vielfältigen Formen und Färbungen an Bruch- und Schliffkanten zeigen unterschiedliche Gesteine des uralten Gebirges.

Dieser Kalkschiefer aus der Val da Siat trägt als persönliches Tat-

Ein besonderer Gast ist dieser Bote aus dem Laaxer Gebiet – ein teilweise durchaderter Kalkstein aus dem Helvetikum mit sehr feiner Struktur, eigentlich fast schon ein nobler Marmor. Die Jahrtausende, während derer er im Bach der Val Draus lag, haben weisse Spuren auf seiner sensiblen Oberfläche hinterlassen.

Einige dieser Abgeordneten aus den Tälern der Surselva sind als Verwandte, andere als Einzelgänger und ohne Familienanschluss nach Ilanz gekommen. Sie sind aus ihrem angestammten Naturraum herausgetreten und stehen einander nun aufrecht auf dem Landsgemeindeplatz gegenüber. Die Kontextverschiebung ihrer Reise nach Ilanz wirft Fragen auf. Warum sind sie gekommen? Weshalb haben sie sich erhoben?

En num dalla suprastonza communala beneventel jeu cordialmein las creatiras da crap.

3 – Poststrasse: Ein unbeständiges Relikt

7 – Rathaus: Der Mächtige und sein Lakai

Diese Brekzie aus der Gegend von Flims ist eine Zusammenballung von Gesteinstrümmern vom Flimser Bergsturz, der vor rund 10’000 Jahren das Vorderrheintal zuschüttete. Dem noch sehr jungen Gestein wird kein langes Leben beschieden sein. Wind und Wetter ausgesetzt, wird das noch wenig verfestigte Konglomerat wieder in seine Bestandteile zerfallen.

Schon an seinem Ursprungsort war dieser Criststallina-Granodiorit einer der ganz Grossen. Über Jahrtausende lag er zusammen mit seinen Artgenossen im Blockschutt am Fuss des Piz Cristallina. Auf seiner Oberseite liessen sich gelbe Landkartenflechten nieder und breiteten sich während Jahrhunderten Millimeter um Millimeter aus.

«Schichtwechsel – La Surselva» vul sclarir quella fama, il medem mument denton era entscheiver cunscientamein in dialog sin il camp da tensiuns denter art e natira. Il sculptur da crappa Christian Aubry ha anflau sur ils onns enten luvrar cun la varietad impressiunonta da crappa ad ina capientscha speciala da tgei ch‘il «coc» dalla Surselva dependa. Uss eis ei reussiu ad el da realisar en collaboraziun cun biaras e biars auters quella exposiziun extraordinaria.

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Las creatiras da crappa pregnantas stattan en nies ambient urban a Glion cun in‘evidenza che provochescha, irritescha e fascinescha nus il medem mument. Lein tedlar cun respect e mirar egl avegnir cun in egl per crappa!

mira!cultura stellt ihre Führungen im Rahmen von «Schichtwechsel – La Surselva» jedes Jahr unter einen neuen Fokus. 2022 wird der Rohstoff Stein thematisiert. Die Guides von mira!cultura führen durch die Kunstausstellung und zu den historischen Bergbaustollen Minas da Gulatsch in Rueun.

11 – St.-Margarethen-Kirche, alter Friedhof: Geologische Leckerbissen In der Val da Siat findet sich auf kleinstem Raum eine ungewöhnliche Vielfalt an Steinwesen mit klingenden Namen wie Brekzie, Porphyr oder Rhyolith. Die hier Versammelten sind grob- oder feinkörnig, löchrig, geschiefert, zerklüftet oder verwittert. Einzelne sind zerbrochen und durch Quarz oder Calcit verheilt, andere bergen Austern- und Muschelschalen. Ihre Farbpalette reicht von violettlich bis violettgrau, von grünlich bis bläulichgrün, von rötlich bis ockergelb. Ihre runden Formen verraten, dass sie alle vom Wasser des Ual da Mulin bearbeitet wurden.

