Page 1

SÜD STEIERMARK #visitsüdsteiermark #kulinarik #wein #wandern

D i e Z E I T U N G zum s i n n l i c h e n E r l e b e n von K U L T U R, N A T U R & u r b a n e m L E B E N

01/19

FRÜHLING 2019

WANDERWUNDER Wanderherz, was begehrst du mehr: die Südsteiermark ­– ein Wander- und Bewegungsparadies für Familien, Sportliche & Co. Nichts wie raus!

Die wichtigsten Termine VERANSTALTUNGSKALENDER AUF DER RÜCKSEITE

GENUSSRADELN Österreichische Post AG Infomail – Entgelt bezahlt

Wie geschaffen ist die südsteirische Topologie dafür, die majestätische Hügellandschaft auf einem E-Bike schwebend zu erkunden: mit Genuss zum Genuss! Die besten Radrouten im Süden.

BITTE ZU TISCH!

Frühlingsfreuden im steirischen Süden

Kulinarische Frühlingsgefühle: die traditionelle Osterjause mit Geselchtem, Kübelfleisch & Co. Dazu ein Meer aus Bärlauch – Hochgenuss direkt aus den wildromantischen Murauen.

Vom Klima begünstigt: Die Südsteiermark bietet dem Frühlingserwachen die denkbar prächtigste Kulisse: ein Traum aus Landschaft, blühender Natur, Kultur und kulinarischen Genüssen.

ALLE WEGE FÜHREN ZUM WEIN

NATUR, KULTUR, GENUSS

Südsteirische und Sausaler Weinstraße: zwei Schwebezustände, dem Alltag enthoben – Wein- und Genusserlebnisse inmitten einer betörend schönen Landschaft, Sehnsucht pur, Fahrt ins Glück!

Die Südsteiermark: einzigartige Synthese aus Natur- und Kulturlandschaft, von Feiern und Festen beseelt, von bodenständigen, herzlichen Menschen bewohnt, von lukullischen Genüssen erfüllt.


Schaufenster

Der Scharfmacher Bitte: Was wär das Geselchte oder die Osterkrainer ohne den Kren – bzw. Meerrettich, wie unsere deutschen Nachbarn die scharfe Wurzel nennen?! Aber der Kren hat ja nicht nur zu Ostern Saison. Er ist ein Universalgenie – sorgt für kulinarische Spannungsmomente, ist erwiesenermaßen gesund und macht angeblich auch im übertragenen Sinne scharf.

#G.G.A #SCHARF Als steirischer Kren g.g.A. genießt der im Süden der Steiermark angebaute Kren seit 2008 den Herkunftsschutz der Europäischen Union (g.g.A heißt: geschützte geografische Angabe). Durch konsequente vegetative Vermehrung (die Seitentriebe der Wurzel bilden die Stecklinge des nächsten Jahrgangs) entwickelte sich ein spezifisch steirischer Kren mit einzigartigen Geschmackseigenschaften, KRENWISSEN besonderer Schärfe und charakteristischem Aussehen. Der steirische Kren 99 % des österreichischen Krens kommen ist nicht nur rein optisch von anderen

aus der Steiermark, auf rund 300 ha Anbaufläche werden zwischen 3000 und 4000 Tonnen pro Jahr geerntet.

Krensorten unterscheidbar, auch mittels Isotopenuntersuchung kann ein Herkunfts- und Qualitätsnachweis erfolgen. Steirischer Kren g.g.A. wird waagrecht gepflanzt, in aufwendiger Arbeit mehrmals ausgegraben, von überflüssigen Trieben befreit und wieder eingepflanzt. Das verleiht ihm Schärfe und Gehalt.

KRENWISSEN

Für den stechenden und tränenreizenden Geruch des Krens ist das Senföl Allylisothiocyanat verantwortlich.

#UNIVERSALGENIE Sensationell scharf schmeckt das Krenbier der Brauerei Leutschach. In der heimischen Küche ist der Kren mittlerweile zum Universalgenie geworden: Er schärft Aufstriche, Saucen und Dips, kommt in Suppen, verleiht Fisch und Fleisch Temperament, zeigt sich aber auch in und zu Süßspeisen von seiner scharfen Seite. Doch mehr noch: Die Wurzel enthält Vitamin C, Vitamine B1, B2 und B6, Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen und Phosphor sowie flüchtige Öle wie z. B. Senföle, die antibiotische Eigenschaften aufweisen. Kren ist daher auch in der pharmazeutischen Industrie als Rohstoff gefragt. Zudem wird der Wurzel auch eine potenzfördernde Wirkung zugeschrieben. Echt scharf! TIPP: Kren erwandern Krenwanderung auf dem „Sarossa“-Kren-Erlebnisweg, ab Ortsmitte Mettersdorf am Saßbach, 7 km Rundweg (Spazierversion „Sagenweg“: 2,8 km) mit zahlreichen Stationen rund um die Krenwurz’n, kinder- und familienfreundlich. Beschreibung auf: www.bergfex.at

Foto: Steiermark Tourismus / pixelmaker.at

K

ren: ein Muss zum Geselchten, zu gekochten oder gebratenen Würsten aller Art (in Kombination mit Senf, also quasi als Senfverschärfer), kalt oder warm, zum Schinken, zum Lendbratl, zu wurscht welcher Wurscht – und natürlich zur Brettljause. Eine Osterjause oder eine Brettljause ohne Kren – undenkbar. Legendär in der österreichischen Küche: der Semmelkren (zum Tafelspitz). Oder der Apfelkren. Früher hat es ja geheißen, der Kren müsse frisch gerissen (nicht gerieben!) werden, weil er seine Schärfe recht rasch einbüße. Als Haltbarkeitsalternative wird der Kren unter Beigabe von Obers, Senf oder Essig und Salz cremig abgemischt, ganz so scharf ist er dann allerdings nicht mehr. Einem steirischen Unternehmen ist es jedoch mittlerweile gelungen, den gerissenen Kren haltbar zu machen, sodass der steirische Kren nun in Gläsern oder Kübeln wie frisch gerissen gnadenlos scharf erworben sowie im Kühlschrank gelagert werden kann – eine Krenrevolution.


EDITORIAL

Inhalt

Weil es so GEIL* ist!

Ausgabe

01/19 SEITE

4 – 5 Wanderlust SEITE

6 – 9 E-BikeGenuss SEITE

10 – 11 Weinstraßen erleben

I

mmer wieder hört man von Leuten, zum Beispiel in Graz, Wien, Linz, München, Berlin, Hamburg, Salzburg, Innsbruck, Dornbirn, Wels, Bregenz, London, Pasching, Paris, St. Pölten usw., die sich wundern, warum andere Leute gefühlt jedes Wochenende in die Südsteiermark abrauschen. Eine Erklärung dafür könnte möglicherweise sein, dass diesen Leuten eben nichts anderes, Besseres, Gescheiteres usw. einfällt, quasi aus Gewohnheit. O.k., könnte sein, man weiß ja nie, was die Leute tatsächlich antreibt. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Also ab in die Südsteiermark. Es gibt sicher üblere Gewohnheiten als in die Südsteiermark zu rauschen, zum Beispiel rauchen. Bitte nicht falsch verstehen: Nix gegen rauchen, wer rauchen will, soll rauchen, solange er niemanden anderen damit schädigt, eh klar. Aber das mit der Gewohnheit wird schon irgendetwas auf sich haben. Oder kann mir einer erklären, was an der Südsteiermark bitte sooooo super sein soll – die paar Hügeln mit den Weinstauden? Also Gewohnheit, eh logisch.

#VISITSÜDSTEIERMARK SEITE

12 – 13 Frühlingstraum SEITE

14 Kulinarische Ostern SEITE

Fotos: Stephan Friesinger

15 Bärlauchfreuden SEITE

16 Events

Hm, ganz so überzeugend klingt diese Theorie aber ehrlich gesagt auch wieder nicht. Ist eigentlich schon einmal jemandem aufgefallen, dass wir hier in Österreich sowieso ein bisschen dazu neigen – na ja, sagen wir –, die Dinge nicht immer in einem so strahlend positiven Licht zu sehen? So unter der Devise: „Na, die haben echt nix Besseres zu tun, als jedes Wochenende in die Südsteiermark zu fahren. Wenn ich jedes Wochenende in die Südsteiermark fahren würde, dann würde ich mich schon irgendwann einmal fragen …“ Versuchen wir die Sache also einmal aus der Gegenrichtung zu betrachten – vom Positiven her. Ein bisschen unüblich, stimmt – aber trotzdem, was soll’s?! Viel kann ja nicht schiefgehen bei so einem Gedankenexperiment, das Risiko ist überschaubar. Also, tun wir’s: Könnte es möglicherweise – ganz vorsichtig formuliert – auch sein, dass viele Menschen den Weg in die Südsteiermark nicht aus Gewohnheit, sondern aus einem ganz anderen, guten Grund finden: weil es nämlich verdammt GEIL* ist, hier zu uns in die Südsteiermark zu kommen. Aber warum, bitte, ist das so GEIL*? Woran liegt es, dass es viele unserer Gäste aus nah und fern gefühlt im Wo-

* Wem der Ausdruck GEIL zu üppig ist, ersetze ihn bitte zum Beispiel durch super, top, lässig, dufte etc.

