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490-19-07 s Juli 2019 www.strandgut.de

für Frankfu und Rhein- rt Main

DAS KULTURMAGAZIN 'LHEHUKUHQGHXQGKXPRUYROOH*HVFKLFKWHHLQHV:LHGHUÀQGHQV

>> Film

Back to Maracanã ab 18. Juli im Kino

>> Tanz

ZuKT_ tanzmarathon 2019 in der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst

>> Musiktheater

Die verkehrte Braut Jubiläum der Kammeroper im Palmengarten

>> Kunst

Blickachsen 12 in Bad Homburg und der Rhein-Main-Region

>> Literatur

Berlin Prepper Der neue Krimi von Johannes Groschupf

>> Musik

Abbass Anoor am 18. Juli im Stauferhof des Historischen Museums

EIN FILM VON

JULIEN ABRAHAM

AB 18. JULI IM KINO


ImmoTrumpf – endlich schneller rein ins Eigenheim. Damit haben Sie bessere Karten als andere Interessenten: Mit dem ImmoTrumpf zeigen Sie direkt beim ersten Besichtigungstermin, wie viel Immobilie Sie sich leisten wollen und können. Durch uns ausgestellt – objektunabhängig – noch vor der Besichtigung.

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INHALT Film 4 5 6

Leid und Herrlichkeit

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Top Five

Made in China von Julien Abraham Back to Maracanã von Jorge Gurvich Leid und Herrlichkeit von Pedro Almodóvar abgedreht Filmstarts

Werbehighlights

Theater 13 13 13 Unsere große kleine Farm

14 14 15 16 16 18

Sommerwerft Tanz © B.Walzer

18 19 19 21

Barock am Main © Maik Reuss

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ZuKT_tanzmarathon 2019 in der HfMDK Night of Dance auf der Sommerwerft Weary im Studio Naxos Neue Produktionen Rot oder Tot 4 im Studio Naxos Tangente Festival auf dem Sachsenhäuser Ufer Burgfestspiele Dreieich 1984 bei den Burgfestspielen Bad Vilbel Freilichtfestival im Grüneburgpark Italienisches Theater auf der Sommerwerft Der Tartüff oder De Deibel in Gestalt bei Barock am Main Premieren Die verkehrte Braut in der Kammeroper im Palmengarten vorgeführt

Alles wird gut »Made in China« von Julien Abraham hat vor allem mit den 4 Frankreich Einwanderern aus den ehemaligen Kolonien ein massives Integrationsproblem. Im Kino ist das sicherlich nicht zu lösen, aber immerhin kann dort der Versuch unternommen werden, hüben wie drüben Verständnis füreinander zu wecken. In diesem Kontext ist denn auch ein immer umfangreicher werdendes Subgenre entstanden: die Culture-Clash-Komödie.

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Telekom Magenta Christian Ulmen und Fahri Yardim fahren Bus ... Leservotum.

2 Gaultier - Scandal

Khachaturyan und Irina Shayk in Schwarzweiß. Unwiderstehlich. Leservotum.

3 VW IQ

Bei Headbangen hält die Karre an. Sehr nützlich. Leservotum.

4 Edeka - Avocado

Warum wir aufs Frühstück mehr Zeit nehmen als für unsere Frisur? Eine Hypothese liefert

Musik 21 26

dieser Spot. Leservotum.

5 getyourguide

Klassik-Festivals in Dreieich und Bad Homburg Live-Musik-Termine

Der Tourguide: noch sexier mit

Kunst Burgfestspiele Dreieich © Tocha

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Blickachsen 12 in Bad Homburg und der Rhein-Main-Region Zukunft gestalten im Senckenberg-Museum Ansichtssachen

Literatur 24 Burgfest.Bad Vilbel ©Sommer

25 25

Blutige Ernte Alf Mayer über Johannes Groschlupf Die Nickel Boys von Colson Whitehead Lesungen

Notizen 31

Altern für Anfänger

Service Julian Barnes

3 30 31

Top Five (Werbehighlights) Kleinanzeigen Drop Five (Werbe-Tiefpunkte)

Bräunungsstreifen. Leservotum.

Geplatzte Lebensträume »Back to Maracanã« von Jorge Gurvich

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Man muss kein Fußballfan sein, um diesen Film zu mögen. Aber zu wissen, dass der Ball rund ist, ein Spiel 90 Minuten dauert, nach dem Spiel vor dem Spiel und das Maracanã in Rio de Janeiro das größte Stadion der Welt ist, das kann nicht schaden. Die Ausgangsidee von Jorge Gurvichs Film ist ein fast klassisches FamilienRoad Movie.

e gen und Termin n, Ankündigun e t.d gu Weitere Kritike r www.strand finden Sie unte Sommerwerft © Barbara Walzer

Wenn Sie mitmachen wollen, mailen Sie Ihre Vorschläge bis zum 14. an pwoll@strandgut.de

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FILM © George © Etienne Noori Pictures

Alles wird gut »Made in China« von Julien Abraham Frankreich hat vor allem mit den Einwanderern aus den ehemaligen Kolonien ein massives Integrationsproblem. Im Kino ist das sicherlich nicht zu lösen, aber immerhin kann dort der Versuch unternommen werden, hüben wie drüben Verständnis füreinander zu wecken. In diesem Kontext ist denn auch ein immer umfangreicher werdendes Subgenre entstanden: die Culture-ClashKomödie. »Made in China« von Julien Abraham gehört auf den ersten Blick dazu, und auch das Filmplakat weist in diese Richtung. Bei genauerem Hinsehen entpuppt sich dieser Film aber als eine Tragikomödie. Denn sein großes Thema ist eine verkorkste Vater-Sohn-Beziehung und wie es zwischen beiden Sturköpfen zu einer Versöhnung kommen kann. Nun ist ein zerrüttetes Vater-SohnVerhältnis schon in einer französischen Familie eine ernste Angelegenheit – in einer chinesischen Familie ist sie ein Ding der Unmöglichkeit. Das wiederum bietet, distanziert betrachtet, eben auch die Möglichkeit, sich als Außenstehender über das Verhalten der beteiligten Personen lustig zu machen. Zudem spricht auch die Besetzung für eine Komödie à la »Monsier Claude und seine Töchter«, spielen doch zwei Schwiegersöhne aus dieser bislang erfolgreichsten CultureClash-Komödie erneut männliche Hauptrollen in »Made in China«. Frédéric Chau, von dem die Idee zu dem Film stammt, gibt den selbständigen Fotografen François als einen Franzosen, der aber wegen seines Äußeren als gebürtiger Chinese angesehen und des öfteren

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von oben herab behandelt wird. Medi Sadoun, ein weiterer ehemaliger Schwiegersohn, spielt seinen Freund Bruno, der unbekümmert sämtliche Klischees über China und die Chinesen zum besten gibt. Auf François’ genervtes »Ich bin Franzose, ich bin kein Chinese« erwidert er: »Darauf kommt man nicht gleich.« François lebt mit seiner Lebensgefährtin Sophie (Julie de Bona) in einem gutbürgerlichen Teil von Paris. Das chinesische Viertel, in dem seine Familie lebt, hat er seit zehn Jahren nicht mehr betreten. Als Sophie

© Etienne George

ein Kind erwartet, François also im Begriff ist, Vater zu werden, scheint der Zeitpunkt der Versöhnung gekommen. Von Sophie gedrängt, die darauf besteht, dass ihr Kind auch den väterlichen Opa kennen soll, macht er sich auf zum Pariser China-Town im 13. Arrondisment. Bruno begleitet ihn und sorgt mit seiner direkten Art für Irritationen bei den Chinesen, die François immer wieder beruhigen muss. Er ist als Elefant im Porzellanladen für die witzigen Momente zuständig. Und nicht zuletzt hilft er François, über Verdruss und Trauer hinweg-

zukommen, wenn der Vater stur bleibt und nichts von ihm wissen will. Der Vater kann seinerseits nicht verstehen, dass sein Sohn, statt Ingenieur zu werden, den unsicheren freiberuflichen Weg eines Fotografen eingeschlagen hat und nichts mehr von der Familie wissen wollte (ein kritisches Thema wie die mafiösen Geschäftsstrukturen in den Familien wird nebenbei erwähnt und damit erklärt, dass die Banken keine Kredite an Chinesen vergeben). Erst als die resolute Großmutter eingreift, weil sie nicht weitere zehn Jahre warten will oder kann, um ihren Enkel wiederzusehen, wendet sich der Vater nicht mehr ab. Schließlich akzeptiert er, dass er bald Großvater wird, und entwikkelt den üblichen Stolz. Besonders in den Nebenhandlungen, in denen Bruno sich in eine äußerst attraktive Chinesin verliebt oder Sophie auf ebendiese als François‘ vermeintliche Freundin eifersüchtig wird, zollt der Film dem erwähnten Genre Tribut. Doch Regisseur Julien Abraham gelingt es, die Balance zwischen Komik und Tragik zu halten. Der störrische Vater, der nicht mit sich reden lässt, ist natürlich eine unsympathische Figur, und die Verzweiflung, die François immer wieder bei seinen fruchtlosen Versöhnungsversuchen erfasst, ist durchaus zu spüren. So hebt sich »Made in China« von den gängigen Komödien gerade für diejenigen Zuschauer wohltuend ab, die nicht unbedingt einen »Monsieur Claude 3« sehen wollen. Mit dem befriedigenden Gefühl, dass am Ende dann doch alles gutgegangen ist, verlässt man das Kino. Claus Wecker MADE IN CHINA von Julien Abraham, F 2019, 87 Min. mit Frédéric Chau, Medi Sadoun, Julie de Bona, Steve Tran, Mylène Jampanoï, Clémentine Célarié Tragikomödie Start: 18.07.2019 


FILM

Geplatzte Lebensträume »Back to Maracanã« von Jorge Gurvich Man muss kein Fußballfan sein, um diesen Film zu mögen. Aber zu wissen, dass der Ball rund ist, ein Spiel 90 Minuten dauert, nach dem Spiel vor dem Spiel und das Maracanã in Rio de Janeiro das größte Stadion der Welt ist, das kann nicht schaden. Die Ausgangsidee von Jorge Gurvichs Film ist ein fast klassisches Familien-Road Movie. Roberto (Asaf Goldstein) ist ein Koch und Geschäftsmann, dem das meiste im Leben gründlich schiefgegangen ist, neben den Geschäftsideen auch die Ehe. Jetzt wohnt er wieder bei seinem Vater, in dessen kleiner Wohnung in Tel Aviv. Und nun soll Roberto seinen elfjährigen Sohn Itay (Rom Barnea) für eine längere Zeit bei sich aufnehmen, weil seine Frau, kurz vor der Scheidung, mit ihrem (deutschen) Chef und neuen Geliebten verreisen will. Itay hasst Fußball, und für seinen glücklosen Vater hat er auch nicht viel übrig. Sein Großvater Samuel (Antônio Petrin) aber ist ein großer Fußballfan und fiebert, wie beinahe alle Brasilianer auf der Welt, und natürlich auch Roberto, der Weltmeisterschaft in Brasilien entgegen. Da muss Samuel erfahren, dass sein Leben nur noch durch eine rasche Operation gerettet werden könnte. Keine Sorge, sagt die Sprechstundenhilfe, mein Vater, Gott hab’ ihn selig, hat diese Operation auch machen lassen. Der Termin dafür wäre ausgerechnet der Tag des Endspiels. Samuel verschweigt seinen gesundheitlichen Zustand und macht sich zusammen mit seinem Sohn und seinem Enkel auf, um

in der ursprünglichen Heimat das Endspiel im Stadion aller Fußballträume zu erleben. Zuvor fährt man mit einem Wohnmobil durch das Land und besucht den in Brasilien gebliebenen Teil der Familie. Dass da noch ein finsteres Geheimnis zu klären ist, wird recht bald klar. Und ebenso, dass es für Roberto und Itay irgendwie einen Neuanfang geben wird. Fußball hin oder her. Es ist ein idealer Stoff, das Tragische mit dem Komischen, das Individuelle mit dem Allgemeinen zu verbinden, und natürlich auch das Ironische mit dem Sentimentalen. Da werden historisch-politische ebenso wie biographische Konflikte in Gesprächen über Fußball verborgen, das Leben selbst in Fußballdaten erinnert, und das Motto über allem stammt vom Urgroßvater:

»Solange ein Ball da ist, wird gespielt«. Zu den Aufgaben der Söhne in dieser Familie gehört es, die wichtigsten Fußballergebnisse und Mannschaftsaufstellungen am Grab der Väter zu referieren. Aber weder wird es so einfach sein, eine solche magische Familiengeschichte aufrecht zu erhalten, noch ist es einfach, das Stadion zu rechten Zeit und mit den richtigen Eintrittskarten zu erreichen. Zu alledem trifft Itay in Rio auch auf seine Mutter und ihren neuen Partner, der die beiden mit nach Deutschland nehmen will. Auch die Familienaufteilung muss daher, mehr oder weniger dramatisch und mehr oder weniger im FußballKontext, geklärt werden.

In den ziemlich sonnendurchfluteten Bildern (nicht dass dekorativer Regen fehlen würde) wird gelegentlich die Grenze vom FeelgoodMovie zur Seifenoper überschritten, von dort zum Tearjerker und wieder zurück. Aber das Unaufgeregte der Erzählung, die Bewegungsmelodie (die sich folgerichtig in einem VW-BusCamper mit Brasilien-Fahne und an Orten realisiert, die nur wenig von den Spannungen und Gefährdungen des Landes wiedergeben), die Sympathie mit den handelnden Figuren, der dezente, aber wirkungsvolle Einsatz der Musik und die Randepisoden, in denen ein kleines mobiles Restaurant aufgemacht wird, um die Reisekasse aufzubessern, und Itay ein zögerliches Interesse für Fußball entwickelt, machen »Back to Maracanã« zu einem verlässlich warmherzigen Vertreter seines Genres. Man hat nun eben Personen auf einem Stück ihrer Lebensreise begleitet, die über den Verlust von Menschen, aber auch über den Verlust von Legenden hinwegkommen werden. Und über den Ausgang eines (aus brasilianischer Sicht) desaströsen Halbfinales ohnehin. Wie bei den meisten Road Movies geht es also um geplatzte Lebensträume, verschüttete Gefühle und um das Erwachsenwerden, um einen kompositorischen Gleichklang von Empfindungen, Landschaften, Bewegungen und Musik, um die Suche nach Heimat und die Erfahrung der Fremde, um den Zauber von Orten, den man nur erkennt, wenn man auf der Durchreise ist, und um den Tod. Jorge Gurvich ist ein Spezialist für melancholische Beziehungs-, Reise- und Erinnerungsgeschichten zwischen Israel und den Ländern, aus denen Menschen stammen, die in Jerusalem oder Tel Aviv ein neues Leben begründen. In »Mrs. Moskowitz and the Cats« (2009), nebenbei, spielte Fußball auch schon eine motivische Rolle, und in nahezu allen seinen Filmen geht es um ein Flirren zwischen den Identitäten und die Suche nach dem Verbindenden. Um Verlusterfahrungen und Versöhnungsmöglichkeiten in einem Kino, das persönliche Intimität und Weltläufigkeit miteinander verbindet. Das bringt es mit sich, dass der Blick nicht so sehr kritischanalytisch ist, sondern freundlich und mitfühlend. Schließlich muss es auch im Kino nicht nur Verzweiflung geben. Georg Seeßlen BACK TO MARACANÃ von Jorge Gurvich, D/IL/BR 2019, 92 Min. mit Asaf Goldstien, Antônio Petrin Start: 18.07.2019 Roadmovie 

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FILM

abgedreht WENN FLIEGEN TRÄUMEN Am So., 7.7., stellt Regiedebütantin Katharina Wackernagel zusammen mit ihrem Bruder und Drehbuchautor Jonas Grosch ihr skurril-poetisches Roadmovie um 16.30 Uhr in Orfeos Erben vor.

THE FOOD CURE: HOFFNUNG ODER HYPE (OmU) Einmalige Sondervorstellung mit Filmgespräch am Mo., 15.7., 18.30 Uhr in der Harmonie. Sechs Krebspatienten haben anstelle von oder zusätzlich zu Therapien ihre Ernährung und Lebensfährung umgestellt.

ZWEI FILME VON JOHN CARPENER (OmU) In der (Dis)Harmonie – Die Reihe für den abseitigen Film läuft am Mi., 17.7., um 21 Uhr »The Thing« (1982) & Mi., 31.7., 21 Uhr »The Fog« (1980).

MADE IN CHINA Sonderveranstaltung mit Schauspieler Frédéric Chau am Fr., 19.7., 18.45 Uhr in der Harmonie (s. Kritik auf S. 4)

LEID UND HERRLICHKEIT (OmU) Am Do., 25.7., gibt es im Mal Seh’n Kino eine Vorstellung mit Filmgespräch zu dem von der Jury der Evangelischen Filmarbeit als Film des Monats ausgezeichneten Werk.

100 JAHRE EMELKA Am 1. Januar 1919 gründete Peter Ostermayr die Aktien-Gesellschaft »Münchner Lichtspielkunst AG«, die vor allem unter dem Namen EMELKA (abgleitet von MLK, den Anfangsbuchstaben des Namens) bekannt wurde, als bayerisches Pendant zur Berliner »Ufa«. Neben »Der Favorit der Königin« (1922) von Frank Seitz sen. werden drei Restaurierungen des DFF zu sehen sein.

TERZA VISIONE Zum dritten Mal präsentiert das Festival des italienischen Genrefilms im Kino des DFF populäre Klassiker und obskure Entdeckungen der 1950er- bis 1980er-Jahre in raren 35mm-Kopien. Als besonderes Highlight wird dabei Dario Argentos »Suspiria« (1977) am 25. und 30. Juli nach langer Zeit erstmals wieder von einer Technicolor-Farbdruckopie projiziert.

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Wie altert man richtig? »Leid und Herrlichkeit« von Pedro Almodóvar Ohne dass wir es so richtig bemerkt haben, ist Pedro Almodóvar alt geworden. Dabei sind ja bereits 30 Jahre vergangen, seit sein erster großer internationaler Erfolg »Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs« (Mujeres al borde de un ataque de nervios, 1988) unsere Aufmerksamkeit erregte. In »Leid und Herrlichkeit« (Dolor y gloria) hat der spanische Regisseur jetzt so etwas wie ein filmisches Resümee seines bisherigen Lebens und Schaffens gezogen. Dazu hat er sich eines Alter Egos bedient, des (natürlich auch) angesehenen Filmregisseurs Salvador Mallo. Der schaut zwar noch sehr respektabel aus – Antonio Banderas spielt ihn und ist dafür schon in Cannes ausgezeichnet worden – doch im Inneren seines Körpers ist er ein Wrack. In seiner aktuellen Verfassung scheint er zu Dreharbeiten nicht fähig. Auch Salvadors größter Erfolg liegt 30 Jahre zurück. Er trägt den Titel »Sabor« und soll, soeben sorgfältig restauriert, in einer Galavorstellung im Rahmen einer Retrospektive gezeigt werden. Salvador will zusammen mit dem Hauptdarsteller Alberto Crespo (Asier Etxeandia), mit dem es bei den Dreharbeiten zum Zerwürfnis gekommen ist, den Klassiker präsentieren. Bei dem ersten Besuch in dessen Haus bietet Alberto dem schwer angeschlagenen Regisseur, gewissermaßen als Schmerzmittel, Heroin an. Nun ist Almodóvar nicht abgeneigt, wenn es um Provokationen geht. In dem oben genannten Werk nahm er sich lange vor dem Smartphone die Kommunikation per Telefon aufs Korn, auch die katholische Kirche griff er an, bevor dies allgemein

zum guten Ton gehörte (»La Mala Educacion – Schlechte Erziehung«, 2004). Jetzt ist es also das Rauchen von Heroin, zu dem er nicht die nötige Distanz findet. Wie sein Salvador sich wiederholt zudröhnt (der Film kann sich daran gar nicht sattsehen), ist dann doch ermüdend, wenn nicht ärgerlich anzuschauen und keineswegs so amüsant wie die vor Wut aus dem Fenster geworfenen Telefone. Andererseits nehmen für den Film die Sequenzen ein, in denen Salvadors Kindheit geschildert wird. Als kleiner Junge lebt er, gespielt von Asier Flores, der das Zeug zu einem Kinderstar hat, in einer hell getünchten Höhle – ein schöner filmischer Einfall, der nach Almodóvars eigenen Angaben keinen realen Hintergrund besitzt. Penélope Cruz, in der Almodóvar »immer das Inbild der spanischen Film-Mutter gesehen« hat, spielt die Mama des Jungen, der einem älteren und größeren jungen Mann Lesen und Schreiben beibringt. Das klassische Lehrer-Schüler-Verhältnis ist hier umgedreht. Dies und die malerische Höhle sowie die gesamte Galavorstellung und die frappante Ähnlichkeit Salvadors mit seinem einstigen Lieb-

haber Federico (Leonardo Sbaraglia) sind surrealistische Einfälle, die zeigen, dass Almodóvar seinen Luis Buñuel kennt und nicht nur dessen Erzählstil weiterentwickelt. Er weiß, dass Film eben ein großes Täuschungsmanöver ist, das nur auf der Leinwand oder heute auf den Bildschirmen der neuen Medien überzeugend wirken muss. Mit der Schlusspointe erklärt er auch, wie aus der dunkeläugigen Penélope Cruz die blauäugige, am Ende ihres Lebens stehende Mutter (Julieta Serano) geworden ist. Es hat eben mit dem Medium Film zu tun. Nach »Das Gesetz der Begierde« (La ley del deseo, 1987) und »Schlechte Erziehung« ist dies Almodóvars dritter biographisch getönter Spielfilm. Er zeigt, dass er auch das Buñuelsche, manchmal kaum merkliche Augenzwinkern beherrscht. Claus Wecker LEID UND HERRLICHKEIT (Dolor y gloria) von Pedro Almodóvar, E 2019, 113 Min. mit Antonio Banderas, Asier Etxeandia, Leonardo Sbaraglia, Penélope Cruz, Nora Navas, Julieta Serrano Drama Start: 25.07.2019 


FILM für Fr und Rh ankfurt ein-Main

DAS KULT URM

Open Air Kino im Juli HAFENKINO IN OFFENBACH

FREILUFTKINO KULINARISCH

Auch in diesem Jahr wieder eine gute Adresse für abendlichen Filmgenuss unter freiem Himmel. Am Fr., 28.6., läuft Caroline Links erfolgreicher Kerkeling-Film »Der Junge muss an die frische Luft«, am Fr., 5.7., der skurrile »Border«, am Sa., 20.7., Olivier Assayas’ »Zwischen den Zeilen« über Bücher im Internetzeitalter und eine untreue Frau. Sonstiges Sehenswertes freitags und samstags, Mi., 3. & 17.7., Surf Film Nacht.