Im Rahmen der Kunstausstellung «Schichtwechsel – La Surselva» sind weitere Veranstaltungen wie Fachreferate, Podiumsdiskussionen, Workshops und musikalische Matineen geplant. Alle Informationen unter:

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Altstadt Ilanz

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museumregiunal.ch

Rino Caduff, Gesamtleitung; Christian Aubry, Künstlerische Leitung Kunstausstellung; Lucrezia Zanetti, Projektleitung Kunstausstellung; Florian Fuchs, Assistenz Kunstausstellung und Grafik; Ursina Jecklin, Rahmenprogramm; Marlis Caduff, Sekretariat; Peter Monsch, Finanzen; Céline Meury, Tourismus; Claudia-Martina Meyer, Kommunikation; Jakob Hochuli, Kaspar Klaus, Samuel Schmidt, Umsetzung Kunstausstellung Mit grosszügiger Unterstützung von:

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12 – Obertor: Zwei Behäbige und eine hagere Gestalt

Ringmauers trasse

Die Königin, die seit Urzeiten im Glenner in der hintersten Val Lumnezia lag, ist erwacht. Sie ist weiss wie Schnee und ihre Oberfläche sanft wie Haut. Eine vorgefundene erodierte Fläche wurde zusätzlich angeschliffen und zeigt nun eine feine Zeichnung. Die grünlich geschwungenen Linien lassen die enormen Druckkräfte und Temperaturen erahnen, welche das Kalkgestein zum Marmor werden liessen.

L‘exposiziun accumpignonta «Adatg, in crap! Steinreiche Surselva» el Museum Regiunal Surselva dat in‘envesta ella geologia ed ella historia culturala dalla crappa. Ella presenta l‘impurtonza dil crap sco element architectonic, sco tierm ella cuntrada, sco object simbolic, sco resursa ni sco prighel dalla natira. L‘exposiziun vegn accumpignada d‘in program multifar. El luvratori da crappa emprendan las visitadras ed ils visitaders ultra da quei d‘enconuscher il mund dalla sculptura.

Kulturgeschichtliche Führungen

Projektentwicklung und Realisation:

8 – Museum Regiunal Surselva: Die Marmor-Königin

Die Begleitausstellung «Adatg, in crap! Steinreiche Surselva» im Museum Regiunal Surselva gibt Einblicke in die Geologie und die Kulturgeschichte des Steins. Sie beleuchtet dessen Bedeutung als Architekturelement, als Zeichensetzung in der Landschaft, als symbolischer Gegenstand, als Ressource oder Naturgefahr. Ein vielfältiges Rahmenprogramm begleitet die Ausstellung und in einer Steinwerkstatt erfahren die Besucherinnen und Besucher die Welt des Steinbildhauens.

Rund um die St.-Margarethen-Kirche haben ganz unterschiedliche Steine Platz genommen. Es sind die ersten Ankömmlinge für die Resolution. Neben Sedimentgesteinen von den Helvetischen Decken sind auch Granite und Gneise aus dem viel älteren Gotthard- und Aarmassiv hier. Auf dem Weg durch Flüsse und Bäche verloren einige ihre Ecken und Kanten, andere stehen zerbrochen-kantig da.

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Exposiziun accumpignonta el Museum Regiunal Surselva

10 –St.-Margarethen-Kirche: Die ersten Ankömmlinge

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Begleitausstellung im Museum Regiunal Surselva

Erfahren Sie mehr über die vielfältige Gesteinswelt der Surselva! Geführte Wanderungen unter der fachkundigen Leitung von GeoGuides Sardona bringen Sie an Herkunftsorte der Steine von «Schichtwechsel – La Surselva». Dort erhalten Sie Einblick in die örtlichen Besonderheiten von Natur, Landschaft und des Gesteins. Nach Möglichkeit folgt ein abschliessender Besuch der Ausstellung in Ilanz.

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Immer wieder kommen wahre Kostbarkeiten zum Vorschein. Ihre Vielfalt und Schönheit sind oft rätselhaft und ungeklärt. Doch in den Formen und Strukturen der Steine lässt sich der unvorstellbar lange Zeitraum erahnen, in welchem die Erde zu unserem Lebensraum wurde, zum Ursprung und zur Heimat aller Lebewesen, zur Grundlage aller Existenz.