chenendrhythmus zu uns in die Hügel verschlägt und auch die Social-Media-Plattformen voll sind mit einschlägigen Bekundungen, Bekenntnissen und Bilddokumenten, mit denen sie ihrer Begeisterung über unsere Region Ausdruck verleihen? Ja, logisch: Weil es hier bei uns so LÄSSIG und so SCHÖN ist. Und was bitte schön ist hier so LÄSSIG und so SCHÖN? Aber das ist doch eh klar, oder? Alles! Muss man auf so eine Frage ernsthaft antworten? Die Südsteiermark ist per se LÄSSIG und SCHÖN. Und darum ist es so GEIL*, hierher zu kommen. Und wer das alles – dieses Lebensgefühl, diesen kulinarischen Reichtum, diese Vielfalt an vielschichtigen Weinen, diese Landschaft, diese gast-

freundlichen und bodenständigen Menschen, diesen bunten Reigen an Festen im Jahreslauf, dieses betörende Frühlingserwachen, die kulturelle Blüte allenthalben, die Fröhlichkeit und Lebensfreude, diese ganze unvergleichliche Südsteiermark-Stimmung – erlebt und inhaliert hat, der brennt darauf, wiederzukommen, wieder einzutauchen in dieses wunderbare Erlebnis, der sehnt sich danach, über Weinstraßen zu gleiten, durch Wälder und Auen zu streifen, über Streuobstwiesen zu laufen, zwischen Weingärten zu spazieren, von Terrassen ins Land hineinzuschauen, durch Orte, Märkte und Städte zu bummeln, mit Freunden, Freundinnen aufs Leben anzustoßen, einfach hier zu sein in der Südsteiermark.

Besuchen Sie uns auch auf Facebook und Instagram visit_suedsteiermark

SEITE IM SÜDEN 01/19

3


WANDERN

Wanderwunderland Landschaft und Natur mit einem Lama oder einem Esel an der Leine erleben – die Südsteiermark macht’s möglich und bietet einzigartige Erlebnisse abseits ausgetretener Pfade. Südsteiermark – wo Wandern zum Genuss wird.

INFO

Jetzt schon vormerken ü

Ein Highlight: Das Wein­

blütenfest in Gamlitz geht heuer am 8. Juni bereits zum 10. Mal über die Bühne. Bei einer Wanderung entlang der Weingärten lässt sich die Weinblüte erleben. Bei den teilnehmenden Betrieben wird dann auch aufgetischt: Wein- und Schnapsverkostungen sowie kulinarische Highlights warten. Abgerundet wird der Tag mit einem Fest und musikalischer Unterhaltung. ü

Jakobiwanderung

– Start: 25. Juli 2019 um 11.00 Uhr beim Gasthaus Schlauer in Ratsch, gemütlich durch die Weingärten in Ratsch an der Südsteirischen Weinstraße etwa 8,5 Kilometer hügelauf, hügelab. 

#ERLEBNIS Von Jahr zu Jahr größerer Beliebtheit erfreuen sich auch die traditionellen südsteirischen Gemeinschaftswanderungen, zuvorderst die Binkerlwanderung rund um Leibnitz und im Sulmtal-Sausal sowie die Jakobiwanderung in Ratsch an der Weinstraße. Zur Sehnsuchtsdestination der Wanderlustigen macht die Südsteiermark außerdem der Umstand, dass hier tatsächlich die perfekte Synthese von Bewegung und Genuss garantiert ist. Die südsteirischen Wander- und Spazierrouten werden, gesäumt von Weingärten, Streuobstwiesen, Edelkastanienbeständen, Feldern und Gärten, Buschenschänken und Genussbetrieben, quasi automatisch zu kulinarischen Themenwegen.

Binkerl­wanderung Die „Binkerlwanderung“, eine Sternwanderung, ist der gesellige Auftakt zur südsteirischen Wandersaison. In fröhlicher Gemeinschaft geht es von einigen Startpunkten in und rund um Leibnitz – dort ist auch das Binkerl, ein auf einen Haselnussstecken gebundenes Bündel mit einer zünftigen Jause, erhältlich – hinauf in den bzw. das Sausal, dieses auf paläozoischen Schiefer gebaute, beeindruckende Hügelgebirge zwischen Sulm und Laßnitz mit seinen malerischen Ortschaften. Höchste Erhebung des Sausals ist mit seinen 671 Metern der Demmerkogel, an dessen Spitze von der Aussichtswarte ein majestätischer Rundumblick zu genießen ist. Nach einer herrlichen Wanderung vorbei an Naturjuwelen und begleitet vom Zwitschern der Vögel erlebt die Binkerlwanderung heuer am „Weingut Schlafgut Genussgut Lorenz“ in Kitzeck am Sausal ihren kulinarisch-beschwingten Höhepunkt. Binkerlwanderung: Samstag 6. April 2019

SEITE

4

IM SÜDEN 01/19

Fotos: Stephan Friesinger, KÄSTENBURG

W

anderlust pur. Die Südsteiermark stellt – zumal im erwachenden Frühling – die denkbar schönste Kulisse für Spaziergänge und Wanderungen zwischen total gemütlich und sportlich-ambitioniert dar. Und sie hat ein unglaublich breites Spektrum von (Rund-)Wanderwegen in den unterschiedlichsten Geländeformationen – von ganz eben bis fast schon gebirgig – zu bieten. Spezielle Themenwanderungen – etwa Lama & Alpaka, Esel, Minigolf, Rebstock und Kräuter – sorgen zusätzlich dafür, dass die Bewegung in der südsteirischen Natur zum unvergesslichen Erlebnis wird.


WANDERN

Wandern mit Tieren Lamas sind soziale Herdentiere und gehen ihre Wege gemeinsam, kein Tier bleibt zurück oder läuft den anderen davon. Ihr gemächliches Tempo macht sie zu optimalen Wanderbegleitern auch für Familien mit jüngeren Kindern oder Menschen mit Handicap. Mit ihrem Unternehmen „Steirerlama“ bieten Christine Isop und Bernhard Mally, sie geprüfte Lamaführerin, er Lamaund Wanderführer, Gästen die Möglichkeit auf Tour zu gehen. Vieles ist möglich – von der Schnuppertour am Hof bis zur individuell zusammengestellten mehrtägigen Weitwanderung. Auf dem Hof leben auch Alpakas, eine in Südamerika domestizierte Kamelart. www.steirerlama.at, T. +43/664/589 33 21

Alpakas leben auch auf dem Knappenhof in Gamlitz. Einmal jährlich werden die Tiere geschoren, die Wolle hat eine besonders feine Qualität. www.knappenhof .eu

Fotos: Ulrike Elsneg, Stephan Friesinger

Lamawanderungen bietet auch der „Weiberhof“ in Großklein. Erika und Nina, die beiden Gastgeberinnen, haben sich auf Frauenurlaub spezialisiert. Auf dem Programm stehen auch besondere Themenrunden wir etwa die Keltenrunde, die Großkleiner Runde sowie die Kernölrunde (mit einem Besuch der Ölmühle Kremsner). Gegen Voranmeldung. www.weiberhof.at

Esel gelten als ziemlich störrische Tiere – ein Vorurteil, wie alle wissen, die mit den Tieren bereits unterwegs waren. Zwar habe jedes ihrer Tiere seinen eigenen Charakter, bestätigen Anita und Horst Winter, die auf ihrem Hof in Oberhaag zwischen Arnfels und Eibiswald Eselwanderungen – von der Tagestour bis zu Mehrtages- oder Wochentouren auf ausgewählten Routen – anbieten, aber wer sie erst einmal ein bisschen genauer kenne, könne ziemlich genau voraussagen, wie sie sich verhielten. Und ihre Tiere seien den Umgang mit Gästen sowieso gewöhnt. www.eselwandern.at, T. +43/34 55/20 7 65

Gamlitz sperrt auf

Wander­erlebnis Süd­steiermark Weitere Themen

Höchst beliebt bei Einheimischen wie Gästen aus nah und fern ist der unter der Devise „Gamlitz sperrt auf“ zelebrierte Saisonauftakt in der steirischen Weinbaugemeinde. Zahlreiche Weingüter, Buschenschänken und Hotels präsentieren sich nach der Winterpause in frischer Frühlingslaune und öffnen gemeinsam mit den anderen Betrieben des bekennenden Genussparadieses Gamlitz Türen und Tore. Gefeiert wird ein ganzes Wochenende lang von 22. bis 24. März. Neben jeder Menge Spaß und viel Unterhaltung warten Weinverkostungen, eine Weinbergwanderung, traditionelle steirische Musik und regionale Schmankerln. Ein frühlingshaftes Genusswochenende – wie gerufen! Gamlitz sperrt auf: 22. bis 24 März, Frühlingsweinkost Schloss Gamlitz, ab Freitag, 17 Uhr, Sa. und So. ab 10 Uhr; musikalische Wanderung: Samstag 14 Uhr ab Schloss Gamlitz; Saisoneröffnung Bauernmarkt Gamlitz: Pley­ steinplatz, Samstag ab 9 Uhr. Weitere Programmpunkte sowie musikalische Abendveranstaltungen bei zahlreichen Gamlitzer Betrieben.