In Offenbach gibt es jetzt auch kulinarisches Open Air Kino: auf dem Gelände der EVO vom Do., 11.7., bis Sa., 13.7., mit einer stimmigen kulinarischen Spezialität, kühlen Drinks zum schönsten Kino auf der Wiese unter Bäumen. Falls das Wetter mal nicht mitspielen sollte, geht es in die Alte Schlosserei nebenan.

www.hafen2.net

REISINGER-ANLAGEN IN WIESBADEN Bis zum 13.7. werden vor dem Wiesbadener Hauptbahnhof von Donnerstag bis Samstag zum 22. Mal interessante Arthouse-Filme bei freiem Eintritt gezeigt. Am Sa., 6.7., läuft »Glücklich wie Lazzaro«, Gewinner des Europäischen Filmpreises 2018 und hiermit besonders empfohlen. www.bilderwerfer.de

SHORTS AT MOONLIGHT Nach einem Jahr Pause ist das beliebte Kurzfilmfestival wieder zu Gast im Garten des Höchster Bolongaropalastes. Die Termine in diesem Jahr sind in Höchst 17. – 21.7. / 24. – 28.7. / 31.7. – 4.8. und im Schloss Reichartshausen in Oestrich-Winkel am 9. u. 10.8. Einlass ist generell ab 19.30 Uhr. Ab dann gibt es auch etwas Leckeres zu essen und zu trinken. Filme ab Einbruch der Dunkelheit. Ein Festivalpass für alle Vorstellungen wird angeboten. www.kurzfilmfestival.de

FREILUFTKINO FRANKFURT Auf der »le Panther«-Terrasse in der Seilerstraße 34 an der Friedberger Anlage und unweit der Konstablerwache ist diesmal das alljährliche (wandernde) Freiluftkino zu Hause. Filme gibt es vom 4.7. bis 4.8. donnerstags und sonntags, zusätzlich samstags, 13.7. »A Star Is Born«, 20.7. »Bohemian Rhapsody«, 27.7. »Green Book« und freitags, 2.8. »BlacKkKlansman«. www.freiluftkinofrankfurt.de

Filme unter www.lederpalast.de

KINO AUF DEM DACH Vom 19.7. – 11.8. sind an jedem Abend auf der Dachterrasse des Hauses am Dom ausgewählte Spielfilme zu sehen, die mit dem tollen Blick auf Frankfurter Dächer konkurrieren müssen. https://hausamdom-frankfurt.de

SOMMERKINO IN DARMSTADT Im Römischen Hof des Hessischen Landesmuseums Darmstadt wird am Mi., 3.7., um 21.30 Uhr bei freiem Eintritt das faszinierende Stummfilmdrama »Asphalt« (D 1929) von Joe May mit Albert Steinbrück und Gustav Fröhlich gezeigt. Ein Beitrag zur Ausstellung »Alltagstauglich! Schmuck von Jugendstil bis Art Déco« (bis 11.8.2019). www.himd.de/kalender/kalender. html

AGAZIN

Verlosungen

Birds of Passage Kolumbien 1968: Lange bevor der Name Pablo Escobar in aller Munde ist, legt eine Familie des matriarchalisch geprägten Wayuu-Stammes den Grundstein für den Drogenhandel, für den das Land später so berühmt-berüchtigt werden wird. In unserer Kritik hieß es »Behutsam führt uns der Film in eine fremdartige Welt, die sich mehr und mehr in eine Szenerie verwandelt, die wir aus Gangsterfilmen kennen. Doch selbst die Zerstörung der Prunkvilla der Familie sehen wir aus der Distanz. Es bleibt eine fremde Welt; für zwei Stunden ist sie uns etwas näher gekommen.« (Strandgut 4/2019) Zum Verkaufsstart am 26.7. verlosen wir in Zusammenarbeit mit MFA Home Ent. 5 DVDs mit Film und zugehösirem Trailer sowie einer Trailershow. Schreiben Sie uns eine Mail an verlosungen@strandgut.de mit dem Kennwort »Birds of Passage« und Ihrer Adresse. Einsendeschluss: 22. Juli.

JIP FILM & VERLEIH UND OSTLICHT FILMPRODUKTION PRÄSENTIEREN

BAD VILBELER FREIBAD Das Open Air Kino beginnt am Do., 25.7., mit »Der Junge muss an die frische Luft« und endet am Mi., 7.8., mit einem Überraschungsfilm. Gespielt wird täglich und bei jedem Wetter, wie die Veranstalter versichern. www.kultur-bad-vilbel.de

FREILICHTBÜHNE SEEHEIM-JUGENHEIM Seit über 15 Jahren präsentiert Filmseher von Juni bis August in der Freilichtbühne in SeeheimJugenheim Kino und Kultur unter Sternen. Jeweils mittwochs bis samstags sind an hoffentlich lauen Sommerabenden noch einmal Filme aus den vergangenen zwölf Monaten zu sehen. Zusätzlich wird jedes Jahr ein abwechslungsreiches Live-Programm geboten. www.partyamt.de/filmseher

AB 18. JULI IM KINO Strandgut 07/2019

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FILMSTARTS

>> 27.6.2019 EIN BECKEN VOLLER MÄNNER (Le grand bain) von Gilles Lellouche, F 2018, 122 Min. mit Mathieu Amalric, Guillaume Canet, Benoît Poelvoorde, Jean-Hugues Anglade, Virginie Efira, L. Bekhti Komödie Dies ist nun schon der dritte Film über eine Gruppe älterer Herren, die in einer handfesten MidlifeCrisis stecken und daraufhin das erste männliche Synchronschwimmteam ihrer lokalen Badeanstalt gründen. Was als Therapieversuch beginnt, wird bald ein ernsthaftes Training für einen internationalen Wettkampf im Wasserballett. Gedrillt von zwei ebenfalls ein wenig vom Weg abgekommenen Trainerinnen, begeben sie sich auf ein Abenteuer, in dem sie über sich hinauswachsen müssen. www.studiocanal.de

MAMACITA von José Pablo Estrada Torrescano, MEX/D 2018, 75 Min. Dokumentarfilm Als extravagante Beauty-Queen residiert die 95-jährige Mamacita in ihrem Anwesen. Durch effiziente Selbstvermarktung gelang es ihr, aus dem Nichts ein Beauty-Imperium aufzubauen, dem auch ihre acht Kinder ihr ganzes Leben widmeten. Als ihr Enkel José Pablo nach Europa ging, um Film zu studieren, musste er ihr versprechen, eines Tages einen Film über ihr Leben zu drehen. Jetzt ist José Pablo zurück, um sein Versprechen einzulösen. Doch bald entdeckt er unter der glattgebügelten Oberfläche längst verdrängte Familiengeheimnisse … www.realfictionfilme.de

WENN FLIEGEN TRÄUMEN von Katharina Wackernagel, D 2018, 83 Min. mit Thelma Buabeng, Nina Weniger, Niels Bormann, Johannes Klaußner, Katharina Wackernagel, Zoltan Paul Komödie Eine einsame Psychotherapeutin und ihre suizidgefährdete Halbschwester auf dem Weg nach Norwegen, in einem roten Feuerwehrauto. Begleitet von einem Spanier, der nach Finnland will. Verfolgt von einem Haufen gestrandeter Persönlichkeiten. Umnebelt von Wodka und Table en. Und irgendwo dazwischen ein paar Fliegen, die plötzlich anfangen zu träumen. www.filmdisposition-kino.de

WO IST KYRA? (Where Is Kyra?) von Andrew Dosunmu, GB/USA 2017, 98 Min. mit Michelle Pfeiffer, Kiefer Sutherland, Suzanne Shepherd, Tony Okungbowa, Babs Olusanmokun, Stella Schnabel Drama Mit dem Tod ihrer Mutter endet für Kyra das behütete Leben. Sie hat seit längerer Zeit keine Arbeit finden können und hohe Schulden angehäuft, jetzt gerät sie immer tiefer in eine Abwärtsspirale. Die zunehmend verzweifelter und isolierter werdende junge Frau sehnt sich nach ihrer verstorbenen Mutter und startet einen allerletzten Versuch, die bevorstehende Zwangsräumung zu verhindern. Mit ihr verbündet sich der ebenfalls einsame Doug, vor dem sie zuerst noch ihre Notlage zu verbergen sucht … www.kinostar.com



DAS MELANCHOLISCHE MÄDCHEN

>> 4.7.2019

von Susanne Heinrich, D/F/DK 2019, 80 Min. mit Marie Rathscheck, Nicolai Borger, Malte Bündgen, Dax Constantine, Monika Freinberger, Julian Fricker Tragikomödie Auf der Suche nach einem Schlafplatz streift das melancholische Mädchen durch die Großstadt. Es begegnet jungen Frauen, die ihre Mutterschaft als religiöses Erweckungserlebnis feiern, findet Unterschlupf bei einem abstinenten Existentialisten, für den Sex »auch nur noch ein Markt« ist, und wartet in einer Drag Bar auf »das Ende des Kapitalismus«. Beim Versuch, ein Buch zu schreiben, scheitert es am ersten Satz des zweiten Kapitels. Wie üblich fängt es an, die persönlichen Probleme als Politikum zu betrachten.

ANNABELLE 3 (Annabelle Comes Home)

PETS 2 (3D)

von Gary Dauberman, USA 2019, 106 Min. mit Vera Farmiga, Mckenna Grace, Patrick Wilson, Madison Iseman, Emily Brobst, Sade Katarina Horrorthriller Judy Warren, die zehnjährige Tochter der Dämonologen Ed und seiner Frau Lorraine Warren, bleibt eines Abends alleine mit zwei jugendlichen Babysittern zu Hause. Doch kaum sind die Eltern aus dem Haus, bricht der übernatürliche Spuk los, an dem auch die gruselige Puppe Annabelle beteiligt ist. Denn die hat die Geister des Artefaktenraumes geweckt, in dem sie eigentlich für immer eingeschlossen bleiben sollte. Dritter Film aus der Reihe um die teuflische Horrorpuppe Annabelle aus dem Erzähluniversum »The Conjuring«.

(The Secret Life of Pets 2)

www.warnerbros.de

www.salzgeber.de

von Chris Renaud, F/J/USA 2019, 86 Min. Animationsfilm Kaum schließt sich morgens die Haustür, beginnt ein buntes Treiben, wenn die ansonsten ganz braven tierischen Mitbewohner ihrem eigenen, sehr turbulenten Leben nachgehen. Als in ihrem neuen Abenteuer ein kleines Menschenbaby behütet werden muss, bekommen es die neurotischen Großstadttiere auch noch mit einer ganzen Reihe von Farmtieren zu tun bekommen. upig.de

ERDE von Nikolaus Geyrhalter, A 2019, 115 Min. Dokumentarfilm Mehrere Milliarden Tonnen Erde werden durch Menschen jährlich bewegt – mit Baggern, Bohrern oder Dynamit. Nikolaus Geyrhalter beobachtet in Minen und Steinbrüchen, an Großbaustellen und Kohleabbaugebieten die Menschen bei ihrem ständigen Bestreben, sich den Planeten untertan zu machen und seine Rohstoffe auszubeuten. http://realfictionfilme.de

THEY SHALL NOT GROW OLD von Peter Jackson, UK/NZ 2018, 99 Min. Dokumentarfilm Peter Jacksons (»Der Herr der Ringe«, »King Kong«) Dokumentarfilmkompilation über den Ersten Weltkriegs. Zu sehen sind nicht nur die Kriegsvorbereitungen, sondern auch die Frontkämpfer, die in Gräben stationiert waren, bis hin zum Waffenstillstand von 1918. Unter Verwendung modernster Technik erweckt wurde das historische Filmmaterial aufbereitet: Die Schwarzweiß-Bilder wurden restauriert und koloriert, geschärft und in 3D konvertiert. Aus Archivmaterial des Imperial War Museums sowie Tonaufnahmen der BBC. Gewidmet Peter Jacksons Großvater, der zwischen 1910 und 1919 diente. www.warnerbros.de

GEHEIMNIS EINES LEBENS (Red Joan) von Trevor Nunn, GB 2018, 101 Min. mit Judi Dench, Sophie Cookson, Stephen Campbell Moore, Tom Hughes, Freddie Gaminara, Tereza Srbova Bio-Pic Die in England geborene Joan Stanley studiert in Cambridge Physik und verliebt sich in den ebenso attraktiven wie manipulativen Leo Galich. Durch ihn wird sie zu einer Sympathisantin der sowjetischen KP. Während des Zweiten Weltkriegs, als sie für die britische Regierung an einem geheimen Nuklear-Forschungsprojekt arbeitet, glaubt sie, dass das Kräftemessen zwischen Ost und West

zur gegenseitigen Zerstörung führen könnte, und gibt Atombombengeheimnisse an Russland weiter. Über ein halbes Jahrhundert bleibt ihr Leben als Spionin unentdeckt.

KAVIAR von Elena Tikhonova, A 2019, 100 Min. mit Margarita Breitkreiz, Daria Nosik, Sabrina Reiter, Georg Friedrich, Simon Schwarz Komödie Nadja kennt den Oligarchen Igor in- und auswendig. Als seine Dolmetscherin weiß sie mehr von seinem Privatleben und seinem illegalen Geschäftsgebaren, als ihr lieb ist. Sein jüngstes Projekt ist purer Aberwitz: Er will sich eine luxuriöse Villa auf der Schwedenbrücke in Wiens schickem ersten Bezirk bauen lassen. Doch Nadja, ihre besten Freundinnen Vera und Teresa, die Babysitterin ihrer Kinder, haben mit Igors Geld andere Pläne.

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Strandgut 07/2019

von Sameh Zoabi, LUX/B/ISR/F 2018, 97 Min. mit Kais Nashif, Lubna Azabal, Yaniv Biton, Maisa Abd Elhadi, Nadim Sawalha, Salim Dau Farce In Tel Aviv geht es heiß her. Zumindest in der schnulzigen Soap Opera »Tel Aviv on Fire«, die jeden Abend über die TV-Bildschirme flimmert und dort Israelis wie Palästinenser vereint. Der junge Palästinenser Salam ist zum Drehbuchautor des Straßenfegers aufgestiegen. Er muss für die Dreharbeiten jeden Tag die Grenze zwischen Israel und dem Westjordanland überqueren. Bei einer Checkpoint-Kontrolle gerät das Skript der nächsten Folge in die Hände des israelischen Kommandeurs Assi. Der schreibt fortan mit … www.mfa-film.de



www.camino-film.com

TRAUMFABRIK KROOS von Manfred Oldenburg, D 2019, 113 Min. Dokumentarfilm Der Weg des Fußballstars Toni Kroos von Greifswald bis zu Real Madrid – mit Stationen wie München und Leverkusen, Sternstunden wie der WM 2014 und dem dreifachen Champions League-Gewinn (2016, 2017 und 2018) mit Real, aber auch mit Tiefpunkten wie dem Münchner »Finale Dahoam« 2012 und der letzten WM in Russland. Harmlose PR-Doku. www.nfp-md.de



von Martin Schreier, D 2019, 125 Min. mit Dennis Mojen, Emilia Schüle, Heiner Lauterbach, Ken Duken, Nikolai Kinski, Ellenie Salvo González Drama, Romanze Sommer 1961. Emil, ein Komparse im DEFA-Studio Babelsberg, verliebt sich Hals über Kopf in die französische Tänzerin Milou. Die beiden sind wie füreinander bestimmt. Doch dann werden sie durch die Grenzschließung am 13. August 1961 in Berlin getrennt. Ein Wiedersehen scheint unmöglich, bis Emil einen waghalsigen Plan schmiedet … Nach über 20 Jahren die erste Eigenproduktion von Studio Babelsberg. http://tobis.de/film

NONNA MIA! – LIEBE OHNE ABZÜGE

>> 11.7.2019

(Metti la nonna in freezer)

ELECTRIC GIRL

von Giancarlo Fontana, Giuseppe Stasi, I 2018, 100 Min. mit Miriam Leone, Fabio De Luigi, Lucia Ocone, Marina Rocco, Francesco Di Leva, Susy Laude Komödie Nur mit Hilfe der monatlichen Rente ihrer geliebten Großmutter kann die junge Kunstrestauratorin Claudia überleben. Als die alte Nonna plötzlich stirbt, sitzt sie auf dem Trockenen. Doch ihr kommt schnell die rettende Idee: Großmutters Leichnam wird einfach in die Gefriertruhe statt ins Grab gebettet, und die Rentenchecks sind gesichert. Allerdings hat Claudia diesen Plan ohne Simone gemacht. Der wohl unbestechlichste Steuerfahnder Italiens verliebt sich hoffnungslos in sie … www.eksytent.com

SPIDER-MAN: FAR FROM HOME von Jon Watts, USA 2019, ca120 Min. mit Tom Holland, Zendaya, Jake Gyllenhaal, Samuel L. Jackson, Marisa Tomei Comicverfilmung Der freundliche Superheld aus der Nachbarschaft, Peter Parker, muss einen Trip durch Europa mit seinen besten Freunden absagen und seinen Plan, den Superhelden Spider-Man für ein paar Wochen zu vergessen, schnell wieder zu den Akten legen. In Venedig sorgt gerade ein Wassermonster für Chaos und Verwüstung, als plötzlich ein aus dem Nichts auftauchender anderer Held alle rettet: Mysterio. Fortsetzung von »Spider-Man: Homecoming«. www.sonypictures.de

SPIDER MURPHY GANG – GLORY DAYS OF ROCK‘N‘ROLL von Jens Pfeifer, D 2019, 87 Min. Dokumentarfilm Nach ihren Konzerten zum 40. Jubiläum des Bestehens ist die Spider Murphy Gang gefragt wie nie. Sänger und Bassist Günther Sigl und Gitarrist Barny Murphy lassen im Verlauf ihrer Tournee ihre Karriere Revue passieren. Sie erinnert sich an ihre Anfänge in Schwabinger Clubs, ihren nationalen Durchbruch mit »Skandal im Sperrbezirk« und die verrückte Zeit danach an der Spitze der Charts, gefolgt von Höhen und ebenso vielen Tiefen … www.weltkino.de

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TEL AVIV ON FIRE

von Ziska Riemann, D/B 2018, 89 Min. mit Victoria Schulz, Hans-Jochen Wagner, Svenja Jung, Björn von der Wellen, Irene Kugler, Oona von Maydell Drama Poetry Slammerin Mia bekommt die Chance, der Anime-Superheldin Kimiko ihre Stimme zu leihen. Dabei entdeckt sie immer mehr Parallelen zwischen sich und dieser jungen Frau. Auch Mia besitzt mit einem Mal übermenschliche Kräfte. Wie Kimiko sieht sie Elektrizität, kann von Dächern springen und Menschenleben retten. Als Mia beschließt, diese erwachenden Kräfte zu nutzen, um auch in ihrem Leben die Welt zu retten, findet sie in ihrem melancholischen Nachbarn Kristof einen Seelenverwandten und Co-Helden. Doch bei Mia scheinen Realität und Wahn gefährlich zu verschmelzen … www.farbfilm-verleih.de

KURSK von Thomas Vinterberg, B/F/N 2018, 117 Min. mit Léa Seydoux, Colin Firth, Matthias Schoenaerts, Max von Sydow, Michael Nyqvist, Matthias Schweighöfer U-Boot-Thriller Am 10. August 2000 läuft das russische U-Boot K-141 Kursk mit 118 Mann Besatzung zu einem Manöver in der Barentssee aus. Am zweiten Tag der Übung explodiert ein Torpedo an Bord. Die Kursk sinkt auf den Meeresgrund. Nur 23 Männer können sich in einen sicheren Abschnitt retten, darunter Kapitänleutnant Mikhail Kalekov.Aus Prestigegründen und Angst vor Spionage verweigert die russische Regierung jede internationale Hilfe.Auch die Angehörigen werden lange im Unklaren über die Ausmaße der Katastrophe gelassen … www.wildbunch-germany.de

REBELLINNEN – LEG‘ DICH NICHT MIT IHNEN AN (Rebelles) von Allan Mauduit, F 2019, 87 Min. mit Cécilie de France, Yolande Moreau, Audrey Lamy, Simon Abkarian, Samuel Jouy, Béatrice Agenin Komödie 15 Jahre lebte die Provinz-Schönheitskönigin Sandra an der Côte d‘Azur, jetzt kehrt sie nach Nordfrankreich zurück und zieht wieder bei ihrer Mutter ein. Arbeit findet die Ex-Miss in der orts-


FILMSTARTS © 2019 Prokino »Unsere große kleine Farm« ab 11. Juli 2019 im Kino!

tereien die glühende Liebe zum Fußball in Brasilien, ihrem Heimatland. Roberts elfjähriger Sohn Itay teilt diese Leidenschaft ganz und gar nicht. Als Samuel erfährt, dass er nicht mehr lange zu leben hat, kratzt er seine Ersparnisse zusammen und setzt sich mit Sohn und Enkel in ein Flugzeug nach Brasilien, wo gerade die Fußballweltmeisterschaft stattfindet. Ein wilder Trip in einem Wohnmobil beginnt, der jeden von ihnen verändern wird … https://jip-film.de/back-to-macarana

 Siehe Kritik

CHILD‘S PLAY

ansässigen Fisch-Konservenfabrik und unter den Kolleginnen auch gleich zwei neue Freundinnen. Weniger gut kommt sie mit ihrem Chef zurecht, der immer wieder zudringlich wird, bis sie ihn eines Tages versehentlich in Gegenwehr tötet.Während die drei Freundinnen noch überlegen, was nun zu tun ist, stoßen sie im Schließfach des Toten auf eine Tasche voller Geld … www.concorde-film.de

STREETDANCE – FOLGE DEINEM TRAUM! (Streetdance: Broadway) von Michael Damian, RO/USA 2018, ca100 Min. mit Jane Seymour, Thomas Doherty, Juliet Doherty, Ace Bhatti, Harry Jarvis, Kika Markham Romanze Tänzerin Barlow wünscht sich nichts mehr, als die Hauptrolle in einer Broadway-Show zu ergattern. Als der Star-Choreograph Zander, der sich nicht nur für Barlows Talent als Tänzerin interessiert, ihr eine Chance gibt, steht sie vor der Wahl, das Angebot anzunehmen und Zanders Avancen nachzugeben oder ihr Herz an den zurückhaltenden Pianisten Charlie zu vergeben. Auch der Celebrity-Headliner der Show, Popstar Kayla Jordan, hat Ansprüche auf Zander und das Rampenlicht … https://squareone-entertainment.com

UNSERE GROSSE KLEINE FARM (The Biggest little Farm) von John Chester, USA 2019, 91 Min. Dokumentarfilm Weil ihr geliebter Hund Todd ständig bellt, wenn sie ihn alleinlassen, verlieren Molly und John Chester ihr Apartment in der Stadt. Das Paar stürzt sich Hals über Kopf in die Verwirklichung eines langgehegten großen Traums: die Gründung einer eigenen Farm. Auf über 80 Hektar in den kalifornischen Hügeln wollen sie mehr Harmonie in ihr aller Leben bringen – und in das Land, das sie ernähren soll. John hat das Wagnis in einem mitreißenden Film dokumentiert. www.prokino,de

 YESTERDAY von Danny Boyle, GB 2019, 116 Min. mit Himesh Patel, Lily James, Sophia Di Martino, Ellise Chappell, Meera Syal, Harry Michell Musicalkomödie Jack Malik ist ein ebenso leidenschaftlicher wie leider auch erfolgloser Singer-Songwriter, der nicht aus seinem verschlafenen Heimatdorf an der Küste Englands herauskommt. Den Traum vom großen Durchbruch hat er längst begraben – nur seine Jugendfreundin Ellie hält unerschütterlich an ihn fest. Nach einem mysteriösen weltweiten Stromausfall, bei dem er von einem Bus angefahren worden ist, scheinen seine Freunde noch nie etwas von den Beatles gehört haben. Die weltweit berühmteste Band und ihre zeitlosen Klassiker sind aus dem Gedächtnis der gesamten Menschheit ausradiert … www.upig.de

>> 17.7.2019 DER KÖNIG DER LÖWEN (3D) (The Lion King) von Jon Favreau, USA 2019, ca100 Min. Abenteuerfilm In den unendlichen Weiten Afrikas wird ein künftiger König geboren: Simba, das lebhafte Löwenjunge, vergöttert seinen Vater, König Mufasa, und kann es kaum erwarten, selbst König zu werden. Doch sein Onkel Scar hegt eigene Pläne und zwingt Simba, das Königreich zu verlassen und ins Exil zu gehen. Mit Hilfe eines ausgelassenen Erdmännchens namens Timon und seines warmherzigen Freundes, des Warzenschweins Pumbaa, wird Simba erwachsen. Er nimmt die Verantwortung an und kehrt ins seines Vaters zurück, um seinen Platz auf dem Königsfelsen einzufordern. https://disney.de/filme

>> 18.7.2019 ANNA von Luc Besson, F 2019, ca100 Min. mit Sasha Luss, Helen Mirren, Luke Evans, Cillian Murphy, Lera Abova, Alexander Petrov Actionthriller Hinter Anna Poliatovas atemberaubender Schönheit versteckt sich ein Geheimnis: Sie ist nicht nur eines der gefragtesten Models in Paris, die junge Russin besitzt auch einzigartige Fähigkeiten, die sie zu einer der weltweit gefürchtetsten Killerinnen des KGB macht. Als die CIA sie ins Visier nimmt, verstrickt sie sich in einem Netz aus Lügen und Intrigen, aus dem es anscheinend keinen Ausweg gibt … www.studiocanal.de