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Bei der Kollision der afrikanischen mit der eurasischen Platte türmten sich vor etwa 35 bis 20 Millionen Jahren die heutigen Alpen auf. Die afrikanische Platte wurde mitsamt dem Boden des Urmeers Tethys, das zwischen den beiden Kontinentalplatten lag, über die eurasische Platte geschoben. Dieser Vorgang hat auch in der Surselva einzigartige Spuren hinterlassen. Hier finden sich heute ganz unterschiedliche Gesteinsarten nebenund übereinander: solche von den alten Kontinenten und solche vom Meeresboden der Tethys mit Fossilien von Nummuliten und Austern. Später wurden einzelne Steine aus den umgebenden Bergen von Bächen und Gletschern als Gerölle und Findlinge an den Hängen und in den Tälern der Surselva abgelagert.

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In der über vier Milliarden Jahre alten Geschichte der Erde haben Zusammenstösse und das Auseinanderdriften der Kontinentalplatten die Erdkruste immer wieder umgeformt – Gebirge entstanden, wurden abgetragen und versanken wieder.

Die Selbstverständlichkeit, mit der die eindrücklichen Steinwesen in Ilanz in unserer urbanen Umgebung stehen, fordert uns heraus, irritiert und fasziniert zugleich. Horchen wir mit Respekt hinein und gehen mit einer steinernen Sichtweise in unsere Zukunft!

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«Schichtwechsel – La Surselva» möchte diesem Gerücht auf den Grund gehen, zugleich aber auch bewusst einen Dialog im Spannungsfeld zwischen Kunst und Natur eröffnen. Der Steinbildhauer Christian Aubry hat in seiner Arbeit mit der beeindruckenden Gesteinsvielfalt über die Jahre zu einem besonderen Verständnis gefunden, was die wahre «Grundlage» der Surselva ausmacht. Nun ist es ihm gelungen, in Zusammenarbeit mit vielen Mitwirkenden diese aussergewöhnliche Ausstellung zu realisieren.

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Besondere Steine inspirierten die Bevölkerung schon immer zu Geschichten. Dellen oder seltsame Merkmale wurden als Zeichen von Teufeln und Hexen gedeutet. Die alten Sagen der Surselva sind Zeugnis eines magischen Denkens. Sie offenbaren verschwiegene Ängste und geheime Wünsche unserer Vorfahren. Bei und mit den Steinen der Ausstellung werden bei diesem TheaterRundgang die Sagen der Surselva zum Leben erweckt.

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Varga 200 tonnas crappa ei vegnida ord las biaras vals dalla Surselva a Glion. Certina ei fetg gronda, autra fetg pintga. Lur existenza e lur formaziun ein per nus, cun nies horizont temporal restrenschiu, grevas da capir. Nus sentin mo vagamein la forza elementara, ina potenza d‘energia temporala, che quellas creatiras derasan. La crappa ei radunada a Glion per restar treis onns e miez. Ella ei bia dapli che mo crappa ordinaria. Forsa vul ella plidentar nus carstgauns. Ins ha udiu ch‘ella seigi vegnida egl emprem marcau sper il Rein per far ina resoluziun.

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Via Centra la

Aus den vielen Tälern der Surselva sind über 200 Tonnen Steine, mächtige und ganz kleine, nach Ilanz gekommen. Ihre Existenz und ihre Entstehung sind für uns in unserem beschränkten Zeithorizont schwer verstehbar; vage spürbar die Urkraft, eine Potenz an Zeitenergie, welche diese Wesen ausstrahlen. Die Steine haben sich in Ilanz versammelt, um für über dreieinhalb Jahre zu bleiben. Sie sind weit mehr als nur gewöhnliche Steine. Vielleicht möchten sie uns Menschen ansprechen. Man hat gehört, sie seien in die erste Stadt am Rhein gekommen, um eine Resolution zu verfassen.