Wanderung auf der Spur des Weinstocks: Ein Sauvignon blanc erzählt, wie er in der Rebschule heranwächst und schließlich ins Weinglas kommt. Ab 4 Personen von Mai bis Oktober, Weingut Assigal, Gamlitz, www.assigal-gamlitz.at, T. 0664/940 25 24 Minigolftour mit Spielkultur: Eine tolle Idee wurde in Leutschach realisiert. Entlang einer 10,7 Kilometer langen Rundstrecke mit insgesamt 290 Höhenmetern (höchste Punkt: 450 Meter) warten 14 Minigolfbahnen. Im Infobüro Leutschach bzw. im Kniley-Haus Leutschach (Das Kniely by Liepert) und bei den einzelnen Betrieben gibt es die Minigolfbälle, die Minigolfschläger lagern direkt bei den Bahnen bzw. GastgeberInnen entlang des Wanderweges. Der Motorikpark Gamlitz gilt als Europas größte Attraktion dieser Art – ein wahres Bewegungsparadies rund um die Gamlitzer Landschaftsteiche. 30 Stationen fürs Konditions-, Koordinations- und Motoriktraining, Different-Walking, Balance-Parcours, Erdwellenlaufen, Sensorikweg, Klettertour etc. Der Motorikpark Gamlitz ermöglicht auf spielerische Weise die Aktivierung der gesamten Körpermuskulatur und wird nicht nur von Bewegungsfreaks aller Altersstufen, sondern auch von Sportprofis genutzt. Rund um die Uhr frei und kostenlos benutzbar. Für den Parkplatz ist eine Parkgebühr von € 1,50 pro Fahrzeug (Pkw, Busse) und Stunde zu entrichten. www.motorikpark.com Kräuterwanderungen erfreuen sich in der Südsteiermark größter Beliebtheit. Kein Wunder, gedeiht doch auf den Wiesen und in den Wäldern der Naturparklandschaft eine Fülle von wild wachsenden Pflanzen und Kräutern, die nicht nur Gerichte verfeinern, sondern häufig auch heilende Wirkung entfalten oder zu naturkosmetischen Produkten verarbeitet werden. Die intensive Begegnung mit der südsteirischen Natur und Pflanzenwelt eröffnet auch einen ganz neuen Zugang zu dieser Landschaft und schärft die Sinne für die Existenzbedingungen und Lebenszyklen der Pflanzen. Gleich mehrere Kräuterexpertinnen geben auf Kräuterspaziergängen und -wanderungen ihr Wissen weiter, bieten dazu auch oft noch selbst hergestellte kulinarische und kosmetische Naturprodukte zum Kauf an und vermitteln in Kursen das Know-how zu deren Herstellung. Tina Wurzinger, www.kraeuterwanderung.at Familie Tertinjek, Remschnigg, Leutschach, www.serschenhof.at, T. +43/34 55/64 61 Die Amtmann, Franziska Skoff, T. +43/664/957 88 44

Infos Holt euch weitere Tipps sowie Wanderkarten mit allen Routen in den Büros der Tourismusverbände. Karten und Infomaterial können auch jederzeit telefonisch oder per E-Mail angefordert werden: office@suedsteiermark.com; 0664/790 72 00

SEITE IM SÜDEN 01/19

5


RADFAHREN

Südsteiermark-Tour: Genuss auf zwei Rädern

D

er Murradweg gilt als Paradebeispiel für einen Radwanderweg, der – zumal murabwärts – auch von Familien und nicht ganz so sportlichen und trainierten Personen problemlos zu bewältigen ist. Mindestens so abwechslungsreich und vielfältig wie die faszinierende, vom Fluss geprägte, aus dieser Perspektive den meisten unvertraute Landschaft sind die kulinarischen Verlockungen, die entlang der Strecke auf genussfreudige Radwandernde warten. Daran haben speziell die südsteirischen Abschnitte des Murradwegs (von Graz über Wildon, Leibnitz, Straß, Spielfeld und Mureck nach Bad Radkersburg) ihren Anteil. Dort „droht“ die Radtour nämlich zum kulinarischen Spießrutenlauf zu werden und es erfordert von den Radelnden schon ganz schön viel Disziplin, sich nicht vollends dem Genuss hinzugeben und auf die Fortsetzung der Fahrt zu vergessen.

#RADELNZUMGENUSS Es gibt zudem jede Menge Möglichkeiten, vom Murradweg aus noch tiefer in das südsteirische Genussuniversum einzutauchen. Was spricht zum Beispiel dagegen, einen Abstecher ins „Hinterland“ zu unternehmen, etwa von Leibnitz ins Sulmtal und von dort über die Abhänge des Sausals hinauf nach Kitzeck?! Da sind wir dann eh schon mittendrin in der herrlichen Hügellandschaft der Südsteiermark – oder besser gesagt: obenauf. Denn mit 671 Metern Seehöhe ist der Demmerkogel, genau genommen schon fast ein Berg. Von dort könnten wir dann an Weingärten vorbei gleich weiter nach Gamlitz und dann zurück zur Mur. Alles nur eine Frage der Planung – oder der Spontaneität. Ein bisschen Abenteuer gehört dazu, oder? Zwar hätten wir dann den schönen Murradweg-Abschnitt zwischen Leibnitz und Ehrenhausen entlang der Mur versäumt, aber den holen wir beim nächsten Mal nach. Wenn wir nicht wieder genusshalber vom

TIPP

Leibnitz als Ausgangspunkt für SüdsteiermarkErlebnisse ... ... auf zwei Rädern. Die Shopping-, Erlebnis- und Genussstadt Leibnitz ist mit ihrem einladenden Hauptplatz und den frequentierten Gastgärten der optimale Startpunkt für Südsteiermark-Erkundungen. Hier können Südsteiermark-Freaks auch mit Gleichgesinnten fachsimpeln und die neuesten (Geheim-)Tipps austauschen. Lässige Lokale laden zur Stärkung vor der Tour und auf ein Gläschen Wein zum Ausklang danach bzw. ein Abendessen zur Belohnung ein. Gejausnet wird in einer der Buschenschänken oder einem der Lokale entlang der Route.

SEITE

6

IM SÜDEN 01/19

Foto: TRV Südweststeiermark / Tom Lamm

Wie geschaffen ist die südsteirische Topologie für eine der zurzeit beliebtesten Fortbewegungsund Trendsportarten: das Reiten auf E-Bikes. Doch auch Radlerinnen und Radler, die sich – Old School – ganz auf ihre Muskelkraft verlassen, sind in dem lässigen Landschaftsmix aus ebenen und hügeligen Passagen sowie Off-Road-Trails bestens aufgehoben. In der Südsteiermark hast du die Wahl – und das ganz ohne Qual, sondern mit höchstem Genuss.


RADFAHREN

Themen­radtour I

Geschichtliche E-Bike-Tour durch das Sulmtal

Weg abkommen. Denn auch auf zwei Rädern führen nämlich in der Südsteiermark alle Wege zum Genuss.

#HÜGELZUHAUF All die Wege zum Genuss sind aber auch selbst ein Genuss: Fahrgenuss und Landschaftsgenuss, Stimmungs- und Lebensgefühlgenuss – und es schwebt sich auf ihnen wahrhaft lässig durch eine Landschaft, die ihresgleichen sucht und die uns aus dieser Perspektive und in dieser Schwebegeschwindigkeit wieder völlig neue Facetten eröffnet. Lässige Wege und romantische

Straßen gibt es über die Hügel und zwischen ihnen kreuz und quer und auf und ab zuhauf, mehr als genug. Und überall Genuss auf allen Linien: Das bedeutet im Extremfall: Entscheidungsnotstand. Wo genießen, wenn überall Genuss ist? Wo beginnen? In welche Richtung abzweigen? Wo stehen bleiben? Und so weiter. Kein Wunder, dass viele Leute laufend durch die Südsteiermark radeln und eigentlich schon südsteiermarkradelsüchtig sind. Und jedes Mal kommst du wieder auf was anderes drauf. Und das Lässige daran: Du bist immer auf dem richtigen Weg.

Los geht es beim „Weinland Camping“ am Naturbadesee in Gleinstätten. Hier können auch (E-)Bikes ausgeliehen werden. Erstes Etappenziel ist das Schloss Gleinstätten mit seinem Erlebnispark „Land-Art & Au“, eine Symbiose aus Natur und Kultur. Es wartet ein Naturerlebnispfad mit faszinierenden Einblicken in Pflanzenwelt und Artenvielfalt, dazu bevölkern Kunstwerke das Areal. Weiter führt die Route zum hallstattzeitlichen Gehöft am Burgstallkogel. Hier wurden eine Siedlung und eines der am besten erhaltenen hallstattzeitlichen Gräberfelder im Ostalpengebiet aus der Zeit von ca. 800 bis 550 v. Chr. entdeckt. Ein rekonstruiertes, vollständig eingerichtetes Wohnhaus mit Webhütte, einem Pfostenspeicherbau und einer Brotbackhütte führt auf eine Zeitreise 2800 Jahre in die Vergangenheit. Nächstes Etappenziel: das hallstattzeitliche Museum in Großklein mit seiner Sammlung und der Dauerausstellung „Erde – Feuer – Eisen, Wenn Gräber erzählen …“ Weiter geht es zum nachgebauten keltischen Wehrturm auf dem Königsberg in Heimschuh, danach am idyllischen Sulmsee vorbei hinauf nach Frauenberg. Auf den Überresten eines römischen Tempels der einst bedeutenden Siedlung Flavia Solva steht das Tempelmuseum. Funde von der Steinzeit bis in die Spätantike dokumentieren die vielschichtige Vergangenheit dieser Region. Von der Terrasse des Museums genießen die Zeitreisenden eine wunderbare Aussicht weit in das Land ringsum hinein – ein Blick, der die Dimensionen der Geschichte erahnen lässt. Nach der Abfahrt geht es noch zur Ausgrabungsstätte der einstigen Südsteiermark-Metropole Flavia Solva, einzige Römerstadt der Steiermark, damals in der römischen Provinz Noricum gelegen. Auskunft: Tourismusverband Sulmtal Sausal, Steinriegel 15, Kitzeck, T.: +43 3456 3500, www.sulmtal-sausal.at

WEITERER RADTOUREN

Leibnitz

Weinland-Radweg (R25) Von Ehrenhausen/Vogau über Gamlitz, Fötschach, Schloßberg, Leutschach, Arnfels nach Saggau. Länge: 29 km, 500 Höhenmeter. Zahlreiche Varianten und Möglichkeiten für Rundtouren.