AUSGEFLOGEN (Mon bébé) von Lisa Azuelos, F 2019, 87 Min. mit Sandrine Kiberlain, Thaïs Alessandrin, Camille Claris, Victor Belmondo, Mickaël Lumière, Camille Claris Komödie Héloïse steht mitten im Leben – sie hat drei Kinder, ist Single und führt ihr eigenes Restaurant. Doch als ihre jüngste Tochter Jade als letzte das Nest verlässt und in Kanada studieren will, gerät sie in eine existentielle Krise.Wie konnte ihre süße Kleine bloß so schnell erwachsen werden? Ihre liebevollen Erinnerungen an Jades Kindheit kann Héloïse nur schwer mit der selbstbewussten jungen Frau in Einklang bringen, die jetzt vor ihr steht. www.alamodefilm.de

 BACK TO MARACANA von Jorge Gurvich, D/IL/BR 2019, 92 Min. mit Asaf Goldstien, Antônio Petrin Road Movie Roberto ist Anfang 40, geschieden und wohnt wieder bei seinem Vater Samuel in dessen 2-ZimmerWohnung in Tel Aviv. Beide verbindet neben Strei-

von Lars Klevberg, F/USA 2019, 120 Min. mit Aubrey Plaza, Mark Hamill, Tim Matheson, Gabriel Bateman, Brian Tyree Henry, David Lewis Horror Karen schenkt ihrem Sohn Andy eine »Buddi doll« zum Geburtstag. Diese Puppe ist ein HightechSpielzeug der Firma Kaslan Corp, die von Henry Kaslan entwickelt wurde und Andy viel Spaß bereiten soll. Doch Mutter und Sohn sind sich der unheimlichen Natur Chuckys nicht bewusst. Andy und sein bester Freund Omar werden schon bald erfahren, dass es Chucky faustdick hinter den Ohren hat. Unterdessen muss Omars Vater eine Reihe mysteriöser Morde aufklären. Reboot der Horror-Reihe um die von einem Serienkiller besessene Puppe Chucky. www.wildbunch-germany.de

MADE IN CHINA von Julien Abraham, F 2019, 87 Min. mit Frédéric Chau, Medi Sadoun, Julie de Bona, Steve Tran, Mylène Jampanoï, Clémentine Célarié Tragikomödie Der junge Fotograf François hat zu seinen asiatischen Wurzeln nicht gerade das beste Verhältnis. 10 Jahre ist es her, dass er nach einem Streit mit seinem Vater die Brücken zum chinesischen Teil von Paris abgebrochen hat. Erst als seine Freundin Sophie ihm erzählt, dass er Vater wird, werden für François die Karten im großen Spiel mit der Identität neu gemischt. Er ahnt, dass er für sein Kind den Kontakt zu seiner Familie und ihren Traditionen erneuern muss. Mit seinem besten Freund Bruno als moralische Unterstützung wagt er sich zurück ins Chinatown von Paris, doch Bruno ist ein liebevoller Chaot, der sich spontan in François‘ »Beinahe-Cousine« verliebt und sich gedankenlos von einem Fettnäpfchen ins nächste stolpert. Von Tanten, Onkeln, Nichten und Neffen wird François mit Überschwang begrüßt. Nur sein Vater zeigt kein Interesse am verlorenen Sohn. Der familiäre Neubeginn wird schwerer als gedacht. www.neuevisionen.de

 Siehe Kritik

>> 25.7.2019 ABIKALYPSE von Adolfo J. Kolmerer, D 2019, ca90 Min. mit Lea van Acken, Mehmet Kurtulus, Lisa-Marie Koroll, Julia Malik, Oliver Korittke, Bianca Nawrath Komödie Die vier Freunde Musti, Hannah, Yannick und Tom sind samt und sonders nerdige Außenseiter, die die Schulzeit nur dank ihrer gegenseitigen Unterstützung gerade so überstanden haben. Zum Schulabschluss wollen sie es allen noch einmal beweisen – mit der krassesten Party des Jahres. Je näher diese rückt, umso mehr merken sie, dass irgendetwas zwischen ihnen steht.Am Tag der Party geht es nur noch darum, die Freundschaft zwischen ihnen zu retten. www.warnerbros.de

CLEO von Erik Schmitt, D 2019, ca100 Min. mit Marleen Lohse, Max Mauff, Max Befort, Andrea Sawatzki, Fabian Busch, Ben Münchow Komödie Der größter Wunsch der verträumten Cleo ist es, die Zeit zurückzudrehen. Eine magische Uhr, die von den legendären Gebrüdern Sass erbeutet wurde und seither verschollen ist, soll sie in die Lage versetzen, den frühen Tod ihrer Eltern zu verhindern.

Eines Tages begegnet sie dem Abenteurer Paul, der auf einem Hausboot lebt und eine Schatzkarte ersteigert hat. Gemeinsam begeben sie sich auf einen aufregenden Trip durch das pulsierende Berlin, bei der Cleo auch Paul langsam näher kommt. Soll sie die Zeit überhaupt noch zurückdrehen? www.weltkino.de

DIE DREI !!! von Viviane Andereggen, D 2019, 90 Min. mit Lilli Lacher, Alexandra Petzschmann, Paula Renzler, Jürgen Vogel, Thomas Heinze, Hinnerk Schönemann Familienfilm Sportskanone Franzi, Leseratte Kim und die modebegeisterte Marie sind beste Freundinnen – und Nachwuchs-Detektivinnen. In den Sommerferien nehmen sie an einem Theaterprojekt teil. Während der Probe ertönen seltsame Geräusche im Saal, das Licht beginnt bedrohlich zu flackern, Kostüme werden zerschnitten und auf dem Schminkspiegel erscheint eine Drohbotschaft. Spukt hier wirklich ein einsames Phantom und sinnt auf Rache? www.constantin-film.de

EIN GANZ GEWÖHNLICHER HELD (The Public) von Emilio Estevez, USA 2019, 119 Min. mit Alec Baldwin, Taylor Schilling, Emilio Estevez, Jena Malone, Christian Slater, Gabrielle Union Drama Eine Kältewelle hat die Stadt Cincinnati fest im Griff. Der engagierte Bibliotheksmitarbeiter Stuart und seine Kollegin Myra kümmern sich um die unzähligen Obdachlosen, die Zuflucht in der warmen Bibliothek suchen.Als die Minusgrade lebensbedrohlich werden und sich keine andere Unterkunft bietet, beschließt eine Gruppe von Obdachlosen, abends in der Bibliothek zu bleiben. Die Übernachtungsgäste rufen schnell ein einschüchterndes Polizeiaufgebot unter Leitung des erfahrenen Verhandlungsführers Bill Ramstead auf den Plan … www.kochmedia-film.de/kino

 LEID UND HERRLICHKEIT (Dolor y gloria) von Pedro Almodóvar, E 2019, 113 Min. mit Antonio Banderas, Asier Etxeandia, Leonardo Sbaraglia, Penélope Cruz, Nora Navas, Julieta Serrano Drama Regisseur Salvador Mallo entdeckte schon früh seine Leidenschaft für das große Kino. Aufgewachsen im Valencia der 60er-Jahre, aufgezogen von seiner liebevollen Mutter, die sich ein besseres Leben für ihn wünscht, zieht es ihn in den 80er-Jahren nach Madrid, wo er auf Federico trifft, der sein Leben von Grund auf verändern wird. Gezeichnet von seinem exzessiven Leben blickt Salvador jetzt auf seine Erfolge als Regisseur zurück und auf schmerzliche Verluste. Autobiografisches Werk, das den Einfluss von Altmeiseter Luis Buñuel nicht leugnen kann. www.studiocanal.de

 VOX LUX von Brady Corbet, USA 2018, 114 Min. mit Natalie Portman, Jude Law, Stacy Martin, Jennifer Ehle, Raffey Cassidy, Christopher Abbott Drama Im Jahr 1999 überlebt Teenager Celeste einen Terroranschlag. Nachdem sie bei einem Gedenkgottesdienst gesungen hat, verwandelt sich Celeste mit Hilfe ihrer Schwester, die Songwriter ist, und einem Talentmanager, in einen aufstrebenden Popstar. Celestes kometenhafter Aufstieg ist verzahnt mit dem erschütternden Attentat. Doch außerhalb des Rampenlichts muss Celeste mit Skandalen und später mit einer rebellischen Teenager-Tochter zurechtkommen. www.kinostar.com

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KINO DFF – DEUTSCHES FILMINSTITUT & FILMMUSEUM KINOPROGRAMM JULI 2019 IN MEMORIAM HANNELORE ELSNER

DIGITAL REVOLUTION - KÜNSTLICHE INTELLIGENZ

Klassiker & Raritäten: 100 Jahre Emelka Terza Visione GESAMTES PROGRAMM WWW.DFF.FILM

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DEUTSCHES FILMINSTITUT FILMMUSEUM


KINO

ARTHOUSE KINOS FRANKFURT PROGRAMM JULI HARMONIE

CINÉMA

Arthouse Kino Sachsenhausen

Arthouse Kino Hauptwache

Am Lokalbahnhof

Roßmarkt 7

069 66 37 18 36

069 21 99 78 55

DAS MELANCHOLISCHE MÄDCHEN ab 27. Juni von Susanne Heinrich TEL AVIV ON FIRE ab 4. Juli von Sameh Zoabi KURSK ab 11. Juli von Thomas Vinterberg, mit Matthias Schoenaerts, Léa Seydoux, Colin Firth u. a. UNSERE GROSSE KLEINE FARM ab 11. Juli von John Chester MADE IN CHINA ab 18. Juli Vorstellung in Anwesenheit des Darstellers Frédéric Chau am Freitag, den 19. Juli um 18.45 Uhr VOX LUX ab 25. Juli mit Natalie Portman, Jude Law u. a. CLEO ab 25. Juli von Erik Schmitt

EIN BECKEN VOLLER MÄNNER ab 27. Juni von Gilles Lellouche, mit Mathieu Amalric, Guillaume Canet, Benoit Poelvoorde u. a GEHEIMNIS EINES LEBENS ab 4. Juli mit Judi Dench, Sophie Cookson, Stephen Campbell Moore u. a. YESTERDAY ab 11. Juli von Danny Boyle, mit Himesh Patel, Lily James, Ed Sheeran u. a. AUSGEFLOGEN ab 18. Juli mit Sandrine Kiberlain, Victor Belmondo u. a. LEID UND HERRLICHKEIT ab 25. Juli von Pedro Almodóvar, mit Antonio Banderas, Asier Etxeandia u. a.

WWW.ARTHOUSE-KINOS.DE Strandgut 07/2019

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KINO für Fr und Rh ankfurt ein-Main

DAS KULT URM

AGAZIN

Verlosung

PROGRAMM 7| 2019 in 4K | 2K | 2x 35mm | 16mm

Mo 01. Juli 2019

Filmkunst in Wiesbaden

20:15 Uhr

R: Paul Schrader, US 2017, 114 min, DCP | In der Reihe: Glaubenskrise Di 02. Juli 2019

20:15 Uhr

Licht im Winter (OmeU) R: Ingmar Bergman, SE 1963, 81 min, s/w, DCP | In der Reihe: Glaubenskrise Mi 03. Juli 2019

20:15 Uhr

IMMENSEE

Quelle: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

First Reformed (OmU)

Tagebuch eines Landpfarrers (DF)

Mi 10. Juli 2019

20:15 Uhr

ROCKETMAN

© 2019 mindjazz pictures

Am 28. Juni erscheint im Handel eine Box mit den Filmen MÖRDER OHNE ERINNERUNG (2003), DAS RECHT AUF RACHE (2010) und DAS LETZTE OPFER (2016) auf 3 DVDs. Das ErmittlerDuo Vincke und Verstuyft jagt im düsteren Antwerpen undurchsichtige Verbrecher, Serienmöder, ein Kinderporno Ring und sogar die Mafia. Mit einem kühlen Getränk gerade das Richtige fürs sommerliche Heimkino. An interessierte Krimifans verlosen wir drei DVD-Kassetten. Wenn Sie daran teilnehmen wollen, schicken Sie uns eine E-Mail an verlosungen@ strandgut.de. Ihre Adresse und das Kennwort »Tatort Antwerpen« sollten Sie nicht vergessen. Einsendeschluss: 17. Juli 2019.

Revenge (OmU) R: Coralie Fargeat, FR 2017, 108 min, Blu-ray + Vorfilm Mo 15. Juli 2019

20:15 Uhr

First Man (OmU) R: Damien Chazelle, US 2018, 141 min, DCP + Vorfilm | In der Reihe: Cine-Lunatic Di 16. Juli 2019

R: Theo Kamecke, US 1971, 106 min, DCP + Vorfilm | In der Reihe: Cine-Lunatic 20:15 Uhr

Himmelskibet (OmeU) R: Holger-Madsen, DK 1918, 81 min, DCP + Vorfilm | In der Reihe: Cine-Lunatic Sa 20. Juli 2019

So 7.7. 18.00 Uhr Komödien international

MONSIEUR CLAUDE 2 Regie: Philippe de Chauveron, FR 2018, DF

So 14.7. 20.15 Uhr Schlachthof-Film des Monats

ROCKETMAN Regie: Dexter Fletcher, GB 2019, OmU Do 18.7. 20.00 Uhr Festival-Nachlese

BURNING Regie: Lee Chang-Dong, KR 2018, OmU So 21.7. 17.45 Uhr Mit 66 Jahren…

SUNSET OVER HOLLYWOOD

Regie: Uli Gaulke, Agnes-Lisa Wegner, DE 2019, DF Do 25.7. 20.15 Uhr Gesellschaftliche Entwicklungen Regie: Fredrik Gertten, SE 2019, OmU

20:15 Uhr

Moonwalk One (OF) Mi 17. Juli 2019

Einführung: Dr. Manfred Kögel

PUSH – FÜR DAS GRUNDRECHT AUF WOHNEN

PUSH – FÜR DAS GRUNDRECHT AUF WOHNEN

KAVIAR

@ 2019 Camino Filmverleih GmbH

Tatort Antwerpen

© 2019 Paramount

20:15 Uhr

Die Besteigung des Chimborazo (OF) R: Rainer Simon, DD/DE 1989, 97 min, 35mm + Vorfilm

Mi 3.7. 15.30 Uhr Filmklassiker am Nachmittag

IMMENSEE Regie: Veit Harlan, DE 1943

So 14.7. 17.45 Uhr Gesellschaftliche Entwicklungen ZWISCHEN DEN ZEILEN Regie: Olivier Assayas, FR 2018, DF

R: Robert Bresson, FR 1951, 110 min, s/w, 35mm | In der Reihe: Glaubenskrise Mo 08. Juli 2019

Kinotermine (Auswahl):

So 28.7. 18.00 Uhr Gesellschaftliche Entwicklungen ROADS Regie: Sebastian Schipper, DE/FR 2018, DF So 28.7. 20.15 Uhr Komödien international KAVIAR Regie: Elena Tikhonova, AT 2018, DF Das gesamte Kinoprogramm unter www.murnau-stiftung.de

20:15 Uhr

Die Mondverschwörung (OF) R: Thomas Frickel, DE 2010, 86 min, DCP + Vorfilm | In der Reihe: Cine-Lunatic Semester-Abschlussabend in der Pupille-Mondbasis!

Das melancholische Mädchen

Das Unikino Pupille verabschiedet sich in die Spielpause. Infos zu Sonderterminen in der vorlesungsfreien Zeit unter www.pupille.org Ab Oktober 2019 sind wir wieder mit neuem Programm für euch da!

Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung | Deutsches Filmhaus | Murnau-Filmtheater (gegenüber Kulturzentrum Schlachthof ), Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden, Telefon 0611 - 97708-41 (Mo - Fr 10 - 12 Uhr), filmtheater@murnau-stiftung.de Informationen und Newsletter-Anmeldung unter www.murnau-stiftung.de Öffentliche Verkehrsmittel: Hauptbahnhof Wiesbaden (Fußweg: ca. 10 min.) Kinovorstellungen: Mi - So (weitere Vorstellungen gemäß Ankündigung) Eintritt: 7 € / 6 € ermäßigt, Aufpreis bei Sonderveranstaltungen Mit freundlicher Unterstützung des Kulturamts der Landeshauptstadt Wiesbaden.

JUNI FR 07 SA 08 DO 13 FR 14 SA 15 DO 20 FR 21 SA 22 DO 27

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The Hate U Give (OmU) Birds of Passage (OmU) Gegen den Strom 25km/h Mid 90s (OmU) Kim hat einen Penis Green Book (OmU) Under the Tree Widows (OmU)

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FR 28 Der Junge muss an die frische Luft SA 29 BlaKkKlansman (OmU) JULI MI 03 DO 04 FR 05 SA 06 FR 12

Surf Film Nacht Blown Away Border (OmU) Das Familienfoto Cold War (OmU)

SA 13 Burning MI 17 Surf Movie Night FR 19 Das melancholische Mädchen (dt. OmeU) SA 20 Zwischen den Zeilen DO 25 Capernaum FR 26 Bohemian Rhapsody SA 27 Astrid Zusatz- und Ausweichtermine: facebook/hafen2

(OmU)

Nordring 12 9 D 63 0 67 Of fenbach hafen2 .net


TANZ

© Valentin Fanel

© Barbara Walzer

Von Spitze bis barfuß

Sinnlich und übersinnlich

HfMDK: »ZuKT_Tanzmarathon 2019« zum Semesterfinale

Zwei Mal »Night of Dance« auf der Sommerwerft

Drei Abende à drei Programme: Der Tanzmarathon der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (HfMDK) heißt nicht umsonst so, auch wenn er mit dem PaartanzWettbewerb aus dem legendären Jane-Fonda-Film »They shoot horses, don’t they« wenig gemein hat. Wenn die 33 Studentinnen und Studenten der vier Ausbildungsjahrgänge der Sparte Zeitgenössischer und Klassischer Tanz (ZuKT) zum traditionellen Abschluss des Sommersemesters ihr Können zeigen, dann kommen pro Abend schon drei Stunden plus zusammen. Stehvermögen respektive Sitzfleisch ist folglich vor allem von dem Publikum verlangt, das sich allerdings auch programmweise einbuchen kann. Wie die regelmäßigen ZuKT-Auftritte im Gallus und im Mousonturm so bietet auch der Tanzmarathon im Kleinen Saal des eigenen Hauses (Eschersheimer Landstraße 29-39) dem HfMDK-Tanznachwuchs die begehrte Chance, frühe Erfahrungen vor Publikum zu machen. 18 Choreografien stehen an, darunter

Die Montagabende im Theaterzelt der Sommerwerft, in diesem Jahr sind das der 22. und 29. Juli, gehören dem zeitgenössischen Tanz. Dafür hat die Choreografin Anna Orkolainen, festes Mitglied des Ensembles, aber auch in den Landungsbrücken öfter künstlerisch unterwegs, ein anspruchsvolles mehrteiliges Programm erstellt. Der Höhepunkt wird nach ihrem Ermessen die Butoh-Performance der Tänzerin Kea Tonetti und des Klangkünstlers Tivitavi werden. Das Duo präsentiert in einer 30-minütigen Schau seine spirituelle Arbeit »Mono« – im Japanischen ein vieldeutbarer Titel, der ähnlich wie »Butoh« nur übersinnlich zu fassen ist: ein Tanz um Materie, Geister, und Erinnerungen. Mit der Sprache des Körpers, seinem Wandel in der Zeit, aber auch emotional, beschäftigt sich die brasilianische Choreografin Aline Corrèa in »Metamorphosis«. Ihre in jedem Sinne bewegende Performance entstand unter dem Eindruck einer Ausstellung der im Frauen-Konzentrationslager Ra-

sechst studentische Eigenarbeiten und zwei mit Live-Musik-Begleitung. Dabei wird die gesamte Bandbreite der Ausbildung von Klassik und Neoklassik über Folklore bis hin zu Zeitgenössischem Tanz und Performance zu erleben sein. Choreografien von William Forysthe (»New Sleep«, »workwithinwork«) und Georg Reischl (»Cheer for Love«) über Peter Mika (»Zubata«), Luc Dunberry (»Error code Id 10-T«), Regina van Berkel (»mymozart«) und Iván Pérez (»Incorporeal«) bis hin zu Arbeiten der im Haus engagierten Dozenten Dieter Heitkamp (»Table Dance«) und Jean-Hugues Assohoto (»Deadline«). Vom 2:10 Minuten kurzen David-Dawson-Solo bis zur 25 minütigen Gruppenarbeit. Termine: 11. – 13. Juli, jeweils 19, 20 und 21 Uhr (Kleiner Saal, Escherheimer Ldstr. 29-39) www.hfmdk-frankfurt.de

Studio Naxos: Weary Else Tunemyr demonstriert Tanz mit Bodenhaftung Müde, überdrüssig, matt: das sind die Bedeutungen, die uns das Lexikon über »weary« verrät. Das erklärt denn auch, dass die für drei Tänzerinnen erarbeitete Choreografie der in Frankfurt lebenden Schwedin Else Tunemyr ganz dem Tanzboden verhaftet bleibt. Im völligen Verzicht und in der Verweigerung vertikaler Positionen werde das Potential der horizontalen Ausrichtung von Körpern untersucht, kündigt uns das Programm

die ästhetische Erfahrung eines anderen Lebens an. Auf ihrer Homepage zitiert die Schwedin dazu den französischen Philosophen Roland Barthes, dem zufolge »Müdigkeit keine empirische Zeit, keine Krise, kein organisches Ereignis, keine muskulöse Episode ist, sondern eine quasi metaphysische Dimension, eine Art körperliche Idee: die Berührung der Unendlichkeit«. (Das Neutrum) »Weary« ist Tunemyrs Abschlussproduktion des

© Else Tunemyr

Masterstudiums an der Gießener Hochschule für Angewandte Theaterwissenschaft. Die Performance werden mit ihr Catalina Insignares und Zuzana Zabková bestreiten.

vensbruck entdeckten Wandgravuren. Unterlegt mit dem Poem »Die Weisheit ist nicht zu verstehen« der brasilianischen Schriftstellerin Clarice Lispector beschäftigt sich Corréas Darbietung mit der körperlichen Reaktion auf Gewalt und Schmerz. Die Choreografie »Correlate, correspond, coordinate« der HfMDKAbsolventin Maria Kobzeva war vor ein paar Wochen schon einmal im Gallustheater zu sehen. Sie thematisiert, von Verena Kutschera und Tim Cecatka tänzerisch umgesetzt, die vielfältigen Prozesse einer Begegnung von Mann und Frau. Ein ständiger Wechsel zwischen Akzeptanz und Widerstand auf dem Weh zu einem Ort des Gleichgewichts, der Demut und der Verständigung. Außen soft und verletzlich, im Kern voller Kraft und Härte: Das PfirsichGedicht »One Single Peach« ist gleichsam der metaphorische Titel der Arbeit der jungen Holländerin Sara de Greef. Ihre Choreografie wird indes von Joel Bevings Klavierspiel und Mary Angelous Gedicht »Phenomenal Women« grundiert. Mit der Choreografie »Porotanssi« (übersetzt heißt das Rentiertanz) stellt Anna Orkolainen auch eine eigene Arbeit als tänzerisches Solo vor: »Ein Stück über Wut und Würde, gefüttert mit der Bildtiefe des Butoh-Tanzes«. Die Beschwörung der schöpferischen Urkraft weiblicher Wildheit hinterfragt mit eindrücklichen Bildern die Geschlechterrollen. Die exakten Auftrittszeiten sind im zeitnah erscheinenden Programm zu finden. gt Termine: 22. und 29. Juli, jeweils ab 20 Uhr www.sommerwerft.de

Termin: 3. Juli, 21 Uhr www.studioNAXOS.de

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THEATER

Neue Produktionen im Juli © Anja Kühn

»Rot oder Tot 2« © Christian Schuller

Winds of Change von unten Kellertheater: 24 Stunden Die Animositäten der konkurrierenden 50er-Jahre-Filmstars Bette Davis und Joan Crawford gegeneinander sind nicht erst seit »What ever happened to Baby Jane?« (1962) Legende und sogar Thema einer US-TV-Serie, »Feud«, geworden. Für das Kellertheater hat Anja Kühn den Konflikt dramatisiert und auf eine imaginierte Begegnung in einem feststeckenden Aufzug zugespitzt. Brigitte Korn in der Rolle der Davis und Volker Schneider als Crawford gehen unter Kühns Regie in klaustrophobischer Enge auf die Gefühlsachterbahn. Termin: 14. Juli, 20.30 Uhr, www.kellertheater-frankfurt.de