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Crappa Cumin – ein sagenhafter Theater-Rundgang

Führungen zu Geologie, Landschaft und Natur

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Exposiziun d‘art «Schichtwechsel – La Surselva»

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Kunstausstellung «Schichtwechsel – La Surselva»

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Dr. Carmelia Maissen, Gemeindepräsidentin Ilanz/Glion

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Dr. Carmelia Maissen, presidenta communala dad Ilanz/Glion

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Im Namen des Gemeindevorstandes heisse ich die steinernen Gäste herzlich willkommen.

too die Namen der Unterstützer des Projekts «Schichtwechsel –

6 – Landsgemeindeplatz: Die Versammlung der Weisen

2 – Hotel Eden: Der edle Gast

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Exposiziun d‘art​cun crappa sursilvana a Glion

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Kunstausstellung mit Steinen aus der Surselva in Ilanz

Willkommensgruss

Hinweis: Im Innenhof des Museums sind aussergewöhnliche Nummulitenkalke zu entdecken.

4 – Raiffeisen: Der kostbare Gesell Früher begehrt und hoch geschätzt, heute verkannt und fast vergessen: der Kalkstein, der bis ins letzte Jahrhundert ein wichtiges Baumaterial war. Dieser Kalkbrocken aus der Val Schmuer erzählt mit seinen kantigen Bruchstellen, Schieferungen, Quarzklüften und durch Wasser rundgeschliffenen Flächen von seiner bewegten Vergangenheit.

Am Obertor begegnen sich ein gedrungener Granitgneis von der Adula-Decke und ein kräftiger Granit aus dem Aarmassiv. Gefunden wurde der eine weit hinter Vrin, der andere oberhalb von Trun. Der Türsteher vor dem Tor, ein dunkler Bündner Schiefer, ist ein Sedimentgestein aus den Penninischen Decken, stammt also aus dem Süden. Alle drei wurden vom Wasser geformt, die harten Granite ganz anders als der weichere Kalkstein.

13 – Via Porta Sura: Die eng Verbundenen In seinem Schwerpunkt ruhend und durch sein Gewicht stabilisiert, liegt ein grauer Kalkschiefer auf der weissgräulichen Brekzie. Die beiden aus Vrin stammen aus dem Erdmittelalter, haben aber ganz unterschiedliche Biografien: Im Kalkschiefer waren feinkörnige Meeresablagerungen grossen Druckkräften ausgesetzt, in der Brekzie wurden eckige Gesteinstrümmer zusammengekittet.

14 – Kloster Haus der Begegnung: Die aus dem Ilanzer See Die Flüsse der Surselver Täler haben diese unterschiedlichen Steine bis nach Ilanz transportiert. Hier strandeten sie im See, der sich vor rund 10’000 Jahren nach dem Flimser Bergsturz bildete. Eingegraben in ein Gemenge von Schwemmland, Geröll und Kies widersetzten sie sich der Vergänglichkeit, sodass in der Ilanzer Ebene sogar Steine von Bergen gefunden werden, die heute gar nicht mehr existieren. Das Besteigen der ausgestellten Steine ist untersagt. Der Veranstalter lehnt jegliche Haftung ab.

Um die Projektidee in den nächsten Ausstellungsjahren weiterzuentwickeln, sind wir auf Unterstützung angewiesen. Danke für Ihre Hilfe. Name: Schichtwechsel – La Surselva, Ilanz IBAN: CH19 0077 4010 3967 2570 1 Bank: Graubündner Kantonalbank, Ilanz Herausgeber und Redaktion: Verein Schichtwechsel – La Surselva, Valserstrasse 37, 7130 Ilanz; Texte: Christian Aubry, Lucrezia Zanetti, Ursina Jecklin, Lucia Degonda; Lektorat: Tobias Ibele, Eliane Degonda; Gestaltung: Florian Fuchs; Fotografie: Lucia Degonda, Eskil Roll; Druck: communicaziun.ch; 1. Auflage: 8000 Exemplare © 2022 Verein Schichtwechsel – La Surselva www.schichtwechsel-la-surselva.com