Wagna

Gleinstätten Grossklein

Heimschuh

WEITERER RADTOUREN

Sausaler Tour Von Heimschuh auf dem Sulmtal-Radweg (R1) über Fresing zur Ölmühle Kremsner in Mantrach, danach noch ein Stück Richtung Gleinstätten, bei der Affartmühle Fotos: TRV Südweststeiermark / Tom Lamm, RM SW GmbH / Tinefoto.com

nach Norden, die Bundesstraße überqueren, weiter nach Pistorf, über Reith auf den Demmerkogel, dann über Mitteregg nach St. Nikolai im Sausal, von dort nach Grötsch, weiter entlang der Laßnitz über Stangersdorf und Tillmitsch zum Grottenhof in Kaindorf an der Sulm, weiter über den Sulmtal-Radweg nach Heimschuh. Länge: 56,5 km, 894 Höhenmeter, höchster Punkt: 572 m, Dauer: ca. 4,5 h. ANMERKUNG: Auch kürzere Varianten sowie Varianten, die über Kitzeck, den höchstgelegenen Weinbauort Österreichs führen, sind möglich.

SEITE IM SÜDEN 01/19

7


RADFAHREN

Themenradtour II:

Weinstraßen-Tour

Leibnitz

Heimschuh

Die Weinstraßen-Tour führt E-Biker und konventionell Radelnde ins Herz des steirischen Weinlandes, mitten in die Weinberge, auf deren Hängen die großen Weine in der für die Südsteiermark so typischen Sortenvielfalt heranreifen; vorbei an Weingärten und Weingütern, hügelauf, hügelab, kreuz und quer durch die malerische Landschaft, in der das sagenumwobene und doch nach wie vor so quicklebendige steirische Weinwunder seinen Ursprung hat. Gestartet wird die Tour in Gamlitz, Heimat des Motorikparks und legendäre Weinbaugemeinde. An den weinbewachsenen Hängen von Labitschberg und Kranachberg vorbei geht es nach Großklein, von dort zunächst entlang der Saggau, dann der Sulm in Richtung Leibnitz. Am rechten Ufer der Mur führt die Route nach Spielfeld, von dort geht es hinauf zur legendären Südsteirischen Weinstraße. Am Graßnitzberg kann man von der Aussichtswarte Plac (auch bekannt unter den Namen: Platsch, Kungota oder Placki-vrh-Aussichtswarte) auf slowenischem Territorium einen herrlichen Rundumblick genießen. Der Turm wurde 2000 errichtet und weist eine Höhe von 22,5 Metern auf. Schließlich führt die Tour am Lubekogel vorbei zurück nach Gamlitz.

Sulmsee

Wagna

Großklein Gamlitz Kreuzberg

Ehrenhausen

Kranach

Spielfeld Lubekogel

In voller Pracht entfaltet sich die Weinstraßen-Tour, die durch eine geradezu betörende Landschaft führt und von zahlreichen Weinbaubetrieben und Buschenschänken gesäumt wird, auf einer Länge von rund 75 Kilometern, 1000 Höhenmeter, Dauer: ca. 6 h. Kürzere Varianten führen über 49, 32 und 25 Kilometer. Auskunft: Tourismusverband Gamlitz, Marktplatz 41, Gamlitz, T. +43/34 53/39 22, www.gamlitz.at

WEITERER RADTOUREN

WEITERER RADTOUREN

Römerradweg (R6)

Weinradeln Leutschach

Zweigt bei Lebring-St. Margareten vom Murradweg ab und führt über Tillmitsch,

Vom Hauptplatz Leutschach über wenig befahrene Straßen hinauf auf den Eichberg

Grottenhof, Leibnitz und Wagna nach Leitring/Landscha und danach auf dem Mur-

zum Kollerhof mit dem Weinkulturgarten und über die Fötschacher Höhenstraße zu-

radweg zurück. Gesamt: 28 km, von Lebring nach Leibnitz: 10,8 km

rück. Länge: 27,2 km, 700 Höhenmeter, Dauer: ca. 3 Stunden. Leibnitz: 10,8 km

E-Bike- & Radverleih Südsteiermark E-Bike-Verleih Leutschach a.d.W. 26 Räder, Infobüro Leutschach an der Weinstraße, Arnfelser Straße 1, 8463 Leutschach, T. +43/34 54/706 03 00, tourismus@leutschach.at

Kathinka’s Cafe 5 Räder, Wippelsach 24, 8441 Fresing. T. +43/664/792 22 21, Mo, Fr, Sa, So: 8–20 Uhr. Mi, Do 14–20 Uhr

Weinland Camping 5 Räder, Gleinstätten 230, 8443 Gleinstätten T. +43/664/441 41 42, Mo–So: 8–19 Uhr

Shell-Tankstelle 5 Räder, Sulmtal Straße 45, 8451 Heimschuh

Fischerparadies Nebelteich 5 Räder, Saggau 50, 8453 St. Johann i./S., T. +43/676/749 80 10, Mi–So: 8–23 Uhr

radlSPORT Bahnhostraße 19, 8430 Leibnitz, T. +43/34 52/74 6 02

JUFA Leibnitz (E-Bike Box) 6 Räder, Klostergasse 37, 8430 Leibnitz, T. +43/57 08 34 20, www.ebike-box.com

SEITE

8

IM SÜDEN 01/19

Foto: TRV Südweststeiermark / Tom Lamm

T. +43/34 52/83 5 76, Mo–So: 6–21 Uhr


RADFAHREN

Top-Angebot:

Auszeit in der Südsteiermark Ob Wein, Kürbiskernöl oder heimisches Bier, in der Südsteiermark wimmelt es von kulinarischen Spezialitäten, die nur darauf warten, verkostet zu werden. Erkunden Sie bei einem Tagesausflug mit dem E-Bike die hügeligen Weinberge, die Besonderheiten der einzigartigen Region und die Schätze der Natur. Kehren Sie bei einem Buschenschank ein und lassen Sie sich mit einer traditionellen Brettljause und einem guten Glas Wein verwöhnen. Philosophieren Sie mit dem Weinbauer im Weinkeller bei einer Weinverkostung über sein Sortiment und lassen Sie sich vom Duft und dem Geschmack der unterschiedlichen Weinsorten verzaubern. Die Südsteiermark steckt voller Besonderheiten und Überraschungen, seien Sie gespannt, was auf Sie wartet, denn hier können Sie das Leben so richtig genießen. üü üü üü üü üü

3–4 Nächte inklusive Frühstück in Unterkünften der jeweiligen Kategorie E-Bike für einen Tagesausflug, inkl. Radkarte und Einkehrtipps Klassische Brettljause und ein Glas Wein im Buschenschank Kellerführung und Weinverkostung Ein Genuss-Überraschungseintritt

Das Package ist gültig von 21. April – 31. August 2019. Buchbar unter www.suedsteiermark.com

Kreuzworträtsel 1 2 3 4 5 6 7 8 9

Wir herz gratulier lic en Inne h den G ganz ewin n de letzt s Rätsel ner­ en s Carin Ausgab der e a : S ch Elisa beth weda Walt Stra u r Alfre aud Neg ß er d Kir nbau er

Einfach mitmachen und gewinnen! 10 11 12 13 14 15 16 17

Spezielle Wandertour in der Südsteiermark Monat, in dem der Frühling beginnt Delikatesse in der Südsteiermark Höchster Punkt der Südsteirischen Weinstraße Wanderung im April Scharfe Wurzel Echsenart in der Südsteiermark Glückshormon Ehemalige Römerstadt

Bewegungsparadies in Gamlitz Laubbaum, der im Jahresverlauf als Erster grünt Im Kren enthalten Besonderheit im Sulmtal Sausal Dagegen hilft Bewegung an der frischen Luft Mit diesen Tieren kann man in der Südsteiermark wandern Höchster Punkt des Sausals Nicht zu verwechseln mit Maiglöckchen

1. PREIS

8 7

15

9

10

1 Nacht für 2 Personen inkl. Frühstück im Schloss Gamlitz Weinverkostung für 2 Personen beim Weingut Karl & Gustav Strauss 4-gängiges Abendessen für 2 Personen im Landgasthof Wratschko 2 Sonnenbrillen, 2 Wasserbälle, 2 Gamlitz-Pins

14 12

2

3

13

7

14

6 5

2. PREIS

12

6 17

Leih-E-Bikes für 2 Personen gesponsert vom Hotel Restaurant Weinlandhof Picknick im Weingarten gesponsert vom Weingut Buschenschank Tinnauer 2 Picknickdecken 2 Sonnenbrillen, 2 Wasserbälle, 2 Gamlitz-Pins

8

4 11

16

15 11 2

3

3. PREIS

10

17

50,– Euro Gamlitz-Gutscheine Foto: TRV Südweststeiermark / Tom Lamm

16

(einlösbar in allen Gamlitzer Betrieben)

6er-Karton Weingläser „Gamlitz“ 3er-Karton Wein vom Weingut Grasmuck 2 Sonnenbrillen, 2 Wasserbälle, 2 Gamlitz-Pins

4

9 5

13 1 1

LÖSUNGSWORT einschicken & gewinnen! Kleiner Tipp: Alle Antworten finden Sie in diesem Newspaper. Einfach per Mail an office@leibnitz.info oder per Post an Tourismusverband Leibnitz Südsteiermark, Sparkassenplatz 4a, 8430 Leibnitz schicken. Einsendeschluss ist der 30. April 2019.