© Eugen Sommer

Burgfestspiele Bad Vilbel: Pension Schöller Der Unternehmer Klapproth aus Kyritz an der Knatter ist ganz begeistert von Berlin und will hier eine eigene Nervenheilanstalt gründen. Er baut dabei auf die Ortskenntnis seines Neffen. Der aber führt ihn auf der Suche nach echten Irren in die Pension Schöller, deren exzentrische Gäste freilich ähnlich sind. Dass es unter der Regie von Adelheid Müther keinen Unterschied mehr macht, wer in diesem grandiosen Verwechselspiel noch normal oder verrückt zu nennen ist, hat nicht nur die Frankfurter Rundschau begeistert. Termine: 19. 20., 29., 30. Juli, 20.15 Uhr; 21.+28. Juli, 18.15 Uhr www.kultur-bad-vllbel.de

Brüder Grimm Festspiele Hanau: Maria Stuart Als 26-jährige gerät die ihrer Macht enthobene schottische Königin auf der Flucht in die Gefangenschaft ihrer königlichen Schwester Elisabeth. 19 lange Jahre später lässt diese sie hinrichten. Die letzten drei Tage des Lebens von Maria Stuart formt Friedrich Schiller in seinem Drama zu einem, in einer fiktiven Begegnung der beiden kulminierenden, Polit-Thriller, den Frank-Lorenz Engel nun für das Amphitheater mit Katja Straub (Maria) und Madeleine Niesche (Elisabeth) inszeniert. Termine: 2., 9., 12., 19., 21., 26. Juli jeweils 20.30 Uhr, www.festspiele.hanau.de

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Studio Naxos: »Rot oder Tot 4« zeigt die DDR in den Achtzigern Eine Serie ist »Rot oder Tot« auf alle Fälle. Aber ebenso weit von der Lindenstraße entfernt wie von Netflix. Regisseurin Carolin Millner erzählt mit ihrer Gruppe Eleganz-aus-Reflex die Geschichte der Deutschen Demokratischen Republik in fünf jeweils zehn Jahre umspannenden Folgen. Dafür entwickelte die Regisseurin ein dokumentarisches Format, das man im Sinne der ›oral history‹ des britischen Historikers Edward P. Thompson als Geschichte von unten begreifen könnte. Jede Folge geht mit jeweils unterschiedlichen Figurenkonstellationen in der subjektiven Sicht ihrer Protagonisten typischen Fragen der behandelten Epoche nach. Dabei greifen politische, soziale und private Anliegen ineinander und machen »Rot oder Tot« zum Politthriller, zum Sozialdrama oder auch zur Romanze in einem. Jede der Folgen ist autark, Kontinuität haben allein der Staat und die Gesellschaft. Millner, 1984, und damit früh genug, um noch als »ostsozialisiert« zu gelten, in Halle/Saale in eine Vielgenerationenfamilie geboren, will mit ihrem Zugriff ein Bild des realen DDR-Alltags zeichnen und damit den Menschen gerechter werden als dies gemeinhin geschieht. Die Rolle der Lehrer, das Leben und die Diskussionen in den Betrieben, die protegierte aktive Rolle der Frau in der Produktion, die Haltung der Kirche, all das sei ungeheuer wichtig gewesen für das Leben, komme in den Medien aber kaum mehr vor: »Da gibt es nur unglückliche Dissidenten und die anderen waren alle bei der Stasi«, spitzt Millner die medial gepflegten Klischees zu, »aber kaum jemanden, der ganz normal gelebt hat und in seiner Nische vielleicht sogar glücklich war«. Dass ein mit

Wertschätzung der Menschen verbundener Blick auf die DDR auch aktuell Relevanz hätte, steht dabei außer Frage. Die Recherche des Künstlerkollektivs stützt sich wesentlich auf Briefe, Tagebücher, Artikel und Filme aus der jeweiligen Zeit, aber auch Gespräche mit Betroffenen. Unter dem Pollesch-artigen Titel »Wenn es die Idee nicht schon gäbe, hätte ich sie gehabt« geht es in Folge 4 um die 80er. Winds of Change wehen im Land, der 40. Geburtstag wird vorbereitet, Subkulturen bilden sich, erste Ausreisewellen über Ungarn und die Tschechoslowakei setzen ein, ein echter Kommunist geht den umgekehrten Weg nach L, so die Ankündigung. Mit dem Publikum treten drei Darsteller (Magdalene Wabitsch, Florian Mania, Johanna Miller) die Zeitreise an, um sich gemeinsam in die ausgesuchten Figuren zu versetzen. Fragen wie ›Bleiben oder Gehen?‹, ›Ist die DDR noch zu retten?‹‚ ›Welche Alternative gäbe es für die DDR?‹ warten auf Antwort, aber auch solche des privaten Glücks, jenseits der politischen Großwetterlage. Nach der großen Resonanz auf die drei bisherigen Folgen von »Rot oder Tot« sind für die Folge 4 gleich acht Vorstellungen angesetzt. Die Folge 5 folgt im Herbst, zum 30ten Jahrestag des Mauerfalls. En suite soll die gesamte Staffel im kommenden Jahr zu sehen sein. Vorher ist die Folge 2 (»Der Weltfrieden hat nichts mit mir zu tun«) am 13. September als Gastspiel zum »MADE. Festival« in Wiesbaden geladen. Der Ort steht noch nicht fest. gt Termine Naxoshalle: 12.–14. Juli, 17.–21. Juli, jeweils 21 Uhr www.studionaxos.de


THEATER Š Michael Eckstein

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Frankenstein am Mainufer Comoedia Mundi lädt zum Tangente-Festival ins Zelt Das tiefblaue Theaterzelt am Sachsenhäuser Ufer HĂśhe Filmmuseum gehĂśrt zum Frankfurter Sommer wie die Buchmesse zum Herbst der Stadt – wenn auch nicht so lang. Seit Ăźber 30 Jahren gastiert das Wandertheater Comoedia Mundi von Fabian Schwarz und Loes Snijders mit dem Tangente-Festival in der Mainmetropole, seit dem Jahr 2000 am Fluss. Tatsächlich ist das bei Erlangen sesshafte Theaterensemble heute eine Rarität im deutschen Kulturleben. Sprich: eines der letzten Wandertheater Ăźberhaupt. Alle zwei Jahre Ăźben Schwarz und Snijders mit KĂźnstlerfreunden ein StĂźck fĂźr ihre ZeltbĂźhne ein, um das herum Gastauftritte befreundeter KĂźnstler und eigene Darbietungen einen bunten AngebotsstrauĂ&#x; bilden, vom unschlagbaren ÂťCafĂŠ Senza LicenzaÂŤ mit Skyline-Blick (täglich 13-24 Uhr) prächtig ergänzt. Schon am 26. Juni steht die Frankfurt-Premiere von ÂťFrankensteinÂŤ auf dem Programm. Gerade mal 18 Jahre alt war Mary Shelley als sie sich fĂźr einen Schreibwettbewerb die Story um einen kĂźnstlichen Menschen einfallen lieĂ&#x;, die sehr viel mehr als nur ein bisschen Grusel vermittelt und heute durch die Gen-Medizin neue Aktualität erfährt. Die BĂźhnenfassung ist von Fabian Schwarz, Regie fĂźhrt Loes Snijders, zusammen mit Iken Marei Sturm und Christina Schmideder bilden die zwei zudem ein Darstellerquartett, das viele bestens aus ÂťBabettes FestÂŤ erinnern dĂźrften. ÂťStarke Bilder, die ebenso wie die schauspielerische Leistung, Gänsehaut verursachenÂŤ, urteilen beeindruckt die fränkischen Kollegen Ăźber die Premiere in Trautskirchen. Auf einer abstrakt gehaltenen

BĂźhne wird es um ein kĂźnstliches GeschĂśpf gehen, das sich in seinem Wunsch nach Nähe und Zuneigung sehr viel menschlicher zeigt als sein egoistischer SchĂśpfer Dr. Frankenstein. Auch die Autorin hat ihren Platz in diesem StĂźck. ÂťFrankensteinÂŤ wird auĂ&#x;er zum Auftaktwochenende noch vom 10.–13. Juli, sowie vom 31. Juli–3. August gezeigt, zur traditionell starken musikalischen Note des Festivals tragen neben den Alligators of Swing (3./4.7.) und Loes Snijders groĂ&#x;artigem Weill-Abend (14.7.), auch Stefan Grasse mit dem Gitarrenprogramm ÂťInner SoundÂŤ (16./17.7.) und das Akkordeon von Michel Policnik (24./25.) bei. Weitere Highlights sind ein Zauberabend mit Magier Samuel Lenz (19./20.), die Soli ÂťAlles BĂźrsteÂŤ (5.7.) und ÂťdunkelHELLÂŤ (6.7.) des Philosokomikers Peter Spielbauer, die audiovisuelle ÂťSehstĂźcke & HĂśrfunkÂŤ von Fotograf Telemach Wiesinger und KlangkĂźnstler Manu MĂźhl (18.7.) und das bereits im Vorjahr erprobte lockere Crossover ÂťFollow MeÂŤ (27./28.7.). das mit viel Bewegung, Musik und individuellen Einlassungen um das Thema Social Media kreist. FĂźr Kinder ab vier Jahren steht ÂťFrau Sonntags WocheÂŤ am 7. Juli und am 4. August auf dem Plan. Dann wird sich die einsame Oma Sonntag wieder wundern, dass es an diesem Tag am laufenden Band an ihrer TĂźr klingelt. Das traditionelle Halali ÂťAu Revoir FrankfurtÂŤ bestreitet Comoedia Mundi am 4. August – zu freiem Eintritt.

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¡ÿxÂ›ĂżÄŒÄ—Äą oder De Deibel in Gestalt Mit Michael Quast und dem Barock am Main Ensemble

10.7.–4.8.2019

Karten & Infos

www.barock-am-main.com T 069 407 662 580

gt Termine: 23. Juni bis 6. August (meist 20.30 Uhr) www.comoedia-mundi.de

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THEATER »Das kalte Herz« © Mareike Tocha

© Eugen Sommer

Beatles, Grusel und Horribilis

Wo verlaufen unsere Grenzen heute?

Burgfestspiele Dreieich: Kulturfeuerwerk vom 2. Juli–20. Aug.

Burgfestspiele Bad Vilbel: Orwells »1984« im Theaterkeller

Ein bisschen Wehmut ist dabei: Die 13. Burgfestspiele in Dreieichenhain läuten für den Kulturprogrammierer Wolfgang Barth den großen Abschied von der (Hinter-) Bühne ein. Und dieser Abschied sieht ganz danach aus, als wollten wirklich alle, die das Festival seit Jahren künstlerisch prägen, unbedingt dabei sein: von Konstantin Wecker zu Michael Quast, von Gayle Tufts, bis zu Sabine Fischmann und Ulrike Neradt und von Max Mutzke bis zu Henny Nachtsheim. Ob sie die Traummarken von an die 90 Prozent Auslastung und 26.000 Besuchern bei 36 Auftritten aus dem Vorjahr toppen können, wird allein das Wetter entscheiden. Dabei kommt der Arzt, anders als im wirklichen Leben, nicht zum Abwinken zur Feier, sondern macht gleich zur Eröffnung seine Visite. Eckhart von Hirschhausen, der Doktor der Nation, bittet das Publikum mit einem zweideutigen »Endlich« gleich an drei Abenden (2.–4.) zur Diagnose. Dass ihm in der ersten Woche das Ukulele Orchestra of Great Britain (5.), die österreichischen Bläser von Mnozil Brass (6.) und die italienische Opernnacht folgen (7./8.) deutet an, dass es auch in allen Klangfarben leuchten wird. Wie sehr, und mit wem und was im Einzelnen, lässt sich nebst Uhrzeiten, Preisen und TicketAdressen der nachgenannten Homepage entnehmen. Im Folgenden, der Strandgutrubrik entsprechend, seien nur die Theater-Highlights vermerkt.

Sie fangen mit den Nachrichten an. Mit Schlagzeilen zu Klima, Krieg und Kontrollwahn aus einer ins Totalitäre trudelnden Welt. Darunter ist auch die Meldung, dass George Orwells 1948 erschienener Roman »1984« nach dem Amtsantritt von Donald Trump eine Zeit lang die Verkaufshitparade von Amazon anführte. Die Zukunftsvision des britischen Autors hat indes nicht erst seit – und auch nicht allein wegen – Trumps Präsidentschaft neue Aufmerksamkeit gefunden. Die Jahresziffer 1984 und der Slogan »Big Brother is watching you« sind längst zeitlose Metaphern für Manipulation, Überwachung und Kontrolle. Dass Winston Smith, der Protagonist des Romans, als Mitarbeiter des Wahrheitsministeriums alternative Wahrheiten produziert, gibt 1984 gar den Touch einer Realdystopie. Gründe genug also für viele Theater, den Roman als Spielvorlage zu nutzen, wie zuletzt in Frankfurt Sarah Kortmann im Landungsbrükken-Theater (Strandgut 10/2018). Für die Vilbeler Burgfestspiele inszeniert nun Milena Wichert auf der kleinen Bühne des Theaterkellers »1984« und greift dazu auf eine – gekürzte - Theaterversion des Briten Alan Lyddiard (Übersetzung: Michael Raab) zurück. In den Mittelpunkt ihrer 70-minütigen Fassung hat die Studio-Naxos erprobte Regisseurin die Bewusstwerdung und Radikalisierung Winstons sowie seine ungeheure Erfahrung körperlicher Nähe mit Julia gestellt. In einer festen Rolle, der des Protagonisten, ist von den vier

Das längst zum Festival-Inventar zählende Potsdamer Theater Poetenpack präsentiert die berühmteste aller Marivaux-Komödien »Das Spiel von Liebe und Zufall«, ein klassisches Verwirr- und Verwechselspiel aus der Hochzeit des Barock in opulenter Kostümierung. Der Clou: Der hürdenreiche Weg von Silvia und Dorante zueinander wird mit passend arrangierten Liebesliedern der Beatles (à la »Michelle, ma belle« u.a.) untermalt. Auf der Heimatbühne des Poetenpacks ist das völlig entstaubt inszenierte Stück ein Dauerbrenner geworden. Hier ist es nur einmal, am 17. Juli zu sehen. In die schwarzromantische Märchenwelt des Wilhelm Hauff entführt das Kölner NN Theater mit dem düsteren Gruselstück um den Kohlenbrenner Peter Munk und seinen folgenreichen Handel mit dem Holländer-Michael: »Das kalte Herz«. Ein grusliger Schocker, der kein bisschen gestrig daherkommt. Die Welt, der Munk nach dem desaströsen Deal am 31. Juli zu entrinnen sucht, kennen wir bestens. Und der Horror geht weiter, wenn auch auf andere Art. Wie eh und je bringt das Barock-am-MainEnsemble sein Vorjahresstück aus Frankfurt-Höchst auf die Burg: »Horribilis von Huckevoll«. Der Hessisch-Übersetzer Rainer Dachselt fügt darin Motive aus Komödien von Andreas Gryphius zusammen und lässt Michael Quasts grandios gespielten Aufschneider auf Frankfurt los (14. August). gt www.burgfestspiele-dreieichenhain.de

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Schauspielern lediglich Felix Lampert zu sehen. Seine drei in mausgrauem Einheitslook gekleideten Mitspieler teilen sich nicht nur alle anderen Figuren (Barbara Dussler/ Julia Friede (Julia), Christian Manuel Oliveira (O’Brian) und Hendrik Vogt (Antiquitätenhändler), sondern agieren auch von außerhalb als Chor und Erzähler. Wicherts Zugriff präsentiert uns Winstons Ausbruchsversuch aus dem System als Falldokumentation. Der Zuschauer blickt dabei in eine Art Raumschachtel aus transparenten, verschiebbaren Stellwänden (Bühne: Dorothea Mines), die auch als Projektionsfläche für Bilder, Videos (Céline Keller) und Schatten fungieren. Szene um Szene erleben wir das Begreifen Winstons – beim wöchentlichen Hass-Meeting, im Büro mit Kollegen und im nur vermeintlich nicht überwachten Liebesnest beim Apotheker. Angetrieben von dumpfen metallischen Beats und Rhythmen (Sounddesign: Louisa Beck) entwickelt das Quartett einen gewaltigen Sog. Bei aller Spannung, bleibt der Blick auf die Mechanismen der Anpassung, der sich Winston widersetzt, aber mit der Frage präsent, wo denn unsere Grenzen heute verlaufen. »Solange wir leben, sind wir verdammt, mit uns selbst zusammenzuleben«, wird Hannah Arendt zitiert. Trotz Hilfsangebot von Siri und Alexa nicht nur ein Jugendthema. Winnie Geipert Termine: 26., 27. Juli, 23 Uhr; 28. Juli, 15 und 21 Uhr, www.kultur-bad-vilbel.de


THEATER

25 JAHRE KAMMEROPER FRANKFURT IM PALMENGARTEN

Gioachino Rossini „L’ equivoco stravagante“

Die verkehrte Braut

Frankfurter Erstaufführung | Dramma Giocoso in zwei Akten | Musik von Gioachino Rossini Libretto von Gaetano Gasbarri | In neuer deutscher Übersetzung von Thomas Peter

Leitung Stratievsky, Pudenz, Vilagrasa, Keller, Krauspe, Domaseva, Bresgen, Rothermel, Villalobos, Senel Mitwirkende Kalnina, Fenbury, Peter, Simon, Führ, Aksionov u.a. Chor und Orchester der Kammeroper Frankfurt Premiere Samstag 20. Juli 2019 weitere Aufführungen Mittwoch 24. Juli, Freitag 26. Juli, Samstag 27. Juli, Mittwoch 31. Juli, Freitag 2. August, Samstag 3. August, Mittwoch 7. August, Freitag 9. August, Samstag 10. August, Mittwoch 14. August, Freitag 16. August, Samstag 17. August 2019, jeweils 19.30 Uhr. Bei Regen findet die Aufführung konzertant statt. Aufführungsort Musikpavillon/ Orchestermuschel im Palmengarten Eingang Bockenheimer Landstraße/Palmengartenstraße 11 und Siesmayerstraße 63 Fotografie Martin Pudenz Druck Vereinte Druckwerke Frankfurt am Main Vorverkauf Frankfurt Ticket Tel: 13 40 400, Kasse Palmengarten und an der Abendkasse / www.kammeroper-frankfurt.de

Vereinte Druckwerke Frankfurt

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THEATER © Barbara Walzer

»Das Parfüm« © Uwe Dettmar

Alles dufte – immer der Nase nach Dramatische Bühne: 29 Stücke an 52 Tagen beim Freilichtfestival im Grüneburgpark Man könnte es eine Stinkbombe nennen, mit der die Dramatische Bühne den Juli bei ihrem Freilichtfestival einläutet. Wir schreiben das 18. Jahrhundert und ganz Paris ist eine Wolke – aus Fäulnis und Fäkalien. Ekelhaft. Kein Wunder, dass, wer da nur kann, nach Wohlgerüchen strebt. Und dass, wer das rechte Näschen und das feine Händchen dafür hat, sie zu erzeugen, hoch im gesellschaftlichen Ansehen steht, und noch höher in Geld, Ruhm und Liebe. Ganz wie der abgehalfterte Parfümeur Maitre Valdiani. Wie schon der Name des Duftwasser-Profis so lehnt auch der seines mit einem genialischen Geruchssinn gesegneten Lehrlings Frederique Valnouille eicht an den des Enfant terribles Grenouille aus Patrick Süskinds Roman »Das Parfum«. Wesentlich eigenwilliger fällt die Geschichte aus, die Thorsten Morawietz aus dem von Tom Tykwer groß verfilmten Bestseller von 1985 destilliert. Der Theatermacher spitzt die Handlung dramatisch auf die Herr-Knecht-Konstellation zwischen dem lendenschwächelnden alten Meister und seinem potenten Gesellen zu, der nicht nur Frauen mit seinen Kompositionen willig zu machen weiß. Doch keine Sorge: Dass die Suche des jungen Mannes nach der 13. Essenz für den ultimativen Duft über Frauenleichen geht, kommt dabei nicht zu kurz. Morawietz, der zunehmend Gefallen an gebrechlichen Charakteren unter Hormondruck zu finden scheint, gibt den vergreisenden Valdiani, während Sebastian Huther den meuchelnden Barista von der Essenzen-Theke spielt und Marlene Zimmer die von beiden aus je eige-

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nen Motiven umworbene Madame Valorette. Simone Greiß dagegen moderiert in der Rolle des »perfekten Parfums« das dufte(nde) Geschehen. Gespannt darf man sein, wie das großartig aufbereitete Spektakel, zu dem auch die spielwütigen Kinder des Olymp in den Nebenrollen viel beitragen, die mit sprühendem Eifer vorgetragenen olfaktorischen Überraschungen aus der Exzess-Halle in den Grüneburgpark überträgt. Wer an dem auch textlich toll zugespitzten Spiel um den biologischen Aderlass des Mannes besonderen Gefallen findet, kann am 22. Juli in »Shakespeare in love« eine weitere Kostprobe genießen – und wieder ist Marlene Zimmer das Objekt der Begierde des Nestors. Beide Stücke gehören wie auch »Dostojewski: Der Spieler«(12./13. Juli) wie »Die Leiden des jungen Werther« (16./17. ,22. Juli) und Schillers »Maria Stuart« (8./9. Juli) zu den historisch jüngeren Arbeiten aus der schon 31 Jahre währenden Geschichte der Dramatischen Bühne. »Hamlet (28. Juni/5.Juli)« dagegen spielt die Gruppe seit Jahr und Tag. Unglaubliche 29 Titel umfasst das pausenlose 52-tägige Programm, das mit 16 Darstellern, darunter auch Birte Sieling, Julian König, Christoph Maasch und Sarah Kortmann sowie den Olymp-Kindern bestritten wird.