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

13

14

15

SEITE IM SÜDEN 01/19

9

16

17


WEINLAND

Alle Wege führen zum Wein

Irgendwie ist ja eh jede Straße im südsteirischen Weinland eine Weinstraße. Doch zwei Straßen, die Südsteirische Weinstraße und die Sausaler Weinstraße, tragen den Weinstraßentitel ganz hochoffiziell. Und dann gibt es noch eine kleine Schwester der Südsteirischen – die Klapotetz-Weinstraße. Und jede Menge weiterer Straßen, die zum Wein führen.

INFO

Tipp für entspannten Weingenuss Viele Weinbaubetriebe bieten komfortable bis luxuriöse, nicht selten auch höchst romantische Winzerzimmer an. Die Region verfügt auch über hervorragende Hotels. Mehr Infos bei den Tourismusverbänden.

E

#WEINSTRASSENUNIVERSUM Angesichts dieser Entrücktheit verlieren Weinstraßeneinzelfragen ein wenig an Dringlichkeit. Zum Beispiel: Wo fangen die Südsteirische und die Sausaler Weinstraße genau an, wo hören sie auf, in welcher Richtung verlaufen sie, muss man korrekterweise von da nach dort oder von dort nach da schweben, welche Orte liegen auf, welche an und welche weder auf noch an der Weinstraße und ist 100 oder 200 Meter von der Weinstraße entfernt auch noch Weinstraße? Dass zum Beispiel Gamlitz streng genommen an keiner der „offiziellen“ Weinstraßen liegt, könnten wir kopfschüttelnd als historischen Irrtum verbuchen. Oder einfach darüber hinwegsehen, indem wir auf der „inoffiziellen“, aber dennoch so benannten „Eckberger Weinstraße“ von Gamlitz auf die Weinstraße oder von der Weinstraße nach Gamlitz gleiten. Und logischerweise können nicht alle Weinbaubetriebe di-

rekt an der Weinstraße liegen, also nutzen wir die jeweiligen Stichweinstraßen, um zu denen zu gelangen, die einen Katzensprung abseits situiert sind. Jederzeit, hört man, sei es auch gestattet, die „offiziellen“ Weinstraßen für eigenverantwortliche Erkundungen in deren Umgebung zu verlassen.

#WEINSTRASSENHOMEBASE Als Homebase für jede Art des Weinstraßenerlebens drängt sich durch ihre Lage zweifellos die Weinmetropole Leibnitz auf: Nach einem (Einkaufs-)Bummel durch die Leibnitzer City mit ihrem legendären Hauptplatz und einem gemütlichen Kaffee in einem der lässigen Gastgärten ist man nämlich im Nu auf der Weinstraße, entweder auf der einen oder auf der anderen – und von der einen im Handumdrehen auch gleich auf der anderen.

SEITE

10

IM SÜDEN 01/19

Fotos: Vino Cool Schiffer, Gasthof Mahorko

s ist von alters her so: Die Menschen nutzen Straßen, um von da nach dort zu gelangen. Das ist auch in der Südsteiermark so. Auf eine Weinstraße fährt man jedoch, um eine besondere Form des Seins zu erleben, eine Art Schwebe-, Sehnsuchts- und Glückszustand. Und alles, was dort geschieht, ist Zeit, Raum und Banalität des Alltags (wenigstens ein bisschen) enthoben. Wir schweben – und genießen: den Wein, die Brettljause, all die Köstlichkeiten, den Ausblick, die Stimmung, das Licht, das Klappern des Klapotetz, von dem sich auch die Vögel nicht wirklich irritieren lassen, die Landschaft, die vollendete Formgebung der Hügel, die Logik der Rebzeilen, den Sonnenaufgang, den Sonnenuntergang, die Natur, die gute Laune, das Leben – schlicht: alles. Genuss und Lebenslust.


WEINLAND

Südsteirische Weinstraße Sie ist die Mutter der Weinstraßen, die älteste Österreichs, und wurde bereits 1955 (Eröffnung 15. Oktober 1955) als Regionalentwicklungsprojekt in der benachteiligten Grenzregion zum damaligen Jugoslawien aus der Taufe gehoben. Heute führt sie über die Territorien der fünf Weinstraßengemeinden Straß/Spielfeld, Ehrenhausen, Leutschach, Arnfels und Oberhaag. Weinstraßeneinstiegsorte sind Ehrenhausen, Spielfeld, Gamlitz und Leutschach. Die Route führt von Spielfeld-Straß bzw. Ehrenhausen an und teilweise auch auf der österreichisch-slowenischen Staatsgrenze,

dann über den Pößnitzberg nach Leutschach. Entlang der oft sehr schmalen Strecke, die sich kurvenreich von Hügel zu Hügel schlängelt – die höchsten Punkte sind Lubekogel (570 m) und Witscheinberg (515) –, reiht sich Lage an Lage, Weingut an Weingut, Buschenschank an Buschenschank, Aussichtsterrasse an Aussichtsterrasse, ein Who’s who des steirischen Weinwunders. Jede Abzweigung, jede Zufahrt ein Weg direkt in den Genuss. Architektur und Kulturlandschaft, die malerische Hügellandschaft, Weinbautradition und Weinspitzenleistungen auf internationalem Niveau, Sorten-

vielfalt, Gastfreundschaft, Genuss und Lebenslust, herrliche Ausblicke, Ausgangspunkte für Spaziergänge und Weinwanderungen durch die Naturparklandschaft; und über all dem schwebt der Mythos des steirischen Wein- und Genusswunders, das vor mittlerweile über drei Jahrzehnten hier seinen Ausgang genommen hat. Genau darum geht es: Die Südsteirische Weinstraße ist mehr als eine Straße durch eine zugegebenermaßen wunderschöne Landschaft. Sie ist zum Mythos geworden, steht für ein Lebensgefühl und erzeugt Sehnsucht und Hochstimmung.

üü BIER TRIFFT WEINSTRASSE: Das einzige Hopfenanbaugebiet der Steiermark in Leutschach liegt an der Südsteirischen Weinstraße. üü KLAPOTETZ-WEINSTRASSE: Sie führt von Arnfels über den Eichberg zum Leutschacher Weinkulturgarten mit seinem modernen Klapotetz, dann weiter über Karnerberg und die Fötschacher Höhenstraße nach Glanz, sie endet kurz vor dem Grenzübergang Langegg. üü WEINSTRASSENERLEBNISSE: Von Landschaft, Wein und Kulinarik abgesehen bietet die südsteirische Weinstraßenregion Erlebnismöglichkeiten wie Wandern, Radfahren, E-Bike-, Kutschen-, Traktor- und Segwayfahrten sowie zahlreiche Aussichtspunkte und Erlebnis-Hotspots. Detaillierte Informationen findet ihr auf der Homepage: www.suedsteirischeweinstrasse.com

INFO

Tipp für den Wein-Einkauf Ausflüge auf die südsteirischen Weinstraßen nützen, um den

Sausaler Weinstraße

Weinkeller zu Hause mit Weinen und Winzersekten aufzufüllen – bei den Weinbaubetrieben selbst ab Hof oder zum Beispiel in der Vinofaktur/Genussregal in Vogau.

Fotos: TomLamm, Symbol

Abseits der großen Tourismusströme führt sie von Leibnitz entlang der Sulm an Weinbauschule und Landesweingut Silberberg vorbei über Heimschuh nach Fresing, von dort hinauf in Österreichs höchstgelegenen Weinbauort Kitzeck (564 m), von dort über viele Windungen schließlich wieder hinunter nach Maierhof im Sulmtal. Entlang der Straße „lauern“ neben zahllosen Einkehr- und Verkostungsmöglichkeiten zahlreiche Aussichtspunkte. Vom Demmerkogel aus, der mit 671 m höchsten Erhebung des Sausals, ermöglicht die Aussichtswarte einen sagenhaften Rundumblick. Die Schmetterlingswiese darunter steht unter Natura-2000-Schutz und bietet etwa 50 teils seltenen und vom Aussterben bedrohten Schmetterlingsarten einen intakten Lebensraum. In Kitzeck gibt das Weinbaumuseum Einblicke in die Geschichte des hiesigen Weinbaus. Hier befinden sich auch Ausgangs- und Endpunkt des Sausaler Rundwanderwegs, der über den Demmerkogel und an Weingärten, Weinbaubetrieben, Buschenschänken und Gasthöfen vorbei durch eine idyllische, unverfälschte Kulturlandschaft führt. üü SAUSALER WEINBAU: Die Sausaler Weinlagen sind häufig ganz besonders steil, entsprechend beschwerlich ist die Arbeit. Auf den rund 60 Millionen Jahre alten, mineralreichen Schiefer- und Urgesteinsböden gedeihen die Trauben für hervorragende Rieslinge. Die gute Durchlüftung und die hohen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht lassen aber auch Trauben für große Sauvignons blancs reifen. üü WEIN & SAUSALER ERDGESCHICHTE: Vor ca. 16 Millionen Jahren war die Oststeiermark ein tiefes, die Weststeiermark ein flaches Meer, dessen Ufer am Fuße der Koralm lag. Einige wenige Inseln ragten heraus, eine davon war der Sausaler Stock. Weinbau und Landwirtschaft profitieren bis heute von den Ablagerungen des „Steirer-Meeres“.

SEITE IM SÜDEN 01/19

11


FRÜHLING

Liebe Frühlingsfreundinnen und Frühlingsfreunde!

Willkommen im Land der Triebe – der zarten, frischen, grünen Triebe Die Südsteiermark bietet einen prachtvollen Rahmen für das Erwachen des Frühlings.

INFO

Frühlingsbasics Der Frühling wird auch als Frühjahr oder Lenz bezeichnet. Der astronomische Frühling beginnt mit der Tag-und-Nacht-Gleiche, die auf der nördlichen Halbkugel je nach Abstand zum letzten Schaltjahr und Zeitzone auf den 19., 20. oder 21. März fällt. Kalendarisch und zur Bestimmung des Osterfestes wurde der Frühlingsbeginn allerdings mit dem 21. März festgelegt. Meteorologisch beginnt der Frühling bereits am 1. März. Und der südsteirische Frühling, der spielt sowieso in einer eigenen Liga: früher, intensiver,

D

bunter, wärmer …

Schöner Frühling, komm’ doch wieder, Lieber Frühling, komm doch bald, Bring’ uns Blumen, Laub und Lieder, Schmücke wieder Feld und Wald! Ja, du bist uns treu geblieben, Kommst nun bald in Pracht und Glanz, Bringst nun bald all deinen Lieben Sang und Freude, Spiel und Tanz.

Sehr treffend. Doch warum diese sehnsuchtsvolle Erwartung des Frühlings allenthalben? Weil der Winter so schön ist, aber zu lang. Nix gegen den Winter. Wir lieben den Winter, die Kälte, diese archaische Schnörkellosigkeit, mit der er uns in seine eisige Umarmung nimmt, das Knistern des Kaminfeuers, die kurzen Tage, die langen kalten Nächte. Wir lieben den Winter, aber den Frühling, den sehnen wir herbei.

#BEGÜNSTIGT! Während anderswo der Frühling noch herbeigesehnt wird, ist er in der Südsteiermark schon da. Die Südsteiermark ist nämlich vom Klima BEGÜNSTIGT. Das würden wir nicht sagen, wenn es hier im Frühling eiskalt wäre. Tut

Das BEGÜNSTIGTE südsteirische KLIMA Der Süden der Steiermark steht unter dem Einfluss des Mittelmeeres und der Adria, weist also deutliche Merkmale des mediterranen Klimas auf: wärmere Temperaturen, mehr Sonnenschein – also einfach milder und freundlicher. Das lässt sich auch an der Vegetation ablesen, die hier in der Südsteiermark gegenüber anderen Regionen einen Vorsprung hat. Früher als anderswo beginnen die Pflanzen auszutreiben und zu blühen.

mir leid, aber ich kenne nicht viele Leute, die von einer Region, in der es eher grauslich kalt ist, behaupten würden, sie sei klimatisch begünstigt. Während es also in den meisten anderen Regionen – sagen wir mal: Österreichs – noch recht fesch frostig ist und der Frühling nicht so recht aus den Startblöcken kommt, hat der Frühling hier in der KLIMATISCH BEGÜNSTIGTEN SÜDSTEIERMARK längst Einzug gehalten und bei der Entfaltung seiner herrlichen, frischen Pracht zudem einen komfortablen Vorsprung herausgeholt.

#FRÜHLINGSERWACHEN Frühling in der Südsteiermark: ein laues Lüftchen, bald schon bis in den Abend und in die Nacht hinein; Früh-

SEITE

12

IM SÜDEN 01/19

Foto: Stephan Friesinger

er Frühling ist einer der meistherbeigesehnten Gesellen, die es gibt. Ein Beispiel aus der Literatur gefällig? Kein Problem: Hier ein Ausschnitt aus dem betont einfach gehaltenen und gerade deswegen so aussagekräftigen Gedicht „Sehnsucht nach dem Frühling“ des deutschen Dichters August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798 bis 1874):


FRÜHLING

Frühlingserwachen der Pflanzen Zahlreiche von Proteinen, Rezeptoren, Genen und Hormonen ausgelöste und gesteuerte Prozesse führen dazu, dass Pflanzen im Frühjahr auszutreiben beginnen. Eine wichtige Rolle fällt dabei Temperatur und Licht zu. Die „innere Uhr“ der Pflanzen wurde erst jüngst entschlüsselt. Indem sie über Mechanismen verfügen, die Lichteinstrahlung – speziell die Wellenlänge des Lichts – und Temperaturentwicklung „messen“ können, „wissen“ die Pflanzen, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, den Wachstumsprozess in Gang zu setzen. Manche Obstbäume besitzen sogar die Fähigkeit, Tage, an denen eine bestimmte Temperatur überschritten wird, zusammenzuzählen und nach dem Erreichen einer entsprechenden Summe mit dem Austreiben zu beginnen. Generell gilt: Steigende Temperatur beschleunigt die Prozesse.

Baumthermometer Als erster Laubbaum grünt die Birke. Sie wächst angestammt auf freien Flächen, ist daher an viel Licht, aber wenig Wärme gewöhnt. Eigenschaften die ihr auch erhalten bleiben, wenn sie im Wald steht. Die Buche braucht mehr Wärme, um auszutreiben, also grünt sie erst, wenn die Temperaturen weiter gestiegen sind. Letzte im Bunde der frischen Blätter ist die Eiche: Neben der Ulme hat die das höchste Wärmebedürfnis, um auszutreiben.

Fotos: Annie Spratt, Vino cool Schiffer

Frühlingsgefühle Es ist wohl die nach der fahlen Aura des langen Winters deutlich zunehmende Intensität des Lichts, die über die geringere Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin sowie die gesteigerte Bereitstellung des Glückshormons Seratonin und von Dopamin und Noradrenalin Aktivitätsgefühle wachruft, die wiederum von etwaigen Umgebungsreizen und einem (selbst) suggerierten Lebensgefühl verstärkt, zu einem Zustand führen, den man mit dem Begriff „Frühlingsgefühle“ umschreibt. Wissenschaftlich ist das Phänomen nicht gesichert, die größten Erkenntnisfortschritte sind wohl durch konsequente Selbstbeobachtung zu erwarten.

lingserwachen in Flora und Fauna, frisches, saftiges Grün in allen Schattierungen, zarte Triebe; duftende Blüten; die Wiederkehr der Zugvögel, der Störche, munteres Geraschel und Gezwitscher auf den Wiesen, in den Wäldern und Auen, Schneeglöckchenwälder und Krokusfelder, der Bärlauch duftet verlockend in seiner verschwenderischen Fülle, auf den Terrassen der Buschenschänken (unter den wärmenden Strahlen der Sonne), in den Gastgärten, Bars und Restaurants werden die Weine des neuen Jahrgangs verkostet, genossen, frohlockend fruchtig, aromatisch, sorten- und jahrgangstypisch, in den Kellern der Weinbaubetriebe in Edelstahlfässern gereift, dazu Delikatessen und Spezialitäten, bodenständig und verfeinert, in einer Vielfalt, wie sie nur

in einer so bevorzugten Landschaft unverfälscht auf die Teller gelangen kann. Kulinarische Genüsse, Landschaftsgenuss, Naturgenuss, Lebensgenuss.

#ENERGIETANKEN Übrigens: Das beste Gegenmittel gegen die belastende Frühjahrsmüdigkeit, die wir ja möglicherweise sogar den von uns so gepriesenen positiven Eigenschaften des Frühlings (Sonne, Licht, lange Tage etc.) zu verdanken haben, ist immer noch, ihr nicht nachzugeben, sondern sie – ganz im Gegenteil – quasi mit dem Frühling selbst auszutreiben: raus ins Freie, raus in die Natur, Bewegung, Aktivität, Sonnenlicht und Vitamin D, Sport, durchatmen, durchstrecken! Also – nichts wie hin in den südsteirischen Frühling!

Südsteirisches Frühlingswunder Eine prachtvolle Kulisse für das Frühlingserwachen bietet die südsteirische Kulturlandschaft mit ihren malerischen Geländeformen, den Naturschönheiten, den anmutigen Ansiedlungen, den Sehenswürdigkeiten. Nicht umsonst wurde diese Landschaft mit dem Prädikat „Naturpark Südsteiermark“ ausgezeichnet. Eine einzigartige Vielfalt (kein Widerspruch!), ein unglaublicher Reichtum an Farben, Formen, Gerüchen und Stimmungen zeichnet dieses landschaftliche Kleinod aus und steigert sich gerade im Frühling zu einem wahren Rausch der Sinne und der Wahrnehmung: sanfte Hügel, steile Weingärten, Streuobstwiesen, Kastanien- und Buchenmischwälder, Hopfenfelder, Blumenwiesen, Hecken und Äcker, Gebirgsstöcke, Fluss-, Au- und Moorlandschaften. Die intakte Fauna mit ihren Insekten, Vögeln, Reptilien und Säugetieren, scheint’s der Zeit enthobene Biotope, Schmetterlingswiesen, seltene Vogelarten, Bienen und Hummeln, allerlei nützliches Kleinstgetier, Smaragdeidechsen und Salamander, in den Höfen seltene Haustierrassen.