Vom 28. Juni–18. August: So.– Do., 20.15 Uhr, Fr., Sa., 20.45 Uhr www.diedramatischebuehne.de

Viel Zukunft unter freiem Himmel Theater auf der Sommerwerft 2019: Die Italiener kommen Die italienische Gruppe Ondadurto Teatro schmückte den Februartitel dieses Magazins, sie war der Headliner für die so angekündigte Winterwerft auf dem ProtagonGelände im Frankfurter Osten. Dumm nur, dass die Ausrüstung der aus Rom stammenden Formation auf dem Transport nach Frankfurt irgendwo hängenblieb. Nun aber läutet ihre jüngste Arbeit »Terramia« als Deutschland-Premiere spektakulär und vor großer Kulisse die Sommerwerft 2019 ein. Gleich an zwei Abenden setzt die für scharfzüngige Gesellschaftskritik bekannte Formation ihre bildgewaltige Vision über den Einzelnen in einer von Massenmedien und Ideologien (de)formierten Gesellschaft multimedial groß in Szene (19./20. Juli). Mit unserer Zukunft setzen sich auch die meisten anderen abendlichen Großaufführungen (Start jeweils 21.45 Uhr) im Freien auseinander. Aus Tschechien ist die von Jules Verne inspirierte Produktion »Nautilus« von Blackout Paradox und Teatr Novogo Fronta zu Gast, in der die Erde zu einer Oase des Friedens für die Menschheit wird (24. Juli). Vorwärts im Zorn blickt das George Orwell (»1984«) und Aldous Huxley (»Schöne neue Welt«) referierende Stück »Domino« der italo-argentinischen Gruppe Teatro Nucleo, das die Menschen als Gefangene in einem unbarmherzigen System zeigt (25. Juli). Zurück in die Gegenwart, aber nicht weniger beängstigend, holen uns die Figuren in Shusaku Takeuchis großartiger Tanzproduktion »Pakkage« ein. Die hier schon vielfach gezeigte und gefeierte Choreografie (Strandgut 7/2016) über einen grausamen Büroalltag zwischen

Mobbing und Monotonie, hat aber auch eine hoffnungsvolle Seite (26./27. Juli). Hochaktuell ist »The legend of a Burning Man« der spanischen Performer von Insectotropics. Ausgehend von der Selbstverbrennung des tunesischen Gemüsehändlers Mohamed Bouazizi, die als Auslöser der arabischen Revolution von 2011 betrachtet wird, thematisiert die poetische Multimedia-Show auf einer Mega-360ºBühne Chancen und Gefahren der Internet-Kommunikation (31. Juli). Was Peter Weyer, Shiva Grings und das Heimspiel von Antagon in den restlichen Augusttagen zeigen, behandeln wir passend im nächsten Heft. International, doch tendenziell deutschsprachig geht es im Theaterzelt jeweils ab 20 Uhr zu, wo unter anderem das brasilianische Ilheus Polar Theater (»Baltazar und der schreckliche Kampf«, »Die letzten Stunden eines Bürgermeisters«) und die deutsch-iranische And Partners in Crime (»Are you there?«) gastieren. Das Solo »Heimat von oben« von Victor Rabl führt uns in das abgründige Österreich. Mirrianne Mahn geht als Issa in der Theaterperipherie-Produktion »Issa versus Illegal« (Strandgut 4/2019) dem Tod eines Freundes nach, Die ungarische Performerin Reka Oberfrank und der Hamburger Geiger Simon Kluth schließen mit »Retus« und »Wie der Cowboy aus Arizona zu seiner Ehre kam« den Juli. Dazu gibt es Impro-Theater (Ampere Theater/Für Garderobe keine Haftung), Tanz und Poetry Slams. gt

Vom 19. Juli bis 4. August www.sommerwerft.de


THEATER © Maik Reuß

Heuchler en vogue Barock am Main präsentiert »Der Tartüff oder De Deibel in Gestalt« in der Höchster Porzellan-Manufaktur Wo es um Macht, Einfluss und Vorteilnahme geht, da hat das Heuchlertum Konjunktur. Und zwar von jeher, im Großen wie im Kleinen. Entsprechend zeitlos und ortsungebunden findet auch der größte aller Bühnen-Heuchler sein Publikum. So einen wie Molieres Tartuffe gibt es in jeder historischen Hülle. »De Deibel in Gestalt« umschreibt Barockam-Main-Autor Rainer Dachselt im Beititel sein Update des großen Hessisch-Tartüff aus dem Jahr 1972 von Wolfgang Deichsel, das vom 10. Juli bis zum 4. August im Hof der Porzellanmanufaktur auf den Spielplan von Barock am Main zurückkehrt. Der Grund dafür liegt allerdings nicht allein in der unkaputtbaren Aktualität des Themas, sondern wesentlich darin, dass sich in diesem Jahr der Geburtstag des 2011 verstorbenen Deichsel zum 80. Mal jährt. Unter der bewährten Regie von Sarah Groß und an der Seite von Michael Quast als Tartüff sind

von Pirkko Cremer bis Alexander Beck, von Katerina Zermankova bis Jakob Hunscha und Ulrike von Kinbach bis Dominik Betz und Gabriel Spagna die bewährten des Barock-am-Main-Ensembles dabei. Mit einer Ausnahme: Erstmals wird auf der Höchster Hofbühne Schauspieler Rainer Ewerrien in der Rolle des dummfanatisierten Hausherrn Orgon zu sehen sein, dessen Vermögen, Tochter und Frau sich Tartüff unter dem Mantel der Frömmigkeit erschleicht. Seine Hessisch-Festigkeit hat Ewerrien zuletzt bei der damals noch fliegenden Volksbühne 2015 in »Loch im Kopp« am Schauspiel unter Beweis gestellt. Wie im Vorjahr werden im Vorfeld der Aufführungen dienstags bis freitags auch Führungen in der Höchster Porzellan-Manufaktur veranstaltet.

re in Love Pension Schöller +++ Shakespea + +++ Saturday Night Fever ++ Maria, ihm schmeckt ’s nicht Emil und die Pippi auf den sieben Meeren +++ erentola) +++ Cen (La tel Detektive +++ Aschenput 4 +++ Frau Müller muss weg +++ 198 Der dressierte Mann

Tickets & Info 0 61 01 55 94 55 www.kultur-bad-vilbel.de | tickets@bad-vilbel.de

gt 10. Juli bis 4. August: Di.–Sa., jeweils 20 Uhr, So. 16 Uhr www.barock-am-main.com

Juni-Premieren Frankfurt    Theater

ROT ODER TOT (4)

Regie: Carolin Millner. Mit Magdalena Wabitsch, Florian Mania, Johanna Miller studioNAXOS Theater Willy Praml, 12.(Premiere)-14.7., 17.21.7.2019, 21 Uhr www.studionaxos.de

   Klassik

DIE VERKEHRTE BRAUT

von Gioachino Rossini musikalische Leitung: Daniel Stratievsky. Inszenierung: Rainer Pudenz. Mit Dzuna Kalnina, Loise Fenbury u.a. Kammeroper Frankfurt Musikpavillon im Palmengarten, 20.(Premiere), 24., 26., 27.+31.7.2019, 19.30 Uhr www.kammeroper-frankfurt.de

Darmstadt

   Theater

DER TARTÜFF

Komödie in hessischer Mundart von Wolfgang Deichsel nach Molière. Regie: Sarah Groß. Mit Michael Quast und dem Barock am Main-Ensemble. Höchster Porzellan-Manufaktur, 10.7.(Premiere)-4.8.2019, Di.-Sa., 20 Uhr; So., 16 Uhr www.barock-am-main.com

   Theater

FRANKENSTEIN

Nach dem Roman von Mary Shelley Inszenierung: Renate Renken. Mit Sabrina Czink, Gabriela Reinitzer, Markus Hill, Rainer Poser, Axel Raether Gewächshaus der Orangerie, 13.(Premiere), 20., 26.+27.7.2019, 21 Uhr www.neue-buehne.de

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KLASSIK

Palmengarten: Kammeroper Frankfurt zeigt zum Jubiläum Rossinis »Die verkehrte Braut« Anstößig, ruchlos, obszön und beleidigend. Und auf alle Fälle etwas Besonderes. Als eine »Perle der Unkorrektheit« kündigt Rainer Pudenz, Gründer und künstlerischer Leiter der Frankfurter Kammeroper, das Sommerprogramm das 25-JahreJubiläum im schönsten Frankfurter Opernhaus an – der Orchestermuschel im Palmengarten. »Gibt’s nirgendwo sonst auf der Welt, eine Oper in einem Parkpavillon«, schwärmt der Jubilar. Giacomo Rossinis 1811 in Bologna uraufgeführtes Jünglingswerk »Die verkehrte Braut« wurde nach nur drei begeistert aufgenommenen Aufführungen abgesetzt und umgehend vom milanesischen Polizeiminister verboten – und zwar für ganz Italien. Gott sei Dank nicht für immer. Doch hat es 150 Jahre gebraucht, »L’equivoco stravagante« (das extravagante Missverständnis) 1965 in Siena zur Wiederaufführung zu bringen. Und 30 weitere Jahre, bis das als opera giocosa (glückliche, also komische Oper) firmierende Werk beim Rossini-Festival 1993 in Bad Wildbad zu seiner Deutschland-Premiere zu sehen war. Einmal noch in Hamburg (2002) und dann konzertant in Berlin (2004). Mehr war da nicht. Woran liegt das? Ganz gewiss nicht an der wunderbaren und unwiderstehlichen Musik des damals 19-jährigen Genius Giacomo, ist sich Rainer Pudenz sicher. Die sei schon ganz Rossini, randvoll gespickt mit Burlesken und bestem Belcanto, zumal der Komponist sich in der Folge reichlich bei dem inkriminierten Werk bediente, um weit populärere seiner späteren Opern wie den »Barbier von Sevilla« damit zu schmücken. Der Grund ist vielmehr, dass die von dem Librettisten Gaetano Gasbarri erfasste Handlung noch immer eine spitzfingrige Vorsicht auslöst, wenn nicht gar die Kneifzange bemüht wird. Erzählt wird, wie der arme Hauslehrer Ermanno seine Geliebte, die belesene Ernestina, © Wolfgang Fuhrmannek

davor retten willen, von ihrem Vater, Gambarista, mit dem unterbelichteten neureichen Schnösel Buralicchio verheiratet zu werden. Ermanno und sein Freund Frontino streuen das Gerücht, Ernestina sei gar keine Frau, sondern ein Kastrat, der dem Wehrdienst entgehen wolle, und schocken den Freier damit. Als der so Brüskierte die Schöne dann aber verhaften lässt, verkleidet sich Ermanno als Soldat, um Ernestina zu befreien. Es folgen Spannung, Dramatik, Happy end und Love me gender Und es geht nicht nur derb und anzüglich zu rund um das delikate Thema Kastration in diesem Stück, sondern auch respektlos gegenüber Militär, Ordnung und Oberschicht. Pudenz: »Vielleicht versteht man die Modernität und subversive Komik der Oper erst heute angesichts verwirrter und verwirrender Gendergrenzen, Geldgrenzen und Grenzen des Anstands und des guten Geschmacks.« Ein Glück für die Kammeroper. Ein Glück aber auch für das Werk! Wer wäre besser geeignet diese Oper in vollem Glanz aufzupolieren und erstrahlen zu lassen?, fragt Pudenz. Niemand. Den verheißungsvollen Platz am Pult nimmt Nachwuchsdirigent Daniel Stratievsky ein, nachdem sein Vorgänger Florian Erdl inzwischen an der Oper Frankfurt dirigiert. Auf der Bühne werden mit Dzuna Kalnina (Ernestina), Louisa Fenbury (Rosalia), Thomas Peter (Gambaretta), Timon Führ (Burlicchino) und natürlich Armin Rothermels Chor vertraute Stimmen erklingen, erstmals wird Ilja Aksionov (Frontino) zu hören sein, dem Pudenz eine große Karriere zutraut. Ob und wie sich das gefiederte Personal des Palmengartens einmischt, bleibt wie stets dem Zufall überlassen. Winnie Geipert Termine: 20. 24., 26., 27., 31. Juli, jeweils 20 Uhr (weitere Termine im August) www.kammeroper-frankfurt.de

© Petra Gismann

Eine Perle der Unkorrektheit

Burgfestspiele Dreieich: Hofmanns Erzählungen

Gegen sommerliche Dürre Festivals in Dreieich und Bad Homburg Die Ferienwochen sind, mal von den großen Festivals wie im Rheingau und einigen Wein- oder Brunnenfesten abgesehen, für Kulturfreaks stets eine lange Dürreperiode. Da freut man sich über so manches versteckte Highlight. Vielleicht diese: Die Festspiele in der romantischen Burg von Dreieichenhain haben sich zu einem Publikums- und Künstlermagneten entwickelt. Da geben sich der Kabarettist Willy Astor, Max Mutzke, der immer noch aufmüpfige Konstantin Wecker oder Gayle Tufts die Schlüssel zum Innenhof in die Hand. Zwei besondere Events seien herausgepickt: Am 29.7. skelettieren Michael Quast mit Sabine Fischmann und Rhodri Britton/Markus Neumeyer am Klavier diesmal ›à trois‹ »Hoffmanns Erzählungen« von Jacques Offenbach, dessen 200. Geburtstag im Juni die Musikwelt zu feiern begonnen hat. Vom großen Regisseur Walter Felsenstein (der um 1970 bereits eine eigene Fassung in Szene setzte) gewissermaßen legitimiert, werden sich die Protagonisten daranmachen, die musikalischen Kostbarkeiten »aus dem orchestralen Schwulst und der nachträglichen Zukleisterung mit Rezitativen zu befreien«. Zu Beginn des Festivals kommt wiederholt das »Ukulele Orchestra of England« nach Dreieichenhain (5.7.), das mit seinen kleinen Schwestern der Gitarre einen Mix aus Pop bis Punk, Folk bis Jazz und Klassik im Gepäck hat. Die »Ukes«, wie sie von Ihren weltweiten Anhängern genannt werden, nennen ihr neues Programm »Aus Ukes und Dollerei«, und eine Prise englischen (Galgen-)Humors angesichts des über allem schwebenden Brexits wird dabei sein.

»Alles live, open air und eintrittsfrei« ist die Devise des Bad Homburger Sommerfestivals bis Mitte Juli. Mit weit über 60 Veranstaltungen für jeden Gusto: wie Flohmarkt und Kinderprogramme (inkl. Spielmobil im Kurhausgarten, Clowns oder Kindertheater in den Louisenarkaden), Kabarett im Kurpark (3. und 10.7.), Open-Air-Kino (4. und 12.7.), eine Sommerlounge mit »Friend´N´Fellow« im idyllischen Gustavsgarten vor der Villa Wertheimber (9.7.) und sogar ein dreitägiger Tanzworkshop im Kurhaus (8. bis 10.7., mit Voranmeldung) sowie ein Sommernachtsball im Kurhaus (6.7.). Im Rahmen des Rheingau Musik Festivals wird ein FadoAbend der Portugiesin Cristina Branco am 14.7. ein musikkulinarisches Highlight sein (Sommerbühne vor dem Kaiser-Wilhelm-Bad). Zum Abschluss des Bad Homburger Sommers gibt sich das JohannStrauß-Orchester Wiesbaden am 13.7. die Ehre und bringt, wie jedes Jahr, so etwas wie Last-Night-ofthe-Proms-Feeling in den Kurpark, das wieder mit einem grandiosen Feuerwerk enden wird. Und die noch bis Oktober laufende (ebenfalls kostenlose) Skulpturbiennale »Blickachsen«, die sich durch alle Parks der Taunusstadt zieht, mit teils bemerkenswerten Skulpturen z.B. von A.R.Penck, Yoko Ono oder William Forsythe, ist eine schöne Ergänzung für einen (oder mehrere) gelungene(n) Sommertag(e) in der Kurstadt. Wenn´s noch immer nicht genug ist: am 20. und 21.7. wird der Kurpark wieder übervoll sein mit Kunst, Kultur, Tanz und fernöstlichen Düften anlässlich des bunten ThaiFestivals.

Festival-Programm und Karten Tel.: 06103/6000-0

Ausführliches Programm unter www.bad-homburger-sommer.de

Bernd Havenstein

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KUNST Von Haus zu Haus

Winter/Hoerbelt »Donnerstags ist alles gut«, 2019, © Stiftung Blickachsen gGbmH/ Winter/Hoerbelt

Wenn sich Kunst mit Natur verbündet »Blickachsen 12« in Bad Homburg und der Rhein-Main-Region sind ein internationaler Treffpunkt für zeitgenössische Skulpturen und Installationen

Die Skulpturenbiennale »Blickachsen 12« hat ihre Parks zum zwölften Mal geöffnet. Sie ist nach wie vor ein Höhepunkt in der Kulturszene der Rhein-Main-Region. Mit insgesamt 60 Exponaten von rund 30 Kunstschaffenden aus 15 Ländern zeigt die Schau vom 26. Mai bis zum 6. Oktober 2019 ein buntes und breites Spektrum dreidimensionaler Kunst. Erwachsenen wie Kindern bietet sie ein einmaliges Kunsterlebnis, das zum Sehen, Denken, Hören und Mitmachen anregt. Seit 1997 holt Initiator und Kurator Christian K. Scheffel Künstlerinnen und Künstler nach Bad Homburg und in die Region. Mit ihren zeitgenössischen Arbeiten treten sie an insgesamt sechs Orten im RheinMain-Gebiet in einen Dialog miteinander, mit ihrer Umgebung und den Betrachtern. Unter ihnen findet man sowohl weniger bekannte als auch prominente Namen wie Yoko Ono, Kaarina Kaikkonen, Anne Thulin, Sean Scully, William Forsythe, A. R. Penck u.v.a. Sie vertreten maßgeblich die dreidimensionale Kunst. In ihren Werken spielen nicht nur formal ästhetische Gesichtspunkte, Oberflächenstruktur, Umgebungsbezug oder Richtungsdominanz eine Rolle. Es sind ganz besonders die feinen, subtilen Schwingungen wie Farben-, Licht- und Schattenspiele sowie die facettenreichen »Klangfarben« der Natur, die die Aussageabsichten ihrer Werke unterstreichen. Scheffel kuratiert die BlickachsenAusstellungen gemeinsam mit einem jeweils wechselnden Partnermuseum oder Skulpturenpark. In diesem Jahr zusammen mit Eli-

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sabeth Millqvist und Mattias Givell, dem Direktoren-Duo des schwedischen Skulpturenparks Wanas Konst. Kern- und Ausgangspunkt der Skulpturenschau sind traditionell der von Peter Josef Lenné Mitte des 19. Jahrhunderts angelegte Bad Homburger Kurpark und der nahe gelegene Schlosspark, eine ehemalige Residenz der Landgrafen von Hessen-Homburg. Von dort führen die Blickachsen 12 nach Bad Vilbel, in den Skulpturenpark Niederhöch-

Anne Thulin »Double Dribble«, 2019, © Stiftung Blickachsen gGbmH/Anne Thulin

stadt in Eschborn, auf den Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt, in das geschichtsträchtige Kloster Eberbach und nach Kronberg in den Park Schloss Friedrichshof. Perspektivenwechsel So lautet das Leitmotiv des außergewöhnlichen Ausstellungskonzepts des Kurators. Es regt an, mittels fein abgestimmter Inszenierungen der Kunstwerke und ihrer zum Teil magnetischen Wirkung festgefahrene Stand- und Gesichtspunkte aufzugeben und sich an interaktiven Angeboten zu beteiligen. Beispielsweise an dem fortlaufenden Projekt der weltbekannten amerikanischen Künstlerin Yoko Ono. Sie nutzt die Apfelbäume im Obstgarten des Schlossparks für ihre berühmten »Wish Trees«. Die lBesucher sind eingeladen, Zettel mit Wünschen an Zweige zu hängen, die anschließend von der Künstlerin gesammelt und archiviert werden. Ebenfalls im Schlosspark, nicht gleich zu erkennen, präsentiert der Amerikaner William Forsythe seine interdisziplinären »choreographischen Objekte«,

deren Schriftzüge sich auf einer Parkbank und in einem Bodenstein befinden. Und hoch oben, umgeben von den Baumkronen der Brunnenallee im Bad Homburger Kurpark, hat die finnische Künstlerin Kaarina Khaikkonen eine aus abgelegten Herrenjacketts 100 Meter lange Installation mit dem Titel »There Must Be a Way Out of Here« gestaltet. Offen für vielfältige Interpretationen: Möglicherweise prangert sie die Uniformierung ihrer ehemaligen Träger an? Denkbar wäre auch, einen Bezug zu der starken Bindung der Künstlerin an ihren Vater herzustellen, dessen Hemden sie als Kind gerne trug. Ebenfalls im Blätterdach des Kurparks ist neben dem Gesang der heimischen Vögel die Aufnahme des australischen Glockenvogels zu hören. Eine Sound-Installation des südafrikanischen Künstlers James Webb. Subtil berührt er damit Themen wie Migration, Einsamkeit, Exotik und Gastfreundschaft. Die Schwedin Anne Thulin lenkt mit ihrer Installation »Double Dribble IV« die Aufmerksamkeit der Besucher auf riesige rote Bälle in den Bäumen. Ebenso anziehend ist die spektakuläre 13 Meter hohe Skulptur »Giant Log« aus spiegelpoliertem Edelstahl des israelischen Künstlers Arik Levy. Wuchtig und filigran zugleich reflektiert sie Betrachter und Umgebung des Kurparks in immer neuen Bildern. Ein weiterer Anziehungspunkt ist die unübersehbare, größtenteils aus Getränkekisten kreierte 11 Meter lange, lichtdurchlässige und begehbare Röhre des Künstler-Duos Winter/Hoerbelt mit Durchblick auf die Lennésche Blickachse vom Kurhaus zum Kurparkweiher und seiner Fontäne. »Donnerstags ist alles gut« lautet der Titel. Warum ausgerechnet dieser Tag? Es könnte möglicherweise der magische Wochentag sein, der sich für eine erste Begegnung mit anderen – oder mit sich selbst – eignet. Ein kleiner Ausschnitt aus dem spannenden Angebot der Blickachsen! Einer beeindruckenden Schau, die Neugierde erweckt, eingefahrene Sichtweisen verändert, aber auch nachdenklich macht. Greifbar einerseits, jedoch nicht immer begreifbar. Es bietet sich deshalb an, das reichhaltige Vermittlungsangebot wie Führungen, Workshops und Informationen rund um die Skulpturenbiennale anzunehmen, damit der Besuch für jeden ein außergewöhnliches Erlebnis wird. Anne Kaben

26. Mai bis 6. Oktober 2019 täglich geöffnet freizugänglich www.blickachsen.de


Von Haus zu Haus

ANSICHTSSACHEN >> Schöne Aussichten: Der Höchster Bolongaro-Palast könnte nach seiner Wiedereröffnung 2022 zum neuen Standort des Porzellan-Museums werden, das derzeit noch im Kronberger Haus untergebracht ist. Bereits in festen Planungstüchern ist seine Zukunft als Stadtteil-Museum unter dem Namen Museum Bolongaro.

© Sven Tränkner

Auf Du und Du mit dem Algenreaktor Senckenberg-Museum blickt nachhaltig in das Jahr 2040: »Zukunft gestalten« Das Immer-so-weiter ist im Senkkenberg NaturMuseum keine Antwortoption auf die Frage »Wie leben wir im Jahr 2040?«. Das muss angesichts der Wucht, mit der Klima- und Umweltfragen in unseren Alltag dringen, auch niemanden wundern. Die Ende Mai eröffnete Ausstellung »Zukunft gestalten – Wie wollen wir leben?« dokumentiert auch dies. Ihr Fokus ist allerdings auf konkrete bio-ökonomische Lösungen gerichtet und setzt voraus, dass Politik, Gesellschaft und Wissenschaft bis dahin grundlegend anders mit den Erdressourcen verfahren – und wehe, wenn nicht. 2040 ist keine ferne Zukunft, sondern übermorgen. Die interaktive Schau im zweiten Stock des Gebäudes ist in ihrer aktuellen Form ein noch übersichtliches Resultat von Workshops und Diskussionen von Schülern, Wissenschaftlern, Wirtschaftsexperten und Bürgern im Rahmen des vom Bundesministerium für Forschung und Bildung initiierten Projekts Biokompass. In den geplanten 15 Monaten Laufzeit wird sie mit ihren Themen auch ihren Umfang erweitern. Blaue, grüne und gelbe Tafeln kennzeichnen jeweils ein Szenarium für eine wünschenswerte Zukunft, in der biobasierte Rohstoffe und Verfahren die fossilen Ressourcen Kohle, Erdöl und Erdgas längst ersetzen. Die blauen geben HightechLösungen vor, die gelben verweisen auf geänderten Lebensstil, und die grünen zeichnen den von der Politik flankierten nachhaltigen Weg. Wie sehr das eine ins andere greifen muss, erschließt ein erster Blick in diese Zukunft.