SEITE IM SÜDEN 01/19

13


OSTERN

Kulinarisches Osterfeuerwerk üü Kübelfleisch: Schweinefleisch (z. B. Karree, Schinken, Hals) wird mit Salz, Kümmel und Knoblauch eingerieben und 14 Tage luftdicht verschlossen gebeizt. Danach werden die Stücke gut eine Woche über Buchenholz geselcht, weitere acht Wochen luftgetrocknet und in Verhackert eingelegt. Schließlich wird das eingelegte Fleisch in Kübel geschichtet und luftdicht verschlossen aufbewahrt. Nach einigen Monaten bis zu eineinhalb Jahren kommt es hauchdünn geschnitten auf den Tisch. üü Selchfleisch, Geselchtes: Geräucherte Spezialität aus gepökeltem Schweinefleisch. Beim Trockenpökeln wird das Fleisch mit Pökelsalz, das aus Kochsalz und Gewürzen besteht, eingerieben. Beim Nasspökeln wird es in eine Pökellake eingelegt. Danach wird es – traditionellerweise über Buchenholz geräuchert und warm oder kalt gegessen. üü Osterkrainer: speziell mageres Fleischbrät, in Naturdärme gefüllt, mit Holzspänen abgedreht und schonend über Buchenholz geräuchert, kalt wie warm zu verzehren. TIPP

SüdsteierMARKT Die geballte kulinarische Power der Südsteiermark als erstes Highlight des Genussfrühlings auf den Festtagstisch – mit Zutaten direkt aus der Region: von den Herstellern, von einem der zahlreichen Bauernmärkte, regionalen Feinkost- und Mühlenläden oder vom beliebten

üü Osterpinze: Mitte des 19. Jahrhunderts aus Venezien und dem Friaul über Görz in die Steiermark gelangt. Delikatesse aus Butter, Milch, Eiern, Germ, Zucker und hellem Weizenmehl, gewürzt mit Anis, der ihr den charakteristischen Duft und die geschmackliche Tiefe verleiht. Der Teig wird zu einer Kugel geformt, mit Ei eingestrichen und mit einer in Öl getauchten Schere sternförmig eingeschnitten.

Frischemarkt auf dem Hauptplatz von Leibnitz: SüdsteierMARKT, Freitag von 9 bis 14 Uhr, Dienstag von 16 bis 19 Uhr (Abendeinkauf). Bauernmarkt in Gamlitz jeden Samstag ; Bauernmarkt im Marenzipark

üü Osterbrot (Weihbrot): saftiges Weißbrot mit oder ohne Rosinen aus Mehl, weißem Glühwein (Nelken, Zimt­rinde), Ei, Zucker, Germ, Milch und Schweinefett.

jeden Mittwoch und Samstag;

Fastenzeit, Binden der Palmbuschen, das Karfreitags-Ratschen, Eierfärben, Osterfeuer, Osterhase, die Feier der Auferstehung in den Ostergottesdiensten – die Osterzeit ist besonders reich an Riten, Bräuchen, Traditionen und religiösen Zeremonien. Besonderes Augenmerk wird dabei der kulinarischen Seite des Festes gewidmet. Neben dem Besuch der Messe und dem Erlebnis des Osterfeuers stellt die traditionelle Osterjause in den meisten südsteirischen Familien einen Höhepunkt der gemeinsamen Osterfeier dar. Überhaupt kein Wunder bei dieser Fülle regionaler Köstlichkeiten.

Schon zur Speisensegnung bzw. Fleischweihe sind am Karsamstag Tausende in die Kirchen und zu den Kapellen und Marterln geströmt, mit Körben voller österlicher Köstlichkeiten. Zur Osterfeier – hochwillkommen nach den 40 Tagen des Fastens, die seit Aschermittwoch ins Land gezogen sind – biegen sich dann die festlich gedeckten Tische förmlich unter den Spezialitäten: bunte Eier, der frisch gerissene Kren, der sein süßlich-scharfes Aroma verströmt, Osterkrainer, Osterschinken, der gerne auch in Brotteig eingebacken auf den Ostertisch kommt, das Kübelfleisch, eine ganz besondere südsteirische Delikatesse, und – last but not least – der eigentliche kulinarische Hauptdarsteller der Osterjause: das Geselchte in seinen verschiedenen Varianten. Dazu wird herrlich duftendes Osterbrot und die für die Region typische Osterpinze gereicht.

SEITE

14

IM SÜDEN 01/19

Foto: Steiermark Tourismus / ikarus.cc

Bauernmarkt in Wagna jeden Freitag.


KULINARIK

So lange der Vorrat reicht

Der Bärlauch: einer der begehrtesten kulinarischen Frühlingsboten und durch sein großzügiges wildes Vorkommen in der Südsteiermark auch reichlich und „demokratisch“ verfügbar.

Bärlauch­ nockerl mit Nussbutterschaum vom Gasthaus Thaller in St. Veit/Vogau (Kirchplatz) In seinem bekannten Gasthof und Restaurant Thaller am Kirchplatz in St. Veit/Vogau ist Spitzenkoch Norbert Thaller fast ein Nachbar der Bärlauchs. Folglich bezieht er diesen auch direkt aus den Murauen rund um Gersdorf. „Wir pflücken die Blätter nur in den ersten Wochen“, gibt der innovative Küchenkünstler, der auch einer der „47 Grad rare styrian cuisine“-Köche ist, Einblick in seine Bärlauchphilosophie, „da ist das Aroma besonders intensiv.“ Vorwiegend roh kämen die Blätter zum Einsatz, da der Geschmack unter zu starker Hitze leide. Verwendet werden in der Folge auch Blüten ( frisch) wie Knospen. „Die legen wir wie Kapern in weißen Balsamessig ein.“ ZUTATEN NOCKERL: 200 g Bärlauchblätter, 400 g Blattspinat, 200 g griffiges Mehl, 2 Bio-Eier, 1 Bio-Dotter, 100 g Bergkäse, 150 g Ricotta, 30 g Butter, 1 Zwiebel, Salz, schwarzer Pfeffer. NUSSBUTTERSCHAUM: 150 g Butter, 100 g Hühnerfond, 2 wachsweich gekochte Bio-Eier, 1 Bio-Ei, 2 EL weißer Balsamessig, Salz, Cayennepfeffer ZUBEREITUNG NOCKERL: 1. Spinat und Bärlauchblätter kurz in gesalzenem Wasser blanchieren. 2. gehackte Zwiebel in Butter anschwitzen, Spinat/Bärlauch dazugeben. 3. Eier und Ricotta unterrühren, nach und nach klein schneiden. Geriebenen Käse dazugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken. 4. Mit 2 Löffeln Nockerl ausstechen, im leicht wallenden Salzwasser einkochen, Hitze reduzieren, zugedeckt ca. 10 Minuten ziehen lassen. NUSSBUTTERSCHAUM: 1. Butter bei geringer Hitze schmelzen und so lange erhitzen, bis die Molke braun ist. Sofort in separate Schüssel leeren. 2. Eier mit weißem Balsamessig und heißem Hühnerfond im Mixer pürieren. Butter noch heiß einmixen, salzen, pfeffern. Die Masse sollte gut emulgieren. 3. In einen Sahneapparat füllen und 2 Kapseln (damit es schön cremig & luftig wird) einschrauben und auf die Teller schäumen. Tipp: Mit frischem Bärlauch, Frühlingskräutern und knusprig gebratenem Bergkäse servieren.

B

ewegung zum Genuss: Ein Spaziergang oder eine Wanderung durch die südsteirischen Auenlandschaften, etwa die Murauen bei Gersdorf, Spielfeld, Mureck und Gosdorf, lässt sich gleich zur Bärlauch-Ernte nützen. Ein Meer aus Bärlauch wogt im Schatten der noch zarten, frisch-grünen Blätter der Bäume. Bärlauch liebt schattige, feuchte und humusreiche Standorte, etwa in Auen, Schluchten, unter Sträuchern oder an Bächen. Als Pflanze aus der Lauch-Gattung ist der Bärlauch mit Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch verwandt. An Letzteren erinnern auch sein Duft und sein Geschmack, wenn auch milder. Die ausdauernde krautige Pflanze wird etwa 20 bis 30 Zentimeter hoch, die ein bis drei grundständigen, 2 bis 5 Zentimeter breiten Blätter haben einen rund 5 bis 20 Millimeter langen Stil. Die Blütezeit erstreckt sich von April bis Mai.

Fotos: Anna Voss, iStock

#SCHMECKTKÖSTLICH #ISTGESUND Dem Bärlauch kommt gleich dreifache Bedeutung zu, nämlich als Gemüse-, Gewürz- und Heilpflanze. Seine ätherischen Öle sollen sich positiv auf Verdauung, Atemwege, Leber, Galle, Darm und Magen auswirken und auch Arteriosklerose, Blut­hochdruck und Darmerkrankungen vorbeugen. In der Küche zeigt er sich extrem vielseitig, findet in den unterschiedlichsten Kombinationen für Bärlauch-Butter, Dips, Aufstriche, Pestos und Saucen ebenso Verwendung wie in Suppen, Omeletts und Knödeln sowie als Fülle in Pasta-Gerichten oder Rouladen. Durch die Doppelrolle als Gemüse und Gewürz sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Achtung: Obwohl am typischen Lauch-Geruch relativ leicht zu identifizieren wird Bärlauch immer wieder mit Maiglöckchen, den im Frühjahr austreibenden Blättern der Herbstzeitlosen oder den Blättern jüngerer Pflanzen des Gefleckten Aronstabs verwechselt. Jede dieser drei Pflanzen ist extrem giftig, Verwechslungen können schwere, auch tödliche Vergiftungen nach sich ziehen.