Folglich ist im Jahr 2040 die deutsche Wirtschaft längst auf grünes Wachstum umgepolt und international Vorreiter in der Entwicklung innovativen Hightechs und »nonfossil products«. Dazu tragen nicht nur die Klimapolitik des Staates und der gezielte Einsatz von Steuern und Subventionen bei, sondern auch ein nachhaltiger Lebensstil. In einer Schauvitrine haben sich die Aussteller für das Erste den Morgen im Jahr 2040 vorgestellt, bei dem der Mini-Algenreaktor (siehe Foto) zum Inventar einer jeden Küche gehört und mit fröhlichem Blubbern eine Ration zum Brotaufstrich oder für einen Smoothie liefert. Mit einem Schluck Zichorien-Kaffee aus der aus Kaffeesatz gefertigten Tasse geht es dann in Textilien aus Milchfasern zum Job: Das Auto fährt mit Treibstoff auf pflanzlicher Basis und selbst die Reifen sind aus Löwenzahn. An Ideen für die konkrete Utopie eines nachhaltigen Lebens, so sieht man schon hier, mangelt es nicht. In den weiteren Schritten, die auch das Wissen und Meinen der Besucher einbeziehen, sollen auch der Tagesablauf und der Abend im Jahr 2040 ökologische Gestalt annehmen. Lorenz Gatt Bis 20. September 2020: Mo., Di., Do., Fr., 9–17 Uhr; Mi., 9–20 Uhr, Sa., So., 9–18 Uhr www.senckenberg.de

>> Bunt statt Grau: Im Rahmen der Ausstellung »Grey ist he New Pink« veranstaltet das Weltkulturenmuseum Frankfurt am 3. Juli um 19 Uhr die Premierenlesung »Bunt statt Grau« mit »Frankfurter Geschichten rund ums Alter«. www.weltkulturenmuseum.de >> Soft Opening: Die Präsentation des Plakatwettbewerbs zur Frankfurter Buchmesse hat schon Tradition im Museum angewandte Kunst. Vom 5.–21. Juli stellt das Haus die Entwürfe der teilnehmenden Hochschulen für das diesjährige Gastland Norwegen und seinen Slogan »Der Traum in uns« aus. Einer wird gewinnen. www.museumangewandtekunst.de >> Centennial: Die Darmstädter Sezession feiert ihr 100. Jubiläum an 100 Tagen mit dem Kunstfestival »Den Bogen spannen« noch bis 15. September 2019 in Darmstadt und Berlin als Festival der Gegenwart mit Blick auf die Zukunft. Mehr als 150 Kunstschaffende wirken

KUNST

im gesamten Stadtgebiet mal figurativ, abstrakt, konkret oder anders. Mit dabei: Annegret Soltau und Vera Röhm. Die Stadtführung »Antes bis Zadkine« zeigt exemplarisch Spuren von 44 Künstlern im städtischen Raum. >> Stolze Zahlen: Das Städel Museum freut sich über die Zahl von 182.561 Besuchern seiner Ausstellung »Tizian und die Renaissance in Venedig«, die von Mitte Februar bis zum 15. Mai mit mehr als 100 Meisterwerken der Zeit aufwartete. www.staedel-museum.de >> Reich beschenkt: Das Städel Museum erhält vier fotografische Arbeiten aus der Werkgruppe »Trinkhallen« von Tata Ronkholz und die Arbeit Rheinstraße von Volker Döhne für die in die Sammlung Gegenwartskunst und baut damit seinen Sammlungsbestand an Fotografien der Künstlerinnen und Künstler der Becher-Klasse um wichtige Werke aus. Die beiden Schenkungen sind aktuell im Metzler-Foyer des Museums zu sehen. www.staedel-museum.de >> Aus der 100 Projekte umfassenden Longlist für den DAM-Preis 2020 hat die Expertenjury eine Shortlist von 26 Bauten gewählt. Aus der Rhein-MainRgion ist lediglich Frankfurt mit dem Stylepark-Neubau am Peterskirchhof und zwei Wohnbauten vertreten. www.dam-online.de

So kleine Zimmer braucht heute ja kein Mensch mehr! Bewohnerin, Praunheim 2018

Wie wohnen die Leute?

Mit dem Stadtlabor durch die Ernst-May-Siedlungen Ausstellung Historisches Museum Frankfurt 15. Mai – 13. Okt 2019

Gefördert von

Im Rahmen von

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LITERATUR Krimikolumne: Alf Mayers Blutige Ernte

Welthaltigkeit per Thriller Der Großstadtroman »Berlin Prepper« von Johannes Groschupf

Es gibt Bücher, bei denen man schon nach eineinhalb Seiten weiß, dies wird ein Leseerlebnis, vielleicht sogar ein großes. Das erste Kapitel von »Berlin Prepper« verdient es, in Lehrbücher Eingang finden, so mustergültig ist dieser Thriller-Anfang, kompakte sieben Druckseiten lang. Autor Johannes Groschupf folgt dem Kinorezept von Samuel Fuller: Wir treffen den Helden/ Protagonisten, wie er von Rothäuten verfolgt, an uns vorbeistürzt, die pure Action reißt uns mit, hinein in den Erzählstrom. Alles Notwendige erfahren wir unterwegs, durchgeatmet wird am Schluss. Groschupfs Prärie heißt Berlin – und wir sehen die Stadt, wie sie uns noch keiner gezeigt hat. (Am nächsten, aber anders: Max Annas in »Illegal«.) »Berlin Prepper« beginnt so: »Vor dem Job im Newsroom ging ich nachts laufen. Lebe in der Lage. Kurz vor Mitternacht schnürte ich meine Turnschuhe und verließ die Wohnung ...« Schnell fällt der Ich-Erzähler in einen leichten Trab, erreicht den Görlitzer Park. »Hallo, Meister!« begrüßen ihn die Dealer, die hier stehen. Er läuft weiter, über Landwehrkanal und Bahnüberführung, nimmt den Kiesweg zum Spreeufer, taucht in den Pläntnerwald ein, wo er sprintet oder eine Weile rückwärts läuft, um die Balance zu schulen. Dann sind seine Sinne scharfgestellt. Er spürt jede Regung im Wald, jedes Knacken von Zweigen, jedes Aufflattern einer Eule oder Ringeltaube. In einer unauffälligen Mulde zwischen vier Birken hat er seine Schwimmsachen gebunkert. Er

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zieht sie an und lässt sich in die Spree gleiten. Der Neoprenanzug schützt ihn vor der Kälte. Die ersten Minuten genießt er. »Das Leben ist einfach, wenn man mit dem Strom schwimmt.« Er schwimmt am Fähranleger Wilhelmstrand und am Funkhaus Nalepastraße vorbei, dann unter der Elsenbrücke durch, ein weites Stück. An der Oberbaumbrücke dreht er um und schwimmt zurück. Es hat ihn Jahre gekostet, bis er die ganze Strecke bis zur Wasserschutzpolizei Ost, wo er seine Schwimmsachen immer in der Mulde versteckt, in einem Zug zu bewältigen vermochte. Jetzt tut er es Nacht für Nacht. »Wenn die Stunde kam, war ich vorbereitet. Ein Prepper. Man lachte über Leute wie mich, aber ich wusste: Wer zuletzt lacht, lacht am besten. Nicht einmal ein Prozent der Bevölkerung ist adäquat auf einen Katastrophenfall eingerichtet. In Berlin vermutlich noch weniger. Man vertraut darauf, dass schon nichts passiert. Verlässt sich auf Vater Staat ...« Noack hat sich in eine gute körperliche Verfassung gebracht, in Depots quer durch die Stadt hat er Vorräte für mehrere Monate in angelegt, und er hat das nötige Werkzeug, um sich noch weitere Wochen lang in der Wildnis durchschlagen zu können. Er ist 44, als er des Geldes wegen bei einer großen Berliner Zeitung als »Content Moderator« anheuert. Der Job sei kein Zuckerschlecken, sagt der Ressortleiter. »Hier sagt niemand Danke. Keiner wird dich grüßen.« Noacks Aufgabe: acht Stunden täglich Online-Hasskommentare lesen und löschen. »Volkes Stimme, Schaum vor dem Mund, rund um die Uhr. Beleidigungen, Lügen, Unterstellungen, Tiraden, Gewaltphantasien, Morddrohungen. All das muss weg.« Für dreizehn Euro die Stunde wird Noack zum Klomann. Drei Fehler im Monat und er ist raus. Mit beiden Beinen steht er in der Kloake, entsprechend riecht er für die anderen. Willkommen im Reich des digitalen Volkszorns. Kapitel 2 macht einen Sprung zwei Jahre vorwärts. Für uns Leser ist das ein Schnelldurchlauf in Sachen Medienrealität. Content Moderatoren gelten im Newsroom so viel wie die Putzkolonne der pakistanischen Frauen, die am Morgen mit dem Staubsauger kommt. Noack ist zuverlässig, schnell, und abgeklärt – was es nicht besser macht, wie

schärfe und Säure gibt. Ein UmamiBuch voll neuer, so noch nicht geschmeckter Aromen. Ein Großstadtroman für das 21. Jahrhundert. Klug und scharf dazu. Realitätsgesättigt. Welthaltig. Hinreißend erzählt. Großartig geschrieben. Ein Meisterstück. Große Verneigung. – Ein Hinweis hier auch auf den Herausgeber: Thomas Wörtche. Das Feuilleton-Gekreische, dass Suhrkamp jetzt Krimis mache und sich ans Billige & Triviale verrate, hat sich erledigt. Bücher wie dieses zeigen, wie lächerlich das Nasengerümpfe schon immer war. Johannes Groschupf: Berlin Prepper. Thriller, herausgegeben von Thomas Wörtche. Suhrkamp Verlag, Berlin 2019. 238 Seiten, 14,95 Euro.

anonymisierte Zeitgenossen Frust, Wut, Hass und Rassismus in ihren Online-Kommentaren ausscheiden. Sie nennen sich »Rambo«, »Besorgter Bürger«, »Denkzettel«, »Volksschullehrer« oder »Plantagenbimbo«. Was auch immer aktuell vorfällt auf der Welt, ihre Beiträge haben stets den gleichen aufgebrachten Ton. Noack putzt es weg. Es perlt an ihm ab. Regen erinnert ihn an Tschernobyl, er war zwölf damals, gewöhnte sich an Konservennahrung. »Mach mich zu einer Zeugin Raviolis!« scherzt seine junge Kollegin Peppa einmal, mit der er sich ein wenig anfreundet – soweit das ein Typ wie Noack kann. Solche Humorspritzen sind quer durchs Buch sparsam, aber effizient gesetzt. Sie tragen zur Lakonie des unaufhaltsam pulsierenden Erzählstroms bei. Wie bei den alten Meistern Ed McBain, Dashiell Hammett, Donald E. Westlake, Elmore Leonard oder George V. Higgins (den er als Motto zitiert) schafft Johannes Großschupf es, seinen Roman ganz leicht und lässig aussehen zu lassen, dabei ist er durch und durch gedrechselt und poliert. Garantiert fett- und schmonzesfrei. Kein falscher Ton. Kein einziger. Hier schreibt einer mit Haltung gegenüber und mit Wissen von der Welt. Ich bin versucht, es genial zu nennen, wie virtuos das Buch einen Kammerton setzt und dann den Takt mehr und mehr verschärft, wie die dem Weltuntergang ins Auge blickende Prepper-Philosophie (vom Englischen »to be prepared«) dem durch die Medien sickernden Welthass der Wutbürger Tiefen-

P.S.: Ein Problem, mit dem Johannes Groschupf beim Schreiben immer wieder zu kämpfen hatte, war die Plausibilität. Berüchtigte Lektoratsfrage: Ist das nicht zu sehr übertrieben, kaufen uns das die Leser ab? Nach Schätzung der Behörden leben etwa 10.000 bis 180.000 Prepper in Deutschland, die Übergänge zu »Reichsbürgern«, »Selbstverwaltern« und extemistischen Waffennarren sind dabei laut eines Lageberichts von BKA und Verfassungsschutz fließend. Jetzt im Juni 2019 wurden in Mecklenburg-Vorpommern drei ehemalige SEK-Beamte und ein Aktiver festgenommen, weil sie über Jahre beim LKA Munition entwendet und einem weiteren Beschuldigten aus der Prepper-Szene überlassen haben sollen. Johannes Groschupf in seinem vier Wochen zuvor erschienen Buch (Seite 175): »Die Jungs da oben in Mecklenburg, die sind schon weiter. Die sind untereinander vernetzt bis in Polizei, Bundeswehr, Verfassungsschutz hinein, da sitzen ja auch noch vernünftige Leute. Dadurch haben sie Zugriff auf Daten und auf Waffen, von denen unsereins nur träumen kann. Die haben Einsatzpläne bis ins Detail ausgearbeitet, da geht dir einer ab. Die haben sich schon die Schuppen ausgeguckt, wo sie die linken Bazillen, die Volksverräter unterbringen können, wenn dieses verbrecherische Regime gestürzt ist. Die Laster stehen bereit, mit denen man die Zecken aufsammeln, wegkarren und entsorgen kann. Bei der Truppe sind die Listen mit den betreffenden Personen und Adressen schon in Umlauf. Wenn die Stunde X kommt, dann wissen die Jungs, was zu tun ist.«


LITERATUR

Schwarz, das heißt schuldig Colson Whiteheads neuer Roman »Die Nickel Boys« Ein großartiges und furchtbares Buch. Ergreifend und empörend. Der Roman erzählt eine wahre Geschichte, die einem die Tränen in die Augen treibt und vor Zorn, ja einer unbändigen Wut erbeben lässt. Colson Whitehead, 1969 in New York geboren, erzählt auch hier wieder von der (Leidens-) Geschichte der Schwarzen in Amerika. Sein ebenfalls grandioser Roman »Underground Railroad«, vor zwei Jahren auf Deutsch erschienen, mit dem Pulitzer Preis und dem National Book Award ausgezeichnet, wurde zum Welterfolg. Sein neuer Roman, »Die Nickel Boys«, raffiniert gebaut, spannend erzählt, sollte zur Pflichtlektüre werden. Whiteheads erschütternder Roman basiert auf Tatsachen, die 2014 aufgedeckt wurden. Die Anstalt war 2011 geschlossen worden und auf dem Gelände sollte ein Neubauviertel entstehen. Bei der Aushebung der Baugrube wurden Dutzende Leichname mit eingeschlagenen Schädeln oder Brustkörben und gebrochenen Beine gefunden. Entlassene Jugendliche hatten zwar mehrfach auf die entsetzlichen Zustände in der Anstalt hingewiesen, geglaubt wurde ihnen nicht. Viele der Zöglinge konnten aber auch später nicht über ihre Leidensgeschichte reden. Zu tief saß das Trauma. Auch Elwood Curtis, der später heiratet und sich eine bürgerliche Existenz aufbaut, wird ein Leben lang ein doppeltes Geheimnis mit sich herumtragen. Er wird nie darüber sprechen (können), dass er ein Jahr seines Lebens im »Nickel« verbracht hat und erst recht nicht über das, was dann auf

Elwood Curtis lebt mit seiner Großmutter Harriet in Tallahassee, Florida. Die Eltern haben sich davon gemacht, als er sechs Jahre alt war. Elwood ist intelligent, ehrgeizig und fleißig. Als Schwarzer träumt er davon, einmal »wie die weißen Jungen den Vergnügungspark ›Fun Park‹ besuchen zu dürfen«. Die Rassentrennung ist noch nicht aufgehoben. Er besitzt eine Schallplatte mit Reden von Martin Luther King, in denen der seiner Tochter eindrucksvoll versichert: »Obwohl du Fun Town nicht betreten darfst, bist du genauso viel wert wie jeder, der hineindarf«. Elwoods Lehrer Mr. Hill verschafft ihm einen Platz in einem College für Farbige, ganz in der Nähe. Um sich im College einzuschreiben, will er dorthin trampen. Damit beginnt seine tragische Geschichte. Er steigt ein in gestohlenes Auto. Die Polizei erwischt den Fahrer und beide jungen Männer werden in die Besserungsanstalt

»Nickel« eingewiesen. Anfangs hat Elwood noch Hoffnung, immerhin gibt es »üppige grüne Gärten, alte Bäume« und ein Gelände ohne Zäune und die minderjährigen Häftlinge sollen Unterricht erhalten. Er ist dort zwar unschuldig gelandet, wusste aber, dass das bei einem Schwarzen keine Rolle spielt. Die Hautfarbe genügt als Schuldbeweis. Er sagte sich, »ich mache das Beste daraus«. Doch die Besserungsanstalt »Nickel« war ein Ort der blanken Willkür und ungehemmten Brutalität. Hier wurde gefoltert und gemordet. Neuankömmlinge fragten sich anfangs, was das nächtliche »monströse Rauschen und Sausen« zu bedeuten hatte. Sie sollten es bald erfahren. Ein riesiger Ventilator übertönte die Schreie der Jungens, die mit Lederriemen geschlagen wurden. Den Großteil der Kleidung und Essenszuteilungen verhökerten die Wärter auf dem Schwarzmarkt.

Lesungen

Neue Ausstellungen

CAT DYLAN, RAYWEN WHITE, KARIN KRATT

>> 23. Mai PALMENGARTEN: CITRUS – Zwischen Glanz und Gloria, www.palmengarten.de, bis 22. September 2019 >> 29. Juni MUSEUM WIESBADEN: Jugendstil Schenkung Nees, www.museum-wiesbaden.de >> 30. Juni MATHILDENHÖHE DARMSTADT: Künstlerhaus – Meisterhaus, Museum Künstlerkolonie, bis 20. Oktober 2019, www.mathildenhoehe.eu >> 5. Juli ENGLISCHE KIRCHE BAD HOMBURG: Auf starken Schwingen; Gabriele von Lutzau, bis 27. Juli 2019; www.bad-homburg.de

Lesung und Signierstunde Thalia in Hanau, 31.7.2019, 18 Uhr www.hanau-erleben.de

PAUL INGENDAAY

Königspark Haus am Dom, 7.7.2019, 11 Uhr www.hausamdom-frankfurt.de

WLADIMIR KAMINER

Die Kreuzfahrer Burgfestspiele Dreieichenhain, 11.7.2019, 20 Uhr www.burgfestspiele-dreieichenhain.de

>> 7. Juli MUSEUM SINCLAIR-HAUS, BAD HOMBURG: Flügelschlag, bis 13. Oktober 2019 www.museumsinclairhaus.de >> 12. Juli KUNSTHALLE MAINZ: Latifa Echakch, Freiheit und Baum, bis 20.10. 2019, www.kunsthalle-mainz.de >> 12. Juli MUSEUM WIESBADEN: Mitsommernacht, Harald Sohlberg, ein norwegischer Landschaftsmaler, bis 27. Oktober 2019, www.museum-wiesbaden.de >> 13. Juli FOTOGRAFIE FORUM FRANKFURT: Michael Campeau, The Donkey that became a Zebra, bis 12. Oktober 2019, www.fffrankfurt.org

© Peter-Andreas Hassiepen

seiner Flucht passiert ist. Die grausame Zeit im »Nickel« wird ihn sein Leben lang verfolgen. Die Lehre, die er daraus gezogen hat, ist schlicht: »Du sollst nicht lieben, denn man wird dich im Stich lassen, du sollst nicht vertrauen, denn man wird dich verraten, du sollst nicht aufbegehren, denn man wird dich Mores lehren«. Von den Verantwortlichen der Gewalt und der Verbrechen im »Nikkel« wurde übrigens kein einziger zur Rechenschaft gezogen. Sigrid Lüdke-Haertel Colin Whitehead: Die Nickel Boys. Roman; Aus dem Englischen von Henning Ahrens; Hanser Verlag; München 2019; 224 S.; 23€

Palmengarten: CITRUS – Zwischen Glanz und Gloria © Palmengarten

Museum Sinclair: Bertozzi Canosi © VG Bild und Kunst

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MUSIK +

mainzplus CITYMARKETING

2019

Summer in the City

.DEDUHWW 0XVLN  LP

Do., 04.07./19 Uhr/Volkspark

XQG /LWHUDWXU Sa., 06.07./19 Uhr/Zitadelle

Sa. 20.7.2019, 20 Uhr - Comedy

SUSANNE HASENSTAB UND EMIL EMAILLE Fr. 26.7.2019, 20 Uhr - Kabarett

HERBERT PIXNER PROJEKT So., 07.07./19 Uhr/Volkspark

BOB DYLAN Mo., 08.07./20 Uhr/Frankf. Hof

Aschaffenburg COLOS-SAAL

19.00 h Jazznight 2019

Bad Homburg KAISER-WILHELMS-BAD Darmstadt SCHLOSSGARTEN, RESIDENZSCHLOSS

JAZZINSTITUT, GEWĂśLBEKELLER

POPCORN 4 –MIXED SHOW Sa. 3.8.2019, 20 Uhr - Konzert

ROGER STEIN Fr. 9.8.2019, 20 Uhr - Lesung & Comedy

JÖRG BECKER Sa. 10.8.2019, 20 Uhr – Soul, Rock, Balladen

INSOULIN Fr. 16.8.2019, 20 Uhr - Comedy

DIETRICH FABER Sa. 17.8.2019, 20 Uhr – Rock`n`Roll-Konzert

THE SILVERBALLS Fr. 30.8.2019, 20.30 Uhr – Film & Musik

CHRISTOPH OESER und weitere Veranstaltungen

20.00 h 28. Darmstädter JazzConceptions Session 1

Frankfurt BATSCHKAPP

20.00 h Lamb Of God + Support: Bleed from within

DIE FABRIK

NACHTLEBEN

Dienstag 02. Aschaffenburg COLOS-SAAL

20.00 h Richie Kotzen

KLAUSE

20.00 h 28. Darmstädter JazzConceptions Session 2

DREAM THEATER

Do., 01.08./19 Uhr/Zitadelle

DERMOT KENNEDY So., 18.08./19 Uhr/Domplatz

A LITTLE HISTORY OF JAZZ Sa. 27.7.2019, 19 Uhr

SOUTH WEST OLDTIME ALL STARS feat. TREVOR RICHARDS A Tribute to Satchmo

ALEXA RODRIAN QUARTETT Vocal Jazz im Stil der 40er und 50er Jahre

JEFF CASCARO QUARTETT Love & Blues in the City GOSPEL MATINÉE So. 28.7.2019, 9.30 Uhr

DIRK RAUFEISENS GOSPEL FOUNTAIN feat. TOMMIE HARRIS BLUES MORNING So. 28.7.2019, 11 Uhr

DIRK RAUFEISENS BLUES FOUNTAIN feat. TOMMIE HARRIS HANS THEESINK & BIG DADDY WILSON

3. SYMPHONIC

ROCK NIGHT So.

20 Uhr/Frankfurter Hof

27.09. DOTA Fr.

20 Uhr/Frankfurter Hof

11.10. ALEXA FESER & Band Tickets & Infos: www.frankfurter-hof-mainz.de & an allen bek. VVK-Stellen

Frankfurt MAMPF

20.30 h Johannes MĂśssinger

ZOOM

21.00 h Drug Church

Mainz SCHON SCHĂśN

21.30 h rw/Glintshake

Offenbach REBELL(I)SCHE STUDIOBĂźHNE & GALERIE

19.00 h Siyou‘n‘Hell - Siyou & Hellmut Hattler

Mittwoch 03. Aschaffenburg COLOS-SAAL

20.00 h Cradle of Filth

Darmstadt HOFF-ART THEATER

20.00 h 28. Darmstädter JazzConceptions Session 3

VINOCENTRAL

18.00 h Tiefenrausch Klangkombinat

Frankfurt COMOEDIA MUNDI MAINUFER

19 Uhr/Rheingoldhalle

15.09. MICHAEL MITTERMEIER Fr.

LATVIAN BLUES BAND

20.30 h Alligators of Swing

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20.00 h St. Beaufort

21.00 h HSB - Hertel/Schädlich/Biehl Piano Trio

20.30 h Aurelio Calabro Project

PALMENGARTEN - MUSIKPAVILLON

19.30 h Wolfgang Muthspiel Quintet

ZOOM

21.00 h Bhad Bhabie

Mainz VOLKSPARK

19.00 h George Ezra

Wiesbaden KREATIVFABRIK

21.00 h Baestien / Blaeck Fox

SCHLACHTHOF

20.30 h Radio Moscow, Animal Bizarre

Freitag 05.

ZOOM

20.00 h Smif N Wessun, Mr. Cheeks & The Lost Boyz, Havoc & Big Noyd and DJ L.E.S

Mainz SCHON SCHĂśN 20.00 h INVSN

Offenbach HAFEN2

20.30 h United Ghosts

Wiesbaden SCHLACHTHOF

20.30 h Tankard, Perzonal War

Samstag 06. Aschaffenburg COLOS-SAAL

11.00 h Powerhouse Swingtett

KURPARK BAD HOMBURG 16.00 h Dream Catcher

Darmstadt CARREE-PIAZZA

19.30 h Sdunets 21.30 h Shaqua Spirit

GOLDENE KRONE (KNEIPE) 21.00 h Heiner HerchenrĂśder

JAGDHOFKELLER

19.00 h Papa Legba‘s Blues Lounge

KNABENSCHULE

19.30 h 28. JazzConceptions // Abschlusskonzert

OETINGER VILLA

20.00 h Gouge Away, Slow Crush, Symmetry Lovers

Dreieichenhain BURGFESTSPIELE DREIEICHENHAIN

Aschaffenburg COLOS-SAAL

20.00 h Mnozil Brass

Bad Homburg KAISER-WILHELMS-BAD

10.00 h Frittenbude, Sookee, Le Fly, Of Colours, Birds View, Myths of a Thistle, Pabst, Watch me Rise, Waveland Gang, Elda u.v.m.