BärlauchPesto aus der Buschenschank Schneeberger in Heimschuh Verblüffend einfach das Rezept, das Margret Reinprecht, Weinakademikerin und sein 20 Jahren in der beliebten Buschenschank am bekannten Weingut ihrer Familie tätig, für unsere LeserInnen parat hat. „Noch dazu ist dieses Pesto universell einsetzbar – für Aufstriche z. B. mit Topfen, in Suppen, als Fülle und für Pasta-Gerichte usw.“ Und so funktioniert es: Bärlauch in der Küchenmaschine oder mit dem Stabmixer fein zerkleinern, je nach gewünschter Konsistenz mit Speiseöl (am besten KEIN Olivenöl, sondern ein „neutrales“, z. B. Sonnenblumenöl) vermischen, mit Salz abschmecken, in ein Glas füllen, verschließen und im Kühlschrank aufbewahren. „In den ersten drei Wochen schmeckt es ganz besonders frisch, aber gut haltbar und köstlich bleibt es viel länger.“

SEITE IM SÜDEN 01/19

15


Veranstaltungen

SüdsteierMARKT jeden Freitag, 8–14 Uhr, Hauptplatz Leibnitz

Bauernmarkt Gamlitz

jeden Samstag, 09–12 Uhr, Pleysteinplatz Gamlitz

Bauernmarkt Wagna

jeden Freitag, Marktgemeindeamt Wagna

Bauernmarkt Leibnitz

jeden Mittwoch & Samstag, 7–12 Uhr, Marenzipark Leibnitz

Schratln

ab 02.05.2019 jeden Donnerstag ab 17 Uhr, Heimschuh

Kinderzug

jeden Samstag bei Schönwetter, 10–13 Uhr, Leibnitzer Hauptplatz, www.leibnitz-laedt-ein.at

Schlosskonzerte Gleinstätten

03.03.2019, Schloss Gleinstätten

Faschingsshow

05.03.2019, Peter & Paul Platz Gamlitz

Faschingsumzug der Arnfelser Vereine

05.03.2019, Arnfels, www.suedsteirischeweinstrasse.at

Kasperl und der freche Kobold

„Curiös!“ Seggauer Schlossmatineen 31.03.2019, Schloss Seggau, www.seggau.com

Gernot Haas – Kabarett

04.04.2019, Kulturzentrum Leibnitz, www.leibnitz-kult.at

Binkerlwanderung

06.04.2019, www.leibnitz.info und www.suedsteiermark.com

Ostereiersuchen

21.04.2019, Peter & Paul Platz Gamlitz

Bergrallye

22.04.2019, St. Andrä-Höch, Demmerkogel

Südsteiermark Classic Rallye

09. & 10.03.2019, Gady Markt Lebring, www.gady.at

Rebenland Rallye

15.–16.03.2019, Leutschach, www.suedsteirischeweinstrasse.at

„Lebhaft – Rotzpipn Forever“ Alex Kristan (Kabarett) 15.03.2019, Kultursaal Wagna, www.wagna.at

Blutsbrüder

Preisschnapsen

06.04.2019, Eckberghof Familie Ferlinz

Festmesse 100 Jahre MGV Ehrenhausen

Jahrgangs­präsentation Weinbauverein Großklein 26.04.2019, Schloss Ottersbach

07.04.2019, Pfarrkirche Ehrenhausen, www.mgv-ehrenhausen.at

Kulturtage Wagna

Schlosskonzerte Gleinstätten

Wiener G’schichten – Friedrich von Thun

07.04.2019, Schloss Gleinstätten

Frühling

26.04.–05.05.2019, www.wagna.at

26.04.2019, Schloss Wildon, www.wildkultwildon.at

Gamlitz sperrt auf

ABBA – Supertrouper Show Mottoshow

Bluestage im Marenzikeller

Maibaumaufstellen der FF Gamlitz

Ratscher Weinfrühling

Kasperl und die Ostereier

23.02.2019, Genussregal www.suedsteirischeweinstrasse.at

07.04.2019, Gemeinde- und Ärztezentrum Großklein

01.03.2019, Schloss Wildon, www.wildkultwildon.at

10.–15.04.2019, Marenzikeller Leibnitz, www.leibnitz-kult.at

02.03.2019, Weingut Wolfgang Maitz, www.suedsteirischeweinstrasse.at

Mnozil Brass – Cirque

Gernot Haas

Maskenball

Mensch-ärgere-dichnicht-Turnier

Don Kosaken Chor – Konzert

Seggauer Schlossbrunch

Wagendorf total verschlumpft – Faschingsparade 03.03.2019, Wagendorf

23.03.2019, Mehrzwecksaal St. Nikolai i.S.

23.03.2019, Bibliothek & Spielothek St. Veit in der Südsteiermark

24.03.2019, Schloss Seggau, www.seggau.com

9. Gesundheitsmesse Ehrenhausen a.d.W.

24.03.2019, Ehrenhausen, www.suedsteirischeweinstrasse.at

12.04.2019, Kultursaal Wagna, www.wagna.at

Genussreise Weinstraße – 5 Gänge in 5 Lokalen 12.04.2019, www.suedsteirischeweinstrasse.at

Südsteirische Baumesse

13. & 14.04.2019, Naturpark­zentrum Grottenhof, www.suedsteirische-baumesse.at

27.04.2019, Straß, www.suedsteirischeweinstrasse.at

01.05.2019, Marktplatz Gamlitz

WelschLauf Südsteiermark

04.05.2019, Ehrenhausen bis Wies, www.suedsteirischeweinstrasse.at

Raritätenmarkt

04.05.2019, Hauptplatz Leibnitz

Fernsehtipp: Hansi Hinterseer – Sommertraum an der Südsteirischen Weinstraße

17.05.2019, Schloss Wildon, www.wildkultwildon.at

Schlosskonzerte Gleinstätten

18.05.2019, Schloss Gleinstätten

„Männerschnupfen“ – Isabella Woldrich (Kabarett)

24.–26.05.2019, Naturparkzentrum Grottenhof, www.van-days.com

kost.barer Sernauberg (Weinverkostung & Musik)

25.05.2019, www.sernauberg.at

WEINkulinarium Leutschach

25.05.2019, www.suedsteirischeweinstrasse.at

Sulmtaler Sausaler Himmelfahrt – Ballontage 30.05.–01.06.2019, www.sulmtal-sausal.at

04.05.2019, ORF2, HR, MDR, BR www.suedsteirischeweinstrasse.at

Hausmesse der Firma Kögl

Steirischer Brunch

13. & 14.04.2019

05.05.2019, Schloss Seggau, www.seggau.com

Seggauer Schlossbrunch

Die lange Nacht des Kabaretts

14.04.2019, Schloss Seggau, www.seggau.com

HUACH ZUA – SOLOzuVIERT

VAN DAYS (Reisemobil-Treffen) 20. EHJ-Lauf mit Antenne Disco

22.–24.03.2019, www.gamlitz.eu

17.05.2019, Kulturzentrum Leibnitz, www.leibnitz-kult.at

21.05.2019, Kultursaal Wagna, www.wagna.at

Lesung mit Eva Rossmann

03.03.2019, Pfarrkirche St. Nikolai i.S.

12.05.2019, Schloss Seggau, www.seggau.com

25.–27.04.2019, www.suedsteiermark-classic.at

2019

02.03.2019, Oberhaag, www.suedsteirischeweinstrasse.at

Muttertagsbrunch

Gady Markt

16.03.2019, Kulturzentrum Leibnitz, www.leibnitz-kult.at

02.03.2019, Mehrzweckhalle Wagna, www.wagna.at

11. & 12.05.2019, Weinmuseum Kitzeck

08.03.2019, Kultursaal Wagna, www.wagna.at

Vocal Night – MGV Ehrenhausen / Ivory Nexor Parker / The Kurts

The Tarantino Experience, live in Concert

Kitzeck ist prickelnd

11.05.2019, Kultursaal Weinburg am Saßbach

IMPRESSUM: Herausgeber: Tourismusregionalverband Sektion Südsteiermark, Sparkassenplatz 4a, 8430 Leibnitz, office@suedsteiermark.com; Projektleitung: Hanna Prumofsky BA, Grafisches Konzept & Umsetzung: Kadadesign, Alexander Kada, Barbara Reiter; Texte: Wolfgang Wildner; Piktogramme: Flaticon; Hersteller: Styria Print Group; Coverbild (groß): iStock Auflage: 145.000 Stück; Auf weibliche und männliche Bezeichnung wird verzichtet. IM SÜDEN ist geschlechtsneutral. Trotz sorgfältiger Bearbeitung wird für etwaige Fehler keine Haftung übernommen. Alle Angaben sind ohne Gewähr!

Foto: unsplash, Stephan Friesinger, Steiermark Tourismus / Gery Wolf

Laufend

Profile for Südsteiermark Tourismus

"Im Süden" Frühling  

"Im Süden" Frühling  

Advertisement