20.00 h Corrosion of Conformity - supp.: Motorowl

19.30 h Vogue Madonna Tribute to Madonna

Darmstadt CARREE-PIAZZA

19.30 h Forever Lion 21.30 h Golden Glitter Band

GOLDENE KRONE (KNEIPE) 21.00 h Heiner HerchenrĂśder

KNABENSCHULE

20.00 h 28. JazzConceptions // Ensembles-Konzert

OETINGER VILLA

20.00 h Julien Baker, Aisha Burns

Dreieichenhain BURGFESTSPIELE DREIEICHENHAIN

Fischbachtal-Nonrod NONSTOCK- FESTIVAL (RĂśDERHOF)

Frankfurt DAS BETT

21.00 h Prada Meinhoff Support: Die Cigaretten

DENKBAR

20.00 h Tonland

GĂźNTHERSBURGPARK STOFFEL 18.00 h Tonland 19.00 h DanaMaria 20.00 h Swing Belleville

JAZZKELLER

21.00 h Christoph Spendel Quartett feat. Wesley G.

MAMPF

20.30 h Samantha Pearl

20.00 h The Ukulele Orchestra of Great Britain

MOSAIK

Fischbachtal-Nonrod NONSTOCK- FESTIVAL (RĂśDERHOF)

ZOOM

17.00 h Frittenbude, Sookee, Le Fly, Of Colours, Birds View, Myths of a Thistle, Pabst, Watch me Rise, Waveland Gang, Elda u.v.m.

20.00 h Soniquete

JAZZKELLER

18.00 h FEE. & Band 20.00 h Frollein Smilla

MAMPF

20.00 h Snake Oil

Bad Homburg KURHAUSVORPLATZ

JAHRHUNDERTHALLE

21.00 h Jazz Konzert & Session m. Martin LeJeune & Friends

ONO2

MOSAIK

Karten und Informationen: Ticket Service Dreieich ¡ Tel.: 06103-6000-0 und alle Vorverkaufsstellen mit Frankfurt Ticket RheinMain

20.00 h Thom Yorke - Support: Andrea BelďŹ

20.30 h Robert Kaiser

20.00 h Soilwork - supp.: Kambrium & Dust In Mind

20.30 h The Polymorph Extra 4

BURG HAYN SA. 27. + SO. 28. JULI 2019

18.00 h Romie 20.00 h The Dead Lovers

MAMPF

MAMPF

GĂźNTHERSBURGPARK STOFFEL

20.30 h Calamaris

26

20.30 h Alligators of Swing

JAZZKELLER

19.00 h She Choir! - Singt bei uns! 20.00 h Mainvoices - Singt bei uns!

21.00 h Elias ÂťFuzzyÂŤ Dahlhaus / Jazz Jam Session

DAS 44. FESTIVAL

Frankfurt COMOEDIA MUNDI MAINUFER

GĂźNTHERSBURGPARK STOFFEL

21.00 h The Sugarhill Gang feat. Grandmaster Melle Mel & Scorpio Furious Five und DJ C Styles

B E I RU T

20.00 h 28. Darmstädter JazzConceptions Session 4

GĂźNTHERSBURGPARK STOFFEL

Wiesbaden SCHLACHTHOF

20.7. - 1.9.2019 ¡ ZELT AM MAISLABYRINTH DREIEICH - GÖTZENHAIN Karten und Info: 06103/ 6000-0 www.buergerhaeuser-dreieich.de

19.30 h The StreetLIVE Family mit Joe Whitney

20.00 h Jam Session m. Ivan Habernal

21.00 h Philip H. Anselmo & The Illegals

Sa., 13.07./19 Uhr/Volkspark

Sa., 20.07./19 Uhr/Zitadelle

20.00 h Converge + SECT + Candy

DAS EICH SPIELT REINHARD MEY Fr. 2.8.2019, 20 Uhr - Kabarett & Comedy

Darmstadt GOLDENE KRONE (KNEIPE)

TEARS FOR FEARS

Aschaffenburg COLOS-SAAL

Darmstadt CARREE-PIAZZA

Di., 09.07./19 Uhr/Volkspark

So., 14.07./19 Uhr/Zitadelle

Donnerstag 04.

18.30 h Touch of Toto

TOWER OF POWER

Sa., 13.07./19 Uhr/Zitadelle

Montag 01.

Sa. 27.7.2019, 20 Uhr - Gitarrenkonzert

HG BUTZKO

So., 07.07./19 Uhr/Zitadelle

Live-Musik-Termine

Frankfurt DENKBAR

GĂźNTHERSBURGPARK STOFFEL JAZZKELLER

22.00 h Friday Night Club Band

20.00 h J I L - Songs und Improvisationen 20.00 h Killy

Mainz ZITADELLE MAINZ

19.00 h Midnight Oil - Special Guest: Wolf Maahn

Offenbach HAFEN2

20.00 h Sean Haefeli

Wächtersbach WäCHTERSBACH ALTSTADT

18.00 h BierMeilenFest m. Nightshift, Blockhelden, Soggeschuss, Dauerwelle, Hey KĂślle, ROUGHHOUSE


MUSIK Wiesbaden SCHLACHTHOF

© Claudia Pleifer

20.30 h Yawning Man, Kalaidobolt

Mittwoch 10. Frankfurt DENKBAR

20.00 h Paul Batchelor

GüNTHERSBURGPARK STOFFEL

21.00 h Jazz Konzert & Session m. Andrey Shabashev Trio

MAMPF

20.30 h The Golden Sound Trio

Mainz SCHON SCHöN

Do., 4.7., 19.30 Uhr, Palmengarten, Frankfurt, Siesmayerstr. 63, www.jazz-frankfurt.de

Bad Homburg KURHAUSVORPLATZ Darmstadt GOLDENE KRONE (KNEIPE)

JAZZKELLER

tg

Samstag 13. 11.00 h Sloppy Notes Jazzband

18.00 h La Ilusión Orquesta 20.00 h Opal Ocean

Der in Wien lebende Jazzgitarrist Wolfgang Muthspiel hat ein außergewöhnliches Quintett um sich versammelt. Zwei Schweizer gehören dazu, Matthieu Michel und Colin Vallon, an der Trompete und am Klavier. Joe Sanders aus Milwaukee, Wisconsin spielt Bass – der Mitdreißiger teilte schon mit Wayne Shorter, Herbie Hancock und Roy Hargrove eine Bühne. Am Schlagzeug sitzt Jeff Ballard, er ist Teil des Brad Mehldau Trios und Joshua Redmans Elastic Band. Vor kurzem ist beim renommierten ECM-Label das neue Album des Wolfgang Muthspiel Quintets erschienen: »Where The River Goes«. Damit sind sie nun in der wunderschönen Open-Air Konzertreihe Jazz im Palmengarten zu Gast.

20.00 h Marky Ramone‘s Blitzkrieg feat. Greg Hetson / D.I.

GIBSON

20.00 h Sofi Tucker

Wolfgang Muthspiel

Wiesbaden SCHLACHTHOF

22.00 h Cole May

Dreieichenhain BURGFESTSPIELE DREIEICHENHAIN 20.00 h Alte Bekannte a cappella

20.00 h Pint Size Company

Donnerstag 11. Bad Homburg SCHLOSSGARAGE

DENKBAR

GüNTHERSBURGPARK STOFFEL

18.00 h Der Stoffel-Abschied m. D’Cuba Son 20.00 h Der Stoffel-Abschied m. Aly Keïta Trio

JAZZKELLER

21.00 h Kraef-BoehmHuber-Backhaus

MAMPF

20.00 h Malaka Hostel

20.30 h Traffic Jam

Darmstadt CENTRALSTATION

Hanau COMOEDIENHAUS HANAU

20.00 h Bosse

20.30 h Ein WEILLchen verweilen - Loes Snijders, Christian Jung, Ulrike Möckel

Frankfurt COMOEDIA MUNDI - MUSEUMSUFER 20.30 h Stefan Grasse

Mainz ZITADELLE MAINZ

DAS BETT

20.30 h The Casualties, Total Chaos

19.00 h Tears For Fears Support: Lawrence Taylor

Hanau COMOEDIENHAUS HANAU

19.00 h FOUR!

18.30 h Bliss & YeoMen

19.30 h Birds In Row / Heavy Heart / Chaviré

Montag 15.

21.00 h Ark Noir

Wiesbaden SCHLACHTHOF

Mainz SCHON SCHöN 21.30 h Imbibe

Wiesbaden SCHLACHTHOF

20.00 h Rolo Tomassi, Cryptodira

20.00 h The National + special Guest Adia Victoria

Mainz SCHON SCHöN

21.00 h Elias »Fuzzy« Dahlhaus / Jazz Jam Session 21.00 h Electric Horseman

20.00 h Kraef-BoehmHuber-Backhaus

Frankfurt JAHRHUNDERTHALLE

Darmstadt GOLDENE KRONE (KNEIPE) SCHLOSSKELLER

JAZZKELLER

Wiesbaden KREATIVFABRIK

Wiesbaden SCHLACHTHOF

20.00 h Metal Church & Armored Saint

Frankfurt COMOEDIA MUNDI - MUSEUMSUFER

DAS BETT

21.00 h Messer Chups

Aschaffenburg COLOS-SAAL

Sonntag 14.

Rüsselsheim FESTUNG

19.30 h Rammstein

Dienstag 16.

20.30 h KHARMA

Frankfurt COMMERZBANK-ARENA

20.00 h Siamese

20.30 h Donny Benét, Big Mike

Rüsselsheim FESTUNG

Mittwoch 17. Frankfurt COMOEDIA MUNDI - MUSEUMSUFER 20.30 h Stefan Grasse

DAS BETT

20.30 h Bloodywood - Support: Buried in Smoke

Frankfurt GüNTHERSBURGPARK STOFFEL

18.30 h Anne Haigis & Purple Schulz

JAZZKELLER

19.00 h Beirut

21.00 h Jazz Konzert & Session m. Axel Schmitt (sax) & Friends

ZITADELLE MAINZ

MAMPF

20.00 h Jules & Band

21.00 h Andrey Shabashev Trio

Mainz VOLKSPARK

20.00 h Skunk Anansie 20.00 h Angel Du$t

19.00 h Beth Hart

MAMPF

JAZZKELLER

20.30 h Bernd Theimann Trio

20.30 h Dúo Artemisa

Wiesbaden KREATIVFABRIK

19.00 h Doom Buddies Space Orgy VOL. IV

Sonntag 07. Bad Homburg KAISER-WILHELMS-BAD 19.30 h Spirit of Soul

Darmstadt CARREE-PIAZZA

19.00 h CoMa12 20.00 h Lothar Stadtfeld Singing DJ

Frankfurt COMMERZBANK-ARENA 20.00 h ROCKIN‘1000 That‘s Live

MAMPF

20.30 h Claude Bourbon

Mainz VOLKSPARK

19.00 h Bob Dylan

ZITADELLE MAINZ

19.00 h Herbert Pixner Projekt

Offenbach HAFEN2

17.00 h J. Lamotta

Rüsselsheim FESTUNG

19.00 h Vogt/Neander Memorabilia Quartett

Wiesbaden SCHLACHTHOF

20.30 h Dog Eat Dog

Montag 08. Darmstadt CARREE-PIAZZA

OETINGER VILLA

20.00 h King Buffalo, Child, Roamaer

Frankfurt GüNTHERSBURGPARK STOFFEL

18.00 h Horst Hansen Trio 20.00 h Pulsar Trio

Mainz SCHON SCHöN

21.00 h Haberecht 4

Wiesbaden SCHLACHTHOF

20.00 h La Dispute, Milk Teeth, Petrol Girls

Dienstag 09. Aschaffenburg COLOS-SAAL

20.00 h Nahko and Medicine for the People

Darmstadt GOLDENE KRONE (KNEIPE) 21.00 h Krone Old Stars Orchestra

OETINGER VILLA

20.00 h Foxing, Truebacca, the deadnotes

Frankfurt GüNTHERSBURGPARK STOFFEL 18.00 h Finn & Jonas 20.00 h Makia

MAMPF

20.30 h Lucas Dann Trio

ZOOM

21.00 h Lime Cordiale

PALMENGARTEN - MUSIKPAVILLON 19.30 h Julia Hülsmann Quartett

Rüsselsheim FESTUNG

20.00 h The Chain

Wiesbaden KREATIVFABRIK

20.30 h The Movement / Empty Bones

Freitag 12. Aschaffenburg COLOS-SAAL

20.00 h The Doors In Concert

Bad Homburg SCHLOSSGARAGE 19.30 h Makia

Darmstadt GOLDENE KRONE (KNEIPE) 22.00 h Secret Corner

Frankfurt GüNTHERSBURGPARK STOFFEL 18.00 h Swing Belleville 20.00 h Malaka Hostel

23.7.–27.8.

23.7. Daniel Kahn & The Painted Bird 30.7. Lou Doillon 6.8. Irma, Wolf & Moon 13.8. Get Well Soon Big Band: The Grand Horror Show 20.8. Nightmares On Wax 27.8. Grandbrothers

22.00 h Christof Sänger & Wesley G. Quartett

Mainz SCHON SCHöN

20.00 h Triptides

Offenbach HAFEN2

19.30 h Joana Serrat

VOLKSPARK

20.00 h Wein & Musik mit Matthias Vogt (+2) feat. Caro Trischler

19.00 h Foreigner & The IP Orchestra

Summer in the City

JAZZKELLER

Mainz SCHON SCHöN

21.30 h The King of the Bees

Künstlerhaus Mousonturm

Rüsselsheim FESTUNG

Musikpavillon im Palmengarten Siesmayerstraße 63, Frankfurt am Main Tickets und Festivalpass: www.mousonturm.de

19.30 h Pfund

Strandgut 07/2019

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27


MUSIK Wiesbaden SCHLACHTHOF

20.30 h Gus Dapperton

Donnerstag 18. Frankfurt HISTORISCHES MUSEUM

17.30 h »Bridges - Musik verbindet« m. Abbass Anoor & Band

JAZZKELLER

21.00 h Jean-Philippe Bordier Quartett

MAMPF

20.30 h Three Jazz

Hanau COMOEDIENHAUS HANAU 19.00 h Wildes Holz

Mainz ZITADELLE MAINZ

19.30 h Loreena McKennitt

Freitag 19. Aschaffenburg COLOS-SAAL

20.00 h Strange Kind Of Women

Darmstadt GOLDENE KRONE (KNEIPE) 22.00 h The Dead Lovers

OETINGER VILLA 21.00 h Baits

Dieburg TRAFFIC JAM OPEN AIR FESTIVAL

Dreieichenhain BURGFESTSPIELE DREIEICHENHAIN

Samstag 20.

Flörsheim FLöRSHEIMER OPEN AIR MAINBRüCKE

Darmstadt GOLDENE KRONE (KNEIPE)

20.00 h Stoppok Solo

18.30 h Brok, Atrio, Paddy’s Funeral, Doctor Victor

Frankfurt DENKBAR

22.00 h Daniel Schulz

Dieburg TRAFFIC JAM OPEN AIR FESTIVAL

11.00 h Emil Bulls, Ektomorf, All But One, The Butcher Sisters, Coast Down, Rivers, Apollo Apes, Frau Ruth u.a.

20.00 h Daniel Adoué

DREIKöNIGSKELLER

21.00 h Gallus Walze

JAZZKELLER

22.00 h Mojo Kilian‘s Rough Stuff

Dreieichenhain BURGFESTSPIELE DREIEICHENHAIN

MAMPF

20.00 h Tom Gaebel & His Orchestra

Hanau COMOEDIENHAUS HANAU

Flörsheim FLöRSHEIMER OPEN AIR MAINBRüCKE

20.30 h Olaf ‚n‘ Steffen

18.30 h Die wilde Nacht der Wirtshausmusik

Neu-Isenburg OPEN DOORS FESTIVAL

18.00 h The Jukes, Bird‘s View, Purple Rising, X-Hells, The Punch ‚n‘ Judy Show, Quotime u.v.m.

13.00 h Never Before, Anna and a riot, Gunan, Fheels, Bushfire, The Jukes, Haggefugg, Scruffyheads

Frankfurt DENKBAR

20.00 h Lorena Villatoro

DREIKöNIGSKELLER

Offenbach HAFEN2

21.00 h The Brains

St. Goarshausen LORELEY FREILICHTBüHNE

JAZZKELLER

IN DER AU (RöDELHEIM)

20.00 h No Vacation

13.30 h 14. Night of the Prog Festival m. Dilemma, Special Providence, Chandelier, IQ, Tangerine Dream

Wiesbaden SCHLACHTHOF

20.30 h Bon Iver (Open Air)

21.00 h The Briefs, Les Hyper Gaëlle 21.00 h Arne Huber Quartett

MAMPF

20.30 h KCLR

Hanau COMOEDIENHAUS HANAU 19.00 h The Cast

Mainz ZITADELLE MAINZ

14.00 h Deez Nuts, H2O, Ze Gran Zeft, Une Misère, Shellz u.a.

19.00 h Dream Theater

Neu-Isenburg OPEN DOORS FESTIVAL

14.00 h The Aesthetic Voyager, Luger & Band, Sloppy Notes, Nuwanda, RADIO BOB! Band, Sweet Chilly, RÿffHuntR, The Queen Kings u.v.m.

© Daniel Kahn Painted Bird

St. Goarshausen LORELEY FREILICHTBüHNE 11.45 h 14. Night of the Prog Festival m. FORS, Overhead, Tim Bowness, t, Karcius, Lazuli, Nick Mason’s Saucerful of Secrets

Wiesbaden SCHLACHTHOF

17.30 h Frank Turner & The Sleeping Souls, Muff Potter (Open Air)

Sonntag 21. Daniel Kahn & The Painted Bird Vor knapp zwei Jahren erschien »The Butcher’s Share« von Daniel Kahn und seiner Band The Painted Bird. Ein furioses, kraftvolles, überbordendes Album, das ihren Ruf als »radical Yiddish borderland bandistas« mit Punkattitüde verfestigte. Kahn, der aus Detroit stammende, in Berlin lebende Sänger, Gitarrist, Akkordeonist und Mastermind, schmuggelt virtuos die Songs über alle Grenzen hinweg: Punk, Klezmer, Jazz, politisches Kabarett, Arbeiterlieder, Brecht, Waits, Folk, Leonard Cohen, Kurt Tucholsky und Mordechaj Gebirtig: alles ist wieder da. Die Dreigroschenoper des 21. Jahrhunderts! Oder, wie ein Kollege schrieb: »Wahrer Groucho-Marxismus – mit einem Killer-Beat«. tg

Di., 23.7., 19.30 Uhr, Palmengarten, Frankfurt, Siesmayerstr. 63, www.mousonturm.de

28

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Strandgut 07/2019

St. Goarshausen LORELEY FREILICHTBüHNE

Wiesbaden KREATIVFABRIK

20.00 h State Faults / Shirokuma

Montag 22. Frankfurt COMMERZBANK-ARENA 19.00 h P!NK

Mainz SCHON SCHöN

21.00 h Odd Dog

Wiesbaden KREATIVFABRIK

20.00 h Open Stage

SCHLACHTHOF

20.00 h Shantel & Bucovina Club Orkestra

Dienstag 23. Aschaffenburg COLOS-SAAL

20.00 h Chris Robinson Brotherhood - supp.: Magic Bus

Darmstadt GOLDENE KRONE (KNEIPE) 21.00 h Krone Old Stars Orchestra

OETINGER VILLA

21.00 h Get Dead, La Armada

Frankfurt PALMENGARTEN - MUSIKPAVILLON 19.30 h Daniel Kahn & The Painted Bird

Hanau COMOEDIENHAUS HANAU

19.00 h Hannes Ringlstetter & Band

Mainz SCHON SCHöN

21.30 h Bare Jams

Wiesbaden SCHLACHTHOF

20.00 h Royal Blood

Mittwoch 24. Aschaffenburg COLOS-SAAL

20.00 h Ringlstetter & Band - supp.: Saltyskin

Aschaffenburg COLOS-SAAL

Darmstadt OETINGER VILLA

20.00 h Rose Tattoo - supp.: Hardbone

20.00 h SPORT, Graf Orlock, Bayoné

Flörsheim FLöRSHEIMER OPEN AIR MAINBRüCKE

VINOCENTRAL

18.00 h Lapping Terzett feat. Peter Klohmann

12.30 h Papierflieger, Bloody Merry, Zeremony

Frankfurt DREIKöNIGSKELLER 20.00 h Svetlanas

MAMPF

20.30 h B.D. Lenz

Hanau COMOEDIENHAUS HANAU

19.00 h Bookends & Leo Strings - Simon & Garfunkel Tribute-Show

Neu-Isenburg OPEN DOORS FESTIVAL

12.00 h Stormin‘ Norman, Paddy goes to Holyhead, Rasselbande, Mallet, Boppin‘ B, Who`s Mary u.v.m.

© Gordon Welters

11.45 h 14. Night of the Prog Festival m. Windmill, OAK, RanestRane, All Traps on Earth, Anathema, Steve Hillage Band

Frankfurt COMOEDIA MUNDI - MUSEUMSUFER 20.30 h Loes Snijders & Michael Policnik

DREIKöNIGSKELLER

20.00 h Shanda & the Howlers

Bridges – Musik verbindet Abbass Anoor Das Historische Museum Frankfurt gehört zu den Erstunterzeichnern der Frankfurter Erklärung der Vielen, in der sich 58 Kultureinrichtungen für Schutz und Förderung von Pluralismus und Vielfalt aussprechen. Was die Macher und Verantwortlichen damit meinen, kann man jetzt hören. Im Stauferhof des Historischen Museums – Open-Air also und bei freiem Eintritt – ist ein Ensemble der Frankfurter interkulturellen Musikinitiative »Bridges – Musik verbindet« zu Gast, die seit 2016 Musiker*innen mit und ohne Flucht- und Migrationshintergrund zum musikalischen Dialog zusammenbringt. Der Poet und Rapper Abbass Anoor stammt aus Darfur im Westen des Sudan, 2010 musste er nach Deutschland flüchten. Mit seinen Songs, die traditionelle sudanesische Musik mit Hip-Hop und Reggae kreuzen, macht er eindringlich auf die politische Situation in seiner Heimat aufmerksam. Falls es regnen sollte, wird das Konzert kurzerhand in den Leopold Sonnemann-Saal verlegt. tg

Do., 18.7., 17.30 Uhr, Stauferhof des Historischen Museums, Frankfurt, Saalhof 1 www.historisches-museum-frankfurt.de

GIBSON

20.00 h Macy Gray

JAZZKELLER

21.00 h Jazz Konzert & Session m. Nico Hering Trio

KONGRESSHAUS KAP EUROPA

20.00 h Curtis Stigers & Larry Goldings

MAMPF

20.30 h PiKo

Hanau COMOEDIENHAUS HANAU

19.00 h Classic meets Cuba m. Klazz Brothers

Mainz

SCHON SCHöN 20.00 h Listener

Wiesbaden SCHLACHTHOF

20.00 h Lady Moustache, Cliffsight, Eves Reign

Donnerstag 25. Aschaffenburg COLOS-SAAL

20.00 h Benefizkonzert 25 Jahre Aschaffenburger Partnerkaffee m. The Beatkicks & Schnödes Mammut

Frankfurt COMOEDIA MUNDI - MUSEUMSUFER 20.30 h Loes Snijders & Michael Policnik


MUSIK Darmstadt JAGDHOFKELLER

© Marcel Meier

18.00 h Jazz Open Air im Jagdhof

JAZZINSTITUT, GEWöLBEKELLER 18.00 h Bessunger Jagdhof Open-Air 1 m. Georg Boeßner Trio + Max Clouth

Dreieich BURGKIRCHE DREIEICH

09.00 h Gospelmatinée m. Dirk Raufeisens Gospel Fountain feat. Tommie Harris

Dreieichenhain BURGFESTSPIELE DREIEICHENHAIN

11.00 h Blues Morning m. Dirk Raufeisens Blues Fountain feat. Tommie Harris / Hans Theesink & Big Daddy Wilson / Latvian Blues Band

Reto Weber Squeezeband

Frankfurt JAZZKELLER

Früher konnte man ihn oft auch an der Seite von Albert Mangelsdorff hören, diesem fantastischen Posaunisten, der Frankfurt für immer im Geschichtsbuch des Jazz verewigt hat. Heute kehrt der Schlagzeuger, Multi-Percussionist und Freigeist Reto Weber mit seiner Squeezeband in den Palmengarten zurück. Die muss man sich als eine Art internationale Supercombo vorstellen, zu der die 70jährige amerikanische Tenorsaxofonlegende Chico Freeman genauso gehört wie der gefeierte Schweizer Gitarrist Christy Doran, Dominique Muzeau aus Madagaskar (Bass) und der kolumbianische Percussionist Rodrigo Rodriguez. Komplettiert wird das All-Star-Konglomerat von der Human Beatbox des Italieners Nino G. Und mittendrin der Schweizer Reto Weber, der mit bald 66 Jahren die verschiedensten Musikstile, Sounds und Rhythmen nach Herzenslust ausquetscht und auf eine Achterbahnfahrt vom Jazz zum Hip-Hop und zurück schickt. tg

Do., 25.7., 19.30 Uhr, Palmengarten, Frankfurt, Siesmayerstr. 63, www.jazz-frankfurt.de JAZZKELLER

21.00 h Giovanni Gulino Band feat. Selenia Gulino

Dreieich-Götzenhain MAISLABYRINTH

MAMPF

20.00 h Stefan Das Eich Eichner spielt Reinhard Mey

PALMENGARTEN - MUSIKPAVILLON

Dreieichenhain BURGFESTSPIELE DREIEICHENHAIN

20.30 h HörBar 19.30 h Reto Weber Squeezeband

Freitag 26. Aschaffenburg COLOS-SAAL

20.00 h Doyle Bramhall II

Frankfurt IN DER AU (RöDELHEIM)

21.00 h Poison Idea, Scheisse Minnelli

JAZZKELLER

22.00 h Matchbox Bluesband feat. Chris Rannenberg

Hanau WILHELMSBAD STAATSPARK

19.00 h Hanauer Musikernacht - Local Heroes live on Stage m. Meander, Ole Peng, Van Baker & Band

Trebur TREBUR OPEN AIR

16.00 h MIA, The Baboon Show, DeWolff, Mister Me, 8 Kids, Jamie Lenman, Hope, Friday and the fool, Dark Highway

Samstag 27. Darmstadt GOLDENE KRONE (KNEIPE) 22.00 h AmpliFive

19.00 h Jazz in der Burg m. Southwest Old Time All Stars feat. Trevor Richards / Alexa Rodrian Quartett / Jeff Cascaro Quartett

Frankfurt JAZZKELLER

21.00 h Nico Hering Trio feat. Laurent Maur

MAMPF

20.30 h Blind Joki Jazz‘n‘Blues

Mainz SCHON SCHöN

19.30 h Agrypnie - 15 Jahre Schlaflosigkeit

Schwalbach CONTI-PARKPLATZ

16.00 h 11. Schwalbacher Open-Air-Rock m. Beyond Darkness, Lizz it up, Versus, Past Reflection, Who’s Mary

Trebur TREBUR OPEN AIR

12.00 h Monster Magnet, Chef’Special, Blackout Problems, Kaiser Franz Josef, Smile and Burn, Keir, Saint Agnes, Lady Moustache, Modeste, Trouble in Mind

Sonntag 28. Bad Vilbel BURGFESTSPIELE

12.00 h The Golden Voices of Gospel

20.00 h Nico Hering Trio feat. Laurent Maur

MAMPF

20.30 h Yaroslav Likhachev Quartett

Hanau WILHELMSBAD STAATSPARK

14.30 h Hanauer Song-Slam - Showcase - Festival der besten Singer/Songwriter der Hanauer Song-Slam-Reihe 20.00 h Rodgau Monotones

Trebur TREBUR OPEN AIR

12.00 h Moop Mama, Fil Bo Riva, Adam Angst, Fjørt, Elfmorgen, Provinz, Go Go Gazelle, Some Sprouts, All I´ve Been Told, Finkbass, Woody, Jacky Bastek Band, Never Before

Montag 29.

BURGFESTSPIELE DREIEICHENHAIN

19

2. Juli - 18. August

Konstantin WeckertWilly Astor The Ukulele Orchestra of Great Britain Stefan GwildistEckart von Hirschhausen Giora Feidman SextetttWalter Sittler spielt Erich Kästner Mnozil BrasstWladimir KaminertBernd SteltertGayle Tufts Viel Lärm um NichtstDenis Wittberg & Die Schellacksolisten Hoffmanns Erzählungen à TroistDas Spiel von Liebe und Zufall Alte BekanntetDota Kehr Duo & Sarah Lesch TriotSistergold Tom Gaebel & His OrchestratMännerbeschaffungsmassnahmen Max Mutzke feat. MonopunktStoppok SolotDas kalte Herz Henni Nachtsheim & Rick KavaniantGustav Peter Wöhler Band Varieté unter SternentJazz in der BurgtBlues Morning Horribilis von HuckevolltIsch glaab dir brennt de Kittel Italienische OpernnachttSaturday Night Fever

Karten und Informationen: Ticket Service Dreieich · Tel.: 06103-6000-0 · www.burgfestspiele-dreieichenhain.de und alle Vorverkaufsstellen mit Frankfurt Ticket RheinMain

Veranstalter:

BÜRGERHÄUSER DREIEICH

Mainz SCHON SCHöN

21.00 h Yaroslav Likhachev Quartett

60388 Frankfurt/Main | Gwinnerstraße 5 Telefon: 069 95218410 | email: info@batschkapp.de Kartenservice: 069 9443660 + 296929 Tickets bequem zu Hause ausdrucken: www.batschkapp.de

Wiesbaden SCHLACHTHOF

20.30 h New York Ska Jazz Esemble

Dienstag 30.

Mo 01.07. LAMB OF GOD live in Frankfurt Support: Bleed From Within

Sa 27.07. BLACK STONE CHERRY live in Frankfurt Support: The Lazys

DISCOS & SPECIAL PARTYS

Darmstadt GOLDENE KRONE (KNEIPE)

Sa 06.07. ALLES 90er (Rock, HipHop, Grunge, Crossover, Pop Trash)

SCHLOSSKELLER

Sa 13.07. BATSCHKAPP XL - 1 Nacht, 10 Partys • Jede halbe Stunde ein neues Motto Sa 20.07. OHRWÜRMER HITMIX – Sommerhits XXL • 80er90er00er Party Sa 27.07. THE ZOO MEGA SUMMER SPECIAL PART II • 90s, 00s & 10s

21.00 h Elias »Fuzzy« Dahlhaus / Jazz Jam Session 21.00 h Heated Land

Frankfurt PALMENGARTEN - MUSIKPAVILLON 19.30 h Lou Doillon

Mainz SCHON SCHöN

21.30 h Angela Aux

Wiesbaden SCHLACHTHOF

20.30 h The Obsessed

Mittwoch 31. Aschaffenburg COLOS-SAAL

19.00 h Queensrÿche + Firewind + MirrorPlain

Darmstadt CENTRALSTATION

20.30 h Xavier Rudd

Frankfurt JAZZKELLER

21.00 h Jazz Konzert & Session m. Peter Klohmann & Friends

MAMPF

20.30 h Duo Panamericana

mit Buffalo Bude & Wallace Love

ANDERE VERANSTALTUNGSORTE

Mi 03.07. THOM YORKE Support: Andrea Belfi • Jahrhunderthalle Frankfurt Mo 15.07. THE NATIONAL plus special guest: Adia Victoria • Jahrhunderthalle Frankfurt Sa 03.08. MAIN INDIE CRUISE 2019 • Schiff Wappen von Frankfurt inkl. Aftercruise-Party im Nachtleben ab 0:00 Uhr

Sa 28.09. KHALID Free Spirit Tour

Special Guests: Mabel & Raye • Jahrhunderthalle Frankfurt

Sa 12.10. HERZOG "OG MIT HERZ" Tour • Plus Special Guest • DAS BETT Frankfurt Do 24.10. DJANGO 3000 Tour 4000 • DAS BETT Frankfurt Do. 14.11. THE CHEMICAL BROTHERS • Festhalle Frankfurt Mo 20.11. JINJER Europe 2019 + special guests • DAS BETT Frankfurt Mo 25.11. WINCENT WEISS "Irgendwie Anders" Tour 2019 • Jahrhunderhalle Frankfurt Fr 29.11. FEINE SAHNE FISCHFILET "Wir haben immer noch uns!" Tour Rittal Arena Wetzlar

60313 Frankfurt am Main | Kurt-Schumacher-Str. 45 Telefon 069 20650 | internet: www.batschkapp.de

Mo 01.07. PHILIP H. ANSELMO & THE ILLEGALS Choosing Mental Illness 2019 Euro Tour

DISCOS & SPECIAL PARTYS

Fr 12.07. ATOMIC PARTY Nuclear Powered Indie-Pop for Queers and Folks DJs: Barbecute Björn & Trust.The.Girl

Sa 13.07. RAMMSTEIN TRIBUTE PARTY Fr 19.07. EXTREMETIES CSD SPECIAL DJ Hildegard + DJ Mausia Taylor Sa 20.07. ATOMIC CSD SPECIAL Indie, Rock, Alternative: Mr.Biró & Pol Pop, Charts, All Time Faves, 80´s, Electro: Trust.The.Girl. & Sony Straight

Fr 26.07. THE DEAD KENNYS PARTY

(Batcave, Postpunk, Gothrock, Minimal, 80s, Deathrock) mit DJ Dead-Stefan & Gast

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KLEINANZEIGEN

>> Wiedersehen 1: »Chinchilla Arschloch Waswas« wird wieder aufgenommen. Die von und über Menschen mit Tourette gestaltete Schau kehrt vom 17.-19. September ins Depot zurück, vorher (12./13.9.) gastiert sie beim Grenzenlos-Festival in Mainz. www.rimini-protokoll.de >> Wiedersehen 2: Die mit dem FaustPreis 2018 für die beste Tanzchoreografie des Jahres ausgezeichnete Produktion »Soul-Chain« von Sharon Eyal mit dem tanzmainz-Ensemble kehrt am 17. September auf die Mainzer Bühne zurück. Die 3Sat-Mediathek verrät unter www.3sat.de/kultur/kulturdoku/soulchain-100.html eindrucksvoll warum. www.tanzmainz.de >> Ratten statt Prinzessin: Aus Krankheitsgründen muss das Schauspiel Frankfurt die geplante Saisonpremiere »Yvonne, die Burgunderprinzessin« verschieben. Stattdessen wird am 6. September Gerhart Hauptmanns Sozialdrama »Die Ratten« unter der Regie von Felicitas Brucker die neue Spielzeit eröffnen. Brucker sollte eigentlich am Kammerspiel »Der Bau« von Lukas Bärfuß am 14. September inszenieren. Das entfällt nun. Stattdessen inszeniert dort nun Kornelius Eich »Wieder da« von Frederik Brattberg. >> Zukunft offen: Nach dem BiennaleFestival 2020 will Wiesbadens Intendant Eric Uwe Laufenberg die Zukunft der arg ins Performative gewendeten Theaterfestspiele überdenken. Nach dem tragischen Tod seiner Co-Kuratorin Maria Magdalena Ludewig soll nun Martin Hammer das Festival alleine aufbereiten – mit Unterstützung des Intendanten Laufenberg. Das Motto wird nach »This is not Europe« (2016) und »Bad news« (2018) nun »A new place for Europe« sein. >> Hallo Norwegen: Das Gastland der Buchmesse wird auch im Frankfurter Schauspielhaus gewürdigt. Neben »Peer Gynt« wird im kommenden Oktober von Henrik Ibsen noch das Drama »Brandt« zu sehen sein. Als Gastspiele sind die Trilogie »Schlaflos – Olavs Träume – Abendmattigkeit« von Jon Fosse sowie »Nordische Heerfahrt« von Ibsen zu sehen.

AKTIVITÄTEN

Events für Körper, Geist & Seele

VORGEFÜHRT

Du kannst Spanisch, Englisch, Französisch und Holländisch aus dem Effeff? Du beherrschst das Indische und Skandinavisch? Du kennst dich im Sizilianischen aus? Schachclub Brett vorm Kopp Frankfurt sucht dringend Spieler für die dritte Mannschaft!!! donnerstags in der Zappbar, Glauburgstraße 1, ab 20 Uhr.

Goldschmiedekurse

DAS HERZ DER SEELENNAVIGATION Tanja Konstantin Abendworkshop Fr 5. Juli | 18.30 Uhr Workshop Sa/So 6./7. Juli

Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf – unter professioneller Anleitung – in netter Atmosphäre. Anfänger lernen viel – Fortgeschrittene noch mehr. Info: 069-95529311. Wolfsgangstr.6,60322 FFM www.goldschmiede-nedza.de

COMPUTER

COURAGE OF THE HEART Alexandra & Helge Hellberg Erlebnisabend Fr 5. Juli | 19.30 Uhr Workshop Sa/So 6./7. Juli

Neuer Computer

Abendworkshop Fr 12. Juli Workshops Sa/So 13./14. Juli

und kein Durchblick? Viren, Internet & Email - keine Nerven mehr? PC-Doktor hilft; installiert W-Lan, DSL und Netzwerk - frdl. Service, und kommt ins Haus! www.pcdoktor.de - jetzt wieder im Nordend: Nordendstraße 26 Tel: 069 - 90 50 28 20.

DER EMOTIONSCODE Dr. Susanne Hufnagel

DIENSTLEISTUNGEN

DER HEALING CODE Dr. Alex Loyd

Tagesworkshop Sa 20. Juli

SCHAMANISCHE ZEREMONIEN Joe Licci Workshop Sa 21. Juli

www.frankfurter-ring.de Tel. 069 -51 15 55

Tai Chi + Chi Gong Rolf Weber seit 1982

Nächste kostenlose Einführungskurse: Freitag 23. August 18 - 20 Uhr Montag 2. Sept. 18 - 20 Uhr Samstag 7. Sept. 11 - 13 Uhr Neue Anfängerkurse ab 9. Sept.

Tel. (069) 70 11 63

Malerei, Objekte, Porträts und Auftragsarbeiten nach Voranmeldung. Tel.: 0170/465 21 96. www.kporath.com

KÖRPER + SEELE

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Schule

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Iyengar-Yoga Pobestunde 15 Euro, Einstieg jederzeit möglich. Info: 069/95636883, www. iyengar-yoga-institut.de

Pilates, Yoga, Faszientraining & mehr vom 1.7.-23.8. in Frankfurt mit der flexiblen 5-er Karte bei bewegungsimpulse. Tel. 069/78081853, www.bewegungsimpulse.de

QIGONG Vorbereitungsübungen aus dem „Nei Yang Gong“, ab 9. September, 5 Termine, jeweils montags von 19-20 Uhr. Anmeldung und Info: Shiatsu-Praxis Klaus Steinmetz (HP), Leipziger Str. 52, 60487 Ffm, Tel.: 069/7073211, www.shiatsu-frankfurt.de.

Wenn Du trinken willst ist das Deine Sache. Wenn Du aufhören willst können wir Dir helfen. Anonyme Alkoholiker www.anonyme-alkoholiker.de Helpline 0151-50865101

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Strandgut 07/2019

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>> Die Maifestspiele in Zahlen: Exakt 25.200 von 25.500 Besucher der 62 Veranstaltungen der diesjährigen Internationalen Maifestspiele Wiesbaden (IMF) haben ihre Tickets bezahlt und damit dem Festival bei 85,2 Auslastung mit rund 750.000 Euro die dritthöchsten Einnahmen seiner Geschichte beschert. Übrigens kann man seine Eintrittskarten für die sechs geplanten Opern (Tristan und Isolde, Der fliegende Holländer, Elektra, Der Rosenkavalier, Carmen, Tosca) der IMF 2020 bereits buchen. >> Thrill an der Abendkasse: Mit der »Spontan-Card« spart man im Wiesbadener Staatstheater jetzt 50 Prozent an der Abendkasse ab einer Stunde vor Beginn – wenn es denn noch Karten gibt. Für September kostet das Teil 5 Euro, für die Saison 45 Euro.

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für gemeinschaftliches Wohnen außerhalb Frankfurts, wo Häuser noch bezahlbar sind. Kontakt: mail@ge-mosaic.de


NAVIGATOR

e v i F p o Dr Werbe (PR) Tiefpunkte

1

Opel Crossland Ist keine Werbung für ein Auto sondern für ein Navi-System.

2

Kinderschokolade Die Fischstäbchen sind sehr dunkel geraten und schmecken verdammt süß. Leservotum.

3

Barilla Genovese Schweizer Tennisspieler & italienischer Meisterkoch sprechen Englisch und hören Sirtaki. Italienische Pasta eben - ganz typisch. Leservotum.

4 Haribo

Der Spot entwickelt sich langsam zu schwerer Körperverletzung: haribofressende Erwachsene von Kindern synchronisiert.

5

Zalando Echt jetzt: trags nur für dich selbst? Was ist nur aus dem Schrei vor Glück geworden? Peter Woll

Wenn Sie mitmachen wollen, mailen Sie Ihre Vorschläge bis zum 14. an pwoll@strandgut.de

Inserentenverzeichnis Barock am Main ................................... 15 Batschkapp/Nachtleben ..................... 30 Bürgerhäuser Dreieich........................ 26 Burgfestspiele Dreieich ...................... 29 Burgfestspiele Bad Vilbel ................... 19 Cinéma.................................................... 11 Comoedia Mundi .................................. 19 Deutsches Filmmuseum ...................... 10 Dramatische Bühne ............................. 20 Frankfurter Hof ...................................... 26 Frankfurter Ring .................................... 45 Frankfurter Sparkasse von 1822 .........U2 Hafenkino............................................... 12 Harmonie................................................ 11 Historisches Museum.......................... 23

Impressum

Jazz in der Burg ..................................... 26 JIP Film und Verleih GbR ..................... 07 Kammeroper .......................................... 17 KFZ-Referat ............................................ 30 Libretto buch + musik........................... 24 Mal Seh‘n ............................................... 11 Mousonturm .......................................... 27 Murnau Stiftung .................................... 12 Museum Sinclair-Haus .......................U4 Neue Visionen .......................................U1 Pupille .................................................... 12 Schmiere ................................................ 15 Shiatsu, K. Steinmetz ........................... 30 Shorts at Moonlight.............................. 11 T‘ai Chi Weber ....................................... 30

Altern für Anfänger 155: Es könnte so schön sein ... In einem Leitartikel beklagt Herr F. in der FAZ europäische Machtdefizite angesichts der aktuellen Spannungen zwischen Iran und USA und plädiert für Aufrüstung, europäische militärische Zusammenarbeit etc., damit Deutschland, unter der Haube der EU, in seiner Güte ohne Grenzen, endlich den »Griff nach der Weltmacht« vollziehen kann. F. ist nicht der einzige, der derlei Weisen singt – und sie klingen so besoffen wie die Libretti vom seligen Richard Wagner nach 2 Liter Eisbock in Bayreuth. Zur Erinnerung: jedes Mal, wenn Deutsche in der Vergangenheit das Wort »Weltmacht« ausgesprochen haben, hatte das fatale Folgen. Zudem wird das Bedürfnis, Weltmacht zu sein, in der EU von doch recht wenigen Mitgliedern geteilt. Weltmachtallüren pflegen offenbar hauptsächlich Franzosen (sie glauben, sie sind es bereits) und Deutschen (einige wären es so schrecklich gerne). Aber unterstellen wir einmal, Herr F. hätte recht mit seinem Beitrag und, hilfsweise, alles, was F. fordert, sei bereits realisiert: wir hätten Flugzeuge, die fliegen, Knarren, die schießen, seetüchtige und kampfbereite Schiffe . Wir hätten sogar einen Flughafen, von dem wir starten können – und genügend Transporter für den Nachschub. Was, zum Jupiter, würden wir denn dann mit unserem Spielzeug machen, um die beklagten Zustände zu verbessern oder gar in den Griff zu kriegen? Würden wir mit unserm neuen Schlachtschiff die Tanker um Hormuz beschützen, würden wir Teheran den Krieg erklären, Russen oder den Amis, Erdogan oder Assad, oder glaubt Herr F., wir müßten da nur hinfahren, ein paar vernünftige Worte sprechen, und alles tanzt nach unserer Pfeife? Oder wollen wir womöglich lieber bloß unsere Waffen endlich mal wieder abfeuern?

Nur: auf wen und wozu? Das iranische Dilemma bringt doch selbst die Weltmacht USA an ihre Grenzen. Worauf sollte Herr Trump denn schießen und zu welchem Zweck? Zumal wir ja alle wenigstens darin einig sind, dass er überhaupt nicht schießen sollte. Fakt ist: Iran will unbedingt Atommacht werden – und das wird es auch, so oder so, mit und ohne Krieg, mit und ohne Atomvertrag, früher oder später. Und wir? Würden wir nicht lieber mit dem Iran noch eine Weile Geschäfte machen, in der Hoffnung, dass sich schon alles irgendwie regelt? So lange jdenfalls, bis die Iraner wieder genügend Geld haben, um sich eine Atombombe zu kaufen. Zum Beispiel bei den Russen oder in Nordkorea. Anschließend sollen Amis, Israelis oder Tom Cruise ihnen das Ding halt wieder abnehmen. Weltmacht: es könnte so schön sein... Ein Häuschen mit Garten wär‘ mir jedenfalls lieber. Wie Obama mal so schön sagte: nur weil wir den größten Hammer haben, ist nicht jedes Problem ein Nagel. Was amüsant ist und, wie so oft bei Obama, nicht ganz richtig. Manchmal ist der Hammer nämlich einfach nur zu dick für den zu bekloppenden Nagel, weswegen man sich selbst auf die Finger haut. Kommt es dann vielleicht nur darauf an, den jeweils richtigen Hammer zu wählen? Andererseits sind manchmal die Nägel einfach nicht das Problem.

Herausgeber Strandgut Verlags GmbH Postfach 90 07 09 60447 Frankfurt Tel.: 0 69/97 91 03 - 0 Fax: 0 69/7 07 51 25 Ederstr. 10 (Nähe Ökohaus) Internet www.strandgut.de E-Mail Adressen info@strandgut.de leserbriefe@strandgut.de musik@strandgut.de verlosungen@strandgut.de theater@strandgut.de Anzeigenvertretung regional: Tel. 0 69/97 91 03 - 0 Redaktion Claus Wecker (cw, Film) Winnie Geipert (gt, Theater) Bernd Havenstein (hav, Klassik) Birgit Siegel (bs) Jochen Vielhauer (jovi) Redaktionelle Mitarbeit Peter Woll (PWoll) Grafik/Layout Birgit Siegel Verantwortlich Kurt Otterbacher (ko) Birgit Siegel (bs) Verbreitete Auflage IVW I/2019: 20.666 Erscheinungsweise monatlich Vertrieb Ecco!, Frankfurt, an 333 Stellen im Großraum Frankfurt. Abobedingungen 12 Hefte kosten 24 € Bestellt wird durch Einzahlung auf DE45 5005 0201 0000 88 43 59 Frankfurter Sparkasse 1822 Aboende: automatisch nach 12 Monaten. Sie werden mit Versand des letzten Heftes angeschrieben und befragt, ob Sie verlängern möchten.

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Kurt Otterbacher

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Strandgut 07/2019

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07.07. – 13.10.2019

FLÜGEL SCHLAG INSEKTEN IN DER ZEITGENÖSSISCHEN KUNST

MUSEUM SINCLAIR-HAUS Bad Homburg v.d. Höhe Löwengasse 15 | Eingang Dorotheenstraße www.museum-sinclair-haus.de Eine Institution der Stiftung Nantesbuch gGmbH

ÖFFNUNGSZEITEN Dienstag 14–20 Uhr, Mittwoch bis Freitag 14–19 Uhr Samstag, Sonntag und an Feiertagen 10–18 Uhr Montags geschlossen

Gregor Törzs, Wing Wing No. 3, 2018 © Gregor Törzs, Courtesy of Persiehl und Heine Galerie für Fotografie

Profile for Strandgut Kulturmagazin

Strandgut 7/2019  

Kulturmagazin für Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet

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